g изи зи m it 400 en 70 Pig 90 75 n: erte( ge BraunZechenssen Str. 51. erke ficht. hule. illige nd. Prüf fmand) arter nte. rium. Besuch 2. eine Examen Unterfältigste cher und off vergesetzte dauernd die Veren wird. kostenlos. 9 1. So. geweihe 1.20 Mt. Wohl en.( 31) urze utzen Weblarer Zeitung ( Wetzlarer Tageblatt) Nationale Tageszeitung für die schaffenden Stände in Stadt und Land. Bezugspreis 50 pfg. monatlich vierteljährlich 1,50 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mt.- Erscheint jeden Werktag. Die ,, Illustrierte Welt- Rundschau" liegt alle 14 Tage einmal gratis bei. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Wetzlarer Zeitung" G. m. b. H. Nr. 89. ( 2. Blatt.) Frübling. Verjüngt steht vor uns die Natur - Wohin wir geh'n- auf allen Wegen, An Baum und Strauch in Wald und Flur Da lacht der Frühling uns entgegen. Und Vogelsang und Blütenduft Erfüllen ringsumher die Luft. Es schmückt nach langer Winterszeit Mit Grün sich Felder und die Wiesen, Von Eis und Schnee nun ganz befreit Die Bächlein wieder munter fließen. - „ Das Veilchen unterm Laub versteckt So blütenreich sein Köpfchen reckt." Gezogen von dem fernen Strand Sind nun die lieben Vöglein wieder, Sie brachten Frühling mit ins Land Und singen fröhlich ihre Lieder. „ Die Lerche trillert in der Luft, Am Waldesrand der Kuckuck ruft." Drum froh hinaus zum grünen Wald, Dort soll mein erstes Lied ertönen, Jm herrlich schönen Aufenthalt Von Frühlingsbotschaft Frühlingssehnen. „ Das Echo schallt in Berg und Tal: Frühling wird es doch einmal!" - Kehr bei uns ein, du schöne Zeit Und bring' uns Frieden, Glück und Liebe, Auf allen Fluren weit und breit Beschütze unsere zarten Triebe. „ Hilf Armen, Kranken hier auf Erden Und laß' für alle Frühling werden." Louis Roloff. Gießen. Zur Charakterisierung der liberalen Unterbeamtenpolitik. Zu der zweiten Beratung der Etats der Reichspostund Telegraphenverwaltung lag zum Kap 85, Tit. 19, 25 und 26, folgende Resolution der sozialdemokratischen Fraktion, Albrecht und Genossen, vor: Der Reichstag wolle beschließen: den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, eine Revision des Beamtenbesoldungsgesezes in dem Sinne vorzubereiten, daß eine angemessene Erhöhung der durchaus unzulänglichen Bezüge der Postunterbeamten eintritt." Diese Resolution wurde am 10. März in namentlicher Abstimmung mit 164 gegen 138 Stimmen abgelehnt. Diese Ablehnung hat unter den Postunterbeamten, die die Vorgänge in der Kommission und im Plenum wohl nicht genügend kennen, um die Abstimmung und die Motive der Zustimmenden richtig zu würdigen, eine lebhafte Beunruhigung hervorgerufen. Diese Beunruhigung wird noch dadurch erheblich verstärkt, daß sich Zeitungen der Sache bemächtigt haben, die wirklich alle Ursache hätten, über die Abstimmung zu schweigen. In der nationalliberalen Lokalpresse, ich nenne nur die„ Vaterländ. Blätter",„ Siegener Volksbl." usw., wird die Resolution Albrecht abgedruckt und da= ran folgende Bemerkung, die ich nach dem Leiborgan des nationalliberalen Herrn Abg. Vogel, dem„ Siegener Volksblatt", zitiere, geknüpft: „ Bei der Abstimmung über diese Resolution, die mit 138 gegen 164 Stimmen abgelehnt wurde, Abonnements: Bestellungen nehmen entgegen alle Postanstalten, unsere Boten und die Geschäftsstelle: Wetzlar, Hausergasse 32 wohin alle für die Redaktion u. die Expedition bestimmten Einsendungen zu adressieren sind. Samstag den 15. April 1911 Rechtsparteien aufgehoben wäre, mit„ Die Helfer der kleinen Leute". Weil die Ablehnung dieser Resolution im Lande unter den Unterbeamten so lebhafte Mißstimmung erweckte, ist es notwendig, darauf zurückzukommen und zu untersuchen, wie die liberalen„ Helfer der kleinen Leute" an der Hand der amtlichen Reichstags= aften aussehen. Nach dem amtlichen Bericht der 82. Sitzung der Budget- Kommission legten die Sozialdemokraten der Kommission eine Resolution gleichen Sinnes, ja fast gleichen Wortlautes vor. Der Staatssekretär des Reichsschazzamtes Wermuth führte dazu u. a. aus: ,, Soweit ihm die Absicht der verbündeten Regierungen bekannt sei, und er glaube sie genau zu kennen, könne an eine Revision der Besoldungsordnung zur Zeit nicht gedacht werden." Von der Fortschrittlichen Volkspartei ( Abg. Dr. Dohrn) wird folgende Resolution der Kommission unterbreitet: ,, Der Reichstag wolle beschließen, die verbündeten Regierungen zu ersuchen, die unbeabsichtigten Härten, die durch die Regelung der Bezüge der Postunterbeamten in der Besoldungsordnung geschaffen sind, durch geeignete Maßregeln auszugleichen." Diese Resolution legte die Fortschrittliche Volkspartei nach ihrer Ablehnung in der Kommission dem Plenum des Reichstages wieder vor und sie wurde mit gro= Ber Mehrheit angenommen. Auch die Wirtschftl. Vereinigung stimmte wie in der Kommission auch im Plenum einmütig dafür. Zu der sozialdemokratischen Resolution führte in der Kommission ein Mitglied der Fortschrittlichen Volks= partei( Abg. Dr. Heckscher) aus: „ Er verkenne auch nicht die Schwierigkeiten und trete mit einem gewissen 3agen an die Behandlung der aufgeworfenen Frage heran."