faufen: Mat famicmmer Barten. A. B. schäftsttes. gefunde ner häftigung gefugt. gabe des er Beschäf & Co., derei hal Westfalen. + rtikel n, Sprizen Merkur in # 72. Beste [ 210/6 ge ter Blätter von Rudolf oszkowski, und Gustav r Mitwirkung er, wie Ernst V. A. Wellner, H. Zille usw. meinen, sind amüsantesten Sie pflegen ilderung des schen Lebens te. werfen satiPolitik und ements .50 MK. 25 Pf. dlungen. en Blätter 7. 68. hinen ahlg. Illustr. Kirsch, Döbeln tatis. is der Matimer. us der Lud. esgemeinde. Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 50 Pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen vierteljährlich 1,50 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig ausgabestellen vierteljährlich 1,20 m. Erscheint Mittags 3 Uhr. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung richt verlangter Manuskripte wird nicht garantiert... Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr 176. Telephon: Nr. 362. nach einer gefährlichen Stunde Wenn nicht alle Zeichen trügen, gab es am Mittwoch, 26. Juli, eine Stunde, die leicht hätte ein historisches Datum werden können. In dieser Stunde wurde in London in erregten Beratungen der verantwortlichen Männer darüber entschieden, ob England sich in die deutsch- französische Unterhaltung" über Marokko mischen solle, mit dem Anspruch, daß die englischen Interessen den Inhalt des geplanten Abkommens bestimmen sollen und nicht die Deutschlands und Frankreichs. Dieser Anspruch wäre nur nach einem siegreichen Krieg gegen Deutschland, der Frankreich zum Vasallen Englands gemacht hätte, durchzuführen gewesen. Die englische Regierung hat sich entschlossen, diesen Anspruch nicht zu erheben, vorläufig allerdings noch unter der Einschränkung, die gestern Premierminister Asquith im Unterhaus gemacht hat, daß Deutsch= land auf Marokko verzichtet und sich anderweit von Frankreich abspeisen läßt. Bei Abmachungen über Maroffo will England nach der Erklärung Asquiths dabei sein. Sie überläßt es den zwei souveränen Mächten, die seit Wochen mit beiderseitigem guten Willen nach einem friedlichen und gerechten Ausgleich suchen, ihre Unter= haltung unter vier Augen fortzusetzen, auf die Gefahr hin, daß es wie im Lustspiel gehe, wo sich das Paar, das für einander bestimmt ist, solange zankt, bis es sich im letzten Akt„ als Verlobte" empfiehlt. Ganz so glatt wird unsere Marokkodiskussion wohl nicht verlaufen, aber man kann doch jetzt mit viel besserem Vertrauen die weitere Entwidelung abwarten, seit England, der Vater aller deutschen Hindernisse, nicht mehr hinter dem Vorhang steht und durch Zeichen und Gesten zu verstehen gibt, daß es auch noch da sei. Was den plötzlichen Umschlag in England herbeigeführt hat, ist schwer zu sagen. Wenn ein Mann von so wenig chauvinistischer Art, wie Lloyd George, der während des Burenkrieges fast gelyncht wurde, weil er der brutalen Machtpolitik seines Volkes entgegentrat, eine Rede halten konnte, die als eine Fanfare aufgefaßt werden mußte und auch so gedacht war, so muß der feste Entschluß bestanden haben, die Sache nötigenfalls zu einem Bruch zu treiben. Und auch was sonst vorging in der Hitze durchglühten, lärmdurchbrausten, ruhelosen Hauptstadt Englands sah so aus, daß jeder politische Wetterkundige einen schweren Gewittersturm prophezeite. Ueber Nacht ist das Barometer auf einmal gestiegen. Statt Kriegsdrommeten hört man Friedensschalmeien und die dritte Division der Heimatflotte wird auf Friedensfuß gebracht. Statt die Schutzkappen von den Geschützen zu nehmen, geht die Mannschaft auf 14 Tage in Urlaub, um sich bei Muttern" für den weiteren Dienst in„ Seiner Majestät Flotte" zu stärken. Europa atmet auf." Nur traut man dem Wetter noch nicht ganz. Was so schnell gut wird, hält oft nicht lange. der Großherzoglichen des Großherzoglichen Bürgermeisterei Polizei Amtes Behörden Oberhessens sowie vieler anderer Expedition: Seltersweg 83. Die Entscheidung Englands wird jeder Friedens= freund freudig begrüßen. Natürlich ist sie in erster Linie oder ausschließlich aus egoistischen Gründen erfolgt, sei es, weil man bei sorgfältiger Ueberlegung fand, daß die deutsche Flotte stark genug sei, um einen Waffen= gang auch für England zu einer Sache auf Leben und Tod zu machen, sei es, weil die französischen Staats= männer Miene machten, zur Abwechslung nicht englische, sondern französische Politik zu machen. Aber wie dem auch sein mag: die wiederholte Hinausschiebung einer wahr= Entscheidung mit den Waffen macht es immer scheinlicher, daß früher oder später auch eine volle Verständigung zwischen Deutschland und England erfolgen wird. Englischer Grundsatz war es immer, Politik mit dem Kopf und nicht mit dem Herzen zu machen. So8 Uhr: Ge Hansa- Salicyl I. Beicht. on. ht für die liefern. müssen Sie verlangen, wenn Sie ein unbedingt sicheres, einfaches und billiges Mittel zur Frischhaltung alles Eingemachten haben wollen. Auch die bekannten prachtvollen Hansa- Kuchen und Puddings kann Ihnen nur allein das echte Hansa- Backpulver und Hansa- Puddingpulver Nährmittel fab ik, Hansa", Hamburg 6. ( Haus Brüder Schmidt.) Samstag, den 29. Juli 1911. | bald es unumstößlich feststeht, daß dieses unbequeme Deutschland, das überall als Konkurrent auftritt, weder durch Einkreisung, noch durch Druck und Drohung niesich in Frieden und Freundschaft zu einigen. Raum für dergehalten werden kann, wird man sich dazu bequemen, alle hat die Erde. England muß nur darauf verzich ten, alles allein haben zu wollen. Dann wird es ausgezeichnet mit uns auskommen. * Hus Stadt und Land. Gießen, den 29. Juli. Die Ritterspiele im 3irfus Blu menfeld. Es ist eine feststehende und durch die Erfahrungen der letzten Jahre erhärtete Tatsache, daß nur diejenigen Zirkusunternehmungen dauernd die Gunst ihr Programm durch neue und fesselnde Attraktionen zu des Publikums sich erhalten können, die bemüht sind, erweitern. Dieses schwierige