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Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Herausgeber: Albin Klein& Otto Fischer. Nr. 44. Telephon: Nr. 362. Heimarbeiter- Hoffnungen. Fräulein M. Behm, die Vorsitzende des Gewerkvereins christlicher Heimarbeiterinnen und bekannte Vorkämpferin des Heimarbeiterschutzes, widmet dem am 12. Januar in Berlin veranstalteten Heimarbeitertag in der Sozialpolitischen Rundschau einen längeren Rückblick, der in dem Gedanken gipfelt: Ohne Lohnschutz kein Heimarbeiterschuh. Mit dem Verlauf und dem Eindruck des Tages ist die Verfasserin durchaus zufrieden. „ Und der Erfolg? Den wird erst die Zukunft klar erkennen lassen", schreibt sie zum Schluß.„ Aber selbst, wenn das Hausarbeitsgesetz die sehnlich erwünschten Lohnämter noch nicht in der Form bringen sollte, wie die Tagung sie erhoffte, irgend eine Art von Lohnschutz kann nach dieser machtvollen Kundgebung kaum aus= leiben. Vertreter des Reichskanzlers, des Reichsamtes des Innern, des preußischen Handelsministeriums, der württembergischen und der badischen Regierung, des Magistrats von Berlin, Professoren wie Schmoller, Herkner, Sombart, die gesamte Gewerbeinspektion, außer ordentlich zahlreiche Reichstagsabgeordnete und 18 Unternehmerverbände waren zugegen. Sollten diese alle die oft so schlicht und bescheiden geschilderte Not umsonst fennen gelernt, sollten sie die mancherlei Beleuchtungen der Gesetzesparagraphen aus dem praktischen Leben heraus umsonst angehört haben? Wir glauben es nicht. Der Heimarbeitertag wird für manchen Kommissions beschluß, der erneuten Angriffen ausgesetzt war, Siegel geworden sein. Er wird mancher Kann- Vor schrift zum„ Muß" verhelfen. Er möge auch dazu beitragen, daß die Hauptfrage der Heimarbeitreform, die Lohnregulierung, so oder so von der Gesetzgebung in Angriff genommen werde, allen zu Nutz, den deutschen Heimarbeitern aber zu wirksamer Hilfe." Aus Stadt und Land. das Gießen, den 21. Februar. *) Maut und Klauenseu ch e. Als verseucht gelten zurzeit alle östlich der Elbe gelegenen Gebietsteile des Deutschen Reiches. Neue Ausbrüche der Seuche sind gemeldet aus: 1. Hummendorf, Bezirksamt Kronach, Regierungsbezirk Oberfranken; 2. Kreuzwald, Kreis Bolchen, Bezirk Lothringen; 3. Buschhütten, Kr. Siegen, Regierungsbezirk Arnsberg; 4. Gültlingen, Oberamt Nagold, Württemberg. * Gießen. Im Jahre 1910 wurden an der Landesunversität promoviert 2 Lizentiaten der Theologie, 16 Doktoren der Rechtswissenschaft, 50 Doktoren der Medizin, 96 Doktoren der Tierheilkunde und Doktoren der Philosophie. 52 (*) Gießen, 20. Febr. Am Sonntag veranstaltete die Schule für höheres Klavierspiel von Minna Körner ein Konzert in der großen Aula der Universität. Ausführende waren die fortgeschritteneren Schüler der Schule unter Mitwirkung von Math. Petri aus Frankfurt a. M.( Gesang) und Renzo Giulini( Cello). Trotz der vielen und mannigfaltigen Konzerte und Veranstaltungen, deren sich unsere Stadt in den letzten Wochen zu erfreuen hatte, war der Saal gut besetzt- was der Ertrag in Anbetracht des wohltätigen Zweckes des Konzertes ist für die beiden hiesigen Schwestern: häuser bestimmt- doppelt freudig zu begrüßen war. Mit Interesse und Beifall lauschte man den musikalischen Darbietungen. Das reine, technisch gut ausgearbeitete Spiel, der fein nuancierte Anschlag, die überaus sorgfältige Tonbildung legten Zeugnis ab von dem Ernst und der Gediegenheit des Unterrichts. Von falschem Pathos und Effekthascherei war ebensowenig zu merken, wie von trockenem, rein schulgemäßem Herunterspielen. Man merkte es dem Spiel an: hier war dem Studium jedes einzelnen Stückes ein sorgfältiges Sichvertiefen in den Geist der Komposition vorausgegangen. So hatte eine man denn um nur einiges hervorzuheben reine Freude an Bach's edlem Es- moll Präludium, an Chopin's schwermütig- graziösem Larghetto aus dem moll- Konzert, an Schubert's brillantem Impromptu, an Weber's Rondo und Mendelssohn's reizendem Scherzo. Das Programm war gut zusammengestellt und reichhaltig, leider müssen wir es uns versagen, aul je= des einzelne Stück einzugehen. Erwähnt sei noch das sehr interessante Col nidrei für Cello und Klavier von M. Bruch, das von den Herren Renzo Giulini und Curt Blumenau wirkungsvoll vorgetragen wurde. Col nidrei( ,, alle Gelübde") sind die Anfangsworte hebräischen Gebetes, mit welchem der jüdische Versöhnungstag in der Synagoge eingeleitet wird. Frl. Math. Petri sang mit sehr sympathischer, gutgeschulter und - eines der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer des Großherzoglichen Polizei- Amtes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Dienstag den 21. Februar 1911 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Naum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Gesamtleitung: Albin Klein. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. wohllautender Stimme 2 Lieder von Schumann und Darmstadt. Die Landwirtschaftskammer für eine Ariette von Beethoven. Den Schiuß bildete, phan öffentliche Versammlung ab, in der Dr. Hamann- DarmHessen hält am 28. Februar in Friedberg eine tastisch genial, in allen Farben sprühend und funkelnd, stadt im Hotel„ Drei Schwerter" einen Vortrag über Schumann's Carnaval, der von Herrn Curt Blumenau " Fortschritte auf dem Gebiete des Getreidebaues und Ermit bewundernswerter Technik und vollendet künstleri- fahrungen auf dem Gebiete der Saat und Pflege der schem Schwung gespielt wurde. Hackfrüchte“. Ebba Sch. *) Gießen. Der zweite Familienabend des Ev. Bundes wird am Sonntag in Steins Garten abgehalten. Der Ev. Kirchengesangverein hat seine Mitwirkung zugesagt, außerdem hält Oberlehrer Schmoll einen Vortrag über:„ Freiherrn von Stein". -sch Ehringshausen( Kr. Wetzlar). Die Inneneinrichtung des Kaiserin Augusta- Viktoria- Hauses stellt höhere pekuniäre Anforderungen, als bisher angenommen wurde. An Zuwendungen gingen von der Frauenhülfe hier 100 Mt. ein. Von außerhalb erhielt der Vorstand eine Gabe von 1000 Mt. und 2000 Mt., deren Geber nicht genannt sein wollen. * - Weilburg. Der Einbrecher, der im hiesigen Kreishause eine Kassette mit 2100 Mark in Bar und Wertpapieren gestohlen hatte, hat diese Kassette mit sämit lichen Wertpapieren von Frankfurt a. M. aus an den die Kasse verwaltenden Kreisausschuß- Assistenten zurückgesandt. In Barem hat der Einbrecher nur 85 Mark erbeutet. Der Einbrecher ist der Sohn eines am Landratsamt angestellten Subalternbeam= ten, ein junger Mann von zirka 20 Jahren, der das Gymnasium bis Obersekunda besucht hat. Schon längere Zeit trieb er sich vagabondierend in der Welt herum und bereitete seinen Eltern dadurch viele Sorgen. Er hat sich seines Raubes nicht lange erfreuen können. Er wurde in Homburg verhaftet. Darmstadt. Eine neue, recht schlimme Enttäuschung haben die letzten Wochen vielen hessischen Lehramtsreferendaren dadurch gebracht, daß jetzt die preuBische Regierung ihre höheren Lehranstalten fast ausnahmslos den hessischen Bewerbern verschließt. Man erklärt dies dahin, daß Preußen für die aus dem eigenen Lande zu erwartenden Anwärter genügend Stellen of= fen halten will, um nicht auch in die gleiche Gefahr der Ueberproduktion an höheren Lehramtskandidaten wie Hessen zu geraten. -m- Wetzlar, 20. Febr. Am Sonntag wurde im Schleusenkanal eine bereits stark in Verwesung übergegangene männliche Leiche aufgefunden. Aus den Papieren wurde festgestellt, daß es sich um den Friseur Schick e l= Niederfelters handelte. Der noch in jungen Jahren stehende Mann hat wahrscheinlich aus Angst vor -pt- Homberg. Ein scharfer Zusammenstoß zwiBestrafung sich das Leben genommen, da ein Verfah- schen dem neuen Bauernbund und den Anhängern des ren wegen Bedrohung gegen ihn schwebte. Abgeordneten Liebermann von Sonnenberg fand am 13. Februar im nahen Verna statt. Von beiden Seiten waren die Anhänger zahlreich, über 300 Mann, erschie= nen und