Centeine Titel, nittsBeiLeser gut Tum ilder= AusWir Gießener Zeitung Bezugspreis 50 pfg. monatlich ( Neueste Nachrichten) vierteljährlich 1,50 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den ZweigErscheint ausgabestellen vierteljährlich 1,20 wk. jeden Werktag früh.- Die„ Humoristischen Blätter" Redaktion: liegen wöchentlich einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung - - nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Herausgeber: Albin Klein& Otto Fischer. zeich Bein Le Num Nr. 12. ihres de zuSiertelBojt= Haus Brobe gung. I um erlag. usen. Thr auf Jan. vorm. in in ar, vor= chaft zu Jahre. 2 Uhr digung dhof. ung am erhause Jahre. Uhr. el digen ster scht und rf. en 592. ffen alle efälligere piel. ausseredelster mats! rant, II 2038. Vertrag in Gießen. ( 2. Blatt) Was wir Wollen! Von Direktor Pastor Stuhrmann ist in der ersten diesjährigen Nummer der Wochenschrift „ Die Arbeit“ ein Artikel mit der Ueberschrift„ Was wir dem wollen" veröffentlicht, der weitesten Kreisen aus Herzen geschrieben ist. Er lautet u. a.: Das Neujahrslied für Männer hat schon vor Jahr tausenden der fromme Sänger des alten Bundes vorgesungen, und es lautet:„ Mit Gott wollen wir Taten tun!"( Psalm 60, 14). Taten tun wollen - - das ist Kraftbewußtsein. Aeußerung männlicher Energie. Wer nichts mehr tun kann, ist schwach und frank; wer nichts mehr tun will, der ist entweder ebenfalls frank oder aber ein Feigling oder ein Tagedieb; jedenfalls aber ist er überflüssig in der Gesellschaft von Menschen, in der er lebt oder vielmehr vegetiert. Denn zum bloßen Genießen sind wir nicht in der Welt, sondern wir sind arbeitspflichtige Geschöpfe. Christen gehö= wenn sie anders als das sind, was sie sein sollen ren weder zu dieser noch zu jener Menschenklasse. Arbeitslosigkeit wie Tatlosigkeit gibt es für sie nicht. Sie fühlen und haben das Zeug und den Mut, die Kraft und den Willen in sich, zu Taten nicht bloß zu reden. Reden, den Mund auftun für Ueberzeugungen und LeDas goldene bensanschauungen ist etwas Großes. Schweigen ist nur zu oft ein bequemer Deckmantel für charakterlose Gesinnungsfeigheit. die Mit Gott Taten tun wollen- das ist die höchste und tiefste Lebensaufgabe einer christlichen Per= sönlichkeit. Es ist auch das Lebensprogramm einer politischen Partei, welche die christlich- sittlichen Lebensgrundsätze zu ausschlaggebenden Faktoren im Staats- und Volksleben machen will. Das neue Jahr steht in einem rot aufflammenden Zeichen. Auf der einen Seite die geschlossene Phalanx der Partei, welche die Todfeindin nicht bloß der bürgerlichen Gesellschaftsordnung, nicht nur unseres bestehenden Staatswesens, sondern vor allem auch der christlich- sittlichen Weltanschauung und Lebensauffassung und Lebensbetätigung ist, und ihre geschlossene Feuerlinie verstärkt durch bürgerliche Schutztruppe jenes Liberalismus, der schließlich nur noch in der Klangfarbe sich von der roten Propaganda unterscheidet! Und auf der anderen Seite eine Zersplitterung der Kräfte, die einem das Herz zerreißen fönnte! Jch beneide alle die um ihr gutes Gewissen, zu welche die Verantwortung für den Luxus tragen und fönnen meinen, parteipolitischen Subjektivismus Partikularismus als höchste Weisheit taktischer Parteidiplomatie treiben zu dürfen. Daß solche Taktik einer bodenlosen Zielverschwommenheit und politischen Knochenerweichung nach dem natürlichen Gesetz der Entzu ſein. widlung führen muß, scheint ihnen nicht klar Durch solche Taktik muß man Augenblickserfolge erzie len; aber die innere sittliche Kraft geht zum Teufel und damit die Garantie für die Zukunft. Die vom Mandatshunger diftierte Umschmeichlung der Masse wird sich bitter rächen: die Frucht reift rot aus! Die Entwicklung schreitet über alle solche Mischmaschpolitik mit ehernem Fußtritt hinweg. Die Scheidung der Geister wird durch kein Paktieren und kein Kompromiß aufgehalten. Eine Scheidung in links und rechts politisch ge= sprochen oder in widerchristlich und christlich ― biblisch gesprochen- bahnt sich mit Naturnotwendigkeit - zu bin an. Was hier neutral bleiben will, muß zugrunde gehen und wird weggefegt werden. Da tut uns Christlich- so zialen doppelt flare Zielstrebigkeit not! Unsere Partei ist eine sittliche ich spreche es immer wieder aus Notwendigkeit; und gerade im Blick auf die Versuche der letzten Zeit, uns in der alten konservativen Partei auf gehen zu lassen, muß das immer wieder betont werden. Ich bin konservativ bis in die Knochen, aber ich auch christlich- sozial bis ins Mark. Eine Verschmelzung beider Parteien unter dem altkonservativen Banner würde eine Verneinung des Kraftbewußtseins bedeuten, welche in dem christlichen Sozialismus wirkt und sich seine eigene Form zur Betätigung geschaffen hat und, wenn diese Form heute nicht vorhanden wäre, sich schaffen müßte. Es ist wahrhaftig fein parteipolitischer Partiku larismus, der diese seine Lebensform festhalten will; es ist der Ueberzeugungsausdruck der Gewißheit, diese eigene Form das notwendige Sammelbassin und die nötige Arbeitsstätte für viele christliche Elemente ist, die sonst mit ihrer Kraft gebunden bleiben würden. Darum feine Legierung von Konservativ und Christlich- sodaß Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer des Großherzoglichen Polizei Amfes = Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Samstag den 14. Januar 1911 zial - - solcher Prozeß führt zu keiner neuen Kraftauslösung wohl aber eine ehrliche Allianz zu gemein ist samem Kampf wider gemeinsame Feinde! Möglich sie. Wird sie nicht gewollt wir wollen sie- dann geht der christliche Sozialismus auch allein seinen Weg zielbewußt, tatenfroh, sieges gewiß. Der Kampf wird in diesem Jahre toben, wie nie zuvor. Die Säulen wanfen, und der Boden zittert. Wir aber stehen fest- flar ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. 