PI Tst str. e men alt zig. nde ekt. 500 ren. ber= thr: Säb Reit scht ob: Sie on n , 3 orto efer 33, gen. LudLud Coch eine chter, milie eine rk. und ießen, ↑ Jo Sophia n, mit shain, rg. Sießen, in Gieauzen. mit in Ko11. Le Schä ranziska 1, mit t Emma Niederzen. Schotten, Karoline Jahre. Jahre. 48 J. ste für hoff in haus in Spielen, mit g billig welche die hen. Bei men. f Gießener Zeitung Bezugspreis 40 Pfg. monatlich ( Neueste Nachrichten) oierteljährlich 1,20 M., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Dienstags, Donnerstags, Samstags. - Erscheint Redaktion: Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 209. Telephon: Nr. 362. Parteipolitisches. Reichstagswahlen 1912. Der konservative Reichstagskandidat für den Wahlkreis Wetzlar- Altenkirchen v. Eichel ist zurückgetreten; an seiner Stelle kandidiert der konservative Regierungspräsident v. Gescher. Es handelt sich also nicht um eine Zurückziehung der konser= vativen Kandidatur zu gunsten der christlich- sozialen Kandidatur Behrens. - Treysa. Eine Vertrauensmänner- Versamm= lung des Bundes der Landwirte beschloß, den Kandidaten der Wirtschaftlichen Vereinigung, Generalsekretär Henningsen, zu unterstützen. Außerdem beschlossen für Henningsen einzutreten die Konservativen und Bund der Handwerker. der - Wiesbaden. Regierungspräsident Dr. von Meister hat die Sammelkandidatur im Wahlkreise Wiesbaden- Rheingau abgelehnt, mit der Begründung, daß mit einer Unterstützung dieser Kandidatur in dem von ihm vorausgesetzten Umfang nicht gerechnet werden könne. * Hessische Landtagswahlen 1911. § Der engere Ausschuß der hessischen Landesorganisation der Fortschrittlichen Volkspartei beriet am Samstag in Frankfurt über die Landtagswahlen. Aus Stadt und Land. Gießen, 12. Oktober 1911. Neue Gesetze. Das Großh. Ministerium hat verfügt, das die Gesetze vom 8. Juli 1911 über die Stäbteordnung und die Landgemeindeordnung am 1. April 1912 in Kraft treten sollen. Zur Warnung. Die Gießener Straffammer verurteilte einen Angestellten eines Gießener Großge-schäftes zu 10 Mark Geldstrafe, weil er durch zu hef= tiges Drehen an der Kurbel eines Fernsprech= apparates die Verletzung einer Telegraphengehilfin her beigeführt hatte. Auf Antrag der beteiligten Interessenten hat die preußische Staatsregierung eine bemerkenswerte Er= leichterung im Schneidergewerbe ange= ordnet. Danach ist von jetzt ab in den Städten Cassel, Eschwege, Frankenberg, Fulda, Hanau und Marburg an Sonn- und Festtagen im Schneidergewerbe solchen Betrieben, die Kleidungsstücke auf Maß anfertigen, die Beschäftigung eines Zuschneiders zum Zwecke Maßnehmens auf die Dauer von zwei Stunden gestattet. Diese Beschäftigung soll im unmittelbaren Anschluß an den Hauptgottesdienst stattfinden. Jedenfalls darf eine Beschäftigung über 2 Uhr nachmittags hinaus nicht stattfinden. des * Die deutsche Kartoffelernte wird, wie die „ Nordd. Allg. 3tg." schreibt, bei günstigerer Annahme als bisher bei einem Ergebnis von 73 Prozent eine Mittelernte. Die Preise für weiße Kartoffeln in Preußen schwanken gegenwärtig zwischen 2.50 bis 3.80 Mk. für den Zentner. Die kleinen Handelspreise sind allerdings gestiegen. Das Pfund kostete im September durchschnittlich 5,4 Pfg., im Westen sogar bis 7 Psg. * Die Ziehung der 1. Altenburger GeldLotterie wurde auf den 23. und 24. Oktober 1911 verlegt. * Abhilfe der Gemüsenot. Aus landwirtschaftlichen Kreisen wird dem Frankfurter Gen.- Anz." geschrieben: Es ist eigentlich sonderbar, daß in dieser Zeit der Gemüsenot so wenig Vorschläge zur Abhilfe gemacht werden. Ich verweise hier auf den Anbau vor Spinat als Gemüse und Ersatz für das Fehlende. Spinat fann man alle 14 Tage bis zum Dezember säen und alle Wochen zweimal( ssen, wenn man hat. Der früh gefäte Spinat gibt das Herbst, der späte das erste Frühgemüse schon zu Ostern. Spinat bietet, bekannt durch seinen großen Eisengehalt, für Bleichsucht und Blutarme ein sehr gesundes Nahrungsmittel, und sollte schon deshalb mehr gesät und gebaut werden, zudem bei der Blutarmut erzeugenden teuern Zeit. Ich säte am 26. November 1899 einen Rest Spinatsamen, nac Weizen, verkaufte im Frühjahr für 127 Mark Spinat und da ich im Haushalte sehr viel brauchte, so schätze ich den Ertrag des halben Morgens auf 160 Mat Dann wurde der Acker mit Dickwurz bestellt, die m't zu meinen schönsten zählten. Ich machte somit drei Ernten in zwei Jahren bei gleicher Pacht und Steuer. Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei Amtes = Behörden Oberhessens sowie vieler anderer Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Donnerstag, den 12. Oftober 1911. zahlung. Spinat leidet nicht durch Erdflöhe, Raupen, ist ziemlich sicher bei trockenem Wetter, während er bei starkem Frost erfrieren kann und ist der Verlust nicht so groß, da man mit einem Zentner Samen einen Hektar einfäen kann. Dagegen liefert er 50 bis 100 Zentner Ertrag pro Morgen. n Der ordentliche Professor der Archäologie, Dr. Wazinger, hat einen an ihn ergangenen Ruf nach Innsbrud abgelehnt. n Das Großh. Polizeiamt Gießen erläßt in der vorliegenden Nummer eine Bekanntmachung betreffend Be= leuchtung der Hausflure usw., worauf wir auch an dieser Stelle hinweisen wollen. n Zum Vorsitzenden der hessischen Anwaltskammer wurde Justizrat Cause- Mainz an Stelle des Geh. Justizrates Dr. Gutfleisch gewählt. r Das Ergebnis über die am 1. Dezember 1910 es stattgefundene Volkszählung hat für den Kreis Wetzlar folgende Zahlen gebracht. Es wurden ge= zählt 31 105 männliche Personen und 31 007 weibliche Personen. Nach dem Religionsbekenntnis waren 58 057 Evangelische, 2797 Katholische, 255 andere Christen, 623 Juden und 380 Sonstige und Unbekannte. r Die Maul- und Klauense u che ist in den Gemeinden Wagenborn- Steinberg und Kirchgöns ausgebrochen. r Bei den am Sonntag stattgefundenen Verbands= spielen siegten beide Wetzlarer Vereine. Der Wetzlarer Fußballflub 1905 gegen Verein für Bewegungsspiele Gießen mit 5: 3, und der Ballspielklub Wetzlar gegen Sportverein„ 1900" Gießen mit 1: 0. o Butzbach. Die hiesige Realschule wird Ostern 1912 in eine Reformanstalt mit den sogenanten Meraner Reformplänen umgewandelt. o Buzzbach. Die Butzbach- Grünberger bahn macht schlechte Geschäfte. Eiseno Wieseck. Der Gemeinderat hat beschlossen, auf Grund der sog. Lex Reh, die als Art. 88 in die neue be foldeten Bürgermeister zu wählen. Das Landgemeindeordnung aufgenommen worden ist, einen dazu aufgestellte Ortsstatut wurde einstimmig genehmigt. Zum ersten besoldeten Bürgermeister wurde der bisherige unbesoldete Bürgermeister Schomber gewählt. Wieseck ist die dritte hessische Gemeinde( nach Alsfeld und Butzbach), die von dieser Bestimmung Gebrauch macht. o Jlbeshausen. In unserer Gemarkung wurden Torflager