Problem hat der Zirkus Blumenfeld, der gegenwärttg in unseren Mauern Vorstellungen gibt, auf lange Zeit hinaus in glücklichster Weise dadurch gelöst, daß er die historischen Ritterspiele, die glänzenden Turniere einer längst vergangenen Zeit, wieder ins Leben rief und mit der ganzen Pracht, mit der diese Spiele damals auf den weiten Höfen stolzer Ritterburgen ausgefochten wurden, in die Arena stellte. Die geschickten und erfindungsrei chen Regisseure des Zirkus Blumenfeld haben damit in gewissem Sinne eine erzieherische Tat vollbracht, denn sie bringen durch die ungemein lebensvolle und farbenprächtige Darstellung dieser Ritterspiele, in welchen schmetternde Heroldsfanfaren zu frisch- fröhlichem Kampfe rufen, die Lanzen und Schwerter der gepanzerten Ritter aufeinanderklingen und holde Pagen und Edelfräuleins zur Kurzweil gar liebliche Tänze aufführen, diese glanzvollen, romantischen Turniere dem Zuschauer viel näher, als dies die beste Schilderung eines Buches vermöchte. Nicht einen Augenblick läßt das Interesse des Zuschauers nach, besonders, wenn die Ritter mit schlossenem Vesier, wallenden Büschen und kampfbereit vorgestreckten Lanzen auf feurigen Rossen gegeneinan der reiten, bis einer der Gegner in den Sand gestreckt ist. In historischer Treue, in kostbaren, stilechten Kostümen und im wechselnden Glanze effektvollster Beleuchtung ziehen die bunten Bilder der Ritterspiele, der Zweikämpfe hoch zu Roß, der graziösen Tänze und der Huldigung vor dem Herrscherpaare, das unter purpurnem Baldachin den Spielen beiwohnt, den Augen der Zuschauer vorüber. Namentlich die Jugend sollte nicht versäumen, sich diese Spiele anzusehen.. vor ge= * Ein Gewitter mit starkem Hagelschlag entlud sich gestern abend gegen 7 Uhr über unsere Stadt. Prasselnd fuhren die weißen Kugeln, die Haselnußgröße hatten, auf das Pflaster und gegen die Fensterscheiben. In den Gärten hat der„ weiße Ritter" vielfach Schaden angerichtet. Die großen Blätter mancher Zierpflan= zen und der Kohlarten sind wie ein Sieb durchlöchert, viele Blüten hat er abgeschlagen und manches Pflänzchen geknickt. ½ 11 Uhr abends ging ein zweites Gewitter nieder, das den langersehnten Regen brachte. e Klein- Linden, 29. Juli. Nahe der Schönen Aussicht brannten 2 Kornäcker ab. Eine Schnitterin hatte Kaffee kochen wollen, dabei flog ein Funke in die Wollen Sie etwas feines rauchen dann empfehlen wir Jhnen: Salem Aleikum CIGARETTE DES FEINSCHMECKERS. Neu! ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseraten zeile. Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg. Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 80 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bel Konkurs in Wegfall. Plagvorschriften ohne Berbindlichfelt. Berlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b.. Telephon: Nr. 362. - 23. Jahrg. | dürren Halme und im Nu brannte die ganze Kornjläche ab.- Die Brunnen beginnen zu versagen und die Landwirte müssen das Wasser fürs Vieh in Fäsfern aus dem Weiher auf der Bleiche entnehmen. Viele Brunnen sind leer gepumpt. -0- Großen Linden, 29. Juli. In dem Einschnitt der Mainweserbahn in der Lindener Mark entstanden in den hohen Böschungen durch Funkenaus= wurf Gras brände; viele Akazien, mit denen die Böschung bepflanzt ist, sind mitverbrannt. Die Bahnbehörde hat Patrouillengänge hier und auf den oberhess. Bahnstrecken eingerichtet, um etwaigen Waldbränden vorzubeugen. Bad Nauheim, 29. Juli. Die Mitteilungen über einen diesjährigen Zarenbesuch sollen nur Kombinationen sein. In maßgebenden Kreisen ist von einem solchen Besuch in Deutschland nichts bekannt. Der beabsichtigte Kuraufenthalt in Nauheim ist für dieses Jahr ausgeschlossen. von Darmstadt, 29. Juli. Ein geflügeltes Wort wird es wohl werden, das der Großherzog am Sonntag während der Löscharbeiten beim Waldbrand Wolfsgarten zu einem Landwirt gesprochen hat, der ihn auf die Verbreitung des Feuers aufmerksam machte mit den Worten:„ Königliche Hoheit, dort hat das Stein's Garten.. Giessen Bes. C. Stein Jalem Gold Hotel Restaurant und 1. 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Ich beabsichtige daher einfach heute nur darzulegen, was heute die tatsächliche Lage ist. Zwischen Deutschland und Frankreich find Besprechungen im Gange: wir nehmen teinen Teil an diesen Besprechungen. Der Verhandlungsgegenstand mag die englischen Interessen nicht berühren. Solange wir nicht das Endresultat fennen, fönnen wir über diesen Bunft feine abschließende Meinung aussprechen, aber es ist unfer Wunsch, daß diese Unterredungen zu einer für beide Parteien ehrenvollen und befriedigenden Vereinbarung führen möchten, von der die britische Regierung aufrichtig fagen fann, daß sie den britischen Interessen in fetner Weise entgegenstehe. Wir glauben, daß dies vollständig möglich ist. Wir haben den ernsten und ehrItchen Wunsch, daß dies erreicht werden möge. Die Maroffofrage starrt von Schroterigkeiten, aber außerhalb Marottos, in anderen Teilen von Westafrita, denfen wir nicht daran, eine Einmischung in territoriale Erwägungen zu versuchen, die von den näher Intereffierten für zweckmäßig erachtet werden. Die Behaup tung, daß wir uns in dieser Weise eingemisch f und bte Verhandlungen zwischen Frankreich und Deutschland präjudiziert hätten, ist tatsächlich eine böswillige Erfindung, jeffor Harnad äußerte fich nun wetter, baß feiner An ficht nach das Spruchfollegium die Einrichtung fei, die für die Kirche allen Anforderungen unserer gett am besten entspreche und daß er feine bessere wüßte. Aber einige Verbesserungen feien noch notwen dig. Die Klage dürfe nur von der betreffenden Gemeinde erhoben werden, ebensowenig dürfe der Airchenrat bei dem Verhör stimmberechtigt sein. Auch dürfe das Urteil im Falle eines Schuldig nur auf Mißbrauch lauten. Was den Fall Jaiho betrifft, so hätte er nicht vor das Spruchfollegium fommen dürfen, da der Fall