rt Eintritt frei. phlen 3tr. 70 " 1 90 75 preisen: melierte( g und Braun und Zechen essen ter Str. 51 ancen, rasch un ло Jum Eindla bodenlad Is ftigen Butata und Wichsen da bit Fischbach. bant. zute 60 sches' Bingen Elektrotechnik, Brückenbaus eurkurse. Er It sich, Laden Vellchenenpulver dperle" 1 solches so schöne nthält. Achten Sie nkauf genau auf den perle" und Schutzfeger. Allein. Fabr.: ner, Göppingen 1911 wurden ( 245 aarfette, 1 Gdin , auf der Rü mit zirka 3 halt und 1 flei Stauben. enen Gegenstän uns geltend mstände fann mittags und o er Behörde, 3 Verbreitung von Schlachtvi häufer die Gef uenfeuche umid nauf Grund gefeges verbol e, in lebendem entfernt werden t. Seide in Gießen. Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 50 Pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen - oierteljährlich 1,50 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den ZweigErscheint ausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mr. Mittags 3 Uhr. Die„ Illuftr. Weltrundschau" Redaktion: liegt alle 14 Tage einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 110. Telephon: Nr. 362. Das Marokkoproblem und der Friede. Die erhitzte Stimmung in Frankreich findet in den maßgebenden Kreisen des Deutschen Reiches fortdauernd eine überaus ruhige Betrachtung. Auch die Auslassun= gen des nationalistischen Pariser" Intransigant", der von weit„ gediehenen Vorbereitungen für einen europäischen Krieg" spricht, vermag den Gleichmut an der Spree nicht zu stören. Wenn man an der Seine durchaus wieder einmal den Teufel an die Wand malen muß, so soll man sich dort auch der Folgen erinnern, die vor vierzig Jahren aus der sich überhebenden Anmaßung hervor gingen. Die Erklärungen, die der französische Botschaffer Cambon vor seiner Abreise nach Paris dem Berliner Auswärtigen Amte gegeben hat, dienen hier zunächst zur Richtschnur für alle Erwägungen. Man erwartet die baldige Rückkehr des Botschafters nach Berlin und seine weiteren Darlegungen werden alsdann die gewünschten Aufschlüsse bringen müssen. Der Vortrag des Reichskanzlers beim Kaiser in Karlsruhe dürfte selbstverständlich auch der Lage der Dinge in der marokkanischen Krisis gegolten haben. Wenn der Kaiser diesmal auch nicht, wie zur Zeit des Staatssekretariats des Herrn von Schoen, verlangt, die Streitig keiten über Marokko sollten in 48 Stunden beigelegt sein, so hegt Wilhelm 2. doch noch den Wunsch, daß der Friede mit Frankreich erhalten bleiben möge. Selbstverständlich erwartet auch der deutsche Kaiser, daß die französische Regierung sich in die Bahnen zurück= begibt, die der Algecirasvertrag ihr angewiesen hat. Schon in wenigen Wochen muß es sich her= ausstellen, ob Frankreich wirklich eine Besitzer greifung von Marokko plant, wie es in weiten Kreisen Europas, selbst in Spanien, vermutet wird, oder ob es laut seiner bestimmten Erklärung die Truppen in die Küstengebiete zurückzieht. Mitte dieses Monats begibt sich der Kaiser zu den Krönungsfeierlichkeiten nach London. Wenn seine Anwesenheit an der Themse auch nicht politischen 3we cken dienen soll, so ist die europäische Lage doch eine derartige, daß eine Aussprache der Monarchen darüber unvermeidlich geworden ist. Durch eine wirksame Vermittelung der englischen Regierung würde Delcasses temperamentvolle Politik am leichtesten beruhigt werden. In London muß es sich ergeben, ob tatsächlich die Vorbereitungen für einen europäischen Krieg" soweit gediehen sind, wie es aus Paris heißt. Die Friedens sorge ist nicht ausschließlich eine deutsche Sorge, denn sie lastet auf allen Nationen, die den Marokkovertrag unterzeichnet haben, in gleichverantwortlicher Weise. Die Rolle des Anwalts der Algeciras- Mächte wird Deutschland nicht übernehmen, ebensowenig wie hier an einen Berliner Kongreß gedacht wird. Für alle Fälle ist das deutsche Heer längst gerüstet. Vor seiner Fahrt nach London nimmt der Kaiser in Straßburg und in Metz noch die Parade über die Truppen ab, und von der„ schimmernden Wehr" wird er auch diesmal sagen können: Besonderer Vorbereitungen bedarf sie nicht! Wir sehen also, daß die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich wegen der Marokkofrage sich wieder recht bedenklich zugespitzt haben. Sollte es aber nicht möglich sein, in dieser Frage zu einer friedlich= schiedlichen Auseinandersetzung zu gelangen? Einen Krieg will niemand haben, außer einigen professionellen Säbelrasslern. Wie der Zustand aber jetzt ist, kann er auf die Dauer unmöglich weiter bestehen, und wenn wir im Hinblick auf den vierzigsten Jahrestag des Frankfurter Friedens einen recht beherzigenswerten Wunsch aussprechen dürfen, so ist es eben der, daß der deutschfranzösische Friedensschluß in der Marokkofrage recht bald zustandekommen möge. der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer = des Großherzoglichen Polizei- Amfes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Donnerstag, den 11. Mai 1911. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. S. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. Wahrlich eine Gedächtnisfeier, wie sie eindringlicher nicht| Stadt, abends 7½ Uhr Gesellschaftsabend, Preisver gedacht werden kann! Die Glockentöne waren verklumgen, aber noch immer harrten in den Straßen die Menschen, bis auch der letzte Feuerschein dort oben erloschen war und der alte Dom, vom magischen Mondschein übergossen, in gewohnter Ruhe dastand. Wolkenlos blauer Himmel lachte heute morgen auf Frankfurt herunter, als um 7 Uhr früh das Choralblasen vom Turm der Katharinenkirche das Zeichen gab, daß der Erinnerungstag an die 40jährige Wiederkehr des Friedensschlusses offizieil begonnen habe. Und schon füllten sich die Straßen mit jungen Mädchen, die ihre liebenswürdigste Miene aufgesetzt hatten, den Passanten recht viel Geld für die kleinen blauen Blümchen, die sie zum Verkauf boten, abzunehmen. Und jeder, ob arm, ob reich, stiftete gerne und freudig sein Scherflein zu dem wohltätigen Werke, das den bedürftigen Veteranen, durch deren Heldentaten uns das Kaiserreich geschaffen wurde, zugute kommen soll. Wie sich der Verkehr auf den StraBen mehr und mehr steigerte, nahm auch der Blumenverkauf einen immer größeren Umfang an, und so kam die Stunde heran, in denen die Kirchen ihre Pforten öffneten, die Gläubigen zum Festgottesdienst einzuladen, der im Dom bereits um 9 Uhr, in der Paulskirche und in der Hauptsynagoge um 10 Uhr begann. Das Friedenszimmer im Hotel Schwan wurde um 10 Uhr dem allgemeinen Besuch geöffnet. Eine riesige Menschenmenge hatte sich vor dem Hotel= eingang angesammelt, denn es galt eine von den 500 Postkarten zu erobern, die mit dem Stempel versehen waren:„ Ausgegeben im historischen Friedenszimmer des Hotels Schwan am 10. Mai 1911. Kornblumentag." 3u je zehn wurden die Besucher in das Zimmer gelassen. Dabei ging es nicht ohne Zwischenfälle ab. Denn dem Andrang mußte durch Absperrung gewehrt werden und, wie das so geht, das Temperament manches Besuchers und manches Polizeibeamten vertrugen sich sehr schlecht. An den Wänden standen die Fahnen der Kriegervereine, die gelbseidenen Polstermöbel, in denen vor 40 Jahren die Parlamentarier bei der Friedenskonferenz saßen, waren beiseite geschoben, und in einer Ecke wurden die nummerierten Karten verkauft.„ Die erste kostet eine Mark, zwei kosten fünf Mark, drei zehn, vier zwanzig Mark." In einer knappen Stunde sind die Karten abgesetzt. Die Karte selbst, von Jungnickel entworfen, zeigt zwei Ritter, geharnischt vom Wirbel bis zur Zeh, die sich in Freundschaft und Frieden die Hand reichen. Um die Mittagszeit begannen die Promenadenkonzerte, denen am Nachmittag ein Festgottesdienst im PalNach mengarten und im Zoologischen Garten folgte. mittags gegen 5 Uhr versammelten sich die Teilnehmer vor dem Hotel„ Schwan" und zogen nach der Festhalle, wo um 8 Uhr die Festfeier mit Gesängen, Orchester- und Chorvorträgen, sowie turnerischen Darbietungen begann. * Aus Stadt und Land. Gießen, den 11. Mai 1911. Der Großherzog hat dem Vorsitzenden des Deutschen Stenographenbundes Gabelsberger, Professor Eduard Pfaff zu Darmstadt, das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen liehen. * ver= Professor Schlesinger wurde gestern vom Großherzoge empfangen. * Erledigte Lehrerstellen sind zur Zeit an der Gemeindeschule zu Michel a u, Kr. Büdingen ( dem Herrn Fürsten zu senburg und Büdingen in Wächtersbach steht das Präsentationsrecht zu); GroßEichen, Kr. Schotten( die Hälfte des Organistendienstes kann mit dieser Stelle verbunden werden); Nie= Die Friedensteier zu Frankfurt a. m. Der Stoll, Kr. Lauterbach( mit der Stelle ist DrFrankfurt, 10. Mai 1911. Lange vor der festgesetzten Zeit drängte sich am Vorabend des Kornblumentages nahe dem Dome Kopf an Kopf, um das herrliche Schauspiel der Dombeleuchtung, das den Auftakt zum Kornblumentag bilden sollte, aus möglichster Nähe zu genießen. Je tiefer sich der Abend herabsenkte, desto größer wurde das Gedränge, das gegen 9 Uhr einen geradezu beängstigenden Umfang annahm. Da endlich holte die Uhr am Dom zum Schlagen aus, und wie durch Zauberkraft stand das herrliche Gebäude von unten bis zur höchsten Turmspizze plötzlich in ein Flammenmeer gehüllt. Nun begannen die Glocken zu läuten und schweigend stand die Menge, von dem überwältigenden Zauber des Augenblicks ergriffen. teilung und Ball. Sämtliche Veranstaltungen finden mit Ausnahme des Wettschreibens in den Sälen des Kaufmännischen Vereinshauses statt. Montag, den 15. Mai, nachm. 