, RVI vin 27. April ngere Zeit pr hr Nervenpri relang an misschwäche ne Besserung endung der& gesund und Deit, die ich w nslust. Id Präparat zurückkehre voll! R. Eble at. en 28. April 191 ausprobiert g r Zeit heimges unruhigen Sc espannt, and ch wie von De n nachgehen besten Dank bestens emple ans, Bahnwärter er. , den 6. Mal B ir das, Viser Ich leide scho anzen Rörper. Troß, daß ich es braucht habe, b windel sind weg anze Nacht sch it nebst Gott Wisnervin auls Gustav Monja den 26. April 19 jeden Tag schlim Bett legte, wurd und schlimmer g, Hann. Land letztes auch da genommen habe Gott sei gedank en Dankes versi Svoll Frau Bösch wegen konnha Anzahl von D merken aber, d ankschreiber iegen, die va gend eine unlaw Detonen ausdrück nfreien Gefühlen wissen, daß wir D würden, wenn abgedruckten dem Originali stellen es jeden bst die Original lassen. irgendwie nnten, spre Empfinder entsprunge e ausgezeich ervin" Velt zu haben Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pfg. monatlich diertebjährlich 1,20 Mr., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Erscheint Dienstags, Donnerstags, Samstags. Redaktion: Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 216. ( 1. Blatt.) Von der Grundbuchanlegung für die Stadt Gießen. Die Arbeiten für die Anlegung des Grundbuchs der Stadt Gießen, bei deren Beginn wir eingehend auf die dabei von den Beteiligten zu beachtenden Punkte hingewiesen haben, nehmen einen geregelten Fortgang. Im Anschluß an die Flur I werden nunmehr die Ermittelungen hinsichtlich der Fluren II bis VI vorgenommen, und die Eigentümer der in diesen Fluren gelegenen Grundstücke vernommen. Für die Flur I selbst ist das Ermittelungsverfahren im Wesentlichen durchgeführt. Doch ist damit noch nicht der Zeitpunkt für die Benutzung des neuen Grundbuchs dieser Flur gekommen. Es muß vielmehr zunächst noch der Ablauf einer Frist, der sogenannten Anmeldungsfrist abgewartet werden, die das Amtsgericht für die Zeit vom 1. November 1911 bis 31. Januar 1912 bestimmt hat. Zweck dieser Frist ist, einem Jeden, dessen Recht an einem Grundstück durch die Einführung des neuen Grundbuchrechts beeinträchtigt werden kann, Gelegenheit zu geben, das Recht noch rechtzeitig im neuen Grundbuch wahren zu lassen. Nun werden ja wohl alle Rechte dem Amtsgericht im Ermittelungsverfahren bekannt gegeben und von ihm eingetragen worden sein. Es ist aber immerhin möglich, daß jemand ein Recht an einem Grundstück oder eine Einwendung gegen die Gültigkeit, den Fortbestand oder den Rang an einem anderen Recht geltend zu machen hat, die noch nicht in dem neuen Grundbuch eingetragen worden sind. Solche Rechte und Einwendungen, sowie auch Eigentumsansprüche, über die bisher noch nicht verhandelt worden ist, müssen vor dem 31. Januar 1912 bei dem Amtsgericht angemeldet werden. Wer diese Frist versäumt, kann eine Berücksichtigung seiner Ansprüche oder Einwendungen im Anlegungsverfahren überhaupt nicht mehr verlangen. Die Fristversäumnis hat aber außerdem den Nachteil, daß das nicht angemeldete Recht seinen Vorrang gegenüber den in das Grundbuch einzutragenden Rechten verliert, deren Anmeldung nicht versäumt worden ist. Das kann von weittragender Bedeutung sein. Unter diesen Umständen kann ein nicht rechtzeitig angemeldetes Recht überhaupt nicht mehr eingetragen werden. Soweit aber auch nach der Anlegung des Grundbuchs ein vorher erworbenes Recht noch eingetragen werden kann, ist dies doch mit kosten verknüpft. Es empfiehlt sich daher, daß jedermann alsbald nachprüft, ob alle seine Rechte an fremden Grundstücken in dem neu anzulegenden Grundbuch für die Flur 1 gewahrt sind. Die Gläubiger haben, soweit sie nicht von dem Amtsgericht über die Eintragung ihres Rechts mündlich bedeutet worden sind, eine schriftliche Mitteilung erhalten. Im Zweifelsfalle wird der Anlegungsrichter Aufschluß erteilen, zu dessen Protokoll auch die Anmeldungen am bessen erklärt werden. Grunddienstbarkeiten, das sind Rechte, die dem jeweiligen Eigentümer eines Grundstücks an einem anderen Grundstük zustehen, wie z. B. das Ueberwandlungsrecht, brauchen nicht angemeldet zu werden, da sie, auch ohne im neuen Grundbuch eingetragen zu sein, wirksam bleiben. Parteipolitisches. Hessische Landtagswahlen 1911. § Die Fortschrittliche Volkspartei in Worms hat den Rechtsanwalt Soldan in Mainz als Kandidaten aufgestellt. Hus Stadt und Land. Gießen, 28. Oftober 1911. n Jn nichtöffentlicher Sitzung der Stadtverordneten wurde Stadtv. Geh. Justizrat Dr. Schäfer zum u n- befoldeten Beigeordneten gewählt und Herr Geh. Justizrat Dr. Gutfleisch zum Ehrenbür= ger ernannt. Die Hess. Landeshypothekenbant. hat den Satz der Geldbeschaffungskosten für die vom 1. Nov. 1911 ab bei ihr eingehenden Anträge auf Gewährung von Hypothek- und Kommunal- Darlehen vorläufig auf 1 Prozent festgesetzt. n Die gestrige Sitzung der Stadtverordneten erklärte sich mit dem Abkommen zwischen der Bürgermeisterei und den hiesigen Kartoffelhändlern, wonach sich diese ver= pflichteten, bei Bestellung durch die Bürgermeisterei den Zentner Kartoffeln für 3.50 bis 4 Mark zu liefern, einverstanden. n Die Gesellschaft für Erd- und VölEnthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei Amtes Behörden Oberhessens sowie vieler anderer Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Samstag, den 28. Oftober 1911. kerkunde begann gestern ihre Vortragsserie. Dr. K. Wegener- Göttingen sprach über Samoa. n Die Besuchszeiten in der Heil- und Pflegeanstalt sind täglich von ½ 2-5 Uhr. n Der letzten Dienstag stattgefundene Vortrag im Naturheilverein, bei dem Fräulein M. Paeßler- Berlin über Frauenleiden sprach, fand sehr großen Beifall, so daß ein weiterer Vortrag geplant wird. n Vom 1. November ab zahlen die in Betracht kommenden hessischen Kassen und Reichsbankstellen die am 15. November fälligen Zinsen der Staatsschuldbuchforderungen. Gleichzeitig beginnt die Begleichung der durch die Bost oder auf Reichsbank- Girokonto zu überweisen den Zinsen. n Kurz nach ½ 12 Uhr stieß ein Straßenbahnwagen der grünen Linie in der Bahnhofstraße mit einem Fuhrwerk der Jhring'schen Brauerei- Lich zusammen, der gerade aus der Löwengasse kam. Der Bierwagen erhielt nur leichte Beschädigungen. n Der früher in Gießen stationierte Bahnhofsvorſteher Otto Hagen ist für den nächstens in den Ruhestand tretenden Bahnhofsvorsteher Dörhöfer von Vilbel nach Grünberg versetzt. ung statt. ' n Heute fand hier die Rekrutenvereidig vormittags 11% Uhr statt. Es wird gespielt: 1. Hymn Die Anlagen musik morgen Sonntag findet nus„ Die Himmel rühmen" v. L. v. Beethoven, Große Fantasie aus dem Musikdrama„ Die Walküre" von R. Wagner, 3. Ouverture 3. Optte.:„ Die schöne 2. Helena" von J. Offenbach und 4.