eu. mine tief ne hittel kant: esellschaft Leipzig zen Glanz elausst Stian's 199 glänzend line währte olitur. ältlich. Maurerarbeiten Stellwerts Bad- Nauheim Derden. Zeich Sotsmußter lie äude der Bau cht aus, lette ge der Vorrat und bestell A von 1.50 M Die Angebote Pat bormittags Buschlagsfrist 4 gofrist 4 o ( 268) senbahn- Ban berg Hessen. schinen nzahlg. Illustr P.Kirsch, Döbeln. dstelle soll in jebem Mann, gleid übertragen wer erdienst 400 M Baufgabe, Laden erforderlich. ezialitätea: In a. Rhein. sil los ganz von Zusatz von Waschpulver, und Bürsten, einmaliges diges Kochen. as beliebteste sttätige hmittel enlacher Ver eitung. mur in Original keten. ., DÜSSELDORF, rikanten auch der werühmten Bleich- Soda ent. Sichen. ntate. ten aus der Me die Matthäus chloffer. irche. ierten aus Isheimer. dhtolsheimer. Gießen die Lutasgemein tai. sum 8 Uhr: ai. tern. it zur hl. Beid communion. redigt. igt. f Andacht. n 6% Uhr i beide in Gießen Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 50 pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen - oierteljährlich 1,50 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den ZweigErscheint ausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mr. Mittags 3 Uhr. Die„ Illuftr. Weltrundschau" Redaktion: liegt alle 14 Tage einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 112. - Telephon: Nr. 362. Ihre Königliche Hoheit die Frau Großherzogin haben mich beauftragt, der ganzen Bevölkerung und insbesondere denen, die in Stadt und Land durch ihre verständnisvolle und freudige Mitarbeit den Blumentag am 6. und 7. Mai möglich gemacht haben, den wärmsten Dank auszusprechen. Es hat die Großherzogin besonders gefreut, daß an diesem Tage eine heitere und gebefreudige Stimmung das ganze Hessenland bis in die kleinsten Landgemein den durchzog und Viele in dem Streben vereinigte, für einen schönen Zweck mitzuhandeln und mitzugeben. der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer des Großherzoglichen Polizei- Amfes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Samstag, den 13. Mai 1911. Aus Stadt und Cand. Gießen, den 13. Mai 1911. * Erledigte Lehrerstellen sind zur Zeit an der Gemeindeschule zu Vaitshain, Lanzenhain, Kr. Lauterbach( dem Inhaber der Stelle kann eine Ortszulage gewährt werden) und zu Sörgen Io ch, Kreis Mainz. * Köhler- Denkmal. Der engere Ausschuß für das zu errichtende Denkmal für den verstorbenen Reichs- und Landtagsabgeordneten Ph. KöhlerLangsdorf hielt am Mittwoch im Eisenbahnhotel in Gießen eine Besprechung ab, in welcher beschlossen wurde, mit der Sammlung von freiwilligen Beiträgen beginnen zu wollen und die Sammellisten, welche von Herrn Th. Reuther in Gießen zu beziehen sind, auszugeben. Die Sammlung soll bis Anfangs Oktober geschlossen werden. Alle gesammelten Beträge und sonstige Geldspenden sind an Herrn Bürgermeister Roth in Bettenhausen einzusenden. Anfangs Juni soll in Dr. Freiherr von Leonhardi, Hungen eine größere Versammlung stattfinden, in weldiensttuender Kammerherr Ihrer Königlichen Hoheit der cher endgültige Beschlüsse in dieser Sache gefaßt werden Großherzogin. sollen. Das reiche Ergebnis des Tages und die von der Großherzogin vorgesehene Verwendung der Mittel im Rahmen der Organisation der Großherzoglichen Zen trale für Mutter- und Säuglingsfürsorge, die sich insbesondere auch den ländlichen Gemeinden zuwendet, bürgen dafür, daß damit Nützliches geleistet werden wird. Darmstadt, 12. Mai 1911. Blankokredit für den gewerblichen Mittelstand. Mannheim, 12. Mai. * Die Zentralgenossenschaft der Hess. Landw. Konsumvereine e. 6. m. b. H., hält am Montag, den 15. Mai lfd. Js., im Bahnhofshotel zu Darmstadt ihre 21. Generalversammlung ab. -a- Allendorf a. d. Lahn, 12. Mai. Der Bahnbedienstete Kaspar Heep beging sein 40jähriges Dienst100 Mark. terung einer Misigrube in der Hofreite des Gastwirtes -m Nieder- Mörlen, 12. Mai. Bei ErweiNikolaus Langstroh fand der Arbeiter Fuchs 13 Silberstücke mit dem Bildnis Philipps des Großmütigen. Der Mangel an Betriebskapital hindert erfahrungsjubiläum. Die Eisenbahndirektion Frankfurt schenkte ihm gemäß zahlreiche tüchtige Kaufleute, Handwerker und fleinere Fabrikanten, ihre Arbeitskraft, ihre Kenntnisse und ihren Unternehmungsgeist in ausreichendem Maße zu verwerten. Kredit wird aber in der Regel nur denjenigen gewährt, die durch Verpfändung von Vermögensobjekten oder durch Stellung zweier zahlungsfähiger Bürgen genügende Sicherheit zu bieten vermögen. Um nun auch ohne eine solche Deckung, die ja vielfach nur mit schweren Opfern oder gar nicht zu beschaffen ist, kreditwürdigen Gewerbetreibenden einen für ihren Geschäftsbetrieb hinreichenden Kredit bewilligen zu können, ist von hiesigen Banken und gewerblichen Verbänden folgendes Verfahren in Aussicht genommen worden: Die Gesuche um Gewährung von Personalkredit werden einem engeren Komitee von etwa 3 vertrauenswürdigen Vertretern des Handwerker- und Kaufmannsstandes zur Vorprüfung unterbreitet. Ist der Gesuchsteller -m- Ober- Mörlen, 13. Mai. Der Landwirt Jakob König 16. und Ehefrau Anna Maria geb. Reuß begehen morgen Sonntag in voller Rüstigkeit ihre goldene Hochzeit. Heute sind es 25 Jahre, daß der * Alsfeld, 12. Mai. Der Großherzog hat dem den Titel„ Baurat" verliehen. * Groß- Breitenbach b. Ober- Mörlen i. D. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 pig. die 44 mm breite Inseratenzeile. Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pig. Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. schen sehen, die in dem den Bächen zugeführten großen Schlammassen erstickten. a= Ehringshausen( Kr. Wetzlar), 13. Mai. Am Mittwoch nachmittag verunglückte in der hiesigen Eisengießerei der Former Heinrich Karl. Beim Gießen spritzte im flüssiges Eisen in das linke Auge, was seine sofortige Ueberführung in die Augenklinik zu Gießen notwendig machte. == Braunfels, 12. Mai. Auf der Grube Queck bei Phillippsst ein wurde der Bergmann Karl Eichhorn durch herabfallendes Gestein verschüttet. Der Verunglückte ist bald darauf gestorben. Er ist Vater von 3 unmündigen Kindern. * Ober- Ingelheim, 10. Mai. Zu der Ermordung des Spezereihändlers Wolf durch seinen Bruder wird noch gemeldet: Von der Roheit des Mörders zeugt die Tatsache, daß er, nachdem der dreifach Getroffene taumelte und fiel, sich auf diesen kniete und sagte:„ Bist Du noch nicht ganz kaput, wart, ich helfe Dir." Dann feuerte er noch zwei Schüsse auf den Toten. Erst dann verließ er lächelnd den blutigen Schauplatz, um nach Hause zu gehen. Als man ihn verhaftete, saß er daheim ruhig beim Kaffeetrinken. Die Motive zu. dem Brudermord sollen übrigens nicht nur auf Erb= schaftsstreitigkeiten, sondern auch auf eine Anzeige zurückzuführen sein, welche der nun ermordete Bruder gegen den Mörder wegen eines anderen schweren Verbrechens erstattet haben soll. Der Verhaftete wird vor Erhebung der Anklage auf die Dauer von 6 Wochen in die psychiatrische Klinik nach Gießen gebracht, um dort auf seinen Geisteszustand untersucht zu werden. Rekonvaleszenz nach erschöpfenden Krankheiten, sowie nach schwerem Blutverlust. Nach schwerer, erschöpfender Krankheit ist die Sorge des behandelden Arztes vornehmlich darauf gerichtet, die KörperMaurer Adam König ununterbrochen bei der Baufirma Peter Stamm 3. in Bad- Nauheim tätig ist. Bauinspektor des hiesigen Hochbauamts, Otto Berth, kräfte zu heben, um so den Kranken widerstandsfähiger zn machen. Es ist der medizinischen Wissenschaft in dem Leciferrin ein Mittel zugeführt worden, das die Körperkräfte außerordentlich schnell hebt und den Appetit befördert. als untüchtiger Geschäftsmann oder schlechter Wirtschaf- jährigen Weidebetrieb eröffnet. Aufgenommen wurden ter bekannt, so wird sein Gesuch sofort abgewiesen. Andernfalls nimmt die Treuhandgesellschaft eine genaue Prüfung seiner Bücher vor und erstattet über das Ergebnis einem weiteren Komitee Bericht, zu dem wo= möglich auch ein vertrauenswürdiger Angehöriger der Branche des Gesuchstellers zugezogen wird. Gelangt nun das weitere Komitee auf Grund dieses Materials und der ihm sonst bekannt gewordenen Tatsachen zu der Ueberzeugung, daß der Gesuchsteller kreditwürdig ist, und zu seinem Geschäftsbetrieb einen Kredit in gewisser Höhe bedarf, so stellt es darüber eine Bescheinigung aus, nach deren Ueberreichung die Bank den Kredit ohne weitere Deckung einräumt. Die Angelegenheit befindet sich gegenwärtig noch im Stadium der Vorbereitung; aber zwei kapitalkräftige Bankinstitute haben sich schon bereit erklärt, unter diesen Bedingungen Blanko- Kredite zu gewähren, und einer dritten Bank ist die gleiche Zusage mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten. Auch findet bereits in nächſter von Zeit eine Versammlung von Handwerkern und Kaufleuten statt, in der die nötige Organisation geschaffen werden soll. Eine zivilrechtliche Haftung wird selbstverständlich von dem die Bescheinigung ausstellenden Komitee nicht verlangt. Den Handwerkern, die zu einer geordneten Buchführung nicht in der Lage sind, wird von der Treuhand- Gesellschaft auf Verlangen ein kaufmännischer Beamter für die nötige Stundenzahl pro Woche zur Verfügung gestellt, um die Bücher in Ordnung zu bringen und weiter zu führen, sowie rechtzeitig die Rechnungen herauszuschreiben. Zugleich ist von einem wirtschaftlichen Verbande in Aussicht genommen, für die Handwerker und ihre Angehörigen Buchhaltungskurse zu veranstalten. im ganzen 157 Rinder, sowie 57 Fohlen. Die Rinder stammen nur aus seuchefreien Gemeinden, oder solchen Orten, die weder infolge der Maul- und Klauenseuche veterinärpolizeilich gesperrt sind, noch in sogenannten Beobachtungsgebieten liegen. Gedern, 12. Mai. Der Fürst von Stolberg Wernigerode trifft morgen zu mehrwöchigem Aufenthalt auf dem hiesigen Schlosse ein. Die Dienerschaft ist be reits heute angekommen. In Ober- Lais feiert - die Vogelsberger Sängervereinigung ihr diesjähriges Bundesfest am 11. und 12. Juni. =)(= Gedern. Eine Glatzflechtenepidemie tritt ge= genwärtig hier und in einigen umliegenden Dörfern auf. Allem Anscheine nach ist die Krankheit( Teigflecken beim Rindvieh genannt) von Tieren auf Menschen übertragen worden. Sie ist eine durch einen Schimmelpilz hervorgerufene ansteckende Hautkrankheit, welche freisförmig fortschreitende Bläschengruppen oder rote Flecken an behaarten und unbehaarten Stellen hervorruft. Das Großh. Kreisgeſundheitsamt Schotten hat Maßnahmen gegen die Weiterverbreitung dieser Seuche ergriffen. == Die 3, 12. Mai. Ueber unsere Gegend gingen Donnerstag abend schwere Gewitter nieder. Namentlich die Ortschaften Holzheim, Flacht und Niederneisen hat ten unter dem Unwetter schwer zu leiden. Die von den Abhängen in die Orte stürzenden Wassermassen rissen Gartenmauern ein und verwandelten die Straßen in reißende Ströme. Gärten, Felder und Wiesen wurden auf weite Strecken verwüstet. Mehrere Schweine ertranfen. Um das Wasser von den Orten abzuleiten, wurden Schutzdämme errichtet, die von den Fluten aber wieder eingerissen wurden. In Niederneisen schlug der Blitz verschiedene Male ein, in Löhrheim wurde durch Blitzschlag der Giebel eines Hauses weggerissen, in Katzenellnbogen ein Haus eingeäschert. Bei Flacht wurde der Bahndamm unterwaschen, so daß die Züge der Strecke Diez- Wiesbaden zur zweistündige Verspätungen erlitten. In den Bächen konnte man Freitag vormittag Tausende von toten FiMan erhofft von diesen Maßnahmen vor allem eine wirksame Förderung des Personalkredits und damit eine wesentliche Erhöhung der produktiven Kraft des gewerb lichen Mittelstandes. Nebenbei könnte dadurch auch dem Borgunwesen, der leichtfertigen Uebernahme Bürgschaften und vielleicht sogar den Motiven Schmutzkonkurrenz entgegen gewirkt werden. von Daher wird Leciferrin jekt mit Vorliebe angewandt um die Körperkräfte zu heben, das Blut zu ergänzen, neue Lebensluft zu schaffen und das