Stro straße Beram Gute S empfehle Kaiser Orto achte Otto! dester ezusatz Der Stadt . Sexamer eine r ein Sohn, Främer ein G ch Karl Schw ler Zwillinge Paula. Wigner ein au ein Sohn chuhmacher ein hn eine Lod mann Lorenz ote. ateur, mit Job , beide in G ureauvorsteher, Ben. ifender, mit Me Arantenwärte Sießen. bote, mit El hanifer, mit Gießen. Dienstinedyt, mi Isfeld. Bergmann in Steinberg. ergmann in Cippe. ungen. agent und Möb Marie Lenz in Reifender in H in Gießen. rivalier, mit bene. geb. Ferber,& Fabrilant, 693 Machrichten einde in Gießen 18. November. nd abends um 1. 19. November nach Pfingsten. Gelegenheit zur 1. Meffe. ber hl. Rommuni mt mit Predigt. mit Predigt. tenlehre; darauf adyl. Rönigl. Soheit um 9% Uhr i Gießener Zeitung Bezugspreis 40 pfg. monatlich ( Neueste Nachrichten) oierteljährlich 1,20 Mr., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Dienstags, Donnerstags, Samstags. Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 226. - Redaktion: Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen des Großherzoglichen Erscheint Bürgermeisterei Polizei Amfes sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 85. Telephon: Nr. 362. Parteipolitisches. Hessische Landtagswahlen 1911. § Bensheim. Angefochten wird die Stichwahl im Wahlkreise Bensheim, die mit dem Siege des bisherigen nationalliberalen Abgeordneten Auler endete, der mit der geringen Majorität von 4 Stimmen über den Sozialdemokraten siegte. § Jm Landtagswahlkreis Wö II stein ist entgegen den ersten Feststellungen nicht der Fortschrittler Eibach, sondern der Nationalliberale Schott mit einigen Stimmen Mehrheit gewählt. Hus Stadt und Land. Gießen, 21. November 1911. Prinz Ludwig von Hessen, der zweite Sohn unseres Großherzogspaares, vollendete gestern sein drittes Lebensjahr. Vogelschutzkurse. Auf Veranlassung des Großherzogs ist in Darmstadt eine Vogelschutzsta tion ins Leben gerufen worden, deren wesentlichste Aufgabe darin bestehen wird, Kurse über Vogelschutz abzuhalten. Der erste Kurs, an dem sich 16 Herren beteiligten, fand in der Zeit vom 13. bis 16. November statt. Zwei weitere Kurse sind für den Dezember vorgesehen. Im ganzen sind bis jetzt 53 Teilnehmer an= gemeldet. in Die Landwirtschaftskammer für das Großherzogtum Hessen hielt Montag im Saale der Landessynode unter ihrem Vorsitzenden Geheimrat Haas ihre Hauptversammlung ab. Als erster Punkt der Tagesordnung wurden die Bekämpfungsmaßre= geln der Maul- und Klauense uche besprochen. Es referierte Mitglied Hensel- Dortelweil in eingehender Weise über die außerordentlichen Nachteile und Schäden, die die meist willkürliche und oft ungerechte Handhabung der Seuchenbestimmungen herbeiführen. Ministerialrat Hölzinger nimmt die Beamten Schutz. Abg. Breiden ba ch- Dorheim unterstützt die Ausführungen Hensels, die er durch entsprechende Beispiele ergänzt. Er beantragt eine mildere Handhabung der Verordnung und bringt eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen vor. Geh. Rat Lorenz erflärt, daß ähnliche Bestimmungen unterwegs seien. Die Beratung wurde am Nachmittag fortgesetzt. Die Debatte war sehr lebhaft. Zum Schluß wurden verschiedene Anträge der Abgg. Breitenbach, Fritsch und Weil angenommen, in denen auch besonders der Bundesrat ersucht werden soll, geeignete Mittel zur Erforschung der Erreger der Maul- und Klauenseuche zur Verfügung zu stellen. Alsdann wurde die Sitzung auf Dienstag vormittag vertagt. - n Gießen. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde vom Großherzog dem Ph. Klotz und Peter Walter zu Gießen verliehen. n Gießen. Major v. Sodenstern ist als Kommandeur des 3. Bataillons in das Infanterie- Regiment von Wittich Nr. 83 versetzt, und Major Großmann zum Bataillons- Kommandeur im Regiment ernannt worden. Der überzählige Hauptmann beim Festungsgefängnis in Spandau, Claus, wird als Kompagnie- Chef ins Infanterie- Regiment Kaiser Wilhelm Nr. 116 versetzt. Dem Hauptmann Busse ist der Abschied mit der gesetzlichen Pension und der Verleihung des Roten Adlerordens 4. Klasse bewillig ,. Oberleutn. v. Pentz( Hans) ist unter Verleihung des Charakters als Hauptmann mit der gesetzlichen Pension ausgeschieden und die Unteroffiziere Hummerich und von 3engen wurden zu Fähnrichen befördert. n Gießen. Diesen Donnerstag wird Herr Dr. Hüttemann in einer Hansa- Bund- Versamm lung im„ Einhorn" einen Vortrag halten über„ Welche Forderungen muß der Gewerbetreibende an den Reichstagskandidaten stellen?" Das Thema ist sehr zeitgemäß und darum ein guter Besuch zu erwarten. n Gießen. Die finanziellen Ergebnisse unserer städtischen Werke für 1910-11 liegen jetzt vor. Bei dem Gaswerk ist wieder ein nur 7500 Mark höherer Reingewinn erzielt worden, als im Vorjahr. Der Reingewinn beträgt 87 917 Mart. Das Wasserwerk brachte einen Ueberschuß von 130 511 Mark und einen Reingewinn von 79 522 Mark. n Gießen. Der Verein„ Bürgergesell schaft" feierte am Samstag und Sonntag sein 47. Stiftungsfest. n Gießen. Die hiesige Fleischer- Jnnung beging am Sonntag ihr 25. Stiftungsfest, verbunden mit Fahnenweihe. ( Haus Brüder Schmidt.) Dienstag, den 21. November 1911. n Gießen. Als letzten Samstag ein Bierfuhr= I werk der Brauerei Jhring von der Liebigshöhe über den Schienenstrang der elektrischen Straßenbahn fuhr, wurden die Pferde durch das Vorbeifahren der Elektrischen beunruhigt, sodaß der Kutscher vom Bock geschleudert wurde und ihm ein Hinterrad des Wagens über den Rücken ging. Anscheinend ist der Unfall noch glücklich abgelaufen, da der Ueberfahrene sich baid erholte und seine Fahrt nach Lich fortsetzte. n Die Reichsbank hat den von der Stadt Gießen zur Errichtung eines Reichsbankgebäudes zur Verfügung gestellten Bauplatz, Ecke der Lony- und Bismarckstraße, zu einem sog. Freundschaftskaufpreis angenommen. Die an die Schenkung geknüpfte Bedingung, aus der seitherigen Reichsbanknebenstelle eine Reichsbankstelle zu machen, wurde damit angenommen. * Gestern Nachmittag ist im Vogelsberg der erste Schnee gefallen; auf den Höhen blieb er einige Zeit liegen. o Rödgen. Einen Vortrag über Obstbau wird Dr. Hoffmann- Friedberg am Samstag, den 25. Nov., hier abhalten. o Burkhardsfelden. Auch unser Ort beabsichtigt den Anschluß an das Oberhessische Elektrizitätswerk. o Londorf. Der Anschluß an das Elektrizitätswerk- Gießen wurde hier beschlossen. o Odenhausen- Lumda. Unser Lehrer Johannes Schweizer, der jetzt auf eine 52% jährige Dienstzeit zurückblickt und 1859 das Lehrerseminar Friedberg verließ, ist der dienstälteste Lehrer von Oberhessen. o Bad Nauheim. Nachdem der neue Güterbahnhof fertiggestellt und die Vorarbeiten für den Personenbahnhof beendet sind, wird mit der Hauptarbeit für diesen nunmehr begonnen. o Aus der Wetterau. In Echzell, wohin am letzten Sonntag der V. H. C.