mit Ganat ch auf den ber Ganat 3. ten. Gicken. nach Trin e. Martus geme er Schwabe emmer. nds 8 Uhr in Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen olerteljährlich 1,20 M., vorauszahlbar, frei ins Haus.. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Erscheint Dienstags, Donnerstags, Samstags. Redaktion: Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 225. ( 1. Blatt) der Großherzoglichen des Großherzoglichen Bürgermeisterei Polizei Amfes sowie vieler anderer Behörden Oberheffens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile. Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg. Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 PigExtrabeilagen werden nach Gewicht und Gröhe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Bahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beltreibung oder bet Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. Ø. Samstag, den 18. November 1911. Stichwahlen zum hessischen Landtag am 17. November 1911. Kandidaten Erhaltene Stimmen Wahlkreis Name Partei Hauptw. Stichwahl Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. Gewählt wurden: Name Partei Erhaltene Stimmen Hauptw.| Stichwahl Oberhessen: Bießen- Wieseck Klingspor, Fabrikant natl. 1362 1669 Urstadt, Professor J. V. 1256 2413 Urstadt J. V. -oßer technis bekannt wa hund Teleph kbare Luftsch ende Erfindur Rodheim- Oberrosbach Dr. v. Helmolt, R.-A. B. d. L. 1844 2410 Wittrich, Redakteur 503. 1338 1166 Dr. v. Helmolt, B. d. L. Büdingen Bähr, Landwirt 1657 2046 " Schaub 1117 1850 Bähr " Vilbel Will, Lehrer natl. 1250 2212 Busold, Arbeit.- Sekr. 2172 2448 " Busold 503. Starkenburg: Gegenteil: eit der Dase urück zur Nat gesetzt steige esen Widerst , es ist die P Darmstadt Beerfelden- Wimpfen Höchst i. D. Fürth- Reichelsheim Bensheim- Zwingenberg Auler, Fabrikant Henrich, Staatsschuldenbuchführer J. V. 3374 6893 Koblauch, Redakteur 503. 3783 4391 Henrich J. V. Kredel, Bürgermeister natl. 952 1821 Hafenzahl, Parteisekr. 503. 1099 1788 Kredel Natl. Fleckenstein, Chr. Soz. 1399 1546 Straßenmeister Hartmann, Landwirt 1506 1955 Hartmann " Soz. Siefert, Gutsbesitzer B. d. L. 1562 2053 Mergell, Postsekr. natl. 1127 2099 Mergell Natl. natl. 1221 2555 Neumann, Kranknk.- B. Soz. 1525 2551 Auler " 1 Gernsheim- Pfungstadt Friedrich, Landwirt B. d. L. 1467 3345 Raab, Parteisekr. 2080 2930 Friedrich B. d. L. " Rheinhessen: ältnissen so geschädigt w Wöllstein Nierstein Schott, Bürgermeister natl. 1055 Wolf VI, Gutsbesitzer Bauernb 1124 2053 2129 Eibach, Bürgermeister Schätzel, Gutsbesitzer J. V. 1492 2064 natl. 924 2076 Eibach Wolf VI. F. V. B. d. L. Rückblick und Ausblick. ine völlige rbeitet, vergra endlich, was en Arzt. Und aß sie aber ni en rechten W Erfolge des gungsmittels frischen, ng von 95 Pro osphat; es ent Nervenzellen en und gefährde Wiedererlang Zeit bedarf. Cie RLIN SW 3 Pfennig edrichstraße 23 reen. Ku, n Gll Viele Jahre be Nesner, Ber Friedrichstrasse 248 Lohnend ebenbesch letet fidh foliben& päter fefte Anftell ermittelt toftenfre Heinrich Hert, Obertor 2 10-20 Mk, täglic Hienst bd. leichte usfunft gratis. Beb Mulheim- Ruh Gesamtergebnis. Es sind insgesamt bei den Haupt- und Stich= wahlen nunmehr als Landtagsabgeordnete hervorgegangen im Wahlbezirk: Darmstadt: Staatsschuldbuchhalter Henrich( fr. V.) 6893 Stimmen. Gießen: Professor Urstadt( fr. V.) 2413 Stimmen. Mainz: Stadtverordnete Heerdt( bürgerl. Sammelkandidat, f. V.) 6803 Stimmen. Offenbach: Beigeordneter Eißnert( Soz.), 5795 Stimmen. Worms: Justizrat Dr. Stephan( natlib.) 2797 Stimmen. In den ländlichen Wahlkreisen haben insgesamt 28 Neuwahlen stattgefunden, und zwar 11 in Starkenburg, 9 in Oberhessen und 8 in Rheinhessen. Provinz Starkenburg: Beerfelden, Hirschhorn, Wimpfen: Kredel- Airlenbach( natlib.) 1821 Stimmen. A2099 Stimmen. Höchst- König: Hartmann( Soz.) 1955 Stimmen. Fürth- Reichelsheim: Postverwalter Mergell- Reichelsheim( ntlib.) Dieburg: Uebel( 3tr.) 2803 Stimmen. Heppenheim Viernheim( früher Lorsch- Zwingenberg): Postmeister Wiegand( Str.) 2846 Stimmen. Bensheim Zwingenberg: Fabrikbesitzer Abg. Louis Auler, Bensheim( natlib.) 2555 Stimmen. Gernsheim- Pfungstadt( früher Darmstadt- Gernsheim- Zwingenberg): Landwirt Friedrich- Groß- Rohrheim( Bbd.) 3345 Stim. Eberstadt Griesheim( früher Darmstadt- Land): Raab( Soz.) 3632 Stimmen. Die Wahlen ergaben also für die einzelnen Parteien folgende Resultate: Es erhielten: 6 Bündl. Zentrum Nationallib. Freis. Soz. Hauptwahl 6 Stichwahl 4 3 3 3 3 3 2 10 6 6 5 6 Sa. Während also in der Hauptwahl die beiden Parteien der Rechten 3 Mandate mehr als die beiden liberalen und die sozialdemokratische Partei erringen konnten, gelang es diesen, in der Stichwahl den Vorsprung einzuholen und ihrerseits einen Vorsprung von einem Mandat zu erzielen. Bemerkenswert ist das überraschend schlechte Abschneiden der Sozialdemokraten in den Stichwahlen. Von 7 Mandaten konnten sie nur 2 erringen, trok voller Unterstützung durch die Freisinnigen. Charakteristisch ist in allen diesen Fällen ein außerordentliches Anschwellen der bürgerlichen Stimmen weit über die Zahlen der Hauptwahl hinaus, z. B. Bensheim ca. 1300 Stimmen, Gernsheim- Pfungstadt 700 Stimmen. Dadurch verloren die Sozialdemokraten einige Wahlschlachten mit sehr günstigen Aussichten wie Büdingen, Beerfelden, Bensheim, Gernsheim- Pfungstadt. In Beerfelden konnten die Bürger mit knappen 40, in Bensheim gar mit ganzen 4 Stimmen den Sozialdemokraten aus dem Felde schlagen. In Höchst- König hatten sich die Nationalliberalen nicht an die Parteiparole gehalten, sodaß der Sozialdemokrat mit 165 Stimmen über den von Christlich- Sozialen und Zentrum unterstützten Bündler triumphieren konnte. Eine große Ueberraschung brachte der Sieg des Freisinnigen Eibach über den vom Bund und Zentrum unterstützten | Nationalliberalen Schott. In Nierstein glückte es den Rechts- Nationalliberalen dem Bündler Wolf gegen den Links- Nationalliberalen Schätzel zum Siege zu verhelfen. Die Verschiebungen im Landtag sind nur verhältnis= mäßig geringer Natur, wie nachfolgende Aufstellung zeigt: Bischofsheim- Rüsselsheim( früher Groß- Gerau- Langen): Buchhändler Berthold( Soz.) 3274 Stimmen. Fulda( Soz.) 3736 Stimmen. Langen- Neu- Isenburg( früher Langen- Offenbach): Abg. Dr. Seligenstadt: Bürgermeister Singer- Seligenstadt( Zentrum) 3040 Stimmen. 2616 Stimmen. = Provinz Oberhessen: Rodheim Ober: Rosbach: Rechtsanwalt Dr. v. Helmolt= Friedberg( B65.) 2410 Stimmen. Echzell- Reichelsheim: Gutsbesitzer Breidenbach- Dorheim( B66.) Lich: Abg. Fenchel( Bbd.), 2898 Stimmen. Großen Linden Heuchelheim: ( Bbd. und D.- 103.) 2804 Stimmen. Homberg: Abg. Mühlenbesitzer Brauer( Bbd.), 2142 Stimmen. Alsfeld- Land: Abg. Oekonomierat Korell( Bbd.), 2890 Stimmen. Nidda: Landwirt W. Dorsch Wölfersheim( B6d.) 1945 Stimmen. Büdingen: Abg. Bähr- Herrnhag( wild und Bbd.), 2046 Stimmen. Vilbel: Abg. Busolt( S03.) 2448 Stimmen. Abg. Bürgermeister Leun, Provinz Rheinhessen: 2. Wahlkreis, Alzey: Abg. Bürgermeister Diehl( natlib.) 2327 Stimmen. 3. Wahlkreis, Wöllstein: Abg. Bürgermeister Eibach( fr. V.) 2064 Stimmen. 4. Wahlkreis, Osthofen: Abg. Gutsbesitzer Franz Best( natlib.) 1953 Stimmen. 5. Wahlkreis, Wörrstadt: Pfarrer Korell- Königſtädten( fr. V.) 2645 Stimmen. 