Mk. وو " 15/4 le I ag, ulwir uns ført zu n Boten Tuslager tion. Gießener Zeitung Bezugspreis 40 pfg. monatlich - ( Neueste Nachrichten) Erscheint Redaktion: oferteljährlich 1,20 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Dienstags, Donnerstags, Samstags. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 207.( 1. Blatt.) Feldmarschall v. d. Goltz und die Jugend. ,, Einen Beitrag zur Frage der Jugendpflege" nennt der Feldmarschall Freiherr v. d. Goltz bescheiden einen Aufsatz, den er soeben unter obiger Ueberschrift in dem Oktoberheft der„ Deutschen Rundschau" veröffentlicht hat. Er ist aber mehr, nämlich ein Weckruf an die Nation, die„ im Fluge reich geworden ist“, deren Verwöhnung und Verweichlichung dabei naturgemäß zugenommen hat und die infolgedessen eines Tages die wenig erfreuliche Entdeckung machen könnte, daß sie in Kriegstüchtigkeit und Wehrhaftigkeit von anderen Völkern überholt worden ist. Dem zu begegnen, tritt der Feldmarschall lebhaft und mit ausführlicher Begründung für eine gründliche Vorbereitung der heranwachsenden Jugend für den Waffendienst ein. Daß sie eine liberale oder sogar eine sozialdemokratische Forderung sein könnte, zeigt Freiherr von der Goltz in seinen Darlegungen, wie er persönlich übrigens nicht erst heute dazu gekommen ist, sich für den Gedanken zu erwärmen. Aus den Erfahrungen des Krieges 1870-71, in dem die berühmte kaiserliche Armee Frankreichs in einem Monat aus dem Felde geschlagen wurde, das republikanische Heer aber noch 5 Monate dem deutschen Heer zu schaffen machte, ergab sich für den damals jungen Offizier eine Abmessung der Kraft stehender Heere im Vergleich zu Milizen und improvisierten Volksbewaffnungen. Er kam zu dem Ergebnis, daß beide Systeme Vorteile hätten, und daß es darauf ankommen müsse, die beiden ineinander zu verschmelzen. Als er dann im Kreise seiner Kameraden mit solchen Jdeen hervortrat, machte er sich damals geradezu verdächtig. Er teilt jetzt mit, daß ihn solche Ketzerei fast um seine militärische Laufbahn gebracht hätte, und daß er nur dem Feldmarschall Moltke persönlich es zu danten hatte, daß er mit einem blauen Auge davon kam. Wer für die militärische Jugenderziehung damals einfrat", so schreibt er u. a.,„, mußte es sich gefallen lassen, auch als ein politisch bedenklicher Charakter starker Hinneigung zur äußersten Linken und ihrem Doktrinarismus zu gelten. Militärische Jugenderziehung hätte aber ebensogut etwas stark Konservatives wie etwas Ultra- Liberales sein können, je nachdem die eine oder andere Partei sich der Frage annahm. Etwas politisch- neutraleres fann es im Grunde nicht geben; denn die Pflicht der Vaterlandsverteidigung ist das einzige, was alle deutschen Männer verbündet, mögen sie der einen oder anderen politischen Partei angehören." mit sehr die Das ist unweigerlich die Wahrheit. Gerade wer ein Volksheer will, müßte doch wohl die militärische Ausbildung auf eine möglichst breite und tief wurzelnde Grundlage stehen wollen. Fast alle anderen Völker gehen in der Heranziehung der irgend noch tauglichen Mannschaften zum Waffendienst zum Teil auf Grund eben der militärischen Jugend erziehung weiter als Deutschland. Da wir das stehende Heer aus naheliegenden Gründen nicht vergrößern wollen, was liegt da näher als die Einrichtung einer militärischen Jugenderziehung, die allen, auch denen, nicht dienen, wenigstens Grundlagen militärischer Brauchbarkeit gibt? Feldmarschall von der Golz legt den Hauptwert bei einer solchen Ausbildung nicht auf das eigentlich Militärisch- Technische. Er will die Sinne der Jugend, Auge und Ohr namentlich, ver= schärfen, Entschlußfähigkeit heranzuziehen, und vor allem Stärkung der sittlichen und moralischen Eigenschaften, sowie Belebung einer verständigen Vaterlandsliebe und den vielfach gerade in unserer Jugend von heute so wenig entwickelten Gemeinsinn durch eine wohlüberlegte und vollständige, nicht allein die wirtschaftliche und berufliche Vorbildung pflegende Jugenderziehung herbeiführen. Das ist ein Programm, dem sich heute jeder Deutsche, wenn er die Lage der Nation vorurteilslos ins Auge faßt, ohne Bedenken anschließen kann. - Parteipolitisches. Reichstagswahlen 1912. - Zum sozialdemokratischen Reichs= tagskandidaten für den 5. nassauischen Wahlkreis Dillenburg- Oberwesterwald wurde der Genosse Marote aus Frankfurt a. M. gewählt. - Die Verschmelzung der deutsch- sozialen Partei und der deutschen Reformpartei ist, nachdem die beiden Führer der Deutschsozialen und der deutschen Reformpartei, die Abgg. Liebermann von Sonnenberg und Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei Amtes R sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Samstag, den 7. Oftober 1911. | Oswald Zimmermann, verstorben sind, seitens der Vertrauensmänner der beiden Parteien in die Wege ge= leitet. Hessische Landtagswahlen 1911. § Jm Wahlkreise Gießen- Wieseck stellten die Nationalliberalen den Zigarrenfabrikanten Adolf Klingspor als Kandidaten auf. feld- Land ist von der sozialdemokratischen Partei der § Als Kandidat für den Landtagswahlkreis Als Stadtverordnete Sattlermeister Jakob Eder in Alsfeld aufgestellt worden. § Die nationalliberale Partei beabsichtigt für das dritte Darmstädter Landtagsmandat den Direktor der Landeshypothekenbant, Regierungsrat Bastian, als Kandidaten aufzustellen. § In einer Vertrauensmännerversammlung der nationalliberalen Partei wurde für den Landtagswahlkreis Wöllstein Bürgermeister Schott- Uffhofen als Kandidat für die Landtagswahl einstimmig aufgestellt. Aus Stadt und Land. Gießen, 7. Oktober 1911. *) Der in den letzten Wintern vorgenommene Versuch, frost empfindliche Eilstückgüter, 3. B. Wein, frisches Obst, Gemüse und dergl., während des Transportes auf der Eisenbahn vor der schädlichen Einwirkung der Kälte zu schützen, wird auch in diesem Winter fortgesetzt. Zu diesem Zwecke verkehren wieder in den Monaten Oktober bis März auf den Strecken Frankfurt( Main)-Eisenach- Berlin Anh. Bf., Frankfurt( Main)-Kassel- Hamburg H. und Köln- Koblenz- Mainz- Frankfurt( Main) besonders gebaute gedeckte Güterwagen, die für Dampfund Preßkohlenheizung eingerichtet sind. Die Wagen dienen zur Aufnahme der frostempfindlichen Eilstückgüter von und nach allen an der Zugstrecke und Ab= zweigestrecken liegenden Stationen und verkehren in bestimmten Kursen regelmäßig an allen Tagen. Die Eilgutabfertigungsstellen sind angewiesen, über die einzelnen Kurse und die zweckmäßigsten Aufgabezeiten für die frostempfindlichen Eilgüter Auskunft zu erteilen. Ab * Die Erneuerungslose sowie die Freilose zur 4. Klasse der 225. Preußischen Klassenlotte= rie sind bis zum 9. Oktober, abends 6 Uhr, einzulö= sen. Die Ziehung der 4. Klasse wird am 13. Oktober ihren Anfang nehmen. Ein interessantes Datum wird uns der diesjährige 11. November bringen. In 3iffern geschrieben lautet es: 11. 