und gleichzeitig auch Tonlager entdeckt. Der Ton soll in Farbe und Struktur demjenigen in Klingenberg a. M. ähnlich sein und man erinnert sich, daß die Bürger von Klingenberg nicht nur keine Gemeindesteuern bezahlen, sondern jeder Bürger noch zirka 300 Mark aus der Gemeindekasse jährlich erhält und zwar nur infolge des Gewinnes, welche die dortigen Tonlager abwerfen. Unterhalb der Rothebach an dem Abzweig nach Bermuthshain hat man Torflager gefunden, welche von Bedeutung werden könnten. o Bermuthshain. Schwere Kartoffeln hat der Landwirt Otto Pfannstiel geerntet. Bei seinen Jmperator sind Exemplare von 2 Pfund. Die Kartoffelernte ist hier in der Gegend gut ausgefallen. o Gedern. Einem zwei Jahre alten Kinde, das einen Finger durch das Drahtgeflecht eines Kaninchen= täfigs steckte, wurde das erste Glied des Zeigefingers der linken Hand von einem Kaninchen glatt abgebissen. s Darmstadt. Der bisherige Kammerpräsident Haas läßt öffentlich erklären, daß er infolge seines leidenden Gesundheitszustandes und auf ausdrückliches Anraten des Arztes davon Abstand uehmen müsse, bei den nächsten Wahlen wiederum eine Kandidatur auzunehmen. ! Gau- Algesheim. Das im Jahre 1444 vom Erzbischof Theoderich von Mainz hier erbaute Schloß Ardeck wurde dieser Tage verkauft und ging in den Beiz des Grafen von Bocholtz über. Früher befand sich in dem Bau eine dem hl. Bonifatius geweihte Kapelle. Von dem einst sehr stattlichen Bau ist jetzt nur noch der kleinste Teil übrig. ! Mainz. Im hiesigen Krematortum fanden im 3. Vierteljahr 1911 105 Einäscherungen statt, gegen 81 des Vorjahres. Unter den eingeäscherten Personen waren 66 männlichen und 39 weiblichen Geschlechts. Der Religion nach waren 72 evangelisch, 17 katholisch, 2 altkatholisch, 3 freichristlich, 5 israelitisch und 6 Dissident. | ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg.- Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. ):( Krofdorf. Der Gesangverein„ Germania", welcher im Jahre 1842 gegründet wurde, beschloß in seiner letzten Generalversammlung, im Jahre 1912 sein 70jähriges Jubiläum zu feiern. Der Verein, welcher nahezu 100 Mitglieder zählt und der älteste Verein Krofdorfs ist, wird das Fest in größerem Maßstabe veranstalten. Auch eine beträchtliche Zahl bejahrter Ehrenmitglieder, darunter eines, das auf eine nahezu 60jähr. Mitgliedschaft zurückblickt, gehört dem Verein heute noch an. ):( Limburg. Außerordentiich reich ist heuer die Ernte in Champignons. Es gibt hier Leute, die in wenigen Tagen 30-40 Pfd. dieser Edelpilze eingeheimst haben. ) Dillenburg, 11. Okt. Heute Nacht wurde in die Güterabfertigung eingebrochen. Der Dieb drang vom Vorsteherzimmer ein, versuchte mit einem Brecheisen das Kassenzimmer zu eröffnen, was ihm aber nicht ge= lang. Anscheinend wurde er gestört und floh unter Zurücklassung einer Jacke. Der hiesige Polizeihund hat zwar die Spur aufgenommen, jedoch noch kein bestimmtes Resultat erzielt. Ob der Einbrecher viel hat stehlen können, ist noch nicht bekannt. ):( Diez. Hier wird am kommenden Sonntag im Stoll'schen Gartensaale die 29. Generalversammlung des Gesamt- Taunusklubs abgehalten werden. ):( Marburg. Nach den endgültigen Feststellungen hatte der Kreis Marburg bei der letzten Volkszählung 56 954 Einwohner( gegen 53 779 im Jahre 1905). ):( Hersfeld. Mit 96 Fähnrichen hat die hiejige Königliche Kriegsschule ihren 24. Kursus begonnen. Von den Fähnrichen gehören 56 der Infanterie, 12 der Feldartillerie, 11 der Kavallerie, 9 der Fußartillerie, 5 den Pionieren, 2 den Verkehrstruppen und 1 den Jägern an. Literarisches. - - Ein Schlagwort der Zeit. Roman v. Fedor von Zobeltitz. Illustriert von M. Barascudts. Carl Preis geheftet Mt. 3.-, gebunden Mt. 4.-. Krabbe Verlag, Erich Gußmann, Stuttgart. Der Jnhalt spielt in der Hauptsache in Künstlerkreisen und zwar in dem Berlin der achtziger Jahre. Daneben nehmen auch die Gesellschaftsbilder einen breiten Raum ein, in deren Mittelpunkt sich ein interessantes Eheproblem entwickelt, das des Verfassers psychologisches Verständnis mit großer Feinheit ausgestaltet hat. Mit kundiger Feder sind besonders die Wechselbeziehungen zwischen Kunst und Leben zur Darstellung gebracht worden. Die ungemein flotten Illustrationen von M. Barascudts sind eine reizvolle Zugabe. Zierleben in der Heimat. Von Christ. Brüning. Mit 47 Bildern Mt. 3.-. Jnnig verwachsen mit der Natur, groß geworden an der See und im Wald, schildert uns Brüning als sinniger, feinfühliger Beobachter das Tierleben in der Heimat. Welch hohes Interesse erwecken diese herrlichen Erzählungen, und mit welcher Liebe werden sich die Kinder in all das Gebotene vertiefen, das ihnen so greifbar und verständlich nahe gerückt wird. Kathreiners Malzlaffen. Örztlich empfohlen. Das Gehalt macht's! Tagung des Evangelischen Bundes. Gefeße nicht nur zeitgemäß, sondern auch in einem Geist und Sinne zur Geltung zu bringen, der dem Bewußtsein des Voltes entspreche. Dazu bedürfe man geschulter und zugleich mit den Interessen des Lebens vertrauter Männer. Dahin müsse auch das Hauptbestreben der Rechtspflege gehen. Die sozialdemokratische Reichstagsfraktion brachte dret Interpellationen ein, eine wegen des Standes der Verhandlungen in der Marokkofrage, eine zweite wegen der Teuerung der notwendigen Lebensmittel und eine dritte wegen angeblicher Verstöße seitens der Behörden gegen den Wortlaut des Vereins- und Versammlungsgesetzes. Kleine Nachrichten. Der deutsche Botschafter bei der hohen Pforte, Wirtliche Geheime Rat Freiherr Adolf Marschall von Bieberstein feiert am Donnerstag seinen 69. Geburtstag. Der frühere Staatssekretär Dernburg wird in dem Winterkursus der Vereinigung für staatswissense ftliche Fortbildung im Dezember Vorträge über seine Reiseerfahrungen in Japan, Korea und China halten. Das nächste Gordon- Bennett- Fliegen, das bekanntlich infolge des Sieges eines deutschen Ballons in Deutschland stattzufinden hat, soll mit Rücksicht auf die Nähe des Meeres nicht in Berlin, sondern in einer Stadt Süd- oder Mitteldeutschlands, voraussichtlich Stuttgart, gestartet werden. Die 24. Hauptversammlung des Evangelischen Bundes wurde am 6. Oktober in Dortmund eröffnet. Der Tagung des Bundes gingen Stzungen des Zentralvorstandes und verschiedener Ausschüsse voraus. Der Bund zählt gegenwärtig in 3009 Vereinen insgefamt 468 435 Mitglieder. Nach einem feierlichen Eröffnungsgottesdienst fand am Abend die Begrüßungsversammlung statt, die zahlreich besucht war. Am Sonnabend sprach in der Mitgliederversammlung des Bundes der geschäftsführende Vorsitzende Reichstagsabgeordneter Etc. Everling über die Zeitlage und die Jahresarbeit des Evangelischen Bundes. Professor Wolf( Düsseldorf) hielt einen Vortrag über das protestantische und