Nervensystem zu erfrischen. ( 219) Preis der Flasche M. 3; Leciferrin enthält Ovo- Lecithin 0.5, Eisen als Eisenoxybhybrat an 8uder ge bunden 0.75, aromatische Bestandteile in Cognac und Alkohol 40.0. Rest destilliertes Wasser. In allen Apotheken erhält- lich, ganz sicher von: Universitäts- Apotheke, Gießen und Engel- Apotheke in Frankfurt a. Main. Fahren Sie SUPERIOR musterhaft in Bau u.Ausstattung, grösste Stabilität, vorteilhafteste Preislagel Fordern Sie illustrierte Preisliste auch über Nähmaschinen Haushaltungsgegenstände, Waffen Uhren, Musikwaren sowie sonstige o Radfahrer- Bedarfsartikel gratis u. franko. HANS HARTMANN A: G.EISENACH 5 GROSSTES FAHRRADHAUS MITTELU.SÜDDEUTSCHLA Deutscher Reichstag. weichung von den alten Gewohnheiten. Es bestimmt, daß von jetzt an von den Gerichtshöfen der Sonntag als Ruhetag betrachtet werden soll und alle Regierungsämter gleichs falls geschlossen bleiben, sofern nicht ganz dringende Ge schäfte vorliegen. Kleine Nachrichten. Die Feier des 50jährigen Jubiläums des dent chen Hans destages wurde gestern in Heidelberg mit einem Begrüt Bungsabend eröffnet. Es waren 150 deutsche und elf ausländische Handelskammern vertreten. Oberbefehl des Generals der Kavallerie v. Manteuffel in Frankreich zurück. Es waren noch verhältnismäßig große Truppenmassen, die hier laut Abmachung bis zur Zahlung der zweiten Rate bleiben sollten, nämlich von der ersten Armee das erste Armeekorps, von der zweiten Armee die 4., 6., 19. und 24. Division und von der dritten Armee die 11., 22. und 2. bayerische Division. Die zweite Ratenzahlung erfolgte am 5. Mat 1873. Nun begann am 5. August 1873 der größte Teil der deutschen Truppen, die in Frankreich zurückgeblieben waren, den Abmarsch in die Heimat. Es blieb jetzt nur noch die Zahlung der fünften Milliarde der festgesetzten Kriegskostenentschädigung übrig. Bis zu ihrer völligen Bezahlung sollte auf der Festung Verdun eine 1000 Mann starke Besatzung zurückbleiben. Die 5. Milliarde wurde nach den Abmachungen, die zwischen Deutschland und Frankreich getroffen waren, in vier Raten gezahlt, alle vier Raten in Abständen von einem Monat und die erste Rate einen Monat nach der Bezah= lung der 4. Milliarde. Wie wir oben schon erwähnt haben, erfolgte diese Zahlung am 5. Mai 1873. Die ersten 250 Millionen von der übrigbleibenden fünften Milliarde mußten also am 5. Junt 1873 bezahlt werden. Das Geld traf auch pünktlich ein; die zweite Rate von wiederum 250 MilItonen war am 5. Juli fällig, am 5. August die dritte Rate und am 5. September 1873 die vierte Rate. So war die Vorbedingung dafür gegeben, daß der letzte deutsche Soldat Frankreich verließ. 8 Tage, nachdem die letzten 250 MilItonen an Deutschland abbezahlt worden waren, verließen Ste 1000 Mann Besatzung von Verdun das besiegte Land und am 16. September, also wiederum 3 Tage später als die Truppen, fehrte General v. Manteuffel nach Deutschland zurück. Damit war die Rückkehr der siegreichen Truppen aus Frankreich endgültig abgeschlossen. Eine Woche ist nun gerade vergangen, die gewissermaBen als Probezeit beweisen sollte, ob es möglich ist, das große Werk der Reichsversicherungsordnung ohne Gewaltmaßregeln durchzubringen. Der Versuch ist bisher nicht schlecht geglückt. Man muß den Sozialdemokraten zugeben, daß sie sich streng an die Grenzen einer sachlichen Debatte gehalten und die Zeit des Hauses nicht übermäßig in Anspruch genommen haben. Wenn sie es für gut und zweckmäßig halten, thre bereits in der Kommission abgelehnten Anträge im Plenum wörtlich noch einmal vorzubringen, so mag das überflüssig sein, aber parlamentarisch ist es ihr gutes Recht. Ebenso ist es aber auch das Recht der Mehrheit, daß sie nicht gezwungen werden kann, sich in eine Debatte über diese bereits dreimal verhandelten Gegenstände einzulassen. Ste läßt die Sozialdemokraten reden und lehnt deren Anträge ab. Das ist ein völlig einwandfreies Verhalten; aber auf der anderen Seite ist nicht zu vergessen, daß die wichtigsten Stellen, diejenigen Abschnitte, die eine starte Opposition bringen werden, noch vor uns liegen, so daß irgend ein abschließendes Urtell über das Schicksal der Reichsversicherungsordnung sich immer noch nicht abgeben läßt. Jetzt ist die Beratung bis zu einer Frage vorgeschrit ten, die bei dem ganzen Werk einen Hauptdifferenzpunkt bildet, die Verwaltung der Krankenkassen. Rundschau vom Cage. Politisches. Eine Hutrechnung der Prinzessin Luise von Belgien. Eine französische Modistin hat die Prinzessin Luise von Belgien für gelieferte Damenhüte im Betrage von 77 000 Francs verklagt. Die Prinzessin fand die Rechnung zu hoch und verweigerte die Zahlung. Vor Gericht wurde der Modistin voll Recht gegeben und die Prinzessin zur Zahlung des eingeklagten Betrages verurteilt. Fleischnot in Bayern. Aus München meldet der Draht: Die Fleischnot in Bayern ist jetzt bis zu einem Stadium gelangt, wie es schlimmer nicht gedacht werden kann. Zum erstenmal ist der Fall eingetreten, daß der Münchener Viehmarkt ohne jeden Ochsenauftrieb war. Roosevelt geht auf die Eisbärenjagd. Der. bekannte amerikanische Polarforscher Kapitän Barklett kündet an, daß Roosevelt eine längere Jagdreise durch das grönländische Polargebiet plant, um dort Eisbären zu schießen. Die Vorbereitungen sind bereits im Gange. Die Abreise Roosevelts kann schon in wenigen Wochen erfolgen. Die dritte Lesung der elsaß- lothringischen Verfassungsvorlage in der Kommission hat wider Erwarten mit der Ablehnung des Gesetzes im ganzen geendet. Da dieser Beschluß indessen mit 13 gegen 12 Stimmen gefaßt wurde, so besteht noch einige Aussicht, daß sich im Plenum ein positives Ergebnis herbeiführen läßt. Für das Gesetz stimmten die vier Fortschrittler, der Abg. Gregoire, das elsässische Mitglied der Reichspartei und sechs Zentrumsmitglieder. Dagegen stimmten die vier Sozialdemokraten, der Pole, zwei Zentrumselsässer, der Vertreter der Wirtschaftlichen Vereinigung, die vier Konservativen und das andere Mitglied der Reichspartei. Die drei Vertreter der Nationalliberalen enthielten sich der Abstimmung. Es war von vornherein zu erwarten, daß die sozialdemofratischen Vertreter hier mit besonderer Zähigkeit und selbst bet threm nicht alltäglichen Temperament eine scharfe Klinge führen würden. Der konservative Abg. Graf Westarp, einer der gewandtesten Debatter der Rechten, vielleicht des ganzen Reichstags, verlangte, daß der Mißbrauch der Krankenkas= fen zu parteipolitischen Zwecken beseitigt werden müsse. Als er behauptete, daß die Sozialdemokraten in„ zynischer und frivoler Weise" dem Gesetz ins Gesicht geschlagen hät= ten, da entstand ein fürchterlicher Lärm unter den Sozialdemokraten. Die Zwischenrufe frecher Junker", Ste bellen wie ein Hund" und ähnliche Schmeicheleien fielen so hageldicht, daß der arme Präsident gar nicht wußte, wem er zuerst einen Ordnungsruf erteilen sollte, und der Lärm ging immer weiter. Die Sozialdemokraten umlagerten die Tribüne und suchten den Redner durch fortwährende Zwischenrufe zu unterbrechen, wobei es nicht ohne weitere Ordnungsrufe abging. Zum Schlusse richtete Graf Westarp einen Appell an die Behörden, nicht schlapp zu sein gegenüber dem Kassenmißbrauch. Abg. Eichhorn( Soz.) wandte sich in langen Ausführungen gegen die Angriffe des Vorredners und betonte, daß die politischen und gewerkschaftlichen Organisationen der Arbeiter mit den Krankenkassen gar nichts zu tun haben. Auch Eichhorn erhielt für eine Bemerkung über die Moral der Junker" einen Ordnungsruf. Hiernach ergriff Staatssekretär Delbrück das Wort zu längerer Rede, in der er die Frage untersuchte, ob von einer„ Entrechtung der Arbeiter" schon allein dadurch, daß der Gesetzgeber die Verwaltungnormen ändere, gesprochen werden könne. Er legte dar, daß die inzwischen eingetretene Entwickelung die Bestimmungen über die Selbstverwaltung der Kassen, wie sie seinerzeit durch das Krankenversicherungsgesetz geschaffen seien, nach den allgemeinen langbewährten Verwaltungsgrundsäzen nicht mehr rechtfertige. Korporationen, die sich des Schutzes des Gesetzge bers erfreuten, bedürften auch seiner Aufsicht, sollte nicht die Gefahr eintreten, daß sie zu Zwecken gebraucht würden, die mit dem öffentlichen Interesse und den Zielen des Staa= tes nicht vereinbar seien und die in keinem Zusammenhange ständen mit den Aufgaben, die diesen Korporationen sonst gestellt sind. Der Direktor im Reichsamt des Innern Caspar ging auf die Ausführungen des Abg. Eichhorn näher ein und betonte, daß vielen national gesinnten Männern, die an den Krankenkassen beschäftigt waren, gekündigt wurde, weil sie Sozialdemokraten Platz machen mußten. Redner verlas Aeußerungen von verschiedenen Aufsichtsbehörden, die den Kassenverwaltungen vorwerfen, daß sie Parteiangehörige bevorzugen. Nach weiteren Ausführungen des Abg. Becker- Arnsberg( Zentrum), der verlangte, daß die Kassen neutralisiert werden, damit sie ihrem gefeßlichen Zweck wieder zugeführt würden, vertagte sich das Haus auf Freitag. Die Rückkehr unserer Truppen 1871 3 Des er Berli baß die in der Gericht befaller richtsr ausgef Auffall nichts terfuch Weinr Ergebr wohl f dessen Verfah Monta Falles feiner hielt m borzug Gebur D berg nieder beglei die F Gunge getroff Unwet geschlag Inedit tötet m Ci ift auf hört, ge bis 202 difat zu Währen vorkomm Granit Granit Mö cagos to ordentlic eines Ho Fenster Frau, a leiter w terte die thr ein Simmel eine zwe net, die ben!" G meile an Einen Gattenmord verübte der Gelegenheitsarbeiter Stroinski in Beuthen( Oberschlesien). Hausbewohner ver. mißten seine 28jährige Frau und erbrachen die Wohnung. Hier fanden sie die Leiche in einer Blutlache liegen. Der Mann, ein arbeitsscheuer Mensch, der erst kürzlich aus dem Gefängnis entlassen wurde, wurde unter dem Verdacht der Tat verhaftet und gestand den Mord auch ein. Die Agrarfommission des preußischen Abgeordnetenhauses hat sich am Donnerstag in mehrstündigen Verhandlungen mit der Frage der Errichtung eines staatlichen Naturschutzparkes in der Lüneburger Heide beschäftigt. Es wurde beschlossen, und zwar mit allen gegen eine Stimme, die Staatsregierung zu ersuchen, fährlich 40 000 Mark für diesen Zweck die nächsten 10 Jahre hindurch in den Etat einzustellen. Große Unterschlagungen in einem Postamt. Auf einem Charlottenburger Postamt ist man großen Unterschlagungen auf die Spur gekommen. Es handelt sich um die Veruntreuungen von mehreren tausend Mark, die ein Gelöbrief= träger begangen hat. Vom Blizz erschlagen. Ein Ackerbürger aus Müncheberg bei Berlin war gestern mit seinem 16jährigen Sohn auf das Feld gefahren, als ein furchtbares Gewitter losbrach. Der Bliz schlug in den Wagen ein. Die beiden Pferde waren sofort tot. Der Sohn wurde auf beiden Setten gelähmt, während der Vater unverletzt blieb. Tödlicher Automobilunfall. In Schnelsen in Holstein stieß das Automobil eines Arztes gegen einen Baum. Die Insassen wurden herausgeschleudert. Die Tochter des Arztes war sofort tot, seine Frau und seine andere Tochter wurden leicht, er selbst und der Chauffeur schwer verletzt. In der Frage der Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart ist eine überraschende Wendung eingetreten. Der Führer der Fortschrittlichen Volkspartei richtete in einer öffentlichen Wählerversammlung im Interesse der Einigung der bürgerlichen Parteien die Aufforderung an seine Partei, die gänzlich aussichtslose fortschrittliche Kandidatur zurückzuziehen und für die nationalliberale Kandidatur des Regierungsrats Lautenschläger einzutreten, die die meisten bürgerlichen Stimmen auf sich vereinige, weil sie von Konservativen und Zentrum unterstützt werde. Wenn dieser Aufforderung des volksparteilichen Führers Folge geleistet würde, ist die Möglichkeit eines Sieges des sozialdemokratischen Kandidaten beseitigt. Nach dem Friedensschluß am 10. Mai 1871, dessen 40fähriger Gedenktag soeben gefeiert wurde, begann der Rücktransport der siegreichen Truppen in die Heimat, wo die Rückkehr zu einem wahren Triumphzuge durch deutsche Lande wurde. 