for allionpiBag Berthold Timendorfer G- helmer Juffzrat No im Fesirf bes Hammergun No. 1230 Not- Reg. Jabr 1910. Berlin, ben 6. September 1910. um die Kranten dahin zu fahren, wo fle Bem Grunde babe ich bas gelan Dankbartelt gegen Sie. Es find jet balbefuchen tönnen und nur aus Brondel, Eving. Derne, überall babe Jbre Adresse hingefande, well breffe anempfohlen rourbes art hatte ich tonate her, wo mir Ihre merte olel gebotter batte. 3d babe aber, es bal loquen, well is fchon Uem befreit bin, nur aus ben boffen von allen Arantbeltens, nämlich i batte immer schrediche Magen will es versuchen. Nur für 5. babe ich genommen unb es bat mir merzen und am Herzen, Ropf- und Radenfchmerzen, wo la faft immer Ben legen mußte. aber felt ber 3ait, too 1 ble Blutfalsnabrung-Renascia Derbi blicbiles Dank, aspend fage 35nen nochmale ines wundervoll von allem фрон foulble folglos. Die rzte, die ich um Rat fragte, ertannien diese Krantbell als eins Gronife und feiner fonnte mir helfen. Soon batte la alle offnung aufgegeben, ba su meinem ind wurde mate burch die Geltung Jore werte Jold Grejs Canbalifeba In breffe befannt en toeicha to mi vertrauensost wanble uub auch lung atungwooll Jr taufenblades Dauf four and verbleibe meines Unbe mi jest fear wobt und nur noch gang mea burch 3hr oirt ames Blufreinigungs- Driellbar Stellen tolto apse Beruftörung mis ben beften Glad and Segenswaaien sum se fende mets Scelben Groinben. fo was ble True Belde von Tag zu Lag Immer Lubange migten fachen. Habe fon eine Freundin gefunden taun, es matery auszusprechen für Ihr Renascin-. wid aug, lo que te Baba Nana Severia je im Grabe lab Tore Tabletten haben wunderbar gewirft und meine Fran frobt wiebe tann Ihnen nicht genug für die rounderbare Heilung banten. Die Celben relßen. Mooren den Jahn- und Ropficmerzen, unerträgliches Geber Gefundheit, rodbrend fle fojufagen mit einem Fuse meiner Jd werbe mich allezeit quo folatiofe staple. He iſt nun aber vonbig gefun Obre Ausblar aus Dentbartelt bemdben. In meinem Betaunte Hafan (*) erlin um eine ascin" erfolgen Gießener Zeitung Bezugspreis 50 Pfg. monatlich ( Neueste Nachrichten) Erscheint oierteljährlich 1,50 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mt. jeden Werktag früh.- Die„ Illuftr. Weltrundschau" liegt alle 14 Tage einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 87. - Telephon: Nr. 362. Aus Stadt und Land. Gießen, den 12. April 1911. -) Gießen. Der bisherige Kommandeur der 25. ( Großh. Hess.) Division Generalleutnant v. Strank ist zum kommandierenden General des 5. Armeekorps befördert worden. )( Gießen. Im Mai wird Graf Zeppelin bei einer Fahrt mit eines seiner Luftschiffe nach Gotha die Richtung auch über Gießen nehmen und hoffent= lich auf wenige Stunden auch hier landen. *) Gießen. Landgerichtsrat Weiffenbach in Darmstadt wurde zum richterlichen Mitgliede der Landeskommission für Feldbereinigungssachen ernannt. *) Gießen. Die Gemeinde steuerzet. tel werden jetzt ausgetragen und damit kommt für manchen wieder die Frage, wo das Geld hernehmen bei den teuren Zeiten? Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer des Großherzoglichen Polizei Amfes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Mittwoch den 12. April 1911 Schotten, 10. April. Heute starb im Alter von nahezu 86 Jahren der älteste Einwohner Konrad Nies. Er war noch sehr rüstig und hätte am 28. September die diamantene Hochzeit gefeiert. * Lindheim. Die oberhessische Haushaltungsschule erfreut sich seit Jahren eines sehr starken Zuspruchs, so daß die vorhandenen Räumlichkeiten nicht mehr ge= nügen. Die Landwirtschaftskammer hat den Erweiterungsbau genehmigt, und schon vor Pfingsten soll da= mit begonnen werden. *) Grünberg. Rendant Friedrich Bitsch in Schlitz ist als Bezirkskassierer nach hier versetzt. Lich, 10. April. Zu einem Konflikt zwischen den Bürgern und der Gemeindeverwaltung kam es anläßlich der Verpachtung der Gemeindejagd. Diese war freihändig für 3600 Mt. vergeben worden. Hiergegen wandten sich die Bürger in einer Eingabe an das Ministerium. Jetzt ist angeordnet worden, daß die Jagd öffentlich meistbietend zu versteigern sei. *) Alsfeld. Der an unserem Kreisamt schon längere Zeit tätige Kreisamtsassessor ist zum Kreisamtmann ernannt worden. Homburg v. d. H. Zu der Einweihung des Zeppelin- Gedenksteins in Homburg v. d. H., der zur Erinnerung an die vorjährige Luftschiffparade errichtet wird, hat Graf Zeppelin, dessen Neffe seit 1. April Kurdirektor in Homburg ist, sein Erscheinen zugesagt. () Gießen. Jm Schuljahre 1910-1911 hatte das Landgraf Ludwigs- Gymnasium 366 Schüler, davon 115 in der Vorschule. Das Realgymnasium besuchten 437 Schüler und die OberFulda, 11. April. Zum Bau und Betrieb realschule 593. An vorgenannten 3 Schulen sind der Ueberlandzentrale Fulda und Umgegend hat sich eine insgesamt 102 Schüler nicht aus dem Großherzogtum vorbereitende Gesellschaft gebildet, die über ein Kapital von 1 Million Mark verfügt. In der Form einer TkHessen. Gießen. Die hessische Kohlenproduktiengesellschaft, deren Sitz Fulda ist, will dann die Untion weist für Monat März folgende Zahlen auf: An ternehmerin an den Bau und Betrieb der ElektrizitätsRohbraunkohle wurden gefördert 45 138 Tonnen, verzentrale herangehen. tauft 156 Tonnen. Der größte Teil wurde weiter verarbeitet. 3955 Tonnen Braunkohlenbriketts und 929 Tonnen Naßpreßsteine wurden erzeugt. Auf Lager befinden sich 3463 Tonnen Braunkohlen und Braunkohlenprodukte im Gesamtwert von 36 300 Mark. Gießen. Der Taunusklub hat zur Förderung seiner Wanderbestrebungen auch unter der Jugend folgende Lehrlingsherbergen eingerichtet: In Cransberg im Gasthof„ Zur Burg Cransberg" ( Jos. Walter); in Grävenwiesbach im Gasthaus„ zum Löwen"( Karl Born); in Langhecke im Gasthaus„ 3um Englischen Hof"( Josef Hingott); in Oberems im Gast-hof„ 3um Taunus"( Karl Usinger); in Oberjosbach im Gasthof Zum Lindentopf"( Johann Jungels); in Rod a. d. Weil im Gasthof„ Zur Post"( Heinrich Haibach). In der Zeit vom 1. Mai bis 30. September erhalten Lehrlinge, deren Väter oder Lehrherren Mitglieder des Taunusklubs sind, hier freies Nachtquartier und Frühstück. *) Gießen. Die Vorturner des Gau Hessen hatten am letzten Sonntag in der Turnhalle des Turnvereins Gießen ihre Gauvorturnerstunde. Der Leiter war Gauturnwart Will. Für die Bezirkswetturnen sind Freihoch, Gewichtheben, Hindernislaufen und Weitsprung bestimmt worden. - Wetzlar. Hier beabsichtigt man die Errichtung eines Goethe Denkmals. = r- Wetzlar, 12. April. Der Generaldirektor der Buderus werke, Herr Kaiser, hat aus Anlaß der Feier seiner silbernen Hochzeit, für die Arbeiterschaft des Hüttenwerkes ein Kapital von 40 000 Mt. gestiftet. Den Bestimmungen gemäß sollen die Zinsen alljährlich dazu verwendet werden, den Kindern der Arbeiter vom Hüttenwerk den Besuch einer höheren Schule zu ermöglichen. Die Arbeiter dankten ihrem verehrten General- direktor dadurch, daß sie Herrn Kaiser gestern abend inen Fackelzug brachten. Der imposante 3ug nahm , einen Weg unter Vorantritt einer Musikkapelle durch die Bahnhofstraße, Langegasse, über die hintere Lahnbrücke nach der Wohnung des Jubelpaares. Man konnte hier beobachten, daß Herr Kaiser, der seit 1892 mit unermüdlicher Kraft das Amt eines Generaldirektors Buderus werke verwaltet, während dieser Zeit auch stets die Liebe und Verehrung der Arbeiterschaft sich be= wahrte. Am deutlichsten kam dies zum Ausdruck bei der Ueberreichung der Blumenspende. Nach der Ovation vor der Wohnung bewegte sich der Zug nach dem Schützengarten, wo ein Festessen stattfand. Es ist wahrlich fein Leichtes 4500 Arbeitern gerecht zu werden. Die gestrige Feier legte aber Zeugnis dafür ab, daß dem verehrten Herrn Generaldirektor dennoch gelungen ist, sich die Sympathie der Arbeiterschaft zu erringen. - der es (*) Krofdorf, 11. April. Am vergangenen Sonntag wurden hier 65 Konfirmanden eingesegnet, da= von von hier 34, von Gleiberg 13 und von Kinzenbach 18. *) Gleiberg. Hier wütet zur Zeit unter den Kindern die Scharlachkrankheit. Leider ist auch eine erst 23jährige Frau dieser heimtückischen Krankheit zum Opfer gefallen. - Wiesbaden. Kriegsminister von Heeringen ist zu längerem Kurgebrauch hier eingetroffen. Wiesbaden. Der Landesausschuß hat in seiner hier abgehaltenen Sitzung am 8. April einen von der Landwirtschaftskammer für den Regierungsbe= zirk Wiesbaden geforderten Zuschuß zur Verbesserung der Weiden auf dem Westerwald abgelehnt, ebenso die Mitwirkung Sachverständiger bei der Durchführung der Weidenmeliorationen. * Kassel. Hier wurde der Tuchfabrikant Günther Katz wegen fahrlässiger Tötung zu 1 Monat Gefängnis verurteilt. Er hatte im Februar d. Js. die Ehefrau des Schlossers Hauck mit seinem Automobil überfahren und dadurch ihren Tod herbeigeführt. - Guntersblum. In unserem Ort waren die Schwalben zu früh zurückgekehrt. Die große Kälte der letzten Tage und der dadurch hervorgetretene Nahrungsmittelmangel hat viele getötet. Neustadt. Die Oberpostdirektion ist mit einem Gesuche an die hiesige Stadtvertretung herangetreten, dieselbe möge eine Geldunterstützung für die Fortsetzung der Fahrten der Post Alsfeld- Neustadt bewilligen, widrigenfalls die Einstellung erfolgen müsse. Staden i. H. In unserem kleinen Staden ist vor ein paar Tagen ein interessantes Stückchen passiert. Eine alte Frau, die sich allzu großer Sparsamkeit rühmen wollte, wollte sich 30 Mark sparen. Sie wußte aber kein anderes Sparbüchslein, wie ein Mauseloch, sie nähte das Geld in ein Säckchen und versteckte es in das Loch, das in ihrem Zimmer sich befand. Als die sparsame Frau vor einigen Tagen mal nach ihrem verborgenen Schatz sehen wollte, gewahrte sie zu ihrem Schrecken, daß die Mäuslein das Säckchen zerfressen hatten und 20 Mark in die Tiefe gerollt waren und sie nur noch 10 Mark retten konnte. Die Frau wird sicher nichts mehr im Mauseloch aufheben. * Frankfurt, 11. April. Volksbildung und Kinematograph. Der Rhein- Mainische Verband für Volksbildung versammelte am letzten Samstag Mitglieder und Freunde, sowie Vertreter von Schul-, Kreis- und Gemeindebehörden aus Hessen, Nassau und den angrenzenden Gebieten, um die Frage zu besprechen, ob und wie der Kinematograph als Volksbildungsmittel nutzbar zu machen sei. Die Versammlung war sich darüber einig, daß der Kinematograph sowohl in den Dienst der Volksbelehrung wie der edlen Volksunterhaltung gestellt werden könne, und daß er mentlich ein wichtiges Mittel zur Darbietung edler Lebensfreude für das flache Land sei. Auch für die Jugenderziehung könne der Kinematograph, wenn seine Vorführungen pädagogisch richtig geleitet würden, von Bedeutung sein. Die Versammlung empfahl deswegen dem Verbandsvorstand, kinematographische Vorführungen mit erziehlicher Tendenz in die Wege zu leiten. Besonders wichtig erscheint diese Aufgabe deswegen, weil na= ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. 0 die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Ausschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. sonst zu erwarten sei, daß sich auf dem Land ein dem Theaterschmierenwesen und den minderwertigen musikalischen Darbietungen ähnliche nichtsnutzige finematographische Vorführungen entwickeln würde. Diesem vorzubeugen sei eine notwendige Aufgabe. Der Verband wird Veranstaltung von finematographischen Veranstaltungen deswegen schon in nächster Zeit mit der versuchsweisen beginnen und wäre dankbar, wenn ihm Interessenten des neuen Arbeitsgebietes recht bald Vorschläge für die Ausgestaltung der volksbildnerischen Kinematographie, sowie ihn darüber benachrichtigen wollten, ob sie der Veranstaltung finematographischer Vorstellungen näher treten möchten. *) Frankfurt, 10. April. Gestern fand in der " Harmonie", Sachsenhausen, eine außerordentliche Hauptversammlung der Vereinigten Landwirte von Frank furt a. M. und Umgegend statt. Es wurde folgende Resolution angenommen:„ Die Versammlung begrüßt es mit Genugtuung, daß der Kampf um den erhöhten Milchpreis mit Erfolg durchgeführt ist, und fordert alle Landwirte auf, unter allen Umständen an dem bewilligten Mehrpreis festzuhalten. Die noch ausstehenden Ortsgruppen der vereinigten Landwirte werden aufgefordert, die Forderung nachzuholen und bedingungslos daran festzuhalten. Die Versammlung spricht die tiefste Mißbilligung gegen das Vorgehen der Stadtverwaltungen in Frankfurt a. M. und in Offenbach aus. Darmstadt. Der seit Anfang des Jahres mit der Führung der Geschäfte der hessischen Gesandtschaft und des Bundesratsvertreters in Berlin beauftragte Geh. Staatsrat Krug von Nidda weilt seit einigen Tagen wieder in Darmstadt und dürfte auch nicht mehr auf seinen Posten nach Berlin zurückkehren. Gutem Vernehmen nach wird Geheimrat Frhr. v. Biegeleben demnächst zum hessischen Gesandten in Berlin ernannt werden. Darmstadt, 11. April. Der Oberbürgermeister von Darmstadt, Dr. Wilhelm Glässing, hat sein Mandat als Landtagsabgeordneter niederge= legt, sodaß demnächst auch in Darmstadt eine Ersatzwahl stattzufinden hat. Als Ursache gibt Dr. Glässing