ekamp. kt, die ranlaßt etzt ab abrikat cht melm II. Papiere sbücher er rten sshandl. cher 604 der Planzen als Brot ater Rein kein Sod frei von zahlreichen orhanden. eis für die Produkte A.-G. zabolich) Schön Bimme Benflon ju bira je 50 p. nädit flanlage. möbliertes Schlafzimme Ederftrak Ede No. Fan Bimmer zu b affer- Allee 31 Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen oierteljährlich 1,20 Mr., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigder Großherzoglichen ausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Big. Erscheint Bürgermeisterei - Dienstags, Donnerstags, Samstags. Redaktion: Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 233. Telephon: Nr. 362. Reichstagswahlen 1912. Gießen. Die Fortschrittliche Volkspartei hat als Reichstagstandidaten den Arbeitersekretär ErkeI enz aufgestellt, der von den Nationalliberalen sehr wahrscheinlich unterstützt wird. Friedberg. Von der Fortschrittlichen Vollspartei wurde der hiesige Seminarlehrer Leuchtgens als Kandidat für die bevorstehende Reichstagswahl aufge= stellt. T - Lauterbach. Die Fortschrittliche Volkspartei stellte als Reichstagskandidaten im Wahlkreise AlsfeldLauterbach- Schotten den Pfarrer Möbus in Uden= hausen auf. Im Reichstagswahlkreis Friedberg- Büdingen hat das Zentrum den Rechtsanwalt Schröder in Friedberg als Reichstagskandidaten aufgestellt. Frankfurt. Die neue demokratische Vereinig ung beschloß, im Wahlkreis Frankfurt a. M. gleich im ersten Wahlgang für den sozialdemokratischen Kandidaten Dr. Quarck, also gegen den freisinnigen Deser, einzutreten. - Wiesbaden. Die Konservativen und der Bund der Landwirte beschlossen, den von Mittelständlern und dem Zentrum als Kandidat für Wiesbaden aufgestellten Landtagsabgeordneten Generalmajor 3. D. von Klöden- Wiesbaden nicht zu unterstützen. - Worms. Die Nachricht, daß der Reichstags= abgeordnete Frhr. v. Heyl keine Kandidatur für den Reichstag mehr annehmen werde, wird nicht als bedingt richtig bezeichnet, da erst. abzuwarten sei, wie sich der Gesundheitszustand des Kandidaten gestalten wird. un= - Düsseldorf. Bankdirektor Dr. Friedrich, der Kandidat der Zentrumspartei bei der jüngsten Reichstagsersatzwahl, hat seine Kandidatur für die Reichstagswahl zurückgezogen. - Neustadt. Die hiesigen Nationalliberalen haben die Kandidatur des Professors Calker in Straßburg einstimmig gutgeheißen. - Iserlohn. Das Zentrum beschloß im Wahlkreise Altena- Iserlohn mit Rücksicht auf das Zusammen gehen der Freisinnigen und Nationalliberalen von einer eigenen Kandidatur abzusehen und gleich im ersten Wahlgange für die christlich- soziale Partei einzutreten. - Der Verband der Nationalliberalen des Wahl= freises Altena Iserlohn hat der liberalen Einigung für Dortmund- Hörde, Bochum- Gelsenkirchen und Altena- Jserlohn zugestimmt. des Großherzoglichen Polizei Amfes sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Donnerstag, den 7. Dezember 1911. | mehr. Die Gläubiger der„ Hassia" werden beschließen,| ob man den Aufsichtsrat zur Zahlung dieser 82 000 M. haftbar machen soll. n Gießen. Der Sohn des früheren Musikdirek tors unseres Regiments, Musikmetster- Aspirant Ernst Krauße, wurde zum Musikmeister im Grenadier- Regiment König Friedrich Wilhelm 2. in Schweidnitz ernannt. n Gießen. Die Gießener Kinderklinik an der Friedrichstraße ist jetzt im Rohbau fertiggestellt. Der innere Ausbau wird bis zum September nächsten Jahres beendet sein, sodaß im Oktober die Anstalt zunächst mit 30 Betten in Betrieb genommen werden wird. Es ist dafür Sorge getragen, daß eine spätere Vergrößer ung der Anstalt möglich ist. n Gießen. Von den 43 Gemeinden in unserem Kreise haben sich 39 Orte zum Anschluß an die Ueberlandzentrale gemeldet: Albach, Allendorf an der Lahn, Allendorf an der Lumda, Allertshausen, Alten- Buseck, Annerod, Beltershain, Beuern, Burckhardsfelden, Climbach, Daubringen, Garbenteich, Geilshausen, GroßenBuseck, Harbach, Hausen, Heuchelheim, Kesselbach, KleinLinden, Lindenstruth, Londorf, Lumda, Mainzlar, Odenhausen, Oppenrod, Reinhardshain, Reiskirchen, Rödgen, Rüddingshausen, Ruttershausen, Saasen, Stangenrod, Staufenberg, Steinbach, Treis a. d. Lumda, Trohe, Wazenborn- Steinberg, Weitershain und Wieseck. n Gießen. Es bestanden die Postreferendarprüfung der Eleve Fischer und die Telegraphenassistenten= prüfung der Telegraphenwärter Pinther in Gießen. o Rödgen. Unsere Gemeinde feierte am letzten Sonntag den 100jährigen Gedenktag der am 1. Dezbr. 1811 erfolgten Einweihung unserer Kirche. o Homburg. Bei der hiesigen Tiefbohrung zeigen die in die Erde versenkten Eisenrohre eine außer= ordentlich starke magnetische Kraft, die auf den Einfluß des Erdmagnetismus zurückgeführt wird. Eiserne Gegenstände von erheblichem Gewicht werden von den magnetisch gewordenen Röhren angezogen und festgehalten. ):( Lüzellinden. Für das im Sommer 1909 eingeäscherte Gemeindebackhaus ist jetzt ein stattlicher Neubau errichtet, in dem außerdem noch eine geräumige Gemeinderatsstube und eine Gefängniszelle untergebracht ist. Die Kosten betragen rund 15 000 Mt. ):( Burgsolms. Hier fanden 2 Grubenarbeiter in dem Tagbau der Grube Raab etwa 1 Meter unter der Oberfläche 2 menschliche Skelette, die nur von einem Verbrechen herrühren können. - Eisenach. Jm Großherzogtum Sachsen- Wei-):( Braunfels. Am 3. Dezember fand hier die mar tritt der Hansabund überall für die liberalen Delegiertenversammlung des Solmser SängerKandidaten ein; im Eisenacher Wahlkreis für den jung bundes statt. Man beschloß die Abhaltung der nächst liberalen Leipziger Handlungsgehilfenverbandsvorsitzen- jährigen Generalprobe in Münchholzhausen, während als den Marquardt. Hus Stadt und Cand. Gießen, 7. Dezember 1911. § Der Großherzog ernannte den Ministerialrat Wilh. Wilbrand zum Landesherrlichen Kommissar bei der Ersten Kammer, die Ministerialräte Dr. Dr.Ing. August Karl Weber und Wilh. Best zu Mitgliedern der Landes herrlichen Einweisungskommission für die Zweite Kammer. n Gießen. Heute Abend 8½ Uhr hält Pfarrer Schlosser- Rodheim im großen Hörsaal der Universität einen Vortrag über„ Schundliteratur" bei freiem Eintritt. Am Samstag und Sonntag wird eine Ausstellung über Schundliteratur im Stadtverordnetensaale, Gartenstraße 2, von morgens 10 Uhr bis abends 10 Uhr geöffnet sein. Die Veranstaltung liegt in den Händen des Allgemeinen deutschen Frauenvereins, gruppe Gießen. Ortsn Gießen. Einen Märchenabend wird die Hess. Vereinigung für Volkskunde diesen Samstag in der Aula der Universität abhalten. Nach Vorträgen des Pfarrassistenten Schorlemmer über das Familienleben im deutschen Märchen" und des Privatdozenten Dr. Rauch über Ubbelohdes Bilder zu den Grimmschen Märchen, wird Frl. Jda Strack Grimmsche Märchen verlesen. nGießen. Beim Konkurs„ Hassia" hat sich herausgestellt, daß bei rechtzeitiger Konkursanmeldung