il- Verein 5.5. merddorf e zu tal. Beb Seten. rleben gebührenbos ausig. Eriop e feit Jahren r. Reth 1. Nr. 70, Telefon 8514 ratie. dienst Existenz bequeme Heim Man Gratis- ProHellriegel, ( 0.- Bay.) berg. deu amine line tief mittel Fabrikant: Arzen Glanz glänzend eline ewährte olitur. hältlich aschinen mit Mk. 30-50 log gratis. Kirsch, Döbeln. monatlich n, auch als Ne ntiert pro St tis und franks. forzheim, aße 43. Reckslangen ttgeschliffener hrung. eck, Bonn. haltiges MusterNr. 10. Vorzügliche Winterleger fauft man je Eet, Geflügelhof [ 2859 leg. Preisbud Gropp t 9 II. e Behand. Neueste folgen an robt. Prais Our Mk 110 100--120 120-1-130 10--40 ten. Hausrofpeft der Firma 5. zu Berlin 35 9 Gießener Zeitung Bezugspreis 40 Pfg. monatlich ( Neueste Nachrichten) alerteljährlich 1,20 Mr., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den ZweigEnthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen ausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Pig. Erscheint Bürgermeisterei - 1 Dienstags, Donnerstags, Samstags. Redaktion: Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Berlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 222. ( 1. Blatt) Parteipolitisches. Reichstagswahlen 1912. Die am 30. November anberaumte Reichstagsersatzwahl für den verstorbenen Abg. Liebermann von Sonnenberg im Reichstagswahlkreise Frizlar- HombergZiegenhain ist aufgehoben worden. M des Großherzoglichen Polizei- Amtes sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Samstag, den 11. November 1911. buch ab, das 19 Mt. fostete, ein Junge ein solches für 15,75 Mr. * Der auch in unserer Stadt vor längerer versuchte Schwindel des Kartenverkaufs für das zert eines blinden Geigenvirtuosen wurde dieser auch in Ober- Ingelheim mit Erfolg verübt. * ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Stellen gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Bettreibung oder Bei Konkurs in Wegfall. Plazzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. den Topf Milch war seither 20 Pfg., jetzt bekommen die Leute dafür 29 Pfg. Infolge dieser günstigen BezahlZeitung ist die Zahl der verpflichteten Lieferanten schon über 50 gestiegen. Da der Frankfurter Händler auch in den KonTage Nachbarorten solche Abschlüsse einzuleiten sucht, wird die Milchzufuhr zu den Molkereien unterbunden und deren Rentabilität in Frage gestellt werden. o Friedberg. Die Brotpreise in hiesiger Stadt find um 3 Pfg. pro Laib gestiegen. Zigarettensteuer. Im Interesse der= Jm Reichstagswahlkreis Bensheim 3 winjenigen Leser, die mit Waren Handel treiben, welche der genberg stellte die Fortschrittliche Voltspartei den Fa- merksam, daß derjenige, der sich gewerbemäßig mit dem Zigarettensteuer unterliegen, machen wir darauf aufbritanten Dr. Sauer- 3wingenberg auf. o Friedberg. Letzten Donnerstag wurde dem Verkauf von Zigaretten, Zigarettentabat, Zigarettenhül- Seminaristen Schmidt aus Darmstadt vor seinen Mitsen und-Blättchen befassen will, dies vorher der Steuer- schülern und Lehrkörpern vom Direktor ein Geldgebehörde anzuzeigen hat. Duisburg. Das Zentrum stellt für Duis burg- Mülheim- Oberhausen den Postsekretär Allekotte aus Mülheim auf. Hessische Landtagswahlen 1911. § Zur Wahlbewegung. Die Beratungen der nationalliberalen Partei über die Stichwahlparole in Hessen und über die Bedingungen der Fortschrittlichen Volkspartei werden nächste Woche beginnen. § Das Landeskomitee der hessischen 3entrumspartei trat am Mittwoch in Mainz zu einer Versammlung zusammen, um zu den hessischen Stichwahlen und Reichstagswahlen Stellung zu nehmen. Es erfolgte eine eingehende Beratung über die Stichwahlen, besonders in den Wahlkreisen Wöllstein, Beerfelden= Hirschhorn, Bensheim, Vilbel, Ober- Rosbach- Rodheim, Pfungstad, Gernsheim usw., worüber entsprechende Beschlüsse gefaßt wurden. In der Ersazwahl in BingenStadt wird das Zentrum mit aller Energie in die Wahlbewegung treten. § In Nierst ein beschloß der Wahlausschuß für die nationalliberale Randidatur Reichardt in der Stichwahl den Bauernbündler Wolf- Stadecken zu unterstützen. § Die Landtagsstich wahlen finden auf denselben Grundlagen und nach denselben Vorschriften statt wie die ersten Wahlen. Sie werden auf Grund der= selben Wählerlisten, die nicht nochmals offenzulegen sind und nicht berichtigt werden dürfen, in denselben Abstimmungsbezirken und Wahllokalen und bei gleicher Besetzung der Orts- Wahlkommissionen vorgenommen. Aus Stadt und Land. Gießen, 11. November 1911. * Der Blumentag der Eisenbahner im Direktionsbezirk Mainz ergab die Summe von 5812,31 Mark. Geistliche und Lehrer, die bisher auf Grund einer Bestimmung aus dem Jahre 1829 von fiskalischen Jagdverpachtungen ausgeschlossen wurden, tönnen fünftig wieder auf die Jagd" gehen. Invalidenbeiträge bei der Verheiratung. Das zurzeit noch geltende Invalidenversicherungsgesetz gibt den versicherten weiblichen Personen das Recht, bei ihrer Verheiratung die Hälfte der für sie geleisteten Beiträge zu verlangen. Eine solche Rückzahlung findet aber nach der neuen Reichsversicherungsordnung, deren Bestimmungen am 1. Januar fommenden Jahres in Kraft treten, nicht mehr statt. * Der Verband hess. Krankenkassen veranstaltet am Sonntag, den 19. November, in Friedberg einen Belehrungsvortrag über Invalidenversicherung und Anpassung der Krankenkassen an die neue Reichsversicherungsordnung. Viehzählung und Schulausfall. Am 1. Dezember 1911 wird im preußischen Staat eine außerordentliche Viehzählung stattfinden. Soweit ein Bedürfnis sei, daß die Lehrer sich an der Ausführung des Zählgeschäftes beteiligen und die Lehrer dazu be= reit seien, genehmigte der Unterrichtsminister, daß der diesen Lehrern obliegende Unterricht an dem gedachten Tage ausfalle. ver= Die vier hess. 3uderfabriken zu Friedberg, Großgerau, Groß- Umstadt und Gernsheim arbeiteten im letzten Betriebsjahr( 1. September 1910 bis 31. August 1911) 207 368 Tonnen Rüben, die auf 6079 Hektar Ackerfläche geerntet waren. Zur Herstellung von 1 Kilo Rohzucker waren 8,06 Kilo Rüben erforderlich. Die erhobene Zuckersteuer belief sich auf Mark 1 010 714. Die Ausstellung zur Bekämpfung von Schund und Schmutz in der Literatur hat geradezu Massenbesuch aufzuweisen. Auf der Umtauschstelle Wiesbaden wurden am ersten Tage 2000, am zweiten Tage 6000 Exemplare getauscht. Ein Arbeiter lieferte ein Schund n Der Großherzog hat den Landgerichtsrat bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen Ed. Holzapfel zum Oberlandesgerichtsrat bei dem Oberlandesgericht mit Wirkung vom 20. November 1911 ernannt. n Behufs Bildung der Spruch liste für die am Schwurgerichts des 4. Quartals 1911 4. Dezember 1911 beginnende Sizungsperiode des wurden die Namen folgender Hauptgeschworenen ausgelost: Landwirt