Gießener Zeifung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 50 pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen vierteljährlich 1,50 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den ZweigErscheint ausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mr. jeden Werktag früh.- Die„ Humoristischen Blätter" Redaktion: liegen wöchentlich einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. - Herausgeber: Albin Klein& Otto Fischer. Nr. 37. Telephon: Nr. 362. Aus Stadt und Land. Gießen, den 13. Februar. = r Gießen, 13. Febr. Heute Montag nachmittag 3 Uhr hält der Leiter der hiesigen Gewerbeschule, Baumeister Traber, einen Vortrag über die Sicherungen der Bauforderungen. Alle Bauhandwerker sollten sich in ihrem Interesse dazu einfinden. der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer des Großherzoglichen Polizei- Amtes = Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Montag den 13. Februar 1911 herrschaften als Gesinde entweder darnach zu richten oder etwa daraus Veranlassung und Anregung zu anderweiter zulässiger Regulierung dieser Punkte nehmen werden. 1. Die ortsübliche Antrittszeit des Gesindedienstes ( Umzugstermin, Wechselzeit) ist, wenn nicht anders vertragsmäßig bestimmt ist, der 25. März, 25. Juni, 29. gelnder anderweiter Uebereinkunft der nächste dieser TerSeptember und 27. Dezember, so daß also bei manmine entscheidend ist. 2. Die Dauer der Dienstzeit ist, wenn nichts anderes bestimmt ist und erweislich ist resp. aus der unzweideutig auf die Dienstzeit bezogenen Bestimmung der Lohnzahlung flar hervorgeht, eine jährige. 3. Die Kündigungsfrist ist, bei mangelnder anderweiter Bestimmung a) bei Monatsmieten von 1 bis 2monatlicher Dauer: eine 14tägige, b) bei mindestens 3monat lichen und längeren Mieten: eine 3monatliche, vor Ab Gießen. In der Freitag stattgefundenen Sitzung des Landwirtschaftskammer- Vorstandes wurden die Wahlen besprochen und eine Revision der Landwirt= schaftskammer- Sitzungen beschlossen. Unweit Bensheim soll eine Muster- Obstpflanzung ins Leben gerufen werden. Ferner bewilligte man vorlagsweise einen größeren Betrag an den Ausschuß Rheinhessen zur Gewährung eines Zuschusses an den Obst- und Gartenlauf der Dienstzeit. 4. Ein in der ortsüblichen oder verbauverein Ober- Ingelheim. Gießen. Vom Großherzog wurde am Samstag u. a. Handelsrichter Eichenauer mit= empfangen. Gießen. Kriminalschutzmann Zink wurde laut Stadtverordnetenbeschluß zum Kriminalwacht= meister ernannt. Bekanntlich wurde unser seitheriger Wachtmeister Pfeffer zum Polizeisekretär gewählt. T= Gießen. Wie wir hören, findet der geplante allgemeine hessische Blumentag zum Besten der Mutter und Säuglingsfürsorge in Hessen, wie nunmehr definitiv feststeht, Anfang Mai dieses Jahres statt. Man scheint auch in allen größeren Städ, en des Landes bereits mit der Bildung örtlicher Komitees vorzugehen. Erfreulicherweise begegnet der schöne Gedanke unserer Großherzogin im Hinblick auf seinen gemeinnützigen 3wed in allen Kreisen der Bevölkerung einem regen Interesse. Die eingehenden Beträge werden von der Zentrale in dem Bezirk wieder verwandt, wo sie eingegangen sind, sodaß sie den einzelnen Teilen des Landes wieder zufließen. *) Gießen. Das Reichsgericht hat die Revision gegen das Urteil über den Bombenattentäter Werner zurückgewiesen, da nicht der Verurteilte selbst, sondern nur seine Eltern diese eingereicht hatten. Spruch des Schwurgerichtes ist jetzt rechtskräftig worden. Der ge= -- Gießen, 13. Febr. Am letzten Samstag kaufte sich auf dem hiesigen Wochenmarkte ein junger Mann Aepfel und wollte mit einem neuen 25- Pfennig- Stück die Ware bezahlen. Die Bäuerin wies das Geldstück aber mit einer mißtrauischen Gebärde zurück. Ja was der Bauer nicht kennt == Lich, 13. Febr. Zum Andenken an den ver= dienstvollen Komponisten Ne e b, der hier geboren und lange Jahre in Frankfurt mehrere Gesangvereine dirigierte, ist gestern an dessen Geburtshause von der Frankfurter„ Liedertafel" eine Gedenktafel feierlich enthüllt worden. Der Verein war vollzählich nach hier gekommen, hat nach der Enthüllungsfeier im Schloß noch gesungen und am Abend in Steins Garten ein Konzert gegeben. Die Frankfurter Sänger sind mit den besten Erinnerungen heimgekehrt. Krofdorf, 9. Febr. Gleich wie des Winters Herrschaft anhält, so scheinen auch die diesjährigen Holzpreise für Brennholz auf der seitherigen Höhe zu bleiben. Kosteten doch selbst in dem entfernten Distrikt ,, Beuerstätt" Buchenscheite 8-9 Mark und Buchenknüppel durchschnittlich 7 Mark pro Raummeter. Auch im Gemeindewald werden durchweg hohe Preise gezahlt. Kinzenbach. 3u 12 Mark Geldstrafe wurde der hiesige Schreibgehilfe Fr. M. verurteilt. Er hatte sich eine Beleidigung gegen den Polizeisergeanten Lange zuschulden kommen lassen. Darmstadt. Oberpfarrer H. Bernbeck in Michelstadt ist auf sein Ersuchen aus Gesundheitsrück sichten von der ihm übertragenen Pfarrstelle zu Eberstadt enthoben worden. Pfarrer Joh. Paul- Seligenstadt wurde an seine Stelle für die Pfarrstelle Eberstadt ernannt. Wetzlar, 13. Febr. Gestern unternahm der Taunusklub bei schönstem Wetter eine Tour in den Schöffengrund nach Grävenwiesbach und der Audenschmiede. * Wetzlar. Aus der häufig vorhandenen Unkenntnis des wechselnden Publikums über die zur Ergänzung des§ 13 und 14 der Rheinischen Gesinde= ordnung vom 19. August 1844 gereichenden gewohn= heitsmäßigen Ortsgebräuche, welche im Falle mangeln der Vertragsbestimmungen hier in deren Stelle eintreten, entstehen sehr häufig Mißverständnisse und Gesinde streitigkeiten, deren Schlichtung eben nur auf Grund dieser Ortsgewohnheiten erfolgen kann. Der Bürgermeister erläßt nur eine Bekanntmachung, in der die hier bestehenden und zu fortdauernden Anwendung kommenden gewohnheitsmäßigen Gebräuche zur allgemeinen Kenntnis gebracht werden, wonach sich sowohl Diensttragsmäßigen Kündigungsfrist nicht gekündigter Dienstvertrag ist schon durch die bloße Unterlassung der Kündigung stillschweigend verlängert, außer wenn etwa vertragsmäßig ausdrücklich jede etwaige Verlängerung an eine förmliche Verabredung der Fortdauer gebunden war( Gesinde- Ordnung§14). Der Dienstvertrag hört also mit einfachem Ablaufe der Dienstzeit ohne Kündigung stillschweigend und von selbst nur in dem letzten Falle auf, wenn nämlich vorher die etwaige Fortdauer desselben an eine noch erst zur verabredende Verlängerung gebunden war; außer diesem einen Falle ist stets eine Kündigung in ortsüblicher oder verabredeter Frist erforderlich, um den Dienstvertrag zu lösen, der sonst als stillschweigend erneuert gilt. 5. Die stillschweigende Erneuerung bezieht sich auf alle Bestimmungen des bisherigen Dienstvertrages seinem ganzen Inhalte nach, führt also die frühere Dauer und Kündigungsfrist, so wie denselben Lohn mit sich( jedoch kein zu wiederholendes Mietsgeld). 6. Das Mietsgeld( welches gesetzlich zur Gültigkeit des Vertrages nicht erforderlich ist, son= dern nur als ein Zeichen und ein der mehreren möglichen Beweismittel des Vertragsschlusses anzusehen ist) beträgt gewohnheitsmäßig 3 Mark. Dasselbe bildet keinen Teil des Lohnes und wird auf den Lohn der geleisteten Dienstzeit nicht abgerechnet. Am Schluß der Befanntmachung wird noch auf die entscheidende Zweck mäßigkeit aufmerksam gemacht, alle Vertragsbestimmungen im eigenen Interesse zur Vermeidung jeglicher Jrrungen und gegenseitiger Mißverständnisse in einer beweiskräftigen Form( schriftlich oder unter Zuziehung von Zeugen) zu bewirken. -n- Wezlar. Die„ Franks. 3tg." hat einen Artikel veröffentlicht, in dem es u. a. heißt: Die Liberalen ( Freisinnige und Nationalliberale) müßten zusammenhalten. Er bemühe sich nach allen Richtungen für eine Verständigung. Auch den Nationalliberalen in Hessen und in Wetzlar sei geschrieben worden, sie handelten unverantwortlich an der Partei, wenn sie durch ihre Querköpfigkeit ihnen in anderen Bezirken Schwie rigkeiten machten. Daraufhin soll die für Kreuznach= Simmern gegenüber Geheimrat Pasche beabsichtigte fortschrittliche Kandidatur bestimmt zurückgezogen werden, wenn die Nationalliberalen von Wetzlar- Altenfirchen auf eine eigene Kandidatur verzichten und den fortschrittlichen Kandidaten, Professor Dr. Schloßmann, unterstützen. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reflameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Gesamtleitung: Albin Klein. