der ande hrung de darf ein chaft ohn erheblich dankbare Gesetzgebe Danker Dem fie jed eines Dor -d. its. icht mit de und deshal benfachliche anche heut erricht, je nd geschaf dann etwa Stopf un menden 2 nügend 3 die folgend zu schaffer nicht wied Talen, frem hfame an lichen Eria nahm ihm en bei alle der Zeichen m Gegenteil d zum Selb anzuwenden mit der Made entliche Mah affenen. Di vermögen ber bei alle Cadchen das i Tige Trump und fchlecht gur Liebe zu ift durch un gliches Unte erft die Müh ganz veralte bedenken nid darbeiten fin vergeffe aff der Sreund Senen Berrlic nfere Maddo dem nötig, a it ihrer Tochte ter zu vervol genügen un enifche, fozial ind- dabur Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich olerteljährlich 1,20 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Erscheint Dienstage, Donnerstags, Samstags. Redaktion: Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 214. - Telephon: Nr. 362. Parteipolitisches. Hessische Landtagswahlen 1911. § Jm Landtagswahlkreise Großen- Linden Heuchelheim hat sich ein gemeinsames liberales Wahlkomitee gebildet, das als Kandidaten der National liberalen und der Fortschrittlichen den Bürgermeister Kreiling- Heuchelheim aufstellte. Aus Stadt und Land. Gießen, 24. Oktober 1911. Nach amtlichen Erhebungen betrugen die in ev. Kirchen Hessens im Jahre 1910 erhobenen Kollek ten insgesamt 139 246 M., darunter 94 723 Mt. für firchliche Armenpflege. * Die preußisch hessischen Eisenbah= nen haben im September gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres ganz außergewöhnlich hohe Mehreinnahmen erzielt. Nämlich im Personenverkehr 3,7 Millionen Mark gleich 6,65 v. H., im Güterverkehr 12,0 Mill. Mark gleich 9,86 v. H., insgesamt einschließlich einer Mehreinnahme aus sonstigen Quellen 16,9 Millionen Mark gleich 9,08 v. H. Die außerordentlich starke Steigerung der Einnahmen aus dem Güterverkehr entspringt zu einem beträchtlichen Teil dem Verkehr, der der Eisenbahnverwaltung infolge der Lahmlegung der Schiffahrt durch den ganz ungewöhnlich niedrigen Wasserstand zugeflossen ist. Am nächsten Sonntag, vorm. 11 Uhr, findet im Rathaussaal zu Heppenheim a. d. B. der dies= jährige Verbandstag der gemeinnützigen Bauvereine im Großherzogtum Hessen statt. Es wird u. a. ein Vortrag von Martin Hummel- Rüsselsheim gehalten über „ Das Kleinhaus, sein ethischer und praktischer Wert“. Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen des Großherzoglichen Bürgermeisterei Polizei- Amtes sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Dienstag, den 24. Oktober 1911. | ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseraten zeile.- Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg.- Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. S. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. der Presse und Stenogrammen fest, daß einerseits sowohl Zentrum als Bauernbund im Notfalle auch ohne die reaktionären Bestimmungen, 3. B. Pluralwahlrecht für das Gesez, gestimmt hätten und andererseits Fortschritt und Sozialdemokratie zu einem Zusammengehen mit den Nationalliberalen bereit waren, selbst auf Sto= sten einiger ihrer Forderungen. Es hätte sich aus den 17 Nationalliberalen, 8 3entrum, 3 Freisinnigen und 3 Wilden und zwei Drittel Mehrheit bilden lassen, aber die Nationalliberalen wollten nicht, um sich mit Zen= trum und Bauernbund nicht das Geschäft der Wahl= kreiseinteilung zu verderben. Die Debatte erstreckte sich noch über die Angelegenheit Pagenstecher, die Haltung der natl. Partei in der Frage der Gleichberechtigung der Konfessionen, in der Schulfrage, in der die liberalen Anschauungen des Abgeordneten Bach denen einer Anzahl seiner Fraktionsgenossen ganz entgegengesetzt wären und anderes, und dehnte sich so bis gegen 22 Uhr aus. Herr Professor Luley brachte im Schlußwort ein Hoch auf das Hessenland aus. Der letzte Teil der Erörterungen fiel leider dem wenig rücksichtsvollen Aufbrechen einer Anzahl der Teilnehmer zum Opfer. | werden. Ein geeignetes Gebiet hierzu sei die Verein= fachung der Staatsverwaltung, doch dürfe man nicht alte Vorrechte verletzen. Der Redner betonte seine be§ In Offenbach beschloß die Fortschrittlichesondere Verbindung mit dem Handwerk, doch sei auch Volkspartei für die Landtagswahl Stimmenfreigabe. er nicht der Vertreter eines Standes, sondern der AII= gemeinheit. Inbezug auf das Submissionswesen verlange er die Hinzuziehung von Handwerkern bei Aufstellung der Voranschläge. Auch die Abschaffung des Stempels sei wünschenswert. Der Redner trat für die Erhaltung des konfessionellen Friedens ein. In der Schulfrage könne er, in Ermangelung genügenden Eindringens in die Materie, noch keine Stellung nehmen. Dann wies der Redner auf die Gefahren hin, welche der Gießener Universität und Stadt von der Errichtung einer Universität in Frankfurt drohen, und sagte seine Intervention zu. Die sozialen Pflichten der Stadt seien ihm bekannt. Er sei zu jeder Aufklärung Anfragen gegenüber bereit, wolle aber nicht mehr versprechen, als er halten könne. Er wolle sich nicht aufdrängen und verschmähe es, mit Schlagwörtern zu arbeiten. Er trete gerne zurück, wenn es nötig sei. Nachdem der Redner unter lebhaftem Beifall geendet, ergriff Herr Dr. Osa nn das Wort. Er begleite einen Kandidaten des linken Flügels der Nationalliberalen in den Kampf, dessen Anschauungen mit denen der Freisinnigen vollkommen übereinstimmen. Das Leitmotiv seiner Ausführungen war, daß die Nationalliberalen für sich das Verdienst in Anspruch nehmen können, positive Arbeit im Land= tag geleistet zu haben. Die Errungenschaften seien ohne Opfer nicht zu erreichen gewesen. Es sei ungerecht, die Nationalliberalen deshalb als Reaktionäre anzuschwärzen, weil sie es nicht verantworten könnten, die positiven Erfolge durch Verweigerung der Opfer in Frage zu stellen. Eine ganze Reihe der Ausführungen des Redners waren Gegenstand einer lebhaften Erörterung, zu der Vertreter beider liberalen Parteien wiederholt das Wort ergriffen. Dadurch, daß die Aeußerung des Herrn Justizrat Mezz:„ er sei hergekommen, evtl. vorgebrachte Unrichtigkeiten richtig zu stellen" von nationalliberaler Seite als Beleidigung aufgefaßt und Herr Metz darauf hin etwas scharf angefaßt wurde, nahm die Debatte zeitweise eine stark persönliche Färbung an und verließ den Boden der Sachlichkeit. Die Erörterungen drehten sich, nachdem die Schuldfrage in den Einigungsverhandlungen durch Eingreifen des Vorsitzenden ausgeschaltet war, um eine Reihe von Gesetzen 2c., die von der nationalliberalen Partei mit eingeführt und nun von ihr verteidigt