fen zu hl. 31. It: pezeret mbutter, 0/60 mm nd Soba, cial, ift bers hr it aud an den ngefeben erheffen. Preisliste frei dgrube Fahrrädern en der ganz gel. Leichte er, schicke agendräder. htem, verockenlager. talog steht en gesucht. Grüttner n 84. lass 1 ift on 828 gen. e lack. atratzen Polstereller fachrmöbel חר chl n- 1 egt ein Pro in, bei, auf gen. n Gießen. Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 50 pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen vierteljährlich 1,50 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mt.- Erscheint jeden Werktag früh.- Die„ Humoristischen Blätter" Redaktion: liegen wöchentlich einmal gratis bei. Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Herausgeber: Albin Klein& Otto Fischer. Nr. 23. Tele phon: Nr. 362. Nur 50 Pfennig kostet 1 Probeabonnement. Neue Leser erhalten unser Blatt, sowie auf Wunsch einen bereits erschienenen Roman in Broschürenform bis zum 1. Februar geliefert. umsonst Der Verlag. der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer des Großherzoglichen Polizei- Amtes = Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Freitag den 27. Januar 1911 Genossenschaft hatte früher die Absicht, auf diesem Gelände eine größere Anzahl Einfamilienhäuser richten. zu er= (*) Großen Linden. Der Spar- und Vorschußverein schloß seine Jahresrechnung mit einem Gewinnkonto von 64 087 Mark, die Aktiven betragen Mk. 1 519 025. - Rödgen, 24. Jan. Der bekannte Volksschrift steller Heinrich Naumann aus Nanzhausen hielt am Sonntag im Saale der Kleinkinderschule einen Vortrag über„ Heimat und Heimatliebe". Wie immer fand auch hier wieder der einfache Landmann warme Töne, die den Weg zum Herzen der Zuhörer nicht verfehlten. Deklamationen und Gesänge trugen zur Belebung der interessanten Veranstaltung bei. - Hattenrod, 26. Jan. Am Samstag, abends 7 Uhr, findet im Gasthause von H. Dörr ein Vortrag statt. Das Thema lautet:„ Die Organisation und Aufgabe der Landwirtschaftskammer". Sozialdemokratische Verwaltungskunst. statt. Das Thema lautet:„ Die Organisation und AufEin Zusammenbruch sozialdemokra tischer Verwaltungskunst. In einem in München bestehenden, eigentlich neutral sein sollenden Sanitätsverband hat sich die Sozialdemokratie die Leitung und Verwaltung zu verschaffen gewußt. Jedes Amt und jedes Aemtchen wurde mit waschechten Sozialdemokraten besetzt. Ein von dem Verband in Oberölkofen errichtetes Sanatorium bot eine Reihe willkommener Futterkrippen, die mit den„ besten" und„ fähigsten" Genossen besetzt wurden. Und nun ist das Gebäude sozialdemokratischer Verwaltungsherrlichkeit elend zusammengebrochen. Statt einer Musterverwaltung nach dem Rezept des Zukunftsstaates ein unglaublicher Rattenkönig von himmelschreienden Miß ständen, eine Kliquenwirtschaft und Korruption, wie sie schlimmer in keinem zweifelhaften Unternehmen des„ verfaulten" Gegenwartsstaates denkbar ist. Das ist nämlich das Ergebnis eines aussehenerregenden Beleidigungs prozeſſes, der sich fürzlich in München abspielte und die sozialdemokratische Miß- und Kliquenwirtschaft auf der Anklagebank sah. Ein Pationt des Sanatoriums, namens Seeleitner, selbst Sozialdemokrat, hatte sich über die Zustände in der Anstalt beschwert, war darüber aber von den„ Obergenossen" in der unflätigsten Weise beschimpft, sogar angespuckt worden. Gegen solchen„ Anstand" und diese„ Brüderlichkeit" strengte er gerichtliche Klage an. Diese dreitägige Verhandlung war eine ein3tge schmachvolle Blamage für die königlich- bayrische Sozialdemokratie. Verpflegung, Beköstigung wie Behandlung der Patienten unter aller Kritik; der Verwalter und Obergenosse Schaupner ein Grobian und rücksichtslosloser Diktator; die mit der Kontrolle betrauten Obergenossen" aber taub gegen alle Beschwerden, aus ge= wissen Gründen drückten sie nicht ein, sondern beide Augen zu. Und der sozialdemokratische Anstaltsarzt wie die Gattin des Verwalters paßten ebenfalls in dieses Genrebildchen aus dem Zukunftsstaat. In diesem Sinn haben zahlreiche Zeugen, von denen die meisten selbst Sozialdemokraten sind, ihre eidlichen Aussagen vor Gericht gemacht. Das gravierende Ergebnis des Prozesses ist in einem Flugblatt zusammengefaßt, das vom Ortsfartell der christlichen Gewerkschaften Münchens, Fürstenfelderstraße 4, herausgegeben wurde. Es eignet sich als wirksame Waffe im Kampf gegen die Sozialdemofratie und kann von vorstehender Adresse bezogen werden: 100 Stück 1.20 Mt., 1000 Stück 10 M., 5000 Stück 48 Mt. Der Prozeß Oberölfofen hat erneut bestätigt, daß die Sozialdemokratie brutal in Anwendung der Macht, groß im Fordern und in der Kritik, aber vollständig unfähig zu positiver Arbeit ist. - Lokal- Nachrichten. Gießen, den 27. Januar. = h= Gießen, 26. Jan. Am 1. April tritt Geheimer Hofrat Prof. Dr. Moritz Pasch von der Landesuniversität in den Ruhestand. Wie verlautet, ist zum Nach folger der Mathematiker Prof. Dr. Georg Landsberg Kiel ausersehen. *) Gießen. Der Beginn der ersten Sch wur= gerichtsperiode für Oberhessen ist auf den 6. März festgesetzt worden. Zum Vorsitzenden wurde Landgerichtsrat Wiener ernannt. = 0= Gießen, 26. Jan. Vom 4.- 6. Februar veranstaltet der Sti- Klub„ Wintersport" seinen 2. Skikursus. Am 5. Februar sollen mehrere Wettläufe, die sich auf Dauerlauf, Damenlauf, Volts- und Jugendlauf erstrecken, abgehalten werden. = 0= Gießen, 27. Jan. Die Stadt kaufte von der Baugenossenschaft des ev. Arbeitervereins das an der Liebigstraße gelegene Baugelände von ca. 11 000 Quadratmeter für den Preis von 42 000 Mark. Die * Wetzlar. Generaldirektor Kaiser erhielt anläßlich des Krönungs- und Ordensfestes den Roten Adlerorden 4. Klasse. -h- Wetzlar, 27. Jan. Am Dienstag, den 31. Januar findet im Hotel Kessel eine außerordentl. Mitgliederversammlung der Herdbuch= gesellschaft des Kreises Wetzlar für das Vogelsberger Rind statt. == Wetzlar, 27. Jan. Am 26. April, vormittags 8 Uhr, findet die Aufnahmeprüfung für die Seminar- Präparanden- Anstalt zu Wetzlar statt. Aus= ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Gesamtleitung: Albin Klein. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. von der Fortschrittlichen Volkspartei einberufenen Versammlung einen Vortrag über die Frage: ,, Wo steht der Feind?" In seinen Ausführungen wandte er sich scharf gegen die Stellung des Bundes der Landwirte und gegen die Regierung. - Frankfurt, 26. Jan. Oberst Prinz Friedrich Karl von Hessen, Kommandeur des 1. Kurhessischen Infanterie- Regiments Nr. 81, ist auf sein Gesuch von dieser Stelle enthoben und mit der gesetzlichen Pension zur Disposition gestellt worden. Gleichzeitig wurde der Prinz zum Generalmajor befördert und zum Chef des Infanterie- Regiments Nr. 81 ernannt. - Frankfurt. Oberbürgermeister Adickes und Geh. Obermedizinalrat Prof. Dr. Ehrlich wurden zu Mitgliedern des Reichsgesundheitsamts für die Jahre 1911 bis 1915 ernannt. = 0= Offenba ch. Die Jahresrechnung für 1909 schließt mit günstigem Ergebnis ab. Um mehr als Mk. 300 000 hat sich die Betriebsrechnung von 1909 gegen 1908 verbessert. Nicht weniger als 110 Bewerber hatten sich um die ausgeschriebene Stelle des technischen Beigeordneten der Stadt Offenbach gemeldet. Die neu zu besetzende Stelle war mit einem Anfangsgehalt von 8000 Mark ausgeschrieben. * Mainz. Der vollzählig erschienene geschäftsführende Ausschuß für Mutter- und Säuglingsfürsorge in Mainz hielt am 17. Januar unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Dr. Schmidt und unter Anwesenheit des Provinzialdirektors Geheimerat Dr. Breidert, sowie eines Vertreters der Großh. Zentrale eine Sigung ab, in der u. a. beschlossen wurde, die Frei(*) Wezlar. Durch Verfügung vom 11. Januar bammenlehranstalt zu vermehren und in Kostheim eine stellen für Schwangere und Wöchnerinnen an der Hehat der