es lag von vornherein Kampfesstimmung in der Luft. Generalsekretär Hestermann vom liberalen Bauernbunde versuchte sein Programm zu entwickeln, wobei er seine eigene Persönlichkeit sehr stark in den Vordergrund schob. Lebhafter Widerspruch machte sich bemerkbar, gleichzeitig konnte Herr Hestermann über= haupt nicht weitersprechen und die Erregung gegen ihn wurde schließlich so stark, daß er seine Versammlung schloß, bevor er seinen Vortrag beendet hatte. Dann nahm Herr Generalsekretär Henningsen von der deutschsozialen Partei das Wort und erklärte, daß für den Abend auch eine deutsch- soziale Versammlung angemeldet sei. Er bäte Freunde und Gegner dazubleiben und sich seinen Vortrag anzuhören. Auch Herrn Hestermann, der fortgehen wollte, bat er zu bleiben, um sich zu verteidigen. Generalsekretär Henningsen fand für seine Ausführungen gegen den Bauernbund und für die Empfehlung des Herrn Liebermann von Sonnenberg anhaltenden, stürmischen Beifall. Die Versammlung fiel schließ= lich, obgleich auch noch Herr Hestermann sprach, so ungünstig für den neuen Bauernbund aus, daß die nachstehende Entschließung einstimmig angenommen wurde: „ Die heute, 13. Februar 1911, in Verna nach vorzeitiger Beendigung der liberalen Bauernbundsversammlung stattgefundene öffentliche Versammlung der Deutsch- sozialen Partei spricht nach Anhörung des liberalen Bauernbundredners Schloßbesitzer Hestermann, sowie des deutsch- sozialen Redners Generalsekretär Henningsen ihre schärfste Mißbilligung über die Kandidatur Hestermann aus. Diese Kandidatur und die Arbeit des liberalen Bauernbundes ist nur geeignet, Zwietracht und Ver= hetzung in die Kreise der bürgerlichen Wähler des Wahlkreises Frizlar- Homberg- Ziegenhain hineinzutragen. Die Versammlung ist davon überzeugt ,, daß die Tätigkeit des Herrn Hestermann und seiner Hintermänner nur in einseitiger Weise zum Schaden der gesamten ehrlich schaf= fenden Arbeit in Stadt und Land und zum Nutzen des Deshalb spekulativen Großkapitals ausschlagen wird. geloben die zahlreich versammelten Wähler ihrem bisherigen bewährten Abgeordneten Liebermann v. Sonnenberg unverbrüchliche Treue und versprechen, daß sie im bevorstehenden Wahlkampfe mit aller Kraft für ihn arbeiten werden." * Weil münster. Gelegentlich des letzten Viehmarktes trug sich folgendes heitere Stückchen zu: Kommt da ein Viehhändler aus dem Nachbarkreise mit seinem jugendlichen Sohn zum Markte, um einige Stück Vich aufzutreiben. Am Markteingang werden die Tiere, um die Einschleppung der Maul- und Klauenseuche zu verhindern, untersucht. Der Sohn des Händlers, welcher seinem Vater vorausging, wird von dem zur Beauf sichtigung des Marktes kommandierten Beamten unter Hinweis auf das Rindvieh aufgefordert, das Maul aufzumachen. Der junge Mann bezieht die Aufforderung jedenfalls auf sich und reißt zum Ergötzen der Zuschauer den Mund sperrangelweit auf. Ueber seinen Irrtum aufgeklärt, kommt er der neuerlichen Aufforderung des Beamten nach. Dann aber hält er es für besser, so schnell wie möglich von dem Schauplatz zu verschwinden. * Kassel. Um wegen des Ausfalls des Klauenviehs eine möglichst große Beschickung der landwirtsch. Ausstellung mit Pferden herbeizuführen, ist der Anmeldetermin für die Pferde bis 1. April verlängert worden. * Marburg. Dr. Böhme, unser seitheriger Reichstagsabgeordneter, der bekanntlich seinen bisherigen Wahlkreis aufgegeben hat, ist im Wahlkreis SalzwedelGardelegen vom Deutschen Bauernbund gegen v. Kröcher( f.) aufgestellt worden. * Biedenkopf, 20. Febr. Die Stelle eines Tierzuchtinspektors in Biedenkopf wird zum 1. oder 15. Juli d. Js. ausgeschrieben. Bewerber, die eine vierjährige Praxis, ein ausreichendes Studium und das nötige Tierzuchtinspektoren- Examen nachweisen können, wollen ihre Meldungen an die Landwirtschafts= kammer einsenden. * Frankfurt a. M. Der hiesige Zentrumswahlverein hat beschlossen, einen eigenen Kandidaten aufzustellen. Darmstadt, 20. Febr. Die Großherzogl. Herrschaften begaben sich gestern vormittag 8,30 Uhr im Auto nach Lich und kehrten abends 11,30 Uhr wie der hierher zurück. *) Darmstadt. Eine Vorstandssitzung des hess. Landesverbandes des Deutschen Flottenvereins beschäftigte sich mit der Gründung eines Altersund Invalidenheims für deutsche Seeleute und die im Auslandsdienste Verwendung findenden Teile des Landesheeres, sowie mit der Landeshauptversammlung in Hessen für das Jahr 1911. Diese findet am 17. September in Auerbach statt. Soziales. Frohe Gewerkschaftshoffnungen, Ichreibt die„ Hilfe" Nr. 4 1911, schöpfen die Fachblätter der beiden größten Organisationen, der sozialdemokra= tischen und christlichen Verbände, aus den Rückblicken aufs abgelaufene Jahr. Einig sind sie in der optimistischen Beurteilung der wirtschaftlichen Konjunktur und der damit zusammenhängenden Mitgliederzunahme. Die zweite Million überschritten zu haben, rühmen sich die freien Gewerkschaften, während die christlichen stolz darauf hinweisen, daß sie die 300 000 erreichten.( In Wirklichkeit beträchtlich überschritten. Red.) Wo bleiben die deutschen( Hirsch- Dunckerschen) im Wettbewerb großen Verbände? der Holzverkäufe u.= Versteigerung. Bürgermeisterei Waldgirmes: Donnerstag, den 23. Febr., vorm. 10 Uhr, Distr. Köhlerwald, Pfingstweide und Fichtenpracht. Zusammenkunft Distrikt Köhlerwald an der Atzbachergrenze. Gemeindewald Neukirchen: Donnerstag, 32. Fbr., nachm. 1 Uhr. Distr. Grube, Häuserberg u. Tannengarten. Rundschau vom Cage. Politisches. Die Englandreise des Kaiserpaares. Wie die„ NordSeutsche Allgemeine Bettung" hört, bestätigt sich die Nachicht, daß der König von England den Kaiser und die Ratserin eingeladen hat, an der Feier zur Enthüllung des Denkmals für die Königin Viktoria teilzunehmen, und daß biese Einladung dankbar angenommen worden ist. Zu dem Zusammenstoß zwischen den Konservativen und den Nationalliberalen im preußischen Abgeordnetenhause nimmt auch die„ Nordd. Allg. 3tg." das Wort, inbem sie schreibt:" Der Zusammenstoß wird von der radikaJen Presse mit tiefer Genugtuung besprochen. Sie geht dabei von der Ansicht aus, daß die Auseinandersetzung am vergangenen Dienstag mehr als ein isoliertes, aus augenblidlicher Streitlust erwachsenes Ereignis ist, und in der Tat mögen Reden im Lande, Kundgebungen in der Presse gerade in der letzten Zeit viel zur Verschärfung der Stime mung beigetragen haben. Hiernach ist es begreiflich, daß von der raditalen Presse mit wachsender Zuversicht die Prognose aufgestellt wird, daß die Reichstagswahlen eine geschlossene Front der Linken den Parteien der Rechten gegenüber sehen werden. Gleichwohl nehmen wir nicht an, daß eine solche Radikalisierung unserer Parteiverhältnisse von den Beteiligten beabsichtigt wird; denn weder die Konservativen, noch die Nationalliberalen können erwar= ten, daß sie es sein werden, denen die Ernte aus dem so tief ausgerissenen Boden zuwächst... Ueber die fünftigen Reichstagsarbeiten wird aus unterrichteten Kreisen mitgeteilt, die großen Gesetzentwürfe, die augenblicklich dem Reichstage vorliegen, werden wahrscheinlich in dieser Session nicht mehr erledigt werden. Boraussichtlich wird der Tagungsabschnitt kurz nach Pfingten geschlossen werden, dagegen wird der Reichstag noch einmal zur Herbstsession zusammentreten, in der dann die Schiffahrtsabgaben, die Reichsversicherungsordnung und die Brivatbeamtenversicherung ihre Erledigung finden. Das Arbeitskammergesez darf wohl als gescheitert be= trachtet werden. Die Strafprozeßreform und die kleineren Vorlagen dürften wohl noch in dieser Session zur Erledigung kommen. Dic Vertreter sämtlicher deutschen Landesversicherungsanstalicn traten am Sonnabend zu einer Vollversammlung zusammen. Die Versammlung beschäftigte sich eingehend mit dem von der Reichstagskommission für die Reichsversicherungsordnung gefaßten Beschluß, wonach die Ausgaben der Landesversicherungsanstalten für