eröffnet appe Kenntnis net habe, ere, reine eehrenden sen. iten. anlage de Grünben ngsteinmed ikbinder Planin follen in Gießener Beitung da j - ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 50 Pfg. monatlich pierteljährlich 1,50 wt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den ZweigErscheint ausgabestellen vierteljährlich) 1,20 Mf. jeden Werktag früh. Die„ Humoristischen Blätter" Redaktion: liegen wöchentlich einmal gratis bei. Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung richt verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Herausgeber: Albin Klein& Otto Fischer. - N. 48.( 2. Statt) Nur 50 Pjennig kostet 1 Probeabonnement. ungszimme Neue Leser vährend de rfeben fin ätestens an erhalten unser Blatt, sowie auf Wunsch einen bereits erschienenen Roman in Broschürenform bis zum 1. März umsonst geliefert. Der Verlag. Beruis- Vormundschaft. ittags 1 nberg e art etwa borbehalten Bekanntlich bestellt der Staat allen Minderjährigen, es Gießen die nicht unter elterlicher Gewalt stehen, einen Vormund. In der Praxis handelt es sich in der Hauptsache um Die unehelichen Kinder und die Ganz- Waisen. Daß der Staat elterlicher Fürsorge entbehrenden Minderjährigen einen Vormund geben müsse, wurde nie bestritten; lebimmer lhafte Meinungsverschiedenheiten bestanden aber darüber, wie diese Verpflichtung in der Praxis durch geführt werden solle. hlen Btc. 70% „, 90, " 75 " reisen: " und Jedn Vor Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches herrschte in manchen Teilen Deutschlands das System der gesetz ichen Berufsvormundschaft. Bei diesem Sy Them hatte eine bestimmte staatliche oder kommunale Beörde kraft Gesetzes die Vormundschaft über a II e Münmelierte( el ihres Bezirks. Eine besondere Bestellung von seiten und Bram ines Vormundschaftsgerichts erfolgte nicht. Wurde ein kind geboren, das nach den Regeln des bürgerlichen Rechts einer Vormundschaft bedurfte, oder trat aus ei nem anderen Grunde der Fall einer Vormundschaft ein, o unterstand das Kind eo ipso vom Augenblick der Geburt oder des Eintritts der Vormundschaft dem allgemeinen gesetzlichen Vormund. Demgegenüber stand in anderen Teilen Deutschlands das System der Einelvormundschaft. Dieses unterschied sich von dem Sytem der gesetzlichen Berufsvormundschaft hauptsächlich in wei Punkten. Zunächst unterstanden nicht alle Mündel ines gewissen Bezirks einem beamteten Vormund, sonJm Zick- Zack ( Wetzlarer Brief.) r Str. 151 Giessen In bon Gieß aftnacht nnje Bid rehtlichen en zu wolle wird im& po oal- I Fleisch 11. April Angebote f Der Auffor Wurftware zugeben. Gießen. 7. 8 Uhr: 61 hl. Beight Communion . auf Andadi Meffe um 7 Ihr ist al Narrenkappe - Versammlung Hühner und Annoncen. - Ich bin heute in einer ganz scheußlichen Verfassung, im Kopfe rumort es in allen Tonarten, und um den inneren Brand zu löschen, bin ich bereits bei der zweiten Wasserflasche,„ Nachwehen vom Maskenball" konsta= fiert meine gute Wirtin mit freundlichem Lächeln. Sie mochte recht haben. Ich hatte mir fest vorgenommen, der Einladung an dem„ kostümierten Tanzkränzchen", wie man es bescheiden nannte, nicht teilzunehmen; aber man schleppte mich hin. Der Maskenanzug lag bereit und als„ Raubritter" betrat ich den hellerleuchteten Saal. Vorher hatte man mir den gutgemeinten Rat gegeben, nicht an ein holdes Blumenmädchen zu ge talen, das sich bei der Demastierung eventuell als bär Also ich figer Grünframhändler entpuppen könnte. Schliddere" mutig zwischen die bunte Menge, das lange hölzerne Schwert, welches mir wie ein gewaltiges Pendel an der Seite baumelt, gerät mir zwischen die geschienten„ Ständer", und beinahe hätte meine„ kühne“ Gestalt eine unsanfte Berührung mit dem Parkett ge= macht. In die Wahl meiner Tänzerinnen suchte ich eine bestimmte Systematik zu bringen. Zuerst wollte ich die pier Jahreszeiten", die ja auf keinem Maskenball feh= len, durchprobieren, um dann mit einer glutäugigen Zigeunerin anzubändeln. Die lieben Blumenmädels mied ich heute aus Prinzip. Leider oder glücklicherweise konnte ich meinen Plan nicht ganz zur Durchführung bringen, da ich nach ein paar Tänzen ins Nebenzimmer geriet, wo der Becher fröhlich kreiste. in Es war bereits heller Tag, als ich in sanften Wellenlinien meinen heimatlichen Penaten zusteuerte, und in diesem Zustande soll ich nun die lokale Wochenübersicht für die Samstags- Nummer schreiben. Ich nehme meiner Verzweiflung den Kalender von der Wand und gehe die einzelnen Tage vom 19.- 24. Februar durch. Sonntag: Allgemeine Viehhändler- Versammlung im Hotel zur alten Post. Faschingstrubel, Viehhandel, Enthält alle amil. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei Gin( Gichener Tageblatt) adados Anzeigenpreis 15 pfa. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum ausioris 20 Big.; die 90 min breite Petitzeile im teflamereit 50 Bfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50° o Mufichag Gyrrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs d des Großherzoglichen Polizei- Amfes Behörden Oberhessens zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei sowie vieler anderer Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Samstag den 25. Februar 1911 mun Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlich eit Gesamtleitung: Alvin Klein. 