ng. achutzMarks 3. Vergrube rrädern der ganz Leichte schicke endräder. em, verenlager. og steht gesucht üttner R. 4. 88 R alt tage er und slagen on 25 FL. an er a. Rh. e. uf! Gießen. Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 50 pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen vierteljährlich 1,50 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mt. Erscheint jeden Werktag früh. Die„ Humoristischen Blätter" Redaktion: liegen wöchentlich einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Herausgeber: Albin Klein& Otto Fischer. Nr 13. - - Telephon: Nr. 362. ( Stimmungsbild aus dem Reichstag. ( Spezialbericht der„ Gießener Zeitung.") - der Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei- Amtes sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Am 10. Janúar 1911 nahm der Reichstag seine Arbeiten wieder auf. Das Präludium bildete die Interpellation der Fortschrittlichen Volkspartei betr. die A u f- hebung des Zünd warensteuergesetzes. Diese Interpellation war, wie schon berichtet, eine Art " Wahlmache", um den Leuten im Lande etwas vorzumachen. Denn an eine Aufhebung dieses Gesetzes denkt der Bundesrat nicht und dessen Zustimmung ist doch nötig. Aber auch die Zündwarenfabrikanten baten den Reichstag schriftlich und durch ihr Verbandsorgan sehr dringend, ja nicht das Gesetz aufzuheben, weil das die Industrie und Arbeiter vielmehr schädige als der Fortbestand. Ja 1908 haben sowohl die Freisinnigen als auch die Nationalliberalen einer Petition einstimmig zugestimmt, in der eine Zündholzsteuer gefordert wurde. Im Ganzen genommen bedeutete die Besprechung der Interpellation eine Niederlage der Liberalen. Zwei Tage wurde darüber geredet. Für die Wirtschaftliche Vereinigung sprach Abg. Lattmann. Am Donnerstag, den 12. Januar, endlich kam der„ Entwurf eines Gesetzes betreffend Aender ung des Strafgesetzbuches"( Notgesetz) zur zweiten Plenar- Beratung. Die Wortführer der Wirtschaftl. Vereinigung waren die Abgg. Graef und Kölle. In dem Gesetzentwurf wird die Bestrafung folgender Straftaten dem modernen Rechtsempfinden angepaßt: Hausfriedensbruch, Tierquälerei( Vivisektion, Schächten), Entführung Minderjähriger, geringfügige Diebstähle, Unterschlagung und Betrügereien, unerlaubte Anfertigung von Schlüsseln, Geheimhaltung von Telegrammen 2c., Kinderschutz, Beleidigung und Erpressung( Streitantün digung). Auf die Einzelheiten kann im Rahmen dieses Berichtes nicht eingegangen werden. Nur soviel sei gesagt, daß wichtige Materien gerechtes zu behandeln in dieser Vorlage versucht wurde. Vollkommen wird das nicht gelungen sein. Das neue, bereits im Entwurf fertig liegende Strafgesetzbuch muß die bessere Ordnung der Materie vorbehalten bleiben. Der neue Reichstag bekommt dadurch neben der Zollpolitik eine große Aufgabe. Diese Novelle zum Strafgesetzbuch ist dadurch gefährdet, daß auf Antrag der Kommission das Schächten generell erlaubt und den Bundesstaaten und Polizeibehörden verboten wird, das grausame Schächten des Viehes zu verbieten. Das Zentrum betrachtete die Frage vom religiösen und religions- politischen Gesichtspunkt und handelte von diesem Standpunkt logisch, während vom evangelischen Standpunkt aus es sich lediglich um eine sittliche Frage des Tierschutzes handelte. Die Hälfte der Nationalliberalen und alle Freisinnigen stimmten dem Kommissionsantrag, also dem Schächten, zu. Die Regierung stellte eine Unannehmbarkeit in Aussicht. So kann es sich schließlich ergeben, daß das wichtige Gesetz zu Fall kommt. Daß die Sozialdemokraten auch für dieses nur bei den Juden ge= bräuchliche Schächten stimmten, versteht sich von selbst, weil sie die verjudetste Partei des Reichstages ist. aus Die nächste Woche beginnt mit den Verhandlungen um die Wert zuwachs steuer. Die Terrainspekulanten belagern bereits den Reichstag. Politischer Ausblick. Die Parteien sind bestrebt, die nächsten a IIgemeinen Reichstagswahlen vorzubereiten. Noch ist die Schlachtlinie nicht klar. Vom Reichstanz ler verlanget man ein klärendes Wort, eine Parole, nach der die weitere Ordnung der Dinge sich vorbereiten kann. Die rote Flut steigt unterdessen beharrlich weiter. Die Wahl parole für die allgemeinen Wahlen liegt auf der Hand. Der kommende Reichstag hat über die neuen Handelsverträge zu entscheiden. Deshalb müssen sich die Geister scheiden Schutz der nationa= len Arbeit!"- Der Hauptfeind einer gesunden Wirtschaftspolitik ist die Sozialdemokratie, sie will mit der Parole:„ Hoch die Republik!" ins Feld ziehen. Deshalb muß auch das Feldgeschrei aller wahrhaft nationalgesinnten Männer sein:„ Wider die vaterlandsfeindliche Sozialdemokratie!" Also mag es auch vorläufig von den Parteien noch nicht flar geprägt sein, soviel aber steht heute schon fest, daß die 3ollpolitik und die Sozialdemokratie die Wahlparole und den Aufmarsch, der bürgerlichen Parteien bestimmen wird. Schutzzöllnerisch sind die Konservativen, die Reichspartei, die Wirtschaftliche Vereinigung( Christlich- soziale und Deutsch- soziale) das Zentrum und die Rechtsnationalliberalen. Dazu stoßen von den Wirtschafts- und Standesorganisationen, der Bund der Landwirte, Zentralverband deutscher Industriellen, die Mittelstandsorganisationen und die christlich- nationalen Arbeiter. Dienstag den 17. Januar 1911 Freihändler sind die Sozialdemokratie, die fortschrittliche Volkspartei, die sozialdemokratischen Gewerkschaften und die Hirsch- Dunkerschen Gewerkvereinler, ein Teil des Hansabundes, und die Organisation der Bank- und Börsenleute. Die Frage der Sammelpolitik wird besonders von den Konservativen immer wieder in die öffentliche Erörterung geworfen. Viel Gegenliebe findet der Gedanke noch nicht. Die in der inneren Zersetzung befindliche fortschrittliche Volkspartei lehnt natürlich jede Verbindung nach rechts über die Nationalliberalen hinaus ab. Sie wollen der Sozialdemokratie stets den Vorzug geben. Damit dürfte ihr Schicksal besiegelt sein. Die niederträchtige Bekämpfungsmethode der Freiſinnigen und ihre eigene Stellungnahme zur Sozialdemokratie verbietet uns an der Wahl eines Freisinnigen ein Interesse zu haben. Die Nationalliberalen wollen nach den Erflärungen auf ihrem Kasseler Parteitage von einer Sammlungs- und Bündnispolitik für die Hauptwahlen nichts wissen. Sie lehnen die Sammlungspolitik ab. Für die Stichwahlen wollen sie das Geschäft nach, Leistung und Gegenleistung" machen. Im übrigen haben sie Sehnsucht nach dem liberal- konservativen Block auf der Grundlage der Durchdringung von Gesetzgebung und Verwaltung mit liberalem Geiste. Das Zentrum wird nach der„ Köln. Volksztg." der Sozialdemokratie bei den nächsten Wahlen keine ein3ige Zentrumsstimme geben. Die Konservativen betonen mit Vorliebe die Sammlungspolitik. Das setzt natürlich eine Verſtändigung mit den befreundeten und verwandten politischen Gruppen, und die Anerkennung deren Besitzstände voraus. Es gilt jetzt für den Wahlkreis Gießen die Organisation auszubauen, Mitglieder zu werben, und unsere Presse, die„ Gießener Zeitung"( Geschäftsstelle Seltersweg 83( Brüder Schmidt), und somit unsere Ideen zu verbreiten. Die Zeit ist so ernst, daß auch die Opferungsfähigkeit und die Arbeitsfreudigkeit unserer Parteifreunde viel größer werden müssen. Wir vertrauen unseren Parteifreunden, daß sie in dieser, durch ihre innere und politische Volksnot, großen Zeit nicht fleinmütig abseits stehen. Reichstagswahlvorbereitungen. Wahlkreis Gießen. Der Wahlkreis- Ausschuß der christlich- sozialen Partei beschloß in seiner gestrigen Sizung zu Lang- Göns einstimmig, der demnächst stattfindenden gemeinsamen Vertrauensmännerversammlung der vereinigten Christlich- und Deutsch- sozialen, die bereits schon von anderer Seite vorgeschlagene Kandidatur des Herrn Dr. Werner- Buzzbach vorzuschlagen. Der sozialdemokratische Reichstagskandidat für Gießen ist nach wie vor Kassenbeamter Beck mann. Die Nachricht, daß Rechtsanwalt Kaz- Offenbach kandidiere, war unrichtig, so schreibt die„ Kl. Pr.