of. Täglich frisch Ltr. 10 Pig Turmaussicht. ur Verfügung lheyer. nia jaft apital. 911: rit.. Mart. Mark., innanteile usftener, , Unfall: ex. durch die berstraße 6. MMM mie: rohitekten, ngenleure. Doratorien. te Sperre der Nordanlage te Sperre der mitraße wird 3. initatis. ernheim. häus- u. Mar dem Pfarrer arkusgemeinde Schwabe. die Kinder ihren Anfang en 29. Sept e. er. 1 aus der Lu annesgemeinde feld. jannesfaal. ktober, finde fas- und Jo bei dem Pfar Rinderkirche für en 18 Uhr: G r hl. Beicht. union. rbenen. Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich Enthält alle amfi. Bekanntmachungen - Erscheint Redaktion: olerteljährlich 1,20 M., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig ausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Dienstags, Donnerstags, Samstags. Seltersweg 82. Für Aufbewahrung oder Nücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 202. Telephon: Nr. 362. Parteipolitisches. Reichstagswahlen 1912. Frizlar Homberg 3iegen hain. In dem durch den Tod Liebermanns von Sonnenberg erledigten Wahlkreis wurde für die Reichstags- Ersatzwahl der Generalsekretär der deutsch- sozialen Partei, Hen= nigsen, als Kandidat aufgestellt. Hessische Landtagswahlen 1911. es der Großherzoglichen des Großherzoglichen Bürgermeisterei Polizei Amfes sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Dienstag, den 26. September 1911. An den Großherzog wurde hierauf folgendes Huldigungstelegramm abgesandt:„ Der zur 75. Jahresfeier versammelte Landesgewerbeverein entbietet Ew. Kgl. furchtsvolle Begrüßung und die Versicherung unwandelHoheit, dem Schirmherr hessischen Gewerbefleißes, ehr barer Treue. Noad, Geh. Reg.- Rat." die Minister von Hombergt überbrachte alsdann Glückwünsche des Großherzogs und des Staatsministers v. Braun. Im Auftrage des Großherzogs überreichte er folgende Ordensverleihungen: Dem Vorsitzenden der Zentralstelle für das Gewerbe, Geh. Gegen die Wählerliste zur hessischen Reg.- Rat August No a c, die Krone zum Ritterkreuz Landtagswahl sind in Offenbach a. M. zahl- Reuter- Darmstadt, den Charakter als Regierungsrat, 1. Klasse, dem Sekretär der Zentralstelle, Gewerberat F. reiche Einsprüche erhoben worden, bei denen sich namentlich um die Frage des dreijährigen Wohn- bindermeister J. Machwirth, das Ritterkreuz 2. dem Vorsitzenden des Ortsgewerbevereins Alzen, Buchsitzes handelt. In der Auslegung des Artikels 6 des Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen; Wahlgesetzes vom 3. Juni 1911, nach dem jeder Wähler zur Zeit der Wahl mindestens 3 Jahre in Hessen Rentner Friedrich Wilckens, und der Hauptlehrer Tra= der Vorsitzende des Ortsgewerbevereins von Goddelau, wohnen muß, ist die Frage aufgeworfen worden, ob dieser Passus in dem Wahlgesetz so auszulegen ist, daß ber Gießen erhielten die gleiche Auszeichnung. Dem dieser dreijährige Wohnsiz ununterbrochen sein muß, Lehrer J. Grüner an der Handwerkerschule zu Worms und dem Lehrer an der Handwerkerschule zu Michelstadt, oder ob eine Aufrechnung stattfinden darf. Die Bürger- Schreinermeister W. Geist, wurde das silberne Kreuz meisterei hat die Streitfrage dem Kreisamt vorgelegt, des genannten Ordens verliehen. das diese dahin entschieden hat, daß jeder Wähler einen ununterbrochenen Wohnsitz in Hessen auf weisen muß. Die nationalliberale Partei des Großherzogtums Hessen wird am Sonntag, den 8. Oktober, in Darmstadt eine Landesversammlung abhalten. Am selbigen Tage findet auch eine Sitzung des Landesausschusses der Partei statt. Die nationalliberalen Vertrauensmänner des Wahlkreises Reichelsheim- Lindenfels haben den Postverwalter Mergelt- Reichelsheim einstimmig zum Kandidaten proklamiert. Der Wahlkreis ist lange Jahre durch Geheimrat Haas vertreten worden. Im Wahlkreis Wimpfen- Hirschhorn Bürgermeister Kredel- Airlenbach wiederum als Kandidaten aufgestellt. haben die Nationalliberalen den bisherigen Vertreter, * In Nierstein hält man an der Kandidatur Reichardt fest. Büdingen. Der bisherige Landtagsabgeordnete Bähr- Rohrbach wurde von der Wirtschaftlichen Vereinigung( deutsch- und christlich- soziale Parteien) wieder als Kandidat aufgestellt und wird vom Bund der Landwirte unterstützt.- Die Nationalliberalen stellten Dekonomierat Andreae- Büdingen als Kandidaten auf, der ebenfalls Mitglied vom Bund der Landwirte ist. Der Bund hat sich aber bereits für Bähr festgelegt. * Der von der Fortschrittlichen Volkspartei in Nierstein aufgestellte Bürgermeister Schuckmann- Bechtols= heim ist zurückgetreten; voraussichtlich wird an seiner Stelle Pfarrer Fresenius- Essenheim kandidieren. Hus Stadt und Cand. Gießen, den 26. September 191!. * Der Großherzog empfing am letzten Samstag u. a. den Universitätssekretär Erle von Gießen. = Das hessische Gewerbe feierte am Sonntag das 75jährige Bestehen des Gewerbevereins für das Großher30gtum Hessen und der Großh. Zentralstelle für das Gewerbe. Die aus diesem Anlaß in Darmstadt veranstalteten Festlichkeiten wurden am Samstag mit der Wiedereröffnung des umgestalteten Gewerbe Museums eröffnet. Im Mittelpunkte der Veranstaltungen stand die Jubiläumshauptver= sammlung im Saalbau, der außer einer sehr groBen Anzahl Mitglieder des Vereins aus allen Teilen des Landes Minister des Innern von Hombergk zu Vach, Geh. Rat Süffert, die Ministerialräte Dr. Hölzinger, Dr. Kratz, Regierungs- und Baurat Wagner, Oberfonsistorialpräsident Dr. Nebel, Provinzialdirektor Fen, Oberbürgermeister Dr. Glässing, Baurat Jäger, die Gewerberäte Fald und Reuter, viele Professoren der Hochschule mit Rektor Prof. Wickop an der Spize, Reichs= tagsabg. Dr. Osann, sowie Vertreter des württembergischen, bayerischen, badischen und pfälzischen Gewerbes anwohnten. Die Festrede hielt Geh. Rat Noack, der Vorsitzende der Zentralstelle. Er schilderte den Aufschwung des Handwerks und Gewerbes in Hessen durch die Schaffung einer unter Regierungsverwaltung stehenden Organisation, wie sie der Gewerbeverein darstellt, der im verflossenen Jahre 810 000 Mt. für die Hebung des Gewerbes vereinnahmte und während 75 Jahren einen Gesamtaufwand von 15 700 000 Mt. zu verzeich= nen hat. Darmstadt Oberbürgermeister Dr. Glässing, für die TechWeitere Gratulanten waren u. a. für die Stadt nische Hochschule Rektor Prof. Wickop, für die Hessische Handwerkskammer Gewerberat Falck- Mainz, für die Vereinigung selbständiger Bauhandwerker in Darmstadt Hofweißbinder Justus Weber, für den Verband deutscher Gewerbe- und Handwerkervereine Geh. Baurat Prof. Dr. Berndt, für den Architekten- und Ingenieur- Verband Regierungs- und Baurat Dr. Wagner, für die Hessischen Handelskammern Kommerzienrat Schmahl für Starkenburg und Oberhessen der Direktor der VolksMainz, für die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaft bank Reuter, für die Kgl. Württembergische Zentral stelle Staatsrat v. Mosthof- Stuttgart, für den Verband Württembergischer Gewerbevereine dessen Vorsitzender, Malermeister Schindler- Göppingen, für die badischen Gewerbevereine Fabrikant Niederbühl- Karlsruhe, für die bayerischen Gewerbevereine Bauer- München und für die pfälzischen Gewerbevereine Kgl. Rat