er zen rok, ein Bod Von Chen en die akte. G. lib) unde DI ell. melnderechn. 5 bis 6 Progent braucht reibe fofort. Reell, distret J. Stusche, wigstraße 32. zum Heiraten ets gute Gedurch Nachf., erlandstr. 711. en mmerzu, eSchuh ichtenberg Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen siertelfährlich 1,20 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigder Großherzoglichen ausgabestellen viertelfährlich 90 Pig. Erscheint Bürgermeisterei Dienstage, Donnerstags, Samstags. - - Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 240. - Telephon: Nr. 362. Reichstagswahlen 1912. des Großherzoglichen Polizei Amfes sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Samstag, den 23. Dezember 1911. maligen Unterstützungen in Fällen von Krankheit und sonstiger unverschuldeter Not etwa 10 000 mt. betragen. Zu näherer Auskunft über Zweck und Ziele des Nordanlage 18, Wilh. Thöt, Bleichstraße 33 und Frdr. Verbandes sind gerne bereit die Herren Hr. Stimmer, Schnierle, Liebigstraße 41. wen- und Waisenunterstützungen aus. Davon werden Gießen. Was die jetzt endlich zustande ge= auch hiesige Angehörige von Gruben- und Fabrikbeamtommene liberale Einigung ganz besonders wertvoll ten mit ansehnlichen Beträgen bedacht. Die Sterbegeldmacht, ist der Umstand, daß die Grundlagen dieser bis Ende des Jahres etwa 130 000 mt. und die Stelzahlungen des genannten Verbandes pro 1911 werden Einigung ihr eine ständige Dauer gewährlenlosigkeitsunterstützungen, Genesungsbeihilfen und einleisten. Es sind alle auswärtigen Einflüsse, die ja bei der Landtagswahl die Einigung verhinderten, und auch diesmal zu gefährden drohten, ausgeschaltet worden. Die Parteien haben aus eigener Kraft heraus einen modus vivendi geschaffen. Die Nationalliberalen haben sich verpflichtet, falls der freisinnige Kandidat trotz ihrer tatkräftigsten Unterstützung nicht in die Stichwahl kommt, feine Stimme dem Kandidaten des schwarzblauen Blocks zu geben. Die Landtagsmandate sollen geteilt den. Auf diesem Wege sollte es sich wohl erreichen las- stadt, Goddelau, Erfeiden, Leeheim und Wolfskehlen in sen, daß Gießen im Landtag und Reichstag liberal vertreten wird und bleibt, denn der langjährige unerquickliche Bruderzwist im Liberalismus wird sicher manchen Wähler zurückgestoßen haben, der jetzt wieder in den Wahlkampf und zur Urne eilt. Der Liberalismus wird so endlich den Segen des Wortes erfahren: Einigfeit macht start. wer= Gießen. Der hiesige Reichstagskandidat der Wirtschaftlichen Vereinigung, Dr. Werner, hat seine Doppelkandidatur in Darmstadt zurückgezogen. Der dortige Bund der Landwirte beschloß den Nationalliberalen Dr. Osann zu unterstützen, um die Sozialdemofratie zu überwältigen. Marburg. Zu den bisherigen Kandidaten: Bredt( freikonservativ'nationalliberal), v. Gerlach( demokratisch), Rupp( deutsch- sozial) fommt jetzt noch der ehemals hochgefeierte Dr. Böckel für die Deutschsoziale Partei. Darmstadt. Das Großherzogliche Staats= ministerium hat den Termin für etwa notwendig werdende Stichwahlen auf Montag, den 22. Januar, anberaumt. Darmstadt. Das Großherzogliche Staa, s= ministerium hat an sämtliche Behörden und Beamten ein Schreiben gerichtet, in dem es als eine patriotische Pflicht aller staatstreuen Bürger bezeichnet wird, bei den bevorstehenden Reichstagswahlen von ihrem Wahl= recht Gebrauch zu machen. - Kreuznach. Der Bund der Landwirte stellte anstelle des zurückgetretenen Redakteurs Dr. Dertel- Berlin den Dekonomierat Lude- Frankfurt als Reichstagskandidaten auf für den Wahlkreis Kreuznach- Simmern. Aus Stadt und Cand. Gießen, den 23. Dezember 1911. n Gießen. Die Errichtung eines Lehrstuhles für soziale Medizin und eines Kur- und Genesungsheimes ist von der hessischen Regierung in Erwägung gezogen worden. n Gießen. Gestern vormittag 8 Uhr wurde der Chauffeur Wilhelm Erbe auf dem Hofe des Provinzialarresthauses durch den sächsischen Scharfrichter Brand hingerichtet. Schon lange vorher hatten sich viele Zuschauer nach dem Arresthaus gedrängt, die durch eine Abteilung Schuhleute und Militär zurückgehalten wurden. Zu der Hinrichtung selbst waren nur 60 Personen zugelassen. Erbe war vollständig gebrochen, weinte und rief wiederholt aus:„ Meine arme Mutter, meine arme Schwester!" Nach einem Gebet des Geistlichen über= nahm der Scharfrichter den Verurteilten, der noch hef= tiger weinte und jammerte und beim Gehen dem Staatsanwalt die Hände hinhielt mit den Worten:„ Adieu, Herr Oberstaatsanwalt!" Der Staatsanwalt reichte ihm die Hand. Dann wurde Erbe, der nochmals„ Ehre sei Gott in der Höhe" ausrief, rasch auf das Brett geschnallt, das Brett umgelegt und durch einen raschen Griff des Scharfrichters sank das Fallbeil herunter. Erbe war gerichtet. n Gießen. Privatbeamten- Selbst= hilfe. Der auch am hiesigen Plazze durch eine bedeutende Ortsgruppe vertretene Deutsche Gruben- und Fabritbeamten- Verband„ E. V.", Sizz Bochum in Westf., zahlt diese Weihnachten etwa 75 000 Mt. laufende Wit! Mainz. Die elektrische Ueberlandzentrale im Ried soll bis zu den Weihnachtsfeiertagen in den Orten StockBetrieb gesetzt werdenk s Darmstadt. Zehn Transportarbeiter, die sich am 22. September d. Js. bei dem Streik der hiesigen Möbeltransportarbeiter durch Gewalttätigkeiten, Umwer fen von Möbelwagen usw. hervortaten, haben größere Freiheitsstrafen erhalten. Drei Angeklagte erhielten drei Monate Gefängnis, drei andere vier Monate, einer 6 Monate, einer 7 Monate und ein Angeklagter, dem die Zubilligung mildernder Umstände verweigert wurde, 10 Monate Gefängnis. Soziales. Sozialdemokratische Taktif. Die sozialdemokratische Partei verfolgt bei allen so zialpolitischen Gesetzen die Taktik, das den Arbeitern gebotene als vollkommen unzureichend hinzustellen. Immer wird ihnen vorgeredet, daß das Mindeste, was sie von der heutigen Gesellschaft zu verlangen hätten, die Erfüllung der Forderung sei, die die sozialdemokratische Reichstagsfraktion in ihren Anträgen gestellt habe. Solche Anträge hat die Sozialdemokratie zur Reichsversicherungsordnung mehrere Hundert eingebracht, nach Salem No Aleikum 5 Ein Weihnachtsgeschenk jedem Raucher und Kenner willkommen! SALEM ALEIKUM SALEM GOLD ( Goldmundstück) Cigaretten aus edelem türkischen Tabak, naturell- aromatisch Preis No 3 4 5 6 8 10 3½ 4 5 6 8 10 Pfo.d Stck Cafè Herr Giess. Rester- Lager Brandmalerei und Schnittkunst Bahnhofstrasse 62 Aufenthalt. - ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pig. die 44 mm breite Inseraten zeile.- Stellen. gesuche und Familienanzeigen 10 fg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 30 PG- Extrabetlagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Nabatt kommt bei Heberschreitung des Bahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Bettreibung oder Bei Konkurs in Wegfall. Plagvorschriften ohne Berbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Bettung" G. m. b.$. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. - denen, wie die Hamburger Nachrichten auf Grund durchaus zuverlässigen Materials berechnet haben, insgesamt jährlich mehr als 2 Milliarden hätten aufgebracht werüberhaupt abschätzbaren Anträge hätten verwirklicht werden müssen, wenn die in ihrer finanziellen Wirkung den sollen. Dasselbe Beispiel, nur in engerem Rah men, boten die Verhandlungen in der am 11. Dezem ber abgehaltenen Generalversammlung des Allgemeinen Knappschaftsvereins zu Bochum, in der in der Hauptlichen Leistungen der Hinterbliebenenversicherung auf die sache über die Frage der Aufrechnung der reichsgesetzKnappschaftsleistungen verhandelt wurde. Daneben aber waren 20 andere Anträge eingebracht worden, die eine jährliche Mehrbelastung von nicht weniger als 30 Millionen Mark zur Folge haben würden. Berücksichtigt man, daß die Beiträge zum Allgemeinen Knappschaftsverein im Jahre 1892 12,94 Mill. Mt., im Jahre 1910 55,02 Mill. Mt. betrugen, also innerhalb der letzten 18 Jahre um mehr als 42 Mill. Mt. gestiegen sind, so fann man sich ein Bild von den maßlosen Forderun gen der Knappschafts ältesten machen, die mit einem Schlag weit über die Hälfte an Leistungen mehr bean= spruchen, als die Beiträge für das letzte Jahr ausmachten. Das Verhalten der Knappschaftsältesten ist wiederum ein eklatantes Beispiel, wie man in grundsätzlicher Mißachtung alles Rechten und Billigen die Begehrlich= keit der Massen zu reizen sucht, nur um die eine große Gefahr abzuwenden, auf die gelegentlich des diesjährigen Kongresses der Gewerkschaften Deutschlands in Dresden hingewiesen worden ist, daß alles, was an gesetzgeberischen Versuchen auf sozialpolitischem Gebiete geschehe, nur den einen Zweckt habe, die Fortschritte der Organisationen zu hindern. Perlka schmeckt kräftig- kaffeeähnlich. Keine Hülsen, daher einfachste Zubereitung ( nur überbrühen!). Jeder Kaufmann führt ,, Perlka" Rote Radler Annoncen- Annahme 1. alle Zeitungen, ReklameGemütlicher Hildebrandt, Sonnenstrasse 31 Carl Zimmermann, Neue Bäue 15. Ausführung von Bestellungen jeder billigste Berechnung. Art. Tel 616. Neuenweg 28. Kähler, Charlottenburg I. Kaffee 15 Pfg. Bügel- und Reparatur- Anstalt. Hermes Lehr- lostitut Pension ,, Bellevue" - Drogen, Chemikal., Rechtskonsulent Stappel Giessen, Sonnenstr. 31. Tel. 634. + Parfümerien und Farben. Löwen- für Dam. u. Herren, Bahnhofstr. 39. Bürstenmacher Korbwaren Drogerie W. Kilbinger, Giessen, Seltersweg 79a. Einzige u. Spez.- Ausbild. in all. kaufm. Fächern. Eintritt jed. Zeit. Heinrich Kuhl, Wolkengasse 21. Neue Bäue 22. Mod. Haus am Weissnäh- Unterricht Frau Schott, Kaiser- Allee 7 I. Martin Krug, Schulstr. 5. Stadttheater, Zimmer in jeder Zigarren u. Tabake Preislage. Privat- Mittagstisch. Angestellte. Das Bersicherungsgesez für Angestellte. Wer muß versichert werden? Vom vollendeten 16. Lebensjahre ab: Angestellte in leitender Stellung. Betriebsbeamte, Werkmeister und andere Angestellte in ähnlicher gehobener Stellung, Bureau- Angestellte, soweit sie nicht mit niederen oder lediglich mechanischen Dienstleistungen beschäftigt werden, Handlungsgehilfen und Gehilfen in Apotheken, Bühnen- und Orchestermitglieder, Lehrer und Erzieher, Kapitäne und Deckoffiziere der Handelsmarine, Verwalter und ähnliche Angestellte bei deutschen See- und Binnenschiffen. Für alle diese Personen ist Bedingung, daß sie nicht berufsunfähig sind, daß sie gegen Entgelt beschäftigt werden, daß ihr Jahresarbeitsverdienst 5000 Mart nicht übersteigt, und daß sie beim Eintritt in die Versicherung das Alter von 60 Jahren noch nicht vollendet haben. Zum Entgelt gehören: Gehalt, Lohn, Gewinnantelle, Sach- und andere Bezüge. Wer kann versichert werden und wer ist versicherungsfret? Wer aus einer versicherungspflichtigen Beschäftt= gung ausscheidet und mindestens 6 Bettragsmonate auf Grund der Versicherungspflicht zurückgelegt hat, kann die Versicherung freiwillig fortseßen. Hat er 120 Beitragsmonate zurückgelegt, so kann er sich die bis dahin erworbene Anwartschaft durch Zahlung einer Anerfennungsgebühr von 3 Mart fährlich erhalten. Unter denselben Voraussetzungen kann auch die Versicherung im Auslande aufrecht erhalten werden. Im ersten Jahre nach dem Inkrafttreten des Gesetzes( voraussichtlich 1913) können auch Angestellte mit einem Einkommen von 5000 bis unter 10 000 Mart fretwillig beitreten, wenn sie in den letzten vier Kalenderfahren mindestens 2% Jahre lang tätig gewesen sind. Dasselbe Recht steht fleineren Gewerbetreibenden zu, die höchstens drei versicherungspflichtige Personen be= schäftigen. Versicherungsfrei sind Beschäftigungen eines Ehegatten beim anderen, Beschäftigung gegen lediglich freien Unterhalt( kost und Wohnung usw.), ferner Beschäftigungen, die mit Aussicht auf Ruhegehalt verbunden sind in staatlichen und kommunalen Betrieben. Getst= liche öffentlicher Korporationen, Lehrer und Erzieher an öffentlichen Schulen, Angestellte im Eisenbahn-, Postund Telegraphendienste, die Aussicht auf Webernahme in das Beamtenverhältnis haben, Soldaten in gewerbItcher Beschäftigung und in der Vorbereitung zu einem bürgerlichen Berufe, Personen, die während ihrer beruflichen Ausbildung gegen Entgelt unterrichten, Aerzte, Zahnärzte und Tierärzte. Auf Antrag wird befreit, wer eine Anwartschaft auf staatliche oder kommunale Ruhegehaltsbezüge hat. Angestellte, welche vor dem 5. Dezember 1911 einen Lebensversicherungsvertrag geschlossen hatten, werden auf Antrag befreit, wenn die Jahresprämie sich mit den Gesetzesleistungen deckt, ebenso Angestellte, die beim Eintritt in die versicherungspflichtige Beschäftigung das 30. Lebensjahr überschritten haben und seit drei Jahren durch eine ausreichende Lebensversicherung gedeckt find. Welche Beiträge sind zu leisten? Nach der Höhe des Jahresarbeitsverdienstes wer= den folgende Gehaltstlaffen gebildet: A( bis 550 M.), B( bis 850 M.), C( bis 1150 M), D( bis 1500..), E( bis 2000), F( bis 2500 M.), G( bis 3000 M.), HI( bis 4000 M), J( bis 5000 M.). In diesen Klassen ist monatlich an Beiträgen zu entrichten: In A 1.60 M, in B 3,20 M. in C 4,80 A., in D 6.80 M., it E 9,60 M., in F 13,20 M., in G 16,60 M. in H 20,00 M in J 26,60 M. Diese Beiträge haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu gleichen Teilen zu leisten: für die Einzah= lung ist zunächst der Arbeitgeber verantwortlich, der Versicherte ist aber verpflichtet. sich die Hälfte vom Gehalt oder Lohn abziehen zu lassen. Die erstmalige Einsendung der Beiträge muß auf Grund einer Uebersicht erfolgen. die bei der Reichsversicherungsanstalt für die weiteren Zahlungen als Grundlage dient. Die Reichsversicherungsanstalt stellt Karten aus, in welche die Arbeitgeber die von der Beitragsstelle empfangenen Marken einzufleben haben. etnes Zeitraums von 90 Tagen nach der Auflösung der tiag versammelt werden." Da der alte Reichstag am 5. Dezember geschlossen und wenige Tage später, am 7. Dezember, aufgelöst worden ist, müßte der neue Reichstag spätestens am 7. März zusammentreten. Das wäre der letzte verfassungsmäßig zulässige Termin. Tatsächlich wird der Reichstag aber schon drei Wochen früher einberufen werden und zwar in den Tagen vom 10. bis 15. Februar. Das ist durchaus notwendig, wenn der Reichstag auch nur den Versuch machen will, den Etat noch rechtzeitig zit erledigen. Mit anderen Arbetten wird sich der neue Reichstag wohl kaum beschäf= tigen. Die zahlreichen spruchreifen Gesetzesvorlagen, die der parlamentarischen Behandlung harren, werden von ihm erst im Herbst in Angriff genommen werden, wenn eine neue Tagung beginnt. Bei Selbstversicherung Itegt die Einsendung der Beiträge den Versicherten selbst ob. Pflichtbeiträge sind unwirksam, wenn sie nach Ablauf von zwei Jahren, oder, wenn der Beteiligte schuldlos ist, von vier Jahren eingezahlt werden. ( Schluß folgt. Mann triff der Reichstag zusammen? Wenn die krittschen Tage des Januars vorüber sind, menn Haupt- und Stichwählen erledigt sind, dann, so schreibt die„ N. G. C.", machen sich die neugewählten Abgeordneten bereit, nach Berlin zu fahren, um ihres Amtes zu walten. Wann nimmt nun der neue Netchstag feine Tätigkeit auf? Die Verfassung des Reiches bestimmt darüber folgendes: Im Fall der Auflösung des Reichstags müssen innerhalb eines Zeitraums von 60 Tagen nach derselben die Wähler und innerhalb Die Herren von Dieskaut. 