90 91 telephon: Nr. 362. dern jedes Mündel erhielt einen, nach Möglichkeit der Verwandtschaft oder dem Bekanntenkreise des Mündels entnommenen, nach Bildung, Konfession, kurz überhaupt nach seiner Persönlichkeit und seinen Verhältnissen dem Mündel entsprechenden Einzelvormund. Die Vormund schaft war Ehrenamt und ihre Uebernahme allgemeine Staatsbürgerpflicht. Zum anderen unterschied sich die Einzelvormundschaft von der gesetzlichen Berufsvormundhaft durch die Bestellung des Vormunds. Der Vorand war natürlich hier nicht eo ipso vorhanden, falls ein Vormundschaftsfall eintrat; das Vormundschaftsge= richt mußte erst eine geeignete Persönlichkeit aussuchen, sie eidlich zur treuen Führung der Vormundschaft verpflichten und dann zum Vormund bestellen. Bei den Beratungen über das Bürgerliche Gesetzbuch herrschte eine lebhafte Meinungsverschiedenheit darüber, welches Vormundschaftssystem in der Praxis vorzuziehen sei. Wo gesetzliche Berufsvormundschaft bestand, wollte = man diese beibehalten. Namhafte Autoritäten der vormundschaftlichen Praxis traten für sie ein. Demgegenüber befürchteten die Anhänger der Einzelvormundschaft von der gesetzlichen Berufsvormundschaft die Gefahr einer Schablonisierung und Bürokratisierung des Vormund schaftswesens. Man glaubte, der Einzelvormund werde sich eher wie der beamtete Vormund des ihm anvertrauten Minderjährigen liebevoll annehmen, er werde ihm persönlich nahe stehen, auf seine Individualität eingehen können und nur ihm sei es deshalb möglich, das zu werden, was der Vormund sein müsse, ein wahrhafter Freund des Mündels und ein wirklicher Stellvertreter leiblicher Eltern. Das Bürgerliche Gesetzbuch entschied sich aus diesen Gründen schließlich für die Einzelvormund schaft. Der Vormund wird nach ihm von Fall zu Fall bestellt. Zwar kann er mehrere Mündel haben, und es ist auch die Vereinigung einer großen Anzahl von Vormundschaften in einer Hand gesetzlich nicht ausgeschlos sen; Prinzip jedoch ist die Einzelvormundschaft oder wie man vielleicht treffender sagen könnte, die individuelle Vormundschaft. Um aber auf die historische Einrichtung des Vormundschaftswesens in den Gebieten der gesetz lichen Berufsvormundschaft Rücksicht zu nehmen, ließ das Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch( Artikel 136) die Möglichkeit zu, durch einzelstaatliches Land din mid - mallow Probenummern 23. Jabry der„ Gießener Zeitung" stehen unseren Lesern in beliebiger Anzahl jederzeit kostenlos und portofrei zur Verfügung. Wir bitten unsere Leser und alle " pFreunde unseres Blattes wo nur möglich für dot dasselbe zu werben, solches in Bekannten- und Freundeskreisen zu empfehlen und uns freundl. Adressen aufzugeben, welche sich für unsere Zeitung interessieren dürften. desgesetz innerhalb gewisser Grenzen die gesetzliche Berussvormundschaft einzuführen. Hessen hat aber von dem ihm eingeräumten Vorbehalt nur in geringem umfang Gebrauch gemacht. Es führte die gesetzliche Vormundschaft nur für diejenigen Minderjährigen ein, die im Weg offentlicher Armenpflege unterstützt sind.( Gesetz vom 10. August 1906.) Die praktischen Erfahrungen in der nunmehr 10jähr. Geltungszeit des Bürgerlichen Gesetzbuches haben ergeben, daß die Durchführung des schönen Gedankens der Einzelvormundschaft in der Praxis den größten Schwierigkeiten begegnet. Es fehlt an geeigne ien Vormündern. Natürlich gibt es zahlreiche Vormünder, die ihrer ernsten Pflicht vollauf gerecht werden. Gar zahlreich sind aber die Fälle, in denen sich ein geeigneter Vormund für das Mündel nicht finden läßt. Die Uebernahme der Vormundschaft für ein fremdes Kind wird als Last empfunden und oft ungern und widerwillig ausgeübt. In anderen Fällen wiederum hat der Vormund zwar den guten Willen, nicht aber die Fähigkeit, die Vormundschaft sachgemäß auszuüben. Kurz, es werden in der Praxis fast täglich Stimmen laut, die der Einführung der allgemeinen gesetzlichen Beforschen und neue Heilmethoden zu entdecken, als durch scharfe polizeiliche Verordnungen Händler und kleine Landwirte dem Ruin nahe bringen. Es werden ja alljährlich von der preußischen Regierung zirka 30.000 Mark zum Studium der Maul- und Klauenseuche in den Etat gesetzt, aber diese Summe ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Maul- und Klauenseuche. Eine nette Zusammenstellung; Ich fiel von einem Extrem ins andere. Aber was half es. Zuerst wurde eine lange Rede„ geredet", in der die „ Den Großagrarier wieder ihr gutes Teil abbekamen. Verdienst der Zwischenhändler wollen sie in die Tasche stecken und auf ihren Domänen treiben sie vielfach Raubwirtschaft". So habe z. B. ein 900 Hektar großes Gut an der Elbe nur 8-10 Kühe und einige Zugochsen, und vom Jahre 1906 bis jetzt sei noch kein einziges Kalb großgezogen.( Vielleicht werden hier die Ochsen mitgemolken, sodaß eine Erhöhung der Kopfzahl des Rindviehes nicht notwendig ist. In unserer erfindungsreichen Zeit ist ja alles möglich. Weshalb sollte daher ein Ochse keine Milch geben?). Dann kam eine kurze Debatte mit vielen Fragen, die jedoch nicht alle beantwortet wurden. Ein früheres Mitglied zitierte man nach Beendigung des Vortrages nach dem Vorstandstisch und stellte an ihn die Gewissensfrage, warum er dem Vieh- flügels im Winter" am besten gefallen hat, meinem Nachhändlerbunde untreu geworden sei. Die Frage war offen, offen warum darum auch die Antwort.„ Wenn Ihr es nicht fertig bringt, solche drakonischen Verordnungen zu verhindern oder wenigstens zu mildern, die der Regierungsbezirk Koblenz bei der jetzt herrschenden Maul- und Klauenseuche erläßt, dann hat der Beitritt feinen Wert." Recht hatte der Mann, recht aber auch die praktischen Landwirte, welche behaupten, daß das Was hat die jetzige ganze Sperrsystem wertlos sei. ver= Sperre genützt? Nichts, rein garnichts! Wer breitet die Seuche? Die Händler und Viehzüchter? Ihnen verbietet man: Jhr sollt kein Vieh aus verseuchten Gegenden so ohne weiteres ein- und ausführen! Da wird desinfiziert, vor und nachuntersucht, und den beteiligten Personen kostet die Geschichte Geld und nochmals Geld. Man ordnet auf dem Lande vielfach eine Hundesperre an, weil der Verdacht besteht, daß diese in die fremden Ställe laufen und hierbei die Krankheit übertragen. Wie ist es aber mit den Katzen, Ratten u. Mäusen, die man nicht sperren kann? Ebenfalls fehlt jeder Anhalt dafür, wie es mit der Weitertragung des Krankheitsgiftes durch Vögel sich verhält. Jedenfalls wäre es wichtiger, die Krankheit wissenschaftlich zu erVom Montag bis Donnerstag