ent cherungs- Ga , keine Volks entwicklungs Spesen) verb ige Gelegenheit, Offerten unter nz Gesellschaft Tarifen sucht für den enten. Die Stella rgische Persönlic verfügt. Diskreti Ordert Rudolf Mos Dixienelei Telefon 84. anschluss * foll das Bie r, 1 Lichtpous E. idhenutensilier CC. Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) and @attoll anal( Gießener Tageblatt) Bezugspreis 50 Pfg. monatlich Enthält alle amil. Bekanntmachungen Anzeigenpreis 15 pig.min vierteljährlich 1,50 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweignusgabestellen vierteljährlich 1,20 Mt. Erscheint jeden Werktag früh. Die„ Humoristischen Blätter" liegen wöchentlich einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung micht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Herausgeber: Albin Klein& Otto Fischer. Nr. 42. dad( 2. Blatt.) 91do 119 uning his homingo der Großherzoglichen Bürgermeisterei sid dnu hi die 44 mm breite Petitzcile oder deren Raum, auswärts 19020 Pfg.; die 90 min breite Petitzeile im e fiameteil des Großherzoglichen Polizei- Amtes 50 Pig, auswärts 60 Pig.: Tabellen mit 50%, Auſſchlag. sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Erpedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) si mods! Samstag den 18 Februar 1911 lich, von jemanden den Wahrheitsbeweis für eine Behauptung zu verlangen, aber in demselben Atemzug, also ohne den verlangten Wahrheitsbeweis abzuwarten, von„ bewußter unwahrer Verdächtigung“ zu reden?!! stionspolias Ob das in direkter oder indirekter Form geschieht, hat Die Abonnentenzahl der Gießener Zeitung steigt täglich! Nicht allein auf dem Lande, sondern auch in der Stadt Wetzlar selbst hat die Zeitung an sehr vielen Stellen eine freundliche Aufnahme gefunden. sind infolgedessen größere Räume für die Redaktion und Expedition notwendig geworden und haben wir nunmehr die Wetzlarer Es and in ruano& mindig in dem vorliegenden Fall nur eine strafrechtliche Be= deutung. Halten Sie es ferner für höflich und anstän= dig, einen Brief„ mit gebührender Achtung" zu schließen, wobei das Wörtchen„ gebührend" in dem bekannten beleidigenden Sinne gebraucht wird?! Wenn Sie das ttags 2 h gesamte du anständig und höflich nennen, dann beneide ich Sie wirklich nicht um Ihre„ D. H. H."- Bildung, auf die Sie selbst sich ja so viel einzubilden scheinen. Jedenfalls sollten Sie so bescheiden sein und auf Briefe, welche die gekennzeichneten Merkmale Ihrer Hochschulbildung Geschäftsstelle sido offensichtlich zur Schau tragen, keine direkte Antwort odod 17m von denjenigen erwarten, an die sie gerichtet sind. Was mich veranlaßt, eine Antwort auf Ihren of= fenen Brief zu schreiben, ist die Sorge, es könnte„ der Zwischenruf des Abg. Behrens" sich zu einem ähnlichen Ungeheuer auswachsen, Abstimmungen der 1991 199 nach ng bestel hausergasse 32 verlegt.al adom Neubauten Verlagsdrucker & Fischer. en. gefimae. r. поце Ertrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahhings zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bé! Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlich ein. по блогосф Gesamtleitung: Albin Klein. Telephon: Nr. 362. ind 23. Jahrg. fen worden sind, in soziales Hinsicht vielfach haben, das haben sich ihre Urheber, zu denen auch der Reichstagsabgeordnete Behrens gehört, nicht flar gemacht. Aus den Kreisen der Büglerinnen, Wäscherinnen und ähnlichen Berufen bis hinein in die Reiihen der Arbeiter, fleinen Handwerker und Geschäfts= leute vernimmt man jetzt fortgesetzt Klagen darüber, daß sie von vielen Familien des Mittelstandes, Gewerbetreibenden wie Beamten nicht mehr wie seither zu Arbeiten herangezogen werden und große A u s- fälle in ihrem Verdienst haben. Denn infolge der durch die neuen Steuern erhöhten Preise be so π- ders für Kaffee und 3ündhölzer suchen to viele Hausfrauen dadurch mit dem ihnen vom Manne bewilligten Haushaltungsgelde auszukommen, das sie viele Arbeiten, die sie früher z. B. durch die Büglerin oder die Wäscherin tun ließen, jetzt selbst verrichten oder durch das Hausmädchen verrichten lassen. Auch bei anderen Ausgaben schränken sich die Familien ein, so daß auch den kleinen Geschäftsleuten mancher Verdienst verloren geht, und ebenso hört man aus den Alle unſere geſch. Abonnenten, Inserenten, Mit- christlich- sozialen Abgeordneten beim Kaffeezoll und beim Streifen der Candleute Klagen, daß sie Geflügel- und arbeiter, Gönner und Freunde wollen davon Kenntnis nehmen und im Interesse unsrer guten Parteisache für immer bessere Verbreitung der„ Gießener Zeitung" sorgen. Der Verlag. Offene Antwort auf den„ Offenen Brief an Herrn Reichstagsabgeordneen Behrens" von Herrn R. Henrich, Geschäftsfühder Nationalliberalen Partei des Reichstagswahl mijes Wetzlar- Altenkirchen. Sehr geehrter Herr Henrich! In Nr. 5 der„ Vaterländischen Blätter" vom 3. Fefr. Schwabe. mar haben Sie einen„ Offenen Brief" an Herrn ReichsMatthäus- Gesabgeordneten Behrens gerichtet. Veranlassung zu Schlosser. filem Brief hat Ihnen ein Vorgang aus der Reichsizung vom 11. Januar gegeben, in welcher Herr erten männli. Lattmann nationalliberalen Parteisekretären den wurf machte, sie bekämpften fortgesetzt in r: Versammich är fst en Weise die 3 und holzsteuer, ohne nde. zustimmende Stellung ihrer Partei zu dieser Steuer Uhr im Mat: erwähnen. Herr Abg. Behrens hat nun, wie Fie reiben, durch den Zwischenruf„ Henrich in We- 3 Uhr: Verden Vorwurf des Herrn Abg. Lattmann ausend der Mar- idlich auf Sie bezogen. Sie bemerken dazu in Ihrem fenen Brief": 58 Uhr im er Apostelge Schloffer. e. ner. ufasgemeinde. heimer. mierten weibnd Versamm ugend der JoUhr: Bibelechtolsheimer. r: Versammlasgemeinde; mierten weib8 Uhr: Gehl. Beicht. mmunion. gt. Militärsie Bei meiner Kritik der Reichsfinanzreform habe ich nich stets darauf beschränkt, darzulegen, daß um dessentwillen zu verurteilen sei, weil ihr das Momert der ausgleichenden sozialen Gerechtigkeit, die cllgemeine Besitzsteuer fehle, habe aber niemals einen heh daraus gemacht, daß auch die nationalliberal e Partei bereit war, den größeren Teil des Bedarfs durch Verbrauchssteuern aufzubringen, eben unter der Voraussetzung, daß zunächst ein ßerer Teil durch eine wirkliche allgemeine Besitzeuer aufgebracht wurde. Auf eine Kritik der einzelen Verbrauchssteuern habe ich mich sehr selten einglajen, in Bezug auf die Zündholzsteuer sogar den ren bekannten Standpunkt des Abgeordneten Osann angenommen." An diese Bemerkung knüpfen Sie die Drohung: Machdem Sie meinen Namen genannt, erwarte ich the flipp und flare Antwort, wann und wo ich im Sinne der Ausführungen des Abg. Lattmann in der