„ Der Geist der Resolution sei durchaus sympatisch."„ Eine Revision der Besoldungsreform lasse sich nicht umgehen." Auf die Feststellung eines Mitgliedes des Zentrums ( Erzberger), daß von den Landbriefträgern fein Wunsch nach einer Besserstellung geltend gemacht sei und daher eine Verallgemeinerung unzutreffend sei, erklärte ein Sozialdemokrat ( Eichhorn): er ,, Was die Landbriefträger anbetreffe, so gebe zu, daß hier eine Differenzierung stattfinden könne." Ein anderes Mitglied der Fortsch. Volksp. ( Eickhoff) bemerkt dazu: „ Er habe gestern schon anerkannt, daß nicht alle Unterbeamten mit der Neuregelung unzufrieden seien." -Seine Freunde würden eventuell für die sozialdemokratische Resolution stimmen." Ein drittes Mitglied der Fortsch. Volkspartei( Dr. Dohrn) meint: „ Er habe gegen die Resolution Nr. 96 der Kommission, Drucksachen gestimmt, da es seiner Ansicht nach gefährlich sein würde, an der Besoldungsord= nung zu rütteln."„ Er glaube deshalb, daß die von ihm eingebrachte Resolution der Allgemeinheit besser Rechnung trage als die Resolutionen der sozialdemokratischen und der Zentrumspartei." Das erste Mitglied der Fortschr. Volksp.( Dr. Heckscher) bemerkt noch: „ Er gebe gern zu, daß durch die Besoldungsordnung den Landbriefträgern wesentliche Vorteile zugekommen seien." - Der Fortschr. Volksp. kann man in dieser Angelestimmte der Abg. Vogel mit" Ja", die christlich- so- genheit sagen:„ O, daß ihr falt oder warm wäret!" zialen Abg. Burckhardt und Behrens aber Interessant ist, daß die vier fortschrittlichen beide mit„ Nein". Nach einer Zusammenstellung des genannten Organs der Postunterbeamten selber stimm- Kommissionsmitglieder nicht mal alle für ihre ten geschlossen gegen die Revision der Besoldungs- eigene Resolution stimmten. Ordnung zu Gunsten der unteren Beamten Konservative, Reichspartei, Wirtsch. Vereinigung sowie das Zentrum mit drei Ausnahmen. Dagegen stimmten geschlossen dafür Nationalliberale, Freisinnige, Polen, Reformpartei und Sozialdemokraten." Ueberschrieben ist dieses demagogische Artikelchen, das den Eindruck erwecken soll, als wenn die Sache der Bostunterbeamten bei den Liberalen besser als bei den Nun aber erst die Nationalliberalen in der Kommission! Ein Nationalliberaler( Beck- Heidelberg) sagt inbezug auf die Besoldungsordnung und auf die sagt inbezug auf die Besoldungsordnung und auf die sozialdemokratische Resolution: „ Härten und Unstimmigkeiten seien zweifellos vorhanden. Deshalb sei es jedoch nicht nötig, eine Revision der ganzen Besoldungsordnung vorzunehmen." Ein anderes nationalliberales Mitglied ( Dr. Paasche) sagt: ( Weylarer Nachrichten) Anzeigenpreis 10 pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 30 Pfg., auswärts 50 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Weglarer Zeitung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 285. 4. Jahrg. „ Die von den Sozialdemokraten eingebrachte Resolution fönne er nicht befürworten. Seiner Ansicht nach sei es falsch, das ganze Reich als ein gemein= schaftliches Wirtschaftsgebiet aufzufassen. Man könne nicht einen Beschluß fassen, der die Allgemeinheit berücksichtigen solle. Die Härten der Besoldungsordnung müßten auf eine andere Weise ausgeglichen werden. Er werde deshalb für die von dem Zentrum eingebrachte Resolution( diese betr. den Bundesrat soll von § 30 Gebrauch machen. Ortsklassen) stimmen. Man dürfe wegen der für manche Orte bewiesene Härten der Besoldungsordnung nicht erklären, daß sämtliche Gehälter der Unterbeamten aufbesserungsbedürftig sein. Er könne sich nicht entschließen, eine allgemeine Erhöhung der Gehälter zu befürworten." = Ein drittes na t.- Ii b. Mitglied( Dr. Görke- Brandenburg) meint: „ Daß die Beamten später wiederum mit neuen Forderungen gekommen seien, sei allerdings richtig; ob diese Wünsche berechtigt waren, sei eine Frage für sich. Die Richtigkeit der Darstellung vom Regierungstische müsse jedenfalls anerkannt werden. Er erkläre, daß seine politischen Freunde für die Resolution des 3entrums stimmen werden." Die Abstimmung in der Kommission ergab für die sozialdemokratische Resolution 6 Stimmen. Dafür stimmten drei Sozialdemokraten und drei Mitglieder der Fortschrittlichen Volkspartei, während ein Mitglied der Fortschrittlichen Volkspartei, sämtliche Natio= nalliberale und die anderen Kommissionsmitglieder dagegen stimmten. Für die Resolution der Fortschrittl. Volfs= partei stimmten sieben Stimmen, und zwar drei Sozialdemokraten, drei Mitglieder der Fortschrittlichen Volkspartei und das Mitglied der Wirtsch. Vereinigung, alle anderen wiederum auch dagegen. So sahen die nationalliberalen„ Freunde der kleinen Leute" in der