Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen des Großherzoglichen Erscheint Bürgermeisterei Polizei- Amtes sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. Redaktion: olerteljährlich 1,20 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Dienstags, Dounerstags, Samstags. Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 229. Telephon: Nr. 362. Aus Stadt und Land. Gießen, 28. November 1911. § Zur Landtagswahl in Bingen- Stadt stellte die sozialdemokratische Partei den Schriftsetzer Jbing als Kandidaten auf. Aus Anlaß des Geburtstages des Großherzogs wurden an hessische Beamte und Bedienstete der Staatseisenbahnverwaltung 45 Erinnerungszeichen für 40jähr. Dienstzeit und 135 Erinnerungszeichen für 25jährige Dienstzeit verliehen. ( Haus Brüder Schmidt.) Dienstag, den 28. November 1911. men Frühstücks an schwächliche Kinder der Volksschulen 0 Gießen. Zur Feier des Geburtstages Seiner Königl. Hoheit des Großherzogs von Hessen gab das Stadt Theater Goethes„ Iphigenie auf Tauris". Dieses Stück aufzuführen ist für jede Bühne ein Wagnis. Zweierlei Bedingugen müssen erfüllt sein, um ein Gelingen erhoffen zu können. Die Schauspieler müssen dem Stück gewachsen sein und vom Publikum ist tiefes Empfinden zu erwarten. In dieser Hinsicht kann man die Festvorstellung als gelungen bezeichnen. Die Fest Duverture Iphigenie in Aulis" von Ch. W. v. Gluck ( Schluß von Mozart), ausgeführt von der Kapelle des hiesigen Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116, unter der bewährten Leitung des Herrn Obermusikmeisters Wilhelm Löber, führte stimmungsvoll in das Stück ein. Die äußerst schwierige Rolle der„ Iphigenie", die die höchsten Anforderungen an die darstellende Künstlerin stellt, gab Frau Gertrud Baumeister- Felsegg mit tiefem Eindringen in den seelischen Kampf dieser über das menschliche Maß hinausgehenden Gestalt der göttergleichen Priesterin. Den großen Beifall, den das Publikum in der ergreifenden Erkennungsszene spendete, teilte sie mit ihrem Gatten, dem Hofschauspieler Hans Baut meister von dem Großh. Hoftheater in Darmstadt, der als Gast in der Rolle des„ tapferen und geraden, aber vom Fluch tief gebeugten Orest" ganz und voll die Verehrung rechtfertigte, die man in Darmstadt seiner Kunst zollt. Die übrigen Rollen„ Thoas, der König der Taurier",„ Pylades, der listige, schlaue Freund Orests" und ,, Arkas, der Vertraute des Königs", lagen in den Händen der Herren Hermann Bakof, Carl Gerhardt- Schroder und Carl Volk, die nach Kräften diesen gerecht zu werden suchten. n Gießen. Der verstorbene Beigeordnete Kommerztenrat Georgi hat der Stadt 20 000 Mt. vermacht. Die Zinsen sollen für die Verabreichung warHöchste Auszeichnungen: Kgl.Sächs.Staatspreis der Internat. Hygiene Ausstellung Dresden 1911 Goldene Medaille Ostdeutsche Ausstellung Posen 1911 No 3% SALEM GOLD ford Arma Tots Lig. Fore Yenidze Dresdes N° 5 LEMALEIK formal duan.m Magck Orientalische fabak retten Fabrik Yenidze berHugo Tierz DRESDEN SALEM ALEIKUM Cigaretten DERARBEIT No SALEM ALEIKUM= SALEM GOLD ( Goldmundstück) Cigaretten für Feinschmecker! Man hüte sich vor täuschenden, qualitativ minderwertigen Nachahmungen! verwendet werden. n Gießen. Der Nationalliberale Verein hielt am Freitag seine Mitgliederversammlung ab, der sich eine fessor Luley anschloß. fleine Abschiedsfeier für den bisherigen Vorsitzenden Proin entlassene Stuffateur Fuldheim hatte in Dotzheim n Gießen. Der erst kürzlich aus dem Zuchthaus verschiedenen Lokalen und Geschäften falsche Zweimarkstücke auszugeben versucht. Bei seiner Verhaftung trug er noch 17 Falschstücke und Material zur Herstellung falschen Geldes bei sich. n Gießen. Der Frankfurter Automobilklub hat hat den Oberhessischen Automobilklub in Gießen auf dessen Ansuchen hin als Sektion des Frankfurter Automobilklubs aufgenommen. sein Le= ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile. Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg das erhobene Geld die Entwertung von Stempelmarken stattfindet und nur der Staat einen Gewinnst davon erzielt. o Friedberg. Auf der Friedberger Warte soll ein architektonischer Wasserturm errichtet werden. o Friedberg. Die hiesige Stadtverordnetenverjammlung sprach sich für die Erbauung einer Bahn von Friedberg nach Ranst a d f aus. ):( Frankfurt a. M. Nach einer Veröffentlichung der Fleischerinnung kostet vom 25. November ab Schweinefleisch 75 Pfg. das Pfund, Rippen-, Halsund Bauchstücke ohne Beilage 90 Pfg., Schinfenbraten ohne Zugabe 1,20 Mt., Leber- und Blutwurſt 70 Pfg. Das bedeutet gegen die bisherigen Preise einen Abschlag von 5 Pfg. n) Gießen. Am vergangenen Donnerstag hatte die Gießener Ortsgruppe des Hansa bundes nach dem Saale des Hotel Einhorn eingeladen zu dem Vortrag des Herrn Dr. Hüttmann- Berlin über„ W e I che Forderungen muß der Gewerbetreibende an den Reichstagskandidaten stel I en". Der Staat hat die Verpflichtung, daß er alle Erwerbsstände gleichmäßig mit Steuern belastet und wenn das nicht der Fall ist, dann sind in erster Linie die Reichstagsabgeordneten berufen, um gegen eine ungerechte Besteuerung des einen oder des anderen Standes Front zu machen. Deutschland muß infolge seiner zentralen Lage inmitten anderer Industriestaaten sehr darauf bedacht sein, daß es auf dem Weltmarkt Feld behauptet. Hierzu ist notwendig, daß jeder Erwerbsstand in sich selbst gesund ist, d. h. seine Angehöri gen reichlich Lohn und Brot haben. Handel und Industrie, ganz besonders aber der Handwerkerstand, haben durch die letzten neuen Steuern große Lasten aufgebürtet bekommen, dazu die Preissteigerungen aller bensmittel, sodaß ein Handwerker heutzutage wahrlich nicht zu beneiden ist, zumal wenn er unter großer oder, was noch bedauerlicher ist, unter unreeller Konkurrenz zu leiden hat. Von den Gewerbetreibenden müßten darum die Reichstagskandidaten verpflichtet werden stimmen: 1. für reichsgesetzliche Regelung des Submissionswesens, etwa im Sinne des Entwurfs des Hansabundes, 2. für Bekämpfung aller Gesetze und Gesetzes= vorlagen, die Handel, Industrie und Gewerbe in einer Weise belasten, daß diese Lasten auf die Dauer nicht ertragen werden können, 3. gegen alle weiteren indirekten Steuern, sondern für Besitzsteuern( Erbanfallsteuer), Aufhebung der Futtermittelzölle und 4. für gerechtere Verteilung der Lasten im Allgemeinen. Der Redner ermahnte die liberalen Bewohner Gießens, endlich die Kleinlichen Bedenken fallen zu lassen und bei der nahe bevorstehenden Reichstagswahl gemeinsam für einen Kandidaten sich zu entschließen. Reicher Beifall lohnte den Redner. In der Debatte befürwortete Stadtverordneter Winn die