0 die 44 mm breite Petitzeile oder deyen Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Retlameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Ausschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Gesamtleitung: Albin Klein. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. fratischen Reichstagskandidaten wurde dann von Reichstagsabgeordneten Behrens schlagfertig auf ihren wahren Wert zurückgeführt und die unrichtigen Darlegungen des Sozialdemokraten widerlegt. Abgeordneter Behrens frug den Sozialdemokraten zu dessen sichtlichen Verlegenheit, weshalb er denn den Landwirten die programmatischen Beschlüsse und Reden auf dem Breslauer sozialdemokratischen Parteitage zur Bauern= den Blick, sicher das Auge, getrost das Herz, fampfbe- frage verschweige? Ob es denn nicht wahr sei, daß reit, friegsgerüstet: wir wissen, was wir wollen, und darum wollen und können wir, was wir wissen! Wenn wir nicht wüßten, daß uns dennoch, dennoch, dennoch die Zukunft gehört, dann freilich täten wir besser, die Waffen aus der Faust und die Arbeitsgeräte aus der Hand zu legen. Aber noch tragen wir auf dem Helm des Heils die Schrift:„ Mit Gott!" Und weil wir sie tragen, darum fennen wir kein Grauen und keinen Kleinmut. Arbeiten wir weiter an dem Ausbau unserer Organisation! Kämpfen wir weiter in der Stille und in der Deffentlichkeit um die Seele unseres Volkes! Ernst Moritz Arndt's Schlachtgesang vor hundert Jahren soll unser Neujahrslied sein: - - „ Zu den Waffen! Zu den Waffen! Als Männer hat uns Gott geschaffen! Auf, Männer, auf und schlaget drein! Laßt Hörner und Trompeten klingen, Laßt Sturm von allen Türmen ringen! Die Freiheit soll die Losung sein!" Ja, die Freiheit, die Gott will nicht jene Karidie Frei fatur, welche der soziale rote Haß zeichnet heit, welche Liebe, Frieden, Gerechtigkeit, Treue, Kraft und Leben ist! Dann mag kommen, was will- sei's trüber Tag, sei's heit'rer Sonnenschein, sei es das jink ende Abendrot zusammenbrechender Verhältnisse, sei es das aufflammende Morgenrot einer neuen Welt ser Siegeslied, das Lied von Männern, jauchzt: Wer es mit Gott herzhaftig wagt, Wird nimmer aus dem Feld gejagt!" der wissenschaftliche Führer der Sozialdemo fraten Karl Kautzky u. a. ausführte:„ Für die Erhaltung des Bauernstandes einzu= treten haben wir keinen Grund, denn das könnte nur geschehen, indem wir sie in ihrem Besiz befestigen, also ganz entgegenge= ezt verfahren, wie sonst". Der Beschluß dieses Parteitages war denn auch wörtlich:„ Der vorgelegte Entwurf eines Agrarprogrammes ist zu verwerfen, denn dieses Programm stellt der Bauernschaft die Hebung ihrer Lage, also die Stärtung ihres Privateigentums in Aussicht." Also trotz aller schönen Reden sind und bleiben die Sozialdemokraten Feinde der deutschen Landbevölkerung. Ein interessantes Geständnis. In der Hochelheimer Versammlung am 7..Jan. machte der Abgeordnete Behrens in seiner Rede auf die sonderbare Tatsache aufmerksam, daß die Freisinnigen seiner 3eit, als die Liberalen im preußischen Landtag die Mehrheit hatten, keine Versuche gemacht hätten, ein besseres Wahlrecht einzuführen. Der Füh= rer der Fortschrittlichen Volkspartei im Kreise Wetzlar, Fabrikant Pfeiffer, antwortete darauf mit der bezeich= nenden Behauptung,„ d a ß damals, als die Liberalen die Mehrheit im Landtage hatten, seien die Wähler auch noch rückständig gewesen." Unter allgemeiner Heiterkeit der Versammlung stellte darauf Abg. Behrens fest, daß nach Ansicht des Herrn Pfeiffer also nur eine rückständige WählerAus dem Wablkreis Wetzlar- Altenkirchen.schaft liberal wähle. Er stimme in dieser Ansicht Herrn - un= In den letzten Tagen hat sich hier schon ein recht interessanter Wahlkampf entwickelt, in dem unser Abg. Behrens gut abgeschnitten hat. Man lohnt ihm seine gute Arbeit im Reichstag jetzt durch großen Beifall, den er in den einzelnen Versammlungen bekommt. Es wird uns darüber geschrieben: ** Hochelheim, 7. Jan. Die christlich- soziale Versammlung, in der unser Reichstagsabge= ordneter Behrens redete, war so stark besucht, ja überfüllt, daß keine Nadel zur Erde fallen konnte. Das war ein neuer Beweis dafür, welcher großen Beliebtheit sich der Abg. Behrens in der hiesigen Gemeinde mit erfreut. Der Vortrag des Abgeordneten wurde großem Beifall aufgenommen. Der freisinnige Agitator Pfeiffer aus Wetzlar versuchte seine bekannten Verdrehungen an den Mann zu bringen, hatte jedoch bei der Versammlung kein Glück, denn die hiesigen Wähler sind politisch so geschult, daß sie über die freisinnigen Fase leien nur lächeln. Der sozialdemokratische Redner