orte ste d end. Ficht! Vissep Rustin ht 4. La - Geo. michte. e. 12 Buch Sophie hichte. 21. Pä e. 24 Шагоро Erfolge .franko m.so brik Wilhelmsage. Cus 29. iltigen ter bis gen. 4. Oftober Inhalt, zahl Holz eifer, 3 Do A. B. mil connaie mi gelring, 1 ornstock mil Kette mit Portemon Dertasche mi naie J ortemonnai Je nach Nie t einem 20 Inhalt, Kinderbrille Inhalt ein Brillantan 1 dunkel W., 1 Paa 23 504 un Gegenständ geltend 3 de fann an ags und von Behörde, 3im Gießener Zeifung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich Enthält alle amil. Bekanntmachungen - oiecteljährlich 1,20 Mr., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 fg. Erscheint Dienstage, Donnerstags, Samstags. Redaktion: Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 215. Telephon: Nr. 362. Parteipolitisches. Hessische Landtagswahlen 1911. § Nidda. Die fortschrittliche Volkspartei hat die Kandidatur des Justizrats Metz für die Landtagswahl wieder aufgestellt. § Darmstadt. Eine neue freikonservative Par tei wird hier zu gründen beabsichtigt. Zu diesem Zweck hatten sich vorige Woche acht Herren aus verschiedenen Berufsständen, Beamte usw., eingefunden. Eine weitere konstituierende Versammlung fand letzten Montag statt und beschloß, für die bevorstehende Landtagswahl von der Aufstellung eines eigenen Kandidaten abzusehen. Aus Stadt und Land. Gießen, 26. Oktober 1911. Das Feueranzünden mit Erdöl. Auf Veranlassung der Kgl. Regierung in Wiesbaden haben sich die Landräte des Regierungsbezirks in öffentlichen Bekanntmachungen an die Kreis eingesessenen gewendet und vor der Unsitte, Erdöl ins Feuer zu schütten, ge= warnt. Drei Menschenleben hatte diese Unsitte in der letzten Zeit im Bezirk wieder gefordert. Auf einer Ziegelei bei Wiesbaden verbrannte ein zehnjährides Mädchen, in Villmar an der Lahn ein Knabe und in Oberscheld im Dillkreis ein neunjähriges Mädchen. Die Bürgermeister werden ersucht, in den Gemeinden öffentliche Bekanntmachungen auszuhängen. Da meist Kinder verunglücken, so sind die Lehrer des Regierungsbezirks angewiesen worden, in den Schulen auf die Gefährlichkeit dieser Art des Feueranmachens hinzuweisen, indem sie zugleich den Kindern die erwähnten Fälle als warnende Beispiele vorhalten. ):( Die Maul- und Klauenseuche hat nach einer Aufstellung des Rheinischen Bauernbundes allein für den Kreis Cleve 2 380 577 Mt. Schaden verursacht. * Die Kartoffelernte im Odenwald fällt viel günstiger aus, als man erwartet hatte, sowohl der Menge wie der Beschaffenheit nach. Auch aus Rheinhessen liegen vielfach günstige Nachrichten über die Kartoffel- und Futtermittelernte vor. n Gießen. Die Gastspiele des Gr. Hoftheaters und der Hofmusik Darmstadt im Gießener Stadttheater werden am Montag, den 30. Oktober, mit einer Aufführung von Maillarts„ Das Glöckchen des Eremiten" beginnen. n Der Hess. Verein für Luftschiffahrt, Ortsgruppe Gießen, hat jetzt 63 Mitglieder. Die Ballonaufstiege vom 30. Mai, 13. Juni und 16. Juli sind gut verlaufen, sie haben einen kleinen finanziellen Ueberschuß ergeben. In Bei der Gießener Schlachthofs- Erweiterung( Kühlanlage und Schweineschlachthalle) sind 40 000 Mark gegenüber dem Voranschlag gespart worden. Dieser selten günstige Abschluß hat seinen Grund in den gesunkenen Preisen der Materialien, die beim Bau verwendet wurden. n Der Gesangverein Seiterfeit" veranstaltet am kommenden Samstag sein Winterfest. n Am 8. und 9. November begeht der Oberhessische Verein für innere Mission dahier sein Jahresfest. - n Lt. der Landw.- Inf. 1. Aufgebots, Keller dahier, wurde zum Oberleutnant befördert. Hauptm. der Landw. Inf. 2. Aufgebots, Gabriel dahier, wurde der Abschied bewilligt. o Klein- Linden. Nächsten Sonntag findet hier die eigentliche Kirchweihe statt, denn an diesem Tage sind es 45 Jahre, daß die Kirche neugebaut und einer Weihe unterzogen ward. Von der früheren Kapelle, die auf dem alten Kirchhof stand, ist nichts mehr übrig als die ehemalige Orgel mit 6 flingenden Registern. Dieselbe befindet sich jetzt im Besitze des hiesigen Altertumvereins. Da an diesem Sonntag nach althergebrachter Weise eine Kommunion stattfindet, kann nach polizeilicher Verordnung kein Tanzvergnügen statt finden; doch wird eine allgemeine festliche und heitere Stimmung wahrzunehmen sein. s Offenbach. Unter dem Verdacht, mehrere Einbruchs diebstähle verübt zu haben, ist der Anarchisten- führer Eisenreich verhaftet worden. s Offenbach. Die Erbauung eines neuen Offenbacher Bahnhofes ist der Verwirklichung nun endlich der Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei Amfes Behörden Oberhessens sowie vieler anderer Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Donnerstag, den 26. Oktober 1911. bald nahe. - ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile. Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 fg. Extrabetlagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Bettreibung oder Bef Konkurs in Wegfall. Plazzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zettung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. Der Offenbacher Lehrerverein hat an die einer Feuerbestattungsanlage auf dem Hauptfriedhofe beStadtverordnetenversammlung ein Gesuch um Neuregel- willigt. Jetzt werden für innere Einrichtungen noch- mals 68 000 Mt. gefordert. ung der Gehälter der Lehrer und Lehrerinnen an den hiesigen Volksschulen, der seminaristisch gebildeten Lehrer an der Höheren Mädchenschule und der Handar beitslehrerinnen gerichtet. = ):( Frankfurt. Während der vom 28. Oftbr. penausstellung wird die bekannte Volkskundeforscherin, bis 12. November in der Festhalle stattfindenden PupElisabeth Lemke- Berlin, einen Vortrag über volkstümpen befassen soll, die vom Volke selbst hergestellt werden. s Offenbach. Zur Feier des 10jährigen Bestehens der Brotfabrik Peters ließen die Inhaber sämtliche Puppen halten, der besonders sich mit solchen Puplichen Angestellten und Arbeitern Geldgeschenke in Höhe von 10 bis 50 Mark als Teuerungszulage überreichen. 3550 Milchrevisionen vorgenommen worden und dabei s Darmstadt. Während des Septembers sind 67 Liter gewässerte Milch dem Verkehr entzogen. s Darmstadt. Der in einer Offenbacher Gummifabrik beschäftigte Fabrikarbeiter Adam Kern aus Obertshausen beleidigte während des in der Fabrik ausgebrochenen Streits einen Arbeitswilligen und wird hierfür zu einer Gefängnisstrafe von 1 Woche nebst den Kosten des Verfahrens verurteilt. s Pfungstadt. Hier trat ein Zweigverein des Evangelischen Bundes ins Leben. s Heppenheim. Die gemeinnützigen Bauvereine in Hessen haben nächsten Sonntag hier ihren Verbandstag. ! Mainz. Durch die Presse ging in letzter Zeit eine Notiz, wonach die Abhaltung der 6 bezw. 8 Tagerennen in Deutschland durch die Haltung des deutschen nicht so, denn in Mainz findet ein solches vom 19. bis Rennfahrerverbandes in Frage gestellt seien. Dem ist 26. November statt, obgleich es der Direktion schwer gefallen ist, unter den Besten wieder die Erfolgreichsten zu engagieren. Auf die Teilnehmer werden wir demnächst zurüdfommen. Was das große Publikum, überhaupt die gesamte Sportwelt interessiert, ist die Tatsache, daß das Mainzer 8 Tage- Rennen vom 19. bis 26. Novbr. gesichert ist. Die Direktion hat die Engagements soweit abgeschlossen und der Wettfahr- Ausschuß ist in Tätig feit, um eine in jeder Hinsicht erstklassige sportliche Veranstaltung zu bieten. Der Vertrag wegen Ueberlassung der Stadthalle an den Mainzer Rennverein ist bereits unterzeichnet und wird für das Rennen eine 125 mtr. lange Holzrennbahn eingebaut werden. Mainz. Geh. Oberschulrat Dr. Ggt Weihrich ist im 68. Lebensjahr in Gonsenheim gestorben. Der Verstorbene war früher Direktor des Realgymna= siums in Gießen. ):( Aus dem Dillkreis. Nach Arborn hat die Fortschrittliche Volkspartei eine Versammlung einberufen, zu der durch Plakatanschläge eingeladen werden sollte, da die Verwendung der Ortsschelle durch eine Verfügung des Landratsamtes in Dillenburg zu diesem Zweck verboten ist. Als aber auch dieses vom Bürgermeister, im Widerspruch zu§ 6 des Reichsvereinsgesetzes, untersagt wurde, legte man telegraphisch beim Landrat Beschwerde ein, worauf dieser dem Bürgermeister entsprechende Weisung zugehen ließ. ):( Herborn. In der Metzgerei von Louis Sch. sind durch den Buchhalter und einem Gesellen große Unterschlagungen vorgenommen worden. Dieselben führen auf Jahre zurück. Man spricht von 15 000 Mt. bis 20 000 Mt. ):( Marburg. Die landw. Winterschule wurde mit einem Bestand von 63 Schülern( gegen 58 im Vorjahre) eröffnet. ):( Marburg. Große Meinungsverschiedenheiten zwischen den ländlichen und städtischen Kreistagsmit= gliedern besteht in der Frage der bereits im Bau begriffenen Wanderarbeitsstätte in hiesiger Gemarkung. Von ersteren wurde betont, daß es auf dem Lande überhaupt schwer halte, Arbeiter zu bekommen. Wenn man den Wanderern auch noch solche Paläste für 146 000 Mark hinstelle, würde es noch schlimmer werden. Die Wanderer möchten arbeiten, dann brauchte man keine Polen, Kroaten usw. in Deutschland. Der Antrag, die 146 000 Mark bei der Landeskreditkasse zu 4 Prozent zu borgen, fand Annahme. ):( Frankfurt. Der Magistrat empfiehlt die Erbauung einer Zentralmarkthalle im Ostend, deren Kosten