schon seit Jahren besteht. Allerdings set Jathos Theologie in der evangelischen Landeskirche unerträglich, aber andererseits sei die Wirkung Jathos auf die Religiosität seiner Gemeinde und auch auf weite Streife eine so tiefe, daß Jatho trotzdem hätte ertragen werden müffen. Professor Harnad erklärte zum Schluß, daß er das Urteil des Spruchfollegiums bedauere, aber andererseits verstehen könne. ohne eine Spur von Begründung. Wir haben es von Anfang an für richtig gehalten, ee flarzulegen, daß, wenn Vereinbarungen der erwähnten Art nicht zu standekommen, wir einen aktiven Anteil an der Erörterung der Lage nehmen müßten. Das wäre unser Recht als Signatarmacht des Algecirasvertrages. Es fönnte unsere Verpflichtung sein, nach den Bestimmun gen unseres Abkommens mit Frankreich aus dem Jahre 1904 und es fönnte unsere Schuldigkeit sein, zur Ver tetbigung der durch die weitere Entwicklung btreft berührten englischen Interessen. Es hat Zeiten gegeben, wo wir nicht sicher waren, wieweit das Volk verstan den wurde. Ich freue mich, sagen zu können, daß wir jetzt vollständig darüber beruhigt sind. Die Erklärung bte ich vor mehr als drei Wochen hier abgegeben habe und die fürzliche Rede des Schatzkanzlers haben es, wte ich hoffe und alaube. vollständia flaraeftellt, daß wir fatna hobande oder überragende Steuning veanFushan fondern nur die Stellung einer Bartet die on DUTICES Rundschau vom Cage. Politisches. Im Streit zwischen dem Hansabund und dem Zentralverband Deutscher Industrieller ist von der dem Hansabunde nahestehenden Bresse dem Zentralverbande vielfach der Vorwurf gemacht worden, er habe mit dem Bund der Landwirte geheime Abmachungen getroffen, dte sich besonders auf eine Erhöhung der Schutzzölle bezüge. Gegen die Verdächtigungen erläßt der Zentralverband jetzt eine Erklärung, in der er die Unterstellun gen als jeder tatsächlichen Begründung entbehrend bezeichnet. In einer Wählerversammlung der Zentrumspartei zu Düsseldorf sprach sich der Reichstagskandidat Bankdirektor Friedrich über seine Mitgliedschaft beim Hansabunde aus und erklärte, bei der Gründung habe man annehmen müssen, daß der Hansabund keine ParteipoItttt treiben wolle. Der Gegensatz zwischen Zentrum und Hansabund Itege nicht im Programm des Hansabundes, sondern in der Stellungnahme des Vorsitzenden Geheimrats Rießer. Die Richtlinien des Hansabundes könne man sehr wohl mit dem Programm des Zentrums vereinigen. Das Zentrum wolle bet den bevorstehenden Wahlen mehr Vertreter des Handels und der Industrie als Kandidaten aufstellen; deshalb habe man tu Düsseldorf einen Finanzmann gewählt. Nun möge der Hansabund zeigen, daß er an seinen Grundsäßen halte und keine Parteipolitik treibe. Die Reichsversicherungsordnung hat jetzt die Unterschrift des Kaisers erhalten und wird in den ersten Tagen des August im Reichsgefeßblatt zusammen mit dem Einführungsdefek veröffentlicht werden. Mit dem Tage der Verkündigung des Gesetzes treten dann die Bestimmungen des Einführungsgesetzes über die Anestellten der Krankenkassen in Kraft. Die Krankenersicherung soll erst zu einem späteren Termin zur urchführung kommen, weil noch vorher umfangreiche Sorarbetten erledigt werden missen. " Berzeihen Sie," fing Hammer wieder an, darf ich eine Frage an Ste richten, gnädiges Fräulein?" Gewiß." " Sie erinnern mich an eine Lieblingsschülerin; ich war früher Lehrer der Literatur in Berlin." " So?" sagte Eva gleichgiltig. Ste fürchtete erkannt zu werden. „ Die junge Dame hieß Eva Grotenbach," fuhr Hammer fort, sind Sie nicht mit ihr verwandt?" ja eine weitläufige Kousine, ich soll ihr gleichen!" - " Darum die Aehnlichkett," rtef Hammer erfreut. As ich Fräulein Eva Grotenbach unterrichtete, war sie fast noch ein Kind, es war für mich immer eine Freude, meine begabte Schülerin war sehr poettsch und voller Geist. Wo mag sie test fetn?" Ich weiß es nicht." oder sonstwie nicht so tauglich find, daß fie die Stra pazen eines etwaigen" Feldzuges nur schwer würden ertragen fönnen. Sie sollen nach den großen Manö vern aus dem aktiven Militärdienst entlassen werden. Ueber die Treibereien Englands bringt das Italienische Blatt„ Giornale d'Italia" einen interessanten Brief eines italienischen Diplomaten, in welchem ausgeführt wird, wie Frankreich im Grunde genommen nichts mehr wünsche, als sich gittlich mit Deutschland zu verständigen, wie aber dieser gute Wille auf den Widerstand Englands stoße, das Deutschlands Einrüden in die Afrikamächte zu verhindern suche und gegen die deutsch- französischen Abmachungen ein Beto einlege. Der Diplomat weist alsdann auf die große Gefahr hin, in die eine solche Politik Frankreich versetze, das von Englands sogenannter Freundschaft nur Schaden habe und im Kriegsfalle vermutlich die Rechnung auch für Deutschlands Verluste zur See durch England bezahlen müsse. Es set zu hoffen, daß die französischen Staatsmänner sich nicht von England völlig betören lassen. Der wegen seiner Angriffe auf die deutsche Staats: gierung aus Berlin cusgewiesene französische Sozialist vetot tft ein Vertreter der radikalsten Richtung der anzösischen Sozialdemokratie und als Vorfämpfer für ntimilitarismus und Antiparlamentarismus bekannt. cwurde vor mehreren Jahren vom Pariser Gerichtsf wegen Beleidigung der Armee mit dret Monaten efängnis bestraft und kurze Bett darauf wegen seiner timilitaristischen Umtriebe auf 8 Jahre ins Gefäng8 geschickt. Was die Ausweisung betrifft, so hanIte es sich um eine Stelle in der Rede, mit der er dte egrüßungsansprache der Berliner Sozialdemokraten widerte und in der er, nach Zettungsmeldungen fagte: Wenn die Regterungen es versuchen sollten, die ölfer gegeneinander zu hezzen und eine Nation gegen e andere in den Kampf zu treiben, so werden wir tgen, daß die Völker schönere Aufgaben zu erfitllen ben. Versucht es nur einmal, Ihr Schafsköpfe, ein olf gegen das andere aufzuheben, ein Volk gegen das