2 Uhr Ausflug in den Taunus. * Die drei gestrengen Herren, Mamertus, Pankratius und Servatius, die mit dem heutigen Tage beginnen, sind als Bringer von Nachtfrösten gefürchtete Gäste. Nicht immer trifft allerdings diese Prognose zu; in den letzten Jahren war dies wohl über= haupt nicht mehr der Fall, und nach dem augenblicklichen Stande der Witterung dürften auch in diesem Jahre keine Fröste mehr zu erwarten sein. Tatsache ist zwar, daß am Anfang Mai fast alljährlich Temperaturrückgänge zu verzeichnen sind, die ihren Grund häupt= sächlich in ständigen Luftströmungen haben, welch letztere, wenn gleich weit von uns in fernen und abgegrenzten Gebieten vorherrschend, gleichwohl Kraft genug besitzen, alljährlich zu bestimmter Zeit das Klima von Mittel= europa empfindlich zu beeinflussen. =)(= Friedberg, 10. Mai. Der Evangel. Pfarrverein für das Großherzogtum Hessen sprach sich mit Bezug auf die Frage der Trennung des Organistendienstes von der Schulstelle in seiner Mehrheit gegen die Trennung aus. Der Vorstand datte sich in einer vorausgehenden Sitzung ebenfalls gegen jede Lockerung des seitherigen Verhältnisses ausgesprochen, wenigstens insoweit, als der Pfarrverein nicht die Initiative dazu ergreifen will. * Aus dem Vogelsberg, 10. Mai. Ein Kleinbahnid y II. Ein Reisender schreibt: Anfangs Mai kehrte ich von Hochwaldhausen nach Lauterbach zu rück. Von Rixfeld ab fuhren ein Drehorgelmann und seine Frau mit; sie verließen ihn in Frischborn wieder, um ihrem Geschäft nachzugehen. Während der Mann die frischesten Melodien von den bekanntesten Gassenhauern vom" Perron" aus herunterleierte, ging die Frau einsammeln bei den Passagieren des Zuges. und verschonte selbst den Lokomotivführer, Heizer, Zugführer, die Schaffner und Bremser nicht. Da das„ Zügle" etwa 5 Minuten auf dieser„ Hauptstation" hält, so war der Genuß von ziemlich langer Dauer. Als der Stationsvorsteher durch Abwinken dem„ Konzert" ein Ende gemacht hatte, fuhr der Zug etwa 800 Meter weiter bis Blitzenrod, wo dem Spielmann allerdings nur 2 Minuten Zeit zu seinen Vorträgen gelassen war. * Frankfurt, 10. Mai. Der Weichensteller 1. Klasse Häuser in Frankfurt erhielt das Allgemeine Ehrenzeichen aus Anlaß seiner Pensionierung. Das wäre sehr schön gewesen, wenn der Dekorierte nicht schon am 1. April gestorben wäre. * Darmstadt, 11. Mai. Die Holzdrahtfabrik Rexroth- Lynen in Michelstadt hat in den letzten Tagen wegen mangelnden Absatzes der Hülfsprodukte zur Zündholzindustrie 73 Arbeiter entlassen müssen. Die Abgeordneten Lang und Dr. Osann stellen nun bei der Gr. Regierung die dringende Anfrage, ob und in welcher Weise sie dem hierdurch entstandenen Notstande der Arbeiter abhelfen will. * Darmstadt, 11. Mai. Der Ertrag des Blumentages hat nach dem Abschluß der Zählung nahezu 30 000 Mark für unsere Stadt ergeben. = h= Braunfels, 10. Mai. Gelegentlich des Durchschlags im Grävenwiesbacher Tunnel sandten die Herren von der Kgl. Eisenbahnbauabteilung und der Bauunternehmung an den Kronprinzen ein Glückwunschtelegramm und fügten hinzu, daß am Geburtstage Seiner Kaiserl. Hoheit der Durchschlag des Tunnels erfolgt sei. Hierauf ging folgendes Telegramm ein: Potsdam, den 8. Mai 1911. Eisenbahnbauabteilung Braunfels- Grävenwiesbach. Seine Kaiserliche Hoheit der Kronprinz lassen der Eisenbahnbauabteilung Braunfels nebst Unternehmung für die freundlichen Glückwünsche bestens danken; Höchstderselbe spricht hierbei seinen Glückwunsch zum Durchschlag des Grävenwiesbacher Tunnels aus. J. A.: Graf Bismarck Bohlen. Hofmarschall. ganisten- und Lektordienst verbunden; dem Herrn Grafen von Schlitz genannt v. Görz steht das Präsenta= tionsrecht zu) und Eberstadt, Kr. Darmstadt. * Bundestag des Mittelwestdeutschen Stolze Schrey Stenographenbundes vom 13. bis 15. Mai in Frankfurt a. M. Sonntag, den 13. Mai, nachmittags: Empfang der auswärtigen Ge Gäste, 5 Uhr Sigung des Bundesvorstandes in meinschaft mit den Bezirksleitern und Verbandsvertre tern, abends 8 Uhr geschäftliche Hauptversammlung, Sonntag, den 14. Mai: Empfang der auswärtigen Gästehen, sodaß jetzt 52 Gehöfte verseucht sind. auf dem Hauptbahnhof, vorm. 9 Uhr öffentliches Wettschreiben in der Städtischen Handelslehranstalt, vorm. 11½ Uhr öffentliche Festversammlung und Festvortrag, nachm. 2 Uhr Festmahl, nachm. 4 Uhr Besichtigung der -sch Wehrheim, 11. Mai. Jn 22 weiteren Gehöften ist hier die Maul- und Klauenseuche ausgebro* Marburg, 9. Mai. Die Stadtverordneten bewilligten nach fast dreistündiger Diskussion 5000 Mark für die Ausarbeitung eines Projekts für die Elektrifizierung der Pferdebahn. Deutscher Reichstag. wirklich:„ nur das Schwert hielt das Schwert in der Scheide". Indem das neue Reich unermüdlich an der Verstärkung seiner Rüstung weiterarbeitete, schuf es die Machtmittel, deren sein großer Staatsmann bedurfte, um die drohenden äußeren und inneren Krisen glücklich zu überwinden. Durch den Abschluß des deutsch- österreichischen Zweibundes im Jahre 1879, dem sich 1883 Italien anschloß, wurde eine machtvolle Bürgschaft des Friedens geschaffen, die ihre suggestive Kraft nun schon durch drei Jahrzehnte allen Friedensstörern gegenüber bewährt hat. Dank dieser friedengebietenden Verbindung konnte die große Kriegsgfahr von 1887/88 abgewandt werden. Und die jugendkräftige, unveränderte, dominierende Wucht des deutsch- österreichtschen Bündnisses erwies sich glänzend noch vor zwei Jahren, als der von den Entente- Mächten angefachte Größenwahnausbruch Serbiens den europäischen Krieg zu entfesseln drohte. Auch am Dienstag ist man bei der Beratung der Reichsperficherungsordnung beim langsamen Tempo geblieben. In nahezu sechsstündiger Sizung sind nur einige dreißig Paragraphen erledigt worden. Im übrigen bot die Ausfprache insofern ein anderes Bild, als zu Anfang tatsächfich die von der Sozialdemokratie durch all die Tage herBetgefehnte Debatte stattfand. Am Montag hatte zum Thema Wochenbeihilfen" der Abg. David eine annähernd awetstündige Rede über Mutterschutz und Säuglingsfürforge gehalten, trotzdem, wie nun am Dienstag der Abg. Gamp( Rp.) bemerkte, über deren Notwendigkeit und Wichtigkeit sicherlich kein Zwetefl besteht, und demzufolge die bürgerliche Gesellschaft sich mit großer Opferfreudigkeit diefer Liebestätigkeit annimmt. Der Nationalliberale Haus: mann verteidigte sich dagegen, daß er sich im Plenum auf lange Debatte nicht mehr einlassen wolle. Er ist der Metnung, daß das ganze Gesetz in der Kommission zu ausführlich und eingehend besprochen worden ist, um jetzt dte= felben Debatten noch einmal zu wiederholen. Er wirft vor altem der Sozialdemokratte vor, daß sie ihre ganzen Anträge aus der Kommission mit denselben Argumenten noch einmal vorbringen und rechnet nach, daß die Erfüllung ihrer Anträge ungefähr eine Milliarde kosten würde. Aus diefen Gesichtspunkten heraus hat sich die Majorität nicht dazu entschließen können, den sozialdemokratischen Anträgen zuzustimmen. In namentlicher Abstimmung wurde dann auch der sozialdemokratische Antrag auf erhebliche Steigerung der Leistungen für Wöchnerinnen und Schwangere abgelehnt. Demselben Schicksal verftel auch ein freisinniger Antrag, der einen Mittelweg zwischen den Forderungen der Sozialdemokraten und den Beschlüssen der Kommission einnehmen will. Er brachte es immerhin auf 122 Stimmen, da für ihn auch ein Teil der Nationalliberalen stimmte, während die Mehrheit der Nationalliberalen zu= sammen mit den Konservativen und dem Zentrum, im gan= zen 182 Stimmen, an den Kommissionsbeschlüssen festhält. Auch die folgenden Paragraphen über Betriebs- und Innungskassen sowie über Landkrankenkassen werden unter Ablehnung aller sozialdemokratischen Abänderungsanträge unverändert in der Form der Kommissionsbeschlüsse ange= nommen. So kam man bis zum Paragraphen 248 und vertagte sich dann auf Mittwoch. Vierzig Jahre Frieden. Wie nötig dem jungen Reiche eine lange Friedenszeit war und auch heute noch ist, ermißt man an den riesenhaften Schweißungs- und Umwandlungsprozessen, die der neue Organismus in all seinen komplizierten Teilen hat durchmachen müssen. Was in diesen vier Jahrzehnten an organisatorischer Arbeit in geseßgebender, sozialer und wirtschaftlicher Entwicklung geleistet worden ist, diese großartige Umwandlung Deutschlands zu einer ersten Kultur- und Weltmacht konnte nur unter der Voraussetzung des äuße ren Friedens geschehen. Denn im Innern war und ist heute noch harter politischer Kampf die Losung. Rundschau vom Cage. Politisches. die mittleren Postbeamten seit mehreren Jahren in der Person des Postsekretärs Samecher, des Generalsekretärs des Verbandes der mittleren Postbeamten, der der Zen. trumsfraktion des Reichstages angehört, einen Vertreter threr Interessen im Parlamente haben, wollen jetzt auch die Postunterbeamten bet den nächsten Wahlen einen spes ziellen Vertreter ihrer Interessen in den Reichstag senden. Der Redakteur der Deutschen Post, Organ des Verbandes der unteren Postbeamten, Remmers, soll in einem brans denburgischen Wahlkreise kandidieren, der bei der letzter Wahl von den bürgerlichen Parteten der Sozialdemokratie entrissen worden ist. Der Gesetzentwurf über die Verfassung der Reichslande wurde am Dienstag von der Kommission in dritter Le= sung verhandelt. Die drei Bundesratsstimmen wurden genehmigt. Dagegen wurden die Bestimmungen über die Erste Kammer sowohl in der Fassung der Kommission wie auch in der eines Kompromißantrages abgelehnt, so daß hier eine Lücke im Gesetz entsteht. Die Gesamtabstimmung über das Gesetz erfolgt am Mittwoch. Am 10. Mat 1871 wurde im Gasthofe zum Schwan in Frankfurt a. M. der Friedensvertrag zwischen dem Deutschen Reiche und Frankreich unterzeichnet. Das gewaltige Ringen war schon lange vorher beendet. In der zweiten Hälfte des Januar fielen die letzten entscheidenden Schläge. Am 24. Januar kam es zwischen Favre, dem Mitgliede der französischen Nationalversammlung und Minister des AeuBern und dem Fürsten Bismarck zu einer Unterredung, deren Ergebnis der Waffenstillstand vom 28. Januar war, dem am 26. Februar der Vorfriede von Versailles folgte. Zwischen diesem Präliminarfrieden und dem endgültigen Itegt eine geraume Spanne Zeit. Die Verhandlungen in Brüssel gingen so schleppend von der Stelle, daß Fürst Bismarc in einer Reichstagssißung Ende April seine warnen= de Stimme erhob und später erwog, ob es nicht besser set, Paris, das sich damals in den Händen der Kommune befand, als Faustpfand zu besetzen. Nachdem aber die französischen Unterhändler sich überzeugt hatten, das von seiten der neutralen Mächte nicht die geringste Unterstützung zu erwarten set, zog die durch den Kommuneausstand schon genug= fam gefährdete Versailler Regierung entschlossen und loyal die richtigen Schlüsse aus der aussichtslosen Lage. Jules Favre bat den Fürsten Bismarck um cine Zusammenkunft und traf mit zwei weiteren Bevollmächtigten am 6. Mai in Frankfurt a. M. ein, wo dann am 10 Mai der Friede ge= schlossen wurde. Das vorläufige Einnahmeergebnis der Reichssteuern. Die Verkehrssteuern, Stempelsteuer und Erbschaftssteuer, durch die im Reich die aus dem Massenverbrauch gedeckten Steuern ergänzt werden, haben, so schreibt die„ Neue Politische Korrespondenz", nach dem vorläufigen Einnahmeergebnis des Rechnungsjahres 1910 269,2 Millionen Mark aufgebracht und damit den Etatsansatz erheblich überstiegen. Schon am 12. Mai sprach Bismarck im Reichstage. Er gab seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß dasjenige erreicht worden sei, was Deutschland vernünftigerweise nach den Tradittonen, die anderen Friedensschlüssen zu Grunde liegen, von Frankreich verlangen konnte. Und der Fürst hoffte, „ daß der Friede ein dauerhafter und segensreicher sein und daß das Reich der Bürgschaften, deren es sich versichert hat, um gegen einen wiederholten Angriff gesichert zu sein, auf lange Zeit nicht bedürfen möge." Love Deutsch mädchen and stür fametter führung perte vo affen wu Tödl Pfeiler g gen. Et Ihm way I'm brik in B flos und nächst un fe und e Eine Meldung fchaftsftu war zwif ein Stre bei verse fetter Re wurde ich ger Beit Im dortigen zinstudie Neue Handelsvertragsverhandlungen zwischen Deutsch land und Kanada stehen nun doch in Aussicht. Im kana dischen Unterhause verlas der frühere Finanzminister Foa ster eine Mitteilung aus Berlin, daß zwischen Deutschland und Kanada eine Abmachung getroffen worden sei, nach der zwecks