sich auf etwa 4 300 000 Mt. stellen. ):( Frankfurt. Fürst und Fürstin Bülow reisten am Montag über Stuttgart nach Rom. ):( Frankfurt. Unter dem Viehbestande der Milchkuranstalt von Friedrich Gottschalk, hier, ist die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden. ):( Frankfurt. Vom Stadtverordnetenkollegium wurden bereits früher 60 000 Mt. für die Errichtung = ):( Frankfurt. Der Ausschuß der hiesigen Ortsgruppe des Hansabundes hat zur Behandlung der besonderen Interessen des gewerblichen und kaufmännischen Mittelstandes einen Unterausschuß gebildet. ):( Eschwege. Es sollen hier 6 ganz moderne fleine Einfamilienhäuser mit allen sanitären und hygienischen Einrichtungen errichtet und an Arbeiter zu dem Preise von 420 Mark Jahresmiete vermietet werden. Nach und nach sollen noch etwa 350 derartige ArbeiterVillen errichtet werden. ):( Kassel. Bei der Landwirtschaftskammer war der Antrag gestellt, dafür einzutreten, daß der Ausnahmetarif für Futter- und Streumittel allgemeine Giltigkeit erlange und sich nicht nur auf landw. Tierhalter beschränke. Zur Begründung wurde angeführt, daß unter der Futternot nicht nur die Landwirte, sondern auch die sonstigen Tierhalter( Fuhrwerksbesitzer, Spediteure usw.) zu leiden hätten. Die Kammer erklärte sich für eine solche Ausdehnung des Ausnahmetarifs. ):( Wiesbaden Der 29 Jahre alte Graf Josef Spiegel zum Diesenberg- Hanxleden wurde wegen Betrugs hier verhaftet. Geschäftliches. )( Underberg- Boonefam p. Ueber den Mißbrauch ihrer Warenzeichen hat in letzter Zeit besonders die bekannte Firma H. Underberg- Albrecht in Rheinberg zu klagen, indem gewissenlose Destillateure und Gastwirte aus Original- Flaschen dieser Firma andere, meist minderwertige Fabrikate als echten Underberg- Boonekamp ausschänken, um auf diese Weise die Konsumenten besser täuschen zu können. Abgesehen von den hohen Strafen, welche das Gesetz zum Schutze der der Warenbezeichnungen gegen derartige mißbräuchliche Benutzung von Originalflaschen mit geschützten Origidadurch selber, indem der Konsument, welcher nal- Etiketts vorsieht, schädigt sich der Restaurateur auch früher oder später doch die Täuschung merkt, die entsprechenden Konsequenzen zieht und ein derartiges Lokal einfach meidet. Es sei besonders darauf aufmerksam gemacht, daß für die Firma H. Underberg- Albrecht unter anderen Warenzeichen auch speziell die Wortmarken„ UnderbergBoonekamp" sowie„ Underberg" geschützt sind. Es darf also unter diesen Warenbezeichnungen nur das Fabrikat der genannten Firma vertrieben werden. Auch ſetzt sich derjenige Gastwirt, welcher statt des verlangten„ Underberg" oder„ Underberg- Boonekamp" ein anderes Boonekamp- oder Bitterfabrikat verabreicht, der Gefahr einer Strafverfolgung aus. Briefkasten. Nach Mudersbach. Kann 3. 3t. nicht entsprochen werden. Wollen Sie während der jetzigen Teunsung sponenn, dann nehmen Sin Kathreiners Malzlaffen. Das Gehalt mocht' 61 Aus den Parlamenten. Deutscher Reichsiaq. Das Ergebnis der ersten elfaẞ- lothringischen Wahlen nach der neuen Verfassung ist bisher erfreulich, bef= fer als man hoffen konnte. Daß die nationalistische Bes wegung, die dort der Hauptfeind ist, so sehr zurückflauen würde, war nach dem Urteil von Männern, die die Verhältnisse genau kennen, nicht einmal anzunehmen. Zwet threr Chefs, Preiß und Blumenthal, sind in die Stich= wahl gedrängt und da sie Demokraten und Sozialdemokraten gegen fich haben, die sich natürlich einigen werden, sind die beiden Nationalisten schon so gut wie geschlagen. Der dritte Hauptführer dieser Bewegung, Wetterle, ist in einem Krets gewählt worden, der von vornherein als unzweifelhaft sicher feststand. Wenn man übrigens die erzielten Stimmenzahlen der Nattonalisten in den 6 Straßburger Kretsen sich ansteht, so ist es wohl als überraschend zu bezeichnen, daß das höchste Ergebnis dort nur 376 Stimmen, das niedrigste gar 110 beträgt. Die Berhältnisse in Merits haben sich noch immer nicht befestigt. Nach Washingtoner Meldungen versuchen die Anhänger des Expräsidenten Diaz. deren Führer General Reyes ist, den neuerwählten Präsidenten Madero zu stürzen, ehe dieser sein Amt for= mell übernommen hat. Die Washingtoner Regierung hat Vertrauen in Maderos Ehrlichkeit und Tüchtigkeit, fürchtet aber, daß Mexiko sehr stürmischen Beiten entgegengeht. Amontag beschäftigte sich der Reichstag mit den Interpellationen des Zentrums, der fortschrittlichen Boltspartet und der Sozialdemokratte über die Tenes rung der Lebens- und Futtermittel, die vom Reichstanzler v. Bethmann Sollweg sofort beantwortet wurden. Er wies zunächst unter dem lebhaften Beifall der Rechten die von den Sozialdemokraten verlangte 3Bollsuspens sion energisch zurück und wandte sich dann gegen die tebertreibungen der Presse, die dazu beitrügen, die Detailpreise in die Höhe zu treiben. Dann wies der NeichsKanzler auf die Maßnahmen der Regierung hin: Frachtermäßigungen, Unterstübung der kommunalen Bestrebungen, zum Beispiel Erleichterung des Seeftschverfaufs. Gerade die Kommunen könnten ein übermäßtges Anwachsen der Detailpreise hindern. Gemis, unsere hobanahaltung set verteuert, aber auch verbessert worden, so erklärte der Kanzler. Für ihn sei die entschlossene Festhaltung der bisherigen Wirtschaftspolitik Pflicht ge= gen das Land, und er werde sich durch keinen Angriff in der Ueberzeugung irre machen lassen, daß er damit auf dem richttgen Wege set. Am Dienstag wurde die Besprechung der Interpellationen fortgesetzt. Der prents Bische Landwirtschaftsminister Frhr. v. Schorlemer griff nach Ausführungen der Abgg. Fuhrmann( ntl.) und Hoeffel( Reichsp.) mit einer langen Rede in die Debatte ein. Zur Frage der Fleischteuerung bemerkte der Minister: Ich bin nicht gesonnen, eine Zeuerung ganz in Abrede zu stellen. Auch der landwirtschaftlichen Verwaltung liegt eine Herabseßung der Breise für Lebensmittel am Herzen. Die Meinungsverschiedenheiten zwischen mir und einem großen Teile des Hauses beziehen sich nur auf die Mittel und Wege. Drei Fünftel des Verbrauchs an Fleisch gerade der ärmeren Bevölkerung wird durch die Schweine gedeckt, deren Preise nicht gestiegen, sondern gefallen sind. Aber die geringen Schweinepreise haben in den Schweinefleischpreisen nicht überall den entspre= chenden Ausdruck gefunden, worauf ich die Oberprästdenten aufmerksam gemacht habe. Ich bin auch mit den städtischen Verwaltungen in Verhandlungen eingetreten, ob auf die Fleischermeister nicht entsprechend eingewirkt und nötigenfalls auch unter Umständen der Verkauf von Schweinefleisch direkt an die ärmere Bevölkerung in die Hand genommen werden kann. Der Minister schloß: Wir haben alle Veranlassung, mit Ruhe und auch ohne allzu große Sorge in die Zukunft zut blicken.( Lebhafter Beifall rechts.) Nach weiterer Debatte, in der die Abgg. Vogt- Grailsheim( w. Vg.) und Heine( Str.) sowie Staatssekretär Wermuth das Wort ergriffen, wurde eine Weiterbesprechung auf Mittwoch vertagt. Rundschau oom Cage Politisches Der Kaiser hörte am Dienstag vormittag im Neuen Balats bet Potsdam die Vorträge des Chefs des MtIttär- und des Marinekabinetts, sowie des Admiralstabs der Marine. Später nahm der Kaiser an der Barforcejagd in Döberib teil und begab sich darauf nach dem königlichen Schlosse in Berlin. Kleine Nachrichten. Raiser Franz Josef leidet an einem leichten Schnupfen, der wahrscheinlich die Folge seines Aufenthaltes in Schwarzau ist. Obwohl der Schnupfen ganz leichter Natur ist, Iteß sich der Kaiser zur größten Schonung be= stimmen. Witwenunterstützungen in Ariegervereinen. Der Deutsche Kriegerbund hat am 22. Oktober, dem Geburtstage der Kaiserin, auf Antrag der Vereinsvorstände 43 500 Mark Unterstützungen an hilfsbedürftige Kame= radenwitwen gezahlt. Der Vorstand der Deutschen Rolonialgesellschaft hat zur Marokkofrage einstimmig eine Rundgebung beschloffen, in der es u. a. heißt: Entschieden zurückzuwelfen ist fede Entgegennahme einer Gebietsabtretung, die unrentabel sein und finanzielle Lasten im Gefolge haben würde. Als eine unerhörte zumutung an das deutsche Volk muß der von französischen Blättern verbrettete Gedanke zurückgewiesen werden, daß Deutschland sich aus seiner wichtigen Stellung in Maroffo zurückzieht, für Feßen unbrauchbaren Landes Millionen an französische Ausbeutungsgesellschaften zahlt und obendrein Togo oder Nordkamerun an Frankreich abtritt." Vermischtes. Die Kaiserin als Schützenfönigin. Die Katserin hat die ihr seitens der Schützengilde in Labes in Pommern angetragene Würde eines Schüßenkönigs angenommen und der Gilde etne medaille verliehen, die an schwarzweißem Bande um den Hals zu tragen ist. Die filberne Medaille, in Größe eines Fünfmarkstücks, zeigt im Hauptrelief das diademgeschmückte Brustbild der Kat ferin mit dem Bande des Schwarzen Adlerordens. Dte Umschrist lautet: Auguste Vittoria, Kaiserin und Kö nigin." Auf der Rückseite befindet sich etn Etchenfor beerkranz mit der Inschrift:„ Der Schützengilde in Labes. 