die Ueberschuldung nur 95 000 Mark betragen hätte, statt 177 380 Mark infolge der Unterlassung der Kontursanmeldung. Das wären also über 82 000 Mark Ort der Delegiertenversammlung Dutenhofen bestimmt wurde. Es wurde ein Dankschreiben des Prinzen Friedrich zu Solms- Braunfels, des Protektors des Bundes, für die ihm dargebrachten Gesangsvorträge verlesen. :( Limburg. Der Bischof Dr. Dominicus Willi ist schwer erkrankt. ):( Marburg. Der Professor der Rechte, Dr. E. Heymann, hat den an ihn ergangenen Ruf als Nachfolger des Professors G. Lastig in Halle abgelehnt. ):( Frankfurt a. M. Die hiesigen Milchhändler haben abermals eine Erhöhung der Milchpreise beschlossen. Der Preis pro Liter Vollmilch beträgt 26 Pfg., statt wie bisher 24 Pfg., der Preis der Magermilch 22 Pfg. ):( Frankfurt a. M. Das Reichsgericht ver= warf die Revision des Taglöhners Pöllmann, der vom Schwurgericht am 17. Oftober wegen Raubmordes, begangen im Dezember 1910 an dem Agenten Biener, zum Tode verurteilt worden war. ):( Wiesbaden. Bei einem Ausritt nach Biebrich im März 1907 ist der Arzt Dr. Ziemssen dadurch zu Schaden gekommen, daß sein Pferd über einen offenen Kanal strauchelte. Ein angestrengter Schadenersatzprozeß wider die Stadtgemeinde Biebrich hatte schließ= lich folgendes Ergebnis. Die beklagte Stadtgemeinde wurde verurteilt zur einmaligen Zahlung von 534 Mt., 3000 Mt. resp. 29 400 Mt. nebst 4 Prozent Zinsen vom 18. März 1907 an, sowie zur Zahlung einer jährlichen Rente in Höhe von 5600 Mt. an den Kläger bis zur Vollendung des 75. Lebensjahres desselben. ):( Betzdorf. Jn Marienberg hat eine Versammlung eine Automobil- Omnibus- Verbindung zwischen Marienberg- Betzdorf beschlossen, deren Eröffnung schon zum 1. April 1912 geplant ist. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Stellens gesuche und Familienanzeigen 10 Pfa.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Bahlungs zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Bettreibung oder Bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichlett. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg s Offenbach a. M. Die Zentrumspartei des Landtagswahlkreises Offchbach Land stellte den Offenbacher Stadtv. Franz Nessel einstimmig als Kandidaten auf. ! Monsheim. Einem hiesigen Brennereibesitzer wurde in böswilliger Weise in ein Bassin mit 38 Heftoliter Inhalt Schwefelsäure geschüttet. Der Brennereibesitzer ließ den Schnaps in Fässer füllen und der Kundschaft zustellen, die alsbald den Lieferanten mit Reklamationen überhäufte. Der Schnaps wurde darauf zurückgeholt und das Vorhandensein der Schwe felsäure festgestellt. Man nimmt an, daß ein Racheakt eines entlassenen Arbeiters vorliegt. * Vom Westerwald. Wegen der großen Size und Trockenheit des verflossenen Sommers hatten an den Obstbäumen infolge der geringen Feuchtigkeitszufuhr die Zweige frühzeitig das Holzwachstum eingestellt und dagegen Fruchtholz in überreichem Maße getrieben. Das ist besonders an Zwergbäumen, zu be= obachten. Es ist daher für nächstes Frühjahr ein greßer Blütenflor zu erwarten, ob daraus aber ein Obstjahr wird, ist fraglich. An den Obstzüchter ist es run durch reiche Düngung mit flüssigem Dünger den Bäumen aufzuhelfen, vielleicht daß wir uns dann im nächsten Jahr einer reichen Obsternte erfreuen können. Geschäftliches. )( Gesundheitliches. Bei vorkommenden Unpäßlichkeiten, leichterem Unwohlsein, ist es von großer Wichtigkeit, gleich das richtige Mittel zu wählen, um dadurch schlimmere Folgeerscheinungen zu verhüten. In den meisten Fällen fommt es vor, das ab und zu irgend ein Familienmitglied plötzlich unter einem nervösen und abgespanntem Zustand leidet, daß es mit Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden zu tun hat, welches vielfach bei der heutigen hastenden und aufreibenden Tätigkeit der Fall ist. Bei jungen Mädchen und Frauen äußert sich dieser Zustand sehr oft in Blutarmut, Bleichsucht, allgemeinen Schwächezuständen, Kopfund Rückenschmerzen. Es wird deshalb von großem Interesse für unsere Leser sein, wenn wir sie auf ein Präparat aufmerksam machen, welches durch langjährige Versuche in Krankenhäusern und durch hervorragende Aerzte sich bei den obenerwähnten Störungen ungemein bewährt hat, und von einer großen Anzahl der Aerzte als ein vorzügliches Mittel zur Hebung der Kräfte des Gesamtorganismus, sowie zur Stärkung der Nerven gepriesen wird. Dieses Mittel ist unter dem Namen Leciferrin bekannt, und stellt eine Verbindung von dem Eier- Lecithin mit einem sehr leicht verdaulichen Eisen sollte in feiner Familie fehlen. Es wird uns vielseitig dar. Das Präparat ist in den Apotheken erhältlich und auch berichtet, daß Leciferrin außerordentlich angenehm im Geschmack ist und von Jung und Alt gerne genommen wird. KnorrHafermehl und Reismehl sind bei Ärzten u. Müttern beliebt wegen ihres Wohlgeschmacks, hohen Nährwerts und ihrer leichten Verdaulichkeit. Deutscher Reichstag. Am Dienstag dasselbe Bild wie am Tage vorher, erst eine Fülle von abschließender Kleinarbeit der sterbende Reichstag hat bis zuletzt reichlich Arbett- bann eine große Debatte, nur nicht so stürmisch wie am Montag. Den Anfang bildeten wieder Petitionen, Rechnungssachen, kleinere Gesetze, das Hausarbeitsgesetz, die Aenderung von Paragraph 114 a der Gewerbeordnung und die Aufhebung des Hilfskassengesetzes. Länger htelf der letzte Abschluß des Privatbeamtenversicherungsge setzes auf, bet dem u. a. noch ein Antrag Schulz( Rp.) angenommen wurde, als Ersazkassen zuzulassen Verficherungseinrichtungen, die vor dem 5. 12. 1911( statt 15. Oftober 1911) bestanden. Die Gesamtabstimmung ergab einstimmige Annahme. Noch eine Petition, dann Schluß für eine halbe Stunde, nachher Marokko. Die neue Marokkodebatte. wenige. Einer ging nach dem anderen, langsam, be= dächtigen Schritts, feiner frohen Herzens. Was wird die Wahl bringen? sann jeder in seinem Innern. Nur ganz wenige starfe Seelen schwangen fich zu einer Art Galgenhumor auf. Sie ließen absichtlich irgend einen Gegenstand im Kasten tegen, und sagten so leicht hin: Ach, den hebe ich mir hier auf, bis ich im Februar wiederkomme! Ob sich das Schicksal betrügen lassen wird? Herzliche Glückwünsche geben die Fraktionsdiener den Scheidenden mit auf den Weg... Einer nach dem anderen ist verschwunden. Da öffnet sich noch einmal die Tür. Ein Professor, der sich besonders für Rechnungssachen interessierte, erscheint auf der Treppe. Er ist der legte, er weilte, so lange es nur anging, im Wallotbau. Jezt drehen die Diener aber schon die Lichter aus. Seine Augen find rot. Er blickt immer und immer wieder nach dem Reichshause zurück. Er möchte so gerne noch Abgeordneter bleiben, aber seine eigenen Partetfreunde haben ihn nicht mehr aufgestellt. Sein Wahlfreis ist einer befreundeten Bartet abgetreten worden. Rundschau oom