oder Dame meines satz ges, gesch Ik. 4 me gesucht erall grosser Verkauls Westfale Elberfel Röstere lwerk. ten appenflechts ausschläge, isse wäre, Aderte Words näckig: 0 ich hoffte o noch eine s bewährten LBE k.1.15.2.% alpackung mit Firm Weinboala surück. alrat 20, Bee plerpfi., Pere Chrysar. 0,5. Apotheken. ige ter Blätter n von Rudolf Moszkowski, und Gustar er Mitwirkung aler, wie Ernst W. A. Wellner, 5, H. Zille usw. cheinen, sind amüsantesten Sie pfleges hilderung des tischen Lebens dwerfen sat uf Politik und bte. nements 2.50 MR. 25 Pl. ndlungen. en Blätter W. 68. roppered chen Barb. für b. 20. Dar Offenbad a in Gießen Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 50 pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen - vierteljährlich 1,50 Mk., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den ZweigErscheint ausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mr. jeden Werktag früh.- Die„ Humoristischen Blätter" Redaktion: liegen wöchentlich einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Herausgeber: Albin Klein& Otto Fischer. Nr. 67. Telephon: Nr. 362. Zur Stichwabl. BeDie freisinnige Partei hat die Parole für den Sozialdemokraten ausgegeben. Daraus werden die nationalgesinnten Wähler der Stadt Gießen den Dank er= kennen, den die Freisinnigen für die sozialdemokratische Hilfe gelegentlich der letzten Stadtverordnetenwahlen abstatten. Wohl sind einige Mitglieder, die als amte und Reserve- Offiziere dem Kaiser und Großherzog den Treueid geleistet, davor zurückgeschreckt, diesen Beschluß mit ihren Namen zu decken und um Entbindung von der Abstimmung gebeten, aber der Mut, gegen einen solchen Beschluß mit ihrer ganzen Person einzutreten, hat ihnen gefehlt. Es ist dies das traurigste Zeichen der Zeit, das man dem deutschen Volke zu bieten vermag. Die Intelligenz der Bevölkerung, schreiben die Freisinnigen und Sozialdemokraten, tritt für Beckmann ein. Ja das ist„ die Intelligenz gegenüber dem halbgebildeten Bauer und Postagenten", wie sich einmal ein Gießener Professor sehr geschmackvoll ausgedrückt Beamte, die vierteljährlich im Voraus von den Großherzoglichen Staatskassen ihren Gehalt ausbezahlt er= halten, treten für den Kandidaten einer Partei ein, die dem Staate den Untergang erklärt und Bürger, Handwerker und Bauern sollen an die Wahlurne treten und den Mann einer Partei wählen, die es sich zum Ziel gesetzt, nicht eher zuruhen, bis das Bürgertum niederge rungen und beseitigt ist. hat. ver= Gottlob bilden solche pflichtvergessenen Beamten nur einen kleinen Teil unserer Staatsangestellten und wir geben die Hoffnung nicht aus, daß deutscher Sinn und deutsche Art auch in dieser Wahl den Sieg erringt und sich nicht irre machen läßt von Leuten, die ganz gessen haben, daß wir ein Vaterland besitzen, auf welches wir gerade so stolz sein können, als wie jede an= dere Nation auf das ihre. Das deutsche Kaiserreich ist gerade so schön, als wie die Republik Frankreich, und daß es auch gerade so stark ist und noch stärker, dafür haben seine Söhne schon 1870-71 den Beweis erbracht. Wenn mit der wachsenden Schuldenlast des Reiches den Wählern immer gruselig und bange gemacht wird, so wird dabei ganz vergessen, welche kulturellen Werte mit diesem Gelde geschaffen sind. Der fluge Kaufmann schätzt den Wert eines Mannes nicht nach seinen Hypothekenschulden ein, sondern er fragt auch, was stehen diesen für Vermögenswerte gegenüber. Bezüglich seiner sozialen Gesetzgebung und der Fürsorge für seine Arbeiter steht das Deutsche Reich an der Spitze aller zivilisierten Völker der Welt und daß es von allen Kennern als außerordentlich kreditwürdig gehalten wird, beweisen die jeweiligen vielfachen Ueberzeichnungen seiner aufgelegten Anleihen. Daß trotzdem von den Sozialdemokraten alles, was das Deutsche Reich schafft, in Schmutz und Kot gezogen wird, hat man nicht in letzter Linie den Parteien mitzuverdanken, welche die Reichsfinanzreform als einen Raubzug auf die Taschen des Volkes bezeichneten und es auch jetzt nicht fertig bringen, das Vaterland über die Partei zu stellen. Es ist in den Blättern der deutschen Geschichte nicht das erstemal, daß vor dem Parteigeist und Hader das große Ziel unserer Nation in den Hintergrund treten muß. Aehnlich lagen die Verhältnisse in deutschen Landen vor zirka 100 Jahren. Damals war es ein deutscher Professor Ernst Moritz Arndt, der jedem Lauen und Zweifler unter seinen Volksgenossen die Bahn zu einer großen Zukunft zeigte, indem er ihm im Hinblick auf das Land, das ihn geboren, die Worte zurief: der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer des Großherzoglichen Polizei Amfes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Montag den 20. März 1911 mitgliedern des nationalliberalen Vereins als von freisinnigen und deutsch- sozialen Wählern wurde unter schöner Zurückstellung der Parteiunterschiede die Notwendigkeit des Zusammenhaltens für die Kandidatur Dr. Werner betont, damit der Wahlkreis der nationalen Sache nicht verloren gehe. Andernfalls müßte der Verlust eines weiteren oberhessischen Wahlkreises ein niederdrückendes Beispiel für die allgemeinen Reichstagswahlen im Herbst geben. Es wurde ein Aufruf für die Kandidatur Dr. Werner beschlossen und ein Ausschuß für die zu leistende Wahlarbeit ernannt. Außerdem erklärten sich sämtliche Anwesenden bereit, in ihren Kreisen persönlich für die Beteiligung an der Wahl zugunsten Dr. Werners wirken. Wenn überall im Wahlkreis in gleicher Weise Stellung genommen wird, ist dem Bürgertum der Sieg sicher. Eine kleine Revolution in Gießen. zu ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Naum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Ausschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Gesamtleitung: Albin Klein. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. Grunde, das rentiert sich nicht". Nun, Freunde, wer am Samstag abend der Vorstellung beiwohnte, der ging anderen Sinnes von dannen. Das Gebotene war in jeder Hinsicht zufriedenstellend. Ernstes und Heiteres wechselte in bunter Reihenfolge. Die verschiedenen Bilder( 11 Nummern) waren vortrefflich. Besonders interessant schien mir das Leben und Treiben der Barineger. Ernste Szenen führte uns„ Die Braut des Kapitän s" vor Augen und doch war es trollig anzusehen, wie die Insulaner dem armen Mädchen Freude bereiteten, durch die verschiedenen Geschenke. Bei den„ geplätteten Rosen" wurden die Lachmuskeln der Anwesenden stark in Bewegung gesetzt. Lautlose Stille herrschte bei den Bildern„ Der Angriff auf Fort Ridgely". Gespannt hingen die Blicke auf den zahlreichen Bildern. Beinahe hätte ich das tolle Treiben der Pensionärin vergessen anzuführen. Um aber jede einzur zelne Nummer zu besprechen, dazu reicht der uns Verfügung stehende Platz nicht aus. Wer sich genußreiche Stunden machen will, der geht ins Kolosseum, es wird ihn nicht reuen. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Geborene. trude Elisabethe. " 7. Geometer Heinrich Böhm eine Tochter, Anna Marie Hildegard. " 7. Reisender Ernst Opfermann ein Sohn, August Robert Oswald. " 7. Fuhrmann Innocenz Krack eine Tochter. " 8. Friseur Ferdinand Aff ein Sohn, Ludwig. " 8. Gärtner Otto Noll ein Sohn, Hermann. " 9. Sergeant Peter Dutine eine Tochter, Ottilie Margarete Elisabethe. Die gestern Sonntag abend in Steins Garten zu GieBen stattgefundene Wählerversammlung, einberufen vom Wahlausschuß für die Kandidatur Dr. Werner, ist von den in außerordentlich großer Zahl anwesenden Sozialdemokraten zu einer Radauversammlung unanstän= digster Art verwandelt worden. Die beiden Redner des Abends, Fabrikant Schaumann aus Mülheim a. Ruhr, März 5. Taglöhner Ludwig Völk eine Tochter, Gerder gewiß dort in dem gewaltigen Industriegebiet mit Arbeitern viel zusammenkommt, hat erklärt, daß ihm eine solche Versammlung aus seiner Heimat nicht bekannt ist. Und Reichstagsabgeordneter Raab aus Hamburg, wo doch auch sehr viele Sozialdemokraten wohnen, hat im engeren Kreise mitgeteilt, daß in Hamburg die Wählerversammlungen viel anständiger verlaufen als diese. Es war darum unmöglich, die beiden interessanten Referate, besonders das des Reichstagsabgeordneten Raab über„ Mittelstand und Sozialdemokratie" den auch zahlreich anwesenden ruhigen bürgerlichen Wählern zur Kenntnis zu geben. Leider, und das muß auch einmal festgenagelt werden, haben viele Bürger und nationalgesinnte Wähler, wenigstens sie geben sich oft so, nicht den Mut in solchen kritischen Minuten, ihren Patriotismus zu bekunden. Wir haben z. B. gesehen, daß ein Geschäftsmann, der sehr viel für Staat Gemeinde zu tun hat, bei dem Hoch auf Kaiser und Reich wohl aus Angst vor den anwesenden Sozialdemokraten sitzen geblieben ist und erst von seinem Nachbar an seine Pflicht erinnert werden mußte. Bei dem Gesang„ Deutschland, Deutschland über alles" und „ Es braust ein Ruf wie Donnerhall" hat er auch den Mund gehalten. Aus Stadt und Land. " " " und " Gießen, den 20. März Gießen. Der Großherzog empfing den Oberstaatsanwalt Hofmann von Gießen. Gießen, 20. März. Das Ministerium des Innern hat die Erlaubnis zur Einfuhr von Schlachtvieh aus Frankreich mit Wirkung vom 18. Ifd. Mts. ab z u- rückgezogen. e Gießen. Zur Lahnkanalisation. Die Reichstagskommission für das Schiffahrtsabgabengesetz nahm den§ 1 mit großer Mehrheit ein. Danach sollen zum Rheinverband die Staaten Preußen, Bayern, Württemberg, Baden, Hessen und Elsaß- Lothringen mit dem Rhein, dem Neckar, dem Main( von der Kommission auf Antrag Dr. Dahlem eingefügt) der Lahn von Gießen bis zur Mündung in den Rhein, der Mosel und der Saar gehören. ,, Seien es kahle Felsen und öde Inseln wohnte nur Armut und Mühe dort mit dir, so ist Für die Einfügung der Lahn, die nach dem Gesetz kaes doch deine Heimat, so ist es doch dein Vater- nalisiert werden müßte, stimmte auch der Vertreter der land!" und Auch heute sollen alle Einsichtigen das Vaterland über die Partei stellen, den Blick auf's große Ganze richten und wenn sie im ersten Wahlgang einen Zettel mit dem Namen Adolf Korell in die Urne gelegt haben, sollen sie bedenken, daß dieser sich selbst als national gesinnter Politiker bezeichnet hat. Sie sollen ihre Stimme keiner Partei zuwenden, die sich selbst international nennt, sondern Mann für Mann eintreten für den bürgerlichen Kandidaten, der der Größe und Machtstellung unseres Vaterlandes und den Interessen des schaffenden Volkes seine Arbeit widmet. Dieser Mann ist: Dr. Ferdinand Werner- Butzbach. Reichstagswahlvorbereitungen. -i- Grünberg, 18. März. Am Donnerstag abend fand im Englischen Hof eine von Mitgliedern aller drei bürgerlichen Parteien gut beschickte Besprechung statt, in der Stellung zur bevorstehenden Stichwahl genom men wurde. Sowohl von den anwesenden Vorstands Wirtschaftlichen Vereinigung Abg. VogtHall. Die Regierungen verhalten sich noch zu diesen Neueinfügungen in das Gesetz ablehnend. Vielleicht besinnen sie sich noch darüber. Denn die Kanalisation der Lahn ist aus wirtschaftlichen Gründen für unsere Gegend von außerordentlichem Vorteil, ja gewissermaßen eine Notwendigkett um unseren Bergbau, Steinbruchs= industrie 2c. wieder rentabel zu gestalten. Abgeordneter Behrens, der der Kommission zwar nicht angehört, hat sich um die Einbeziehung der Lahn sehr bemüht. * Gießen. Der ordentliche Professor an der Universität Budapest Dr. L. Schlesinger hat einen Ruf an die Universität Gießen als Nachfolger des am 1. April d. Js. in den Ruhestand tretenden Professors der Mathematik Geh. Hofrat Dr. Pasch angenommen. Er wird seine Lehrtätigkeit an unserer Universität zu Beginn des Sommersemesters aufnehmen. -r- Gießen, 19. März.( Eröffnungsvor= stellung im Kolosseum.) Gar mancher, der von dem neuen Lichtbildtheater, das sein Domizil in dem schönen Saal hei Rösch, Walltorstraße 38, aufgeschlagen hat, hörte, wird sich gesagt haben:„ Der geht zu 9. Former Georg Heller eine Tochter. 10. Spenglermeister und Installateur Heinrich Appel eine Tochter, Helena Katharina. 10. Lokomotivführer Georg Hartmann ein Sohn, Walter. 10. Schuhmachermeister Johannes Glitsch ein Sohn, Karl Johann. " 11. Bahnschlosser Karl Stommel eine Tochter, Margarete Marie. " " 11. Hilfsweichensteller Heinrich Albach eine Tochter, Anna. 12. Hoteldirektor Karl Hermann Friedrich Bruns ein Sohn, Karl Friedrich Wilhelm Franz. Aufgebote. März 11. Wilhelm Troß, Hilfsheizer in Gießen, mit Emma Hofmann in Klein- Linden. " " " " " " " " " 11. Dr. Arthur Gerhard Franz, Gymnasiallehrer a. D. in Gießen, mit Helene Mathilde Agnes Hanzsch in Dresden. 11. Dr. Georg August Kipper, prakt. Arzt in Gießen, mit Helene Wilhelmine Rinke in Bochum. 11. Hermann Ubrig, Lokomotivheizer in Gießen, mit Augusta Margareta Katharina Eichler in Fulda. 11. Emil Hermann Gustav Berbaum, Stallschweizer in Weißenfels a. S., mit Auguste Luise Lina Wiedemann in Dornburg. 13. Wilhelm Decher, Unteroffizier in Gießen, mit Elisabethe Müller in Großen- Buseck. " 13. Friedrich Wilhelm Hörstel, Former in Lollar, mit Minna Hof in Gießen. 14. Georg Jakob Spaz, Geometer 2. Klasse in Gießen, mit Anna Katharina Gebhardt in Darmstadt. 14. Eberhard Metzger, Forstassessor, mit Jda Lindenborn, beide in Gießen. " 15. Arno Voigt, Glaser, mit Johanna Sickert, beide in Gießen. 15. Valentin Wex, Musketier in Gießen, mit Katharina Dietz in Bad- Nauheim. 16. Konrad Gleißner, Sergeant in Gießen, mit Martha Rosa Olga Gehrke in Kirtorf. Eheschließungen. März 11. Karl Schwan, Landwirt, mit Karoline Flick, " geb. Ockel, beide in Gießen. 