ht entreler eutschig und t ihrem einem Bezirk, en wohunsere rgarine garinean, wöHaus rd ann veral Ein1k. mochkann gendem Monaten Betrag mit Anherigen Aufgabe nd ob Werke b. H. en. um Automobilmaschinen. eugmaschb. n., Heizung Eisenbeton. ., Apr. Jull, ektor Prof. Ingenieur ha.d. Elbe mar. e Zucht. r, 3 Mon. ten, Gänse 20. nan Sieg. 8.-[ 310 an der Herten cr. beg. Provinz.ter r, 12. r 6. ca. er treff. von Mr. Mr. Mr. 823 M. 000 M. 000 M. 000 M. DOOM. ter atis und Nummern gegeben. olgt am pr. Ofrei von Nummern Pfg. Nummern Pfg. Nummern Pfg. denn der tgering! otheker! Ihnen für ich an meinen affe, freffende male meinen enbringe, be igsboll II. d mit Erfolg en und Haut In Tojen& den Apo! helen In Original und Firma Jhin Dresden. an jurud. ' reell Frau esbaden, 8e 551 Grünberger Zeitung chuberger Reneke Nachrichten.) ( Grimberg Zap) Lokal u. Anzeigenblatt für die Gerichtsbezirke Grünberg u. Lanbad. Cliche Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei Grauberg amb emberer Dece : es to Nc. 174. Telephon: Nr. 362. Das Kriegsgespenst. Billighe unabhängig. Lolalzeitung :: für Gränberg und Umgebung: Schwere Gewitterwollen umdüstern den politischen Himmel Europas, nachdem der englische Schatzfanzler Lloyd George eine Rede gehalten hat, über deren Ziel und Zweck man jetzt nicht mehr im Zweifel sein kann. Nachdem Deutschland, ohne bei den interessierten Staaten den verdienten Dank dafür zu finden, die Interessen des gesamten Europas in der Marokkofrage wahrgenommen und die Konferenz von Algeciras unter Anwendung der äußersten Machtmittel durchgesetzt hatte, ist Frankreich, begünstigt von der diplomatischen Unterstützung Englands und von der Gleichgültigkeit der übrigen Staaten, in der Mißachtung der geschriebenen Verträge bis zum äußersten vorgeschritten. Marokko ist heute in seinem Besitz. Dadurch ist ein bedeutender Macht wachs an Frankreich gefallen, und unsere wirtschaftlichen Interessen, die verbrieft und versiegelt und unser veräußerliches Recht sind, werden durch die neue Situun= ation schwer gefährdet. Wenn Deutschland hierfür einen Ausgleich fordert, so ist es sein gutes Recht, und nicht die deutsche Regierung ist es gewesen, die eine Unterredung gewünscht hat, sondern die französische. Das entspricht auch der Ordnung der Dinge, denn Frankreich hat ein Recht ausgeübt, das ihm nicht zustand, und es muß Ausgleiche dafür gewähren. Sollten aber die Verhandlungen scheitern, so gibt es einen durchaus gangbaren Weg, auf dem unter Mitwirkung aller europäischen Staaten der Weltfrieden erhalten werden kann, indem Frankreich seine Truppen wieder zurückzieht und den Zustand vor der Beschießung von Casablanca, der allein vertragsmäßig ist, wieder herstellt. Das bedeutet aber zugleich eine Verminderung der Truppen bis auf die Polizeimannschaften in den vier Vertragshäfen. In diesem Falle werden auch die deutschen Kriegsschiffe vor Agadir wieder zurückgezogen. Solange aber dieser allein vertragsmäßige Zustand nicht hergestellt ist, hat Deutschland genau das gleiche Recht, den Schutz seiner Interessen wahrzunehmen, wie Frankreich es ausgeübt hat, und wie es Spanien von England niemals bestritten worden ist. Aber wenn Deutschland sich regt, jene Macht, die mit Frankreich keinen Unfrieden sucht, sondern auch jetzt noch zu einer Verständigung unter gerechter Machtverteilung zur Wiederherstellung der Gleichgewichtslage bereit ist, wird sofort in England das Mißtrauen wach, und alle Hände sind geschäftig, um den alten Haß und den alten Hader zwischen Frankreich und Deutschland nicht verlöschen zu lassen. Nach den Erfahrungen der Jahrhunderte und auch der letzten Jahrzehnte ist eine Einsicht der führenden französischen Kreise noch lange nicht zu erwarten. Sie glauben sich stark in dem Schutze von England und sehen es nicht, daß durch die Aufrichtung der Scheide= wand an der Ostgrenze des Landes ihre ganze Zukunft gefährdet wird. Die niemals schlummernde Kriegs= gefahr zwischen Deutschland und Frankreich, das ist das Ziel der englischen Wünsche und der ganze leitende Gedanke der seitherigen Politik. Die englische Presse spricht von der gepanzer= ten Faust Deutschlands und macht unserer Regierung den Vorwurf, daß sie nicht in freundschaftlicher Form eine Besprechung herbeigeführt habe, sondern mit einem Schlag auf den Tisch. Die Haltlosigkeit dieser Behauptung ist aber flar, wenn man bedenkt, daß Deutschland, wie bereits betont, eine Aussprache gar nicht vorgeschlagen hat, sondern daß es durch einen völkerrechtlich einwandfreien Akt dasselbe Recht ausübte, das von Frankreich in tausendfach vergrößerter Form durch die Besetzung von Fez ausgeübt worden ist. Ob es sich um den Schutz zahlreicher Personen und Familien handelt oder nur um eine einzelne Person, das ist für die grundsätzliche Bedeutung dieses Aftes völlig gleichgültig, ganz davon zu schweigen, daß eine einzige Familie so gut den Schutz eines mächtigen Reiches verdient wie eine große Gruppe von Personen. Die letzten Ziele Englands werden indes erst bekannt werden, wenn der Inhalt der Berliner Bespre chung veröffentlicht ist, und wenn England endgültig seine Stellung wählt. Vorläufig freilich ist Frankreich der willige Gehilfe der englischen Politik, und die Ueberpatrioten sehen es nicht, daß eine loyale Verständigung mit Deutschland die Zukunft und die Größe Frankreichs besser sicherstellt, als das Spiel mit dem Feuer in Marokko. Landtagswahlvorbereitungen. * Die von der sozialdemokratilchen Partei aufgestellten Kandidaten für Rheinhessen sind: | Donnerstag, den 27. Juli 1911. Adelung( Mainz), Linkel( Alzey), Haubach( Wöllstein), Lutz( Osthofen), Gruber( Wörrstadt), Seel( GonsenheimNieder- Olm), Schildbach( Nierstein), Bauer( Kostheim Weisenau), Jbing( Bingen- Land). Aus Stadt und Land. Gießen, den 27. Juli. * Die von Frau Emma Gail in Baltemore, Tochter des verstorbenen ersten Stadtpfarrers Landmann, gemachte Stiftung hat der Großherzog bestätigt. Die Stiftung beträgt 10 000 Mark und soll für„ verschämte" Arme benutzt werden. Hessen bittet, mit dem Hinweis auf die Gefahr, die * Die Großh. 3entrale f. M. u. S. in die Hitze für die Säuglinge bildet, um den Abdruck folgender 6 Regeln: 1. Halte das Zimmer fühl! Bei Tage Läden und Vorhänge zu! Fußboden feucht! Bei Nacht dung und leichtes Bettzeug! Täglich baden! 3. Größte Fenster auf! 2. Halte das Kind kühl! Leichte KleiVorsicht in der Ernährung! Ja nicht überfüttern! Gegen den Durst gebe man dünnen lauwarmen Tee! gekocht und gleich wieder gut gekühlt werden. Sie muß 4. Die Milch muß frisch sein, beim Bezug sofort abden ganzen Tag fühl stehen! 