wurden, während die Freisinnigen sie angriffen. Auf die Ausführung des Herrn Osann, Eisenbahnvertrag habe finanziell nicht versagt, seine Par tei würde erst prüfen, ehe sie die Revision befürworte, entgegnete Herr Kuhlmann, daß den 33 Millionen ständen, Ausgaben für Zwecke der Bahn, nicht der Allgemeinheit. Die durchschnittlichen Einnahmen entspräaus dem Nassauilchen erschienen, der seine Wurst bechen gerade den zu zahlenden 3insen, 1908 hätte man sogar zusetzen müssen. Herr Mezz ergänzt, der Vertrag hätte damals vielleicht doch bessere Bedingungen bringen können, vor allem hätte man sich nicht für immer binden dürfen. Herr Osann verteidigte die Haltung seiner Partei in der Wahlrechtsfrage mit der Begründung, man hätte, um das so lang erstrebte direkte Wahlrecht zu erlangen, mit den Parteien der Rechten gehen müssen, also Opfer bringen, da aus den 17 Nationalliberalen, 5 Sozialdemokraten und 3 Freisinnigen keine zwei Drittel Majorität von 30 Stimmen gebildet werden konnte. Dem gegenüber stellt Herr Kuhlmann aus * Die Vereinigung für geschichtliche Psychologie und Psychiatrie im Großherzogtum Hessen hält am Samstag, den 4. November, in D a r m st a dt ihre 14. Hauptversammlung ab. Am Schlusse des Sommersemesters 1911 haben 74 Kandidaten die Prüfung für das höhere Lehramt in Gießen bestanden. * Die Pläne für die Hinterlandbahn nach dem Westerwald werden in den nächsten 14 Tagen fertiggestellt sein. Die Bürgermeisterei will dann ungesäumt an die Weiterbetreibung des Projekts herangehen. der *) 3igaretten steuer. Im Interesse unserer zahlreichen, mit der Zigarettensteuer unterliegenden Waren Handel treibenden Leser machen wir an dieser Stelle auf die einschneidende Bestimmung in§ 15 des 3i- Einnahmen zirka 80 Millionen Ausgaben gegenübergarettensteuergesetzes besonders aufmerksam, wonach derjenige, der sich gewerbsmäßig mit dem Verfauf von Zigaretten, Zigarettentabat, Zigarettenhülsen und-Blättchen befassen will, dies vorher der Steuerbehörde anzuzeigen hat. Die Anmeldung hat im Bezirk eines Steueramts bei diesem, im übrigen aber unmittelbar bei dem zuständigen Hauptsteueramt zu erfolgen. Die Beachtung dürfte umsomehr erforderlich sein, als Zuwiderhandlungen gegen die betreffenden gesetzlichen Vorschriften mit besonders hohen Strafen, bis zu 300 Mark, geahndet werden. * Schulstrafen. Die Regierungen zu Wiesbaden und Kassel erlassen unter dem 11. Oktober eine gemeinsame Verordnung, nach der eine Schulversäumnis, wenn sie nicht in ausreichender Weise, eventl. auf Verlangen des Schulleiters durch Beibringen eines ärzt= lichen Zeugnisses spätestens nach 3 Tagen entschuldigt wird, mit Geldstrafe im Betrage von einer halben Mark bis zu drei Mark oder einer Haftstrafe von einem Tag für jeden Tag, an dem eine Versäumnis stattfindet, geahndet wird. n Gestern abend hatten die NationalliberaIen in Steins Garten eine Wählerversammlung einberufen, zu der auch Herr Reichstagsabgeordneter Dr. Osann aus Darmstadt gekommen war. Nach einigen einleitenden Worten des Vorsitzenden, Herrn Professor Luley, der wiederholt um Sachlichkeit und Vermeidung der Schuldfragen ersuchte, ergriff Herr Fabrikant Adolf Klingspor, der Kandidat der Nationalliberalen, das Wort, um in längerer Rede seine politischen Anschauungen zu entwickeln. Nach einer Reihe allgemeiner Erörterungen schritt der Redner zur Fixierung bestimmter Ziele über. So betonte er die Notwendigkeit der Revision des Eisenbahn- Vertrages mit Preußen. Obgleich die Lösung wichtigerer Fragen nicht aufge= schoben werden fönne, müsse doch nach Kräften gespart 11. n Gewerbliche Revisionen. In den Monaten Juli, August und September wurden in Gießen revidiert: 1 Verschiedene Petroleumlager, 2. Benzin- u. Benzollager, 3. Die Feldziegeleien, 4. Borstenzurichtereien, Bürsten- und Pinselmachereien, 5. Weißgerbereien inbezug auf Lagerung von Hautabfällen im Freien, 6. Weißbinder, Maler und Lackierer, 7. Verkaufsstellen, in denen Margarine, Margarinekäse oder Kunstspeisefett gewerbsmäßig hergestellt oder verkauft wird, 8. Mineralwasserfabriken, 9. Warenhäuser, 10. Baugruben, Lumpenlager, 12. Die Steinbrüche und Sandgruben inbezug auf Lagerung von Sprengstoffen, 13. Die Warenhäuser und Verkaufsstellen inbezug auf Lagerung und Herstellung von Zelluloidwaren, 14. Die Fruchteishändler bezüglich Reinhaltung der Geräte und des Materials, 15. Die Steinbrüche und Steinhauereien, 16. Die Fabriken und Handlungen, welche Essigessenz führen und in den Verkehr bringen, 17. Biographen und Kinematographen, 18. Den 8 Uhr- Ladenschluß, 19. Die gewerbsmäßigen Güterhändler mit ländlichen Grundstükken, 20. Die Getreidemühlen, 21. Die hiesigen und auswärtigen Bäcker und Brothändler auf Gewicht des Brotes und Namenszeichens und 22. Die Gast- u. Schankwirtschaften bezüglich Beschäftigung des fremden Personals, Einhaltung und Eintrag der Ruhezeiten in das zu führende Buch, sowie Führung von Weinbüchern und auch die Kolonialwarengeschäfte, welche Wein verkaufen. .n Die Herbst- Mitgliederversammlung des Vereins ehemaliger 116er fand letzten Sonnabend statt und wies einen zahlreichen Besuch auf. n Auf dem letzten Markte war wieder ein Metzger deutend wohlfeiler abgab und deshalb bald verkauft hatte. n In unserer Stadt brachte der Blumentag für die Erweiterung des Christianenheims 300 Mark ein. n Da das erste Opern- Gastspiel,„ Das Glöckchen des Eremiten", am 30. d. Mts. stattfindet, so muß die Aufführung von Aristophanes„ Fröschen" verschoben werden. Botschaft an Geschwächte. Schwächezustand und Kräfteverlust beruhen auf einer mangelhaften Ernährung; die Speisen werden nicht in der Weise verdaut und assimiliert um dem Blute die nötigen Bestandteile zuzuführen, die notwendig sind, um dem Körper die nötige Kraft und Widerstands. fähigkeit zu leihen. Es gibt Personen, die viel und gut Kathreiners Malzloffen effen und fich dennoch körperlich und geistig schwach fühlen. schmeckt gut, ist gesund und- billig. A In solchen Fällen ist es die Aufgabe, die Verdauung und Assimilation zu regulieren und zu gleicher Zeit die dem Blute mangelnden Bestandteile zuzuführen, und dieses wird, wie von ärztlichen Autoritäten anerfannt, am sichersten durch Leciferrin erzielt, welches nicht nur ein Nährmittel allerersten Banges und die Hauptbestandteile des Blutes besikt, sondern auch äußerst günstig auf die Verdauung wirft. Von Tausenden erprobt und von unzähligen Aerzten begutachtet. Leciferrin( Ovo Lecithin: Eisen) fostet. 3.