die vorbeugenden Heilverfahren auf sieben Prozent der Beitrags- Einnahmen beschränkt werden sollen. In einer Resolution, die einstimmig zur Annahme gelangte, wurde zum Ausdruck gebracht, daß der Kommissionsbeschluß notwendig zur völligen Aufhebung der Selbstverwaltung der Träger der Innalidenversicherung führe, sowie den maßgebenden Einfluß, der dem Ausschuß angehörenden Arbeitgeber und Arbeitnehmer auf die Verwaltung und damit die Arbeitsfreudigkeit der für die Durchführung der Invalidenverficherung so wichtigen Organe beseitige. Der nächste sozialdemokratische Parteitag wird wahrscheinlich früher als sonst zusammentreten. Mit Rücksicht darauf hat dem Vorwärts" zufolge die Kontrollkommission der sozialdemokratischen Partet verzichtet, an Stelle Singers einen neuen Vorsitzenden der Partei zu wählen und beschlossen, dem Parteitag diese Wahl vorzubehalten. St. Raphael in Toulon fand man, daß sich zahlreiche Briefe in einer Maueröffnung festgesetzt hatten. Es sind dies größtenteils Briefschaften aus dem Jahre 1895 und 1896, die von deutschen und englischen Touristen Grüße in die Heimat bringen sollten. Die Postbehörde hat ihre Weiterbeförderung angeordnet. Ueber die ruskich- chinesische Spannung wird aus Petersburg gemeldet: Am Sonnabend konferierte der russische Minister des Aeußer Ssasonow längere Zeit mit dem chinesischen Gesandten. Die russische Regierung erwartet Chinas Antwot innerhalb der nächsten vierzehn Tage. Falls se während dieser Zeit nicht eingeht, wird ein bestimmter Termin festgesetzt werder. Die hiesigen politischen Kreise find überzeugt, daß China Rußlands Forderungen bemilligen wird. Andernfalls werden die russischen Truppen sicherlich vorrücken. Kleine Nachrichten. Infolge furchtbaren Schneesturmes stürzten in der transfaukasischen Ansiedlung Psyrtscha viele Häuser ein. 16 Menschen und viel Vich sind umgekommen. Menschen und viel Vieh sind vielfach unterwegs im Schnee stecken ge= blieben. Die Bevölkerung leidet Not. Verschitttete Verglente. In der Nacht zum Sonntag stürzte infolge eines Wasserdurchbruchs ein Schacht der Braunkohlengrube Concordia bei Oberhartmannsdorf im Oberschleften ein. Drei Bergleute wurden verschüttet. Dte Rettungsarbeiten sind im Gange. Ein aufregender Vorfall spielte sich im Mannheimer Vororte Ludwigshafen am Freitag abend ab. Der Arbetter Hehl schoß in einer Wirtschaft auf seine Geliebte, eine 17jährige Arbeiterin. Als er vom Wirte auf die Straße gesetzt wurde, schoß er auch auf diesen, und gab auf die ihn verfolgenden Schußleute und Passanten Schüsse ab. Als etner der Passanten lebensgefährlich verlegt, zusammenbrach, schossen auch die Schußleute, und Hehl sank, von meh= reren Schüssen getroffen, tot zu Boden. Eine neue Stiftung Carnegies. Carnegie bot durch den amerikanischen Gesandten in Kopenhagen für Dänemark die Errichtung einer Stiftung für heldenmütige Leistungen mit einem Kapital von 400 000 Mark in Form einer jähr= Hichen Rente von etwa 20 000 Mark an. Die Influenza im Vatikan. Während der Papst sich von der Influenza soweit erholt hat, daß er heute wieder feine Empfänge aufnehmen kann, macht die Influenza unter den Kardinälen große Fortschritte. Außer Rampolla sind, wie dem„ B. T." aus Rom gemeldet wird, jetzt auch fünf andere Kardinäle ernstlich erkrankt. Verfährte Briefe. Bei Abnahme eines Brieffastens in Der Familienschmuck der Wallutfeffs. Kriminalroman von Freifrau G. v. Schlippenbach. ( Nachdruck verboten.) 37) Kinder von heute. In Potsdam erschoß sich ein 17fähriger Obertertianer. Der Grund zu der unseligen Tat war Liebeskummer!! Doppelmord bei einem Bankraub. In Nom fand man am Sonnabend früh die beiden Wächter eines Bankhauses gebunden und ermordet auf. Die Bank war völlig ausgeraubt. finner Ach, Mutter, so lange der Familienschmuck nicht in unserem Besitze ist, kommt noch mehr Unglück," antwortete Maria. Eine Bande von fünf Räubern hat aus dem Wagen etnes Schnellzuges im nordamerikanischen Staate Georgia 500 Dollar geraubt. Eine Summe von 50 000 Dollars entging ihnen dadurch, daß eine Dynamitpatrone vorzeitig explodierte, die sie an einem Geldschranke angebracht hatten. Eine Studententragödie hat sich am Sonnabend in BerItu abgespielt. Der Student der Zahnheilkunde Apt aus Breslau tötete seine Braut, die 23jährige Studentin der Zahnheilkunde Löwensohn aus Gumbinnen, indem er sie mit Chloroform betäubte und ihr die Pulsadern aufschnitt. Dann legte er sich selbst die Chloroformmaske an. Er wurde aber moch rechtzeitig gerettet. ,, De sei Gott vor," sagte die Fürstin schaudernd, dann setzte sie hinzu:„ Ich finde aber, ihr müßtet euch mehr zerstreuen. Daß ihr jetzt nicht nach Petersburg zurüd wollt, begreife ich, aber warum wollt ihr nicht reisen? Gewiß würde Alwechslung euch gut tun. Du müßtest in die Berge. Geht in den Kaukasus, oder in die Krim, später nach Valta." Dieser oft wiederholte Vorschlag Lisaweta Borissownas fand zuletzt Gehör, und Wallutjeff versuchte, seine Frau zu der Reise zu bewegen; aber Maria wehrte sich eigensinnig dagegen. Mit fiebeshafter Unruhe erwarteten sie die amerikanischen Briefe mit der Chiffre 3. 3. Hus den Gerichtssälen. Eine exemplarische Strafe wegen Verbreitung unzüchtiger Schriften ist vom Münchener Schwurgericht über den Händler Ludwig Ramlow verhängt worden. Der Angeflagte war Mitglied einer internationalen Bande, die in München ihren Sitz hatte und nach allen Ländern einen schwunghaften Handel mit unzüchtigen Büchern unter Deckadresse unterhielt. Der Staatsanwalt nannte diese Händler Kreaturen, die auf gleicher Stufe stehen mit MädchenHändlern und Zuhältern. Das Gericht verurteilte Ramlow zu zehn Monaten Gefängnis, 500 M Geldstrafe und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei Jahren. „ Ich glaube, Clairon, oder wie er sich jetzt nennt, Mr. White, wird uns bald gute Nachricht geben," tröstete Jegor seine mutlose Frau. Aber Maria schüttelte den bleithen Kopf. Sie glaubte nicht an das Gelingen der Mission, die dem Geheimpolizisten anvertraut war, obgleich er den Dieb entdeckt hatte. Eine gefährliche Einbrecherbande, die Familie Hübel in Burkersdorf bei Bautzen, der 153 Einbrüche nachgewiesen worden sind, wurde vom Landgericht in Bauben abge= urteilt. Der alte Hübel erhielt 15 Jahre, sein Sohn Paul 10 Jahre Zuchthaus, Frau Hübel und der Sohn Mar 10 Monate bezw. 6 Wochen Gefängnis. Damit ist die Lausitz von einer berüchtigten Einbrecherbande befreit. Da kam der Brief an, in dem White über den Tod der Mrs. Amy Brook berichtet hatte, und worin er die Hoffnung aussprach, das Perlenhalsband zurückkaufen zu fönnen. Vermischtes. genannten Ortes wir fürzlich berichteten, scheint jetzt nach vierzig Jahren noch als die eines Dragoners Müller festgestellt werden zu fönnen. Einer der wenigen noch Ueberlebenden des blutigen Todesrittes teilt dem„ B. L. A.