3um großen Teil begann die Rückkehr der riesigen Truppenmassen schon früher, da es Monate bedurfte, um die Rückkehr der Hunderttausende zu regeln. In den ersten Tagen des März wurden die ersten Transporte in die Wege geleitet und am 16. März kehrte Katser Wilhelm nach Berlin zurück, um am 17. Juni den Einzug ber Truppen in Berlin zu sehen. Damit war aber die Rückkehr der ganzen Truppen noch nicht abgeschlossen. Der Friedensschluß vom 10. Mai hatte bekanntlich den Franzosen die Zahlung einer Kriegsentschädigung von 5 MilItarden auferlegt. Bis zur restlosen Zahlung dieser 5 MilItarden blieb ein Teil der Offupationsarmee unter dem 4) 3wei Kirschen an einem Stengel. Roman von A. von Liliencron. Nachdruck verboten. 30 Hänser eingestürzt. Ueber die Stadt Alexandrowo ging ein Wolkenbruch von großer Heftigkeit nieder. Die ganze Stadt ist überschwemmt. Unter dem Andrang der angestauten Wassermassen stürzten 30 Häuser ein. Der Schaden ist enorm. Ein französisch- spanischer Geheimvertrag über Marokko soll nach der Meldung eines Pariser Blattes im Jahre 1902 abgeschlossen worden sein. Nach den Bestimmungen des Artikels 7 soll die spanische Regierung sich verpflichten, in Anbetracht der beträchtlichen Handelsinteressen der Untertanen des deutschen Kaisers in Marokko dem Deutschen Reiche für einen noch zu bestimmenden Zeitraum einen Hafen an der atlantischen Küste zu verpachten, der Casablanca oder Rabat sein könnte. Aus den Gerichtssälen. Das Döberitzer Wildererdrama vor Gericht. Vor dem Schwurgericht des Berliner Landgerichts III begann am Donnerstag die Verhandlung wegen der Bluttat, der im Februar d. J. der Gefreite vom Gardeschützen- Bataillon Brandt zum Opfer gefallen ist. Die Anlage richtet sich gegen den 51 Jahre alten verheirateten Gärtner Bunde und den Arbeiter Arndt und lautet gegen Bunde auf Mord und gewerbsmäßiger Wilddieberei, gegen Arndt auf Beaünsti gung und gewerbsmäßiger Hehleret. Bunde gibt an, daß er am Abend des 17. Februar auf der Döberizer Heide in der Nähe des Weinberges gesessen habe, fein zusammenleg bares Gewehr hatte er bei sich. Plötzlich set in seinem Rüffen ein Soldat aufgetaucht, der auf eine Entfernung von 2 bis drei Metern, ohne ein Wort zu sagen, auf ihn geschossen habe; die Schüsse seien aber fehlgegangen. Darauf habe er sein Gewehr genommen und habe auf den Soldaten zweimal geschossen. Der erste Schuß set auch fehlgegangen, der zweite habe den Soldaten leicht am Ohr oder an der Wange verletzt. Der Soldat sei dann nach dem Fliegerschuppen zu gegangen, und er, Bunde, habe sich zu dem mitangeklag ien Arndt begeben und dort sein Gewehr versteckt. Damit war die Vernehmung der Angeklagten beendet und wurde in die Beweisaufnahme eingetreten. Es sind im ganzen 58 3engen und zehn Sachverständige geladen. Ueber die chinesische Aufstandsbewegung in der Mandschurei tommen aus Petersburg beunruhigende Nachrichten. Eine Feuersbrunst zerstörte in der Hauptstadt der Provinz Kirin über 3000 Häuser. Das Feuer wurde von Chunchusen angelegt. Der Gouverneur flüchtete, die Europäer bezogen Notquartiere am jenseitigen Sungariufer unter dem Schutz des russischen Konsulats. Hunderttausend Chinesen wurden obdachlos. Die Chunchusen zünden planmäßig die Ortschaften längs der Ostchinabahn an. Der Schaden ist gewaltig. Frau Amrum wehrte ihr ungeduldig ab.„ Bist wohl närrsch, Kindel! Das bissel Schaden tut nichts; ob solch a Bröckel fehlt oder nit, is egal, schön blewis doch, und die Rösel werd mirs danke, daß ichs herausgeframt hätt! Wißt, Kindel, a Sträußel fehlt noch im Stübel, das fünnst noch hole; droben beim Bruch blüht die Heide, und Schöneres gibts halt nit." Sonntagsruhe in China. Ein soeben herausgegebenes kaiserliches Edikt bringt eine neue bemerkenswerte AbKathi war einverstanden. Die rote Erika sammeln und zum Bruche gehen, das fam ihr recht gelegen, und mit einem Lächeln, das die Grübchen im Kinn und Wange zeigte, meinte sie:„ Mutterle, wennst wir zwei nun heute so vill Früd habe, dann wüllen wir se allweil of andern günne. Wann ich von uns Striezel a Stüdel abschneiden und dem Hans Ruland zum Frühstücke bringen tät, dann hätt er sin Pläsir dran, wenn er's aufschnabliert, und ich min Spaß, weilst ich ihm dabi zusehen tät." Frau Amrum nichte. Schon recht so, aber feder dich, daß du bald zurück bist." gleich das rechte Wort, um fortzufahren, und sah ihm, der thre Hand gefaßt hatte, fragend in die Augen. ,, Bist noch grantig?" suchte sie zu ergründen. ,, Bist noch de Trotztopf?" fragte er statt aller Antwort zurück. eilte her Personen vernehmi ift eine brud die Aus Ser Frif. gliedern nauen F der. Ge helligkeit nisse des gar zu se Dorgefom 03 Feldzuge führer u fugnisse träge un ist auch polarer diese Ar Seeleute NordLandra Ein Engelmachervaar stand in der Person des Händlers Boer aus Mondorf und seiner 22jährigen Frau vor der Cölner Straffammer. Ste zogen durch Dorf und Stadt, indem sie sich als ein wohlhabendes Gutsbesitzerpaar ausgaben, das ein Kind adoptieren wolle. Auf diese Weise erhielten sie zahlreiche Kinder, zumteil im zartesten Alter. Das Geld verbrachten sie. Die Kinder legten sie nackend in irgend einem gemieteten Zimmer nieder, um sie auf diese Weise an Entbehrungen zugrunde gehen zu lassen. Die Frau nahm die Kinder auch bei Regen und Wind ungenügend bekleidet mit, sie hoffte, die armen Würmchen auf diese Weise schneller beseitigen zu können. Der Mann wurde zu zwei Jahren Zuchthaus, die Frau zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Da lachte sie ihr sorgloses Vogelgezwitscher, und er stimmte in fräftigem Tone mit ein. Jetzt war auf einmal alles Aergerliche wie fortgewischt, und vergessen, daß sie sich gestern erzürnt hatten. Sie holte ihren Striezel heraus, und es fam, wie sie erwartet hatte, er verzehrte ihn voll Wohlbehagen, und sie freute sich daran. Wozu dast de grot Strug pflückt?" fragte er, mit vollen Baden kauend. Da drohte die Geschichte schon wieder in ein gefährliches Fahrwasser hinüberzugleiten. Kathi erfaßte das aber zu rechter Zeit und antwortete, einer eifersüchtigen Regung vorbeugend, die Mutter hat michs geheiße, ich süllt die Blümle uf de Tisch stelle, wenn de..." Eine halbe Stunde später stand Kathi, einen dicken Busch blühender Heide in der Hand, unter dem alten Eichbaume dicht am Basaltbruche. Sie wußte, das war der Frühstücksplatz des alten Spielkameraden, denn von dort fonnte er das rote Dach ihres Hauses sehen. Nun hatte sie sich so beeilt, um zur rechten Zeit hier zu sein, daß ihre Wangen glühten vom hastigen Blumenpflücken und von der Freude, den Hans wieder zu versöhnen. Das mochte wohl noch mehr der Grund sein, daß ihr so heiß war, warme Freude leuchtete aus ihren Augen. Sie hatte es gut abgepaßt, denn in dem Augneblick, als sie den Eichbaum erreicht hatte, kam der Bursch aus dem Bruche. Mit einem Sage war er an ihrer Seite. ,, Da bist ja, Mädel!" „ Ja, da bin ich", sagte sie zögernd und fand nicht er. ,, Nun ist sie mir aber wiederkomme die unbändige Lust, Dir a Freud zu mache, und da süllst Du es auch glir uf den Fled habe.' S is a silbernes Kruzel, tätst Di ja mal so ins wünsche, und nu mußt Dus auch morge zur Kirmes trage und allemal, wenn Du so recht vergnügt bist." Er drückte ihr das Päckchen in die Hand. ,, de Großstädter fümme", schnitt er ihr das Wort ab. Er sagte es nicht ärgerlich, sondern nur neckend, aber das Mädchen war doch besorgt, es könne wieder zu einem Wortwechsel kommen wie gestern. Sie zog das schönste Büschel des Heidekrautes aus ihrem Strauße, griff nach seinem Hute, den er neben sich ins Gras geworfen hatte, und steckte die Blumen daran. Gelt, so is fein?" lachte sie ihn an und hielt ihm den Hut hin. Sie war ganz rot geworden und ganz benommen vor Freude. Langsam, fast feierlich wickelte sie es auf, und als sie nun das kleine silberne Kreuz herausnahm, strahlte sie über und über. ,, Wie guat Du bist, Hans, lieber Hans. Wat soll ich Di nur dafür gebe!" Sein frisches Gesicht strahlte. ,, Mädel, kumm, rück mal heran! Jch häb Dir was zu vertelle, ich wull dir was gebe." Gehorsam tat sie nach seinem Willen, sie war doch neugierig, zu wissen, was er vorhabe, und drängte:„ Mach zu, Hans, de Mutter zanft, wenn ich nit rasch wieder dahem bin." Er hatte schon die Antwort bereit, aber die grelle Pfeife am Bruche, die zur Arbeit rief, und die Kameraden, die seitwärts gelagert hatten und jetzt vorbeikamen, das alles zusammengenommen hinderte ihn an der Aussprache. Es war ja etwas recht zärtliches gewesen, das er hatte sagen wollen, und dazu erschien ihm jezt der Augenblick nicht geeignet. Er griff nach seinem Hute, schwang sich auf und rief ihr nur noch zu: ,, Uf an ander Mal, Kathi, uf an ander Mal!" Er suchte in seiner Westentasche und holte einen fleinen in rotes Seidenpapier gemidelten Gegenstand heraus. ,, Gestern schon wüllt ich Di das Ding gebe, aber hernach war mir die Lust vergange Du weßt schon", sagte - Sie nickte ihm flüchtig zu, aber es war doch gar so herzig gewesen, dachte er bei sich und ging frohgemut an die Arbeit. Sein blondes Schätzchen wanderte mit leerem Körbchen denn das hatte er ausgefuttert doch mit einem Herzen voll Jubel, leichten Schrittes heim. Sie sang dabei fröhlich wie eine Lerche, nur hin und wieder unterbrach sie sich und drückte ihr kostbares Geschenk an die Lippen. Unter allerhand eifrigen Vorbereitungen für den Be such tam der Nachmittag schnell heran. Der Kaffee brodelte auf dem Herd, auf dem sauber gedecken Tische prangten Striezel und Napftuchen und in der Mitte der Heideblumenstrauß, der, so hatte Kathi es sich ausgedacht, die braune Kanne etwas verdecken sollte, die ihr nun doch einmal ein Dorn im Auge war. ( Fortsetzung folat.) bis zu nis Re lung h polarer sowie da Expediti Anordnu ist der gabe bez feemänni nis der ordnung. Polarzul Antarttif Kostenan porfene überdies Versicheru nossenscha Mart ber Stabes h rigen gre glied darf lichteit br Der Verb Ipondenz Der Suffragett in den he tun ließ, und feine ungszerem einer Abb für eine Unterneh Schrodene Des Gatte tann fich umute w Hige Gefin etwaigen Her! ber von bestimmt, de ntag als Hube gsämter gleid bringende Ge Dent then Hau einem Begri e und elf aus von Belgien in Luife von hnung zu ho burde der Mo zur Zahlung age von 77 000 det der Draht: Stadium ge tann. Bum inchener Bleh Der. bekannte it tündet an, das grönlän ichießen. Die Abreise Roo en. enheitsarbeiter bewohner ver die Wohnung. liegen. zlich aus dem Verdacht der Der t. Auf einem terschlagungen m die Verun ein Gelöbrief aus Münche Fährigen Sohn Gewitter log Die beiden if beiden Sel blieb. n in Holstein Baum. Die Tochter des andere Tochter wer verlegt. Alexandrowo nieder. Die drang der an n. Der Scha 1. chit. Vor dem I begann am ( uttat, der im izen- Bataillon ge richtet sich er Bunde und uf Mord und auf Begünsti gibt an, daß rizer Heide in zusammenleg n seinem Rüt fernung von 2 ihn geschossen Darauf habe er Soldaten zwei lgegangen, der an der Wan Fliegerschuppen nmitangeklag rstedt. Damit det und es Es sind im geladen. on des Händ gen Frau vor orf und Stadt, fitzerpaar aus Siese Weise er rtesten Alter. en sie nackend r, um sie auf zu laffen. Die d Wind unge Würmchen auf Der Mann zu neun Monbändige Luft, uch glix uf den i ja mal so ins Kirmes trage t." Er drüdte benommen vor e es auf, und nahm, ftrahlte , lieber Hans ber die grelle Die Kameraden, rbeifamen, das der Aussprade das er hatte der Augenblid chwang fich auf 1, Kathi, uf an ar doch gar so frohgemut an leerem Körb doch mit einem Sie lang babei eder unterbrad an die Lippen. en für den Be Kaffee brodel Tifdhe prangten e der Seideblu ausgedacht, die z nun doch eins Vermischtes. Zu dem Duell Richthofen- Gaffron teilt der Bruder bes ersteren, Legationssekretär Frhr. v. Richthofen, dem