ak. Gizi Heute Heija 50 P GW ist manns Nulze Gine zügliche Waff Tenz- Kampf Ist e Oll abgefasstes Insen en Platze. Derart hat für Sie koste s die Firms In& Vogler A. 8. M., Zell 48, 1 amilie! berg nekamp Idem, males der Firma: ALBRECHT ars und Königs Wilhel ERG am Niederrh 1846, Bitterlikör dalllen! erg- Boonekan sil hr sil en, es as id! chch in Original- Paketes SELDORF weltberühmten h- Sod t, famil. in Gieß Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 50 Pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen vierteljährlich 1,50 Mt., verauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1,20 m.- Erscheint jeden Werktag früh. Die„ Humoristischen Blätter" liegen wöchentlich einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Herausgeber: Albin Klein& Otto Fischer. Nr. 42. Probenummern - ( 1. Blatt.) der„ Gießener Zeitung" stehen unseren Lesern in beliebiger Anzahl jederzeit kostenlos und portofrei zur Verfügung. Wir bitten unsere Leser und alle Freunde unseres Blattes wo nur möglich für dasselbe zu werben, solches in Bekannten- und Freundeskreisen zu empfehlen und uns freundl. Adressen aufzugeben, welche sich für unsere Zeitung interessieren dürften. Aus Stadt und Land. Gießen, den 18. Februar. des Großherzoglichen Polizei Amfes der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Samstag den 18 Februar 1911 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Re flameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Gesamtleitung: Albin Klein. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. Mitt| ses Wetzlar aus der Kreisbaumschule Edelreiser unentRut- geltlich abgegeben. Bestellungen auf Edelreiser sind an den Kreis obstbaulehrer Kilp in Wetzlar zu richten. Leihgestern, Lollar, Mainzlar und Reiskirchen. woch, den 8. März, vorm. 8 Uhr, für Rödgen, tershausen, Staufenberg, Treis a. d. Lumda, Trohe und Wieseck. Donnerstag, den 9. März, vorm. 9 Uhr, Losziehung. Zu Lich in der Turnhalle an der Gießener Straße. Sams, ag, den 11. März, vorm. Dorf- Gill, Eberstadt, Ettingshausen, Garbenteich, Grü9 Uhr, für Albach, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, ningen, Hausen und Holzheim. Montag, den 13. März, vorm. 9 Uhr, für Hungen, Inheiden, Langd, LangGöns, Langsdorf, Lich, Münster, Muschenheim, NiederBessingen, Nonnenroth, Obbornhofen und Ober- BessinHörgern, Rabertshausen, Rodheim, Röthges, Steinbach, gen. Dienstag, den 14. März, vorm. 9 Uhr, für OberSteinheim, Trais- Horloff, Utphe, Villingen und zenborn- Steinberg. Hieran anschließend: Losziehung. - Wa3. Bu Grünberk im Hotel„ 3um Hir schen". Mittwoch, den 15. März, vorm. 9 Uhr, für Allertshausen, Beltershain, Climbach, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg, Harbach, Kesselbach, Lauter, Lindenstruth, Londorf, Lumda, Odenhausen, Queckborn und == Gießen. Ueber die bevorstehende Reichs- Uhr, für Rüddingshausen, Saasen, Stangenrod, StockReinhardshain. Donnerstag, den 16. März, vorm. 9 tags- Ersatzwa h I spricht heute abend im Kolos- hausen, Weickartshain und Weitershain. Hieran anschließseum( Cafe Leib) der Reichs- und Landtagsabgeordnete end: Losziehung. C. Ulrich- Offenbach. * Louis Gießen, 18. Febr. Für die am 6. März 1911 beginnende Sitzungsperiode des Schwurgerichts pro 1. Quartal wurden die Namen nachstehender Hauptgeschworenen aus der Jahresliste für 1911 gezogen: 1. Bürgermeister Hermann Seib in Lorbach, 2. Pächter Alfred Kohlhage in Büdesheim, 3. Bürgermeister Christian Kalbfleisch in Billertshausen, 4. Landwirt Karl Alt in Michelbach, 5. Rentner Geiß in Nidda, 6. Sparkassenrechner Hartmann Stoll in Bad- Nauheim, 7. Beigeordneter Johannes Konrad Weil in Bad- Salzhausen, 8. Kaufmann Julius Kann in Friedberg, 9. Forstrat Dr. Ludwig Dieffenbach in Lich, 10. Mühlenbesitzer Heinrich Zimmer 11. in Lich, 11. Rentner Johannes Noll 9. in Rodheim v. d. H., 12. Gemeindeeinnehmer Heinrich Steinhauer in Wisselsheim, 13. Kaufmann Karl Malfomesius in Gießen, 14. Landwirt Christian Grünewald in Bad- Nauheim, 15. Bächter Karl Carl 2. in Heegheim, 16. Kaufmann Ad. Spier in Alsfeld, 17. Bäcker Heinrich Kneipp 5. in Langsdorf, 18. Landwirt Ernst Karle 3. in NiederOhmen, 19. Rentner Karl Henzel in Büdingen, 20. Professor Otto Weimar in Gießen, 21. Landwirt Karl Bopp in Berstadt, 22. Landwirt Gustav Steffan in Gettenau, 23. Altbürgermeister Wilhelm Konrad Görlach in Eberstadt, 24. Gemeinderechner Christian 3erb 2. in Dorheim, 25. Rentner Peter Karl Fauerbach in Okarben, 26. Professor Max Strack in Gießen, 27. Rechner Heinrich Lenz 3. in Azenhain, 28. Bürgermeister Aug. Birkenstock in Ranstadt, 29. Kaufmann Karl Gerhardt 3. in Butzbach, 30. Fruchthändler Bernhard Lichtenstein in Butzbach. == 1911 ein Tagungs- und Ausstellungs Jahr für Gießen! In den Mauern unserer Stadt werden im laufenden Jahre folgende größere Veranstaltungen abgehalten: Am 26. Februar im Hotel Einhorn der erste deutsche Hochschultag, am 12. und 13. März die Landesausstellung hessischer Geflügelzüchtervereine, im Juli die 50. Ju= biläumsausstellung des Oberh. Bienenzüchterverbandes, Ende September eine große Kreisaus= stellung für Viehzucht, Ackerbau und Obstbau und endlich der mit einer Ausstellung verbundene Ver bandstag hess. Privatarchitekten. Im Interesse unserer Geschäftsleute kann dies nur mit Freuden begrüßt werden. Das Ersatzgeschäft 1911. Die Militär- Musterung und Losziehung im Kreise Gießen findet an nachverzeichneten Tagen statt und zwar: 1. 3u Gießen in der Turnhalle des Turnvereins Gießen, Steinstraße 3( am Oswaldsgarten). Mittwoch, den 1. März, vorm. 8 Uhr für Allendorf a. d. Lahn, Allendorf a. d. Lumda, Alten- Buseck, Annerod, Bersrod, Beuern, Burkhardsfelden und Oppenrod. Donnerstag, den 2. März, vorm. 8 Uhr für Gießen, Jahrgang 1909. Freitag, den 3. März, vorm. 8 Uhr, für Gießen, 1910. Samstag, den 4. März, vorm. 8 Uhr, für Gießen, Jahrgang 1911 von Buchstaben A- R einschließlich, sowie für Daubringen. Montag, den 6. März, vorm. 8 Uhr, für Gießen, Jahr gang 1911 von Buchstaben S- 3, sowie Graßen- Buseck, Großen- Linden und Heuchelheim. Dienstag, den 7. März, vorm. 8 Uhr, für Hattenrod, Klein- Linden, sprach hier Pfarrer Sorell. Unsere Einwohner sind bekanntlich schon seit langen Jahren gut deutsch- sozial, sodaß der freisinnige Redner eine sehr empfindliche Abfuhr hier erlebt hat. *) Langgöns, 18. Febr. Am letzten Mittwoch *) Nieder- Eschbach. Ein Kreisfeuerwehrfest für den Kreis Friedberg findet am 18. und 19. Juni Stiftungsfest. hier statt. Unsere Wehr begeht zugleich ihr 40jähriges Beerfelden, 16. Febr. Im hiesigen Postgebäude wurde heute früh gegen 4 Uhr ein gewagter Einbruch verübt. * schule eröffnet mit dem Sommersemester( Anfangs Frankfurt a. M. Die KunstgewerbeApril) in ihrem Neubau eine Abteilung für die graphischen Gewerbe. * Dillenburg, 17. Febr. In diesen Tagen haben die Wärter vom Kgl. Landgestüt mit den Hengsten unsere Stadt verlassen, um auf den einzelnen Beschäl= stationen ihrer Bestimmung zu warten. richtung des Deutschen Reiches soll den Kriegsteilneh*) Kassel. Anläßlich der 40. Wiederkehr der Ermern, die sich in bedürftiger Lage befinden, eine Ehrengabe in Gestalt eines größeren Geldbetrages überwiesen werden. Soziales. * Jahresabschluß des Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter. Bei dem fortwährenden