54 ten ben men. า นะ ow, e ist anz per Feife - J. em, ig. je: ut rd Cr ht, ge= and 11. hm ( 212) 3; 75, aro ilts Ben ant 34. artus- Ge Berjamm Tatthäus Ter. gemeinde. der Kon Ter. en männ sfaal. 5. Pak er. Uhr: Ge pigung. Beicht union. ns- Andad hr ift Fo Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 50 pfg. monatlich vierteljährlich 1,50 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mr. - Enthält alle amil. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Erscheint Bürgermeisterei jeden Werktag früh.- Die„ Humoristischen Blätter" liegen wöchentlich einmal gratis bei. - Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Herausgeber: Albin Klein& Otto Fischer. Nr. 73. Telephon: Nr. 362. Die„, Cappalien" im Reichstag. Das vom Abgeordneten Freiherrn v. Gamp gelegentlich der Beratung des Militäretats im Reichstage gesprochene Wort, daß sich kein Parlament mit so viel Lappalien beschäftige wie der Deutsche Reichstag, hat im Lande und in der Presse ein allgemeines Echo gefunden. Darin kann man auch Freiherrn v. Gamp zu stimmen, daß manche von den im Reichstage vorgetragenen Einzelheiten und Kleinigkeiten, die oft recht lange Debatten hervorrufen, in weit zweckmäßigerer Weise auBerhalb des Reichstags erledigt werden könnten, wenn die dazu geeigneten Institutionen und Voraussetzungen vorhanden wären. Das Interesse des Hauses an die sen„ Lappalien" ist nur ein sehr geringes, das beweist die äußerst schwache Besetzung an solchen Tagen. Selbst die Sozialdemokraten lassen sich, auch sogar wenn einer der Ihren stundenlang das Wort nimmt, nur in einzelten, höchstens bis zu anderthalb Dutzend Exem= plaren im Sitzungssaale blicken. - ver= V der Reichs Das Reich ist durch seine Betriebe marine, des Reichsheeres, der Reichspost und-telegraphen und der Reichseisenbahnen ein sehr großer Arbeitgeber geworden. Es beschäftigt neben dem großen Beamtenheer in seinen Werkstätten und Betrieben viele tausend Arbeiter und Handwerker. Diese sind in ihren wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen außerordentlich stark daran interessiert, welche Stellung der Reichstag zu ihren Angelegenheiten einnimmt. Sie haben das Streifrecht nicht. Der Appell an den Reichstag bietet ihnen also die einzigste Möglichkeit, um ihren Wünschen gegenüber der Verwaltung größeren Nachdruck zu verleihen. Also das Parlament bietet, wie die Dinge zurzeit liegen, gewissermaßen den Ersatz für das nicht gewährte Streifrecht. Von dem Anrufen des Parlaments machen nun die Staatsarbeiter um so umfangreicher Gebrauch, als ihr Arbeiter- Ausschußwesen und Verbandswesen noch nicht genügend entwickelt ist. Die Form des Anrufens ist die Petition oder Denkschrift und die Rede des Abgeordneten, in dessen Wahlkreis eine Betriebs= werkstatt liegt. Ehe das Verbandswesen der Staatsarbeiter entwickelt war, lagen dem Reichstag regelmäßig fast aus jeder Werkstatt, ja oft von den verschiedenen Arbeiterkategorien Petitionen vor. Die Abgeordneten der in Frage kommenden Kreise hatten durch ihre Reden die in den Petitionen enthaltenen Wünsche zu unterstreichen und die Beschwerden vorzutragen, die nebenbei mit mehr oder weniger Kritik gewürzt wurden. Manche solcher alljährlich wiederkehrenden Reden sind geradezu typisch geworden. In neuerer Zeit, gewissermaßen als Begleiterscheinung der christlich- nationalen Arbeiterbewegung, organi sieren sich die Staatsarbeiter verbandsmäßig. Dadurch ist die Zahl der Petitionen erheblich verringert und ihr Inhalt einheitlicher, umfassender und sachlich wertvoller geworden. Die Denkschrift des Elberfelder Zentralverbandes der Eisenbahnhandwerker und-arbeiter erfreute sich sogar des Lobes des Ministers im Reichstag. Die Petitionen der Verbände finden infolge der Tätigkeit der christlich- nationalen Arbeiterbewegung im Reichstage auch eine bessere Würdigung, als es früher vielfach der Fall war. Trotzdem ist der Zustand noch nicht befriedigend, als gewissermaßen noch das alte und das sowie vieler anderer des Großherzoglichen Polizei Amtes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Montag den 27. März 1911 tralausschüsse mit den Befugnissen der Arbeitskammern. Sie fordern die Anerkennung ihrer Verbände und Verkehr der Verbandsleitungen mit der obersten Verwaltung usw. Zweifellos sind das Forderungen, die bei manchen bürgerlichen Abgeordneten auf Widerstand stoßen. Aber wenn der Staat für die Privatbetriebe Tarifver träge fördert, so kann er sich dieser Reformen nicht verschließen. Sie werden über kurz oder lang, abgesehen von sozialen Reform- Gesichtspunkten, aus Gründen der Ueberlastung des Reichstages, zu zwingenden Notwendigkeiten. Die„ Lappalien" der Staatsarbeiter können erst von den Tribünen der Parlamente verwiesen werden, wenn den Staatsarbeitern geeignete Instancen und Möglichkeiten zum friedlichen Ausdruck ihrer Wünsche und Beschwerden gegeben sind. Die bestehenden Arbeiter- Ausschüsse sind ungenügend. Also die Schaffung eines modernen Staatsarbeiterrechts wird zu den wich tigsten sozialpolitischen Aufgaben der nächsten Jahre gehören. Solche wichtigen Fragen, wie ich sie eben berührt habe, können naturgemäß von den einzelnen Ressorts ohne Fühlung miteinander und mit den bundesstaat= lichen Verwaltungen nicht befriedigend geregelt werden. Deshalb muß der Reichskanzler eine Verständigung herbeiführen. Die bürgerlichen Parteien sollten diesen ernsten Fragen größte Aufmerksamkeit entgegenbringen. Die Reichs- und Staatsarbeiter sind in ihrer Mehrheit gut national gesinnt und haben Anspruch auf Beachtung ihrer Interessen. Franz Behrens, M. d. R. Reichstagswahlvorbereitungen. * Gladenbach. Der Bund der Landwirte wird auf besonderen Wunsch der Landwirte im Biedekopfer Kreise eine Reihe von Versammlungen abhalten in der Umgebung von Gladenbach, um seine Organisation weiter auszubreiten und für die Wahl seines Kandidaten Mumm Propaganda machen. | ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Naum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Re flameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Gesamtleitung: Albin Klein. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. spieltheater im Kolosseum bei der Ausstellung seines neuen Programms befolgt. Der Glanzpunkt des Programms ist das Schauspiel nach der bekannten Oper: „ Der Tod des Don Juan"." Unter luxuriösester Ausstattung wird das vielseitige Leben des Don Juans vor Es verwöhnten Liebling stürmilche Empfangsszenen. Augen geführt. Selbst noch im Hades bereitet man dem seien ferner erwähnt die herrliche Naturaufnahme„ Wildfütterung", das 12 Bilder umfassende Lustspiel„ Eine Künstlern gespielte Sittendrama„ Der Verleumder" und doppelte Entführung", weiter das von ersten Pariser die Posse„ Müllers Geschenk", welches durch seine Drolerie auch den vergrämtesten Philister zum Lachen reizt. ver= Gießen, 27. März. Eine für die Gesundheit recht gefährliche Unart kann man jetzt wieder bei manchen Kindern beobachten, indem sie sich trotz der hältnismäßig noch rauhen Jahresceit auf Rasenplätze setzen oder legen. Wenn auch mitunter die Sonne recht warm scheint, so sind noch lange nicht aus dem Erd= boden Frost und Kälte gewichen. Eltern werden daher gut tun, ihre Kinder eindringlich zu warnen, sich auf die Erde oder Steine zu setzen. Wetzlar, 27. März. Dem warmen Frühlingswetter ist eine empfindliche Abkühlung gefolgt. Eine leichte Schneedecke hat sich über die Landschaft gebreitet. eine Veränderung in der Lage der großen Drudgebiete. Der Umschwung der Wetterlage wurde bedingt durch Mitteleuropa steht unter der Herrschaft von feuchten, fühlen Nordwestwinden, die die starke Abkühlung bewirkten, die möglicherweise noch eine Weile andauern kann. m Betzdorf, 25. März. Der Bahnbau Betz= dorf- Nauroth ist in allen Instanzen genehmigt worden. Die Ausführung des Baues ist der Berliner Firma Balcke übertragen worden, die im April schon damit beginnen wird. In 22 Monaten soll die Strecke fertiggestellt sein. * Klein- Linden, 27. März. Gemeinde und Kriegerverein wollen eine Ehrentafel für die Kriegsteiln! hmer der Feldzüge 1866 und 1870-71 in der Kirche errichten. Von den 26 Kriegsteilnehmern sind noch 13 am Leben. Die Ehrentafel wird voraussichtlich gelegentFrankfurt. Das 28. Bundesfest des deutlich der Friedensfreier am 10. Mai eingeweiht. Bensheim. In der vom Bund der Landwirte in Michelstadt einberufenen Kreisvertrauensmänner- Versammlung stimmten in geheimer Abstimmung 27 Vertrauensleute für den Kandidaten der Wirtschaftlichen Vereinigung Stadtverordneten Rippel- Hagen, wäh- schen Radfahrerbundes, das in den Tagen vom 5.