1) Original- Roman von Franz Treller. ( Nachdruck verboten.) Rundschau oom Cage. Politisches. Der Kaiser hörte am Donnerstag im Königlichen Schloß zu Berlin die Vorträge des Kriegsministers, des Chefs des Generalstabs der Armee, des Chefs des Militärkabinetts, des Präses der Artillerie- Prüfungsfommission sowie des Chefs des Ingenieur- und Pionierkorps und Generalinspekteurs der Festungen. Dr. Solf Lindeqnists Nachfolger. Wie verlautet, ist die Ernennung des Gouverneurs Dr. Solf, der seit dem Rücktritt Dr. von Lindequists die Geschäfte des Reichsfolonialamtes in Vertretung führte, zum Staatssekretär des Reichskolonialamtes in Aussicht genommen. Auf der breiten. von Sykomoren beschatteten Landstraße, die sich tief im Innern des Staates Georgia, am Ufer des Okonee hinzieht, begegneten sich an Sommerabend des Jahres 1889 zwei Reiter. einem Alarmnachrichten über das Befinden Kaiser Franz Josefs. Ein Budapester Blatt brachte Meldungen über einen ungünstigen Gesundheitszustand des Kaisers. Die Berichte besagten, daß der Kaiser an Herzschwäche leide, wiederholt einschlafe, und daß seine allgemeine Körperschwäche besorgniserregend fet. Mehrere Wiener Blätter griffen die Gerüchte auf und sind deswegen der Konfistation verfallen. Offiziell wird das Befinden des Kaisers als beruhigend bezeichnet. Die soziale Gesetzgebuna in Frankreich. Die französische Deputiertenkammer hat die Artikel des Finanzgefeßes angenommen, welches das Arbeiterpensionsge= fetz abändert, namentlich, daß die Alterspension bereits vom 60. Lebensjahre ab bezogen und die Staatszulage von 75 auf 100 Francs erhöht wird. Der eine, nach Art der vornehmen Pflanzer gekletdet, ritt langsam auf wohlgepflegtem Maultiere einher. Der brettrandige Panamahut beschattete ein edelgeformtes, von grauem, dichten Haar eingefaßtes Gesicht, des= fen sanfter nachdenklicher Ausdruck darauf hindeutete, daß der Retter mehr mit der Welt in seinem Innern, als der ihn umgebenden beschäftigt set. Der Vormarsch der Russen auf Teheran steht bevor. Nach einer Meldung der„ Frontf. 3tg." aus Petersburg wird, wie in diplomatischen Kreisen bestimmt verlautet, in allernächster Zeit der Vormarsch des russischen Erpeditionskorps nach Teheran erfolgen. da die persische Regierung mit der Erfüllung der russischen Forderun gen zögert und durch den Kabinettswechsel augenscheinlich Zeit gewinnen will. Ueber die Absichten der rusfischen Regierung ist England verständigt. Der schönen, den Okonee an seinem oberen Laufe begleitenden Landschaft, die im Abendsonnenscheine gar Itebliche Bilder bot, schten er nicht zu achten, so wentg wie des thm entgegenkommenden Reiters, obgleich der= selbe in jenem Landstriche schon durch seine straffe Haltung im Sattel Aufmerksamkeit zu erregen, imstande war, wie auch sein martialisches Gesicht mit dem kräf= Higen Schnurrbart ihn als Fremden bezeichnete.Kleine Nachrichten. Das Befinden der Kronprinzessin ist andauernd befriedigend. Mit Rücksicht auf thren günstigen Zustand hat die Kronprinzessin diesmal auf die Verwendung einer Amme verzichtet und nährt ihr Kind selbst. Mittwoch nachmittag wurden zum ersten Male die drei kleinen Prinzen zu ihrer Mutter gerufen und durften thr Brüderchen in Augenschein nehmen. Er gewahrte auch, in Gedanken verloren, nicht, wie der Reite, als er wenige Schritte an ihm vorbeigerttten, sein Pferd zügelte und ihm mit einem Ausdruck nachschaute, in dem sich jähes Staunen mit Schreck mischten. Ein Weihnachtsgeschenk des Kaisers an seine ehemalige Kompanie. An alle Unteroffiziere und Grena= diere der 2. Kompanie des 1. Garde- Regiments zu Fuß, die seinerzeit unter dem Befehl des Kaisers gestanden haben, hat dieser zu Weihnachten fein lebensaroßes Bild als Weihnachtsgeschenk schicken lassen. Die Gabe wurde an 170 ehemalige Unteroffiziere und Grenadiere des Regiments verteilt. ,, Allmächtiger Gott, was ist denn das? Das sind Ja seine Züge. Kann es zwet Menschen geben, die sich so ähnlich sehen? Wer mag das sein? Seltsam- wunderbar-?" Attentat anf einen Polizeibeamten. Als in der Nacht zum Donnerstag ein Schußmann in Dortmund einen ffandalierenden Bürobeamten verhaften wollte, zog diefer plößlich eine Pistole und gab dret Schüsse auf den Beamten ab. Der Beamte wurde lebensgefährlich verlegt ins Krankenhaus gebracht. Die erste fommnnale Regelung der Fleischpreise ist in Herford eingeführt worden. Der Herforder Magistrat hatte zunächst einen städtischen Fleischverkauf eingerichtet. Infolge der billigen Preise dieses Verkaufes hatten die Fletschermeister das Nachsehen. Jetzt ist zwischen Magistrat und Fleischerinnung ein uebereinkommen getroffen worden. Der städtische Fleischverkauf wird eingestent, und fortan sehen beide Parteien allmonatlich die Fleischpreise fest, wobei der Magistrat ausschlaggebend ist. Ein Weichenwärter als Eisenbahnattentäter. In der an der Strecke Dresden- Wien gelegenen Statton Adamstal bet Brünn wurde ein Weichenwärter vor der Ankunft eines Zuges bei Entfernung von Schrauben aus den Weichen ertappt. Gleichzeitig wurde er als Urheber eines Bahnunfalles entlarvt. Schweres Fahrstuhlunglück. Der Fahrstuhl etnes Wolkenkrazers in Neuyork stürzte sechs Stockwerke tief in den Keller, wo er zerschellte. Von den neun Insassen wurden zwet tödlich, die übrigen leichter verTett. Panik in einem Schacht. Auf der Museumsinsel in Berlin, wo zurzeit Ausschachtungsarbeiten vorgenommen werden, barst heute vormittag eine Spundwand infolge zu starken Wasserdruckes. In den 15 Meter tiefen Schacht stürzten ungeheure Wassermengen, so daß unter den im Schacht tätigen Arbeitern eine Panit ausbrach. Es konnten glücklicherweise alle Arbeiter in Sicherheit gebracht werden. Ein Sozialdemokrat als Gerichtsvorsitzender. Der Stadtrat von Frankenthal hatte vor einiger Zeit den sozialdemokratischen Rechtsanwalt Ackermann als stellvertretenden Vorsitzenden des Kaufmannsgerichts gewählt. Die banrische Regierung hat jetzt diese Wahl bestätigt. Es ist dies wohl der erste Fall in Deutschland, daß ein Sozialdemokrat das Amt eines Gerichtsvor= sitzenden ausübt. Er wandte sein Roß und ritt dem sich immer gemächlich fortbewegenden Herrn nach. In seiner Nähe angekommen, der Reiter achtete seiner so wenig wie früher, musterte er scharf fetn Profil und in hoher Erganze Kulhane dem Lo Brieftra den, die Tode. aus der und vo Pre Ier Stre feit lan vermiete der aus trug 15 gen die nicht be ehrfame Ausiper meint, gends e Kör erfolgter König C gramm Dschung Nachtlag worden: englische ter liege Vier bequeme, läufen f von 2000 bile fabr dte Dich roffen w König e das Gef Itegt am ist und e nen Ufer ebenso 30 wilde El Streifer effe in Schottland. Donnerstag abend sammelte sich in Dundee, wo seit einigen Tagen eine allgemeine Streitbewegung herrscht, eine Menge von mehreren tausend Personen vor der Eisenbahnstation an und brachten den Zugverkehr zum Stilstand. Berittene Poliet wurde mit Steinen beworfen. Konstabler mußten in das Hospital gebracht werden. Auch einige Rivilpersonen wurden verletzt. Elektrische Schnellbahn Göln- Düsseldorf. Wie der Kölnischen Zeitung" aus Berlin gemeldet wird, ist das Abkommen der Stadt Cöln mit der Allgemeinen Elektrizttätsgesellschaft und den Siemens- Schuckert- Werken wegen Errichtung einer elektrischen Schnellbahn zwtschen Cöln und Düsseldorf abgeschlossen worden. regung, fast ihm selbst unbewußt, kam es letse in deutschen Lauten über seine Lippen:„ Hermann Dieskau So leise er gesprochen, mußte der Name doch das Ohr des anderen erreicht haben, und seine Wirkung war eine außerordentliche. Der in Gedanken Versunkene wandte sich schnell um und starrte mit großen Augen den neben ihm haltenden Reiter an. „ Wer nennt diesen längst vergessenen Namen?" Auch dies wurde deutsch gesagt. Boshafter Streich eines Warenhausangestellten. Im Materialienfeller eines Berliner Warenhauses zerschlug ein Hausdiener aus Boshett einen Ballon Schwefelsäure. Die Feuerwehr beseitigte sofort jede Gefahr, ohne daß das Publikum beunruhlat und der Geschäftsverfehr unterbrochen wurde. Der Täter wurde festgenommen. In seiner tiefinneren Erregung brachte der andere, den Blick fast angstvoll auf die Züge des Pflanzers ge= richtet, mühevoll hervor: „ Hermann? Hermann- bist Du's-?" Wegen heftiger Stürme war während der gestrigen Abendstunden der Telegraphenverkehr mit Barts unterbrochen. Im Kanal erlitten die Damer, die den regelmäßigen Post- und Passagterdienst verfehen, große Verspätungen. Auch der Telephonverkehr Paris- London war ebenso wie der Verkehr mit Brüssel gestört. Den Fragenden forschend anblickend, erwiderte der Angeredete:" Ich war es einst es tst lange her. Doch wer sind Sie? Sie kannten Hermann Dieskau?" „ Ja, ja, tch kannte ihn und auch er sollte den kennen, den er einst seinen Pylades nannte." Aus den Gerichtssälen. Das Die Büchtigung der Fortbildungsschüler. Reichsgericht hat sich neuerdings dahin ausgesprochen, daß auch den Fortbildungsschülern gegenüber ein Züch= tigungsrecht der Lehrer besteht. Ein Fortbildungsschullehrer in Gleiwit hatte gegen 15tährige SchlächterlehrItnge, die zu spät tamen, förperliche Strafen angewandt und war, als er angeklagt wurde, von der Straffammer freigesprochen worden Das Reichsgericht verwarf die gegen das freisprechende Urteil eingelegte Revision. In der Urteilsbegründung heißt es unter anderem: Der Erlaß des preußischen Handelsministers vom 31. August 1889 weise darauf hin, daß die Fortbildungsschule die Aufgabe hat, für die Jugendlichen gewerblichen Arbetter ,, eine Stätte der Bildung und Erziehung" zu sein und auf Geist und Charakter der Jugend einzuwirken, um fie gegenüber den in mannigfacher Form auf sie ein= dringenden Verlockungen widerstandsfähig zu machen". Den Lehrern der Fortbildungsschule tönne daher das Recht, gegen die ihrer Erziehung anvertrauten Schitler bei gegebener Veranlassung angemessene Buchtmittel anzuwenden, nicht versagt werden. Daß zu diesen Zuchtmitteln auch die Vornahme körperlicher Büchtigung gehört, könne einem Bedenken nicht unterliegen. Ein freudiger Strahl der Erkenntnis leuchtete in des Pflanzers Auge auf- er streckte die Hand aus die Hand zitterte:„ Ewald, mein Ewald!" Mensch Junge Hermann, bist Du's? Du? Leibhaftig Du- o, Herzensjunge na, da soll doch -", er zog das Taschentuch und fuhr sich über die Augen ,,, ach was, ich kann nicht anders hol's der Detwel!" - - - Es verging einige Zeit, bis der so marttaltsch aus= sehende Mann sich beruhigte. ,, Nein, da schlag Gott den Delwel tot," fuhr er, um seine Rührung zu verbergen, derb heraus, während ihm die Träne noch im Auge stand.„ Das ist ein Wunder, Du lebst? Herr Gott, ich kann gar nicht zu mir selbst tommen. Hermann, bist Du es wirklich?" Vermischtes. Berlin als billige Stadt. Während bet uns alles über die zunehmende Teuerung feufzt, preifen die Amerikaner in ihren Blättern die Reichshauptstadt als etn wahres Eldorado für sparsame Leute, als einen zufluchtsort für alle Amerikaner, die daheim nicht mehr die teueren reise bezahlen wollen und den Winter in Berlin verbringen, um billta zu leben. In der Tat beherbergt Berlin in diesem Winter mehr amerikanische Gäste als te, und sie alle sind sich darüber einig, daß für feden Yankee eine Reise nach Deutschland unerwartete Ersparnisse mit sich bringt. Was man im Heimatlande tenseits des Ozeans mit einem Dollar bezahlt, bekommt man in Berlin für eine Mark.„ Man. entdeckt mit Ueberraschung, daß man den besten Platz im OpernHause für nur 3 Dollars bekommt und in anderen Theatern sogar fitr nur anderthalb Dollars. Man fährt Automobil für 50 Cents und ist in einem erstklassigen Weinrestaurant für 75 Cents zu Mittag. Nur in den ganz großen Luxushotels findet man Preise, die ein wenig an den Broadwan erinnern." „ Ein Wunder ja", wiederholte leise der mit Hermann Dieskau Angeredete,„ hter, fernab der Welt, steigt die Vergangenheit plößlich aus threm Grabe her= vor." Eine ganze Familie durch Gas vergiftet. In der bekannten Kurstadt Teplth- Schönau hat sich am Mittwoch ein furchtbares Unglück zugetragen, dem eine Er war sichtlich nicht minder bewegt, als der andere.