Jung aus Kaiserslautern. Nach der Fest versammlung vereinigten sich die Teilnehmer zum gemeinschaftlichen Mittagessen. Geh. Rat Noack verlas hier folgendes Antworttele= gramm des Großherzogs:„ Ich danke dem Landesgewerbeverein herzlich für treues Gedenken. Ernst Ludwig." * Ueberland 3entrale. Die Provinz Oberhessen und die Stadt Gießen haben sich über die Abgrenzung der beiderseitigen Interessen- Gebiete für die Versorgung der Provinz mit elektrischer Energie geeinigt. Während das von der Provinz bei Wölfersheim mit einem Kostenaufwand von rund drei der Millionen zu errichtende Werk den südlichen Teil Provinz( die Kreise Friedberg und Büdingen, sowie Teile der Kreise Gießen und Schotten) mit Licht und Kraft versehen wird, ist der Stadt Gießen der nordwestliche Teil der Provinz zugewiesen worden, im ganzen 43 zumeist dem Kreise Gießen angehörige Gemeinden. Außerdem wird die Stadt Gießen noch einige benachbarte Gemeinden anschließen; mit Krofdorf= Gleiberg ist deshalb schon ein Vertrag abgeschlossen worden. Durch die Umgestaltung des städtischen Elektrizitätswerkes in eine Ueberlandzentrale ist eine bedeutende Erweiterung des Elektrizitätswertes notwendig geworden, die eine Million erfordern wird. Die Erweite rungsarbeiten sollen so beschleunigt werden, daß die ersten sich anschließenden Gemeinden schon im Herbst 1912 Die von im Besitz des elektrischen Lichtes sein werden. den Gießen aus zu versorgenden Gemeinden erhalten Strom zu demselben Preis wie die, die Licht und Kraft von der Ueberlandzentrale Wölfersheim bekommen. Provinz und Stadt haben sich, soweit erforderlich, gegen= seitig das Durchleitungsrecht durch ihre Interessengebiete zugesichert und werden sich gegenseitig mit elektrischer Energie aushelfen. Für die Bewohner der Stadt Gießen hat das Abkommen die angenehme Folge, daß der Preis für die elektrische Energie in der Stadt von 50 auf 45 Pfennig herabgesetzt worden ist. Gießen. Die Firma Poppe- Frankfurt- London hat die maschinellen Einrichtungen der in Konkurs geratenen„ Hassia"- Pneumatikwerke über nommen und bezieht auch die der Stadt gehörigen Gebäulichkeiten an der„ Schönen Aussicht", um dort eine Fabrik technischer Gummiartikel zu errichten. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Stellen. gesuche und Familienanzeigen 10 Bfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50$ ia. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beltreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Berbindlichselt. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b.. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. Gießen, 25. Sep. Gestern waren hier die den Schulmädchen in Pflege gegebenen Blumenstöcke ausgestellt. Die Ausstellung wurde mit einer fleinen Feier eröffnet. Hübsche Preise standen als Lohn für die emsigen Pflegerinnen bereit. A = -5= Großen Bused, 24. Sep. Die Turner des Lahn Dünsberg Turnbundes hielten unter äußerst reger Beteiligung hierselbst ihr diesjähriges Bergfest ab. In dem jungen Bunde herrscht reges Leben, traten doch 202 Turner zum Wettkampf an. Als Uebungen waren bestimmt: Stemmen( 37,5 Kg. zweiarmig), Stabhoch, Freiweit, Wettlauf und eine Frei übung. Die Turner Dorth und Rühl, Mitglieder unseres Vereins, trugen beide den ersten Preis davon. Darmstadt. Der sozialpolitische Ausschuß der Stadtverordnetenversammlung hat zur Abwendung des Notstandes beschlossen, einen direkten Engrosbezug von Kartoffeln und Weißkraut durch die Stadt zu veranlassen, eine Verkaufsstelle für billige Seefische einzurichten und wegen der Abgabe von Kohlen zu redu zierten Preisen an die minder bemittelte Bevölkerung mit hiesigen Firmen in Verbindung zu treten, aud) wegen billiger Abgabe von Brot die geeigneten Schritte einzuleiten. Neben dem durch freiwillige Spenden aufgebrachten Betrag soll die Stadtverordnetenversammlung um Bereitstellung eines Vorlagekredits von 30 000 M. ersucht werden. Darmstadt. Seit mehreren Tagen streifen hier die Transportarbeiter, wobei es zu wüsten Szenen zwischen Streikenden und Arbeitswilligen gekommen ist. die Am Freitag hatten es die Streifenden besonders auf beladene Möbelwagen abgesehen und verhöhnten die Arbeitswilligen fortgesetzt mit gehässigen Drohungen. In der Rheinstraße wurde ein beladener Möbelwagen der Firma Wolf u. Sohn umgeworfen, ebenso ein schwerbeladener großer Möbelwagen der Firma Alter u. Co. in der Liebigstraße. Der Inhalt des Wagens, zum Teil kostbares Porzellan, fiel auf die Straße und wurde teilweise zertrümmert. Nur dadurch, daß die Schutzleute häufig mit blanker Waffe einschritten, gelang es, Arbeitswilligen zu schützen. In später Abendstunde rotteten die Streikenden sich wieder vor dem Geschäftshause der Firma Wolf u. Sohn zusammen und versuchten, das Haus zu bombardieren. Es wurden auch einige Fenster eingeworfen, bis die Polizei die Exzedenten vertrieb. Die Polizei gab bekannt, daß die Streifenden sich 200 Meter von ihrer Arbeitsstelle entfernt zu halten haben, und daß jeder verhaftet würde, der dieser Anordnung nicht Folge leiste. Am Samstag morgen tam es zu verschiedenen lärmenden Straßenszenen. Es kommt den Streifenden weniger auf eine Lohnerhöhung als auf die Anerkennung des Verbandes seitens der Arbeitgeber an. Unter den Arbeitgebern ist infolge der Gewalttätigkeiten die Stimmung zu Gunsten einer friedlichen Verständigung wesentlich eingeschränkt worden, und sie sollen fest entschlossen sein, den Forderungen der Vertreter des Deutschen Transportarbeiterverbandes nicht statt zu geben. Jetzt hat das Polizeiamt aus Anlaß der fortdauernd sich mehrenden Ausschreitungen der streikenden Transportarbeiter eine Verfügung erlassen, wonach Zusammenrottungen, Stehenbleiben auf Straßen und Plätzen der Stadt unter Androhung sofortiger Verhaftung streng untersagt sind. Nervöse Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit. Dieses find feine Krankheiten an sich, sondern nur Erscheinungen infolge eines mangelhaften Blutzustandes in welchem gewisse Bestandteile, wie Lecithin und Eisen nicht genügend vorhanden sind und dadurch die Nerven nicht genügend gespeißt werden. Die so oft angewandten Beruhigungsmittel fönnen im besten Falle nur vorübergehend Linderung bringen, find aber auch sehr oft von schädlicher Wirkung auf den Gesammtorganismus. Es ist nun gelungen eine Verbindung von Lecithin und Eisen herzustellen, welche von Autoritäten als die wertvollste anerkannt wird und dieses glückliche Präparat haben wir in Leciferrin, welches wegen seiner prompten Wirkung und seines angenehmen Geschmackes allgemein Anwendung findet. Von Tausenden mit Erfolg erprobt wenn andere Mittel erfolglos blieben. Leciferrin( Ovo- Lecithin- Eisen) loftet Mt. 3.