T וי r! ICHTEN GLANZI OHNE RENZI ke cht. ule. lige d. -Prüf mand arter. te. rium. Besuch 2. eine Examen Unterfältigste her und -off vergesetzte dauernd lie Veren wird. osteglos. 1. SO eis 15P pro Heft Familien und Modenzeitung geber" Ihnen durd Bauf von..... Fen der Hönigl Klaffenlotterie bar großen Ge bald Ihnen das Hold... önnen mebr m einbringen Fender Jede Bu ber, Berlin W9 haben Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen - oferteljährlich 1,20 Mr., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Dienstags, Dounerstags, Samstags. Redaktion: Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 212. des Großherzoglichen Polizei Amtes = der Großherzoglichen Erscheint Bürgermeisterei sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Telephon: Nr. 362. Parteipolitisches. Hessische Landtagswahlen 1911. § Das Zentrum wird außer in den bisher innegehabten Bezirken Bingen- Land, Gonsenheim, Nieder- Olm, Kostheim, Weisenau, Seligenstadt, Oppenheim- Viernheim und im Wahlkreis Dieburg, auch noch in einer ganzen Reihe anderer Wahlkreise mit eigenen Kandidaten vorgehen. So in Rheinhessen in Alzey, Wöllstein, Osthofen, Worms, Mainz und Wörrstadt. In Starkenburg merden weitere Kandidaten aufgestellt in Beerfelden, Hirschhorn, Wimpfen, Bensheim, Zwingenberg. Bischofsheim, Rüsselsheim, Offenbach und Darmstadt. Für Oberhessen werden eigene Kandidaten aufgestellt in Rodheim- OberRosbach und Vilbel. § Bei der Landtags- Ersatzwahl in Hanau wurde der nationalliberale Kandidat Baurat Wohlfart- Hanau mit 154 Stimmen gewählt. Der konservative Kandidat er= hielt 72 und der sozialdemokratische 75 Stimmen. § Bei der Landtags- Ersatzwahl für den verstorbenen nationalliberalen Abg. Fabrikanten Franz Gleim im Wahlkreise Melsungen- Fritzlar wurde der Gutsbesitzer Nöll( freik.) aus Gudensberg mit 114 Stimmen gewählt. Aus Stadt und Land. Gießen, 19. Oktober 1911. = Donnerstag, den 19. Oftober 1911. | Zweck der Versammlung. Die Abänderungen von 1909 des Eichgesetzes von 1881/84 würden zwar erst 1913 in Kraft treten, doch zwänge das Verhalten der Glasfabri= kanten, die keine Gläser mehr mit der alten Eiche_anfertigen, jetzt schon die Gastwirte zu einer Stellungnahme zu den neuen Verhältnissen und zu Abhilfemaßregeln gegenüber den zu erwartenden wirtschaftlichen Schädigungen. Diese sah der Redner in dem Umstand, daß der Eichstrich nach dem Abänderungsgesetz 2 Zentimeter unter dem Rande sich befinden müsse, während der Abstand nach dem alten Gesetz nur 1 Bentimeter zu betragen brauche. In diesem Falle sei das Blas durch die Blume bis oben gefüllt und der Wirt verkaufe das Quantum, für das er bezahlt bekomme. Da nun bei der neuen Eichung aber der Strich sich noch einmal so tief unter dem Rande befände, so müsse entweder die Blume unverhältnismäßig groß gemacht oder das Glas nicht vollgeschänkt werden. Beides würde die Unzufriedenheit des Gastes erregen. Um dies zu vermeiden, müßten die Wirte sowohl die Blume nicht vergrößern, als auch das Glas weiter vollschänken, obgleich es größer ist, als das mit der alten Eichung. Die Wirte müßten also in Zukunft für das gleiche Geld mehr Bier geben als bisher. Die entstehende Schädigung berechne sich auf 2-3 mk. pro Hektoliter. Redner betonte, daß diese neue Belastung der Gastwirte, die gesunde Basis des Standes schwer bedrohe. Die einzige Abwehrmaßregel sah Redner in der Umeichung der alten Gläser um je 20 Liter, also von 5/10 auf 0,45, von 3/10 auf 0,25, von 0,25 auf 2/10. Einerseits entsprächen die Eichstriche nunmehr den neuen Bestimmungen und andererseits wäre Wirten und Gästen geholfen. Die Gäste erhielten zwar für den bisherigen Preis ein nominell um 1/20 Liter geringeres Quantum, in Wirklichkeit aber die gleiche Menge wie früher, da das neue 1/4 Liter Glas an Rauminhalt dem alten 3/10 Liter Glas entspreche und bei gleicher Blume vollgeschänkt werde. Der Redner hob nochmals hervor, daß mit dieser Abwehrmaßregel keine Verteuerung der Bierpreise verbunden sei, daß den Gastwirten solch eine Absicht fern läge. Nach dem die Ausführungen des Redners noch durch einige Worte des Verbandsvorsitzenden ergänzt worden waren, trat man in die Debatte darüber ein. In dieser gingen die Meinungen über den Wert und die technische Durchführbarkeit der einzelnen Vorschläge oft recht weit auseinander. Doch wurde allgemein anerkannt, daß ein gemeinsames Vorgehen unerläßlich sei. Aus diesem Ge= danken heraus fand folgende Resolution einstimmige Annahme: * Krankenkassen und Aerzte. Auf dem Aerztetag in Stuttgart und auch in anderen Erklärungen der Aerztekoalition ist die Behauptung aufgestellt worden, daß sich das Verhältnis zwischen Krankenkassen und Aerzten in Württemberg, das im wesentlichen im Sinne der Aerzteorganisation geregelt ist, daß sich insbesondere die freie Arztwahl dort bewähre, daß auch die Krankenkassen sich gut dabei ständen und deshalb mit den be= stehenden Verhältnissen zufrieden seien. Um festzustellen, ob diese Behauptungen den Tatsachen entsprechen, hat der Süddeutsche Betriebskrankenkassen- Schutzverband ( Sitz Augsburg) eine entsprechende Rundfrage bei den ihm angeschlossenen württembergischen Betriebskrankenkassen veranstaltet. Uebereinstimmend erklären die Württembergischen Kassen, daß die freie Arztwahl finanziell sehr schädigend wirkt, daß sie auch weiter für die Kassen sehr schädliche Folgen zeitigt und daß die Kassen bei diesem Arztsystem keinen Einfluß auf den ärzlichen Dienst und damit auf ihre wesentlichen Ausgaben haben. Die Erklärungen würden wohl gründlich mit der Ansicht aufräumen, daß sich die freie Arztwahl in Württemberg bewähre. Die Darlegungen der württembergischen Kassenbildeten auch gleichzeitig ein vernichtendes Urteil für die freie Arztwahl überhaupt. Denn wenn die württembergischen Krankenkassen, die nach Angabe der Aerztekoalition mit der freien Arztwahl zufrieden sein sollen, solche Erklärungen abgeben, wie müsse es erst bestellt sein, bei den Kassen mit freier Arztwahl in den anderen Teilen des Reiches! Es sei geradezu eine allgemeine Pflicht, in Wahrung der wichtigen öffentlichen Interessen der Krankenkassen der weiteren Aufzwingung der freien Arztwahl entgegenzuwirken! * Das Gesamterträgnis der Weinernte im Großherzogtum Hessen im Jahre 1911 wird auf rund 22 Millionen Mt. berechnet, ein Ergebnis, wie es ſeit Menschengedenken nicht zu verzeichnen gewesen ist. * Seit dem 1. Okt. sind die Mainzer Kinematographentheatei unter Zensur gestellt worden. n Der Großherzog hat das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen mit der Krone dem Magazinverwalter Fritz Walther zu Gießen; das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift" Für treue Arbeit" der Helene Bechtold von Rodheim i. Pr., der Katharine Daubertshäußer aus Vetzberg, der Margarete Müller von Launsbach, der Luise Schomber von Burkhardsfelden, der Marie Schäfer daselbst, der Elisabethe Schütz von Gießen, der Marie Klein von Crumbach und dem Ludwig Weil von Rodheim a. d. B. verliehen. n zu einer Gastwirte- Versammlung hatte der Verein der Gastwirte von Gießen und Umgegend" seine Mitglieder für letzten Dienstag ins Hotel Einhorn berufen. Mit den geladenen Vertretern des Brauereigewerbes und der Presse wies die Versammlung den stattlichen Besuch von zirka 150 Personen auf. Nachdem der Vorsitzende des Vereins, Herr Jaskowsky, die Erschienenen, darunter den Vorsitzenden des Rhein- MainVerbandes, Herrn Hauſt aus Darmstadt, begrüßt hatte, verbreitete er sich in temperamentvoller Rede über den und Die heutige Gastwirteversammlung ist einstimmig der Ansicht, daß die Einführung der neuen Gläser eichung in Gemäßen von 2 Liter abwärts eine große Schädigung des Wirtsgewerbes bedeutet. Sie erklärt ausdrücklich, daß bei der Abwehr durchaus nicht eine Steigerung des Bierpreises beabsichtigt wird, sondern es sollen bei demselben Rauminhalt und gleichen Preisen nur Gläser mit entsprechenden Eichen verwendet wer= den. Der R. R. W. V. wird ersucht, zu gegebener Zeit der Großherzoglichen Regierung vorstellig zu werden, um eine Verlängerung des Einführungstermins herbeizuführen. Ferner werden der Bund der Gastwirte und der R. R. W. V. ersucht, bei den GlasFabriken vorstellig zu werden, die Gläser bis zum Einführungstermin mit alter und untergesetzter neuer Eiche zu versehen." Gegen 127 Uhr war die Versammlung beendet. n Metzgermeister Schreiner wurde zum Kaiserl. Königl. Hoflieferanten bestimmt. n Ein geborener Gießener, Kaufmann Hermann Hofmann aus Albernau, kaufte die Leimfabrik zu Butzbach für 75 000 Mark. n Direktor Modde wird vom 16. bis 28. Oktober im Schlachthaus einen Kursus für Trichinenschau abhalten. n Dienstag konnte Zugführer Stiehl hier auf eine vierzigjährige Fahrdienstzeit zurückblicken. n kommenden Sonntag findet hier im Klubsaale der 1. Kammermusikabend statt. n Aus dem Lahntal. In den letzten Tagen konnte man ungewöhnlich große Kranichzüge vorüberziehen sehen, r Die Königliche Eisenbahn- Direktion Frankfurt a. M. beschafft durch das Zentralamt in Berlin für ihre Beamten und Arbeiter die Kartoffeln für den Selft fostenpreis von 3,50 Mark den Zentner frei im Keller. Es sind von den Bahnbediensteten im Umkreis über 10000 3entner bestellt. Die Lieferung soll noch diesen Monat erfolgen. Auch gibt die Direktion die Ver günstigung, daß die Arbeiter die Kartoffeln in Raten | ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg.- Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Bettreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. zahlen können, während die Beamten sofortige Zahlung zu leisten haben. o Bad Nauheim. Einige Vereine, die in der Regel während des Winterhalbjahres drei Abendunterhaltungen abzuhalten pflegen, beschlossen, mit Rücksicht auf die schlechten Zeiten eine Abendunterhaltung in diesem Winter ausfallen zu lassen. o Friedberg. In der Nacht zum Sonntag verstarb in Friedberg der Großh. Baurat Fritz Groß. s Darmstadt. Um den Genuß von billigen Seefischen im Volke einzubürgern, werden demnächst besondungsschule abgehalten. dere Fischkochkurse in der hauswirtschaftlichen Fortbil! Osthofen. Dr. Rolly wurde in seinem Bette tot vorgefunden. Ein Herzschlag hatte seinem Leben ein Ende gemacht. ! Wörstadt. Der Jagdpächter Hermann Mühl dahier verkaufte seinen Jagdhund„ Keck", der viele erste Preise und Ehrenpreise besigt, an einen Jagdlieb. haber in Westfalen für 1500 Mt. ):( Krofdorf. Die Hebamme J. Dr. und die Wtw. 2. M. waren der Beleidigung angeklagt. Der Gerichtshof sprach beide Angeklagte fret, da er sich nicht mit voller Bestimmtheit von ihrer Schuld überzeugen fonnte. ):( Weilburg. Dienstag früh verließ der älteste Jahrg. der hiesigen Unteroffizierborschule mit klingendem Spiel seine alte Garnison, um sich nach seinem neuen Standort, Weißenfels, zu begeben. Der beste Zögling jeder Kompagnie erhielt vom Kommando zum Andenken eine wertvolle Taschenuhr. ):( Limburg. Vorige Woche tagte im hiesigen Rathause eine Kommission, welche mit den hiesigen Metzgern behufs Herabsetzung des Preises für Schweinefleisch verhandelte. ):( Diez. Die 29. Generalversammlung des Gesamt- Taunusklubs, welche letzten Sonntag dahier abgehalten wurde, war außerordentlich stark besucht. Der Stammklub von Frankfurt war mit Sonderzug eingetroffen. Der wichtigste Punkt der Tagesordnung, Voranschlag für 1912, wurde in allen Positionen genehniigt. Es wurden bewilligt: 1200 Mt. Verwaltungsfoften, 100 Mt. zu den Kosten der Generalversammlung, 300 Mt. zu Wegeanlagen, 500 Mt. zu Quellenfassungen, 1250 Mt. für Wegemarkierungen, 400 Mt. für Auffichtstürme, 200 Mt. für Schutzhütten und 250 Mt. für Studenten- und Schülerherbergen. Einigen Zweigbereinen wurden Beihilfen von 50 bis 150 Mt. zu Wegeberbesserungen und Verschönerungszwecken gewährt, den höchsten Betrag erhielt Königstein mit 1000 Mt. Die nächste Versammlung findet in Butzbach statt. ):( Marburg. Die Stadtverwaltung hat 10 Doppelwaggons Speisekartoffeln aus Ostpreußen bestellt, die zum Preise von 3.40 Mt. der Zentner an die Einwohner abgegeben werden sollen. ):( Frizlar. Sonntag früh brach in der Kunstmühle C. Buchenhorst G. m. b. H. Großfeuer aus. & 8 verbrannten 12000 Zentner Weizen, 1500 Sack Mehl und ein großes Lager Futterartikel. Sämtliche Maschinen sind vernichtet. Der Schaden ist durch Verficherung gedeckt. ):( Frankfurt a. M., 18. Okt. In der Nacht zum 7. Dezember 1910 wurde auf der Mainzer LandStraße der 53jährige Agent Wilhelm Biener mit einem Hammer niedergeschlagen und beraubt. B. starb am gleichen Tage. Als Täter wurden der Gelegenheitsarbeiter Pöllmann und der Stallschweizer Löffler ermittelt. Sie standen gestern vor dem Schwurgericht und wa= ren geständig, den Mord vorsätzlich verübt zu haben. Pöllmann war die treibende Kraft. Die Geschworenen erkannten Pöllmann des Mordes und des Raubes, Löffler des Totschlages und des Raubes für schuldig. Das Urteil lautet gegen Pöllmann auf Todesstrafe und gegen Löffler auf 15 Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Ehrverlust und Polizeiaufsicht. Literarisches. ? Ueber Franz Liszt den größten Meister des Klavierspiels, bringt die neuste Nummer des über die ganze Erde verbreiteten, vorzüglichen Familien- und Modenblatts Mode und Haus" Verlag John Henry Schwerin, Berlin W 57. einen wundervollen, reichillustrierten Artikel, den kein Musikfreund ungelesen lassen sollte. Die Firma Dr. med. H. Schröder G. m. b. H. in Berlin 35 hat der heutigen Auflage einen Prospekt beilegen lassen. Der Beginn des Reichstages. Der Reichstag trat am Dienstag zu seiner ersten Blenarsizung nach den Ferien zusammen. Seine Beratungen dürften knapp zwei Monate dauern. Aber der bevorstehende Tagungsabschnitt wird in mehr als einer Hinsicht kein gewöhnlicher oder uninteressanter sein; weder die Regierung hält thn für unerheblich, noch tun es die Parteien, am wenigsten die oppositionellen Barteten. Man könnte zunächst denken: so dicht vor den Wahlen der letzte Sessionsabschnitt von wentgen Wochen, wen interessiert das noch? Und ob der Reichstag in Erwartung der Wahlen in dieser Zeit immer ganz beisammen" sein wird, kann wohl bezweifelt werden. Indessen ist kaum eine Reichstagssession mit größerer Spannung erwartet worden, und zwar in breitesten Schichten! Man braucht nur Worte wie Teuerung, Marokko, Tripolis zu nennen! Schon sind die Interpellationen eingegangen, von den Sozialdemokraten allein drei, bereits seit Wochen angekündigte, darunter eine zur Teuerung und eine wegen Maroffo, vom Zentrum 4: Teuerung, Marokko, Tripolts und China; und andere werden folgen. Und was allein an Debatten über die Teuerung zu erwarten ist, das haben die Verhandlungen im Bayerischen Landtage ahnen lassen. 3war am Dienstag gings im Reichstag noch nicht los. Es standen nur Petitionen zur Beratung, die teils durch Uebergang zur Tagesordnung, teils durch ueberweisung an die Regierung als Material erledigt wurden Bei der Petition um amtliche Zulassung der Antiquaschrift wurde Uebergang zur Tagesordnung beschlossen. Der Kanzler über Maroffo und Tripolis. Der Seniorenkonvent des Reichstages beschloß am Dienstag, von Donnerstag bis Sonnabend die erste Lesung des Privatbeamten- Versicherungsgefeßes zu beraten. Auf die Erledigung der Strafprozeßnovelle und der Gerichtskostennovelle legt die Regierung feinen Wert mehr. Schließlich wurde ein Schreiben des Reichskanzlers verlesen, das noch amtItch veröffentlicht werden wird. Der Inhalt des Schretbens geht dahin, der Reichskanzler verstehe und teile den Wunsch, daß die auswärtige Lage im Reichstag besprochen würde. Im gegebenen Augenblick sei der Reichskanzler mit Rücksicht auf die noch schwebenden Verhandlungen über Marokko, über welche betde Regterungen Stillschweigen vereinbart haben, und auf den zurzeit im vollen Gange befindlichen Metnungsaustausch der Mächte über die Tripolisfrage außerstande, selbst öffentlich Stellung zu nehmen. Es schweben gegenwärtig Verhandlungen zwischen den Mächten, die auf Beilegung des Krieges abztelen. Eine Besprechung der auswärtigen Lage im Reichstag, ohne daß die Regierung daran teilnehme, habe das Bedenken gegen sich, daß die Situation dadurch erschwert würde. Er verspreche aber, daß er, sobald die Situation es gestatte, dem Präsidenten des Reichstags Mitteilung machen werde, daß er nunmehr zur Beantwortung der Interpellation über die auswärtige Politik bereit set. Ueber dieses Schreiben des Reichskanzlers wurde im Seniorenkonvent lange verhandelt, und es wurde allseitig der Wunsch ausgesprochen, daß möglichst bald eine öffentliche Besprechung der gesamten auswärtigen Lage stattfinde. Der Bräsident fonnte schließlich als die einstimmige Metnung des Sentorenkonvents feststellen, daß in fedem Falle der Reichstag die Möglichkeit habe, eine Besprechung der auswärtigen Situation selbständig herbetzuführen. Rundschau vom Cage. Politisches. Telegrammwechsel zwischen dem Reiser and dem König von Sachsen. Der Kaiser hat an den König von Sachfen aus Hubertusstock folgendes Telegramm ge= richtet: Geftatte mir, Dir Kenntnis zu geben, daß ich für das Linienschiff„ Ersatz Aegir" den Namen„ König Albert" gewählt, um dem tapferen Heerführer aus der großen Zeit der Reichsgründung und sein erhabenes Haus besonders zu ehren." Der König fandte folgendes Antworttelegram.n: Vielen herzlichen Dank für Deinen so freundlichen Gedanken, das neue Schiss " König Albert" zu nennen. Es ist für mein Haus und mein Land eine große Ehre, daß eins der Herrlichen Schiffe der Marine den Namen unseres unvergeßlichen Heldenkönigs tragen wird, hoffentlich stets im Sinne des aretsen Helden zit Deutschlands Ruhm und Ehre." Kein Kaiserbesuch in Madrid. Die von einem BerItner Blatt gebrachte Meldung von einem bevorstehenden Besuche des deutschen Kaisers in Madrid wird im Spantschen Ministerium des Aeußern als völlig unbegründet bezeichnet. Der Etat des Deutschen Reiches wurde dem Reichstag in der Regel Anfang Dezember vorgelegt. Ge12) Aus Eifersucht. Roman von Mar Hoffmann. ( Nachdruck verboten.) wöhnlich hielt dann das Retchsparlament noch eine achttägige erste Lesung ab, schickte dann das berühmte " Buch mit den sieben Siegeln" in die Budgetkommission und ging fröhlich in die Ferten. Diesmal liegen die Dinge etwas anders. Der Etat wird auch in diesem Jahr wieder zt der üblichen Zett fertiggestellt sein, aber die Beratung dieses Etats für 1912 wird dem neuen Reichstage vorbehalten sein, weil der sterbende Reichstag sich nicht um Dinge kümmern darf, die den neuen allein angehen. Als Kandidaten für die Reichstagserfahwahl im Wahlkreise Homberg- Frißlar- giegenhain( Cassel 3), die durch das Ableben des Abg. Liebermann von Sonnenberg notwendig geworden ist und am 30. November d. J. stattfinden soll, wird die Wirtschaftliche Vereinigung des Reichstages den Abg. Lattmann aufstellen, der feßt den Wahlkrets 2. Cassel vertritt. Da voraussichtlich eine Stichwahl stattfinden wird, die erst in den ersten Dezembertagen erfolgen tann, so würde ein neugewählter Abgeordneter feine Gelegenheit mehr finden, an den Reichstagsverhandlungen teilzunehmen. Aus diesem Grunde tst beschlossen worden, die Wahl mehr als Formsache zu betrachten. " Das allerdings, aber-" " Und waren vierzehn Tage als Krankenpflegerin im Hause des Regierungsrates von Marleben, nicht wahr?" " Des Regierungsrats von Marleben? Nein, das muß ein Irrtum sein." 78 sozialdemokratische Volksversammlungen, darunter eine Versammlung Taubstummer, die sich mit der Lebensmittelteuerung befaßten, fanden am Dienstag abend in Groß- Berlin statt. In allen Versammlungen gelangte eine gleichlautende Resolution zur Annahme, worin die sofortige Aufhebung aller Zölle auf Lebensmittel, Aufhebung des Systems der Ausfuhrscheine, der Grenzsperre für Fletsch und Vieh und die Organisation des Massenbezuges unentbehrlicher Nahrungsmittel wie Kartoffeln, Seefische und Nährgemüse durch die Kommunen verlangt wird. Jetzt erst sah sich der Untersuchungsrichter, der bisher in seine Akten geblickt und die Fragen wie nebensächlich gestellt hatte, die Dame genauer an. Dabet vergegenwärtigte er sich, so gut es ging, das Bild fener Diakonissin, die er im Hause der Ermordeten gesehen hatte. Das Ergebnis dieses Vergleichs war überraschend für thn. Dieses Mädchen hier sah in der Tat ganz anders aus. " Verzeihen Sie, mein Fräulein," bat er, würden Ste wohl die Freundlichkeit haben, Ihre Haube, dte Ihr Haar ganz verdeckt, etwas zurückzuziehen?" Politisches Attentat in Rußland. In Nowotscherfast drang gestern abend 7 Uhr der Student Kristi in die Wohnung des Fürsten Trubetfi, eines Mitgliedes des Reichsrates, ein und gab auf ihn einige Revolverschüsse ab. Der Fürst brach sofort zusammen und erlag einige Zeit darauf seinen Verlegungen. Der Mörder Kristt ist mit dem Fürsten verwandt. " Sehr gern!" sagte sie lächelnd und zeigte ihr dicht angefämmtes schwarzes Haar. „ Rätselhaft!" brummte der Untersuchungsrichter und drückte auf den Knopf einer elektrischen Klingel. Ein Gerichtsdiener erschien.