5. Brustkinder dürfen jetzt unter keinen Umständen abgestillt 6. Bei der ersten Gesundheitsstörung soll man den Arzt zu Rat ziehen. werden! * Das 6. Abonnementskonzert findet heute abend statt. Das interessante Programm, in dem die besten Kräfte der Kapelle als Solisten auftreten, enthält u. a. die Sonate„ Pathetique" von L. v. Beethoven, zwei Stücke aus„ Sigurd Jorsalfar" von Grieg. Auch die„ leichte" Musik ist mit mehreren ausgezeichneten Stücken vertreten, sodaß für jede Geschmacksrichtung bestens gesorgt ist. * Die tropische Hitze, die nunmehr seit 3 Wochen anhält, hat unseren Feldern schon frühzeitig ein herbstliches Gewand verliehen. Das Laub der Obstbäume, namentlich des Frühobstes wird gelb und dürr, die Qualität der Frucht bleibt gegen die früheren Jahre bedeutend zurück, was namentlich bei dem Steinobst zutage tritt. Aepfel, Birnen, Zwetschen hängen reichlich, doch ist auch hier der Ernteertrag sehr in Frage gestellt, da das Ungeziefer an den Bäumen überhand genommen hat. Die Frühkartoffeln sind überall ausgereift, die Knollen durchschnittlich klein, der Ertrag ist nicht sehr reichlich. Auch die Spätkartoffeln, die sonst um diese Zeit in vollem Wachstum sind, fangen schon an gelb zu werden. Für Bohnen ist ein besonders ungünstiges Jahr. Die Büsche sind durchweg gelb und die noch hängenden Bohnen sind teilweise welk oder hart. Die sonstigen Gemüse, wie Weißkraut, Rotkraut, Wirsing, Blumenkohl 2c. fönnen sich wegen Mangel an Feuchtigkeit nicht weiter entwickeln und machen einen fahlen Eindruck. Auch findet man das Kraut vielfach Ungeziefer zerfressen. vom 3- Butzbach, 27. Juli. Dieser Tage brach ein 18jähriger Strafgefangener aus Ober- Moschel aus dem Gefängnisse aus, der wegen schweren Straßenraubes verurteilt worden war. Er wurde als Außenarbeiter beGen= schäftigt und entfam während seiner Arbeit. Die darmerie wurde von dem Vorfalle sofort benachrichtigt und es gelang der Friedberger Station, ihn zwischen der Niedermörler und der Niederweiseler Gemarkung festzunehmen. Er wurde von Gefängnisaufsehern, die telegraphisch herbeigerufen wurden, in die Strafanſtalt zurückgebracht. -t Schotten, 27. Juli. Von den bei der bereits gemeldeten Petroleum Explosion in einem Lagerraum am Bahnhof schwerverletzten Personen sind heute nachmittag gestorben: Karl Wolfschmidt, Sparkassenkontrolleur, und Dr. Rausch, Rektor der höheren Bürgerschule. Der Metzgerbursche Otto Herget liegt im Sterben, während eine unmittelbare Lebensge fahr bei dem Stationsvorsteher Freymann bis jetzt nicht zu bestehen scheint, obwohl auch dessen Verletzungen sehr schwer sind. Bei dem Versuch, die Flammen an den brennenden Männern zu löschen, 30gen sich einige Personen Brandwunden zu. • Dutenhofen, 27. Juli. Der Schulhausneubau soll noch bis zum Herbst im Rohbau vollendet werden. Infolge der steten Zunahme der Schülerzahl ist derselbe für 4 Klassen mit Lehrerwohnungen vorgesehen. Aus dem Oberlahntreise, 27. Juli. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. | Infolge der langanhaltenden Trockenheit und der damit verbundenen tropischen Hitze eröffnen sich den Landwirten schlimme Aussichten für die Zukunft. Die Klee äcker und Wiesen bieten einen traurigen Anblid; statt in saftiges Grün gekleidet, liegen sie grau und verdorrt da. Durch den fast gänzlichen Mangel an Grünfutter sind die Landwirte gezwungen, bereits jetzt das für den Wintervorrat bestimmte Heu zu verfüttern und angesichts der schlechten Aussichten für die Grummeternte ist mancher Landmann vor die Notwendigkeit gestellt, seinen Viehbestand erheblich zu verringern. Eine ganze Reihe Ortschaften des Kreises hat infolge der Trocken- heit unter Wassermangel zu leiden. Die Wasserleitun gen sind erschöpft und die alten Ziehbrunnen müssen wieder Dienst tun. * Gladenbach, 27. Juli. Seitdem die„ Wunöffnet haben, herrscht in diesem Ort wieder ein so reger derdoktoren" in Hartenrod wieder ihr Geschäft erFremdenverkehr, daß für die dort Uebernachtenden die hört, ein Kurhaus eingerichtet werden. Im Heilinstitut Gasthöfe nicht ausreichen. Es soll deshalb, wie man ist übrigens jetzt auch ein praktischer Arzt beschäftigt. *) Frankfurt, 27. Juli. Der Gastwirt F. D. hatte seiner Frau und der Kellnerin gestattet oder vielmehr geraten, Hosenröcke zu tragen. Von der Polizei erhielt er deshalb einen Strasbefehl über 30 Mt. Der Wirt erhob Einspruch und das Schöffengericht sprach ihn frei, wie seinerzeit berichtet wurde. Auf Be rufung der Staatsanwaltschaft beschäftigte sich die Straftammer mit der Angelegenheit. Wie in der ersten Instanz, gab es eine Kostümprobe vor Gericht, aber unter Ausschluß der Deffentlichkeit. Das Gericht hielt den vorgeführten Hosenrod für anständig. Aber die Allgemeinheit habe das Kleidungsstück abgelehnt, und wenn heute eine Dame im Hosenrock über die Straße gehe, entstehe ein Auflauf. Das Urteil lautete auf 6 Mark Geldstrafe. Langenschwalbach, 27. Juli. Unser weltbekanntes Bad hat kein Badewasser mehr! Die Wasserwerksverwaltung erläßt folgende Bekanntmachung: " Die Gartenleitungen werden abgesperrt. Die Abgabe von Wasser zu Bädern in Hotels und Privathäusern ist nicht mehr möglich, und es wird deshalb die Entnahme zu diesem Zweck untersagt; bei Zuwiderhandlungen wird die ganze Leitung geschlossen." Literarisches. Wer zu reisen versteht, der weiß eine anregende Reiseunterhaltung, die die eintönigste Fahrt angenehm macht, wohl zu schätzen. Die Meggendorfer Blätter, München. Farbig illustrierte Zeitschrift für Humor und Kunst. Vierteljährlich 13 inhaltsreiche Nummern, Mt. 3.2c., direkt unter Streifbahid Mt. 3.25. Probenummer gratis. 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Die Rede, die der englische Schabkanzler Lloyd George am letzten Freitag bet etnem Bankett in London über die nationale Ehre gehalten hat, spricht nicht von Marokko, nicht von den Beziehungen zu Frankreich oder zu Deutschland, sondern hebt nur mit Nachdruck hervor, daß England unter allen Umständen setnen Platz und sein Ansehen unter den Großmächten aufrechterhalten müsse. Gleichwohl ist die Rede von der Londoner Bresse fast allgemein als eine Warnung an Deutschland wegen seiner an Frankreich gestellten Forderung aufgefaßt worden. Großbritannien will den Frieden und hofft auf seine Erhaltung, so sagte der englische Staatsmann. Aber wenn es in fetner Macht und Ehre bedroht wird, wenn es behandelt wird, als ob es feinen Rang im Rate der Großmächte babe, dann wäre ein Friede um diesen Preis eine unerträgliche Demütigung. Nationale Ehre und Handelsficherheit sind teine Parteifragen. und der zahlreichen Sommergäfte ein überaus herzlicher Abschied bereitet wurde. Die Ankunft in Bergen erfolgte um 8 Uhr