1 Gift 8 Wert Ri on 828 gen. me lack. atratzen - Polstereller fachrmöbel 0 inden, stiert. fliniten in gebots für nftänden, der Defen d Lumper rwaltungs Alinitftrage 2-4 ender Auf ags 4 1hr 11, 12, 13 geboten be 1. Dizinischen in Gießen. Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 50 Pfg. monatlich vierteljährlich 1,50 Mr., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den ZweigErscheint ausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mk. jeden Werktag früh.- Die„ Humoristischen Blätter" Redaktion: Itegen wöchentlich einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Herausgeber: Albin Klein& Otto Fischer. Nr. 59. - Telephon: Nr. 362. Freisinnige Agitation. Es gilt längst als ausgemachte Tatsache, daß der heutige Freisinn aus purem Mandatshunger sich möglichst allen Verhältnissen anzupassen sucht. Da gibts Freisinnige, die z. B. in der Schutzzollfrage die verschiedensten Ansichten vertreten. Während man auf dem Asphalt der Großstadt den nackten Freihandel vertritt, singt man auf dem Land ein anderes Lied. Da braucht man Bauernstimmen, und man läßt denen ge= genüber gerne das„ heilige Prinzip", den„ entschiedenen Liberalismus" fahren. Demgegenüber soll nur erwähnt werden, daß der Freisinn stimmte: 1879, 1885, 1887 gegen die landwirtschaft liche Schu33ollpolitik, 1880 gegen das Gesetz gegen den Wucher( Kreditwucher), 1892, 1901, 1907 gegen das Weingesetz und seine Verbesserungen, Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer des Großherzoglichen Polizei- Amtes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Freitag den 10. März 1911 Juni wird die hess. Landwirtschaftskammer eine Sammelausstellung von Gemüse und Obst 2c. für hessische Züchter veranstalten. er Gießen. Am Mittwoch fand in der Klinik für psychische und nervöse Krankheiten eine zahlreich besuchte psychische und nervöse Krankheiten eine zahlreich besuchte Versammlung der oberhessischen Vertrauensmänner des Hilfsverein für Geisteskranke statt. Prof. Sommer sprach zunächst über die Zusammenhänge zwischen Säuglings-, Krüppel- und Jdiotenfürsorge; dann stellte er einen Ueberblick der jetzigen Fürsorge für Idiotie in Hessen. Nach den Ausführungen des Prof. Sommer gab Prof. Dannemann eine kurze Geschichte des hessischen Jrrenwesens; besonders eingehend sprach über den Bau und die Errichtung der neuen Irren- Anstalt bei Gießen. Im weiteren sprach Vortragender über die Mitwirkung der Vertrauensmänner bei den psychiatrischen Aufgaben, vor allem die Beschaffung geeigneten Pflegepersonals sei eine wesentliche Aufgabe derselben. Die Mitarbeit weiterer Kreise bei der Sammlung für den Hilfsverein sei besonders nötig. Beide Vorträge 1892 gegen die sanitären Vorschriften bei fanden bei der zahlreichen Versammlung lebhafte zuEinfuhr von ausländischem Viehstimmung, die zum Schluß in der einstimmigen Fass( Schutz des deutschen Viehbest anung der folgenden Resolution zum Ausdruck kam:„ Die des vor Seuchen), Versammlung erklärt es für wünschenswert, daß im Zusammenhang mit der Säuglings- und Krüppelfürsorge die damit eng verknüpfte Idiotenfürsorge speziell durch den Bau der für Grünberg geplanten Idiotenanstalt weiter gefördert werde. Es soll dabei auf dem Boden einer organisierten Säuglingsfürsorge soweit als möglich der Entstehung der Idiotie vorgebeugt und die Krankheiten, die zur Idiotie führen, schon im Beginn der ärztlichen Behandlung zugeführt werden. Ferner erflärte die Versammlung eine Beteiligung weiterer Kreise an den Bestrebungen des Hilfsvereins, besonders auch durch Beiträge für die Kollekte derselben, für dringend 1893 gegen das zweite Wuchergesetz( Vie h- wucher, verschleierter Wucher 2c.), 1896 gegen das Verbot des Börsenter minhandels in Getreide, 1900 gegen die Untersuchung bei Einfuhr ausländischer Fleisch waren, 1902 gegen den neuen 30lltarif, 1905 gegen die Verbesserung des Gesetzes betreffend Haftpflicht des Tierhalters. - Gießen, 9. März.( Für die Veteranen.) Das Offizier- Korps unseres Regimentes beabDiese einfachen, nüchternen Tatsachen sind auch durch die augenblidliche Landwirtschaftserforderlich." freundlichkeit der freisinnigen Agitatoren, die wohl nur bis zur Wahl anhalten wird, nicht wegzuleugnen. Ist die Wahl vorbei, dann wird wieder vom" Fleischsichtigt unter gütiger Mitwirkung von Herren und Daund Brotwucher der nimmersatten Agrarier" geredet und geschrieben. Diesen freisinnigen Agitationskunststückchen wird die christlich- soziale Aufklärung rüdsichtslo's entgegentreten müssen. Reichstagswahlvorbereitungen. Aus dem Kreis Wetzlar- Altenkirchen. Im Kreis Wetzlar- Altenkirchen haben in letzter Zeit viele christlich- soziale Versammlungen stattgefunden, die im allgemeinen gut, zum Teil sogar sehr gut verlaufen sind. Wenn die Gegner glaubten, durch ihre Agitation dem bewährten Reichstagsabgeordneten Behrens bei seinen Wählern in Mißkredit zu bringen, so ist diese Scharte wieder ausgewetzt, und was übrig geblieben ist, ist die Erkenntnis, daß die Gegner, insbesondere die Freisinnigen, teilweise mit Entstellungen und Verdrehungen gearbeitet hatten. Redakteur Rafflenbeul- Bielefeld hat in Werdorf, Erda, Frankenbach, Mudersbach, Edingen, Greifenstein, Bissen berg, Tiefenbach, Burgsolms und Leun geredet und die freisinnige und nationalliberale Steuerpolitik beleuchtet, die dem Volke noch mehr indirekte Steuern auferlegen wollte. Der Referent setzte den Wählern auseinander, daß Behrens immer bestrebt gewesen ist, die Interessen des werktätigen Volkes zu vertreten. Der Referent besprach auch die Forderungen und Ziele der christlich- sozialen Partei. Wir sind gewiß, daß viele Wähler zu der Ueberzeugung gekommen sind, daß die christlich- soziale Politik so gerecht und volksfreundlich ist, daß sie eine warme Unterstützung verdient. Aus Stadt und Land. Gießen, den 10. März * Gießen. Der Großherzog hat am 4. März dem Lektor der französischen Sprache an der Landesuniversität Dr. Lucien Thomas den Charakter als „ Professor" erteilt. == Gießen, 10. März. Unser Kreis steht heute unter dem Zeichen eines Vorganges, der mehr als alles andere geeignet ist, die Gemüter zu fesseln. Heute wird es sich entscheiden, wer der vom Volk erwählte Abge ordnete sein wird. Die Wahlbewegung selbst erreichte mit den beiden gestrigen Wahlversammlungen in unserer Stadt ihren Höhepunkt. Die einzelnen Parteien machen heute noch einen letzten Versuch, politisch Gleichgültige aufzurütteln, ihnen die Notwendigkeit einer Wahl begreiflich zu machen. Die Nationalliberalen bedienen sich hierbei eines recht originellen Mittels: Sie lassen einen Radler mit einem Plakat auf den in großen Lettern steht:„ Wählt Gisevius" durch die Straßen fahren. Gießen. Auf der Ausstellung der deutschen Landwirtschaftsgesellschaft in Kassel vom 22. bis 27. men aus Zivilkreisen Ende April oder Anfang Mai in unserem schönen Theater zum Besten hilfsbedürftiger aus Gießen gebürtiger und hier wohnender Kriegsveteranen das Schauspiel„ Die Quizzows" von Ernst von Wildenbruch zur Aufführung zu bringen. Durch das liebenswürdige Entgegenkommen des Herrn Oberbürgermeisters und des Theaterbauvereins wurde das Theater gegen Erstattung der Unkosten kostenlos zur Verfügung gestellt. Angesichts des guten Zwecks wird auf eine recht lebhafte Beteiligung aus allen Kreisen der Bevölkerung, vornehm lich auch auf Mitwirkung der Presse gerechnet, gilt es doch, daß jeder von uns sein Scherflein dazu beiträgt, den Männern aus Deutschlands großen Tagen einen Ehrensold zu überreichen, denen der Kampf des Lebens feine Glücksgüter in den Schoß geworfen hat. Die Einnahme wird einem Ausschuß der Vorstände der hiesigen Kriegervereine überwiesen werden, der bereitwillig die gerechte Verteilung an die wirklich hilfsbedürftigen Veteranen übernommen hat. Alles Nähere wird seiner Zeit durch Inserate im„ Gießener Anzeiger" und in der„ GieAllen Bener Zeitung" zur Kenntnis gebracht werden. denjenigen, welche verhindert sind durch Besuch der Vorstellung die gute Sache zu unterstützen, aber doch zur Erreichung einer recht