- 3weigverein von Frankfurt und Schotten ihre letzten Jahreswanderungen unternommen hatten, hat sich die Gründung eines neuen Zweigvereins des Vogelsberger Höhenklubs vollzogen. Das 37. Glied ist dadurch dem Bunde, der sich mit 4000 Mitgliedern über Oberhessen verbreitet sowie auch außer halb Oberhessens Landsleute und Freunde Oberhessens sammelt, einverleibt. o Ech z e II. Freitag abend starb hier im 67. Le bensjahr Bürgermeister Heinrich Reiz 1. s Darmstadt. Das großherzogliche Paar, das Prinzenpaar Heinrich von Preußen, Prinz Franz Jo= sef von Battenberg und Gemahlin, sowie der englische und russische Gesandte und zahlreiche Offiziere der hiesigen Garnison wohnten heute nachmittag einer im Hotel„ 3ur Traube" stattfindenden Versammlung bei, in der die Gründung eines Elite- Spiel- Klubs besprochen und beschlossen wurde. Es wurde alsdann ein Betrag von zirka 60 000 Mark gezeichnet. Die Erbauung eines Klubhauses ist in Aussicht genommen. ):( Offenbach. Samstag nachmittag fand unter außerordentlich starker Beteiligung aller Bevölker= Feuer( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile. Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg. Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. | erschienen. Die Trauerrede hielt Karl Ulrich. Im Namen der Zweiten Kammer der Stände legte deren Vizepräsident Korell einen Kranz nieder. Geschäftliches. )( 11.8 Milliarden Mark Versicherungssumme hatten die 42 deutschen Lebensversicherungs- Gesellschaften Ende 1910 nach dem Bericht der Berliner Börsenzeitung aufzuweisen. Unter den verschiedenen Versicherungsarten ist in den letzten Jahren die Invaliditätsversicherung mit oder ohne Gewährung einer Invalidenrente sehr beliebt geworden, da sie alle Vorzüge der Lebens- und Unfallversicherung in sich vereinigt. Erwerbsunfähigkeit infolge Krankheit oder Unfall entbindet von der Prämienzahlung, beeinflußt aber nicht das Fortbestehen der Versicherung, denn die Versicherungssumme wird an dem in der Police festgesetzten Zeitpunkt fällig, unabhängig davon, ob Invalidität eingetreten war oder nicht. Durch Mitversicherung einer Invalidenrente erwirbt sich der Versicherte eine Pension, die vom Beginn der Versicherung fest bestimmt und von keiner Karenzzeit abhängig ist. Für alle Berufskreise, namentlich auch für die Privatangestellten ist diese Art der Invaliditäts- und Altersfürsorge zweckmäßiger und vorteilhafter als die geplante staatliche Privatbeamtenversicherung. Die Stettiner Germania, eine der größten und angesehensten Gesellschaften, hatte bis Ende 1910 in der Invaliditätsversicherung einen Bestand von 24 143 Policen über 126,787,839 Mart mit Einschluß der Invaliditätsgefahr und mit einer jährlichen Invalidenrente von 8 Millionen Mark laufen. Der Gesamtbestand in der Lebensversicherung belief sich bei dieser Gesellschaft Ende 1910 auf 857 Millionen Mark. Die Tarife der Germánia tragen allen Ansprüchen der Neuzeit Rechnung und ihre Versicherungsbedingungen beruhen auf den Grundsätzen der Unanfechtbarkeit, der Unverfallbarkeit und der Weltpolice. Hohe Dividenden werden den Versicherten alljährlich vergütet. So kommt z. B. nach dem steigenden Dividendenplan im Jahre 1912 eine Dividende bis zu 88% der einzelnen Jahresprämie zur Verteilung. Betr.: Die Lieferung von Walzmaterialien im Jahre 1912. Bekanntmachung. Im Jahre 1912 werden zum Walzen der Kreisstraßen des Kretses Gießen 8172 cbm kleinschlag, 1008 ebm Grus und 1874 cbm Nies erforderlich. Angebote hierzu sind verschlossen, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis Dienstag, den 5. Dezember d. Js. vormittags 10 Uhr bei mir Landgraf Philipp- Blag 3, 3immer 23 einzureichen, woselbst alsdann die Eröffnung in Gegenwart der etwa erschienenen Bewerber stattfindet. Die Lieferungsbedingungen liegen während der Dienststunden auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten ( 3immer 23) zur Einsicht offen. Angebotsunterlagen werden gegen Erstattung der Herstellungskosten abgegeben. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt vorbehalten. Gießen, 14. November 1911. Der Großh. Kreisbauinspektor Hechler. Bum Besten der abgebrannten Deutschen in Lusern und der Ueberschwemmten in Blumenan: Grammophon- Konzert ungstreiſe und namentlich der Arbeiterſchaft bie eet Richard Wagnerabend bestattung des sozialdemokratischen Landtagsabgeordne= ten Johannes Orb im hiesigen Krematorium ſtatt. Als Vertreter der Zweiten Kammer waren außer Karl Ulrich die Abgeordneten Korell, von Brentano, Bach, Raab und Berthold, sowie der Bureaudirektor Schenk Bluterneuerung: Substauzzuführung der sich beständig abnusenden Nerven. Es sind dies die absolut notwendigen Forderungen der Neuzeit bei Ueberanstrengung durch mechanische sowie geistige Leistungen. Als Mittel zur Hebung des Ernährungszustandes im Allgemeinen, zur Entwickelung des Hämoglobingehaltes im Blute und znr Kräftigung der Nervenfubftanz, steht heute im Vordergrund Leclferrin, welches bei den Aerzten, sowie im Allgemeinen retchen Anklang findet. Stücke aus den Meistersingern, Lohengrin, Ring der Nibelungen, gesungen von Stuote, Feinhals, Bender, van Roay, Morend, Arnoldson, Schumann- Heinz. Als Zugabe 2 Carusoplatten. Eintritt 1 Mt. Studenten 75 Pfg. Mitglieder und Jugend 50 Pfg. Vorverkauf in der Hofbuchhandlung A. Frees, Seltersweg 70. Beranstaltet vom Alldeutschen Verband. Orlsgruppe des Hansabundes für den Kreis Giessen Vortrag Kammerherr Freiherr von M. in B. äußert seine Erfahrung mit Leciferrin:„ Von Leciferrin habe ich jett 2/2 Flaschen eingenommen, schon nachdem ich die erfte Flasche genommen hatte, zeigte sich bei mir wesentliche Besserung im Allgemeinbefin en; die große Müdigkeit, die ich seit langer Zeit Nachmittags und besonders Abends fühlte, zeigte sich nicht mehr, und besonders ist der mich peinigende Schmerz in beiden Schläfen, der sich Abends immer einstellte, gänzlich geschwunden. Ich fann nur sagen, daß ich mich durch Gebrauch dieses Freier Eintritt auch für Nichtmitglieder. Mittels direkt verjüngt fühle." Donnerstag, den 23. November, abends 9 Uhr im Saale des Hotel ,, Einhorn" Herr Dr. Hüttemann- Berlin: Universitäts- Apotheke Gießen und Engel- Apotheke in Frankfurt a. Main. „ Welche Forderungen muss der Gewerbetreibende an den Reichstagskandidaten stellen?