„ Einzug schneidiger Truppen!", Marsch( neu) von W. Löber. Frau unserer Gemeinde und wohl auch der weiteren *) Großen Bused. Die bisher älteste umgebung, Frau Walter von hier, ist im Alter von 96 Jahren gestorben. o Ober- Mörlen. Ein Landwirt wollte hier mit seinen zwei Kühen aufs Feld gehen und führte die Tiere über einen alten zugedeckten Brunnen. Die Decke beide Kühe stürzten in den Brunnenschacht. Die beiden des Brunnens vermochte die Last nicht zu tragen, und Kühe, von denen eine Verletzungen erlitten hatte, muß ten mit einem Flaschenzug aus der Grube gehoben werden. Die Rettungsarbeiten an dem Brunnenschacht nahmen beinahe drei Stunden in Anspruch. o Bermutshain. Gestern verunglückte tötlich der Arbeiter Rockel von hier in Dirlamen, wo er bei Herstellung eines Hochbehälters beschäftigt war. Infolge Entfernens von Stützen stürzte der unfertige Bau zusammen. Rockel war sofort tot, er hinterläßt Frau und Kinder. o Bermutshain. In Bermutshain hatte ein erbitterter Bürgermeisterwahlkampf stattgefunden. Es war der alte Bürgermeister mit nur 9 Stimmen Mehrheit gegen den Agenten Jakob Laufer gewählt worden. Einer Zuschrift entnehmen wir, daß für den Bürger= meister alle Gemeindebeamten stimmten. Aus dem Kriegerverein sind 20 Mann ausgetreten. Der Dorffrieden litt sehr unter der Wahl. So duldete z. B. der Nachbar des Lehrers nicht mehr die Hühner in seinem Grasgar ten und erstattete Anzeige bei dem Flurschützen. o Ulrichstein. Landtagsabg. Meiski begeht am 1. November sein 25jähriges Dienstjubiläum als Rechner der Gemeinden Altenhain, Feldkrücken, Rebgeshain und Kölzenhain sowie der Kirchen Ulrichstein und Feldkrücken. Das bei der hiesigen Spar- und Leihfasse verwaltete Aktiv- und Passiv- Kapital hat sich durch seine 30jährige rege Arbeitsamkeit mehr als verzehnfacht. o Lauterbach. Eine Anzahl hiesiger Landwirte, die trotz des Weideverbots ihr Vieh zur Weide getrieben hatten, wurden zu der gesetzlichen Mindeststrafe von einem Tag Gefängnis verurteilt. s Dorheim im Ried. Ein Landwirt pflügte mit zwei Pferden. Als plötzlich eine Anzahl Raben aufflogen, scheuten die beiden Pferde; das eine riß den Pflug in die Höhe. Das Pflugschar ging dem jüngeren Pferd in die Brust, so daß es tot zusammenstürzte. Das Pferd hatte einen Wert von etwa 900 Mark. s Darmstadt. Am 3. November begeht der auch in unserer Gegend bekannte Gendarmerie- Oberwachtmeister C. Lepper mit seiner Gemahlin das Fest der Goldenen Hochzeit. s Darmstadt. An dem 14. Kursus der Schutzmannsschule in Darmstadt nimmt unter 11 Schutzleuten auch einer aus unserer Stadt teil. * Limburg. Die von der Stadt beschafften Kartoffeln werden zu dem billigen Preise von 3.30 Mt. an die Besteller abgegeben. Es ist dies eine ganz bedeutende Differenz gegen die hiesigen Markt( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm brette Inseratenzette.- Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Bettreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b.§. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. preise. Bis zum Schlußtermin waren 500 3tr. Kartoffeln zum Bezug angemeldet. Die Kartoffeln werden den Bestellern in den Keller geliefert. ):( Rodheim. Durch die Firma Schroeder in Frankfurt a. M. wurde der Anschluß einer neuen Quelle an die gemeinsame Wasserleitung für Bieber- Rodheim ausgeführt. Die Firma, welche auch für Vetzberg und Hohensolms die Ausführung in Händen hat, hofft bis zum 15. November die Leitung für Vetzberg betriebsfertig zu stellen. ):( Marburg. In der letzten Sitzung der Stadtverordneten fand ein Antrag der Beamtenvereinigung, daß die Stadt Seefische beziehen und die Metzgerinnung ersuchen soll, die Fleischpreise herabzusetzen eventuell einen städtischen Fleischmarkt einzurichten, Zustimmung. Dadurch, daß man 7000 3entner Kartoffeln beſtellt hat, die zu 3.40 Mark geliefert werden, sind die Kartoffel= um 1 Mark gefallen. ):( Nassau. Gestern Abend fand eine Konferenz zur Sanierung des in Konkurs befindlichen Spar- und Kreditvereins Nassau statt. Die zur Deckung des Fehlbetrages erforderlichen 50 000 Mt. sollen durch freiwillige Beiträge der Mitglieder gedeckt werden. Diese solbetragen und bei den Bessersituierten nach der Steuerlen bei Minderbemittelten die Mindesthöhe von 100 Mt. veranlagung festgesetzt werden. Geschäftliches. )( Buk. Eins der schwierigsten Probleme persön= licher Sicherheit ist noch immer die Selbstvertei digung. Auf dunkler Landstraße und bei jeder Art sich hat, zunächst im Vorteil. Die wirksamste, aber auch von Ueberfall ist der Ueberfallene durch die Ueberraschung und dadurch, daß der Angreifende die Waffe für die gefährlichste Verteidigung war bisher der Revolver, aber welche Verantwortung birgt es in sich, daß man zum eigenen Schutze fremdes Menschenleben gefährden muß! Es ist daher eine neue Erfindung mit Freuden zu begrüßen, von der in diesen Tagen die erste Nachricht durch die Zeitungen läuft. But, d. h. beßerlicher Gestalt in feiner Weise vom wirklichen Revoltäubt und kampfunfähig, ist eine Waffe, die sich in äufühl wachruft, als trete man ihm mit tötlicher Waffe gever unterscheidet, im Gegner also vollkommen das Gegenüber. Statt dessen aber entwickelt But mit furchtbarem Knall aus seinen Patronen nur starke Gasdäm machen, ohne sein Leben oder seine Gesundheit im gepfe, die den Feind absolut„ betäubt und tampfunfähig" ringsten zu gefährden. Dieser neue wichtige Fortschritt auf dem Gebiete der Selbstverteidigung wird zweifellos von allen, die es angeht, auf das Freudigste begrüßt werden. Näheres im Inseratenteil. )( Die Futter not hat in diesem Herbste viele Landwirte gezwungen, ihre Wiesen abweiden zu lassen, da es sich nicht verlohnte, einen zweiten Schnitt zu nehmen. Auf diese Weise erhielt das Vieh noch etwas Futter. Im allgemeinen ist aber den Wiesen hiermit nicht gedient. Im Gegenteil, ein zu starkes Beweiden, noch dazu bis in den Spätherbst hinein, schwächt die Wiesenpflanzungen. Es darf dies eben nur ausnahmsweise einmal als Notbehelf in futterarmen Jahren ausgeführt werden. Damit nun die Wiesen und Weiden im kommenden Jahre nicht im Ertrage zurückbleiben und auch eher neues Futter geben, muß dies Jahr die Düngung mit Thomasmehl und Kainit nicht nur kräftiger bemessen, sondern auch zeitiger als sonst gegeben werden; am besten schon jetzt im Herbst, sobald das Vieh nicht mehr ausgetrieben wird. Zeitig im Herbst gedüngte Wiesen, Weiden und Kleefelder überstehen nicht nur den Winter besser, sondern beginnen auch im Frühjahr ihr Wachstum zeitiger und geben eher neues Futter als später oder gar nicht gedüngte Flächen. Thomasmehl