„ Mein Ewald wie kommst Dit hierher an den Okonee, um meinen Weg zu kreuzen?" - ,, Später, später. Hermann, warum warst Du tot für uns, für mich?" ,, Warum? Die Heimat versant für mich, ich nicht für sie. Hermann von Dieskau ist lange tot, nicht einmal sein Name ist übrig. Und ein Wunder, Du sagst es, mußte geschehen, thn aus dem Grabe herauszuHolen." Er fuhr mit der schmalen Hand über die Stirn. ,, Ich bin wic betäubt. alles, was einst war, taucht vor mir auf. Komm mit mir, Ewald, ich wohne unweit von hier, komm, wir wollen ausklingen lassen, was die Seele erregt." Willig folgte ihm der von seinen Gefühlen faſt überwältigte Kriegsmann und bald darauf saßen ste einander gegenüber im Parlour des Hauses Mr. Warthons, der einst Hermann von Dieskaut war. Da saßen die Jugendgefährten, Freunde, Regimentskameraden, und schauten sich an, und suchten nach langen Jahren aus gefurchten Linien die gewohnten jugendlichen Ltnien hervor. Der untersetzte Ewald von Felseck war in den der= ben massigen Zügen und dem gewaltigen Schnauzbart feiner einstigen jugendlichen Erscheinung viel weniger ähnlich, als Dieskau, deffen bartloses Gesicht in seinem milden Ausdruck noch alle die Linien wahrte, die ihn einst zu dem Adonis des Regiments und dem Liebling der Frauen gemacht hatten. Endlich begann Ewald von Felseck: Wie konnte es geschehen, Hermann, daß Du für uns tot warst?" Die Frage überhörend, sagte der andere sanften Tones: Wie wunderbar das Geschickt mit uns spielt! E8 sendet mir nach dreißig Jahren den Jugendfreund reiches Jagdelef und der die Vor meute 3 benutt Die großes Milan T der Stad wurde. im Kopfe einer Tu haus zur glieder d er Mitgli rücht zuf den, da u wurde, Außerden gedreht. mit einem gelegt un die Spur Antit nische Ne Neuyork delsreifen thre Mit mehr einf Trinkgeld vielmehr fas noch delsreiser digend". Der ner von threm E fchen ein Vermisch Stande. no Reichsfan gesunden lige Sum natürlich Was amerifan verzweife rin fie un folgenden halten, d Lon geha lehen bet mehr als Ellbo Itch der mals am der letzter in diesen Sturmmi Der mich leichter eine Toc mir fein hatte. A Wa " Her Die gaß mich hen woll ben, bis babe feil Ich fithr fich da 81 ten Dich Nad hohe Fre glaubte famen n Lebens." Er fa weite Fe Ewald, Fels In Au Lebens Diesta er Nacht elnen Bog Die auf den ich ver T. Im Station vor der rauben Is Ur tub et odtwerte I neun er ver jeumsen vor Spund15 Megen, jo Banit eiter in abend en etne ge von station d. BeBier werden. eftellten. nbauses Ballon rt jede und der wurde nd der r mit amer, it ver verfehr Brüffel Das prochen, n Züch igsschul terlehrgewandt fammer varf die on. In m: Der August bule die Arbeiter jein und fen, um fte ein= machen". ber das Schiller htmittel Buchtgung ge ms alles Die Ameals etn men Zucht mehr Sinter in der Tat ifanifche , daß für erwartete matlande bekommt edt mit Opern ren The an fährt #flaffigen in den ein weIn der m Mitt em eine der anr an den Du tot ich nicht nicht einDu fagft herauszu Stirn. ar, taudit e unweit was die len faft aßen fle Mr. WarDa faßen meraden, Jahren ichen Stden dermauzbart weniger Im feinem bie ihn Liebling te fonnte arit?" fanften ne spielt! endfreund ganze Famille zum Opfer fiel. Der Netsende Michael Kulhanet wurde mit seinem dreijährigen Sohne sowte dem Logisfräulein Müller in der Wohnung von einem Briefträger tot aufgefunden. Die Gattin des Reisenden, die ebenfalls in dem Zimmer war, ringt mit dem Tode. Das Gas war aus einem geborstenen Rohre aus dem Erdreich in den Keller des Hauses gedrungen und von dort in die Zimmer der Wohnung gelangt. Breissteigerung in Betteltindern". Ein originelIer Streif brach gestern in Warschau aus. Dort besteht feit langem eine eigenartige Industrie. Arme Mittter vermieten ihre Kinder an Bettler. e elender die Kinder aussehen, je höher der Preis; der Durchschnitt betrug 15 Korefen täglich. Jetzt mit einem Male verlangen die Mütter 31 Ropeten, und da ihre Forderung nicht bewilligt wurde, erklärten sie den Streif. Die ehrsame Gilde der Bettler antwortete sofort mit der Aussperrung. Wie ernst man es auf beiden Seiten meint, zeigt heute das Warschauer Straßenbild- nirgends ein Bettelkind. König Georg auf der Tigerjagd. Troß dem soeben erfolgten Ableben des Maharadscha von Nepal wird König Georg von England die im indischen Festprogramm vorgesehene große Jagd abhalten. In den Dschungeln von Nepal sind zu dem Zwecke zwet große Nachtlager für den König und sein Gefolge errichtet worden: das eine in Sufimar, 40 Kilometer von der englischen Grenze, das andere in dem 10 Kilometer wetter liegenden Kasra. Die beiden Lager verbindet eine bequeme, durch Wälder führende Straße, die den Flußläufen folat. Die Nepaler Ingenieure haben mit Hilfe deutsche Turnfest verbunden ist, wird die Deutsche Turnerschaft Eilbotenläufe aus allen deutschen Gauen zum Denkmalshügel veranstalten. Die Bayern werden Grüße von der Walhalla bei Regensburg überbringen, die Schleswig- Holsteiner von den Düppeler Schanzen, die Thüringer vom Kyffhäuser, die Schlesier von der Katzbach, die Westfalen vom Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald, die Deutsch- Desterreicher von Königgräß, die Vogtländer vom Kaiserschloß Mylau, die Schwaben vom Bodensee und die Brandenburger von Fehrbellin. Demnächst werden die Aufstellungspläne ausgearbeitet werden. Eine jugendliche Diebesbaude wurde in Hamburg von der Polizei entdeckt. Auf dem Heiligengeistfeld wurden vier Knaben im Alter von 12 bis 14 Jahren, in Decken gehüllt zwischen den dort aufgestapelten Weihnachtstannen schlafend, aufgestöbert und in Haft genommen. Die Knaben hatten sich in die Geschäfte eingeschlichen und die Ladenkassen beraubt und so über 1000 Mark erbeutet, wofür sie Waffen, Uhren, Kleidung u. a. gekauft hatten. Man fand noch etwa 200 Mark Geld bet ihnen vor. Die Ermittelung der jugendlichen Spitzbuben erfolgte durch einen Hund. - Bielversprechend. Vater( zum Bewerber um die Hand feiner Tochter):„ Ich geb' Ihnen schon meine Malt fönnen Sie denn aber auch eine Frau ernähren?" Selchermeisterssohn:' ernähr'n?"! Net anmal, zwamal alle Jahr muß fin d' Kur nach Marienbad!" fich auch der Kirchenliquidator Duez befinden sollte, der vor längerer Zeit die auffebenerregenden Millionenun terschlagungen begangen hatte. Ferner meldet der deutsche Dampfer Stephan" auf drahtlosem Wege nach Brest, daß er 30 Meilen von der Insel Queffant entfernt den englischen Dampfer Leonard" vollkommen verlassen aufgefunden habe. Das Schiff ist wahr scheinlich während der letzten Stürme gestrandet. Ueber den Verbleib der Besatzung ist noch nichts bekannt. Während der letzten Stürme im Atlantischen Ozean ist auch der dänische Dampfer Freyr Thuro" mit Mann und Maus untergegangen. Die aus Fichten- und Mahagonihölzern bestehende Ladung wurde bei der In fel Queffant angespült. In der Nähe von Le Havre strandeten zwei Fischerbarken; die Besatzung ist er trunken. Die Aufteilung von Tripolis. Die„ Köln. 3tg." meldet aus Rom: Aus der ruhtgen Aufnahme. welche die Besetzung von Solum durch die Engländer in der hiesigen Presse gefunden hat, fonnte man gleich entnehmen, daß dies Ereignis den Italienern nicht unerwartet gekommen ist. Es wird hier denn auch bestätigt, daß vor der Besetzung Ver handlungen zwischen England und Italien statt gefunden haben, die ein Italien zufriedenstellendes Ergebnis hatten. Ebenso steht man hier auf dem Standpunkt, daß durch die französische Besetzung der Dase Dichanet italienische Interessen nicht nachteilig berührt von 2000 Soldater dafitr aeforat, daß fie für Automo Was der Kaiser zu Weihnachten bekommt. merden. bile fahrbar gemacht ist. Die Straße führt quer durch die Dschungeln, in denen es von Tigern and Rhinozerossen wimmelt. In dem Lager von Sufimar wird der König ein komfortables Jagdhaus beziehen, während das Gefolge in Zelten untergebracht wird. Das Lager Itegt am Ufer des Rapti- Flusses, der 600 Meter brett ist und ein außerordentlich starkes Gefälle hat. An setnen Ufern weiden ganze Herden von Nashörnern; ebenso zahlreich sind Tiger, Wildschweine, Hirsche und wilde Elefanten vertreten. Man darf danach auf ein reiches Jagdergebnis rechnen. Eine Meute von 600 Jagdelefanten ist bereits an Ort und Stelle geschafft und der Premierminister überwacht in eigener Person die Vorbereitungen zur Jaad, bei der die Elefantenmeute zum Einkreisen der Tiger wie bei der Pirsche benutzt wird. Die Ermordung eines Studenten erregt in Belgrad großes Aufsehen. Es handelt sich um den Studenten Milan Tschirsch, den Sohn eines Generals, der unweit der Stadt auf den Eisenbahnschienen tot aufgefunden wurde. Bei der Sektion wurden dret Revolverfugeln im Kopfe gefunden. Tschirsch ging vorgestern abend zu etner Turnübung, fehrte aber nicht mehr ins Elternhaus zurück. Nach einer Version soll er durch Mitglieder der Schwarzen Hand ermordet worden sein, da er Mitgliedernamen verraten habe. Einem anderen Gerücht zufolge set der Mord aus Eifersucht verübt worden, da man an der Stelle, wo der Leichnam gefunden wurde, Spuren von einem Damenhandschuh bemerkte. Außerdem wäre ein Wagen mit Gummirädern dort umgedreht. Es scheint, daß der Student umgebracht, dann mit einem Wagen zu den Schtenen geführt, dort niedergelegt und vom Zuge überfahren worden ist, wodurch dte Spur verwischt werden sollte. Antitrinkgeld- Agitation in Amerika. Eine amerikanische Neuerung, die Nachahmung verdient, wird aus Neuyork gemeldet: Die Liga der amerikanischen Han= delsreisenden hat endgültig den Beschluß gefaßt, daß thre Mitglieder vom 1. Januar ab in feinem Hotel mehr einfehren dürfen, wo den Angestellten erlaubt ist, Trinkgelder zu nehmen. Das Trinkgeldgeben oder vielmehr nehmen hat in den großen Städten Amertfas noch mehr zugenommen als in Europa. Die Handelsretsenden sagen, es sei„ unamerikanisch und entwürdigend". Der Druckfebfertenfe! oder der Tertmetteur, etner von den beiden, hat einer Mainzer Zeitung auf threm Extrablatt bei der Zusammenstellung der Depefchen einen hübschen Streich gespielt. Durch geschickte Vermischung zweter Nachrichten fam eine Meldung zustande. nach der„ Dr. Solf auf dringendes Ersuchen des Reichsfanzlers erklärte, er set heute früh von einem gesunden Prinzen entbunden worden." Der unfreiwillige Humor dieser unglaublichen" Meldung erregte natürlich große Heiterkeit bei den erstaunten Lesern. Was einer reicher Fran paffiert. Die Witwe des amerikanischen Eisenbahnkönigs Harriman hat einen verzweifelten Brief an die Polizeibehörde gesandt. worin sie um Schutz vor den sie auf Schritt und Tritt verfolgenden Bittstellernt bittet. Die„ arme" Retche hat in der letzten Zeit über 6000 Briefe mit Bittgefuchen erhalten, die meist in mehr oder weniger drohendem Ton gehalten waren. Die Summe der geforderten Darlehen beträgt zirka 700 Millionen Mart, also erheblich mehr als das Vermögen der Millionärin. Eilbotenläufe zum Völkerschlachtdenkmal. AnläßItch der Einweihung des Leipziger Völkerschlachtdentmals am 18. Oftober 1913, mit der das nächste große in diesen abgelegenen Erdenwinkel. Ewald, welch ein Sturmwind führte Dich hierher?" Der Husar hatte sich gefaßt und sprach ruhiger: " O, das ist leicht erklärt! Kein Sturmwind, ein leichter Frühlingshauch brachte mich hierher, ich habe eine Tochter hier verheiratet, Mrs. Henry Stanley, die mir teine Ruhe ließ, bis sie den Alten einmal hier hatte. Aber Du?" ,, Was sollte ich noch unter den Lebenden-?" „ Hermann?!" - „ Die Vergangenheit hatte nur Schmerzliches fitr mich etne Zukunft winfte mir nicht, die Heimat vergaß mich da vergaß ich auch sie, so gut es eben ge= Hen wollte; ich lebe einsam hter, lebe mein eigenes Leben, bis es Gott gefallen wird, mich abzurufen. Ich habe seit Jahren nichts mehr auf der Welt zu tun. Ich führe nicht einmal meinen Namen mehr." ,, Wie wie konnte das alles kommen? Was hat fich da zugetragen? Wir alle hielten Dich für tot, mußten Dich für tot halten." Nach einer Welle erwiderte Dieskau:„ Ach, die ich hohe Freude, Dich, mein Pylades, wiederzusehen glaubte Dich bet Königgräß gefallen-" - ,, War ich auch, Junge, und ziemlich tief, aber wir famen wieder auf, wie Du stehst." ,, mischen sich die trübsten Erinnerungen meines Lebens." Er sah einen Augenblick vor sich hin, wie in die weite Ferne und fuhr dann letse fori.