“ Der Vorstand. Deutscher Reichstag. Marokkoabkommen haben im In- und Auslande das größte Aufsehen erregt. Auf Befehl von höchster Stelle fst nun von amtswegen nach der Quelle der IndiskreHonen geforscht worden, und die eingeleiteten Erhebungen haben zu einem überraschenden Resultat geführt. Der Schuldige ist Telegraphenbeamter in einem Danziger Postamt. Durch seine Hand find die in der Presse schon erwähnten Telegramme des Kronprinzen an feine Brüder gegangen. Der Beamte benutzte seine Kenntnis des Inhalles der Telegramme zu Mitteilungen an mehrere Bekannte, und auf diese Weise sind die Indiskretionen in der Deffentlichkeit erfolgt. Gegen den schuldigen Beamten dürfte voraussichtlich die Untersuchung wegen Verlegung der amtlichen Schweigepflicht eingeleitet werden. Freitag wurde die Beratung des Schiffahrtsabgas bengefeßes fortgesetzt. Die Paragraphen 1 bts 7 wurden unter Ablehnung aller Zusazanträge in der Kom miffionsfaffung angenommen. Die Debatte drehte sich hauptsächlich um die Saar- und Moselkanalisierung, die schließlich in namentlicher Abstimmung abgelehnt wurde. Staatsminister von Breitenbach lehnte auch die moralische Verpflichtung Preußens, die Mofel später zu fanalisieren, ab, während die süddeutschen Regierungspertreter unbedingt threrseits die moralische Verpflich tung für den späteren Ausbau von Main und Neckar übernahmen. Am Sonnabend wurde die zweite Lesung des Schiffahrtsabgabengesebes beendet. Hierauf folgte bie zweite Lesung der Novelle zur Gewerbeordnung. Etwas lebhafter war die Debatte nur beim 114 6, der dem Bundesrate unter gewissen Voransseau ngent die Befugnts gibt, zu bestimmen, daß die Lohnbacher in den Betriebsstätten zu verbleiben haben. Die Sozialdemokraten verlangten die Streichung dieser Bestimmung, während die Redner der bürgerlichen Barteten sich dafür erklärten. Der Widerspruch der Sozialdemokraten blieb erfolglos. Der übrige Teil der Vorlage wurde häufig gegen die Stimmen der Soztaldemofraten, im wesentlichen nach den Kommissionsbeschluf fen, angenommen. Dann verlagte sich das Haus auf Montag. Die überwundene Kriegsgefahr. Ein ungeratener Sohn. Der Sohn einer wohlha benden Familie in Cöln verkaufte ohne Wiffen der Eltern die Einrichtung der väterlichen Villa, für die ev etwa 30 000 M. erzielte. Er reiste mit dem Gelde nach Nizza und hatte nach kurzer Zeit das Geld verspielt. Darauf erschoß er sich in Montecarlo. Eine Verstärkung unserer Flottenrüstung? Den vomFlottenverein und neuerdings während der Besprechung des Marokko- Abkommens auch im Reichstag ge= äußerten Wünschen nach einer verstärkten Flottenrüstung steht die Reichsmarineverwaltung, wie die Militärpolitische Korrespondenz" wissen will, jest durchaus sympathisch gegenüber. Allerdings dürfte sie das Entgegenkommen faum in der Einbringung einer neuen Flottenvorlage befunden. Man ist in Marinefreisen der Meinung, daß sich diese Wünsche auch ohne nenes Flottengesez erfüllen lassen, und zwar auf verfchiedene Arten. Welchen Weg man wählen wird, daraber find die Erwägungen noch im Gange. Es kommt der Marineverwaltung in erster Linie darauf an, bet möglichst großer Effektivwirtung der geplanten Maßregeln das Reichsbudget so wenig wie möglich zu be= laften. Eine Rede, die sowohl in England als auch in Deutschland bemerkt zu werden verdient, hat der konservative englische Parlamentarier Faber gelegentlich eines offiziellen Festmahles in Andover gehalten. In schonungsloser Weise riß der Redner den Schleter von den Ereignissen, die sich im Hochsommer auf der internationalen Bühne und insbesondere hinter deren KuItsfen absptelte. Der Redner scheute sich nicht, klipp und flar zu sagen, daß England einen Ueberfall auf Deutschland geplant hatte, um dem verbündeten Frankreich zu helfen. Wenn es nicht dazu ge= tommen fet, so set das hauptsächlich der unbereitschaft der englischen Flotte und Armee zu danken gewesen. Für eine Viertelmillion Belze gestohlen. In dem großen Pelzwarengeschäft von Revillon in der Regents streat in London ist nachts ein Einbruch verübt worden, wobei den Dieben viele wertvolle Pelze im Gesamtwerte von etwa einer viertel Million in die Hände ftelen. Ein Bataillonskommandeur verschwunden. Seit etwa drei Wochen ist, wie aus Gotha geschrieben wird, der Kommandeur des 1. Bataillons des dort garnisonierenden Infanterieregiments Nr. 95, Major v. Wurmb verschwunden. Wie man hört, hat er bis zum 1. Januar Urlaub genommen und sich ohne Angabe seines fünftigen Aufenthaltsorts entfernt. Snm ersten deutschen Unterbeamtentag waren_am Sonntag in der Hasenheide zu Berlin mehr als 7000 im Reichs-, Staats- und Kommunaldienst stehende Unterbeamte versammelt, um anläßlich der herrschenden Teuerung gemeinsam die Wünsche der Unterbeamten zum Ausdruck zu bringen. Wie andere Behörden, so hatten auch das Kriegsministerium und das Polizeipräfidium thren Beamten den Besuch der Versammlung streng, verboten. Bostraub in Rumänien. In Buschtenart überfielen acht Räuber das Postami, ermordeten den Postmeister sowie dessen Frau und raubten 129 000 Fr. aus der Postkasse. Den Räubern gelang es, zu entkommen. Ein Ultimatum der französischen Arsenalarbeiter. Wie aus Lorient gemeldet wird, haben die Führer des Syndikats der Arsenalarbeiter erklärt, daß es sehr ernste Folgen haben werde, falls die Regierung wirkItch Strafmaßnahmen ergreifen wolle, weil an Bord des Panzerkreuzers Courbet" eine rote Fahne gehißt und die Internationale gesungen wurde. Die Arbeit ist von den Arbeitern nur unter der Bedingung wieder aufge= nommen worden, daß niemand bestraft werden würde. Da wird die Regierung wohl wieder gute Miene zum bösen Spiel machen müssen. Drei französische Forscher in China niedergemeßelt. Nach einem dem französischen Kolonialministerium zugegangenen Telegramm sind ein französischer Militärarzt und zwei Offiziere, die feit einem Jahre auf einer mit Unterstützung der französischen Regierung unternommenen Forschungsreise im südlichen China begriffen waren, im Lologebiet niedergemekelt worden. Zu dem russischen Vorgehen in Persien schreiben Londoner Blätter, der Entschluß Rußlands, viertausend Mann über die russische Grenze zu senden, bedeute ste tatsächliche Besetzung von Nordpersien. Mit einer Macht von dieser Stärke in so großer Nähe von Teheran set Rußland in eine sehr starke Lage gekommen und der Besizer von Persien. Die Teilung Persiens unter die Großmächte habe damit begonnen. Kapitän Faber erklärte von vornherein, daß ein guter Tell dessen, was er zu sagen habe, dementiert werden dürfte. Nichtsdestoweniger set es die Wahrheit, so wie er sie von höchsten oder nächsthöchsten Stellen erfahren habe. Er kenne die Namen der Kabinettsmitglieder, die für Frankreich und die Namen derer, die nicht für Frankreich waren, aber er werde nur das Gute sagen und das Böse verschweigen. Die Minister Lloyd George und Winston Churchill stellten sich ehrlich auf die Seite Frankreichs. Diese beiden Männer feien überzeugt gewesen, daß England seinem Vertrag gemäß Frankreich unterstützen müsse. Im kritischen Augenblick hätte es sich gezeigt, daß die englische Flotte in drei Tette aufgebrochen war, von denen einer südlich von England, der andere in der Nähe von England und der dritte im Norden von Schottland weilte. Die deutsche Flotte hätte man ganz aus den Augen verloren. Niemand hätte gewußt, wo fie war. Die größte Gefahr habe darin bestanden, daß das Kabinett nicht wußte, was vor sich ging und daß die deutsche Flotte die drei Teile unserer