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. *) Darmstadt. Finanzminister Braun hat sich in günstigster Weise von seinem Anfall erholt. Er muß sich aber noch vom Dienst fernhalten und hat deshalb einen weiteren dreimonatlichen Urlaub angetreten. Oeffentlicher Sprechsaal. Aus Niederwe z erhalten wir folgendes Eingesandt: Am 8. Februar hatten wir die Ehre, den Parteisekre tär Jakobs der„ fortschrittlichen Volkspartei" zu hören. schichte, die in der Volksschule nur nach dem Geschmack Er verbreitete sich über die preußische und deutsche Geder Junker gelehrt würde. Die Lehrer seien wohl über die bösen Taten dieser Herren orientiert, dürften sie jedoch nicht erwähnen, da sie sonst Gefahr liefen, gemaßregelt zu werden. Gott sei Dank, daß die Regierung noch die Gewalt über die Schule hat, denn wenn es nach dem freisinnigen Programm ginge, würden nur die Schattenseiten unseres Volkes in den Geschichtslehrbüchern zu finden sein. Die Folge davon wäre, daß wir bald den modernen Zukunftsstaat hätten. Und wen würde dieser Bauernstand, der diesen Fortschrittsmännern ein moderne Staat zuerst ruinieren? Den freien verwachsen ist, weiß, wo ihn der Schuh drückt und läßt Dorn im Auge ist. Dieser Stand, der mit der Scholle sich durch die Locktöne der fortschrittlichen Herren nicht irre machen, sondern hält fest an den christlichen Grundladen unseres Staatswesens! Redner verbreitete sich dann über Gemeinde-, Kreisund Provinzangelegenheiten überall würde nach seiner Ansicht gegen die Verfassung gehandelt. Aber er machte damit keinen Eindruck, weil hier alle Wähler auf dem rechten Flügel zu finden sind. Und so dumm sind hier die Bauern nicht. Mit Liebesgabe, Beamtenund Offiziershetze treiben diese Freisinnigen eine moderne Bauernfängerei. Und warum sollte es denn der Herr Jakobs nicht auch hier tun. Aber seine Verdrehungen wurden natürlich hier nicht ernst genommen. Zum Schluß lobte der„ fortschrittliche" Jakobs auch noch die Arbeiter, denen er bei Arbeitsunfähigkeit die Pensionen der Beamten in Aussicht malte. Die Beamten wurden dagegen ob ihrer Königstreue gehörig heruntergekanzelt. Wir Bauern haben häufig selbst Söhne in Unterbeamtenstellungen, sogar viele Lehrer; Beamte und Richter gehen aus dem Bauernstand hervor. Das wollen diese Freisinnigen eben nicht; denn solange ein solch gesunder Beamtenersatz in unserem Vaterlande möglich ist, sind die Pläne der„ fortschrittlichen Volkspartei" Luftschlösser. Zum Schluß sagte der Redner:„ Sie haben Herrn Behrens aus Gutmütigkeit in den Reichstag gewählt". Dazu bemerke ich, der Einsender:„ So viel an uns Niederwetzer liegt, sorgen wir dafür, daß Herr Behrens mit schon bei dem ersten Wahlgang in unserem Orte großer Mehrheit aus der Wahlurne hervorgeht. Aus dem Gerichtssaal. Strafkammer. Gießen, 11. Februar 1911. Der Werkmeister Friedrich Weber in Gießen wurde vom Schöffengericht wegen Körperverletzung er hatte einem Dienstmann den Spazierstock auf den Kopf ge schlagen zu 10 Mark Geldstrafe verurteilt. Seiner Be - - == Hermannst ein. Unsere Schule wird bald in eine 4klassige ausgebaut; der letzte Erweiterungsbau erfolgte 1904. Unsere Schule hat übrigens eine etwas interessante Geschichte. Als Hermannstein noch Hessen- rufung wurde teilweise stattgegeben und die Strafe auf 3 Mark ermäßigt, da er von dem Verletzten gereizt worden war. darmstädtisch war und die Gemeinde zum Schulhausbau schreiten mußte, da hat der damalige Lehrer selbst das erste Scherflein freilich ungewollt- dazu beigetratragen; nämlich ein Teil seines Gehaltes wurde ihm zurückbehalten und dem Schulhausbaufond überwiesen. Waldgirmes. Eine Geldstrafe von 10 Mt. erhielt der Weißbinder G. Sch. wegen Beleidigung des hiesigen Polizeidieners Schmidt. Don Lüzellinden. Der Landwirt W. B. hier wurde vom Schöffengericht Wetzlar wegen Jagd= vergehens zu 12 Mark Geldstrafe verurteilt. *) Biskirchen. Die Vermögens- Uebersicht der hiesigen Spar- und Darlehenskasse schließt für das Geschäftsjahr 1910 in Einnahme und Ausgabe mit 63 323 Mark ab. Die Mitgliederzahl ist von 95 auf 98 ge= stiegen. Limburg. Der zweigleisige Ausbau der Strecke Höchst- Niedernhausen hat begonnen. Auch die Verbindung Niedernhausen- Eschhofen wird zwei gleisig ausgebaut. - Merzhausen( Taunus). Vergangene Woche brach hier ein Zimmerbrand aus, wobei der über 80 Jahre alte W. Müller mit verbrannte. Friedberg. Ihren Veteranen mit Einkommen unter 1800 Mark bewilligten die Stadtverordneten einen Ehrensold von je 25 Mark. Der Knecht Gustav Kurz zu Grünberg fälschte einen Brief, auf Grund dessen er von einem Schuhmacher ein Paar neue Schuhe erhielt. Dies trug ihm wegen Urkundenfälschung und Betrug 3 Monate Gefängnis ein. In Lauterbach machte der Knecht Ludwig Braun aus Helpershain mehrere Zechen und kaufte sich Wurst unter der Angabe, sein Dienstherr zahle. Urteil: 2 Jahr 4 Monate Zuchthaus, unter Anrechnung einer früheren Strafe. Der seither in Gießen als Rechtskonsulent tätige Christian Reibling hat in elf Fällen Geld seiner Klienten unterschlagen. Es handelt sich um etwa 400 Mark, die ausfallen werden, da der Angeklagte vermögenslos ist. Er bekam 2 Monate Gefängnis. Unter Drohung mit einer Anzeige, versuchte der Fabritarbeiter Otto John aus Dachwig, von einem Schmied in Petterweil 200 Mark zu bekommen. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt, Abweil der Angeklagte dem Schmied Verbrechen der treibung nachweisen wollte, was ihm jedoch nicht gelang. Der Angeklagte wurde wegen Erpressungsversuch zu 5 Monaten Gefängnis und 5jährigem Ehrverlust verurteilt. Die Kur. Die Kur. Unter den Indianern. Unter den Indianern. Persönliche Erinnerungen. Deutscher Reichstag. Dte Beratung über die Justizgesetze wurde am Frets tag bis zu einem gewissen Punkte geführt, um dann erst nach den Etatsberatungen in etwa dret Monaten fortge= fest zu werden. Den Beginn machte die am Donnerstag Hinausgeschobene namentliche Abstimmung über die Straf= fammern als Berufungsinstanz. Hier wurde trotz des Widerspruches der Regierung die Zulassung des Laienelements mit 175 gegen 142 Stimmen beschlossen. Sodann beantragten der Sozialdemokrat Stücklen und der fretsinnige Müller- Meiningen die Preßdelikte nach dem füddeutschen Muster der Zuständigkeit der Schwurgerichte zu überweisen. In setn Coblted auf die süddeutsche Regefung stimmte der bayerische Zentrumsabgeordnete MayerKaufbeuren nicht ein. Er zeigte an in Bayern ergangenen Schwurgerichtsurteilen, daß die Aburteilung solcher DeItfte sich nicht nur nicht gut bewährt, sondern in einzelnen Fällen Anlaß zu tiefer Mißstimmung im Volke gegeben habe. Der norddeutsche Zentrumsabgeordnete Marcour führte auf Grund seiner langjährigen Erfahrung als VerLeger und Journalist den Nachweis, daß dte anständige Breffe ein Interesse daran hat, weiter vor die Berufungsrichter zu gehören, umsomehr als jetzt die Berufung gegen te Straffammerurteile eingeführt wird. Auch der Abg. Bräf- Weimar sprach in diesem Sinne. Die Anträge wurden abgelehnt. Im Einklang mit früheren Beschlüssen wurde ein Antrag angenommen, daß auch bei den Schwurgerichten nur fest angestellte Richter wirken sollen. Die Berufssenate, die bei den Landgerichten errichtet werden und über die Berufung gegen die Straffammerurteile entscheiden sollen, sind nach den Kommissionsbeschlüssen außerhalb der Hauptverhandlung mit 8, in der Hauptverhandlung mit 5 Richtern( unter Ausschluß des Laienelements) besetzt. Diese Regelung wurde insbe= sondere von den Abgeordneten Baffermann( natl.), Baren: Horst( Reichspartei) und vom Staatssekretär Lisco gegenüber Anträgen befürwortet, die auch Laien zuziehen wolIen. Ein Antrag, die Berufungssenate bei den Oberlandesgerichten zu errichten, ftel, dagegen fand der freisinnige Antrag, die Berufungssenate aus einem Kollegiu mvon 2 RichJezt hat der bekannte Geschichtsforscher Dr. med. Ca banès in einem neuen Bande seines außerordentlich fleißigen Werkes über die geheimnisvollen Todesfälle der Geschichte nochmals alles zusammengestellt, was an Dokumenten über das Ende Napoleons vorhanden ist, hat die mündlichen und schriftlichen Aussagen sorgfältig geprüft, gegen einander abgewogen und gelangt zu dem nunmehr wohl unanfechtbaren Ergebnisse, daß in der Tat Napoleon am Magenkrebs, und an feiner anderen Krankheit, zugrunde gegangen ist. Napoleon litt schon in verhältnismäßig frühen Jahren an Magenstörungen, und man darf es dem Dr. Cabannès gern glauben, daß zur Entwicklung dieser Anlage auch der seelische Druck, der auf ihm nach seinem Sturze lastete, von unheilvoller