11. 11. Die Briefmarkensammler werden sich dieses Kuriosum wohl nicht entgehen lassen. n) Ueber die in der Chirurgischen Universitätsklinik in Gießen ausgeführte 2000. Gallenblasen= Operation, seit Prof. Dr. Poppert die Leitung der Klinik hat, wird noch bekannt, daß durch die außerordentlich hohe Anzahl dieser Operationen und die dadurch bedingte Schulung des Aerzte- und Pflegepersonals erreicht worden ist. Zu erwähnen ist ferner, daß in den letzten Jahren durchschnittlich 200 Patienten jährlich an diesem schweren Leiden operiert wurden. n) Am 5., 6. und 7. Oktober wird an der Universität ein altphilologisch- archäologischer Ferienkursus für Oberlehrer abgehalten. n Das 70jährige Arbeitsjubiläum feierte in Duisburg der in der Tabakfabrik von Arnold Böninger beschäftigte Arbeiter Wilhelm Simon. Dem Jubilar ist die nur selten zur Verleihung kommende„ Krone zum Kreuz des Allgemeinen Ehrenzeichens" verliehen worden. Kommerzienrat Dr. Böninger erwähnte u. a., daß der Jubilar nicht weniger als 5 Generationen seiner Familie kennen gelernt habe. n) Bei der Anlagenmusik morgen Sonntag, vormittags 11% Uhr, wird gespielt: 1. Kaiser Friedrich- Marsch von Friedemann, 2. Duverture 3. Operette „ Die schöne Galathe" von Fr. v. Suppee, 3. Fantasie a. d. Oper„ Faust"( Margarete) v. Gonnod und 4. Parademarsch von Möllendorf. Asthma. Alle mit diesem läftigen Zustande Behafteten fönnen mit größter Zuversicht ihre Zuflucht zu Aftmol- Aftma- Pulver nehmen. Bringt sofortige Linderung- Reine schlaflosen Nächte mehr. Um die Wirkung zu erproben werden Gratis- Muster von der Engel Apotheke, Frankfurt a/ M., franko versendet. Eine Postfarte mit genauer Adresse genügt. | ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile. Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg. Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bet Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 362. = 23. Jahrg. o Bad Nauheim. Die staatlichen Badehäuser 2, 5, 7 sind seit 1. Oktober geschlossen; die übrigen Badehäuser, wie das Badehaus des Konitzkystistes des Elisabethenhauses bleiben geöffnet. und o Schotten. Der als Nachfolger des Geheimen Regierungsrates Schönfeld zum Kreisrat des Kreises ler hat am 3. Oftober die Dienstgeschäfte übernommen. Schotten ernannte Regierungsrat Dr. Kranzbüh= o Schotten, 4. Okt. Unter dem Vorsitze des Lehrerheim die diesjährige Hauptversammlung des Vereins rers Ludw. Dern- Offenbach tagte heute auf dem LehLehrerheim Vogelsberg", die aus den drei Provinzen gut besucht war. Die Anmeldungen zum Besuche des Lehrerheims liefen in den Ferienmonaten so zahlreich ein, daß leider viele Anmeldungen keine Berüdsichtigung finden konnten. Trotzdem soll aus finan ziellen Gründen zunächst von einer Erweiterung des Lehrerheims abgesehen werden. " s Am Bahnhof Sprendlingen- Buchschlag wird zurzeit ein Hotel gebaut, das einen Saal für 500 Personen, größere Restaurationsräume und 10 Frem denzimmer enthält. Es soll Ostern 1912 schon eröffnet werden. s Rüsselsheim. Die Firma Adam Opel hat allen Feuerwehren, welche bei dem großen Fabrikbrande Hilfe geleistet haben, ein Dankschreiben und ein Geldgeschenk von 100 Mk. gesandt. s Worms. Eine Urkundensammlung der früheren freien Reichsstadt Pfeddersheim hat Freiherr Heyl zu Herrnsheim der Gemeinde Pfeddersheim zur Einverleibung in das Gemeindearchiv geschenkt. ! Aus Rheinhessen. Die Ueberlandzentrale des rheinhessischen Elektrizitätsverbandes hat ihren Betrieb eröffnet; die erste Gemeinde, die dadurch mit Licht versorgt wurde, ist West hofen. in ! Osthofen, 5. Okt. Bei einem Brande, der der Scheune des ehemaligen praktischen Arztes Dr. Rolly ausbrach, wurde unter den Trümern die vollständig verkohlte Leiche der Frau des Genannten gefunden. ):( Dillenburg. Die Mobilmachung in Jtalien macht sich auch in unserer Gegend bemerkbar. Am Samstag sind mehrere hundert Italiener, die am Bahnbau usw. beschäftigt waren, unverzüglich abgereist. Von Frankfurt aus bringt ein Sonderzug dieselben auf dem schnellsten Wege nach den für sie bestimmten Plätzen. ):( Limburg. Letzten Sonntag fand hier die Jahresversammlung der hessen- nassauischen Landesgruppe des Hansabundes statt. Auf Anregung des Herrn Fabrikanten Pfeiffer- Wetzlar trat die Versammlung in eine Erörterung ein über den Auszug der Schwerindustrie, um dadurch recht nachdrücklich ihre grundsätzliche Zustimmung zu den Maßnahmen des Präsidiums in Berlin zu betonen. Es wurde telegraphisch folgende Resolution an Geheimrat Rießer gesandt: nimmt ,, Die heute in Limburg a. d. Lahn tagende Versammlung der Vorstands- und Ausschußmitglieder des Hansabundes, Landesverband Nassau, von dem Bericht des Vorsitzenden Herrn Sturm über die Auseinandersetzung Rießer- Rötger Kenntnis und erklärt, daß sie in jeder Beziehung mit der Stellung des Herrn Geheimrats Rießer in dieser Frage einverstanden sei und daß sie ihm nochmals ihren Dank für sein unentwegtes Festhalten an den Richtlinien des Hansabundes abſtatte." Ferner wurde bekannt, daß der Hansabund bei den kommenden Reichstagswahlen, all die bürgerlichen Kandidaten unterstützt, die sein Programm anerkennen. Kathreiners Malzlaffen. Ohrztlich empfohlen. Das Gehalt mouht' 6! Ein Zwischenfall in Agadir. Wie die Franff. 