trug, abgesehen von einer die versammelten Landleute beleidigenden Aeußerung, die großen Unwillen hervorrief, seine Sache ruhig vor, ohne jedoch die geringste 3uſtimmung zu finden. Im Schlußwort widerlegte Abg. Behrens die beiden Gegner. Mit frischem Humor wies er das Törichte der freisinnigen und sozialdemokratischen Setzpolitik nach. Die Versammlung war ein rechter Beweis, daß in unserer und den Nachbargemeinden Christlich- sozial guten Klang hat. „ Die Bauern mit den dicken Bäuchen füßen auf der ersten Bank in der Kirche", das war der prägnante Satz, mit dem der sozialdemokratische Reichstagskandidat Kremser für Kreis Wetzlar- Altenkirchen, seine Darlegungen in der Versammlung der christlich- sozialen Partei in Hochelheim einleitete. Im übrigen sprach er dann aber nicht über die Stellung seiner Partei zur Religion, sondern über das Vermieten der Kirchenstühle in seiner Heimat". Die für die Landwirte so verlegenden Sätze wurden von der Versammlung mit heftigen Unwillen zurückgewiesen. Im übrigen erging sich der sozialdemokratische Redner in einer Preispolitik für landwirtschaftliche Produkte, die zu töricht war, um auf Landwirte Eindruck zu machen. Die sonderbare„ Landwirtschaftspolitik" des sozialdemo" Pfeiffer, der es als liberaler Führer ja wissen müsse, vollkommen zu. Da heute die Wähler aufgeklärter seien, deshalb könnten die Liberalen keine Geschäfte mehr machen. * == von -e= Ulm. Die hier stattgefundene christlich- so= 3 i ale Versammlung, in der unser Reichstagsabgeordneter Behrens sprach, war überaus stark besucht. Der eineinhalbstündige Bericht unseres Abgeord= neten wurde mit großem Beifall aufgenommen. Aus Wetzlar war der Allerweltsredner Pfeiffer gekommen, um die bekannten freisinnigen Steuerredensarten Stapel zu lassen. Da er sich gewissermaßen als der Vormund der ländlichen Wähler aufspielte, so wurde ihm unter lebhafter Zustimmung der Versammlung vom Abgeordneten Behrens bedeutet, daß er die liberalen Herren aus Wetzlar keineswegs als Vormünder der Wähler im Landkreise anerkennen könne. Die Wähler in den Landorten seien politisch geschult genug, um ihre Sache selbst zu führen, dazu seien die Wetzlarer liberalen Herren nicht nötig. Wichtig war folgende& e ststellung. Abg. Behrens erklärte, es sei ihm mehrverbreitet würde, er habe für die Tabaksteuer, für die Kaffeesteuer, für die Zündholzsteuer gestimmt. Das sei unwahr. Um diesen Verläumdungen ein Ende zu machen, erkläre er jeden, der ihm diesen unw a h- ren Vorwurf mache für einen groben Lügner. Da der Vorwurf„ grober Lügner" eine Beleidig= ung sei, so fordere er diejenigen, die dieser Vorwurf trifft, auf, ihn zu verklagen, damit an Gerichtsstelle fest. gestellt werden könne, ob er für Tabak-, Kaffee- und Zündholzsteuer gestimmt habe. Nach dieser Erklärung sprang Herr Pfeiffer erregt auf und erklärte, daß Herrn Behrens den Vorwurf nicht gemacht habe. Herr Behrens nahm darauf von dieser Erklärung des Herrn Pfeiffer Kenntnis und stellte fest, daß Herr Pfeiferabstimmungen vollkommen forrekt gehandelt habe. Da fer damit anerkenne, daß Abg. Behrens in diesen SteuHerr Pfeiffer anscheinend für die Freisinnigen fein reines Gewissen hatte, so wehrte sich Herr Pfeiffer gegen diese logische Schlußfolgerung. Die Versammlung, die von Herrn Behrens angerufen wurde, stimmte den Ausführungen des Abg. Behrens zu. fach mitgeteilt, daß von liberaler Seite im Wahlkreise er -e- Allendorf, 8. Jan. Heute hielt unser Reichstagsabgeordneter Behrens hier eine Versammlung ab, die sowohl aus dem Orte als auch aus den Nachbargemeinden, insbesondere Bissonberg, sehr besucht und infolgedessen die Versammlungsräume überfüllt waren. Trotz der Steuerverdrießlichkeiten, die meist auf die falsche liberale Hetze basiert, ist unser Abgeordneter hier sehr beliebt. Man weiß, daß unser Kreis, sowohl die Arbeiter als auch Landwirte und Mittelstand in ihm einen fleißigen, pflichttreuen Abgeordneten haben, der im Reichstage in den Reichstagskommissionen in erfolg= reicher Weise für die Arbeiter und Bauern eingetreten ist. Da hier im Orte besonders verbreitet war, Abg. Behrens habe für die Tabaksteuer gestimmt, was ja bekanntlich eine grobe Unwahrheit ist, so erzählte unser Abgeordneter auf Wunsch aus der Wählerschaft in seiner Rede, wie die Tabaksteuer im Reichstage zustande tam, und welche Vorgänge sich hinter den Kulissen abgespielt haben. Daraus ging flar hervor, daß die Freisinnigen und Nationalliberalen die eigentlichen Väter der Tabakter von ein kurzes Schlußwort haben mußte, nachdem er von den gegnerischen Rednern angegriffen war. Als aber der Vorsitzende dem Abg. Behrens das Schlußwort erteilte, erhoben die aus Wetzlar erschienenen Gegner, uneinen denen sich die Freifinnigen hervortaten, Höllenlärm, um die Versammlung zu stören, denn sie fürchteten offenbar die Abfuhr durch den Abg. Behrens im Schlußwort. Schließlich forderte ein Gegner zum Verlassen der Versammlung auf, daß dann auch ihrem Anhang sehr laut in Szene gesetzt wurde. Nach dem die Gegner das Lokal geräumt hatten, sprach der Abg. Behrens ein kurzes Schlußwort, in welchem die dicksten Unwahrheiten der Gegner richtig stellte. Das Schlußwort wurde mit großem Beifall aufgenommen. Da die Herren Pfeiffer