dere zu bewaffnen, Ihr werdet sehen, ob die Völker cht einen ganz anderen Gebrauch von den Waffen achen werden, die Ihr ihnen in die Hände gebt. Bartet ab, ob die Völker nicht einen ganz anderen eind bekämpfen werden, als Ihr glaubt." Kleine Nachrichten. Ein unterirdischer Schnelltelegraphenbetrieb Bers lin- Düsseldorf soll noch in diesem Jahre eingerichtet werden. Die Versuche haben eine Leistung von hundert Worte in der Minute ergeben. Eine Massenpensionierung französischer Offiztere ill der neue Kriegsminister Messimy durchführen. Er t an die Korpsfommandeure einen Erlaß gerichtet, orin er fie auffordert, ihm die Offiztere namhaft zu achen, die bereits ein so hohes Alter erreicht haben „ So sehen Sie sie nicht?" fragte Hammer,„ gern rte ich von ihr." In dem Fall Richter ist eine Wendung eingetre ten, die zu ernsthaften Befürchtungen Anlaß gibt. Den mit den nötigen Geldmitteln ausgestatteten Vertrau ensmännern ist es unmöglich, eine Verbindung mit den Räubern herzustellen, ein Umstand, der den Schluß, daß es den Räubern gelungen ist, auf griechisches Gebiet überzutreten, oder noch beunruhigendere Vermutungen aufkommen läßt. " Ich sehe Fräulein Grotenbach zuweilen," entgegte Eva und ihre braunen Schelmenaugen blitzten. " Wirklich!" rief Hammer, tst sie verheiratet?" „ Nein, noch nicht." „ Das wundert mich, sie war ein reizendes MädSobam mal e Kenert Girid und la madhen gerichte Stung Budha morben berans, Buchfül mung a balter night ein Ablauf ten befe Arbetter midt no might ale abme Unordn werer Raufma fortige dem fich ergeben den, etn Gefchäft tere Ro Unfall in der deutschen Marine. Das Torpedoboot T 45" rannte gestern vor Gurhaven mit voller Wucht gegen das Minenschulschiff Albatros" und bohrie fich in die Steuerbordseite so Hef ein, daß es erst durch dret Schleppichiffe wieder herauszuziehen war. Beide Schiffe sind schwer beschädigt worden. Verschiedene Fälle von Sumpffieber find in Emden zu verzeichnen gewesen. Angeblich rühren ste davon her, daß infolge der Austrocknung der Sumpfgrä ben durch die abnorme Hize die Stechmücken mehr als sonst in Aktion treten. Eva konnte ihre Hetterfelt kaum beherrschen, sie ar sehr rot geworden und wendete den Kopf zur Seite. a fiel Hammers Blick auf ihr aterliches, linkes Ohr; ht unterhalb desselben befand sich ein kleiner, bräunher Geburtsflect, er hatte ihn oft bet seiner Schülerin sehen, wie Schuppen fiel es ihm da von den Augen. „ Ste- Ste sind es selbst," stotterte er. Unfall eines Berwandten der englischen Königsz familie. Als gestern mittag Fürst und Fürstin Aleran der Teck thre Residenz im Windsorschloß bei London verließen, scheuten die Pferde und der Wagen wurde gegen das Schloßtor geschleudert. Der First erlitt durch Glasscherben Verletzungen an der Schulter, die Fürstin blieb unverletzt. Da überwältigte Eva die lange unterdrückte Fröh bfeit, fie lachte und lachte, bis thr die Luft ausging. Hammer stimmte mit feinem sonoren Lachen ein. EndItch hörten sie ganz erschöpft auf. Der Bapst verbrachte den größten Teil des gestrtgen Tages in der Bibliothek. Obrophl er faft volitans dia tolederhergestellt fit, rieten ihm die Aerzte größte Schonung, um eine Wiederholung der Halsentzündung zu verhilfen. " Ja, wie konnte ich mich täuschen lassen," sagte Hammer, es sind noch dieselben Züge, aber der Ausdruck ist anders, viel ernster." Beide schwiegen etwas befangen. Ein schwerer Fall von Insubordination ist beim 22. Infanterieregiment in Zweibrüden vorgekommen. Auf dem Kasernenhofe warf plötzlich der Infanterist Buchmann von der 8. Kompanie dem Vizefeldwebel beim Ererzieren das Gewehr vor die Füße. Vor den Hauptmami geführt, warf er diesem das gezogene Seffengewehr vor die Füße. Zunächst wurde der Mann zur Be obachtung feines Geisteszustandes ins Lazarett gebracht. Im Schnellzug au sißschlag gestorben." Strecke Salzburg- München ist eine Restaurateursgattin Auf der im Schnellzug vom Hitzschlag getroffen worden und in einem Hotel in Prien am Chiemsee gestorven. Bei ihrer Beerdigung wurde eine Frau aus München am offenen Grabe gleichfalls tödlich vom Hißschlag getroffen. Ob seine Frau noch lebt, dachte Eva,„ er fiebt jetzt weniger traurig aus; der gequälte Ausdruck ist wie fortgelöscht." Sie muß ein großes Leid erfahren haben," das waren seine Gedanken. Haben Sie mich gleich erkannt, gnädiges Fräulein?" fragte Hammer. „ Ja, sofort," gab Eva zu. " Und Sie haben mir tüchtig die Wahrheit gefagt über meine Schriftstellereien." „ Die Eitelkeit verdient Strafe," meinte Eva schelmisch, Ste forderten mein Urtell heraus, well Ste dachten, daß mir Ihre Novellen gefallen haben. Ihr erster Von einem zerspringenden Schmungrad getötet. In einer Ziegelet zu Langenfeld. bei Barmen ereignete sich ein schwerer Unglücksfall dadurch, daß ein Tretb riemen riß und ein Schwungrad zersprang. Umberfliegende Teile des Rades trafen drei in der Nähe beschäf Higte Arbeiter, von denen einer tödlich, die beiden anberen lebensgefährlich verlegt wurden. Ein folgenschweres Unglück hat sich bei einem Rettungswert in Beckum in Westfalen ereignet. Das Töchterchen eines Fabrikaufsehers stürzte in einen mit heißem Wasser gefüllten Tetch. Auf sein Hilferufen eilte die Mutter herbei, stürzte sich in den Teich und suchte das Kind zu retten. Zwei Arbeiter bemerkten den Vorgang und versuchten vergeblich, Mutter und Kind zu bergen, Ein Arbeiter, die Mutter und das Kind fanden den Tod, ihre Leichen find geborgen. Ermordung eines Lehrers. Wie aus Hamburg gemeldet wird, wurde gestern morgen in dem Dorfe Karrenzten bet Boizenburg der wohlhabende Lehrer a. D. Prahl, an Händen und Füßen gefesselt, ermordet aufgefunden. Brahl wohnte auf dem Gehöft Waldschenke, von dem seit der Mordnacht alle drei Knechte schwunden sind. Roman war viel schöner, weniger modern, aber viel natürlicher und ansprechender, doch das ist vielleicht eine individuelle Ansicht." Die des Rei und