8tg." aus Agadir meldet, hat der Kato Gelullt dem deutschen Konful mit der gleichzetttgen Bitte um Schuß einen Originalbericht des Khalifa von Agadir gesandt, wonach dte dortigen Franzosen auf bte Tatarennachricht von der Absicht Deutschlands, Südmaroffo zu verlassen, sich durch einen Butsch des Forts bemächtigt, die franzöfifche Flagge gehißt und sie burch Kanonenschiffe salutiert hätten. Ste hätten ferner die Deutschen aufgefordert, das Land zu verlaffen, weil ein französischer Kreuzer mit Mannschaften unterwegs fet, dte dte Gebtete beseßen sollten. Der Zwischenfall ist um so ernster, weil der Khalifa sich beim Kommandanten des deutschen Kriegsschiffes beschwerte, worauf dieser ihm erwiderte, er solle nach seinem eigenen Ermessen handeln. Darauf forderte der Khalifa die Franzosen auf, die Flagge zu entfernen. Die Franzosen verhin derten indessen auch ein gewaltsames Entfernen ber Flagge. Tiefes Schweigen über die Marokkodinge. Ueber den Stand der Marokkodinge war am Don nerstag an den Berliner amtlichen Stellen nichts zu er fahren. Herr v. Kiderlen hat für den Moment fede wettere Auskunftserteilung verboten. Auch das französische Ministerium des Auswärtigen Amtes beobachtet nach einer halbamtlichen Pariser Meldung größte 8urückhaltung über das Ergebnis der letzten Unterredung zwischen dem Botschafter Gambon und dem Staatssekretär von Kiderlen- Wächter und den Stand der Verhandlungen zwischen Frankreich und Deutschland. Ebenso ist keine Mitteilung erfolgt über den Ausgang des Ministerrats, der sich Donnerstag vormittag mit den auswärtigen Angelegenheiten beschäftigt hat. Die Verschiebung des nächsten ursprünglich auf Frettag angesetzten Ministerrats auf Sonnabend erweckt die Vermutung, daß eine neue Unterredung zwischen dem Botschafter Cambon und dem Staatssekretär v. Ktderlen- Wächter für notwendig gehalten wird, um eine Uebereinstimmung über die letzten strittigen Punkte herbeizuführen. Man wird also erst am Sonnabend wissen, ob alle die kleinen Schwiertakeiten des ersten Tetles der Verhandlungen endgültig ausgeglichen worden sind. König Manuel und seine Getreuen. die fich widerfesten, wurden erfchoffen. Die Monarchtsten erwarten, daß fie bald die Herren in ganz NordPortugal sind. Es verlautet, daß die Monarchisten zwei Kriegsschiffe ankauften, die bet der Einnahme von Oporto und Lissabon verwendet werden sollen. Rundschau oom Cage. Politisches. Verschmelzung der deutschsozialen Partet und der deutschen Reformpartet? Nach Informationen der " Dresdner Nachrichten" find, nachdem die beiden Führer der Deutschsozialen und der deutschen Reformpartet, die Abgg. Liebermann von Sonnenberg und Oswald Bimmermann, verstorben sind, settens der Vertrauensmänner der beiden Parteten Bestrebungen im Gange, ote auf eine Verschmelzung der beiden Parteien hinztelen. Als König Manuel seinerzeit mitten in der Nacht von seiner Umgebung überzeugt worden war, daß es flüger set, das Land zu verlassen, als sich an die Spize der ihm treu gebliebenen Truppen zu stellen und die Rebellen niederzuwerfen, zündete er sich eine Bigarette an, stieg in ein Automobil undsauste davon. Die Granaten platten auf dem Köntasplaß, und bet dieser Abschicdsmusik verabschiedete sich der junge Monarch mit freundlichem Lächeln von seinen wenigen Getreuen und beaab sich in die Verbannung. Er sagte sich, und man sagte ihm, daß seine Zeit noch wieder kommen werde. Jetzt scheint das der Fall zu sein. König Manuel hat fich nach London begeben, wo eine Deputation der Monarchisten aus Portugal eintraf, die ihn zur Rückkehr nach Portugal zu bewegen beabsichtigt. Eine monarchistische Armee ist in die beiden nördlichen portugiesischen Provinzen Minho und Traz os Montes fiegreich eingedrungen. In den bedeutendsten Städten Nordportugals wurde der vertriebene Manual wieder zum Könige proklamiert, und die Garnisonen gingen zu den Monarchisten über. Ein bluttger Bürgerkrieg ist bereits ausgebrochen, denn die Republikaner setzen sich der Wiedererhebung des Könias mit Aufbtetung aller Kräfte entgegen. Weil die Zensur sehr strenge geübt wird, so dürfte man zuverlässige Nachrichten über den Stand der Dinge nicht sogleich erhalten. st König Manual nun in der Verbannung zu einem Manne herangereift, der nicht mehr im Augenblicke der Gefahr rauchend davon fährt, sondern sich an die Spive der abermals revoltterenden Truppen stellt, die diesmal gegen die Republik zu Felde ziehen? Die Portuatesen sind ein unruhiges Volt, das der Republik ebensobald überdrüssig zu sein scheint, wie es dem jungen Könige abhold geworden war. Zur Lenkung des portuglefifchen Staates bedarf es eines flugen und energischen Mannes, der vor allen Dingen die Tugend der Sparfamtett übt. Wird der lebensfrohe Manuel fich Entbehrungen auferlegen und tapfer sein können? Wenn Manuelo jetzt den Ladungen der Ronalisten solat und nach Portugal fährt. so wird er den rauchenden Feuerschlünden der Geschütze ins Auge sehen müsfen. Vermag er dies, so fann unter Umständen sein Spiel um einen hohen Einsatz gewonnen sein. Werden aber seine Truppen geschlagen, und gerät er aar in Gefangenschaft, so wird die Abreise nicht wieder so angenehm erfolgen, wie zum ersten Male. Die Erfolge der Monarchisten. Vigo, 6. Oktober. Nachrichten aus Portugal besagen, daß die Monarchisten Braganza und Chaves eingenommen haben. Einige republikanische Offiziere, 7) Aus Eifersucht. In der ersten Sigung des Reichstags am 17. d. M. werden, wie berichtet, Bettttonen zur Beratung ftehen. Die erste Tat des Reichstags wird die Herbetführung eines Beschlusses sein, ob die Altschrift( Antiqua) der deutschen Schrift vorgezogen werden soll. Von den übrigen Petitionen seten folgende erwähnt: Ausdehnung der Fleischbeschau auf Hausschlachtungen, Stcherung des freten Wettebewerbes bet der Errichtung elektrischer Ueberlandzentralen, gefeßliche Regelung des Waffentragens, Schutz von Arbeitswilligen, Schaffung cines Hüttenarbeiterschußgefeßes. Roman von Mar Hoffmann. ( Nachdruck verboten.) Ein kräftiges Bochen an der Tür riß ihn aus seinen weiteren Träumen, und auf sein hastiges„ Herein!" trat Justizrat Heinroth ein. Wünsche der preußischen Lehrer. Der pommersche Lehrertag forderte auf seiner Tagung in Kolberg die Reform des Disziplinargefeßes, Einsichtnahme in die Personalakten, Aufhebung der Verpflichtung, im Amtsfitz Wohnort nehmen zu müssen, Verleihung des passtven Kommunalwahlrechts, Zulassung zum Ehrenamt eines Geschworenen und Schöffen und Aufhebung der Sonderbestimmungen über die Militärverhältnisse der Volksschullehrer. Verzeihen Ste, Herr von Marleben," entschuldigte er sich, wenn ich störe! Unten sagte man mtr, daß Ste hter oben seien, und ich komme, um Ihnen mein tief stes Beileid auszusprechen. Gleichzeitg will ich die Gelegenheit benußen, Ihnen meinen juristischen Rat zur Verfügung zu stellen, falls Ste dessen bedürfen sollten." Die Großberliner Gemeinden gegen die Tenerung. In Berlin verhandelten am Mittwoch im Rathause unter dem Vorsitze des Oberbürgermeisters Kirschner Vertreter von Berlin und den größeren Vororten über Maßnahmen gegen die herrschende Lebensmittelteue= rung. Als Ergebnis der Beratung wurde festgestellt, daß darin ein Einverständnis bestehe, daß ein gemeinsamer Einkauf von Seefischen für Berlin und Vorortstadtkreise anzustreben set. Den einzelnen Städten bleibt es überlassen, sich deshalb mit Berlin in Verbindung zu