・ 8 er до 11 ht 1. et: n m Heiraten gute Gerch Nachf., -landstr 711. Buckerw. ehen und ingeführten er. Herford, 5. ionsfarten. derjenige, Ligt, auch Slichen Nie Dienste steh rbebetriebs Jaren zu ung eine ntrag des Antrag des effen Nie de für die ng des Reieine ge eisamt Gie en Anträge ichneten Be Ihr im Mat Uhr: Ver nd der Mar hr im Mat oftelgeschichte) chloffer. mber, als am ichte u. heili statt, wozu geladen wird. emeinde er Uhr: Ver gend der Jo Uhr: Bibel br., als am olsheimer sdienst Beichte be flatt. Anaße 56, er mle: rohitekten, ngenieure. Doratorien. Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich Enthält alle amil. Bekanntmachungen - - Erscheint Redaktion: oierteljährlich 1,20 Mr., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Dienstags, Donnerstags, Samstags. Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 236. Telephon: Nr. 362. Reichstagswahlen 1912. Auf das Ersuchen des Vorsitzenden der Nationalliberalen Landespartei Dr. Osann an die Fortschrittl. Volkspartei die Einigungsverhandlungen auf anderer Grundlage fortzusetzen, hat der Fortschrittliche Landesausschuß mit folgendem Schreiben geantwortet: „ Der Landes- Ausschuß ist so lange außerstande, auch nur einer einzigen Fortschrittlichen Wahlkreisorganisation die Zurückziehung ihres Reichstagskandidaten und die Unterstützung nationalliberaler Kandidaturen mit irgend welcher Aussicht auf Erfolg anzusinnen, als nicht die Nationalliberale Partei durch öffentliche Aufforderung an die Nationalliberalen im Wahlkreise Bingen- Alzen zum Zurückziehen ihres Kandidaten und zur Unterstützung der Fortschrittlichen Kandidatur den deu, lichen Beweis dafür erbringt, daß es ihr mit einem gemeinsamen Kampfe mit der Fortschrittlichen Volkspartei im Interesse liberaler Politik Ernst ist, und daß sie antiliberale Tendenzen in ihren Reihen nicht billigt." Der nationalliberale Landes- Ausschuß lehnte ein= stimmig ab, auf dieses Verlangen einzugehen.- Dem Liberalismus scheint es doch sehr ernst mit dem Kampf gegen die Reaktion zu sein! partei aufgestellt. - Reichstagswahlbewegung im Vogelsberg. Während in früheren Jahren der bündlerische Abgeordnete Bindewald immer mit offenen Armen empfangen wurde, ist die Gesinnung eines großen Teiles seiner einstigen Wähler gerade ins Gegenteil umgeschlagen, so liest man in den Zeitungen. Man hat es dem Abgeordneten sehr verübelt, daß er für Einführung der indirekten Steuern gestimmt hat. In manchen Versammlungen mußte Bindewald erkennen, daß sein Gegenkandidat, Landwirtschaftslehrer Heck- Alsfeld, weit bessere Aussichten hat, als der im Jahre 1907 ebenfalls von der nationalliberalen Partei aufgestellte Kandidat Kreisrat Dr. Wallau. Dillenburg. Das Zentrum beschloß, im Wahlkreis Dillenburg- Oberwesterwald für den bisherigen christlich- sozialen Abg. Dr. Burckhardt zu stimmen. Miltenberg. Jm Reichstagswahlkreis Miltenberg- Marktheidenfeld stellte das Zentrum den Stadt= pfarrer Buttner in Marktheidenfeld als Kandidaten auf. - = Gießen. Die liberale Einigung in unserem Reichstagswahlkreise Gießen, die schon voll30gen schien, stößt neuerdings auf Schwierigkeiten. Bekanntlich war diese Einigung auf der Basis zustande gekommen, daß in Gießen gemeinsam ein fortschrittlicher, in Alsfeld Lauterbach ein nationalliberaler Kandidat aufgestellt wurde. Nun wollen aber die Alsfelder Freisinnigen unter allen Umständen an ihrer eigenen Kandidatur festhalten, worauf die Gießener Nationalliberalen erklärten, daß sie dann Gewehr bei Fuß stehen würden. Der Vorstand der Gießener fortschrittl. Volkspartei versucht nun, alles zu tun, um die Alsfelder fortschrittliche Parteileitung zur Aufgabe einer Wir meinen, daß eigenen Kandidatur zu veranlassen. die Lage doch für den Liberalismus derart ernst sei, daß er sich nicht den Luxus leisten kann, durch derartige Kirchturmstreitereien zwei Wahlkreise glatt ihren Gegnern auszuliefern. Wollen die Alsfelder Fortschrittler - das durchaus nicht einsehen, so lasse man sie doch und versuche eine Einigung auf anderer Basis, etwa Ben- Nidda gegen Erbach- Bensheim. - GieFrankfurt a. M. Die Konservativen beabsichtigen, entgegen ihrer bisherigen Absicht, keinen eigenen Kandidaten aufzustellen. - Offenbach a. M. Die Nationalliberalen, Fortschrittlichen und Christlich- sozialen stehen zurzeit in Unterhandlungen zwecks Aufstellung eines gemeinsamen Kandidaten im Wahlkreise Offenbach- Dieburg. Die Fortschrittler beabsichtigen die Kandidatur des Rechtsanwalts Drk Carnier- Seligenstadt und die Christlich- Sozialen die des Lehrers Dern- Neu- senburg zurückzu= ziehen, um den Dieburger Kreisamtmann Stammler, der bisher keiner Partei angehörte, zum Kandidaten zu proflamieren. Offenbach a. M. In einer Wahlkonferenz der sozialdemokratischen Partei für den 17. starkenburgischen Landtagswahlkreis wurde der Kreisparteisekretär Rint als Kandidat für die Ersatzwahl aufgestellt. Offenbach a. M. Zur Aufstellung einer bürgerlichen Sammelkandidatur im Reichstagswahlkreis Offenbach- Dieburg fand in Darmstadt eine Besprechung von Vertretern verschiedener Parteirichtungen statt, die aber leider zu keinem Ergebnis geführt haben. der Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei Amtes sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Donnerstag, den 14. Dezember 1911. - Wiesbaden. Hier stehen jetzt nicht weniger| als drei rechtsstehende Reichstagskandidaten gegenüber. General Kloeden, der vom Zentrum unterstützt wird, General Klingender( christl.- soz.) und als neuester Kandidat Oberstleutnant Wilhelmi. Die Kandidatur des Herrn Wilhelmi wird von einem vor einem halben Jahre gegründeten„ Nationalen Verein" betrieben, der nichts mit der nationalliberalen Partei zu tun hat. - - als Reichstagskandidat für Köln- Stadt aufgestellt. Köln. Justizrat Karl Trimborn wurde wieder Hachenburg, 11. Dez. Das 3entrum christlich- sozialen Kandidaten Dr. Burckhardt einzutreten. hat heute beschlossen, im ersten Wahlgange für den Der bisherige nationalliberale Reichstagsabgeordnete Conze, Vertreter des Wahlkreises Minden 2 ( Herford- Halle) ist in Herford gestorben. Conze dat der nationalliberalen und der fortschrittlichen Volkswar auch bei den Neuwahlen als gemeinsamer KandiAus Stadt und Cand. Gießen, 14. Dezember 1911. * Der Großherzog hat das Ritterkreuz 2. Kl. des Verdienstordens Philipps des Großmütigen dem Hauptmann a. D. v. Pen 3, seither Oberleutnant im Inf. Reg. Nr. 116, verliehen. tusministerium eine Konferenz nach Berlin einberufen Im nächsten Monat soll vom preußischen Kuiverständigen- Ausschuß der deutschen Stenographen werden, zu der der aus 23 Mitgliedern bestehende SachSchulen geladen werden wird. Es handelt sich um die Vereinheitlichung bestehender Kurzschriften. * Als Termin für das Inkrafttreten der Kran= fenversicherung für Dienstboten ist sehr wahrscheinlich der 