- die Das Gehalt mocht's! Flasche. Beim Einkauf achte man genau auf den Namen„ Leciferrin." In Apotheken erhältlich, ganz sicher von: D Universitäts Apotheke Gießen und Engel- Apotheke in Frankfurt a. Main. Aus den Parlamenten. Deutscher Reichstag. Am Freitag begann im Reichstag die Debatte über die Privatbeamtenversicherung, die erfreulicherweise eine verhältnismäßig schnelle Erledigung fand. Der Gesezentwurf wurde in erster Lesung der ehemaligen Kommission für die Reichsversicherungsordnung überwiesen, nachdem sich außer der Sozialdemokratte die Redner fämtlicher Parteten zustimmend zu der Vorlage ausSonnabend hat der gesprochen hatten. Am Reichstag die zweite Lesung des Gefeßent= wurfs über den obersten Kolonial: und Konfulargerichtshof erledigt. Die Debatte war sehr bewegt. Es handelte sich um die Fragen: soll in dem Gericht außer den vier Berufsrichtern ein wechselnder, von der Regierung zu bestimmender Verwaltungsrichter sitzen oder nicht, und zweitens soll das Gericht nach Hamburg verlegt werden oder nach Berlin. Die Kommission hatte dem Wunsche der Regierung gegenüber sowohl für den Verwaltungsbeamten wie für Berlin entschieden. Die an dem Gerichtshof interessierten Streife, zumal in den Kolonten, nahmen einen gegenteiligen Standpunkt ein. Die große Mehrheit des Zentrums stimmte mit der Linken gegen die Regierung, so daß nach den Beschlüs sen der zweiten Lesung der Konsulargerichtshof sich aus fünf richterlichen Beamten zusammensetzen wird, während die Regierung nur das Recht hat, einen Sachver ständigen zu entsenden, der an den Verhandlungen von Amts wegen teilnehmen kann. Dafür hatte die Regierung auf der anderen Seite den Triumph, daß zum Size des Konfulargerichtshofes nicht Hamburg, sondern Berlin gewählt wurde. Hier hatte also da sunannehmbar", das der Staatssekretär von Lindequist im Namen des Bundesrates gegen Hamburg aussprach, den gewünschten Erfolg gehabt. Am Montag kommen Interpellationen über die Lebensmittelteuerung zur Verhandlung. Grafen Zeppelin gewinnen jetzt festere Gestalt. Nach Ulmer Depeschen hat die nationalliberale Partet im 14. württembergischen Reichstagswahltreise beim Grafen Zeppelin angefragt, ob er unter Umständen berett fet, eine Reichstagskandidatur anzunehmen. Nach der Antwort des Grafen darf mit der Annahme der Kandidatur gerechnet werden. Auch maßgebende Kreise der Volkspartei stehen der Kandidatur sympathisch gegenüber. Unter diesen Umständen hat die nationalliberale Partet des 14. Reichstagswahlkreises beschlossen, der Volkspartet die Einigung auf diese Kandidatur vorzuschlagen. Der Wahlkreis Geislingen- Heidenheim- Ulm war seit 1903 durch den Volksparteiler Storz vertreten, der aber kürzlich erklärte, mandatsmüde zu sein. Eine Denkschrift des deutschen Landwirtschaftsrats zur Lebensmittelteuerung ist den Mitgliedern des m desrats und des Reichstaas zugegangen. In der Denkschrift wird zum ersten Mal der Versuch gemacht, das gesamte Material der amtlichen Statistik über die Entwicklung des Bydenertrags und der Viehproduktion, ferner über die Bewegung der Preise und daran an= schließend über die Bewegung der Löhne in den letzten 30 Jahren übersichtlich dazustellen. Im Reichstag soll demnächst eine Unterbrechung der Plenarsizungen eintreten, um der Kommission zur Beratung des Angestelltenversicherungsgesetzes möglichst viel Zeit zur Beratung zu lassen. Es wird deshalb be= absichtigt, nach Erledigung der noch ausstehenden Interpellationen eine etwa zehntägige Pause eintreten zu lassen. Man nimmt an, daß diese Bause etwa am Mittwoch oder Donnerstag nächster Woche beatnnen und bis zum 7. November dauern werde. Gewisses wird morgen der Seniorenkonvent befchließen. Die Parlamentswahlen in Elsaß- Lothringen. Nach den bis jetzt vorliegenden Meldungen über die am Sonntag in Elsaß- Lothringen zum ersten Mal auf Grund der neuen Verfassung bei ganz außerordentlich reger Beteiligung vorgenommenen Wahlen zur zweiten Kammer sind gewählt zwet Liberale, dret Nationalisten, 19 Kandidaten des Zentrums, fünf Soztalund ein unabhängiger Agrarier. Nachwahlen haben, soweit bis jetzt bekannt. in 24 Kreisen stattzufinden. Frankreichs Jugend und Deutschenha. bemofraten, neur Kandidaten des Lothringer Blocks Die Schulbücher für die französischen Volksschulen find, wie der Korrespondenz Heer und Politik" von militärischer Seite geschrieben wird, eine wahre Fundgrube des Chauvinismus und scheinen nichts wetter zu betreiben, als den Deutschenhaß der heranwachsenden Jugend zu fördern. Besonders in dem Moralunterricht", der den Ersatz für den in den französischen Volksschulen fehlenden Religionsunterricht bildet, wird mehrere Male in der Woche aus dem Lehrbuch von Patót den kleinen Jungen und Mädchen Politik vorgetragen. In einer Schriff Revange!" hat der Deutsche Karl Reichenbach, der die Verhältnisse aus eigener Anschauung fennt, die Zustände genau geschildert. So enthält z. B. nach seinen Mitteilungen das obengenannte Lehrbuch für die Volksschulen einen kleinen Aufsatz mit dem Titel: Reizbare und strettsüchtige Nationen". In diesem Artikel wird ausgeführt, daß es unglücklicherweise zänkische und schlachtfüchtige Nattonen gibt. Diese Nation ist natürlich Deutschland, das ein Verbrechen begeht, als es die Bevölkerung ElsaßLothringens trob thres Einspruches annettterte. Et= nige weitere Abschnitte lauten: Die Zukunft der Repubitt beruht auf jedem von Euch. Wenn ein feder von Euch seine Pflicht tut, wird die Republik stark genug sein, um uns eines Tages die Brüder wieder zu geben, die wir verloren haben, nämlich die Brüder von Elfaß- Lothringen. Oder:„ Frankreich erwartet mit unerfchütterlicher Zuversicht die Stunde der Vergeltung." In dem Buch, aus dem die französische Schuljugend die Geschichte Frankrefths lernt, sagt der Verfasser dieses Buches aus Anlaß der Schlacht von Sedan wörtlich folgendes: Beim Angriff auf Bazailles haben die Bayern grausame Verluste gehabt. Um sich zu rächen, verbrennen fie im Dorfe 360 Häuser, sie erschießen 100 Einwohner, darunter einen Greis von 86 Jahren, und werfen eine Frau mit ihren beiden Kindern in einen Brunnen." Zur größeren Aufmunterung der lernenden Schuljugend ist diese schöne Beschreibung der Schlacht noch mit Bildern versehen, auf denen man sehen kann, wie ein bayerischer Soldat ein Kind in den Brunnen schleudert, wie andere Soldaten alte Frauen zu gleichem Zwecke heranschleppen und wie deutsche Offiziere diefem Schauspiele lächelnd zusehen. Das ist der französische Moralunterricht" und die Friedensliebe, von der die Franzosen gar nicht genug Aufhebens machen können. In dem Lehrbuch werden fernerhin die Deutschen noch mit Namen bedacht, wie " Sauerkrauteffer"," Städtebombardierer" und anderen ftebenswürdigen Ausdrücken. Rundschau vom Cage. Politisches. Der Kaiser wird am 5. November als Jagdgask des Fürsten von Fürstenberg zur Teilnahme an den groBen Fuchsfagden in Donaueschingen eintreffen. Die Gerichte über eine Reichstagskandidatur des 14) Aus Eifersucht. Roman von Mar Hoffmann. ( Nachdruck verboten.) „ Ich vermute, daß es für Ste etwas Neues sein wird," sagte sie nach einer Pause.