7. Wahlkreis, Gonsenheim- Nieder- Olm: Abg. Molthan( 3tr.) 2910 Stimmen. 8. Wahlkreis( neugebildet), Nierstein: Abg. Landwirt WolfStadecken( B. d. L.) 2129 Stinmen. 9. Wahlkreis, Kostheim- Weisenau( früher Mainz- Nieder- Olm): Abg. Dr. Zuckmayer( 3tr.) 1979 Stimmen. 11. Wahlkreis, Bingen- Land( früher Bingen- Ober- Ingelheim): Abg. v. Brentano- Offenbach( Str.) 2112 Stimmen. in lichen mit Ausnahme der Volkspartei gegen die Sozialdemokratie in der Stichwahl. Ohne diesen Umstand wäre die Linke auf Kosten der Rechten wohl gleich stark wie diese geworden. Die Mitte hat etwas eingebüßt. Jedenfalls dürfte auch in der neuen Periode die Haltung der Nationalliberalen für die Färbung der Politik des Landtages ausschlaggebend sein. Parteipolitisches. Reichstagswahlen 1912. Das Zentrum soll beabsichtigen, im Wahlkreis Wetzlar Altenkirchen, in dem es über 7000 Stimmen verfügt, feinen eigenen Kandidaten aufzustellen, sondern die Kandidatur des christlich- sozialen Behrens zu unterstützen. Aus Stadt und Land. Gießen, 18. November 1911. * Die Ernte in Hessen 1910 und 1911. Eine amtliche Statistik über die Ernte im Großherzog' Rheinhessen 1910 durchweg die höchsten Ertum Hessen in den Jahren 1910 und 1911 ergibt, daß träge erbrach, e. Die Durchschnittszahlen für 1911 ergeben die interessante Tatsache, daß die Getreideerträge feine geringeren waren wie 1910; in Rheinhessen war die Getreideernte durchgängig besser wie im Jahre 1910. Ein erheblicher Ernteausfall ist bei den Kartoffeln zu beobachten, doch war derselbe nicht gleichmäßig verteilt. Ein Teil der Provinz Oberhessen hat sogar dieses Jahr eine bessere Kartoffelernte gemacht wie voriges Jahr. Das Gegenteil ist in Rheinhessen der Fall. So hat z. B. der ganze Kreis Bingen nur die halbe Ernte. Der Kartoffelertrag bleibt 1911 30 Prozent unter dem zehnjährigen Mittel, der Ausfall auf den Hektar beträgt 56 Zentner, mithin ist die Kartoffelernte 1911 in Hessen um rund 4 Millionen Zentner geringer wie 1910. Da vielen Landwirten im nächsten Frühjahre die Saatkartoffeln fehlen und nicht alle die Beträge für das Saatgut aufbringen können, ist zu befürchten, daß die Anbaufläche für Kartoffeln 1912 eine Einschränkung erfährt. n Die Revision des Raubmörders Erbe, der am 28. Beptember vor dem hiesigen Schwurgericht wegen des Raubmordes an der Frau des Ziegeleiarbeiters Walther zum Tode verurteilt wurde, ist vom Linke wild Reichsgericht verworfen worden. Bündl. Zentr. Natl. Freis. Soz. wild alter Stand 12 neuer 15 8 9 18 16 5 10 5 7 2 1 Wenn man den Bund mit seinen Anhängern und| das Zentrum als Rechte auffaßt, andererseits Freisinn und Sozialdemokraten als Linke und schließlich die Nationalliberalen als„ Kompromißpartei", als vermittelnde Mitte, so erhalten wir folgendes Bild: alter Stand neuer Rechte Mitte 20 24 18 16 10 17 2 1 Die Linke, besonders die Freisinnigen, hat eine bedeutende Stärkung erfahren. Die Rechte verdankt ihren | Zuwachs in erster Linie dem Frontmachen der Bürgern Ein Erdbeben ist Donnerstag Nacht furz vor 11 Uhr hier in Gießen stark gespürt worden. Hausgeräte wurden ganz tüchtig gegeneinander gerüttelt und viele Bewohner haben das Bewegen des Erddo| dens bemerkt. Deutscher Reichstag. Am Mittwoch wurde mit der zweiten Lesung des Schiffahrtsabgabengeseges begonnen. Staatsminister v. Breitenbach bestritt die angeblich agrarische Tendenz der Vorlage und setzte sich warm für die Mehrheit des Hauses ein, welche die Einführung von Stromzöllen im Retche als Bedingung für die Annahme der Kanalvorlage gefordert hatte. Auch der württembergische Mtnister von Pisched sprach sich namens setner Regterung für die Erhebung von Schiffahrtsabgaben aus. In der Debatte verwarfen die Sozialdemokraten und Fretsinntgen die Vorlage, während sich die übrigen Barteten damit einverstanden erklärten. Die Beratung der Vorlage wurde am Donnerstag fortgesezt und nach unbedeutender Debatte der grundlegende Artikel 1 der Vorlage angenommen. Dagegen stimmten außer den Sozialdemokraten und der Mehrzahl der Freisin nigen nur die Sachsen aus den übrigen Parteten. Marokko in der Kommission. gestelltenversicherungsgesetzes in zwetter Lesung angenommen. Versien ließ die russische Note unbeantwortet. Die russische Regierung hat, da ste von der persischen Regierung auf ihre am 11. November durch ihren Gesandten in Teheran überreichte Note keine Antwort erhalten hat, angeordnet, daß sofort eine Truppenabteilung nach Bersien abgesandt werden solle, die vorläufig auf dem Wege nach Teheran konzentriert wird. Ueber die Frage, ob das Marokkostatut und das Rongoabkommen oder wenigstens das letztere dem Reichstage zur Genehmigung vorzulegen und, wenn nicht, wie etwa fünftig bei Erwerb von Kolonialland, dem Reichstag, ein Mitbestimmungsrecht zu gewähren set, haben, wie gemeldet, in der Budgetfommission lange staatsrechtliche Auseinanderseßungen stattgefunden. Das Ergebnis war zunächst, daß nach dem gegenwärtigen Rechtszustand die deutsch- französischen Abmachungen zu ihrer Gültigkeit weder der Zustimmung des Bundesrats noch der Genehmigung des Reichs= tags bedürfen. Das ist auch vom Zentrum, das im Plenum bet der Marottodebatte noch Vorbehalte gemacht hatte, anerkannt worden. Acht Millionen Notleidende in Rußland. In der Reichsduma beantwortete Ministerpräsident Kokowzow die Interpellationen über die Mißernte in längerer Rede, in der er feststellte, daß das von der Mißernte betroffene Gebiet sich auf zwanzig Gouvernements erstrecke, von denen zwölf durchweg, die übrigen zum Teil geschädigt seten. Von der 12% Millionen Köpfe zählenden Bevölkerung des Mißerntegebiets seien 8 Millionen hilfsbedürftig. Die Hilfeleistung erfordere 120 Millionen Rubel. Die republikanische Regierung in Portugal, die in den Kämpfen der letzten Bett den Wert einer Marine besonders schäßen lernte, hat den Cortes einen Flottenplan vorgelegt. Dte Flotte soll sich aus dret Schlachtschiffen von 19 000 bis 20 000 Tonnen Gehalt, dret Kreuzern von 9500 Tonnen Gehalt, acht Zerstörern, pter Unterseebooten und einem Schwimmdock zusam mensezen. Die Kosten werden auf 160 Millionen Mark geschätzt, und die Lieferung soll britischen Firmen überfragen werden. Was sodann die Frage betrifft, ob und wie fünftig Bundesrat und Reichstag bet dem Erwerb oder der Abtretung von Kolonialland mitsprechen sollen, so wurde in der Budgetkommission, und zwar einstimmig ein Antrag angenommen, der eine Ergänzung des Gesetzes über die Schußgebiete enthält. Dieses Gesetz überträgt zwar die Ausübung der Staatsgewalt in den Schutzgebieten dem Kaiser, bestimmt aber nichts über den Erwerb neuen Koloniallandes, für den nur die allgemeine Vorschrift der Verfassung in Betracht kommt, daß der Katser allein befugt ist, das Reich völkerrechtlich zu vertreten und internationale Verträge abzuschließen. An dieser Vorschrift wird durch den Vorschlag der Budgettommission nichts geändert, er fügt nur dem Schutzgebtetsgesetz die Bestimmung hinzu, daß der Erwerb und die Abtretung von Kolonialland, nicht auch Grenzberichtigungen, eines besonderen Reichsgesetzes bedürfen. Wäre eine solche Bestimmung jetzt schon in Kraft, so hätte der Kongovertrag nur unter Vorbehalt der Zustimmung der gesetzgebenden Faktoren abgeschloffen werden