der Entwide den üb gonnen fitttern. Breife f der Tro fürchtung tände au Bayern wird un Bayerisch Preisreg den ange lichen B wirtschaft Bieb auf wingend legt sur pon Reg halter fa den werd wirte b porrate aufautlär Seche In Web Donners dem feche halb thr eingeäfche des Woh titrate be babet fech Berungli Ratastrop berg fand 1% Uhr, auf den Berfonen fretwillig Anwefend witter& g rild. Di fonen bef front des nach vorn Berfonen bauerlich des Entie bie Gethe nicht wie völlig zer tertopf v Mrat fom Hiren. Di geldhafft. der zahlre verDie geme tag erfolg Im Higher Fal 18 Jahre aus Stut attigt, le befand fid plages un tom fiben während minalpoli ben, schni daß er et Bapiere hörden en große Wa folche Ban Ste disputterten eifrig weiter und belden geftel dieser Gedankenaustausch ungemein, bts noch mehr Reisende einstiegen. Frau Haideck, die im zweiten Wagenabtell thr Schläfchen beendet hatte, rief Eva; diese verabschiedete sich schnell von Hammer und etlte davon. " Berlin, Berlin!" riefen die Schaffner. Eva und Hammer wurden durch die Menschenmenge getrennt. Adam und Kurt hatten die Schwester abgeholt; sie sollte in der mütterlichen Bension bis nach Klaras Hochzeit wohnen; Frau Grotenbach freute sich, ihre sechs Kinder nach langer Zeit wieder einmal vor sich zu ha ben. Die Brüder schwagten lebhaft, fie erzählten der Schwester vom Brautpaar und von Alfred, von fich selbst und ihren Schulen. Eva war aber nicht ganz bet der Sache, sie dachte an das Wiedersehen mit Hammer. Wenn er wüßte, daß ich E. Norden bin, so lächelte fie. Am Abend ist die ganze Familie vereint, und alle freuen sich dessen, Rede und Gegenrede fließen munter dahin. „ Mein Herzensfind," sagte Frau Grotenbach zu Eva,„ Du mußt jetzt bei uns bleiben, tch kann Dich nicht länger entbehren, Tante Anna muß Dich mir abtreten." " Ach, Mutting! Das ist auch mein Wunsch," verficherte Eva,„ Klara zieht fort und Lina ist, wie fte fagt, noch gebunden; ich aber möchte versuchen, Dir in der Pension etwas zu helfen. Wirklich, ich will mir Mühe geben." „ Mein gutes Kind," sagte Frau Grotenbach zärtlich. ( Fortsetzung folgt.) left und einer Ber bigung. G thm 8000 Hedt und t Bergers baß Teine att nicht Cine teleg bort von e einer in e Berger m morb nicht um fich int Ariminalp gen begang te in baft tal werden Ueberf In Santo Men henge it in eine Ansbehnun fetnen Ufer tet, hat die le die Stra mer wurden oßen Mand fen werden. t das ttalle intereffanten welchem auß2 genommen eutschland zu den Wider Sinruden in 6 gegen die eto etnlege Gefahr hin, Be, das von Schaden habe ng auch für and bezahlen chent Staats ren lassen. etrieb Bers eingerichtet von hundert ng eingetres B gibt. Den n Vertrau ung mit den Schluß, daß sches Gebiet Fermutungen Torpedoboot Joller Bucht bohrie fich t durch dret ar. Beide Find in Emren sie das Sumpfgrä n mehr als en Königs: Stin Meranbet London agen wurde Fürst erlitt Schulter, die des gestrt= aft nolftane erzte größte Bentzündung ist betm 22. mmen. Auf tertst Buchwebel beim den Haupte Seffengenn zur Beett gebracht. Auf der teursgattin den und in en. 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Die zweite Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts bejahte diese Frage in einem der letzten Etzung verhandelten Falle. Der Kläger. war als Buchhalter von dem beklagten Kaufmann&. angestellt worden, es ftellte sich aber schon nach wenigen Wochen heraus, daß. nicht die genügende Kenntnis von der Buchführung hatte, um felbständig die Bücher in Ordnung zu halten, obgleich er sich als perfefter" Buchhalter ausgegeben hatte. Der Beklagte mußte schleu nigft eine Erfaskraft engagieren und wollte. bis zum Ablauf der Kündigungsfrist mit anderen Kontorarbetten beschäftigen. Der Kläger weigerte sich aber, diefe Arbetten zu verrichten, indem er erklärte, er habe das nicht nötig. Er habe dte Stellung als Buchhalter und nicht als Kontorist angenommen. Da die Beweisaufnahme ergab, daß. tatsächlich die Bücher in große Unordnung gebracht hatte, und daß eine ganze Anzahl schwerer Buchungsfehler vorgekommen war, kam das Kaufmannsgericht zur Abweisung der Klage. Die sofortige Entlassung des Klägers war berechtigt. Nachdem sich feine Untauglichkeit zur Führung der Bücher ergeben hatte, konnte dem Chef nicht zugemutet wer den, etnem derart unbrauchbaren Buchhalter wetter dte Geschäftsbücher anzuvertrauen. K. mußte daher leichtere Kontorarbeit annehmen. Vermischtes. Die andauernde Trockenheit hat in vielen Teilen des Reiches das Wachstum des Grummets, des Klees und der Weiden sehr erheblich beeinträchtigt. Auch dte Entwickelung der Hackfrüchte läßt vielfach sehr zu wün schen übrig. In manchen Bezirken muß bereits bes gonnen werden, mit Heu der diesjährigen Ernte aut füttern. Auf den Schlachtviehmärkten sind auch die Preise für sämtliche Gattungen von Großvteh infolge der Trockenheit im Wetchen. Es liegt deshalb die Be fürchtung nahe, daß die ueberwinterung der Biehbe= tände auf Schwierigketten stößt. Schon feßt Itegen aus Bayern Nachrichten vor, wonach Vieh verschleudert wird und die Viehbestände verringert werden. Das bayerische Ministerium des Innern hat daher die Kreisregierungen und die Distriktsverwaltungsbehörden angewiesen, im Benehmen mit den landwirtschaftItchen Bereinigungen dte Landwirte über die großen wirtschaftlichen Nachtelle einer überstürzten Abgabe von Vieh aufzuklären und hiervor dringend zu warnen. Ein zwingender Grund zur Berringerung der Viehheſtände tegt zurzelt noch nicht vor. Durch balbigen Eintritt pon Regen und durch geeignete Maßnahmen der Viehhalter kann die Futterknappheit immer noch überwunben werden. Bugleich ist Anweisung erlaffen, die Landwirte über eine haushältertsche Etntellung der Futtervorräte und über den Anbau von Ersatzfuttermitteln aufzuklären. Sechs Feuerwehrlente bet Löscharbeiten erschlagen. In Wehren bet Bad Meinberg in Detmold hat sich Donnerstag nacht ein