„ Ich kann Ihnen zwar nicht den verabscheuungswürdigen Täter nennen oder eine bestimmte Spur bezeichnen, auf der Ste thn finden könnten; aber ich kann doch einem Unschuldigen Hilfe bringen." ,, Verzeihen Sie, gnädiges Fräulein," unterbrach er Re, habe ich das Vergnügen, in Ihnen die Tochter des Herrn Justizrats Heinroth zu sprechen?" „ Allerdings, mein Herr." ,, Wenn Sie nun Angaben zu machen haben, wertes Fräulein, warum machten Sie diese nicht einfach Ihrem Herrn Vater, damit er uns die Sache mittetle?" " Well= well" ste suchte zögernd nach Worten. Endlich rtef fie in gequältem Ton:„ Mein Gott, ich habe fa mit Papa darüber gesprochen, aber er ist nach metnen Eröffnungen wie umgewandelt und will nichts mehr mit der ganzen Sache zu tun haben, während er doch vorher" ste hielt stockend inne. Er bemühte sich, seiner Stimme einen recht schonenden Klang zu geben. Um was für besondere Dinge Handelt es sich, wenn es nicht indiskret ist, danach zu fragen?" Ihre Stimme zitterte merklich, als sie erwiderte: " Es ist die Verbindung, in die man Herrn Dr. Waldow mit jener schrecklichen Angelegenheit gebracht hat." Und Sie wollen etwas gegen ihn aussagen?" Um Gotteswillen, nicht gegen thn! Ganz im Gegenteil! Ich bin fest von seiner völligen Unschuld überIm zweiten Berliner Reichstagswahlkreise wurde am Sonntag von einer Vertrauensmännerversammlung der fortschrittlichen Volkspartet der bisherige Abgeordnete für Danzig, Momsen, als Kandidat aufgestellt. Der Wahlkreis wird gegenwärtig durch den Sozialdemokraten Fischer vertreten Die Organisation des Hansabundes umfaßt nach Mittellung des Direktoriums zurzeit 59 große Landesund Bezirksgruppen, 624 Ortsgruppen und 1400 Bertrauensmänner. Die Zahl der ihm angeschlossenen wirtschaftlichen Korporationen beträgt 730 aus allen Kreisen der Industrie, des Handwerks, der Detaillisten und der Angestellten. Die Stichwahl in Konstanz wird nach amtlicher Information bestimmt am 27. Oftober stattfinden. Nach amtlicher Mitteilung hat Schmid( natl.) 11 439 ſtatt 11 234 Stimmen erhalten. Der liberale Vorsprung beträgt mithin rund 1200 Stimmen. Kleine Nachrichten. Renß ä. L. voran! Im Fürstentum Reuß ä. L. wird eine Art von Junggesellensteuer eingeführt. In der Steuergesetzgebungsfommission des Landtages wurde beschloffen, daß ledige Personen eines bestimmten. Alters, die feinerlet Unterhaltungspflicht anderen gegenüber haben, einen Steuerzuschlag zahlen soll. Kontrolle öffentlicher Tanzvergnügen. Wie die Allgemeine Hotel- Rundschau" aus unterrichteter Quelle erfährt, hat der preußische Minister des Innern bet den übriaen Bundesstaaten angeregt, in nächster Reit einmal sämtliche öffentliche Tanzvergnügungen in allen Lokalen in einer bestimmten Zeit zu kontrollte= ren. Es soll besonders Jagd auf jugendliche Personen gemacht werden. Bekämpfung der Trunksucht in Rußland. Der russische Ministerrat hat eine Gesetzesvorlage eingebracht, in der gefordert wird, die Bekämpfung der Trunksucht zur Aufgabe des Staates zu machen. Ein portugiesischer Krenzer gescheitert. Der portugtestsche Kreuzer Sao Rafael" ist nördlich von Borto gescheitert und gilt als verloren. Die Besagung ist ge= rettet. Eine fapanische Bulverfabrik ervlodiert. Am Sonnabend ist in Tokio die staatliche Pulverfabrik explodiert. Zwölf Personen wurden getötet, neun verwundet. 4000 Kilo Pulver ſind vernichtet und zwei Gebäude zerstört worden. Sabotage auf einem franzöfifchen Linienschiff? Auf dem Lintenschiff„ Mirabeau" haben infolge einer Urlaubsverweigerung die Vorrichtungen zum Unterwasser= feßen der Munitionsräume nicht funktioniert. Die Untersuchung ergab die Anwesenheit von Etsenfellspänen, Glassplittern, Schmirgelvulver und anderer Fremdkörper in den Apparaten. Die Untersuchung wurde eröff= net, dret Mann der Besatzung des Schiffes wurden verhaftet. zeugt und bin der Ansicht, daß er lediglich durch einen unglücklichen Zufall in die Sache verwickelt worden ist." ,, Das mag sein. Und ich will Sie gleich von vorn= herein etwas beruhigen, indem ich Ihnen erkläre, daß die Tat nicht von ihm selbst begangen sein kann. Es ist mit Sicherheit nachgewiesen worden, daß er in jener Nacht zu Hause wellte. Es handelt sich also nur um das Geld, das in seinem Bestß gewesen war. Wie kam es in seine Hände? Und warum machte er sich durch das merkwürdige Verlassen seiner Wohnung und das planlose Umherstreifen verdächtig? Nun, über das alles denke ich morgen Auskunft zu erhalten, wenn ich thn eingehend verhöre. Der Physikus tellt mir heute mit, daß er jetzt vollständig vernehmungsfähig set." „ Also ist der Herr Doktor genesen?" fragte fte mit schwach unterdrückter freudiger Erregung. " So ziemlich. Und seine Besserung schreitet rasch vorwärts." " Noch vor etlichen Tagen wurde ich am Krankenhaus abgewiesen, als ich ihn sprechen wollte," sagte ste schmollend. " Das wollten Ste tun, Fräulein?" fragte er erstaunt. " Weshalb nicht?" fragte sie unbefangen.„ Ich bin zu vollständiger Selbständigkeit erzogen, und meine Eltern lassen mich fret handeln, wie ich will. Ste wiffen, daß ich nichts unrechtes tue, und ich fühle mich durch thr Vertrauen zugleich erhoben und verpflichtet." an. Er sah ste pritfend, aber nicht ohne Bewunderung Eine neue Generation ist da herangereift, dachte er bet sich. Wenn alle Früchte so sind, wie diese, könnte man sie sich schon gefallen lassen! ,, Sie wollten mir bestimmte Mittellungen machen?" fragte er laut. Ja, ich denke und hoffe, daß Ste Herrn Doktor Waldom nüglich sein werden." Der Eugen Richter- Turm in Hagen wurde am Sonntag unter großer Beteiligung von Parteimitglie dern und Abgeordneten eingeweiht. Die Feftrede hielt Abgeordneter Wiemer. Der Aeroplan in Tripolis. Sonntag vormittag führte der italienische Hauptmann Piazza auf einem Bleriotapparat in Tripolis einige Flüge aus, die unter den Arabern großes Erstaunen und heftigen Schrecken hervorriefen. Volkswirtschaftliches. Zur Bekämpfung der Güterschlächteret ist von den Bauern der Dorfgemeinde Subingen ein Boykott ins Werk gesetzt worden, dem sich die Bauern des gesamten Landkreises anschlossen. Hier waren die Güterschlächter ganz besonders eifrig am Werke. Die Bauern beschlossen Barum, zur Selbsthilfe