Regierungspräsident zu Koblenz wegen bruchs der Maul- und Klauenseuche im Kreise Friedberg Mustereinrichtung( mit Beratungsstelle und besoldeter die Abhaltung von Klauenviehmärkten in dem Pflegerin 2c.) für besonders gefährdete Vorortsbezirke zu Kreis Wetzlar bis auf weiteres untersagt. treffen. Zugleich teilte Bürgermeister Dr. Schmidt mit, Weiter hat der Regierungspräsident von Koblenz daß die Stadt für die Pflegefinder fünf ärztliche Säugfügt, daß infolge Ausbruchs der Maul- und Klauen- lingsfürsorgestellen errichtet habe, denen jedes Pflegekind seuche unter dem Viehbestande des zu Bassenheim regelmäßig zuzuführen sei. Alsdann wurde beschlossen, gehörigen Hengsthofs die Abhaltung von Rindvieh abzuhaltenden großen Versammlung aller Interessenten und Schweinemärkten in Weißenthurm, Rübenach, Bendorf, Vallendar, Winningen, Cobern, Dieb- durch Zuwahl zu ergänzen. Ein Antrag wegen Eindermendig, Polch, Kreis Mayen, bis auf weiteres unlich, Kreis Koblenz- Land, Mayen, Münstermaiseld, Nie- führung der gesetzlichen Vormundschaft, den Bürgermeister Dr. Schmidt bereits früher bei der Zenterbleiben. trale gestellt hat, wird an das Ministerium des Innern gerichtet werden. - ver= an (*) Wetzlar. Die Bürgermeisterei gibt bekannt, daß die Straßenreinigungspflicht Sache der Anlieger ist; als Anlieger ist stets der jeweilige Eigentümer der der Straße anliegenden Grundstücke anzusehen. Die Reinigungspflicht erstreckt sich auf die Bürgersteige, Rinnsteine und die Hälfte der Fahrbahn. Zur Reinigung gehört auch die Entfernung von Gras, Unkraut und Schnee, sowie das bei Frostwetter notwendig werdende Streuen. - Hörnsheim, 25. Jan. In der vergangenen Woche hielt Zuchtinspektor Luther- Bonn einen Vortrag über die Aufzucht von Jungvieh. Es empfehle sichobwohl das Säugen an dem Muttertiere manche Vorteile hätte bei der durch die Praxis herausgebildeten Ge= Regel zu bleiben, das Jungvieh sofort nach der burt abzusetzen. Reinheit der Gefäße, aus denen dem Tiere die Milch verabreicht wird, sei ein Haupterfordernis. Staub und Schmutz könnten schwere Verdauungsstörungen hervorrufen. Damit man sicher gehe, ein kräftiges Tier im ersten Jahre heranzuziehen, müsse man mit dem Uebergang der Rauh= fütterung allmählich beginnen, während mit der Fettfütterung aus Zuchtrücksichten im 2. Jahre nach= gelassen werden müsse. Lampertheim. Jn nächster Zeit wollen 21 Familien von hier und Bürstadt die hessische Heimat verlassen und sich in Ostpreußen ansiedeln. = 0= Friedberg. Der verstorbene kinderlose Georg Philipps 2. setzte sein langjähriges Dienstmädchen von Cleeberg dergestalt als Erbin ein, daß sie von der nicht unbeträchtlichen Hinterlassenschaft die lebens= längliche Nutznießung hat. Nach ihrem Tode werden Vermögen und Hofraite für Wohnung und Unterhaltung einer Schwester in Fauerbach Verwendung finden. * Darmstadt, 26. Jan. Der 63jährige Landtagsabgeordnete, frühere Bürgermeister Adam Seelinger von Lampertheim ist des Vergehens im Amte angeflagt. Es sind 36 Zeugen zu vernehmen, weshalb die Verhandlung erst morgen Samstag zu Ende geführt und das Urteil gesprochen werden kann. = 0= Bensheim, 24. Jan. Der seit dem vorigen Herbst hier wohnende und durch den Prozeß mit dem Landrat v. Malzahn bekannt gewordene Rittergutsbefizer Beder scheint das politische Gebiet weiter beackern zu wollen. In Darmstadt hielt er kürzlich in einer Nierstein, 25. Jan. Wie verlautet, soll für den Reichstagswahlkreis Mainz- Oppenheim ein Kandidat der christlich- sozialen Partei aufgestellt werden. - Oppenheim, 25. Jan. Ein Schulmädchen, welches mit einem kleinen Kinde auf dem Eise spazieren ging, brach durch das vom Tauwetter mors gewordene Eis. Der 11jährige Sohn des Schreinermeisters Bickel sprang schnell hinzu und rettete mit eigener Lebensgefahr beiden das Leben. * 3immersrode. In den letzten Monaten sind die Arbeiten an der Neubaustrecke Zimmersrode- Gemünden so weit gefördert, daß die täglich verkehrenden Arbeitszüge schon von hier bis Jesberg fahren können. Wie daher verlautet, soll sich die Eisenbahndirektion Kassel entschlossen haben, die Teilstrecke Zimmersrode= Densberg bereits am 1. März d. J. dem öffentlichen Verkehr zu übergeben. Holzverkäufe u. Versteigerung. Bürgermeisterei Groß- Rechtenbach: Dienstag, d. 31. Jan., vorm. 10 Uhr. Zusammenkunft im Distr. Pfingstweide. Bürgermeisterei Braunfels: Mittwoch, 8. Febr., vorm. 10 Uhr, im Saale der Wirtschaft zur Schmelz" auf der Oberndorferhütte. Kaufliebhaber wollen sich das Holz in den Distr. 3 Alte Fichten, 7 Jungfer, 1 Kirschenhau, 10 guter Graben, 11 u. 12 Schottenmitte, 13 alte Stöcke und 14 Attenbach ansehen. Rentfammer Braunfels: Samstag, den 28. Jan., vorm. 10 Uhr im Forstrevier Altenberg. 3u= sammenkunft am Jägerhäuschen, Distrikt Husaren= lager. Kgl. Wasserbauamt Die 3: Samstag, 28. Jan., nachm. 1 Uhr bei der Schleuse Oberbiel. Gemeinde Da ubhausen: Montag, 30. Jan., vormittags 10 Uhr, Distr. Hauch. Gemeinde Kröffelbach: Montag, 30. Jan., vormittags 10 Uhr, Distr. 1-3, Kohlerwald. Gemeinde Niederquemba dh: Montag, 30. Jan., vorm. 10 Uhr. Gemeinde Weil münster: Submissions- Holzverkauf. Off. bis zum 31. Jan., nachm. 1 Uhr an die Bürgermeisterei. Fünf Tage Zuwachssteuerdebatte. Die Steuer in zweiter Lesung angenommen. Am Mittwoch sollte nun endlich die zweite Lesung des Reichsbesteuerungsgeseßes, über der ein Unglücksstern zu walten scheint, zu Ende gehen. Aber noch waren diejenigen Bestimmungen zu erledigen, die Staatssekretär Wermuth, der gleich als erster Redner auf den Plan trat, als die Angelpunkte" des ganzen Gesetzes bezeichnete: die rückwirtende Kraft, der Wegfall des Grundstücksumsatzstempels und der Termin des Inkrafttretens des Gesetzes, das heißt furz gesagt: der Ertrag. Infolgedessen hielt es der Staatssekretär, wie erwähnt, für angebracht, noch einmal seine ganze Beredsamkeit aufzubieten, an die mit dem Gesetz verbundenen Etatsforderungen für den Heeresbedarf und für dte Veteranen zu erinnern, für die die Aufhebung des Umsatzstempels vor dem 1. April 1914 einen ausreichenden Betrag nicht sicherstellen würde. Er wies darauf hin, daß es fich um einheitliche Vorausberechnungen, um die Durchführung eines Gesamtplanes für die nächsten drei Jahre handelt. Im gleichen Sinne sprach Graf Westarp als fonservativer Redner, und auch der nationalliberale Sprecher Dr. Weber wie der des Zentrums Dr. Jäger erklärten, fich von der Notwendigkeit eines längeren Fortbestehens des Umsatzstempels nun doch überzeugt zu haben. Auch der Abg. Dr. Arendt von der Reichspartet stimmte ihnen zu. Wenn man überhaupt finanzielle Erwartungen an das Gesetz knüpfen wolle, so müsse man wenigstens vorläufig auch das zweite Drittel des Umsatzstempels beibehalten; freilich konnte Dr. Arendt auch hier seinen Pessimismus nicht unterdrücken, indem er meinte, daß der Stempel bei dem geringen Effekt der Zuwachssteuer wohl sobald überhaupt nicht wieder fortfallen werden. Die rückwirkende Kraft wurde bis zum 1. Januar 1911 bemessen. mit Ruhe entgegensehen zu können. Daß die Seuche tort unten noch schlimme Opfer fordern wird, ist kaum zu be= zweifeln. Das bringt schon die Lebens- und Wohnungsweise der Bevölkerung mit sich, vor allem das Zusam= menhausen mit den Ratten. In dieser Beziehung hat die Pest in Indien ein für Europäer beruhigendes und lehrreiches Beispiel gegeben. In Städten, in denen die Krankheit furchtbar hauste, blieben die Europäer von ihr verschont, und wenn man die eingeborene Bevölkerung in Quartiere überführte, in denen das Rattenungeziefer nicht herrschte, so war auch die eingeborene Bevölkerung geschüßter. Der Kampf gegen die Krankheit charaktes hiert sich damit zum Teil auch als ein Kampf gegen die Ratten. Im übrigen besteht eine Anweisung des Bundesrats zur Bekämpfung der Pest, die im Jahre 1902 