Kommission aus. Die Zentrums- Resolution: ,, die verbündeten Regierungen zu ersuchen, von der im§ 30 des Besoldungsgesetzes vom 15. Juni 1910 dem Bundesrat erteilten Ermächtigung der Ein= reihung einzelner Orte in eine höhere Ortsklasse zur Beseitigung hervorgetretener Härten entsprechenden Gebrauch zu machen" wurde einstimmig angenommen. Jm Plenum des Reichstages am 8. März führte der nationalliberale Abg. Dr. Stresemann, als Hauptredner der Fraktion, nach dem Stenogramm aus: un s „ Ich will auf die Besoldungsfrage hier nicht näher eingehen, sondern nur sagen, daß meiner Anschauung nach die Postschaffner wirklich sehr schlecht bei der Sache fortgekommen sind, und daß, wenn sich ein Weg im Sinne der fortschrittlichen Resolution findet, freuen würden, wenn dieser Weg be= schritten würde. Es gibt nun aber einen Weg, der der Postverwaltung eine gewisse Möglichkeit bietet, diese Härten zu mildern oder zu beseitigen. Es fann nicht sein eine vollständig neue Besoldungsreform oder Besoldung 5- ordnung; darüber sollten wir uns ja alle einig sein, daß ein solches Reformwerk nicht dadurch in Frage gestellt werden kann und darf, daß man mit einem Male, nachdem sie kaum Genun die Weglarer Zeitung" bisher nicht abonbeitreten. Bestellungen werden in Wezlar bon den Zeitungsträgerinnen u. der Geschäftstelle, Haufergaffe 32, außerhalb von allen Boftanstalten entgegengenommen. Der Bezugspreis betränt in der Stadt Wetzlar wie bei unseren Landagenturen Wer niert hat, kann dem Leserkreise von jetzt ab 50 Pfa. den Monat frei ins Haus. set geworden ist, die Frage in der Totalität aufs neue aufrollen will." Am 10. März nahm der nationalliberale Abg. Dr. Heinze das Wort und leitete seine Rede wie folgt ein: „ Meine Herren, zu Tit. 19, 25 und 26 liegt die Resolution auf Nr. 795 vor, wonach die verbündeten Regierungen ersucht werden sollen, die unbe= absichtigten Härten, die durch die Regelung der Bezüge der Bostunterbeamten in der Besoldungsordnung geschaffen sind, durch geeignete Maßregeln auszugleichen. Diese Resolution ist besonders für die großen Städte von Wert, namentlich auch für diejenigen großen Städte, in denen sich Oberpostdirektionen befinden. Nun ist ja wohl Einst im= migkeit darüber vorhanden, daß eine Aenderung der Besoldungsordnung selbst schwer herbeüzuführen ist. Aber eine Resolution, die die Budgetfommission vorgeschlagen hat, weist den Weg, auf dem etwas zu erreichen ist. Diese Resolution lautet: Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, von der in§ 30 des Besoldungsgesetzes vom 15. Juni 1910 dem Bundesrat erteilten Ermächtigung der Einreihung einzelner Orte in eine höhere Ortsklasse zur Beseitigung hervorgetretener Härten entsprechenden Gebrauch zu machen." | kratischen Agitationsresolution als eine Verhöhn ung der Post unterbeamten empfunden. Die Sorgen der vielen tausend Postunterbeamten sind den Liberalen nicht mehr wert, als damit jetzt vor den Neuwahlen Wahlagitation zu treiben. Nette„ Hel= fer der kleinen Leute", diese Liberalen! Franz Behrens, M. d. R. - Die ,, Wetzlarer Zeitung" ist unter № 285 an das Fernsprechnetz angeschlossen. Literarisches. -„ Der Zauberer von Rom", Karl Gu z- tows berühmtester und heute so überaus aktueller Roman, der schon seit Jahrzehnten nicht mehr zu haben war, liegt jetzt in einer musterhaften Volksausgabe vor, die mit ihren 1460 Seiten Text in zwei handlichen Bänden gebunden für den staunenswert billigen Preis von 6 Mart geboten wird. Das ist eine Leiſtung des Ver Aus den ganzen Ausführungen der nationalliberalen Redner in der Kommission und im Plenum geht II ar lags F. A. Brockhaus, die unseren billigsten Volksund deutlich hervor, daß sie eine Revision der bibliotheken würdig an die Seite tritt, und es ist ein literarisches Verdienst, daß dieses Hauptwerk des" Uriel Besoldungsordnung nach der sozialde literarisches Verdienst, daß dieses Hauptwerk des„ Uriel Acosta"-Dichters, das bei seinem ersten Erscheinen vor mokratischen Resolution nicht wünschen, ja 50 Jahren ein literarisches Ereignis erster Ordnung begarnicht für möglich halten. Selbst die Resolution der Fortschrittlichen Volkspartei, die die Besei- deutete, endlich auch dem weitesten Leserkreis zugänglich gemacht wird und an ihm seine unverminderte Zugkraft tigung der unbeabsichtigten Härten in der Besoldungs- gemacht wird und an ihm seine unverminderte Zugkraft ordnung verlangt, befämpften, und stimmten erweisen kann. sie in der Kommission nieder. Nun aber, nach dem Abg. Dr. Heinze im Plenum noch gegen die Aenderung der Besoldungsordnung, also gegen die Resolution Albrecht gesprochen hatte, beantragt der Sozialdemokrat Eichhorn plötzlich) namentliche Abstimmung. Und wie auf Kommando fallen die ganzen Nationalliberalen prompt um und stimmen dafür, was sie in der Kommission und im Plenum bekämpft haben. Die Herren ma ch ten Rotau vor König Demos. Doch dieser aufrechte