zu greifen. Bet der Landverstet gerung enthielten sich nun alle Bauern eines jeden Angebotes. Aus den Nachbargemeinden des Landkreises waren über 100 Bauern erschienen, die auch den Boytott über die Güterschlächter verhängt hatten. Der Zu sammenschluß der Bauern hatte zur Folge, daß die Versteigerung der Ländereten völlig ergebnislos verlief. Die Selbsthilfe war also von größter Wirksamkeit. Aus den Gerichtssälen. Das Urteil im Becker- Prozeß. Die Straffammer des Landgerichts Stettin verurteilte den früheren Rit tergutsbesizer Becker auf Bartmannshagen wegen Be leidigung des Grimmer Landrats v. Malzahn in dret Fällen zu einer Gesamtstrafe von dret Monaten Gefängnis. In zwei Fällen erfolgte die Freisprechung. Der Schutz des Paragraphen 193 mußte dem Angeklag ten versagt werden. Strafverschärfend wurde angenom men, daß die Beleidigung nicht in der Hiße des Wahlfampfes gefallen ist und der Angeklagte ein gebildefer Mann ist, der die Tragweite seiner Aeußerungen zu ermessen vermag. Auf der anderen Seite wurde zugebilligt, daß er nach seiner besten Ueberzeugung gehandelt habe und daß er durch verschiedene Verfügungen des Landrats in dieser Hinsicht bestärkt worden set. Die Kosten werden, soweit Freisprechung erfolgte, der Staatstaffe auferlegt. Vom Landgericht Greifswald war Becker bekanntlich zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Das Reichsgericht über die Talonstener. Das Reichsgericht entschied in Uebereinstimmung mit dem Landgericht und Oberlandesgericht Rostock in dem Prozeß der Mecklenburgischen Hnvotheken- und Wechselbank mit dem Mecklenburgischen Ritterschaftlichen Kreditverein, daß der Kreditverein mit Rücksicht auf die von ihm ausgegebenen Pfandbriefe die Talonsteuer selbst zu tragen habe. Es ist damit nun endgültig festgestellt, daß die Talonsteuer nicht von dem Besitzer, sonderm vom Aussteller der Wertpaptere getragen werden muß. Zum Tode verurteilt. Der Arbeiter Mämecke aus Alrode im Braunschweigtschen, der beschuldkat mar, setne beiden Kinder ermordet zu haben, wurde vom Schwurgericht in Braunschweig wegen vorsätzlicher und überlegter Tötung zum Tode und 10 Jahren Zuchthaus verurteilt. Frau Mämecke ist wegen vorfäßlicher Tötung ohne Ueberleauna in zwei Fällen zu drei Jahren Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt worden. Vermischtes. Ein Bitterfelder Realschüler erschossen anfgefunden. Der 15jährige Oberrealschüler Gustav Genzel in Bitter feld mitrde in der Wohnung seiner Eltern erschossen aufaefunden. G. ist der Sohn des Gefangenenauffehers am Amtsgericht. Seine Eltern find angesehene und beliebte Leute. Der funge Mann galt allgemein als ein begabter und fleißiger Schüler. Man forscht vergeblich nach irgendwelchen Ursachen, die die ganze Sache aufflären könnten, so daß die Frage, ob unglücksfall oder Selbstmord vorliegt, wohl überhaupt unentschieden bleiben wird. Der funge Mann hat noch an dem Morgen, an dem das Unalück geschah. mit seiner Mutter zufammen am Kaffeetisch gesessen, ohne daß irgendwelche Anzeichen von nichtschen Störungen an ihm zu bemerken waren. Ein schweres Verbrechen ist Donnerstag abend in Hamburg in letter Minute verhindert worden. Ein 21= fähriger Bankter war im Begriff, fetne funge Frau, mit der er sich vor zwei Monaten in London verheiratet hatte, in der Elbe zu ertränken um eine Versicherung auf deren Lebert von 300 000 Mark zit erhalten. Ein Chauffeur, dem für seine Mitwirkung 10 000 Mark versprochen waren, hatte den Blan verraten, so daß die Kriminalpolizet den Mann noch verhaften konnte, gerade als er in Blankenese im Begriff stand, mit seiner Frau ein Motorboot zu besteigen, von dem aus die Frau ertränkt werden sollte. Die Versteigerung der Snikentoilette. In der Bfandkammer in der Neuten Schönhauser Straße zu Berlin kam am Freitag vormittag die vielumstrittene Spitzentoilette der Herzogin von Koburg, die seinerzett Er mußte lächeln.„ Das zit entscheiden, muß ich allerdings Ihrem Gefühl überlassen, mein Fräulein, da ich noch keine Ahnung von dem habe, was Sie mir sagen wollen." „ Ich dachte nämlich an die Möglichkeit, daß Herr Doktor Waldow wieder auf Ihre Fragen die Antwort verweigern würde und daß er dann doch Unannehmlichketten haben könnte-" " Das muß ich Ihnen freilich bestätigen. Ist er wieder so verstockt wie bet seinem ersten Verhör, so bleibt nichts weiter übrig, als thn in Untersuchungshaft zu nehmen." ,, Nein, nein," rief ste erregt, das darf nicht sein! Darum will ich sagen, was ich weiß und thn dadurch gewissermaßen zur offenen Aussage zwingen. Ich weiß, er schweigt nur aus übertriebener Ehrenhaftigkeit, um jene Frau noch nach dem Tode zu schonen. Hter aber hat die Pflicht des Schweigens ein Ende, wo es sich um seine eigene Ehre handelt. Also hören Ste! Schon vor langer Zett, als wir uns gegenseitig unsere Herzen ausschütteten, und ohne es auszusprechen, entdeckten, daß sie sich entgegenschlugen, erzählte er mir viel von seinem früherem Leben. Und als tch thn dann unter an derem fragte, weshalb er nte in etne Gesellschaft gehe, auf der Frau von Marleben zugegen set, und ob er sich vor thr fürchte, da sah er mich verdrießlich an und sagte: " Diese Frau hat einst eine Rolle in meinem Leben gesptelt." „ Ste haben sie geliebt?" rief ich empört. „ Ich weiß nicht, ob es Liebe war," versetzte er beflommen.„ Aber eine gewisse Neigung habe ich setnerzett für sie gehabt, die sich allerdings bald verflüchtigte, als ich sie näher kennen lernte." ,, Und das wagen Ste mir zu sagen?" rief ich voller Entrüstung. Ich dachte-" 11 di de if 10 A 1 de 31 ba tu te ga de fu 11 R de fo 20 fefet 101 ge te δε hi I nt tic fe fi dt er film Sc Ite J G M auf mar სირ aut beft Un Iteg then de C Itche steht, re do Buri Stent der von nach Reg went erhof Blita the t Bend gefch farfo Rand be a mitglie De biell mittag etnem e unter threden on den ott ins famten lächter chloffen verstel ent An treifes Boy er Zu e Ver ef. 