großen Einnahme beitragen wollen, sei mitgeteilt, daß der Regiments- Adjutant Oberleutnant Jebens, Moltkestraße 18, bereit ist, jederzeit Spenden entgegenzunehmen und an den vorgenannten Ausschuß der Vorstände der Kriegervereine abzuführen. Gießen, 10. März. Die sogenannte stille Zeit nimmt mit dem nächsten Sonntag ihren Anfang und dauert bis zum ersten Osterfeiertag. Während dieser Zeit sind öffentliche Schaustellungen, Tanzmusiken und ähnliche Lustbarkeiten verboten, sofern der Regierungspräsident die Abhaltung nicht ausdrücklich gestattet. * Lich. Herrn Emil 3 immer wurde das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren vom Großherzog verliehen. Lauterbach. Hier wurde eine Zweigstelle der Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge eröffnet. * V Friedberg. Die Erstaufführung des Volksschauspiels„ Luther" hatte den gewünschten Erfolg. Die zahlreiche Zuhörerschaft folgte der Handlung mit andächtiger Spannung, einzelne Stellen lösten eine tiefe Bewegung aus und Weihestimmung beherrschte den Abend. Die Darstellung gelang vorzüglich und gereichte allen Mitwirkenden zur Ehre. * Biedenkopf. Ein auf dem Oberbau der Neubaulinie Raumland- Allendorf beschäftigter Arbeiter hatte dem Alkohol tapfer zugesprochen. Er kollerte den Abhang hinunter, geriet in die hoch gehende Eder und ertrant. *) Herborn( Dill), 9. März. Auf dem heute abgehaltenen 2. diesjährigen Markt waren aufgetrieben 309 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Naum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Gesamtleitung: Albin Klein. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. Stück Rindvieh und 356 Schweine. Es wurden bezahlt für Fettvieh und zwar Ochsen 1. Qualität 88 his 90 Mt., 2. Qual. 85 bis 87 Mk., Kühe und Rinder 1. Qual. 83 bis 85 Mt., 2. Qual. 80 bis 82 Mt. per 50 Ferkel 36 bis 60 Mt., Läufer 70 bis 80 Mt. und EinKilo Schlachtgewicht. Auf dem Schweinemarkte kosteten legschweine 85 bis 120 Mt. das Paar. Der nächste Markt findet am 6. April d. Js. statt. Darmstadt. Der beurlaubte russische Ministerresident Baron von Knorring hat die Leitung der Geschäfte der hiesigen russischen Gesandtschaft wieder übernommen. * Darmstadt. In einer Ausschußsitzung des Verbandes der Detaillistenvereine im Großherzogtum Hessen wurde angeregt, am Blumentage der Großher30gin, der am 7. Mai stattfinden wird, eine allgemeine Schaufenster- Dekoration zu veranstalten. Mainz. Ein Feldwebel riß sich an der vorstehenden Hutnadel einer vorbeigehenden Dame eine tiefe Wunde unter dem linken Auge in die Wange. Die Dame suchte schleunigst das Weite. * Offenbach a. M. Der Landesgewerbeverein für Hessen hält seinen Verbandstag anfangs November hier ab. Damit verbunden findet die 75jährige Jubiläumsfeier des Verbandes statt. * Aus Nassau. Der Nestor der nassauischen Lehrerschaft, Lehrer a. D. C. Denzer, feiert am 11. März seinen 90. Geburtstag. Er ist in Jostein geboren, tam als Waisenknabe nach Hadamar und wurde dann Lehrer, amtierte von 1866 bis zur Pensionierung 1892 in Nied. * Kassel. Der Bundestag Deutscher Gastwirte findet vom 17.- 20. Juli in Kassel statt. Es werden zirka 400 Teilnehmer aus allen Gauen Deutschlands erwartet. Soziales. Jugend- Vergiftung. Um die Propaganda unter der Jugend noch intensiver zu betreiben, geben sozialdemokratische Parteiblätter neben den besonderen Jugendorganen noch eigene regelmäßig erscheinende Jugendbeilagen heraus. In welcher Art und Weise hier die„ Erziehung" der Jugend betrieben wird, davon liefert die Jugendbeilage der„ ,, Dortmunder Arbeiterzeitung“,„ Der junge Kamerad" Nr. 3 vom 11. Februar 1911, ein abschreckendes Beispiel. Jm ersten,„ Katechismus“ überschriebenen Artikel versucht der Vater seinem Söhnchen, das zum ersten Male die Schule besucht, klar zu machen, daß beten gleichbedeutend sei mit lügen. Das Kind kann das nicht fassen, daß alle Menschen, welche beten, gleichzeitig lügen sollen und fragt erstaunt: Der Lehrer auch? Das weiß ich nicht. Jedenfalls muß er so tun, als ob er dran glaubte. Sonst kriegt er nichts zu essen. Das ist aber gemein. Weißt du noch, Vater, wie ich die zwei Aepfel aus der Speisekammer genommen hatte, und nachher hab' ich gelogen, ich war es nicht? Ja, und Mutter hatte es doch gesehen. Da hast du gesagt, wenn ich nicht sage, ich habe es getan, friege ich am Abend nichts zu essen. Ja, wer lügt, der kriegt nichts zu essen. Aber wenn der Lehrer lügt, kriegt er was zu essen? Ich will kein Lehrer werden. Es gibt auch Lehrer, die nicht zu lügen brauchen. So? Wo denn, Vater? Das ist in andern Ländern. Jm weitern wird dem Kinde, nachdem ihm das Mißtrauen tropfenweise beigebracht, der Haß in derselben Quantität verabreicht. Der Zweck der Uebung ist erreicht, das Kind leistet das gewünschte Versprechen, alle Nichtsozialdemokraten zu hassen, ehrlich zu hassen und nicht nachzulassen im Haß. In dem Schlußartikel ,,, Kapuzinerpredigt" wider die„ Arbeiter- Jugend", vorgetragen auf dem lustigen Abend der Arbeiterjugend im Elber= felder Volkshause, finden sich folgende erzieherischen" Stilblüten: Ins Zuchthaus sollt euch der Bethmann stecken, Da möget ihr faulen und verrecken(!) Und die„ Arbeiter- Jugend", eure Zeitung, Die gibt zu dem Frevel euch noch die Leitung, Die kann nur lügen, schimpfen und hetzen, Seht so, so reiße ich sie in Fezzen Und schmeiß' sie euch in die frechen Gesichter, Vermaledeite Bösewichter! Und endlich gar hier, die„ Freie Presse", Die schlüg' ich am liebsten euch in die Fresse.(!) Das ist keine Erziehung der Jugend, sondern Vergiftung. Um der hier drohenden Gefahr vorzubeugen, gilt es die heranwachsende Generation in den konfessionellen Jugendvereinen und christlichen Gewerkschaften frühzeitig zu sammeln, damit sowohl auf religiös- sittlichem wie wirtschaftlichem Gebiet der nötige Schutz und Rückhalt vorhanden ist. Deutscher Reichstag. die gewiajen. Selbstverständlich sei es auch, daß die nationalliberale Partei nicht in der Lage sei, eine Sammlungspolitik mit dem Zentrum und jenen Elementen mitzumachen, die sie für reaktionär halte. Es gelte bei der kommenden Wahl die Frage, ob der Liberalismus im Reiche den Einfluß erhalten solle, der ihm gebühre und den er haben müsse, um einen Schutzwall zu bilden gegen Sozialdemokratie und Reaktion. Zivil- und Militäranwärter in der Reichspostverwaltung. Im ganzen sind noch rund 15 000 3ivilanwärter und 11 250 Militäranwärter, zusammen also noch 26 250 mittlere Beamte in etatsmäßigen Stellen bei der Reichspostund Telegraphenverwaltung unterzubringen. Davon werden nach vorsichtiger Schätzung in den nächsten zehn Jahren etwa 12 000 in frei werdende vorhandene Stellen einrücken, so daß( vom Assistenten aufwärts) nach und nach insgesamt 14 250 etatsmäßige Stellen erforderlich werden. Hilfskräfte im Unterbeamtendienst mit 1 bis 10 und mehr Dienstjahren sind 32 128 vorhanden, während insgesamt 88 952 etatsmäßig angestellt sind. Für Hilfsleistungen im mittleren Dienst werden 1911 27,5 Millionen Mark, das sind 1 090 100 Mart mehr als 1910, aufgewendet werden, für Hilfsleistungen im Unterbeamtendienst 34 276 100 M. Am Mittwoch wurde mit der zweiten Lesung des Posts etats begonnen. Die Beratungen der Budgetkommission Batten zur Annahme von Resolutionen geführt, in denen verlangt wird, daß von der Einberufung von Anwärtern für den mittleren und höheren Postdienst bis auf weiteres Abstand genommen und das Bedürfnis für die Vermehrung von Beamtenkräften durch die Einstellung von Unterbeamten und gehobenen Unterbeamten befriedigt wird, daß dem Reichstag eine Denkschrift über anderweite Dr= ganisation der Beamten der Postverwaltung vorgelegt werde und daß den älteren Oberpost- und Telegraphenafsistenten und Vorstehern zweiter Klasse eine persönliche Bulage gewährt werde. Um diese Beamtenwünsche drehte fich dann im wesentlichen auch die Debatte. Der Abg. Gröber vertrat eine Zentrumsresolution, in der eine Neuregelung der Dienstverhältnisse der Reichsbeamten, Reform des Disziplinarverfahrens usw. verlangt wird. Für die fortschrittliche