heftigen Kampf, der im vergangenen Jahr gegen den Gewerkverein christlicher Bergarbeiter geführt wurde, ist das Resultat seines Geschäftsberichts( veröffentlicht im„ Bergknappen" Nr. 5 1911) für das Jahr Lügen: der Gewerkverein hat vielmehr eine günstige 1910 von besonderer Bedeutung. Es straft die Behaupt ungen von einem„ Rückgang" und„ Massenaustritten" Weiterentwickelung zu verzeichnen. Heute zählt er über 80 000 Mitglieder. Die Gesamteinnahmen belaufen sich auf 1 252 890 Mart, die Gesamtausgaben auf Mark 988 418. An ordentlichen Mitgliederbeiträgen wurden 1 138 866 Mark vereinnahmt; das ist ein Mehr von 56 000 Mark gegenüber dem Vorjahr. Das Barvermö1 448 737 Mart. Mit den Immobilien und Barbestän= gen an der Hauptkasse stieg von 1 184 265 Mk. auf den in den Ortskassen verfügt der Gewerkverein über ein Gesamtvermögen von 1 905 146 Mark, hat die zweite Million somit bald erreicht. Unter den Ausgaben steht das Krankengeld mit 216 791 Mart an erster Stelle. Für Sterbegeld wurden 71 490 Mark, für Rechtsschutz 75 426 Mark, für Streiks und Maßregelungen 12 160 Ausgabe von 117 859 Mark, die Agitation 98 727 Mt. Mark verausgabt. Die Verbandsorgane erforderten eine In den Erläuterungen zum Geschäftsbericht hebt der „ Bergknappe" mit Genugtuung über den günstigen Jahresabschluß hervor, daß die christlich organisierten Bergarbeiter mit Zuversicht in die Zukunft blicken fönnen. mitwirken, um die Vorbedingungen zu weiteren Erfol Alle Mitglieder möchten im Dienste der großen Sache gen zu schaffen. Offenbach. Das hiesige Wahlkreiskomitee der Zentrumspartei hat für die Reichstagswahl folgende Kandidaten vorgeschlagen: Schneidermeister Franz Nessel- Offenbach, Justizrat von Brentano- Offenbach, Arbeitersekre= tär Frede- Offenbach, Bürgermeister Frenan- Bensheim, Redakteur Becker- Berlin und Hofmann- Seligenstadt. Die Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. endgültige Entscheidung über die Kandidatur soll in einer Versammlung gefaßt werden. *) Darmstadt. Als Vertreter der hessischen Handelskammern in der großherzoglichen Zentralstelle für die Landesstatistik, wurde anstelle des ausgeschiedenen Syndikus Schloßmacher der Syndikus der Mainzer Handelskammer Meesmann gewählt. *) Mainz. Wie sich jetzt schon mit einiger Be= stimmtheit sagen läßt, wird der diesjährige Handwerfertag in Mainz allem Anschein nach stark beschickt werden. Die Reichsgesetzgebung hat im Laufe schriften gebracht, daß es natürlich ist, wenn weite Kreise der letzten Jahre zum Teil derart einschneidende Vordes Handwerks an den in Mainz zur Beratung stehenden Fragen interessiert sind und ihre Vertreter entsen den. Bei der Hessischen Handwerkskammer ist bereits neben anderem aus Gewerbevereinskreisen ein Antrag eingelaufen, der sich mit Bezug auf einheitliche Durchführung der Meisterprüfungen gegen die Bestrebungen wendet, die Gewerbeschulen mit Privilegien auszustatten, wie sie den Baugewerkschulen zugestanden sind. Auch die Handwerkskammer hat bekanntlich gegen diese Bestrebungen früher bereits Stellung genommen. Das Verdingungswesen, sowie die 3. 3. im Vordergrund des Interesses stehenden Fragen, welche 3. März auf der Handwerkerkonferenz im Reichsamt des Innern zu Berlin verhandelt werden, geben allein schon dem diesjährigen Handwerkertag eine besondere Bedeutung. Die Vorarbeiten sind in vollem Gange. am Fbr. " " Geborene. 8. Schutzmann Robert Gustav Willi Holzigel ein Sohn, Richard Walter Otto Gustav. 10. Feldwebel Gustav Adolf Schild eine Tochter. 13. Großh. Provinzial- Rabbiner Dr. Leo Hirschfeld eine Tochter, Hanna. " 13. Kutscher Friedrich Rück eine Tochter, Wilhel= mine Margarete. " " Fbr. " " " " 15. Bäckermeister Wilhelm Dippel ein Sohn, Andreas Johann Heinrich Walter. 16. Privatdozenten für Chirurgie Dr. August Brüning eine Tochter. Aufgebote. 11. Valentin Lohn, Schneider in Gießen, mit Maria Listmann in Frischborn. 13. Karl Gottschald, Fabrikant in Kreuzlingen, in der Schweiz, mit Maria Stimbert in Gießen. 15. Heinrich Schneider, Taglöhner, mit Anna Hof, beide in Gießen. 15. Alois Bremberger, Schuhmacher, mit Karoline Noll, beide in Darmstadt. 16. Emil Marquardt, Kaufmann, mit Johanna Werner, beide in Gießen. " 16. Robert Leopold Jensch, Sattler, mit Elisabethe Menges, beide in Lich. Eheschließungen. Fbr. 11. Gustav Walldorf, Schausteller, mit Lina Hartdie " Wetzlar, 18. Febr. Morgen veranstaltet „ Typographische Gesellschaft Gießen- Wetzlar" im Saale ,, Gasthaus zum Riesen" eine Drucksachen- Ausstellung. Dieselbe enthält Arbeiten aus der f. t. Lehr- und Versuchsanstalt in Wien. Wir wollen nicht verfehlen, Interessenten darauf aufmerksam zu machen, zumal die Ausstellung die heutige moderne Druckausstattung veranschaulicht. - Wetzlar, 18. Febr. Um die Verbreitung guter einträglicher Obstsorten nach Möglichkeit zu fördern, werden auch in diesem Jahre an die Obstzüchter des Krei" mann, beide in Gießen. 11. Heinrich Jost, Schneider in Gießen, mit Katharine Krauskopf in Rosenthal. 11. Heinrich Becker, Kaufmann, mit Sophie Pietsch, beide in Gießen. Gestorbene. Fbr. 12. Marie Feller, 67 Jahre alt. " " 12. Johannes Schleßinger, Dienstfnecht, 80 Jahr. 15. Heinrich Schweizer, Lokomotivführer i. P., 74 Jahre alt. " 16. Margarete Becker, 10 Monate alt. Deutscher Reichstag. In der Sitzung vom Donnerstag wurden bei der Weterberatung des Marineetats zunächst Resolutionen betref= Reichsregierung und nächste Reichstagswahlen. In der Presse wird die Nachricht verbrettet, daß die Regierung sich entschlossen habe, den Termin für die nächsten Reichstagswahlen zu einem möglichst späten Zeitpunkt erst im Jahre 1912 festzusehen. Wie die Inf." auf eine Anfrage erfährt, hat aber die Reichsregierung bis jetzt einen Entschluß darüber, wann die nächsten Reichstagswahlen stattfinden sollen, noch nicht gefaßt. Dementsprechend erledigt sich auch die Angabe eines bestimmten Termines für die Wahlen. Vermutlich ist die Meldung als ein Niederschlag von Ansichten aus parlamentarischen Kreisen zu betrachten, die in Anbetracht der noch zu erledigenden gefeggeberischen Aufgaben des Reichstages eine verhältnismäßig lange Dauer der jetzigen Session voraussehen und demgemäß einen sehr späten Wahltermin annehmen. Der Oberpräsident der Provinz Westfalen von der Rede ist Donnerstag nachmittag in Münster an einem schweren Magen- und Nierenleiden im 64. Lebensjahre gestorben. Freiherr von der Rede, am 2. April 1847 in Berlin geboren, war von 1895 bis 1899 preußischer Minister des Innern. Infolge der Ablehnung des Mittellandkanals im preußischen Abgeordnetenhause trat er am 2.September 1899 von seinem Amte zurück und wurde darauf unter Belassung des Titels und Ranges als Staatsminister zum Oberpräsidenten von Westfalen ernannt. Seit einigen Jahren schon hatte er mit Krantheitssymptomen zu kämpfen, die schließlich so zunahmen, daß er sein Amt nicht mehr wahrnehmen konnte. die Mitwirkung der Arbetterausschiffe bet der Festseßung von Lohn- und Arbeitsbedingungen angenommen. Dann ging die Debatte über den Werftbetrieb weiter. Es beteiligten sich an thr fast ausschließlich Redner der Linken. Vorweg stellte jedoch Staatssekretär v. Tirpitz durch Verlesung eines Telegramms des Konteradmirals Lans fest, daß an etner vom Leipziger Tageblatt gebrachten Notiz, von Privatfirmen seien Angebote zur