Cage. Politisches. Der Kaiser hat sich am Dienstag nachmittag von Bleß im Sonderzuge nach Breslau begeben. Dort begab er sich sofort mit Gefolge im Automobil zum Offtzierskafino des Leibkürassier- Regiments Großer Kurfürst, Schlesisches Nr. 1, wo er das Abendessen einnahm. Vom Kaiser Wilhelmplaz durch die Kürassterstraße bis zur Kaserne bildete das Kurassier- Regiment Spalter. Der Kaiser wurde auf dem ganzen Wege von einer großen Menschenmenge mit Hochrufen begrüßt. Die Lindequiste Bosten bleibt zunächst unbesetzt. Berliner„ Germania" teilt mit, daß das Staatssekretariat im Reichskolonialamt vor den Wahlen nicht mehr besetzt werden wird. Alle Nachrichten über einzelne in Aussicht genommene Persönlichkeiten entbehren des tatsächlichen Hintergrundes und sind müßige Kombina= tionen. Es handelte sich um die bekannten verfassungsrechtItchen Anträge vom Zentrum, Nationalliberalen und Fortschrittliche Volkspartet. Der Reichskanzler hob in feiner Rede noch einmal hervor: Die Zurückhaltung der Regierung fet nötig gewesen, sonst wäre man bek der Erregung des französischen Volkes nicht zur Einigung gelangt. Hätte er freilich voraus gewußt, daß auch die englischen Minister- wenn auch in durchaus versöhnlichem Ton jetzt öffentlich Stellung nehmen würden zu unsern Kommissionsverhandlungen, so hätte er nicht so lange geschmiegen. Das vielberedete Schweigen aber vom 4.- 21. Juli, das Deutschland von England vorgeworfen werde, sei beiderseitig gewesen, allerdings bann durch eine Kundgebung eines englischen Ministers unterbrochen worden, die ihrerseits erst recht Erregung geschaffen habe. Besorgnisse über die deutschen Absichfen fonnte England nicht gut haben, da es mti Frankreich im intimen Meinungsaustausch stand! Uebrigens habe es dem Vorgehen Frankreichs und Spantens ge= genüber keine Besorgnisse gehabt! Hätte man aber auch hur unserer ausdrücklichen Erklärung vom 1. Jult in England mehr geglaubt, so wäre die Spannung vermieden worden. Unser Ziel berührte keine englischen Interessen und England habe denn auch amtlich uns beim Abschluß der Verhandlungen seine Befriedigung ausgedrückt. Wi hätten den Wunsch nach guten Be= ziehungen zu England, erwarteten aber von der englischen Regierung positive Betätigung desselben Wunfches. England verlangt Rücksicht, wo seine Interessen in Frage fämen, dasselbe verlangten aber auch wir, es fet uns indeffen nicht immer zugestanden worden. Jezt gelte es für uns, die nationale Stimmung in Deutschland als gute Frucht der bedrohlichen vergangenen Monate festzuhalten; um start nach außen zu bleiben, möchten wir die Einigkeit in allen großen nationalen Fragen bewahren! Aus dem Hause sprachen Graf Westarp( Konf.), Bebel( Soz.), Baffermann( NI.), Schrader( Fr. Vp.), Fürst Hakfeldt( Reichspartet) und Lattmann( Wirtsch. Vaa.) Alle Redner verzichteten darauf, fetzt noch lange Reden zu halten, fie begnügten ich vielmehr, mit Ausnahme des Abgeordneten Bebel, festzustellen, daß sie ihre Ansichten über den Gang der Marokkoverhandlungen zwar nicht geändert haben, daß ie aber mit der Haltung der Regierung, wie sie jest der Kanzler festgelegt hat, einverstanden sind. Damit ist der Boden berettet fitr ein besseres gegenseitiges Verständnis in der Zukunft, und dazu mag die fast einstimmig gegen 5 konservative Abgeordnete erfolgte Annahme der Aenderung des Schußgebietsge= febes, die für die Zukunft ähnliche Verträge der Zutimmung des Reichstages unterstellt, das ihrige bet= tragen. Der Schluß. Dann sentte sich langsam der Vorhang. Abschiedsworte der Dant des Hauses und der Kanzler holte aus der roten Mappe die mit dem kaiserlichen Infiegel gezeichnete allerhöchste Botschaft hervor, die die Reichslagssession am 5. Dezember schließt. Kräftig erklang, während die Sozialdemokraten fluchtartig den Saal verIteßen, das Kaiserhoch, und unter allfeltigem Abschiednehmen leerte sich langsam der Saal. Reichstagsabschied. Fenersbrunst im Krönungslager in Delhi. Das große Zelt, in dem der englische König die indischen testen bet feiner Aufunft empfangen wollte, iſt durch eine Feuersbrunst zerstört worden. Das Zelt ist unerfeßlich wegen der Pracht seiner Dekorationen. Dies ist die zweite Feuersbrunst in dem Krönungslager. Die Entstehungsursache ist unbekannt. Die Vernichtung des Zeltes wird das ganze Programm in Indien beeinflussen. Zum Präsidenten der neu zu bildenden Reichsver= ficherungsanstalt für Privatangestellte ist der Köln. 3tg." zufolge Geheimrat Beckmann aus dem Reichsamt des Innern ernannt worden. Zum Vorsitzenden des Schiedsgerichtshofes foll Geheimrat Koch aus dem Reichsamt des Innern ernannt werden. Das Versicherungsamt soll am 1. Januar 1913 in einem Berliner Vorort errichtet werden. Der angebliche deutsche Spion. Der als Spion in Portsmouth verhaftete angebliche Kapitän der deutschen Handelsmarine Heinrich Große ist tdentisch mit einem Abenteurer Große, der vor einem Vierteljahr die Berfiner Gerichte beschäftigte. Erst im September hatte er sich vor einer Berliner Straffammer wegen Betruges, Heiratsschwindels und Unterschlagung zu verantwor ten und wurde wegen Unterschlagung zu einem Monat Gefängnis verurteilt. Er hat eine höchst abenteuerliche Vergangenheit und ist niemals Offizier der KriegsHandelsmarine gewesen. Gouverneur Gleim ist nicht verstimmt. Der„ Berl. Börsencourier" versichert, daß die Meldung der„ Voss. 3tg." über eine Verstimmung des Gouverneurs Gleim von Kamerun wegen des Kongoabkommens unzutreffend set. Gouverneur Gleim befindet sich auf dem Wege nach Deutschland, um hier an den Beratungen über die Verwaltung in dem neuen Gebietszuwachs Kameruns teilzunehmen Ein Gasometer in die Lnft geflogen. In Borsigwald bei Berlin ist Dienstag nachmittag in dem Fabrikgebäude der Firma Mindaus, Eismaschinen- Aktiengesellschaft, ein Gasometer, der etwa 800 Kubikmeter faßte, durch eine Explosion in die Luft geflogen und in fich zusammengestürzt. Verletzt wurde niemand. Die Explosion wurde anscheinend durch einen Funken hervorgerufen. Eine Friedensrede Greys. Der englische Staatssekretär des Auswärtigen Sir Edward Grey erflärte in einer Rede in Portsmouth, wenn Frankreich und Deutschland thre Streitfragen hinsichtlich Marokkos geschlichtet hätten, so würde ein solches Resultat eine wohltätige Wirkung auch auf die englisch- deutschen Beziehungen haben. Sie find gegangen! Das Reichshaus tst leer. Scheuerfrauen tummeln sich, wo man sich eben noch politische Boshetten an den Kopf warf. Die Reichsboten pon 1907 find nicht mehr. Es waren trübe Augenblicke, diese letten Tage der scheidenden M. d. N.". Augenblicke voll böser Ahnungen und wehmütiger Erinnerun gen. Gar mancher ging feuchten Auges noch einmal durch alle Räume, Säle und Sälchen. Leise zitterte seine Hand, als er zum letzten Male den bronzenen Zigarrenanzünder in Tätigkeit setzte, ditfter stellte er in der