„ Herr Kommissar Weide!" befahl der Vorgesetzte. Der klägliche Zusammenbruch der monarchistischen Bewegung in Portugal ist nach Lissaboner Meldungen fetzi vollkommen. Die letzten noch nicht verhafteten Verschwörer baten um eine Amnestie, welche die Regierung wohl gewähren wird. Dieser kam sofort, und auch er stellte fest, daß diese Dame gar nicht identisch mit fener war, die er vorgestern gesehen hatte. Kleine Nachrichten. Die Spigentoilette der Herzogin- Mutter von Ko= burg, um die in diesem Sommer ein Prozeß geführt wurde, wird demnächst in Berlin öffentlich versteigert werden. Die Sachverständigen haben den Wert der Spizentoilette auf zwischen 20 000 und 25 000 Mark geschätzt. „ Und gibt es in Ihrem Heim nur eine Schwester Ihres Namens?" fragte der Richter. " Jawohl, mein Herr!" Das neue Zeppelin- Militärluftschiff ist Dienstag vormittag 11 Uhr von Friedrichshafen nach Baden- Baden gefahren. Die Führung des Luftschiffes hatte Oberingenieur Dürr. An der Fahrt nahmen die Mitglieder der militärischen Abnahmetommission teil. " Dann muß ich vielmals um Entschuldigung bitten, daß wir Sie hierher bemüht haben, gnädiges Fräulein." " Ich darf also wieder gehen?" " Nur noch eine Frage: War feine Dame Ihrer AnSeitens des Verteidigers der französischen Sprachlehrerin Thirion, Rechtsanwalt Buhr in Cöln, wird an den Kaiser ein Gnadengefuch um Grlaß der noch zu ver= büßenden Strafe von 2 Monaten eingereicht werden. Selbstmord eines Oberstleutnants. Oberstleutnant v. Graurock vom 37. Infanterie- Regiment in Kerotoschin ( Bosen) wurde erschossen an einem Feldwege gefunden. Zuerst hatte man angenommen, der Offizier set das Opfer einer Mordtat geworden, doch liegt nach amtlichen Meldungen Selbstmord vor. Die Gründe sind noch unbekannt. Von den 145 000 Mart, die von einem Banklehrling bet der Bantfirma Röchling in Saarbrücken veruntreut wurden, find bet der Durchsuchung der Wohnung des Verhafteten in der Londoner Vorstadt Hampstead 100 000 Mark tit deutschen Banknoten aufgefunden und beschlagnahmt worden. Selbstmord eines geftelfunasaffichttaen tasteners. Dienstag morgen sprang auf der Strecke Hannover- Bremen ein Reisender aus dem D- Ruge, und zwar gerade in dem Augenblick, als ein Gilgüterzua vorbeifuhr. Der Reisende war fofort tot. Es handelt sich um einen Jta= Itener aus Castellamara, der die Gestellungsorder erhalten hatte. In der Sächsischen Schweiz abgestürzt nus netätt ist ein Zeichner nomens Scherr aus Dresden beim Erflettern eines Felfens. Dem lettersport in der Sächfischen Schmeiz sind in diesem Sommer bereits einige Menschenleben zum Opfer gefallen. Selbstmord eines Bierzehnjährigen wegen Arbeitsfchent. In der Wohnung seiner Eltern hat ein 14 Jahre alter Laufbursche in Berlin feinem Leben ein Ende ce= macht, indem er sich in der Wohnstube mit seinem Halstuch am Fensterriegel erhängte. Arbettsschen ist der Grund zu der Tat. Schweres Bannnalid. Dienstag nachmittag stürzte in Budapest das Treppenhaus eines fünfstöckigen Neubaues ein und begrub dreißig Arbeiter. Bisher sind zwet Tote und 13 Vermundete aus den Trümmern gezogen stalt zu Herrn Regierungsrat von Marleben gerufen worden?" „ doch! Es war angeklingelt worden, und ich war auch schon dazu bestimmt, am andern Tage hinzugehen, als am Nachmittag wieder abbestellt wurde mit der Begründung, daß von anderer Seite schon Hilfe gewonnen wäre." " So! Ich danke Ihnen, gnädiges Fräulein! Und nochmals mein Bedauern über den Irrtum." Er machte etne tiefe Verbeugung. worden. Eine Kompagnie Piontere tst eifrig beschäftigt, die Trümmer fortzuschaffen, um die Verunglückten zu retten. Aus den Gerichtssälen. Der nene Becker- Prozeß. Vor der Straffammer des Stettiner Landgerichts begann Montag vormittag die Verhandlung gegen den Rittergutsbesitzer BeckerBartmannshagen, der vom Landgericht Greifswald am 20. Dezember 1910 wegen Beleidigung in 5 Fällen zi einer Gesamtstrafe von einem Jahre Gefängnis unter Auferlegung der Kosten einschließlich der dem Nebenfläger Landrat Frhr. v. Malzahn- Grimmen erwachsenen Auslagen verurteilt worden war. Das Reichsge richt hatte am 3. Jult d. J. das Urteil des Landgerichts Greifswald aufgehoben und die Sache zur nochmaligen Verhandlung an das Landgericht Stettin verwiesen. Ein neuer Spionageprozeß. Vor dem vereinigten zweiten und dritten Straffenat des Reichsgerichts werden sich der englische Schiffshändler Schulz aus Soitt= hampton und vier Genoffer am 16. November wegen Spionage zu verantworten haben. Der Prozeß wird mehrere Tage in Anspruch nehmen. Ein ingendlicher Mörder vor Gericht. Die Straffammer für Jugendliche des Altonaer Landgerichts verurteilte am Dienstag den 12jährigen Schitler Hoffmann, der am 14. Jult ein 15tähriges Dienstmädchen durch einen Messerstich in den Hals tötete, wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgange zu 1 Jahr Gefänants unter Anrechnung von 3 Monaten Untersu= chungshaft. Als sie hinaus var, sagte er:„ Dann bleibt also nichts weiter übrig, als daß fene Person im Hause Marleben eine Betritgerin war, die ohne Zweifel zu dem Verbrechen in Beziehung steht. Setzen Sie alle Hebel In Bewegung, threr sobald als möglich habhaft zu werden, Herr Kommissar! Und melden Ste mir sofort, wenn Sie sie haben!" Weide fuhr nach dem Beatricenheim und traf dort gleich nach der Rückkunft der Schwester Magdalene ein. Die Oberin, der er sich melden Iteß, empfing thn złemItch reserviert. Vermischtes. Dreißig Jahre im Zuchthaus. Dreißig Jahre hat der Brüsseler Mörder Leon Belzer im Buchthaus verbracht, und heute ist er in aller Stille zur Freiheit ent= lassen worden. Als Pelzer vor einem Menschenalter zusammen mit seinem Bruder aus Eifersucht und Geldgier einen Kaufmann ermordete, wurden beide zum Tode verurteilt. Ein Gnadenerlaß bewilligte ihnen tedoch lebenslängliche Kerferhaft, und so wurden sie in das belgische Bellengefängnis von Löwen gebracht. Während der eine der Brüder vor vielen Jahren schon starb, blieb Leon bet guter Gesundheit und er zählt heute 65 Jahre. Im Zuchthaus hat er sich stets mutsterbaft geführt, und da er ein intelligenter, sprach- und federgewandter Kaufmann mar, so wurde er in den letzten Jahren zu allerhand Bureauarbetten herangezogen. Auch wurden ihm die Kolleghefte der Löwener Studenten zur Kopte anvertraut. So mar Belter im Laufe der Zeit zit einer beträchtlichen Gelehrsamkeit gelangt. Der alte Mörder wurde in aller Heimlichkeit aus dem Gefängnis geführt. Er hat sich in det dreißig Jahren eine stattliche Summe gespart und durfte in neuerwor bener bürgerlicher Kleidung auf die Freiheitsreise gehen, die nach Göln führt. Dort erwartet ihn eine 92fährige Mutter, die den Sohn vor ihrem Tode noch einmal umarmen win, obwohl die Richter thn wegen Mordes verurteilt haben. Wir haben noch nie mit dem Gericht zu tun ge= habt," sagte sie vorwurfsvoll. Was ist mit der Schwester Magdalene? Weshalb zitterte man sie dorthin?" „ Eben deshalb komme ich, gnädige Frau. Es hat sich da eine rätselhafte Verwechslung herausgestellt, dte erst noch aufgeklärt werden muß. Können Sie mir genau angeben, wann Fräulein Magdalene zu dem Regierungsrat von Marleben bestellt wurde?" ,, Ah so, damit hängt es zusammen!" Ste sah thre Bücher durch und nannte den Tag. " Und an demselben Nachmittag erfolgte die Abbestellung?" " Jawohl, gegen sechs Uhr. Ich kann mich dessen ganz genau entsinnen, well dieser Fall noch nte vorgekommen war." Revolution per Inserat. inter dieser Ueberschrift weiß ein Berliner Blatt zu melden: Die Monarchistent, die jetzt in actugal gegen die Nemblik fämpfen, mers ben thre Soldaten auf einem etwas ungewöhnlicher Wege an. In einer der letzten Nummern des in deitt= scher Sprache erscheinenden Londoner Generalanzeigers finden mir nämlich folgendes userat: Freimiffae ftr Bortugal gesucht. Angebote infer ,, 180 Corns"( Ge= schäftsstelle des Londoner General- nzeigers. Man hat also die Kämpen des Königs Manuel, wenn auch nicht in Lissabon, so doch schon in die Zettung einrücken laffen. Banif in einem Tanzsaal. In einem Gasthof zit Rochlitz( Sachsen) löfte sich während eines Vergnügens der schmere. brennende Kronleuchter von der Decke, mo= bet zahlreiche Lampen erplodierten. Das umher= sprisende brennende Petroleum fette Fenstervorhänge und Kleidunosstücke in Brand. Ein Rentier und ein Musiker murden schmer verbrannt, eine Anzahl Gäste erfitt leichtere Brandwunden. Nach der Explosion entstand ungeheure Berwirruna, zumal man in der Aufreguna die Musaanastir nicht zu öffnen vermochte. Das Unglück hätte leicht größere Folgen annehmen können, menn es sich nicht gerade in einer Tanzpause ereignet hätte. Familientraaödlen. Der Tapetenhändler WördeHoff in Effen, seine Frau und ein Kind wurden Diens tag morgen dort in threr Wohnung infolae Gasvergiftuna int aufaefunden. met weitere Kinder maren bemuktlos, fonnten aber wieder ins Leben zuritekgerit= fen werden. Ein Mädchen im ter von acht Jahren starb tedoch nach einiocr Rett. Würdehoff scheint tm Einverständnis mit seiner Frau sich und seine Familie vergiftet zit haben. orra Grund werden mißliche Vermögensverhältnisse angesehen. Einer weiteren Meldung zufolge hat die 40 Jahre alte Schuhmachersfrau Marte Mrifoth in Oberleutensdorf Dienstag frith thre fünf Kinder im Alter vont sechs bis 12 Jahren und sich selbst mit Tomtirschenfaft zu vergiften nersucht, und „ Schriftlich?" ,, Nein, telephontsch" „ Wer sprach zu Ihnen?" " Hier von Marleben, lautete es auf meinen Ruf." " War es eine männliche Stimme?" „ Ja.“ „ Wer wußte es bet Ihnen, daß Fräulein MagdaIene ursprünglich dazu ausersehen war, dort hinzugehen?" ,,, wir alle wußten es" ,, Also Sie meinen, gnädige Frau, alle Damen Ihres Heims. Haben Sie Dienstpersonal?" " Jawohl, eine Köchin, zwei Dienstmädchen und eine Aufwartefrau." Der Kommissar sah eine Weile nachdenklich vor sich hin. Wo befindet sich Ihr Telephon?" „ Auf dem Korridor." " Haben auch fremde Leute dort Zutritt?" „ Unser Heim steht fedem Hilfesuchenden offen." „ Sie wollen damit sagen, daß Ste Ihre Tätigkelt außer der Krankenpflege auch dem Wohltun im christItchen Sinne widmen?" ,, Ganz recht! So weit es in unseren schwachen Kräften steht." „ Ist diese Tatsache sehr bekannt?" „ Nach dem Maßstabe, in dem unsere Hilfe in Anspruch genommen wird, muß ich das annehmen." „ Also bekommen Sie häufig Besuche von wir Almosenempfängern?" sagen „ Freilich! Wir verteilen aber keine Almosen, und zwar erstens aus Prinzip und zwettens aus dem einfachen Grunde, meil uns die Mittel dazit fehlen würden. Unsere Unterstützung besteht deshalb nur darin, daß wir den betreffenden Personen, ob weiblich oder männlich ist gleich, einen Rat geben, wo sie Arbeit finden würden." Notarielle Urkunde. urtellen viele Tausende! Bei Kopfschmerzen. Erbrechen, Magenleiden. Buchwald, den 27. Februar 1910. Bei Appetitlosigkeit. Nach Gebrauch der dritten Schachteleckenpfronn, den 13. Mai 1911. Ihnen mitteilen, daß mein Bei Blutarmut. Teile Ihne Dahmsdorf, den 5. April 1911. ardurch mit, daß Ihr Renascin"( Blutsalznahrung) bei mir bitte He aschachte Dr. Schr Zusendu e Adresse: Un Die Jan Bemato # t= = T= (= It Elt t= It e= +8 FIL m er et g Br FRONTIN# OPPFA== TR = 11 at t= t= er d= m e= int ht. on hlt nd B= Ent. 11= ife gt. em Cent Or ge= ithmal des rift ett, era her Citt ers fitr See Pan atch fett 311 eng jer= nge elit äfte ent= fre= Das nen, gnet Förde ens Sver= aren meritbren im nilie RerMel fraut ihre d fich und Ruf." agdahinzu 1 Th und hvor fen." Tätigkelt drifta vachen Notarielle Urkunde. itärische Lage in Tripolis. Teil der Staffel der italienischen Tripobestehend aus vierzehn Schiffen, ist nach nischer Meldung aus Tripolis am Sonn: vor Anker gegangen, worauf sofort mit ig der Truppen begonnen wurde. Die menen Mannschaften sind bereits sämt esten Boden. Die Lage ist unverändert. beute, die die Italiener in Tripolis ist recht bedeutend. So sind ihnen 20 onen neuesten Modells mit Munition, Schnellfenergeschütze