iken, tten, Boan. Musteru berm e 81p. mer ge 121 umer Be 30 1. ed immer # traße 1, Rorbanlag mer offtr. 56, Cerhaus) er zu berm. Cake 4. mer der Neuzei Bolfftr. 8L mer n zu berm. p. nächst d. umer rake 7p. er zu berm. 23 1. mer ju berm. he 771, mmer hottftr. 10. mmer Straße 21. mmer iebigftr. 75, Stelle eines dret Jahre 100 Mark Mark jähr 35 Jahre, elden. Krone! Nähmasch Krone aa niebt aufgeben, Jacobsohn, rafer, v. Post-Beamt- Vereinen, ersend d boobarm glen Fussruhe für 60 M 4wöchige -Katalog gratis reise und Rabatt erricht gratis. ntigen." Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pfg. monatlich oierteljährlich 1,20 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Erscheint Dienstags, Donnerstage, Samstags. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 239. - Telephon: Nr. 362. Reichstagswahlen 1912. - Als Termin für die Reichstags stich wah len ist der 25. Januar in Aussicht genommen. amtliche Feststellung der Ergebnisse der Hauptwahl erDie folgt am 16. Januar. Gießen, 21. Dez. Kurz vor dem Weih nachtsfest ist auch für die beiden hiesigen liberalen Parteien der Friede eingekehrt. Gestern ist nämlich die von interessierten Kreisen so lange ersehnte Vereinigung zustande gekommen, wonach die Nationalliberalen den Kandidaten Erkelenz der Fortschrittlichen Volkspartei zu unterstützen sich bereit erklärt haben. wird am 12. Januar 1912 sich nun zu entscheiden haben, wer in die Stichwahl kommt, ob der Sozialdemokrat, Antisemit oder der Liberale. Nach dieser Vereinigung hat der Letztere nun alle Aussicht. - Es Darmstadt. Die deutsch- soziale und christl.soziale Partei im Wahlkreise Darmstadt- Groß- Gerau haben den Oberlehrer Dr. F. Werner in Butzbach als eigenen Kandidaten aufgestellt, der von der Reichspartei unterstützt werden soll. Dr. Strecker als Kandidaten aufgestellt. Die Fortschr. Volkspartei hat - Mainz. Die Nationalliberale Partei des Wahlfreiles Mainz- Oppenheim stellte den Oberlehrer Dr. D. Keller- Oppenheim einstimmig als Kandidaten auf. - Worms. Der Vorstand der Ortsgruppe des Hansabundes beschloß, sich der Stellungnahme gegen die Kandidatur des Freiherrn v. Heyl zu enthalten, obwohl er die Unterstützung des Bundes der Landwirte genießt. Die drei freisinnigen Vorstandsmitglieder der Ortsgruppe Worms des Hansabundes erklärten daraufhin ihren Austritt. - - Aschaffenburg. Die Vereinigten Liberalen stellten Rechtsanwalt Rieth hier als Kandtdaten auf. Stuttgart. Die Konservativen in Württemberg haben als Parole ausgegeben: feine Stimme einem Nationalliberalen, Demokraten oder Sozialdemokraten. Der hessische Landtag. Gestern Mittwoch vormittag 12% Uhr wurde im Großherzoglichen Residenzschloß zu Darmstadt der 35. hessische Landtag durch den Großherzog eröffnet. Die Thronrede bemerkt, daß die Tätigkeit des Landtags sich zunächst mit dem Staatsvoranschlag für 1912 zu beschäftigen haben wird. Die Sorge der Regierung, die Finanzlage zu kräftigen, könne nur dann reichhaltigen Erfolg behalten und dem Lande die gleichzeitige Pflege seiner Kulturaufgaben gewährleisten, wenn sich das Verhältnis zum Reich mit Aussicht aus Dauer fester gestaltet und wenn die Bundesstaaten nicht durch das Reich fünftig noch stärker in Anspruch genommen zu werden brauchten. Die auf dem vorigen Landtag unerledigten Gesetzes= vorlagen wegen einer genügenden Tilgung der Staatsschuld werden dem Landtage erneut und teilweise geändert zugehen. Der Lösung dieser wichtigen und nicht mehr zu verschiebenden Aufgabe kommen die noch andauernd günstigen Eisenbahneinnahmen entgegen; aus ihnen könne zugleich die laufende Verwaltung Zuschüsse erhalten. Die Thronrede erwähnt weiter, daß sich die sehr ungünstige Lage der Weinbau treibenden Bevölkerung infolge der diesjährigen Weinernte erheblich gebessert habe, daß dagegen die Landwirtschaft durch das starke Auftreten der Maul- und Klauenseuche und durch die Dürre dieses Sommers teilweise in Schwierigkeiten geraten sei. Zur Ausführung des neuen seien geeignete Reichsviehseuchengesetzes' Vorschläge und der Entwurf eines Gesetzes wegen Entschädigung für das an Maul- und Klauenseuche gefallene Rindvieh ausgearbeitet, die dem Landtag zugehen werden. Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei Amfes = sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Donnerstag, den 21. Dezember 1911. Fernier wird angekündigt ein Entwurf bezüglich der nung, eine Vorlage über die Aenderung des AusführEinführung der Reichsversicherungs- Ord= ungsgesetzes zum Reich simpfgeset, eine Novelle zu dem Gesetz der Brandversicherungs- Anstalt für Gebäude betreffend, sowie der Entwurf eines Gesetzes betreffend das Verfahren der Zwangsvollstrekfung im Verwaltungswege; ferner der Entwurf eines Gesetzes über Aufbringung der Kosten der höheren Schulen und eine Novelle zur Revision des Volksschulgesetzes. Ferner soll zur Neuregulierung des Jagdpolizeistrafrechtes dem Landtage eine Vorlage zugehen. Die Erste Kammer der Landstände trat abends einzelnen Ausschüsse und beschloß eine Adresse an den gegen 7 Uhr zu einer Sitzung zusammen, wählte die Großherzog, die von dem Vorstand und zwei Mitgliedern abends um 7.45 Uhr überreicht wurde. § Bingen. Bei der Landtagsersatzwahl wurde gewählt. Der freisinnige Rechtsanwalt Gallus- Darmder Zentrumskandidat Soherr mit 663 Stimmen stadt erhielt 169, der sozialdemokratische Kandidat Jbing 120 Stimmen. Aus Stadt und Cand. Gießen, den 21. Dezember 1911. n Gießen. Der Großherzog hat den Geh. Justizrat August Metz und Justizrat Hermann Katz zu Mit( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm brette Inseratenzeile. Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 fg.