das ultramontane Schultdeal. In einer Volksversammlung, die am Abend stattfand, sprach Prof. v. Wenckstern( Breslau) über das Thema: Der Protestantismus und die deutschen Volksschichten; Stadtpfarrer& tkenscher( Nürnberg) hielt eine Rede über Protestantismus und deutsche Voltsstämme. Beide Redner fanden stürmischen Beifall bet der Versammlung. In der Hauptversammlung am Sonntag überreichte nach einem warmen Nachruf auf den perstor benen Bundesführer Kirchenrat Meyer( 3wickau) Pfarrer Schnapp als Vorsitzender der Dortmunder Ortsgruppe einen Betrag von 31 000 Mart, der zu einer Mener- Stiftung Verwendung finden soll. Darauf hielt Landtagsabgeordneter Amtsgerichtsrat Lohmann ( Weilburg) einen Vortrag über die Vorbedingungen eines wahren fonfefftonellen Friedens". Sonntag nachmittag fand ein est zug statt, an dem sich etwa 15 000 den evangelischen Arbeitervereinen, den Gewerkschaften, den Knappschaften, den evangelischen Junglings- und Männervereinen angehörende Mitglieder beteiligten, die sich unter dem Vorantritt vieler Musikund Bläserchöre, sowie 226 Bannern und Fahnen durch die Straßen der Stadt bewegten. Der Zug endete am Fredenbaum, wo in dem größten Saale der Stadt und etnem etwa 6000 Personen fassenden Zelt gleichzeitig zwei Volksversammlungen stattfanden. Eine dritte Volksversammlung mußte für etwa 2000 Personen, die feinen Platz gefunden hatten, improvisiert werden. Am Montag fand die Versammlung ihren Abschluß durch einen Ausflug nach Hohensyburg, an dem etwa 250 Abgeordnete teilnahmen. Am Kaiser- Wilhelm- Denkmal fand eine einfache Feier statt, bei der der Amtsgerichtsrat Heppe aus Gütersloh eine Rede auf das Vaterland hielt. Der Kaiser ließ der Versammlung folgendes Antworttelegramm zugehen:„ Seine Matestät laffen für die übersandten freundlichen Grüße und Wünsche bestens danken. Der Geh. Kabinettsrat von Valentini." Rundschau vom Cage. Politisches Der Kommandant der„ Hohenzollern", Kapitän zur See, Graf von Platen- Hallermünde, wurde behufs Uebertritts in den Hofdtenst, unter Verleihung des Charafters eines Kontreadmirals, zur Disposition gestellt. Kapitän zur See Karpf wurde zum Kommandanten der " Hohenzollern" ernannt. Ein größerer Garnisonwechsel solcher Offiziere, die längere Zett in kleineren, namentlich in Grenzgarnisonen, gelebt hatten, hat auf Befehl des Kaisers in diesem Jahre stattgefunden. Viele Offiziere find, um ihre Dienstfreudigkeit zu heben, in größere Garnisonen ver= setzt worden. 516 800 für Jugendpflege bewilligten die Stadtverordnete. zu Halle. Es soll ein Jugendheim, ein Knaben- und Mädchenhort, Kindergarten, Kinderkrippe und eine Spielwiese errichtet werden. Der Komplize eines Defraudanten. Bei einem auf dem Cölner Hauptbahnhof verhafteten Manne namens Ahrens wurden 10 000 Mark vorgefunden und beschlagnahmt. Ahrens wird als Mitschuldiger des Banklehrlings Renner angesehen, der einer Bankfirma in Saarbrücken 125 000 Mart unterschlagen hatte. Vermischtes. 226 000 Berliner Schulkinder. Die Berliner Ges meindeschulen werden zurzeit von rund 226 000 Kindern, darunter rund 114 000 Mädchen und 112 000 Knaben besucht. Von diesen sind 196 700 evangelisch, 24 000 fatho= lisch und 4000 jüdisch, ferner 2400 ungetauft, 535 Difftdenten, 500 fretreligiös, 150 Baptisten, 100 apaftolisch, 80 reformiert, 100 Tuthertsch beziehungsweise altlutherisch, 22 Methotsten, 20 Adventisten je 10 altkatholisch, altreformiert und Mennoniten. Außerdem wurden dret Kinder von Mormonen unterrichtet. Die Kosten für die Berliner Gemeindeschulen sind in den letzten Jahren außerordentlich gestiegen. Im Jahre 1890 betrugen dte Gesamtausgaben 8,3 Millionen M. oder 48 M. pro Kind. Zehn Jahre später mußten schon rund 13% Millionen M oder 65 für jedes Kind aufgewendet werden, und dann stiegen die Ausgaben fast regelmäßig um eine Million Mart. Im letzten Jahre sind nicht weniger als 25 Min. Mark oder 110% Mark für jedes Kind in den Volksschulen verausgabt worden. Seit 1890 haben sich also diese Ausgaben verdreifacht, obgleich die Frequenz in der letzten Zeit etwas zurückgegangen ist. Mit Zaunfählen erschlagen wurde in Helmbrecht in Oberfranken eine 17iährige Schuhmacherstochter, die mit ihrem Bruder vom Tanze heimkehrte. Sowohl der Bruder, mit dem die Arbeiter zuerst Händel anfingen, als auch die auf das Hilfegeschret herbetellenden Eltern wurden in roher Weise mißhandelt. Dentsche Militärpflichtige im Auslande. Von zuständiger Stelle wird wiederholt darauf hingewiesen, daß mittellose Deutsche, die sich im Auslande befinden, Unterstützungen aus dem dazu bestimmten Fonds des Auswärtigen Amts erhalten, um ihnen die Erfüllung der Militär- und Wehrpflicht zu erleichtern. Pflichtmäßigem Ermessen der Kaiserlichen Vertreter im Auslande ist es überlassen, welche Unterlagen sie im Einzelfall als Nachweis der Mittellosigkeit für ausretchend erachten. Beim Einsturz einer Mauer beim Bau eines Theaters in Reval sind 15 Personen unter den Trümmern verschüttet worden. Bisher sind ein Toter und fünf Verwundete geborgen worden. Gewaltige Ueberschwemmungen werden aus dem Süden des nordamerikanischen Staates Colorado ge= meldet. Viele Personen sollen umgekommen sein, die entstandenen Verluste sollen sich auf fünf Millionen Dollars belaufen. Die Lage ist ernst, da es an Lebensmitteln mangelt. Eine ministerielle Verfügung gegen die sozialdemo kratische Jugendorganisation. Nach dem„ Berl. Lokalanzeiger" hat der preußische Kultusminister unter Hinweis auf die verheßende Wirkung der von der Zentralstelle für die arbettende Jugend Deutschlands in BerIn herausgegebene Zeitung„ Arbetterjugend" dte Kreisschulinspektoren beauftragt, die ihnen unterstellten Lehrer darauf achten zu lassen, ob etwa diese Zeitung schon in den oberen Klassen der Volksschulen vertrieben wird, und ihrer Verbreitung mit allem Nachdruck entgegenzuwirken. Die Schulleiter haben über besondere Beobachtungen auf diesem Gebiete Bericht zu erstatten. Der preußische Justizminister über den Zweck der Juftiz. Wie aus Cöln berichtet wird, hielt dort bei dem Festessen anläßlich der Einweihung des neuen Justizgebäudes der preußische Justizminister Beseler etne Rede, in der er über die Reform der Rechtspflege folgendes ausführte: Man set sich darüber elntg, daß es die wichtigste Aufgabe der Justiz set, die 8) Aus Eifersucht: Roman von Mar Hoffmann. ( Nachdruck verboten.) Aus den Gerichtssälen. Auch eine Folge der neuen Stenern. Unter donnerähnlichem Krachen ist fürzlich in den Nachmittagsstun= den die Decke des Gewerbebureaus im Rathause zu Hof eingestürzt, zrei Steuerbeamte und ein Schutzmann unt= ter sich begrabend. Während der Sekretariatsassistent Gipser mit leichten Hautabschürfungen davonkam, wurden der Assistent Strunz und der Schußmann Klier