Bibliothek das letzte Wert, in dem er eben noch geblät tert, in das hohe Regal zurück. Ein westdeutscher Oberlehrer von der Rechten, der gar keine Aussicht hat, wtebergewählt zu werden, schluchzte sogar laut auf, als er seinen Schubkasten leeren mußte. Mit einem heiteren Lächeln zogen nur die von dannen, die freiwillig auf ein neues Mandat verzichtet haben und deren find nicht 83) Aus Eifersucht. Roman von Mar Hoffmann. ( Nachdruck verboten.) Bramie. Cr berausgefomm Gewinn gebra Schredens grauenhaft ph Neufundland Fiche Segler Emarang in das Schiff dur Epidemie an fen gefchafft 1 Bord. Ein f Bon der Befo Berdeck, 10 m mur 2 Schiffsi Schiff war be Ratten. Es und festgestellt llera, noch um mutlich liegt gefchifft und i wird desinfizi Storbut eutsche Segle Mel Sur in N Das Schiff fa Sur( auch Gre sehr schwierige Mahrungsmitte un mußte die S fich unter der lieb hunderts Schiff in Fal bent Seemann Der Bont at den Bilfer Finanziellen G ungen im Ga eben. Währe Bier in Fässer fingeführt wur mur 22 217 Hef liter entsprid thließlich Bilie reichisch- ungart mat November Bettoliter. In Hilsener Btere inter die Ste Ein Aind n Breslau tit rem ein im Ai gefallen ist. A immerbrand t tichters Haman erfrankte Toch Lopfwunden be Lorgen, starb a Lich wurde aug Fluchtversuchen He Bettkante sbald die Au eingehender Un Folgenschwere Pulvererplosion. In einer Fabrik für Feuerwerkskörper in Rosario auf den Philippinen erfolgte eine furchtbare Bulverexplosion, durch welche ein Gebäude eingeäschert wurde. Fünfzehn Personen fanden dabei den Tod, mehrere wurden schwer verletzt. Die Verhandlungen zwischen den Metallindus striellen und dem Metallarbeiterverbande in Berlin dauerten gestern bis spät abends. Die Arbeitgeber haben eine Reihe weiterer Zugeständnisse gemacht, von deren Annahme durch die streifenden Former es abhängen wird, ob der Streif beendet und damit die Aussperrung aufgehoben wird. Ueber Rußlands Absichten in Perften heißt es in Londoner Meldungen: Rußland set auf alle Fälle entschlossen, den abgesezten Schah Mohammed Alt wieder auf den Thron zu bringen. Von dieser Absicht werde man sich in Petersburg durch nichts abbringen lassen. Der Erschah befindet sich gegenwärtig in Asterabad, wo er die Entwickelung der Dinge abwartet. Man glaubt in der türkischen Hauptstadt, daß Rußland und Großbritannien nunmehr ein Protektorat über Persien errichten werden, ungefähr in der Art, wie das Frankreich und Spanien über Marokko zu tun gedenken., „ Ich wäre nicht abgeneigt, Herr von Prizelwit," fagte sie herablaffend. Die Revolutionäre in China haben fett in Nanfing thr Hauptquartier aufgeschlagen. Unter den Führerit ist es zu Streitigkeiten darüber gekommen, wer den Oberbefehl übernehmen soll. Viele Personen sind infolge des Verdachtes, zu den Kaiserlichen zit gehören, enthauptet oder erschossen worden. ,, Besten Dank, gnädiges Fräulein! Dann schlage tch vor, wir setzen uns in das nächste Auto, das wir finden und fahren erst zur Sakuska nach einer hübschen Bar." ,, Angenommen!" rief Müller und zehn Minuten später fuhren alle dret die Linden entlang. Kleine Nachrichten. Aus den Gerichtssälen. Ueber einen unglaublichen Fall von Kurpfuscheret wird aus Sachsen berichtet. In dem Dorfe Hohendorf wirkt schon seit langer Zeit ein Maurer als Wunderdoktor, der trotz einer Bestrafung wegen Betrugs und troß der maßlosesten Schwindeleten, die er sich offenkundig in der Ausübung seines sogenannten Heligewerbes zu Schulden kommen läßt, doch in weiten Kretsen der Landbevölkerung im Rufe eines überaus erfolgreichen Heil künstlers steht und dementsprechend das Vertrauen in tener Gegend im weitesten Umfange ge= nießt. Kürzlich hatten nun Verwandte einer getstesfranken Frau diesen Wunderdoktor herbeigerufen, um ste von ihrer geistigen Umnachtung zu befreten. Der Wunderdofter verfehlte nicht, zit versichern. daß er ge= rade für solche Leiden im Besiz überaus wirksamer Mittel wäre. Daraufhin wurde ihm dann die Behand= lung der Frau übertragen. Diese bestand zunächst darin, daß der Patientin die Haare vom Kopfe abgeschnit ten wurden. Dann nahm der Heilkünstler zwet schwarze Hennen, denen er bet lebendigem Leibe die Bauchie dern ausrupfte und dann den Bauch aufschnitt, sodaß Ste Därme heraustraten. Darauf band er zunächst eins der Hühner der Frau noch lebend auf den Kopf. 9 etwa einer halben Stunde war die Henne verendet und nunmehr wurde die zweite in der gleichen Weise aut den Kopf der Irrsinnigen festgebunden. Während dieser Prozedur kam ein Verwandter der Frau hinzu und machte dem Unfug ein Ende, indem er das Huyn tötete. Der Wunderdoktor aber wurde dem Gericht übergeben. Und da wir in Deutschland nicht im Besitz eines Kurpfuschergesetzes sind, war das Gericht nur in der Lage, den Gauner wegen Tierquäleret zu bestrafen. Daß er hierbei mit einer Strafe von 4 Wochen Haft davonkami, wird man lebhaft bedauern müssen. Kaiserspende für die Ueberschwemmten in Blumenan. Der Kaiser spendete zugunsten der durch die Ueberschwemmung in Südbrafilten Geschädigten 10 000 Mark. Die Diphtheritisepidemie in Berlin ist dauernd im Wachsen. Wöchentlich werden amtlich 250 bts 260 Fälle angemeldet, die durchweg schwerer als gewöhnlich sind. Die Evidemte grassiert besonders in den nördlichen und nordöstlichen Stadtteilen. Ste hatten es nicht bemerkt, daß schon seit geraumer Bett ein großer, kräftiger Herr auf der einen Brücke, von der man die unten hindurchsausenden Paare bewundern konnte, gestanden und die Augen nicht von der gelbblonden Dame verwandt hatte. Jetzt fuhr dieser Berr in einem Automobil hinter ihnen her und betrat gleich nach ihnen die Bar, wo sie bereits Platz genom men hatten. 234 franzöfifche Armeeflugzeuge. Einen sehr umfangreichen aviatischen Bart wird die französische Heeresverwaltung erhalten. Von dem von der Kammer kürzlich bewilligten Kredit wird die franzöfifche Armee im kommenden Jahre 234 Flugzeuge zur Verfügung haben. Die Dame hatte das enganschließende Pelzjackett und die kleldsame Belzmüße abgelegt und als sie nun In bloßem Kopf und dunkelblauer Bluse dasaß, erkannte fle der nachgefolgte Herr jedenfalls noch besser als vorher. Er nickte befriedigt vor sich hin und trat dann zu dem Wirt, dem er einige Worte zuflüsterte. Brizzelwitz hatte während der Zeit den Oberkellner herbetgewinkt und eine große Platte bestellt. Bringen Ste lauter hübsche Kosthäppchen, Kaviar, Hummer und solche Chosen. Sie wissen ta!" Der Wirt zog die Augenbrauen hoch.