- De 90 mm breite Zeile im Reklameteil 30 PfgExtrabetlagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Reberschreitung des Bahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Bettreibung oder bet Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. gliedern und den Notar Ludwig Römheld zum stellNotare der Provinz Oberhessen ernannt. vertretenden Mitglied der Disziplinarkammer für die n Gießen. Unser Infanterie- Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 116 hat für die Hundertjahrfeier im SomNähere Angaben über die Veranstaltung werden öffentmer 1913 die Vorbereitungen in die Wege geleitet. lich bekannt gegeben. n Gießen. Der erst vor kurzem zum Beigeordneten gewählte Justizrat Dr. Schäfer ist Dienstag nachmittag plötzlich verstorben. Es ist ihm nicht vergönnt gewesen, seine treue Mitarbeit auch weiter unserer Stadt zu widmen, wie er es noch jüngst bei seiner Einführung in sein neues Amt gelobte und durchzuführen hoffte. n Gießen. Der Voranschlag des Kreises Gießen für das Jahr 1912 ist vom Kreistag genehmigt wor den. Er schließt mit 665 930 Mt. ab gegen 608 960Mark im Vorjahre. Die Gesamtbeiträge der Gemeinden für Zwecke des Kreises und der Provinz betragen Mark 374 400 oder 34 000 Mt. mehr als im Vorjahre. Die Kreislasten, an denen alle Gemeinden des Kreiſes teil- nehmen, betragen 334 300 Mart( 32 300 Mart mehr als im Vorjahre). n Gießen. Es ist gelungen, die Personen, die in letzter Zeit zahlreiche Erkerscheiben durch Schnitte beschädigten, dingfest zu machen. s Offenbach. Unsere Stadt erhält auf Grund der Reichsversicherungsordnung ein Versicherungsamt. Wilh. Wirsig Seltersweg 8 Handschuhfabrik Fernspr. 361 Prachtvolle Neuheiten in allen Artikeln! Enorme Auswahl! Rabattmarken Für den Weihnachtsbedarf empfehle: Handschuhe für Damen, Herren u. Kinder in Krawatten: Selbstbinder und fertige Schlipse Wäsche: Leder, Strick-, Futter- u. 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Der ordentliche Etat schließt in Einnahme und Ausgabe mit 2 684 890 367 M. Es ergibt sich. daß der neue Etat tatsächlich ein Mehr von 140 568 819 M. bringt. Die Mehrerträge aus den bestehenden Zöllen, Steuern und Gebühren sowie den Ausgleichungsbeträgen dafür sind auf 78 073 672 M. angenommen. Die Ueberschüsse im ordentlichen Etat find veranschlagt: bei der Reichs post auf 89 013 929 Mark, d. t. gegenüber 1911 mehr 17 448 714 M.; bet der Reichsdrderei auf 3 138 347 M, das ist weniger 549 844 M.; bet der Eisenbahnverwaltung auf 23 575 149 M., das ist mehr 4 807 654 M. Aus dem Bankwesen werden erwartet 15 938 000 M das ist gegen 1911 mehr 348 000 M. Der Reichsinvaliden= fonds ist aufgezehrt. Die ungedeckten Matriku= Iarbeiträge sind nach dem Sabe von 80 für den Kopf der Bevölkerung von 1910 auf 51 949 794 M. bemessen. Die im Vorjahre in einem besonderen Etat ausgebrachten Kosten der Heeresverstärkung aus Anlaß des Friedenspräsenzgesetzes von 1911 sind in den allgemeinen Etat der Verwaltung des Reichsheeres eingestellt. Der Etat bringt zum erstenmal Aus= gaben für die Hinterbliebenenversiche= rung, deren eine entsprechende Einnahme aus den Hinterbliebenenversicherungsfonds gegenübersteht. Der Bestand des Hinterbliebenenversicherungsfonds Wertpapieren beläuft sich nach dem Stande vom 16. Oftober 1911 auf 51 817 600 M.( Nennwert). Die Reichsschuld an stellung der Ergebnisse der Hauptwahl erfolgt am 16. Januar. Der Plan eines deutschen Wehrvereins geht jetzt feiner Vollendung entgegen. General Keim erläßt etnen Aufruf, in dem er die Gründe darlegt, die nach setner Ansicht die Errichtung eines solchen Vereins, analog dem Flottenverein, erforderlich machen. General Keim geht von der politischen Lage der lenten Zeit aus, dann wendet er sich gegen die Bestrebung internationa= ler Verbrüderung, deren Organisationen er ein Ge= gengewicht schaffen will. Des weiteren bemängelt der Aufruf die Lücken der letzten Militärvorlage, vergleicht die finanziellen wie persönlichen Opfer, die Frankreich bringt, mit denen Deutschlands und stellt fest, daß im Beurlaubtenstande bet uns in den letzten Jahren rund nur 355 000 Mann gegen 615- bezw. 660 000 Mann in Frankreich zu Uebungen eingezogen würden. Als weitere Forderung bezeichnet der Aufruf die Ausdehnung der Dienstpflicht der Erfabreferve; auch verlangt er Abhilfe gegen die Ueberalterung des Offtzterkorps. Der Wehrverein soll, so heißt es am Schluß, alle Kreise und alle Schichten unseres Volkes ohne Unterschied der Partei und der Konfession umfassen und fein einseitiges militärisches Gepräge aufweisen. betrug Ende 1910 4 934 201 000 M. Die Schuld hat sich bis zum 30. September 1911 nominell vermindert um 108 160 400 M. Außerdem find am 1. Oktober 1911 von den an diesem Tage fällig gewordenen verzinslichen Schabanweisungen von 1908 im Gesamtbetrag von 100 Min. M 40 Min. M. bar eingelöst worden. Die Gesamtanleihekredite beltefen sich am 30. September 1911 auf 4 981 992 914,85 M. Mithin blieb ein offener Kredit von 292 826 368,76 M. Aus dem Etat für die Schutzgebiete weiß die„ Nordd. Allg. 3tg." noch folgendes mitzuteilen: Die eigenen Einnahmen der Schutzgebiete sind insge= famt um 4 192 693 gestiegen. Togo und Samoa bedürfen feines Reichszuschusses. Die Reichszuschüsse für die übrigen Schutzgebiete belaufen sich zusammen auf 28 596 406 M., das sind 2 860 655 M. mehr als im Vorjahre. Dagegen tragen die Schutzgebiete zur Verzinsung und Tilgung der Reichsanleihe 243 732 A. mehr als im Rechnungsjahre 1911 bet. Die Schugge= btetsschuld betrug Ende 1910 98 175 000... hierbet waren an offenen Krediten noch vorhanden 417 721 M. tir 1911 ist ein Anleihekredit bewilligt von 38 850 847 Mart. Weiter treten durch den Etat von 1912 hinzu 84 037 029 M. Die Schußgebietsschuld könnte also im Rechnungsjahre 1912 einen Höchststand erreichen von rund 171 480 597 M Mit der Veröffentlichung des Reichsbaushaltsetats fitr 1912 foll dem schwarz- blauen Block" fein Wahl= dienst geleistet werden. Das stellt die„ Nordd. Allgem. 3tg." ausdrücklich fest, indem sie schreibt:„ Der Bundesrat hat aus zwingenden geschäftlichen Gründen vor Weihnachten über den Etat Beschluß gefaßt, und es entspricht dem Brauche, der unter dem Beifall der gesamten Presse seit mehreren Jahren befolat ist, daß nunmehr ohne Verzug der ganze Inhalt des Entwurfs nach einheitlichen Grundsäßen publiziert wird, sonst würde dte Presse wiederum auf die verstreuten und widerspruchsvoller Angaben angewiesen sein, über die so oft geklagt worden ist. Die von einigen Seiten vertretene Annahme, daß mit der Veröffentlichung im gegebenen Augenblick besondere Zwecke verfolgt würden, ist also ohne Berechtigung. Man wird nicht erwarten dürfen, daß dem deutschen Bolke das Ergebnis der Beschlüsse des Bundesrats um deswillen vorenthalten wird, well die Wahler bevorstehen." Die Wilhelmshavener Sensation. Seit einigen Tagen machen einige Mitteilungen, dte dte Rhein. Weftf. 