Heinrich Karl Koch in Düdelsheim, Mühlenbefizer Wilhelm Ströbel in Vilbel, Sattler Bernhardt Duchardt 2. in Alsfeld, Gutspächter Philipp Schudt in Londorf, Rentmeister Heinrich Karl Pfnorr in Londorf, Landwirt Karl Louis Vogt in Reichelsheim, Fabrikant und Beigeordneter Friedrich Zöller 2. in Schlitz, Gutspächter Hugo Rohde in Düdelsheim, Buchdruckereibesizer Wilhelm Engel in Schotten, Landwirt Wilhelm Steffan 1. in Gettenau, Kaufmann Karl Schott in Grünberg, Rentner Alfred Buschmann in Ober- Rosbach, Landwirt Julius Philippi in Nieder- Gemünden, Prokurist Josef Aicher in Hirzenhain, Rentner Georg Emmerich Hanstein in Friedberg, Fabrikant Heinrich Ludwig Langsdorf in Friedberg, Fabrikant Alfred Bock in GieBen, Professor Ernst Kutsch in Gießen, Fabrikant Heinrich Sack 2. in Heuchelheim, Landwirt Nikolaus Th. Ferdinand Ewald in Odstadt, Pferdehändler Kaufmann Isenburger in Friedberg, Landwirt Georg Weber in Göbelnrod, Bürgermeister Wilhelm Becker 2. in Holzhausen, Landwirt Friedrich Häuser 3. in Nieder- Weisel, Gutspächter Edmund Rodrian in Büches, Kaufmann Max Jmhäuser in Gießen, Gemeinderechner Johann Philipp Wilhelm Kleemann in Rodheim v. d. H., Kaufmann Julius Schilling in Schlitz und Landwirt Gg. Birkenstock in Brauerschwend. n Das Jahresfest des Oberhessischen Vereins für Innere Mission, es war diesmal das 33., fand am 8. und 9. November in gewohnter Weise statt. n Die Gießener freiw. Feuerwehr begeht heute ihr 56jähriges Stiftungsfest. Es findet ein Kommers statt, bei welchem auch wieder Auszeichnungen für 10-, 15- und 25jährige Dienstzeit verliehen werden. n Die seit dem 2. November verschwundene Marie W. aus Liederbach bei Alsfeld, auf deren Auffindung eine Belohnung von 500 Mart ausgesetzt war, ist am Donnerstag abend ertrunken in der Lahn aufgefunden worden. n Die etwa 5000 3entner Kartoffeln, welche die Eisenbahn für ihre Beamten kommen ließ, sind eingetroffen und gut ausgefallen. Der Doppelzentner stellt sich auf höchstens 6.90 bis 7 Mt. n Zur Anlage musik morgen Sonntag, mittags 12 Uhr werden gespielt: 1.„ Die Kapelle" von K. Kreutzer, 2. Fantasie a.„ Lohengrin" von R. Wagner, 3. Walzer aus„ Der Rosenkavalier" von R. Strauß und 4. Großherzog Friedrich von Baden, Armeemarsch Nr. 224 von E. Lasfels. o Aus dem Kreise Alsfeld. Die Kreisverwaltung hat im letzten Jahr neue Schulhausbauten mit geräumigen Schulstuben und Lehrerwohnungen in Jlsdorf, Storndorf, Hainbach, Udenhausen und Ohmes ausgeführt. In der Vollendung begriffen sind die Schulhäuser zu Azenhain, Nieder- Ofleiden und Alsfeld. o Ruppertenrod. In der Stallung eines hiesigen Landwirts ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. o Ruppertenrod. Unsere Landwirte haben seither ihre Milch in die beiden Molkereien nach GroßEichen geliefert, worin die Milch nach Maßgabe der Prozente bezahlt wurde. Diese Milchlieferung hat nun durch einen Milchhändler aus Frankfurt a. M. einen gänzlichen Umschwung erfahren. Dieser Händler kauft hier die Milch direkt von den Lieferanten zu 14,5 Pfg. das Liter, läßt sie hier in einem Kühler abkühlen und auf Station Müde bringen. Der gewöhnliche Preis für schenk und ein Anerkennungsschreiben vom Ministerium überreicht. Der Schüler hatte im Herbst einen jungen Mann aus dem Wasser gerettet. o Ortenber g. Einer der ältesten Geistlichen Hessens, Dekan Kirchenrat Ellenberger, beging gestern sein 50jähriges Dienstjubiläum. Seit langen Jah ren ist er Leiter des Dekanats Büdingen. o Wetter. In Niederasphe wurde der Hufdurch schmied Dörsch beim Beschlagen eines Pferdes einen Huftritt lebensgefährlich verletzt. furz vor seiner Hochzeit stand, wurde auf der nach seio Büdingen. Der Bauführer Werner, der ner Wohnung führenden Treppe erhängt aufgefunden. ):( Haiger. Die Stadt hat das hiesige Gaswerk für 165 000 Mk. gekauft. " )( Auszeichnung. Auf der Internationalen Hygiene- Ausstellung zu Dresden erhielt die Firma Henkel& Co., Düsseldorf, Fabrikanten des selbsttätigen Waschmittels Persil" die„ Goldene Me- daille. Diese Auszeichnung ist um so bemerkenswerter, als damit Persil nicht nur als selbsttätiges Waschmittel ausgezeichnet wurde, sondern auch seine außerordentliche desinfizierende Wirkung besondere Anerkennung gefunden hat, was in volkswirtschaftlicher Hinsicht von nicht zu unterschätzender Bedeutung iſtt Verlangen Sie den neuesten Kaffee- Ersatz. Perlka ,, Perlka" ist ausgiebig, sehr einfach zu kochen( nur überbrühen!), hat keine Hülsen und ist billig! - ,, Perlka" ist überall zu haben. Aus den Parlamenten. Deutscher Reichstag. Die Vorbereitungen zu den Reichstagswahlen haben begonnen. Die beteiligten Behörden haben nunmehr in Preußen und in den anderen Bundesstaaten die Anweisung erhalten, die Vorbereitungen zu den Reichstagswahlen unverzüglich in die Wege zu leiten. Zur Beratung des Marokkoabkommens sind im Reichstag Anträge gestellt worden. Der nationallibe= rale Antrag fordert, einen Gefeßentwurf einzubringen, wonach unter Klarstellung oder Aenderung der Ver= fassung ausgesprochen wird, daß die Erwerbung oder Veräußerung von Schußgebieten der Form der Reichsgefeßgebung bedürfe. Die Fortschrittliche Volkspartet beantragt, dem Reichstag ein Weißbuch vorzulegen über die Verhandlungen mit Frankreich und das deutsch- französische Abkommen der Budgetkommission zu überweisen sowie einen Gesezentwurf vorzulegen, durch den das verfassungsmäßige Recht des Reichstags, heim Erwerb und Abtretung von Schnitz= gebieten mitzuwirken, Klargestellt wird. Das Zentrum stellt den Antrag, das Schußgebietsgesetz in§ 1 durch die Bestimmung zu ergänzen, daß die Grenzen eines jeden Schutzgebietes nur durch Gefeß geändert werden können. Ein sozialdemokratischer Antrag bewegt sich in der gleichen Richtung. Selbstmord eines Oberlandesgerichtsrats. Der als opferwilliger Kunstmäcen bekannte Oberlandesgerichtsrat Gmelin in Stuttgart hat sich in einem Anfall et ner nervösen Depression erschossen. Taufe, Konfirmation nnd Heirat an einem Tage. In der Kirche zu Balga( Ostpreußen) fand kürzlich eine feltene eter statt. Das 20 Jahre alte Mädchen Hoffmann aus Kahlholz empfing an ein und demselben Lage die Taufe, wurde konfirmiert und reichte am Altar einem Manne die Hand fürs Leben. Die Erfolge der franzöfifchen Zähigkeit. Der französische Minister des Auswärtigen de Selves erklärte gestern in der Kammerkommission für auswärtige Angelegenheiten, daß das deutsch- französische Abkommen das Maximum an Zugeständnissen darstelle. Der Zähigkeit der französichsen Diplomatte fet es gelungen, die deutschen Forderungen soweit herabzudrücken, bis sie annehmbar wurden. Die Kommission möge die Raitfizierung so bald wie möglich befürworten. Der 9. November war zweifellos der schwerste Tag Leben des fünften Reichstanzlers. Es war für