nit IS Well ! plagten Schwäche, nden mil zklopfen, sstörung, in, üblem Zielen u. besonders rch Emp aus Aluf Herm straallee 2 ich durch ungen von efreite. haus gsteinfurt) Mark der, aug efchrift Bork nat .- Pro scher, Abt. derstr. 11A. reell Frau sbaden, 551 ft on 828 Jen. e lack. tratzen Polsterler fachmöbel Preislisto frei Kamp RECHT gs Wilbein erlikör l Goonekan 7. in Gießen Albin Klein Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 50 pfg. monatlich oierteljährlich 1,50 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den ZweigEnthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen ausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mr. Erscheint Bürgermeisterei - jeden Werktag früh.- Die„ Humoristischen Blätter" Redaktion: liegen wöchentlich einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Herausgeber: Albin Klein& Otto Fischer. Nr. 72. ( 1. Blatt.) Kindervergiftung. Haß macht zuweilen blind, so blind, daß er wider Willen das Gegenteil von dem bewirkt, was er beabsichtigt, daß er dem Spott und Lächerlichkeit, denen er den Feind preisgeben möchte, selber anheimfällt. So geht es mitunter der Sozialdemokratie. Ihr Hauptblatt in Berlin, der„ Vorwärts", tischt seinen Lesern die Geschichte von einem drei und einhalbjährigen Jüngelchen Sozialdemokratischer Eltern auf, das sich von Natur sträubt, sich sozialdemokratisch erziehen, vergiften zu lajsen, das lieber Soldat spielen als Sozialdemokrat werden will. Die drollige Geschichte soll ergötzlich und lehrreich für die sozialdemokratischen Jugenderzieher sein; aber Spaß kann sie wirklich nur denen bereiten, die verhöhnt werden sollen. Dazu trägt sie die Ueberschrift: ,, Wie unsere Kinder vergiftet werden!" Vergiftet werden durch die Sozialdemokratie. die Eigentlich will der„ Vorwärts" erzählen, wie Kinder der„ Genossen" durch die Mitglieder der Kriegervereine und deren„ ungezogene" Kinder" verführt werden. Aber das gelingt ihm vorbei: denn der kleine Held der Erzählung erweist sich eben von Haus aus als so ferngesund veranlagt, daß bei ihm die sozialdemokratische Dressur nicht anschlagen will. Und wie mühen sich die braven Eltern, um ihrem Bürschchen das sozialdemokratische Gift, gegen das es einen ganz natürlichen Widerwillen hat, einzuimpfen! Alles, waschechte„ Genossen" nicht leiden mögen, wird dem Kinde vorenthalten, sogar der abscheuliche Anblick von Polizisten und Soldaten. Die gibt es nämlich auf dem Schauplatze der Geschichte, einem kleinen Vororte von Berlin, noch nicht. Vorläufig noch nicht. Ein Heidenjunge" ist der kleine Held:„ hat nicht die Taufe der Kirche empfangen, fühlt sich aber sonst anscheinend ganz wohl in seiner Haut". Vermutlich trägt dazu wesentlich bei, daß er„ ohne Gebet einschläft". was Nur sozialdemokratisches Spielzeug bekommt der Junge: einen Clown und ein Kaninchen!„ Weder Flinte noch Säbel, noch einen einzigen Bleisoldaten!" Um so mehr wundert sich sein Vater, der offenbar etwas beschränkt ist, daß der Junge gerade an alledem Wohleinem gefallen hat und nach alledem verlangt, was Sozialdemokraten fürchterlich ist und verächtlich. Soldat zu sein, ist dem Jungen das größte Vergnügen. Das Kriegerische reizt ihn. Lieber als sein sozialdemokratischer mit Clown sind ihm Helm und Lanze„ ein Stock ' nem Lappen". Seinem langweiligen Karnickel- wie begreiflich! zieht er Flinte und Säbel vor. Und obenein brüllt er:„ Hurra!" Darob, über„ diese bo- russische Bereicherung seines Wortschatzes", ist der Vater entsetzt und noch mehr als der Junge„ auf- und abmarschiert mit tärä, tärätätä, sching tärätätä." - des Großherzoglichen Polizei- Amtes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) sowie vieler anderer Die Haare sträuben sich dem sozialdemokratischen Papa vor Grausen, als das ungefüge Söhnchen nicht bloß Soldat, sondern sogar- König spielt. Beim Mit tagessen verdirbt das ungeratene Bürschchen dem Vater allen Appetit, weil es verkündet:„ Etsch, nu hin is Tönig( König), und Du, Muttchen, nich, und Du, Vater, auch nich. Js bin danz ahetne( alleine) Tönig". Der gewissenhafte Vater geht dieser Bosheit auf den Grund. " Hallo", denkt er,„ da sitt was anderes dahinter". Er Ant fragt den Jungen:„ Wer hat Dir das gesagt?" wort:„ Na, der Heini. Den Heini sein Vater ist doch Trieger"( Krieger). Des Helden Vater ahnte es: Kommt doch den„ Genossen" aller Aerger, alles Unheil von den Kriegern. Heinis Vater ist ja so ein gräßlicher Kriegervereinler. Der schießt Sonntags nach der Scheibe ,, mit einem schwarzen Punkt in der Mitte. Das soll der„ innere Feind" sein!" Aber es wird noch ärger. Eines Sonntags hat der Junge einen Stock in der Hand und puh Vater, ruft:„ Puh, puh, is schieß Dir tot - is schieß Dir tot!" Als die sozialdemokratische Mutter, die der Junge auch tot schießen will, zu heulen an= fängt, entschuldigt sich der kleine Mörder:„ Ach, is hab man bloß' n bissen Paß( Spaß) demacht." Die Blutgelüfte hatte der Junge wieder, wie es in der Mordgeschichte des„ Vorwärts" heißt,„ von dem Sohn des patriotischen Kriegervereinlers gelernt". Der Vater gibt seinem Jungen den feierlichen Auftrag, dem Söhnchen des mordgierigen Kriegers, der auf den„ inneren Feind" Sonntags schießt, zu erklären:„ Pfui, Du ungezogener Junge, Menschen schießt man nicht tot!" Die sozialdemokratische Erziehung ist wirklich kein leichtes Stück Arbeit; denn sie muß wider die Natur ankämpfen, muß die menschliche Natur fälschen, was unausrottbar scheint, allmählich ersticken. Tief in der Seele des Jungen wurzelt die Lust am Kriegerischen, am Mannhaften. Die Freude am Soldatentum ist angeboren, angestammt. Jm Gemüt und Willen des un= Samstag den 25. März 1911 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Gesamtleitung: Albin Klein. Telephon: Nr. 362. vormittags. 23. Jahrg. verfälschten, noch nicht sozialdemokratisch vergifteten Jun-| aller Jahrgänge und Waffen, am 4. April 1911, 9 Uhr gen lebt der Sinn für das heldenhafte. Unter einem Jahrgänge 1908 und 1907 aller Waffen, einschließHelden stellt sich aber ein echter Junge nicht einen soziallich Ersatzreserve; sowie die oben unter Nr. 1 Aufge= demokratischen Mundhelden vor, sondern einen königlichen Helden, hoch zu Roß, der unter Trompetengeführten( Offiziere usw.) aller Jahrgänge und Waffen der schmetter einhersprengt. Wenn Soldaten einherziehen, Reserve und Landwehr 1. Aufgebots, am 4. April, 2 mit fliegenden Fahnen, unter dem Wirbel der Trom Uhr nachmittags. meln, da leuchten des kleinsten Jungen Augen auf, mit Leib und Seele ist er dabei und möchte am liebsten in Reih und Glied mitmarschieren. Aus Stadt und Land. Gießen, den 25. März 1911. !! Militärisches für den Beurlaub= tenstand. Ende März werden wieder neue Kriegsbeorderungen und Paßnotizen ausgegeben. Die Mannschaften des Beurlaubtenstandes, wozu die Reservisten und Landwehrleute, sowie die Ersatzreservisten gehören, werden darauf hingewiesen, daß jedem einzelnen die Kriegsbeorderung bezw. Paßnotiz direkt durch die Post zugestellt werden wird. Die Empfangsbescheinigung ( Postkarte), welche der Kriegsbeorderung bezw. Paßnotiz beiliegt, ist nach Unterschrift am 1. April durch die Post an das Hauptmeldeamt zurückzusenden. Die Postkarte( Quittung) muß am Wohnsitz der Betreffenden zur Post gegeben werden, da sonst Strafporto entsteht. *) Gießen. Uebertragen wurde am 20. März 1911 dem Schulamtsaspiranten Johannes Braun aus Rüddingshausen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rudingshain. *) Gießen. Erledigt sind die mit evangel. Lehrern zu besetzenden Lehrerstellen zu Eifa, Kr. Alsfeld, zu Ober- Ohmen, Kr. Alsfeld und zu Ulrichstein. - -b Gießen, 25. März. Ein hiesiger Geschäftsman benutzte gestern Vormittag sein Motorrad, um Geschäfte zu besorgen. Er verlor aber die Geistesgegen wart und konnte dasselbe nicht zum Stehen bringen. Er fiel von demselben herunter und griff aus Versehen ins Räderwerk, wobei ihm der Arm und die Hand sehr schwer verletzt wurden. Er mußte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. - Gießen, 25. März. Der Versand mehrerer Pakete mit einer Postpaketadresse ist für die Zeit vom 10. bis einschließlich 15. April weder im inneren deutschen Verkehr noch im Verkehr mit dem Ausland gestattet. * Jahrgänge 1906 und 1905 aller Waffen, einschließlich Ersatzreserve, am 5. April, 9 Uhr vormittags. Jahrgänge 1904 und 1902 