11. Richard Pfaff, Kaufmann, mit Mathilde Wiedmener, beide in Gießen. " 11. Karl Gladigow, Postillion, mit Elisabeth Schupp, beide in Gießen. " 11. Emil Marquardt, Kaufmann, mit Johanna Werner, beide in Gießen. Gestorbene. März 9. Heller( Mädchen, ohne Vornamen) ½ Stunde alt. " 14. Gertrud Marie Petzold, 1 Jahr alt. Deutscher Reichstag. Darlegungen des„ Peuple" verdient hauptsächlich folgende Stelle, die von den Bildungs- und den Lohnverhältnissen in Deutschland und Belgien handelt, wiedergegeben zu werden:„ Unser armes Volk lebt in tiefster Unwissenheit und Dummheit; man bedenke, daß unter den Refruten in der Provinz noch immer 10 bis 14 Prozent Analphabeten sich befinden. Was die Löhne anbelangt, so sei nur darauf verwiesen, daß nach einer Enquete über die Arbeitslöhne in Brüssel wo die Existenzbedingungen annä hernd die gleichen sind wie in Berlin foum 15 Prozent der Arbeiter einen regelmäßigen Verdienst von 4 Frank ( 3,20 Mt.) pro Tag erreichen." Also 85 Prozent aller Brüsseler Arbeiter verdienen weniger als 3,20 Mt. pro Tag! Damit vergleiche man die Verhältnisse in Berlin. In der italienischen Kammer verlas der Präsident am Freitag eine Glückwunschdepesche des Präsidenten des Deutschen Reichstags aus Anlaß des 50. Jahrestages der Vereinigung des Königreichs Jtalien. Der Präsident und alle Abgeordneten erhoben sich von ihren Sitzen. Die Verlesung wurde mit wiederholtem enthusiastischem Beifall begleitet. Der Präsident erklärte im Anschluß an die Verlesung des Telegramms, nach dieser Kundgebung, die Zeugnis dafür ablege, wie das italienische Parlament und ganz Italien des Bandes gedächten, das Italien mit der edlen deutschen Nation verknüpft, erachte er sich ohne weiteres beauftragt, dem Reichstag durch ein Telegramm die Gefühle der Freundschaft Italiens auszudrücken.( Lebhafter andauernder Beifall.) Unterstaatssekretär Fürst Discalea schloß sich im Namen der Regierung den erhebenden Worten des Präsidenten und der ergreifenden Kundgebung an, mit der die italienische Kammer den Gruß des großen be= freundeten verbündeten Volkes erwidere. Zu Beginn der Stzung vom Freitag gedachte Präft dent Graf v. Schwerin- Löwiß des 50jährigen Jubiläums des Königreichs Italien und brachte das von ihm aus diesem Anlaß an den Präsidenten der italienischen Deputterfenkammer gesandte Glückwunschtelegramm zur Kenntnis des Reichstags. Sodann wurde bei ziemlich mäßig besetztem Hause und sehr geteilter Aufmerksamkeit die Einzelberatung des Etats für das Reichsamt des Innern weitergeführt. Den Titel: Beitrag für den Verband deutscher Arbeitsnachweise benußte der Abg. Severing( Soz.), um sich für paritätische Arbeitsnachweise einzusetzen. Er lockte den Abg. Giesberts( Str.) dadurch auf den Plan, der sich dagegen verwahrte, die öffentlichen paritätischen Arbeitsnachweise angegriffen zu haben; er begrüßte im Gegenteil deren fortgesetzt gute Entwickelung. Nach weiterer Zwiesprache zwischen beiden Herren über dieses Thema folgte bald eine längere Rede des Hamburger Abg. Megger( Soz.). Er suchte nachzuweisen, daß die Seeberufsgenossenschaft eine Vereinigung von Interessenten sei, die in ihren eigenen Reedereibetrieben die Vorschriften der Berufsgenossenschaft nicht beachten. Sie trage die Schuld an dem Untergange einiger Frachtdampfer und an anderen Unglücksfällen, die mit dem Verlust an Menschenleben verbunden gewesen seien. Der Regierungsvertreter trat den Ausführungen des sozialistischen Redners sehr lebhaft entgegen. Er stellte fest, daß der Seeberufsgenossenschaft nur die laufende Kontrolle über die Seetüchtigkeit der Schiffe obliegt, daß für die Ausrüstung im einzelnen Falle aber der Schiffsführer verantwortlich ist. Die Ausdehnung der Verpflichtung der Reichskommiffare, die Auswandererschiffe mit den Hunderten und Tausenden von Passagieren vor der Abfahrt zu befichtigen, auch alle Frachtdampfer sei eine Unmöglichkeit; sie würde den gesamten Schiffsverkehr lahm legen. Die Seeberufsgenossenschaft erfülle ihre gesetzlichen Aufgaben in vorzüglicher Weise. Im übrigen fet die Seeschiffahrt ein Gewerbe, das unter dem Gesichtspunkt der ausländischen Konkurrenz betrieben werden müsse.. Hinsichtlich des Alters unserer Kauffahrteischiffe ständen wir selbst der ersten seefahrenden Nation, England, gegenüber außerordentlich günstig da. Nach Ausführungen des Abg. Schwarz- Lübeck ( Soz.), eines früheren Schiffsfochs, traten mehrere Redner, wie die Abgg. Kirsch( 3tr.), Raab( W. Vg.), der ein Reichsschiffahrtsamt forderte, und Heckscher( fortschr. Vp.) dem Vertreter der Verbündeten Regierungen zur Seite. Bei dem statistischen Amt verlangte Freiherr v. Gamp( Rp.) Vereinfachung durch besseres Zusammenarbeiten der Aemter der Einzelstaaten mi idem des Reiches. Abg. Röside( fons.) for= derte eine industrielle Produktionsstatistik, von dem er sich den Erweis erhoffte, daß die Landwirtschaft die Haupterzeugerin von Gütern sei. Doormann( fortschr. Volksp.) meinte skeptisch, daß gegenüber jeder Produktionsstatistik Vorsicht geboten sei. Der Staatssekretär sprach sich gegen eine Zusammenlegung der statistischen Arbeiten des Reiches und der einzelnen Bundesstaaten aus. Dann ging die Debatte noch einige Zeit ziemlich eintönig weiter, bis schließlich Vertagung auf Sonnabend erfolgte. Rundschau vom Cage. Politisches. Zum Besuch des Kaiserpaares in Wien erfährt die offiziös bediente Wiener Korrespondenz Wilhelm": Die Ankunft des deutschen Kaisers, der Kaiserin sowie der Prinzessin Biktoria Luise und des Prinzen Joachim erfolgt am 24. März auf dem Bahnhofe um 10% Uhr vormittags. Kaiser Franz Josef wird voraussichtlich hier feine Gäste empfangen und begrüßen. Nach einem Aufenthalt von wenigen Minuten wird die Fahrt nach Station Benzing fortgesetzt, wo die Begrüßung durch die Erzherzöge und Erzherzoginnen und die Würdenträger erfolgt. Von dort wird die Fahrt zu Wagen nach Schönbrunn fortgesezt. Mittags findet im Schönbrunner Schloß Frühstück, abends Tafel statt. Hierauf setzt das deutsche Kaiserpaar mit der Prinzessin und dem Prinzen die Reise nach Benedig fort. Russische Probemobilmachungen an der chinesischen Grenze haben nach Petersburger Meldungen begonnen. Zweifellos will Rußland damit zunächst seiner letzten Note an China jeden nur möglichen Nachdruck verleihen. Man tann auch annehmen, daß die chinesische Regierung die Verhandlungen jetzt rascher und mit größerer Nachgiebigfeit führen wird. Immerhin ist die Lage äußerst gespannt, zumal da, namentlich auf chinesischer Seite, die Stimmung der Grenzbevölkerung sehr erregt ist. Eine Hanjabundtandidatur soll in dem pommerschen Reichstagswahlkreise Ueckermünde- Usedom- Wollin geschaf fen werden. Für den verschwundenen Bürgermeister Troemel von Usedom wollen nämlich die Liberalen des Wahlkreises jetzt den Vorsitzenden des Hansabundes für Pommern, Fabrikbesitzer Dr. Toepfer als gemeinsamen liberalen Kandidaten aufstellen. Verhandlungen, an denen auch hervorragende Parlamentarier beider liberaler Parteien teilgenommen haben, sind zu einem günstigen Abschluß geführt worden und die Proklamation dieser neuen Hansabundkandidatur steht unmittelbar bevor. tiv warf sich der Mann zur Erde, längs der Schtenen, und der Zug rasselte über ihn hinweg, ohne thm jedoch mehr als einige kleine Hautabschürfungen zuzufügen. Den her beieilenden Augenzeugen erzählte der Gerettete, die Bett, die er unter dem Zuge zugebracht, habe ihm wie eine Ewigfeit geschienen. Dabei fuhr der Zug mit 70 Kilometer Geschwindigkeit. Die Wahlvorschriften für die bevorstehende Wahl der „ Gesetzgebenden Versammlung" in Portugal, die jetzt veröffentlicht werden, sind recht interessant. Die gesamte männliche Bevölkerung über 21 Jahre, die imstande ist zu lesen und zu schreiben, und ihren eigenen Lebensunterhalt zu erwerben, wird zur Wahl zugelassen. Sämtliche Soldaten, Zivilgouverneure und andere Staatsbeamte haben kein