ift! Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 50 Pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen - oierteljährlich 1,50 Mr., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mr. Erscheint Mittags 3 Uhr. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter ... Manuskripte wird nicht garantiert... Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b.§. ter reibt und been. Nr. 166. n nbelt ant: 711. + el rizen in Beste 210/6 stig. zah. 18, sť Vorages, 22/6 orf a. ebahn 48. #f. ager: Halbund , пец 1. [ 21/3 ch. Frau den, t11 asgelheen, umnter 55/1 HT heid. ör! ang. Telephon: Nr. 362. der Großherzoglichen des Großherzoglichen Bürgermeisterei Polizei Amtes sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Dienstag, den 18. Juli 1911. Die mecklenburgische Uertaffungstrage. gemeldet. In Offenbach a. M. iſt in einer GummijaIn Rostock waren dieser Tage die Angehörigen der medlenburgischen Ritterschaft zusammengetreten, um sich mit der Verfassungsfrage zu beschäftigen. Schon mehrere Jahre tobi im Lande der Obotriten der Kampf um die Verfassung, ohne daß die Dinge inzwischen auch nur einen Schritt vorwärts gekommen wären. Mehr als einmal ist die staatsrechtliche Situation in Mecklenburg auch im Reichstage zur Sprache gekommen. Die Unhaltbarkeit der Verhältnisse wurde aber auch in mecklenburgischen Regierungsfreisen selbst empfunden, und so kam jener Erlaß der beiden Großherzöge zustande, in dem das Versprechen gegeben wurde, den beiden Ländern baldigst eine Verfassung zu geben, der Landtag sollte sich, wenigstens zu einem Teil, aus Vertretern zusammensetzen, die aus allgemeinen Wahlen hervorgegangen sind. Man hatte aber die Rechnung ohne die Ritter- schaft gemacht, die seit Jahrhunderten weitgehende Rechte besitzt, und die in ihren Privilegien keine zurücksetzung wollte. Jm großen und ganzen war das, was gewährt wurde, nicht allzuviel, man hatte bei Aufstellung der Vorlage auf den Standpunkt der Ritter in weitestem Maße Rücksicht genommen, aber von dieser Seite wurde dem ganzen Plane der allerschärfste Widerstand entgegengesetzt; die Vorlage scheiterte, ebenso ein späterer neuer Versuch, die von den besten Absichten beseelte Regierung war unter diesen Umständen machtlos, zumal sie aus begreiflichen Gründen von einer Aufoktroierung der Verfassung Abstand nehmen zu müssen glaubte; gleichwohl aber ruhte die Regierung nicht, in ihren Bemühungen etwas zustande zu bringen, und auch neuerdings hörte man von der Absicht, es noch einmal zu wagen. Die Ritter sind aber in ihrem Widerstande keineswegs erlahmt. Man berief einen Konvent nach Rostock, und daß man in diesen Kreisen durchaus nicht mürbe geworden ist, beweisen die in jener Versamm lung gefaßten Beschlüsse. Diese bezeugen auf das Deutlichste, daß man seitens der mecklenburgischen Ritter= schaft eine Volksvertretung überhaupt nicht will, denn ein Punkt der angenommenen Resolution verlangt ausdrücklich Ausschluß allgemeiner Wahlen, zu welchen die breite Masse der Bevölkerung hinzugezogen wird. Ebenso ist es eine seltsame Forderung, wenn die Herren verlangen, daß irgendwelche Verfassungsänderungen nicht vorgenommen werden dürfen, wenn auch nur eine drei im Landtage vorhandenen Gruppen ihr Veto einlegt. Diese und die übrigen Punkte erinnern fast an die Zeiten des Feudalismus, und man sollte nicht glauben, daß etwas derartiges im Jahre 1911 möglich wäre. Mit einem solchen Auftreten schaden sich die Herren nur selbst, und es könnte vielleicht eines Tages doch dahin kommen, daß die maßgebenden Kreise von einem Radikalschritt nicht mehr zurückschrecken. Auch in Mecklenburg kann man sich schließlich den neuen Zeiten auf die Dauer nicht entgegenstellen. der Die Lage des Arbeitsmarktes in Hessen und Hessen Daffau im Juni 1911. im nicht M. A. Frankfurt, 18. Juli. In der Metallindustrie ist die Beschäftigungsgelegenheit eine gute gewesen, doch waren Verbandsgebiet meheere Streiks und Lohndifferenzen zu verzeichnen. Das Schmiedehandwerk war besonders gut beschäftigt und konnten nur die Hälfte der offenen Stellen besetzt werden. Der Hauptort der Portefeuil leindustrie Offenbach a. M. meldete einen besseren Geschäftsgang, der teilweise Verlängerung der Arbeitszeit brachte. Aus der Industrie der Holz- und Schnitzstoffe sind, mit wenigen Ausnahmen, nur günstige Berichte eingelaufen. Die 3igarrenindustrie hat sich von der Tabaksteuer immer noch erholt. In Gießen wurden 2 Fabriken geschlossen, und die meisten anderen Fabriken arbeiten mit Ver= türzung von 12-16 Stunden pro Woche. Bei den Metzgern konnten besonders in den großen Städten verhältnismäßig viele offene Stellen nicht besetzt werden, was auf die alljährlich in den Sommermonaten eintretende Die rege Wanderlust der Gesellen zurückgeführt wird. Konservenfabriken stellten, wie alljährlich um diese Zeit, viele weibliche Arbeitskräfte ein. Die Schuhfabri= ten waren auch im Berichtsmonat sehr gut beschäftigt und mußten z. B. in Offenbach a. M. teilweise Ueberstunden gemacht werden. Die Kunstseidefabriken in der Umgegend von Frankfurt stellten Arbeiterinnen ein, wie Langen berichtet. Bei den Friseuren und Barbieren wurden in Frankfurt a. M. für Samstags und Sonntags zahlreiche Aushilfen verlangt. Nur aus Mainz wird ein Abflauen im Bekleidungsgewerbe gemeldet. In Offenbach a. M. ist in einer Gummifabrik Streif wegen Lohndifferenzen ausgebrochen. Aus dem Baugewerbe lauten die Nachrichten, besonders aus den Kleinstädten, wie Bingen, Rüdesheim a. Rh., ungünstig. Jm Buch drucker- Ge= werbe war der Geschäftsgang noch weiter flau. Die Lage im G a st- und Schankwirtschafts- Ge werbe wurde durch die ungünstige Witterung im Berichtsmonat sehr beeinträchtigt. Sowohl vom platten Lande wie von den Klein, Mittel- und Großstädten wird eine rege Vermittlungstätigkeit I a n dwirtsch. Arbeiter gemeldet. Es wird immer noch geklagt, daß viel mehr Stellen hätten besetzt werden können, daß aber die Arbeitsuchenden sehr oft nicht zu vermitteln wären, teils weil ihnen die nötigen Kleider fehlten, teils weil sie die verlangte Arbeit nicht leisten können. Aus den Weinbau gegenden wird sehr gute Arbeitsgelegenheit, hauptsächlich für weibliche Personen, gemeldet, da zur Zeit das Absuchen des Heu- und Sauerwurmes vorgenommen wird. Auf dem weiblichen Dienstbotenmarkt übersteigt nach wie vor Nachfrage das Angebot, nur in Wiesbaden machte sich ein ueberangebot von jungen Mädchen bemerkbar, die infolge der Reisesaison nicht alle untergebracht werden fonnten. * Aus Stadt und Land. die Gießen, den 18. Juli. Erledigte Lehrerstellen. Die mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende erste Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Obbornhofen, Kr. Gießen. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Dem Fürsten zu Solms- Braunfels steht das Präsentations recht zu. Eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu Ulrichstein. Bei der 5. Regatta des Lahn- Regat ta Verbandes siegte die Gießener Rudergesellschaft im Junior- Vierer und Lahn- Vierer. Gegner waren in beiden Rennen der Limburger- und Weilburger Ruderverein. Die Prüfung im Hufbeschlag haben bestanden Wilh. Lu h- Großen- Linden, Ludwig Doll Steinheim, Wilhelm Gör I a ch- Eberstadt und Wilhelm Reyschmidt- Lumda. * 50. Jubiläums- Ausstellung der ober hessischen Bienenzüchter. Der Verein wurde im Jahre 1860 in Gießen gegründet. Ihm gehören heute 24 3weigvereine an und zwar Alsfeld, Lumdathal, Vilbel, Gießen, Friedberg, Butzbach, Mücke, Bad- Nauheim, Hungen, Büdingen, Kirtorf, Altenstadt, Reichelsheim i. W., Gedern, Grünberg, Hizkirchen, Lauterbach, Engelrod, Nieder- Moos, Homberg, Nidda, Schlitz, Schotten und Heldenbergen. Die Zahl der im Vereinsgebiet vorhandenen Bienen betrug nach der Statistik von 1907 10 654 Völker. Die Prämiierung hatte hatte folgendes Ergebnis: Für Honig wurden geben an den Verband des Schlitzer- Landes der Ehrenpreis, ferner erhielten 2. Preise Pfeiffer- Launsbach, H. ver= Roth- Langgöns, Runt- Ofarben, Runkel- Oppenrod und Bauer 2.- Gießen. 3. Preise wurden zuerkannt: KöhlerPohl- Göns, Renter- Grebenheim, Klein- Eschenrod, BußWetzlar, Kraft- Gießen, Döll- Wieseck und Weitz- Schotten. Es wurden noch für Honig 10 vierte Preise und 12 Anerkennungen verliehen. Für Bienenvölker wurden verliehen: 1. Preise Schmidt- Gießen und Köhler= Pohlgöns, 2. Preise Pfeiffer- Launsbach und Kraft in Gießen, 3. Preise Handloser- Gießen, Kelf- Gedern, RahnRudingshain und Kumpf- Gießen; ferner wurden fünf Anerkennungen verliehen. Für Königinnen- - 3 ucht erhielt Kumpf- Grünberg 1. Preis, Pfeiffer in Launsbach 2. Preis, Hübner- Nidda und Noll- Gießen je 3. Preis. Für Bienenwirtschaftliche Geräte 2c. erhielten Ehrenpreise Schminke- Sachsenbug, L. Hübner- Nidda; Medaillen: Keek- Gedern, SeibertGözen, Weinert- Butzbach, Buß- Wetzlar, Karl Neeß Nachf- Frankfurt a. M. und Bolle- Treißa. Für beste Für beste Gesamtleistungen wurden Ehrenpreise zuerkannt Noll Schotten, Gießen( Großherzogspreis), Bezirksverein Ilmsel- Hirzenhain, Kraft- Gießen, Pfeiffer- Launsbach, Schminke- Sachsenbug, Kumpf- Gießen, Hübner- Nidda und Waitz- Schotten für eine Gruppe ausgestopfter Tiere ( Bienenfeinde und Bienenfreunde). Gegenseitige Anerkennung preußischer und hessischer Prüfungszeug nisse. Nach einem mit der Kgl. Preußischen Regierung getroffenen Uebereinkommen hat die Großherzogliche Regierung sich bereit erklärt, die von den Königl. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Stellen gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg. Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg. Extrabetlagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b.. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. Preußischen Wissenschaftlichen Prüfungskommissionen ausgestellten Zeugnisse für das Lehramt an höheren Schulen in gleicher Weise anzuerkennen, wie die auf Grund der Hessischen Prüfungsordnung vom 8. Jan. 1908 ausgestellten Prüfungszeugnisse. Die Königlich Preußische Regierung hat dagegen die Erklärung abgegeben, daß die von der Großh. Hessischen Prüfungsfommission für das höhere Lehramt in Gießen ausgestellten Prüfungszeugnisse für das Lehramt an höhe ren Schulen preußischerseits in gleicher Weise werden anerkannt werden, wie die auf Grund der preußischen Prüfungsordnung vom 12. September 1898 von den Preuß. Wissenschaftlichen Prüfungskommissionen ausgestellten Prüfungszeugnisse. # Bettenhausen, 17. Juli. Das Oberh. Volks- und Bauernfest, das gestern in unserem reich geschmückten Orte gefeiert wurde, hat wieder einmal seine Anziehungskraft bewährt, freilich nicht in dem Maße, wie man es erwartet hatte. Denn mancher Freund, manche Ortschaft mußten wegen der überall spufenden Maul- und Klauenseuche daheim bleiben. Trotzdem ist die Zahl der Festgäste mit rund 3000 Personen als nicht zu hoch angegeben. Wie in Reichels= heim, so wurde auch hier die ganze Veranstaltung mit einem farbenheiterem Festzuge durch den Ort nach dem schön gelegenen weithin sichtbaren Festplatze begonnen. Nachdem die Schuljugend ein hübsches Heimatlied ge= sungen hatte, begrüßte Landtagsabgeordneter FenchelOberhörgern die Festgemeinde im Namen des Bundes, für den Festort sprach Lehrer Diez- Bettenhausen. Im bunten Wechsel folgten nun Ansprachen, gemeinsame Gesänge, prächtige Aufführungen. Dann hielten Reden die Reichstagsabgeordneten Dr. Werner- Butzbach), BehrensEssen und Bindewald- Wilmersdorf, die Landtagsabgeordneten Wolf- Stadecken, Breidenbach- Dorheim u. WolfStuttgart, der die Festrede hielt, ferner Beigeordn. Eifer- Muschenheim, Redakteur Hirschel- Friedberg, Pfarrer Fritsch- Ruppertsburg und Acker- Berstadt. Während einer Pause führte die Schnittergruppe von Ober- Widdersheim einen prächtigen Schnittertanz auf. == Butzbach, 18. Juli. Dem Pfarrer Ad. Loos, der bereits seit mehr als 20 Jahren die hiesige zweite Pfarrstelle versieht, wurde die durch die Pensionierung des Defans Schrimpf freigewordene Pfarrstelle übertragen. Hungen, 17. Juli. Als der 15jährige Otto Koch aus Trais- Horloff mit einem Einspänner- Fuhr= werk den Bahnübergang bei Bellersheim passierte, wurde das Gespann von dem Personenzug Hungen- Friedberg erfaßt. Der Fuhrmann wurde herausgeschleudert und der Wagen zertrümmert. R. erlitt erhebliche Verletzungen und er wurde mit dem Zuge sofort nach Friedberg ins Krankenhaus transportiert. Das Pferd blieb unverletzt. -0- Grünberg, 18. Juli. Das diesjährige Kriegerbezirksfest des Hassiabezirks Grünberg wurde im nahen Reinhards hain abgehalten. In Verbindung damit feierte der Kriegerverein Reinhardshain sein& a h- nenweihfe st. * Bad Nauheim, 17. Juli. Das Verkehrsfest hat einen sehr guten Verlauf genommen. Der Schaufensterwettbewerb zeigte eine Fülle wohlgelungener, geschmackvoller Dekorationen. Der Nachmittag brachte den Blumentorso, für den die vornehme Kurhausterrasse den Zentralpunkt darstellte. Hier hatten die Preisrichter, zu und Gedenen auch Herzog Paul von Mecklenburg mahlin zählten, Posto gefaßt, um mit kritischem Auge die lange Reihe der an der Konkurrenz teilnehmenden Gefährte zu mustern. Aus dem Gruppenwettbewerb gingen als Sieger hervor die Postunterbeamten und die Schützengilde. Am Abend war die Terrasse und ihre Umgebung von einem mehrtausendköpfigen Publikum gefüllt. Gegen 9 Uhr flammten an der Fassade des Kurhauses 5000 elektrische Lampen auf. *) Friedberg, 18. Juli. Das 6. Verbands= fest der Oberhessischen Posaunenchöre findet Sonntag, 23. Juli, zu Wetterfeld statt. * Offenbach, 18. Juli. Der Stadtverordnete Louis Feistmann hat sein Mandat als Stadtverordneter niedergelegt. In einem Schreiben an den Bürgermeister Dullo gibt er als Grund seiner Mandatsmüdigkeit an, daß der Bürgermeister ihn im Stadtparlament, namentlich in der letzten Stadtverordnetenjigung bei der Frage der Verstaatlichung der Polizei und der Debatte über den Polizeiinspektor gegen„ pöbelhafte Ausfälle" nicht in Schutz genommen habe. F. war der Führer der nationalliberalen Partei. Eine Kundgebung des Hansabundes. Stellungnahme des Direktoriums zum jüngsten Konflikt. In einer aus allen Teilen Deutschlands und von Vertretern der Industrie, des Handels, des Handwerts und der ingestellten zahlreich besuchten Konferenz in Berlin nahm das Direttorium des Hansabundes für Gewerbe, Handel und Industrie zu den jüngsten Vorgängen im Bunde folgende einstimmige Entschließung an: „ Das Direktorium des Hansabundes bedauert, daß durch den Austritt des Herrn Landrats a. D. Nötger und seiner Freunde aus dem Hansabund der Zusam menschluß des erwerbstätigen Bürgertums in Gewerbe, Handel und Industrie beeinträchtigt und damit die bringend notwendige Verteidigung der gemeinsamen Interessen der genannten Erwerbsstände erschwert worden ist. Das Direttorium hat nach genauer Prüfung die Ueberzeugung gewonnen, daß die für das Ausschet ben der erwähnten Mitglieder angeführten Gründe nicht stichhaltig sind. Insbesondere weist das Diret torium die Behauptung auf das entschiedenste zurück, daß die Leitung des Hansabundes entgegen den verein barten Richtlinien eine einseitige linksgerichtete Bartetpolitif verfolge, es an Klarheit in ihrer Stellung gegenüber der Sozialdemokratie fehlen lasse und den Schutz der nationalen Arbeit gefährde. Das Direktorium stellt gegenüber dieser Behauptung fest: 1) Der Hansabund denkt nicht daran und hat niemals baran gedacht, sich in das Schlepptau einer einzelnen Partet zu begeben. Vielmehr finden die Angehörigen a Iler politischen Parteten in thm Blatz und bei ihm unterstützung, sowett fie die Gewähr dafür bieten, daß sie auf dem Boden der bet Begrün dung des Hansabundes vereinbarten Richtlinien stehen und somit für die Gleichberechtigung des Gewerbes, des Handels und der Industrie im Staats- und WirtIchaftsleben eintreten. 2) Eine irgendwie geartete Unterstützung oder För berung der Sozialdemokratie fann für den Hansabund ntemals in Frage kommen, insbesondere au ch nicht bet den Wahlen einschließlich der Stichwahlen. Der Hansabund beharrt vielmehr bet den im Prá fidialbeschluß vom 24. November 1910 festgestellten und auf dem Hanjatag vom 12. Junt 1911 wiederholten Grundsätzen, daß er die Sozialdemokratie, da fie sich außerhalb der bestehenden Staats- und Gesellfchaftsordnung stellt und den einseitigen Klassentampf predigt, ebenso zu bekämpfen hat, wic das seitens der in ihm vertretenen bürgerlichen politischen Parteten geschieht. 3. Der Hansa bund enthält sich in denjenigen Fragen der Zollpolitik, in welchen die Interessen der einzelnen in ihm vertretenen Erwerbszweige auseinanbergehen, in Gemäßheit seiner Richtlinien jeder Bartetnahme, sucht vielmehr nach Möglichkeit auf eine Ausgleichung der bestehenden Gegenfäße hinzuwirken. Auf Ber anderen Seite lehnt es das Direftorium ab, sich durch irgendwelche Rücksicht von dem Kampf gegen die Agrardemagogie abdrängen zu lassen, deren die gemeinsamen Interessen von Handel, Gewerbe und Industrie schwer schädigenden Uebergriffe den unmittelbaren Anstoß zur Begründung des Hansabundes gegeben hat. rief: Ja, wenn für unsere Südwestafritatrieger damit etwas erreicht werden kann, dann will ich es fun!" Nach der Ankunft in Potsdam hat der Kronprinz dann alle Arbetten für die Herstellung des Albums felbft geleitet und jede, auch die kleinste Einzelheit selbst bestimmt. Alle Vorschläge, die auf eine prunfvolle Ausstattung hinzielten, hat er abgelehnt. Daher kommt es, daß das Album in seiner schlichten, aber würdigen, vor= nehmen Art ein Stück Charakter des Kron= prinzen widerspiegelt, der allem aufdringlichen Bomp abhold ist. Auf der Reise nach Indien zeigte sich lebtgenannte Eigenschaft häufig, denn immer wieder ersuchte der Kronprinz überall da von prunkvollen Empfängen abzusehen, wo es seine Stellung als Thronerbe des Deutschen Reiches und die damit verbundenen Nepräsentationspflichten nicht unbedingt erforderten. Männer, die schmeicheln, um gefällig zu sein und sich Wohlwollen zu erwerben, sind dem Kronprinzen ein Greuel und verschwinden bald aus seiner Umgebung. Die Frau Kronprinzessin ist in dieser Hinsicht genau wie ihr Gemahl.