und Kainit können zweckmäßig furz vor Ausstreuen gemischt werden, und zwar für sandige und Moorböden etwa zu gleichen Teilen, während für lehmige und tonige Böden die Thomasmehlgabe höher zu bemessen ist. Wichtig für Asthamatiker. Die Erfahrung des Herrn Hermann van der Berg in Wesel muß ein Troft für alle Asthamatiker sein, indem ihnen ein Weg ge eigt, wodurch dieses lästige Uebel fofort gelindert werden kann. Er schreibt: ,, fmol- Asthma- Pulver hat bei mir vorzügli gewirkt. Ich hatte oft schwere Anfälle von Atemnot, sobald ich aber dieses Pulver gebraucht hatte, spürte ich sofort große Erletch= terung und werde es fedem Asthmaleidenden empfehlen. Aftmol- Asthma Pulver fostet die große Blech dose M. 2.50, in Apotheken erhältlich. Wo nicht vorrätig wende man sich an die Engel- Apotheke, Frankfurt a/ M. Aus den Parlamenten. Deutscher Reichstag. Am Mittwoch wurden zunächst einige torontale Rechnungsfachen erledigt und dann die Tenerungsdes batte fortgesetzt. Staatssekretär Delbrück bedauerte den hohen Stand der Lebensmittelpreise, zumal nur wenige Mittel zu deffen Herabsetzung zur Verfügung ständen. Die Einfuhr von Rindvieh aus Argentinten set unmög lich wegen der Gefahr der Einschleppung des Texasftebers. Die Einfuhr von Schafen und Schweinen aus Amerika fet dagegen gestattet. Der Einfuhr von Kühlund Eisfleisch stelle sich die Unmöglichkeit entgegen, genügende sanitätspolizeiliche Kontrolle zu schaffen, ganz abgesehen davon, daß von einer wirklichen Fleischnol nicht die Rede sein könne. Auch eine Verteuerung der Feldfrüchte bestehe im allgemeinen nicht. Die Ursachen der augenblicklichen Schwierigkeiten seien durchaus nicht in unserer Wirtschaftspolitik zu suchen, unser SchutzzollSchließlich system habe sich außerordentlich bewährt. prach der Minister der öffentlichen Arbeiten v. Breitens bach über die billigen Eisenbahntarife die den Verbrau chern zugute kommen sollten. Am Donnerstag wurde die Debatte fortgesetzt, ohne daß sie zu Ende gelangte. Es sprachen noch die Abgg. v. Mielzynski( Bole), WachHorst de Wente( nl.), Bachnicke( Fortschr Vp.), Arendt ( Rpt.), sowie nochmals der Landwirtschaftsminister mit, wie er selber sagte, abermals vermehrtem statistischen Material, ferner der Abg. Werner( d. Reformpt.) und Lehmann- Jena( wild). auch der kleine Rest der Verhandlungen, der noch aussteht, völlig erledigt sein. Obwohl das Kompenſattonsabkommen noch nicht vorliegt triumphiert die Pariser Presse schon darüber, daß die Berliner Verhandlungen nicht eine ausschließliche französische Gebietsabtretung sondern einen Gebietsaustausch herbetgeführt haben, der für Frankreich als sehr günstig angesehen wird. Ueber das Arbeitskammergesetz und das Hansar beitsgeseh, denen beide schwerwiegende Bedenken und Hindernisse entgegenstanden, haben zwischen den verbündeten Regierungen und den Parteien Verhandlungen stattgefunden, dte demnach ein 3 u standekommen der betden Gefeße und zwar noch in dieser Seffton erwarten lassen. Bet ersterem Gefeß sollen die Arbeitersekretäre nun doch zugelassen, beim Heimarbettergesetz die Lohnbücher bewilligt werden. Protest einer Handelskammer gegen den Kanzler. Die Handelskammer Halle beschloß einen öffentlichen Protest gegen die Ausführungen des Reichskanzlers bet der Teuerungsdebatte im Reichstag, da in thnen schwere und unmotivierte Angriffe gegen den deutschen Handelsstand enthalten seien. Die Verallgemeinerung der Beschuldigungen erfordere energische Abwehr. Stenerzuschläge auf das Einkommen Unverehelichter. Der Landtag des Fürstentums Reuß ä. L. nahm am Mittwoch mit 7 gegen 5 Stimmen einen Antrag an, wonach solche steuerpflichtige Personen männlichen und weiblichen Geschlechts, die das 30. Lebensjahr überschritten haben, ohne verheiratet zu sein, bet einem Einfommen von 3000 bis 6000 M. etnen Steuerzuschlag von 5 Prozent und bet einem Einkommen von über 6000 Die Reichstagswahlen am 12. Januar. art einen Zuschlag von 10 Prozent zu zahlen haben. Nunmehr hat sich die Regierung endlich veranlaßt gesehen, den Termin für die Neuwahlen zum Reichs= fage offiziell bekannt zu geben. Dem Seniorenkonvent des Reichstages, der am Mittwoch vor Beginn der Plenarsizung zusammentrat, wurde offiziell mitgeteilt, daß bte Retchstagswahlen am 12. Januar 1912 stattfinden werden. Die offizielle Bekanntgabe dieses Termins erolgte gleichfalls am Mittwoch in der Nordd. Allg. 8tg.". Das offiztöse Blatt schreibt: " Als Tag der allgemeinen Wahlen für den Retchstag ist, wie wir erfahren, der 12. Januar in Aussicht genommen. Da dieser Tag in die Legislaturperiode des gegenwärtigen Reichstages fällt, wird zuvor dessen Auflösung zu erfolgen ha ben. Der Termin hierfür steht noch nicht fest, dürfte vielmehr im wesentlichen von dem Fortgange der parlamentarischen Arbeiten bedingt sein." Der 12. Januar ist ein Freitag. Da uns von dem Wahltermin nur noch elf Wochen trennen, eine Zeit, in die noch dazu das Weihnachtsfest fällt, wird nun wohl bald der Wahlkampf mit aller Kraft einsetzen. Der Wahltermin ist diesmal etwas früher angefeßt worden als bei den letzten Reichstagswahlen. Diese fanden, nachdem der Reichstag am 13. Dezember 1906 aufgelöst worden war, am 25. Januar 1907 statt, die Mehrheit der Stichwahlen am 5. Februar 1907. Rundschau vom Cage. PolitischesDer Kaiser über den Gottesdienst. Am Donnerstag mittag empfing der Kaiser im Berliner Schloß den Vorstand der gegenwärtig in Berlin tagenden Brandenburgischen Provinzialsynode. Nach der Vorstellung erfundigte sich der Kaiser nach den Arbetten der Synode und unterhielt sich dann, indem er den Herren von feinem englischen Freunde, dem siebzigjährigen Bischof von Ripon, erzählte. Unsere Geistlichen", so sagte der Monarch nach einer Meldung des Berl. Lok.- Anz.", " sollten sich nicht um Dogmatit und weniger um Buße und ähnliche Dinge fümmern, sondern die Person Jesu Christi unseres Heilandes in den Mittelpunkt des Gottesdienstes und ihrer Predigten stellen. Dem apostolischen Beispiele des greifen Bischofs von Ripon, den er besonders hochschätze, sollten, wie der Monarch des weiteren ausführte, unsere Geistlichen nacheifern, das werde allen zum Frieden und Segen dienen. Ritcktritt des Staatssekretärs v. Kiderlen- Wächter? Der Königsberger Allg. 3tg." ist aus Berlin folgende Meldung zugegangen:" In den Kreisen der hiesigen Vertreter der ausländischen Diplomatte erhält sich das Gerücht, daß der Staatssekretär von Ktberlen- Wächter nach Abschluß des Marolfo- Abkommens von seinem Bosten zurücktreten wolle, da er nicht in vollem Einverständnis mit dem Katser stehe.