“. Um so besser für die anderen Kandidaten, denn es ist ja allgemein ausgesprochen, daß die Beckmann'sche Kandidatur eine glatte Durchfallkandidatur bedeutet. = Wahlkreis Offenbach- Dieburg. Die Vertrauensmänner- Versammlung der vereinigten Christ lich- und Deutsch- sozialen, die am vergangenen Sonntag in Groß- Umstadt tagte, stellte den Lehrer Dern= Neu- Isenburg als gemeinsamen Kandidaten für die nächste Reichstagswahl auf. Lehrer Dern stand bereits bei der vorigen Reichstagswahl als nationaler Kandidat in aussichtsreicher Stichwahl gegen den sozialdemokratischen Kandidaten Ulrich. Herr Dern wird im Falle der Wahl sich der Wirtschaftlichen Vereinigung anschließen. Wahlkreis Marburg. Der jetzige Reichs= tagsabgeordnete Dr. Böhme kandidiert wieder und hat sich den Nationalliberalen zurechnen lassen. Wahlkreis Mülheim- Ruhr- Duisburg. Die Christlich- sozialen stellten in ihrer letzten Vertrauensmänner- Versammlung den Direktor des Westdeutschen Jünglingsbundes, Direktor Stuhrmann, als Kandidaten auf. Wahlkreis Hagen i. W. Die vereinigten Parteien( Nationalliberale, Zentrum und Christlich- soziale) stellten in ihrer letzten Versammlung als gemeinsamen Kandidaten den Fabrikanten Rudolf Springmann Die bürgerlichen Parteien, die unter dem Naauf. men ,, Vereinigte bürgerlichen Parteien" vorgehen, werden dem dortigen Freisinn das Mandat abnehmen. - Wahlkreis Schmalkalden. Die vereinigten rechtsstehenden Parteien stellten in ihrer letzten Vertrauensmänner- Versammlung den bisherigen deutsch- sozialen Ra ab auf. Die Wahlkreis Eisenach- Dermbach. Nationalliberalen stellten hier den früher in Friedberg= ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pig., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Gesamtleitung: Albin Klein. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. Büdingen aufgestellten Dr. van Calfer auf. Herr van Calker hat scheints eingesehen, daß in Friedberg= Büdingen die Trauben doch arg hoch hängen. § Niederwalgern. Eine sehr stark besuchte Versammlung der Deutsch- sozialen fand am Sonntag im Saale des Ausflugsortes„ Nehbrücke" statt. Aus 12 Ortschaften waren Wähler und Zuhörer erschienen, der Saal und die Gallerie waren überfüllt und viele mußten stehen. Den Rednern, Reichstagskandidat Rupp= Niederwalgern und Oberlehrer Dr. Werner- Butzbach wurde großer Beifall gespendet. Trotz der wütenden Angriffe der gegnerischen Presse, so schreibt man uns, sind die Aussichten der Kandidatur Rupp die allerbesten. Lokal Dachrichten. Gießen, den 18. Januar. Gießen. Reichsgründungsfeier. Bei der Feier am Abend sprach Oberbürgermeister Mecum auf Kaiser, Reich und Großherzog, Provinzialdirektor Dr. Usinger auf das Vaterland. Der Rektor der Landes- Universität Prof. Dr. Biermann widmete dem Andenken des Reichskanzlers Fürsten Bismarck ein stilles Glas. Prof. Luley sprach auf die Armee, worauf Oberstleutnant Heuer dankte und ein Hoch auf die Stadt Gießen ausbrachte. Stadtv. Dr. Ebel brachte einen Trinkspruch auf die Frauen aus. Den Dank der Bürgerschaft an die Veranstalter und die Mitwirkenden der Reichsgründungsfeier brachte Stadtverordneter Jann zum Ausdruck. An den Kaiser und den Großherzog wurden Huldigungstelegramme abgesandt. die ** Eine von der Freien Schlossermeister- Vereinigung zu Offenbach einberufene Versammlung, von verschiedenen Innungen, wie Darmstadt, Mainz, Worms 2c. äußerst zahlreich besucht war, beschloß die Gründung eines hessischen SchlossermeisterVerbandes. * Darmstadt, 15. Jan. Die seltene Feier eines 25jährigen Karneval- Präsidenten- Jubi= lä um s beging heute in Gemeinschaft mit dem 25. Jubiläum des Bestehens des Darmstädter Karneval- Zugvereins Max Anspach, der den ersten Darmstädter Karnevalzug inszeniert hatte und auch die diesjährigen Feierlichkeiten mit dem„ Großen Jubiläumszug" leitet. Der Oberbürgermeister hatte ein Glückwunsch- Telegramm gesandt. Jm Saalbau fand am Abend eine große Jubiläumssitzung statt, der auch der Großherzog mit einem Gefolge von 14 Personen beiwohnte. (*) Wetzlar. Gestern Dienstag feierte unser Gg. All men roeder sen. seinen 75. Geburtstag. Zahlreiche Gratulationen, denen auch wir uns anschließen, gingen dem alten verdienstvollen Herrn zu. Hochwaldhausen. Die Witterung ist für den Wintersport fortgesetzt sehr günstig, und immer zahlreicher werden die Jünger und Jüngerinnen des Schisports. Auch diese„ Bretter" bedeuten jetzt eine ,, Welt", und eine in der man sich nicht langweilt, in der dem Körper neue Kräfte, Fröhlichkeit und Behagen erwachsen. Der hohe Vogelsberg, sehr bequem zu er= reichen, bietet ein abwechselungsreiches Gelände für den Wintersport, und Hochwaldhausen kann als vorzüglicher das Stützpunkt für Ausflüge in das Gebirge dienen, einen Umfang von zirka 64 Quadratkilometer unbesiedeltes Gebiet aufweist. Der Hochwald steht jetzt in wunderbarer märchenhafter Winterpracht und für Schier ist die Bahn geradezu ideal. * Lauterbach. Aus Anlaß der 40jährigen Wiederkehr des Tages der Reichsgründung bewilligte der Stadtrat allen hiesigen Veteranen, soweit sie am Feldzuge tätigen Anteil genommen, 25 Mark als Ehrengabe. Für Pfennig ( 10) - können Sie fich 20 Taffen eines gefunden und wohlschmeckenden Getränkes bereiten, Sie und zwar ohne jeden Zufat! brauchen fich nämlich nur ein 10 PfennigPaket Kathreiners Malzkaffee zu kaufen. Sie bekommen ihn bei jedem Kaufmann! Der Gehalt macht's! Die Zuwachsteuer im Reichstage. Am Montag begann im Reichstage die zweite Lesung des Wertzuwachssteuergesetzes, das eine lange und bewegte Borgeschichte hinter sich hat und nach dem Wunsche der Verbündeten Regierungen noch in der letzten Session hatte er= ledigt werden sollen. Aber die Schwierigkeiten, die dem entgegenstanden, und die durch die ausgiebige und teilweise leidenschaftliche Erörterung des ganzen Problems in der Deffentlichkeit, in der Presse, auf Besitzer- und Mietertagen nicht verringert wurden, sind erst durch erneute Kommissionsberatung unter der energischen Führung des Reichschatsekretärs Wermuth einigermaßen behoben worden. So läßt sich erwarten, daß jetzt von Aenderungen im einzelnen abgesehen, ein positives Ergebnis sich erzielen lassen wird. Dieser voraussichtliche Erfolg ist im wesentlichen wohl dem Umstande zu verdanken, daß die Erträgnisse der neuen Steuer für Zwecke der Wehrkraft, für die noch immer eine starke Mehrheit im Reichstage sich findet, und für die Gewährung von Veteranenbeihilfen, die allen Parteien gleichmäßig am Herzen liegt, wenigstens teilweise ihre Verwendung finden sollen. sowie zugunsten der Hinterbliebenen werden vom vollendeten 16. Lebensjahre nach den Vorschriften dieses Gesebes versichert: 1. Angestellte in leitender Stellung;, 2. Betriebsbeamte, Werkmeister oder andere Angestellte in einer ähnlich gehobenen oder höheren Stellung ohne Rücksicht auf thre Vorbildung, sämtlich, wenn diese Beschäftigung ihren Hauptberuf bildet; 3. Handlungsgehilfen und Lehrlinge, Gehilfen und Lehrlinge in Apotheken; 4. Bühnen- und Orchestermitglieder; 5. Lehrer und Erzieher; 6. aus der Schiffsbesaßung deutscher Seefahrzeuge und aus der Besatzung von Fahrzeugen der Binnenschiffahrt. Kapitäne, Offiziere des Decks= und Maschinendienstes, Verwalter und Verwaltungsassi= stenten, sowie die in einer ähnlich gehobenen Stellung befindlichen Angestellten ohne Rücksicht auf ihre Vorbildung, sämtlich, wenn diese Beschäftigung ihren Hauptberuf bildet. Der erste Redner war der konservative Abg. Graf von Westarp, der zugleich der Berichterstatter über diese wie über die frühere Verhandlung ist. Er sprach sich namens seiner Fraktion für den Grundgedanken der Vorlage nicht nur, sondern auch für deren jetzige Gestaltung aus: er erklärte, daß die notwendige Deckung von Ausgaben entschetdend ins Gewicht falle. Da die Steuer schwer zu überwälzen sei, so werde auch nicht eigentlich der Grundbesitz selbst getroffen. Er wies ferner auf die Erleichterungen der Vorlage hin, betonte aber zugleich, daß das zweite Drittel Prozent des Grundstücks- Umsatzstempels tatsächlich auch zu dem in der Vorlage festgesetzten Termin, am 1. Juli 1914, fortfallen müsse. Im Zusammenhange seiner Ausführungen tam Graf Westarp auf die von den Konservativen bei der Finanzreform angeregte Besteuerung des Wertzuwachses auch beim mobilen Kapital zurück, auf die sie im Falle eines neuen Steuerbedarfs zurückgreifen werden. Voraussetzung der Versicherung ist für alle diese Personen, daß