Flotte überfallen und sie einzeln schlagen konnte. Aber es ſeten auch noch andere Gefahren vorhanden gewesen. Mag man sie auch morgen verleugnen. Auf Grund bester Informationen könne er ferner sagen, daß die Armee beffer vorbereitet gewesen set, als die Flotte. Man habe sich während der jüngsten Krise mit der Idee getragen, sechs Divisionen der regulären Armee auf dem Kontinent zu landen, um dem verbündeten Frankreich zu helfen. Aber wären diese sechs Divisionen entsandt worden, so wären keine regulären Truppen mehr im Lande gewesen, um die Küste zu schützen, und die Verteidigung hätte dann vollständig in den Händen der Flotte gelegen. Kleine Nachrichten. An der südchinesischen iste schetterte der Flens burger Dampfer Ilfe" im Taifun. Zwei Kinder des Kapitäns, ein japanisches Kindermädchen sowie 15 Mann der Besaßung sollen ertrunken sein. Erdbeben in Italien. Das Observatorium in Catanta meldete gestern früh eine starke Tätigkeit des Strombolt. Es fanden zwet heftige Explosionen mit starter Rauchentwicklung und starkem Steinregen statt, Aus den Gerichtssälen. bis auf et winkel ab ab und w bereits et wieder a außen, da In der F griffe vor gefchrumpf lang auf ten, fonde Aluge fann den. Gine Beitungen Frau Kla Männer Sie sehr f Sie erflä Männern ren bereit fich folgen einen Gei timmte. man mich Shr legter Also Du Du Dich mportete: Bei allen [ ters, ob geantwort anwalt go Männer den sind. guftav chen gusta tig i. S. a p: Gleichz in der„ Li Gen Etabl fein 43. G bagel ein, Einladung Bergnügen und Konter Bub oder Mädel? Eine nicht alltägliche Sache beschäftigte soeben das Berliner Amtsgericht, nämlich etn Antrag auf Geschlechtsumwandlung zweier Schwestern. Die Angelegenheit hat folgende Borgeschichte: 3wet Kinder eines Kaufmanns in Magdeburg, die 16 Jahre alte Luise und die 15 Jahre alte Gertrud T. fühlten sich feit längerer Zeit in ihrer weiblichen Kleidung sehr unbehaglich und hatten die Empfindung, daß ihre Erziehhung ihrem wahren Wesen nicht entspreche. Als sie den Eltern ihr Leid klagten, wurden sie anfangs verlacht. Schließlich faßten sie den Entschluß, freiwillig ihr Leben von sich zu werfen. In lezter Stunde erfuhren die Eltern hiervon, und als das Entsetzliche abgewendet war, wandten sie sich an zwet Aerzte, um sich durch ein Gutachten Klarheit über den wahren Zustand der beiden jungen Menschenkinder zu verschaffen. Die Aerzte gaben thr Gutachten dahin ab, daß hier eine irrtümliche Geschlechtsbestimmung vorliege und befürworteten drin= gend ein sofortiges Einschreiten. Nunmehr stellten die Eltern beim Regierungspräsidenten den Antrag, die Umwandlung der Namen ihrer Kinder ins Geburtsregister vornehmen zu wollen. Der Regierungspräsident gab den Antrag an das Amtsgericht weiter und auf dessen Anordnung ist jetzt im Geburtsregister vermerkt worden, daß Luise T. von jetzt ab Ludwig T. und Gertrude von feßt ab Gerhard T. heißt. In der Tabakarbeiterbewegung in Westfalen ist noch keine Wendung eingetreten, die auf eine Beilegung des nun 5 Wochen dauernden Kampfes schließen läßt. In manchen Fabriken ruht die Arbeit ganz, in vielen werden aber die nicht organisierten Arbeiter wetter beschäftigt. Da das Weihnachtsgeschäft für die Fabrikanten beinahe erledigt ist, wird bald eine stille Zeit eintreten, so daß die Aussichten für die Arbeiter noch schlechter werden. Es verlautet auch, daß eine Anzahl westfälischer Firmen einen Teil ihrer Betriebe nach anderen Bezirken verlegen will. Sowett der Kapitän, oder besser, der konservative Parteimann Faber. Was er da im Kreise seiner Gesinnungsgenossen vorgetragen hat, ist weniger um seines Inhalts willen interessant, der ja, sofern es sich um Gerüchte handelt, kaum etwas neues bringt, als vielmehr um der Tatsache willen, daß ein englischer Barlamentarter unter dem Beifall seiner Bartelgenossen eine derartige von Haß gegen Deutschland und frtegerischem Verlangen erfüllte Rede gehalten hat. Sie ist jedenfalls recht lehrreich für den Wert der Freundschaftsund Friedensversicherungen, die uns jetzt so fretgebig von der anderen Sette des Kanals gespendet werden. Rundschau vom Cage. Politisches. Zum Kronprinzen- Telegramm schreibt der Berl. Börsen- Courier": Die in die Presse gelangten Mittetlungen über die Stellungnahme des Kronprinzen zum 26) Aus Eifersucht. Roman von Mar Hoffmann. Ueber drei Millionen für soziale Zwecke. Rat und Stadtverordnete von Dresden haben eine Vorlage angenommen, nach der 3 500 000 M. zur Vermehrung der fleinen Wohnungen in Dresden, 100 000 M. zur Linderung der Not dürftiger Familien, 50 000 M. zur Spetsung armer Schulkinder und 75 000 M. Teuerungszulagen für finderreiche Beamte, die nicht mehr als 2500 Mr. fährliches Einkommen haben, bewilligt werden. Professor Varseval. Major a. D. Dr.- Ing. August von Parseval hat soeben eine besondere Auszeichnung erhalten: Durch Erlaß des preußischen Kultusministers wurde ihm in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen das Prädikat„ Professor" verliehen. Der Berliner Viehhof aufs nene gesperrt. Wegen Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche ist der Berliner Viehhof am Sonnabend aufs neue für die Ausfuhr gesperrt worden, nachdem erst am 11. November die Aufhebung der Sperre erfolgt war. ( Nachdruck verboten.) „ Krank bin ich nicht," versicherte der Doktor. „ Aber ganz gefund auch nicht, das habe ich ja eben erst gesehen. Es steckt bet Ihnen freilich nicht in den Gliedern oder im Magen, aber Ihre Nerven sind bedenklich angegriffen. Und die sind doch schließlich die Hauptsache beim Wohlbefinden. Also reisen Ste, und zwar je früher, je besser!" Der Streit um den inngen Grafen Kwilecki end gültig beigelegt. Wie aus Posen gemeldet wird, hat die Bahnwärtersfrau Cäcilie Meyer thre Klage bet dem Posener Ober- Landesgericht gegen die inzwischen verstorbene Gräfin Kwileckt auf Kinderherausgabe zurückgezogen. Damit ist der bekannte wileckt- Prozeß, der sich durch mehr als acht Jahre hindurchgeschleppt hat, endgültig aus der Welt geschafft, und der funge, vtelum strittene Graf bleibt der Familie Kwilecki erhalten. Einen Aeroplanflug von Wien nach Berlin absolntert gegenwärtig der österreichische Flieger Holt. Der Pilot, der seinen Flug in Hohenau unterbrechen mußte, hat seinen Apparat wieder repariert. Es wurde ein neuer Propeller angebracht, und Sonntag früh gedachte Holt seinen Flug nach Berlin fortzusetzen. Er will in Troppau und Breslau Zwischenlandungen machen. Vermischtes. Marktleute im Automobil. Wir lesen in der„ Augemeinen Automobil- Zeitung": Marktleute im Automobil find die neueste Erscheinung im Verkehrsleben der Berliner Straßen. Die im Norden und in den angrenzenden Vororten wohnenden Marktleute pflegen nämlich die Wochenmärkte zu besuchen, die namentlich in den westlichen Vororten noch abgehalten werden. Da sie einen sehr weiten Weg zurücklegen