können. Kleine Nachrichten. riums von Holzfnecht ein, tötete durch Revolverjwüffe den 17jährigen Sohn und die 24fährige Tochter, ver wundete einen anderen Sohn schwer und erschoß sich dann selbst. Der Beweggrund zur Tat ist die zurückweisung seiner Bewerbung um die Tochter. Ein Gnadenakt des Kaisers erregt Aufmerksamkeit. Der Silberarbeiter Albenus in Liegniz hatte trob im mehrfacher Verbote der Königlichen Regierung Ltegnizer sozialdemokratischen Turnverein Turnunterricht erteilt und war schließlich von der Straffammer zu einer Haft von 15 Wochen verurteilt worden. Jetzt nach Verbüßung von 41 Tagen der Strafe ist ihm der Rest der Strafe im Gnadenwege erlassen worden unter der Bedinguna, daß A. dem Unterrichtsverbote nicht mehr zuwiderhandelt. Der Grund, warum die verbündeten Regierungen den Antrag der Budgetkommission guthetßen werden, ist der, daß bet Erlaß der Reichsverfassung der Erwerb überfeetscher Schußgebiete in weitem Felde stand, und daß sich auch erst nach Erlaß des Schutzgebietsgefezes die Kolonisationstättgfett so bedeutend entwickelt hat. Angesichts der großen Aufwendungen, die im Wege der Reichsgesetzgebung für den Ausbau unserer Schutzgebtete gemacht werden, erscheint die Mitwirkung der ge= setzgebenden Körperschaften beim Erwerb und bei der Abtretung von Kolonialland gerechtfertigt. Rundschau Dom Cage. Politisches. Eine Spielhölle wurde in einem Cölner Privats hause ausgehoben. Die Polizei fand etwa 35 Bauern fänger und zuhälter, die zunächst auf die Beamten losgingen, dann aber von ihnen abließen und flüchteten. Eine größere Geldsumme warde beschlagnahmt. Ein Kaufmann, dem an einem Abend 3000 Mart abgenom men worden waren, hatte Anzeige erstattet. Blatt Da Monate d ften pred vorgeführt Der S es mit fei fche Tradi tommt reg bort fchrift andere, der nahmen. fichtigt und Dem Unte fit, will de Die alten ichen Spen des Kronp Regiment. felt; bald denen Stä Retthof, b ser Zeit n mutete Vi tommt al 350 000 Mark zur Linderung der Tenerung. Dia Stadtverordneten und der Rat der Stadt Leipzig be willigten gestern nach lebhafter Debatte zur Linderung der Teuerung die Summe von 350 000 Mart. Dies ist der höchste Betrag, der bisher für solche Zwecke von einer Stadtverwaltung bewilligt worden ist. Die Schulden der Frau Mizzi Wirth, der bekannten Berliner Soubrette, die sich ihrer Verhaftung wegen Betrügereten durch ihre Abreise nach Moskau entzogen hatte, schäßt ein Modenblatt auf 45 000 Mart. Daran sind u. a. beteiligt ein Blusengeschäft mit 4300 Mark zuzüglich 1800 Mart Gerichtskosten; drei große Berliner Modengeschäfte trauern um je 2000 Mark, eine Wäschefirma um 1000 Mart, ein Hamburger Modehaus um 3000 Mart. Ein Anwalt allein vertritt 21 000 Mark Forderungen gegen Mizzi Wirth. Das Befinden des Kaisers gibt zu keinerlei Besorgnis Anlaß. Die Erkältungserscheinungen sind be= reits im Rückgang begriffen. Die Reise nach BadenBaden und Donaueschingen wird der Katser, wie schon angekündigt, voraussichtlich am Sonntag antreten. Die Ursache der übrigens sehr leichten Erkrankung ist fol gende: Der Kaiser ritt bet der letzten Döberißer Jagd froß des ungünstigen Wetters mehrere Stunden ohne Mantel. Er fuhr dann noch im offenen Automobil ins Schloß. Die Folge war eine Erkältung, die zwar an sich leicht zu nehmen wäre, aber der Umstand, daß der Kaiser zu Influenza und Katarrhen neigt, macht be= fonders sorgfältige Pflege erforderlich. Die Ehescheidung der Frau Toselli. Ein Matländer Blatt meldet, daß der Ehescheidungsprozeß, den Luise von Toskana gegen ihren Gatten Toselli ange= strengt hat am 21. November vor dem Zivilgericht in Florenz zur Entscheidung kommen wird. Aus den Gerichtssälen. Der Antrag des Staatsanwalts im Prozeß der Niederdeutschen Bank. Im Ohm- Prozeß beantragte am Donnerstag der Staatsanwalt gegen den Bankier Julius Ohm von der Niederdeutschen Bank wegen Unterschlagung, Untreue und Vergehen gegen§ 9 des Des potgesetzes 2½ Jahre Gefängnis und 5000 Mark Geldstrafe, gegen den Prokuristen Schmidt 1% Jahre Gefängnis und 1000 Mart Geldstrafe und gegen den Profuristen Benner 9 Monate Gefängnis und 500 Mark Geldstrafe. Der Staatsanwalt ließ einige kleine Anflagepunkte fallen. Das Urteil ist am Sonnabend zu erwarten. In der Trunkenheit Frau und Mutter erstochen. In Martinszell in Bayern erstach der Dekonom Forster seine Frau und Mutter. Nach der Tat zündete der Täter, der in der Trunkenheit gehandelt haben soll, sein Haus an. Mordattentat eines Unteroffiziers auf einen Felds webel. Nach dreitägiger Verhandlung verurteilte das Kriegsgericht der 30. Division in Straßburg den Unteroffizier Spie von Inf.- Regiment Nr. 136 wegen Mordversuchs und schwerer Körperverlegung zu einer Gesamtstrafe von 8 Jahren Zuchthaus und Ausstoßung aus dem Heere. Spie lauerte in der Nacht zum 27. August in der Nähe des Schiltigheimer Tores dem von ihm gehaßten Vizefeldwebel Hesnig auf, um ihn zu erschießen. Durch den Schuß wurde ein Offiziersbursche schwer verletzt. Eine feltene Submissionsblüte. In der Nähe von Belzig bet Berlin soll eine neue Eisenbahnhaltestelle errichtet werden. Die billigste Offerte für die Arbeiten betrug 9785 Mart, während der Höchstfordernde 49 015 Mark in Anschlag gebracht hatte. Der Unterschied zwł= schen dem niedrigsten und höchsten Angebot betrug also nicht weniger als 39 230 Mart, das ist mehr denn viermal soviel, als die Mindestforderung lautete. Ein neuer Leiter des Kolonialamts? An der BerIiner Börse waren am Donnerstag Gerüchte im Umlauf, daß dem Direktor der Deutschen Bank, Geheimen Legationsrat a. D. Dr. Helffertch, der Posten als Staatssekretär des Reichskolonialamtes angeboten wor den set. Von der Leitung der genannten Bank wurde die Richtigkeit der Nachricht bestritten, von anderer Seite wollte man indessen wissen, daß eine solche Anfrage in der Tat ergangen sei, Dr. Helffertch habe sich aber über Annahme oder Ablehnung noch nicht entschieden. Die Reichsversicherungskommission hat in ihrer Abendsizung am Donnerstag den Entwurf eines An25) Aus Eifersucht. In geistiger Umnachtung erhängte nachts eine in der Umgegend von Zwickau wohnende Bergarbeitersehefrau ihr 1½fähriges Kind und dann sich selbst an einem Haken des Kleiderschrankes. Der Ehemann, der im Nebenzimmer im Bette schlief, hatte von der Tat nichts gemerkt. Eine scharfe Ungebührstrafe verhängte die 11 Straffammer des Landgerichts 1 Berlin. In einer Straffache wegen Raubes erwiderte der Zeuge Arbeiter Lütje, der aus dem Untersuchungsgefängnis vorgeführt wurde, auf die Warnung des Richters vor einem Meinetde:" Meinetd ist doch überhaupt nicht strafbar; brin gen Sie man erst den Fürsten Eulenburg dahin, wo er hingehört." Für diese Worte erhtelt Lütte eine ungebührstrafe von drei Tagen Arrest und Kostbeschränkung auf Wasser und Brot, sowie Entziehung des Nacht lagers. Eine Kaze als Brandstifterin. Auf etgenartige Weise entstand in einem Hause der Wühltschstraße in Berlin ein Brand. In einer dort befindlichen Plättanstalt warf eine Kaze eine brennende Petroleumlampe um. Der Behälter wurde zertrümmert, es entstand eine Explosion, und die Betten und andere Möbelstücke ge= rieten in Brand. Roman von Mar Hoffmann. ( Nachdruck verboten.) ,, Dieser Schritt bltebe mir ja immer noch." " Und als Einleitung