Volkspartei verlangte Abg. Eickhoff Maßnahmen zur Beseitigung der unberücksichtigten Härten, durch die Regelung der Bezüge der Postunterbeamten ge= schaffen sind. Abg. Eichhorn( Soz.) vertrat die Forderung auf Berücksichtigung nur tariffreundlicher Firmen bei Vergebung von Arbeiten und Lieferungen. Daneben liefen Einzelwünsche und Beschwerden sowie Anregungen hinsichtlich des Dienstbetriebes. Nach dem Abg. Dröscher ( fons.) ging Staatssekretär Kraetke auf die vorgebrachten mannigfachen Wünsche ein. Ungünstige Eintragungen in die Personalakten würden jetzt schon den betreffenden Beamten zur Aeußerung mitgeteilt. Die Prüfungen sollen, wenn es sich um Sein oder Nichtsein des Beamten handelt, wiederholt werden dürfen, nicht aber, wenn es sich um Beförderung handelt. Hinsichtlich der Berücksichtigung tariftrener Unternehmer fann ein Ressort allein nicht vorgehen; schon jetzt werden nur solche berücksichtigt, die ihren Verpflichtungen gegen ihre Handwerker und Arbeiter nachkommen. Ein einheitliches Weltporto kann nicht ein Land allein einführen; es ist nur durch allgemeine nationale Vereinbarung erreichbar. Es würden 10 Millionen Ausfall eintreten allein für Deutschland, die sich nicht so bald burch Verkehrssteigerung ausgleichen; daher sind alle Staaten zurückhaltend. Die Beförderung von verschlossenen Briefen durch Privatposten fann nicht gestattet werden. Diese sind verstaatlicht und abgefunden. Hinsichtlich des Postscheckverkehrs sind wir noch im Versuchsstadium. Für das 1912 vorzulegende Gesetz werden Gutachten eingeholt werden. Abg. Stresemann( natl.) erklärte, die Erfolge des Fernsprechwesens sprächen gegen eine grundstürzende Aenderung. Die sozialen Einrichtungen des Reiches sollten auch für die Postbeamten nubbar gemacht werden. Bei dem Wohnungszuschuß sollten die Härten der Besoldungsordnung gemildert werden. Die Frage der Reklassierung wichtiger Orte sei brennend. Abg. Linz( Reichp.) trug Wünsche aus den Industriestädten des Westens vor. Staatssekretär Kraette entgegnete, in der Frage des Wohnungsgeldzuschusses seien Untersuchungen im Gange. Darauf vertaate sich das Haus auf Donnerstag. Rundschau vom Cage. Politisches. Neue Kompromißanträge zur Fernsprechgebührenordnung gingen der Budgetkommission des Reichstages am Mittwoch zu. Die Grundgebühr soll danach betragen: in Netzen bis zu 100 Anschlüssen 50 Mart, bis 1000 Anschlüs sen 60 Mart, bis 5000 Anschlüssen 75 Mart, bis 20 000 Anschlüssen 90 Mart, bis 70 000 Anschlüssen 100 Mark, für jede weiteren 50 000 Anschlüsse 10 Mark mehr, für jeden Anschluß, der nicht weiter als 5 Kilometer von der Vermittlungsstelle entfernt ist. Statt der Einzelgebühr von 4 Pfennig fann eine Pauschalgebühr beliebt werden und zwar für 3000 Verbindungen 80 Mart, bis 5000 Verbindungen 130 Mart, bis 7000 Verbindungen 170 Mart, bis 10 000 Verbindungen 200 Mart. Die Höchstzahl der von einem Anschluß aus zulässigen Gespräche beträgt 10 000 jährlich. Zur Korfureise des Kaiserpaares. Der Kreuzer " Königsberg" ist am Mittwoch durch den Kaiser Wilhelmtanal nach Venedig abgegangen, um während der Mittelmeerreise des Kaiserpaares als Begleitschiff der„ Hohenzollern" zu dienen. Das Kaiserpaar mit Prinzessin Viktoria wird die Reise nach Korfu gleich nach dem 20. März von Venedig aus antreten. mender Offizier ließ den Hollander dann unter dem ver dacht der Spionage festnehmen. Inzwischen ist seine Fret laffung erfolgt. 280 000 Liter Wein auf der Straße. Einen empfind. Itchen Verlust hat die Firma Veprat in Genf erlitten. In dem Weindepot der Firma brach ein Feuer aus, das sehr rasch einen großen Umfang annahm. Zuerst barst ein Lagerfaß von 65 000 Liter Inhalt, dann folgten zehn Fässer von je 10 000 Liter, so daß sich ein ganzer roter Strom auf die Straße ergoß. Insgesamt gingen 280 000 Liter Wein verloren. Knaben als Großfinanziers. Unter den Gläubigern eines falliten Neuvorker Bankhaufes befinden sich eine Reihe junger Bureauangestellter im Alter von 14 bis 18 Jahren. Ein 18jähriger hat allein eine Forderung von 50 000 Doll. angemeldet. Ein roher Frevel wurde Mitte Dezember an dem Mausoleum des Fürsten Pleß auf Schloß Fürstenstein in Schlesien verübt. Als Täter wurden jetzt, dem Breslauer Kreisblatt zufolge, eine Anzahl Oberrealschüler in der Nachbarstadt Freiburg ermittelt. Die Mobilmachung von 20 000 Mann amerikanischer Truppen gegen Merito, die, wie gemeldet, begonnen hat, ist eine Folge der Monroedoftrin. Der englische Botschafter in Washington hat von der amerikanischen Regierung den Schutz der englischen Interessen in Mexiko verlangt, andernfalls England selbst Schritte unternehmen müßte. Amerika will aber vermeiden, daß andere Mächte eingreifen; daher die Mobilmachung eines Teils der Bundesarmee. Auch die amerikanische Flotte soll an der Demonstration gegen Mexiko mitwirken und es sind auch bereits einige Schiffe mobil gemacht. Die Aufstandsbewegung in Merito breitet sich von Tag zu Tag mehr aus. Die Regierung ist nicht imstande, den Frieden wiederherzustellen. Die Situation für Fremde ist gefährlich, da sich an zahlreichen Plägen Räuberbanden bilden. Der Handel ist bei den unsicheren Verhältnissen sehr ins Stoden geraten. Unter solchen Umständen ist freilich ein Eingreifen zum Schutze der Fremden notwendig, auch abgesehen von allen Sonderplänen der Amerikaner. Ueber die eljah- lothringische Verfassungsfrage wird heute aus Berlin gemeldet: Nach dem im Bundesrat einstimmig gefaßten Beschluß erhält Elsaß- Lothringen drei Bundesratsstimmen und zwar unbeschränkt für alle Materien. Den Widerstand süddeutscher Staaten, die in diesen drei vom Statthalter zu instruierenden Stimmen einen Zuwachs der preußischen Stimmen sehen, hat Preußen durch eine Konzession beseitigt, nach der in einem bestimmten Falle die drei elsaß- lothringischen Stimmen nicht gerechnet werden. Den Beschlüssen der Kommission, die Elsaß- Lothringen zu einem vollen Bundesstaate machen und die Stellung des Kaisers in seiner Machtbefugnis gegenüber dem Statthalter abändern wollten, hat der Bundesrat nicht beitreten können. Der nationalliberale Parteiführer Bassermann hat am Sonntag in seinem Wahlkreise Saarbrücken eine bemerfenswerte Rede gehalten, in der er auch auf den ihm gemachten Vorwurf einging, als sei er der Vater des Großblocks, in dem Sinne, daß er die Partei aus ihren Bahnen gelenkt habe. Das sei nicht wahr. Er stehe auf dem Standpunkt, daß die Politik im allgemeinen sich bewegen müsse auf der vielverhöhnten mittleren Linie, die doch allein einen stetigen Fortschritt gewähre, der in Wirklichkeit die dauernde Grundlage für die Partei sei. Von diesen Grundsätzen sei er weder nach rechts noch nach links ab11) Das Familiengeheimnis. Nachdruck verboten.) Ein gefährliches Spielzeug. Ein 14jähriger Besizerssohn im Kreise Rybnik in Posen brachte eine Schrotpatrone nach Hause, die er gefunden hatte, und legte sie auf die heiße Ofenplatte. Seine beiden jüngeren Geschwister stan den dabei und schauten neugierig zu. Plößlich explodierte die Patrone und alle drei Kinder erlitten durch Schrot förner schwere Verlegungen. Morber 1839, Collfa für ba ollte e Im 1. aber d nen le Ofterfe mittag form, zu Mü wache bayrija glaube Mensch Therefe Sohn Bigen jog der und di nahe a wehren es, daf Nacht haften Au 3tg." eines Man Septen die St endlich de zer landeir Trümm chen, w der das suchte, weite getrete zu hab pielte ermitt in feir Ganz Gegend einem horchte the ki tot ber Leuchte forschu daillon Ein verhängnisvolles Festmahl. In dem finnischen Orte Delsbo sind gestern nach einem großen Festeffen über 200 Personen an Bergiftungserscheinungen schwer erkrankt. Das Essen war in einer Wirtschaftsschule hergestellt wor den. Die Speisen reste werden jetzt chemisch untersucht. Im Irsinn schlug in Groß- Strauscha bei Görlitz der 27jährige Sohn eines Landwirts mit einem Mangelholz seinen 70jährigen Vater und seine gleichaltrige Mutter nie der. Auch seinen Bruder verletzte er schwer. Nur mit großer Mühe konnte der plötzlich irrsinnig gewordene Mann von