abends. Mit der Frage der Neueinteilung der Reichstags: wahlkreise wird sich der dritte deutsche Städtetag, der in Bosen am 11. September zusammentreten wird, auf Antrag der Stadt München beschäftigen. Der Berichterstatter hierfür wird die Annahme folgender Erklärung befürworten:„ Der deutsche Städtetag wolle sein Bedauern darüber aussprechen, daß die jetzigen Bestim= mungen über das Wahlrecht zum Reichstage für die an Einwohnerzahl start gewachsenen Wahlkreise, insbesondere solche mit städtischer Bevölkerung, eine durchaus ungenügende Vertretung mit sich bringen, und erklären, daß dieser Zustand dringend der Abänderung bedürfe, und demgemäß die Reichsregierung um Abhilfe er= suchen." Was der Schazkanzler hier über Englands Ehre und englische Interessen sagte, gilt in gleichem Maße auch für Deutschland. Glaubt man in London, ein solcher Wint mit dem Baumpfahl, wie er hier gemacht ist, werde Deutschland einschüchtern, so hat man die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Keinen Augenblick hat man bet uns die Kraft der englischen Unterstützung für Frankreichs Position unterschätzt, aber ihre geflts= fentliche Betonung fann nur dazu führen, daß Deutschland mit verdoppelter Energie auf seinem Standpunkt verharrt. Jenseits des Konals scheint man zu wähnen, als set Deutschland um eine feibliche und befriedigende Lösung der Maroffofrage stärker besorgt als Frankreich. Das ist ein grober Irrtum. Frankretch, das den Handel begonnen und die Algecirasafte zerrissen hat, muß in erster Linie daran gelegen sein, aus der Sackgasse mit Ehren und heiler Haut herauszukommen. Ein englischer Fühler. ausplünderte, wurde gestern beim Versehen von Beute stücken durch die Kriminalpolizet überrascht und festge nommen. Tragisches Ende einer Schauspielertn. Gestern stürzte Madame Lantelme- Edwards, eine wegen ihrer Schönheit berühmte Pariser Schauspielerin, als fie in einer Gesellschaft von Landsleuten auf dem Rhein eine Vergnügungsfahrt machte, bei Xanten aus dem Fenster der Jacht in den Strom und ertrant. Blutiger Zweikampf mit der Sense. In Cleve am Niederrhein gerieten zwei Schnitter in Streit, wobei fte mit ihren Sensen aufeinander losgingen. Sie wurden blutüberströmt in das Krankenhaus gebracht, wo ste Hoffnungslos darniederliegen. Was der Maroffohandel für Märchen zeitigt. Ein in Berlin erscheinendes Montagsblatt brachte fürzlich die Nachricht, in den Kreisen der nationalliberalen Reichstagsfraktion habe im Frühjahr der Wunsch bestanden, Herrn v. Riderlen- Wächter darüber zu interpellieren, ob die deutsche Reichsregierung auch ferner zusehen wolle, daß Frankreich in Maroffo entgegen der Algeciras- Afte sich immer weniger um die Rechte der anderen Mächte fümmere. Herr v. Kiderlen- Wächter hat darauf an Bassermann geschrieben, einstweilen set Nuhe geboten. Man könne zunächst Frankreich gar nicht genug gegen die Algecirasatte fündigen lassen. Je mehr es seine Rechte überschreite, umsomehr Gewicht erhalte dann die spätere Geltendmachung der deutschen Interessen. Daraufhin fet die Marokkointerpellation der Nationalliberalen unterblieben. Bassermann ermächtigt nun die„ Badische Neue Landeszeitung", diese Nachricht strikte zu dementieren. Weder er noch seine Fraktion habe jemals einen derartigen Brief erhalten. Das englische Kabinett stellt sich auf Grund der vom englischen Botschafter in Paris, Francis Bertie, mitgebrachten Informationen auf den Standpunkt, daß es Frankreich freistehe, ein Terrain für die endgültige Verständigung mit Deutschland über die marokfanischen Fragen herzugeben, daß jedoch die Abtretung des Songofüstenstriches, von der angeblich bei den deutschen Forderungen die Rede war, nicht in Frage kommen dürfe, mit Rücksicht auf Englands koloniale Interessen. Falls hingegen das Terrain für die Verständigung sich an der Grenze von Kamerun befinden sollte, würde sich England dieser Lösung nicht widersetzen unter der Bedingung, daß dte Abtrennung sich an den inneren Grenzen halte und daß Frankreich ein weiter Küstenstreifen, wenn nicht die ganze Küste, bleibe, damit der belgische Kongo nirgends das deutsche Kamerungebiet berühre. Man versucht hierbei offenbar, Deutschland zu einer Aeußerung über den bisherigen Ausgang der Verhandlungen mit Frankreich zu drängen. Glück wird man damit allerdings kaum haben. Liebestragödie im Kontor. In Gegenwart sämt licher Bureauangestellten einer Auskunftet in Hamburg zog der Kontorist Reyher einen Revolver aus der Tasche und schoß auf die Kontoristin Sydow, weil sie feinen Liebesanträgen fein Gehör Schenkte. Das Mädchen wurde lebensgefährlich verletzt. Der Täter wurde verhaftet. Eine Hungersnot wird in Indien infolge großen Regenmangels befürchtet. Die Mohammedaner, Hindus und andere Religionssekten wollen große religiöse Uebungen veranstalten, falls die Hungersnot eintritt. Die nervösen Engländer. Englische Blätter lassen sich aus Berlin eine sensationelle Nachricht melden, nach welcher zu den deutschen Herbstmanövern nicht weniger als 400 000 Reservisten eingezogen werden sollen. Selbstverständlich wird diese angebliche Massenetnziehung von Reservisten mit fricgerischen Absichten in Verbindung gebracht. Die Meldung beruht natürlich auf Erfindung. Die Einziehung der Reserve zu den diesjährigen Herbstmanövern ist nicht stärker als in den Vorjahren. lett ein 1 der word tom fland lidhen gefan Burge bodhw gens fit es Publi Stadt länger manch Sage Поб? feder diefe trolle. den B erimet feine Rudz fich, b bar a Erfind ma D discher Ungli teten Blatte einen 11 ab nicht f Nr. 9 eintrif erprob aut hab Sug fich de Di Eine entfeßliche Familientragödie hat sich in Steglitz bei Berlin abgespielt. Die Frau eines Monteurs hat sich selbst und ihre beiden, 2 und 3 Jahre alten Knaben in der Badewanne ertränkt. Das Motiv zur Tat soll Eifersucht auf ihren Mann sein. Aus den Gerichtssälen. Der Vom Schneiderlehrling zum„ Baron". Ein viel versprechender junger Mann scheint der 18jährige Schneiderlehrling Friß Beutner zu sein, der sich ge stern unter der Anflage des wiederholten versuchten und vollendeten Betruges, der schweren Urkundenfälschung, der intellektuellen Urfundenfälschung und der unbefug ten Beilegung eines Adelsprädikates vor der 1. Ferienstraffammer des Berliner Landgerichts 1 zu ver antworten hatte. Der Angeklagte war bis zum Mat d. J. bei dem Schneidermeister Levy als Lehrling beschäftigt. Eines Tages ließ er Scheere und Elle im Stich und verließ bei Nacht und Nebel seine Lehrstelle. Der gerade 18 Jahre alt gewordene junge Mann glaubte sich plötzlich zu etwas höherem geboren. Das erste, was er tat, war, seinen bürgerlichen Namen Beutner abzulegen und