an, daß ihm sein arbeitsreiches Amt als Oberbürger meister der Residenzstadt eine weitere Ausübung der parlamentarischen Tätigkeit nicht gestatte. Die Darmstädter Ersazwahl dürfte die letzte sein, die unter dem bisherigen indirekten Wahlrecht in Hessen vollzogen wird. * Darmstadt. Bei der Landtagswahl in Lampertheim wurde der Kandidat des Zentrums, Rechtsanwalt Dr. Boxheimer- Worms mit 32 Stimmen ge= wählt. Nur 3 Stimmen entfielen auf den nationalliberalen Kandidaten Friedrich Groß- Rohrheim, 3 Stim men waren ungültig. - Darmstadt. Herr Wilhelm Lehrbach stiftete aus Anlaß seines 25jährigen Geschäftsjubiläums und seiner silbernen Hochzeit 1200 Blumenkörbchen für den Darmstädter Blumentag. Worms. Hier sind eine ganze Anzahl Einwohner einem Inseratenschwindler zum Opfer gefallen. Ein Herr Knöfler aus Leipzig inserierte, daß ein Mädchen diskreter Geburt gegen einen einmaligen Erziehungsbeitrag von 4000 Mt. zu vergeben sei. Allen sich Meldenden ging ein gleichlautendes Schreiben zu, in dem es hieß, sie möchten zunächst 6,50 Mt. für Porto 2c. einsenden. Darauf aber kam es dem Schwindler an, denn nachher ließ er nichts mehr von sich hören. - Bingen. Nach dem Voranschlag stellt sich die Schuld der Stadt Bingen auf 8 026 725,13 Mt., das Vermögen beläuft sich auf 11 400 972,70 Mark. - Siegen. Bei eutem Zusammenstoß zwischen Streifenden und Polizei machten die Streifenden von ihren Revolvern Gebrauch. Die Villa des Hüttendirektors wurde durch ein Steinbombardement schwer beschädigt. Weltrokord fuhr der Breslauer R. Scheuermann am Sonntag, den 2. April, in Frankfurt a. M., indem er auf seinem schnellen Brennaborrade 50 Kilometer in 34 Minuten 50,3 Sekunden zurücklegte und den Großen Frühlingspreis gewann. Den ersten Plaz im dortigen Hauptfahren belegte B. Wegener. In Straßburg i. E. ging Jean Böschlin aus dem 30 Kilometer- Rennen um den großen Eröffnungspreis als Sieger hervor und A. Rizenthaler wurde sowohl im Prämienfahren wie im Rennen um den Elisen- Fliegerpreis Erster. Die drei letztgenannten fahren die Marke Brennabor, welche auch der Europameister Theile benutzt, der am Sonntag, den 9. April, auf der Dresdener Rennbahn alle drei Läufe des 70 Kilometer- Rennens um den Frühlingspreis gewann. Des Kronprinzen Heimkehr. Im Marmorpalais zu Potsdam traf der Kronprinz des Deutschen Reiches und von Preußen nach monatelanger Weltreise am Dienstag wieder ein, und die deutsche Heimat grüßte im ersten Grün den jungen Hohenzollern, der unter fremden Völkern den Ruhm des deutschen Namens zit mehren verstand. Auch die Kronprinzessin bezog wieder nach ihrer Meeresfahrt und ihrem Aufenthalt im Pyramiden lande das traute Heim am Heiligen See, um im Kreise ihrer Söhne ein echtes deutsches Familienleben zu pflegen. Ein fro= hes Willkommen schallt dem kronprinzlichen Paare von allen Vaterlandsfreunden entgegen. Ueber den Mai hinaus sollte die Reise des Kronprinzen dauern, der mit der Bahn quer durch Sibirien zurückkehren sollte, doch widrige Umstände veranlaßten bekanntlich in Salkutta die Umkehr des deutschen Thronerben. Eine geeignetere Zeit soll ihn nach Siam, China und Japan führen, denn die Bemohner dieser Länder, die einen glänzenden Empfang für den Kronprinzen vorbereitet hatten, empfinden es schmerzlich, daß sie ih rer freundschaftlichen Gesinnung für das Deutsche Reich keinen Ausdruck zu geben vermochten. Trotz der vorzeitigen Unterbrechung ist die Weltreise des Kronprinzen eine äußerst glückliche gewesen. Außer den Genüssen im indischen Märchenlande war es dem fünftigen Träger der deutschen Kaiserkrone auf der Rückfahrt auch vergönnt, zum ersten Male eine große politische Mission auszuüben. Bei der Vertretung des Kaisers in Rom hielt der Kronprinz eine Ansprache an den Köntg von Italien, deren Bedeutung für die internationale Politik wirkungsvoll hervorgetreten ist. In dem verbündeten Desterreich, und ganz besonders in der schönen Donaustadt, dankte man dem Kronprinzen in heller Begeisterung für die Hervorhebung der österreichisch- ungarischen Bundestreue. Noch vor zwei Jahren bedauerte der Thronerbe in einem Briefe an den Jugendgespielen, den Grafen Hochberg, daß ihm so wenig Gelegenheit gegeben set, Einblick in das politische Leben und Treiben zu tun. Auch das mag wohl nun anders werden, nachdem der Kronprinz seine Sendung nach der Siebenhügelstadt mit bestem diplomatischem Erfolge ausgeführt hat. Der persönliche Gewinn des Kronprinzen aus feinen Gefahrungen im Orient und im Occident ist natürlich auch ein Gewinn des Reiches, als dessen einstiger Herrscher er aller menschlichen Voraussicht nach ausersehen ist, Der Besuch der ältesten Kulturstätten des Menschengeschlechts, mit denen heute, und sogar in erhöhtem Maße, die europäische Politik verknüpft ist, wird zweifellos dazu beitragen, seinen politischen Blick zu erweitern. Die schwere Aufgabe eines modernen Monarchen in der Aera der gro= ßen Weltpolitik wird dem Fürsten einst durch die Sammlung nußbringender Kenntnisse von Land und Leuten wesentlich erleichtert werden, und deshalb dürfte gelegentlich eine Fortsetzung der Weltreisen erfolgen. Der günstige Stern, der über der Fahrt des Kronprinzen geschwebt hat, möge ihm auch ferner leuchten. Je mehr sich sein Geist und sein Wissen vertiefen, um so berufener wird er sein, im Zeitalter des Verkehrs ein großes und weit hinaus strebendes Volk zu herrlichen Zielen zu führen. Rundschau vom Cage. Politisches. Die Abreise des Kronprinzenpaares aus Wien erfolgte am Montag abend 9 Uhr vom Nordbahnhofe. Der Kaiser hatte sich von seinen Gästen nach Beendigung der Hoftafel in Schönbrunn in herzlicher Weise verabschiedet und fie bis zum Wagen geleitet. Kurz vor 9 Uhr erschien das Kronprinzenpaar, geleitet vom Erzherzog Franz Ferdinand, mit dem Ehrendienst im Fürstenzimmer des Bahnhofs. Hier verabschiedete sich das Kronprinzenpaar in herzlichster Weise von den Damen und Herren der Botschaft und nahm sodann die Abmeldung der Herren des Ehrendienstes entgegen, denen der Kronprinz unter Worten des herzlichsten Dantes sein Porträt mit Unterschrift überreichte. Alsdann führte der Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand die Kronprinzessin auf den Perron zum Zuge, nahm hier von ihr herzlich Abschied und verabschie= dete sich hierauf in herzlichster Weise vom Kronprinzen. Ehe der Zug die Halle verließ, erschienen der Kronprinz und die Kronprinzessin nahe dem herabgelassenen Waggonfenster und wechselten noch einige Worte mit dem Erzherzog Franz Ferdinand, worauf der Zug punkt 9 Uhr die Halle verließ. Kaiser Franz Josef hat dem Kronprinzen die Plakette zum Geschenk gemacht, die er anläßlich seines 80. Geburtstages den Mitgliedern des kaiserlichen Hauses und auch dem Deutschen Kaiser überreicht hat. Bei der gestrigen Reichstagserfahwahl im 4. Berliner Reichstagswahlkreise wurden im ganzen 73390 Stimmen abgegeben. Davon haben erhaiten Kassenbeamter Otto Büchner( Sozialdemokrat) 69872 Stimmen, der Zählkandidat des Zentrums Graf Oppersdorf 1827 Stimmen. Stimmen wurden abgegeben für Konservative, 718 für Polen und 13 für die Fortschrittliche Volkspartei. 189 13) Des Rätsels Lösung. 7 Roman von Ludwig Blüm ck e. ( Nachdruck verboten.) ,, von Reyther!" kam Edelgard ihrem Gedächtnis zur Hilfe.„ Na, schöner, das will ich gerade nicht behaupten. Aber es sind ein paar Kavaliere, wie wir deren lange nicht gesehen. Gefallen sie denn Dir nicht, Schwe sterlein?" Wieder gähnte die Gräfin.„ Was heißt mir gefallen? Ich bin zum alten Eisen geworfen worden und soll hier ausruhen. Also lasse mich verschont und verliebe Dich meinetwegen in beide!" Edelgard setzte sich an den Flügel und spielte nach dem Gedächtnis, was ihr gerade an ,, Modernstem" in den Sinn fam. Die Gräfin aber griff nach einem anderen Gedichtband, schaute hinaus durch das große Fenster, das eine Herrliche Aussicht gewährte, und seufzte. Sie meinte Schö neres gesehen zu haben und stand ganz unter dem erdrückenden Gefühl Patientin zu sein, sein zu müssen, da= mit die Tage der Rosen, der Jugend, nicht gar zu schnell vorüber rauschten. Ach, sie zählte ja zu den Armen, die Jugend und Jugendglück um eitlen Flitter verkauft und nun den kleinen Rest, denen man ihnen von der Kaufsumme erlassen, so gut wie nur irgend möglich verwerten wollen. Ihr Gemahl, der sie einmal vergöttert, der ihr alles erfüllt, was sie von ihm an dem, was Reichtum zu bieten vermag, verlangt, hatte sich, nachdem er ihren wahren Charakter mehr und mehr erkannt, von ihr abgewandt und war ein berüchtigter Lebemann geworden. Die Kluft, die zwischen ihm und seiner Gattin Klaffte, kannten allerdings nur wenige. Vor den Augen der Welt bestand nach wie vor das beste Einvernehmen unter ihnen. Auch Hardis Vater, der gelegentlich eines Besuches bei seinem zweiten Sohn die Familie kennen gelernt, war Stimmen waren zersplittert, 694 ungültig. Büchner ist somit gewählt. Fürst Bülow und die Reichsfinanzreform. Von verschiedenen Seiten ist berichtet worden, Fürst Bülow hätte ursprünglich die Absicht gehabt, dem Blockreichstage als erste Aufgabe die fertig ausgearbeitete Reichsfinanzreform zu übergeben, sich aber durch den Rat nationalliberaler Führer überreden lassen, die Einbringung der Finanzreform zu verschieben. Rechtsstehende Politiker hätten den Fürsten von Bülow angeblich vor den Folgen dieser Entschließung gewarnt. Die„ N. Gesellsch. Korr." hat dem Fürsten von Bülow von dieser Darstellung Kenntnis gegeben und ihn gefragt, ob er zu ihr Stellung zu nehmen gedenke. Fürst Bülow hat darauf folgendes geantwortet: ,, Rom, 9. 4. 11. Verbindlichen Dank. Ich möchte auch jezt nicht aus der Zurückhaltung heraustreten, die ich mir seit meinem Rücktritt auferlegt habe." Ein Sozialdemokrat als Budgetbewilliger. Der koburgische Speziallandtag verabschiedete am Freitag den Etat der Staatskasse, für den auch der sozialdemokratische Abgeordnete Mämpel in allen seinen Kapiteln stimmte. Der Etat schließt in Einnahme mit 1 270 000 Mark und in Ausgabe mit 1 290 750 Mart ab. Das Haus setzte hierauf auf zwei Stunden die Sizung aus und nahm dann das Abgabengesetz( Grundsteuererhöhung) an. Dabei erklärte der sozialdemokratische Abgeordnete( der Koburger Landtag hat nur einen aufzuweisen), daß er gegen das Abgabengesetz und damit auch gegen den ganzen Etat stimme. Der Präsident bemerkte hierauf, daß er, Mämpel, den Etat in seinem ganzen Umfange angenommen habe, und daß diese Erklärung deshalb zu spät komme. Revolutionäre Kundgebung in Spanien. Nach in Pa-. ris aus Madrid eingegangenen Meldungen hat in Cannillas de Accituno( Provinz Malaga) ein Teil der Einwohnerschaft die Republik ausgerufen und einen Angriff auf die Gendarmeriefaserne gemacht. Fünf Personen wurden verwundet. Verstärkungen der Gendarmerie wurden an Ort und Stelle gesandt, um die Ordnung wieder herzustellen. Die Lage in Marokko. Aus Madrid wird gemeldet, daß sich Frankreich und Spanien tatsächlich dahin geeinigt haben, gemeinsam in Marokko vorzugehen, wenn der Berberaufstand zu einem Sturz des Sultans oder zu einer ernsten Bedrohung des Lebens der Europäer in Fez führen sollte. In Zusammenhang mit der Zuspikung der Dinge in Marokko bringt man auch die lange Unterredung, die der deutsche Botschafter am spanischen Hofe, Prinz von Ratibor am Sonntag mit dem spanischen Ministerpräsidenten Canalejas hatte. Eine neue revolutionäre Bewegung in China. Nach Meldungen aus Hongkong ist in Kanton eine ernstliche revolutionäre Bewegung im Gange. Der Tartarengeneral, der die Truppen befehligte, ist ermordet worden. Es wurden Truppen nach der Stadt, über die der Belagerungszustand verhängt ist, entsandt. Der Mörder des Generals wurde ergriffen. Kleine Nachrichten. Der Kaiser als Architekt. Der Kaiser hat die Pläne für einen Pavillon in der Art eines römischen Tempels entworfen, der zur imfassung der neuerbauten Kaiserin- Augusta- Vittoria- Quelle in Homburg v. d. H. dienen soll. Die Quelle sprudelt über einen römischen Altar, der ebenfalls vom Kaiser selbst gezeichnet wurde. Das Ergebnis des württembergischen Blumensonntags beläuft sich, soweit bisher festgestellt werden konnte, auf rund 450 000 M. In Stuttgart allein wurden über 100 000 Marf eingenommen, wovon 81 000 Mauf den Blumen- und Ansichtskartenverkauf entfallen. Aenderungen in der englischen Hofetikette. Nach einer Meldung des Londoner Daily Telegraph ist die unter der Regierung der Königin Viktoria innegehaltene Regel, feine aeschiedene Personen bei Hofe zu empfangen, wieder eingeführt worden. Unter König Eduard war diese Bestimmung nicht in Kraft. Einen militärischen Erkundungsflug führte am Montag der Aviatiker Grade in Magdeburg aus, indem er sein etgenes Pionierbataillon, bei dem er zurzeit eine achtwöchige Reserveübung ableistet, bei einem Elbbrückenbau mit seinem Flugzeug überraschte. Ein zweiter Flug war ein Ueber= landflug im Osten von Magdeburg, wobei er mit seinem kleinen Eindecker eine Höhe von 1400 Meter erreichte. Die vermißten Tertianer aus Sprottan sind wiederge= funden. Sie weren, wie berichtet, flüchtig geworden, weil sie