1911." Der Großschiffahrtsweg Berlin- Stettin foll im Frühjahr 1913 dem Verkehr übergeben werden. Frachtdampfer von 65 Meter Länge, 8 Meter Breite und 1,75 Meter Tiefgang sowie einem Schraubentiefgang von höchstens 1,40 Meter follen zugelassen werden. Die Belastung des Retches aus den auf Grund des Invalidenversicherungsgesetzes zahlbaren Renten wird im kommenden Etatsjahr die Höhe von rund 55 Millionen Mark ereichen. Das Retch wird nach oberflächlicher Berechnung am 1. Januar 1912 rund 1000 000 Invalidenrenten und über 100 000 Altersrenten laufen haben. Welch große Verluste die Mant- und Klanensenche verursacht hat, geht aus einer Aufstellung des Rheinischen Bauernbundes hervor, die den Verlust allein für den Kreis Cleve auf 2 380 577 Mark berechnet. nen mia Auch einer wen Das erele fent nicht die T gehen arbei von gelar Wölf wohi wuri Seu Eine im E Men fast ibre den E dache Geite Sali in de Der dem in di Regerrevolte in Oklahoma. Wegen Lynchung eines Negers in Coveta, einer Ortschaft im nordamerikant schen Staate Oklahoma, rotteten sich die Neger in einer Anzahl von fünfhundert Mann zusammen und riefen and Reger aus der ganzen Nachbarschaft zu Hilfe. Die Weißen verbarrikadierten sich schleunigst mit ihren Frauen und Kindern in einem besonders festen Gebäude, das von den Negern belagert wird. Letztere machen Anstalt, den ganzen Ort zu zerstören. Die Weißen haben wentg Munition und warten auf Entsaz durch eine Kompanie Nationalgarde, die im Anmarsche begriffen ist. Die Neger sind gut bewaffnet und übertref= fen an Stärke und Zahl die Wetßen und Truppen. Man befürchtet ein blutiges Massafer. Bankdirektor Ohm zurechnungsfähig. Wie aus Dortmund gemeldet wird, hat ein von dem Direktor der Provinzialheilanstalt Aplerbeck erstattetes Obergutachten über den Geisteszustand Ohms, des ehemaligen Dtrettors der verkrachten Niederdeutschen Bank, Ohm für vollständig zurechnungsfähig erklärt. Die sozialdemokratische Stichwahlvarole in Kon= stanz. Der Vorstand der sozialdemokratischen Partet Badens fordert in Uebereinstimmung mit dem deutschen Parteivorstand in einem offiziellen Aufrufe die Bartetgenossen auf, bet der am nächsten Freitag stattfindenden Stichwahl im Reichstagswahlkrets Konstanz- Ueberlingen für den nationalliberalen Kandidaten Schmidt zu stimmen. Die wegen Spionage verurteilte französische Sprachlehrerin Thirion wurde zur Verbüßung ihrer Strafe von mehreren Monaten Gefängnis nach Kottbus ge= bracht. Ueber den Stand der deutsch- französischen Verhand Iungen läßt sich die Frankf. 3tg." aus Wien melden: Das hiesige Auswärtige Amt wurde von der deutschen und von der französischen Regierung vom prtn& t= piellen Abschluß der Marokkoverhandlungen verständigt. 18y Aus Eifersucht. Roman von Mar Hoffmann. Gine neue Stiftung Carnegies. Andrew Carnegie hat 120 000 Dollars zu einem Heldenfonds für Norwegen gestiftet. Das erste Jahudenkmal in Amerika. In Cincinnati ist unter großen Feierlichkeiten ein Jahndenkmal, ein Geschenk des Deu schtums an die Stadt, enthüllt worden Es ist dies das ccfc Jahndenkmal in Amerika. Ein fiebzig Jahre alter Heiratsschwindler, der noch immer trop feiner vielen Lenze mit großem Erfolge ar beitet, ist vor einigen Tagen von der Berliner Krimtnalpolizet verhaftet worden. Paul Breitkopf heißt der würdige Alte", der mit seinem stattlichen, langen, wetBen Barte äußerst distingutert aussieht. Er erblickte im Jahre 1841 in Schiesien das Licht der Welt. Schon in fungen Jahren gertet er auf die schiefe Bahn, so daß er wiederholt mit dem Gefet fowohl in Deutschland als auch in Desterreich in Konflikt gertet. So verhängte das Gericht in Wien im Jahre 1900 gegen den damals 59fährigen acht Jahre schweren Kerkers, dte er vor dret Jahren verblißt hatte. Seit dieser Bett beglückt er die Reichshauptstadt, wo er sich durch Inserate zunächst eine geeignete Braut" suchte. Diese fand sich denn auch in der Berson einer begütterten Witwe Frau B., der sich der stattliche Herr als Privatter und Realitätenbesiker aus Wien vorstellte. Nach einiger Zeit verlobten sich die beiden, und mun verstand es Brettkopf, feiner Braut im Laufe eines Jahres mehrere tausend Mart in bar und eine Hypothet über 40 000 Mart abzuschwindeln. Als er merkte, daß diese Stelle erschöpft war, löfte er das Verlöbnis und zog im Januar d. J. zu einer Frau A. in der Eisenacher Straße, bet der er bis zut seiner Verhaftung unangemeldet wohnte. Im Mat faufte er in Stealth ein Saus, natürlich ohne Geld, und verschrieb der Frau A. eine Snpothef über 40 000 Mark, obwohl er von ihr nur 2000 Mart erhalten hatte. Saum war dies geschehen, als er daran gina, fich 40 000 Mark zur Ablösung der Snoothek" zit beschaffen. Rufällta sah Frau B., das erste Opfer, Breitkopf auf der Straße; fte veranlaßte feine fofortige Berhaftung. Gin franzöfifcher Luftballon landete am Montag abend bet Meckenheim im Rheinland. Der Ballon hatte vom Sturm schweren Schaden erlitten. Die beiden Jn= fassen hatten nicht unerhebliche Verletzungen an Händen und Armen davongetragen. Ste waren am Sonntag in Baris aufgestiegen. ( Nachdruck verboten.)' In dieser Richtung steht mir leider keine Einwtrfung zur Verfügung," entschuldigte er sich lächelnd. " Im übrigen ist ja auch der etgentliche dunkle Punkt bet Herrn Doktor Waldow durch Ihre Bekenntnisse noch nicht aufgeklärt." Was meinen Ste, Herr Untersuchungsrichter?" Nun, die Sache mit dem Geld." Ein Einbruch in die Kirche wurde in der Nacht zum Dienstag in 3schorlau bet Dresden verübt. Die am Kreuze hängende Christusstgur wurde abgerissen, der Kronleuchter abgehängt, die Opferfiöcke erbrochen und thres Inhalts beraubt. D, ich denke mir, daß ihm das Herr Regterungsrat Marleben als Honorar übergeben hat." Die Versöhnung der feindlichen Serbenbrüder. Einer Meldung aus Belarad zufolge sind Prinz Georg und Kronprinz Alexander wieder versöhnt. Sie unternahmen gestern im Automobil einen Ausflug nach Wien, von wo sie zu mehrtägigen Aufenthalt nach dem Sem= mering wetterfahren werden. Der geschmähte Dr. Cook. Der Nordpolentdecker" Coot ist mit feiner Frau am Montag in Kopenhagen eingetroffen. Auf dem Bahnhof hatte sich eine mehrere hundert Köpfe zählende Menge eingefunden, von der Cook mit Schmähungen überhäuft und verhöhnt wurde. Cook fuhr im Wagen zum Hotel. Der Boltzeipräsident hat zum Vortrag Coots ein starkes Polizetaufgebot in den Versammlungsfaal befohlen, um Cook gegen TätItchketten zu schützen. Die geheimen Amal". Die Untaten der schwar zen Hand" haben bei einem Teil der englischen Jugend Begeisterung erweckt und Nachahmung gefunden. In einer Gerichtsverhandlung in Chesterfield wurden die Streifzüge einer Bande von Knaben aufaedeckt, die fi die Geheimen Zwölf" nannten, Masken trugen und mit Schießwaffen und Meffern ausgerüstet waren. Die Bande fnff die Bewohner und die affonten Fee- tington- Moors ferrorisiert haben. Kürzlich erst murde des Abends an einem absetts gelegenen Blaße ein Mann angehalten und mit vorgehaltenem Revolver ersucht, seine Barschatf und Wertsachen herauszugeben: ein an= derer wurde durch einen Schuk ins Bett perfekt, her Anareifer entfam in der Dunkelhett. Eine größere Möbelfirma erhielt vor einigen Tagen einen Drohbrief, der als Unterschrift die Sttaze einer schwarzen Hand aufwies, und in dem sie aufgefordert murde, eine größere Summe zu hinterlegen, widrigenfalls die Geschäftshau ser der Firma in die Luft gefprenat mürden." 3wet Kinder vom Zuge herfahren und getötet. Bet Büsom t. M. wurden gestern dte sechsfährige und dte elfjährige Tochter einer Schnittersfrau, die mit ihren neun Kindern den nächsten Zug erwartete, von einem durchfahrenden D- Buge überfahren und getötet. Jeßt mußte er wirklich laut lachen.„ Das war doch wohl ein wenig viel für die nicht gerade sehr häufigen Besuche eines einfachen praktischen Arztes!" und gaIant fügte er hinzu:" Ste dürfen das Honorar eines solchen nicht beurtetlen nach den Gagen, die ein berühmter Verteidiger, wie Ihr Herr Vater bezteht. Und wann sollte übrigens die Einhändigung geschehen sein? Herr v. Marleben war an jenem Tage, als das Geld in seine Wohnung gebracht wurde, bereits bettlägerig, war immer unter Aufsicht und ist in derselben Nacht, wie die Obduktion festgestellt hat, am Herzschlag gestorben. Nein, diese Angelegenheit kann nur durch einen einztgen aufgeklärt werden, und das ist Doktor Waldow felbst." So werde ich noch heute mit ihm sprechen," erklärte sie entschlossen. Ste fuhr empor.„ Mein Herr!" sagte sie beleidigt. Etne flammende Röte flog über ihr Gesicht. Unterschlagung einer Goldbarrensendung. Aus etner großen Goldbarrensendung von London, die aus acht Kisten mit Goldbarren im Werte von über 1 min. bestand und fitr die Schweizerische Nationalbank in Bern bestimmt war, ist untermeas ein Goldbarren im Werte von 130 000 Fr. aestohlen worden. Die eine Kiste war vollständig ausgeräumt und mit Bleibarren ausgefüllt worden. Die Verpackung erschien zunächst unversehrt, doch entdeckte man später, daß die Kiste mit anderem Siegellack wieder verschlossen worden mar. " Bitte! Bitte!" sagte er und erhob begütigend die Hand.„ Ich habe durchaus nicht die Absicht, Ste zu verlezen, gnädiges Fräulein, nichts Itegt mir mehr fern als das. Als Mensch habe tch ta das größte Mitleid mit dem Herrn Doktor und aufrichtiges Mitgefühl mit Ihnen. Aber aber ich bin nicht bloß Mensch! Ich bin auch Richter, und als solcher habe ich, unbetrrt durch etwaige Regungen des Herzens und gemütvolle Anwandlungen, meines Amtes zu walten. Und es ist meine Pflicht, um mich selbst ganz vorwurfsfrei zu fühTen, gegen jeden verstehen Ste? gegen jeden volle Unparteilichkeit zu wahren und keinen anders zu behandeln, als es mein juristisches Gewissen vor= schreibt!" Er richtete sich auf seinem Stuhle kerzengerade auf. Jetzt war er wieder ganz Jurist und Richter.