- die Flasche. Beim Einkauf achte man genau auf das Wort Leciferrin. In Apotheken erhältlich, ganz sicher von: Universitäts- Apotheke Gießen und Engel- Apotheke in Frankfurt a. Main. Eine neue europäische Affäre. Genfte Melbungen über Tripolis. Es fcheint, als ob es in Europa phne Affäre" nicht mehr abgeht. Mit Bosnien fing es an. Als Defter reich unter dem Druck der politischen Umwälzung int Der urtet fetne Hand auf Bosnien legte, ging ein wahrer Herenfabbat los, und länger als zwei Jahre bauerte es, bis diefe affäre und die zahllojen fich aus the entwickelnden fleinen Affärchen friedlich- schiedlich belgelegt waren. Kaum war die Orienttrife von der Tagesordnung abgefegt, fo folgte der Maroffoftreif Best, da auch diese Affäre so gut wie erledigt ist, be ginnt talten mit einem Tripolisabenteuer. In der at scheint die italienische Megterung trotz aller offt alösen Ableugnungen eine Attion größeren Stils in Tripolis zu planen. Schon ist man babet, awet Armee torps auf Sertegsfuß zu setzen und auch die Flotte wird bereitgehalten. Daß diese Rüstungen am Goldenen Horn lebhafte Beunruhigung hervorrufen müssen, teat auf der Hand. Schon die Annexion Boantens durch Desterreich war für das Selbstbewußtsein der Jungtur fen ein schwerer Schlag. Mit welcher Eifersucht man fettdem darüber wacht, daß die Integrität ber Türfel teine weitere Einbuße erleidet, zeigt nicht nur die Hal fung der Türtet in der Stretafrage, sondern auch die Art, wie man die Aufstände im Yemen und in Albanien zu unterdrücken suchte. Sollte daher Italten tatsächlich eine bewaffnete Intervention in Tripolis beabsichtigen, fo muß das zu sehr ernsten Verwicklungen mit der Türkei führen. Was heute der Draht meldet. In der Tat lauten heute die Meldungen über Tripolts sehr ernst. In Konstantinopel herrscht wegen der Tripolitanischen Frage lebhafte Unruhe. Die Blätter bezeichnen ein eventuelles Vorgehen Jtaltens in Tripolis als infam. Die türkische Regierung hat bei allen Mächten mit Ausnahme von Jtalten Erfundigungen über ihre Ansicht über Tripolis eingezogen und die Antwort erhalten, daß über diese Frage teine Verhandlungen stattfinden. Die Blätter fragen, weshalb die italienische Regierung die Nachricht von einer Besetzung Tripolis nicht bementiert habe. Wie gerüchtweise verlautet, wird die Türket die unterstützung Deutschlands nachsuchen. Einstweilen werden die militärischen Vorbereitungen fortgesetzt. Die türkische Regierung hat vier Dampfer mit Waffen und Munition beladen lassen. Diese Dampfer sollen nach Tripolis ge hen und liegen unter Dampf. Ihre Abreise verzögert fich jedoch noch, da die Regierung einen italienischen Sandstreich befürchtet. Die türkischen Kriegsschiffe, die augenblicklich Streuzfahrten unternehmen, sind von der berischen Küste zum Schutz der Dardanellen zurückbe rufen worden. Geruchtwetse verlautet aus Konstantinopel, daß die Italiener bereits in Tripolis gelandet felen und einen türkischen Regierungsdampfer mit Munition und Waffen beschlagnahmt hätten. Die Melbungen über Tripolis haben an der türkischen Börse einen Seur 8 st utrz hervorgerufen. Die Tripolitaner richteten an die Pforte Depeschen, in denen sie die Bildung von einheimischen Bataillonen zur Verteidigung des Landes ankündigen. Eift Handstreich der Türtel? ten, bie Stolypin behandelt haben, seinen Dank ausfprechen. Die Witwe Stolypins erhält vom Staate 100 000 tubel als Unterstützung. Die Aburteilung Bagrows. Frettag nachmittag begann die friegsgerichtItche Verhandlung gegen Bagrow, den Mörder des Ministerpräsidenten Stolypin. Bu der Verhandlung, die auf einer Bastion der Stiemer Festung vor fich ging, waren 5 Beugen, darunter der Oberst stuljabkow gelaben. Das Urteil lautete auf Tob durch den Strang. Gs bedarf aber noch der Bestätigung durch den zaren, die bis zum 28. September erfolgen muß. Das englische Reuter- Bureau bringt aus Port Said folgende Meldung: Hier werden Gerüchte verbrettet, daß der italienische Bajagierdampfer„ Regina Margherita" in Mersina von den Türken weggenommen fet. Der italienische Dampfer Bosforo"" hat infolgedessen feine Abreise von hier nach den syrischen Säfen verschoben, weil er ebenfalls Wegnahme fürchtet. Die Italiener in Tripolis in Gefahr? Rundschau vom Cage. Politisches. Besuch des englischen Königspgares in Berlin? Der Berliner Storrespondent des Londoner Standard meldet seinem Blatte aus Berlin, daß das englische Rönigspaar poraussichtlich Ende Februar das deutsche Statserbaar in Berlin oder Potsdam besuchen werde. Dieser Besuch werde der erste sein, der nach der Krönungsfeier offiziell gemacht werde. Der Kaiser plant, nach dem Londoner Blatt, einen überaus großartigen Empfang des Königspaares. Die römische Tribuna" meldet aus Tripolis: In der italienischen Kolonie der Stadt herrscht eine Panik. Man fürchtet, daß es bei der Ankunft der türkischen Dampfer, die Waffen, Munition und Soldaten an Bord haben, zit einem gegen die Italiener gerichteten Ausbruch des Fanatismus der Bevölkerung tommen wird. In diesem Falle wären die Italiener unvermeidlich einem Massafre ausgesetzt. In dieser Lage hat sich die italienische Kolonie an die italienische Regierung gewandt und sie um energische Maßnahmen zur Sicherung ihrer Staatsangehörigen ersucht. Die Beisetzung Stolypins. Das angebliche Abelsprivileg in der Marokkofrage. Unsere beiden Vertreter v. tderlen- Wächter und Frhr. v. Schön find faum als typische Vertreter des Adelsprivilegs anzusehen. Sie entstammen vielmehr be= güterten& a ufmannsfamilien. Der Vater des Staatssekretärs von Kiderlen- Wächter, Robert Riderlen in Stuttgart, wurde 1868 als fönigl. württembergischer Hofbanfter und Hoffammerrat geadelt. Der Botschafter Frhr. y. Schön wurde erst 1885 geadelt und 1909 zum Fretherrn gemacht. Sein Vater August Schön ist Mitinhaber der bekannten Lederfabriken Kornelius Heyl in Worms. Die Beifebung Stolypins am Freitag verĭtef unter ungeheurer Beteiligung in musterhafter Ordnung. Die Familie des Ermordeten, alle Spigen der Behörden, mehrere Minister, der Präsident der Duma und etwa hundert Deputationen der monarchistischen Organisatio nen nahmen an der Beisetzung tell. Sunderte von ffl bernen Kränzen und Blumenspenden bedeckten den Sarg. Die Stadt blieb vollständig rubig. Das Komitee für das Stolypin- Denkmal wies alle Beiträge, die von füdischer Seite kommen, auritek, die beretts angenom menen werden zurückgezahlt. Der Zar Iteß den Aerz2) Aus Eifersucht. Eine reichsdeutsche Mittelstandsvereinigung ist am Sonnabend durch Vertreter zahlreicher Mittelstandsvereine und Körperschaften in Dresden gegründet worben. Ste bezweckt nach ihren Satzungen den Zusammenschluß aller mittelständlerischen Körperschaften zur Wahrung der Berufs- und Standesinteressen unter Ausschluß partetpolitischer Bestrebungen. ragendsten Anteil an seiner Vertreibung hatten. Auf den Kopf des Erschahs wurde von der persischen Regierung ein Preis von 100 000 fund( 1 800 000 Mt.) ausgefeßt. Bisher glaubte man, daß Mohammed Ali sich längst auf russischen Boden geflüchtet habe. Man wird daher abwarten müssen, ob die Meldung sich bestätigt. Eingehende Erhebungen über die sozialdemokratische Agitation unter der wehrpflichtigen Jugend, soll, wie in Kölnischen Zentrumstreisen behauptet wird, die Reichsregierung eingeleitet haben. Die Zunahme der sozialdemokratischen Jugendorganisation werde an leitenden Reichsstellen äußerst ernst beurteilt und ein gesetzgeberisches Vorgehen von Reichswegen set in Ausficht genommen. Die preußische Regierung plane die