“ mit, daß jener Müller, ein wohlhabender Bauernsohn aus Westfalen, an seiner Seite die beiden Attacken der zweiter Garde- Dragoner mitgeritten habe. Nach der zweiten Attacke, die von der vierten Schwadron allein ausgeführt wurde, fehlte unter all den vielen anderen auch der Dra= goner Müller, einer der Tapfersten der Schwadron, und man hat über seinen Verbleib trotz aller Nachfragen und Erkundigungen nie wieder etwas gehört. Da bei der Leiche ein Gardehelm gefunden ist, muß es unbedingt ein Diagoner gewesen sein, und die Vermutung, daß es sich um den vermißten Müller handelt, gewinnt noch dadurch an Wahrscheinlichkeit, daß man auch dessen Pferd nie nieder gesehen hat, obwohl sonst verwundete Pferde am Abend stets zum Gammelplatz zurückzukommen pflegten. Ein folgenschwerer Unfall ereignete sich Sonnabend nachmittag in Antwerpen. Seit einigen Jahren ist die Firma Dnckerhoff& Wiedmann aus Biebrich am Rhein mit dem Bau eines Trodendocks beschäftigt, welche die Fortsetzung des Bassins Lefevre bildet. Seit mehreren Wochen wurde festgestellt, daß das Wasser durch die Kaimoucr einsiderte und es entstand die Gefahr, daß ein Teil des Mauerwerks unterminiert wurde und daß dann das Wasser des Bassins Lefevre nachdringen würde. Wiederhol konnte diese Gefahr abgewendet werden, aber Sonnabend nachmittag erweiterte sich die Bruchstelle zusehends. Die zuständige Hafenbehörde wurde benachrichtigt und die Arbeiter innerhalb des Docks angewiesen, dieses unverge züglich zu verlassen. Bald darauf gab das Mauerwerk nach. Es entstand eine Oeffnung von 20 Quadratmetern und das Wasser drang mit furchtbarer Gewalt aus dem Bassin Lefevre in das 12 Meter tiefer liegende Trockendock. Glücklicherweise waren die Schiffe, welche sich in der Nähe befanden, rechtzeitig gewarnt worden, sodaß kein Fahrzeug von der Strömung erfaßt werden konnte. In kurzer Zeit war das Trockendod mit 70 000 Kubikmeter Wasser gefüllt. Es entstend eine neue Gefahr, die bis jetzt noch nicht be- d hohen ist, indem eine Mauer ebenfalls einzustürzen droht, sid wodurch die nahegelegenen Wohnungen und das ganze Terrain unter Wasser gesetzt werden dürften. Die Anstrengungen der Behörden gehen deshalb dahin, eine solche Katastrophe zu verhüten Der Schaden wird auf über eine Million Francs geschätzt. Am Donnerstag Blatiger Kampf mit Wilderern. nachmittag hat sich in der Döberitzer Heide ein blutiger Kampf zwisden drei Wilderern und dem Gefreiten Brandt von der 3. Kompanie des Gardeschützenbataillons abgespielt. Der Gefreite, der seit mehreren Tagen schon Wilddieken auf der Spur war, tras diese am Donnerstag nachmittag, ais fie gerade dabei waren, ein. von ihnen abgeschossenes Reh beiseite zu bringen. Brandt, der die Wilddiche auffoderte, die Waffen niedezulegen, wurde durch vier lebensgefährliche Schüsse verletzt. Man fand ihn später auf; ein Schuß war ihm in die linke Wange gedrungen und hatte ihm die Sehkraft auf beiden Augen nahezu_ge= raubt. Der Schwerverlette wurde in das Spandauer Garnifonlazarett geschafft, wo er in höchster Lebensgefahr schwebt. Durch polizeiliche Nachforschungen nach den Tätern, die men mit Hilfe von Polizeihunden vornahm, gelang es Sonnabend mittag, im Elchgrunde bei Döberiz einen verdächtigen Arbeiter zu verhaften, der in seiner Wohnung gerade dabei war. das Reh zu zerkleinern. Er leugnete zwar zunächst die Tat, wurde aber dem ab und zu bei Besinnung befindlichen Gefreiten Brandt gegenübergestellt, der ihn als einen seiner Gegner bezeichnete. Ueber seine Mittäter verweigert der Festgenommene jede Auskunft. Dem Kriegsministerium wurde ein eingehender Bericht über den traurigen Vorfall erstattet. Die Beine des Retters von Mars- la- Tour, über deren effindung neben einem Pferdesfelett im Schloßteich des Die Gräfin Wallutjeff blickte von diesem Zeitpunkt an weniger trübe in die Zukunft. Ganz sachte regte sich die Hoffnung in ihrem Herzen, daß das düstere Verhängnis gewichen sei, daß es wieder licht werden könne in ihrem Hause und in ihrer gramerfüllten Seele. - In der Geschäftsstelle der Versicherungs- Gesellschaft Equitable war man auf den jungen Volontär wegen seiner Geschäftskenntnis und seines Eifers aufmerksam ge= worden. Ihm verdankte man es, daß Baron Sarner sein beträchtliches Vermögen bei der Gesellschaft angelegt hatte. Der Chef machte deshalb Robert White günstige Vorschläge und bat ihn, als Beamter bei ihm einzutreten. Unter cigenartigen Umständen verhaftet wurde nach der„ Granks. 3tg." in Metz der Leutnant Erb vom 130. Infanterieregiment. Eib gab an, daß aus seinem Kassenschrank eine beträchtliche Summe durch Einbruch gestohlen sei. Durch einen Sachverständigen ist aber festgestellt wor den, daß der Kassenschrank nur mit dem richtigen Schlüssel geöffnet worden sei. Erb hatte vor einigen Tagen sich gegen Diebstahl versichern lassen und verlangte von der Versicherungsgesellschaft die Auszahlung der Summe. Auf Befragen, woher der Offizier die beträchtliche Summe habe, gab er an, er habe einem Herrn das Leben gerettet, dessen Famiite ihm zum Dante 60 000 M überwiesen habe. Der Vorfall erregt großes Aufsehen. „ Ich nehme Ihr Anerbieten gern an," entgegnete White; und er gratulierte sich zu dem glücklichen Umstand, daß er früher die Handelsschule in Lausanne besucht hatte. Seine Kenntnisse befähigten ihn zur Ueber-, nahme der angebotenen Stellung. Da bald darauf wieder der wohlbekannte Stern in der Zeitung stand, begab sich White zum Rendezvous in den Pavillon der Gravenstreet. Er hatte Jim den Auftrag gegeben, Baron Sarner zu beobachten, seine Ausgänge zu kontrollieren und genauen Bericht darüber zu geben. Es war Jim gelungen, sich als Hausbursche im Hotel, i ndem Sarner wohnte, anstellen zu lassen. Vermöge seiner Kniffe verstand es der schlaue Junge, sein Aeußeres so zu verändern, daß es selbst einem Befannten nicht leicht gefallen wäre, ihn zu erkennen, und im Hotel waren ihm alle fremd. ,, Nun, mein Freund, hoffentlich haben Sie mir etwas Wichtiges mitzuteilen," begann White die Unterhaltung. " Ja, Baron Sarner ist ein Falschspieler," versetzte Jim froden. Ich habe es vermutet. Aber wodurch wollen Sie es beweisen?" Der Zoppoter Mörder entdeckt. Die Ermordung der Privatiere v. Laszewski in Zoppot, die so großes Aufsehen erregte und zu Verhostungen führte, hat jetzt ihre volle Aufklärung erhalten: Der in 3oppot verhaftete angeb liche Privatier Gaffte hat das Geständnis abgelegt, die Rentiere v. Laszewski ermordet zu haben. Er hat, wie sich herausstellt, auf der Namen der Ermordeten einen Wechsel im Betrage vor mehreren tausend Mark gefälscht und mußte befirchten, daß diese Fälschung an das Tageslicht kommen würde. Als der Wechsel jetzt bei einer Bank präsentiert wurde, hat er sich zu dem Geständnis bequemt. „ Ich besorgte mir einen Abdruck des Schlosses von einer roten Tasche aus Juchtenleder, die er immer sehr geheimnisvoll zu verbergen suchte, sobald das Stubenmädchen eintrat. Ich habe ein kleines Liebesverhältnis mit der hübschen Kati angebändelt," fuhr Jim grinsend fort, ,, sie läßt mich in das Zimmer des Barons ein, wenn dieser fortgeht." Sie sind doch unbezahlbar, Jim." lachte White ,,, tch Ein Opfer des gefährlichen Alters?" In Agram wurde ein aufsehenerregender Selbstmord begangen, dessen Ursachen noch nicht ganz aufgeklärt sind. Dort vergiftete sich die 44jährige Gattin eines angesehenen Industriellen und zwar wie es heißt, nach der Lektüre des Karin Michael's schen Buches:„ Das gefährliche Alter", weil sie sich vor den düsteren Aussichten des fommenden Lebensabschnittes gefürchtet haben soll. Ihre vier Söhne bemerkten schon einige Zeit bei ihr eine tiefe Verstimmung. Als die Leiche gefunden wurde, wollte sich der jüngste Sohn aus Schmerz über den Tod der Mutter gleichfalls vergiften, er wurde aber daran verhindert. Der Kaufmann Das Opfer einer Erpresserbande. Kares in Neuyork, ein Ungar, ist in der Nacht zum Sonnabend in einer einsamen Straße überfallen und ermordet worden. Vor einigen Tagen erschienen in Kazos Bureau fünf ungarn, die von ihm verlangten, er solle einige Briefe ins Englische übersetzen. Zwei Briefe waren an werde ihr Honorar erhöhen, wenn die ganze Sache völlig flar ist." ,, Wird mir sehr angenehm sein, Mr. White! Aber hören Sie weiter. Ich veranlaßte also Kati, mir den Schlüssel zu Nr. 180, dem Zimmer des falschen Barons, zu geben. Ich machte nun den Abdruck verschiedener Schlösser auf Wachs und bestellte danach die Schlüssel. Die rote Juchtentasche war in der Kommode unter Wäsche versteckt. Ich schloß sie aus und fand mehrere Spiele präparierter Karten darin. feine Stahlfeilen, Bimsstein und verschiedene Instrumente, die ich nicht kannte, die aber wohl auch bei dem unsauberen Handwerk des Gauners benutzt werden." ,, Sarner muß ein obgefeimter Schurke sein, daß ich bisher seine Kniffe nicht bemerkt habe," sagte White, „ aber das nächste Mal fasse ich ihn." " defeller gerichtet, H00 Dollars und den follte. In ei verpflichten, tein Taffen Ter dan in feinem Bure die Briefe engl gene Schweigegeb en machte der en Tage einer ber Jeht haben deffe fmann genommen Un 10 Pfennig ere Geschichte erz einer höheren St mmen, beffen gro d war. Den Brig 20 Gramm wo tat, um dann mi famit zu melden mfatur zu viel e tob wohl diese bie höhere Stell yang gewogen wo ha das rühre wohl ben sei und so be mogen habe. Um wurde die Post Sichert, und vier A gefekt zu je zwe en und drüben. Die Unterfchlagn llanus haben aud zm C wirtung gezeitig inlich von Bonner White sprach längere Zeit leise mit Jim. Dieser nickte sehr zufrieden mit dem Kopf. Wird gemacht," ver: sicherte ez mit seiner Lieblingsphrase, und dann empfahl er sich. Es war eine seltsam erregte Stimmung, in der sich der Schweizer Geheimpolizist befand. Er sah sich vor dem Schlußakt seines Auftrages. Jeder Puls schlug schneller, und die Muskeln seines jugendlichen, kräftigen Körpers spannten sich, seine Fäuste sehnten sich danach, den Missetäter mit eisernem Griff zu packen und festzuhalten. 