habe". barssten Weise die Zündholzsteuer bekämpft fall 5 Sie nicht in der Lage sind, den Beweis Ihre Behauptung zu erbringen, stehe ich nicht an, Jhre unter dem Schutze des Reichstages abgegebene Glärung als eine bewußte unwahre Verichtigung meiner Person zu bezeichnen und Ihren Balplern zur gehörigen Kenntnis zu bringen." Ich nehme an, daß Herr Abg. Behrens weder Zeit Muſt hat, sich mit Ihnen in einen„ offenen Briefdjel einzulassen. Sie sollten einen ReichstagsabgeSie neteen nicht zumuten, auf Briefe zu antworten, ehr: die einfach sten Regeln des Ansandes d deer Höflichkeit vermissen lassen, wie Ihr of= ramentalische Brief. Oder nennen Sie es anständig und höf= .in Gießen. Vereinsgesetz und könnten wie diese zur Verhetzung und Verwirrung der Wählerschaft und zu weiterer Vergiftung des politischen Kampfes im Kreise Wetzlar benutzt werden, der ja Dank der fortgesetzten Anzweiflung der Wahrheitsliebe des Herrn Abg. Behrens durch Ihre ,, Vaterländilchen Blätter" und die nationalliberalen und freisinnigen Redner schon auf ein bedauerlich tiefes Niveau herabgesunken ist. Ich wage zu hoffen, daß Sie durch die Lektüre der nachstehenden Betrachtungen zu der Einsicht gelangen werden, daß Ihr offener Brief besser nicht geschrieben worden wäre. Auf alle Fälle werden aber die Wähler des Herrn Behrens in dieser Antwort Material genug finden, um einer offenbar beabsichtigten Ausnutzung Ihres" offenen Briefes“ gegen Herrn Behrens wirksam begegnen zu können. Sie, Herr Henrich, sind verantwortlicher Redakteur der„ Vaterländischen Blätter" und machen sich als solcher alle darin enthaltenen Artikel und Notizen zu eigen. Wenigstens haben Sie gelegentlich der Ansicht Ausdruck gegeben, daß ein verantwortlicher Redakteur für alles, was sein Blatt enthält, nicht nur dem Gesetz gegenüber verantwortlich sei, sondern, daß er auch persönlich für alle Einzelheiten so einstehen müsse, als wenn er der Verfasser wäre. Sie werden sich daher auch wohl gerne gefallen lassen, daß die Artikel der„ Vaterländischen Blätter" als Ihre eigene Sprache betrachtet und bewertet werden. Ich habe leider noch nicht das Ver= gnügen gehabt, Sie reden zu hören, kann daher auch nur nach Ihrem gedruckten Wort urteilen und da raus mein Material nehmen. Nun zur Sache. Untersuchen wir, wie es mit Ihrer B! merkung zu dem Zwischenruf des Herrn Behrens bestellt ist. Sie wollen also niemals einen Hehl daraus gemacht haben, daß auch die Nationallibe= rale Partei bereit war, bei der Reichsfinanzreform den größeren Teil des Bedarfs durch Verbrauch s= steuern( nämlich: Zündholzsteuer, Kaffeesteuer, Teesteuer, Tabaksteuer, Biersteuer, Branntweinsteuer) aufzubringen, und inbezug auf die Zündholzsteuer wollen Ste den Standpunkt des Herrn Abg. Osann eingenommen, d. h. ein Monopol gewünscht haben. Greifen wir aus dem reichlichen Material folgende 7 Beispiele herрима aus: 1. Die Nr. 31 1909 der„ Vaterländischen Blätter" enthält einen Artikel:„ Leichtfertige Steuergesetzgebung". Darin wird in der schärfsten Weise die Zündholzsteuer befämpft. U. a. lesen wir da: „ Zur Sache selbst aber verweisen wir hier nur auf die Zündhol 3 steuer, mit der der schwarze Block das deutsche Volk gesegnet hat. Diese unbedachte Gesetzesklitterung hat zur Folge gehabt, daß die deutschen Zündholzfabriken in die allerschwerste