dazu würde ich es für besser halten, wenn Sie sich für einige Zeit auf Reisen bege= ben würden. Das wird auch Ihrer angegriffenen Ge= sundheit sehr zustatten kommen. Während der Zeit kann man ja dann sehen, wie sich die Sache weiter entwickelt. Bet Ihrer Rückkehr ist vielleicht die Stimmung umgeschlagen und Ste können triumphieren." Für 160 000 Franken Diamanten gestohlen. Die Berliner Kriminalpolizet fahndet zurzeit nach dem 40 Jahre alten aus Amsterdam gebürtigen Edelsteinhändler de Wijnschenk, der Diamanten im Werte von 160 000 Franken veruntreut hat und geflohen ist. Es wird vermutet, daß er sich nach Berlin gewandt hat. Vermischtes. Ein krasser Fall von Aberglaube. In einem Orte nächst Karlsbad erhängte sich ein Arbeiter an einem: Drahte. Als man die Leiche fortschaffen wollte, prote-, stterte ein im Hause wohnender Bäcker dagegen, daß sie durch die Türe getragen werde, weil dies dem Hause Unglück bringe. Der Tote solle vielmehr an dem Drahte, an dem er sich erhängte, durch das Fenster herabgelassen werden. Die Ansicht fand bet den zahlreichen herbetgeströmten Neugierigen volles Verständnis. Troß der Einwände der Aufgeklärten schickten sich die Beute gerade an, die Weisungen des klugen Bäckers zu befolgen, als zwet Gendarmen erschienen und die Leichenschändung mit Gewalt verhinderten. Nun entspann sich ein gewaltiges Raufen um die Stücke des Drahtes, an dem sich der Selbstmörder erhängt hatte, da der Besitz des Selbstmordmittels angeblich dem Bestzer Glück bringe. Triumphierend trug teder der Anwesenden sein Stück nach Hause. So geschehen im 20. Jahrhundert in unmittelbarer Nähe des größten Weltkifrortes. Ein verhängnisvoller Wafferrohrbruch hat sich am Donnerstag auf dem Wittenbergplatz in Berlin eretgnet. Die Wassermassen überfluteten den Play, rissen einen Straßenbahnmast um und füllten den Schacht der Wilmersdorfer Untergrundbahn, sodaß dte Arbeiten eingestellt werden mußten. Mehrere Straßenbahnlt= nten mußten umgeleitet werden. Der Doktor brütete vor sich hin. Ein wehes Gefühl beschlich thn. Jetzt, gleich nach der Verlobung sollte er die Geliebte verlassen? Ob sie damit einverstanden war? Er sah ja ein, daß der Vorschlag gut war, aber hart war die Sache doch und der Entschluß schwer. Und er verseßte, daß er sich das alles erst noch überlegen wolle. Gewiß! Gewiß!" stimmte der Justizrat bet.„ Ich will Sie natürlich nicht drängen. Es hängt das ganz von Ihnen ab. Meinerseits sollte das nur ein unmaßgeblicher Vorschlag sein." Furchtbarer Nacheatt eines abgewiesenen Freiers. In Wien drang der Beamte Matkovic in die Wohnung des pensionierten Sektionschef des JustizministeEr gab dem Gespräch eine andere Wendung, fam am Abend nicht mehr darauf zurück und Waldow fand auch keine Gelegenheit, mit Emmi darüber zu sprechen. schon längst einmal aufsuchen, aber ich verbinde doch auch einen bestimmten Zweck damit. Eigentlich wird ja das Honorar für den Arzt erst mit dem Anfang des kommenden Jahres entrichtet, aber ich möchte etne Ausnahme davon machen, und Ste werden mir das hoffentlich nicht übel nehmen." Am andern Morgen war er nach dem Frühstück soeben ans Fenster getreten und sah dem Durcheinanberwirbeln der in der Luft umhertanzenden Schneeflocken zu, als zu seiner Ueberraschung Herr von Marleben ins Haus trat. Er konnte zu niemand anders als zu ihm kommen, und so öffnete er ihm selbst die Tür. „ D, ich bitte Ste," fiel der Doktor errötend ein, ,, das hat ja gar keine Eile!" Alles um Geld! In der ungarischen Ortschaft Bagon heiratete der 22jährige Bauernbursche Lorant die 72jährige Julie Kuto, well die Matrone dem Burschen ein Vermögen von nahezu 300 000 kronen in die Ehe brachte. Zur Hochzeit ging das Paar allein, weil kein einziger Dorfbewohner dem Trauungsaft betwohnen wollte. Als das tunge Paar" nach Hause kam, wurde es unterwegs mit faulem Obst beworfen. Das Paar ist in ein Nachbardorf gezogen. Friz lachte.„ Na, na, Herr Doktor, seten wir ehrItch! Mir machen Sie nichts vor! Ich sehe ganz ge= nau, wie es jetzt hier steht und daß Sie's gut gebrauchen können. Also gestatten Ste, daß ich Ihnen als Honorar für die Behandlung meines Vaters dieses überreiche." Nach herzlicher Begrüßung sagte der Besucher: " Berzeihen Ste, Herr Doktor, wenn ich gleich mitten in die Sache oehe! Ich wollte Ste zwar überhaupt Sprechende Films. Der junge schwedtsche Ingenteur Sven Berglund hat nach einer Stockholmer Zuschrift der Voss. 3tg. eine Erfindung gemacht, die, wenn sich die Hoffnungen erfüllen, die sich daran knüpfen, die ganze Kino- Industrie revolutionteren wird. Die Erfindung besteht darin, daß die Laute photographisch firiert und wieder in Laute umgesetzt werden können. Bisher war es schon gelungen, den Laut zu photogra phieren: erst Berglund hat die Methode erfunden, wonach es fünftig möglich sein wird, tene Laut- Photographien wieder in die ursprünglichen Laute umzubilden. Burzett arbeitet eine Firma in Friedenau bet Berlin an der Konstruierune des großen Luftapparates, der die Lautwellen aussenden soll. Wie das Stockholmer Er hatte sein umfangreiches Portefeuille hervorge= holt und legte dret braune Schetne auf den Tisch. Waldow prallte zurück.„ Dreitausend Mark!" sagte er erschrocken.„ Das ist ja zu viel! Darauf habe ich gar feinen Anspruch." ins Burea warten in namentlich Grüßen u schönen To feines Re dahin! Ein f Paufa im ab, die lel Köpenick e Hunger, ele ein Staate Fonen in ei Foten mit auf, daß zu Er erfundi Belnen Bür Der erste, eines Kauf nahme an sichtigte. er seine Großmut als etwas Selbstverständliches hinzustellen! Ja, der hatte sich in der Welt umgefehen und war kein Stubenhocker geworden, sondern ein Mensch mit offenem, geraden Sinn. Shwelgend saß er mit solchen Gedanken einige Minuten da und überließ sich dabet dem Genuß des Rauchens. Dann erhob er sich, immer noch lächelnd, nahm die dret Scheine, Iteß ste langsam in seiner Brieftasche verschwinden und schrieb etne kurze Quittung. ,, Ste müssen mir schon erlauben, Iteber Doktor, daß ich in diesem Falle nach amerikanischen Zuschnitt rechne. Und Sie können versichert sein, daß die Aerzte da dritben in einem solchen sensationellen Falle ganz anders in die Kreide gehen würden. Wir müssen doch auch hinzurechnen, was Ste ausgestanden und wie viel Zett Ste verloren haben. Wenn man das in Betracht zieht, ist meine Abmessung ziemlich mäßig, und ich mache mir schon gelinde Gewissensbisse, daß ich meine Verpflichtung zu dürftig abgeschätzt und Sie über's Ohr gehauen habe. Zünden Ste sich erst einmal eine meiner vorzüglichen Havannas an und überlegen Ste gleich die Sache! Ich fürchte, Sie werden noch zu dem Schluß kommen, daß ich doch eigentlich ein ziemlicher Knicker fet." Der Doktor mußte lächeln. Was für ein präch= tiger Mensch war das! Wie leicht und gewandt wußte " Bravo!" rief Friß. Sehen Ste, so gefallen Ste mtr, Doktor, Und damit ist diese Angelegenheit erledigt. Ich komme nun zu dem zweiten Punkt meiner selbstauferlegten Mission." " Und welcher wäre das?" fragte Waldom aufhorchend. Frizz von Marleben streifte bedächtig die Asche von seiner Bigarre, tat behaglich einige träftige Züge und stellte die Gegenfrage:„ Ist Herr von Bardekom in der letzten Zeit bei Ihnen gewesen?" baß er ihn auf der St mann wurd it feinem Onfel aber het der Ge „ Ja. Weshalb fragen Sie danach?" ,, Weil er mich auch vor einigen Tagen belästigt hat. Hat er von seiner neuen Idee in bezug auf das Verbrechen zu Ihnen gesprochen?" „ Nein. Was ist das für eine neue Idee?" malt" für Sache feftg baftet. Be einen juge rit vor fich Der K men wird n Bahnverwal einer fleine wollte, wit rückgehalter Madel aus Dame wei machzukom ber Eisenb gefchloffen Mufforderu ben an fie e „ Er ist offenbar der treibende Geist bet der Boltzet für die Verfolgung einer ganz bestimmten Richtung in der Mordsache. Und dabei hat er noch immer einen ge= wissen Argwohn auf Ste und ist nicht davon abzubringen." Der Doktor erbleichte.