weifel Des Reigs gen wollten. wesen." dem Steve tens 3500 was der nat Baffermann Juli 1909 ist bereit die 500 Mill fumiteuern uern." den beiden mer weiteren genügen, t zu rüden. tenen Spiege den Sie hoe Abg. Behrens zu zeihen. en Beweismate unwahren nicht, weil ih fter", bei jeder die Wahrheit En, in tieffter von Ihnen hsfinanzreform die Berichte J über die R Svorstehenden den eingang terländischen B Schärften Weile mmende G dieser Steuer wohl selber wird eine folde diejenigen Kri 1. Die Aktion dt. Mein Beile r geehrter Hen u vergessen, da Die Tabak, mat. Sachtung! ät. age die es durch falsichläge beruhigen Allgemeinen angewand angenehnen ch und wi genommen rt fich das ppetit un Fördert. Flaidhe dhybrat an Buda 40.0. Reft deftillierte othefen, thefe G Oi ete in f Mobelfa ft mit laung Kaise tadt Pass usstellungs elbergerst 300 musterg von einfachs Ausführung stem. Abbildu Gießener Zeitung ( Reueste Nachrichten) Bezugspreis 50 Pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen vierteljährlich 1,50 Mit., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mt.- Erscheint jeden Werktag früh.- Die„ Humoristischen Blätter" liegen wöchentlich einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83. - Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Herausgeber: Albin Klein& Otto Fischer. Nr. 43. Nur 50 Pfennig Telephon: Nr. 362. kostet 1 Probeabonnement. Neue Leser erhalten unser Blatt, sowie auf Wunsch einen bereits erschienenen Roman in Broschürenform bis zum 1. März umsonst geliefert. Der Verlag. Aus Stadt und Land. Gießen, den 20. Februar. Kgl. Preußische Klassenlotterie. Die Erneuerung der Lose zur dritten Klasse hat mit Vorlegung der Lose zweiter Klasse bei Verlust des Anrechts bis zum 6. März, abends 6 Uhr bei den zuständigen Einnehmern planmäßig zu geschehen. Die Ziehung der dritten Klasse erfolgt am 10. und 11. März. Gießen. Vom Großherzog empfangen wurde am Samstag der Zahnarzt Dr. Koch. * Gießen. Oberst v. Müller, der bekanntlich längeren Kuraufenthalt in Wiesbaden nahm, hat das Regiments- Kommando wieder übernommen. Gießen, 20. Febr. Letzten Samstag hielt der Evangelische Arbeiterverein im Vereinslokal seine diesjährige Generalversammlung ab. Es fonnte mitgeteilt werden, daß das abgelaufene Jahr für den Verein ebenfalls wieder ein arbeits- und erfolg= reiches gewesen ist. Bei den Vorstandswahlen wurde der bisherige 1. Vorsitzende Dr. Heuser wieder gewählt. -ö Gießen. Am Samstag war im Cafe Leib von den Sozialdemokraten eine Wählerversamm= I ung einberufen, in der Reichstagsabg. Ulrich sprach. Zurückgreifend bis zur Reichsgründung entrollte Redner ein Bild von der politischen Entwickelung des Reiches bis zur Jetztzeit. Er versuchte dabei den Nachweis zu erbringen, daß es vor allen Dingen nötig sei, scharf gegen die Politik der ostelbischen Agrarier Stellung zu nehmen. Jm weiteren Verlauf seiner Ausführungen kam er dann auf die Reichsfinanzreform zu sprechen. Er betonte, daß eine Aenderung in der Beziehung eintreten müsse, und daß dies nur möglich sei, wenn man Abgeordnete in den Reichstag sende, welche die jetzige Finanzpolitik bekämpften. Mit der Aufforderung, den sozialdemokratischen Kandidaten Beckmann zu wählen, schloß Abg. Ulrich. der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer = des Großherzoglichen Polizei Amfes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Montag den 20. Februar 1911 beauftragten Tierarztes. Der Besitzer oder Führer des Viehtransportes hat von dem Eintreffen des untersuch ungspflichtigen Viehes dem zuständigen Kreistierarzt oder dem mit dessen Vertretung beauftragten Tierarzt Anzeige zu erstatten und darf das Vieh nicht eher von der Entladestelle oder von dem bestimmten Untersuchungsort entfernen, bis die Untersuchung stattgefunden hat. Für amtliche Untersuchungen von Handelsrindern können die beamteten Tierärzte, wenn sie diese Unter= suchungen an ihrem Wohnort oder in einer Entfernung von weniger als 2 Kilometer von diesem Vornehmen, nachstehende Gebühren liquidieren: für 1 bis 20 Stück Rindvieh für 21 bis 40 " " für 41 bis 60 " " für 61 bis 80 " " " " 3.- Mt. 6.- f. 9.- Mf. 12.- Mt. 15. Mk. an mehr als 80 Neben dieser Gebühr dürfen bei Untersuchungen Orten, die nicht weniger als 2 Kilometer vom Wohnort des Tierarztes entfernt liegen, die reglementsmäßigen Reisekosten liquidiert werden. Tagegelder und sonstige besondere Gebühren( Ausstellung von Gesundheitsbescheinigungen) dürfen nicht zum Ansatz gebracht werden. Für den Kreis Wetzlar sind als Untersuchungsstellen folgende Orte vom Landratsamte bestimmt worden: Wetzlar- Niedergirmes, Dutenhofen, Hörnsheim, Niederfleen, Kraftsolms, Braunfels, Biskirchen, Katzenfurt, Mudersbach, Odenhausen und Krofdorf. Die Besitzer oder Führer von Viehtransporten haben von dem Eintreffen eines untersuchungspflichtigen Viehtransportes dem Kreistierarzt in Wetzlar unverzüglich Anzeige zu erstatten. Bei Ankunft an den Untersuchungsstellen haben die Viehtransporte am Eingang des Ortes so lange zu halten, bis die amtstierärztliche Untersuchung vorgenommen oder die Stallung zur Unterbringung des Viehs vom Gemeindevorsteher angewiesen ist." " - Wetzlar, 20. Febr. Gestern fand in der alten Post eine allgemeine Viehhändler- VersammI ung statt, in welcher der 1. Vorsitzende des Bundes der Viehhändler Deutschlands, Hermann Daniel aus Dierdorf, Bezirk Koblenz, einen Vortrag hielt. Er führte folgendes aus: Der Viehhändlerbund treibe landwirtschaftliche Politik; Landwirtschaft und Viehhandel müsse Hand in Hand gehen. Ein Teil der führen= den Landwirte suche aber den Zwischenhandel auszuschalten, um den Verdienst selbst einzuheimsen. In Friedrichsfelde bei Berlin sei ein Magerviehhof errichtet, der vom Staat unterstützt und protegiert werde. Diese Einrichtung sei jedoch keine Musterstätte, da ihr die rechte fachmännische Leitung fehle. Der Referent kam dann auf die Gründe der Fleischteuerung zu sprechen. Den Zwischenhandel suche man als Sündenbock hinzustellen. Das sei jedoch keineswegs der Fall. Daran sei der Großgrundbesitz schuld. Der kleine und mitlere Landwirt habe verhältnismäßig eine reiche ViehGießen. Auf der Zwischenstrecke„ Abendstern- haltung, aber bei den Domänen, da fehle es. Als BeWindhof" wurde Freitag abend der auf der SchmitteMühle arbeitende Ludwig Leib aus Gleiberg von einem Zuge der Biebertalbahn überfahren. Dem Manne wurden beide Beine unterhalb des Kniees und eine Hand abgetrennt, außerdem hatte er eine Verletzung am Kopfe. Der Zug wurde angehalten und man überführte den Verletzten nach Gießen, wo er von der Sanitätskolonne in die Klinik gebracht wurde. Dort verschied er noch am selben Abend. Wie sich der Unglücksfall zutrug, ist noch unaufgeklärt. Der Lokomotivführer bekundet, vor dem Zuge niemand gesehen zu haben. Wetzlar. Die Reichsbank hat den Diskont auf 4 Prozent und den Lombardzinsfuß auf 5 Proz. her abgesetzt. Wezlar, 17. Febr. Der Regierungspräsident erläßt wegen der Gefahr der Einschleppung der Maulund Klauenseuche eine„ Landespolizeilich e A n- ordnung", der wir folgendes entnehmen: Klauenvieh, das aus den Provinzen Ostpreußen, Westpreußen, Brandenburg, Pommern, Posen, Sachsen, Schlesien, Han nover, Hessen- Nassau, aus den Regierungsbezirken Köln, Düsseldorf, Aachen, Trier, Arnsberg, aus den Großher30gtümern Mecklenburg- Schwerin