- 9. rend 14 Stimmen auf den nationalliberalen Dekonomie rat Fritsch fielen. Aus Stadt und Land. - Programm u. a. auch einen großen Festz u g durch August in unserer Stadt abgehalten wird, hat in seinem die Straßen Frankfurts vorgesehen. Die historische Gruppe wird von hiesigen Kunstkreisen arrangiert werden. Den zweiten Teil bilden 10 000 Radler aus allen TeiGießen, den 27. März 1911. len Deutschlands und ein Kraftwagenkorso, während in Eilabholung durch die Post. Vom der dritten Gruppe die hiesigen Jnnungen und Sport1. April 1911 ab übernimmt es die Reichspostverwal- vereine vertreten sein werden. zunächst versuchsweise gewöhnliche Brieftung sendungen im Ortsbestellbezirk auf Verlangen bei den Absendern durch Eilboten abholen und zur Postbeförderung aufliefern zu lassen. Die Eilabholung erstreckt sich nur auf Briefsendungen, die ihrer Beschaffenheit nach den Vorschriften der Postordnung entsprechen. Eingeschriebene Briefsendungen und solche mit Wertangabe sowie Postnachnahmesendungen sind von der Eilabholung ausgeschlossen. Die Anmeldung von Aufträgen zur oder Eilabholung kann durch Fernsprecher, mündlich lenden Sendungen anzugeben. schriftlich erfolgen. Dabei ist die Stückzahl der abzuho= * Gießen, 27. März. Beim Kaiser Wilhelm= pagnie errichtet. Die erforderlichen Hallen sind auf dem Hofe der alten Zeughauskaserne bereits fertiggestellt. *) Gießen. Das Museum für Völkerkunde ist durch eine schöne Südamerika- Sammlung, Geschenk von Oberlehrer Schmidt- Gießen( Buenos- Aires) bereichert worden. Mainz. Wie verlautet, soll das hier garnisonierende Fußartillerie- Regiment Nr. 3 nach Kassel verlegt werden zur Verstärkung der dortigen Garnison. Da= für soll ein anderes Regiment hierher kommen. * Mainz. Die Leitung der Mainzer Nationalliberalen Partei erläßt zur Reichstagsstichwahl in GieBen folgende Erklärung:„ Die Gießener Nationalliberalen haben durch ihre Stichwahlparole den gewiß unbeabsichtigten Erfolg gehabt, daß ihnen von manchen Seiten antisemitische Beweggründe unterschoben wurden. Es bedarf ja eigentlich keines Wortes der Versicherung, daß derartige Beweggründe bei der Ausgabe der StichDarmstadt. Die gegen den Landtagsabgeordneten Seelinger von Lampertheim wegen unlauterer Amtshandlungen durch die Straffammer ausgesprochene Gefängnisstrafe von drei Monaten ist von dem Großherzog in eine Geldstrafe von tausend Mark umgewandelt worden. neue System der Geltendmachung der Arbeiterwünsche im Regiment wird am 1. April eine Maschinengewehrkom- wahlparole auch nicht die mindeste Rolle gespielt haben. Plenum des Reichstages miteinander ringen. Zu gleicher Zeit tritt noch eine andere Erscheinung hervor, indem nun der Kampf der sozialdemokratischen und radifalen mit der christlich- nationalen Arbeiterbewegung um die Gewinnung der Staatsarbeiter, der im Lande heftig wogt, sich auch auf die Parlamentstribüne fortsetzt. Denn mit dem Auftreten der gesinnungsfestigenden christlich- nationalen Staatsarbeiter- Verbände wird den zialdemokraten das stille Durchdringen der Staatsarbeiterschaft und mancher ihrer sogenannten neutralen Verbände sehr erschwert oder gar unmöglich gemacht. Die Kämpfe der christlich- nationalen Staatsarbeiterverbände gegen die sozialdemokratische Durchsetzung sind für das Reich, die Bundesstaaten und für die bürgerlichen Parteien von sehr ernster Bedeutung. S0= Die Kämpfe drehen sich vornehmlich um die Methode, wie die Staatsarbeiter ihre Wünsche und Beschwerden geltend machen sollen. Die Sozialdemokraten fordern die Koalitions-( Streif-) freiheit, während die Christlich- Nationalen das Organisations recht ohne Streikrecht gesichert haben wollen. Um die Parlamente von der Behandlung der„ Lappalien" zu befreien und um den Staatsarbeitern eine geeignete und gesicherte Möglichkeit zu bieten, ihren Wünschen und Beschwerden in zweckmäßiger Weise Ausdruck zu geben, fordern sie eine größere Sicherheit der Mitglieder der Arbeiter- Ausschüsse gegen Schikane und Entlassung; die Erweiterung ihrer Befugnisse; Ersatz für die Arbeitskammern durch Zen*) Gießen. Der Lesehalle verein wird am 1. April das Torhäuschen am Stadttheater zu seinem neuen Heim einrichten. Lesehalle und Bibliothek erhalten dort größere Räume. *) Gießen, 24. März. Am 1. Juni findet hier die Regatta des Süddeutschen Ruderverbandes statt. -e- Gießen. Wie aus Jugenheim berichtet wird, scheint die Idee des allgemeinen hessischen Blumentages an der Bergstraße in sinniger Weise aufgefaßt zu werden: Anfangs Mai steht die ganze Bergstraße schon in voller Frühlingsblüte. Man plant nun dort Mädchen in weißen duftigen Kleidern, mit Blumen im Haar und der altertümlichen Zupfgeige in der Hand, Lieder singend, die kleinen Maßliebchen, die unsere Landesfürstin erwählt hat, zum Kauf anbieten zu lassen. Eine glückliche Idee. Wenn der Wettergott günstig ist, fann es nicht fehlen, daß an diesem Tage die Bergstraße sich in märchenhafter Schönheit präsentiert und daß sie *) Gießen, 27. März.„ Vom Guten nur das das Ziel vieler Tausende aus nah und fern sein wird. Beste." Diesen altbewährten Grundsatz hat das Licht * * Aus Rheinhessen. Einen folgenschweren dummen Streich haben in Essenheim die diesjährigen Musterungspflichtigen verübt. Sie erbrachen in betruntenem Zustande einen Weinkeller, öffneten ein von einer Mainzer Weinhandlung gekauftes versiegeltes Stückfaß mit Wein und entwendeten daraus dreihundert Liter zu einem Trinkgelage. Die Staatsanwaltlchaft Mainz hat ein Strafverfahren wegen schweren Diebstahls eingeleitet. Unter den„ Dieben" befinden sich Söhne der angesehensten Familien des Dorfes. Der Weinbau am Main geht, wenn man von Hochheim absieht, immer mehr zurück. Die Wein= bauern verlieren teilweise den Mut und pflanzen Obstbäume und Beerensträucher dorthin, wo ihnen seit Jahren der Wein mißraten ist. * Aus der Pfalz. Aus Geiz ließ ein Landmann in Limbach seine Pferde und sein Rindvieh bucheingegangenen Pferde wurde festgestellt, daß das Tier stäblich verhungern. Was noch am Leben ist, steht bis auf weiteres unter polizeilichem Schutz. Bei einem Sand und seinen eigenen Kot verzehrt hatte. Deutscher Reichstag. Vorsichtigerweise hatte man bei der allgemeinen Debatte über den Kolonialetat einige Hauptpunkte, wie die Diamantenfrage, ausgeschaltet; sonst wäre das Haus am Freitag, am zweiten Tage der Kolonialdebatte, noch nicht bei den einzelnen Etats angelangt. Ostafrika machte den Anfang. Die von den Abgg. Sommer( Volksp.) und Arning( natl.) vorgebrachten Wünsche nach Verbesserung der Schulverhältnisse und Versorgung der alten Kolonialbeamten versprach der Staatssekretär nach Möglichkeit zu er= füllen. Von einer Bodenkreditbank versprach sich Herr v. Lindequist nicht viel, die Wünsche der Ansiedler Itefen vielmehr auf eine genossenschaftliche Organisation hinaus. Der angeblich vier Milliarden werte Natronsee, dem der jetzige Leiter des Kolonialamtes vorläufig keinen allzu großen Enthusiasmus entgegenbringt, diente dem Abg. Ledebour ( Eoz.) als Objekt für seine Spottlust über die Kolonien. Abg. Arendt( Reichsp.) freute sich, daß die Koloniaidebatten. bei denen es früher immer scharf herging, in das allerdings langweilige Stadium der Sachlichkeit geraten sind. Das System Rechenberg" wird von ihm mißbilligt, doch Herr v. Lindequist hält den Schild über den Gouverneur, der auf seinem Posten viel geleistet habe. Ihm trat ferner das Zentrum zur Seite, dem Abg. Arendt Redner der Nationalliberalen. Weiterhin hoh Abg. Arendt unter Polemik gegen die Sozialdemokraten und deren Sprecher Ledebour den