Nachbarn gefesselt werden. Der Vater ist seinen Verlegungen schon erlegen. Die Lage in Marokko wird im Ministerium des Auswärtigen in Paris als sehr ernst angesehen. Speziell sei die Stellung des Sultans bei der Bevölkerung schwer erschüttert, da er als Franzosenfreund und Verräter des Jslams denunziert werde. Die Hauptstadt Fez ist von ihrer Umgebung durch Aufständische abgeschnitten. Der Berichterstatter des„ Matin" will am 1. März ein Interview mit dem Sultan gehabt haben, der sich über das Eingreifen der Franzosen beschwerte, das seinem Ansehen bei der Bevölkerung schweren Abbruch tue. Er bat Frankreich, die Niederschlagung der Aufstände ihm selbst zu überlassen und alles zur Wiederherstellung seiner Autorität zu tun, die auch im Interesse Frankreichs liege. Die Gärung in Zentralmeriko greift außerordentlich rasch um sich. Roman ven L. Walter. ,, Sind Sie frank?" fragte teilnehmend die Witwe, die thm furchtlos näher trat. „ Ich glaube. meine Kraft ist erschöpft... ein brennender Durst quält mich! Schon hatte ich keine Hoffnung, die ersten Häuser zu erreichen..." Er lehnte das Haupt zurück an die mit Weinreben bedeckte Wand. Das Licht des Mondes fiel in sein Gesicht. Es war ein bleiches, leidendes, aber regelmäßiges Gesicht, das einem Manne von vierzig und einigen Jahren angehörte. Ein voller dunkler Bart ließ die Blässe der Wangen und der hohen Stirn deutlich hervortreten. Die Augenlider, die sich geschlossen, zuckten Schlaff hingen die Arme herab. An einem Finger der rechten Hand, die auf dem Knie lag, blizte ein großer Siegelring. Frau Bauer, die mit einem Blid erfaßte, daß der Unglückliche fein gewöhnlicher Mensch war, richtete teilnehmend einige Fragen an ihn; sie erhielt keine Antwort. Nun kam Auguste. Kleine Nachrichten. Aus den Gerichtssälen. Die Tragödie eines Leutnants. Eine unsinnige Ges schichte, die sich schließlich zu einer Tragödie gestaltete, hat, wie bereits telegraphisch gemeldet, dem Leutnant Erb vom Metzer 130. Jnfanterieregiment nach zweitägiger Ver handlung vor dem Kriegsgericht eine Strafe von 1 Jahre 7 Monaten Gefängnis und Entfernung aus dem Heere eingebracht. Erb stammt aus einfachen Verhältnissen, sein Vater war Oberamtsdiener. Als er einige Jahre Offizier war, lernte er die Tochter eines Stadtrats kennen und bewarb sich um ihre Hand. Das Verlöbnis war aber noch nicht veröffentlicht. Um nun vor seinen zukünftigen Schwiegereltern seine bescheidenen Verhältnisse nicht dars Tegen zu müssen, kam Erb auf folgenden Einfall: Er schaffte sich von einer Fabrit in Saargemünd einen Geldschrank an und trat mit einer Versicherungsgesellschaft in Verbindung, bei der er sein gesamtes Eigentum mit 60 000 Mart versicherte. Kurze Zeit, nachdem die Versicherung in Kraft getreten war, erfolgte bei dem Offizier ein Einbruch. Bei der Untersuchung wurde der Geldschrank offen und seines Inhaltes beraubt gefunden. Der Verdacht der Täterschaft lenkte sich zunächst auf verschiedene Soldaten, bald aber auf den Angeklagten selbst, namentlich als dieser ganz romanhafte Angaben über den Inhalt des Schrantes machte. In diesem sollten sich nach seiner Behauptung 50 000 M befunden haben. Auf die Frage, woher er diese für seine Verhältnisse bedeutende Summe habe, erzählte er, er habe Gelegenheit gehabt, einer reichen Dame das Leben zu retten, und diese habe ihm aus Dankbarkeit die 50 000 M geschenkt. Diese Behauptung erschien der Untersuchungsbehörde so unglaub haft, daß Erb sofort in Haft genommen wurde. Sofort nach Eröffnung der Gerichtssigung stellte der Vertreter der Anklage den Antrag, die Oeffentlichkeit auszuschließen. Der Gerichtshof beschloß demgemäß. Nach zweitägiger Verhandlung fällte das Gericht das oben mitgeteilte Urteil, und zwar erging es wegen versuchten Betruges, militärisch- qualifizierter Unterschlagung und Erstattung einer falschen Meldung. Die Begründung des Urteils erfolgte ebenfalls unter Ausschluß der Oeffentlichkeit. Die Wiederwahl des Berliner Oberbürgermeisters Kirschner, dessen Amtsperiode bald abläuft, tst gesichert. Das Gehalt für den Oberbürgermeister wurde auf 36 000 Mark festgesetzt. Mutter, ich habe dem Wasser ein wenig Wein beigemischt." Gut, recht gut! Gib!" Die Witwe brachte das Glas an die zuckenden Lippen des Kranken. , Erquiden Sie sich," mahnte sie freundlich. Einer der Schöpfer des Bürgerlichen Gesetzbuches, der Geh. Justizrat Richard Wilke, ist am Mittwoch im Alter von 81 Jahren in Potsdam gestorben. Er war lange Jahre Rechtsanwalt und Notar am Kammergericht in Berlin und hatte an der Entstehung des Bürgerlichen Gesetzbuches, be= vor es als Entwurf an den Reichstag fam, einen nicht unwesentlichen Anteil. Die gemeldete Verhaftung eines holländischen Spions in einer Mülheimer Infanteriefaserne hat eine harmlose Aufklärung gefunden. Der seit Jahren in Ruhrort ansäs sige Mann war lediglich aus Neugierde mit einem bekannten Soldaten in die Kaserne gegangen, wo ihm ein Soldat aus eigenem Antrieb ein Gewehr zeigte. Ein hinzukomDer Fremde ergriff hastig das Glas und leerte es in einem Zuge.„ Dante, danke!" stammelte er.„ Gott segne Sie! Nun wird. mir besser! das war Hilfe in der Not! bte Besinnung fehrt mir zurück! Wo bin ich denn?" " In unmittelbarer Nähe der Stadt Memel." Rann ich sie noch erreichen?" „ Kaum zehn Minuten ist das Tor entfernt." " Der Himmel sei gepriesen!" sank er zurüd. Wie im Krampfe umflammerten seine Hände den glänzenden Knopf auf dem Rohrstocke. Es war ein Rätsel, daß dieser elegant gekleidete Mann allein in später Nacht und bis zum Tode erschöpft aus dem Felde kam. Seine bestaubten Schuhe deuteten an, daß er einen weiten Weg zurückgelegt hatte. Er wollte aufstehen; die Kraft fehlte ihm. Aechzend ,, Sie sind frank, mein Herr!" begann die Witwe nach einer Pause„ Was können wir für Sie tun? Ihr Zustand ist derart, daß Sie die Stadt nicht werden erreichen fönnen." " Ich muß! Ich muß!" rief der Fremde sich zusammenraffend.„ Ach, es tommt viel darauf an.. „ Sie wissen doch, daß eine schreckliche Krankheit in der Stadt wütet!" „ Ich weiß es und deshalb ist meine Anwesenheit dort nötig. Nur eine Viertelstunde, nur zehn Minuten muß ich dort sein..." Er versuchte noch einmal, sich zu erheben; es gelang. " Wem bin ich zu Dank verpflichtet?" fragte der Herr. ,, Sprechen Sie nicht von Dant, mein Herr; ich erfülle meine Pflicht, die mir die Religion vorschreibt. Gott nehme Sie in seinen Schutz, wenn Sie nun einmal den Weg fortsegen müssen." Welche Richtung habe ich einzuschlagen?" Ich werde Sie begleiten, von hier aus läßt sich der Weg nicht genau beschreiben." Vermischtes. Wie Prinz Luitpold von Bayern zum ersten Male auf Posten stand. Als nachgeborener dritter Sohn hatte Prinz Luitpold von Bayern nach menschlicher Berechnung keine Aussicht, jemals zur Regierung zu gelangen. Er wählte mit Zustimmung seiner Eltern den Soldatenberuf. Jm Herbst 1838 schrieb sein Vater, König Ludwig I., daß Luitpold entschiedene Reigung für Artillerie" habe und, wenn er volljährig geworden sei,„ den Dienst erlernen werde, mit dem eines Gemeinen beginnend, was selbst beym ver,,, wie groß wird meine Schuld Ihnen gegenüber Madame! Ich wäre umgekommen, hätten Sie mich nicht gestärkt! Nun kann ich gehen... Ihr Trank hat mich gelabt." ,, Auguste!" rief Frau Bauer. Mutter?" Bleibe im Hause, ich komme gleich zurück." „ Laß mich nicht lange warten, Mutter!" Nein, nein!" Die Witwe schloß sich dem Fremden an, der langsam weiter ging. Sie durchschritten die Pappelallee. , Wie steht es in der Stadt?" fragte leise und mit Anstrengung der Fremde. ,, Nicht gut, mein Herr. In den letzten beiden Tagen sind viele Menschen gestorben. Wie man sagt, hat die schreckliche Epidemie noch nie so viele Opfer gefordert. Und der Tod tritt so rasch ein...