Modell 1908 und ndere Art, von denen ungefähr 100 noch d, in die Hände gefallen. Ferner wurden ilver, 40 000 Patronen, 7000 Gewehre, , eine gewaltige Anzahl von Handwaffen le erbeutet. Nach einer Meldung aus tripolitanische Spaziergang den Italte500 Millionen Lire. Kriegsschauplatz vor Tripolis. he Minister des Innern erklärte, die n bisher Derna nicht nehmen können. noch in türkischen Händen, dagegen ist mmen, aber die Italiener sind noch nirinnere vorgedrungen, sondern halten sich Küste, die sie allerdings streng obserirfen und Araber fämpfen wie die LöDerna selbst nach einem dreistündigen Zombardement keine Italiener landen aiserliches Frade sanktioniert ein Kampfein hundertprozentiger Wertzoll auf alle ich der Türkei eingeführten Waren ge› Gesetz tritt sofort in Kraft. Deckenpfronn, den 13. Mai 1911. Friedrich Köhler. Nach Gebrauch der dritten Schachtel kann ich Ihnen mitteilen, daß mein Sohn wieder vollständig gesund ist, derselbe hatte wenig Appetit und hatte deshalb auch eine schlechte Farbe. Schon nach der ersten Schachtel Ihres wirkenden Renascin" bekam er bessere EBlust und ist jetzt wieder so frisch und gesund wie zuvor. Somit kann ich aber jedem, der ein Leiden an sich hat, oder sonst sich unwohl fühlt, Renascin" aufs wärmste empfehlen. Blutarmut, Katarrh und Appetitlosigkeit. mich wieder wohl Johann Wilkens. Flögeln, den 27. Januar 1911. Ihr ,, Renascin" hat mir sehr gute Dienste geleistet. Schon seit einem Jahr litt ich an Blutarmut, Katarrh und hatte schlechten Appetit. Habe schon sehr viele ärztliche Hilfe angewendet, aber alles vergebens. Da las ich eines Tages von Ihrer berühmten Blutsalznahrung Renascin". Da entschloß ich mich sofort, dieses Mittel anzuwenden. Jetzt nach und gesund. Ich spreche Ihnen daher meinen besten Dank aus und werde Ihr Präparat in meinen Bekanntenkreisen stets empfehlen. Verbrauch Ihres Renascin"( 5 Schachteln) fühle Frau Backhaus. Kemberg, den 13. Januar 1911. Kiel, den 14. November 1910. Endlich muß ich mal ein paar Zeilen schreiben und sage meinen besten Dank für Ihr Renascin". Ich habe schon seit 13 Jahren ein Magengeschwür, Kopfschmerzen, Kreuzschmerzen, Gliederreißen und kann keinen Schlaf finden. Nach der ersten Schachtel Ihres Renascin" merkte Bei Kopf- u. Rückenschmerzen, Regelstörungen. Die seiner Zeit von Ihnen bezogenen 2 Schachteln Blutsalznahrung " Renascin" haben meiner Frau, die an Kopf- und Rückenschmerzen sowie häufigen Regelstörungen litt, so gute Dienste geleistet, daß sie bis jetzt, die Anwendung erfolgte im Juni dieses Jahres, von obigen Leiden vollkommen verschont geblieben ist. Ich habe Sie daher in meinem Bekanntenkreise empfohlen und hat einer meiner Freunde, dessen Frau auch dauernd an den Folgen einer Operation kränklich war, ebenso gute Erfahrungen damit gemacht. Seine Frau ist jetzt auch vollkommen wieder hergestellt. Ich habe Sie nun einem anderen Beich schon Besserung. Ich sage nun meinen besten Dank. kannten in Hamburg empfohlen und bitte ich Sie, demselben eine ProbeSeit 13 Jahren Magengeschwür, Kopf- und Kreuzschmerzen, Gliederreißen. sendung zukommen zu lassen. C. Fillberner. welche aber doch Dahmsdorf, den 5. April 1911. Telle Ihnen hierdurch mit, daß Ihr Renascin"( Blutsalznahrung) bei mir wunderbar gewirkt hat. Ich litt seit mehreren Jahren an furchtbaren Magen- und Rückenschmerzen, auch Reißen, welches den ganzen Körper durchzog. Erst legte ich meinen Leiden keine Bedeutung bei, aber es wurde doch von einer Zeit zur andern immer schlimmer. Da wandte ich mich zum Arzt und mein Arzt stellte fest, das Leiden käme von Blutarmut. Es wurden verschiedene Mittel ange Tages Ihr Inserat in der Zeitung, ich faßte Zutrauen und es täuschte mich auch nicht. Ich bezog von Ihnen 5 Schachteln von Ihrem berühmten ,, Renascin" Blutsalznahrung und nach dem Gebrauch von 3 Schachteln ist mein Leiden vollständig geschwunden. Die beiden Schachteln, welche ich noch habe, werde ich noch zur Nachhilfe nehmen, wofür ich Ihnen meinen herzlichsten Dank ausspreche. Auch kann ich Ihr ,, Renascin" in meinen Bekanntenkreisen jedem aufs wärmste empfehlen. Sollte mein Leiden in ähnlichen Fällen nochmals wiederkehren, dann werde ich sofort schreiben. Herr Dr. Schröder, ich sage Ihnen nochmals meinen besten Dank. immer ohne Erfolg blieben. Da las ich eines Bei Magenleiden. Also Martha Schipke. Kirchheim, den 13. September 1910. Ich kann Ihnen nun mittellen, das Ihr Renascin" bei mir seine Wirkung getan hat. Ich verspürte am ersten Tage schon Besserung und darf ich sagen, daß ich von 1%, Schachteln Einnehmen von meinem Magenleiden befreit war. Ich danke Ihnen bestens für Ihre zweite Sendung, welche ich nun als Vorrat habe. Ich werde Sie empfehlen wo ich kann. Bei Kopfschmerzen, Magendrücken, Nervenschwäche. Frau Holzheu. Buchholz, den 4. Januar 1911. Zu meiner größten Freude kann ich Ihnen schon jetzt mitteilen, daß das bei Ihnen bestellte Renascin" schon von dem dritten Tage an vortrefflic! schön gewirkt hat. Denn meine Mutter klagte schon 9 Wochen über Kopfschmerzen, Magendrücken und Nervenschwäche, Appetitlosigkeit, kalte Füße. Alle ärztliche Hilfe war erfolglos. Nun aber nach Gebrauch von 3 Tagen von Ihrem werten Renascin" ist schon Besserung eingetreten; wofür ich nochmals meinen innigsten Dank ausspreche. Auch werde ich Ihr wertes Renascin" Jallen Freunden und Bekannten aufs innigste empfehlen. Ich wünsche Ihnen, daß Sie noch recht lange leben und manchen Hoffnungslosen von all' den vielen Schmerzen befreien. Ihr wertes Renascin" geht über alles. Auch behalten wir Sie in guten Andenken. Tausende! Bei Kopfschmerzen, Erbrechen, Magenleiden. Buchwald, den 27. Februar 1910. Zu unserer Freude teile ich Ihnen mit, dass Ihr Renascin", welches ich für meine Mutter, welche oft an heftigen Kopfschmerzen, Erbrechen, Magenleiden, Gliederschmerzen zu leiden hatte, ohne Ihr Wissen von Ihnen schicken ließ, nach dem Verbrauch Ihres vorzüglichen Präparates bis jetzt von ihren Leiden befreit und sich mit neuen Kräften gestärkt fühlt, wofür wir Ihnen unseren wärmsten Dank aussprechen. Auch werde ich wo ich nur weiß und kann Ihr ausgezeichnetes„ Renascin" gern Jedermann aufs Beste empfehlen. Bei Appetitlosigkeit. Alfred Adam. Kienberg, den 23. Februar 1911. Ich fühle mich verpflichtet, Ihnen zu danken für die Dienste, die Sie mir erwiesen haben mit dem Mittel Blutsalznahrung Renascin". Ich habe jetzt wieder guten Appetit und bin auch sonst wieder mehr gekräftigt. Ich bin jetzt über 70 Jahre alt und doch hat dieses vortreffliche Mittel mir gute Dienste geleistet. Ich werde mich bemühen, dieses Mittel auch anderen zu empfehlen. Bei Magen- und Brustschmerzen. Sebastlan Maler. A. Neumann. Kiel- Gaarden, den 26. März 1911. Heute werde ich mir nun die Zeit nehmen und Ihnen benachrichtigen, wie es mit mein Befinden ist, ich stehe im 61. Lebensjahre und leide schon seit 1897 an Magen- und Brustschmerzen, ich habe nun schon viele Mittel angewendet und habe es mir schon viel Geld kosten lassen aber nichts hat geholfen, nun traten in letzter Zeit die Schmerzen wieder so heftig auf, daß ich schon ganz verzweifelt war, und ich wußte nicht, was ich anfangen sollte, nun las ich wieder von Ihrem Renascin" und ich griff nun aus Verzweiflung zu diesem Mittel und ich muß nun offen gestehen, daß ich schon nach Gebrauch der ersten Schachtel eine Besserung verspürte, nun habe ich drei Schachteln verbraucht und fühle mich nun so wohl, daß ich garnicht weiß, was mit mir vorgegangen ist, ich habe nun wieder guten Appetit zum Essen, was sonst nicht der Fall war, wenn ich Mittags was essen sollte, denn war ich schon immer vorher satt. Ich dachte dann schon immer an die Schmerzen, die darauf folgten. Schlafen konnte ich auch nicht, aber jetzt schlafe ich schon die Nacht durch. Geehrter Herr Doktor, hiermit spreche ich Ihnen meinen innigsten Dank aus, für Ihr ausgezeichnetes Renascin" ich hätte es nie geglaubt, daß es so ausgezeichnet wirkt, sonst hätte ich schon längst einen Gebrauch davon gemacht, ich werde aber nun bemüht sein, Ihr Mittel so viel wie möglich in bekannten Kreisen zu empfehlen nochmals herzl. Dank. Am heutigen Tage wurde mir von der Firma Dr. med. H. Schröder, G. m. b. H., eine sich auf 7442 in Worten: Siebentausend vierhundert belaufende Anzahl Schreiben vorgelegt, welche sich und zweiundvierzig als Zeugnisse über die von der genannten Firma in darstellen. In diesen Schreiben bezw. Zeugnissen beden Handel gebrachte Blutsalznahrung Renascin zeichnen sich die Absender resp. Aussteller u. a. als Professoren, Aerzte, Geistliche, Beamte, Kaufleute, Landwirte, Lehrer, Rentiers usw. usw. Aus der Kenntnis, welche ich von dem Inhalte dieser Zeugnisse genommen habe, kann ich auch ferner nur bestätigen, daß dieselben Anerkennungen der Wirkungen, Dankeserklärungen für dieselben und Empfehlungen für Dr. med. H. Schröder's ,, Renascin" enthalten. Berlin, den 6. September 1911. ( L. S.) Justizrat Notar im Bezirk des Königlichen Kammergerichts. alais v2/ 19!! n uu BARBER Bei Appetitlosigkeit. Bei Blutarmut. Bitte hier abtrennen! Gegen Rückgabe dieser Karte eine Probeschachtel umsonst! Ich bitte Herrn Dr. med. H. Schröder, G. m. b. H., in Berlin um eine beschachtel r. Schröder's Blut- Salznahrung ,, Renascin❝ Zusendung muß portofrei und vollständig kostenlos erfolgen. naue Adresse:.. in AnIt." - fagen en, und em efn n wir darin, ich oder belt fin Hochachtend Und es war noch jemand hier im Zimmer?" Die Tür hier war nur angelehnt, und dort wurde alemilich laut gesprochen." " Jawohl. Kurz vorher war ein großer, blonder Frl. W. Honelch. auf dem Balkan bedroht? eich neigt man zu der Annahme, daß eine n der uraltentschen Flotte im Aegäischen Levante, also an der Küste von Klein, welche natürlich die Ruhe auf dem fährden würde. Unter dem Titel: Beritime Aktionen Italiens im Aegäischen nämlich die„ Wiener Neue Freie Pr.": Flotte dürfte in den nächsten Tagen in Meer abgehen. Anzeichen hierfür sind zerklärung der Insel Samos durch Jtarna kommende Meldungen von ernster dortigen italienischen Kolonte und anen gegen Italien. In Italten scheint türkischen Versicherungen mit der Mögen, daß die Boykottbewegung, tatsächlich Die italienische Ueberseeaktion gegen großen und ganzen beendet, und der Flotte ist an der tripolitanischen Küste orden. Das ganze erste Geschwader wird Tobruk für eine Aktion im Aegäischen Bevante bereitgestellt. In Betracht komBung mehrerer Inseln des ArBlodterung einzelner türkischer Häing eignen sich vor allem Rhodos, Chłos, tos und Tenedos. Eine Besetzung von ben österretchtschen Handel, der nsitstation benüßt, schwer schädigen. Die te die Besatzungen der Inseln, doch ist ndsfähigkeit gegen italienische Angriffe die alten Befestigungen fast durchweg nt. Italten wird offenbar auf einzelnen ndetachements landen und die Zollämter hwachen türkischen Besaßungen würden h in das Innere des Landes zurückzuber feine militärischen Hilfsquellen fing mit der Otkupation