Mannesmut der Herren überrascht im Reichstag wohl niemanden. Aber ihre Bresse sollte schweigen. Daß ein solches Verhalten der Nationalliberalen Eindruck auf die Regierung macht, wird wohl selbst der stärkste Mann im Reichstage nicht glauben. Wenn sich aber die Unterbeamten auf die Liberalen bei der Erfüllung ihrer Wünsche verlassen, dann sind fie gründlich verlaffen. Sozialdemokratische Agitations refolutionen von den Libe ralen in namentlicher Abstimmung un= terstützt, sind Instrumente modernen politischen Dummenfanges. Meinen politischen Freunden( Wirtschaftliche Ber einigung) sind die Sorgen und Wünsche der Post unterbeamten zu wichtig und zu ernst, als daß wir sie zum Gegenstand einer ganz gewöhnlichen Agitations demagogie machen ließen. Hätten wir aber der sozialdemokratischen Resolution zugestimmt, so hätten wir uns, ebenso wie die Liberalen, aus Agitationsgründen einer plumpen Jrreführung der Unterbeamten schuldig gemacht. Sollten sich unter den Bostunterbeamten noch einzelne politisch so ungeſchulte Männer befinden, denen nach dieser Aufklärung über die Vorgänge in der Kommission, die Abstimmung der Liberalen noch imponiert, so ist denen nicht zu helfen. Ich habe die Zustimmung der Liberalen zu der sozialdemo-„ Der Mut zum Glück." Roman von Wilh. Hegeler." Wilhelm Hegelers reise Erzählerkunst weiß in diesem Roman dem ewigen Widerstreit von Pflicht und Liebe neue Seiten abzugewinnen. Ein feiner Humor, der sich zuweilen zu fräftiger Gesellschaftsfatyre erhebt, Wie alle vergoldet dieses ernste und bedeutende Werk. Wie alle Bände der Ullstein- Bücher ist auch dieser neue Band zum Preise von 1 Mark in allen Buchhandlungen erhältlich. Preise von 1 Mart in allen Buchhandlungen erhältlich. „ Sehnsucht“. Roman von Karl Rosner. Brächtige Charakterföpfe aus der Künstlerwelt der Jar stadt und tiefe Einblicke in das Wesen künstlerischen Zur Pflege des Haares wird neuerdings das nachstehend verzeichnete Rezept empfohlen, da es sich vortrefflich zur Förderung des Haar wuchses, zur Beseitigung der Kopfschuppen und damit zur Vorbeugung der Kahlköpfigkeit eigne. Schaffens selbst geben diesem Buche einen ganz besonderen Reiz.- Wie alle Bände der Ullstein- Bücher ist auch dieser neue Band zum Preise von 1 Mark in allen Buchhandlungen erhältlich. - Wie sollen wir unsere Kinder stra fen? Ueber dieses wichtige Thema sollte man den ausgezeichneten Artikel in der neuesten Nummer der Familien- und Modenzeitschrift„ Mode und Haus" ( Verlag John Henry Schwerin, Berlin W. 57) lesen. Die Ernährung u. das Blut. Der Zustand des Blutes und somit das Wohlbefinden desganzen Körpers hängt intim mit dem Ernährungsprozeß zusammen. Normale Ernährung ist unbedingt notwendig, um gesundes sundes und mit allen nötigen Bestandteil. ausgestattetes Blut zu erhalten und dem Körper Gesundheit und Kraft zu verleihen. Wenn das Blut in seiner Zusammensetzung mangelt und Speziell arm an roten Blutkörist, dann sind Blutarperchen mut, Bleichsucht, die natürlichen Folgen. Die Kräfte schwinden, blasses, fahles Aussehen, Nervosität, vosität, große Müdigkeit, Abmagerung und Darniederliegen der körperlichen und geistigen Kräfte sind die Folgen. Die medizinischen Zeitschrif ten haben sich in höchst schmeihelhafter Weise über Leciferrin geäußert, als ein nicht hoch ges ug zu schäßendes Mittel um diese 30 diese Zustände zu beseitigen. Der Preis von Leciferrin ist Mt. 3 die Flasche: 1 Gramm fristallisiertes Menthol wird zunächst in 85 Gramm Bay- Rum aufgelöst, alsdann füge man 30 Gramm Livola de Composee hinzu und falls man einen Wohlgeruch gern hat ein Teelöffelchen voll einen Wohlgeruch gern hat ein Teelöffelchen voll eines besseren Parfüms. Das Ganze wird tüchtig durcheinandergeschüttelt und ist dann nach etwa halbstündigem Stehen gebrauchsfer= tig. Die Anwendung geschieht durch leichtes Einreiben in die Kopfhaut, morgens und abends. Da vielleicht andere Leser dieses Rezept gerne auch enthält Dvo- Lecithin 0.5. Eisen als Eisenoxybhybrat an 8uder gebunden 0.75, aromatische Bestandteile in Cognac und Alkohol 40.0, Rest destilliertes Wasser. In allen Apotheken erhält. probieren möchten, sei hier noch erwähnt, daß dasselbe lich, ganz sicher von: 3 von jedem Apotheker oder Drogisten nach obigen helich, gaben leicht zusammengestellt werden kann. Bei Ber Universitäts- Apotheke, Gießen Quantitäten sollte die Mischung von klarer, goldgelber und Engel- Apotheke in Frankwendung der richtigen Bestandteile in den genannten bis lichtbrauner Farbe sein und ihr Herstellungspreis ungefähr 3 Mark betragen. furt a. Main. Für jeden Geschäftsmann gibt es Kein Er muss darauf sehen, dass kein wichtigeres Moment als das, sich sein Geschäft immer mehr auszudehnen. Stillstand ist gleichbedeutend mit Rückgang. Tag Das kann aber nur erreicht werden durch unausgesetzte Aufmerksamkeit und Tätigkeit. Kann doch vergeht, in der nicht wenigsteus