Bedräng: nis geraten sind und einer noch schwereren Krisis entgegensehen." Erzeugnisse viel schwerer in den Städten absetzen können. Dies ist recht bedauerlich, zumal der Winter vor der Tür steht und in dieser Jahreszeit die Angehörigen der obengenannten Berufe andere Arbeit und anderen Verdienst nicht finden können. Deshalb ergeht an alle Hausfrauen und auch HausHerren die Bitte, die Einschränkung der Ausgaben lieber auf einem anderen Gebiete, z. B. dem der Vergnügungen und ähnlichen, vorzunehmen und den fleinen Mann oder die arme Wäscher= in nicht für die Sünden derjenigen büßen zu lassen, die sich zwar christ= lich und sozial nennen, aberweder das eine noch das andere in Wahrheit sind." In diesem Hezzartikel wird der Eindruck erweckt, als ob der christlich- soziale Abgeordnete Behrensan der der Reichsfinanzreform folgenden, schwarz in schwarz gemalten Teuerung der besteuerten Verbrauchsgegen= stände schuld sei, während er in Wahrheit gerade gegen die in dem Artikel genannten Steuern auf Zündhölzer und Kaffee und außerdem gegen die Tabaksteuer gestimmt hat. Von der zustimmenden Stellung der Nationalliberalen zur Zündholcsteuer und zu den meisten übrigen Verbrauchssteuern ist dagegen auch hier mit keinem Wort die Rede. 3. Jn Nr. 29 1909 der„ Vaterl. Blätter" ist folgende Notiz aus der sozialdemokratischen„ Oberh. 3tg." ab= gedruckt: " Herr Franz Behrens ließ im„ Wetzl. Anzeiger" fund und zu wissen tun, wie er bei den einzelnen Steuervorlagen abgestimmt hat. Er scheint damit seine Haltung zur sogenannten Finanzreform recht= fertigen zu wollen. Bei verständigen Leuten dürfte er damit kein Glück haben, denn es geht daraus hervor, daß er als getreuer Knecht der Pfaffen und Junfer den Arbeitern und Gewerbetreibenden aller Art ungeheuere Lasten aufbürden half. Zum Beispiel stimmte er für die Bier- und Branntweinsteuer und auch für die verrückte Kotierungs steuer, die schwindelhafter Weise vom konservativ- antisemitisch- zentrümlichen Steuerblock als„ Besitzsteuer" vorgeführt wird. Bei der Erhöhung des Kaffeezolles, wovon gerade die ärmere Bevölkerung ganz em= pfindlich getroffen wird, hatte Behrens nicht den Mut, ja oder nein zu sagen, sondern drückte sich und enthielt sich der Abstimmung. Zur nächsten Wahl werden die Wähler Herrn Franz Behrens hoffentlich den Dank abstatten." Zu dieser Notiz schrieben Sie, Herr Henrich, nicht etwa wie es richtig gewesen wäre daß die Nationalliberalen für die Bier:, Brandwein, Kaffee, Thee, Tabak: und Zündholz- Steuer einzutreten bereit waren, sondern Sie bekräftigten die verhetzende Notiz des sozialdemokratischen Blattes noch durch die Bemerkung: „ Sachlich trifft sie aber durchaus das Richtige." In dem Artikel ist die zustimmen de Stellung der Nationalliberalen zur Zündholzsteuer mit keinem Wort erwähnt, auch das von Ihnen gewünschte Mo02. Mr. 46 1909, haben Sie sich„ von einem Le- findet sich ein„ Eingesandt" des Herrn Heinrich nicht. 