aller Waffen, einschließlich Ersatzreserve, am 5. April, 2 Uhr nachmittags. Jahrgänge 1901 und 1900 aller Waffen, einschließ= lich Ersatzreserve, am 6. April, 9 Uhr vormittags. Jahrgänge 1899 und 1898 aller Waffen, einschließlich Ersatzreserve, am 6. April, 2 Uhr nachmittags. Für die auf Bahnhof Gießen beschäftigten Beamten und Arbeiter auf Bahnhof Gießen. Sämtliche Mannschaften, soweit sie nicht von der Bahn als unabkömmlich bezeichnet werden, am 7. April, 9 Uhr vormittags. Für die Bewohner der übrigen Gemeinden, welche zum Bezirk des Hauptmeldeamtes gehören. In Langgön s auf dem Marktplatz am 7. April, 2.45 Uhr nachmittags, für die Gemeinden Grüningen, Holzheim, Langgöns, Neuhof( einschl. der dazu gehörenden Mühlen und Höfe usw.). In Lollar an der Bürgermeisterei am 8. April, 8½ Uhr vormittags, für die Gemeinden Lollar, Staufenberg mit Friedelhausen( einschl. der dazu dehörenden Mühlen und Höfe usw.). In Lollar an der Bürgermeisterei am 8. April, 2½ Uhr nachmittags, für die Gemeinden Daubringen mit Heibertshausen, Mainzlar, Ruttershausen mit Kirchberg( einschl. der dazu gehörenden Mühlen und Höfe). In Londorf auf der Burgstraße am 10. April, 8½ Uhr vormittags, für die Gemeinden Allendorf a. d. Lumda, Londorf mit der Burg, Rabenau, Burgmühle, Schmittmühle, Weizenmühle, Ziegelhütte, Treis a. Lda., Climbach( einschl. der dazu gehörenden Mühlen und Höfe usw.). In Londorf auf der Burgstraße am 10. April, 2 Uhr nachmittags, für die Gemeinden Allertshausen, Geilshausen, Kesselbach mit der Rabenau'schen Papiermühle, Odenhausen mit Appenhörner Hof, Rüddingshausen, Weitershain mit dem Hainerhof( einschl. der dazu gehörenden Mühlen und Höfe usw.). In Grünberg am westlichen Ausgang auf der tags, für die Gemeinden Beltershain, Göbelnrod, Grünberg mit der Dickelsmühle, Neumühle, Stadtmühle, Reinmühle, Ober- und Unter- Ziegelhütte, Lazmühle, Lumda ( Groß- und Klein-) einschl. der dazu gehörenden Mühlen und Höfe usw.). Gießen. Nach Mitteilung der Hauptverwal- Straße nach Gießen am 11. April, 9% Uhr vormittung der Staatsschulden in Berlin beginnt die Aus= zahlung der Zinsen von im Staatsschuldbuch eingetragenen Forderungen in Zukunft bei sämtlichen Zahlstellen außerhalb Berlins am 21. des dem Fällig keitstermin der Zinsen vorangehenden Monats, der zum 21. 1. April d. Js. fälligen Zinsen also bereits am März d. Js. Auch werden vom gleichen Tage ab die Reichsschuldbuchzinsen gezahlt. Epelsheim. Ein Landwirt aus der Nachbarschaft wollte sich über die vom Kreisamt verhängten Sperrmaßregeln beim Ausbruch der Maul- und Klauen seuche lustig machen. Als er hörte, daß auch Hunde und Kazen an dem Umherlaufen auf der Straße zu hindern seien, ließ er seinen Jungen mit der an einem Stricke ab= festgebundenen Kaze auf der Ortsstraße auf- und marschieren. Der Ülk trug dem witzigen Landmann einen gesalzenen Strafbefehl ein. Kontrollversammlungen. Auf dem Hofe der Zeughaustaserne am Landgraf Philipp- Plaz zu Gießen: Für die Gemeinden Großen- Linden, Heuchelheim ( einschl. der dazu gehörenden Mühlen und Höfe usw.) am 1. April, 9 Uhr vormittags. Für die Gemeinden Alten- Buseck, Wieseck( einschl. der dazu gehörenden Mühlen, Höfe usw.) am 1. April, 2 Uhr nachm. Für die Gemeinden Klein- Linden, Leihgestern( ein3. April, 9 Uhr vormittags. schließlich der dazu gehörenden Mühlen, Höfe usw.) am Für die Gemeinden Annerod, Allendorf a. d. L., Hausen, Rödgen, Trohe, Wazenborn- Steinberg( einschl. der dazu gehörenden Mühlen und Höfe usw.) am 3. April, 2 Uhr nachmittags. a m Für die Bewohner der Stadt Gießen: Auf dem Hofe der Zeughauskaserne Landgraf Philipp- Platz zu Gießen: Jahrgänge 1910, 1909 und 1903 aller Waffen, einschließlich Ersatzreserve und die zur Disposition der Truppenteile und Ersatzbehörden entlassenen Mannschaften In Grünberg am westlichen Ausgang auf der Straße nach Gießen am 11. April, 2 Uhr nachmittags, für die Gemeinden Harbach mit der Kolben- und Sommermühle, Lauter mit der Arztmühle, Bingmühle, Georgenhammer, Tröllersmühle und Walkmühle, Queckborn, Reinhardshain, Stangenrod, Stockhausen, Weicartshain( einschl. der dazu gehörenden Mühlen und Höfe usw.). In Reiskirchen auf dem Schulwasum am 12. April, 8.45 Uhr vormittags, für die Gemeinden GroBen- Buseck, Reiskirchen, Saasen mit Bollnbach( einschl. der dazu gehörenden Mühlen und Höfe usw.). In Reiskirchen auf dem Schulwasum am 12. April, 2 Uhr nachmittags, für die Gemeinden Bersrod, Beuern, Burkhardsfelden, Hattenrod, Lindenstruth, Oppenrod, Winnerod, Veitsberg mit Wirberg( einschließlich der dazu gehörenden Mühlen und Höfe usH.). In Lich in der Amtsgerichtsstraße am 26. April, 9 Uhr vormittags, für die Gemeinden Dorf- Gill, Eberstadt mit Arnsburg, Garbenteich, Lich mit Albacherhof, Güll( einschl. der dazu gehörenden Mühlen und Höfe). Solnhausen und Mühlsachsen, Muschenheim mit HofIn Lich in der Amtsgerichtsstraße am 26. April, 3 Uhr nachmittags, für die Gemeinden Albach, Birklar, Ettingshausen, Münster, Nieder- Bessingen, Ober- Bessingen, Oberhörgern, Steinbach( einschließlich der dazu gehörenden Mühlen und Höfe usw.). = In Hungen an der Turnhalle am 27. April, 91 Uhr vormittags, für die Gemeinden Bellersheim, Hungen, Inheiden, Langsdorf, Obbornhofen, Trais- Horloff( einschließlich der dazu gehörenden Mühlen u. Höfe). In Hungen an der Turnhalle am 27. April, 3 Uhr nachmittags, für die Gemeinden Bettenhausen, Nonnenroth, Langd, Rabertshaulen mit Ringelshausen, Rodheim mit Hof Graß, Röthges, Steinheim, utphe, Villingen( einschl. der dazu gehörenden Mühlen, Höfe usw.). Deutscher Reichstag. 88 allen Fragen der internationalen Politik zur Erhaltung des europäischen Friedens nicht zweifeln. Zu fest ist die Grundlage dieses Bundes, als daß er nach menschlichem Ermessen so leicht jemals erschüttert werden könnte. Aber immer wieder darf man sich darüber freuen, wenn eine Bekräftigung der Freundschaft zwischen Deutschland und Desterreich- Ungarn zutage tritt. Denn man darf nicht vergessen, daß Besuche Kaiser Wilhelms in Wien so häufig stattgefunden haben, daß auch nur eine Verlängerung der Intervalle, in denen sie bisher ausgeführt wurden, von mißgünstigen Neidern als Beweis dafür ausgelegt werden würde, daß das Verhältnis nicht mehr das alte ist. Aehnlich, wie man es jetzt versucht hat, aus dem Fernbleiben des deutschen Kaisers von der Jubelfeier in Rom herauszurechnen, daß unbedingt eine Lockerung im Dreibunde die Folge davon sein muß. Aber auch davon kann nicht im Entferntesten die Rede sein. Nach wie vor bildet der Dretbund die festeste Stütze des Friedens in der Welt, da er auf dem Willen der Herrscher sowohl und der Einsicht der Regierungen, aber eben so sehr auf den Wünschen der verbündeten Völker aufgebaut ist. Diese dreifache Grundlage gewährt ihm die Dauerhaftigkeit und innere Stärke, die selbst zeitweilige Verstimmungen leicht überwindet. Rundschau vom Cage. Politisches. Der Besuch Kaiser Wilhelms in London bildete den Gegenstand einer Unterhaltung in der gestrigen Sitzung des englischen Unterhauses. Ein Liberaler fragte an, ob an den deutschen Reichskanzler eine besondere Einladung ergehen werde, den Kaiser bei seinem Besuch in London zu begleiten, um den Abschluß eines Uebereinkommens zwischen Großbritannien und Deutschland über die zwischen beiden Ländern schwebenden Fragen zu beschleunigen. Staatssekretär Gren erwiderte:„ Der deutsche Kaiser wird dem König auf dessen Einladung einen Privatbesuch ab= statten. Eine andere Erklärung über diese Angelegenheit vermag ich nicht zu geben." In der Donnerstagfißung wurden zunächst, nachdem in der vorigen Sibung die Debatte über die Verwendung der Kaliabgaben und damit die zweite Lesung des Reichsamts des Innern zum Abschluß gebracht war, zwei namentliche Abstimmungen vorgenommen. Der Antrag Ablaß( f. Vp.), wonach an politische Vereine" Kalipropagandagelder nicht gegeben werden sollten, wurde mit 197 gegen 130 Stimmen abgelehnt, der sozialdemokratische, die Mittel aus den Ka= Itabgaben nicht zur Hebung des Kaltabsatzes, sondern für sozialpolitische Zwecke zu verwenden, mit 237 gegen Stimmen. Dann trat man in ote zwette Lesung des Kolonialetats ein. Man hat sich zwar darüber verständigt, daß die Kultur- und Wirtschaftsfragen, die zu zeitraubenden Aussprachen führen, der Baumwollanbau, die Förderung der Wollschafzucht, die Diamanten- und die