- Wie an unterrichteter Berliner Stelle mit der größten Bestimmtheit erklärt wird, entbehrt das Gerücht, von dem hier die Rede ist, feder Begründung. Die amtliche Veröffentlichung des Marokko- Vers trages nebst dem Abkommen über die Kongo- Kompenfationen ist nach neueren Meldungen für diese Woche nicht mehr zu erwarten, sie wird aber wahrscheinlich am 8. oder 4. November erfolgen können. Bis dahin dürfte 16) Aus Eifersucht. Roman von Mar Hoffmann. ( Nachdruck verboten.) Der Tenerungsausschnß des österreichischen Abge= ordnetenhauses nahm mit 23 gegen 22 Stimmen einen Antrag an, worin die Regierung aufgefordert wird, die Einfuhr gekühlten argentinischen Fleisches sofort zu be= willigen. Ausweisung der serbischen Prinzen? Ein Belgra= der Blatt will aus Hoffretsen erfahren haben, daß es sich bei den Auslandsreisen des Kronprinzen und des Prinzen Georg um eine regelrechte Ausweisung der Prinzen handeln soll. Köntg Beter habe in Erfahrung gebracht, daß seine betden Söhne über die von thm und seinem Minister des Aeußern befolgte Bolttit ungünstige Nachrichten in die Preffe lanciert hätten. Der König habe hierauf seine Söhne zu sich berufen und sie aufgefordert, unverzüglich Belgrad zu verlassen. " Ich fühle mich verpflichtet," fuhr der Justizrat fort, den Sohn metnes alten Freundes aufzuhettern, noch dazu in dieser Bett, wo alle Menschen von Erwartung froher Tage erfüllt sind. Und da wäre es natürlich ungezogen von mir gewesen, seine Braut zu übergehen, und ich habe Fräulein Molesworth ebenfalls zu uns geladen." Kleine Nachrichten. Eine Sendung füdwestafrikanischer Landesprodukte, bestehend aus Rot- und Weißwein, Cognac, Apfelsinen, Zitronen, Zigarren und Zigaretten ist im Reichstage eingetroffen und soll der Budgetkommission morgen vorgelegt werden. ,, Wie wankelmütig doch das menschliche Herz ist," sagte Emmi nachdenklich.„ Eben war ich noch so ttef traurig, und nun freue ich mich schon beinahe darauf, dte Amerikanerin kennen zu lernen. Sie soll ja blendend schön sein, wie ich gehört habe." Spende aus der Carnegie- Stiftung. Die Witwe des Schuhmachers Kulinna in Lyk( Ostpr.), der bet dem Versuch, sein Kind zu retten, im Sommer ertrant, erhielt aus der Carnegie- Millionen- Stiftung 1000 Mark und für jedes threr Kinder 500 Mart Unterstützung. Außerdem wurde für sie eine Jahresrente von 300 Mark und für jedes threr Kinder von 100 Mart ausgefeßt. " Und Herr Friß von Marleben?" fragte die Mutter. Freust Du Dich nicht auch darauf, wieder einmal mit ihm zusammen zu sein? Du mußt Dich doch seiner noch von früher her sehr gut erinnern." Das Torpedoboot S 167" stieß auf der Reede von Kuxhaven mit dem holländischen Schleppdampfer" Athlet" zusammen. Beide Schiffe wurden schwer beschädigt, fonnten jedoch mit eigener Maschinenkraft in den Ha= fen einlaufen. nage steht. Er wird beschuldigt, militärische Geheimnisse an Deutschland weitergegeben zu haben. Die formelle Abnahme des Zeppelin- Luftschiffes 2. 3. 9" durch das Kriegsministerium ist noch nicht erfolgt. Da wegen des Nebels auf der kürzlich absolvierten 20- Stunden- Fahrt eine der Abnahmebedingun= gen nicht vorgeführt werden konnte, findet in den nächsten Tagen eine zweite Fahrt statt, an der zwet Offt= ztere der Abnahmekommission teilnehmen werden. Es handelt sich um eine Höhenfahrt, die 8 Stunden dauern soll. " Ich habe thn schon ein paarmal flüchtig gefprochen, und denkt Euch nur, wie komisch: er duzt mich immer noch wie damals, als wir als Schulkameraden miteinander verkehrten! Ich muß übrigens gestehen, daß ich erstaunt darüber war, wie sehr er sich veränbert hat." " Doch nicht zu seinem Nachteil?" forschte die Mutter. „ Im Gegenteil! Er ist viel brettschultertger und fräftiger geworden und hat ein männlicheres Aussehen bekommen." Gerüchte von einem Barenattentat waren am Don nerstag in Paris im Umlauf. Danach sollte auf den Baren von Rußland ein Attentat verübt worden sein, als dieser im Automobil spazieren fuhr. Der Bar soll verletzt worden sein, ebenso der Chauffeur. Wie fept aus Petersburg gemeldet wird, ist an der ganzen Sache tein wahres Wort. Ans der Carnegieftiftung für Lebensretter wurden den Hinterbliebenen des Arbeiters Grebe in Weidenau ( Westfalen) 2000 Mart ausgezahlt. Grebe hatte am 20. April bet dem Versuch, einen Mitarbeiter aus glühender Schlacke zu retten selbst sein Leben eingebifßt. " Das will ich meinen," lachte der Vater.„ Und so verwunderlich ist das gerade nicht. Ein junger Mann In seinen Jahren! Er muß jetzt Ausgangs der 3wanatger setn." Ueber das große Vergnügungsetablissement Benes dig in Wien, das mit dem Riesenrad ein Wahrzeichen Wiens bildet, ist der Konkurs erklärt. worden. Maul- und Klanensenche überall. Das Kommerzfollegium in Schweden erklärte ganz Frankreich für verfeucht udrch Maul- und Klauenseuche. Die Unglücksmarine. An Bord des Linienschiffes Diderot" entstand im Hafen von Toulon infolge Kurzschlusses Feuer. Durch sofortige Maßnahmen wurde die Gefahr in wenigen Minuten beseitigt. Auch an Bord des Linienschiffes Justice" trat Kurzschluß ein Funken flogen in die Nähe der vorderen Bulverkam mer, die sofort unter Wasser gesetzt wurde. Cool auf Reisen. Cook ist am Donnerstag, von Kopenhagen kommend, in Hamburg eingetroffen. Er wird am 3. November dort einen Vortrag halten. Ich Das Stammgut Leo Tolstois, Jaßnaja Poljana, wird vom Staat für 500 000 Rubel angekauft werden. Das Wohnhaus verbleibt der Witwe zum lebenslängItchen Gebrauch. „ Am meisten freue ich mich darauf, mal wieder tichHg englisch plaudern zu können," gestand Emmt. fpreche es für mein Leben gern. Es paßt mir so recht, 3u einem wisten Tumult fam es anläßlich einer Hochzeit in Botrop bet Essen. Etwa 40 Polen bedrängten zwet Polizisten, warfen sie trotz verzweifelter Ge genwehr zu Boden und mißhandelten sie schwer. Nachdem die Polizei Verstärkungen erhalten hatte, wurden 10 Personen verhaftet. Nachträgliches zur Entführung Richters. Ueber die beiden Räuberhauptleute, die den Ingenieur Richter entführten, verlautet, daß Stratt zurzeit in Alexandria auf großem Fuße lebe, Loltos dagegen, von vier Griechen seiner ganzen Barschaft beraubt, sein Räuberhandwerf wetter betretbe. Aus den Gerichtssälen. Im Prozeß wegen der an Hochstapelet grenzenden Vergehen der Lentnants Eggers und Schmidt fällte das Kriegsgericht der Berliner Kommandantur am Mittwoch das Urteil. Leutnant Ewald Eggers vom 41. In fanterieregiment in Tilsit wurde wegen Urkundenfäl schung in einem Falle und Betrugs in 11 Fällen zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis verurteilt, wovon 1 Monat auf die Untersuchungshaft angerechnet wurde. Der Leutnant Günther Schmidt von demselben Regiment wurde wegen Betrugs in 15 Fällen, wegen erschwerter Entfernung vom Regiment, wegen Ungehorsams in zwet Fällen und wegen Falschmeldung zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt. Wegen der niedrigen Gesinnung wurden beide Offiziere zur Entfernung aus dem Heere verurteilt. Der Vorsitzende betonte in der Begründung des Urteils, der Gerichtshof habe in Erwägung ge zogen, daß die Taten start an Hochstapelet grenzen. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der DeffentItchkeit statt. Nur das Urteil und seine Begründung wurden in öffentlicher Stzung bekanntgegeben. Ein deutscher Spion in Paris? Die Pariser Polizei nahm am Mittwoch einen angesehenen deutschen Kaufmann fest, der angeblich unter dem Verdacht der Spiodaß man sich so kurz und bündig darin ausdrücken tann." Vermischtes. Das Teftament einer Wohltäterin. Der Oberbür germeister von Mülheim a. d. Ruhr machte in der lezfen Stadtverordnetensibung davon Mitteilung, daß nach dem Testament der vor einigen Tagen in Berlin verstorbenen Frau Dr. Leonhard, geb. Stinnes, die Stadt den vierten Teil der nach Abzug einer für einen 10fährigen Enkel bestimmten Rente verbleibenden Einfünfte erhalten soll, bis der Erbe 30 Jahre alt tst. Alsdann erhält die Stadt den fünften Teil des Vermögens. Stirbt der Enkel vorher ohne eheliche Nachkommen, so erhält die Stadt den ganzen Nachlaß. Die Zinsen des Vermögens, das unangetastet bletben muß, dienen wohltätigen Zwecken. Schon jetzt bezieht die Stadt etwa 100 000 Mart. Dazu bot sich nun freilich an diesem Abend nicht viel Gelegenheit, aber trotzdem war thr der Besuch recht angenehm. Die beiden Gäste trafen pünktlich zur festgesetzten Zeit ein und die Abendtafel für die kleine Gesellschaft war von Frau Heinroth mit auserlesenem Geschmack hergerichtet. Der große Speisesaal mit den bunten Glasfenstern und den wertvollen Stilleben an den Wänden strahlte im hellsten Licht, das reiche Silbergeschirr prunkte auf der Tafel, und in den herrlichen Kri= stallgläsern bltzte und funkelte der Wein in vielfach gebrochenen Strahlen. Den schönsten Schmuck aber bildeten die über das schneetge Tuch reichlich verstreuten seltenen Blumen und Blüten, die auch sonst diskret im Gemach verteilt waren, so daß man sich in einen Frithlingsgarten versett glauben konnte. Bet dem bald aufgetragenen Champagner wurde die Unterhaltung lebhafter und besonders Felicia strahlte vor Vergnügen, sich in einem so anregenden Kreise zu befinden. Aber Frth warf thr einen ernsten Blick zu, den ste wohl verstand. Ja, man durfte seine Trauer nicht zu sehr vergessen! Das erste Telephon der Welt wurde vor 50 Jahren in Frankfurt a. M. gezeigt. Sein Erfinder, der Realschullehrer Philipp Reis aus Friedrichsdorf bet Homburg v. d. H., hatte sich schon seit 1852 mit dem Problem beschäftigt, Töne tn gewisser Entfernung mit Hilfe des elektrischen Stroms zu reproduzieren. Er erfand auch einen dazu geeigneten Apparat, dem er den Namen Telephon gab und führte thn am 26. Oktober 1861 in einer Sigung des Physikalischen Vereins zu Frankfurt a. M. vor. Der Apparat gab Gesang und Instrumentalmusik gut, die menschliche Stimme schlecht wieder. Später, am 4. Jult 1863, wiederholte er mit einem wesentlich verbesserten Apparat seine Expertmente vor derselben Gesellschaft und reproduzierte Melodien auf 100 Meter Entfernung. Die beiden jungen Damen schlossen sich recht rasch aneinander an. Was die eine an Welterfahrung und -Gewandtheit mehr besaß, das wurde bei der anderen durch Klugheit und Kenntnisse ersetzt, und so ergänzten sie sich in reizender Weise. Ste nebeneinander_zu sehen, war schon allein eine wahre Herzerquickung. Die etwas größere, schlankere Felicia mit dem schwarzen Haar und den dunklen Augen, mit dem wie Elfenbein glänzenden Teint war die schimmernde Nacht mit der Bracht der funkelnden Sterne, die goldblonde Emmt, frisch und rostg, war der lichte Tag mit Hellem Sonnenschein. Famille Tosellt. Toselli erklärte in einem Interview, er trennte sich von seiner Frau in friedlicher Weise. Er wisse wohl, daß seine Gattin eine Klage wegen Ehebruchs gegen ihn eingelettet habe, das laffe ihn jedoch ohne Sorge. Er set es, welcher unter allen Umständen die Chefcheidung betreibe. Frau Tosellt erklärte thrersetts: Während thres letzten Aufenthaltes in Florenz hätten sich Dinge zugetragen, die sie zur Ehescheidung berechtigten. Sie hat bereits einen Teil des Mobiliars verkauft, das sich bisher in ihrer Villa befand. Fritz erinnerte Emmi an thre beiderseitige Schulzett und wie es so schön gewesen wäre, wenn sie beide bet der Rousseau- Insel Schlittschuhe Itefen. Angenehme Ueberraschung. Dieser Tage tam, wie das„ Husumer Wochenblatt" berichtet, der Führer einer Zigeunerbande, der bekannte Petermann, zu dem Lehrer in Dagebill( Schleswig- Holstein) und machte thm dte Mitteilung, er habe das Ralphsche Gewese am Hafen in Dagebüll gekauft und melde hiermit 150 schulpflich= tige Zigeunerkinder für die Schule an. Der Lehrer, der " Ja" bestätigte Emmi.„ Und mein taprerer Ritter tst er auch einmal gewesen." ,, Wie war das?" fragte Felicia etfrig. " O, sehr einfach!" lachte Fritz. Fräulein Heinroth trug als Schulmädchen lange blonde 3öpfe. Da kam einmal ein Bursche, ich weiß nicht, ob es einer von diesen modernen Zopfltebhabern war, kurz und gut, er drängte sich an ste heran und packte die Zöpfe. Ich hatte es von fern gesehen, sprang schnell hinzu und habe ihn ganz gehörig verprügelt." " Ja," fiel Emmt ein, und dabet war er viel größer als Friß. Ich hatte es gar nicht gedacht, daß Friz so stark set." „ Und dasselbe dachte auch der Bengel. Denn an einem der nächsten Abende lauerte er mir mit einem Kameraden auf und überftel mich mit diesem gemeinschaftlich und da habe ich ste alle beide verhauen. Das ware ine Glanzleistung von mir. Auf der Schulbant war ich dagegen merklich schwächer." „ Na", entschuldigte thn Heinroth, Schlagfertigkett zur rechten Bett tst häufig wertvoller als unfruchtbare Gelehrsamkeit." Er blickte sich im Kreise um. Die Damen haben doch nichts dagegen, wenn wir rauchen?" " Was mich betrifft," versicherte Felicia, so habe tch bereits ziemlichen Appetit auf eine gute 8tgarette." Frit stellte den Damen seine Zigarettendose zur Verfügung, wovon aber nur Felicia Gebrauch machte, und sagte:„ Auf diesem Gebiet muß ich Sie bitten mein Gast zu sein, Herr Justizrat. Ich habe nämlich vorzügliches Kubanerkraut von drüben mitgebracht." " Prozig! Protzig!" drohte der Justizrat.„ Das muß fa ein Hetdengeld an 3oll gekostet haben." 