1. Januar 1913 dafür in Aussicht genommen. * Errichtung von Reichsversicher ungsämtern. Infolge einer Verfügung des Ministeriums werden auf Grund der neuen Reichsversicher Reichsversicherungsämter ins Leben gerufen. Es ungsordnung voraussichtlich schon am 1. Juli die delt sich um je ein Amt bei den 18 hessischen Kreisämtern und außerdem bei den Städten mit mehr als 20 000 Einwohnern. hanDas Zentrum hat 3entrums= Wahlpostkarten herstellen lassen, auf denen die einzelnen Programmpunkte behandelt werden. Die Karten werden in Serien zu 10 Stück zum Preise von Mt. 0.50, bei Massenbezug 0.30 Mt. vertrieben. Die Einnahmen werden auf die einzelnen Organisationen verteilt. n Gießen. Der Großherzog hat die Wahl des Landgerichtsrats i. P. Geheimen Justizrat Dr. Wilhelm Schäfer zu Gießen zum unbesoldeten Beigeordneten der Provinzialhauptstadt Gießen bestätigt und den ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Landesuniversität Dr. Max Strad auf sein Nachsuchen mit Wirkung vom 1. April 1912 ab aus dem Staats= dienst entlassen. n Gießen. Ein größeres Unglück hätte sich gestern leicht in unserer Stadt ereignen fönnen. Gegen 8 Uhr abends gingen die Pferde eines auswärtigen Fuhrwerks, eine Art Möbelwagen durch. Das führer lose Gefährt raste den Straßenzug Löwengasse, Goethestraße, quer über den Seltersweg und Südanlage entlang und konnte erst in der Ludwigstraße zum Stehen gebracht werden. An der Straßenkreuzung am Seltersweg entging eine Frau mit knapper Not der Gefahr, überfahren zu werden. Hätte ein Wagen der elektrischen Straßenbahn die Kreuzung einige Sekunden später passiert, so wäre ein Unfall von unabsehbaren Folgen unvermeidlich gewesen. Pferde und Wagen haben bei der „ Extratour" anscheinend nicht gelitten. n Gießen. 100 Mark Belohnung sind von einem der Geschädigten auf die Auffindung desjenigen gesetzt, der die Erkerscheiben von hiesigen Geschäftshäusern zerkratzt. n Gießen. Aus einem hiesigen Geschäft wurde ein vierfelliger Steinmarder- Pelz im Werte von 250 Mark entwendet. Der Bestohlene sichert 50 Mark dem zu, der den Pelz zu Stande bringt und den Dieb ermittelt. n Gießen. Wegen Sittlichkeitsverbrechen wurde hier am Montag vormittag ein junger verheirateter Mann verhaftet. n Gießen. Prof. Dr. v. Franque hat einen Ruf nach Bonn erhalten. n Gießen. Die Vergrößerung des Wartesaales 1. und 2. Kiasse ist in diesen Tagen zu Ende geführt. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm brette Inseratenzeile. Stollen: gesuche und Familienanzeigen 10 fg.- De 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Wig. Extrabetlagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Betreibeng oder Bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Berbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zekung" 6. m. b. S. Telephon: Kr. 362. 23. Jahrg. ):( Vom Westerwald. Die Errichtung einer neuen Westerwald querbahn von Haiger nach Löhnberg( Lahn) erscheint gesichert. Auf Anordnung des Herrn Ministers sind die Vorarbeiten zunächst für die Teilstrecke Gusternhain aufgenommen worden. ):( Weilburg. Das 40jährige Bestehen des Verbandes der Freiwilligen Feuerwehren für den Regier ungsbezirk Wiesbaden wird am 28. Juli 1912 in Limburg gefeiert. ):( Weilburg. Der Direktor des hiesigen Gymnasiums, Prof. Dr. Euler, wurde vom Kaiser zur meerreise eingeladen. Teilnahme an einer im Januar anzutretenden Mittel):( Braunfels. Bei einer Wählerversammlung der Fortschrittlichen Volkspartei ließ die Polizeibehörde alle jungen Leute, die in das Versammlungslokal hineinwollten, nach ihrem Geburtsjahr fragen, damit keiner, der das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hatte, an der Versammlung teil nähme. ):( Kassel. Bei der Station Rotenburg an der Fulda ist in der Nacht zum Montag ein ausländischer Arbeiter, der einem mitfahrenden Arbeitskollegen das Portemonnaie gestohlen hatte, aus dem fahrenden Zuge gesprungen. Der Dieb geriet unter die Räder und wurde totgefahren. o Bad Nauheim. Die Nachricht, daß die vorFrankfurt eine dauernde werden solle, hat hier große übergehende Zuteilung unseres Bahnhofes zum Bezirk Entrüstung hervorgerufen. o Bad Nauheim. In dem neuen Militärhospital werden Zimmer für etwa 30 Offiziere, die zum Kurgebrauch hier weilen, eingerichtet. o Büdingen. Am 30. und 31. August und 1. September 1912 wird hier das Verbandsfest der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine abgehalten. Fürst Wolfgang zu senburg und Büdingen hat den Ehrenvorsitz im geschäftsführenden Ausschuß übernommen. o Offenbach a. M. Eine große Anzahl Mannschaften des zweiten Bataillons des Inf.- Reg. 168 ist nach auswärtigen Blättermeldungen an der Kräße erfrankt. s Darmstadt. Der Landesrechnerverband hielt am Sonntag hier unter dem Vorsitze des Abg. Uebel= Dieburg seine diesjährige Generalversammlung ab, die von zirka 150 Rechnern aus den verschiedenen Landesteilen gut besucht war. U. a. wurde beschlossen, eine Eingabe an das Ministerium zu richten, in der um Verbesserung der Gehalts- und Anstellungsverhältnisse der Landesrechner nachgesucht wird. ! Nieder Ingelheim. Der diesjährige Obstmarkt fand am 8. Dezbr. zum letzten Male statt. Die „ große" Markthalle hat sich auch in diesem Jahr als zu flein erwiesen. Durch Ankauf eines Nebengebietes und durch Erbauung einer weiteren Halle soll das Marktterrain um das doppelte vergrößert werden. - Nieder- Saulheim. Bürgermeister Brückner, der schon seit 27 Jahren sein Amt versieht, steht vor der Neuwahl, die ihm aber sauer gemacht wird. Es sind nicht weniger wie 6 Gegenkandidaten aufgestellt. ! Caub. Eine 100jährige Blücher feier wird hier für das Jahr 1913 von Kriegervereinen geplant. ! Worms. Die in dem vorigen Jahre hier mit einem Aktienkapital von 3 Millionen Mark gegründete Aktiengesellschaft„ Elektrizitätswerk Rheinhessen" hat mit 134 Gemeinden Verträge wegen der Lieferung von elektrischer Energie zu Licht- Kraftzwecken abgeschlossen. Citerarisches. in ? Eine schöne Weihnachtsgabe bringt soeben der hessische Kunstverlag von N. G. Elwert in Marburg: „ Das malerische Gießen", eine Kunstmappe von C. Armbrust, mit 10 farbigen Reproduktionen nach Originalen des Künstlers( 6 Mt.). Armbrust ist durch seine hessischen Landschaften und durch die Mappe Alt- Marburg" bestens bekannt. Daß Gießen eine Menge malerischer Straßenbilder aufweist, zeigt Armbrust überzeugender Weise. Der Künstler hat sich die Aufgabe nicht einfach gemacht, indem er die sogenannten Sehenswürdigkeiten wie Theater, Universität, Südanlage u. a. auf die Leinewand brachte, er bringt vielmehr meist alte Straßenbilder, wie die Mäusburg, Kirchstraße, Walltorstraße, jedes in reizvoller Stimmung. Daß Bilder vom Gleiberg und Vetzberg, Schiffenberg, dem botanischen Garten mit Schloß, Landgraf PhilippPlatz nicht fehlen, ist selbstverständlich. Gerade diese sind vortrefflich gelungen. Die Neuerungen in der Invaliden- Versicherung. Am 1. Januar 1912 treten die neuen Bestimmun gen der Reichsversicherungsordnung über die Invali Ben- und Hinterbliebenen- Versicherung in Kraft. Die Landes- Versicherungsanstalt Berlin hat nun die wichHigsten Neuerungen dieses Gefeßes zusammengestellt; fie sind in folgender Uebersicht enthalten: 1. In die Versicherungspflicht werden neu einbezogen unter der Voraussetzung, daß ihr Jahresarbeitsverdienst 2000 Mart nicht übersteigt: a) Gehilfen und Lehrlinge in Apotheken, b) Bühnen- und Orchestermitglieder ohne Rücksicht auf den Kunstwert der Leistungen, c) Angestellte in gehobener Stellung( in ähnlich gehobener Stellung wie Betriebsbeamte und Werkmet fter), wenn diese Beschäftigung thren. Hauptberuf bildet. 