und Mecklenburg- Strelizz, aus Lübeck, aus dem Herzogtum Anhalt, aus den Königreichen Sachsen, Bayern und Württemberg, den Großherzogtümern Hessen und Oldenburg, dem Für stentum Birkenfeld und den Reichslanden Elsaß- Lothringen und in den Regierungsbezirk Koblenz eingeführt wird, ist, wenn es mit der Eisenbahn oder zu Schiff eingeführt wird, bei der Entladung, wenn es auf dem Landwege eingeführt wird, bei der Einfuhr an einer von den Landräten näher zu bestimmenten Untersuch ungsstelle einer amtstierärztlichen Untersuchung unterzogen. Der amtstierärztlichen Untersuchung gleich zu achten ist die Untersuchung eines jeden amtlich hiermit aus = weis führte Redner folgendes klassische Beispiel an, das aber, wenn es zutreffen sollte, ganz vereinzelt dastehen dürfte: Eine 900 Hektar große Domäne an der Elbe habe nur 8-10 Kühe und einige Zugochsen, und vom Jahre 1906 bis jetzt habe sie noch kein einziges Kalb großgezogen. Das sei kurz gesagt„ Ra ubwirtschaft". Bei Verpachtung von Domänen müßte die Stückzahl der zu haltenden Nutztiere einfach vorgeschrieben werden. Deutschland sei allein wohl imstande, seinen Viehbedarf selbst zu produzieren, und wir hätten eine Einfuhr vom Auslande gar nicht nötig. Der Viehhändler habe auch gar kein Interesse daran, fremdes Vieh zu importieren. Es fämen hierfür nur einzelne Großhändler in Betracht. Der Referent sprach dann über die Maul- und Klauenseuch e. Sobald dieses Gespenst auftauche, würden die Behörden nervös. Für den Kreis Wetzlar seien die landespolizeilichen Anordnungen wegen seiner isolierten Lage besonders drückend. Politisch gehöre er zum Regierungsbezirk Koblenz, wirtschaftlich zum Regierungsbezirk Wiesbaden. Wiesbaden sei in der Erlassung der Vorschriften mu= stergiltig vorgegangen, bei Koblenz jage aber eine Verfügung die andere. Nachdem hier die drakonischen Bestimmungen auf die Dauer von 10 Tagen aufgehoben worden seien, hätte man sie jetzt bis zum 1. Juli ausgedehnt. Das bedeute einfach den Ruin des Händlers! Es soll daher Beschwerde beim Minister gegen diese Koblenzer Verfügung eingelegt werden. Zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche empfiehlt der Redner 3wangsversicherung.( pro Rind 1 Mt., pro Schwein 0,50 Mt.) Das erkrankte Vieh müßte, um der Verbreitung der Seuche Einhalt zu tun, sofort vernichtet, die Ställe desinfiziert und der Schaden aus der Staatskasse ersetzt werden. Man müsse also beim Produzenten und nicht beim Händler ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Gesamtleitung: Albin Klein. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. den Anfang machen. Redner begab sich nun noch einmal auf politisches Gebiet. Er teilte mit, daß der Bund der Viehhändler korporativ dem Hansabunde beigetreten sei. Bei vielen Zuhörern fand dieses Geständ= nis, wie ich nachher hörte, wenig Gegenliebe.( Am Eingange sagte der Redner, daß der Viehhändlerbund landwirtschaftliche Politik treibe. Landwirt= schaft und Hansabund vertragen sich aber nicht gut zusammen. Nach unserer Meinung ist es überhaupt ein taktischer Fehler, wenn eine rein wirtschaftliche Interessengruppe ins politische Fahrwasser gerät. Es kommt in diesem Falle leicht zu Spaltungen. Farblos, über den Parteien muß hier die Parole lauten. Unter§ 5 des Flugblattes, welches an die deutschen Viehhändler gerichtet ist, heißt es im letzten Absatz wörtlich: Politische und religiöse Bestrebungen sind ausgeschlossen. Warum schließt man sich denn aber dem Hansabunde an? Das ist doch zwiespältig. Anm. der Red.) Was das Verhältnis der Händler zum Fleischer anlange, so seien beide seit Jahrhunderten verwandte Interessengruppen. Doch durch verschiedene Umstände, vor allen Dingen aber durch die Garantie der Gewährsmängel sei die Fühlung locker geworden. Die gemeinsame Not habe aber in letzter Zeit beide wieder näher zusammengeführt. Zum Schlusse führte der Referent welche neuen Aufgaben er sich gestellt habe. aus, was der Viehhändlerbund bereits erreicht und Nach Beendigung des Vortrages wurde beantragt, dahin vorstellig zu werden, daß Tierarzt Dr. Maus- Herborn und Veterinärrat Long- Dillenburg die amtstierärztlichen Funktionen im Kreise Wetzlar ausüben dürfen. Der Antrag wird angenommen. - Wezlar Niedergirmes, 19. Febr. Der Händler Christian M. war mit 5 Mark bestraft worden, weil er in Niederwetz Schweine im Umherziehen zum Verkauf angeboten haben sollte. Das Schöffengericht sprach ihn auf seine Berufung hin jedoch frei, weil er glaubwürdig versicherte, daß er die betreffenden Tiere nur auf Bestellung geliefert habe. * Nieder- Weisel. Der hiesige Bauunterneh mer B. wurde wegen Wechselfälschung verhaftet. maschinenbesitzer Gl. Großenlinden hatte im Oktober v. == Münchholzhausen, 19. Febr. Der DreschJs. hier gedroschen. Dabei hatte er die zur Dreschmaschine gehörige Häckselmaschine ohne die nötigen Schutzvorrichtungen auf der Straße stehen lassen. Das 3jähr. Kind des Landwirts Wilhelm Viand geriet in die Maschine und verletzte sich die Hand. Gl. wurde deshalb wegen fahrlässiger Körperverletzung vom Schöffengericht in Weylar zu 15 Mark Geldstrafe verurteilt. Hartenrod. Der Naturheillehrer Zimmer= mann kehrte nach Verbüßung seiner Gefängnisstrafe hierher zurück. Von den Einwohnern wurde der Zurückkehrende mit allerlei Ehren empfangen. Marburg. Der verstorbene Berleburger Arzt Voß vermachte dem Kreise Wittgenstein sein Vermögen von über 300 000 Mart. * Marburg. Die Gattin des Schriftstellers und Führers der Demokratischen Vereinigung, v. Gerlach, wurde wegen Beleidigung von Polizeibeamten zu einer Geldstrafe von 410 Mark verurteilt. Der Vorfall er= eignete sich in Berlin auf der Straße im Anschluß an die am 13. März 1910 von der Demokratischen Vereinigung in den Feenpalast in Berlin einberufene Wahlrechtsversammlung. Tiefenbach. Der hiesige Ariegerverein beschloß, die noch lebenden 16 Kriegsveteranen von den Vereinsbeiträgen zu befreien. Darmstadt. Der Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Ulrichstein Fritz Hanstein wurde zum Oberamtsrichter bei dem Amtsgericht Gernsheim mit Wirkung vom 1. Mai 1911 ernannt. Darmstadt. Der Finanzausschuß der Zweiten Kammer hat seinen Bericht über die Beratungen des Staatshaushalts ausgegeben, der die Beschlüsse des Ausschusses zusammenstellt. Den verschiedenen Spezialkapiteln des Berichts geht eine vom Vorsitzenden des Ausschusses verfaßte Einleitung voraus, die ein Bild der gegenwärtigen finanzpolitischen Lage des Großherzogtums gibt. * Darmstadt. Die von der Regierung zur Frage der Beamtengehältererhöhung im Finanzausschuß abgegebene Erklärung lautete wörtlich:„ Die Regierung erkennt die Notwendigkeit einer Aufbesserung der Bezüge der Beamten 2c. an und hält sich für verpflichtet, entsprechende Vorschläge den Landständen zu unterbreiten, sobald ohne Einschränkung der Auf= wendungen für eine verstärkte Schuldentilgung- die für eine solche Aufbesserung notwendigen Mittel ohne eine allzu empfindliche Steuererhöhung verfügbar gemacht werden können." - Deutscher Reichstag. Der Meichstag verbanbefte am wreitag im Anschluß an Den Warineetat über ben Gtat für Stiantichou. Von den Bebnern ber bürgerlichen Parteien wurbe ble stetig aunehmenbe fulturelle und wirtschaftliche Sebung bes Schutzgebietes voll anerkannt. Der Streit unter bem Bebrperonal an ber beutsch- chinesischen