2. Jn fer" folgendes schreiben lassen: „ Welche schlimmen und bedenklichen Folgen die neuen Steuergesetze, die in so unverantwortlicher Ueberhastung von der konservativ- klerikalen Mehrheit geschaf= 4. In der Nummer 37 1909 der„ Vaterl. Blätter" Rözel, Jhres ständigen Mitarbeiters, das folgende Stelle enthält: ,, Niemals zuvor haben es die Parteien im Parlamente bewiesen, welche das Wohl des Volkes, be[= d 1= = 1 D = [= П [= It S r e 1= |= r t g r п il e [= b it e = 1 it n Π 5 5 e = g e e Riaffen zu fördern. jetzt bei dem neuen Steuergesetze. Niemals wird es der nationalliberalen Partei und den beiden freisinnigen Parteien vergessen werden, daß sie bis zur letzten Stunde gegen dieses ungerechte Steuergesetz mit aller Energie gefämpft haben, aber leider war ihre Zahl zu schwach. Durch dieses Steuergesetz liegt unsere Industrie, Handel und Verkehr darnieder und tausende Arbeiterfamilien, welche brotlos werden, seufzen in Not u. Elend. Dabei müssen über 90 Prozent der ganzen Bevölkerung an dieser unübersehbaren Last tragen und die Großagrarier, diese ostelbischen Junker, welche nicht wissen, wie sie in Saus und Braus ihr Leben verschönern sollen, sie wollen dem Staate nichts geben und ebenfalls ihren Arbeitern nicht, sie wollen nur ein mittelalterliches Sklaventum wieder schaffen und dazu hat ihnen jetzt der neue Block geholfen und ist schonend an ihnen vorübergegangen." Weiter heißt es da: ,, Auch haben es jetzt alle Wähler erfahren, was die hochwohllöbliche christlich- soziale Partei zum Wohle ihrer Wähler getan hat. Herr Behrens hat teilweise für die Verbrauchssteuern gestimmt und bei Kaffee und Teezollerhöhung sich der Stimme enthalten. Wie stimmt dieses zu einem Generalsekretär der christlich- sozialen Arbeiterschaft? Es ist ihm angeschrieben und ist nicht wieder auszuwischen." Zu diesem„ Eingesandt" haben Sie, Herr Redakteur, eine 20 Zeilen lange Ergänzung geschrieben, jedoch die Mitteilung, daß die Nationalliberalen be= reit waren, 400 Millionen Verbrauchssteuern zu bewilligen, suchen wir vergeblich. Sie lassen vielmehr die Meinung bestehen, daß die Nationalliberalen von vornherein mit aller Energie die Verbrauchssteuern bekämpft hätten, aber leider zu schwach waren, um zu verhindern, daß, 90 Prozent der ganzen Bevölkerung"„ unübersehbare Lasten" aufgebürdet wurden. 5. In den„ Vaterl. Blättern" Nr. 35 1909 veröffentlichen Sie einen Artikel:„ Wie man lügt" aus den W. 4. R. Catin the Spurteien, welche die Licht- und Zundholzsteuer 2c. bewilligten. Wörtlich heißt es da: " Alle Achtung! Müssen doch all die Industriellen, Kaufleute und Handwerker eigentlich Schafsköpfe sein, die nicht längst herausgefunden haben, daß die den Geldverkehr verteuernden und hemmenden steuerlichen Maßnahmen, daß Licht- und Zündholzsteuer und alle anderen Lasten mehr allesamt nur dazu da sind, den flotten Gang von Handel und Wandel zu fördern." Auch hier fehlt jde Bemerkung, daß die Na= tionalliberalen die Zündholzsteuer bewilligen wollten. 6. Ein„ Eingesandt" der„ Vaterl. Bl." Nr. 15 1910 enthält folgende verhetzenden Sätze: Darum ihr deutschen Frauen, tut eure Pflicht als Gattin und Mutter, vermahnt in dieser ernsten Zeit eure Gatten und Söhne, daß sie für das politische Leben die Hände nicht müssig in den Schoß legen und sich auch nicht den Fraktionen anschließen, welche die Interessen derer mit Füßen treten, welche in dem Schweiße ihres Angesichts ihr Brot essen müssen. Denn wie Napoleon 1. einst der Welt die Augen geöffnet hat durch sein blutdürftiges Ringen nach Ländergier, so hat der schwarz- blaue Block bei dem letzten Steuergesetze und bei der Wahlrechtsvorlage allen Wählern die Augen geöffnet." Auch hier fehlt jeder Hinweis, daß die Nationallib. bereit waren, für die Verbrauchsste u ern( Kaffee, Tee-, Tabak-, Bier-, Branntwein- und um die ,, die Interessen Zündholzsteuer) zu stimmen und damit Sprache des Einsenders zu benutzen derer mit Füßen zu treten, welche im Schweiße ihres Angesichts ihr Brot essen müssen“. 