erlassen wuide. Eine recht hartnäckige Debatte entspann sich beim§ 55, der dem Bundesrat das Recht gibt, um Stenerhinterziehun gen vorzubeugen, einzelne Teile des Gesetzes außer Kraft zu setzen und Verordnungen zu erlassen, die dem Reichstag nachträglich vorzulegen sind. Hiergegen wandte sich insbesondere der Abg. Dr. Weber, der dem Bundesrat einen Spiegel seiner Sünden bei der Ausführung des Talonsteutergesetzes, des Branntwein- und des Schecksteuergesebes vorhielt. Auch vom Abg. v. Savigny vom Zentrum wurde davor gewarnt, dem Bundesrat gesetzgeberische Vollmachten, die dem Reichstage zustehen, in die Hand zu geben. Der Staatssekretär und sein Unterstaatssekretär wehrten sich Heftig gegen diese Vorwürfe. Nach der Debatte wurde der Paragraph dem Wunsche der verbündeten Regierungen ent= sprechend angenommen. Bei§ 56a beantragten die Sozialdemokraten und die Volksparteiler Streichung aller Befreiungen. Das Zent= rum will nur die des Landesfürsten und der Landesfürstin bestehen lassen. Bei der Abstimmung über die Abgabenfretheit des Landesfürsten und der Landesfürstin ist die gleiche Parteigruppierung wie bei der vorigen Abstimmung vor einigen Tagen, nur stimmen die Polen, die damals den Saal verlassen hatten, mit, und zwar für die Abgabenfretheit. Als Schlußparagraphen beantragten die Sozialdemo= fraten die Aufhebung des Zündwarensteuergefeßes zugleich mit Infrafttreten des Zuwachssteuergesetzes. Für den Antrag der Sozialdemokraten stimmten nur noch die Volkspartei. der Antrag wurde abgelehnt. Rundschau vom Cage. Politisches. Ein Lob der Reichsfinanzreform sprach der württembergische Finanzminister gestern bei der Beratung des Hauptfinanzetats im württembergischen Landtage aus. Der Minister betonte: Wer die Zukunft des Reiches auf die direkten Steuern basieren wollte, würde damit einen Weg einschlagen, dessen abschüssige Bahn direkt auf den Einheitsstaat zuführt. Er halte sich für verpflichtet, um so nachdrücklicher darauf hinzuweisen, als schließlich die Steigerung der direkten Steuern des Landes auch ihre Grenzen haben müsse. Wenn die württembergische Regierung gegen die Reichsfinanzreform auch noch Bedenken gehabt hätte, so müsse doch anerkannt werden, daß eine gute Reichsfinanzreform der eigenen Finanzreform den Weg gebahnt habe. Niemand könne bestreiten, daß der Wohlstand des ganzen Landes im ganzen genommen größer sei als je zuvor. Samit war die zweite Lesung des Zuwachssteuergesetzes erlebie! Das Gesetz soll am 1. April 1911 in Kraft treten. In der siebenten Abendstunde begann man dann noch die zweite Lesung des Reichsbesteuerungsgesetzes, die unter der Gunst der vorgerückten Zeit schnell und glatt erIcdigt wurde. Zum Beschluß wurde dann noch auf Antrag des Ako. Beck- Heidelberg( natl.) mit Rücksicht auf die in zahireiden Petitionen gegebenen Anregnngen die Fernsprechgebührenordnung an die Budgetkommission zurückverwiesen. Keine Pestgefahr für Europa. Für die Reichstagserjahwahl in Allenstein- Rössel an Stelle des verstorbenen Zentrumsabgeordneten Hirschberg hat, der„ Allenst. 3tg." zufolge, das Zentrum den Landgerichtsrat Austen- Allenstein als Kandidaten aufge= stellt. Polnischer Kandidat ist Pfarrer BarczewskiBraunswalde. Die Wahl findet am 27. Februar statt. Angesichts der aus China so bedrohlich klingenden Nachrichten über die Pest darf um so cher die Frage nach der Größe der Gefahr auch uns beschäftigen, als der äußerste Often durch den Schienenweg der sibirischen Bahn mit unferem Weltteil und unserer Kultur jetzt eng verknüpft ist. Der Leiter des Berliner hygienischen Instituts, Geheimrat Flügge, hat einem Mitarbeiter des B. Lot.- Anz." gegenüber sich über die Situation ausgesprochen und er hat dies in einer Weise getan, die durchaus beruhigend wirken muß. Der Gelehrte äußerie: Bifchen interrichtsverwaltung bereitwillig anerkannt, daß die Bolksschullehrer an fh ein durchaus schätzenswertes Material für diese Pesehung der Schöffen- und Geschworenenbank bilden. Der Ausschluß 1 om Schöffen- und Geschworenendienst solle in teiner Weise eine Zurüdsezung oder Geringschägung bedeuten, lediglich sachliche Erwägungen fären dafür in Betracht. Jur Interesse der wissenschaftlichen Fortbildung der Lehrer hat der ationalliberale Abg. von Campe im preuBischen Abgeords tenhar le fangenden Antrag eingebracht: Die Königliche Satsr- gierung wird ersucht, im Interesse des Volksschulwens Cinrichtungen zu treffen, durch welche Bfsschullehrern eine bessere Möglichkeit zu ihrer wissenschaftlichen Forth'dung an preußischen Universitä= ten zum Zwecke der Vorbereitung für den Dienst an Mittelschulen, in der Leitung von Volksschulen, in der Lehrerbildung und Schulaufsicht gewährt wird." In einem Schreiben des Papstes an den Kardinal Fischer, das gestern veröffentlicht worden ist, wird erklärt, die Theologieprofesieren der staatlichen Universitäten seien zwar von der Leistung des Antimodernisteneides entbunden, seien aber moralisch verpflichtet, ihn als die ersten zu leisten, sonst sei ihre Lehre nicht gerade verdammenswert, aber es zeige sich, daß sie Kirchengegnern folgen, die behaupten, dieser Eid sei gegen die menschliche Würde und Freiheit der Wissenschaft. Die Bischöfe sollten bei der Absehung der Pfarrer, die den Eid nicht leisten, keine Angst vor den weltlichen Behörden zeigen. Die Besorgnis, daß durch den Schienenstrang, der uns heute direkt mit den von der Pest heimgesuchten Gebieten verbindet, die Gefahr einer Verschleppung und Uebertragung vermehrt ist, erscheint mir nicht zutreffend. Die Erfahrung spricht dagegen, daß Epidemien wie Cholera und Pest dem Schienenweg zu folgen pflegen. Fast ausnahms= Ios geschieht die Uebertragung in fleinen Verkehr vom Menschen zum Menschen. Bei der Pest ist dies noch ansschließlicher der Fall als bei der Cholera, da bei dieser die Möglichkeit einer explosionsartigen Verbreitung durch das Waffer vorliegt, wie wir dies in Hamburg erlebten. Bei der Pest aber kommt die Uebertragung nur durch unmittel= bare Berührung in Frage. Auf Grund dieser Erfahrungen sind wir vollständig gerüstet, um der weiteren Entwicklung Der Familienschmuck der Wallutfeffs. 161 In der Budgetkommission des Reichstags gab gestern Staatssekretär von Tirpik Erläuterungen über den Unfall des Unterseebootes, 3" und schilderte eingehend die Rettungsarbeiten. Er erwähnte, daß die Insassen des Turmes genau auf der Stelle gefunden wurden, die ihnen ihre Tätigkeit nach den Manöverrollen zuweist. Ueber die holländische Küstenverteidigung, die beson= ders in Frankreich und England die Gemüter so heftig bewegt hat, sind die Würfel gefallen. Am Mittwoch hat die holländische Regierung die Vorlage über die Küstenbefestigung in unveränderter Form mit Einschluß der Befestigung Vlissingens wieder eingebracht. Das weitere Schicksal der Vorlage hängt vom Parlament ab. Das Ministerium wird die Vertrauensfrage stellen. Eine Kandidatur Bassermann. Die Vertreterversammlung des nationalliberalen Vereins für den Wahlfreis Saarbrücken nahm einstimmig den Vorschlag einer Kandidatur Bassermann an, so daß die Proklamierung dieser Kandidatur des nationalliberalen Führers gesichert ist. ( Nachdruck verboten.) Kriminalroman von Freifrau G. v. Schlippenbach. ,, Aber natürlich, tommen Sie gleich nach unserer Anfunft in Neuyork. Mutter und ich, wir werden uns freuen, Sie begrüßen zu können. Bleiben Sie in Neuyork?" „ Ich hoffe es," entgegnete White mit mehr Wärme, als er selbst wußte,„ doch wäre es leicht möglich, daß ich die Stadt verlassen und wo anders hin muß." - Bei der Einbringung des französischen Kriegsbudgets in der Deputiertentammer wies der Berichterstatter auf die Notwendigkeit hin, die Fortschritte der Industrie und die Entdeckungen nutzbar zu machen, was neue Ausgaben bedinge, namentlich auf dem Gebiete der