hohen Wert der Tätigkeit der Pflanzer, die Pioniere der Arbeit und Kultur seien, hervor und wies auf die aus den Natronschäzen zu erwartenden Einnahmen hin. Der Etat für Kamerun wurde ohne wesentliche Debatte, der für Togo ohne Debatte erledigt. Dann beschäftigte sich das Haus mit dem Etat für Südwestafrika. Eine streng sachliche Kritik der Verhältnisse in Südwest gab der Hamburger Semler( natl.). Es set bedauerlich, daß häufig jahrelang erprobte tüchtige Beamte verdrossen den Reichsdienst quittierten, weil ihre Tätigkeit bet der Zentrale in der Hetmat nicht genügend gewürdigt würde. Das müffe anders werden. Man dürfe nicht zu viel vom grünen Tische in Berlin aus regieren wollen. Der Zentrumsredner Schwars Be- Lippstadt hatte zwar das Ohr des Hauses- augenblicklich repräsentiert durch ein Häuflein von kaum 30 Abgeordneten- aber nicht das der Journalistentribüne, denn man verstand nur einzelne Worte. Die Fragen, ob wir au viel oder zu wenig Polizei im Schußgebiet haben, der Staatssekretär sagt, eher zu wenig die Nachverzollung, Großviehhaltung, Malaria und Viehkrankheiten rtefen nacheinander die Abgeordneten Arning, Goller, Schwars he, Ledebour und Semler auf den Plan und wiederholt gab Herr v. Lindequist Bescheid, dem man die ihm bet seiner Ernennung nachgesagte parlamentarische Unbeholfenheit nicht oder nicht mehr anmerkt. Eine von der Kommiffion abgelehnte Beamtenzulage wurde vom Hause, obwohl der Staatssekretär nochmals dafür eintrat, abgelehnt. Die übrtgen Etasposten wurden angenommen. Der Einzug des Kaiserpaares in Wien. deutsche Kaisertochter heimführen würde, sein Recht auf den Thron der Habsburger abtreten wolle. Die Phantasie scheint eben in Wien noch üppig zu blühen trotzdem der Fasching schon vorüber ist. Freilich steht dafür der 1. April vor der Tür. Die deutsche Kaiserfamilie kam Freitag früh fahrplanmäßig in Wien an. Genau 11 Uhr lief der deutsche Hofzug in den Nordbahnhof ein, wo ihn Kaiser Franz Josef mit seiner Sutte erwartete. Nach kurzer inniger BegrüBung, bei der sich die Monarchen umarmten und küßten, bestieg Kaiser Franz Josef den deutschen Zug, der nun über die Verbindungsbahn nach der Station Penzing an der Westbahn weiterfuhr. Zuerst mitten durch die Stadt, am Zollamt vorüber, ging es dann in weitem Bogen vom Arsenal rings um sie herum über die Vorstädte Lainz, Speifing, St. Veit. Ueberall standen dicht gedrängt die Menschen, um den Hofzug und womöglich einige seiner hohen Insassen zu sehen. Am Penzinger Bahnhof hatten sich inzwischen die Erzherzöge und Erzherzöginnen, die Spißen der militärischen und staatlichen Behörden, der Bürgermeister der Stadt Wien und eine Ehrenkompanie zum Empfang eingefunden. Aller Blicke richteten sich auf den Erzherzog Thronfolger Franz Ferdinand und seine Gemahlin die Herzogin von Hohenberg, die knapp vorher in Wien eingetroffen waren. Als der Zug hielt, reichte Kaiser Wilhelm auch dem Erzherzog Franz Ferdinand als erstem die Hand zu einer Herzlichen und sichtlich innigen Begrüßung. Nach den üblichen Vorstellungen und offiziellen Ansprachen fuhr die ganze Gesellschaft in das nahe Schloß Schönbrunn, wo um 1 Uhr das Familienfrühstück stattfand. Abends fand im Schloß ein Diner statt, worauf das deutsche Kaiserpaar mit der Prinzessin Viktoria Luise um 8 Uhr 50 abends von Hetzendorf sich direkt nach Venedig begab. Kaiser Wilhelm ist längst fein seltener Gast mehr in Wien, auch die deutsche Kaiserin und die Prinzessin Viktoria Lutse hat Wien bereits begrüßt, während Prinz Joahim am Freitag zum erstenmal die Katserstadt an der Donau sah. Aber jeder Besuch der deutschen Kaiserfamilie erregt von neuem das größte Interesse der Wiener, denn ste hegen für sie die herzlichste Sympathte nicht nur wegen der aufrichtigen Bundestreue, die Kaiser Wilhelm Desterreich bewiesen hat, sondern auch wegen der innigen Verehrung, öte er für den greifen Monarch Desterreichs empfindet. Dieses Mal sah man aber dem Besuch der Gäste, trotz der Kürze der Zeit, die für ihn bestimmt war, mit ganz besonderer Erwartung entgegen, da seit mehreren Lagen allerlei Gerüchte in Wien verbreitet waren, die sich allerdings sämtlich nicht bestätigt haben. Es hieß anfangs, daß auch die Kinder des Kronprinzenpaares mitkommen würden um Kaiser Franz Josef, dessen Liebe zu Kindern bekannt ist, vorgestellt zu werden. Einige phantasievolle Reporter hatten bereits ein ganz nettes Programm für die Busammenkunft der Enkel Wilhelms II. und der jüngsten Enkel und Urenkel Franz Josefs ersonnen. Es hieß, daß ein festliches Kinderbankett, eine Wagenfahrt durch den Schönbrunner Park, ein Besuch der dortigen Menagerie usw. veranstaltet werden würde, kurz, man sah alles das vor, was der Traum eines jeden echten Wiener Kindes an einem schönen Ostersonntage zu seir pflegt. Noch bedeutungsvoller war das Gerücht, Prinzessin Viktoria Lutse werde sich hier mit dem Erzherzog Karl Franz Josef, dem Sohne des verstorbenen Erzherzogs Otto und der sächsischen Königstochter Erzherzogin Josefa, dem Neffen des Thronfolgers und dem Prinzen des Kaiserhau ses, der nach jenem dem Throne am nächsten steht, verloben. Trotzdem diese Verlobung schon wegen der Verschtedenheit der Konfession sehr unwahrscheinlich klang, und schon wiederholt dementiert worden war, knüpfte man doch an fie die abenteuerlichsten Kombinationen. Eine Wiener Korrespondenz hatte vor kurzem zu berichten gewußt, daß die männliche Nachkommenschaft des Erzherzog Franz Fer dinand, die Fürsten von Hohenberg zur Regierung in Elfaß- Lothringen ausersehen seien und man erzählte, daß um diesen Preis der Thronfolger seinem Neffen, wenn er die 25 Das Familiengeheimnis. Roman von L. Walter. Es wird von allen Seiten betont, daß der diesmalige Besuch des Kaiser Wilhelm, zumal dieser sich auf der Durchreise und in Begleitung der Kaiserin befand, einen lediglich familiären Charakter trage und nur seinen persön= Itchen Beziehungen zu Kaiser Franz Josef entspringe. Nichts destoweniger wird man mit Rücksicht auf die Entrevue in Potsdam und dem vor kurzem in Wien erfolgten Besuch des Königs Ferdinand von Bulgarien nicht fehl gehen, wenn man annimmt, daß die beiden Monarchen auch politische Fragen in ihrer Unterredung berührten. ( Nachdruck verboten.) ,, Unmöglich! Der krante, von Schmerzen geplagte Mann hat mit zitternder Hand geschrieben. Sorge Dich deshalb nicht, liebe Selma; fein Handschriftdeuter wird den wahren Charakter der Züge erkennen. Die Hauptsache ist, daß die Notiz in dem Geheimbuch steht... freilich, wird das Geheimbuch vernichtet, so mußt Du auf an= dere Beweise sinnen... Indes, Karl wird schwören müssen, daß er im Geheimbuch nichts vorgefunden hat." ,, Nein, einen falschen Eid schwört er nicht!" versicherte Selnia. Rundschau vom Cage. Politisches. Die in Aussicht genommene Herbsttagung des Reichstags bedingt auch eine erhöhte Kostenaufwendung für die Reichstagsdiäten, da die Pauschale von 3000 Mart, von dem für jede versäumte Sigung 20 Mart abgezogen werden, im Frühjahr aufgebraucht sein wird, indem die letzte Summe von 1000 Mark mit der Sommertagung ausbezahlt werden soll. Um dem Reichstag im Herbst einen möglichst zahlreichen Besuch zu erhalten, wird das Reich also noch einmal in die Tasche greifen müssen. „ Und dann, Geliebte, ist unsere Zukunft begründet! Jch etabliere mit Deinem Vermögen, zu dem ich Dir verholfen habe, ein Geschäft, das bald zu den besten der Stadt zählen soll. Du bist meine verlobte Braut, und bald wirst Du meine Frau sein." „ Hugo, mich quält die Befürchtung noch, daß ein Lauscher Dich in den: Kabinette meines Bruders beobachtet hat." Die Reichstagskommission für die Reichsversicherungsordnung hat am Freitag ihre Beratungen beendet. Damit ist die Reichsversicherungsordnung mit ihren 1654 Paragraphen in 1. Lesung durchberaten. Am 2. Mai soll die 2. Lesung im Plenum beginnen. Ueber die Wahltattit des Bundes der Landwirte soll in der sächsischen Landesversammlung des Bundes der Landwirte Dr. Dertel ausgeführt haben, daß der Bund gegen die Nationalliberalen die schärfste Vorsicht üben solle, da sie in