schweres Brandunglück ereignet, dem sechs Personen zum Opfer ftelen. Gegen eineinhalb ihr nachts wurde ein Bauernhof durch Blitzschlag etngeäfchert. Gegen 3 thr nachts, nachdem das Innere des Wohnhauses beretts vollständig ausgebrannt war, ftitrzte der Vordergiebel nach vorn herüber und erschlug babet sechs Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr. Die Verunglückten waren sofort tot. Ein Augenzeuge der Katastrophe berichtet: Fm Schloßhotel des Bades Meinberg fand eine Unterhaltung statt, als plöblich, gegen 1% Uhr, anhaltendes Alarmrufen ertönte. Als wir uns auf den Brandplaß begaben, waren bereits 20 bts 30 Personen, darunter die Mitglieder der Meinberger freiwilligen Feuerwehr anwesend. Die Mehrzahl der Anwesenden begab sich wegen eines herannahenden Gewitters gegen 8 Uhr zu den eigenen Wohnhäusern zurick. Die für die Brandwache zurückbleibenden Personen befanden sich etwa 15 Meter von der Vorderfront des Hauses entfernt, als plöblich der hohe Giebel nach vorn herüberftel und die ihm zunächst stehenden Personen unter den Trümmern begrub. Es war etn schauerlicher Anblick. Nachdem die ersten Augenblicke des Entsetzens vorüber waren, machte man fich daran, zerstört. Auf demYangtse fpielen fich die erschlitterndsten Szenen ab. In den Fluten tretben Häufer, auf deren Dächer fich ganze Familien geflitchtet haben. Gewaltige Feuersbrunft in Wien. Gestern abend brach in den ausgedehnten Holzlagern der Nordbahn ein Feuer aus, das in furzer Zeit einen riesigen Unt fang annahm. Die Feuerwehren von ganz Wien ste hen dem Brande machtlos gegenüber und beschränken sich darauf, die umliegenden Kohlen- und Petroleumlager zu schützen. Das Feuer ist von einem entlassenen Schreiber angelegt, der sich selbst der Boltzet gestellt hat. Man hofft, daß die in der Nähe befindlichen Naphta und Petroleumlager verschont bleiben. Dagegen befürchtet man, daß auch die wett ausgedehnten Kohlenlager der Nordbahn dem verheerenden Brand zum Opfer fallen. Ein elfjähriger Eisenbahnattentäter. Auf der Bahnlinie von Baroche nach Isle- sur- Serein in Frankretch wurde gestern ein überaus schwerer Eisenbahnfrevel verübt. Der Führer etnes Personenzuges bemerkte fünf große Balten, die über die Schienen gelegt waren. Es gelang thm zum Glüd noch, seinen Bug rechtzeitig zum Salten zu bringen und so eine Katastrophe zu vermeiden. Die Staatsanwaltschaft begab sich an Ort und Stelle und ermittelte ohne große Schwierig= fetten den Attentäter in der Person des elfjährigen August Thevenot, der ganz natv erklärte, er habe einmal fehen wollen, wie ein Eisenbahnunfall aussieht. Der Wandertrieb des Deserteurs. Ein Fahnenflüchtiger, der acht Tage hindurch gehungert hat, stand gestern in der Person des Füsillers Muhring vom Garde- Füfilter- Regiment vor dem Kriegsgericht der 1. Gardedivision in Berlin. M. war beim General von B. Bursche. Eines Tages führte er den Befehl eines Vorgeseßten nicht aus, und er befürchtete deswegen bestraft zu werden. Am 16. Mat entwendete er aus der Sattelkammer des Generals einen Zivilanzug, begab sich nach der Tegeler Heide und kleidete sich dort um. Mühring schlug die Richtung nach seiner Hetmat ein und trieb sich acht Tage und acht Nächte auf der Chaussee herum. Während dieser ganzen Zeit nahm er nicht die geringste Nahrung zu sich und nur hin und wieder trant er einen Schluck Wasser aus einem Bach. In erschöpftem Zustande langte der Angeklagte schließlich in Rheinsberg an, wo er sich freiwillig der Behörde wieder stellte. Der als Sachverständiger vernommene Psychiater führte u. a. aus, daß beim Militär häufig derartige Wandertriebe beobachtet würden. Ohne recht zu wissen, was die Leute täten, entfernten ste sich triebartig aus der Kaserne, um dann nach einiger Zeit wieder zurückzukehren. Der Trieb sei aber nicht so fran haft, daß bet den betreffenden Soldaten die frete feusbestimmung ausgeschlossen fet. Das ertegsgericht nahm bet M. nur erschwerte, unerlaubte Entfernung und Preisgabe von Gegenständen an und erkannte auf eine mehrwöchige Gefängnisstrafe. Die größten Bahnhöfe der Welt. Neuyork besitzt bereits seit furzem den größten Bahnhof der Welt, den Bahnhof der Pennsylvania- Eisenbahn, der elf Hektar Raum für sich in Anspruch nimmt. Diese riesige Anlage wird aber trotz ihrer ungeheuren Ausdehnung an Großartigkeit von einer neuen Neuyorter Bahnanlage übertroffen werden, über die in der Nature näHeres mitgeteilt wird. Es ist der Bahnhof von zwet Eisenbahngesellschaften, der 1915 fertiggestellt sein soll. Während der Pennsylvania- Bahnhof keine Wagen beherbergen lann, wird die Zentralstation 1149 Wagen aufnehmen können. Zu der Erbauung dieses neuen Riefenbahnhofes werden 800 000 Tonnen Stahl verwendet, d. t. das Doppelte der Menge, dte bet demPennsylvaniaBahnhof verbraucht wurde. Die Anlage tostet gegen 800 Millionen Mark, und die Kosten würden noch um ein Beträchtliches größer fetn, wenn nicht die Gefellschaften bereits% des Terains vorher beseffen hätten. Außerdem wird der Bahnhof etne ganze Reihe von Verbesserungen aufweisen. Die Güterwagen werden sogleich beim Eintreffen der Züge von den Bassagterwagen getrennt. Die Reisenden finden beim Aussteigen Toilettenzimmer vor, in denen ste thre Kleidung wechfeln und ihre Toilette machen können; auf großen Balfons können die Freunde auf die Ankommenden warten und die Einfahrt der Züge beobachten. Der Bahnhof wird ganz unterirdisch angelegt, und über thm werden sich Wolkenkraber von 20 Stockwerfen erheben, Hotels, ein großes Varteteetheater, sogar eine Kirche, sodaß für die in Neuyork Anlangenden sogleich in jeder Beztehung gesorgt tff. bie Petchen unter den Trümmern Bervorzuboren. Bart Vom Völkerschlachtdenkmal bei Leipzig. nicht wieder zu erkennen war der Brandmetster, der völlig zerquetscht war, dem Ortsvorsteher war der Hinterkopf vollständig gespalten. Der fofort herbetgeeilte Arzt konnte nur den Tod aller