Funkentelegra phie, der Luftschiffahrt und Flugtechnik; weiter wird auf das Anwachsen des Kriegsbudgets in Frankreich und in Deutschland hingewiesen und hervorgehoben, daß Frankreich Deutschland nur nachgeahmt habe und sich sogar noch weit hinter ihm halte. Das Kriegsbudget für 1911 erfordert im Vergleich zum Vorjahre ein Mehr von 28 Millionen. Im amerikanischen Senat ist auf Veranlassung der staatlichen Einwanderungskommission ein Gesezentwurf eingebracht worden, der die Bestimmungen über die Einwanderung verschärft und die volle Verantwortung für die Einwanderung von Ausländern den Schiffahrtsgesellschaften auferlegt. Die Vorlage sieht schwere Strafen und sogar Beschlagnahme der Schiffe vor für den Fall, daß Ausländer gesehwidrig ausgeschifft worden sind. Ueber Heer und Marine als Schule der Erziehung zur Männlichkeit schreibt der„ Hannov. Courier", indem er des Unterseebootsunglücks gedenkt: Und wenn das Unglück auch wieder zu„ antimilitaristischen" Rodomontaden ausgebeutet wurde man wird damit herzlich wenig Anflang finden: die Heldentaten des Kommandanten und seiner Getreuen, die Ruhe und Disziplin, in der die anderen ihre Rettung erwarteten, sie haben von neuem gezeigt, daß unser Heer, wenn es auch mehr und mehr ein Instrument des Friedens wird, eine Schule der Erziehung zur Männlichkeit ist, für die noch keine andere Schulform gefunden ist und der ein sehr beträchtlicher Anteil an den deutschen Erfolgen auf allen Gebieten zugesprochen werden muß. Darum wollen wir an dieser Erziehungsschule nicht rütteln lassen. ,, Nun, ich bin überzeugt, daß es Ihnen bei uns ge= fellen wird," rief Mabel eifrig, nirgends fühlt man sich so frei, wie in der amerikanischen Republik, nirgends ist man so weitherzig. Vorrechte der Geburt und Standesvorurteile gibt es da nicht, erst die Arbeit gewährt die Achtung der Netenmenschen. Reichtum gilt erst dann, wenn Tüchtigkeit damit verbunden ist." Die schönen Augen Miß Lionels blitzten freudig auf. Sie war reizend in ihrer Begeisterung. Robert White fühlt: wieder das verwandte Element in sich; seine Le= bensansichten deckten sich mit denen der jungen Dame. Er sagte es ihr, und sie gerieten in ein Gespräch, das sie in lebhaftem, anregendem Austausch ihrer Gedanken erhielt. „ Ich habe mich noch gar nicht nach der Hauptsache, nach Ihrem Befinden erkundigt," sagte White.„ Geht es Ihnen heute besser?" Die Forderung der Zulassung von Volksschullehrern zu dem Amte eines Schöffen und Geschworenen ist bekanntlich auch in der Strafprozeßkommission des Reichstages von neuem erhoben worden. Erwähnenswert ist die Ertlärung, die von der preußischen Unterrichtsverwaltung abgegeben worden ist. Die preußische Unterrichtsverwaltung bittet, die Frage der Heranziehung der Volksschullehrer zum Schöffen- und Geschworenendienst nicht als eine Standesfrage aufzufassen, denn um eine solche han= dele es sich keineswegs, vielmehr werde auch von der preu„ Ja, der Doktor meint, daß ich nach drei Tagen aufstehen darf. Es ist auch die höchste Zeit, denn ich entbehre hier unten in der Kabine die frische Luft, die mir Bedürfnis ist," antwortete Mabel. Und als White sich erhob, um sich zu verabschieden, sagte sie, ihm die Hand zum Abschiede reichend: Bitte, tommen Sie bald wieder, es plaudert sich gut mit Ihnen." Dieses Mal drückte er ihr nur wie einem guten Kame= .Kleine Nachrichten. Der kleinste deutsche Bundesstaat ist nach dem Ergebnis der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 das Fürstentum Reuß ä. 2. Es hat im letzten Jahrfünft um 2013 Einwohner zugenommen und zählt jetzt deren 72 616, und zwar 34 695 männliche und 37 921 weibliche. raden die Hand. Dann ging er auf Deck; rauchend und in tiefes Sinnen versunken, schritt er auf und ab. Das Ostseebad Heiligendamm wurde bei der gestrigen Zwangsversteigerung an einen Herrn Glühenstein aus Hamburg für 1 500 000 M verkauft. und gedroht, e leben und a Bolizei, einem Für feine Bote diefer felbft fef Bei dem 2 Jet Albersdorf hlafende Arbe lang es nicht m Tod in den perfohlt aus jum Teil erhe Eine Band Don Marjala a Familie Genzy allein befand. birge und verl weigerte fich, d Sehörden, die thidte. Sie f Sohnes finden Eine heftige Influenzaepidemie herrscht in Salzburg, In den letzten zehn Tagen sind tausend Personen von der Krankheit heimgesucht worden. Die Aerzte sind außerstan de, den an sie gestellten Anforderungen gerecht zu werden. Von 8000 Mitgliedern der allgemeinen Arbeiterkrankens unterstützungskasse sind rund 34% an Influenza erfranft Die Errichtung einer zweiklassigen Frauenschule haben die städtischen Körperschaften in Danzig beschlossen. Die Schule soll an die bestehende zehnklassige städtische höhere Töchterschule angegliedert werden. Lehrgegenstände sind besonders: Hauswirtschaftslehre, Handarbeit, Kinderpflege, Erziehungslehre und Erweiterung der Allgemeinbildung. Von einer phantastischen Trauung einer Miß Shelton im Luftschiff in einer Höhe von 800 Metern wird aus Teras berichtet. Die Trauung des jungen Paares fand über den Wolfen statt. Nach der Trauung legte die ganze Gesellschaft noch 35 Meilen in der Luft zurück und stieg dann nieder, um in einem Hotel das Hochzeitsdiner einzunehmen. ,, Diese Bekanntschaft wird mir von unberechenbarem Nuzen sein," dachte der Geheimpolizist.„ Ich komme da= durch mit der guten Gesellschaft von Neuyork in Berührung. Ich vermute, daß Meyer nach dem Verkauf des Schmuckes versuchen wird, eine Rolle zu spielen; aber vielleicht können Wochen vergehen, ehe ich ihn in der Riesenstadt auffinde. Das erste, was ich tun muß, ist zum Leiter der Neuyorker Detektivpolizei zu gehen und ihn zu bitten, mir einen seiner findigsten Angestellten zu überlassen. Mit dessen Citskenntnis und Hilfe werde ich bald erfahren, ob Meyer in der Stadt ist oder nicht." Das Geheimnis der alten Kommode. In Edesheim in der Rheinpfalz hat der Tünchermeister Habermehl in einer ersteigerten alten Kommode 4000 M gefunden, auf deren Herausgabe ihn jetzt die Erben eines Gutsbesitzers verflagt haben, aus dessen Nachlasse die alte Kommode stammt. Ein Massenausbruch von religiösem Wahnsinn wird aus den Kreisen Tiraspol und Ananjew im russischen Gonvernement Cherson gemeldet. Der Urheber ist ein Mönch namens Innofenti. Infolge seiner fanatischen Predigten sind in den letzten Tagen 10 Bauern an religiösem Wahnsinn ins Irrenhaus eingeliefert worden. Jeden Tag verbrachte White jetzt einige Stunden in dem kleinen Salon bei Miß Lionel. Er las ihr vor, lachte und plauderte mit ihr, sie fanden gegenseitiges Wohlgefallen an ihrer Gesellschaft. So schnell und scheinbar leicht sich die Bekanntschaft der beiden jungen Leute angeknüpft hatte, so war doch White zu sehr Gentleman, um irgend einen Nutzen für sich persönlich daraus zu ziehen, auch wenn das Wesen der Amerikanerin weniger achtunggebietend gewesen wäre. Es lag teine Spur von Gefallsucht in ihrer Art und Weise, vielmehr eine herbe Jungfräulichkeit, die eine gewisse Grenze zog, die nicht überschritten werden durste. Dabei sprach Mabel in einer ruhigen, schlichten Art über manches Thema, das sonst in der Unterhaltung von jungen Europäerinnen ängstlich vermieden wird. Auf einen Eisenbahnzug geschossen wurde auf der Strecke Löwenberg- Stgersdorf in Schlesien. Die Kugel durchschlug ein Wagenfenster und verletzte einen jungen Mann sehr schwer, sodaß er ins Krankenhaus transportiert werden mußte. ,, Weiß Gott," dechte Robert White oft,„ Miß Lionel ist gerade so, wie ich mir immer das Ideal der Frau vorgestellt habe. Glüdlich der Mann, der einst ihre Liebe gewinnen wird." Ein Seufzer begleitete diese Worte. Ein gefährlicher Expresser wurde in Leipzig festgenommen. Der Mann, ein 50 Jahre alter, bereits wiederholt vorbestrafter Maler, hatte an mehrere dortige Familien, darunter einen