erheblich verletzt; beide müßten durch die freiwillige Santtätskolonne sofort in das Krankenhaus gebracht werden. Der Einsturz soll durch eine ungeheure Menge von Steuerformularen usw. verursacht worden sein, die in einem Raume oberhalb des Gewerbebureaus aufgestapelt waren, deren Gewicht jedoch die morsche Decke nicht zu tragen vermochte. Wolff Metternich- Prozeß. In der Dienstag- Verhandlung des Berliner Metternich- Prozesses, in der die Bemetsaufnahme beendet wurde, kam es zu mehreren scharfen Zusammenstößen zwischen den Barteien. Der erste spielte sich zwischen dem Staatsanwalt und dem Angeklagten ab, als ein Zeuge über die Beziehungen der Gattin des Angeklagten zu einem anderen Manne aussagen sollte. Der Angeklagte rief dem Staatsanwalt zu:„ Das ist eire Lüge von Ihnen; Sie haben gelogen; das ist eine ganz gemeine Lüge!" Der Angeklagte wurde deswegen vom Gericht auf die Dauer von 48 Stunden mit der Entziehung des warmen Essens bestraft. Der zwette Zusammenstoß erfolgte zwischen dem Staatsanwalt und dem Generalmator von Pauly, als der Staatsanwalt ihn als Ordensschacherer und Het= ratsvermittler bezeichnete. Dieser bezichtigte ihn ebenfalls der Lüge und wurde zu einer Haftstrafe von 24 Stunden verurteilt. „ Nicht immer, Herr Grultch. Besonders nicht in unserem Falle. Wer zur Ergreifung des Täters betträgt, hat teil an der Belohnung von tausend Mark, dte darauf gesetzt ist." „ Tell? Aber ich bitte Ste, ich kenne doch den Täter nicht!" „ Kommen wir endlich zur Sache! Sie müssen es fagen, Herr Grulich, wer Ihnen die Scheine gegeben hat, es hilft nichts. Ihr Essen wird außerdem kalt werden, wenn Sie dieses Gespräch solange hinziehen." Aus dem Reiche der Technik. Die annullierte Abgangsprüfung. Ein in der Geschichte deutscher höherer Lehranstalten gewiß sehr selten vorkommender Fall ereignete sich füngst am Lehrerseminar in Brühl a. Rh. Im August ds. Js. waren die Abiturienten der Oberklasse genannter Anstalt nach stattgehabter Schlußprüfung entlassen und auch sofort im Schuldienste verwendet worden. Später stellte es sich heraus, daß bei der Prüfung Unregelmäßigkeiten in größerem Maßstabe vorgkommen waren, sodaß die ganze Brüfung annulliert werden mußte. So mußten nun alle bereits im Dienste befindlichen jungen Lehrer sich zur nochmaligen Abgangsprüfung am Seminar einfinden. Die Brüfung wurde dann von allen bestanden. Eine Kriegskaffe mit 75 000 Francs gestohlen? Ein Pariser Telegramm aus Merada in Marokko meldet: Eine Bande Mauren brach in der Nacht im Feldlager der Franzosen am Moulouja ein und stahl aus dem Zelt des abwesenden Zahlmeisters die Feldkasse mitsamt th= rem Inhalt ron 75 000 Franken. Die Mauren verschwanden mit dem Raube und kehrten auf das andere Ufer des Flusses zurück. Eine Verfolgung der Räuber fonnte nicht durchgeführt werden, weil es den franzö fischen Truppen am Moulouja noch immer untersagt ist, den Fluß zu überschreiten. Schwedische Wasserfälle als Kraftauelle für Kopenhagen. Ein bedeutsames technisches Projekt wird zwischen Schweden und Dänemark geplant. Es handelt sich um die Uebertragung elektrischer Kraft von den berühmten schwedischen Trollhättanfällen über den Sund nach Kopenhagen. Diese Fälle stellen eine gewaltige natürliche Kraftquelle dar, die, in Elektrizität umgefeßt, einen ungemein hohen Wert repäsentiert. Die Uebertragung müßte durch Hochspannungsleitungen von 50 000 bis 60 000 Volt erfolgen; man beabsichtigt, die Leitungen in einer Höhe von 15 bis 20 Meter über dem Erdboden anzulegen und die Masten in einer Entfer= nung von 150 bis 200 Meter Abstand aufzustellen. Das zur Durchquerung des Sundes erforderliche Seekabel soll an der schmalsten Stelle des Dänemark von Schwe= den trennenden Wassers verlegt werden; die Anlage dürfte etwa 6000 bts 8000 Kronen pro Kilometer kosten. Grulich lächelte schmunzelnd:„ Ich habe erst dte Suppe intus, mit dem andern wartet meine Haushälterin. Ste ist auf dergleichen Ueberfälle geeicht. Na schön, kommen wir zu den bewußten Scheinen! Ich habe sie gestern von dem Doktor Waldow in Groß- Lichterfeld erhalten." „ Wie kam das?" " Sehr einfach. Ich hatte nämlich eine Forderung an thn aus seiner Universitätszett angekauft. Die Sache ergab sich als ein großes Risiko meinersetts, und ich hatte schon alle möglichen Hebel in Bewegung gesetzt, um zu meinem Gelde zu kommen. Bisher leider immer vergeblich. In der letzten Zeit habe ich aber die Schraube etwas fester angezogen und mit einigen Unannehmlichkeiten gedroht, und da habe ich endlich die Summe bekommen." Mutige Amazonen am Telephonamie. Hunderte von Städten und Dörfern in den Staaten Wisconsin, Colorado und Pennsylvanten sind infolge der ungeheu= ren Regenfälle überflutet und von den Einwohnern verlassen worden. Berichte über die Verluste an Menschenleben geben die Zahl auf zehn bis vierzia an. Die Stadt Black River Fall in Wisconsin ist durch den Durchbruch der Wassermassen aus dem Arbutus- See durch einen festen Damm, der fünf Meilen oberhalb der Stadt errichtet wurde und ca. 2 Millionen Mark fostete, überschwemmt worden. 3wet Menschen haben hierbet thr Leben eingebüßt. Eine Wiederholung des Austin- Unglücks war nur durch die Kaltblittigkeit der Telephonistinnen verhütet worden die rubia an ihren Schaltavparaten sitzen blieben und die einzelnen Telephonteilnehmer in dem Tale vor der drohenden Gefahr warnten, bis auch das Telephongebäude von dret Fuß ttefem Wasser umaeben war. von soll sonst der Schornstein rauchen? Man will doch auch leben, nicht wahr? Und das Leben ist teuer. Aber sagen Sie mal, Ste glauben doch nicht etwa, daß der Herr zu jenem Verbrechen in Beziehung steht?" „ Natürlich immer in Ehren!" warf der Kommissar mit leiser Fronie dazwischen. " Freilich! Freilich! Aber schließlich hört doch die Gemütlichkeit auf, wenn es sich um Geld handelt. Wo,, Das wird sich herausstellen. Wie war sein Benehmen, als er Ihnen die Schuld bezahlte?" Heic Mö nur fen Sie auf ren. fabr gen Bro Me noff wer Int Ma Go Sch tere gref wett der ten Die findige Reichsvost. In der Stenographtestunde eines Luzeums für Höhere Töchter in einer Berliner Villenkolonie hat sich zwischen dem Unterricht erteilen= den Lehrer und den Schülerinnen ein kleiner Disput entsponnen, und zwar war der Lehrer der Ansicht, daß eine mit Stenogrammadresse versehene Karte zweifellos befördert werden würde, während die Schülerinnen dte gegenteilige Meinung vertraten. Der Lehrer schlug vor, die Probe aufs Erempel zu machen. Er werde an eine Schülerin eine Postkarte mit stenparaphischer 9dresse senden, und zwei Schülerinnen sollten das Gleiche tunt. Und siehe da, der Lehrer behielt recht, wenn auch mit einer geringen Einschränkung. Von den drei versandten Karten waren zwei zur Beförderung gelangt und