Reichseinkommensteuer und Professor Dr. Krausmüller empfahl die sogn. Wormser Bestimmungen bei Vergebung von Submissionsarbeiten. Der ganze Abend ist für die Anwesenden in mancher Beziehung sehr beherzigenswert gewesen; möge man den Worten auch die Tat folgen lassen. * zu ):( Wiesbaden. Eine israelitische Händlerin laden. Sie weigerte sich, den vor ihrer Vernehmung von war vor der hiesigen Strafkammer als Zeugin vorgeihr verlangten Eid zu schwören, weil sie unmittelbar vor ihr verbiete, in diesem Zustande einen Eid zu schwören. ihrer Niederkunst stehe und weil das mosaische Gesetz 3wangsmittel gedroht worden war, gab die Frau ihren Erst nachdem mit der Anwendung der gesetzlichen Widerspruch auf und leistete den Eid. Kapitänleutnant Fischer errichtet werden, der bekanntlich s Darmstadt. Hier soll ein Denkmal für den mit einem weiteren Offizier und einem Matrosen bei dem Unfall des Unterseeboots„ U. 3" in diesem Frühjahr sein Leben einbüßte und sich für die Besatzung aufopferte. ! Sprendlingen. Beim Ausputzen von Obstbäumen im Felde stieß sich der Landwirt Ludwig Schäfer 7. so unglücklich mit einem Aft ins Auge, daß seine Ueberführung in das städtische Krankenhaus nach Frankfurt notwendig wurde." ! Mainz. Die Stadt Mainz hat, ebenso wie eine Anzahl anderer Städte, auch nach Einführung des Reichsgesetzes über die Aufhebung des Cttrois für Lebensmittel für die Einführung von Wild und Geflügel in die Stadt Gebühren erhoben. Die zahlreichen hiesi gen Wild- und Geflügelhandlungen haben nunmehr beschlossen nachdem das Reichsgericht endgültig die Erhebung der oben angeführten Oftrois für nicht zulässig erklärt hat von der Stadt Mainz die zu unrecht bezahlten Oftroigebühren zurückzuverlangen, eventuell Klage gegen die Stadt zu führen. Aus dem Vogelsberge. Seit Menschengedenken ist die Bevölkerung des Vogelsberges daran gewöhnt, daß mit Beginn des Winterhalbjahres auch die Spinnstuben ihren Anfang nehmen. Wenn auch mit dem allmählichen Verschwinden des Spinnrades die Spinnstuben ihren eigentlichen Charakter eingebüẞt haben, will man doch die eingebürgerte Gewohnheit, die langen Winterabende im gesellschaftlichen Kreise zu verbringen, nicht gerne vermissen, und so wird die alte Sitte, wenn auch in anderer Weise, von der jüngeren Generation weiter gepflegt. 3war hat man seit mehreren Jahren das Abhalten solcher Spinnstuben von einer polizeilichen Erlaubnis abhängig gemacht, die jedoch seither ohne Anstand und unentgeltlich erteilt wurde. Ganz enttäuscht ist aber die Jugend, daß in diesem Winter zum ersten Mal eine Stempelabgabe von 1,50 Mark für jede Spinnstubenerlaubnis erhoben wird. Nach dem Urkundenstempelgesetz ist das Abhalten von Tanzbelustigungen, die von einer Anzahl Personen in einem Privatlokal ohne Verzapf von Getränken stattfinden, was bei den Spinnstuben ohne Zweifel der Fall ist, stempelfrei. Eine entsprechende Aufklärung, auf welchen Grundjazz sich die Erhebung einer Stempelabgabe für Abhaltung der Spinnstuben stützt, wäre den Interessenten daher sehr erwünscht. Es besteht sogar vielfach die irrige Meinung, der Bürgermeistee erhebe für seine eigene Tasche diese Gebühr ohne dabei zu überlegen, daß für ! Mainz. Am 16. Dezember wird der Bund der Landwirte hier eine Landesversammlung der Landesabteilung Großherzogtum Hessen abhalten. Der Vorsitzende des Bundes, Freiherr v. Wangenheim, wird den Vorsitz führen. ! Worms. Die Untersuchung der Explosion im städtischen Kanalnet, Ende August, bei der 3 städtische Kanalarbeiter zum Teil schwer, zum Teil leichter verletzt wurden, hat jetzt ergeben, daß ein Angestellter einer Lederfabrik 1100 Liter Benzin in das städtische Kanalnetz geleitet hatte. Da die Firma sich zum Schadenersatz bereit erklärt hatte, wurde von einer Strafanzeige abgesehen. ):( Aus der Pfalz. Der von der Stadt Zweibrücken veranstaltete Fischmarkt erfreut sich immer größer werdenden Zuspruchs. Die Zweibrücker Fischhändler haben nun der Stadtverwaltung eine Klage wegen unlauteren Wettbewerbs angedroht. Vorläufig verkauft jedoch die Stadt ihre Fische, deren Qualität allgemein gelobt wird und die im Preise bis zu 17 Pfg. unter dem Tagespreis stehen, weiter. Nicht aus Onefte, fondneu ous monstwollnu Moly mous Kartheniums Malzloffen Inwonftellt. Das Gehalt mocht' 6! LA or der Grace- Kirche in New York ſtanden an einem bellen, Junge Ebe. Junge Ehe. Die ersten Tage ihrer Flitterwochen auf dem schönen Schiff, hei flarer umerbimmel und spiegelglatter See, glichen einem obachtungsposten, hütete Junge Ehe. Jm canbe der Blutapfelsinen. einen Frauen nun einmal sind, warf sie in den entdeckte sie ihr hübsches Visavis an seinem Play. und wieder einen Blick auf jenes Fenster, und fast jedesmal sich aber wohl, ihrem Charley etwas wie die To nnns Seite von ihrer Entdeckung mitzuteilen. Aber neugächsten Tagen hin Ganz allschwirrenden kleinen Gesellen, und da der August an und dem die geschlossenen Fenster bei der unglaublichenate, Diese Weiſe ſeine ſtill angebetete feit zagen nicht gefeber auf Diese stand ebenso erzürnt als ratlos mitten unter den Size nicht targte, so war die Situation allerdings rense Der junge Mann aus Weshalb England einlenkt. Am beutigen Montag hält Sir Edward Grey im englischen Unterhaus seine große Rede über Englands auswärtige Politit. Verschiedene Anzeichen deuten darauf hin, daß sie friedlich sein wird. So haben die jüngste Rede Lloyd Georges in Bath und die des Unterstaatsfetretärs des Kriegsministeriums Oberst Seely in Newcastle die öffentliche Meinung auf Friedensschalmeten vorbereitet. Der letztere erklärt geradezu, daß das große Exposee Greys dem Frieden förderlich sein werde. Er führte wetterhin aus, es set wesentlich, daß England freundschaftliche Beziehungen zu Deutschland unterhalte, und betonte, daß der Liberalismus stets friedensfreundlich gewesen set. Hinter diese lettere Behauptung wird man angesichts der Machenschaften der englischen Negierung während des letzten Sommers etn großes Fragezeichen machen dürfen, aber jedenfalls tst diese Phrase gutgemeint, und immerhin ist anzuerkennen, daß es auch in der jetzigen liberalen Regierung nicht an Männern fehlt, die stets für ein friedliches Nebeneinanderleben von England und Deutschland eingetreten find. Zu thnen gehört vor allem der Kriegsminister Haldane, der von der Deutschenheze vielleicht von allen engItschen Staatsmännern am wenigsten angekränkelt ist. Lloyd George ist in seiner Rede in Bath auf die internationale Lage nur wenig eingegangen. Gleichwohl fanden sich auch in seinen Ausführungen friedliche Töne. So, als er mit Bezug auf das Frauenstimmrecht erflärte: Wenn die Frauen durch ihr Wahlrecht