Berliner Tageblatt" mit, es sei vollständig unzutreffend, baß die Straftammer festgestellt habe, Herr v. Gaffron habe in der Geldgeschichte völlig einwandfrei gehandelt. Das Gericht habe ich mit der Geldaffäre überhaupt nicht zu befassen gehabt. Im übrigen habe der Oberlandesgerichtsrat Frhr. v. Richthofen als Zeuge unter seinem Eid ausgesagt, daß nach seiner menschlichen und juristischen Auffassung das Verhalten Gaffrons in der Geldgeschichte nichts anderes sei, als Wucher. Die ehrengerichtliche Untersuchung, die v. Richthofen nach dem Rencontre in dem Weinrestaurant selbst gegen sich beantragt habe, habe das Ergebnis gehabt, daß das Verhalten v. Richthofens sowohl in der Geldaffäre, als auch bei dem Rencontre und dessen Folgen einwandfrei gewesen sei. Das gerichtliche Verfahren gegen den Leutnant v. Richthofen beginnt am Montag und wird wohl die vollkommene Aufklärung des Falles ergeben. v. Gaffron war verheiratet und lebte in seiner Villa in Potsdam auf sehr vornehmem Fuße. Er hielt mehrere Reit- und Rennpferde. Auch als Maler be vorzugte er Tier und Sportbilder. Er wird in seinem Geburtsdorf in Schlesien bestattet werden. Opfer des Blizes. In östlicher Richtung von Bamberg und in der Fränkischen Schweiz sind heftige Gewitter niedergegangen, die von Wolkenbrüchen und Hagelwetter begleitet waren In Memmelsdorf bei Bamberg wurde die Frau des Meggers Möhrlein vom Blitz erschlagen. In Gunzendorf wurden zwei Kinder auf der Straße vom Blizz getroffen und getötet. Auch in anderen Orten hat das Unwetter furchtbar gehaust; der Blitz hat mehrmals eingeschlagen, so in Leiter bei Aschaffenburg, wo der Dienstfnecht eines Gastwirtes auf seinem Gespann vom Blizz ge= tötet wurde. Ein neuer großer Kupferfund in Deutsch- Südwestafrika ist auf der Farm Heidelberg, die einem Herrn Tobias ge hört, gemacht worden. Die Analyse des Erzes ergab 18 bis 20 Prozent Kupfer, etwas Blei und Silber. Ein Syndikat zur Aufschließung des Kupferfundes hat sich gebildet. Während die Erze von Tsumeb und Otavi meist in Kalt vorkommen, hat man es in Heidelberg anscheinend mit Granit zu tun. Wir weisen darauf hin, daß Kupfer im Granit manchmal mit Gold verbunden auftritt. Mörderische Reflame. Auf einem großen Plaze Chicagos wurden die Passanten jüngst Zeugen einer außer: ordentlich aufregenden Szene: aus dem ersten Stodwerke eines Hauses hörte man gellende Hilferufe, dann ging ein Fenster in Trümmer, und dahinter erschien eine junge Frau, augenscheinlich in größter Aufregung. Eine Strick leiter wurde zu Boden herabgelassen, in größter Eile kletterte die junge Frau die Leiter abwärts, und hastig folgte thr ein junger Mann. Während die beiden noch zwischen Himmel und Erde kletterten, erschien im Fensterrahmen eine zweite männliche Gestalt, mit einem Dolche bewaffnet, die voller Wut schrie: Sa, Treulose, Du mußt sterben!" Entsetzt folgte die Menschenmenge, die sich mittlerweile angesammelt hatte, diesen Vorgängen. Die Polizei eilte herbei; plöglich aber machten die drei handelnden Personen Halt, und der Herr mit dem Dolche sagte mit vernehmlicher Stimme:„ Meine Damen und Herren! Dies ist eine Szene aus dem fesselnden Roman, mit dessen Abbrud die X.- Q.- 3.- 3eitung heute abend beginnt." - Aus dem Vertrage eines Südpolfahrers. Man schreibt der Frff. 3tg.: Eine aus mehreren oder gar vielen Mitgliedern gebildete Forschungsexpedition bedarf einer genauen Festlegung der Rechte und Pflichten dieser Mitglieder. Geschähe sie nicht, so wären Differenzen und Mißhelligkeiten eine tägliche Folgeerscheinung, die die Ergeb nisse des Unternehmens schwer beeinträchtigen, wenn nicht gar zu seinem Scheitern führen müßte. Das ist auch schon vorgekommen. Besonders eine Polarexpedition ist einem Feldzuge vergleichbar, in dem, soll er gelingen, der Oberführer und die Unterführer ihre genau umschriebenen Befugnisse haben müssen. Man pflegt also heute durch Verträge und Vorschriften die nötige Klarheit zu schaffen. Das ist auch bei der jetzt aufgebrochenen zweiten deutschen Südpolarexpedition geschehen. Vergleichsweise einfach war diese Angelegenheit bei Expeditionen zu regeln, die von Seeleuten geleitet wurden, z. B. bei fast allen englischen Nord- und Südpolarfahrten. Ist aber der Leiter eine Landratte, so braucht z. B. das Schiff einen Kapitän, der bis zu einem gewissen Grade ebenfalls eine leitende Stellung haben muß, und es ist nicht einfach, diesem Verhältnis Rechnung zu tragen. Bei der zweiten deutschen Südpolarerpedition so heißt es in der Dienstanweisung ist der Kapitän dem Leiter für die Erhaltung des Schiffes, sowie dafür verantwortlich, daß der Schiffsdienst stets der Expeditionsaufgabe entspricht. Der Kapitän hat allen Anordnungen des Leiters, die die Durchführung dieser Aufgabe bezwecken, Folge zu leisten; aber er behält die volle seemännische Verantwortung für das Schiff. Das Verhältnis der Besatzung zum Schiffsführer regelt die Seemannsordnung. Alle Teilnehmer bekommen Gehalt und eine Polarzulage, die von dem„ Eingetragenen Verein Deutsche antarktische Expedition" gezahlt werden. Die dafür im Kostenanschlag für zwei Jahre und 35 Teilnehmer ausge worfene Summe beträgt 240 000 M. Alle Teilnehmer sind überdies auf Leben und Invalidität versichert, bei einer Versicherungsgesellschaft sowohl wie bei der Seeberufsgenossenschaft, wofür die Prämie auf jährlich etwa 50 000 Mark bemessen ist. Die Mitglieder des wissenschaftlichen Stabes haben ihre bestimmten Fächer zu versehen, im übrigen grenzt der Leiter ihre Arbeitsgebiete ab. Kein Mitglied darf Nachrichten über die Expedition in die Oeffentlichkeit bringen, dieses Recht hat nur der Letter, der mit ber Verbreitung seiner Meldungen eine Berliner Korre( pondenz beauftragt hat. Der Chekontrakt einer Suffragette. Eine Londoner Suffragette ist mit allen Zeichen begründeten Mißtrauens in den heiligen Stand der Ehe getreten. Soweit es sich tun ließ, hat die Dame natürlich ihre Interessen gewahrt und keine von den althergebrachten Formeln bei der Trauungszeremonie geduldet, die ihr auch nur den Schatten einer Abhängigkeit vom Manne zugemutet hätten. Aber für eine würdige Vorkämpferin der Frauenrechte hat das Unternehmen immerhin noch seine Gefahren. Die unerSchrockene Ehekandidatin hat denn auch zur Warnung - des Gatten einige hundert handfeste und stimmgewalHige Gesinnungsgenossen zur Feier mitgebracht; und man tann sich vorstellen, wie dem depossedierten Tyrannen da zumute wurde! Er wird auch auf die Dauer mit seinen etwaigen Herrschergelüften man fennt fa diese Mänfein Glück haben. Dafür sorgt der Ehevertrag, der von einem besonderen Frauenkomitee ausgearbeitet ner! - - - und von den beiden Parteien unterschrieben wurde. Dieses denkwürdige Schriftstück enthält unter anderem folgende Punkte: 1. Die Angelegenheiten des Hausstandes werden auf parlamentarisch- konstitutioneller Basis erledigt. Die Legislative liegt in der Hand der Frau, die Exekutive bleibt dem Manne vorbehalten, d. h.: er hat zu tun, was die Frau will. 2. Das Parlament(= die Frau) beschließt stets einstimmig. 3. Das Ministerium (= der Mann) ist verantwortlich und fann gestürzt werden. 4. Der Mann verpflichtet sich, nicht früher eine Kandidatur fürs englische Parlament anzunehmen, als bis eine weibliche Mehrheit in diesem Hausre erreicht wurde. Inzwischen hat er bei jeder passenden Gelegenheit die Minister zu beschimpfen und womöglich zu verprügeln. Sollte er während des ersten Ehejahres nicht mindestens fünf Monate Gefängnisstrafen aufzuweisen haben, so ist die Ehe ungültig. - Die verkannte Bombe. Ein heiteres Vorkommnis berichten Petersburger Blätter aus Wilna. Bringt da vor einigen Tagen ein Dienstmann nach dem Winogradschen Progymnasium ein schweres Paket, für den Herrn Turnlehrer." Der Hausmeister nimmt die Hülle vom Paket und wird bleich vor Schred eine Bombe! Der Turnlehrer wird herbeigerufen, sieht die Höllenmaschine, leugnet jeden Zusammenhang mit dem Schredensinstrument und läuft entsetzt davon. Endlich beschließt man, die Polizei von dem Vorfall zu benachrichtigen. Mehrere Polizisten, Gendarmen und Kriminalbeamte eilen herbei, prüfen den verdächtigen Gegenstand und benachrichtigen den Staatsanwalt. Inzwischen wird die Bombe unter Beobachtung aller Vorsichtsmaßregeln nach dem Polizeibezirk transportiert und gleichzeitig der Gouverneur und alle Polizeibezirke benachrichtigt, worauf unverzüglich eine energische Untersuchung eingeleitet wird. Nun hat in demselben Hause, in welchem sich das Gymnasium der Frau Winograd befindet, auch der„ Sofol" seinen Siz. Turnlehrer im ,, Sofol" ist ein gewisser Czyzewski. Unter polizeilicher Eskorte wurde Czyzewski an den Ort der Entdeckung der Bombe gebracht. Im Polizeibezirk wurde ihm die auf dem Tische liegende Bombe gezeigt; er ergriff sie und hob sie in die Höhe.. Die Anwesenden sprangen vor Schrecken dicht an die Wand.„ Also das ist die Bombe?" rief er. Und ohne zu überlegen, warf er den Gegenstand auf die Erde. Es ertönte ein schwerer..... Aufstoß. Nun erläuterte Czyzewski, daß der Absender des verhängnisvollen Patets ein Lehrer der Lokal- Gymnastik an den örtlichen Kronslehranstalten sei. Jener lieh sich, bevor er sich zu dem Preisturnen nach Turin begab, von Czyzewski eine zwölfpfündige eiserne Kugel, die ihm zu besonderen Uebungen im Werfen notwendig war. Und nun sandte er sie zurüd. Die Aufklärungen wurden als ausreichend erachtet, Czyzewski auf freien Fuß und die Polizeibezirke sofort in Kenntnis gesezt, daß es keine Bombe, sondern eine„ Jerunde" war, die ganz Wilna einen halben Tag lang in atemloser Spannung gehalten hatte. Breußische Klaffenlotterielose unter Preis offerterte ein Berliner Lotteriehändler, indem er an sämtliche preuBische Lotteriekollekteure ein hektographiertes Rundschretben versandte, in dem er sich erbot, für die 5. Klaffe ganze Bose für 180 M statt für 200 M Itefern zu wollen. Die metsten Kollekteure übersandten das merkwürdige Angebot der Generaldirektton, welche die Kriminalpolizei mit der Ermittelung über den Ursprung der Lose betraute. Es wurde folgendes festgestellt: Mehrere ruffische Handelsleute betrieben seit längerer Zeit einen eigenartigen, recht lohnenden Losehandel mit echten preußischen Losen. Sie kauften eine größere Anzahl davon an und verkauften und vermieteten diese in Rußland an Spiellustige, aber nur bis zur 4. Klaffe. Bis hierin deckten sich Einahmen und Ausgaben. Nun erwarben ste planmäßig die Lose zur 5. Klasse wieder für je 40 M pro ganzes Los, gaben diese aber nicht mehr an thre bisherigen Spieler ab, sondern verkauften sie nun für 150 Man Private oder auch an Händler in Deutschland, da= bet an jedem Lose 110 M verdienend. Die Kriminalpolizet verhaftete zwei dieser genialen Handelsleute; bei einem von ihnen wurden nicht weniger als 50 ganze Lose im Werte von 10 000 M vorgefunden. Ein Eisenbahnidyll. Den Münch. N. N." wird ge= schrieben: Nicht um ein Lokalbahnidyll, sondern um eins von der großen, richtigen Staatseisenbahn handelt es sich. War da in einem Raum für Herren am Bahnhof des Fuggerstädtchens Babenhausen ein Retsender damit beschäftigt, Einlagefohlen in feine Stiefel zu tun, von denen ihm etiter hinunterfiel in die grausige Tiefe. Bis der Schuh wieder von einem willigen Retter für 50 Reichspfennige heraufgeholt und gründlich gereinigt worden war, wartete, in Anbetracht des außerordentlichen Falles, der Zug, um mit einer Verspätung dann abzudampfen. Und nun sage noch einer, die banerischen Staatsbahnen vernachlässigen die Rücksicht auf das reisende Publikum. Der Gipfel der Zerstrentheit. In einer Plauderei über Künstler und Gelehrte, die eine russische Zeitschrift veröffentlicht, wird eine köstliche Episode von dem ShakespeareUeberseber Professor Jurjem erzählt, über dessen Berstreut heit in Moskau zahlreiche Geschichtchen umlaufen. Eines Tages hatte Jurfew Gäste geladen und etne Art Itterartscher Soiree veranstaltet. Die Unterhaltung hatte ihren Gipfelpunkt erreicht, als der Professor, noch vor dem Abendeffen, langsam dem Ausgange zusteuerte und, in ttefes Nachdenken versunken, in dem Haufen der Hüte und Müßen herumwühlte. Seine Gattin bemerkte dieses sonderbare Gebahren und eilte auf ihn zu. Was suchst du denn da?" fragte ste. Er blinzelte ihr zu und flüsterte: Meine Müze suche ich! Das ist ja hier so langweilig, daß es nicht mehr auszuhalten ist! Komm auch mit! Wir wollen uns auf französisch empfehlen, sonst könnte sich die Hausfrau am Ende beleidigt fühlen, daß wir so früh aufbrechen. Was soll man hier machen?" Die belustigte Gattin vermochte ihm nur mit Mühe klarzumachen, daß sie selbst diese unglaublich langweilige Soiree veranstaltet hätten, und daß er soeben im Begriff gewesen set, heimlich aus dem eigenen Heim zu flüchten. Das billige Landleben. Es muß doch eine wahre Luft sein, auf dem Lande zu leben, meint mancher Großstädter, so schreibt ein ländlicher Leser aus Oberhessen einem Frankfurter Blatte. Die gefunde Luft, die natürlichen Verhältnisse, die Gelegenheit, alles frisch, wohlschmeckend und billig zu kaufen, da muß man doch ein nettes Summchen sparen fönnen. Denn die billigen Wohnungen, kein gesellschaftlicher 3wang, fein unnötiger Komfort, feine Ausgaben für Theater und ähn lichen Luxus. Vorteile, nichts als Vorteile.