Verunglückten konsta= tren. Die Toten wurden sofort nach thren Wohnungen gefchafft. Ergreifend war das Weinen und Jammern der zahlreichen Familienangehörigen der Verunglückten. Die gemeinschaftliche Beisehung der Toten soll Sonntag erfolgen. Um fich interessant zu machen. Ein nicht alltäglicher Fall beschäftigt die Berliner Kriminalpolizei. Ein 18 Jahre alter Gelegenheitsarbeiter Mar Berger, der aus Stuttgart stammt, hat sich eines Raubmordes besichtigt, lediglich um sich interessant zu machen. Berger befand sich in einem Lokal in der Nähe des Alexanderplatzes und begann dort ein Gespräch mit einem neben thm sitzenden Mann, den er für fetnesgleichen htelt, während es tatsächlich ein Beamter der Berliner Krtminalpoltzet war. Diesem erzählte er aus fetnem Leben, schnitt furchtbar auf und verriet thm auch u. a., daß er einen Raubmord verübt habe, und daß er test Papiere brauche, um sich den Nachstellungen der Behörden entziehen zu können und die Flucht über das große Wasser anzutreten. Er bat den Beamten, ihm folche Papiere zit verschaffen. Der Beamte nahm ihn fest und brachte ihn auf das Polizeipräsidium. Bei feiner Vernehmung blieb Berger bei der Selbstbeschuldigung. Er will einen Rentter in Stuttgart ermordet, thm 3000 Mark geraubt, die Leiche in einen Sack geteckt und in die Donau( 1) geworfen haben. Zum Glüc Bergers verrteten schon seine geographischen Kenntnisse, idaß feine Selbstbezichtigung nicht zutrifft, da bet Stuttmart nicht die Donau, sondern der Nectar vorbetfließt. Stne telegraphische Anfrage in Stuttgart ergab, daß bort von einem Raubmord an einem Rentter und von einer in einen Sack genähten Reiche nichts bekannt fet. Berger mußte einräumen, daß er tatsächlich den Raubmord nicht verübt, sondern nur mit ihm geprahlt habe, um fich intereffant zu machen. Dagegen wurde von der riminalpolizet festgestellt, daß Berger Unterschlagungen begangen habe. Wegen dieser Verfehlungen wurde är in Haft behalten. Ueberschwemmungen in China. Aus dem Yangtsetal werden ungeheure Ueberschwemmungen gemeldet. In Hankow hat das Wasser den höchsten Stand seit Menschengedenken erreicht. Der Distrikt von Itschang it in einen Binnensee von mehreren Quadratmeilen Ausdehnung verwandelt. Der Tung- ting- See, der aus einen Ufern getreten ist und das ganze Land überflu Der letzte Aufbau auf die Rüstung des Riesendenkmals auf dem Leipziger Schlachtfelde tst jetzt vollendet; damit ist eine Höhe von 92 Metern erreicht. Man Hofft nun, die Bauarbeiten bis zum Herbste beendigen zu können, worauf der Bildhauer noch reichliche Arbett finden wird. Auch die Fertigstellung der Anlagen vor bem Denkmal schrettet rüstig voran. Um eine Waffer= fläche zu schaffen, wurden 30,000 kubikmeter Erdretch ausgeschachtet, und die die Wafferfläche umfäumenden Wälle, die amphitheatralisch zum Denkmal aufsteigen, sind beretts hergestellt. Seit dem ersten Spatenstiche, der am 18. Oktober 1898 stattfand, wurden bis heute im ganzen 190,000 Kubikmeter Erde bewegt. um sich einen Begriff von bieser Erdmasse machen zu können, stelle man sich vor, fte set in Form einer Säule von 10 Metern Brette und 10 Metern Tiefe aufgeschüttet, so würde die obere Erdfläche diefer Säule 1200 Meter über dem Boden liegen, also die Höhe des Brockens übertreffen. Vermauert wurden nahezu 12,000 Rubifmeter Beuchaer Grantt. Würde dieser Granit zu Borbschwellen normaler Gröse verarbettet fetn, so würde man mit ihm 160 Kilomefer Bürgersteig haben einfassen können, das entspricht der Entfernung von Cassel nach Hannover. Die größten Bauftetne wogen 360 Zentner und fosteten 700 M. das Stück. Für die Fundamente, Gründungen und Eckpfeiler usw. wurden bisher rund 100 000 tubifmefer Stampfbeton verarbeitet, woraus man eine Masse von Platten von 100 Metern Vänge, 100 Metern Breite und 100 Metern Höhe hätte herstellen können. Für diefe Betonmenge wurden 240 000 Zentner 3ement verwendet, für deren Fortschaffung ein etwa 12 Kilometer langer Gitterzug erforderlich wäre. An Sand und tes find für diese Betonmenge 90 000 tubifmeter nötig gewesen, die als Kegel aufgeschüttet die stattliche Höhe von mehr als 41 Metern erreichen würden, bei einem Durchmesser der Grundflächen von annähernd 100 Metern. Die Heranschaffung aller dieser Baumaterialten perursacht natürlich ganz beträchtliche Kosten, die aber dadurch eine gern begrüßte Verminderung erfuhren, baß gletch beim Beginn der Ausschachtungsarbeiten ein Ateslager aufgedeckt wurde, das fich gut verwenden Iteß und daß man in etwa 1% Kilometer Entfernung vom Bauplatz ein zweites Kieslager erwerben fonnte, das dann den ganzen Bedarf an Sand und Kies deckte. Um auch hier die Transportfostent auf das geringste zu beschränken, wurde das Kieslager mit dem Bauplaz durch tet, hat die Ernte weggewaschen. Zahlreiche Dörfer findetne Drahtseilbahn verbunden. Diese Hilfsanlage ist HOSTE 6 von besonderem Intereffe, da sie zeigt, daß bet derarHigen Bauunternehmungen selbst umfangreichere Schwe bebahnanlagen von Vorteil sein können, trotzdem sie nur eine bestimmte Bett lang benutzt werden. Wie die Bauarbetten test steben, fann mit großer Wahrscheinlichkeit darauf gerechnet werden, daß das Denkmal am 100jährigen Gedenktage der Schlacht bet Leipzig feine Weihe empfangen wird. Die Kosten des Bauwerkes belaufen sich auf 5% bis 6 Millionen Mark, eine verhältnismäßig geringe Summe, wenn man be ft, daß das soviel Kleinere Kyffhäuser- Denkmal 2%, Honen Mark verlangte. Das Gelände für den Rie im Werte von i Million Mark wurde von der Reinata gestiftet. Sur Vollendung des Denkmals It r fo I U Blatter in barbarischer Wetse. Wie der ärztliche Be fund ergab, waren dem Unglücklichen spizze Rohrfedern unter die Fingernägel getrieben worden, um von ihm die Namen der Loseverkäufer zu erfahren. Die griechische Regierung ladet die Botschafter der übrigen Mächte zu einem gemeinsamen Protest gegen die Gewalttätigkeiten der Türket ein. Berliner