sich in einen Baron Jean de la Valltere zu verwandeln. Er ließ sich auf diesen Namen lautende Visitenkarten drucken, auf denen er als eine Art Untertitel angab, daß er„ Logenbruder des goldenen Lotos" sei. Mit Hilfe dieses tönenden Titels gelang es ihm, bei einer Frau Preuß in der Martin- Luther- Straße eine elegant möblierte Wohnung zu mieten. ehemalige Schneiderlehrling trat sehr nobel auf, so daß feine Wirtin gar nicht erst auf den Gedanken kam, den " Herrn Baron" wegen der Mietzahlung zu mahnen. Er hielt sich sogar einen Diener, der in dieser Vertrauensstellung" eine Raution von 30 Mart stellen mußte. Um sich in den Besitz von größeren Geldmitteln zu setzen, erließ er Inserate, in denen er kapitalisten zur Gründung einer französischen Bant" fuchte. Zur Ausfüthrung dieses Schwindels fam der Angeklagte jedoch nicht mehr, da ihm durch seine Verhaftung das Handwerk gelegt wurde. Nach seiner Verhaftung hatte der Angeflagte die Dreiftigkeit, zu behaupten, daß er tatsächlich der Baron Jean de la Balliere set. Unter diesem Namen ließ er sich auch in das Gefangenenregister des Moabiter Untersuchungsgefängnisses eintragen, so daß gegen ihn auch Anklage wegen intellektueller Urkundenfälschung erhoben werden mußte. Vor Gericht war der Angeklagte in vollem Umstande geständig. Die Ferienstraffammer erfannte auf ein Jahr Gefängnis und zwei Wochen Haft. Belgiens Landesverteidigung führte zu einer Anfrage im Senat, bei welcher der Kriegsminister erklärte, daß alles Erforderliche geschehen set, und daß die Festungen der Maas im Falle eines Einmarsches ernstliche Hindernisse böten. Die allgemeine Dienstpflicht jetzt einzuführen, set unmöglich. Die Heereskriegesstärke von 178 000 Mann sichere die Verteidigung des Lande England an der Seite Frankreichs. Während zur Zeit der Einleitung der Aktion von Agadir durch die deutsche Regierung die maßgebenden englischen Politiker noch eine Verschiebung der wirtschaftlichen und politischen Machtverhältnisse in Miarotto nicht ungern gesehen hätten, hat sich darin jetzt eine große Wandlung vollzogen. Der Hauptanteil bei dieser Wandlung der englischen Politik ist dem großbritannischen Botschafter in Paris, Sir Francis Bertie, zuzuschreiben, der stets einer der eifriasten Verfechter der anglo- französischen Entente war und dem man neben König Eduard in erster Linie das Verdienst am Bustandekommen des englisch- französischen Abkommens vom April 1904 über Maroffo und Aegypten zuzuschreiben hat. Bertie versocht mit aller Entschiedenheft die Auffassung, daß England sich an die Seite Frankreichs in der Marokkoangelegenheit zu enten habe. Bet seinem gestrigen Aufenthalt in London ist es ihm ge= lungen, das Kabinett vollständig in seine Bahnen zu Jenten, so daß nunmehr zu erwarten steht, daß England durch Dick und Dünn Frankreich in seiner Maroffopolitit folgen werde. Uebrigens haben, wie das Reutersche Bureau erfährt, die Minister Asquith, Lloyd George und Grey die gestrige Anwesenheit des englischen Botschafters in Paris benutzt und sich im Auswärtigen Amt vereinigt, um die Lage in Marokko zu besprechen. Rundschau vom Cage. Politisches Kleine Nachrichten. Der deutsche Kronprinz sagte auf Einladung des Königs Viktor Emanuel seinen Besuch zu den italientschen Hofjagden zu. Der Kronprinz wird in den ersten Tagen des August in Italien eintreffen. Der Reichstagsabgeordneie Liebermann von Sonnenberg, der in voriger Woche einen schweren Ohnmachtsanfall infolge Arteriosklerose erlitt, ist jetzt außer Gefahr. Er bedarf natürlich völliger Ruhe und Schonung, aber die Herztätigkeit ist wieder regelmäßig. Der Batient befindet sich schon seit einigen Tagen wieder außerhalb des Bettes. Der Kaiser auf der Seimreife. Die Kaiserflottile hat Dienstag mittag von Balholmen aus die Heimreise angetreten, wobei dem Kaiser seitens der Bevölkerung 25) Jugendfreundschaft. Das Zarenpaar kommt nach Friedberg? Aus Friedberg wird dem„ B. T." gemeldet: Trotz aller Dementis wird die Zarenfamilie bestimmt hierher fommen, und zwar voraussichtlich Ende August. Es sind bereits wieder Beamte der politischen Polizei in Friedberg eingetroffen. Die Gemüsefrau als„ Bankier". In Marktregen in Niederbayern ist über das Vermögen der Gemüsehändlerin Dizorzt der Konkurs verhängt worden. Viele fleine Leute, die ihre Ersparnisse bei der Gemüsefrau deponiert hatten, verlieren zusammen über 50 000 Mr. In der Masse liegen feine 2 Prozent. Eisenbahnbedienstete als Dyfer der size. In Soest wurden gestern ein Beamter und ein Bahnarbeiter vom Sitzschlag getroffen. Der Arbeiter wurde getötet, der Beamte wurde irrsinnig. Ein schwerer Wolkenbruch ging gestern im Heuscheuertal nieder. Der aanze kurnarf in Gudoma in Seriateleit wurde he wcererhöhe überschwemmt. Das Küchenpersonal des Kurhotels fonnte sich nur mit knapper Not retten. Roman von G. v. Schlippenbach. ( Nachdruck verboten.) Alfred stellte sich eine schwere Aufgabe; täglich kam er in das Palais Uchatscheff und gab seine Verordnun gen, die von Karla im gläubigen Vertrauen befolgt wur den. Grotenbach beobachtete aber den Vater Koljas heimlich. Das häufige Zusammensein mit ihm be= stätigte, was der scharfsichtige Arzt gleich am ersten Tage bemerkt hatte: das Nervensystem Konstantins war total gerrittet, das flotte Leben in der Kaiserstadt hatte schuld daran, vielleicht auch erbliche Anlage, denn, wie Grotenbach erfuhr, gab es mehrere Fälle von geistiger Störung in Uchatscheffs Familie. Karla ahnte, daß ihr Mann frank war; seine plötzlichen Zornesausbrüche wiederholten sich, er bekam seinen Abschied, worüber er außer sich geriet. Eine sechstöpfige Einbrecherbande, die seit Wochen in den westlichen Vororten Berlins leerstehende Villen Es war Grotenbach sehr peinlich, solche heftige Szenen mit anzusehen. Uchatscheff vergaß sich gegen die Diener und zuweilen gegen seine Frau. Eines Tages fand Alfred Karla gauz verweint, der Kleine war an dem Morgen ganz besonders elend, lange saßen der Arzt und Koljas Mutter an seinem Bettchen. „ Spielen, spielen!" bat des Knaben Stimme. Vermischtes. Das Ende des Berliner„ Gleisdreieds". Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat angeordnet, daß das Geleisdreieck der Hoch- und Untergrundbahn in Berlin noch im nächsten Jahre aufgelöst werden muß, well die letzte Entaleifung einiger Wagen von neuem die Gefährlichkeit dieses Wunders der Technit dargetan hat. Nur durch einen Zufall ist es verhüttet worden, daß sowohl bei diesem als auch bei einem andern, bis heute nicht weiter bekannt gewordenen Vorgang vom 17. Mat die Wagen nicht ebenso wie seinerzeit bet dem großen Unglück aus dem Gleis sprangen und auf die Straße herabstürzten. Vöglein war Nicolat eingeschlummert, Grotenbach stand regungslos da, aus den Saiten der Geige spricht eine menschliche Stimme zu thm. Plötzlich bricht die Melodie ab. Es war sehr still, die Wärterin war hinausgegangen, die leisen Atemzüge des Kranken wurden hörbar. Aber noch ein anderer Laut schlug jetzt an des Arztes Ohr, ein unterdrücktes Weinen. Da trat er auf die Mutter Kolfas zu. schwache Karla stand auf und ging hinaus. Nicolai Hiebt es, wenn die gnädige Frau die Geige spielt," sagte die Wärterin, das liebe Lamm schläft da= bei ein." Und die Mutter tat, wie das franke Kind bat. ,, Sie sind noch da?" Tiefes Erschrecken lag in der müden Frauenstimme; so versunken war sie gewesen in ihrem Leid, daß sie Grotenbachs Anwesenheit ganz vergessen hatte. " Fassen Sie Mut, gnädige Frau," sagte die freundItche Männerstimme, so Gott will, bleibt Ihr Kind Ihnen erhalten." Süß und klagend zogen die Töne der Geige durch das Zimmer, es war ein russisches Wiegenlied, eine rührende Weise. Die Dämmerung troch über die Welt, das Schmerzenslager des Kleinen Knaben wurde vom Bwielicht eingehüllt, nur die schlanke Frauengestalt hob sich hell gegen das Fenster ab. Gleich einem müden " So Hoffen Ste?" ruft Karla zitternd vor Aufregung. TIL 20 000 art für erfinderische Eisenbahnbeamte. Nach dem soeben erschienenen Bericht uden in us as yunjene rechnungsjahr aus den im Etat der preußtfchen Staatsbahnverwaltung bereitgestellten Mitteln, die für nüßliche Erfindungen von Eisenbahnbeamten vorgesehen sind, 52 Beamte und Arbeiter der Staatsbahnverwaltung Belohnungen im Gesamtwerte von 20 000 Mart für Erfindungen und Verbesserungen, die " Bet Gott ist kein Ding unmöglich," lautete die ernste Antwort. " D" murmelte Karla,„ tch will meine Hände wund ringen im Gebet, will nichts persönlich vom Glück erwarten, nur mein Kind soll mir erhalten bleiben." Sie hatte des Arates Hand ergriffen, der Druck dieser starken, warmen Hand gibt ihr Nuhe, gibt ihr die Hoffnung wieder. Zimmer und bemühte sich darauf um Uchatscheff, den er mit Hilfe des Dieners zu Bett brachte. Lange saß er bet ihm und gab ihm ein beruhigendes Mittel ein; erst als Uchatscheff schlief, verließ er ihn. It u tomme Güterb verend etwa 3 folge d transp tomme Gi Itt ist fchwach Morge bret Yo " Ich muß es Karla sagen; welche schwere Aufgabe für mich," dachte der mitleidtge Arzt. Er fand sie in threm Boudoir; dort lehnte sie am Fenster, sehr blaß, mit incinander verschränkten, bebenden Händen. Etwas Erschrecktes lag in ihren weitgeöffneten Augen, sie brachte fein Wort hervor. Da brachte Grotenbach ihr in schonendster Weise bei, daß Konstantins Nerven so zer-, rittet seien, daß seine Ueberführung in eine Anstalt unbedingt nötig wäre. Mein Freund," sagte sie leise und innig. Grotenbach aber entfernte sich bald darauf. Bisher hatte Alfred noch gezögert, Karla seine Beobachtungen über ihren Mann mitzuteilen. Eines Tages saß der junge Doftor mit dem Ehepaar am Frühstückstisch, da ereignete sich wieder ein Auftritt, wie er in letzter Zeit oft vorfam; Uchatscheff wurde heftig und vergaß sich so weit, in Gegenwart seiner Frau häßliche Worte gegen den aufwartenden Diener zu gebrauchen. Mit vor Wut entstellten Zügen schrie und tobte er und fiel schließlich in Krämpfen zu Boden. Mit fanfter, aber energischer Hand schob Grotenbach Karla aus dem - " Ich habe es gefürchtet," sagte Karla Ietse,„ schon lange." ,, Und Sie haben es mir nicht gesagt?" fragte Grotenbach vorwurfsvoll. „ Nein, ich brachte es nicht über mich. Halten Ste Konstantin für geistig gestört?" " Ja, bis zu einem gewissen Grade; es ist möglich, daß er sich in der Anstalt wieder erholt, möglich ist es aber auch, daß völlige Umnachtung eintritt." bändche past, it willigte ten an der klei liches S Immer In dieser Stunde fühlte Karla, daß sie noch immer ben Mann liebte, dem sie einst ihr junges Herz geschenft hatte; eine große Traurigkeit fam über sie. Was sie in ihrer Ehe unharmonisch berührt und verletzt hatte, schwand; tiefes, echt christliches Mitleid mit dem Un glücklichen war allein übriggeblieben. Sie bat Grotens bach, den Kranfen unter seine Obhut zu nehmen und mit ihm nach Deutschland zu reisen, wo die betreffende Anstalt gelegen war. tant an Finger dann fr 8 eine Kinder türlich einmal De fchaft gender, reichen birgt n " Ja, ich will es tun," versprach Alfred,„ tich bitte Sie, mir zu vertrauen, gnädige Frau; was in meiner Macht liegt, wird geschehen." " Ich danke Ihnen, mein Freund." Mehr konnte Karla nicht sagen, aber der warme Ton dieser Worte war für Grotenbach der reichste Lohn. It im tenlager auf der Sarge gemach, befchreit Simmer nicht me faum m alarmie men wa Im Gar Gatten, mitten gab tel er im e und die hung. Bewußt tot war war in der ber Mufflade Hellen f bittern Wa In Mont allgemein bie dorti bewelft Berliner Monte C 1.300 000 16aftajab ( gegen Dividend Jede Atti bem Bud Nach franzöfifc nige fetm mabres f Bieberer gebleicht Bauern, Aber die mi Bachtet in feinen Belistum bandlung Slater F min ange Bandet?" bas Feue nach der bu mohn wir hatte ber. 18 t tote etni ( Forts. folgt.) ont Beute no festge Gesterd gen ihrer 18 fie t hein eine Fenster Cleve am mobet fle wurden wo fle rt fämt Hamburg er Zaiche te fetnem Mädchen irde ver großen Hindus religiofe intritt. in Steg tonteurs re alten otiv zur Ein viel 8jährige fich ge Sten und ifschung, inbefug 1. 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Notstand und Teuerung sind eingetreten. Aus der kaiser= Itchen Schatulle wurden 180 000 Mart zur Unterstützung gesandt. Wie man in Paris badet. Die Stadt Paris leidet zurzeit fehr an Waffermangel, und vorsorglich hat der hochweise Magistrat von Mitternacht bis 8 Uhr mor gens die Lettungen gesperrt. Um so anerkennenswerter fit es darum, daß die bret großen Schwimmhallen dem Publikum geöffnet bleiben. Aber auch hier erzieht die Stadt ihre Bürger zur Sparsamkeit. Niemand darf länger als eine halbe Stunde im Wasser bleiben, da manchmal bis zu 3000 Schwimmbadbenußer an einem Tage gezählt wurden. Wie aber ist eine Kontrolle mög Itch? Diese Methode ist sehr einfach. Man teilt nach feder halben Stunde Bettel von einer anderen Farbe aus, und zwar hat man drei verschiedene Farben; auf diese Art haben die Aufseher eine ziemlich leichte Kontrolle. Es dürfen niemals mehr als zwei Farben unter den Badenden vertreten sein. Nach einer halben Stunde erscheint allemal ein Posaunenbläser und ermahnt durch fetne mustfaltschen Bemühungen die Schwimmer zum Rückzug. Voraussetzung für die Kontrolle ist natür lich, daß alle diese ihre farbigen Billetts möglichst sichtbar an threm Körper angebracht