sie nicht berufsunfähig sind, gegen Entgelt als Angestellte beschäftigt werden, ihr Jahresarbeitsverdienst 5000 M nicht übersteigt und sie beim Eintritt in die Versicherungspflicht das Alter von 60 Jahren noch nicht vollendet haben. Gegenstand der Versicherung sind Ruhegelder und Hinterbliebenenrente. Fünfpfennig- Stüde, 108,300 M 3weipfennig- Stüde und 162,570 M Einpfennig- Stüde. Fünfmart- Stüde werden vorläufig nicht mehr ausgeprägt. Präsident Taft scherzt. Präsident Taft und der deuts sche Botschafter Graf Bernstorff waren am Sonntag bet der Geographischen Gesellschaft in Washington zu Gaste. Bernstorff sprach über das Flugwesen in Deutschland. Präsident Taft verteidigte Pearys Anspruch, den Nordpol erreicht zu haben, und sagte, wenn Peary ein Deutscher oder Engländer wäre, hätte er längst Anerkennung und Belohnung gefunden. Ruhegeld erhält jeder Versicherte, der das Alter von 65 Jahren vollendet hat oder dauernd erwerbsunfähig ist. Berufsunfähigkeit ist dann anzunehmen, wenn seine Arbeitsfähigkeit auf weniger als die Hälfte gesunken ist. Ferner, wer 26 Wochen ununterbrochen berufsunfähig gewesen tst, für die weitere Dauer der Berufsunfähigkeit. Witwenrente erhält die Witwe nach dem Tode des versicherten Mannes. Waisenrente erhalten nach dem Tode des versicherten Vaters eheliche Kinder unter 18 Jahren und nach dem Tode einer Versicherten ihre vaterlosen Kinder unter 18 Jahren; auch uneheliche. Die Wartezeit dauert beim Ruhegeld für männliche Versicherte 120, für weibliche Versicherte 60 Beitragsmonate, bet der Hinterbliebenenrente 120 Beitragsmonate. Das Ruhegeld beträgt nach Ablauf von 120 Beitragsmonaten% des Wertes der in dieser Zeit entrichteten Beiträge und ½ des Wertes der übrigen Betträge. Bei weiblichen Versicherten nach Ablauf von 60, vor Vollendung von 120 Beitragsmonaten ½ des Wertes der in den ersten 60 Beitragsmonaten entrichteten Beiträge. Die Witwen- und Waisenrente beträgt% des Ruhegehalts, das der Ernährer bezog oder bei Berufsunfähigkeit bezogen hätte. Waisen erhalten je%, Doppelwaisen je ½ des Betrages der Witwenrente. Hiernach vertrat Reichsschatzsekretär Wermuth nochmals in eindringlicher Weise den gesetzgeberischen Grundgedanfen sowohl wie die Ausführung, die ihm durch die nunmehrigen Kommissionsbeschlüsse gegeben sind. Auf ein überaus umfangreiches Tatsachenmaterial gestützt, das er teilweise noch im Sommer und Herbst zusammengetragen hat, wußte er die Einwände der grundsätzlichen Gegner abzuwehren, durch Beispiele aus dem Hausbesitz, dem Terrainund landwirtschaftlichen Besitz wußte er klar vor Augen zu führen, wie gering die zu entrichtende Steuer in vielen Fällen sei, ja daß sie häufig troß eines nicht zu verachtenden Gewinnes gar nicht zu zahlen sei. Er gab insbesondere die unzweideutige Erklärung ab, daß die Verbündeten Regierungen an dem Fortfall der Erhöhung des GrundstücksUmsatzstempels festhielten, und nicht daran dächten, diese Bestimmung durch einen entgegengesetzten Antrag hinfällig zu machen. Der Bundesrat werde bestrebt sein, alle Härten zu vermeiden, insbesondere auch Belehrungen der Behörden wie des Publikums vorzunehmen und Prozesse möglichst auszuschließen. Mit besonderem Nachdruck bat er von weiteren Abmilderungen der Bestimmungen, wie sie verschiedene vorliegende Anträge noch jetzt wieder zu erreichen suchten, abzusehen. Kleine Nachrichten. Eine Ehrung für Carnegie planen die Deutsch- Amert faner Neuyorks. Sie haben eine große Bewegung einge leitet, um Carnegie in Anerkennung der Gründung der deutschen Lebensretter- Stiftung eine Adresse zu überreichen. Von einem doppelten Unglück ist die Familie eines Töpfermeisters in Mohrungen in Ostpreußen betroffen worden. Ein Sohn hatte sich bei einem Unfall derartige Quetschungen der Brust zugezogen, daß er verstarb. Bet seinem Begräbnis blieb der sechsjährige Bruder allein zu Hause und neckte sich auf dem Hofe mit einem starken Biegenbock. Das wütende Tier bearbeitete ihn schließlich mit seinen Hörnern und verletzte ihn so schwer, daß auch er bald darauf starb. Die Mittel für die Versicherung werden von Arbeitgebern und Versicherten aufgebracht. Der Monatsbeitrag beträgt in 9 Gehaltsklassen 1,60 M, 3,20 M, 4,80 M, 6,80 M, 9,60 M, 13,20 M, 16,60 M, 20 M und 26,60 M. Die Anerkennungsgebühr zur Aufrechterhaltung der Anwartschaft beträgt jährlich 3 M und kann in Teilbeträgen oder in einer Summe entrichtet werden. Der Versicherungspflichtige muß sich bei der Gehaltszahlung die Hälfte der Beiträge vom Gehalt abziehen lassen. Der Arbeitgeber darf nur auf diesem Wege den Beitragsteil der Versicherten wieder einziehen. Ueber die eingezahlten Beiträge wird auch hier mit Marken quittiert. Weiter famen aus dem Hause der Zentrumsredner Abg. Marr, der ebenfalls grundsäßlich zustimmend zur Vorlage sprach, zum Wort und nach weiteren Ausführungen des Schatziekretärs der Sozialdemokrat Göhre, der prinzipiell die Wertzuwachssteuer für berechtigt hielt, sie aber mit Rüdsiebt auf die Entstehung des Wertzuwachses vorwiegend. Durch Maßnahmen der Gemeinden den letzteren die Er= trägnine vorbehalten wissen wollte. Wir werden, so erklärte Ser Redner weiter, niemals damit einverstanden sein, daß die Erträgnisse der Steuer für das Heer verwandt werden. Die Einnahmen sollen in erster Linie zur Unterstützung der Beteranen dienen. Dr. Weber, der bekannte nationallibe ale Wirtschaftspolitiker, hat schwere Bedenken gegen das Fortbestehen des Umsatzstempels neben der neuen Steuer. Das sei eine einseitige Benachteiligung des immobilen Befitzes. Zweifellos liege ein scharfer Eingriff in die Selbstverwaltung vor. Entschieden verlangt der Redner, daß der verdiente Wertzuwachs möglichst frei bleibt. Auch der fortschrittliche Hagener Oberbürgermeister Guno hält Vorsicht für geboten, da die Wirkungen des Gesetzes noch nicht zu übersehen seien. Er hat ernste Befürchtungen, denn nicht einmal der Begriff des steuerlichen Wertzuwachses hätte einwandfrei definiert werden können. Die im Gesetz ge= schaffenen Kautelen würden kaum ausreichen. Wenn der Zusatz angenommen werde, daß nur der unverdiente Wertzuwachs getroffen wird, dann stehe alles im Ermessen der Steuerbehörde. Am Dienstag nimmt die Beratung ihren Fortgang. Die Versicherung der Privatbeamten. Der Entwurf eines Versicherungsgesetzes für die Angestellten, wie er offiziell heißt, ist gestern im Reichsanzeiger" veröffentlicht worden. Er umfaßt in 25 langen Spalten 376 Paragraphen. Wer wird versichert? Der grundlegende Paragraph 1 hat folgenden WortTaut: Für den Fall der Berufsunfähigkeit und des Alters Der Familienschmuck der Wallutjeffs. Kriminalroman von Freifran G. v. Schlippenbach. ( Nachdruck verboten.) 8) Rundschau vom Cage. Politisches. weighte ten Fuß bern bef tief mi men. C tot liege und Ste fer des ten fau Beim R wirts G fo ungli In d then bein Der Tochter Werner romanti die lustigen höchster pierte hi zuhalten. nächsten fönlich zu zum Ver figtums Tage ein übrigens reichte fi Millionä denn We tüchtiger mantifdje Glasgow dem Inf hat sich tam dan genießen, und holt Wie legten A jungen 2 Aufsehen Mann, d Stufen fe der empfi menierte. Ein Raubmordversuch in einem Berliner Cafee wurde am Montag früh verübt. Als der Geschäftsführer die Einnahme vom Sonntag in einer Kassette in die über dem Lokal liegende Wohnung trug, wurde er im Billardzimmer überfallen und durch Msferstiche verletzt. Der Verbrecher, ein früherer Angestellter, wurde festgenommen. Zu einem blutigen Zusammenstoß mit Wilderern fam es in der Döbauer Scheide bei Halle zwischen zwei Beamten eines Rittergutes und zwei Wilderern. Einem Wilderer wurde von den Beamten durch die Hand geschossen, der andere erhielt einen Schuß in den Hals. Beide stammen aus Halle und wurden in die Klinik in Halle übergeführt. An die Erklärungen der„ Norddeutschen" über den Termin der Reichstagswahlen glaubt der sozialdemokra tische ,, Vorwärts" nicht.