„ Hter in meinem Lokal? Ist mir sehr unangenehm, Herr Kommissar." Seten Sie unbesorgt! Ich werde die Sache so unauffällta wie möglich machen." Der Mann int Frack verneigte sich und Prizelwitz rief ihm noch nach:„ Natürlich auch eine Flasche Roederer, aber etwas plöglich!" Da trat der fremde Herr an die drei fröhlichen Menschen heran, sagte zu der Dame gewandt:„ Helene Brandt, Sie sind verhaftet, kommen Ste mit mir!" Affeffor Müller blickte erschrocken auf, und Prizelwig reckte sich entrüstet gerade:" Herr, sind Sie des Deutbels? Was fällt Ihnen denn ein? Die Dame heißt Hedwig von Below." Vermischtes. Der Kaiser als Bate. Die traditionell engen Bes ztehungen zwischen dem Monarchen und dem GardeJäger- Bataillon in Potsdam finden test in der Uebernahme der Batenstelle beim ersten Sohn des Kommandeurs wiederum ihren Ausdruck. Dem Oberst leutnant Grafen Conrad Finck von Finckenstein, der sich im Voriahre vermählte, wurde am 1. November der erste Sohn geboren, und der Katser hat sich berett erklärt, die Batenstelle zu übernehmen. Die Taufe findet am 12. Dezember im Heim des Regimentskommandeurs in Anwesenheit des Kaifers, der auch den Namen des Täuflings bestimmen wird, statt. Regen Sie sich, bitte, nicht unnüß auf, metu, Herr!" versetzte der andere.„ Mein Name ist Weide, Kriminalkommnissar. Diese Dame hat Ihnen einen falschen Namen angegeben und wird mir sofort folgen. Ste weiß, weshalb." Die Dame stieß einen schrillen Schret aus und ftel in Ohnmacht. Prizelwit wollte weiter den Kavalier spielen.„ Aber Ste sehen doch,“ fing er an. Der glückliche Gewinner der Prämte von 300 000 Mart, die am Sonnabend nachmittag auf das Los Nr. 175 467 neben dem Gewinne von 3000 M. in der letzten tehung der 5. Klasse der Preußischen Staatslotterte ftel, ist der Fleischermeister Albert Tietz in Berlin. Meister Tiek spielte allein, wie die Allgem. Fleischer3tg." mitteilt, das ganze Los und erhält somit die ganze ,, Ste verstellt sich," erklärte Welde mit unerschütt= terlicher Ruhe. Er besprizte sie mit Eiswasser aus dent bereits herbeigebrachten Settkühler, und sie schlug auch bald die Augen auf. Wo bin ich?" frug fie erschöpft. Weide lächelte. Weder im Beatricenheim, noch in der Villa Marleben, mein Fräulein, sondern in einem Lokal, von dem Sie mir nach dem Polizeipräsidium folgen werden." hinaus, daß Weide Mühe hatte, an threr Seite zu blet ben. Er hatte seinen Wagen draußen halten lassen, und als Prizelwitz und Müller sich von ihrer Ueberraschung allmählich wieder erholt hatten, fuhr Weide mit der Verhafteten bereits in rasendem Tempo davon. „ Dann nur schnell," sagte ste entschlossen.„ Es ist zweifellos ein Irrtum, der sich sofort aufklären wird. Leben Sie wohl, meine Herren!" Ste ergriff Jackett und Velamütze und schritt so etlta ,, Was war das?" fragte Prizelwiß naiv. Können Ste mir das erklären, Iteber Müller?" Der Assessor fragte sich hinterm Ohr.„ Eine scheußItche Geschichte! Da sind wir reingefallen. Sie fennen doch aus den Erzählungen von Mallmit die Sache von der Villa Marleben und der falschen Diakonissin?" „ Sollte ste das etwa gewesen sein?" " Freilich! Scheint eine ganz raffinierte Person zu fein. Seien Ste froh, daß Sie noch so mit einem blauen Auge davongekommen sind. Ich glaube, die hätte sie ge= hörig hoch genommen." Und bewundernd setzte er hinzu: " Wte famos sie doch schließlich noch ihren Abgang gedetchselt hat!" Den Rittergutsbesitzer und Leutnant der Reserve überrieselte es bei dem Gedanken an den Mord. Wetter noch einmal! Das hätte eine eklige Affäre werden tönnen. „ Cieber Müller," sagte er mit matter Stimme ,,, mtr ist ganz schwach bei diesent Ereignis geworden. So eine hübsche Larve, etne wahrhaft vornehme Erscheinung, und doch hätte einen das Mädel in des Teufels Küche bringen können. Worauf soll man sich denn da in aller Welt noch verlassen? Der Appetit ist mir gänzlich vergangen, übernehmen Sie nur die Prepelet, ich werde mich heute an den Sorgenbrecher halten und mir vor Aerger einen andudeln." her Famille S ufig genect Er ermordet h auf den Kopf i ren feines Ver Luftiges vo mollert folgend Schauspieler vo Streftor, Herr Mein Patient, Einstlerische Tä Und während Assessor Müller sich voll Sachkenntnts über die Delikatessen Hermachte, stürzte er als EinIettung zu seinem erhabenen Vorsatze eine volle Schale Champagner binunter. chielt der Pati Sehr geehrter wird, ist une l Mil In welcher Bohlstand im von fann man am Lefer aus Puch der Min Enter anderem Eigentümer vo wehr als sechs ich unter den ke drei ersten D. Dr. Gust leemahlin ein 1 Leermögen und at, Fürst Henfe art Vermögen wie der Herz ermögen und leder des pre auch noch et idet. „ Es scheint Bardefow, der Her Mallmit tu Banz ausgeschlo den Hauptt werer Junge bereits geblißt brüchen un lche gewesen rage gefomm mennenden Sche Schuld auf ngen." „ Aber der andte Herr v Das ist m nicht Hngt tch der, daß r eht hier einm Webten, daß etn musübt. Ein S if der Landstr enzenloser A enblut unaus Dann wun lebstählen zuri rde doch wohl Nein, das m 8 Eifersucht Delt aus uni Schade!" a Beraubung eine Die bret S Rommiffar Bel Das lichen durch t un Dies Blager. ernich ndien ont in tichen einem Ber atte er ruges, ntwor Monat terliche riegs Borfig Fabrit Hienge fmeter ind in Die t herJab Philips in Pera durch schwer allindus Berlin Seitgeber cht, von es abs Ste Aus fnscheret hendorf Bunder igs und offenHellgeEn Kret aus er end das nge ge getstes fen, um en. Der er ge rffamer Behand ichst da geschnit Schwarze Bauchie 1. sodak hit eins f. 93 det und ife aut nd dieHinzu Gericht mn Besitz t nur in t bestraWochen itffent. igen Be Garde r Ueber es KomOberst n, der sich ember der bereit eraufe findet 8fommanDen Namen Dont 300 000 6 Los Mr. Ser Teklen aatslotterie in Berlin, 7. Fleischer it die ganze ite zu blet laffen, und berraschung it der VerPrämie. Er der 1. Klaffe mit einem Ersatzlos Berausgefomme as thm jetzt einen so ansehnlichen Gewinn gebrant. Schredens " Eine auf einem Ozeansegler. grauenhaft pho ische Geschichte wird aus Belle- Isle ( Neufundland) meldet. Dort war der große franzö fifche Segler mette" mit einer Ladung Zucker aus Emarang in angekommen. Vor der Neede gab das Schiff durognale zu erkennen, daß eine heftige Epidemie an wüte. Das Schiff wurde in den Ha= fen geschafft it bort begab sich der Lazarettarzt an Bord. Ein fdlicher Anblick bot sich seinem Auge. Bon der Befat von 15 Mann lagen 3 tot auf dem Berdeck, 10 m schwer frank oder bewußtlos, und mur 2 Schiffsjum waren noch bet Kräften. Das ganze Schiff war bei von einem wilden Schwarm von Ratten. Es me gleich eine Untersuchung eingeleitet und festgestellt, es fich weder um Best noch um Cholera, noch umgelbe Fieber handeln konnte. Vermutlich liegt Bert vor. Die Kranken sind ausgeschifft und in azarett gebracht worden. Das Schiff wird desinfizte Storbnt aard. Eine schwere Fahrt machte der deutsche Segler money" durch, der von San Juan del Sur in Na nach Hamburg unterwegs war. Das Schiff fai seiner Ankunft in San Juan del Sur( auch Gre an der Westküste von Nikaragua) sehr schwierige ältnisse für die Beschaffung frischer Nahrungsmitter und fast vom Tage der Abfahrt an mußte die 2 ng Salzfleisch genießen. Bald