zeigte der Kalender eine gähnende Leere. Ein freudiges Gefühl befiel mich, konnte ich doch nun die Feder bald aus der Hand legen. Der Freitag wies zwei Nummern auf: Generalversammlung des landwirtschaftlichen Vereins für die Rheinprovinz, Lokalabteilung Wetzlar, und am Abend 8 Uhr die karnevalistische Feier in X., die ich bereits eingangs erwähnt habe. Auf der Tagesordnung der landwirtschaftlichen Versammlung standen 3 Vorträge, von denen mir der erste:„ Rationelle Haltung des Ge- bar ebenfalls. Er erzählte mir, daß er wegen der ständigen Mitarbeiterschaft an den„ Vaterländischen Blättern" feine rechte Zeit habe, und trage sich deshalb mit dem Gedanken um die Haltung des Geflügels rationeller gestalten zu können einen Geflügelwärter anzustellen. Der Plan gefiel mir, und wir knobelten nachher Biertisch folgende Annonce aus, die ihre Wirkung nicht verfehlen dürfte: am „ Suche für meinen Geflügelhof einen durchaus zuverlässigen Wärter. Aussicht auf Lebensstellung vorhanden. Neben einem festen Monatsgehalt weitere 10 Prozent von den Eiern, die gelegt werden. ( Nicht vom Wärter, sondern von den Hühnern. D. Schriftl.)" Als Insertionsorgan empfahl ich ihm die„ Vaterländischen Blätter", die ja jetzt wohl einen größeren Raum habe die feste Absicht, ebenfalls Offerte einzureichen. Hoffür Annoncen 2c. zur Verfügung stellen wollen. Ich fentlich erhalte ich die Stelle, dann brauche ich mich nicht mehr um die infame Politik zu kümmern, sondern könnte Eier suchen, Hühnerleitern reinigen, Hennen und Hähnchen füttern 2c. 2c. D, welches Idyll! == mil. in Gle = rufsvormundschaft das Wort reden. Zu ihnen gehören die namhaftesten Autoritäten der Praxis des Berufs vormundschaftswesens, Männer wie Taube, Klumker, Köhler- Leipzig u. a. m. Teilweise hat sich die Praxis an vielen Orten dadurch geholfen, daß die Gerichte den Vormund zwar von Fall zu Fall, aber immer dieselbe Person, meist einen kommunalen Beamten, bestellten, der dann, ähnlich wie der gesetzliche Vormund, wenn auch nicht alle, so doch eine große Anzahl von Vormund schaften seines Bezirks in sich vereinigt. Dieser sogen. Sammelvormund ist aber immerhin ein Notbehelf. Er des wird, wie der Einzelvormund, erst nach Eintritt Vormundschaftsfalles von Fall zu Fall bestellt. In den ersten Wochen nach der Geburt des Kindes oder dem sonstigen die Notwendigkeit der Vormundschaft einleitenden Ereignis, fehlt ein Vormund. Es liegt auf der Hand, daß dies ein großer Mangel ist. Der Vormund fehlt in den meisten Fällen gerade in der Zeit, wo er am nötigsten ist. Der gesetzliche Vormund wäre sofort nach Eintritt der Vormundschaft in der Lage, die Interessen seines Mündels wahrzunehmen. Der be stellte Einzel- oder Sammelvormund kommt oft erst, wenn schon ein nicht mehr gut zu machender Schaden entstanden ist. Es hat aus diesem Grund der Beigeordnete von Mainz, Bürgermeister Dr. Schmitt, neuerdings angeregt, Hessen möge wenigstens von dem ihm reichsrechtlich eingeräumten Borbehalt in vollem Um = - | Sonderkandidatur gegen die nationalliberale. Er entwarf in großen Zügen ein Bild von der gegenwärtigen politischen und kulturellen Lage in Deutschland. In der Debatte rügte Realschuldirektor Hagemann, daß man einem Paasche einen Gegenkandidaten entgegenstelle. Oberpostassistent Hömig antwortete, zunächst sollen die Nationalliberalen einmal am eigenen Fleisch spüren, was sie unseren Freunden draußen im Reich tun. In Hannover seien die Nationalliberalen drauf und dran, mit Zentrum und Bund der Landwirte gegen den Liberalismus zu marschieren. In Nordhausen, dem alten freisinnigen Besitz, dem Wahlkreis Dr. Wiemers und ebenso in Hagen verbinden sie sich mit Zentrum und Christlich- Sozialen, und in Bingen- Alzen steht der von Nationalliberalen wieder in Gnaden aufgenommene Dr. Becker- Sprendlinden und erwartet den Dank des Zentrums für den Verrat der liberalen Sache und Korell. Wir lehnen eine Einigung in unserm Kreise auch heute noch nicht ab, aber man muß uns mit Tatsachen kommen. In der Debatte wurde ferner darauf hingewiesen, daß Abg. Paasche immer mehr nach rechts geschwenkt sei. Pfarrer Steen polemisierte gegen seinen Amtsbruder Krüger. den Soweit aus dem Bericht der„ Freisinnigen Zeitung". Ueberall bekämpfen die früher national- sozialen, jetzt fortschrittlichen Pfarrer nicht nur die Christlich- Sozialen sondern auch die Nationalliberalen. In Kreuznach ſind Aussichten für die Freisinnigen ebenso schwach, wie waldes bestehenden Wintersport- und Stivereinigungen statt. Einstimmig wurde die Gründung eines Verban des aller Westerwälder Stivereinigungen beschlossen, der seinen Sitz in Marienberg haben und unter dem Na men ,, Wester wälder Skiklub" dem Mitteleuropäischen Stiverband angeschlossen werden soll. Graf v. Hachenburg wurde zum Ehrenvorsitzenden des neuen Clubverbandes gewählt, während der aktive Vorstand sich folgendermaßen zusammensetzt: Apotheker Schimmel fennig- Marienberg, 1. Vorsitzender; Lehrer Hoffmann Emmertshausen, 2. Vorsitzender; Apotheker Thon- Ha chenburg, Kassenwart; Gerichts- Aktuar Daniel- Marienberg, 1. Schriftwart; Lehrer Siebel- Hardt, 2. Schrift wart; stud. Walther- Gießen, 1. Laufwart; Lehrer BraunDerschen, 2. Laufwart; Kaufmann Felix Siebert- Hada mar und ferner den Landräten der Kreise Oberwester wald, Altenkirchen, Westerburg und Limburg, sowie den vom Westerwald- Klub in den Wintersportausschuß be stimmten Herren. Das, was Nimmer Ein Wo Wiederum no treten. Gleich ind fo tritt auch a in den Tagen der die Unwiffenheit zu Day Befähi verständlich und do hann aber nur je freudig tun. Wie Unglück für fich geborte, während f An uns lieg Noch wenige mitunter weniger bem fchwachen, in bereits neue Anford Und warum Schein mitunter ge Marburg. Hier sind Bestrebungen im Gange, die dahin zielen, daß ein Teil der Homberger Taub stummenanstalt im Interesse der Universität nach Mar burg verlegt wird. Darmstadt. Die Beamten der Ludwigsbahn