haben, wobei sich der Erfindungsgeist der Badenden ebensogut wie die Geschmacksrichtung eines jeden zit offenbaren pflegt. Die Ursache des Unglücks von Müllheim. In ba dischen Eisenbahnerfreisen ist man der Ansicht, daß das Unglück von Müllheim auf ein Versehen des verhaf= teten Lokomotivführers Platten zurückzuführen ist. Blatten hatte am Tage der Katastrophe zum erstenmal einen neuen Dienst. Bisher hatte er den D- Rug Nr. 11 ab Basel 7 Uhr 43 Min. geführt, der in Müllheim nicht hält. Durch Dienständerung haffe er den Ellzug Nr. 9 erhalten, der in Müllheim um 8 Uhr 29 Min. eintrifft und um 8 Uhr 30 Min. wetter fährt. Der alte erprobte Führer scheint während der Fahrt vergessen zu haben, daß er den Eilzug Nr. 9 und nicht den D- Bug Nr. 11 führte. Kurz vor der Station wurde er fich des Vergehens bewußt; doch war es bereits zu spät. Die Viehtransporte haben unter der Hize erhebItch zu leiden. In Crimmitschau langte, aus Preußen tommend, ein Transport von 78 Schweinen auf dem Güterbahnhof an. Infolge der Site waren 18 Schweine verendet. Auf Bahnhof Corbetha sind infolge der Hibe etwa 300 Läuferschweine verendet. In Barmen sind infolge der großen Size von einem Hamburger Schweinetransport 58 Stück auf dem Schlachthof verendet ange= kommen. Ein musikalisches Wunderkind. In Tegel bei BerIin ist eine kleine Wirtschaft, die ein etwas altersschwaches Klavier aufweist. Daran feben, wie die„ B. Morgenp." mitteilt, die Gäste häufig ein Bürschlein von dret Jahren siben, das mit seinen fleinen dicken Batschhändchen die Tasten meistert. Wenn es ihm gerade nicht paßt, spielt das kleine Kerlchen mit jener müden unwilligkeit, die man bei elavtervirtuosen nicht allzu selten antrifft. Aber nicht allein durch Launen beweist der kleine Mann sein Talent, sondern auch durch wirk liches Können. Denn wenn er Lust hat, und das ist immer der Fall, wenn sein Vater, ein besserer Dilet= tant auf der Geige, thn beglettet,- dann gletten feine Finger über die Tasten, dann hält er den Taft so sicher, dann spielt er sogar mit Ausdruck und Charakter, daß es eine Lust ist. Der Kleine ist das jüngste von fünf Kindern des Wirtes Hermann Mülle Er spielt, na= titrlich ohne Unterricht, alles nach der Gehör, was er einmal gehört hat. いり Der auferstandene Tote. In der bosnischen Ortschaft Zvornik ereignete fich fitrzlich ein ebenso aufre= gender, wie unerklärlicher Vorfall, der aber von zahlreichen Augenzeugen als tatsächliches Vorkommnts verbürgt wird. Der Landwirt Ljubomir Rakic war fürzlich im Alter von 40 Jahren nach eine kurzen Kranfenlager einem Lungenleiden erlegen. Der Tote lag auf der Bahre, und die Frauen, die mit der Witwe am Sarge gebetet hatten, verließen am Abend das Totengemach, wobei ihnen die Witwe das Gelette gab. Wer beschreibt aber das Entseßen der Frau, als ste in das Zimmer zurückkehrte und den Leichnam thres Gatten nicht mehr im Sarge fand. Schretend und ihrer Sinne faum mächtig, flüchtete die Frau aus dem Zimmer und alarmierte die Hausbewohner. Das ganze Haus wurde Subhne daß der Tote zum Vorschein gorom i men wäre. Endlich hielt die bedauernswerte Frau auch im Garten Nachschau. Da fand sie ihren verstorbenen Gatten, angetan mit dem weißen Sterbegewande, inmitten der Gemüsebeete auf dem Boden Itegen. Er gab kein Lebenszeichen, doch waren seine Augen, die er im Sarge geschlossen gehabt hatte, fest weit geöffnet, und die Gesichtszüge zeigten eine schmerzliche Verzerrung. Es unterlag keinem Zweifel, daß Rakic nicht tot war, als man ihn in den Sarg legte. Er war zum Bewußtsein gekommen, hatte den Sarg verlassen und war in den Garten gegangen. Erst nach diesem letzten Aufflackern trat der Tod wirklich ein, dessen Anzeichen der herbeigerufene Arzt tett ohne feden Zweifel feststellen konnte. Die Witwe Ratic wurde durch das erschittternde Erlebnis auf das Krankenlager geworfen. Was Hotels in Monte Carlo verdienen. Daß man in Monte Carlo zu Geld kommen kann, so oder so, tst allgemein bekannt. Gine wie goldene Ernte aber speziell die dortigen Hoteliers alljährlich abzuhalten pflegen. beweist wieder einmal die Bilanz des besonders von Berlinern aufgesuchten Hotel de Paris et Anneres in Monte Carlo. Diese Gesellschaft, deren Betriebskapital 1300 000 Fr. beträgt, hat nach dem„ Conf." im Geschäftsjahr 1910 einen Nettogewinn von 1541 290 ( gegent 1 049 199 Fr. im Vorfahre) erzielt. Nun ist die Dividende von 80 Fr. auf 100 Fr. erhöht worden auf fede Aktie von 100 Fr. nom. Gewiß ein gutes Geschäft! r. Nach dem Buchstaben des Gesetzes. Von einem französischen Friedensrichter, der es anscheinend mit dem Buchstaben des Gesetzes so genau nimmt wie wenige feiner Berufsgenoffent, weiß der„ Gaulois" ein wahres kleines Geschichtchen zu erzählen. Ein braver, biederer Friedensrichter, dessen Saare das Alter schon gebletcht hatte, führte die Verhandlung gegen einen Bauern, der schuldig war, die gefeßlichen Vorschriften über die Reinigung von Schornsteinen und Kaminen mtßachtet zu haben. Infolge seiner Nachlässigkeit war in seinem Hause Feuer ausgebrochen, und das ganze Befigtum ging in Flammen auf. Im Laufe der Verhandlungen kommt es zu folgendem Gespräch: Der Richter fragt:„ Also du selbst hast das Feuer im Kamin angemacht?"" Jawohl, Herr Richter." das Feuer hat sich nicht durch einen Zufall selbst entzündet?"" Es war sehr falt und wir wollten uns nach der Rückkehr von der Feldarbeit wärmen." Und du wohntest in dem Hause?"- Gawohl, Herr Richter, wir hatten fein anderes, meine Frau und meine Kinder. Wir haben das Haus nte verlassen, ebensowenig wte etnst mein Vater." Der aute Richter wird blaß „ Also und traurig, er schlägt im Strafgesetzbuch nach, und dann erklärt er mit Tränen des Mitleids in den Augen: " Mein armer Freund, ich fann da nichts machen, das Gesetz ist streng und deutlich, und es zwingt mich dazu, dich zum Tode zu verurteilen. Paragraph 434 des Straf gesetzbuches verurteilt jedes Individuum zum Tode, das fchuldig ist, mit Ueberlegung in einem bewohnten Hause Feuer angelegt zu haben." Glücklicherweise blieb dem armen Bäuerlein die Guillotine erspart, denn in der Berufungsinstanz wurde dieses gefeßliche Todesur teil" ohne weiteres sofort aufgehoben. Der Galgenhumor des Selbstmörders. In der Nähe von Stendal fanden Holzhauer im Walde, fast unter dem grünen Laub versteckt, inmitten der Zweige einen Toten an einer Eiche hängen. Der gutgekleidete Unbekannte, über dessen Persönlichkeit man völlig im Unflaren ist, trug nichts weiter bet sich als eine stark abgegriffene Reisekarte Deutschlands, auf deren Rücksette er die Worte geschrieben hatte: Was mir im Leben nicht gelang, im Tode solls mir gelingen: Ich kom me auf einen grünen Zweig. Begrabt mich, wo ihr wollt. Ein Heimatlofer. Von der Schmiere.