10 W me Ca де Ha da spr Fa nie Ma die Ma dete her fura laffe dete fon auf men fini feine fchte woll führ lang We tm ab, дев Ange Von here Der die E Tore Gef Schul deter mun vom ein Ende in S tetlu Lota eben tel. bef Be lung erne Shin läche bega Hani San und fom ein. wefe gespr Beha einha böre bilde Strat lung Men S Friz patht tung mein bettr den 2 gebra A Tats n „ Das fit ein Dellofe halbe S lah das D wurde Hg?" li Jeffer 20 Bergelte eleben nen m forg Wte Ja tau „ Lelder wahr! Aber ich weiß doch nun wenigstens, was ich habe." Er zog den Justizrat betsette. steht's übrigens mit dem Doktor Waldow?" fragte er tetlnehmend. fe Den in, ept che ne hen erz Jer ffes rz rde an ein am ner Sing Ge Lache den ибен = das Mitt In nfäl zu Mo Der ment erter 3. tn hren nung Seere bung I ge nzen. effent idung Erbitr r leßdaß Berlin dte einen Ein Ver Nach 3. Die muß, ht die Jah , der Bef it dem ng mit 1. Gr er den Oftober ins zu ig und schlecht er mit Expertte Me InterWeise. en Ehefedoch ständen threrFlorenz cheidung obiliare 8. am, wie cer einer em Lehchte thi m Hafen hulpflich ehrer, der er Ritter Heinroth Da kam von diegut, er Ich hatte babe ihn viel grödaß Friz Denn an mit einem n gemeinuen. Das Schulbant agfertigkett Infruchtbare men haben „ So habe Bigarette. endofe zur auch machte, Gle bitten be nämlich gebracht." rat. Das ben." wenigftens, fette, Wie fragte er schon test etve übervolle Schule mit 78 Kindern hat, traute feinen Ohren nicht. Aber es war damit wirklich ernst. Bu allem Malheur für den unglücklichen Lehrer waren nun gerade der Pastor, der Schulinspektor und der Gemeindevorsteher verreist; auch der Landrat in Tondern war abwesend. Der Lehrer Iteß also, da er dte vielen Kinder in dem Schulgebäude nicht unterbringen fonnte, Bänke auf die Hausdiele und vor das Haus stelIen, ist aber im übrigen ratlos. Es wird einmal festgestellt werden müssen, ob eine Gemeinde sich so ohne weiteres eine solche Zigeuner- Invasion gefallen lassen muß. Die neuesten Meldungen über die Affäre im öfters reichischen Kaiserhause lauten dahin, die kirchliche Trauung des Erzherzogs Ferdinand Carl mit Fräulein Czuber foll Ende November oder Anfang Dezember in Tirol stattfinden. Später wollen die Neuvermählten thren ständigen Aufenthalt in Schloß Rottenstein bet Meran nehmen. Von glaubwürdiger Seite wird jetzt behauptet, daß der Kaiser seine Zustimmung zu der Vermählung des Erzherzogs Ferdinand Karl mit Fräulein Czuber nicht gegeben habe und voraussichtlich auch nicht geben werde. Vor mehr als vier Wochen hat sich der Erzherzog mit einem schriftlichen Gesuch an den Kaiser gewandt und außerdem ein Mitglied des kaiserlichen Hauses zum Fürsprecher gehabt. Der Erzherzog erklärte, daß er von seinem Fräulein Czuber gegebenen Ver= sprechen nicht zurücktreten könne und, falls er die Einwilligung des Kaisers nicht erlange, aus der kaiserlichen Familie austreten und alle seine Titel und Funktionen niederlegen werde. Ein raffiniertes Berbrechen. Als am Montag in Mähren zwischen den Orten Nohes und Radisfowiesch schlug mit Stöcken und Schirmen auf ihn ein, so daß schließlich eine Polizeiabteilung thn unter ihren Schutz nehmen und zum Hotel geleiten mußte, wo die Demonstrationen noch lange anhielten. Cook retst von Kopenhagen nach Berlin und von dort nach Paris, wo er indessen keine Vorträge halten wird. Der 3wed von Tadinen. Von zuverlässiger Sette wird der Inf." mitgeteilt: Es muß der Anschauung begegnet werden, daß das Majolikawerk des Kaisers in Cabinen ein industrielles Unternehmen sei, das einen möglichst großen Ertrag abzuwerfen habe. Diese Ansicht, die auch jetzt wieder in der Presse zutage trat, ist durchaus trrtümilch, denn das Wert arbettet ohne jeden Verienst. Der Betrieb der Majolikawerke zu Cadinen dient nur der Befrie= digung einer künstlerischen Neigung des Kaisers. Aus diesem Grunde kommt in erster Linie der Künstlerische Wert der Arbeiten in Betracht. Aus Anlaß der Verwendung von Cadiner Majoliken in der Weinhandlung von Kempinskt wurde fernerhin mitgeteilt, daß der Katser sich davon auch einen vergrößerten Absatz der Erzeugnisse und damit auch eine geschäftliche Vergrößerung verspreche. Demgegenüber muß festgestellt werden, daß das Majolttawert augenblicklich bereits auf 2 Jahre hinaus mit Arbeiten versehen ist. Trotzdem der heutige Betrieb mit 9 Arbettern zur Befriedigung aller Aufträge also nicht im Entferntesten ausreicht, ist aber eine Vergrößerung des Werkes nicht beabsichtigt, da es kein kaufmännisches Unternehmen ist. Feuer gegen ihn, das thn zwang, zurückzuweichen. Dieser italienischen Stegesnachricht steht folgende türkische gegenüber: Konstantinopel, 27. Oktober. Gestern nachmittag erfolgte östlich von Benghast ein Zusammenstoß zwischen den Italienern und den türkischen Truppen, die durch Freiwillige des Stammes der Snufft, die sich in der Dafe von Hadada verschanzt hatten, verstärkt wurden. Bei den Kämpfen sollen 400 Italiener gefallen sein. Weitere türkische Verstärkungen. Konstantinopel, 27. Oktober. Eine an zuständiger Stelle eingegangene Depesche aus Tripolts meldet, daß der erste Trupp der berittenen Krieger der Stämme Tibu und Tuaregg in Stärke von 10 000 Mann in Tripolitanien eintraf. 4000 verblieben in Tripolis, der Rest soll nach Benghast gehen. Die Leute sind sämtlich gut bewaffnet und ausreichend mit Lebensmitteln versehen. Ein Teil der Truppen besteht aus Kamelreitern. Drabtnachrichten und neuestes. Ein Sympathie streik der Tabakarbeiter. Bremen, 27. Oktober. In einer gestern abend abgehaltenen Versammlung der Tabatarbeiter wurde beschlossen, in Hamburg, Altona und Bremen in einen Sympathiestreif einzutreten, falls bis Sonnabend die Verhandlungen wegen Beilegung des Streits der Tabakarbeiter in Westfalen und Lippe keinen befriedigen= den Verlauf genommen haben. Folgenschwerer Unfall im Kieler Hafen. die schwer verstümmelte Leiche eines 35jährigen Katastrophe 35jährigen Katastrophe bei einer Gelddienstübung. 