“ tot. ,, Rasch?" fragte wie zerstreut der Mann. In sechs bis acht Stunden ist der Mensch gesund und „ Schrecklich! Schrecklich!" „ Es sollte sich jeder vorbereiten, die Erde zu verlassen. Aber niemand denkt daran, so lange er gesund ist. Wie heillos sind die Verwirrungen, die ein plötzlicher Tod anrichtet!" Der Mann lehnte sich an einen Baum, um zu ruhen. " Ist das Stadttor noch weit?" fragte er ängstlich. Nein, mein Herr. Schlagen Sie diesen Fußweg durch das Akaziengebüsch ein und Sie werden nach fünf Minuten das Tor vor sich sehen. Erlauben Sie mir nur, daß ich zurückgehe... meine Tochter ist allein, und da wir teinen männlichen Schutz haben... Ich möchte Ihnen gern noch nützen..." Sie schwieg erschreckt, da der Fremde sie mit unheimlich glühenden Augen anstarrte. ,, Madame," sagte er,„ Sie flößen mir großes Vers trauen ein.... Ich bitte, nennen Sie mir Ihren Namen." ,, Witwe Bauer, mein verstorbener Mann war Lehrer. Ich wohne in dem letzten Hause mit meiner Tochter Wir kommen wenig mit der Welt in Berührung... Nicht weil ich Dank beanspruche, sage ich Ihnen dies; aber wenn ich nügen kann..." Sie können es, Sie können es!" Stöhnte der Fremde. ,, Wie, mein Herr?" vielleicht Jch trete einen gefährlichen Gang an... hat mich die Krankheit schon erfaßt... Und doch muß ic fort... Es ist gut, daß man seine Angelegenheit ordnet," ( Fortsetzung folgt.) einer G lich, al Medai hoben. Inzwis Ichließe liner fame Herr " Drosch zog der fidh ing Herr Worter Kutsche dazu t aus fa futicher falls ja Ar den W wurder Reinid waren getomm finden, Sände. wenige nicht r nun di auf Bi den G zusam haus Gi der Tchiffi geftell Ausg entge gebau Kubit Schiffe der, meter auch d Das e große fräften Luftrie mit der in der digkeit funde Sefund feiten tiefen abhängi fahrt a follen Berfone vorhand man de Dieses auch fü den, ob Soffnun Gen porftehe trob Hg. G Hem Le balten. er dant wer Ar normal tet bem Be A leine Bre men empfing erlitten. aus, das l barst ein zehn er Strom Liter Gläubigen Sen fich ein on 14 bis orderung m ber an a ürftenftein m Breslaue Güler in le ger Belize Schrotpatron e fie auf schwister sta ch explodie durch Schr em finnig Feiteffen wer erfront rgestellt wo interfugt. Görlit Mangelh Mutter r. Nur m geworden ater ift feine nfinnige G eftaltete, ha ant Erb von tägiger Be von 1 Jahr em Heere ein Eltnissen, Jahre Off trats fenne nis war abe zufünftige Te nicht da Einfall:& einen Gel gesellschaft in Eigentum nachdem die bei dem O wurde der bt gefunden Sichst auf ver Flagten felb ben über den Iten fich na en. Auf di e bedeutend nheit gehabt id diese habe . Diese Be so unglaub urde. Gofor Vertreter da uszuschließen zweitägige itgeteilte l etruges, mili attung eina teils erfolgt ten Male a nhatte Prin echnung fein . Er wählte enberuf. 3 I., daß Lui be und, wen ernen werde bst beym ve eife und mi beiden Tage fagt, hat bi efordert, Un gefund un ezu verla und ist. icher Tob an um zu ruben r ängstlid Fußweg burd fünf Min mir nur, da und da wi möchte Shne mit unheimli großes B Shren Namen n war Lehre r Tochter ung. es; aber went e der Fremd piellei bodh mu enbett ordnet torbenen Kaiser von Oesterreich stattfand." Am 12. März 1839, Jeinem 18. Geburtstag, erreichte Prinz Luitpold die Bolljährigkeit, und wenn ernste theoretische Studien ihn für das Waffenhandwerk bis dahin vorbereitet hatten, so follte er es jetzt praktisch kennen lernen. Er wurde bereits Im 1. Artillerieregiment als Hauptmann geführt, mußte aber die militärischen Obliegenheiten von unten auf fennen lernen. Das geschah am 1. April 1839, dem zweiten Osterfeiertage, zum ersten Male damit, daß der Prinz mittags zwischen zwölf und zwei Uhr in Hauptmannsuniform, aber mit der Muskete im Arm in der Dienersgasse au München vor dem Hause des Generals von Zoller Schildwache stand. Man wird dem Biographen des jetzigen bayrischen Regenten, Professor Dr. Hans Reidelbach, gern glauben, daß dieses Schauspiel eine Menge neugieriger Menschen herbeilocte. Des Prinzen Mutter, die Königin Therese, fuhr absichtlich durch die Dienersgasse, um ihren Sohn als Schildwache zu sehen und seinen vorschriftsmäBigen Gruß anzunehmen. Am Abend desselben Tages bezog der Prinz von sechs bis acht Uhr die Wache von neuem, und diesmal drängten die guten Münchener Bürger so nahe an ihn heran, daß er Mühe hatte, sich ihrer zu er wehren. Für den militärischen Sinn des Prinzen( pricht es, daß er ein besonderes Zimmer, das man ihm für die Nacht anbot, ablehnte und mit den übrigen Wachtmannschaften auf hölzerner Lagerstätte schlief. - Aus den Märchen des Lebens. Man schreibt der„ Frkf. 3tg." aus Neuyort: Wie ein Märchen klingt die Geschichte eines Knaben, die soeben ihren Abschluß gefunden hat. am 28. Man wird sich erinnern, daß im Jahre 1900- September war es eine furchtbare Flutwelle sich über die Stadt Galveston am Golf von Mexiko wälzte und unendliches Elend anrichtete. Was ihr im Wege war, wur de zertrümmert und fortgeschwemmt, so daß meilenweit landeinwärts der Boden nach Abfluß des Wassers mit Trümmern bedeckt war. Auch Menschen, lebende wie Letchen, wurden in Massen fortgerissen. So fand ein Bauer, der das auf seinem Boden zurückgebliebene Wirrsal durchsuchte, einen etwa dreijährigen Jungen, der die meilenweite Reise von Galveston aus nicht eben freiwillig angetreten hatte. Sie schien ihm übrigens nichts geschadet zu haben, denn der kleine Kerl war äußerst vergnügt und spielte lustig unter den Trümmern. Da der Bauer nicht ermitteln fonnte, wohin der Junge gehörte, nahm er ihn in sein Haus und zog ihn auf als sein eigenes Kind. Ganz kürzlich hörte nun ein Reisender, der durch jene Gegend tam, von dem Findling und erzählte davon u. a. einem befreundeten Ehepaare in Kansas City. Die beiden horchten auf: auch ihnen war ja damals durch die Flut ihr Kind geraubt worden. Lange schon hatten sie es als tot beweint und waren dann von Galveston fortgezogen. Leuchtete da nicht noch einmal eine Hoffnung auf? Nachforschungen wurden angestellt: Der Kleine hatte ein Medaillon am goldenen Kettchen am Halse getragen, und auf einer Schulter hatte er ein Muttermal gehabt. Und wirklich, alles stimmte: Das Mal fand sich auf der Schulter, Medaillon und Kettchen hatte der Bauer sorgfältig aufge= hoben. Vor wenigen Tagen konnten die Eltern ihren Inzwischen stattlich herangewachsenen Sohn in die Arme schließen. - „ Er weiß, was er wert ist". An den Ufern des Berliner Landwehrkanals spielte sich dieser Tage eine seltJame Lebensrettung ab. Sprang da ein gut gekleideter Herr in das Wasser, schrie dann aber gleich um Hilfe. Ein Droschkentutscher sprang schnell von seinem Wagen und zog den„ Selbstmörder" aus dem Wasser. Am Ufer hatte fich inzwischen ein kleiner Menschenauflauf gebildet. Der Herr dankte seinem Lebensretter mit überschwenglichen Worten, zog ein reichgespicktes Portemonnate und gab dem Kutscher ein Fünfzigpfennigstück. Der Rosselenfer sagte dazu kein Wort, aber aus der Mitte des Publikums heraus famen Worte wie:„ Filz! Geizhals!" Der Droschkenfutscher wehrte aber die Zwischenrufe des Publikums mit den Worten ab: ,, Lassen Se man! Der Mann weiß jedenfalls janz jut, wat er wert is!" Auswandererelend. In einer schrecklichen Verfassung wurden drei Auswandererinnen in der Residenzstraße zu Reinickendorf bei Berlin aufgegriffen. Die Unglücklichen waren vor mehreren Wochen aus Galizien nach Deutschland gekommen. Sie glaubten, in Berlin guten Verdienst zu finden, gerieten aber einem betrügerischen Agenten in die Hände. Dieser nahm den Frauen die Papiere und die wenigen Groschen, die sie besaßen, ab, und ließ sich dann nicht wieder sehen. Hungernd und obdachlos trieben sich nun die Armen in den Straßen Berlins umher, nächtigten auf Böden, und wanderten am Tage, Arbeit suchend, in den Straßen umher. Gestern brachen sie vor Erschöpfung zusammen. Sie wurden von der Polizei einem Krankenhaus übergeben. Ein deutscher Luftriese von 100 000 Kubikmeter. Wie der Inf." mitgeteilt wird, wird von den Stuttgarter Luftschiffingenieuren Wetzel und Schleibinger ein Luftschiff hergestellt werden, dem wegen seiner besonderen riesenhaften Ausgestaltung die militärischen Kreise ein großes Interesse entgegenbringen. Das Luftschiff, das nach starrem System gebaut wird, soll nämlich einen Rauminhalt von 100 000 Kubikmetern haben. Man wird von