3tg." angeblia) aus Offiztersfretsen erhalten haben will, die Runde durch die Bresse, die so phantastisch und unglaubwürdig sind, daß wir von einer Wiedergabe überhaupt abgesehen haben. Jeßt nimmt man aber offiziös zu ihnen in folgender Weise Stellung: neten Welter und Mark mit einer Hundepeltsche mehrere Schläge ins Gesicht. Kleine Nachrichten. Der neugeborene vierte Sohn des Kronprinzens paares ist der erste Berliner Junge in der Kronprin zenfamilie. Sein ältester Bruder, Prinz Wilhelm, ist am 4. Juli 1906 im Marmorpalais in Potsdam geboren, der zweite Brinz, Louis Ferdinand, am 9. Novem ber 1907 und der dritte Prinz, Hubertus, am 30. September 1909, ebenfalls im Marmorpalais. Die militärischen Luftflotten der Welt haben folgenden Bestand: Das deutsche Heer verfügt über 9 Luftfchiffe, ungefähr 20 Flugzeuge und 50 Offizterflieger. Das französische Seer hat 2 brauchbare Luftschiffe. 65 Flugzeuge und 120 Offizierflieger. Das österreichische Heer hat 3 Luftschiffe. 4 Flugzeuge und 10 Fliegeroffiztere. Rußland verfügt über 4 Militärluftschiffe, 6 Flugzeuge und 8 Offizterflieger, die zum Teil eigene Flugzeuge befizen. Die einzelnen Länder haben zum Teil noch eine weit größere Anzahl von Luftschiffen aufzuweisen, da sowohl die hier genannten Luftschiffe mie die Offizterflieger nur einen Tell der gesamten Luftflotte der einzelnen Länder bilden. In der deutschen Presse wird eine aus einer rhelnischen Zeitung stammende Nachricht vielfach abgedruckt, wonach in Wilhelmshaven eine Verschwörerbande entdeckt worden set, die beabsichtigt habe, einer fremden Macht die Pläne zu den Hafenschleusen zur Sprengung im Kriegsfalle auszuliefern. Die deutsche Hochseeflotte hätte sich, um jeder möglichen Gefahr zu begegnen, wochenlang außerhalb des Hafens aufgehalten. Diese Nachrichten sind, wie uns von unterrichteter Seite mitgeteilt wird, fret erfunden. Richtig ist nur, daß in WilhelmsHaven mehrere Schußleute und ein aktiver Angehörtger der Martne auf Grund sehr starken Verdachts, Spionage getrieben zu haben, verhaftet worden sind. Sie haben versucht, Abschriften eines wichtigen Gehetmbuchs an eine fremde Macht zu liefern. Rundschau Dom Cage. Politisches Fener in einem Briefkasten. Eine überraschende Entdeckung wurde in der Mühlenstraße zu Pankow bet Berlin gemacht. Aus einem Briefkasten drang plößlich Qualm. Als kurz darauf ein Postbeamter kam und den Kasten leeren wollte, stellte es sich heraus, daß es darin brannte. Die Briefschaften waren fast sämtlich verbrannt oder versengt. Auf welche Weise das Feuer entstanden, konnte nicht ermittelt werden. Einen Scherz mit dem Tode gebüßt. Auf dem Heimwege von einem Ausfluge trennte sich in Münster ein junger Handlungsgehilfe vom Arme seiner Begleiterin und sprang, um diese zu erschrecken, auf den Bahnförper. In diesem Augenblick kam ein Zug herangebrauft. Die Lokomotive erfaßte den jungen Mann, der vor den Augen seiner Begleiterin und der übrigen Gesellschaft getötet wurde. Freundschaftsbeweise nach dem Marokkoabkommen. Der französische Ministerpräsident Caillaur hatte am Dienstag eine lange Unterredung mit dem augenblicklich in Berlin wellenden Botschafter am Berliner Hofe, Jules Combon. In maßgebenden reifen verlautete nach einer Bartser Melduna. daß Cambon wichtige Instruktionen zur Herbeiführuna freundschaftlicher deutsch- franzöfifcher Beziehungen erhalten habe.- Aus London meldet der Draht: In informierten Kreisen will man wissen, daß Unterhandlungen zwischen London und Berlin zum Zweck einer Begegnung zwischen Kaiser Wilhelm und dem König von England im Laufe des Sommers herbetzuführen gepflogen werden. Ms Termin für die Reichstagsstichwahlen ist der 25. Januar in Aussicht genommen. Die amtliche Fest( Schluß.) Aus Eifersucht. Roman von Mar Hoffmann. Naub im D- 3uge. Im D- Bug Berlin- Breslau schlich sich ein Schneidergeselle in den Gepäckwagen und entwendete einen Breslauer Postsack. Er wurde an= deren Tages auf dem Postamt in Breslau verhaftet, als er den Betrag einer gestohlenen Postarweisung erhe= ben wollte. Alles rüstet. Der Vorsitzende der russischen Landesverteidigungskommission äußerte einem Berichterstatter gegenüber, es werde sich eine Dumamehrheit zur Bewilligung der notwendigen Mittel zur Neugestaltung der Schwarzenmeer- und baltischen Flotte finden, um so mehr, als das Verhältnis Rußlands zum nahen Often unbedingt eine Erhöhung des Schuzes und der Achtsamkeit erfordere. Der Zorn darüber fraß alles wetche Gefühl für sie in mir auf und verwandelte es in harte Rachfucht. So dachte ich damals. Jetzt aber weiß ich's beffer, was sich in mir regte: Es war Eifersucht. Ja, ntemand sollte sie nach dem Tode ihres Gatten besitzen, wenn ich es nicht sein konnte. Das war's." " Noch eins:„ Von wem erhielten Sie die Depesche?" „ Von Moreno, der in derselben Nacht mit seinem geringen Gepäck vom Bahnhof abfuhr und mir etwas Geld nach einen verabredeten Postbüro fandte." Von einem Bären lebensgefährlich verlegt. In Urbach bet Cöln wurden den Schulkindern von herum= ziehenden Leuten wilde Tiere, unter anderem auch ein Bär, gezeigt. Ein Schüler wurde von seinen Kameraden gegen den Bären gestoßen. worauf das gereizte Tter ihn fest umflammerte. Die beiden Lehrer und Mitglieder der Bande versuchten, den Jungen zu be= freien, aber das Tier schlug den Knaben zu Boden und verlegte ihn lebensgefährlich. Kollidiebstähle auf dem Gölner Güterbahnhof. Von den Eisenbahnbeamten, die unter dem Verdacht stehen, Kollidiebstähle ausgeführt zu haben, sind zwet weitere Bahnarbeiter festgenommen worden. Eine Menge gestohlenen Gutes wurde bei der