„ Wir möchten raten," so schreibt er zu der Erklärung,„ diesem Dementi nicht allzu großes Gewicht beizulegen. Ist die Regierung sich auch noch nicht über den Wahltermin schlüssig, so besteht doch in gewissen einflußreichen Kreisen die Ansicht, daß der Reichstag, falls er die Reichswertzuwachssteuer ablehnt, sofort aufgelöst werden und dann unter der Parole, daß der Reichstag die notwendigen Mittel zur Heeresreform, Veteranenfürsorge usw. verweigere, der Wahlkampf eröffnet werden müsse." Das Opfer von Raubmördern geworden ist der Kesselheizer Hober aus Bochum. Gestern fand man seine mit Messerstichen und Revolverschüssen arg zugerichtete Leiche in einer Wiese bei Dorstfeld. Uhr und Barschaft fehlten. Lynchjustiz in Amerika. In Louisville in Kentucky wurden drei Neger von etwa zwanzig Leuten aus dem Gefängnis geholt und gelyncht. Einer war bereits wegen Mordes an einer Negerin zu lebenslänglichem Zuchthauz verurteilt worden. Die beiden anderen waren wegen eines Angriffs auf weiße Mädchen angeklagt. Die Neger wurden an einer Eisenbahnbrücke aufgehängt. Bet einem riß der Strick, worauf er fliehend erschossen wurde. Ein neues Mitgliederverzeichnis des Reichstags ist ausgegeben worden. Die augenblickliche Stärke der Parteien ist danach folgende: Zentrum 104, Konservative 58, Sozialdemokraten 52, Nationalliberale 49, fortschrittliche Volkspartei 49, Polen 20, Reichspartei 25, wirtschaftliche Vereinigung 17, deutsche Reformpartei 3, fraktionslos sind 17. Erledigt sind 3 Mandate. ,, Was bedeutet das im Vergleich zu dem viel größeren Verluste, der uns droht, wenn meine geliebte Mutter stirbt," sagte der Graf düster.„ Aber, wir haben jetzt feine Zeit, darüber nachzudenken, wir müssen handeln." „ Ich möchte Dich begleiten," schluchzte Maria. ,, Nein, das geht nicht. Du bleibst hier, der Kleine darf nicht ohne Dich bleiben. Deine Mutter muß zu Dir ziehen, so lange ich fort bin, ich werde Dir alles schreiben." Abgebrochen stieß Jegor dies alles hervor. Er fuhr zu seinem Obersten, der in der Nähe wohnte, und erbat den Urlaub, den er gleich bekam, dann zog er Zivil an, umarmte noch einmal seine weinende Frau, füßte das schlafende Kind und fuhr zum Bahnhofe, den er kurz vor Abgang des Zuges erreichte. - III. 92 Bergarbeiterversammlungen befaßten sich am Sonntag mit der Lohnbewegung der Ruhrbergleute. Es waren die Belegschaften von 130-140 Zechen beteiligt. Die von den Organisationsabteilungen vorgelegten Entschließungen gelangten zur Annahme. Es wird darin die Einreichung von Lohnforderungen bei den einzelnen Grubenverwaltungen durch Vermittlung der Arbeiterausschüsse gutgeheißen. Wissenschaft, Kunst und Literatur. Drahtlose Telegraphie durch Erde. Wie mitgeteilt wird, haben die Herren Dr. Löwy und Dr. Leimbach aus Göttingen, über deren Versuche mit drahtloser Telegraphie durch Erde hindurch wir im Sommer vorigen Jahres berichteten, weitere Erfolge zu verzeichnen. Es gelang ihnen, eine drahtlose Verständigung nicht nur innerhalb des Alfaliwerks Ronnenberg, sondern sogar zwischen diesem und der Gewerkschaft Deutschland in Weeben durch Erde hindurch herzustellen. Sende- und Empfangsapparate waren in einer Tiefe von 560 bezw. 450 Meter aufgestellt, die Antennen in parallel laufenden Strecken horizontal ausge= spannt. Münzen im Werte von 112 955 970 Mart werden im Jahre 1911 ausgeprägt werden, und zwar 78 Mill. Mark Doppelfronen, 8,130,000 M Kronen, 16,257,000 M Dreimart- Stüde, 5,419,000 M Einmark- Stücke, 2,709,500 M Fünfzigpfennig Stüde, 1,354,750 M Fünfundzwanzigpfennig- Stücke, 541,900 M 3ehnpfennig- Stücke, 270,950 M 4 Eine Gesellschaft zur Bekämpfung und Erforschung der Krebskrankheit hat sich in München unter dem Vorsitz des Prinzen Ferdinand von Bayern gebildet. Der Jahresbeitrag wird nur auf zwei Mark festgesetzt, um die weitesten Bolksfreise an der Sache zu interessieren. Wilhelm Berger, der bekannte Liederkomponist und Leiter der Meininger Hoffapelle, ist in Jena, wohin er sich zur Heilung eines langjährigen Magenleidens begeben hatte, gestorben. Berger stand im 50. Lebensjahre. dreißig Jahre alte Albert Meyer entsprungen. Er ist bereits wegen Diebstahls und Fälschung vorbestraft und hat sich neuerdings an einem Einbruch in Nürnberg_beteiligt. Renzeichen: Mittelgroßer Wuchs, untersetzte Statur, rötlich- blondes Haar und Bart, helle Augen, die einen lauernden Blick haben. Nase gewöhnlich, Mund ebenso. Besondere Merkmale: Eine dreieckige Narbe auf der Stirn; an den Händen, die lang und muskulös sind, befinden sich rote Haare auf den Gelenken der Finger." Auf seiner langen Reise von St. Petersburg nach Luzern hatte Graf Jegor Alerewitsch nur den einen Gedanken: Werde ich meine Mutter noch lebend finden? Jst sie fränker geworden, weil sie den Raubmord erfuhr? Sollte sich die alte Sage schon jetzt erfüllen? Kam das Unheil über das gräfliche Haus, weil der Talisman, der Familienschmud, gestohlen war?- Daß es so sei, davon fühlte sich Jegor überzeugt. Aber er war seinerseits fest entschlossen, nichts unversucht zu lassen, um den Mörder, zu entdecken und das kostbare Geschmeide wieder zu erlangen. Es war eine schier endlos scheinende Fahrt, auf der ihn stets dieselben marternden Gedanken begleiteten. Um sich etwas zu zerstreuen, kaufte der Graf im Frankfurter Bahnhof eine Zeitung. Auf der vierten Seite war das Bild eines entsprungenen Sträflings abgedruckt, und ein Steckbrief stand darunter: „ Aus dem Gefängnis in Augsburg ist der fünfundVermischtes. Ueber einen schönen Zug des Kaisers bei Gelegenheit des Ablebens des Generals von Müller, des Adjutanten des verstorbenen Großherzogs Friedrich 1. von Baden, wird berichtet: Dem Kaiser war von einer Persönlichkeit am Hofe Mitteilung von dem Tode des Generals gemacht wor den. Da sich die vier Söhne des Verstorbenen, die sich sämtlich der Marinelaufbahn gewidmet haben, bei Eintritt des Trauerfalls auf hoher See befanden, ging auf Befehl des Monarchen ein Torpedoboot in die Nordsee ab und brachte drei der Seeoffiziere noch rechtzeitig an Land, so daß sie der Beisetzung ihres Vaters beiwohnen konnten. Dem vierten der Söhne, der fern von der Heimat weilt, war es nicht vergönnt, in der kurzen Zeit zu den Trauerfeierlichkeiten in Karlsruhe einzutreffen. Graf Wallutjeff las das, wie er aus Langeweile den ganzen Inhalt des Blattes gelesen hatte; aber er schenkte der Anzeige weiter keine sonderliche Aufmerksamkeit, seine Gedanken weilten wieder bei der Mutter, die schwer krant in Luzern lag und sicher die baldige Ankunft ihres Sohnes sehnlichst erwartete. Er legte die Zeitung fort. Als er den Zug in Basel wechselte, bot ihm ein Verfäufer ein Luzerner Blatt an: Sensationelle Nachricht, mein Herr! Ein Raubmord auf der Eisenbahn! Kaufen Sie, faufen Sie, alle Welt spricht davon!" Gib her!" rief Jegor. Er fühlte sich überzeugt, daß sein Diener Andrei das Opfer dieses Raubmordes war. Mit bebenden Händen entfaltete er das Blatt und las: Ein folgenschwerer Zusammenstoß zwischen Automobil und Rodelschlitten hat sich am Sonntag in Westfalen ereig= net. Ein Bochumer Großkaufmann fuhr mit seinem Automobil auf der Chaussee Witten- Wetter. Als er die Abzog sich schmerzhaft zusammen.„ Armer Andrei," dachte er ,,, du bezahltest deine Treue mit dem Leben Gegen Abend kam der Zug in Luzern an. Jegor hatte der Kammerfrau seinre Mutter die Stunde seiner Ankunft telegraphisch gemeldet; jetzt stand Irinja in der Bahnhofshalle und wartete. Schon der erste Blick auf die in Trauer gekleidete Dame verriet dem Sohn, daß seine Mutter nicht mehr am Leben war. „ Ein bisher noch unaufgeklärter Mord ist in dem aus Luzern kommenden Kurierzug in der Nacht vom 24. zum 25. Oktober verübt worden. Wie die Untersuchung feststellt, ist der Ermordete der russische Diener Andrei der Gräfin Anastasia Pawlowna Wallutjeff, der mit 5000 Rubel in Bargeld und einem fostbaren Familienschmud nach Petersburg reiste. Die Leiche wurde in einem Abteil erster Klasse gefunden, als der Zug in X. hielt. Der Mörder muß vorher ausgestiegen sein, da der Schaffner seit Zürich das kleine Wagenabteil nicht mehr betrat, nachdem er die Fahrkarten revidiert hatte. Weder das Geld noch der Schmuck waren zu finden. Es liegt Raubmord vor." Jegor las mehreremale den kurzen Bericht, sein Herz Anastasia Pawlowna ist tot, nicht wahr?" fragte Wallutjeff leise. „ Ja, sie starb gestern." Jrinja zögerte einen Augenblick, dann fuhr sie schmerzlich bewegt fort:„ Sie konnte den Gedanken, daß Andrei ermordet und der Schmuck ge= raubt sei, nicht ertragen." Wie erfuhr sie es?" ,, Durch die Zeitung, die sie unglücklicherweise las." Aber das Luzerner Blatt ist doch eben erst erschie= nen," sagte Jegor,„ ich habe es unterwegs gelesen." Die Züricher Zeitung brachte die Nachricht früher. Anastasia Pawlowna lie sie sich vom Zimmerfellner ho= len; ich tam erst dazu, als sie ohnmächtig dalag. Seit Andrei abgereist war, hatte sich eine große Unruhe der Gräfin bemächtigt. Sie machte sich Vorwürfe, daß sie ihm den Schmuck mitgegeben hatte; es war wie eine Vorahnung des Unglücks. Als ich meine geliebte Herrin be= wußtlos am Boden liegend fand, ließ ich gleich den Arzt holen. Er erklärte den Zustand der Kranken für hoff= nungslos, das schwache Herz hatte durch die die furchtbare Nachricht den Todesstoß erhalten. Nu rnoch einmal kam Anastasia Pawlowna zum klaren Bewußtsein. Sie bat mich, Sie zu grüßen und Ihnen Maria Nicolajewna zu bestellen, daß sie Sie segne." Jrinjas Stimme brach in heftigem Schluchzen, und Tränen rannen über ihre Wangen. Auch Jegor weinte. Er schämte sich dessen nicht, hatte e rdoch das Liebste und Teuerste, was er auf Erden besaß, das treue, liebende Mutterherz verloren.