7. Schließlich will ich Sie, Herr Henrich, noch an einen Artikel Ihrer„ Vaterl. Blätter" Nr. 30 1909 erinnern, der die verheißungsvolle Ueberschrift trägt: Lügen haben kurze Beine" und worin folgende Stellen vorkommen: Eingesandt. Die„ Vaterl. Blätter", das Organ der nationalliberalen Partei des Wahlkreises Wetzlar, veröffentlichen in ihrer Nr. 5 bom 3. Februar d. Js. eine ihnen von einem Parteifreunde aus Altenkirchen, Kreis Weglar, übersandte Zuschrift, in welcher behauptet wird, Herr Pfarrer Na ce in Altenkirchen habe zu einer Erinnerungsfeier an die Reichsgründung eingeladen, diese Feier sei alsdann zu einer konservativen Parteiversammlung ausgestaltet bezw. mißbraucht, und dabei durch konser. batives Freibier und Zigarren versucht worden, die Erschienenen für den konservativen Kandidaten. Etchel zu beeinflussen. Diese Angaben find unwahr, die Tatsachen viel mehr folgende: Der konservative Kreisverein Wetzlar hat bom 20. Januar bis zum 8. Februar etwa 50 Besprechungen und Versammlungen im Kreise Wetzlar abgehalten, um den Wählern seinen Kandidaten v. Eichel borzustellen und diesem andererseits Gelegenheit zu geben, die Wähler und die Verhältnisse des Kreises fennen zu lernen. Nicht in einer einzigen dieser Veranstaltungen ist von konservativer Seite oder von seiten des Kandidaten auch nur ein Glas Freibier oder eine Zigarre gespendet worden, auch nicht in Altenkirchen, Kreis Wetzlar. " Die haben nie einen Zweifel gelassen, daß sie die jür den Bedarf des Reias wendigen Verbrauchssteuern bewilligen wollten. D wären aber nie 400 Millionen gewesen." Weiter ist darin gesagt, daß nach dem Steuerp gramm der Liberalen ,, an Verbrauchssteuern nur höchstens 350 Mi lionen nötig gewesen wären." Und nun vergleichen Sie damit, was der nation liberale Parteiführer, Abgeordneter Bassermann, dem Berliner Delegiertentag am 4. Juli 1909 führte: U aus 21 al „ Die nationalliberale Partei ist bereit, d Reich zu geben, was es braucht, die 500 Millione und zwar 400 Millionen Konsumsteuern 100 Millionen Besitzsteuern." Der Widerspruch zwischen den beiden Zita ist nicht zu übersehen und bedarf keiner weiteren Er ung. Die vorstehenden Beweise dürften genügen, Jh „ Offenen Brief" ins rechte Licht zu rücken. We Sie in dem Ihnen hier vorgehaltenen Spiegel eigenes Bild betrachtet haben, werden Sie hoffent nicht mehr den Mut besitzen, Herrn Abg. Behrens bewußten unwahren Verdächtigung“ zu zeihen. L könnte ich Ihnen an Hand des obigen Beweismateri den Vorwurf der bewußten unwahren& richterstattung" machen. Jch tue es nicht, weil ich Gepflogenheiten Ihrer Baterl. Blätter", bei jeder senden und unpassenden Gelegenheit die Wahrheitsli des politischen Gegners anzuzweifeln, in tiefster E hasse. Ich sage nur, daß in den von Ihnen gierten„ Vaterl. Bl." über die Reichsfinanzreform wahr berichtet worden ist und die Berichte Ihre Blattes ein wahrheitsgetreues Bild über die Reid finanzreform nicht ergeben. | der Nachbardörfer eingeladen habe. Eingeladen waren speziell die Kriegervereine seines Kirchspiels, die Krieger. bereine anderer Dörfer hatten telephonisch um Erlaubnis gebeten, auch fommen zu dürfen. Andere Vereine" waren garnicht eingeladen. Wer aber Pfarrer Nade fennt, weiß, daß er für die Bewirtung bei Ge meindefeiern persönlich aufzukommen pflegt; vou seiner Gastfreundschaft haben die Erschienenen, etwa 150 an der Zahl, Gebrauch gemacht und ganze 100 Flaschen Bier getrunken uud 190 3igarren geraucht.