sogar prompt mit ganz unbedeutender Verinätuna. Die dritte Postanstalt hatte verfoat. Der aereimte Inhalt auf der Karte des Lehrers dürfte allerdings auf den erpedie= renden Beamten einen gewissen wang ausgeübt und seiner Eitelkeit ein wenig geschmeichelt haben. Er lautete:„ Seh'n Sie, Itebes Fräulein Sauer, Unf're „ Benehmen? Na ich danke, das war schon gar kein Benehmen mehr! Bisher war er immer weich wie Butter gewesen, und hatte über seine schwache Praxis geflagt. Als ich aber gestern wieder sehr höflich bet thm eintrat, hat er mich einfach angeschnauzt und ist im Zimmer umhergerannt wie ein Besessener. Ich dachte, er wollte mich einschüchtern, wie das manchmal die Herren Schuldner versuchen, wenn sie ein kleines Theaterchen inSzene sezen, was mir aber noch lange nicht impontert. Und dann ist er mit einem Mal zu seinem Schreibtisch gelaufen, hat die beiden Scheine hervorgelangt, sie mir beinahe vor die Füße geschleudert und mir kaum Zett gelassen, als anständiger Mensch über den Empfang zu quittieren. Fast hinausgeworfen hat er mich. So was an Aufregung habe ich selten gesehen, das können Ste mir glauben! Na ja, es ist auch nicht gerade angenehm, so plötzlich zweitausend Emmchen hergeben zu müssen." Der Kommissar hatte bereits wieder Hut und Stock ergriffen und verabschiedete sich. Die Sache ist eilig, besten Dank, Herr Grulich!" Bitte! Bitte! Hat nichts zu sagen!" Und der Ehrenmann machte sich gemütlich an die Fortsetzung seines Mittagessens. v. Bardekow begab sich nach dem Polizeipräsidium und fuhr dann mit seinem Kollegen Weide und einem Kriminalbeamten in rasendem Tempo in einer Automobildroschke nach Groß- Lichterfelde. wohnte parterre. Seine Sprechstunde war bereits vors über, doch Herr v. Bardekow klingelte energisch. Sofort ging die Tür auf, und eine kleine, dürre Frau erschien mit ängstlich- fragendem Gesichtsausdruck. Ste schten etwas sagen zu wollen, aber der Kommissar fam thr zuvor. An der Tür der kleinen Mietsvilla, vor der sie hielten, war neben einigen anderen Namen auch der des Doktor Waldow, praktischer Arzt usw. zu lesen. Er " Ift Herr Doktor Waldow zu Hause?" " Was wünschen Ste?" " Ich muß ihn sprechen. Er ist doch hier?" Nein, leider nicht." ,, Bitte, wo tst er?" " „ Er macht Krankenbesuche. Und ich denke, er muß feden Augenblick kommen, er ist doch sonst immer so pünktlich." Sie sah die Herren mißtrautsch an und fügte schnippisch hinzu:„ Die Sprechstunde ist aber jetzt vorbet." „ Wir kommen in einer privaten Angelegenheit." „ Mein Gott, wo er nur bletben mag! Das Essen tst auch schon lange fertig. Wahrscheinlich hat er heute einen sehr schwierigen Fall zu behandeln, er ist ja so sehr gewissenhaft. Und merkwürdig! Nicht einmal zu seiner Sprechstunde ist er heute vormittag hier geblie= ben. Es waren drei Patienten da, darunter eine sehr fetne Dame, und ich habe sie wieder fortschicken müssen. Ich begreife gar nicht-" Die geschwäßige alte Dame hätte gewiß unentwegt weiter geplaudert, wenn Herr v. Bardekom ste nicht energisch unterbrochen hätte.„ Wir wünschen seine Wohnung zu besichtigen," erklärte er und stellte sich und die beiden anderen Herren vor. den Lung Steue Behi strei ten Itni evar in 5 Uni meh fent foll. biete Wit „ M ich zieb Buf dent Ste schlug die Hände über dem Kopf zusammen. „ Himmlischer Vater, von der Polizei? Was hat er denn gemacht? Der Herr Doktor ist doch ein so ruhiger, netter Mann, der tut niemand etwas Böses!" Die dret Herren hörten kaltblütig das Lamento an und traten ein. voll Lite fiber geri fitr von Mar Inn find Schn schmi fent minE Salz deffe fan meff Kön golde Verf der Bra leat jun „ W am gefch Kna ten. nich Fast Män Gebi X. 1 Die Dier mal Gru ant gleic erzä chen: haus flott und oder hatte einen neben hinte und But i hier? die M arzt F n " Ihner heutzu fo ein lernt, tor? dent ist das viel be Sorge einer ich we nun d Herr ich glaz Serr h Hurr bo arme Er ha gebrac De Bes rn, be Ho ich, he ich, Oret fitr ren Ste nd. M. ton Ha. f8also der ter unSof tent Jur ers antden. von in itaticht BeIten rer die nach ofort es Citen die Bten hrer einden. 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Dadurch, daß der Ge= genstand des Unternehmens auf die Herstellung von Brot beschränkt wird, bleibt die Selbständigkeit der Meister gewahrt. Der Vorstand der Rheinischen Genossenschaft zur wirtschaftlichen Förderung von Handwert und Gewerbe für die Rheinprovinz beschloß, das Unternehmen durch Vermittelung der erforderlichen Maschinen zu unterstützen. Kämpfende Sänger. In Königswinter tam es am Sonntag anläßlich des Sängerwettsterites zu einer Schlägerei. Man beschuldigte den Festausschuß unlauterer Machinationen. Schließlich mußte die Polizei ein= greifen. Da es nun auch schon auf anderen Sängerwettstreiten zu Mißhelligkeiten gekommen ist, wird sich der rheinische Sängerbund, dem über hundert der größten rheinischen Gesangvereine angehören, auf einer in den nächsten Tagen in Cöln stattfindenden Versammlung mit der Frage befassen, wie den Auswüchsen zu steuern ist. Es sollen Eingaben an Fürstlichkeiten und Behörden gemacht werden, die ersuchen, allen Wettstreiten die Unterstützung zu versagen, ehe ein Gutach= ten des Sängerbundes eingeholt worden ist. Eine seltsame Millionenstiftung. Der Leipziger Universitätsprofessor Heinrict teilte in einer Sibung der evangelischen Landessynode Sachsens mit, daß ein reicher in Holland lebender deutscherMonist im Anschluß an eine Universität oder missenschaftliche Gesellschaft eine mit mehreren Millionen dotierte Stiftung ins Leben zu ritfen beabsichtige, die der Pflege des Atheismus dienen foll. Die Universität Leipzig lehnte jedoch das Anerbieten ab. Eine vielfagende Anzeige steht in dem in Horb in Württemberg erscheinenden Amtsblatt. Sie lautet: Meiner werten Kundschaft aus Stadt und Land teile ich mit, daß ich von heute an nicht mehr Gerichtsvollzieher bin. und verbinde damit das Ersuchen, mich in Bufunft nicht mehr so scheel anschauen zu wollen. Horb, Ben 30. September. Hausmeister Kleindienst, Gerichtsvollzieher außer Dienst." Die Küche des Schahs. Der Knabe, der heute den Titel des Schahs von Persien führt, ist zugleich der Befitzer der kostbarsten Küche der Welt, denn die Küchengeräte, die Teller, Schüsseln, Deckel und Töpfe stellen fitr sich allein ein stolzes Vermögen dar und werden von Kennern auf einen Wert von rund 10 Millionen Mark geschätzt. Alle Kochtöpfe des Schahs sind in der Innenseite stark vergoldet, Löffel, Gabeln und Teller sind sogar massives Gold und die Küchenmesser sind am Schafte mit den erlesensten Juwelen und Edelsteinen ge= schmückt. Der Koch darf bet der Bereitung von Spetfen für den Schah nur Gegenstände benußen, die zut= mindest aus reinem Silber gearbeitet sind; selbst das