Wirkung gewesen fein muß. Er, der der ganzen Welt zu befehlen gewohnt war, mußte sich jeden seiner Schritte vorschreiben lassen, thm, dem Europa zu klein gewesen, wurde ein Haus, das nicht viel größer war als eine Hütte, zum Leben ange= wiesen. Ob die Anlage zum Krebs ererbt war oder nicht, tann umso eher dahingestellt bleiben, als die Vererblichkett des Krebses ja überhaupt bestritten wird. Dr. Cabanès nennt Napoleon den„ Sohn einer bleichfüchtigen Mutter und eines tuberkulösen Vaters". Napoleon war," so schreibt er, ein vorherbestimmtes Opfer der Bazillen. Außer am Magenkrebs Ittt Napoleon aber auch an einer chronischen Leberkrankheit, auf die die gelbliche Gesichtsfarbe zurückzuführen war, die er schon als junger Artillerieleutnant hatte und die als ein Zeichen seines südItchen Ursprungs galt. Viele setner Zeitgenossen sprechen ja von dem Oliventeint" Napoleons. Damit hingen seine häufigen Anfälle von Schwermut und die Schlafsucht, die thn manchmal in den Stunden wichtigster Entscheidung be= fiel, zusammen. Wäre nun die Wissenschaft nach ihrem heutigen Stande fähig gewesen, das Ende Napoleons hinauszuschieben? Unter den Lebensbedingungen von Sankt Helena schwerlich. Eine Operation würde nach der Ansicht des Dr. Cabanès, da sie zu spät gekommen wäre, den Tod nur beschleunigt Haben. Und so bleibt die Tatsache bestehen, daß das eng= Itsche Ministerium, als es die Verbannung Napoleons nach Sankt Helena beschloß, das Todesurteil über ihn aus= sprach. tern und 3 Schöffen bestehen au laffen, in namentlicher Ab- Der Kaiser als Augenzeuge des Singerschen Leichenzuges? timmung mit 166 gegen 122 Stimmen bei 5 Enthaltungen Annahme. Damit erscheint die Reform nach den Erklärungen der verbündeten Regierungen schwer gefährdet. Bei Beratung der Vorschriften über Schöffen und Geschworene beantragten die Sozialdemokraten, in ueberschrift und Text des Gesetzes überall Volksrichter zu lagen. Der Antrag wurde abgelehnt. Die Sozialdemofraten beantragten weiter die Zulassung der Frauen zum Schöffen- und Geschworenenamte, sowie die Wahl durch Volksabstimmung in allgemeinen Wahlen mit Proporz. Der Antrag wurde abgelehnt. Außer den Sozialdemokra ten erhoben sich für den Frauenantrag nur die beiden volksparteilichen Abgeordneten Träger und Ablaß. Die Volksschullehrer als Schöffen und Geschworene. Die Kommission hatte in zweiter Lesung der Vorschrift in der Regierungsvorlage zugestimmt, wonach Volksschullehrer nur zum Amte eines Schöffen bei Jugendgerichten berufen werden sollen. Es lagen Anträge sämtlicher Parteien vor, diese Bestimmung zu streichen und damit die Ausnahmebestimmung für die Volksschullehrer zu beseitigen. Darüber entspann sich eine längere Debatte, in der ein Regierungsvertreter erklärte, die Unterrichtsverwaltung hätte immer die Lehrer als ein sehr schäbenswertes Schöffenmaterial angesehen. Nur schultechnische Gründe hätten sie bewogen, davon abzuraten, Lehrer zu Schöffen zu machen. Es sei nicht richtig, daß der Lehrer nur ein, zwei Tage als Schöffe tätig sein würde. Er würde sehr oft der Schule fern bleiben müssen Für Stellvertreter sei sehr schwer zu sorgen. Vielleicht ließe sich ein Mittelweg finden. Bielleicht ernenne man die Lehrer nur zu Schöffen, aber nicht zu Geschworenen. Vielleicht nehme man auch nur Lehrer an Schulen mit nicht weniger als drei Lehrern. Bei der Abstimmung wurden schließlich die Ausnahmebestimmungen gegen die Lehrer gegen die Stimmen der Polen gestrichen. Darauf vertagte sich das Haus auf Sonnabend. Diskussion werden sich die ersten Autoritäten auf dem Gebiete der Moorfultur beteiligen. Die Korfureise des Kaisers. Die Kaiserjacht Hohenzollern erhielt Befehl, am 16. Februar nach dem Mittelmeer in See zu gehen, um das Kaiserpaar und die Prinzessin Viktoria Luise von Venedig nach Korfu zu bringen. Die Folgen des„ Falles Hoffmann" im preußischen Abgeordnetenhaus. Wie nach dem„ Berl. Lof.- Anz." in parlamentarischen Kreisen verlautet, bereitet die konservative Fraktion des preußischen Abgeordnetenhauses einen Antrag vor, der den Zweck verfolgt, den sozialdemokratischen Mitgliedern des Hauses die ihnen bis jetzt eingeräumten Rechte einer Fraktion zu nehmen, wodurch sie auch die Vertretung im Seniorentonvent verlieren würden. Die Attion gegen die Sozialdemokraten knüpft bekanntlich an die Sigung an, in der der Abg. Adolf Hoffmann dem Prästdenten v. Kröcher Unverschämtheit zugerufen hatte. - geor Berge de& und i ม Schm wollte der fi Brau wurd regim irrfin erwür Nachb feft. wollte gromb Gafth Infol dem schnit fort t Die Militärvorlage ist, wie wir schon meldeten, am Freitag in der Budgetkommission des Reichstags angenommen worden. In der Debatte, in der Schwierigkeiten nicht zutage traten, wurde u. a. mitgeteilt, daß in Preußen vom 1. April 1911 ab qualifizierte Abiturienten von Mittelschulen ohne Rücksicht auf ihr Alter auf ihren Antrag zum Einjährigeneramen zugelassen werden. Hinsichtlich der Absolventen von technischen Mittelschulen, Baugewerksschulen usw. schweben noch Verhandlungen. Im vorigen Jahre sind 989 junge Leute mit Elementarschulbildung auf Grund besonderer Leistungen zum Einjährigendienst zugelassen worden. Eine Resolution betreffend Befreiung Militärpflichtiger vom aktiven Dienst aus Billigfeitsgründen fand beim Kriegsministerium fein Bedenken. Eine von fortschrittlicher Seite beantragte Resolution, bei Besetzung militärischer Stellen allein die persönliche Tüchtigkeit ohne Rücksicht auf die politische oder konfessionelle Ueberzeugung oder die gesellschaftliche Stellung entschei= dend sein zu lassen. fand scharfen Widerspruch und wurde auch in der eingeschränkten Fassung, wonach nur die„ persönliche Tüchtigkeit" entscheiden soll, gegen 8 Stimmen der fortschrittlichen Volkspartei, der Sozialdemokraten und zweier Zentrumsabgeordneter abgelehnt. Annahme fand dagegen eine Resolution, welche eine Reform des gesamten Militärstrafrechts, des Beschwerderechts und des ehrengerichtlichen Verfahrens gegen Offiziere wünscht. Ein Mitarbeiter der Berliner„ Neuen Gef. Corr." schreibt:„ Es war am vergangenen Sonntag um die Mittagsstunde. Der Gottesdienst im Dom war beendet und langsam flutete die Schar der Andächtigen durch seine Tore auf die Straße. Die Besucher des Berliner Doms gehören fast ausschließlich der guten Gesellschaft, zum großen Teile ber Hofgesellschaft an. Man fennt sich untereinander, es bilden sich Gruppen, man plaudert ein paar Minuten zusammen. Den Heimweg tritt man erst am, nachdem der Kaiser das Gotteshaus verlassen hat und man ihm ehrerbietigen Gruß erweisen konnte. Das kurze Stück Weges, das den Dom vom nahen Schloß trennt, pflegt der Kaiser mit den Seinen stets zu Fuß zurückzulegen. Als der Kaiser nun an diesem Sonntag aus dem Dome trat, bewegte sich gerade in demselben Augenblicke von Norden, von der Friedrichsbrücke her, am Alten Museum vorbei, quer durch den Lustgarten mach der Schloßbrücke zu ein dichter, schwarzer Menschenzug: die sozialdemokratischen Manifestanten, die ihren Führer Paul Singer zu Grabe geleiteten. Und so sah es aus, als defiltere diese, übrigens in vollkommener Ruhe und Ordnung marschierende Menschenmasse an dem Herrscher vorüber. Der Kaiser schritt mit seinem Gefolge eine Weile lang in gleicher Richtung wie der Zug, nur ein paar hundert Meter von ihm getrennt, bis er das Schloßtor erreicht hatte. Ueber die Bedeutung des Zuges war er ohne Zweifel unterrichtet. Ob die Manifestanten thre Marschroute und die Stunde absichtlich so gewählt hatten, um dieses Zusammentreffen herbeizuführen, entzieht sich unserer Kenntnis." Ob sich der betreffende Mitarbeiter in seinen Beob= achtungen nicht am Ende geirrt hat? Rundschau vom Cage. Politisches. Die leichte Erkältung des Kaisers ist noch nicht ganz An welcher Krankheit starb Napoleon? behoben. Der tägliche Spazierritt im Tiergarten mußte Ueber das langsame, qualvolle Sterben Napoleons auf dem Felseneiland von Sankt Helena haben in letzter Zett einige Veröffentlichungen neues Licht verbreitet, die es erlaubten, von Tag zu Tag die Fortschritte des Leidens, das seinen Körper zerstörte, zu verfolgen. Aus den Berichten der Aerzte, die den Kaiser behandelten, und aus dem Be= funde der Deffnung seines Leichnams konnte man mit aller Bestimmtheit annehmen, daß er einem Magenkrebs erlegen ist, dessen Keime schon in ihm lebendig waren, als man ihn dem Klima von Sankt Helena aussetzte, sich aber dann unter dessen verderblichem Einflusse schnell und todbringend entwickelten. Troßdem haben sich bis in die jüngste Zeit hinein die Stimmen der Gelehrten erhoben, um zu behaupten, nicht der Magenkrebs, sondern ein an fich gutartiges. nur verkanntes und vernachlässigtes Magonübel set die Todesursache Napoleons geworden. Der Familienschmuck der Wallutjeffs. Roman von Baronin G. v. Schlippenbach. 