„ Verzethung, gnädiges Fräulein, aber das ist ausgeschlossen. Denn von heute ab ist Doktor Waldow für niemand mehr zu sprechen, bis sein Verhör stattgefunden hat." „ Also wird er schon als Gefangener behandelt?" " Das gerade nicht. Aber ich kann nicht erlauben, baß er vielleicht irgend welche Winke erhält " Dann leben Sie wohl, Herr Untersuchungsrichter!" Sie wollte sich mit schlecht verhehltem Aerger zur Tür wenden. Was ein Freitaa. der 13. foftet. In diesem Monat trat der immerhin nicht allzu häufige Fall ein, daß der 13. auf einen Freitag flet. Abergläubischen Menschen mußte dieses Rusammentreffen als ein fritisches Ereignis erster Ordnung gelten und höchste Vorsicht zur Bflicht machen. Was etn folcher Aberalaube für einen Einfluß auch auf das wirtschaftliche Leben haben kann, lehren einige Zahlen, die sich auf die Einnahmen französischer Bahnen beziehen. In Paris fanken die Einnahmen der Omnibusgesellschaften am fraglichen Tage um 8 Millionen Mart; die Südbahn bitte 12% Mint= ,, Nein, gnädiges Fräulein," sagte er milde und streckte ihr freundlich die Hand hin. Caffen Ste_uns nicht in dieser Weise scheiden! Ich hege die größte Hochachtung, ja Bewunderung für Sie und den Mut, mit dem Sie für Ihren Erwählten eintreten, und glauben Ste mir, es wird mir selbst schwer, Ihnen vielleicht wehe tun müssen. Aber ich muß. Ueber alles geht das Recht. Gefälligkeitsregeln haben da keinen Platz. Haben Sie nur Vertrauen zu mir!" Ste legte langsam ihre Hand in die setntge, und er wunderte sich, wie fest der Druck troß ihrer Kleinhett war. „ Und grüßen Ste mir Ihren verehrten Herrn Vater!" bat er noch. Engel des Lichtes, wie ein Bote aus einer reineren, besseren Welt als die, die ihn hter täglich umgab, entschwunden war. Die junge Dame, der der alte Junggeselle mit so wehmütigen Empfindungen nachschaute, so daß es einer energischen Anstrengung seinerseits bedurfte, um sich wieder ohne Nebengedanken seinen Akten widmen zu können, begab sich trotz seiner Angabe, daß fene Pforte für sie verschlossen set, nach dem Krankenhaus, in dent der weilte, der thr mehr galt als alles in der Welt. Ste wollte es auf jeden Fall versuchen, ihn zu sprechen, thn zu trösten und ihm Mut in diesen schweren Tagen einzuflößen. ,, Danke sehr, mein Herr, ich werde nicht verfehlen!" versezte sie und ging nach einer graztösen Verneigung des Hauptes hinaus. Er blickte mit einem Gemisch von Bewunderung und Nührung lanae nach der Tür, durch die sie wie ein Aber der Richter hatte ihr nicht zuviel gesagt. Ste erhielt den Bescheid, daß der Zutritt zum Herrn Doktor fitr niemand erlaubt set. Auf thre Frage, ob man ihn in den nächsten Tagen sprechen könne, zuckte man mit den Achseln und gab die ausweichende Antwort, daß das noch nicht feststände. Ste wußte genug und fuhr nicht ohne Erbitterung gegen die starren Formenmenschen nach Hause. fe ge fahr an u jett, wiede zugef was dige auts fchri Die Mittagszeit war lange vorüber. Ihre Mutter empfing sie mit besorgtem Gesicht und der Frage, wo ste so lange gewellt habe? Das wäre doch noch nie vor= gekommen, daß sie das Diner versäumt habe. Ste wollte erst vorschützen, daß sie durch eine Freundin so lange aufgehalten worden set; denn es war ihr peinlich, jetzt wieder mit ihrer etwas ängstlich veranlagten Mutter über die ganze Sache zu sprechen. Da aber trat der Justizrat ein. Er sah sie unzufrieden an. " Ich weiß nicht," begann er,„ Du gefällst mir in der letzten Zeit gar nicht mehr recht, Emmt. Ich meine na= türlich nicht Detne Itebe Person, sondern Deine Stim= mung und Dein verändertes Wesen. Machst Du Dir noch immer Gedanken wegen des Doktors? Ich sollte meinen, Du müßtest doch allmählich darüber hinwegkommen." burd Von weni her C mille Saus went dte o gr mög lit t jett 1 burch Retu befol gent beits Tell fönr auf äuße Ständ es n werd der S Krav der Wa den Sch ren!" der Jah unfe fchein „ Lak tomm gema res gew men gene Diese meni gelep mete nicht flär Sieb Nerv tom Doft mir noch Man solche weiß, bift an ganz Mann In die beliebt Bige werde. ganzer und w Die ga thn me noch 8 And ge man m met thn au aber schen? He bet bern thr Ve bat mern men Jarz erne tm Stat Die Sti lor La tnes tant tner iefen Die hren Be ma eißen be Durg tref Man noch e ar rimt t der wete tm on in aß er als e das mals dret r die eine ich in r fich efiber tfich Braut bar tdeln. Töfte etner 18 zit Mat 5, und Mark, Kaum Mark tfällta Straße: hwarugend 7. In en die te fi und . Die Mit nurde Mann rfucht, tit an= t, der e M ef, der d auf= rößere us etHe aug Min. nt in ren im etne barren unächst ifte mit mar. Monat Jak der enschen Ereig cht zur einen n fann, en fron Die Einen Tage Millio eineren, ab, ents mit fo es einer um fich Smen zu e Pforte In dem Selt. Ste then, thn gen einngt. Ste Dottor en Tagen gab die ände. bitterung Mutter rage, wo nie vor Ste wollte so lange mlich, fest n Mutter trat der nir in der meine na ine Stims Du Dir Ich sollte mwegtom nen ein, eine andere Eisenbahngesellschaft mehr als 10| Mintonen. Erwähnt möge in diesem Zusammenhange auch werden, daß im Jahre 1885, als der 18. März auf einen Freitag ftel, die Pariser Theater 12 Millionen M weniger einnahmen, als am Vorabende. überfallen. von tollen Wölfen Ein Dorf Das Dorf Ptalowo im Bezirk Jeniffeist( Sibirten) erelebte jüngst einige furchtbare Tage. Unter den Wölfen des nahen Waldes, die sich allgemein im Sommer nicht aus dem Walddickicht zu kommen getrauen, war die Tollwut ausgebrochen, und sie stürzten in einer ungeheuren Zahl auf die Felder, wo die Bauern mit Landarbeiten beschäftigt waren. Viele der Bauern wurden von den Wölfen furchtbar zugerichtet, und nur wenigen gelang es, zu entfliehen. Heulend stürzten ihnen die Wölfe nach und überfielen das ganze Dorf, dessen Bewohner sich voll Schrecken in die Häuser flitchteten. Ster wurden sie regelrecht von den Wölfen belagert, deren Seulen fortwährend bet Tag und Nacht die Luft durchfüllte. Nur sehr wenige Bauern verfügten über Waffen. Einer von ihnen schoß ungusgefekt auf die Wölfe, dte im ganzen Dorfe viel Schaden anrichteten und eine Menge von Pferden niederrissen. Wenn der Bauer auch fast mit jedem Schuß einen Wolf niederstreckte, so war thre Zahl doch so groß, als daß er ihrer hätte Herr wer den können, zumal er nur durch die Luke seines Strohdaches schießen konnte. Da fam dem Dorfe von anderer Seite eine unerwartete Hilfe. Durch die fortwährenden Schüsse der Bauern wurde eine Abteilung Soldaten, die in der Nähe des Dorfes manövrierte, herbetgerufen. Der Offizter, der die Soldaten befehltgte, wollte sich nach dem Grunde der Schüsse erfundigen. Kaum waren fie In die Nähe des Dorfes gekommen, als einige tolle Wölfe gegen sie zurannten. Die Soldaten, die die große Ge fahr erkannten, in der das Dorf schwebte, legten sofort an und schossen nach und nach alle Wölfe nieder. Erst Jebt, im Schuße der Soldaten, getrauten sich die Bauern wieder, ihre Hütten zu verlassen und ihrer Arbeit nachzugeheit. Das Cknefairr als Erkrankungsursache. Eine etwas peinliche, aber trotzdem sehr nützliche und notwenbige Auseinandersetzung veröffentlicht Brofessor Ritschl aus Freiburg in der Münchener Medizinischen Wochenschrift" über die Gefahr einer Krankheitsverbreitung durch Eßgeschirre. So viel heute bereits jeder Gebildete von Grundsäßen der Gesundheitspflege gelernt hat, so wenig ist man auf diesen wichtigen Zusammenhang bisHer aufmerksam geworden. Wenn jemand in der Famille frant geworden ist, wird wohl selten in einem Sause daran gedacht, den von dem Kranken benutten Eßgeschirren eine befondere Sorgfalt zu widmen, selbst wenn man vor der Ansteckung eine solche Angst hat, daß die übrigen Familienglieder sich von dem Ertranften möglichst fern halten. Die Verwunderung ist dann oft o groß, wenn dennoch die Ansteckung sich verbreitet. Es Ist wahrscheinlich noch in feinem einzelnen Fall bewies [ en worden, liegt aber sehr nahe, daß die Ansteckung burch das Eßgeschirr erfolgt ist. Auch wenn bei dessen Reinigung in der Küche gewohnheitsgemäß alle Regeln befolgt werden, die eine anständige Sauberkeit verlangt, genigen sie doch nicht, wo es sich darum handelt, Krankheitsfeime unschädlich zu machen. Sind solche auf einen Teller gelangt. so gehen sie in das Spülwasser über und fönnen sich mit diesem auf andere Teller verteilen und auf diesen bleiben, wenn die Trocknung nicht mit der äußersten Beinlichkeit erfolgt. Dasselbe gilt selbstver= ständlich für Gläser, Messer und Gabeln. Dagegen gibt es nun ein sehr einfaches Mittel, das stets angewandt werden sollte, sobald eine ansteckende Erkrankung in der Familie eingetreten ist. Man halte das von dem Kranten benutte Geschirr gesondert und lasse es vor der eigentlichen Abwaschung einige Zeit im kochenden Wasser liegen. Augenehme Mittellnng. Barbiersgattin( den Fremden betrachtend, den thr Mann soeben rasiert hat): „ Schau, verlernt hat er's doch nicht in den zwei Jahren!" Ihr Mann war wohl frank?"" Natürlich, der ist erst gestern wiedergekommen, der war ja zweł Jahre wegen Tobsucht im Frrenhaus!" Nicht ber Richtige. Ste:„ Es wird wirklich Rett, daß unsere Elfe sich nach einem Mann umsteht. Aber sie fcheint gar keine Lust zum Heiraten zu haben." Er: Laß nur! Sie wird schon wollen, wenn der Richtige tommt."