2. Die Wochenbeiträge sind erhöht; fie betragen in Lohnklasse I 16 Pf.( bis feẞt 14 Pf.), Lohnklasse II 24 Bf.( bts test 20 Bf.), Lohnklasse III 32 Pf.( bis jetzt 24 Bf.), Lohntlasse IV 40 f.( bis jetzt 30 Pf.), Lohnflaffe V 48 Pf.( bis jetzt 36 Pf.). 3. Vom 1. Januar ab werden Zusatzmarken zum Preise von 1 Mark ausgegeben. Durch die Verwendung von Zusatzmarfen wird der Anspruch auf eine Zusatzrente für den Fall der Invalidität erworben. Jeder Versicherte kann zu jeder Zeit und in beliebiger Zahl Busazmarken einer beliebigen Versicherungsanstalt in die Quittungsfarte einfleben. 4. Die Leistungen der Irvalidenversicherung sind erweitert: grotest, daß man erkennt, wie gering in wetten Volksfreisen das Interesse an den parlamentarischen Grundlagen des Retches ist. So wurde u. a. erwidert: Der Kaiser" Reichstanzler". ,, Ueber 21 Jahre alle Leute". Die Abgeordneten"." Die Regierung". " Die Wähler". Die Parteien unter sich".„ Dte Borgesetzten". Die Minister".„ Die Sozialdemo= fraten". Die Mitglieder der Provinzen". „ Gene= „ Die rale und Minister". Die Wahlkommission". Arbeiter". Auf die Frage: " Die höheren Fürsten". Wann war die letzte Wahl?" wußten 124 eine richtige Antwort; 24 blieben stumm und 26 gaben allerlei verschiedene Zeitpunkte an, einer sogar das Jahr 1856! a) Neben Invalidenrente und Altersrente hat der Versicherte auch Anspruch auf Hinterbliebenen- Fürforge, welche besteht in Witwenrente, Waisenrente, Witmerrente, Witwengeld und Watsenaussteuer. Witwenrente erhält nur die dauernd invalide Witwe nach dem Tode thres versicherten Ehemannes. Waisenrente erhalten nur Kinder unter 15 Jahren. Witmerrente erhält nach dem Tode der versicherten Chefrau nur der erwerbsunfähige Witmer( falls die Ehefrau aus ihrem Arbeitsverdienste den Lebensunterhalt der Familie bestritten hatte), so lange er bedürftig ist. Witwengeld erhält die versicherte Witwe nach dem Die WatsenTode ihres versicherten Ehemannes. aussteuer wird den Waisen nach Vollendung des 15. Lebensjahres ausbezahlt. Keinen Anspruch auf Hinterbliebenenfürsorge haben die Hinterbliebenen solcher Versicherten, welche am 1. Januar 1912 beretts verstorben waren; ferner die Hinterbliebenen folcher Versicherten, welche am 1. Januar 1912 bereits dauernd werbsunfähig waren und dann verstorben find, ohne inzwischen die Erwerbsfähigkeit wieder erlangt zu haben. er= 6) Hat der Empfänger einer Invalidenrente Kinder unter 15 Jahren, so erhöht sich die Invalidenrente fitr jedes dieser Kinder um 1/10 bis höchstens zum 1%- fachen Betrage der Invalidenrente. Diesen Anspruch haben aber nur die Empfänger von Invalidenrenten, deren Invalidität nach dem 31 Dezember 1911 eingetreten ist oder deren Krankenrente nach diesem Tage beginnt. 5. Die Rückerstattung der Hälfte der Betträge, insbesondere bei Verheiratung weiblicher Versicherter fällt vom 1. Januar an weg. Durch freiwillige Weiterverficherung kann der Anspruch auf sämtliche Leistungen aufrecht erhalten werden. - Rundschau oom Cage. Politisches. Prinz August Wilhelm über seinen Bernf. Vom Prinzen August Wilhelm von Preußen, der den Eingemeindungsverhandlungen zwischen den Berliner Vororten Lichtenberg und Rummelsburg beigewohnt hatte, tft jest folgendes Schreiben bei dem Ersten Bürgermeister Bieten in Lichtenberg eingetroffen: Ihrer Be= ratung beiwohnen zu dürfen, war für mich nicht nur im höchsten Maße instruktiv, es wurde mir vielmehr dadurch von neuem flar, welchen schönen, bedeutungsvollen Beruf ich ergriffen habe, als ich mich entschloß, die Verwaltungslaufbahn einzuschlagen. Schön und bedeutungsvoll namentlich darum, well mir dadurch in ganz anderer Art wie sonst in unserem Stande Gelegenheit geboten wird, mit allen Kreisen und Schichten unserer Nation in Berührung engster Art zu kommen und aus ihrem eignen Munde thre Urteile, thre Sorgen und Wünsche zu vernehmen..." 6. Die Penfionen von Beamten und ähnliche Bealtge haben vom 1. Januar 1912 nicht mehr die Wir= fung, daß neben ihnen eine etwaige Invaliden- oder Altersrente ruht. Die Renten kommen also vom 1. Januar 1912 neben den Pensionen voll zur Auszahlung. Der angebliche Spion Grosse. In dem Verfahren gegen den in Plymouth verhafteten angeblichen deutschen Spion Grosse führte der Staatsanwalt aus, aus der beschlagnahmten Korrespondenz des Angeklagten gehe hervor, daß er beauftragt war, Tatsachen über die Konstruktion und Bewaffnung der britischen Kriegsschiffe sowie über tatsächliche oder geplante Vorberettungen für die Bewaffnung der Handelsmarine im Kriegsfall zu erfahren. Das Polizeigericht beschloß hierauf das Hauptverfahren gegen Groffe vor dem Geschworenengericht. 7. In der Organisation der Invalidenversicherung treten folgende Aenderungen etn: a) An Stelle der febigen unteren Verwaltungsbehörde" tritt das Verficherungsamt. Bei diesem Versicherunasamte sind alle Ansprüche aus der Invaliden- und HinterbliebenenVersicherung anzumelden. Die Entscheidung über die Ansprüche erfolgt durch den Vorstand der Landes- Verficherungsanstalt. b) An Stelle des jetzigen„ Schiedsgerichts" tritt das Oberversicherungsamt", welches wie Bas frühere Schiedsgericht die Berufungsinstanz gegen die Entscheidungen des Vorstandes der Landes- Ver' sicherungsanstalt bildet. Wer wählt den Reichstag? ein Teil der Ahnen der Hohenzollern begraben sind, die Summe von 10 000 Mart gestiftet. Der fleine Krenzer Berlin" ist am Montag nacht in Southampton eingetroffen. Das Schiff hat etne sehr ftirmische Fahrt gehabt und daher mehr Kohlen ver braucht als vorgesehen war. Deshalb legte es in Sout hampton an, wo es seinen Kohlenvorrat ergänzte. Das Siemens- Schudert- Luftschiff machte Dienstag nachmittag eine Prüfungsfahrt über dem Müggelsee bei Berlin, bei der eine Geschwindigkeit von 19,23 Meter bei gerader Strecke mit dem Winde und gegen den Wind erzielt wurde. Damit ist die Schnelligkeit des Luftschiffes Schwaben" erreicht. Ein Genesungsheim für türkische Offiziere soll in Wiesbaden aegründet werden. Zu diesem Zweck ist ein Komitee ins Leben getreten, das in dauernder