uns vor dem Unglück eines fünftigen Arteges retten würden, so würden sie ihr Wahlrecht vor Gott und den Menschen rechtfertigen. Die Frauen Englands sollten darauf achten, daß Europas Gefilde nicht mit dem Blut threr Söhne getränkt werden. Das klang wesentlich anders als dazumal, und man kann sich danach schon ein ungefähres Bild davon machen, auf welchen Ton die Greysche Rede im Unterhaus abgestimmt ist. Ein Urteil über Deutsch- Kongo. Der französische Bischof Augouard, der seit 34 Jahren die französische Missionstätigkeit am Kongo letfet, sollte als Sachverständiger in einer Kommission des französischen Ministeriums der auswärtigen Angelegenhetten das an Deutschland abgetretene Gebiet als ein fast unzugängliches Sumpfland bezeichnet haben. Bischof Augouard erklärt nunmehr öffentlich, daß er niemals derartiges gefagt, daß man vielmehr seine Worte einfach ins Gegenteil verkehrt habe. Der Bischof bellagt den Verlust der abgetretenen Kongostücke auf das lebhafteste. Ueber das" Sumpfland" bemerkt Bl= schof Angouard wörtlich:„ Dieses Gebiet ist nur in dem Tett, der an den Kongo und an den übhangt grenzt, fumpfig; sonst enthält es-letder!- viel festes Land, erhöhte Täler und wirkliche Gebirge eine stark bevölkerte Gegend, deren Ueberlassung an Deutschland für Frankreich einen Jahresverlust von drei Millionen an Steuern und Zöllen bedeutet." Wenn also jest die englischen Staatsmänner, die noch jüngst die lautesten Rufer im Streite waren, plöß= fich von Friedensliebe überfließen, und ihnen das Wort lieblicher denn Honig von den Lippen träufelt, so haven wir natürlich keinen Grund, in die Aufrichtigkeit ihrer Reden irgend welchen Zweifel zu sezen. England will den Frieden, es will auch wieder bessere Beziehungen zu Deutschland herstellen. Das glauben wir ohne wetferes; aber nicht weil es Str Edward Grey und Lloyd George sagen, sondern weil England augenblicklich keine Aussicht hat, einen Dummen zu finden, der für John Bull die Kastanien aus dem Feuer holt. Diese Tatsache alletn, nicht die schönen Worte der englischen Staatsmänner, bitrgt für die friedlichen Absichten Albions. Wir können uns auch auf die freundschaftlichen Gefühle Englands felfenfest verlassen, solange nicht neue pofittiche Ereignisse eintreten, die England die Möglichfeit bieten, mit mehr Erfolg als im lesten Sommer gegen Deutschland einen Schlag zu fithreit. Deutschlands Kriegsbereitschaft. Rundschau oom Cage. Politisches. Der Kaiser ist am Sonntag nachmittag nach herzItcher Verabschiedung von dem Fürsten zu Fürstenberg, dessen Familie und den Gästen im Sonderzug von Donaueschingen nach Moschen in Schlesien abgereist. Ein zahlreiches Bublikum bereitete dem Katser bet der Ab= fahrt lebhafte Kundgebungen. Als Termin für die Auflösung des Reichstags ist, wie die Militärpolit. Korresp." versichern zu fönnen glaubt, Mittwoch, der 6. Dezember, in sichere Aussicht genommen. Unsere glänzende wirtschaftliche Entwicklung feterte der württembergische Ministerpräsident Weizsäcker in einer Rede bei der Eröffnung einer Eisenbahnlinie. Er sagte darin:„ Wte in Württemberg, so sehen wir in Deutschland blühende Industrie, fortschreitende, zum Tell glänzende wirtschaftliche Entwicklung. Kann man darauf auch für die Zukunft rechnen? ich sage fa, dank der Tatkraft des Volkes und dank der zielbewußten und ebenso entschlossenen, als besonnenen deutschen PoIttif." Das Luftschiff„ Schwaben" tann die Wetterfahrt von Gotha nach Frankfurt a. M. vorläufig nicht antre ten. Während seiner Fahrt von Berlin nach Gotha er litt es durch Regen und Rauhfrost eine starke Eisbela stung. Man hofft es bis Montag von seiner Eislaft be freien zu können, so daß dann die Weiterfahrt angetre ten werden könnte. Eine neue Eichordnung ist nach einer Meldung der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" auf Grund des § 19 der Maß- und Gewichtsordnung vom 30. Mai 1908 von der Kaiserlichen Normal- Eichungskommission unter dem 8. November dieses Jahres erlassen worden, die demnächst im Reichsgesetzblatt" veröffentlicht und am 1. April 1912 in Kraft treten wird. Ueber die Cölner Luftschiffmanöver wird vom Sonnabend gemeldet: Das Zeppelinluftschiff und das Groß- Luftschiff vollführten nachmittags Uebungsfahrten Bemerkenswert war eine Höhenfahrt des Zeppelinluftschiffes, das sich über Cöln in Schleifen bis auf etne Höhe von 1300 Meter Hinaufschraubte. Silfe f den Silfe burch die beutfchen wird, weite gegangen. Waffer. Di bene Habe Viele haben deutsche Hil Bant 5000 Mark und Das Bure NW., Alfer Der G In Nr. 275 ben„ Abb göttliche U Ber Senche fante Mitte ler der let etne folche hend neue Drei Schiffbrüchige, Kapitän Luhring und seine 15jährige Tochter sowie ein junger Mann, alle deutscher Nationalität, wurden Sonnabend nachmittag von einem Dampfer in den Hafen von Shields in England ge bracht. Ihr Fahrzeug, ein kleiner Zweimaster, war 14 Meilen von Helgoland am Freitag frith gescheitert und die drei Insassen wurden noch zur rechten Beit aus einem kleinen Boot geborgen. Nach dem Genuß von Käse erfrankten in Altona eine Chauffeurfrau und ihre drei Kinder unter schweren Vergiftungserscheinungen. Der Käse war aus einer Mofferet bezogen. Der Wahlaufruf des Dentschen Kriegerbundes wird in der Barole" veröffentlicht. Es heißt in demt Aufruf u. a.:" In den Kriegervereinen darf auch zu Wahlzeiten von den Unterschieden der bürgerlichen nationalen Parteien und ihrer Bekämpfung untereinander keine Rede sein. Jeder Kamerad ist vollkommen fret, innerhalb dieser Partelen sich zu betätigen und zu wählen, wie und wen er will. Von allen unseren Kameraden aber erwarten wir, daß sie im Geiste des Kriegervereinswesens bei den bevorstehenden Wahlen als patriottsche Staatsbürger fich betätigen, daß ein jeder den Kampf gegen die Sozialdemokratie unbetrri durchführt sowohl bet der Hauptwahl wie bei den Stichwahlen. Ein jeder Kamerad tue seine Pflicht als treuer, monarchisch gesinnter und vaterlandsliebender Staatsbürger. Gehe ein jeder zur Wahl, zur Hauptwahl wie zur Stichwahl, und betätige sich dort im Sinne des Wahlspruches der Kriegervereine: Für Kaiser und Reich!" Von einer hochgestellten militärischen Persönlich= felt wird der Militärisch- Politischen Korrespondenz" geschrieben:" In Verbindung mit den Erörterungen über die afute Kriegsgefahr des Hoch- und besonders des Spätsommers erscheint es nüßlich, darauf hinzuwetsen, daß unsere leitenden Stellen in Heer und Martne andauernd auf die Möglichkeit des plöblich ausbrechenden Konfliktes abgestimmt waren. So haben fich it. a. die Bewegungen der Hochseeflotte in ſte= ter Verständigung mit den führenden Staatsmännern