Salzfaß der Küche und der Ruckerbehälter find infolgedessen aus reinem Silber. Nach den„ Evening News" fann ich mit dieser Küche teine andere an Kostbarkeit meffent, ca fet denn die Kücheneinrichtung im Madrider Königsschloffe, die ebenfalls kostbare silberne und vergoldete Kochtöpfe aufweist. Wofür die Jugend Interesse hat. Bemerkenswerte Versuche, die die Verschiedenartigkeit der weiblichen von der männlichen Binche in helles Licht rücken, hat jüngst Professor Johannes Ditck in Innsbruck angestellt. Er feate 26 jungen Leuten von 18 bis 22 Jahren und 25 jungen Damen von 16 bis 20 Jahren die Frage vor: " Was aus dem Gesamtgeblet der Geschichte hat mich am meisten interessiert und warum?" Bemerkenswert ist nun, daß sich 40 Prozent der Mädchen für die Kriegsgeschichte begeisterten, während nur 34 Prozent der Knaben an der Kriegsgeschichte Gefallen finden fonnten. Interessant ist es auch, zu sehen, wie die Mädchen nicht recht die Person von der Sache zu trennen wußten: Fast alle äußerten sich dahin, daß für sie die tapferen Männer, die Helden" der Grund sind, warum ihnen das Gebiet der Geschichte am meisten gefällt. Wahres Geschichtchen. Die stets tränkelnde Gräfin X. wird seit 25 Fahren von ihrer Zofe M. treu gepflegt. Die Gräfin wil thre 3ofe fitr so lange, hingebungsvolle Dienstleistung belohnen und sagt thr:„ Wenn Sie ein= mal sterben, liebe M., werden Sie neben mir in meiner Gruft beerdiot."" Ich dank schön für die Gnade," antwortet die M., da fann ich bei der Auferstehung gleich der Frau Gräfin behilflich sein." Buschur, Mossjö..." In der Straßburger Post" erzählt ein Offizier aus Mülhausen folgendes Geschichtchen: Ich ritt dieser Tage gegen 5 Uhr durch das Mühlhausen benachbarte Dörfchen Riedisheim, und zwar in flottem Trabe, da es sehr nach Regen aussah und Pferd und Reiter Heimwärts drängten. Ein Dienstmädchen oder Bauernmädchen, das es anscheinend auch sehr eilig hatte, stürzte aus einem kleinen Bauernhäuschen auf „ Dies hier ist das Wartezimmer," berichtete ste, auf einen kleinen, ziemlich kahlen Raum weisend, und da neben ist das Sprechzimmer des Herrn Doktors. Da hinten ist noch ein Wohnzimmer, sein Schlafzimmer und neben der Küche eine kleine Stube für mich." Das Sprechzimmer schten die Herren am metsten zu interessieren. Wie lange wohnt der Herr Doktor hier?" fragte Herr von Bardekow. " Seit einem Jahr. Ich habe ihm aber schon vorher die Wirtschaft geführt, als er zwei Jahre lang Assistenzarzt in Berlin war." " Hat er eine ausgedehnte Prarts?" „ Ach, das kann man leider nicht sagen. Ich sage Ihnen, Herr Kommissar, es tst schwer für einen Arzt heutzutage. Die Konkurrenz ist zu groß. Da hat nun so ein armer Mensch viele Jahre lang studiert und ge= lernt, und nachher hat er kaum satt zu essen." tor?" Stand es wirklich so schlecht mit dem Herrn Dok„ Nun, das heißt, früher war es beinahe so. In dem letzten halben Jahr war's fa beffer geworden. Da tst das Geschäft ganz gut gegangen, und er konnte auch viel besser für Küche und Keller sorgen. Du mein Gott, Sorgen hat er fa genug gehabt! Er hat mir's mal in einer weichen Stunde gestanden, daß er von früher her, ich weiß nicht wodurch, gehörige Schulden hätte und nun daran zu beißen habe. Erst gestern war ein dicker Herr mit einem grauen Zylinderhut auf dem Kopfe hier, Ich glaube, das war auch so ein Blutfanger, denn mein Serr hat tüchtig über ihn geschimpft. Ach, wenn er doch nur bald kommen wollte!" Hat der Herr Doktor keine Angehörigen?" " Er war, soviel ich weiß, der einzige Sohn ganz armer Leute, die vor einigen Jahren gestorben sind. Er hat sich fast ganz allein durch seinen Fleiß so weit gebracht." Der Kommissar Wetde hatte während dieser Mitdie Straße, einen großen Eimer in der einen Hand, und wäre fast gegen mein Pferd gelaufen. Halb erschrocken, halb beluffigt, sah sie zu mir herauf, als ich sofort mein Pferd parierte und dann, gleichsam entschuldigend wegen des eingejagten Schreckens, ebenfalls lachend sagte: "' n Abend Fräulein!" Die holde Bauernfee antwortete fofort lebhaft:„ Buschur Mossjö!" Darauf, da ich gerne mit meiner Beherrschung zahlreicher Sprachen zu renommieren die untugend habe: Vous ne savez pas l'allemand, Mademoiselle?" Das Lächeln wich einem verständnislosen Erstaunen, und die Antwort hä?" überraschte mich einigermaßen. Ich fragte aber nun: " Ja, verstehn Se te Franzeesch?" Ich Mossjö, na- t fe Wörtle!" Na, warum sage Se denn" bonjour Monsieur?"" Ha, m'r sagt doch hier so,' s isch halt de Mod hier!"" Ab'r des tsch doch Franzeesch." " Des to Franzeesch? Des han ich nit gewißt, Mossjö!" „ Buschur, " Na, denn guten Abend, Fräulein!" Mossiö!" Mißverständnis. Dame:... Glauben Sie denn, daß der Kommerztenrat Ihnen seine Tochter ohne wetteres geben wird?" Start verschuldeter Lebemann: " Nee, Gnädigste, ohne weiteres nehme ich sie gar nicht!" Zu anspruchsvoll. Dame:" Ich wüßte eine gute Partie für Ste, Herr Assessor: dreihunderttausend Mark Mitgift!" Herr:" Na, das wäre was! Kann ich die Dame' mal vorher sehen?"- Dame: Was, bei dieser Mitgift wollen Sie auch noch vorher sehen?!" - Die Gewalt des Pulvers. Die Gewalt, welche das Pulver besitzt, läßt sich am besten dadurch kennzeichnen, daß man die Gewalt eines Kanonenschusses näher umschreibt. Die Arbeitsleistung des Geschosses einer mobernen Kanene beträgt rund 28 000 Metertonnen, d. h. mit ihrer Kraft tönnte das Gewicht von einer Tonne 28 000 Meter in die Höhe geschleudert werden. Wir stüt= zen uns hierbet auf die Untersuchungen des bekannten Schießtechnifers, Generalleutnants z. D. Rohne, der über die Wirkung der Geschosse und über thre Leistungen umfassende Versuche angestellt hat. Die gleiche Let= ftung, die durch das Pulver eines Kanonenschusses hervorgerufen wird, könnte nur durch eine Kraft von 11 Millionen Pferdestärken hervorgerufen werden. Vergleicht man nun damit die Kraft, mit der unsere Linienschiffe vorwärts bewegt werden, dann erhält man erst einen richtigen Ueberblick über die furchtbare Gewalt eines Kanonenschusses. Die stärksten Linienschiffe der deutschen Flotte haben Maschinen von 20 000 Pferdekräften. Um die Gewalt von 11 Millionen Pferdestärfen eines Kanonenschusses herauszubekommen, mitßten die Maschinen von 550 deutschen Lintenschiffen zusammenwirken, da erst ihre gesamte Anzahl diejenige Kraft vereinigt, die in einem einzigen Kanonenschuß enthalten ist. Eine Kanone von der oben genannten Größe, nämlich 30,5 Zentimeter- Kaliber, hält ungefähr 150 Schüsse aus. Diese 150 Schüsse verbrauchen eine Kraft von rund 4 Millionen Metertonnen. Wie groß ist aber diese Arbeit? Von derartigen ungeheuren Zahlen kann man sich nur einen Begriff machen, wenn man ganz konkrete Fälle anführt. Das Gewicht eines Dreadnought beträgt 20 000 Tonnen. Mit