- Nun ja, das Land ist schön, ich wohne gerne auf dem Lande und schwärme dafür. Weil ich ein völlig ungezwungenes Leben zu führen beabsichtige und auch führe, soweit mir die berufliche Tätigfett feinen 3wang auferlegt. Und dann stelle ich absolut gar keine Ansprüche an das Leben. Ich suche mich auf die allerbilligsten Weise durchzubringen, jede unnötige Ausgabe zu vermeiden, nur meine Zigarre fann ich nicht entbehren. Würde ich aber irgendwelche Ansprüche, wie sie die Großstadt bietet und fordert, ans Leben stellen, dann wäre ich bald auf dem Nullvunkt angelangt. In der Stadt z. B. ist es üblich, daß zu jedem Mittagstisch Fleisch oder Fleischspeisen gefocht werden; das entbehre ich meistens, höchstens zweimal die Woche habe ich Fleisch, davon wenns gut geht einmal gebratenes. Warum? Jetzt fostet in der Großstadt das Schweinefleisch 70 und einige Pfennige, hier bei mir auf dem Lande kostet es 85 Pfennig. Ein Pfund reicht aber nicht für ein Mittagsmahl meiner Familie und da mein Verdienst nicht ausreicht, muß ich auf Fleisch vielfach verzichten, worüber ich aber weiter nicht bös bin. Frische Eier? Ja, die gibts auf dem Lande, in der Hauptsaison vor Ostern fann man sie vierzehn Tage oder drei Wochen lang für sechs und sieben Pfennig kaufen, dann aber, im Sommer, und besonders im Herbst und Winter fann man auf dem Lande meistens überhaupt keine Eier bekommen. Wenn die Hüh ner brüten, oder sich mausern, hat der Bauer nur noch et nige Leger unter seiner Hühnerschar, diese paar Eier verfauft er nicht, oder nur sehr teuer. Frisches Gemüse? Wenn man ein Stück Land in Bewirtschaftung hat, kann man Gemüse billig pflanzen, sonst Gemüse außer der Zeit zu erhalten, wäre faum erschwingbar. Man muß sich aber für die Sonntage und wenn einmal Besuch kommt, einen tüchtigen Ständer Sauerkraut einmachen; das ist immer noch die Nationalspeise" auf dem Land bei den kleinen und kleinsten Leuten. Dazu Kartoffelbrei und wenns gut geht ein Stück Speck. Herz was begehrst du mehr! Gewöhn Itch gibts morgens zum Kaffee Pellkartoffeln, zum Frühstück Brot und Käse( und leider oft Schnaps), mittags Mehlspeisen oder etwas von Kartoffeln, nachmitags Kaffee und Brot, abends Kartoffeln und Kaffee. Die Zeiten, wo man Did miIch haben konnte, sind vorüber, die Molfe= reien verbrauchen die Milch. Vom Bauer kaufe ich heute den Schoppen, ein halbes Liter, süße Milch zu 9 3, das ist über ein Drittel teurer als früher. Meist haben die geringen Leute" eine zahlreiche Fa milie, sodaß sehr gespart werden muß, wenn man auskommen will. Die Tischschublade muß verschlossen gehalten werden, sonst räumen die Jungen außer den Tischzeiten mit dem Brote auf. Bei dem oft reichen Kindersegen der armen Leute stellen diese das Hauptkontingent zum Militär, fönnten es aber noch mehr, wenn die Jungen nicht durch interernährung. und dadurch entstehende Krankheiten in der Entwicklung zurückbleiben. Und wie stehts mit der Hygiene? Ja, im Sommer kann man ab und zu im Bach baden, oft aber ist keine Zeit dazu, auch eine gewisse Scheu hält davon ab; sonst ist keine Badegelegenheit vorhanden. Wer den Leuten all diesen Mangel am Gesicht ablesen will, der braucht nur in die armen Kreise zu blicken. Freilich, manche Ausgabe für„ Genußsucht" auf dem Lande würde besser zur Pflege des Körpers verwendet, aber es fehlt die belehrende Anregung. Drabtnachrichten und Deuestes. Die Hauptstadt der mexikanischen Insurgenten. El Paso, 12. Mai. Die Rebellen haben Juarez als Hauptstadt proklamtert und eine provisorische Regierung eingesetzt. Ein Türke in Holland ermordet. Cöln, 12. Mat. Im Haag ist ein türkischer Kaufmann namens Murad Bay, der einen Laden mit orientalischen Sachen hatte, in seinem Schlafzimmer ermordet aufgefunden worden. Neben dem Toten lag ein Spithammer, mit dem der Mord ausgeführt worden war. Laden und Wohnung waren vollständig ausgeraubt. Der Türfe hatte einen jungen Griechen als Gehilfen, der verschwunden ist. Man nimmt an, daß dieser der Mörder ist. Die Folgen eines Bligschlags. Hamburg, 12. Mat. In Elmshorn schlug der Blitz in das Polizeigebäude ein. Dabei fiel eine Steinfigur in eine spielende Kindergruppe und tötete ein vierjähriges Kind. Zwei Knaben beim Baden ertrunken. Duisburg, 12. Mai. Beim Baden in der Alten Emscher ertranfen im benachbarten Neumühl zwei Knaben von 12 und 13 Jahren. Eine neue Duellaffäre. Breslau, 12. Mai. Zwei Offiziere der dem 6. Jägerbataillon zugeteilten Maschinengewehrabteilung, die Freiherrn von Dallwik und von Lee, duellierten sich gestern. Zepterer wurde durch einen Schuß in die Brust schwer verletzt. Es heißt, daß es bei einem Streite im Kasino zwischen beiden Offizieren zu Tätlichkeiten gekommen war. Berliner Getreide: und Schlachtviehmarkt. ver= In der ersten Hälfte der am 10. Mai beendeten Berichtswoche machte die Aufwärtsbewegung der Roggenpreise zunächst weitere Fortschritte, dann aber veranlaßten Regenfälle in den bisher unter Trockenheit leidenden südlichen Gebieten Rußlands die russischen Exporteure, in größerem Umfange zu nachgiebigeren Preisen Offerten zu machen. Als daraufhin am Berliner Markt ein Preisrüdgang eintrat, fühlten sich auch, wie dies bei abflauender Tendenz der Fall ist, inländische Warenbefizer bewogen, mit mehr Material auf den Markt zu kommen. Schließlich haben die Roggenpreise wieder etwas angezogen wegen neuerlich erhöhter Forderungen Rußlands, wo wiederum Besorgnisse wegen der Witterung plaßgegriffen haben. Weizen hatte zeitweilig eine wesentlich festere Tendenz als Roggen. In Hafer haben sich die Offerten in letzter Zeit sowohl vom Inlande wie von Rußland vermehrt, und da der anfänglich durch große Kauflust der westeuropäischen Gebiete stärkte Begehr eine wesentliche Einschränkung erfahren hat, so stellten sich die Schlußpreise niedriger. Gerste behielt seine feste Tendenz, da die bedeutende Einfuhr schlanke Aufnahme gefunden hat. Mais war ziemlich ruhig und eher et was schwächer. Am letzten Tage der Berichtswoche stellten sich die Preise für Lieferung im Juli wie folgt: Weizen 206,75 M, Roggen 170,25 M, Safer 167,00 M Mais 141,00 M. Preise des städtischen Schlachtviehmarktes. 1. Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes, un gejocht 78-83 M, 6) junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemäftete 73-80 M, c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 68-72 M, 5) gering genährte jeden Alterz bis- M. 2. Bullen: a) vollfleischige, höchsten Schlachtwertes 78-78 M, 6) vollfleischige jüngere 70-76 M, c) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 66-72 Mark, d) gering genährte-M. 3. Färsen und Kühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes 70-77 M, 6) vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 65-70 M, c) ältere ausgemästete und weniger gut entwickelte jüngere Kühe 60-65 M, 5) mäßig genährte Kühe und Färsen 53-60 M, e) gering genährte Kühe und Färsen bis 60 M, f) gering, genährtes Jungvieh( Freffer) 50-76 M. 4. Kälber: a) Doppellender feinster Mast 111-136 M, b) feinste Mastkälber 103-110 M, c) mittlere Mast- und beste Saugfälber 88 bis 97 M, b) geringere Mast- und gute Saugfälber 77-88 M, e) geringe Saugkälber 51-64 M. 5. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthammel 76-80 M, 6) ältere Masthammel, geringere Mastlämmer und gut genährte junge Schafe 70 bis 75 M, c) mäßig genährte Hammel und Schafe( Märzschafe) 62-73 M. 6. Schweine: a) Fettschweine über 3 Bentner Lebendgewicht M, b) vollfleischige über 2½ Zenter Lebendgewicht 57 M, c) vollfleischige bis 2½ Zentner Le= bendgewicht 53-56 M, d) fleischige Schweine 51-54 M, e) gering entwickelte Schweine 48-50 M, f) Sauen M Hansa- Puddinpulver müssen Sie verlangen, um die köstlichen und nahrhaften Hansa- Puddings zu bekommen, die Ihnen kein anderes Puddingpulver liefern kann Auch die bekannten prachtvollen Hansa- Kuchen können Sie nur mit dem echten HansaBackpulver erzielen. Nährmittelfabrik ,, Hansa", Hamburg 6. Privat Lehr Institut für Schnittzeichnen und Kleidermachen Sommerkurse. Eintritt jeden Montag. Gefl. Anmeldungen erbeten. Prospekte zu Verfügung. Marie Sack, akad. ausgeb.Lehrerin Schanzenstraße 22, Ecke West- Anlage. Persit Tadellos gewaschen ist jedes Stück, frisch und duftig wie auf dem Rasen gebleicht, wenn Sie für Ihre Wäsche nur Persil gebrauchen, ohne Zusatz von Seife und Waschpulver. 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Fleischverdingung. Am 3. Juni 1911 Vormittags 9 Uhr wird im Geschäftszimmer der Verwaltung Kaserne I wo auch die Bedingungen aus liegen, der Bedarf an Fleisch- und Wurstwaren für die Garnison Gießen vom 1. Jult bis Ende Dezember 1911 berdungen. Schriftliche Angebote sind bis zu dem genannten Zeitpunkte mit der Aufschrift. " Angebot auf Lieferung von Fleisch- und Wurstwaren" versehen, im Geschäftszimmer versiegelt abzugeben. Garnisonwaltung. ( 255) Das erste Giessener Restelager Sonnenstraße 31 Radikale Vernichtung Grokh. Seff. Eisenbahn- Baumpfiehlt seine neu eingetroffenen des Hederich( 246) abteilung Friedberg Hessen. durch Hederichpulver Marte Hauptgenossenschaft." Der Erfolg überrascht. 1 3tr. pro Morgen genügt. Preis M. 7,50 in 1/2 Ctr. Säcken frachtfret allen Bahnstationen. LDW. Haupt: Genossenschaft, Friedberg i/ H uche Wohn Geschäftshaus das. Warenhaus od. Gem Warengeschäft geeignet; Plaz gleich Off. v. Besizer unter Warenhans 46" poftl. Friedberg. Polizei- Verordnung. " den Verkauf von Speise- Eis auf öffent lichen Straßen, Wegen Wegen und Pläzen betreffend. Auf Grund des Art. 56 Ziffer 1 der Städteordnung wird nach Anhörung der Stadtverordneten- Versammlung mit Genehmigung des Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 3. Mai 1911 zu Nr. M. d. J. 2 2245 für den Bezirk der Stadt Gießen verordnet, was folgt: § 1. Speiseeis darf an Kinder unter 14 Jahren auf öf= fentlichen Straßen, Wegen und Plätzen nicht verkauft werden. § 2. Wer Speiseeis feilhält, darf sich in der Ausübung dieses Gewerbes 1. Spielplätzen während der Dauer von Bewegungsspielen, 2. Schulgrundstücken während der Pausen, sowie während der Zeit von einer halben Stunde vor Beginn des Unterrichtes bis eine halbe Stunde nach seinem Schluß auf weniger als 200 Meter nicht nähern. § 3. Zuwiderhandlungen werden, insoweit nicht andere Strafbestimmungen zur Anwendung zu kommen haben, mit Geldstrafe bis zu 30 Mark oder im Unvermögensfalle mit entsprechender Haftstrafe geahndet. § 4. Die vorstehenden Vorschriften treten am 1. Juni 1911 in Kraft. Gießen, den 10. Mai 1911. Großh. Polizeiamt. Gebhardt. ! Reste sowie seine Bügel- und Beinigungsanstalt. Viele Dienstmädchen! Wer zu sofort od. später Dienst: mädchen, Knechte, Köch. Stütz. ete. fucht verl. Profp. gratis, Cen tralblatt" Heiligenstadt. Eichsfeld Fernruf 292( gef. gesch.) Beitung. feine Vermittlung. Technikum 50 Bahnm. südl. Dresden B ( 269) Eilt! Eilt! Grosse Gewinnziehung der kom. Freiburger Geld- Lose Ziehung bereits am 15. Mai. U. a kommen folgende o Haupttreffer zur Verlosung: 03 دو دو N 3 Gewinne à 400,000 Mk. " à 200,000 " 2 à 45,000 "" à " 36,000 " á 30,000 " u. s. w bis zum kleinsten Gewinn von 15 Mk. Preis für 1 Numm. 3,60 Mk. 2 6,60 39 " " 5 " 15,60 " 11 " " 30,60 " Alle Gewinne werden in bar ohne Abzug ausbezahlt! f. Maschb. Automobilbau, Schiffsmaschinen. bau, Werkzeugmaschb Elektrotechn., Heizung u. Lüftung, Eisenbeton. S Eintritt Jan., Apr. Juli, Oktb. 