nicht versetzt worden sind. Jetzt haben sie sich in Fiume der Behörde gestellt. Den Jungen war das Geld ausgegangen, und so mußten sie, wohl oder übel, ihren Reiseplan, der nach Nordafrika führen sollte, vorzeitig aufgeben. Eine folgenschwere Explosion hat sich am Montag in der Pulvermühle zu Reichenstein in Schlesien ereignet. Die gesamte innere Einrichtung wurde vollständig zerstört. Nur nichts anderes bekannt, als daß das Ehepaar trotz des Altersunterschiedes in bester Harmonie lebte. Er wußte auch, daß der Graf bei Hofe eine Rolle gespielt und seine Gattin von sehr vornehmer Herkunft war. Freilich, daß sie dennoch den alternden Mann nur seines enormen Vermögens wegen genommen, war ihm niemals zu Ohren gekommen. Bei dem nächsten großen Souper, zu dem Hardi natürlich auch geladen worden, war die bereits von der ganzen Thalbrückener vornehmen Herrenwelt, vergötterte Komtesse Edelgard seine Tischdame, ein Vorzug, der ihn mit nicht geringem Stolze erfüllte. Fürwahr, eine Fürstin konnte nicht imposanter auftreten als diese Schönheit! Welch ein Wert repräsentierte ihre Robe! Von den buntfarbigen Juwelen, die sie überreich zierten, strahlte ein Glanz aus, der die Damen der Thalbrückener Gesellschaft geradezu blendete. Auch Hardi mußte sich eingestehen, selbst bei Hofe kaum größeren Lurus gesehen zu haben. In der Tat, die in Wien lebende Mutter der Komtesse mußte Millionen besitzen. Um so weniger war es ihm verständlich, daß die ältere Schwester sich entschließen fonnte, einen Mann wie den Grafen Rossau zu heiraten. In Wirklichkeit war nun an der schönen Edelgard lange nicht alles Gold, was glänzte, und die funkelnden Juwelen waren zum großen Teil noch gar nicht bezahlt. Aber das wußten außer ihr selber nur noch die leidtragenden Juweliere. An diesem Abend taute Hardi einmal wieder ordentlich auf, und es schten, als hätte er den Liebesgram, der an seinem Herzen nagte, verwunden. Er war der interessante Gesellschafter, als welchen man ihn in der Residenz in allen Kreisen seines Verkehrs so sehr geschätzt. Selbst der geistreiche Assessor von Reyther, welcher der Komtesse an der Tafel gegenüber saß, vermochte mit seinen Wizen und Schwänken nicht gegen ihn anzukommen. Dieser erntete denn auch bedeutend weniger verliebte Blicke als die starke Umfassungsmauer ist stehen geblieben. Zwei Ara better wurden getötet, ein dritter erlitt schwere Verlegungen. Wegen großer Unterschlagungen ist der frühere Kretsausschußsekretär Friedrich in Bitterfeld in Untersuchungshaft senommen worden. Die veruntreute Summe beträgt etwa 40 000 M. Das Opfer eines Erpressers. Vor einigen Tagen verübte der Direktor der Volksbank in Frankenthal( Rheinpfalz) Heinz, Selbstmord. Die Revision der ihm unterstellten Kasse ergab, daß alles in Ordnung ist. Jetzt wird be= kannt, daß Direktor Heinz das Opfer einer langjährigen Erpressung durch den Bankkassterer Weilland geworden ist. Hinter dem Flüchtling ist ein Steckbrief erlassen worden. Ein folgenschweres Wagenunglück hat sich in Helmbrechts in Oberfranken ereignet. Das Fuhrwerk eines Müllers, in dem fünf Personen saßen, stürzte an einer abschüssigen Straßenstelle um. Alle Insassen und die Pferde erlitten schwere Verlegungen. Ein des Weges kommender Webschüler aus Münchberg fand die Leute bewußtlos auf der Straße Itegen und holte Hilfe. Im Backofen verbrannt. Der epileptisch veranlagte Arbetter Drawz in Obliwiß in Pommern wurde beim Heizen eines entfernt gelegenen Backofens von Krämpfen befallen. Er konnte wahrscheinlich sich nicht mehr allein aus dem Ofen retten, denn als nach längerer Zeit seine Frau mit dem zu backenden Brot erschien, lagen die verkohlten Ueberreste ih= res Mannes auf den noch klimmenden Kohlen im Ofen. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich am Montag nachmittag im Mainzer Hauptbahnhof. Ein in einer Dienstwohnung im zweiten Stock mit Fensterputzen beschäftigtes Mädchen, das erst morgens seine Stelle angetreten hatte, verlor das Gleichgewicht, stürzte durch das Glasdach des Hauptbahnhofs und fiel auf den Bahnsteig mitten unter die erschreckten Reisenden. Die Unglückliche war sofort tot; sie hatte das Genick abgestürzt und dazu bei dem Durchschlagen des Glasdaches schreckliche Schnittwunden erlitten. Ein mächtiges Feuer brach Montag nachmittag im obersten Dachgeschoß des Hotel„ Bayerischer Hof" am Promenadenplatz in München aus, das mit großer Schnelligkeit um sich griff und bald den größen Teil des Dachstuhls zerstört hatte. Dem energischen Eingreifen der Feuerwehr ge= lang es jedoch, den Brand zu löschen. 60 goldene Hochzeiten. In Reims feterten am Sonntag gleichzeitig sechzig Paare ihre goldene Hochzeit. Der Kardinal- Erzbischof von Reims segnete die Paare in der Kathedrale ein, worauf sie von dem Bürgermeister der Stadt im Rathause Medaillen erhielten. Unter den goldenen Hochzeiten befindet sich ein Paar, das zusammen 170 Jahre alt ist. Deutsche Kolonisten im Kaukasus ermordet? Londoner Blätter melden aus Odessa, daß neun deutsche Kolontsten in Alutska im nördlichen Kaukasus von iussischen Kosaken überfallen und ermordet worden seien. Einzelheiten feh= Ien noch. Wissenschaft, Kunst und Literatur. Ein neues Typhussernm. Von medizinischer Seite erhält die Straßb. Post" eine Zuschrift, wonach es neuerdings gelungen sei, ein Serum gegen den Unterleibstyphus herzustellen, was man bisher trob zahlreicher Experimente vergeblich versucht hatte. Professor N. Kraus in Wien hat aus Pferdeblut ein neues Heilserum gegen Typhus bereitet, mit dem bei ziemlich schweren Epidemien verhältnismäßig günstige Ergebnisse erzielt worden sind. Die damit behandelten Patienten machten ihre Krankheit leichter und ohne die beim Typhus häufigen Komplika= tionen durch als diejenigen Kranken, die nicht spezifisch behandelt wurden. Besonders häufig wurde in all den Fällen ein Erfolg sichtbar, in denen frühzeitig, furz nach Ausbruch des Typhus, die Serumeinspritzung vorgenommen wurde und noch nicht die Organe vom Typhusgift in Mitleidenschaft gezegen waren. Aus dem Reiche der Technit. Der Hamburger Elbtunnel, welcher die beiden Ufer der Elbe miteinander verbindet, steht jetzt unmittelbar vor der Vollendung. Schon im Laufe des vorigen Jahres waren die beiden Tunnelrohre fertiggestellt, welche gleichzeitig vom Nord- und vom Südufer in Angriff genommen worden sind. Die Rohre sind je 400 Meter lang und 6 Meter hoch. Sie sind bis auf die Asphaltierung der Fahr= bahnen und die Ausführung einiger Dekorations- und Beleuchtungsarbeiten fertiggestellt. Ebenfalls sind jetzt die aus Basaltlava aufgeführten imposanten Einfahrtshallen fast vollendet. Die Aufzüge, welche sowohl die Passanten als auch Fahrzeuge aller Art und Pferde in den Tunnel hinab und auf der anderen Seite wieder hinauf befördern sollen, sind jetzt soweit fertiggestellt, daß am Anfang des nächsten Monats mit ihrer Ausprobierung begonnen werden kann. Für die Fußgänger befinden sich an den Eingängen neben den Aufzügen noch Treppen, während Fuhrwerke und Pferde nur durch die Aufzüge in den Tunnel gelangen können. Man hegt schon jetzt Zweifel, ob es nicht richtiger gewesen wäre, auch für die letzteren eine direkte Einfahrt in den Tunnel herzustellen, da der Verkehr durch die Notwendig= keit der Benutzung der Aufzüge zum mindestens erheblich verzögert werden dürfte. Die Eröffnung des Tunnels wird sein Rivale, was ihn mit glühender Eifersucht erfüllte. War es für ihn ja doch schon abgemachte Sache, diesen herrlichen Goldfisch zu angeln. Acht Tage nach dem Diner im Jagdschloß, zu dem Seine Exzellenz v. Eschenholdt auch geladen war, aber nicht hatte eri inen können, fand im Schloß Wedelstein der gräflichen Familie zu Ehren eine Feier statt, wie die ältesten Bedienten sie hier noch nicht erlebt. Der General wollte den Leuten aus der großen, glänzenden Welt einmal beweisen, daß auch er Prunk und Pracht entfalten fönnte. Seinem Sohn zuliebe tat er das, nachdem er ihn am Tage nach dem Diner gesprochen, war er mit der fröhlichen Zuversicht in sein graues Schloß zurückgekehrt, daß nun auch sein Jüngster noch zu Ehren kommen und sein Herzeleid bald vergessen würde. Während der Wintermonate verging fast keine Woche, in welcher Hardi nicht wenigstens einmal Gelegenheit ge= habt hätte, mit den Rossauschen Damen zusammenzutreffen. Da ja in der„ kleinen Garnison" ein ganzes Aristokratenviertel", das recht gut bevölkert war, existierte, so wechselten sich Bälle, Wohltätigkeitsbasare, Schlittenpartien und allerlei andere Veranstaltungen, welche die fröhliche Geselligkeit fördern sollten, in bunter Reihenfolge ab. „ In der Tat ist in diesem verrufenen Winkel mehr los, als in der Residenz", mußte Hardi seinem Vater zugestehen.„ Ich fühle mich recht wohl hier." Er trug sich ernstlich mit dem Gedanken, bald zu heiraten. Die Komtesse würde ihm keinen Korb geben, durfte er hoffen. Und an der Seite dieses Weibes würde sich ihm ein ganz neues Leben, ein Fürstendasein, erschließen. War sein Vater auch ein sehr wohlhabender Edelmann, stand ihm auch ein ansehnliches Erbteil dermaleinst in Aussicht, etwas Großes schien ihm das doch nicht, seit ihn Edelgards Diamanten geblendet. Er war nun einmal ein Schwärmer, trotzdem ihm jeder seiner Vorgesezten das Zeugnis eines tüchtigen Offiziers ausstellen mußte,(&. f.) 90 m 00 fo al Ad for re bi to D fch de ra L R wei Ar ebungen. ce frets uchungs e beträgt gen ver ( Rheinnterstell wird be jährigen Orden ist. rden. Helmrf eines einer ab ePferde mmender tlos auf agte Ar Heizen befallen. em Ofen dem zu Crefte ih Ofen. Montag Dienst chäftigtes en hatte, dach des inter die + tot; fie hschlagen im obere Prome nelligkeit this zer wehr gen Sonn: eit. Der e in der ifter der en goldemen 170 Bondoner olonisten Kojaken iten feh ur. 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Soweit bis jetzt feststeht, wird der Kaiser, der im Automobil von Hannover fommt, nicht wie sonst die Elbbrücken passieren, sondern bet den Auswande rerhallen der Hamburg- Amerifalinie fich dem Freihafengebiet zuwenden und dann nach der füdlichen Einfahrthalle ( Steinwärder) des Tunnels fahren, wo er mit seinem Automobil in den Tunnel hinabgelassen werden wird. NachDurchquerung des Tunnels soll im nördlichen Einfahrtschacht( St. Pault) der Empfang durch den Senat stattfinden und die feterlche Eröffnung des Tunnels erfolgen. Darauf begibt sich der Kaiser an Bord der Hohenzollern", die, wie immer, unweit des Tunneleingangs an den St. Pault= Landungsbrüden Itegen wird. Der Tunnelbau hat einen Kostenaufwand von etwa 11 Millionen Mark erfordert. Vermischtes. Der Großherzog Hessen als Förderer des FlugSports. Der Großherzog und die Großherzogin von Hessen sowie Prinz Heinrich von Preußen ließen sich am Montag auf dem Darmstädter Flugplage eine nach Angaben des Großherzogs erbaute Maschine vorführen. Die neue Maschine entwidelte bei drei Flügen über je 10 Kilometer eine außerordentliche Geschwindigkeit. Prinz Heinrich machte mit dem Flieger August Euler einen Passagierflug in etwa 80 Meter Söhe. Euler wurde von dem Großherzog mit der Berdienstmedaille für Kunst und WisJenschaft ausgezeichnet. Begnadigungen durch den württembergischen König. Aus Anlaß der silbernen Hochzeit des württembergischen Königspaares sind vom König Begnadigungen in um= fassender Weise verfügt worden. Unter denjenigen, denen bie Strafe nachgelassen wurde, befindet sich ein wegen Beleidigung und Nötigung, verübt an dem Grafen Zeppelin zu mehrmonatiger Gefängnisstrafe Verurteilter, für ben der Graf Zeppelin selbst ein Gnadengesuch eingereicht hatte. Der Mann hatte seinerzeit die Behauptung aufgestellt, Graf Zeppelin habe ihm die Erfindung eines LuftSchiffes nachgemacht. Ein dreister Raubmordversuch wurde am hellen lichten Tage am Montag in München begangen. In der Lindwurmstraße betrat ein neunzehnjähriger Bursche einen Kaufladen, und als die 28jährige Tochter des Kaufmanns sich bückte, zog der Bursche plötzlich ein kleines Handbeil hervor und hieb das Mädchen damit fünfmal über den Kopf. Beim letzten Schlag zersprang der Beilstiel. Im gleichen Augenblick betrat etne Käuferin den Laden, die bei dem Anblid laut schreiend wieder auf die Straße stürzte und die Passanten alarmierte. Der Bursche floh, wurde aber ergriffen und verhaftet; er ist ein vorbestraftes Subjekt, früherer Zwangserziehungszögling, seine Mutter ist im Irrenhaus. Das Mädchen, dessen starkes Kopfhaar die Beilhiebe gemildert hat, ist merkwürdigerweise mit nicht allzuschweren Verlegungen davongekommen. Die Schülertragödie in Ratibor. Aus Ratibor wird der Tgl. Rdsch." geschrieben: Die Beerdigung der beiden Obertertlaner Janikky und Guder, die durch Selbstmord endeten, fand unter überaus zahlreicher Beteiligung statt. Pastor Gühloff sprach an beiden Gräbern. Er ermahnte die jungen Kameraden, die thren Freunden das Ehrengeleit gegeben, nie zu vergessen, daß ihr Leben nicht ihnen gehört. Ihr spielt wohl manchmal mit dem Gedanken an Selbstmord und meint, thr habt ein Recht, das Leben von euch zu schleudern, wenn es euch paßt. Nein, das Recht