Wahlrecht. Richter, Geistliche, katholische wie protestantische, fönnen nicht als Abgeordnete gewählt werden. Der Tag der Wahl, der auf den 30. April festgelegt waz, ist bis zum 14. Mai verschoben worden. „ Wir haben es bei Euch in Deutschland besser gefunden als bei uns" das ist das Endurteil, in das der belgische Sozialdemokrat Fischer, Redakteur an der Brüsseler Zeitung Le Peuple", die Ergebnisse und Eindrücke des Studienaufenthaltes der belgischen Arbeiterdelegationen in Berlin und Leipzig zusammenfaßt. Aus den ausführlichen 19) Das Familiengeheimnis. Roman von 2. Walter. ( Nachdruck verboten.) Zwei gefährliche Einbrecher wurden in der Kirche zu Burtscheid bei Aachen verhaftet, die nach der Auffassung der Polizei Mitglieder einer Verbrecherbande sein sollen, die zahlreiche Kirchendiebstähle in West- und Mitteldeutschland ausgeführt hat. Der eine der Spitzbuben sprang von dem zehn Meter hohen Orgelchor herunter und brach dabei beide Beine. Von Aachen aus wollten die Spitzbuben nach Berlin und Leipzig weiter reisen. Ngungel auf aus etnig willfommen zu Buffeltier an abging Jägern ni Verfolgung tr Siffels und g glich wurde kr angefchoffer rrorbrad), u km der erste in orden war, Eiken, der it den Sörne Kirper. Als rige Maffe Sfer ab und Cahrte des Zwei jugendliche Erpresser wurden in Krumbach bayerisch Schwaben verhaftet. Es sind zwei 17jährige Schlosserlehrlinge, die unter Drohungen von der Frau etnes Oekonomierats 500 Mark verlangt hatten, die an et= nem bestimmten Plaz niedergelegt werden sollten. In der Wäschmangel den Kopf zerquetscht hat sich in Saalfeld das Kind einer Arbeiterfamilie. Es war von der Mutter mit in die Rollstube genommen worden, wo es beim Spielen in einem unbewachten Augenblicke zwischen Rollkasten und Wand geriet, so daß der Kopf zerquetscht wurde. Das Kind war sofort tot. Ein seltsames Licht auf die Lage in Merito wirst die Wieldung eines angesehenen japanischen Blattes, die der Londoner„ Daily Expreß" anführt. Danach hat die meritanische Regierung die Entsendung eines Sonderbevollmächtigten nach Japan bis zum September verschoben. Es wurde in der nach Japan gelangten Meldung hinzugefügt, daß das Gefolge des Sondergesandten aus 5 Personen bestehen würde und daß die Gesandtschaft etwa 14 Tage in Tokio bleiben würde. Der„ Daily Expreß" fügt ganz richtig hinzu, daß es schwer ist, sich einen vernünftigen Grund für die Entsendung einer mexikanischen Sondergesandtschaft nach Japan zu erklären, außer, wenn diese Sondergesandtschaft Dinge betreiben will, die mit den amerikanischen Befürchtungen über den Abschluß eines mexikanisch- japanischen Geheimvertrages zusammenhängen. Der Arzt beschäftigte sich nun mit der Kranken selbst, tief die Wärterin, erteilte Befehle und ging zu Wilhelm Junker, der in höchster Abspannnung auf dem Sofa saß. Der arme Mann sah recht bleich aus. Nun, Doktor?" rief er, erschreckt auffahrend. " Ich bin zufrieden mit dem Zustande Ihrer Frau.. Schlafen Sie, auch ich werde mich der Ruhe für einige Stunden hingeben." Der Arzt nahm Abschied und verließ das Haus. Wilhelm schlich in das angrenzende Zimmer und trat leise an das Krankenbett. Cäcilie schlief. Auch der Gatte ging nun zur Ruhe. 5. Kleine nadridhten. Das Beispiel seines Lehrers hat einen zwölfjährigen Volksschüler in Ludwigshafen zum Selbstmörder werden lassen. Er erhängte sich, nachdem er erfahren hatte, daß sein Lehrer sich ebenfalls durch Erhängen das Leben genommen hatte. Während eines Faustwettkampfes, der von einem Londoner Sportklub veranstaltet worden war, wurde plötzlich einer der Teilnehmer ohnmächtig und starb wenige Minu ten später. Die ärztliche Untersuchung der Leiche ergab, daß ein Herzschlag infolge der großen Aufregung den Tod des Unglücklichen herbeigeführt hatte. Vom Dache abgestürzt ist in Bamberg ein Klempnermeister, als er an einem 25 Meter hohen Neubau die Abflußrohre anbrachte. Er war sofort tot. Ein Mädchen als leidenschaftliche Raucherin dürfte zu den Seltenheiten gehören. Vor einigen Tagen entfernte sich die 16jährige Tochter des Besizers Samuel in Kosziol( Ostpreußen) heimlich vom Gehöft, weil ihr verboten wurde, beständig Tabak zu rauchen oder zu kauen. In diesen Tagen wurde das Mädchen in dem Kruge eines entfernten Dorfes, als Junge verkleidet, aufgefunden. Sie hatte sich, um dem Tabaksgenuß nicht entsagen zu müssen, die Haare abschneiden lassen, Knabenkleider angelegt und fich als Hüterjunge verdingt. Nach einigen Tagen schon hatte Karl das Geschäft des verstorbenen Vaters vollständig fennen gelernt. Die aufgenommene Inventur zeigte klar den Bestand. Horn, der alte Rassierer, schüttelte den Kopf und der junge Chef sah traurig den Kassierer an. Man hatte ein anderes, ein günstigeres Resultat erwartet. 3og Selma die fünfundsiebzigtausend Taler zurück, die ihr laut Geheimabuch gebührten, so stand es sehr übel.„ Ich lasse mir es nicht nehmen," sagte in einer vertraulichen Besprechung der Alte, es muß durchaus ein Geheimnis obwalten, denn wie wir das Geschäft gefunden, kann es nicht immer gewesen sein. Bedeutende Verluste hat das Haus nicht erHitten, ich müßte sonst darum wissen." ,, Haben Sie seine Vermutung?" fragte Karl. " Vermischtes. Die 12 Apostel, Altersgenossen des Prinzregenten Luitpold von Bayern, die am Gründonnerstag in die Münchener Residenz zur Fußwaschung kommen, sind zusammen 1188 Jahre alt, die ältesten 95, die jüngsten 92 Jahre. Sie werden neu gekleidet und vom Regenten, dessen Gäste sie sind, nach der Fußwaschung mit 30 Silberlingen beschenkt, die ihnen in einem weiß- blauen Seidenbeutel um den Hals gehängt werden. Die Zeremonie der Fußwaschung, als Zeichen der Demut nach Jesu Vorbild, vollzieht der Regent unter geistlicher Assistenz. Die Leute fizzen auf einer Estrade, damit sich der alte Herr nicht allzu tief zu bücken braucht. Es wird übrigens nur ein Fuß gewaschen, durch Benegung aus einer Kanne. Der Regent wischt mit dem ihm gereichten Handtuche über den Fuß, den dann der Stiftsprobst füssen muß. Die Apostel, meist Austragsbauern, die man in allen Provinzen des Königreichs zusammensucht, werden in München immer sehr gefeiert. Es zählt aber auch zum höchsten Stolze für jeden Hochbetagien Bayern, zur Fußwaschung zu kommen. Ein Duell zwischen Gymnasiasten ist die neueste Pariser Sensation. Es fand zwischen den beiden Jungen zunächst ein Pistolenduell mit zweimaligem Kugelwechses statt. Darauf bekämpften sich die Gegner mit dem Degen weiter, bis einer von ihnen am Arm verwundet wurde. Die grimmen Widersacher versöhnten sich, nachdem so der Ehre Genüge geschehen war, durch eine Umarmung und empfingen die Glückwünsche ihrer Kameraden. " Ich würde an Darlehen denken, die Ihr Vater an= deren gewährt, wenn sich das Geheimbuch nicht vorgefunden hätte, und dies müßte doch Notizen enthalten. Es ist noch ein Fall möglich, nämlich der, daß Herr Halling den Umfang seines Vermögens größer in den Augen der Welt gemacht. als es in Wirklichkeit ist." Auf wundersame Weise dem Tode entronnen ist ein französischer Landmann. Er wollte das Gleis einer Bahn überschreiten, als plötzlich ein Zug heranbrauste. Instink,, Dies alles erklärt die