zwangsweise Schließung aller sozialdemokrattschen Jugendorganisationen, sowett sie sich aufretzend betätigen. Für die Neichstagsstichwahl in Düsseldorf hat der Vorstand und der Wahlausschuß der Demokratischen Vereinigung eine Stichwahlparole erlassen, die unbedingtes Eintreten mit dem Stimmzettel, sowie personItche Werbearbeit für den sozialdemokratischen Kandidaten Haberl and fordert. Das war zu erwarten. Auffallender ist es schon, wenn die„ Cöln. 3tg." die Dis feldorfer Nationalliberalen ausdrüatic auffordert, Ges tehr bet Fuß zu stehen. Werden beide Parolen befolgt, so ist die Wahl des Sozialdemokraten Haberland so gut wie sicher. Noman von Max Hoffmann. ( Nachdruck verboten.) " Ja," bestätigte der Justizrat, sie bringen den Schlaf, diesen himmlischen Rubespender und Tröster." Ein Poltern und ein kleiner Aufschret unterbrach thn. Die Diakonissin, die an den Tisch getreten war, hatte über die Schultern des Bureauvorstehers eifrig das Testament studiert und jetzt eine Medizinflasche, dte sie in der Hand gehabt hatte, zur Erde fallen lassen. " Was ist denn das für eine Ungeschicklichkeit, Fräitlein Magdalena!" schalt Frau Berta.„ Sie wissen doch, daß der Arzt jeden plötzlichen Schreck für meinen Mann streng verboten hat." Die Angeredete war Teichenblaß geworden. Bei der Burechtweisung schoß eine Blutwelle in thr nicht unschönes Gesicht, und es fab fast aus, als wenn sie sich heftig verantworten wollte. Kleine Nachrichten. Der deutsche Gastwirteverband richtete an seine Mitglieder die Aufforderung, die Preiserhöhung des sogenannten echten Biljener Bieres abzulehnen oder den Bezug des Bieres einzustellen. Die öfterreichischen Eisenbahnangestellten drohen jetzt energisch, am 1. Oktober mit der paffiven Resistenz einzusetzen. Die Regierung wird Militär zur Aufrechterhaltung der Ordnung bereithalten. Eine neue Korruptionsaffäre in der serbischen Armee macht in Belgrad viel von sich reden. Zwei Artillerieoffiziere, dte der Uebernahmefommission für Mus nitionsmaterial angehörten, wurden verhaftet, well es sich herausgestellt hat, daß die von der französischen Firma Schneider in Creuzot für die Feldartillerie geIteferten Schrapnells un bra ut ch bar find. Die gunder waren mit minderwertigen Explosivstoffen geladen, die sich im Laufe der Zeit derart zersetzten, daß jede Explosionswirkung ausgeschlossen ist und fast feder Schuß einen Versager abgibt. Der Schaden beträgt über 1 Million Dinars. Fritz legte sich begütigend ins Mittel. Es ist fa nicht so schlimm. Bapa selber schilt nicht." " Nein," sagte Marleben, es hat mich nicht übermäßig erschreckt. Ich wundere mich selbst darüber. Ja, merkwürdigerweise haben sogar die Schmerzen etwas nachgelassen." " Kann vorkommen," bemerkte der Justizrat.„ Es war eben ein sogenannter Nervenchok." Ein entmenschter Gatte und Bater. In Dobring in Kroatien erschlug der wohlhabende Bauer Hrisefica mit einer Hacke seine Gattin, da fie Drillinge geboren hatte, tötete zwei von den Neugeborenen, verletzte das dritte schwer, sprang in den Draufluß und ertrant. Zwei Kinder bei einem Brande ums Leben gekom men. In Neukirchen in Bosen brannte die Scheune eines Eigentümers nieder. Zwischen den Trümmern wurden die verkohlten Leichen seiner beiden Kinder im Alter von vier und sechs Jahren aufgefunden, die mit Streichhölzern gespielt und dadurch das Feuer hervor gerufen hatten. Die fanadischen Parlamentswahlen haben mit einer Niederlage der Liberalen geendet. Von den 221 Wahlbezirken sind 210 Ergebnisse bekannt. Davon entfallen 131 auf die Konservativen und 79 auf die Liberalen. Das mit ist auch das Schicksal des kanadischen Bollabkommens mit den Vereinigten Staaten befigelt, denn die Konservativen sind stritte Gegner des Abkommens. Für den Präsidenten Taft, der seine Persönlichkeit so entschieden für den Vertrag eingesetzt hat, ist dieses Ergebnis natürlich febr peinlich, zumal da seine Präsidentschaftskandidatur durch die Niederlage der Vertragsanhänger stark in Mitleidenschaft gezogen werden dürfte. Frau Berta war nicht zu beruhigen. Sie warf dem Jungen Mädchen zornige Blicke zu und erklärte:„ Ich glaube, ich muß wohl nach der jahrelangen Pflege am besten wissen, was meinem Manne schädlich ist und was nicht. Ich finde diese Unvorsichtigkeit von Fräulein Magdalene unerhört. Bitte, gehen Sie auf Ihr Zim mer." Die Diakonissin wandte sich gekränkt hinaus. Ste Batte auf der gegenüberliegenden Seite am Ende des Bootskatastrophe auf der Schelde. Auf der Schelde gerteten am Sonntag zwe Boote in Kollision; beide fenterten. Vierzehn Personen sind dabei ertrunken. Der ehemalige serbische Kronprinz Georg wird wieder in Gnaden aufgenommen. Er erhält im Konat die früher von ihm bewohnten Gemächer, die neben de nen liegen, die König Peter selbst inne hat, aurite. Auch soll Prinz Georg durch die Beförderung zum Hauptmann eine Auszeichnung für sein gutes Verhalten im Dienste erhalten. Der perfifche Erschah gefangen? Der Feldzug des entthronten Schahs Alt Mohammed zur Wiedergewinnung des persischen Thrones soll nach der vollen Niederlage seiner Soldtruppen nun, wie über Petersburg ge= meldet wird, mit der Gefangennahme des Erschahs ge= endet haben. Er ist den Bachtjaren, den Truppen jenes Volksstammes in die Hände gefallen, die den hervorDas Frithjofdenkmal des Kaisers, das er, wie er innerlich, dem norwegischen Volke geschenft hat, ist jetzt fertiggestellt worden. Die Kaisergabe wird einhellig als großartiges Zeugnis der Dankbarkeit des Monarchent für die ihm in langen Jahren zuteil gewordene freund liche Aufnahme in Norwegen aufgefaßt. Unangenehme Gäfte. Infolge der zahllosen Bluts taten der kroatischen Erdarbeiter, dte am Bau der Möhne- Talsperre in Westfalen beschäftigt sind, gehen die Behörden gegen die Ausländer scharf vor. In den letz ten Tagen wurden dreißig Kroaten, die nicht im Besit ordnungsmäßiger Ausweispapiere waren, als lästige Ausländer des Landes verwiesen. langen Korridors ein kleines Zimmer angewiesen bekommen, in dem sie während ihres nun zwetwöchent Itchen Aufenthaltes in Villa Marleben wohnte, damit thre Dienste zu jeder Tag- und Nachtzeit in Anspruch genommen werden konnten. Der Raum, der sonst als Fremdenzimmer gedient hatte, war von ihr absichtlich sehr einfach gehalten, und sie hatte verschiedene kleine Gegenstände und Nippsachen, wie sie sich im Laufe der Bett ansammeln, hinausschaffen lassen. An den Wänden waren hier und da Heiligenbilder angebracht, und dte Kommode war zu einer Art Altar imgewandelt, auf dem ein hölzernes Kruzifir eine Hefernste Stimmung verbreitete. Folgenschweres Eisenbahnunglück in Amerika. Bet: einem Zusammenstoß zwischen einem Eisenbahnzug und einem vollbesetzten Leiterwagen sind bet Appletoni ( Wisconsin) 14 Personen getötet und 12 verlegt worden. Aus den Gerichtssälen. Die eigene Mutter erdrosselt. Vor dem Schwurgericht in Cöln stand am Sonnabend der 26jährige Goldarbeiter Hild unter der Anklage des Muttermor des. Der angetfagie unterhielt mit etnent fungen Mäd chen ein Verhältnis, das seine Mutter nicht dulden wollte. Hierüber kam es am 10. Mat zu einem scharfen Wortwechsel. Der