Sochschule in fingtau wur be bebauert, aber als eine vorübergebenbe Gribeinung bet dem neuen Unternehmen bezeichnet. Staatssekretär von Tirpit; stellte ich ber Anregung auf Grrichtung orbentlicher Tolonialer Bebrfiüble an ben Universitäten freundlich gegenaber. Or machte Mitteilungen über die Berbreitung ber eft in ftaften. Daß dubgebiet ist bank ber hermetischen Absperrung peftfret. Die Chinesen beteiligen fich jest rugria an ber Durchführung ber Maßregeln, ein Beweis jur 1br ertrauen in ble administratipe und ärztliche Tätigtett ber Deuthen, iteber ben 2ert ber Rotonte gab es bann sine Mussprache, als ber 91bg. Lebeboux( os.) erriärte, wir bätten reinen 2orteil von biefem Schubgeblet. Die Weftyergreifung fet ein Webfer gewesen. Wan exfulle eine patriotische Pflicht, wenn man, bie Solonie so fonell wie mögIta aufgebe. Mba. Graberger( 33.) betonte bemgegenüber, baß unser nationaler Stols uns bavon abbatten follte, Stlantichon aufzugeben. Staatsfefretär v. Zirpin bemerkte, Die Mufgabe bes butsgebietes mirbe ble vollständige Aufgabe bentiber tereffen in Oftaften unb Gbing bebenten. Der Mortell einer Stofonie tonne and indirett fein. Mu b. reubt( 9p.) meinte, man müßte jeben nationalen Gefühls entbehren, wenn man von der Mufgabe ber Rolonie predbe. Unser Weltbanbet würde barunter felben. Dann wurbe ber@tat für Stantfcbon bewilligt. 21s Dienstag macht man Pause; ber Justizetat fommt bann an die Reihe. Fran v. Gerlach und die Berliner Polizei. Rundschau vom Cage. Politisches. Die Lonbonreise bes Stailers sicher? Das Pariser Echo be Baris" gibt ein aus Bonbon verbreitetes Gerücht wteber, wonad) ber deutsche Statser im Mai zur Enthüllung bes Biftoriabentmals nach London kommen werde, Das„ Berl. Tagebl." glaubt, ble Richtigkeit dieser Metbung ebenfalls bestätigen zu fönnen und teilt weiter mit: Bor einigen Tagen hat der Statser ein Schreiben des Stönigs von England erhalten, in dem dieser ihn in sehr warmen und herzlichen Worten einlub, zu der Feier nach Lon bon zu kommen. Es war in dem Schreiben betont, daß Einladungen an andere Scuveräne nicht ergehen würden, baß ber scönig und die Königin es aber mit großer Freude begrüßen würden, wenn ber Statfer als Entelsohn der Königin Bittoria an der Feier teilnehmen wollte. truppe noch durch die Solizet festgeheilt werven. Smurfe Beobachtung der Süd- und Westgrenze des Schutzgebietes Ist eingeleitet. Starbinal Staatssekretär Rampolla ist nach einer Mel. bung aus Rom an der Influenza schwer erkrankt. Sein Zustand soll besorgniserregend sein. Rampolla geht ins 69. Lebensjahr. Er ist in Polizzi auf Sizilien 1843 ge boren und gilt als einer der begabtesten und energischsten Kardinale am päpstlichen Hofe. Der Statfer im Deutschen Landwirtschaftsrat. Der Kaiser wohnte am Freitag ber igung des Deutschen Landwirtschaftsrates bet, wo Brofessor Tade aus Bremen einen Bortrag über ble beutschen Moore hielt. Sterauf nahm der Statfer bas Wort und berichtete über von ihm vorgenom mene Arbeiten in Cabinen. Der Katser sprach an Hand eines Manuskriptes, Streute aber eine Reihe von freien, zum Teil humoristischen Bemerkungen ein. In Cabinen fet ein perhältnismäßig fleines Areal entwässert worden, mobel ein gutes Resultat erzielt worden set. Der neue Bo ben tiefere schon jetzt bebeutende Erträge. Der Statser machte auch genaue Angaben über die Kosten und Renta bilität der Moorfultur. Der Staiser schloß mit der Aufforderung, baß bte deutsche Landwirtschaft thre Bichhaltung vergrößern tönne und müsse, damit die Ernährung bes Boltes vom Auslanbe immer unabhängiger sich mache. Geheimrat von Egdorf führte im Anschluß an den Vor trag des Scaifers einige Lichtbilber aus Cabinen vor. Graf @ chwerin- Löwig banfte bem Staiser für seine Mitteilun gen und für das tiefe Interesse für die deutsche Landwirtfchaft. Das Berlangen der Amerikaner nach Kanada ist durch ben Zollvertrag mit dieser englischen Kolonie so unge heuer gereizt worden, daß schon vor einigen Tagen im nordamerikanischen Kongreß dr fünftige demokratische Sprecher des Hauses von einer möglichen Angliederung Stanabas redete. Jetzt verdichtet sich dieses Verlangen zu einer bireften politische Kundgebung. Denn aus Wa shington wird gemeldet: Das Scongreßmitglied Bennets hat eine Resolution eingebracht, in welcher befürwortet wird, in diplomatische Unterhandlungen zum Zwecke der Annettierung Kanabas einzutreten. Diese Resolution er regt das größte Aufsehen und man darf erwarten, daß England dagegen den schärften Protest erhebt. Ueber den Termin der Reichstagswahlen meldet heute bie in folchen Dingen gewöhnlich gut unterrichtete„ Schlefische Zeitung":" Nach eingehenden Erwägungen hat sich, wie wir aus zuverlässiger Duelle erfahren, die Regierung entschlossen, die nächsten Reichstagswahlen erst im nächsten Jahre stattfinden zu lassen. Der Termin soll so spät als möglich angesetzt werden. An eine Auflösung des Reichstags ist in feinem Augenblid gedacht worden." Die Budgetfommission des Reichstags hat beschlossen, eine Resolution an den Reichsfanzler abzusenden, die Ge suche um Befreiung vom Militärbienst in der weitgehendften Weise zu berücksichtigen. Eventuell sollen die Rekla manten dem Zandsturm ersten Aufgebots überwiesen wer ben. Weiter wird die Revision des Militärstrafgerichts und ber ehrengerichtlichen Borschriften für die Offiziere Derlangt. Unter der Auflage der duymanns beleibt. aung, bes 20 berstandes acaen bie Staatsgewalt und Ber sörpervertetung gegnüber einem Polizeifentuant batte fich am reitag ble Mattin bes Wibrers ber Demokratifden ereinigung v. Gerlach, Bran Sebwig v. Geriad in Werlin, vor bem trafrichter au verantworten. Der Anriage lag im einzelnen folgenbes augrunde: Am Conntag Den 13. 307araw. y. fand in bem Veenpalast in der BurgItrafic in 2erfin eine von ber Demofratifcben Bereinigung einberufene öffentliche Wolfsversammlung statt, in welcher Der Waite ber Angeffagten über die Abänderung des Detebenben aufrechts sprach. Its ble Versammlung beendet war, vertich D. Gerlach in Wegleitung seiner Wattin bie Bäume, in der 21bficht, in einem Votal bas Mittagessen eine annehmen. Muf der Straße war inawischen, wie bebauptet wirb, von fostatbemokratischer Seite eine Art StraßenDemonstration improuifiert worben. Die Teilnehmer bieran waren lebod inдwijchen nach dem Sackeschen Warft au welteracaangen, to baß die Straße stemtich menschenfeer war. robbem war ble nabegelegene Stalfer 2011belmsbrficte burch eine bugmannsrette unter& ührung bes PoItgeifentnants& riger abgesperrt, Bran u. ertad trat an einen ber bier poftierten dubtente mit der 24tte beran, fie burcaufaffen. 2018 ID bles abgelebt wurde, foll fle wieberbolt au ben dubtenten acfant baben:„ 28as falt 30nen ein: laffen Sie mich burch!" luch als for geantwortet wurde, baf die Mofperrung auf 2efebt stattgefunden, gabe fie fich nicht berublat, joubern gefagt:„ Barum befreiben Sie ein so foo meines Gewerbe." Scofief Tich wandte fie fich an den Polizeifentnant Writer, der fich aber, wie die ingerlagte bebauptet, auf ibre 2nfrage fura umbrebte und ihr ben Stücken augelebrt baben soll. Brau v. Gerlach will un, wie fie bebauptet, geäußert Daben, baft boch auf eine Doffice 2nfrage auch eine ebenso bofHiche Mutwort gebore, und win babet bem Pottseitentuant obne jebe Webenabficht die Sand auf den Mrm acteat baben. Mite her Polizeifentuant Debauptet, foll bie ngettante teDoch berartig fräftig anaepa eti baben, baft er tage Tania einen blauen red nebabt babe. Die Angeklagte babe auch, als fie um Durchlaf erfuchte und er nicht onrauf reagierte, nefant: Sie wollen Offister fein? Das ist eine Gemeinbeit! 