Bergung des untergegangenen Unterseebootes„ U 8" gemacht, die vorteilhafter gewesen seten, als die Hilfe der Marine, fein wahres Wort ist. Dann brachten die Abg. Struve( fortschr. Vp.) und Severing( Soz.) Vorwürfe gegen die Werftverwaltung vor. Sie betrafen die Behandlung der Arbeiter, Besehung der höheren Werftverwaltungsstellen und machten allerlet Vorschläge, den vermeintlichen Uebelständen abzuhelfen. Der Staatssekretär und seine Kommiffare griffen mehrfach in die Debatte ein. Der Staatssekretär wies nach, daß das KoaIitionsrecht der Arbetter nicht angetastet, wohl aber thre Majorisierung durch den sozialdemokratischen Metallarbetterverband hintangehalten werde, daß an der Spizze aller Werften der Welt Offiziere, nicht Techniker, stehen, daß die Werften in erster Linie Mobilmachungsanstalten sind und der Zusammenfassung aller Kräfte zu Reparaturen nach der Schlacht dienen. Dazwischen trat der Süddeutsche Zentrumsabgeordnete Schirmer für Ausgestaltung der Unterftübungskasse der Werftarbeiter zur Pensionskasse und Berücksichtigung süddeutscher Gewerbetreibender bei Liefe= rungen ein. Der Abg. Weber( ntl.), der der Studienfommission für den Kieler Werftbetrieb angehört hat, wies auf die Widersprüche in den Ausführungen der sozialdemokratischen Redner hin. An die Spize der Werftleitung gehöre in den einzelnen Ressorts neben dem Offizier und dem Ingenieur ein tüchtiger Kaufmann. Er habe auf der Informationsreise festgestellt, daß die hygienischen Verhältnisse in Werftwerkstätten besser seien, als in den meisten Privatwerften. Daß auch die sonstigen Arbeitsbedingungen nicht so schlecht seien, beweise das große Arbeiterange= bot. Mit vollem Recht erkenne er die Tüchtigkeit des Staatssekretärs an. Im weiteren Verlaufe der Debatte führten die Verkaufsstellen des Wohlfahrtsvereins in Wilhelmshaven außer Ahlhorn( fortschr. Vp.) und Semler( natl.) auch Bebel( Soz.) auf den Plan. Ahlhorn war gegen die Verkaufsstelle, weil die kleinen Geschäftsleute geschädigt würden, ähnlich Semler; Bebel dagegen hielt an dem Ge nossenschaftsprinzip, das dem Wohlfahrtsverein zugrunde liegt, fest, und Schulze- Delitzsch, meinte er, würde es auch tun. Nur soll die Marineverwaltung ihre Finger herauslassen und die Organisation nicht unterstützen. Mit Darlegungen über das Verdingungswesen und Befürwortung von Technikerpetitionen schloß die Beratung des MarineFür Freitag wurde der Bau- und Justizetat auf etats. die Tagesordnung gesetzt. 1000 Reichstagskandidaten. noch Schonung auferlegt. Die Audienzen werden erst in der nächsten Woche wieder aufgenommen Ein 82jähriger Lebensretter. In Geroldshausen( Ober bayern) brachen zwet Knaben, Brüder, auf dem Eise etn. Einer von ihnen, der sich herausgearbeitet hatte, dem Bru der aber nicht helfen konnte, lief heim und holte seinen 82jährigen Großvater aus dem Bett, der, bis zum Halfe tm Schlamm und Waffer versinkend, mit eigener Lebensgefahr den Enkel vom Tode des Ertrinkens rettete. Der Deutsche Landwirtschaftsrat besprach am Donnerstag die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der deutschen Industrie und Landwirtschaft an der Hand von Referaten der Herren Steinmann- Bucher( Berlin), Hofrat Opizz ( Treuen i. Vogtl.) und Direktor Felber( Berlin). Die vorgelegten und im wesentlichen gebilligten Leitsätze gipfeln in dem Gedanken. daß den Inhalt des wirtschaftlichen Lebens der Kulturvölker in erster Linie der Binnenverkehr bilde, demgegenüber der internationale Güteraustausch nur eine untergeordnete Bedeutung habe. Ein Verein der Lebensretter" hat sich in Rudolstadt gebildet. Er soll sich über ganz Thüringen erstrecken und hat sich zur Aufgabe gemacht, dem Wohltäter Carnegie photographische Aufnahmen von allen bekorterten Lebensret. tern zu übermitteln. Die Militärbehörde in Halle hat den Soldaten für dte Bett, wo Singers Beerdigung im Bilde vorgeführt wird, den Besuch der Kinematographentheater verboten. Ein folgenschwerer Gerüsteinsturz hat sich in Dortmund ereignet. Bet den Abbruchsarbetten an einem Hochofen der Dortmunder Union stürzte das Gerüst zusammen. Dret Arbetter wurden getötet und zwet lebensgefährlich verlegt. Vermischtes. hatte, einen Der pinem Be Bever, et Kindern Operation porter S ber Cher Rutfcher legt von nung. ders bes gab thr 8 betratung einen ein wenn er arbeitssche slo piel Cin ber wurd aus Fra Gefandtfa bigen Be 150 0002 attacheet plice ton Diefen D hener N batterten ift. Bede ganz gen ben ihm habe und Jagt ferne meiner& von dem Ich mich Erstaunli bon, Neu in ähnlid war. Es Photogra Briefes lizei den Meußerun Beder di freuen, Paris of Wie fauer B wird, Ei Leben, di der im S auf Tolit die das Stehlen mußte S fehen, wi forstes a Im Gefängnis verbrannt. In Scharley im Kreise Oppeln hat die Witwe Lasi, die wegen Schulversäumnis threr Kinder einer Tag Haft abzubüßen qualvollen Verbrennungstod gefunden. Da sie den Betrag von 1 Mark, zu dessen Zahlung ste von der Schulbehörde aufgefordert worden war, nicht zahlen konnte, hat man, so schreibt das„ Berliner Tageblatt", über die Frau einen Tag Haft verhängt und sie auch zur Verbüßung dieser Haftstrafe eingezogen. In der einsamen Gefängniszelle hatte sie den Strohsad an den geheizten Ofen herangerüdt, und ein unerklärlicher Zufall wollte es, daß der Strohsad Feuer fing. Die Hilferufe der von den Flam men bedrohten Frau blieben ungehört. Sie ist erstickt und verbrannt. Das Vorkommnis erregt in ganz Oberschleften allgemeines Aufsehen. Ueber das Schicksal der neun threr Mutter und Ernährerin beraubten Kinder ist noch nichts bestimmt, fest steht bisher nur, daß sich der waisten Kinder zunächst die Gemeinde Scharley wird an-, nehmen müssen. Bei der Weiterberatung des Militäretats in der Budgetfommission des Reichstags erklärte am Donnerstag der Kriegsminister hinsichtlich der Anfertigung von Bekletdungsstücken durch Zivilhandwerker und Dekonomiehandwerker, daß die Kosten durch den Uebergang zu den Zivilhandwerkern höher werden. Die verschiedenartige Gestaltung der vorhandenen Bekleidungsämter ist sehr ungünstig. Im Mobilmachungsfalle müssen wir mit Großbetrieb anfangen; dazu brauchen wir eingarbeitete Fabriken. Es wird angestrebt, daß jedes Armeekorps ein Bekleidungsamt hat. Im Mobilmachungsfalle wird mit einer vollen Ausnutzung der Strafanstalten gerechnet; im Frieden werden sie nicht voll beschäftigt, weil auch die Kleinindustrie beschäftigt werden muß. Die Wahlprüfungstommission des preußischen Abgeordnetenhauses hat die Wahl des fortschrittlichen Abg. Kreitling im 4. Berliner Wahlkreise auf Grund eines sozialdemokratischen Wahlprotestes einstimmig für ungiltig erklärt. In dem Wahlprotest war ausgeführt, daß die Wählerlisten aus dem gleichen Grunde ungiltig seten, der seinerzeit zur Ungiltigkeitserklärung der Wahlen von vier sozialdemokratischen Abgeordneten in Berlin geführt hatte. Die Kommission schloß sich dieser Auffassung an. Der Aufmarsch der Parteien zu den nächsten Reichstagswahlen ist nahezu vollendet. Die Organisationen im Lande haben ihre Kandidaten ernannt und die Pareilettungen veröffentlichen bereits die offiziellem Listen. Schon fetzt bewerben fich an 800 Männer um Size im nächsten Reichstag. Da jedoch kaum 400 Plätze zu vergeben sind, wird manche Hoffnung zertrümmert werden. Am eifrigsten find die Sozialdemokraten bei