müssen sich seit Jahren einen 5pro3. Abzug von ihrem Gehalt gefallen lassen, der in die sogenannte Pensions: taſſe fließt, während andere Staatsbraut, ihre Pension ohne Abzug erhalten. Jetzt fang Gebrauch machen. Die Großherzogliche Zentrale die. nassauischen Kreis. Nun die feindlichen Brüder sionsabzug auf 2 Proz. durch die Eisenbahngemeinschaft für Mutter- und Säuglingsfürsorge in Hessen schloß sich diesen Bestrebungen an. mingende Gründe f Sprechen an sich schon zwingende' C e für eine Einführung der gesetzlichen Vormundschaft, so ist speziell in Hessen dem einzigen gegen sie möglichen Einwand, sie führe zu einer„ Schablonisierung und Bürokratisierung", durch unsere Beratungsstellen und einem großen Stabe freiwilliger weiblicher Helferinnen des Berufsvormunds völlig die Berechtigung genommen. Der gesetzliche Vormund wird bei uns für jedes Mündel eine geeignete Pflegerin aussuchen, die sich des Kindes freudig und liebevoll annimmt und das nötige persönliche Verhältnis zwischen Vormund und Mündel herstellt. Der Berufsvormund wird innerhalb seiner Kompetenz dafür sorgen, daß Kinder im zarten Alter regelmäßig der ärztlichen Beratungsstelle zugeführt werden und er hat damit die Gewähr, daß auch für das förperliche Wohl des Kindes liebevoll und sachkundig gesorgt wird. Hoffen wir, daß in der breiten Def= fentlichkeit die Wichtigkeit der Frage erkannt wird und ihrer Lösung das Interesse entgegengebracht wird, das sie verdient. Die Presse Arbeit Der Ferner der christlich sozialen Partei geht in erfreulicher Weise aufwärts. Das zeigten die neunstündigen vertraulichen Beratungen des Ausschusses der Partei am 17. Februar in Berlin unter Leitung von Franz Behrens und Dr. Burckhardt. War auch der Berliner Plan des„ Morgen" unausgereift, so bedeutet das Erstehen des„ Ravensberger" in Herford für seine Gegend einen erfreulichen Aufschwung, der in schnellem Wachstum des Leserkreises sich spiegelt. Durch die über all eingeführte, selbst von den Gegnern schon gefürch= tete„ Wetzlar er 3eitung" ist nun auch der Wahlkreis des Abg. Behrens mit einem christl.- sozialen Tageblatt versehen.„ Die Arbeit", das Barmer christl.soziale Wochenblatt, hat manche neue zu den alten Freunden gewonnen. Vom Aufstreben der christlich- sozialen Sache in der alten Hansastadt Bremen zeugt der ,, Bremer Beobachter", der jetzt 14tägig erscheint. Wir geben aus seiner neuesten Nr. 4 einige Zeilen wieder, die treffend seine christlich- soziale Art beleuchten: - ,, Was bedeutet denn Religion für uns Christen? Als Lehre die Erkenntnis von Gott und unserem Herrn und Heiland, in der Praxis die Anwendung dieser Lehre auf unser ganzes Leben. Was bedeutet Politik? Als Wissenschaft die Lehre vom Staatsleben, in der Praxis die Anwendung dieser Lehre auf gegebene staatliche Ver= hältnisse, auf unser Verhalten dem Staat gegenüber. Diese kurze Erklärung der beiden Begriffe ist nicht erschöpfend, aber sie trifft, so will es uns scheinen, den Kern. Bedeutet Religion in der Praxis für uns die Anwendung der Lehren Christi auf unser ganzes Leben und praktische Politik die Anwendung der Lehre vom Staatsleben auf die uns umgebenden staatlichen Berhältnisse, so ist damit schon erwiesen, daß beide, Religion und Politik, einander berühren müssen." Für alle, die meinen, christlich- soziale Arbeit sei„ hinterwäldlerisch", mag die gute Verbreitung der Wetzlarer Zeitung"( Geschäftsstelle Hausergasse 32) ein Gegenbeweis sein. Bei der vollen und aufrichtigen Freude an aller chriſt= lich- sozialen Preẞarbeit dürfen die Parteigenossen neben der freudigen und feurigen Begeisterung auch die praktische Betätigung und dazu gehört auch die immer weitere Empfehlung der„ Wetzlarer Zeitung", nicht vergessen. Aus dem Parteileben. Jm Wahlkreis Kreuznach- Simmern ist jetzt auch die Fortschrittliche Volkspartei mit ihrem Reichstagskandidaten auf dem Plan erschienen. Am Dienstag, den 14., fand in Sobernheim unter Leitung des Wahlkreisvorsitzenden, Professor Milau- Kreuznach eine öffentliche Verim mögen sich später gegenseitig trösten. Die Christlich- Sozialen werden ihnen auch hier die Suppe versalzen und Rektor Schmell aus dem Kreis gebürtig, als Kandidaten aufstellen. 79 old dina Soziales. 011191 Monopol- Terrorismus. Die sozialdemokratischen Gewerkschaften lassen allmählich die Maske der Toleranz fallen und machen gar kein Hehl mehr daraus, daß sie durch Arbeitsmonopole alle Berufsangehörigen in ihre Organisationen hinein 3 wingen wollen. In seinem letzten Jahresrückblick hat das„ Correspondenzblatt"( Nr. 1 1911) der„ freien" Richtung einem„ gesundem Organisations= 3 wang" ausdrücklich das Wort geredet und erklärt, daß in tariflich geregelten Arbeitsgebieten auf die Dauer für organisationslose Elemente kein Raum sei. Nach sozialdemokratischer Auslegung heißt das„ organisationslose" so viel wie: nichtsozialdemokratisch organisiert. Das brutale Diftum: Entweder rot oder kein Brot wird zur immer größeren Gefahr. Mit zynischer Offenheit äußert sich die sozialdemokratische„ Metallarbeiter- Zeitung", Nr. 5 1911, zu der wichtigen Frage folgendermaßen: ,, Man kann keine allgemeine Regel darüber aufstellen, ob es zweckmäßig ist, Mitglieder gegnerischer Organisationen von der Beschäftigung in tariftreuen Betrieben auszuschließen. So etwas muß von Fall zu Fall entschieden werden." Mit anderen Worten heißt das: wo die Sozialdemokraten die Macht in Händen haben, werden sie sie brutal zur Anwendung bringen; da wird ihnen die Ausschließung aller nichtsozialdemokratisch Organisierter eben zweckmäßig" erscheinen. Dieses offenherzige Geständnis eines der bedeutendsten freien Gewerkschaftsblätter muß alle interessierten Kreise zum heftigsten Widerstand gegen eine solche Zwangspolitik anspornen. * * * Eine wichtige Agitation unter den Tabak- Arbeiterinnen. erreicht, daß der Pen ermäßigt wird. Hoffentlich gelingt es auch noch, die übrigen Benachteiligungen zu