Sohn wurde derart erregt, daß er die Mutter mit einer Schnur so lange würgte, bis sie tot war. Er hängte die Leiche dann an einem Bettpfosten auf, um den Anschein des Selbstmordes zu erwecken. Die Geschworenen verneinten die Frage auf Mord und bejahten die Frage auf Totschlag. Das Urteil lautete auf zehn Jahre Zuchthaus und zehn Jahre Ehrverlust. Die Diakonissin war rasch in thr Bimmer eingetreten und warf mit einer wittenden Geberde thre schwarze Haube ab. Das rötlich schimmernde Haar wellte sich ziemlich unordentlich nach allert Seiten. Die frommen Bilder und das Kruzifig würdigte sie keines Blickes und ging in großer Erregung hin und her. Auf threr weißen Stirn zeigten sich zwei senkrechte Falten. Ste schten elfrig über etwas nachzudenken. Ein bestimm ter Gedanke beschäftigte sie offenbar ganz besonders, und wie jemand, der viel allein ist und deshalb gewöhnt ist, Selbstgespräche zu führen, flitsterte sie mehreremale topfschitttelnd:„ Das werd' tch thr noch anstreichen!" Da öffnete sich leise die Titr, und ein schlanker funger Mann schob sich fagenartig herein. Ste stieß einen fleinen Schret aus und streckte wie abwehrend die Hände gegen ihn aus, aber er schloß blitzschnell gana letse die Tür und trat ihr dreist näher. Vermischtes. ti und tau balt fitr 1,20 Ein auf Fragen. einfontroller ein Totenfch Frau frug der Letch follte. Fried mern und a Heine Wefer and redte b nach und gab Bu fa abend in ei maren Stret ben Streit teiligten eine nötigt, fein brider init Diener unter große Meng Baltung geg brobt wurde, in fein Lotal ein größeres berbergestellt Betrugs Betrug wur verfucht. An den, das S Dornac ein nächsten Tag 53 777 trug, mun eine& und wollte a amten faben gesperrte Bu bung war bobt. Die 2 ließen die 8 daß sie von Wein zum Feuerlöschen. Mit vielen Fässern neuen, Weines haben die Feuerwehrleute von Sonoma in Kalifornien nicht etwa thren Durst, sondern ein das ganze Städtchen bedrohendes Feuer gelöscht. Sonoma, deffen Häuſer meist aus Holz gebaut find, ist mitten in den Weinbergen von Kalifornien gelegen. Das Städt chen gilt als eine der ältesten spanischen Niederlassungen und ist für den kalifornischen Wein etwa das, was Trier für den Moselwein ist. Gestern brach Feuer im Ge schäftsviertel der Stadt aus, das rasend schnell um sich griff, da der recht geringe Wasservorrat bald erschöpft war. Um die Stadt vor völliger Zerstörung zu bewah ren, wurden deshalb Fässer voll Wein in die Spriten gefüllt, und mit diesem edlen Naß gelang es in der Tat, die wittenden Flammen zu beruhigen. Der Scha den war sehr groß; die halbe Weinernte soll- wenn's wahr ist draufgegangen sein. Bruno, wo kommst Du her, und wie bist Du hereingekommen?" Auf seinem Häßlichen Vogelgesicht erschien ein höhnisches Grinsen. Ja, stehst Du, Du kennst meine Ge schicklichkeit noch nicht ganz. Ich sah das Dienstmädchen hinuntergehen, und da bet diefen schönen Türschlössern schon ein einfacher Draht genügt, um sie zu öffnen, sp Das Buttergewicht. Auf dem letzten Wochenmarkt in Insterburg fühlte sich eine Bauersfrau bei der unt erwarteten Prüfung der Butter nicht ganz sicher und steckte, um das fehlende Gewicht zu ergänzen, eiligst ein Fünfmartstud in die Butter. Eine Stadtfrau beob achtete diesen Vorgang, benutzte die Angst der Bäuenahm ich die günstige Gelegenheit wahr, um einmal ein ernstes Wörtchen mit Dir zu reden. Nun, wie weit bist Du eigentlich? Hat der Alte Geld hier? Und wie viel ist es?" " Bruno, ich beschwöre Dich, laß ab von=" " Bum Donnerwetter!" unterbrach er sie grob. " Mach bloß kein Theater! Du weißt doch, daß ich ab gebrannt bin wie eine Kirchenmaus. Wir müssen Geld haben oder können uns möglichst bald begraben lassen. Da das aber durchaus nicht meine Absicht ist und ich das dringende Verlangen habe, noch einige Jährchen das Dasein auf dieser runden Kugel zu genießen, so bleibt mir nichts weiter übrig, als mir auf verständige Welse die Mittel dazu zu verschaffen." „ Auf verständige Weise?" stöhnte ste. " Freilich, oder dachtest Du etwa, es soll durch soge nannte ehrliche Arbeit geschehen? Was man damit ver dienen kann, ist für die State. Also bitte, wir haben nicht viel Zeit au verlieren, wieviel hat der Alte?" Dreißigtausend Mark." „ Ster tit bar?" " Ja." beben der S berin des B bebauptete z meinfame So den Befiz de triebert, gefta nem Schaufte ein vermögen Grunde habe Schwere Honsfirma in verfperrt. A Edusleute de blant ziehen Bersonen wu feilen wurder macht beladen forte durch S Die Polizei menrotten au verboten ist. 1 den, wenn die Harde B 200 Meter vo fen, und, fall Bestimmunge Der Löw des Königs d ericheint gew Umgebung vo mes reichen& herumlaufen vermehren, un Etrolche und Tiger fich dief fuchte, hatte Hunden, die fe währen sollter giftet. Da er ber König de fo beschloß er, Eein Erperin vergifteten Ai als fich das( die umfriedete mage nieman Aberflettern. dem weiten Touillieren di e find auße He mit allen leben. Alltäg band der jun Jutiam nehme ntgegen( Na Big, das die barmungslo Guf. A trunt geben? Das wi Beute abend origung zu um Morgen Vortreff bann-" Er voller bloglichem R Intende Haltu feinem Belip fritte. Es Bidie er bein Die Diat Malthten Stel litem Lo Bir bitten a leuren Arant läubig von Sehr fre Benn Sie 9 obl, bitte, h Damit ging e aus. Du Er schnalate mit der Bunge. Damit läßt sich schon eine Welle ganz hübsch leben. Und nun höre! wirst heute nacht auf dem Korridor dafür sorgen, daß von dort die Luft rein bleibt. Damit Du von jedem Verdacht fret bleibst, wähle ich einen anderen Weg. Die Lage des Krankenzimmers ist mir ja bekannt. Du wirst das Fenster heute abend angelehnt laffen, so daß ta es Tetcht von außen aufstoßen fann, und dann ist die Sache tit furzer Zeit erledigt. Wo ist das Gelb?" Im Geldschrank." " Und der Schlüssel dazu?" einen " Frau Geheimrat hat ihn sorglos auf dem Tisch daneben Itegen laffen. Ich glaube nicht, daß sie ibn bent noch fortnehmen wird." „ Das wa Härte der an ben Ropf fo nigts vont m Das gla ngte fie th borbar, wie en au wer 1. Auf Regle ) aus Ift fich t wird stätigt. feine tg des toder drohen fiftenz Aufobring rtjeftca eboren ste das mnt. gefoma Scheune mmern der im Ste mit JervorSchelde beide fent. wird Konat ent deAuch Haupten im vie er it fest lig als archent reund BlutIt der en die En letz Besit Läftige 7. 