und Michaeli dadurch, daß sie die Störung der Versammlung durch ihre Anhänger duldeten und das Lokal mit verließen, so werden sie für die nächste Zeit von der Diskussion in christlich- sozialen Versammlungen ausgeschlossen. er steuer seien, aber sie seien Rabenväter, denn sie verleug Zur cbristl. Gewerkschafts- Bewegung. der neten dieser ihr unglückliches Kind. Dann sprach Abg. Behrens noch über die Reichsversicherungsordnung, Schutzzollpolitik, über die sozialdemokratischen Bestrebungen auf Einführung der Republik und Sturz des Kaisertums und über die politische Lage im allgemeinen. Die Rede des Abgeordneten wurde mit großem Beifall aufgenommen. In der mittels schnei* Fortschritte der christlichen Gewerkschaften. Die dem Gesamtverbande der christlichen Gewerkschaften angeschlossenen Verbände haben im letzten Jahre ansehnliche Fortschritte zu verzeichnen, was aus den Jahresrückblicken der einzelnen Verbandsorgane herfer Wetzlar, der mit Debrach Herr Pfeif vorgeht. Insgesamt dürfte eine Zunahme von etwa zu digem Schlittengespann zu uns geeilt war, um auch unserer Gemeinde die freisinnige Börsenpolitik klar zu machen. Allgemein fiel es in der VersammIung auf, daß Herr Pfeiffer fortgesetzt versuchte, die flaren Ausführungen des Abg. Behrens zu verdre= hen, um dann das zu„ widerlegen", was der Abg. Behrens garnicht gesagt hatte. Herr Behrens mußte mehrfach die Versammlung zum Zeugen anrufen, daß Herr Pfeiffer wieder etwas behaupte, was Herr Beh rens nicht gesagt habe. Aus der Versammlung heraus wurde Herr Pfeiffer gefragt, ob der Abg. Behrens für oder gegen die Tabaksteuer 2c. gestimmt habe. Anfangs versuchte er Ausreden zu machen, als die Versammlung aber auf eine klare Antwort bestand, so gab denn schließlich Herr Pfeiffer zu, daß Abg. Behrens dage= gen gestimmt habe.( Großes Bravo in der Versammlung.) Auch über das Verhältnis der Freisinnigen zum Zentrum versuchte Herr Pfeiffer ein falsches Bild geben. Aber Unwahrheiten hatten auch hier kurze Beine, denn Herr Behrens konnte sofort auf Grund unantastbarem Zahlen- und Tatsachen- Materials daß er im Rucksack mit sich führte und dadurch zur Hand hatte die Unrichtigkeit der Pfeiffer'schen Behauptungen nachweisen. Ebenso erging es Herrn Pfeiffer mit seiner Kaffeepolitik. Auch hier konnte Abg. Behrens nachweisen, daß von Freisinniger Seite sogar der Vorschlag gemacht sei, auch den Malzkaffee, Zichorien 2c. mit 60 Millionen zu besteuern. Als Herr Pfeiffer die Kaffeespeku lation des Großkapitals und gewisser Großbanken nicht gelten lassen wollte, erklärte Abg. Behrens, demnächst darüber einen aufklärenden Artikel in der„ Weklarer Zeitung" zu schreiben. Herr Pfeiffer schien das sichtlich unangenehm zu sein. In unserer Gemeinde steht die Sache unserer Abgeordneten gut. Die Freisinnigen werden hier nicht viel ernten. - -3 Stockhausen. Die christlich- soziale Versamm lung war sehr stark besucht. Die Sozialdemokraten und Freisinnigen hatten mobil gemacht und die bekannte Agitatoren- Hetze aus Wetzlar war unter Führung des bekannten Agitators Pfeiffer und des Stadtverordneten Michaeli erschienen. Abgesehen von einigen Störungen freisinniger und sozialdemokratischer Elemente, die anscheinend die Alkoholsteuer von einem gewissen Zuviel nicht abgehalten hatte, hörte die große Versammlung die Ausführungen des Abgeordneten mit großer Aufmerksamkeit an. Und besonders waren es seine sachverständigen Darlegungen über die Reichsversicherungsordnung, an die er in der Reichstagskommission den insbeganzen Sommer hindurch mitgearbeitet hat, sondere über die neuen Versicherungsämter, Krankenkas- ſen, Knappschaftswesen, Rechtsweg und der Unfallver sicherung, Witwen- und Waisen- Versicherung, Herabsetzung der Altersgrenze, Kinderzuschußgeld für frühinvalide Familienväter 2c., die die Versammelten sichtlich in= tereſſierten, um so mehr, als Abgeordneter Behrens in der Versicherungskommission eine Anzahl wichtige Anträge zu Gunsten der Berg- und Hüttenarbeiter und der Kleinlandwirte gestellt hat, die von der Kommission angenommen wurden. Der Vortrag fand guten Beifall in der Versammlung, während er den Gegnern sichtlich unangenehm war. Als erster Diskussionsredner stand dann der bekannte freisinnige Pfeiffer aus Wetzlar auf, um seine noch bekannteren Steuer- und Liebesgaben- Verdrehungen von Stapel zu lassen. Neues wußte Herr Pfeiffer nicht vorzubringen und die freisinnigen Agitationsmelodien, die Herr Pfeiffer seit vielen Monaten auf der Walze seines Agitationsleierkastens hat, mußte die Versammlung über sich ergehen lassen. Der Beifall, den Herr Pfeiffer erntete, beschränkte sich auf die freisinnigen Claquere, die er zu seiner Unterstützung aus Wetzlar mitgebracht hatte. Nachdem hielt der Wetzlarer sozialdemokratische Stadtverordnete Michaeli das Wort, der für die sozialdemokratische Sache in der ihm eigenen ruhigen und sachlichen Weise eintrat. Mittlerweile war die Zeit soweit vorgerückt, daß bis zum Abgang des letzten Zuges, den unser Abgeordnete benutzen wollte, nur noch etwa 20 Minuten waren. Zwei weitere Wetzlarer Gegenredner konnten deshalb nicht mehr zu Wort kommen, da Abg. Behrens doch noch er= 30 000 Mitgliedern erreicht werden. Berücksichtigt man die vielen