Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 50 pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen Erscheint oierteljährlich 1,50 Mr., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mt. Mittags 3 Uhr. liegt alle 14 Tage Seltersweg 83. - Die„ Illuftr. Weltrundschau" einmal gratis bei. Redaktion: Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung ,, G. m. b. H. Nr. 141. Telephon: Nr. 362. Es wird Zeit, das Abonnement auf die ,, Gießener Zeitung" zu erneuern. Sofern Sie noch nicht Abonnent unserer Zeitung sind, bitten wir Sie, dieselbe für 1 Monat zur Probe zu bestellen. Das Abonnement tostet monatlich 50 Pfg.. vierteljährlich 1.50 Mt. frei ins Haus geliefert. In unserer Expedition, Seltersweg 83( Laden), a b= geholt 1.20 Mt. Hochachtungsvoll Der Verlag der Gießener Zeitung ( Gießener Neueste Nachrichten) B. m. b. H. Deutschland als Störentried. In Berlin befindet sich ein Geschäft, das sich u. a. mit dem Ankauf abgelegter Kriegsschiffe befaßt, die es dann, ein wenig aufgefrischt, an irgend eine jener Regierungen weiterverkauft, denen das Geld und wohl auch die Notwendigkeit fehlt, sich eine neue Flotte zu be= schaffen. Dieses Geschäft, das einem Herrn Georg Grotstück, der im Nebenberuf noch Konsul der Republik Ecuador ist, gehört, kaufte vor einiger Zeit von der italienischen Regierung das ausrangierte Kriegsschiff„ Umbria" und gab es dann an die Republik Haiti weiter. Das Fahrzeug wurde nun durch deutsche Seeleute unter deutscher Flagge nach seinem Bestimmungsort befördert. Nun gingen dem Schiff auf seiner Reise Kohlen und Proviant aus, sodaß es den nächsten Hafen anlaufen mußte. zu der Großherzoglichen des Großherzoglichen Bürgermeisterei Polizei Amfes sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Montag, den 19. Juni 1911. tet, wo Deutschland schwach wird. Und darum sind sie zugleich die Bestätigung, daß eine Abrüstungspolitik, wie sie von verschiedenen Parteien angestrebt wird, für Deutschland eine Selbstvernichtungspolitik wäre. Nur so lange wir stark sind, können wir diese fleinen Nadelstiche ertragen und, wie Caligula über die Anfeindungen lächelnd, dem Wahlspruch huldigen: Mögen sie mich hassen, wenn sie mich nur fürchten. Aus Stadt und Land. Gießen, den 19. Juni. Zum Universitätssekretär an der Landesuniversität wurde der Sekretariats- Assistent Wilhelm Erle ernannt. Erledigte Lehrerstellen. Eine mit einem ev. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Annerod, Kr. Gießen und die erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Petterweil, Kr. Friedberg. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. b= Die 29. allgemeine Pfarrkonferenz der evangelischen Geistlichen der Provinz Oberhessen findet hier morgen, Dienstag, den 20. d. Mts., in Steins Garten statt. Hauptgegenstand der Verhandlungen ist der Vortrag von Pfarrer Ködding- Gelnhaar: ,, Auf welche Weise kann das Missionsinteresse in weitere Streise getragen werden?" Zu den Verhandlungen sind Gäste herzlich willkommen. soge= Die hess. Lehrer und der Organistendienst. Nachdem die hessische Lehrerschaft wohl, als auch ein großer Teil der fortschrittlich sinnten Geistlichkeit seit Jahren bereits die Aufhebung des Artikels 50 des hessischen Volksschulgesetzes verlangt, wonach der Lehrer seither verpflichtet war, die mit seiner Stelle verbundenen kirchlichen Funktionen zu übernehmen, hat das Ministerium des Innern dem Vierten Ausschuß der Zweiten Kammer jetzt ein Schreiben zugehen lassen, wonach die Regierung nunmehr bereit ist, diesen Artikel 50 aufzuheben. Sie gibt dabei allerdings der Erwartung Ausdruck, daß die Lehrer sich bereit fänden, den Organistendienst freiwillig auch fünftighin zu übernehmen. Auch eine Umfrage bei den Kreisschulkommissionen ergab deren einmütiges Eintreten für den Wegfall des Artikels 50. Soweit wäre nun alles noch recht harmlos gewesen, wenn nicht dieser Hafen zufällig Las Palmas hieße, derselbe Ort, wohin sich der Expräsident C a stro von Venezuela zurückgezogen hatte. Dieses merkwürdige Zusammentreffen genügte nun, um in Venezuela die furchtbarste Aufregung hervorzurufen und alle Welt zu überzeugen, daß Castro, der ruhende Löwe, erwacht und auf dem Wege sei, sich seine alte Machtstellung wieder erobern. Natürlich hat er das Kriegsschiff auf irgend eine geheimnisvolle Weise angekauft, und steht nun im Begriff, jeden Augenblick Venezuela zu überfallen und es mit seinem einen Kriegsschiffe zu erobern. Und da das Kriegsschiff unglücklicherweise noch unter deut- versität, insbesondere der städtischen Anstalten zum Staat scher Flagge fährt, so ist auch der letzte Zweifel ge= schwunden, und alle Welt hat einen neuen Beweis, mit welch heimtückischer Hinterlist Deutschland sich überall dort beteiligt, wo sich ihm nur irgendwie die Gelegenheit bietet, Unheil anzustiften! Denn sowie der Name „ Deutschland" mit einer„ Affäre" verbunden ist, klingt sie für die Welt glaubhaft, mag sie auch noch so albern und offensichtlich erfunden sein. So lange man so handelt, um uns als den bösen schwarzen Mann" zu gebrauchen, mit dem man die politischen Kinderchen erschreckt, kann es uns ziemlich gleichgiltig sein. Zu Bedenken gibt es aber Anlaß, wenn ein System daraus gemacht wird, uns in jeder Situation zu beschuldigen, die entweder nicht ganz einwandfrei, oder aber geeignet ist, irgendwo politische Verwickelungen hervorzurufen. Und das ist jetzt allmählich der Fall geworden. In Marokko sollen wir die Spanier aufgestachelt, im Winzerstreik in der Champagne die Aufständischen zum Aushängen deutscher Fahnen veranlaßt haben, und was dergleichen Schandtaten mehr sind kurz, wo etwas geschieht, Deutschland muß dabei sein, und eine wahre Freude ist es zu sehen, mit welcher Wollust die„ guten Freunde" dann über uns herfallen; und schmunzelnd wird auch jetzt wieder in der Kriegsschiff- Angelegenheit von amerikanischer Seite erklärt, daß das Schiff, das augenblicklich scheinbar keinem Staate gehöre, als Piratenschiff behandelt und Deutschland weggenommen werden könne. Nun, diesem Freundschaftlichen Rate bis zur praktischen Ausführung ist ja noch ein weiter Weg, den zu gehen sich glücklicherweise eine jede Macht scheut. Aber jedenfalls sind diese fortwährenden Anrempelungen ein warnender Beweis, daß Deutschland in der Welt alles andere eher als beliebt ist, und daß, trotz aller Friedens- und Abrüstungsvorschläge, alles nur auf den Augenblick warvon * Die Universität Frankfurt. Am Mittwoch erfolgte die einstimmige Annahme des Kom= missionsberichts, der jetzt der Oeffentlichkeit bekannt gegeben wird. Auf 36 Seiten enthält das wichtige Schriftstück Mitteilungen und Bestimmungen über den Charakter der Stiftung als Universität, über Allgemeine Organisation und Fakultätsverfassung, über das Recht der Besetzung der Lehrstühle und Verhältnis der Uniüber den Vertragsabschluß mit den in Betracht kommenden Stiftungen und Vereinen, über die finanziellen Grundlagen. Weiter verfolgen vergleichende Aufstellun gen mit den Budgets der Universitäten Gießen und Tübingen. Dann spricht der Bericht über die Ausgestaltungen der Kliniken und Institute. Ferner werden die Bedürfnisse einer medizinischen Fakultät im Allgemeinen erörtert, wobei man mit einem Besuche von 3- bis 5000 Studierenden rechnet. Schließlich bringt der Bericht eine Veranschlagung der Universitätseinnahmen aus Gebühren, die 47 000 Mark vorsehen, dann die Regelung der Pensionsverhältnisse und endlich eine Reihe von Anträgen. Der sehr gründlich und sachlich ge= haltene Bericht wird nunmehr am 29. Juni der Stadtverordnetenversammlung zur Beratung vorgelegt. | ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Stellen gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b.§. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. sel- Frankfurt im Laufe der Jahre immer schlechter ge= worden sei. Die Eilgüterzüge brauchten heute etwa 5 Stunden mehr als zur Zeit ihrer Einführung. Die Folge davon sei, daß das Transportvich viel länger unter= wegs sein müßte und darunter leide. Nachdem die Handelskammer festgestellt hatte, daß auch in Viehhändlerkreisen des Handelskammerbezirks Gießen über langsame Viehbeförderung geklagt wird, ist sie gemeinsam mit der Handelskammer Friedberg wegen Einführung eines Viehexpreßzuges, der in Hamburg abgehen, in Hannover die Viehtransporte von Bremen, Oldenburg und Leer, in Kreiensen das Vich von Berlin aufnehmen und in Frankfurt- Sachsenhausen einmünden soll, vorstellig geworden. Ruppertenrod, 19. Juni. Ein Kampf zwischen einem Hühnerhabicht und mehreren Raben wurde in nächster Nähe unseres Dorfes beobachtet. Der Habicht stieß auf ein in den Wiesen gehendes Huhn und suchte es fortzutragen. Die Raben stürzten sich wütend auf den Räuber, der die Beute fahren ließ. In dem Stampf mit den Raben ermattete der starke Habicht so, daß er sich am Bachesrand niedersetzte und nicht bemerkte, daß sich jemand von hinten ihm näherte. Der Mann griff tapfer zu und fing den Habicht. Das schöne Exemplar wanderte zum Präparator. Dienstzeit tritt der Kreisrat, Geheimer Regierungsrat Schönfeld, am 1. Oktober in den Ruhestand. Aus diesem Anlaß wurde ihm vom Großherzog die Krone zum Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. Als Nachfolger wurde der Vorstand des Polizeiamts Darmstadt, Regierungsrat Dr. Eugen Kranzbühler ernannt. *) Schotten, 19. Juni. Nach mehr als 50jähr. =)(= Alsfeld, 19. Juni. Schwer verletzt wurde der Knecht eines Landwirts in Reimenrod. Er war an einer abschüssigen Waldschneise so unglücklich unter die Räder des beladenen Tannenwagens geraten, daß sie ihm das Rückgrat eindrückten. ver= n- Darmstadt, 17. Juni. Die Hess. Handwerkskammer tagte gestern im Rathaussaal unter Vorsitz des Gewerberats Fald- Mainz. Syndikus Engelbach erstattete den Vorstandsbericht, dem wir folgendes entnehmen: Der kleine Befähigungsnachweis ursachte neben dem Anwachsen der Dienstgeschäfte auch eine erhebliche Steigerung der Gesellen- und Meister= prüfungen. Zur Abnahme der Gesellenprüfungen sind im ganzen 177 Gesellenprüfungsausschüsse errichtet. Die Zahl der Prüflinge ist in stetem Steigen begriffen. Insgesamt haben sich bis jetzt 16 574 Lehrlinge der Gefellenprüfung unterzogen. Die Meisterprüfung bestanden 1908 118 und 1909 334 Prüflinge. Die Zahl der gewerblichen Korporationen ist auf 243 gestiegen. Der Hessische Handwerkertag in Gießen und die darauf mit den Antragstellern und den Behörden gepflogenen Beratungen haben als Ergebnis den Nachtrag zum Verdingungserlaß gezeigt und eine Reihe von Handwerkerwünschen erfüllt. Petri- Gießen erstattete den Rechen= schaftsbericht für 1910, der eine Einnahme von 54 386 Mark und eine Ausgabe von 53 368 Mark aufweist. Ueber die Errichtung neuer Gesellenprüfung s- Ausschüsse berichtet Lautz- Darmstadt und die Versammlung genehmigte die Neuerrichtung solcher Ausschüsse für die Bäcker- Jnnung Ober- Ramstadt, die Fleischer- Innung Alsfeld, die Bäcker- Innung Groß- Umstadt, die Metzger- Jnnung- Michelstadt, die Dentisten- Innung für Hessen und den Ortsgewerbeverein Allendorf a. L. Ueber die Vorschriften für das Lehrlingswe= * Die Kriegerkameradschaft Hassia, sen berichtet ebenfalls Lauzz. Die Lehrzeit für weibdie 67 800 Mitglieder zählt, hält am 25. Juni in Friedliche Lehrlinge wird für Weißnäherinnen, Weißsticker= berg ihre Hauptversammlung ab. Eine reichhaltige Tagesordnung steht zur Beratung. Ein Antrag des Bezirks Vilbel wünscht die Verleihung von Denkmünzen an die Kriegsteilnehmer von 1870-71 aus Anlaß der 40jährigen Wiederkehr der Errichtung des Deutschen Reichs. Weiter wird über die Stellungnahme des Verbandes zu Vereinigungen verhandelt, die, wie der Verein ehe maliger 116 er, in einer größeren Anzahl Orte des Landes Mitglieder besitzen. Viele Vereine glauben sich dadurch in ihrer Entwickelung gestört. Der Antrag BadNauheims, betr. Kundgebung des Präsidiums bei politischen Wahlen, hat bereits lebhafte Besprechungen auf den Bezirkstagen hervorgerufen. innen, Puhmacherinnen und Damenfriseusen auf zwei Jahre, für alle übrigen weiblichen Lehrlinge, Damenschneiderinnen 2c. auf drei Jahre festgesetzt. Ueber das Verdingungswesen erstattete Sommer- Darmstadt ein Referat, worin er die Wünsche näher darlegte, die von den Arbeitgeberverbänden des Baugewerbes von Darmstadt, Mainz, Offenbach, Gießen, Worms, Friedberg, Nauheim und Langen der Handelskammer vorgetragen wurden. Es handelt sich im wesentlichen um Vergütung aller derjenigen Schutz- und Sicherheitsvorrichtungen bei Bauten, die allen am Bau beschäftigten Gewerben zugute kommen und die der Einzelne nicht herstellen kann. Ueber die Fürsorge für die gewerbliche Vieh Expreßzüge Hamburg- kas- Jugend sprach Klingelschmidt- Mainz und über die Handsel Frankfurt. Die Handelskammer Friedberg werker- 3entral- Genossenschaft Rodel- Darmstadt. Das Inhat der Handelskammer Gießen mitgeteilt, es sei stitut hat sich günstig entwickelt. Das Vermögen ist von von einigen Interessenten darauf hingewiesen worden, 50 000 mt. auf 188 000 Mt. und der Umsatz von Mk. daß die Viehbeförderung auf der Strecke Hamburg- Raf- 40 000 auf über 200 000 Mt. gestiegen. Meine Dampfmaschine. Samals war ich noch so jung an Jahren und noch jünger an 6' Juh!" menn er den hebel herunterdrückte, aber es flang Der fleine Pfeifer schrie aber trotzdem von Zeit zu Zeit Stizzen aus Marotto. Das Pps eines Haustieres Er selbst trägt teinen Korb, denn er ist stolz. Seine Frau hat Maultiere voer fleinen Glet figend, feine Chehalfte begleitet. boch zu des Tyrannen Flinte im Arm, auf dem einzigen, dem Umfallen Die Miffion des Kronprinzen in London. te der Kreuzer, der allerdings unter deutscher Flagge fuhr, da er bis zur Uebernahme und Bezahlung durch die Regterung von Haiti mein Eigentum ist, Las Palmas anlaufen, um Proviant und Kohlen zu nehmen. In Las Palmas wohnte Expräsident Castro, vielleicht wohnt er auch jetzt noch da; dies entzieht sich aber meiner Kenntnis. Das Anlaufen in Las Palmas gab zu dem Gerücht Anlaß, ich habe das Schiff an Venezuela verkauft und Castro befinde sich an Bord, um von dort aus einen Putsch in Szene zu setzen. Diese ganze Mär ist ebenso lächerlich wie absurd, und, um das Ganze zu frönen, verwechselte man meinen Proku= risten Jakobi, eine guten Deutschen, mit Castro. Heute nacht erhilet ich ein Telegramm, daß das Schiff gestern Abend in Port- au- Prince eingelaufen und von den dortigen Behörden feterlich empfangen worden set. Heute im Laufe des Tages wird die Uebernahme des Schiffes und die Bezahlung durch die haitianische Regierung erfolgen. Im übrigen besteht die ganze Besatzung des Schiffs vom Kapitän bis zum letzten Mann hinunter aus Deutschen, die sämtlich früher bei der Kaiserlichen Marine dienten." Der Kronprinz des Deutschen Reichs und von Preußen, Her fich am Sonntag mit seiner Gattin in Vlissingen an Bord begibt, um in offizieller Mission zur Krönung des englischen Königspaares nach London zu fahren, stattete vor seiner Abreise dem Reichskanzler in Berlin einen längeren Besuch ab. Wenn der Aufenthalt des Kronprinzen am britischen Königshofe auch keineswegs mit der Behandlung politischer Fragen verknüpft ist, so wird sein persönlicher Verkehr mit dem König Georg und seine Be tanntschaft mit den englischen Staatsmännern doch der Förderung des guten Einvernehmens zwischen den beiden mächtigen Staaten Deutschland und England dienen. Nach Jahren fühler„ Korrektheit" im diplomatischen und famiHären Verkehr und nach manchen trüben Erscheinungen, die den„ Sturm auf der Nordsee" zu entfesseln drohten, haben sich seit dem Regierungsantritte des Königs Georg die Beziehungen zwischen den Auswärtigen Aemtern und den Herrscherhäusern wieder freundlicher und herzlicher gestaltet, so daß die Gefahr eines Krieges, von dessen Notwendigkeit viele bedeutende Führer des englischen Weltreichs durchdrungen waren, als beseitigt zu betrachten ist. Eine Hauptaufgabe, deren Lösung sid, Reichskanzler v. Bethmann- Hollweg gestellt hat, besteht in der Schaffung eines festen, vertraulichen Verhältnisses unter den beiden durch Stammesverwandtschaft verbundenen Völkern, so daß eine gemeinsame Wirtschafts- und Kulturarbeit angebahnt wird, die dem Weltfrieden eine sichere Unterlage gibt. In solchem Sinne haben sich unfraglich auch die Erörte rungen bewegt, die der Kanzler mit dem Kronprinzen pflog.„ Blut ist dicker als Wasser" schrieb Kaiser Wilhelm zur Bezeichnung der Norm seines Denkens in ein goldenes Buch, und so wird auch jetzt der Thronerbe im Deutschen Reiche in dem Geiste einer rückhaltlosen und großzügigen Verständigung wirken. 