Haussuchung beschlagnabmt. Brandkatastrophe in Chicago. Der Brand eines Bureaugebäudes bedrohte die benachbarten Hotels, darunter den Katserhof, dessen tausend Gäste in wilder Banik flohen. Drei Bersonen vom Zuge überfahren und ge= tötet. Auf der Strecke Clermont- Lepuy in Frankreich überfuhr ein Güterzuo zwet Frauen und ein junges Mädchen, die das Bahnglets betreten hatten. Die Lotomoitve erfaßte die dret Frauen und riß sie in Stücke. Verunglückte Bahnarbeiter. Bei der im Bau befindlichen Bahnstrecke Nizza- Coni wurden infolge vorzeitigen Losgehens eines Sprengschusses dret Arbeiter getötet und vier schwer verletzt. Wüste Barlamentsszenen gab es am Dienstag in der luxemburgischen Kammer. Gelegentlich einer Kammerersatzwahl war aus der Feder des katholischen Deputterten Bruem in einer belgischen Zeitung ein Artifel erschienen, in dem angedeutet war, daß für die Erwerbung staatlicher Minenkonzessionen die Sozialde= mokraten mit den Liberalen zum Nachteile des Fiskus pattiert hätten. Infolge diefer Artikel waren gegen Pruem schwere Vorwürfe erhoben worden, gegen die er gestern Verwahrung einlegen wollte. Zu Beginn seiner Rede wurde er von dem Sozialisten Mark durch den Buruf: Dieb" unterbrochen. Darauf entstand ein ge= waltiger Tumult, worauf die Tribüne geräumt und die Stzung für eine halbe Stunde unterbrochen wurde. Nach Wiederaufnahme der Sitzung legte Bruem Protest ein gegen die schändlichen Beschimpfungen", die gegen thn in seiner Abwesenheit von dem sozialistischen Abgeordneten Welter in der Kammer erhoben worden feten. Im Laufe der Debatte wollte Welter auf Pruem etndringen, wurde aber daran durch die übrigen Abgeordneten gehindert. Nach Schluß der Stzung versetzte der Sohn Pruems, ein funger Advokat, den Abgeord „ Und Herr von Marleben?" fragte Doktor Waldom aufatmend." Hat Ihnen Moreno nichts von thm gefagt?" ftleg." „ Ja, er fand thn bereits erfaltet, als er dort einUnd nun sind Sie selbst zum Mörder geworden!" warf thm Fritz etn. Nein, ich habe thn nur gerichtet," stöhnte Frank, „ und mich ebenfalls. Denn außer allem, was er auf dem Gewissen hatte, hatte mich der Schuft auch betrogen. Er sprach immer nur von zwanzigtausend Mark, bte er gefunden haben wollte, während er doch dreißig= tausend gestohlen hatte." „ Das ist richtig," sagte Friz, er fand nur zwanzigtausend vor." - Frant machte große Augen. So so," murmelte er. „ Dann war Moreno doch wenigstens tein Betrüger nur durch Zufall wurde er zum Doktor Waldow zog Fritz und, die beiden Damen fort. Das ist das Ende, gehen wir!" for en w Agenzia mint, mehr und der perimenter fachen vert leeren 3in ren. Auf 4 andere flan fcharfer St lange Näge dergelegt. nau unterf inbrünstige nen Dolch die Kehle Tropfen B wäre. Als den betreff fleiner Rif einem ande Dolch den Streichhölzer in einer Geschükkifte. Wie Varifer Blätter aus Toulon melden, wurden in der Marinefeuerwerkerschule unter den Pulvervorräten des Kreuzers ,, Leon Gambetta" in einer Kiste mit Kartuschen mehrere Sturmstretchhölzer gefunden. Der Seepräfekt hat eine Untersuchung angeordnet. Ste gaben dem Kommissar thre Namen und Adresfen für das eingehende Verhör am folgenden Tage an und entfernten sich, während von der Manege her immer noch die Musik in stoßweisen Wellen erklang, die Beitschen knallten und das Gelächter der Clowns ertönte. Sein Blick wurde glasig, die Stimme zum undeutlichen Flüstern. Er atmete kurz und stoßwetse, dann bäumte er sich auf und fiel starr zurück. Aus den Gerichtssälen. Ein Ränberleben im Harz. Im Herbst dieses Jahres wurde die Bevölkerung des Harzes, namentlich von Elend, Schierke usw. durch fortwährende raffinierte Einbruchsdiebstähle in größte Unruhe versetzt. Es ge= lang endlich, den Einbrecher in der Person eines Taugenichts namens Robert Meyer zu verhaften, der einer angesehenen Hannoverschen Familie entstammt und eine vorzügliche Erziehung genossen hat. Meyer erbte vor einiger Zeit 20 000 Mart, er verjubelte die Summe binnen kurzem und ergab sich dann, mehr und mehr abwärtsgleitend, einem Räuberleben im vollsten Sinne des Wortes Er hauste in einer Höhle, die im Harzwalde versteckt lag, und beging von dort aus feine Einbrüche. Bet seiner Verhaftung wurde in der Räuber= höhle ein ganzes Lager kostbarer Gegenstände vorge= funden. Mener muroe letzt vom Landgericht in Halberffadt, nachdem er ein so umfassendes Geständnis abgelegt hatte, daß kein einziger Zeuge verhört zu werden brauchte, zu einer Gesamtstrafe von 3 Jahren Gefäng= nts und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt. Es war gräßlich," gestand Waldow draußen.„ Und dennoch fühle ich mich jetzt endlich ganz genesen und von dem furchtbaren Alpdruck befreit, der so schwer auf meinem Herzen lastete." Wermischtes. Geschickte Taschenspieler. Der italtentsche Profeffor G. P. Penne gibt in der„ Dra" interessante Berichte über die geheimnisvollen, an Zauberet grenzenden Vorführungen mundertätlaer Marabuts, denen er gelegent= Itch einer Forschungsretse zu den Dermischen Tripolitantens als Augenzeuge beiwohnte. Mit ihm zu= Die anderen schwiegen und sahen thn fragend an. " Ja," fuhr er wie im Selbstgespräch fort,„ tch hatte wohl Veranlassung dazu gegeben, daß man mich von allen Seiten mit Mißtrauen betrachtete. Ein jeder hat mich gewiß im Verdacht gehabt, daß ich etwas mit mtr herumschleppe, daß ich etwas verheimliche, und das war auch tatsächlich der Fall. Als mir Frau von Marleben an jenem Abend das Kuvert zusteckte, da blickte ich über thre Schultern hinweg und glaubte zu sehen, daß die Augen des Kranken starr auf uns gerichtet waren. Er lag sicher im ttefen Schlaf, aber in mir setzte sich die ftre Idee fest, daß er uns gesehen und einen flirchterlichen Verdacht auf uns geworfen haben könne. Und danach war es fa doch möglich, daß er vielleicht aus Eifersucht die Tat selbst begangen hatte! Und ich hätte indirekt die Veranlassung dazu gegeben! Seht, diefer Gedanke hat mich bis auf den heutigen Tag verfolgt und gequält. Nun aber weiß ich, daß es ein leeres Hirngespinst, die Ausgeburt einer krankhaft