schneiden ewabren. g Berlin ebildet. Damen ? 1911 in en aft, ben, Frau, nd schon? sachen. uf, in ber Warum feff It den rpers und 18 auf ble Schönheit iraten? Onkelt, geben und efichtshaare Bufteln ettretchtum eraug n e- Som ofer, fabler 8- Leber hnfleisch- m lebenden Wie be t, Korpu ften, ein he und Ilter? önheit hat befigt, die sich lohnen Mädchen? yfterie, Ge der Frauen glücklichere ohol. Wie In?- Die ntheiten St- Herz 1. Publikum Man der Generalver 1) in Giessen. sserst Herlich. Herren, llen umgehend sse einsenden an ver. 88, Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen elestalt 1,20 m., vorauszahlbar, frei ins Haus. #bgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen viestejäeti 90 Pfg. Dienstags, Donnerstags, Samstags. - - Erscheint Nedaktion: Seltersweg 83. Wir Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manufkripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 203. Telephon: Nr. 302. Parteipolitisches. Reichstagswahlen 1912. - Die Fortschrittliche Volkspartei und die Nationalliberalen Kurhessens haben sich dahin verständigt, daß sie bei den kommenden Reichstagswahlen sich gegenseitig unterstützen, und zwar treten die Fortschrittler in Kassel- Melsungen und Hofgeismar- Rinteln- Wolfshagen für die Nationalliberalen ein, während diese Fortschrittler in Homburg- Frizlar- 3iegenhain, EschwegeSchmalkalden- Witzenhausen, Hersfeld- Hünfeld- Rotenburg und Waldeck- Pyrmont unterstützen. * Weilburg. die Die Fortschrittliche Volkspartei des 4. Nass. Reichstagswahlkreises( Weilburg- LimburgDiez) hat ihre Mitglieder auf Sonntag, den 1. Oktober nach Limburg ins Gasthaus„ Zur Alten Post" zur Besprechung über die Reichstagswahl eingeladen. Hessische Landtagswahlen 1911. Am 3. November finden die Ergänzungswahlen für die ausscheidende Hälfte des Landtages, für die fünf neugeschaffenen Städtemandate und für die drei neuen ländlichen Bezirke statt. Zum ersten Male werden die Wahlen nach dem direkten Wahlrecht zur Anwendung kommen. Aus diesem Grunde ist es wünschens= wert, das sich die Wähler mit dem neuen Wahlrecht vertraut machen. Zunächst erhebt sich die Frage: Wer darf wählen? der Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei Amfes sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. Wählen darf jeder hessische Staatsangehörige männlichen Geschlechts, der folgende drei Bedingungen erfüllt: er muß 1) am Tage der Wahl das 25. Lebensjahr vollendet haben; 2) am Tage der Wahl mindestens 3 Jahre in Hessen wohnen und seit mindestens einem Jahre hessischer Staatsangehöriger sein; 3) ſeit Beginn des Rechnungsjahres, innerhalb dessen der Wahltermin liegt, zu einer direkten Staats- oder Gemeinde= Steuer herangezogen sein. Von der dritten Bedingung sind jedoch einzelne Kategorien befreit; es sind das Personen, die wohl die beiden ersten Bedingungen erfüllen, die dritte aber um deswillen nicht, weil sie erstens. in bezug auf die Besteuerung mit anderen Personen zu= sammen als einheitlicher Steuerzahler betrachtet werden; zweitens als Militärbeamte oder Invaliden von der Einkommensteuer befreit sind; drittens weil in ihrer Wohngemeinde direkte Gemeindesteuern gar nicht oder wenigstens in ihrer Einkommensklasse nicht erhoben werden. Hessischer Staatsangehöriger ist man entweder von Geburt durch Abstammung von hessischen Eltern, das heißt, wenn der Vater Hesse ist, oder durch Naturalisation. Neu ist ferner die Bestimmung, daß Söhne über 25 Jahre, die zusammen mit ihrem Vater( Haussöhne) in der Wirtschaft tätig sind, ohne zur Steuer herange 30gen zu sein, ebenso gut wie ihr Vater mit wählen dürfen, was seither nicht der Fall gewesen ist. Ebenso darf ein Ehemann wählen, der mit seiner Frau gemeinschaftlich ein Geschäft betreibt, wobei die letztere als Steuerträgerin fungiert. Weiterhin ist ein Schwieger sohn, der bei seinem Schwiegervater im Geschäft tätig und dessen Arbeitsverdienst zusammen mit dem seines Schwiegervaters besteuert ist, wahlberechtigt, und um= gekehrt. Kriegsinvaliden, Militärbeamte und Invaliden, deren Einkommen nur aus den Militärbezügen bezw. der Rente besteht, sind ebenfalls wahlberechtigt, auch wenn ihr Einkommen nicht so hoch ist, daß sie der Eintommensteuer unterliegen. § Im Wahlkreise Reichelsheim- Echzell stellten die Sozialdemokraten Lux- Niederflorstadt als Kandidaten auf. Aus Stadt und Land. Gießen, den 28. September 1911. 25 ( Haus Brüder Schmidt.) Donnerstag, den 28. September 1911. Die hessische Handwerkskammer hat beschlossen, an unselbständige Personen des Handwerkerstandes, Gesellen, Gehilfen 2c., welche mindestens Jahre in ein und demselben Betriebe ununterbrochen tätig gewesen sind, als Anerkennung für die treue Arbeit Ehren Urkunden zu verleihen. Die Verleihung erfolgt alljährlich an Weihnachten. Die Anträge zur Verleihung sind von der gewerblichen Korporation, welcher der Arbeitgeber angehört, bei der Handwerks fammer zu Darmstadt bis spätestens 1. November jeden Jahres einzureichen. Den Anträgen ist ein ausführlicher Lebenslauf des zur Auszeichnung Vorgeschlagenen, so= wie ein von dem Betriebsinhaber ausgestelltes, ortspolizeilich beglaubigtes Arbeitszeugnis, das gleichzeitig den Nachweis der 25jährigen ununterbrochenen Dienstzeit in ein und demselben Betriebe enthalten muß, sowie ein von der Polizeibehörde ausgestelltes Leumundszeugnis beizuschließen. fammer zu Darmstadt hat an die gewerblichen KorpoVerdingungswesem Die Handwerksrationen im Großherzogtum Hessen ein Rundschreiben gerichtet, in dem sie auf den nunmehr im Druck erschie nenen neuen Nachtrag vom Februar 1911 zu dem Erlaß des Verdingungswesens betr. vom 16. Juni 1893 hinweist und die Anschaffung der Druck sachen, des Erlasses selbst, sowie des Nachtrages von 1911 nicht nur für die Bibliothek der verschiedenen Korporationen, sondern gleichzeitig auch für die einzelnen Bauhandwerker empfiehlt, da es im Interesse des gesamten Bauhandwerks gelegen ist, wenn diese Vorschriften mehr als bisher unter den Bauhandwerkern be= fannt werden. * Für das 8., 11. und 18. Armeekorps erfolgt die Einstellung der Rekruten vom 2. bis 6. und vom 11. bis 14. Oktober. Die Eisenbahnverwaltung hat besondere Anordnungen getroffen, um die Rekruten befördern zu können, damit der übrige Reiseverkehr keine Störung erleidet. Die Züge werden besondere Abteile, zum Teil besondere Wagen für die Rekruten führen. 2. 3. Im Sommersemester 1911 studierten am Lan d- wirtschaftlichen Institut Gießen 60 Landwirte von Beruf, von denen 51 in Hessen geboren waren. Neu immatrikuliert wurden im Sommersemester 1911: 10 Studierende der Landwirtschaft. Das landw. Staatsexamen bestanden im Sommersemester 1911: 1. cand. agr. Wilhelm Amend aus Großen- Linden, cand. agr. Heinrich Habermehl aus Wallenrod, cand. agr. Georg Hopp aus Wenings, 4. cand. agr. Ernst Schneider aus Gießen. Das Pflanzenzuchtinspektorenexamen bestand im Sommersemester 1911: Landwirtschaftslehrer Jakob Trautmann aus Rimbach. Das Tierzuchtinspektorenexamen bestanden im Sommersemester 1911: 1. approb. Tierarzt Dr. Ludwig Cost aus Gießen, 2. approb. Tierarzt Assistent Dr. Wilh. Schmidt aus Darmstadt. Bei der philosophischen Fakultät promovierten in Landwirtschaft als Hauptfach im Sommersemester 1911: 1. Assistent Albert Boerger aus Foerde, 2. Schlachthoftierarzt Dr. Roßkopf aus Schwabenheim, 3. Landwirtschaftslehrer Jakob Trautmann aus Rimbach. *) Gießen. Die Eisenbahnverwaltung bietet ihren Beamten für ihren Winterbedarf gute Eß- Kartoffeln den Zentner zu 2.50 Mt. ab Eisenbahnstation an und fordert zu Bestellungen auf. | * Lupusheim. Der Heilstättenverein für das Großherzogtum Hessen wird, wie schon berichtet, hier in Berbindung mit der Stadt ein Lupusheim errichten, das für 24 Kranke Raum bieten soll. Die Stadt stellt den Bauplatz unentgeltlich und errichtet das Gebäude. Die Landesversicherungsanstalt Hessen gibt das Geld für den Bau und die Errichtung des Heimes der Stadt zu 3½ Proz., während diese als Miete 6½ Prozent dieser Summe erhält. Leitender Arzt des Lupusheims wird der Direktor der Hautklinik, Professor Dr. Jezionek. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile. Stellen gesuche und Familienanzeigen 10 fg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberfchveitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beltvelbung oder bel Konkurs in Wegfall. Plagvorschriften ohne Verbindlichfelt. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. S. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. einen Förderer aller sozialer Bestrebungen, herzlichen Dank aussprach. Die Weiherede, bei welcher die Sonne aus regengrauem Gewölf hervorbrach, und ihre Strahlen über die Festversammlung warf, hielt Herr Jos. BaumWiesbaden, Vors. des Präsidiums der D. G. f. K. E. Die mit großem Beifall aufgenommene, meisterhafte nachhaltigen Eindruck. Hierauf erfolgte die Verlesung der Rede machte durch ihren tiefen Inhalt auf alle Stiftungsurkunde durch Herrn Assessor Dr. TelgmannWiesbaden. Den Weihealt vollzog als Vertreter des Großh. Hess. Staatsministeriums Provinzialdirektor Dr. Usinger, dem sich Korporationen und die Vertreter der Behörden, der Kaufmannschaft und des Vorstandes der D. G. f. K. E. mit je einem Weihespruch anschlossen. Bei dem Festmahl brachte der Vorsitzende Herr Jos. Baum- Wiesbaden das Hoch auf den Kaiser aus, der mit weitschauendem Blick Handel und Industrie die Wege geebnet und auf den Großherzog von Hessen, dem hochherzigen Stifter des Geländes aus. Kommerzienrat Molthan- Mainz brachte im Namen des Vorstandes der Mainzer Kaufleute dem Kaufmannsstande die Glüc wünsche dar, daß derselbe aus eigener Initiative und Kraft es begonnen habe, diese segensreiche Bewegung ins Leben zu rufen und aus eigenen Mitteln durchzuführen. Provinzialdirektor Dr. U singer sprach die Glückwünsche der Regierung und ihren Dank für die Einladung aus. Er knüpfte hieran die Worte der Freude, daß das erste. Erholungsheim in Hessen errichtet worden. Es sei ein gutes Zeugnis für die hessische Regierung, daß sie es verstehe, sozialpolitisch zu denken und zu handeln, und auch als erste die tiefe Bedeutung dieser sozialen Bewegung erkannt habe. Es sprach dann Kommerzienrat Dr. Bamberger im Namen der Handelskammer Mainz, Oberst 3. D. Weimer toastete auf die Entwickelung des Bades Salzhausen, das durch das neue Heim bedeutend gehoben würde. Herr Baum- Wiesbaden dankte für die anerkennenden Worte des Herrn Kommerzienrat Dr. Bamberger. Herr Banlier AdolphNeustadt sprach im Namen der Handelskammer- Frankfurt auf das Präsidium der Gesellschaft. Herr Geh. Oberforstrat Dr. Walther- Darmstadt brachte in launiger Weise das Hoch auf die Damen aus, die, wenn auch nicht sehr zahlreich vertreten, so aber doch durch ihre Qualität hierfür entschädigten. Bankassessor Dr. Telgmann verlas die an den Kaiser, den Großherzog und an die Minister Dr. Braun und v. Hombergt abgesandten Telegramme. Ein inzwischen vom Großherzog eingelaufenes Danktelegramm wurde mit Jubel aufgenommen. Der Vizepräsident der 2. hess. Kammer, Landtagsabg. ternehmen das größte Wohlwollen entgegen. Die würKorell, brachte im Namen seiner Kollegen dem Undige Feier hinterließ bei allen Beteiligten einen nach haltigen Eindruck. * Weilburg. Die diesjährige Ausschußsizung des„ Lahn- Regatta- Verbandes" findet am 22. Oktober, nachm. 3½ Uhr, im Hotel„ Traube" da= hier statt. Infanterie- Regiments sind mehrere Typhusfälle vorgeWiesbaden. Im ersten Bataillon des 80. storben. kommen. Ein Füsilier der 4. Kompagnie ist bereits gen= Schlüchtern. In dem Tale des bei der Stadt Steinau in die Kinzig mündenden Steinaubaches ist die Errichtung einer Talsperre geplant. Schlaflosigkeit. * Rüsselsheim. Zum zweiten Male innerhalb kurzer Zeit stattete der Großherzog von Hessen in Begleitung seiner Gemahlin der Brand Nervöse Kopfschmerzen, stätte der Opel- Werke einen mehrstündigen Besuch ab, um sich persönlich nach dem Stande der Aufräumungsarbeiten und der bereits begonnenen Neubauten zu erfundigen. Innerhalb kürzester Zeit wird anstelle der zerstörten älteren Fabrik eine großzügig angelegte neue Fabrik erstehen. Salzhausen, 24. Sept. Die Grundsteinlegung des ersten Erholungsheimes der Deutschen Gesellschaft für Kaufmanns- Erholungsheime fand in feierlicher Weise am heutigen Sonntag, 11 Uhr vormittags, in Salzhausen( Oberhessen) statt. Für die große soziale Bedeutung dieses erſten Baues werktätiger Nächstenliebe sprach die ungeheuere Beteiligung, welche die Feier von allen Seiten fand. Nach den einleitenden Musikvorträgen der Kapelle des Großh. Hessischen Artilleriekorps und des Männergesangvereins„ Orpheus" Geiß- Nidda, hielt Geh. Kommerzienrat Kalle- Biebrich, stellvertretender Vorsitzender der Handelskammer Wiesbaden und des Präsidiums der D. G. f. K. E. die Begrüßungsansprache, indem er allen denen, welche zum Gelingen des Werkes beigetragen, vor allem der Großherzoglich Hessischen Staatsregierung und ihrem erlauchten Landesfürsten, dem Großherzog Ernst Ludwig, dem Dieses find feine Krankheiten an sich, sondern nur Erscheinungen infolge eines mangelhaften Blutzustandes in welchem gewisse Bestandteile, wie Lecithin und Eisen nicht genügend vorhanden sind und dadurch die Nerven nicht genügend gespeißt werden. Die so oft angewandten Beruhigungsmittel fönnen im besten Falle nur vorübergehend Linderung bringen, find aber auch sehr oft von schädlicher Wirkung auf den Gesammtorganismus. Es ist nun gelungen eine Verbindung von Lecithin und Eisen herzustellen, welche von Autoritäten als die wertvollste anerkannt wird und dieses glückliche Präparat haben wir in Leciferrin, welches wegen seiner prompten Wirkung und seines angenehmen Geschmackes allgemein Anwendung findet. Von Tausenden mit Erfolg erprobt wenn andere Mittel erfolglos blieben. Leciferrin( Ovo- Lecithin- Eisen) loftet Mt. 3- die Flasche. Beim Einkauf achte man genau auf das Wort Leciferrin. In Apotheken erhältlich, ganz sicher von: Universitäts- Apotheke Gießen und Engel- Apotheke in Frankfurt a. Main. Die Tripolis- Attion. Nach in Berlin vorliegenden zuverlässigen diplomaHfchen Nachrichten sind die militärischen und maritimen Vorbereitungen, die Jtalten getroffen hat, so start, daß es in Tripolis mit beträchtlicher Uebermacht auftreten fann. Es ist erklärlich, daß Italien nach fritheren Mißgeschicken auf afrikanischem Boden sich feinem Mißerfolg aussehen will, und daß es seine in der Türtet vielleicht angezweifelte Stärfe gleich von vornherein zu entfalten wünscht. Jtalten scheint den rechten Augenblick zu einer Betätigung an der Mittelmeerküste fritas gekommen zu glauben; wenn