den Stetsstag eine sogenannter großer Tag". Saal und Tribünen waren gedrängt voll. Sogar der deutsche Thronfolger war von Danzig herbeigeeilt, um zu hö= ren, was der Reichskanzler zur Verteidigung des Marokko- Kongo- Abkommens zu sagen hätte. Neben thm bemerkte man in der Hofloge den Prinzen August Wilhelm. Der Reichskanzler leitete die Besprechung des deutsch- französischen Abkommens über Marokko und den Kongo mit einer einstündigen Nede ein, wobet er zunächst auf die Vorgeschichte des Abkommens einging. Mit großer Bitterfeit, fa mit Heftigkeit wandte fich Herr von Bethmann gegen all die Vorwürfe der lebten Monate. Von keiner Seite sei ein Anfinnen gestellt worden, das mit der Ehre eines der beiden Telle unverträglich gewesen wäre; mit der Faust auf den Tisch zu schlagen, fet niemals Anlaß gewesen; er würde aber auch im gegebenen Augenblick das Handeln dem Drohen vorgezogen haben. Deutschland sei stark genug, auf Mittel wie Drohungen zu verzichten. Wenn es die Not gebiete, werde es sein Schwert zu ziehen wissen. Der Kaiser habe die stritte Durchführung des bereits im Mat d. J. festgelegten Programms in allen Phasen der Verhandlungen gefordert, in dem vollen Bewußtsein, daß jede politische Aktion einer Großmacht die Schickfalsfrage Krieg oder Frieden heraufbeschwören könne und in der festen Bereitschaft, für die Ehre der Nation jederzeit mit dem Schwerte einzutreten. Darin habe ich der Kaiser mit dem Volfe eins gewußt, das in dieser ganzen Zeit und in allen seinen Schichten von dem entfchloffenen Getste erfüllt gewesen sei, seine Lebensintereffen und feine Ehre gegen jedermann zu wahren. Besonders tief habe im Volfe gefressen, daß wir angeblich vor England zurückgewichen seien. Aber in der vielbesprochenen Bankettrede des englischen Ministers Lloyd George set Deutschland nicht erwähnt worden. Als die Presse sie gegen Deutschland gehäfftg auslegte und dem von englischer Seite nicht entgegengetreten wurde, habe er in London die Sache zur Sprache bringn lassen und die englische Regierung habe nicht mehr den Versuch gemacht, sich einzumischen. Zu dem Rücktritt des Herrn von Lindequist teilte der Kanzler mit, daß der Staatssekretär von Anfang an dem Wunsche auf die Erwerbung eines Kolonialbestßes von der Größe des uns jetzt zugefallenen widerstrebt habe, da kleinere und schon mehr kultivierte Gebiete leichter und billiger zu verwalten wären; dieses Stel fet aber nicht erreichbar gewesen. Der Staatssekretär habe ihm vor wenigen Tagen erklärt, daß er die Kompensationen im Reichstag nicht vertreten könne, weshalb er sein Entlassungsgesuch befürwortet habe. Der Kanzler schloß: Wir verlangen fein Lob, fürchten aber auch keinen Tadel. In der Debatte sprachen die Abgg. Frhr. v. Hertling ( 3tr.), v. Heydebrand( fons.), Bebel( Soz.) und Bassermann( nail.). Alle übten an dem Vertrage scharfe Kritik. Rundschau oom Cage. Politisches. Von Kameraden zu Tode mißhandelt. Beim Fußballspiel in Tangerhütte wurde dieser Tage ein zehnfähriger Knabe im Streit von anderen Schülern derar= tig mishandelt, daß ihm die Eingeweide rissen. Das Kind erlag gestern seinen Verlegungen. Eine schwere Bluttat wurde in Zawodzie, Oberschlesien, verübt. Ein Kaufmann aus Sosnowice fam zu einem wohlhabenden Fleischer in Zawodzie, um Gelder einzufassieren. Während er sich über den Tisch beugte, schlug thm ein Geselle des Fleischermeisters von hinten mit einer Art auf den Kopf. Dem so besinnungslos Gemachten wurde dann der Kopf abgeschnit= ten, der in einem Loche vergraben wurde. Der Fletscher, dessen Ehefrau, der Geselle und ein Bruder des Fleischers wurden verhaftet. Ciu Aufruf an kolonialpolitischer Metätigung. In einem Aufruf, der u. a. von dem Direktor der Ham= burg- Amerika- Linte, des Nordd. Llord, ferner von hervorragenden Industriellen und Bankfirmen unterzeich net ist, wird gegen die anläßlich des Abschlusses des deutsch- französischen Abkommens eingeleitete Agitation Front gemacht, die geetanet set, das Ansehen und die Machtstellung des deutschen Metches im Auslande zu schädigen. Alle deutschen Männer werden zu gemeint= schaftlicher Weiterarbeit an Deutschlands kolonialmirtschaftlicher Rufunft aufgefordert. nachmit Mittelm funden Ein Atem b ein erfd einande welche d Dolgow zeugung befiegter den ftel bruck a fondere Berhän brechen ein Ein Arena Beifall gow fid beugte, tem Ge fich mit nen Ge mit ein Dolgow fum die litten h andere in wild Kasbet Tumul Witt fti fatow mit vo „ Aha, d fer!" R licherwe nicht al tampfer werden. De Trapez Charles gestohle von hoh der Täf fand mo Die Typhusepidemie in Rheinland und Westfalen fordert noch immer neue Opfer. In den beiden Hamborner Krankenhäusern erkrankten vier Krankenschwestern. Zwet von ihnen sind bereits der Seuche zum Opfer gefallen. Englische Freundlichkeiten gegenüber Deutschland. Dem englischen Ministerpräsidenten ist eine von etwa 80 Mitgliedern des Unterhouses aller Parteten unterzeichnete Kundgebung übermittelt morden, in der aus= gedrückt wird wie michttg es fet. Schritte zu tun, erstens um den in Deutschland herrschenden üblen Eindruck wegen der Haltung Englands aegenüber Deutschland zu beseitigen, mettens, der deutschen Regierung und dem deutschen Volf die Gemißhei zu geben, daß keine verantwortliche Stelle in England Deutschlands berechtigte Großmachtbestrebungen mit Feindseltakett ansteht. Keine Aktion der kaiserlichen Prinzen gegen den Kanzler. Die von der Berliner Nationalzettung" ver= breitete Notiz, nach der der Kronprinz eine allgemeine Aktion mit feinen Brüdern gegen den Reichskanzler plant, entspricht nach einer Mitteilung des kronprinzItchen Hofmarschallamtes nicht den Tatsachen.- Das war auch von vornherein anzunehmen. Der Kanzler als Gast beim Kaiserpaar. Der Reichskanzler und Frau v. Bethmann Hollweg folgten Don= nerstag abend einer Einladung des Katserpaares zur Abendtafel. Gin Flug Wien- Berlin. In den nächsten Tagen beabsichtigt der Flieger Held, mit einer Etrich- Taube vom Wien- Neustädter Flugplatz nach Berlin zu fliegen. Die Flugstrecke beträgt etwa 600 setlometer. Wegen Einfuhr des Nachtabfuhrwesens streifen in Neuport die Kutscher des städtischen Abfuhrwesens. Ste wollen nur am Tage arbeiten. Auf den Straßen häufen sich die Mülltonnen. Der Bürgermeister verfügte die Entlassung der Streifenden, doch ist diese wirkungslos, da ein Ersatz schwer zu beschaffen tst. Bei dem gestrigen Offiziersrennen der Offiziere des Luftschifferbataillons in der Berliner Jungfernbeide ist der zu dem Luftschifferbataillon kommandierte Leutnant Runkel vom 4. lanenregiment lebensgefährlich verunglückt. Bei dem Nehmen einer Hürde ging das Pferd durch und schleuderte den Reiter mit dem Kopf gegen einen Baumstamm, so daß ihm ein Ast durch die Stirn in das Gehirn