- Ueber die eingehenden Unterstützungsgesuche und Beträge läßt sich der Kronprinz genau Bericht erstatten und wenn er einige Zeit lang nichts von den einzelnen Veranstaltungen gehört hatte, hat er wiederholt persönlich gefragt, wie hoch die fitr die Südwestafrikaner abgefallene Summe sich beziffere. Das Direktorium bekundet seinen festen Willen, durch das bedauerliche Abschwenten einer Anzahl von Mitgliedern sich weder zu schwächlichen Konzes= stonen nach rechts, noch zu einer Verschte bung seines Schwerpunktes nach links verleiten zu lassen. Das Direktorium ist vielmehr entschlossen, den durch den Hansabund aufgenommenen Kampf für die Gleichberechtigung des erwerbstätigen Bürgertums unter der Leitung seines verdienten Präsidenten unbeirrt auf dem durch gemeinsame Interesfen von Gewerbe, Handel und Industrie vorgezeichne fen Wege fortzusetzen." Der Kronprinz für unsere Afrikakrieger. Ueber die Entstehung des vom Kronprinzen herausgegebenen Albums von seiner Indtenreise erfährt die„ Boff. 3tg." von Dr. Bongard, der den Kron prinzen begleitete, folgendes: In Lakhnau, wo während der großen Menteret 2000 Engländer fielen, sah der Kronpring, wie die Briten für ihre Veteranen sorgen. Sofort erfundigte er sich bet den Herren seiner Umgebung, wie es um die Versorgung der Invaliden und der Hinterbliebenen der Gefallenen aus der Aufstandszeit von Deutsch- Südwestafrika bestellt jet. Als der Kronprinz dann erfuhr, daß es hier wohl manche Not zu lindern gelte, da die amtlichen Wittel und die Vorschriften über ihre Verwendung nicht überall ausreichten, um Härten zu vermeiden, entschloß er sich, persönlich helfend einzugreifen. Bei der Helmreise kam einmal das Gespräch darauf, daß die schönen photographischen Aufnahmen des Kronprinzen au einem wohltätigen Zweck veröffentlicht werden könn fen. Sofort griff der Seronprinz den Gedanken auf und 17) Jugendfreundschaft. Rundschau vom Cage. Politisches. Ueber die deutsch- französischen MarokkoverhandInngen wird offiziös gemeldet, daß diese einen normalen Fortgang nehmen. Bei der letzten Unterredung zwischen dem Staatssekretär von Riderlen- Wächter und dem französischen Botschafter Cambon habe sich das Bedürf= nis nach Klärung einiger kolonialer Fragen geltend gemacht, wobet Herr v. Kiderlen- Wächter dem französischen Botschafter gegenüber den Wunsch zu erkennen gab, vor der weiteren Grörterung der Fragen erst mit dem Reichskolonialamt Rücksprache zu nehmen. Der Reichstagspräsident Graf von Schwerin- Löwitz hat nach der Rheinisch- Westfälischen Zeitung seinen Freunden auf das bestimmteste erklärt, daß keine Veranlassung besteht, sein Amt als Reichstagspräsident niederzulegen. Ein Tors durchsetzen können. Aus Valona wird gemeldet, daß fich die Bevölkerung dort erhoben habe, die Behörden bedrohe und ihnen ihre Forderungen unterbreitet habe. Falls diese Forderungen nicht erfüllt werden sollten, seten ernste Ausschreitungen zu erwarten. pedobootszerstörer ist mit einer Kompagnie zum Schutze der Fremden und Behörden nach Valona abgegangen. Die Pforte trifft inzwischen weitere Vorsichtsmaßregeln, und auch die näher beteiligten Mächte setzen ihre Be mühungen fort, damit der Friede nicht gefährdet wird. Die letzten Unruhen in Meriko, über die wir bereits berichtet haben, sind sehr blutig und verlustreich gewesen, wie aus folgender Meldung hervorgeht, die der Draht heute aus Mexiko übermittelt: Bei den in Puebla und an einigen der benachbarten Orten erfolgten Zusammenstößen zwischen den Regierungstruppen und den Anhängern Maderos sind im ganzen 135 Personen getötet worden. Die größten Verluste an Menschenleben waren in der Nähe von Covadogna zu verzeichnen, wo die streffenden Angestellten einer Textils fabrik die Gelegenheit benutzten, in Privathäusern zu plündern. In einem dieser Häuser wurden auch mehrere Deutsche getötet. 051115Eine Neuregelung der Konkurrenzklausel soll in Aussicht genommen sein. Von den Verbänden der kaufmännischen Angestellten ist wiederholt die Beseitigung der Konkurrenzklausel aus den Dienstverträgen oder zum mindesten eine anderweitige Regelung der gesetzItchen Bestimmungen über die Konkurrenzklausel ge= fordert worden. Die Reichsbehörden haben sich nun entschlossen, dem Verlangen der Angestelltenverbände bis zu einem gewissen Grade Rechnung zu tragen. Bet den zuständigen Stellen ist ein Gefeßentwurf in Vorberettung, der die Bestimmungen über die Konkurrenzklausel einer gesetzlichen Neuregelung unterziehen will. Doch steht bereits fest, daß der Entwurf eine völlige Besettigung der Konkurrenzklausel nicht bringen wird. Roman von G. v. Schlippenbach. ( Nachdruck verboten.) Latour war noch lange wach an dem Abend, er überlegte. Natürlich wirde Frau Haideck Erkundigungen über ihn einziehen; das durfte aber nicht sein, er mußte es Hintertreiben und den Brief an sich bringen. Wer brachte die Korrespondenz aus Strandhof zur Post? Es wäre doch fatal gewesen, wenn man die Wahrheit über ihn erfuhr. Latour gehörte allerdings einer alten Kaufmannsfamilie an, sein Vetter war der Chef des Hauses, in dem Latour angestellt gewesen war. Das nicht unbeträchtliche Vermögen seiner Eltern hatte Robert Latour aber verschwendet und als er im Kontor seine Arbeit vernachlässigte, sagte sich sein streng denkender Better ganz von ihm los. Latour ging nach Nizza, dort lernte er Eva kennen, die als die Erbin der reichen Tante galt. Sein Plan war schnell gefaßt; er beschloß, das reizende Mädchen zu gewinnen und folgte ihr nach Ritgen. Frau Haideck verlangte die Adresse des Familienhauptes der Latours zu erfahren, Robert gab sie ihr. Sie wird an meinen hochehrbaren Better Gaston schreiben," kombinierte der schlaue Franzose, sie wird ihn über mich altsfragen. Nun, dieser Brief soll nicht in Gastons Hände kommen, dann wäre ja alles verToren." Ueber den Gewinn Deutschlands ans den Marokkoverhandlungen verlautet nach der„ N. Fr. Pr." in Wiener diplomatischen Kreisen folgendes: Deutschland wird als wirtschaftliches Bugeständnis das Hinterland von Agadir, das sogenannte Susgebiet, zugeteilt. Das Gebiet steht unter der Oberhoheit des Maghzen und wird an dret Gesellschaften verteilt. Deutschland verzichtet auf territoriale Kompensationen in Marokko. Ferner ist Frankreich geneigt, Deutschland bet der Grenzfestsetzung zwischen Kamerun und der französtschen Kongokolonte so wett als möglich entgegen zu kommen. Man denkt an eine Erweiterung des deutschen Gebietes am Tschadsee und weiter südlich, was für Deutschland große wirtschaftliche Vorteile und Verkehrserleichterungen zur Folge hätte. Es gehörte zur Politik Latours, fich die Dienerschaft zu Freunden zu machen; er gab ihr große Trinkgelder und war stets sehr höflich gegen sie. Mit scharfem Beobachtungsvermögen und Schlaubeit begabt, merkte der Franzose schnell, daß der Gärtnerbursche in Strandhof die Briefe Frau Haidecks zur Post brachte. Diesen Menschen gewann Latour und versprach ihm 20 Mart, wenn er ihm den Brief an Gaston auslieferte. Die Intrige gelang. Zufluß zur Fremdenlegion. In dem Rekrutierungsbureau der Fremdenlegion zu Meztères haben sich im Monat Junt 21 Angehörige fremder Nationalttäten zur Anwerbung gestellt; davon sind 13 Deutsche, 1 Pole, 1 Schweizer, 3 Belgter, 2 Desterreicher und 1 Luxemburger. Mit Stolz verzeichnen französische Blätter, daß sich„ trotz des Feldzuges jenseits des Rheines gegen unsere Fremdenregimenter" immer noch genügend Deutsche einfinden. Diese Tatsache ist höchst bedauerlich; sie muß uns in unserer Aufklärungsarbeit erst recht be= stärken. Für Albanien haben sich die zeitweilig nicht ungünstigen Aussichten auf Herstellung von Ruhe und Ordnung wieder getrübt. Die Albanesen stellen Forderungen, die sie aus eigener Kraft schwerlich werden Kleine Nachrichten. Bäderbesuch. Elster 8443; Kissingen 20 039; Lauterberg( Harz) 2536; Nauheim 20 503; Denhausen 16 975; Orb 2807; Sachsa( Südharz) 2443; Salzbrunn 6005; Blankenburg( Sarz) 4795; Bitium 1528; Cassel- Wilhelmshöhe 2496; Friedrichroda- Reinhardsbrunn 11 114; Gernrode( Harz) 2614; Großtabarz 3151; Helgoland 9740; Homburg v. d. Höhe 6386; Imenaut 3538; Rö nigstein( Taunus) 4161; Kreuznach 7418; Neuenahr 11 619; Nordernen 12 982; Pyrmont 18 502; Salzschlirf 3372; Salzuflen 8300; Salzungen 2764; Saßnitz 5700; Sooden- Werra 3636; Soden( Taunus) 2639; Schreiberhau 19 682; Wernigerode 13 364; Westerland 11 370; Wildbad 9785; Wildungen 6942. „ Geehrter Herr," schrieb Frau Haideck, gestatten Ste mir eine höfliche Bitte. Meine Pflegetochter und ich lernten in Nizza Ihren Vetter Robert Latour kennen; mir liegt viel daran, recht genaue Auskunft über ihn zu haben und ich bitte Ste, sie mir zu geben. Zwingende Gründe veranlassen mich zu diesem Schritt. Hochachtungsvoll Frau Anna Hatdeck, Strandhof auf Ritgen bet Saßnitz." faßt. Latour las und lächelte höhnisch, sein Plan war geEine serbische Vulverfabrik durch Blikschlag einges äschert. In Obilitschewo schlug der Blitz in das Mascht nenhaus der serbischen staatlichen Pulverfabrik, ein dreistöckiges Gebäude. Das ganze Maschinenhaus wurde eingeäschert. Der Schaden beträgt etwa 100 000 Dinar. Der diesjährige Ferienpersonenverkehr auf den Berliner Fernbahnhöfen hat nach den amtlichen Fest stellungen den vorjährigen an Umfang übertroffen. Im ganzen wurden auf den Berliner Fernbahnhöfen einfchließlich Charlottenburg, sowie von den Reisebureaus für die Zeit vom 6. bis 11. Jult 435 704 Fahrkarten, 3259 Stück mehr als im Vorjahre verausgabt. Gepäckstitcke wurden insgesamt 135 106 expediert. Er schrieb an einen Freund in Parts und wartete nun seelenruhig dessen Antwort ab. Unterdessen traf Frau Grotenbachs Antwort ein. Klara hatte sich die Hand verstaucht und Lina konnte die Klinik nicht verTassen, so mußte Evas Mutter in der Pension bleiben. Frau Grotenbach schien ebenfalls gegen den Fremden Bedenken zu haben und die Verlobung ungern zu sehen. Das Brautpaar mußte vorläufig eine gewisse Zurückhaltung beobachten, Latour durfte nur selten kommen und dann sah er Eva nur furze Zeit im Beisein Fran Haidecks oder des Ehepaares Olden; die beiden Oldens waren jahrelange, treue Freunde des Hauses. " Mathilde, da ist etwas nicht in Ordnung," sagte Olden immer wieder zu seiner Frau. Der Streit der Bäckergehilfen in Budapest dauert noch immer ungeschwächt an. Der gänzliche Mangel an Weißbrot und Semmeln wird nachgerade zur Kalami tät. Nur in einigen wenigen Bäckereien wird unter der Assistenz der Polizei Schwarzbrot gebacken. Die Streifenden haben bedeutende Geldsendungen aus Deutschland und Frankreich erhalten. Die Befreiung des Ingenieurs Nichter bereitet erneute Schwierigkeiten wegen der Höhe der von den Räubern geforderten Summe. Die Freunde Richters