-Unwahr ist die Behauptung: Herr Grund habe eine fonservative Parteibersammlung eröffnet, unwahr ist, daß irgend welche andere als patriotische, von jeglicher Parteipolitif freie Töne, an jenem Feste erflungen seien; unwahr die Behauptung: Herr Grund habe am nächsten Abend in Hohensolms von„ Thränen der Begeisterung" Anfang bis zu Ende, Zon und Art der Darstellung aber derart, das die unwahrhaftigkeit der Schilderung „ Baterl. Bl." wäre es ein Beichtes gewesen, sich GeDie konservative Versammlung in Altenkirchen ( Nr. Wetzlar) fand am Sonntag den 22. Januar, abends 17 Uhr in der Hartmann'schen Gastwirtschaft statt. Im Verlaufe der Besprechung teilte Herr Partei Winters in Altenkirchen 1 oder 2 weitere Versammlungen abhalten würde, um die Stellung der konservativen Partei zu den politischen Tagesfragen darzulegen. sekretär Grund mit, daß er noch im Laufe des An demselben Sonntag, abends 9 Uhr, fand dann in dem auf dem Pfarrhofe gelegenen Saale des Ge meindehauses die bereits erwähnte Erinnerungsfeter zu ihr hatte Herr an die Reichsgründung statt. Pfarrer Nacke die Einladungen erlassen, und eine solche auch Herrn v. Eichel und Herrn Grund übermittelt. Herr Pfarrer Nacke sprach über das Thema:" Wie wurde das Reich gegründet?", Herr v. Gichel über Wie wird das Reich erhalten?" Herr Pfarrer Nacke hatte Herrn v. Eichel vor der Versammlung darauf hingewiesen, daß Angehörige aller bürgerlichen Barteten und Konfessionen anwesend sein würden und da her bei den Ansprachen alles Parteipolitische und Dementsprechend Konfessionelle auszuscheiden set. ohne weiteres zu erkennen war. Der Redaktion der wißheit zu verschaffen, wie die Dinge sich in Wahrheit zugetragen haben. p Ferner sage ich auf Grund des vorstehenden weismaterials, und damit greife ich den eingangs wähnten Vorwurf auf, daß die„ Vaterländischen Blät die Zündhol 3 steuer in der schärfsten Weise b kämpft haben, ohne die zustimmende Stell der Nationalliberalen zu dieser Steuer zue wähnen. Das werden Sie nun wohl selber mehr leugnen wollen. Jedenfalls wird eine solche L nung feinen Eindruck machen auf diejenigen Kreise, das vorliegende Material kennen. Die Aktion offenen Briefes" ist also verunglückt. Mein Beileid! Die„ Baterl. Blätter" fügen der Zuschrift thres Par tcifreundes dann noch einen Nachsatz an. Sie verschwei: gen darin aber wohlweislich, daß in jener Hörnsheimer Versammlung, in welcher Herr Rechtsanwalt Dormann veranlaßt werden mußte, den Saal zu verlassen, Herr ben Gichel die Erschienenen gebeten hat, hinunter zu gehen, Herrn Dormann anzuhören und sich selbst ihr Urteil zu Die Baterl. Blätter" empfehlen weiter: alle Besucher von Versammlungen möchten fich von Hern v. Eichel Freibier und Zigarren versprechen lassen. Hern v. Eichel Freibier und Zigarren versprechen laffen. Für unsere Versammlungen ist ein