281e Fommen Sie baan, Dier ab aufperren?@e. Waieftat ber Statfer will wobt allein fein?" • Itm mit ber Dame nichts au tun an baben, fet er binter bie Mofperrungslinie getreten. Im das Paffierverbot au umacben, fprana Fran u. Bertad auf einen über ble Bride fabrenden Omnibus wobei mebrere Renateriaen, die fico inawischen anaefammett Datten, Bravo!" riefen. Der Pottseitentuant folt nummer den Befehl gegeben haben, Bran v. Gerlach von dem Omnibus berunteraboten. Den Sustenten, die biefen 23efebt ausführten, foll die Munerlagte, wie ole Muffage behauptet, 281derstand geleistet Daben. Auf dem Transport aur Polizeimade rief, wie be Dauptet wird, Bran v. Gerlach den ebubtenten au: Baffen Sie mich nicht an. ie maden mic fomia, ich gebe allein mit!" Die Angelicate ertiärt biefe Meußerung Samit, daß die buitente nicht febr faubere Bände nebabt bätten, fo baft fie Defileebten Tonnte, daß ihr belles softim Wiede davontragen würde. Von der Angeklagten war feinerzeit bald nach dem Vorfall acaen den Polizeifentnant riner nacine wegen reibeitsberaubung erstattet wor ben. Die Staatsanwaltschaft levnte ledoch ein Ginsbreiten ab und erbob statt beffen bie lebige Muflage. Das Urtett Tantele auf 410 37 arr Gelbrafe. Das Ergetnis der Erkundungsfahrten mit dem Flugzeug an der megitonischen Grenze ist, so wird aus London geschrieben, wenn man von dem sensationellen Aufputz der ersten Meldungen absicht, praktisch doch recht gering. Es ist nur einem der vier Flieger gelungen, in einer Höhe von vierhundert Fuß über eine Festung zu fliegen und festzustellen, daß an den Mauern der Stadt Bosten standen. Die dret anderen Flieger konnten überHaupt nichts sehen. Das ist also jedenfalls feine besondere Leistung. Gleichzeitig ist aus Indien die Nachricht geCommen, daß auch bei den dortigen Manövern die Flugapparate sich als nutzlos erwiesen haben. Die scharfe russische Note an China erregt in Beling Befremben, weil nach der Ansicht chinesischer Streise ernst liche Motive dazu nicht vorliegen. In diesen Kreisen glaubt man die starke Gereiztheit Rußlands gegen China auf die ungenügenden Bestmaßnahmen der chinesischen Regierung zurückführen zu sollen. Die Wünsche der unteren Reichs, Staats- und Kom munalbeamten tamen in einer Versammlung der Bertrauensmänner fast after größeren Unterbeamtenorgantfationen, die in Berlin tagte, in einer an den Reichstag und an den Bundesrat gerichteten Resolution zum Aus brud. Es heißt barin: Der ben Unterbeamten gewährte Wohnungsgelbzuschr von 150 bis 480 Mart genügt nicht entfernt, um das Wohnungsbedürfnis der Unterbeamten familien angemessen befriedigen zu können. Es soll viels mehr einheitlich ein Wohnungsgelb von brei Vierteln des Sages für die mittleren Beamten erstrebt werden. Auch bie Unterbeamten haben ein Anrecht auf die unkündbare Anstellung. Jebe etatsmäßige Anstellung muß unkündbar sein. Die sog. Gehaltsreform hat die Unterbeamtenschaft in teiner Weise befriedigt. Die Unterbeamtenschaft erwartet nach wie vor eine angemessene Gehaltserhöhung und verzichtet auf 3ulagen in irgendwelcher Form, bie nicht sämtlichen Unterbeamten gleichmäßig zugute kommen. Kleine Dadridten. Große Sprottenschwärme, die sich seit einigen Tagen in der Ostsee bet der Insel Alfen zeigten, wurden durch die Schießübungen mehrerer deutscher Striegsschiffe vertrieben. Der Apenrader Fischerverein wandte sich darauf an den Großadmiral Prinzen Heinrich von Preußen um Intervention an maßgebender Stelle. Daraufhin wurden die Schießübungen fofort eingestellt. Die Förderung der Privatbeamtenversicherung. Vor furzem wurde gemeldet, baß der Gesetzentwurf über die Privatbeamtenversicherung im Bundesrat sehr großen Schwierigkeiten begegne, sodaß an eine Ginbringung ber Vorlage an den Reichstag während der diesjährigen Sefflon nicht zu denken sei. Wie die„ Inf." bemgegenüber erfährt, dürfte dies nicht zutreffen. Der Entwurf wird im Bundesrat nach Kräften gefördert, und es besteht die Absicht, ihn balbmöglichst dem Reichstage zur weiteren Beratung vorzulegen. 50 000 estopfer in der Mandschurei. Aus Charbin wird gemeldet: Die Befürchtung wird immer lauter, daß mit Eintritt der warmen Witterung ein Anwachsen der Eptdemie zu erwarten ist. Alle Gewässer und Flüsse sind voll Bakterien. Die Gesamtzabl der der Pest Erlegenen beträgt in der Nordmandfchurei 50 000. 28te aus Heidelberg gemeldet wird, wollen drei deutsche Aerzte eine Studienreise in das Pestgebiet unternehmen. Neue Unruhen in Deutsch- Sübabest? Aus Deutsch Südwestafrifa ist die amtliche Nachricht eingetroffen, daß eine fechstöpfige Bande bei Auras Bich gestohlen hat und fobann in der Richtung auf Sperlingspuet abgezogen sein foll. Cinzelheiten konnten bisher weder durch die SchutzDer Familienschmuck der Wallutfeffs. feine Arme. Gin Ausbruck tiefster, starrer Trauer und Kriminalroman von Breifran G. v. lippenbach. ( Wachbruck verboten.) 36) Salt ein, wage den Tobessprung nicht," so wollte 23bite, alles um sich her vergessend, der schönen Reiterin gurufen. Eine Vorabnung fagte ihm, baß in den nächsten Minuten etwas Schreiffiches geschehen werde. G's war zu spät. Die Schulreiterin spornte ben Sengst an, faufend fiel die Beitsche auf seinen Sete nieder. In rasendem Ane Tauf stürmten Noß und Weiterin über den Sand des Viber licens Mugen waren nicht bell wie sonst. Trdnen trübten ihren Blid. Sie war mit ihren Gebanken weitab bei bem geliebten Wann und der soeben erlebten Gjene in der Garderobe. Ein tausendstimmiger Schrei gellte durch den 3irfus. Der Senast sprang zu furz, er blieb mit den Hinterbufen am oberen Rand der Hürde hängen. Weiß Rower verfor ihren eis und wurde aus dem Sattel geschleudert, während das arme Pferd mit gebrochenen Borderbeinen aufammenstürzte.- Das alles war in einem Augenblick geschehen, bevor die Zuschauer sich aus der dumpfen Betäubung, in welche ber Anblick des schrecklichen Vorfalls sie versetzt hatte, erbolen fonnten. Gin Id In Taucha bofftraße m gelaffen w bea Ofens dem alle b bas in ein anderen er Eine f erfolgt. G Ginen weimillionengewinn bei einem Gutsverkauf hat der frühere deutsche Botschafter im Paris, Fürst Nadofin, erzielt. Gr verkaufte seine 38480 Seftar große Herrschaft verschau Sorowski im Kreise Lublinie für 2% Willionen Mark an die geschiedene Gräfin, Ella von Schlief fen, geb. von Spreyer in Groß- Richterfelde bei Berlin. Gr batte die Herrschaft vor 25 Jahren für den Preis von Millionen Mart getauft. Berzweiflung lag auf dem Gesicht des jungen Franzosen. Jetzt brängten auch die Zuschauer herbei, nachdem sie fich von ihrem ersten Schrecken erholt hatten. Der Diref for und die Zirkusdiener hatten Wühe, sie zu beruhigen. „ Lebt ste? 3ft fie tot?" so schwirrten die Fragen durch einander. White war der erste, der seine Besinnung wiederfand. Wit einem elastischen Sprung setzte er über die Barriere unb bob das blasse Haupt des schönen Wrädchens auf. In diesem Wugenblid war Robert nicht mehr der Geheimpolt jist, er war ganz Mensch, lefes Writteld erfüllte ihn mit ber vielbewunderten Schulreiferin, die mit