- Sie:„ Ach was, ich habe auch nicht so lange gewartet!" Wie wird der Winter werden? Nach dem außergewöhnlichen Sommer dieses Jahres fürchten oder hoffen viele Leute einen ebenso außer= gewöhnlichen Winter. Beſteht nun trgend ein Zusam= menhang zwischen dem Winter und dem vorangegan= genen Sommer? Ein Mitarbeiter des„ Gaulots" hat diese Frage und im Anschluß daran die nach dem kom= menden Winter verschiedenen Fachleuten in Paris vors gelegt. Zuerst suchte er Herrn Angot, den Letter des meteorologischen Institutes, auf. Diefer wollte zuerst nicht recht mit der Sprache heraus, schlteßlich jedoch erklärte er, die Meteorologie set nicht imstande, auf längere " Worüber?" fragte Emmt hart. " Nun, Du brauchst nicht gleich ungehalten zu sein. Stehst Du, das ist auch ein Zeichen Deiner neuerlichen Nervosität, die mir gar nicht an Dir gefällt. Und woher tommt sie? Nur von Deinem übergroßen Interesse fitr Doktor Waldow. Nach Deinen Mitteilungen, die Du mir über ihn gemacht hast, möchte ich Dich aber heute noch einmal bitten, Dich doch ernstlich zu prüfen. Einen Manu, der eine solche Vergangenheit hat und gegen den solche Untersuchung geführt wird-" „ Schweig! Schwetg, Vater," rtef Emmi. Ihr Antlizz war blutrot geworden. Unterbrich mich nicht!" fuhr er ruhig fort.„ Ich weiß, Du bist nicht bloß unsere gute, Itebe Tochter, Du bist auch unsere Kluge Tochter, bet der nicht das Herz ganz mit der Verstand durchgehen wird. Ein solcher Mann-" Nein, nein" unterbrach fie thn wieder, sprich nicht in diesem Ton von ihm, Iteber Bater! Er ist nicht ein beliebiger Mann für mich, er ist der erste und der einBige Mann, den ich wahrhaft Itebe und immer lieben werde. Ja, daß Ihrs nur wißi, ich liebe thn mit der ganzen Kraft meines Herzens und meines Verstandes und werde niemals von thm lassen, und wenn sich auch die ganze Welt gegen thn verschwören und Steine auf ihn werfen sollte." " Nun, so schlimm, wie Du es da machst, ist es ta noch gar nicht. Die gravierenden Momente gegen ihn sind gering, und wie auch seine Aussage fallen möge, man wird thn in kurzem wieder fretlassen müssen. Das ist meine Ueberzeugung. Ich für meine Person halte thn auch für völlig frei von feder Schuld. Wie steht es aber mit der Welt, ich meine mit den lieben Mitmen= schen? Ste denken durchaus nicht darüber nach, was fie dem andern durch thre bösen Zungen antun, sondern sehen nur die nackten Tatsachen und richten danach thr Verhalten ein. Und diese Tatsachen sind hier offenBefr hinaus das Wetter vorauszusagen, während sie auf 1-2 Tage die Wetterveränderungen manchmal mit einiger Sicherheit vorausbestimmen fönne. Er fügte hinzu, einen Zusammenbang zwischen Sommerwetter und Winterwitterung habe die Meteorologie bisher nicht erkennen können, und zum Beweise dafür holte er folgende Tatsachen aus alten Wetterberichten hervor: Im Jahre 1876 war der Sommer sehr warm, und der darauf folgende Winter war wärmer, als alle Winter der letzten 25 Jahre. Die Durchschnittstemperatur_war beinahe vier Grad höher als sonst! 1879 war der Sommer falt und der Winter war sehr streng. 1877 war der Sommer ebenfalls warm, und es folgte ein strenger Winter, 1899 folgte auf einen sehr warmen Sommer ein Durchschnittswinter, während im vergangenen Jahre auf den verregneten, fühlen Sommer ein ganz nasser und warmer Winter folgte. Der Astronom Flammarion war der nächste, den der Partser mun befragte. Jedoch wußte Flammarion auch nichts Bestimmtes mitzuteilen. Zwischen Astronomte und Wetterkunde bestände kein Zusammenhang, je= doch das wußte er auch, daß kein Meteorologe auf lange Beit das Wetter vorar'ssagen könne. Im übrigen schloß er sich ganz der Meinung Angots an. Nun wollte der Neugierige, der feinen Lesern doch gerne Sicheres mitgeteilt hätte, beinahe verzwetfeln. So ging er denn zu der Hellseherin Frau Marpha, und bet thr erfuhr er denn auch endlich die Wahrhett. Bunächst schien es zwar, als wetsfage fte lieber über Liebesangelegenhetfen, als über das Wetter, schließlich jedoch behauptete fie, fie tönne alles weissagen( was fa auch stimmt!), und darauf holte sie ein sehr beschmutztes Kartenspiel hervor, dessen einzelne Blätter sie nun auf ihrem grünen Tisch vor sich ausbreitete. Die Karten lügen nie, meinte sie; dann saß sie etwa eine Viertelstunde über thr Kartenspiel gebeugt, und zuletzt verkündigte sie mit freudiger Bewegung, wie der Winter werden würde: " Der Winter, mein Herr, wird weder warm noch falt, weder trocken noch regnerisch, meder feucht noch windig. Es wird ein Winter werden wie ieder andere wenn er nicht anders wird. Das fostete 5 Franken." Der Mann bezahlte und ging mit diesen sicheren Nachrichten in der Tasche davon. Der Liebesroman des Erzherzogs. Dem Beispiel der Erzherzoge Salvator und Levpoló Salvator, die alle ihre Würden niederlegten, um unter dem Namen Orth und Wölfling als Privatleute zu leben, ist jetzt, wie bereits telegraphisch gemeldet, ein weiteres Mitglied des österreichischen Kaiserhauses ge= folgt. Erzherzog Ferdinand Karl, der Sohn des dritten Bruders des Kaisers Franz Josef, Karl Ludwig, und der Erzherzogin Maria Annunziata, ein Bruder des Thronfolgers Franz Ferdinand, ist seit Jahren heimlich mit der Tochter des Rektors der Wiener Technischen Hochschule, des Hofrats Czuber, verlobt. Schon einmal hieß es, daß er, um die Dame heiraten zu können, auf seinen Rang verzichten wolle. Mencrdings hat der Erzherzog nun von Schloß Rautenstein bei Meran aus, wo er wegen seiner angegriffenen Gesundheit weilt, an den Kaiser Franz Josef die Bitte gerichtet, ihm jetzt den Verzicht zu gestatten. Wie nun mit Bestimmtheit versichert wird, hat der Kaiser diesmal setne Zustimmung gegeben, und gleichzeitig dem Erzherzog, da er mit dem Verzicht seine Einkünfte aus Mitglied des Kaiserhauses verliert, aus seiner Privatschatulle eine jährliche Rente von 40 000 kronen ausgesetzt, die allerdings nur so lange gesichert ist, als der Kaiser lebt. Diese Meldung wird von dem Oberhofmeisteramt einstweilen nicht bestätigt. Dagegen lehnt die Familie der fünftigen Gattin des Erzherzogs eine Auskunft da= rüber in einer Weise ab, die einer Bestätigung völlig gleich kommt, indem sie erklärt, weder bestätigen noch demenfieren zu können; man möce ruhig die offizielle VerErzherzog Ferdinand Karl, der im 46. Lebensfahre steht, wird als Privatmann den Namen Burg" annehmen. Er machte die Bekanntschaft des Fräulein Czuber vor zehn Jahren, als er in Prag in Garnison stand. Hofrat Czuber war damals Professor für Mathematik an der Prager deutschen technischen Hochschule und wurde, als die Beziehungen zwischen seiner Tochter und dem Erzherzoge bekannt wurden, nach Wien an die technische Hochschule verseßt, während der Erzherzog in Prag bleiben mußte. Gleichwohl hat man ihn vor etwa acht Jahren sehr häufig in Wien ge= sehen. Der Erzherzog ist vor fünf Jahren aus der Armee ausgetreten und hat sich ins Privatleben nach Schloß Rautenstein zurückgezogen. Die Braut ist 31 Jahre alt und gilt als Schönheit. Heute wird zu der Angelegenheit noch aus Wien gemeldet: Nachdem die katferliche Zustimmung erfolgt war, gab der Erzherzog bekannt, daß der Chebund beretts in der Schweiz geschlossen set, wo das Paar zurzeit weilt. Der Hofstaat des Erzherzogs ist aufgelöst. Der Erzherzog legte seine österreichische Generalmajorscharge sowie die preußische Regimentsinhaberschaft ntefundig genug. Der Dokter stet den Nad forschungen nach dem Täter eines schweren Verbrechens zur Untersuchung gezogen worden. Ich sage nicht unterfuchungshaft, denn dazu wird es jedenfalls nicht kommen. Was werden aber die Leute später sagen? Einzelheiten, Entschuldigungsgründe und dergleichen, das alles wird threm Gedächtnis entschwinden ind es wird einfach hetBen: Aha, der Doktor, der schon einmal in Untersuhungshaft geseffen hat! So wird thm für immer ein Makel anhaften, und es wird thm sehr schwer werden, fich wieder eine seinen Kenntnissen und seiner Begabung entsprechende Stellung zu erringen. Seine Prarts, fein bißchen Ruf, das er sich erworben hat, ist sicher fetzt schon vernichtet, und er muß wahrscheinlich wieder ganz von vorn anfangen. So, das war's, was ich Dir zu bedenken geben wollte." " Ja", ergänzte die Mutter,„ das tst auch ganz meine Meinung. Du weißt nicht, Emmt, wo Dir noch ein wirklich reines Glück erblühen kann." " Das weiß ich sehr wohl, Mutter. Nur an seiner Sette und sonst nirgends. Ich werde ihm zur Sette ste= hen, thn verteidigen, und dazu habe ich bereits heute den ersten Schritt getan, denn ich komme soeben vom Untersuchungsrichter." „ Da bist Du gewesen?" rtef der Vater erstaunt. " Und zu welchem Zweck?" ,, im thm alles zu erzählen, was mir von den fritHeren Beziehungen des Doktors zu Frau von Marieben bekannt war, weil Du Dich weigertest, es zu tun, Vater, und um dadurch den Doktor zum Geständnis zu bringen, auf welche Weise er in den Besiz jenes Geldes gelangt tſt. Denn ich bin fest davon