haben 25 000 Lire zusammengebracht, ein weiterer Be frag ist aber nicht verfitabar und die türkische Regie rung hat wegen der Zahlung des Lösegeldes immer noch feine Weisung erteilt. Die Aussichten auf eine Be fretung Richters find daber wieder etwas geschwunden. Nach einer Woche kam der Brief aus Paris an, er war mit„ Gaston Latour" unterschrieben und sprach in sehr lobenden Ausdrücken über Evas Verlobten, ihm ein glänzendes Zeugnis ausstellend. Da mußte denn Frau Haidecks Mißtrauen besiegt sein; trotzdem blieb ihr der Franzose unsympathisch, wodurch auch Evas Brautglück getrübt war. Trotz der Bitten Latours bestand Frau Hatdeck darauf, die Hochzeit auf mindestens ein Jahr hinauszuschieben. Einigemale kam es vor, daß Evas feines Gefühl durch Roberts Art und Weise verletzt wurde; sie litt darunter und des Geliebten Bild war für Augenblicke weniger strablend. " Du darfst mich nie enttäuschen," sagte sie ,,, mein Deutsche Tornister für Argentinien. Der argenti nische Kriegsminister hat angeordnet, daß das argen tinische Heer mit aus Deutschland einzuführenden Tors ntstern ausgerüstet werden soll. 15fabriges len war, erft u und verfe ader. Das Shwere Heßen gefte mobil so hef trimmert w bewußtlos u gebracht. Gin Ray nem Wäscher fer verfuchte niederzufchlag Auf der Bo Ausbruchvers gen das Leb abgeschnitten Giner G fft die Berli men. Sie hal und dem Au auszeichnunge die Schwindle Ein heftiges Unwetter, das über den Oberrhein und einzelne Seitentäler niederging, hat erneut großen Schaden in den Weinbergen angerichtet. Im Nahegebiet wurden in den Weinbergen und an den steilen Abhängen fußtiefe Gräben gerisien. Streckenweise find das gesamte Getreide und die übrigen Feldfrüchte ver nichtet; die tiefer gelegenen Ortschaften standen unter Wasser. Der Blitz hat mehrfach gezindet. Internationale Diebe machen sich in letzter Beit bek ben Bollrevisionen an den deutschen Hafenpläßen be merkbar. Einem aus Meriko kommenden Großkaufmann wurde während der Revision in Bremerhaven eine Brieftasche mit Banknoten im Werte von rund 20 000 Mart gestohlen. Explosion in einem Bergwert. Im Kastadenbergwert von Sykesville in Pennsylvanien hat eine Explo fion stattgefunden, der 22 Bergleute zum Opfer gefal len sind. Bisher sind 17 Leichen zutage gefördert. Die Zahl der Zyphuserfrankungen in Schneides mithl ist jetzt auf 263, die der Todesfälle auf 17 gestiegen. Mordtat eines Dreizehnjährigen. In Altrahlstedt bei Hamburg hat ein dreizehnjähriger Sunabe ein ganzes Herz ist Dein, Robert, ich würde namenlos letden, wenn ich sähe, daß Du nicht so bist, wie ich Dich haben möchte." Er legte die Arme um die schlanke Mädchengestalt und senkte die Augen, der offene, fragende Blick seiner Braut verwirrte ihn. " Ich- ich will mir Mühe geben, Dich immer glücks Itch zu machen," sagte er und füßte ihre Hand. Sie waren zwei Wochen verlobt, da erfuhr Latour, daß Frau Haideck eine Tochter hatte. Er wurde sehr nachdenklich und ging unter dem Vorwande, Kopfweh zu haben, früher als sonst fort. Am nächsten Tage saß Herr Olden im Strandhotel und trant seinen Frühschoppen; er unterhielt sich mit dem Wirt Prechelt. " Ich muß Ihnen etwas sagen, Herr Olden; der Verlobte Fräulein Evas ist ein Schwindler; ich kenne Frau Haidecks Pflegetochter seit Jahren und möchte nicht, daß sie unglücklich wird." Die flugen Augen Oldens, der Rechtsanwalt war, blizten. ander. „ Ah!" dachte er, so habe ich mich nicht geirrt." Leise unterhielten sich die beiden Männer mitein In Strandhof hatte Olden mit Frau Haided ein stundenlanges Gespräch. An demselben Abend fuhr Olden nach Stralsund und schickte von dort aus einen eingeschriebenen Brief nach Paris. Vergnügt rieb er sich die Hände. „ Na, warte, Monsieur," dachte er, solch alter Spürhund wie ich, der kommt Dir auf die Schliche!" Latours Wesen war seit einiger Zeit sehr wechselnd; bald war er von stürmischer, Eva fast verlebender Bärtlichkeit, bald wortfarg und verstimmt; sie wußte es sich nicht zu deuten, aber eine Schranke baute sich zwischen ihnen auf, die ihr immer unerklärlicher war. ( Fortsetzung folgt.) Wissens Ausgewed Operation wi meldet wird, eines der bef geführt; das Operation et thal erhofft e Kranken fet finde einträf befürchten. Operation an Aus Selbstätt Londoner Un Blockfignale ten von Büge den, die fähr hen. Ihre T burch Kontro gen haben erg gen erft ein 2 der Zug nur der Diftrittbal richtungen tr Sulge auf fede ren Linie erre Berordentliche Ballonnie wurde am So gefichtet. Plöt gehen. Mehre Unglücksstelle, Bon den Ball loren und wi Sein Begleite Baffer geftitra rechtzeitig zu feiner Baffagt schwand. Eine Sölle line in Lille e thr unbekannte Hülle befreit h die mit Nägel pulver, das m Eine Zündschn apparat in Ve große Explosio aber der Bünd Abergeben. Bon Allig gemeldet: Ein ge Dame, M blen von eine nach ihrer Ber Livejay aus L ner Gesellschaft Ganges spaster Das Waffer w fay wurde nu Mr. Scott ger fonen wurden Die erite lichen Verteidi Das Schöffen Die Rechtssch einem Bußge table ausgefit fie ihr Frau K hrer Aufgabe Berteidigerin Mädchen mit d erreichte sie do Glogau hatte des geringen Rahre zu erbit flagte innerhal wird. Haministerium Die Luftba ble fonderbarst bie verbotenern abgebrannt hat telisiteuern vo auch die p Das letzte Belei falls feinen Lut Erfolg dagegen barteitaiteuern Trichters damt bliche Choral Rhweihfonnt Beteranenverei taufhin ist es Gin feltene bebung feines lime Borkomm meldet. Die d Im St. Amarin Beamter int Monatsgehalt mungsbelege in mertt und die des Behaltes a in etne Dromm Die Walds Den Berichte ze In tetner et Daß irden habe. Ilten, Tors hutze igent. geln, Be vird. bes retch Ste I in gten ppen Bera Nen ver rtila t zu meha ter 975; 005; Wil 114; land Kö nahr hlirt 700; ber 370; gea fchteint Jaus 000 dent Festa I'm einaus tent, Jäd uert ant amtnier Die aus er der tera Be gies mer Bea dent. entis genta Tora heln ßen eges tlen find ver nter = bef bea auf wen und ergs plo efalides gez ſtedt ein Iets Dich ſtalt iner 15fähriges Dienstmädchen, mit dem er in Streit geralen war, erstochen. Der Junge sprang auf das Mädchen zu und versetzte ihm einen Stich in die linke Halsschlag= ader. Das Mädchen brach jofort tot zusammen. Schwerer Automobilunfall. Im Norden Berlins stteßen gestern ein Straßenbahnwagen und ein Automobil so heftig zusammen, daß letzteres vollständig zertrümmert wurde. Die Insassen, zwei Damen, wurden bewußtlos und blutüberströmt nach dem Krankenhaus gebracht. Ein Ranbmordversuch wurde in Hamburg von_et= nem Wäscher gegen die Witwe Dreyer verübt. Der Täter versuchte, die wehrlose Frau mit einem Hammer niederzuschlagen. Er wurde überrascht und verhaftet. Auf der Polizeiwache machte er einen vergeblichen Ausbruchversuch. Schließlich wollte er sich durch Erhängen das Leben nehmen, er wurde aber noch rechtzeitig abgeschnitten und nach dem Krankenhaus gebracht. tour, sehr fweh hotel mit der enne öchte war, Einer Gesellschaft internationaler Ordensschwindler ist die Berliner Kriminalpolizet auf die Spur gekominen. Sie hatte von Berlin aus nach ganz Deutschland und dem Auslande an Herren und Damen Ordensauszeichnungen, namentlich spantsche, versandt. Gegen die Schwindler wurde ein Verfahren eingeleitet. Wissenschaft, Kunst und Litteratur. Ausgewechselte Schienbeine. Eine bemerkenswerte Operation wurde, wie dem„ B. T." aus Neuyork gemeldet wird, tm Hospital des Dr. S. W. Braunthal, eines der bekanntesten, amerikanischen Chirurgen, ausgeführt; das Schienbein eines Mannes wurde zu der Operation eines Frauenbeines verwendet. Dr. Braunthal erhofft einen vollen Erfolg. Die Temperatur der Stranken set normal, und wenn nicht besondere Umstände einträten, so seien Komplikationen nicht mehr zu befürchten. Es ist das erste Mal, daß eine derartige Operation an einem Menschen ausgeführt wurde. Aus dem Reiche der Cenik. Gegenteil noch mehr herzzerreißende Einzelheiten. Hun derte standen stundenlang in dem Wasser des Sees bet Porcupine und mußten sich wegen der Tiefe des Wasfers hart am Ufer halten. Viele ertranfen und viele andere wurden durch die Hitze blind oder schrecklich verbrannt. Man fand Körper, die vollständig verkohlt Soldaten wurden mit Belten und Decken für die Ueberlebenden entsandt, von denen viele obdachlos find. Es ist bisher unmöglich, die Zahl der Umgekommenen festzustellen. Selbsttätige tntergrundsahn- Signale. Auf den Londoner Untergrundbahnen sind etwa 1000 selbsttätige Blocksignale und selbsttäige Vorrichtungen zum Anhalten von Rügen bet Gefahrstellung der Signale vorhanden, die jährlich über 400 millionen Bewegungen machen. Ihre Tätigkeit wird sorgfältig überwacht, und die durch Kontrollapparate vorgenommenen Aufzeichnun= gen haben ergeben, daß unter 650 000 Signalbewegungen erst ein Versager vorkommt. Auch bet diesen kann der Zug nur aufgehalten, nicht gefährdet werden. Auf der Distriktbahn werden mit Hilfe dieser Sicherheitseinrichtungen trop verwickelter Betriebsverhältnisse 38 Züge auf jedem Gleis abgefertigt, und auf einer ande= ren Linie erreicht die stündliche Zugzahl sogar die außerordentliche Höhe von 42 Zügen. Vermischtes. waren. Sitwelle und Eistrust in Amerika. Der während der letzten Tage bei der großen Hize in Neuyork plötzlich eingetretene Eismangel veranlaßte eine behördliche Untersuchung der Ursache. Es ergab sich, daß der Eistrust die Eislieferung an die Detallhändler künstlich zurückgehalten habe. Die Schuldtragenden werden verfolgt. Eine schwere Bestrafung des Trusts steht bevor. Die Empörung über die fünstliche Preiserhöhung und die Ausbeutung der Situation durch das Eismonopol ist