3 mit Diese Darstellung gibt neue Rätsel auf. Nach Neuyorker Depeschen ist es gerade die Regierung von Hatti gewesen, die durch die Ankunft des Schiffes in ihren Gewässern sich beunruhigt fühlt und die Vermutung ausspricht, daß Castro sich an Bord befinde. Die haitische Regierung ist es gewesen, die erklärte, sie werde in diesem Falle das Schiff als Piratenschiff erklären. Offenbar auf ihre Mitteilungen hin hat die Washingtoner Regierung beschlossen, mehrere amerikanische Kriegsschiffe auszusenden, um das Schiff Konsul Grotstück" zu überwachen. Ste will Castro, wenn er sich an Bord befindet, mit dem ersten verfügbaren Dampfer nach Europa befördern. Wie ist all das möglich, wenn Haitt selbst das Schiff gekauft hat? Und wenn es, wie Herr Grotstück sagt, das Schiff gestern übernommen hat, warum fehlt bisher die Kunde darüber, daß Castro nicht an Bord ist?" Preisfrage für alle Detektivs beider König Georg von England, dem jetzt die Krone des britischen Reichs auf das Haupt gesetzt wird, stellt sich als eine festgefügte, von niemand abhängige Persönlichkeit dar. Er lud den deutschen Kronprinzen ein, bei den Krönungsfeierlichkeiten sein bevorzugter Gast zu sein. Wir begletten die Fahrt des Kronprinzen nach London dem Wunsche, daß die englisch deutsche Annäherung dadurch eine weitere Etappe erreicht. Auf der Welt ist Raum genug für das britische Reich und die deutsche Macht. Es gibt nur zwei Nationen, die nach Abstammung, Gesinnung und Entwickelung so geeignet sind, einander zu verstehen und zu unterstützen, wie Deutschland und England. Das sind deutsche Meinungen und Ueberzeugungen angesichts der englischen Königskrönung. Der warze Mann von Venezuela Welten: Wo ist Castro?" Ueber das Entkommen Castros Vorlage die Hauptsache. Ob sie vollkommen gelöst ist, muß die Praxis ergeben. Wenn man den Vorwurf erhebt, das Gesetz sei zu bureaukratisch gestaltet, so wird man dem doch entgegenhalten müssen, daß alle organischen Zentralisas tionen ohne einen gewissen Bureaukratismus nicht durchführbar sind. Wir glauben, daß in der ganzen Versiche rungsordnung genügend lebendige Organismen vorhan= den sind, die bei guter Anwendung das Schablonenhafte und Bureaukratische in den richtigen Grenzen halten wer den. Es ist gewiß ein großes Paragraphenwerk, diese Reichsversicherungsordnung, aber wer sich einmal in die Gliederung des Gesetzes hineingelebt hat, wird doch bald bemerken, daß Klarheit und Uebersichtlichkeit vorhanden sind." Cine In Dort fonen befe der. Die und entra Berlegung Ein le Mork bet Diefer, eir einem Gen Verdächtige englische Kreuzer in deutschen Gewässern. Ueber das eigenartige Verhalten eines englischen Fischereifreuzers in deutschen Gewässern berichtet die„ Weserzeitung", daß der Fischereikreuzer„ Stipjad" Anfang Mai in Emden und Wilhelmshaven vor Anker ging. Das Schiff hat sich immer in der Nähe der übenden deutschen Hochseeflotte aufgehalten und verschiedentlich das Manövergebiet durchquert, ist auch nicht, wie angekündigt war, nach Cuxhaven und Hamburg gefahren, sondern hat längere Zeit bei Helgoland gekreuzt, und, nachdem die Flottenmanöver beendet waren, ist es spurlos verschwunden. Ferner ist es Tatsache, daß sich nicht allzu selten verdächtige Fahrzeuge in der Nähe Borkums aufgehalten haben, die ihre Flagge zu zeigen vermeiden und auch einer dahin gehenden Aufforderung nicht Folge leisteten. Dieses Verhalten des englischen Fischereikreuzers, es ist ein älteres, fleines Kanonenboot, widerspricht den elementarsten internationalen Vorschriften über den Aufenthalt von Kriegsschiffen in fremden Gewässern. Liegen die Dinge so, wie sie oben geschildert sind, so wäre es durchaus wünschenswert, wenn die deutsche Regierung eine offizielle Verwarnung nach London richtete. weiß die„ Voss. Rtg." folgendes mitzuteilen: Daß der neuen Verschwörung Castros gegen die venezolanische Regierung ein wohlüberlegter Plan zu Grunde liegt, beweist der Umstand, daß Castro trotz der sorgfältigsten Ueberwachung unbemerkt von Teneriffa entkommen ist. Venezolanische Geheimagenten bewachten Castro auf Schritt und Tritt, aber eines morgens war er spurlos verschwunden. Die venezo= lanische Regierung hatte sogar einen besonderen Inspektor nach Europa entsandt, um die Geheimagenten zu überwa= chen. Bemerkenswert ist auch, daß Castros frühere Anhän= ger, die in Paris oder anderwo im Exil lebten, gleichfalls verschwunden sind und sich mit Castro an Bord eines Dampfers befinden sollen. Castros Versuch, zu landen, wird schon heute oder morgen erwartet. ist wieder aufgetaucht, und wenn die einlaufenden Nachrichten korrekt sind, dann ist Präsident Castros Rückkehr von Elba" vielleicht nicht weltpolitisch so bedentend, aber mindestens so wildromantisch, wie die des ersten Napoleon. Da figuriert etn italienisches Kriegsschiff„ Umbria", das unter merkwürdigen Umständen durch einen südamerikanischen Konsul in Hamburg an die Republik Haiti verkauft worden ist. Da kommt irgendwie Herr Castro, bemächtigt fich, wohl noch in Europa, des Schiffes, das jetzt als haitischer Kreuzer Präsident Antoine Simon" heißt, und belädt es mit Waffen und Kriegsmaterial. Nun taucht er plöglich an der Nordküste Haitis auf, das Schiff scheint Inzwischen in Konsul Grotstück" umgetauft worden zu sein und trägt die deutsche Flagge. Castro als fliegender Holländer ist für den, der sich des Expräsidenten Vorgeschichte erinnert, fein allzu phantastisches Bild. Aud daß er es versteht, ein eben von Haiti angekauftes Kriegsschtff, durch Bestechung etwa, in die Hand zu bekommen, wird man dem geborenen Piraten gerne zutrauen. Aber zu dieser schönen Geschichte will gar nicht passen, daß er mit dem gekaperten Schiffe einen hatttschen Hafen anlaufen soll. Wie, wenn die Regierung der kleinen Negerrepublik mit ihm im Bunde wäre? Aber aus welchem Grunde könnte sie wagen, den großen Bruder in Washington so dreist vor den Kopf zu stoßen? Das sind lauter Möglichkeiten, die sich vorerst nicht zusammenreimen lassen. Fest steht nur, daß Castro natürItch nicht das geringe Recht hat, die deutsche Flagge zu führen. Was nun weiter wird, das hängt wohl ganz da= von ab, ob die ausgesandten amerikanischen Kriegsschiffe das Piratenschiff kriegen oder nicht. Rundschau vom Cage. Politisches. Der gegenwärtige Präsident des preußischen Abgeordnetenhauses, Herr v. Kröcher, hat, wie die„ N. pol. Korr." aus zuverlässiger Quelle mitteilt, mit aller Bestimmtheit erklärt, daß er in der nächsten Session des Landtages eine Wiederwahl als Präsident des Abgeordnetenhauses nicht mehr annehmen werde. Die Romantik ist aber noch nicht zu Ende. Der Inhaber der Firma George Grotstück, Konsul Grotst it ck, im Adreßbuch aufgeführt als„ Armeelieferant, Kriegsmas terial, Waffen, Munition, Artilleriematerial, Kriegsschiffe, Militärausrüstungen, W. 64, Behrenstr. 47" erklärt den BerItner Blättern:„ Ich kaufte seinerzeit den von der italientschen Regierung ausrangierten Kreuzer„ Umbria" und vers faufte ihn, nachdem ich ihn modernisieren Iteß, später an die haitianische Regierung. Vor einigen Tagen muß2) Wad bennoch. Novelle von Ernst Busolt. ( Nachdruck verboten.) Vorbereitungen zur Stichwahl in Desterreich. Nachdem feine Aussicht vorhanden, daß die Wiener Freisinnigen das unter Führung des Ministerpräsidenten v. Bienerth zwischen den Führern des deutschnationalen Verbandes und der christlich- sozialen Parteileitung abgeschlossene Wahlkompromiß akzeptieren, hat nunmehr die christlich- soziale Wahlleitung ihrerseits das Wahlkompromiß dem deutschnationalen Verband gekündigt. Diese Wendung wird durchweg den Sozialdemokraten zugute kommen. In Oberösterreich haben die Christlich- Sozialen ein Wahlkompro miß mit der Sozialdemokratie gegen den deutschnationalen Verband abgeschlossen. Neue Wahlrechtsdebatten im preußischen Abgeordnetenhause? Das„ Berl. Tagebl." deutet an, daß die Fortschrittliche Volkspartet noch indiesem Sommer in dem preußischen Abgeordnetenhause eine Wahlrechtsdebatte herbeiführen werde. Bekanntlich hat jede Partei das Recht, denjenigen Initiativantrag zu bezeichnen, den sie an erster Stelle erledigt sehen möchte. Das Blatt meint, man würde dann sehen, ob und inwieweit der preußische Ministerpräsident v. Bethmann Hollweg konform gehe mit dem deutschen Reichskanzler v. Bethmann Hollweg, der ElsaßLothringen vor wenigen Wochen ein allgemeines, gleiches, direktes Wahlrecht bescherte. Ein Gesegentwurf über die Aufsuchung und Gewinnung von Steinkohle wird dem preußischen Landtag in der nächsten Session zugehen. Dieser Entwurf ist eine Folgeerscheinung des allgemeinen Berggesetzes vom Jahre 1907, und wird neue Bestimmungen über Mutungsrecht usw. enthalten. Saub ging 1 Jahren und versta Einen Petersburg vergiftet zu erlangen, t Der türkische Sultan seht seine Reise durch das Land fort und ist am Freitag in Prishtina eingetroffen. Die Bahnstrecke wurde streng bewacht. Der Einzug des Sultans vollzog sich in großer Ordnung. Die Bewohner aller serbischen Dörfer hatten sich mit Fahnen und Musik zu