stellte fich unter der nschaft Skorbut ein. Das Schiff blieb hundertfe Tage auf See. Als gestern das Schiff in Falmeintraf, mußten sieben Mann nach dem Seemanna tal in Plymouth gebracht werden. Der Boyki Des Pilsener Bieres in Deutschland hat den Bilfen rauereien bereits ganz erheblichen finanziellen Sm gebracht. Es sind daher Bestrebungen im Gafe Bierverteuerung wieder aufzu heben. Währe Oktober 1910 31 185 Hektoliter Bier in Fässer eingeführt wur nur 22 217 Het toliter entsprid schließlich Bilfe reichisch- ungarti nat November Heftoliter. In Bilsener Biere trinker die Ste Ein Kind In Breslau fft bem ein im i gefallen ist. A Desterreich- Ungarn in Deutschland waren es im Ottober dieses Jahres was einem Minus von 8968 Het. Sn Betracht kommt hier fast ausSter, die Einfuhr anderer öster Stere tit fast gleich Null. Im Mo g der Minderabsatz über 15 000 ampfe gegen die Verteuerung des den demnach die deutschen Bierbleiben. Diener feiner Mutter ermordet. weres Verbrechen verübt worden, alter stehendes Mädchen zum Opfer mnabend abend brach ein Schlafzimmerbrand iner Wohnung der Witwe des Amtsrichters Haman ber Fischergaffe aus. Die elffährige erfrankte Tocht Erika Haman wurde mit schweren Kopfwunden belos aus dem brennenden Bett geborgen, starb alon in derselben Nacht. UrsprüngItch wurde augummen, die Kopfwunden jeten bet Fluchtversuchen em Brand durch Aufschlagen auf bte Bettfante, e den. Diese Annahme erschütterte alsbald die Auf ng etnes blutigen Hammers. Nach eingehender Un ung gestand der 15jährige Diener der Famille Sa namens Erich Nenner, den Erika bäufig geneckt he daß er das Mädchen aus Rache dafitr ermordet hat unf Hammerschläge habe er Erifa auf den Kopf vest und dann das Bett, um die Spuren feines Berleens zu verwischen, angezündet. Lustiges von Theater. Das Wiener Extrablatt" notiert folgende Theatergeschichtchen: Ein junger Schauspieler von Deutschen Voltstheater" sandte dem Direktor, Herrn effe, folgendes ärztliche Zeugnis: Mein Patient, N. N., ist nicht in der Lage, seine Künstlerische Tät auszuritsen. Dr. X. Y." Sterauf erhielt der Patieon der Direktion folgende Buschrift: „ Sehr geehrter Was in dem Attest bescheinigt wird, ist une lä Bekannt." Mill äre als Politifor. In welchem ae sich der öffentliche und private Wohlstand im Den Reiche allmählich gesteigert hat, davon kann man aus dem fürzlich erschienenem und dem Leser aus zer Erwähnung bereit bekannten von Rudolf Martin überzeugen. es uns auch, daß die glitcklichen ermögen, deren Höhe durch eine " Buch der Minto Unter anderem Eigentümer vor mehr als sechsst Zahl ausgedrückt werden muß, auch unter den fern start vertreten sind. So sind die drei ersten erzahler Preußens, Legationsrat a. D. Dr. Gusta upp v. Bohlen u. Halbach, dessen Gemahlin ein 19 af 187 Millionen Mark geschätztes Vermögen und enkommen von 17 Millionen Mart bat, First Henker Donnersmarck, mit 177 Millionen Mart Vermögen 12 Millionen Mark Einkommen, sowie der Herzom Ujest mit 151 Millionen Mart Vermögen und illtonen Mark Einkommen, Mitglieder des preu n Herrenhauses, in dessen Mitte fich auch noch einze Reihe weiterer Millionäre be= findet. 113. Kapitel. „ Es scheint ausgeschlossen," sagte Herr von Bardekow, der merrn von Scharffenstein und Assesfor Mallmiz tin suchungszimmer war, es scheint Können ganz ausgeschloffenß wir in diesem Majewskt wirk lich den Haupttätt Sine scheußSie fennen Sache von miffin?" schwerer Junge, faßt haben. Er ist ja freilich ein ifte seiner Verbrechen, für die er bereits gebütßt haft eine recht stattliche Anzahl von Einbrüchen und stählen auf; aber es sind immer folche gewesen, eenen niemals Menschenleben in Frage gekommen Mit einer fast gewissenhaft zu nennenden Scheut dem Aeußersten, was ein Mensch nem blauen gangen." Person zu an Schuld auf laaden kann, aus dem Wege ge= te er hinzu: wandte Herr von arffenstein ein. hätte fie geAbgang geder Referve Mord färe werden Stimme, mir Den. Go eine Erfcheinung, ufele Kliche da in aller Finalich ver ich werde b mir vor Sachfennt er als Ein volle Schale flingt - Aber der Mehlt ihm doch gewiß nicht dazu," ,, Das ist wahr ist jedoch so unglaublich es - nicht fro Grundsäßen. Und dazu gehört auch der, daß ma ten Menschen töten dürfe. Man fteht hier einmal Einfluß des tn der Kindhett Eraltige Wirkung fürs ganze Leben on thm wurde nämlich seinerzeit tochen, und es hat sich settdem ein egen fedes Vergießen von Menbet ihm eingeprägt." lebten, das eine ausübt. Ein On auf der Landstraß grenzenloser Abfd fchenblut unauslö ,, Dann wund Diebstählen zurüc wurde doch wohl ,, Nein, das m aus Eifersucht." mich nur, daß er nicht auch vor ft. Denn jener ermordete Onkel beraubt?" cht der Fall. Es war ein Mord " Schade!" sagallmit.„ Sonst hätten wir viel= Ietcht aus unt anerzogenem Widerwillen gegen Beraubung einen recher wentger auf der Welt." wurden durch den eintretenden er Fortführung ihres Gespräches Die dret Her Kommissar Welde Der Herzog von Ujest tst zugleich Mitglied des Reichstages, und zwar dessen reichstes Mitglied. An zweifer Stelle steht hier der Herzog von Arenberg auf Schloß Nordkirchen im Regierungsbezirk Münster. Er versteuerte 1908 ein Vermögen von 59 Millionen Mark und ein Einkommen von 2,6 Millionen Mark, das inzwischen noch beträchtlich gestiegen ist. Vielleicht ist der ausländische, besonders der belgische Besitz des Herzogs aber noch größer als der in Preußen gelegene und versteuerfe. Sein preußisches Vermögen besteht nicht nur in ausgedehntem Grundbesitz, sondern auch in sehr wertvollem Bergreal. Unmittelbar nach dem Herzog von Arenberg marschierte 1908 der inzwischen verstorbene Reichstagspräsident Graf Franz v. Ballestrem, auf Plawniowitz im Regierungsbezirk Oppeln mit einem Vermögen von 56 Millionen Mark und einem Einkom men von 2 bis 3 Millionen Mark. Zu den reichsten Mitgliedern des Reichstages gehören gegenwärtig der Wirkliche Geheime Rat Dr. Willt v. Dirksen auf Grödißberg im Regierungsbezirk Liegnitz, der greife Polenführer Fürst Ferdinand Radziwill auf Schloß Antonin bet Posen, dessen Vermögen 16 bis 17 Millionen Mark und dessen Einkommen 600 000 Mart beträgt, und der Fürst Haßfeldt, Herzog zu Trachenberg, mit einem Vermögen von 15 bis 16 Millionen Mark und einem Einkommen von 560 000 Mart, fowie der Freiherr v. Gamp- Massaunen, der mit einem Vermögen vont 11 bis 12 Millionen Mark und einem Einkommen von 610 000 Markt der höchstbesteuerte Landbewohner im Regterungsbezirk Königsberg tst. Herr v. Gamp ist ein Schwager des durch seine gemeinnützigen Stiftungen großen Stiles bekannten Geheimrates v. Böttinger, Mitgliedes des preußischen Herrenhauses aus Allerhöchstem Vertrauen. Beide sind Schwiegersöhne des Begründers der Elberfelder Farbenfabrik, vormals Fr. Bayer, der Höchstbesteuerte in Elberfeld mit einem Vermögen, das 1908 13 bis 14 Millionen