der Gesamtanzahl der Schüsse eines einzigen deutschen Kanonenrohres könnte man also einen Dreadnought mit voller Ausrüstung 200 Meter in die Höhe heben. Das ist eine Leistung, die man sich kaum vorstellen kann. Das Bedeutsamste ist, daß Mittel und Wege gefunt= den worden sind, um die furchtbare Wucht dieser Kraftentfaltung in Fesseln zu schlagen und sich dienstbar zu machen. Die Kanonenrohre, die diesen gewaltigen Druck aushalten müssen, werden trotz Verwendung besten Materials dadurch natürlich sehr schnell abgenutzt. Endlich feten noch einige Mitteilungen über die Pulvermaffe hinzugefügt, die heutzutage auf einem modernen Kriegsschiff vorhanden ist und die zur Katastrophe des französischen Kriegsschiffes geführt hat. Die S- Patrone des Gewehres Modell 98 enthält 3,2 Gramm Pulver. Eine Patrone der 35,5 Zentimeter- Kanone enthält ungefähr 250 Ka. Pulver. Es sind also nach den Feststellungen des Generalleutnants Rohne zur Füllung etner einzigen 35,5 Zentimeter- Patrone ebensolche große Bulvermassen nötig wie fitr 80 000 S- Patronen, d. h. man fönnte mit der gesamten Munition etnes friegsstarten Bataillons nur zwet 35,5 Zentimeter- Patronen füllen. Die Munitionsmasse eines gesamten Schiffes, das mit 10 35,5 Rentimeter- Kanonen ausgerüstet ist, entspricht also der Taschenmunition von nicht weniger als 20 deutschen Armeeforps, wenn fitr fedes Geschütz des Kriegsschiffes nur hundert Schüsse vorgesehen sind. Man kann sich schon aus diesen Zahlen eine Vorstellung von der unglaublichen Wucht und Masse des Pulvers machen, die ein modernes Kriegsschiff birgt. Ernste Nachrichten aus China. Der Aufstand in China, der bereits mehr als 10 000 Menschenopfer gefordert hat, ist noch immer nicht untertellungen der Alten den Schreibtisch geöffnet, der unverschlossen war. Auf der großen Platte befanden sich außer Schreibgegenständen ein Stethoskop und ein Kassenbuch, das in musterhafter Ordnung zu sein schten. Der Kommissar zog die Kästen auf, die allerhand Hefte, Manuskripte, Briefe und Kleinigkeiten enthielten. In dem einen Fache lag ein Pistolenkasten; als ihn der Beamte aufklappte, zetgte es sich, daß er leer war. „ Sein Revolver fehlt?" rief die Wirtschafterin entsetzt.„ Ach Gott, ach Gott! Dann hat er ihn mitgenommen. Was wird er denn damit anfangen? Er wird sich doch kein Leid antun wollen?" „ Pflegte der Herr Doktor den Revolver sonst nicht bet sich zu tragen, wenn er ausging?" „ Niemals! Er hatte ihn sich nur angeschafft, well die Wohnung parterre Itegt und da immerhin einmal etwas vorkommen kann. Aber ich habe es mehr fitr etne Spielerei gehalten, er nahm ja den Revolver nicht einmal mit in sein Schlafzimmer." „ Hatte der Herr Doktor sonst noch Waffen?" Pistolen? Nein!" " Ich meine, einen Dolch oder dergleichen?" ,, Nein, nein, gar nicht!" Die Beamten suchten weiter. Ein großes ärztliches Besteck, das auf einem kleinen Seitentisch lag, wurde auch untersucht. Es war voll blinkender Instrumente. „ Hier in der Mitte fehlt ein größeres Messer. Wo ist es geblieben?" fragte Weide. Die Wirtschafterin wußte wieder keine Auskunft zu geben. Plötzlich schien es wie eine Erleuchtung über sie zu tommen. Aber meine Herren," rief sie in jämmeritchem Ton,„ Ste denken doch nicht etwa, daß der Doktor zu dem Mord da drüben in Beziehung steht? Ach fe= mine! Er wollte fa erst gar nicht hinüber und ist erst auf ausdrückliches Bitten der gnädigen Frau zum Herrn Geheimrat gegangen und hat ihn behandelt." drückt. Die Kämpfe in der Gegend von Tschengtu dauern fort und haben zu Erfolgen der Revolutionäre geführt. Der Draht meldet uns heute: Vefing, 11. Oftober. Die Revolutionäre haben sich der Ortschaft Wuschangs bemächtigt. Der Vizekönig ift entwichen. Der Kommandant der Truppen wurde durch eine Bombe getötet. Die Soldaten haben mit den Revolutionären gemeinsame Sache gemacht. Die europäischen Niederlassungen stehen alle unter Wasser. Autsländische Dampfer liegen bereit, Frauen und Kinder aufzunehmen. Italien und die Türkei. In Neapel hat am Dienstag die Einschiffung der für Tripolis bestimmten Truppen in Gegenwart des Königs stattgefunden. Die Bevölkerung bereitete dem König begeisterte Ovationen. An allen Straßenecken war die Bekanntmachung des Bürgermeisters von Neapel angeschlagen, in der es heißt:" Den Soldaten, die morgen abfahren werden, um im nahen Afrika, das unser Meer bespült, Italiens volle und unbestrittene Herrschaft zu bekräftigen, in jenem Lande, das den Stegeszug römischer Standarten sah und römische Zivilifation genoß, drückt Neapel aus der Tiefe seines Herzens fubelnd den Wunsch erhabener leuchtender Triumphe aus!" Der Bischof von Mailand hat einen Hirtenbrief erlassen, in dem er Gott bittet, den itafienischen Waffen den Sieg zu verleihen. Die Mailän der Katholiken werden auf Anweisung des Bischofs eine allgemeine Wallfahrt veranstalten, um von der Heiligen Jungfrau eine Beschleunigung des endgültigen Sieges zu erflehen. Gegenüber den neuen Versuchen der Pforte, mit Hilfe der Mächte in, Tripolis etwas zu retten, besteht die italienische Presse entschieden auf bedingungsloser Einverleibung von Tripolis. Dagegen soll der neue türksiche Minister des Auswärtigen berett fein, bis aufs Messer mit Italien zu kämpfen. Er soll erflärt haben, Italien in Tripolis keinerlet Rugeständnisse machen zu können, da dies mit der Würde des titrfischen Reiches unvereinbar set. Auch eine Entschädigungssumme fönne ihn nicht bestimmen, den Italienern Konzessionen in Tripolis zu machen. Dagegen wolle er mit den Balkanstaaten in ein freundschaftliches Verhältnis treten, um unter allen Umständen mit diesen den Frieden aufrechtzuerhalten. Ein türkischer Vorstoß in Tripolis. London, 11. Oktober. Nach Blättermeldungen aus Tripolis versuchten mehrere tausend Türken in der Nacht auf den 10. Oktober einen Angriff auf die Stadt. Sie wurden aber durch die Scheinwerfer der Kriegsschiffe entdeckt und durch das Feuer der Besaßung, das durch Granatfeuer der Schiffsgeschütze unterstützt wurde, zurückgeworfen. Eine Vermittlung der Mächte? Paris, 11. Oktober. Petit Bartsten kündigt eine Aktion der Großmächte zur Vermittlung zwischen JtaIten und der Türkei an. Die Großmächte haben be= gonnen, ihre Ansichten auszutauschen und haben von beiden friegführenden Parteien genaue Angaben über thre Absicht, Wünsche und Opfer verlangt. Drahtnachrichten und neuestes. Die französische Flagge aus Agadir verschwunden. Göln, 11. Oktober. Wie der Köln. 3tg." aus Agadir gemeldet wird, ist die französische Flagge felt dem 8. Oktober von der Bastion in Agadir verschwunden. Ein englischer Industrierat. London, 11. Oktober. Wie amtlich bekannt ge= geben wird, hat die Regierung aus Vertretern der Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen Industrierat gebildet, Es gehören ihm ef sechs Vertreter der Arbeitgeber und Es gehören ihm fé sechs Vertreter der Arbeitgeber und bahn, an. Ein Eisenbahnzug von mexikanischen Räubern überfallen. Merito, 11. Oktober. In der Nähe der Stadt Axoctuapan in Merito haben Räuber einen Personenzug überfallen. Ste hielten den Zug an und plünderten sämtliche Passagiere aus. Da fie es versäumt hatten, Flaggensignale zu geben, fuhr ein nachfolgender Schnellzug mit voller Geschwindigkeit in den ausgeplünderten Zug hinein. Dabei wurden 15 Passagiere und zwet Zugbeamte getötet. Die Räuber sind entkommen. Handel und Verkebr. Die Kartoffelernteanssichten günftig. Die deutsche Kartoffelernte wird, wie die„ Nordd. Allgem. 