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Vor allem verläuft es stürmischer, weil die Mischung der verschiedenen Gesellschaftselemente, die seine Ingredienzien bilden, der Hudsonmetropole nicht so viele Schwierigkeiten zu bereiten scheint, wie unter dem Diktate des alten europäischen Kastengeistes. in Um das New Yorker Nachtleben voll und ganz genießen zu können, bedarf es längerer Zeit. Denn die Riesenstadt ist auch nächtlich so weit verzweigt, daß man sich für jedes Viertel einen oder mehrere Tage reservieren muß. Heute kommt vielleicht die„ Bowery" mit ihren„ morgues" ( ,, Leichenschauhäuser" werden im New Yorker Slang die Bowery- Kneipen genannt, in denen die Gäste beraubt werden), Theatern dritter Güte, Tingeltangeln usw. an die Reihe, morgen ,, Kleindeutschland" und die „ Gulasch- Avenue" mit„ Lüchov", Café Boulevard, Scheffelhalle usw. Der dritte Abend wird je nach der Jahreszeit den„ Dachgärten" oder„ Coney Island" bzw. den andern bei New York gelegenen Strandplätzen gewidmet, ein Abend wird in der„ Vorstadt von Bremen", dem urdeutschen Hoboken, verlebt, und dann übernächtigt" man sich noch mehrere Abende bis zu dem Glanzpunkt des New Yorker Nachtlebens durch, den ein Streifzug durch den sogenannten „ Long Acre Square" bildet. - Für gewöhnliche Sterbliche, die, ohne Sinn für Metaphern, sich bloß orientieren wollen, findet der Name Long Acre Square Anwendung auf jene unregelmäßige Erweiterung des Broadway, die der Der Turm des Metropolitan- Gebäudes. Zum Unterschiede von diesem Square, der kein Square ist, gibt es aber einen Long Acre Bezirk, der ausgedehnter ist. Er beginnt an der Ecke von Broadway und der 38. Straße und erstreckt sich etwa eine halbe Meile lang in östlicher Richtung bis zur Fünften und in entgegengesetzter nach Westen zu bis an die Achte Avenue. Innerhalb der hier gezogenen engen Grenzen stehen auf dem Boden New Yorks über zwanzig der elegantesten Theater, zwanzig Klubhäuser, darunter mehrere der vornehmsten und exklusivsten in New York, und die weltberühmten ameri fanischen Lurus- und Moderestaurants, wie Delmonico's, Sherry's, Shanley's, Rector's, Churchill's, Sarvey's, die Erfrischungspaläste des Hotel Astor und des Knickerbocker. Beginnen wir unsern nächtlichen Bummel an den zwei Blocks, die vom Mittelpunkte des Acre an der 44. Straße ausstrahlen. An der Ecke steht das Citerion Theater und einige Schritte nach der Fünften Avenue zu ein Zwillingspaar kleiner französischer Restaurants, die hier nicht ganz am Platze zu sein scheinen, aber trotzdem zum Ensemble gehören. Dann kommen einige niedliche Hotels, in denen, wie z. B. im Hotel Royal, hauptsächlich hübsche und vom Glück begünstigte Theaterdämchen einen gediegenen Wohlstand entfalten. *)„ Blocks" werden in den Bereinigten Staaten die Häuſergevierte genannt. UP a pa se s and New Borr bet Nacht. qun up uoa bu qun buni be a un sig 160 g g g nag - иәфәл qun иә иә ләш фои цыга дин нәладәб заби gəq uəqnais qun snd изаб, нәфә бүлә цо фоизира we be 1 पए Qui издать бинбуфәлә әләди a издлэа израб qлol vpjдaiaquvaaq uallǝ un bujang va quǝagya agning uajn или we st Internationale WeltbllBC. 7 9 Weiterflanierend, kommen wir an dem schmucken Hause vorbei, dessen Räumlichkeiten die Elite der vor dem Publikum stets befrackt erscheinenden Kellnerschaft sich klubmäßig und nobel eingerichtet hat, das gerade gegenüberliegende Heim der vornehmen„ Alpha Delta Phi Society" könnte äußerlich keinen exklusiveren Eindruck machen. Jetzt passieren wir die„ Lambs", den ältesten amerikanischen Schauspielerverein. An der andern Seite der Straße befindet sich das Hudson Theater und gleich daneben das Hotel Gérard, das fast noch aus einer Zeit stammt, als niemand überrascht gewesen sein würde, wenn ein unternehmender Gemüsegärtner auf dem„ Acre" eine Reihe Kopfsalatbecte angelegt hätte. Da kommt schon, immer noch an der nämlichen Seite der Straße, Belascos Stuyvesant Theater in Sicht und dann, gleich an der Ecke von der Sechsten Avenue, der Seiteneingang von Burns' Restaurant. Die Sechste Avenue überschreitend, gelangen wir nunmehr in den Block der 44. Straße, der bis vor wenigen Jahren fast nur Stallungen aufwies. Hier erhebt sich heute auch das weltberühmte Sippodrom". In der Richtung der Fünften Avenue kommen wir, vis- à- vis dem Seitengange des Hippodroms, an einem kosigen, im echten Pariser Stil geführten Café vorbei, dessen Stammkundschaft sich nicht zuletzt aus Damen zusammensetzt, die ungeleitet zu frühstücken lieben. Daran reihen sich wieder verschiedene große Hotels: Algonquin, Iroquois, Seymour, ferner der New York Yacht Club, dessen Weinkeller, wie Kenner behaupten, dem hier in dieser Beziehung lange führenden Manhattan Club an Reichhaltigkeit und Güte der Tropfen die Championschaft erfolgreich streitig machen könnte, und schließlich der Harvard Club. Weiter gen Osten schreitend, lassen wir das Berkeley Theater hinter uns. An der entgegengesetzten Seite dieses wundervollen Blocks, einer der wichtigsten Verkehrsadern des Acre- Bezirkes, sehen wir das Hotel Royalton, das in den Kreisen der Lebewelt wegen seiner erstaunlich großen Anzahl versch'edener Chambres separées berühmt ist, dicht daneben die Halle und große Bibliothek der„ Bar Association", ferner den Yale Club, den Anbau zum Raquet Club, das neue elegante Heim der schon 1775 gegründeten General Society of Mechanics and Tradesmen und dann, an der Ecke, endlich Sherry's. Jenseits der Avenue, hart an der östlichen Grenze des Bezirkes, lassen wir Delmonico's links liegen, um durch die Long Island, Das Wolfenkratzer: Viertel in nächtlicher Beleuchtung. ( Im Hintergrunde der Singer- Turm). 43. Straße nach dem Ausgangspunkt unseres Spazierganges zurückzukehren. Es gibt hier noch allerlei zu sehen und zu notieren. So den Century Club, wo alle Respektspersonen in der New Yorker Welt der Künste und schönen Wissenschaften zu Hause sind, noch einige andere Clubs, und an der Kante des Acre zum Schluß das Hotel Woodstock. Mit einiger Lebensgefahr denn das Gewühl von Lurus- und andern Fuhrwerken fängt an den Kreuzungen der Straßenzüge nachgerade an, unheimlich zu werden wagen wir noch einen kleinen Abstecher nach dem„ Theatre Row", wie der Volksmund den einen Block an der West 42 Street nicht mit Unrecht getauft hat, denn bis zur nächsten Straßenecke kommen wir an nicht weniger als sieben Theatern der beliebteste Sommerort der New Yorker Mittelklassen im allabendlichen elektrischen Lichtglanze. vorbei Hammerstein's, Belasco's, Lyric, New Amsterdam, Liberty, Hackett's und American und Harvey's Restaurant, um die Hungrigen jener fünfzehntausend Frauen und Männer, die sich jeden Abend in diesem einen Block allein etwas vormimen lassen, erst einmal zu sättigen. Am Südausläufer des Acre, am Broadway, liegen wieder andere Theater, das Broadway, Metropolitan Opera House, Empire, Casino, Knickerbocker und, just abseits von der großen Heerstraße, Marime Elliot's neuer Musentempel. Wenn am frühen Abend das elekInternationale Weltblitze. Übergang der Karawanen bei El Kantara. Mekka- Karawanen. Alljährlich gehen große Karawanen aus Afrika und Syrien nach Mekka ab. Während die ersteren sich in Kairo sammeln, geben sich die letzteren in Damastus ein Rendezvous. Unser Bild zeigt den Übergang der afrikanischen Karawane über den Suez- Kanal. Die Übergänge über den Kanal müssen mit besonderer Schnelligkeit vor sich gehen, damit der Schiffsverkehr nicht allzu lange aufgehalten wird. Die Karawanen überschreiten den Kanal bei der Station El Kantara( d. h.„ die Brücke des Schatzes") im Norden vom Rallahsee, wo sie schon seit alter Zeit den Übergang bewerkstelligen. Heute legen auch die zwischen Port Said und Jsmailia verkehrenden Postdampfer in El Kantara an. Der Anführer der Mekka- Karawane, die ungefähr 1000 Ramele mit sich führt und von einer militärischen Eskorte begleitet wird, heißt Emir el- haddsch", was ,, Anführer der Wallfahrt" bedeutet. Das indische Gibraltar. Die großen Dampfer, die das Rote Meer durch die Straße von Bab el Mandeb Tor der Tränen- wieder verlassen, steuern dann gewöhnlich der englischen Festung Aden zu, die man das indische Gibraltar" getauft hat. Und nicht mit Unrecht, denn die Befestigungen von Aden machen einen uneinnehmbaren Eindruck. Die Anlegung der Befestigungen, der Landstraßen usw. forderte viel Arbeit und Zeit. Die Straßen mußten erst durch die Felsmassen gebrochen werden. Die eigentliche Stadt Aden liegt in beträchtlicher Entfernung vom Landungsplatz, wo sich nur das Postgebäude, die Hotels, die Konsulatsgebäude, einige Kaufläden und ein Eingebornenviertel befinden. In Aden werden auch die indischen Polizeimannschaften ausgebildet, um später nach dem Reiche der Rijahs und der Bajaderen gesandt zu werden. Das neue Nationaltheater in New York. Wie schon in unserm Artikel ,, New York bei Nacht" bekannt wurde, besitzt die Hudsonmetropole eine große Zahl von Theatern. Zu den neuesten Errungenschaften New Yorker Nationaltheater. Am Landungskai in Aden. auf diesem Gebiete gehört das„ Nationaltheater", das im Volksmunde die Bezeichnung„ Das Theater der Millionäre" gefunden hat. Die Errichtung des Theaters war in erster Linie dem verstorbenen deutsch- amerikanischen Dchter Heinrich Conried zu verdanken. Das Theater steht am West Central Park, nördlich von Columbus Circle, und ist aus grauem Kalkstein erbaut worden. Die Absicht der Direktion war, das neue Theater im Stile der großen europäischen Kunsttempel zu leiten und dem Unternehmen einen mehr ästhetischen als finanziellen Hintergrund zu geben. Vor allem sollte für das Theater eine ständige Truppe, eine sogenannte„ stock company" gewonnen werden. Dieser Gedanke hat sich gedoch nicht durchführen lassen, und das Theater ist trotz seines kurzen Bestehens bereits vielen Anfeindungen ausgesetzt gewesen. Kurz nach der Eröffnung hielt ein deutsches Ensemble seinen Einzug in den neuen Kunsttempel. Die deutschen Theaterverhältnisse in New York haben übrigens kürzlich einen großen Aufschwung durch die Gastspiele von Ernst von Possart und Rudolf Schildkraut erhalten. Wie denn bedeutende deutsche Künstler und Künstlerinnen( dus haben die Gastspiele von Agnes Sorma, Christians, Bonn usw. bewiesen) bei ihren Gastspielen im Lande der Freiheit und der Dollars immer vom Glück begünstigt wurden. Das deutsche Theater ist außer in New York auch in Philadelphia, St. Louis, Chikago, Milwaukee und Cincinnati heimisch. An und für sich liegen die deutschen Theaterverhältnisse in den Vereinigten Staaten jedoch nicht sehr günstig. Die alten deutschen Generationen sterben langsam aus, und der jugendliche deutsch- amerikanische Nachwuchs interessiert sich mehr für amerikanische als für die deutsche Bühne. Schiller, Goethe und andere Dramatiker vermögen die deutsch- amerikanische Jugend nicht mehr zu fesseln, wohl aber die anglo- amerikanische Burleske. u ‘ u auuv! u!