Verbesserung der Handelsbeziehungen Unters handlungen eingeleitet werden sollten, sobald der Gegens seitigkeitsvertrag zwischen Kanada und den Unionstaaten erledigt sei. Die Kurpfuscherkommission des Reichstages verhandelte am Dienstag über einen Antrag des Abg. Stadthagen, wonach den Aerzten für diejenigen Krankheiten, deren Behandlung den Kurpfuschern durch das Gesez untersagt wird es sind im wesentlichen Geschlechtsfrankheiten, Krebs und Epidemien- die Zwangsbehandlung auferlegt und den Personen, die von Aerzten behandelt werden, das Recht gegeben werden soll, sich das Honorar, das sie bezahlen müssen, vom Staate wieder erstatten zu lassen. Auf Antrag der Konservativen wurde beschlossen, bei der Aerztekammer ein Gutachten darüber einzuholen, wie sie sich zu diesem Antrage stelle. Der Aufbau des Reiches war schon vor dem Friedensschlusse vollendet. Am 21. März beretts war der erste Deutsche Reichstag eröffne worden. In der Eröffnungsrede fagte Kaiser Wilhelm: Möge dem deutschen Reichskriege ein nicht minder glorreicher Reichsfriede folgen, und möge die Aufgabe des deutschen Volfes fortan darin beschlossen sein, sich in dem Wettkampf um die Güter des Friedens als Sieger zu erweisen. Nun war dieser Friede geschlossen. Aber schwerlich werden Kaiser und Kanzler damals auf eine vierzigjährige Friedensepoche gehofft haben. Das Wort Moltkes:„ Wir haben an Achtung überall, an Liebe nirgend gewonnen," traf zu. Und die alsbald mit voller Letdenschaft und mit dem glühenden Eifer des gallischen Patriotismus einseßenden gewaltigen Vorbereitungen Frankreichs zum Revanchefrieg ließen die Gefahr neuer Zusam= menstöße auf dem Schlachtfelde vtel näher erscheinen. Und 2) Zwei Kirschen an einem Stengel. Roman von A. von Liliencron. ( Nachdruck verboten.) Eine Luftflotte für Marotto. Nach langen Verhand lungen hat sich die französische Heeresverwaltung ents schlossen, Flugzeuge nach Maroffo zu entsenden. Der Chef des Militärflugforps hat erklärt, daß die Aeroplane in Marokko zwar nicht für weitere Flüge in Betracht kämen, als Kundschafter aber vorzügliche Dienste leisten könnten. Er hat vorgeschlagen, bereits in den nächsten Tagen fünf Aeroplane ins Schaujagebiet zu senden, die von dort aus an den Operationen der Truppen teilnehmen sollen. Friede in Merito? Nach einem bei der HamburgAmerika- Linie eingegangenen Telegramm aus Meriko_ist dort der Friede erklärt worden. In amtlichen merikanischen Kreisen wird darauf hingewiesen, daß der Führer der Aufständischen Madero, das bewiesen hat, was die Regierung stets behauptete, daß er nämlich nicht in der Lage ist, seine Armee in der Hand zu behalten, und daß jezt große Gefahr besteht, daß Anarchie an die Stelle des Bürgerkrieges tritt. Diese Anarchie habe Diaz vorausgesehen und habe sie abwenden wollen, als er sich weigerte, sofort abzudanken. Die Verteilung der Einkünfte aus der Reichswertzuwachssteuer in Preußen. Die Abgeordnetenhauskommission für das Ausführungsgesetz zum Reichswertzuwachssteuergesetz beriet am Dienstag des längeren über die Frage der Beteiligung der Kreise und der Gutsbezirke an den Erträgnissen der Wertzuwachssteuer. Die Abstimmung ergab, daß den Kreisen ein Viertel und den Gemeinden drei Viertel von den den Gemeindeverbänden zustehenden 40 Prozent des Ertrages zufallen soll. Den Kreisen bleibt es überlassen, den auf sie entfallenden Anteil für öffentlich rechtliche Verpflichtungen der Gemeinden und Gutsbezirke zu verwenden. Still war es um die beiden, der Abendwind rauschte leise durch die Baumkronen, und hin und wieder piepte noch ein verschlafenes Vöglein, ehe es zum Schlummer den Kopf unter die Flügel steckte. Der Wald ging zu Ende, das Dorf lag vor ihnen, und seitwärts unter einer großen Linde lugte das Haus der Witwe Amrum heraus. Kleine Nadridten. Die Todeserklärung Johann Orths. Der Gerichtsse. nat des Wiener Oberhofmarschallamts entschied in geheimer Sizung, daß der seit dem 2. Jult 1890 verschollene Johann Orth als tot anzusehen set, da bewiesen set, daß er den 21. Juli 1890 nicht überlebt habe. Da ein Rekurs nicht eingebracht wird, erfolgt am 20. Mat die Testamentseröffnung. Ein Straßenbahnerstreik in Bremen ist wegen Ent= laffung einiger Arbeitsgenossen ausgebrochen. Am Dienstag früh war die Mehrzahl der Fahrer nicht zum Dienst er= schtenen. Es fahren nur die christlich organisierten Angestellten, insgesamt taum 100 Mann, während über 300 stretfen. Der Betrieb kann nur unregelmäßig aufrecht erhal ten werden. Bei den gestrigen Verhandlungen über die Ostmartenpolitik in der Budgetkommission des preußischen Abgeordnetenhauses wurde auch von konservativer Seite anerkannt, daß nach wie vor ernste Bedenken gegen das sehr gefährliche Mittel der Enteignung beständen und daß die Verantwortung nach wie vor allein und durchaus der Regierung überlassen bleiben müsse. Der Landwirtschaftsminister von Schorlemer suchte die mehrfach laut gewordenen Behauptungen, daß ein Widerspruch zwischen seinen und den Erklärungen seines Amtsvorgängers vorliege, zu entfräften. Die Regierung sei sich durchaus gleich geblieben und werde nicht zögern, zur Enteigung zu greifen, sobald die Voraussetzungen dafür vorliegen. Seine am Freitag getanen Aeußerungen über die Leitung des Ostmarkenvereins erläuterte der Minister dahin, daß er feine Veranlassung habe, die Tätigkeit dieses Vereins im allgemeinen zu kritisieren, noch weniger dessen nationale Richtung und Bestrebungen zu bemängeln. ,, Gelt, Du kommst mit hinein," unterbrach sie jetzt das Schweigen.„ Wir habe allens fein gemacht bi ans, das Etübele hat der Maurer wieder weiß gekallt, und ich habe obe an der Decke a blauen Strich herum gemalt. Cs Left ganz prächtig us, und a paar schmucke Fenstergardine hat das Mutterle gekauft mit rote Blümle drauf. Ich wollt Dirs zeige." Sein fröhliches Gesicht umdüsterte sich, er gab ihre Hand frei. Ihr macht es ja höllisch staatsch, wenn die Verwandte aus der Stadt kumme." „ Sie sind es halt extra fein gewohnt," entschuldigte sie sich. Was der Mutter Schwester is, die hat eben Glück habt und hat nach der Stadt geheiratet." Vertreter der Postbeamten im Reichstage. Nachdem Millionendefraudation bei der chinesischen Reichsbank. Wie aus Peking berichtet wird, sind bei der chinesischen Reichsbank Unterschlagungen in Höhe von etwa zwei Millionen Mark entdeckt worden. Mehrere hohe Beamte find überführt, an den Betrügereten beteiligt gewesen zu sein. Ein Bankßefraudant. Bei der Filiale der Mittelrheinischen Bank in Coblenz wurde ein Beamter verhaftet, der in den letzten Jahren Unterschlagungen von annähernd 100 000 M verübt hat. Er hat das Geld größtenteils durch Spekulationen verloren. nit mitkomme, denn da künn er doch unmöglich die Wirtschaft uf vier Tage verlasse, noch dazu wenn a Sonntag dazwische is." Sie lachte sorglos.„ Es geht allens, wenns man nur will, schriebt die Tant. Wir zwei habe es uns in den Kopf gesezt, euch inmal zu besuche, und da kriege wirs och fertig, so sehr der Julius hier och nötig is. Der Oberkellner muß ihn inmal vertrete, denn er will partu sine Cousine kenne lerne, von der iner us eurem Dorf ihm erzählen tät, ste sei recht schmuck geworde." ,, So, das nennst also Glück," schnitt er ihr das Wort ab, na, da weiß man ja Bescheid." Etwas wie Ungeduld fam über sie, sie zuate die Achseln.„ Red doch nit so! Ich sprech von der Tant, sie hat a reiche Mann kriegt und hat sich all ihr Leben lang nicht plage bruke. Du weßt doch, sie hat bi Berlin a nobles Gasthaus, Reschtoraschon heißen sie es; in Friedenau is es, und alle Sünntag solls da zum Plaze voll sin. Seitdem ihr vor einem Jahre der Mann starb, führt der Julius, was ihr Sohn is, das Geschäft, und der verstehts großartig, da solls noch flotter zugehe." Der junge Bursche zeigte wenig Interesse für ihre Erzählung, erst ietzt horchte er auf.„ Nu. da wird er wohl 2000 Mark für drei Zehen. Der älteste Sohn des Vefibers Kurru in Wischwill( Ostpr.), in einem Insterburger Holzgeschäft tätig, war bei einer Versicherung gegen Unfall versichert. Als ihm nun neulich beim Holztransport von den Rädern einer Feldbahn drei Zehen abgefahren wurden, mußte ihm die Gesellschaft den Betrag von 2000 M auszahlen. Kathi hatte zuerst in großem Eifer gesprochen, dann aber, als sie bemerkte, daß sein sonst so liebes Gesicht sich immer mehr verfinsterte, kam eine gewisse Scheu über sie, und nur zögernd sagte sie das letztere. Fast hätte sie es verschwiegen, aber es lag doch ein Reiz darin, dem Hans zu zeigen, daß auch andere Gefallen an ihr fanden. Massenerkrankung nach dem Genuß schlechter Würste. In Aalen in Württemberg sind 103 Personen erkrankt, die von drei verschiedenen Meßgern gelieferte Leberwurst gegeffen hatten. Einer der Metzger ist selbst erkrankt. Man vermutet, daß die Schweine, aus deren Fleisch die Wurst be reitet wurde, vor der Schlachtung frank gewesen sind. Tödlicher Unfall bei einer Felddienstübung. Auf dem großen Exerzterplaz bei Ludwigsburg schlug Dienstag vor mittag bei Uebungen der 5. Batterie des Feldartillerieregi ments Nr. 29 ein Geschütz um. Der Einjährig- Freiwillige Arnold wurde dabei so schwer am Kopfe verletzt, daß er kurz darauf starb. ,, Bist wohl stolz daruf, daß so a Großstädter tut, als o er sich danach drängte, das Dorfmädel fenne zu lerne?" warf er unwillig dazwischen.„ Daß der sich da aberst nil herausnimmt, um Dich herum zu schermenzeln!" Der hübsche Blondkopf an seiner Sette tannte das Trchen gar wohl, und jetzt war der Kathi just danach zu Sinn.„ Wenns ihm Bergnüge macht, wer wüll ihn daran hindern?" sagte sie in schnippischem Ton, ohne ihn anzusehen. Das trieb ihm das Blut in die Schläfen.„ Und Du wirst noch am End' gar schön mit ihm tun," plagte er Heraus. Eine entsegliche Familientragödie hat sich in dem Orte Reinowitz bei Gablonz in Böhmen abgespielt. Dort wurden aus dem Dorfteich die Leichen des Tagarbeiters Collarz, seiner Frau, seiner beiden Töchter und seines elfjährigen Sohnes herausgezogen. Man wurde auf das Unglück auf merksam durch Kleidungsstücke, die an dem Ufer zurückgelaffen worden waren. In einem hinterlassenen Brief gibt die Familie Nahrungssorgen als das Motiv der Tat an. " Werd' ich auch, denn' s ist min Cousin," erklärte sie, während auch ihr Gesicht zu glühen begann. er ging mit großen Schritten den Weg zurück, den er eben mit ihr gekommen war. Da sette er den Korb auf die Erde.