vollzogen; thr Verschwinden zit kritischer Zeit in die Ostsee spricht laut für den starken Willen Deutschlands, bts zum äußersten den Frieden zu erhalten, denn die englischen Absichten und die Möglichkeit eines Ausbruchs der Feindseligkeiten ohne vorhergehende Kriegserklärung waren uns vollauf bekannt. Ebenso wissen wir, daß ganz neuerdings gewisse Neubefezungen in den Fachressorts des Londoner Flottenamts lediglich als auf die Beschleunigung einer- wetterhin denkbar gebliebenen- Mobilmachung hinarbettend zu deuten sind. Unsere festgefügte militärische und diplomatische Maschinerie hat in der Konfliktszett die Belastungsprobe voll und ganz bestanden. Es haben das Auswärtige Amt, das Reichtsmartneamt, der Admiralstab, das Kriegsministertum, der Generalstab der Armee, das Reichsschabamt und das Präsidium der Reichsbank in engster Fühlung zuetnander gearbeitet. Der Führung des Staatssekretärs des Auswärtigen Amtes sind die anderen Instanzen stets und mit vollem Vertrauen gefolgt. Man ist ge rade in militärischen Kreisen immer davon überzeugt gewesen, daß eine wirklich offene, alle politischen Fragen der letzten Monate rückhaltslos aufklärende Ausprache, wie sie jetzt in der Budgetkommission erfolgt ft, die Richtigkeit der Klderlenschen Bolitik vor dem Bande erweisen würde." 29) Ans Eifersucht. Roman von Mar Hoffmann. ( Nachdruck verboten.) Mallmth schüttelte mit dem Kopf. Sagen Sie mal, Baben Sie denn schon einmal über die Rolle nachgebacht, die der junge Marleben in der Sache gespielt haben könnte?" Bardekow sah ihn erschrocken an.„ Wie meinen Ste das?" Die Aussperrung von 60 000-70 000 Metallarbets tern in Groß- Berlin, die für nächsten Donnerstag angekündigt ist, wird sich schwerlich abwenden lassen. Die Barteten stehen scharf einander gegenüber und feine ist zu Friedensverhandlungen bereit. Die Leitung der Streitbewegung in der Damenmäntelfonfektion erwar tet für heute wiederum eine umfassende Arbeitsniederlegung. Einzug des Winters. In der Nacht auf Sonntag fant die Temperatur in Berlin auf zwei Grad unter Null. Wie aus Ilmenau gemeldet wird, sind durch starten Raubfrost die Telegraphen- und Telephonvers bindungen zum größten Teil unterbrochen. Auf den Bergen liegt der Schnee 20-30 3entimeter hoch. Im rheinischen Industriegeblet trat in der Nacht zum Sonntag starker Schneefall ein, der bis Mittag anhielt. Ein hervorragender japanischer Staatsmann, Graf Komura, ist am Freitag in Tofto gestorben. Komura hat als Minister der auswärtigen Angelegenhetten den denkwürdigen Frieden von Portsmouth, der den Krieg zwischen Japan und Rußland im Jahre 1905 beendete, mit dem russischen Minister Witte abgeschlossen. Komura war ein Freund des englisch- japansichen Bündnisses, für dessen Stärkung er noch in einer seiner letzten Reden eintrat. Du mein Gott, zum Nachdenken retzt doch die Sache immerhin. Sie wissen doch, daß der junge Herr vor vier oder fünf Jahren nach Amerika ging und zwar gleich nach der Verheiratung seines Vaters? Mir fchwant so etwas, daß da eine Eifersuchtsszene vorausgegangen sein wird. Na, und sollte diese gegenseitige Etfersucht so ganz erloschen gewesen sein, als dieser kräf= fig herangewachsene junge Mann wiederfam?" „ Ungeheuerlich, ungeheuerlich!" murmelte Kommissar. der Kleine Nachrichten. Vermischtes. Riesenschwindel mit lebenden Leichnamen". Der Sohn eines russischen Offizters, Sigismund Poplawskt, wurde in Petersburg verhaftet. Er hatte bet zahlretchen Lebensversicherungen in Neuport Lebensversicherungen abgeschlossen, indem er Schwerkrante als Vers sicherungsnehmer unterschob und nach threm Tode die Versicherungssumme in Empfang nahm. Dasselbe Experiment war ihm auch mit der Versicherung seiner Frau gelungen. Poplawskt war eben damit beschäftigt, in Finnland einen Bekannten mit achtzigtausend Mart zut versichern, als der„ lebendige Leichnam" entlarvt wurde. Die Gesellschaften find um viele hunderttausend Mark geschädigt worden. Eine Typhusepidemie ist in dem rheinischen Orte Ohlias ausgebrochen. Etwa 22 Personen liegen 3. 3. tranf darnieder. Man nimmt an, daß die Epidemie auf den Genuß von Brunnenwasser zurückzuführen ist. Infolgedessen find die Brunnen volizeilich gefperrt worden. „ Ste benehmen sich ja wie ein richtiger Angstmeter, Heber von Bardekow. Ich meine ja auch nicht gerade, daß er es selbst getan haben soll, aber er könnte doch Immerhin die Hand dabet im Spiele gehabt haben." Unterschlagungen eines Poftunterbeamten. Ein in Kottbus beschäftigter Bostunterbeamter wurde verhaftet. Er hat Bostsendungen unterschlagen, die dann in größeren Mengen in seiner Wohnung vorgefunden wurden. Der Kommissar krazte sich hinter dem Ohr:„ Ich möchte aber dem Herrn von Scharffenstein nicht mit diesem Verdacht kommen. Ich glaube, er hat so wie so schon eine Pike auf mich, well ich ihm viel zu viel mit diesem Doktor in den Ohren liege." Gin folgenschwerer Betriebsnnfall wird aus Oberschlesien gemeldet. Zwischen den Eisenbahnstationen Bezdany und Bodbrodz überfuhr eine Lokomotive etnen Revisionswagen, in dem sich vter höhere Beamte befanden. Alle vier Insassen des Revisionswagens wurden getötet. „ Dann werde ich es übernehmen, den Alten auf biese Spur zu verweisen." vember, D ftrahlte un zeugte." manche He Blaneten i her Geme auf die E das Erlau Der fa ter diefer daß das Sofpitals, der Amput foll, liber de des Genann durch den am rechten auf in der nicht umged fich zwecks Die Kranke liberhäuft. gehalten wa er es mit et ration wurd bernarbt un len. Die G in Wirklich elgenen An Krankenhau Gin ga rtschen Wal tafieren, bl pie ein Fif Erst, nachde ler, stilpte berlegener fing ein B fnf Pfenn herschaung! Auf de bumm... retts unste Die Herrich Deutschlands Luftflotte. Zurzeit sind in Deutschland 17 Motorluftschiffe in Betrieb, von denen elf im Besitz der Heeresverwaltung, sechs in Privathänden sind. Durch den Hinzutritt von im Bau oder im Umbau befindlichen Luftschiffen, die bis Ende dieses Jahres betriebsferita sein sollen, erhöht sich die Gesamtzahl aller deutschen Luftschiffe auf sechsundzwanzig. Unter ihnen werden verschiedene Systeme, am meisten natürlich Zeppelin, Parseval und das System des Militärluftschiffes, vertreten fein. Gegenübeer dieſem äußerst günstigen Stand unserer Luftschiffahrt verfügt Frankreich im ganzen nur über zehn, Desterretch- Ungarn über vier Lenkballons. Rußland hat fünf, Spanten und Italien besitzen je zwei Luftschiffe. Frankreich hat dagegen mit seinen zahlreichen Flugzeugen einen erheblichen Vorsprung. Herr von Scharffenstein brummte eines Tages unwirsch vor sich hin, daß sich diese Untersuchung des Falles Marleben immer mehr in die Länge