bergrechtlichen Fragen jetzt ausscheiden sollen, aber trotzdem gibt es der grundsätzlichen Fragen und Einzelheiten die Fülle, sodaß die Reden sich sehr ausführlich gestalteten. Als erster Redner sprach Abg. Erzberger( 3tr.) in durchaus kolontal= freundlichem Sinne. Das finanzielle Ergebnis biete ein getreues Spiegelbild der günstigen wirtschaftlichen Entwicklung. Die Hauptsorge sei die richtige Behandlung der Eingeborenen. In staatlicher 3wangsarbeit lägen die Keime zu Reibereten und in weiterer Folge schließlich zu Aufständen. Die Gründung einer Landeskreditanstalt für Südwestafrika sei ein Gebot im Interesse der Farmer. Ferner behandelte Erzberger die Steuerfragen und sprach sich für möglichst baldige etatsmäßige Anstellung der Kolonialbeamten aus, wenn sie sich bewährt hätten. Damit hatte er dem konservativen Redner Dröscher, wie dieser selbst be= merkte, den ganzen Kuchen aufgegessen. Abg. Dröscher schloß sich im übrigen der Bemerkung der sparsamen und sachgemäßen Aufstellung des Etats voll an und legte die Gründe für seine Auffassung dar, daß die Kolonien sich in einer glücklichen Weiterentwicklung befinden. Bis in die Kreise der Sozialdemokratie hat die Erkenntnis der Bedeutung unserer Kolonien für die deutsche Volkswirtschaft und für die deutsche Arbeiterschaft Wurzel geschlagen" meinte der konservative Redner. Herr Ledebour von den Sozialdemokraten bemühte sich aber dann sogleich um den Nachweis, daß dies denn doch nicht durchgängig der Fall ist. Redner verlangte wie in den früheren Jahren, daß den Hereros genügend Land zur Verfügung gestellt werde, damit sie ihre Viehzucht wie vor dem Aufstande treiben tönnen. Für die fortschrittliche Volkspartei nahm dann der füddeutsche Abgeordnete Goller das Wort. Er wies die sozialdemokratischen Angriffe auf die kolonialfreundliche Schwenkung der Freisinnigen nachdrücklich zurück und ging dann auf die wirtschaftlichen Verhältnisse in den Schußge= bieten, insbesondere auf den Plantagenbau, der durchaus der Eingeborenenkultur überlegen set, näher ein. In Südwest herrsche jetzt unter den Farmern ein gesunder Optimismus, und die dortige deutsche Landwirtschaft befinde sich in einem erfreulichen Aufschwunge. In ähnlicher Weise wie der Vertreter der Fortschrittler drückte auch Abg. Paasche( natl.) sein Vertrauen zu der in langjähriger folonialer Praxis erprobten Tüchtigkeit des jebigen Staatssekretärs aus. Dann rühmte er die Verdienste Dernburgs um die Entwicklung der Schutzgebiete. Unerhört sei es geradezu, wenn von gewisser Seite behauptet würde, dte Dernburgschen Verträge seien im Interesse einer Spekulantengruppe abgeschlossen worden. Abg. von Liebert ( Rp.) verglich die Zeit, wo er Gouverneur von DeutschOstafrika war, mit der Gegenwart. Damals hätte er we nig Freude an dem Amte gehabt; jetzt sehe es dort viel beffer aus, und das stille Daressalam werde bald in die Reihe der Welthäfen eintreten. Mit warmen Worten pries er u. a. die heldenhafte Tätigkeit deutscher Aerzte bei der Bekämpfung der Schlafkrankheit und anderer Epidemien, Als er geendet, nahm als zweiter sozialdemokratischer Redner der Abg. Noste das Wort, der davor warnte, Geld in koloniale Einrichtungen zu stecken. Zum Schluß der Debatte antwortete Staatssekretär von Lindequist. Man sei in erster Linie bestrebt, dem Mutterlande durch die Lieferung von Rohprodukten entgegen zu kommen. Das gelte besonders für Baumwolle und Wollschafe. Der Staatssekretär ging dann auf die einzelnen Reden der Abgeordneten ein und sagte überall Prüfung und möglichste Berücksichtigung zu. Der Etat für das Reichskolonialamt war damit erledigt. Am Freitag stehen die Etats der einzelnen Kolo= nien zur Beratung. Die Kaiserbegegnung in Wien. einer bisher noch nicht festgestellten Periode. Ein großer Teil der Skelette zerfiel an der Luft zu Staub. Der berüchtigte Ein- und Ausbrecher Räuberhaupt mann Stratmann, auf dessen Ergreifung die Essener Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 1500 Mark ausgesetzt hatte, wurde Donnerstag nachmittag in Oberhausen festgenommen. Stratmann, dem eine Reihe schwerer Einbruchsdiebstähle zur Last gelegt werden, ist mehrfach aus Frrenanstalten ausgebrochen und hat noch eine Zuchthausstrafe von 13 Jahren zu verbüßen. Auch bringt man thn in Zusammenhang mit dem vor einigen Wochen erfolgten Ueberfall auf den Transport von 96 000 Mark Lohngeldern des königlichen Bergfiskus bei Gladbeck. Zu dem Stichwahlergebnis in Gießen- Nidda nimmt auch die parteiamtliche„ Nationallib. Korr." das Wort, indem sie schreibt:„ Die Stichwahl hat das erfreuliche Ergebnis gezeitigt, daß das Mandat vor dem Uebergang in sozialdemokratische Hände bewahrt bleibt, womit der Zweck der von der nationalliberalen Wahlkreisorganisation ausgegebenen Parole erfüllt ist. Daß diese sozialdemokratische Niederlage nur durch die Unterstützung und den Sieg des antisemitischen Kandidaten, noch dazu eines Kandidaten von den persönlichen Qualitäten des nunmehrigen Reichstagsabgordneten Dr. Werner erreicht werden konnte, bleibt gewiß schmerzlich und bedauerlich. Es konnte und durfte aber die Persönlichkeit des bürgerlichen Mandatbewerbers die Gießener Wählerschaft nicht abhalten, im Interesse der bürgerlichen Solidarität gegen die Sozialdemokratie selbst dieses schwere Opfer zu bringen." Auf der Reise nach Korfu, wohin Katser Wilhelm eilt, nm Erholung zu suchen, nach einem Winter der stärkften politischen Arbeit, hat er es sich nicht nehmen lassen, einen Tag in Wien zu verweilen, um seinem Verbündeten und Freunde wieder einmal persönlich die Gefühle auszudrücken, die ihn und das deutsche Volk gegenüber Defterreich- Ungarn und seinem Herrscher beseelen. Der heutige Tag ist dieser Begegnung gewidmet, die der politischen Welt beweisen soll, daß das alte Verhältnis zwischen den beiden Reichen und seinen Monarchen in ungetrübter Herzlichkett und Treue besteht. Freilich ein äußerer Beweis dafür tut nicht not. Auch der mißtrauischste Polttiker kann an dem Busammengehen Deutschlands und seines Verbündeten in 24) Das Familiengeheimnis. Roman von L. Walter. Erfolgen g Rady mann lehrten, die den, eine and Galse) In die bish Beritändigi unwahrsche durch Erof war mit Forscher da Befteine zu ter und zw Hefen Fäll fuche wurd In Hannov dazu über, wei ganz berg" und brahtlose pielleicht be Die Verstän fudje ergab tracht fomn Me Ueberr ben beiden Deutschlan Entfernung fungen wa eine viel m pinzu, daß bert Meter Eine heftige Explosion ereignete sich Donnerstag früh in der chemischen Fabrik in Mombach bei Mainz. Der Destillationskessel für Holzgeist flog dabei in die Luft. Die Detonation war so heftig, daß der Fabrikraum dieser Abteilung nahezu zerstört wurde. Der Matertalschaden soll fich auf etwa 100 000 Mart belaufen. Ein Verlust von Menschenleben ist nicht zu beklagen. Der Termin der Reichstagswahlen. Wie die Deutsche Tageszeitung" angeblich zuverlässig hört, ist für die allgemeinen Reichstagswahlen ein Termin in dem letzten Drittel des Januar 1912 in Aussicht genommen. ( Nachdruck verboten.) " Bald, bald; jetzt habe ich nur noch Vermutungen. Die leiseste Gemißheit teile ich Ihnen mit." Eine verhängnisvolle Explosion im Schulgebände eretgnete sich in Grabow im Bezirk Merseburg. Der 10jährige Schulknabe Schulze hatte eine Dynamitsprengkapsel gefunden und stocherte während der Pause im Schulzimmer mit dem Schieferstift in der Kapsel herum. Plötzlich erfolgte eine Explosion. Dem Knaben wurde die rechte Hand weggerissen, die linke schwer verletzt. 3wet weitere Schulkinder wurden an Gesicht und Händen verletzt, die übrigen blieben unversehrt. Die Ueberfüllung der Universitäten. Wiederum zeigen die Ergebnisse der letzten Immatrikulationen an den deutschen Universitäten eine starke Zunahme der Studierenden. Es sind an den deutschen Hochschulen im Wintersemester 1910/11 immatrifuliert 54,822 Studierende gegen 52,407 im Wintersemester 1909/10. Das ergibt eine Zunahme von 4,6% zu einer Zeit, wo die Bevölkerung um durch= schnittlich 1,4% zugenommen hat. Der erste Termin in der Prozeßangelegenheit war vorüber. Der Advokat hatte am Morgen die Nachricht davon gebracht. Darauf hatte der Kampf begonnen. Kurz vor drei Uhr verließ Horn heimlich die Kasse. Als er den Hausflur betrat, fam ihm Selma entgegen; sie grüßte freundlich und verließ das Haus. Den eigenen Vater ermordet. In Moskau hat der achtzehnjährige Sohn eines reichen Restaurafeurs eines Familtenzwistes wegen seinen Vater im Schlaf ermordet. Der Mörder tst geflüchtet. Die Bevölkerung Ungarns samt Kroatien und Slavonien beträgt 20 850 700, gegen 19 254 700 im Jahre 1900. Die natürliche Zunahme der Bevölkerung in Ungarn beträgt für das Jahrzehnt nur 8,3 Prozent gegen 10,3 in der vorangegangenen Dekade. In den letzten zehn Jahren find etwa 900 000 Personen ausgewandert. „ Es ist richtig!" dachte der Alte.