beseitigen.lods - bir aligned Neue Bücher, - häglichften find. Es ist eine hagen, an der u fremden Haushaltes ft auch mehr kön digenen Rinder. U Kommt dies in der Wir möchten thre Tochter, wenn fonders für jene Dieses Jahr brauch re Kräfte regen, die Urbeit im Baus Es wird fovi As Intereffe für di ann war es auch Studium obliegende bernimmt. Was Wir gönnen ihnen Lörper zu stählen, s gerechte Gegenle daß diese Erholu Wenn wir d Motwendigkeiten, md gleichzeitig dem hitung in der richt „ Dietrichs Bibliothek für die reifere Ju gend und deren Freunde". Diese Jugend- Bibliothek er: scheint in Bänden von 240 Seiten Inhalt, mit einem bunten und drei Schwarzdruckbildern versehen und ko stet, in Leinen gebunden, 1.50 Mt. pro Band. Ein Preis, der in Berücksichtigung der soliden und schönen Ausstattung der Bände als ein mäßiger bezeichnet wer den muß. Es liegen bis jetzt 12 Bände vor, welche die verschiedensten Schriftsteller zu Verfassern haben, wodurch eine große Mannigfaltigkeit des Inhaltes erzielt wurde. eine Jeder Band ist in sich abgeschlossen; er enthält oder mehrere Erzählungen, welche für Knaben und Mädein besonderer Vor chen reiferen Alters, aber auch für Erwach zug der Dietrichschen Bibliotheksbände sene sehr amüsant zu lesen sind. Die Stoffe der Er zählungen sind vielfach dem Leben der Gegenwart entnommen; sie sollen praktische Lebensauffassung lehren. Aber auch der Humor kommt oft zu seinem Rechte, sowohl in den Erzählungen, als auch durch separate Hu moresken. Diese durchaus volkstümlichen Erzählun gen sind in ihren Zielen: vaterländisch, religiös und mo ralisch, aber frei von politischen und konfessionellen Ten denzen.- Die Bände sind zu beziehen durch alle Buchhandlungen, sowie auch direkt vom Verlag Rich. Herm. Dietrich in Dresden. Geschäftliches. - - Es ist ein großer Fehler, wenn viele Landwirte glauben, Hafer könne als abtragende Frucht auch ohne besondere Düngung gute Erträge liefern. Aehnlich wie beim Wintergetreide der Roggen, ist der Hafer diejenige Sommerhalmfrucht, die eine kräftige Thomasmehldüngung, selbstverständlich wenn nötig in Verbindung mit Kali- und Stickstoffdüngung, stets reich ich lohnt. Seldst in hohen Gebirgslagen ist zu Hafer eine fräftige Düngung noch rentabel. wird zur Zeit vom christlichen Tabakarbeiterverband betrieben. Zu diesem Zweck ist die Nummer 6 des Verbandsorgans„ Deutsche Tabakarbeiter- Zeitung" als Sonderagitationsnummer für die Arbeiterinnen erschienen. ióis Im vergangenen Jahr hat der Verband zwar gute Fortschritte gemacht, etwa 1800 Mitglieder zugenommen, aber im Verhältnis zur sozialdemokratischen Konkurrenzorganisation ist noch vieles beizuholen, besonders unter den Arbeiterinnen. Der christliche Verband zählte am Schluß des vergangenen Jahres 7840, darunter 3311 band dagegen Ende 1909 schon 32 625, darunter 15 089 weibliche Mitglieder; der sozialdemokratische VerKopfschmerzen kommen häufig durch Blutarmut, Bleich sucht sowie Nervenreiz Wenn das Blut nicht die richtigen Bestandteile besitzt, werden die Nerven nicht ge nügend gespeist u. durch d. mangelhaften und Assimilation gestört werden; es muß Blutzustand wird immer die Verdauung die Grundursache beseitigt werden, es muß auf das Blut und die Nerven einge wirkt werden und wird hierfür von be deutenden Aerzten mit hervorragendem Erfolge Leciferrin verordnet, das sehr Im übrigen Nord- und Ostdeutschland Oldenburg, Sachsen und Preußen hatte der christliche Verband angenehm zu nehmen ist, den Körper Sachsen und Preußen hatte der christliche Verband zuſammen nur 148, der sozialdemokratische Tabakarbei- kräftigt und frisches gesundes Blut schaft. terverband dagegen 7492 weibliche Mi, glieder. Rheinland und Baden stehen für die christliche Organi- Leciferrin enthält Ovo- Lecithin c.5, Eisen als Eisenoxydhydrat an guder g weibliche Mitglieder. Dieses Mißverhältnis hat sich im letzten Jahre( für das der Abschluß des sozialdemokratischen Verbandes noch nicht vorliegt) nicht viel ſich im letzten Jahre( für das der Abschluß des sozial geändert. Für einzelne Bezirke Zeit finde stie cegah sich an den vorhin genannten Zeitpunkten folgende Zahlen. Weibliche Mitglieder hatten in: christl. Verband soz. Verband 162 Rheinland Westfalen Hessen u. Hessen- Nassau Baden 198 607 369 1989 1824 1005 743 Nur fation günstiger. Das energische Bestreben der christlichorganisierten Tabakarbeiter, dieses Mißverhältnis allmählich immer mehr auszugleichen, verdient nachdrücklichste Unterstützung. Aus Stadt und Land. Gießen, den 25. Februar. Marienberg, 20. Febr. Jm Hotel Ferger bunden 0.75, aromatische Bestandteile in Cognac und Alkohol 40.0. Reſt deſtilliertes Wasser. Preis Mt. 3, die große Fla sche, in Apotheken zu haben, ganz sicher von: Universitäts- Apotheke Gießen ſammlung statt, in der der Kandidat Pfarrer Krüger fand auf Anregung des fürzlich innerhalb des Wester- und Engel- Apotheke in Frank Velthusen sich den Wählern vorstellte. Pfarrer Krüger rechtfertigte zunächst die Aufstellung einer fortschrittlichen waldklubs gegründeten Wintersport- Ausschusses eine Versammlung von Vertretern der im Gebiete des Wester= furt a. Main. lun gibt es in aft nehmen, liebe Dom Bufehen allein asprobieren, felbft muß feinen eigenen Jm gewöhnli haushalt können w Das Bauptau menn fie vorerst au Siteinteilung herrf anmal mehr. D Es ist schon Sinder halten foll Wie man Binder n Das gleiche g f das Kind vor emals darf es hin Wie mancher dege nichts andere urde liegen, wie Vomit Gesundheit un Przeitig zugrunde ge aten, nicht aber winden lassen. Es ist die erst Owen Mittelweg ein Mittelweg ni fraue Stivereinigu 1 bejdlorien eines Be unter dem dem Mittel den soll. enden des attive Bo hefer Gain hrer Hoffm hefer Tho Daniel- Ma rdt, 2. G t; Lehrer B Siebert eije Ober burg, fou portausiahui ngen im 6 Omberger ität nad r Ludwigs bzug von annte Pen te ihre Be ht, daß der bahngemein auch noch lodis isted r die reifen