erregten Phantaste war. Und nun erst bin ich ganz geheilt." " Bravo!" rief Friz. Und jetzt nehmen Sie auch mein Anerbteten, von dem ich heute vormittag zu Ihnen sprach, an?" ,, D," rief Felicia erfreut, wir vier Menschen werden dort drliben sehr glücklich sein!" Der Doktor reichte thm die Hand. Ja, tch bin der Ihre!" 16. Kapitel. Herr von Scharffenstein saß schmunzelnd vor seinen Aften und warf nur hin und wieder einen diabolischen Blick nach Mallmis hin, der seine Hände unter der Tischplatte hielt, well er etfrig mit dem Polteren seiner Fingernägel beschäftigt war. ,, Gott set Dant," sagte der kleine Herr ,,, daß diese Marlebensche Geschichte endlich erledigt ist. Dte Arbeit drohte uns fa schon über den Kopf zu wachsen." die Marab mit Del b Scheite fith öffneten, da feben fonnt die brennen nenraum, n fehrt geblte auch nur le Wunde diper Unfal t. E. zu. A gen Haufes ten Augenb Dach und machhabende schrei und f filtrate fofor das Eretani ten konnte Er drückte auf den Knopf der elektrischen Klingel und gab den Befehl, Bruno Majewskt und Helene Brandt vorzuführen. Die beiden armen Sünder hatten sich in der Untersuchungshaft merklich verändert. Ihr Aussehen war lange nicht mehr so frtsch wte bet threr Festnahme, die Einsamkeit und die Ungewißheit thres Schicksals hatten deutliche Spuren auf ihren bleichen Gesichtern hinterlassen. ,, Nun, Majewskt," fing Scharffenstein an ,,, tch habe Ste rufen lassen, um Ihnen mitzuteilen, daß sich Ihre Angaben als der Wahrheit entsprechend erwiesen haben." " Hat man den wahren Täter?" rief Matewett erfreut. " Das geht Ste vorläufig gar nichts an. Ich freue mich aber, daß Sie uns wenigstens nichts vorgemacht haben. Ihre Strafe wird allerdings trotzdem nicht gering sein bet Ihren Vorstrafen." " Das macht nichts," rief Majewski vergnügt.„ Es kommt doch wenigstens nicht das Schlimmste." „ Ja, den Kopf wird's nicht kosten. Und für Ste, Helene Brandt, wird die Strafe ta noch viel geringer fetn, well nur Ihre Bethilfe in Betracht kommt. Was freit und d noch gar n Eine merkwürdig firche au er nämlich: Lä genstand de doch schon se und schon gaben mand die Uhr au Stadtuhrma eigenartigen von einem lettanten in hunderts her In der Uhr Flüffigkeit, ist nun seit e aber wohl et darum der 9 ze Uhr ause chen ist. Die versucht, der anbringen ermöglichen. Die Ma berichtet mit Bater des 1 Schlechten W Han Moll, In fein Nott ben:„ Stebe Emmi war riet vergand fchen Straße damals das quälte fich f in der Schu Ichlechtes Be zu zeigen, o hatte, da ich den hatte u wollte. Der brachte den Von de zum Sonnta Ottakring et Kutscher Gr berholt vorb statährige Awischen der menleben vo tag abend b Mutter auff auf feinen A fah er, daß etnes natürl fich auch noc mit der Fra Erregung an chung wurde witrgt worde gedenkt Ihr feld?" Majews au. Ich m mant elit ga lizeiaufsicht „ Wären Untersuchung Ste ntate Das ist Ihr könnt wieder fret f Nehmen Ste und arbetten Sie wieder e fellschaft wer Das ve richter!" verf Als fie Achtlich: De Natur nicht. ridfällig wer Der flein tch muß Ihnen ben an die M Mißtrauen, da Aus unwürdig Marleben ben tell Ste unitn meinem Rite Untersuchung tearbettet re But Na ift D= Ja de bel B= no es tch er 巴斯 er et= n= Je= er e- au nd M- 18 he= In M= ein Cα= ate nd be= nd Son en, ere ge= ag= tes els, vilge: eich дев Lo de. Bau lge ArPaMades hen ifeft Jahvon ferte ge= Lauiner und erbte mme abinne arz = นา A| tber orge Salabgeerden ängeffor ichte Bor gentTri zutwer far en waren als Zuschauer noch der Direktor der Agenzia della Navigazione Generale Italia", Bastianint, mehrere Beamte der Gesellschaft, drei Professoren und der Wirt und die Wirtin des Hotels bet den Experimenten zugegen, die sich für die Wahrheit der Tatfachen verbürgen. Die Versuche fanden in einem völlig Iceren Zimmer statt, in dem 5 Stühle aufgestellt was ren. Auf 4 nahmen vier Marabuts Plab, während zwet andere standen. Auf dem fünften Stuhl wurden 6 mtt scharfer Spize versehene Dolche, mehrere Zentimeter lange Nägel und ein haarscharf geschliffener Säbel ntedergelegt. Gegenstände, die jeder der Anwesenden genau untersuchen konnte. Nachdem die 6 Marabuts ein inbrünstiges Gebet verrichtet hatten. ergriff er eine etnen Dolch und durchstach sich den Mund, die Wangen, die Kehle und den Unterarm, ohne daß auch nur ein Tropfen Blut aus den tiefgehenden Wunden geflossen wäre. Als man das Eisen aus der Wunde zog, war an den betreffenden Stellen nichts weiter zu sehen, als ein fleiner Riß in der Haut. Das gleiche Resultat war bet einem anderen Marabut zu beobachten, der sich mit dem Dolch den Unterleib durchbohrt hatte. Dann schlugen die Marabuts einen fleinen Tisch in Stücke, die ste mit Del begofien und anzündeten. Die brennenden Scheite führten sie dann in den Mund ein, den sie wett öffneten, damit jeder die hellodernde Flamme deutlich sehen konnte. Auf das Kommando basta" zogen sté die brennenden Holzschette aus dem Munde, dessen Innenraum, wie der Augenschein zeigte, feucht und unversehrt geblieben war, nicht einmal die Barthaare waren auch nur leicht angefengt. Wunderbare Rettung eines Kindes. Ein merkwür= diger Unfall trug sich Montag nachmittag in Straßburg t. E. zu. Aus der Mansardenwohnung eines fünfstöcktgen Hauses in der Steinstraße fiel in einem unbewachten Augenblick ein zweijähriges Kind auf das schräge Dach und blich in der Dachrinne liegen. Ein unten wachhabender Schußmann hörte andauernd Kindergeschrei und fah pben zwei zappelnde Kinderarme. Er stürzte sofort in das Haus und machte die Bewohner auf das Eretanis aufmerksam. Unter großen Schwierigketten konnte das Kind aus seiner gefährlichen Lage be= freit und den Eltern übergeben werden, die das Kind noch gar nicht vermißt hatten. Eine merkwürdige Kirchturmuhr. Einer höchst merkwürdigen Uhr scheint sich die Stralsunder Martenfirche zu erfreuen. Die„ Stralsunder Zeitung" berichtet nämlich: Längst schon ist unsere Marienkirchenuhr Gegenstand des öffentlichen Mißfallens geworden, hat fedoch schon seit Monaten aufgehört, überhaupt zu gehen, und schon lange Zeit