( Forts, folat.) te den Kleider i Ersatz zu lizeikomm Unbekleid Es hande gungslose neue Kle Die Vortomm tes Paar ich wiede dingung, ben sollte dern, der len. Gs e nern, das et 750& Bald dara Frank bea unerwarte Mann au Geldopfer weitere G gat jeman braut aus Seelenrub gegen. 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Ueber einen zweiten schweren Rodelunfall wird aus Jlsenburg gemeldet: Beim Rodeln fuhr Sonntag nachmittag der Sohn des Gastwirts Stünkel aus Edergrund, ein 16jähriger Gymnasiast, so unglüdlich gegen einen Baum, daß er sofort tot war. In der Nähe von Dresden ist ein achtjähriges Mädhen beim Rodeln tödlich verunglückt. Der Lohn des Mutigen. In Neuyork hat sich die Tochter des Bankiers Morosini mit dem Polizisten Artur Werner verheiratet. Eines Tages waren- so lautet die romantische Geschichte, die aus Amerika telegraphiert wird die von ihr selbst gelenkten Wagenpferde der sportlustigen jungen Dame durchgebrannt, und sie schwebte in höchster Gefahr. Werner, ein berittener Polizist, galop= pierte hinterher, und es gelang ihm, die scheuen Tiere anzuhalten. Miß Morosini war ohnmächtig geworden. Am nächsten Tage erschien sie in der Polizeistation, um sich persönlich zu bedanken. Sie veranlaßte ihren Vater, Werner zum Verwalter seines großen Landgutes und anderen Besitztums zu machen, und als der ehemalige Polizist dieser Tage eine Scheidung von seiner eriten Frau, von der er übrigens schon seit Jahren getrennt lebte, erlangt hatte, reichte sie ihm die Hand zum Bunde fürs Leben. Der Millionär Morosini hatte nichts dagegen einzuwenden, denn Werner hatte sich längst als ein sehr fähiger und tüchtiger Mensch erwiesen. Noch von einer zweiten romantischen Heirat berichten die englischen Blätter: Jn Glasgow ist die Tochter eines der reichsten Kaufleute mit dem Instrukteur einer Rollschuhbahn durchgebrannt und hat sich in Edinburgh trauen lassen. Das junge Paar tam dann nach London, um hier seine Flitterwochen zu genießen, aber der Vater hatte sie irgendwo aufgespürt, und holte sich seine Tochter zurück. - Wie tommt man zu neuen Kleidern? An einem der letzten Abende gegen halb 8 Uhr rief das Benehmen eines jungen Mannes auf der Marienbrücke in Wien großes Aufsehen hervor. Vorübergehende beobachteten einen Mann, der sich auf den zum Donaukanalufer führenden Stufen seiner Kleider entledigte und dann ganz nadt, trotz der empfindlichen Kälte, längs des Ufers auf und abpromenierte. Der Wachtposten wurde verständigt. Er brachte den Burschen aufs Polizeikommissariat. Da er seine Kleider ins Wasser geworfen hatte, und augenblicklich kein Ersatz zu finden war, mußte er im selben Zustand aufs Polizeikommissariat gebracht werden. Der Transport des Unbekleideten erregte viel Verwunderung und Aussehen. Es handelt sich um einen jungen obdach- und beschäftigungslosen Burschen, der sich auf diese Art Unterstand und neue Kleider verschaffen wollte. Die ausgebotene Braut. Von einem merkwürdigen Vorkommnis wird aus Genf berichtet. Ein junges verlobtes Paar in einer kleinen Stadt der Schweiz kam überein, ich wieder zu trennen, doch stellte das Mädchen die Bedingung, daß der Bräutigam einen Ersazmann für sich finden sollte. Dieser erzählte nun seinen Freunden, er wolle dem, der statt seiner die Braut heimführe, 500 Frank zahlen. Es erbot sich auch sofort einer von den jungen Männern, das arme, aber hübsche Mädchen zu ehelichen, wenn er 750 Fr. von dem zurücktretenden Bräutigam bekomme. Bald darauf meldete sich ein anderer Bewerber, der nur 300 Frank beanspruchte, da ihm das Mädchen sehr gefiel. Dieses unerwartete Angebot ließ den die Braut ausbietenden Mann auf die Vermutung kommen, daß er sich auch ohne Geldopfer werde freimachen können. Und so wartet er die weitere Entwicklung der Sache ab. Vielleicht findet sich gar jemand, der ihm noch eine größere Summe für die Exbraut auszahlt. Das junge Mädchen selber sieht in aller Seelenruhe dem Ausgang der seltsamen Angelegenheit entgegen. Es macht der Schönen nichts aus, daß in dieser Weise über ihren Wert in Geld verhandelt wird. In der Heirat erblickt sie eine Art Lotteriespiel und hofft, der Zufall werde ihr einen wirklich guten Mann bescheren. - " Papst Leo und Leo Papst. Herrn Leone Papa, dem Gatten einer bekannten italienischen Schauspielerin, ist vor einiger Zeit eine amüsante Geschichte passiert. Ein einflußreicher Freund und Gönner schenkte vor mehreren Jahren dem Künstlerpaar eine Gratisfahrkarte für eine Rundreise durch Italien. Die Fahrkarte sollte zu einer bestimmten Zeit eintreffen, tam aber nicht an. Das Ehepaar hatte die Sache längst vergessen, nachdem es damals zu seinem Bedauern auf die schöne Reise hatte Verzicht lei= sten müssen. Da geschah es, daß Herr Leone Papa eines Tages in Rom auf das Generalpostamt zitiert wurde. Hier entspann sich zwischen ihm und einem hohen Beamten nachstehende Unterhaltung:„ Sie sind doch Herr Leone Papa?" „ Jawohl, der bin ich!" ,, Dann habe ich Ihnen eine Mitteilung zu machen"( bei diesen Worten nahm der Beamte aus einem Schubfach einen vergilbten Brief heraus). ,, Es tut mir leid, daß dieser Brief so spät in Ihre Hände gelangt.... Er ging irrtümlich an einen anderen Papa, der auch Leo heißt. ,, Wer ist das denn?" fragte Leone Papa neugierig. An den Papa Leo im Vatikan wurde der Brief geschickt. , Aber der ist doch schon längst tot!" ,, Das ist richtig, aber es tommen trotzdem fast täglich aus allen Weltteilen, wahrscheinlich von Leuten, die sich um das, was in der Welt vorgeht, wenig fümmern, Briefe, die an den verstorbenen Papst Leo XIII. adressiert sind. Ihr Brief, Herr Papa, wurde wie alle Briefe dieser Art dem Papst Pius X. zugestellt. Er wurde uns leider erst heute vom Vatikan zurückgegeben; ich übergebe Ihnen hiermit den Brief und bitte im Namen der Postverwaltung um Entschuldigung." Leone Papa riß, nicht wenig überrascht, den Brief auf und fand darin die Rundreisefahrkarten, die man ihm vor Jahren versprochen hatte, und die jetzt natürlich längst verfallen waren. Die letzte Bitte einer Neunzigjährigen. In dem englischen Städtchen Hanley starb vor wenigen Tagen ein wohlhabendes greises Fräulein, das ungeachtet des hohen Alters von fast 93 Jahren den einzigen kurzen Liebestraum ihres Lebens noch nicht vergessen hatte. Kurz vor ihrem Tode bat sie, man möge ein Bündelchen Briefe, das in ihrem Schreibtisch verwahrt liege, ihr mit in den Garg geben. Ein Blick auf die mit fast verblaßten Schriftzügen bedeckten, vergilbten Blätter, die das Datum der Jahre 1835 bis 1837 trugen, ließ die Angehörigen erkennen, daß es sich um Liebesbriefe handelte. Pietätvoll erfüllte man den letzten Wunsch der Toten, die vordem nie von ihrem verlorenen Glück gesprochen hatte. Ein hübsches Geschichtchen wird der„ Chemn. Allgem. Zeitung" aus einer Chemniker Knabenschule mitgeteilt. Die kleinen Schüler werden vom Lehrer nach dem Rufnamen ihrer Väter gefragt. Alle geben, ohne sich lange zu besinnen, die gewünschte Antwort, nur ein sonst gut begabter Junge wird verlegen und bleibt