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Bestürzt eilte man der Frau nach und gab ihr das Kind mit, das heute noch lebt. Zu schweren Ausschreitungen kam es Freitag abend in einem Lokal in Moabit. Zwischen Gästen waren Streitigkeiten entstanden. Gegen den Wirt, der den Streit zu schlichten trachtete, nahmen zwei der Befeiligten eine drohende Haltung ein. Der Wirt war ge nötigt, sein Lokal zu schließen und sich gegen die Radaubrüder mit Gummischläuchen zu wehren. Seine Haus Stener unterstützten ihn. Bald versammelte sich eine große Menge vor dem Lokal und nahm eine feindliche Haltung gegen den Wirt ein. Dieser gab, als er be droht wurde, fünf Revolverschüsse ab. Die Masse drang in sein Lokal und demolierte diefes. Schließlich erschien ein größeres Polizeiaufgebot und die Ruhe wurde wiederhergestellt. Betrugsmanöver in einer Sparkasse. Ein plumper Betrug wurde bei der Nirdorfer Städtischen Sparkasse versucht. Am 9. d. M. erschien dort ein junges Mädchen, das 8 M. einzahlte und sich auf den Namen Martha Dornack ein Sparkassenbuch ausstellen ließ. Bereits am nächsten Tage ließ sie das Buch, das die Nummer 53 777 trug, als verloren sperren. Gestern mittag sprach nun eine Frau Krüger aus Britz bei der Kasse vor und wollte auf dieses Buch 500 Mart abheben. Die Be amten sahen auf den ersten Blick, daß es sich um das gesperrte Buch handelte. Zu ihrer größten Ueberraschung war der Betrag von 8 Mart auf 8000 Mart er höht. Die Beamten benachrichtigten die Polizei und Iteßen die Frau festnehmen. Im Verhör gab sie an, daß sie von der Eigentümerin des Buches mit dem Abheben der Summe beauftragt worden fet. Die Inha berin des Buches wurde ebenfalls festgenommen. Ste behauptete zunächst, daß sie mit der Frau Krüger gemeinsame Sache gemacht habe, um sich nach und nach in den Besitz der 8000 Mart zu setzen. In die Enge getrieben, gestand sie aber später ein, daß sie sich mit et nem Schausteller zu verheiraten gedachte, der aber nur ein vermögendes Mädchen heiraten wollte. Aus diesem Grunde habe sie die Fälschung begangen. Schwere Streifunruhen. Im Hause einer Spedttionsfirma in Darmstadt hatten Streitposten das Tor versperrt. Als sie nach wiederholter Aufforderung der Schußleute den Eingang nicht fret machten, mußten diese blank ziehen und schlugen auf die Leute ein. Etwa 12 Personen wurden dabet verlegt. In verschiedenen Stadtteilen wurden am Freitag nachmittag und Sonnabend nacht beladene und leere Möbelwagen trotz der Esforte durch Schußleute von den Streifenden umgestürzt. Die Polizei hat deshalb angeordnet, daß iedes Zusammenrotten auf den Straßen und jedes Stehenbleiben verboten ist, und daß sofort Verhaftungen erfolgen werden, wenn diefem Befehl nicht ge geleistet wird, ger her wurde beftimit, daß die Strettenden mindestens 200 Meter von den Möbelwagen entfernt bletben müs= fen, und, falls dte tnruhen nicht aufhören, verschärfte Bestimmungen in Aussicht gestellt. Der Löwe als Nachtwächter. Die Verwendung des Königs der Ttere als Wächter eines Grundstückes erscheint gewiß erstaunlich, und doch kann man in der Umgebung von Kapstadt in Südafrika auf dem Gute etnes retchen Farmers zwet Söhne der Wüste in Freiheit Herumlaufen sehen, die fedem Fremdling den Eintritt verwehren, und, wenn die Nacht herangekommen ist, alle Strolche und Diebe fernhalten. Bevor der Grundbefiber sich diese beiden ungewöhnlichen Wachttiere ausfuchte, hatte er eine beträchtliche Anzahl von Voltzethunden, die seinen Ernten und seinem Besitz Schutz ge= währen sollten. Aber die Hunde wurden thm alle vergiftet. Da er nun wußte, mit welch sicherem Instinkt der König der Tiere fede verdächtige Spetse vermeidet, so beschloß er, es mit ihm als Nachtwächter zu versuchen. Sein Experiment war von bestem Erfolge gekrönt. Die vergifteten Köder blieben von nun an unberührt, und als sich das Gerücht verbrettete, welch fräftigen Schutz die umfriedeten Gehege des Grundstückes nun besaßen, wage niemand mehr, wie vorher die Drahtzäune zu überklettern. Seitdem herrscht Frieden und Ruhe auf dem wetten Besit. Mit unermüdlicher Sorgfalt pa= rouillieren die beiden Löwen des Nachts alles ab, und ie sind außerdem freundliche autartige Hausgenossen, bte mit allen Bewohnern der Farm auf bestem Fuße tehen. Alltäglich empfangen sie ihre Mahlzeit aus der Hand der jungen Tochter des Besizers; zierlich und be hutsam nehmen sie die Nahrung aus den zarten Fingern entgegen( Na na! D. Red.) mit ihrem gewaltigen Ge biß, das die Knochen eines unberufenen Eindringlings erbarmungslos zermalmen würde. ,, Guf. Könntest Du dem Alten nicht einen Schlaftrunk geben?" „ Das wird gar nicht nötig sein. Der Arzt kommt heute abend noch einmal, um ihm eine Morphiumetn sprizung zu machen. Danach schläft er gewöhnlich bis zum Morgen." ,, Vortrefflich! Morgen vormittag kannst Du mich dann-" Er vollendete den Satz nicht, warf sich mit etnem plöhlichem Ruck vor dem Kruzifir nieder, nahm eine fntende Haltung ein und faltete die Hände. Sie folgte fetnem Betspiel. Vom Korridor hörte man Männerschritte. Es war Frizz von Marleben. Verwundert Blickte er beim Eintreten auf das kntende Paar. Die Diakonissin verharrte noch eine Weile in threr schlichten Stellung und sagte dann, sich erhebend, t schlichtem Ton:„ Mein Bruder Karl, Herr Marleben. Wir bitten zu Gott für die baldige Genesung unseres teuren Kranken. Es liegt eine große Kraft in dem gläubig von mehreren verrichteten Gebete." " Sehr freundlich von Ihnen," sagte Fritz trocken. " Wenn Sie Ihre Fürbitte beendet haben, kommen Ste wohl, bitte, herüber. Metn Vater Bedarf Ihrer Hilfe." Damit ging er mit freundlichem Gruß rasch wieder hinaus. ,, Das war eine recht unltebsame Ueberraschung," erflärte der angebliche Bruder ärgerlich.„ Nun, ich habe den Kopf so gesenkt gehalten, daß er so gut wie gar nichts von metnem Gesicht gesehen haben kann." „ Das glaube ich auch," bestätigte ste. Dann aber ngte ste thn, zn gehen, und er entfernte fich ebenso arborbar, wie er gekommen war, ohne von jemand geJhen zu werden. Dippold im Zuchthaus. Am 9. Oftober wird die Stunde schlagen, in der der ehemalige Student und Hauslehrer Andreas Dippold nach Sjähriger Strafhaft die Mauern des Zuchthauses in Straubing wieder verlassen kann. Seine entsetzlichen Taten find noch in Erinnerung. Er hatte die beiden Söhne des damaligen Direktors der deutschen Bant, Koch, in einer bisher noch nicht dagewesenen Weise mißhandelt. Der eine seiner beiden Schüler, der fugendliche Heinz Koch, war an den Folgen der entfeblichen Mißhandlungen gestorben. Dippold mußte sich deshalb vor dem Schwurgericht in Bayreuth verant worten, das am 9. Oktober 1903 unter stürmischen Betfallsrufen der nach Hunderten zählenden Zuschauer fämtliche Schuldfragen bejahte und die Frage nach mildernden Umständen in allen Fragen verneinte. Der Gerichtshof verurteilte daraufhin den Angeklagten zu acht Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehr= verlust. Dippold erklärte noch im Gerichtssaal, daß er auf das Rechtsmittel der Revision verzichte und die Strafe sofort antreten wirde Er mußte die Nacht über im Gerichtsgebäude bleiben, da die Volksmassen so erregt waren, daß die Behörden fürchteten, er werde geIyncht werden. Erst am nächsten Tage wurde er durch eine Seitentiir aus dem Gerichtsgebäude unter starter Bewachung abgeführt und zunächst in das Zuchthaus Erbach transportiert. Später erfolgte seine iteberfüthrung in das Buchthaus zu Straubing, wo er den Rest seiner Strafe abzubüßen hat. Dippold hat sich während der ganzen Beit gut geführt und war als Lithograph tätig. In der letzten Beit wurde er auch in der Buchbinderet der Strafanstalt beschäftigt. Im Laufe der Jahre hat er mehrere Gnadengesuche an den Brinzregenten gerichtet. Sie sind aber sämtlich a b= fchlägig beschieden worden und Dippold wird deshalb feine Strafe bis zum letzten Tage verbüßen mitsfen. Wie verlautet, soll er die Absicht haben, nach Amerika