der Größe dieses Luftschiffes einen Begriff bekommen, wenn man bedenkt, daß der M. 3" 6500 Rubikmeter und der M. 4" 7500 Kubikmeter faßt. Der Größe des Rauminhaltes entsprechend ist auch die Motorkraft, die aus 2400 Pferdekräften besteht. Das englische Marineluftschiff, das über eine besonders große Motorkraft verfügt, ist dagegen nur mit 400 Pferdefräften ausgestattet, so daß die Motorkraft des deutschen Luftriesen noch sechsmal so groß ist. Die Erbauer Hoffen mit dem Luftschiff eine Eigengeschwindigkeit von 25 Metern in der Sekunde zu erreichen. Die bisher höchste Geschwindigkeit eines Luftschiffes hat der„ M. 8", der in einer Sefunde 16,4 Meter zurücklegt. Der neue M. 4" soll in der Sekunde 18 Meter machen können. Beide Geschwindig= feiten bleiben also noch weit hinter der des neuen Luftriesen zurück, der dadurch von Wind und Wetter völlig unabhängig wird und tatsächlich das Problem der Luftschiff= fahrt als erster gelöst haben dürfte. Mit dem Luftschiff follen nach den Plänen der Konstrukteure mehr als 300 Personen befördert werden können. Sobald das Kapital vorhanden ist, wird mit dem Bau begonnen werden, und man darf mit größter Spannung die praktische Lösung dieses großartigen Projektes erwarten. Es soll dadurch auch für unsere Heeresverwaltung die Frage gelöst wer= den, ob Luftschiffe von so ungeheueren Größenmaßen die Hoffnungen erfüllen, die man an sie knüpft. General Booth, der Führer der Heilsarmee, dessen beporftehende Erblindung vor einiger Zeit gemeldet wurde, ist trop seines schweren Augenleidens noch unermüdlich tä= ttg. Er ist jetzt auf dem Wege, um zum erstenmale in ſet= nem Leben in der ewigen Stadt eine Versammlung zu halten. Auch Neapel will er befuchen. Im Mai gedenkt er dann einem großen Kongreß der Sozialoffiziere" setmer Armee zu präsidieren. Sein Augenleiden nimmt einen normalen Verlauf und die Aerzte hoffen, daß die Overation, die in einigen Wochen vorgenommen werden muß, bem Greis das Augenlicht wiedergeben wird. Die nervösen Großstädter. Der Stundenschlag der Uhr der neuen Chriftuskirche wird in der stillen Mannheimer Oststadt insbesondere zur Nachtzeit als ruheftörender Lärm empfunden. Die Anwohner klagten deshalb gegen die evan= gelische Kirchengemeinde und begehrten die Abstellung des Uhrwerks zur Nachtzeit auf dem Wege der einstweiligen Verfügung. Das Landgericht hat nun diesen Antrag als dem Hauptprozeß zu sehr vorausgreifend abgewiesen, der Kirchengemeinde aber ausdrücklich nahegelegt, die nicht zu verkennende Störung durch geeignete Maßregeln mit tunlichster Beschleunigung zu mildern. Los vom Zopf. Wie man weiß, haben fühne Neuerer in China damit begonnen, fich von der nationalen Haartracht, dem Zopfe, zu emanzipieren. Aus Schanghai wird der Frtf. 8tg." ein weiterer Schritt in dieser Bewegung gemeldet: Am 30. Januar, dem chinesischen Neujahrstage, konnte das europäische und chinesische Publikum der Stadt ein seltenes Schauspiel sehen. Etwa 300 reiche chinesische Kaufleute und Beamte Iteßen sich auf der Bühne eines eigens zu diesem Zwecke gemieteten Theaters die Zöpfe ab= schneiden, um ihren Mitbürgern ein Beispiel für die Einführung der europäischen Haartracht zu geben. Die Sitte, teinen Zopf mehr zu tragen, hat in Schanghai bereits eine große Anzahl von Anhängern gefunden. Der Hauptfaktor, der die Einführung der europäischen Haartracht erleichtert, ist der lästige Umstand, daß jeder bezopfte Chinese min= destens jeden zweiten Tag zum Barbier gehen muß, was thn monatlich etwa einen Dollar kostet; die Zopflosigkeit erspart ihm den größten Teil des Geldes. Aeltere Leute werden sich freilich wohl nie dazu verstehen, ihren Stolz, den geliebten langen schwarzen Zopf, aufzugeben, und so wird wohl die Zopflosigkeit in China erst dann vollkommen sein, wenn die jetzige Generation ausgestorben ist. In Schanghai trägt gegenwärtig ein Prozent der Bevölkerung feinen Zopf mehr, die chinesische Kleidung hingegen wird beibehalten. Aus dem Reiche der Technit. Holzbeton. Anstelle der sonst allgemein gebräuchlichen Eisenanlagen zur Verstärkung von Betonkonstruktionen hat man neuerdings in England mit Erfolg versucht, Holzeinlagen zu verwenden, also in Holzbeton statt in Eisenbeton zu bauen. Das Verfahren ist von G. D. Case angegeben, und die noch nicht abgeschossenen Versuche haben bisher so günstige Resultate ergeben, daß man glaubt, der neuen Bauweise eine große Zukunft voraussagen zu können. Naturgemäß würde der Holzbeton da am Plaze sein, wo, wie 3. B. in den Kolonien, das Eisen sehr teuer, Holz aber an Ort und Stelle leicht und billig zu beschaffen wäre. In den Industrieländern aber wird der Holzbeton den Eisenbeton faum verdrängen können. Das elektrische Auge. Vor einigen Wochen wurde in sehr bestimmten Angaben die Kunde verbreitet, daß Professor Rosing in Petersburg eine Erfindung gemacht habe, durch die auf elektrischem Wege das Sehen auf große Entfernungen ermöglicht werde. Nach diesem Ziel haben die Physiker schon seit etwa einem Jahrzehnt hingestrebt, und manche Feder ist in Bewegung gesetzt worden, um die Folgen eines solchen Apparates für die Zukunft auszumalen. Professor Rosing hat nun wenigstens tm Bulletin der Technischen Gesellschaft in Petersburg eine genaue Beschreibung seines Apparates gegeben, dem er den Namen des elektrischen Auges beigelegt hat. Fachleute werden also jetzt in der Lage sein, sich ein Urteil über die Erfindung und ihre voraussichtliche Bedeutung zu bilden. Die Der Apparat besteht aus zwet Stationen, die durch sechs oder auch nur durch vier Drahtleitungen miteinander verbunden sind. Die eine von ihnen schickt finematographische Bilder aus, und zwar mit einer Geschwindigkeit von vierzig in der Sekunde. Dazu werden zwet Gruppen von dre= henden Spiegeln benutzt, deren Achsen aufeinander sentrecht stehen. Sie wirken auf ein sogenanntes Photoelement. Dics Element besteht aus einer Kugel, deren untere Hälfte mit einer negativ geladenen Schicht von Kalium, Natrium oder Rubidium überzogen ist. Die Masse hat die Eigenschaft, sich unter dem Einfluß des Lichtes zu entladen. Die Entladung pflanzt sich auf einen Kondensator der Empfangsstationen fort. Während der Drehung der Spiegel wird außerdem durch Wechselstrom in Elektromagneten ein Bündel von Kathodenstrahlen erzeugt, die zur Uebertragung der Bilder wirken. Was dabei übertragen wird, sind die bet der Drehung der Spiegel vermittelten Schwankungen eines Lichtbündels von wechselnder Intensität, von einem hellen Licht bis zu völliger Dunkelheit. Diese Uebertragungen geschehen in äußerst schneller Folge, die nach Millionstel Sekunden zu bemessen ist. Der Betrieb geschieht durch kleine Dynamomaschinen. An der Empfangsstation erscheinen die Schwankungen des Lichtbündels in gleichzeitiger und ebenso schneller Folge, so daß sie für die Nethaut miteinander verschwimmen, und also das Auge ein fortlaufend sich veränderndes Bild zu sehen vermeint. Das photoelektrische Element scheint der wichtigste und entschetdende Bestandteil des Apparates zu sein, und von seiner Bewährung wird es daher wohl abhängen, ob das elektrische Auge des Professors Rosing einen größeren und nachhaltigen Erfolg haben wird als seine Vorläufer. Chinesischer Peftzauber. Ein gelegentlicher Mitarbeiter schreibt der Frff. 3tg.": In den Meldungen über das Auftreten der Pest im fernen Osten hieß es zumeist, daß an der gewaltigen Ausbreitung der Seuche nicht zum mindesten die Stumpfheit und Tatenlosigkeit Schuld habe, mit der das Volk dem furchtbaren Uebel gegenüberstände. Diese Behauptungen sind jedoch irrig, denn einen derartigen Fatalismus, der die Dinge gehen läßt, wie sie wollen, findet man heute nur noch in Indien, wo von der Weltabgekehrtheit der dorttgen Religionen aus eine fatalistische Suggestion ins Volk geht. Die Chinesen aber find niemals fatalistisch gewesen. Nach der Meinung des Volkes ist die Best ein Dämon, der in Gestalt eines Weibes durch die Länder geht und die Pest aus einer silbernen Schale schüttet. Gegen dieses Ungeheuer sind Medikamente natürlich