Sachsen die Sozialdemokraten bei den letzten Landtagswahlen unterstützt hätten. Kein Landbündler solle bei den Hauptwahlen für einen Freisinnigen eintreten. Auch bei den Stichwahlen sollen sie den Freisinn nicht gegen die Sozialdemokraten heraushauen, sondern Gewehr bei Fuß stehen. ,, Auch diese Befürchtung laß schwinden. Horn und die beiden jüngeren Kommis brachten den ohnmächtigen Halling in das Wohnzimmer; ich trat aus der Niederlage in die Comptoirs, die ich leer fand. Durch die Glastür sah ich den Zug noch, der sich langsam fortbewegte. Da fchoß wie ein Blizz der Gedanke in mir auf, daß ich jetzt für die Geliebte handeln könne. Auf welche Weise, wußte ich noch nicht. Ich betrat das Kabinett... auf dem Arbeitspulte lag das geöffnete Geheimbuch... rasch warf ich die Zeilen auf das Papier und legte das Buch in den Eisenschrank, den ich verschloß. Die bestürzten Leute blieben lange; ich konnte über den Hof gehen und auf dem Hausflur erfahren, was geschehen. Nun eilte Ich die Treppe hinan in das Wohnzimmer. Halling saß zusammengebrochen auf dem Sofa. Niemand wollte ihm der bleiben wird, erscheint angesichts der fortgesetzten Intrigen seiner Gegner sehr zweifelhaft. Der Eintritt eines Sozialisten in das italienische Ministerium dürfte zur Tatsache werden. Der König hat dem Sozialisten Bissolati, einem der Führer der Sozial demokratie, eine Audienz gewährt, um mit ihm die parlas mentarische Lage zu besprechen. Bissolati erschien in grauem Jadettanzug, herabhängender schwarzer Kravatte und breitkrämpigem Filzhut. Das Gespräch soll herzlich gewesen sein und dauerte fast eine Stunde. Das soziali. stische Hauptblatt„ Avanti" tadelt diesen Schritt feines. wegs, sondern betont nur: Bissolati habe auf persönliche Verantwortung gehandelt und den König sicherlich über die Lage des Volkes und Parlamentes aufgeklärt. Selbst wenn Bissolati in das neue Ministerium einträte, würde die Partei bleiben, was sie bisher war, und nur noch ener gischer ihrem Programm nachgehen. Die Lage an der mexikanischen Grenze beginnt fri tisch werden zu wollen. Aus der Grenzstadt San Antonio wird gemeldet: Jm Feldlager herrscht größte Rührigkeit. Es treffen beunruhigende Gerüchte ein über einen Einfall merikanischer revolutionärer Banden in Texas. Ferner herrscht große Nervosität infolge der Meldungen über die Erschießung von Amerikanern in Mexiko, sowie das Schießen von mexikanischen Bundestruppen auf amerikanische Soldaten an der Grenze. Das Staatsdepartement in Washington hat eine Untersuchung über die Erschießung von vier Merikanern in Merito angeordnet. Einen Beweis für die Besserung der Lebenshaltung der arbeitenden Klassen bietet ein Bericht des Organs des Sozialdemokratischen Zimmererverbandes. Danach wurden infolge der Lohnbewegung dieses Verbandes im vorigen Jahre für rund 53 000 Verbandsmitglieder Lohnerhöhungen erreicht. Und zwar wurde der Stundenlohn für rund 27 000 Mitglieder um 5 Pfennig, für rund 7100 Mitglieder um rund 6 Pfennig, für rund 5900 Mitglieder um 7 Pfennig, für rund 5100 Mitglieder um 8 Pfennig, für 229 Mitglieder um 8½ Pfennig, für 427 Mitglieder um 9 Pfennig, für 466 Mitglieder um 10 Pfennig, für 92 Mitglieder um 11 Pfennig, für 24 Mitglieder um 14 Pfennig erhöht. Außerdem haben rund 5900 Mitglieder eine Verkürzung der täglichen Arbeitszeit um eine halbe bezw. eine ganze Stunde erreicht. Stolypin und seine Gegner. Stolypins Verbleiben auf dem Posten des russischen Masterpräsidenten ist namentlich auf den Einfluß der Kaiserin- Mutter sowie der meisten Großfürsten zurückzuführen, die dem Zaren nahe legten, jetzt feinen Systemwechsel in der Inlandpolitik eintreten zu lassen. Ob Stolypin indessen noch lange am RuKleine Nachrichten. Das Kronprinzenpaar wird seinen Aufenthalt in Aegypten Ende dieses Monats beendigen und am 29. März mit dem Salondampfer Prinzregent Luitpold" der Linte Marseille- Alexandria des Norddeutschen Lloyd nach Korfu Sfe leisten, das schreckliche Wort„ Cholera" scheuchte alle zurück. Bleiben Sie," sagte der zitternde Horn ,,, ich nerde den Arzt rufen!" Und ich blieb. Halling hatte noch so viel Bewußtsein, daß er mich bitten konnte, ihm den Schlüssel zu dem Dokumentenschranke zu holen und das Geheimbuch zu verschließen. Da gewahrte ich, daß ich den kleinen Schlüssel in der Eile in der Hand behalten hatte. ich gab ihn dem Kranken, der ihn in seine Börse steckte. Dann verlor er die Besinnung und brach zusammen ich trug ihn auf das Bett und... der Arzt fam... reisen. Die Berliner Stadtverordnetenversammlung hat am Freitag bei Feststellung des Gesamtetats mit 309 Millionen Mark den Gemeindesteuerzuschlag bei 100 Prozent belaffen. Die schwarzen Pocken wurden bei einem aus Rußland in Magdeburg eingewanderten polnischen Arbeiter festgestellt. Er wurde in einer Isolierbarace untergebracht. Ein Postidyll aus Bayern. In München erhielt ein Geschäftsmann vier Wochen nach einer auf Postscheckkonto nach Karlsruhe erfolgten Einzahlung die schriftliche Aufforderung, auf seinem Revierpostamt zu erscheinen. Dieses teilte ihm dann mit, daß jene Zahlkarte verloren gegangen fet und er eine neue schreiben müsse, da das Geld sonst nicht abgehen könne! Weiter konnte Horn nichts verstehen, da das Paar sich von der Laube entfernte. Aber er wußte schon genug. Starr vor Entsetzen verblieb er noch zehn Minuten in seiner Stellung, dann erhob er sich und verließ den Garten, wie er ihn betreten. Sinnend erreichte er seine Wohnung. Um eine Erfindung. Bet der Staatsanwaltschaft in Dresden wurde gegen den Rechtsanwalt Ernst Schulz Strafanzeige wegen Unterschlagung von Klientengeldern in bedeutender Höhe erstattet. Nachdem er sein eigenes Vermögen, die beträchtliche Mitgift seiner Frau und das Kapital seiner Schwiegermutter für eine Erfindung verbraucht hatte, vergriff er sich an den ihm anvertrauten Geldern. Schulz ist seit acht Tagen von Dresden abgereist und hat sich vermutlich nach Amerika gewandt. Derselbe Abend sollte auch dem bedrängten Karl noch Glück bringen. Er suchte nach dem Schlusse des Comptoirs die Wohnung der Geliebten auf. Frau Bauer, in großer Erregung, öffnete ihm die Tür. Endlich, endlich kommen Sie!" rief sie aus. ,, Mein Gott, was ist denn geschehen? Wo ist Auguste? Sie zittern ja, daß Sie kaum die Tür schließen fönnen." Die Witwe zog ihn in das Stübchen, wo ihn die Geliebte mit ausgebreiteten Armen empfing. ,, Lies! Lies!" rief sie. Ein Anschlag auf einen Personenzug wurde während der Nacht zum Freitag von verbrecherischen Händen nicht weit vom Duisburger Walde auf der Strecke MülheimSpeldorf daurch verübt, daß 1% Meter lange Baumstämme auf das Gleise geschleppt wurden. Glücklicherweise wurde das Verbrechen durch den die Strecke passierenden Bahnbeamten vereitelt und zwar kurz vor dem Eintreffen eines die verbarrikadterte Stelle passierenden Personenzugs. Dann holte sie ihr Taschenbuch aus dem Sekretär, dem sie ein Papier entnahm, das sie dem jungen Mann reichte. Karl las eine Anweisung von Hunderttausend Talern auf das Banthaus Rudolphi. Der Aussteller schloß die Schrift mit den Worten: Eine wertvolle Münze. Gestern wechselte in Neuyork ein Drei- Dollar- Goldstück, das 1870 in San Franzisko geprägt worden war, für 1450 Dollar seinen Besizer. Die Münze ist deshalb so wertvoll, weil die kalifornische Münze in ihrem Gründungsjahr 1870 im ganzen nur zwei Goldstücke prägte. Eines davon wurde in den Grundstein eines öffentlichen Gebäudes eingemauert, während das andere in den Besitz des Direktors der Münze überging. „ Ich erachte es für meine Pflicht, den braven Halling schadlos zu halten, da er allein bei dem verunglückten Unternehmen den Verlust trägt. Sollte mein Schwiegersohn Rudolphi, dem ich ernste Mahnungen erteilt, diese Die Lage im Streifgebiet von Südwales gestaltet sich immer ernster. Die 5000 Bergleute, die nun schon 5 Monate nicht mehr arbeiten, sind aufs äußerste erbittert. Gestern überfielen ihrer mehrere Hundert einige Grubenbeamte und eine Anzahl Polizisten und bombardierten fie mit Steinen, so daß die Polizei und die Beamten in ein Gasthaus flüchten