290 Ueber vierzehn Tage hatte White Miß Lionel nicht gesehen, zuletzt bei der Beerdigung ihrer Freundin Amy Brook. Robert sehnte sich nach dem Anblick des geliebten Mädchens, aber er konnte heute nicht nach Rose- Cottage fahren; seine Anwesenheit war in Neuyork nötig. Aber bald, so hoffte er, würde sein wahrer Name in allen amerifanischen Zeitungen stehen; die sensationelle Mordgeschich= te, der freche Diebstahl des Schmuckes und die Entlarvung des Verbrechers würde Aufsehen erregen, und Mabel Lionel, die Energie beim Manne hochschäzte, ihn vielleicht achten und lieben lernen. ( Forts. folgt.) fiändiger Beträge Seäftsleute aber gen burd Poftqu Bofjistus für die Then des Suttanus Die Bluttat zwe Aufsehen hervor abend hatte der Wä ku. Busse an der Giufd vernommen tin. Mit einer Lo des Grundstüdes it nach der Schi Finter die Türklint geriffen und zwei hnüber den Wächter Wad hund wurd Nihter nicht mehr r Glaube. Die P Berbrecher han 7000 Gäste bei Erben des Ear n Schloß Wentwo d in einer an imer nden großart den Fitzwillian ten. Der Earl i en das ganze L 100 Gäste wurden Suisitier des Earl 2000 Gallonen Lend fahen 7000 Küchenmeuterei. beten Küchenme geworfen worden fein fönnte, daß er schlechte Verpf ngelhafte Verpfle hveranlaßt wor bigung des Feltn Tider einzuholen g Rüchenverwalt agung von Befö tann nur der Gafoufe und rur die Hände bekom feltensten Fälle finiffe bei den Qi Sh gegen monatl de tonnen auch id fellung, mange flechterung d ht der Soldat, en Fall besteht demokratischer n Sherbetrieb ve b von jeder K eteilt. Dieser teilnehmenden des Epeisezette bigen und das , bem dazu von unterbreiten. eien und ihre dern der Küche iterten Offizie Fürsorge für it des Vorgese gle Klagen i it unberüdlichtig Die Muskelfrai wird gewöhnli fen bezeichnet. mitens haben S dem„ Eclair" Feit der Menget geborene Kinder xen Umständer wellbringen för eborenen Kinde men jo hin, Se then fie emporg raft der Benge wicht. Je nad Kraftübung mittelitarte arte zu bezeichne eine Stunde na rozent hielten Date. Hierbei ih leit zu handeln dien: 98% Se er angegebene dhte die Must bei viertägigen g 1 e h e, 51 ch m BEE es hive sid Bubled ht ng en до wer ris c= ng cht Rodefeller gerichtet, forderten die sofortige Zahlung von I 500000 Dollars und gaben an, wohin das Geld geschicht werden sollte. In einem dritten Schreiben sollte sich Kaverpflichten, fein Wort über die Angelegenheit verlautens lassen Ter Tod sei ihm sonst sicher. Karos wat allein in seinem Bureau und mußte den Fünfen nachgeben und die Briefe englisch schreiben; durch das ihm abgerungene Schweigegebot lick er sich aber nicht einschächtern, Jondern machte der Polizei Mitteilung, so daß noch am felben Tage einer der Ungarn festgenommen werden konnte: Jetzt haben dessen Komplizen blutige Rache an dem Kaufmann genommen. Um 10 Pfennig Porto. Aus Bayern wird folgende hestere Geschichte erzählt: Hatte da eine Bahninspektion von einer höheren Stelle ein umfangreiches Dienstschreiben beslommen, dessen großes Kouvert mit 20 Pfennigen franHort war. Den Brief wiegen und feststellen, daß er nicht üler 20 Gramm wog, war das nächste, was die Inspettian tat, um dann mit geheimer Freude der höheren Stelle gegorsamst zu melden, daß die Post zu Unrecht 10 Pfennig Frantatur zu viel erhalten habe. Zugleich wurde angeregt, ob wohl diese 10 Pfennig„ rüdersatzmöglich" seien. Und die höhere Stelle antwortete zurück, der Brief sei vor Agang gewogen worden. Er habe 20% Gramm gehabt, alter das rühre wohl daher, daß das Schreiben naß topiert. wurden sei und so bei seiner Abwiegung noch über 20 Gr. gervogen habe. Um dieser hochwichtigen Aufklärung willei wurde die Post abermals um zweimal zehn Pfennige bereichert, und vier Beamte wurden deshalb unnüz in Begung gesetzt zu je zweimaliger Konzeption und Reinschrift, hiben und drüben. Die Unterschlagungen des Bonner Oberpostassistenten Sillanus haben auch in Köln und Umgegend eine üble Magwirkung gezeitigt: Kölner Geschäftsleute werden nämlich von Bonner Firmen wiederholt zur Erledigung Da die gemahnten tändiger Beträge aufgefordert. Geschäftsleute aber die pünktliche Einlösung ihrer Zahfungen durch Postquittungen nachweisen konnten, dürfte der Postsiskus für die verschwundenen Summen, die in die Then des Huttanus geflossen waren, aufzukommen haben. Die Bluttat zweier Einbrecher ruft in Rathenow gro= Bes Aufsehen hervor. In früher Morgenstunde am Sonnaltend hatte der Wächter in der Schraubenfabrik von Lüben u. Busse an der Berliner Chaussee ein verdächtiges Geräusch vernommen, das von Einbrechern herzurühren fatien. Mit einer Laterne nahm der Wächter die Absuchung des Grundstückes vor. Der ihn begleitende Hund lief forort nach der Schmiede. In dem Augenblid, als der Märter die Türklinke anfoßte, wurde die Tür von innen aufgerissen und zwei Einbrecher stürzten heraus. Sie fielen über den Wächter her und schlugen ihn zu Boden. Auch der Wad; hund wurde niedergeschlagen. Erst als sich der Wächter nicht mehr rührte, machten sich die Verbrecher aus den Staube. Die Polizet nimmt an, daß es sich um Berliter Verbrecher handelt. 7000 Gäste bei einer Taufe. Die Taufe des Sohnes und Erben des Earl Tizwilliam wurde dieser Tage auf dem Schloß Wentworth Woodhouse in Yorkshire in EngTaard in einer an die Feudalzeit der englischen Barone erinnernden großartigen Weise gefeiert. Seit 71 Jahren war den Fizwilliams fein direkter männlicher Erbe gebarren. Der Earl und seine bildschöne junge Gemahlin luben das ganze Land ringsum zur Freudenfeier ein. 7000 Gäste wurden in dem Schloß fürstlich bewirtet. Ein Preisstier des Earl wurde im Part am Spieß gebraten, Am und 2000 Gallonen Bier tränkten die Durstigen. Albend sahen 7000 Menschen im Park den Feuerwerken zu. Küchenmeuterei. Angesichts der aus Versailles ge= maldeten ,, Küchenmeuterei" einer Batterie ist die Frage afgeworfen worden, ob es auch in unserer Armee mögtib sein könnte, daß Mannschaften ihrer Unzufriedenheit üler schlechte Verpflegung lauten Ausdruck gäben. Die mangelhafte Verpflegung in Versailles ist bekanntlich dadrh veranlaßt worden, daß der Batteriechef eine Unterflagung des Feldwebels von 1700 Fr. duch Ersparnisse bieder einzuholen gezwungen war. Zunächst ist bei unfeger Küchenverwaltungseinrichtung eine derartige Unterfalagung von Beföstigungsgeldern schwer denkbar. Bares Gl fann nur der Küchenunteroffizier für freihändige Einfäufe und nur in der Höhe von höchstens 150 Mark irt die Hände bekommen. Von dieser Erlaubnis wird in dor seltensten Fällen Gebrauch gemacht, da die ganzen Be= diirfnisse bei den Lieferanten auf Grund der Verträge auf Buch gegen monatliche Abrechnung geholt werden. Nun alber fönnen auch schlechte Wirtschaft, geschmachlose Bulama ittenstellung, mangelhafte Zubereitung der Speisen eine Verschlechterung der Verpflegung herbeiführen. macht der Soldat, wenn ihm das Essen nicht schmeckt? Für