einige neue Kunden gewonnen werden. ohne Mitteilung das Publikum garnicht wissen, dass Es ist deshalb notwendig, unausgesetzt sachgemässe man etwas gutes und neues zu liefern hat. Reklame zu machen, wofür die Wetzlarer Zeitungeine gute Gelegenheit bietet, Die Glocke von Neukirchen. Ein Offer Märchen. utför t und Seiner Lutar lichen inden Ner geisti Derlic , Ab en. Schrif chmei ferrin ge I um in ist gen. inden 0.75, a Baffer. rhält Die Glocke von Neukirchen. mare Bei Neukirchen in der Windingharde im Schleswigschen Stand eine Kapelle, zu der an den Sonntagen die frommen Bewohner der Umgegend pilgerfen. Sie stand auf einer Anhöhe und ihr schlanker Turm mit dem blinkenden Kreuz grüßte weit ins Land hinein, zu Gottes Ruhm und Ehre, die Wankelmütigen mahnend, die Gläubigen fröffend. In jener 3eit, da die Straßen zu Wasser und zu Lande noch unsicher waren, landeten eines Heilig- Abends auf Ostern, kurz nach Sonnenuntergang, Seeräuber mit ihrem Schiff bei Hornburg an einem Arm der Widau. Sie ließen einige Dachen auf ihrem Segler zurück und schlichen nun Stundenlang, vorsichtig unter dem Schutz der Dämmerung sich verbergend, ins Land, bis sie bei Neukirchen in die Nähe der Kapelle gelangten. Der frische Frühlingswind trieb silberberänderte Wolken am bleichen Monde vorüber, das erwachende Land bald mit unendlichem Schimmer über. flutend, bald wieder in fiefes Dunkel hüllend. Die Seeräuber warteten den Flugenblick ab, wo eine große dichte Wolke sich vor das mild leuchtende Dachtgestirn legfe und drangen dann in die Kapelle ein. Des Kaplans, der ihnen mutig mit dem Bilde Ein Offer Märchen. des Gekreuzigten entgegentrat, bemächtigten fie fich nach kurzer Gegenmehr. Die wildesten unter ihnen wollen cra frommen Diener der Kirche föfen, der Häuptling aber habte fireng, nicht unschuldig Bluf eines Priesters zu vergießen. So kamen sie denn überein. den Kaplan zu fesseln und zu knebeln. Hierauf plünderten sie die Kapelle und nahmen alles, was ihnen gefiel, auch die Glocke, mit auf den Weg zu ihrem Schiff, trotz der flehenden Gebärden des Driesters. Gegen Morgengrauen erst gelangten sie in die Nähe ihres Fahrzeuges. Unterdessen machte der Raplan vergebliche Anfiren gungen, fich zu befreien, um das Osterfest einzuläuten. Es gelang ihm nicht, deshalb kam ihm der Gedanke, es einzubeten. Er tat es und befefe lange, heiß und inbrünstig, und als die Seeräuber endlich so weit waren, die schwere Glocke mit Stricken ins Schiff zu winden, riß die Befestigung und die Glocke verfank mit lautem Klange vor den entjetzten Blicken der Seeräuber, die von Angst gepeinigt das Weite suchten. www.www. Seit jener Zeit klingen nun an jedem Ostermorgen aus der Wassertiefe die Klageföne der geraubten und versunkenen Glocke. I. S. Fillerlei Geschichten vom Osterfest. Orte, deren Namen sich auf Ostern oder Ostara, die ger manische Frühlingsgöttin, beziehen, sind in Deutschland nicht felten. Es sei hier erinnert an: Osterrath, Osterbeck, Oster berg, Osterhagen, Offerborn, Osterholz, Osterburken, Oster. held, Osterhofen, Ostera, Ostrau, Osterwald und andere. Das Tal Josaphat bei Jerusalem wird in der Nacht zu Ostern von zahllosen Pilgern bevölkert, die mit Fackeln in der Hand zum Bach Kidron ziehen. Die niedrigen, von Gebüsch um säumten Ufer sind von einer schweigenden Menge dicht besetzt. Alle möglichen Nationen des Morgen- und Abendlandes find vertreten; am zahlreichsten wohl die an ihrer Tracht leicht kenntlichen russischen Wallfahrer. Jedweder dieser menschen nun beugt sich, einen Segensspruch zwischen den leise bewegten Lippen, denn gesprochen darf nicht werden, fief hinab zur kühlen Flut und füllt sein mitgebrachtes Gefäß mit fegenspendendem Osterwasser. Der Reisende Adam Olearius, der im Jahre 1636 mit der holsteinischen Gesandtschaft nach Persien ging, hat auf dieser Reise in Moskau einer Osterfeierlichkeit beigewohnt. die er wie folgt beschreibt:„ Wenn an diesem Tage ein Russe dem andern begegnet, so wird er, weiches Standes oder Geschlechtes er auch sei, den Gruß: Christ ist erftanden! mit einem Kusse und gefärbten Ciern nicht verweigern. Der Großfürst pflegt selbst seinen Hofleuten solche Eier auszuteilen. Auch besuchte er in der Osternacht vor der Frühmeffe die Gefängnisse und beschenkte jeden Gefangenen mit einem Schafpelze, und tief ihnen zu, daß sie sich freuen sollen, dieweil Christus für ihre Sünde gestorben, nunmehr wahrhaftig wieder auferstanden sel. Darauf ließ er die Gefängnisse wieder schließen und ging zur Kirche." In Breslau war am Oftermontag unter den Tuchmachern ehedem das Eierlesen Sitte. Man legte in einer Gasse eine bestimmte Anzahl buntgefärbter Eier auf die Erde in Ab. ständen, die nach Schriften ausgemessen wurden. Ein Tuchknappe, bei diesem Osterspiel„ Eierleser genannt, mußte beim Auf- und Ablaufen von den ausgelegten Eiern eins nach dem andern ergreifen und dann in ein blumengefülltes