„ Heute werde ich wohl Gewißheit erlangen." Kleine Dadridten. Eine Frau, die über 110 Jahre alt ist, lebt in Woytin a. d. Nezze. Sie verfügt noch über ein sehr gutes Seh- und Hörvermögen. Von ihren 20 Kindern leben nur noch die betden jüngsten. Aus den Gerichtssälen. Schwere Strafe für einen Brunnenvergifter. Das Schwurgericht Augsburg hat den Bauern Rottanger in Tötting, der seinem in tödlicher Feindschaft mit ihm lebenden Nachbarn den Brunnen mit einem Tierkadaver vergiftet hatte, zu vier Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust und den Sohn des Bauern wegen Beihilfe zu 1½ Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt. Die ganze neunföpfige Familie des Nachbarn war an dem vergifteten Wasser schwer erkrankt. Der medizi nische Sachverständige erklärte, die Brunnenvergiftung sei derartig gewesen, daß sie sehr wohl den Tod eines Menschen hätte herbeiführen können. Die ersten Kiebigeier sind am Donnerstag in Berlin eingetroffen. Doch standen dem städtischen Verkaufsvermittler in der Zentralmarkthalle nur 26 Stück zur Verfügung. Es wurden für das Stück 1,95 Mark erzielt. Eine Ballonlandung auf den Eisenbahnschienen. Ein in der Nähe der Blockstation Sachsenwald bet Hamburg gelandeter Freiballon aus Hamburg geriet in große Gefahr, da er in dem Augenblick auf dem Gleise der Berlin- Hamburger Bahn niederging, als der Schnellzug von Berlin heranbrauste. Nur durch die Aufmerksamkeit des Blockwärters fonnte der Schnellzug kurz vor der Landungsstelle zum Stehen gebracht werden. Er ging in den Hof, wo Fässer und Kisten aufgespeichert lagen. Die Arbeiter waren in den Magazinen beschäftigt. Eine große Säule trug das Vordach, das zum Schuße der Waren diente. Das Pflaster am Fuße der Solzsäule war locker; hier hatte Horn einigemal den Kommis Schwarz gesehen, wie er sich geneigt und unter dem Steine einen kleinen Gegenstand hervorgeholt hatte. Schwarz war überhaupt seit einiger Zeit der Gegenstand der Beobachtung des Greises gewesen. Horn sah um sich; es war kein Arbeiter im Hofe. Rasch neigte er sich, griff unter den Stein und holte ein kleines Papier hervor, auf dem die Worte standen:" Heute abend neun Uhr in der Laube unseres Gartens." Nachdem er den Inhalt gelesen, legte er das Papier unter den Stein zurück. Alles war in einer halben Minute geschehen. Teure Liebesaffären. In ein eigenartiges Milieu führte eine Verhandlung, die gestern vor der 4. Straftammer des Landgerichts I Berlin stattfand. Unter der Anklage der Expressung hatten sich der Privatdetektiv Strölau und ein Fräulein Kaiser zu verantworten. Die Vorgeschichte des Prozesses ist folgende: Ein Berliner Generalkonsul, der sich in sehr guten Vermögensverhältnissen befindet, hatte in einem vornehmen Lokal ein Ehepaar Groß kennen gelernt, das aus Desterreich stammte. Frau Groß war eine blendende Schönheit, zu deren Füßen bald eine ganze Anzahl von Mitgliedern der Hochfinanz, darunter in erster Linie der Generalkonsul lagen. Die Frau Groß bewilligte dem verliebten Seladon bald ein Rendezvous in ihrer Wohnung. Als sich der Generalkonsul zu dem Schäferstündchen eingefunden hatte, wurde er von dem Ehemann überrascht, der ihn stark verprügelte und ihn zwang, einen Wechsel über 15 000 Mark auszustellen. Der Wechsel wurde am nächsten Tage dem Generalkonsul präsentiert und von diesem prompt eingelöst. In der Folgezeit soll das Ehepaar von diesem Manne noch weitere 17 000 Mark erpreßt haben. Auch einem anderen reichen Mitglied der Berliner Gesellschaft wurden beträchtliche Summen abgenommen, worauf das betriebsame Ehepaar mit einem Reinerlös von über 100 000 Mart ins Ausland verschwand. Die Angeklagte Kaiser hatte von dem Abenteuer des Generalkonsuls Wind bekommen und nutzte ihre Kenntnisse aus, um von ihm 5000 Mark Schweigegeld zu erhalten. Schließlich tauchte auch noch der Privatdetektiv Strölau auf dem Plane auf, der ebenfalls er= hebliche Beträge von dem Generalkonsul auf Grund seiner Kenntnis der Geschichte herausgeholt haben soll. Das Gericht verurteilte die Angeklagte Kaiser zu zwei Jahren und drei Tagen Gefängnis. Gegen den Angeklagten Strölau erkannte das Gericht auf ein Jahr Gefängnis. Eine Totenstadt auf Sizilien. In der Nähe des sizilianischen Dorfes Spaccaforno wurde bei Ausführung von Erdarbeiten eine ausgedehnte Totenstadt entdeckt. Die zahl= reichen Gräber, die groß und rechteckig sind, stammen aus ,, Das wäre etwas!" dachte Horn. Es ist doch gut, wenn man die Augen stets offen hält. Selma fommt aus dem Hofe und Schwarz wird bald dorthin gehen. Es wird Rich wohl bald zeigen, ob meine Annahme richtig ist." Und es war richtig. Kaum hatte Horn die Kasse betreten, als die Komptoiruhr drei schlug. Er beobachtete burch die Glastür... fünf Minuten später hatte Schwarz fein Arbeitspult verlassen. Er ist bei der Säule!" dachte der Greis.„ Selmas Papier liegt unter dem Stein." Wiederum verflossen fünf Minuten und Schwarz fam zurück. Unbefangen griff er zur Feder und arbeitete. Diese Wahrnehmungen behielt der Kassierer für sich. Abends Sieben Uhr verließ er wie gewöhnlich das Komptoir. Nachdem er in seiner Wohnung ein einfaches Nachtessen einge= nommen, griff er zu Hut und Stock, sagte seiner Frau, daß er einen Spaziergang unternehme und schritt langsam zum Tore hinaus. Der Abend war sehr dunkel; der Himmel drohte mit Regen. Trotzdem war es mild und warm, und kein Lufthauch machte sich bemerkbar. In den Promenaden zeigten sich nur wenige Leute, die rasch vorbeihuschten. Nur der alte Kassierer ging langsam, die Hände auf den Rücken gelegt, zwischen den Bäumen hin, ihn fümmerte weder die Dunkelheit des Abends, noch der drohende Regen. Die Uhren in der Stadt schlugen. Dreiviertel auf neun!" murmelte Horn.„ Nun ist es Zeit!" Er verließ die Promenade und schlug eine Gasse ein, die von hohen Hecken gebildet ward. Der Alte kannte die Dertlichkeit; sicher, aber vorsichtig schritt er weiter, bis er eine Mauer erreichte, in der sich eine Tür befand. An dieser Tür schlich er vorüber. Zwei Minuten später erreichte er ein Pförtchen, das er mit einem Schlüssel öffnete. Er befand sich in dem großen Garten Hallings. ,, Hier haben einst glückliche Menschen verkehrt!" dachte er seufzend. ,, Ach, wie furchtbar haben sich die Zeiten geändert! Bäume und Sträucher sind noch dieselben; aber die Menschen, die Menschen!" Wissenschaft, Kunst und Literatur. Drahtlos durch die Erde. Die deutsche Wissenschaft hat einen neuen Triumph zu verzeichnen: Zwei deutsche Gelehrte, Dr. Gotthelf Leimbach und Dr. Löwy, haben sett längerer Zeit Versuche mit der Lettung drahtloser Telegraphie durch die feste Erde gemacht, und sind dabei zu den Er ging leise weiter. An der Lindenlaube, die in der Mitte des Gartens lag, ließ er sich auf dem Boden nieder, um eine Stellung einzunehmen, die ihm erlaubte, lange auszuharren. Kaum hatte der alte Mann sich eingerichtet, als er das Rauschen eines Frauenkleides hörte. ,, Selma fommt!" dachte Horn. Es war Selma: sie betrat rasch die dunkle Laube, an deren Blütenwand der lauschende Kassierer mit dem Rücken lehnte. Drei Minuten später ließen sich die raschen Schritte eines Mannes hören. Sugo!" rief leise die Stimme einer Frau.. " Selma!" In diesem Augenblick schlug es neun „ Die Ungeduld, mit Dir zu sprechen, verzehrt mich. Ich glaubte schon, Du hättest mein Briefchen nicht ge= funden." Bränd am Mittw der Prinze blumentag wie durch mal Brand bas fanelle eine Ausb veranstalte einswaijen Ueber ,, Sei überzeugt, daß ich jeden Tag nach dem Piede stale der Säule sehe... drei Tage forschte ich vergebens." " Aha", dachte Horn,„ meine Ahnung hat mich nicht getäuscht. Ein Liebespaar... es wird wohl alles in Erfüllung gehen." „ Die Liebenden mußten sich zärtlich begrüßen, denn erst nach einer Minute sagte Selma: „ Ich hielt die äußerste Vorsicht für geboten, da man mich, wie ich glaube, scharf