habt ihr nicht. Der euch das Dasein verlieh, dem seid ihr dafür verantwortlich. Und er hat es euch gegeben nicht für euch allein. Euer Leben gehört jetzt euern Eltern, später einmal dem Staat, der Welt, immer aber eurem Herrgott. Für den sollt ihr wirken und werben, aber den Posten verlassen vor der Ablösungsstunde ist Verrat. Ihr begeistert euch für Helden und wollt selber einmal Helden werden, aber ihr haltet nach römischer Anschauung den Selbstmord vielleicht auch für eine Heldentat. Das ist er nicht. Es gibt ein Heldentum der Tat, aber auch eines des Duldens und Tragens. Und letzteres ist das Schwere. Aber gerade das wird vom Menschen am allerehesten verlangt. Die Schule und das Leben wird euch niemals alle Wünsche in Erfüllung gehen lassen, da lernet euch schicken und fremdem Willen unterordnen. Wer darum gleich verzweifeln wollte, ist ein schwacher Charakter. Ein Held ist, wer aushält und Treue hält." Der Sturm als Schatzgräber. An der Küste von Suffolk in England hat der große Sturm der letzten Tage ein eigenartiges Resultat zuwege gebracht. In der Nähe von Thorpton schwemmte die Flut mehr als eine Million Tonnen Sand von der Küste weg. Das Wasser kam bts dicht an die Häuser, die bisher 100 Meter von dem Stand ber höchsten Flut entfernt waren. Als dann die Ebbe eintrat, fand man mehrere hundert Gold, Silber- und andere Münzen verstreut, die zum größten Teil aus der frühen angelsächsischen Zeit stammen. Eine alte Bronzeschnalle mit silberner Inschrift aus der Zeit des Königs Johann ist besonders gut erhalten. Die Römer legten seinerzeit an jener Küste ihre Festungen an, die aber dann später im siebenten Jahrhundert ähnlich wie Vineta im Meere versunken sind. Vater und Tochter vom Zug überfahren. Sonntag abend um 11 Uhr ereignete sich ein schwerer Eisenbahnunfall auf dem Bahnhofe von Cannes. Ein 79jähriger Greis namens Eynaudi, der fast blind ist, wollte in Begleitung seiner Tochter die Gleise überschreiten, als ein Güterzug einlief. Beide Personen wurden von der Lokomotive erfaßt und zermalmt. Die Tochter des Greises, eine Frau Vitelli, war sofort tot. Der Mann starb gleich nach der Ankunft im Spital. Ueber einen ähnlichen Unfall wird aus Bern gemeldet: Auf Station Herzogenbuchsee wollte der Dachdeckermeister Waelchi mit seiner ihm eben ange= tranten jungen Frau den Bahnzug nach Olten benußen. Die Frau war schon im Zuge, Waeichi holte noch Billette an der Kasse und wollte dann auf den abfahrenden Zug springen. Hierbei stürzte er unter die Räder, während der Zug mit der Frau abfuhr. Dem Unglücklichen wurden beide Beine abgefahren, außerdem erlitt er schwere VerTebungen am Kopf, so daß der Tod bald eintrat. Im Geldschrank erstickt. Aus London wird der„ Inf." geschrieben: In der City kam vor einigen Tagen zwischen den Angestellten eines großen Bankhauses eine leichtsinnige Wette zum Austrag, die beinahe von sehr tragischen Folgen begleitet gewesen wäre. Als der Chef um die Mittagszeit das Geschäft verließ, wollten die jüngeren Angestellten erproben, wer von ihnen es am längsten in dem geschlosse nen Geldschrank aushalten könnte. Die Wette wurde auch bald zum Austrag gebracht und der jüngste Stift begab fich in den riesigen Geldschrank, deffen schwere Tür von feinen Kollegen zugeschlagen wurde, nachdem vorher die Geschäftsbücher herausgenommen worden waren. Jeder mußte so lange in dem Geldschrank drinbleiben, bis er durch Klopfen an der Tür zu erkennen gab, daß er keine Luft mehr bekommen und herausgelassen zu werden wünschte. Mehrere der Angestellten hatten schon die Probe gemacht und festgestellt, daß man nur wenige Minuten in einem verschlossenen Geldschrank bleiben könnte. Als nun der erste Buchhalter im Geldschrank eingeschlossen worden war, merkte die anderen, daß der Buchhalter die Schlüssel des Geldschrankes aus Versehen mit sich genommen hatte. Der Eingeschlossene hämmerte und schrie, aber es fonnte teiner Hilfe bringen, da der Schlüssel nicht vorhanden war. Endlich, als die Rufe des Eingeschlossenen verstummt wa= ren, kam der Chef zurück, der ein zweites Paar Geldschrankschlüssel besaß. Jetzt konnte der Geldschrank geöffnet werden. Der Eingeschlossene war aber schon durch den Mangel an Stuerstoff ohnmächtig geworden und konnte erst nach langer Zeit durch die Bemühungen von Aerzten ins Leben gerufen werden. Die Fenersbrunst in der„ Stadt der Liebe". Eine furchtbare Feuersbrunst hat, wie schon furz gemeldet, die japanische Stadt der Liebe", den bekannten Vorort Tokios, Yoshiwara, zerstört. Am Sonnabendmorgen um 11 Uhr brach das Feuer aus. Ein heftiger Sturm fachte es in kurzer Zeit zu einem Riesenbrande an. An ein Löschen war nicht zu denken und so stand denn innerhalb einer Stunde ein Häusermeer in einem Umkreis von vier Meilen in Flammen. Der Anblick war furchtbar. Den heldenhaften Anstrengungen der Soldaten gelang es, zu verhindern, daß Menschenleben den Elementen zum Opfer ftelen. Allerdings konnte es nicht ausbleiben, daß viele Menschen verletzt wurden. Außerdem gefährdet war das Museum von Tokio. Nur durch Sprengungen und Niederlegung ganzer Straßenzüge gelang es, das Feuer auf das eine Viertel zu beschränken. Durch den Abbruch der Häuser sind zahllose Familien obdachlos geworden. Es ist bisher noch nicht gelungen, das Feuer zu löschen. Der furchtbaren Feuersbrunst sind auch die Stadtviertel Toku und Asakusa zum Opfer gefallen. Sturmwetter und Wasfermangel machten die Lage besonders kritisch. Das europäische Stadtviertel ist außer Gefahr. Der Hosenrod in Spremberg. In den Spremberger Beitungen ist folgende Einladung einer jungen Benefiziantin des Spremberger Theaters zu lesen:„ Mit meinemStücke hoffe ich dem funstfinnigen Publikum einen genußreichen Abend zu verschaffen. Was man bis heute für unmöglich gehalten, wird zur Wirklichkeit:„ Ich werde mich dem geehrten Publikum zu meinem Benefizabend im dritten Afte in einem von sämtlichen Blättern der Welt so viel be= Ich will durchaus keine sprochenen Hosenrock" zeigen. Sensation heraufbeschwören, sondern nur dem Publikum bas Neueste vom Neuen bieten.: Losung: Spremberg voran! Der Sturz der Königskrone. Die folgende Szene wird aus Lissabon gemeldet: In der Nähe des Kais, wo der landwirtschaftliche Markt der Stadt liegt, war bisher noch immer über dem Tor, das zu dem Markt führt, die Königskrone über dem portugiesischen Wawppen zu sehen. Das ärgerte eine Anzahl repub likanischer Arbeiter, die mit einer Leiter, einem Hammer und anderen Werkzeugen der Zerstörung an dem Tor erschtenen und sich daran machten, die Krone herunterzuschlagen. Sofort versammelte sich eine große Menschenmenge, die den Verkehr in der Straße und auf dem Markt vollständig störte. Das wurde telephonisch der Polizeistation mitgeteilt, von wo aus dann eine Anzahl Polizt= sten unter dem Kommando eines Leutnants geschickt wurde. Dieser erklärte den Leuten, daß ihre Absicht allerdings sehr lobenswert set, aber sie dürften sich nicht von selbst an die Ausführung einer solchen Arbeit machen, sondern das müsse man der Regierung überlaffen. Die Leute ließen sich durch diese Ansprache nicht stören, und die Polizei beschloß am Ende, eine Abteilung Kavallerte und die republikanische Garde herbeizurufen. Die Soldaten tletterten dann selbst die Leiter hinauf und vollendeten das von den Arbeitern begonnene Wert der Zerstörung. Die Königskrone ftel unter dem Jubel aller Anwesenden mit großem Krachen auf den Boden hinunter. Da entdeckte man in den Reihen der Zuschauer einen alten Mann der früher in dem königlichen Schloß angestellt war. Er wurde gefaßt, auf die Krone gestellt, und von dort aus mußte er eine Rede gegen die Monarchie halten. Unter anderem mußte er erklären, daß die Zerstörung der Krone eine gute und patriotische Tat set und daß es ein Verbrechen set, wenn die Leute dafür bestraft werden sollten. Nachher wurde die Krone unter dem Beifall der Menge an den Kai herangebracht und ins Wasser geworfen. Interessante Saccharinschmugglerinen. Der Saccharinschmuggel in den Grenzgebieten am Bodensee geht heuer so hoch, wie nie zuvor und zettigt die schönsten Blüten, deren letzte hter erwähnt sei. In Lindau hat man dieser Tage zwet Schmugglerinnen, die als Eisenbahnpassagiere erster Klaffe reisten, als schmuggelverdächtig verhaftet. Die Behörden hatten sich darin nicht getäuscht. Bei der Untersuchung der feinen Passagiere fand sichst in den Unterröcken in besonders angefertigten Taschen Saccharin eingenäht, jedenfalls, um dte Spesen erster Klasse rechtfertigen zu können. Aber es tam noch anders. Bei näherer Untersuchung fand sich noch mehr Saccharin. Die untersuchenden Beamtinnen förderten nämlich bei jeder der Schmugglerinnen zwet man verzeihe den Ausdrubck- Saccharinbusen hervor. Die„ Deutschland" in Frankfurt. Obwohl in Frankfurt doch schon verschiedene ZeppelinIuftschiffe waren, hat die Begeisterung für das stolze Fahrzeug des Grafen Zeppelin noch keine Einbuße erlitten. Dies zeigte sich am Montag wiederum, als das neue Luftschiff „ Ersatz Deutschland" seine Reise von Baden- Baden nach Düsseldorf fortsette. Als morgens die Extrablätter verkündeten, daß Zeppelin um 11 Uhr von Baden- Baden aufgestiegen sei, da gab es ein Stürmen auf die Straßenbahnen; sämtliche verfügbare Linien mußten nach dem Luftschiffhafen durchgeführt werden. Tausende von Menschen hatten dort den weitumspannten Platz umsäumt. Um 1 Uhr 15 Min. wurde stolich am Himmel plötzlich eine Flugmaschine sichtbar, die direkt auf den Landungsplatz zusteuerte und nach kurzer Zeit landete. Es war der Einjährige Reinhard von den Darmstädter Dragonern, der dem Luftschiff von Darmstadt aus das Geleit gegeben hatte. Dicht darauf folgte das Beppelinluftschiff, das den Landeplay in weitem Bogen umfuhr und um 1 Uhr 36 Min. glatt landete. Das Luftschiff und dessen Führer Edener wurden mit vieltausendstimmigen Hurrarufen begrüßt, und nun gab es kein Halten mehr. Die Menge durchbrach die Schranken und strömte auf den Kreuzer zu, um ihn sich näher zu besehen. Er ist von seinem Vorgänger, dem im Teutoburgerwalde gestrandeten Luftschiff, nicht wesentlich verschieden. Nur die Nase ist etwas spizer geworden und die Gänge zwischen der Kabine und den Gondeln sind vollständig geschlossen. In der elegant ausgestatteten Kabine saßen 14 Personen, darunter der. Frankfurter Rechtsanwalt Joseph, der im Auftrage des Frankfurter Vereins für Luftschiffahrt mitfuhr. Die hintere Gondel bekam beim Niedergang einen unzarten Stoß von dem Ackerfeld, der ihre Rippen beben machte. Ganz sorglos fühlten sich dagegen die Passagiere im Luftschiffsalon geborgen. Sie tranfen Seft, der an Bord zu ganz irdischen Preisen verabfolgt wird. Die Speisekarte gibt auch Aufschluß darüber, was es auf der Fahrt zum Mittagstisch gegeben hat: Malossol- Kaviar( 4 M), französischer Mastschinken( 3 M), Straßburger Gänseleber- Pasteten( 3 M), Salate( 1 M), Erdbeeren( 8 M). Eine junge Gräfin machte ihre Geburtstagsfahrt. Sie war heiter und guter Dinge, Hielt Reden von oben herab" an die Menge, die sie bald mit dem vertraulichen Namen Elsa anredete. Elsa gefiel es übrigens so gut im Salon, daß sie auch die Wetterfahrt mitmachen wird. Der Aufenthalt in Frankfurt war ursprünglich nur auf furze Dauer berechnet. Wasserstoff wurde angefahren, aber es zeigte sich, daß die Ballonets noch prall waren. So beschränkte man sich auf das Einnehmen von Wasserballast und Seft, der im Kühlraum verstaut wurde. Vorher waren schon einige frische Passagiere" eingeladen worden, da runter Oberbürgermeister Adickes und fein Kollege vor Baden- Baden. Die Wetternachrichten, die vom Rhein kas men, lauteten wenig günstig. Der Führer Eckener ent schloß sich dennoch dazu, die Fahrt zu wagen und fünf Minuten vor 3 Uhr schwang sich die„ Deutschland" wieder in die Lüfte. Regendrohende schwarze Wolken standen am Horizont. Bald kamen die ersten Tropfen und man sah, wie das Schiff einschwenkte. Das Publikum, das sich schon zum Gehen gewandt hatte, blieb noch eine Weise und hatte das nicht zu bereuen. Denn die Deutschland" kam alsbald wieder zurück, machte einen Rundflug über Höchst, Königstein, Hattersheim, Friedberg, Bilbel, erschien gegen 4 Uhr über den Häusern Frankfurts und ging um 4% Uhr wieder im Hafen nieder. Der Grund dieses plötzlichen Zurückkehrens waren die ungünstigen Wetteraussichten am Rhein; in Aachen ging Gewitter nieder. Das Luftschiff übernachtete in Frankfurt. Bockenheimer Artilleristen und Mitglieder des Frankfurter Vereins für Luftschiffahrt beschützten es. Der Eulerpilot Reinhard verließ gleichfalls nach dem Aufstieg der " Deutschland" den Platz und flog, um sich vor dem Regen zu schützen, auf das Griesheimer Feld, wo er in einer leer= stehenden Halle seinen Apparat barg. Er wartete auf Benzin, das erst aus Darmstadt beschafft werden mußte. Im 53% Uhr stteg er wieder auf, flog im weiten Bogen zum Taunus hinüber und wieder herüber zum Luftschiffhafen und dann in gerader Linie nach dem Griesheimer Egerzierplatz. Einer der Mitreisenden, Rechtsanwalt Joseph aus Frankfurt, teilte einem Berichterstatter