Mark betrug, und einem Einkommen, das 1908 710 000 Mart, im Jahre 1909 aber, infolge ungewöhnlich hoher Dividende, auf 1 200 000 Mart laglert wurde und im Jahre 1910 auf 745 000 Marf zurücksant. Die Diplomatie ist, wie man weiß, in allen Ländern eine kostspielige arriere. So treffen wir im diplomatischen Korps des Deutschen Reiches manchen Namen, der die Vorstellung von Millionen erweckt. Der reichste deutsche Diplomat dürfte der Attachee Albert v. Goldschmidt- Rothschild, von der Botschaft in London mit einem Vermögen von 38 Millionen Mark und einem Einkommen von 1 600 000 Mart sein. Von den preußischen Ministern darf der Landwirtschaftsminister Freiherr Klemens v. Schorlemer als der bei weitem reichste gelten. Seine Gemahlin, Freifrau Maria von Schorlemer, geborene Puricelli aus Trier, erbte erst in diesem Jahre noch einen erheblichen Teil vom Besize thres Onkels, des Kommerzienrates Karl Puricellt, der im Jahre 1908 ein Vermögen von 11 bts 12 Millionen Mark und ein Einkommen von 510 000 Mart sein eigen nannte und der höchstbesteuerte Landbewohner im Regterungsbezirk Koblenz war. Die glücklichste Hand in der Anhäufung eines groBen Vermögens hatte jedoch, so versichert Martin, Fürst Otto v. Bismarck, der erste Kanzler des Deutschen Retches. Würde die teßt seinem Entel gehörende Fidelkommißherrschaft Schwarzenbeck, die Fürst Bismark als Kriegsdotation nach dem Feldzuge gegen Frankreich erwarb und die 7385 Heftar groß tst, von der nahen Stadt Hamburg angekauft und parzelltert, wie Berlin es vor einigen Jahren mit dem Fideikommiffe Buch tat, fo müßte der Erlös mehr als 100 Millionen Mart betragen. Ist die Schäßung richtig, so hätte der größte deutsche Politiker auch, gewissermaßen nebenbet, das größte Vermögen geschaffen, das femals in Deutschland von einem einzelnen ins Leben gerufen wurde. Ein politischer Senfationsproz B. Ein grausames politisches Verbrechen rief im Ottober 1910 in Kalifornien großen Aufruhr hervor: Durch einen Dynamitanschlag wurde das Gebäude der Bet= tung Times" in Los Angeles in die Luft gesprengt, wobet 22 nichtorganisierte Arbetter den Tod fanden. Die Arbeitgeber gaben sich damals die größte Mühe, die Anstifter des Attentats, die man in Soztalistenfreisen vermutete, zu ermitteln, der Gemeinderat von Los Angeles setzte 150 000 Mart, der kalifornische Staat 80 000 Mark Belohnung für ihre Ergretfung aus; doch anfangs war alle Mithe vergeblich. Endlich gelang es dem Detektiv Burns, gegen die als leidenschaftliche Sozialisten bekannten Brüder Macnamara so belastendes Material zu sammeln, daß ste verhaftet und angeflagt werden konnten. Die Sozialdemokratte Nordame= ritas tat aber wieder alles, um die Befretung der beiden Verhafteten durchzusetzen. In zahlreichen Versammlun= gen wurde die öffentliche Meinung bearbeitet und man fammelte nicht weniger als zwei Millionen Mark zur Ermittelung von Zeugen usw. Vor wenigen Tagen hat nun der Prozeß eine überraschende Wendung genommen, indem dte Brüder Mac= namara selbst eingestanden, das Attentat begangen zu haben. Einer der belden Brüder erklärte in seinem Geunterbrochen, der bereits am vorhergehenden Abend die Festnahme der gesuchten Freundin Majewskis gemeldet hatte. ,, Wie machten Sie die Person ausfindig?" fragte thn der Untersuchungsrichter mit einem wohlwollenden Blick, der bet Herrn von Bardekom ein deutliches Mißbehagen auslöste. ,, Nichts leichter als das," verfette Weide vergnügt. „ Durch meine Nachforschungen hatte ich herausgefunden, daß die Gesuchte keine andere sein könne als ein sehr gewandtes und bis jetzt noch unbestraftes Mädchen, das wegen der Unschuldsmiene und Unbestraftheit den Spitznamen„ die fromme Helene" führt. Aber sie war nirgends aufzuspüren. Da tam mir die Meldung, daß fene Dame, die einen Hundertmartschein gewechselt hatte, gelbblonde Haare habe, zu Hilfe. Ich wußte, daß fie viel Sport betreibt, sich gern bet Segelpartien beteiligt und eine ausgezeichnete Radlerin ist. Jetzt im Winter mußte sie sich wohl auf dem Etse tummeln, und so entdeckte ich sie schließlich auf der Eisbahn im Tiergarten. Trotz der gefärbten Haare und Augenbrauen erkannte ich sie fofort. Mein Physiognomiengedächtnis hat mich noch nte tm Stiche gelassen." " Gut! Gut!" sagte Scharffenstein zweimal mit besonderer Betonung, was aus seinem Munde soviel wte eine hervorragende Belobigung war.„ Man führe Helene Brandt vor!" gebot er dann dem auf ein Klingelzeichen eintretenden Schußmann. Die Verhaftete benahm sich ziemlich unbefangen und wollte sogleich das Wort ergreifen. Man merkte es thr an, daß sie keine allzu große Hochachtung vor der wohllöblichen Obrigkeit befaß. " Bitte, nehmen Ste Platz!" fagte Scharffenstein mit ironischem Entgegenkommen. Sie sind geborene Schle= flerin, nicht wahr?" " Jawohl, ich bin in Beuthen geboren, aber tn Poständnis, daß er nicht beabsichtigt hätte, trgend Jemand zu töten, das Uhrwerk der Höllenmaschine set so gestellt gewesen, daß die Explosion hätte erfolgen mitsfen, nachdem sämtliche Arbeiter das Gebäude verlassen hät ten. Leider set das Uhrwert zu frith abgelaufeit. Auch set das Unglück nicht so groß geworden, wenn nicht die Gasleitung geplakt wäre, wodurch viele Arbeiter getötet wurden. Dieses Geständnis macht in Amerika ungeheure Sensation, und da man nun einen Anschlag der Sozialdemokraten zur Befreiung der Britder befürchtet, so werden umfassende Vorsichtsmaßnahmen getroffeit. Fünf bewaffnete Wächter stehen vor den beiden ellen, welche die Brüder Macnamara bergen, das Gebäude selbst wird von Militärabteilungen bewacht. Der Geheimpolizist Burns erklärte, daß noch andere sozialdemokratische Fithrer in den nächsten Tagen als mitschuldig verhaftet würden. Das Urteil im Prozeß soll am 15. Dezember gefällt werden. Rußland und die Dardanellen. Rußland hat fegt, wie aus Konstantinopel gemel det wird, zu den schon einige Zeit erwarteten Schritte ausgeholt und der Pforte eine Note überreicht, in der es flipp und klar die Forderung auf freie Durchfahrt der russischen Schwarzen Meerflotte durch die Meerengen des Bosporus und der Dardanellen erhebt und verlangt, daß den Kriegsflotten der anderen Mächte der Zugang zu den Meerengen auch weiterhin verwehrt werde. Das russische Verlangen steht im Widerspruch zu den Pariser und Berliner Verträgen und der Lon Boner Konvention von 1871, in denen das Prinzip der Schließung der Meerengen für alle Kriegsflotten in Friedenszeiten ausdrücklich statuiert und dem Sultan nur für besondere Fälle das Recht, Ausnahmen zu gestatten, eingeräumt wird. In Kreifen der Pfort wird über die Angelegenheit durchaus Stillschweigen beobachtet. Nach sicheren Informationen hat die Pforte beschlossen, die russische Forderung auf Deffnung der Dardanellen zurückzuweisen, da sonst Rußland eine prädominierende Stellung in Konstantinopel gesichert sei. Ein