beobachtet. Wir müssen eine andere Art des Briefwechsels einführen... auch Dich könnte man einmal überraschen. Doch, wir sprechen spä ter darüber...jetzt muß ich einen anderen Punkt berühren..." Wie steht die Prozeßangelegenheit?" fragte rasch der Kommis. aus Londo girta 20 ein Landh Deutscher geheiratet an der Hin Sofort zur Frau Bern gend. Im Meinem Neffen ist die Klage zugestellt, der Prozeß hat also begonnen. Der Advokat, dem ich die Vermutung ausgesprochen, mein Bruder könne das Kapital, das ich fordere, in sein Geheimbuch eingetragen haben, meinte, es täme alles auf den Ausweis dieses Buches an. Daß man die Vorlage des Geheimbuches verweigert, habe ich Dir schon gesagt. Hugo, Du hast also wirklich die Notiz auf das letzte Blatt geschrieben?" Gewiß!" versicherte der Kommis. Wenn man nun entdeckt, daß die Handschrift nicht die meines Bruders ist?" Fortsetzung folat.) mit durchsc Im Kopf. ber bereits gewesen wa Hg und we Jahen ihn Mit den e Am Abend legramm t nahmte. Unmen ClermontSöhne der Sause geja ten sich nic geben, als Borfall hat chaft zur hungen geg her ist es d Anstrengun Saus einzu Kontro ern so vi hat in ihre bazu bestim lifum 34 eingerichtet figfeit fozu erst in 2 für das 2 nehmer un den sich die önnen, ob Jamfeit unt Denn in 2 Den, es str nehmern u Pariser P Beamten g önnen; m Das Telep Die Beltstellung biginalrate Im Jahre 1956 Frau Miterstiaffe vor fünf tungsfat mit bem nehmen. 2 is 15 Ja Mörder fa uf nahez not b Beim well as Borja Ausführun Belbstmord ritanten, perettet. Derechnet) uf bas me Retventran Brauen Bft Albeten ervorragen Rofc." aus Die ve rig gefa nen Ring rug und g diten etne bliger Somud su großer crhaupt Effener ausge erhausen er Gin ach aus chthaus man ihn erfolgten geldern Cag früh 3. Der ft. Die jer Ab Sen foll n Men me ereig Ofährige gefun ner mit ich er te Hand Schul übrigen Der acht es Fa et. Der Wontin eh- und och die . Das ger in leben er verJahren Silfe zu berut n war medizi ung fei Men Milieu Straf ter der Detektiv 1. Die er GeItnissen Ehepaar Frau En bald nz, da e Frau Rendezisul zu on dem nd ihn 1. Der ul prä Folge weitere reichen ichtliche Chepaar s Auson dem nugte weige er Pri alls erfeiner Das Ge ren und Strölau 1. haft hat che Ge en Seit r Telezu den Rüden Schritte un.. zt mich. icht ge= Piede ebens." ch nicht Erfolgen gelangt, die das größte Aufsehen erregen dürften. Rach mannigfachen Fehlschlägen war es den beiden Ge= lehrten, die unermüdlich ihr Ziel verfolgten, endlich gelun gen, eine Verständigung durch eine Gesteinsschicht( Steine und Salze) von 10 Meter Dice zu erzielen. Somit war in die bisherigen Anschauungen eine Bresche gelegt, da eine Berständigung durch dickere Erdschichten als zehn Meter unwahrscheinlich erschien. Die nächsten Versuche fanden durch Eroschichten von zwanzig Metern Dice statt und Nun gingen die beiden awar mit gleich gutem Erfolg. Forscher dazu über, sich drahtlos durch neunzig Meter dicke Gesteine zu verständigen, dann auf zweihundertfünfzig Meter und zwar auf übereinanderliegenden Stellen. In allen diesen Fällen gab es eine klare Verständigung. Diese Versuche wurden im Kaltsalzbergwerk Hercynia in Vienenburg in Hannover unternommen. Nun gingen die Gelehrten dazu über, mit besseren Werkzeugen ausgerüstet, zwischen awet ganz verschiedenen Bergwerken, nämlich Ronnenberg" und der Gewerkschaft„ Deutschland" bet Hannover brahtlose Verbindungen herzustellen, um festzustellen, ob pielleicht bei den letzten Versuchen die möglichen Luftwege die Verständigung herbeigeführt haben könnten. Die Verfuche ergaben indessen, daß die Luftwege gar nicht in Be tracht kommen konnten. Im Monat Januar gab es dann Die Ueberraschung, daß die drahtlose Telegraphte zwischen den beiden verschiedenen Bergwerken Ronnenberg" und Deutschland" durchaus klar hergestellt werden konnte. Die Entfernung betrug 2000 Meter, und die Empfangswir fungen waren so fräftig, daß nach allgemeiner Ansicht noch eine viel weitere Verständigung zu erzielen ist. Es tommt Hinzu, daß die Verständigung in einer Tiefe von fünfhunbert Metern unter der Erde erzielt worden ist. Vermischtes. Brände auf dem Kieler Wohltätigkeitsbasar. Auf dem am Mittwoch von der Kaiserin und von dem Prinzen und der Prinzessin August Wilhelm besuchten, mit dem Kornblumentag verbundenen großen Wohltätigkeitsbasar sind, wie durch amtliche Untersuchungen festgestellt wurde, zweimal Brandstiftungsversuche unternommen worden. Durch bas schnelle Einschreiten der Feuersicherheitswache wurde eine Ausbreitung der Brände verhindert. Der in Kiel veranstaltete Kornblumentag zum Besten der Kriegervereinswaisentasse brachte einen Reingewinn von 80 000 M. Ueber die Ermordung eines deutschen Ehepaares wird aus London gemeldet: In der Nähe von Ashford liegt die zirka 20 Ader große Besizung Pluckley Grange, auf der ein Landhaus steht. Seit drei Jahren wohnte dort ein Deutscher namens Ludwig Berndt, der eine Engländerin geheiratet hatte. Am Mittwochmorgen fand der Postbote an der Hintertür einen Zettel, auf dem die Worte standen: Sofort zur Polizei schiden!" Im Schlafzimmer fand man Frau Berndt mit durchschossenem Kopf tot im Bett Ite= gend. Im Keller lag Berndt selbst in der Abwaschküche mit durchschnittener Kehle und einer tiefen Schußwunde Im Kopf. Am Dienstagabend wurde ein Mann gesehen, ber bereits vor einem Jahre bei den Berndts zu Besuch gewesen war. Er war der englischen Sprache nicht mächHg und war anscheinend ein Deutscher. Noch spät abends lahen ihn die Nachbarn auf dem Grundstück herumgehen. Mit dem ersten Frühzuge fuhr der Fremde nach London. Am Abend tam aus London ein an Berndt gerichtetes Telegramm in deutscher Sprache, das die Polizei beschlagnahmte. Unmenschliche Söhne. Jm Dorfe Bois- Séjour bet Clermont- Ferrant haben die beiden 18 und 22 Jahre alten Söhne der Famille Morange thre greisen Eltern aus dem Sause gejagt. Sie verbarrikadlerten das Haus und scheufen sich nicht, Flintenschüsse auf Vater und Mutter abzugeben, als sie in das Haus einzubringen versuchten. Der Borfall hatte eine Ansammlung der gesamten Einwohners schaft zur Folge, die ihrer Empörung durch laute Drohungen gegen die jugendlichen Unholde Ausdruck gab. Bisher ist es der Polizei und der Gendarmerie trotz vereinter Anstrengung nicht gelungen, das fest verbarrikadierte Haus einzunehmen. Kontrollierte Telephongespräche. Die von den Parifern so viel geschmähte französische Telephonverwaltung hat in ihrem Betriebe nun eine Neuerung eingeführt, die bazu bestimmt ist, den Verkehr der Beamten mit dem Publifum zu überwachen. Man hat auf dem Telephonamt für das Aufsichtspersonal sogenannte„ Mithörapparate" eingerichtet; bisher konnten die Aufsichtsbeamten ihre Tätigkeit sozusagen nur platonisch ausüben, sie traten immer erst in Wirksamkeit, wenn ein Streitfall zwischen Teilnehmer und Telephonfräulein ausgebrochen war; nun werden sich die Kontrolleure durch Mithören davon überzeugen önnen, ob die Telephondamen es an der nötigen Aufmerkfamkeit und Höflichkeit gegen die Abonnenten fehlen lassen, denn in Paris sind Differenzen zwischen Fernsprechteilnehmern und Telephondamen an der Tagesordnung. Das Pariser Publikum ist mit der Neuerung nicht einverstanben, es sträubt sich gegen den Gedanken, daß die Aufsichtsbeamten ganze Gespräche mit anhören und kontrollieren önnen; man sträubt sich gegen diese„ Zensur" und will Das Telephongeheimnis gewahrt wissen. Die Zahl der Selbstmorde in Preußen hat nach den Feststellungen des Medizinalstatistikers Reg.