Professor, hohe Geldforderungen gerichtet Mabel war ein halbes Jahr in Paris bei Bekannten gewesen. Nun fehrte sie in ihre geliebte Heimat und zu ihrer Mutter zurück, an der sie mit kindlicher Zärtlichkeit hing. Auf die starken Arme ihres Freundes gestützt so nannte Mabel Robert, wenn sie an ihn dachte betrat sie nach einigen Tagen das Deck und nahm auf einem der bequemen Schiffsstühle Play. Man näherte sich ihr und erkundigte sich nach ihrem Befinden. Reisende auf einem Schiff sind wie eine große Familie, man schließt sich leichter aneinander, als auf dem Festlande. Auch White hatte schon in der kurzen Zeit recht viele Bekanntschaften gemacht und Näheres über Mitreisende erfahren. Er fand das Leben auf der„ Virginia" sehr angenehm und freute sich, daß er es so gut getroffen hatte. ,, Wissen Sie, wer Miß Lionel ist?" fragte ein alter Herr, ein Neuyorker Kaufmann, eines Tages Robert. „ Eine ebenso schöne als liebenswürdige junge Dame," entgegnete White lachend. Und nebenbei eine der reichsten Erbinnen von Neuyork," sagte der Kaufmann, ein gewisser Mr. Kirkmann. ,, Unsere jungen Leute holen sich zahlreiche Körbe von ihr; sie scheint sehr wählerisch zu sein." White tat, als ob ihn das gar nicht interessierte, aber ein Gefühl der Enttäuschung beschlich ihn. Warum sind Sie heute so ganz anders wie sonst, Mr. White?" fragte ihn Mabel. Sie fazen etwas ab= seits von den übrigen Reisenden. Das Meer war unruhig, seine mächtige Brust hob und senkte sich, das Wetter, das bisher gut gewesen war, schien umzuschlagen. ,, Fürchten Sie sich vor der Seefrankheit?" neckte Mas bel ,,, ich werde Sie dann pflegen, ich bin seefest." Jch auch," enigegnete White, und er schüttelte seine Verstimmung gewaltsam ab, sich bemühend, heiter und unbefangen zu erscheinen. Das scharfe Beobachtungsvermögen der jungen Ame rifanerin ließ sich aber von dieser Maste nicht täuschen. ,, Er hat einen stillen Kummer," dachte ste, und das Mitleid schlich sich in ihr Herz. Sie war bemüht, ihn zu er heitern. ( Fortsetzung folgt.) Gine weibl Barschau den ermilch und owie Uhr und Au Bestrafte ein schönes S Geldstrafen find en Gepflogent Schöffengericht lichen Herren, Begen Milchfäl Part wegen d den Milchprobe fallt, daß der 2 a. Waffer a ine Gefängniss con 350 Mark. einer Gefängnis ta, wenn mögl auf die höchste z vermögensfalle nobl faum weg worden ist. 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Bei dem Brande einer Gastwirtschaft in Grünenthal jei Albersdorf in Holstein wurden 15 in einem Raum chlafende Arbeiter von dem Feuer überrascht. Einem gelang es nicht mehr, das Frete zu gewinnen und er fand den Tod in den Flammen. Seine Leiche wurde später völlig verkohlt aus dem Schutt gezogen. Die 14 anderen erlitten zum Teil erhebliche Brandwunden. Eine Bande bewaffneter Räuber überfiel in der Nähe von Marsala auf Sizilien das Schloß der millionenreichen Familie Genzy, in dem sich der Sohn mit Bediensteten allein befand. Die Räuber schleppten den Sohn ins Gebirge und verlangten 30 000 Lire Lösegeld. Die Familie weigerte sich, das Lösegeld zu zahlen und verständigte die Behörden, die zwei Infanteriebataillone ins Gebirge abschickte. Sie fonnten aber nur die Leiche des ermordeten Sohnes finden. Eine weibliche Anarchistenbande überfiel gestern in Warschau den reichen Antiquitätenhändler Abraham Muttermilch und raubte ihm die Brieftasche mit 1400 Rubeln Jowie Uhr und Kette. Aus den Gerichtssälen. Bestrafte Milchpauscherei. Die Milchpanscherei scheint ein schönes Stück Geld einzubringen, denn selbst hohe Beldstrafen sind nicht imstande, die Panscher von ihren üben Gepflogenheiten abzuschrecken. Vor dem Solinger Schöffengericht hatte sich wieder einer dieser unverbesser lichen Herren, ein Besitzer aus Wald, der schon viermal wegen Milchfälschung bestraft worden ist, zuletzt mit 350 Mark. wegen desselben Vergehens zu verantworten. Bei den Milchproben hatte der Nahrungsmittelchemiker festge= stellt, daß der Milch, die der Angeklagte geliefert hatte, 16 v. H. Wasser zugesetzt war. Der Amtsanwalt beantragte eine Gefängnisstrafe von einem Monat und eine Geldstrafe von 350 Mart. Das Gericht sah jedoch noch einmal von einer Gefängnisstrafe ab, erkannte aber, um dem Angeklag= ten, wenn möglich, endlich die Panscherei zu verleiden, auf auf die höchste zulässige Strafe von 1500 Mark oder im Unvermögensfalle 300 Tage Gefängnis, ein Urteil. wie es wohl faum wegen Milchverfälschung jemals ausgesprochen worden ist. Die Berliner Krawallprozesse haben mit dem gestern im Prozeß wegen der Streiffrawalle auf dem Wedding ge= prochenen Urteil ihr Ende erreicht. Zwet Angeklagte wurden zu einem Jahre, einer zu neun Monaten, die übrigen Angeklagten zu einem bis fünf Monaten Gefängnis und die wegen Beleidigung Angeklagten zu 50 und 100 M Geldstrafe verurteilt. Ein Angeklagter wurde freigesprochen. Verschiedene Strafen wurden durch die Untersuchungshaft als ganz oder teilweise verbüßt erachtet. Vermischtes. Scheintot in den Sarg gelegt. Die Witwe Papet, eine im 84. Lebensjahre stehende Rentnerin, starb, wie aus Bourges in Frankreich gemeldet wird, in der vorgeftrigen Nacht in ihrer Wohnung. Wenigstens hielt man sie für tot. Ein Arzt stellte den Totenschein mit der in Frankreich nun einmal üblichen Beschleunigung aus, und infolgedessen wurde der Körper der Frau eingesargt. Da man sie aber in Varis in einem Erbbegräbnis beisezen wollte, so wurde für den Transport ein Zintsarg bestellt. Als gestern der Klempner gerade damit beschäftigt war, den Dedel des Metallfarges zu verlöten, gab die Scheinlote Lebenszeichen ron sich und fing bald darauf sogar an, gang munter zu plaudern. Man entfernte sie schleunigst aus der düsteren Umgebung und legte sie wieder in ihr Bett, wo sie bald vollends zu sich kam. Eine Minute später, und der Ear hätte sich für immer über die Witwe geschlossen. In weitesten Kreisen herrscht Entrüstung über die Aerzte, die mit einer grenzenlosen Leichtfertigkeit Totenscheine ausstellen, ohne die ihnen von der modernen Wissenschaft an die Hand gegebenen Hilfsmittel zur sicheren Feststellung des Todes anzuwenden. Die Hinrichtung der japanischen Verschwörer ist nach Meldungen aus Tokio am Dienstag erfolgt. Sie begann um 8 Uhr und erreichte erst um 3 Uhr nachmittags ihr Ende. Es war nur ein einziger Galgen errichtet worden, an dem die Verurteilten einer nach dem andern aufgenüpft wurden. Die Delinquenten wurden zuerst in die ogenannte Sünderzelle gebracht, von wo man sie auf das Schaffott schleppte. Der Urteilsvollstreckung wohnte nur der Gefängnisdirektor, ein Gefängnisarzt, die Verteidiger der Verurteilten, einige Richter und wenige fremde Personen bei. Die Schwimmfonfurrenz der Stadträte. Eine ori ginelle Ueberraschung, die nicht auf dem Programm stand. erlebten die Zuschauer auf dem Schwimmfest des HeidelVerger Schwimmklubs„ Neckar", nämlich ein Stadtratsjimmen. Ein Conner des Vereins stiftete während Der Veranstaltung 100 M unter der Bedingung, daß auch die anwesenden Stedträte zum Schluß des Programms ihre Kunst im Schwimmen zeigten. Und die drei anwefenden Stadträte besonnen sich nicht lange; wenige Minuden später schon staken sie in den Badehosen und plätherten vergnügt im Wasser. Und sie hatten auch das Recht dazu; hatten sie doch mit ihrem Stadtratsschwimmen" einen richtigen„ blauen Lappen" erworben, und war für Wohltätigkeitszwede. In Merkwürdiger Selbstmord eines Elfjährigen. Strausberg bei Berlin verschwand vor 2 Wochen der 11 Jahre alte Sohn Wilhelm des in Berlin wohnhaften Maurers Wolff. Der Knabe zeigte in der letzten Zeit ein gedrücktes Wesen und äußerte zu Schulkameraden wiederholt, er werde sich ein Leid antun. Falls er einmal verShwinde, werde man ihn in einer Erdhöhle als Leiche auffinden. Tatsächlich entdeckte ein Arbeiter letzter Tage in