Scharmützel an der türkisch- russischen Grenze. Der türkische Kommissar der Gegend von Bejesid an der türkisch- russischen Grenze meldet, daß es bet der Ortschaft Mossun zwischen türkischen und russischen Truppen zu einem Zusammenstoß gekommen set, der großen Umfang annahm und bis zum frühen Morgen andauerte. Auf beiden Seiten traten die Kommandan= ten dazwischen, denen es gelang, die Einstellung des Feuers zu bewirken. Ein fürkischer Soldat wurde ge=" tötet, ein zweiter verletzt. Der türkische Kommandant verlangte Verstärkungen.. Flieger für Tripolis gesucht. Die Pariser Flug- Fachzeitung Aerophile" veröffentlicht ein großes Inserat, worin Flieger für Eindecker zum Militärdienst im Auslande gesucht werden. Die Flieger haben einen Kontrakt auf vier Monate ab= zuschließen und erhalten, wenn sie eigene Flugzeuge besitzen, monatlich 6000 Frcs., wenn ihnen jedoch Flugmaschinen erst angeschafft werden müssen, nur 2000 Fres. Alle Reparaturen im Laufe der Dienstzeit er= folgen fosten: 08. Im Falle des Verlustes oder der Vernichtung der Flugmaschinen erhalten die Flieger den vollen Wert zurückerstattet. Jeder Flieger, der nicht sofort in die fremde, nicht genannte Armee eingereiht wird, aber sich zu ihrer Verfügung halten muß, erhält am Tage seiner Einberufung eine Prämie von 500 Fres. Ferner wird allen Fliegern, die in den Dienst der betreffenden Armee treten, die Hin- und Rückreise vergütet. Die Meldung zum Eintritt hat bei einer internationalen holländischen Gesellschaft Avtator" zu erfolgen. In Pariser militärischen Streifen will man nun wissen, daß hinter diesem Inserat, das noch eine Menge non Einzelbetten bringt, die türkisch e Regierung stecke, die auf diese Weise eine Anzahl von Fliegern für Tripolis zu erhalten hoffe. Persisches Ultimatum an Rußland. Die Perser sind in der Verteidigung ihrer Selbständigkeit zum Aeußersten entschlossen. Die nationale Begeisterund ist so gewaltig und die Erbitterung über Rußlands Vorgehen so groß, daß sich Persien zu einem ultimatum an Rußland entschlossen hat. Darüber meldet der Draft: London, 6. Dezember. Die„ Morningpost" meldet aus Teheran: Persien hat gestern an Rußland ein Ultimatum gerichtet, in dem verlangt wird, daß die russischen Truppen nicht über Kaspin unweit der russischen Grenze vorrücken und daß Rußland sich verpflichtet, feine weitere Detachterung von Truppen an der Grenze vorzunehmen. Wenn die Forderungen nicht binnen 36 Stunden erfüllt werden, werde Persien die Offenfine ergreifen. Troß diefer energischen Kundgebung wird Persien letzten Endes doch nichts anderes übrig bleiben, als gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Denn Rußland wird seine Ziele, unbekümmert um diese persische Drohung, weiter verfolgen. sen aufgewachsen, wo mein Vater Obersteuereinnehmer war." „ Leben Ihre Eltern noch?" " Nein, sie sind beide tot. Ich war die einzige Lochter." Ste stockte. „ Bitte, fahren Sie in Ihrer Lebensbeschreibung fort!" forderte der Untersuchungsrichter.„ Ich hoffe, Ste werden feine dunklen Punkte in Ihrem Leben haben, die. Ste verheimlichen müssen." - " Durchaus nicht," sagte sie selbstbewußt. Ich habe einen guten Unterricht genossen und wurde schließlich Erzieherin bet einem polnischen Grafen. Mein Vater war damals schon gestorben, meine Mutter folgte ihm bald nach, und so stard ich ganz allein in der Welt da. Ich hatte eine angenehme Stellung- aber die gnädige Frau wurde ohne Grund eifersüchtig auf mich, und ich mußte den Dienst verlassen. Von dort kam ich in derselben Eigenschaft nach Danzig zu einer deutschen Famille, wo es mir nicht besser erging. Der sechzehnjährige Sohn eines Gesandtschaftsattachees, bet dem ich engagtert war, erschoß sich meinetwegen " Weshalb?" " ab " " 1 Er verfolgte mich mit Anträgen, und ich wles ihit Weide lächelte.„ Verzeihen Sie, Fräulein, diefer Fall ist mir bereits bekannt. Er soll wesentlich anderer Art sein, als ste ihn darzustellen beltebten. Ste waren dem Jungen Mann gegenüber durchaus nicht wie ein Eiszapfen, sondern verführten ihn zu allerlet törichten Ausgaben, um sich puzen und schmücken zu können. Der erzentrische junge Mensch griff dann zuletzt, als Sie ihn bet der Entdeckung des Verhältnisses durch seinen Vater dreist verleugneten, ja sogar anklagten, aus Verzweif lung zur Pistole-" ( Fortsetzung folgt.) Kopf- stehen muss ich vor Vergnügen immerzu, wenn ich mit Servus putz meine Schuh Häcksel, Stroh, Kleeheu Itefert billigst in Waggonladungen auch in combinierten Ladungen. Bruno Toussaint, Posen, Telephon 201 Sädselfabrik, Westfälische Zechenkoke Muttersorgen gibt's bei der jetzigen Teuerung gar viele und es ist deshalb doppelt wertvoll für jede Mutter, dass sie aus HANSA- Puddingpulver ihren Kindern recht häufig so billige und dabei so köstliche und nahrhafte Speisen bereiten kann. Zum Backen nur das echte HANSABackpulver. Nährmittelfabrik HANSA, Hamburg 6. ( Hüttenkoke) Gaskoks Nusskohlen Best- Melierte Anthracite Unionbriketts Lignitkohlen Holzkohlen DER NEUE KLEINE MERCEDES Wagen 8/18 HP -- und 16/40 HP Mercedes Knight( Ventilos) pie AL au Di Se 11 t N Servus bester Schuhputz Ueberall zu haben in Dosen à 10 und 20 Pfg. Fabrik: Lubszynski& Co., Berlin- Lichtenberg. Selbstherstellung von Jogurt. Hergestellt aus absolut reiner, echter bulgarischer Kultur nach Metchnikoff. Von allen Aerzten empfohlen. Regelt die Darmtätigkeit, bekämpft die Darmfäulnis und besitzt einen ausserordentlichen Nährwert. 1 gr. Ph. Orient. 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Js.) dürfen Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter im Handelsgewerbe bis 7 Uhr abends, jedoch nicht über 10 Stunden, beschäftigt werden. Der Gewerbebetrieb in den offenen Verkaufsstellen ist ebenfalls bis 7 Uhr abends gestattet. Gießen, den 2. Dezember 1911. Großh. Polizeiamt. Gebhardt. Bekanntmachung. Betr.: Die Ausstellung von Wandergewerbescheinen. Alle hier wohnhaften Personen, welche den Gewerbebetrieb im Umherziehen im Jahre 1912 fortsetzen oder beginnen wollen, werden aufgefordert, ihre Anträge auf Erteilung eines Wandergewerbescheines für 1912 als bald bei der unterzeichneten Behörde zu stellen. Der Gewerbebetrieb im Umherziehen darf nicht eher begonnen werden, als bis der Gewerbetreibende im Besitze des Wandergewerbescheines ist. Die Stempeltaxe für Wandergewerbescheine beträgt 4 Mark. Außerdem müssen alle Wandergewerbetreibende für die Ausübung ihres Gewerbes die Wandergibt ohne Bürg. schnell, gewerbesteuer entrichten. reell. kul. Ratenrückzahl. Viele Jahre besteh. Firma Diesner, Berlin 123, Friedrichstrasse 248. Rückporto. Gießen, den 30. November 1911. Großh. Polizeiamt. Gebhardt. Eigentum und Berlag der Gießener Zeitung 6. m. b. 5. Verantwortlich: Albin Klein. Di Mager Gallenf Da herzustel febr et aus eb das Pa fich an Branti Bahnho Aufe Drog Parfüme Droge Selte