mit: Wir hatten von Baden- Baden bis Heidelberg guten Südwest, dort drehte fich der Wind etwas. Im Durchschnitt fuhren wir ein Tempo von 80 Kilometer in der Stunde in einer Höhe von 150 Metern. Ein Automobil, das uns von Rastatt aus verfolgte, konnte das Tempo nicht einhalten, und wir bekamen es erst wieder in Darmstadt zu Gesicht, nachdem infolge des Windes die Fahrgeschwindigkeit des Luftschiffes sich vermindert hatte. Die Weiterfahrt nach Düsseldorf hat das Luftschiff Deutschland" heute morgen angetreten. Der Draht meldet über die Fahrt: Frankfurt a. M., 11. April. Das Luftschiff„ Deutschland" ist um 8,30 Uhr mit fünfzehn Passagieren zur direkten Fahrt nach Düsseldorf aufgestiegen. Wiesbaden, 11. April. Die„ Deutschland" überflog Wiesbaden um 9% Uhr. Während der Fahrt wurde eine Fahne mit einem Bündel Briefe und Telegramme herabgelassen, in dem gesagt wird, daß an Bord alles wohl ist und die Dieselmotore gut arbeiten. Bingen, 11. April. Die Deutschland" überflog gegen 10 Uhr Bingen und setzte die Fahrt den Rhein entlang fort. Drabtnachrichten und neuestes. Die Heimkehr des Kronprinzenpaares. Berlin, 11. April. Der Kronprinz und die Kronprinzessin sind um 11,12 Uhr auf dem Schlesischen Bahnhof eingetroffen und haben von dort aus die Fahrt nach Potsdam fortgesetzt, wo sie um 11,50 Uhr eintrafen. Zum Empfange hatten sich auf dem Bahnhofe eingefunden Prinz und Prinzessin Eitel Friedrich, Prinz und Prinzessin August Wilhelm, Prinz und Prinzessin Friedrich Leopold. Nach herzlicher Begrüßung begab sich das Kronprinzenpaar im Automobil nach dem Marmorpalais. Die deutsch- russischen Abmachungen. Petersburg, 11. April. Die Börsenzeitung bestätigt. aus autoritativer Quelle, daß gerade in der letzten Zeit die deutsch- russischen Verhandlungen über die Bahnbauten in Persien sehr bedeutend gefördert worden sind. Was die Bagdad- Bahn betrifft, so verlautet, daß Rußland bereit ist, Deutschland in jeder Weise zu unterstützen. Zum völligen Abschluß sind die Verhandlungen zwischen Berlin und Petersburg noch nicht gelangt. Ein Fuhrwerk von einem Zuge erfaßt. Berlin, 11. April. Gestern nachmittag überfuhr ein Güterzug der Reinickendorf- Liebenwalder Kleinbahn in der Nähe des Bahnhofes Wanditzsee ein Fuhrwerk. Das Gefährt wurde zertrümmert, der Kutscher lebensgefährlich verletzt, das Pferd getötet. Eine brennende Halde. Halle a. S., 11. April. Seit Anfang dieser Woche brennt ein Teil der Halde des Theodorschachtes bei KlostermansMan feld. Die Entstehungsursache ist noch unbekannt. nimmt an, daß am Aschenhaufen des Schuttabladeplatzes Kinder ein Feuer abgebrannt haben, wodurch die einen starfen Schwefelgehalt besitzenden Schiefersteine in Brand geraten sind und eine große, glühende Masse bilden. Qualm und erstickender Schwefelgeruch erfüllen in weitem Umkrets die Gegend des Glutherdes. Nachts sieht man das helle Feuer. Da die Glut durch Wasser nicht gelöscht werden konnte, wird nun ein großer Graben zwischen dem Feuerherd und dem Hauptteil der Halde ausgehoben, um dem Feuer den Weg abzuschneiden. Man befürchtet aber trotzdem, daß die ganze Halde in Brand geraten wird. Würde dies der Fall sein, dann vergingen Jahre darüber, bis die Glut erlöschen würde. Der Flurschaden, der dadurch entstände, wäre enorm. Von der Gewerkschaft sind Tag und Nacht Wachen ausgestellt. Großer Altertumsfund. Dortmund, 11. April. Eine Menge Waffen, Urnen usw. aus der Römerzeit wurden, wie aus Aplerbeck gemeldet wird, bei den Ausschachtungsarbeiten für den Bahnbau Dortmund- Schwerte gefunden. Man glaubt aus dem Fund schließen zu dürfen, daß dort sich auch ein Römerlager befunden hat. Tödlicher Unfall eines Turners. Remscheid, 11. April. Bei einer patriotischen Feier wurde ein großes Schauturnen abgehalten. Dabei stürzte der 30jährige Handlungsgehilfe Felzer, einer der besten Turner, bei der Vorführung des Riesenschwunges ab, brach die Wirbelsäule und war sofort tot. Ruthenische Studentenumtriebe. Wien, 11. April. Ju Stanislau wurden gestern in den Wohnungen russischer Studenten Haussuchungen vorgenommen, wobei das Bestehen einer geheimen revolutionären Bewegung entdeckt wurde, welche besonders unter der ruthenischen Gymnasialjugend weit verbreitet ist. Die Schulbehörden sind entschlossen, alle Teilnehmer zu relegieren. Ferner wurden Manifeste aufreizenden Inhalts beschlagnahmt, welche zur Verbreitung unter den ruthenischen Soldaten bestimmt waren. Der Erbaner der Mittel- Amurbahn ermordet. Petersburg, 11. April. Wie aus Blagowechtschenst gemeldet wird, wurde an dem Leiter des Baues der MittelAmurbahn, dem Ingenieur Wrublewski und seinem Kuta scher in der Nähe der dort projektierten Bahnstation ein Raubmord rerübt. Kreuzfahrt eines amerikanischen Geschwaders in der Ostsee. Washington, 11. April. Das Marinedepartement veröffentlicht das Programm für die Kreuzfahrt des Geschwaders in der Ostsee. Danach soll dasselbe deutsche, dä nische, schwedische und russische Häfen anlaufen. Vergebung von Bauarbeiten. Nachstehende Rohbauarbeiten für den Neubau eines Amtsgerichtsgebäudes zu Gießen sollen unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 und dessen Ergänzungsvorschriften vom 24. Febr. 1911 auf dem Wege öffentlichen Wettbewerbs bergeben werden Los 1: Erdarbeiten, Betonarbeiten und Maurerarbeiten. ( Diese Arbeiten werden nur zusammen vergeben; eine Teilung findet nicht statt). Heffischer Blumentag zum Besten der Mutter- und Säuglingsfürforge. Mit dem Erwachen der Frühlingsblumen wollen 2100 cbm Grundaushub, 1615 cbm Betonfundamente, wir der aufblühenden Menschlein gedenken, deren Kraft 1050 cbm Bruchsteinmauerwerk, 3650 cbm Backstein- und Gesundheit die kommende Generation bedeuten. Wir mauerwerf, 610 qm Cockelverblendung usw. sind glücklich über das werdende Leben und die lachenden Kinder. - Los 2: Steinhauerarbeiten, 610 qm Basalt labasockel und 4,5 cbm Treppenstufen aus Basaltlava. Aber nicht alle schauen fröhlich ins Leben. Tausende Los 3: Bauzann, 350 lfd. m Bauzaun aus Holzvon Kindern müssen kaum zum Leben erblüht pfosten und Brettern. Zeichnungen, Bedingungen und Angebotsunterlagen wieder scheiden. Wir wissen, daß es oft die kräftigsten liegen von Mittwoch, den 12. Ifd. Monats auf unserem Kinder sind, die verloren gehen, denn die ErnährungsNeubaubureau, Stephanstraße Nr. 18, I. Stock frankheiten, denen die Mehrzahl der im ersten Lebenswährend der D'enststunden zur Einsicht offen. Angebots: jahre sterbenden Kinder erliegt, treffen wahllos Gesunde formulare und Bedingungen werden, soweit Vorrat reicht, und Schwächliche. gegen Erstattung der Selbstfoften abgegeben. Die Angebote sind verschlossen, porto- u. bestellgeld. Dieselben Umstände, die den Tod herbeiführen, legen in tausenden von Kindern den Keim späterer Krankherangewachsen- der Allgemeinheit fret mit entsprechender Aufschrift versehen bis Mittwoch, den 10. Mai 1911, vormittags 11 Uhr heit, sodaß sie - bei uns einzureichen und werden in Anwesenheit etwa zur Last fallen, der sie durch eine wohlbedachte Fürsorge als wertvolle Glieder der Volksgemeinschaft hätten ererschienener Bewerber zur angegebenen Zeit eröffnet. ( 186) halten werden können. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, am 10. April 1911. Neubaubureau für den Amtsgerichtsnenban zu Gießen. Landmann. Wurst- u. Fleischwaren Peter Gaub Butter Käse Bahnhofstrasse 43 Eier Als besonders preiswürdig empfehle ich: Cervelat, Ia. Pfund von Mt. 1.20 an Mettwurst, feste Winterware, von 90 Pfg. an Vorzügl. Blut- u. Leberwurst v. 65 Pfg. an Schweineschmalz, Ia. Wurstsett Eped, setter, Landrauch Dörrfleisch, Landrauch Schweine pöckelfleisc Ganze Köpfe ( 185) Beine( Höschen) Pfund 80 Pfg. Pfund 50 Pfg. Pfund 85 Pfg. Pfund 85 Pfg. Pfund 40 Pfg. Pfund 45 Pfg. Machen Sie bitte einen Versuch. Wiederverkäufer Vorzugspreise. Eine Dame teilt es der andern mit: ,, Favorit, der beste Schnitt!" Welche Freude und Ersparnis liegt im selbstgefertigten Kleid! Wieviel Nützliches kann jedeDameleisten, wenn sie Blusen, Röcke, Kinderkleider, Wäsche etc. selbst schneidert. Es gelingt ihr aufs Beste, wenn sie die so zuverlässigen und eleganten Favoritschnitte der Intern. 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Das Comitee für den Kreis Giessen: Kneipp Parks The Cold, wanoo Dakat und Kaardiners Paballe Fabri Das billigste Getränk! Kathreiners Malzkaffee. Seit 20 Jahren bewährt. = Aerztlich empfohlen.= Der Gehalt macht's!" Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde in Gießen. Gründonnerstag, den 13. April. In der Stadtkirche. Vorm. 9½ Uhr: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden aus der Matthäusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser. Abends 6 Uhr: Beichte und hl. Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. In der Johanneskirch e. Abends 7.45 Uhr: Beichte und hl. Abendmahl für Lukas- und Johannesgemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Karfreitag, den 14. April. Kollekte für die evangel. Anstalten zu Jerusalem. In der Stadtkirche. Vorm. 9½ Uhr: Pfarrer Schwabe. Dekan Bayer, Pfarrer Bernbeck und Frau- Wieseck, Geh. Justizrat Prof. Dr. Biermann und Frau, Pfarrer Böchner und Frau- Treis a. d. Lda., Prof. Dr. Bötticher und Frau, Lehrer Boßler und Frau- Klein- Linden, Gutsbesitzer Clemm und Frau- Winnerod, August Di core und Frau, Bürgermeister Dömer und Frau- Lich, Kommerzienrat L. Emmelius und Frau, Bürgermeister Fendt- Hungen, Pfarrer Fischer und Frau- Alten- Buseck, Heinrich Fourier und Frau, Geh. Kommerzienrat Gail und Frau, Geh. Justizrat Gebhardt und Frau, Regierungsrat Gebhardt und Frau, Dr. Gengnagel und Frau- Großen- Buseck, Gewerberat Dr. Gebhard u. Frau, Chefredakteur Aug. Göz, Landgerichtspräsident Dr. Güngerich und Frau, Pfarrer Gußmann und Frau- Lollar, Medizinalrat Dr. Haberkorn und Frau, Dekan Hainer elraten vermittelt reell Frau und Frau- Hungen, Geh. Kommerzienrat Heichelheim u. Frau, Bankdirektor Alb. Heichelheim und Frau, Friedr. Helm und Frau, Geh. Schulrat Dr. Hensell, Rabbiner Dr. Hirschfeld und Frau, Max Jaskowsky und Frau, Abends 6 Uhr: Siehe Johanneskirche. Oberleutnant Jebens und Frau, Beigeordneter Keller, Albin Klein und Frau, Stifts dechant Klingelhöffer und Frau- Lich, Adolf Klingspor, Bürgermeister Kreiling und Vorm. 9½ Uhr: Pfarrer Ausfeld. Frau- Heuchelheim, Eduard Krumm und Frau, Regierungsrat Langermann und Frau, Bürgermeister Wehner, Wiesbaden, Friedrichstrasse 55 I. 4-5 tüchtige Weißbinder und 1 Stuffateur 1ofort gesucht. Hetur. Steul, Wehlar. ( 171) In einer Stadt Hessen- Nassaus ist eine gut gehende Wirtschaft Saalbau, mit grossem, neuem neuer Bühne, Centralheizung etc. unler günstigen Bedingungen zu verkaufen oder zu verpachten. Offerten unt. 20195 W. dieser Zeitung erbet. 10 schädelechte Hirschgeweihe mit 8 Ender zu verf, zus. 20 mt Nachn. M. Benkest, Wohlhausen bei Markneukirchen.( 31) Neueste Singer- Nähmaschine Krone! Konkurrenzlos. Die hocharmige Singer- Nähmaschine Krone I verriegelt zugleich jede Naht, d. Genähte kann nicht aufgehen. Jub 5450 Krone Nähmaschinen- Grossfirma M. 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April. Gründonnerstag. und Frau- Großen- Linden, Oberbürgermeister Mecum u. Frau, Architekt Hans Meyer und Frau, Kommerzien Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannes- GePfarrer Ausfeld. rat Müller und Frau, Bankdirektor Gustav Müller und Frau, Lehrer Valentin Müller und Frau, Lehrer Nanz Abends 6 Uhr: Liturgischer Gottesdienst. Pfarrer Bechtolsheimer. und Frau- Steinbach, Oberstleutnant a. D. Naumann und Frau, Wilhelm Neuert und Frau, Adolf Noll und Bath lische Gemei de in Gießen Frau, Louis Petri 3. und Frau, Landgerichts direktor Mittwoch, den 12. April: nachmittags um 5 und Prätorius und Frau, Otto Ratschlag und Frau, Geh. Schulrat Dr. Rausch, Dr. Jos. Reiff und Frau- Lang abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Göns, Frau Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Riegel, Frau Ludwig Rinn 19.- Heuchelheim, Karl Röhr und Frau, Rabbiner Dr. Sander und Frau, Postdirektor Schäfer und Frau, Lehrer Schmidt und Frau- Heuchelheim, Bür Vorm. von 6% Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. germeister Schomber und Frau- Wiesed, Hauptmann Vorm. um 7, 7% und 8 Uhr: Austeilung der heilig. Schröder und Frau, Georg Schuchard, August Schwan und Frau, Fürstin zu Solms- Hohensolms- Lich Durch Vorm. 9 Uhr: Hochamt; nach dem Hochamt sind stille Anbetungsstunden bis nachmittags 6 Uhr. laucht, Pfarrer Sommerlad und Frau- Wazenborn, Frau Oberamtsrichter Steinberger- Hungen, Dekan Strack und Nachm. um 6 Uhr: Passionsandacht. Frau- Leihgestern, Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Strahl und Frau, Provinzialdirektor Dr. Usinger und Frau, Pfarrer Wagner und Frau- Beuern, Direktor Weber und Frau- Lollar, Lehrer Weyl und Frau- Wieseck, Eisenbahndirektor Zimmermann und Frau, Sanitätsrat Dr. Zinßer und Frau. Der heutigen Gesamtauflage unseres Blattes liegt ein Prospekt der Firma S. Schlind& Cie. A.