30) ( Nachdruck verboten.) Mit verstohlenem Wohlgefallen und einigem Stolz ruhten Mabels Augen auf ihrem Kavalier. Er seinerseits glaubte noch nie eine Dame so elegant im Eattel fitzen gesehen zu haben; aber er sagte es ihr nicht; Lobeserhebungen hätten ihr nicht gefallen, so weit kannte er Miß Lionel schon. „ Ich besuchte heute Mrs. Brook," erzählte Mabel, als sie ein langsameres Tempo anschlugen. ,, Amy zeigte mir einen herrlichen Schmud, ein Perlenkollier, das sie von ihrem Mann zum Geschenk erhalten hat." Das Wort Perlenkollier erregte Whites Interesse. „ Ich bin ein großer Freund schöner Perlen," sagte er. Wollen Sie mir, bitte, den Schmuck Ihrer Freundin beschreiben!" ,, Es war eine dreifache Perlenschnur mit einem groBen, gelblichen Diamanten als Schloß. Ich habe noch nie so etwas wunderbar Schönes gesehen; die einzelnen Perlen haben die Größe kleiner Haselnüsse." am Freitag ausfallen, doch war der Marstall in Bereitschaft gehalten, da man immerhin mit der Möglichkeit einer Ausfahrt rechnete. Man glaubt, daß der Kaiser in der Lage sein werde. an dem nächsten Hofball Anfang der kommenden Woche teilzunehmen. Der Rappe, den White ritt, stieg ferzengerade in die Höhe; die Speren des Reiters hatten seine Flanken emp= findlich getroffen. Erst nach einigen Minuten wurde er des feurigen Zieres Herr. ,, Wie rot Sie sind," nedte Miß Lionel,„ ich dachte schon, das Pferd gehe mit Ihnen durch!" Breußen und der Antimodernisteneid. Zur Frage des Antimodernisteneides will die„ Deutsche Tageszeitung" wissen, daß die preußische Regierung in dieser Angelegenheit Schritte getan habe, und daß vermutlich in den nächsten Tagen schon positive Ergebnisse der Fühlungnahme mit dem Vatikan vorliegen würden. Der Kaiser im Deutschen Landwirtschaftsrat. Der Kaiser wird den Verhandlungen in der Plenarversammlung des Deutschen Landwirtschaftsrats in Berlin über die Moore und ihre Bedeutung für die deutsche Volkswirtschaft am 15. d. M. im Plenarsizungssaale des Herrenhauses beiwohnen. Professor Tacke von der Moor- Versuchsstation Bremen wird in dem einleitenden Referat die Ausdehnung und Beschaffenheit der Moore, sowie die technischen Grundlagen der Moorkultur darlegen. An der „ Ich hoffe imme: Herr der Situation zu bleiben," versezte White energisch, aber bitte, entschuldigen Sie, Sie sprachen von einem Schmuck Ihrer Freundin Mrs. Brook." „ Jawohl, Fred hat ihn bei Hunter u. Comp. gekauft. Sie werden übrigens Gelegenheit haben, das Kollier felbst zu sehen und zu bewundern. Amy will es bei ihrem Balfest tragen. Sie tanzt leidenschaftlich gern, vertrug es aber früher nicht. Jetzt behauptet ste, daß es ihr nicht mehr schate." Kleine Dadridten. Der Siemens- Schuckert- Ballou machte Freitag vormittag in Berlin seinen dritten Aufstieg. Er umkreiste mehrmals die Ballonhalle und führte während der Fahrt mehrere Manöver in verschiedenen Höhenlagen bis zu 500 Metern aus. Die Versuche fielen alle zur vollen Zufrie denheit aus. Nach fast 2½ stündiger Fahrt landete der Bal Ion glatt vor der Ballonhalle. White brachte das Gespräch gewandt auf ein anderes Thema. Er fragte Miß Lionel, ob sie den Zirkus Alberti besucht habe. Mabel verneinte und schlug White vor, einmal zusammen hinzugehen, der Tag bliebe noch zu bestimmen, da das Benefiz der ersten Schulreiterin, Miß Alice Power mit Namen, bald stattfinden sollte. Steuererhöhung in Berlin. Der Berliner Magistrat beschloß eine erhebliche Steuererhöhung. Der Magistrat schlägt vor, den Einkommensteuerzuschlag von 100 auf 110 Prozent und die Gewerbesteuer von 150 auf 165 Prozent zu erhöhen. Das Einkommensteuersoll würde somit 46,2 Millionen betragen. Infolge der durch Backa- Margarine verursachten Erfrankungen ist, wie aus Altona gemeldet wird, jetzt gegen den Geschäftsführer der Firma Mohr u. Co. in AltonaOttensen J. H. Mohr von der Staatsanwaltschaft die Anflage wegen fahrlässiger Körperverletzung in Verbindung mit Vergehen gegen das Nahrungsmittelgesetz erhoben worden. Ich schwärme nämlich für die reizende Künstlerin", schloß Mabel lachend, und ich möchte gern, daß Sie sie in ihren Glanznummern sehen. Sie reitet die hohe Schule unübertrefflich; und ist selbst eine auffallend anmutige Erscheinung. Es heißt, daß sie heimlich mit einem jungen Baron verlobt ist, der ihr aus Paris hierher folgte. Seine Eltern wollen nichts von der Partie wissen. Sehen Sie, das sind so Vorurteile, die man auf dem Kontinent hat, wo alles so viel enger, fleinlicher ist. Bei uns ist es nichts Seltenes mehr, daß man sich über Standesunterschiede hinwegseh. wenn wahre Liebe ihr Wort mitspricht." Der englische Krönungswagen ist ein Opfer der Flammen geworden. Er wurde beim Brande einer Kutschenfabrik, wo er sich zur Reparatur befand, vom Feuer ergriffen. Der Wagen, in dem das englische Königspaar zur Krönung fahren wollte, war zweihundert Jahre alt und sehr wertvoll. Es war nicht das erste Mal, daß Mabel sich so äuBerte. Lag tarin eine Aufforderung für den Mann, der sie liebie mt der sich bisher bescheiden zurüchielt? Jugendliche Defrandanten. Zwei Lehrlinge eines Düsseldorfer Geschäfts waren Freitag vormittag von ihrem Chef zur Bank geschickt worden, um einen Geldbetrag von 10 000 M zu erheben. Die beiden Burschen sind von diesem Gang bisher nicht zurückgekehrt. Man nimmt an, daß sic sich mit dem Geld nach Cöln begeben haben und hat die dortige Kriminalpolizei verständigt. Nach dem Spazierritt forderte Mrs. Lionel den Freund ihrer Tochter auf, die Treibhäuser zu besuchen, die sich an den Wintergarten anschlossen. Eine wahre Rosenpracht dustete dem Eintretenden entgegen. White sprach sein Entzücken darüber aus. Das schien Mabel zu erfienen; sie brach eine halb erblühte, gelbliche Knospe und gab sie Robert lächelnd. Er verabschiedete sich bald darauf von Mutter und Tochter und fuhr zur Stadt. Die duftende Spende aber verbarg er in der Brieftasche. Bei einem Einbruch in die Ortskrankenkasse zu Fürstenwalde a. d. Spree wurden 1600 Mark erbeutet. Die Täter find unerkannt entkommen. Unaufgeklärte Todesfälle. In der Avortanlage der Knabenschule in Kulmsec in Westpreußen sind zwet Schü= ler innig umschlungen tot anfgefunden worden. Es ist noch nicht festgestellt, ob sie erstickt oder erfroren sind. „ Es soll mein Talisman werden," dachte der junge Mann, vom heutigen Abend im Klub hängt Wichtiges ab." Der Gedanke, ob das von Miß Lionel erwähnte Perlenkollier vielleicht das gestohlene sei, beschäftigte ihn so lebhaft, daß er an nichts anderes mehr denken konnte. Er war überzeugt, daß er es wiedererkennen werde. Wie gut es war, daß ich bei Häuserling ein Jahr in die Lehre ging; dort habe ich gründliche Vorstudien Infolge einer Gasvergiftung schwer erkrankt ist in setner Berliner Wohnung der freikonservative Landtagsabfür meinen Beruf gemacht. Nicht leicht läßt mein geübtes Auge sich täuschen; und den Familienschmuck der Grafen Wallutjeff habe ich mir genau angesehen." Bei seiner Rückkehr ins Hotel zum Sternenbanner" wechselte White den Anzug. Dann ging er zum Postamt, wo er die chiffrierten Briefe abholte; er erwartete einen aus Rußland. Zu seinem Erstaunen war nichts da und doch hätte der Graf wieder einmal schreiben sollen. " Die große Entfernung ist zu berücksichtigen," sagte sich White ,,, wahrscheinlich kommt in den nächsten Tagen Nachricht." Um elf Uhr betrat White das Klublokal. Er sah gleich, daß es ein solches zweiter Güte war, feines jener feinen, eleganten, in denen die bessere Herrengesellschaft verkehrt. Um fein Aussehen zu erregen, spielte White einige Rubber Whist und verlor sie. An G hänjer Berli angeft Arbei gen et von 1 1000 dag d überfi eben Nacht Botal Das Kellne eine hingel Spielen Sie auch Hazard?" fragte ein älterer Klubgast leise, und als White bejahte, führte er ihn in ein weit entlegenes Zimmer. Hier brannten statt der elektrischen Lampen Wachskerzen auf dem in der Mitte hängenden Kronleuchter, ein länglicher, mit grünem Tuch be= zogener Lisch stand darunter. Etwa zwölf Männer waren zugegen. Es wurde Makao gespielt. Derjenige, der die Bank hielt, war ein etwa sechsunddreißig Jahre alter Herr in einem gesucht feinen Gesellschaftsanzuge. seiner fnochigen Hand mit den langen Fingern glänzte ein breiter King mit einem großen Diamanten; ein ebensolcher diente als Nadel für die hellseidene Krawatte. Troz seiner Selbstbeherrschung war White nahe daran, einen leisen Freudenruf auszustoßen. Er hatte den, den suchte, den Mordgesellen und Räuber Meyer sofort er= fannt. Aber meine erhalt Enti ftelite beseld 10 bi Dage 224 270 00 nen g Proze gaben hinzu greife Berli Miet bemg fees 1 richte tat, Ame Jeine alter Noch weit Mart Stief Shr jog es Stief er Tau auch ber 1 infolg haar marte All T Wohr dhe a paar ben S Luft ter n men. mußt gen hat Nah Sung order volle noch Idhive jamit genug in de an de dem bai f briche arme entme T in Su nahm arbeit der M befän zwei Ternes das S feine fount Leime torbe er in tr gefall freien Gehi Itzel beren Die Absichtlich hielt sich der Schweizer anfänglich als blo= ßer Zuschauer des Spieles im Hintergrund und beobach tete scharf alle Vorgänge beim Spiel. Das Glück schien heute den Baron von Sarner nicht zu begünstigen; er nerlor. Kaltblütig warf er Gold und Scheine auf den Tisch: er schten sich nichts aus dem Verlust zu machen.