„ Na, dann kann ich ja jezt gehn," sagte er und gönnte ihr ebensowenig einen Blick, wie sie ihm. Daheim bist ja und brauchst Dich nit mehr zu schleppe.' neingehen mag ich aberst nit. An de blaue Strich und an de rote Blümle mag sich die reiche Verwandtschaft freue, für die es hergericht is." Nun stand ste da mit ihrem Korbe, der lauter Herrs lichkeiten aus dem Städtchen barg, die für diese Festtage angeschafft waren, um den verwöhnten Großstädtern ets was Gutes auftischen zu können. Federleicht hatte dem Mädchen der Korb gedünkt, als es ihn fröhlichen Herzens bis zum Walde getragen hatte. Jezt, wo sie ihn nur in den Hausflur zu sehen hatte, schien er ihr rieserchaft schwer zu sein, und sie seufzte dabei. Das Mädchen war nun doch bestürzt, ste murmelte ein paar Dankesworte, die er aber nicht mehr hörte, denf Aus Effener wiffenic des Effe awet M Wochen tigfeit fe Zum verurteilt Bochum, beitskolle des zum Ehrenrech Wege fich der Meift wur Das Zusammensein mit Hans, auf das sie sich so ge freut, hatte mit einem schrillen Mißflange geendet, und darum fühlte sie sich jetzt unglücklich, tief unglücklich. Sie starrte mit brennenden Augen auf den Jugendgefährten und wäre ihm am liebsten nachgelaufen, hätte ihm gute Worte gegeben und ihm versichert, daß es ihr schnuppe, ganz schnuppe sei, ob der Julius sie schmuck fände nder nicht. Doch Stolz und Troy hielten sie zurück; er fand es ja nicht der Mühe wert, sich auch nur ein einziges Mal nach thr umzusehen. Hätte er es getan, gewiß, dann wäre fte ihm nachgelaufen und am Ende ihm auch um den Hais geflogen, und alles wäre gut gewesen. So sagte sie sich und wischte dabei zornig die Tränen aus den Augen, die ihr den Blick verdunkelten. Er aber, dem die Braunaugen so ärgerlich und doch so verlangend nachschauten, ging langsamer und langhamer, denn er wollte ihr Zeit lassen, sich zu besinnen.„ Eie hätt ta merkt, wie sie mich ärgern tät," sagte er sich,„ und wenn sie auch mal ihre Muden hätt, im Grund is doch a liebes, herziges Mädel, die mir nit weh tun wüll und es glich wieder gutmache tät." - So wartete er so wartete sie vergebens, und beiden wurde das Herz dabei schwer- so schwer. ( Fortsetzung folgt.) de durch verübt. aur Entla Die Mißh eines zwa nen besorg Gottmann urteilte da leidigung Schwer Bog fiber Menschen nte wurde auf der St thm stand, Eine Frau befindlichen war sofort daß sie fich richtsverhan Während d Schöffenger strahl das gleich spran lautem ni hatte der B schlagen. Die T Borkommn sergegend fehr viel d Dame im war des halb, fich 31 widmet erf faßte den S lich wie fo meine inn geßliche B fahre. G ein Herr a findet am ten Strak Jungfer und wollt Todesanz versehen, gen stand rande in namentlich ganzen Li nicht minde Leuten, der geworden, geftört, fle noch. Leere Wirk Selbftit fidh am Die Erich von mit 12 000 Offiziersfan wegen Dieb derholt best den Lebensu pelleben. D Lebemannen tel versagten der Bücher terdeffen wa und Kind im Beudete dort fuhr er nach gab er sich viel, um nac Eine S " Royal" in 2 mund Barta pom ersten he jedoch den Der Maschine er mit Wuch Der Lift wied bhe des fi lefe fid wi Stodwert ste of auf der Benige Sefu und zerschell Tiefe. Barto Hn mit dem Cin geo Hundert" We hren in Ser erallelretärs Der der Ben en Vertreter en fegt auf en einen ipe hstag fenben Verbandes einem bran i der letzten aldemokratie chen Deut E. Jm tana minifter Fo Deutschland Den fei, nad ngen Unter der Gegen Unionftaaten en Verhand altung ent 11. Der Chef eroplane in racht tamen, ten fönnten. Tagen fünf Jon dort aus sollen. er Hamburg s Merito ist ichen merita der Führer was die Re in der Lage nd daß jezt elle des Bür orausgesehen igerte, fofort Gerichtsse in geheimer llene Johann ß er den 21. S nicht einge ntseröffnung. wegen Ent Am Diens m Dienst er ierten Ange ber 300 strel ufrecht erhal Reichsbank. chinesischen etwa zwei hohe Beamte gewesen zu Mittelrhei er verhaftet, u annähernd enteils durch Sohn des Ve Insterburger A gegen Uns Holztransport abgefahren von 2009.M hter Würste. erkrankt, die eberwurst ge frankt. Man die Wurst be en find. g. Auf dem Dienstag vor Dartillerieregis ig- Freiwillige t, daß er kurz in dem Orie Dort wur iters Collarz, es elfjährigen Unglüd auf Ifer zurüdge en Brief gibt der Tat an. , den er eben lauter Serr Diese Festtage oßstädtern ets cht hatte dem lichen Herzens ie ihn nur in fetchaft schwer sie sich so g geendet, und gendgefährten glüdlich. 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Der Unfall blieb zunächst unbemerkt. Niemand kam dem Unglücklichen zu Hil fe und er mußte einen qualvollen Erstickungstod erleiden. Eine Tragödie in der Kasernenstube hat sich nach einer Meldung des B. T." in Cöln abgespielt. Auf einer Mann schaftsstube des 5. Rheinischen Infanterieregiments Nr. 65 war zwischen den Stubeninsassen aus geringfügiger Ursache ein Streit entstanden, der in Tätlichkeiten ausartete. Hierbei versetzte ein älterer Soldat mit einer Kanne dem Musfetter Reiten einen wuchtigen Schlag auf den Kopf. Retten wurde schwer verletzt ins Lazarett geschafft, wo er nach einiger Zeit starb. Im Fieberwahn stürzte sich in München ein in einem dortigen Krankenhause als Patient untergebrachter Mediainstudierender vom 2. Stock in den Hof und war sofort tot. Aus den Gerichtssälen. Aus Unvorsichtigkeit die eigene Mutter erschossen. Die Effener Straffammer verurteilte den Studenten der Kunstwissenschaften Georg Hartmann, den Sohn des Direktors des Essener Stadttheaters, wegen fahrlässiger Tötung zu awei Monaten Gefängnis. Hartmann hatte vor einigen Wochen beim Hantieren mit einem Revolver aus Unvorsich= tigkeit seine Mutter erschossen. Zum Tode veruteilt. Das Schwurgericht in Dortmund verurteilte den Koksarbeiter Jakubowski aus Weitmar hei Bochum, der am 14. Januar d. I. zu Dorfstfeld einen Arbeitskollegen ermordet und beraubt hatte, wegen Raubmordes zum Tode und zu dauerndem Verluste der bürgerlichen Ehrenrechte. Wegen Mißhandlung Untergebener in 307 Fällen hatte sich der Sergeant Gottmann in Metz zu verantworten. Meist wurden die Mißhandlungen in der Instruktionsstunde durch Schlagen mit dem Instruktionsbuch und der Hand verübt. Durch einen Rekruten, der an einem Ohrenleiden zur Entlassung kam, wurden die Mißhandlungen ruchbar. Die Mißhandelten stellten dem Sergeanten das Zeugnis eines zwar nervösen, aufgeregten, doch um seine Untergebenen besorgten Vorgesetzten aus. In der Arrestzelle erlitt Gottmann mehrere Tobsuchtsanfälle. Das Gericht ver urteilte darauf den Sergeanten wegen Mißhandlung, Beleidigung usw. zu drei Monaten Gefängnis. Vermischtes. Schweres Unwetter in Berlin. Dienstag nachmittag zog über Berlin ein heftiges Gewitter herauf, dem mehrere Menschen zum Opfer gefallen sind. In einer Laubenkolonte wurde ein 12jähriger Schüler vom Blizz getroffen und auf der Stelle getötet. Ein anderer Knabe, der dicht neben thm stand, erlitt eine Lähmung der rechten Körperhälfte. Eine Frau, die sich mit vier Kindern in einer noch im Bau befindlichen Laube befand, wurde vom Blizz getroffen und war sofort tot. Die vier Kinder wurden dadurch geschüßt, daß sie sich unter Kisten versteckt hatten. Auch eine Ge= richtsverhandlung erlitt eine Störung durch das Gewitter. Während des Plädoyers eines Rechtsanwalts bei einer Schöffengerichtverhandlung erschütterte plötzlich ein Blizstrahl das Gerichtsgebäude bis in die Grundmauern. Zugleich sprang in den Kronleuchter ein heller Funke unter lautem Knistern und Knallen über. Wie es sich herausstellte, hatte der Blitz in einen Turm des Gerichtsgebäudes einge= schlagen. Die Todesanzeige vor dem Tode. Ein tragikomisches Vorkommnis wird seit einigen Tagen in der ganzen Wesergegend lebhaft besprochen. Fräulein Anna M., etne Dame im reiferen Alter in einem Städtchen bei Rinteln, war des Lebens überdrüssig geworden, und beschloß des= halb, sich zu vergiften. Es lag dem Mädchen aber nun noch fehr viel daran, daß es die ihm zusagende Todesanzeige ge= widmet erhielt. Deshalb sette es sich vorher hin und ver faßte den Wortlaut der Todesanzeige. Es hieß darin wörtItch wie folgt:" Heute abend starb plötzlich und unerwartet meine innigst geliebte Tochter und Schwester, meine unvergeßliche Braut Anna M. im heute vollendeten 31. Lebensfahre. Es folgten dann die Unterschriften, darunter auch ein Herr als Bräutigam. Weiter hieß es:„ Die Beerdigung findet am Montag nachmittag vom Trauerhause aus( folgDarauf legte sich ten Straße und Hausnummer) statt." Jungfer Anna in thr Schlafzimmer, öffnete den Gashahn und wollte sich mit Leuchtgas ins Jenseits befördern. Die Todesanzeige hatte sie vorher, mit der Adresse der Zeitung versehen, dem Briefkasten anvertraut. Am andern Morgen stand die Todesanzeige auch prompt mit dickem Trauerrande in der Zeitung und erregte beträchtliches Aufsehen, namentlich bei dem angeblichen Bräutigam, der von der ganzen Liebschaft und dem Brautstande nichts wußte; aber nicht minder bei den eigenen Angehörigen und den anderen Leuten, denn aus dem beabsichtigten Selbstmorde war nichts geworden, man hatte Jungfer Anna bei dem Einschlafen gestört, sie wieder wachgerüttelt und in die rauhe, liebefeere Wirklichkeit zurückgerufen. Und so lebt sie heute noch. Selbststellung eines Defraudanten. Selbst gestellt hat fich am Dienstag in Berlin der 32 Jahre alte Buchhalter Erich von Selzer, der, wie seinerzeit berichtet, am 1. v. M. mit 12 000 Mark durchbrannte. v. Selzer entstammt einer Offiziersfamilie, ist aber auf die schiefe Ebene geraten und wegen Diebstahls, Unterschlagung und Betruges schon wiederholt bestraft. Seine Frau schneiderte und erwarb für den Lebensunterhalt mit. v. Selzer führte aber ein Doppelleben. Durch Spielen erwarb er sich die Mittel, seinen Lebemannsneigungen fröhnen zu können. Als diese Mittel versagten, griff er in die Geschäftskasse. Eine Prüfung der Bücher und Kasse deckte jetzt die Unterschleife auf. Unterdessen war v. Selzer schon verschwunden. Er ließ Frau und Kind im Stich, fuhr mit der Beute nach Cöln und vergeudete dort in Weiberkreisen einige tausend Mark. Dann fuhr er nach Paris, wo er es ebenso trieb. Von Paris begab er sich nach London. Endlich besaß er noch gerade soviel, um nach Berlin zurückfahren zu können. Im Hotel Eine Schreckensfahrt in einem Hotellift. " Royal" in Budapest wollten der bekannte Abgeordnete Edmund Barta und seine Gattin den Aufzug benutzen, um pom ersten Stock ins Parterre zu gelangen. Kaum hatten fte jedoch den Lift betreten, als der selbe infolge Versagens der Maschinerie bis in das fünfte Stock emporschnellte, wo er mit Wucht an den Schachtplafond anstieß. Dann sauste her Lift wieder in die Tiefe, schnellte hier abermals in die öhe des fünften Stockes, von wo die tolle Fahrt in die tefe fich wiederholte. Endlich blieb der Lift im ersten Stockwerk stehen, was die beiden Insassen benutzten, um rasch auf den Gang des ersten Stockwerkes zu springen. Wenige Sekunden später fuhr der Ltft wieder in die Höhe und zerschellte. Polternd stürzten die Trümmer in die tefe. Barta erlitt einen Nervenchoc, während seine Gat= Hn mit dem Schrecken davonkam. Ein geohrfeigter General. Die Zeitung ,, 19. Jahrhundert" weiß von einem Zwischenfall zwischen dem ar gentinischen Kriegsminister und dem Kommandanten von Buenos Aires, General Godoy, zu erzählen. Infolge einer Meinungsverschiedenheit ist es zwischen beiden Offizieren zu Tätlichkeiten gekommen, in deren Verlauf der Kriegsminister dem General Ohrfeigen verabfolgte. Der Kriegsminister reichte nach dem Vorfall unverzüglich seinen Abschied