drang. Vermischtes. Die Sturmschäden auf Helgoland. Der ganze Nordstrand Helgolands ist mit Schutt und Steinen bedeckt. Es wurde sogar das starke Bollwerk von den aufgepeitschten Wogen zerbrochen und ein großer Streifen Landes in das Meer gespült. Desgleichen hat die Dline start gelitten Geradezu verheerend hat der Sturm beim Reichskriegshafen gewirkt. Das große etferne Gerfist, das zum Bau der Schutzmauren errichtet ist, ist vollständig vernichtet. Hier beträgt der Schaden allein etwa 200 000 Mart Die Mannschaft der im Hafen liegenden Schiffe fonnte nur mit Mühe gerettet werden. Ein Schiff, das den Hafen aufgesucht hatte, wurde gegen die Ostmauer geschleudert und zerschellte. Der französisch- svanische Geheimvertrag hat in Frankreich lebhaftes Mißveranüaen erregt. Der Abschluß des Vertrags scheint eine Brivatarbeit des Herrn Delcasse zu sein. Es wird nämlich gemeldet, daß mehrere Deputierte, welche den früheren Kabinetten ange= hörten, lebhafte Ueberraschung und unverhohlenen Unwillen über den Geheimvertrag äußerten und erklärten, daß außer Delcaffé tein Mitalied der Regierung diesen Vertrag gekannt habe. Der Vertrag wird von verschie= denen Blättern in recht ungünstigem Sinne erörtert. Der Steger in den deutsch- französischen Verhandlungen sei Spanien, das ohne Opfer und ohne Gefahr den besten und fruchtbarsten Landstrich und das mittelländische Küstengebiet Marokkos erhalte. Der Vertrag hat in Deputiertenfreifen lebhaftes Befremden erregt. Fast afte Deputierten feten der Ansicht, daß Frankreich nicht mehr das Protektorat über ganz Marokko, sondern nur über ein zerstückeltes Marokko erlangen tönnte, dessen wertvollster Teil den Spantern preisgegeben werde. Der allgemeine Eindruck set, daß das Abkommen mit Deutschland nunmehr ein ganz anderes Aussehen geminne, und daß die Kammer die Pflicht habe, vor Genehmigung des Abkommens die aanze Frage genau zit prfiefn. Eine Kolonie Großkamerun. Wie verlautet, follen die neu erworbenen Gebtete im Kongo nicht als selbstständiges Verwaltungsgebiet eingerichtet, sondern mit Kamerun zu der Kolonte Großkamerun vereinigt wer= den. Zwölf Friedens= Demonftrationsversammlungen sind für nächsten Sonntag von der Berliner Sozialde= motratte, entsprechend dem Beschluß des internationalen sozialistischen Bureaus, einberufen worden. Die Reichstagskandidatur des Grafen Haefeler. Nach einer Meldung aus Cöln hat das Zentrum beschlossen, die Kandidatur des Feldmarschalls Grafen Haefeler in Duisburg nicht zu unterstüßen und an einer eigenen Kandidatur festzuhalten. Damit wäre die Kandidatur aussichtslos und Graf Haefeler wird seine Zufage wahrscheinlich zurückziehen. Die Reichstagsstichwahl in Ratibor hat am Mittwoch stattgefunden. Es erhielt Grundbesitzer Sapletta in Ratibor( Zentrum) 10 050 und Pfarrer Banas in Lubowitz( Pole) 5600 Stimmen. Ersterer ist somit ge= wählt. 22) Aus Eifersucht. Roman von Mar Hoffmann. Der merikanische Bürgerkrieg hat noch immer nicht ausgetobt. Nach Telegrammen aus Merito ist die dortige Lokalpresse voll von Nachrichten über eine furchtbare Schlacht zwischen Regierungstruppen und Rebellen in Juchitan im Staate Ortca. Welcher Teil sieg= retch gewesen ist, wird nicht gemeldet, sondern nur, daß mehrere tausend Menschen getötet worden sind. ( Nachdruck verboten.) " Umsomehr, da ich diesen Menschen entlarvt habe," setzte Weide vergnügt hinzu. „ Es ist ja wahr." sagte Felicia nachdenklich.„ Was aber war unter den Worten„ Ich bereue" zu verste= hen?" " Kleine Nachrichten. Im Weltmeer verfchlagen. In Buenos Aires ist am Freitag der Dampfer firia" eingetroffen, der im Karaibischen Meere einen venezuelanischen Fischer von furchtbaren Leiden und einem qualvollen Tode rettete. Der Unglückliche, der Juan Rodrfanez heißt, war am 26. September mit seinert Fischerboot von La Guanra in See aeftochen, wurde von einem Sturme überrascht, der das Segel des fleinen Bootes entführte, und trieb nun 30 Tage lang in seinem offenen Boote hilf- und stener( ns auf dem Weltmeere. Ich hatte nur fiinf BalIonen Wasser, vier Pfund Kartoffeln, zwei Bfund Brot, Käse und Butter im Boot. Nach einigen Tagen begann mein Fahrzeug Waffer durchzulassen: ich lan mun in alübender Sonne im Salzwasser, mein Proviant ging zu Ende mti m.tner Angel begann ich zu fischen und nährte mich ffirmerlich von meinem Fana. den ich roh verzehren mitßte. Es war grauenhaft. Mein ganzer Körper bedeckte sich mit Blasen und Benlen, Hate schwammen hinter meinem Boote, und nachts glaubte ich, diese ungeheuer durch die dünnen Blanken unter mir zu spüren; als nach 30 Tagen, am 26. Oftober, die kiria" erschien hatte ich bereits alle Hoffnung aufge= geben" Rodriguez ist wohl 400 Seemetlen weit herum= getrichen Dem Brinzen Heinrich von Preußen wurde am Donnerstag der Ehrenbürgerbrief der Stadt tel überreicht. In dem Ehrenbriefe wird darauf hingewiesen, daß der Prinz sett 24 Jahren in tel setne Residenz hat und daß er durch warmherziges Eintreten für die Wohlfahrt und das Aufblühen der Stadt Kiel sich die Liebe und die Wertschäßung der Kieler gesichert habe. „ Scheint so! Und deshalb eben war es so unsinnig. Mein Vater hatte nichts zu bereuen." Felicia sah thn ungläubig an.„ Rätselhaft bleibt es doch!" versicherte sie. und woher famen jene Klopftöne?" Ich bin überzeugt, daß sie auch jener blasse Herr hervorgebracht hat," sagte Weide. Jedenfalls war er ein ziemlich geschickter Taschenspieler." Die Klage des Reichsorafen Günther von der Schnt= lenburg auf Aufhebung seiner vom Amtsgericht Velbert ausgesprochenen Entmündigung ist am Donnerstag vom Landgericht Elberfeld abgewiesen worden. Es bleibt also bei der Entmindiauna. ,, Und wir selber sind in unserer Angelegenheit nicht um einen Deut weitergebracht," gestand Friz unmutig. „ Im Gegenteil," ftel Felicia lebhaft ein.„ Ich bin da auf einen ganz besonderen Gedanken gebracht worden, den ich gewiß verfolgen werde." Die Luftreise eines Kinderballons. Ueber die Landung eines deutschen Kinderluftballons in Rußland wird folgendes gemeldet: Auf dem am 24. Oktober in Bütow in Mecklenbura abaehaltenen Herbstmarkt fauf= te sich ein dortiger Schüler für zehn Pfennig einen BalIon, befestigte an thm eine Roftfarte mit seiner Adresse und bat, der Finder möchte ihm über den Fundort Nachricht zukommen lassen. Der Aufstieg des Ballons erfolate an dem genannten Tage um 5 Uhr nachmittags. Wenige Tage später erhielt der Schüler einen einge= schriebenen Brief aus Saratom tm östlichen Rußland mit der Mitteilung, daß der Ballon am 25. Oktober, zuteil wurde, war, wenn man seinen Umgang mted und auf der Straße tat, als ob man ihn nicht gesehen hätte, wenn er vorüberging. Sein höflicher Gruß wurde sehr steif erwidert. Bet manchen waren es die Augen allein, die ihn mit ihrer stummen Verfolgung fast zur Verzweiflung trieben. Diese fragenden Blicke, die manchmal ängstlich, dann wieder tronisch oder gar anklagend auf thm ruhten, und sein Inneres zu erforschen suchten, waren fürchterlich für thn. Ste schtenen ihm zuzurufen: Nun? Du weißt doch etwas von dem Mord! Warum sag'st Du's denn nicht? Warst Du etwa selbst dabet beteiligt? Und wenn das nicht der Fall war, in welcher Beziehung stehst Du dann eigentlich dazu?" „ Und welcher wäre das?" fragten alle dret. " Auch wir Frauen verstehen schweigend zu handeln," sagte ste lachend. Ich will mir erst noch alles reiflich überlegen." 