solcher Rat unangebracht. Gehört die Spendung von Freibler und 3ilen, bezw. der„ Vaterl. Blätter"., wie es ja der von bilden garren zu den Ueberredungsfünften der Nationalliebraihnen den Wählern erteilte Rat vermuten läßt, so wol. len und können wir die Herren Nationalliberalen darin nicht hindern. Bei den Konservativen herrschen der rin nicht hindern. Bei den Konservativen herrschen der artige Gebräuche nicht. Unser Kandidat lehnt es ent schieben ab, sich derartiger Mittel zu bedienen. Herr v. Gichel ist der Ansicht, daß es auch für den ärmiten und kleinsten Wähler geradezu eine Kränkung und Be leidigung sein würde, anzunehmen, seine politische Meinung und Ueberzeugung sei für Freibter und Zigarren oder irgendwelche matertelle Vorteile zu erfaufen. Daß die nationalliberalen„ Vaterl. Blätter" es wa wurde auch gehandelt. Die Ansprache des Herrn| gen, den Wählern des Wahlkreises Wetzlar- Altenkirchen b. Eichel klang aus in die Worte:„ Das Reich wird erhalten durch Gottesfurcht, Königstreue, Baierlands liebe und Pflichterfüllung!" Wir fragen: hätte ein nationalliberaler Redner zu einem anderen Schlusse kommen fönnen? Wir fragen: ist es etwa einem fonservativen Mann berboten, gelegentlich einer patriotischen Feier auch zu seinen Mitbürgern anderer Parteten zu sprechen? " Unwahr ist die Behauptung des Parteifreundes der Vaterl. Blätter": ein konservativer Generalstab aus Wetzlar set mit erschienen gewesen; außer Herrn v. Eichel und Herrn Grund war fein Konservativer aus Weglar erschienen. Unwahr ist auch die Behauptung, daß Herr Pfarrer Nade die Krieger- und andere Vereine einen solchen Rat zu erteilen, ihnen derartiges zuzumuten, beweist nur aufs neue, wie wenig sie den Cha rakter und das Ehrgefühl der Bewohner des Wahlkretses zu schätzen und zu beurteilen vermögen. Im übrigen möchte ich Sie, sehr geehrter Herr rich, noch freundlichst bitten, nicht zu vergessen, daß und Bündholzsteuer gestimmt hat. Abgeordneter Behrens gegen die Tabak, Kaf Die Konservativen lehnen solche Mittel und eine Art der Kampfesweise, wie sie aus der Zuschrift und dem Nachsatze der„ Vaterl. Blätter, spricht, ein für allemal ab. Heinrich Grund Parteisekretär des konservativen Provinzialvereins für die Rheinprovinz. Mit vorzüglicher Hochachtung! H. Sch. Nervosität. Nervös ist heutzutage die me zahl der Menschen, sei es durch Ne arbeitung, Aerger, Schicksalsschläge ernste Krankheiten. Um die Nerven zu beruhigen zu kräftigen wird im Allgemeinen ciferrin verordnet und angewandt. ist von sehr angenehnen ciferrin bekömmlich und wird schmack, gut genommen. Jung und Alt gerne ganz kurzer Zeit bessert sich das gemeinbefinden, der Appetit und Verdauung werden gefördert. Preis der großen Flaiche M enthält Ovo- Lecithin 0.5, Eisen als Eisenoxybhydrat an 8uder g aromatische Bestandteile in Cognac und Alkohol 40.0. Reft destilliertes Zu haven in Apotheken, Bu von: sicher je n Nu Ne Erne legun bis 3 Einne dritter wurd länge Regin der einsl fonnt für d reiche der b wähl den lun Zurü ein bis 3 erbrin gegen nehme er da tonte, müffe ordnet nanzp zialde lok Wind Müh einem Man eine g ung überf Gani Schied fall 3 Universitäts- Apotheke Gie und Engel- Apothete in Fr furt a. Main. 191196 DarmstadterMobelfab Filiale: Frankfurt a.M. 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