der Nähe der städtischen Mühle unter einem Erdhügel Den Leichnam des Knaben. Der Körper war fast vollStändig eingegraben. Der jugendliche Lebensmüde hatte fich offenbar in das Erdreich verkrochen, um den Tod durch Erstiden zu finden. Die Tragödie eines Waisentindes. Jm Leichenschaugericht von Warwickshire in England kam gestern eine Kindertragödie, wie sie in Gerhart Hauptmanns„ HanMele" geschildert ist, zur Verhandlung: der Selbstmord der dreizehnjährigen Anna Farmer. Seit seinem vierten Jahre lebte das verwaiste Kind im Hause seines verheicateten Onfels. Im November wurde sie zur Arbeit in eine Fabrik geschiat, aber schon wenige Tage später wiebe entlassen. Man nahm der kleinen Anna das zu Hause ehr übel, und sie tat ihr Bestes, anderswo Arbeit zu beLommen, aber fein Mensch wollte das schwächliche Kind gaben. Am Mittwoch wollte sie der Sohn ihres Onkels wingen, ihm die Schuhe zu reinigen, und als die Kleine sträubte, schlug sie der junge Lümmel. Die Frau des Onfels warf sie nun aus dem Hause und sagte thr, ste solle fich nicht unterstehen, heimzukommen, ohne Arbeit gefunden zu haben. Hunger und Kälte trieben jedoch die Kleine am Abend wieder in das unfreundliche Heim, wo sie mit bösen Worten empfangen wurde. Da lief das Kind verzweifelt in die Nacht hinaus, und am Morgen wurde seine Leiche aus dem Kanal gezogen. Der Wahrspruch des Leichenschaugerichtes lautete auf„ Selbstmord im Zustande temporärer Geistesverwirrung." Ein Fall von Aussay auf der Insel Fünen. Die Lepra, die bekanntlich im Altertum und Mittelalter Tausende von Opfern forderte, ist auch heute in Europa noch nicht ganz ausgestorben, und namentlich in den nordischen Ländern wird noch dann und wann ein Fall von Ausfaz gemeldet. In Evendborg auf der Insel Fünen ist dieser Tage ein Fall von Aussatz festgestellt worden. Die Frau eines Telephonarbeiters mußte vor einiger Zeit wegen Gliederschmerzen und eines Hautausschlages an den Füßen und Unterschenkeln ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Der Arzt glaubte aussahähnliche Symptome feſt= stellen zu können, und der Fall wurde an das Sanitätsfollegium in Kopenhagen berichtet. Der Spezialarzt für Hautkrankheiten, Professor Dr. Ehlers, der sich ganz be= sonders dem Studium des Aussages gewidmet hat, begab sich sofort nach Svendborg und konstatierte, daß tatsächlich Aussatz vorliegt. Es wurden sofort umfassende Verhaltungsmaßregeln zur Isolierung der Kranken in einem Hause außerhalb der Stadt getroffen, und man hofft, verhindern zu können, daß die gefährliche Krankheit weiter um sich greift. Die erfrankte Frau stammt aus Island, wo Fälle von Aussatz nicht zu den Seltenheiten gehören. Der Einbruch im Pfarrhofe. In Oberndorf am Neckar fuhr der Stadtpfarrer Brinzinger früh morgens um 4 Uhr plötzlich aus dem Schlaf empor und sah einen Mann vor seinem Bett stehen, der leise zu ihm sagte:„ Pfarrer, ich brauche Geld! Keinen Lärm machen! Kein Licht anzünden; sonst sind Sie des Todes!" Trotz allen Schreckens rasch besonnen, erwiderte der Stadtpfarrer:„ Ich habe den Kassenschlüssel nicht bei mir, ich muß ihn erst holen." Dem in der Dunkelheit nicht erkennbaren Einbrecher scheint dies eingeleuchtet zu haben, er ging mit dem Stadtpfarrer in die Studierstube hinaus, wo das Geld verwahrt war; der Pfarrer aber sprang in ein angrenzendes drittes Zimmer und rief seinem auf demselben Korridor schlafenden Vikar und zum Fenster hinaus den gerade gegenüber wohnenden städtischen Polizeiwachtmeister zu Hilfe, die beide die Rufe hörten und sofort erschienen. Der Einbrecher hatte daraufhin sofort die Flucht ergriffen und war im Dunkel der Nacht unerkannt entkommen. Der Polizeihund Tell aus Stuttgart hat ihn aber dann im Gasthause zur Sonne, einer Wandererherberge, herausgefunden. Es ist ein junger Schlosser, der zu Tode erschrak, als der vierbeinige Polizist auf ihn zukam. Deutsche Ingenieure für türkische Dienste gesucht. Vom türkischen Misterium der öffentlichen Arbeiten werden für das laufende Jahr Ingenieure für den Wegebaudienst gesucht. Gefordert wird Kenntnis der französischen Sprache und praktische Betätigung im Wegebaufach. Als Monatsgehalt werden je nach der Vorbildung 2500 bis 3500 Piaster, das sind 460 bis 640 Mart, angeboten. Meldungen sind an die Direktion für Brücken und Chausseen im Ministerium der öffentlichen Arbeiten in Konstantinopel zu richten. Bisher erfreuten sich französische Wegebautechniker einer besonderen Bevorzugung in der Türkei. Ratsam ist, die Beschäftigung nur auf Grund eines Vertrages zu übernehmen. Es wäre erwünscht, wenn deutsche Diplomingeniuere und Regierungsbaumeister bei solchen Arbeiten im Auslande mitwirkten. Sie würden dadurch nicht allein ihren eigenen Blid erweitern, sondern auch zur Forderung des Deutschtums im Auslande beitragen." Ein böser Schaltsstreich. In Altlußheim bei Schwehingen spielte ein Bigarrenarbeiter in der Hamburger Lotterie. Ein Epazvogel, der seine Hoffnungen kannte, sandte dem Manne einen fingierten Brief, er habe 33 000 Mark auf seinen Losantel gewonnen. Bei der Rheinischen Kreditbank in Ludwigshafen sei das Geld zu erheben. Der Gewinner verließ sofort die Fabrik und lief nach Hause, um seiner Frau das große Glüd mitzuteilen, mußte sich aber dann vor Aufregung ins Bett legen, und das war ganz gut. So machte er wenigstens weiter feine Dummheiten, wie sein Bruder und Lospartner, der zunächst seiner Braut den Laufpaß gab, weil er jetzt eine Reichere haben könne, und dann in's Wirtshaus ging, um ein Fest zu veranstalten. Als die Wahrheit endlich herauskam, wollte er sich in seiner Verzweiflung den Schädel einrennen. - Musikfreundinnen. A.: ,, Wie hat Ihnen dergestrige Kammermusikabend gefallen?" B.: Ich habe von dem ganzen Konzert nichts gehört neben mir saßen zwei Damen, die sich die ganze Zeit davon unterhielten, wie sehr sie die Musik lieben." Aus dem Reiche der Technik. Eine epochemachende Erfindung. Ein amerikanischer Ingenieur hat eine neue Erfindung gemacht, die es ermöglicht, Schiffe in voller Fahrtgeschwindigkeit sofort zu einer Gegenbewegung zu bringen. Die betreffende Erfindung wird direkt unter der Kommandobrücke ange= bracht und kann von dem Kommandanten selbst bedient werden. Dank dieser neuen Erfindung soll es möglich scin, die Kollisionsgefahr bedeutend zu vermindern. Nach den stattgehabten Probeversuchen haben die Schrauben so= fort bei vollster Geschwindigkeit durch Anwendung des neuen Apparates aufgehört, sich zu drehen und in entgegengesetzten Sinne zu wirken begonnen. Die Ueberheizung der Wohnungen. Nach einem häufig mißbrauchten Muster könnte man du Satz prägen: Sage mir, wie du heizeit, und ich sage dir, wer du bist. Nicht nur mit Bezug auf den einzelnen Menschen und seine körperlichen Gewohnheiten und Bedürf= nisse, sondern auch nach ganzen Völkern ist das Verhalten in der künstlichen Erwärmung der Wohnungen verschicden. Man braucht sich in den Provinzen und Ländern nur nach den Ofen und ihrer Einrichtung umzusehen, um wichtige Anhaltspunkte wie für das Klima auch für die dort lebenden Menschen zu gewinnen. Bisher ist nun scheinbar noch niemand auf den Gedanken verfallen, eine Feststellung dahin zu versuchen, mit welcher mittleren Wohnungstemperatur die Leute in den einzelnen Ländern durchschnittlich auskommen. Da mit der Statistik so viel gearbeitet wird, könnte man sich wohl auch auf eine solche jedenfalls nübliche Abschätzung einlassen. Einzelne Ziffern dieser Art liegen übrigens doch schon vor, wenn sich auch ihr Wert nicht recht prüfen läßt. So behauptet ein Fachmann im Medizinischen und Chirur= gischen Journal" der Stadt Boston, daß ein gehistes Sintmer in England, wenn es dem Behagen der Bewohner entspricht. nur etwa 15% Grad Celsius hat, in Amerika Lingegen mehr als 24 Grad. Dieser Unterwied it, wie