der Inseln würde von Smyrna und anderen klein= t erfolgen. Wenn auch diese Maßnahden gewünschten Erfolg bringen, ist mit der Befestigungen von Smyrna zu rechleere aus von mehreren Seiten ohne be= ehr erfolgen fann. Eine Aktion gegen fte der italtentschen Regterung auch aus fsichten nicht ratsam erscheinen. mit dem chinesischen Pöbel. hen Aufstandsgebiet scheinen Leben und Fremden jetzt doch ernsthaft gefährdet zu c Meldung aus Titngtau stand geungskorps der deutschen Kriegsschiffe r" und" Vaterland" zusammen mit der Hankaus bestehenden FreiwilligenkomIßenkampf mit dem chineftEs ist schwer, aus der kurzen Melild davon zu machen, was in Hankau jangen ist. Die Funtentelegramme der jenden Kriegsschiffe haben offenbar die teldungen überholt, und bis diese dann man sich gedulden müssen. Doch ist n. daß auch die Landunaskorps der anen, der sich als stellenloser Tischler ausnte ich ihm keine Stelle nachweisen, und für sein Seelenhell ein paar Traktate lle wiederkommen." der hier gewesen?" le thn mir genau beschretben?" r nicht möglich. Es kommen zu viele, elt man leicht einen mit dem anderen." ohl! Dann danke ich Ihnen vielmals, 5 sich sofort nach der Villa von Marmucke Haus lag still und friedlich da, hts von dem furchtbaren Drama, das ter in der Nacht abgespielt haben mußte, Gärtner Mary arbeitete im Vorgarten dte Rosenstöcke zum Schutze gegen die ilte mit Stroh. on Marleben zu Hause?" fragte ihn rr Kommissar. Im 3immer im ersten ich durch Auguste, dte wieder ganz vernmelden, und Frizz kam thm oben in entgegen und führte ihn ins Zimmer. Kommissar? Bringen Sie etwas Ste eine Spur gefunden, oder sind Sie nter Fährte?" zuckte mit den Achseln.„ Vorläuftg t ganz flar. Sagen Ste mir, weshalb em eine Schwester aus dem BeatricenIt worden war, am Nachmittag wieder abbestellt?" „ Abbestellt? Aber das ist ja gar nicht der Fall ge= wesen! Und die Pflegerin ist ja auch eingetroffen." „ Hm. Aber nicht dte richttge." deern Mächte, obwohl davon in dem Telegramme nichts gesagt ist, an dem Kampf gegen den Pöbel teilgenom men haben. Von den genannten dret deutschen Schiffen ist " Leipzig" ein geschützter Kreuzer von 3250 Tonnent Wafserverdrängung und 286 Mann Besatzung. Das Schiff führt zehn 10,5 Zentimeter- Geschütze und zehnt 3,7 Bentimeter- Maschinengeschütze, die zum Teil gleich den vier Maschinengewehren des Schiffes an Land zur Verwendung gelangen können. Das Kanonenboot " Tiger" hat einen Besaßungsetat von 125 Mann. Seine Bewaffnung setzt sich aus zwei 10,5 Zentimeter- Geschüttzen und sechs 3,7 Zentimeter- Maschinengeschützen zu= fammen.„ Vaterland" ist ein speziell fitr den Dienst auf dem Yangtse erbautes Flußkanonenboot mit 45 Mann Besaßung und einer Bewaffnung von je einem 8,8 3enttimeter- und 5,2 Zentimeter- Geschütz. Das Landungsforps auf allen drei Schiffen beziffert sich auf etwa 200 Mann. Die aktive deustche Freiwilligenkompanie zählt 70 Köpfe, mit Reserven aber ungefähr das Doppelte. Daß von Anfang an trotz der beruhigenden Versicherung der Revolutionäre, sie würden die Fremden nicht belästigen, von seiten der europäischen Regierungen weitgehende Vorsichtsmaßregeln zum Schuße ihrer Staatsangehörigen getroffen sind, stellt sich nach den jüngsten Vorfällen als eine wohlbegründete Maßnahme heraus, und bei dem einmütigen Zusammenarbeiten aller Nationen, das glücklicherweise durch Eifersüchte= leien nicht getrübt ist, besteht die Hoffnung, daß es ge= lingen wird, die Fremden vor den Revolutionären und dem noch gefährlicheren Pöbel in Sicherheit zu bringen. Zum Verständnis der Sachlage in Hankau mag eine turze Schilderung der Oertlichkeit dienen. Hantau ist genau wie seine Schwesterstadt Wutschang von einer Umfassungsmauer umgeben. Innerhalb dieser Umfasfungsmauer bietet sie nichts Besonderes, denn das Innere der Stadt unterscheidet sich wenig von dem anderer chinesischer Großstädte. Nur am Flusse, wo sich die Europäerniederlassungen, der„ Bund", befinden, herrscht das regste Leben. Der Bund ist eine Prachtstraße, die sich, von einigen Querstraßen unterbrochen, dret bis vier Kilometer am Flusse entlangzteht. Alle ihre Gebäude sind wahre Paläste mit Blumengärten davor. Hier wohnen die Missionare, die Konsuln, und vor al= lem die Kaufleute der verschiedenen Völker. In Hankau haben England und Frankreich zuerst, und seit dem Jahre 1895 auch Deutschland, Konzessionen bekommen. Die Hauptgüter, die hier verfrachtet werden, sind Tee, Tabat, Seide, Medizinalwaren, Baumöl, Hanf, Häute, Wachs, Galläpfel und Reis, und die Einfuhrgüter, die von hier ins Land kommen, Baumwollwaren, Wolle, Metalle, Opium, Zucker, Petroleum und Farbwaren. Die bedeutendste Rolle unter allen diesen spielt der Tee, der in der Handelsstatistik mit einer Riesenzahl weit obenan steht. Heute übermittelt der Draht die folgenden wetteren Mitteilungen aus Hankau: Berlin, 18. Oktober. Der Kommandant des Kreuzers Leipzig" meldet aus Hanfau: Der gestrige Tag und die Nacht sind ruhig verlaufen. Die Aufständischen haben sich zurückgezogen. Der britische Admiral ist hier eingetroffen und hat als rangältester Of= fizter das Oberkommando über die gesamten Streitfräfte der Fremden zu Wasser und Lande übernommen. Das Fehlen jeder weiteren Mitteilungen über den Zusammenstoß des Landungskorps mit dem chinesischen Pöbel wird hier dehin gedeutet, daß der Zusammenstoß furz und nachhaltig, aber ohne Bedeutung gewefen ist. Hankau, 18. Oktober. Heute morgen 7 Uhr wurde das Feuer links der Bahnlinte bei Hankait er= öffnet. Aus Hanyang wurden Geschüße nach Wutschang geschafft. Es gewinnt den Anschein, als hätten die Aufständischen den geeigneten Zeitpunkt verpaẞt. Nach dieser Meldung scheint der Kampf vor Hanfau begonnen zu haben und die Regierungstruppen Herren der Situation vor Hantau zu sein. Die Stärke der Truppen beträgt 4000 Mann unter dem Befehl des Admirals Sah. Drabtnachrichten und neuestes. Wohltätige Stiftung. Karlsruhe, 18. Oktober. Prinzessin Wilhelm von Baden hat aus Anlaß thres 70. Geburtstages dem Komitee zur Errichtung eines Wöchnerinnenheims 100 000 Mart überwiesen. An Trichinose erkrankt. Danzig, 18. Oktober. Im Dorfe Radomno bet Deutsch- Eylav sind zwölf Personen nach dem Genusse trichinösen Fleisches schwer erkrankt. Ein Mädchen ist bereits gestorben. Reise des Prinzen Joachim nach Brag. Prag, 18. Oktober. Prinz Joachim von Preußen, des Kaisers jüngster Sohn, wird am Donnerstag hter erwartet als Gast d.3 Grafen Sylva- Larouca, des= fer Tochter an diesem Tage einen Gardeleutnant hetratet. Er erzählte genau, was er von der falschen Diafonissin wußte. Frib faßte sich an die Stirn.„ Dann steckt jener Mensch, den ich bei ihr gesehen habe, jedenfalls mit ihr unter einer Decke." Was für ein Mensch?" fragte Welde betroffen. " Als ich am Tage vor fener verhängnisvollen Nacht die Krankenpflegerin aus ihrem Zimmer rief, fand ich bet thr einen Mann, den sie als ihren Bruder bezeichnete." " Und das sagen Sie legt erft?" rief Welde vorwurfsvoll. " Weil sie so harmlos tat, glaubte tch thr und schenkte dem Menschen weiter keine Beachtung." Der Kommissar sah thn verständnislos an. Es war thm unbegreiflich, wie es Menschen geben könne, die nicht jeder Sache und jeder Person, die ihnen begegnet, die schärfste Beachtung widmen. Ihm genügte ein Blick, um sich das Ausschen eines jeden unauslöschlich einzuprägen, und er hielt es für unfaßbar, daß es bei antderen anders sein könne. " Ich will Ihnen sagen, Herr von Marleben, wie er ungefähr ausgesehen hat," erklärte er.„ Er war ein großer, blonder Mensch, dessen Füße und Hände von respektabler Größe und dessen Schultern breit waren. Ist's nicht so?" " Ja, so scheint er mir im Gedächtnis zu sein. Einen Eid möchte ich jedoch nicht darauf ablegen. Ich bin darin vorsichtiger und gewissenhafter als sehr viele Leute, die sogleich bereit sind, alle möglichen und unmöglichen Aussagen mit der größten Bereitwilligkeit zu beschwören. Aber Ste kennen ihn wohl schon? Ihre Beschreibung läßt es wenigstens vermuten." ( Fortfehung folgt.) Der Beginn des Reichstages. Der Reichstag trat am Dienstag zu seiner ersten Blenarsizung nach den Ferien zusammen. Seine Beratungen dürften knapp zwei Monate dauern. Aber der bevorstehende Tagungsabschnitt wird in mehr als einer Hinsicht fein gewöhnlicher oder uninteressanter sein; weder die Regierung hält thn für unerheblich, noch tun es die Parteien, am wenigsten die oppositionellen Parteien. Man könnte zunächst denken: so dicht vor den Wahlen der letzte Sessionsabschnitt von wentgen Wochen, wen interessiert das noch? Und ob der Reichstag in Erwartung der Wahlen in dieser Zeit immer ganz beisammen" sein wird, kann wohl bezweifelt werden. Indessen ist kaum eine Reichstagsfession mit größerer Spannung erwartet worden, und zwar in breitesten Schichten! Man braucht nur Worte wie Teuerung, Marokko, Tripolis zu nennen! Schon sind die Interpellationen eingegangen, von den Sozialdemokraten allein drei, bereits seit Wochen angefündiate, darunter eine zur Zeuerung und eine wegen Maroffo, vom Zentrum 4: Teuerung, Marokko, Tripolts und China; und andere werden folgen. Und was allein an Debatten über die Teuerung zu erwarten ist, das haben die Verhandlungen im Bayerischen Landtage ahnen lassen. 3war am Dienstag gings im Reichstag noch nicht los. Es standen nur Petitionen zur Beratung, die teils durch Uebergang zur Tagesordnung, tells durch ueberweisung an die Regierung als MaBet der Betition um amtliche terial erledigt wurden Zulassung der Antiquaschrift wurde Uebergang zur Tagesordnung beschlossen. Der Kanzler über Maroffo und Tripolis. wöhnlich hielt dann das Retchsparlament Wenn Sie sich nicht ganz gesund fühlen wenn Sie eines der nachstehend angeführten achttägige erste Lejung ab, schidie dann da Symptome oder Leiden bemerken, so müssen Sie für die Verbesserung Ihres Blutes sorgen! " Buch mit den sieben Siegeln" in die Budge und ging fröhlich in die Ferten. Diesma Dinge etwas anders. Der Etat wird aud Jahr wieder zit der üblichen Zeit fertigg aber die Beratung dieses Etats für 1912 neuen Reichstage vorbehalten sein, w bende Reichstag sich nicht um Dinge fümme den neuen allein angehen. Als Kandidaten für die Reichstagsersc Wahlkreise Homberg- Frizlar- Ziegenhain( C durch das Ableben des Abg. Liebermann vi berg notwendig geworden ist und am 30. J. stattfinden soll, wird die Wirtschaftliche 2 des Reichstages den Abg. Lattmann au fetzt den Wahlkrets 2. Cassel vertritt. Da vc eine Stichwahl stattfinden wird, die erst in Dezembertagen erfolgen fann, so würde wählter Abgeordneter feine Gelegenheit m an den Reichstagsverhandlungen teilzuneh diesem Grunde ist beschlossen worden, die als Formsache zu betrachten. Der Sentorenkonvent des Reichstages beschloß am Dienstag, von Donnerstag bis Sonnabend die erste Lesung des Privatbeamten Versicherungsgesezes zu beraten. Auf die Erledigung der Strafprozeßnovelle und der Gerichtskostennovelle legt die Regierung feinen Wert mehr. Schließlich wurde ein Schreiben des Reichskanzlers verlesen, das noch amtItch veröffentlicht werden wird. Der Inhalt des Schretbens geht dahin, der Reichskanzler verstehe und teile den Wunsch, daß die auswärtige Lage im Reichstag besprochen würde. Im gegebenen Augenblick set der Reichskanzler mit Rücksicht auf die noch schwebenden Verhandlungen über Marokko, über welche betde Regierungen Stillschweigen vereinbart haben, und auf den zurzeit im vollen Gange befindlichen Metnungsaustausch der Mächte über die Tripolis= frage außerstande, selbst öffentlich Stellung zu nehmen. Es schweben gegenwärtig Verhandlungen zwischen den Mächten, die auf Beilegung des Krieges abztelen. Eine Besprechung der auswärtigen Lage im Reichstag, ohne daß die Regierung daran teilnehme, habe das Bedenken gegen sich, daß die Situation dadurch erschwert würde. Er verspreche aber, daß er, sobald die Situation es gestatte, dem Präsidenten des Reichstags Mitteilung machen werde, daß er nunmehr zur Beantwortung der Interpellation über die auswärtige Politik bereit set. Ueber dieses Schreiben des Reichskanzlers wurde im Seniorenkonvent lange verhandelt, und es wurde allseitig der Wunsch ausgesprochen, daß möglichst bald eine öffentliche Besprechung der gesamten auswärtigen Lage stattfinde. Der Präsident konnte schließlich als die einstimmige Metnung des Seniorenkonvents feststellen, daß in fedem Falle der Reichstag die Möglichkeit habe, eine Besprechung der auswärtigen Situation selbständig herbetzuführen. Rundschau vom Cage. Politisches. 