setzen. ,, Bitte, nehmen Ste Plaz, Herr Justizrat! Es tst mir sehr lieb, einen alten Freund meines Vaters spre= chen zu können. Nun sagen Sie nur, wie war das mögItch?" Der Justizrat zuckte verlegen die Achseln. ,, Ste haben in den Jahren meines Fernseins metnen Vater und auch seine Frau öfter gesehen; hatten sie beide, hatte die Frau insbesondere irgend einen Feind?" Die englischen Eisenbahner bleiben unzufrieden. Der Kongreß der englischen Eisenbahnarbeiter hat eine Tagesordnung angenommen, die die Haltung der Regterung verurteilt. weil sie seinerzett den Dienst der trländischen Eisenbahnen durch Hinzuziehung von Soldaten aufrecht erhalten hat. Infolgedessen wird im nächsten Kongreß die Frage eines Generalstreiks für ganz England neuerdings erörtert werden. Eine neue gefährliche Revolution ist in Meriko ansgebrochen. Die Anhänger des bet der Präsidentenwahl unterlegenen Gegenkandidaten General Reyes, haben in dem am Golf von Meriko gelegenen Staate Veracruz das Banner der Revolution entfaltet. 500 gut bewaffnete Anhänger des Generals Reyes haben die Garnison der Stadt San Juan Tehuantepec nach schwerem Kampf überwältigt und sich der Stadt bemäch= ttat. Durch die Einwohner der Stadt verstärkt, marschierten sie gegen die Stadt Huatusco, wo sie mit Reaterungstruppen zusammenstteßen. Es tam zu einer blutigen Schlacht, über deren Ausgang noch nichts be= fannt war. „ Sicherlich keinen einzigen. Ihr Benehmen war ja auch stets forrekt. Nur in den letzten Monaten schten mir ihr Wesen etwas verändert, und sie war häufig recht zerstreut. Aber das konnte in ihrer Lage nicht sehr merkwürdig erscheinen. Ich möchte Ste jedoch fragen, ob Sie selbst irgend einen Feind befizen, vielleicht unterwegs eine Bekanntschaft gemacht haben, die auf eine Spur letten könnte. Die Wege zu einer solchen Tat sind oft wunderbar verschlungen." Frizz überlegte eine Weile„ Nein, so viel tch auch nachsinne, tch finde nichts in meinem Leben, das hiermit in Verbindung gebracht werden könnte. Wte Ihnen fa bekannt sein dürfte, ging ich vor vier Jahren Minionenanleihe für chinesische Rüstungen. Das chinesische Marineministerium tritt für eine Anleihe in Höhe von sechzehn Millionen Mark ein, welche für die Anlage von Arsenalen und einer Kriegswerft bestimmt ist. Die Anleihe soll in England aufgebracht werden. Durch eine fatferliches Editt ist der Marineminister autorisiert worden, einen Vertrag über die Anlethe ab= zuschließen. Kleine Nachrichten. Die 24. Hauptversammlung des evangelischen Bun des zur Wahrung deutsch- protestantischer Interessen begann Donnerstag abend in Dortmund mit einem Kirchenkonzert. Berbesserungen im Gange, die die Retchwette der Sta tion vergrößern werden. Der große Funkenturm, der jetzt 100 Meter hoch ist, soll um 96 Meter erhöht werden. Dent liberalen Pfarrer Dr. Frande aus tegnik, der in Lichtenbera bet Berlin zum ersten Getftlichen gewählt worden ist, ist die Bestätigung vom Berliner Konsistorium verwetaert worden. Er wird gegen diesen Entscheid beim Oberkirchenrat Berufung einlegen. Erfolge der Selbsthilfe. Die Stadtverwaltung in M.- Gladbach begann gestern mit dem billigen Verkauf von Nahrungsmitteln. Die Folae war, daß auf den Gemüsemärkten die Preise für Weißkohl, Rotkohl und Blumenkohl, die noch vorgestern 50 bis 60 Pfennig betrugen, auf 35 bis 40 Pfennig herabgingen. Ein tragischer Todesfall hat die Familie des Pros feffors Dr. Heyer in Deffau betroffen. Die 19jährige Tochter Irmgard hatte sich der Krankenpflege gewidmet und vor einiger Zeit die Prüfung als staatliche Kran tenpflegerin mit Auszeichnung bestanden. Bet Aus übung ihres Samariterwerkes wurde ste von einer Krankheit infiziert, die ihren Tod herbeiführte. An der Telefunkenstation Nanen sind bedeutende Vom Zuge erfaßt und getötet. Der 51fährtge praks tische Arzt Dr. Richard Jansen wurde auf dem Bahnhof in Preet( Holstein) beim Ueberschreiten des Gleises von einem herannahenden Zug erfaßt und auf der Stelle getötef. Ein schweres Bannnglück hat sich in Döhren bet Hannover ereignet. Bet Kanalbauten stürzte eine Hauswand ein und begrub vier Arbeiter unter sich. Dret davon fanden den Tod, der vierte wurde schwer verlegt ins Krankenhaus gebracht. Sechs Kinder verbrannt. Bei einem Mühlenbrande in Hinter- Porttsch bet Eger kamen der Besizer und sechs Kinder in den Flammen um. Aus Eifersucht erwürgte im Danziger Vorort Schellmühl ein Arbetter während des Abendessens seine Frau. Als der Mörder betrunken sich bei seinem Schwager einstellte, veranlaßte dieser seine Verhaftung. Für eine Million Aktien unterschlagen. Durch et nen ihrer höchsten Beamten namens Repreur wurde die Suez- Gesellschaft um ungefähr eine Million Francs geschädigt. Der unredliche Angestellte hat sich Attten, Ste thm anvertraut waren, angeetgnet und veräußert. Lepreur ist flüchtig. Er soll das Geld an der Börse verspielt haben. nach Amerika. Meine Geschäfte führten mich zuerst nach Neuyork, dann nach St. Louis und schließlich nach Chicago, wo ich in einer Famille metne jetzige Verlobte, Fräulein Felicia Molesworth, kennen lernte. Ste ist eine Waise, und steht ganz unabhängig in der Welt da. Ich schrieb meinem Vater davon, und als ich von seiner schweren Erkrankung hörte, beschloß ich, herüberzuellen. Meine Braut weilte bereits seit einigen Monaten zur Regelung von Erbschaftsangelegenhetten in London, sie kam nun vor vter Tagen hierher, und wir freuten uns schon darauf, mit dem Segen meines Vaters unsere Verbindung vollziehen zu können, als das Furchtbare kam. Nicht einmal vorstellen habe ich sie können, sein Zustand erlaubte es nicht." „ Und Ihre Frau Mutter hat die Dame auch nicht fennen gelernt?" Aus den Gerichtssälen. Zwischenfall in dem Prozeß des Grafen Wolff- Mets ternich. In der Donnerstagverhandlung im Prozeß gegen den Grafen Wolff- Metternich erklärte die Gattin des Angeklagten in größter Erregung, ste habe dte Empfindung, daß eine hohe juristische Person in Wien Recht habe, die gesagt habe, thr Mann stehe nicht vor Richtern, sondern vor Scharfrichtern. Die Gräfin war bet diesen Worten, die sie mit schluchzender, vor Erregung zitternder Stimme hervorgestoßen hatte, von ih rem Stuhl aufgesprungen und schlug mit der Hand auf den Tisch. Der Staatsanwalt beantragte wegen ungebühr eine sofort vollstreckbare Haftstrafe von dret Ta gen. Der Gerichtshof verurteilte die Zeugin zu 100 M Geldstrafe. ,, Nein. Fräulein Molesworth ist heute zum ersten Male in unserer Villa gewefen." " Was gedenken Sie nun zu tun?" " Jedenfalls