jeder zugeben wird, der einige Wärmeempfindlichkeit beiiit, ganz außerordentlich groß. Nun wird ein Kenner der Physik und Hygiene freilich einwenden, daß mit der Gegenüberstellung solcher Temperaturziffern noch nicht alles ge= sagt ist, da für das Wärmegefühl der Grad der Luftfeuchtigfeit von größtem Einfluß ist. Bei Berücksichtigung dieses Bunftes wird der Unterschied zwischen Amerikanern und Engländern aber noch größer. Der Mensch braucht selbstverständlich einen gewissen Feuchtigkeitsgrad der Luft, und je wärmer diese ist, desto mehr Feuchtigkeit braucht er. Nun ist aber in den Vereinigten Staaten und in Kanada die Luftfeuchtigkeit im Durchschnitt überhaupt schon geringer, als beispielsweise in England, und es ist daher ganz töricht, seine Wirkung durch verstärktes Heizen noch mehr herabzuseßen. Die eng lischen Hygieniker gehen so weit, zu behaupten, daß der Gewöhnung an feuchte Luft das gute Aussehen ihrer LandsLeute, die helle Gesichtsfarbe und die glatte Saut zu verdanken sei, obgleich sie dafür freilich eine stärkere Neigung zu rheumatischen Erkrankungen in Kauf aehmen müssen. Daß die Amerikaner die Heizung der Wohnungen in ganz unvernünftiger Weise übertreiben. wird am besten an der Tatsache gezeigt, daß die Feuchtigkeit in ihren Wohnungen oft nur halb so groß ist wie in der Wüste Sahara. Die Folgen lassen sich von den Aerzten leicht nachweisen, denn es gibt gewisse Sorten von Katarrhen, die man ge= radezu als amerikanische Nationalfrankheiten bezeichnen fann. Vielleicht steht wenigstens teilweise die leberhandnahme der Quacksalberei und der Patentmedizinen in Ame= rika auch damit in Zusammenhang. Gewiß werden auch nach der anderen Richtung viele Ichler gemacht. Eiskalte Schlafzimmer, zugige Korridore und feuchttühle Wohnzimmer sind ebenso wenig als gefund zu bezeichnen. Arme Leute brauchen sich überdies vor einer iteberheizung ihrer Wohnungen infolge der hohen Kohlenpreise nicht in acht zu nehmen. Wer aber nach seinem Behagen leben kann, der sollte sich sagen, daß ein zu starkes Heizen, namentlich wenn nicht durch regelmäßiges und ge= nügendes Deffnen der Fenster oder andere Ventilation für einen Ersatz der Feuchtigkeit gesorgt wird, den Grund zu vielen Erkrankungen legt. Drabinachrichten und neuestes. Eine Stiftung für die Akademie der Künste. Berlin, 26. Januar. Geheimer Kommerzienrat Arnhold hat der Akademie der Künste 500 000 Mark zum Anfauf eines Terrains in Nom vor der Porta Pia und dem Bau von Atelierhäusern auf diesem Gelände zur Verfügung gestellt. Mit dem Rompreis ausgezeichnete Stipendiaten sowie andere junge Künstler sollen Gelegenheit ha= ben, längere Zeit sorgenlos in Rom zu arbeiten. Deutsche Lokomotiven für Frankreich. Chemnitz, 26. Januar. Die sächsische Maschinenfabrik Hartmann hat von der französischen Ostbahn den Auftrag zur Lieferung von Lokomotiven im Werte von zwei Millionen erhalten. In der Notwehr erschossen. Neisse, 26. Januar. Im hiesigen Stadtwäldchen suchte ein Kupferschmiedegeselle sich einer Dame, die sich in Beglettung eines Mannes befand, zu nähern. Der Begleiter der Dame gab einen Revolverschuß auf den Gesellen ab, der tha sofort tötete. Schwer bestrafte Unvorsichtigkeit. Grossen a. D., 26. Januar. Die hiesige Straffammer verurteilte den 14jährigen Eigentümerssohn Schulze aus Jähnsdorf, der aus Unvorsichtigkeit seine 13jährige Schwester erschossen hat, zu 10 Tagen Gefängnis. Racheakt von Wilderern. Breslau, 26. Januar. Der Oberförster Adam Kle=' dos wurde auf einem Gute bei Neu- Radomsk in Rußland, als er beim Abendessen saß, durch ein Fenster von Wilde= rern erschossen. Ein Schüler als Lebensretter. Tiefenbach( Niederbayern), 26. Januar. Hier hal ein 11jähriger Schüler ein auf dem Eise eingebrochenes Mädchen mit großer Klugheit und Geistesgegenwart voy dem sicheren Tode des Ertrinkens gerettet. Er legte sich auf die dünne Eisdecke und troch auf dem Bauche, einen Rodelschlitten vor sich herschiebend, bis zu der Eingebroche= nen heran. Das Mädchen konnte den Rodel erfassen und der Knabe zog es an diesem glücklich aus dem Wasser, vor fichtig wieder auf dem Bauche zurückkriechend. Unschädlich gemachte Mädchenhändler. Rom, 26. Januar. Unter dem Verdacht des Mädchenhandels wurden in Rom zwei Russen verhaftet, in deren Begleitung sich eine Frau und ein junges Mädchen befan= den. Sie waren im Besiz von Fahrkarten, um in den nächsten Tagen nach Argentinien abzureisen. Die Leiche eines Afrikaforschers gefunden. Paris, 26. Januar. Der Leichnam des ersten Europäers, der bis Timbuktu vordrang, des 1826 dort erschlagenen englischen Afrikaforschers Laing, ist von einem franzö fischen Offizier auf Grund von Ueberlieferungen der Eingeborenen einen Meter tief unter einem Baum gefunden worden. Die Best breitet sich in China in erschreckender Weise aus. Paris, 26. Januar. Einer Meldung aus Beting zufolge breitet sich die Pest im Innern Chinas in erschreckender Weise aus. In Fudjansian sind der Seuche in der letzten Woche angeblich 2776 Menschen erlegen. Der internationale Gerichtshof in Tientsin hat seine Sihungen abgebrochen, da die Richter vor der Pest geflohen sind. Auch aus Pefing flüchten die Europäer. Charbin, 20. Januar. Die Dörfer, die als Pets, herde gelten, sind auf einen weiten Umkreis abgesperrt. Am 24. Januar befanden sich hier 1552 Personen in Beohachtung, darunter zwei Europäer. In den letzten 24 Stun den sind 39 Personen der Seuche erlegen. Handel und Verkebr. Caffel, 25. Januar. Schlachtvichpreise vom 24. Januar. 1. Rinder. A. Ochsen: a) vollfleischige angemästete höchsten Schlachtwertes 83-85 M, b) vollfleischige ausgemästete im Alter von 4 bis 7 Jahren M, c) junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 75-78 M, d) mäßig genährte jünge, gut genährte ältere 68-73 M. B. Bullen: a) vollfleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwertes 77 bis 78 M, b) vollfleischige junge 75-76 M, c) mäßig genährte jüngere, gut genährte ältere 66-68 M. C. Järsen u. Kühe: a) vollfleischige ausgemästete Färsen höchst. Schlacht wertes 80-82 M, b) vollfleischige ausgemästete Kühe höch sten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 74-76 M, c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere ühe und Färsen 66-71 M, d) mäßig genährte Kühe und Färsen 55-60 M, e) gering genährte Kühe und Färsen 48--52 M. 2. Kälber.( Lebendgewicht.) a) Doppellender, feinster Mast 3, b) feinste Mastkälber 3, c) mittlere Mast und beste Saugfälber 54-56 3, d) geringere Mast- und gute Saugfälber 48-50 3, e) geringere Sangkälber 42 big 47 3. 3. Schafe. A. Stallmastschase: a) Mastlämmer und jüngere Masthammel 78-80 M, 6) ältere Masthammel, ge ringere Mastlämmer und gut genährte junge Schafe 73 bis 75 M, c) mäßig genährte Hammel und Schafe( Merz schafe) M. 4. Schweine. a) Fettschweine über 150 Kilogr M, 6) vollfleischige von 120-150 Kilogr. 66-68 M. c) vollfleischige von 100-120 Kilogr. 64-65 M, d) vollfleischige von 80-100@iloar. 62-63 M, e) vollfleischige unter 80 g 60-61 M. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Bekanntmachung. Bei der in der Sitzung der Stadtverordneten- VerSammlung vom 20. d. Mts. vorgenommenen plan= Sonntag, den 29. Jan., 4. Sonntag nach Epiphanias. mäßigen Verlosung der am 1. Mai 1911 Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vorm. 9% Uhr: Pfarrer Schwabe. zur Rückzahlung kommenden Schuldverschreibungen des Anlehens der Stadt Gießen vom Jahre 1903 wurden folgende Stücke zur Rückzahlung bestimmt: Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markus- Ge- Reihe 3 Nr. 54, 101, 162, 262, 298, 364, meinde. Pfarrer Schwabe. Abends 5 Uhr: Siehe Johanneskirche. Montag, den 30. Januar, abends 8 Uhr im Matthäussaal: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde. Donnerstag, den 2. Februar, abends 8 Uhr im Markussaal: Bibelstunde.