mußten, wo sie von den Ausständigen regelrecht belagert wurden. Eine herbeigeholte Polizei truppe vertrieb schließlich die Streikenden. Aus den Gerichtssälen. Verurteilung eines Rabenvaters. Der 33jährige Ar beiter Richard Sollanek in Berlin hatte sich gestern vor dem Schwurgericht des Landgerichts Berlin 2 zu verantworten, weil er sein vierjähriges Töchterchen zu Tode geprügelt hatte. Sollanek würde zu zehn Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust wegen vorsätzlicher Körperverletzung mit tödlichem Ausgange unter Versagung mildernder Umstände verurteilt. Ein ungeeigneter Hüter der Ordnung. Die Straffammer in Glogau verurteilte den Polizeisergeanten Frenzel Anweisung nicht respektieren wollen, so verordne ich hiermit, daß sie Giltigkeit auf meinen Nachlaß habe und daß meine Tochter, die verehelichte Rudolphi, gezwungen sei, gegen den Empfang dieses Papieres, das seine Giltigkeit nie verliert, sofort zu zahlen. Albrecht." Albrecht war der Schwiegervater Rudolphis, mithin der Großvater Cäcilie Junkers, in dessen Besize sich jezt das enorme Vermögen befand. Zwei Zeugen hatten die Schrift zugleich unterzeichnet; der Lehrer Bauer und ein Pfarrer; beide Beugen, deren Siegel sich neben den Namen befanden, waren gestorben. Frau Bauer hatte mit Tränen die Züge ihres Gatten erkannt, der als Privatlehrer im Hause Albrechts angestellt war. Sie erzählte nun, wie sie zu dem Taschenbuche gekommen und zeigte die vorgefundene Adresse, an die es abgesendet werden sollte, wenn Rudolphi nach einem Monat nicht zurüc tehren würde. Die Adresse lautete:„ Friedrich Halling." ,, Sie können mein freudiges Erstaunen denken," fügte die Witwe hinzu, als ich vorhin das Buch öffnete und diese Entdeckung machte." ,, Das ist Glück im Unglück!" rief Karl. Aber jubeln wir nicht zu früh. Die Tochter Rudolphis ist an einen Offizier verheiratet. „ Sie ist die Erbin des großväterlichen Vermögens, folglich muß sie zahlen. Aber woher ist denn dieser Rudolphi gekommen, wie hat er das wichtige Dokument era halten?" Der Arzt gab später Auskunft über das Ende des Abenteurers; über die letzte Zeit seines Lebens ist nichts bekannt geworden. Denselben Abend noch suchte Karl seinen Rechtsanwalt auf.„ Das Papier ist nicht anzufechten," sagte er, das Vermögen Albrechts existiert noch, folglich können wir es in Anspruch nehmen. Ich begleite Sie morgen zu dm Rentier Junker." ( Schluß folat.) aus Neufala Berionen und prach ihm di gen Amtes Wissen Geheimhal adstation fi bodhichule in Apparat des peldje bezwed sen durch dri ferigen Metho emäßig leid km neuen A gramme erziel gebenes Tel nerden, für d laten, auch fol einen außeror habtlofen Tel Zur Ham melbet: Der Jahaber der & Co. Er hat ausgedehnt. T fondern ein B lommen fein fo ein und nahm bo Mitte& Indes Ende des figte über gro mahte mehrma Im Rausch foll aten haben. Zu der Rinberhauptm tiftet: Die Fe in der Wohnun les Mädchens shers aus E überrascht ommen. 3we und es gelang bewältigen. and zahlreiche s pitb nunmehr Neberfall auf bergiistus bet inter dem Verb Berfonen befin Steles Räuber neil feine Kom Stratmann hat Bugthaus noch kah er aus de In November Me Jrrenanstal m, am 28. N rige Sohwere G bt worden fin Der Hojen Braunsberger nd ließ fich do etende Geschäf it finden laffe inem Geschäft n besten Sofer t lodte- bi Renierte tatsäch id, nachmittag anbet bis zum ohlfeil erworb at judampfte. Der gepre rein Immerg erer, ein lebi niger gefällig ien nicht zur brüdter Stim mmelte Verei ens feinem N fen, für das e Ein Schulm Biener- Neustad tet: Ein tra g in der zwe ule ab. Vor hrige Schüleri splöglich o rettionstanzle fen den Lehr 5 Rind bemü Mädchens den gen. Die Le f im Körper Bewußtsein. A nur den Tob nd hat wahr ft, die dann Herz gebru die Nadel i Jagdunfall raphiert, da g am Donne en Geschäftst andten auf Saufeber an mundung i iftsträger der unglüdliche nosische Tele Deutschland bten, den Fr f dem Berline Borfall beta Cine Chefch ger Strajanj mten als Tr erwiesenen Ge furt zugereifte Betfaale die elließung er tell herumzute tsarbeiter aus In sche hat ial Tlas in atte lich all Tes iche ber 16ft rde era fris nio eit. in= er ber mas fa ent ng le ra te fu I'm en 11. nd in to f= 8 en ft SE 325 E in 8 to en 16 ht e de 1= He Se n ch 0= ' m 10 e T t e t e e t 1 aus Neusalz wegen widerrechtlicher Verhaltung mehrerer Personen und Mißhandlung zu 6 Monaten Gefängnis und prach ihm die Berechtigung zur Bekleidung eines öffent lichen Amtes auf die Dauer von 3 Jahren ab. Wissenschaft, Kunst und Literatur. Geheimhaltung drahtloser Telegramme. Auf der Verfuchsstation für drahtlose Telegraphie an der technischen Hochschule in Darmstadt fanden Versuche mit einem neuen Apparat des Konstrukteurs Johann Sacet aus Prag statt, welche bezweckten, das Auffangen von drahtlosen Telegrammen durch dritte Stationen zu verhindern. Bei den bisherigen Methoden war ein unbefugtes Auffangen verhältnismäßig leicht möglich. Die Versuche ergaben, daß mit dem neuen Apparat eine völlige Geheimhaltung der Telegramme erzielt werden kann. Ein mit diesem Apparat aufgegebenes Telegramm fann nur von der Station gelesen werden, für die es bestimmt ist. Nach Aussage von Fachleuten, auch solchen von der Marine, bedeutet diese Neuerung einen außerordentlichen Fortschritt auf dem Gebiet der drahtlosen Telegraphie. Vermischtes. Zur Hamburger Spionageaffäre wird neuerdings gemeldet: Der verhaftete Engländer heißt Schulz und ist Inhaber der Southamptoner Schiffsmaklerfirma Schulz & Co. Er hat seine Schiffsspionage auch nach Kopenhagen ausgedehnt. Der entschlüpfte Komplize ist kein Engländer, sondern ein Bremer, der bereits nach dem Ausland entlommen sein soll. Schulz traf am 24. Januar in Hamburg ein und nahm Wohnung in cinem Hotel beim Hauptbahnhof. Mitte Februar verschwand cr auf 10 Tage, kehrte indes Ende des Monats in dasselbe Hotel zurück. Er verfügte über große Gelder, trat als Grandseigneur auf und machte mehrmals auch Zechen von mehreren hundert Mark. Im Rausch soll sich Schultz, der ein starker Trinker ist, vertaten haben. Zu der bereits gemeldeten Wiederverhaftung des Räuberhauptmanns Stratmann ir Essen wird weiter hetichtet: Die Festnahme gelang in Mülheim an der Ruhr in der Wohnung seiner Geliebten. Ein zweiter Verehrer des Mädchens hatte der Polizei den Wohnort des Verbrechers aus Eifersucht verraten. Stratmann wurde gänzlich überrascht und sprang durch ein Fenster, um zu entlommen. Zwei Polizeibeamte sprangen ihm aber nach, und es gelang ihnen, mit Hilfe eines dritten Beamten ihn ju bewältigen. In seinem Besize wurden ein Revolver und zahlreiche Patronen gefunden. Durch seine Verhaftung wird nunmehr der am 7. Februar versuchte räuberische Ueberfall auf den Lohngeldertransport des Königlichen Bergjistus bet Gladbeck vollständig aufgeklärt werden. Die unter dem Verdacht der Mittäterschaft festgenommenen vier Bersonen befinden sich noch sämtlich in Untersuchungshaft. Dieses Räuberstüd gelang Stratmann nur deshalb nicht, weil seine Komplizen nicht vollständig zur Stelle waren. Stratmann hat von den über ihn verhängten 13 Jahren Buchthaus noch über zehn Jahre zu verbüßen. Mitte 1909 brach er aus der Jrrenanstalt Münster aus und wurde erst Im November 1909 wieder verhaftet. Er wurde dann in ble Jrrenanstalt Eidelborn gebracht. Von dort gelang es thm, am 28. November v. J. wieder zu entkommen, Bahltelche schwere Einbruchsdiebstähle, die seit dieser Zeit verlibt worden find, werden auf sein Konto gesetzt. Der Hosenrod in der Stadt der reinen Vernunft. Eine Braunsberger Dame besuchte ein Königsberger Modehaus und ließ sich dort auch einen Hosenrod zeigen. Der hinzutretende Geschäftsinhaber bemerkte, falls sich die Dame bezeit finden lasse, einen Hosenrod anzulegen und in ihm von Jeinem Geschäft bis zum Bahnhofe zu gehen, mache er ihr ben besten Hosenrock seines Lagers zum Geschenk. Das ObJeft loďte die Dame fonnte nicht widerstehen und promenierte tatsächlich, angetan mit dem seltsamen Kleidungstid, nachmittags um 6 Uhr, unangefochten und unbeantandet bis zum Bahnhofe, wo sie fich umkleidete