„ Herr von Marleben, Ste wissen, daß mich jede Erwähnung dieser Angelegenheit furchtbar nervös macht-" Trotzdem spreche ich davon," unterbrach thn Friz ruhig. Und zwar, weil ich auf ein ganz bestimmtes Ziel hinaus will. Dazu gehört jedoch, daß tch Ihnen Die 1 Ueber wicklung d Mitteilung Clarheit. Lirkischen iamfeiten i lichen italie enen auf olche Grene eit der Pfo He Mächte d hur Kenntni Verum behan Bermittlung aftiche Bot ch- englische Gen Mission im Ztele neuen und f hing feines Gasamt i der Deffentl en Finan Arteg gema teres nicht terea" zutre alles genau findige Ser fter Linie ticht! terbrannte - ge But machen, bat! Noch it wie die geradezu v Säter halte Doktor artifulterten tommt er da „ Er hat ansgefonnen. liber dreißig Altersverhäl httg zu fet wefen fein. borgelegen h Junge Dofto Frau sprech bem fritherer von Bardet and hat es bauon merfe and brodelte lle, hat er Eines Wort tommen, un lte Blich geschritten Wäre da Pranten? Diefen will nicht ericiffe er, ver hoß fich Burüd Privat Bauern Beamten üchteten nt. Ein bgenom ng. Dia pzig be inderung Dies t vede vort ozeß der eantragte Banfier egen Un des Des rk Geld ahre Ge den Pro500 Mart etne An abend zu en Feld: teilte das en Unteren Mordiner Ge sstoßung zum 27. dem von mihn zu ersbursche die 11 In einer Arbeiter orgeführl em Mein bar; brin int, wo er ne ungechränkung es Nacht nem Orte an einem te, proten, daß sie em Hause m Drahte, Jerabgelaf ichen her 8. Troß die Leute re zu be e Leichenspann sich rahtes, an der Besitz Ber Glüd enden sein Sundert in 28. Ortschaft Burschen Lorant die in die Ehe weil kein beiwohnen m, wurde Das Paar che Ingeolmer Zu, die, wenn nüpfen, die D. Die Er otographisch Sen fönnen. tphotogra Funden, wot- Photogra mzubilden. bel Berlin Jarates, der Stockholmer dliches hin gefehen und ein Mensch faß er mit berließ sich chob er sich, ine, Iteß fie und schrieb gefallen Ste heit erledigt. meiner felbft dow aufhor te Asche von e Züge und Sekom in der belästigt hat. auf das Verdee?" et der Polizei Richtung in mer einen ge davon abzuCarleben, Ste Ingelegenheit Cach ihn Fri 13 bestimmtes aß ich Ihnen Blatt Dagens Nyheter" erfährt, wird es nur wenige Monate dauern, bis der Apparat fertig ist und die er ten sprechenden lebenden Bilder" der staunenden Welt vorgeführt werden können. Der Kronprinz als Regimentskommandeur nimmt es mit seiner Pflicht sehr ernst. Die alte Hohenzollernsche Tradition wird da lebendig. Der Kronprinz tommt regelmäßig ins Regimentsbureau und erledigt dort schriftliche Arbeiten, die Qualifikationsberichte und andere, dem Kommandeur persönlich zustehende Maßnahmen. Die Mannschaftsstuben hat er wiederholt be= sichtigt und in der Mannschaftsküche das Essen gekostet. Dem Unteroffizierkasino, das ein bißchen unwirtlich ist, will der Kronprinz eine bessere Wohnlichkeit geben. Die alten Herren des Regiments sollen zu einer hübschen Spende herangezogen werden. Das frische Wesen des Kronprinzen erfreut sich großer Beltebtheit im Regiment. Der Kronprinz ist von großer Beweglichfett; bald beaufsichtigt er das Futtern in den verschtedenen Ställen, bald erscheint er zu Pferde auf dem Reithof, bald fährt er mit dem Auto fort, um in furzer Zeit wieder irgendwo in der Kaserne eine unvermutete Visite abzustatten. Die Frau Kronprinzessin tommt als Regimentskommandeuse ebenfalls öfters ins Bureau; die kleinen Prinzen, die sich wichtig tun, warten inzwischen vor der Kaserne. Der jüngste Prinz namentlich ist sehr ernsthaft und nimmt es mit dem Grüßen und Danken besonders genau. So fließen die schönen Tage von Langfuhr dem Kronprinzen inmitten feines Regiments, das ihm aufrichtig zugetan ist, schnell dahin! Ein falfcher Staatsanwalt. In dem Städtchen Baufa im Voigtland spielte sich am Mittwoch eine Szene ab, die lebhaft an die Manöver des Hauptmanns von Köpenick erinnerte. In einem dortigen Hotel stieg ein junger, elegant aefleideter Herr ab, der angab, er set ein Staatsanwalt aus Plauen und habe mehrere Berfonen in einer Sittlichkeitssache zu vernehmen. Er erschien mit einer großen Aftenmappe und trat so sicher auf, daß zunächst niemand an seinem Amte zweifelte. Er erfundigte sich bei den Hotelangestellten nach einzelnen Bürgersöhnen und Iteß diese zu sich kommen. Der erste, der an die Reihe kam, war der junge Sohn eines Kaufmanns, den er in barschen Worten der Tellnahme an dem angeblichen Sittlichkeitsverbrechen bezichtigte. Der Staatsanwalt" drohte ihm schließlich, daß er ihn sofort verhaften lassen würde, wenn er nicht auf der Stelle 50 Mark hinterlege. Der junge Kauf mann wurde so eingeschichtert, daß er in seiner Anast zu seinem Onkel Itef. um das Geld zu leihen. Dem Onkel aber fam die Sache verdächtgt vor und er fragte bel der Gendarmerie an, was es mit dem„ Staatsanwalt" für eine Bewandinis habe. Nun wurde dte Sache festgestellt und der angebliche Staatsanwalt verhaftet. Beim Verhör stellte es sich heraus, daß man cimen jugendlichen Tüllweber aus einer Gardinenfabrif vor sich hatte. Der Kampf gegen die langen Sutnadeln der Damen wird nunmehr auch von der retchsländischen Eisenbahnverwaltung geführt. Eine Dame, die kürzlich auf einer Kleinen elsässischen Station den Zug besteigen wollte, wurde von dem diensttuenden Assistenten zutrückgehalten mit dem Ersuchen, vorerst die ungeschützte Nadel aus dem Hut zu nehmen oder zu schlißen. Die Dame weigerte sich jedoch, dem berechtigten Verlangen nachzukommen; sie wurde daher auf Grund des§ 11 der Eisenbahnverkehrsordnung von der Mitfahrt aus= gefchloffen und vom Bahnhof verwiesen, weil sie einer Aufforderung nicht Folge letftete, die von einem Beamten an sie ergangen war. Die Mächte und der Tripoliskrieg. Ueber die Haltung der Mächte zu der jüngsten Entwicklung des italienisch- türkischen Konflikts bringen Mitteilungen des Wiener Fremdenblatts" einige Klarheit. Danach haben sich die Mächte hinsichtlich der Hirkischen Protestnote wegen der thaltentschen Grauiamkeiten in Tripolis darauf beschränkt, auf die amtlichen italienischen Versicherungen hinzuweisen, nach denen auf Grund der Berichte des Generals Caneva folche Greueltaten nicht begangen sein sollen. Den Protest der Pforte gegen die Annertonserklärung haben die Mächte gemäß ihrer Neutralitätserklärung festoich zur Kenntnis genommen. Von London aus wird wie= berum behauptet, daß Rußland die Anregung zu einer Vermittlung gegeben habe, und daß infolgedeffen der russische Botschafter in London auf Grund eines rusfisch- englischen Notenaustausches mit einer vertrault= chen Mission an die Großmächte, die eine Vermittlung zum Ziele habe, betraut