muß die Hochzeit feßt aufgeschoben werden, so lange dieser dunkle Schatten vor uns steht. Ich werde länger hter bleiben müssen, als ich ursprünglich beabsichtigte." Sie wollen hter wohnen?" Zum Tode verurteilt. Das Schwurgericht in Dresden hat den Maler Göhlert aus Röhrsdorf wegen Mor des, begangen an einer Rentenempfängerin, zum Tode verurteilt. " Ja. Das Dienstmädchen wird hier bletben und der Gärtner Marr seinen Dienst wieder aufnehmen." „ Mary?" " Ja. Ist das so merkwitrdig?" Um 10 Pfennig drei Monate ins Gefängnis. We gen schwerer Urkundenfälschung und Betrugs hatte sich vor dem Chemntzer Schwurgericht der frühere Bäckermeister, jetzige Reisende Ulbricht aus Meerane zu ver antworten. Er wollte sich der Anklage zufolge eine frel Bahnfahrt dadurch verschaffen, daß er auf einem verfallenen Billett das Datum austraßte. Beim Ausstet gen wurde er angehalten. Da die Geschworenen zwar die auf schwere Urkundenfälschung lautende Schuldfrage verneinten, jedoch die auf Betrug lautende unter Bubilligung mildernder Umstände befahten, so verur teilte ihn das Gericht zu drei Monaten Gefängnis. „ Er stand sich nicht gut mit Frau von Marleben. Jedenfalls sollte man ihn im Auge behalten." ,, Nein, er macht auch einen ruhigen und foltden Eindruck. Aber wer kann wissen was hinter einer folchen Maske verborgen tst?" Verurteilang wegen Stenerhinterziehung. Vor der Straffammer in Stuttgart wurde der Professor Dr. Fünfstück von der Technischen Hochschule wegen Steuer hinterziehung zu einer Gesamtgeldstrafe voit 20 000 M verurteilt. Die Anzeige gegen ihn war von einem an deren Professor der Technischen Hochschule Dr. Lurger erstattet worden, der inzwischen gestorben ist. Zwischen betden Professoren bestand sett längerer Zeit ein ge spanntes Verhältnis. Bei den Steuerhinterziehungen handelt es sich zum Teil um Nebeneinnahmen, die Pro feffor Fünfftück durch Herausgabe von Fachwerken er ztelte und die er bet der Einschäßung verschwiegen hatte. Die Straffammer führte in der Begründung des Urtells an, daß mit Rücksicht auf den Stand und die Bil dungsstufe des Angeklagten über das Mindestmaß hinausgegangen werden müsse. " Desto besser wird es sein, wenn ich ihn um mich habe. Ich kann ihn dann beobachten." Vermischtes. Die Verlegung des kronprinzlichen Hoflagers von Potsdam nach Langfuhr bei Danzia wird heute erfol gen. Am Dienstag ging bereits ein Ertrazug von Botsdam ab, in dem die Mundtüche, das Hofmarschallamt, die Garderoben des Kronprinzen und der Kronprinzeffin, sowie verschiedene Bureaus des Hofstaates untergebracht waren. Auch die Beamten und Damen des Hofstaates übersiedelten nach Langfuhr. Die Potsda mer Geschäftsleute beziffern den Ausfall, den sie durch den Wegzug des tronprinzlichen Hoflagers aus Bots dam erleiden, auf 600 000 Mart. Ueberfall auf einen Deutschen in der Türkei. Der deutsche Buchhalter Oberland von der Bagdadbahn „ Sehr richtig! Und die Zeugenaussagen, die nun beginnen, werden uns ja über manches aufklären." Nachdem sich der freundliche alte Herr nochmals für alle Fälle zur Verfügung gestellt hatte, verabschiedete er sich und auch Frizz verließ bald darauf das Haus, vor dem zwet Schußmannsposten patrouiterten, um nach einem Hotel der Stadt zu fahren und nach einem fletnen Imbiß zur Ruhe zu gehen. Am anderen Mor gen begab er sich der Verabredung gemäß nach der Potsdamerstraße, um seine Braut abzuholen. Eine sehr merkwürdig aussehende Dame, über de ren wohlgenährtem, rosig angehauchtem Gesicht volles, weißes Haar thronte, empfing thn freundlich in einem vornehm ausgestatteten Wartesalon. Es war Frau Mohrmann- Mallmiß, die Inhaberin der Pension. Fris entsann sich, diesen Namen als den eines tüchtigen Schriftstellers von seinem Vater gehört zu haben, und fragte die Dame, ob sie mit diesem Herrn verwandt set.! „ Es war mein Mann," gestand ste. As er vor sechs Jahren starb, stand ich, wie das bet der Frau etnes frei Schaffenden sehr leicht der Fall ist, ziemlic mittellos da. Aber wie Sie sehen, ist es mir dant meiner Energie gelungen, mir eine bescheidene Eri stenz zu gründen. Fräulein Molesworth wird übrigens sofort erscheinen. Und nun gestatten Sie mir, Herr von Marleben, Ihnen zu kondolteren." " Sie wissen?" fragte Frizz betroffen. " D, dte ganze Stadt weiß und spricht davon! Es Bitte sehr steht ja ausführlich in allen Blättern. wollen Ste lesen?" Er hatte sett dem gestrigen Morgen keinen Blick in die Zeitungen geworfen. Nun zeigte man ihm hter, das mit dem Bericht über den Fall ganze Spalten gefünt waren und daß durch die Behörde eine Belohnung von tausend Mark auf die Ergretfung des Täters ausge setzt war. Mißmutig legte er das Blatt auf den Tisch Wie ein Gespenst sollte thn also diese Sache verfolgen. m fe ba De D டூட் Sd me hic Da fter lid me bic tett Ber ver fäji mit dte mit fer geb die fin Söf geft aus wor trat sich, feita soda fie e Herz thre Gal thre Stäbl fünf falls beite lange doch feher wolle But ft eigen „ Los Sie e metne Sach Gatte C Spielt gelre Kam welde Strid hande Anabe geheni freiter erfet bort ner Stropt dem unter Furch R Donn Sigu hatte pter wo f befa Biel wurd anga den den über bishe Lage in d ericht hellte fonfti dent herr dichte fen feit, Witri fanfte anfab effant fagte fchen näm nach Stild Geger wiede G auch thn 81 N gelefer etwas war Spie 90 ct e 189 e eß in ote ent ar h₂ Je Ca M or de Be fib Fer era Frel er tet war Id ter der Dr. et M an cger chen ge gen Gro et atte. lirs Bil hinvon erfol Bots Tamt, prin t des tadadurch Bots Der bahn e nun n." Le filt Stedete Haus , um einem Mor Pots Der de volles einem Frau Fri chtigen n, und mot fet er vor Frau temito dant se Ext brigens r, Serry on! E e febr Blid in Oter, ba n gefin ung von 8 ausge Den Tif perfolgen wurde auf einem Mitt von Bagtsche nach Algan von mehreren Türken überfallen. Oberland entfam und feuerte hierbet auf seine Verfolger mehrere Schüsse ab und verlegte einen Türken schwer. Abends wurde Oberland vom Katmatam und sechs Gendarmen unter Mißhandlungen verhaftet. Der deutsche Konsul in Adena entsandte sofort einen Konfulatsbeamten nach Bagtsche. Der Kaimakam verweigerte die Anerkennung desselben. Die Erregung gegen die Deutschen ist in der dortigen Gegend im Zunehmen begriffen. Es wurden sofort Schritte gegen die Willkürafte der Behörden unternommen. Die Autorität der Pforte ist aber so gering, daß hiervon wenig zu erwarten ist. in Bremen. Schwere Streifausschreitungen Donnerstag nachmittag ist es in den verschiedensten Stadtgegenden und vor den