( 1) dem Ge it hohen Mittel die Prin bringen. reußischen Anz. in e fonjer ses einen fratischen eräumten die Ver: Die At ch an die m Präfi te. meten, am gs ange erigteiten Preußen von Mit 1 Antrag infichtlich Bauge Jm vo rschulbiljährigen ffend Be15 BilligBedenken. tion, bei che Tüch feffionelle entschei nd wurde die, per mmen der ten und hme fand gesamten ehrengeFrage des szeitung" ngelegen den näch ingnahme tag vor umfreiste der Fahrt Sis zu 500 en Zufrie eder Rol Magiftrat Magistrat 00 auf 110 5 Prozent Somit 46,2 achten Er jebt gegen n Altonast die AnSerbindung erhoben der FlamKutschenFeuer er spaar zur e alt und ge eines von ihrem betrag von von diesem an, daß sic at die dor su Fürsten Die Täter anlage der wet Schü Es ist noch ist in fels Zandtagsab mein geüb: f der Gra nenbanner" m Postamt rtete einen its da und ſollen. gen," ſagte Sten Tagen 1. Er sah eines jener engesellschaft ielte White terer Klubihn in ein der elettriMitte hän m Tuch be uner waren ge, der die Jahre alter zuge. An glänzte ein ein ebenjolwatte. Trog aran, einen en, den er r sofort er: lich als blo: und beobach Glück schien inftigen; er uf den Tilh Ca geordnete Rentner Emil Schmiot- Nakel, der den 2. Brom berger Wahlkreis im Abgeordnetenhaus vertritt. Er wur de Freitag morgen in bewußtlosem Zustande aufgefunden und ins Krankenhaus gebracht. Man fürchtet für sein Leben. Im Schulzimmer verbrannt. In der Schule zu Konrabsdorf bei Neisse kam die achtjährige Tochter eines Schmiedemeisters, als sie ihr Kopftuch am Ofen wärmen wollte, mit ihren Kleidern der Ofentür zu nahe. Die kleider fingen Feuer, und das Mädchen erlitt so furchtbare Brandwunden, daß es ihnen erlag. Wahnsinnsfall eines Regimentsadjutanten. In Ulm wurde der Leutnant und Regimentsadjutant im ulanenregiment Nr. 19 Freiherr Bühler von Brandenburg plöhlich irrsinnig. Er bedrohte seine Mutter und versuchte, sie zu erwürgen. Auf die Hilferufe der bejahrten Dame eiltem Nachbarn zu Hilfe und hielten den unglücklichen Offizier fest. Er wurde in das Lazarett überführt. v. Brandenburg wollte in furzer Zeit heiraten. Durch einen unglücklichen Zufall erdolcht. In Untergrombach bei Bruchsal unterhielten sich Freitag abend im Gasthaus Bum Lamm" einige Gäste mit Billardspielen. Infolge eines unglücklichen Zufalls fam einer der Spieler dem langen Messer der Wirtin, die am Büfett Schinken schnitt, zu nahe; er wurde direkt durchbohrt und war sofort tot. Vermischtes. Ein Blick hinter die Kulissen der Berliner Cafees häujer. Ueber die Arbeits- und Lohnverhältnisse in den Berliner Kaffeehäusern sind vor einiger Zeit Erhebungen angestellt worden, die sich auf 244 Betriebe erstrecken. Die Arbeitszeit in diesen Lekalen entspricht den Anforderungen ciner modernen Sozialhygiene nicht im geringsten. Daß von 1800 in den Nachtcafees beschäftigter Personen über 1000 eine Arbeitszeit von mehr als zehn Stunden hatten, daß diese Arbeitszeit in zahlreichen Fällen 16 Stunden überschreitet, fällt deshalb besonders ins Gewicht, weil es eben in der Hauptsache Nachtarbeit ist. Und zwar eineNachtarbeit ohne Ruh' und Rast in rauchgeschwängerten Bokalen, bei künstlichem Licht, ohne Freiheit, ohne Sonne. Das Hilfspersonal ist dabei noch schlimmer daran als der Kellner. Von den Herdmädchen hatten über die Hälfte eine Arbeitszeit von mehr als 13 Stunden. Das möchte kingehen, wenn die Lohnverhältnisse geordnete wären. Aber gerade hier herrschen im Kaffeehausleben im allgemeinen traurige Zustände. Die Zahl- und Revierkellner erhalten bekanntlich weder Lohn noch irgend eine andere Entschädigung. Sie haben vielmehr noch das ihnen unterstelite Personal von den Trinkgeldern, die sie einnehmen zu besolden. Wo die Revierkellner Lohn erhalten, beträgt er 10 bis 25 Mark monatlich, fällt also taum ins Gewicht. Dagegen wurden von den 3ahl- und Revierkellnern an 224 fest angestellte Zuträger insgesamt jährlich rund 270 000 Marf gezahlt. Vielfach haben die Zahlkellner einen gewissen Prozentsaz von der Tageslösung, meist 2-5 Prozent, an den Unternehmer abzugeben. Zu diesen Abgaben kommen noch Bruchgeld, Pukgeld und Wäschegeld hinzu. Den Standpunkt des Unternehmers kann man begreifen, wenn man vernimmt, daß von den erwähnten 244 Berliner Kaffeehausbetrieben 108 mehr als 10 000 Mart Miete zahlen müssen, 19 üher 50 000 Mart. Aber es ist bemgegenüber aud) intereffoni, daß in den Berliner Cafees jährlich etwa 19% nonen Mark umgesetzt werden. Ueber einen Fall schwerer Kindesmißhandlung berichten Berliner Blätter. Der Arbeiter Friedrich Schettat, der in der Frankfurter Allee wohnt, hat vor mehr als zwei Jahren seine erste Frau durch den Tod verloren. Aus seiner ersten Ehe stammten zwei Kinder, ein 7 Jahce alter Knabe und ein 5 Jahre altes Mädchen namens Rosa. Noch vor Ablauf des Trauerjahres heiratete Schettat zum zweiten Male. Von dieser Zeit begann das unglaubliche Martyrium dieser beiden Kinder aus erster Ehe. Die Stiefmutter hatte bald ein eigenes Kind, ein Mädchen. Ihr Kind behandelte sie ganz gut, pflegte es sorgfältig, zog es nett an und ging mit ihm häufig aus. Auch der Stiefsohn hatte noch ein halbwegs erträgliches Leben, denn er mußte zur Schule, und da sahen ihn ja die Leute. Aber auch er bekam nie satt zu essen und wurde sehr häufig in der unbarmherzigsten Weise geprügelt. Der Junge ist infolgedessen körperlich auch stark zurückgeblieben. In der haarsträubendsten Weise aber wurde die kleine Rosa ge= inartert. Ihre Stiefmutter wollte sie zweifellos langsam zu Tode quälen. Zwei Jahre hindurch hat das Kind die Wohnung zuerst nicht verlassen dürfen, dann wegen Schwä che aber nicht mehr verlassen können. Seitdem das Ehe= paar Schettat in die Wohnung eingezogen ist, hat das Kind den Hof, die Straße nicht gesehen, ist es niemals an die Luft gekommen, hat es fein Mensch, weder ein Verwandter noch ein Hausbewohner, überhaupt zu Gesicht bekommen. Das Kind war in der Wohnung eingesperrt und mußte splitternadi in einer mit Sand gefüllten Kiste liegen und durfte sich nicht herausrühren. Zwei Jahre lang hat dieses arme fleine Wesen nur die allernotdürftigste Nahrung bekommen, gerade nur soviel, daß es nicht direkt Sungers starb. Zwei Jahre lang ist dieses Kind weder ordentlich gewaschen, nech sonst gepflegt worden. Zwei volle Jahre lang hat die kleine Rosa weder ein Hemdchen noch ein Kleidchen am Leibe gehabt, während ihr Stiefschwesterchen stets neue Kleidchen erhielt und in der sorgsamsten Weise genährt und gepflegt wurde. Und nicht genug bamit: Die unmenschliche Frau fesselte das Kind in der Weise, daß sie ihm mit Schnüren die Aermchen fest an den Leib band. So mußte das Kind in der Kiste auf dem Sande liegen. Und so wurden die Schnüre angezogen, baẞ später an einen: Arm nicht weniger als drei Knochenbrüche festgestellt wurden. Man kann ermessen, was das arme Würmchen zwei Jahre lang gelitten hat. Gegen die entmenschte Mutter ist Anzeige erstattet worden. Das Eisenstià im Gehirn. Im Armenhaus von Chell in England sand vor einiger Zeit der Schuster Graty Aufnahme, der so große Kopfschmerzen hatte, daß er nicht mehr arbeiten konnte. Die Aerzte, die ihn untersuchten. waren der Meinug, daß sich ein Geschwür unter der Schädeldecke befände und nahmen eine Operation vor. Man fand cin zwei Zoll langes und ein Viertel Zoll dickes, spizzes, stähTernes