- und Geh. MeDizinalrates Behla wiederum zugenommen. Danach haben Im Jahre 1909 nicht weniger als 8422 Personen( davon 1956 Frauen) Selbstmord verübt, von 100 000 also 21,6 ( vor fünf Jahren 20,7) Personen. Abgesehen von der ltersklasse von 25-80 Jahren, findet der alte Erfahtungssatz wieder seine Bestätigung, daß die Selbstmorde mit dem fortschreitenden Alter in der Bevölkerung zunehmen. Während auf 100 000 in der Altersklasse von 10 bis 15 Jahren 1,7, von 15-20 Jahren schon 16,9 Selbstmörder tamen, stieg diese Bahl wieder fast tonstant bis auf nahezu 60( Altersstufe 50-60 Jahre) und bewegte ich noch bet ben 70- und 80jährigen zwischen 56 und 54. Beim weiblichen Geschlecht ist die Selbstmordziffer gegen bas Borjahr von 38,6 auf 9,9 herabgegangen. Was die Ausführung des Selbstmordes betrifft, so haben von 200 Selbstmördern 94 threm Leben durch Erhängen, 40 durch rtränken, 25 burd) Gift und 23 durch Erschießen ein Ende ereitet. Als Beweggrund wurde( auf 100 Selbstmörder Berechnet) in E8 Fällen Getstestranthelt festgestellt, wobei uf das weibliche Geschlecht 37 Fälle entstelen. Auch wegen Rerventrantheit, Getstesschwäche und Leidenschaften legten Frauen öfter Band an sich als Männer. Bei den letzteren Aldeten Lebensüberdruß, Alkoholismus, Kummer usw. ervorragende Beweggründe zum Selbstmord. in Er n, denn da man en eine ch Dich en spä ntt be Casch ber Prozeß mutung das ich inte, es aß man ich Dir ottz auf nicht bie Die verfannten Milchzähne. Man schreibt der„ Tgl. Rbfch." aus Seidelberg: Eine Dame hatte sich von den sorgaltig gesammelten Milchzähnchen ihrer beiden Töchter nen Ring anfertigen lassen, den sie mit großer Vorliebe rug und gern zeigte. Eines Tages hatte sie unter thren aften einen angehenden Naturforscher eingeladen, der in blicher Weise aufgefordert wurde, den merkwürdigen Bahmud zu bewundern, mit der weiteren Verpflichtung zu erraten, von welcher Art die weißen glanzenden Steinchen wären. Der junge Wissenschaftler besah sich den Ring auf das genaueste, um daraufhin mit aller Bestimmtheit au erklären, daß es seiner Meinung nach fleine Affenzähne wären! Die Gastgeberin soll den Gelehrten niemals wieder zu Tisch gebeten haben. Die Revolte der weisen Franen. Aus Wien wird den ,, M. N. N." geschrieben: Die Volkszählung 1910 hat uns um eine traurige Erkenntnis bereichert. Die Zahl der Geburten in Desterreich- Ungarn geht langsam, aber sicher zurück. Aber nicht der Rekruten heischende Staat fümmert sich als erster um diese„ passive Resistenz" der Staatsbürs ger, die gefährlicher ist als die neulich erst überstandene passive Resistenz der Staatsbeamten; nicht die Nationalökonomen sind es, die zuerst thre warnende Stimme er heben; nicht die beschämten Väter und Mütter haben das Wort zu ihrer Rechtfertigung ergriffen. Die weisen Frauen von Wien waren es, die zuerst den Schrei nach dem Kinde ausstießen. In einer Bersammlung der Hebammen haben blese würdigen Damen die Abnahme des Kindersegens auf das allerschärfste getadelt. Freilich, sie empörten sich, wie sich der Glasermeister empört, dem es zu wenig hagelt, oder wie der Totengräber, dem zu wenig Menschen sterben: weit das Geschäft darunter leidet. Ste beschwerten sich über die finderlosen Ehepaare, wie man sich über ungetreue Kunden beschwert, und sie taten, was alle die Wiener fleinen Geschäftsleute tun, denen es schlecht geht ste verlangten von der Regierung Hilfe für das notleidende Kleingewerbe. Sie verstiegen sich zwar nicht bis zu der Forderung nach einer gesetzlichen Festlegung der Verpflich tung, Vater und Mutter zu werden, aber thre Wünsche reichten immerhin weit genug: Die Zahl der Hebammen soll, so meinen sie, auf eine dem Lokalbedarf entsprechende Ziffer beschränkt werden. Schließlich aber und selbstverstnädlich verlangten sie die Schaffung eines Tarifs für ihr Gewerbe. Und um den Ernst der Lage gebührend zu fennzeichnen, drohten sie die Erfüllung ihrer Forderungen tm Notfall selbst durch einen Streit zu erzwingen. - Zunahme der Kriminalität in Japan. Die Kriminalfälle in Japan haben in letzter Zeit eine erschreckende Zunahme aufzuweisen. Im Jahre 1905 befanden sich in den japanschen Gefängnissen ungefähr 53 000 Personen; diese Ziffer steigerte sich im Jahre 1906 auf 53 986 und stieg bis März 1909, nachdem ste 1907 um 256 gefallen war, auf 60 680. Jm März 1910 hatte sie die erschreckende Höhe von 73 300 erreicht. Das bedeutet in vier Jahren eine Zunahme von etwa 40 Prozent. Bei der Untersuchung der Ursache dieser Zunahme gibt die japanische Presse nicht einer Demoralisierung der Bevölkerung die Schuld, sondern den sozialen Verhältnissen. Im Gegensatz zu anderen Ländern haben sich in Japan nach dem letzten Kriege die Verhältnisse, anstatt zu bessern, verschlechtert. Der Unterschied zwischen arm und reich ist, wie die Deutsche Kolonialzeitung schreibt, allzu scharf ausgeprägt. Die hieraus erwachsende Unzufriedenheit im Volte schafft Oppositionsmänner, dte Japan bisher noch nicht kannte. Die Preise für alle Bedürfnisse des täglichen Lebens haben eine ungeheure Erhöhung erfahren, unter deren Last gerade der fleine Mann und der Geschäftstreibende zu leiden haben. Die Steuern sind um 40 bis 50 Prozent gestiegen, und die nötigsten Lebensmittel haben eine Preiserhöhung von 50 bis 100 Prozent erfahren, so z. B. ist das Salz von 2 auf 5 Yen, brauner Zucker von 7 auf 11 Yen gestiegen. Aehnlich soll es sich mit den anderen Volksnahrungsmitteln, wie Fleisch, Rets usw. verhalten. Wenn die Regierung nicht dafür sorgt, daß die Lebensbedingungen für die breiten Massen des Volkes besser werden, wird Japan schweren Beiten entgegengehen. Grob. Bankdirektor:„ Aber, Meister, dieser Schreibtisch ist doch gar zu leicht gearbeitet, wie lange soll denn der Halten?"- Tischler:„ Der hält viel länger als Ihre Bank!" Vom Laufburschen zum ,, Silberfönig“. In Neuyork starb jüngst, wie wir berichteten, David Moffatt, der unter dem Namen des Silberkönigs" bekannte Multimillionär, im Alter von 72 Jahren. Sein Lebensgang entrollt das typische Bild der echt amerikanischen Karriere, die den Laufburschen von ehedem in raschem Aufstieg zu der die Finanzwelt beherrschenden Höhe des Großindustriellen hinaufführte. Gab es doch eine Bett, in der Moffatt nicht weniger als 100 Silberminen sein Eigen nannte. Um ein Haar wäre er eines Tage dem Attentat eines anarchistischen Minenarbeiters zum Opfer gefallen, und einige Jahre später war seine Bank in Denver der Schauplatz etnes sensationellen Ueberfalls, bei dem den Bankräubern etne Beute von einer Million Mark in die Hände ftel. Und nicht geringeres Aufsehen wie dieser Millionenraub erregte vor Jahren die Idee des Sonderlings, sich in Begleitung des Portters und eines Zimmermädchens eines Neuyorker Hotels auf eine Reise durch Europa zu begeben, die den vielbeneideten Gästen des freigebigen Millionärs nicht einen Pfennig kostete. Moffat, der im Jahre 1839 in der Nähe von Neuyork das Licht der Welt erblickt hatte, begann, wie gesagt, seine Laufbahn als Messengerboy und fand später im Staate Jowa eine kleine Stellung in einem Bankgeschchäft. Hier machte er die Bekanntschaft eines reichen Herrn aus Nebraska, der an dem 17jährigen Jüngling Gefallen fand und ihn zu seinem Kassierer machte. Nach dem Tode seines Wohltäters ging der 20jährige mit einem Gefährten und sechs Mauleseln nach dem goldenen Westen! Die betden Piontere versuchten sich hier zunächst als Kolportagebuchhändler und breiteten thren Handel später auch auf Lebensmittel aus. Die Santerung einer dem Zusam= menbruch nahen kalifornischen Bank, zu beren Leitung man Moffatt berief, wurde dann im Jahre 1867 der Ausgangspunkt der Entwickelung zur finanziellen Großmachtstellung. Er baute Bahnen, betätigte sich in der Terrainspekulation und galt mit 40 Jahren bereits als 20facher Millionär. Dann wandte er sich als Spezialgebiet der Ausbeutung von Silberminen mit einem Erfolge zu, der ihm bald den bis zum Tode behaupteten Titel des amerikanischen„ Silbertönigs" eintrug. Als bedeutendste seiner vielen großzügigen Unternehmungen bezeichnete Moffatt selbst die direkte Bahnlinie, die Denver mit Salt Lake City verbindet. Auf ben Einwand der mit der Trafsierung beauftragten Feldnieffer, daß die gewünschte gradlinige Verbindung angefichts der Schwierigkett des Terrains undurchführbar set, erwiderte Moffat kurz und bündig: Führen Sie sie gerade über die Berge weg!" Die Bahn freuzt demzufolge den Great Dtvtbt" in etner Höhe von 12 000 Fuß über dem Meeresspiegel, führt über die Höhenlinie des ewigen Schnees hinweg, erreicht ein 1000 Fuß höheres Niveau als irgendeine andere Bahn des Kontinents und spart infolge der kühnen Lintenführung zehn Stunden an der Fahrzeit. Moffatt widmete sich ausschließlich dem Geschäft und hatte insbesondere für die Politik nicht viel übrig. Als man ihm einmal die Würde des Senators antrug, lehnte er höflich aber entschieden mit den Worten ab, daß er sich mit Dingen zu beschäfttgen habe, die viel wichtiger seien als die Poltttt. Der Silberkönig hinterläßt ein Vermögen, das auf eine Viertelmilliarde Mark geschätzt wird, und das fetner Witwe und seiner in Paris verheirateten Tochter zufällt. Drabtnachrichten