ziehe, ohne bis jetzt irgend ein Ergebnis gezeitigt zu haben. Und dabei seten doch alle Umstände aufs sorgfältigste erwogen und geprüft worden! ,, Gut, tun Ste das, Herr Assessor! Wenn aus der Sache etwas wird, können Sie meiner Unterstützung ficher sein." Es sollte sich für Mallmiz bald Gelegenheit finden, fein Vorhaben auszuführen. Mallmiz, der mit seinem Vorgesetzten allein tm Zimmer war, ließ die Feder sinken, strich mit Daumen und Zeigefinger der Linken seinen Schnurrbart auseinander und bemerkte:„ Sehr sorgfältig, allerdings! Ich glaube, manchen Dingen ist sogar ein viel zu großes Gewicht beigelegt worden." Die Geometrie des Tanzens. Ein englischer Statistiker hat berechnet, daß ein Walzer in dem üblichen Tempo und der gebräuchlichen Dauer für eine Tänzerin gleichbedeutend ist mit einem Marsche von einem Kilometer. Auch die„ Länge" anderer Tänze hat er festgestellt. So ist z. B. ein Bolta gleich 800 und ein Mazurka gleich 900 Metern. Eine Quadrille hat sogar die Länge von 1110 Metern. Die durchschnittliche Fortbewegung einer Tänzerin im Verlaufe eines Balles ist auf sage und schreibe 45 Kilometer zu veranschlagen, fe= doch bringen es hauptsächlich wohl nur vielumworbene Schönen zu dieser stattlichen Leistung. Leidenschaffliche Tänzerinnen sollen sogar noch diesen Rekord schlagen. Das erste Telegramm ans Spitzbergen. Wie der B. L.-A." aus Chriftiania meldet, konnte die Insel Spizbergen in der Nacht auf den 24. November zum erstenmale auf telegraphischem Wege mit der Welt in Verbindung treten. Der Generaldirektor der Norwegtschen Telegraphen Heftye empfing am Freitag früh die erste Depesche, die um 1 Uhr 45 morgens nach einer norwegischen Station abgesandt und von dort wettertelegraphiert worden war. Das Telegramm besaate, der Betrieb tönne teßt jederzeit eröffnet werden. Alle auf Spißbergen Anwesenden seien bei bester Gesundheit, das Leben set trop Finsternis und Kälte sehr gemütlich. Wieso?" fragte der kleine Herr barsch. " Ja, sehen Ste, Herr Rat, da sind zum Beispiel diese Spuren, die sich dort damals fanden und die ausgemessen und sogar durch Gipsabguß festgelegt worden sind. Da waren Fußspuren und außerdem noch Spuren von einer Stange." " Ja," fiel der Untersuchungsrichter lebhaft ein, „ und diese letteren sind es eben, die uns rätselhaft geblieben sind und auch zu bleiben scheinen." „ Warum soll man sich darüber den Kopf zerbrechen, Herr Rat? Könnte es nicht einfach Schwindel sein?" " Was für ein Schwindel?" „ Ich meine, diese Spuren sind nur gemacht, um die Untersuchung irre zu führen. Irgend ein Mensch hat sich große Stiefel angezogen und ist da langgestapft, wobei er mit einem dicen Knittel beständig aufgestoßen hat. Das sollte dann so aussehen, als wenn der Täter über das Gitter entschwunden ist. In Wirklichfett aber saß er ruhig im Hause." Der Untersuchungsrichter sah thn mit zusammengefniffenen Augen fast drohend an. Dann ruckte er mit dem Kopf zum Zeichen, daß der Sprecher wefterreden möge. Herr von Scharffenstein lochte turz auf. Mas Ba= chen klang hart, metallisch, fast verächtlich.„ Und das Geld?" fragte er.„ Wo ließ Frizz von Marleben das Geld?" " Jawohl," fuhr Mallmit stegesgewiß fort, er faß tm Hause und legte sich ungestört schlafen." Mallmiz bekam einen Ruck. Donnerwetter! Wte schnell ihn dieser alte Knurrhahn durchschaute! Na, umso besser! So brauchte ers nicht erst selber auszusprechen. „ Das Geld?" erwiderte er gedehnt. Das wird er betseite geschafft haben. Darauf brauchte er bei seiner glänzenden Position ja keinen Wert zu legen." „ Und da murkste er nun seine Stiefmutter ab, nachdem sein Vater gestorben war?" " Der Alte kann ja vor Schreck dabei gestorben setn. Und welchen Grund sollte der Sohn gehabt haben?" „ Eifersucht, Herr Rat! Pure Eifersucht!" Herr von Scharffenstein wiegte sein Haupt, und aus seinem scharfgeschnittenen Gesicht blitzte ein dolchartiger Blick zu dem jungen Mann hin. Er füllte bedächtig jedes Nasenloch mit einer Brise, und dann kam wieder sein hartes Lachen.„ Ste meinen, aus Eifersucht macht man seine Sttefmutter tot, wenn man feinen Grund dazu hat, eifersüchtig zu sein? Werter Herr Assessor, ich mache Sie darauf aufmerksam, daß ein guter Turist vor allen Dingen ein guter Psychologe sein muß. Ste haben aber in diesem Augenblick ein recht mäßiges Talent dazu gezeigt." Mallmis wurde bleich und richtete sich auf seinem Stuhl trokig gerade. war ber gang eine Strandung furchtbare S fabrit. Dab gegangen, Meldungen Der Un Der ja it auf der 45 Mann de Echiff ist ein ple unfere f Jahren des Sem Jahre wo es zu de ttgefochten. teren Bootes fabung. Da Besatzung vo an Bord ge Then Wetter „ Na, na, nichts für ungut, werter Herr Assessor! Nur nicht empfindlich sein, das ist für einen angehenden Staatsanwalt teine brauchbare Ware! Sehen Sie, tch habe ja meinen trifitgen Grund dazu, Ihren Vermut tungen nicht bloß skeptisch, sondern direkt ablehnend ge genüberzustehen. Und zwar einen handgreiflichen Grund. Was meinen Ste dazu?" es tit 19 Ma Gi Der ital Rovigno im gefunten. Mest wurde Er schl Hundertmar Nummern Wahrh Aufforderun unzwetfelha Herr v Find heute v eingeliefert artthalle Bahlung g rant, wo th bat, beffent 2 pannt. jogenannten Und d Wird pflegerin. jene befann gefärbt habe Man weiß Jedenf forschungen Mallmi benn er fich berfenten m Begner einer ich in Waffe Merger nicht bat der be Pabett Ste S Der Schetne Benn S Börte fich Wetterfahrt nicht antre Gotha er fe Eisbela Etelaft be rt angetre wird vom fund das ingsfahrten eppelinluft 8 auf eine d feine 15 Te deutschen von einem England ge after, war gefcheitert en Zeit aus in Altona er schweren aus einer etallarbels erstag an Taffen. 