diesen Fall besteht in der Armee eine Einrichtung, wie to demokratischer nicht gedacht werden kann. Der für den Küchenbetrieb verantwortlichen Verwaltungskommission wird von jeder Kompanie usw. mindestens ein Gemeiner zugeteilt. Dieser hat die Pflicht, sich nach den Wünschen der teilnehmenden Mannschaften inbezug auf Aenderung des Epeisezettels oder Zubereitung der Speisen zu er= fundigen und das Ergebnis dem Vorstande der Kommissiin, dem dazu vom Kommandeur ernannten Hauptmann, 3 unterbreiten. Im übrigen wird die Zubereitung der Epeisen und ihre Schmachaftigkeit außer von den Mitgliedern der Küchenkommission noch von besonders kommandierten Offizieren geprüft. Solange in unserer Arnee Fürsorge für die Untergebenen als die vornehmste light des Vorgesetzten gilt, ist nicht zu fürchten, daß beWas ten die meisten Kinder ihre Kraftübung bereits mehr als 90 Sefunden aushalten, fa ein kleiner Herkules blieb zwei Minuten und 38 Sekunden hangen, Iteß dann die rechte Hand los und hielt sich nun noch 15 Sekunden mit der linfen Hand allein. Das Hören durch die Zähne. Von einer seltsamen Erfindung wird aus Amerika berichtet, von einer Art Sprachrohr aus Hartgummi, daß statt in die Ohrmuschel in den Mund eingeführt wird und durch das Schwerhörige und fast Taube ungleich klarer und leichter hören, als durch das Schallrohr, das der Schwerhörige heute ans Ohr drückt. Die Wirkung der Schallwellen überträgt sich auf die Zähne und wird von hier dem Zentrum des Gehörs zugeführt. Die Erscheinung ist um so merkwürdiger, als eine direkte Nervenverbindung von den Zähnen zu den Gehörsnerven nicht besteht, aber die Versuche sollen erwiesen haben, daß die Wirkung des Schalles durch die umliegenden Nervenstränge zum Gehirn geführt wird, so daß der Taube hören fann. Der praktischen Verwendung sind freilich Grenzen gesetzt, well nach den bisherigen Experimenten sich gezeigt hat, daß die ständige Benutzung dieses Hilfsmittels den Zähnen schadet, die nach längerer Zett wahrscheinlich ausfallen würden. _ Wissenschaft, Kunst und Literatur. Ein englisches Pompejt. Kaum zwanzig englische MeiIen von der britischen Hauptstadt entfernt ist man mit Ausgrabungen beschäftigt, die voraussichtlich ein englisches Pompefi ans Licht fördern werden. Im Norden von London dehnte sich in alten Zeiten eine römische Stadt, VeruIam, aus, die in ihrer Ausdehnung Pompejt gleichkommt. Die Gesellschaft britischer Antiquitätenhändler hat von dem Besitzer des Geländes das Recht erworbent, in großem Stile Ausgrabungen vorzunehmen. Die Arbeiten haben bereits außerordentlich ermutigende Resultate ergeben. Man hat eine Reihe römischer Villen und Wohnhäuser freigelegt und darin reiche Mengen von Gebrauchsgegenständen und Geräten gefunden, die von einer weit fortgeschrittenen Kultur Zeugnis ablegen. Eine internationale Gesundheitskonferenz. Die französische Regierung hat im Hinblick auf das Umsichgreifen der Pest und der Cholera, die Regierungen der fremden Staaten eingeladen, im nächsten Mat in Paris eine internationale Gesundheitskonferenz abzuhalten. Der Glockenturm der Markuskirche in Venedig ist wiederhergestellt und soll am 14. Juli d. J., am Tage, an dem er vor neun Jahren zusammenbrach, seiner Bestimmung übergeben werden. Die Arbeiten am Glockengehäuse gehen ihrer Vollendung entgegen. In diesen Tagen werden die Kolossalstatuen der Gerechtigkeit und die beiden Markuslöwen an den Fassaden des mächtigem Würfels angebracht, der über dem Glockenhaus die blinkende Turmspitze trägt. Die vier Figuren waren bei dem Sturz am 14. Jult 1902 stark beschädigt worden. Die Ausbesserungsarbeiten find geglückt. Wollte man mit der Einweihung des neuen Campanile noch ein Jahr warten, dann könnte man im Frühjahr 1912 gleich die Tausendjahrfeier des ursprünglichen Baues veranstalten. Die Sehschärfe des Kaisers. Bei seinem Vortrag im Deutschen Landwirtschaftsrat hat der Kaiser sich zum ersten Mal eines sogenannten ,, neifers" bedient, der die allgemeinste Aufmerksamkeit erregte. Mit so viel Staunen ist wohl noch nie ein Kneifer betrachtet worden, wie der des Katsers. Es haben sich auch nicht wenige darüber gewundert, wozu der Kaiser sich et= Glases bedient Polizeiinspektor, dann 1907 zum Stationsleiter in Rio del Rey und vor wenigen Wochen zum Bezirksleiter befördert. Er hat demnach eine ungewöhnliche Laufbahn durchgemacht. Der Wörmanndampfer, der Biernaßky im Jahre 1894 nach Kamerun bringen sollte, strandete an der Küste von Liberia. Unter den wenigen Ueberlebenden befand sich auch Biernatky. Biernaßfy beabsichtigte, im kommenden März einen halbjährigen Urlaub anzutreten, den er in Danzig verbringen wollte. Sekretär Gnies ist 1878 in Schlitz( Kreis Lauterbach) in Hessen geboren, war zuerst hessischer Finanzaspirant und wurde 1903 in den Kolonialdienst einberufen. Er war Sekretär zunächst beim Gouvernement, sodann außerdem in Victoria und schließlich einige Dienstperioden in Duala beim Bezirksamt bezw. als stellvertretender Vorstand des dortigen Hauptmagazins. Der Ort Buca, der Schauplatz der blutigen Tragödie, liegt unweit der Küste in schöner Lage am Fuße des 4000 Meter hohen Kamerun- Berges. Nähere Nachrichten, aus denen man erfahren könnte, wie das tragische Ereignis sich abgespielt, sind bisher in Berlin nicht eingetroffen. Ueber die Kämpfe auf den Karolinen wird uns aus Berlin folgende amtliche Meldung aus Ponape telegraphisch übermittelt: Das Landungskorps der Kreuzer Emden, Cormoran und Nürnberg stürmte am 26. Januar eine verschanzte Stellung der aufständischen Eingeborenen. Leutnant z. S. Erhard, Obermatrose Kneidl sind gefallen, die Obermatrosen Pimperts, Karl Meyer und der Matrose Agathon schwer verwundet. Der Feind ist zerstreut. Bis zum 14. Februar ergaben sich zahlreiche Aufständische, darunter sechs Rädelsführer. Die Beendigung der Operation steht bevor. Drabtnachrichten und neuestes. Stürmische Privatbeamtenversammlung. Berlin, 20. Februar. Auf dem gestern in der„ Neuen Welt" im der Hasenheide abgehaltenen 3. deutschen Privatangestelltentag, der von etwa 3000 Personen aus allen Tetlen Deutschlands besucht war und sich mit der Versiche rungsvorlage beschäftigte, kam es zu stürmischen Auftritten. Die tumultuarischen Szenen wurden von der Minderheit der Versammlung hervorgerufen, den Anhängern der sogenannten freien Vereinigung, die im Gegensatz zu dem Hauptausschuß unter der Führung des Bundes der technisch- industriellen Beamten auf dem Standpunkte des Anschlusses an die allgemeine Invalidenversicherung steht. Ge gen eine von der Zweidrittelmehrheit der Versammlung angenommene Resolution, die sich für die Versicherungsvor Tage ausspricht, wurde von der erwähnten Minderheit heftig protesttert. Geständnis eines Mörders. Berlin, 20. Februar. Der am Sonnabend eingelieferte Arbeiter Hartmann hat gestanden, am 28. Januar die 3tegeletarbeitersfrau Gorgolowskt bet Stolpe ermordet und ihrer Barschaft beraubt zu haben. Zwei Ausflügler totgefahren. Frankfurt a. M., 20. Februar. Auf der Station Goldstein sind Sonntag abend gegen 8 Uhr zwei Herren von einem Rangierzuge überfahren und getötet worden. Der Vorgang spielte sich, wie der Frff. 3tg." berichtet wird, folgendermaßen ab: Als der Personenzug Mainz- Frantfurt um 7 Uhr 25 Min. In der Station Goldstein einfuhr, Itefen von der Waldseite her drei Herren quer über die Gleise, um den Zug noch zu erreichen. Sie hatten sich wahrscheinlich verspätet und die Gleisanlagen von der entgegengesetzten Seite aus betreten, was bekanntlich streng verboten ist. In diesem Augenblick fuhr eine mit einer Maschine bespannte Rangierabteilung an. 3wet der Herren erfaßt, überfahren und auf Res Walt gehört hatte, die befonders auf der Jagd auf wurden von der Maschine erfauch rechtzeitig zur Seite gefallen waren. Man fragte sich, ob und durch welche Ver anlassung sich das plößlich geändert hatte. Irgend welche Veranlassung zu Besorgnissen