10% Uhr der in den hiesigen Hafen einlaufende fleine Mannes gefunden wurde, glaubte man, daß der Ermordete die eines Chauffeurs namens Tomann sei, der frither beim Fürsten Salm beschäftigt war und erst vor furzen sich in eine Lebensversicherung hatte aufnehmen laffen. Weitere Ermittlungen ergaben, daß der Ermordete kleiner als Tomann war. Seine Persönlichkeit fonnte bisher nicht ermittelt werden. Er hatte Tomann auf der Reise begleitet und Tomann hat, wie angenommen wird. den Mord ausgeführt, um einen äußerst raffinierten Betrug ins Werk zu setzen. Er zog der Leiche feine eigenen Kleider an und steckte in die Taschen verschiedene an Tomann gerichtete Briefe. Auf diese Wetse wollte er die amtliche Feststellung seines Todes herbetführen, um in den Besitz der Lebensversicherung zu ge= langen. Amazonenkampf im Charlottenburger Amtsgericht. Wenig schöne Szenen spielten sich Donnerstag mittag Im Treppenhause des Charlottenburger Amtsgerichts ab, nachdem das Schöffengericht einen Beleidigungsprozeß beendigt hatte: Ein Fabrikant hatte setne frühere Angestellte megen beleidigender Aeußerungen verklagt. Von beiden Parteten maren zahlreiche Zeuginnen, frithere und jetzige Angestellte des Fabrikanten, geladen. Der Fabrikant zog schließlich auf Anraten des Richters die Beleidigungsflage zurück. Nun aber kam es vor den Toren des Stzungssaales zu erregten Szenen. Die Geschäftsdamen beschimpften sich gegenfettia, eine be= schuldtate die andere des Meineids, und schließlich bildeten sich zwet feindliche Lager, die in Kampfesstimmung aufeinander losschlugen. Man riß sich die Hütte vom Kopf und raufte sich die Haare aus, bis schließlich ein Gerichtsdiener dem Kampf der„ Amazonen" ein Ende berettete. Coots Fiasto in Kopenhagen. Ueber das Auftreten des„ Nordpolentdeckers" Cook in Kopenhagen werden zu den bisher gemachten Mittellungen noch weitere Einzelheiten gemeldet. Das Lokal war von Tausenden von Menschen angefüllt, ebenso viele harrten auf den Straßen und vor dem Hotel. Als Cook auf der Straße erschien, brach ein unbeschreiblicher Lärm aus. Es ertönten Nufe: Betrüger, Schwindler! Nieder mit Cook!" Nur mit Mühe konnte er in seinem Automobil das Versammlungslokal erreichen. Als er dort die Tribine bestieg, erneuerten sich die Skandalszenen, die eine halbe Stunde dauerten. Währenddessen saß Cook ruhig und lächelnd auf der Tribüne. Als Ruhe eingetreten war, begann er seinen Vortrag; er schilderte zunächst an Hand von Lichtbildern seine befannte Nordpolreise, dann richtete er heftige Angriffe gegen Beary und ging schließlich auf das Urteil der Untersuchungsfommission der Kopenhagener Universität gegen thn ein. Er sagte, das Urteil set zwar hart, aber ehrlich gewesen. Die Untersuchungskommission habe nur ausgesprochen, daß er nicht genug Beweise für seine Behauptung geliefert habe. Am Schlusse feines eineinhalbstündigen Vortrages appelterte er an die Zuhörer, sich selbst ein Urteil über ihn und Peary zit bilden. Während des Vortrages hatten fich die DemonStrattonen häufig wiederholt. Als Cook das Versammfungslokal verließ, empfing thu etne hundertköpfige Menge mit wildem Gefohle und Proteftrufen. Man Heinroth erzählte ihm alles, was er wußte, und Frizz sagte:„ Der arme Doktor besitzt meine volle Sympathte. Ich glaube kein Wort von dem, was die Bettungen da über ihn zusammengebraut haben. Was in meinen Kräften steht, werde ich zu seiner Rehabilitation beitragen." " Das tun Ste nur! Er wird nach diesen aufregenden Worten guten Trost und freundliche Teilnahme sehr gebrauchen können." Als Fritz seine Braut in der Equipage des Justizrats nach ihrem Heim zurückbrachte, sagte ste zu thm: „ Das sind ja reizende Leute! Das Fräulein besonders tst ein entzückendes Wesen. Wo hat sie nur dieses tabellose Englisch her?" " Ja, sie war immer sehr flug und hat viel gelernt" " Und Du duzt Dich mit ihr?" „ Warum soll ich nicht? Wir fannten uns schon als halbe Kinder. Es wäre doch sonderbar gewesen, wenn ich das jetzt hätte ignorteren wollen." " Du hast Dich sehr viel mit ihr unterhalten und wurdest ordentlich feurtg dabet." Hg?" Meine liebe Felicia ist doch nicht etwa elfersüch" Wer weiß?" versetzte sie mit feinem Lächeln. " Und was macht Affeffor Mallmis?" fragte er mit Jetser Fronte. Ah so, tch verstehe! Du möchtest mir mit Gleichem bergelten. Nun ich habe thn tatsächlich mehrere Male gesehen. Er besucht test sogar seine Tante merkwürdig oft. Und es beluftigt mich immer, wie er mich mit ſet= hen wasserblauen Augen anstarrt und dabet fetnen forgfältig a l'empereur gebrannten Schnurrbart streicht." Also er belästigt Dich?" Ja taum." Davon kann gar keine Rede sein. Ich beachte ihn Möchtest Du nicht von dort wegztehen?" " nein mit allen übrigen bin ich ja sehr zufrie= Eine Katastrophe, die durch unverantwortliche Nachlässigkeit hervorgerufen wurde, ereignete sich bei etner Felddienstübuna stbirischer Truppen. In der Nähe der Ansiedelung Beresowka im Baikalgebiet hielten die 17. und 18. ostsibirischen Schüßen und eine Batterie eine Gefechtsübung ab. Der Befehl zur Feuereröffnung wurde gegeben. Da geschah etwas Furchtbares: scharfe Gefchoffe fielen in die Reihen der marschbereit aufgestellten Referven. Eine Sefunde lang stan= den die Soldaten wie versteinert da; dann warfen sich die meisten instinktiv nieder, um den Geschossen zu ent gehen. Doch wälzten sich bereits viele Getroffene im Todeskampfe am Boden. Auf der Stelle wurden 10 Soldaten getötet, über 50 schwer verwundet. An dem Unglücksort erschienen alsbald Aerzte und Krankenpfle ger. Die Untersuchung ergab, daß man vergessen hatte, die vom letzten Scharfschießen noch geladenen Rohre zu entladen. Böse Aussichten für die Italiener. Dem Siegesjubel der Jtaltener tst die Ernüchterung rasch gefolgt. Die Tore von Tripolis boten ihnen keine Gefahr, aber aus der großen Dede, in die sie nun eindringen sollen, senden ihnen Türken und Araber bitteren Tod. Aus den Angreifern sind die Angegriffenen geworden, und der ermüdende, entmuttgende Kleinkrieg, der dem Angegriffenen kaum Gelegenheit zur Gegenwehr, geschweige denn zum wuchtigen Schlage gibt, fordert Opfer auf Opfer. So geht es schon am Rande der Wüste, wo doch nur von Menschen Gefahr droht. Es bedarf feiner großen Phantaste, sich auszumalen, welches Schicksal derer harrt, die in dieses unbekannte, trostlose Land vorrücken sollen, das an sich voller Ge= fahren und Schrecken fitr den Fremden tst. Ueber die letzte große Expedition in das Innere von Tripolis Itegen folgende, aus deutscher Quelle stammende Nachrichten vor: Die Lage der Italiener in Tripolis scheint nicht sehr beneidenswert zu sein. Nach privaten Meldungen verlief eine scharfe Retoanoszterung nach dem Süden, an der zwei Infanterie- Regimenter mit Artillerie tetlnahmen, ergebnislos. Die Expedition blteb nach 3 Stunden im Sande stecken und mußte um kehren. Im allernächsten Hinterlande der Stadt Tripolts befinden sich 30 000 trreguläre arabische Retter unter türkischen Offizieren. Die türkischen Vorposten stehen 12 Kilometer südlich von Tripolis bet Ainsara, die Hauptmacht Itegt dahinter. Araber bringen die Nachricht, daß die dortigen Bergtetten stark be= festtat worden sind. Die tfaltentschen Vorposten von Tripolis meisen Lücken auf. Die schweren Pferde, MaulHere, sowohl als Efel, dte hter gelandet werden, sind im Sande unbrauchbar, da ste nicht trainiert sind und täglich zweimal getränkt werden müssen, anstatt zmeitägig. wie dies infolae Wassermangels nur möglich ist. Die Cholera ist bet den Italienern im Zunehmen begriffen. Die Lebensmittelpretse steigen. Die heutigen Kriegsberichte. Tripolts, 27. Oftober. Gestern machten die Türfen und Araber einen heftigen Angriff auf die Italiener, wurden aber zurückgeschlagen. Die Verluste der JtaItener waren gering. Das 2. Regiment Iteß den Feind nahe herankommen und eröffnete dann ein mörderisches den. Und außerdem ist die Gesellschaft nicht uninteressant. Wir müßten einmal eine dortige Abendsizung mitmachen." Friz verzog sein Gesicht.