mächtigen Gegner und sonstigen großen Schwierigkeiten, die sich der Ausbreitung der christlichen Gewerkschaftsbewegung in den Weg stellen, so ist der Erfolg des letzten Jahres besonders bemerkenswert und wird in allen Kreisen, die auf eine Gesundung unserer sozialen Verhältnisse bedacht sind, Genugtuung und Befriedigung hervorrufen. Die Entwickelung der christlichen Gewerkschaften könnte noch erheblich schneller vor gehen, wenn die Hunderttausende von christlich gesinn sich ten Arbeitern, die bisher abseits der Bewegung standen, ihre Pflicht erkennen und durch Anschluß an ihre beruf lichen Organisationen erfüllen würden. der= Der Lohnkampf in der Pforzheimer Edelmetallindustrie hat zu einer Niederlage des sozialdemokratischen Metallarbeiter- Verbandes geführt. In der Sylvester- Nummer des Pforz= heimer Anzeigers wird dazu geschrieben:„ Der Streik ist zu Ende, und zwar bedingungslos zu Ende. Kaum jemals hat es einen Lohnkampf gegeben, der so ganz und gar erfolglos ausgegangen wäre wie der hiesige. Und die Schuld an diesem Fehlschlage trägt ein einziger Mann, der Herr Bezirksleiter Vorhölzer. Er war als Streifführer die verkörperte Unfähigkeit, schlecht unterrichtet, kurzsichtig und voller Widersprüche, wie ein Rückblick auf den Verlauf des Streiks beweist. Zunächst stellte Herr Vorhölzer Forderungen auf, die absichtlich maßen übertrieben waren, daß die Fabrikanten in ihnen nichts anderes sehen konnten als eine absichtliche Her ausforderung zum Kampf. Der für die Kettenmacher aufgestellte Tarif war so oberflächlich berechnet, daß von gleichmäßiger Aufrundung des Verdienstes keine Rede war, sondern der Zuschlag zwischen 20 und 100 Proz. schwankte. Ueber diesen unmöglichen Vertrag zu ver= handeln, lehnten die Fabrikanten ab. Statt nun zu tun, was das einzig Richtige gewesen wäre, nämlich den Tarif zurückzuziehen und andere Vorschläge zu machen, ging Herr Vorhölzer eigenmächtig auf dem falschen Weg weiter. Er veranlaßte die Kettenmacher zur Kündigung, führte dann auch die Kettenbijoutiers in den Streik und beantwortete die seitens der Fabrikanten darauf ange= drohte Aussperrung aller Organisierten mit der Erklärung, er werde dafür sorgen, daß dann auch die Unorganisierten nicht arbeiten könnten.... Und dann kam plötzlich der Tag, an dem der große Held zusammen= flappte. Er empfahl in den abgehaltenen Streit- Versammlungen den Arbeitern plötzlich die bedingungslose Kapitulation, denn anders war die von ihm angeordnete Abstimmung über die Frage, ob am 2. Januar die Arbeit wieder aufgenommen werden solle oder nicht, unmöglich zu verstehen. Er empfahl selbst, mit Ja zu stimmen." Jetzt herrscht unter den Mitgliedern des Ver bandes eine große Mißstimmung über die Niederlage. Viele treten aus, um sich dem christlichen Metallarbeiterverband anzuschließen, der von Anbeginn des Lohnkampfes an mit Entſchiedenheit gegen das AuftreBeginn des Lohnkampfes etwa 250 Mitglieder zählend, iſt er jetzt in Pforzheim auf annähernd 1000 Mitglie der angewachsen. ten des Herrn Vorhölzer öffentlich protestiert hat. Beim Ein Rezept fürs Haar. Eines Spezialisten Rat. In einem jüngst veröffentlichten Artikel über die Pflege des Haares wurde ein Rezept erwähnt, das wegen seiner bemerkenswerten, den Haarwuchs fördernden Eigenschaften bestens empfolen wurde, da es den Haarausfall verbinderte, die Haarwurzeln neu beLokal- Nachrichten. Gießen, den 13. Januar. -B- Allendorf a. Lda., 12. Jan. Der hiesige Zweigverein des Evangelischen Bundes, der am 28. Februar vorigen Jahres durch den Generalsekretär des Ev. Bundes, Pfarrer Lic. Bräunlich gegründet wurde, und über 80 Mitglieder zählt, hielt gestern Abend in unserer Kirche seine erste Mitglieder- Versammlung ab, Ein vom hiesigen Gesangverein die gut besucht war. Verkünstlerisch exaft vorgetragenes Lied eröffnete die sammlung, worauf Pfarrer Mickel hier die Anwesenden willkommen hieß und ihnen den Referenten, Pfarrer Fritsch- Ruppertsburg, vorstellte, der sodann in einem einstündigen, gehaltvollen Vortrage in anregender trefflicher Weise über die Veranlassung und Bedeutung der legtjährigen Borromäus- Enzyklika des Papstes sprach. Nach dem gemeinsamen Gesang von„ Eine feste Burg" und einem nochmaligen Vortrag des Gesangvereins, schloß Pfarrer Mickel unter Dankesworten an die Mitwirkenden die anregende Versammlung. * Dillenburg. Der Etat des Kultusministerium fordert als erste Rate für den Um- und Erweiterungsbau des hiesigen Gymnasiums 90 000 Mt. einmalige außerordentliche Ausgabe. * Vom Westerwald. Hier treibt sich in letzter Zeit ein Mädchenhändler herum, der die Mädchen unter dem Vorwand, ihnen in der Schweiz gute Stellen zu verschaffen, an sich lockt. Die Polizei fahndet auf den Mädchenhändler, der bisher unter dem Namen Julius Knapp auftrat. *) Wiesbaden. Das Zentrum verzichtet auf die Aufstellung eines eigenen Kandidaten und unterstützt den Sammelkandidaten, Regierungspräsidenten D. v. Meister. * Salzschlirf. Der Regierungspräsident in Kassel hat verfügt, daß von jetzt ab die Landgemeinde Salzschlirf die amtliche Bezeichnung Bad Salzſchlir f“ zu führen hat. Marburg. Für die Universität Marburg sind zum Ankauf eines Grundstücks für den Bau des physikalischen Instituts 55 