Getreide und Schlachtvichmarkt. Am Weltmarkte hatte die Tendenz für Weizen in der am 26. Jult beendeten Berichtswoche eine leichte Befestigung erfahren, die lediglich der Preisbesserung in Rußland zuzuschreiben ist. Aus diesem Lande mehren sich die Nachrichten über eine teilweise Fehlernte, besonders in den mittleren Wolgadtstriften. Die russische Regierung scheint durch Erhöhung der Bevorschussungsgrenze darauf hinwirken zu wollen, daß das Getreide möglichst im Lande bleibt. In Nordamerika da gegen zeigt sich reichliches Angebot. In Deutschland hegt man ernste Befürchtungen, daß infolge der langdauernden Dürre mit einem erheblichen Minderertrag an Kartoffeln und Futterfräutern zu rechnen sein wird. Weizen war am Berliner Markt fest, da vielfach Deckungen per Jult erfolgten, die zum Teil ihren Grund in der Unmöglichkeit hatten, bet der durch den niedrigen Stand der Wasserläitse sehr eingeschränkten Schiffahrt genügende Warenmengen herbeizuschaffen. Für ſpätere Termine wirften russische Rückkäufe auf die Preise, etwas steigernd. Roggen konnte sich wegen wachsenden Angebots neuer Ware nicht voll behaunten. Die Lofonotterung stellte sich 2 Mart unter Julipreis. Eine Stüße gewährten die Besorgnisse wegen der ungültigen Entwickelung der Kartoffeln und die Festigkeit Rußlands. Die Qualität des diesjährigen Roggens wird allgemein gelobt. Hafer ist im Preise wesentlich gebesfert mit Rücksicht auf die Werterhöhung in Mukland und nbefriedigende Aussichten für die inländische Ernte. Mats behauptet seinen Stand. Am letzten Tage der Berichtswoche stellten sich die Preise für Lieferung im September wie folgt: Weizen 199,25 M, Roggen 165,75 M., Safer 167,25 M. Mais 151,50 M.. Preise des städtischen Schlachtviehmarktes. 1. Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes, ungejocht 81-86 M., b) junge, fletschige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 76-82 M., c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 68-74 M. 2. Bullen: a) vollfleischige, ausgewachsene höchsten Schlachtwertes 73-80 M., b) vollfleischige jüngere 71 bis 76 M., c) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 66-70 M. 3. Färsen und Kühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes- bis M., 6) vollfleischige, ausgemästete süthe höchsten Schlachtwertes, bis zu 7 Jahren 68-72 M., c) ältere ausgemästete und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färfert 65-69 M., d) mäßig genährte Kühe und Färsen 58 bis 62 M., e) gering genährte Kühe und Färsen bis 61 M, f) gering genährtes Jungvieh( reffer) M. 4. Kälber: a) Doppellender feinster Mast 100-129 M 6) feinste Mastfälber 88-97 M., c) mittlere Mast- und beste Saugfälber 77-87 M, d) geringere Mast- und gute Saugfälber 68-79 M, e) geringe Saugfälber 55 bis 69 M. 5. Schafe: a) Mastlämmer und füngere MastHammel 79-82 M., b) ältere Masthammel, geringere Mastlämmer und gut genährte junge Schafe 66-72 M., c) mäßig genährte Hammel und Schafe 58-74 M. 6. Schweine: a) Fettschweine über 3 Zentner Lebendgewicht 59-61 M., b) vollfleischige Schweine 240 bis 300 Pfund 59-61 M., c) vollfleischige 200 bis 240 Pfund 59 bts 60 M., d) vollfleischige Schweine 160 bis 200 Pfund 57-60 M, e) vollfleischige Schweine unter 160 Pfund 55-56 M., f) Sauen- bis- M.. Frankfurt, 27. Juli. Blehmarktpreise vom 27. Jult. Bretse für 1 Bentner Kälber: a) Doppellender, feinste Mast( Lebendgewicht) M ( Schlachtgew.) M. b) feinste Mast( Vollmilch- Mait) und beste Saugfälber ( Lebendgewicht) M. 55-60,( Schlachtgewicht) M. 91 bis 100, c) mittlere Mast- und beste Saugfälber( Lebendgewicht) M. 48-54,( Schlachtgem.) M. 43-47,( Schlachtgewicht) 73-80. Schweine: a) vollfletschige Schweine von 80-100 lgr. Lebendgewicht( Rebendgewicht) Mark 48 49,( Schlachtgewicht) M. 62-63, 6) vollfleischige Schweine unter 80 Klgr. Lebendgewicht( Lebendgewicht) M. 47-49,( Schlachtgewicht) M. 60-62, c) vollfletschige Schweine von 100-120 lgr. Lebendgewicht( Lebendgewicht) M. 48-49%,( Schlachtgewicht) M. 61-63, 5) vollfletschige Schweine von 120-150 Klgr. Lebendgewicht ( Lebendgewicht) M. 48-49,( Schlachtgewicht) M. 60-63. die u gork. Gicessnar Neueste Nachrichten. a. m. b. H. Schuhhaus Wolff's Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit:: Täglich frisch Kaffeegebäck:: Schlitzer Auerhahnbräu, hell 3/10 Ltr. 19 Pfg., dunkel/ 10 Ltr. 12 Pfg.:: Schattig. Garten Herrliche Turmaussicht. Korporationen und Vereinen grosse u. kleine Säle zur Verfügung. Auto- Garage und Pferdeställe. 297/1 Kohlheyer. Saisonbietet für jedermann mad ganz Räumungsverkauf... ... enorme Vorteile.. Schuhmacher Wer prima Mak- chäfte in tabellefer Paßform sucht, wende fich an W. Wieprecht, Schaftfabrik. Gieken, Sonnenstraße 11. Reichanos Rataos Schotolaben Fabritpreisen in Giessen bei Frau Emma Sellheim Bismarkstrasse 38.( 162) Wagenverkauf. Empfehle mein reichhalt. 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Da knattern die Gewehre, Es stürzt der Braven Reih', Zehn treue Preussen liegen, Zerrissen von dem Blei. Doch einer, Albert Wedell, Trotz jenem Blutgericht Verwundet nur am Arme, Steht er und wanket nicht. Da trelen neue Schergen Auch ihm zu morden vor Und Gebet Achtung, Feuer! Schallt's schrecklich ihm ins Ohr. 2 woch rijche de in NEU!! lichen die ,, Jetzt" ichen terej menl Diefe gegen lands D Ansp noch fter 2 land Frant rolfo jein. jeit V friedli haltun hin, das f im le wird aber die u Vater Vorh ftehen 1 führt wenig rend brutal ,, O zielet, ruft er ,,, besser"! Hier sitzt das deutsche Herz; Die Brüder überleben, Ist mir der grösste Schmerz." Kaum hat er's ausgesprochen, Die Mörder schlagen an, Durchbohrt von ihren Kugeln Liegt auch der letzte Mann. So starben tapfere Preussen, Durch Schande nie befleckt, Die nun zum ew'gen Ruhme Ein Stein zu Wesel deckt. Billetts im Vorverkauf in den Zigarrengeschäften von S. Loeb. 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