und das wohlfeil erworbene Garderobenstück im Koffer, ihrer Heimat zudampfte. - Strafe Nebensung an das Arbeitshaus zu gewärtigen. Da bei der erstmaligen Ueberweisung an das Arbeitshaus diese bei Eingehung der Ehe nicht vollstreckt wird, hat sich das Paar jezt trauen lassen. Massen- Raubmorde in Kroatien. Die geheimnisvollen Morde, die seit einigen Tagen die Gegend von Ugram in großer Aufregung hielten, dürften bald aufgetlärt sein. In Karlstadt wurden vorige Woche kurz nacheinander vier nadte Leichen aus der Kulpa gezogen. Alle hatten die Schläfen durchschossen und das Gesicht bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Die Kleider der Toten wurden in einem Bündel am Ufer des Flusses aufgefunden, waren aber in fleine Fetzen zerschnitten, so daß auch durch sie nicht die Identität der Ermordeten festgestellt werden fonnte. Nun hat die Annahme, daß es sich um amerikanische Rückwanderer handelt, die bei der Heimkehr nach Kroatien überfallen, ermordet und ihrer Barschaft be= raubt wurden, durch die von der Agramer Staatsanwaltschaft geleitete Untersuchung ihre Bestätigung erhalten. Der geprellte Eßverein. In Fürth wollte der„ Eßperein Immergrün" seine Kasse verjubeln, allein der KasHerer, ein lediger Schneider, hatte das unter Mithilfe einiger gefälliger Dämchen selbst schon besorgt. Er erchien nicht zum Stiftungsfeste, sondern verduftete. In gebrüdter Stimmung machte sich der sonst vollzählig verammelte Verein über das bestellte Essen her, um wenigtens seinem Namen Ehre zu machen und nichts stehen zu lassen, für das er ja doch bezahlen mußte. Das Grab des Magyarenhäuptlings. In einem Weingarten in Gödöllö in Ungarn wurde dieser Tage ein Grab aufgedeckt, das aus der Zeit der Festsetzung der Magyaren in Pannonien( um 895) stammt. Aus dem Grabe wurde das Skelett eines mit seinem Pferde begrabenen Reiters hervorgeholt. Es lag mit dem Kopfe gegen Nordosten gewendet. Die Knochen waren, wie man der„ Frks. 3tg." schreibt, voll Gold und Silberschmuck. Auf dem linken Arme befand sich ein goldenes Armband, an den Fingern steckten Ringe. Neben dem Skelett lagen Pfeile, unter der rechten Hand ein mächtiges Stahlschwert mit silbernem Knauf. Zu Füßen des Pferdes waren die Stoßzähne von zwei Wiloschweinen eingegraben. Die Direktion des Nationalmuseums nahm eine Prüfung der nach Budapest transportierten Gegenstände vor. Man hält es nicht für ausgeschlossen, daß das Skelett dasjenige eines der Führergenossen Arpads ist, des ersten Großfürsten der Magyaren. Finderlohn nach 19 Jahren. Im Jahre 1892 verlor Herr R., der Chef eines bedeutenden Handelshauses im Zentrum Berlins, in der Straße ,, Unter den Linden" eine Brieftasche, in der mehr als 20 000 Mart in Reichsbanknoten enthalten waren. Herr R., der schon mit einem Verlust der ganzen Summe gerechnet hatte, war sehr verwundert, als ihm am nächsten Tage die Brieftasche mit dem Inhalt durch die Post wieder zugestellt wurde. Als Absender des Pakets war ein Herr S. in der Potsdamerstraße angegeben. Der Verlierer war natürlich über die Wiedererlangung seines Geldes sehr erfreut und er wollte den ehrlichen Finder aufsuchen, um ihm seinen Dank und einen anständigen Finderlohn zu überreichen. Dabei stellte es sich heraus, daß der Name des Absenders fingiert war. Auch Nachfragen auf dem Einwohnermeldeamt bestätigten dies. Herr R. nahm nun an, daß die Brieftasche von irgend einem sehr reichen Herrn gefunden worden war, der cuf einen Finderlohn verzichten konnte und der auch nicht mit seinem Namen hervortreten wollte. Vor einigen Tagen meldete sich bei Herrn R. ein Mann, der sich als den damaligen Finder der Brieftasche vorstellte und nach 19 Jahren noch seinen Finderlohn erbat. Herr R., der das Vortommnis mit der Brieftasche wohl schon tausendmal und allen möglichen Leuten erzählt hatte, war zunächst mißtrauisch; aber der vorgelassene Mann wußte über die Brieftasche, über den Inhalt, über die in der Tasche vorgefundene Adresse des Verlierers, über die Verpackung bei der Zusendung, über den Bezirk der Absendung usw. so genaue Angaben zu machen, daß kein Zweifel mehr sein fonnte, der wirkliche Finder hatte sich gemeldet. Dieser war damals auch sehr reich gewesen, aber durch allerlei Schicksalsschläge war er so heruntergekommen, daß er jetzt die Mildtätigkeit des Mannes in Anspruch nehmen wollte, gegen den er vor 13 Jahren so ehrlich gehandelt hatte. Herr R., sorgte zunächst dafür, daß die Ermissionsklage gegen den ehemaligen Finder der Brieftasche zurückgenommen wurde, überreichte ihm einen größeren Betrag und verschaffte ihm eine Anstellung. Ein Schulmädchen mit einer Nadel im Herzen. Aus Wiener- Neustadt wird dem„ Neuen Wiener Tagebl." be= htet: Ein tragischer Vorfall spielte sich gestern nachmitlag in der zweiten Klasse der hiesigen Jubiläumsvolkshule ab. Vor Beginn des Unterrichts wurde die achtährige Schülerin Magdalena Berner, Tochter eines Schneiders, plöglich chnmächtig. Die entsegten Mitschülerinnen tiefen den Lehrer Echerr herbei, der das Mädchen in die Direktionskanzlei bringen ließ, wo sich mehrere Lehrer um das Kind bemühten. Da sah man aus der Herzgegend des Mädchens den Kopf einer großen Schneidernadel hervorragen. Die Lehrer zogen die Nadel, die sechs Zentimeter Hef im Körper stat, heraus, doch das Kind kam nicht zum Bewußtsein. Als der städtische Bezirksarzt erschien, konnte er nur den Tod des armen Mädchens konstatieren. Das kind hat wahrscheinlich zu Haus die Nadel ins Kleid geteft, die dann bei einer Bewegung in der Schulbank in das Herz gedrungen ist. Die Sektion der Leiche ergab, daß die Nadel in den Herzbeutel gegangen war. Jagdunfall eines Diplomaten. Aus Tanger wird teegraphiert, daß der österreichische Gesandte von Callenerg am Donnerstag bei einer Eberjagd von dem deuthen Geschäftsträger versehentlich durch einen Stich mit er Saufeder am Fuße verletzt wurde. Man brachte den besandten auf einer Tragbahre nach Tanger zurück; die Serwundung ist nicht gefährlich. Offenbar hat der Gehäftsträger den Jagdspieß gegen einen Eber geschleudert nd unglücklicherweise den Gesandten getroffen.( So das tanzösische Telegramm, das insoweit nicht stimmen kann, Is Deutschland feinen Geschäftsträger, sondern einen Geandten, den Frhrn. von Seckendorf, in Marokko hat. Auch uf dem Berliner Auswärtigen Amt ist noch nichts über en Vorfall bekannt.) Eine Eheschließung im Gefängnis wurde in der Naumurger Strafanstalt unter Zuziehung von zwei Gefängnisbeamten als Trauzeugen zwischen einem nach Naumburg berwiesenen Gefangenen und einer zu diesem Zwecke aus Erfurt zugereisten Dame" geschlossen. Nachmittags fand m Betsaale die firchliche Einsegnung dieser Ehe statt. Die theschließung erfolgte zu dem Zwede, um um ein Gerichtsteil herumzukommen. Der Bräutigam ist ein Gelegeneitsarbeiter aus Erfurt und hat nach Verbükung seiner men hat, indem er erklärte, er begreife wohl, daß es Mianner gebe, die sich in die allgemeinen Handwerksfächer nicht einzwängen laffen, sondern der Aftenschinderei und der bu reaukratischen Zwangsjade eine fretere, selbständigere Gedankentätigkeit vorziehen. Die Zeitung hat so viele Kritiker als Leser, also mehr Kritiker als Abonnenten. Dazu kommen so viele Leute in ihrem ganzen Leben nicht dazu, sich einzugestehen, daß sie „ das trockene Brot der Bildung", das sie gerade noch be figen, einzig aus der Zeitung sich angeeignet und ihr allein zu danken haben. Wenn einmal eine Zeitungsnachricht begründeterweise als erfunden oder aus der Luft gegriffen stigmatisiert wird, ist es jedoch in den seltensten Fällen ein Journalist, der erfunden oder den Griff in die leere Luft getan hat, da steckt zumeist ein anderer dahinter. Dte sensationslüsternste Zettung ist überdies niemals im Erfinden so maßlos wie das Gerücht, das von Mund zu Mund geht; nicht zu reden von den Fällen, in denen die Gutgläubigkeit der Presse malitiös für fremde 3wecke ausgenützt wird. Zur Qualität eines guten Journalisten gehören zweifellos: Rechtschaffenheit, Anständigkeit, Unabhängigkeit und ein starkes Verantwortlichkeitsgefühl. Damit ist es aber