müssen, so haben sich einige ein Geschäftsautomobil angeschafft, auf dem sie mit ihrem ganzen Kram schnell zum Markte fahren und ebenso schnell in ihre Wohnung zurückkehren können. Auch die Besitzer der Wäschereien in dem Nachbarort Köpenick haben sich für ihren Verkehr mit Berlin zum Teil Automobile angelegt. Und dabet habe ich auch Ihr Bestes im Auge. Denn Felicia und ich, wtr drängen jetzt die maßgebenden Herren zur höchsten Anspannung ihrer Kräfte, und wenn Ste dann noch hier sind, dann werden Ste immer wieder herangezogen werden. Also überlegen Ste sichs reiflich!" Der Doktor starrte in die blauen Rauchringe setner Zigarre„ Ich werde mit meiner Braut darüber sprechen", sagte er endlich. " Meine Braut verlassen?" wandte der Doktor ein. " Du lieber Himmel! Es handelt sich ja höchstens um etn paar Monate. War ich nicht von meiner Braut, als sie nach London gefahren war, ein ganzes Vierteljahr getrennt? Und wir haben's doch ertragen. Ich halte solche zeitweise Trennung sogar für außerordentlich vorteilhaft. Betde Tetle können sich dann für sich allein prüfen, können ohne die bestehende Nähe des geltebten Menschen über manche Eigenschaften bet thm nachdenken und sich so gewissermaßen entgegenretfen. Passen sie beide nicht recht zusammen, so werden ste sich allmählich abfühlen, und dann ist es noch Bett, thren Irrtum durch dauernde Trennung wieder gut zu machen, passen sie aber zusammen, so werden fte sich nur noch inniger Iteben lernen und aus der gegenseitigen Treue den Schluß ziehen, daß sie durch nichts von einander gerissen werden können. Ach, tch werde fast zum Prediger Ihnen gegenüber und habe so viel gesprochen, wie sett langer Zeit nicht." „ Mir ist immer noch nicht klar, warum Ste das tun." ,, Vortrefflich! Ich bin überzeugt, daß das, was sie Ihnen raten wird, das Passendste sein wird." Ein le nung wurd Lviatifer 9 uteil. Als kirchhof be der sich be begleitete. Trauerwin lein Pilot Forbeerfra Das angenähte Augenlid. In der fürzlich stattge habten Stzung der Berliner medizinischen Gesellschaft wurde von dem Augenarzt Dr. Hamburger ein kleines vierjähriges Mädchen vorgestellt, das eine merkwürdige Verlegung erlitten und eine noch merkwürdigere Operation durchgemacht hat. Bet einem Sturz auf einen harten Gegenstand war dem Kinde das rechte obere Lid Justizrat, der neben Marleben schritt, während die Damen voran gingen, auf und sagte, sichtlich erleichtert: ,, Gott sei Dant, daß er weg ist!" Damit empfahl sich Fritz von Marleben und ließ den Doktor mit seinen Gedanken allein. An demselben Tage ging dieser zum Justizrat und hatte dort einen langen Familienrat. Das Endergebnis war, daß er beschloß, schon am nächsten Tag nach Italten abzuretsen. Es wurde festgesetzt, gleich darauf eine kleine Nottz in eine Zeitung zu lancieren, daß sich der Doktor aus Gesundheitsrücksichten auf einige Beit nach dem Süden begeben hatte. Auf diese Weise sollte aller üblen Nachrede von Anfang an dte Spize abgebrochen werden. „ Warum? Nunt, ich will's Ihnen gestehen: Es ist etne gute Portion Egoismus dabet. Ich will nicht immer wieder von diesem Bardetow mit seinen Grübeleten hetmgesucht werden. Das wird nicht eher aufhören, ehe Ste nicht seinem Gesichtskreise entzogen sind. Gegen Abend des folgenden Tages fand sich eine fleine Gesellschaft auf dem Bahnhof ein, um dem Doktor Waldow bis zum Nord- Süderpreßzug das Geleit zu geben. Es war die Familie Heinroth und Frtz und Felicia. Frizz blickte ihn verwundert an:" Das kommt ja ge= rade so heraus, als wenn der Doktor einer Gefahr entronnen ist, Herr Justizrat." it die Gru es standen lan." Der berflog n lann feine " Das ist ja auch tatsächlich der Fall", versetzte der Justizrat letse.„ Ich kann Ihnen im Vertrauen mittel-, len, daß das Damoklesschwert des Gesetzes schon wieder einmal über seinem Haupte schwebte." Der Doktor war sehr ernst, man merkte es thm an, welcher Kraftanstrengung es von seiner Sette bedurfte, um sich den Trennungsschmerz nicht zu sehr merken zu lassen. Emmt teilte seine Empfindungen, und nur die übrigen suchten durch Scherz und Heiterkeit eine ver= gnügte Stimmung hervorzubringen. Errich tedienftete Eisenbahn neuerdings fanstalten Derartigen Berwaltun Eine folche of in Be des Trin Speisen a waltung h aufmerffan artgelegentl en Mittag feln) zu 35 der Preis Also hat man ihn immer noch im Verdacht?" " Immer noch ist nicht ganz richttg. Es ist vielmehr ein neuer Verdacht. Und Ste wissen, daß schon oft Leute, dte man aus der Untersuchungshaft entlassen hatte, zum zweiten Male verhaftet worden sind. Es ist da eine gewisse Strömung von Beamten, von denen Herr von Bardekow nur ein einziges Mitglied ist, die durchaus dem Doktor etwas am Zeuge flicken möchten. Er hat sich eben durch sein damaliges Verhalten zu verdächtig gemacht. Unter uns gesagt, glaube ich auch, daß er uns noch etwas verschweigt. Ich habe ihn deshalb schon ein paarmal vorsichtig sondtert, aber es ist nichts aus ihm herauszukriegen, er bewahrt es fest in seinem Busen. Wir müssen uns hier ganz auf den weiteren Gang der Untersuchung verlassen." Dann tamen die letzten Abschiedsworte, einige Küsse des Brautpaares, nochmaliges, allseitiges Händedrücken, Tücherschwenken und ruhig rollte der glänzende Zug zur Bahnhofshalle hinaus Als er ihren Blicken entschwunden war, atmete der tehend aus bstet. Gine bird fitr 10 fennig und halbes Liter folgt. Million Fch verwege der den Ti rößte Auff Mittelmeer Pret Wagg Säter hatter waren von den vermiß nen Often Gendungen lift. Unb fhaft in S Ia fiert. Die den Diebst meitverzwe Frizz erzählte dem Justizrat von den neuesten Mutmaßungen Bardekoms. Der alte Herr hörte aufmerksam zu und sagte, als der Bericht beendet war, entrüstet:„ Das ist doch geradezu eine Gemeinheit! Nur ein oberflächlicher Beobachter kann zu diesem verleumderischen Schluß kommen. Wobet allerdings als Entschuldigungsmoment für diese Menschen hinzukommt, daß sie Ihren Herrn Vater nicht gekannt haben. Da kann es ja den Anschein haben, als wenn der Herr Kommissar hier auf der richtigen Spur tst. In Wahrheit zeigt er aber sich recht unfindig. Nach meiner Meinung ist die Sache mit dem Zettel weiter nichts als eine sehr schlaue Finte." Der artiges Sch tem Satz ge als wenn Autrch ein f Gio Itegt di " Wer " Das ßten wi Tan, der n Ger." Frau S Wagen auf Frittzrat fti gebeten hatt bend in fei Friz br las fie fich Möchte Blan Du n lek?" bat e Einen baren nur en Bater fa or irgend e Danen Vater Dejen deen mk pradhit. Em, die Ber Auten?" Ich glau Sehr rid late ein In es gewefen Frit fab Ben? er wohlha en der l für die en Belde nad verspielf In dem r Regents t worden, Gesamt die Hände t. Seit ets wird, der mifonierenBurmb vers 1. Januar nes fünfti überfielen Bostmeister . aus der ommen. ergemegelt. ertum zu Militärauf einer mg imter ina begrife orden. der Flens Kinder dea fowie 15 um in