worden set. Auch in dieser neuen und feineswegs geschickten Lesart wird die Metdung feinesweas glaubhafter. Eine römische, mit dem Schabamt in Beziehung stehende Wochenschrift rechnet der Deffentlichkeit wieder einmal vor, daß die italientschen Finanzen jeder Inanspruchnahme durch den Krieg gewachsen seten und ein Beldmangel bis auf weiteres nicht eintreten werde. Das mag„ bts auf wetteres" zutreffen. - alles genau erzähle. Also hören Sie, was sich der überfindige Herr von Bardekow da zurecht gebaut hat! In erster Linie richtet sich sein Verdacht erschrecken Ste nicht! gegen meinen Vater selbst. Es ist eine hirn= verbrannte Sache, aber was ist gegen einen Menschen zit machen, der sich in eine bestimmte Jdee verrannt hat! Noch dazu, wenn er so ehrgeizig in seinem Beruf Ist wie dieser Herr. Hat er mir doch angedeutet, nein, geradezu vorgehalten, daß er meinen Vater für den Täter halte!" Doktor Waldow stieß vor Ueberraschung einen unartikulierten Schret aus. Herr des Himmels! Wie tommt er darauf?" " ,, Er hat sich da einen vollständigen kleinen Roman ausgesonnen. Ihr Herr Vater, sagte er zu mir, war über dreißig Jahre älter als seine Frau. Bet solchem Altersverhältnis pflegt man gewöhnlich ziemlich eifer= lüchtig zu sein, und das wird auch bei ihm der Fall ge= wesen sein. Diese Eifersucht, zu der bisher kein Grund vorgelegen hatte, mußte zum Ausbruch kommen, als der junge Doktor so oft kam und er ihn freundlich mit seiner Frau sprechen sah. Vielleicht hat er gar etwas von dem früheren Verhältnis der beiden zueinander- Herr von Bardekow erzählte mir das auch alles gewußt und hat es nur für sich behalten, ohne jemand etwas davon merken zu lassen. Aber in seinem Innern fochte und brodelte es schon lange. Als er nun sein Ende nahen fühlte, hat er ihr vielleicht noch Vorwürfe gemacht, ein heftiges Wort hat das andere gegeben, es tst zum Strett gekommen, und in seiner Wut aufs äußerste gereizt ist er schließlich seiner Sinne kaum mächtig zu der Tat geschritten." - Wäre das wohl denkbar bet der Schwäche des Kranten?" Diesen Einwand habe ich ihm auch gemacht, aber er will nicht darauf eingehen." Ueber die militärische Lage liegen auch heute nur sehr dürftige Mitteilungen vor. Die Stagnation der Operationen in Tripolis und die Untätigkeit der Kriegsflotte erzeugen in Rom eine recht deprimierte Stimmung, zumal da allerlet Gerüchte umgehen, daß die italienische Flottenattion nicht zur Ausführung fommen werde. Vielfach werden Anflagen gegen die Regierung laut, daß sie den Feldzug unternommen habe ohne vorherige genaue Prüfung alIer Schwierigkeiten. Als sicher gilt, daß Italien bereit ist, der Türkei eine bedeutende Geldsumme zu zahlen, falls die Pforte in die Abtretung von Tripolis ein willigt. Auch die religiöse Autorität des Sultans will Italien anerkennen, wofern dieser die weltliche Souveränität des Königs von Jtalten über Tripolis zugesteht. In Paris eingegangene Meldungen aus Tripolis berichten, daß dort ein schwerer Mangel an Lebensmitteln herrscht. Die Lebensmittelpreise sind in stetigem Steigen begriffen. Ein Et kostet bereits 40 Centimes. Getreide und Gemüse fehlt fast vollständig. Ebenso herrscht großer Wassermangel. Erdbeben in Deutschland. In verschiedenen Gegenden Deutschlands wurden gestern abend zwischen 10 und 11 Uhr Erderschütterungen wahrgenommen. An einzelnen Orten wurden die Beben so start, daß an den Häusern Beschädigungen verursacht wurden. Wir verzeichnen über die auffällige Naturerscheinung folgende Meldung: Hersfeld, 17. November. Gestern abend gegen % 11 Uhr wurden hier zwei aufeinanderfolgende Erdstöße wahrgenommen. Auch in den Nachbarorten wurden die Eröstöße verspürt. In Schrra im Kreise Hünfeld fingen die Kirchenglocken an zn lätten. Gotha, 16. November. Ein leichtes Erdbeben wurde hter heute abend um 10% Uhr durch eine deutlich bemerkbare Erschütterung der Häuser wahrgenommen. Frankfurt a. M. 17. November. Auch hier wurde gestern abend 10 Uhr 25 Min. ein starker Erdstoß wahrgenommen. Verschiedene Häuser haben große Risse erhalten. Die Feuerwehr und die Rettungswachen mußten vielfach in Tätigkeit treten, doch sind ernsthafte Unfälle nicht vorgekommen. Leipzig, 17. November. Auch hier wurde in letter Nacht in schwaches Erdbeben wahrgenommen. Schaden sche es nicht verursacht zu haben. Roustans, 16. November. Heute abend 10 Uhr 25 Min. zeigte sich am westlichen Simmel ein starker blit ähnlicher generfahl. Gleichzeitig verspürte man ein starkes von Norden nach Silden sich bemegendes Erdbeben. Zahlreiche Häuser wurden start beschädigt. Der Bevölkerung hat sich große Aufregung bemächtigt. Mülhansen( Elsaß). 17. November. Gestern abend 10 Uhr 25 Min. wurden hier zwei Erdstöße von außerordentlicher Seftiafett verspürt. Ueberall liefen die Leute vor Schrecken auf die Straße. Die Wände vieler Häuser wetscit starfe Sorinae auf. Von einem Seitenturm der Stefanskirche stürzte ein zentnerschwerer Steinblock herab. Im Stadttheater mußte die Vorstel lung abgebrochen werden, da die Besucher vor Schreck davonliefen. Rottweil, 17. November. Auch hier wurde gestern abend ein heftiger Erdstok verspürt. Berichte dentlich ftitrzten Ziegel von den Dächern. Ein Samin stürzte ein. Bei einzelnen Häusern wurden Niffe festgestellt. Einige Leute wollen einen starken Blis und einen hef= tigen Luftdruc mahrgenommen haben. Sigmaringen, 17. November. Das Erdbeben hat dem Stammout des Kaifers, der Burg Hohenzol fern, über mitgespielt. Die Figuren murden stark be= schädiat. Die Türme zeigen große Miffe. Anasburg, 17. November. Sier wurden gegen 10% Uhr abends in der ganzen Stadt die Häuser durch dret heftige Erdstöße kurz hintereinander erschüttert. Lente murden aus den etten geworfen, Möbel ge= rieten ins Wanken. Die Einwohnerschaft befindet sich In hoher Erregung. Tübingen, 17. November. Ein Erdstoß, der um 11 Uhr eintrat, rief eine große Banik hervor. Die Brücke bei Lautlingen ist eingeftifrzt; der Rug fonnte nicht passteren. In einigen Nachbarorten sind Schornsteine eingestürzt. Der Stoß wurde in ganz Württemberg gespürt. Bern, 17. November. In der ganzen Schweiz wurden heute nacht Erdstöße mahrgenommen, die sich von Westen noch Often erstreckten. In den Theatern zu Bern und Bitrich brach eine Manit ans. Die Befitcher stürzten, die Fenster einschlagend. ins Frete. Mehrere Personen wurden ohnmächttg. An den Häufern zeigen sich deutliche Spuren der Erderschütterungen. ung Drahtnachrichten und neuestes. Vertrauliche Mittellungen über die Marokko: verhandlungen. Berlin, 17. November. In der heutigen Sth= der Budaetfommiffion des Reichstaas machte „ Und worauf stützt er seine Vermutung?" fragte der Doktor stockend. „ Auf etwas, das allerdings bts jetzt noch ein Nätfel geblieben ist: auf tenen Zettel, der im Krankenzimmer gefunden wurde und dessen Schrift nicht zu Ende geschrieben war. Er behauptet, es hätte heißen sollen: Ich habe sie gerichtet!" Der Doktor zitterte am ganzen Körper bet diesen Worten.