einem Festzug vereinigt und brachten dem Sultan und dem Kriegsminister Huldigungen dar. Herrenhaus und Feuerbestattungsgesetz in Preußen. Aus dem soeben ersichenen Bericht der Justizkomission des Herrenhauses geht hervor, daß die Zustimmung zu dem Feuerbestattungsgesetz mit allen gegen zwei Stimmen erfolgt ist. In seinem Herzensgrunde lag tiefe, unbegrenzte Sehnsucht nach allem Schönen, Erhabenen, Großen. Wenn er um die Mittagsstunde durch die stillen Hallen der Museen schritt und auf die goldigen Lichtschimmer auf dem Boden blickte, war es ihm, als seien diese die leuchtenden Fußspuren der Götter, die hier vorübergewandelt; wenn er in seinem Studierzimmer saß und die Worte der großen Geister der Vorzeit an sein geistiges Ohr tönten, fühlte er sich auf dem Fittich der Begeisterung emporgehoben über alles Enge, Kleinliche, Niedere, und das Herz klopfte ihm in seiner Einsamkeit. Ueberdies stand Adrian damals in jenem Alter, in dem man zu ahnen beginnt, wie schön das Leben sein kann. Bald nachdenklich, bald betrübt, schien es ihm von Tag zu Tag mehr, als müsse irgend etwas Frohes, Freudiges, Unerwartetes in sein Leben treten. Christliche Gewerkschaften und Reichsversicherungsord nung. Das Zentralblatt der christlichen Gewerkschaften Deutschlands würdigt die Reichsversicherungsordnung als ein Gesetz, das ein ebenso großer materieller Fortschritt sei, wie es eine bessere Organisation der Versicherungsgesetze selbst bringe, und führt in letzterer Beziehung folgendes aus:„ Die organisatorische Frage war ja bei der ganzen Und da war sie ihm erschienen, und ihr fremdes, süßes Bild hatte sich vom ersten Augenblicke an mit tiefem zärtlichen Zauber in sein Herz gedrängt. In den darauf folgenden Tagen hatte Adrian trotz seiner scharfen Augen die Fremde nicht entdecken können. Eines Tages schlenderte er spät am Abend nach den Spielsälen. Es trieb ihn eine gewisse Unruhe hinaus. Die Spielfäle würden thn zerstreuen, nachdem ihr Vater solche ausgesprochene Abneigung gegen den grünen Tisch an den Tag gelegt. Kleine Nachrichten. Prinz Adalbert von Preußen ist zur Besichtigung der Kruppschen Gußstahlfabrik mit zwanzig Kapitän leutnants, die gleich ihm Hörer der Marineakademie in Kiel sind, am Freitag in Effen eingetroffen. Im Deutschen Rundfluge hatte Freitag früh auch König( wie vorgestern Büchner und Lindpaintner) das Ziel der dritten Flugstrecke, Hamburg, erreicht. Am Sonnabend: Flug Hamburg- Kiel, 83 Kilometer. Zugleich Beginn der Kieler Flugwoche, die bis zum 23. Juni dauert. schien es ihm, als sähe er sie, deren Bild ihn unaufhörlich verfolgte, mit leichten Schritten vorübergleiten, das Köpfchen ein wenig geneigt, die dunklen Augen zu Boden geschlagen, und da, wäre es möglich? An einem der grü- - Die Frequenz der Berliner Universität beträgt nach dem soeben herausgegebenen Personalverzeichnis der Universität in diesem Sommersemester 8039 Studierende, davon sind männliche 7344 und weibliche 695. Bes Auffeh Lehrlin lichen Nach an Lehrling und weibl Stellen du Lehrlingen fonitt auf gebot von nügend m Bayern, 2 bot und 9 verhältnis Frauenüberschuß in England. Nach weiteren, jetzt veröffentlichten Daten der letzten Volkszählung ist die weibliche Bevölkerung Großbritanniens bedeutend schneller gewachsen als die männliche. Der Ueberschnß von Frauen beträgt jetzt 1 178 317 Röpfe. Vor d Safenheide gauen der worden. G folgende J Sundertjah Der Hafenhe nach der G den Berline Ein Ba brachte ein einem Mau licher Weise Salbliterglas ber Getroffen Ein erfo wird aus Ju Dachbedermei namens Reig plöglich der und hinabges legten Auger Das böse Gewissen. Auf dem Polizeipräsidium in Cöln meldete sich ein Maurer aus Posen mit der Angabe, er habe in Lippstadt auf der Baustelle einen Kollegen ermordet und verscharrt, sein Gewissen lasse ihm keine Ruhe. Der Mann wurde vorläufig verhaftet. Ein schweres Brandunglück ereignete sich in der Kameruner Straße in Berlin. Dort wollte die Ehefrau Emma des Wächters Kapitke im Küchenherd Feuer anmachen und goß aus einer Kanne Petroleum auf die bereits brennenden Holzscheite Die Kanne explodierte. Die Frau wurde dabei so schwer verbrannt, daß sie bald danach starb. Einen schrecklichen Selbstmord verübte in Barmen der Schießmeister Schulte, Vater von vier Kindern. Er nahm Dynamit in den Mund, zündete es an und wurde in Atome zerrissen. Der Grund zu der Tat ist in Familienzwistigfeiten zu suchen. nen Tische saß der unheimliche alte Mann, freideweiß, mit verzerrten Zügen. Hatte Adrian sich nicht getäuscht? Nein, er ist es. Allein wo ist sie? Seine Tochter? Adrians Blickte streiften unruhig umher. Plöhlich wird er durch einen heftigen Wortwechsel des Fremden aufgeschreckt; ein häßliches Wort, vom Gegner des Alten ausgestoßen, tönt zu ihm herüber. Ein immer unangenehmer werden= der Streit zwischen dem Alten und einem beleibten blondhaarigen Manne mit einer echten Beamtenphysiognomie scheint sich zu entspinnen. Von seiten der Croupiers ist man sichtlich bemüht, Ruhe zu schaffen und den Blondhaarigen zu besänftigen. Was weiter verhandelt wird, Adrian hat es nicht beachtet; pochenden Herzens hat er bemerkt, daß sich im Hintergrunde eine schlanke, zarte Gestalt von einem Sessel erhebt und, höchste Verwirrung und Angst in dem lieblichen Antlig, auf den alten, aufgeregten Herrn zueilen will. Ohne sich zu besinnen, ist Adrian an ihrer Seite und, ihr den Arm bietend, führt er sie ins Freie. Schwer parfümierte, von Gas erhitzte Luft schlug ihm fast betäubend entgegen; Konzert, Musik tönte halbleise aus einem der Nebensäle herüber; buntes, geschäftiges Gewühl umwogte ihn. Durch die geöffneten Fenster drang dumpfe, feuchte Schwüle herein, Luft wie in einem Glashause, mit ihr aber auch der Duft von verblühenden Rosen, Heliotrop und Reseda. Adrian setzte sich auf einen in einer Fensternische ste= benden Diwan und blidte in das Getümmel. Plötzlich Beide haben kein Wort miteinander gewechselt, doch fühlt Adrian, daß dies der beseligendste Augenblick seines Lebens ist. Gedanken und Befürchtungen wirbeln wie im Sturmwind in ihm durcheinander. Aus der sie umgebenden Finsternis und Sünde muß sie errettet werden. Beide stehen im Freien, der Alte neben ihnen. Der junge Mann stammelt einige Worte über den bedauerlichen Zufall, der die Gnädige so erschreckt. von Blut. Hier, Ihre Tochter stände am Ende schutzlos solchen Verhältnissen gegenüber. Mein Herr, mein Name ist van der Landen. Meine Familie ist in Berlin ansässig; ich habe noch kaum zwei Jahre vor mir, dann trete ich in den Staatsdienst." Und während seine innere Erregung ihn fast zu übermannen drohte:„ Mein Herr! Es mag Ihnen sonderbar erscheinen, allein, beurteilen Sie mich nicht falsch!.. Ich liebe Ihre Tochter... Tassen Sie mich hoffen!" Der Fremde sieht den jungen Mann sehr erstaunt an, dann bricht er in ein häßliches Gelächter aus: ,, Die Dame ist meine Frau!" Ein wie um Hilfe bittender Blick aus den Augen des schönen, jungen Geschöpfes, ein Blick, den Adrian nicht mehr zu vergessen vermag, bis auf diese Stunde, und beide sind, während er wie betäubt vor sich hinstarrt, im Dunkeln verschwunden. ,, Beschimpfung!" knirschte der Alte; allein ich werde Satisfattion verlangen. Eine derartige Beleidigung kann nur durch Blut abgewaschen werden." ,, Seien Sie versichert, mein Herr," erwiderte Adrian, „ daß ich, obschon ich nicht die Ehre habe, Sie näher zu fennen, Sie für einen Gentleman halte. Nein, bitte, lassen Sie mich ausreden! Sie sprachen von Satisfattion, bem Abgrund Jagten allmä Dorfbewohner unter der La liche Reigen Pflaster, wo Cin Sote fern morgen Bewaffnete in testen Straße Hellten, plünd Auf immer! Vergebens hat Adrian, der Mutter Spötterei nicht achtend, soweit es ihm möglich, Nachfor schungen nach ihnen angestellt, unermüdlich noch von Hei delberg aus; er vermochte sie nicht mehr zu finden. Und bis auf diese Stunde quälte ihn der Gedanke, daß diese Frau unglücklich war und seiner Hülfe bedurfte, daß er vielleicht sein ganzes Lebensglück auf immer aus den Händen gleiten ließ. mit der gerau ten von diese fich im ersten endlich aufma laffen. Als d Waffen Gebra trogdem ihnen lechs von ihn haftet werden Von der hid hat die Cellisten ereil mögen erwork einem prächtig tum des Künf zuhalten verst Er mußte wie Ronzerttourne Berlin und fo Marimilianftr Während Adrian diese Erinnerungen an sich vorüberziehen ließ, hatte er nicht beachtet, daß sein Vater in das Zimmer getreten war.