8. Kapitel. Dabet war es mit dem Segen der Arbett auch nichts. Denn er wurde jetzt als Arzt so gut wie gar nicht in Anspruch genommen. Sein Sprechzimmer blieb leer, höchstens daß sich ab und zu eine arme Frau oder ein harmloses Bäuerlein darin verirrte. Aber zu den Familien des Ortes wurde er nicht mehr gerufen, seine Praxis bet diesen war mit einem scharfen Messer abgeschnitten. Doktor Waldow war nun schon seir einigen Tagen wieder zu Hause und versuchte alles Trübe und GräßItche, das hinter ihm lag, zu vergessen. Dazu gab es tein besseres Mittel, als die rastlose, unverdrossene Arbett. Aber er merkte nur zu bald, daß es sehr schwer ist, das einmal geweckte Vorurteil der Menschen zu überwinden. Man begegnete ihm mit Mißtrauen oder gar offenem Uebelwollen, und das gelindeste Böse, was ihm würde, Herr Doktor! Und Sie hoffen, daß es anders werden wird?" „ Wenn ich diese Hoffnung nicht hätte, so hätte ich diesen Ort schon längst verlassen. Aber ich denke im= mer, die Menschen werden sich schließlich doch eines Bes= feren befinnen." ,, Glaube ich nicht! Denn sehen Sie, was man auch sagen mag, der dunkle Punkt bleibt doch immer." " Was geht das mich an? Ich bin doch völlig gereinigt von jedem Verdacht." Nun saß er Tag für Tag in seinem Arbeitszimmer und vertiefte sich in das Studium wissenschaftlicher Werke oder experimentierte. Aber vorwärts kam er dabei nicht und er mußte sich bisweilen bang fragen, was das wohl für ein Ende nehmen sollte. Seine Nervosität wuchs, und des Nachts wälzte er sich ruhelos auf seinem Lager. Bet solcher Stimmung wurde ihm eines Tages der Polizeikommissar von Bardekow gemeldet, der ihn zu sprechen wünschte. ein Gla dessen fchlagen blic to höhle z Ein Der große schlanke Herr verzog bedenklich seinen Mund. Offiziell fa. Aber wie man bet einem guten Buch immer zwischen den Zetlen lesen muß, so muß man auch hier immer noch seine Nebengedanken haben." Waldow runzelte die Stirn. Sind Ste deshalb zu mir gekommen, Herr Kommissar, um mir das zu sagen und mich wieder zu quälen? Was berechtigt Ste dazu?" Der Beamte war sehr liebenswürdig, geschmeidig wie ein Aal und sprach erst von allerlet gleichgültigen Tagesneuigkeiten. Dann erkundigte er sich nach dem Befinden und der Prarts des Doktors, und als dieser thm offen seine Lage darlegte, sagte er: ,, Konnt's mtr denken, daß es Ihnen so gehen hat eine thnen@ ber Buf tellunge betten. Ippen d bem produk Wunsch In erste als Pri werden " Ich könnte einfach erwidern, mein Amt. Aber ich will deutlicher sein. Sehen Ste, in tenem Besteck dort fehlte bet unserer kleinen Besichtigung, die wir hier vornahmen, ein Messer. Wo ist es geblieben?" „ Ach so," rief Waldom sichtlich erleichtert, das ist es, was Ihnen auf dem Herzen Itegt!". Dabet klappte er das Besteck auf, und Bardekow fah zu seiner Verwunderung, daß der Inhalt vollständig war. tereffe fördern D Tages fremde ten ert einzeln Krante eines bemnä fremde deckung fowie war. 6 mund d Doftor, fühlt he Sachen den, da fbrig tend, de nenauer Eine S Rentier wahrung worden gemeind Rentter verwalt wurde wtefen. „ Wo war das Messer aber damals?" fragte er. „ Wenn Sie sich die kleine Mühe genommen hätten, dort im Schubfach des Waschtisches nachzusehen, so hätten Sie es gefunden. Ich hatte am Tage vorher an etnem meiner Patienten hier eine kleine Operation da= mit vorgenommen, und da ich das Instrument nicht gleich reinigen konnte, so legte ich es dorthin. Jetzt ist es wieder ganz intakt, wie Ste sehen." Er hielt dem verdußten Beamten das Besteck mtt etner trontschen Bewegung dicht unter die Nase. „ A Immer, fam, ger Der. fuche? " Das tit mtrs d verschwe etwas, halten S Wa Das Nich einen De denn imm tah jetzt d muß, daß Itzet feeli Herr heit und fich, Hern frage me fich felbst Wa Dottor an Barde werter He Waldo miffar entf Alfo a Immer nod tam fich vo man von S ein Berbr urtellung Der als esgericht Anfall el em Lage 5 füralia Mädchen demfelben am A Beim Fuß ein zehn ern derar ffent. Das Sie, Ober wice fam e, um Gel den Tisch ifters von So befin abgeschnit Der Flet Bruder des Westfalen Hambor ntenschwe Zuche zum Hen Tagen rich- Taube zu flie eter. streifen in efens. Ste aßen häu r verfügte wirkungsOffiziere gfernheide ierte Leut 1sgefährlich ging das dem Kopf durch die anze Nordnen bedeckt. den aufge er Streifen at die Diine Sturm beim ne Gerüst, st, ist voll allein etwa n liegenden erden. Ein De gegen die Aires tit fen, der im Fischer von de rettete. , war ant a Guanne überrascht, 2, und frieb te bilf- und r fiinf Bal fund Brot, gen begann ag mun in oviant ging fischen und den ich roh Zein ganzer ulen, Haie hts glaubte anfen unter Oktober, die nung aufgeweit herumber die Lanin Rußland stmarkt faufOktober in a einen Bal einer Adrefie undort NachBallons er einen eingehen Rußland 25. Oftober, nachmittags. es anders fo hätte ich h denke imch eines Besvas man auch immer." Soch völlig geenklich seinen einem guten muß, so muß anken haben." Ste deshalb zu das zu sagen berechtigt Ste Amt. Aber ich m Bested dort die wir hier htert, das ist ieben?" Dabet Flappte zu feiner Ver war. fragte er. ommen hätten, ufehen, fo hät age vorher an Operation da trument nicht rthin. Jest ift Das Befted mit Ste Nafe nachmittags 2 Uhr, im Gouvernement Saratow, am Mittelwege der Städte Petromst und Attrarst, aufgefunden worden fet. Die Strecke, die der Ballon durchEin Drama aus dem Ringkämpferleben. Wie aus Stew berichtet wird, hat sich in einer dortigen Arena ein erschütterndes Drama zugetragen. Es rangen mit einander die Ringkämpfer Temir- Kasbek und Dolgow, welche auf einander im höchsten Grade erbittert waren. Bon der Dienstmädchennot. In der„ Jäger- Bet tung" steht folgende Annonce: Suche zum baldigen Antritt junges bescheidenes Mädchen zur Unterstützung tm Haushalt bet Familienanschluß. Kein Vich. Aus führliche Meldung an Frau Revierförster D., Forsth. S. b. M. t. Eifel." Die Frau Försterin muß schlechte Erfahrungen mit ihren Mädchen gemacht haben! Infolge einer topographischen Aufnahme auf dem Eingeborenenfriedhof in Tunts durch französische Geometer entstand ein Aufruhr in der Araberstadt. Die Polizei wurde angegriffen, dret