„ Und was sagt der Untersuchungsrichter dazu?" erkundigte er sich ängstlich. ,, Soviel ich weiß, bewahrt Bardekow alle diese Mutmaßungen noch für sich und hat nur mir ganz allein Mitteilung davon gemacht." Haben Sie nicht versucht, thn davon abzubringen?" „ Natürlich habe ich den Herrn wegen seiner Ideen ganz gehörig angehaucht und habe ihm offen zu verstehen gegeben, daß ich das als eine Verleumdung metnes Vaters betrachte, die strafrechtlich geahndet werden könnte. Metn Vater ein Mörder! Der Gedanke tft allein schon ein Verbrechen. Aber was ist Ihnen denn, Herr Doktor?" Der Doktor war blaß wie der Tod geworden und saß mit weitgeöffnetem Munde da. Setne Bunge stammelte unverständliche Laute. Frizz faßte thn an der Schulter.„ Doktor, bester Doktor, ist Ihnen schlecht? Kommen Sie doch zu sich! Haben Sie nicht einen Schluck Kognak oder so etwas da?" Der Doktor wies nach einem kleinen Wandschrank. Frizz sprang nach dem Schrank, entnahm ihm eine kleine Flasche mit Kognak und füllte ein Glas. Der Doktor trant es mit einem Ruck aus. ,, Danke, danke!" sagte er immer noch mit Anstrengung. Es wird mir- wieder besser." Na, hören Ste mal, es hat Sie doch gehörig mitgenommen, das sehe ich jetzt erst! Mehr, als ich dachte. Staatssekretär von Kiderlen- Wächter vertrauliche Mit teilungen über den Gang der deutsch- französischen Verhandlungen. Selbstmordversuch im Landwirtschaftsministerium. Berlin, 17. November. Der expedierende Kaltulator im Landwirtschaftsministerium versuchte sich heute während der Amtsstunden durch einen Schuß in die Schläfe zu töten, brachte sich jedoch nur eine leichte Verlegung bei. Er wurde nach der Charitee gebracht. Der Grund zu der Tat ist unbekannt. Folgen eines ehelichen Zwistes. Weimar, 17. November. Gestern versuchte der Tapezierer Tillich nach ehelichem Zwist seine vier Kin der zu ermorden. Einem Kinde hatte er bereits eine Schlinge um den Hals geworfen. Durch das Hinzukommen der Schwiegermutter und einiger Nachbarn wurde die Tat verhindert. Tillich wurde verhaftet. Von einem Zuge überfahren. Schönebeck a. d. Elbe, 17. November. Als gestern abend die Frau eines Bergbeamten mit ihrem Dienstmädchen sich auf dem Heimwege nach Frohse be= fand, wobei sie den Bahndamm benutzten, wurden beide durch eine Rangiermaschine überfahren. Die Frau war sofort tot, das Mädchen wurde schwer verletzt. Eine Falschmünzerhande verhaftet. Effen, 17. November. In der Gemeinde Wattenscheid wurde eine aus sechs Personen bestehende Falschmünzerbande verhaftet. Sie hatte Papiergeld hergestellt und vertrieben. Die Verstaatlichung der Warschau- Wiener Eisenbahn. Petersburg, 17. November. Der Ministerrat beschloß die sofortige Verstaatlichung der WarschauWiener Bahn im Hinblick auf die große strategische Bedeutung. Der Ankauf kann zurzeit nicht ohne Aufnahme einer Anleihe erfolgen. Berliner Getreide und Schlachtviehmarkt. Außer der durch die Nachrichten über die guten Ernteaussichten in Argentinien herbeigeführten Verflauung der ausländischen Handelsplätze wirkten auf den Berliner Verkehr für Brotgetreide der anhaltend sehr unbefriedigende Absatz an Wiehl nachteilig ein. Bei der daraus sich erklärenden Kaufunlust der Mühlen mußten die Preisforderungen für Brotgetreide erhebItch herabgesetzt werden, um Abschlüsse zu erzielen. Naturgemäß hatte dies auch eine entsprechende Rückwirfung auf die Terminpreise, zumal vielfach Glattstellungen von Hausseengagements vorgenommen wurden. Erst am letzten Tage frat auf bessere nordamerikanische Tendenzberichte und infolge etwas erhöhter Forderun gen eine Erholung ein. Immerhin beträgt aber der Verlust gegen die Vorwoche bet Wetzen noch etwa 3, bet Roggen etwa 4 bis 3% M. Bemerkenswert ist hierbei, daß die Ausfuhr an Roggen in stetiger Zunahme begriffen ist und wahrscheinlich noch weiter wachsen wird, da Rußland, Nordeuropa, Holland und Frankreich fowie Italien fortgesetzt Bedarf zeigen, der sich wahrscheinlich noch in der laufenden Saison bei der mangelhaften Ernte Rußlands vermehren wird. Hafer war gleichfalls durch argentinisches Angebot empfindlich ge= brückt. Mais wurde nur in mäßigem Umfange gehan= delt. Neue Ernte war billiger angeboten. Am letztent Tage der Berichtswoche stellten sich die Preise für Lieferung im Dezember wie folgt: Wetzen 201,75 M, Roggen 179,75 M, Safer 177,50 M., Mats 165,- M.. Preise des städtischen Schlachtvieh- Marktes. 1. Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes, ungefocht 81-86 M., b) junge, fletschige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 76-82 M., c) má Big genährte junge und gut genährte ältere 64-74 M.. 2. Bullen: a) vollfleischige, ausgewachsen höchsten Schlachtwertes 77-83 M. b) vollfleischige jüngere 73 bts 78 M., c) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 64-74 M. 3. Färfen und Kühe: a) vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes- M., b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes, bis zu 7 Jahren 68-74 M, c) ältere ausgemästete und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 62-69 M., d) mäßig genährte Kühe und Färsen 53 bts 60 M, e) gering genährte Kühe und Färsen bis 60 M f) gering genährtes Jungvteb( Fresser) 56-64 M. 4. Kälber: a) Doppellender feinster Mast 107-143 M., 6) feinste Mastfälber 103-111 M., c) mittlere Mast- und beste Saugfälber 93-102 M., 5) Mast- und gute Saugtälber 79-95 M., e) geringe Saugfälber 55-78 M 5. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthammel 68-80 M., b) ältere Masthammel, füngere Mastlämmer und gut genährte junge Schafe 60-68 M., c) mäBig genährte Hammel und Schafe 44-60 M. 6. Schmetne: a) Fettschweine über 3 Rentner Lebendgewicht 60 Mart, b) vollfleischige Schweine 240-300 fb. 57 bis 59 M. c) vollfleischige 200-240 fb. 54-58 M., d) vollfleischige Schmetne 160-200 fb. 50-55 M., e) vollfletschige Schweine unter 160 Pfd. 46-51 M., f) Sauen 50-54 M. Was fonnte Ste denn bet den blödsinnigen Mutmaßungen des Polizeikommissars, von denen ich erzählte, so aus der Fassung bringen?" ,, Weiß nicht," keuchte der Doktor. Jedesmal kommt das wieder." „ Das ist ja schauderhaft!" polterte Frist gutmütig Ios.„ Viel schlimmer, als ich vermutete. Und sehen Sie, das bringt mich sofort auf den zweiten Punkt, von dem ich vorhin sprach. Ste müssen weg von hier, Iteber Doktor. Weg auf mehrere Monate. Ste müssen fein Sterbenswörtchen mehr von der ganzen Geschichte hören, müssen eine andere Umgebung, andere Menschen sehen und andere Luft atmen, dann erst werden Sie Ihr feeItsches Gleichgewicht wiedergewinnen." ,, Auch Sie raten mir das, Herr von Marleben?" " Hat das auch schon jemand anders getan?" „ Ja, der Justizrat. Ich dachte, Ste hätten mit thm darliber gesprochen." ,, Nicht ein Wort. Daß Ste aber von anderer Sette ebenfalls diesen Rat bekommen haben, bemetst mtr, daß ich recht habe. Also befolgen Sie den Nat, es wird Ihnen gut tun!" ,, Wird man mir nicht meine Reise gerade von felten jenes Herrn von Bardekow als eine Flucht auslegen?" " Bum Teufel mit jenem dummen Verdacht des Kommissars!" rief Friz zornig. Ich hoffe, daß diefer Mann, wenn er Sie nicht mehr steht, endlich seinen Spüraugen eine andere Richtung geben wird. Machen Ste sich nur felne unnötigen Gedanken über das, was hter vorgeht! Werfen Sie alles Gewesene hinter sich und werden Sie vor allen Dingen wieder gesund!" ( Fortsetzung folgt.) n Um einem größeren Kreise der Bevölkerung GieBens und seiner Umgebung den Besuch des Städti schen Museums für Völkerkunde im Landgraf Philipp- Schlößchen zu ermöglichen, wird von Sonntag