Schuld an Selma nicht." ,, Freilich, freilich!" Wozu raten Sie mir Horn: soll ich schweigen oder ein offenes Wort reden? Die Ungewißheit wirkt peinlich auf mich, daß ich fast die schlimmste Gewißheit vorziehen möchte." ,, Nein," rief Horn,„ Sie dürfen noch nicht reden Ihre erste Pflicht ist, das Geschäft zu erhalten. Lassen Sie die Tante an sich kommen, der ich, unter uns gesagt, nicht recht traue." Aber der letzte Wille meines Vaters Was der Hosenrock anrichten tann! Dem täglich wachsenden Sündenkonto des Hosenrocks ist jetzt auch der Bruch einer Verlobung zur Last zu schreiben. In London hat eine junge Dame ihren ehemaligen Bräutigam, einen Landschaftsmaler auf Einhaltung des Eheversprechens vertlagt, weil er die Verlobung für aufgehoben erklärte, als sie darauf bestand, die jupe- culotte zur Trauung anzuziehen. Der Richter aber hat dem hosenrodfeindlichen Maler Recht gegeben und die Klägerin abgewiesen. O Hosenrock! Ich wage nicht zu behaupten, daß die Handschrift echt ist. Bleibt es mir auch ein Rätsel, wie ein Fremder zu dem Geheimbuche gekommen, so gebe ich doch so lange meine Zweifel nicht auf, als positive Beweise nicht vorliegen. Warten Sie, warten Sie! Tante Selma muß sich melden, Sie dürfen nicht anfragen. Ignorieren Sie das Geheimbuch, dies ist mein Rat." Under der junge Mann befolgte den Rat. Masernepidemie in England. Nicht weniger als 150 Todesfälle sind in London in der letzten Woche verzeichnet worden. Das bedeutet eine Zunahme von 75 Fällen gegen die Vorwoche. Seit den letzten vier Wochen sind insgesamt 546 Personen der Masernepidemie zum Opfer gefallen. Am vergangenen Sonntag allein erkrankten 748 Personen an Masern; sie werden fast alle in den Spitälern Londons behandelt. In verschiedenen anderen Gegenden Englands ist die Krankheit ebenfalls ausgebrochen. In zahlreichen Gemeinden mußten die Schulen wegen der Epidemie geschlossen werden. auf naheft 3agen des fu Der Stern to berichtet: gründete Bol Buschauerfa ben fich auch wird. Die Ku nehimmel dar Geburtsstunde Konftellation Gregorianischen Silfe einiger ten befand sich Ein schwerer Jagdunfall hat fürzlich im Süden des Schutzgebietes Deutsch- Ostafrika ein Menschenopfer gefor= dert. Nach den mündlichen Mitteilungen eines der Beteiligten, eines Wildhändlers und Auffäufers der Firma Hagenbeck ging er mit seinem Gefährten im Gebiete des oberen Rufiyflusses im Dezember vorigen Jahres eines Morgens auf die Jagd, um ein Stück Wild für die Lagerküche zu schießen. Der eine Europäer trug eine Schrotflinte, der andere führte ein kleinkalibriges Kugelgewehr. Nach einer Weile Marsches stießen die beiden im dichten Die Epidemie, die so rasch aufgetreten, verlor bald an Heftigkeit. Es zog wieder Ruhe in die Gemüter ein und wer nicht den Tod lieber Verwandten oder Freunde zu beklagen hatte, durfte sich dem Genusse des Lebens überlassen. Am Tage arbeitete Karl mit der ihm eigenen Emsigkeit und Gewissenhaftigkeit. Abends war er bei seiner Braut, die ihm ein Glück ohne Grenzen bereitete. Hätte er nicht regelmäßig die Abendstunden bei der Geliebten verbracht, so würde er bemerkt haben, daß Selma nicht selten gegen neun Uhr das Haus verließ und um zehn Uhr erst zurückkehrte. Karl, der gegen elf Uhr antam, fand die Lante stets im Negligee, wenn er sie aufsuchte; sie verriet durch kein Wort, durch keine Anspielung, daß sie einen Gang unternommen habe. Eines Mittags bei Tisch sagte er ihr:„ Heute sind mir vom Handelsgerichte die Papiere zugestellt, wonach ich der Träger der Firma, mithin der Besitzer des Geschäfts bin. Es wären demnach alle nötigen Formalitäten erfüllt." ,, Ach," rief Selma lächelnd,„ ich gratuliere, Herr Karl Halling! Nun wird auch wohl unser Schild eine andere Gestalt erhalten?" " Ich werde einfach schreiben lassen: Friedrich Hallings Nachfolger. Der Name meines Vaters soll sobald nicht verschwinden, er ist mir zu heilig." ,, Recht so, Karl! Der Name meines Bruders hat einen zu guten Klang, als daß man ihn ohne weiteres auslöschen könnte. Nun erlaube mir eine Frage im Ver= trauen: wie geht es Deiner Braut?" Der junge Mann errötete zwar, aber er antwortete doch mit fester Stimme: " , Es geht meiner Auguste recht gut!" ,, O, wie freut mich das! Und Dinge dieser Art, die so wichtig für unsere Familie sind, muß man von fremden Leuten hören!". „ Ich begreife nicht, wen mein Verhältnis zu Auguste interessieren fann." " ,, Mich, Deine Tante!" ,, Natürlich, aber fremde Leute... „ Karl, hast Du wirklich die Absicht, Dich zu verhelraten?" „ Sobald die Trauerzeit vorüber ist, führe ich Auguste heim; ich habe unter den obwaltenden traurigen Verhältnissen meine Herzensangelegenheiten nicht berühren wollen... Du würdest sie jetzt erfahren haben." Selma legte bedächtig ihre Serviette zusammen. ,, Kar!," sagte sie,„ Du weißt, daß ich es gut mit Dir meine und daß ich stets auf Dein Wohl bedacht bin. Dein Vater verschmähte es nicht, in schwierigen Fällen mit mir zu beraten... folge aus Du diesem Beispiele." „ Gern, recht gern!" ,, Besitzt Deine Braut Vermögen?" „ Nein!" Fortsetzung folgt.) Eturn am Si denen bis 31 the größere of dere Größe de dere Lichtstärke jielt werden n Die Rache jeit, daß Theo bes Strafgefek ligen Lebens furjem in Sar fält die ,, Nat pheus Armen Intszimmer i Sigung wahrz pinft einen vo tuft dem Lent fahren, und zw in Beregung, letrifchen Str Die Fußgänger den die Straß Did allen Sch fält der Chauf en Passagiere Parbrichter fta i hinein. E and den Fahrp m er denn i neidert dieser rigter, Sie ha traje wegen U Dagen genomn liefer Norschri Lamas au Staatsregierun lerien Versuc len. Als erst userjehen. D ind außerorde ind Schlachtti arten Geschm Fett. Die G ung aller, die ut intereffi Die Einn Einblicke in d aver Paffion teenung für Laimen belie hließlich der Mort, fo da Son diesem Schlachthaust Immertorret blat Bermen it Zwede de Stigteitszme Bajerleitur Sergrößerun Förderu 0000 M, D egen nur 1 Förderung ir Obstbau ungs- und last. Gine Beiträge, gr onsfonds. 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Flöglich wurde der zuvorderst gehende Jäger gewahr, wie der angeschossene Büffel in nächster Nähe aus dem Busche hervorbrach, um die Jagdgesellschaft anzunehmen. Nachdem der erste Europäer einfach über den Haufen gerannt worden war, spießte der waidwunde Büffel denselben Schützen, der die zwei Kugeln auf ihn angebracht hatte, mit den Hörnern auf und zermalmte in höchster Wut den Körper. Als die Leiche nur noch eine formlose blutigbreiige Masse bildete, ließ das wütende Tier von seinem Opfer ab und folgte der abgegangenen Herde. Der weiße Gefährte des Getöteten und die schwarzen Träger hatten fich auf nahestehende Bäume geflüchtet und waren dort Zeugen des furchtbaren Schauspiels. Der Sternenhimmel des Zaren. Aus Petersburg wird berichtet: Das vom Zaren Nikolaus 2. in Petersburg gegründete Volkshaus erhält jetzt ein neues Theater, dessen Zuschauersaal nicht nur der größte der Wel. sein, sondern sich auch durch eine andere Besonderheit auszeichnen wird. Die Kuppel des Saales wird nämlich den Sternenhimmel darstellen, und zwar in der Konstellation der der Geburtsstunde des