ein, der vom Präsidenten der Republik angenommen wurde. Ein Nachfolger ist noch nicht ernannt wor= den. General Godoy hat dem Kriegsminister Velez seine Zeugen geschickt. Ein Ballon verbrannt. Dienstag nachmittag 3 Uhr 45 Min. passierte ein Freiballon die Höhen nördlich der Stadt Göppingen, sentte sich rasch und ging unmittelbar vor dem Walde nieder. Plötzlich sah man enie Flamme aufzüngeln, dichten Rauch aufsteigen und hörte gleichzeitig einen weithin vernehmbaren Knall. Beim Nähertommen entdeďte man, daß der Ballon mit Ausnahme des Korbes total verbrannt war. Die drei Insassen blieben merkwürdigerweise unverletzt. Die Ursache der Katastrophe ist noch nicht aufgeklärt. Der Ballon war Eigentum des Königl. bayerischen Automobilflubs in München. Liebestragödie zweier Siebzehnjähriger. In dem Berlin benachbarten Bernau entdeckte am Dienstag früh ein Polizeibeamter in einem Chausseegraben zwei schwer perlegte funge Menschen, den 17jährigen Handschuhmacherlehrling Erich Schröder und die 17jährige Franziska S. Beide wurden sofort ins Krankenhaus geschafft. Inzwischen waren auch Briefe der beiden an die Eltern eingetroffen, in denen sie beide, da ihnen die Einwilligung zur Heirat versagt war, mitteilten, daß sie in den Tod gehen wollten. Schröder hat erst auf seine Geliebte aus einem Tesching einen Schuß in den Kopf abgegeben und dann sich selbst eine Rugel in die Schläfe geschossen. Münchener Appetit. Die Maibodquelle im Königlichen Hofbrauhaus zu München ist am letzten Sonntag versiegt, die Münchener Kur"-Saison hat damit zum ehrlichen Bedauern aller„ Kur" gäste für dieses Jahr ihr Ende erreicht. Rund 1100 Hektoliter Bock und 400 Hektoliter Bier sind in den acht Tagen dem Kurgebrauch zum Opfer gefallen, gegen 320 000 Bod, Weiß- und Bratwürste wurden verzehrt, 230 Kälber mußten ihr junges Leben lassen, viele tausend Portionen Schweinswürstel, Nieren-, Brustund sonstige Münchener Braten, eine Legion von Brezeln und Radi haben den Weg alles Eßbaren genommen. Die Zahl der„ Kurgäste" wird auf 90 000 geschätzt. Unter einer umstürzenden Lokomotive begraben. Ein schwerer Unglücksfall am Kleinbahnbau in der Nähe von Endorf( Oberbayern) ereignete sich Dienstag nachmittag. Eine auf einem provisorischen Damm unter Dampf stehende Lokomotive stürzte, da das Erdreich nachgab, um und begrub vier Arbeiter unter sich. Einer derselben, ein Deutscher, war sofort tot, ein zweiter, ein Jtaliener, wurde tödlich verletzt, während die beiden anderen mit schweren Knochenbrüchen und durch das aus dem Kessel strömende heiße Wasser schwer verbrüht hervorgezogen wurden. Ein Veteran des Berliner Verkehrs. Jahrzehntelang war der„ Kremfer" in Berlin ein angesehenes Gefährt. Nicht nur bet gelegentlichen Ausflügen wurde er benutzt, sondern sehr oft auch als regelmäßiger Tourenwagen in den Verkehr gestellt. Eine ganze Anzahl Kremser hielt dann an bestimmten Stellen zumeist vor den Toren, um abzufahren, wenn der Kremser genug Fahrgäste hatte. Sind diese Betten, da die Kremser eine Art Omnibusverkehr darstellten, längst vorüber, so wird der Gebrauch des Kremfers auch bet gelegentlichen Ausflügen immer mehr eingeschränkt. Dies haben die großen Verkehrswandlungen bewirkt, die Ringbahn, die Einrichtung des weitverzweigten Vorortverkehrs, die Anlagen immer neuer Straßenbahnlinien und nicht zuletzt die große Ausbreitung des Fahrrades. Nur bei den sogenannten Fabrikslandpartien und bei Ausflügen kleinerer Gesellschaften wird der Kremser febt noch benutzt. Mit einer Kapelle" und einem Faß Bier, das unter dem Wagengestell schwankt, fahren dann dte alten Wagen hinaus in die Umgebung und wenn dann abends betm Heimweg bunte Lampions angezündet werden, kann sich der Kremser wohl noch einmal über seine Verwendbarkeit täuschen. Aber dann steht er wieder tageund wochenlang auf engen, finsteren Höfen zwischen altem Gerümpel und sucht sich mit seinem traurigen Schick= sal, vergessen zu sein, auszusöhnen. Wissenschaft, Kunst und Literatur. Ansteckung durch geheilte Diphtheriekranke. Fast noch wichtiger als die fortgeschrittene Heilbarkeit ansteckender Krankheiten ist die Sorgsamkeit, die auf die Verhütung weiterer Ansteckungen durch die Erkrankten verwandt wird. Es gehört daher zu den strengsten Regeln der Krankenhäuser, ihre Pfleglinge nicht früher zu entlassen, als bis sie feine Gefahr mehr für die Umgebung darstellen. Diese Absicht wird in ihrer Wirkung freilich zuweilen dadurch verhindert, daß die Ansteckungsgefahr länger bestehen bleibt, als es nach dem Befund der Fall zu sein scheint. Am meisten gefürchtet ist die Verschleppung von Krankheitsfeimen trotz aller Fürsorge bet Scharlach. Die Ansteckung durch entlassene Kranke ist nicht nur verhältnismäßig häufig, sondern in einem erheblichen Teil der Fälle lebensge= fährlich. Im Vergleich dazu steht es mit der Diphtherte in dieser Hinsicht besser, aber doch auch nicht so, daß man darüber hinwegsehen könnte. Professor Sörensen, der Leiter eines großen Krankenhauses in Kopenhagen, hat darüber in der ,, Münchener Medizinischen Wochenschrift" etne dankenswerte Aufklärung gegeben. Er hat in einem Jahrzehnt 82mal die Erfahrung gemacht, daß entlassene Diphtheriekranke zur Entstehung neuer Krankheiten die Veranlassung gewesen waren. Meist wurden die Neuerkrankten 4 bis 12 Tage nach der Entlassung der ersten eingeliefert. Zuweilen aber verlief eine weit längere Zeit, bis zu mehr als einem Monat. Dieser Umstand läßt sich nur dadurch erklären, daß jemand, der die Diphtherie überwunden hat, auch dann noch eine Ansteckungsgefahr bedeutet, wenn Diphtheriebazillen durch die gewöhnlichen Mittel der Untersuchung nicht mehr entdeckt werden können. Jm Sultanpalaft von Fez. Der Weltreisende Pierre Loti ist auf seinen Fahrten auch nach Fez gekommen und beschreibt nun die Eindrücke, die er von dem Sultanpalast dieser Stadt gewonnen hat, auf die gegenwärtig die Blicke ganz Europas gerichtet sind. Die Zugänge des Palastes zeigen Mauern und nichts als Mauern. Es gibt eine ganze Reihe von finsteren Höfen dazwischen, die leer und groß wie Manöverfelder sind und beinahe eng erscheinen, so hoch sind die Mauern. Um von thren Abmessungen einen wirklichen Eindruck zu bekommen, muß man die Menschen betrachten, seltene weiße Erscheinungen, die sie durchschreiten, und die unendlich vertleinert aussehen. Als ich und mein Begleiter anfamen, ging die Sonne schon unter, und der erste der Gürtelhöfe war schon voll Schatten. Die düsteren, hohen Mauern, die alles verdecken, sperren plößlich das Licht ab, wie ungeheure Schirme. Mit ihren spitzen Krönungen machen sie einen drohenden Eindruck. Mitten in der hinteren Mauer ist ein spitzbogiger Torweg, der weiter in die Tiefe der Höfe führt, flanktert von viereckigen Türmen, mit Steinspißen gekrönt. Der Boden des Hofes ist mit Steinen, mit Abfall, mit Knochenresten und mit Löchern geradezu übersäet. Zwei oder drei Kamele gehen darin auf die Suche nach spärlichem Grase und sehen ebenfalls winzig aus. In einer Ecke verloren ist ein Lager von Zelten aufgeschlagen, das wie ein Pygmäendorf aussieht, und drei burnusbekleidete Gestalten, die gerade aus der Finsternis des großen Tors hervor treten, fommen mir wie Liliputaner vor. In der Luft schweben die unvermeidlichen Störche, die das Viereck freu= zen. Tausende, viele tausende von Vögeln hocken in Klumpen auf den Mauern, drängen und stoßen aneinander, Flettern übereinander und bilden wimmelnde Haufen, wie im Sommer die Mücken. Ich wende mich zum Tor im Hintergrunde, durch das ich in den zweiten Hof gelange, der gewöhnlich lebhafter ist, wo sich jeden Tag die weiß gekleideten Wefire aufhalien, die dem Volke Recht sprechen..... O! diese arabischen Tore, deren rätselhafte Zeichnungen unendlich wechseln wie soll man den Reiz schildern, den ihr bloßer Anblick gewährt, diese religiöse Melancholie, die Träume der Vergangenheit, die sie auslösen; aus der Umgebung der Mau ern hervorstechend, mit ihrer spitzbogigen, festonierten oder runden Form haben sie ein unbeschreibliches Etwas an sich, das ich immer von feinen geometrischen Ornamenten m rahmt gefunden habe. Der nächste der Gürtelhöfe, wohin dieses Tor durch eine dunkle Wölbung hindurch führt, ist ebenso groß, so mächtig wirkend und so düster wie der erste. Hier sind aber, wie ich erwartet hatte, viele Menschen, in den Zugängn zahlreiche Pferde und Maultiere mit Sattelstühlen. Im Hintergrunde, unter den alten, nischenbildenden Bogen, walten die Minister im Winde, mit Hilfe von wenigen Schreibern und sehr wenig Papier, ihres Amtes. In einer dieser Arkaden ist der Kriegsminister, in einer anderen erläßt der Justizminister Urteile, gegen die es feine Berufung mehr gibt; um ihn herum zerteilen Soldaten mit fräftigen Stockschlägen die Menge, und die Angeklagten, die Kläger und die Zeugen werden ohne Unterschied alle auf gleiche Art ihm vorgeführt, indem zwei athletisch gebaute Soldaten sie beim Kragen fassen und vor seinen Stuhl schleppen. Weiter wagte Loti sich nicht, weil ihm das Gelände für einen Christen nicht besonders sicher schien. Uebrigens war, wie er hinzufügt, zur Zeit seiner Ankunft das eigentlich Sehenswerte schon vorbet. Die Minister bestiegen, unterstützt von Dienern, einer nach dem andern ihre Maultiere, um heimzureiten. Mit ihren weißen Bärten, den langen, weißen Gewändern, den langen, weißen Schleiern, die sich von den roten Sätteln der hellen Maultiere abhoben, deren jedes vier weißgekleidete Diener führten, sahen sie prächtig aus, wie alte Propheten. Drabtnachrichten und neuestes. Der Kaiser in Wiesbaden. Wiesbaden, 10. Mat. Der Kaiser, der mit Gefolge gestern abend im Hofzuge von Metz nach Wiesbaden abgereist war, ist heute morgen 8 Uhr hter eingetroffen. Auf der Fahrt nach dem Schloß überreichten aus Anlaß des heute hier stattfindenden Blumentages zwei Kinder dem Kaiser Kornblumensträuße. Niederlage der Kabylen in Marokko. Madrid, 10. Mai. Aus Tanger wird gemeldet: Nach einem Funkentelegramm aus Rabat griffen etwa tausend Kabylen gestern vormittag die Kolonne des Generals Motnier an, wurden aber mit schweren Verlusten zurückgeschlagen. Blutige Straßenkämpfe in Merifo. El Paso, 10. Mai. Bet dem Angriff auf Juarez entwickelten sich verzweifelte Straßenkämpfe. Die Aufständischen drangen von allen Seiten in die Hauptstraßen ein. Die Verteidiger feuerten aus Fenstern und Türen. Der Kommandant Iteß auf den Hauptstraßen und Straßenfreuzungen Maschinengewehre aufpflanzen. Die Zahl der Tvten wird bereits auf 300 geschätzt, darunter 15 amerikanische Mitkämpfer. El Paso, 10. Mai. Die Aufständischen haben Juarez in Brand gesteckt. Da scharfer Wind weht, greift das Feuer schnell um sich und ist meilenweit zu sehen. Die Aufständischen setzen den Kampf fort. Washington, 10. Mai. Der Umstand, daß der Füh rer der Aufständischen Madero die Gewalt über das Rebellenheer verloren hat, verursacht hier große Unruhe. Wie aus San Diego in Kalifornien gemeldet wird, haben die Aufständischen einen Teil der merikanischen Stadt Tiajuana in Brand gesteckt. Auf beiden Seiten sind die Verluste groß. Folgenschwerer Theaterbrand in England. London, 10. Mai. Bei einem Brande des EmpirePalast- Theaters in Edinburg sind mehrere Personen umgekommen. Bisher wurden sieben Personen aus den Trümmern geborgen. Das Feuer hatte sich auf den hinteren Teil des Gebäudes beschränkt, der zusammenstürzte und mehrere Personen unter seinen Trümmern begrub. Schwerer Grubenunfall. Zabrze, 10. Mai. Gestern abend wurden auf der Konkordiengrube sechs Mann durch niederbrechendes Gestein verschüttet. Drei Mann wurden getötet, die andern schwer verletzt. Eine serbisch- russische Familienallianz? Belgrad, 10. Mai. In serbischen Kreisen erhält sich das Gerücht über die für den Herbst bevorstehende Verlobung des serbischen Kronprinzen mit einer russischen Prinzessin. Bandel und Verkebr. Frankfurt, 8. Mai. Viehmarktpreise vom 8. Mat. Preise für 1 Zentner: Rinder: A. Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt ( Lebendgewicht) M 51-56,( Schlachtgewicht) M 93-97, die noch nicht gezogen haben( ungejocht)( Lebendgewicht) M bis M,( Schlachtgewicht) Mbis- M, b) junge flei= schige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete( Lebendgewicht) M 46-50,( Schlachtgewicht) M 83-91, c) mäßig ge= nährte junge, gut genährte ältere( Lebendgewicht) M 42 bis 45,( Schlachtgew.) M 77-83. B. Bullen: a) vollfleischige ausgewachsene, höchsten Schlachtwertes( Lebendgew.) M45 bis 48,( Schlachtgew) M 75-80, 6) vollfleischige jüngere ( Lebendgew.) M 39-44,( Schlachtgew.) M 65-73. C. Färsen und Kühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes( Lebendgew.) M 45-50,( Schlachtgew.) M 81 bis 89, b) vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlacht wertes bis zu 7 Jahren( Lebendgew.) M 43-47,( Schl gew.) M 80-84, c) 1. wenig gut entwickelte Färsen( Lebendgem.) M 40-43,( Schlachtgew.) M 77-83, do. 2. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwid. jüng. Kühe( Lebendgew.) M 37-42,( Schlachtgew.) M 69-78, d) mäßig ge= nährte Kühe u. Färsen( Lebendgew.) M 30-36,( Schlachtgew.) M 60-72, e) gering genährte Kühe und Färsen( Lebendgew.) M 20-27,( Schlachtgew.) M 46-61. Kälber: a) Doppellender feinste Mast( Lebendgew.) M 00-00,( Schlachtgew.) M 00-00, b) feinste Mast-( Vollmilch- Mast) und beste Saugkälber( Lebendgew.) M 59-63,( Schlachtgew.) M 92 bis 98, gering. Saugfälber( Lebendgewicht) M 50-68, ( Schlachtgew.) M 85-90. Schafe: A. Stallmastschafe: a) Mastlämmer und füngere Masthämmel( Lebendgew.) M 43 bis 46,( Schlachtgem.) M 90, b) ältere Masthämmel und gut genährte Schafe( Lebendgew.) M( Schlachtgew.) M Schweine: a) vollfleischige Schweine von 80 bis 100 Kilo gramm Lebendgewicht( Lebendgew.) M 47-49,( Schlachtgew.) M 60-62, 6) vollfleischige Schweine unter 80 Kilogramm Lebendgewicht( Lebendgew.) M 47-48,( Schlachtgem.) M.60 618 61, c) vollfleischige Schweine von 100-120 Kilogramm Lebendgewicht( Lebendgew.) M 47-49,( Schlachtgew.) M 50 bts 61, d) vollfleischige Schweine von 120-150 kilogramm Lebendgewicht( Lebendgew.) M 46-48,( Schlachtgew.) M 57% 616 60. Bekanntmachung. Betr.: Abfuhr des Hauskehrichts. Die mangelhafte Aufstellung der Kehrichtgefäße, insbesondere aber die Verwendung ungeeigneter Kehrichtbehälter( wie Holzkisten, Eimer und Kästen ohne Deckel), hat in vielen Fällen eine Verunreinigung des Straßengeländes zur Folge. Ferner muß es als Mißstand bezeichnet werden, wenn stundenlang nach stattgehabter Leerung die Gefäße auf den Bürgersteigen stehen bleiben und den Verkehr hemmen. Alter der vorgeführten Arbeiter enthält, von dem Ar= beitgeber oder dessen Vertreter dem Großherzoglichen Kreisarzt vorzulegen. § 5. Die Kosten der Untersuchung und Impfung der Arbeiter werden auf die Polizeikasse übernommen. § 6. Die nach Artikel 89 des Polizeistrafgesetzes erforderlichen Anmeldungen, sowie die nach anderen Bestimmungen bestehenden Verpflichtungen zur Anzeige des Arbeitsantritts bleiben unberührt. § 7. Wir haben die Schutzmannschaft angewiesen, diesem Uebelstand ihre verschärfte Aufmerksamkeit zuzuwen- Arbeitgeber oder deren verantwortliche Vertreter, welden und alle Verstöße gegen die Bestimmungen des Art. che die in§ 1-3 dieser Verordnung angeordneten Auf111 und 112 des Polizeistrafgesetzbuches und§ 3669 fichtsmaßregeln verletzen, werden, sofern eine Bestrafung und 10 R.-St.-G., die das Herausstellen der Gefäße aus§ 327 des R.-St.-G.-B. nicht zu erfolgen hat, mit auf die Straße 2c. und die Verunreinigung von Orts- Geldstrafe von 1-30 Mt. bestraft. straßen und öffentlichen Plätzen unter Strafe stellen, zur Anzeige zu bringen. Gießen, den 28. Juli 1908. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V. gez.: Welcker. Bekanntmachung. tagsruhe im Handelsgewerbe. Wir machen darauf aufmerksam, daß eine ordnungsgemäße und reinliche Art der Aufbewahrung des Hauskehrichts durch die Verwendung der mit Deckel versehenen Kehrichtgefäße, wie sie von verschiedenen Firmen zurzeit in den Handel gebracht werden, sehr gefördert Betr.: Ausführung der Gewerbeordnung: hier; Sonnwird. Diese runden Kehrichteimer mit Tragbügel und daran befestigtem Deckel verhindert das Herausscharren An den zwei Sonntagen vor Pfingsten( 21. und 28. und Verschleppen des Kehrichts durch Hunde, erleichtern Mai lfd. Js.) dürfen Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter die Entleerung der Behälter bei der Abfuhr und sind, im Handelsgewerbe bis 7 Uhr abends, jedoch nicht über wenn sie, wie vorgeschrieben, innerhalb des Hoftores 10 Stunden, beschäftigt werden. oder der Türe aufgestellt sind, und nach der Leerung alsbald entfernt werden, für das Straßenbild nicht mißständig. Die einschlägigen Bestimmungen des Regulativs betreffend Reinhaltung der Straßen und öffentlichen Plätze bringen wir nachstehend in Erinnerung. Abfuhr des Hauskehrichts. Der Gewerbetrieb in den offenen Verkaufsstellen ist ebenfalls bis 7 Uhr abends gestattet. Gießen, den 10. Mai 1911. Großh. Polizeiamt. Gebhardt. Bekanntmachung 1. Der städtische Abfuhrdienst erstreckt sich lediglich auf die Beseitigung des Hauskehrichts und der häus- Betr.: Ausnahmen von§ 139c und 139e Absatz 1 der Gewerbeordnung. lichen Abfälle; Kehrichtkasten und Gefäße, welche Bauschutt, Steine, gewerbliche Abfälle und dergleichen ent- Wir bringen zur allgemeinen Kenntnis, daß am halten, werden seitens der Kehrmannschaft weder ent- 2. und 3. Juni die Vorschriften über die Mindest= leert, noch wird deren Inhalt abgefahren. 2. Ebensowenig ist die Kehrmannschaft verpflichtet, Kehrichtkasten oder Gefäße zu entleeren, welche den nach stehenden Bestimmungen, insbesondere denjenigen bezüglich des Fassungsraumes, nicht entsprechen. 3. Gefäße zum Sammeln des Hauskehrichts und der häuslichen Abfälle müssen solide und dicht hergestellt und mit je 2 Handhaben versehen sein; dieselben dürfen das Maß von 60 Kubikdezimeter Inhalt keinesfalls überschreiten. Das Muster eines Kehrichtkastens in Holz von 50:40:30 Zentimeter Größe kann auf dem Tiefbauamt eingesehen werden. Gießen, den 6. Mai 1911. Großh. Polizeiamt. Gebhardt. Bekanntmachung. zur Nachstehende Polizeiverordnung bringen wir Kenntnis der Interessenten. Die in§ 1 erwähnte Anzeige ist hier bei uns zu erstatten. Gießen, den 8. Mai 1911. Großh. Polizeiamt. Gebhardt. Polizei Verordnung. Betr.: Auftreten von Blatternerkrankungen unter fremdländischen Arbeitern. Auf Grund des Artikel 78 der Kreis- und Provinzialordnung wird mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 23. Juli 1908 zu Nr. M. d. J. 2 3750 und mit Zustimmung des Kreisausschusses des Kreises Gießen für den Kreis Gießen verordnet, wie folgt: § 1. ruhezeit und Mittagspausen der Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter in offenen Verkaufsstellen feine Anwendung finden. An diesen Tagen ist in offenen Verkaufsstellen ein Geschäftsbetrieb bis 10 Uhr abends gestattet. Gießen, den 10. Mai 1911. Großh. Polizeiamt. Gebhardt. Der Zuzug fremdländischer Arbeiter ist vor ihrer Ankunft von dem Arbeitgeber der Bürgermeisterei des Beschäftigungsortes anzuzeigen. Sofern dies nicht mög= lich gewesen ist, ist die Ankunft sofort, spätestens aber binnen 24 Stunden nach dem Eintreffen der Arbeiter in ihrem Bestimmungsort, der Bürgermeisterei anzuzeigen. Letztere ist zur sofortigen, bei Krankheitsverdacht telegraphischen Mitteilung an das Kreis gesundheitsamt verpflichtet. § 2. Der Arbeitgeber oder dessen Vertreter hat zu veranlassen, daß die fremdländischen Arbeiter nach vorhergegangener Weisung zur Untersuchung durch den Großherzoglichen Kreisarzt erscheinen. Diejenigen Arbeiter, die sich über eine in den letzten zehn Jahren vorausgegangene erfolgreiche Impfung oder über eine überstandene Blatternerkrankung nicht ausweisen können, werden im Untersuchungstermin geimpft, welcher in der Regel, wenn nicht unverhältnismäßig hohe Kosten hierdurch entstehen, am Arbeitsorte stattfinden soll. Die Weigerung, die Impfung vornehmen zu lassen, hat die sofortige Ausweisung aus dem Großherzogtum zur Folge. In dem Termin werden die Arbeiter gleichzeitig auf das Vorhandensein der ägyptischen Augenkrankheit hin untersucht und die notwendigen Maßnahmen getroffen. § 3. Jeder Jmpfling muß in einem zweiten Termin, falls ein solcher angesagt wird, dem impfenden Arzte zur Nachschau vorgestellt werden. § 4. In dem Untersuchungstermin ist eine Namensliste, welche die Geburtstage oder wenigstens das ungefähre Sie gewinnen Vertrauen, wenn Sie einen Versuch mit meinen konkurrenzlosen Marken gemacht haben, welche unter steter Kontrolle eines beeidigten Chemikers stehen. Anerkannte Fachleute können meine Margarine von feinster Meiereibutter nicht unterscheiden. Ich versende franko gegen Nachnahme: 99 1 Postpaket Exquisita", allerfeinste Pflanzenbutter( Margarine) 9/1, netto Mk. 6,65. 1 Postpaket„ Regina" aus besten RohMargarine hergestellte materialien 9/1, netto Mk. 6,45. Garantie: Bereitwilligste Zurücknahme, selbst wenn schon in Anbruch genommen. Verlangen Sie sofort Gratisprobe! ( Vertreter überall gesucht.) Hanseatische NahrungsmittelIndustrie und Versandhaus Herm. P. Schulz, Hamburg 6. Soeben erschienen; Die Kunst der Spekulation. Aus dem Inhalt: Welche Papiere gewählt werden sollten. Wie man Gewinne erzielen kann. ( 251) Wie ein Verlust in einen Gewinn verwandelt werden kann. 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( Gickener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pig.- Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Nabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. 