Cas tigkeit des ionen mit regen statt, Sache benämlich ein Schwestern. te: 3wet e 16 Jahre fühlten sich ig sehr unre Erzieh Als sie den sverlacht. g ihr Leben ren die Elvendet war, ch ein Gutder beiden erzte gaben mliche Geeten drin stellten Ste Intrag, die Geburtsre igspräsident er und auf er vermerft . und Gerviledi endi ird, hat die ge bet dem wischen vergabe zurückProzeß, der schleppt hat, ige, vielum halten. in der„ Alim Autoerkehrsleben in den anute pflegen namentlich en werden. müssen, so gefchafft, auf zum Markte ig zurückkeh reien in dem Verkehr mit rzlich stattge Gesellschaft r ein kleines ne merkwür erfwlirdigere urz auf einen hte obere Lid während die herleichtert: tommt ja geGefahr ent versette der Frauen mittet schon wieder erdacht?" & ist vielmehr hon oft Leute, en hatte, zum ft da eine ge en Herr von die durchaus chten. Er hat zu verdächtig h, daß er uns halb schon ein nichts aus ihm ren Gang der einem Bufen. neuesten Mutund fagte, als ft doch geradeer Beobachter Tuß fommen. ment für diefe rn Vater nicht ein haben, als richtigen Spur unfindig. Rod Bettel weiter bis auf eine ganz schmale Brücke am äußeren Augenwinkel abgertffen worden. Das Lid hing ganz lose herab und war, als die Kleine dem Arzte zugeführt wurde, bereits etwas geschrumpft. Troßdem wurde das Lid wieder angenäht; es rollte sich aber dermaßen nach außen, daß die kleine Patientin ganz entstellt aussah. In der Folge mußten dann noch zwet operative Eingriffe vorgenommen werden, durch welche die narbig geschrumpfte Haut des Lides verlängert wurde. Es ge lang auf diese Weise, nicht nur das Augenlid zu erhal= ten, sondern auch eine Entstellung zu vermeiden. Das Auge fann dabet mühelos geschlossen und geöffnet wer= den. Eine Frau mit fünf Männern. Die Neuyorker Zeitungen bringen einen Gerichtsbericht, nach dem eine Frau Klara Roach in Baltimore eingestanden hat, fünf Männer zu besigen. Das Gericht nimmt sogar an, daß die sehr schöne 45jährige Frau deren noch mehr hat. Sie erklärte dem Staatsanwalt, sie wolle allen ihren Männern gegenübergestellt werden. Zwei davon waren bereits an Gerichtsstelle. Frau Noach rechtfertigte fich folgendermaßen:„ Ich habe leider vergeblich gesucht, einen Geist zu finden, der mit dem meinigen übereinstimmte. Ich würde noch weiter gesucht haben, wenn man mich feßt nicht leider ins Gefängnis gesteckt hätte." Ihr letter Mann, Roach, rief, als er vor thr stand: Also Du wußtest, daß Du ein Verbrechen begingst, als Du Dich mit mir verheiratetest?" Die Gefangene antwortete: Nein, das wußte ich nicht, sondern ich habe bet allen meinen Trauungen auf die Frage des Prtesters, ob ich den Mann an meiner Seite haben wollte, geantwortet: Ich will." Frau Roach hat dem Staatsanwalt ganz offen die genauen Adressen ihrer fünf Männer mitgeteilt, von denen vier auch gefunden worden sind. gustav nagel als„ Barfußtänzer". Den Naturmen schen gustav nagel konnte man dieser Tage in Chemnig t. S. als„ Barfußtänzer" bewundern, und das kam so: Gleichzeitig mit dem Vortragsabend gustav nagels in der Linde" hielt in einem anderen Saale des gletchen Etablissements der Chemnizer Naturheilverein I fein 43. Stiftungsfest mit Ball ab. Man lud gustav nagel ein, an der Festlichkeit teilzunehmen; er kam der Einladung gern nach und beteiligte sich auch mit großem Vergnügen am Tanz, wobet er recht geschickt Rundund Kontertänze mit bloßen Füßen tanzte. Ein legter Gruß aus den Lüften. Eine feltene Ehrung wurde am Sonnabend dem kürzlich verunglückten Aviatiker Pietschker bet seiner Betseßung in Potsdam zuteil. Als sich der Trauerzug auf dem Wege nach dem Kirchhof befand, erschien in den Lüfter ein Zweidecker, der sich bald im Glettflug senkte und den Trauerzug begleitete. Der Doppeldecker, der an seiner Spize einen Trauerwimpel trug, überflog dann den Kirchhof und fein Pilot warf aus einer Höhe von 50 Metern einen Lorbeerkranz in dem Augenblick nieder, als der Sarg in die Gruft gesenkt wurde. Auf der Schleife des Kran= zes standen die Worte:„ Letter Gruß aus dem Aeroplan." Der Insasse des Aeroplans, der Aviatiker Witte, überflog noch einige Male die Grabstätte und nahm dann seinen Kurs nach Teltow zurück. Errichtung billiger Speiseanstalten für Eisenbahnbedienstete. Wte wir erfahren, kommt die Fürsorge der Eisenbahnverwaltung für das Wohl ihrer Bediensteten neuerdings bet der Errichtung besonders billiger Speiseanstalten auf größeren Bahnhöfen zum Ausdruck. Derartigen Veranstaltungen soll die Unterstützung der Verwaltung in geeigneten Fällen stets zuteil werden. Eine solche Anstalt ist am Schlesischen Personenbahnhof in Berlin errichtet worden. Unter Ausschaltung des Trinkzwanges sollen dort außerordentlich billige Speisen aller Art geliefert werden. Die Eisenbahnverwaltung hat auf diese Wohlfahrtseinrichtung besonders aufmerksam gemacht und den Besuch den Bediensteten angelegentlichst empfohlen. In der Speiseanstalt wird ein Mittagessen( Suppe, Gemüse, Fleisch und Kartoffeln) zu 35 Pfennig verabfolgt. Ohne Suppe stellt sich der Preis auf 30 Pfennig, während eine Portion, bestehend aus Gemüse und Kartoffeln, nur 13 Pfennig toftet. Eine große Tasse Kaffee mit Zucker und Milch wird für 10 Pfennig, eine große Tasse Milch für 7 Pfennig und eine Tasse Kakao für 15 Pfennig und ein halbes Liter Bier ebenfalls für diesen Preis verab= folgt. Millionen- Poftraub in Frankreich. Ein ungewöhn= lich verwegener Raub, der durch den enormen Wert der den Tätern in die Hände gefallenen Beute das größte Aufsehen erregt, wurde in einem Postzuge der Mittelmeerbahn zwischen Lyon und Marseille verübt. Dret Waggons wurden erbrochen und beraubt. Die Täter hatten die oberen Wagenfenster eingedrückt und waren von der Decke aus ins Innere gelangt. Unter den vermißten Bostsäcken sind für Indien und den fernen Osten bestimmte deutsche, englische und belgische Sendungen, deren Wert sich auf mehrere Millionen beläuft. unberührt wurden die für die französische Botschaft in Konstantinopel bestimmten Postsäcke Itegen gelaffen. Die Untersuchung ist dadurch erschwert, daß man den Diebstahl erst spät entdeckte. Es scheint sich um eine weitverzweigte Bande zu handeln, die über den Inhalt Der Justizrat fuhr fort:„ Es liegt da ein bösartiges Schelmenstück vor. Der, der jenen unvollendeten Satz geschrieben hat, wollte den Anschein erwecken, als wenn Ihr Herr Vater den geschrieben hätte, um dadurch ein für alle Mal frei von jedem Verdacht zu sein. So Itegt die Sache für mich." „ Wer aber sollte es geschrieben haben?" „ Das ist natürlich der Haken. Um das zu wissen, mitßten wir erst wissen, wer das gestohlene Geld hat. Nun, der wird sich schon noch verraten, darauf baue ich ficher." Frau Heinroth und Tochter warteten bereits am Wagen auf die langsam nachkommenden Herren, und der Justizrat stieg zu ihnen, nachdem er vorher noch einmal gebeten hatte, Friß und Felicia möchten den Silvesterabend in seiner Familie verleben. Friz brachte Felicia nach ihrem eleganten Heim, das sie sich nach Verlassen jener Pension gemietet hatte. „ Möchtest Du mir nicht endlich sagen, was für einen Plan Du nach fener spiritistischen Sizung gefaßt hattest?" bat er. " Einen Plan meinte ich nicht", erwiderte sie.