überzeugt, daß nichts Unehrenhaftes dabet im Spiel gewesen tst. „ Schön", erklärte der Vater ,,, nehmen wir einmal an, der Doktor ist wieder zurückgekehrt, und Ihr hetratet Euch nach einiger Zeit! Wie dentst Du Dir denn eigentlich die Weiterentwicklung Eures Lebens? Hier tst er so gut wie unmöglich." der. Aus der diste der Herrenhausmitglieder und Bließordensritter ift er gestrichen worden. Er plant in der Schweiz ständigen Aufenthalt zu nehmen. Das Ringen um Tripolis. Den Jtaltenern wird das Leben in Afrika herzlich schwer gemacht. Sie haben sich das Stegen doch etwas leichter vorgestellt. Jest zeigt es sich, daß die Türken achtunggebietende Geguer find. Sobald sie den Italie nern auf dem Lande gegenüberstehen, werden sie zu äußerst gefährlichen Gegnern. Nur wenn die Flotte ihr donnerndes Wort mitzureden hat, müssen sie sich zurückziehen. Zu den bisher stets gefärbten Nachrichten vom Kriegsschauplatz, die italienische Blätter brachten, gefellen sich jetzt Berichte deutscher Spezialberichterstatter, und aus ihnen ersteht man mit Erstaunen, daß in den italienischen Meldungen stets nur der Wunsch der Vater des Gedankens war, und man wird sich erinnern, daß die Araber als besonders italienfreundlich bezeichnet worden waren. Doch stehe, ste ziehen aus allen Himmelsrichtungen gegen die Italiener. So ist es jüngst in der Nähe von Bumelina zu einem Gefecht gekommen, bei dem die Italiener zwar das Feld behaupten konnten, doch nur, weil die Flotte mit thren Schiffsgeschüßen in Aftion trat. In einem entscheidenden Augenbita ftelen auch aus der Stadt Tripolis Schliffe auf die Italiener, was als unzweifelhafter Beweis gelten kann, daß auch die bereits unterworfenen Araber mit den Türken gegen die Italiener gemeinsame Sache machen. Nachrichten, die im türkischen Kriegsministerium eingelaufen sind, besagen, daß bisher die Gesamtverluste bet den Kämpfen in Tripolis und Kyrenaita auf itaItenischer Sette 2000 Tote und Verwundete, darunter 100 Offiziere, betrage. Die Türken verloren zusammen mit den Arabern 250 Mann, zwei türkische Offtztere wurden getötet. Diese fitrkischen Angaben scheinen aber doch ein wenig gefärbt zu sein. Die wirtschaftlichen Schäden für Italien." Die in Rom einlaufenden Nachrichten über die VerInste des italienischen Levantehandels lauten trostlos. Die gesamte Schiffahrt von den italienischen Häfen nach dem Orient mit Einschluß Aegyptens ist eingestellt, infolgedeffen herrscht in Genua, Neapel und Venedig unter den Dockern bereits jetzt bittere Not. Ferner nehmen die norditalienischen Fabriken, die für den Ortent arbeiten, umfangreiche Arbeiterentlassungen vor. Fanatismus eines Tripolitaners. Tripolis, 25. Oktober. Der eingeborene Diener des deutschen Konsuls ist gestern erschossen worden, weil er einen italienischen Soldaten durch einen Dolchstich verlegt hatte. Der Konsul übergab den Täter selbst den ttaltenischen Militärbehörden. Drabtnachrichten und neuestes. Kaiser Franz Josefs Befinden. Wien, 25. Oktober. Katser Franz Josef hat die lette Nacht gut verbracht und sich zur gewohnten Stunde erhoben. Er hörte vormittags Vorträge. Von einem Unwolsein kann zu einer Beit, wo der Schnupfen allgemein herrscht, nicht die Rede fein.pien Politisches Attentat in Aegypten. London, 25. Oktober. Aus Kairo wird gemeldet: In Heliopolis bet Kairo explodierte gestern eine Bombe, die an einigen Gebäuden Schaden anrichtete. Verletzt wurde niemand. Die Explosion erfolgte nach einer anttitalienischen Kundgebung, die in demselben Stadtteil stattgefunden hatte. Die Lehren der Liberté- Katastrophe. Paris, 25. Oktober. Marineminister Delcassee hat an alle Admirale und Schiffskommandanten die Mitteilung gerichtet, daß er eine völlige Umgestaltung der bestehenden Vorschriften über den Wach- und Stcherheitsdienst auf den Kriegsschiffen angeordnet habe. Der Bürgermeister von Rom verunglückt. Turin, 25. Oftober. Der Bürgermeister von Rom, Nathan, tam bei einem Besuche in der elektrischen Bentrale einem Kabel zu nahe und fiel mit einem Aufschrei zu Boden. Er war von einer Ohnmacht befallen worden. Seine linke Hand wies starke Brandwunden auf. Cook in Kopenhagen. Kopenhagen, 25. Oftober. Bet dem gestrigen Vortrage des Nordpolentdeckers Cook tam es zu groBen Skandalszenen. Der frühere Freund Cooks, Dr. Norma- Hansen, der ihm seinerzeit bet seiner Ankunft in Kopenhagen seinen glänzenden Empfang berettet hatte, protestierte dagegen, daß Cook es wage, in Kopenhagen öffentlich zu sprechen. Dr. Hansen wurde von den Begleitern Coots hinausgeworfen. Turbulente Szenen spielten sich ab. Zum Schluß des Vortrages aber wurde demonstrativer Betfall von einer großen Menge inszeniert. " So wird er sich wo anders niederlassen." „ Und Du willst auch dorthin?" „ Gewiß!" „ Mein Kind will mich verlaffen!" rief die Brutter aufgebracht. Emmt schlang thren Arm um ihren Hals:„ Liebe Mutter, so sehr ich auch eine aufgeflärte Tochter der neuesten Bett bin, so verehre ich doch die ewigen Satzungen, wie sie tin Buche der Bücher niedergelegt sind. Und da steht: Das Weib soll Vater und Mutter verlaffen und soll dem Manne nachfolgen." „ Na," lachte der Justizrat, der in der Häuslichkeit feder Sache gern eine heitere Wendung gab ,,, Du gehst etwas scharf ins Zeug, Itebe Emmt! Sowett sind wir doch noch nicht! Warten wir Iteber ab, was noch kommen wird und wie der Doktor bei der ganzen Sache abschneidet." " Ich habe diese Auseinandersetzung nicht veran= laßt," erklärte Emmi schmollend. ,, But, mein fluges Troßköpfchen foll recht haben! Ich bin der Schuldige und will deshalb auch wieder davon ablenken und zu einem anderen Thema übergehen. Kannst Du Dich für heute abend recht hübsch machen und Deinen Geist leuchten lassen? Ich habe Herrn von Marleben zu uns gebeten. Der junge Mann muß ein wenig zerstreuung haben, damit er keine melancholtschen Anwandlungen bekommt. Es kann ja etnem in die Seele hinein leid tun, wenn man an das traurige Geschick denkt, das thr betroffen hat. Kommt aus der neuen Welt herüber, um seinen Vetter nach langjäh= riger Trennung wieder zu sehen, und gleich darauf muß thn dieser Schlag treffen!" ( Fortsetzung folgt.) Westfälische Zechenkoke Palmona S PALA PALMIN Mutter und Kinder kennen die Vorzüge von Palmin( Pflanzenfett) und Palmona( Pflanzen. Butter Margarine) als Spelfefett und als Brot, aufftrich. Diefe Produkte find von abfoluter Rein heit, leicht verdaulich( Kein Aufftoßen, kein Sod. brennen!), lehr preiswert und gänzlich frei von terlichen Fetten. Man vermeide die zahlreichen Nachahmungen, betrachte ihr Vorhanden. fein vielmehr als einen Beweis für die vorbildliche Qualität unferer Produkte. - H. Schlinck& Cie. A.-G. NB Palmin jeht auch weich"( ichmalzähnlich) gu baben. .. ( Hüttenkoke) Gaskoks Nusskohlen Kur- Institut- Fr. Gropp Marburg( Hessen), Neustadt 9 II. Best- Melierte Anthracite Unionbriketts Lignitkohlen Holzkohlen Brennholz Unverschämt teuer ist alles geworden und jede praktische Hausfrau ist deshalb froh, dass ihr in HANSA- Backpulver, HANSAPuddingpulver und HANSA- Vanillinzucker 3 so vorteilhafte Küchen- Artikel geboten sind. 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Mokamp Welt zu haben Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen NERVENSCHWÄCHE die Ursache vieler und hartnäckiger Krankheiten. gibt zahllose große und kleine Störungen im menschlichen Körper, bei denen man wie vor einem Rätsel steht, weil sie mit einer merkwürdigen Zähigkeit jeder ehandlung trotzen. Verschwinden sie dann nach längerer Zeit scheinbar von elbst, so werden sie häufig von irgend einem anderen ebenso roblematischem Übel abgelöst, ohne daß sich auf den ersten lick ein Zusammenhang zwischen beiden nachweisen läßt. Und doch besteht er! Man findet ihn, wenn man den eidenden auf den allgemeinen Zustand seines Nervensystems ntersucht. Man wird dann fast immer erkennen, daß Leute, ehaftet und belastet mit Übeln und Leiden, die scheinbar mit en Nerven garnichts zu tun haben, eines oder mehrere on folgenden Symptomen aufweisen: Anhaltendes, täglich iederkehrendes Kopfweh, Händezittern, Ziehen in den liedern, Taubwerden einzelner Hautstellen, Zucken der Augender, seelische Verstimmungen oder Angstzustände, innere nruhe ohne besonderen Grund, Verdauungsstörungen bei der einsten Aufregung, Reizbarkeit und ärgerliche Stimmung, sonders morgens nach dem Aufstehen, Hautjucken, Imponz, leichte Erregbarkeit, Zuckungen im Gesicht oder in n Gliedern, Alpdrücken, schwere Träume usw. usw. Besonders das immer wiederkehrende Kopfweh, Verstimmgen, körperliche und geistige Schlaffheit, resp. Müdigkeit und edankenlosigkeit sind ganz ausgeprägte Merkmale von ervenschwäche und Kennzeichen eines außerordentlich nsten Zustandes. Denn Nervenleiden zehren am Leben, untergraben seine Wurzel! Selbst Epilepsie, Geisteskrankheiten, nervöse Lähmungen id auch nichts anderes, als besonders schwere resp. durch machlässigung verschlimmerte Nervenstörungen. Starke Beeinträchtigungen der Sehkraft, des hörs usw. durch Nervenstörungen sind chts seltenes. Aber selbst wenn es bei ganz leichten scheinungen bleibt, so verursacht doch merhin das Versagen der Nerven soviel behaglichkeiten in der Familie und in der sellschaft und besonders soviele Störungen