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Bugegen waren außer den Nächstbeteiligten, der Baronin Brinden selbst und deren Bertreter, sowie dem Vertreter der Herzogin, nur we nige ernsthafte Reflektanten. Dementsprechend wurde auch nur mit geringer Lust geboten. Für 4000 M. wurde die Spigentoilette dem Vertreter der Herzogin von Koburg, Justizrat Rupprecht, zugeschlagen. Untertunnelung des Aermeltanals. Die englische Presse beschäftigt sich neuerdings mit der Frage des Aermelfanal- Tunnels. Bezüglich der finanziellen Beteiltgung wird mitgeteilt, daß England 160 und Frankreich 200 Millionen der Kosten zu tragen habe. Diese Summe bezeichnen die Blätter als Maximum, um so mehr, da amerikanische Ingenieure versichert haben, die Arbeiten unter bedeutend günstigeren Bedingungen ausführen zu können. Französischerseits hat man sich bereit erklärt, die Arbeiten sofort in Angriff zu nehmen, sobald England seine Zustimmung erteilt. Die Arbeiten follen in 5 Jahren beendet sein. Todessturz eines Fliegers. Der Ingenieur Tacke aus München, der seit einigen Monaten in Schneverdingen mit einem Eindecker neuer Konstruktion für ein Hamburger Unternehmen Flugversuche veranstaltete, ist Sonnabend nachmittag nach einem Flug von etwa zehn Minuten Dauer bei der Landung tödlich verunglückt. Es scheint, daß er, von der Sonne geblendet, eine Ge ländefalte nicht bemerkte, bei der nun der Apparat, den Piloten unter sich begrabend, sich überschlug. Die Maschine wurde vollständig zertrümmert, der Flieger so schwer verletzt, daß er nach wenigen Minuten, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben, starb. Das Ende der rotbraunen Handschuhe in der Armee. Seit langem werden in der Armee Klagen über die rotbraunen Handschuhe geführt, die im Dienst von den Offizieren getragen werden müssen. Der Handschuh ist wenig dauerhaft, färbt ab, ist bestenfalls einmal zu waschen und steht nach kurzer Tragezeit unansehnlich aus. Da sich auch die von den Truppen dem Kriegsministerium eingereichten Berichte über die Erfahrun gen mit der felbgrauen Uniform gegen das Rotbraun ausgesprochen haben, das Schmusstreifen auf dem grauen Tuch hinterläßt, so find jetzt Versuche mit anBersfarbigen Handschuhen in die Wege geleitet worden. Die Abschaffung der kurzlebigen rotbraunen Uniform beigabe darf mit Sicherheit erwartet werden. Ueber die Ehrung eines deutschen Kriegsveteranen In Frankreich wird aus Koblenz berichtet: Ein in Mayen bei Koblenz wohnender Veteran des Krieges 1870/71 steht nunmehr fett 40 Jahren mit seinen damaligen Quartierleuten in Briefwechsel. Vor kurzem hat er nun der Einladung, nach Frankreich zu kommen, Folge geleistet und ist herzlich empfangen worden. Be sondere Aufmerksamkeiten wurden dem Veteran von dem Bürgermeister der ehemaligen Festung Péronne, zwischen Amiens und St.- Quentin, erwiesen. Der Bürgermeister und einige Stadtverordnete zeigten dem Deutschen alle neuen Sehenswürdigkeiten, und abends wurde zu seinen Ehren ein Bankett veranstaltet, wobet man auf die tapferen Deutschen und Franzosen trant. Die Carnegieftiftung für Lebensretter hat in lezzter Beit umfangreiche Prämien ausgezahlt. Erst fest wieder erhielten ein Dienstmädchen und ein Handelsgärtner für die Rettung von Menschenleben vom siche= ren Tode des Ertrinkens te 30 M. Diefe Prämten werden ohne Rücksicht gezahlt, ob der Lebensretter die Rettungsmedaille, etne Geldbelohnung oder vom Regierungspräsidenten eine öffentliche Belobigung erhält. Ursprünglich nur für die Hinterbliebenen verunglückter Lebensretter bestimmt, hat die Carnegiestiftung für Lebensretter einen Schatz zur Belohnung hervorragender Rettungstaten abgezweigt. Die Erbschaft des Verschollenen. Vor kurzem kehrte der jetzt 71 Jahre alte Ackerer und Ziegeletarbeiter Jafob Dawo aus Ommersheim, Bezirk St. Ingbert, aus Amerika zurück, wo er sich ununterbrochen vierzig Jahre aufgehalten hatte. Groß war das Erstaunen des völlig mittellofen Greises, als er hörte, daß thn inzwischen seine Brüder gerichtlich für tot erklären ließen und über fein Erbteil von 4000 verfügt hatten. Der alte Mann will nun den Beweis führen, daß er seinen Brüdern von Zeit zu Zeit von seinem amerikanischen Wohnorte geschrieben habe, und daß diese also wußten, daß er noch am Leben set. Wenn ihm dies gelingen sollte, mütẞ= te dem angeblich Verschollenen sein Erbteil wieder werden, vorausgesetzt, daß die Geschwister noch etwas davon hinter sich haben. Vor allem aber müßte die gerichtliche Todeserklärung wieder rückgängig gemacht werden. Die Glückszahl des Papstes. Angesichts der besorgntserregenden Beitungsmeldungen über das gegenwärtige Befinden des Papstes scheint folgende Anekdote an= zudeuten, daß der Papst selbst wahrscheinlich dem Laufe der Dinge weit gelassener zusieht. Der Papst vertraut fest auf die Zahl der Musen und hat im Sommer 1903, furz bevor er Bapst wurde, einem Freunde erzählt, wie die Neun sein Leben beherrscht: 9 Jahre lang", so saate er, war ich Schulfunae, 9 Jahre lang Student in Pa" Was dachten Ste?" unterbrach er mich bestimmt. " Doch nicht etwa, daß ich bis heute ganz ohne Gefühl für das andere Geschlecht durchs Leben gegangen set? So töricht wird doch ein modernes Mädchen, wie Ste, Itebes Fräulein, Emmi, nicht sein! Aber das kann ich Ihnen versichern," fügte er leidenschaftlich hinzu,„ daß Ste meine erste wahre, meine einzige echte Liebe sind. Man sagt, trren set menschlich. Soll sich dann dies allein auf den Verstand beziehen? Ist nicht auch das Herz mannigfachen Irrtümern ausgesetzt? Das Herz, das boch Eindrücken viel zugänglicher, das doch viel leichter zu lenken ist, als der kühle wägende Verstand?" Durch solche Reden wußte er meine Entrüstung zu besiegen, denn ich mußte mir sagen, daß er recht hatte. Und nun betchtete er mtr ausführlich das weit zurückItegende Erlebnis mit Minna Rant, wie ste alsmädchen gehetßen hatte. Es war die so vielfach sich abspielende Geschichte etner Studentenliebschaft, wo der männItche Teil in geistiger und, sowett es in seinen Kräften steht, auch in materieller Hinsicht das gebende, der andere das nehmende Element tft. In angestrengtem Studium und verhältnismäßiger Burückgezogenheit hatte Karl Waldow seine ersten StuStenjahre zugebracht, als er sein neues Heim im Norden der Stadt bet der Witwe Frau Rank bezog. Es war eine von jenen Frauen, die einen unverwüstlichen Drang nach Verbesserung ihrer Lage, etn Sehnen nach höheren Regionen, in die sie gelangen möchten, besitzen, und wenn ihr selbst das auch nur mäßig gelungen war, so erhoffte sie doch für thre einzige Tochter ein folches Glück. Ste wurde in der zuversichtlichen Hoffnung, daß thr dies gelingen werde, durch die immer mehr erblühende Schönheit der Tochter bestärkt. Mit den zwiefach geschärften Augen des hochstrebenden Wetbes und der fltrsorglichen Mutter hatte ste rasch erkannt, daß der Kandidat der Medizin Waldom bet setnem Fletß und dua, 9 Jahre lang Aurat in Tombolo, 9 Jahre lang Priester in Salzalo, 9 Jahre lang Domherr in Treviso, 9 Jahre lang Bischof in Mantua, 9 Jahre lang bin ich Kardinalpatriarch in Venedig, und vielleicht werde ich so lange es Gott gefällt, wahrscheinlich wieder für 9 Jahre, da diese Zahl in meiner Laufbahn vorherbestimmt erscheint." Papst, Fener an Bord des