Kaisers. Mit der Bestimmung Konstellation war Professor Glasenapp, ein Gegner des Gregorianischen Stils, betraut, der die Arbeit jetzt mit hilfe einiger Assistenten beendigt hat. Von den Planeten befand sich in der Geburtsstunde des Zaren nur der Saturn am Himmel. An der Kuppel werden die Sterne bis zu denen der vierten Größe dargestellt sein, wobei ihre größere oder geringere Helligkeit durch die verschie dene Größe der Deffnung in der Decke und die verschie dene Lichtstärke der entsprechenden elektrischen Lampen erzielt werden wird. schloß der Pesttongreß mit großer Stimmenmehrheit, die Plombierung in jedem notwendigen Falle vorzunehmen. Sie soll allerdings nur bei dem einfachen Volk erfolgen, das sich jeder Maßnahme der Sanitätsbehörde widersetzt. Das Abflauen der Pest ist ausschließlich auf dieses unerbittliche System der Sanitätsbehörden zurückzuführen. Die Plombierung erfolgt seit dem 28. Februar in allen von der Best bedrohten chinesischen und russischen Städten. besteht in einem kleinen eng um das linke Handgelenk geschmiedeten Nidelkettchen, an dem sich eine Bleiplombe befindet, durch die der betreffende Chinese für gesund erflärt wird. Die mandschurische Grenze dürfen nur plombierte Chinesen überschreiten. u Sie Die erste Luftbriefpost. Die Flugmaschine, die bis vor furzem in der Hauptsache nur sportlichen Zwecken und Interessen diente, gewinnt neuerdings auch als praktisches Verfehrsmittel immer erhöhtere und umfassendere Bedeutung. So befanden sich, wie aus London gemeldet wird, unter den Sendungen, die mit der indischen Post aus Bombay in England eintrafen, auch mehrere Briefe, die den Poststempel der Hauptstadt der indobritischen Nordwestprovin= zen Allahabad und eine neue Postmarke trugen, die ein nicht gewöhnliches historisches Interesse beanspruchen darf. Befagte Marke zeigt das Bild eines über eine Gebirgskette fliegenden Aeroplans mit der Aufschrift:„ Ausstellung der Vereinigten Provinzen Allahabad 1911." Die eigenartige Marke verdankt ihr Entstehen der von der indischen Postbehörde dem Kapitän Windham erteilten Erlaubnis, mit der Ausstellung in Allahabad einen Luftpostdienst einzurichten, der die Möglichkeit der Briefbeförderung aus einer be= lagerten Stadt durch Flugmaschinen praktisch demonstrierren soll. Die Luftpost untersteht der persönlichen Aufsicht des Generalpostmeisters der Vereinigten Provinzen und dient ausschließlich der Auflieferung von Briefen und Postfarten. Die Postbehörde wollte im übrigen feine Erhöhung der Portokosten eintreten lassen, sondern die für die Beförderung durch Aeroplane bestimmten Sendungen wurden in einem Separatkouvert nach Allahabad geschickt unter Berechnung einer geringen Zuschlagsgebühr. Die Post wurde dann auf dem Ausstellungsplate in die Aeroplane verla= den, um von hter auf dem Luftwege nach dem Postamt von Allahabad transportiert, um dann postmäßig weiterbefördert zu werden. Zum Gedächtnis des denkwürdigen Ereignisses wurden in der postalischen Druckerei die Spezialmarken hergestellt. Die Rache des Chauffeurs. Ein lustiger Vorfall, ier zeigt, daß Theorie und Praxis oder daß die Bestimmungen des Strafgesetzbuches und die Anforderungen des täglichen Lebens sich nicht immer decken, ereignete sich vor furzem in Hamburg. Ein bekannter Landrichter, so erzählt die ,, Nationalzeitung", hatte etwas lange in Morpheus Armen gelegen und wollte nun eiligst nach seinem Amtszimmer im Strafjustizgebäude, da er eine wichtige Gizung wahrzunehmen hatte. Er stürzt auf die Straße, winkt einen vorbeifahrenden freien Kraftwagen heran und ruft dem Lenke: zu ihn nach dem Strafjustizgebäude zu fahren, und zwar so rasch wie möglich. Das Auto setzt sich in Berregung, jedoch mit einer„ Geschwindigkeit", daß die elektrischen Straßenbahnen, die Pferdedroschken und selbst die Fußgänger den Wagen überholen. Mit Vorsicht werden die Straßenkreuzungen befahren, in weitem Bogen wird allen Schutzleuten ausgewichen, und vorschriftsmäßig hält der Chauffeur hinter einem Straßenbahnwagen, dessen Passagiere im Aussteigen begriffen ni. Der Herr Landrichter stampft nervös mit den Füßen und wütet in há hinein. Endlich mit großer Verspätun angekommen und den Fahrpreis bezahlend, fragt er den Chauffeur, warum er denn in aller Welt so langsam gefahren sei. Da erwidert dieser treuherzig: Ja, wissen Sie, Herr Landrichter, Sie haben mich erst gestern in fünfzig Mark GeldStrafe wegen Uebertretung der Straßenordnung für Kraftwagen genommen, da wollte ich heute ganz genau nach Dieser Morschriften fahren." Lamas auf der Lüneburger Heide. Die preußische Staatsregierung beabsichtigt auf wenig brauchbaren Ländereien Versuche mit südamerikanischen Lamas anzustellen. Als erstes Versuchsfeld ist die Lüneburger Heide ausersehen. Das Lama ist das genügsamste Tier der Art und außerordentlich nüzlich. Es wird als Zieh,- Reitund Schlachttier verwendet. Das Fleisch besitzt einen sehr zarten Geschmad. Von großem Wert sind auch Wolle und Fett. Die Einführung dieser Tiere verdient die Beachtung aller, die sich für den Aufschwung der deutschen ViehBucht interessieren. ReDen tel, Des ner für en. ch= uch hat en et= als zu= Jen D 150 met gen ge= ge= 748 tä: Geen. der Des For Be ma Des Tes ercothr. ten arl ere ngs icht ei115: Set: tete die den ufte Sei ufte Ber ren Dir ein mit Aus den Geriebissälen. Teil der deutschen Truppen seinen Abmarsch in die Heimat und zwar am 2. August 1873. Nur noch ein Teil, nämlich 1000 Mann, die zur Besetzung der Festung Verdun zurüd gelassen worden waren, blieb auch jetzt noch in Frankreich zurüd, bis auch die 5. Milliarde der festgesetzten Kriegsfostenentschädigung abgezahlt worden war. Diese 5. Milliarde sollte nach zwischen Deutschland und Frankreich ge= troffenen Abmachungen in vier Zahlungen erfolgen. Die erste Zahlung von 250 Millionen Mark hatte einen Monat nach der Bezahlung der 4. Milliarde, also am 5. Juni 1873, Frankreich an Deutschland zu bezahlen. Vier Wochen später war die zweite Rate von 250 Millionen Mark fällig, und die beiden letzten Raten von je 250 Millionen Mark mußten am 5. August und 5. September 1873 ge= zahlt werden. Die Zahlung erfolgte pünktlich. So verließen denn die 1000 Mann der Besatzung von Verdun am 13. Eeptember Frankreich und am 16. September des selben Jahres verließ General von Manteuffel mit dem letzten deutschen Soldaten das besiegte Land. Wegen Veleidigung einer Telephonistin wurde ein Münchener Kaufmann, der die Telephonistin ein„ Rindvieh" nannte, weil sie ihm angeblich nicht sofort gesagt hatte, daß eine von ihm verlangte Anschlußnummer besetzt sei, vom Schöffengericht zu fünfundzwanzig Mark GeldStrafe verurteilt. Der Amtsanwalt hatte zehn Tage Gefängnis beantragt. Die vorgesetzte Behörde hat auf Anzeige der Telephonistin hin den Strafantrag gestellt. Die Dame bekundete unter ihrem Eid, daß sie dem Angeklagten gleich beim ersten Anruf die Auskunft gegeben habe, daß die betr. Nummer besetzt sei. Wissenschaft, Kunst und Literatur. Jin Anschluß hieran sei das Friedenstelegramm Kaiser Wilhelms an seine Gemahlin mitgeteilt. Es lautete folgendermaßen: Versailles, den 2. März. Der KaiserinKönigin in Berlin! Soeben habe ich den Friedensschluß ratifiziert, nachdem er schon gestern in Bordeaux von der Nationalversammlung angenommen worden ist. Soweit ist also das große Werk vollendet, das durch 7monatliche siegreiche Kämpfe errungen wurde, dank der Tapferkeit, Hingebung und Ausdauer des unvergleichlichen Heeres in allen seinen Teilen und der Opferfreudigkeit des Vaterlandes. Der Herr der Heerscharen hat überall unsere Unternehmungen sichtlich gesegnet und daher diesen ehrenvollen Frieden in seiner Gnade gelingen lassen. Ihm sei die Ehre! Der Armee und dem Vaterlande mit tiefbewegtem Herzen meinen Dank! Wilhelm. Ein Gastspiel der Frankfurter Oper in Paris. Wie der Frtf. G.