„ Die fitr heute angefagte VorStellung der Jungfrau von Orleans" muß leider ausfallen, da die hiesige Feuerwehr zwecks Hilfeleistung bet einem Brande in dem benachbarten Klein- Kleckersdorf thre Helme selbst braucht." Am Querbaum. Unteroffizter: Gefretter Huber, machen Sie diese Uebung vor es sieht nicht gut aus, wenn ein Vorgeseßter herunterfällt." Im Theater. Bäuerin:„ Hör mal, Vater, jetzt sin= gen sie alle miteinander." Bauer:" Das fun die Sackermenter auch nur, um schneller fertig zu werden." Je nachdem!( Im Restaurant): Professor( der ein abgestandenes Glas Bier erhalten hat):" Sagen Ste dem Buffetter, er sei ein Esel." Keaner:" Bitte, es fst ein Fräulein." Professor:„ So? Dann sagen Sie thr, ste sci eine Gans." Ist die Hizze gesund? Ueber die enorme Size, welche sett einigen Tagen den Kontinent beherrscht, wird in allen Tonarten gefchimpft. Die meisten Menschen stöhnen fürchterlich unter der hohen Temperatur, sie wissen gar nicht genug bavon zu berichten, wie sehr sie unter der Hize leiden, und stoßen doch fast allgemein auf ein ungläubiges Kopfschütteln. Die Antwort lautet auch meistens dann: " So wohl wie jetzt haben Sie aber noch niemals ausgesehen. Der Klagende besinnt sich dann auf sich selbst und muß auch zugestehen, daß er sich sehr wohl befinde, und daß die klagen über die Temperatur mehr der Gewohnheit als der Tatsache entspringt. In Wirklichkeit steht es nämlich so, daß Menschen, die verständig leben und vernünftig angezogen sind, unter der size im allgemeinen nicht gar zu viel zu leiden haben. Die Forschungen der Mediziner haben ergeben, daß etne hohe Temperatur in der Zeit der Sommermonate für die Gesundheit von außerordentlichem Vorteil ist, daß die Hize gesund ist. Natürlich muß man entspre= chend gekleidet sein. Man darf bei der Temperatur der Hundstage teine beengenden Kleider anlegen. Diefe= ntgen Menschen, die hauptsächlich unter der Temperatur etnes warmen Sommers stöhnen, sind die Damen, einsig und allein aus diesem Grunde, weil sie in ein Korfett eingeschnürt sind. Glücklicherweise gestattet die diesjährige Mode den Damen, das Korsett auszulassen, ohne daß die Ftgur darunter sonderlich leidet. Die Wtrfung, welche etne letchte und angenehme Bekleidung hervorruft, ist ganz außerordentlich. Man hat Gelegenhett gehabt, festzustellen, daß Damen, die sich am Tage nicht auf die Straße wagten, so lange ste das Korsett trugen, befreit und erleichtert aufatmeten, weil sie mit der Tradition und Mode von früher gebrochen hatten. Alle Arbeiten gingen ihnen leicht von der Hand, sie zeigten eine fröhliche und heitere Stimmung, sie blüh= ten unter dem Einfluß der Size völlig auf, wurden jung, rosig, und zeigten einen lebhaften Appetit. Die Herrenkleidung läßt natürlich für die warme Jahreszeti auch viel zu wünschen übria. Die Anzüge aus schwerem Stoff sind nicht geeignet, um eine_entsprechende Hitzeableitung zuzulassen. In diesem Sommer der großen Trockenheit und hohen Wärme aber haben auch viele Herren, die sonst der Mode ihren Tribut zollen, mit der Tradition aufgeräumt, und man sieht in den Städten vielfach eine ganz neue Art der Herrenkleidung. Der beengende Halskragen ist verschwunden, das flotte Teunishemd mitt fetnem weichen Kragen ist an Stelle des steifen Oberhemdes getreten. Der leichte Leinen- oder Bestanzug schaut sehr gut aus, wenn er aut aearbeitet in vielfach verfchehen die Herren der Schöpfung deft Nock und gehen vollständig in Tennisdreß, in der Leinenhose, dem weißen Hemb und dem bretten Gürtel. Man kann durchaus nicht behaupten, daß diese Art der Kleidung unvorteilhafter wäre, als der übliche Anzug. Auch bet den Herren machte sich der Einfluß der Garderobe bemerkbar, man durfte vielfach beobachten, daß die arbeitenden Männer die Temperatur mit viel Humor und Leichtigkeit auf sich nahmen, daß fie sich wohler fühlten, als te zuvor, be= sonders aber als in einem regnerischen Sommer. Zum Ausgleich für die falten Tage des Herbstes und Winters hat der Körper dte hohe Temperatur des Sommers durchaus nötig. Es tritt unbewußt eine Regeneration ein, die den Menschen verjüngt und auffrischt. Der Sonnenschein wirkt auf das Gemüt und auf die Stimmung außerordentlich wohltuend. Man darf dem Körper selbst bet warmer Witterung Stravazen zumuten, wenn man ihn entsprechend ernährt. Die scheinbare Appetitlosigkeit an den warmen Tagen rührt hauptsächlich von der ungefunden Kleidung her. Ist man leicht und entsprechend angezogen, dann hat man auch genügend Hunger, und der Durit zeigt sich durchaus nicht quälend. Die Hitze tst dem Menschen notwendig und gesund, er muß nur selbst dafür Sorge trägen, daß er ihr entsprechend begegnen kann. Konstantinopel nach dem Brande. Die Schwierigkeiten in der jungen Türkei. Der Riesenbrand in Konstantinopel, der zehn Stadtteile und Tausende von Häusern vernichtet hat, gab dem Nationalfest am Goldenen Horn einen trüben Abschluß. Nun sind ja Brände in der großentells aus fämmerlichen Holzbaracken bestehenden Altstadt Stambul an der Tagesordnung, und zumal bei der alles ausdörrenden Size dieser Tage braucht böswillige Brandstiftung nicht ohne weiteres angenommen zu wer den. Die Schaffung einer ausreichenden Feuerwehr und einer zuverläfftg durchgeführten Bauordnung sind für die Hauptstadt des türkischen Reiches dringende Erfordernisse. Indessen mag diesmal die Wut der Elemente ohne böswilliges Zutun politischer Fanatiker entfacht worden sein, bei dem herrschenden Aberglauben in den Maffen wird zweifellos diese Katastrophe gerade am Feiertag der politischen Umwälzung als eine böse Borbedeutung und ein warnendes Menetekel für die moderne Türkei aufgefaßt werden. Ohnehin ist ihre Sttuation jetzt, wo sie den dritten Jahrestag thres Beste00000 bens hinter sich hat, tros des ehrlichen Strevens der Führer und der mannigfachen Fortschritte eine feines wegs völlig gesicherte zu nennen. Dunkle Wolfen sind von verschiedenen Seiten heraufgezogen und bedrohen das junge tonstitutionelle Reich der Osmanen. Bet ernstlicher Selbstprüfung mitssen sich auch die Jungtürfen sagen, daß der Fanatismus mancher ihrer Anhän ger die Verschlimmerung thre Lage mitverschuldet hat. Dazu kommen die albanesischen und arabtschen Kämpfe, die von einem befriedigenden Abschluk noch weit ent fernt find, und so manche zentrifugalen Kräfte, denen gegenüber die verhältnismäßig wenig zahlreiche jung fürfische Intelligens sich nur auf die Kraft des Heeres und seines modern gesinnten Offizierkorps stützen kann. Die Stambuler Brandkatastrophe ist Die größte, welche die titrfische Hauptstadt jemals