end- Biblioth halt, mit ersehen und ro Band. en und sa er bezeichn e vor, weld haben, wi es erzielt w er enthält naben und besonderer! für Er Stoffe der Gegenwar uffajfung le einem Red urch separate lichen Erzäh religiös und nfeffionellen ziehen durd Verlag er, wenn abtragende Erträge f Roggen, i die eine h wenn nöti ngung, stets agen ist zu en armut, Bl Wenn Beftand en nicht mangelha The Derdam rden; est I werden Terven ei erfür von vorragen onet, das den Kö es Blut fo oxybhybrat an Tohol 40.0 große zu hab Te Gid in Fra Das, was man mit Maß nicht tut, Mimmer kann es werden gut. Das Reich der Frau. Ein Wort zur Berufswahl der weiblichen Jugend. Wiederum naht die 3eit, da eine große Schar der Jugend die Schule verläßt, um ins Leben treten. Gleich dem Knaben soll auch das junge Mädchen für den Erwerb ausgebildet werden und so tritt auch an sie die Notwendigkeit, fich für eine bestimmte Tätigkeit zu entscheiden, zu lernen In den Tagen der Jugend. Denn nie trägt man schwer an der Last des Wissens, wohl aber kann die Unwissenheit zu Boden drücken. Daß Befähigung und Begabung entscheidend sein müssen bei der Berufswahl ist selbst. verständlich und doch werden beide gerade bei der weiblichen Jugend so oft außer acht gelassen. Es kann aber nur jene Tätigkeit befriedigen und dadurch von Erfolg gekrönt sein, die wir gern und freudig tun. Wie viele junge Mädchen werden ohne Talent dem Lehrerinnenberuf zugeführt zum Unglück für fich und der ihnen anvertrauten Kinder, nur weil es zu den üblichen Gepflogenheiten gehörte, während sie in häuslicher Tätigkeit hervorragendes leisten würden. An uns liegt es, daß unserer Arbeit auch von andern Achtung entgegengebracht wird. Noch weniger Rücksicht aber findet die körperliche Veranlagung und doch ist diese Rücksicht mitunter weniger einschneidend, als es vielleicht mancher glaubt. Es genügt ja so oft, wenn wir dem schwachen, in der Entwicklung begriffenen Körper Zeit lassen, sich erst zu stärken, ehe wir bereits neue Anforderungen an ihn stellen. Und warum nehmen so wenige Eltern die so unbedingt notwendige Rücksicht? Weil der Schein mitunter gegen jene Berufe ist, die der Gesundheit und der körperlichen Entwicklung am zu träglichsten find. Bierher gehört vor allen Dingen die häusliche Tätigkeit. Es ist eine merkwürdige Tatsache, daß wir die häusliche Tätigkeit der Chefrau so hoch schätzen, an der unverheirateten Srau aber gering achten. Und doch erfordert die Sührung eines fremden Baushaltes, die Erziehung fremder Kinder mehr Disziplin und Selbstüberwindung und sehr oft auch mehr Können und Wissen als der eigene, meistens bedeutend einfachere Baushalt und die genen Kinder. Und warum ist dies? Weil die Unverheiratete um des Geldes willen arbeitet. Kommt dies in der Ehe nicht auch sehr oft vor? Und beruht nicht unser ganzes Leben auf Gegenleistungen? Wir möchten nun an alle Eltern, vor allem aber an die Mütter die dringende Bitte richten, ihre Tochter, wenn sie körperlich nicht sehr kräftig sind, ein Jahr aussetzen zu lassen. Dies gilt besonders für jene, deren Berufstätigkeit eine fitzende Lebensweise bedingt, wie z. B. im Kontor. Dieses Jahr braucht nicht verloren zu sein in füßem nichtstun; das junge Mädchen soll und muß thre Kräfte regen, aber sie soll es tun in einer Tätigkeit, die dem Körper förderlich ist und das ist bie Arbeit im Baushalt. Es wird soviel geklagt, allerdings oft mit Unrecht, daß der berufstätigen, weiblichen Jugend das Interesse für die Bausarbeit verloren ginge. Wenn es wirklich ganz und gar verloren geht, dann war es auch nie groß vorhanden. Allerdings bedürfen wir vom berufstätigen oder dem Studium obliegenden Mädchen nicht verlangen, daß sie neben ihrer Arbeit noch die volle Hausarbeit Abernimmt. Das tut denn unsere männliche Jugend außerhalb ihrer Bureaur- und Lernstunden? Wir gönnen ihnen von Herzen die freien Stunden, in denen ihnen Gelegenheit geboten wird, den Körper zu stählen, aber, wenn die jungen Mädchen die gleichen Pflichten haben sollen, dann müssen als gerechte Gegenleistung ihnen auch die gleichen Rechte eingeräumt werden. An der Mutter liegt es, daß diese Erholungsstunden in richtiger Weise ausgenutzt werden. Wenn wir das junge Mädchen ein Jahr lang im Bause arbeiten lassen, verbinden wir zwei Totwendigkeiten, indem wir ihr einerseits die Kenntnisse zur Sührung des Haushaltes beibringen and gleichzeitig dem Körper die notwendige Beit lassen, sich zu kräftigen. Allerdings muß die An. Leitung in der richtigen Weise erfolgen. nun gibt es aber viele Mütter und Bausfrauen, die ihr Töchterchen in der Arbeit noch nicht mit nehmen, lieber eine Arbeit selbst tun, als daß sie diese ein, vielleicht auch zweimal zeigen. Dom Busehen allein lernt man nicht; man muß tüchtig mit anfassen, muß schließlich auch mal etwas ausprobieren, ſelbſt auf die Gefahr hin, daß es falsch ist. Durch Schaden wird man klug und jeder muß seinen eigenen Kopf anstoßzen. Im gewöhnlichen Leben lagt man, Theorie und Praxis müssen hand in hand gehen; im Kaushalt können wir ruhig sagen, die Praxis muß vorherrschen. Das Bauptaugenmerk muß die Mutter darauf richten, daß jede Arbeit genau ausgeführt wird, venn sie vorerst auch etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt, und daß in der Tätigkeit die richtige Zeiteinteilung herrscht. Gerade im Haushalt hängt davon so unendlich viel ab. Doch hiervon später sinmal mehr. p. Gratz. Das Halten und Führen der Kinder. T Es ist schon so viel über die Art und Weise geschrieben und gesprochen worden, wie man Kinder halten foll und besonders wie man den kleinen gefallenen wieder auf die Beinchen hilft. Und doch kann man täglich beobachten, wie leichtsinnig kleine Kinder vom Boden aufgehoben und überhaupt geführt werden. Die meisten schlechten Siguren, so manche Verkrüppelung stammen aus der Kinderstube, denn als Krüppel werden die wenigsten Kinder Wie man Rinder nicht aufhebt. geboren. Die