es nur Garan= tten von der Türket dafür verlangt, daß keine anbere Macht in Tripolis sich festsezen darf, so wird die Berechtigung dieses Verlangens talten auch von solchen Mächten zuerfannt werden, bie zu weitgehender unterstützung nicht verpflichtet find. Alle Mächte haben ein Interesse daran, daß es nicht zu frie gerischem Konflikt kommt, und wirken wohl auch in biefem Sinne, denn die möglichen Konsequenzen eines Krieges zwichen der Türkei und Stalien für die Lage auf dem Baltan und damit für die europäische Situation im allgemeinen liegen nabe. Die Expedition Italiens. Die Zensur wird in Italien scharf gehandhabt, so baß zuverlässige Meldungen über die Bewegungen der Flotte nicht an die Deffentlichkeit fommen. Trotzdem weiß man, daß ein Teil der italienischen Flotte bestimm ten Befehl erhalten hat, nach dem legäischen Meer in See zu gehen. Auch die Luftschiffe haben Befehl erhalten, sich in Syratus, der Aktionsbasis für die Erpedition nach Tripolis, zu fonzentrieren. Dieselbe Or der ist den Aeroplanen erteilt worden, die sich bet den jüngsten Rundflügen so glänzend bewährt haben. Bis jetzt ist verfügt, daß acht Regimenter an der Expedition teilnehmen. Bereits vor einigen Tagen sind von der italienischen Heeresverwaltung sehr umfangreiche Kriegslieferungen vergeben worden. Kriegsministerium bezahlt dafür außergewöhnlich hohe Preise, verlangt aber dafür sofortige Lieferung. Maßregeln der Türket. Das Die türkische Regierung hat die demnächst zur Entlaffung kommenden Marinereservisten bis auf weiteres im attiven Dienst der Flotte belassen. Diese Maßnahme wird als erste Schutzmaßregel der Türket gegen die angekündigte italienische Aktion in Tripolis be-. trachtet. Die Haltung Frankreichs. Die Tripolisfrage drängt selbst die Marokkofrage In den Hintergrund. Es scheint sicher, daß Frankreich Italien in dieses neue gefährliche Abenteuer hineintrieb, um eutschland Berlegenheiten zu bereiten. Schon jetzt weisen die Betfungen auf die fchwierige Stellung Deutschlands im Konflikte zwischen Italten und der Türket hin und hoffen auf den 3 u= fammenbruch des Dretbundes. In Paris wird geglaubt, daß Italien schwere Opfer an Menschen und Geld wird bringen müssen, bevor Tripolis erobert werden kann. Bielfach wird überhaupt der Steg Ita= Itens bezweifelt. Vor der Entscheidung? Der Großwesir wellte am Dienstag schon seit 7 Uhr früh auf der Pforte, wo schwerwiegende Entschetbungen in der Tripoltsfrage fallen sollen. Mittags berief der Großwesir den Kriegsminister zu sich und bertet mit ihm mehrere Stunden. Darauf begann eine lange Unterredung des Großwefirs mit dem Minister der Finanzer und der frommen Stiftungen über die Frage der Bereitstellung von Geldmitteln für den äuBersten Fall. Ueber die Maroffofrage verlautet heute offiziös: Die Tatsache, daß an dem am Montag abend vom Botschafter Cambon überreichten französischen Vertragsentwurf über Marotto nach dem Wunsche des Staatssefretärs v. Riderlen- Wächter noch einige Aenderungen wesentlich redaktioneller Natur vorgenommen werden sollen, bedeutet höchstens eine Verzögerung des definitiven formellen Abschlusses um wenige Tage und stellt natürlich diesen Abschluß selbst in feiner Weise in Frage. 0 Rom, 27. September. Nach der Tribuna hat per ttaltenische Geschäftsträger in Konstantinopel gestern dem Großwesir eine sehr energische Note überreicht, in der Jtalten gegen die Gefahr protestiert, der die italienische Kolonie in Tripolts durch den FanaHsmus der Muselmanen ausgesetzt fet. Die Note sagt, Italien werde die Entsendung türkischer Militärtransporte nach Tripolis als einen überaus schwerwiegenden Att ansehen. Ein konservativ fortschrittliches Stichwahlabkom: men für Schlesien? Die fonservative Barteileitung Schlesiens bof nach einer Meldung der Frff. Stg." aus Breslau der Fortschrittlichen Volkspartei Schlesiens ein allgemeines Stichwahlabkommen für die ganze Provinz an. Die Antwort steht noch aus. Vorschläge des Städtetages zur Tenerungsfrage. Der Vorstand des Deutschen Städtetages hat unter dem 19. September eine Eingabe an den Reichskanzler ge= richtet, in der rasche Maßnahmen gefordert werden, um etne für alle Voltstreise gefährlich lang andauernde Fleischteuerung bintanzuhalten. Als geeignete Wege zu diesem Ziel werden bezeichnet: Erleichte rungen der Einfuhr von lebendem Vieh aus unseren Nachbarländern, Ermöglichung, der Einfuhr von gefrorenem und gefühltem Fleisch, insbesondere aus Argentinten, die Einfuhr von Fleisch aus unseren Kolonien, ferner die Aufhebung der Einfuhrzölle auf Futtermit tel bis zur Behebung der Futternot und die Gewährung weitestgehender Erleichterungen für den Transport von Futtermitteln. Schließlich stellt der Städtetag zur Erwägung, ob es nicht angezeigt ist, bei Eintritt weiterer Steigerungen zur Vermeidung eines schweren Notstandes auf Beft auch die Einfuhrzölle auf Vieh zu ermäßigen oder ganz aufzuheben. Malta, 27. September. 3wet Schlachtschiffe und vier Torpedobootszerstörer, wie man annimmt, italienischer Herkunft, haben heute die Insel in der Nichtung auf Tripolis passiert. Rundschau vom Cage. Politisches. Beim Kaiser zu Gast. Der Staatssekretär des Melchsmarineamts, Großadmiral von Tirpit, und der Chef des Marinkabinetts, Admiral von Müller, find ge Stern in Rominten eingetroffen. Sie werden einige Tage als Gäste des Kaisers dort bleiben. Diefe Fahrt des Staatssekretärs von Tirpitz wird, wie in der Bresse vermutet wird, mit dem Vorgehen des Borstan bes des Iottenvereins gegen das Netchsmarineamt in Verbindung gebracht. B) Aus Eifersucht. Roman von Max Hoffmann. ( Nachdruck verboten.) Eine parlamentarische Behandlung der Marokkofrage. Wie verlautet, wird dem Reichstage das deutschfranzösische Kongoabkommen zur Genehmigung vorgeJegt werden, während das Berliner Protofoll über die Abmachungen in Maroffo dem Reichstage in Gestalt eines Weißbuches zur Kenntnisnahme zugehen wird. Man nimmt an, daß der Bundesrat das Kongoabkommen bereits in der ersten Oktoberwoche beraten wird. Nach dem Abschlusse der Verhandlungen wird das Refultat amtlich bekannt gegeben werden. Die Diakonissin raffte sich sichtlich zusammen.„ Nein, nein, Auguste! Ste wissen, daß die gnädige Frau das nicht leiden kann. Es wird schon gehen." Sie erhob sich mit einem Seufzer, öffnete dann nach Jetsem Klopfen die Tür zum Schlafzimmer der Frau von Marleben und ging hinein. Kein Ausnahmegesek genen die sozialdemokrati: schen Jugendorganisationen. Eine Tageszeitung hatte mitgeteilt, es feien Vorarbeiten im Gange zur Schaf= fung eines Reichsgefeßes gegen die sozialdemokratischen Jugendorganisationen, das die sozialdemokratische Agtfation unter der heerespflichtigen Jugend verhindern folle. Wie der Juf." dazu aut zuständiger Stelle, unter Hinweis auf die vorfährige Rede des Reichskanzlers, in der die Stellung der Regierung zu Ausnahmegesetzen zum Ausdruck gekommen fet, mitgeteilt wird, ist von bieser Ansicht nichts bekannt. 