„ Es waren nur ein paar Gedanken. Jener Mensch, der Detnen Vater sagen ließ:„ Ich bereue!" scheint mir nämlich von irgend einer Seite inspiriert gewefen zu sein, um Deinen Vater zu verdächtigen. Das deckt sich ganz mit diesen Ideen des Herrn v. Bardekow, von denen Du zu mir sprachst. Welches Interesse hatte nun jener Mensch daran, die Verfolgung der Spur nach dieser Richtung zu lenten?" " Ich glaube, gar keins." " Sehr richtig. Aber der, der ihn vorher instruierte, batte ein Interesse daran. Und das kann niemand anders gewesen sein als Assessor Mallmiz." Friz sah sie betroffen an. Wann sollte er das getan Baben?" der einzelnen Briefsäcke gut unterrichtet gewesen zu sein schetnt. Die Rache des abgewiesenen Freiers. Zu der schon gemeldeten Schreckenstat des HausJehrers Matkowitsch, der in Wien die Tochter und die beiden Söhne des Seftionschefs im Justizministerium Frhru. v. Holzknecht und dann sich selbst erschoß, werden noch folgende Einzelheiten berichtet: Dr. Matkowitsch war sechs Jahre lang Hauslehrer in der Familie des Sektionschefs. Er hatte am vergangenen Sonnabend um die Hand der vierundzwanzigjährigen Tochter des Sektionschefs Marie, die Lehrerin war, angehalten. Eeftionschef von Holzknecht wies ihn aber mit den Worten: Sie sind noch zu fung, der Altersunterschied zwischen Ihnen ist zu groß in der freundschaftlichsten Weise ab. Dr. Matkowitsch durfte aber der. Plan zur Tat schon vor einigen Tagen gefaßt haben, denn am Mittwoch faufte er einen großen Brow= ningrevolver. Während er sonst jeden Tag zwischen 6 und 7 Uhr dent iüngsten Sohne Georg, der Gymnasialschüler ist, Unterricht erteilte, telephonierte er am Donnerstag, daß er schon um 4 Uhr nachmittags kommen werde. Einige Minuten vorher hatten der Sektionschef und feine Frau die Wohnung verlassen. Wie gewöhnlich, öffnete das Stubenmädchen die Tür. Ohne die geringste Erregung fagte Dr. Matfowitsch guten Tag" und ging direkt in das Zimmer Georgs. Der junge Mann saß an einem kleinen Tischchen, vor sich eine Mathematif= buch, mit dem Rücken zum eintretenden Hauslehrer. Matfowitsch muß ohne ein Wort des Grußes an der Türschwelle die Pistole gezogen und sofort Georg von Holzknecht von rückwärts erschossen haben. Er traf ihn in den Hinterkopf. Die Kugel drang dem unglücklichen Jüngling bei der Nasenwurzel wieder hinaus und schlug in eine Wand. Er sank tot im Sessel nieder. Rechts vom Zimmer Georgs lag das Zimmer seiner Schwester Marie. Marie von Holzknecht muß im Augenblick, da der Schuß fiel, beim Bett mit ihrer Toilette beschäftigt gewesen sein Als sie die Detonation hörte, riß sie den Vorhang vor ihrem Bett zurück und stürzte in das Zimmer ihres Bruders. Sie hatte feine zwei Schritte getan, als sie eine Kugel Matkowitschs in den Mund traf. Sie fant sofort tot zu Boden. Links vom Zimmer des ersten Opfers liegt das Gemach des ältesten Bruders Robert von Holzknecht Er saß bei einem kleinen Toilettentischchen und rasterte sich. Er hat vielleicht auch den Versuch gemacht, sich auf den Mörder zu stürzen. In der offenen Tür traf ihn eine Kugel in die rechte Lunge. Robert von Holzknecht stürzte weiter dem Ausgang zu; Matkowitsch schoß ihm nach, der Schuß streifte ihn an der Itufen Gesichtshälfte. Eine dritte Kugel verletzte Robert von Holzfnecht am Oberschenkel. Im Zimmer setnes ersten Opfers begina Matkowitsch Selbstmord, indem er sich in die rechte Schläfe schoß. Robert von Holzfnecht lief noch auf den Korridor und schrie um Hilfe. Das Stubenmädchen und Polizeibeamte trafen ihn bet vollem Bewußtsein an. Sein Zustand ist hoffnungslos. Als man Ritter von Holzknecht in das Zimmer führen mollte, wo seine Kinder lagen, schrte er: Räumt die Leichen weg, ich will meine Kinder so im Gedächtnis ha= ben, wie ich sie gestern bet meiner silbernen Hochzeit fah." Berichte vom Kriegsibauplatz. Nach mehrtägiger Pause Itegen heute wieder einmal einige Meldungen vom türkisch- italienischen Kriegsschauplatze vor. Die Berichte entstammen fetts italtenischen, teils türkischen Quellen und lauten günstig so= wohl für die eine als auch die andere friegführende Partet. Der italienische Bericht meldet, daß der türkische Kommandant in Tripolis den Arabern gestattet habe, sich abzulösen und in ihrer Heimat die Felder zu bestellen. Ein Mann, der von der tunesischen Grenze fam, erzählte, daß er Handelskarawanen ge= sehen habe, die nach dem Landinnern zogen oder dorthim tamen und Lebensmittel transportierten. Unter den Arabern soll große Unzufriedenheit herrschen, da sie von der Feldarbeit abgelenkt und zum Kampfe ge= zwungen werden sollen. Wenn sie sich widersetzten, würden ihre Haustiere getötet und ihre Saaten mit Beschlag belegt werden. Gleichzeitig wird versichert, daß viele Araber ihre Waffen an Eingeborene von Tunis verkaufen. Der türkische Kriegsbericht lautet: Frettag nachmittag verließ die feindliche Flotte den Ha fen von Tripolis. Unsere Truppen benutzten die Gelegenheit, die jüngst von den Italienern wegen der Ueberschwemmung gewählte Position bet Bumiliana plöblich anzugreifen. Die Jtaltener wurden im Bafonettkampf zurückgeworfen. Ste hatten über 400 Tote und Verwundete. 23 Soldaten und ein Offizier wur den gefangen genommen. Wir verloren 130 Mann und erbeuteten 70 Gewehre und schoben unsere Linien derart vor, daß wir hoffen, die Stadt zu erobern, wenn das schlechte Wetter die italienische Flotte andauernd fernhält. " Ich sah ihn vor der Sizung eine ganze Weile mit fenem blassen Herrn sprechen. Und den Grund zu seinem Verhalten kann ich mir wohl denken. Frizz, er haßt Dich!" „ Mich? Weshalb?" Weilweil er mich Dir entreißen möchte!" Friz mußte kurz auflachen.„ Woraus schließt Du das?" ,, Hör zu: Heut hab ich endlich feststellen können, von wem immer die rätselhaften Blumenspenden waren, die ich in der letzten Zeit so verschwenderisch erhalten habe. Ste tamen von ihm!" Fritz ließ einen pfeifenden Ton hören. ,, und heute schickt er mir ganz dreist zwet Karten zum Juristenball- für Dich und für mich!" „ Was das für eine ungezogenheit tst", erklärte Friß.„ Wenn wir beide das Fest mitmachen sollen, hätte er doch die Karten an mich und nicht an Dich schicken müssen." „ Freilich! Was mag sich dieser Mensch nur denken?" „ Man muß sich diesen Burschen mal kaufen!" stieß Frizz erregt hervor. " Friz, um Gottes Willen, nur keinen Eflat!" Friz lachte gutmütig.