vorher durch unrichtige Zeitan gaben manchen irregeführt. Sieran trägt aber nicht der die Uhr aufziehende und ihren Gang regulierende Stadtuhrmacher die Schuld. sondern diese ist allein der eigenartigen Bauart der Uhr zuzuschreiben, die nicht von einem gelernten Fachmann, sondern von einem Dtlettanten in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts hergestellt und der Kirche übereignet sein soll. In der Uhr befindet sich ein Minutenrad, das mit einer Flüssigkeit, wohl Spiritus, gefüllt ist. Diese Flüssigkeit tst nun seit etwa 30 Jahren nicht ergänzt, in dieser Bett aber wohl etwas verdunstet oder verbraucht worden und darum der Nachfüllung bedürftig, die, ohne daß die ganze Uhr auseinandergenommen wird, nicht zu ermögltchen ist. Diese Arbeit wird jetzt von einem Mechanifer versucht, der gleichzeitig an der Uhr einen Regulator anbringen wird, um einen dauernd sicheren Gäng zu ermöglichen. Die Mannheimer Schülertragödie, über die gestern berichtet wurde, hat ein weiteres Opfer gefordert: Der Vater des uralücklichen Knaben, der sich wegen einer schlechten Weihnachtszensur erhängte, der Friseur Christian Moll, ist wahnsinnig geworden. Der Junge hatte in sein Nottzbuch furz vor der Tat die Worte geschrieben: Liebe Eltern! Ich tröste Euch, ich gehe zu Emmi." Emmi war die einzige Schwester des Knaben. Sie geriet vergangenes Jahr unter einen Wagen der elekfrtschen Straßenbahn und wurde getötet. Der Junge, der damals das Schwesterchen hätte beaufsichtigen sollen, quälte sich fettdem mit Selbstvorwürfen und ließ auch In der Schule nach. Am Sonnabend brachte er ein schlechtes Zeugnis nach Hause. Er schämte sich, dieses zu zeigen, obwohl er keine Büchtigung zu erwarten hatte, da sich der Vater mit der Sache bereits abgefunden hatte und den Knaben aus der Schule nehmen wollte. Der Verlust nun auch des zweiten Kindes brachte den Vater zur Verzweiflung. Von der Schwiegertochter erwürgt. In der Nacht zum Sonntag eretanete fich im 16. Wiener Bezirk von Ottakring ein psychologisch bemerkenswerter Mord. Der Kutscher Greiner hatte vor etwa Jahresfrist eine wteberholt vorbestrafte Berson geheiratet, womit seine stebzigtährige Mutter durchaus nicht einverstanden war. Zwischen den beiden Frauen gestaltete sich das Zusam= menleben von Tag zu Tag unleidlicher. Als G. Sonntag abend beim Nachhausekommen das Zimmer feiner Mutter aufsuchen wollte, bemerkte er, daß die alte Frau auf seinen Anruf nicht antwortete. Beim Näherkommen fah er, daß die Mutter tot war, glaubte aber, daß sie etnes natürlichen Todes gestorben wäre. Er unterhielt fich auch noch über das plößliche Ableben seiner Mutter mit der Frau die ihm ruhig und ohne eine Spur von Erregung antwortete. Bet der behördlichen Untersu chung wurde aber festgestellt, daß die alte Frau er witrat worden war. Als Täterin konnte nur dte gedenkt Ihr beide nun zu tun, wenn Ihr wieder fret feld?" Majewski warf seiner Freundin einen Seitenblick zu. Ich möchte hetraten," sagte er letse. Dann wird man ein ganz anderer Mensch. Wenn nur diese PoItzelaufsicht nicht wäre." Wären Sie denn damit einverstanden?" fragte der Untersuchungsrichter das Mädchen. Ste nickte lebhaft. „ Das ist schön," erklärte Scharffenstein befriedigt. Ihr könnt versichert sein, daß man Euch, wenn Ihr wieder fret fetd, so wentg wie möglich behelligen wird. Nehmen Ste, Majewski, sich aber dann auch zusammen und arbetten Sie endlich in Ihrem Handwerk, damit Sie wieder ein nützliches Mitglied der menschlichen Gesellschaft werden!" etnen ifchen Hich fetner Stefe rbeit Tingel Belene Interwar e, ble atten inter babe Thre обен, it et freue emacht ht ge „ Es Ste ringer Bas „ Das verspreche ich Ihnen, Herr Untersuchungsrichter!" versicherte Majewski treuherzig. Als sie wieder hinaus waren, sagte Mallmit verächtlich:„ Der dumme Kerl kennt natürlich seine eigene Natur nicht. Er wird selbstverständlich gleich wieder rückfällig werden." Der kleine Herr sah ihn scharf an. Herr Assessor, Ich muß Ihnen den Rat geben, durchaus nicht den Glauben an die Menschheit zu verlieren. Dieses beständige Mißtrauen, das Ste jedem entgegenbringen, ist durchaus unwürdig. Und wie haben Sie sich in diesem Falle Marleben bewährt? Gar nicht! Sie haben im Gegent= tell die unsinnigsten Theorien aufgestellt und hinter meinem Rücken in gonz unverantwortlicher Weise der Untersuchung durch Ihre falschen Maßnahmen entgegengearbettet Swiegertochter in Frage tommen; fte war inzwischen geflüchtet, fonnte aber schon in derselben Nacht auf der Straße aufgegriffen werden. Sie gestand schließlich zu, den Mord begangen zu haben, um die Ursache vieler häuslicher Zwistigkeiten zu beseitigen". Warnung vor einem englischen Weihnachts- Schwindel. Eine Londoner Gaunerbande ist wieder emsig am Wert, um durch einen alten, neu aufgefrischten Schwindel sich auf Kosten der Leichtgläubigen die Taschen zu füllen. Die Gesellschaft sendet zur Weihnachtszeit Tausende von Briefen nach dem Kontinent, und zwar vorzugsweise an Handwerker. Die Anschriften haben ungefähr folgenden Wortlaut: Herrn N. N. Durch unfere Filiale in Neuport wurde uns ein Wertpaket fitr Sie überwiesen. Dasselbe wird Ihnen gegen Erstattung der Spesen fitr Porto, Deklaration, Zoll usw. mit 8,70 Mart ausgeliefert." So plump der Schwindel ist, fallen trotzdem Hunderte darauf hinein. Denn welcher Handwerksmeister hätte nicht unter den Millionen Deutschen der Vereinigten Staaten irgendeinen nahen oder entfernten Verwandten, oder einen Freund, der sich seiner zu Weihnachten erinnern könnte? Manche denten auch an eine unvermutete Erbschaft, furz, in 99 Fällen von 100 geht das verlangte Geld an die im Briefe genannte Schiffsagentur. Damit hat diese ihr Geschäft gemacht; es rentiert sich so ausgezeichnet, daß die saubere Firma allein einige Dußend Beamte beschäftigt, die nichts wetter zu tun haben, als in den neuesten Adreßbüchern des Kontinents passend erscheinende Opfer auszusuchen und sie mit den Anschreiben zu beglücken. Es sei daher vor den Geldbeutelschneidern, die sich gerade die Weihnachtszett für