ist auch nicht vorhanden. Der Kaiser hat tatsächlich ungewöhnlich scharfe Augen, was er schon oft auf dem Manöverfelde, bet Seefahrten und auf der Jagd bewiesen hat. Von Kurzsichtigkeit, wie manche an= nahmen, kann keine Rede sein. Der Kaiser sieht ausgezeichnet, auf eine Entfernung von sechs Metern tadellos, er verfügt also über die normalste Sehschärfe. In der letzten Zeit hat sich ein geringer Grad von Weitfichtigkeit eingestellt. Aber darin ist nicht irgend etwas Außergewöhnliches zu sehen, sondern im Gegenteil, dadurch wird die Tatsache bestätigt, daß der Kaiser sehr scharfe Augen haben muß. Denn gerade bet Leuten, die durchaus normalsichtig sind und an keiner Schwäche der Augen leiden, stellt sich im Alter von 40 bis 50 Jahren ein geringer Grad von Weitsichtigkeit ein. Diese kleine Abweichung des Auges soll durch den vielbesprochenen Kneifer ausgeglichen werden. Der Kaiser trägt ihn übrigens sehr selten, und es gibt eine Menge Hofleute, die den Katser nicht selten sehen, und trotzdem bei ihm einen Knetfer noch nicht bemerkt haben Auf der Straße und bei Spazterfahrten sett er ihn nie auf. Er kommt ausschließlich dann in Betracht, wenn der Kaiser liest. Auch bei Arbeiten am Schreibtisch full er thn des öfteren benußen, wenn er ihn hier nicht ständig trägt. Im Anschluß daran set auf die recht eigenartige Erscheinung hingewiesen, daß die Herrscher im allgemeinen anscheinend mit recht guten Augen von der Natur bedacht worden sind. Mit Ausnahme des Königs Alexander von Serbien hat kein Herrscher in den letzten Jahren ständig etnen Zwicker getragen. Hin und wieder wird er von mehreren Königen benutzt. Katser Wilhelm I., der bekanntlich über ein sehr scharfes Auge verfügte, hat doch in den letzten Jahren seines Lebens auch zu einem 3wider greifen müsfen, um seine Weitsichtigkeit auszugleichen. Viele Berliner erinnern sich noch an die schönen Stunden, wo sich der alte Kaiser an dem historischen Eckfenster zeigte. Dabei fiel allen ein 3wider auf, der an einer Schnur um den Hals des greisen Kaisers befestigt war und sich bet dem freundlichen Grüßen des Kaisers recht kräftig bewegte. Auf der Straße hat aber auch der alte Kaifer nie einen 3wider getragen, da ihn seine Weitsichtigkeit nur bei dem Lesen und Schreiben behinderte. digle Klagen über unzureichende oder unschmackhafte Trauernachrichten aus unseren Kolonien. Soft unberücksichtigt bleiben. Die Muskelkraft der Neugeborenen. Ein neugeborenes Find wird gewöhnlich als das schwächste und hilfloseste aller esen bezeichnet. Diese Ansicht scheint jedoch irrig zu sein, renigstens haben die merkwürdigen Untersuchungen, die 1 dem„ Eclair" einige Pariser Aerzte über die Mushaft der Neugeborenen angestellt haben, dargetan, daß eugeborene Kinder wenige Zeit nach der Geburt unter be= nderen Umständen bereits recht ansehnliche Kraftleistun= en vollbringen können. Der Experimentator hielt den engeborenen Kindern einen dünnen Stock oder wohl den aunten so hin, daß sie mit den Händen zugriffen, dann onnten sie emporgehoben werden und trugen also durch Be Kraft der Beugemuskeln der Unterarme ihr eigenes Körgergericht. Je nach der Länge der Zeit, während der sie Beje Kraftübung vorführen konnten, sind sie als schwächche, mittelstarke oder gar als Athleten im turnerischen inne zu bezeichnen. 98 Prozent der Versuchstinder blieen eine Stunde nach der Geburt über 10 Sekunden hängen. 19 Prozent hielten es eine halbe Minute aus, 4 eine volle Minu te. Hierbei scheint es sich nicht um eine atavistische Fäigfeit zu handeln, die gleich wieder verloren geht, denn Bei bei viertägigen Kindern war die Muskelkraft weiter angewachsen: 98% der Kinder konnten nun eine halbe Minute der angegebenen Lage hängen bleiben. Am 15. Tage reichte die Muskelkraft thren Höhepunkt, denn nun konn= Ein Drama in Kamernn. Verluste auf Ponape. dem Ein erschütterndes Drama hat sich in Buea, Gouvernementssit unserer Kolonie Kamerun, abgespielt. Nach einer telegraphischen Meldung des stellvertretenden Gouverneurs hat der in der ersten Dienstperiode stehende Sekretär Kerner in einem Anfall von Geisteskrankheit den Bezirksleiter Biernazky und den Sekretär Gnieß er: schossen, die Sekretäre Nagel und Schnäbele leicht verlegt und dann sich selbst erschossen. Der Verlust von Biernatky und Gnieß trifft die Kolonialverwaltung um so schwerer, als es sich um Beamte handelt, die sich in langjährigem Dienste des Schuhgebiets Kamerun besonders bewährt hatten. Der unglückliche Täter Sekretär Kerner befand sich erst seit 1½ Jahren in Kamerun und stand im 27. Lebensjahre. Er war ursprünglich Gerichtsaktuar, wurde 1908 dem Kolonialinstitut in Hamburg zur Ausbildung überwiesen und im August 1909 beim Gouvernement in Buea angestellt. Ueber die Persönlichkeiten der Ermordeten gehen uns folgende Mitteilungen zu: Biernatty wurde 1863 in Neuhoff bet Strasburg( Westpreußen) geboren, war bis Novemebr 1893 Vizefeldwebel im Infanterieregiment Graf Werder( 4. Rheinisches) Nr. 30 und fan: im Januar 1894 als Polizeimeister nach Kamerun. Später wurde er zum springen. Die Leichen. wurden im Warteraum der Station untergebracht, wo sie bis zum Eintreffen der Staatsanwaltschaft verblieben. Die Verunglückten sind der Lehrer an der Softenschule Ludwig Priester und der Fabrikant Karl Taufkirch. Familientragödie. Darmstadt, 20. Februar. Sonntag früh wurde in der Heidelbergerstraße die 32 Jahre alte Ehefrau des Kaufmanns Ludwig Brack mit ihrem Kinde, einem Knaben von 4½ Jahren, in der Wohnung tot aufgefunden. Die Gashähne waren aufgedreht. Es scheint Selbstmord vorzuItegen. Zwischenfälle bei einer Beerdigung. Cöln, 20. Februar. Gelegentlich des Begräbnisses etnes Sozialdemokraten kam es zu einem Zusammenstoß zwischen den Leidtragenden und Polizisten, weil diese dte Entfernung der roten Kranzschleifen verlangten. Als dies verweigert wurde, erschien auf dem eine Stunde abseits von Cöln gelegenen Südfriedhof ein starkes Polizeiaufgebot mit einem Polizeiinspektor und zwei Kommissaren. Als die Schleifen gewaltsam entfernt werden sollten, kam es zu einem Handgemenge mit den Beamten. Die Polizisten be setzten die Gruft, um Grabreden zu verhindern. Betrügereien bei einer Weltfirma. Bonn, 20. Februar. Unter dem Verdacht großer Betrügereten bei der Firma Soennecken haben verschiedene Verhaftungen stattgefunden. Der Papst wiederhergestellt. Rom, 20. Februar. Der Gesundheitszustand des Papstes ist wieder normal. Der Papst hat die gewohnte Beschäftigung wieder aufgenommen. Erdbeben in der Türkei. Monastir, 20. Februar. In der letzten Nacht hat ein Erdbeben in Starowo fast alle Häuser unbewohnbar gemacht. Eine Frau wurde getötet und zwet Personen Der russisch- chinesische Konflikt. Peking, 20. Februar. Die chinesische Regierung wird am heutigen Montag formell die sechs Punkte der russischen Note beantworten. Wie verlautet, erkennt China die Klage über eine angebliche Beschränkung der russischen Tarifautonomte an der chinesischen Grenze als berechtigt an. Verschiedene Ansprüche Rußlands erklärt China für berechtigt. Für ungerechtfertigt hält China jedoch die Beschwerde über die Haltung der chinesischen Behörden gegenüber den rusfischen Konsuln. Die Antwort schließt mit der Erklärung, daß China an den Punkten des Vertrages festhalten, einer Erweiterung desselben jedoch nicht zustimmen werde. Handel und Verkebr. Der Postanweisungsverkehr ist im Rückgange begrif fen. Der Betrag der bei der Reichspost eingezahlten Bost anweisungen war bis vor wenigen Jahren jährlich um 4 bis 5 Prozent gestiegen. So wuchs er von 9149% Millionen Mark von 1904 bis 1907 auf fast 11 Milliarden, ge= nau 10 903 Millionen Mart. Gleichzeitig stieg die Zahl der eingelieferten Anweisungen von 151 auf 164 Milli onen. Die Stückzahl stieg auch noch im Jahre 1908 und zwar auf 183 Millionen. Dagegen fiel in jenem Jahre schon der Gesamtgeldbetrag auf 10 889 Millionen, was et nen verhältnismäßig fleinen Rückgang von 14 Millionen bedeutet. Im Jahre 1909 ist der Geldbetrag weiter auf 9479% Millionen und im Jahre 1910 nach vorläufiger Feststellung auf 8490 Millionen gefallen. Der Rückgang der beiden letzten Jahre wird durch den Uebergang zum Scheckverkehr erklärt. Cassel, 18. Februar. Weizen( 100 Kilogramm) 19,25 618, 19,75 M. Roggen( 100 Kilogramm) 15,75-16,25 M. Gerste ( 100 Kilogramm) 15,00-16,50 M. Safer( 100 Kilogramm) 15,50-17,00 M. Hen( Zentner) 2,70-3,30 M. Stroh( Sentner) 1,60-2,40 M Zur Reichstagsersatzwahl für Gieffen. Achtung! 