noch nicht getan. Es muß auch etwas Fähigkeit dabei sein zum blizzartig raschen Erfassen der Erscheinungen und Vorgänge, zur temperamentvollen Wiedergabe von Eindrücken, die an anderen vielleicht Spurlos vorübergehen, kurzum, das spezifische journalistische Talent. Die braven Leute müssen auch gute Musikanten sein. Der journalistische Dienst des Reporters, der ausgeschickt wird, Details über eine Mordtat, ein Eisenbahnunglüd, einen Straßenauflauf zu beschaffen, ist eine Arbeit, die nicht weniger Findigkeit, Intelligenz, Geschick, oft auch Taft erfordert, als die getstige Arbeit manchen Berufes, die das Privileg üppiger Honorierung und dementsprechenden Ansehens genießt. Wie sehr Bismarck die Besonderheit des journalistischen Talents zu erkennen und einzuschätzen verstand, davon gab er eine überzeugende Probe in der Aeußerung, die er im August 1890 Anton Memminger gegenüber tat: Ich fann aus einem tüchtigen Redakteur leichter einen Staatssefretär des Aeußern oder des Innern machen- bitte, denfen Ete nur an Lothar Bucher- als aus einem Dubend Ge heimräte einen gewandten leitenden Redakteur. Ich gebe Ihnen gleich einen Leiterwagen voll von diesen Geheimräten, Juristen, Theologen oder auch Philologen mit lauter ersten Noten in die Lehre, und Sie können aus ihnen nicht viel mehr als einen Schneider machen, der mit der Schere irgend ein geistloses Lokalblatt zusammenstellt: Das Zeug zum Redakteur, der selber denkt, schafft und schreibt mit Schwung und Kraft, muß man auch mitbringen!" Die Leiche des verstorbenen Königs Chulalongkorn von Siam ist am Schlusse der vergangenen Woche in Bangfof verbrannt worden. Bekanntlich war der König bereits im letzten Oktober gestorben, aber die Bräuche Siams forderten bisher, daß der Monarch noch jahrelang nach setnem Tode über der Erde stehen bleibe, ehe er durch die Zeremonie der Verbrennung mit seinem Vorgänger vereinigt werde. Mit diesem alten Brauch hat erst der jetzige König gebrochen, als er befahl, daß man seinen Vater schon jetzt einäschere. Diese Feierlichkeit hat nun, wie gesagt, in Bangkot stattgefunden. Durch die mit einer dichten Menschenmenge gefüllten Straßen bewegte sich der glänzende Leichenzug zu dem Scheiterhaufen, der sich auf dem größten Leichenzuge der Stadt befand. Nachdem die Bahre mit der Leiche des Königs auf den Scheiterhaufen emporgehoben war, trat der neue König an den Holzstoß heran und setzte ihn mit einer Fackel, die er an einer heiligen Kerze entzündet hatte, in Flammen. Ihm folgten die übrigen Mitglieder des Königshauses und die höchsten Würdenträger. Sie alle trugen aus dünnem Holz gefertigte Kränze in den Händen, die sie mit kurzen zere= moniellen Weihesprüchen in die Glut warfen. Als die Verbrennung vollzogen war, wurde die Asche in einer fostbaren Urne gesammelt und in der königlichen Totentammer beigesetzt. Mit dieser Zeremonie endet zugleich die Zeit der offiziellen Trauer in Siam, und die weiße Trauerfarbe, die ein halbes Jahr alle übrigen Farben verdrängt hatte, verschwindet wieder. Vorausberechnung des Lebensendes. Jm Verein für provinzielle Naturkunde zu Reval berichtete vor einigen Tagen, wie wir in den Revaler Blättern lesen, Herr Henry von Winkler über einen Versuch, die Lebensleistungen des Menschen durch mathematische Begriffe auszudrücken. Dem Versuch lag das Ariom zugrunde, daß jedem Lebewesen von seiner Geburt bis zu seinem Tode eine streng begrenzte Lebensenergie zur Verfügung steht. Mit dem Fortschreiten naturwissenschaftlichen Erkennens wird es vielleicht in absehbarer Zeit möglich sein, jene Energiesumme zahlenmäßig auszudrücken. Wenn das bedeuten soll, daß man das Lebensende eines Menschen vorausberechnen können werde, so zweifeln wir daran, ob solche Berechnungen viel Freude erregen werden. Die Presse und ihre Leute. Das Publikum sieht nicht tief hinein in das ernste Getriebe der Journalistik. Es hat denn auch wohl keine Vorstellung von der immensen Arbeit, den Mühen und Anstrengungen, die hierfür aufzuwenden sind. Die Journa listik ist ein Kampfberuf. Täglich hat sie gegen Mißvergnügte, Gekränkte, Verlebte, in ihrer Eitelkeit oder ihren Interessen sich getroffen Fühlende, gegen Zweifler und Lästerer sich zu wehren. Ruhepausen gibt es nicht. Eine Spannung löst die andere ab. Die Journalistik ist Mitempfinden alles Leids. Sie wird in stärferem Maße als andere Berufe getroffen durch Fehler der Politik, der Justiz und Verwaltung. Ihr darf nichts gleichgültig sein, sie darf nichts talt und unberührt laffen. Solcher Nervenan spannung, Nervenzerrung sind nur die Berufenen gewach sen. Nur öte geistig und physisch Bestausgerüsteten fön nen bestehen. Ruhelos erneut sich immerfort der Kreislauf. „ Das Schwache fällt, das Tüchtige tritt heran!" In Wien hielt dieser Tage der Regierungsrat im literarischen Bureau des Ministeriums des Aeußern Jakob v. Winterniß unter dem Titel„ Die Presse und ihre Leute" einen Vortrag. Er führte nach einem Bericht der„ N. Fr. Pr." u. a. folgendes aus: Bismards Schlagwort:„ Die Zeitungen werden von Leuten geschrieben, die ihren Berf verfehlt haben", wird noch heute den Journalisten nachgerufen, wiewohl Bismarck selbst dies Wort in späteren Jahren zurückaenomDrabtnachrichten und neuestes. Eine militärische Beförderung des Reichskanzlers. Berlin, 25. März. Der Kaiser hat den Reichskanzler von Bethmann Hollweg bei Gelegenheit des Stapellaufes des Linienschiffes alfer" zum Generalmajor ernannt. Die russische Ministerkrifis beendet. Petersburg, 25. März. Die Krisis ist beendet. Stolypin bleibt auf seinem Posten. In seinem Hause fand gestern abend ein Ministerrat statt. In zwet kaiserlichen Erlaffen wird befohlen, daß die Reichsduma und der Reichsrat ihre Sibungen vom 25.- 28. März unterbrechen. Die Erlasse sind von Stolypin gegengezeichnet. Kriegsgerüchte ans dem fernen Often. London, 25. März. Blättermeldungen zufolge erhielt ein Londoner Handelshaus der City gestern ein Telegramm aus Ostasien, wonach man dort die demnächstige Erklärung des Krieges zwischen Rußland und China erwarte. Bet Lloyds Versicherungsgesellschaft stiegen die Versicherungsprämien gegen den Ausbruch eines Krieges während der nächsten vier Wochen von 5 auf 10 Guineen pro Hundert. In Charbin versuchten Chungufen die Eisenbahnbrücke zu zerstören. Die Petersburger Regierung glaubt nach wie vor an keinen ernsten Konflikt, rechnet aber mit fleineren Ueber fällen seitens der Chungusen. Eine ausgeplünderte Klinik. Berlin, 25. März. Die Frauenklinik der Charitee wurde von Dieben heimgesucht, denen mehrere hundert Mark Bargeld, mehrere Sparkassenbücher, Uhren, Armbänder und andere Wertsachen in die Hände fielen. Schwerer Straßenbahnunfall. Prag, 25. März. In der Vorstadt Lieben riß sich ein Beiwagen der elektrischen Straßenbahn los und rollte einen steilen Abhang hinab. Dabei prallte er auf einen vorausfahrenden Wagen, wobei zwei Personen lebensgefährlich verletzt wurden. Abgetriebene Fischer. Kopenhagen, 25. März. An der Südküste von Island waren 5 Fischerboote mit der gesamten Besabung von 57 Mann infolge eines plöblich eintretenden Schneesturmes auf das offene Meer hinausgetrieben worden. Nachdem sie den ganzen Tag und die folgende Nacht im Schneeorfan auf dem Meer umhergeworfen worden waren, fonnten sie am andern Morgen von einem vorbeifahrenden Fischdampfer bis auf einen Mann gerettet werden. Dieser war bei der Rettung zwischen sein Boot und den Dampfer geraten und totgedrückt worden. Die Boote mußten dem Meere preisgegeben werden. Ein Aeroplan mit 18 Insassen. O Paris, 25. März. Der Flieger Sommer unternahm gestern auf dem Flugfelde von Mouzaine mit zwölf Passagieren an Bord mit seinem 3weidecker einen Flug von über 800 Meter. Das Gewicht der Passagiere betrug 653 Kilogramm. Der Apparat ist mit einem Motor von 70 Pferdefräften ausgerüstet. Einbruch in ein Munitionslager. Lissabon, 25. März. Gestern abend ist das Munitionslager der Militärverwaltung erbrochen aufgefunden worden. Man glaubt, daß viel Munition entwendet wor=. den ist. Amerikanische Eisenbahuromantik. Neuyork, 25. März. Ein