ihre Operationen ausgesucht haben, aufs dringendste gewarnt. Nenyork, die größte Stadt der Welt. Die Amerifaner sind nicht wenig stolz darauf, die größte Stadt der Welt zu besitzen. Denn nach amerikanischer Rechnung gilt Neuport als die größte Stadt, da sie von London nur City gelten läßt. Wenn man es so nimmt, so besitzt Neuyork tatsächlich mehr Einwohner, da es bereits im Jahre 1910 4 766 883 Seelen zählte, während die Lon= doner City es in diesem Jahre erst auf 4 522 961 Einwohner gebracht hat. Für Neuvork bedeutet das eine Zunahme von 1329 681 Personen in den letzten zehn Jahren oder 38,7 Prozent, bei der Ctty von London ist dagegen eine Abnahme um 13 300 Seelen zu konstatieren, die einem Bevölkerungsverlust von 0,3 Prozent entspricht. Trotzdem bleibt London natürlich die größte Stadt der Welt und wenn sich der amerikanische Stolz noch so sehr dagegen sträubt. Die City von London ist mit ihren Vorstädten und Vororten so eng zusammengewachsen, daß London gar nicht anders als ein. al= lerdings ungeheueres- Gemeinwesen zu betrachten ist. - Aber Pauline! Ein reicher Franzose in Parts wollte jüngst bei der Hochzeitsfeier seiner Tochter seine Gäste überraschen und stellte dazu die Schnelligkeit der Kinematographie in feine Dienste. Die Hochzeitstafel war eben zu Ende, gerode wollte man sich erheben, als der Brautvater seine Gäste bet, noch einen Augenblick fiben zu bleiben. Man erwartete noch eine Rede, aber plötzlich wurde das elektrische Licht ausgedreht, die Musik spielte einen Hochzeitsmarsch, und nun erschten an der Wand des Sales die wohlgelungene Wiedergabe des Hochzeitszuges. Die Brautführer und das Brautpaar zeitsgäste, und feder sah mit Befriedigung, wie gut geschritten voran, dann folgte der lange Zug der o rade seine Aufnahme gelungen war. Schon war die Hälfte des Zuges zwischen der Menge der Zuschauer hindurch in der dunklen Kirchentür verschwunden, da unterbrach plöblich ein erschreckter Ausruf die schweigende Bewunderung der Hochzeitsgäste:„ Aber PauItne!" Alles sieht einen Augenblick nach dem Sprecher und erkennt dann, wie Pauline sehr geschickt, doch nicht so geschickt, daß der mitleidslose Kinematograph es nicht hätte sehen können, einem Herrn des Ruges, der aber nicht ihr Gatte ist, ein Briefchen zusteckt. Die Welt geht unter. Der in Portland lebende Prediger Sandford predigt den Weltuntergang. Der Prediger, der unter dem Namen„ Elias 2. der Führer einer Sette ist, die sich„ Heiliger Geist set bet uns" nennt, wurde unter Anklage gestellt, da er durch seine überspannten religiösen Forderungen sechs seiner Anhänger bet einer Reise durch Amerika, die siebzehn Monate dauerte, den Tod gefunden haben. Sandford wurde daraufhin in Portland zu zehn Jahren schweren Kerfers verurteilt. Er erklärte, daß die Welt untergehen würde, wenn ihn menschliche Richter wirklich zur Rechenschaft ziehen sollten. Die Gesundheit der Zarin. Gerüchte von einer angeblichen Verschlimmerung des Befindens der Barin haben während der allerletzten Zeit auch in Deutschland Verbretfung gefunden. Diese Gerüchte sind, wie die„ N. G. C." von zuständiger Sette hört, durchaus unbegründet. Daß die Zarin von schwächlicher Konstitution ist, weiß man. Aber die Kur, die sie in Nauheim, auf deutschem Boden, gebraucht hat, ist ihr vortrefflich bekommen und hat Wirkungen hinterlassen, die sich noch jetzt in erfreulichster Weise bemerkbar machen. Die Barin hat nicht nur an einer Reihe von Diners, sondern so= gar an einem Balle teilgenommen, und dies ist, da sie sich sonst von Festlichkeiten fernzuhalten pflegt, gewiß der beste Bewets, daß gar kein Grund vorliegt, Besorgnisse über ihren Gesundheitszustand zu hegen. Ein eigenartiges Bergwerksunglück hat sich nach einer Meldung aus St. Etienne in einem Steinkohlen„ Aber Herr Rat ,, Entgegengearbeitet." wiederholte Scharffenstein in gehobenem Ton.„ Sie haben gezeigt, daß Sie erst noch einer längeren Uebung in kleineren Verhältnissen bedürfen. Es ist deshalb Ihre Versetzung nach Neutomischel beschlossen worden. Das betreffende Schreiben wird Ihnen heute oder spätestens morgen zugehen." Er nahm etne Prise und begann eifrig zu schreiben. Mallmiz war hochrot geworden. Er wollte etwas ſa= gen, aber er unterließ cs. Was hätte es auch genützt! Sein Unglück war beschlossene Sache, und er mußte zusehen, wie er sich mit diesem Elend abfinden konnte. Während so der schneidige Herr Assessor mit langem Gesicht einherwandelte, herrschten in der Familie Heinroih nur fröhliche Mienen. Denn es gab eine Doppelhochzeit, Fritz und Felicia, Emmt und Doktor Waldow heirateten zu gleicher Zeit. Die Feter sollte nur ganz klein werden, und doch waren es über sechzig Bersonen. die man nicht hatte übergehen können und die der Einladung gern Folge geleistet hatten. Sogar die treffliche Frau Schulze war zugegen. Als ihr Waldow und Emmi vorgeschlagen hatten, als Wirtschafterin des jungen Paares mit nach Chicago zu gehen, hatte sie begeistert zugesagt und ausgerufen:„ Nein, welches Glück auf meine alten Tage! Da habe ich fa einen Neffen, der dort eine gute Stellung in einer Braueret hat. Ich hatte es schon aufgegeben, den Jungen jemals wieder zu sehen. Und nun wird es doch der Fall sein. Nein, welches Glück!" Professor Sauermann kam diesmal nicht um seine bergwerk in der Nähe der Stadt zugetragen. Ein Berg arbeiter war mit Arbeiten am Rande des 300 Meter Hefen Schachtes beschäftigt und hatte sich zum Schuße gegen einen etwaigen Absturz angefeilt. Plöglich ris fedoch das Seil, und der Arbeiter stürzte in den Schacht. Im Fallen ftitrate der Arbeiter, nachdem er den ersten Querschlag in einer Höhe von 100 Metern erreicht hatte, auf einen anderen Arbeiter, der durch den Anprall zer schmettert wurde. Ferner riß der Fallende noch einen weiteren Arbeiter mit sich, der in einem tieferen Quer schlage arbeitete. Der letztere wurde jedoch von einem Balfen aufgehalten und fam mit dem Leben davon. Soldatenbriefe vom Kriegsschauplah. Die Mailänder Zeitung„ Secolo" veröffentlicht jetzt einige Soldatenbriefe, in denen die Ereignisse, die am 26. und 28 November auf den tripolitanischen Kriegsschauplägen spiegelten, lebendig und einfach und darum Interessant beschrieber werden.