allgemein. Soweit die Meldung, die dem„ B. T." zu= ging. Sollte sie sich in vollem Umfang bewahrheiten, so ist zu fordern und zu erwarten, daß die in Aussicht gestellte Bestrafung des Eistrusts so empfindlich ausfalle, als dessen Vergehen ungeheuerlich war. Ballonniedergang auf dem Meere. In Marseille wurde am Sonnabend ein Ballon in bedeutender Höhe gesichtet. Plötzlich sah man thn auf das Meer niedergehen. Mehrere Fahrzeuge dampften sofort nach der Unglücksstelle, um den Luftschiffern Hilfe zu bringen. Von den Balloninsassen hatte einer die Besinnung verLoren und wurde ohnmächtig im orbe aufgefunden. Sein Begleiter hatte sich, als er Hilfe nahen sah, ins Wasser gestürzt, und es gelang einem Fischer, thn noch rechtzeitig zu erfassen. Der Ballon, von dem Gewicht setner Passagtere befrett, stteg wieder auf und entschwand. teinetn fuhr inen 6 er alter !" ind; Bärts fich ſchen Kronkleinodien für Morgan. Der amerikanische Milliardär Pierpont Morgan hat dem ungarischen Grafen Erdödy ein Kaufangebot für verschiedene Krontleinodien aus der Zeit des Königs Mathias Corvinus gemacht. Die gräfliche Familie verlangte für die Altertümer, die sich seit Jahrhunderten in ihrem Besitze befinden, 7 Millionen Seronen, die Morgan auch bewilligte. Die ungarische Regierung erflärte jedoch, daß die Kunstschätze zu dem Fideikommiß der Familie Erdödy gehören und nicht verkäuflich seien. Der Familienrat bot nun Morgan das gesamte Fideikommiß zum Kaufe an. Morgan erklärte sich auch dazu bereit. Die ungarische Regierung beschloß dagegen, dem Kaiser, dem die Entscheidung bezüglich des Verkaufs des Fideikommisses zusteht, dessen Ablehnung zu empfehlen, so daß die Kleinodien doch dem Lande ungarn erhalten bleiben dürften. Eine Höllenmaschine im Postpaket. Eine Frau FeItne in Lille erhielt ein Postpaket, dessen Aufgeber eine thr unbekannte Persönlichkeit war. Als sie es von der Hülle befreit hatte, fand sie darin eine starke Blechbüchse, die mit Nägeln, Eisensplittern, Brennstoffen, Schießpulver, das mit Dynamit durchsetzt war, gefüllt war. Eine Zündschnur stand mit einem mechanischen Zündapparat in Verbindung; die Ladung hätte genügt, eine Zum Glück versagte große Explosion hervorzurufen. aber der Zündapparat. Das Paket wurde der Polizei itbergeben. gen zu entfräften, heiratete sie in Florenz den jungen pianisten Toselli, der im Anfang der zwanziger Jahre stand. Der deutsche Kaiser, Staffer Franz Joseph, die Kaiserin Elisabeth, König Viktor Emanuel, sie alle wer den dem Publifum mit einer familiären Sandbewe gung als mein Onkel, mein Schwager, mein Better" usw. vorgestellt. Das Buch schließt mit der Verheißung, daß ihr Lieblingsvetter Johann Orth nicht tot sei, sondern bald zurückkehren werde. Nach dieser kurzen Charakteristik fann man sich bereits ein Bild machen, was das Publikum von dieser " Rechtfertigungsschrift" zu erwarten hat. Lepra- Steine in Kurhessen. Man schreibt der„ Frkf. 8tg." Etwa einen halben seilometer unterhalb des alten turhessischen Städtchens Rauschenberg findet man an der Straße einen etwa einen halben Meter hohen starken Sandstein in Kreuzform ohne jede Inschrift oder irgend welches Zeichen, das seine Bedeutung erläuterte. Man nahm früher vielfach an, daß an dieser Stelle vor Jahrhunderten eine Kirche gestanden habe, die, wie üblich, ein Friedhof umgab. Auch an Hinweisen auf einen während des dretßig- oder siebenjährigen Serteges an dieser Stelle gefallenen und begrabenen höheren Offizier fehlt es nicht, trotzdem Kirchenbücher und andere Urkunden nichts darüber zu berichten wußten. Nun finden sich solche Steine aber auch in anderen Orten Kurhessens, z. B. am Ein- und Ausgange des Dorfes Hassenhausen im Kreise Marburg, in gletgher Entfernung von den Wohnungen an den Hauptstraßen. Es sind Lepra- Steine, die den an Aussatz Erfrankten zeigten, bis zu welcher Stelle fte sich den Anstedlungen nähern durften. Es ist zweifellos, daß diese Lepra- Steine einst in viel größerer Menge vorhanden waren, als man sie heute noch findet. Ste geben, gleich den alten Leprahäusern mancher Städte Kunde von der in früheren Jahrhunderten verhältnismäßig wetten Verbreitung der Lepra in Deutschland. Von Alligatoren aufgefressen. Aus Plymouth wird gemeldet: Eine dort aus Indien eingetroffene englische Dame, Mrs. Livesay aus Cardtee, wurde in Indien von einem tragischen Schicksal betroffen. Kurz nach ihrer Vermählung zu Cawnpore mit einem Mr. Livesay aus London fuhr sie mit ihrem Gatten und et= ner Gesellschaft von Freunden in einem Boot auf dent Ganges spazieren, als das Fahrzeug plötzlich umschlug. Das Wasser wimmelte von Alligatoren und Mrs. Livesay wurde nur mit äußerster Lebensgefahr von einem Mr. Scott gerettet. Ihr Gatte und vier andere Perfonen wurden von Alligatoren aufgefressen. Die erste Verteidigerin vor einem deutschen Gericht. Das Schöffengericht zu Glogau hat den ersten weiblichen Verteidiger vor einem deutschen Gerichte gesehen. Die Rechtsschutzstelle des Vereins Frauenwohl" in Glogau hatte sich nämlich einer jungen Verkäuferin in einem Buzzgeschäft angenommen, die angeblich Diebstähle ausgeführt haben sollte. Als Verteidigerin hatte fie ihr Frau Kaufmann Bigo zur Seite gestellt, die sich threr Aufgabe vorzüglich entledigte. Wenn auch die Verteidigerin nicht einen vollen Erfolg erzielte, da das Mädchen mit drei Tagen Gefängnis bestraft wurde, so erreichte sie doch, daß das Gericht selbst in Anbetracht des geringen Vergehens den Beschluß faßte, beim Ju stizministerium einen Aufschub der Strafe um zwet Jahre zu erbitten. Die Strafe erlischt, wenn die Angeflagte innerhalb dieser Frist nicht von neuem bestraft wird. Die Memoiren" der Frau Toselli. Das entlarvte Hotelgespenst. Einzig daftebend ist ein Trick, auf den ein internationaler Hoteldieb verfallen ist, der Berlin mit einer Gastrolle beglitckte, von der Kriminalpolizet aber bereits unschädlich gemacht werden konnte. In einem kleinen, in der Grenadierstraße gelegenen Hotel, in dem meist Russen verkehren, war der Kaufmann S. Rabinowicz aus Memel abgestiegen. In der Nacht zum 12. d. M. gegen 2 Uhr wurde Rabinowicz plötzlich durch ein Geräusch aus dem Schlaf geschreckt. Als er eine in ein weißes Gewand gehüllte Erscheinung von seinem Bette aus nach der Tür zu huschen sah, stand ihm vor Schreck fast der Atem still. Er faßte jedoch Mut, drehte schleunigst das elektrische Licht an und konnte gerade noch sehen, wie ein geisterähnliches Wesen, dessen Gesicht dem einer Leiche glich, vollständig in ein weißes Gewand gehüllt, durch die Tür verschwand. Vor kurzem wurde die Deffentlichkeit davon_ver= ständigt, daß die Gräfin Montignofo, die heutige Frau Tosellt, thre Erinnerungen" veröffentlichen werde. Ein Londoner Verlag soll dies Butch der Sensation, mit dem fich Frau Tofellt in die ihr nicht mehr unbekannte„ Deffentlichkeit frichtet, zu etnem recht ansehnlichen Preise erworben haben, und Mitte September wird die Welt mit diesen Bekenntnissen" bekannt gemacht werden. Das ttalienische Blatt" Corriere della Sera" veröffentlicht jetzt, ohne eine besondere Quelle anzugeben, in einem langen Telegramm aus London einen zusammenfassenden Auszug dieses Buches. Gelähmt vor Schrecken wagte Rabinowicz nicht, Alarm zu schlagen. Erst am nächsten Morgen machte er die unliebsame Entdeckung, daß die Geistererscheinung nichts weiter als ein findiger Hoteldieb gewesen, der bet dem Versuch, ihn zu beffehren, überrascht wor den war. Die Hosen des Rabinowicz, in denen er seine Brieftasche mit einem größeren Geldbetrage und Wertgegenstände aufbewahrt und die er vorsichtshalber unter das Kopfkissen gelegt hatte, lag auf der Erde thr Inhalt war auf dem Boden verstreut. Die nun mehr alarmierte Kriminalpolizei stellte fest, daß der Dieb in das im ersten Stockwert gelegene Simmer nur durch das Fenster eingestiegen sein könnte, das wegen der Htze geöffnet geblieben war. Eine Letter fand man nicht, es fonnte also nur ein Mann als Täter in Frage tommen, dessen Zimmer unmittelbar au dasjenige des Rabinowicz anstößt. Diese Vermutung stellte sich als richtig heraus. In dem Nebenzimmer Logierte seit drei Tagen ein Mann, der sich als Schauspieler Jagla ausgab und angeblich am 3. Dezember 1892 in Lodz in Russisch- Polen geboren ist. Jagla behauptet, mondsüchtig zu sein und in diesem Zustande in das von Rabinowicz bewohnte Hotelzimmer gelangt zu sein. Sonst verweigert er über seine Person jede nähere Auskunft. Er spricht deutsch, russisch und polnisch. Schwere Eisenbahnkatastrophe in Baden. Die Station Müllheim in Baden war beute vormittag der Schauplatz einer folgenschweren Eisenbahnkatastrophe, welcher der Baseler D- Zug zum Opfer gefallen ist. Leider sind auch Menschen bei dem Unfall ums Leben gekommen, wie aus folgender Drahtmeldung hervorgeht: Die Prinzessin erzählt von einer traurigen und freudlosen Kindheit im Schlosse von Salzburg; und schon beginnen auch die Anklagen gegen Lehrer und Erzieher. Ste alle sind Tyrannen des Beremoniells, Vedanten, und mit 15 Jahren ist die spätere Frau Tofellt im Innern ihres Wesens bereits Rebellin. Aber ste zögert dann doch nicht, die Werbung des sächsischen Kronprinzen anzunehmen. Ohne Bedenken erzählt ste auch, daß bei der Eingehung dieser Ehe der Wunsch auf ihrer Seite bestimmend war, unter allen Umstän= den dem armseligen Salzburger Hofleben zu entgehen. Ste hätte auch jeden anderen genommen, nur um aus dem Hause der Eltern fortzukommen. Den bitteren Anklagen gegen das Elternhaus folgt nun die Anklage gegen den Gatten. Daß sie die wahre Netgung thres Gemahls niemals zu erringen vermochte, macht sie dem Kronprinzen