Fühlung mit dem Roten Halbmond steht und verwundeten und erholungsbedürftigen Offizieren und Sanitätsoffizieren fostenfret Her- und Rückreise, Verpflegung und Behandlung bieten soll. Ein frohes Ereignis in der spanischen Königsfas milie. Die Königin von Spanten ist am Dienstag morgen von einer Prinzesstr entbunden worden. Der Ehe des Königs Alfons mit der Prinzessin Vittoria Eugenia von Battenberg sind bisher dret Kinder entspros= sen: Infant Alfonso, geboren am 10. Mat 1907, Infant Jaime, geboren am 23. Junt 1908 und Infantin Beatrice, geboren am 22. Junt 1909. Ein dritter Knabe tam im Juni vorigen Jahres tot zur Welt. Bierbrauerei und Bierbesteuerung. Im Jahre 1910 wurden im Gebiete der norddeutschen Brausfeuer gemeinschaft 38.08 Millionen Hektoliter Bier erzeugt gegen 37,34 Millionen Hektoliter im Nahre 1909, mithin 0,74 Millionen Hektoliter mehr. Da am obergärtgen Biere 0,12 Millionen Hektoliter weniger als im Vorjahre hergestellt wurden, entfällt die Mehrerzeugung ganz auf das untergärtge Bter. Das neue päpstliche Motuproprio, das die Geistlichfeit der bürgerlichen Strafgewalt entzieht, kam am Dienstag im fächstschen Landlag zur Besprechung. Nach der Begründung gab der Kultusminister Dr. Beck zugleich im Namen des Justizministers eine Erklärung Bahingehend ab, daß der päpstliche Erlaß für Sachsen feine Geltung habe. Sollte das aber später der Fall sein, dann würde es weder mit der allgemeinen Verfassung noch mit dem Gerichtsbarkeitsgesetz vereinbar sein. Die politische Spannung dauert an. Ein beträchtltcher Teil der Pariser Zeitungen bespricht die angeblich in Aussicht stehenden deutschen Rüstungen zu Wasser und zu Lande und gibt zum Teil noch völlig unver= bürgte Gerichte über angeblich geplante Neuaufstel lungen von Truppen wieder. Das„ Paris Journal" zieht daraus den Schluß, daß die deutsch- französischen Abkommen über Marokko und den Kongo durchaus nicht den gewünschten und von vielen erwarteten Erfolg gehabt hätten, die Spannung zwischen den Mächten zu verringern und die Rüstungen etwas zu beschränken. Die Pazifisten hätten sich wieder einmal gründlich blamiert und sollten uns in Zukunft mit ihren Schwadronaden zufrieden lassen. Frankreich habe aber seinerseits auf der Hut zu sein, um den übermäßigen deutschen Rüstungen entgegenzuarbeiten. Diese Frage wurde, so schreibt man uns, jetzt in verschiedenen Truppentetlen den Refruten vorgelegt, um ihre Kenntnis von unseren staatlichen Einrichtun gen zu prüfen. Es handelte sich nicht um Rekruten aus der Wasserpollacket", sondern um iunge Leute aus guten, gesicherten, deutschen Verhältnissen, von denen die meisten freiwillig eingetreten waren. Es wurden threr 174 gefragt und nur 105 wußten die richtige, so einfache Antwort zu geben. Ganz und gar blieben 14 die Antwort schuldig. während 55 falsche Antworten gaben. Und diese falschen Antworten sind teilwetse so 36) Aus Eifersucht. Roman von Mar Hoffmann. ( Nachdruck verboten.) Folgen der japanischen Hezereten gegen Deutschland. Infolge der andauernden Ausstreuungen der japanischen Preffe über angebliche Unterstübungen der Kaiserlichen durch Deutschland sind bei den deutschen Behörden in Tokio Kundgebungen der in Totto ansässigen chinesischen Revolutionäre eingegangen, in denen der Boykott der deutschen Waren angedroht wird. Es war, als wenn es ihr ein guter Getst zugeflütstert hätte, daß dem Doktor an anderer Stelle sein Glick blithen werde, als in dem kleinen Betriebe einer weltabgelegenen Jrrenanstalt. Denn Frizz brachte etnes Tages die freudige Nachricht, daß seine Trust- Direktion bei ihm angefragt habe, ob er nicht einen deutschen Arzt als Oberleiter für dte sanitären Einrichtungen der Gesellschaften vorschlagen könne, ein solcher werde dort sehr begehrt. „ Ich habe selbstverständlich sofort an unseren Doktor gedacht," fügte er hinzu. Ein Vorläufer des Balkanbundes? Auf eine Anregung der Sofioter Handelskammer hat die Konstanttnopeler Handelskammer thre Einwilligung zur Gründung einer„ Baltan- Handelskammer" gegeben, die die Handelsverhältnisse am Balkan studieren und die Handelsbeziehungen zwischen den einzelnen Balkanstaaten fördern soll. „ Ist es eine vorteilhafte Stellung?" fragte der Justtzrat. " D, tch glaube, er würde zufrieden sein. Das Anfangsgehalt beträgt fünfzehntausend Dollars jährlich, außer den Nebeneinkünften, die sich auf gut fünftausend Dollars belaufen dürften." „ Das läßt sich hören. Er muß natürlich dann dritben bleiben?" Die Typhusepidemie in Berlin- Westen hat sich in immer stärkerem Maße ausgebreitet, so daß außer Schöneberg fetzt auch die Stadtverordnetenversammlung in Wilmersdorf energische Schritte zur Bekämpfung der Seuche veranlaßt hat. Das Spielen mit Schießwaffen hat wieder einen schweren Unglücksfall zur Folge gehabt. Die Kinder eines Arbetters in Magdeburg spielten in der elterltchen Wohnung mit einem Tesching. Die 15jährige Schwester zielte auf ihren 7 Jahre alten Bruder Hans und drückte auf dessen Kommando los. Unglücklicherweise war das Tefching geladen; der Knabe titrzte, schwer in die Brust getroffen, zu Boden. Eine russische Truppenabteilung in Peking. In der letzten Nacht traf in Peking eine russische Abteilung ein, bestehend aus zwet Kompanien des fünften ost fibierischen Schüßenregiments mit zwei Geschüßen und awei Maschinengewehren, im ganzen 350 Soldaten mit fünf Offizieren. Sie soll zur Verstärkung der fremden Gesandschaftswachen dienen. „ Das versteht sich," sagte Frtz lachend.„ Briefliche Wunderkuren würden ihm wohl nicht gestattet werden." Kleine Nachrichten. Von den eigenen Kindern überfallen nud mißhans delt. In Alteneffen stürmten die aus dem Hause gewiesenen beiden Gebrüder Rteken die elterliche Wohmung und verletzten mit Baumpfählen thren Vater, thre Mutter und ihren Bruder lebensgefährlich. Die Täter wurden verhaftet. Eine Spende des Kaisers. Der Katfer hat zum Zweck der gründlichen Restaurierung der St. JohannKirche in Ansbach, zu der Markgraf Albrecht Achilles im Jahre 1442 den Grundstein legte und in deren Gruft Frau Heinroth, die bei dem Gespräch auch zugegen war, war sehr kleinlaut geworden. Sie sah ihre Tochter forschend an, die ihren Blick abwandte. Sollte sie thr einziges Kind für immer nach einem fernen, fremben Lande verlieren? Sie wagte kaum, daran zu denken. Ihr Mann schien ihren Gedankengang zu erraten und sagte freundlich:" Na, bis jetzt hat ja der Doktor bte Stellung noch nicht, und wir wissen ja auch gar nicht, ob er überhaupt annehmen würde." " Das tommt auf eine Anfrage an," versette Friz. Man tönnte ja gleich telegraphteren." " Eisenbahnränber. Der Postwagen des Schnellzuges Savannah- Neuyort wurde in Südkarolina von awet Banditen geplündert. Auch ein russisches Räuberstückchen wiro gleichzeitig gemeldet: Zwischen der Eisenbahnstation Rogow und Blitzwia zwangen 16 bewaffnete Räuber den Versonenzug zum Halten. Während der größere Tell Ste Bassanten und Bahnbeamten bewachte, zerstörten die anderen die Kassette und raubten alles Gold- und Baptergeld. Felicia wollte nichts davon wissen.