der Arbeit der Wahlvorbe= reitungen. Sie haben bereits 250 Kandidaten aufgestellt. Die übrigen Parteien folgen im weiten Abstande. Da ist das Bentrum mit 115 Kandidaten, da sind die Fortschrittler mit 103 und die Konservativen mit 85 Mandatbewerbern. Die Nationalliberalen beabsichtigen, in 78 Kreisen zu kämpfen, die Antisemiten aller Schattierungen in 50, während die Reichspartet sich auf 30 Wahlkreise vorläufig beschränkt und die Polen sich damit begnügen, vorläufig ihre 20 sicheren Mandate zu behaupten. Elsässer, Lothringer, Welfen, Dänen und Littauer kämpfen um insgesamt 15 Kreise. Der Bund der Landwirte ringt in 10 Kreisen gesondert von anderen Gruppen der Rechten um den Erfolg und die neugegründete demokratische Vereinigung will ihr Glück in 6 Wahlkreisen versuchen. Nun haben aber die Parteien thre Wünsche noch nicht überall zum Ausdruck gebracht. Daher wächst die Zahl der Kandidaten täglich und wird sicherlich die Zahl 1000 erreichen, trotzdem es diesmal zwischen den Nationalliberalen und der Fortschrittlichen Volkspartet in vielen Bezirken schon zu einer Verständigung gekommen ist. Nur in ganz wenigen Kreisen ist überhaupt noch kein Kandidat aufgestellt. Meist rechnet man dort auf den bisherigen Inhaber des Mandates. Andererseits kämpfen in mehr als 100 Kreisen drei Bewerber gegeneinander. daher zahlreiche Nachwahlen geben. Rundschau vom Cage. Politisches. Es dürfte Die Erkältung des Kaisers scheint völlig gewichen zu sein. Am Donnerstag nadmittag machte er im Automobil eine Ausfahrt in den Grunewald. Der Familienschmuck der Wallutjeffs. Kriminalroman von Freifrau G. v. Schlippenbach. ( Nachdruck verboten.) 35) ver= Für 1 Million Mart Waren erschwindelt. Der 35 fährige Agent Georg Keim aus Wilmersdorf, der in der Schüßenstraße in Berlin sein Bureau hatte, ist gestern in Saft genommen worden. Keim, der eine Anzahl auswär tiger Häuser vertrat, wird beschuldigt, Waren, die ihm auf Grund gefälschter Orders geliefert wurden, insbesons dere wertvolle Kleiderstoffe, für eigene Rechnung vers fauft, und den Erlös für sich verbraucht zu haben. Die Höhe der veruntreuten Summe wird auf eine Million M. geschätzt. Mängel der englischen Panzer? Ein Londoner Blatt bringt ein aufsehenerregendes Interview mit dem Direktor einer großen Schiffswerft, in dem nachgewiesen ist, daß der ganze Bau der großen englischen Panzer fich auf falscher Bahn bewege, und daß diese für den Schlachtenzwed fast vollständig unbrauchbar sind. Ein großer Fehler set es, daß das Vorder- und Achterded ungepanzert geblieben sei. Der Schnelligkeit dürften größere Opfer an Raum und Feuerungsmaterial, Kesseln und Maschinen nicht mehr gebracht werden. China ergänzt sein Waffenarsenal. Der chinesische Kriegsminister ordnete eine wesentliche Vergrößerung des Arsenals von Schanghai an. Mit Rücksicht auf die schlechten Erfahrungen, die man mit der bisherigen Lieferung alter Gewehre( besonders aus Japan) gemacht hat, lehnt der Minister es ab, weiter im Auslande zu kaufen. In Zukunft soll alles im Lande hergestellt werden. Die übrige Vorstellung nahm ihren gewöhnlichen Verlauf. Monpierre war in die Garderobe Alicens getreten. Zahlreiche kostbare Blumenspenden dufteten in dem mit großem Lurus ausgestattetem Raum. Es war bekannt, daß die Schulreiterin niemals andere Geschenke annahm, daß ihr guter Ruf über jede Verleumdung erhaben war. Wirst Du Dich denn nie entschließen können, Deine Laufbahn als Zirkuskünstlerin aufzugeben?" fragte Montpierre in sanftem Vorwurf. So lange Du bei Deinem Berufe bleibst, wollen meine Eltern ihre Einwilligung zu unserer Verheiratung nicht geben." Noch kann ich nicht in das Privatleben zurücktreten," antwortete Miß Rower leidenschaftlich,„ mit Leib und Seele liebe ich meine Kunst. Habe Geduld, wir sind beide noch jung und können warten." Kleine Nachrichten. Bon einem Hund gerettet. Bei Selb( Oberfranken) brach sich ein Bauer auf dem Glatteis bei der nächtlichen Heimkehr ein Bein und blieb hilflos liegen. Seine Hil ferufe verhalten ungehöri. Schon glaubte der Veruns glückte, nach mehreren Stunden erfrteren zu müssen, als' doch noch Hilfe fam. Ein Hofhund hatte die Hilferufe ge hört und zwei Stunden lang mit Bellen teine Ruhe ges geben, bis die Bäuerin herausfam. Sofort begehrte das fluge Tier jeht ganz ins Freie und führte die Frau bis an die Unglücksstelle. Der neue Militär- Zeppelin" wird in Cöln stattoniert werden, so daß damit das dortige Luftschiffgeschwader vollzählig sein wird. Die Heeresverwaltung verhandelt auch mit der Cölner Firma Clouth wegen Ankaufs eines Luftschiffes dieses Systems. ,, Das sagst Du immer," grollte der Baron.„ Weißt Du denn so bestimmt, daß ich nicht eines Tages des langen Wartens müde werden und Dir aus dem Wege gehen fönnte?" Wann der nächste Zug abgeht." Jm Mainzer Hauptbahnhof ereignete sich folgendes drollige Geschichtchen: Ein älterer, sehr beweglicher Herr, ein Oberschulrat aus Heis delberg, wollte heimwärts fahren. Er hatte bereits seine Fahrkarte, als es noch volle 10 Minuten bis zum Abgang Jetnes 3uges waren. Er las auf dem Fahrplanbrett, daß der Zug 7.41 Uhr fahre, stellte dann aber in seinem eigenen Kursbuch fest, daß dort 7.42 Uhr angegeben war. Nur eines von beiden könne richtig sein, meinte der OberSchulrat, und er hielt deshalb einen vorübergehenden Eisenbahner an. Der empfahl, dem bahnamtlichen Brett mehr zu glauben als dem badischen Kursbuch, aber der Schulrat gedachte dieses erst nach genauer Erforschung der Wahrheit zu berichtigen, weil die„ Preußen- Hessen" so gut Fehler machen wie die Badenser. Der Oberschulrat hielt noch mehrere Eisenbahner an, aber keiner konnte thm ganz Genaues sagen, bis er einen traf, der wenig stens mal Interesse für die Sache zeigte.„ Also wegem Kursbuch und wege de Fahrplantafel meenen der Herr," sagte der Eisenbahner ,,, wissen Se, des fummt manchmol druff an um wellen Zug hannelt sich's dann, wann ich frage derf?"- Der Oberschulrat gab den nächsten Zug nach Heidelberg als Gegenstand seines Forschens an, der Eisenbahner fonnte ihm darauf ganz genau sagen, daß er bis dahin noch gemütlich einen trinken könne, denn der nächste Zug nach Heidelberg gehe- 9.32 Uhr. Der, Herr Oberschulrat erschrat fast zu Tode: es war inzwi schen aber wirklich 7.43 Uhr, und der Zug fuhr bereits ab. Ueber die Erkältung des Papstes wird aus Rom gemeldet: Der Papst ist fieberfrei und verließ am Donnerstag das Bett auf einige Stunden. Doch hat ihm der Arzt Tödlich erschrocken sah die Schulreiterin Montpierre an. Das sagt Du doch wohl nicht im Ernst? Erkläre mir, daß es nicht so ist," flehte sie erbleichend. Aber der Baron schüttelte ärgerlich den Kopf und ver= ließ die Garderobe, seine Geduld war zu Ende. Von Land zu Land, und von Stadt zu Stadt war er der Schulreiterin gefolgt. Er hatte immer gehofft, ihren Starrsinn zu erweichen. War es ein Wunder, daß er schließlich die Geduld verlor und an der Liebe seiner Braut zu zweifeln anfing? Vielleicht änderte sie ihren Entschluß eher, wenn er sich seinerseits weniger nachgiebiger zeigte. Seine Eltern wollten die Heirat ihres Sohnes mit Alice Rower nur unter der Bedingung ihres Rücktrittes vom Zirkus zugeben. Unmutig und ohne die erwünschte Erklärung abzu= geben, wandte er sich ab. Es flopste an die Tür. „ Serein!" rief die Schulreiterin. Es war die Dienerin, welche meldete: Miß Rower, es ist die höchste Zeit für Sie, sich umzukleiden, Sie müs fen eilen, um für Ihr Auftreten fertig zu werden." Gleich." Alice trat zu ihrem Verlobten.