78 sozialdemokratische Volksversamml runter eine Versammlung Taubstummer, die Lebensmittelteuerung befaßten, fanden an abend in Groß- Berlin statt. In allen Vers gelangte eine gleichlautende Resolution zur worin die sofortige Aufhebung aller Zölle mittel, Aufhebung des Systems der Ausfuh Grenzsperre für Fletsch und Vieh und die L des Massenbezuges unentbehrlicher Nahrung Kartoffeln, Seefische und Nährgemüse durc munen verlangt wird. Politisches Attentat in Rußland. In: fast drang gestern abend 7 Uhr der Studei die Wohnung des Fürsten Trubetki, eines des Reichsrates, ein und gab auf ihn einige schüsse ab. Der Fürst brach sofort zusamm lag einige Beit darauf seinen Verlegungen der Kristt ist mit dem Fürsten verwandt. Der klägliche Zusammenbruch der mon Bewegung in Vortugal ist nach Lissaboner jeti vollkommen. Die letzten noch nicht Verschwörer baten um eine Amnestie, welche rung wohl gewähren wird. Telegrammwechsel zwischen dem Kaiser und demt König von Sachsen. Der Kaiser hat an den König von Sachfen aus Hubertusstock folgendes Telegramm ge= richtet: Gestatte mir, Dir Kenntnis zu geben, daß ich für das Linienschiff„ Ersatz Aegir" den Namen„ Kö= nig Albert" gewählt, um dem tapferen Heerführer aus der großen Reit der Reichsgründung und sein erhabenes Haus besonders zu ehren." Der König sandte folgendes Antworttelearam.n: Vielen herzlichen Dank für Deinen so freundlichen Gedanken, das neue Schis " König Albert" zu nennen. Es ist für mein Haus und mein Land eine große Ehre, daß eins der herrlichen Schiffe der Marine den Namen unseres unvergeßlichen Heldentönigs tragen wird, hoffentlich stets im Sinne des aretsen Helden zit Deutschlands Ruhm und Ehre." Kein Kaiserbesuch in Madrid. Die von einem BerItner Blatt gebrachte Meldung von einem bevorstehenden Besuche des deutschen Kaisers in Madrid wird im spanischen Ministerium des Aeußern als völlig unbegründet bezeichnet. Kleine Nachrichten. Die Spizentoilette der Herzogin- Mutte burg, um die in diesem Sommer ein Proz wurde, wird demnächst in Berlin öffentlich werden. Die Sachverständigen haben den Spißentoilette auf zwischen 20 000 und 25 000 schätzt. Ge= Der Etat des Deutschen Relches wurde dem Reichs= tag in der Regel Anfang Dezember vorgelegt. 12)' Aus Eifersucht. Roman von May Hoffmann. ( Nachdruck verboten.) Das neue Zeppelin- Militärluftschiff ist vormittag 11 Uhr von Friedrichshafen nach den gefahren. Die Führung des Luftschiffes 1 ingenieur Dürr. An der Fahrt nahmen die der militärischen Abnahmetommission teil. Seitens des Verteidigers der französisch lehrerin Thirion, Rechtsanwalt Buhr in Cöl den Kaiser ein Gnadengeſuch um Erlaß der n büßenden Strafe von 2 Monaten eingereicht 1 " Das allerdings, aber-" " Und waren vierzehn Tage als Krankenpflegerin im Hause des Regierungsrates von Marleben, nicht wahr?" " Des Regierungsrats von Marleben? Nein, das muß ein Frrfum sein." Selbstmord eines Oberstleutnants. Ob v. Graurock vom 37, Infanterie- Regiment in ( Bosen) wurde erschossen an einem Feldwege Buerst hatte man angenommen, der Offizt Opfer einer Mordtat geworden, doch lieat nad Meldungen Selbstmord vor. Die Gründe sin befannt. Von den 145 000 Mark, die von einem ling bet der Bankfirma Röchling in Saarb untreut wurden, sind bet der Durchsuchung nung des Verhafteten in der Londoner Vorst stead 100 000 Mark tit deutschen Banknoten a und beschlagnahmt worden. Jezt erst sah sich der Untersuchungsrichter, der bisher in seine Akten geblickt und die Fragen wie nebensächlich gestellt hatte, die Dame genauer an. Dabet vergegenwärtigte er sich, so gut es ging, das Bild fener Diakonissin, die er im Hause der Ermordeten gesehen hatte. Das Ergebnis dieses Vergleichs war überraschend für thn. Dieses Mädchen hier sah in der Tat ganz anders aus. Selbstmord eines geftelfinasuffichtigen Dienstag morgen sprang auf der Strecke Han men ein Reisender aus dem D- Ruge, und zi in dem Augenblick, als ein Eilaüterzua vorbe Reisende war sofort tot. Es handelt sich um Itener aus Castellamara, der die Gestellung halten hatte. ,, Verzeihen Sie, mein Fräulein," bat er, würden Ste wohl die Freundlichkeit haben, Ihre Haube, dte Ihr Haar ganz verdeckt, etwas zurückzuziehen?" ,, Sehr gern!" sagte ste lächelnd und zeigte ihr dicht angefämmtes schwarzes Haar. Leiden Sie nicht öfter z. B. an schlechter Verdauung, Appetitlosigkeit, Angstgefühl, leichter Erregbarkeit, Mattigkeit, Energielosigkeit, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, Nacht schweißen, kalten Füßen, Blut andrang nach dem Kopfe usw. Sind Sie korpulent oder blutarn oder neigen Sie zu Leiden des Herzens, der Leber, der Nieren der Galle oder anderer Organe zu Hämorrhoiden, Beinschäden Flechten, Pickeln, Rheumatismus Gicht, Zuckerkrankheit, Katarrhe des Halses, der Nase oder der Ohren? Wie steht es mit Ihrer Verdauung und den sonstigen Funktionen? Sind Sie für Alter noch so kräftig, wie Sie es zu sein wünschen? awar den F und d 20 daß österr bei mifche Spred von fo plögli res M Spred Wir 1 Klinit übrige Arzt" bereit des 2 findet Berhal werde eine noch warte & Swifch Caux meifter ren. S den N man nicht gerade krank, aber erst recht nicht ganz gesund ist. Dieser Zustand ist gewöhnlich der Vor bote ernsteren eines Leidens welches man oft jahrelang mit sich herumtragen kann, bis es plötzlich zum Ausbruche kommt. Es gibt einen Zustand, in welchem gcin, L Minis schäfti C erlei! cher L um di fchrieb gefchlo Hand Stund eigent fer T Anklea im Ri getlagt meinte Entrü Alter fenbar wort a Fühlen Sie sich ganz gesund? Fehlerhafte chemische Beschaffenheit des Blutes hindert dasselbe an der richtigen E füllung seiner Funktionen. Es kann sich nicht so, wie normales Blut, in den Lunge mit Sauerstoff sättigen und diesen den einzelnen Organen des Körpers zuführen. In folgedessen findet eine ungenügende Verarbeitung der Nährsäfte statt, dieselben häufe sich in halbverbrauchtem Zustande im Körper an und das fehlerhafte Blut ist auch nic imstande, diese Restprodukte wieder hinauszuschaffen, wie es geschehen müßte. In folgedessen findet eine Störung des Stoffwechsels statt, es häufen sich im Organismu giftige Produkte, vor allem Harnsäure an, die das Blut schwerflüssig machen und da durch das Herz übermäßig belasten. In der Sächsischen Schmetz abaeftürzt 1 ist ein Zeichner namens Scherr aus Dresder flettern eines Felfens. Dem Kletterfport_in fischen Schweiz sind in diesem Sommer ber Menschenleben zum Opfer gefallen. " Rätselhaft!" brummte der Untersuchungsrichter und drückte auf den Knopf einer elektrischen Klingel. Ein Gerichtsdiener erschten.„ Herr Kommissar Weide!" befahl der Vorgesetzte. Selbstmord eines Bierzehnjährigen wege schent. In der Wohnung seiner Eltern hat eh alter Laufbursche in Berlin seinem Leben eir macht, indem er sich in der Wohnstube mit sei tuch am Fensterriegel erhängte. Arbettssche Grund zu der Tat. Dieser tam sofort, und auch er stellte fest, daß diese Dame gar nicht identisch mit fener war, die er vorgestern gesehen hatte. und gibt es in Ihrem Heim nur eine Schwester Ihres Namens?" fragte der Richter. " Jawohl, mein Herr!" Neun Zehntel aller Krankheiten haben ihre Wurzel im unreinen Blute! Unrein wird, wie eben dargelegt, das Blut dann, wenn es chemisch nicht richtig z sammengesetzt ist, wenn ihm gewisse Mineralstoffe, die es zum normalen Funk tionieren braucht, fehlen. Führt man ihm diese Mineralstoffe oder Blutnährsalze zu so reinigt es sich selbst und die verschiedenen Leiden verschwinden von selbst. Schweres Bannnalf. Dienstag nachmit In Budapest das Treppenhaus eines fünfstöc baues ein und begrub dreißig Arbeiter. Bishe Tote und 13 Vermundete aus den Trimme " Dann muß ich vielmals um Entschuldigung bitten, daß wir Sie hierher bemüht haben, gnädiges Fräulein." „ Ich darf also wieder gehen?" " Nur noch eine Frage: War tetne Dame Ihrer Anstalt zu Herrn Regierungsrat von Marlebe worden?" Retten Sie sich „ doch! Es war angeklingelt worde war auch schon dazu bestimmt, am andern zugehen, als am Nachmittag wieder abbest mit der Begründung, daß von anderer Seite gewonnen wäre." „ So! Ich danke Ihnen, gnädiges Fräi nochmals mein Bedauern über den Irrtum." eine tiefe Verbeugung. er unt dent, F woar t a'fogt: ftebl'n? vor einem langwierige Siechtum, vor frühzeitigen Verfall der Kräfte, vo einem frühen Tode vierz'a den un dent A Sü, Ha laub'n Der h Beschet durch rechtzeitige Reinigung und Kräftigung des Blutes. Führen Sie dem Blute diejenigen Stoffe zu, die ihm fehlen, damit es sich der Kran heitsstoffe entledigen kann, die Ihren Körper vergiften! Dr. med. H. Schröder's ,, Renascin" enthält diejenigen Mineralsalze, welche erfahrung gemäß dem unreinen Blute zu fehlen pflegen. ,, Renascin" besteht aus kleinen, lei einzunehmenden Tabletten von angenehmem Geschmack und enthält, wie die Gutacht vereidigter Chemiker beweisen, keinerlei schädliche oder bedenkliche Substanzen. wird von jedem gut vertragen und ist nicht teuer. Als sie hinaus var, sagte er:„ Dann nichts weiter übrig, als daß fene Person im leben eine Betritgerin war, die ohne Zweis Verbrechen in Beziehung steht. Seßen Ste in Bewegung, threr sobald als möglich 1 werden, Herr Kommissar! Und melden Ste wenn Sie sie haben!" Mehrere Tausende von Personen, Fachleute und Laien, bestätigen in ihren Zuschrifte an Dr. med. H. Schröder G. m. b. H., daß ,, Renascin" bei ihnen und anderen von wunde barer Wirkung war. Auf der Rückseite dieser Drucksache finden Sie, des mangelnd Raumes halber, nur einige solcher Zuschriften, wenn Sie aber an uns schreiben, senden wir Ihnen ein ganzes Buch voll. Vielleicht finden Sie unter diesen dankbar Freunden des ,, Renascin" einen ihrer Bekannten, den Sie dann auch mündlich no fragen können. Weide fuhr nach dem Beatricenheim un gleich nach der Rückkunft der Schwester Mag Die Oberin, der er sich melden Iteß, empfing Itch reserviert. „ Wir haben noch nie mit dem Gericht habt," sagte sie vorwurfsvoll.