(. иәләлә จ quiag to be pou a gun vi алб иәдәб ф usuvava v ayuu91,01a1209 19 phụ bqt16 bbq to эришф " изшуǝилалд ш svg we w pou gun e pagaaa Q te amo que 6 Aus dem neuen Bulgarien. akademischen Berufen zuführt, während die praktischen Be dürfnisse, die eine eingehendere Pflege der Industrie und, nicht zu vergessen, der Landwirtschaft fordern, meist außer Acht gelassen werden. Aber auch eine große Menge solcher, die teine besondere Berechtigung aufweisen können, drängt nach Sofia und den anderen städtischen Zentren, um auf irgendwelche Weise einen Platz am Tische des Staates zu finden; selbst mancher Bauernsohn verläßt den väterlichen Acker, um vielleicht als Diener in einem Ministerium oder gar, wenn es ihm nicht gelingt, ein Ämtchen zu erhaschen, als Parteiläufer die Befriedigung zu haben, am Mittelpunkte des politischen Lebens zu sein. Die Zunft der Stellenjäger hat wesentlichen Anteil an dem hochgesteigerten Partei- und Cliquenwesen mit dem entsprechenden Journalismus, das gelegent lich eine durchaus amerita. nische Höhe erreicht. Das ganze Bolt in allen seinen Schichten nimmt in Bulgarien regen Anteil an der Politit. Mag man in ein elegantes Wiener Café in Sofia treten oder in ein Gast. haus auf dem Lande, das noch ganz orientalischen Charakter trägt, oder mag man das Gespräch der Fuhrleute belauschen, wenn sie Rast halten am Abend und rauchend und plaudernd im Kreise um das Feuer sitzen und das seine flackernden rötlichen Lichter auf ihre bunten, kraftvollen Gestalten wirft, während hinter ihnen die Wagen mit den abgeschirrten Büffeln schattenhaft im Dunkel verschwinden, überall hört man von Politit sprechen. zu der Haiduken mit den Türken, oder schlichte Weisen, aus den ewig gleichen Leiden und Freuden des Tages geboren, und vielfach in ihnen noch immer den vollen und rechten Ausdruck seines Fühlens findet, das sorgt bis in die entlegensten Dörfer für die Errichtung und Unterhaltung von Schulen und hält sich Lesehallen, in denen es die neuesten Zeitungen liest und die politischen Ereignisse bespricht. Entsprechend der volkstümlichen Richtung unter der russischen Jugend, halten es viele aus der bulgarischen Intelligenz für ihre patriotische Pflicht, ,, unter das Volk zu gehen". Sie werden die Lehrer und Lehrerinnen auf dem Dorfe und widmen sich mit jugendlichem Eifer nicht nur der Erziehung der Jugend, sondern auch der Alten; sie sind die Gründer und Leiter der Lesehallen, in denen neben einer kleinen Bibliothek Zeitungen und Zeitschriften ausliegen, sie veranstalten Theater. vorstellungen mit ihren Bauern, wobei Schillers, Räuber" sich besonderer Beliebtheit erfreuen, und betätigen sich natürlich auch lebhaft als politische Agitatoren. So verfügt das bulgarische Volt über eine namentlich für den Osten Europas verhältnismäßig hohe Durchschnittsbildung. Messen wir das Wesen des bulgarischen Volkes an dem der großen russischen Bruder. nation, die seinem Herzen am nächsten steht, so finden wir die Bulgaren vor allem an Unabhängigkeitssinn und an innerer geistiger Triebkraft den Russen überlegen. Auch das russische Volt ist im Grunde demokratisch, wie alle Slawen; aber während der Russe erfüllt ist von heißem Sehnen nach Freiheit, ja, in ihm sich verzehrt, trägt der Bulgare die Freiheit in sich. Das Fürstliche Palais in Sofia. - In der So häßliche Formen das Parteiwesen aber auch oft annehmen mag, nach außen vereint ein starkes nationales Bewußtsein alle Bulgaren, von den Ufern der stillen, weißen Donau", den stolzen Bergen des ewigen Balkan bis zu den sonnigen Ebenen Rumeliens. noch immer bestehenden Notwendigkeit, die nationale Selbständigteit vor allem auch nach außen darzutun und zu kräftigen, liegt es begründet, daß im gesamten bulgarischen Leben die Politik die vorherrschende Rolle spielt, und daß allgemein die Anschauung verbreitet ist, daß jeder, der seinem Volte wesentlich nützen will, in politischer Betätigung seine vor. nehmste Aufgabe zu sehen habe. Die schädlichen Wirkungen dieser Erscheinung treten nur Wertvolie deutlich zutage. Kräfte werden vielen anderen wichtigen Gebieten, zu denen ihr innerer Beruf sie eigentlich führen sollte, gerade durch die Politik entzogen. Gewiß hängt der bulgarische Bauer mit der seinen Genossen in aller Welt eigenen Zähigkeit am Serge. brachten. Noch an vielen Orten, namentlich in Südbulgarien, pflügt er seinen Acker mit„ Großvater Adams Pflug", schneidet sein Korn mit der Sichel, wie es die Väter getan haben; wie in alten Zeiten durchziehen Karawanen mit schwarzstruppigen, finster blickenden Büffeln oder mit grauen spitzgehörnten Ochsen bespannten Wagen das Land anderswo allerdings sieht man bereits moderne landwirtschaftliche Maschinen, zu deren Anschaffung sich vielleicht eine ganze Gemeinde zusammengetan hat. Im Maße seiner Kräfte strebt der Bauer, der schon in seinem Kreise mit scharfem Blicke das Praktische zu erfassen weiß, auch nach neuen Kenntnissen, zu erfahren, was da draußen vor sich geht, und was davon ihm von Nutzen sein könnte; was aber ihm verschlossen bleibt, das will er doch seinen Kindern zugute kommen lassen. Dasselbe Volk, das bei der Arbeit, am werde, bei Spiel und Fest seine durch die Jahrhunderte vererbten Lieder fingt, von den Sagenhelden der Vorzeit, von den Kämpfen Die russische Kultur spielt eine hervorragende Rolle bei den Bulgaren, russische Bücher und Übersetzungen vermitteln ihnen am leichtesten und verständlichsten die Kenntnis der europäischen Werke der Wissenschaft und Literatur. Daher bildet in vielen bulgarischen Bibliotheken die russische Abteilung den größten Teil des Bestandes. Es wäre jedoch falsch, aus diesem Umstande auf eine Russifitation des bulgarischen Geisteslebens zu schließen. So könnte man neben dem russischen Einflusse mit gutem Rechte auch von einem deutschen Einflusse in Bulgarien reden. Die Zahl der jungen Bulgaren, die auf den Bildungsanstalten Deutschlands, der deutschen Teile Österreichs und der Schweiz ihre Kenntnisse sammeln, ist ganz beträchtlich, und die deutsche Sprache iſt in den gebildeten Kreisen Bulgariens weit verbreitet. Die Bulgaren nehmen als praktische Leute das Gute, wo sie es finden, und die Entwicklung zeigt, daß, trotz Jrrungen und Entgleisungen im einzelnen, das Volt Kraft genug besitzt, um sich durch die fremden Schulen zu eigener Selbständig. keit hindurchzuringen. Das gilt im besonderen auch für die Literatur, diesen trefflichen Maßstab für die Kultur. fähigkeit eines Volkes. Auch hier zeigt sich, trotz ungunstiger äußerer Verhältnisse, ein frisches, verheißungsvolles Leben, ein freudiges Streben nach dem hohen Ziele, die junge Literatur des Volkes, in den Strom der allgemein europäischen Literaturbewegung einzulenken, ohne doch dabei die nationale Eigenart aufzugeben, vielmehr gerade in ihrer Ausgestaltung und Vertiefung der großen Weltgemeinde der Literatur, soweit eine kleine Nation es vermag, neue Kräfte. neue Gestalten und Farbentöne beizusteuern. Das Parlamentsgebäude( Sobranje) in Sofia. Auf dem Madison Square. ( Im Hintergrunde erscheinen die Umrisse des riesigen Madison- Square- Garden", dessen großer Saal früher die Zentrale der New Yorker öffentlichen Bälle bildete.) trische Licht aufblitzt auf den Zinnen und Dächern einiger Dutzend Theater und Hotels, dann scheint sich zugleich der Verkehr plötzlich zu verzehnfachen. Aus allen Richtungen strömen Menschen herbei, die es mehr oder weniger eilig haben. Das Wagengewühl steht jetzt im Zeichen der rush hour", deren Gefahren jedem, der einen Straßendamm zu kreuzen hat, die größte Umsicht und Aufmerksamkeit zur Pflicht machen. Das tolle Treiben am frühen Abend bildet jedoch nur ein zahmes Vorspiel für das Ensemble, das sich auf dem Acre täglich einige Stunden später nach Schluß der Theater wiederholt: mit fast unglaublicher Schnelligkeit verteilt sich die Menge der neue Zerstreuung, Unterhaltung, Erfrischung Suchenden in die öffentlichen Lokale aller Rangordnungen von den Luxushotels, Moderestaurants und eleganten Chop- houses bis zu den bescheideneren Austernplätzen und Cafés. Errungenschaften neueren Datums sind Wirtschaften, wie der Ratskeller und die College Inn, in denen die Bohème Gelegenheit findet, ihren KER ent New York bei Nacht. CIGO 3 Verhältnissen gemäß mitzumachen und die Illusion, als gehöre sie mit zur großen Welt des typischen New Yorker Nachtfaltertums, aufrecht zu erhalten. Was sich zu den Berühmtheiten des anglo- ameritanischen Theaters zählt, besonders, soweit dabei das schöne Geschlecht mit besonders hohen Gagen in Betracht tommt, sucht mit Vorliebe, um zu soupieren, um zu sehen und gesehen zu werden, das mit verschwenderischer Opulenz eingerichtete Knickerbocker- Sotel auf, wo auch einige der erfolgreichsten Managers, Komponisten und Bühnendichter einen Stammtisch eingerichtet haben. Eine ganz eigenartige Stellung nimmt das Hotel Astor unter den Restaurants ersten Ranges im Acre- Bezirk ein. Während das Management nämlich jeden Gast willkommen heißt, der weiß, was sich schickt, also auch keine kleine Theaterdame in respektvoller Herrenbegleitung zurückweisen wird, vergessen diese Teile der Kundschaft keinen Augenblick, daß der geringste Verstoß gegen den guten Ton ihnen den Zutritt zu diesem eleganten Etablissement für alle Zeit versperren würde. Die Hauptsache bleibt jedoch, daß unter dem Dache des Astor- Hauses ein echter internationaler Ton herrscht, wie er in keinem amerikanisch geführten Hause des Acre sich Geltung verschaffen kann. Noch eine andere Eigentümlichkeit des Nachtlebens auf Long Acre Square. Während die holde Weiblichkeit des Theaters einen so hervorragenden Teil daran nimmt, besonders an den Plätzen, wo die üppigkeit sich breit macht, zeigen sich die männlichen Kollegen der Schönen verhältnismäßig selten nach Schluß der Vorstellung in der Öffentlichkeit. PACKARD NEWYORK THEATRE 50E 25E Auf dem„ Long Acre Square". MAN SUPERMAN ( Hier konzentriert sich jeden Abeud das Hauptleben des nächtlichen New York.) SERRORS Paezha olerte Abg ausg Mitt liegt 2 Selt nich 426 jen aus Verzerr Parteiw schaftsin felbft a perfchaft überbau Baricien Bewegu Aber scher Ge - war. Sonderi daß die zelnen aber nie sondern die Folg wird au auszume teien me Vorteilst Es Parteiwe früher de Staaterei deutschen det, im Aufersteh die in d doch dur durch ne nationale durch die Stachel Umrisse Paezha. Eine indianische Liebesgeschichte. Wir waren von der Jagd zurückgekehrt und saßen nun in Mechahpes Wigwam und rauchten unsere Pfeifen. Mein roter Freund starrte ernst und nachdenklich vor sich hin. Vergeblich versuchte ich ein Gespräch in Fluß zu bringen- ich erhielt nur kurze und einsilbige Antworten. " , What's the matter with you to- day?" fragte ich Mechahpe endlich. Er antwortete nicht sogleich, sondern rauchte ruhig weiter. Dann aber legte er die Pfeife neben sich, sah mich fest an und fragte:„ Sat mein we ßer Freund schon einmal einen Feind so glühend gehaßt, daß ihm sein Todeskampf die größte Freude bereiten würde?" Unsinn, Mechahpe!" erwiderte ich.„ Wie kann ein vernünftiger Mensch sich an den letzten Zügen eines anderen Menschen ergötzen!" Dann aber fielen mir plötzlich die teuflischen Grausamfeiten ein, mit welchen die Indianer früher ihre weißen Gefangenen zu Tode zu martern pflegten, und ich fragte meinen Gastfreund: " Sprichst du eiwa aus eigener Erfahrung?"-" Ja!" antwortete duster Mechahpe, und da es mir vielleicht das Herz etwas erleichtert, so will ich dir meine Geschichte erzählen."-" Steckt eine Frau dahinter vielleicht gar eine weiße?" fragte ich scherzhaft. " Eine weiße?" wiederholte Mechahpe lächelnd.„ Nein! es war Paezha, die einzige Tochter des Häuptlings Estamaza." Also doch eine Liebesgeschichte", dachte ich.