1 Auguste blieb erwartungsvoll draußen stehen und Iauschte, ob ste nicht die Stimme der gnädigen Frau Hören witrde. Ihre Neuglerde, was da eigentlich vorgefallen sein möge, war noch größer als ihre Angst. Da aber hörte sie plötzlich einen gräßlichen Schret, fo schrill und gellend, daß es ihr durch Mark und Bein ging und ihr Blut in den Adern für einen Augenblick stockte. Bleich darauf wurde die Tür des Schlafzimmers aufgerissen und die Diakonissin kam mit den Anzeichen bes höchsten Entsetzens auf den Korridor geellt. Ste wäre zu Boden gefallen, wenn das Dienstmädchen ste nicht gehalten hätte. „ Was Bitternd. - was ist denn bloß, Fräulein?" fragte biefe Die andere konnte nur unverständliche Baute her vorbringen. Sie wies schandernd nach dem Schlafzim mer und sagte dant: Dada- grauenbaft Was denn? Was denn?" Lot!" Wer ist tot? Der gnädige Herr? Mein, nein! Ste!" Was fagen Sie? Die gnädige Frau?" Jal ermordet!" Die Belgier tranen den europäischen Frieden doch noch nicht ganz. Könia Albert hat beschlossen, seinem Lande einen eigenen Mobiltfterungsrat zu geben, der alle Pläne für eine dringende Verteidigung Belgiens ausarbeiten und zur ständigen Staatsinstttution erhoben werden soll. In der Mitte dieser Woche wird sich der Rat formieren, in dem der König selber den Vorsitz führt. Kleine Nachrichten. Aussperrung in der westfälischen Zigarrenindustrie. Der Westfältsche Bigarrenfabrikantenverein beschloß, am 30. September den organisierten Arbeitern zu fündigen, wenn die Streifenden bis zum 28. September die Arbeit nicht wieder aufgenommen haben. In Betracht kommen 7000 Arbetter. Wie ein Hefer Schlag traf dieses Wort das Dienst äbchen, to ble beiden bebenden, fich ängstlich an nander flammernden Gestalten überhörten in threr Minuten Dauer, wobei fie eine Höhe von 820 Metern erreichte, einen neuen Weltreford für Fliegerinnen auf. Die Milchsverre in München fann als abgewendet gelten. Ein unter dem Vorsitz des Ministers des Innern zusammengetretenes Schiedsgericht ſetzte für die Produzenten den Milchpreis auf 17 und 16% Pfennig für Winter und Sommer fest. Die Produzenten hatten 18 Pfennig pro Liter gefordert. Wieder ein Spionagefall. In Germersheim wurde ein aus Mannheim stammender Kaufmann unter dem Verdacht der Spionage verhaftet und ins dortige Ges richtsgefängnis eingeliefert. Er soll einen Artilleristen zu bestechen versucht haben, um von ihm die Auslieferung eines Geschosses zu erhalten. Auf Billige Kartoffeln für Eisenbahnbedienstete. Veranlassung der Eisenbahndirektion Berlin soll eine große Anzahl Waggons Kartoffeln unter Umgebung des Zwischenhandels direkt von Landwirten bezogen und dies Lebensmittel tunlichst billig an Eisenbahnbeamte abgegeben werden. Der Kommandeur des Luftschifferbataillons in Reinickendorf, Major Groß, wird am 1. Oktober von seiner bisherigen Dienststellung enthoben und als Kom mandeur des neu zu bildenden Luftschifferbataillons Nr. 3 nach Cöln versetzt. Als sein Nachfolger wird der bisherige Major vom Stabe des Luftschifferbataillons, Major Sperling. bezeichnet. Der Kongreß der Internationalen Gesellschaft für Chirurgie wurde gestern in Brüssel unter dem Ehrenvorsitz des Minister des Innern eröffnet. Zwefundzwanzig Länder sind vertreten, darunter Deutschland ut. a. durch Prof. Sonnenburg( Berlin). Volkswirtschaftliches. Das Mädchen vom Lande. Ausgedehnte statistische Erhebungen haben einen Ueberblick darüber ermöglicht, in welcher Weise die große Zahl der noch immer im steigenden Grade vom Lande in die Großstadt abwan dernden Mädchen dort ihr Fortkommen finden. nach fand die größte Zahl in der Industrie als DaLohnarbeiterinnen Unterkunft. Davon waren in Spin nereien etwa 150 000 Mäbchen und in der Tabakfabri fation 52 000 beschäftigt. Als Wäscherinnen und Plätterinnen fanden 8300 Frauen ihren Lohn, von denen allerdings ein nicht geringer Teil sich häuslichen Dien ſten zuwandte. Ein sehr großer Teil der vom Lande zugewanderten Mädchen fand als Verkäuferin nen im Warenhandel Stellung. Dabei betrug das Durchschnittsgehalt nur 60 Mark monatlich, wovon der ganze Unterhalt bestritten werden mußte. Die günstigsten Arbeitsbedingungen erlangten die Mädchen in der Bahl ven 210 000, die sich dem häuslichen Dienst widmeten. Von ihnen gelangte auch ein ziemlich gro Ber Prozentsag zur Selbständigkeit, durch Uebernahme eines fleinen Verkaufs von Lebensmittelwaren. Ein nicht geringer Prozentsatz verheiratete fich auch. In der Gesundheits- und Krankenpflege fanden 75 000, in Gast- und Schankwirtschaften 167 000 Unterkunft. In den Londoner Docks sind neue Unruhen ausgebrochen; 500 Arbetter sind ausständig. Die Lage fcheint ernster zu werden. Die Vertreter der Arbeiter erklären, daß die Docketgentitmer es unterlassen, dem tm legten Strette vom Schiedrichter gefällten Spruch nachzukommen. Der Weltrekord einer Fliegerin. Gestern stellte auf dem Flugplatz Johannistal die Fliegerin Fräulein Beese durch einen Flug mit einem Passagier von 140 furchtbaren Erregung ganz, daß die Korridortüre geöffnet wurde und Fritz eintrat. " Was ist?" fragte er ernst.„ Was war das für ein Schret? Ist Papa-" " Nein, nein, die Frau!" stöhnte die Diakonissin und włes nach der Tür. „ Meine Mutter?" fragte Fris erbleichend und öffnete weit die Tür. Dann trat er hinein, während die beiden Mädchen scheu folgten. - Er mußte feine ganze Kraft zusammennehmen, um bet dem Anblick, der sich ihm bot, seine Faffung zu behalten. Denn dieser war dazu angetan, auch den stärk sten Mann niederauschmettern. Vermischtes. Verweigertes Obdach. Wir lesen in der„ Landeszeitung für beide Mecklenburg:": Prinz Oskar war an einem Tage des Kaisermanövers auf einem Patrouil lenritt mit einem anderen deutschen Prinzen( wahrscheinlich Prinz Albert von Sachsen- Weimar) von seiner Truppe abgekommen. Sie fehrten spät abends auf ei nem zu Mildeniz gehörigen Ausbau ein in der Annahme, hier übernachten zu können. Doch ein Quar tier wurde ihnen nicht gewährt, obwohl sie in beschetdener Weise nur um Stroblager gebeten hatten. Das rauf hielten fie um etwas Futter für ihre Pferde und einen fleinen Imbiß für sich selbst an. Aber auch soweit reichte die Gastfreundschaft und die Soldatenliebe des Besizers nicht. Nur einen Trunk Kaffe hielt er ihnen in einer Blechkanne vor. Nun sollte es weitergehen. Aber wohin in der Dunkelheit; zumal der Weg durch einen Wald führte. Um nur die Soldaten los zu wer den, anb der Besitzer ihnen feinen Sohn als Fibrer mit. Mit diesem fnüpften die beiden Brinzen ein Ge spräch an. Schließlich gaben sie ihm auf, feinem Vater zu sagen, er hätte den Prinzen Oskar und noch einen anderen deutschen Prinzen vor sich gehabt. Als dies der Sohn zu Hause erzählte, sagte der Alte:„ Wenn ta dat wüßt har, denn har'ns jo of minetwegen" hier blieben fünnt." Als die Prinzen durch den Wald famen, saben sie ein anderes Gehöft, wo sie dann Aufnahme fanden. An der Verbindungstür vom Schlafzimmer der Frau nach dem Krankenzimmer Tag im Nachtgewand mit aufgelöstem Haar halb auf dem Rücken Frau von Marleben. Das schneeige Gewand war mit Blut be spritzt, und eine große Blutlache brettete sich um Kopf und Hals aus. „ Ach, unsere arme, Itebę Frau!" Jammerte das Dienstmädchen und wollte dienstetfrig nähertreten, um Die Tote aufzuheben. Aber Frth hielt sie zurüd. Rühren Sie ste nicht an!" befahl er.