„ Du weißt, Ewald, daß ich etn Wetb hatte?" Felbeck nickte. In threr Liebe wurde mir das größte Glück dieses Lebens zutell. Es schwand rasch,- für immer." Aufmerksam teilnehmend lauschte Felseck. Dieskau in Gedanken verloren nicht weiter sprach, sagte AI8 Ueber die Geschenke, die der Kaiser zu Weihnach= ten verteilt, tst schon oft geschrieben worden. Unbefannt ist aber, daß der Kaiser am Weihnachtsabend auch eine Unmaffe von Geschenken aller Art zugesandt er hält, die zum Teil recht amüsanter Natur sind. Bis vor wenigen Jahren hat ein Berliner Schlächter an fedem Weihnachtsabend eine große und wohlschmeckende Wurst geschickt, die ganz besonders sorgfältig zubereitet war. Der Kaiser stattete eines Weihnachtsabends seinen Dank in humoristischer Form ab, indem er dem Fleischermeister eine schön rotgefärbte Salami" sandte, die mit neuen blizblanken 5 Markstücken gefüllt war. An der Wurst befand sich ein Bettel, der die Inschrift trug:" Wurst wider Wurst!" Aus den Kolonien fann man zu öfteren zu Weihnachten die schönsten Erzeugnisse des überseeischen Deutschland im Kaiserpalast bewundern, wo sie als Beichen der deutschen Fortschritte willkommene Gaben find. Selbstverständlich werden nicht selten die kleinen Brinzen mit allerlei Spielzeug und Delikatessen be= dacht, die von treuen Deutschen aus allen Tellen des Reiches ankommen. Die Sitte, daß das Militär den Kaiser zu Weihnachten beschenkt, ist bereits so alt und eingebürgert, daß dafür schon zeremontelle Formen bestehen. Das 1. Garderegiment zu Fuß in Potsdam ist dazu ausersehen, dem Kaiser die Geschenke des Heeres in Form von Pfefferkuchen zu übermitteln. Am Vormittag des 24. Dezember hat zu diesem Zweck der Kompantechef der Leibkompante des 1. Garderegiments zu Fuß bet dem Kaiser Audienz, um ihm den Armeepfefferkuchen zu überreichen. Auch die Prinzen erhalten Pfefferkuchen, wenn sie schon bei der Kompanie ge= standen haben. Die Marine steht auch hinter dem Heere nicht zurück und übersendet allerlei Grüße. Der Kaiser kann die ganzen Pfefferkuchen und alle die Leckerbissen, die ihm zugeschickt werden, nicht allein aufessen; fie werden darum nicht selten wohltätigen Zwecken, Waisenhäusern usw. überwiesen. Besonders zahlreich waren die Geschenke, die der alte Raiser Wilhelm von seinem Volfe erhielt. Er ließ fich jedes einzelne Stück vorführen und den Namen des Gebers nennen. Oft nahm er auch Veranlassung, ein Gegengeschenk zu übersenden. Wir finden auch an anderen deutschen Fürstenhöfen und bei anderen deutschen Völkern ähnliche Sitten. Seit alter Beit erhalten die Könige von Sachsen von Vertretern des sächsischen Volkes zu Weihnachten Geschenke, und zwar ein paar ungeheure Dresdener Weihnachtsstollen. Die Dresdener Bäckerinnung, deren jeweiliger Obermeister diese Weihnachtsstollen zu backen die Aufgabe hat, geht dann als Vertreter des Volkes in das Königliche Schloß, um hier die süße Gabe, die von acht Gesellen getragen wird, der königlichen Familie zu überreichen. So bildet das Weihnachtsfest auf mannigfache Art ein festes Band zwischen den deutschen Fürsten und ihren Völkern. Schiffstatastrophen im Atlantischen Ozean. Die Sturmnachrichten und damit zusammenhängend diejenigen über Schiffsunfälle hören nicht auf. In der Nacht zum Donnerstag war es wieder der Kanal und der Atlantische Ozean, die von einem Orkan heimgesucht wurden. Aus Paris werden eine Rethe Schiffsunfälle gemeldet: Der Dampfer Loire", von La Rochelle nach St. Nazaire unterwegs, ist infolge des heftigen Stur mes bet Palice gefcheitert. Der Dampfer sollte Strafgefangene nach der Insel Re bringen, unter denen er:„ Ich war fern, als sich Dein Leben so gestaltete, Hermann, und hörte erst davon, als Du die Heimat verlassen hattest als alles geschehen war." „ Ich liebte sie mit aller Kraft meines Herzens und sie gab mir zurück, was ich ihr wethte: Unendliches Glück!- dem unendliches Elend folgte!- Dahin!. " In einem Tone milder Erregung fuhr er fort: ,, Es sollte nicht sein und ich bin der geworden, der ich bin. Du weißt, wie abhängig ich von meinem Onkel, dem Majoratsherrn war, deffen Güte allein mich beim Regiment erhielt, auch liebte er mich in seiner Art und war bemüht, mich auf Alltagsflugheit im Leben vorwärts zu bringen, wozu eine reiche Heirat landesübliches Mittel war. Da sah ich Marie- es tam über mich übermächtig und alle kleinliche Klugheit dieses Lebens schwand dahin. Wir schlossen den Bund fürs Leben; trotzdem ich wußte, daß ich den ganzen Grimm des fanatischen Artstokraten hervorrufen würde, von dem ich abhing. Ich hielt die Ehe geheim, wollte sie wenigstens ge= heim halten, bis ich mir eine Existenz gegründet hatte, die mir gestattete, mein Weib als ein Kleinod etnes eigenen Heimes, wenn auch eines sehr bescheidenen, zu hegen. Trotzdem bekam mein Onkel Kunde von dem Geschehenen. Setn Zorn war maßlos- er beschimpfte mein Wetb der Bruch war da, früher, als ich geahnt hatte. - " Ich war nichts als Soldat und so gtng ich, das wenige, das ich von meiner Mutter geerbt hatte, zusammenraffend und thr hinterlassend, nach diesen Staaten, in denen der Bürgerkrieg begonnen hatte und fand durch Borges Verwendung um so leichter eine Stelle im Stabe Beauregards, als tch fließend englisch sprach. Eine neue Existenz wollte ich mir erkämpfen. Wild tobte es hier im Lande und die Verbindung mit der Heimat unterbrach der Krieg mit seinen Wechselfällen und vor allem die Blockade der Häfen. Die Aktion im Adriatischen Meer. Drei italienische Kriegsschiffe gingen gestern vor Durazzo vor Anker. Kurz darauf folaten drei weitere. Man nimmt an, daß eine feindliche Aktion im Adriatischen Meer geplant ist. Die türkischen Truppen wur den verstärkt und erhielten die Weifung, einen event. Landungsversuch der Italiener encraisch zurückzuwet sen. Die Bevölkerung flüchtete in das Innere. Berliner Getreide: und Schlachtvichmarkt. Das Angebot aus dem Inland war in der abgelaufenen Woche gering, aber auch die Kauflust für den Konfum zeigte sich recht vorsichtig. Die Preise haben daher für diese Frucht nur kleine Fortschritte machen können, zumal am letzten Tage starkes Angebot an Manitoba Weizen zu einer erheblichen Abschwächung führte. Bet Roggen hat der Wert wesentlicher zugenommen als bet Weizen. Gesteigerter Export, Verwendung zu Futterzwecken infolge ungewöhnlich hoher Preise für Futtermittel und die andauernde große Festigkeit Rußlands dürften die Hauptgründe hierfür sein. Einer umfassenderen Aufwärtsbewegung wirkt das außergewöhnlich schwierige Mehlgeschäft entgegen. Die große Ergiebigfett des Korns an Mehl und des letzteren vermehrte Er giebigkeit an Brot haben zu einer Verminderung des Verbrauchs an Roggen geführt. Immerhin stellten sich die Preise gegen die Vorwoche noch um etwa 2. höher. Hafer zog fräftiger im Werte an, was besonders der weiteren erheblichen Preissteigerung der russischen Fut tergerste und der Verminderung der Zufuhr aus unse rem östlichen Nachbarlande sowie der regeren Kauflust des westlichen Deutschlands für La Plata- Ware zuzuschreiben ist. Mats erfuhr wie die übrigen Futtermittel ebenfalls eine Aufbesserung. Am letzten Tage der Berichtswoche stellten sich die Preise für Lieferung im Mat, wie folgt: Weizen 214,25 M., Roggen 194,75 M, Hafer 191,75 M. Mais 165,00 M. Preise des städtischen Schlachtvieh- Marktes. 1. Dchsen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwer tes, ungefocht 79-86 M., b) junge, fleischige, nicht aus gemästete und ältere ausgemästete 73-80 M, c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 62-70 M. 2. Bullen: a) vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtwertes 75-80 M, b) vollfleischige jüngere 71 bis 79, c) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 64-74 M. 3. Färsen und ühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes 6) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtmertes, bis zu 7 Jahren 70-77 M. c) ältere ausge mästete und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 65-71 M. d) mäßig genährte Kühe und Färsen 53-60 M., e) gering genährte Kühe und Färfen bis 60 Mart, f) gerina genährtes Jungvich( Freffer) 52-66 M. 6. Kälber: a) Dopellender feinster Mast 114-143 M., b) feinste Mastfälber 103-113 M, c) mittlere Mast- und beste Saugfälber 92-100 M., d) Mast- und gute Saugfälber 81-91 M. e) geringe Saugfälber 53-75 M. 5. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthammel 70 bts 80 M., b) ältere Mafthammel, fingere Maftlämmer und gut genährte junge Schafe 62-70 M, c) mäßig ge= nährte junge Schafe 49-64 M. 6. Schweine: a) Fettschweine über 3 Zentner Lebendgewicht 59 M. b) vollfleischige Schweine 250 bis 300 fund 56-58 M., c) vollfleischiae 200 bis 240 Pfund 53-57 M., D) vollfleischige Schweine 160 bis 200 fund 50 54 M, e) voll-fleischige Schweine unter 160 Pfund 46-50 M, f) Eauen 50-53 M. - Endlich erhielt ich den Brief meines Bruders. Mein Weib war tot mit ihr das Kind, dem sie das Leben gegeben hatte. Da war das Dasein auch für mich zu Ende. Ich suchte den Tod in den blutigen Schlachten dieses Krieges vier lange Jahre- aber er mied mich. Die Heimat war für mich versunken. Nach dem Frieden schrieb ich an die Meinen- teine Antwort auch ich war für die Heimat tot! 3wet tapfere Gefährten hatte ich im Regimente, in dem ich hier diente, die edlen Söhne des Mannes, dem einst diese Pflanzung gehörte. Dem einen rettete ich das Leben mit Daransehung des metnigen, auch dem Vater Mr. Warthon brachte ich Nettung aus Todesnot so gehörte ich zur Familie. Und als die beiden heldenhaften Jünglinge im Kampfe fleIen, hatte der greise Vater nur noch mich, den er lieben konnte. Er hinterließ mir sein Erbe mit der Bedingung, daß ich für mich und meine Nachkommen fortan seinen Namen führen solle. Ich nahm das Geschenk und wurde Mr. Warthon. Nach dem unruhevollen Kriegsleben tehrte Friede ein und ich wurde ein stiller Pflanzer. Einsam war ich geworden, einsam bin ich geblieben. Ich habe in dem Kleinen Kreise, den mir das Geschick ange wiesen, Gutes gewirkt, so viel ich konnte, und der Sonderling, wie sie mich nennen, erfreut sich der Achtung feiner Nachbarn und was mehr gilt, der Liebe seiner Untergebenen. Da hast Du mein Leben, Ewald, es tft schlicht und einfach verlaufen, nachdem die Kämpfe, Innere und äußere, nachgelassen hatten. Für mich war dte Hetmat, an die mich nichts mehr feffelte, tot, wie ich auch für fe tot war." Mit nicht geringer Teilnahme hatte Felsect diesen Mitteilungen gelauscht, obgletch er hter und da Zeichen des Erstaunens gegeben hatte. ( Fortsetzung folgt.) Gesundheit und Schönheit lassen sich in der weiblichen Kleidung vollendet zum Ausdruck bringen, wenn die Grundlage der Toilette, das Untergewand das Korsett den Forderungen der Hygiene und Aesthetik entspricht. - Ein solches Untergewand ist den verehrten Damen in unserem eleganten Korsett- Ersatz Kalasiris geboten, der alle Vorteile des modernen Korsetts besitzt, jedoch ohne dessen schwerwiegenden Nachteile, vor allem ohne die gesundheitsschädliche Einschnürung In der Taille. ,, Kalasiris" hat im Gegensatz zum Korsett seinen Stützpunkt nicht in der Taille, sondern in der Hüfte, deren knochenstarre Unterlage eine feste Umschnürung sehr wohl verträgt. Die gegenwärtige Mode verlangt eine , Kalasiris" gibt lediglich die unverbildete Figur mit ihren edlen Linien wieder und ermöglicht es, ein Kleid zu tragen, welches genau dieselben Schönheitslinien zeigt. Ein solches Kleid gewährt einen vollen künstlerischen und ästhetischen Genuss. Bei deformierten Körpern wirkt ,, Kalasirls' schönheitsverbessernd dadurch, dass es die Unschönheiten, wie starken Leib, Fettpolster auf den Hüften etc. nach Möglichkeit korrigiert und nach kurzer Zeit sogar beseitigt. Leidenden Damen bietet ,, Kalaslris" gleichzeitig die beste unverrückbar festsitzende Leibblade, ohne Schenkelriemen und Tragbänder. Von ganz hervorragender Bedeutung, ja geradezu unentbehrlich ist ,, Kalasirls" für werdende Mütter. Für diese ist ein Spezial- Modell ,, C" vorgesehen, welches der Bequemlichkeit, der Empfindlichkeit und der Leibesform entsprechend genau angepasst werden kann und Folgeerscheinungen der Niederkunft, wie dicken Leib etc. verhütet. Unsere Kinder- und Backfisch- Kalaslris genau nach der kindlichen Figur konstruiert sind zugleich die Idealsten Geradehalter. - Alle ,, Kalasiris"-Fassons sind eingerichtet, ein Beinkleid und Unterrock anzuknöpfen, was ganz besonders das Entzücken jeder Dame hervorruft. Illustrierte Broschüren und Auskunft kostenlos. biegsame, schlanke Figur, insbesondere Kalasirishaus Frankfurt a. Main eine schmale Hüfte, welche aber nur zu erreichen ist, wenn nicht geichzeitig die Taille eingeschnürt wird. Der Israelit 52. Jahrgang. Aeltestes, angesehenstes Organ der religiös gesinnten Kreise des Judentums. Erscheint jeden Donnerstag, 16-24 Seiten stark in GrossFolio. Politische Leitartikel und Wochenrundschau. Anerkannt prompter und zuverlässiger Nachrichtendienst aus allen jüdischen Gemeinden des Erdballs. Belehrende und unterhaltende Aufsätze; reichhaltiges Feuilleton, Romane Der und Erzählungen, religiöse Belehrung und Erbauung neue Jahrgang bringt einen spannenden, modernen Roman von Schachnowitz( Verfasser von ,, Merelaika"): ,, Luftmenschen". Beilagen: 1. Litterarische Warte, 2. Aus Welt and Leben( illustr.), 3. Erziehung und Lehre, 4. Jüdischer Volksfreund. Abonnementspreis: Mk. 1.50 pro Vierteljahr. Man abonniert bei allen Postanstalten, Buchhandlungen, sowie direkt beim Verlag des Israelit, G. m. b. H., Frankfurt a. M. Stielengesuche) Stellenangebot. Kleine Anzelgen die die für ein israelitisches PubGrosse Bockenheimerstrasse 17( Entresol). Bekanntmachung. Betr.: Sonntagsruhe im Handels- Ge= werbe. Auf Grund der§§ 1056 Abs. 2 der Gewerbeordnung und 37 der hessilchen Ausführungsanweisung zur Gewerbeordnung sind für Sonntag, den 31. Dezbr. 1911 die nachstehenden Verkauls- und Beschäftigungszeiten zugelassen: 1. Bäder, Konditoren, Metzger- und Fleischhändler von vormittags 7 Uhr bis 9 Uhr und von vormittags 11 Uhr bis nachmittags 7 Uhr; 2. Zigarren- und Tabakhändler, Papierwarenhändler, Rolonialwaren- und Spirituosengeschäfte von vormittags 11 Uhr bts nachmittags 7 Uhr. 3. Alle übrigen Handelserwerbszweige von vormittags 11 Uhr bis nachmittags 3 Uhr. Gießen, den 16. Dezember 1911. Großh. Polizeiamt. Gebhardt. Inftitut Bolt Ankauf Verkauf Bilz Sanatorium Ilmenau i. Thür. von Elnj. Fähnr., Prim.