- Anz. meldet, sind zwet der bekanntesten Theateragenturen an die Frankfurter Neue Theater- Aktiengesellschaft mit der Einladung herangetreten, den Rosenkavalier" von Richard Strauß in Paris aufzuführen. Zur praktischen Ausführung dieses Planes wollen die beiden Unternehmer eine Gesellschaft zur Aufbringung des nötigen Kapitals gründen. Mit dieser würde dann die Frankfurter Neue Theater- Aktiengesellschaft einen Vertrag abschließen, nach welchem das gesamte an der Frankfurter Aufführung des " Rosenkavalier" beteiligte Personal nach Paris kommen und eine sechsmalige Aufführung der Oper, entweder in der Großen Oper oder im Theater Chatelet veranstalten würde.. Die Aufführungen sollen im Juni dieses Jahres stattfinden, und zwar einen Tag um den anderen. Wenn es den Unternehmern gelingt, das Kapital zusammenzubringen, so wird die Neue Theater- Aktiengesellschaft voraussichtlich dem Projekt näher treten. Der eine der Unternehmer hat die Aufführungen des„ Rosenkavalier" an sämtlichen größeren Theatern in Deutschland gesehen und von ihnen die Frankfurter Aufführung als die beste ausgewählt. Die Angelegenheit befindet sich naturgemäß noch im Stadium der ersten Vorbereitungen. Die Einnahmen von Oberammergau. Interessante Einblide in die finanziellen Verhältnisse der Oberammergauer Passionsspiele gewährt die soeben erschienene Abrechnung für die verflossene Spielzeit. Die Gesamteinnahmen beliefen sich auf 1704 735, die Ausgaben ein[ hließlich der Honorare an die Mitspielenden auf 1 142 426 Mark, so daß sich ein Ueberschuß von 562 308 M ergibt. Von diesem Ueberschuß sind bereits 126 523 M für den Schlachthausneubau, für den Leichenhausneubau und die Ammerkorrektion ausgegeben worden. Der Rest soll wie folgt Verwendung finden: für kirchliche Zwede 48 000 M, für Zwecke der Erziehung und Bildung 23 000 M, für Wohltätigkeitszwede 25 500 M. Für die Anlage einer weiteren Wasserleitung sind 40 000 M angesetzt, zur Fortsetzung und Vergrößerung der Kanalisation 30 000 M. Der Fonds zur Förderung und Unterstützung der Industrie erhält 20000 M, der Fonds zur Hebung der Landwirtschaft dagegen nur 16 000 M. Dafür sind aber noch 5000 M zur Förderung der gemeindlichen Lindenkultur und 4000 M für Obstbau und Bienenzucht eingestellt. Dem Verschöne rungs- und Fremdenverkehrsverein sind 25 000 M zugebacht. Eine ganze Anzahl von Vereinen erhielten kleinere Beiträge, große dagegen fließen in den gemeindlichen Penfonsfonds. So sind bestimmt weitere 65 000 M für die Ammerkorrektion, je 30'000 M zur Erhaltung der Gemeindegebäude und als Hilfsfonds für außergewöhnliche Fälle, 25 000 M für Wildbachverbauungen. Angesichts der Tatsache, daß die Lichtverhältnisse auf der Passions= bühne mitunter zu wünschen übrig lassen, sind auch noch 5000 At für eine bessere Lichtwirkung bestimmt. liche Steuerzahler von Oberammergau. Glück Aus dem Reiche der Technik. Drabtnachrichten und neuestes. Maßnahmen gegen die Eisenbahnattentäter. Berlin, 18. März. Die Zahl der Fälle, in denen auf Eisenbahnzüge gefchoffen oder geworfen wird, hat sich in der letzten Zeit verdoppelt, ohne daß es gelungen ist, der Täter habhaft zu werden. Die Verwaltung hat sich entschlossen, die auf die Ermittlung der Täter ausgesetzte Belohnung zu erhöhen. Verurteilung eines Leutnants zur See. Wilhelmshaven, 18. März. Das Rencontre im Restaurant Rheingold, bei dem Leutnant zur See Opolski gegen einen Handlungsreisenden, mit dem er in Wortwechsel geraten war, mehrere Schüsse abfeuerte, ohne ihn zu treffen, fand gestern seine Sühne vor dem hiesigen Kriegsgericht. Das Gericht verurteilte Opolski wegen versuchten Totschlags zu drei Monaten Gefängnis. Die größte Wasserturbine der Welt. Für die Pacific Coast Power Company ist, wie wir dem„ Prometheus" entnehmen, vor kurzem einer Fabrik in Milwaukee der Auftrag zum Bau von zwei Francis- Turbinen von je 20 400 PS Leistung erteilt worden, welche für ein WasserkraftElektrizitätswerk am White River bestimmt sind. Dieses Werk soll im vollen Ausbau sechs solche Turbinen erhalten. Das verfügbare Gefälle beträgt 146,3 m, ist also nicht einmal das größte Gefälle, bei welchem Francis- Turbinen beretts angewendet worden sind. Die Turbinen werden mit 360 Umdrehungen in der Minute laufen und mit Drehstromoynamos von 6600 Volt gekuppelt werden. Mit dem Bau dieser Turbinen haben die Vereinigten Staaten ge= genüber Europa hinsichtlich der Leistungsfähigkeit und Größe threr Maschineneinheiten einen bedeutenden Vorsprung erlangt. Die größten Turbinen für europäische Wasserkraftanlagen sind zurzeit im Bau befindlichen Turbinen für das Werk in Rjukanfos in der norwegischen Landschaft Telemarken, die ungefähr 14 000 PS letften sollen. Von der Größe der hier in Rede stehenden Leistungen kann man sich annähernd einen Begriff machen, wenn man bedenkt, daß der Schnelldampfer Kaiser Wilhelm II." nur zwei Dampfmaschinen von je 20 000 PS Leistungen besitzt. Plombierte Chinesen. Um die Verbreitung der Pest durch pestkranke Chinesen zu verhindern, ist der Pestiongreß zu Irkutsk, der am 25. Februar stattfand, auf ein eigenartiges Mittel gekommen. Zwei Aerzte schlugen als einzigen Ausweg vor, jeden Chinesen zu„ plombieren", d. jeder Chinese sollte an einem unlöslichen Armband eine Blombe erhalten, die er nicht nachzumachen imstande sei. Nur auf diesem Wege könne man dem Betrug und der Fälschung vorbeugen. Von seiten einzelner Mitglieder des Best tongresses wurde dem zwar anfangs widersprochen, da fie es für menschenunwürdig hielten, Leute mit Plomben zu belegen. Dieses Vorgehen sei mittelalterlich zu nennen und nicht besser, als die Anlegung eines eisernen Ringes, den jeder Galeerensträfling in früheren Jahrhunderten erhielt. Auf den Hinweis, daß es sich hier um eine brutale und grausame Wirklichkeit handle, und um einen 3wang, der aus Rücksicht auf die Gesundheit der ganzen Welt sentimentale Erwägungen nicht zulasse, be= Die Heimkehr auferer Truppen aus Frankreich. Tödlicher Sturz in den Keller. Erfurt, 18. März. In einem Hause der Augustinerstraße rutschte heute der Schuhmacher Meyer auf der Kellertreppe aus und stürzte hinab. Er erlitt einen schweren Schädelbruch und starb bald darauf im Krankenhause. Der Erlös aus den bayerischen Jubiläumsmarken. München, 18. März. Die Postverwaltung löste in fünf Tagen über 1% Millionen Mark aus dem Verkauf der neuen bayerischen Briefmarken. Selbstmord eines Pfarrers. Würzburg, 18. März. In einem Anfall