„ Sinnt der Herr Konsul vielleicht auf einen neuen Handelsvertrag?" sprach der alte Herr van der Landen, indem er hinter seine Sohn trat. Es war ein großer, breitschultriger Mann, phlegmatisch, von muskulöser Fülle. Willensfestigkeit und zähe Anhänglichkeit an seine einmal gefaßte Ueberzeugung präg ten sich in seinen runden grauen Augen, in den harten Linien um seinen Mund aus. Auf Erwerb und Geld erpicht, wie die Römer auf Eroberung, war er als junger Mann mit seinem Bruder nach der deutschen Residenz gekommen. ( Fortsetzung folgt.) mehreren Jah Jurid, und es tüde wieder t Frau in der Don Alkohol. beim Holzdieb Cine wag ufolge hat Amerikanischen des Island a Jagt die prof bon hier läng angetreten. D führt, hat ein Segelfläche un Den Motor au Betrieb geleb und der Vorr befördert das gramm. Dan in einer Tour die Bonifazius an, daß die R Sea Bird" i durchaus feeti digen, die der ein tolltübnes Day und feine bringen dürft aud faum, da von dem, was heitigen Stu die den Kurs auf den Well Bom Tro dramatischen Doner Blatt im Ranton Baar auf alchung, da Töft ft, ma erhebt, bu an bem do Bentrali nicht burd zen Berfi en Dothan ablonenhafte halten we wert, die mal in die b boch ba vorhande Gewäffen en Fischere Weferze ang Mai i Das Si tfchen Hot Manöver ündigt war hat länger Die Flotten unden. Fe verdächtig haben, di einer dahin Dieses Ver ein älteres arften inter von Kriegs inge fo, wi inschenswert Verwarnung ich. Nachdem Freifinnigen D. Bienert rbandes und Tene Wahl iftlich- foziale dem deuti ndung wit n. In Ober Wahltompre hnationalen ch das Land troffen. Die ug des Sub wohner alle nd Mufit z Sultan und ichtigung der tänleutnants Hel find, an rüh auch er) das Biel Sonnabend Beginn der beträgt no nis der Uni dierende, de rt. ren, jetzt ver ist die weiß schneller ge von Frauen Dium in Coln Angabe, et llegen ermor feine Rube in der Kame Jefrau Emm nmachen uni eits brennen Frau wurde ach starb. Barmen der rn. Er nahm rde in Atom milienzwijtig Ende Schuyles , mein Nam n Berlin a cir, dann fre ne innere G ein Serr! eilen Sie mi affen Sie mi r erstaunt a 5: Die Dam der Blid au ein Blid, de bis auf die e betäubt ber Mutte glich, Nadfor noch von u finden. Un nte, daß di durfte, daß a aus den Sa n fich vorüher Vater in bas onjul viellei der alte Sen hn trat ann, phlegme feit und gab rzeugung pro den harten L b Geld expi junger Mann Deng getommen Eine Schredensfahrt im Ballon. Freitag abend riß sich In Dork in England ein Geffelballon, der mit acht Perfonen besetzt war, los und ging 15 Kilometer entfernt nieder. Die Paffagtere sprangen unter großer Gefahr heraus und entkamen mit heftigen Erschütterungen und leichten Berlegungen. Der Ballon flog davon. Ein leichtfertiger Schüße hat in dem westfältschen Orte Mork bei Hamm großes Leid über zwei Familien gebracht. Dieser, ein junger Bechenarbeiter, legte im Scherz mit einem Gewehr auf eine Schar spielender Kinder an. Ein Schuß ging los und zwei Knaben im Alter von 7 und 4 Jahren wurden von der vollen Schrotladung getroffen und verstarben. Der Täter wurde verhaftet. Einen Patienten vergiftet. Der Arzt Dr. Nawitsch in Petersburg wurde unter dem Verdacht, einen Patienten vergiftet zu haben, um 25 000 Rubel Versicherungsgeld zu erlangen, verhaftet. Dte Affäre erregt in Petersburg groBes Auffehen. Dolkswirtschaftliches. Lehrlingsnot. Im Monat April konnte an den öffentlichen Nachweisen noch nicht einmal die Hälfte des Bedarfs an Lehrlingen befriedigt werden. Es tamen bet männlichen und weiblichen Lehrlingen zusammen auf je 100 offene Stellen durchschnittlich nicht ganz 48 Arbeitsuchende! Bet Lehrlingen aller Art stellte sich der Andrang im Durch schnitt auf 44,7, bei Lehrmädchen betrug er 74,0. Das Angebot von Lehrmädchen ist demnach nicht ganz so ungenügend wie bei Lehrjungen. Vornehmlich in Schlesien, Bayern, Württemberg und Baden besteht zwischen Angebot und Nachfrage männlicher Lehrlinge ein krasses Mißverhältnis. Vermischtes. Vor dem Jahndenkmal auf dem Turnplatz in der Hasenheide bei Berlin ist jetzt von den Berliner Turngauen der schon erwähnte große Granitfindling aufgestellt worden. Er hat auf der Vorderseite in Goldbuchstaben folgende Inschrift erhalten:„ 3ur Erinnerung an die Sundertjahrfeier der Eröffnung des ersten Turnplages in der Hasenhetde durch Friedrich Ludwig Jahn im 50. Jahre nach der Grundsteinlegung seines Denkmals errichtet von den Berliner Turngauen 17. Juni 1911". Ein Bayernschädel. In Ruderting in Niederbayern brachte ein Dienstknecht seine Meinungsverschiedenheit mit einem Maurer im Wirtshause dadurch in landesüblicher Weise zum Austrag, daß er seinem Opponenten sein Salbliterglas an den Kopf warf. Das Glas zersprang, und der Getroffene trant dann gemütlich weiter. Ein erschütterndes Drama auf einem Dorfkirchturm wird aus Juniville bei Reims gemeldet. Dort nahm der Dachdeckermeister Turpin mit einem 60jährigen Arbeiter namens Reigen eine Reparatur an der Turmuhr vor, als plöglich der Arbeiter, vom Schwindel erfaßt, niedersant und hinabgestürzt wäre, wenn Turpin ihn nicht noch im letzten Augenblick bei den Kleidern ergriffen und über dem Abgrunde festgehalten hätte. Aber seine Kräfte versagten allmählich und seine Hilferufe wurden von den Dorfbewohnern nicht vernommen; schließlich gab der Arm unter der Last nach, die Hände Iteßen los und der unglückliche Reigen stürzte aus einer Höhe von 20 Metern auf das Pflaster, wo er tot aufgehoben wurde. Ein Hotel in Neuyor! von Räubern überfallen. Geftern morgen drangen am hellen Tage acht mit Revolvern Bewaffnete in das Hotel Royal am Broadway, der belebtesten Straße der Metropole ein, bedrohten die Hotelange stellten, plünderten den offenen Kassenschrank und eilten mit der geraubten Summe davon. Die Hotelbeamten wa ren von dieser ungeheuren Frechheit so üherrascht, daß ste sich im ersten Moment ganz passiv verhielten; als sie sich endlich aufmachten, hatten die Räuber schon das Hotel verlassen. Als diese sich verfolgt sahen, machten sie von ihren Waffen Gebrauch und verwundeten mehrere Personen; trotzdem ihnen Polizei auf den Fersen war, gelang es doch sechs von ihnen, zu entkommen; nur zwei konnten verhaftet werden. Von der Schloßherrin zur Diebin. Ein trauriges Ge= schick hat die Frau eines in Rußland einst vielgefeierten Cellisten ereilt. Das Ehepaar hatte sich ein großes Vermögen erworben; fast zwei Jahrzehnte lebten beide in einem prächtigen alten russischen Schloß. Mit dem Reichtum des Künstlers, der ebenso wenig wie seine Frau hauszuhalten verstand, sollte es aber wieder zu Ende gehen. Er mußte wieder zum Wanderstab greifen und von neuem Konzerttourneen unternehmen. Schließlich landete er in Berlin und kaufte in Pankow einige Grundstücke an der Maximilianstraße. Der Alkohol, dem der Künstler seit mehreren Jahren verfallen war, brachte ihn immer mehr zurück, und es dauerte nicht lange, da mußte er die Grundstücke wieder verkaufen. Nach seinem Tode befand sich die Frau in der größten Armut. Sie suchte Trost im Genuß von Alkohol. Gestern wurde die ehemalige Schloßherrin beim Holzdiebstahl in der Schönholzer Heide abgefaßt. Eine waghalsige Seereise. Einer Neuyorker Meldung zufolge hat soeben Thomas Day mit zwei couragierten amerikanischen Begleitern von Providence im Staate Rhodes Jsland aus auf seiner winzigen 5,70 Meter langen Jacht die projektierte abenteuerliche Reise nach Rom und von hier längs der Atlantischen Küste weiter nach London angetreten. Die Miniaturfacht, die den Namen„ Sea Bird" führt, hat eine hundert Quadratmeter wenig überragende Segelfläche und ist mit einem dret Pferdekräfte indizierenden Motor ausgerüstet, der aber nur im Falle der Not in Betrieb gesetzt werden soll. Einschließlich der Mannschaft und der Vorräte an Proviant, Wasser und Heizmaterial befördert das Boot eine Last von nicht mehr als 1200 Kilogramm. Dan gedenkt die 2200 Meilen bis zu den Azoren in einer Tour zu machen und von hier über Gibraltar durch die Bonifaziusstraße nach Rom zu gelangen. Man nimmt an, daß die Reise 40 Tage in Anspruch nehmen wird. Die Sea Bird" ist zwar mit großer Sorgfalt konstruiert und durchaus seetüchtig, trotzdem aber erachteten die Sachkundigen, die der Abfahrt betwohnten, das Unternehmen als ein tollfühnes Bravourstück, das bei stürmischem Wetter Day und seine Gefährten mehr als einmal in Lebensgefahr bringen dürfte. Und die wagemutigen Reisenden bekamen auch kaum, daß ste auf See waren, schon einen Vorgeschmack von dem, was sie erwartet. Sie hatten sofort mit einem heftigen Sturm zu kämpfen, der die winzige Nußschale, die den Kurs nach Europa nahm, wie einen Strohhalm auf den Wellen tanzen