und neuestes. Das Kaiserpaar in Wien. Wien, 24. März. Das deutsche Kaiserpaar mit der Prinzessin Viktoria Lutse und dem Prinzen Joachim iff heute vormittag hier eingetroffen. Um 10% Uhr lief der Sofzug auf dem Hauptbahnhof ein. Kaiser Franz Josef in der Uniform eines deutschen Feldmarschalls war zum Empfang anwesend. Die Begrüßung der beiden Majestäten war eine außerordentlich herzliche. Nachdem Kaiser Franz Josef die Kaiserin und die Prinzessin begrüßt hatte, stellte thm Kaiser Wilhelm den Prinzen Joachim vor. Sodann verblieben die höchsten Herrschaften einige Zeit im Fürstenfalon des Wartesaals und bestiegen dann den Sonderzug, um die Fahrt nach Penzing fortzusetzen. Das Publikum bereitete den Majestäten herzliche Ovationen. Auf dem Benzinger Bahnhof hatten sich die Mitglieder des katser Itchen Hauses eingefunden, ferner die Spitzen der Zivilund Militärbehörden, die Herren der deutschen Botschaft usw. Die Presse begrüßt das Eintreffen des deutschen Kat ferpaares in herzlicher Weise. Die ruffische Ministerkrisis. Petersburg, 24. März. Wie es jetzt heißt, dauert die Krists noch an. Stolypin ist zwar vom Kaiser empfangen worden, hat fein Abschiedsgesuch aber nicht zurücgenom men. Andererseits hat der Kaiser den erbetenen Abschied nicht gewährt. Tod eines bekannten Gelehrten. Berlin, 24. März. Jm 71. Lebensjahre ist der Unts versitätsprofeffor Kekulé von Stradonit, der bekannte Archäologe und Heraldiker, gestorben. Versteigerung seltener Porzellanwaren. Berlin, 24. März. In einer Altertumshandlung kam gestern ein flacher Teller aus Siena zur Versteigerung. Bel einem Angebot von 10 000 Mark stieg der Teller bald auf 80 000 und 40 000 Mart, bis schließlich ein Londoner Kunsthändler mit 41 000 Mark Steger blieb. Ein fast beispiel Toser Betrag wurde für einen Kristallpokal bezahlt. Es war italienische Arbeit des 16. Jahrhunderts mit reichem figürlichem Schmuck versehen. Wieder war es der Londoner Kunsthändler, der mit dem Höchstgebot von 71000 Mark den Pokal erwarb. Telegraphie vom Luftballon aus. Frankfurt a. M., 24. März. Dret Ballons des Frankfurter Vereins für Luftschiffahrt sind gestern vormittag von Griesheim aufgefttegen, um Versuche mit drahtloser Telegraphie anzustellen. Zwei der Ballons waren mit Wasserstoffgas, der dritte mit Leuchtgas gefüllt. Die Versuche erfolgten mit den Telefunkenstationen Göttingen, Karlsruhe, Darmstadt und Frankfurt. Von den drei Ballons sind zwei in der Nähe von Coblenz, der dritte in der Gegend von Ems gelandet. Die Versuche sind, wie man der Frkf. 3tg. telegraphisch meldet, geglückt. Mit drei Stationen fonnte man sich verständigen. Die Versuche sollen demnächst wiederholt werden. Folgenschwerer Sturz aus dem Fenster. Frankfurt a. M., 24. März. Gestern nachmittag stürzte vom dritten Stock eines Hauses am Kettenhofweg ein fünfjähriger Knabe in die Tiefe. Er brach betde Oberfchenkel und wurde bewußtlos ins Hospital geschafft. Beraubung eines Opferfaftens. Bamberg, 24. März. In Bischberg versuchten Diebe den an der Tür der dortigen Kapelle befestigten Opferkasten abzubrechen. Da ihnen dies nicht gelang, hoben sie die Tür aus und schleppten sie ins Feld, wo sie den Opferfasten er brachen. Drohender Streik in den Zeppelin- Werken. Friedrichshafen, 24. März. Auf den Zeppelin- Werken droht ein Streit der gesamten Arbeiterschaft. Schon seit längerer Zeit streben die Arbeiter der Luftschiffwerft eine Besserung ihrer Lohnverhältnisse an. Sie verlangen u. a. eine Lohnerhöhung für die oft vorkommenden Ueberstunden. In einer vorgestern abgehaltenen Versammlung beschlossen die Arbeiter, ihre Kündigung einzureichen. Wenn nicht noch eine Einigung zwischen der Direktion und den Arbeitern zustande kommt, werden die Arbeiter, da sie nur eine dreitägige Kündigungsfrist haben, am Sonnabend in den Streit treten. Wann unter diesen Umständen die Probefahrten des Ersatz Deutschland" stattfinden können, die für Ende dieses Monats geplant waren, ist nicht abzusehen. Eine ganze Familie bei einem Brande umgekommen. Lille, 24. März. In einem Gebäude, in dem sich etn Kinematographentheater befand, brach Feuer aus, das sich schnell ausbreitete. Eine im zweiten Stock wohnende fünfköpfige Familie fand den Erstickungstod. Standrechtlich erschossen. Nenyork, 24. März. Wie aus San Antonio ge= meldet wird, sind vier Amerikaner wegen Teilnahme an den merikanischen Unruhen standrechtlich erschossen worden. Berliner Getreide- und Schlachtviehmarktbericht. Am Berliner Marfte war eine zeitweilige Befestigung bemerkbar, namentlich für Weizen. Schließlich wurde die Tendenz für dieses Getreide unter dem Eindruck matteren Amerikas, nachlassender. argentinischer Forderungen und des warmen, schönen Wetters abgeschwächt. Die Notterungen find gegen die Vorwoche faum verändert. Roggen hielt sich im Anschluß an Weizen einige Tage auch etwas fester, dann aber machte sich die drückende Wirkung der groBen hier befindlichen Lager geltend, und die Notierungen schlossen etwas niedriger als vor 8 Tagen. Das Lieferungsgeschäft hat unter den im Verhältnis zu Mat ansehnlich billigeren Preisen für greifbaren Roggen zu leiden. Rußland bleibt verkaufslustig und hat seine Forderungen et was ermäßigt. Hafer ist aus der Provinz wentger offeriert gewesen, und dieser Umstand hat die Preise etwas anzie= hen lassen. Schließlich jedoch neigte auch für diesen Artikel die Stimmung zur Schwäche, da Ware an den Konsum nur zu billigen Preisen unterzubringen war. Mais war bei ruhigem Geschäft etwas schwächer. Am letzten Tage der Berichtswoche stellten sich die Preise für Lieferung im Mat wie folgt: Weizen 201,75 M, Roggen 155,25 M, Hafer 157,00 M, Mais 133,50 M. Preise des städtischen Schlachtviehmarktes. 1. Ochsen: a) vollfleischige ausgemästete, höchsten Schlachtwertes, un gejocht 78-83 M, 6) junge fleischige nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 75-80 M, c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 70-74 M, d) gering genährte jeden Alters bis M. 2. Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes 72-77 M, 6) vollfleischige jüngere 70-75 M, c) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 64 bis 72 M, d) gering genährte- M. 8. Färsen und Kühe: a) vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes bis M, 6) vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 67-72 M, c) ältere ausgemästete und weniger gut entwickelte jüngere Kühe 62 bts. 67 M, d) mäßig genährte Kühe und Färsen 58-66 M, e) gering genährte Kühe und Färsen bis 62 M, f) gering genährtes Jungvieh( Fresser) 60-72 M. 4. Kälber: a) Doppellender feiner Mast 111-183 M, 6) feinste Mast-( Vollm.Mast) und beste Saugkälber 103-110 M, c) mittlere Mastund gute Saugfälber 95-108 M, d) geringe Saugkälber 49 bis 82 M. 5. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere MastHammel 76-85 M, 6) ältere Masthammel, geringere Mastlämmer und gut genährte jüngere Schafe 70-76 M, c) mäßig genährte Hammel und Schafe 60-75 M. 6. Schweine: bis a) Fettschweine über 3 Zentner Lebendgewicht - M, b) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen über 2½ 3entner Lebendgewicht 56-57 M. c) vollfletschige der feineren Raffen und deren Kreuzungen bis 2% Bentner Lebendgewicht 55-57 M, b) fletschige Schwetne 58 bis 56 M, e) Sauen 52-53 M. Lichtspiele Walltorstr. Kolosseum Walltorstr. Giessen. Programm vom 25. bis 28. März 1911 1. Eine Elektroseilbahn zur Speisung der Hochöfen. Hochinteressante Aufnahme aus dem Gebiete der modernen Technik. 2. Müllers Geschenk. Eine Posse im Bilde. 3. Der ehrliche Finder. Rührendes Drama aus dem Leben. 4. Eine doppelte Entführung. Lustspiel in 12 Bildern. 5. Der Tod des Don Juan. Grosses Schauspiel nach der bekannten Oper. Reihenfolge der Bilder. Der 1) Don Juan verführt Donna Anna. Kommandeur und er duellieren sich; der Kommandeur wird getötet. 2) Don Juan begegnet Elvira. 3) Don Juan bepfiehlt Syanarello, die Statue des Kommandeurs zu Tische zu bitten. 4) Don Juan langweilt sich mit seiner Frau. 5) Der Kommandeur kommt zum Rendez- vous und nimmt Don Juan in die Unterwelt mit. Unter luxuriösester Ausstattung wird uns das vielseitige Leben Don Juans vor Augen geführt, der schliesslich doch auch den Weg zum Hades- Aufenthalt der Toten findet. Selbst hier bereitet man ihm stürmische Empfangscenen und die reichlich sammelte Weiblichkeit ist unglücklich über den Tod dieses Geliebtesten aller Geliebten. - 6. Wildfütterung. Herrliche Naturaufnahme. 