8fg." schreibt, günstiger, als bisher angenommen wurde. Bet einem Ergebnis von 73 Prozent der Mittelernte schwanten die Preise für weiße Eßkartoffeln in Preußen ge= genwärtig zwischen 2,50 und 3,80 Mark für den Bentner. Die Kleinhandelspreise sind allerdings gestiegen. Das Pfund kostete in Preußen im September durchschnittlich 5,3 Pfennig, im Westen sogar bis 7 Pfennig. ,, Sett langer Zeit?" Scit ungefähr drei Monaten. Er war immer sehr zerstreut und aufgeregt, wenn er von dort zurückkam." „ Hat er sich über den Herrn Regierungsrat und seine Gemahlin zu Ihnen geäußert?" „ Ich ich weiß nicht!" sagte sie zögernd. ,, Besinnen Sie sich! Es ist alles von Wichtigkeit und kann nur dazu beitragen, Ihrem Herrn Unannehmlichkeiten zu ersparen." " So? Na, dann kann ich aber nur sagen, daß er von dem Herrn Regierungsrat mehrere Male zu mir im Ton des herzlichsten Bedauerns gesprochen hat. Er ist ein Todeskandidat, sagte er mir einmal, er wird nicht mehr lange machen. Alle ärztliche Kunst ist da vergebens." Und über die Frau sagte er nichts?" - - das heißt nicht gerade direkt-" Wie meinen Sie das?" " Nun, well er sich doch gar nicht um Damen Befümmerte, so meinte ich einmal ganz scherzhaft zu ihm, die Frau Regierungsrat wäre doch eine sehr schöne Frau. Und da erwiderte er: Liebe Frau Schulze, es fann jemand sehr schön sein und doch einen sehr an= greifbaren Charakter haben. Schönheit allein tuts nicht! Ein gutes Herz ist viel mehr wert." „ Sollte sich das auf die Frau von Marleben beziehen?" " Das kann ich nicht so bestimmt sagen, aber ich dachte mir's so. Er fann es auch nur ganz im allge= meinen gemeint haben, er hat dann gleich das Gespräch mit mir abgebrochen." Herr von Bardekom hatte während der Zett dte Briefschaften sorgsam durchgesehen, und hielt jetzt eine Photographie in der Hand. ( Fortsetzung folgt.) Bekanntmachung. Wiederholt hat das Reichsgericht die Verpflichtung der Eigentümer von Grundstücken festgestellt, die Toreinfahrten, Höfe, Hausflure, Gänge und Treppen, sofern und solange dieselben jedermann zugänglich sind, während der Dunkelheit so ausreichend zu beleuchten, daß die daselbst verkehrenden Personen der Gefahr der Beschädigung nicht ausgesetzt sind. Die gleiche Verpflichtung liegt namentlich auch den Inhabern von Fabriken, gewerblichen Anstalten und Arbeitsstätten, von Vergnügungs-, Versammlungs- und Schantstätten( letzteren insbesondere auch hinsichtlich der Bedürfnisanstalten) ob. Pflichtwidrige Unterlassung der Beleuchtung würde, falls hierdurch jemand zu Schaden kommen sollte, die Entschädigungspflicht, sowie die strafrechtliche Verantwortlichkeit begründen. Gießen, den 10. Oktober 1911. Großh. Polizeiamt. Gebhardt. Vergebung. Für die Großh. medizinischen und Frauenkliniken zu Gießen soll die Lieferung nachgenannter Verzehrungsgegenstände auf dem Wege des öffentlichen Angebotes bergeben werden. 1. 600 3tr. gute Speisekartoffeln. 2. 15 3tr. gelbe Salatkartoffeln. 3. 25 3tr Aepfel. 4. 10 3tr. untererdige Kohlrabi. 5. 10 3tr. Zwiebeln. 6. 2 3tr. Meerettig. 7. 10 3tr. gelbe Rüben. 8. 35 3tr. Weißfraut. 9. 150 Stück Rotfraut. 10. 400 Stück Wirsing. 11. 200 Stück Lauch. 12. 350 Stück Sellerte. Die Lieferungsbedingungen können auf dem Verwaltungsbureau an den Wochentagen, nachm. von 3 bis 5 Uhr eingesehen werden. Offerten unter Betschluß von Musterproben sind verschlossen mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin Montag, den 23. Oktober 1911, nachm. 4 Uhr auf dem oben erwähnten Bureau einzureichen. Zuschlagsfrist bis zum 28. Oktober 1911. Großherzogliche Verwaltungsdirektion der medizinischen und Frauenkliniken. Grossh. Gewerbeschule Giessen Bauschule und kunstgewerbliche Fachschule Abschlussprüfungen vor staatlicher Prüfungskommission Das Wintersemester 1911/12 beginnt am Montag, den 23. Oktober ds. Js., vormittags 812 Uhr. Anmeldungen sind bis 20. Oktober an die Schulleitung( Kirchstrasse 16) zu richten. Alice- Schulverein Giessen. Abt. I Gewerbeschule u. Handarbeitsseminar. Gewerbliche Fachkurse für: 1. Enfache Handarbeiten 2. Maschinennähen und Wäscheanfertigen 3. Schneidern 4. Kunsthandarbeiten und Zeichnen 5. Bügeln und Kunstwaschen. Abendflickkurse. Winterhalbjahr 1911/12. Beginn des Unterrichts: Montag, den 16. Oktober 1911. Anmeldungen, sowie nähere Auskunft im Schul. gebäude, Kirchstraße 20, Freitag und Samstag, den 13. und 14. Oktober von 10-12 und 2-4 Uhr. Die Vorsteherin: M. König. Vollständiger Ersatz für den Unterricht an wissen Bohaftlichen Lehranstalten durch die Methode Rustin verbunden m ( eingehendem Fernunterricht in 1. Deutsch, 2. Französisch. 8. Englisch. 4. Latolnisch. 5. Griechisch. 6. Mathematik. 7. Geographie. 8. Geschichte. 9. Literaturgeschichte. 10. Handelskorrespondenz. 11. Handelslehre. 12. Bankwesen. 13. Kontokorrentlehre. 14. Buchführung. 15. Kunstgeschichte. 16. Philosophie. 17. Physik. 18. Chemie. 19 Naturgeschichte. 20. Evangelische u. Katholische Religion. 21. Pädagogik. 22 Musiktheorie. 23. Stenographie. 24. Höheres kaufmännisches Rechnen. 25. Anthropologie. 26. Geologie. 27. Mineralogie. Glänz. Erfolge Spezialprospekte u. Anerkennungsschreiben gratis u. franko. Rustinsches Lehrinstitut. Potsdam.so. Hochfeln! Oel- Weiss, Giftfrel Nicht oxydierend! Wird in verschiedenen Qualitäten empfohlen. Franz Jaeger, Hersfeld. Kaffee- Rösterei Jakob Maternus gebrannte Kaffee cand. دو وو دو " empfiehlt melange naturell • Pfund 1.25 Mk. 1.30 1.35 دو وو Feine Mischungen 1.40, 1.50 bis 2.- Mk. Grosses Lager in Roh- Kaffee. دو وو [ 245/4 Gasthof, Zur Krone Wetzlar, Sophienstraße 35. Schöner Saal mit Veranda. 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Jahrgang erscheinen, sind anerkannt eines der amüsantesten Blätter Deutschlands. Sie pflegen bauptsächlich die Schilderung des eleganten und weltstädtischen Lebens in Wort und Bild und werfen satirische Streiflichter auf Politik und Zeitgeschichte. Probe- Abonnements pro Quartal 2.50 MK. pre Nummer 25 Pf. durch alle Buchhandlungen. Verlag d., Lustigen Blätter' Berlin SW. 68.