„ Sier in dem ganzen Bimmer darf auf keinen Fall trgend etwas ver ändert werden, ehe nicht bie Boltzet ben Tatbestand aufgenommen hat. Aber warum hören wir denn gar nichts von Papa?" Er überschritt vorsichtig den Leichnam und bat dann mit tränenerfitater Stimme die beiden Mädchen, vom Rorridor aus ins Krankensimmer au tommen. Regierungsrat von Marleben Tag tot in feinem Bett, Seine verglasten, halboffenen Augen starrten aus brudsloß gerade aus, feine Fäuste waren trampfbaft geballt, und zwischen den Augenbraunen zeigten fich wet fefe fentrechte Balten, wie bet jemanden, der au frgend einer schweren Tat felne ganze Kraft aufammenraffen muß. Die japanischen Rothschilds. Mitsu ist der Name der glücklichen Familie, die man mit Recht die japant schen Rothschilds nennen kann. Gleich diesen waren auch sie vor anderthalb Jahrhunderten noch in fleinen Verhältnissen; hente aber besitzen sie ein Vermögen von mehr als einer Milliarde Franfen. Bollfommene Einigfeit nach außen hin soll auch die Stärke der Mitsu gewesen sein; wie die Rotschilds heiraten auch sie nur untereinander. Die Familie ist durch ganz Japan verstreut, der Hauptsitz befindet sich in Tokio. Die Mitsit beherrschen eine große Anzahl japanischer Banken, viele Industriegesellschaften und die bedeutendsten Eisenbahnund Schiffahrtslinien Japans. Außerdem ist die japant sche Elektrizitätsindustrie in ihren Händen. Noch in den letzten Jahren haben die Mitfu viele Millionen gewonnen, so vor allem auf der Insel Sachalin. Vor dem russisch- tapanischen Krieg hatte Rußland die Fischereirechte auf diefer Insel um 1500 Rubel verpachtef; als nun nach Friedensschluß die Südhälfte der Insel in Japans Befis fam, erwarben die Mitsu die Fischeretrechte und eratelten in einigen Jahren einen Ueberschuß von 17 Mill. Franken. Die Dame im Eramen. In diesen Tagen fand in Berlin die Reifeprüfung für Damen statt. Sterbet er eignete sich der folgende amüsante Swischenfall. Der Examinator fragte eine Dame nach dem Frieden, durch welchen der zweite Roalitionskrieg beendet wurde. Die Dame schwieg; sie wußte es nicht. Namen Luneville hinzulenken, strich sich der gutmütige Um fie auf den " Ster ist eine furchtbare, dunkle Tat geschehen", fagte Frizz dumpf." Nehmen Sie sich zusammen, Auguste, ellen Ste sofort zur Boltzet und teilen Sie dort fura alles mit! Wir selbst tönnen jetzt nichts wetter tun, als abwarten, was die behördlichen Organe feftstellen werden." Damit drängte er die beiden weiblichen Personen aus dem Zimmer hinaus und schloß die beiden Türen ab. Nachdem das Dienstmädchen fich entfernt hatte, führte Fritz die ganz gebrochen erscheinende Diakoniffin auf ihre Stube und ging mit auf dem Rücken gelegten Händen nachdenklich auf dem Korridor, der von der Küche her durch ein Fenster erhellt wurde, auf und ab. Mehrere Male blieb er unschlüssig vor dem dort an gebrachten Telephon stehen, trat aber immer wieder schen zurück. Endlich nahm er den Hörer ab und drehte bie Kurbel zum Anruf. Er ahnte nicht, daß drinnen die Diakoniffin troß ihrer Ergriffenheit das Ohr fest an die Tür gelegt hatte und alle seine Worte deutlich belauschte: Hier Fritz von Marleben! Kann ich Miß Molesworth sprechen? Ja! Guten Morgen, Itebe Felicia! Etwas Furchtbares! Nein! Ich fann es Dir garnicht gleich mitteilen. Mach Dich auf alles gefaßt! - Ja, tomm nur so schnell wie möglich hierher! Du wirst dann alles Nähere erfahren. auf Wiedersehen!" - Ja wohl. Also Er atmete auf und begann wieder seine rastlose Wanderung hin und her. - ch Herr me und fagte fchen Wo belfen fd glaubte platte be for foll a baben. Hon nich bei der von Schn Lynd ereignete Dorfe Ri Wochen bätte ern Ortsbew Handwer der daher Endlich die verstrichene Belt war thm wie eine Ewigkett vergangen tam das Dienstmädchen in atemLoser Hast wieder, und ihr folgte auf dem Fuße etn hochgewachsener Polizeikommiffar, begleitet von zwet ftattlichen Polizisten. nod ärge ftändigen gebeinis größten auf den liegen bli und warf ibn in R Flammen Leibes. 2 harmlojer gefchäft in Die bensgroß Interroc voll dem bielt mitu ans Beut Der Gei Folge ab fchäfts in Der gesch Staatsan Eine reingebro fuitfluß. gestiegen eren Sta herein. ren Qua Stockwerf Neujahrs einer St deffen Ni ftürzte un werke. undurchd ten drang hervor. ftrophe t nen Räh fen. 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Indes fonnte auch er sich der Komit der Situafton nicht entziehen, und es gelang ihm nicht völlig, bet der großen historischen Entdeckung des Friedens von Schweinsschädel ernst zu bleiben. Lynchjustiz in Kroatien. In Karlstadt in Kroatien ereignete sich ein Fall grausamſter Lynchjustiz. Im Dorfe Ribnit, einem Vorort von Karlstadt, tamen sett Wochen Brände vor, ohne daß man die Brandstifter hätte erwischen tönnen. Dieser Tage fanden nun die Ortsbewohner in einem Haine einen wandernden Handwerksburschen, den natürlich niemand kannte und der daher allen verdächtig vorfami. Der Verdacht wurde noch ärger, als man sich mit dem Fremden nicht ver ständigen fonnte. Es war fein Zweifel: man hatte den geheimnisvollen Brandstifter vor sich. Die Menge, zum größten Teile aus Frauen bestehend, warf sich wütend auf den Gesellen und prügelte ihn, bis er bewußtlos Itegen blieb. Dann errichtete man einen Scheiterhaufen und warf den vermeintlichen Brandstifter, nachdem man ihn in Reisig und Stroh eingepackt hatte, mitten in die Flammen. Der Unglückliche verbrannte lebendigen Leibes. Wie die Untersuchung ergeben hat, war er ein harmloser tschechischer Wandergeselle. Die beanstandete Korfeltbiifte. In einem Korsettgeschäft in der Leipziger Straße in Berlin war eine le= bensgroße Wechsfigur ausgestellt, die, mit Korsett und Unterrock befleidet, die Fabrikate der Firma wirkungsvoll demonstrieren sollte. Anfang dieses Monats erhielt nun der Geschäftsinhaber ein anonymes Schreiben aus Beuthen, worin gegen die Büste protestiert wurde. Der Geschäftsinhaber ignorierte diese zuschrift, die Folge aber war, daß die große Spiegelscheibe des Geschäfts in einer der nächsten Nächte zertrümmert wurde. Der geschädigte Geschäftstinhaber hat Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet. Rechtsabteilung bildert weltere Glteder des umfang reichen Apparates. Auch hier wieder Direktoren, vortragende Räte und ständige Hilfsarbeiter. Dazu Män ner der Wissenschaft, Geographen, Historifer, Militärattachees und andere, ferner ein halbes Dutzend Erpedienten", darunter Geheime Hofräte, sofräte, Herren, die ihren Doktor gemacht, und solche, die den Charakter als Konsul oder Vizekonsul besigen. Dann ein Bibliothefar, ein Dugend Geheime Kalkulatoren, ein Zentralund Depeschenbureau mit einem Dußend Beamten, ein Chiffrierbureau mit dreißig Personen und die GeheimRegistratur, die Geheim- Kanzlet und die Legationskasse, insgesamt mit 130 Köpfen. Eine ungeheure Wafferkatastrophe ist über Serres, einer Station der Linie Saloniti- Konstantinopel, he reingebrochen. Der an der Stadt vorüberfließende Raf sustfluß, der seit Jahren immer mehr verschlammt und dessen Niveau im letzten Jahre allein um dret Meter gestiegen ist, hat durch gewaltige Regengüsse die unteren Stadtteile überflutef. Das Unheil brach über Nacht herein. Innerhalb einer Stunde standen in den unteren Quartieren der Stadt die Gebäude bis zum ersten Stockwerk unter Wasser. Die Bevölkerung hatte das Neujahrsfest gefetert und lag in tiefem Schlaf. Alles stürzte unbekleidet in wilder Flucht in die oberen Stockwerke. Furchtbare Szenen spielten sich ab, da überall undurchdringliche Finsternis herrschte. Von allen Setten drangen die Hilferufe aus den oberen Stockwerfen hervor. Bet