„ Ein Wellchen können wir damit noch warten," entschted ste.„ Es wird dem Doktor gewiß lieb sein, wenn vorher hier alles ins Retne gebracht ist." ,, Meinst Du wirklich, daß Du noch zum Ziel kommen wirst?" fragte Frib ungläubig. „ Ich glaube wohl," erklärte Felicia fest. Der Justizrat sah sie forschend an.„ Nun, das wäre jedenfalls ein schöner Triumph für die Frauen, wenn wir Männer auch auf dem Felde der Kriminalistik von ihnen geschlagen werden sollten." Vermischtes. find aufe Sendung bet ber Breslau Aufforde reits am diefer Be also einer zu diefer der Epion felts des nehmen, ftruments gewefen Vou rige Schi Der jung Hate fich lichtes. in Brand Erfinder emporges am Kopf Hand fo amputier Der Idyll wird berichtet: durch das genannt Zügle un weiter to nung und feine Arb mit der die oblige In einen ben, dessen des Wager und Gom wicht und Folge ha gleifte. G dem Ochi etwa einf fahren. Abdul Hamid w Die Grubenkatastrophe in Amerika. Bis jetzt sind aus der verschütteten Grube von Knorville 20 Leichen zutage gefördert worden. Montag abend wurden dret Bergleute lebend geborgen und das erweckte von neuem die Hoffnung, daß es gelingen wird, auch noch die anderen 200 Verschütteten in Sicherheit zu bringen. Sie erzählten, daß sie alle noch am Leben feten und keine Vorstellung davon hätten, daß sie schon 3 Tage und 2 Nächte unter der Erde wetlten. Sie haben die ganze Zeit über von einer Frühstücksration gelebt. Die Nachricht von der Rettung der dret Bergleute hatte eine neue Belagerung des Schachteinganges zur Folge und es kam unter den Angehörigen der Verschütteten zu erregten Szenen. Das Rettungswert wurde von 20 Settenstollen aus durchgeführt, während die Verschütteten im Innern einen Wall errichtet haben, um sich gegen. die eindringenden schwarzen Staubmaffen zu schützen. Nach neueren Meldungen sind bisher fünf Mann gerettet worden. 30 Leichen wurden geborgen. wet wahnsinnig gewordene Bergleite flohen vor den Rettern in verlassene Stollen und konnten bisher nicht aufgefunden werden. ,, Warum nicht?" rief ste.„ Wir haben das Zeug zu allem und werden uns auf allen Gebieten den soge= nannten Herren der Schöpfung ebenbürtig erwetsen. Hter kommt aber noch etwas anderes hinzu. Ich habe die Nachforschungen nicht von Rechts wegen, sondern als Liebhaberin unternommen, und da ist es klar, daß ich viel mehr Feuereife in die Wagschale zu legen hatte." " Das wollen wir dahingestellt sein lassen, Fräulein." „ Es ist doch so! Hat man von setten der Boltzet überhaupt alles gründlich erwogen? Nein, das bestrette ich!" " Das müßten Ste erst noch beweisen." " Sehr gern. Sind alle Menschen, die nur trgend in Beziehung zu dem Hause stehen oder gestanden haben, einem eingehenden Verhör unterworfen worden?" " Sicherlich," sagte der Justizrat mit Würde.„ Mich selbst hat man über eine Stunde verhört." Ein merkwürdiger Diebstahl bet der Voft. Ein beim Bostamt Schweidnitz aufgeliefertes Paket, nach Spandau gerichtet und Ka. schwer, nach allen Richtungen etwa 15-20 Rentimeter lana, tft verschwunden. Der Inhalt des in Sackleinwand eingehtillten Pakets bestand aus dem Artillerievtsierfernrohr Nr. 1120, das in einem mit Werg umwickelten ledernen Futteral steckte. Auf die Wiedererlangung wird hoher Wert gelegt. Alle Postanstalten, die in Frage kommen können, ,, Und mich, wie Du weißt, zwei Stunden lang," fügte Frizz verstimmt hinzu. „ Auch Ihr Personal, Herr Justizrat?" Was geht das mein Personal an?" Hatten Ste nicht Ihren Bürovorsteher bet sich, als das Testament vom Herrn Regierungsrat aufgefeßt wurde?" „ Ach so! Na, der ist natürlich auch verhört worden. Die Sache war aber rasch erledigt; denn er brauchte nichts weiter zu tun, als sein Alibi todsicher nachzuweisen. ,, Durch wen?" " Durch seine Wirtin. Er hatte an dem betreffenden Abend bis um sieben Uhr bet mir zu tun gehabt, war dann gleich nach Hause gegangen und nicht mehr ausgewesen. Schon um zehn Uhr hatte er sich schlafen gelegt." ,, Woher wußte die Frau das so genau?" Am ,, Er hatte ihr erzählt, daß er nicht recht wohl set, dann auf seinem Zimmer gelesen und hatte gleich begonnen, sich auszukleiden, als sie kurz vor zehn Uhr fam, um sein Bett abzudecken. Sie hatte dann noch bis gegen Mitternacht in dem Zimmer neben dem setnigen genäht und thn deutlich schnarchen hören. Morgen hat sie thn mehrere Male wecken müssen, well er wie ein Murmeltier schlief. Wenn er in der Nacht ausgegangen wäre, so hätte sie es hören müssen, da ste die Korridortüre verschlossen und noch eine Sicherheitsfette vorgelegt hatte. Kurz, Christian Frank, wie er heißt, konnte gar nicht weiter in Betracht kommen ,, Er ist nicht mehr bet Ihnen, Herr Justizrat?" ,, Nein, schon acht Tage nach fenem Vorfall erhielt er die Nachricht aus der Schwetz, von wo er herstammt, daß seine Mutter schwer erkrankt set, und da bat er mich, thn zu entlassen. Er hatte so wie so schon immer über sein drückendes Heimweh geklagt." " ,, Wo wohnte er?" ,, Das kann ich jetzt nicht genau sagen. Ich kann aber nachsehen und es Ihnen mittetlen, wenn es sie so sehr interessieren sollte." Es „ Ich würde Ihnen sehr dankbar dafür sein. Itegt mir in der Tat sehr viel daran, es zu wissen." Der Justizrat lächelte gutmütig. Ste halten ihn wohl gar für den Täter? Wie ich schon auseinandersetzte, steht sein Alib: unumstößltchgern verf rung in Schulden Steigerten ein Miner Vermögen verloren langt ein Haremsda Geld dafit Raubz bahnhof h Betrügert minalpolta fährige G legten M 20 000 M polizei po bart auf manchmal tommen. trat so fid wieder ve als Gefel Vertrauer mehrfach ftet mit trafen zu tähle in Wiesbade worden t Wiesbade Behringer Gesellschaf Dienstantr rin für 30 Schmuchia Teil zu G versette Wies Halienische das Organ thre Hund die Raffe Gebiet in Hütte eing und durfte eines una aus Salz Amter ver der Hund , 06 Felicia u benfalls d verhältnis verschwind über fein " Dar etn braud Stellung follte er f " Ah, Wen Semester als fein V Stand. Da nächst Iteg ein, daß to fann: Er dem man baß er e Das ist to fich viele metter au Felte wird ja t dentlich, aber nach leben?" fblieben zu Ich g potatur au m feßen Wie Bräulein. 