Grundstücken fast sämtlicher Bremer Brauereten zu Ausschreitungen gefommen. Es wurde von den Streifenden vielfach versucht, bie mit Arbeitswilligen besetzten Bierwagen anzuhalten. Die Fahrer wurden mit Steinen beworfen, die Fenster einer Brauerei wurden eingeworfen. Am Deich versuchten Streikende ein Lastautomobil, das mit Bierfässern beladen war, anzuhalten. Der Führer wurde mit Steinwürfen verjagt und die Bierfässer sämtlich in die Weser gerollt. Ein starkes Polizeiaufgebot schritt mit blanker Waffe ein, verhaftete mehrere der Angretfer und stellte die Ordnung wieder her. Die Braueretgebäude sind mit Polizeiposten besetzt. Frau Toselli gegen ihren Gatten. Frau Tosellt, die seit mehreren Wochen unter dem Namen einer Gräfin de la Rose in einem Brüsseler Hotel mit ihrem Söhnchen und einer deutschen Bonne sich aufhtelt, hat gestern abend Brüssel verlassen und die förmliche Hlucht aus der Stadt angetreten, weil ihr Inkognito enthüllt worden war und sie seitdem feine Ruhe mehr fand. Ste trat selbst an den Schalter und löste die Fahrkarten für sich, den Knaben und die Bonne, während diese abseits das Handgepäck überwachte. Frau Tosellt betrat sodann den Zug nach Basel. Vor ihrer Abreise schüttete sie einem Vertreter des Pariser Matin" nochmals thr Herz aus und erzählte ihm näheres über die Klage thres Gatten Tosellt. Sie wies die Anklagen thres Gatten energisch und mit Entrüstung zurück und nannte thren Mann einen Faulpelz, der seit vier Jahren buchstäblich nichts mehr gearbeitet habe. Ste felber set frith fünf Uhr aufgestanden, um ihn zu veranlassen, ebenfalls aufzustehen, sich ans Klavier zu setzen und zu ar= betten. Sie schrieb auch ein Libretto, zu dem er nach langem Drängen die Musik komponierte. Er war fedoch nicht zu bewegen, sich nach einem Verleger umzufehen. Er weigerte sich überhaupt zu arbeiten. Nun wolle er das Kind zurückhaben, um seine Zukunft sicher zu stellen. Ich möchte nur wissen, mit welchen Mitteln eigentlich er die Zukunft sicher stellen will," sagte ste, Tosellt besitzt nicht ein Hemd und nicht eine Krawatte, dte er sich in den vier Jahren nicht von dem Gelde meiner Apanage bezahlt hätte, die ich vom König von Sachsen beztebe." Ste fehe allen Handlungen thres Gatten mit Ruhe entgegen. Ein rohes Spiel. In der Berliner Wuhlheide fpielten Knaben Indianer", und es fam dabei zu regelrechten Schlachten. Bet einem besonders erbitterten Kampf wurde ein 10jähriger Schüler aus Oberschönewetde gefangen genommen, von den Feinden" Stricken an einen Baum gebunden und so schwer gemiß= handelt, daß er den Bruch eines Armes erlitt. Die Knaben ließen von dem Jungen erst ab, als Vorübergehende hinzukamen, die das bedauernswerte Kind be= freiten. mit Toulon in Furcht. Alle Personen, die an der Trauterfeier in Toulon teilgenommen haben, brachten von dort den Eindruck nach Paris mit, Toulon lebe in etner Atmosphäre beständiger Furcht vor einer Katastrophe. Das letzte Beispiel dafür ist die Panik, die in dem Trauerzuge ausbrach, wobei der offizielle Ruta fich unter dem Einfluß einer allgemeinen unbestimmten Furcht auflöſte. Revolverattentat im österreichischen Abgeordnetenhause. Im österreichischen Abgeordnetenhause kam es am Donnerstag zu einem aufregenden Zwischenfall. Die Sizung, in der Teuerungsanträge beraten wurden, hatte gerade begonnen, als ein Besucher der Galerie vier scharfe Schüffe gegen die Ministerbank abfeuerte, wo sich der Justizminister und der Unterrichtsminister befanden. Die Kugeln verfehlten glücklicherweise thr Biel, sodaß die Minister unverletzt blieben. Als Täter wurde ein Dalmatiner ermittelt und festgenommen, der angab, Sozialist zu sein und die Absicht gehabt zu haben, den Justizminister zu töten. Ueber den Vorfall werden heute noch folgende Einzelheiten gemeldet: Wien, 6. Oktober. Die polizeiliche Untersuchung über den Revolveranschlag im Abgeordnetenhaus hatte bisher folgendes Ergebnis. Der Täter ist der vor dret Tagen zugereiste Tischlergeselle Njegus. Er kam eigens in der Absicht nach Wien, um den Justizminister zu erschießen, und hatte sich bereits vorher in den Besitz Da trat Felicia ein, und sein verdüstertes Gemitt hellte sich bei threm Anblick etwas auf, obwohl von threr sonstigen sonnigen Heiterkett kaum ein Hauch vorhanden war. Ein schwarzes Seidenkleid umschloß thre herrliche Gestalt, ein geschmackvoller Hut saß auf ihrem dichten schwarzen Haar; aber über threm ganzen Wesen lag ein matter Farbenton schwermittiger Traurigkett, die ihre eigenartige Erscheinung mit hoheitsvoller Würde verklärte. Selbst thre Sprache flang milder und sanfter als sonst. Ste verabschiedeten sich von der Wirtin, der man ansah, daß sie gern noch recht lange mit dem intereffanten Paare geplaudert hätte, und unten an der Tür sagte Frit: " Ich merke doch, daß sich das Natürliche im Menfchen mit unerbittlicher Gewalt geltend macht. Ich muß nämlich gestehen, daß ich starken Appetit habe." " Das ist sehr gut, stellte sie fest.„ Wir werden nach einer Weinstube fahren, wo Du ein gutes Frühstück zu Dir nehmen mußt. Wenn der Letb erst sein Gegengewicht wiedergefunden hat, wird auch die Seele wieder zur Ruhe kommen." Ste nahmen in etner gemütlichen Nische Plazz, und auch sie nippte bisweilen von den guten Speisen, um ihn zu lebhafterem Zulangen zu veranlassen. Nach einer Weile fragte er:„ Hast Du die Zeitung gelesen?" " Ja, aber nur flüchtig. Die Belohnung finde ich etwas gering." " Ich auch. Und ich werde sie beshalb verdoppeln." " Auch ich werde diese Summe ausseßen." Hoffentlich findet sich einer unter den Teilnehmern denn ich kann mir nicht denken, daß es einer allein - wenigstens einer, der für dreitausend Mark seine Spießgesellen angibt." war Regt sich ein starkes Rachegefühl in Dir?" Er setzte das Weinglas, das er gerade in der Hand einer Browningpistole gefeßt. Beim Verhör sagte Njegus unter anderem aus, als der Abgeordnete Adler über die sozialistische Kundgebung vom 17. September sprach, habe er bemerkt, wie der Justizminister spöttisch lächelte. Aus Empörung darüber habe er den Revolver gezogen und auf den Justizminister gefeuert, um ihn zu erschießen. Wien, 6. Oktober. Der Attentäter Njegus hatte vor furzem eine Erbschaft gemacht und das Geld m leichtsinniger Wetse verjubelt. Er bekennt sich zur sozialistischen Partet und als organisierter Arbeiter. Er war bisher weder politisch noch kriminell verdächtig. Der Justizminister, der vor dem Attentat ein Gespräch mit einem deutschen Abgeordneten geführt hatte, hatte sich gerade