Werkzeug im Gehirn des Mannes, das nur durch das Ohr eingedrungen sein fonnte. Der Batient erklärte feine Ahnung zu haben, wie und wann das geschehen sein fonnte. Er starb wenige Tage nach der Operation. Im Leichenschauhause erklärte gestern seine Witwe, der Verstorbene sei ein starter Trinker gewesen; vermutlich sei er in trunkenem Zustande mit dem Ohr auf das spige Eisen gefallen und habe es bei dem Versuch, sich davon zu be= freien, ungeschickter Weise selbst mit dem Finger in das Gehirn getrieben. Ein elfjähriger Räuberhauptmann. Die Pariser PoItzet hat eine Bande von jugendlichen Missetätern gefaßt, deren erwählter Häuptling ein elfjähriger Schlingel ist. Die Bande hatte die Plünderung von Geschäftsauslagen zu ihrer Spezialität gemacht und darin bereits erhebliches geleistet. Der hoffnungsvolle Anführer, ein winziges Kerlchen mit schlauem Gesicht, zeigte sich sehr mißvergnügt über die Festnahme, da er sich gerade mit dem Plane einer ganz großen Unternehmung trug. In kurzem hätte sie mir," ertlärte der Kriips ernsthaft ,,, ein großes Vermögen eingebracht, denn ich hatte ein ganz neues Mittel gefunden, um die Vorstadtmärkte zu plündern. Na, aufgeschoben ist nicht ausgehoben!" Eine feltsame Grabschändung wurde in Erie in Pennsylvanien ausgeübt. Italiener, die zu der Bande der Echwarzen Hand" gehören, brachen in das prächtige Mausoleum des verstorbenen Millionärs Scott, eines Freundes des ehemaligen Präsidenten Cleveland, ein und stahlen den Earg der Frau Mc. Collum, einer Verwandten des Millionärs. Es heißt, daß die Erben des Mr. Scott, eine Bamilie Strong, bereits vor einiger Zeit Drohbriefe von Italienern erhielter und daß die Bande die Leiche stahl, um ein Lösegeld von der Familie Strong zu erpressen. Die Erpresserbande hat noch andere Särge des Mausoleums zerstört. Dawrensoneidermeisterinnen werden die nächste große Errungenschaft auf dem Gebiete der Frauenbewegung sein. Sicherlich hat es Damenschneiderinnen von Ruf und Schick zu allen Zeiten gegeben, allein geprüfte Meisterinnen ihres Faches sollen uns erst in nächster Zeit beschert werden. Vierzig junge Damen bereiten sich in einem von der Berliner Handwerkskammer eingerichteten Kursus für die Meisterinnenprüfung vor. Also eine neue Kategorie der in Wort und Lied so oft besungenen Frau Meisterin". Nur daß sie sich diesen Titel nicht erheiratet, wie es bisher Sitte war, sondern durch Fleiß und Studium und Ablegung einer Prüfung ihn sich selbst erringt. Auch das ,, Fräulein Meisterin" wird dann nicht zu den Seltenhetten gehören, wie es ja auch Fräulein Doktorinnen gibt, und welche Konsequenzen sich daraus entwickeln werden, ist noch gar nicht abzusehen. Nach glücklich bestandener Prüfung stehen nun dem„ Fräulein Meisterin" alle Rechte eines zünftigen Meisters zu: es fann am Quartal teilnehmen, Lehrlinge halten und ausbilden usw. Da entsteht nun die akademische Dottorfrage: wenn das„ Fräulein" Meisterin sich verheiratet, erlangt dann der Mann auch den Meistertitel Und wie gestaltet sich das Verhältnis, wenn die junge Meisterin sich in einen ihrer Lehrlinge verliebt und ihn heiratet?- Doch wie alle Doktorfragen, sind auch dies müßige Fragen, die Praxis wird darauf schon die Antwort geben. Der Bestnachrichten werden von Tag zu Tag mehr, zum Teil widersprechen sie sich auch, und es ist natürlich schwer, so fern von Seuchenherd die richtige Kontrolle auszuüben. Immerhin bestätigt es sich aber täglich stets von neuem, daß die Zustände in der Mandschurei viel schlimmer sind, als man sie sich vorstellen kann. So sind in Charbin gestern wieder dreißig Chinesen und ein Europäer gestorben, während 800 Tote auf einmal verbrannt wurden. Der in Charbin tätige Dr. Hafffin, ein Neffe des Entdeckers des Haffkinschen Serums, hat aber erklärt, daß die Pestbakterien neuerdings einer Veränderung unterliegen, die ein Nachlassen der Pest anzuzeigen scheint. Dr. Safftin setzt seine Untersuchungen fort. Merkwürdig gut sind bisher die in der Mandschurei lebenden Japaner weggekommen. Sie beweisen eine auffallende Immunität gegen die Seuche. Bis Mitte Januar war in den japanischen Kolonien der Orte überhaupt kein Bestfall zu verzeichnen, erst in den letzten Wochen sind vereinzelt Japaner erkrankt und auch gestorben. Nach einer Meldung des New York Herald" aus Peking hat die Epidemie in der Provinz Tschang- Tschu ihren Höhepunkt erreicht. Es waren an einem Tage 140 Tote zu verzeichnen. Infolge der Meldung, daß Hunderte von Pestleichen die Straßen und Felder in der Nähe der Städte und Dörfer im Norden und Osten von Charbin bedecken, hat das diplo= matische Korps gestern bei der chinesischen Regierung sehr ernste Vorstellungen erhoben und sie gebeten, Kavallerieabteilungen nach diesen Gebieten zu schicken, die die Leichen bestatten sollen. Der ganze Norden der Mandschurei ist nunmehr von der Seuche heimgesucht. Man zählte bisher 441 Tote in Mukden. Die Wohlhabenheit der Berliner Vororte spiegelt sich in den gegenwärtig zur Beratung stehenden Haushaltsplänen für das Rechnungsjahr 1911 wieder. Der Bürger zahlt an Staatseinkommensteuer im Durchschnitt in CharTottenburg für das laufende Rechnungsjahr 47,50 M, in Wilmersdorf 44,80 M, Großlichterfelde 35,05 M, Friedenau 84,24 M, Behlendorf 32,17 M, Schöneberg 29,33 M, Treptom 28,68 M, Steglit 23.60 M, Mariendorf 20,92 M, Lankwiz 18,31 M, Tempelhof 15,98 M usw. In Rixdorf beträgt der Durchschnittssat 7 M, in Lichtenberg 6,90 M, Weißensee 6,14 M. Ein nobler Millionengewinner. Der glückliche Gewinner der spanischen Sechsmillionenlotterie ist jetzt ermittelt worden. Es ist ein Mexikaner Reimerdo Camara. Er besaß eine Zündholzfabrik im Werte von einer halben Million, die gerade am Vorabend der Ziehung niederbrannte. Nunmehr der glückliche Besizer von sechs Millionen, hat er sich dankbar gegen die junge Dame des Bankhauses erwiesen, die ihm das Los gezogen hatte. Fräulein Cervera hat von ihm seiner Zusage entsprechend 1½ Million Pesetas erhalten. Den beiden Waisenknaben, die die Ziehung ausführten, schenkte er je 3000 Pejetas. Einladungskarten ans echtem Gold. Der Moskauer Großfaufmann Spiridonow sandte, wie aus Petersburg geschrieben wird, vor einigen Tagen Einladungskarten zur Feier seiner goldenen Hochzeit aus. Die Empfänger dieser Einladungskarte waren aufs angenehmste überrascht, als sie den Briefumschlag lösten und ihnen blankes Gold entgegenstarrte. Anfangs nahmen sie an, daß die Kärtchen nur eine goldene Farbe trugen, um dadurch gleichsam die Feier der goldenen Hochzeit auzudeuten. Eine nähere Prüfung ergab aber, daß diese Annahme irrig sei, und daß der bekannte Millionär wirklich echt goldene Karten, die allerdings ziemlich dünn gewalzt waren, verschickt hatte. Jede Karte wog 20 Gramm. In ganzen hatte der Millionär Spiridonow 200 derartiger Einladungskarten an sämtliche Moskauer und Petersburger Großkaufleute verschickt. Diese 200 Einladungskarten wogen also zusammen rund 4 kilogramm. Die Karten wurden tatsächlich von einem Mosfauer Juwelier aus dieser Masse Gold in funstvoller Weise mit Emailleeinlagen hergestellt. Das Gold. das zu den Karten verwendet worden ist, steht zu dem Jubilar noch in einer besonderen Beziehung, da es nämlich in seinen eigenen Goldbergwerken geschürft worden ist. Spiridonow, der Veranstalter der goldenen Hochzeit, ist einer der größten russischen Goldgrubenbesitzer und hat hier auch sein Millionenvermögen erworben. Jede Karte stellt Wert von rund 100 Mark dar. Eine Biographie Edisons. einen Zwei Amerikaner veröffentlichten fürzlich eine Biogra phie Edisons. Wollte man diese Biographie epigrammatisch zusammenfassen, so könnte man es mit einem von Edisons eigenen geflügelten Worten tun:„ Das Genie besteht zu einem Prozent aus Inspiration und zu neunundneunzig Prozent aus- Transpiration!" Denn da ist keine Seite, die nicht die ungeheuere Arbeitsleistung und Arbeitskraft, des großen Erfinders dokumentiert, gepaart natürlich mit außerordentlicher Geistesschärfe. Von 1868 bis 1909 mel dete er 1300 Patente an, von denen ihm über 900 erteilt wurden. Das heißt also, daß er vierzig Jahre lang durchschnittlich alle elf Tage ein Patent ausarbeitete. Seine Gra findungen bewegen sich auf den verschiedensten Gebieten; außer dem der Elektrizität, der Phono-, Photo- und Tele graphie und Telephonie auch auf denen des Automobils, der Flugmaschine, des Spiegelglases, der Schreibmaschine, des Signalisierens auf Bahnstrecken usw. Der Erfinder par excellence( so kann