8 Dienstmädchen, Knechte,| Köchinnen, Aueinmäs Versteigerung. Rechtsschutzangelegenhebt Eichsfeld( gei. gefch.) Tofal eltersweg 11 verfteigert: Die Reichstags- Ersatzwahl im Wahlkreis Den Arbeitern, sowie allen RechtsschutzGießen- Grünberg- Nidda für den verstorbenen Abgeordneten Köhler- Langsdorf ist bekanntlich auf Freitag, suchenden des Kreises Wetzlar diene zur den 10. März 1911 festgesetzt. Die Abstimm= Nachricht, dass das Rechtsschutzbüro des Geung wird um 10 Uhr morgens beginnen und werkvereins christlicher Bergarbeiter Deutschlands um 7 Uhr abends geschlossen werden. Jede Bürgermeisterei des Kreises, mit Ausnahme von Gießen, von Albinistrasse 4 nach Haussergasse 32, bildet einen Wahlbezirk. Die Stadt Gießen zerfällt in die Geschäftsräume der ,, Wetzlarer Zeitung" verlegt ist. Dort werden, wie immer, Schriftsätze, in folgende Wahlbezirke: chen, Stüßen suchen Stellung. Prosp. gratis Centralblatt" Heiligen Fernruf 292. Für Pferdebesizer. per Stück 1.30 Mr. Stallhalfter, 1. Wahlbezirk.( Wahllokal: Altes Rathaus.) wie Beschwerden, Gesuche, Klagen u. s. w. kos- 300 lebe ne Teppichgurten Marktplatz, Kirchenplay, Burggraben, Auf der Bach), tenlos angefertigt. Lindenplatz, Lindengasse, Wetzsteingasse, Kirchstraße, Hundsgasse, 30zelsgasse,' Dammstraße, Walltorstraße, Karl Schlabach, Gewerkschaftssekretär. Asterweg, Landgrafenstraße, Braugasse. 2. Wahlbezir f.( Wahllokal: Alte Gewerbeschule, Afterweg 25.) Marburgerstraße, Wiesecker Weg, Am Rodberg, Nord- Anlage, Schottstraße, Steinstraße, Ederstraße, Weserstraße, Schillerstraße. 3. Wahlbezirk.( Wahllokal: Schulhaus in der Neustadt.) Hammstraße, Lahnstraße, Rodheimer Straße An der Hardt, Krofdorfer Straße, Schüßenstraße, Gr. Mühlgasse, Sandgasse, Tiefenweg, Neustadt, In Löbers Hof, Kornblumengasse, West- Anlage, Hinter der WestAnlage. QQQQQQ 500 " 700 " per Stück 1.30 Mt. Kopfgeftelle m. Gebiß per Stück 1.50 Mr. solange Vorrat. Versand per Nachnahme. Maier Weinheimer, Haushaltungspensionat Karlsruhe i. B., Kronenstraße 32. von Frau B. Eberwein geb. Guntrum, Bensheim a. Bergstr ( Hessen) Ein tüchtiger Gründl. Ausbildung in Haushalt und Küche. Auf Wunsch Schmiedegeselle Wissenschaftl. Unterricht, Musit 2c. Pro Jahr Mr. 750.-, halbj. Mt. 400.-. für sofort gesucht Beste Referenzen. Karl Meh, Schmiedemstr., Siun. 4. Wahlbezirk.( Wahllokal: Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 7.) Marktstraße, Wettergasse, Rittergasse, Selters weg, Johannesstraße, Kreuzplaz, Kaplansgalje, Selbstunterrichts- Werke Katharinengasse, Mäusburg, Wagengasse, Kanzleiberg, Plockstraße, Maigasse, Schanzenstraße, Grabenstraße, Methode Rustin brief Fernunterricht Neuenweg. verbunden 1. Der wissenschaftlich gebildete Mann. 2. Der gebildete Kaufmann. 3. Der Bankbeamte. 4. Das Gymnasium. 5. Das Realgymnasium. 6. Die Oberrealschule. 7. Das Abiturienten- Examen. 8. Die höhere Mädchenschule. 9. Die Handelsschule. 10. Die 5. Wahlbezirk.( Wahllokal: Frankfurterstr. 20, Eisenbahnverkehrsamt.) Hofmannstraße, Friedrichstraße, Crednerstraße, Glaubrechtstraße, Wetzlarer Weg, Hille- Mittelschullehrerprüfung 11. Einjährig- Freiwilligen- Prüfung. brandstraße, Am Steg, Buchnerstraße, Mittelweg, An 12. Der Präparand. 13. Der Militäranwärter. 14. Die Studienden Bahnhöfen, Bahnhofstraße, Löwengasse, Wolfenanstalt. gaffe. 15. Das Lehrerinnen Seminar. 16. Das Lyzeum oder Höhere Lehrerinnen- Seminar Das Konservatorium. Glänz. ( Wahllokal: Bürgermeisterei, Erfolge. Grosse Sammlung von Dank- und Anerkennungs6. Wahlbezirk. Zimmer Nr. 11.) Weidengasse, Erlengasse, Diezstraße, Neuen Bäue, Gartenstraße, Bergstraße Nr. 11 bis 22., Gutenbergstraße, Löberstraße, Süd- Anlage, Sonnenstr., Schulstraße, Drethäusergasse, Brandgasse, Brandplatz, Landgraf- Philipp- Plaz, Schloßgasse, Staplaneigasse, Teufelslustgärtchen, Goethestraße. schreiben kostenlos. Vorzüglicher Ersatz für den Unterricht an wissenschaftlichen Schnelle. Lehranstalten, der bis ins kleinste nachgeahmt ist. gründliche und sichere Vorbereitung auf Prüfungen. Ersparnis der hohen Kosten für den Schul- und Fachunterricht. Bestes Mittel zur Erwerbung einer gediegenen Bildung auf allen Gebieten des Wissens. Ansichtssendungen bereitwilligst, Bezug gegen kleine monatliche Teilzahlungen. 7. Wahlbezirk.( Wahllokal: Frankfurterstr. 36, Bonness& Hachfeld, Verlag, Potsdam. So. Hotel Prinz Heinrich.) Lethgesterner Weg, Erdkauterweg, Bergwerk, Frankfurterstraße, Klinikstraße, Buddestraße, Wilhelmstraße, Ebelstraße, Wilsonstraße, LiebigStraße Nr. 31 bis 35. 8. Wahlbezirk.( Wahllokal: Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 12.) Am Riegelpfad, Schiffenbergerweg, Hessenstraße, Gemarkung Schiffenberg, Liebigstraße( mit Ausnahme von Nr. 31 bis 35), Ludwigstraße, Alicestraße, Bismardstraße, Keplerstraße. 9. Wahlbezirk.( Wahllokal: Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 15.) Roonstraße, Großer Steinweg, Kaiser- Allee Nr. 1 bis 10, Moltkestraße, Ost- Anlage, Wiesenstraße, Sentenbergstraße, Licher Straße, Landmannstraße, Am Nahrungsberg, Bleichstraße, Lonystraße, Henselstraße, Zeughauskaserne. 10. Wahlbezirk.( Wahllokal: Bürgermeisterei, Zimmer Nr. 8) Ludwigsplatz, Bergstraße Nr. 1-9, Stephanstraße, Bruchstraße, Kaiser- Allee Nr. 12-122, Eichgärten, Eichweg, Wolfstraße, Neue Kaserne. Zu Wahl vorstehern und Stellvertretern sind ernannt worden: 1. in Gießen: für den 1. Wahlbezirk: Stadtverordneter Löber, Vorsitzender, Metzgermeister Ernst Ludwig Sack, Stellvertreter; für den 2. Wahlbezirk: Kommerzienrat Mueller, Vorsitzender, Kommerzienrat Schirmer, Stellvertreter; für den 3. Wahlbezirk: Geh. Kommerzienrat Gail, Vorsitzender, Stadtverordneter Troß, Stellvertreter; für den 4. Wahlbezirk: Stadtverordneter Leib, Vorsitzender, Stadtverordneter Simon, Stellvertreter; für den 5. Wahlbezirk: Stadtverordneter Winn, Vorsitzender, Stadtverordneter Plank, Stellvertreter; für den 6. Wahlbezirk: Stadtverordneter Helm, Vorsitzender, Stadtverordneter Friedberger, Stellvertreter; für den 7. Wahlbezirk: Stadtverordneter Jughardt, Vorsitzender, Direktor Louis Lemme, Stellvertreter; für den 8. Wahlbezirk: Beigeordneter Keller, Vorsitzender, Stadtverordneter Eichenauer, Stellvertreter; für den 9. Wahlbezirk: Stadtverordneter Huhn, Vorsitzender, Stadtverordneter Kommerzienrat Schaffstädt, Stellvertreter; für den 10. Wahlbezirk: Stadtverordneter Petri, Vorsitzender, Photograph Christian Zimmer, Stellvertreter; 2. in Annero d: Bürgermeister Horn, Vorsitzender, Gemeinderat Philipp Hahn 2., Stellvertreter; 3. in Hungen: Bürgermeister Fendt, Vorsitzender, Gemeinderat Heinrich Seibert 7., Stellvertreter; 4. in Londorf: Beigeordneter Becker, Vorsitzender, Gemeinderat Wilhelm Schnecker 1., Stellvertreter; Collisy& Bingel Möbel- und Dekorations- Geschäft Kaplansgasse 18 Telephon 828 Spezialität: komplette Wohnungs- Einrichtungen. Reichhaltiges Lager in Einzelmöbeln- einfache lack. Möbel, Personalbetten, Polstermöbelu.Matratzen Uebernehmen, Aufarbeiten und Modernisieren alter Polstermöbel und Dekorationen unter Zusicherung streng reeller fachmännischer Bedienung. Spezial- Werkstätte für feinere Polstermöbel und Dekoration. Persil Wissen Sie schon, daß Persil Ihnen die Wäsche nicht nur von selbst wäscht, sondern daß es Ihnen die Wäsche auch schont und erhält? 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