Schußleute wurden getötet und zehn verwundet. Quaven, Jäger zu Pferde und Artilleristen wurden herbeigeholt und säuberten nach längerem Kampfe am Nachmittag die Araberstadt von den Aufrührern, die auch Ambulanzen angriffen und Krankenträger töteten und verwundeten. Etiva Dolgow fiegte. Während Dolgow noch die Betfallsbe- Eine Araberrevolte in Tunis. zeugungen des Bublifums entgegennahm, fchlich sich sein besiegter Gegner in den Ankleideraum. Den umstehenden ftel hierbet schon sein eigentümlicher Gesichtsausdruck auf; niemand aber schenkte diesem Umstande besondere Aufmerksamkeit, was dem armen Dolgow zum Berhängnis gereichen sollte, denn die nunmehr hereinbrechende Katastrophe spielte sich so fählings ab, daß an ein Eingreifen seilens der Personen, welche sich in der Arena befanden, nicht gedacht werden konnte. Als der Beifallssturm seinen Höhepunkt erreicht hatte und Dolgow fich ein über das andere mal glückstrahlend verbeugte, stürzte plößlich Temir- Rasbet mit_mutverzerrtem Gesicht und blutunterlaufenen Augen hervor, warf sich mit einem dumpfen unartikulierten Schret auf setnen Gegner, riß ihn zu Boden und durchschnitt ihm mit einem Dolche die Kehle. Während der unglückliche Dolgow in der Arena verblutete, spielten sich im Publifum die entseßlichsten Szenen ab; viele Zuschauer erlitten hysterische Anfälle oder fielen in Weinkrämpfe; andere wieder schrien wie wahnsinnig und drängten in wilder Aufregung nach den Ausgängen zu. TemirKasbek wurde durch den Anblick des Blutes und den Tumult ringsum nur noch mehr geretat; in sinnloser Wut stürzte er sich nunmehr auf den Schiedsrichter Kasalom und versetzte ihm mehrere Dolchstiche, indem er mit vor Wut heiferer Stimme fortwährend ausrief: " Aha, das bist du; da hast du, da hast du, Schiedsrich fer!" Rasatom stürzte blutüberströmt zu Boden. Glücklicherweise erwiesen sich seine Verwundungen nachher nicht als lebensgefährlich. Der vor Wut rasende Ringfämpfer konnte nur mit Mühe und Not überwältigt werden. ein Dußend Eingeborene sind im Kampfe getötet. Später wurden verschiedene Italtene von den Arabern meuch Itngs angefallen und vier oder fünf ermordet. Die Europäerstadt ist ruhig. Die Araberstadt tst militärisch besetzt. Der gestohlene Diamant in der Augenhöhle. In Trapezunt wurde der Laden des französischen Juweliers Charles Bonlie vollständig ausgeplündert. Unter den gestohlenen Gegenständen befand sich auch ein Diamant von hohem Werte. Der Polizet gelang es zwar, einige der Täfer festzunehmen, doch von dem Diamanten felbft fand man keine Spur. Da gertet jüngst ein Türke, der ein Glasauge trug, mit einem Boltzisten in Streit, in dessen Verlauf ihm das Auge aus der Augenhöhle geschlagen wurde und zu Boden ftel. Im selben Augenblick follerte der vielgesuchte Diamant aus der Augenhöhle zur Erde. Der Täter wurde verhaftet. Eine Marinemappe für die Schulen. Der Kaiser hat eine Reihe bekannter deutscher Martnemaler, unter Ihnen Salzmann, Bohrdt und Stöwer, beauftragt, an ber Zusammenstellung einer Reihe von bildlichen Darstellungen aus dem deutschen Seemannsleben mitzuar beiten. In dieser Sammlung sollen sowohl die Schiffs= typen der deutschen Kriegsmarine als auch Episoden aus bem Seeleben fünstlerisch dargestellt werden. Die Reproduktionen dieser Blätter werden auf besonderen Wunsch des Kaisers zu einer Mappe vereinigt und sollen In erster Linie den Schulverwaltungen zur Verteilung als Prämte für fleißige Schüler zur Verfügung gestellt werden, um so in der heranwachsenden Jugend das Intereffe und das Verständnis für unsere Seemacht zu fördern und zu stärken. Der falsche Doktor und die Stadtgemeinde. Eines Tages erschien im Lutsenhospital in Dortmund etn fremder Doktor, der sich teilnahmsvoll nach den Kranten erfundigte und auch sonst lebhaftes Interesse an den einzelnen Räumlichkeiten und den Einrichtungen des Krankenhauses zeigte. Er besuchte auch das Zimmer etnes Rentiers, der an einem Augenleiden litt und bemnächst operiert werden sollte. Nach dem Besuche des fremden Doktors machte der Rentter die unltebsame Entdeckung, daß ihm ein Geldbetrag aus dem Nachtkästchen, sowie eine goldene Uhr und Kette gestohlen worden war. Er flagte nun gegen die Stadtgemeinde Dortmund auf Schadenersatz und behauptete, der fremde Doktor, der sogar verschiedenen Kranken den Puls ge-= fühlt hatte, set ein Schwindler gewesen und habe seine Sachen gestohlen. Das set nur dadurch möglich geworden, daß die Aufsicht im Lutsenhospital viel zu wünschen übrig lasse. Die beklagte Stadtgemeinde machte geltend, daß bet den bestehenden Verhältnissen eine noch nenauere ueberwachung des Gebäudes nicht möglich set. Eine Schadenersatzpflicht läge für sie nur vor, wenn der Rentler die Sachen der Hospitalverwaltung zur Aufbe= wahrung übergeben hätte und sie trotzdem gestohlen worden wären. Das Amtsgericht verurteilte die Stadtgemeinde zum Schadenersatz, denn die Sachen habe der Rentter gebraucht, er konnte sie also nicht der Hospitalverwaltung zur Aufbewahrung übergeben. Dagegen wurde die Klage auf Ersatz des Geldbetrages abgewiesen. „ Also das wars, was Sie bedrückte," fuhr er fort. Immer, wenn man ihm mit einem brutalen Verdacht fam, gewann er seine Ruhe und Geistesgegenwart wieder. Und deshalb beehrten Sie mich mit Ihrem Befuche? Sehr freundlich von Ihnen, das muß ich sagen!" „ Sie dürfen's mir nicht übel nehmen, Herr Doktor. Das ist eben mein Beruf. Und offen gestanden kommt mtrs doch noch immer so vor, als wenn Sie uns etwas verschweigen, was Sie über fene Tat wissen, wenigstens etwas, was damit im Zusammenhang steht. Warum halten Sie es so geheim?" " Was?" fragte Waldow sehr erregt. " Das frage ich Sie eben." DIY " Nichts! Ich weiß gar nichts! Hören Ste? Nicht einen Deut!" rief der Doktor wild. Will man mich denn immer wieder quälen? Ist es nicht genug, daß ich jetzt den Kampf ums Dasein von neuem aufnehmen muß, daß ich anfechten muß gegen eine Welt von Boshett und Niedertracht? Soll ich auch noch von der PoItzet seelisch gepeinigt werden?" Herr von Bardekow erhob sich. Beruhigen Ste fich, Herr Doktor! Es war im Grunde nur eine Anfrage meinerseits. Niemand ist ja schließlich verpflichtet, sich selbst bloßzustellen." " Was will man eigentlich von mir?" fuhr thn der Doktor an. Bardekow verbeugte sich. Ich will mich empfehlen, werter Herr Doktor." Waldow verneigte sich sehr gemessen, und der Kommissar entfernte sich gravitätisch. Also auch von setten der Behörde schten man ihn Immer noch mitßtrautsch zu beobachten! Der Doktor tam sich vor wie ein unter Polize taufsicht Gestellter, den man von Ort zu Ort hebt, bis thm nur der Tod oder ein Verbrechen übrig bleibt, um sich durch seine Verurtellung den Verfolgern zu entziehen. Der Angriff auf die Italiener in Tunis läßt