Tagesanbruch zeigte sich die Katastrophe in ihrer ganzen Furchtbarkeit. Die vorhande nen Rähne waren fast alle durch die Fluten fortgerisfen. Die wenigen übrigen vermochten nur einem verschwindend kleinen Teil der Hilfesuchenden die notwendige Nahrung und Kleidung zu bringen. Die Zahl der Toten wird groß sein. Hauptsächlich werden viele Kinder vermißt. Außer Menschen, welche sich auf die Dächer und die oberen Stockwerke retten konnten, sind alle Lebewesen in den unteren Stadttetlen den Fluten zum Opfer gefallen. Wiederaufbau der abgebrannten Viertel Konstan= tinovels. Die türkischen Behörden verhandeln augenblicklich mit den holländischen Ingenieuren, die das " Haus aus einem Guß" zum ersten Male in Haarlem aufstellten, über die Errichtung von 20 000 solcher Säuser in den abgebrannten Vierteln Konstantinopels. Die gegossenen Häufer werden so hergestellt, daß ein etfernes Gerippe errichtet und mit einer hölzernen Form umgeben wird. Die letztere wird dann mit Beton gefüllt. Es ist bekannt, daß vor allen anderen Ministerten die Arbeitslast im Auswärtigen Amt am größten ist. Wie es schon zu Bismarcks Zeit war, so ist es bis auf den heutigen Tag geblieben. Das„ Sich verzehren im Dienste des Vaterlandes" gilt nicht allein für den Reichskanzler, den Staatssekretär und den Unterstaatsfetretär, sondern für alle diese Beamten bis herab zu den unscheinbarsten. Wichtig und verantwortungsvoll ist hier der Dienst für jedermann. Hinzuweisen ist nur auf den Depeschen- und Chiffrierdienst. Das Chtffrieren und Dechiffrieren ist eine Arbeit, welche die höchste Aufmerksamkeit, Uebung, Gewissenhaftigkeit und Spannkraft verlangt. Vorsteher dieses Bureaus ist ein Geheimer Hofrat. Daß infolge der Marokkosache erst recht mit Dampf" im Auswärtigen Amt gearbeitet ward, bedarf faum der Versicherung. Und doch ließ die ruhige äußere Physiognomie nicht erkennen, daß im politischen Schachspiel ein besonders lebhafter Kampf entbrannt war. Vom Manöver. Leutnant A.:„ Daß Kamerad sich so Leut auf den Nafttag bet dem Gutsbefiber freuen?"- nant B.: Bin nun mal so ein Mensch. Mir is' was wie ein Vorgesetzter." Vorgesetztes immer Iteber, - Der Betrieb im Auswärtigen Amt. Wenn der Kaiser reist. Nene Vorschriften über Eisenbahnreisen des Kaisers. der spanischen Marine gebaut aut werden pflegt. Wean hielt denn auch im allgemeinen nicht allzu viel von den Schiffen der Liberte"-Klasse, deren Baupläne obendrein mehrfach geändert worden sind. Nach der Explosion. Das Rettungswerk an Bord der Liberté" gestaltet fich außerordentlich schwierig. Der Marinepräfeft hat Befehl gegeben, die Planken des Schiffes zu durchfägen um mit allen Mitteln zu versuchen, etwa noch ant Bord befindliche Lebende oder Verletzte aut retten. Unt ter einem Tisch wurde mittelst einer Stange ein Opfer hervorgeholt. Jedoch konnte man nur den eingetretenen Tod konstatteren. Hierauf fand man einen Unterofftsier, es war jedoch nicht möglich, thn au bergen, da er mit dem Kopf zwischen Schiffstrümmern und Eisenteilen eingeklemmt war. Verschiedene Leichen sind vollständig verkohlt aus dem Innern des Schiffes geborgen worden. Viele Matrosen wurden durch die umber fliegenden Granatsplitter vollständig zerrissen, sodaß es unmöglich war, ibre Persönlichkeit festzustellen. Die noch teberlebenden sind völlig geistesabwesend und können nur geringe Einzelheiten über die Katastrophe geben. In der Arsenalkapelle in Toulon, wo gerade gestern die beim sitngsten Versuchsschießen an Bord des Kreuzers Gloire" getöteten 9 Matrofen aufgebahrt lagen, sind die fitr die Beförderung der Leichen der " Liberté" erforderlichen zahlreichen Tragbahren aufge ftellt. Der Eindruck in diesem Raume ist berzzerreißend. Man brachte einen Toten, dessen Arme eine Leiter fest umflammert hielten, mit dieser Leiter in die Kammer. Unmittelbar darauf trug man den auf einen Mast aufgespießten Rumpf eines anderen Matrosen berein. Und so folgte ein furchtbar verwundetes Opfer nach dem anderen. Zur Erhöhung der Sicherheit des Kaisers auf setnen Eisenbahnreisen find den Eisenbahndirektionen er neut„ Vorschriften über die Reisen Allerhöchster und Höchster Herrschaften" zugegangen, die zum Teil bereits bestehende Verordnungen wiedergeben, zum Teil Neuerungen enthalten. Zur Sicherheit des Kaisers ist folgendes bestimmt: Die Sonderzüge des Kaisers müssen außer einer selbständigen Bremseinrichtung stets noch eine besondere 3ugleine aufweisen, damit jederzeit ein Aufsichtsbeamter des Sonderzuges die Möglichkeit hat, ein Notsignal zu geben. Eine Begegnung des fatferlichen Sonderzuges mit anderen Bütgen( gemischte Büge und Güterzüge) ist auszuschließen, wenn es sich um eine freie Strecke handelt. Wenn ein katserlicher Sonderzug aber mit einem anderen Zuge auf der Strecke oder auf einer Statton freuzen muß, oder etnen anderen Zug überholen will, dann sind alle notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen; außerdem muß der Lokomotivführer darauf achten, daß wäh rend der Zeit der Vorbeifahrt des fatserlichen Sonderzuges starkes und geräuschvolles Dampfablassen oder Qualmen der Lokomotive vermieden werden muß. Die Wagen, in denen der Kaiser oder die tatferliche Familie fährt, dürfen nicht unmittelbar hinter dem Schubwagen laufen, sondern es ist aus Sicherheitsrücksichten darauf zu achten, daß diese Wagen mindestens vier Achsen von der Lokomotive entfernt sein müffen. Die Beamten müssen alle Verrichtungen so geräuschloß wie möglich machen. Weichenfrümmungen und gekrümmte Gleisstrecken müssen langsam befahren werden, um heftige Schwankungen des Zuges zu ver meiden, und um die Sicherheit der Fahrt zu erhöhen. Die Lokomotivpfeife darf nur in sehr geringem Maße wenn es unbedingt notwendig ist, gebraucht werden. Alle diensttuenden Beamten mitffen den Kaiser durch Abnehmen der Müze grüßen. Alle auf die Reisen des Kaisers bezüglichen Dienstordnungen und Mitteilungen müssen gehetmgehalten werden. In den beiden Häusern Wilhelmsstraße 75 und 76 in Berlin arbeitet der Staatssekretär des Auswärtigen Herr von Kiderlen mit seinem Stab. Die dortigen Räume sind bevölkert durch ein Heer von Beamten. Das Haupt bildet die politische Abteilung mit einem Direktor, einem halben Dußend vortragender Räte und einigen Hilfsarbeitern. In ihrer Nähe Itegen auch die Empfangsräume für Diplomaten und andere hochstehende Personen. Lurus ist nicht entfaltet, wie denn alles das Gepräge solider Schlichtheit trägt. Die Personalien, ausschließlich derjenigen des diplomatt schen Dienstes, die Kassen-, Ordens- und einige andere Sachen werden in einer besonderen Abteilung behan delt. Die hardelspolitische Abteilung und die Der führende Beamte stellte sich als Kommissar Weide vor und sagte mit teilnahmsvoll gedämpfter Stimme schlicht:„ Ich möchte den Tatort näher bestch Hgen, Herr von Marleben." niffin egten der d ab. ants feder rehte nnen cfeft utlich olesItcta! Dir faßt! Dut Also Stlofe etne tem etn amet ,, Gewiß! Gewiß!" versetzte Friß und schloß die betden Türen auf. „ Es handelt sich," fuhr der Kommissar fort,„ vorläufig darum etn Protokoll über den ersten Befund aufzunehmen. Die Untersuchungskommission ist von mtr beretts telephonisch benachrichtigt worden, und wir tönnen jederzeit den Untersuchungsrichter und den Gerichtsphysikus erwarten. Wann ist übrigens