gefchloffenen Mugen an feiner Brust lag. Geben Sie fle mir, mein Serr, es ist meine Braut," fagte mit vor Schmerz bebender Stimme der Baron Montplerre, und er niete nieber und zog die Bewußtlose in bekannten haftung au fft. Der B bet Grundf gemacht hal Die fu tag ble Eta tenfrau Li fährigen A Mutter tot Die Fran Tochter tri Umnachtun Eine Millionenstiftung des Barons Rothschild. Wie nach einer Weldung aus 28ten das am Freitag veröffent lichte Testament befannt gibt, hinterließ Baron Albert von Rothschild zwei Millionen Seronen für Wohltätigkeitszwecke. Chef des Bankhauses wird der Sohn des Verstorbenen Louis. Montpierre hob die leblose Gestalt auf seine Arme; er und ein herbeteifender Jodei trugen Alice Rower fort. „ Das arme Mädchen," dachte White, bem traurigen Suge nachblickend, so hat sich denn die unheilvolle Prophezeiung, die sich an den Schmuck knüpft, auch an ihr erfunt!" Gin verwegener Ginbruch in bas Justianebäude wurde am Freitag in Göln versucht. Durch Revolverschiffe des Wastellans wurde der Einbruch vereitelt. Die Kriminalpolizei nimmt an, daß der oder die Einbrecher die Aften eines Goldschmieds steblen wollten, der als Dehler einer großen Anzahl von gewersmäßigen Dieben zu drei Jahren Buchthaus verurteilt worden ist: Er soll für den Diebstabl der Aften 1000 M at 8Belohnung ausgefebt und gedrobt baben, er wirde die Diebe verraten, wenn sie nichts für ibn täten. Der Geheimpofizist wollte geben und sich bei dem Arzt erfundigen, wie es mit der Verunglückten stehe. Da fiel fein Blick aufällig auf die Stelle, wo ice am Boden gelegen hatte, Salb bedeckt vom Sande funkelte ihm et was Glänzendes entgegen. White bückte sich danach. Es war einer der großen Diamantsterne.- Ihn aufheben und ihn rasch in der Brusttasche ver bergen, war das Wert eines Augenblides, niemand be merkte es. Fahnenflüchtig ist seit drei Wochen der Hauptmann Mobr, der Kommandeur der Maschinengewehrabteilung in Dresden Gine Friegsgerichtliche Untersuchung ist eingelettet worden und bat als Grund der Flucht Mißbrauch der Dienstgewalt festgestellt. Gin folgenschweres Unglüc ereignete sich am Freitag auf dem Gifenwert„ Union" bei Dortmund, wo erst am Donnerstag beim Ginsturz einer Baubühne drei Berglente getötet wurden. Beim Transport alübender Schlacken wurden fünf Arbeiter durch Schlackenspriber tödlich verbrannt. Soffnungslos wurden sie ins Krankenbaus gebracht. Affice Nower war mittlerweile wieder zur Besinnung gekommen; eben verfündigte es der Direktor dem Publi fum. Der Arzt boffe, daß der Unfall ohne böse Folgen bleiben werde. Bei dieser Mitteilung des Direttors ging es wie ein erlösendes Aufatmen durch die angstvoll Tauschende Menge, und die Vorstellung nahm ihren Fort hang. White aber litt es nicht länger im Sirfus, es frieb ihn nach Hause. Gr mußte Gewißheit haben, ob der Diamantstern, den er gefunden, zu dem gestohlenen Familienschmuck gehörte. Ich habe doch kolossales Glüd," sagte sich der Geheim polizist ,,, die guten Geister sind auf meiner Seite." Nachdenklich ging White in seinem Zimmer auf und nieder. „ Ich will morgen das Perlenkollier und den gefun benen Stern dem feuerfesten Gewölbe der Equitable anvera trauen," sagte sich der vorsichtige White. Wit hastigen Schritten eilte er die Treppe zu seinem Zimmer empor, Iteß die elektrische Lampe erstrahlen und holte die Lupe, und wirklich, die beiben horizontalen, baaifeinen Striche, Säuferlings Zeichen, befanden sich auf dem Mittelstein, dem größten des wundervollen Sternes. Das E die gesamte ift nunmehr bie aus den ftigen dem mensetzen. melblichsen verhältnism Suhilfenahr fen und vo Sälfte dem berfrankenh von bem of bracht. Wi auch daraus Salle, Chen Am nächsten Tage tat er es denn auch. In Wallowa Isebten jetzt in stiller Einsamkeit Graf Wallutjeff und seine Frau. Tiefe Schwermut hatte sich Marias bemächtigt; seit dem Tode des fleinen Alexei war fie wie gebrochen. Das grausige Abenteuer mit den Wöl fen hatte ihr Nervensystem erschüttert. Sie konnte es nicht vergessen; immer wieder glaubte sie das Geheul der ste verfolgenden Bestien zu hören, immer wieder sah sie die furchtbare Szene vor sich. Ihr Mann trug den Arm in der Binde. Er hatte seinen Abschied als Offizier ere halten, seine Laufbahn war vernichtet, denn die aus Tula verschriebenen ärztlichen Größen stimmten darin überein, daß der Arm stets bleiben würde, und nur dem dicken Bäs renpelz, den er an dem verhängnisvollen Tage getragen, hatte es Wallutieff zu verdanken, daß er nicht völlig zum Strippel geworden war. Auf seinen Befehl wurde letzt unter den Wölfen gründlich aufgeräumt. Der Förster und die Verwalter gingen mit ihren Bediensteten zur Jagd und erlegten die Raubtiere, welche die Wälder unsicher machten. Die alte Gürstin Lobanoff hatte den weißen Garg thres Enkels nach Walkowa überführen lassen. Nun ruhte der kleine Alerei neben seiner Großmutter Anastasia Paw Towna. Lisaweta Borissowna suchte ihre Tochter auf ihra Art über den Verlust des Knaben zu trösten. „ So weine doch nicht Tag und Nacht, Marußia," sagte die alte Soldatenfrau. Gewiß ist es sehr traurig, ein Kind zu verlieren, noch dazu einen Sohn, aber Gott wird euch einen Ersatz schenken. Ihr seid noch beide fung, und das Leben ist Tana." ( Forts. folgt.) welche die( dieren sollte Drei N Einem Tele folge hat it Fez ein geb hauptet, daf Meinungsve rems ausgel Löwen zum mitgeteilt, fängnis wer Vor La Budapest er tretens der Unfall. El sich zum Se meldet. Di wandten Ge mischer Wir feit bemächt fett sitzender daß sich die zuwandte. be geleiteter hinaus, und vor Lachen chemt er sich holte. Ein ori ner Pariser Eifersuchtsdr hilfe, Sovag einer fungen fungen Mä Freund des madjan. G beiden herau jungen Paa entgegen und zu überlasser juerst mehre burch drei r Nach der To fich dort und Wege zum S Der De öffentlichen fehen. Der anstaltete, handeln, ze hübsche well Wein einlu nen Augent dem für se bürgerlichen Grandel, de und daher i val heranna verjawand. einem Beta benachrichtig und nach ein er in der G de. Als er trat, wurde weiteres au, haben, und luftiger Gefe gabt hatte. gefunden. Die eng einer englifd amifante Au Berliebtfein, finden dürfte auf sich halte ist die Billig der Mode to alle diese toftet teines eine gerichtli Sprechens eine ohne Geld für diefen 3 billigite Unte man verliebt größere toltip Smurje gebietes er Mel Gein ht ins 343 ge jiten t burg unge gen im ratifhe derung gen zu 5 Wa Bennets wortet de der on et B Eng dem daus onellen recht gen, in ing zu Stadt über ondere ht ge Flug Peting ernit reisen China en Re agen in rch die Frieben. an den Inter Den die Sharbin er, daß er Epi nd voll beträgt ienreise erg ge verkauf Rado Herr Für 2% Schlief in. Gr von% Wie röffent ert von Szwede rbenen wurde iffe des iminal Aften r einer Jahren Diebstahl gedroht für ihn ptmann lung in ingelei uch der Freitag erst am erglente Schladen ich ver aus ge Geheim auf und gefun e anver it Graf ette fich rei war en Wöl nnte es heul der fah fic en Arm izier er us Tula überein, den Ba getragen, llig zum rde jezt fter und ur Jagd unficher en Garg un ruhte ia Paw auf ihre a," fagte urig, ein Gott with ung, und folgt.) Ein schweres Brandunglüc ereignete sich am Freitag in Taucha bei Leipzig. In einer Wohnung in der Bahnhofstraße waren die drei Kinder der Familie Seifert allein gelassen worden. Durch die