auszuwandern. Joachim Koch, der uteberlebende der beiden mißhandelten Brüder, ist jetzt Stutdent und studiert Rechtswissenschaften. Edison in einer Berliner Fabrik. Der große amerikanische Erfinder Edison ist am Sonnabend in Berlin eingetroffen. Ueber seinen Aufenthalt in der Reichshauptstadt plaudert das " B. T.": Dieser Mann past wett beffer in einen Maschinenfaal mit großen Delflecken auf den Dielen und gefüllt vom Rasseln der umlaufenden Räder, als in den teppichbelegten eleganten Salon des Hotels Adlon. Gestern besuchte Edison die hiesigen Fabriken seines Freundes und früheren Mitarbeiters, des jetzigen Generaldirektors Bergmann der Bergmann- Elektrizitätswerke. In seinem verschossenen grauen Ueberzieher, die Hände tief in den Hosentaschen vergraben, ging der große Mann durch die schmalen Gassen zwischen den Maschinen. Ste sind ihm liebe Bekannte, und er stretchelt fte mit seinen Blicken. Edisons Sohn, ein schlan= fer, blonder Junge, machte die Besichtigung mit, und oft faßte thn der Vater mit einer sehr liebevollen Gebärde um und machte ihn auf besonders interessante Einzelhetten aufmerksam. Edison äußerte sich erstaunt über die außerordentItchen Fortschritte, die die deutsche Industrie seit ſetnem vorigen Besuch in unserem Vaterlande- es war gegen Ende der achtziger Jahre gemacht habe. Befonders charakteristisch fand er die Mannigfaltigkeit der Erzeugnisse, die in einer Fabrik hergestellt wirden. Seltsamerwetse war er auch von einigen fühnen Maschinenkonstruktionen überrascht. Das ist erstaunlich aus dem Grunde, weil wir ja gewöhnt sind, Amerika als das Land der gewagten Fabrikationsmethoden anzusehen. So stand er lange vor einer Bergmannschen Maschine, die mit Hilfe eines hydraulischen Drucks von 150 Atmosphären einen glühenden, dicken Messingklotz mit großer Geschwindigkeit in dret lange, dünne Drähte verwandelt. Auch die in der Tat in Deutschland sehr wett vorgeschrittene Technik des Stanzverfahrens fesselte ihn sehr. Es werden da durch einen einzigen Schlag der mächtigen Stanze auf einen glühenden vierkanttgen Messingklos ganz komplizierte Formen wie Schautfeln für Dampfturbinen oder Verteilungsdosen für Let= tungen herausgeschlagen. Edison steckte eine besonders fompliziertes Stanzstück in setne Tasche, um es für feine Sammlungen nach Amerika mitzunehmen. Der alte Herr tit fast unermüdlich. Nach den vielen anstrengenden Reisetagen im Automobil, die er hinter sich hat, war er gestern frisch genug zu einer stundenlangen Wanderung durch die Fabriken, und abends besuchte er dann noch ein Kinematographentheater. Anderthalb Stunden lange unterhielt sich der große Erfinder dort sehr gut. Schließlich wurde er vom PubItfum erkannt, das ihm lebhafte Ovationen darbrachte. Von einem Bekannten gefragt, ob er im finematographischen Theater auch etwa lernen wolle, antwortete er: „ Ob ich will? Aber natürlich! Und glauben Ste mir, hter 2. Kapitel. Es war am anderen Morgen gegen sieben Uhr. Das Dienstmädchen Auguste hantterte schon etne Welle in der Küche umher, hatte das Frühstücksbrot, das vom Bäckerjungen in einem Beutel an die äußere KorridorHtr gehängt worden war, hereingenommen und war fetzt dabet, den Kaffee zu fochen. Gleich nach 7 Uhr pflegte die gnädige Frau nach dem Frühstück zu schellen, und das Mädchen wußte, daß die Herrin sehr ungehalten werden konnte, wenn sie das Gewünschte nicht gleich erHtelt. Ste htelt deshalb das filberne Tablett mit dem Service berett, um auf das erste Klingelzeichen alles hineintragen zu können. Aber es wurde ein viertel auf acht, es wurde halb acht, ohne daß das Zeichen kam. Sie begann unruhig zu werden. Kett Laut war aus dem Vorderzimmer zu hören, und diese unheimliche Stille beängstigte ste. Es war, als wenn etwas Bedrückendes in der Luft läge, das thr Furcht einflößte. Warum schlummerte Ste gnädige Frau gerade heute so lange, wo es doch bekannt war, daß es mit dem Herrn feden Augenblick zu Ende fein fonnte? Ste trippelte aufgeregt hin und her, legte das Ohr an die Küchentür und öffnete sie schließlich, um zu lauschen; aber es blieb alles still wie zuvor. Was follte sie nur tun? An die Tür der Herrin zu klopfen, wagte sie nicht. Einmal hatte ste es getan und war deshalb gescholten worden, sie solle sich das nicht noch einmal unterstehen, wenn sie nicht ihre Kündigung haben wolle. Doch allein in dieser Ungewißheit zu bleiben, dazu fürchtete fte sich zit sehr, und so schlich sie endlich, es war bereits dreiviertel acht geworden, an das Zimmer der Diakonissin und Klopfte dort erst schüchtern und dann, als feine Antwort fam, etwas lauter. Es währte eine ganze Wetle, ehe sich drinnen etwas regte. Es war, als wenn sich jemand tm Bett fann man es! So wunderschöne Bilder wie hier haben wir„ drilben" denn doch nicht! Uebrigens muß ich noc ein wenig weiter lernen". Sprach's und lief davon Im letzten Stadium. Die Marokkoverhandlungen dürfen, soweit sie Mas rotto selbst betreffen, als erledigt betrachtet werden. Es handelt sich nur noch um redaktionelle Formalitäten. Benn nicht die französische Regierung in einigen, int Berlin als minderwichtig betrachteten Einzelheiten eine unerwartete Hartnäckigkeit gezeigt hätte, so wären die Besprechungen schon mit Ende voriger Woche zum Ab schluß gekommen, wie es in wohlunterrichteten Seretsey erwartet worden war. Es wird nunmehr sogleich zur Regelung der Sompensationsfrage geschritteit werden. Obgleich diese Verhandlungen sich noch etwa eine Woche hinziehen können, werden in Berlin nens nenswerte Schwierigkeiten nicht erwartet. Eine Friedensrede des französischen Ministers präsidenten. Ministerpräsident Caillaux hielt in Alencon bei einem aus Anlaß der Einweihung des neuen Postges bäudes veranstalteten Festessen eine Rede, in der er betonte, man solle die Schwierigkeiten der gegenwär Higen Lage nicht überschätzen. Frankreich wird, sagte er, fich bemithen, die durch die Folge der Ereignisse in Marokko geschaffene Lage zu klären und zwar in einer Weise, die Frankreich volle Aktionsfret heit in dem Landstriche gibt, der wichtige Teile seines afrikanischen Besizes berührt. Frankreich betreibt dic tentge Lösung, die ihm allein seiner würdig scheint. Es brachte in die Verhandlung den weitherzigen Geist der Versöhnung und des Verständnisses für die Interessen der Gegenpartet mit, eifrig bemüht, seine eigenen Interessen zu wahren. Wir zweifeln nicht, daß die beiden großen Nationen, deren Rolle als Kultur träger in der Welt so groß ist und die beide den Wil Ien zum Frieden und die gleiche Sorge haben, ihn zu sichern, zu einem dauernden Einvernehmen ge= langen werden, das kein schmerzliches Gefühl hinter laffen wird, wenn jeder das Wort bedenkt:" Geschäfte und es handelt sich hier um ein Geschäft. sind nur gut, wenn sie zum Vorteil beider Parteien sind." Drabtnachrichten und Deuestes. Blutiges Eiferfuchtsdrama. Berlin, 25. September. Ein blutiges Eiferfuchtsdrama hat sich gestern vormittag im Osten der Stadt abgespielt. Im Hause Kochhannstraße 25 vers fuchte der 34jährige Schlossergeselle Paul Bryller die von ihrem Manne getrennt lebende Schlossersehefrau Hedwig Mitschmann durch einen Schuß zu töten, nachdem ein heftiger Streit mit dem unerwartet Heimgefehrten Manne voraufgegangen war. Nach einem verettelten Selbstmordversuch des Täters wurde dieser ver haftet. Frau Mitschmann liegt hoffnungslos darnieder. Eine wohltätige Stiftung. Dortmund, 25. September. Die Teilhaber der Maschinenfabrik Schüchtermann& Seremer in Dortmund haben eine Stiftung von 100 000 Mart zugunsten der Arbeiter und Invaliden des Werkes sowie deren Witwen gemacht. Großer Fabrikbrand. Kaiserslautern, 25. September. Die Jalousiefabrit von Gebr. Burki ist durch ein Großfeuer zerstört worden. Man vermutet Brandstiftung. Der Attentäter Bagrow gehängt. Petersburg, 25. September.