Muskeln und Knochen der Kinder find überaus zart und reagieren deshalb besonders stark auf jeden Einfluß, sei es durch zu enge Kleidung oder durch eine falsche Stellung im Stehen und Gehen. Um nun beim Sühren auf der Straße zufolge der ver. schiedenen Größen von Er. wachsenen und Kind einen Ausgleich zu finden, ist es dringend notwendig, öfter mit der führenden Band zu wechseln; dadurch wird der verschiedenen Schulterhöhe vorgebeugt. Den größten Schaden kann das unrichtige Aufheben des zu Boden ge. fallenen Kindes anrichten. Man darf es niemals, wie die erste Abbildung zeigt, an der Band anfassen und am Arm in die Höhe ziehen; man muß im Gegenteil mit beiden Bänden dem Kind unter die Achselhöhle greifen und es so in die Bohe heben. Durch das einseitige und schroffe Emporreißen können so leicht die zarten Muskeln und Sehnen verrenkt, bezw. auseinander gezerrt werden. Wie man Rinder aufhebt. Das gleiche gilt für das Sühren beim Emporsteigen der Treppe. Um ein 3erren zu vermeiden, muß das Kind vor den Erwachsenen gehen, so daß es sich in der Höhe der führenden Band befindet. Tiemals darf es hinter den Erwachsenen die Treppe hinaufsteigen, wobei ein 3erren unvermeidlich ist. Schönheitspflege. Wie mancher nimmt an diesem Worte Anstoß und doch ist allgemein genommen Schönheitspflege nichts anderes als die Pflege der Gesundheit, denn jeder Schönheit muß die Gesundheit zu Grunde liegen, wie jeder gesunde Körper eine gewisse Schönheit atmet. Wir wollen den Körper und damit Gesundheit und Schönheit pflegen, um sie zu erhalten, wie wir alles pflegen, damit es nicht porzeitig zugrunde geht. Pflegen heißt, etwas in seinem natürlichen, der Zeit unterworfenen Zustand chalten, nicht aber Dinge vorspiegeln, wo keine sind oder solche, die Daseinsberechtigung hätten, perschwinden lassen. Es ist die erste Pflicht gegenüber dem nächsten, sein Aeußeres angenehm zu gestalten auf dem olderon Mittelweg zwischen Gleichgültigkeit, bezw. nachlässigkeit und Eitelkeit und Koketterie. Diesen Mittelweg nicht zu erlassen, ist Sache unserer Selbsterziehung. Frauen! Anmut, die uns entgegenlacht, Jst des Weibes höchste Macht. L. Jacobn. Von diesem Standpnukt aus foll in dieser Rubrik die Pflege des Körpers und der Schönheit behandelt werden, um die Gesundheit der Srauen und dadurch die der kommenden Generationea zu erhalten. Beschäftigen wir uns heute besonders mit der Pflege des Teint, dem die scharfe, rash wechselnde Srühjahrsluft manchen Schaden zufügen kann. Wenn wir uns mit Bautpflege beschäftigen wollen, müssen wir vor allem deren Beschaffenheit kennen lernen. Man unterscheidet durchschnittlich zwei Hauptarten, den dunklen Teint der Brünetten und den hellen der Blondinen. Bei letzteren ist die Baut zarter und feiner, also armer an Sett und darum empfindlicher als die fettreichere, dunklere Baut. Diese Eigenschaften müssen wir der Wahl von Seifen, Crêmes, Salben etc. zugrunde legen. Jm allgemeinen gebraucht der fettreiche Teint zur Pflege Eau de Cologne, Alkohol, Glnzerin und auch Benzoëtinktur, während für die fettarme Baut Salben, wie Daseline, Goldcreme und ähn liche verwendet werden müssen. In gleicher Weise muß im Bedarfsfall der Puder gewählt werden, d. h. die fettarme Baut braucht einen fetthaltigen Puder. Um nun das Geficht den Temperaturschwankungen aussetzen zu können, ohne Schaden davon zu tragen, ist es notwendig, das Geficht abzuhärten. Sunächst darf das Gesicht weder in heißem noch in ganz kaltem Wasser gewaschen werden; nach der Behandlung mit einer guten, fettreichen Seife muß es sorgfältig in reinem Wasser abgespült und tüchtig abgetrocknet werden. Trotzdem aber soll man sich nicht vor wenigstens einer halben Stunde der scharfen Luft aussetzen. Damit fettarme Haut nicht spröde wird, fettet man sie mit den genannten Crême ein und benutzt nur bei großer Empfindlichkeit und starker Kälte Puder, der im Bause sofort mit einem weichen Lappen füchtts abgerieben werden muß. Ein einfaches mittel, um sich die Baut weich und schmiegsam zu erhalten, besteht darin, daß man das Geficht abends im warmen Wasser tüchtig mit Seife wäscht und es hierauf etwas einfette morgens wird es dann mit kühlerem Wasser und ohne Seife abgewaschen. Jenen, welche in der Voraussetzung, daß Seife für das Geficht schädlich sei, niemals folche verwendet, sei gesagt, daß Seife an fich nie schaden kann; es muß eben eine milde, reine Seife ohne allzustarken Salzgehalt, wie z. B. die bekannten Babyseifen, sein. Im übrigen muß man die. Wirkung einer Seife auf die Haut ausprobieren. Sur Pflege der Bände. Um die Hände ohne besondere, zeitraubende Pflege immer weich und zart zu erhalten, darf man sie im Winter niemals in kaltem Wasser waschen. Es sollte ftets auf 28-30° C. erwärmt sein. Sind die Bände sauber, seift man fie noch einmal mit einer milden Seife ein, daß es tüchtig schäumt, gießt dann einige Tropfen flüssigen Glnzerin in die Handfläche und reibt die Hände leicht gegeneinander, worauf sie mit einem weichen Bandtuch abzutrocknen fb. Menschen mit empfindlichen Bänden sollten auf der Straße im Winter nur wollene oder Wildlederhandschuhe tragen. Hausfrauen, deren Bände stark in Mitleidenschaft gezogen werden, tun gut, zwei. bis dreimal in der Woche folgende Prozedur vorzunehmen: Man gieße in eine kleine Waschschüssel sehr warmes Wasser, löse darin gute, schäumende Seife, füge etwa 1 Löffel Borax und Benzoëtinktur hinzu In diesem Wasser lasse man die Bände etwa 10 minuten liegen, wobei man zugleich die Baut am Tagelrand zurückschieben kann. Nach dem Waschen werden die Bände, wie oben beschrieben, mit Glnzerin eingerieben und getrocknet. Jim Englische Ertravakanzen der Mode. Die große Sportfreudigkeit der Engländerin und der dadurch auf das Einfach Praktische gelenkte Sinn hat uns manche angenehm empfundene neuerung in der Mode gebracht, so der fußfreie Rock, die schlichte Hemdbluse. Seit einigen Tagen machte