( Bilder aus dem Leben Jesu.). Pfarrer Schwabe. In der Johanneskirch e. Vorm. 9½ Uhr: Pfarrassistent Schorlemmer. Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer Ausfeld. Abends 5 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Abends 7½ Uhr: Versammlung der konfirmierten männlichen Jugend der Lukasgemeinde. Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Johannessaal. Mittwoch, den 1. Februar, abends 8 Uhr: Missionsstunde im Johannessaal. Pfarrer Ausfeld. Am Sonntag, den 5. Februar, findet im Abendgot tesdienst Beichte und hl. Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde gemeinsam statt. Anmeldungen werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Heute Freitag, den 27. Januar, nachmittags 5½ Uhr: Versammlung der konfirmierten Jugend der Johannesgemeinde. Batholische Gemeinde Samstag, den 28. Januar. weiblichen Für Stotternde! Am Sonntag, den 29. d. 18., bon 10-4 Uhr findet in Gießen, Hotel Kobel Sprechstunde statt, woselbst Auskunft erteilt wird über mein neues radikales Heilverfahren. Praktische Aerzte und Lehre, die zur Zeit selbst Stotternde unterrichten sind zuerst von mir geheilt.( Manche hatten vorher bis zu 8 Anstalten ohne den erwünschten Erfolg besucht) diesbezügliche Originalzeugnisse stehen zur Verfügung. zu 2000 Mk. Leidende können sich mit Hülfe meiner sehr einfachen Methode durch Selbstunterricht in kurzer Zeit von dem Uebel befreien zu 1000 Mk.( ohne Medikamente). Bei Kindern kann das Uebel von den Eltern beseitigt werden. Versäume es im eigenen Interesse kein Leidender meine Sprechstunde zu besuchen. 393, 397 " 3 Nr. 405, 448, 487, 504, 519, 608, 617, 691 " 3 Nr. 882, 965, 969, 1025, 1065, 1121 1172 zu 500 Mk. " 1 3 Nr. 1229, 1248, 1298, 1328, 1341, 1441, 1528, 1545 " 3 Nr. 1568, 1656, 1674 Es wird dies unter dem Anfügen zur Besitzer der Schuldverschreibungen gebracht, lösung der gezogenen Stücke bei der Stadtkasse Gießen, zu 200 Mk. zu 100 Mk. Kenntnis der daß die Einbei der Mitteldeutschen Kreditbank in Frankfurt a. M. und Berlin, bei der Dresdener Bank in Frankfurt a. M. und Berlin erfolgen kann, sowie daß die Verzinsung am 1. Mai 1911 aufhört. Von den in früheren Jahren ausgelosten Schuld= verschreibungen sind noch nicht zur Rückzahlung vorgelegt worden: 2000 Mark 200 Mark 200 Mark 100 Mark Reihe 3 Nr. 200 über Reihe 3 Nr. 1253 über Reihe 3 Nr. 1481 über Reihe 3 Nr. 1618 über Gießen, den 21. Januar 1911. Großh. Bürgermeisterei. Mecum. Im letzten Jahre gingen bei mir über 500 Danksagebriefe von Personen ein, die sich in kurzer Zeit mit mein. Methode selbst geheilt haben. Diese Briefe Itegen zur gefälligen Einsicht aus. Früher war ich selbst sehr starfer Stotterer und habe mich, nach vielen erfolglosen Kuren in ben besten Anstalten, selbst geheilt. Mein Verfahren wird sogar von Behörden erworben und in Schulen angewandt. Für die Auskunfterteilung ist eine Gebühr von 1 Mr. zu ent richten. Internationale Sprachheilanstalt, Hannover, Brühlstr. 11 Direktor Warnecke. Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. ( Forstwartet Gießen II., Forftwart Arft, Hochwarte.) Donnerstag, den 2. Febr. 1911, vorm. 91/2 Uhr beginnend, werden in den Waldungen der Stadt Gießen in den Abteilungen Forftgarten, Ane, Oberförsters: wiese, Nachtweide, Grasfeld und Hang( 83, 84, 91, 92, 94, 128) verftetgeit: 808 Fichtenderbstang. m. 72,78 fm 0,10" reisstang. " " 10 65 rm Buchenscheit oli 148,5 EtchenNachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Ge- Vergebung von Wasserleitungsarbeiten. 35,5" Buchen- Knüppelholz legenheit zur hl. Beicht. Sonntag, den 29. Januar. 4. Sonntag nach Epiphanie. Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vorm. um 7 Uhr: Die erste hl. Messe. Vorm. um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vorm. um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: hl. Messe mit Predigt. Nachmittags 5% Uhr: Christenlehre; darauf Andacht für die Abgestorbenen. Donnerstag, am Mariä Lichtmeßtage findet vor der hl. Messe um 7½ Uhr die Wachsweihe statt. Freitag um 7½ Uhr ist hl. Messe mit Segen. Am Freitag wird nach jeder hl. Messe der St. Blasius- Segen erteilt; desgleichen mittags um 12 und nachmittags um 5 Uhr. Bekanntmachung Bei der in der Sitzung der Stadtverordneten- Versammlung vom 20. Januar 1911 vorgenommenen plan= zur mäßigen Verlosung der am 15. Mai 1911 Rückzahlung kommenden Schuldverschreibungen der Anlehen der Stadt Gießen von den Jahren 1896, 1897 und 1899 sind folgende Stücke gezogen worden: a) vom 1896er Anlehen. Lit. Q. 48, 54, 133, 225, 235, 265 zu 100 Mk. 200" " R. 119, 128, 140, 231, 254, 288, 300, " S. 46, 95, 202, 240, 250, 264, 373, 376, 423, 429, 485, 537, 538, 555 500 " " " = I. 42, 53, 56, 124, 142, 144, 303, 368, 455, 526, 535, 568, 570, 712, 724 " u. 71, 73, 130, 220, 235, 266 1000 2000 " " b) Dom 1897er Anlehen. Lit. B. 32, 51, 125, 128 100 " " " W. 54, 95, 133 200 " " " " 2. 54, 68, 120, 199, 277, 389, 395, 410, 411 X. 20, 73, 86, 160, 183, 214, 236, 259, 500 " 1000 " " " 3. 37, 59, 85 " 2000 " 2000 " " " " 1 177, 202, 213, 215 ", 1000 " " " 415, 416, 434, 457, 475. 500 " " 1 " " 567, 573, 595, 600, 611, 621, 200 " " " 1 787, 793, 795 100 " c) vom 1899er Anlehen. Serie 1 Nr. 96, 99 Es wird dies unter dem Anfügen zur Kenntnis der Besitzer der Schuldverschreibungen gebracht, daß die Einlösung der Schuldverschreibungen a) des 1896 er und 1897 er Anlehens: bei der Stadtkasse Gießen, bei der Mitteldeutschen Kreditbank in Frankfurt a. M. und bei der Dresdener Bank daselbst; b) des 1899er Anlehen 5: bei der Stadtkasse Gießen, bei der Mitteldeutschen Kreditbank Filiale Gießen erfolgen kann, sowie, daß die Verzinsung am 15. Mai 1911 aufhört. Von den in früheren Jahren ausgelosten Schul d- verschreibungen sind noch nicht zur Rückzahlung vorgelegt worden: Lit. Q. 9 über 100 Mk. " " 2. 282 1000" Gießen, den 21. Januar 1911. Großh. Bürgermeisterei. Mecum. Drud der Gießener Verlagsdruckerei, Klein& Fischer. - Die zur Erbauung der Wasserleitung für die Ge meinde Reiskirchen erforderlichen Arbeiten und Lieferungen und zwar: Los I Hochbehälter " 1 " II Maschinenhaus III Röhrengräben, Rohrlieferungen,( GußMannesmann, Industrie- und Hahn'sche Rohre) und Verlegungsarbeiten sollen durch schriftliche Angebote ver geben werden. " " 1 Kiefern" " 7 " Hainbuch. " 126 Eichen" " Linden" " 1,5" 42,4, Fichten9 Bucher- Stockholz 78,2 Eichen1370 Wellen Buchen- Reistg 11 2,4 Fichten440 " " Hainbuch= EichenFichten " " " 140 4220 Die Zusammenkunft ist auf der Licherstraße am Forsthaus HochGießen, den 26. Januar 1911 Bürgermeisterei J. V. Keller. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen wait Itegen während der Dienststunden auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten( Regirungsgebäude Zimmer Nr. 24) zur Einsicht offen. Die Angebote, deren Unterlagen ge= gen Erstattung der Herstellungskosten abgegeben werden, find mit entsprechender Aufschrift versehen, poftfrei bis Dienstag, den 14. Februar I. 38, vormittags 10 Ubr einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Frete Wahl unter den Bewerbern bleibt vorbehalten. Gießen, den 26. Januar 1911. Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. J. V.: KnölI. I Für Neu! Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. ( Forsi wartet Gießen 11. Forstwartei Arft, Hochwarte) Montag, den 30. Jan. 1911, vormittags 9½ Uhr beginnend, werden in den Wa'dungen der Stadt Gießen in den Distrikten Lache, Steinrutsche& Platte ( 79, 80, 81,) versteigert: Stehende und liegende Motoren für alle Brennstoffe. Billigste Preise. Geringe Tourenzahl. bedingungen. Weitgehendste Garantie. Ingenieurbesuch kostenlos! A. Collin, Frankfurt a. M. Schillerstr. 28. Vertreter überall gesucht. 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