850 Mark, und zum Ankauf eines Grundstücks für den Bau einer psychiatrischen Aufnahmestätte und Poliklinik 41 496 Mark im Etat gefordert. * Kassel. Einem Unterprimaner der hiesigen Oberrealschule ist für seine Erfindung einer elektro- mechanischen Ein- und Auszahl- Geschäftskasse vom Kaiserlichen Patentamte in Berlin das Patent erteilt worden. Der junge Mann hat auch telephonische Apparate zur schnellen Alarmierung der Sanitätskolonnen- Mitglieder selbständig konstruiert und in Betrieb gesetzt. *) Fulda. Der hiesige Bahnhof wird umgebaut, wozu der Voranschlag auf 6 238 000 Mt. festgesetzt ist. Die erste Baurate von 100 000 Mt. ist jetzt im Etat Zuschuß leisten. eingesetzt. Der hessische Staat muß 672 000 mark als men. Eschwege. Gegenwärtig wird vom hiesigen im vorigen Sommer geernteten Tabaks vorgenom Zollamt die amtliche Verwiegung und Versteuerung des Die Käufer, größtenteils hiesige Zigarrenfabrikanten, zahlen für den Zentner Rundblatt 30-32 Mark, für Spitzblatt 32-34 Mt. und für Sandblatt 24 Mt. Das sind hohe Preise, wie sie seit vielen Jahren nicht vorgekommen sind. Während der rundblättrige Tabat, der vorwiegend in Oberhone gebaut wird, sich nur zu Pfeiffentabak eignet, wird der spitzblättrige zu Zigarren verwendet. Die kleinste Volksschule befindet sich in dem Odenwalddörschen Neutsch. Sie umfaßt nämlich nur neun Kinder aller Altersstufen. Die kleinste obligatorische Fortbildungsschule zu Neunkirchen zählt 3 und jene zu Frankenhausen wird von 5 Schülern besucht. Blaffes Aussehen, matte Augen, förperliches u. geistiges Mattig keitsgefühl, Kopfschmerzen, nervöse Geregtheit sind Folgeervöse scheinungungen von Blutarmut und Bleichsucht. Hiergegen wird in neuerer Zeit mit großem Erfolge das Leciferrin gebraucht, wodurch dem Körver frisches, gesundes Blut zugeführt wird und die Nerven gekräftigt werden. Leciferrin ist sehr angenehm lebe und die Bilbung von Kopfschuppen vollständig, befcitig. Die zu nehmen. fer Artikel erregte mein besonderes Intereffe, denn das angegebene Rezept war ein 8, on dessen vorzüglicher Wirkung ich mich in zehl. losen Fällen schon selbst überzeugen fonnte; für nich wieder ein Beweis, aß derartige Hausmittel noch immer die besten sind. Für jene, welche das Rez pt noch nicht tenen, möge es hier ange'üg: t merder. In jeder Apotheke oder Drogerie fann man es sich zusam renſtellen' affen: 85 gr Bay- Rum, 30 gr Livola de Composée, 1 gr löft, dann wird das Livela de Compo‘ée hinzugefügt; des Gane krist. Menthol. Das Menthol wird zunätst im Boy- Rum aufge= tüchtig durcheinandergeschüttelt, retbe man morgens und abends mit ben Fingerfpißen leicht, aber gründlich in die Kopfbaut ein. Dies Haarwasser enthält kein Färbemittel soll aber die Wurzeln rühzeitig erarauten Haares sehr günstig beeinflussen. Wenn parfümiert ge= wünscht, füge man noch 2 Teelöffel besseren Parfüms hinzu. ( 202) Preis der Flasche M. 3; enthält Ovo- Lecithin 0.5. Eisen als Eisenoxydhydrat an Zuder gebunden 0.75, aro matische Bestandteile in Cognac und Alkohol 40.0, Rest destilliertes Wasser. In allen Apotheken erhält lich ganz sicher von: Universitäts- Apotheke Gießen und Engel- Apotheke in Frankt furt a. Main. Z Wenn mur zagend Mun, diefes Späten Ofter Die Sorgen. Sorgen hab iehen folle Deshalb Qu Und man fcheinen, w nittlich i In die Derhältniffe Mode felbft fie befördert Dor allem li oder abfted helfen, wen diefe Dersch aus feinem Mode, die kann man Sammet re kleinere Sch Die Tu nicht zu ku verfchleiernd es fich mit gearbeitet, echigem Aus werden und schnittlich n originell er Perlenbordi und damit mehr ganz werden nur hauptsächlich οδετ Ποηδία grau und in Kr. 31061. Ab Mr. 1998, o Frau 3. 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Ob viel oder wenig Geld zur Verfügung steht, Sorgen haben fle alle. Beide wissen oft nicht, was fie an. ziehen sollen; die einen, weil die Auswahl zu groß ist und deshalb Qual verursacht, die andern, weil fie gar zu klein ift. Und man möchte doch nicht immer in demselben Kleid er. scheinen, wo man dech, besonders in kleineren Städten, durch. schnittlich immer mit denselben Menschen zusammentrifft. In dieser Saison ist es nicht schwer, trot beschränkter Derhältnisse, gut und abwechslungsreich angezogen zu sein, die Mode selbst kommt uns zu Bilfe. Sie gestattet nicht nur, ja fte befördert sogar die Verwendung von zweierlei Stoffen und Dor allem liebt sie noch immer die Verschleierungen in gleicher oder abftechender Sarbe. Wie wunderschön kann man sich helfen, wenn man Unter. und Ueberkleid für fich arbeitet. Da diese Verschleierungen sowohl aus Tüll und Chiffon wie auch aus feinem Doile gearbeitet werden können, ist dies eine Mode, die Jedem zugänglich ist. Jn Weiß oder Schwarz kann man damit jedes beliebige Kleid aus Seide, Tuch oder Sammet reizvoll verschleiern und verändern. Auch mancher kleinere Schaden kann dadurch gedeckt werden. Die Tunika darf natürlich, soll sie ihren Zweck erfüllen, nicht zu kurz sein, im übrigen ist sie von der Sorm des zu verschleiernden Roches nicht zu sehr abhängig. Anders verhält es fich mit der Uebertaille. Wird diese mit rundem Ausschnitt gearbeitet, darf sie natürlich nicht zu einer Taille mit vier. eckigem Ausschnitt oder