Explosion einer in der Nähe des Ofens hängenden Petroleumlampe brach Brand aus, dem alle drei Kinder zum Opfer fielen. Das eine Kind, das in einem Korbe lag, verbrannte, während die beiden anderen erstickten. Eine sensationelle Verhaftung ist am Freitag in Nizza erfolgt. Es handelt sich um den in der Berliner Lebewelt bekannten Grafen Günther von Königsmard, dessen Verhaftung auf Antrag eines schlesischen Gutsbesitzers erfolgt ist. Der Verhaftete soll sich betrügerischer Manipulationen bet Grundstücksgeschäften und Wechselschwindeleien schuldig gemacht haben. Die furchtbare Tat einer Geisteskranken hat am Freitag die Stadt Graz im Aufregung versetzt. Die Postbeamtenfrau Likaweg erstach ihre beiden Kinder, einen sechsjährigen Knaben und ein fünf Monate altes Mädchen. Die Mutter tötete sich dann selbst durch einen Stich ins Herz. Die Frau war wegen eines förperlichen Gebrechens ihrer Tochter trübsinnig geworden. Die Tat hat sie in geistiger Umnachtung verübt. Vermischtes. Das Ergebnis des Margeritentages in Leipzig, dem die gesamte Peoolferung mit großem Interesse entgegensah, ist nunmehr festgestellt. Es beziffert sich auf 156 000 mt., die aus dem Erlös des Flumenverkaufs und aus den son= stigen dem Komitee überwiesenen Beträgen sich zusammensetzen. Das Deffnen und Auszählen der 3000 Sammelbüchsen hat drei Tage in Anspruch genommen. Diese verhältnismäßig rasche Erledigung war nur möglich durch Suhilfenahme von Angestellten verschiedener großer Banfen und von 3ählmaschinen. Der Ertrag fließt je zur Hälfte dem Heim für gebrechliche Kinder und dem Kinderkrankenhause zu. Eämtliche Spesen und Unkosten sind von dem obengenannten Ergebnis bereits in Abzug gebracht. Wie sehr das Unternehmen Interesse fand, geht auch daraus hervor, daß aus vielen anderen Städten, wie Salle, Chemniz, Dresden Abordnungen entsandt waren, welche die Einrichtung und Organisierung der Sache stu= dieren sollten. Drei Negerinnen den Löwen zum Fraß vorgeworfen. Einem Telegramm des Pariser ,, Journal" aus Tanger zufolge hat sich im Palaite des Sultans Mulen Hafid in Fez ein geheimnisvolles Tiama abgespielt. Es wird bes hauptet, daß drei Negerinnen des Palastes infolge von Meinungsverschiedenheiten. die unter den Frauen des Harems ausgebrochen sind, auf Veranlassung des Sultans den Löwen zum Fraß vorgeworfen worden sind. Ferner wird mitgeteilt, daß Muley Hofit verschiedene Frauen ins Ge= fängnis werfen und dort durchprügeln ließ. Vor Lachen in Ohnmacht gefallen. Im Kolosseum zu Budapest ereignete sich am Donnerstag während des Auftretens der isländischen Glimatämpfer ein eigenartiger Unfall. Ein deutscher Ringer namens Kropfhuber hatte sich zum Herausforderungslampf mit den Isländern gemeldet. Die Weise, in welcher er die Griffe seines ge= wandten Gegners zu parieren suchte, war von derart fo= mischer Wirkung, daß sich des Publikums stürmische Heiterfeit bemächtigte. Ganz besonders schien sich ein im Partett sigender Herr zu amüsieren, er lachte so frampfhaft, daß sich die Aufmerksamkeit der um ihn Sigenden ihm zuwandte. Plötzlich aber brach er zusammen; seine Freunbe geleiteten den halbohnmächtigen Herrn in das Foyer hinaus, und es stellte sich heraus, daß der Herr tatsächlich vor Lachen einen Krampfanfall erlitten hatte, von welchem er sich jedoch nach einigen Minuten vollständig erholte Ein orientalisches Eifersuchtsdrama in Paris. In einer Pariser Straße hat fid) am Donnerstag ein blutiges Eifersuchtsdrama abgespielt. Ein türkischer Schneiderge= hilfe, Hovaghimran, lebte in gemeinsamem Haushalt mit einer jungen Deutschen, Sophie Latt. Um die Gunst des jungen Mädchens bewarb sich aber auch ein intimer Freund des Schneiders, der vierzigjährige Armenier Djermadjan. Es bildete sich eine tödliche Feindschaft zwischen beiden heraus. Donnerstag abend trat der Armenier dem jungen Paare, als dieses vor seiner Wohnung anlangte, entgegen und forderte den Türken auf, ihm das Mädchen zu überlassen. Auf dessen Weigerung gab der Armenier zuerst mehrere Schüsse auf das Mädchen ab, die fehlgingen; durch drei weitere Schüsse tötete er seinen Nebenbuhler. Nach der Tat floh er in seine Wohnung, verbarrikadierte sich dort und schoß sich eine Kugel in die Brust. Auf dem Wege zum Krankenhause starb er. Der Defraudant als schöne Maste. Auf dem letzten öffentlichen Maskenball, den ein Königsberger Lokal veranstaltete, erregte eine elegante Maske besonderes Aufsehen. Der junge Mann, um einen solchen mußte es sich handeln, zeigte sich sehr liebenswürdig, namentlich gegen hübsche weibliche Masken, die er zu verschiedenen Flaschen Wein einlud. Nach der Demastierung wurde er für einen Augenblick in die Garderobe gebeten und blieb seitdem für seine neuen Freundinnen verschwunden. Im bürgerlichen Leben war die elegante Maske der Kontorist Grandel, der eine Schwäche für die Weiblichkeit hatte und daher über seine Verhältnisse lebte. Als der Karneval herannahte unterschlug er seinem Chef 2500 Mt. und verschwand. Bei der Demaskierung wurde er aber von einem Bekannten erblickt, der sofort den Geschäftsführer benachrichtigte. Dieser rief telefonisch die Polizei herbei, und nach einigen Minuten wurde Grandel mitgeteilt, daß er in der Garderobe von einer Bekannten erwartet wer= de. Als er vertrauensselig das Garderobenzimmer betrat, wurde er für verhaftet erklärt. Er gab auch ohne weiteres zu, die 2500 Mart seinem Chef veruntreut zu haben, und gestand, daß er über 2400 Mark bereits in lustiger Gesellschaft innerhalb von neun Tagen verausgabt hatte. Nur 83 Mart wurden noch in seinem Besitz gefunden. Die englische Gesellschaft und das Verliebtsein. In einer englischen Zeitschrift macht ein Philosoph" einige amüsante Ausfälle auf die englische Gesellschaft und das Verliebtsein, die auch auf andere Länder Anwendung finden dürften.„ Reine Leute," sagt er,„ die irgend etwas auf sich halten, verlieben sich heutzutage. Wahrscheinlich ist die Billigkeit des Verliebens daran schuld, daß es aus ber Mode fam. Motorwagen, Kartenspiel, Luftschiffahrt alle diese kosten Geld und sind gefährlich. Die Liebe fostet keines von beiden, ausgenommen die Gefahr, daß eine gerichtliche Verfolgung wegen Bruchs des Eheversprechens eingeleitet werden könnte. Man kann sich ganz ohne Geld verlieben, und nur zwei Menschenkinder sind für diesen 3wed notwendig. Es ist auf jeden Fall die billigste Unterhaltung, die man sich schaffen kann. Wenn man verliebt ist, kommt man in den Verdacht, daß man größere fostspielige Bergnügungen sich nicht leisten könne. Und selbst wenn Leute aus besseren Gesellschaftsklassen sich wirklich verlieben, so halten sie es geheim, um nicht aus dem ,, exklusiven Rahmen zu fallen". Er nutzt die Dummhei: anderer aus. Daß der Aberglaube trotz aller Aufklärung und trotz allem Stolze auf unsere täglichen Fortschritte auf dem Gebiete der„ Kultur" noch immer im Volte wurzelt, zeigte eine kürzlich in Bernburg abgehaltene Echöffengerichtsverhandlung, die übrigens eines komischen Beigeschmades nicht entbehrte. Ein Schlosser war des Betruges angeklagt worden, weil er einer Ehefrau ein„ Zaubermittel" für teures Geld verfauft hatte. Besagte Frau war in Verzweiflung über ihren Gatten, der nicht mehr sittsam zu Hause bleiben wollte, sondern sich herumtrieb. Aber der Schlosser wußte Rat; er fenne ein Mittel, das imstande sei, ungetreue