Sieb legen. Ein anderer Tuchknappe, der sogenannte Läufer, hatte während dieser Zeit in die Stadt zu laufen, an die Tür einer Kirche mit Kreide ein 3eichen zu schreiben und dann zurückzukommen. Erreicht er die Gasse, ehe der Leser die Eier alle in das Sieb gesammelt hat, so war der Sieg sein, im andern Falle aber hat der Eierleser getoonnen. Das Spiel beschloß dann ein allgemeiner Schmaus. C Eine merkroürdige Sille läßt die Bewohner der Insel Capri vor Ostern möglichst viele Vögel einfangen. Am Oster. Jonntag bringt man die Tierchen mit zur Kirche, im Sacktuch, in der Tasche, unter dem Wams, in der Hand. Das Geplepe, 3witschern, Flügelschlagen wird immer ängstlicher, immer heftiger. Da erschallt aus des Priesters Munde das surrexit ( et ist auferstanden), mit der Antwort vere surrexit( er ist wirk lich auferstanden), und Hunderte kleiner Vögel verschiedener Art, meist Wachteln, schritten in die Höhe und zu den ge öffneten Ruppelluken hinaus in die Lüffe. e Als Jesus Christus einz0g in Jerufalem, hat man seinen Weg mit Palmenblättern bestreut. Unser rauher, nordischer Himmel spendet uns nicht Palmen, wir brechen Weidenzweige als Offer. gruß. Sie sind mit ihren schwellenden Knospen so recht ein Sym. bol des sich verjüngenden, wiedererstehenden Lebens. no Auferstehung Offerfreude. a no Was in den Grüffen verborgen geschlafen, Ringt sich mit Jauchzen empor an das Licht. Der, den die Spötter am Kreuzesholz trafen, Hebt zu der Sonne fein göttlich Gesicht. Psalmen und Lieder Erschallen zu Hauf; Heil ward uns wieder, Der Retter stand auf. Morgenrof brennt in der strahlenden Ferne, Schmeichelnde Lüfte durchwandern die Welf; Wiese und Fluren voll blühender Sterne, Silberne Wölkchen am Himmelsgezelt. Frühling ist kommenden Als König ins Land; had sit died Teid ward genommen, Der Heiland erstand. mil Einst schlug der Tod uns in stählerne Ketten, Kühnlich zerbrachen wir nun seine Haft, Dunderverklärt kam der Held, uns zu reffen, Froh pocht das Herz uns in Hoffnung und Kraft. Frühling ist kommen BIE Als König ins Land; Teid ward genommen, Der Heiland erstand. Gregor. Der Herr ist erstanden! reue dich, finge, du Christenheit, dein Herr ist erstanden!" Wenn über die grünenden Fluren, über die knospenden Wälder, über die keimende Saat die Osterglocken das Jubellied fingen, so weit über die Menschenländer ein Kirchturm den anderen grüßt, ist es dann nicht, als ob alle Kreatur den großen Tag mit uns feiere, dem Schöpfer, dem All. vater zum Wohlgefallen? Der kindliche Sinn unserer Vorfahren dachte sich an die. sem Tage die liebevolle Göttin des Frühlings und des Wachs. tumes, die Ostara, segnend über die Lande schreiten und glaubte, daß die Bäume im Walde, die Blumen am Rain, die Tiere in ihren Wohnungen sich vor der himmlischen Gestalt ebenso demütig und voll Hoffnung neigten, wie die Menschen, die ihr Opfer brachten. fromme Freude und die herzliche Ergebenheit von allem, was atmet, gegenüber der großen Allmacht, zum Ausdrucke brachte, die über uns waltet. Heute ist von dem alten Frühlingskulffefte der Ostara nicht mehr viel erhalten. Nur den Namen hat es noch aus ferner Urväterzeit, und einzelne Volksbräuche, Osterfeuer und das Holen des heiligen Osterwassers, sind noch immer als An. denken an unsere heidnischen Ahnen lebendig. Unbewußt grüßt auch unsere Kinder noch ein Hauch aus vergangenen Honen, wenn der Osterhase ihnen Ostereier bringt. Denn der Hafe war das geheiligte Tier der Ostara und Vogeleier eine ihrer Opfergaben, das Sinnbild des schlummernden, aber dem Er. wachen nahen Lebens. din für uns Menschen von heute hat das uralte, urewig schöne Fest einen neuen Inhalt erhalten. Es gehört nicht mehr einer Göttergestalt von vielen, sondern es ist das Auferstehungsfest des Heilandes, in dessen Erlösertode wir alle frei wurden, in ald och dessen Erlöserleben wir alle ewig leben. Lange noch hat in der Volksseele diese Vorstellung nach) gewirkt und die bildende Kunst, bis in unsere Tage hinein, hat das Osterfest nicht anders darstellen können, als indem es die en nach dem schweren, die Seele in ihren Grundfiefen erschütternden Karfreitage, wo wir im Geifte wallfahrten zu jenem Kreuz zwischen Verbrecherkreuzen auf dem Hügel der B 40 Die P neue Verfo faft zweihu aufloderten in Erfüllu Krone. sollte nun Mit di Die ä galt es a ben zu ru μισα 1287 Kaiser W land inmi Mißbraud Kraft. Di Selbständi der Unab der schwa Die Krone P land ein Kaiser." Geein Osterbotschaft mit Schädelstätte und der Schmach, ringt sich die jauchzenden Fitticher aus dem Abgrunde der Buße los und schwingt sich sieghaft empor zu dem Throne des Weltalls, der über der Sonne errichtet ist. Aber nur dem klingen die Osterglocken, nur dem lacht die Osterflur, nur dem leuchtet die Ostersonne, der sein Herz bereitet hat, daß es selbst aufzuerstehen vermag. Man hat den Wert der Buße, auch der inneren, nach außen nicht