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In Nr. 275 des in Ebingen( Württemberg) erscheinenben Albboten" lesen wir einen Artikel Das große göttliche Universalgesetz des Wetters, des Krieges und der Senchen" von Johannes Binder folgende interes= fante Mittellung:„ Unser Erdtrabant Mond erlitt unter der letzten Planetenkonstellation des Jahres 1910 eine solche Veränderung seiner Gase, daß vorübergehend neue Gasverbindungen entstanden, die er im November, Dezember und Januar nach der Erde ausstrahlte und dadurch die Maul- und Klauenseuche erzeugte." Daß der gute Mond, der so stille dahergeht, manche Heimlichkeit birgt, haben die Bewohner dieses Planeten schon längst herausgefunden; daß er aber solcher Gemeinheit fähig ist, die Maul- und Klauenseuche auf die Erde auszuftrahlen, das geht doch weit über das Erlaubte hinaus. Der falsche Arm abgenommen. Zu der fürzlich unter dieser Ueberschrift gebrachten Notiz wird mitgeteilt, daß das Pariser Journal" fich bei dem Chefarzt des Hospitals, in welchem die merkwürdige Geschichte von der Amputation eines gefunden Armes pafftert setn soll, über den Sachverhalt erfundigt hat. Nach Angabe des Genannten wurden bei dem Quataufseher Robert durch den Radiographen Knochenfraß und Geschwulft am rechten Arme vom Arzte selbst festgestellt. Ob dar auf in der nun folgenden Betäubung sich der Pattent nicht umgedreht hat, kann der Arzt nicht sagen, da er fich zwecks Desinfizierung setner Hände umwandte. Die Krankenwärter waren mit sonstigen Geschäften überhäuft. Als dem Arzt der Arm des Kranken hin gehalten wurde, zeigte schon ein leichter Einschnitt, daß er es mit einem gesunden Gliede zu tun hatte. Die Operation wurde nicht ausgeführt. Bald war die Wunde vernarbt und nach sechs Tagen nicht mehr zu bemerfen. Die Entfernung der Geschwulst wurde alsdann in Wirklichkeit ausgeführt. Der Patient wurde auf elgenen Antrag und auf den seiner Frau aus dem Krankenhause entlassen. Lloyd„ Tyrol" gerettet. Die Katastrophe ereignete sich um 3% Uhr nachts. Sie soll weniger infolge des Sturmes als dadurch herbeigeführt worden sein, daß die Reisladung auf der einen Seite des Schiffes fich verschob und den Dampfer so zum Kentern brachte. Auf dem Schiff befanden sich 21 Mann Besatzung und 49 Passagiere. Furchtbare Explosion in Liverpool. Bet einer Explosion in einer Delfuchenfabrik_zu Liverpool wurden viele Personen getötet. Bei der Erplosion ereigneten sich gräßliche Szenen. Die Glieder der Opfer wurden nach allen Richtungen hin geschleudert. Sofort nach der Explosion geriet die Mühle in Brand. Die Flammen schossen bis zum Dach in die Höhe, das weggeschleudert wurde. Ein Hagel von Steinen und Dachziegeln mischte sich mit menschlichen Ueberresten. Aerzte, Pflegerinnen und andere eilten fofort zur Hilfe herbet. Eine Anzahl Leichen wurden bereits unter den Trümmern aufgefunden. Viele sind nicht zu erkennen. Nach den letzten Feststellungen beträgt die Zahl der Verlegten wenigstens 100. Der Berliner Postraub auf offener Straße hat in der Reichshauptstadt lebhaftes Aufsehen erregt. Wie schon gemeldet, war am Freitag abend auf dem Wege vom Reichsbankpostamt nach dem Postamt 41 in der Kurstraße aus einem fahrenden Postwagen ein Postfack geraubt worden. Der Postfack enthtelt, wie jetzt berichtet wird, nicht weniger als 300 000 Mart in Wertbriefen usw. Gleich nach dem Diebstahl wurde der Postillon Max Wendt, der den Wagen ge= fahren hatte, unter dem Verdacht der Täterschaft verhaf= tet. Bet seinem ersten Verhör auf dem Bostamte bestritt Wendt ganz entschieden, daß er wisse, wie der Diebstahl vor sich gegangen, und daß er an ihm sogar beteiligt set. Die sofort von dem Diebstahl unterrichtete Schutzmannschaft hatte ein wachsames Auge auf alle verdächtigen Personen. Gegen 3 Uhr morgens sah ein Schußmann in Rixdorf über den Reuterplaß einen Mann in Hausschuhen gehen. Dieser Manu trug über den Rücken etnen Sadt, hielt sich immer an den Baumreihen und mach= te einen sehr verdächtigen Eindruck. Der Schußmann folgte dem Mann. Als dieser es bemerkte, fing er an zu laufen, und warf schließlich, als er fah, daß etn Entkommen nicht möglich war, den Sack über einen Baun auf ein unbebautes Grundstück. Dem Schuhmann gelang es dann, den Flüchtling einzuholen und festzunehmen. Es war der etwa 40 Jahre alte, mehrmals vorbestrafte frühere Agent und festge Gastwirt Eduard Cavello, der in der Weserstraße mit seiner Geliebten wohnte. Beamte begaben sich sofort nach der Wohnung des Cavello, und dort fand man die kleineren Säcke, die die Wertsendungen enthalten hatten, aufgeschnitten, die Kuverts der Wertbriefe aufgertssen und im Zimmer überall umher verstreut. An barem Gelde fand man 152 000 M., davon 82 000 M. Gold-, Silber- und Bapter= geld deutschen Kurses, 27,817 Rubel, 6810 österreichische Kronen und 2966 amerikanische Dollars. Weiter waren für etwa 70 000 M. Wertpapiere unversehrt. Damit ist aber der Gesamtraub noch nicht erschöpft. Beim Durchsuchen des Badeofens wurden Neste verbrannter Wertpaptere gefunden, in der Hauptsache bremische Stadtanlethe. te hoch sich diese vernichteten Wertpapiere beziffern, fonnte noch nicht festgestellt werden; sicher aber ist, daß auch sie weit über 100 000 M betragen haben. Dazu kommen noch weitere Wertbriefe, deren Wert sich gleichfalls noch auf über 100 000 beläuft, so daß nach oberflächlicher Schäßung bei Cavello etwa 400 000 M wiedergefunden wurden. Die genaue Summe wird erst festgestellt werden können, wenn man sämtliche Absender ermittelt hat. Wenn es richtig ist, daß der Complice Cavellos sich die Hälfte des Raubes angeeignet hat, so muß die Gesamtfumme fait 1 Million betragen haben. Am Sonnabend abend haben die beiden Verhafteten ein volles Geftändnis abgelegt. Danach haben sie den Diebstahl gemeinsam geplant. Cavello stand am Eingange des Postamtes 41. Als der Postwagen vorfuhr und der Begleiter sich nach dem Postamt begab, um die Ankunft des Wagens zu melden, sprang Wendt vom Wagen, öffnete mit einem vorher angefertigten Schlitffel öte Schlösser und bolte den schweren Bostfack heraus, den er Cavello übergab. Cavello ist dann in einer Kraft broschke mit seinem Raube davon gefahren und Wendt hat seelenruhig den Bock wieder bestiegen. Elu ganz Schlaner, der aus der Tiefe des bayerischen Waldes nach München gekommen war, Iteß fich rasteren, blieb aber auf fede Frage des Barbters stumm wie ein Fisch und ließ sich zu keiner Antwort bewegen. Erst, nachdem er bezahlt hatte, schmunzelte der Wäldler, stilpte den Hut über die Ohren und zeigte mit berlegener Miene nach der Wand zum Telephon. Dort bing ein Blafat mit der Aufschrift: Tedes Gespräch fünf Pfennig." Mta fan ma nöt so" dumm, mia ma herschaung!" metnte er, pftffig lächelnd, und ging. Auf der Hochzeitsretse. Junger Ehemann:„ Bu bumm... also auf der vorigen Station hätten wir beSchaffner: Allerdings. rette umsteigen müssen?" Die Herrschaften find ein paar Kiffe zu weit gefahren!" Ein Tag der Katastrophen war der vergangene Frettag. Er brachte den Untergang etnes japanischen Torpedobootzerstörers, die und eine Strandung eines Haltentschen Dampfere furchtbare Sesselerplosion in einer englischen Delfuchenfabrik. Dabet sind auch viele Menschenleben zu Grunde gegangen, wie die über die Katastrophen einlaufenden Meldungen besagen. Der Untergang eines japanischen Torpedobootes. Der japanische Torpedobootszerstörer Harusama" it auf der Höhe von Shima im Sturm unfergegangen. Das 45 Mann der Besagung sind umgekommen. Schiff ist ein Fahrzeug von 360 Tonnen- also so groß wie unsere sogenannten Divisionsboote aus den lebten Jahren des vorigen Jahrhunderts- und stammt aus bem Jahre 1902. Es hat im Kriege gegen Rußland, wo es zu der Blockadeflotte von Port Arthur gehörte, mitgefochten. Schwerer als der Verlust dieses schon älteren Bootes wiegt der Tod von 45 Mann der Befatzung. Da die Harusama" eine reglementsmäßige Besatzung von 64 Mann hat, so sind entweder nicht alle an Bord gewesent was aber angesichts des stürmtschen Wetters nicht wahrscheinlich sein dürfte es ist 19 Mann gelungen, sich zu retten. Ein italienischer Dampfer gefunken. oder Der italienische Dampfer„ Romagna" ist nachts bet Rovigno im Adriatischen Meer infolge Stroccosturmes gefunken. Von den 70 Insassen sind 60 ertrunken. Der Rest wurde von dem Dampfer des Oesterreichischen Er schlug einen Attendeckel auf und nahm zwet Hundertmarkschetne hervor.