man Edison wohl heißen, denn er hat sich das Erfinden zum Beruf gemacht) ist der dealtypus seines rastlosen, schlaflosen Landes. Für ihn scheint es faum eine Grenze der Arbeitsfähigkeit zu ge= ben. Wenn gewöhnliche Sterbliche übermüdet zusammen brechen, nimmt er einen kleinen Imbiß, schläft auch wohl auf dem Hock ein oder zwei Stunden und arbeitet dann ebenso frisch weiter, als ob er eine Nacht in seinem Bette zugebracht hätte. In einem Falle soll er fünf Tage und) Nächte ohne Unterbrechung gearbeitet haben. Die allen Angelsachsen so notwendige Bewegung scheint ihm ebenso entbehrlich, wie sie Joseph Chamberlain entbehrlich gewesen ist; ebensowenig braucht er Ferien oder sonstige Erholung. Von holländischer Abstammung blickt er auf eine Reihe Vorfahren zurück, die es bis zu hundert Jahren und darüber gebracht haben, und von ihnen mag er auch den Gleichmut und die Geduld ererbt haben, die ihn bei all seinen Experimenten begleiten. Wie methodisch er arbeitet, bezeugen seine Notizbücher, in denen er jedes einzelne Ex periment niederschreiben ließ. Es sind über 1000 Bände von je 200 Seiten. Edisons eiserner Optimismus half ihm auch über die unendlichen Miseren weg, die das Patentwesen für jeden Erfinder im Gefolge hat, ebenso über Schicksalsschläge, wie die plößliche Entwertung seines größ ten Unternehmens, das die Ausbeutung von Magneterzen zum Ziel hatte, aber durch Auffindung leichter zu bearbeitender Erzlager am Obersee zwecklos wurde und ihm sein ganzes Vermögen kostete. Edison- von dem man übrigens so spät vernimmt, daß er seinen Namen mit dem langen englischen E, also Jdis'n, ausspricht- steht jetzt im 64 Lebensjahr. Sein Lehrer hielt ihn für schwachsinnig, und so verließ er die Schule nach drei Monaten. um von' seiner Mutter die Anfangsgründe des Unterrichts zu ers lernen. Sie gestattete ihm auch, ihren Keller als Labora torium für seine Versuche zu benüßen, und probierte alles. Von all seinen Erfindungen sind wohl der Phonograph( mit seiner modernen Entwicklung zum Grammophon) und der Kinematograph die volkstümlichsten geworden. Drabtnachrichten und Deuestes. Schwierigkeiten bei der Auszahlung einer Veteranenspende. München, 11. Februar. Die Verteilung der Hunderttaufendmarkspende, die der Prinzregent zu Gunsten der Kriegsveteranen gestiftet hat, verursacht den Behörden erhebliche Schwierigkeiten. Es haben sich nämlich von den etwa 50 000 bayerischen Veteranen nicht weniger als 41 000 Bewerber zur Berücksichtigung gemeldet, darunter auch viele reiche Leute. Da aber die Spende für wirklich Bedürftige bestimmt ist, sollen jetzt die 4000 Bedürftigsten ausgesucht? und mit je 25 M bedacht werden. Ein erdichteter Naubüberfall. Berlin, 11. Februar. Die Frau eines Steuererhebers wollte, wie gestern gemeldet, auf dem Wege zum Postamt, wo sie über tausend Mark einzuzahlen hatte, im Flur thres Hauses überfallen und ihres Geldes beraubt worden sein. Sie legte neuerdings ein umfassendes Geständnis ab, daß fie den Ueberfall erdichtet habe. Angeblich weil ihr Mann öfters kleine Fehlbeträge bet den Geldern hatte, entschloß ste sich, den Ueberfall zu fingieren, um in den Besitz dei Summe zu gelangen, die sie nach dem Postamt tragen sollte. Um den Ueberfall glaubhaft zu machen, zerzauste sie sich die Haare, zerriß sich die Kleidung und fiel in Ohnmacht, als die Hausbewohner auf ihre Hilferufe herbeieilten. Verurteilung eines Schwindlers. Kiel, 11. Februar. Der Matrose Windisch wurde gestern vom Oberkriegsgericht zu vier Jahren Zuchthaus, Ausstoßzung aus der Marine, fünf Jahren Ehrverlust und 3400 Mark Geldstrafe verurteilt. Windisch hatte hauptsächlich in Süddeutschland Angehörige von Matrosen der Marine unter dem Vorwande, daß er mit diesem befreundet sei, um größere Summen geschädigt. Verunglückte Bergleute. Dortmund, 11. Februar. Beim Abteufen eines Schachtes auf der Zeche„ Teutoburgia" bei Castrop, die dem Bochumer Verein gehört, kam durch hereinbrechende Ge steinsmassen ein Arbeiter zu Tode, zwei wurden schwer ver Tezt. Trinidad( Colorado), 11. Februar. In einem Bergwerk bei Cofedale sind infolge einer Explosion siebzehn Mann verschüttet worden. Von den Verschütteten sind bis jetzt neun als Leichen geborgen worden. Bei den Rettungsarbetten sind zwei Freiwillige ungekommen. Aus dem Pestgebiet. Petersburg, 11. Februar. Aus Charbin wird gemeldet: Die Stadt Fudsjadjan ist vollständig ausgestorben. Die Straßen liegen leer und verlassen da. Alle Häuser sind unbewohnt. Was nicht der schwarze Tod ereilt, ist geflohen, um wenige Stunden hinter der Stadt der Pest zu verfallen. Die Bazare und Märkte sind geschlossen. Nur ein Bestgestant zeugt von dem einstigen Leben, das hier frisch pulsierte. Die Hospitäler liegen verlassen da. In wenigen Tagen hat die Best auch in Aschiche einen ganz unglaublichen Umfang angenommen. Die Zahl der Todesfälle beträgt täglich 400. Im Laufe weniger Wochen sind ganze Stadtviertel ausgestorben. Die Epidemie gleicht einer Feuersbrunst. Die chinesischen Behörden haben vollständig den Kopf verloren. Demagogen halten aufreizende Reden an das Volk, daß die Best China zur Strafe heimgesucht habe, weil die Europäer im Lande seien. Nur der heilige Borerfrieg, der allen Fremden den Tod bringe, könne China von der Pest befreien. Diese Agitation nimmt einen bedenklichen> Charakter an. Kälte und Wolfsplage in der Türkei. Konstantinopel, 11. Februar. Infolge der furchtbaren Kälte sind mehrere Wölfe in die Stadt gedrungen. Auf einer Straße wurden zwei erschossen. In den Vororten find mehrere Personen von ihnen angefallen worden. Die Wölfe haben auch unter dem Vieh gehauft. Eine Eisenbahnlinie und eine Schiffsgesellschaft stellten den Verkehr ein, weil die Kohlenvorräte ausgegangen sind. Somit ist die Verbindung mit dem asiatischen User abgeschnitten. Die Preise für Feuerungsmittel sind ungeheuer gestiegen. Die arme Bevölkerung Konstantinopels, die auf solchen Winter in feiner Weise vorbereitet ist, leidet schrecklich. Eine friegerische Friedensrede. Paris, 11. Februar. Im Senatsgebäude erfolgte gestern im Beisein mehrerer Mitglieder des diplomatischen Korps die feierliche Ueberreichung einer Nobelpreis- Er-> innerungsmedaille an den bekannten Vorfämpfer der Frie densbewegung, Baron d'Estournelles de Constans. Dabet sagte der Senatspräsident Dubost folgendes: Vergessen Sie bei Ihren lobenswerten Bemühungen um den Weltfrieden nicht, daß wir Söhne des verstümmelten Frankreich inmite ten des waffenstarrenden Europa, die Hand auf den Degem fnauf gestützt, die Stunde der ausgleichenden Gerechtigkeit erwarten. Den Tag der allgemeinen Menschenverbrüde rung werden wir faum erleben. Deues vom Büchermarkt. - - -„ In einem kühlen Grund e". In dem bekannten und weitverbreiteten„ Buch für Alle", dem wir schon öfters wertvolle Notizen entnahmen, finden wir folgende interessante Anekdote, die sich mit diesem allbeliebten Volkslied beschäftigt. Es wäre nämlich beinahe der Welt verloren gegangen. Zur Zeit, als sein Dichter, Joseph v. Eichendorff, in Heidelberg studierte, übersandte er das Manuskript an den damals in Welzheim lebenden Justinus Kerner mit der Bitte, es vor der Drucklegung zu überprüfen. Kerner hatte das Lied mit vielem Vergnügen gelesen und dann auf seinen nahe am offenen Fenster stehenden Schreibtisch gelegt, als es plötzlich ein Windstoß hoch in die Lult über Häuser und Bäume fortwirbelte.„ Ich bemühte mich", so erzählte Kerner,„ viele Stunden lang, des Blattes wieder habhaft zu werden, aber vergebens. Der Verlust war mir um so empfindlicher, als das Manuskript der Eichen dorff'schen Gedichtsammlung längst schon zum Drucke abgegangen war, und das Lied als letzter Beitrag noch aufgenommen werden sollte.