ebensolcher, abstechender Passe getragen werden und ebenso umgekehrt. Sie werden jedoch durch. schnittlich nur rund ausgeschnitten und glatt gearbeitet. Ganz originell erscheinen sie, wenn man sie mit einer schmalen Perlenbordüre ausstattet, wie 3. B. die Abbildung nr. 6048, und damit eine Seiden. oder Spitzenbluse, die vielleicht nicht mehr ganz frisch ist, verschleiert. Sür diese Perlstickereien werden nur die ganz kleinen Perlen verwendet und zwar hauptsächlich in mattem weiß, die sogenannten Milchglas. oder Mondscheinperlen; ferner in rosa, hellblau, hell. und dunkel. grau und in schwarz. Selbst hergestellt, verursachen diese zierlichen und aparten Stickereien keine großen Kosten. Was nun die Sormen unferer Geſellſchafts. garderobe betrifft, so ist eigentlich alles gestattet, sobald es sich schlank 4529 290 g Nr. 30289. balbbandschuh in Bändchenarbeit. Kr. 31061. Abendkapotte mit Stideret. 4456 Außer der Modell nummer gebe man bei Bestellung von Schnittmuftern der Internationalen Schnittmanufaktur zu Dresden- n. 8-31 als Maf an: für Talllen die Hälfte der Gberweite, für Röcke die ganze Hüftweite, die, wie die nebenftehende Abbildung zeigt, zu nehmen find. mit blaffem Teint, die bei künstlicher Beleuchtung viel Sarbe erhalten. Sür diejenigen, die mit einem Kleid einer größeren Geselligkeit obliegen wollen und müssen, ist die heutige mode. richtung mit ihrer Vorliebe für Schwarz sehr günstig. Man kann z. B. einen Miederrock oder auch Taillenrock aus schwarzer Seide für die verschiedensten 3wecke einrichten. mit einer schlicht gearbeiteten Taille aus dem gleichen Stoff, der durch Weiß oder eine helle Sarbe belebt wird, können wir eventuell ins Theater, in Konzerte, zu Tee usw. gehen; mit einer hohen weißen Spitzenbluse, die durch schwarzen Chiffon mit Mondscheinperlenstickerei verschleiert wird, kann sie zu kleineren Abendgesellschaften getragen werden. Serner für größere Gesellschaften eine ausgeschnittene Taille mit einer aparten bunten oder Goldstickerei, die man sich selbst herstellen kann. Diese Taille kann ebenfalls zur Abwechslung verschleiert werden. Sügen wir noch eine Chiffon- Tunika mit etwas Perl. stickerei hinzu, dann besitzen wir eine zweite, höchst aparte und moderne Toilette. Sie sehen also, meine Damen, es ist nicht so schwer und so teuer, immer gut und geschmackvoll an P. G. gezogen zu sein. Beschreibung der Bilder. Zwei Gesellschaftstoiletten. Die erste kennzeichnet die moderne Verbindung von schwarz und weiß. Weiße Seide ergab das Grundmaterial, dem sich für die Umrandung der Taillenlinien weiße Grelots, für den Latz etwas weißer Tüll mit Goldpunkten und eine Goldstickerei gesellen. Schwarzes Sammetband verbindet beide Teile, garniert, sich kreuzend, den 19 U blatt 24 Jahren nid trige Taba jich nur z 31 Bigarre findet sich i mfaßt näm Die kleint firchen zähl Schülern be Auger Mattig en, ner Folgeer tarm gen wir Bem G brand hes, ge wird un werden geneh M. 3 gebunden 0.75, es Waffer. erhält Gieße Fran 1996 Nr. 1008. Moderner Abendmantel. Frauen! Nr. 6048. Ueberbluse mit Perlsiderei. Nr. 4529. Gesellschaftstoilette. präsentiert. Unter schlank ver. stehen wir jedoch nicht, daß gar keine Kör. performen vor. handen sein sollen, ganz fortmassieren können und wollen wir sie nicht, wir brauchen sie aber auch nicht besonders zu betonen und die Röcke zu steifen, damit sie wundervoll abstehen. Auf diesen Gedanken wird wohl niemand kommen und doch erscheinen sie nicht schlank. Was nützt der weich und schmiegsam gear. beitete Rock, wenn er über einen reich und abstehend garnierten Unterrock fällt? Wird in diesem Salle.nicht die Enge des Rockes zur Karikatur? Weich und schmiegsam muß auch die Unter. kleidung sein. Nur wer über sehr starke Hüften verfügt, muß den Unferrock sehr hoch und nicht zu sparsam garnieren, damit die Silhouette nicht unterhalb der Kniee einfällt. Das ist in jeder Beziehung unschön. Ob nun das Kleid Prinzeßschnitt zeigt oder ob es aus Rock und Taille besteht, ob es glatt oder faltig gearbeitet ist, immer ist ihm der kurze, angeschnittene Kimonoärmel eigen. Allerdings eine Klippe, an der der gute Eindruck einer Toilette leicht scheitert, denn nicht Jedem ist dieser Aermel kleidfam. Siguren mit kurzen Taillen sollten ihn ganz meiden, ebenso allzu schlanke Erscheinungen, deren Armansatz gewöhnlich die nötige Sülle missen läßt. Stets aber dürfen nur sehr weiche, schmiegsame Stoffe verwendet werden, damit die Salten unter den Armen nicht auftragen und die Taille unschön verbreitern und verkürzen. Die Stoffe find den Sormen entsprechend weich und schmiegsam, feien es die weichen Seidenstoffe, wie Messaline, Crêpe de chine und ähnliche oder die halbseidenen Stoffe Eolienne, Marquisette, Crêpon, Doile. Den Hauptplatz nimmt der Sammet ein, vom schlichten Velvet bis zum schmiegsamen velours chiffon. An Abendfarben wählt die Jugend neben weiß alle hellen Tone, von denen jene am modernsten sind, die einen rötlichen Einschlag haben. Reiferen Srauen bleibt die aparte Zusammen. stellung von lavendelblau oder russischgrün mit getönten oder Metallspitzen und schwarz. Rot, eine Sarbe, die in blauer Tönung auch Blondinen steht, wird am besten durch Altsilber, bezw. dunkelgrau