Ihr Herr Vater verstorben?" " Das weiß ich nicht." „ Aber ist denn der Arzt noch nicht benachrichtigt worden?" Frit faßte sich an den Kopf." Herr des Himmels! Die schreckliche Sache hat mich alles pergeffen lassen, Ich werde sofort den Arzt, der meinen Vater behandelt hat, Herbetrufen." Er tat es, und schon nach wenigen Minuten war Doktor Waldow, der ganz in der Nähe wohnte, zur Stelle. Er stellte feft, daß der Regierungsrat beretts In der Mitte der Nacht verschieden sein mußte. Und Ste metnen, Herr Doktor, daß er etnes natürItchen Todes gestorben ist?" Die Katastrophe der„ Liberté". Die Zahl der Opfer beschränkt sich, wie bereits gemeldet, nicht auf die Liberto", sondern betrifft auch die übrigen in der Nachbarschaft anternden Kriegsschiffe. Besonders hart betroffen wurden die„ Democratie", die Vérité", und die„ Republique", welch letztere awet schwere Vecke erhielt und sofort auf das Reparaturdock gebracht werden mußte. Das Kriegsschiff„ Foudre", Bas 3 Kilometer von der„ Liberté" veranfert lag, bat felnen befehlshabenden Offizier verloren. Dieser wurde auf der Kommandobritcke durch einen Granatsplitter getötet, zwei neben ihm stehende Matrosen wurden schwer verletzt. Bisher wurden 350-400 Opfer von der„ Lt berte" und etwa 100 von den anderen Kriegsschiffen ge zählt. Die Zerstörung des Lintenschiffes Liberté" ist eine der schwersten Katastrophen, die überhaupt die Ges schichte aller Marinen kennt. Aehnlich verheerend wte 1898 die Explosion der amerikanischen„ Maine" im Hafen von Havana, wie die Vernichtung des russischen Panzers Petropawlowst" durch eine tapanische Mine vor Port Arthur und die Zerstörung des französischen Lintenschiffes Jena" im Frühjahr 1907 infolge der Erplosion zersetzter Pulvervorräte beweist ste, wte verhängnisvoll es werden kann und muß, wenn die prtmitivsten Sicherheitsvorkehrungen an Bord eines Kriegsschiffes, das solche Riesenmassen von Explosionsförpern mit sich führt, vernachlässigt werden. Mit der „ Liberté" verltert die französische Flotte etnes threr neuesten Lintenschiffe. Sie war ein Schiff etwas größer und stärker bewaffnet als unser 1904 vom Stapel gegangener Panzer„ Deutschland". Aber während an der " Deutschland" nur 26 Monate gebaut worden ist, hatte bte Liberté" und ihre Schwefterfchiffe" etne gewiffe Berühmtheit dadurch erlangt, daß fte 60 bis 72 Monate bis zu ihrer Fertigstellung gebraucht haben, fast fo lange, wie sonst an den nte fertig werdenden Schiffen „ Daran kann nicht der geringste Bwetfel setn. Ich habe dem Herrn Regierungsrat gestern abend auf seinen ausdrücklichen Wunsch noch etné Morphtumetnfprtzung zur Linderung fetner Schmerzen machen müffen. Er verftel dann bald in einen wohltätigen Schlummer und ist während desselben jedenfalls einem Schlaganfall erLegen." „ Und diese Tote hter?" Der Kommissar trat von der Durchgangstür, die von ihm und den belden Be( amten verdeckt worden war, zurück, fo daß die in threm Blute schwimmende Frau jezt den Blicken des Arztes fichtbar wurde. Doktor Waldow stuzte erschrocken. Dann beugte er fich tief nieder, seine Augen traten welt aus den Höhlen, seine Hände zitterten und seine Stimme flang fast röchelnd, als er sagte:„ Grauenhaft! höchft grauenhaft! Sie ist in den Hals gestochen- abgeschlachtet wie ein Tter!" Es sah aus, als wenn er sich über die Dalfegende stitrzen wolle; aber der Kommiffar, der ihn scharf beobachtet hatte, hob thn empor und führte ihn zu einem Seffet. Toulon, 27. September. Die Nachforschungen nach Leichen auf dem Wrack der Liberté" wurden bis in die Nacht binein fortgefeist. Man fand noch verschiedene furchtbar verstimmelte Körper sowie eine Anzahl menschlicher Ueberreste. Auch in einem wieder ge= hobenen Dampfer fand man eine unbekannte Leiche. Jm Spital erlagen gestern abend zwel Leute den erhaltenen Verlegungeit. Den ganzen Tag über spielten fich im Spital herzzerreißende Szenen ab, als Angehörige der Opfer tamen, um die Leichen noch einmal zit sehen. „ Beruhigen Ste sich, Herr Doktor!" fagte er be stimmt. Allem Anscheine nach Itegt also ein Doppelmord nicht vor. Haben Sie auf irgend femand Verdacht, Sie auf tra Herr von Marleben?" " Netn, auf niemand." " Ich sehe dort einen Geldschrank. Er scheint unversehrt. Ift Geld dartn?" Sovtel ich weiß, muß er dreißigtausend Mark ent" Könnten Ste thn einmal öffnen?" halten." " Metne Mutter pflegte den Schlüffel bet sich zu führen." Greueltaten von Indianern. Aus Mexiko kommen Meldungen über Greueltaten von Indianern, die an Weißen verübt wurden. Sie sind so entsetzlich, daß sie an die Zeiten der Unterwerfung der Indianer Nordamerikas durch die Union erinnern: " Hm." Der kommtffar fühlte vorsichtig an dem Kleide der Toten entlang, richtete sich dann topfschütttelnb auf und sagte:„ In der fleinen Tasche des Nachtgewandes ist nichts enthalten. Wir müffent also die Garderobe der gnäbtgen Frau durchsuchen." Neuyork, 27. September. Wie aus Merito ge= meldet wird, haben aufrührerische Indianer im Staate Las Chiapas am Sonnabend den etwa 4000 Einwohner zählenden Ort Chamula überfallen und geplündert. Die Indianer richteten in der Stadt ein Blutbad an. Sie sollen die Männer an das Kreuz geschlagen, Frauen und Kinder in barbarischer Weise hingeschlachtet, dann in die Luft geworfen und mit den Spitzen ihrer Lanzen anfgefangen haben. Die weiße Bevölkerung war machtlos. Ehe er das tat, Iteß er fetne Polizeiblicke, denen nichts zu entgehen schien, noch einmal durch das 8tmmer wandern und rief:„ Halt! Das wird wahrscheinlich gar nicht nötig sein. Ster in der kleinen Schale auf dem Rauchtischchen Itegt etn merkwürdig geformter Schlüssel. Sollte das nicht der gesuchte setn?" Er hatte thn ergriffen, pritfte damit an dem Schloß, Drabinachrichten und Deuestes. Selbstmord eines Schuhmanns. Berlin, 27. September. Heute nacht hat sich der 31jährige Schuhmann Moll vor dem Königl. Schloß mit seinem Dienstrevolver erschossen. Der Beweggrund der Tat ist unbekannt. Folgenschwere Kesselerplosion. Berlin, 27. September. Die Rummelsburger Anilinfabrik A.-G. für Anilinfabrikation war gestern nachmittag der Schauplatz einer verheerenden Kesselexplosion. Gegen 3 Uhr flog plötzlich mit lautem Senall ein großer Kessel durch das Dach des Fabrikgebäudes in die Luft. Der Kessel ftitrzte dann mit großer Gewalt auf das Dach zurück, durchschlug es nochmals und blieb im Mittelgeschoß Itegen. Fünf Arbeiter famen dabet zu Schaden und wurden schwer verbrüht oder erlitten Knochenbrüche. und es sprang sofort auf. Mit einem Blick überschaute er die Sachlage.„ Aha! dachte ich mir's doch! Es ist ein Raubmord. Der Geldschrank ist leer!" Auch Frizz war näher getreten und sah entrüstet dte leeren Fächer, wo gestern noch die Geldrollen und Banknoten gelegen hatten. " Das Fenster tst nur angelehnt," stellte der Kommissar wetter fest. Der Täter, falls es nicht mehrere waren, ist offenbar hier hereingekommen und hat sich auf demselben Wege wieder entfernt. An dem Spalter des wilden Wetnes kann man ja bis zu dieser Hochparterrewohnung gelangen." Er beugte sich hinaus.