„ Hab nur keine Angst! Wenn ich mit ihm zusammentreffe, werde ich ihm ganz ruhig meine Meinung sagen und so talt dabet bleiben, daß thm hoffentlich ein für allemal die Lust zu weiteren Scherzen mit Dir vergehen wird." Fritz war in der Tat ein viel zu gesetzter Mann, als daß er es auf einen wirklichen Skandal mit Mallmiş abgesehen hätte. So etwas widerstrebte seiner im Grunde friedlichen Kaufmannsnatur. Nachdem er sich von seiner Braut verabschiedet hatte, ging er in ein Weinrestaurant und setzte sich still in eine Ecke, um über seine Lage nachzudenken. Er hoffte in zwei Monaten wieder drüben bet seiner Arbeit zu sein, Schwere Brandtatastrophe. Ein schweres Brandunglück hat sich am Sonntag morgen in der Stadt Sangerhausen ereignet. Bei dem Brande der dortigen Malzfabrik kamen zwei Feuerwehrleute ums Leben und zwet andere erlitten schwere Verlegungen. Der Brandschaden ist bedeutend. Ueber das Unglück wird uns folgendes gemeldet: X Sangerhausen, 20. November. Gestern morgen gegen 5% Uhr bruach in der Aktien- Malzfabrik Sanger. hausen Feuer aus. Die gewaltige Fabrikanlage mit thren drei großen fünfstöckigen Haupt- und mehreren Nebengebäuden wurde in wenigen Stunden fast voll ständig eingeäschert. Branddirektor Ludwig und Brandmeister Tack kamen bei den Löscharbeiten ums Leben. Schornsteinfeger Brandt wurde am ganzen Körper so schwer verbrannt, daß er kaum mit dem Leben davon= kommen dürfte. Schornsteinfegermeister Ernst erlitt eine schwere Rauchvergiftung, ein Korbmachermeister wurde durch eine umstürzende etferne Leiter am Kopfe erheblich verletzt. Etwa hunderttausend Zentner Malz und Gerste sind verbrannt. Der Brandschaden beträgt etwa zwei Millionen Mart. Sangerhausen, 20. November. Die Entstehungsursache des verheerenden Brandes, der auf einem der zwölf Malzböden zum Ausbruch fam, ist noch nicht festgestellt. Das Feuer hat bis jetzt drei Opfer gefordert, da im Laufe des gestrigen Nachmittags Schornsteinfe germeister Brandt seinen schweren Verlegungen erle= gen ist. Außerdem wurden 22 Menschen teils schwer, feils leichter verlegt; einige davon liegen hoffnungslos darnteder. Dem Brande ist für 800 000 Mart Ware zum Opfer gefallen. Kirchenbrand in Münster. Sonntag abend geriet die altehrwürdige Martinifirche in Münster, die erst vor kurzem mit einem Aufwand von mehreren hunderttausend Mark vollständig restauriert worden war, in Brand. Das Feuer wittete spät abends noch fort. Der Turm ist eingestürzt. Meh rere Häuser der Nachbarschaft sind in Brand geraten. Der Brand erhellte die ganze Stadt. Inzwischen ist der Brand lokalisiert worden. Ein Telegramm meldet uns dazu: Münster, 20. November. Der Brand ist nunmehr lokalisiert. Der Turm ist vollständig ausgebrannt. Ein weiteres Umsichgreifen auf die Kirche erscheint ausgeschlossen. Außer den bereits erwähnten Häusern sind teine mehr in Brand geraten. Alle Wertsachen und Geräte aus der Kirche sind in Sicherheit gebracht worden. Münster, 20. November. Es wird vermutet, daß der Brand durch die Unvorsichtigkeit einer der Leute, die gewöhnlich mit offenem Licht den Turm zum Läuten betreten, verursacht worden ist. Kurz nach 8% Uhr bemerkte man im unteren Turm einen kleinen Feuerschein und gegen 9 Uhr brannte bereits der Gtebel des Turmes lichterloh. Durch Funkenwurf wurden dret Häuser in der Nachbarschaft eingeäschert. Gegen 10 Uhr stürzte das Turmgebält mit den Glocken in fich zusammen. Die Aufgabe der Feuerwehr und des Militärs bestand darin, das Kircheninnere zu retten was nach großer Anstrengung auch gelang. Drabtnachrichten und neuestes. Der Kaiser auf der Reise nach Baden. Berlin, 20. November. Der Kaiser ist gestern abend 10 Uhr 55 Minuten nach Baden und Donaueschingen abgereist. Termin für die bayerischen Landtagswahlen. 0 München, 20. November. Die Landtagswahlen sind auf den 5. Februar anberaumt worden. Anshebung eines Verbrechernestes. 0 Göln, 20. November. In der Nähe von Borken stöberte die Polizei eine fünstliche, 25 Meter lange Höhle auf, die in einen 30 Quadratmeter großen Raum endete. Hier hatten eine Anzahl Straßenräuber Unterschlupf gefunden. Als die Polizei fam, feuerten die Verbrecher mehrere Schüsse auf die Beamten ab, von denen einer schwer verletzt wurde. Hierauf gaben die Polizisten Feuer, wodurch drei Verbrecher fampfunfähig gemacht wurden. Dann ergaben sich die Diebe. Unter ihnen befand sich der langgesuchte Mörder des Polizisten Ellermann in Herzebrock sowie fener Stra Benräuber, der jüngst einen Holländer niederschlug und ihn beraubte. Massenvergiftung durch Pilze. - Paris, 20. November. In Trevaur erkrankt eine Gesellschaft von 27 Personen nach dem Genusse gif= tiger Pilze, die sie in einem Hotel zu sich genommen An hatten. Sieben Personen sind bereits gestorben. dem Aufkommen von 13 anderen wird gezweifelt. Präsident Taft leicht erkrankt. Washington, 20. November. Präsident Taft ist durch eine starfe Erkältung an das Zimmer gefesselt. Die Aerzte erklären den Zustand als ungefährlich, haben aber Vorsicht empfohlen. und zwar an der Seite seiner Felicia. Er war nichts weniger als sentimental, Itebte keine Ueberschwenglichkeiten und schien deshalb, wenn er mit ihr zusammen war, dem oberflächlichen Beobachter ziemlich fühl. In Wahrheit liebte er sie tief und malte sich die Zukunft, wo sie immer in seiner Nähe sein würde, rosig aus. Ste waren sich beide gleich innig zugetan und paßten ausgezeichnet zueinander. Er hatte eine glänzende Stellung und sie ein großes Vermögen, kein Wölfchen trübte thren fernen Lebensweg wenn es nicht dieser dunkle Schatten war, den man jetzt auf den Charakter seines Vaters werfen wollte. Nein, das fonnte nicht so bleiben! Er mußte das Geheimnis noch ergründen, ehe er wieder hinüberfuhr. Und er vergegenwärtigte sich den stolzen Wahlspruch der Stadt Chikago Ich will!" Ja, ich will Licht in die Sache bringen, sagte er sich und ballte die Fäuste. - Plötzlich hörte er von einem durch eine Holzwand von seinem Sig getrennten Tisch eine laute unterhaltung, die ihn unwillkürlich fesselte. Kein Zweifel, man hatte seinen Namen genannt. Er lauschte aufmerksam hin und erkannte, daß von der Mordtat gesprochen wurde. Und es waren jedenfalls Juristen, die dort den Fall erörterten, denn man erwog thn sachlich von allen Seiten und nach allen Richtungen. Die frischen, jugendlichen Stimmen ertönten furz und bestimmt, über allen aber schwebte eine, die ihm sehr bekannt war. War das nicht die des Assessors Mallmiz? Die gleich darauf gebrauchte Anrede bestätigte seine Vermutung. ,, Sie meinen also, Mallmiz", fragte einer der Herren, daß der Alte da selbst seine Hand im Spiele gehabt habe?" ( Fortsetzung folgt.) Palmona S PALMIN Mutter und Kinder kennen die Vorzüge von Palmin( Pflanzenfett) und Palmona( Pflanzen Butter Margarine) als Speifefett und als Brot aufftrich. Diefe Produkte find von abfoluter Rein heit, leicht verdaulich( kein Aufftoßen, kein Sod brennen!), fehr preiswert und gänzlich frei von terischen Fetten. 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