betroffen bat. Der Ministerrat trat bebufs Einleitung einer Hilfeaftion zusammen. Die Regierung wird eine große Summe zum Wiederaufbau der abgebrannten Stadtviertel bewilligen. Nach einem offiziellen Bericht sind bei dem Riesenbrande 2224 Häuser, über 300 Kaufläden, 16 Moscheen, 2 Regierungsgebäude, 2 Bäder, 1 Mausoleum, 2 Derwischtlöster, einige Schulen und Gendar meriewachthäuser niedergebrannt. Der Bericht ſtellt fest, daß das Feuer durch unvorsichtigkeit einer Perfers entstanden ist. Das jungtürkische Komitee stellte seine Klublokale zur Unterbringung der Obdachlosen zur Verfügung, die auf den Höfen der Moscheen und auf den freten Pläßen fampieren. Das Komitee verteilte Lebensmittel. Die Regierung spendete 5000 türkische Bfund für die Betroffenen. Als erster unter allen Staatsoberhäuptern sprach Katser Wilhelm dem Sultan sein Beileid anläßlich der großen nationalen Katastrophe aus. Der Reichskanzler von Bethmann Hollweg drahtete gleichfalls fein Betletd, fitr das der Großwefir und der Sultan telegraphisch dankten. Drabtnachrichten und neuestes. Die Ausländer in Agadir. Paris, 26. Jult. Nach einer Meldung des Matin aus Agadir vom 21. Jult befinden sich zehn Europäer, sechs Deutsche, zwei Engländer, ein Franzose und ein Spanier, in dem Orte. Fünf Franzosen, die am 15. Juli ankamen, sind inzwischen wieder abgereist Ueberall wurde den Franzosen eine offenfundig feindselige Haltung befundet. Folgen der Size. Göln, 26. Juli. Die anhaltende Size hat gro= Ben Wassermangel hervorgerufen, der vor allem in der Etfel, im Westerwald und in höher gelegenen Gegenden zu einer Kalamität geworden ist. Die Gemeinden helfen sich dadurch, daß sie die noch wafferhaltigen Brunnen und Wasserleitungsanlagen bewachen und täglich nur zu bestimmten Stunden freigeben. Im Sauerlande mitssen die Landleute das Wasser stundenweit holen. Die Stationen der Lokalbahnen sind zum Tell ohne Wasser, so daß die Züge Wasser mitführen. Infolge der Dürre werden aus vielen Orten Schadenfeuer gemeldet, denen man machtlos gegenübersteht, weil es an Wasser fehlt. Die Fahrt eines Militärfliegers. Querfurt, 26. Jult. Heute früh 7% Uhr lantdete in dem benachbarten Orte Barnstedt der heute früh auf dem Döberizer Flugplatz ausgestiegene Militärflieger Leutnant Freiherr von Thueno mit einem Basfagier. Er wollte nach Gotha fliegen, mußte aber wegen eines Motordefektes landen. Der Flieger beabsichtigt, nach Beseitigung des Schadens heute noch den Flug fortzusetzen. Von einem Scheunentor erschlagen. Orleans, 26. Jult. In der Gemeinde Greucy hatten sechs Arbeiter, die auf einem Gutshofe beschäf figt waren, während eines Gewitters in einer auf fretem Felde stehenden Scheune Zuflucht gesucht. Durch den Sturm brach das schwere Scheunenior, hinter dem die Arbeiter standen, plößlich zusammen und begrito die sechs Menschen unter sich. Fünf von ihnen wurden auf der Stelle erschlagen. der sechste schwer verletzt. Folgenschwere Minenerplosion. Warschau, 26. Jult. Durch eine Minenerploston bet Sprengübungen der Pioniere wurden zwet Mann getötet und vier Mann und zwei Offiziere le=. bensgefährlich verletzt. Die Cholera in Konstantinopel. Konstantinopel, 26. Juli. Gestern sind hier sechs neue Cholerafälle festgestellt worden. Tom 11. Juni bis 22. Jult find 22 Cholerafälle, von, denen 18 tödlich verliefen, vorgekommen. DE und Verket. Frankfurt, 25. Jult. Biehmarktpreise vom 24. Ochsen: a) Juli. Preise für 1 Bentner: Rinder. A. vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwertes, 50-56 M höchstens 7 Jahre alt( Lebendgewicht) ( Schlachtgewicht) 91-97 M., die noch nicht gezogen ha= ben( ungefocht)( Lebendgewicht 52-55 M.,( Schlachtge= wicht) 90-95 M., 6) junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete( Lebendgewicht) 44-48 M ( Schlachtgewicht) 80-87 M., c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere( Lebendgewicht) 38-41.M.,( Schlachtgewicht) 70-75 M. B. Bullen: a) vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtwertes( Lebendgewicht) 44 bis 46 M.,( Schlachtgewicht) 73-76 M. b) vollfleischige jüngere( Lebendgewicht) 36-40,( Schlachtgewicht) 60 618 66.M. C. Färsen und Kühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes( Lebendgewicht) 00-00 M.,( Schlachtgewicht) 00-00, 6) vollfleischige, ausgemästete ühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren( Lebendgewicht) M. 40-45,( Schlachtgewicht) M. 74-81, c) 1. wenig gut entwickelte Färsen ( Lebendgewicht) M. 38-43,( Schlachtgewicht) M. 73 bis 83, dto. 2. ältere ausgemäftete ühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe( Lebendgewicht) M. 37-42, ( Schlachtgewicht) M 69-78, d) mäßig genährte Kühe und Färsen( Lebendgewicht) M. 30-34,( Schlachtgew.) M. 60-68, e) gering genährte Kühe und Färsen( Lebendgewicht) M. 18-22,( Schlachtgewicht) M. 41-50. Kälber: a) Doppellender, feinste Mast,( Lebendgewicht) M ( Schlachtgewicht) Mb) feinste Mast-( VollmilchMajt) und beste Saugtälber( Lebendgewicht) M ( Schlachtgewicht) M. c) mittlere Mast- und gute Saugkälber( Lebendgewicht) M. 50-55,( Schlachtgew.) M.85-93, 5) gering. Saugtälber( Lebendgewicht) M. 43 bts 48,( Schlachtgewicht) M. 73-81. Schafe. A) Stallmastschafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthämmel ( Lebendgewicht).. 42,-,( Schlachtgewicht).M. 88,-, b) ältere Masthämmel und gut genährte Schafe( LebendSchweine: gewicht) M( Schlachtgewicht) M.a) vollfleischige Schweine von 80 bis 100 Algr. Lebendgewicht( Lebendgewicht) M. 48-50,( Schlachtgewicht) M. 62-64, 6) vollfleischige Schweine unter 80 lgr. Lebendgewicht( Lebendgewicht) M. 47-49,( Schlachtge wicht) M. 61-63, c) vollfleischige Schweine von 100 bis 120 Algr. Lebendgewicht( Lebendgewicht) M. 48-50 ( Schlachtgewicht). 60-63, 6d) vollfletschige Schweine von 120-150 Algr. Lebendgewicht( Lebendgew.) Mart 49-49%,( Schlachtgewicht) M. 61-62, e) ettfchweine fiber 150 gr. Lebendgewicht( Lebendgewicht) M. 49 618 50,( Schlachtgewicht) 61-63. Steins Garten Das 6. Abonnements- Konzert findet Donnerstag, den 27. Juli statt. Anfang 8 Uhr Solisten- Abend Eintritt 75 Pfg. Gasthof, Zur Krone Wetlar, Sophienstraße 35. Schöner Saal mit Veranda. 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Kann doch vergeht, an dem nicht wenigsteus einige neue Kunden gewonnen werden. ohne Mitteilung das Publikum garnicht wissen, dass man etwas gutes und neues zu liefern hat. Es ist deshalb notwendig, unausgesetzt sachgemässe Reklame zu machen, wofür die Giessener Zeitungeine gute Gelegenheit bietet, wahlt zialde den B Bujol didat Eigentum und Verlag der Gießener Zeitung 6. m. b. H.- Verantwortlich: Otto Heinede. Urlau übern firch richtet me, I