„ Das kann ja interessant werden." Mechahpe zog seine Knie unter das Kinn und begann:„ Ich sehe sie wieder vor mir. Paezha war nicht so groß wie die anderen Squaws. Sie konnte auch nicht so groß sein, denn sie war nicht zum Teepee- Bau und Holz- oder Wassertragen geschaffen. Sie war hübsch und nett wie ein weißes Mädchen und die Schönste im Stamme. Ich schaute so lange in ihr Gesicht, bis ich überhaupt nichts mehr anderes sah- weder den Sonnenuntergang und aufgang noch den Mond und die Sterne. Aber Paezhas Vater war ein Säuptling, und er besaß viele, viele Ponys. Jay dagegen war ein armer Krieger und nannte nur ein Pferdchen mein eigen. Doch ich war jung und stark und hoffte auf die Zukunft. Ich beschloß daber, Paezha zu entführen. Eines Abends, als das Fleisch über dem Feuer geröstet wurde, schlich ich mich zur Quelle und erwartete sie dort, im Gras verborgen. Paezha fam. Sie beugte sich nieder, um Wasser zu schöpfen. Da sah ich auf einmal zwei Daezbas. Das bestärkte meinen Entschluß, ich sprang auf und wollte sie ergreifen. Aber Paezha hatte mich bemerkt und ergriff die Flucht. Schnell wie ein Reh flog sie über den Boden dahin, ich holte sie ja doch bald ein und hielt sie fest. Da sah sie mich mit einem so flehenden und angsterfüllten Blick an, daß ich entmutigt die Arme sinken ließ, mich auf den Boden warf, und heulte wie ein Kind auf dem Rücken einer Squaw. Als ich mich wieder beruhigt hatte, war Paezha verschwunden.- Es kam die Zeit, wo die Sonnenblumen sterben und die Büffeljagd ihren Anfang nimmt. Der ganze Stamm bereitete sich zur Jagd vor, und eines Morgens ritten wir los. Einer hinter dem anderen. Wir waren so viele, daß die Ersten schon hinter dem Hügel verschwanden, als die Letzten das Lager verließen. Tagelang zogen wir dahin. Ich hielt mich immer in der Nähe von Paezha, die als Hauptlingstochter in einer Decke ruhte, die an einer Stange zwischen zwei Ponys befestigt war. Oft flüsterte ich ihr heiße Liebesworte zu und pflückte die schönsten Blumen für sie. Sie lächelte darüber, aber sie sagte nichts. Ich war trotzdem überglücklich. Aber eines Tages bemerkte ich den„ Weißen Schwan" an ihrer Seite. Der„ Weiße Schwan" galt für den tapfersten Krieger und den besten Jäger. Mit meiner Ruhe war es vorbei, und es bemächtigte sich meiner eine rasende Eifersucht. Ich bezähmte mich jedoch und sprach freundliche Worte zu dem„ Weißen Schwan". Wir befanden uns bereits zwei Wochen auf der Suche und hatten die Büffelspur immer noch nicht gefunden. Der Proviant wurde knapp, und es drohte uns eine Hungersnot. Die Kinder begannen zu kränkeln, und auch die Squaws waren erschöpft und mißmutig. Als die Nahrungssorgen größer wurden, versammelten sich die weisen Väter in dem Teepee des Häuptlings, um den Gott Wakanda zu bitten, uns aus der Not zu erretten. Ich hörte ihre Gebete und Gesänge und das brachte mich auf einen Gedanken. Ich ging zu Paezha, und sagte zu ihr:" Paezha, Blume meines Herzens, du soust nicht hungern, ich werde die Büffel finden." Dann begab ich mich in das Häuptlingszelt und rief:„ Gebt mir den schnellsten Pony und etwas Fleisch, und ich werde die Büffel finden!" Die weisen Väter schüttelten die Köpfe, aber Estamaza sagte:„ Gebf's ihm, und wenn er sie findet, so soll er Paezha und viele Ponys haben." Am nächsten Morgen brach ich auf. Zwei Tage ritt ich singend und träumend dahin. Den Abend des dritten Tages rastete ich hungrig und ermüdet auf einer Anhöhe. Bald war ich eingeschlafen. Als ich erwachte, saß der„ Weiße Schwan" neben mir. Er blickte mich teilnahmsvoll an und sagte:„ Ich bin dir im Auftrag von Paezha nachgeeilt, um über dich zu wachen und dich zu beschützen, da ich stärker bin als du." Ich schlief beruhigt wieder ein, aber als ich abermals erwachte, war der„ Weiße Schwan" verschwunden mit ihm mein Pony und meine Waffen. Da wurde ich stark wie ein Bär und ich eilte vorwärts, immer vorwärts. Ich mußte die Büffel finden, und dann wollte ich mich an dem Verräter rächen. Ich flog wie ein Pfeil über Hügel und durch die Täler. Die Büffel! Die Buffel! Der Gedanke ließ mir keine Ruhe und trieb mich zu einer immer größeren Eile an. Einmal fand ich den Kadaver eines Wolfes. Gierig fiel ich darüber her und verschlang das ekelhafte Fleisch. Das schmutzige Wasser eines Sumpfes mußte meinen Durst stillen. Drei Tage lang war ich so umhergeirrt, als ich gegen Abend ein fernes Donnergetöse vernahm. Der Simmel war flar, und wir befanden uns in der trockenen Zeit das konnten nur die Büffel sein. Ich eilte einen Sügel hinauf, und richtig in der Ferne fam in rasendem Tempo eine Büffelherde dahergestürmt. Plötzlich kam die dunkle Masse zum Stillstand und begann sich langsam in der Richtung nach unserem Lager hinzuweiden. Schnell rannte ich den Sugel wieder hin. unter und eilte im Lauf den Weg zurück, den ich gekommen. Sunger, Durst und Müdigkeit waren verflogen, und mir winkte ja der höchste Preis- Paezha. Ich weiß nicht mehr, wie ich in das Lager zurückgekommen bin. Aber als ich die Be sinnung wieder erlangte, befand sich das ganze Lager in einen Freudentaumel. Über den Feuern brieten die Büffelstücke, und die Squaws führten den„ Eßtanz" auf. Jetzt erfuhr ich auch den schmählichen Verrat, den der„ Weiße Schwan" an mir begangen, um die Hand Paezhas zu gewinnen. Er erzählte, daß er mich tot in der Prärie gefunden und zum Beweise der Wahrheit meinen Pony und meine Waffen mitgebracht habe. mit einem Schlage war ich nun der Held des Stammes ge. worden, und der Weiße Schwan" der Verachtung aller preis. gegeben. Als die Jagd beendet war und wir in das heimat. liche Lager zurückkehrten, zog Paezha als meine Squaw in mein Teepee ein..." Hier hielt Mechahpe mit seiner Erzählung inne und starrte wie geistesabwesend vor sich hin. 17 " Nun, und?" fragte ich ihn erwartungsvoll nach einer Weile Was ist aus Paezha geworden? Seid ihr nicht glücklich geworden?" „ Der, Weiße Schwan' hat sie erschlagen", erwiderte Mechahpe dumps. " Ja, erschlagen", fuhr er fort, als er meinen entsetzten Blid bemerkte... Als ich eines Morgens mein Teepee betrat, lag sie mit gespaltenem Schädel da. Das war seine Rache!". „ Und was geschah mit ihm?" fragte ich gespannt. „ Nach den Überlieferungen unseres Stammes wurde er geächtet und ausgestoßen..." Mein roter Freund schwieg wiederum eine Weile. Dann aber hub er mit einem wilden und triumphierenden Blick von neuem an:„ Und dann kam meine Rache. Denn als der, Weiße Schwan das Lager verlassen mußte, herrschte ein schwerer Schneesturm und eine bittere Kälte. Unseren Gesetzen zufolge mußte er seinen Marsch zu Fuß antreten. Seine Waffen und etwas Proviant durfte er mitnehmen. Ich folgte seinen Spuren und stahl ihm schon während der ersten Nacht seine Waffen und den Proviant. Jetzt war er rettungslos verloren, denn ohne Waffen und ohne Nahrung mußte er elend untergehen. Als der„ Weiße Schwan" erwachte und seinen Verlust bemerkte, wurde er von einer wilden Verzweiflung ergriffen, die mich mit satanischer Freude erfüllte. Dann machte er sich von neuem auf die Wanderschaft. Aber seine Haltung und seine Schritte waren schon bedeutend matter als am vorhergehenden Tage, und nachdem er einige Stunden gegen den Blizzard angekämpft hatte, setzte er sich ermattet nieder. Nach kurzer Zeit erhob der„ Weiße Schwan" sich wieder und setzte schwankend seinen Weg fort. Aber die Kälte begann jetzt auf den erschöpften Geächteten ibre Wirkung auszuüben, und auf einmal sant er langsam in den Schnee nieder. Da ließ ich laut unsern Kriegsruf erschallen. Der„ Weiße Schwan" wollte sich bei dem bekannten Geschrei noch einmal ergeben, aber die Kräfte verließen ihn, und er sant auf den Boden zurück. Nun eilte ich auf ihn zu, kniete neben ihm nieder und stimmte einen wilden Triumphgesang an. Ein tödlicher Saß sprühte aus seinen erlöschenden Augen, seine Hände ballten sich krampfhaft und er murmelte einige unverständliche Flüche; aber die Kraft des„ Weißen Schwans" war gebrochen, und geächtet, verlassen, und unter meinem wohngesang mußte er auf dem eisigen Boden seinen Verrat und seine blutige Tat mit einem Tode büßen, der einer Squaw unwürdig war.-— F. B. Gesamtansicht von Sofia. Aus dem neuen Bulgarien. Wir sind Europäer, aber- ganz find wir noch nicht so weit“ so schrieb vor zehn Jahren der geistvolle bulgarische Sumorist und Satiriker Al kow Konstantinow, einer der besten Kennner und Freunde seines Voltes, am Schlusse seiner spaßhaften und lehrreichen Geschichten von Baj Ganju, dem urwüchsigen Sohne des Balkan, wie er sich unter allerlei durchaus nicht immer harmlosen Dummheiten und Roheiten, mit wenig Verständnis, aber starken Schultern durch das europäische Leben hindurchzuarbeiten sucht, auf das er doch mit dem stolzen Selbstbewußtsein des Wilden argwöhnisch und verächtlich hinabsieht. Die Zeit Baj Ganjus ist die jener Halb. kultur, in der Erscheinungen der Überreife mit Unbildung und Roheit, mit Eigenschaften des befreiten Sklaven sich zu einem häßlichen, schädlichen Gemische vereinigen. Und diese Zeit ist sür Bulgarien noch nicht vorüber, noch immer ist der„ Gevatter Ganju", wenn auch mit einigen verfeinerten Modifikationen, ein bezeichnender Typus des bulgarischen Lebens. Mit rücksichtsloser Gewalt ist das moderne Leben hereingebraust über das wenig vorbereitete Volk, und seine junge Intelligenz strebt mit hastigem Eifer, sich alles zu erwerben, was„ Europa" geben kann. Da aber wird gar mancher entwurzelt, der zu schwach ist, dem Fremden gegenüber eigenes Wesen zu bewahren, das Fremde zu neuem, eigenem Werte zu verarbeiten, und er versinkt in balbheit und Saltlosigkeit. ESATH frei aufragenden Witoscha mit ſeinem schneeigen Gipfel, ſeinen Wäldern und Schluchten und b rafrischen Bächen. So mancher Bauer, der seine Jugend noch unter der schwarzen Knechtschaft" verlebt hat, pilgert nach der jungen Hauptstadt, um mit seinen alten Augen sich am Anblicke des freien Bulgarien" zu laben, zu schätzen, was seine Brüder geschafft haben, da sie nun selber Herren sind in ihrem Lande. Mit stolzer Freude bewundert er da all den Glanz, der ihm so fremd und groß erscheint wie ein Zauberwerk, all das moderne städtische Treiben, in dem seine Landsleute es den„ Europäern" gleichtun. Wenn er aber näher zusiebt, wie manche Enttäuschung mischt sich ihm dann dazwischen. Die alte marfige Einfachheit und damit ein gut Teil Eigenart verschwindet vor einer oberflächlichen europäisch internationalen Kultur, das Fremde macht sich breit und wird krititlos nachgeahmt, wenn auch der satirische Geist der Bulgaren den mit häufig recht zweifelhaften Zwecken aus dem Westen ins Land kommenden Gästen den Spottnamen „ Kulturträger" gibt. Denkmal der Sanitätsoffiziere. Am höchsten geht die Flut des modernen Lebens in Sofia, das aus einem Haufen elender Sütten zu einer schönen Hauptstadt geworden ist, mit stattlichen Gebäuden, freundlichen Villen und bunt belebten breiten Straßen und Boulevards, durch welche die Wagen der elektrischen Straßenbahn eilen, bis hinaus nach dem anmutigen Dörfchen Knjazevo, das alle Anstalt macht, zum Villenvorort von Sofia zu werden, am Fuße des groß und Eine üble Folge des überhaftigen Strebens, sich alle europäische Bildung an. zueignen, ist das überwuchern der Studierten. Wer irgendwo im Auslande eine Universität besucht hat die Sofianer Hochschule, an der übrigens die medizinische Fakultät noch fehlt, wird von den meisten immer noch nur als Durch. gangsstufe betrachtet fühlt sich berechtigt, mag er seine Studien zu einem Abschlusse gebracht haben oder nicht, eine Rolle im öffentlichen Leben zu spielen. Er erhebt Anspruch auf eine staatliche Anstellung, oder er geht hin und gründet eine neue Zeitschrift, ein in Bulgarien recht beliebtes Verfahren für ehrgeizige junge Leute. Dabei läßt sich die junge Intelligenz noch allzusehr von einem unklar allgemeinen Bildungsdrange leiten, der sie fast ausschließlich den an die lebens über de derung gruppen tereffeng Sprengt vorbei; Ben de lichsten der La den S der Fe Partei nähere fische politisch zum T als die noch de gischem Kriegsto ternehm ausgehe rung un Aus dem neuen Bulgarien. die Fra forgt: N Die Gei Die Einwirf sche Vol greifen feiner h zu wün