in seinen Sessel zurückgelehnt, als die Schüsse ftelen. Wäre der Minister in der vorgebeugten Haltung geblieben, so wäre er in die linke Schläfe getroffen worden. Der Krieg um Tripolis. Die vom Kriegsschauplaz über Rom einlaufenden Meldungen sind dermaßen fendenziös aufgeputzt und fragen oft solche Widersprüche in sich, daß sie von vornherein als plumpe Stimmungsmacherei erkennbar find. So wird die anscheinend ernst zu nehmende Meldung, daß Admiral Faravelli telegraphtert habe, bis jezt set fein Angebot zur Uebergabe von Tripolis erfolgt und die eigentliche Besetzung von Tripolis werde durch das Expeditionsforps, nicht durch Marinesoldaten stattfinden, in Zweifel gestellt durch eine italienische Sensationsmeldung aus Malta, daß italienische Marinetruppen in Tripolis gelandet seien und sich der größte Teil der türkischen Garnison, die vollkommen demoralt= fiert fet, ergeben habe. Der Vertreter des Walt habe die weiße Flagge gehißt und selbst die Landung der itaItentschen Truppen verlangt. Die Araber hätten sich in den Moscheen von Tripolis versammelt und beschlossen, feden Widerstand aufzugeben; dagegen würden die türfischen Truppen von der Bevölkerung des flachen Landes unterstützt. Die Italiener hätten vorläufig zwet Forts in der Hafeneinfahrt und ein anderes oberhalb des christlichen Kirchhofes besetzt und desarmiert. Griechenland macht mobil. An den Grenzen von Epirus sind nach Athener Meldungen zwei griechische Batillone mobil gemacht. Die griechische Regierung teilte den Gesandten der Großmächte und der Türkei mit, daß die Mobilmachung teine feindliche Absicht gegen die Türkei in sich trage. Diese Versicherung war natürlich zu erwarten; aber Griechenland wird sich rühren, sobald es den geetgneten Momert gekommen glaubt. Frankreichs Neutralitätserklärung und Kreta. Wie die Frff. 3tg." aus Konstantinopel berichtet, kommt in der Neutralitätserklärung Frankreichs ein wichtiger Passus vor. Frankreich hat nämlich in diese Erklärung auch diefentgen Länder einbezogen, welche unter seinem Protektorat stehen und namentlich Kreta angeführt. England und Rußland haben der französischen Auffassung beigepflichtet. In Uebereintimmung damit hat tallen bis auf weiteres seine Stellung als Schußmacht Kretas niedergelegt und auch alle italienischen Kontingente und Beamte von Kreta zurückgezogen. Eine Kennzeichnung Enalands. Zu den Bemerkungen moralischer Entrüstung in englischen Blättern über den Vorstoß Italiens gegen Tribuna": Tripolis schreibt die offiziöse römische " wet Seelen wohnen in der Brust der Briten, eine abenteuerliche, strupellose, wenn eigene Interesfen auf dem Spiele stehen und diejenige des Moralpredigers, wenn es sich um die Interessen eines Dritten handelt. Die Enaländer fennen eben nur den Erfolg und werden denselben Augenblick thre Meinung ändern, wenn Italten den Sieg erringt. Mögen die Engländer Italien so handeln lassen, wie fte es ferbst in aller Welt getan haben." Dazu bemerkt Generalma= for Keim im" Tag": So ist es, und es wäre gewiß fehr erquicklich gewesen. menn z. B. in der„ Norddeutfchen Allg. 3ta" Aehnliches zu lesen gewesen wäre, als fich das amtliche England so anmaßend in den Ma= rotfostrett einmischte zuungunsten Deutschlands. Im übrigen we'ß man in Rom genau, daß England er newesen ist, welches durch die Abmachungen von 1901 und 1902 Tripolis als zukünftige Beute Italien zu= teilte, als es sich selbst Aegypten und Frankreich Maroffo zuerkannte. Das Wichtigfte vom Nenen. Auch heute Itegen wieder eine Menge Nachrichten vom Kriegsschauplätze vor, die aber alle mehr oder weniger uninteressant sind und teils als direkt falsch bezeichnet werden können. Aus der Fülle des Mate= rtals bringen wir folgende Auslese: Konstantinopel, 6. Oftober. Die Ausweisung der Italtener aus der Türket soll beginnen. Gestern ist auch der erste Fall von Bontott gegen Italten und ItaItenische Waren, die mit einem bulgarischen Dampfer ankamen, vorgekommen. Rom, 6. Oftober. lteber Malta melden verschiedene Blätter, daß sich Tripolis ergeben habe und hatte, nieder und überlegte eine Weile.„ Wenn ich mich recht prife, so scheine ich mir nicht ganz fret davon zu sein. Und ist das so verwerflich? Ist das nicht eine ganz natürliche Regung im Menschen, bet dem einen schwächer, bet dem andern stärker? Es klingt ja in der Theorie recht hübsch, und auch ich gehörte bisher zu denen, die da meinen, daß Strafe niemals bessernd wtrken könne und deshalb gar keinen 8wed habe, die vor allen Dingen die Todesstrafe für unangebracht halten. Aber in der Praxis gestaltet sich das alles ganz anders. Wenn man in der traurigen Lage ist, einen Iteben Angehörigen durch die Tat eines Schurken zu verlieren, so sieht man nicht ein, weshalb diesem dafür nicht vergolten werden soll. Mag das immerhin ein Ueberbleibsel des ursprünglichen Nachegefühls in einem fernen wilden Urzustand sein- ich schäme mich dieses träftigen Gefühls nicht! Man sagt, es wäre doch schlimm, daß aus einem Mord nun deren zwet würden. Aber hier muß man doch bedenken, wen das trifft. Im ersten Falle wurde ein unschuldiges, wertvolles Mitglied aus der menschlichen Gesellschaft gerissen, und dafür soll ein schuldiges, wertloses, fa gefährliches Mitglied in der Gesellschaft bleiben? Nein, merzen wir auch dieses aus, so daß mit dem Guten wenigstens noch ein SchädItng entfernt wird! Das ist ein durchaus billiger Ausgleich." " Und Du möchtest vielleicht das Spüren nach dem Verbrecher selbst in die Hand nehmen?" „ Das ist ausgeschlossen. Zu derartiger Arbeit eigne ich mich gar nicht." Man könnte wohl einen Privatdetektiv zu Hilfe nehmen. „ Warum? Ich habe volles Vertrauen zu unserer Polizet. Ich glaube auch nicht, daß den behördlichen Organen ein derartiges Hineinpfuschen in thr Vorgehen angenehm wäre." „ Du bist und bleibst ein wohldisziplinierter Dent besetzt set. Amtliche Stellen erklären diese Meidung für unwahr. Nur zwei Außenforts feten von Offi zieren und Mannschaften besucht worden. Die Besetzung von Tripolis erfolge erst nach Eintreffen des Expedttionskorps; die Besabung der Seriegsschiffe fet zu schwach dafür. Die Verzögerung im Abgang des Expeditionstorps ist darauf zurückzuführen, daß Jtalten zunächst die türkische Flotte durch Blockade oder durch Vernichtung unschädlich machen will, um den Truppentransport zu sichern. Beirut, 6. Oktober. Der französische Panzerfreuzer Ernest Renan" mit 700 Mann Besatzung hat nach einer Meldung der Franff. 