( Privattelegramm.) Der Mörder Stolypins, Bagrow, wurde gestern nacht im Kiewer Festungshof gehängt. Tragödie in der Familie eines französischen Edelmannes. Paris, 25. September. Gestern abend erschoß der 18jährige Sohn des Barons Gouvringny bei Falatse in der Normandie seinen Vater, als er im offenen Wagen heimkehrte. Der Sohn gab an, daß er im Auftrage seiner Mutter gehandelt habe, die neben ihm gestanden habe, als er den Schuß abgab. Mutter und Sohn wurden verhaftet. Ein französischer Panzer infolge Explosion gesunken. Angeblich 500 Menschen umgekommen. Die französische Marine wird vom Unglück verfolgt. Noch sind die neun Opfer des Unglücks auf der " Gloire" nicht alle bestattet, noch steht man in Frankreich unter dem Eindruck des Unglücks auf der Marseillaise", und schon wieder hat eine Statastrophe die französische Kriegsflotte heimgesucht. Diesmal ist das Unglück in feinen Folgen ganz furchtbar. Fast die gefamte Besatzung des verunglückten Schiffes soll dabet ums Leben gekommen sein. Der Draht meldet uns: Toulon, 25. September. Infolge eines im Kohlenraum ausgebrochenen Brandes explodierte heute früh der Kessel des Panzers" Liberté". Das Saiff fant in 19 Minuten. Angeblich sind 500 Personen umge= kommen. Einige Matrosen, die ins Wasser gesprungen waren, konnten durch Boote gerettet werden. hin- und her bewege und dann ertönte unter lautem Gähnen die Stimme der Diakonissin. " Ja! Was gibts denn? Werde ich gewünscht?" " Ach, Fräuleinchen," sagte das Dienstmädchen kläglich,„ bet der Herrschaft ist es so merkwürdig stille die gnädige Frau hat auch noch gar nicht das Frühstück verlangt=" „ Wie? Aber es ist ja gleich acht Uhr!" rief die Pflegerin. Warten Sie, ich werde sofort tommen!" Nach kurzer Bett öffnete sie die Tür und vollendete, während das Mädchen auf sie wartete, rasch ihre Morgentotlette. Sehr schnell hatte sie sich das Gesicht gewaschen, die Haare in einen Knoten gewunden, ihr schwarzes Kostüm angelegt und die schwarze Haube mit den weißen Streifen, unter dem die rötlich schimmernden Haare ganz verschwanden, aufgesetzt. Aber der rofige Schein der Jugend, der sonst des Morgens auf thren zarten Wangen lag, zeigte sich heute nicht. Ihr Gesicht war auffallend blaß, die grünlich schimmernden Augen lagen tief und hatten dunkle Ränder, und thre Bewegungen waren hastig, nicht so abgemessen wie sonst. " Wie sehen Ste denn aus, Fräuleinchen?" sagte das Mädchen erstaunt.„ Haben Sie schlecht geschlafen?" „ Ja, sehr schlecht, Auguste! Ich habe allerhand gräßliche, beängstigende Träume gehabt, und nun fühle ich mich matt und habe Kopfschmerzen. Aber darauf darf ich kein großes Gewicht legen, ich darf nicht an mein eigenes Befinden denken; denn ich bin nicht mehr für mich auf der Welt, sondern für andere. Und nun werde ich hinübergehen und nachsehen, weshalb die gnädige Frau noch nicht gerufen hat.". Ste wanfte, als sie das 3tmmer verlassen wollte und mußte sich auf einen Stuhl niederlassen. Ste find wirklich frank, Fräulein!" rief Auguste erschrocken.„ Wollen Sie nicht lieber ruhen, und soll ichs nicht darauf ankommen laffen, gescholten zu wer ( Forts. folgt.) den, und selbst nach vorne gehen?" Palmona DA S PALMIN RUHONNY Mutter und Kinder kennen die Vorzüge von Palmin( Pflanzenfett) und Palmona( Pflanzen. Butter Margarine) als Speifefett und als Brot, aufftrich. Diefe Produkte find von abfoluter Rein. beit, leicht verdaulich( kein Aufftoßen, kein Sod. brennen!), fehr preiswert und gänzlich frei von tierischen Fetten. Man vermeide die zahlreichen Nachahmungen, betrachte ihr Vorhanden. fein vielmehr als einen Beweis für die vorbildliche Qualität unferer Produkte. - H. Schlinck& Cie. A.-G. NB. Palmin jebt auch weich"( Ichmalzähnlich) zu haben. Vergebung. 4m. A Für die Großhl. 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September 1911 in Steins Garten Schönheit, Gesundheit, Kraft, Jugend und Lebensglück Wo finde ich sie? Wie erhält sich das weibliche Geschlecht als Mädchen, Frau, Mutter, sogen. alte Jungfrau, Greisin gesund und schön? Das Verblühen der Frauen u. seine Ursachen. Wie man durch richtige Schönbeitspflege im Beruf, in der Gesellschaft sich Beachtung verschaft und Erfolg erzielt. Warum ist das Weib schöner als der Maux? Was feff It den Mann? Der Weg zu idealer Schönheit des Körpers und der Seele Wie sich der Einfluß des Liebesleben auf die Schönheit geltend macht. Wie wirkt die Ebe auf Schönheit und Gesundheit? Soll man den Schönsten heiraten? Die Pflege und Erhaltung wahrer Frauenschönheit. Sichere, wissenschaftliche Methoden werden angegeben und praktisch vorgeführt bei: Aufgesprungener Haut- Falten, Runzeln Gesichtshaare der Damen Loderen Zähnen Bickeln, Bufteľn Schuppen Warzen Brüchigem Haar Fettreichtum der Haut Haarausfall( frankhafter) Hübneraug n Miteffern Kreisförmiger Kahlheit Som Roter Nase mersproffen Ergrauen des Haares Glanzfofer, fabler Haut Felligem Haar flecken - - - Muttermalea - - Kahlwerden des Kopfes- Leber Schwindendem Zahnfleisch Starter Schweißbildung. Die Behandlung dieser Schönheitsfehler werden am lebenden Modell gemeinverständlich demonstriert. Wie erlangt man eine gesunde Büste? Wie be feitigt man Schönheitsfeh.er wie Magerfeit, Korpus lenz, hohle Augen, welken Hals, starke Hüften, etn gefallene Wangen, Falten zc. Wie erhalten wir uns glückliche und schöne Frauen bis ins hohe Alter? Jede Frau ist schön, die den Willen zur Schönheit hat und es gibt keine Frau, die nicht einige Borzüge besitzt, die zu pflegen und ins rechte Licht gestellt zu werden sich lohnen würden. Müssen Frauen altern? 2. Teil: ? Wie wirkt Krankheit auf die Schönheit? Warum gibt es so viele kranke Frauen und Mädchen? - Die Krankheiten der Wechseljahre der Jugend, Syfterie, Ge mütéletben, Berdauungsleiden. Die Sünden der Frauen gegen ihren eigenen Rörper_2c. Menschen, glücklichere gesündere und schönere. Der Dämon Alkohol. Wie soll die Frau den trunksüchtigen Mann behandeln?- Die Krankbeiten der Kulturmenschen Geistest ankheiten Alkoholismus- Zuderfrankbeit Schwindsucht Herz leiden Nervenleiben. - Die Vorträge fanben überall großen Beifall bei. Bublifum und Presse. Sehr dezent. Belehrend. Solider strebsamer Mann ( auch Nichtkaufmann) gesucht zur Uebernahme der Generalvertretung für meine Fabrikate( Haushaltungsartikel) in Giessen. Vollständig unabhängige, äusserst angenehme Position. 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