durch sicht bare 3eichen kenntlich gemachten Buße, in unserer 3eit viel. fach in Frage gezogen. Und doch gibt es keine Lehre, die uns überzeugen könnte, daß wir der inneren Einkehr entraten dürfen, ohne Schaden an unserer Seele zu nehmen. So wenig es freiheit gibt ohne Selbstzügelung, so menig gibt es Befreiung ohne innere Einkehr, Auferstehung ohne Bußfertigkeit. nirgends, das wissen wir, in der Welt, wo wal tende Kräfte leben, und darum auch in unserer Seele nicht, die ein Spiegel der ganzen Schöpfung ist und sein will! Doch wer in ernster, vor sich selbst aufrichtiger Prüfung und Einkehr die Kräfte der Seele sammelt, wer ohne Lüge gegen sich selbst ermißt, wie er mit dem Pfunde, daß ihm Gott ge. geben, für sich und seinen nächsten gewuchert hat, der kann auch Ostern, das Fest der Auferstehung, feiern. Dem läuten heute die Glocken Auferstehung und ewiges Leben. W. Sch. Oesterliche Matutin aus dem 12. Jahrhundert. Christ ist erstanden Das älteste geistliche Volkslied der Deutschen. Von der Marter alle! Des woll'n wir alle froh sein! Christ will unser Trost sein! Kyrioleis. Alleluja, Alleluja, Alleluja! Was der Star erzählte. S Don Carl Matthies. töar, stöar", Jagte der Starvater zu seiner Frau, die nach dem Morgen. bade noch immer an ihrem schil. lernden Federkleide herumneſtelte. „ Stöar, söar", Jagte er,„ die Glocken läuten heute feierlicher als sonst, es scheint ein besonderer Tag zu wer den!" Abwarten, abwarten", gab die gestrenge Gattin zur Antwort,„ der Winter war milde, wir brauchen nicht weit zu wandern, aber es kann immer noch Schnee kommen!" „ Gar nicht daran zu denken!" pfiff er luftig seiner Gattin zu ,,, Anemonen und Veilchen, Narzissen und Huflattich blühen. die Sonne scheint mit jedem Tage wärmer- schnapp, da habe ich auch schon eine Fliege gefangen- weißt du was?" .Ich weiß gar nichts, die fliege hättest du mir geben sollen, das weiß ich", brummte sie, aber der luftige Starmat ließ sich nicht aus der Fassung bringen, 17 ., Duldiö!" jubilierte er ,,, weißt du was? Es ist frühling, rich. figer frühling, die Erde erwacht, in einigen Tagen wird alles grün sein. Heute noch) beginnen wir mit dem Neftbau, denn es ist die höchste Beit- und die nächste Fliege bekommst du!" ..Wenn ich sie mit selber fange", 3riffcherte sie verdrieß. lich.., Und mit dem Nestbau- ich weiß schon, die Arbeit wirst du wieder mir überlassen. Du bildest dir ein, ein großer GeJangskünstler zu sein, dabei hältst du mich mit deinem Geschrei nur in der Arbeit auf. Da hilf lieber!" ., Teures Weib, von Kunjt verstehst du nichts. Die Frau gehört nun einmal in die Wirtschaft und weshalb soll ich dir das Vergnügen, ein paar Halme in den Kasten zu tragen, schmälern? Jedem das Seine. Der Mann muß hinaus ins feind liche Leben....." „ Huschy, duck dich! da schoß eben ein Sperber zwischen die Spatzen!" warnte sie.„ Schwabe nicht soviel und paß ein wenig mehr auf. Du bist zwar sehr abgemagert, aber danach fragt Herr Sperber nicht, das weißt du ja wohl auch. Doch sieh einWär er nicht erstanden, Die Welt, die wär zergangen! Seit daß er erstanden ist, So freut sich alles, was da ist! Kyrioleis. Alleluja, Alleluja, Alleluja! mal, die Frau Bürgermeisterin kommt ja heute schon so früh in den Garten!" „ Stöar, stöar", lockte et,„ komm doch hierher, schau schau, sind das nicht die schönsten bunten Eier in der Frau Bürger. meisterin Korb!? Duldiö, warum versteckt sie die Kostbarkeiten in die Sträucher? Errätst du nun, warum die Glocken so feier. lich läuten, warum die Sonne so warm scheint und die Blumen blühen? Es ist Frühling! Und die Menschen feiern ein Auferstehungsfest, das sie Ostern nennen!" „ Dideldideldiö", zwitscherte frau Starin freudig, dann wird es 3eit, ich will zu neste tragen!" „ Warte noch ein Weilchen", pfiff er schelmisch und zwin. kerte verschmitzt mit den Augen, wir wollen aufpassen, was nun geschehen wird. Dort drüben auf der Pappel am fließ sitzt die Gevatterin Elster nicht ohne Absicht so neugierig. Nun legt die Frau Bürgermeisterin das letzte bunte Ei unter den Haselstrauch ins Gras......" „ Jetzt kehrt sie um.... fie sieht uns.... was hat sie gesagt?" „ Na, Meister Star", hat sie gesagt, es ist frühling und noch kein neft gebaut?"" Sie ist ins Haus gegangen; aber sieh nur die Elster!" ,, Wußte ich es nicht?" Er brachte es wie mit Trompetentönen heraus.„ Jeht aber aufgepaßt! Da hat sie das bunte Ei, sie kann es nicht gleich fassen..... nun trägt sie es doch im Schnabel fort-- duldiö- es fällt- bums- da liegt es zerschlagen im Grase! Schnell! Husch husch! Davon müssen wir auch etwas bekommen!" „ Das schmeckt", sagte Schnabelweßend die Starin, als sie beide wieder in der Krone des Birnbaums saßen. „ Ja, der Elster gefiel die bunte Schale mehr als das leckere Eigelb. Mag sie sich an dem Flitterkram ergötzen, die eifle Person!" An dem 3weige, auf dem die beiden Stare saßen, sprangen einige Knospen.