7. Das ewige Märchen. Humoristisch. ver8. Der Verleumder. Sittenroman von ersten Parisern Künstlern gespielt. Farbenkinematographie. Täglich Vorstellung ununterbrochen von nachmittags 3 Uhr bis abends 11 Uhr. In einer Stadt Hessen- Nassaus Institut Boltz ist eine Ilmenau i. Thür. gut gehende Wirtschaft., Fähnr... Prim.. Einj., Abitur.-( Ex.) mit grossem, neuem Saalbau Schnell, sicher. neuer Bühne, Centralheizung etc. unler günstigen Bedingungen Pr. frei. Bzu verkaufen Patentanwalt oder zu verpachten. Offerten unt. Sack- Leipzig 20195 W. dieser Zeitung erbet. Kluge Frauen Nähmaschine, Verlangen Sie Profp. gratis Frau Palm, Wiesbaden, Karlstr. 17, Hygien Versandhaus. Nehme noch Knaben zur Vorbereitung für alle Schulen in Pension. Zurückgebliebene werden weiter befördert. Näheres brieflich. Sommerlath, Pfarrer, Geismar, bet Frankenberg. Adressenneu Fortzugshalber billig Südanlage 23, Gartenhaus. Arbeit im Hause. Prospekt fret. Karl Pornhagen, Hamburg 36. Als Saatkartoffel empfehle: Up do date, Industrie, Ells, Alma, finden liebev, diskrete Woltmann. Böhms Erfolg, Böhms Damen Aufnahme b.Frau Rückert, Sassia, Böhms Vater Rhein, Hebamme, Zdftein im Taunus. Böhms frübe Elderado, Frühe Kaiserkrone, Frühe Perle von Erfurt, Frühe Rosen, Frühe Primel. Ferner: I a deutscher RotGut in Hessen und Hessen- Nassau zu flee, Ewig Klee, Wein, Schwedenkaufen gesucht. Angebot flee, Gras- und Dickwurzsamen fotole sämtliche Gartenfämereten. Saaterbsen, Widen Linsen zu bilC. Eisfeller, Mainz. Viele Dienstmädchen! ligften Tagespreifen. Wer zu April Mai Dienstmädchen, auch vom Lande, Knechte, Köchin nen Stügen etc. sucht, verl. Prosp. gratis ,, Centralblatt" Heiligenstadt Eichsfeld( ges. gesch.) Fernruf 292. Aug. Stiebeling, W. Blar, Hermannsteinerftr Nr 10. Veikasse tinen gut erhaltenen Kinderwagen. Weylar, Silhöferstr. 18. II. Etage. Flechten 2 Gartenarbeiterinnen näss. and trockene Schuppenflechte skroph. Ekzema, Hautausschläge, offene Füsse Beinschäden, Beingeschwäre, Aderbeine, böse Finger, alte Wunden sind oft sehr hartnäckig; wer bisher vergeblich hoffte geheilt zu werden, mache noch einen Versuch mit der bestens bewährten RINO- SALBE gift- a. säurefrei. Dose Mk. 1.15 a, 2.25 Nar echt In Originalpackung weiss- grün- rot und mit Firma Rich. Schubert& Co., Weinböhla. Fälschungen weise man zurück. Wachs. Napht. je 15, Walrat 20, BenBeef., Venet. Terp., Kampferpfl., Perabalsam je 5, Eigelb 35, Chrysar. 0,5. Zu haben in den Apotheken. zum 1. April gesucht. Chirurgische Klinik, Giessen., elraten vermittelt reell Frau Wehner, Wiesbaden, Friedrichstrasse 55 I. Wer heiraten will ohne Vermittlung fende Adresse an Verlag Hellos Elberfeld. Globeline das beste Alleiniger Fabrikant Globeline Ofenglanzmittel Fritz Schulz fün Akliengesellschaft Leipzig Gibt tiefschwarzen Glanz Wahs leAuszeichnung Grand Prix Weltauss St fours die seit Jahren bewährte anerkannt beste Ofenpolitur macht Herde und eiserne Defen mühelos tiefschwarz glänzend Stäubt nicht! piertelf Abgeh ausgab jeden liegen Selters nicht Riecht nicht! Nr. Nigrin Gelege des Inner , Die Ohren reisse ich dir heraus," sagt der Meister zum Lehrjungen, wenn du mir das nächstemal die Schuhe nicht mit Gentner's ,, Nigrin" Ledercrême 99 wichsest". Bei Anwendung von Nigrin wird und bleibt das Leder weich und ist im Moment spiegelblank. Alleiniger Fabrikant: Carl Gentner, Göppingen. Guter und billiger Brotbelag F. F. Pflaumenmus brutto za. 10 Pfd. Emaille- Eimer. BARAGE Emaille- Schmortopf. brutto za. 10 Pfd. Emaille- Eimer wenige folgende der fanzler zu wirk lonifatio jorge f derung Abg. Mitbegrün Wirtsch. Verein, d hören, ha dustriearbe Zeit der geeignetes fentlichen schaften d ung der ben im meilen un In den .1.95 dere im 10 10 B Emaille- Kochtopf. 215 • 28 Emaille- Eimer. 1- . 28 Emaille- Wanne 6.25 B " 9 56 10 10 10 Emaille- Wanne 9.25 34 Emaille- Küchenschüssel 10 tausende Diese Arb fenfapital 19 10 84 " , 100 Emaille- Schmortopf. 47 6.80 bei gutem netto 40 10 Holzkübel D 60 Holzkübel fation " F. F. Kunsthonig Gewerksch 2.50 " 10 10 Emaille- Ringtopf 2.85 stützung 10 Emaille- Kaffeekanne 8." 99 84 " " " netto 50 Emaille- Eimer Holzkübel 7.80 lastet we 12.18 F. F. Kaiser- Spelse- Syrup rung, da brutto za. 10 Pfd. Blech- Eimer. 210 Genf 2c.) durch den großzi ( Wenn ei Arbeitslo abzutun Gache ga ist der A eine Re Lignit- Flamm- Nusskohlen von 30 3tr. an frei vocs Haus geltefert pro 3tc. 70 Pfg Einzelne Zentner fret in das Haus Einzelne Zentner( Proben) frei in das Haus, " 90 75 " " Die Damenwelt Ankauf Verkauf is und einen reinen, zarten, ſchö bon Alteisen, Lampen, Knochen, Kupfer, Messing, Blei, Zink, Zinu, ze. Möbeln, Betten, Weißzeug, Gold- und Silbersachen Münzen und Antiquitäten. liebt ein rosiges, jugendfrisch. Antnen Teint. Alles dies erzeugt: Steckenpferd Lilienmilch- Seife b. Bergmann& Co., Radebeul Preis à St. 50 Pf., ferner ist der Lilienmilch- Cream Dada Ferner empfehlen zu billigsten Tagespreisen: Ruhranthrazitkohlen, Nuskohlen, Bestmelterte( ge Louis Rothenberger, Gießen gegen Sommersprossen. mischte Kohlen), Anthrazit- Eiformbrikets und Braunkohleubrikets, sowie alle Sorten Gaskoks und Bechen( Hütten)-Koks, Brennholy. Gebrüder Kahl Telephon 87. Frankfurter Str. 51. Collisy& Bingel Möbel- und Dekorations- Geschäft Kaplansgasse 18 Telephon 828 Spezialität: komplette Wohnungs- Einrichtungen. Reichhaltiges Lager in Einzelmöbeln- einfache lack. Möbel, Personalbetten, Polstermöbelu.Matratzen Uebernehmen, Aufarbeiten und Modernisieren alter Polstermöbel und Dekorationen unter Zusicherung streng reeller fachmännischer Bedienung. Spezial- Werkstätte für feinere Polstermöbel und Dekoration. Geschäftsbücher zu billigen Preisen vorrätig bet Albin Klein, Giessen, Seltersweg. ein gutes vorzügl. wirkendes Mittel Tube 50 Pfg. bei: V. J. Möb81 Garant. reiner Bienenhonlg ..6.15 brutto za. 10 Pfd. Blech- Eimer. F.F.Rübensaft 10 Pfd. Blech- Eimer 2- Harzkäse hochfein, 100 Stück- Kiste# 2.50 Preise ab hier unfrankiert. Gefäße frei. Versand gegen Nachnahme oder Voreinsendung. Bei Bestellung von M 30.- an 5% Extra- Rabatt E. Henkelmann Magdeburg 449 ,, BONITAS"-Füllfederstift BONITAS" GES. GESCHI ein neues, ideales Schreibinstrument. Sieht aus wie ein Bleistift. Schreibt wie ein Bleistift. Doch mit Tinte. Schreibt 8000 Wörter mit einer Füllung. Einfachste Konstruktion. Jahrelang haltbar. Beliebig tragbar. Stets schreibbereit. Jede Tinte. Jede Handschrift. Alsolut tintendicht. Schreibt. Zeichnet. Zieht Linien. Schreibt Noten! Das vollkommenste Durchschreibe- Instrument. Einfache Ausführung Mk. 3.- per Stück Feinste 5." وو "" Mit Garantie für jedes Stück. Zu haben in allen Schreibwarenhandlungen, wo nicht, direkt von uns. Kataloge gratis und franko. Postfach 164 Uberzeugen Sie sich, daß die Deutschland- Fahrräder die besten, daher im Gebrauch die allerbilligsten sind! Verlangen Sie Preisliste die reichhaltigste d. Branche, auch über Radfahrer- Bedarfs- u Sportartikel, Nähmaschinen, Uhren etc. kostenlos von den Deutschland- Fahrrad- Werken August Stukenbrok Einbeck Altestes u. grösstes Fahrradhaus Deutschlands. ! Pony! 6 jährig 1,38 boch, elegante Fi gur, rebbraun, uofeft, flotter Läus fer fromm, Auto- u. Bahnfcher, fowie ein tok. mit Verdeck und ein leichtes Break mit 1 a Polster hat preiswert abzugeben. H. K. Heun, Niederfcheld( Di) Klio- Werk, G. m. b. H., Hennef( Sieg) C.50 Freibank, Gießen Grösste und leistungsfähigste Füllfederhalter Spezialfabrik des Continents. Heute Rindfleisch 52 fg. Behauptu wie man finn.) In jei hengit u. Als feine Tät von den fer Wilhe Damals delschwing nachdem sich doch nötig ist Diefes M ten nicht wohlerw hoch bez manns die Allge den Leu Lohn, da fonnt eu ten. Fü fortiges menlafter Waru einige Wir mü men. J abfolut Kaiser's Malz- Kaffee unübertroffen das Pfund nur 25 Pfg. Zu Laben in allen Filialen Kaiser's Kaffee- Geschäft, G. m. b. H. Europas grösster Kaffee- Rösterei- Betrieb. 31 arbeit temonnai Wenn munen in die Hand bei diefer begrenzter Jm der Nati Bentrums umhin, d Gachen S ertenn Mißtraue und Niederlagen von Drud der Gießener Verlagsdruderei, Klein& Fischer. Verantwortlich für die Redaktion i. V.: Albin Klein, für Reklame u. Anzeigen: W. Schmidt, sämtl. in Gießen. beiter 2c.