- Abitur.-( Ex.) Alteisen, Lumpen, Knochen, Ist nach wie vor geöffnet. Schnell, sicher. Pr. frei. Modes. Zum Eintritt per 1. Januar oder Februar eine durchaus tüchtige, selbständige Verkäuferin gegen hohes Salair gesucht. Dieselbe muss im Einrichten der Hüte bewandert selp. Offerten DresdenRadebeul Für WinterKupfer, Messing, Blet, Zink, kuren besonders zu empfehlen. VorzugZinn, 2c. Möbeln, Betten, Weißliche Hellerfolge. Prospekte frei. Die Anschuldigungen zeug, Gold= und Silbersachen eines entlassenen Arztes sind unwahr. Näheres siehe Leipziger Illustrierte Zeitung vom 16./11. oder ,, Die Woche" vom 28./10. 11. Münzen und Antiquitäten. Louis Rothenberger, Gießen. Viele Leser dürfte es auch interessieren, dass Bilz durch den Einfluss der Aerzte die Beteiligung an der Internationalen HygieneAusstellung in Dresden verweigert worden ist, trotzdem das Bilz'sche Naturheilwerk das schon in zwei Millionen Exemplaren Verbreitung fand, in 14 fremden Sprachen erschienen ist mit 25 goldenen Medaillen und Ehrendiplomen prämiiert wurde, Torfstrea Torfmull :-: Bahn& Steinert, Cassel bitte Photographie, Gehaltsan- Sedanstr. 4. Telefon Nr. 3654. sprüche und Zeugn.- Abschriften beizufügen. Sie finden sofort E. Walter, Limburg a. d. Labn. Käufer ber Damen u. Herren likum Interesse haben, übergibt man am besten dem Israelit Preis 30 Pfennig 6 gespaltene Colonelzeile Probenummern unentgeltlich vom Verlag des„ Israelit", G. m. b. H., Frankfurt a. M. ist zum Heiraten stets gute Gelegenheit geboten durch Frau Pfeiffer Nachf., Frankfurt a. M., Mainzerlandstr 711. ASTHMATeilhaber burch mich, da ich It. notarieller Befundung über 3000 folvente Reflektanten für allerh. bies. u und sowie das weltbekannte Bilz'sche Sanatorium und das 30000 qin grosse öffentliche Bilz'sche Licht- Luft Bad alles hervorragende hygienische Objekte sind, die in eine solche Ausstellung mit gehörten. Alle ärztlichen Angriffe gegen Bilz geschehen deshalb, weil er ein Werk über Naturheilmethode geschrieben hat und darin ca. 50 Urteile von ärztlichen Autoritäten über die Schädlichkeit der Medizin mit anführt. Schön Schön ausw. Objefte an der Hand habe möbl. Zimmer möbl. Zimmer u. solche durch Insertion in ca. 800 Tages- und Fachzeitungen immer wieder neu beschaffe. Ab. schlüffe nachweisbar schon innerhalb weniger Tage erzielt. Verlangen Sie kostenfrei Besuch Emil Kommen Nachf. Sehr beliebte brauchbare Weihnachts- Geschenke: leidende erhalten einen neu pa-( Jnh Conrad Otto) Süte Müßen Große Formen- und Farben- Neueste engl Dessins, sowie Auswahl für Haus und Arbeit empfiehlt in bekannt guter Ware zu billigsten Preisen tent. Inhalier- Apparat zur kostenfreien dreiwöchigen Gratisprobe. Köln, Krevig. 8. Fernſpr. B 9896 Rascher und dauernder Erfolg. Dresden, Berlin, Leipzig, Hamburg, Zahlreiche Anerkennungen. Illustrierte Broschüre gratis. L. Röth 1., Fabrik chirurg. Instrumente, Soderstrassn 5, Darmstadt 5. Rudolf Richter, Giessen Frauen+ Marktstrasse 24-26 Marktstrasse 24-26 Realschule Miltenberg a. Main. mit Handelsabteilung( Schülerheim). Erteilt Einjährigenzeugnis. Aufnahme kann jederzeit erfolgen. ternwoll- Sportkleidung aus Schneestern- Wolle. Interessante Beschäftigung, :: 1 auch für Ungeübte! Jedem Paket Schneesternwolle liegen 2 Strickanleitungen nebst Zeichnungen gratis bei, um ganze Kostüme, Jackets, Rock, Sweaters, Muff und Mützen etc. selbst zu stricken. Billig, modern u. eleganti Gesundeste Kleidung. Im ganzen Jahre gleich praktisch für Strasse und Sport. Wo nicht erhältlich weist die Fabrik Grossisten und Handlungnn nach. Norddeutsche Wolikämmerei& Kammgarnspinnerei, Altona- Bahrenfeld 8u haben in Gießen bei Julius Schulze, Kreuzplaß. Aler Salomon& Cie., Schulstr. 29 und Friedrich Teipel, In Lich bei Joh. Herm. SchmidtI. Marktpl. primaFabrikata20 Jhri.Dienst, d, Armee, Port Elsenb.- u.Zollbeams erprobt Militaria- Zollerräder Fahrräder von M. 52 a la. Das Beste der Neuzeit. Hart Sta frönre, primaFat Neueste Singer- Nähmaschine Krone! Krabo Konkurrenzlos.Die hocharm. Singer- Nähmasch.Kronel verrieg. zugl jede Naht, d. Genähte kann nicht aufgehen. Nähmaschinen Grossfirma M. Jacobsohn, und FahrradBerlin N 24, Linienstr. 128 Seit 80 Jahr, Liefer. v. Post-, preuss, Staats- u. Reich seisenbahn- Beamt-Vereinen, Lehrer-, Militär- u. Kriegerverein., versend, d. hooharm. Singer- Nähmaschine Krone II mit hygien. Fussruhe für alle Arten Schneiderei, 40, 45, 48, 50 M 4 wöchige Probezeit. 5 Jahre Garantie Jubil- Katalog gratis. Leser dieser Zeitung glelohe Vorzugspreise und Rabatt Jede Maschine stickt und stopft. Unterricht gratis. ..Maschinen in al en Orten zu besichtigen." + Für Für Frauen + Ich empfehle bei Störungen sofort meine sich. wirkend. Pulver mt. 8.- oder Tropfen Mt. 8.50, extra ftart Mr. 5.50 per Flasche zu nehmen. Unschädlich. Garantieschein. Viele Anerkennung. Distr. Bers. überall hin. Drogist Bocatius, Berlin N., Schönhauseralle 134a. hüten sich vor neglosen Nachahmungen, welche immer wieder auftauchen, und nehmen b. Störungen nur noch die echten Cito Tropfen Str. 1 Mr. 4.50 Stärke 2 Mr. 6.50 Unschädl. b. Garantiefcheine. Diskr. per Nachnahme Chem. Laborat. Willy Lehmann, Berlin 149 S. W. Lindenstraße 106. elraten vermittelt reell Fran Wehner, Wiesbaden, Friedrichstrasse 55 I. Geld Hannover. Blumenkrippen Noten- oder Bücherständer Etagèren. Wilh. Streck, Bonn. Umsonst reichhaltiges Musterbuch Nr. 10. Rheumatismusfrante erhalt. geg. 20 Pfg. Brief= mark. Aufklärung zur Selbsthilfe. Briefadr. Pofitfach 185, Halle a. S. 203. Neu erschien in 30. Auflage: Die Vernichtung des kelmenden Lebens Wicht. Aufklärungsbuch für jede erwachsene Frau. Geg. Einsendg. gibt ohne Bürg. schnell, von 70 Pfg. in Briefm. durch d. reell. kul. Ratenrückzahl. Medizin. Verlag Dr. G. Schweizer Viele Jahre besteh. Firma& Co., Berlin NW 87 a. Dlesner, Berlin 123, Friedrichstrasse 248. Rückporto Flechten wäes u. trockese Schuppenflechte, skroph. Ekzema, Hautausschlage, offene Füße Beinschäden, Beingeschwäre, Aderbeine, böse Finger, alte Wunden sind oft sehr hartnäckig; wer mit diesen Lelden behaftet, mache einen Versuch mit der bestens bewährten Rino- Salbe frel von schädlichen Bestandtellen. Dose Mark 1,15 u. 2,25. Dankschreiben gehen täglich ein. Zusammens.: Wachs, Öl, Terpentin je 25, Birkent. 3, Eigelb 20, Salic, Bors. je 1. Nur echt in Originalpackung weiss- grün- rot und mit Firma Schubert& Co., Weinböhla- Dresden. fälschungen weise man zurück. Zu haben in den Apotheken. Wagenverkauf. Empfehle mein reichhalt. Lager: Eleg Landauer, Mylords, Halbberdecke, Breaks, Geschäfts, und Amerikanerwagen aller Art, neu und gebraucht. [ 21/3 Fr. Grauer, Butzbach. Kalender 1912 für Bes. v. Wertpapieren Praktisches Handbuch für jed. Kapitalisten! wird gratis versandt vom Bankh. E. Calmann, Hamburg ( Etabliert 1853). Landbutter Vorzüglich zum backen per Pfd. Mr. 1.45 Eier Ia Rocheier 10 Std. Mt. 0.73 Frische Siedeter 10 Std.... mf. 0.88 Vollfrische Trinfeier 10 Std. ... Mr. 0.98 Dampfmolkerei Gießen Gebr. Grieb Verkaufsstellen: Schanzenstraße 4, Bis. markstr. 11, Plocktr. 2. zu vermieten. Ederstraße 7p. ut möbl. Zimmer zu verm. Steinßraße 23 1. mit oder ohne Penfion zu verm. Gr. Mühlaffe 80 p. nächst d. Weftanlage. nt möbl. Simmer zu berm. 2 möbl. Zimmer möbl. Simmer zu berm. Gt Walltorstraße 77 L Einfach möbl. Zimmer zu bermieten. Schottstr. 10. 2 schöne groke unmöblierte Zimmer zu vermieten. Gut Nordanlage 12 I. möbl. Zimmer zu vermieten. Landgrafen Straße 21. möbl. zu vermieten. Gut Zimmer zu vermieten. Steinftraße 30 1. Schön möbliertes Wohn- und Schlafzimmer, zu vermieten Ederstraße 1, Ede Nortanlage. Einfach möbl. Zimmer zu verm. Bahnhofftr. 56, ( Hinterhaus.) But möbl. Simmer zu verni. Landmanns raße 4. Schön Liebigftr. 75. möbl. Zimmer But möbl Bimmer zu verm. niit allem Komfort der Neuzeit Kaiser- Allee 31 p. zu vermiet. Kirchliche Nachrichten. Wolfftr. 8 1. Evangelische Gemeinde in Gießen. Sonntag, den 24. Dezbr., 4. Advent. Gottesdienst In der Stadtkirche. Vormittags 9 Uhr: Pfarrassistent Schorlemmer. Nachm. 3 Uhr: Weihnachtsfeier für die Kinderkirche der Matthäus- und Markusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser. Pfarrer Schwabe. In der Johannestir e. Vorm. 9½ Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Nachm. 3 Uhr: Weihnachtsfeier für die Kinderkirche der Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer. 1. Weihnachtsfeiertag, 25. Dezember. In der Stadtkirche. Vorm. 9½ Uhr: Pfarrer Schwabe. Abends 5 Uhr: Pfarrassistent Schorlemmer. In der Johanneskirche. Vorm. 9½ Uhr: Pfarrer Ausfeld. Beichte und hl. Abendmahl für die Lukas- und Johannesgemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. 2. Weihnachtsfeiertag, 26. Dezember. In der Stadtkirche. Vorm. 9½ Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Beichte u. hl. Abendmahl für die Matthäus- u. Marfusgemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Abends 5 Uhr: Liturgischer Gottesdienst. Schwabe. In der Johanneskirche. Vorm. 9½ Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Nachmittags 5 Uhr: Siehe Stadtkirche. Eigentum und Berlag der Gießener Zeitung 6. m. b. H. Berantwortlich: Albin Alein. - Neustadt 4 En gros vormals Ph. Wagner Ecke Bahnhof- und Marktstrasse Glas-, Porzellan- und Steingutwaren, Haus- und Küchengeräte Telephon 484 Illustrierter T. Radebeul Dresden Er die SchädDen hat und hen deshalb, lung mit' gemervorragende s 3 0000 qin niiert wurde, enen ist und n Exemplaren trotzdem das alen Hygienerch den Einm 28./10. 11. he Leipziger chuldigungen VorzügWinter50 p. nächst d. fion zu verm. mer ge. Simmer trake 301 oliertes de Norbanlage. Ederstraße 1, hlafzimmer, Hinterhaus.) hnhofftr. 56, Gimmer anfraße 4. mmer zu verni. ön fort der Neuzeit Wolfftr. 81 Bimmer Neustadt 4 En gros vormals Ph. Wagner Ecke Bahnhof- und Marktstrasse Glas-, Porzellan- und Steingutwaren, Haus- und Küchengeräte Telephon 484 En detail Spezialität: Brautausstattungen. Hotel- u. Wirtschaftseinrichtungen. Gediegene Spielwaren Eurus- und Galanteriewaren empfehlen zu billigsten Preisen bei größter Auswahl Geschenkartikel Kreuzplatz Moritz Gregori& Sohn, Giessen Kreuzpla Vereine erhalten bei Einkäufen für Verlosungen Rabatt. Anfertigung feiner Schuhwaren nach Maß KnorrHafermehl und Reismehl Weg dam Feinste Massarbeit am Platze. Eigene Schaftenstepperei. Reparatur prompt bei billigster Berechnung. Schuhmachermeister, Wilh. Paul, Walltorstrasse 18 p. PhoenixWasser- MotorWaschmaschine Anerkannt geringster Wasserverbrauch, Weitgehendste Garantie, sind wegen ihres hohen Gehaltes an blutbildenden Nährsalzen u. Eiweiß natürliche Kräftigungsmittel für Bleichsüchtige und Blutarme, die dabei rotwangig und blühend werden. Zu passenden Weihnachts- Geschenken empfehle: Klöppeleien jeder Art. Einsätze, Spitzen, Dreiecke, Läufer, Decken, Taschentücher und Kragen. Brüsseler Spitzen und Schals. Ebenso Stickerei, SchlitzerLeinen und Halbleinen. Frau Schmitt, Teufelslustgärtchen 26 Erstes Spezialhaus für Schirme u. Stöcke Casseler Schirmfabrik, Seltersweg 9. Th. Budde& Co. Grösste Auswahl in Regenschirmen für Damen und Herren. Stock. schirmen, Schul- Schirmen, Spazierstöcken. Neubeziehen und 1.eparaturen.- Die feinsten Neuheiten der Saison stets vorrätig 23 Phoenix ARP199968 QRAM 209 Grösse Preis BOLtr Mk 110 100--- 120 120--1030 140 140 Zu haben in allen erstklassigen Hausund Küchengeräte- Geschäften. H. Trechsler TEMY PLATTFUSS HE- EINLAGEN D.R.G.M. Steinstrasse 48. Telefon 581. Eiskellerei, Bier- und Kartoffelhandlung empfiehlt: Ia. Speise- u. Salatkartoffeln zu den billigsten Tagespreisen zu jeder Tageszeit. Jeder Quantum frei Haus. Illustrierter Wochen- Anzeiger Welt- Rundschau. Bezugspreis fürs Vierteljahr 1 Mark durch die Agenten, 1,20 Mark durch die Post und 1,50 Mark direkt unter Kreuzband. Stadt- Anzeiger. 100 Mark Prämien erhalten unsere Abonnenten laut unseren Bedingungen. Inserate die 44 mm breite Petitzeile 25 Pfg.; Reklame die 90 mm breite Petitzeile 50 Pfg. Extra Beilagen nach Uebereinkunft. Das Abonnement auf den Illustr. Wochen- Anzeiger" ist erst dann gültig, wenn der Bezieher eine auf seinen Namen ausgestellte und von unserer Expedition abgestempelte Vierteljahrs- Abonnements quittung in Händen hat und diese Quittung vor Beginn des betr Vierteljahres, für das sein Abonnement Gültigkeit haben soll, durch Zahlung eingelöst hat. Das Abonnement kann auch durch Bezahlung Quittung ausgehändigt. wöchentlich 10 Pfg. fortgesetzt werden, in diesem Falle wird dann am Schluß des Vierteljahres die Vierteljahrs- Abonnementswortungen etc. bedienen. Jeder Abonnent hat eine laufende Nummer auf seiner Abonnements- Quittung, der wir uns bei Briefkasten- Beant dieses Wochen- Anzeiger als aufgehoben. Nur bei schriftlicher Abbestellung oder nicht rechtzeitiger Einlösung der Abonnements- Quittungen gilt der Bezug Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. von Nr. 27. Gießzen, 22. Dezember 1911. Des Weihnachtsfest! Ach, tut mer jetzt die Welt betrachte Unn einst zu meiner Jugendzeit; Da woas mer net, was mer soll sage Zu all dem Prunk der Herrlichkeit. Wo kannt mer früher dann in Gieße Drei Woche vor der Weihnachtsfreud En kuppern", filwern"," gold'ne" Sonntag, Der diamant'ne" fehlt noch heut. Am Markt beim Rathaus ja da stanne Die Schäferchen mit Woll von Watt. Der Nickelsmann tat aach net fehle, Mir Kinner guckte uns net satt. Beim Röber in der Sonn bei's Fuhre, Da war des Neuste stets zu seh', Baukaste, Trommele, Soldate, Vor Freud blieb Alt und Jung da steh'. Die Popp se krach e anner Klaadche, Der Gaul e neues Baa geschnitzt, Die Poppeküch en neue Anstrich, Die Licht'er warn frisch zugespitzt. Unn wann mer dann die aale Sache Beim Glanz der Lichter hat betracht, Mer konnt vor Freud kaa Potche mache, Das Herz im Leib hat em gelacht. E Strumpkapp, Stauche, Palentine, Das hat die Mutter uns gestrickt. Aus Dankbarkeit hat man den Eltern Recht liebevoll die Hand gedrückt. Gießen. Doch heut, das is e Haste, Jage Nach Geld und Titel uff der Welt. Es is kaa Mensch net mehr zufriede Un wann er noch so hochgestellt. Drum Weihnachte sei uns willkomme, Du schönstes Fest der Christenheit. Tu uns die frohe Botschaft bringe: Dem ganze Land Zufriedenheit. 