die Antwort schil dig. Auf Zureden des Lehrers flüstert er endlich jenem ins Ohr:„ Ich schäme mich ja so sehr. Mein Papa hat einen recht dummen Rufnamen, Mama ruft ihn ,, Dicer." Kinematographen auf Bahnhöfen. Eine Neuerung will, wie aus Pittsburg gemeldet wird, die Pennsylvanische Bahn einführen. Auf den großen Bahnhöfen dieser Bahn sollen nämlich fünftighin Kinematographenbilder gezeigt werden zur Unterhaltung derjenigen Passagiere, die dort lange auf ihre Züge zu warten haben. Gleichzeitig wird angefündigt, daß die Abfahrt der Züge und alle anderen für die Reisenden wichtigen Ankündigungen alle paar Minuten ebenfalls durch den Projektionsapparat bekannt ge eben werden sollen, so daß die Reisenden in aller Ruhe in dem Theater bleiben können, bis sie zum Zug eilen müssen. Das Wachstum von Goethes Schädel. Unter diesem Titel veröffentlicht der Professor der Physiologie an der Wiener Universität, Hofrat Dr. Sigmund Erner, in dem soeben erschienenen zweiten Dezemberheft der„ Desterreichischen Rundschau" das Ergebnis einer interessanten Unterfuchung. Durch Messungen an Bildnissen aus verschiedenen Lebensjahren Goethes fand Exner, daß Goethes Schädel bis in das späte Greiſenalter des Dichters gewachsen ist, im Gegensatze zum Durchschnittsmenschen, dessen Schädel mit dem fünfzigsten Jahre zu wachsen aufhört. Aus dieser Erkenntnis fommt Erner zu folgendem Schlusse: Hat das. Wachstum von Goethes Schädel um Jahrzehnte länger ge= währt als das bei einem gewöhnlichen Menschen, so- bildet dies eine vortreffliche Illustration des mächtigen Einflus ses geistigen Strebens auf den Körper, speziell auf den Träger der physischen Funktionen, das Gehirn. Denn wir werden uns faum vorstellen, daß der Schädel allein und nicht auch das Gehirn gewachsen ist. Das Gehäuse des Gehirns kann nur wachsen, solange die sogenannten Nähte nicht durch Berknöcherung geschwunden sind. Es wäre deshalb die Verwirklichung der theoretisch gegebenen Möglichfeit, den Schädel Goethes auf den Zustand seiner Nähte zu untersuchen, von größtem Interesse." Eine Republik in der Wiege. Im Januarheft von Velhagen& Klasings Monatsheften erzählt Otto von Gottberg von seinem jüngsten Aufenthalt in Portugal und kommt zu einem eben nicht schmetchelhaften Urteil über diese jüngste Republik. Verschwenderische Freigebigkeit der Natur hat das von südlicher Sonne gewärmte aber auch vom Hauch des Meeres gekühlte Portugal zu einem Paradies gemacht. Freilich wankt die Scholle unter Stößen der grollenden Erde, wie unter politischen Umwälzungen der Staat eines Bastardvolfes eitler, prahlsüchtiger, unmännlicher Kinder. Achtzig von Hundert sind Analphabeten und abergläubisch wie die Geisteraubeter von Haiti. Noch heute lassen sie sich einre= den, daß die Jesuiten Säuglinge schlachten, um aus ihrem Blut heilfräftige Tränkchen zu gewinnen. Das ist das Volk, das sich in der Oktoberrevolution mündig erklärte, um Eu= ropa das Schauspiel einer Tragikomödie zu bieten, bis es unter englischem Protektorat seine Selbständigkeit verlieren wird. Das Unglück des Portugiesen ist, daß die Natur ihn nicht an Kampf gewöhnte. Ein mildes Klima hat ihn verweichlicht. Um sich zu sättigen, braucht er kaum die Hand zu rühren. Kein Fischmarkt der Welt bietet mehr als der von Lissabon. Trauben faulen in Portugal auf der Rebe, obwohl auch der Bettler täglich Wein trinkt. Des Landes Kornkammern am Minho und Duero, im westlichen Estremadura und Alemtejo können nicht nur der Nation, sondern auch dem benachbarten Spanien Brot liefern. Aber eigentlich nur Verwalter aus der Fremde verstehen mit modernem Gerät den Acker auszubeuten. Der Portugiese furcht ihn oft noch mit hölzerner Pflugschar. Brach tegen fruchtbare Landstriche, über deren weite Hänge der Hirt seine Schafe durch ein Rankenmeer blühender Rosen treibt. Der Täler Blütenpracht ist unvergleichlich. Und doch ist das Land verschuldet durch die Trägheit und politische Mißwirtschaft der Bewohner. Gediegener Bildung und großen Besitzes erfreut sich nur eine winzig kleine Oberschicht von Menschen, die mit ihren Volksgenossen wenig gemein haben und gern im Ausland leben. So verschieden sind sie von der Masse der Portugiesen, daß man sie Kinder einer anderen Nation glauben fönnte. Nur das Unmännliche, Weibische haben auch fie. Mehr noch als andere Lateiner puzen, frisieren und pomadisieren sich die Männer. Sie schmücken sich mit bunten Edel-steinen wie ihre Frauen, zierliche graziöse Dingerchen mit dem dunklen Teint und der sprühenden Lebhaftigkeit von Kreolinnen. Wie jede Rassenmischung schuf auch die, welche den Portugiesen gebar, schöne Frauen, und die verwöhnten Luxusacschöpfe der Oberschicht verstehen mit raffiniertem Geschmack ihrer Grazie den Rahmen der Eleganz zu geben. Sie brauchen nicht alle schön zu sein, um zu gefallen, weil sie sich zu kleiden verstehen. Wie das von ihnen während der Tagesstunden bevorzugte Schwarz ohne jede hellfarbige Zutat Frauen mit dunklen Augen und Haaren verschönen kann und wie es getragen werden muß, sieht man eigentlich erst in Lissabon. Die Portugiesinnen haben nichts von der anämischen Lässigkeit der Spanierin, sondern sind vollblütig und lebendig. Auch mehr Bewegungsfreiheit und Verkehr mit dem Manne gönnt ihnen die Sitte eines Landes, in dessen Häfen der Seewind die Bräuche der Fremde weht. Aus gleichem Grunde wohl plappern sie in fünf Sprachen, und nicht minder sprachengewandt sind ihre Männer. Unter zwei täglichen Bädern und zwei Besuchen beim Friseur tun sie es nicht. Ueberhaupt ist Mangel an Reinlichkeit ihnen nicht vorzuwerfen. Vor einem Diner in Lissabon wurde der Fremde mit den einheimischen Gästen in einen Waschraum geführt, und die Art, wie dort jeder unmittelbar vor und nach Tisch in Riesenbecken die Hände wusch, ließ auf einen allgemeinen Brauch schließen. Im Gegensatz dazu ist die Masse der Portugiesen schmuBig und ungebildet. Wohl sind die für den geschäftlichen Verkehr eines so kleinen Volkes unentbehrlichen Sprachfenntnisse auch dem Mittelstand der Kaufleute eigen, aber dafür redet sogar der Studierte in den schwülstigen Phrasen der Halbbildung Wie in jedem unwissenden Kindervolk hat auch im portugiesischen die Presse ungeheuere Bedeutung und verderblichen Einfluß. Der Schwachkopf, der frause Gedanken zu Papier und Druck bringen kann, gilt als Genie, und wie in Zentralamerika macht in Portugal der Besit des Titels Doktor oder Professor den Menschen nach Ansicht der Volksgenossen zur Bewältigung jeder Aufgabe fähig. Ignoranz überschätzt stets den Wert von Bücherwissen. Die Halbbildung im Lehr- und Redaktionsstuhl war in Portugal angesehen und mächtig genug, um den Umsturz der Monarchie durchzuführen. Ein Professor mordete König Carlos. Wer des Toten Leichenzug durch die Straßen der Hauptstadt fahren sah, konnte unschwer das Ende der Monarchie prophezeien. Des langen Stehens und Wartens müde, schwatten und schmausten im Spalier schaulustige oder sonst gleichgültige Bürger. Lachende Soldaten hoben widerwillig das Gewehr zum Präsentieren. Die Katastrophe des Ballons Hildebrandt. Jetzt endlich, fast drei Wochen nach dem Aufstieg, wird das Dunkel gelichtet, das bis dahin über den Verbleib des am 29.Dezember 1910 inSchmargendorf bei Berlin mitRechtsanwalt Kohrs und Prokurist Keidel aufgestiegenen Ballons Hildebrandt" lag. Die Vermutung, daß die Luftschiffer in der Ostsee verunglückt feien. hat keine Bestätigung gefun= den; sie haben, wie wir gestern schon furz mitteilten, aus Irfachen, die mit Sicherheit wohl niemals aufgeklärt wer den können, in einem See an der brandenburgisch- pommerschen Grenze ihren Tod gefunden. Es wird über die Katastrophe weiter gemeldet: Zwischen Bahn und Wildenbruch bei Greifenhagen in Pommern liegt an den Hoenenbergen, von Wäldern um geben, der Göhrensee. Sonntag abend wurde dort in dem teilweise vereisten See, der einen ziemlichen Umfang hat, die Hülle eines Ballons bemerkt, und man machte sich an die Arbeit, das Eis an der Stelle zu entfernen, wo die Gondel zu sehen war. Die Arbeiten mußten jedoch wegen der Dunfelheit aufgegeben werden. Am Montag vormittag wurden die Arbeiten fortgesetzt, und nun stellte sich heraus, daß es sich bei dem Funde um die