„ Wenn Ihr nur sehen fönntet, wie sie trotz des Feuers vorwärts stürmen, diese Araber, mit terer eisernen Ruhe!" so ruft ein Soldat bei der Beschreibung des Gefechts um Benghast( 28. No vember) aus. Eine Abteilung unserer Kavallerie wurde, als sie sich in Sumpfland befand, von arabischtürkischen Reitern angegriffen, die Distanz war ganz gering: unsere Reihen wurden von Panik erfaßt, einen Augenblick lang; dann überschütteten sie die Angreifer mit Gewehrfeuer und zerstreuten sie unter großen Ver Iuften. Hierauf hatte das 68. Infanterieregiment feine Feuerta'ife zu bestehen; die Leute hielten sich außeror dentlich tapfer. Ein Schauspiel aber, das ich nie verges sen kann, ist das vom Abend des 28. nach diesem Ge fecht: noch jetzt habe ich vor meinen Augen ganze Wagen voll Verwundeter: zwet Mönche mit umgehängtem Karabiner gehen neben ihnen her... Die Einnahme des Forts Meßrt schildert ein Sergeant des 50. Infanterieregiments: Um 4% Uhr riid ten wir aus dem Lager, es war noch tiefdunkle Nacht; wir wußten: jetzt beginnt der Vormarsch, und wir fannten auch unsere Aufgabe. Diese war: unser linker Flütgel follte die Eroberung von Fort Meßrt unterstützen, der rechte aber zu seinem Schuße weiter vorwärts ge= hen. So marschierte unsere Kolonne schweigend beim schwachen Lichtschein: als wir Sidt- Meßrt erreichten, schimmerte die erste Morgenröte. Hier ordnete sich unser Regiment zum weiteren Vormarsch. Keiner von uns war noch im Feuer gestanden, daher wohl in allen ein wenig zitternde Unruhe, aber die Späße einiger Unerschrockener halfen uns darüber hinweg. Gegen 6 1hr begann die eigentliche Aktion, und sofort donnerten die Kanonen. Gänzlich ohne Deckung marschierten wir mitten in der Wüste, während der Feind im Schutz des Forts und der Oasen lag. Gleich sollten wir ihn kennen Ternen. Den ersten Gruß fandte er uns durch einige Schrapnels und Granaten. Eine Woge von Unentschloffenhett ging durch unsere Reihen. Ein schrecklicher Anblick! Aber die Kommandorufe der Offiziere riffen uns auf, und trot des Hagels der todbringenden Gefchoffe ging es weiter. Schon waren einige meiner Nachbarn gefallen, der am Kopf verletzt, jener an den Beinen... aber troßdem begannen wir uns tett fchon an diesen Herensabatth zu gewöhnen. Um 9 Uhr begann das Bom bardement des Forts durch unsere Artillerie, ein filrchterliches nicht zu beschreibendes Schauspiel! Dußend weise schlugen unsere Granaten dritben auf, und mancher hatte Mitleid mit den Unglücklichen im Innern. In fnapp 10 Minuten war die Zerstörung des Forts vollendet. Der Schreiber erzählt dann wetter, daß damit der Kampf noch nicht beendet war, daß vielmehr während der Besetzung der verlassenen Befestigungswerke die Türfen und Araber noch dreimal den rechten ttalienischen Flügel bestürmten, daß die groben italient= schen Geschitte wiederholt eingriffen, und daß ihr Don ner erft um 2 1hr nachmittags schmieg. Yent meiß tch. was Krieg ist," schließt der Sergeant, das SchreckItchfte, was menschliche Phantasie fich ausdenken fann..." Ein neuer Hohenzollernpring. Der Familie unseres Kronprinzen ist eine ganz besondere Weihnachtsfreude zuteil geworden. Der Draht meldet: Berlin, 19. Dezember. Die Kronprinzessin ist hente nacht 1 Uhr von einem Prinzen entbunden wors den. Zu dem frendigen Ereignis in der kronprinzlichen Familie meldet der Draht weiter: Berlin 19. Dezember. Aus Anlaß der Geburt des Prinzen wurde heute vormittag 9 Uhr der übliche Salut gefeuert. In allen Schulen von Groß- Berlin und Umgegend fiel auf Befehl des Kaisers der Unterricht aus. Alle öffentlichen Gebäude hatten geflaggt. Berlin, 19. Dezember. Das tronprinzliche Hof= marschallamt veröffentlicht folgendes Bulletin:„ Die Frau Kronprinzessin und der Prinz befinden sich wohl. gez. Bumm." In aller deutschen Gauen wird man aus Anlaß des freudigen Ereignisses der hohen Frau mit herzItchen Wünschen gedenken. wohleinstudierte, mit dem atttschen Salz vieler klassischer 3ttate gewürzte Rede. Er versicherte auch dem Iteben Doktor Waldow, daß er sich von Herzen über das Glück, das er gefunden habe, freue. Zu verwundern set das ja freilich nicht, denn er habe es wohl verdient, was er auch schon immer gesagt habe. „ Nicht wahr, Itebe Eulalia?" fügte er, zu seiner Gattin gewandt, hinzu, und diese stimmte ihm lebhaft bet. Frau Heinroth blickte betrübt, als von der großen Netse der jungen Eheleute gesprochen wurde. Aber ihr Gatte tröstete sie.„ Meinst Du etwa, wir werden unsere Kinder nicht wieder sehen? Es ist ja nur ein Ententeich, der zwischen uns und ihnen Itegen wird, und wir werden im nächsten Jahr hinüber fahren." Nur einer war wirklich traurig, und das war der gute Onkel Muche. Er wußte es, er würde nicht über das ungeheure Weltmeer hinüberkommen, er würde die liebe Emmi nicht wiedersehen. Als sie noch ganz klein war, hatte er ste schon auf seinen Anten geschaukelt und sich über das reizende Kind gefreut. Dann hatte er ge= sehen, wie prächtig sie sich geistig und förperlich entwickelte, wie fle emporblühte zur herrlichen Jungfrau. Sie war sein Stolz, das einzige Glückt seines stillen Le= bens. Und nun würde sie von ihm scheiden für immer, für ewig, und er würde noch einsamer sein als bisher. Ein ganz klein wenig Elfersucht gegen den Doktor wollte fich in seinem Herzen regen. Aber er unterdrückte tapfer V die böse Regung und schwang sich zu vorgerückter Stunde sogar zu einem beifällig aufgenommenen Hoch auf die " Untersuchungsrichterin", Frau von Marleben, auf. Dann wischte er verstohlen aus jedem Auge eine Träne. Das prachtvollste Weihnachtsgebäck, einerlei ob Kuchen oder Kleingebäck, erzielt man_mit dem echten HANSA- Backpulver. Einen wirklichen FestPudding liefert das echte HANSA- Puddingpulver. Aber Vorsicht, zumal jetzt bei der Teuerung, und ausdrücklich ,, echt HANSA" verlangen. Nährmittelfabrik HANSA, Hamburg 6. 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