Berufe, wie kaum ein anderes Leiden. Der Geschäftsmann, der nervös ist, wird m gegenüber, der seine gesunden Nerven t, stets im Nachteile sein. Er wird nicht truhiger Sicherheit, sondern zerfahren, überlegt oder zaghaft handeln, wird also it seltener das richtige, die geeignete, eckdienliche und zielbewußte Maßregel fen. Statt mit ruhiger Überlegung und tschlossenen Sinnes seinen Vorteil zu chen, wird er sich von Launen und mmungen beherrschen und abirren lassen. ine kranken Nerven sind ein gewaltiges, ihm selbst unbewußtes Hindernis für sein rwärtskommen. Was ist da zu tun? Das einzige, was da hilft, aber auch ganz her hilft, ist eine genügende Stärkung der läufig auf 1 Prozent festgesetzt. Nerven. Ob sie gelingt, das kommt auf verschiedene Umstände an. Stärken kann man die Nerven wie jedes andere durch Überanstrengung ermattete Organ, durch Ruhe und bessere Ernährung. Aber Ruhe für die Nerven läßt sich nicht immer schaffen. Wenn jemand durch Überarbeitung nervös geworden ist, so müßte er für lange Zeit aufhören, zu arbeiten. Sind die Nerven durch Kummer und Sorgen angegriffen, so müssen Kummer und Sorgen beseitigt werden, was beides natürlich nur selten möglich ist. Bleibt also in den meisten Fällen nur die bessere Ernährung der Nerven als der einzige Weg zur Rettung! Jedes Organ, welches arbeitet, verbraucht bestimmte Nährstoffe. Auch das Nervensystem, zu welchem auch Gehirn- und Rückenmark gehören, arbeitet ununterbrochen. Der Nährstoff, den es dabei verbraucht, ist eine organische Phosphorsäureverbindung und heißt Lecithin. Unter normalen Verhältnissen ist es in der täglichen Nahrung in einigermaßen genügender Menge vorhanden, zur Stärkung überanstrengter Nerven, die wieder einen Vorrat an Kraft sammeln sollen, genügt das aber nicht. Ihnen muß das Lecithin in größeren Mengen zugeführt werden. Es ist nun gelungen, das Lecithin in ziemlich konzentrierter Form zu gewinnen und es bildet den hauptsächlich wirkenden Bestandteil von Dr. Arthur Erhards VISNERVIN. Sorgfältige Versuche, welche Arzte anstellten, haben gezeigt, daß Dr. Erhards VISNERVIN ein ganz ausgezeichnetes Mittel zur Kräftigung der Nerven ist und es wurden da mit in Tausenden Fällen so großartige Erfolge erzielt, wie sie in den umseitig abgedruckten Zuschriften attestiert sind. Diese gewaltige Menge von Briefen liegt in unserem Bureau zur Prüfung auf ihre Echtheit bereit, jedermann kann sie einsehen. Was Tausenden geholfen hat, kann doch wohl auch Ihnen helfen! Wir sind davon überzeugt und wollen es Ihnen ermöglichen, daß Sie sich auch selbst kostenlos überzeugen. Füllen Sie die anhängende Postkarte mit Ihrer genauen Adresse aus und wir senden Ihnen ganz gratis und portofrei eine Probedose. Versuchen Sie dieselbe und entschließen Sie sich dann, ob Sie das Mittel weiter gebrauchen wollen. Senden Sie weder Geld noch Briefmarken mit, sondern erproben Sie VISNERVIN erst gratis! Es wird Ihnen vorzüglich bekommen und Sie werden uns dankbar sein, daß wir Ihnen durch die kostenlose Überlassung einer Probe Gelegenheit gegeben haben, unser gutes und reelles Mittel kennen zu lernen, weil dasselbe keine Prüfung zu scheuen hat. Wir garantieren, daß es keinerlei Reizmittel oder schädliche Substanzen enthält, sondern unter allen Umständen gut vertragen wird. Der Geschmack ist angenehm, die Anwendung einfach. Ebenfalls gratis und portofrei fügen wir jeder Sendung noch ein interessantes und lehrreiches Buch bei, welches in klarer, allgemein verständlicher Form Aufschluß über das Nervensystem und über Nervenleiden gibt. Jede Krankheit zehrt an der Lebenskraft und man kann sagen, daß jeder Monat Krankheit eine Verkürzung des Lebens um eine unberechenbare Zeit bedeutet. Bestellen Sie deshalb die Gratisprobe sofort, damit Ihnen sofort geholfen werden kann! Dr. Arthur Erhard, G. m. b. H., Berlin W. 35. Postkarte Herrn chen ifes ssens K. نہیں ge= im eß= zen m= Im or= rch en= 11= nit m= er= or= he= bel g= det m= 2. re" ne Jer be en 96 ier die : cke nd jen er= ih= ich bei Ige zu= nd ein Es hr= en. er= rieDen bar ar= 5- PlennigMarke eht als es= ind : ih= Dr. Arthur Erhard 012345678 n Die gestrige Sitzung der Stadtverordneten erklärte sich mit dem Abkommen zwischen der Bürgermeisterei und den hiesigen Kartoffelhändlern, wonach sich diese ver= pflichteten, bei Bestellung durch die Bürgermeisterei den Zentner Kartoffeln für 3.50 bis 4 Mark zu liefern, einverstanden. n Die Gesellschaft für Erd- und VölG. m. b. H. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm brette Inseratenzeite. Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bet gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b.§. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. preise. Bis zum Schlußtermin waren 500 3tr. Kartoffeln zum Bezug angemeldet. Die Kartoffeln werden den Bestellern in den Keller geliefert. ):( Rodheim. Durch die Firma Schroeder in Frankfurt a. M. wurde der Anschluß einer neuen Quelle an die gemeinsame Wasserleitung für Bieber- Rodheim ausgeführt. Die Firma, welche auch für Vetzberg und Hohensolms die Ausführung in Händen hat, hofft bis zum 15. November die Leitung für Vezberg betriebsfertig zu stellen. ):( Marburg. In der letzten Sitzung der Stadtverordneten fand ein Antrag der Beamtenvereinigung, daß die Stadt Seefische beziehen und die Metzgerinnung ersuchen soll, die Fleischpreise herabzusetzen eventuell einen städtischen Fleischmarkt einzurichten, Zustimmung. Dadurch, daß man 7000 3entner Kartoffeln bestellt hat, die zu 3.40 Mark geliefert werden, sind die Kartoffel= um 1 Mark gefallen. ):( Nassau. Gestern Abend fand eine Konferenz zur Sanierung des in Konkurs befindlichen Spar- und Kreditvereins Nassau statt. Die zur Deckung des Fehlbetrages erforderlichen 50 000 Mt. sollen durch freiwillige Beiträge der Mitglieder gedeckt werden. Diese sollen bei Minderbemittelten die Mindesthöhe von 100 Mt. betragen und bei den Bessersituierten nach der Steuerveranlagung festgesetzt werden. Geschäftliches. )( Buk. Eins der schwierigsten Probleme persön licher Sicherheit ist noch immer die Selbstvertei digung. Auf dunkler Landstraße und bei jeder Art von Ueberfall ist der Ueberfallene durch die Ueberraschung und dadurch, daß der Angreifende die Waffe für sich hat, zunächst im Vorteil. Die wirksamste, aber auch die gefährlichste Verteidigung war bisher der Revolver, aber welche Verantwortung birgt es in sich, daß man zum eigenen Schutze fremdes Menschenleben gefährden muß! Es ist daher eine neue Erfindung mit Freuden zu begrüßen, von der in diesen Tagen die erste Nachricht durch die Zeitungen läuft. But, d. h. betäubt und kampfunfähig, ist eine Waffe, die sich in äuBerlicher Gestalt in feiner Weise vom wirklichen Revolver unterscheidet, im Gegner also vollkommen das Gefühl wachruft, als trete man ihm mit tötlicher Waffe gegenüber. Statt dessen aber entwickelt But mit furchtbarem Knall aus seinen Patronen nur starke Gasdämpfe, die den Feind absolut„ betäubt und kampsunfähig" machen, ohne sein Leben oder seine Gesundheit im geringsten zu gefährden. Dieser neue wichtige Fortschritt auf dem Gebiete der Selbstverteidigung wird zweifellos von allen, die es angeht, auf das Freudigste begrüßt werden. Näheres im Inseratenteil. )( Die Futter not hat in diesem Herbste viele Landwirte gezwungen, ihre Wiesen abweiden zu lassen, da es sich nicht verlohnte, einen zweiten Schnitt zu nehmen. Auf diese Weise erhielt das Vieh noch etwas Futter. Im allgemeinen ist aber den Wiesen hiermit nicht gedient. Im Gegenteil, ein zu starkes Beweiden, noch dazu bis in den Spätherbst hinein, schwächt die Wiesenpflanzungen. Es darf dies eben nur ausnahmsweise einmal als Notbehelf in futterarmen Jahren ausgeführt werden. Damit nun die Wiesen und Weiden im kommenden Jahre nicht im Ertrage zurückbleiben und auch eher neues Futter geben, muß dies Jahr die Düngung mit Thomasmehl und Kainit nicht nur fräftiger beirch messen, sondern auch zeitiger als sonst gegeben werden; am besten schon jetzt im Herbst, sobald das Vieh nicht mehr ausgetrieben wird. Zeitig im Herbst gedüngte Wiesen, Weiden und Kleefelder überstehen nicht nur den Winter besser, sondern beginnen auch im Frühjahr ihr Wachstum zeitiger und geben eher neues Futter als später oder gar nicht gedüngte Flächen. cht. rte, rieon mit en, in Berlin W. 35 erd erd uch neijer eepper mu jener Gemahlin das Fest der Goldenen Hochzeit. s Darmstadt. An dem 14. Kursus der Schutzmannsschule in Darmstadt nimmt unter 11 Schutzleuten auch einer aus unserer Stadt teil. * Limburg. Die von der Stadt beschafften Kartoffeln werden zu dem billigen Preise von 3.30 Mt. an die Besteller abgegeben. Es ist dies eine ganz bedeutende Differenz gegen die hiesigen Marktfurz Thomasmehl und Kainit können zweckmäßig vor Ausstreuen gemischt werden, und zwar für sandige und Moorböden etwa zu gleichen Teilen, während für lehmige und tonige Böden die Thomasmehlgabe höher zu bemessen ist. Wichtig für Asthamatiker. Die Erfahrung des Herrn Hermann van der Berg in Wesel muß ein Troft für alle Afthamatiker sein, indem ihnen ein Weg ge eigt, wodurch dieses lästige Uebel fofort gelindert werden kann. Er schreibt: fmol- Asthma- Pulver hat bei mir vorzügli gewirkt. Ich hatte oft schwere Anfälle von Atemnot, sobald ich aber dieses Pulver gebraucht hatte, spürte ich sofort große Erleichterung und werde es fedem Asthmaleidenden empfehlen. Aftmol- Asthma Pulver kostet die große Blechbose M. 2.50, in Apotheken erhältlich. Wo nicht vorrätig wende man sich an die Engel- Apotheke, Frankfurt a/ M. Westfälische Zechenkoke ( Hüttenkoke) Gaskoks Nusskohlen Best- Melierte Anthracite Unionbriketts Unverschämt teuer ist alles geworden und jede praktische Hausfrau ist deshalb froh, dass ihr in HANSA- Backpulver, HANSAPuddingpulver und HANSA- Vanillinzucker 3 so vorteilhafte Küchen- Artikel geboten sind. Aber Vorsicht und Palmona De S PALMIN Mutter und Kinder kennen die Vorzüge von Palmin( Pflanzenfett) und Palmona( Pflanzen. Butter Margarine) als Spelfefett und als Brote aufftrich. Diefe Produkte find von abfoluter Rein. heit, leicht verdaulich( Kein Auffroßen, Hein Sod brennen!), lehr preiswert und gänzlich frei von tierischen Fetten. Man vermeide die zahlreichen Nachahmungen, betrachte ihr Vorhanden. fein vielmehr als einen Beweis für die vorbildliche Qualität unferer Produkte. H. Schlinck& Cie. A.