-G., Hamburg Mannheim, bei, betitelt„ Urteile von Behörden und Krankenanstalten über Palmin und Kommunion. Freitag, den 14. April. Karfreitag. Vorm. um 7½ Uhr: Aussetzung des Allerheiligsten, darauf stille Anbetung. Vorm. um 9 Uhr: die sog.„ verstörte" Messe. Nachm. um 5% Uhr: Predigt; darauf Passionsandacht. Samstag, den 15. April. Karsamstag. Vorm. um 7 Uhr: hl. Weihen. Vorm. 8½ Uhr: Hochamt. billigt Giessener Verlagsdruckerei Balmona". Wir empfehlen die Beilage der beson- Kuverte mit Aufdruck bigt deren Beachtung unserer Leser. Drud der Gießener Verlagsdruderei, Klein& Fischer. Verantwortlich: Robert Roller, Gießen. Klein& Fischer. bon V Um dem für das ift, über einige fo Garanti Bedente inbow f! r Kon er. r Matvorher für Luvorher alem. u. Mar Pfarrer thäusge m. fer. and Joem Pfar nnes- Geum 5 und Beicht. Theilig. ind stille giten, basandacht. sdruckerei her. Bezugeprots: viertelfährlich bur bie reger food Is Saus 1.86 Mt., durch die Boft bezogen 1.50 2 Expedition: Gießen, Geltersweg&& Bote aus dem Juferates Hem bude titelle ReName: 90 Extrabeilage werben nu Leichbox nichluß: teken, s. 363. Ohm- und Feldalhal ( berhessischer Beobachter) Urteile von Behörden, Krankenanstalten 2c. über Palminn Palmona Pflanzenfett Pflanzen- Butter- Margarine Um dem Publikum zu zeigen, wie diejenigen, denen die Verantwortung für das leibliche Wohl Vieler( namentlich auch Kranker) übertragen ist, über unsere Produkte denken, veröffentlichen wir im Nachstehenden einige solcher Urteile cus der allerletzten Zeit. Sie bieten gewiß eine Garantie dafür, daß unsere Produkte in jeder Hinsicht nicht nur ohne Bedenken, sondern mit vollstem Vertrauen verwendet werden können. H. Schlinck& Cie. A.-G. Hamburg- Mannheim. Alleinige Produzenten von Palmin" und„ Palmona". Lokalanzeiger Preise Alsfeld, Grünberg und Schotten. onnerstag den 13. April 1911 Rohstoffe, nämlich der Baumwolle und der e, noch sehr unbefriedigend ist. Allerist die Baumwollproduktion in Togo von 1909 10 von 3000 Doppelzentnern auf 5400 Doppelund die Baumwollproduktion von Deutschost= Don 2600 auf 3000 Doppelzentner gestiegen. Doch n diese 5-8000 Doppelzentner so gut wie gar in Betracht gegenüber unserem Jahresbe e von mindestens 4 Millionen Dop ntner. Die Frage ist aber um so ernsthafter, r Baumwollbedarf in der ganzen Welt außer ich steigt und die für den Anbau der Baumwolle te Fläche beschränkt ist. Noch geringer ist die oduktion unserer Kolonien, die im Jahre 1909 3000 Doppelzentner betrug, was für unseren Beum in Betracht kommt, trotzdem gerade in Deutsch tafrika weite Gebiete für die Schafhaltung außer ich geeignet sind. Reichstagswahlvorbereitungen. Frankenthal. Der Landesausschuß der rittlichen Volkspartei der Pfalz beschloß die Kan: für den Wahlkreis Kaiserslautern- Kirchheimbodem Landtagsabgeordneten Professor Hermann mel in Karlsruhe anzutragen. Der Wahlkreis slautern ist jetzt durch den Bündler Dr. Rösicke n. In der Hauptwahl 1907 erhielt er mit Ünung der Nationalliberalen 10 979 Stimmen, der demokrat 7629, der Zentrumsmann 4413 und der arteiler 4072. In der Stichwahl siegte dann Röit 14 727 Stimmen über den Sozialdemokraten, 689 erhielt. Aus Stadt und Land. Gießen, den 13. April 1911. Gießen, 10. April. Nach den vom Ministees Innern genehmigten Beschlüssen der hessischen en Behörden sollen im Rechnungsjahr 1911 zur tung der Bedürfnisse der Gesamtheit der evange= Kirche 12 Prozent, der Gesamtheit der katholischen 5 Prozent Zuschlag zu den direkten Staatserhoben werden. Gießen, 13. April. Der Vorstand des Hauptasses für den Blumentag, Frau Dr. Usinger, er= nen Aufruf an junge Frauen und Mädchen( über thre), die sich als Verkäuferinnen bei dem BluI betätigen wollen. Näheres siehe Inserat. Gießen. Die neue Tagesverbindung von 13 über Ems, Nassau, Limburg und Wetzlar Berlin wird am 1. Mai mit der Einführung euen Fahrplans eingerichtet. Sie kommt durch uen deutschen Bäderzüge zustande, von denen wir berichtet haben. Von diesem Bäderzuge verläßt ein Teil morgens 9 Uhr 8 Min. Wiesbaden und 9 Uhr 59 Frankfurt a. M., um in Bad- Nauheim vereinigt zu werden und 7 Uhr 33 Min. abends am Potsdamer Bahnhof in Berlin wieder einzutreffen. An diesen schließt eine besondere Verbindung von Koblenz an. Von hier fährt man 8 Uhr 47 Min. früh ab. Der Bäderzug, wie der Anschluß von der Mosel wird als D- Zug mit allen drei Klassen ausgestattet. Der neue Zug verkehrt vor= Doppelzentner entstammten unseren Kolonien bereits über 30 000 Doppelzentner, also fast ein Sechstel, wäh= rend im Vorjahre der Anteil unserer Kolonien mit 16 000 Doppelzentner nur etwas mehr als ein Zehntel des rund 155 000 Doppelzentner betragenden Bedarfs ausmachte. An der wichtigen Erzeugung von Sisal hans sind die deutschen Kolonien sogar bereits mit rund einem Viertel beteiligt. Der Gesamtbedarf Deutschlands daran betrug im letzten Jahre 75 000 Doppelzentner, von denen aus den Kolonien 19 000, im Vorläufig bis zum 30. September. Im nächsten Jahre soll jahre 17 000 Doppelzentner bezogen wurden. Sehr beträchtlich ist auch bereits die Produktion unserer Kolonien an Kopra( getrockneten Kokosnußkernen), Palmöl und Palmkernen, von denen das Deutsche Reich im Jahre 1909 rund 4 Millionen Doppelzentner einführte. Bereits im Jahre 1909 wurden aus unseren westafri fanischen Kolonien rund 55 000 Doppelzentner Palmöl ausgeführt. Ferner führten in demselben Jahre unsere gesamten Schutzgebiete etwa eine Viertelmillion Doppelzentner gedörrte Kokosnußschnitzel aus rund ein Sechstel des deutschen Bedarfes, und 215 000 Doppelzentner Palmkerne, weit über ein Zehntel unseres Bedarfes. Bedeutungsvoll für unseren heimischen Bedarf ist auch die Produktion an edeln Hölzern, wofür besonders Kamerun in Betracht kommt, das von 36 000 Doppelzentner der deutschen Einfuhr rund 8000, also fast ¼ geliefert hat, während Ostafrika in demselben die Jahre 14 000 Doppelzentner Gerb- Rinde lieferte, allerdings nur etwa 3 v. H. unseres über 400 000 Doppelzentner betragenden Jahresbedarfs ausmachen. Aukerdem führte Ostafrika noch etwa 1700 Doppelzentner Wachs aus und trug dadurch nicht unerheblich zur Deck ung unseres sich auf rund 20 000 Doppelzentner belaufenden Jahresbedarfs bei. Dagegen läßt sich nicht leugnen, daß der Anteil der deutschen Kolonien und der Erzeugung unserer wicher aber schon am 1. März wieder aufgenommen werden. - Gießen. Das hessische Kreisamt Dieburg erließ neuerdings an die Bürgermeistereien eine sehr zeitgemäße Warnung vor den umherziehenden Altertums- Händlern und-Privatsammlern, die nur aus Gewinnsucht den Leuten die Altertümer gegen ein geringes Entgelt abschwätzen. Erinnerungen aus früheren Zeiten und die mit einem Baue verbundenen Altertümer sollten überhaupt nicht abgegeben werden. Der einzelne Besitzer, wie auch die ganze Gemeinde sollten ihre Ehre darein setzen, alle Wahrzeichen der engeren Heimat an Ort und Stelle zu erhalten. Altertümer in Gestalt beweglicher Gegenstände sollten vor ihrer Weggabe oder vor ihrer beabsichtigten Beseitigung einem unserer Heimatmuseen angeboten werden. * Butzbach. Das Jouz'sche Geschäftshaus und Hofreite an dem Marktplatz wurde zum Preise von 49 000 Mark an die Gräfl. Görtz'sche Brauerei in Schlitz, Inhaber Graf Görtz- Schlitz, verkauft. Verkaufstosten trägt der Käufer. In dem Hause soll eine Wirtschaft nebst Logierhaus eröffnet werden. - Wetzlar. Die Stadtverordneten gaben in ihrer letzten Sitzung die Zustimmung für den Ankauf des Amtsgerichtsgebäudes für 60 000 Mt. und des Gefängnisses für 14 000 Mt. von dem Fiskus. ( Bote aus berhellen) Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. Wetzlar. Die Bilanz des Vorschuß- und Kreditvereins schließt mit Mt. 213 924 in Aktiva und Passiva ab. Die Haftsumme der 456 Mitglieder beträgt 228 000 Mark. Wetzlar. In einer mehrtägigen Sitzung des Landwirtschaftlichen Vereins für Rheinpreußen sprach man sich für 3 wangsversicherung der Viehbesiger gegen Maul- und Klauenseuche aus und bezeichnete die gegenwärtigen Fleischpreise als in großem Mißverhältnis zu den Viehpreisen stehend, die verhältnismäßig gering seien. Der Vorstand beschloß, auf die Presse einzuwirken, daß regelmäßige Veröffentlichungen der Vieh- und Fleischpreise erfolgen. - Nieder- Ramstadt, 10. April. Die epileptischen Schuljungen des Männerhauses hatten den Großherzog in einem originellen selbstverfaßten Brief um sein Bild gebeten. Sie wollten einen Rahmen aus Naturholz dazu verfertigen, und dann sollte das Bild ihren an Wandschmuck noch armen Stationsraum zieren hel= fen. Der Großherzog ist nun in der freundlichsten Weise auf diese Kinderbitte eingegangen und hat ein schönes Bild mit seiner eigenhändigen Namensunterschrift ge= sandt. -r- Eichelsachsen, 7. April. Zur Abschiedsfeier des Lehrers Braun, welcher 5 Jahre hier amtierte, hatte sich gestern abend eine größere Anzahl Personen bei dem Gastwirt Schröder eingefunden. Lehrer Br. siedelt nach Rudingshain über, während Lehrer Schaaf von Rudingshain nach hier kommt. Mainz. Die Holzarbeiter und Holzbildhauer haben für den 1. Mai den seit 1906 bestehenden Ta= rifvertrag gekündigt. Sie verlangen außer einem vierjährigen Tarifvertrag Lohnausbesserung und fürzere Arbeitszeit. Aussicht auf eine friedliche Einigung ist vorhanden. Ein hiesiger Jäger hatte vor einigen Tagen das seltene Glück, bei Mombach einen Adler zu erlegen. Das erlegte Tier hat eine Länge von 65 Zentimeter und eine Flügelspannung von 1,60 Meter. Braunfels. Mühlenbesitzer Schäfer in dem Nachbardorfe Philippstein beabsichtigt seine Mühle in ein Elektrizitätswerf umzuwandeln u. Philippstein, Bermbach und Altenkirchen mit elektrischem Licht zu versehen. * Weil münster, 12. April. Dr. med. Becker von der hiesigen Landes- Heil- und Pflegeanstalt wurde zum Oberarzt ernannt. * Diez. Zu der vom 13. Mai ab stattfindenden Dramensteiner Ausstellung sind schon über 200 Gegenstände angemeldet. Am letzten Tage der Ausstellung findet ein Blumentag statt. * Kassel. Der Exerzierplatz der Garnison Kassel soll auf das linke Fuldaufer, auf ein zu dem Rittergute Freienhagen und den Gemeinden Niederzwehren und Rangershausen gehörenden Grundstücke verlegt werden. Das Gelände des Exerzierplates bei Waldau ist Eigentum der Stadt. Frankfurt a. M. Der bisherige Botschafter in Tokio, Freiherr Mumm von Schwarzenstein, ist wieder in seiner Vaterstadt Frankfurt eingetroffen. - Stuttgart. Am Blumentag zur Feier der silbernen Hochzeit des geliebten württembergischen Königspaares, der bekanntlich am 8. d. Mts. abgehalten wurde, haben die Stuttgarter Sozialdemokraten sich nicht beteiligt. Dies wurde begründet mit der Erklärung, daß diese Veranstaltung eine Demonstration der bürgerlichen Parteien für die monarchische Staatsform" sei. Die Veranstaltung selbst wurde als Mißbrauch des Wohltätigkeitssinnes der Bevölkerung zu politischen Zwecken beanstaltung kann doch nur Phanatismus führen. Das zeichnet. Zu einer derartigen Zergliederung dieser Verganze Ergebnis des Blumentages fommt in erster Linie den Armen und Bedrängten zugute. Unter diesen werden sich doch wohl sehr viele befinden, die sozialdemokratischer Gesinnung sind. Warum dann diesen Mißton in die freudige Stimmung der Einwohnerschaft Stuttgarts und des ganzen Landes, durch solche gänzlich deplacierte Parolen? Deutlicher kann der Haß gegen die Monarchie nicht mehr zum Ausdruck gebracht werden. Citerarisches. Frizz Boehle. Ein Buch seiner Kunst. 14 Blätter nach Gemälden und Handzeichnungen in vollfommener Doppelton- Wiedergabe, verschiedenfarbig auf starkem Kunstdruckpapier gedruckt. Einleitung von W. Kotzde. Jn Mappe geheftet 1 Mark. Verlag von Jos. Scholz in Mainz. Vergebung von Bauarbeiten. Nachstehende Rohbauarbeiten für den Neubau eines Amtsgerichtsgebäudes zu Gießen sollen unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Junt 1893 und dessen Ergänzungsvorschriften vom 24. Febr. 1911 auf dem Wege öffentlichen Wettbewerbs bergeben werden Los 1: Erdarbeiten, Betonarbeiten und Maurerarbeiten. ( Diese Arbeiten werden nur zusammen vergeben; eine Teilung findet nicht statt). Hessischer Blumentag zum Besten der Mutter- und Säuglingsfürforge. Mit dem Erwachen der Frühlingsblumen wollen 2100 cbm Grundaushub, 1615 cbm Betonfundamente, wir der aufblühenden Menschlein gedenken, deren Kraft 1050 cbm Bruchsteinmauerwerk, 3650 cbm Backstein- und Gesundheit die kommende Generation bedeuten. Wir mauerwerk, 610 qm Sockelverblendung usw. sind glücklich über das werdende Leben und die lachenden Kinder. Los 2: Steinhauerarbeiten, 610 qm Basalt labasocel und 4,5 cbm Treppenstufen aus Basaltlava. Los 3: Bauzann, 350 Ifd. m Bauzaun aus Holz. pfosten und Brettern. - Aber nicht alle schauen fröhlich ins Leben von Kindern müssen kaum zum Leben Zeichnungen, Bedingungen und Angebotsunterlagen wieder scheiden. Wir wissen, daß es oft die liegen von Mittwoch, den 12. Ifd. Monats auf unserem Kinder sind, die verloren gehen, denn die E Neubaubureau, Stephanstraße Nr. 18, I. Stock frankheiten, denen die Mehrzahl der im ers während der D'enftstunden zur Einsicht offen. Angebots jahre sterbenden Kinder erliegt, treffen wahll formulare und Bedingungen werden, soweit Vorrat reicht, und Schwächliche. gegen Erstattung der Selbstkosten abgegeben. Die Angebote sind verschlossen, porto- u. bestellgeld. frei mit entsprechender Aufschrift versehen bis Dieselben Umstände, die den Tod herbe gen in tausenden von Kindern den Keim spä Mittwoch, den 10. Mai 1911, vormittags 11 Uhr heit, sodaß sie herangewachsender A bei uns einzureichen und werden in Anwesenheit etwa zur Last fallen, der sie durch eine wohlbedack als wertvolle Glieder der Volksgemeinschaft erschienener Bewerber zur angegebenen Zeit eröffnet. ( 186) halten werden können. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, am 10. April 1911. Neubaubureau für den Amtsgerichtsnenbau zu Gießen. Landmann. Wurst- u. Fleischwaren Peter Gaub Butter Käse Eier Bahnhofstrasse 43 Als besonders preiswürdig empfehle ich: Cervelat, Ia. Pfund von Mt. 1.20 an Mettwurst, feste Winterware, von 90 Pfg. an Vorzügl. Blut- u. Leberwurst v. 65 Pfg. an Schweineschmalz, Ia. Wurstsett Eped, setter, Landrauch Dörrfleisch, Landrauch Schweine pöckelfleisc Ganze Köpfe ( 185) Beine( Höschen) Pfund 80 Pfg. Pfund 50 Pfg. Pfund 85 Pfg. Pfund 85 Pfg. Pfund 40 Pfg. Pfund 45 Pfg. Machen Sie bitte einen Versuch. Wiederverkäufer Vorzugspreise. Eine Dame teilt es der andern mit: ,, Favorit, der beste Schnitt!" 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Dieser Gedanke hat in Hessen zur Orga Mutter und Säuglingsfürsorge geführt, die Kreisen des Landes in Angriff genommen Jhr soll der Ertrag des Blumentages diene sere Landesfürstin zum Besten der Mütter in den Städten und den Landgemeinden i landes veranstalten will. An alle Kreise der Bevölkerung ergeht dal selbstlos der guten Sache zu dienen und zu lingen nach Kräften mitzuhelfen. Das Comitee für den Kreis Dekan Bayer, Pfarrer Bernbeck und Geh. Justizrat Prof. Dr. Biermann und Böchner und Frau- Treis a. d. Lda., Prof cher und Frau, Lehrer Boßler und Frau- k Gutsbesitzer Clemm und Frau- Winnerod, core und Frau, Bürgermeister Dömer uni Kommerzienrat 2. Emmelius und Frau, Fendt- Hungen, Pfarrer Fischer und FrauHeinrich Fourier und Frau, Geh. Komme und Frau, Geh. Justizrat Gebhardt und gierungsrat Gebhardt und Frau, Dr. Gen Frau- Großen- Buseck, Gewerberat Dr. Gebl Chefredakteur Aug. Gözz, Landgerichtspräsid gerich und Frau, Pfarrer Gußmann und Medizinalrat Dr. Haberkorn und Frau, D elraten vermittelt reell Frau und Frau- Hungen, Geh. Kommerzienrat Wehner, Wiesbaden, Frau, Bankdirektor Alb. Heichelheim und Friedrichstrasse 55 I. Helm und Frau, Geh. Schulrat Dr. Hens 4-5 tüchtige Dr. Hirschfeld und Frau, Max Jaskowskr Oberleutnant Jebens und Frau, Beigeord Albin Klein und Frau, Stifts dechant Kli Frau- Lich, Adolf Klingspor, Bürgermeister Frau- Heuchelheim, Eduard Krumm und ungsrat Langermann und Frau, Bürgerr und Frau- Großen- Linden, Oberbürgermeis Frau, Architekt Hans Meyer und Frau, Weißbinder und 1 Stuffateur | 1 [ sofort gesucht. Heinr. Steul, Wehlar. ( 171) In einer Stadt Hessen- Nassaus ist eine gut gehende Wirtschaft Saalbau, mit grossem, neuem neuer Bühne, Centralheizung etc. unler günstigen Bedingungen zu verkaufen oder zu verpachten. Offerten unt. 20195 W. dieser Zeitung erbet. 10 schädelechte Hirschgeweihe mit 8 Ender zu verf, auf. 20 mt Nachn. M. 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Auf die von Ihrem Kieler Vertreter gestellte Anfrage vom 28. v. Mts. teilt das Kommando mit, daß die von Ihnen bezogene Palmona zum Braten, Kochen und Backen Verwendung gefunden hat. Palmona ist für diese Zwecke recht geeignet und als vollwertiger Ersatz für die bisher verwandten Speisefette( Butter und Schmalz) anzusehen. die Pal Ver Behring Kapitän zur See Kommandant. Auf Ihre Kü 3og frie Kommando der 1. Matrosenartillerie- Abteilung. Friedrichsort, den 29. Dezember 1910. Unter Bezugnahme auf Ihr Schreiben vom 28. d. Mts. teilt Ihnen das Kommando ergebenst mit, daß die Produkte Ihrer Firma: Palmin und Palmona als Ersatz für Schmalz und Butter innerhalb des Küchenbetriebes der 1. Matrosenartillerie- Abteilung sehr zufriedenstellende Resultate ergeben haben. Bei einer eingehenden Untersuchung durch das Sanitätsamt Kiel ist auch in der Zusammensetzung der beiden Artikel nichts Gesundheitsschädliches gefunden worden. Kopp. 2. Rheinisches Feld- Artill.- Reg. Nr. 23. Coblenz, den 10. Oktober 1910. Auf Ihr an das Regiment gerichtetes Schreiben vom 29.9.10. teilt Ihnen die Abteilung ergebenst mit, daß in ihrer Küche seit Februar 1909 an Stelle der tierischen Fette nur noch Palmin verwendet wird. Palmin hat sich sehr gut bewährt und ist ein vorzüglicher Ersatz für die oft nicht ganz einwandfreien tierischen Fette. Der Kö Se im der der wer mo un eid F Fi P 2 b Berlin. to Heinzmann. Der Firma H. Schlinck& Cie. Hierselbst wird hierdurch auf Wunsch bescheinigt, daß das von derselben seit einigen Jahren für fettive. wwwww rat Müller und Frau, Bankdirektor Gustav Müller und Frau, Lehrer Valentin Müller und Frau, Lehrer Nanz Abends 6 Uhr: Liturgischer Gottesdienst. Pfarrer Bechtolsheimer. und Frau- Steinbach, Oberstleutnant a. D. Naumann und Frau, Wilhelm Neuert und Frau, Adolf Noll und Bath lische Gemei de in Gießen Frau, Louis Petri 3. und Frau, Landgerichts direktor Mittwoch, den 12. April: nachmittags um 5 und Prätorius und Frau, Otto Ratschlag und Frau, Geh. 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Verantwortlich: Robert Roller, Gießen. inbow 2.Januar 1911. frage vom 28. nen bezogene rwendung ge und als voll fette( Butter Sebring än zur See mandant. Dezember 1910. d. Mts. teilt rodukte Jhrer Iz und Butter erie- Abteilung Bei einer ein amt Kiel ist rtikel nichts Kopp. .Dktober 1910. bom 29.9.10. rer Küche seit noch Palmin ährt und ist nz einwand. mann. Berlin. auf Wunsch Jahren für n 5 und Beicht. heilig. nd stille jten, da= andacht. druckerei er. Dengeprote: viertelfährlich durch die reger foot Saus 1.85 Mt., burch die Boft bezogen 1.60 Expedition: Steken, Geltersweg&& Bote aus dem Juferate: Hemm bude titelle ReMame: Extrabellage werben nem Telcobox: Anschluß: teken, s. 362. Ohm- und Feldalhal ( berhessischer Beobachter) die Mannschaftsküche des Garde- Kürassier- Regiments gelieferte Palmin sich sehr gut bewährt und zu Ausstellungen keine Veranlassung gegeben hat. Die Verwaltung des Garde- Kürassier- Regiments Graf Roedern, Major und Vorstand. Kiel, den 12. Juni 1910. Auf Ihre bezügl. Anfrage wird hiermit bestätigt, daß wir in unserm Küchenbetriebe seit einigen Monaten u. a. auch von Ihnen bezogenes Palmin und Palmona verwenden und damit recht zufrieden sind. Verwaltungs- Inspektion der Königlichen Akademischen Heilanstalt zu Kiel. Der Königl. Oberfischmeiſter für die Nordsee. Altona, den 17. November 1910. Gelegentlich der für die Hebung des Seefischkonsums in Blankenese im Herbst 1910 eingerichteten Seefisch- Kochkurse gelangten bei der Zubereitung der verschiedenen Seefisch- Gerichte die Produkte der Aktiengesellschaft H. Schlinck& Co. zu Hamburg zur Verwendung. Diese Produkte, bestehend aus Palmin“ und„ Palmona" bewährten sich in jeder Weise vorzüglich und fanden ungeteilten Beifall seitens der Teilnehmerinnen. Während zum Braten der Fische sich besonders„ Palmin" gut eignete, da es den panierten Fischen eine schöne goldglänzende Färbung verleiht, fand„ Palmona" bei der Zubereitung von Fischsuppen und Saucen die beste Verwendung, da diese Pflanzenbutter in der Tat einen vollwertigen Ersatz für die teure Kuhbutter bietet. Die Erfahrungen haben ferner gelehrt, daß durch die Benutzung von Palmin und Palmona die Herstellung der Fischgerichte weniger kostspielig wird, als es bei der Verwendung von Naturbutter und anderen tierischen Fetten( Schmalz, Talg) der Fall ist. Blanckenburg. mit Doppelzentner entstammten unseren Kolonien bereits über 30 000 Doppelzentner, also fast ein Sechstel, während im Vorjahre der Anteil unserer Kolonien mit 16 000 Doppelzentner nur etwas mehr als ein Zehntel des rund 155 000 Doppelzentner betragenden Bedarfs ausmachte. An der wichtigen Erzeugung von Sisal hans sind die deutschen Kolonien sogar bereits rund einem Viertel beteiligt. Der Gesamtbedarf Deutschlands daran betrug im letzten Jahre 75 000 Doppel zentner, von denen aus den Kolonien 19 000, im Vorjahre 17 000 Doppelzentner bezogen wurden. Sehr beträchtlich ist auch bereits die Produktion unserer Kolonien an Kopra( getrockneten Kokosnußkernen), Palmöl und Palmkernen, von denen das Deutsche Reich im Jahre 1909 rund 4 Millionen Doppelzentner einführte. Bereits im Jahre 1909 wurden aus unseren westafri fanischen Kolonien rund 55 000 Doppelzentner Palmöl ausgeführt. Ferner führten in demselben Jahre unsere gesamten Schutzgebiete etwa eine Viertelmillion Doppelzentner gedörrte Kokosnußschnitzel aus rund ein Sechstel des deutschen Bedarfes, und 215 000 Doppelzentner Palmkerne, weit über ein Zehntel unseres Bedarfes. Bedeutungsvoll für unseren heimischen Bedarf ist auch die Produktion an edeln Hölzern, wofür besonders Kamerun in Betracht kommt, das von 36 000 Doppelzentner der deutschen Einfuhr rund 8000, also fast ¼ geliefert hat, während Ostafrika in demselben die Jahre 14 000 Doppelzentner Gerb- Rinde lieferte, allerdings nur etwa 3 v. H. unseres über 400 000 Doppelzentner betragenden Jahresbedarfs ausmachen. Aukerdem führte Ostafrika noch etwa 1700 Doppelzentner Wachs aus und trug dadurch nicht unerheblich zur Deckung unseres sich auf rund 20 000 Doppelzentner belaufenden Jahresbedarfs bei. Dagegen läßt sich nicht leugnen, daß der Anteil der deutschen Kolonien und der Erzeugung unserer wich Lokalanzeiger für die Kreise Alsfeld, Grünberg und Schotten. onnerstag den 13. April 1911 Rohstoffe, nämlich der Baumwolle und der e, noch sehr unbefriedigend ist. Allerist die Baumwollproduktion in Togo von 1909 10 von 3000 Doppelzentnern auf 5400 Doppelund die Baumwollproduktion von Deutschost= on 2600 auf 3000 Doppelzentner gestiegen. Doch diese 5-8000 Doppelzentner so gut wie gar in Betracht gegenüber unserem Jahresbe e von mindestens 4 Millionen Dop ntner. Die Frage ist aber um so ernsthafter, r Baumwollbedarf in der ganzen Welt außer ich steigt und die für den Anbau der Baumwolle te Fläche beschränkt ist. Noch geringer ist die oduktion unserer Kolonien, die im Jahre 1909 3000 Doppelzentner betrug, was für unseren Beum in Betracht kommt, trotzdem gerade in Deutsch tafrika weite Gebiete für die Schafhaltung außer ich geeignet sind. Reichstagswahlvorbereitungen. Frankenthal. Der Landesausschuß der rittlichen Volkspartei der Pfalz beschloß die Kanfür den Wahlkreis Kaiserslautern- Kirchheimbodem Landtagsabgeordneten Professor Hermann mel in Karlsruhe anzutragen. Der Wahlkreis ¡ lautern ist jetzt durch den Bündler Dr. Rösicke n. In der Hauptwahl 1907 erhielt er mit Ünung der Nationalliberalen 10 979 Stimmen, der demokrat 7629, der Zentrumsmann 4413 und der arteiler 4072. In der Stichwahl siegte dann Röit 14 727 Stimmen über den Sozialdemokraten, 689 erhielt. Aus Stadt und Land. Gießen, den 13. April 1911. Gießen, 10. April. Nach den vom Ministees Innern genehmigten Beschlüssen der hessischen en Behörden sollen im Rechnungsjahr 1911 zur tung der Bedürfnisse der Gesamtheit der evangeKirche 12 Prozent, der Gesamtheit der katholischen 5 Prozent Zuschlag zu den direkten Staatserhoben werden. Gießen, 13. April. Der Vorstand des Hauptasses für den Blumentag, Frau Dr. Usinger, ernen Aufruf an junge Frauen und Mädchen( über thre), die sich als Verkäuferinnen bei dem BluI betätigen wollen. Näheres siehe Inserat. Gießen. Die neue Tagesverbindung von 13 über Ems, Nassau, Limburg und Wetzlar Berlin wird am 1. Mai mit der Einführung euen Fahrplans eingerichtet. Sie kommt durch uen deutschen Bäderzüge zustande, von denen wir berichtet haben. Von diesem Bäderzuge verläßt ein Teil morgens 9 Uhr 8 Min. Wiesbaden und 9 Uhr 59 Frankfurt a. M., um in Bad- Nauheim vereinigt zu werden und 7 Uhr 33 Min. abends am Potsdamer Bahnhof in Berlin wieder einzutreffen. An diesen schließt eine besondere Verbindung von Koblenz an. Von hier fährt man 8 Uhr 47 Min. früh ab. Der Bäderzug, wie der Anschluß von der Mosel wird als D- 3ug mit allen drei Klassen ausgestattet. Der neue Zug verkehrt vorläufig bis zum 30. September. Im nächsten Jahre soll er aber schon am 1. März wieder aufgenommen werden. Gießen. Das hessische Kreisamt Dieburg erließ neuerdings an die Bürgermeistereien eine sehr zeitgemäße Warnung. vor den umherziehenden Altertums- Händlern und-Privatsammlern, die nur aus Gewinnsucht den Leuten die Altertümer gegen ein ringes Entgelt abschwätzen. Erinnerungen aus früheren ge= Zeiten und die mit einem Baue verbundenen Altertümer sollten überhaupt nicht abgegeben werden. Der einzelne Besitzer, wie auch die ganze Gemeinde sollten ihre Ehre darein setzen, alle Wahrzeichen der engeren Heimat an Ort und Stelle zu erhalten. Altertümer in Gestalt be= weglicher Gegenstände sollten vor ihrer Weggabe oder vor ihrer beabsichtigten Beseitigung einem unserer Heimatmuseen angeboten werden. * Butzbach. Das Jouz'sche Geschäftshaus