ließ. Vom Trauzeugen verhaftet. Von einer ungewöhnlichen dramatischen Szene auf dem Standesamt weiß ein Londoner Blatt aus dem kleinen Schweizerstädtchen Burgdorf im Kanton Bern zu berichten. Hier wurde einem jungen Paar auf dem Standesamt die unangenehme Ueberraschung, daß einer der Trauzeugen ausgeblieben war. Um die Trauung nicht aufschieben zu müssen, schidte man einen Jungen mit dem Auftrage auf die Straße, den ersten Mann, den er treffen würde, zu bitten, als Zeuge mit heraufzukommen. Der Zufall fügte es, daß der Junge beim Heraustreten aus der Tür just einem Geheimpolizisten begegnete, der sich auch bereit erklärte, der Bitte, als Zeuge zu fungieren, zu entsprechen. Als der Name des Bräutigams aufgerufen wurde, stutzte der als Zeuge geworbene Detektiv, und als die Trauungszeremonie, wäh rend der er den Bräutigam unausgesetzt beobachtete, zu Ende war, schritt er auf den jungen Ehemann zu und verhaftete ihn. Ungeachtet des Protestes der jungen Frau und ihrer Mutter führte er seinen Gefangenen, der ebenso wie die junge Frau einer wohlhabenden Familie angehört, zum Polizeiarrest. Vom Hufschmied zum Börsenpräsidenten. Eine romantische Laufbahn, wie sie wohl nur im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten sich heute noch vollzieht, hat in der Wahl des Millionärs James J. Townsend zum Präsidenten derChicagoer Börse thren Höhepunkt gefunden. Noch vor 22 Jahren war dieser große Finanzmann ein einfacher Hufschmiedegeselle, der an nichts weniger dachte, als an große Geldspekulationen. Seine Geschichte und die Art, wie er zum Börsenmann wurde, hat Townsend selbst mit schlichten Worten erzählt:„ Ich kam hierher mit fast nichts in metnen Taschen und sah mich nach Arbeit um. Nach einigen Tagen fand ich denn auch eine Beschäftigung bei einem Hufschmied namens Martindale, der jetzt schon tot ist. Bei dem blieb ich 10 Jahre und beschlug eine Menge Pferde. Es tam noch ein Mann in unsere Schmiede, der hatte sehr hübsche, teure Pferde, und wenn sie beschlagen wurden, so sah er dabei zu. Den lernte ich also kennen, und er war so mit mir zufrieden, daß er alle seine Pferde nur von mir beschlagen lassen wollte. Eines Tages, als er wieder dabei stand, wie ich seine Pferde beschlug, sagte er: Jimmy, warum läßt Du nicht das sein und tust was anberes?" Jch lachte und sagte ihm, da gäb's nichts anderes, was ich tun könnte. ,, Doch", meinte er, ,, wenn ich Dir etnen Platz in meinem Bankbureau verschaffe, willst Du thn annehmen?" Na, das war eine schöne Ueberraschung. Den nächsten Tag schnallte ich meine Lederschürze ab und ging mit meinem Bekannten. John A. King, der damalige Präsident der Fort Dearborn Bank, war es, der mich zu einem Finanzmann machte. Mein Lebtag werde ich ihn nicht vergessen." Sechs Monate lernte nun der junge ,, Jimmy", dann machte er sich selbständig und wurde allmählich Millionär und eine der führenden Persönlichkeiten an der Chicagoer Börse. Detektivs bei der englischen Königströnung. Die Londoner Polizeibehörde rechnet für die bevorstehenden Festtage mit einer Masseneinwanderung von dunklen Ehrenmännern aus den Vereinigten Staaten, die die Reise über den Ozean in der Absicht antraten, im Trubel der Krönungsfestlichkeiten leichte Beute zu machen. Sie hat sich in Erwartung dieser unwillkommenen Gäste deshalb an das bekannte Pinkertonsche Privatdetektivinstitut in Chitago mit der Bitte gewandt, ihr zur Unterstützung des Ueberwachungsdienstes eine Anzahl von erprobten Beamten zur Verfügung zu stellen. Zur Wahrnehmung dieses polizeilichen Ueberwachungsdienstes werden die amerikanischen Detektivs an allen Festlichkeiten der Krönungstage teilnehmen und, wo es angezeigt ist, in der Rolle amerikanischer Millionäre auftreten. Für die Krönungstage find 3000 pensionierte englische Polizisten zum Dienst herangezogen worden, die helfen sollen, die Vorstädte abzupatroullieren, während andere auf den Straßen, die der Krönungszug passiert, tätig sind. Auch Berliner Kriminalpolizisten sollen die Londoner Polizei unterstützen. " Othellos" Leichenbegängnts. Eine sonderbare Zuschrift wurde einem Theater einer schlesischen Sommerbühne zugestellt. Man führte in dem Theater den Othello" auf, das Publikum spendete reichen Beifall. Um so überraschter war die Direktion, als am nächsten Tage das Schreiben eines Bauern einlief, der sich die Aufführung von„ Othello" gleichfalls angesehen hatte, der auch seine Befriedigung über das Stück aussprach, dennoch aber sein Geld zurückverlangte, weil die„ Sauptsache" bei der Aufführung gefehlt hätte. Die Hauptsache bei der„, Othello" Aufführung aber war, wie aus dem Schreiben hervorging, ,, die schöne Leich" Das Bäuerlein meinte, daß ein Theater, welches eine solche Aufführung zustande brächte, doch gewiß imstande sein müsse, ein besonders schönes Begräbnis herzustellen, und daß dieses, auf die Bühne gebracht, die Zuschauer lebhaft interessieren müsse. Er set enttäuscht nach Hause gegangen und habe in dem Theater nicht zu sehen bekommen, was er erwartet habe. Er bitte also, daß man ihm sein Geld, 1,50 M, zurückerstatte, oder aber Othellos Leichenbegängnis in den Spielplan aufnehme. Die Direktion beantwortete das Schreiben, indem sie dem Kläger ein Billett zu einer anderen Vorstellung zuschickte, denn Othellos Leichenbegängnis in den Spielplan aufzunehmen, wagt sie doch nicht. Die Hundertjahrfeier des Turnplages in der Hasen: heide, von den Turnern Berlins angelegt, wird als ein großes Turnfest durchgeführt werden. Bum Vorsitzenden des Festkomitees ist der Kreisvertreter Profeffor O. Reinhardt, zum Vorsitzenden des Turnausschusses der Kreisturnwart E. Kregenom gewählt worden. Am Jahn- Denkmal in der Hasenhetde hält am Sonnabend der Kultusminister die Begrüßungsrede, auf die der nunmehr 85jährige erste Vorfizende der Deutschen Turnerschaft, Geh. Sanitätsrat Dr. Göz, erwidert. Prinz Oskar wird bet dem Fest seinen fatserlichen Vater vertreten. Das kostbare Banner der Deut schen Turnerschaft wird durch eine Abordnung von Frankfurter Turnern unter Führung des Prof. Bender, der 1908 Leiter des Frankfurter Turnfestes gewesen ist, von Frankfurt a. M. nach Berlin gebracht werden. Die Leitung des militärischen Turnens am Sonntag hat Oberstleutnant von Hülsen vom Königin- Augusta- Garde- Grenadierregiment Nr. 4 übernommen. Nach der Aufstellung am Sonntag vormittag um 11 Uhr vor dem Brandenburger Tor wird der Festzug seinen Weg durch die Wilhelm-, Hedemann- und Bellealliancestraße nach dem Tempelhofer Feld nehmen. Auf diesem kolossalen Platz find 150 Meter lange Tribünen mit 10 000 Sipplägen errichtet worden. Vor den Tribünen befindet sich für Sondervorführungen ein 250 Meter bretter und 400 Meter langer Platz. Das ganze Feld ist durch Drahtzäune in Spielfelder eingeteilt und bietet Raum für mehr als 20 000 Spieler. Fürstliche Reiseobliegenheiten. Eine lustige Statistik der Verpflichtungen, die der jetzige König Georg als Kronprinz bei seiner Weltumsegelung auf der„ Ophir" erfüllen mußte, stellt eine englische Zeitschrift zusammen. Danach hat König Georg auf dem Schiff nicht weniger als 38 000 englische Meilen zurückgelegt, 3000 englische Meilen auf anderen Schiffen und 12 000 Meilen auf der Eisenbahn. Dabet hatte der jetzige König genau 86 große Reden zu halten, mußte über hundert Grundsteine legen, Paraden über mehr als 60 000 Soldaten abnehmen, genau 4329 Kriegsmedaillen auf die Brust wackerer Veteranen heften, 142 Titel verleihen und mit genau 84 987 Menschen je etnen Händedrud wechseln. Streik im Berliner Buchdruckgewerbe. In der Druce rei der Firma August Scher! haben sich gestern abend die Maschinenmeister geweigert, den Berliner Lokalanzeiger zu drucken, weil auf Grund eines Urteils des von Drudern und Prinzipalen zu gleichen Teilen besetzten Tarifamts awet Maschinenmeister entlaffen worden waren. Darauf haben sich die Firmen Ullstein und Rudolf Mosse mit der Firma August Scher! solidarisch erklärt und beschlossen, thre Zeitungen zunächst nicht erscheinen zu lassen. " Ich verbiete das Fliegen." Das englische Ministerium des Innern hegt große Besorgnis, daß die gewaltige Menschenmenge, die während der Krönungstage in den Straßen Londons umherziehen wird, durch allzu wagemutige Flie ger in Gefahr kommen könnte, und um diese Befürchtung gegenstandslos werden zu lassen, hat der Minister Churchill jetzt einen kategorischen Erlaß verbreitet, der in schneidigem Stile ankündigt:„ Ich verbiete die Steuerung jeder Art von Luftfahrzeugen über der Grafschaft London am 22., 28. und 29. Juni. Ich