an das Museum außer vormittags von 11 bis 1 Uhr versuchsweise auch nachmittags von 4 bis 6 Uhr geöffnet. Bei genügend zahlreichem Besuch soll diese Einrichtung den ganzen Winter hindurch aufrecht halten werden. Der Eintritt ist vormittags wie nach mittags frei. er= F r Wetzlar. Forstreferendar Ernst Herr wurde nach bestandener Staatsprüfung zum Königl. Forstasses for befördert. o Homberg a. d. D. Hier verschied nach furzem schweren Leiden der noch im jugendlichen Alter von 31 Jahren stehende Bürgermeister Go, tfried Repp. Vor 6 Jahren war er zum Stadtoberhaupt gewählt worden. s Offenbach a. M. Der Fabrikant Louis Feist mann hat zugunsten des Neubaues der israelitischen Synagoge eine Stiftung von 50 000 Mark gemacht. s Offenbach a. M. Die Maul- und Klauen= seuche ist nunmehr hier endgiltig erloschen. s Darmstadt. Die Großherzogliche Dammbaubehörde wurde aufgehoben.. s Darmstadt. Nunmehr haben zehn Transport arbeiter, die beim letzten Streit sich befleißigt haben, die Anklageschrift wegen Landfriedensbruch erhalten. ):( Weilburg. In Sachen der Lahnkanalisation haben die Abgeordneten des Lahngebietes, die Herren Behrens( christl.- s03.), Buchsieb( natl.) und Dr. Dahlen ( 3tr.) Abänderungs- Anträge zur zweiten Beratung des Entwurfs eines Gesetzes betreffend den Ausbau der deutschen Wasserstraßen und die Erhebung von Schiff fahrtsabgaben gemacht, die eine Lahnschiffbarmachung und Verbesserung der Lahnkanalisation bezwecken. ):( Marburg. Der Betrieb unserer elektrischen| Straßenbahn wird am nächsten Sonnabend mit einer Probefahrt eröffnet werden. ):( Marburg. Im nächsten Jahre soll hier, ein Kreiskriegerdenkmal für den Kreis Marburg erbaut werden. ):( Frankfurt a. M. Infolge der stark in Oberhessen auftretenden Maul- und Klauenseuche und der schlechten Futterernte hat die Milchlieferung von dort nach hier erheblich nachgelassen. Die Milchgroßhändler haben deshalb sehr unter einer Milchknappheit zu leiden und können ihre Abnehmer kaum noch befriedigen. Man will darum den Bezug norddeutscher und dänischer Milch wieder in die Wege leiten, um der Kalamität steuern zu können. ):( Fulda. Die Firma Fuldaer Stanz- und Emallierwerke F. C. Bellinger hat folgende Stiftungen zu gunsten ihrer Arbeiterschaft gemacht: 10 000 Mark für noch näher zu bestimmende Zwecke, 30 000 Mark als Fonds für eine Pensionskasse und 20 000 Mark Betriebskapital zum Zwecke der Beschaffung billiger Lebensmittel. Literarisches. wan= ? J. M. Sick,„ Glockenläuten...." Aus dem Dänischen übersetzt von P. Klaiber. Preis brosch. Mt. 3.80, geb. Mt. 5.-. Verlag E. Ungleich, Leipzig. Wer hätte wohl nicht schon an einem strahlenden, taufrischen Morgen, wenn er einsam über blütenbesäte Wiesen, durch den ernsten, erhabenen Tannenwald derte, oder beim glutroten Schein der untergehenden Sonne, wenn er friedlich von einer Höhe die Schönheit der Welt begeister, in sich aufnahm, vom nahen Dörflein das liebliche Geläut der Glocken vernommen? Wer hätte da noch nicht diesen beredten Tönen, diesen schlichten, verheißenden oder mahnenden Worten mit Andacht Die Lösung der Korsettfrage Welche Dame will sich noch weiter zum Sklaven eines modernen Korsetts machen, nachdem das neue Untergewand ,, Kalafiris" als vollgültiger Korsettersatz seinen Siegeszug durch alle Kulturstaaten angetreten hat? ,, Kalafiris" hat im Gegensatz zum Storsett seinen Stütz punkt nicht in der Taille, sondern in der Hüfte, deren knochenstarre Unterlage eine feste Umschnürung sehr wohl verträgt. Salafiristrägerinnen genießen daher völlige Freiheit der Bewegung und Atmung, fühlen sich in der Taille und in der Magengegend nicht eingeengt oder behindert und haben außerdem das angenehme Gefühl, daß, Kalasiris" nicht rutscht und nicht durch Strumpfbänder nach unten gehalten zu werden braucht. Bei normal gewachsenen Frauen gibt Salafiris" lediglich die unverbildete Figur mit ihren edlen Vinien wieder und ermöglicht es, ein seleid zu tragen, welche genau dieselben Schönheitslinien zeigt und die Frau in die Lage versetzt, Gesundheit und Schönheit in der Kleidung zu vereinigen. Bei deformierten Körpern wirkt ,, Kalafiris" schönheitsverbessernd dadurch, daß es die Unschönheiten, wie starken Leib, gelauscht, und mit Staunen die ungeheuere Macht gespürt, die diese Töne auf unser Gemüt ausüben können? Und die Uebersetzerin, Fräulein P. Klaiber, hat nicht wenig dazu beigetragen, bei der Wiedergabe uns diese Schönheit zu erhalten. ? Luise Hotop,„ Die Frem d e". Roman aus der Marsch. Brosch. Mt. 2.80, geb. Mt. 3.75. Verlag E. Ungleich, Leipzig. Die Verfasserin führt uns in ihrem Roman auf einen Gutshof in der Marsch und entrollt vor unserem Auge das Schicksal einer verarmten und verwaisten Offizierstochter, die von der mildtätigen Gutsherrin, der Frau Hemminga, aufgenommen wurde, um von einer schweren, glücklich überstandenen Krankheit völlig genesen zu können. Mit großer Natürlichkeit, mit packenden, ergreifenden Worten schildert uns Luise Hotop dies an Tragik so reiche Menschenleben; sie läßt uns in die sonnigen Höhen, aber auch in die düsteren Tiefen des Lebens blicken, so daß wir aufs tiefste ergriffen werden. ? Mann und Frau von J. Raunkiaer. Einzige autorisierte Uebersetzung aus dem Dänischen von Pauline Klaiber. Preis geh. 1.20 Mt., geb. 2 Mt.( W. Kohlhammer, Verlag in Stuttgart). Aeußerst feinsinnige G Bezugs jertefährlich 1 bgeholt in u abgabeftellen Dienstage, D Beltersweg 83. idt verlangt Berlag der Nr. 225 und von tiefem Empfinden getragene Betrachtungen find Zum m es, die in diesem Buche in einer edlen und kraftvollen Sprache über das Zusammenleben von Mann u. Frau dem Leser entgegentreten. Die Verhand ngen, die a füllt, sonde hörte man Beratungen di gekommene ? Ingelid Edmund,„ Die Tochter des Strand- Bundes v vogts", Roman. Brosch. Mt. 3.50, geb. Mt. 4.50. Verlag E. Ungleich, Leipzig. Die Verfasserin versetzt uns an den nordischen Strand, unter diese kernigen, wortfargen Fischer und Bauern und sie versteht es, so natürlich und überzeugend zu uns zu reden, daß wir wähnen, den reinen, erfrischenden Meereswind zu atmen, unter diesen biederen, trotz ihrer geringen Bildung tief empfindenden Menschen zu leben. Fettpolster auf den Hüften etc. nach Möglichkeit korrigiert und nach kurzer Zeit sogar beseitigt. Leidenden Damen bietet ,, Salafiris" gleichzeitig die beste unverrückbar festsitzende Leibbinde, ohne Schenkelriemen und Tragbänder. Von ganz hervorragender Bedeutung, ja geradezu unentbehrlich ist ,, Kalafiris" für werdende Mütter. Für diese ist ein Spezial- Modell" C" vorgesehen, welches der Bequemlichkeit, der Empfindlichkeit und der Leibes form entsprechend genau angepaßt werden kann und Folgeerscheinungen der Niederkunst, wie dicken Leib verhütet. Unsere Kinder- und Backfisch- Kalafiris- genau nach der kindlichen Figur konstruiert sind zugleich die idealsten Geradehalter. Alle Kalasiris- Fagons sind eingerichtet, ein Beinkleid und Unterrod anzuknöpfen, was ganz besonders das Entzücken jeder Dame hervorruft. Jülustr. Broschüren und Auskunft kostenlos. Wir gestatten uns hiermit zur gefl. Kenntnis zu bringen, dass wir mit dem Heutigen eine Kalasirishaus Frankfurt a. M. Große Bockenheimerstraße 17 Entresol. 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