wertlos, nur mit Zaubermitteln vermag man seiner Herr zu werden. In Zeiten, in denen die Best außerordentlich wütet, tragen die Chinesen ein Pestamulett, und selbst bet hochgebildeten, sonst ganz vernünftig denkenden Personen fann man ein solches finden. Es besteht aus zwei Stückchen Stoff von blauer und gelber Seide, die beutelartig zusammengenäht werden. Darin steckt ein von einem Bauberpriester bemaltes Zettelchen, das ein merkwürdiges Beichen enthält, dessen Deutung unserem bekanntesten Sinologen noch nicht gelungen ist( wie sie überhaupt kaum eins der chinesischen Zauberzeichen richtig erklären können). In Südchina wird das Pestweib verbrannt. Man verfertigt aus Stroh und Papier eine menschenähnliche Gestalt mit einer scheußlichen Fraße und einem langen Barte! Dieser Puppe werden Kleider angezogen, dann errichtet man einen Scheiterhaufen und verbrennt das symbolische Pestweib. Die Asche des Scheiterhaufens wird mit Schweineschmalz vermengt und hernach gegessen; es soll dies ein ganz besonders wirksames Gegenmittel sein. In einigen Städten wird die Puppe mit Del und Fett bestrichen, angezündet und in den Fluß geworfen, um die dienstbaren Geister der Pest aus ihm zu verscheuchen. Da die Peſt mit Vorliebe vor den Haustüren lauert. um dort den unglücklichen Chinesen zu überfallen, so lassen reiche Leute, che sie das Haus verlaffen, Feuerwerkskörper auf der Straße abbrennen. Auf der anderen Seite schließt der Chinese einen Vertrag mit der Pest, indem er sich, als guter Geschäftsmann, sagt, daß ihr vielleicht mit einer großen Geldsumme ge= dtent sei, denn nach asiatischem Volksglauben sind die bosen Geister für Geld nicht unempfänglich. So werden denn in einzelnen Tempeln ganze Wagenladungen voll Goldmünzen verbrannt. Damit aber die Sache nicht zu teuer wird, verfertigt man das Opfergeld aus Pappe, die mit Schaumgold überzogen wird. Man kann das Opfergeld auch in normalen Zeitläuften im Tempel au kaufen bekomchinesische Tempel muten wie Jahrmärkte an-, da es für besonders verdienstvoll gilt, den Geistern der Ahnen neben den Speisen auch Geld darzubringen, damit fie im Jenseits nicht in finanzielle Schwierigkeiten geraten. men - Auch die Schwanzfedern weißer Täuberiche gelten als Pestabwehrmittel. Sie kommen vielfach als Fächer in den Handel und find zur Epidemiezeit recht teuer. Der Glaube an ihre Heilkraft gründet sich darauf, daß die Tauben selten die schmußigen Straßen betreten und sich meist auf den Dächern aufhalten; dann aber auch darauf daß Tauben, als Lieblingsvögel des guten Dämons Wu- pa- fut, fich des Pestweibes wohl zu erwehren wissen. Nur im Schlafe sind sie wehrlos; denn in der Nacht nimmt die Pest die Gestalt einer Fledermaus an und saugt den Tauben das Herzblut aus. Der in Nordchina hausende Stamm der Chungusen hält an der alten mongolischen Volksüberlieferung fest, nach der Lauch ein Schutzmittel gegen die Pest sein soll. Drabtnachrichten und neuestes. Preußen und der Vatikan. Rom, 9. März. Im Vatikan hat der hierher gemeldete Wortlaut der Kanzlerrede im preußischen Abgeordne tenhause über den Modernisteneid einen sehr ernsten Eins druck gemacht. Vor einem abschließenden Urteil will man jedoch authentische Nachrichten über die Sibung des Landtages abwarten. Das päpstliche Organ enthält deshalb noch feinen Kommentar. Erkrankung des Königs von Rumänien. Bukarest, 9. März. König Karol, der an einer leichten Influenza erkrankt ist, hütet seit einigen Tagen das Bett. Das Befinden des Königs gibt zu Besorgnissen keinen Anlaß. Ermäßigung des Londoner Diskonts. London, 9. März. Die Bank von England hat den Diskont von 3% auf 3% ermäßigt. China und Japan. Tokio, 9. März. Der japanische Gesandte in Pefing erklärte in einer Rede, die er in der asiatischen Gesellschaft hielt, Japan müsse zur Wahrung der Integrität Chinas jedes Opfer bringen. Auflösung einer sozialistischen Jugendorganisation. Essen, 9. März. Die etwa 1000 Mitglieder zählende sozialdemokratische Jugendorganisation ist aufgelöst worden. Die amerikanische Mobilmachung. Neuyork, 9. März. Der Kommandant des Departements des Ostens, General Grant, hat gestern nachmittag aus Washington den Befehl erhalten, alle verfügbaren Mann schaften des Forts von Neuyorf im Hafen bereit zu halten, um sie heute nacht an Bord des Dampfers Jamestown nach dem Fort Monove in Virginia abgehen zu lassen. Ihre Zahl beträgt 1300. Es ist dies die größte Steitmacht, die seit dem spanischen Krieg Neuyork verlassen hat. Disziplinarverfahren gegen sächsische Lehrer. Dresden, 9. März. Auf Anordnung des sächsischen Ministeriums des Kultus und des öffentlichen Unterrichts wurde eine große Anzahl sächsischer Lehrer vernommen, die am 31. Januar in Dresden teils als Zuhörer, tells als Debatteredner an einer Versammlung teilgenommen ha ben, die von den Sozialdemokraten zweds Stellungnahme zur Reform des Reichsvolksschulgesetes einberufen worden war. Wahrscheinlich steht die Einleitung eines Disziplinar verfahrens gegen zahlreiche Lehrer bevor. Verhaftung eines Heiratsschwindlers. Leipzig, 9. März. Wegen Heiratsschwindeleien ist ein Architekt verhaftet worden, der sich mehrmals mit vermö= genden Damen verlobt und ihnen Beträge bis 16 000 Mark entlockt hatte. Um Frau von Schönebeck- Weber. Berlin, 9. März. Das Entmündigungsverfahren gegen Frau von Schönebeck- Weber hat mit dem Entmündigungsbeschluß des Amtsgerichts Charlottenburg noch nicht sein Ende erreicht. Beim Landgericht 3 ist gegen den Staatsanwalt als die zuständige Behörde Klage auf Aufhebung des Beschlusses eingereicht worden. Der Betrüger in der Falle. Weißenfels, 9. März. Der 27 Jahre alte Buchhalter Albert Beck, früher Angestellter der hiesigen Getreidefirma Otto, fälschte im Dezember zwei Wechsel von zusanimen 25 000 Mart auf den Namen seines ehemaligen Prinzipals und fuhr mit dem Gelde nach Montecarlo, um sein Glück zu versuchen. Er verspielte dort die ganze Summe. Als die Wechsel fällig waren, fam der Betrug heraus. Das hiesige Bankhaus von Schulze, das die Wechsel angenommen hatte, locte ihn unter einem Vorwande hierher. Bei seiner Rückkehr wurde er sofort verhaftet. Von dem Gelde besaß er noch 38 Mart. Beck ist verhei= ratet und Vater dreier Kinder. Großer Fabrikbrand. Lübeck, 9. März. Die große Delfabrik von J. Kayser ist gestern nachmittag bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Bei dem Brande wurden sechs Feuerwehrleute derartig verletzt, daß sie nach dem Krankenhaus geschafft werden mußten. Ein neuer Luftschiffhafen. Thorn, 9. März. Die städtischen Behörden von Thorn genehmigten einen Vertrag mit dem Reichsmilitärfiskus über den Verkauf eines Terrains von 90,844 Duadratmeter zur Erbauung eines Luftschiffhafens. Mit der Anlage, die rund 115 000 Mark tosten wird, soll schon in der nächsten Woche begonnen werden. Bestien in Menschengestalt. Wien, 9. März. In der Vorstadt Colaesti von Jassy in Rumänien ist ein entsetzliches Verbrechen verübt worden. Der Gemeinderat Costandache wurde von seiner Frau, deren Eltern und Brüdern ermordet. Die Frau des Ermordeten wollte sich ihres Mannes um jeden Preis entledi= gen. Zu diesem Zweck hatte sie sich mit ihren Angehörigen verständigt. Ihr Vater, der Volksschullehrer Stan, lud seinen Schwiegersohn zum Nachtmahl ein und gab ihm so viel zu trinken, daß er vollkommen berauscht am Tische einschlief. Während er schlief, goß ihm seine eigene Fran Pe= troleum über den Kopf und zündete ihn an, so daß er unter entsetzlichen Schmerzen verbrannte. Die Eltern und Brüder der Frau zerstückelten sodann den verkohlten Leichnam und vergruben ihn im Hof. Die entsehliche Tat passierte schon vor drei Tagen, gestern wurde sie aber erst entdeckt. Die Frau des Ermordeten, ihre Eltern und Brüder wurden verhaftet. Nach anfänglichem Zeugnen legten sie schließlich ein umfassendes Geständnis ab. Tödlicher Unfall eines Herrenreiters. Prag, 9. März. Leutnant Spießny, einer der besten Reiter des Husarenregiments in Steinamanger, wollte von rückwärts auf das Pferd aufspringen. Das Tier schlug aus. Der Offizier erhielt einen Hufschlag in die Magengegend und verstarb nach wenigen Stunden. Flugblätter Stimmzettel Zirkulare Möbl. Zimmer in Gießen für ca. 6 Woch. gesucht. Preislage nicht über Mr. 25.mit Kaffe und pro Monat. Offer= ten mit nähren Angaben unter R. R. 2000 an die Geschäftsstelle der„ Gieß. 