„ Alphonse," bat ste weich, nimm das grausame Wort zurück. Es raubt mir bte Ruhe, ich kann nicht daran glauben." In namenloser Aufregung kleidete sich die Schulreiterin an. Ihre Händet beb en, ihre Tränen drängten sich ihr gewaltsam in die Augen. Aber sie durfte sich jetzt nicht ihrem Schmerz hingeben. Sie mußte dem Publifum mit dem gewohnten Lächeln gegenübertreten, und sie mußte ruhig sein, um ihr Pferd sicher zu führen, um den gefährlichen Sprung über die meterhohe Hürde wagen zu tönnen. blonde Haar des schönen Mädchens bedeckte, wurde durch wundervoll blizende Edelsteine gehalten. Es waren drei Diamantsterne. Das scharfe Auge des Detektivs hatte, Sie sofort erkannt. Es mußten die von Meyer gestohlenen Juwelen sein, die zu dem Familienschmud der Grafen' Wallutjeff gehörten, ihre eigentümliche Form, die sich White genau eingeprägt hatte, als sie im Atelier seines Onkels Häuserling umgefaßt wurden, war nicht zu vertennen. „ Ich kann diesen Zwiespalt nicht länger ertragen," dachte Alice,„ heute nach der Vorstellung will ich Alphonse sagen, daß ich auf den Beifall der Menge und auf Künstlerruhm verzichte. Ich will in das Privatleben zurücktreten und nur noch sein liebendes Weib sein. Dieser Entschluß gab ihr wieder etwas Ruhe. Sie bestieg den nach spanischer Art gesattelten Hengst und ritt in den Zirkus. Miß Rower trug ein andalusisches Kostüm aus gelber Seide, das mit Gold gestickt und mit schwerzen Spizen garniert war. Bei ihrem Erscheinen flatschte man ihr Beifall zu. Sie warf einen schnellen Blick nach der Loge Montpierres hinüber. Er saß still da, eine unmutige Falte zwischen den Brauen. Da senfte es sich wie ein Alp auf die Schulreiterin nieder. Eine stürmische Musik wurde jetzt vom Orchester des Birkus gespielt. White musterte ebenfalls die reizende Erscheinung Alicens. Langsam ritt sie an seinem Plaz vorbei. Der Geheimpolizist unterdrückte einen Ausruf. Der lang herabwallende Spitzenschleier. der das goldbaß er Alice Rower begann ihre Produktionen. Der Araber tanzte graziös durch die Arena; er gehorchte dem leisesten Zügeldruck, dem leisesten Schlag der Reitpeitsche auf seinen schlanken Hals. Aber seine Reiterin war heute nicht wie sonst bei ihrer Arbeit", das Pferd mußte es wohl spüren; es machte einige kleine Fehler, die das Blut in die Wangen Miß Rowers trieben. Beim Vorbeireiten an Montpierres Roge sab sie zu ihm hin. Las er denn nicht die stumme Abbitte in ihren Augen? Wollte er. sie nicht verstehen? - Die hohe Hürde wurde aufgestellt. Lautlose Stille herrschte im Zirkus. Selbst das Or chester schwieg. Etwas Feierliches schien durch den wets ten Raum zu schweben. White hatte sich vorgebeugt; mit gespannter Erwartung verfolgte er alles. Wie die Diamantsterne im schwarzen Schleier blitten: ein dämonischer Glanz schien ihnen bunte Funfen zu verleihen. Der Geheimpolizist dachte an die Familiensage, daß denen, die den Schmuck trugen und nicht den Namen Wallutjeff führten, Unglück drohe. Hatte sie sich nicht schon. an Mrs. Brook erfüllt? Sollte Alice Rower demselben düsteren Schicksal verfallen sein? ( Fortsetzung folgt.) fich herid Bauer m Gott geft den Bau alten To Narren. nachzula Staub fle verbot de fuchen un botes. Q stoi, den welt 311 Der fuche und verkehrs deutsche gabe gem rieregime mandiern feither in Salle im ungsunte Stadt in a Deutschnotwendi förderun Stattfinde logischem gestellt, Stadt gem Der die Wäl Vereinig theus", 92,5 Kil land fol von 987 Ropf. G brauch a etwa16,3 gegen nu 7,6& ilog Der lonie läb Sitte ber Bajutofra Sondern S nicht etw Jondern Ringe an Gewichtig Stand; in verheirate bedecken, mildern. 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Aus London wird tnem Berliner Blatte gemeldet: Miß Nancy CarnegieBever, eine Nichte Andrew Carnegies, die 1904 mit dem Rutscher ihrer Mutter entfloh und ihn heiratete, hat sich Jegt von ihrem Gatten getrennt und lebt mit ihren drei Aindern in Pittsburg, während ihr Gatte infolge einer Dperation, der er sich unterziehen mußte, in einem Neugorfer Hospital liegt. Wie es heißt, ist eine Scheidung ber Ehe nicht beabsichtigt, sondern nur eine einfache Trennung. Miß Nancy Carnegie ist die Tochter eines Brubers des bekannten Multimillionärs. Andrew Carnegie gab ihr 80 000 Mark Mitgift und erklärte bei ihrer Verhetratung öffentlich es wäre der Familie lieber, daß sie einen einfachen, strebsamen, fleißigen Menschen heirate, wenn er auch fein Vermögen befize, als daß sie sich einem arbeitsscheuen englischen Herzog in die Arme werfe, wie es so viele reiche Amerikanerinnen tun. Ein Brief des Juwelenräubers Beder. Jm September wurde in München, wie erinnerlich, der Juwelier Koch aus Frankfurt a. M von dem ehemaligen merikanischen Gesandtschaftsattachee Elordn und dem Kunstsachverstän= bigen Beder aus Chicago um Juwelen im Betrage von 150 000 Mart beraubt. Der mexikanische Gesandtschaftsattachee wurde später in Neuyork verhaftet. Sein Kom plice fonnte fich jedoch bisher der Festnahme entziehen. Diesen Donnerstag erhielt nun die Reaktion der„, Münchener Neuesten Nachrichten" einen aus Paris vom 15. batierten Brief von Becker, der psychologisch hochinteressant ift. Becker gibt in dem sechs Seiten langen Brief eine zanz genaue Beschreibung seiner Abenteuer, wie er mit ben ihm folgenden Tetektiven gespielt, gelebt, getrunken habe und bemerkt: Wie gewonnen, so zerronnen." Er sagt ferner in diesem Briefe:„ Während der ganzen Zeit meiner Flucht hatte ich keine ruhige Minute, hatte also von dem Genuß all dieses Geldes nichts. Stets glaubte Ich mich verfolgt und sah jedermann mit Mißtrauen an. Erstaunlich ist jedoch, daß ich nicht schon früher in Lonbon, Neuyork oder Chicago verhaftet wurde, da ich stets in ähnlicher Weise gekleidet ging und immer glatt rasiert war. Es ist dies umso verwunderlicher, da von mir noch Photographien vorhanden waren." Die Angaben dieses Briefes sind nach den Mitteilungen der Münchener Polizei den Tatsachen entsprechend. Sie decken sich mit den Aeußerungen des verhafteten Gesandtschaftsattachees. Beder dürfte sich seiner Freiheit jetzt nicht mehr lange freuen, da der Münchener Polizei bereits bekannt war, baß er sich wieder nach Europa gewandt hatte und in Paris oder London sich aufhält. Wie Tolstoi von seiner Gattin behandelt wurde. Mosfauer Blätter veröffentlichem, wie dem B. T." gemeldet wird, Einzelhetten aus den letzten Monaten von Tolstois Leben, die grelle Streiflichter auf den Unfrieden werfen, der im Hause Tolstois herrschte. Die Bauern famen oft auf Tolstois Gut und klagten über die Härte der Gräfin, die das Weiden des Viehs auf den Gutsweiden und das Stehlen des Holzes aus den Gutswäldern streng rügte. So mußte Tolstot eine Tages zu seinem größten Erstaunen sehen, wie der von der Gräfin zur Bewachung des Gutsforstes angestellte Tscherkeffe am Laffo einen Bauern hinter fich herschleifte, dem er bei einem Forstfrevel ertappte. Der Baner war Tolstois Freund, mit dem er oft Gespräche über Gott geführt hatte. Vergebens bat Tolstoi den Tscherkessen, den Bauern freizugeben der Tscherkesse beschimpfte den alten Tolstoi und nannte ihn im Namen