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Merkwürdig ist, daß diese Aufforderung erst test ergeht, trotzdem das Paket bereits am 21. Ottober aufgeliefert wurde. Die während dieser Zeit geheim angestellten Nachforschungen haben also einen negativen Erfolg gehabt, so daß man fich jetzt zu dieser öffentlichen Aufforderung entschlossen hat. Bei der Epionage, die namentlich von unseren Bettern fenfeits des Kanals getrieben wird, ist es vielleicht anzunehmen, daß beim Verschwinden dieses wichtigen Inftruments hier auch verbrecherische Absichten im Spiele gewesen find. Von einem traurigen Geschick ist der fünfzehnjährige Schiller Albert Siber in Berlin betroffen worden. Der junge Mann, der ein Gymnasium besucht, beschäf= tigte sich mit der Erzeugung eines neuen MagnesiumItchtes. Durch irgendeinen Zufall geriet das Magnesium in Brand und explodierte mit lautem nall. Der junge Durch ein Erfinder selbst wurde schwer verwundet. emporgeschleudertes Elsenstitc erlitt er Verletzungen am Kopf und an den Augen. Ferner wurde die rechte Hand so schwer verbrannt, daß sie im Krankenhaus amputiert werden mußte. Der umftürzlerische Ochse. Von einem EtsenbahnIdyll wird der„ Köln. 3tg." aus Geinsheim in der Pfalz berichtet: Die Sekundärbahn, die von Neustadt a. H. durch das Gäu nach Speyer führt und daher Gäubahn genannt wird, hatte schon wiederholt das Pech, daß dem Bügle unterwegs der Dampf ausging und es nicht mehr weiter tonnte. Zugentgleisungen sind an der Tagesordnung und Zugverspätungen so häufig, daß die Fabriken feine Arbeiter mehr einstellen wollen, die des Morgens mit der Gäubahn eintreffen. Dieser Tage nun hatte die obligate Entgleisung eine ganz besondere Ursache. In einen Wagen war nämlich ein Ochfe geladen worben, deffen Gewicht im umgekehrten Verhältnis zu dem des Wagens stand. Auf der Strecke zwischen Geinsheim und Gommersheim nun verlor der Ochse das Gleichge wicht und fiel gegen die Wand des Wagens, was zur Folge hatte, daß dieser umstürzte und der Zug entgleiste. Es war eine mühsame Arbett, den Wagen samt Bem Ochsen wieder in die Höhe zu bringen. Erst nach etwa einstündiger Verspätung konnte das Bügle wetterfahren. Abdul Hamids Gläubiger. Der Exfultan Abdul Hamid wird auch jetzt noch von seinen alten Gläubtgern verfolgt. So ist am Sonntag die türktsche Regterung in Parts vorstellig geworden, um für zwet alte Schulden die Summe von 508 000 Mart aus den versteigerten Juwelen zu erhalten. 500 000 Mart fordert etn Kinematographenbesizer als Entschädigung, dessen Vermögen bet Ausbruch der jungtürkischn Revolution verloren gegangen tst. Die restlichen 8000 Mart verlangt ein Damenschneider, der die Kleidung für die Haremsdamen angefertigt und bis jetzt noch nicht sein Geld dafitr erhalten hat. Raubzüge einer Gouvernante. Auf dem Hauptbahnhof in Frankfurt a. M. wurde am Sonntag eine Betrügerin verhaftet, die auch von der Berliner Kri minalpolizei gesucht wurde. Es handelt sich um die 30fährige Gouvernante Babette Hartmann, die in den legten Monaten durch Diebstähle die Summe von etwa 20 000 Mart erbeutet hat. Trotzdem thr die Kriminal= poltzet von Berlin und anderen Städten schon öfter bart auf den Fersen war, ist es ihr immer wieder, manchmal noch im letzten Augenblick, gelungen, zu ent tommen. Ste hatte so verbindliche Umgangsformen und trat so sicher und selbstbewußt auf, daß sie es immer wieder verstand, bei älteren, allein stehenden Damen als Gesellschafterin Stellung zu finden und fich das Vertrauen ihrer Herrinnen zu erwerben. Sie ist schon mehrfach mit Zuchthaus bestraft, es gelang ihr aber stets mit Hilfe von gefälschten Mietsbüchern ihre Vortrafen zu verheimlichen. Bulegt verübte sie ihre Diebtähle in Dresden, Nürnberg, Würzburg, München, Wiesbaden und Frankfurt a. M., wo fie fett verhaftet worden ist. Ihr letter größerer Coup gelang thr in Wiesbaden. Dort hatte sie unter dem Namen Luise Behringer bei einer alleinstehenden Dame Stellung als Gesellschafterin gefunden. Schon bald nach ihrem Dienstantritt stahl sie aus dem Schreibtisch ihrer Serrin für 3000 Mart Wertpaptere und für 5000 Mark Schmucksachen. Es gelang ihr, die Wertpapiere zum Teil zu Geld zu machen, während sie die Schmucksachen versetzte und verkaufte. Wie Hunde schmuggelu lernen. Der Finanziere", das Organ der italienischen Zollbeamten erzählt wie die ttalienischen Schmuggler an der schweizerischen Grenze thre Hunde zu Schmugglern erziehen. Der Hund- auf die Rasse kommt es nicht an- wird auf schweizerischem Gebiet in einem dunklen Raume irgendeiner elenden Hütte eingesperrt gehalten; man läßt thn hier hungern und durften und macht ihn dann eines Tages zum Ziel eines ungefährlichen Schusses: Die Munition besteht aus Salzkörnchen, und der Schüße ist ein als Zollbeamter verfleideter Schmuggler. Die Verlegungen, die der Hund davongetragen hat, sind bald wieder ausge„ Ob er der Täter ist oder nicht," unterbrach ihn Felicia ungeduldig, ist mir vorläufig gleichgültig. Jedenfalls aber möchte ich einmal diesen Menschen, der verhältnismäßig so schleunigst von der Bildfläche zu verschwinden wußte, genauer kennen lernen. Sind Ste über sein Privatleben unterrichtet, Herr Justizrat?" " Darum habe ich mich nicht bekümmert. Er war ein brauchbarer Arbetter und hatte vorher eine ähnliche Stellung in Frankfurt a. M. inne gehabt. Eigentlich follte er ja Jurist werden." „ Ah, er war also ein verkrachter Student?" " Wenn Ste's so nennen wollen, ja. Er hatte zwei Semester in Lausanne und zwet in Freiburg studiert, als sein Vater plötzlich starb und er ganz mittellos da= stand. Da griff er schnellentschlossen zu dem ihm zunächst Itegenden Broterwerb. Ach richtig, da fällt mir ein, daß ich Ihnen doch einiges über seine Person sagen kann: Er sprach fließend französisch und rühmte außerdem manchmal setne große Sicherheit im Schießen und daß er es mit einem Kunstschüßen aufnehmen könne. Das ist ja allerdings bet etnem Sohne der Schwetz, wo fich viele in dieser Fertigkeit von Jugend auf üben, nicht wetter auffallend." Felicia lauschte gespannt. Dieser funge Mann wird ja immer intereffanter! Setne Gestalt wächst or= bentlich, je mehr man über thn hört. Wenn er nun aber nach der Schwetz ging, wovon wollte er dort leben?" „ Ich glaube aus seinen versteckter Anspielungen schließen zu können, daß er dort so eine Art Winkeladbokatur aufmachen wollte, worauf er große Hoffnungen su sezen schten." Wie hieß der Ort?" " Nimiton. Uebrigens, mein Kompliment, wertes Fräulein. Ste haben wirklich nicht geringes Talent aum Untersuchungsrichter. Wenn Herr von Scharffenyett, aber es bleibt dem Tier eine entsetzliche Furcht, ble fyftemattsch verschäft wird, da der verkleidete Schmuggler den Hund fortwährend schlägt und in jeder erdentlichen Weise peinigt. Wenn das Tier seinen Pete niger gründlich haffen gelernt hat, jagt man es auf Schleichwegen über die Grenze, in der Annahme, daß es sich mit dem sicheren Justinkt in das Haus flüchten werde, in welchem es, bevor es auf schweizerisches Gebiet gebracht wurde, sich einer besonders guten Behand lung zu erfreuen hatte. Trifft diese Annahme zu, und findet der Hund allein den erwünschten Ort jenseits der Grenze, so fann seine Erziehung als abgeschlossen be= trachtet werden. Er wird dann zunächst noch einmal nach der Schweiz in sein Gefängnis gebracht und von