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Wer in die Gemeinde Gießen einzieht, um in derselben seinen gewöhnlichen Aufenthalt zu nehmen, unter Vorlage der ihm von seinem bisherigen Wohnorte erteilten Abmeldebescheinigung binnen acht Tagen vom Tage des Einzugs an. 2. Wer aus der Gemeinde Gießen wegzieht, um sei nen gewöhnlichen Aufenthalt aufzugeben, unter Angabe des Orts, an den er verzieht, vor dem Wegzuge. 3. Diejenigen, welche der in die Gemeinde Gießen einziehenden oder aus derselben wegziehenden Person Wohnung und Unterkommen gewährt haben, sofern die An- und Abmeldung durch den zunächst Verpflichteten nicht selbst geschehen ist, binnen 10 Tagen nach deren Einzug oder Wegzug. Wohnungswechsel. 4. Hauseigentümer von dem in ihren Häusern durch Einzug oder Auszug vorgehenden Wechsel, das Lokal mag zum persönlichen Aufenthalt oder nur zum Geschäftsbetrieb verwendet sein, unter Angabe der früheren bezw. künftigen Wohnung des Ein- oder Ausziehenden binnen 8 Tagen nach den Ein- oder Auszuge. Zu gleicher Angabe sind Hauptmieter ganzer Häuser oder einzelner Teile derselben verbunden, wenn sie Wohnungen wieder an Untermieter abgeben. Bei unter obrigkeitlicher oder sonstiger Verwaltung befindlichen Gebäuden ist der Verwalter statt des Eigentümers für die Anzeige verantwortlich. 5. Wer innerhalb der Gemeinde Gießen seine eigene oder gemietete Wohnung verändert, unter Angabe der verlassenen, sowie der neubezogenen Wohnung, insofern die Meldung nicht bereits durch den nach 4 zunächst Verpflichteten erfolgt ist, binnen zehn Tagen nach der Wohnungsveränderung. 6. Diejenigen, welche andere bei sich in Schlafstellen aufnehmen, von jeder Aufnahme binnen 24 Stunden. Diensteintritt und Dienst austritt. 7. Jeder Dienstbote, Handlungsdiener und Gewerbegehilfe, Lehrling oder Fabrikarbeiter, welcher in einen Dienst eintritt oder denselben verläßt, binnen 24 Stun= den nach erfolgtem Diensteintritt oder Dienstaustritt. 8. Gewerbetreibende und Dienstherrschaften von dem Diensteintritt und Dienstaustritt ihrer Handlungsdiener, Gewerbsgehilfen, Lehrlinge, Fabrikarbeiter oder Dienstboten binnen 5 Tagen nach dem Diensteintritt oder dem Dienstaustritt, falls die Anzeige nicht bereits durch die nach 7. zunächst Verpflichteten erfolgt ist. Fremdenaufnahme. 9. Gast- und Herbergswirte täglich bis um 9 Uhr vormittags über alle in den letzten 24 Stunden erfolgten Aufnahmen von Fremden. 10. Wer ein ortsfremdes Kind in Pflege aufnimmt, binnen 24 Stunden nach erfolgter Aufnahme. 2. Form der Meldung. 1. Jm Gesindedienst Eintretende haben sich beim Eintritt in jeden neuen Dienst persönlich zu melden und, falls sie nicht bereits im Besitze eines Gesindedienstbuper 1. April 1911. 500-1000 mark monatlich verdient Jeder, auch Damen, durch häusliche schrift liche Arbeiten. Vorkeunt nisse nicht erforderlich.- Prospert gratis durch Fr. Fischer, Abt. 44., Hannover, Kirchwenderstr. 11A Welches ist die beste Chauffeurschule? 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Mit Ausnahme der den Dienstboten obliegenden Meldungen( siehe 2., 1) können die vorgeschriebenen Meldungen sowohl persönlich als schriftlich geschehen. Zu den schriftlichen Meldungen werden zweckmäßig die hierfür eingeführten Formularien verwendet, welche auf dem Meldebureau des Polizeiamts und auf der Polizeiwache am Selterstor auf Erfordern verabreicht werden. Herren und Damen fönnen dauernd i. faeter Zeit abfchreib, berb felfält.( Ste. 15 Pfg.). Verlag ,, Globus", Lichtenrade- Berlin Auftelliges, propperes Lachender Kachen ges gesch PDE HANSA Backpulver für alle Rezepte Verlang. Sie nur Marke Hansa. Es ist Ihr eigener Vorteil, nur Marke HANSA zu verlangen und alles andere zurückzuweisen. Versteigerung. Dienstag, den 14. März Ifd. 38., nachmittags 3 Uhr, sollen im städt. Pfandlokale Selterswe 11 babier, 6. m. rückt. 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Für andere Meldungen wird schriftliche Bescheinigung auf Verlangen erteilt. Die berühmten Braunschweiger GemüseKuverte mit Aufdruck feiraten vermittelt reell Frau Wehner, Wiesbaden, Friedrichstrasse 55 I. biataft Giessener Verlagsdruckerei Klein& Fischer. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde in Gießen. Sonntag, den 12. März, Reminiscere. Konserven sowie Metzer Obst- Konserven Kollekte für die kirchliche Versorgung der evangelischen empfiehlt bei billigen Preisen Oskar Wettstein Nachf., Telefon 128. Wetzlar Telefon 128. Guter und billiger Brotbelag F. F. Pflaumenmus brutto za. 10 Pfd. Emaille- Eimer Emaille- Kochtopf. F. F. Kunsthonig brutto za. 10 Pfd. Emaille- Eimer. Deutschen im Ausland. Gottesdienst In der Stadtkirche. Vormittags 9% Uhr: Professor D. Schian. Vorm. 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfr. Schwabe. Nachm. 2 Uhr: Kinderkirche für die Markus- Gemeinde. Pfarrer Schwabe. Abends 6 Uhr: Pfarrassistent Schorlemmer. Montag, den 13. März, abends 8 Uhr: Vereinig ung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde. Mittwoch, den 15. März, abends 6 Uhr: Dritte Passionsandacht. Pfarrer D. Schlosser. Donnerstag, den 16. März, abends 8 Uhr: Versammlung des Frauenvereins der Matthäusgemeinde. In der Johanneskirche. Vorm. 9½ Uhr: Pfarrer Ausfeld. Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer Ausfeld. Abends 6 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. 1.95 10 " " 2,15 28 . " " Emaille- Eimer • 10 4.28 1 " " Emaille- Wanne 5.25 190 56 " " " Emaille- Wanne 9.25 34 . " " Emaille- Küchenschüssel 5,80 19 " " " Emaille- Schmortopf. 4." 34 " n . Emaille- Schmortopf. 5.80 netto 40 Holzkübel " SP 5.40 60 Holzkübel " 7.80 2.50 10 " 20 " 10 " " 99 34 " " Emaille- Ringtopf. Emaille- Kaffeekanne Emaille- Eimer. • 2.85 3.• 19 7.80 netto 50 Holzkübel F. F. Kaiser- Spelse- Syrup 2.10 12.18 Garant. reiner Bienenhonig brutto za. 10 Pfd. Blech- Eimer..... 6.15 F.F.Rübensaft 10 Pfd. Blech- Eimer Harzkäse hochfein, 100 Stück- Kiste Johannes joal. 2- 2.50 Mittwoch, 15. März, abds. 8 Uhr: Versammlung des Frauenvereins der Johannesgemeinde. brutto za. 10 Pfd. Blech- Eimer. Preise ab hier unfrankiert. Gefäße frei. Versand gegen Nachnahme oder Voreinsendung. Bei Bestellung von M 30.- an 5% Extra- Rabatt, E. Henkelmann Magdeburg 449 Rheinweine Postfach 164 Eigene Gewächse bester und allerbester Weinbergslagen versendet in Fässern von 25 Ltr. u. in Kisten v. 12 Fl. an Paul Christian Saalwächter Weingutsbesitzer, NIEDER- INGELHEIM a. Rh. ep talltät: Ingelheimer No weire Beichte uns hl. Abendmahl für Lukas- und Johannesgemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarte jeder Gemeinde erbeten. Abends 7% Uhr: Versammlung der konfirmierten männ lichen Jugend der Lukasgemeinde. Abends: Versammlung und Bibelbesprechung im Heute Freitag, den 10. März, abends 5% Uhr: Versammlung der konfirmierten weiblichen Jugend der Johannesgemeinde, Kath lisaje Gemeinde Samstag, den 11. März. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Sonntag, den 12. März. 2. Fastensonntag. Beginn der österlichen Zeit. Vorm. von 6% Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vorm. um 7 Uhr: Die erste hl. Messe. Vorm. um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vorm. um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: hl. Messe mit Predigt. Nachmittags um 6 Uhr: Christenlehre; darauf Passions Andacht. Dienstag und Freitag abends um 6½ Uhr ist Fastenandacht. Drud der Gießener Berlagsbruderei, Alein& Fischer.- Verantwortlich für die Redaktion i. V.: Albin Klein, für Reklame u. Anzeigen: W. Schmidt, sämtl. in Gießen. vorau deln mache daß Schieh ler i Sprad fes t ge ru M ne de beg Ja Leb der ter Bed För bens woll aller fer ung Deu durd Kail gen pfäh Des Ban Blid Vol J fer, unfe 11 tag ent pin