der Gräfin einen Narren. Da begann Tolstot, dem Tscherkessen weinend nachzulaufen, bis er ohnmächtig in den Straßenstaub fiel. Darauf lag er viele Tage frank. Die Gräfin verbot den Bauernkindern auch das Beeren- und Schwämesuchen und bestrafte sie hart für die Uebertretung des Verbotes. Alle diese Umstände wirkten deprimterend auf Tolstot, den seine Frau allmählich vollständig von der Außenwelt zu isolieren suchte. Der Kraftwagen als Forschungsmittel in Afrika. Verfuche und Beobachtungen auf dem Geblete des Kraftwagenverkehrs in unwegsamen Bezirken Afrikas hat sich das deutsche Forschungsunternehmen Katro- Kapstadt zur Aufgabe gemacht, dessen Plan von dem Leutnant im Fußartillerieregiment Nr. 4, Detlef Schmude, während seiner Kommandierung zur militärtechnischen Akademie entworfen und seither im Verein mit dem Geologen Dr. Ludwig MüllerHalle im einzelnen ausgearbeitet worden ist. Das Forschungsunternehmen beabsichtigt, Afrika von Kairo bis Kapstadt in zwei Kraftwagen zu durchmessen, vor allem aber in Deutsch- Ostafrika durch systematische Fahrversuche die notwendigsten Bedingungen der Personen- und Lastenbeförderung zu prüfen. Ferner sollen Funkenspruchversuche stattfinden, sowie Forschungen auf geologischem, mineralogischem, morphologischem und klimatologischem Gebiet an= gestellt, insbesondere ein geologisches Profil Kairo- Kapstadt gewonnen werden. Der Papierverbrauch der Kulturvölker wächst in einer die Wälder aufs schlimmste bedrohendem Weise weiter. Die Vereinigten Staaten allein verbrauchen, nach dem„ Prometheus", im Jahre 2,73 Millionen Tonnen Papier, d. h. etwa 32,5 Kilogramm auf den Kopf der Bevölkerung. Deutschland folgt in sehr weitem Abstande mit einem Verbrauch von 987 000 Tonnen, d. h. etwa 14,5 Kilogramm auf den Ropf. Etwas größer als in Deutschland ist der Papierverbrauch auf den Kopf der Bevölkerung in England, wo er etwa 16,3 Kilogramm beträgt. Der Franzose verbraucht da= gegen nur 10,5 Kilogramm Papier im Jahre, der Italiener 7,6 Kilogramm und der Desterreicher 7 Kilogramm. Der Trauring um den Hals. Aus der Oranjefluß- KoIonie läßt sich eine englische Zeitschrift von einer seltsamen Sitte berichten, die auch durch ein Bild bestätigt wird: die Basutofrauen tragen Trauringe, aber nicht Fingerringe, sondern Trauringe um den Hals. Es handelt sich dabei nun nicht etwa um schmale, also einigermaßen erträgliche Ringe, sondern um dicke, handbreite und deshalb sehr schwere Ringe aus einer messingähnlichen Regierung. Außer der Gewichtigkeit haben diese Ringe noch einen weiteren Uebel= stand: in der prallen Sonne erhitzen sie sich sehr stark. Die verheirateten Basutofrauen müssen deshalb ihre Trauringe bedecken, um die unangenehme Wirkung der Sonne zu mildern. Englische Postfarten. In England verkauft die Postbehörde Postkarten nur mit Aufgeld, und es ist daher der Brauch, beim Papierhändler ein Bündel unfrantierter Postfarten zu kaufen und Marken darauf zu kleben. Nunmehr beabsichtigt die Post jedoch, wie auf dem Kontinent, eine Postkarte mit eingedruckter Marke für einen Penny abzugeben, wogegen die Papierhändler energisch Einspruch erheben, mit der Begründung, daß dies unlauterer Wettbe= werb sei. Eine Umfrage unter ihnen hat ergeben, daß von 2300 Mitgliedern nur 23 zugunsten der neuen Verordnung gestimmt haben. Die ganze Angelegenheit soll dem UnterHause unterbreitet werden. Die Pantschwiese. Auf der allgemeinen Städtebauausftellung in Berlin, die im vorigen Jahre so großes Interesse fand, erregten u. a.auch die Bilder der großen Volksparks von Boston, Philadelphia und anderen nordameritanischen Städten Aufsehen. Man sah da nicht nur schöne, zweckmäßige Baumanlagen, sondern auch neue Einrichtun= gen, wie sie in Deutschland bisher in städtischen Parks nicht bekannt waren. Dazu gehörten in erster Reihe die soge= nannten Pantschwiesen: flache Bassins, die bis zu etwa 20 Bentimeter Höhe mit Wasser gefüllt sind und in denen die Kinder des Sommers mit nadien Füßen lustig verumpantschen können. Eine solche Pantschwiese will der Berliner Magistrat auch in dem neuen Schillerpark anlegen, für den der Magistrat bei den Stadtverordneten um die Nachbewilligung von 388,300 Mark ersucht. Eine japanische Heiratsannonce. Nicht nur modische Kleider, auch die Hetratsannonce haben die Europäer nach Japan importiert. In einer in Yokohama erscheinenden Beitung ist folgende Anzeige einer Japanerin zu lesen, die auf den romantisch klingenden Namen Hosuijoschi hört: Ich bin eine sehr hübsche Frau mit dichten Haaren, die wie Wolfen wogen; mein Gesicht hat den Seidenglanz der Blumen, mein Körper ist schmieg- und biegsam wie die Weide, und meine Augenbrauen haben die Krümmung des zunehmenden Mondes. Mein Vermögen reicht hin, um Hand in Hand mit dem Geliebten durch das Leben schlendern, indem ich tagsüber die Blumen betrachte und nachts den Mond. Wenn es einen netten, feinen Herrn gibt, der gebildet, klug, hübsch, geschickt und von gutem Ge= schmat tft, will ich mich mit ihm für dieses Leben verbin= den und mit ihm das Vermögen teilen, um später in einem Grabmal aus rosenrotem Marmor zu ruhen. Wissenschaft, Kunst und Literatur. Eine kaiserliche Schenkung für wissenschaftliche Zwecke. Jm naturwissenschaftlichen Berein zu Greifswald machte Professor Jaekel die Mitteilung, daß der Kaiser zur Bergung der bei Halberstadt gemachten Funde von Dinofaurieren 30 000 Mart aus seinem Dispositionsfonds bewilligt hat. Es wurden bisher 23 außerordentlich wertvolle Funde gemacht, die für den preußischen Staat angetouft und dem Museum für Naturkunde in Berlin überwiesen wurden. Die Suche nach dem Grab Karls des Großen. Die Ausgrabungen im altehrwürdigen Münster von Aachen gehen demnächst zu Ende. Ihr Hauptziel, die Auffindung des Grabes Karls des Großen, haben sie nicht erreicht. Sie hatten auch sent fein geschichtlich außergewöhnlich wertvolles Ergebnis. Die Ausschmückung der Oberkirche mit Mosaiken ist beendigt. In den nächsten zwei Jahren hofft man die Kaiserloge und die Unterkirche wiederherstellen zu fönnen. Die zugunsten der Arbeiten bewilligte Lotterie hat 470 000 Mart eingebracht. Das Ende der weißen Völker. Von Norden nach Süden läuft die Richtung der Kulturentwicklung, im Süden suchen die Kulturstaaten der nördlichen Hemisphäre neue Gebiete der Arbeit, in öte Tropen dringt der Europäer ein, und die südlichen Länder sind es, die dem Ueberschuß der nördlichen Bevölkerung ein neues Heim und ein neues Lebensfeld bieten sollen. Die Praxis und die Wissenschaft haben bewiesen, daß die Abkömmlinge der weißen Raffe auch in den Tropen leben können, vorausgesetzt, daß sie ihren Lebenswandel dem Klima anpassen und alle Exzesse, insbesondere ein Uebermaß von Alkohol, vermeiden. Aber es ist ein Irrtum zu glauben, daß die Weißen, die in südlichere Landstriche übersiedeln, als Weiße fortleben werden. In einem intereffanten Aufsatz, den Professor Lyde in einer englischen Beitschrift veröffentlicht, versucht der Gelehrte den Nachweis, daß die Afklimatisierung an die Tropen mit einer Verwandlung der Hautfarbe verbunden sein wird, und daß die weißen Bewohner der Tropen nach Generationen sich der Hautfarbe der Eingeborenen affimilteren müssen. Die Natur hat die Hautfarbe der einzelnen Völker genau auf die klimatischen Verhältnisse abgestimmt, unter denen die