„ Da sehe ich ja auch in dem von dem Regen dieser Nacht aufgeweichten Boden deutItch die Fußspuren!" Gletch darauf nahm er etne militärisch grüßende Haltung ein. Vom Gitter her vernahm man fefte Tritte. Der Untersuchungsrichter von Scharffenstein war soeben mit einem jungen Affeffor und dem Gerichtsarzt Dr. Guhlte aus einem Automobil gestiegen. Frig empfing dte Herren an der offenen Tür, und etne turze, gegenseitige Vorstellung vollzog sich. Der Kleine, barsche Serr von Scharffenstein mit dem dicken, grauen Schnauzbart, der unter der träftig gebogenen Nase bte Spuren häufig genoffenen Schnupf tabats zeigte, verneigte fich höflich und brudte Frth mit einem raschen, teilnehmenden Bild die Hand. " Dort im Zimmer?" fragte er, nach dem Kranten zimmer wetsend, aus dem thm der Kriminalfommiffar entgegenkam. Er wartete bte Antwort nicht ab, sondern schritt mit seinen Beglettern hinein. ( Fortsetzung folgt.) Verdingung. Für die Provinzial- Siechenanstalt Oberhellen in Gießen soll die Lieferung von FeuerVersiche.ung. erfitlaffige Gesellschaft gesucht ca. 1000 3tr. guten Speisekartoffeln bergeben werden, welche zur Hälfte im Oktober 1911 und zur Hälfte im April 1912 angeliefert werden sollen. Die näheren Bedingungen liegen auf dem Ber- Vertreter für waltungsbüro an den Wochentagen bon 3-5 Uhr gegen tägliche, wöchentliche resp. nachmittags offen, woselbst Angebote mit der Aufschrift monatliche Vergütung. " Lieferung an Kartoffeln für die Provinzial- Stechenan- Off. u. V. 599 an die Erp. ftalt Oberheffen" versehen, bis zum Eröffnungstermin dieser Beitung. Donnerstag, den 12. Oktober 1911, vorm. 9 Uhr einzureichen sind. Gießen, den 26. September 1911. Direktion der Provinzial- Siechenanstalt Erscheint nur einmal. Oberhessen. Großer wissenschaftlicher Bitte ausschneiden und aufbewahren. Damenvortrag mit Experimenten veranstaltet vom Hygienisch. Frauenbund Leipzig- Berlin Vo. Lola Bernhard Kosmetikerin und Hygienikerin wissenschaftlich gebildet. Gänglich neu! Nur für Damen! Wie werde ich schön? Donnerstag, den 28. September 1911 in Steins Garten Schönheit, Gesundheit, Kraft, Jugend und Lebensglück Wo sinde ich sie? Wie erhält sich das weibliche Geschlecht als Mädchen, Frau, Mutter, sogen. alte Jungfrau, Greisin gesund und schön? Das Verblühen der Frauen u. seine Ursachen. Wie man durch richtige Schönheitspflege im Beruf, in der Gesellschaft sich Beachtung verschaft und Erfolg erzielt Warum ist das Weib schöner als der Mann? Was fesselt den Mann? Der Weg zu idealer Schönheit des Körper 8 und der Seele Wie sich der Einfluß des Liebeslebens auf die Schönheit geltend macht. Wie wirkt die Ebe auf Schönheit und Gesundheit? Soll man den Schönsten heiraten? Die Pflege und Erhaltung wahrer Frauenschönheit. Sichere, wissenschaftliche Methoden werden angegeben und praktisch vorgeführt bei: - - Aufgesprungener Haut Falten, Runzeln Gesichtshaare ber Damen Loderen Zähnen Pickeln, Pusteln Schuppen Warzen Brüchigem Haar Fettreichtum der Haut- Haarausfall( frankhafter) Hübneraug n Kreisförmiger Kablbeit Mitessern Roter Nase- Som mersproffen Ergrauen des Haares Glanglofer, fatler Haut Fettigem Haar Kahlwerden des Kopfes- Leber fleden Muttermalea Echwindendem ZahnfleischStarter Schweißbildung. Die Behandlung dieser Schönheitsfehler werden am lebenden Modell gemeinverständlich demonstriert. Wie erlangt man eine gefunde Büfte? seitigt man Schönheitsfehler wie Magerkeit, Korpu lenz, hohle Augen, welken Hals, starke Hüfter, ein gefallene Waugen, Falten 2c. Wie beWie erhalten wir uns glückliche und schöne Frauen bis ins hohe Alter? Jede Frau ist schön, die den Willen zur Schönheit hat und es gibt keine Frau, die nicht einige Vorzüge besitzt, die zu pflegen und ins rechte Licht gestellt zu werden sich lohnen würden. Müssen Frauen altern? 2. Teil: ? Wie wirkt Krankheit auf die Schönheit? Warum gibt es so viele kranke Frauen und Mädchen? Die Krankheiten der Wechseljahre der Jugend, Hysterie, Gemütsleiben, Berbauungsleiden. Die Sünden der Frauen gegen ihren eigenen Körper' c. Menschen, glücklichere gefündere und schönere. Der Dämon Alkohol. Wie soll die Frau den trunksüchtigen Mann behandeln?- Die Krankheiten der Kulturmenschen Geisteskrankheiten Alkoholismus Suckerkrantbeit Schwindsucht Herz leiben Nervenleiden. - Die Vorträge fanben überall großen Beifall bei Publikum und Presse. Sehr bezent. Belehrend. Eine Dame teilt es der andern mit: ,, Favorit, der beste Schnitt!" Welche Freude und Ersparnis liegt im selbstgefertigten Kleid! Wieviel Nützliches kann jedeDameleisten, wenn sie Blusen, Röcke, Kinderkleider, Wäsche etc. selbst schneidert. Es gelingt ihr aufs Beste, wenn sie die so zuverlässigen und eleganten Favoritschnitte der Intern. Schnittmanufaktur, Dresden- N. 8 verwendet. Prospekt Nr. 20 gratis! Vergleiche auch die Favoritmodelle i. der Modenbeilage dieser Zeitung. Ausführliche Anleitung durch das großartig ausgestattete FavoritModenalbum( nur 60 Pf.), Jugend- Modenalbum( nur 50Pf.), Favorit- Handarbeitsalbum( nur 50 Pf.) Lotterie der Düsseldorfer Kunst- Ausstellung Ziehung: 13. Oktober und folgende Tage. Lose à 50 Pfennig. der Grossen Lotterie zu Münster i. W. Ziehung am 5., 6., 7. u 8. Oktober. Lose der Lose à| Mk. die A au Grossen Berliner Kunst- Austellung 1911 à| Mk. Ein Gewinn garantiert auf 10 Ziehung am 5. Dezember 1911. Di = 11 1 Lose Zu haben in der Expedition der ,, Giessener Zeitung", Seltersweg 83. Der technische milch Fachschulunterricht größer. Quantum von zahlungsfähig. 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Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Vorm. 11% Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer. Abends 7 Uhr: Versammlung der konfirmierten männ lichen Jugend der Lukas- und Johannesgemeinde. Freitag, den 6. Oftober, nachm. 5% Uhr: Versammlung der konfirmierten weiblichen Jugend der Johannes gemeinde. Der Konfirmandenunterricht wird in allen Gemeinden am Sonntag, den 8. Oktober, feierlich eröffnet und am Montag, den 9. Oktober, begonnen werden. Die Anmeldungen dazu werden am Mittwoch, den 4. und Donnerstag, den 5. Oktober, jedesmal vormittags von 11-1 Uhr und nachmittags von 4-6 Uhr bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Die Kinder aus der Militärgemeinde sind bei Pfr. Schwabe( Kirchstraße 5), auswärtige Schüler des Gym nasiums und des Realgymnasiums bei dem Pfarrer der Lutasgemeinde( Liebigstraße 56), solche der Ober- Realschule bei dem Pfarramt der Markusgemeinde( Kirch straße 5), anzumelden. Formulare zur Anmeldung sind bei den Schuldienern, sowie auf der Amtsstube des Gesamtkirchen- Vorstandes( Kirchstraße 1) zu haben. Die Eltern werden [ 2464 gebeten, mit ihren Kindern zur Anmeldung zu kommen und dabei das 2. Blatt ausgefüllt mitzubringen. Am Sonntag, den 8. Oktober, beginnen die Abendgottesdienste um 5 Uhr, auch wird an diesem Sonntag in allen Gottesdiensten die alljährliche Kollekte für die evangelischen Gemeinden in Desterreich erhoben werden. Batholische Gemeinde in Gießen Samstag, den 30. September. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Sonntag, den 1. Oftober. 17. Sonntag nach Pfingsten. Rosentran3 fest. Vorm. von 6% Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vorm. 7 Uhr: Die erste hl. Messe. [ 23/4 Vorm. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vorm. um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: hl. Messe mit Predigt. Wie ein Verlust in einen Gewinn verwandelt werden kann. Amerikanische Papiere. 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