leberreste des vermißten Berli ner Ballons Gildebrandt" handelte. Man hat festgestellt, daß die Ballonhülle die Gondel teilweise deckt. Letztere befindet sich etwa 1% Meter unter dem Wasserspiegel. In der Gondel sind deutlich die Leichen der beiden Insassen zu ers fennen. Der eine Tote steht aufrecht in der Gondel, die andere Leiche ist seitlich über den Rand der Gondel geneigt. Auf der Hülle des Ballons konnte man den Namen„ Hilde brandt" erkennen. Der Ballon hat schon tagelang dort gelegen, er ist bisher mit Schnee bedeckt gewesen und daher unbemerkt geblieben. Auch war der dünnen Eisdecke wegen fein menschliches Wesen über die Eisfläche gegangen. Ueber die voraussichtliche Ursache der Katastrophe wird dem„ Berl. Lokalanz." von seinem aeronautischen Mits arbeiter, Hauptmann a. D. Hildebrandt, dessen Name der verunglückte Ballon trägt, geschrieben: Meine mehrfach zum Ausdruck gebrachte Vermutung, daß der Ballon wahrscheinlich nicht in die Ostsee geraten ist, hat nunmehr Bestätigung erlangt. Das Unglück ist anscheinend bei der Landung eingetreten, die die Luftschiffer wahrscheinlich in dunkler Nacht vorgenommen haben, um die Ostsee zu vermeiden. Im Winter, wenn die Seen zugefroren sind, sind sie nicht zu erkennen. Wie in anderer Jahreszeit in gewissen Entfern ungen, so kann man mit Schnee bedeckte Lichtungen im Walde für einen See halten und umgekehrt. Namentlich bei Dunkelheit ist es außerordentlich schwierig, einen See zu er fennen. Es ist sehr gut denkbar, daß der Führer des„ Hildebrandt" bei der beabsichtigten Landung in den See ge= raten ist, aus dessen eisigen Fluten er das Fahrzeug nicht mehr flott zu machen vermochte. Die Sandsäcke haben vielleicht zu schnell Wasser gesogen und das gesamte Material ist mit den Insassen durch das damals dünne Eis gebrochen. Der Ballon war vermutlich von dem Führer mit der Reißleine schon aufgerissen, so daß er das Gas verloren hatte. Der 1400 bm. große, gummierte Ballon Hildebrandt" wurde vom Berliner Verein für Luftschiffahrt im Jahre 1909 angeschafft. Der„ Hildebrandt" stieg am 22. April 1909 zum ersten Male in die Lüfte. Am Schlusse des Jahres Hette er 26 Fahrten zurückgelegt. Die Fahrt, die Dr. Kohrs mit dem Ballon antrat, war die vierzigste, die mit dem Ballon unternommen wurde. Dr. Kohrs hatte schon vor längerer Zeit das Führereramen bestanden. Heute meldet uns der Draht: Stettin, 17. Januar. Um zu dem endlich gefundenen Ballon Hildebrandt zu gelangen. haben gestern nachmittag etwa 400 Menschen ihr Leben riskiert und sind auf dem nicht mehr als 1½ Zoll starken Eise bis zur Ballonhülle vorge= drungen. Während die Ballonhülle selbst auf dem Eise liegt, befindet sich neben der Hülle ein großes, von Fischern geschlagenes Voch. Man kann erkennen, daß in der Gondel cin Mann aufrechtsteht. Er hat schwarzes Haar und einen kleinen schwarzen Schnurrbart. Seine rechts und links ausgestreckten Hände fassen frampshaft die Stricke, die Gondel und Ballon verbinden. Ueber dem Rand der Gondel scheint eine zweite Gestalt zu liegen. Die trüben, sich bewegenden Fluten verwischen die Linien derart, daß sich die Gestalt nicht erkennen läßt. Drabtnachrichten und neuestes. In einem Waschkessel verbrüht. Berlin, 17. Januar. Der fünfjährige Sohn einer Waschfrau spielte mit einem sechsfährigen Gefährten in der Wasch füche, in der ein Kessel mit kochender Wäsche stand. Als die Waschfrau für einige Augenblicke sich aus dem Raum entfernte, ergriff der ältere Knabe seinen Spielgefährten, rang mit ihm und warf ihn schließlich in den Kessel mit fochendem Wasser. Als die Mutter zurückkehrte und das Kind aus dem Kessel hervorzog, gab es nur noch schwache Lebenszeichen von sich. Anhänger der Mormonensefte in Sachsen. Dresden, 17. Januar. Verschiedene Anhänger der Mormonensefte ließen sich in der Mulde bei Grimma taufen. Infolgedessen ist ein Mormonensendling aus Nordamerika als lästiger Ausländer ausgewiesen worden. Tod auf den Eisenbahnschienen. Mainz, 17. Januar. Unterhalb des Hauptbahnhofes an der Unterführung der Mombacher Straße wurde der 19 Jahre alte Streckenarbeiter Fren aus Heidesheim von einem Schnellzug überfahren und auf der Stelle getötet. Der junge Mann wollte einem Personenzuge ausweichen und lief direkt vor die Maschine des heranbrausenden Schnellzugs. Verunglückte Berglente. Dortmund, 17. Januar. Auf Zeche Königsberg bei Oberhausen wurden drei Bergleute verschüttet. Einer war fcfort tot, zwei sind schwer verletzt. Ein neuer Zeppelin für die Heeresverwaltung. OCöln, 17. Januar. Zwischen dem preußischen Kriegss ministerium und der Zeppelingesellschaft schweben Unterhandlungen zwecks Ankaufs eines neuen Zeppelinballons für die Luftschiffhalle bei Cöln. Nachdem das Luftschiffge= schwader in Cöln ergänzt sein wird, sollen neue Uebungen stattfinden möglichst unter Teilnahme von Aeroplanen und zwar auf Grund der neuen Flugvorschriften, die zurzeit nach den vorjährigen Erfahrungen bearbeitet werden. Liebesdrama. München, 17. Januar. In seiner Wohnung in det Glücksstraße hat der 26jährige Studierende der Nationalökonomie Kanert aus der Schweiz gestern abend seine 18jährige Geliebte, die Kellnerin Dertel, und sich selbst erschossen. Ein russisch- chinesischer Zwischenfall. Petersburg, 17. Januar. 3wischen Russen und Chines sen ist es zu einem blutigen Zusammenstoß am rechten Amurufer gegenüber von Blagoweschtschenst gekommen. Auf beiden Seiten gab es mehrere Tote Hier versucht man den Zwischenfall zu vertuschen. Wie verlautet, haben auch die chinesischen Behörden wiederholt gedroht, sie würden, wenn russische Soldaten auf chinesischem Gebiet zur Verfolgung chinesischer Räuberbanden erschienen, unter allen Umständen ihre Entwaffnung und sofortige zwangsweise Entfernung vornehmen. Auch diese Tatsache wird so gut wie gänzlich verschwiegen, um die öffentliche Meinung nicht über die zu nehmende Spannung in den Beziehungen zum ostastatischen Nachbar aufzuklären. Im Walde überfallen und ausgeraubt. Paris, 17. Januar. In einem Walde bei Paris wurde ein Mann gefunden, dem die Beine zusammengeschnürt wa= ren, und der mit einem Strid an einen Baum in aufrechter Haltung gebunden war, sich aber nicht zu rühren vermochte. Der Unglückliche, der halb erfroren war, sagte, daß er Amerikaner sei und Harry Miller heiße. Er sei von Räubern im Walde überfallen worden. Die Banditen hätten ihm seine Kleidung und tausend Dollars abgenommen und ihm Lumpen angezogen. In der Nähe des Mannes lag eine Flasche, die ein Betäubungsmittel zu enthalten schten. Die Polizei ist bemüht, die in mancher Beziehung rätselhafte Angelegenheit aufzuklären " Kassel, 13. Jan. Der Zusammenbruch der ,, Deutschen Krantenunterstützungskasse" beschäftigte heute die Strafkammer. Die Unterstützungskasse hatte im ganzen Reiche Mitglieder, vornehmlich aber in der Provinz Hessen- Nassau. Sie wollte nach ihren Statuten erkrankten Mitgliedern nach der Höhe ihrer Lei, ungsdauer Unterstützungen gewähren; da aber die Verwaltungskosten der Kasse mehr als zwei Drittel sämtlicher Einnahmen verschlangen, sah sich der Regierungspräsident in Kassel veranlaßt, im Jahre 1908 eine öffentliche Warnung gegen die„ Deutsche Krankenunterstützungskasse" im„ Regierungsblatt" zu erlassen, was zur Folge hatte, daß nunmehr die Ansprüche an die Kassenverwaltung sich derart mehrten, daß die Generalversammlung der„ Deutschen Krankenunterstützungskasse" am 10. Dezember 1909 ihre Zahlungen einzustellen beschloß und den heute angeklagten Journalisten Rudolf Becker zum Liquidator bestellte. Die in der Verhandlung zu Tage getretenen Beweise reichten zu einer Verurteilung des Angeklagten Becker nicht aus; er wurde freigesprochen. Die gesamten Kosten fallen der Staatskasse zur Last. Durch den Zusammenbruch haben viele kleine Leute, Beamte, Arbeiter und Landwirte nicht unerhebliche Verluste litten. er= Zur Gewerkschafts- Bewegung. im Agitationslügen werden von sozialdemokratischer Seite gegen den Gewerkverein christlicher Bergarbeiter in letzter Zeit massenweise verbreitet. In einem Saarrevier verbreiteten Flugblatt war unter sonstigen Schimpfereien und Verleumdungen auch folgendes behauptet worden:„ Aber der königlich- christliche Zechengewerkverein kann und darf ja nicht kämpfen, kann ja nicht mal seinen Mitgliedern die ihnen zustehende Unterstützung zahlen.