zum Vorwurf, und daß thr ganzes Wesen, Auftreten und Gebaren am Dresdener Hofe die Herzen nicht fesselte, erklärt ste durch eine kühle Gleichgülftgkeit, die man ihr entgegengebracht habe und die sich dann zu dumpfer Feindschaft steigerte. Frau Tosellt spricht davon, wie sie den großen Entschluß faßte, sich mit ihrem Schicksal auszusöhnen und wie sie schwetgend duldete". Auch der König vermochte zu der Schwiegertochter ein Verhältnis nicht zu gewinnen. Ste aber, bie einsame unverstandene, die im Schweigen duldet, ergibt sich der Schmetterlingsforschung, beobachtet die Ameisen. Die Lustbarkeitsstenerwut in Nürnberg hat schon die sonderbarsten Fälle gezeitigt. So wurden Leute, die verbotenerweise Feuerwerk in der Neujahrsnacht abgebrannt hatten, zu ihren Strafzetteln mit Lustbarfettssteuern vom Magistrat bedacht, der in Nürnberg auch die Polizeigewalt hat. Und ein dortiger Veteranenverein, der einem verstorbenen Kameraden das letzte Geleit mit Mustt gegeben hatte, erhielt ebenfalls feinen Luftbarkeitssteuerzettel dafftr. Er hat mit Erfolg dagegen protesttert. Das Allerneueste tn Lustbarkeitssteuern hat man sich in der Stadt des großen Trichters damit geleistet, daß das seit Jahrhunderten bliche Choralblasen auf dem Johannisfriedhof am Archweihsonntag Lustbarkeitssteuer kosten sollte. Daraufhin ist es unterblieben. Gin feltener Beamter. Ein Beamter, der die Abhebung seines Gehalts vergißt dieses kaum glaubliche Vorkommnis wird aus Thann im Oberelsaß, gemeldet. Die dortige Zeitung schreibt nämlich: Hat da im St. Amarintale ein vermutlich sehr gut fituierter Beamter im Oktober vorigen Jahres vergessen, setn Monatsgehalt zu erheben. Bet Prüfung der Rechmungsbelege in Straßburg wurde das Versäumnts bemerkt und die betreffende Kasse zur erneuten Zahlung des Gehaltes angewiesen, der zerstreute Beamte aber in eine Ordnungsstrafe genommen. Die Waldbrände in Kanada. Wte die einlaufenden Berichte zeitgen, sind die Schrecken der Waldbrände t feiner Wetfe übertrieben worden. Ste Itefern tm Müllheim( Baden), 17. Jult. Seute vormittag 9 Uhr entgleiste hter der um 8,09 1hr ans Basel ab gegangene D- Bug Basel- Frankfurt a. M.- Berlin. Der dem Tender folgende Gepäckwagen fiel rechts aus dem Gleis und der folgende Wagen erster und zweiter Klasse links. Zwei Wagen dritter Klasse wurden ineinandergeschoben. Acht Personen find tot, fitnfzehn bis zwant: zig mehr oder weniger schwer verletzt. Drabtnachrichten und Deuestes. Spanisch- französische Reibereien in Marokko. Paris, 17. Jult. Das in Melilla erscheinende und von spanischen Offizieren geleitete Blatt Telegramme vom Riff" erhebt gegen den französischen Hauptmann Moreaux, der die im Charb- Gebiete stehende Sultansmahalla befehligt, die schmersten Beschuldigungen, daß er aus den Kassen des Sultans 200 000 Francs unterschlagen habe, die dafür bestimmt waren, der Eingeborenentruppe als Sold ausbezahlt zu wer den. In der spanischen Gesandtschaft in Tanger soll man durch diesen Bresseangriff sehr niedergedrückt sein. In den amtlichen Bariser Kreisen herrscht eine namenlose Erbitterung darüber. Vom Kaiser Franz Josef. Wien, 17. Jult. Kaiser Franz Josef hat seinen Jichler Sommerurlaub unterbrochen und ist nach hier zurückgekehrt, um der morgen erfolgenden Eröffnung des Reichsrates beizuwohnen. Nach ihrer Schilderung haben diefe stummen Betden sie abergläubisch werden lassen, und als sie etnes Abends eine schwarze Kaze über ihren Weg laufen sah, wurde in ihrem Getste das Märchen von ihrer alten Hebamme wach. Diese Hebamme galt als Hellseherin", so schreibt Frau Tosellt. Meine Mutter pflegte mir zu erzählen, daß unmittelbar nach meiner Geburt die Hebamme mich in den Arm nahm, mir in die Augen sah und sagte:„ Dieses Kind ist bestimmt, eine Krone zu tragen, aber es wird unglücklich sein, sein Leben wird nur ein Calvartenbera unzähliger Letden werden." Damals fet die Legende aufgetaucht, thr Geist habe eine Trübung erlitten: ihr drohte angeblich das Schicksal, in etn Irrenhaus interniert zu werden, und so tam es zu der Flucht nach Zürich, die sie in einem Kapitel schildert, das die Ueberschrift trägt:" J'accuse". Auf ihrer Flucht habe sie an Giron gar nicht gedacht, sie wollte die Gastfreundschaft ihres Bruders in Anspruch nehmen. Aber ihr Bruder liebte, zu ihrem Schmerze, eine einstige Tänzerin, und unter einem solchen Dache tonnte sie nicht leben. Da rtef die Vereinsamte Giron und in der Wahl zwischen Giron und dem Irrenhause und dem Skandal entschied sie sich für den letzteren. " Nach mir die Sündflut", diese Worte des Sonnenfönigs wären thr Wahrspruch gewesen. Dann kam die Ehescheidung, und bald darauf wurde Giron entlassen, weil sie den Retter und Beschützer plöblich als„ ettel und geschwäbig" erkannt habe. Den Toselli hat sie geheiratet, um ihre Tochter behalten zu dürfen. Vom sachfischen Hofe machte man thr Vorstellungen über thre unregelmäßige Lebensweise, die Bedenken für die Erziehung ihres Kindes etnflößten. Um ötefe MahnunSeltsames Testament eines Altertumssammlers. Brag, 17. Juli. In Libotz bei Prag starb det frühere Professor an der Berliner Universität Fröhlich, ein bekannter Sammler von Altertümern. In seinem Testament verfügt er die Abtrennung seines Stopfes und der Hände, die das Museum in Jungbunzlau er= halten soll, dem er auch seine sämtliche Sammlungen vermacht hat. Der Numpf soll in Chemnitz beigesetzt werden. Folgenschweres Antomobilunglück. Gleiwig, 17. Jult. Gestern früh rannte in der Nähe von Niederwilza ein Automobil mit einer Jagdgesellschaft gegen einen Baum. Die Insassen wurden herausgeschleudert und das Auto total zertrümmert. 3wet Insassen wurden schwer verlett, der Chauffeur war in der Aufregung geflüchtet und konnte noch nicht gefunden werden. Choleragefahr für Neuyork. Neuvort, 17. Jult. Vier Cholerakrante wurden von Bord des hier aus Italien angefommenen deutschen Dampfers" Moltke" in das Hafenlazarett gebracht. Im Seemannsheim, in dem sich fünfzehn Cholerakrante befinden, sind zwet Personen der Krankheit erlegen. Handel und Verkebr. Der Wert des deutschen Spezialhandels im reinen Warenverfehr beltef sich im Junt d. J. auf 799,1 mill. Mart in der Einfuhr und auf 615,0 Mill. Mark in der Ausfuhr, im abgelaufenen Jahresteil auf 4644,1 M. Mart in der Einfuhr gegen 4419,0 Mill. Mart; in der Ausfuhr auf 3809,9 millionen Mark gegen 3548,7 Mill. Mart im Vorjahre. Außerdem erreichte die Einfuhr von Gold und Silber im Juni d. J. Werte von 31.3 und 3,1 Mill. Mart, im abgelaufenen Jahrestelle folche von 99,0 und 28,8 gegen 167,0 und 27,4 mill. Mart im Vorfahre, die Ausfuhr von Silber und Gold im Juni Werte von 2,0 und 3,9 millionen Mart, im abgelaufenen Jahresteile solche von 20,9 und 17,1 gegen 88,3 und 15,2 Millionen Mark im Vorjahre. Caffel, 15. Juli. Weizen( 100 g.) 20,00-20,75 M Roggen( 100 g) 17,50-18,25 M, Gerfte( 100 g.) 15,25-16,00 M, Safer( 100 g.) 19,00-21,00 M, Seit ( altes. 3tr.) 3,50-4,25 M., Stroh( 3tr.) 2,00-3,00 M 10% 10% Grosser Räumungs- Ausverkauf Salvatey bis zum 30. Juli Verkaufe während der Ausverkaufstage grosse Bestände von [ 24/13 Frühjahrs-, Sommer- und Herbst- Schuhwaren. Sämtliche Schuhwaren werden zu staunend billigen Preisen abgegeben. Zurückgesetzte Einzel- u. Musterpaare für Damen, Herren und Kinder enorm billig Alleinverkauf in Hassia-, Dr. Diehl- und Salvator- Stiefeln. Schuhwarenhaus L. Bernhardt Giessen Neu! Für die heisse Jahreszeit empfehle meine Neu! 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Aber die richtige ch halen, die sich im Kö ruruführen und von Gesundes, re Gesundes, rei Gesundes, rei Unreines Blut leidet N inch Lösungen von Ei Shwelelverbindungen un blen, ersetzt werden. wrissiger, was wiede Gicht, Rheumatismus Kicklichkeit und vorzeit Dem Blute muß die inden Mineralstoffe i werden, da sie andernfalls Das geschieht mit am Braschenden Wirkung Winste empfohlen wird. Es dürfte kaum ein in den letzten Jahrer Zuschriften über Fäll Enige solcher Zusch kostenlos selbst zu ben Ihre genaue A Wir senden Ihnen da e Auch das Porto trag len und daß Dr. med. and portofrei fügen wir ch die Gebrauchsan Postka Herrn Dr. m 12345 123456789 123456789 Stadto. Hen Wimpfen k. 3. , 13 ig 35 ei Weshalb stirbt man vorzeitig? Warum erreichen nur so wenige Menschen bei normaler Vollkraft das normale Lebensalter? Ein Teil der Menschen stirbt infolge von Unglücksfällen, angeborener Schwäche oder an den Einwirkungen der Berufskrankheiten. Aber die übergroße Anzahl der Anderen? Die Tausende normaler Menschen, welche weder verunglücken noch durch giftige Gase, Staub, Überanstrengung usw. vorzeitig zu Grunde gehen, warum sterben sie verhältnismäßig so früh? Warum nehmen bei ihnen schon mit 40, spätestens mit 50 Jahren die Kräfte ab? Warum stellen sich bereits in diesem Alter, welches das kräftigste sein sollte, schon allerlei Gebrechen ein? Das macht das unreine Blut! Das Blut im menschlichen Organismus hat vier Hauptaufgaben: 1. Es versorgt die einzelnen Organe mit Nährstoffen, die durch die Verdauungsorgane aus den Speisen präpariert wurden. 2. Es führt den zur Verwertung dieser Nährstoffe nötigen Sauerstoff aus den Lungen herbei, die es in leinster Verteilung durchströmt. Infolge seiner besonderen chemischen Beschaffenheit reißt es den Sauerstoff an sich und gibt ihn da, wo er gebraucht wird, wieder ab. 3. Bei der Verwandlung der Nährstoffe in Wärme und Kraft mit Hilfe des Sauerstoffes entstehen chemische Verbindungen, die wieder aus dem Organismus entfernt werden müssen, weil sie ihm schädlich sind. Das Blut nimmt sie auf und schafft sie durch den Schweiß, durch die Nieren usw. hinaus, zum Teil transportiert es sie auch in die Leber, wo sie nochmals chemisch in Galle umgewandelt werden, die dazu dient, die [ 245 Speisen im Magen und in den Därmen aufzulösen. 