15. d. Wits., auf 2 Tage im Torhäuschen am Stadttheater zur Einsichtnahme offen gelegt sind. Den Da= men des 3. Bezirks wird durch Herrn Architekt Meyer auf einer Postkarte das Gewünschte mitgeteilt werden. dern eher noch gewonnen hat, so ist doch auch über die Die Friedensteier in Frankfurt a. m. fierter Stelle Friedensteier in Frankfurt a. M. tierter Stelle wie die Darmstädter 3tg." schreibtschwierige Erwerbslage dieser Bevölkerungsgruppen, über die Schwere des Daseinstampfes, den die Handwerker und Kleingewerbetreibenden seit Jahren zu bestehen hahon foin meifel möglich. Das unaufhörliche WachsFrankfurt, 11. Mai. Die Friedensfeier hat einen harmonischen Verlauf genommen. Es war ein Volksfest. das alle Straßen Unpäßlich oder unwohl? Das find Schlagworte, und wie oft mögen sie über die Lippen aller derjenigen gehen, welche diese Zeilen lesen. Ein jeder hat es an fich selbst empfunden, wie ein körperliches Unbehagen auch niederschlagend auf den Gemütszustand wirkt und ihn unfähig macht, seinem Berufe nachzugehen. Man ist nicht traut, aber auch nicht gesund und unter der seelischen Depression leidet man nicht nur selbst, sondern auch die Umgebung. Solche Unpäßlichkeiten sind häufig die Vorboten herannahender, ernsterer leiben. Oft wird allfälligem leichterem Unwohlsein keine Beachtung geschenkt, bis der Zustand sich derart verschlimmert, daß selbst die kostspieligsten Ruren keine vollständige Heilung mehr bringen können. Es soll darauf hingewiesen werden, daß Blutarmut, Entkräftigung, Nervosität in ben weitaus meisten Fällen auf Störungen in den Verdauungsorganen zurückzuführen sind. Aber nicht allein eine unzweckmäßige Lebensweise und Nahrung kann daran schuld sein, sondern auch die häufig vorkommenden Eingeweideparafiten, wie Band-, Spul-, Madenwürmer und deren Brut. Tatsächlich unternehmen auch viele Leidende jahrelang ganz erfolglos alle möglichen Kuren, ohne an die so heimtückische Helmintheninfektion zu denken. Eine Reinigung des Magens und der Gebärme wird aber, selbst nur versuchsweise angewandt, ohne dteres Butun zweddienlich sein. Dies insbesonders in Fällen von: Verdauungsschwäche, Appetitlosigkeit verbunden mit Heißhunger, Abmagerung, Uebelkeit, Schwindel, Kopfschmerz, sogar Ohnmachten bei nüchternem Magen oder nach gewissen Speisen, Aufsteigen eines Knäuels bis zum Halse, stärkeres Zusammenfließen des Speichels im Munde, Verschleimung, Magensäure, Sodbrennen, unregelmäßigem Stuhlgang, Koliken, Kollern, Jucken, stechenden, saugenden Schmerzen in den Gedärmen, Herzklopfen, blassem Gesicht, mattem Blick, blauberingten Augen, wie auch sonstigem körperlichem Unbehagen und Verstimmtheit. Tausende von Zeugnissen aus allen Ständen der Bevölkerung sprechen sich belobigend aus. Ein Auszug mamtl. atteft. Gutachten und Dankschreiben wird auf Wunsch gerne jedem Interessenten gratis und flo zugestellt. Sehr wenig Drte giebt es, in denen nicht die erzielten günstigen Resultate schon rühmlichst Larke HANSA mnt find und in dankbarer Erinnerung stehen. Die jedermann zu empfehlenden Reinigungs- Kuren find nicht pielig, verursachen keinerlei Berufsstörung und find in der Anwendung so einfach wie denkbar. Es stellt sich zumeist gesunder Appetit, geregelter Stoffwechsel, erquidender Gilaf, erhöhte Schaffenslust und neue Lebensfreude ein. ngen und alles urückzuweisen. 35 wafe beßter un Weinbergslagen Fiffern bon Aften b. 12 8 an vächter LHEIM a. Rh olweine pett bes belan fŋ, Villa Chri beide in Gießen 1 A D S nnnsn- H x It 2r * Der Ertrag des Blumentags im ganzen Land steht noch nicht fest. Man hat ihn an orienvor Wochen auf zirka 80 000 mit. geschätzt. Durch die überraschend starke Beteiligung der ländlichen Gemeinden wird diese Summe jedoch überschritten werden. In ganz kleinen Gemeinden ohne Fremdenverkehr sind Beträge eingegangen, die geradezu in Erstaunen setzen. So sind u. a. in Uffhosen, Kreis Alzen, bei zirka 560 Einwohnern 81 Mark eingegangen; in Wendelsheim mit zirka 1000 Einwohnern 134,07 Mk.; in Nieder- Wiesen mit zirka 500 Einwohnern 57,10 Mt. Aehnlich, ja manchmal noch besser, ist es in anderen Orten mit überwiegender Arbeiterbevölkerung. Die ländlichen Gemeinden werden also einen erheblichen Anteil an dem günstigen Ergebnis haben. * Die Anlage musik findet schon am Samstag, den 13. d. Mts., vorm. 11 Uhr, in der Südanlage statt. Musikfolge( 1. Ouverture 3. Oper 3ar und Zimmermann" v. A. Lortzing; 2. Fantasie a. d. Oper " Carmen" v. G. Bizet; 3. Czardas a. d. Oper„ Der Geist des Wojewoden" v. W. Großmann; 4. Coburger Josias- Marsch. Am Sonntag fällt die Anlagemusit aus, da die Kapelle beurlaubt ist. Abänderung der Lohnordnung für Eisenbahnbedienstete. Wie uns mitgeteilt wird, ist eine Aenderung der Bestimmungen des§ 23 der Lohnordnung für Eisenbahnbedienstete verfügt worden, die sich auf die Teilnahme der Bediensteten bei B e- gräbnissen unter Fortgewährung des Lohnes bezieht. Die neue Bestimmung besagt, daß, soweit der Dienst es gestattet und wenn engere dienstliche Beziehungen bestanden haben, zur Beerdigung von Vorgesetzten bis zu 60, und zur Beerdigung von Arbeitsgenossen 20 bis 30 Bedienstete unter Gewährung des Lohnes für höchstens 4 Stunden durch die Vorgesetzten beurlaubt werden können. Mitglieder von Kriegervereinen können unter gleichen Bedingungen zur Beerdigung eines Vereinsmitgliedes Urlaub erhalten. -)(= Darmstadt, 11. Mai. In der gestrigen Sizung der Kommission zur Beratung über die Vereinfachung der Staatsverwaltung unter dem Vorsitz des Staatsministers Ewald, wurde die Beratung der Drganisation der Forstbehörde wieder aufgenommen. Es bestand ein Einverständnis über die Zweckmäßigkeit des vor 12 Jahren eingeführten sogenannten Oberförster= systems, wonach die Oberförstereien der Ministerialabteilung für Forst- und Kameralwesen unmittelbar unterstehen. Die Frage, inwieweit Geschäftsvereinfachungen im Forstwesen durchgeführt werden können und ob die einzelnen Forstreviere ein genügend großes Arbeitsfeld Subfür die Oberförster bieten, soll zunächst in einer tommission geprüft werden. Die Subkommission, in die vier Mitglieder gewählt wurden, wird voraussichtlich Mitte Juni zusammentreten und seinerzeit dem Plenum der Kommission ihr Gutachten erstatten. Bei der Besprechung der Denkschrift des Finanzministeriums über die staatliche Lokalkassenverwaltung wurde die jetzige Organisation nicht beanstandet. Ersparnisse sollen ane= gestrebt werden durch Zusammenlegung nebeneinander bestehender Lokalkassenstellen in den Städten, durch Verminderung der ländlichen Bezirkskassen. Ferner soll die nächste freiwerdende Stelle eines Kontrollbeamten versuchsweise nicht wieder besetzt werden. Der von einem Kommissionsmitglied gestellte Antrag, die Kosten der Vergütungen an die Untererheber durch die beteiligten Geden meinden aufbringen zu lassen, soll zunächst von Ministerien geprüft werden. m 11= ig m EASES dt 15 ich Die Cf. 2. 2. Cf. ag fte en. cht Briefporto 20 fg. ch= Er= Ungabe von Alter, Geschlecht und Körpergewicht bezw. Kräftezustand erwünscht. Ausführliche Mitteilungen über Kurgebrauch und dessen Erfolge usw. erhalten Sie kostenlos. Stückporto find 20 Pfg. In Briefmarken beizufügen. Die Absender belieben ihre Adresse vollständig und beutlich geschrieben zu richten an: Theod. Konekky, Stein, At. Aargau, Schweiz. Briefporto 20 Pfs. Institut für physiolog. diätet. Therapie. solchen Preisbedingungen übernimmt, me beiten muß. Indem solche Vorkommnisse durch Sachverständigen- Gutachten verhindert werden, ist ein * Limburg, 11. Mai. Ein bei einem hiesigen Schneider beschäftigter Gehilfe suchte sich in einen ehelichen Zwist der Meisterfamilie einzumischen, weshalb ihn der Schneidermeister an die Luft setzen wollte. Hierüber geriet der Bursche in eine derartige Wut, daß er seinem Meister mit einem Messer mehrere Stiche in den Leib und die Beine beibrachte. Die Polizei verhaftete den rabiaten Gesellen. Hanau. Die Stadtverordneten beschlossen, das ag seit etwa 100 Jahren bestehende Stundenpfeifen der Nachtwächter abzuschaffen und ihnen Stiefeln mit Gummisohlen auf Gemeindekosten zu stellen, damit sie bei ihren nächtlichen Gängen nicht zu sehr die Nachtruhe stören und damit der Nachtrat die Diebe ungehört übereinen Polizeihund erhalten. raschen kann. Auch soll der Nachtwächter als Begleiter ) en ge= Im= 11. und 2. Bezirk die Listen unter Angave von mich ſennummer und Inhalt der Büchse von Montag, den Bekanntmachung. Betr.: Abfuhr des Hausfehrichts. Die mangelhafte Aufstellung der Kehrichtgefäße, insbesondere aber die Verwendung ungeeigneter Kehrichtbehälter( wie Holzkisten, Eimer und Kästen ohne Deckel), hat in vielen Fällen eine Verunreinigung des Straßengeländes zur Folge. Ferner muß es als Mißstand bezeichnet werden, wenn stundenlang nach stattgehabter Leerung die Gefäße auf den Bürgersteigen stehen bleiben und den Verkehr hemmen. Alter der vorgeführten Arbeiter enthält, von dem Ar= beitgeber oder dessen Vertreter dem Großherzoglichen Kreisarzt vorzulegen. § 5. Die Kosten der Untersuchung und Impfung der Arbeiter werden auf die Polizeikasse übernommen. § 6. Die nach Artikel 89 des Polizeistrafgesetzes erforderlichen Anmeldungen, sowie die nach anderen Bestimmungen bestehenden Verpflichtungen zur Anzeige des Arbeitsantritts bleiben unberührt. § 7. Wir haben die Schutzmannschaft angewiesen, diesem Uebelstand ihre verschärfte Aufmerksamkeit zuzuwen- Arbeitgeber oder deren verantwortliche Vertreter, welden und alle Verstöße gegen die Bestimmungen des Art. che die in§ 1-3 dieser Verordnung angeordneten Auf111 und 112 des Polizeistrafgesetzbuches und§ 3669 fichtsmaßregeln verletzen, werden, sofern eine Bestrafung und 10 R.-St.-G., die das Herausstellen der Gefäße aus§ 327 des R.-St.-G.-B. nicht zu erfolgen hat, mit auf die Straße 2c. und die Verunreinigung von Orts- Geldstrafe von 1-30 Mt. bestraft. straßen und öffentlichen Plätzen unter Strafe stellen, zur Anzeige zu bringen. Gießen, den 28. Juli 1908. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V. gez.: Welcker. Bekanntmachung. Betr.: Ausführung der Gewerbeordnung: hier; Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. Wir machen darauf aufmerksam, daß eine ordnungsgemäße und reinliche Art der Aufbewahrung des Hauskehrichts durch die Verwendung der mit Deckel versehenen Kehrichtgefäße, wie sie von verschiedenen Firmen zurzeit in den Handel gebracht werden, sehr gefördert wird. Diese runden Kehrichteimer mit Tragbügel und daran befestigtem Deckel verhindert das Herausscharren An den zwei Sonntagen vor Pfingsten( 21. und 28. und Verschleppen des Kehrichts durch Hunde, erleichtern Mai lfd. Js.) dürfen Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter die Entleerung der Behälter bei der Abfuhr und sind, im Handelsgewerbe bis 7 Uhr abends, jedoch nicht über wenn sie, wie vorgeschrieben, innerhalb des Hoftores 10 Stunden, beschäftigt werden. oder der Türe aufgestellt sind, und nach der Leerung Der Gewerbetrieb in den offenen Verkaufsstellen ist alsbald entfernt werden, für das Straßenbild nicht ebenfalls bis 7 Uhr abends gestattet. mißständig. Die einschlägigen Bestimmungen des Regulativs betreffend Reinhaltung der Straßen und öffentlichen Plätze bringen wir nachstehend in Erinnerung. Abfuhr des Hauskehrichts. 