“ Der Gewerkverein hatte am 1. Januar 1910 ein Vermögen von 1 492 000 Mark und dieſes Vermögen hat sich im laufenden Jahre noch be= trächtlich vermehrt. Der christliche Metallarbeiterverband Deutschlands hat an dem allgemeinen Aufschwung der christlichen Gewerkschaften im vergangenen Jahre hervorragenden Anteil genommen. Gemäß einem Jahresrückblick im Verbandsorgan„ Der Deutsche Metallarbeiter" Nr. 53-1910 hatte der Verband schon Ende des dritten Quartals die ungünstigen Einwirkungen der Wirtschaftskrise nicht nur überwunden, sondern hatte seinen früheren Höchststand in der MitglieKnorrGrünkernmehl giebt Suppen hochfeinen aromatischen Geschmack. Hahn- Maccaroni das Beste, was es in Maccaroni giebt. Nur in Originalpaketen von 1/4 u. 1/2 kg. Jedes Paket enthält einen Gutschein. Verlangen Sie die Prämienliste v. d. Firma C. H. Knorr A.-G., Heilbronn a, N. Verhaltungsmaßregeln bei Gasentweichungen. Wenn Gasgeruch wahrgenommen wird, so ist in den betreffenden und anschließenden Räumen Licht und Feuer fernzuhalten; die Türen und Fenster( namentlich die oberen Flügel) sind zur Durchlüftung zu öffnen. Hierauf sperre man die Gaszufuhr durch Schließen der Hähne an den Kochern und Lampen, sowie des Haupthahns vor der Uhr oder im Keller ab und benachrichtige sofort das Gaswerk. Das Aufsuchen der fehlerhaften Stelle an der Gasleitung durch Ableuchten ist unter allen Umständen der Explosions= gefahr wegen zu unterlassen. Gießen, 16. Januar 1911. Städtisches Gas- u. Wasserwerk. Steding. Bekanntmachung. Heute früh empfing ich durch die Post von einem unbekannten Spender 100 Mark zur Anschaffung von Kohlen für Arme, hauptsächlich arme Witwen. Dem hochherzigen Spender sage ich hierdurch verbindlichsten Dank. Anmeldungen zum Kohlenbezug sind an das Städt. Armenamt, Asterweg 9, zu richten. Gießen, den 16. Januar 1911. Mecum. Oberbürgermeister. ATELIER FÜR Grosse Geld- Lotterie des Museums für Völker- u. Länder. kunde( Linden- Museum) Stuttgart. Zlehung garant. 3. u. 4. Febr. 1911 6012 Geldgewinne 120000 1. Hauptgewinn Mk. 50000 2 Hauptgewinne Mk. 20000 109 Gewinne Mk. 14000 900 Gewinne Mk. 11000 5000 Gewinne Mk. 25000 Original- Lose 3 Mk. 10 Lose 28 Mk. 5 Lose 14 Mk. Porto u. Liste 30 Pfg. Zu beziehen durch alle Verkaufsstellen und Generaldebit: J. Schweickert, Stuttgart, Marktstrasse 6 Hier bei: Rich. Bachacker, Jak. Dany, Wilh. Semmler. Bekanntmachung. Betr.: Rotlauffeuche unter den Schweinen des Dekonomen Kizz, dahier, Marburgerstraße Nr. 77. Nachdem die unter dem Schweinebestand des Dekonomen Wilhelm Kiz, Marburgerstraße Nr. 77, dahier, ausgebrochene Rotlauffeuche erloschen ist, wird die unterm 8. Oktober 1910 angeordnete Sperre aufgehoben. Gießen, den 16. Januar 1910. Großh. Polizeiamt. Gebhardt. FAHNEN Vereinsbedarfsartikel. Mündener Fahnenfabrik HANN. MÜNDEN. Königl. und Fürstl. Hoffahnenfabrik. Grösste Fahnenfabrik Deutschlands Kalk- u. Marmor- Werke u. Dampfziegelei Telefon 84. Aug. Gabriel jr. Giessen, Telefon 84. la. Qualitäten Massenfabrikationen Bahnanschluss ARCHITEKTUR U. KUNSTGEWERBE ENTWURF U. AUSARBEITUNG V. PROJEKTER ALLER ART ERNST SCHMIDT FERNSPRECHER 793 ARCHITEKT LÖBERSTRASSE 10 RÜCKGEBÄUDE 4 frei derzahl um 1000 überholt, zählte mithin 29 000 Mitglieder. Die günstige Entwickelung hat im letzten Vierteljahr angehalten, sodaß die christliche Metallarbeiteralso eine Zunahme von 8-9000 zu verzeichnen haben organisation mit 32-33 000 Mitgliedern abschließen, wird. So erfreulich diese Tatsache ist, so bedauerlich ist es, daß noch immer Zehntausende, ja Hunderttauſende von christlich- gesinnten Metallarbeitern bisher nicht zu bewegen waren, sich ihrer Berufsorganisation anzuschließen. Dadurch ist der vorhandenen sozialdemokratiſchen Uebermacht nur weiter Vorschub geleistet und eine der wichtigsten Berufsgruppen innerhalb der christlichen Gewerkschaftsbewegung geschwächt. Es wäre daher höchste Zeit, daß alle christlich national gesinnten Arbeiter der Metallindustrie dem christlichen Metallarbeiter= verband,( Zentrale Duisburg, Seitenstraße 19) zuge= führt würden. Gestorbene. Gustav Warnecke, Archivbeamter, Wetzlar, 65% J. Robert Jost, Oberpostsekretär, Gießen; 46 Jahre alt. Frau Katharine Schomber Witwe, Gießen; 72 J. Nuh- und Brennholzversteigerung der Gräflichen Oberförsterei Arnsburg bei Lich. Mittwoch, den 25. Januar 1911, nach Zusammenkunst vormittags 10 Uhr, Kreisstraße Eberstadt- Lich( Jägerpfad) werden aus Distrikt Hard 8, 9, Hain 18, Wetterberg, Kreuzberg versteigert: @ tämme: 84 Eiche= 49,18 fm( 28-49 cm Durchmesser und 4-11 m lang), 26 Buche= 24,60 fm( 34-64 cm bezw. 2,6-10 m), 41 Fichte 41,72 fm( 22-47 cm bezm. 6-25 m), 13 Kiefern und Lärchen= 5,46 fm( 29-32 cm bezw. 5-8 m); Preisliste Käufer und Teilhaber mit Mt. 10000 bis 300000 suchen Kauf oder Beteiligung durd A.Müller, Cassel, Große Rosenstraße 11. Besuche und Rücksprache kostenfrei. Einfach möbl. Zimmer = Stangen: 19 Eiche= 0,77 fm( Wagenbeichseln), 6 Buche= 0,22 fm; chetter rm: 122 Buche, 17,5 Eiche; Prügel rm: 40 Buche, 66 Etch, 26,5 Nadelholz; Etöcke rm 57,5 Buche, 45,9 Eiche, 65,5 Nadel- und Weichholz; Reiser rm: 494,5 Buche, 311 Eiche, 28 Weichholz. Auskunft erteilt Forstwart Melchior, Arnsburg, Post Lich. Blau unterstrichene Nummern kommen nicht zum Ausgebot. Das Nuzholz in Hain 18 wird zuerst versteigert Holzversteigerung im Gießener Stadtwald. ( Forftwartet Gießen I. Forftwart Holzversteigerung in den Waldungen der Stadt Gießen. ( Forstwartei Hangelstein, Forstwart Log, Wtefect.) Brück, Rödgen.) Donnerstag, den 19. Jan. Montag, den 23. Jan. 1911, 1911, vorm. 92 Uhr beginnend, vormittags 9% Uhr beginnend, werden in den Waldungen der werden in den Wa'dungen der Stadt Gießen in den Abteilungen Stadt Gießen i. Distrikt Haugels: Lerchenfang, Hain, Wüstung, ftein, Abteilung 3, 6, 7, 9, Altetisch und Mühlberg( 3, 12, 15 versteigert: 37b, 41, 42, 45 a und 48) 346 Fichtenderbftang. m. 30,06 fm versteigert: retsstangen, 3,55" in der Nähe des Banhofs Näheres Albiniftr. 4, I. Etage [ eiraten vermittelt reell Frau Wehner, Wiesbaden, Friedrichstrasse 55 I. Patentanwalt Sack- Leipzig " 1 " 995 131,8 rm Buchenscheitholz 6,7 Eichen" 1 " " " 111,8 Buchenknüppelholz 3 Eichen" 5,2 " " 19 Fichtenderbstaugen mit 1,94 fm 4 Eichenderbstangen 0,38 6 Rmtr. Eichen Nutknüpp! Hainbuchenscheitholz Buchen- Knüppelholz 29,5 FchtenBuchenstockholz 1,4 ,, Eichen-" 4 2060 Wellen Buchenreisig 18 " 61 " Eichenscheitholz 1 Erlenscheitholz " 12 " 1 Kiefernscheitholz 3,6 Fichten " 84,7 Eichen: " " 74 " Kiefern" 1 1 " 1 Fichten4 " Buchen- Stockholz 180 130 50 " Eichen" Kiefern" 1 Fichten" " 38,4 Eichen" 1 " 46,7 Kiefern200 Wellen Buchen Reisig 1870 Elchen1320„ Kiefern-" " " Die Zusamenkunft ist auf dem alten Anneröder Weg am Waldeinga Die Zusammenkunft ist auf der Straße nach Daubringen am Steinbruch Gießen, den 16. Januar 1911. Bürgermeisterei J. V.: Keller. ' Rheinisches Gießen, den 12. Januar 1911. Technikum Bingen Bürgermeisterei J. V. Keller. Maschinenbau, Elektrotechnik, Automobilbau, Brückenbau. Chauffeurkurse. !! 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Berichtes fagt, daß dieser Vo nicht gelu tig liegen Materie tommt da gabe.- gefähr Schächten Polizeiber ten des die Frage fichtspunt Logijd, fich ledigl delte. D Freifinnig Schächten barkeit in daß das zialdemok bräuchlic weil sie Die um die lanten b Die gemei Noch ist ler verlan der die m Die tot Die Wa auf der neuen S sich die ½ kg 84-92' g. len Ar " 1 do. 76-80 60. 80-96 Brotpreise in Gießzu . Weißbrot 2 kg 62 Pf. Schwarzbrot 2 kg 54ẞf flar gepr 50 kg Schlachtgewicht 91-93 M. 93-100 Pf. 65-68 Dafen Kälber Schweine 1/9 w bo. " Getreidepreise in Mannheim 21.25-21.50 m. Weizen 100 kg Foggen 100 kg 16.00-16.25 M. Kuverte mit Aufdruck bataft Giessener Verlagsdruckerei Klein& Fischer. Druck der Gießener Verlagsdruckerei, Klein& Fischer.- Verantwortlich für die Redaktion i. V.: Albin Klein, für Reklame u. Anzeigen: W. Schmidt, sämtl. in Gießen. Wirtschaf der Baro halb mu nalgefinn lands Aljo mag Die 301 die Wah teien beft vativen, ung( Ch und die Wirtscha Landwi Mittelfto Arbeiter.