geistiger Störung erschoß sich der protestantische Pfarrer Sichelftiel. Die französische Winzerbewegung. Paris, 18. März. Die Aufregung im ganzen Wein= baugebiet der Champagne nimmt immer mehr zu. Allenthalben legen die Gemeindebehörden thre Aemter nieder. Die Winzer entfalten rote Fahnen und läuten in den Dörfern die Sturmglocken. Für Sonntag planen die Winzer eine große Kundgebung. Die Kriegsgefahr im fernen Osten. Petersburg, 18. März. Trotzdem China Rußlands For derungen anerkannt hat, scheinen die hiesigen politischen Kreise diesem augenblicklichen Erfolg nicht zu trauen, denn eine starke Heeresmacht soll in der Mongolei und im chinefisch- turkestantschen Grenzgebiet bereit gehalten werden. Das chinesische Nationalgefühl, einmal erwacht, könnte manche Ueberraschungen bringen. In Peking finden patriotische Versammlungen statt, in denen die Schwäche der Regierung getadelt und sie aufgefordert wird zur schleunigen Einberufung der Volksvertretung. Die Mongolei ist mit chinefischen Proklamationen überschwemmt, furz, die Gefahr ist nicht geschwunden, sondern erst im Anzuge. Die russische Bahnverwaltung hat 7 Waggons mit Gewehren beschlagnahmt, die an den Gouverneur von Zizikal bestimmt waren. Der Rüdtransport der siegreichen deutschen Truppen aus Frankreich, der in diesen Tagen sein vierzigjähriges Jubiläum feiern kann, war nicht so leicht, wie es den Anschein haben mag. Kaiser Wilhelm I. fehrte schon am 16. März nach Berlin zurück, und der Einzug der ersten ftegreichen Truppen in Berlin fand am 17. Juni 1871 statt. Dies sind die beiden markantesten Zahlen. Der Rücktransport der gesamten anderen Armee nahm natürlich längere Zeit in Anspruch. Es wurden bekanntlich in Frankreich größere deutsche Truppenmassen noch längere Zeit zurüdgelassen, bis die Kriegsentschädigung FrankUm reichs an Deutschland völlig gezahlt worden war. welche Truppenmassen es sich handelte, kann man erkennen, wenn man die einzelnen Körper nennt, die für diesen 3wed unter dem Oberbefehle des Generals der Kavallerie von Manteuffel in Frankreich zurückgeblieben waren. Von der ersten Armee war es das 1. Korps; die zweite Armee stellie dazu die 4., 6., 19. und 24. Division und die dritte Armee stellte die 11., 22. und 2. bayrische Division. Die Offupationsarmee rückte laut Abmachung nach der 2. Ratenzahlung ab. Die zweite Ratenzahlung mußte bis zum 5. Mai 1873 erfolgen. 3 Monate später begann der größte Schwerer Unfall in einer englischen Reitbahn. London, 18. März. In der Reitschule von Aldershot stürzte ein Artillerieleutnant. Beim Sprung vom Pferde blieb er im Steigbügel hängen und wurde von dem scheu gewordenen Tier 300 Meter weit geschleift. An der Stalltür schlug er mit dem Kopf gegen einen Stein. Er wurde lebensgefährlich verletzt nach dem Hospital gebracht. Schiffsbrand auf hoher See. Neuyort, 18. März. Der Dampfer Murces steht einer drahtlosen Meldung aus Galveston zufolge auf hoher See in Flammen und versucht, den Hafen zu erreichen. Dem Schiff, das 50 Passagiere an Bord hat, find Schlepper entgegengefahren. Antijapanische Demonstration in den Vereinigten Staaten. Neuyort, 18. März. In Denver im Staate Colorado wurde das Haus eines japanischen Kaufmannes vom Pöbel angegriffen und zerstört. Es ist dies die erste antijapanische Demonstration in Colorado. Handel und Verkehr. Frankfurt, 17. März. Viehmarktpreise vom 16. März: Preise für 1 Zentner Kälber: a) Doppellender, feinste Mast ( Lebendgewicht) M 00-00,( Schlachtgewicht) M 00-00, 6) feinste Mast( Vollm.- Mast) und beste Saugkälber( Lebendgewicht) M 58-62,( Schlachtgewicht) M 96-103, c) mittlere Mast und beste Saugfälber( Lebendgewicht) M 52-57, ( Schlachtgewicht) M 88-97, d) geringere Saugfälber( Le= bendgewicht) M 46-51,( Schlachtgewicht) 78-86. Schafe: 1. Stallmastschafe: a) Mastlämmer, jüngere Masthämmel( Lebendgewicht) M 40,( Echlachtgewicht) M 84, 6) ältere Masthämmel, geringere Mastlämmer und gut genährte junge Schafe( Lebendgewicht) M 34-35,( Schlachtgewicht) M 82-83, c) mäßig genährte Hämmel und Schafe( Merzschafe)( Le= bendgewicht) M 00-00,( Schlachtgew.) 00-00, 5) Marschschafe oder Niederungsschafe( Lebendgewicht) M-,( Schlachtgewicht) M, 2. Weideschafe:- Schweine: a) vollfleischige Schweine von 80 bis 100 kilogramm Lebendgewicht( Lebendgewicht). 48-51,( Schlachtgewicht) M 63-65, 6) vollfletschige Schweine unter 80 kilogramm Lebendgew.( Lebendgewicht) M 48½- 50%,( Schlachtgewicht) M 62-65, c) vollfleischige Schweine von 100-120 Kilogramm Lebendgewicht ( Lebendgewicht) M 49-50,( Schlachtgewicht) M 61-63, 5) vollfleischige Schweine von 120-150 Kilogramm Lebendge wicht( Lebendgewicht) M 49-51.( Schlachtgewicht) M 61-64 olerte Abge ausga jeden liegen Gelie nicht Nr. Die F In partei in nen Aus fraten b tagsabge freife T noise freis jo eine Pa hoben h demokra müssen, Schärfere anders die in Liber fen un ften T ung w des all den pr züglich undentb den Be denn d materie deutsche nach wirkt müßter Parlan Mischu nicht n lament teresse Bestan danken tei abe nicht f erstrebe Sozial M 3tg." Bene war i Versan Eine Vergewaltigung der Redefreiheit " leisteten sich am Sonntag- Abend in Gießen in am Sprechen durch das wüste Geschrei der gegen die Tische stießen und was dergleichen Ausschlimmster Art die Sozialdemokraten. In Sozialdemokraten, die offenbar nach einem brüche des rohsten Hasses mehr waren. 6 Schußleute SteinsGarten hatten sich mindestens 800-1000 Per- bestimmten Plan handelten, verhindert mußten herbeigeholt werden und auch sie konnten nur sonen eingefunden, um die Vorträge des Fabrikanten und nur in einem Augenblick als die sozialdemokratischen schwer die Ruhe wiederherstellen. Schaumann- Mülheim und des Reichstagsabgeordneten Schreier Atem holten, gelang es ihm ein Hoch auf den Die Sozialdemokratie aber hat wieder einmal geGroßherzog und den Kaiser auszubringen, dem sich zeigt, als sie ihre wahre Natur enthüllte, wie„ Recht" Handwerksmeisters Raab zu hören. Obgleich den Anwesenden durch den Vorsitzenden, das Lied Deutschland über alles" anschloß. Alle und„ Freiheit" beschaffen sein werden, wenn solche Lehrer Kling freie Aussprache zugesichert wurde, ent- national Gesinnten stimmten freudig ein. Leute einst das Regiment ausüben sollten. stand schon bei seinen Worten große Unruhe, die sich Wie weit die brutale Rücksichtslosigkeit Die einzige richtige Antwort, die alle beim Vortrage des Herrn Schaumann zu solchem Stan- der Sozialdemokraten ging, geht daraus hervor, dal steigerte, daß dieser Redner seinen Vortrag ganz daß sie nicht nur einen Höllenlärm verübten, sondern anständigen Wähler auf solchen Standal turz abbrecen mußte. auch mit Bieruntersäßen nach dem Vorstands- geben, wird sein: Ebenso erging es Herrn Ab- tisch warfen und gegen ruhig gesinnte Versammgeordneten Raab. Am Dienstag wählen wir Auch er wurde llungsbesucher zu Tätlichkeiten übergingen, sie De Ferdinand Werner- Butzbach. IVO PUHONNY Ein Sprung in's Ungewisse ift jeder Verfuch, die bewährten Marken Palmin Palmona fett) und ( Pflanzen- Butter Margarine) durch unbe kannte, billige Fette zu erfetzen. 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