und Hofreite an dem Marktplatz wurde zum Preise von 49 000 Mark an die Gräfl. Görtz'sche Brauerei in Schlitz, Inhaber Graf Görtz- Schlitz, verkauft. Verkaufskosten trägt der Käufer. In dem Hause soll eine Wirtschaft nebst Logierhaus eröffnet werden. - in Wetzlar. Die Stadtverordneten gaben ihrer letzten Sitzung die Zustimmung für den Ankauf des Amtsgerichtsgebäudes für 60 000 Mt. und des Gefängnisses für 14 000 Mk. von dem Fiskus. ( Bote aus berheffen) Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. Wetzlar. Die Bilanz des Vorschuß- und Kreditvereins schließt mit Mt. 213 924 in Aktiva und Passiva ab. Die Haftsumme der 456 Mitglieder beträgt 228 000 Mark. Wetzlar. In einer mehrtägigen Sitzung des Landwirtschaftlichen Vereins für Rheinpreußen sprach man sich für 3 wangsversicherung der Viehbesitzer gegen Maul- und Klauenseuche aus und bezeichnete die gegenwärtigen Fleischpreise als in großem Mißverhältnis zu den Viehpreisen stehend, die verhältnismäßig gering seien. Der Vorstand beschloß, auf die Presse einzuwirken, daß regelmäßige Veröffentlichungen der Vieh- und Fleischpreise erfolgen. == Nieder- Ramstadt, 10. April. Die epileptischen Schuljungen des Männerhauses hatten den Großherzog in einem originellen selbstverfaßten Brief um sein Bild gebeten. Sie wollten einen Rahmen aus Naturholz dazu verfertigen, und dann sollte das Bild ihren an Wandschmuck noch armen Stationsraum zieren helfen. Der Großherzog ist nun in der freundlichsten Weise auf diese Kinderbitte eingegangen und hat ein schönes Bild mit seiner eigenhändigen Namensunterschrift ge= sandt. = r= Eichelsachsen, 7. April. Zur Abschiedsfeier des Lehrers Braun, welcher 5 Jahre hier amtierte, hatte sich gestern abend eine größere Anzahl Personen bei dem Gastwirt Schröder eingefunden. Lehrer Br. siedelt nach Rudingshain über, während Lehrer Schaaf von Rudingshain nach hier kommt. Mainz. Die Holzarbeiter und Holzbildhauer haben für den 1. Mai den seit 1906 bestehenden Ia= rifvertrag gefündigt. Sie verlangen außer einem vierjährigen Tarifvertrag Lohnaufbesserung und fürzere Arbeitszeit. Aussicht auf eine friedliche Einigung ist vorhanden. Ein hiesiger Jäger hatte vor einigen Tagen das seltene Glück, bei Mombach einen Adler zu erlegen. Das erlegte Tier hat eine Länge von 65 3entimeter und eine Flügelspannung von 1,60 Meter. - Braunfels. Mühlenbesitzer Schäfer in dem Nachbardorfe Philippstein beabsichtigt seine Mühle in ein Elektrizitätswerf umzuwandeln u. Philippstein, Bermbach und Altenkirchen mit elektrischem Licht zu versehen. * Weil münster, 12. April. Dr. med. Becker von der hiesigen Landes- Heil- und Pflegeanstalt wurde zum Oberarzt ernannt. * Diez. Zu der vom 13. Mai ab stattfindenden Oraniensteiner Ausstellung sind schon über 200 Gegenstände angemeldet. Am letzten Tage der Ausstellung findet ein Blumentag statt. * Kassel. Der Exerzierplatz der Garnison Kassel soll auf das linke Fuldaufer, auf ein zu dem Rittergute Freienhagen und den Gemeinden Niederzwehren und Rangershausen gehörenden Grundstücke verlegt werden. Das Gelände des Exerzierplazes bei Waldau ist Eigentum der Stadt. in Tokio, Freiherr Mumm von Schwarzenstein, ist wieFrankfurt a. M. Der bisherige Botschafter der in seiner Vaterstadt Frankfurt eingetroffen. - Stuttgart. Am Blumentag zur Feier der silbernen Hochzeit des geliebten württembergischen Königspaares, der bekanntlich am 8. d. Mts. abgehalten wurde, haben die Stuttgarter Sozialdemokraten sich nicht beteiligt. Dies wurde begründet mit der Erklärung, daß Parteien für die monarchische Staatsform" sei. Die Verdiese Veranstaltung„ eine Demonstration der bürgerlichen anstaltung selbst wurde als Mißbrauch des Wohltätigkeitssinnes der Bevölkerung zu politischen Zwecken beanstaltung kann doch nur Phanatismus führen. Das zeichnet. Zu einer derartigen Zergliederung dieser Verganze Ergebnis des Blumentages fommt in erster Linie den Armen und Bedrängten zugute. Unter diesen werden sich doch wohl sehr viele befinden, die sozialdemokratischer Gesinnung sind. Warum dann diesen Mißton in die freudige Stimmung der Einwohnerschaft Stuttgarts und des ganzen Landes, durch solche gänzlich deplacierte Parolen? Deutlicher kann der Haß gegen die Monarchie nicht mehr zum Ausdruck gebracht werden. - Citerarisches. Frizz Boehle. Ein Buch seiner Kunst. 14 Blätter nach Gemälden und Handzeichnungen in volltommener Doppelton- Wiedergabe, verschiedenfarbig auf starkem Kunstdruckpapier gedruckt. Einleitung von W. Kotzde. Jn Mappe geheftet 1 Mark. Verlag von Jos. Scholz in Mainz. Vergebung von Bauarbeiten. Nachstehende Rohbauarbeiten für den Neubau eines Amtsgerichtsgebäudes zu Gießen sollen unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 und dessen Ergänzungsvorschriften vom 24. Febr. 1911 auf dem Wege öffentlichen Wettbewerbs bergeben werden Los 1: Erdarbeiten, Betonarbeiten und Maurerarbeiten. ( Diese Arbeiten werden nur zusammen vergeben; eine Teilung findet nicht statt). Hessischer Blumentag zum Besten der Mutter- und Säuglingsfürforge. Mit dem Erwachen der Frühlingsblumen wollen 2100 cbm Grundaushub, 1615 cbm Betonfundamente, wir der aufblühenden Menschlein gedenken, deren Kraft 1050 cbm Bruchsteinmauerwerk, 3650 cbm Backstein- und Gesundheit die kommende Generation bedeuten. Wir mauerwerf, 610 qm Sockelverblendung usw. sind glücklich über das werdende Leben und die lachenden Kinder. Los 2: Steinhauerarbeiten, 610 qm Basalt labasockel und 4,5 cbm Treppenstufen aus Basaltlava. Los 3: Bauzann, 350 Ifd. m Bauzaun aus Holz. pfosten und Brettern. - Aber nicht alle schauen fröhlich ins Leben von Kindern müssen kaum zum Leben Zeichnungen, Bedingungen und Angebotsunterlagen wieder scheiden. Wir wissen, daß es oft die liegen von Mittwoch, den 12. Ifd. Monats auf unserem Kinder sind, die verloren gehen, denn die E Neubanbureau, Stephanstraße Nr. 18, I. Stock frankheiten, denen die Mehrzahl der im ers während der D'enststunden zur Einsicht offen. Angebots: jahre sterbenden Kinder erliegt, treffen wahll formulare und Bedingungen werden, soweit Vorrat reicht, und Schwächliche. gegen Erstattung der Selbstkosten abgegeben. Die Angebote find verschlossen, porto u. bestellgeld. frei mit entsprechender Aufschrift versehen bis Dieselben Umstände, die den Tod herbe gen in tausenden von Kindern den Keim spä Mittwoch, den 10. Mai 1911, vormittags 11 Uhr heit, sodaß sie herangewachsen- der A bei uns einzureichen und werden in Anwesenheit etwa zur Last fallen, der sie durch eine wohlbedad erschienener Bewerber zur angegebenen Zeit eröffnet. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, am 10. April 1911. als wertvolle Glieder der Volksgemeinschaft ( 186) halten werden können. Neubaubureau für den Amtsgerichtsnenbau zu Gießen. Landmann. Wurst- u. Fleischwaren Peter Gaub Butter Käse Eier Bahnhofstrasse 43 Als besonders preiswürdig empfehle ich: Pfund von Mt. 1.20 an Cervelat, Ia. Mettwurst, feste Winterware, von 90 Pfg. an Vorzügl. Blut- u. Leberwurst v. 65 Pfg. an Schweineschmalz, Ia. Wurstsett Eped, setter, Landrauch Dörrfleisch, Landrauch Schweine pöckelfleisc Ganze Köpfe ( 185) Beine( Höschen) Pfund 80 Pfg. Pfund 50 Pfg. 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Dieser Gedanke hat in Hessen zur Orga Mutter und Säuglingsfürsorge geführt, di Kreisen des Landes in Angriff genommen Ihr soll der Ertrag des Blumentages diene sere Landesfürstin zum Besten der Mütter in den Städten und den Landgemeinden landes veranstalten will. An alle Kreise der Bevölkerung ergeht da selbstlos der guten Sache zu dienen und zu lingen nach Kräften mitzuhelfen. Das Comitee für den Kreis Dekan Bayer, Pfarrer Bernbeck und Geh. Justizrat Prof. Dr. Biermann und Böchner und Frau- Treis a. d. Lda., Prof cher und Frau, Lehrer Boßler und FrauGutsbesitzer Clemm und Frau- Winnerod, dore und Frau, Bürgermeister Dömer un Kommerzienrat L. Emmelius und Frau, Fendt- Hungen, Pfarrer Fischer und Frau Heinrich Fourier und Frau, Geh. Komm und Frau, Geh. Justizrat Gebhardt und gierungsrat Gebhardt und Frau, Dr. Gen Frau- Großen- Buseck, Gewerberat Dr. Geb Chefredakteur Aug. Göz, Landgerichtspräsid gerich und Frau, Pfarrer Gußmann und Medizinalrat Dr. Haberkorn und Frau, T elraten vermittelt reell Frau und Frau- Hungen, Geh. Kommerzienrat Frau, Bankdirektor Alb. Heichelheim und Helm und Frau, Geh. Schulrat Dr. Hens Dr. Hirschfeld und Frau, Max Jaskowski Oberleutnant Jebens und Frau, Beigeori Albin Klein und Frau, Stifts dechant Kli Frau- Lich, Adolf Klingspor, Bürgermeister Frau- Heuchelheim, Eduard Krumm und ungsrat Langermann und Frau, Bürgeri und Frau- Großen- Linden, Oberbürgermeis Frau, Architekt Hans Meyer und Frau, Wehner, Wiesbaden, Friedrichstrasse 55 I. 4-5 tüchtige Weißbinder und 1 Stuffateur 1ofort gesucht. Heinr. Steul, Wehlar. ( 171) In einer Stadt Hessen- Nassaus ist eine gut gehende Wirtschaft Saalbau, mit grossem, neuem neuer Bühne, Centralheizung etc. unler günstigen Bedingungen zu verkaufen oder zu verpachten. Offerten unt. 20195 W. dieser Zeitung erbet. rat Müller und Frau, Bankdirektor Gustav Müller und Valbreinery kneipp affee Maiz The bold, wenn das Dahend work vid Kalareiners Pathalle Fabrillm Altona, den 8. Dezember 1910. Was die Verwendung Ihrer Fabrikate, Palmin" und„ Palmona" bei der Anfertigung der Fischkostproben anbelangt, so wird hierdurch wiederum bestätigt, daß sich beide Produkte für die Zubereitung von Seefischen außerordentlich gut eignen und zwar ersteres besonders gut zum Backen und Braten, letzteres zum Kochen, für Suppen 2c. Ich kann daher mit gutem Gewissen sagen, daß „ Palmin“ und„ Palmona", was die Zubereitung von Seefischen anbelangt, die Butter vollständig zu ersetzen imstande sind. Mit dem Ausdruck vorzüglicher Hochachtung Verein der Fischerei- Interessenten von Altona und Umgegend. Freiherr v. Reigenstein. Aachen, den 29. Oktober 1910. Im Besize Ihrer gefl. Zeilen vom 27. cr. haben wir von deren Inhalt bestens dankend Notiz genommen. Wir sind bis jetzt mit der uns gesandten Palmona in jeder Hinsicht zufrieden. Hochachtend Krankenhaus Forst G.m.b.H. Direktion der Provinzial- Heil- und Pflege- Anstalt. Hildesheim, den 9. Mai 1910. Antwortlich Ihrer sehr gefälligen Anfrage vom 7. ds. Mts. erwidern wir Ihnen, daß uns das Palmona bisher sehr gut gefallen hat und auch allgemein gern gegessen wird. Sowohl zum Backen und Braten als auch zum Aufstrich auf Brot verwendet, hat Palmona allseitig großen Beifall gefunden. Dr. Gerstenberg. Wolf a. d. Mosel, den 28. Oktober 1910. Das in unserer Anstalt seit Jahresfrist eingeführte Butterersatzmittel Palmona" hat sich sehr gut bewährt. Versuche mit ähnlichen Erzeugnissen fielen immer zu Gunsten von Palmona aus. Angenehm wurde es empfunden, daß Palmona auch in den heißen Sommermonaten seinen Wohlgeschmack nicht verliert und sich zum Brotaufstrich vorzüglich eignet. Hochachtend Wolfer Waisenheim Schuffenhauer. тестое. ..Pfarrer Bechtolsheimer. Donnerstag, 13. April. Gründonnerstag. PFALZISCHE VERLAGSANSTALT NEUSTADT AD. HAARDT Frau, Lehrer Valentin Müller und Frau, Lehrer Nanz Abends 6 Uhr: Liturgischer Gottesdienst. und Frau- Steinbach, Oberstleutnant a. D. Naumann und Frau, Wilhelm Neuert und Frau, Adolf Noll und Bath lische Gemei de in Gießen Frau, Louis Petri 3. und Frau, Landgerichts direktor Mittwoch, den 12. April: nachmittags um 5 und Prätorius und Frau, Otto Ratschlag und Frau, Geh. Schulrat Dr. Rausch, Dr. Jos. Reiff und Frau- Lang- abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Göns, Frau Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Riegel, Frau Ludwig Rinn 19.- Heuchelheim, Karl Röhr und Frau, Rabbiner Dr. Sander und Frau, Postdirektor Schäfer und Frau, Lehrer Schmidt und Frau- Heuchelheim, Bür Vorm. von 6% Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. schädelechte Hirschgeweihe germeister Schomber und Frau- Wiesed, Hauptmann Vorm. um 7, 7½ und 8 Uhr: Austeilung der heilig. mit 8 Ender zu vert, auf. 20 mt Schröder und Frau, Georg Schuchard, August Schwan Nachn. M. Benket, Wohl- und Frau, Fürstin zu Solms- Hohensolms- Lich Durch Vorm. 9 Uhr: Hochamt; nach dem Hochamt sind stille Anbetungsstunden bis nachmittags 6 Uhr. hausen bei Markneukirchen.( 31) laucht, Pfarrer Sommerlad und Frau- Wagenborn, Frau Oberamtsrichter Steinberger- Hungen, Dekan Strack und Nachm. um 6 Uhr: Passionsandacht. Frau- Leihgestern, Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Strahl und Frau, Provinzialdirektor Dr. Usinger und Frau, Pfarrer Wagner und Frau- Beuern, Direktor Weber und Frau- Lollar, Lehrer Weyl und Frau- Wieseck, Eisenbahn- Vorm. um 7½ Uhr: Aussetzung des Allerheiligsten, dadirektor Zimmermann und Frau, Sanitätsrat Dr. Zin ßer und Frau. Neueste Singer- Nähmaschine Krone! Jub Krone Konkurrenzlos. Die hocharmige Singer- Nähmaschine Krone I verriegelt zugleich jede Naht, d. Genähte kann nicht aufgehen. Nähmaschinen- Grossfirma M. Jacobsohn, und FahrradBerlin N. 24, Linienstr. 126. Seit 30 Jahren Lieferant von Post-, preuss, Staats- u. 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