„ Was ist mit ster Magdalene? Weshalb zitterte man ste Da aber alle Empfehlungen anderer nicht so überzeugend sind, wie die eigene fahrung, so senden wir an jeden, der selbst einen Versuch machen will, eine Probedose ganz gratis „ Eben deshalb komme ich, gnädige Fra sich da eine rätselhafte Verwechslung heraus erst noch aufgeklärt werden muß. Können nau angeben, wann Fräulein Magdalene 31 gierungsrat von Marleben bestellt wurde?" ,, Ah so, damit hängt es zusammen!" Bücher durch und nannte den Tag. ,, und an demselben Nachmittag erfolgte stellung?" Machen Sie von diesem kostenlosen Anerbieten sofort Gebrauch! Sie werden es bereuen, sondern uns dankbar sein! Sie sind es Ihrer Gesundheit schuldig. daß Sie diesen wichtigen Versuch, der Ihnen ja keinerlei Geldausgabe verursacht, s fort machen. Jeder Tag kann eine schlimmere Wendung bringen und je eher Sie etwas dageg tun, desto eher wird eine gute eintreten. Schreiben Sie deshalb heute noch unter die unten angefügte Karte Ihre Adresse, kostenlose Probe geht Ihnen dann sofort mit Gebrauchsanweisung zu. Dr. med. H. Schröder G. m. b. H., Berlin 35 Postkarte Herrn Bitte hier abtrennen. Eir Stadt jefunde leichter Selbst fache de Wel blatt fo ner Di Bürger v. Nec einiger hältnis Bemer und N von Di erichter Stund verabr Зобе Beim Neder und b. But geE und tr hatte e fich abe Gefter Bet N Nietic Mädch phonisa auf den " D wird d Warter n " N 5- Pfennig Marke Die und fag Ka Ge Die Dame, E fann fich Dr. med. H. Schröder 012345678910 A0123456789 10 A 012345678910 0123450720 " Jawohl, gegen sechs Uhr. Ich kann mich dessen ganz genau entsinnen, weil dieser Fall noch nie vorgekommen war." G. m. b. H. Berlin 35 oen. Unjere unterstußung besteht deshalb nur darin, daß wir den betreffenden Personen, ob weiblich oder männlich ist gleich, einen Rat geben, wo sie Arbeit finden würden." Bu haber Hiche po waren schämte man es fehen ho Ste an jener wurde, fich um Regterm Ste mich!" ri Beh hört Ale Ste Tant ble Ur Di. Hemlich Jar hlen hrte isse rgen B. Appe chter Energ Rücke it, Nad en, B fe us bluta iden Nien Orga nschäd matism Katam oder mit h sonsti für wie Sie weld , aber ist. Di der Leid ng mit es plötz chtigen en Lu ühren. ben ha St auch müßte. Organis en und trichtig alen F ährsalze elbst. gwier hzeiti räfte, Code der K e erfahr leinen, Die Guta ostanzen. it Zuschr von wur S mangel schreibe en dankb mündlich ie eigen ati werden e dig. verursad etwas da re Adress 35 er 5- Pic Mar n 35 rm, Ober fin awar wegen Not und häuslichen Bwistes. Zwet von den Kindern sind bereits gestorben, die anderen dret und die Mutter liegen hoffnungslos darnieder. Aerztliche Sprechstunde in Eisenbahnzügen. Die österreichische Staatsbahnverwaltung hat angeordnet, daß in den Schnellzügen zwischen der polnischen Grenze bei Podwolczynska und Karlsbad sowie anderen böhmischen Badeorten zweimal in der Woche ärztliche Sprechstunden abgehalten werden. Diese sind jedoch nur von solchen Mitreisenden zu benutzen, die in der Bahn plöglich erkranten. Der Arzt hat im Zug ein besonde res Wagenabteil, welches auch äußerlich als ärztliches Sprechzimmer deutlich kenntlich gemacht worden ist. Wir werden demnächst, so schreibt die Medizinische Klinit", also in der erfreulichen Lage sein, neben den übrigen zahlreichen Spezialitäten den„ fahrenden Arzt" aufführen zu können und sehen schon im Geiste bereits ein großes weißes Schild an der Außenseite des Waggons als Attribut seiner Würde. Vielleicht findet sich darauf noch der besondere Hinweis, daß auBerhalb der Strecke Konsultationen nicht angenommen werden". Inwieweit die Gebührenordnung hierdurch eine Aenderung erfährt, indem neben dem D- Zuschlag noch eine„ Dr."- Gebühr erhoben wird, bleibt abzuwarten. Ein sonderbarer Bürgermeister. Ein eigenartiger Zwischenfall wird aus der französischen Gemeinde Caux in Departement Herault gemeldet. Der Bürgermeister wollte die Versetzung dreier Lehrer herbeifüh= ren. Da er feinen 3wed nicht erreichte, suchte er durch den Nachtwächter die Eltern gegen die Lehrer aufzuwieacin, und es tam zu einem Streit der Schulkinder. Der Minister des Innern und der Unterrichtsminister be= schäftigen sich mit der Angelegenheit. Ein kleiner unterschied. Taufe und Taufe ist zweterlei! Ein Weinhändler im Kanton Neuenburg wurde so erzählt mon der„ Tal. Rosch." kürzlich glücklt= cher Bater. Er ist auch Inhaber eines Cafees, und um die Tauffeierlichkeit ungestört begehen zu können, schrieb er an die Tür des Kaffeehauses: Wegen Taufe geschlossen". Dieselbe Inschrift las man nun, von der Hand eines wißigen aber boshaften Gevatters, Stunde später em Eingang seines Weinkellers. eine In welchem Alter darf man stehlen? Mit dieser eigentümlichen Frage hatte sich, wie berichtet wird, diefer Tage ein bayerisches Gericht zu befassen. Auf der Anklagebant faß ein alter Sünder wegen Diebstahls im Rückfalle. Die Beweisfette war geschlossen, der Angeklagte gestand auch schließlich die Straftat ein. Ja," meinte der Vorsitzende zum Schluß voll moraltscher Entrüstung, schämen Sie sich denn nicht, in Ihrem Alter zu stehlen?!" Der Alte fah verstört drein; of= fenbar dachte er, der hohe Gerichtshof erwarte eine Antwort auf diese rhetorische Frage, und schließlich brachte er unter Stocken heraus: Ja, schaugns, Herr Bressadent, wiar t' s erichte Mol vor G'richt g'standen bin, woar i fuchzehn Jahr alt, und do hot scho der Richter a'fogt:„ Ja, schaamst Di denn nöt, in dem Alter zu Stehl'n? Un wiar t so im besten Alter, so a dreiß'g vierz'a Jahrin woar, do bin i aa vorm Richter g'standen und der hot mi aa g'fragt, wiar i dozu komm, in dem Alter z stehl'n. Un et bin t 75 Jahr alt und Sö, Herr Bressadent, fragen mi' s selbige: Ja, erlaub'ns, in welchem Alter derf ma nacha ſtehl'n?" Der hohe Gerichtshof hat dem Angeklagten leider keinen Bescheid gegeben. Ein Gymnasialten- Duell. Ein Duell zwischen zwet Gymnasiasten hat in der Stadt Teichel bet Rudolstadt stattgefunden. Ein Obersekundaner wurde erschossen, ein Unterprimaner erlitt leichtere Verlegungen. Er brachte sich nach der Tat selbst zwei Schüsse bet und verlegte sich schwer. Die Urfache des Zweikampfes soll eine Tanzstundenliebe sein. Ueber das Duell berichtet das Rudolstädter Tageblatt folgende Einzelheiten: Der 18jährige Unterprima= ner Dießen ging am Sonnabend mit der Tochter eines Bürgers spazieren, begleitet von dem Untersekundaner v. Necker. Zwischen betden jungen Leuten bestand sett einiger Zeit des Mädchens wegen ein gespanntes Verhältnis. Als v. Necker während des Spazierganges eine Bemerkung über das Mädchen machte, die diese kränkte und Necker es ablehnte, sie zurückzunehmen, wurde er Die militärische Lage in Tripolis. Der letzte Teil der Staffel der italienischen TripoItsexpedition, bestehend aus vierzehn Schiffen, ist nach offiziöser italienischer Meldung aus Trivolis am Sonntag mittag dort vor Anter gegangen, worauf sofort mit der Ausschiffung der Truppen begonnen wurde. Die vorher angekommenen Mannschaften sind bereits sämt lich auf dem festen Boden. Die Lage ist unverändert. Die Kriegsbeute, die die Italiener in Tripolis gemacht haben, ist recht bedeutend. So sind ihnen 20 Kruppsche Kanonen neuesten Modells mit Munition, 60 Mörser, 36 Schnellfenergeschütze Modell 1908 und 250 Geschütze andere Art, von denen ungefähr 100 noch verwendbar sind, in die Hände gefallen. Ferner wurden 60 Tonnen Pulver, 40 000 Patronen, 7000 Gewehre, 10 000 Revolver, eine gewaltige Anzahl von Handwaffen und 400 Kamele erbeutet. Nach einer Meldung aus Rom fostet der tripolitanische Spaziergang den Jtaltenern bis jetzt 500 Millionen Lire. Vom Kriegsschauplatz vor Tripolis. Der türkische Minister des Innern erklärte, die Italiener haben bisher Derna nicht nehmen können. Die Stadt ist noch in türkischen Händen, dagegen ist Benghast genommen, aber die Italiener sind noch nirgends in das Innere vorgedrungen, sondern halten sich überall an der Küste, die sie allerdings streng observieren. Die Türfen und Araber kämpfen wie die Löwen, so daß in Derna selbst nach einem dreistündigen fürchterlichen Bombardement teine Italiener landen konnten. Ein faiserliches Frade sanktioniert ein Kampfgesetz, wodurch ein hundertprozentiger Wertzoll auf alle aus Italien nach der Türkei eingeführten Waren gelegt wird. Das Gesetz tritt sofort in Kraft. Die Ruhe auf dem Balkan bedroht? In Desterreich neigt man zu der Annahme, daß eine energische Attion der ualienischen Flotte im Aegaischen Meer und der Levante, also an der Küste von Kleinasien bevorsteht, welche natürlich die Ruhe auf dem Balkan sehr gefährden würde. Unter dem Titel:„ Bevorstehende maritime Aktionen Italiens im Aegäischen Meer" berichtet nämlich die„ Wiener Neue Freie Pr.": Die italienische Flotte dürfte in den nächsten Tagen in das Aegäische Meer abgehen. Anzeichen hierfür sind die Neutralitätserklärung der Insel Samos durch Jtalien, aus Smyrna kommende Meldungen von ernster Bedrohning der dortigen italienischen Kolonte und andere Repressalten gegen Italien. In Italten scheint man trotz aller türkischen Versicherungen mit der Möglichkeit zu rechnen, daß die Boykottbewegung tatsächlich beginnen werde. Die italienische Ueberseeaktion gegen Tripolis ist im großen und ganzen beendet, und der größte Teil der Flotte tst an der tripolitanischen Küste entbehrlich geworden. Das ganze erste Geschwader wird im Hafen von Tobruk für eine Aktion im Aegäischen Meer und der Levante bereitgestellt. In Betracht kommen die Bese Bung mehrerer Inseln des Archipels und die Blodterung einzelner türkischer Häfen. Zur Befeßung eignen sich vor allem Rhodos, Chtos, Mytilene, Lemnos und Tenedos. Eine Besetzung von Samos würde den österreichtschen Handel, der Samos als Transitstation benützt, schwer schädigen. Die Türket verstärkte die Besaßungen der Inseln, doch ist deren Widerstandsfähigkeit gegen italienische Angriffe sehr gering, da die alten Befestigungen fast durchweg geschleift wurden. Italten wird offenbar auf einzelnen Inseln Matrosendetachements landen und die Zollämter befeßen. Die schwachen türkischen Besaßungen würden genötigt sein, sich in das Innere des Landes zurückzuztehen, wo sie aber keine militärischen Hilfsquellen finden. Gleichzeitig mit der Okkupation der Inseln würde die Blockade von Smyrna und anderen klein= astattschen Häfen erfolgen. Wenn auch diese Maßnahmen noch nicht den gewünschten Erfolg bringen, ist mit der Beschießuna der Befestigungen von Smyrna zu rechnen, die vom Meere aus von mehreren Seiten ohne be= sondere