4. Es vernichtet Bakterien und andere Krankheitskeime, die in den Organismus eindringen, bevor sie sich vermehren können. FF schaft. 22/13 eitern in der um-4% Spekte aftssen. [ 23/4 kann. ondon. Wohlgemerkt gilt das alles nur vom gesunden, normalen Blute. Sobald es sich in seiner chemischen Zusammensetzung wesentlich verändert, kann es seine Aufgaben entweder garnicht oder nur mangelhalt erfüllen und der Organismus erkrankt. Die ersten Warnungszeichen sind: schlechte Verdauung, Appetitlosigkeit, Angstgefühl, leichte Erregbarkeit, Mattigkeit, Energielosigkeit, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, Nachtschweiße, kalte Füße, Blut☑B D Der Gesundheit Hort andrang nach dem Kopfe, Leiden der Leber, der Nieren, der Galle oder anderer Organe, Hämorrhoiden, Beinschäden, Flechten, Pickeln, Rheumatismus, Gicht, Zuckerkrankheit, Katarrhe des Halses, der Nase oder der Ohren usw. Aber die richtige chemische Zusammensetzung ermöglicht es dem Blute, sich von Krankheitsstoffen freiZeitung kanntmachungen des Großherzoglichen Polizei Amtes Behörden Oberhessens tersweg 83. ichmidt.) ). Juli 1911. 1 Gg. Preß jun., im jeim Stadtv. Bauunter18. Wahlkreis Seltgenaußerdem sind Kandidammen für den 11. Wahlfür den 15. Wahlkreis den 16. Wahlkreis Lanrhessen sind bisher hlkreis Nidda Justizrat freis Büdingen der Land: den 14. Wahlkreis Vilng- Rendel; in verschiedeKandidaturen in Aus13 Rheinhessen enddritte Mandat der Stadt Nayer; für den 3. Wahllbgeordne, e Bürgermeister ir den 5. Wahlkreis Wörren, für den 8. Wahlkreis mann- Bechtolsheim; weissicht genommen in Alzen on der sozialdemo= de Genosse Berthold- Darmes Wahlkreises Bischofs= Letzte Woche fand in rversammlung der 3 e n- agswahlkreises Bingen ige Abg. Justizrat von als Kandidat aufgestellt zuhalten, die sich im Körper selbst bilden resp. sie auszustoßen, den Organen genügend Nährstoffe und Sauer- und Land. stoff zuzuführen und von außen eindringende Ansteckungskeime abzuwehren. Gesundes, reines Blut bedeutet dauernde Gesundheit! Gesundes, reines Blut bedeutet ein rüstiges Alter! Gießen, den 19. Juli. Die große Glocke der ngen und ist von der FirBerei in Sinn( Nassau) Gesundes, reines Blut bedeutet Verlängerung des Lebens! 19. Juli. Als geſtern Unreines Blut leidet Mangel an gewissen Mineralstoffen. Jedermann weiß, daß bei Blutarmut Eisenpräparate, nämlich Lösungen von Eisensalzen, verordnet werden. Das Eisen allein tut es aber nicht, auch Kalk, Magnesia, Schwefelverbindungen und eine Reihe von Mineralsalzen sind im normalen Blute vorhanden und müssen, wenn sie fehlen, ersetzt werden. Geschieht das nicht, so häuft sich Harnsäure im Blute an, dasselbe wird dadurch schwerflüssiger, was wieder eine Überanstrengung des Herzens mit allen Folgen derselben verursacht, es entwickeln sich Gicht, Rheumatismus, Wassersucht, Arterienverkalkung, dauernde Katarrhe, kurz es tritt eine allgemeine Kränklichkeit und vorzeitige Gebrechlichkeit ein. Hier muß die Hilfe einsetzen! Dem Blute muß die richtige chemische Zusammensetzung wiedergegeben werden. Es müssen ihm die fehlenden Mineralstoffe in einer aufnahmefähigen Form und in der richtigen Zusammensetzung zugeführt werden, da sie andernfalls ungenützt den Organismus passieren. Das geschieht mit am zweckmäßigsten durch Dr. med. H. Schröders Renascin, ein Präparat, bezüglich dessen überraschenden Wirkungen tausende von Anerkennungsschreiben vorliegen und welches von Arzten aufs Wärmste empfohlen wird. Es dürfte kaum ein Stärkungs- und Kräftigungsmittel geben, welches so weite Anwendung gefunden hat, wie in den letzten Jahren Dr. med. H. Schröders Renascin. Aus allen Kreisen der Bevölkerung gelangen an uns Zuschriften über Fälle, in denen sich Renascin glänzend bewährte. Einige solcher Zuschriften sind umstehend abgedruckt, da wir aber jedem Gelegenheit geben wollen, sich ganz kostenlos selbst zu überzeugen, so bitten wir Sie, die angefügte Postkarte auszuschneiden und uns auf derselben Ihre genaue Adresse mitzuteilen. Wir senden Ihnen dann sofort eine Probedose ganz kostenlos! Auch das Porto tragen wir selbst. Wir tun das, weil wir überzeugt sind, daß Sie sehr zufrieden sein werden und daß Dr. med. H. Schröders Renascin die Prüfung glänzend bestehen wird. 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Der bei der Firma he Kämmerer war, wie schlagung von 3000 Mt. sich jedoch nicht lange der 1 schon am zweiten Tage htigkeit in Fulda, wo er ich abgestattet hatte. Das 19 Monaten Gefängnis, Nonate. li. Der Waldbrand am in verursachte, soll auf die ergänger, die im Walde hren sein. i. In Ellhausen erinders ihren Mann mit ndt. r Fall Jatho. Nachricht von einem Proder Jatho's Wiedereinsetrdert. Wenn da von„ ann steht, daß sie diese Kundo fragen wir verwundert: tollegenkreisen vorhanden, : Ansehen erst reden, wenn en des Berufskreises hineine ganze Anzahl Geistwissen wir, müssen ihnen , ie in der Regel wenig oder Wimpfen Lehrer Lang- Beerfelden, im 12. Wahlkreis keine Fühlung mit ihren Gemeindegliedern haben; denn | ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile. Stellen= gesuche und Familienanzeigen 10 Bfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg. Extrabetlagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Playzvorschriften ohne Berbindlichkeit. Berlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. S. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. man im Volke denkt man nicht daran, jemanden wieder zu rufen, von dem man weiß, daß er die einfachsten Empfindungen der Menschenseele so herzlich wenig fennt. Daher doch auch die Tatsache, daß gerade im Volke viele sind, die auf solche Leitung verzichten. Wenn schon der Verteidiger Jatho's, Professor Baumgartner- Kiel, nicht die Bekenntnisfrage, sondern nur den Einfluß Jatho's in den Kölner liberalen Kreisen als Verteidigungsmoment anführen konnte, was will man dann noch nach einer so reiflich erwogenen Entscheidung fordern, die gefällt ist von einem Kollegium, dem Voreingenommenheit auf Grund seiner Zusammenset zung nicht wird nachsagen können? Wir als verstehen ganz gut auch die moderne Zeit, und wissen es auch zu schätzen, wenn uns nicht mit Lauheit, sore dern mit Feuereifer in neuen Worten die alten Grundwahrheiten dargeboten werden. Vielmehr halten wir dafür, daß wir mit Luther singen sollen allezeit: Das Wort sie sollen lassen stah'n. Auch lassen wir uns gerne „ neue Wege", wie es in dem Protest heißen soll, führen, wenn solche nicht abwärts, sondern aufwärts zum guten Ziele führen. Laien Noch wollen wir darüber schweigen, ob nicht ein Sturm der Entrüstung sich erheben soll, aber soviel ist gewiß, daß das Laientum bereit steht und einmütig sich erheben wird, wenn man ihm einen Protest vorhalten wird, wie geplant sein soll. Bezeichnend ist auch ein Urteil des„ Vorwärts" in dieser Frage, wenn er etwa schreibt: Wir mischen uns nicht in diese Streitfrage, da für uns die Religion Privatsache ist, aber bezeichnend für die Haltung des Liberalismus ist es, wie er sich an diese Dinge klammert und Erfolge davon verspricht. Wird man irgend einer Vereinigung oder Behörde einen Vorwurf machen, wenn sie Jemand ausschließt, dessen Tätigkeit sich in Widerspruch setzt mit den gege= benen Einrichtungen? Ebenso hoffen wir, daß auch diese Frage vor allem nüchtern beurteilt werden möge, von denen, die solche wenigen kennen. Literarisches. = or= * 100 Entwürfe zum Bismard- Wettbewerb wurden im Auftrage des Denkmal- Ausschusses von der Düsseldorfer Verlagsanstalt A.-G. in Düsseldorf herausgegeben. Die wesentlichen Resultate des glänzenden, für die moderne deutsche Kunst so wichtigen Wettbewerbs sind hier zusammengefaßt. Vor allem wurden die 20 preisgekrönten Entwürfe eingehend dargestellt, zu deren Publikation ausschließlich der DenkmalAusschuß berechtigt war. Sie werden die Grundlage für den neuen engeren Wettbewerb bilden und haben dadurch besonderes Interesse für die weitesten Kreise. Prick, Was muß der Arbeitgeber und der Arbeiter von der Reichsversicher ungsordnung wissen" Kurze Zusammenstellung der neuen Bestimmungen über die Arbeiterversicherung für den täglichen Gebrauch nebst einem Anhang: Anleitung für den Arbeiter zur Erlangung der Ver= sicherungsleistungen( Krankengeld, Renten 2c.) Pr. 25 Pfennig. Alb. Jacobi& Cie. in Aachen, Büchel 15. Jn nächster Zeit tritt die Reichsversicherungs ordnung in Kraft. Um nun das mit Zeitverlust verbundene Durchlesen des umfangreichen Gesetzes zu vermeiden, sind in diesem Büchlein die für Arbeitgeber und Arbeiterkreise in Betracht kommenden und wissenswerten Vorschriften der R.-V.-D. in gedrängter und gemein= verständlicher Form wiedergegeben. Wollen Sie etwas feines rauchen dann empfehlen wir Jhnen: Salem Gold Cigaretten. Etwas für Sie! Salem Aleikum Gigarette des Feinschmeckers! No 3½, 4, 5, 6, 8,10 Preis: 3½, 4, 5, 6, 8,10 Pfg.d.St Orient Tab.u.Ciparetten Fabrik Yenidze" Jah. 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H., Berlin W. 35, bescheinige ich hiermit, daß mir von derselben heute 2334, in Worten: Zweitausend dreihundert und vierunddreißig Briefe, Postkarten und Postanweisungsabschnitte vorgelegt worden sind, in denen die Absender sich in anerkennender Weise über die ausgezeichnete Wirkung der von dieser Firma hergestellten„ Dr. Schröders Blutsalznahrung Renascin" aussprechen. Berlin, den 1. September 1910. ( L. S.) F. M. W. Ringewaldt Gerichtlich vereldigter Bücher- Revisor. Vorstehende eigenhändige Unterschrift des Herrn Bücherrevisors Wilhelm Ringewaldt zu Berlin beglaubige ich. ( L. S.) Nr. 1230 Not.