„ Sehen Ste sich einmal die Nummern dieser Scheine an!" Wahrhaftig," gestand Mallmiz, nachdem er der Aufforderung etfrig nachgekommen war, fie gehören unzweifelhaft zu dem gestohlenen Gelde!" Herr von Scharffenstein nickte wohlgefälltg.„ Ste find hente vormittag durch unseren unermüdlichen Weide eingeliefert worden. Der etne stammt aus der Zentralmarkthalle und wurde von einer weiblichen Person in Zahlung gegeben, der andere aus einem Weinrestaurant, wo ihn ein Kellner von einem Manne bekommen hat, dessen Beschreibung ziemlich auf das Aussehen des sogenannten Bruders fener falschen Diakonissin paßt." spannt. ,, und die weibliche Person?" fragte Mallmiz ge„ Wird anders beschrieben als die falsche Krankenpflegerin. Sie soll hellgelbe Haare haben, während jene bekanntlich rotblond war. Die kann fie freilich gefärbt haben. Die Leute können sich aber auch trren. Man weiß fa, was auf derartige Aussagen zu geben ist. Jedenfalls ist Weide test mit eingehenden Nachforschungen beschäftigt." Mallmiz sah starr vor sich hin und tat dann, als wenn er sich aufmerksam in die vor ihm liegenden Aften versenken müsse. Setn schöner Plan, dem verhaßten Gegner einen empfindlichen Steb beizubringen, schien ich in Waffer aufzulösen. Aber er durfte sich seinen Merger nicht merken lassen und sagte wißig:„ Hoffentlich hat der betreffende Kommissar recht bald Erfolg und Entdeckt die Hundertmärkler." 11. Rapitel. Wenn Herr von Scharffenstein gesagt hatte, die betdere Schetne wären durch Wetde eingeliefert worden, to hörte sich das so an, als wenn dieser sie auch ausDie Dardanellenblockade. Als der Staat, dessen Interessent in erster Linte durch eine etwaige Blockade der Dardanellen betroffen werden würde, bat Rußland zu einem Proteft gegen diese Maßregel bei den anderen Großmächten die Initiative ergriffen. Rußland beruft sich in feiner an bie Großmächte gerichteten Note besonders darauf, daß bie auf die Verproviantierung zur See angewiesenen südlichen Distritte Rußlands fm Falle der Blockade direft einer Notlage ausgesett fein könnten. In Parts wird der russische Standpunkt nicht nur mit Beziehung auf die Londoner Konvention von 1873 unterſtüßt, die findig gemacht hätte. Das war aber keineswegs der Fall gewesen. Ste waren von den Inhabern bet der Polizei eingesandt worden, well diese hofften, sich da durch einen Anteil an der auf dte Entdeckung des Täters ausgesetzten Belohnung zu sichern. Der Mann in der Markthalle war ein Fleischermetster, der in dem Weinrestaurant ein Oberfellner, gute Bekannte des Kommtsfars, der alle Welt zu kennen schieit. Damit sie aber durchaus keinen Schaden erlitten, hatten sich die vorsichtigen Leute von vornherein ausgemacht, daß ihnen die Summe auf jeden Fall ersetzt werden sollte. Wetde selbst war mißgestimmt. Es war ihm nicht möglich gewesen, die ursprünglichen Besitzer der Schetne dingfest zu machen, und er war außerdem fest davon überzeugt, daß bereits mehr von diesem Geld in Umlauf war und nur nicht zum Vorschein tam, entweder aus Unkenntnis der Inhaber oder well fie fürchteten, durch die Anmeldung einen Geldverlust zu erleiden. In zahlreichen Verkleidungen durchstöberte der rastlos täHge Mann Tag und Nacht alle verdächtigen Orte, ohne einen Erfolg seiner anstrengenden und aufreibenden Tätigkeit zu sehen. Mitten in dieser mühseligen Beschäftigung zeigte ihm Herr von Scharfenstein, bet dem er wieder einmal zu einem Bericht erschienen war, einen Brief, der soeben eingelaufen war. Welde sah sofort, daß das Schreiben von einer Dame herrührte, und zwar von einer, die eine bessere Schulbildung genossen haben mußte. Die Schriftzüge waren gewandt und zierlich, wenn sie sich auch durch die Eigentümlichkeit auszeichneten, daß jeder Buchstabe für sich stand und nicht durch einen sogenannten Haarstrich mit dem anderen verbunden war, und wenn auch die Interpunktion fast ganz fehlte. Ersteres war eine Erscheinung, die vielleicht für die Graphologen interessant war, lezteres könnte durch die Elle, mit der das niederfür den Einlauf von Handelsschiffen ins Schwarze Meer keinerlei Beschränkung voraussieht, sondern auch mit Berufung auf das allgemeine Völkerrecht. Dieses bestimmt ausdrücklich, daß eine Blockade unstatthaft ist, falls der betreffende Wasserweg einer neutralen Macht als einzige Verbindungsstraße dient. Man glaubt, JtaIten werde die Richtigkeit der russischen Argumentation anerkennent. Die Pforte informierte durch ihre Botschafter die Mächte, daß sie gezwungen sei, in den Dardanellen Minen zu legen, die Verantwortung hierfür aber Italien zuschieben müsse. Der englische Botschafter in Konstantinopel fonferterte gestern awei Stunden lang mit dem türkischen Minister des Aeußern, dem er die Versiche rung gab, daß seine Regierung auf Grund der bekann ten Verträge eine Sperrung der Dardanellen nicht zu laffen werde. In den der Pforte naheftehenden Kret fent verlautet fogar, England werde eine Blockierung der Dardanellen nicht dulden. Ueber einen neuen türkischen Angriff berichten italienische Meldungen aus Derna: Am Fret tag wurde auf dem Plateau vor der Stadt eine Erkun dung mit zwet Bataillonen Infanterie, einem Bataillon Alpentäger, dret Maschinengewehrabteilungen, einer Abteilung Gebirgsartillerie und einer Kompanie Ma trosen unternommen. Gegen 9 Uhr wurden beträchte Itche Streitkräfte des Feindes gemeldet, und furz dar auf begann ein lebhafter Kampf, der bis 5 Uhr nach mittags dauerte. Die Türfen und Araber, die ernste hafte Verluste erlitten hatten, verloren an Boden und begannen sich zurückzuziehen. Bei Sonnenuntergang gingen auch die italienischen Truppen, nachdem sie den Feind aus den Augen verloren hatten, auf Derna zu rick. Die italienischen Verluste betragen 50 Mann, darunter 12 Tote. Sonntag frith erfolgte der allgemeine Vormarsch unserer Truppen an der Südostfront. Er war auf allen Bunkten