Rassen leben, und die Farbe der Haut ist der Kraft der Sonnenstrahlen und den Notwendigketten angepaßt. Die Haut des Negers gewährt einen sichereren Schutz gegen die Sonnenstrahlen als die des Indianers, und den gelben Rassen gelingt die Afklimatisierung an die Tropen wiederum leichter als den Weißen. Kein Individuum und auch keine Rasse kann darauf rechnen, sich in einem Lande und in einem Klima fortzuentwickeln, ehe fie auf künstlichem oder natürlichem Wege sich den veränderten Elimatischen Verhältnissen angepakt haben, genau so wie die Pflanze entweder untergeht oder sich allmählich auf die neuen Verhältnisse abstimmt. Es ist kein Zufall, daß wir die Neger unter den heißesten Erdstrichen finden, und vorwie= gend in Gebieten, in denen nur geringe Waldentwicklungen herrschen. Und ebenso finden wir die weiße Haut am stärksten entwickelt in jenen Gegenden, wo die Bodenentwicklung den feuchten Winden und den Wolken den fretesten Zugang gewährt: in Europa. Auch die Zwischenstufe, die gelbe Rasse, ist ein Produkt ihres Klimas, der trockenen Grasebenen einer gemilderten Zone." Der Gelehrte sucht dann die ursprüngliche natürliche Grenze für die weiße Rasse festzustellen und kommt zu dem Ergebnis, daß die Erdgebiete je 25 Grad nördlich und südlich vom Aequator der schwarzen Raffe angehören. Weiße, die sich innerhalb dieser Grenzen ansiedeln wollen, müssen sich künstlich dem Klima anpassen, müssen kohlschwarze Unterkleidung aus Wolle oder Seide tragen und eine Außenkleidung von blendendem Weiß und von animalischem Ursprung, sei es Baumwolle oder Flachs. Ja, die, welche den größten Teil des Tages im Freien verbringen, sollten Brillen tragen und verschleiert gehen. Die Schlußfolgerungen des Gelehrten gipfeln in dem trüben Ausblick, daß die ganz blonden Rassen sich zur Ansiedlung in den Tropen überhaupt nicht eignen und nur die gebräunten Weißen in Betracht kommen.„ Aber aller Wahrscheinlichkeit nach ist nur der gelbe Mann zur Ansiedlung in den Tropen befähigt, und der blonde Weiße ist verurteilt, von der Erdoberfläche zu verschwinden. Das Farbenpigment der Haut ist keine Gefahr, schadet bei der Uebersiedlung nach Norden nicht, während die hellen Rassen, die nach Süden drängen, durch ihre Hautfarbe dem Verderben preisgegeben find. Daher kommt es auch, daß die Dunklen gefahrlos in das Reich der Weißen eindringen können, jedenfalls erfolgreicher, als es der Blonde auf seinem Zug nach dem Süden vermag." Der russisch- chinesische Konflikt hat sich bedeutend verschärft. Die russische Regierung hat einer telegraphischen Meldung aus London zufolge die Regierungen von England, Frankreich und Japan davon verständigt, daß sie beabsichtige, cin ultimatum an die chinesische Regierung zu richten, da China die Bedingungen des Handelsvertrages von 1881 neuerdings verlebt habe. Die rusfische Regierung droht, falls China ihren Wünschen nicht nachkommt, mit der Besetzung von Turkestan. Ein weiteres Telegramin meldet uns: Petersburg, 17. Februar. Die russische Regierung hat gestern durch ihren Gesandten in Pefing der chinesischen Regierung eine sehr scharf gehaltene Note überreichen lassen, in der es heißt, daß die Abmachungen des Handelsvertrages von 1881 von der chinesischen Regierung und ihren Beamten vollständig unbeachtet gelassen werden. Die russische Regierung sei zu der Ueberzeugung gelangt, daß die Fortdauer der bisher bestandenen freundschaftlichen Beziehungen zwischen Rußland und China bei einem solchen Verhalten der chinesischen Regierung unmöglich ist. In der Note beansprucht dann weiter im einzelnen die russische Regierung das Recht, selbständige Einfuhr- und Ausfuhrtarife an der chinesischen Grenze festzusetzen. Die uffischen Unterianen julen im ganzen chinesischen Reich das Recht der eigenen Gerichtsbarkeit genießen. Für die Mongolet verlangt Rußland für seine Untertanen das Recht der Frei zügigkeit, des Aufenthalts und des zollfreien Handels und Grundstückserwerbs. Darüber hinaus soll die russische Re gierung berechtigt fein, Konsulate zu errichten, die von China anzuerkennen sind. In der Note heißt es am Schluß, daß es Nußland für seine Pflicht halte, die chinesische Re gierung davon zu benachrichtigen, daß es die Weigerung die von Rußland gestellten Forderungen zu erfüllen, als einen Beweis der Abneigung betrachten wird, mit Rußland freundschaftliche, auf Vertrauen begründete Beziehungen zu - unterhalten. In einem solchen Falle behält sich Rußland vor, zur Wiederherstellung der von China verletzten Ver tragsrechte, die von ihm hterfür notwendig befundenen Maßnahmen zu ergreifen find. Drabtnachrichten und neuestes. Aus schwerer Gefahr gerettet. Darmstadt, 17. Februar. Als der Eilzug Heidel berg- Frankfurt gestern abend in voller Fahrt die Station Darmstadt- Süd passierte, wollte ein älterer Herr, der im Glauben war, der Zug werde halten, aussteigen. Er glitt, wahrscheinlich durch den heftigen Luftzug, ab und hielt sich trampfhaft an seinem Echirm fest, der an einer Eisenstange des Wagens hing. Mitfahrende bemerkten vom Fenster aus den in höchster Lebensgefahr Schwebenden und zogen den schon halb Besinnungslosen auf die Plattform. Er hat nur leichte Hautabschürfungen davon ges trugen, obwohl er schon mit dem Unterkörper während der rasenden Fahrt auf dem Boden schleifte. Einsturz eines Kalischachtes. Halle, 17. Februar. Ein im Bau begriffener auf 30 Meter abgeteufter Echacht der Kaligewerkschaft Bernsdorf in der Gemarkung Kahlwinkel brach völlig zusammen. Menschen sind nicht verunglückt. Verhaftung eines Scheckschwindlers. Hamborn, 17. Februar. Ein Scheckschwindler wurde hier in der Person eines jungen Mannes, der bei der Filiale der Essener Kreditanstalt einen Scheck über 2800 Mark einzulösen suchte, verhafiet. Der junge Mann wurde zuerst abgewiesen, kam dann mit einer gefälschten Vollmacht wieder und ersuchte um Ausstellung eines neuen Scheckbuches anstelle des angeblich verloren gegangeren. Nunmehr wurde ein Scheckbuch ausgehändigt. Als der Mann dann am anderen Tage mit einem mit der Quittung des Unternehmens versehenen Scheck über 2800 Mark erschien, kam die Fälschung zutage. Bei näherer Untersuchung stellte es sich heraus, daß die Mülheimer Bans dem Fälscher vergangene Woche auf einen Scheck 900 Mark ausbezahlte. Passive Resistenz in Triest. Triest, 17. Februar. Infolge der hier ausgebrochenen pasiven Resistenz der Staatsbeamten ist der Betrieb der Postämter behindert. Der Paketverkehr erleidet Verzögerungen, ebenso der Telegrammverkehr bis zu 1% Stunden. Auch der Eisenbahnverkehr verzögert sich infolge der Resistenz der Bollbeamten. Im übrigen widelt sich der Diensts betrieb normal ab. Schwerer Reitunfall. Potsdam, 17. Februar. Während eines Dienstrittes auf dem Bornstedter Felde verunglückte gestern Oberleutnant v. Bülow vom dritten Gardeulamenregiment. Das Pferd wurde plötzlich scheu und warf den Reiter zu Boden. Mit inneren Verlegungen wurde der Offizier nach seiner Woh nung gebracht. Erkrankung der Frau Cosima Wagner. Rom, 17. Februar. Aus Rapallo wird gemeldet, Frau Cosima Wagner habe einen bedrohlichen Anfall vom Herzschwäche gehabt, so daß Professor Schönburg drahtlich an das Krankenbett der Herzleidenden berufen worden sei. Auf eine Anfrage in Bayreuth wurde geantwortet, Nachrichten von gestern vormittag aus Santa Margherita zufolge gebe das Befinden der Patientin zu Besorgnissen feinen Anlaß. Die Pest in Rußland. Moskau, 17. Februar. In der Kirgisensteppe_im Gouvernement Astrachan und in sechs Ortschaften zwischen der Wolga und dem Uralfluß sind vom 4.