3tg." vor Beirut Anfer geworfen. Die Ankunft weiterer französischer, eines deutschen und zweier englischer Kriegsschiffe soll bevorstehen. Drabtnachrichten und Deuestes. Ein Opfer des Berliner Straßenverkehrs. Berlin, 6. Oktober. Beim Ueberschreiten des Potsdamer Plages wurde gestern abend der 60jährige Oberstadtsekretär Kühn aus Charlottenburg von einem Pferdeomnibus umgestoßen und überfahren. Er wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht, wo er bald darauf starb. Gegen die Tenerung. Berlin, 6. Oktober. Die Eisenbahndirektion faufte große Mengen guter Speisekartoffeln für ihre Beamten und Arbeiter an. Sie gibt den Zentner zu 3,20 Mark gegen 5 Mark im Kleinhandel ab. Den Ab= nehmern wird Ratenzahlung bewilligt. Probefahrten des nenesten Kriegs- Zeppelin. Friedrichshafen, 6. Oktober. Das Militärluftschiff unternahm gestern abend eine Geschwindigkeitsfahrt. Es erzielte beim Gang von drei Motoren die Schnelligkeit von 21 Sekundenmetern, mit zwei Motoren 18 Sekundenmeter. Verlangt sind von der MiIttärbehörde nur 16 Sekundenmeter. Berliner Getreide und Schlachtvichmarkt. Die Preise für Brotgetreide haben in der am 4. Oftober beendigten Berichtswoche nur unbedeutende Aen= derungen erfahren. Das Geschäft gestaltete sich ruhig. Die Unternehmungslust wurde empfindlich beeinträch= tigt durch die Unsicherheit, ob staatliche Maßregeln zur Erschwerung der Ausfuhr ergriffen werden oder nicht. Der Markt nahm infolgedessen eine abwartende Haltung ein. Der Preisstand blieb aut behauptet, Hafer gewann dagegen eine Besserung. Käufe des Proviant= ames erleichterten den Lokomarkt, und gleichzeitig nahmen die Zufuhren aus der Provinz ab, während das Angebot knapper wurde und höhere Preisforderungen gestellt wurden. Seitens der Verkäufer aus Schlesien und teilweise derjenigen aus Pommern wurde versucht, frühere Abschlüsse auf nahe Lieferung rückgängig zu machen, woraus erhellt, daß Ware sich in den beiden Provinzen knapp macht. In Gerste gestaltete sich das Geschäft schwierig. Ein großer Teil der sidrussischen Exporteure hat die im September bereits fälligen Lieferungsverpflichtungen, nachdem jetzt die Preise gestiegen sind, nicht erfüllt. Die hiefiaen Firmen, welche auf die Kontrakte hin, bereits Verkäufe vornahmen, haben me= fentliche Verluste erfahren. Mais neigte etwas zur Ab= schwächung. Am letzten Tage der Berichtswoche stellten sich die Notterungen für den Dezembertermin wie folgt: Weizen 208,50 M., Roggen 186,75 M., Safer 185,50 M Mais 168,00 M. Preise des städtischen Schlachtvichmarktes, 1. Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes, ungefocht 79 bis 84 M., b) junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 73 bis 83 M., c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 64-74 M. 2. Bullen: a) vollfleischige, ausgemach= sene höchsten Schlachtwertes 75-81 M., 6) vollfleischige jüngere 71-79 M., c) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 64-74 M. 3. Färfen und Kühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes bis- M.. b) vollfleischige, ausgemästete ühe höchsten Schlachtwertes. bis zu sieben Jahren bis M., c) altere ausgemästete und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färfen 67-70 M., d) mäßig genährte Kühe und Färfen 60-65 M., e) gering genährte Kühe und Färsen bis 58 M.f) gering genährtes Jungvteh( Fresser) 52-60 M. 4. Kälber: a) Doppellender feinster Mast 107-139 M., b) feine Mastfälber 100-105 M., c) mittTere Mast und beste Saugfälber 90-97 M., b) gerin= aere Mast- und gute Saugfälber 79-88 M., e) geringe Saugfälber 62-73 M. 5. Schafe: a) Mastlämmer und Jüngere Masthammel 66-74 M., b) ältere Masthammel, geringere Mastlämmer und gut genährte junge Schafe 54-64 M., c) mäßig genährte Hammel und Schafe 36 bis 62 M. 6. Schweine: a) Fettschweiire über 3 Zentner Lebendgewicht 63-64 M., b) vollfleischige Schweine 240 bis 300 Bfund 62-63 M, c) vollfleischige 200-240 Pfd. 61-63 M., d) vollfleischige Schweine 160-200 3fd. 57 bis 61 M, e) vollfleischtae Schweine unter 160 Pfd. 53 bis 56 M., f) Sauen 55-57 M. scher, nimm mir's nicht übel, lieber Friß, der alles Hell von amtlicher Stelle aus erwartet und ruhig zusieht, wie sich die Sache weiter entwickeln wird. Ich bin an= ders erzogen. Und ich werde wahrscheinlich auf eigene Faust noch einen Detektiv engagieren. Sonst kanns ja über Jahr und Tag dauern, bis dieses Rätsel gelöst tst und wir sollten beide so lange warten? Das wäre doch unerträglich." „ Darin hast Du recht. Und deshalb wollen wir eine Frist festsetzen. Ist der Schleier binnen eines Vierteljahres noch nicht gelüftet, so wollen wir hier in aller Stille unsere Eheschließung vollziehen und wieder nach Chicago zurückkehren. Wegen meiner Geschäfte drüben kann ich während meiner Abwesenheit unbesorgt sein. Sie sind in guten Händen." " Das weiß ich. Ich bitte Dich nun, mich eingehend über den Befund und etwatge vorgefundene Spuren zu unterrichten. Denn wenn ich einen Detektiv annehme, muß ich doch selber über den Fall genau Beschetd wissen." Friz nickte und erzählte ausführlich, was er wußte. Die merkwürdigen Spuren im Sande und der Zettel mit dem unvollendeten Satz erregten besonders ihre Aufmerksamkeit, und sie machte sich in einem kleinen, in Krokodilhaut gebundenen Büchlein verschiedene Nottzen. „ Und wo tst das Testament geblieben?" fragte ste. " Das ist ebenfalls verschwunden." " Wer sollte ein Interesse daran haben? Es kann doch dem, der es hat, zu nichts nuben." " Freilich nicht! Aber wenn es nicht da ist, dauert es sehr lange, bis die Erbschaftsangelegenheiten gereglt werden können." ( Fortsetzung folgt.) ( Fortsetzung folgt.) Zur Aufklärung über die Herſtellung von Palmin Es besteht vielfach noch die Anficht, Palmin fei ein aus verfchiedenen Fetten zufammengefetztes Kunftprodukt, das irgend welche unbekannten Zufäße oder Beimifchungen enthalte. Obwohl schon der überaus reine Ge fchmack des Palmin erkennen läßt, daß diefe Anschauung auf einem Irrtum beruht, erklären wir, um Mißverſtänd niffe zu beseitigen: Palmin ift abfolut reines Pflanzen. fett und beſteht einzig und allein aus dem febr fettreichen Fleisch der Kokosnuß; es wird daraus durch Preffung und Reinigung ges wonnen und weift keinerlei Zufäge irgend eines anderen Stoffes auf( auch kein Waffer), enthält vielmehr 100% reines Fett. $ Palmin ift neuerdings auch weich( fchmalzähnlich) zu haben. H. Schlinck& Cie. A.-G. SparsameFrauen stricket nur Sternwolle Beste Strumpf and Sockengarne für Hand und Maschine! 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