deutlich erkennen, daß es sich hier um eine allgemeine europäerfeindliche Bewegung handelt, die auf die Verkündigung des heiligen Krieges und die Ereignisse im benachbarten Tripolis zurückzuführen ist. Es wird wohl auch nicht die letzte Revolte sein, die eine Folge des italienischer Abenteuers ist. Die Pariser Blätter erblicken in diesen Unruhen ein sehr ernstes Symptom Die des aufgestachelten muselmanischen Fanatismus. Meuteret hat große Aehnlichkeit mit den fürzlich in Da8 Alexandrien vorgekommenen Ausschreitungen. " Journal" meint, Frankreich dürfe nicht vergessen, daß es in Tunis über 100 000 Italiener zu beschützen habe und daß man im Hinblick auf die Rückwirkung, welche dte in Tripolis und Marokko bevorstehende Umgestal= tung auf die ganze muselmanische Welt ausüben dürfte, alle erforderlichen Vorsichtsmaßregeln treffen müsse. Nach einzelnen Berichten hätten an den Unruhen an 15 000 Eingeborene teilgenommen. Die Zustände in Tripolis und insbesondere die militärische Lage der Italiener erhalten eine charakteristische Beleuchtung durch telegraphische Mitteilungen der dort befindlichen Korre pondenten einiger deutscher Blätetr. Danach nimmt die Cholera, zu der sich neuerdings auch der Typhus gesellt hat, sowohl unter den italienischen Truppen wie der eingeborenen Bevölkerung ständig und bedrohlich zu. In den letzten Tagen ist die Zahl der täglichen Erkrankungen in die Hunderte gestiegen. Die Behand= lung der Eingeborenen durch die Truppen ist zwar milder geworden, aber gelegentliche Hinrichtungen und die Haussuchungen bei den Eingeborenen dauern fort. Auch die Schießereien im Innern der Stadt wiederholen sich wie die täglichen, mehr oder minder heftigen Scharmilyel an der Kampflinte. Die türkische Ar= tillerie, die so gut versteckt ist, daß die italienischen Kriegsschiffe thr feinen Schaden zuzufügen vermögen, fährt fort, Gefchoffe in die Stadt zu werfen. Die Italiener haben neuerdings, wie dem„ B. T." gemeldet wird, 3000 Mann an Verstärkungen erhalten und erwarten in den nächsten Tagen wettere Truppensendungen in derselben Stärke sowie schwere Geschüße. Der Korrespondent der Frantf. 3tg." bestreitet auf das bestimmteste die Richtigkeit der italienischen Angaben, daß die Araber von den Türken mit Gewalt zur Teilnahme am Kriege gezwungen werden, vielmehr wachse, wie er durch einen Dolmetscher von gefangenen Arabern erfuhr, die Kampfbegeisterung bei den Stämmen des Innern. Das Bild der Lage wie die italienischen Verlustzahlen würden in den italienischen Blättermeldungen gefälscht. Nach Angaben römischer Blätter, die vorläufig ohne fede Bestätigung sind, sollen Frankreich und Nußland die Annexion anerkannt haben, während Deutschland, Desterreich und England sich darauf beschränkten, die Mitteilung zur Kenntnis zu nehmen. Ministerpräsident Giolittt gibt in einem an den Partser Matin" gerichteten Briefe auf dessen Anfrage über die angeblich von den taltenischen Truppen in Tripolis begangenen Grausamkeiten von einer Erklärung des Generals Caneva Kenntnis, monach die italienischen Truppen, wenn überhaupt, höchstens den einen Fehler begangen haben, daß sie zu großen Edelmut und Geduld gegen ihre Feinde bewiesen hätten. Diese Versicherung verdient Bewunderung wegen ihrer geradezu grandiofen Kaltblütigkeit; ste wird ihr namentlich gezollt werden von den nichtitalienischen Kriegskorrespondenten und Photographen, die einmütig die gegen die Araber begangenen Greueltaten mit Entsezen erregender Eindringlichkeit in Wort und Bild vorgeführt und zum Tell der Stätte dieser Greueltaten mit dem öffentlichen Ausdruck des Abscheus und Nennung ihrer Namen den Rücken gekehrt haben. Er stützte den Kopf auf die Faust und sáß in Nachdenken versunken lange an seinem Schreibtisch. Es mußte anders werden. Aber wie? Er sah keinen Ausweg. So vor sich hinbrütend, überhörte er ganz das schüchterne Klopfen an der Tür. Es wurde noch einmal lauter wiederholt, und dann tat sich die Tür auf, und Frau Schulze guckte heretn. Als sie ihren Herrn so apathisch fiben sah, machte sie die Tür vorsichtig hinter fich zu, trat resolut zu ihm heran und legte ihm die Hand auf die Schulter. Erschrocken fuhr er auf. Bitte, bitte, Herr Doktor!" sagte sie freundlich. „ Bleiben Sie nur ruhig fizzen. Du lteber Gott, das kann ja kein Christenmensch mehr mit ansehen, wie Ste sich abhärmen! Was ist denn bloß los mit Ihnen, Herr Doktor? Geht Ihnen immer noch diefe dumme Geschichte mit der Villa da drüben im Kopfe herum? Ach femineh, das ist ja ein wahres Kreuz für Ste, daß das passiert ist! Und wo Sie doch so unschuldig sind wie Butter an der Sonne!" Ein schwaches Lächeln glitt bet thren naiven Trostworten über setne verbitterten Züge.„ Meinen Ste, Frau Schulze?" fragte er letse. „ Ob ichs metne? Na, das ist doch klar, Herr Doktor, daß ein so guter Mensch wie Ste nichts damit zu tun haben kann. Und doch sind die Menschen so töricht und bleiben von Ihnen fort und wollen sich Ihren ge= schickten Händen nicht mehr anvertrauen." Er nickte trübseltg. „ Wer kommt denn noch zu Ihnen, oder wer holt Ste? Ich hab's selber beim Bäcker gehört. Da hat mir die Frau gesagt, daß sie Ste gern wegen ihres Reißens um Rat fragen möchte, aber thr Mann hats ihr verboten. Ach, tch habs fa immer gesagt, die Männer sind schlimmer als die Frauen, wenn sie einen Stein auf den Nächsten werfen können. Und eine Dame Drabtnachrichten und neuestes. Der Kronprinz als Gast bei den Majestäten. 1900 Potsdam, 10. November. Der Kronprinz nahm gestern an der Abendtafel bet den Majestäten im Neuen Palais statt, zu welcher auch der Reichskanzler mit Gemahlin geladen waren. 15h Ranbmord in Stettin. Stettin, 10. November. In der vergangenen Nacht wurde der 70 Jahre alte Verwalter der Vereinstaffeeküche des Zentralgüterbahnhofs mit einem Halstuch erdrosselt. Die Kasse mit einem Betrage von 100 Mart fehl. Der Täter fcheint nach einem am Tatorte zurückgelassenen Gegenstand den Bergmannskreisen anzugehören. Er hatte sich in den Räumen einschließen laffen. 