1. Der städtische Abfuhrdienst erstreckt sich lediglich auf die Beseitigung des Hauskehrichts und der häuslichen Abfälle; Kehrichtkasten und Gefäße, welche Bauschutt, Steine, gewerbliche Abfälle und dergleichen enthalten, werden seitens der Kehrmannschaft weder entleert, noch wird deren Inhalt abgefahren. 2. Ebensowenig ist die Kehrmannschaft verpflichtet, Kehrichtkasten oder Gefäße zu entleeren, welche den nachstehenden Bestimmungen, insbesondere denjenigen bezüglich des Fassungsraumes, nicht entsprechen. 3. Gefäße zum Sammeln des Hauskehrichts und der häuslichen Abfälle müssen solide und dicht hergestellt und mit je 2 Handhaben versehen sein; dieselben dürfen das Maß von 60 Kubikdezimeter Inhalt keinesfalls überschreiten. Das Muster eines Kehrichtkastens in Holz von 50:40:30 Zentimeter Größe kann auf dem Tiefbauamt eingesehen werden. Gießen, den 6. Mai 1911. Großh. Polizeiamt. Gebhardt. Bekanntmachung. Nachstehende Polizeiverordnung bringen wir Kenntnis der Interessenten. Die in§ 1 erwähnte An zeige ist hier bei uns zu erstatten. Gießen, den 8. Mai 1911. Großh. Polizeiamt. Gebhardt. Polizei Verordnung. Betr.: Auftreten von Blatternerkrankungen unter fremd ländischen Arbeitern.. Auf Grund des Artikel 78 der Kreis- und Provir zialordnung wird mit Genehmigung Großherzogliche Ministeriums des Innern vom 23. Juli 1908 zu Ni M. d. J. 2 3750 und mit Zustimmung des Kreisau: schusses des Kreises Gießen für den Kreis Gießen ve ordnet, wie folgt: § 1. Der Zuzug fremdländischer Arbeiter ist vor ihrer Ar funft von dem Arbeitgeber der Bürgermeisterei des B schäftigungsortes anzuzeigen. Sofern dies nicht mö lich gewesen ist, ist die Ankunft sofort, spätestens ab binnen 24 Stunden nach dem Eintreffen der Arbeiter i ihrem Bestimmungsort, der Bürgermeisterei anzuzeigen Letztere ist zur sofortigen, bei Krankheitsverdacht tel graphischen Mitteilung an das Kreisgesundheitsamt ve pflichtet. § 2. Der Arbeitgeber oder dessen Vertreter hat zu ve anlassen, daß die fremdländischen Arbeiter nach vorhe gegangener Weisung zur Untersuchung durch den Gro herzoglichen Kreisarzt erscheinen. Diejenigen Arbeiter, die sich über eine in den letzt zehn Jahren vorausgegangene erfolgreiche Impfung od über eine überstandene Blatternerkrankung nicht ausw sen können, werden im Untersuchungstermin geimp welcher in der Regel, wenn nicht unverhältnismäß hohe Kosten hierdurch entstehen, am Arbeitsorte stattfi den soll. Die Weigerung, die Impfung vornehmen lassen, hat die sofortige Ausweisung aus dem Gro herzogtum zur Folge. In dem Termin werden die Arbeiter gleichzeitig a das Vorhandensein der ägyptischen Augenkrankheit h untersucht und die notwendigen Maßnahmen getroffe § 3. Jeder Impfling muß in einem zweiten Termin, fa ein solcher angesagt wird, dem impfenden Arzte? Nachschau vorgestellt werden. § 4. In dem Untersuchungstermin ist eine Namensliste, welche die Geburtstage oder wenigstens das ungefähre Achtung! Achtung! Morgen Freitag, den 12. d. Mts., großer Verkauf im Garten des Hotel zum Felsenkeller", alle Sorten frische Gemüse, Salat, Gurken, große Auswahl in süßen, saftigen Apfelsinen. Befierte Sellerie, Lauch und Blumen- Pflanzen u. s. w. Ausnahmsa eise billig durch Be ( 262) oierteljährl Abgeholt ausgabejtel Klein aus Köln. 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Mit Freuden fann ich Ihnen mitteilen, baß mir die treffliche Dienste geleistet und war der Verlauf derselben Störung oder Beschwerden. Ich fühle mich wohl und na Friedrich Magdeburg. Von jahrelangem Leiden befreit. бли Ew. machen wir hiermit die frohe Mitteilung, daß uns sehr gute Dienste geleistet hat. Es tam eine Maffe Schl und ganze Ballen kleiner Würmer, überhaupt eine ganze& Vorschein. Hätten wir doch schon vor 3 Jahren diese Kur borg so wäre es nicht soweit gekommen, daß meine Frau so enttra Sie hat nun, seitdem sie die Rur gemacht hat, weder die häufigen Magenschmerzen noch Stopfschmerzen, wie sie über ganz anderes Aussehen bekommen hat. den heutigen Tag gänzlich ausgeblieben. früheren Beschwerden bis ungewöhnlich frisch und wohl und find bie Gütenbach, Bad. Schwld. Eduard Wurthorn a dan add B. Ahlers und Frau. Vorstehende Unterschrift wirb hiermit beglaubigt: Das Bürgermeisteramt sig. Wehrle( Amt Bom Kettenwurm befreit. Teile Ihnen hierdurch mit, daß ich nach Gebrauc pfohlenen Kur von einem langen Rettentwurm mit Kopf gam los befreit wurde und gestatte Ihnen, dieses zu veröffentli Wadrill. Die schon vor einem Jahre vorgenommene Sur hat bei meiner Frau ausgezeichnete Dienste getan, indem sie vorher beständig an Unterleibsschmerzen gelitten hat. Nach Abgang einer Masse Schleim und Unrat fühlte sie sich Neustadt. Kopfschmerz, Schwindel, Sodbrennebeim AufIch litt seit Jahren an Kopfschmerz, Schwindel stehen, Aufsteigen eines Knäuels bis zum Halse, Sodbrennen, Stechenden, saugenden Schmerzen in den Gedärmen. Nachdem ich bereits verschiedene Hauskuren durchgemacht und es immer ärger wurde, entschloß ich mich die empfohlene Reinigungstur zu brauchen. Von ber Zeit an bin ich so gesund, daß ich sämtliche schwere Arbeiten berrichten kann. Johann Czilwa, Wirtssohn. Borstehendes Schreiben wird der Richtigkeit gemäß bescheinigt. Der Gemeindevorstand sig. Müller. Gr.- Mosinato Br. Golbap( Amtssiegel). Bom Magenleiden befreit. Ich teile Ihnen erg. mit, daß die Reinigungstur eine ganz borzügliche ist. Ich wurde nicht allein von einem langjährigen Magenleiden befreit, sondern es zeigte sich auch, daß ich wurmtrank war. Nunmehr spreche ich Ihnen meinen besten Dank aus. Thorn. Franz Schütt, Hausdiener. Beglaubigt das Polizeibureau: fig. Behrendt( Amtsstegel). Ausgezeichnet bekommen. Die Reinigungsfur ist mir ausgezeichnet bekommen, mein Magen ist wieder vollständig in Ordnung. Stargard( Pommern). Freiherr Hans v. Wangenheim. Kopfschmerzen verloren. Mit der Kur war ich sehr wohl zufrieden, Würmer hatte ich ambar feine bei mir, dagegen eine Masse Schleim und andere Unreinigkeiten, und habe ich jetzt meine früher häufig auftretenden Kopfschmerzen gam verloren. Biz, Wttbg. Abolf Schid, Buchhalter. Beglaubigt das Schultheißenamt: fig. Scheck( Amtssiegel). 20 Jahre innere Schmerzen. Tausend Dank für die empfohlene Stur, dieselbe hat sich sehr bewährt. Ich litt ungefähr 20 Jahre an inneren Schmerzen und sind dieselben nunmehr gänzlich verschwunden. Maslowo Kr. Schrimm. Gustav Kluge, Landbriefträger. Daß Vorstehendes auf Wahrheit beruht, bescheinigt Der Gemeindevorstand: sig. Majorezyk( Amtssiegel). Magen und Darmreinigung. Ich unternahm die Kur für Magen- und Darmreinigung und hat mir dieselbe ausgezeichnete Dienste geleistet. Lippstadt. Peter Schneider. Viel kräftiger und munterer. Teile Ihnen mit, daß ich die Stur an meinem Rinde angewandt habe. Das Mädchen ist jetzt schon biel fräftiger und munterer und hat einen guten Appetit. Morchenstern, b. Gablonz a. d. Neiße. Johanna Feix. Außerordentlich guten Appetit bekommen. Ich teile Ihnen erg. mit, daß die Reinigungsfur eine ganz vorzügliche ist und habe ich jetzt außerordentlich guten Appetit bekommen. Boffzen, Brschwg. H. Knop. Geradezu überrascht. Meine Tochter hat die Reinigungsfur entsprechend der Anweisung vorgenommen und kann ich Ihnen bie Witteilung machen, baß der Erfolg mich geradezu überrascht hat. Viele Unreinigkeiten und eine große Menge kleiner Würmer gingen am selben Tage ab. Ihr Appetit ist nun rege und sie fühlt keine Magenbeschwerden mehr, ebenso wie ihr Aussehen iezt schon bedeutend besser ist. Schleiten, Post Heinzberg. H. von Berg. Pilo ist der Name derjenigen Schubcrême, mit der Sie im Moment den brillantesten Glanz erzeugen. Die Richtigkeit des Borstehenden beglaubigt: Mittage liegt alle 1 Selterswe nicht ver Verlag Nr. 1 Stadtver Wenn a feststehend werker Deutschen dern eher Schwierige G und Kleing ben, fein 3 tum der G im Geschäft die Schwer niffe in der Geschäftsma ärmeren St ausdrängen, Vergleich zu Kaufsystem schwer geschi ihm naheftel nen Aufschw lichkeit, der obachten ist, übrigen Ber sen. Die Hi Handwerker daß Heidelb glücklichen n wird. Es Stadtrat in Mannheim werkssac ung städ gen. Ihr Die H Fra der Vergebu die einzelner einen Sado fer ihrer T Submission tung. Der Ortsvorsteher sig. M. Nickels( Amb Anerkennung und Empfehlung. Sage Ihnen meinen besten Dant, innerhalb kürzestet& ich von meinem hartnädigen Beiden befreit. Ich gestatte Anerkennung zur Empfehlung zu veröffentlichen. Dubeninglen, Ostpr. Frau Emma He Beglaubigt: der Amtsvorsteher fig. Stange( m Borher mindestens 10 erfolglose Kuren Bon seither hatte ich schon mindestens 10 erfolglose Sturen b Nach Anwendung der empfohlenen Kur wurde ich jedoch Leiden gänzlich befreit. Glebitsch, Sr. Bitterfeld. Eduard Müller, Beglaubigt: der Amtsvorsteher sig. Feldmann( Am Frohe Botschaft. Dantend tann ich Ihnen die frohe Botschaft sends Kur sehr gut gewirkt hat. Biendorf, Kr. Göthen. Ludwig Afsendorf, Schacht Beglaubigt: der Gemeindevorstand sig. W. Geisler( Im öffentlichen Interesse. Bu meiner größten Freude fann ich Ihnen zu m Zufriedenheit über das Resultat der empfohlenen Stur mit danke Ihnen von Herzen und werde es mir angelegen dies im öffentlichen Interesse weiteren Kreisen zur Kenntni Neu- Bafforge b. Bromberg. M. Grunenben Beglaubigt: der Gemeindevorsteher sig. Anton Bolz Meußerst befriedigt. Gw. Wohlgeb. mache ich hiermit die frohe mite meine Frau die Kur der Anweisung gemäß gebraucht ha friedigt ist. Wir sagen Ihnen hierfür den verbindlichste werden Sie in hiesiger Gegenb bestens empfehlen. Enningerloh i. Wefts. J. Bonnemann, Baugen Obenstehende Unterschrift beglaubigt: Der Gemeindevorsteher sig. unleserlich( Vor 12 Jahren Kur durchgeinacht bis jetzt g Es werden jest 12 Jahre, daß ich die empfohlene macht und ist dieselbe bis jest als gelungen zu betrachte schon mehreren Ihre Adresse gegeben und hat mir feder b gewußt, da immer günstige Resultate erzielt wurden. Bajewall. The Beglaubigt: fig. Dente, Polizeisekretär( Amtssiege An Körpergewicht zugenommen. An Körpergewicht habe ich 10 Pfd. zugenommen. Mann, sowie mein fleiner Junge fühlen sich sehr wohl, Masse Spul-, Magen- und Eingeweidewürmer beseitigt Marit Bohrau, Str. Strehlen. Frau Lehrer Unterschrift beglaubigt: der Amimann fig. Bemman Freue mich wieder meines Lebens. Da nun die Kur beendet ist, kann ich Ihnen mitte mich jetzt, Gott sei Dant, gesund fühle und mich wide Lebens freue. Liling, Post Gräfenberg, Bayern. ten Spezialisten Theodor Konetzky, Villa Christina, Post Säckingen bei. Eigentum u. Verlag der Gießener Zeitung 6. m. b. S. Verantwortlich für die Schriftleitung Otto Heinecke, für Reflame und Anzeigen Robert Roller, beide in Gießen. RO 2. Vor Gewerbsart verständige dem betreff von dem Singungsun Stenvoranid Wünsche i dingungsu zur Deffn ftändige einem be und sich 3. V erfolgter überstellun gen und die Arbeit 4. Au bote auf prüfen, ob den. Wird ein Angeb ständigen hat das A Städtische 5. Die mit dem b nach der F find zur S bringen. 6. 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