Bandit beraubte in der Nähe von Dennison sämtliche Passagiere eines Schnellzuges ihrer Wertsachen. Aus dem Geldschrank stahlen sechs Diebe 85 000 Marf. Die merikanischen Unruhen. Nenyorf, 25. März. Die merikanischen Rebellen verhängten das Todesurteil über alle, die für die Hinrichtung gefangener Aufständischer verantwortlich sind. Sie bezeich nen das Kriegsrecht als Verfassungsbruch. Zuverlässige Nachrichten besagen, daß der Rücktritt des Präsidenten Diaz bevorsteht und daß durch die Bildung einer liberalen Regierung die Revolution zusammenbrechen wird. IVO PUHONNY Ein Sprung in's Ungewisse. ift jeder Verfuch, die bewährten Marken Palmin Palmona fett) und ( Pflanzen- Butter- Margarine) durch unbekannte, billige Fette zu erfetzen. Palmin und Palmona werden feit vielen Jahren täglich in Millionen Haushaltungen verwendet; fie find alfo erprobt und bewährt, fonft würden fie nicht den ausgezeichneten Ruf genießen, den fie von der feinften bis zur einfachsten Küche befitzen. Darin liegt eine Garantie, die bei unbekannten Marken nicht geboten wird. Arbeitsvergebung. Unter Zugrundlegung des Ministerialerlasses bom 16. Junt 1893 werden die für den Umbau des früheren veterinär- anatomischen Instituts zu Gießener forderlichen Arbeiten und Lieferungen vorbehaltlich der landstädtischen Genehmigung hiermit öffentlich ausgeschrieben. Zur Verlosung gelangen: Los I Maurerarbeiten: 25 cbm Mauerwerk abzubrechen, 28 cbm Badsteinmauerwerk, 19 steig. m Schornstein, 89 qm Fachwände 2c. Los II Bimmerarbeiten: 710 Ifd. m Holzwerk abzubrechen, 6,60 cbm Tannenholz zu liefern, 985 m Holz abzubinden 2c. Los III Dachdeckerarbeiten: 205 qm Schieferdeckung abzubrechen, 205 qm Dachflächen zu schiefern 2c. Los IV Eisenlieferung: 2200 kg T: Träger. Los V Spenglerarbeiten: 20 qm 3infab. deckungen, 33 Ifd. m Kastenrinnen 2c. Los VI Weißbinderarbeiten: 480 qm Wandund Deckenputz, 925 qm Stalffarbenanstrich, 547 qm Del: farbenanstrich 2c. Los VII Schreinerarbeiten: 35 qm Fußboden, 13 Türen, 72 Ifd. m Fußsockel 2c. Los VIII Schlosserarbeiten: 15 Türen anzuschlagen, 200 kg eiserne Türen, 50 kg Anker, Klammern 2c. Los IX Installationsarbeiten: 580 m Gasund Wasserleitungsrohre in verschiedenen Dimensionen. Die Verdingungsunterlagen fönnen auf unserem Amte, Stephanstraße 18, eingesehen, Angebotsformulare von dort, soweit der Vorrat reicht, bezogen werden. Angebote mit genauer Aufschrift find bis zum Eröffnungstermin, Lichtspiele Walltorstr. Kolosseum Walltorstr. Giessen. Programm vom 25. bis 28. März 1911 1. Eine Elektroseilbahn zur Speisung der Hochöfen. Hochinteressante Aufnahme aus dem Gebiete der modernen Technik. 2. Müllers Geschenk. Eine Posse im Bilde. 3 Der ehrliche Finder. Rührendes Drama aus dem Leben. 4. Eine doppelte Entführung. Lustspiel in 12 Bildern. 5. Der Tod des Don Juan. Grosses Schauspiel nach der bekannten Oper. Reihenfolge der Bilder. 1) Don Juan verführt Donna Anna. Kommandeur und er duellieren sich; der Kommandeur wird getötet. 2) Don Juan begegnet Elvira. Nur wenige Tage! Gastspiel des bekannten und beliebten Circus L. Strassburger Wetzlar, Harplatz. Dienstag, den 28. März, abends 8% Uhr: Ausserordentliche GalaEröffnungs- Vorstellung mit auserlesenem, anerkannten Weltstadtprogramm. für die Abend- Vorstellungen: Logensitz Preise der Plätze 200, Num. Sperrsitz Mk. 1,50, I. Sitzplatz Mk. 1,00, II. Sitzplatz Mk. 0,80, III, Sitzplatz Mk. 0,60, Stehplatz Mk. 0,40. Zn den Nachmittags- Vorstellungen zahlen Kinder bis zu 12 Jahren und Militär: 20, 40, 60 Pfg, 1,00 Mk., 1,50 Mk. Mittwoch, den 29. März 1911 2 grosse ParadeVorstellungen Nachmittags 412 Uhr. ofert Abg ausg jede liege Sel nich N Uni geehrter Mitteil ( nicht 3 Abends 8 Uhr. in eine Billet- Vorverkauf zu den Abend- Vorstellungen Zigarrenhandlung Sircoulomb, Bahnhofstr. u. Eisenmarkt. Der Donnerstag, abends 8 Uhr: Neues Programm! 3) Don Juan bepfiehlt Syanarello, die Statue des Kommandeurs zu Tische zu bitten. 4) Don Juan langweilt sich mit seiner Frau. 5) Der Kommandeur kommt zum Rendez- vous und nimmt Don Juan in die Unterwelt mit. Unter luxuriösester Ausstattung wird uns das vielseitige Leben Don Juans vor Augen geführt, der schliesslich doch auch den Weg zum Hades- Aufenthalt der Toten findet. Selbst hier bereitet man ihm stürmische Empfangscenen und die reichlich versammelte Weiblichkeit ist unglücklich über den Tod dieses Geliebtesten aller Geliebten. - 6. Wildfütterung. Herrliche Naturaufnahme. 7. Das ewige Märchen. Humoristisch. 8. Der Verleumder. Sittenroman von ersten Parisern Künstlern gespielt. Farbenkinematographie. Täglich Vorstellung ununterbrochen von nachmittags 3 Uhr bis abends 11 Uhr. Collisy& Bingel Telephon 828 Neue Sensation! Nur wenige Tage! Schön möblierte Wohn- u. Schlafzimmer in ruhiger Lage p. sofort gesucht. Offerten unter A. 101 an die Exp. der Wetzlarer Zeitung. In einer Stadt Hessen- Nassaus ist eine gut gehende Wirtschaft mit grossem, neuem Saalbau neuer Bühne, Centralheizung etc. unler günstigen Bedingungen zu verkaufen Welches ist die beste Chauffeurschule? In der Dresdner Chauffeur schule wurden ca. 1000 Leute jeden Standes zu tüchtigen Chauffeuren ausgebildet und bestanden die Prüfung. Viele Huadre er Etelten wachweisbar sofort AnstelMa verlange Prospekt lung. foftenlos von der oder zu verpachten. Offerten unt. Dresdner Chauffeurschule, 20195 W. dieser Zeitung erbet. Millionen Fortpflanzen, kräftige, vorzüglich bewurzelte Ware, lie. fert billigst, Preisliste frei Wilh. Röttgers, Würdinghausen( Weftfal.) Dresden Borsbergstraße 39. 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Uhr Die bei Erneuerung des Fußbodens im Kesselhaus der medizinischen und Frauenklinik zu Gießen er forderlichen Maurerarbeiten( ca 100 qm Klinkercollschicht fußboden etc.) werden auf Grund des Ministerialer laffes bom 16. Juni 1893 hiermit öffentlich ausgeschrieben. Die Angebotsunterlagen fönnen auf unserem Amte, Stephanstraße 18, eingesehen, Angebotsformulare dorther bezogen werden. Offerten sind bis zum Eröffnungstermin, Samstag, den 8. April, vormittags 10 Uhr, bei uns einzureichen. Buschlagsfrist 14 Tage. Gieken, den 25. März 1911. Großh. Hochbauamt. J. V.: Heyer. bilgit Giessener Verlagsdruckerei Klein& Fischer. Kuverte mit Aufdruck Drud der Gießener Verlagsdruderei, Klein& Fischer. Telefon 84. Aug. Gabriel jr. Giessen, Telefon 84. la. Qualitäten Massenfabrikationen Bahnanschluss Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Geborene. Aufgebote. März 18. Michael Nastansky, Friseur in Frankfurt a. M., mit Maria Krapp in Gießen. " 18. 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Philipp Lahr, Rentner, 62 Jahre alt. 21. Hermann Friedrich Horny, 1 Jahr alt. 20. Luise Menzer, geb. Schöpflin, 54 Jahre alt. der wide " " " 22. Eduard Burhenn, Metzger, 30 Jahre alt. 21. Eva Kaufmann, geb. Wucherpfennig, 77 Jahr. " " 24. Karl Wilhelm Erich Hahn, 2 Monate alt. 23. Peter Müller, Handelsmann, 41 Jahre alt. Rech dhöp Die chelei und abw thn zum fchönste und billigste Familien- Witblatt Meggendorfer- Blätter München Zeitschrift für Humor und Kunst Vierteljährlich 3 Nummern nur M. 3.Abonnement bei allen Buchhandlungen und Poftanstalten. Verlangen Sie eine Gratis- Probenummer vom Verlag, München, Theatinerftr. 47 Kein Befucher der Stadt München follte es verfäumen, die in den Räumen der Redaktion, Theatinerftraße 47III befindliche, äußerst intereffante Ausftellung von Originalzeichnungen der Meggendorfer- Blätter P zu besichtigen. Täglich geöffnet. Eintritt für jedermann frei! וטטטטטטטטט " " 20. Johann Adam Loz, Gürtler, mit Maria Josephine Heilmann, beide in Offenbach a. M. 22. Friedrich Siebert, Sergeant und 3ahlmeisterAspirant in Gießen, mit Johanna Frieda Regler in Friedberg. 23. Heinrich Philipp Lange, Bäcker inGießen, mit Margarete Kreuder in Grünberg. Eheschließungen. März 18. Heinrich Schneider, Taglöhner, mit Anna Hof, beide in Gießen. Gestorbene. März 18. Johannes Kolb, Lehrer i. P., 90 Jahre alt. - Verantwortlich für die Redaktion i. V.: Albin Klein, für Reklame u. Anzeigen: W. Schmidt, sämtl. in Gießen.