- Was aber war das Schicksal des herrlichen Gedichtes? Am anderen Tage fam ein mit Maultrommeln, Armbändern und Fingerringen handelnder Tiroler zu mir, und siehe da, ich er blickte das Blatt als Umhüllung einer Maultrommel. Aufgeregt fragte ich ihn, wo er das Papier her habe, worauf er mir erzählte, daß er es bei dem über eine Stunde entfernten Dorfe Kaisersbach auf einem blühenden Flachsfelde gefunden und als Einwickelpapier verwendet habe. Daß ich ihm die darin eingewickelte Maultrommel, übrigens mein Lieblingsinstrument, mit Vergnügen abkaufte, ist begreiflich." IVO PUHONNY. Ein Sprung in's Ungewisses ift jeder Verfuch, die bewährten Marken Palminen Palmona ( Pflanzen- Butter- Margarine) durch unbekannte, billige Fette zu erfetzen. Palmin und Palmona werden feit vielen Jahren täglich in Millionen Haushaltungen verwendet; fle find alío erprobt und bewährt, fonft würden fie nicht den ausgezeichneten Ruf genießen, den fie von der feinften bis zur einfachsten Küche besitzen. Darin liegt eine Garantie, die bei unbekannten Marken nicht geboten wird. Dünn säen, aber stark düngen! Auch für die Frühjarsbestellung mache sich jeder Landwirt diesen von Wissenschaft und Praxis als richtig anerkannten Ratschlag zur Regel Als beste und vorteilhafteste Phosphorsäure- Düngung empfehlen wir eine starke Chomasmehldüngung. Garantiert reines und vollwertiges Thomasmehl liefert nachbenannte Firma nur in plombierten Säcken mit Schutzmarke nnd mit Gehaltsangabe versehen. Sern Thomasphosphatfabriken G. m. b. H. Berlin W. 35. Stern Sonntag den 19. Februar 1911 abends 5 Uhr, in der neuen Aula Wohltätigkeits- Konzert zum Besten der beiden hiesigen Schwesternhäuser Ausführende: Schüler der Schule für höheres Klavierspiel von Minna Körner unter Mitwirkung von Mathilde Petrie, Frankfurt a. M., Gesang u Renzo Giulini Cello. Komposition yon: Bach, Beethoven, Schubert, Brahms, Mendelsol.n, Weber, Chopin, Schumann, Bruch, Cui, Bossi. Saal Reihe 1-12 Mk. 2.-, Reihe 13-22 Mk. 1, Mittelgalerie Reihe 1 Mk. Reihe 2 Mk. 0 50. Studentenkarten Mk. 0.50. Vorverkauf ab Montag, 30. Januar in der Musikalienhandlung von Ernst Challier. Für Studierende auch bei Hausverwalter Ritter und abends an der Kasse. Eintrittskarten: 2. Reihe 2 Mk. 1.-, Reihe 3, 4, 5 Mk. 0.5, Seitengallerie Reihe 1 Mk. 1.-, Eingang zur Aula nur von der Ludwigstrasse aus. Holzversteigerung. Donnerstag, den 16. d. Mts. wird im hiesigen Gemeindewald folgendes Nadelholz versteigert: 17 Stämme= 9,66 Fitm., 61 Rm. Nutknüppel, 138 Rm. Scheiter, 110 Rm. Knüppel, 76 m. Stöcke, 2800 Wellen Neisig. Die Zufcmmenfunft ist mittags 1 Uhr am Ruhberg. Großen Linden, am 9. Februar 1911. Großh Bürgermeisterei Großen- Linden. Leun. Selbstunterrichts- Werke verbunden Methode Rustin mit brief. Pernunterricht 1. Der wissenschaftlich gebildete Mann. 2. Der gebildete Kaufmann. 3. Der Bankbeamte. 4. Das Gymnasium. 5. Das Realgymnasium. 6. Die Oberrealschule. 7. Das Abiturienten- Examen. 8. Die höhere Mädchenschule. 9. Die Handelsschule. 10. Die Mittelschullehrerprüfung 11. Einjährig Freiwilligen- Prüfung. 12. Der Präparand. 13. Der Militäranwärter. 14. Die Studienanstalt. 15. Das Lehrerinnen Seminar. 16. Das Lyzeum oder Höhere Lehrerinnen- Seminar Das Konservatorium. Glänz. Erfolge. Grosse Sammlung von Dank- und Anerkennungsschreiben kostenlos. Vorzüglicher Ersatz für den Unterrichten wissenschaftlichen Lehranstalten, der bis ins kleinste nachgeahmt ist. Schnelle. gründliche und sichere Vorbereitung auf Prüfungen. Ersparnis der hohen Kosten für den Schul- und Fachunterricht. Bestes Mittel zur Erwerbung einer gediegenen Bildung auf allen Gebieten des Wissens. Ansichtssendungen bereitwilligst. Bezug gegen kleine monatliche Teilzahlungen. Bonness& Hachfeld, Verlag, Potsdam. So. Arena OKTAV AUSGABE VON ÜBER AND UND MEER Jährlich erscheinen 13 Hefte à 1 Mark Abonnements in allen Buchhandlungen und Postanstalten. Probeheft durch jede Buchhandlung Der nue Jahrgang dieser in gutem Sinne modernen, dabei billigsten Monatschrift bringt zunächst den grossen, humorvollen Roman Die bunte Kuh v.Rudolf Presber, erner den stark und temperamentvoll geschrie benenRoman - Freiheit - von Liesbet Dill, sow. Beiträge erzähl. Art von Hans Bethge Georg Busse Palma Karl Busse Hugo von Hoffens thal John Hnry Mackay u. a. Jedes Heft bringt überdis eine Fülle von Artikeln unterhal tener und belehrder Art! Darstellung der Zeitereig nisse in Wort und Bild zahlreiche Kunstblátter in Farben- und Tondruk Zur K ppelbäckerei Weizenmehl, Blütenmehl empfehle Pfd. 17 Pfg., 5 Pfd. 80 Pfg. " " 19 5 21 90 " " " 5 " " " " Marke Wegen Offerte wende man sich an die bekannten Verkaufsstellen oder direkt an die vorgenannte Firma. Neueste Singer- Nähmaschine Krone! Jubil Кгоде, Konkurrenzlos. Die hocharmige Singer- Nähmaschine Krone I verriegelt zugleich jede Naht, d. Genähte kann nicht aufgehen. Nähmaschinenund Fahrrad- Grossfirma M. Jacobsohn, Berlin N. 24, Linienstr. 126. Seit 80 Jahren Lieferant von Post-, preuss. Staats- u. Reicheisenbahn- Beamten- Vereinen, Lehrer-, Militär- und Krieger- Vereinen, versendet die hocharmige Singer- Nähmaschine Krone II mit hyglenisch. Fussruhe für alle Arten Schneiderei, 40, 45, 48, 50 Mark. 4 wöchtl. Probezeit. 5 Jahre Garantie. Jubiläums- Katalog gratis. Leser dieser Zeitung gleiche Vorzugspreise. Jede Maschine stickt und stopft. - - 100 in 5 Pfd. Säckchen Mt. 1.05 in 10 in 25 Schweineschmalz, garan'. rein Vegataline,( befte Pflanzenbutter) 2.00 4.75 " " " " Pfd. 70 Pfg 65 " " Palmin, Palmona, Sanella, Vitello. 10 Stück 75" montag 13./2. abends 81/2 ur vortrag a des naturmenschen gustaf nagel über sein natürliches leben, seine jerusalemreise und schreibart; eintritt erwagsene I. plaz 50, II. plaz 30 fennig, kinder di hälfte. Aufnahme finden in schön gelegenem neuen Haus wieder einige Knaben zwecks Vorbereitung a. böh Mittelschulklassen. Gut. Verpfleg., mäß. Preis, beste. Erf. Pfarrer Schwarz, Rothenberg im Odenwald. Bureau- Lehrling gegen fofortige Vergütung gesucht. Gießener Zeitung Albin Klein, Seltersweg 83 Wer verkauft sein Haus ebentl mi: gutem Geschäft od sonst. günstiges Objekt? Off. nur vom Bef. u. K. J. 1560 an Radolf Moffe, Limburg a. d. Lahn. Jedweder Art An- und Verkauf Geschäfts- od. Grundstückssowie Teilhaber oder Beteiligung still oder tätig vermittelt rasch u. verschwiegen E. Kommen Nachf. Köln a. Rh., Kreuzgasse 8, I., auch Dresden- A., Hannover, Leipzig. Stehende und liegende Motorer für alle Brennstoffe. Billigste Preise. Geringe Tourenzahl. Zahlungsbedingungen. Weitgehendste Garantie. Ingenleurbesuch kostenlos! A. Collin, Frankfurt a. M. Schillerstr. 28. Vertreter überall gesucht. Versteigerung. Dienstag den 14. d. Mts. Nachm. 2 Uhr versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Baarzahlung: 1. 1 chreibmaschine, 4 Spi l- Automaten, 4 Bogenlampen mit Anlasser, Widerstand Zuleitung, 2 Ampeln komplett mit Sparlainpe, 1 Ed- Etagere, 1 Bauerns lisch, 2 Blumenbasen, 1 BlumenUnterfaz, 1 poiz. Auffaz, weiße u. gelbe Borbänge, 2 Uberborbange u 1 tere von güne Plüsch, 5 Damen- Son nenschirmte u. 3 Kanarienvögel ( Seifertsche Sänger) 2. mehrere Hobelbärfe mit Zube bör, 1 Ladeneinrichtung 1 goldene Damenuhr, Möbel jeder Art u. 2 Gruben Kalt. 1 Lauterbacher Wagen werkeigerung zu 1. findet und 1 Schlitten befitmmt statt. Born, Gerichtvollzieher in Gießen. pie Al All jet lie S 111 9 C Die der 31 gefe faft a Sehr günstige auch einigu nerija ment ler- M die G Urteil Gh hand sich it e u geg fen beset erga Kon Reid Wir Bent Nat For S03 3 Kon Rei Wi Ben Nat mit For Mt 10000 bis 300000 suchen Kauf oder Beteiligung durch A.Müller, Cassel. Große Rosenstraße 1. Besuch und Rücksp sche kostenfrei. 503 beid nad daß Ver geld berd and wöl um hat geh Ma Fro unt tige de wo leb K ten An ger Vollkommen unschädlich! Erhältlich nur in Original- Paketen. Alleinige Fabrikanten HENKEL& Co., DÜSSELDORF. auch der weltberühmten un wu Sti die 1 n. 2 spännig zu verkaufen bei Käufer und Teilhaber Heiur. Mühlich, Wagnermeister Gießen. Rheinisches' Technikum Bingen Maschinenbau, Elektrotechnik, Automobilbau, Brückenbau. Chauffeurkurse. Persil KinderWäsche die meist scharfen Geruch hat und Krankenwäsche, auch wenn mit Blut und Eiter behaftet, wird gründlich davon befreit, desinfiziert und rasch gereinigt durch Waschen mit Persil. Henkel's Bleich- Soda. !! Räucherapparate!! mit Trockenvorrichtung( 2mal gesetzl. gesch.) Ich mache Interessenten auf die Vorteile dieser Einrichtung Röböl Ltr. 70 Pfa. Feinstes Speise- Rüböl Ltr. 90 Pfg. aufmerksam. Wer sich überzeugt, fauft feinen anderen Prima große Eier Trink- Eier 10 Stück 85" Stets frische Land- Eier und Land- Butter. Jakob Maternus Tel, 337. Ecke Klinik- und Frankf. Str. Mitglied der Rabatt- Spar- Vereinigung. Apperat, da derselbe nicht schwigt, infolgedessen nicht ross tet und nur tadellose Rauchwaren erzielt werden. Wo nicht befannt, liefere zur Probe. Lobende Anerkennungsschreiben zu Diensten, Alleiniger Fabrikant: H. A. Heun, Niederscheld,( Dill). Drud der Gießener Berlagsdruckerei, Klein& Fischer. Verantwortlich für die Redaktion i. V.: Albin Klein, für Reflame u. Anzeigen: W. Schmidt, sämtl. in Gießen. ein fen Re ma St ga na Ke an fre far fi AI Tol fa di