verbiete das Fliegen jeder Art von Luftfahrzeugen über der Grafschaft London und über den Distrikten von Pengle und Beckenham am 30. und ich verbiete das Fliegen jeder Art von Luftfahrzeugen über dem Park von Windsor am 3. und 4. Juli. Wer diesen Erlaß übertritt, wird mit sechs Monaten Gefängnis oder 400C Mark Strafe oder mit Gefängnis und Geldstrafe belegt." Das Land der Erdbeben. Zu der letzten Erdbebenkatastrophe in Merito wird der Magd. Ztg. geschrieben: Die telegraphischen Berichte über die mexikanische Erdbebenkatastrophe lassen gewiß an furchtbarer Anschaulichkeit nichts zu wünschen übrig. Die Daten der letzten zwei Jahre ergeben ein furchtbares Bild, das durch das letzte Unglück von neuem belebt wird: Am 14. Februar 1909 fand eine heftige Eruption des in Meriko gelegenen Vulkanes Rico de Colima statt. Am 31. Juli desselben Jahr es wurde ein großer Teil von Mexiko, vor allem die Stadt Acapulco, von einem schweren Erdbeben heimgesucht. Am 6. Mai 1910 ist der größte Teil der Hauptstadt von Costa Rica, Cartago, von einem Erdbeben zerstört worden, wobei über 500 Menschen ums Leben kamen. Am 11. Mai hat in ganz Mittelamerika ein heftiges Erdbeben stattgefunden. Am 4. Juni sind in Santiago de Cuba infolge eines Erdbebens zahlreiche Gebäude zerstört worden. Am 19. Dezember sind bei einem Erdbeben in San Salvador mehrere kleine Inseln ins Meer versunken; auf einer Insel des Jlopangosees bei San Salvador find allein 170 Menschen ums Leben gekommen. Die Bevölkerung dieses Lande der Erdbeben" weiß durch mündliche Überlieferung der Alten und teilweise durch eigenes Erleben, was es heißt. wenn die Erbrinde plötzlich anfängt, fich zu bewegen. Es gibt für sie keinen größeren Schrecken als ein Erdbeben. Bret Harte schildert in feinem„ Gabriel Conroy" die Ueberraschung einer festlich schmausenden Gesellschaft durch ein leichtes Erdbeben in San Franzteko. Ich habe seine Schilderung stets verständnislos gelesen, bis ich dann später in Valparaiso selbst erlebt habe, was durch Worte nicht verständlich gemacht werden kann. Ich war von See hereingekommen und saß eines schönen Vormittags in einem Restaurant am Landungssteg in der Nähe des Denkmals Arturo Prats, da merkte ich plöblich, ohne große Erregung, daß das Haus ein wenig zitterte, etwa, wie wenn die Haustür einer massiven deutschen Mietsfaserne mit großer Wucht zugeschlagen wird. Daran war ich gewöhnt und meinte daher, es handele sich um irgend einen Hafenfrawall. Mit einem Male erscheint hinter der Bar des völlig menschenleer gewordenen Lokals der Wirt mit bleichem Gesichte und von Entsetzen verzerrten Zügen, mißt wilden Blickes die Distanz um den Ladentisch herum und rast dann wie ein von den Furien Verfolgter hinaus. Das mußte mir schließlich doch auffallen, und ich blickte ihm nach auf die Straße, die von Menschen wimmelte. Kein Laut war hörbar, so sehr hatte der Schrecken alle Menschen gelähmt. Ein älterer Mann winkte mir mit der Hand, und da ich nun merkte, daß etwas ungewöhnliches im Gange war, folgte ich ihm auf die Straße. Ich dachte an einen Mord, eine Feuersbrunst oder eine Schiffsfatastrophe, kurz, an alles mehr als an ein Erdbeben. Sämtliche Läden in der Straße waren leer. Die Menge schob sich nach der Mitte des Denkmalsplates; auf mein Fragen erhielt ich feine Antwort, nur ein Engländer raunte mir etwas zu, das ich mir mit„ Erdbeben" übersetzte. Minutenlang wurde fein Wort gesprochen. Die Leute warteten auf den zweiten Erdstoß. Der blieb aus, und nur ganz allmählich kam Farbe in die Gesichter, man hörte Ausrufe, Erklärungen, es ertönten die Rufe nach den Angehörigen, die Beherzteren suchten ihre Läden wieder auf; inzwischen fam Militär, und das war auch die höchste Zeit, denn schon hatte sich von den Lagerhäusern her allerlei verdächtiges Gesindel zusammengerottet, um das Plünderungswerk an dem unbewachten Eigentum zu beginnen. In faum 5 Minuten hatte die durch die Zwangsmittel der staatlichen Autorität niedergehaltene Bestialität ihr Haupt erhoben. Der Anschlag war mißglückt, da das Erdbeben nicht andauerte. Aber in dieser kurzen Zeit sind an 30 Marodeure beim Plündern verhaftet worden. Nirgends hat jemand versucht, seine Angehörigen zu retten. Man sagte mir nachher, das sei immer so. Der erste Schrecken lähmte alle Instinkte, außer dem der Selbsterhaltung. Wenn wirkliches Unglück geschehen set, täme vielen die Besinnung wieder, und es geschähen Wunder des Opfermutes. Ich habe in den brasilianischen Vorrevolutionen manchen Szenen von Blutvergießung und Verzweif lung beigewohnt und habe auch einen furchtbaren Schiffbruch miterlebt, niemals aber habe ich folcies starre Entsetzen gesehen wie bei diesem verhältnismäßig so harmlos abgelaufenen Erdbeben. Bei Mord, Brand und Schiffbruch kann der Mensch sich wehren oder wenigstens schreien vor Angst. Die Erdbebenangst lähmt selbst die menschliche Stimme. Das ist das Furchtbarste, was erlebt werden kann. Bittert im sächsischen Vogtland die Erde ein wenig, so nimmt mans geruhig hin. In den Ländern aber, wo große Erdbebenverheerungen vorgekommen sind, bleibt die Ueberlieferung des Grausens durch Generationen lebendig. Drabinachrichten und neuestes. Tödlicher Antomobilunfall. Braunschweig, 17. Junt. Gestern abend fuhr auf der Landstraße zwsichen Schöningen und Esbeck das Automobil des Fabrikbesizers Jüterbog gegen einen Prellstein. Der Eigentümer des Wagens, der diesen selbst steuerte, wurde auf der Stelle getötet. Die vier mitfahrenden Pers sonen erlitten zum Teil schwere Verlegungen. Der Kaiser in Hannover. Hannover, 17. Juni. Der Kaiser fuhr heute früh furz noch 6 Uhr nach der Fahrenwalder Heide und wohnte dort dem Ererzieren der Königsulanen bei. Um 8 thr führte der Kaiser das Regiment unter den Ovationen des Straßenpublikums nach der Kaserne zurück, wo ein Vorbeimarsch der gesamten Garnison erfolgte. Wegen Totschalgs verurteilt. Hirschberg i. Schl., 17. Juni. Der Dachdecker Oskar Brandenburg wurde vom Schwurgericht zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt. Er war bei einem Einbruch von der Frau des Besigere ertappt worden, die ihn festhielt, worauf Brandenburg die Frau so lange wirgte, bis sie tot war. Bekanntmachung. Betr.: Rotlauffeuche unter den Schweinen des Heinrich Panz dahier, Licherstraße Nr. 85. Unter dem Schweinebestand des Heinrich Panz dahier, Licherstraße 85, ist die Rotlauffeuche ausgebrochen. Gehöftsperre ist angeordnet. Gießen, den 16. Juni 1911. Großh. Polizeiamt. Gebhardt. Bekanntmachung. die Wegen Vornahme von Pflasterarbeiten wird Nordanlage zwischen Marburger- und Dammstraße vom 19. If. Mts. an bis auf weiteres für jeglichen Fuhr- u. Radfahrverkehr gesperrt. Gießen, den 16. Juni 1911. Großh. Polizeiamt. Gebhardt. Bekanntmachung. die Wegen Vornahme von Pflasterarbeiten wird Dammstraße zwischen Walltorstraße und Nordanlage vom 19. If. Mts. an bis auf weiteres für jeglichen Fuhr- und Radfahrverkehr gesperrt. Gießen, den 16. Juni 1911. Großh. Polizeiamt. Gebhardt. Bekanntmachung. die Wegen Vornahme von Pflasterarbeiten wird Steinstraße zwischen Nordanlage und Dammstraße vom 19. If. Mts. an bis auf weiteres für jeglichen Fuhrund Radfahrverkehr gesperrt. Gießen, den 16. Juni 1911. Großh. Polizeiamt. Gebhardt. ABABABABA Stettiner Germania = Lebens- Versicherungs- Aktien- Gesellschaft. Neue Anträge 1910: 80,700,000 Mart Kapital. Versicherungsbestand Ende Februar 1911: 862,000,000 Mark Kapital. Sicherheitsfonds Ende 1910: 382,200,000 ark. ... Unverfallbarkeit Unanfechtbarkeit... Weltpolice Ueberschuß 1910: Mehr als 10 Millionen Mail. Hiervon den Versicherten 9.6 Millionen k., oder rund 95.6% des Ueberschusses als Gewinnan telle überwiesen. Geschäftszweige: Lebens, Jnvaliditäts-, Ansftener, Militärdienft, Leibrenten-, Unfallund Haftpflicht- Versicherungen. Prospefte und j de weitere Auskunft kostenfrei durch die 20/6] Hauptagentur in Gießen: Friedr. Helm, Löberstr. 6. ☑ Soeben erschienen; Die Kunst der Spekulation. Aus dem Inhalt: Welche Papiere gewählt werden sollten. Wie man Gewinne erzielen kann. ( 251) Wie ein Verlust in einen Gewinn verwandelt werden kann. Amerikanische Papiere. Fingerzeige für Spekulanten. Winke für Kapitalisten etc. etc. Kostenfrei erhältlich durch: Brown Saville& Bro., 83, New Oxford Street, London. Dampfer- Expeditionen des Nordd. Lloyd in Bremen in der Zeit vom 18. bis 24. Juni 1911: Eine gutgehende Für Schuhmacher. irtschaft Wer Prima Maß- Schäfte in fau berer Ausführung unter Garantie guter Paßform sucht, wende sich an Wilh. Wieprecht, Schaftfabrift., Gießen. 