Ehegatten im Haus zu halten und trüoerische Männerherzen wieder einzufangen. Die Frau sollte, so riet er ihr, ein Stück Papier dauernd auf der Brust tragen; auf dem Zettel stand:" Jch thue dich anhauchen, drei Bluhtstropfen will ich dir entziehen, den ersten aus deiner Leber, den zweiten aus deinem Herzen, den dritten aus deiner Lebenskraft, damit du nur mit mir und keiner anderen etwas zu schaffen hast: dies gelobe ich..... Gella.... Amen!" Da die Frau natürlich Freundinnen gegen= über über das wundertätige Zaubermittel, für das sie dem Schlosser 15,50 M hatte zahlen müssen, den Mund nicht halten fonnte, gelangte die Sache zur Kenntnis der Polizei. Vor Gericht war der Angeklagte geständig; er be= saß aber die Frechheit, in seiner Verteidigungsrede den fühnen Satz aufzustellen:„ Ich mache mich doch nicht strafbar, wenn ich die Dummheit der Leute ausnute." Wobei man allerdings die Dummheit derer, die nicht alle wer= den, als Milderungsgrund anrechnen kann. Spichbürgerci. Aus Bayern wird den 2. N. N." geschrieben: Eine kleinere Stadt in Unterfranken soll auf behördliche Anordnung aus Gesundheits- und Sicherheitsgründen sich endlich eine Wasserleitung bauen, denn sie hat das Geld dazu durch natürliche Wohlhabenheit, und sie hat erst neulich von einem Bürger eine Million Mark für ge= meinnüßige 3wecke vermacht erhalten. Tut alles nichts: die Stadt setzt ihren Ehrgeiz darein, keine Umlagen zu erheben und scheut deshalb den Bau einer Wasserleitung. Sie hat deshalb Beschwerde bei dem Verwaltungsgerichtshof erhoben. In dem Briefe des Bürgermeisters heißt es: „ Wir besitzen das gesündeste und schönste Städtchen Bayerns, aber auch das idealste, denn es ist von der modernen Seuche, der Umlagenerhebung, noch nicht ergriffen, und deshalb brauchen wir auch keine neue Wasserleitung." Die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes kann nicht zweifelhaft sein, und es wird jetzt darauf ankommen, wie die Herrschaften zur Vernunft gebracht werden, die auf die Grundbedingungen der Gesundheit und der Feuersicherheit verzichten, um nur ja keine städtischen Steuern bezahlen zu müssen. Brand der Berliner Kunstgewerbeschule. Freitag nachmittag kurz vor 4 Uhr brach auf bisher noch nicht aufgeklärte Weise in dem Seitenflügel der zum Königlichen Kunstgewerbemuseum gehörigen Unterrichtsan= stalt an der Prinz- Albrechtstraße ein Dachstuhlbrand aus. Jm vierten Stock des Gebäudes liegt eine Anzahl Atelierräume. Hier war der Brand zum Ausbruch gekommen. Auf den Alarm Großfeuer" eilten sofort eine Anzahl Löschzüge zur Brandstelle, wo das Feuer bereits den ganzen Dachstuhl ergriffen hatte. Die Gefahr eines Ueberspringens des Feuers auf das angrenzende Kunstgewerbemuseum war sehr groß. Der Sturm war so mächtig, daß die Feuerwehrmänner sich auf dem Dache nicht aufrecht halten fonnten. Durch den Sturm wurden die Schieferplatten weit fortgeschleudert und die Funken bis auf das Dach des Palais des Prinzen Albrecht getrieben. Was das Feuer nicht zerstörte, mußte den Aexten der Wehr zum Opfer fallen. Die großen Atelierfenster barsten und ein Scherbenregen ergoß sich auf die unten stehenden Feuerwehrmänmer. Erst den Anstrengungen von 10 Löschzügen war es möglich, den Brand Schritt für Schritt einzudämmen. Um 6 Uhr war der Brand als gelöscht anzusehen. Der Dachstuhl ist völlig vernichtet. Das Wasser hat die Decke der dritten Etage durchbrochen und in den dort befindlichen Unterrichtsräumen arge Verwüstun= gen angerichtet. Das Gebäude ist Eigentum des Königs und als solches durch keinerlei Versicherung gedeckt. Prinz Friedrich Wilhelm war auf der Brandstätte persönlich erschienen. Der National- 3tg." zufolge sind bei dem Brande in der Kunstgewerbeschule die wertvolle Einrichtung und eine große Zahl von wertvollen Gegenständen, die teilweise für das Kaiserschloß in Posen bestimmt waren, mit ver: brannt. Die Höhe des beträchtlichen Schadens läßt sich erst nach Beendigung der Aufräumungsarbeiten feststellen. Der letzte Schuß vor Belfort. Ein Einjährig- Freiwilliger der 2. Kompanie 4. Magdeburgischen Infanterieregiments Nr. 67, der am 18. Februar 1871 in Perouse auf Vorposten gegen Belfort stand, hat einem Berliner Blatte einen Auszug seiner Feldzugsnotizen über den letzten Schuß vor Belfort und damit des Feldzuges im nachstehenden zur Verfügung gestellt: Die gewaltige Schlacht an der Lijaine war geschlagen und das französische Heer unter General Bourbaki in die Schweiz übergetreten und dort entwaffnet. Die Belagerung von Belfort die Festung war seit Anfang November eingeschlossen nahm daher ihren Fortgang. Von den beiden wichtigen am 8. Februar besetten Forts Haute und Basse Perche aus sollte die Feste mit Erfolg beschossen werden. Es war der 18. Februar. Der Tag ging zur Neige, die Vorposten warteten auf Ablösung. Der größeren Sicherheit wegen wurde sie in der Dunkelheit vorgenommen. von Der Da vernahmen die Belagerer ungefähr um 6 Uhr abends aus der Festung ein Signal, bald ertönten allen Forts und auch von deutscher Seite Signale. Donner der französischen Geschüße verstummte zuerst, endlich schweigen auch die deutschen Geschüße, nur eine deutsche Batterie, von den Soldaten die bayerische genannt, nahe dem Dorfe Chevremont, beachtet die Signale nicht und feitert weiter. Darauf setzt von neuem eine allgemeine gewaltige Kanonade, aber nur von kurzer Dauer, ein. Etwa um 7 Uhr abends ertönen abermals in der Festung Signale, sie werden von deutscher Seite aufgenommen und weitergegeben. Wiederum schweigen zuerst die französischen Geschütze. Während dieser Vorgänge waren mehrere der rückwärts liegenden Soldaten an die Vorpostenlinie herangetreten und der obenerwähnte Kriegsfreiwillige machte sie auf die Wichtigkeit des Augenblicks aufmerksam. Nach und nach verstummte auch der Donner der deutschen Geschüße, auch die bayerische Batterie stellte das Feuern jetzt ein, aber sie hatte den lezten Schuß. Ungewohnte Totenstille! Von der Gewalt des Augenblicks ergriffen, entblößten die Soldaten ihr Haupt und fnieten zum Dankgebet nieder. Bald kam die Ablösung, und als die Kompagnie in Chevremont abgekocht und die Ruhestätte aufgesucht hatte, wurde verkündet, daß Waffenstillstandsverhandlungen eingeleitet seien. Ueber den Einzug der deutschen Truppen in Belfort, der heute vor 40 Jahren stattfand, schreibt ein Teilnehmer in der„ Magdeb. 