8. Jahrg. L. Roloff. Carl Loos Giessen, Kirchenplatz empfiehlt in grosser Auswahl zu billigsten Preisen Manufactur und Weisswaren Gestrickte Westen Normalwäsehe Betttücher Bettcoller Herren- u. Knaben- Anzüge Paletots.. Pelerinen Arbeiter- Kleider en. Dvent. Nemmer. inderkirche der arrer Schwabe. t. Rinderkirche der mer ember. bei dem Pfar utas- und Jo ember. dem Pfarre thäus u. Mar . Schwabe -sp n น อ Unterseebote vor die Front! oder Des Vaterlandes letzte Rettung.") ( Fortsetzung.) Das ist immer das Schwierigste für die Untersee= boote: Der Gesichtskreis ist von dem niedrigen Bord ein äußerst beschränkter. Ein Torpedoboot ist da viel besser daran. Wenn's not tut, läßt man jemand in den Mast hinaufklettern. Von dort oben sieht er weiter. Aber ein Unterseeboot kennt diese für die Fernsicht nützlichen Stöcker nicht. „ Gehen Sie in den Torpedoraum und sehen Sie nach, ob die Rohre schußbereit sind", befiehlt der Kapitän dem Leutnant. Der klettert die steile, eiserne Stiege hinab und revidiert die Lanzierrohre und die Geschosse. Er läßt sich die Klappen öffnen. Blizzblank leuchten die bronzenen WEIHNACHTSEHRE SEI GOT FRIEDE AUF ERDE USSTELLUNG Edgar Borrmann, Giessen Eisenwarenhdly. Neustadt 11. Neustadt 11. Artikel, sehr passend für WeihnachtsTelef. 165 empfiehlt wunderschöne und praktische Geschenke. Körper aus dem Rohr hervor. Liebkosend bleibt der Blick des Leutnants einen Augenblick auf ihnen haften. Ein hübscher Haufen Schießbaumwolle, den jeder Torpedo birgt. Wenn er nur richtig auf den Feind gesteuert sein Ziel erreicht und so der Explosivstoff seinen Zweck erfüllt. Dann gibt's keine Rettung mehr für ihn. Jegliche Verteidigung ist ausgeschlossen. Dem Sender dieses gefährlichen Geschosses kann man nichts anhaben! Das Unterseeboot lacht über den Regen der feindlichen Granaten, die sich dahin ergießen, wo man ein Periskop zu sichten vermeint. Und doch sind es meist nur tanzende Lichtreflexe oder allenfalls zur Täuschung des Gegners über Bord geworfene Flaschen. Meine Spielwaren- Ausstellung besichtigen! 3 J. Heilbronner Marktstrasse 17. Rittergasse 8 W Gute und preiswerte eihnachstbücher in grosser Auswahl vorrätig bei August Frees, Hofbuchhandlung ( Fritz Schlesier) Seltersweg 70 Ecke Westanlage Illustrierter Weihnachtskatalog gratis. Der Leutnant untersucht die Abzugsvorrichtung. Alles in Ordnung. Es bedarf nur eines kurzen Zuges an dem Hebel, dann tritt der Bolzen heraus und der Haifisch stürzt sich ins Meer auf seine Beute. „ Torpedoarmierung ist klar", meldet er, oben wieder angekommen, seinem Vorgesetzten. - „ Danke. Schillig peilt weit hinten im Rücken. Der Kurs geht auf Helgoland zu. Der Feind soll dort liegen. Vielleicht ist er auch, falls ihm irgend welche Witterung über einen Angriff der Boote wurde, Anker auf gegangen und gondelt, wer weiß wo, herum. „ Wo?——— das ist die Frage. Der Flottillenchef befiehlt den Booten, sich in breiter Dwarslinie auseinander zu ziehen. Man wird das Terrain sorgsam absuchen müssen. Gleich einer breiten Gabel, so fährt die lange, einige Seemeilen betragende Linie der Unterseeboote über das Meer. Von einer der Zinken wird der Feind aufgespießt werden, so hofft man. Stunden vergehen, nichts ist entdeckt. Die Suche ermüdet. Unausgesetzt wird der beschränkte Horizont unter das Nachtglas genommen. Wo steht der Gegner? Hat er kein einziges seiner Schiffe als Vorposten zurückgelassen? Rund um Helgoland liegt die weite Wasserfläche verlassen da. Keine Spur von irgend einem Fahrzeug ist zu sehen. Passende Weihnachtsgeschenke sind moderne Visitenkarten aus der Buchdruckerei Albin Klein, Seltersweg 83. In breiter Dwarslinie wird auf westlichen Kurs geschwenkt. Einem Zufall wäre es nur noch zu danken, fände man den Feind. Ob er Lunte roch? Sich aus dem„ Klinken staute", wie der Seemann sagt. Das Vorspiel wird langweilig. Ein reines Versteckenspielen. Wie lange wird es noch dauern? Was schenke ich und M006 noünsche ich zu Weisnousten? Sehr einfach man lese den Inseratenteil des„ Illustr Wochen- Anzeigers" und man ist des weiteren Nachdenkens enthoben. Alle einsichtigen Geschäftsleute von hier und Umgegend sollten ihre Weihnachtsinserate im ,, Jllustr. Wochen- Anzeiger" erscheinen lassen. Der Mond ist aufgegangen. Hin und wieder wirft er sein mattes, gespenstiges Licht auf die leicht bewegte See. Aber dunkle Wolken ziehen über ihn hin, halten ihn in ihrem Bann. Das Meer ist schwarz, wie eine Pechmauer. Von Zeit zu Zeit glaubt man einen Feuerschein zu sehen. „ Wo?"„ Dort!"— „ Ach Unsinn!"-- Immer das gleiche Spiel! Starrt man lang in die Finsternis und wartet auf das Erscheinen eines Lichtes, dann bildet man sich sicher ein, es zu erkennen. Dann wieder meint man das ratternde Geräusch her= annahender Torpedoboote zu hören. Weit den Oberkörper vorgestreckt, mit gespitzten Ohren horcht man hinaus. „ Sicher- da--- in der Richtung etwas Backbord-- quer ab." - Der Maschinentelegraph flingelt auf Stopp. Und abermals nach langer Spannung wieder war's nur eine krankhafte Halluzination. Der Flottillenchef knirscht mit den Zähnen.„ V... Für den Weihnachtsbedarf empfehle: Fertige Herren- und Knaben- Bekleidung, reichhaltigste Auswahl in allen - Manufaktur Waren, Ausstattungs- und Trachten- Artikeln. Auf Tuch- u. Buxkin gewähre von jetzt bis Weihnachten gegen Bar- Verkauf: 10% Rabatt. Carl Horn, Giessen Telefon 395. Marktstrasse 28. Die Kerle--- feige ist die Bande-- fürchten sich wohl--- ja- das sollen sie Oh wenn ich sie hätte." Sie Gepeinigt von Begierde krampfen sich seine Hände an der Eisenstange des Turmes fest. Er beißt sich in die bebenden Lippen, die der salzige Wasserdunst brennen läßt. Wild flammt der Haß gegen den Feind auf, gegen den, der den Frieden frevelnd brach, der dem Vaterlande so unendlichen Schaden tat, der die gesamte Flottenmacht heimtückisch mit unsichtbarer Kraft zermalmte. Aber Vergeltung üben ist süß! Sein Inneres bäumt sich in wildem Rachegefühl auf. Seine Blicke bohren sich in die dunkle Wand, die sich gerade vor ihm aus dem Horrizont emporreckt. Der Mond entwindet sich für einige Minuten der Umklammerung der Wolken. In Myriaden glitzernder Funken fließt sein helles Licht über die Wogen. Aber auch selbst diese Beleuchtung läßt feine Spur vom Feinde entdecken. Vergeblich.- Der Morgen dämmert herauf. Die Dwarslinie steuert mit nordwestlichem Kurs, Helgoland weit an Steuerbord fassend. Die ersten Sonnenstrahlen brechen über dem östlichen Horizont hervor. - Einen Freuden„ Da--- Hurra!" schrei stößt der Flottillenchef aus. Fortsetzung folgt. Schöne Briefkassetten mit Namendruck billigst. Albin Klein, Druckerei, Seltersweg 83. ein plot Sel Gri A1 e Ma Ja G P s Q 3 7 Q 3 Cop me a me te wees en te sany полето лоа әәәлләрин Minimax Anzeigen. und zuverbester lässigster Handfeuerlöscher der Welt. 450 000 Stück verkauft. Löscht monatlich bis über 500 Brände KEROS -Licht Referenzen: Staatspreis für Beleuchtung in Dresden. Grand Prix auf 5 Ausstellungen Brennt auf mehr als 2000 deutschen Bahnhöfen, in 100 Städten Gemeinden, in 700 Betrieben. Alles Nähere kostenfrei durch Otto Pickert in Giessen Generalvertreter. Fernsprecher 135 Georg Appel, Gießen Telefon 131 Seltersweg 56 Zentralheizungen und gesundheitstechnische Anlagen Bade-, Klosett-, Lüftungs-, Entstaubungs-, elektrische und Trocken- Anlagen. Fabrik- Lager von Beleuchtungs- Körpern für Elektrisch-, Gas-, Petroleum- u. Spiritus- Licht Reparaturen werden prompt und billigst ausgeführt. Auskünfte, Prospekte und Ingenieurbesuche kostenlos! Friedrich Teipel, Giessen Spezialhaus für Kurz-, Weiss- und Wollwaren Markt 16. Gediegene Spielwaren Nummer 28. J' Lurus- und Galanteriewaren Geschenkartikel empfehlen zu billigsten Preisen bei größter Auswahl Kreuzplatz Moritz Gregori& Sohn, Giessen Kreuzplatz Vereine erhalten bei Einkäufen für Verlosungen Rabatt. Löwer& Bechstein, Giessen Neustadt 4 En gros vormals Ph. Wagner Ecke Bahnhof- und Marktstrasse Telephon 484 En detail Glas-, Porzellan- und Steingutwaren, Haus- und Küchengeräte Spezialität: Brautausstattungen. Hotel- u. Wirtschaftseinrichtungen. L. Lang, Möbelhandlung, Giessen Gravierungen Biermarken Vereinsabzeichen jeglicher Art. Bahnhofstrasse 22. Stempel aller Art für Behörden, Geschäfte und Private aus Gummi und Metall, sowie Stempelkissen und Stempelfarben fertigt in feinster Ausführung zu billigsten Preisen Email- und Messingschilder Klischee's and Galvanos. Giessener Stempel- u. Farben- Fabrik, Jos. Kreuter, Giessen Telephon Nr. 2087. Frankfurterstrasse 129. Telephon Nr. 2037. P³ 1 L.J Weihnachts- Nummer.") an Illustrierter 24. Dezember 1911. Wochen- Anzeiger Welt- Rundschau. Bezugspreis fürs Vierteljahr 1 Mark durch die Agenten, 1,20 Mark durch die Post und 1,50 Mark direkt unter Kreuzband. Stadt- Anzeiger. 100 Mark Prämien erhalten unsere Abonnenten laut unseren Bedingungen. Expedition: Gießen, Seltersweg 83. Lod Inserate die 44 mm breite Petitzeile 25 Pfg.; Reflame die 90 mm breite Petitzeile 50 Pfg. Extra Beilagen nach Uebereinkunft. Weihnachten im Weißen Hause". Von Felix Baumann. n der amerikanischen Bundeshauptstadt beginnt es zu dunkeln. Die Lichter in der Pennsylvania Avenue flammen auf. Jetzt werden auch die großen Laternen am ,, Weißen Hause" angezündet, und ihre Strahlen beleuchten eine merkwürdige Prozession: einen Schwarm vergnügter Leute, die jeder einen feisten Truthahn in der Hand, eiligst die Amtswohnung des Präsidenten der Vereinigten Staaten verlassen. Das weltbekannte„, Weiße Haus" scheint sich in eine Geflügelhandlung verwandelt zu haben. Ein Blick aber auf eine der Karten, die an den Truthahnfüßen zu bemerken sind und die Worte tragen: ,, Vergnügte Weihnachten! William Taft" belehrt uns eines Besseren. Die Hähne sind das Weihnachtsgeschenk des Präsidenten an die zahlreichen Angestellten des ,, Weißen Hauses". Zum drittenmal teilt Präsident Taft diesmal den„ amtlichen Weihnachtsbraten" aus, zum dritten Male feiert er das Weihnachtsfest in der ,, Executive Mansion". Zum dritten Male hält er an dem von McKinley eingeführten Weihnachtsgeschenk für die im„ Weißen Hause" angestellten Beamten und Bediensteten fest, so daß der bekannte„ Truthahnkönig“ und„ Hoflieferant" Horace Vose aus Long Jsland ebenfalls mit dem jetzigen Herrn im„ Weißen Hause" ein Präsident Taft. ( Am nächsten Weihnachtsfeft hat sich bereits entschieden, ob Präsident Taft wieder. gewählt worden ist.) fann. glänzendes Weihnachtstruthahn- Geschäft machen McKinley pflegte nur den direkt im ,, Weißen Hause" Angestellten am Heiligabend einen Truthahn zu verehren. Prasident Roosevelt wie auch Taft haben jedoch die Gabe auch auf die Polizisten und andere ausge dehnt. Taft verteilte im letzten Jahre nicht weniger als einhundertfünfundzwanzig dieser typischen amerikanischen Weihnachtsbraten. Wie in jeder ameritanischen Familie spielt der Truthahn am Weihnachtstage auch im„ Weißen Hause" eine große Rolle. Denn abgesehen von den Geschenken bildet das ,, Christmas dinner" gewissermaßen die Seele des amerikanischen Weihnachtsfestes. In Deutschland der Tannenbaum, in *) Unsere Weihnachtsnummer schildert( unter besonderer Berücksichtigung des Deutschtums), wie man in Amerika Weihnachten feiert. Verantwortlich: Albin Klein, Gießen. luv u E पु Гомлади se que ung quv b un лдаш бо әринә бик инфри ши UD Цало ang gun шǝgng 9 2 Weihnachten im Weißen Hause. den Vereinigten Staaten der Truthahn. Sucht bei Dame des Landes" nicht mit einer Schürze am Küchenuns der Ürmste seine letzten Groschen für ein Bäumchen herd, und statt der alten farbigen ,, mammies" in ihren zusammen, so gibt der Amerikaner den letzten Dollar baumwollenen Kleidern und bunten Kopftüchern ist ein für einen Truthahn aus, und der arme Neger, scheut ,, Chef de cuisine" und ein Heer von weißgekleideten sogar vor der Bekanntschaft mit dem Strafrichter nicht Unterköchen und anderen Assistenten in der Küche des zurück, um sich auf verbotenem Wege in den Besitz des heißbegehrten Festbratens zu setzen. Seit der Erbauung des„ Weißen Hauses" hat der Truthahn auf keiner Weihnachtstafel gefehlt. Die Chronik berichtet von zwei besonders fetten ,, hand raised and hand fed" Truthähnen aus dem Fairfax- Bezirk in Virginien, die beim ersten ,, Christmas dinner" im , Weißen Hause" verzehrt wurden. Das war im Jahre 1800, als dort Abigail Adams als„ Erste Dame des Landes" präsidierte. Der zweite Präsident der Vereinigten Staaten, John Adams, war im Oktober 1800 in das damals gerade 4 " Weißen Hauses" tätig. Aus dem substantiellen Weihnachtsessen der Kolonialzeit ist ein Dinner up to date geworden. Gerichte mit für die Amerikaner unaussprechlichen französischen und italienischen Namen haben das geröstete Spanferkel mit dem Apfel im Maul, das gebackene Possum nach