20/7 Vorbildung zum Einjährigen-, Prima- u. Abiturienten- Examen. Präparanden- Kursus. Schmidt, ( 188/1 Düsseldorf, Elisabethstrasse 4. Erste Referenzen. Mässige Preise. Achtung! Ein in Büroarbeiten kundiger Beamter sucht Heimarbeit als Ne benbeschäftigung, am liebsten von einem Rechtsanwalt oder sonstiger reeller Firma. Off. u N. 2011 an die Exped. ds. Blattes. Schöne Zuchthühner, 3 Mon. alt, Enten, Gänse 2c. liefert Ab Bremerhav.: D. Kronpr. Wilhelm. 20. Juni nach Newyork über M. Becker, Weidenau- Sieg. ,, George Washington 23. Juni د" " Southampton Cherbourg Newyork über Southampton Cherbourg Brasilien Argentinien " über Plymouth und دو دو دو دو " Heidelberg 24. " Sigmaringen 24. Ab New York: Kaiser Wilh. d. G. 20. " Prinz Friedr. Wilh. 22. Berlin " Goeben. " Ab Canada: Willehad 22. " " Ab Marseille: Prinz Heinrich 21. " Schleswig. 24. Ab Genua: وو وو 24. " دو دو Cherbourg nach Bremen Plymouth und Cherbourg nach Bremen Gibraltar und Neapel nach Genua 20. nach Ostasien Bremen über Tunis nach Alexandrien Ab Alexandrien: ,, Prinz- Reg. Luitpold 21. Ab Nicolajeff: ,, Therapia 18. دو دو دو nach Alexandrien direkt über Neapel nach Marseille Konstantinopel وو دو Katalog gratis. - [ 301 Flechten näss. and trockene Schuppenflechte skroph. Ekzema, Hautausschläge, offene Füsse Beinschäden, Beingeschwäre, Adsrbolae, böse Finger, alte Wandoe sind oft sehr hartnäckig; wer bisher vergeblich hoffte geheilt zu werden, mache noch einen Versuch mit der bestens bewährten RINO- SALBE gift- u. säurefrei. Dose Mk. 1.15 m, 2.25 Nur echt In Originalpackung and mit Firma weiss- grün- rot Rich. Schubert& Co., Weinböbla. Fälschungen weise man zurück. Wachs. Napht. je lo, Walrat 20, Benseof., Venet.Terp., Kampferpfl., PereIn balsam je 5, Eigelb 35, Chrysar. 0,5. Zu haben in den Apotheken. o im Zentrum der Stadt ist preis: wert zu verkaufen. Gefl. Off. unt. H. R. 403 an die Exped. ds. Bl. Lederputz Crème Kavalier Das Beste vom Besten allein steht auf der • HÖHE. tel der Zeit. Verlangen Sie defshalb stels KAVALIER, das beste aller Lederputzmittel. elraten vermittelt reell Frau Wehner, Wiesbaden, Friedrichstrasse 55 I. Damen und Herren ist zum Heiraten gute Gelegenheit geboten durch Frau Pfeiffer Nachf., Frank: furt a. M. Mainzerlandftr. 711. Zu verkaufen eine Kriegs- Chronik 1870-71 20/10 nach den Häfen Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. d. westl. Mittelmeeres. Obligations- Verlosung der Gemeinde Rockenberg. Rückzahlung erfolgt am 1. Oktober d. Js. gegen Rückgabe der Schuldverschreibungen und Zinskoupons bei der Gemeindekasse in Rockenberg und dem Bankhause Jakob Grünewald in Gießen und hört an diesem Tage die Verzinsung auf. Rodenberg, den 17. Juni 1911. Großh. Bürgermeisterei Rockenberg. Wettner. Geborene. Juni 3. Schuhmacher Heinrich Aff eine Tochter, Else. " " 10. Großh. Geometer 2. Klasse Karl Johann Heinrich Stein ein Sohn, Egon Lothar. 11. Spengler Heinrich Weber eine Tochter, Joohanna Marie Elise. 15. Fabrikarbeiter Heinrich Friedrich Wilhelm Möller eine Tochter, Johannette Elisabeth Emmi. S 6 jamn statt. geher Stich die f Zuja зие Vorsi Aling = e des 4 Vertr meiste tagsu für 20 t. Fri. Althans, Seltersweg 41. D mona die K ind C von sonder 5. Wirt Carl Bieger ein Sohn, Franz. Spen " " 8. Wagenwärter Heinrich Kehl eine Tochter, Frieda Helene. fehr beson asd a In der Gemeinderatssigung wurden ansgelost: Bit. A. Nr. 4 mit 1000 Mt. " 9. städt. Taglöhner Christian Balßer eine Tochfer, Margarete. Kajjel wird duftri flotte " C. C. 7 mit 200 Mr. " 12 mit 200 Mt. " 10. Taglöhner Heinrich Becker ein Sohn, Karl Martin. und G Fi bad " Saison " 12. Küchenchef Johann Baptist Emil Dambron mein Sohn, Albert Frizz. peziere Au ( 20/13 " 14. Taglöhner Heinrich Schäfer eine Tochter, Marie Frieda. Staff beitsp Schrei fer, R Arbeits In Gieß Tabat " " 10. Erich Träger, Kellner, mit Wilhelmine Kaiser, beide in Gießen. 9. Johannes Meurer, Installateur, mit Wilhel= mine Hofmann, beide in Gießen. von gefürzt gut. M. he gewe auch a " 10. Karl Lang, Geometer, mit Marie Schäfer, beide in Gießen. ten be die V " 12. Robert Bouffier, Gärtner, mit Elisabeth Sommerlad, beide in Gießen. biläum Aus Edertal Jm B der Fa getreten gewe der Sa terung dem Io bejezt Verfügu men K Arbeitfu Gasthof, Zur Krone Schöner Saal mit Veranda. Schattiger Garten:: Gute Küche Wetzlar, Sophienstraße 35. Humoristische Bedienung. Stimmung- Humor. Bei Ausflügen sehr zu empfehlen. Rappmann's Konzerthaus Frankfurt a. M., Schnurgasse 55 Treffpunkt für Giessener Freunde! Kommen! Hören! Staunen! Wer nicht lacht wird mit Musik nach Haus gebracht! Ab 1. Juni täglich [ 295/1 Grosses Doppel- Konzert ausgeführt von H. Schröder's, Damen- Blas- Orchester". und Gottlieb ,, der grobe" mit seinen zwerchfellerschütternden ,, Katakompen" Nur frühes Kommen sichert Platz! Kredit hat jeder bis er fortgeht! Familien haben Zutritt auch wenn die Schwiegermutter dabei ist. Es ladet ergebenst ein Albert Rappmann. Jubel and Trubel in allen Eoken. Städtischer Arbeitsnachweis Gießen Afterweg 9. E3 fönnen eingestellt werden: a. bet hiesigen Arbeitgebern: Bau und Maschinenschlosser, Metall. und Eisen dreher, 1 Glaser, 1 Wagner, 3 jüng. Fabrikarbeiter, 1 Hausbursche, 1 Bursche zum Milchausfahren, ein Kutscher. Lehrlinge: 1 Wagner, 2 Friseure, 2 Schlosser, 1 Lehrmädchen. Gaft und Schankwirtschaftspersonal: ein Koch, i Kellner, 1 Küchenmädchen, 1 Spülmädchen. b. bet auswärtigen Arbeitgebern: 10 Gußformer, 1 Schuhmacher, 1 Bäcker, 1 Glaser, 2 Schneider, 5 Maler, Anstreicher und Weiß binder, 1 Wagner, 6 Bau- und Möbelschreiner, 2 Hut- und Wagenschmiede, 1 Heizer, 1 Schneidmüller, 2 landwirtschaftliche Dienstmägde, 1 Ziegelarbeiter, 6 Fab rifarbeiter, 1 Fah bursche, 3 Dienstmädchen, ein Schweinefütterer. Lehrlinge: 1 Spengler. Gast und Schankwirtschaftspersonal: 1 1 Köchin, 1 Küchenmädchen. Es suchen Arbeit: 1 Installateur, 1 Bäcker, 1 Schneider, 1 Buchbinder, 1 Sattler und Tapezierer, 1 Glaser, 2 Maurer, 1 Schneidmüller, 1 Stiftenmacher und Packer, 1 Bartenarbeiter, 1 Pfleger, 5 Taglöhner, 2 Fuhrknechte, 1 Hausbursche, 1 Schneiderin u. Stickerin, 1 Büg lerin, 1 Näherin, 1 Kindermädchen, 7 Puzz, Wasch und Banffrauen, 1 Vereinsdiener, 1 Schreiber. Lehrlinge: 1 Schlosser. Gast- und Schankwirtschaftspersonal: Kellner, Aushilfskellner, Zapfer. Neueste Singer- Nähmaschine Krone! Jubil Кгопе Konkurrenzlos. Die hocharmige Singer- Nähmaschine Krone I verriegelt zugleich jede Naht, d. Genähte kann nicht aufgehen. Nähmaschinen- Grossfirma M. Jacobsohn, und FahrradBerlin N. 24, Linienstr. 126. Seit 30 Jahren Lieferant von Post-, preuss. Staats- u. Reicheisenbahn- Beamten- Vereinen, Lehrer-, Militär- und Krieger- Vereinen, versendet die hocharmige Singer- Nähmaschine Krone II mit hygienisch. Fussruhe für alle Arten Schneiderei, 40, 45, 48, 50 Mark. 4 wöchtl, Probezeit. 5 Jahre Garantie. Jubiläums- Katalog gratis. Leser dieser Zeitung gleiche Vorzugspreise. Jede Maschine stickt und stopft. Aufgebote. Juni 9. Friedrich Reuling, Former, mit Anna Otto, beide in Gießen. " " " " " " " 10. Max Rosenthal, Kaufmann in Gießen, mit Emma Rosenstiel in Neustadt a. d. Haardt. 12. Heinrich Schmieder, Postbote in Gießen, mit Katharine Heinemann in Lembach. 13. Karl Wilhelm Albert Stoll, Kaufmann in Hirzenhain, mit Auguste Henriette Koch in Eibelshausen. 13. August Hermann Klingspor, Zigarrenfabrikant in Gießen, mit Klara Anna Helene Frieda Ehrig in Krofdorf. 13. Eugen Kuchler, Hausdiener in Bad- Nauheim, mit Katharina Specht in Winden. 13. August Grünewald, Schlosser in Gießen, mit Mathilde Becker in Weilburg. 15. Theodor Jlling, Uhrmacher, mit Anna Lemmer, beide in Marburg. Eheschließungen. 10. Franz Jde, Schriftsetzer, mit Katharine Richter, beide in Gießen. 16. Otto Herpel, Pfarrassistent in Langen, Martha Schmeckenbecher in Gießen. Gestorbene. bringen Kaffel für den terinnen Juni " " Maria Rauber, beide in Gießen. 10. Wilhelm Rudolph, Pianofortehändler, 10. Karl Christ, Bäcker in Grünberg, mit Emma Ohly in Gießen. mit mit haben a Station Lond 12. Nikolaus Kasel, Schriftsetzer, 27 Jahre alt. nadmitt " 13. Adolf Beverstein, Kaufmann, 73 Jahre alt. empfang " " 13. Rechnungsrat Friedrich Emil Bernhard, Oberpostsekretär i. P., 69 Jahre alt. Kammer 15. Karoline Schäfer, geb. Althaus, 78 Jahre alt. Plenarji " Juni 12. Marie Straßer, geb. Noll, 83 Jahre alt. Eigentum u. Berlag der Gießener Zeitung 6. m. b. S. Berantwortlich für die Schriftleitung Otto Heinede, für Reflame und Anzeigen Robert Roller, beide in Gießen. Die Ram