fich nun wieder eine auf das Praktische gerichtete feuerung bemerkbar, wobei es fich um den Doppel Röhrenrock, bezw. das Rockbeinkleid handelt. In dem Londoner Shaftes Burg Theater erscheint in dem Stück„ Die Arkadier" allabend eine große, schlanke Brünette in diesem geteilten Rock auf der Bühne, stets Aufsehen erregend. Der Weg für diesen Rock ist in England bereits vorbereitet, da man dort seit längerer Beit elegante Damen im geteilten Reitroch sieht, der das Rittlings. fitzen im Sattel erlaubt. Ob er sich auch bei uns mit der Zeit durch. setzt, muß dahingestellt bleiben. Auf jeden Sall erweist er sich für den Bergsport, fowie als Straßenrock bei schlechtem Wetter als praktisch. Weniger praktisch sind die kleinen silbernen Glöckchen, die Schuh und Strümpfe, sowie den Rand des Unterrockes der Amerikanerin zieren. Selbstverständlich sind diese Glöckchen nicht mit jenen zu vergleichen, die wir unsren Schoß hündchen umhängen, obgleich der Zweck der gleiche ist. Denn hier wie dort will man die Aufmerksamkeit auf sich lenken und da heute die raschelnde Seide und der sich zart bemerkbar machende Srou- Srou der Unterkleidung fehlen, weiß sich die praktische Amerikanerin zu helfen. Ein leises Klingeln und Rauschen, wie aus weiter Serne umgibt die Damen Amerikas und sie können, je nach Laune und Stimmung, dem Rythmus ihre Lieblings. melodie zugrunde legen. Beute heiter, morgen W traurig, werden durch den Gang alle Stim. mungen verraten. llow Eine Sammelmappe. ง J Dev moderne Bosenvod e Die zahlreichen Duplikate, die im Zeitenlauf von Behörden an Tauf., Crau. und sonstigen Scheinen ausgestellt werden, bezeugen, daß die wichtigsten Dokumente zuweilen zu ficher" fortgelegt werden. Es sollte deshalb in jeder Samilie eine bestimmte mappe für wichtige Personalpapiere vorhanden sein. Man lasse sich eine mappe mit verschiedenen Abteilungen oder einfach Aktendechel von festem Papier anfertigen, in die man alle Scheine hineinheftet für jedes Samilienmitglied ein Sonderheft. Aus dieser Art des Aufhebens lassen fich intereffante Ueberlieferungen für spätere Generationen herstellen. Man fügt den Urkunden" des Einzelnen persönliche Erinnerungen bei, wie z. B. wichtige mitteilungen oder Briefe bei bestimmten Lebensereignissen. Diese kleinen Zutaten lassen die Persönlichkeit für die Nachkommen noch plastischer hervortreten, machen die Charakteristik zuweilen überraschend scharf. Solche mappen find leicht einzurichten und erleichtern den Samilienmitgliedern die Kenntnis ihrer Zusammengehörigkeit, was bei Erbschaften zuweilen von großem nutzen, für die Pflege des Samilienfinnes von nicht geringer Bedeutung ist. Die Pflege jeder guten Tradition ist nützlich, der Stolz auf edle Vorfahren spornt zur Nacheiferung an, wie auch manche heilsame Lehre, manche ernste Mahnung aus folchen Samilienpapieren zu sprechen vermag. m. Weiß. Waschen vor Allerhand Ratschläge. Waschen von Seidenstoffen. Alle Seidenstoffe wie Taffet, Sürrah usw. werden stets in kaltem Wasser gewaschen; natürlich handelt es sich bei dieser Wäsche nur um kleinere Stücke, wie Bänder, Schals, Reste usw. Man hocht venetianische Seife in weichem Wasser auf, wobei auf 1 Liter Wasser etwa 6 Gramm Seife gerechnet werden. Man kann dem Wasser auch Weizenkleie zusetzen. In dem erkalteten Wasser, das man zwei bis dreimal erneuern muß, werden die Stoffteile gewaschen und dann in kaltem Wasser nachgespült. Hierauf hat man, die Tücher an den Echen haltend, die Seuchtigkeit auszuschütteln, worauf sie in cin trockenes Tuch gelegt und nach etwa einer Viertelstunde, noch feucht, mit nicht zu heißem Eisen gebügelt werden. Reinigen weißer Wildlederhandschuhe. Diese Bandschuhe dürfen nur in lauwarmen Waffer gewaschen werden, in dem man Denetianerfeife aufgelöst hat und dem ein Guß Salmiak und ein Löffel Gel, etwa Stearinöl, zugesetzt wurde. Man läßt die Handschuhe einige Zeit darin liegen und wäscht sie dann durch, worauf fie noch einmal eingeweicht werden. Hierauf zieht man in Sasson, weitet sie aus und hängt sie an einen luftigen Ort zum Trocknen auf, nicht an den Ofen und nicht in die Sonne. Während des Trocknens hat man sie mehrmals zu reiben, damit das Leder weich bleibt. Natürlich tut man gut, stets mehrere Paare zusammenkommen zu laffen. Beachtet, lefet und abonniert die Empfehlt bei den Geschäftsleuten die Giessener Zeitung. l 0 FE [= viertelja Abgeho ausgabef jeben W liegen m Seltersp nicht t He boll Nr. 4 din arquead blisid did siis ni Boj te blingónie maisió no dar Für jeden Jodo Geschäftsmann Kein gibt es Er muss darauf sehen, dass .6msput schildisar 6 Idparetuomi wichtigeres Moment als das, sich sein Geschäft immer mehr auszudehnen. Stillstand ist gleichbedeutend mit Rückgang. 396 mallad Tag dist vergeht, in der nicht wenigsteus einige neue Kunden gewonnen werden. kein d Das kann aber 2 ann aber nur erreicht werden durch ma unausgesetzte Aufmerksamkeit und Tätigkeit. Kann doch 25 tbit nom ohne Es ist deshalb notwendig, unausgesetzt sachgemässe zart the god of bla en nos mooch sin bit no stisno junto de Jidorgen i 16 juo tie is an O sillo) abnormilo ni alam nio tim lonais bon atom that, ond nic Mitteilung das Publikum garnicht wissen, dass man etwas gutes und neues zu liefern hat. Reklame sió 6m findausdi zu machen, wofür die Giessener Zeitung eine gute Gelegenheit bietet, Proben по der beli zur Fre das Fre Ad ung Bekanntmachung. Betr.: Schweines euche unter Schweinen des Moses Keßler zu Gießen, Neuenweg Nr. 33. Unter dem Schweinebestand des Moses Keßler dahier, Neuenweg Nr. 33, ist die Schweineseuche ausgebrochen. Gehöftsperre ist angeordnet. Gießen, den 23. Februar 1911. Großh. Polizeiamt. Gebhardt. Darmstädter Möbelfabrik Filiale: Sesellschaft mit beschränkter Haftung Frankfurt a.M. Darmstadt Kaiser- Wilhelm Passage. Fabrik u.Hauptausstellungshaus Darmstadt- Heidelbergerstr.129. 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