Kreuzers von der Tann". An Bord des Panzerkreuzers v. d. Tann" entstand, während das Schiff im Trockenbock an der Katferlichen Werft in Kiel lag, am Sonnabend in einem im 3wischendeck befindlichen Aufbewahrungsraum Feuer. Die gesamte Besatzung wurde fofort alarmiert, und die Flammen, die in den dort aufgestapelten, leicht brenn baren Stoffen, wie Werg, Del und Spiritus reichlich Nahrung fanden und sich schnell ausbretteten, wurden in etwa einer halben Stunde erstickt und die Gefahr befettigt. Der angerichtete Schaden ist verhältnismäßig gering. Der Brand wird auf Selbstentzündung zurückgeführt. Ein großer Schwindel mit Carnfobilletts wurde Freitag abend im Hamburger Stadttheater bei der Aufführung des Maskenball begangen. Ein unbekannter Mann hatte sich Galeriebilletts in großer Zahl in der gleichen Farbe wie die richtigen Billetts drucken lassen und vor dem Theater verkauft. Für die Karten Iteẞ er sich bis 40 Mark pro Billett bezahlen. Erst später, als die Ueberfüllung der Galerie auffällig wurde, kam man dem Schwindel auf die Spur. Man hat jedoch die Besucher mit den falschen Billetten die Vorstellung ru= htg zu Ende sehen lassen. Der Polizet wurde fofort Anzeige erstattet. Bisher konnte der Schwindler noch nicht entdeckt werden. Der Kampf um Benghasi. Die militärische Promenade der Jtaltener nach Tripolts nimmt an einzelnen Stellen der afrikanischen Küste einen etwas ungemütlichen Charakter an. Nur soweit thre Schiffsgeschüße reichen, tönnen sich die ItaItener an Land trauen, und auch da finden sie, wie die Vorgänge in Benghast und Derna bewiesen haben, energischen Widerstand. Am Sonnabend wurde bet Benghast eine italienische Landungskolonne von den Türken überfallen. Die Italiener verloren ihren Kommandanten und dreißig Mann, die Türken fünf Mann. Auch an anderen Stellen sollen die türkischen Truppen einen Erfolg gehabt und die gelandeten taltener zurückgeworfen haben. Die türkischen Streitkräfte bestanden nach italienischen Meldungen außer den türkischen Truppen aus wenigstens 2000 Beduinen. Man glaubt, daß sich die türkischen Truppen mit zwölf Kanonen auf dte Hochebene zurückgezogen haben. Die Verluste der Türfen werden auf wenigstens 200 Tote und eine große Anzahl Verlegte geschäßt. In dem hart umstrittenen Benghast, das jetzt im Best der italienischen Truppen ist, hält sich auch eine deutsche Familie, der Kaufmann Sparing, Vertreter der Leipziger Firma Weipert und Eucke mit Frau, Kind und einer Grateherin, auf, deren Schicksal bet dem Aus= bletben aller näheren Nachrichten über etwaige Verwüstungen der Stadt durch die Beschteßung noch ungewiß ist. Die angeblichen Bündnispläne der Türkei. Hinter den Kulissen der hohen Politik wird sehr aktiv gearbettet. Die Andeutung des Großwesirs, die Türket wolle Anschluß an eine der beiden großen europäischen Mächtegruppen suchen, veranlaßte am Sonnabend fowohl den deutschen wie den österreichischen Botschafter, den Großwesir aufzusuchen. Freiherr von Marschall fonferterte mit ihm fast zwet Stunden. Darauf Sprachen beide Botschafter mit dem Minister des AeuBern. Bestunterrichtete Kretse halten an der Behaup= tung feft, daß eine Annäherung der Türket an Ruß= land und England unverkennbar ist. Die Revolution in China. In Beting eingetroffene Nachrichten aus Hankau bestätigen, daß die Regierungstruppen nach dem Kampfe am 18. Oktober sich zurückziehen mußten. Ebenso ist das Geschwader des Admirals Sah flußabwärts zurückgegangen. Die Hauptarmee der Regierung ist noch nicht im Aufstandsgebiet eingetroffen. Weiter ist in Peking ein Telegramm eingetroffen, daß der Jamen des Vizekönigs von Tsinanfu( etwa 200 Kilometer füdlich von Tientsin) niedergebrannt ist. Amerikanische Missionare in der Provinz Tschilt find von Studenten warnend darauf hingewiesen worden, daß morgen in der Nähe von Peking etne revolutionäre Bewe gung zu erwarten set. Es tst bemerkenswert, daß ähnfiche Warnungen den Missionaren in Wutschang zugingen, bevor der Aufstand dort ausbrach. Konsularberichte aus Itschang, das mehrere Tage isoliert war, bestätigen die Nachricht, daß die Stadt in den Händen der Aufständtschen ist. Die Furcht in der Hauptstadt ist so groß, daß man glaubt, eine ernsthafte Niederlage der tatserItchen Truppen würde bewirken, daß ganz China wie etne retfe Frucht den Rebellen in den Schoß falle. dem großen Ansehen, das er nicht blos unter seinen Kameraden, sondern auch bet den Professoren genoß, eine schöne Zukunft haben müsse, und ihre Tochter deretust als Frau etnes tüchtigen, vielleicht berühmten Arztes zu sehen, dieser verlockende Gedanke wurde so reiflich von thr erwogen, daß ihr ein Schettern thres Planes unmöglich schien. Es währte auch in der Tat nicht lange, so war der junge Mediziner ganz durch die Retze der Tochter gewonnen. Die bescheidene Zurückhaltung, in der er bisher gelebt hatte, Iteß ihn um so schneller der Verführung unterliegen. Er war von nun an häufig in der Gesellschaft von Damen, fühlte sich verpflichtet, auch für ihr Vergnügen zu sorgen, und so kam es, daß er ste öfters ausführte. Minna war in th= ren Ansprüchen inbezug auf Theaterpläge, Spetsen in den Wetnrestaurants und Geschenke durchaus nicht be= schetden, und als diese Ausgaben den dürftigen Etat des jungen Mannes weit überschritten, schämte er sich plößlich, sein unvermögen einzugestehen und griff zit dem Mittel des Schuldenmachens. Dabet quälte ihn fehr bald beständig der Gedanke, daß er bet dem kühl berechnenden Charakter des jungen Mädchens, der ihn mehr und mehr abstieß, unglücklich mit einer solchen Frau werden müsse. Endlich kam die Erlösung für thn aus dieser ebenso unwürdigen wie bedauernswerten Lage. Die Mutter, in thren Ansprüchen allzu unverschämt geworden und ihn schon wie einen Schwiegersohn behandelnd, der dazu berufen set, sie beide zu er= halten, brachte es unbewußt zum Bruch. Sein gerader Verstand lehnte sich gegen eine derartige Doppelherrschaft, auf er zog von der gefährlichen Frau weg und wurde dadurch auch innerlich fret. Nur ab und zu Iteß er sich noch bei den Damen sehen, indem er die Tatsache vorschützte, daß er sehr viel durch sein Examen in Anspruch genommen set. So merkte auch Minna, daß sich sein Herz immer mehr von thr loslöste, aber sie suchte doch immer noch ab und zu ein Stelldichein mit ihm Nach einer Meldung aus San Franzisko beträgt die von den chinesischen revolutionären Agenten bisher aufgebrachte Summe fir die Unterstützung der Revolution in China 10 Millionen Mart. Den Geldgebern wird über die von ihnen geliehene Summe von ben chinesischen Agenten ein Schuldschein ausgestellt, deffen