Gegenmehr erfolgen kann. Eine Aktion gegen Saloniki dürfte der italtcntschen Regterung auch aus bestimmten Rücksichten nicht ratsam erscheinen. von Dießen auf Pistolen gefordert. Dienstag früh 5 hr Im Kampf mit dem chinesischen Pöbel. erschienen beide jugendlichen Gegner auf dem eine Stunde von Rudolstadt entfernten Kampfplate. Beide verabredeten ein Duell ohne Zengen, das bis zum Tode des einen Duellanten fortgesetzt werden sollte. Beim vierten Kugelwechsel traf die Kugel Dießens Necker in die Herzaegend. Dieser litt heftige Schmerzen und bat seinen Gegner, ihm einen Schuß in das Herz zit geben. Hierauf lud Dießen seine Bistole nochmals und traf seinen ehemaligen Freund tödlich. Er selbst hatte eine Kugel in den Oberkörper erhalten, schleppte sich aber fort und wurde von Waldarbeitern gefunden. Gestern abend erlag er ebenfalls seinen Verlekungen. Bet Necker wurden Abschiedsbriefe und ein Buch von Nietzsche, bet seinem Gegner Gedichte auf das junge Mädchen aefinden. " War an jenem Tage, als Sie das bewußte telephonische Gespräch führten, irgend ein solcher Mensch auf dem Korridor?" „ Das ist nicht leicht möglich. Wer zu uns kommt, wird durch die öffnende Dame gleich hier in diesen Warteraum geführt, in dem wir uns jetzt befinden." " Hat immer dieselbe Dame das Amt des Oeffnens?" " Nein, es wechselt mit jeder Woche ab." „ Und wer hatte es in fener Woche?" Die Oberin warf wieder einen Blick in ein Buch und sagte:„ Schwester Marte." " Kann ich die Dame sprechen?" „ Gewiß, fofort!" Die große, schlanke, vornehm aussehende lunge Dame, die von der Oberin herbeigerufen wurde, entsann sich, an jenem Tage mehrere Bittende eingelassen zu haben. Sie wußte aber nicht mehr, wieviel männ= liche oder weibliche Personen es gewesen waren. Da waren kleine und große, Männer und Frauen, Verschämte und Verbitterte, Verkommene und solche, denen man es deutlich anmerkte, daß sie einst bessere Tage gesehen hatten. „ Ste müssen aber doch wissen, Fräulein, ob gerade an jenem Nachmittag, zu der Zeit, als telephontert wurde, jemand hier im Warteraum war. Es handelt sich um die Bestellung der Schwester Magdalene zum Regierungsrat von Marleben." Ste dachte angestrengt nach. Jetzt erinnere tch mich!" rief sie endlich.„ Es war an einem Donnerstag. Ich hörte das Gespräch und auch die Bestellung und le dte Frau Oberin der Sicherheit halber noch einmal aut die Adresse wiederholte." 7 " Wie kam es, daß Sie das alles so deutlich hörten?" Und es war noch jemand hier im Zimmer?" Die Tür hier war nur angelehnt, und dort wurde alemilich laut gesprochen." " Jawohl. Kurz vorher war ein großer, blonder Im chinesischen Ausstandsgebiet schetnen Leben und Eigentum der Fremden jetzt Soch ernsthaft gefährdet zu sein. Nach einer Meldung aus Titngtau stand gestern das Landungskorps der deutschen Kriegsschiffe „ Leipzig"," Tiger" und" Vaterland" zusammen mit der aus Deutschen Hankaus bestehenden Freiwilligenkompante im Straßenkampf mit dem chineftfchen Böbel.- Es ist schwer, aus der kurzen Meldung sich ein Bild davon zu machen, was in Hankau eigentlich vorgegangen ist. Die Funtentelegramme der vor Sanfau liegenden Kriegsschiffe haben offenbar die ausführlichen Meldungen überholt, und bis diese dann etntreffen, wird man sich gedulden müssen. Doch ist mohl anzunehmen. daß auch die Landunastorns der anMensch eingetreten, der sich als stellenloser Tischler ausgab. Leider konnte ich ihm keine Stelle nachweisen, und so gab ich ihm für sein Seelenhell ein paar Traktate und sagte, er solle wiederkommen." " Ist er wieder hier gewesen?" „ Nein." " Können Sie ihn mir genau beschreiben?" " Das ist mir nicht möglich. Es kommen zu viele, und da verwechselt man leicht einen mit dem anderen." „ Glaub's wohl! Dann danke ich Ihnen vielmals, metne Damen!" Wetde begab sich sofort nach der Villa von Marleben. Das schmucke Haus lag still und friedlich da, und es war nichts von dem furchtbaren Drama, das sich vor kurzem hier in der Nacht abgespielt haben mußte, zu merken. Der Gärtner Marx arbeitete im Vorgarten und umwickelte die Rosenstöcke zum Schutze gegen die bevorstehende Kälte mit Stroh. Weide. Ist Herr von Marleben zu Hause?" fragte ihn „ Jawohl, Herr Kommissar. Im 3immer im ersten Stock." Wetde Iteß sich durch Auguste, dte wieder ganz vergnügt aussah, anmelden, und Frizz kam thm oben in der offenen Tür entgegen und führte thn ins Zimmer. „ Nun, Herr Kommissar? Bringen Sie etwas Neues? Haben Sie eine Spur gefunden, oder sind Sie schon auf bestimmter Fährte?" Der Beamte zuckte mit den Achseln.„ Vorläufig sehe ich noch nicht ganz klar. Sagen Sie mir, weshalb hatten Ste, nachdem eine Schwester aus dem Beatricenheim hierherbestellt worden war, am Nachmittag wieder abbestellt?" „ Abbestellt? Aber das ist ja gar nicht der Fall ge= wesen! Und die Pflegerin ist ja auch eingetroffen." „ Hm. Aber nicht die richtige." deern Mächte, obwohl davon in dem Telegramme nichts gesagt ist, an dem Kampf gegen den Pöbel teilgenom men haben. Von den genannten dret deutschen Schiffen ist Leipzig" ein geschützter Kreuzer von 3250 Tonnent Wafserverdrängung und 286 Mann Besatzung. Das Schiff führt zehn 10,5 Zentimeter- Geschütze und zehnt 3,7 Bentimeter- Maschinengeschüße, die zum Teil gleich den vier Maschinengewehren des Schiffes an Land zur Verwendung gelangen können. Das Kanonenboot Tiger" hat einen Besaßungsetat von 125 Mann. Seine Bewaffnung setzt sich aus zwei 10,5 gentimeter- Geschützen und sechs 3,7 Zentimeter- Maschinengeschützen zufammen.„ Vaterland" ist ein speziell für den Dienst auf dem Yangtse erbautes Flußkanonenboot mit 45 Mann Besaßung und einer Bewaffnung von je einem 8,8 Bentimeter- und 5,2 Zentimeter- Geschütz. Das Landungsforps auf allen drei Schiffen beziffert sich auf etwa 200 Mann. Die aktive deustche Freiwilligenkompanie zählt 70 Köpfe, mit Reserven aber ungefähr das Doppelte. Daß von Anfang an trotz der beruhigenden Versicherung der Revolutionäre, sie würden die Fremden nicht belästigen, von seiten der europäischen Regierungen weitgehende Vorsichtsmaßregeln zum Schuße ihrer Staatsangehörigen getroffen sind, stellt sich nach den Jüngsten Vorfällen als eine wohlbegründete Maßnahme heraus, und bei dem einmütigen Zusammenarbeiten aller Nationen, das glücklicherweise durch Eifersüchteleten nicht getrübt ist, besteht die Hoffnung, daß es gelingen wird, die Fremden vor den Revolutionären und dem noch gefährlicheren Pöbel in Sicherheit zu bringen. Zum Verständnis der Sachlage in Hankau mag eine furze Schilderung der Dertlichkeit dienen. Hankau ist genau wie seine Schwesterstadt Wutschang von einer Umfassungsmauer umgeben. Innerhalb dieser Umfassungsmauer bietet sie nichts Besonderes, denn das Innere der Stadt unterscheidet sich wenig von dem anderer chinesischer Großstädte. Nur am Flusse, wo sich die Europäerniederlassungen, der„ Bund", befinden, herrscht das regste Leben. Der Bund ist eine Brachtstraße, die sich, von einigen Querstraßen unterbrochen, drei bis vier Kilometer am Flusse entlangzieht. Alle thre Gebäude sind wahre Paläste mit Blumengärten davor. Hier wohner die Missionare, die Konsuln, und vor alfem die Kaufleute der verschiedenen Völker. In Hankau haben England und Frankreich zuerst, und seit dem Jahre 1895 auch Deutschland, Konzessionen bekommen. Die Hauptgüter, die hier verfrachtet werden, sind Tee, Tabak, Seide, Medizinalwaren, Baumöl, Hanf Häute, Wachs, Galläpfel und Reis, und die Einfuhrgüter, die von hier ins Land kommen, Baumwollwaren, Wolle, Metalle, Opium, Zucker, Petroleum und Farbwaren. Die bedeutendste Rolle unter allen diesen spielt der Tee, der in der Handelsstatistik mit einer Riesenzahl weit obenan steht. Heute übermittelt der Draht die folgenden wetteren Mitteilungen aus Hankau: Berlin, 18. Oktober. Der Kommandant des Kreuzers Leipzig" meldet aus Hanfau: Der gestrige Tag und die Nacht sind ruhig verlaufen. Die Aufständischen haben sich zurückgezogen. Der britische Admiral ist hier eingetroffen und hat als rangältester Offizter das Oberkommando über die gesamten Streitfräfte der Fremden zu Wasser und Lande übernommen. Das Fehlen jeder weiteren Mitteilungen über den Zusammenstoß des Landungskorps mit dem chinesischen Pöbel wird hier dehin gedeutet, daß der Zusammenstoß kurz und nachhaltig, aber ohne Bedeutung gewefen ist. Hankan, 18. Oktober. Heute morgen 7 Uhr wurde das Feuer links der Bahnlinie bei Hankant eröffnet. Aus Hanyang wurden Geschütze nach Wutschang geschafft. Es gewinnt den Anschein, als hätten die Aufständischen den geeigneten Zeitpunkt verpaẞt. Nach dieser Meldung scheint der Kampf vor Hankau begonnen zu haben und die Regierungstruppen Herren der Situation vor Hankau zu sein. Die Stärte der Truppen beträgt 4000 Mann unter dem Befehl des Admirals Sah. Drabtnachrichten und Deuestes. Wohltätige Stiftung. Karlsruhe, 18. Oktober. Prinzessin Wilhelm von Baden hat aus Anlaß thres 70. Geburtstages dem Komitee zur Errichtung eines Wöchnerinnenheims 100 000 Mart überwiesen. An Trichinose erkrankt. Danzig, 18. Oftober. Im Dorfe Radomno bet Deutsch- Eylav sind zwölf Personen nach dem Genusse trichinösen Fleisches schwer erkrankt. Ein Mädchen ist bereits gestorben. Reise des Prinzen Joachim nach Brag. Prag, 18. Oktober. Prinz Joachim_von Preußen, des Kaisers jüngster Sohn, wird am Donnerstag hter erwartet als Gast d.3 Grafen Sylva- Tarouca, des= fen Tochter an diesem Tage einen Gardeleutnant hetratet. Er erzählte genau, was er von der falschen Diafonissin wußte. Friz faßte sich an die Stirn.„ Dann steckt jener Mensch, den ich bet thr gesehen habe, jedenfalls mit ihr unter einer Decke." " Was für ein Mensch?" fragte Welde betroffen. „ Als ich am Tage vor fener verhängnisvollen Nacht die Krankenpflegerin aus ihrem Zimmer rief, fand ich bet ihr einen Mann, den sie als ihren Bruder bezeichnete." „ Und das sagen Sie jetzt erft?" rief Welde vorwurfsvoll. " Weil sie so harmlos tat, glaubte ich ihr und schenkte dem Menschen weiter keine Beachtung." Der Kommissar sah thn verständnislos an. Es war thm unbegreiflich, wie es Menschen geben könne, die nicht jeder Sache und jeder Person, die ihnen begegnet, die schärfste Beachtung widmen. Ihm genügte ein Blick, um sich das Aussehen eines jeden unauslöschlich einzuprägen, und er hielt es für unfaßbar, daß es bet antderen anders sein könne. „ Ich will Ihnen sagen, Herr von Marleben, wie er ungefähr ausgesehen hat," erklärte er.„ Er war ein großer, blonder Mensch, dessen Füße und Hände von respektabler Größe und dessen Schultern breit waren. Ist's nicht so?" „ Ja, so scheint er mir im Gedächtnis zu sein. Einen Eid möchte ich jedoch nicht darauf ablegen. Ich bin darin vorsichtiger und gewissenhafter als sehr viele Leute, die sogleich bereit sind, alle möglichen und unmöglichen Aussagen mit der größten Bereitwilligkeit zu beschwören. Aber Ste kennen ihn wohl schon? Ihre Beschreibung läßt es wenigstens vermuten." ( Fortsetzung folgt.) 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