bem Pfeudobeamter in der gewohnten Weise angefettet und geprügelt. Darauf bindet man ihm die aus Tabat, Zucker, Schokolade, Uhren usw. bestehende Schmuggelware auf den Rücken und jagt ihn, nachdem man thm noch eine gehörige Tracht Brügel erteilt hat, zum zweitenmal über die Grenze. Es ist unglaublich, wie schlaut die armen Tiere zu Werke gehen, um dem verhaßten Zollbeamten, wenn sie ihn von fern sehen, auszuweichen. Sie schauen vorsichtig und ängstlich um fich, schnuppern, aber so leise, daß nicht ein Atemzug zu hören ist, schlagen neue Wege ein, verstecken sich hinfer Steinhaufen und Buschwert und suchen so lange, bis fte ficher zu dem guten Herrn gelangen. Manchmal aber schickt fie ein gutgezielter Flintenschuß des Zollbeamten ins Hundeparadies. Ein menschenfreundlicher„ Prophet". In Neuyork wurde am Sonnabend ein neuer Elias, der Reverend S. W. Sandford. zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er sechs felner Jünger so lange hungern ließ, bis fte starben. Der neue Prophet hatte zwet Schiffe ausgerüstet, mit denen er herumzog und alle Welt befehren wollte. Das eine Schiff scheiterte in diesem Jahre an der Westküste Afrikas. Auf dem anderen segelte der Prophet 18 Monate Herum, verlor endlich die Richtung und wurde dadurch bekannt, daß er alle vorbeikomment den Passagierdampfer anbettelte. Endlich gelang es ihm, nach Portland im Staate Mane zu kommen, wo fechs feiner Jünger vor Hunger starben. Er wurde verhaftet und jetzt verurteilt. Bombenexplosion in einem Bergnügungslokal. Im Wintergarten in Lüttich, etnem hauptsächlich vom Arbeiterpublikum der Industrie- Vorstädte viel be= fuchten Vartetee- Theater, ereignete sich Sonntag abend gegen 10 Uhr, als der Saal während einer kinematographischen Aufführung verdunkelt war, eine furchtbare Explosion. Mit dem Getöse eines Kanonenschusses war eine gewaltige Erschütterung des gesamten Gebäudes verbunden, wodurch das Glasdach und die Fenster gesprengt wurden und auf die Menge herabftitrzten. Gleichzeitig ertönte schreckliches Wehegeschret und eine tolle Panik brach unter dem etwa 3000 Personen zäh= Jenden, im Dunkeln sißenden Publikum aus. Es gelang glücklicherweise schnell, das elektrische Licht wieder etnzuschalten, und man stellte dann fest, daß mitten im Saale unter einem Sihplah eine Bombe explodiert war, wodurch in einem Umtreffe von etwa zehn bis zwölf Meter einige vierzig Personen mehr oder minder fchwere Verwundungen erlitten hatten. Einem jungen Manne, der bewußtlos ins Hospital eingeliefert wurde, und der bisher noch nicht vernehmungsfähig ist, waren sämtliche Fleischteile von den Beinen geriffen. Ueberhaupt Ifegen die Verwundungen zumeist an den unteren Körperteilen. Es fehlt noch jeder Anhaltspunkt über den Täter. An der Stelle, wo das Geschoß ge= plagt war, bas eine mit etwa 200 Gramm Sprengstoff und vielen klein gehackten Bleistücken gefüllte Metallbüchse gewesen sein muß, ist der zementierte Fußboden ttef aufgeriffen. Die zunächst Stzenden wurden durch die Explosion mit großer Gewalt fortgeschleudert und meist durch die kleinen Bletstücke verwundet. Etwa ein Dutzend Aerzte war alsbald zur Stelle und ließ die Verwundeten nach Anlegung von Notverbänden in die nächst gelegnen Sofpitäler befördern. Von den Schwerverletzten sind im Laufe der Nacht zwet gestorben. Ueber den Urheber des Verbrechens ist noch keine Klarheit gefchaffen; man vermutet, daß es sich nicht um ein anarchistisches Attentat handelt, sondern um einen Racheaft agen die Leitung des Wintergartens und die Tat eines Alkoholikers, der vielleicht unter den entlassenen Angestellten zu suchen wäre. Bum Tode verurteilte Araber. Nach dem Araberaufstand vom 23. und 26. Oktober vollzoger die Italiener zunächst die Todesstrafe an den Arabern, die mit den Waffen in der Hand getroffen wurden, durch Erschießen in den Rücken. Das italtentsche Strafaefetzbuch kennt zwei Arten des Erschießens, von denen der Schuß in die Brust als die ehrenvolle, der in den Rücken als die ehrlose gilt. Nach italienischem Urteil scheinen aber die Massenerschießungen auf die Araber noch nicht genügend Eindruck gemacht zu haben und man hat deshalb vierzehn Angeklagte, die teilweise wegen Krankheit oder Verwundung bisher noch nicht stein hier wäre, ich glaube, er würde seine helle Freude daran haben, wie Sie mich auszuholen verstehen." Felicia war viel zu sehr mit Nachdenken beschäftigt, um auf diese hals lustige Bemerkung etwas zu erwidern. Ihre blizenden Augen schienen in die Ferne gerichtet zu sein und dort forschend nach etwas Geheimnisvollem, Schattenhaftem zu suchen. „ Nun fehlt mir nur noch die Angabe seiner Wohnung und feiner damaligen Wirtin, Herr Justizrat," „ Es wäre mir sehr lieb, sagte sie nach einer Pause. wenn ich beides recht bald wüßte." „ Es kostet mich nur einen Gang nach meinem Büro, den" tch Ihretwegen gern unternehme," sagte Heinroth höflich und verließ das Zimmer. Schon nach wenigen Minuten tam er wieder zurück. Christian Frank wohnte in Berlin, Culmstraße 98, bet Frau Witwe Negendant. Stud Sie nun zufrieden, Fräulein?" Felicia notterte sich die Angaben sorgfältig und sagte:„ Bufrieden bin ich noch lange nicht, Herr Justizrat. Das wird erst der Fall sein, wenn ich mein 8tel erreicht habe." " Dweh, das kann noch Jahr und Tag dauern," rief Fritz bestürzt. " Set unbesorgt," versicherte Felicia ruhig.„ Wenn ich in vier Wochen die Wahrheit weiß, dann fahren wir unbekümmert hinüber." „ Und wenn Du sie nicht weißt?" " Dann fahren wir erst recht." 17 Das soll ein Wort sein!" rief Frit freudig. " Morgen vormittag fönnen wir uns nicht hinfeßen," setzte sie hinzu.„ Denn ich werde wahrscheinlich eine lange Konferenz mit der ehemaligen Wirtin dieses merkwürdigen Frank haben." " Ich begleite Dich." " Nein, Friz, Du hast Dich bisher nicht um meine Nachforschungen aekümmert, nun mußt Du mich auch gerichtet werden konnten, zum Tode„ nach der ortsith. fichen Weise" d. h. durch den Strang, verurteilt. Diefe Todesart gilt nämlich bei den Mohammedanern als schimpflich, weil die Seele nicht durch den zugeschnürten Hals entweichen und ins Baradies geben kann. Ueber den Prozeß und die Hinrichtung entnimmt die Frff. 8tg." einem italienischen Blatte folgende Schilderung. Die vierzehn Angeklagten standen zwischen 20 und 65 Jahren. Sie werden als Haupträdelsführer, die den Aufstand vorberetteter, angesehen. Die Verhandlung fand im ehemaligen Kinematographensaal statt, eine große Menge von Stalienern, Inden und Maltesern, dagegen nur wenige Araber, wohnten ihr bet. Der Ver treter der Anklage führt aus, die vierzehn Araber näh men ihre Zuflucht zur Litge, um der Gerechtigkeit zu entgeben. Sie feien gemeine Mörder, die die italienischen Soldaten von hinten angegriffen hätten. Der Vertet diger betont dagegen, daß ihm die Schuld der Angeklag ten nicht erwiesen scheine; man