von Erfolg gekrönt und schloß mit dem Rückzuge des Feindes aus seinen befestlaten Stellungen. Unter dem Schutze der ArtiWerte gingen die Jtltener zum Angriff auf das Fort Mesri vor. Ste mußten eine Befestigung nach der anderen, ein Haus nach dem anderen den Arabern abringen. Ein Haus mußte in die Lust gesprengt werden, so erbittert war der Widerstand der Insassen. Drabtuachrichten und Deuestes. Die Schwaben" nach Baden unterwegs. Gotha, 27. November. Das Luftschiff Schwa ben" ist heute morgen 9,15 1hr mit einem Bassagier an Bord zur Fahrt nach Baden- 08 aufgestiegen. Um 9,45 Uhr passierte das Luftschiff Eisenach. Tod eines bekannten Rettungsverlegers. Hannover, 27. November. Der Vorsitzende des Vereins Deutscher Zeitungsverleger und Herausgeber des Hannoverschen Couriers Dr. Mar antcke ist in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag gestorben. Ein schweres Gallensteinletben, das im vorigen Jahre eine lebensgefährliche Operation nötta machte, hatte ich mit großen Schmerzen wieder eingestellt, was die uns mittelbare Ursache des plöblichen Todes gewesen ist. Ausschreitungen von Grubenarbeitern. Oberhaufen, 27. November. Auf der Reche Westend im westfälischen Orte Beef fam es zu aufre= genden Szenen, als etwa 50 Berglente aus Desterreich Geld zu ihrer Heimreise und für ihren Rücftransport in ihre Heimat verlangten. 28 man den Leuten fagte, es müsse erft Rücksprache mit dem Rechendtreftor ge= nommen werden, demollerten die Arbeiter alles mos ihnen in die Hände ftel und eröffneten dann ein Steina bombardement, durch das mehrere Beamte verletzt wurden, sodaß ein größeres Bolizelaufaebot in Tätig= feit treten mußte. Peichenfund im Gölner Rheinhafen. Gln, 27. November. Im Safen wurde eine Leiche gefunden, die zahlreiche Mefferstiche aufmtes. Es handelt sich um einen Einwohner ans einem Orte der Umgegend, der in Cöln beschäftiat mar und wahrscheinlich auf dem Heimwege überfallen, beraubt, ge= tötet und in den Rhein geworfen wurde. Schmeres Grubennnale in Frankreich. Parta, 27. November. Bet Perpignan murden in einer Kohlengrube infolge Explosion drei Arbeiter getötet und dret verletzt. Ein Dreimillionen- Sehhetron im türkischen Finanzminifterium. Ronftantinopel, 27. Movember. m Tresor des Finanzministeriums wurde gestern ein eblbetrag von 3 Millionen entdeckt. Ron dem Diebe fehlt jede Spur. Folgenschwere Erolafton auf See. " Nennork, 27. November. Ein drahtloses Telegramm von dem an den Samana- nfein feftgefommenen Bremer Llonddampfer Prinz Joachim" meldet: Neun Mann der Befasuna, die mit dret Booten be= schäftigt waren, die über Bord geworfene Ladung mieder zu bergen, griffen dabet nach einer Bitchfe, die, ohne daß man es mußte, Gryloftustoffe enthielt. E erfolgte eine Explosion, durch welche alle neun Mann in Sticke oeriffen murden. geschrieben war, bedingt sein. Nach der üblichen Anrede hteß es in dem Brief: „ Durch verschiedene Umstände und die offenbare Niederträchtigkeit des Betreffenden sehe ich mich genötigt Ihnen anzuzeigen mer der Täter tenes Berbrechens in der Villa Marleben gewesen ist. Es ist Bruno Majewsti gewesen, der in seinen Streifen unter dem Namen " Puppenschieber" bekannt ist. Er hat mich zu allem verführt, daß ich mich dort verdingen und ausfundschaften mußte. Nun aber ist er gegen mich alle Tage roher und gemeiner geworden läuft einer Dirne nach und läßt mich Iinks Itegen. Das laffe ich mir nicht gefallen. Und deshalb melde ich hiermit: Er ist in der Nacht dort eingebrochen und hat das Geld genommen. Er wohnt unangemeldet in Riydorf Wißmannstraße 175 dret Treppen bei der Witwe Mandelsttel. Früh morgens werden Ste thn am besten treffen. Aber es muß gleich geschehen, denn er wechselt sehr oft seine Wohnung. Nach mich selbst brauchen Sie nicht zu suchen mich bekommen Sie doch nicht. Hochachtungsvoll eine Unglückliche.". „ Also durch die Eifersucht seiner Geltebten wird uns dieser Mensch in die Hände getrieben", sagte Herr von Scharffenstein, nachdem Wetde das Schreiben durchgeflogen hatte.„ Ster tut natürlich die größte Elle not. Sie haben alle Vollmacht meinerseits. Machen Sie sich sofort auf den Weg!" Weide vernetgte sich und griff rasch nach seinem Hut. Sein Gesicht strahlte. Das war doch endlich einmal eine Sache, die sich verlohnte! ( Fortsetzung folgt.) Achtung! Frauen! Nach vielseitig persönlicher und schriftlicher Aufforderung ist es Herzenswunsch hiesiger titl. Damen, daß der interessante, lehrreiche Damen- Vortrag P von Madame Lola Bernhard Hygienikerin u. Kosmetikerin, stattfinden wird am Dienstag, den 28. Nov. 1911, abends 8 Uhr in Gießen, Etabl.Stein's Garten Thema: Was die Frauen wissen müssen „ Pflege und Erhaltung wahrer Frauenschönheit“. Warum so viele nervöse, krante Frauen und unzufriedene Ehen? Das frühzeitige Alter der Frau: Wie verlängern wir unser Körpermaß? Kindererziehung dem Temperament nach. Magerkeit, Korpu lenz, Blutarmut, Bleichsucht, Frauenleiden. Am lebenden Modell wird gezeigt, wie man Kropf, dicen Hals, abstehende Ohren, zu breite und rote Nasen, Runzeln, Bidel, Falten, gelbe Haut, Sommersprossen, Frauenbart, Haarausfall, Schuppen, Warzen, rauhe Hände 2c. beseitigen tann. Büstenpflege, Büstenfehler. Bon anwesenden Charakterbeurteilung. Damen werden nach Kopf und Handform gegeben( hochinteressant). Welches Temperament haben brünette, blonde, schwarz haarige Personen? Welche Temperamente passen in der Ehe zusammen und welche stoßen sich ab? Untreue und ihre Verhütung. Unentgeltliche Beant: wortung schriftlicher und mündlicher Anfragen und Mitteilung von Toilettengeheimnissen zur Körperpflege. Die Rednerin führt eine gesund und schön machende Gymnastik vor, die zeigt, wie man durch diese und richtiges Atmen Krankheiten vorbeugen, enge Bruſt, schiefe Achseln, X- und O- Beine, schlechte Beine be seitigen kann. Der Vortrag ift uen hier. Es ist kein Reklame: Vortrag( nicht zu vergleichen mit den bisher gehaltenen Reklame- Vorträgen), fann unbedenklich von Mutter und Tochter besucht werden, und so wichtig, daß jede Frau und Fräulein denselben besuchen muß. Glänzende Anerkennung von Presse und Publikum. In vielen Städten mußte der Vortrag wiederholt werden und waren die Täle brechend voll. Versteigerung. Freitag, den 1. Dezbe. Ifd. 38. Nachm. 3 Uhr, sollen im ftädt. Pfandlokale Seltersweg 11 dahier, die wegen rücft. Schulgeldes gepfändeten Gegenstände, Möbel aller Art, wie Schränke, Sofa's, 1 Klavier, Secretäre, u. b. a. verfteigert werden. Gemmecker, Pfandmeister. Obsthorden, Obstschränke Obstgestelle Wilh. Streck, Bonn. Umsonst reichhaltiges Musterbuch Nr. 10. 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