„ Guten Morgen!" flüsterten sie, dabei blinzelten sie mit den hellen Augen in die warme frühsonne hinein und wärmten sich. Wie weit sind wir?" fragten fie. Jhr kommt noch zur rechten 3eit", firilierte Meister Starmat. „ Es ist Ostern!" „ Ja“, flüsterten sie, wir hörte.. die Glocken ihr„ wacht auf" fingen, wir fräumten wohl gerade von Schmetterlingen, als wir etwachten." ,, Das muß ein Jrrfum Jein", meinte frau Starin nachdenk lich, ich habe keine Schmetterlinge gesehen, nicht einmal eine Fliege ich passe schon den gangen Morgen auf." - „ Stöar, stöar", lockte Herr Starmat,„ du bist etwas nach. tragend, teures Weib, aber damit du die Fliege vergiffest und überhaupt auf andere Gedanken als die an Effen und Trinken kommst, will ich dir eine Geschichte erzählen, die ich von mei. nem Vater gehört habe, eine richtige Ostergeschichte, die sich in unserer familie von Geschlecht zu Geschlecht erhalten hat." ,, Das wird was Rechtes sein", stichelte Frau Starin ,,, Jovie! ich gehört habe, waren die Männer in euter familie laufer lockere 3eifige." „ Teures Weib", lachte der luftige Starvafer,„ Ich habe dich zu gern, wenn du mich ärgern willst, hihihi, und deshalb will ich dir und den Blütenknospen auch erzählen, was ich von meinem Vater weiß. In alten 3eiten brachten die Menschen unserer Heimat der Frühlings- Morgensonne besondere Ver. ehrung dar. Wenn der Tag im neuen Jahre zum ersten Male sich wieder verlängerte, erschien sie in Purpur und Gold ge. taucht, und erwärmte die erstarrte Erde mit ihren schimmernden Strahlen. Alle Wesen erschauerten unter ihrem lebenzündenden Hauch und erwachten. Die Vögel kehrten aus der fremde in die Heimat zurück und grüßten mit hellem Jubel das göttliche Gestirn. Die Gräser keimten, Anemonen und Veilchen blühten und die Narzissen läuteten mit ihren zierlichen Glöckchen. Die Men. schen aber brachen Weidenzweige mit filbernen Knospen und schwangen sie freudig, sie stellten einen 30ffigen Strohmann auf und steckten ihn mit frischem Feuer in Brand, zum 3ei. chen, daß der Winter seine Herrschaft verloren habe. Ei, ei, ei, der Winter ist vorbei, Tralala, der frühling ist nun da! Jangen sie und strichen sich gegenseitig mit den Weidenzweigen. Die Jungfrauen aber tanzten in hellen, wehenden Gewän. dern einen Reigen, duftende Narzissen schwingend. Das ganze Volk war auf den Beinen, atmete die belebende Frühlingsluft und sog den warmen Sonnenschein in sich auf wie die erwar tende Erde." Offern! nach des Winters Strenge, Der dem Licht so lang' gewehrt, Endlich deine Glockenklänge! Lieblich bist du eingekehrt: Deine Knospen sehnend blicken Auf zum blauen Äthermeer, Und im leichten Winde nicken Weißdornzweige, blütenschwer. ..Und dein Urgroßvater", fragte, wohl etwas enttäuscht, Frau Starin,„ was hat er bei dem Auferstehungsfeste getan?" „ Mein Urgroßvater I dudeldiö- ja, der hat bei dem frühlingsfeste meine Urgroßmutter kennen gelernt, war entzückt von ihr und sang, so abwechslungsreich, wie es nur ein Star aus unserer Familie vermag, ihr Lob, und errang fie", lachte der Pfiffikus. „ Der Schluß war das Beste an deiner Geschichte", trillerte Frau Starin. Vom Hause her wurden jetzt Stimmen vernehmbar. Kinder, zwei Jungen und ein Mädchen, kamen mit Rufen in den Händen zum Garten. Der Herr Bürgermeister und seine Frau folgten ihnen. Mit hellen Stimmen fangen die Kinder: Eia, Eia! Ostern ist da! Fasten vorüber, Das ist mir lieber, Eier und Wecken will besser schmecken. Eia, Eia! Ostern ist da! Und nun ging es ans Suchen. Das kleine Mädchen fand zuerst den Rest des zerbrochenen Eies: einige Schalenstückchen. .Mutter," fragte es,„ hast du hier gefrühstückt?" Die Frau Bürgermeisterin konnte sich das gar nicht erklären, aber ihr Töchterchen erwartete eine Antwort.„ Das ist gewiß der Osterhase gewesen", Jagte sie lachend,„ aber sieh doch mal unter dem Strauch nach." und unter Scherzen und Jubilieren waren bald alle Eier gefunden. Der Starmatz aber meinte verdrießlich zu seiner Frau:„ Hier nutzt kein Aufpassen- die Kinder gehen mit den Eiern vor. sichtiger um, als die eitle Elster. Laß, uns auf die Jagd gehen." Sie flogen auf die Wiese. Aus dem Garten aber hörten sie noch lange singen: RBUCHS Eia, Eia! Ostern ist da! 58800 Ostern! erstes Wehn und Werden! Holdes Keimen aus der Nacht! Schöner bist du, als auf Erden Je ein Lenz in voller Dracht. Was in seinem reichen Segen Uns mag Herrliches erblühn So kann nichts das Herz bewegen Als der Hoffnung Frühlingsgrün! - ligen Ari als Erbte nach den So Wie folgender Durch würdigen derungen men, wi Frees nis ob Durch d briffy Einfluß räumt. eralateralera ( den Arb mofra fenden m fen diefer legter 3e mofraten perein beralismu Mehrh eroberte. Das man por ders entz chen bot eigentlich nach Grü der Arbe haben. Jm g tet das G fien mont handen mit auf werfverei die so der Ko perein fall woll Freele da bare Ver Der 103.- D