dürfe nicht verurteilen, wo feine Klarheit herrsche. Er wünscht, daß nach dem Sturz der türkischen Herrschaft nunmehr die Gerechtig= fett einzöge. Die ganze Verbandlung gegen die vierzehn Angeklagten dauerte dreiviertel Stunde. Dann zieht sich das Gericht zurück und verurteilt fämtliche Angeklagte zum Tode nach der ortsüblichen Wetse". Die Verurteilten wurden dann in einen der oberen Säle des Serails gebracht; sie waren zunächst gefakt; jedoch gegen Abend fingen einige von ihnen in der Erwartung des baldigen Vollzugs zu zittern an. In der Nacht konnten nicht alle Schlaf finden. Um 3 Uhr morgens wurden sie von den Karabiniert gewedt. Man hatte beschloffen, ihnen die Augen zu verbinden, um ihnen den traurigen Anblick des Vollzugs zu ersparen. Als die Verurteilten erfubren, daß sich thr Schicksal erfüllte, fingen fie an, Allah anzurufen, die et nen ruhig, die anderen aufgeregt. Aber feinen von ih nen sprach ein Wort mit den Baptees, den türkischen Gendarmen, die man mit der Henkersarbett betraut hatte, um sie den italienischen Soldaten zu ersparen. Am Brotmarkt mitten in der Stadt war während der Nacht ein Galaen mit vierzehn Schlingen errichtet worden. Im Gänsemarsch wurden die vierzehn Berurtellten herangeführt, einem jeden zur Sette ging ein Raptiee und ein Karabiniere, da fie sonst wegen der Binde den Weg nicht hätten finden können. Einige mußten geschleppt werden, andere schritten leicht dahin. Zu aleicher Beit wurden sie dann auf ein kleines bewegItches Gerüst gestellt, die Gendarmen legten ihnen die Schlinge um den Hals. Einer bietet seinen Kopf fret willig dar, andere müssen gestützt werden, da sie barb ohnmächtig sind, zwet von ihnen rufen inbrünstig Allah an. Die anwesenden Bürger und Soldaten wagen kaum zu atmen. Eine Minute später wird das Gerüst, auf dem die vierzehn steben, weggezogen, die Schlingen ziehen fich zu und der Tod tritt sofort ein. Der Soldatenfordon wird eingezogen, aber einige Journalisten und Neugierige bleiben zurück, um zu fe hen, welchen Eindruck der gräßliche Anblick auf die Araber macht, wenn sie nach Sonnenaufgang ausge hen. Die ersten Eingeborenen, die sich einzeln zeigen, find tief bement. sie wenden den Blick ab und entfernen sich sofort. Dann aber kommen sie in Gruppen, bletben stehen und besprechen sich. Ihre Gesichter, die sonst meist undurchdringlich sind, verraten doch manchmal eine tiefe Bewegung; fie ziehen sich zurück und führen ein leises Gespräch. Das Kommando bat viele Spione In den Kaffeeehäusern und an den Stellen, wo fich die Araber einzufinden pflegen, verteilt, um die Kommen tare zu sammeln. Vom Kriegsschauplah in Tripolis verfiegt der Quell der Nachrichten nach und nach. Sicher ist, daß in den Operationen von Tripolis zunächst eine Bause eingetreten ist. In der Cyrenaika dauern die Rusammenstöße der beiden Parteten an. Nach italtent= fchen Meldungen griff in der Nacht vom Montag zum Dienstag der Feind einen Teil der vorgeschobenen itaItentschen Stellungen heftig an, wurde jedoch nach furzem, heißen Kampfe durch einen Bajonettangriff au= rlicgeworfen. Die Verlufte des Feindes find 36 Tote, dte auf dem Kampffelde liegen gelassen wurden, außerdem viele Tote und Verwundete, die unter dem Schube der Nacht fortgeschafft wurden. Die italienischen Verluste find 3 Tote und 12 Verwundete. Aus Tripolis melden italienische Blätter: Nachrich ten aus dem türkischen Lager besagen, daß einige Araber- Häuptlinge die Türfen dazu nötigen wollen, den Krieg fortzusetzen. Die Araber beschuldigen die Türken, fie verkauft zu haben, und drohen ihnen, sie zu verlas= sen, wenn sie den Krieg nicht fortfesten. Auf der Suche nach Aviatikern. Das türkische Kriegsministerium hatte fich vor etniger Zeit an eine Agentur in Parts gewandt, um für den Krieg in Tripolis Aviatifer zu engagieren. Die Agentur hat bisher nicht weniger als 70 Angebote, darunter auch das einer Dame, erhalten. Die meisten Aviatiker, die fich darum bewerben, in türkische Striegsdienste zu treten, stammen aus Frankreich. die Sache allein zu Ende führen lassen." ,, Et, et, Ste sprechen fa, als wenn Sie den richtigen Täter bereits am Kragen hätten!" drohte der Justizrat. ,, Der Gang könnte auch mit Gefahr für Sie verEnüpft sein," wandte Frau Heinroth ein. ,, D," sagte Felicia,„ ich fürchte mich nicht." Ste faßte mit der Rechten in eine Seitentasche und brachte einen zierlichen Revolver. mit Perlmuttergriff zum Vorschein. " Hiermit," setzte sie mutig hinzu, treffe ich auf zehn Schritt ganz sicher, und das genügt hoffentlich." Sie bat nur, daß Emmt sie begletten möge, damit fte für alle Fälle einen Zeugen bet sich habe, und die Freundin war mit Freuden dazu berett.... Am andern Morgen begaben sich die beiden Damen nach der Culmstraße. Sie hatten sich absichtlich möglichst einfach gekleidet, um jedes Aufsehen zu vermelden. Ein grauer, unfreundlicher Nebel erfüllte die Luft und überrtefelte alles mit kleinen, dichten Wassertropfen, als fte in der Culmstraße anlangten. Zu threr Enttäuschung erfuhren fte, daß Frau Negendant schon seit Anfang des Jahres nicht mehr dort wohnte, sondern verzogen war. Wohin, fonnten ihnen die Mieter und auch der Verwalter des Hauses nicht genau angeben. ,, Also müssen wir auf dem Poltzelbüro nachfragen," erklärte Emmt. Der marttaltsche Polizeiwachtmetster gab den fungen Damen, in denen er sofort etwas Vornehmes witterte, gern die gewünschte Auskunft. Die Gesuchte war hoch nach dem Norden der Stadt, nach der Badstraße verzogen. ( Fortsetzung folgt.) Kopf- stehen muss ich vor Vergnügen immerzu, wenn ich mit Servus putz meine Schuh ww B TO PUNONNY Das prachtvollste Weihnachtsgebäck, einerlei ob Kuchen oder Kleingebäck, erzielt man mit dem echten HANSA- Backpulver. Einen wirklichen FestPudding liefert das echte HANSA- Puddingpulver. 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Bürgermeisteret vergeben werden: Los I. Zementröhren veranschlagt zu 82.00 Mt. Los II Erd- u. Chaussierungsarbeiten] L08 III. 208 IV. desgleichen desgleichen " " 588.00 525.00 " " " " 900.00 " " Die Verdingungsunterlagen liegen auf Großh. Bür germeisterei offen, wo auch die Angebote in Prozenten des Voranschlages verschlossen und postfrei mit entspre= chender Aufschrift versehen einzureichen sind. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 11. Dezember 1911. Großh. Kulturinspektion Gießen. H. Steinbach. - gesucht. Mehrere tüchtige C. Schniewindt, Neuenrade, Westf. Beber vollständige Beilung cines set 16 Jahre bestehendez stroph Fkzema's durch Ihre bekannte kmo- Sac, Rino- lee, Rine Seite kann ich Ihnen berichten. Ich sage nicht zuviel, wenn ich behaupte, daß es gegen Lk/ cma keine bessere Heilsalbe geben kann, als RinoSalbe, Mit dieser Versicherung empfehle ich mich bestens dankend. M., 6. 4. 09. C. 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