11911 Die Reichstagskandidatur des Grafen Posadowsky. Naumburg, 10. November. Der hier wohnende Staatssekretär a. D. Graf Posadowsky empfing Ver treter sämtlicher bürgerlicher Parteien des Reichstagswahlkreises Bielefeld- Wiedenbrück mit Ausnahme der freifinnigen Volkspartet, die ihm das Reichstagsmandat thres Wahlkreises anboten. Der Graf nahm diese Kandidatur auch an. Furchtbarer Tod eines Müllerburschen. Cleve, 10. November. Einen furchtbaren Tod erlitt in Keppeln in der Nähe von Cleve ein siebzehn= jähriger Müllergehilfe, der bei der Arbeit von einem Windmühlenflügel erfaßt, durch die Luft geschleudert und zerschmettert wurde, ohne daß seine entsegt zuschauenden Angehörigen ihm hilfe bringen konnten. Nene Opfer der Balkanränber. Konstantinopel, 10. November. Der Ingenieur Dublewski, ein österreichischer Pole, wurde vorgestern bet Samsun in Anatolien von Räubern entführt, die für seine Freilassung ein hohes Lösegeld verlangen. In Bruffa wurden zwei weitere Ingenieure von Banditen total ausgeplündert. Berliner Getreide und Schlachtviehmarkt. Die abschwächende Wirkung des stark vermehrten argentinischen Angebots in Weizen war an allen Getreidemärkten zu spüren. In Europa machte sie sich um so mehr geltend als ein Importbedarf Frankreichs diesmal nicht, wie im Vorjahre, dem Markt eine Stüße gewährte. Gleichzeitig ist der Weizenerport Rußlands gestiegen und die nach Europa unterwegs befindlichen Wetzenzufuhren stehen den gleichzeitig vorfährigen nur noch um etwa 100 000 Tonnen nach, während der Abstand vor vierzehn Tagen noch etwa 300 000 Tonnen betrug. Außer der Mattigkeit des Auslands wirften am Berliner Markt auch das schwierige Mehlgeschäft, die unbefriedigender Schiffahrtsverhältnisse, das Stoffen der Exportverkäufe und die gute Entwicklung der neuen Saaten ein. Die Unternehmungslust war für alle Getreidearten gering. Weizen verlor etwa 3 M, Roggen war etwas widerstandsfähiger und büßt nur etwa 1½ M. ett. Das Inland hält zu den gegenwärfigen Preifen mit Angeboten zurück, wohl in der Erwartung, daß bei der Leistungsunfähigkeit Rußlands dte Ausfuhr bals wieder einseßen dürfte. In Hafer gestaltete sich das Geschäft schleppend, da das Inland an feinen Preisen festzuhalten sucht, während dagegen billiger La Plata- Hafer auf Lieferungspreise erheblich drückt. Mats bleibt in alter Ware fest, neue wird stärfer angeboten. Am letzten Tage der Berichtswoche stellten sich die Preise für Lieferung im Dezember wie folgt: Weizen 204 M, Roggen 183,25 M, Hafer 182,75 Mart, Mais 168,50 M Preise des städtischen Schlachtviehmarktes. 1. Ochsen: a) vollfleischige ausgemästete höchsten Schlachtwertes, ungejocht 81-89 M., b) junge, fleischige, nicht aus= gemästete 76-84 M., c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 64-74 M. 2. Bullen: a) vollfleischige, ausgewachsene, höchsten Schlachtwertes 77-83 M., b) nollfleischige jüngere 73-78 M., c) mäßig genährte jün gere und gut genährte ältere 66-75 M. 3. Färsen und Kühe: a) vollfleischige ausgemästete Färfen höchsten Schlachtwertes- bis M., b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes, bis zu 7 Jahren 68-74 M. c) ältere ausgemästete und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 62-69 M., d) mäßig genährte Kühe und Färsen 53-60 M., e) gering genährte Kühe und Färsen bis 60 M., f) aering genährtes Jungvieh( Fresser) 56-64 M. 4. Kälber a( Soppellender feinster Mast 114-143 M, 6) feinste Mastfälber 105 bis 112 M, c) mittlere Mast- und beste Saugfälber 97 bis 105 M., d) geringere Mast- und gute Saugfälber 88 bis 98 M, e) geringe Saugfälber 55-82 M. 5. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthammel 70-82 M., b) ältere Masthammel, geringere Mastlämmer und gut genährte junge Schafe 60-68 M., c) mäßig genährte Hammel und Schafe 47-68 M. 6. Schweine; a) Fettschmeine über 3 Bentner Lebendgewicht 62-63 M., b) vollfleischtge Schweine 250-300 Bfund 60-62 M., c) vollfletichige 200-240 Pfund 58-60 M., 5) vollfleischige Schweine 160-200 Pfund 53-57 M., e) vollfleischige Schweine unter 160 Pfund 50-52 M., f) Sauen 52 bis 56 M. tenn' ich, Herr Doktor, die sich von niemand wird beeinflussen lassen und Ihnen treu bleibt, was auch alle reden mögen." Er sah sie erstaunt fragend an. Ste dämpfte thre Stimme zu geheimnisvollem Flüstern und fuhr fort: „ Ste hat sich schon bet mir nach Ihnen erkundigt und wissen wollen, wie es Ihnen geht." „ Wer?" fragte er und heuchelte vollkommene Ahnungslosigkeit, während es in seinem Innern sang und Jubilterte. „ Nun, das Fräulein." " Welches Fräulein?" „ Aber Herr Doktor, Ste wiffen doch ganz gut, wen ich meine! Ste war sogar schon in Ihrer Abwesenheit hier und hat ein langes und breites mit mir gesprochen. Ste hält es nicht für recht, daß Sie sich noch gar nicht wieder bei ihren Eltern haben sehen lassen." " Kann ich denn?" rief er schmerzlich. Ich bin ja gar nicht sicher, ob mich der alte Herr an der Tür zurückweist. Und dem möchte ich mich doch nicht aussetzen." Nein, nein, fie meint, Ste witrden mit offenen Armen empfangen werden." " So? Und warum lädt mich der Justizrat dann nicht zu sich ein? O, ich weiß, tch würde der Familie vielleicht willkommen sein, aber auf einem Gesellschaftsabend möchten ste mich doch nicht dort haben. Und ich möchte die Famille Heinroth vor der unangenehmen Lage bewahren, von den anderen schtef angesehen zu werden, weil sie einen Verfemten, wie ich es bin, bet fich geduldet hat." ( Fortsetzung folgt.) Die Lösung der Korsettfrage Welche Dame will sich noch weiter zum Sklaven eines modernen Korsetts machen, nachdem das ueue Untergewand ,, Kalasiris" als vollgültiger Korsettersah seinen Siegeszug durch alle Kulturstaaten angetreten hat? ,, Kalafiris" hat im Gegensatz zum Korsett seinen Stützpunkt nicht in der Taille, sondern in der Hüfte, deren knockenstarre Unterlage eine feste Umschnürung sehr wohl verträgt. Salafiristrägerinnen genießen daher vllige Freiheit der Bewegung und Atmung, fühlen sich in der Taille und in der Magengegend nicht eingeengt oder behindert und haben außerdem das angenehme Gefühl, daß Kalasiris" nicht rutscht und nicht durch Strumpfbänder nach unten gehalten zu werden braucht. Bei normal gewachsenen Frauen gibt Kalafiris" lediglich die unverbildete Figur mit ihren edlen Sinien wieder und er möglicht es, ein Kleid zu tragen, welches genau dieselben Schönheitslinien zeigt und die Frau in die Lage versetzt, Gesundheit und Schönheit in der Kleidung zu vereinigen. Bei deformierten Körpern wirkt ,, Kalafiris" schönheitsverbessernd dadurch, daß es die Unschönheiten, wie starken Leib, Fettpolster auf den Hüften etc. nach Möglichkeit korrigiert und nach kurzer Zeit sogar beseitigt. Leidenden Damen bietet Salafiris" gleichzeitig die beste unverrückbar festsitzende Leibbinde, ohne Schenkelriemen und Tragbänder. Von ganz hervorragender Bedeutung, ja geradezu unentbehrlich ist ,, Kalafiris" für werdende Mütter. Für diese ist ein Spezial- Modell" C" vorgesehen, welches der Bequemlichkeit, der Empfindlichkeit und der Leibee form entsprechend genau angepaßt werden kann und Folgeerscheinungen der Niederkunft, wie diden Leib verhütet. - Unsere Kinder- und Backfisch- Kalafiris genau nach der kindlichen Figur konstruiert sind zugleich die idealften Geradehalter. Alle Kalasiris- Fagons sind eingerichtet, ein Beinkleid und Unterrock anzuknöpfen, was ganz besonders das Entzücken jeder Dame hervorruft. Jüustr. Broschüren und Auskunft kostenlos. 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