- 8. Februar 30 Personen an der Pest gestorben. Berliner Getreide und Schlachtviehmarktbericht. Eine Klärung der Verhältnisse am Getreidemarkt hat auch die am 15. Februar beendete Berichtswoche nicht gebracht. Infolgedessen ist eine wesentliche Preisänderung in dieser Zeit nicht eingetreten. Die allem Anschein nach vollkommen ausreichende Weltversorgung mit Weizen läßt eine nachhaltige Preisbesserung dieser wichtigsten Brotfrucht zurzeit nicht aufkommen. Das Lieferungsgeschäft war daher am Berliner Markt sehr still, die Preise haben sich nur wenig verändert. Eine festere Haltung hat Roggen ge= habt, da ansehnliche Mengen ausgeführt wurden und Rußland mit seinen Offerten durchaus keine Nachgiebigkeit erfennen läßt. Auch hält man die jeßige Preislage im Vergleich zu den Durchschnittspreisen in der gleichen Zeit der vier Vorjahre für niedrig. Für diesen Artikel herrscht hier ein starkes Deckungsbedürfnis gegen vorverkaufte Ware; Rußlands Angebot ist in letzter Zeit wesentlich geringer geworden, und der heimische Bedarf an ruffischer Futtergerste ist sehr bedeutend. Hafer ist gleichfalls sehr fest gewesen. Schlesien hielt die Preise sehr hoch, und auch Rußland erhöhte seine Forderungen. Mais war bei ruhigem Geschäft gut behauptet. Die Lieferungspreise für den Maitermin stellten sich schließlich wie folgt: Weizen 204,50 M, Roggen 159,75 M, Hafer 158,75 M, Mais 136,00 M. Preise des städtischen Schlachtviehmarktes. I. Ochsen: a) vollfleischige ausgemästete höchsten Schlachtwertes, ungejocht 76 bis 81 M, b) junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 76 bis 80 M, c) mäßig genährte, junge und gut genährte ältere 70 b. 77 M, 8) gering genährte jeden Alters- bis- M. II. Bullen: a) vollfleischige, höchsten Schlachtwertes 76 bis 80 M, b) vollfleischige jüngere 71 bis 79 M, c) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 66 bis 74 M, d) gering genährte- M. III. Färsen und Kühe: a) vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes bis M, 6) vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 67 bis 74 M, c) ältere ausgemästete und weniger gut entwidelte jüngere Kühe 66 bis 73 M, d) mäßig genährte Kühe und Färsen 56 bis 67 M, e) gering genährte Kühe und Färsen bis 58 M, f).gering genährtes Jungvieh( resser) 64 bis 70 Mart. IV. Kälber: a) Doppellender feinster Mast 111 bis 133 A, 6) feinste Mastfälber 97 bis 105 M, c) mittlere Maste und gute Saugfälber 86 bis 95 M, d) geringere Mast- und gute Sangfälber 84 bis 89 M, e) geringe Saugfälber 65 618, 85 M. V. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthammel 78 bis 85 M, b) ältere Masthammel, geringere Mastlämmer und gut genährte jüngere Schafe 70 bis 75 M, c) mäßig genährte Hammel und Schafe( Märzschafe) 60 bis 70 M. VI. Schweine: a) Fettschweine über 3 Zentner Lebendgewicht 60 bis 61 M. b) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen über 2½ Zentner Lebendgewicht 59 bis 60 M, c) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen bis 2% Zentner Lebendgewicht 58 bis 60 Mark, d) fleischige Schweine 56 bis 58 M, e) gering entwickelte Schweine 55 618 58 M. f) auen 55 bis 56 M. YE Cacheale Pultas Get preach 3 HANSA PUDDING PULVER dient zur Bereitung eines Veinen Puddings ohne Uer ausreichend for 6 Personen Wer heiraten will ohne Vermittlung se te Adresse an Verlag Helios Elberfeld. Jelraten vermittelt reell Frau Wehner, Wiesbaden, Friedrichstrasse 551. Das echte Hansa Puddingpulver liefert eine köstliche und gesunde Nachspeise. 10 Persil von General- Agent erster deutscher Lebensversicherungs- Ges, mit günstigen Nebenbranchen( keine Unfallvers, keine Volksvers zu engagieren gesucht. 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Schlosser. Abends 5 Uhr: Pfarrer Schwabe. Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde. Montag, den 20. Febr., abends 8 Uhr: Versammon 30 8tr. an fret bors Haus geliefert pro 3tr. 70 Pfg. lung des Frauenvereins der Markusgemeinde. awed 8 Bot betettung& Eng. Schmiedegeselle Ginzelne Zentner fret in das Haus Mittelschulklassen. Gut. Ver:| pfleg., mäß. Preis, beste. Eif. Pfarrer w rz, Rothenberg im Od nwald für sofort gesucht Karl Meh, Schmiedemstr., tun. Collisy& Bingel Möbel- und Dekorations- Geschäft Kaplansgasse 18 Telephon 828 Spezialität: komplette Wohnungs- Einrichtungen. Reichhaltiges Lager in Einzelmöbeln einfache lack. Möbel, Personalbetten, Polstermöbeln.Matratzen Uebernehmen, Aufarbeiten und Modernisieren alter Polstermöbel und Dekorationen unter Zusicherung streng reeller fachmännischer Bedienung. Spezial- Werkstätte für feinere Polstermöbel und Dekoration. 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Febr., abends 8 Uhr im Matthäussaal: Bibelstunde.( Bilder aus der Apostelgeschichte.) Pfarrer D. Schlosser. In der Johanneskirche. Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Frankfurter Str. 15!. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer. Abends 5 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Abends 7½ Uhr: Versammlung der konfirmierten weiblichen Jugend der Lukasgemeinde und Versamm= lung der konfirmierten männlichen Jugend der Johannesgemeinde. Neu! Neu! 4mal patentamtlich geschützt. Schrot- und BackMehlmaschine Im Betrieb zu sehen! Friedrich Heyl, Masc inenfabrik, Kessel. und Kupferschmiede Darmstadt, Frankfur'erstr. 128, 130 Zuverlässige Zeitungsträgerin sofort gesucht. Gießener Zeitung. Mittwoch, den 22. Febr., abends 8 Uhr: Bibelstunde im Lukassaal. Pfarrer Bechtolsheimer. Freitag, den 24. Febr., nachm. 4 Uhr: Versammlung des Frauenmissionsvereins der Lukasgemeinde; abends 5 Uhr: Versammlung der konfirmierten weiblichen Jugend der Johannesgemeinde. Bath lische Gemeinde Samstag, den 18. Februar. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Sonntag, den 19. Februar. Sonntag Sexagesima. Vorm. von 6½ Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vorm. um 7 Uhr: Die erste hl. Messe. Vorm. um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vorm. um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: Heilige Messe mit Predigt. Militär= gottesdienst. Nachm. 5% Uhr: Christenlehre; darauf sakramentalische Bruderschaftsandacht. Drud der Gießener Berlagsdruderet, Klein& Fischer. Verantwortlich für die Redaktion i. V.: Albin Klein, für Reflame u. Anzeigen: W. Schmidt, sämtl. in Gießen. - Alle arbeiter, G nis nehme fache für Beitung" den„ Offene Behrens" der Nation hijes Weglar- 2 Ge In Nr. 5 de bruar haben Sie lagsabgeordneten fem Brief ha lagiigung vom ba. Lattmann Borwurf madhte, Der har fiter bie zustimmende u erwähnen. reiben, durch lor!" den Vor idlich auf Sie fenen Brief": Bei meine mich it ets um deffentwil ment der aus gemeine Besi Sehl daraus liberale Bedarfs durd gen, eben un größerer Teil Heuer aufgebr nen Verbraud gelaffen, in Janen befannte angenommen." An diefe Ber Nachdem ine flipp und Sinne der Aus Marfilen Weif Falls Sie ni für Ihre Beh Tore unter de Clarung als Dihtigung mei Wahlern zur g nehme a Luit hat, it def einzulaff oneten nicht 3 fehr die ein and der Höflicht er Brief. Obe