- Reg. Jahr 1910. Berlin, den 6. September 1910. Berthold Timendorfer Geheimer Justizrat Notar im Bezirk des Kammergerichts. Einige von den Tausenden der Anerkennungen über„ Renascin™. Bei Magenleiden Lüdenscheid, den 11. Mai 1911. Getrieben von dem Gefühle der Hochachtung teile ich Ihnen heute mit, daß ich von meinem Magenleiden vollständig geheilt bin. Viele Jahre hindurch habe ich mich mit diesem Übel herumgeschleppt, und in den letzten Jahren nahm dasselbe eine so schlimme Form an, daß ich wiederholt Ärzte in Anspruch nehmen mußte, alles half aber nur für wenige Tage, Eines Tages lasen wir in dem Hausfreund" von Ihrem Blut- Salznahrungsmittel Renascin" und ließen sofort eine Probeschachtel schicken und darauf fünf weitere Schachteln. Schon nach Gebrauch der ersten Schachtel stellte sich Besserung ein. Meinem Sohne und meiner Tochter hat es auch sehr gut geholfen. Hochachtungsvoll Karl Spratto. Bei Rheumatismus Berlin, den 13. Mai 1911. Bitte entschuldigen Sie die Verzögerung, es war mir nicht eher möglich, Ihnen zu antworten, da ich nämlich abwarten wollte, ob Ihr Renascin" auch helfen würde. Zu meiner großen Freude bestätige ich. daß es mir wunderbar geholfen hat. Ich litt seit 2 Jahren an Rheumatismus, Herzklopfen und Nervosität. Bis jetzt habe ich vier Schachteln von Ihrem Renascin" verbraucht, ich fühle mich jetzt wie neugeboren. Gustav Grünheid. Meinen innigsten Dank. Bei Arm- und Beinlähmung Beaumarais, den 14. Mai 1911. Da ich Ihr Renascin" erst drei Monate verbrauche und solches bei mir so gute Besserung hervorgerufen hat, so sehe ich mich verpflichtet, Ihnen meinen wärmsten Dank auszusprechen. Bin jetzt 61 Jahre alt, habe schon viele Mittel verbraucht, hat aber noch keines die Besserung hervorgerufen, wie Ihr Renascin". Mein Leiden bestand nämlich aus Rückenschmerz, Arm- und Beinlähmung. Seit ich aber Ihr Renascin" verbrauche, ist mein Leiden gänzlich verschwunden. Werde es nicht versäumen, Ihr Renascin" in Bekanntenkreisen zu empfehlen. Also nochmals meinen wärmsten Dank und zeichne Rei Rückenschmerzen Hochachtungsvoll B. Kronenberger. Charbes, den 5. Mai 1911. Auf Ihr geehrtes Schreiben vom 23. April teile ich Ihnen ergebenst mit, daß es mit meiner Gesundheit ganz gut steht. Als ich von dem berühmten„ Renascin" Gebrauch machte, da fühlte ich mich auf einmal so wohl, wie noch nie. Die Rückenschmerzen verschwanden, der Schlaf war erquickend, der Appetit staunend. Ich spreche Ihnen, geehrter Herr Doktor, meinen besten Dank dafür aus. Habe auch Ihr hochgeschätztes Renascin" in bekannten Kreisen schon empfohlen. Hochachtungsvollst Schwester Albertine. Bei Asthmaleiden Burkartshain, den 7. Mai 1911. In der Zeitung habe ich gelesen über das Renascin" von Herrn Dr. med. H. Schröder, G. m. b. H., Berlin 35, m. II. Ich habe seit Januar v. J. ein starkes Asthmaleiden und Husten nebst Blutverlust und Appetit. losigkeit. Drei Ärzte habe ich zu Rate gezogen und keiner konnte helfen. Als ich drei Schachteln von Herrn Dr. med. H. Schröders Renascin" genommen hatte, war ich mein Leiden los. Ich ließ mir noch vier Schachteln schicken, habe aber noch drei davon übrig. Überzeugt von dem wunderbaren Erfolg mit Ihrem Renascin" kann und werde ich dieses Wundermittel nur bestens empfehlen. Ich spreche hiermit meinen verbindlichsten Dank aus und zugleich empfehle ich Hochachtungsvoll jedem dieses gute Mittel Ebregott Wetzig. Bei Nervenschwäche Pont, den 11. Mai 1911. Kann es vor Freude und Frohsinn nicht unterlassen, Ihnen hochachtungsvoll meinen wärmsten Dank auszusprechen. Ich war lange Zeit in Hospitälern, von einem Arzt zum andern gewandert, aber von da aus noch wenige freundliche Stündlein genossen. Ich litt heftig an Nervenschwäche, Rückenschmerz und Kopfschmerz. Wo ich aber Ihr löbliches Renascin" angewandt, bin ich in dieser kurzen Zeit vollständig von diesem Leiden befreit und wie neu geboren. Ich schließe hier mit dem herzlichsten Dank für die erwiesenen Wohltaten. Ich kann es jedem Leidenden nur aufs wärmste empfehlen. Bei Herzkrankheit Wilh. Kaets, Gutsbesitzer Gogolin( Ob.- Schl.), den 3. Mai 1911. Endlich bin ich dazu gekommen, Ihnen für das erfundene Mittel " Renascin" die Dankbarkeit zu erweisen. Ich litt über 4 Jahre an innerer Herzkrankheit, hatte Herzstechen, Magenbluten und Husten mit Blutauswurf, also kurz gesagt: Schwindsucht im höchsten Grade. Abends beim Schlafengehen hatte ich kalte Füße, fortwährendes Husten mit Auswurf, Herzstechen, Schlaf- und Appetitlosigkeit, Abmagerung, Fieber und Blutarmut. Nach dem Gebrauch von 7 Schachteln„ Renascin" fühle ich mich wie neugeboren. Fieber, Husten und Auswurf ist verschwunden, kann ruhig schlafen, habe warme Füße, Appetit und seit dem Gebrauch von„ Renascin" um acht Pfund zugenommen, sehe frisch und rüstig aus, daß sich jeder über mich wundert. Der Blutlauf ist im tadellosen Zustande und das Herzstechen hörte auf. Kein Arzt konnte mir helfen, doch Ihr Renascin" hat mir geholfen, wofür ich Ihnen Gott sei Dank sehr dankbar bin, und ch werde stets anderen Ihr Renascin" empfehlen. Mit dankbarer Hochachtung zeichnet sich dankbar Vincenz Dlugos. Bei Blasenleiden Cottbus, den 3. Mai 1911. Hierdurch sende Ihnen meinen herzlichsten Dank für die Hilfe durch Ihr vorzügliches Renascin", es hat an mir, sowie an meinen Bekannten Wunder gewirkt. Ich bin 64 Jahre alt, war vollständig lebensmüde, seit 10 Jahren blasenleidend, Rückenschmerzen, Blutandrang nach dem Kopf, asthmatisch, meine Beine zentnerschwer, Appetit hatte ich nicht, und sehr unruhige Nächte, schlechten Stuhlgang. Alle diese Leiden haben sich verloren, nachdem ich vier Originalschachteln Renascin" verbraucht habe, ich fühle mich munter und frisch, habe wieder Lebensmut und Lust zur Arbeit. Fortwährend habe ich Hunger, der sich vorher ganz verloren hatte. Meine gelbe Gesichtsfarbe hat sich in frische rote Backen verwandelt. Ich bin ganz glückselig über meinen jetzigen Zustand und werde es Leidenden aufs wärmste empfehlen. Denen ich es bis jetzt angeraten, sind ebenso wie ich erfreut über den Erfolg Ihres Renascin". Lohne Gott Ihnen diese Hilfe. Mit vorzüglicher Hochachtung Bei Gicht Bitte hier abtrennen! Ich bitte Herrn Dr. med. H. Schröder, G. m. b. H., Berlin um ein Probeschachtel Dr. Schröder's Blut- Salznahrung ,, Renascin" Die Zusendung muß portofrei und vollständig kostenlos erfolge Genaue Adresse: Hochachtend indirekte Be wärts" hat nungsträger Er erblickt Rapitalismu machen und zutommen industrie und der alleinfel dieje Ausleg Lage zurüc blide nach Vorwärts" des Papstes eine Vermel grüßen. No dern soziali heiligen wü Can - Die Frau E. Kremer, Cottbus, Wilhelmstr. 1. Gorbitz, den 18. Mai 1911. Für das mir übersandte Renascin" muß ich Ihnen meine größte Anerkennung aussprechen, denn es hat wahre Wunder gewirkt. Ich litt seit vorigem Herbst an Gicht, sodaß ich kaum einige Minuten gehen konnte und dann ausruhen mußte, dagegen kann ich gegenwärtig nach Verbrauch von zwei Dosen Ihres Renascin" ca. 8 bis 10 Kilometer weite Touren unternehmen, ohne Müdigkeit zu verspüren, auch das Allgemeinbefinden, als: Schlaf, Appetit ist sehr gut. Ich werde selbstverständlich dieses Wundermittel jedem Leidenden empfehlen. Nochmals meinen herzlichsten Dank. Hochachtend F. Ritschel, Kaufmann. Bei Bleichsucht und Blutarmut Riedt, den 9. Mai 1911. Jetzt, nachdem ich von der vorzüglichen Wirkung Ihres so sehr geschätzten Renascin" selbst fest überzeugt bin, fühle ich mich verpflichtet, Ihnen meinen herzlichsten Dank auszusprechen. Schon nach Gebrauch der ersten zwei Schachteln fühlte ich ein solches Wohlbehagen, wie seit langer Zeit nicht mehr und jetzt, nachdem ich nochmals zwei Schachteln vorschriftsmäßig eingenommen, bin ich von allen meinen Leiden vollständig geheilt und fühle mich wieder gesund und wohl. Schon seit zwei Jahren, also seit meinem 16. Altersjahre, litt ich an Bleichsucht und Blutarmut, deren Folgen sich in gar mancherlei Leiden stark bemerkbar machten. So z. B. fühlte ich nach jeder auch noch so geringen Anstrengung große Müdigkeit und in den Gliedern, die seit Monaten schon stark geschwollen waren, jeweils ein sehr schmerzhaftes Reißen. Auch litt ich stark an Schlaflosigkeit, Schwindelanfällen, Sehstörungen, Seitenstechen, Beklemmungen auf der Brust und vor allem auch an Verdauungsstörungen und noch vielen anderen Übeln, Appetitlosigkeit, Nervosität usw. usw. Kurz und gut, ich befand mich in einem schlimmen, trostlosen Zustande, wie ich es erst jetzt so recht einsehe, nachdem ich durch Anwendung Ihres vorzüglichen Renascin" von all meinen Leiden geheilt bin. Werde es also nicht unterlassen, Ihr geschätztes Heilmittel allen meinen Bekannten auf das wärmste zu empfehlen und danke Ihnen nochmals recht herzlich. Mit vorzüglicher Hochachtung zeichnet Ihre ganz ergebene Anna Nobs, Riedt- Erlen, Ct. Thurgau( Schweiz). Heinrich Bender, Techniker in Bauschheim bei Mainz. Beachtung unserer gesch. Leser. Eigentum u. Berlag der Gießener Zeitung 6. m. b. S. Berantwortlich für die Schriftleitung Otte Heinede, für Rellame und Anzeigen Robert Roller, beide in Gießen. auf die fath mene Ruhep Was der deutung gib proprio" bes menschlichen Gesetz über dern, weil Gang der E den leide;" des Lebens zu unterbred menschlichen aller Form. Merkwür begnügen u modernisten moderne M gelischer Se gentlichen re des festreich daß man monien uni veränderten bergessen h denschaftlich des Papstes