VirginiaArt und den Pudding von ,, Indian corn" mit Butter und Sirup verdrängt. Statt des Pop corn, der gerösteten „ Kastanien" des selbstgemachten Sirupzuckerwerks usw. gibt es heute importierte Käsearten, Südfrüchte und andere fremde Erzeugnisse als Dessert. Dolly Madison, die Gattin des vierten Präsidenten der Vereinigten Staaten, überraschte ihre Das ,, Weiße Haus" in Washington. vollendete, Weiße Haus" gezogen. Frau Abigail Adams galt für eine musterhafte, neu- englische Hausfrau, aber die Einrichtungen in dem neuen ,, Landespalast" waren so dürftig, daß die Präsidentengattin nicht ein noch aus wußte und das erste Weihnachtsfest im , Weißen Hause" unter etwas ungemütlichen Umständen gefeiert wurde. Die großen Zimmer fonnten nur schwer erwärmt werden, die Beleuchtung ungenügend, und die Kücheneinrichtungen ließen viel zu wünschen übrig. Außerdem herrschte war Weihnachtsgäste mit einem selbst zubereiteten ,, Rabbit potpie"( RaninchenPastete), zu dem thre farbige Röchin „ Tante Hannah" das Rezept geliefert hatte. Auf Dolly Madison ist auch die Sitte zurückzuführen, dem gerösteten Spanferkel einen glänzenden roten Apfel ins Maul zu stecken. Pyramiden von roten Äpfeln bildeten in der Kolonialzeit neben Zeder= und Stechpalmenzweigen den Hauptschmuck der Weihnachtstafel im Weißen Hause". Heute zieren kostbare Blumenarrangements, goldene und silberne Aufsätze sowie eine Auswahl der feinsten Kristallgläser und wertvollsten Porzellangeschirre die Weihnachtstafel. Arbeitszimmer des Präsidenten im Weißen Hause. eine fürchterliche Zugluft. Trotzdem nahm das erste Weihnachtsessen einen animierten Verlauf. Die Gattin des Präsidenten hatte selbst in der Küche gewaltet und mit Hilfe der farbigen mammies( Köchinnen) ein vortreffliches Weihnachtsmenü zusammengestellt. Heute entsprechen die Kücheneinrichtungen des„ Weißen Hauses" allen modernen Anforderungen. Der Truthahn wird nicht mehr wie im Jahre 1800 über einem lodernden Herdfeuer am Spieß geröstet, sondern im gut geheizten Bratofen hergerichtet. Auch steht heute die ,, Erste " Es ist Sitte für jeden neuen Präsidenten, nach den Bestimmungen der jeweiligen„ Ersten Dame des Landes" ein neues Porzellanservice anfertigen zu lassen. Das bisher benutzte Geschirr wird dann auf dem Boden verpackt. Als Frau Roosevelt in das„ Weiße Haus" 30g, bestellte sie ein aus 1320 Stücken bestehendes TafelHüben und drüben. es klang so mild und feierlich durch den Raum, als ob wirklich ein Engel durch das Zimmer geflogen wäre. Sie sangen's bis zu Ende und der Alteste sang wacker mit; die praktische Erziehung, die nichts von Weihnachtsmann und Christbaum wissen will, vermag doch nichts gegen den Zauber dieser herrlichen Melodie. Sie sangen's bis zu Ende und Großmütterlein freute sich des Zaubers, den das Lied ausgeübt. Rasch, ehe die Kinder aus ber Weihnachtsstimmung den Weg in die nüchterne Wirklichkeit zurückgefunden, spann sie den Faden ihrer Erzählung und schilderte in leuchtenden Farben die Herrlichkeiten, die das Christkindchen aufgestapelt hat, die prachtvollen Spielsachen, die lieblichen Leckereien, die kostbaren Geschenke damit hatte sie es aber herzlich schlecht getroffen. Wenn fie glaubte, daß sie ihren Enkeln mit den Herrlichfeiten imponieren konnte, die sie in jungen Jahren einst entzückt hatten, wenn sie von den plumpen, einfachen Puppen schwärmte und den grob aus Holz ge schnitten Tieren der Arche Noah und den schwerfälligen Holzsoldaten, die auf der Schere marschierten, und den viereckigen, grell bemalten Eisenbahnen, den struppigen giftiggrünen Bäumen und den komischen Häusern, deren bunter Anstrich sich zu bereit= willig den kleinen Fingerchen und Mäulchen mitteilte, wenn sie von all diesen Herrlichfeiten vergangener Tage erzählte, dann rümpften die Kleinen verächtlich die Näschen. „ Liebe Großmama," sagte das Mädchen, ich war vor ein paar Tagen mit Mama im Christkindchen- Laden; da könntest du Puppen sehen! Weißt du, wenn heutzutage eine Puppe nur Mama und Papa sagen kann, das ist schon gar nichts mehr; ich habe dort eine gesehen und gesprochen, die eine ganze Rede hält, die hat nämlich einen fleinen Phonographen in der Brust." " Das soll gewiß eine Suffragette sein!" bemerkte der allweise Bruder. Weihnachtseinläufe. Der älteste hielt es an der Zeit nun seinersetts auch das Neueste aufzutischen:„ Ihr müßt mal die prachtvollen Maschinen und Modelle sehen, die haufenweise ausge Und alles mit stellt sind. elektrischem Betrieb; es ist für einen Jungen schon nichtz Besonderes mehr, wenn er zu Weihnachten einen kleinen Motor bekommt oder ein richtiges Miniaturtelephon. Da gibts noch ganz andere Dinge: drahtlose Telegraphen, richtige Kinematographen, elektrisch betriebene Druckerpressen, Unterseeboote und Luftschiffe, Dreadnoughts mit Torpedoausrüstung und automatischen Geschützen. Sogar ein großmächtiges Modell eines der neuesten OzeanSchnelldampfer des Norddeutschen Lloyd, die zwischen Deutschland und Amerika verkehren, das bis in die kleinsten Details stimmt, kann man im Spielwarenladen kaufen." Ein verschneites Blockhaus im Westen. ,, Früher galt es auch als etwas Besonderes, wenn eine Puppe die Augen schließen konnte. Das ist nun schon was Altes, Großmama; jetzt hat man Puppen, die so gut kokettieren wie wirkliche Mädchen." Die erste Ausfahrt im Weihnachtsgeschent. Der Alten, mit ihrem in der Anspruchslosigkeit einfach gebliebenen Menschenverstand, summte und brummte der Kopf von all den Neuigkeiten; nun wundert es sie freilich nicht mehr, daß die Kinder von heute über die Märchen hinaus sind.... und sie sah ein, daß es nicht einmal der Kinder Schuld, daß es der Fehler der modernen Erziehung" mit ihrem ins Unglaubliche gesteigerten Raffinement ist. „ Kinder" sagte die Großmutter ,, bas muß aber doch eine Unmenge Geld kosten?" ,, Großmutter, was es fostet, geht uns nichts an, dafür hat ja Papa sein Checkbuch" rief der Älteste. Großmütterchen hatte genug gehört; sie besaß soviel gesunden Menschenverstand, um zu wissen, daß man die Menschen so nehmen muß, wie sie sind, nicht wie sie sein sollten. Es war dunkel geworden in dem Zimmer, und die Großmutter hatte es nicht bemerkt und die Kinder hatten es nicht bemerkt, denn in ihrem Herzen glühte und strahlte die Weihnachtsfreude. Es klingelte! Die Türen öffneten sich, in Glanz und Pracht und Herrlichkeit strahlte der Weihnachtsbaum; würziger Tannenduft und Wachsferzengeruch legte sich wohlig auf die Nerven und im Chor flang es durch den Raum:„ O du selige, o du fröhliche, gnadenbringende Weihnachtszeit!" E svg pang b ang pang pun quo u ga - van gay gay G alnog u Hüben und drüben! kannt wurde. Jm nächsten Augenblicke lag sie dem verloren geglaubten und wiedergekehrten Sohne schluchzend am Halse; mit tränenden Augen stand Lieschen daneben und in furzen Worten teilte Gerner dem Vater Tunkel die Sachlage mit. Dann auch streckte der alte Mann Morik die Hand zum Willkommen entgegen und die Freude, welche in der Familie an diesem Abend herrschte, ist schwer zu beschreiben. Jetzt war auch die Zeit für Gerner gefom men und seine Bewerbung wurde in so nachdrücklicher Weise vorgetragen, daß der Segen der Eltern nicht ausblieb. Hüben und drüben! Eine deutsch- amerikanische Weihnachtsplauderet. Es war der Nachmittag des„ Heiligen Abend"; die Feiertagsstimmung 30g auch langsam in New York ein. geborenen Enkeln in einer traulichen Ede; sie sollte ihnen Das deutsche Großmütterlein saß mit den in Amerika bie Zeit vertreiben bis zur Bescherung, wie sie's seit Jahren getan, und wie seit Jahren suchte sie der Kinder schönsten Zeitvertreib, die Märchen, hervor. Und sie begann: ,, Es war einmal Weiter kam sie nicht, denn die Rinder unterbrachen sie:„ Aber Großmutter, wer wird denn so altmodisch sein! Es war einmal bas glaubt doch kein Mensch mehr. Weißt du, wir werden in den amerikanischen Schulen viel praftischer erzogen, als bu zu deiner Beit in Deutschland, um die Weihnachtszeit nach den Städten geliefert wer den, kommen aus Maine und aus den Adirondacks und den anderen Teilen des Apalachengebirges. Nahezu vier Millionen Bäume werden alljährlich zu diesem Zwecke gefällt und Amerika braucht eine Million Bäume mehr als Deutschland, von wo die Sitte zu uns gekommen ist. Etwa zehn Großhändler beherrschen den Markt der Weihnachtsbäume und verdienen daran eine Menge Geld, denn Wie sich Jung- Amerika die Ankunft des Weihnachtsmannes vorstellt. einhalb bis zwei Dollars." und darum mußt du uns auch praktische Geschichten erzählen, feine ,, Es war einmal"-Märchen." Großmutterlein seufzte und schüttelte den silberhaarigen Kopf und begann aufs neue: Wieder ist ein Jahr verflossen und der Weihnachtsengel fommt zu den Menschen, um ihnen am Fest der Nächstenliebe Frieden und Freuden zu bringen. Der alte, getreue Santa Klaus hat hat seinen Schlitten vollgepackt und seine Renner angeschirrt und saust über Wolken und Schnee daher, um all den vielen Kindern, die brav sind und an ihn glauben, seine schönsten Gaben zu bringen." ,, Denkst du nicht" unterbrach der Alteste ,, daß der Weihnachtsmann ein recht unpraktischer alter Mann ist? Wenn ich er wäre, liebe Großmutter, dann hätte ich mir schon längst einen Zeppelin bauen lassen oder zum mindesten einen Aroplan. So etwas fönnten wir modernen Kinder Immerhin noch glauben, aber das Märchen mit den Renn tieren, die durch die Luft galoppieren, und die Geschichte von dem alten Manne, der durch den Schornstein Klettert, das ist zu viel für uns." Großmutter tat wieder, als ob sie nichts gehört, doch ehe sie weiterfahren fonnte in ihrer Erzählung, fragte das Mädchen:„ Wo wohnt denn der Santa Klaus das übrige Jahr hindurch?" " In seinem Eispalast am Nordpol, mein Kind." Das gab dem Altesten wiederum Gelegenheit zum Lachen: ,, Am Nordpol? Großmutter, an welch m denn: am Mister Peary oder dem Dr. Cook seinen? Und wie kommt es denn, daß feiner von ben beiden ihn dort angetroffen? Sie könnten ihn boch so gut als Zeuge gebrauchen?" ,, Mein Junge, wenn du alles besser weißt als beine alte Großmutter, dann setz ich mich auf deinen Platz und du erzählst uns Geschichten!" Der Knabe schwieg beschämt. ,, Du kannst doch nicht leugnen, daß Santa Klaus jedes Jahr um die Weihnachtszeit mitten in New- York einen großen, großen Tannenwald hervorzaubert, einen Wald, in dem allerlei Bäumchen, fleine und große, zu finden sind. Und mit diesen Tannenbäumen zieht bann der heilige Geist der Weihnachtsfreude in die Häuser der Armen und der Reichen." ,, Sei nicht böse, Großmutter, ich kann ja nichts bafür, daß wir's in der Schule anders lernen. Aus unseren Schulen ist der Santa Klaus rerbannt, und Märchen lehrt man und dort auch nicht, wenn wir Kinder sie auch noch so gerne hören. Da sagt man uns: die Tannenbaume, die die sie zahlen Den Holzfällern, ihnen die Bäume liefern, ungefähr einen Quarter für das Gebinde, in dem sich fünf Stück befinden. Für besonders schöne Bäume 3ahlt er ein paar Cents mehr und diese Extrabäume, für die er ganze fünfzehn Cents bewilligt, bringen nachher ein und Großmütterlein hörte dem klugen Jungen erstaunt zu, als er seine Weisheit vor ihr austramte und dachte im stillen Arme Kinder, denen in der Schule gelehrt wird, den Weihnachtsbaum nach seinem materiellen Werte zu schätzen. Uns Altmodischen kam man nicht mit Zahlen und Statistiken, uns lehrte man das liebliche Märchen des Meister Andersen, das Märchen von dem Tannenbaumchen, das hinausverlangt in die Welt, das einen einzigen Tag der Freude und des Glückes erlebt, den Weihnachtstag, und dann auf dem Kehrichthausen endet. In seinem Schmerz und Herzweh aber erinnert es sich der seligen Stunden seiner Glorie." Und unwillkürlich summte die Alte das Liedchen vor O Tannenbaum! O Tannenbaum! sich hin: Wie grün sind deine Blätter.... Und die Kinder stimmten mit ein in das Lied und Theaterkind r nach der Weihnachtsbejcherung. service, das alles bisher Dagewesene übertraf. Das Service ist im Kolonialstil gehalten: goldene Verzierungen auf weißem Grunde. Nur das Wappen der Vereinigten Staaten, das jedes Stück ziert, zeigt die entsprechenden Farben. Auch die verschiedenen Weingläser sind mit dem Wappen geschmückt. Ein Teil dieses Staatsservices fand auf der Weihnachtstafel Verwendung. Desgleichen einige der historischen Silbersachen des„ Weißen Hauses". Vor allem das kunstvolle mit dem amerikanischen Adler verzierte Tranchierbeſted, das dem jeweiligen Präsidenten zum Zerlegen des Weihnachtsbratens dient und die von Frau Benjamin Harrison unter„ alten Sachen" in der Rumpelkammer des„ Weißen Hauses" entdeckte schwersilberne Suppenterrine. Jm großen und ganzen verläuft das Weihnachtsfest im„ Weißen Hause" sehr still. Der Weihnachtsbaum, der bereits in vielen ameritanischen Familien zu finden ist, hat seinen Einzug im„ Weißen Hause" noch nicht gehalten. Roosevelt und Taft halten an der alten amerikanischen Weihnachtssitte feſt, die die Kinder ihre Geschenke am Weihnachtsmorgen in den aufgehängten Strümpfen finden läßt. Weihnachten im„ Weißen Hause". Am Weihnachtstage selbst ladet der Präsident nur einige der intimsten Freunde zu Gaste. In früheren Jahren pflegten die Präsidenten zahlreiche Einladungen zur Weihnachtstafel ergehen zu lassen. McKinley räumte jedoch mit diesem Brauche auf und erklärte das WeihEin Millionärfig in Washington im Winterkleide. Der Niagara Fall im Winter. nachtsfest für eine Familienfeier. McKinley war es bekanntlich auch, der den ungehinderten Eintritt Frem der ins ,, Weiße Haus" aufhob und