ergänzt. Erwähnt sei noch, daß sich fast alle Sarben bei künstlicher Beleuchtung verändern; ganz besonders gilt dies von den grau getönten Sarben, wie stahl und graublau, resedagrün und einige blaurot nuancierte Lilas. Man muß also beim Einkauf feh. darauf Rücksicht nehmen und auch in Betracht ziehen, wie sich der Teint verändert. Gibt es doch viele Damen Beachtet, leset und abonniert die Empfehlt bei den Geschäftsleuten die Nr. 4456. Balltoilette mit rundem Ausschnitt. Rock, bildet den Gürtel und schließt, mit leichter Goldstickerei versehen, die weiße Chiffon.Tunika ab. Der Schnitt hierzu ist für die Taille unter Nr. 4529 in 42, 44, 46, 48, 50, 52 cm halber Oberweite für 70 Pf. erhältlich, für den Rock unter Nr. 5198 in 96, 100, 108, 116, 125 cm Büftweite für 80 Pf. Sür jugendliche Erscheinungen ist die zweite Toilette bestimmt, die den tiefen, runden Ausschnitt zeigt. Als material diente hellblauer, Nr. 6417. Kimonobluse mit Sältchen. gepunkteter Tüll, während gleichfarbige Seide die eingereihte Tunika abschließt. Ebensolches Band formt den aparten Gürtel, in dessen oberer Hälfte sich zwei Bandenden kreuzen und unter kleinen Schleifen befestigt sind. Sür die Taille ist der Schnitt unter Nr. 4456 in 42, 44, 46, 48, 50, 52 cm halber Oberweite für 70 Pf. erhältlich, für den Rock unter Nr. 3203 in 96, 100, 108, 116 cm Büftweite für 80 pf. Die zierliche und praktische Abendtapotte Nr. 31061, kann aus Chiffon, Tüll oder leichter Seide gearbeitet werden. Ueber den Kopf legt sich ein glattes Seidenteil, mit einer hübschen, leichten Stickerei ausgestattet. Die Muster. vorzeichnung ist nebst illustriertem Technik. zettel für 40 Pf. erhältlich. Eine hübsche und angenehme Band. arbeit bilden die balbhandschuhe, die aus Spitzenbändchen in weiß oder schwarz hergestellt werden können. Die Bändchen kann man durch Spitzenstiche verbinden oder mit Tüll unterlegen. Die Vor. zeichnung auf Kattun ist unter Nr. 30289 für 60 Pf. zu beziehen. Sür die im Bericht bereits erwähnte Kimono Ueberbluse aus weißem Chiffon ist der Schnitt unter Nr. 6048 in 42, 44, 46, 48, 50, 52 cm halber Oberweite für 40 Pf. erhältlich. Die Vorzeichnung zur Perlenstickerei ist unter Nr. 361( Gr. 42 und 48) für 80 Pf. zu beziehen. Abendmantel Ar. 1996. Der gra. ziöse Abendmantel zeigt den an. geschnittenen Aermel und den glatten Saumteil, der den eingereihten Rücken. teil ergänzt. Das Material ergab beige. farbenes Tuch, mit dem der schwarze Sammet kontrastierte, der die man. schettenaufschläge, sowie den breiten Matrosenkragen nebst schmalem, ab. gerundeten Revers formte. Bierzu ist der Schnitt in 44, 48, 52, 56 cm halber Oberweite für 1 m. erhältlich. Kimonobluse mit Sältchen Nr. 6417. Nr. 6424. Glatte Aimonobluse. 3u weißer Seide mit blauen Punkten bildete weißer Säumchenchiffon Passe und Stehkragen, sowie die anliegenden unteren Aermel. Den viereckigen Ausschnitt, sowie den unteren Aermelrand begrenzt eine weiße Blende, mit blauen Sammetbändchen in meanderform besetzt. Der Schnitt hierzu ist in 44, 48, 48, 50, 52, 54 cm halber Oberweite für 60 Pf. erhältlich. Glatte Kimonobluse Nr. 6424. Jnteressant erscheint hier die Verwendung des weiß- schwarz gestreiften Taffets, der teils quer, teils längs verarbeitet ist. Um den als schlingt sich eine schwarze, schmale Sammetkrawatte, die unter den angeschnittenen Patten hindurchtritt, um unten in langen Enden auszufallen. Der Schnitt ift in 44, 46, 48, 50, 52, 54 cm halber Oberweite für 60 Pf. erhältlich. Giessener Zeitung 6666666666 nailerbitfrogo? no stik t Sonder- Angebote aus meinem Saison- Räumungs- Ausverkauf zu extra billigen Preisen Везия vierteljährlich Abgeholt in ausgabestellen jeden Werkta liegen wöchent Seltersweg 83 nicht verlang Herausg Nr. 12. Der Der Finanza Mittwoch die E gierung fort. De nahme an den lenden Abg. Dr. Abg. Moltha über den Justize Stand des Neub des in Gieß Ewald, daß ber 60 000 Mt. daf eines neuen Geb fehlten zurzeit et gedrungen bereits mietet werden. der Regierung, ung vorzunehme gen am Donners am Freitag statt diesem Tage aus Frauen- Paletots prima Stoffe und grosse Weiten Frauen- Kostüme schwarz, blau u. grau i. gross.Weiten Frauen- Röcke schwarz, blau, grau, grosse Weiten Englische- Paletots in vielen Farben und Längen Sammet- Jacken auf Serge und Seidenfutter Phantasie- Paletots Wiener und Pariser modelle Backfisch- Paletots in englisch und blau Backfisch- Kostüme in allen modernen Farben Backfisch- Kleider in weiss, couleurt und kariert Volksz der Volkszählung Gießen ist fo 378, Allendorf a Lumda( 1125) Bused( 1188) 1 ( 635) 621, Belte Bettenhausen( 36 ( 486) 483, Burt 242, Daubringen fladt mit Arnsbu Garbenteich( 812 Ben( 28 769) 3 Bujed( 1697) 18 berg( 2164) 2223 394, Hattenrod moderne Kleiderstoffe beim( 2390) 25 ( 1522) 1678, J Alein- Linden( 16 Göns( 1629) 17 36, Leihgeitern Colnhausen und ( 857) 350, Loll Sumda( 386) 42 J.Pfeffer, Giessen Marktplatz 6 40 festlich b patriot den allg Friedens Freude u E. Challler Pfeiffer'scl stellern ku muss dahe Marktplatz 6 000000000000000000000 Druck der Gießener Verlagsdruckerei, Klein& Fischer. Verantwortlich für die Redaktion i. V.: Albin Klein, für Reklame u. Anzeigen: W. Schmidt, sämtl. in Gießen die betref