3tg.": Nachdem am 17. Februar die in Belfort befindliche fran zöfifche Garnison in der Stärke von etwa 12 000 Mann durch unsere südlich der Festung gelegenen Kantonnements in fleinen Trupps abmarschiert war, fand am 18. Februar der Einmarsch der Deutschen in die Festung statt. Es war ein trüber, regnerischer Tag, der zu dem vielen Traurigen, welches uns der Anblick der eroberten Festung gewährte, recht paste. Die Stadt bot das Bild entsetzlicher Verwüstung dar. Keine Straße, fein Haus war von den Geschossen verschont geblieben. Schutt und Steine bedeckten fußhoch das Pflaster. Abgebrannte Sadtteile, wie in Straßburg, sah man nicht, nur einzelne Häuser waren ausgebrannt, aber die Zerstörung war eine viel allgemeinere als dort, die Dächer und Wände sämtlich wie ein Sieb durchschossen. Die blassen, abgemagerten Gestalten der Eins wohner standen schen vor den Häusern und sahen mit trau rigen Gesichtern inmitten der Trümmer die Belagerer siegreich einziehen. Der Anblick der Wallgänge in den Fest ungswerken neben den Geschüßen und den Infanterie stellungen war meist entseblich. Es starrte dort von Schmutz und Unrat. Geradezu widerlich aber waren die Gerüche welche den Eintretenden besonders aus den fünstlich herge stellten bombensicheren Unterkunftsräumen der Besatzung entgegenströmten. Daß da nicht die schwersten Krankheiten Blab gegriffen hatten, war wohl nur dem Umstande zuzu schreiben, daß es Winter war. Pockentrante gab es aller dings unter der Besatzung und den Einwohnern eine so große Zahl, daß die Festung vor der Hand feine Garnison erhielt, sondern nur durch Wachen besetzt wurde. Zu dem Einzuge. der am frühen Nachmittage erfolgte hatten fämtliche Truppen des Belagerungsforps Deputationen gestellt. Anschließend an ihn fand auf dem höchsten Punkte der Festung ein feierlicher Danfgottesdienst statt. Es war ein ergreifender Moment, als hier die Krieger die Knie beugten, um Gott dem Allmächtigen dafür zu danken, daß nach so vielen durchlebten Gefährnissen und Schwierigkeiten end lich die Festung gefallen war. Nach Beendigung des Gottesdienstes brachte der Kommandeur der Belagerungsarmee ein Hoch auf den Kaiser aus. Gleichzeitig wurde die preu ßische Flagge gehißt und dazu aus den eroberten Geschützen Salut geschossen. Drabinachrichten und neuestes. Doch eine Romreise des Kaisers? O Berlin, 18. Februar. Von einer vorzüglich informierten, Hochstehenden Persönlichkeit will die" Morgenpost" erfahren haben, daß der deutsche Kaiser im Laufe des April oder Mai in Rom eintreffen wird, um dem König Viktor Emanuel seine und des Kaisers Franz Josef, des dritten Verbündeten, Glückwünsche zu überbringen. Der Aufent halt des Kaisers in Rom werde drei Tage dauern. Ein neuer Militär- Parseval. Bitterfeld, 18. Februar. Das Kriegsministerium_hat bei der Luftschiffbaugesellschaft ein weiteres Parseval- Luftschiff in Auftrag gegeben. Furchtbarer Selbstmord. Oberhausen, 18. Februar. Einen gräßlichen Selbstmord verübte ein Heizer auf der Zeche Concordia, indem er sich in das Kesselfeuer stürzte. Er verbrannte vollkommen. Eine Bestie in Menschengestalt. Kiel, 18. Februar. Das hiesige Schwurgericht verurteilte gestern den Schuhmacher Schild aus Nortorf wegen Mordes, begangen an dem Kind seiner Tochter und Blutschande zum Tode, vier Jahren Zuchthaus und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Seine Tochter wurde wegen Blutschande zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt. Die Verhandlung ergab geradezu schauerliche Tatsachen. Schilds neunzehnjährige Tochter sah ihrer Niederkunft entgegen, und der Vater zwang sie wiederholt zu Verbrechen gegen § 218 und verging sich auch selbst an ihr. Als das Kind ge= boren war, erdrosselte es der Angeklagte trotz des Flehens der unglücklichen Mutter und vergrub die Leiche im Garten. Weil er jedoch befürchtete, daß die Leiche gefunden werden könnte, verlangte er jegt von seiner Tochter, daß sie die wieder ausgegrabene Leiche koche, um sie den Schwei nen im Stalle als Futter vorzuwerfen. Da sich die Tochter weigerte, vergrub ihr Vater sein Enkelfind an zwei verschiedenen Stellen seiner Wiese. Am 3. August aber wurde das Verbrechen dennoch entdeckt und Vater und Tochter in Untersuchungshaft genommen. Jetzt ist nun das Urteil über das Scheusal gesprochen worden. Sturmwetter überall. Berlin, 18. Februar. Der gestrige Sturm, der zeitweise einen orfanartigen Charakter annahm, riß von den Dächern Ziegel und Metallstücke ab und führte zahlreiche Verlegungen herbei. In Nauen bei Spandau stürzte während der Stadtverordnetenversammlung der Holzaufbau über dem Rathausturm, in dem sich die Uhr befindet, und der Rundgang um den Turm auf die Straße. Personen wurden nicht verletzt. Gurhaven, 18. Februar. Der andauernde Sturm verursachte gestern nachmittag sehr hohen Wasserstand. Die Uferpartien sind weit überflutet. Vor der Schelde verlor der französische Schlepper„ Atlas" das deutsche Segelschiff " Anna" aus dem Schlepptan. Die Anna" wurde abge= trieben und stieß bei Büsum auf. Schleppdampfer haben bisher vergebens versucht, sie zu erreichen, doch besteht anscheinend für die Mannschaft feine Gefahr. Ein von Eurhaven gestern ausgefahrener Schleppzug wird vermißt. Wien, 18. Februar. Der gestern in Wien wütende orfanartige Sturm richtete an zahlreichen Gebäuden großen Schaden an. Dächer wurden zum Teil abgedeckt und durch herabfallende Mauerstücke wurden zahlreiche Personen ver wundet, davon drei so schwer, daß sie in bedenklichem Zustande ins Krankenhaus eingeliefert werden mußten. Graz, 18. Februar. Gestern abend wütete in Graz und dessen Umgebung ein orfanartiger Sturm. In der Ortschaft Stübin ist ein großer Waldbrand ausgebrochen, der einen derartigen Umfang angenommen hat, daß die Ortschaft arg bedroht ist. Militär ist zur Hilfeleistung dorthin entsandt worden. Handel und Verkehr. Frankfurt a. M., 17. Februar. Viehmarktspreise vom 16. Februar. Preise für 1 3entner Kälber: a) Doppellender, feinste Mast( Lebendgew.) M 00-00, ( Schlachtgew.) M 00-00, 6) feinste Mast( Vollmilch- Maft) und beste Saugkälber( Lebendgew.) M 58-62,( Schlachtgew.) M 93-103, c) mittlere Mast und beste Saugfälber( Lebendgew.) M 54-57,( Schlachtgew.) M 92-97, 5) geringere Saugfälber( Lebendgew.) M 50-53,( Schlachtgew.) M 85 bis 90. Schafe: A. Stallmastschafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthämmel( Lebendgew.) M 40-41,( Schlachtgew.) M 84 bis 85, 6) ältere Masthämmel, geringere Mast lämmer und gut genährte junge Schafe( Lebendgew.) M( Schlachtgew.) M c) mäßig genährte Hammel und Schafe ( Merzschafe)( Lebendgew.) M00-00,( Schlachtgew.) M 00, d) Marschschafe oder Niederungsschafe( Lebendgew.) M ( Schlachtgew.) M, Weidmaſtschafe B. Schweine a) vollfleischige Schweine von 80-100 g. Lebendgewicht( Le= bendgew.) M 50%-52,( Schlachtgew.) M 64-66, 6) vollfletschige Schweine unter 80 g. Lebendgewicht( Lebendgew.) M 50%-52,( Schlachtgew.) M 63-65, c) vollfleischige Schwetne von 100-120 kg. Lebendgewicht( Lebendgew.) M 50-52, ( Schlachtgew.) M 61-65, 5) vollfleischige Schweine von 120 bis 150 g. Lebendgewicht( Lebendgew.) M 50-52,( Schlachtgem.) M 63-65. IVO PUNONNY $ Ein Sprung in's Ungervisse ift jeder Verfuch, die bewährten Marken Palmin Palmona fett) und ( Pflanzen- Butter- Margarine) durch unbe. kannte, billige Fette zu erfetzen. Palmin und Palmona werden feit vielen Jahren täglich in Millionen Haushaltungen verwendet; fie find alfo erprobt und bewährt, fonft würden fie nicht den ausgezeichneten Ruf genießen, den fie von der feinften bis zur einfachsten Küche besitzen. Darin liegt eine Garantie, die bei unbekannten Marken nicht geboten wird. Versteigerung. Wegen Auflösung unserer Behörde soll das Büronbentac wie: Zeichentische, Zeichenbretter, 1 Lichtpausapparat, Aftenschränke, Bücherregale, Zeichenutensilien, Gasleitung mit Wandarmen, 1 Fahrrad etc. Mittwoch, den 22. d. M. nachmittags 2 Uhr, Wilhelmstraße 21. part. öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden. Gießen den 15. Februar 1911. Großh. Baubehörde für die Univ.- Neubauten. J. V. Heyer. Ein tüchtiger Schmiedegeselle für sofort gesucht Karl Metz, Schmiedemstr., Sinn. Fleischverdingung. MESSMER'S AUSGEWÄHLTE FEINE THEE: SORTEN 100g Pakete 055 Mk- 140 Mk Am 1. 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