streng darauf bestand, daß nur geladene Gäste zu den Festlichkeiten zugelassen wurden. Er wollte dadurch Zwischenfällen vorbeugen, wie sie sich 3. B. unter Jackson ereigneten, der die fremden Diplomaten am Herdfeuer sitzend und eine kurze Pfeife rauchend zu empfangen pflegte. Jackson war von einigen seiner Bewunderer ein Riesenkäse zum Geschenk gemacht worden. Da er diese Weihnachtsgabe nicht allein verzehren konnte, so beschloß er, sie dem allgemeinem Wohle zu opfern. Er arrangierte einen öffentlichen Empfang, zu dem jeder mit einem Messer erscheinen sollte, um sich an dem Riesentäse gütlich zu tun. Die Folge war eine fürchterliche Käseschlacht. Groß und Klein, Arm und Reich, Weiß und Schwarz prugelten sich um einen Schnitt in den Weihnachtsfäse. Die Stüde flogen hin und her, sie wurden zertreten und dadurch die Teppiche usw. ruinieri. pier Ab Die Sel nid W 26 Reichs bau be legten ung der her ist Kassen einen 2 chen. senschaft mit als werden. Mart u also vo 4 Die Versöhnung unterm Weihnachtsbaum. Die Versöhnung unterm Weihnachtsbaum. Eine Erzählung aus dem New Yorker Leben. ur Zeit, als die Ostecke noch als waschechte deutsche Kolonie der in rapider Weise wachsenden Großstadt zu betrachten war, der schier unaufhörliche Strom deutscher Einwanderer sich über das Land ergoß, wohnte in der Orchard Str. in einem bescheidenen Häuschen, das längst einer großen Mietskaserne Platz gemacht, die Witwe Selecke mit ihren beiden Kindern in der ihr vom Geschick zugedachten, bescheidenen Weise. Die Frau mußte behutsam über die Dollars Wache halten, um sich und die Kinder durchzuschlagen, weshalb sie mit säumigen Mietern kurze Umstände zu machen gezwungen war. Mit wachsamem Auge beobachtete sie deshalb die drei jungen Mieter, welche die oberen Dachräumlichkeiten inne hatten, ein Herr Gerner, welcher ihr das meiste Zutrauen durch sein solides Wesen einflößte; ein urfideles Haus Namens Rasinsky und ein Herr Lohster, dem die Worte wie Honig von den Lippen flossen, vor dem die Frau jedoch eine unüberwindliche Abneigung besaß. Die Zeiten waren für Erwerbsverhältnisse nicht besonders günstig, jeder der Drei war durch irgend einen Umstand von seinem Berufe abgetrieben, und der Mangel an Barmitteln hatte fie gezwungen, nachdem sie in dem kleinen billigen Restaurant des Erdgeschosses des Hauses durch Zufall zusammengewürfelt worden waren, bei Frau Selecke einGerner zumieten. fich hatte die erstmonatliche Miete für alle entrichtet, und der ölzüngige Lohster es dann fertig gebracht, eine spärlich bezahlte Arbeit für Bemalen eines Modeartikels zu erlangen. Da jedoch Gerner und Kasinsky den Tag und Abend fast ununterbrochen arbeiteten, so waren sie sicher, den Wolf von der Türe für eine geraume Zeit fern halten zu können. So versicherte Gerner der Frau Selecke, als der Tag für die Miete heranrückte. Am nächsten Tage nahm Lohster die fertige Arbeit an sich, um sie abzuliefern. Er kam jedoch nicht wieder, sondern blieb mit dem Gelde verschwunden. Dem sonst so jovialen Rasinsky mußte eine Träne über die Backe gelaufen sein und an dem Schmiß auf derselben Halt gemacht haben, denn er fuhr schnell mit dem Tuche darüber hin und drückte dem Freunde dankend in seiner derben Weise die Hand. Das Zusammentreffen zwischen Gerner und seinem Verwandten, dem jüngeren Partner in einer chemischen Fabrik im Nachbarstaate New Jersey, war ein ungemein herzliches. Der andere Gerner entschuldigte sich damit, in wichtigen geschäftlichen Angelegenheiten lange in Meriko abwesend gewesen zu sein, eröffnete dem Cousin, daß dieser anfangs mit einem kleinen Salär als Assistent in der Fabrik eintreten könne, wo es nur an ihm liege, sich mit der Zeit in die Höhe zu arbeiten. Dann entfernte er sich mit einem freundlichen„ Auf Wiedersehen" und licß Gerner bei der Witwe Selecke zurück, die in den ersten zehn Minuten nichts anderes als das Glück zu preisen vermochte, das Gerner widerfahren sei, und das Leid, daß sie einen so guten Mietsherrn verlieren müsse. Am nächsten Tage 30g Gerner hinüber nach den Moskitogefilden, um dort den Grundstein für sein Fortkommen in der neuen Welt zu legen. In der Wohnung der Frau Selede ging mittlerweile alles seinen Gang weiter. Als sie etwas später eine Heiratsofferte von dem wohlhaben den Farbenhändler Tunkel erhielt, nahm sie dieselbe an, weil dieser ein Freund ihres verstorbenen Mannes war. Da nun aber Tunfel ebenfalls in New Jersey wohnte, mußte sie das bescheidene Häuschen in der Orchard Str. aufgeben, und mit Tochter und Sohn siedelte sie über in das elegantere ihres zweiten Gatten. Hier wurde nun die Tochter, die sich zu ciner hübschen Jungfrau entwickelt hatte, der Liebling des Stiefvaters. Moritz blieb der Mutter Augapfel, trotz seines Leichtsinnes und seiner Verschwendungssucht, die den alten Tunkel, der sich hart hatte in die Höhe arbeiten müssen, beinahe zur Verzweiflung brachte. In seinem Zorn hatte er eines schönen Tages den Bengel zum Hause hinausgejagt. East River im Winter. Die Betrogenen machten sich auf die Suche nach dem Verschwundenen und durchstreiften alle Plätze an der Bowery. Bergeblich! Schließlich übernahm es Gerner, Frau Selecke von dem Zustande der Dinge zu benachrichtigen, was, wie beide sicher glaubten, mit der üblichen Kündigung enden würde. Aber die Überraschung, welche Gerner bevorstand, hatten beide nicht vermutet, denn kaum hatte er die Wohnstube der Frau betreten, als ihm diese ein kleines Paket überreichte, welches ein Herr mit dem Bemerken zurückgelassen, er werde am Abend wieder vorsprechen. Beim Öffnen des Paketes blickte Gerner das Grün amerikanischer Dollarnoten entgegen und beim Lesen überzog sich sein Gesicht mit einer leichten Röte. Er begab sich dann zu Rasinsky zurück, der ihn mit den Worten begrüßte: ,, Die Pferde sind gesattelt, lieber Gerner." Gerner winkte ab und meinte:„ Nicht so schnell, lieber Freund, mir ist Hilfe zur rechten Zeit gekommen und damit ist vor läufig für uns beide gesorgt." Dann erzählte er, wie ein Verwandter, der von einer längeren Reise in Meriko zurückgekehrt, bei Frau Selecke vorgesprochen, eine recht anständige Geldsumme zurückgelassen und versprochen habe, am Abend wiederkehren zu wollen.„ Deine Miete," fuhr Gerner fort,„ habe ich für den Monat vorausbezahlt, hier ist eine kleine Summe, die ich dir vorstrecke bis zu einer Zeit, in welcher du imstande sein wirst, sie zurückzuzahlen." Tagedieberei führt zu schlechter Gesellschaft, und in der Metropole in einem Sumpfwinkel, wohin der junge Mann auf seiner abschüssigen Bahn geraten war, fügte es das Unglück, daß er mit Lobster zusammentraf, der ihm ein Wonnegemälde von dem fernen Westen vormalte, wo man das Leben in vollen Zügen genieße und mit wenig Geld Reichtum erwerben könne. Anfangs hielt der gute Geist bet dem jungen Manne Stand, aber immer wieder führte Lohster dem Toren vor Augen, daß ein Griff in die Kasse des Stiefvaters die nötige Summe schaffen würde, beide dem traurigen Osten zu entrücken. Wenn dann Moritz genug Geld besitze, tönne er ja das„ Darlehen", und weiter sei es ja nichts, wieder zurücksenden und die„ Familienangelegenheit" sei dann geregelt. Und schließlich triumphierte der Verführer. Nach einem heimlichen Besuche bei der Mutter schlich sich Moritz in das Zimmer des Stiefvaters, sprengte dort dessen Kassette, entnahm derselben eine Summe von fünfhundert Dollars, die Tunkel zum Ankaufe eines neuen Pianos für die Tochter zufällig im Hause hatte. Noch in derselben Nacht trat Moritz mit dem bösen Geiste, der ihn nicht aus den Augen ließ, die Reise nach dem ihm vorgegaukelten Dorado an. Die Versöhnung unterm Weihnachtsbaum. Manche nennen es Glück, aber bei Gerner war es unbeugsamer Fleiß und Gewissenhaftigkeit, die ihn in seiner neuen Sphäre rasch von Stufe zu Stufe klimmen ließen. Sein Einkommen mehrte sich von Jahr zu Jahr; er verkehrte in der besten Gesellschaft, und da sich sein Wohnsitz in derselben Stadt befand, wo auch der Farbenhändler Tunkel eine angesehene Rolle spielte, so ist es nicht zu verwundern, daß er mit der früheren Frau Selecke wieder zusammentraf. Die Zwistigkeiten in der Familie über den leichtsinnigen Moritz erlebte Gerner mit und schließlich auch die Tränen der Mutter, wie den Zorn des Vaters, nachdem sich der Diebstahl ereignet. Monat um Monat verfloß, ohne eine Kunde von dem Verschwundenen, und die Frau verfiel nahezu in Trübsinn, so daß Tunkel mit der Lebensgefährtin eine Reise nach der alten Heimat antrat, um die Frau wieder auf andere Gedanken zu bringen. Gerner's Verhältnisse wurden unterdessen immer günstigere, und als er eine für das Geschäft wertvolle Erfindung gemacht und sich einer der älteren Partner vom Geschäft zurückgezogen, wurde es ihm ermöglicht, als jüngster einzutreten. Als solcher fiel ihm dann die Mission zu, im Interesse des Geschäftes den Westen zu bereisen. 5 und anscheinend halbverhungerte Mensch mehr zu sagen, nur die Tränen rannen ihm über das Gesicht. Was hier Not tat, wußte Gerner wohl; er führte den Wiedergefundenen in ein nahes Restaurant, und dort mußte Moritz schließlich, während er gierig das ihm Borgesetzte verschlang, eine Beichte ablegen, welcher außer dem bereits Bekannten noch zuzufügen ist, daß Lobster, nachdem sie in Chikago angelangt Moritz um das gesamte übrige Geld bestohlen hatte und nach unbekannten Regionen verduftet Auf dem New Yorker Broadway im Winter. Eines Abends ging er die Straßen Chikago's entlang und war im Begriff, sich in sein Hotel zu begeben, als er plötzlich in bittender, halbunterdrückter Weise die Worte:„ Herr Gerner" vernahm. Überrascht trat er näher und mit den Worten:„ Morih, du Unglücksmensch," faßte er den Verlorengeglaubten an der Hand. Kein Wort vermochte der mit abgerissenem Anzug bekleidete Ankunft der Weihnachtspost in einem amerikanischen Dorfe. war. Ohne einen Cent zu be sitzen, hatte Moritz sich dann durchschlagen müssen, schließlich sei er von einer Krankheit befallen und erst kürzlich aus dem Hospital entlassen worden. Aus Scham über den Diebstahl, die erst nachträglich bei ihm erwacht, habe er sich nicht mehr an das Elternhaus zu wenden gewagt. Als er jedoch zufällig in dem Fremdenregister der Zeitungen Gerner's Namen gelesen, habe ihn die Not dazu getrieben, den. selben anzusprechen. Nachdem Gerner den Reumütigen eine kleine Summe Geldes eingehändigt, verließ er ihn mit dem Bescheide, sich am nächsten Morgen wieder im Hotel einzufinden. Dann wurde Moritz zunächst mit Kleidung ausge stattet, worauf Gerner seinen „ Nach Hause Plan entwickelte. zurück gehst du vorläufig nicht, sondern bleibst hier, wo ich dir bei einem Geschäftsfreunde eine Stelle verschaffe. Dort kannst du zeigen, ob es mit deinen Besserungs- Beteuerungen Ernst ist. Von dem Gehalt welches du verdienst, schickst du jede Woche dem Vater Tunkel, was du zu entbehren vermagst, und wenn die fünfhundert Dollars abbezahlt sind, dann wird dir jeder Mensch glauben, daß es mit deinem Versprechen Ernst war und du wirst mit Freuden wieder aufgenommen werden." Während sich Bater Tunkel mit seiner Gattin in Europa befand, kam mit der größten Regelmäßigkeit ein Brief mit seiner Adresse aus Chikago an, den Lieschen, welche mittlerweile das Haus führte, prompt zurüdlegte. Bei seiner Rückkehr war Papa Tunkel selbstverständlich sehr erstaunt, als er die vielen Briefe öffnete und in jedem derselben eine Geldsumme vorfand, die in einem unbeschriebenen Papierbogen eingewickelt war. Wenn er schließlich auch eine Ahnung haben mochte, woher das Geld stammen könnte, so wollte er doch nicht daran glauben, daß sein Stiefsohn so schnell den Weg der Besserung angetreten. Er 30g Gerner, der nach wie vor wieder fast täglicher Gast im Hause war, in das Geheimnis und dieser brachte ihn nach und nach zu der Ansicht, daß ein junger Mensch, der einmal einen Fehltritt begangen und durch einen Versucher auf die Bahn des Lasters geführt worden set, doch nicht unrettbar verloren, so lange noch ein guter Kern in ihm stecke. Er führte dem alten Manne vor, daß er, Gorner, selbst wegen Schulden aus dem Heimatlande habe flüchten müssen, worauf er hier ein neues Leben begonnen und, einmal auf der rechten Bahn, Lust und Liebe bekommen, sich durch seine eigene Kraft in die Höhe zu arbeiten, wie es Tausende getan, die an den Ufern des neuen Landes gestrandet seien. Der Betrag der Geldsendungen aus Chikago erhöhte sich nach und nach und als diese eine Gesamthöhe von fünfhundert Dollars erreicht, hörten sie plößlich auf, was Tunkel nun doch zu der Überzeugung brachte, daß Gerner mit seinen Ansichten recht hatte. Wieder war die Weihnachtszeit in das Land eingekehrt und überall rüstete man sich, das große Fest der Christenheit zu begehen. Aus Gerner und Lieschen war ein Liebespaar geworden, aber er wartete mit seiner Bewerbung bis zum Weihnachtsfeste, wo er den Eltern das schönste Geschenk in das Haus zu bringen gedachte. Bei Tunfels brannte der Christbaum, unter demselben waren die Geschenke ausgebreitet und allgemeine Spannung herrschte, als sich Männertritte auf der Vortreppe des Hauses hören ließen. Gerner öffnete die Türe und führte an der Hand einen jungen Mann, der in schüchterner Weise das Zimmer betrat, aber von dem Mutterauge sofort erFer sondere Knappi gingen 1909 1 gesetzlich Gesamt aufgebr Mark, An rauf hi Anappi als die terstellte auch w reichsge auch di bedeute Arbeiter Wa Reichst in eine liche lenden auf w mer, ungsor Pfg. e Reichs Straft zusam fichtigu schafts tig ist rechnu ten mi men n durch velt zu