„ Danke ergebenst!" sagte er trocken. ,, Nein, nein, wetse es nicht so rasch zurück! Es wird Dich interessieren. Frau Mohrmann- Mallmit hält nämlich mit einem Kreise Eingeweihter häufig spirtHistische Sitzungen ab, ob aus Ueberzeugung oder um Geld damit zu machen, ist mir noch nicht recht klar. Tatfache ist jedenfalls, daß an einem solchen Abend, wie mir ein geschwätziges Dienstmädchen erzählte, nicht gerade viel verzehrt wird, aber das Wentge muß sehr teuer bezahlt werden. Und die bloße Teilnahme an te= der Sitzung kostet für die Person auch schon 5 Mark." " Also eine ganz smarte Dame, wie man drüben sagen würde." ,, Scheint fo! Trozdem möchte ich einmal dabet setn. Natürlich nur in Deiner Gesellschaft." Aber ich bitte Dtch, Itebe Feltcta! Was für einen Zweck soll denn das haben?" „ Frau Mohrmann- Mallmiz hat mir verschiedentlich geheimnisvolle Andeutungen gemacht, daß sie gerade jezt ein ausgezeichnetes Medium hätten, das die rätselhaften Vorgänge durchschauen könne." „ Ach so! Und da sollen wir diese Torhetten zu Hilfe nehmen, um den Verbrecher ausfindig zu machen?" „ Torhetten?" " Nenns wie Du willst, ich kann mich nicht dafltr begeistern." „ Man kann es doch auf einen Versuch ankommen laffen." ,, Von Dir wundert mich das übrigens besonders, Felicia. Du, die sonst so aufgeklärt in jeder Hinsicht ist!" Ste sah nachdenklich vor sich hin.„ Man kann nte wiffen! Es soll Fälle gegeben haben ,, Glaub ich nicht! Charlatanerte oder bestenfalls unbewußte Selbsttäuschuna!" Kiel, 27. Oktober. Als gestern abend gegen Kreuzer München" an einer Boje festmachen wollte, verunglückten bei der Ausseßung eines Bootes ein Maat und sechs Matrosen, die sämtlich ertranfen. Kaiser Franz Josef wohlauf. Wien, 27. Oftober. Der Kaiser hat die letzte Nacht wieder gut verbracht und heute früh beizeiten gearbeitet. Im Laufe des Vormittags nahm der Kaiser Vorträge entgegen. Der Schnupfen verläuft völlig normal. Durch einen vom Sturm entwurzelten Baum erschlagen. Paris, 27. Oftober. In Lagny wurden gestern zwet junge Leute, die eine Wagenfahrt unternahmen, von einem durch den Sturm entwurzelten Baum erschlagen. Berliner Getreides und Schlachtviehmarkt. Das Exportgeschäft in Wetzen und Roggen war in der letzten Woche recht still. Einersetts waren die Preisgebote des Auslandes zu niedrig, und anderer= setts hatte sich die Spekulation wegen der Ungewißhett, oh an den Zöllen oder an dem Einfuhrscheinsystem eine Aenderung vorgenommen werden würde, für spätere Abschlüsse die größte zurückhaltung auferlegt. Die ablehnende Erklärung des Reichskanzlers machte auf den Markt jedoch gar keinen Eindruck. Das Geschäft blieb still, die Notterungen neigten wetter zur Schwäche. Nur Roggen war schließlich etwas fester infolge einiger Deckungen. Hafer war auf Abladung reichlicher angeboten und mußte bet mangelnder Kauflust billiger abgegeben werden. Gerste war fest, und auch Mats stellte sich eher etwas höher, da Amerika zurückkauft. Am letzten Tage der Berichtswoche stellten sich die Preise für Lieferung im Dezember wie folgt: Weizen 209,25 M, Roggen 186,25 M., Hafer 185,75 M., Mais 169,50 M Preise des städtischen Schlachtviehmarktes. 1. Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes, ungefocht 78-86 M., b) junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 73-80 M., c) maBtg genährte funge und gut genährte ältere 58-72 M, 2. Bullen: a) vollfleischige, ausgewachsene höchsten Schlachtwertes 75-81 M., b) vollfleischige jüngere 71 bis 79 M., c) mäßig genährte füngere und gut genährte ältere 62-74 M., 3. Färsen und Kühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes- M., b) vollfleischige, ausgemästefe eithe höchsten Schlachtwertes, bis zu 7 Jahren 67-70 M, c) ältere ausgemästete und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 60-65 M, d) mäßig genährte Kühe und Färsen 51 bis 57 M., e) gering genährte Kühe und Färsen bis 58 M., f) gering genährtes Jungvteh( Fresser) 50-66 M. 4. Kälber: a) Doppellender feinster Mast 100-136 M., 6) feinste Mastfälber 97-105 M, c) mittlere Mast- und beste Saugtälber 83-93 M., d) geringere Mast- und gute Saugfälber 70-84 M., e) geringe Saugfälber 45 bts 65 M. 5. Schafe: a) Mastlämmer und Jüngere MastHammel 72-82 M., b) ältere Masthammel, geringere Mastlämmer und gut genährte junge Schafe 62-70 M c) mäßig genährte Hammel und Schafe 44-64 M. 6. Schweine: a) Fettschweine über 3 Rentner Lebendgew. 64 M., b) vollfleischige Schweine 240-300 Pfd. 62 618 63 M, c) vollfleischige 200-240 fd. 59-62 M., d) vollfleischige Schweine 160-200 fb. 55-59 M., e) vollfleischige Schweine unter 160 Pfd. 50-54 M., f) Sauen 55-56 M. „ Man hört so seltsame Geschichten „ Ich merke schon, daß Du immer wieder Einwände findest. Und damit Du mir nicht etwa mit dem Vorwurf kommen fannst, ich hätte irgend eine Nachforschung nach der Spur unterlassen, so will ich mich zur Teilnahme entschließen. Vielleicht letste ich meinen Mitmenschen einen guten Dienst, wenn diese Gesellschaft entlarvt wird. Werden die Teilnehmer untereinander vorgestellt?" " So viel ich gehört habe, nicht. Die Einführung durch Frau Mohrmann- Mallwth genügt." " Und bet thr selbst tst man durch Zahlung von fünf Mark legitimiert, so ist's richtig! Wie ist das übrigens, hast Du Dich schon an einen Privatdetektiv gewandt, wie Du beabsichtigt?" " Nein. Vielleicht werde ich selbst ein wenig Detekttv sptelen." Frtz schüttelte ungläubig lächelnd den Kopf. Die Equipage hielt. Er gab feiner Braut einen fräftigen Kuß, half ihr beim Aussteigen und fuhr zurück. 6. Kapitel. Jst Herr Doktor Waldow berett?" fragte der Untersuchungsrichter die beiden Kommissare, die ihm soeben Bericht über die neuesten Nachforschungen erstat tet hatten. Jawohl," verfette Herr von Bardekow würdevoll. " Ich habe thn bereits vor einigen Tagen unter der Hand auf das Verhör vorbereitet, indem tch thm sagte, daß er nach seiner nunmehrigen Genesung vor seiner Rückkehr in sein Helm unbedingt hier noch einige Fragen beantworten müsse." ( Fortsetzung folgt.) Westfälische Zechenkoke ( Hüttenkoke) Gaskoks Nusskohlen Best- Melierte Anthracite Unionbriketts Lignitkohlen Holzkohlen Brennholz liefern in den verschiedenen Körnungen in Ia. 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