-G. 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So urteilt man über Visnervin Tausende solcher Zuschriften liegen vor! Wolite von der Welt nichts mehr wissen. Gnarrenburg, den 16. April 1911. Geehrter Herr Doktor! Heute kann ich Ihnen mit Freuden ein Zeugnis Ihres unschätzbaren " Visnervin" zusenden. Ich war seit mehr als 6 Jahren in beiden Armen zeitweise sehr gelähmt, dachte immer es wäre Rheumatismus, konnte wenig, fast garnicht nähen und stricken, und wenn ich das mußte, dann hatte ich starke Zuckungen, hauptsächlich in den Muskeln, sodaß ich jeden Augenblick die Arme sinken lassen mußte. Hausarbeit machte ich nur unter großen Schmerzen, aber das nicht allein, stets war ich gequält mit Kopfschmerzen, hauptsächlich morgens, da war ich einige Stunden schwindlig, hatte Flimmern vor den Augen und so mit Müdigkeit geschlagen, als wenn ich die ganze Nacht gearbeitet hätte. Hatte dabei stets Magen- und Herzbeklemmungen, und war die meiste Zeit so mißmutig, daß ich von der Welt nichts mehr wissen wollte. Da fand ich eines Tages in der„ Berliner Morgenzeitung" eine Nervositätsbeschreibung und setzte sofort meine ganze Hoffnung auf dieses Mittel, also Ihr wertes ,, Visnervin". Ich ließ mir eine Probe schicken, und siehe da, die zweite und dritte Woche waren die Kopfschmerzen und Müdigkeit geschwunden, ich bekam Lust zum Leben und zur Arbeit, und habe, seitdem ich die Pastillen, und zwar 5 Stück täglich einnehme, ungefähr 3 Monate hindurch alle meine Leiden verloren. Ich habe Ihr wertes Tonikum schon vielen Bekannten empfohlen und werden in Kürze mehrere Bestellungen einlaufen. Mit dankbarem Herzen empfiehlt sich Ihnen Frau Bertha Klein. Gänzlich von Kopfschmerzen geheilt. Schönberg, den 30. April 1911. Da ich noch eine Gratisschachtel von Ihnen erhalten habe, wofür ich meinen herzlichsten Dank ausspreche, so kann ich Ihnen auch mitteilen, daß ich jetzt gänzlich von meinem Übel erlöst bin. Ich habe von Kindheit an mit Kopfschmerzen zu tun gehabt, und schon so lange, da ich jetzt schon das 50. Lebensjahr erreicht habe. Ich habe alles angewandt, aber nichts wollte helfen, bis ich nun von Ihrem„ Visnervin" zu hören bekam. Ich habe nun mehrere Schachteln desselben verbraucht und bin jetzt gänzlich von dem Übel befreit, wofür ich Ihnen meinen verbindlichsten Dank erstatte. Da ich mich für Ihr Präparat sehr interessiere, so werde ich immer bereit sein, Ihr Präparat weiterzuempfehlen. Hochachtend Frau M. Wilms, Schönberg i. Mecklbg. Fühlt sich wie neugeboren. Berlin, den 2. Mai 1911. Nachdem ich 5 Schachteln Ihres vorzüglichen ,, Visnervin" gebraucht habe, kann ich Ihnen mitteilen, daß es mir wirklich gehollen hat. Ich litt an furchtbaren Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Zucken der Augenlider, Druck in der Magen- und Herzgegend, auch hatte ich keinen Appetit und fühlte mich furchtbar matt, was wohl von meiner Blutarmut kommen mußte. Alle diese Uebel hat Ihr ,, Visnervin" beseitigt, ich fühle mich wie neugeboren. Jetzt kann ich auch wieder gut schlafen, wogegen ich früher nach schrecklichen Träumen, immer wie in Schweiß gebadet erwachte. Das Essen schmeckt mir vorzüglich, und bin ich auch schon sehr stark geworden. Alles dieses habe ich Ihnen Herr Doktor und Ihrem„ Visnervin" zu danken und werde es auch allen Bekannten, wo sich nur Gelegenheit bietet, empfehlen. Anna Bönsch, Augsburger Str. 29. 99 , Visnervin" besitzt wunderbare Wirkungskraft. Wasserallingen, den 27. April 1911 Nachdem ich Ihr Nervenkräftigungsmittel ,, Visnervin" längere Zeit prob habe, kann ich Ihnen die freudige Mitteilung machen, daß Ihr Nervenpräpa eine wunderbare Wirkungskraft besitzt. Ich litt schon jahrelang an Ang Händezittern und Gedächtnisschwäche. gefühl, schreckliche Träume, ich die drel ersten Schachteln verbraucht hatte und noch keine Besserung e getreten, war meine Hoffnung dahin, doch siehe nach Verwendung der 4. u 5. Schachtel trat Besserung ein, daß ich mich vollständig gesund und w fühle. Ich fühle mich von Tag zu Tag lebenslustiger, die Arbeit, die ich vor Ich da nur schwermütig und halb verrichtete, geht jetzt nach Herzenslust. Ihnen herzlich dafür, verehrter Herr Doktor, werde Ihr Präparat mein Bekannten bestens empfehlen, sobald ich in meine Heimat zurückkehre. Hochachtungsvoll! R. Eble. War stets müde und abgespannt. Graudenz, den 28. April 1911 Ich habe Ihr Nervenkräftigungsmittel nun längere Zeit ausprobiert ge alle die nervösen Beschwerden, von denen ich seit längerer Zeit heimgesu worden bin, denn ich hatte immer Kopfschmerzen und einen unruhigen Sc und noch andere Leiden. Ich war immer müde und abgespannt, und nach dem Gebrauch von mehreren Dosen, Visnervin" bin ich wie von neu geboren, und kann meinem Dienst wieder mit frischen Kräften nachgehen H mit sage ich Ihnen für Ihre werten Bemühungen meinen besten Dank, werde Ihr ,, Visnervin" bei meinen Freunden und Bekannten bestens emplet Hochachtungsvoll! J. Arians, Bahnwärter War gelähmt am ganzen Körper. " Elberfeld, den 6. Mal 191 Visnerv Ich kann Ihnen zu meiner Freude mitteilen, daß mir das welches Sie mir geschickt haben, ganz gut geholfen hat. Ich leide schon 14 Jahren an Rückenmarkleiden und war gelähmt am ganzen Körper. R schmerzen, Schwindel und Gedächtnisschwäche waren so groß, daß ich es ka noch ertragen konnte. Seitdem ich nun Ihr, Visnervin" gebraucht habe, bin wie von neuem geboren. Die Kopfschmerzen und der Schwindel sind weg Mein Gedächtnis wird immer klarer, kann jetzt die ganze Nacht schla Sage Ihnen hiermit nebst Gott mei Jahrelang hatte ich schlaflose Nächte. besten Dank. Werde jeden leidenden Mitmenschen Ihr, Visnervin" aufs b Mit aller Hochachtung empfehlen. Ww. Gustav Monjau Elberfeld, Winkelstraße 7 II. Litt seit 1½ Jahren am Kopfe. Altkloster, den 26. April 19 Seit 1/2 Jahren litt ich sehr am Kopfe, es wurde mit jeden Tag schlim keinen Schlaf bekam ich mehr, sobald ich mich ins Bett legte, wurde Klopfen und die Schmerzen im Kopfe immer stärker und schlimmer. Mittel, die ich gebrauchte, halfen nicht. In der Zeitung ,, Hann. Landma wurde ich auf Ihr Präparat aufmerksam und beschloß als letztes auch das n zu versuchen. Ich bin glücklich, daß ich Ihr ,, Visnervin" genommen habe, d nach Gebrauch der vierten Schachtel kann ich sagen: Gott sei gedankt, nervin" hat geholfen. Indem ich Sie meines aufrichtigen Dankes versich Hochachtungsvoll Frau Bösch. zeichne Ich bitte Herrn Dr. Arthur Erhard, G. m. b. H., in Berlin um eine Probeschachtel Dr. Erhard's Nerven- Nahrung ,, VISNERVIN" Die Zusendung muß portofrei und vollständig kostenlos erfolgen. Genaue Adresse: Salbe. Mit dieser Versicherung empfehle ich mich bestens dankend. M., 6. 4. 09. C. St. Diese Rino- Salbe wird mit Erfolg gegen Beinleiden, Flechten sod Hautlelden angewandt und let Dosen à Mk. 1.15 und Mk. 2.25 In den Apotheken vorrätig; aber Rur echt in Originalpackung wellgrün- rot und Firma Schubert& Co., Weinböhla- Dresden. Fälschungen weise man zurück. Hochachtend Probe- Abonnements pro Quartal 2.50 MK. pro Nummer 25 Pf. durch alle Buchhandlungen. Verlag d., Lustigen Blätter Berlin SW. 68. Des beschränkten Raumes wegen konnten hier nur eine sehr beschränkte Anzahl von Da schreiben abdrucken. Wir bemerken aber, daß weit über 3000 Dankschreiber von dankbaren Kunden vorliegen, die von weder verlangt, noch auf irgend eine unlau Weise beschafft wurden, wir betonen ausdrück daß diese Dankschreiben den freien Gefühlen Aussteller entsprangen. Wir wissen, daß wir des Betruges schuldig machen würden, wenn a nur eins der vorstehend abgedruckten Da schreiben nicht wörtlich mit dem Original ü einstimmen würde und wir stellen es jedem sich in unserem Bureau selbst die Originale Einsichtnahme vorlegen zu lassen. Besser als wir es irgendwie z Ausdruck bringen könnten, sprec diese, dem spontanen Empfinden dankbaren Kunden entsprunge Dankschreiben für die ausgezeich Wirkung des ,, Visnervin". Putzextract Bester Metallputz der Welt. In Dosen à 10 und 20 Pf. Ueberall zu haben Eigentum und Berlag der Gießener Zeitung 6. m. b. H. Verantwortlich: Albin Klein. - It b G 9 h 1. di pi b 1