Bezahlung erfolgen soll, sobald die republikanische Regierung in China am Ruder tst. Heute meldet der Draht: London, 23. Oktober. Nach einer Reuter- Meldung aus Hankau haben sich die faiserlichen Truppen nach einem Gefecht mit den Aufständischen nach Norden zurückgezogen. In Nanchang werde noch weiter gefämpft. Schanghai, 23. Oktober. Während des Gefechts am Mittwoch bei Hankau verfeuerte, in der deutschen Niederlassung aufgefundene Geschosse stellten sich bei der Untersuchung als Holzgeschosse heraus die mit Metallfarbe bestrichen waren. Dies beweist, daß die Armeeverwaltung noch ebenso forrumpiert ist, wie zur Zeit des Krieges gegen Japan. Bei der Flotte soll sich ein Mangel an Munition gezeigt haben. Peking, 23. Oftober. Durch eine Bekanntmachung der Regierung werden Rekruten fitr die kaiserliche Armee gesucht. Gleichzeitig wird eine Verstärkung der Polizet um 2000 Mann angeordnet. Stambul in Flammen. Die Hauptstadt des türkischen Reiches ist abermals von einem großen Brande heimgesucht worden. Sonnabend nachmittag brach das Feuer plötzlich in zwet Stadtvierteln aus und legte mehrere hundert Hänser in Asche. Ein heute aus Konstantinopel eingetroffenes Telegramm übermittelt folgende Einzelheiten über den Brand: Der Brand in Stambul erlosch erst gegen 2 Uhr nachts. Die Ausdehnung des Feuers ist dem Wassermangel zuzuschreiben. Die abgebrannten Stadtviertel sind ausschließlich von Türken, meistens wohlhabenden Leuten, bewohnt. Mehrere Konats, die persische Schule und eine Moschee sind niedergebrannt. Das Feuer brach in einem Konak aus. Die genaue Zahl der abgebrannten Häuser ist nicht bekannt; sie soll aber 400 übersteigen. Die Schäßungen des Materialschadens schwanken zwt= schen 200 000 und 400 000 fund. Ein Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen. Der erste Bolizeibericht: erklärt, daß das Feuer durch unvorsichtigkeit entstanden set. Während des Brandes wurden über 50 Diebe ver= haftet. Der Brand rief in Stambul große Aufregung hervor, da ein Uebergreifen auf die angrenzenden dicht bevölkerten Stadtviertel befürchtet wurde. Der Minister des Innern und der Kriegsminister erschienen auf der Brandstätte. Das Feuer entstand im Stadtviertel Sultan- Balazid, einer der ältesten, kulturhistorisch interessantesten Teile Stambuls. Dort liegt eins der schönsten Bauwerke, die Bajazid- Moschee, der Zielpunkt aller Touristen, wo Hunderte von zahmen Tauben den Vorhof des Heiligtums bevölkern. Es ist in diesem Jahre be= reits der zweite Brand, von dem Stambul heimgesucht wird. In Konstantinovel stehen Riesenbrände von feher nicht vereinzelt da. Die größte Brandtatastrophe, die am 5. Juni 1870 ausbrach, zerstörte das Europäerviertel Bera. Drabtnachrichten und Deuestes. Die deutsch- französischen Verhandlungen vor dem Abschluß. Paris, 23. Oftober. Die der Regierung nahestehenden Blätter geben heute in bestimmter Form der Versicherung Ausdruck, daß die deutsch- französischen Verhandlungen in längstens acht Tagen erledigt fein werden. Wetter melden die Blätter: Vorgestern abend hatte Cambon eine Unterredung mit Kiderlen- Wächter. Gestern wurde hier bestimmt erklärt, daß die Spitzen der betden Teile, die Deutschland im französischen Kongo zugestanden sind, den Kongofluß berühren. Jeder diefer Tellspiben ist etwa 5 bis 6 tlom. brett. Dieser Tell der Verhandlungen kann als beendet angesehen werden. Jetzt wird noch über den Umfang der Abtretung vom Kamerungebiet, tm Entenschnabel, an Frankreich verhandelt. In diesem Punkte sieht man keine großen Schwierigkeiten und erwartet deshalb, daß der ganze Vertrag Ende dieser Woche beendet und unterzeichnet sein wird. Sturmwetter im Kanal. London, 23. Oftober. 60 Jachten und kleine Boote erlitten bet dem gestrigen Sturm im Kanal Schiffbruch. Die Landungsbrücken in Dover sind zum größten Teil zerstört. Man befürchtet auch den Verlust von Menschenleben. Ermordet und beraubt. Brünn, 23. Oftober. In Stefanau wurde eine sechzigjährige Hausbefizerin von einer mastierten Berfon erschossen und beraubt. Als Täter wurde der Neffe der Ermordeten ein Realschulabiturient, verhaftet. herbetzuführen. Denn so falt und auf ihren Vorteil bedacht auch thr ganzes Wesen war, so Itebte sie ihn doch ilure Auvo ja Examen glänzend bestanden hatte, bot sich ihm Gelegenheit, sich in einer Provinzstadt praktisch niederzulassen, er griff zu und zeigte es den Ranks schriftlich an. Minna sah ihn noch einmal und gab thm bet diesem Zusammentreffen zum Andenken ihre neueste Photographie. Es war das letztemal, daß er sie als Mdächne sah." Fräulein Heinroth hatte das alles ziemlich rasch und lebhaft erzählt. Mit wohlklingender Stimme zeig= te sie sich als Meisterin darin, thren Gedanken Ausdruck zu geben, und der kleine alte Jurist hörte mit sichtlt= chem Wohlgefallen thre Auseinandersetzungen an. Ihr vorher so blasses Gesicht hatte sich in der Erregung mit einem leichten rosigen Schein überzogen, und er bemerkte erst jetzt, daß thre Büge nicht bloß, was ihm vorhin aufgefallen war, sehr flug, sondern auch sehr liebItch waren. Als fte geendet hatte, sagte er freundlich: „ Das war mir ja recht interessant, verehrtes Fräu letn, was Sie da in so offenherziger Weise erzählt ha ben. Denn es zeigt mir die Person des ein Wellchen unter so schwerem Verdachte stehenden Mannes in klarem Licht, und tch glaube zu sehen, daß er ein durchaus ehrenhafter und tadelloser Mann ist. Woran ich übri= gens noch nie gezweifelt habe," setzte er sich rasch verbesfernd hinzu. Ste blickte thn strahlend an.„ Nicht wahr? Und nun wird doch hoffentlich dieser gräßliche Verdacht schwinden und dieses abscheuliche Gerede in den Zeitungen aufhören?" ( Fortsetzung folgt.) Die Ceuerung sollte jede Hausfrau veranlassen, mehr als sonst die billigen, aber trozdem so nahrhaften und delikaten HANSA- Puddings zu geben, wie nur das echte HANSAPuddingpingpulver sie liefert. Zum Backen nur das echte HANSA- Backpulver. Nährmittelfabrik HANSA, Hamburg 6. Westfälische Zechenkoke ( Hüttenkoke) Gaskoks Nusskohlen Best- Melierte Anthracite Unionbriketts Lignitkohlen Holzkohlen Stein's Garten.. Giessen Meißnäh- Schule Brennholz Bes. C. Stein KaiserHotel Restaurant und 1. Bergnügungs- Frau E. Schott Knee L Etablissement mit großem Garten Mittagstisch in und außer Abonnement. Elektr. Licht. Fremdenpension Bad im Hause. - Telephou Nr. 5. Gasthof, Zur Krone' Unterricht im Zuschneiden, Maschinennähen und Anfertigen jämtt. Wäsche. Eintritt jeberg it Mittagtisch gut bürgerlich. Meggeret Bleichfraße 29. Wetzlar, Sophienstraße 35. 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