elt. rnehl n- n aiser Otto haben t Gießen. Toewen eine a Ruth. ul Gerhard Seinrich. , Wilhelm eine Toch ne Tochter, Shilipp Spaß chter, Minna n. n in BadGießen. Offenbach, mit Inna Emilie Derney. , mit Berta Finanzaspi arine Marie or in Worms, Flife Habid gafpirant in Imine Raudh Sießen, mit nheim. Frankfurt a. Gießen. Wezlar, mit her Arzt in n Gießen. Jahre all ufen, 71 J. Monate alt. Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich Enthält alle amil. Bekanntmachungen obertelli 1,20 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. bgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigangabestellen vielfährlich 90 Pfg. Erscheint Dienstags, Donnerstags, Samstags. Redaktion: Seliersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nit verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Berlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 194. Probenummern - Telephon: Nr. 362. der„ Gießener Zeitung" stehen unseren Lesern in beliebiger Anzahl jederzeit kostenlos und portofrei zur Verfügung. Wir bitten unsere Leser und alle Freunde unseres Blattes wo nur möglich für dasselbe zu werben, solches in Bekannten- und Freundeskreisen zu empfehlen und uns freundl. Adressen aufzugeben, welche sich für unsere Zeit-. ung interessieren dürften. Hus Stadt und Cand. Gießen, den 7. September 1911. * Die kommenden Landtagswahlen. In einer Vertrauensmänner- Versammlung der Fortschrittlichen Volkspartei in Alzey wurde am Sonntag der Weingutsbesitzer Ed. Knell in Heimers= heim als Kandidat für die Landtagswahl für den Bezirk Alzen aufgestellt. * Der Hess. Landesverein für innere Mission wird seine 47. Jahresversammlung am 10. und 11. September in Darmstadt abhalten. Geheimrat D. Walz- Darmstadt spricht Sonntag abend im Gemeindehause über das Thema:„ Bibel und Innere Mission". Am Montag folgt der Hauptvortrag von Professor D. Hunzinger aus Erlangen über:„ Moderne Apologetik in Stadt und Land". Die Tagung schließt mit einer Verhandlung um 3 Uhr im Gemeindehaus über das Thema:" Fürsorge der christlichen Gemeinde für Alkoholkranke". Der 21. Verbandstag des Verbandes mittlerer Reichs- Post- und Telegra= phen Beamten wird am 11.- 13. September in Berlin im„ Lehrervereinshaus" abgehalten werden. B der Großherzoglichen des Großherzoglichen Bürgermeisterei Polizei Amtes sowie vieler anderer Behörden Oberheffens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Donnerstag, den 7. September 1911. Die Gewerbetreibenden, welche im fünftigen Jahre ein Gewerbe im Umherziehen ausüben wollen, müssen die vorgeschriebene Anmeldung in der Zeit vom 15. September bis 15. Oktober bewirken, da mit die für sie auszufertigenden Wandergewerbescheine ihnen rechtzeitig mit dem Anfang des nächsten Jahres ausgehändigt werden können. Die sich später Meldenden werden es sich selbst zuzuschreiben haben, wenn sie die Scheine nicht rechtzeitig erhalten. * Eine 3eppelinfahrt für 6 Mark! Der bisherige hohe Preis für Zeppelinfahrten hat es nur wenigen Bevorzugten ermöglicht, eine Fahrt mit zumachen, die nach dem einstimmigen Urteil aller der Glücklichen, die einmal mitfuhren, zum Schönsten, Großartigsten gehört, was ein Mensch überhaupt erleben kann. Nun aber haben wir einen Verein für Zeppelinfahrten mit 6 Mark Jahresbeitrag, dem zurzeit überall Mitglieder in großer Zahl zuströmen. Da der ganze Ertrag der Mitgliedszahlungen und Stiftungen nach Abzug der Verwaltungskosten zum Ankauf von Fahrscheinen für ein Zeppelinluftschiff verwendet wird, die dann unter die Mitglieder verlost werden, so sind die Chancen sehr günstige. Wer einigermaßen Glüd hat, kann sicher in Bälde ein Luftschiff besteigen. An= meldungen für hier und Umgegend siehe in der Anzeige. Zur Verhinderung der Futter not im kommenden Frühjahr empfiehlt es sich im Septempurpurroter) 12 Pund enthülster Samen, sind die ber auszufäen: 1. Inkarnatklee( früher dunkel- Samen nicht enthülst, dann 30 Pfund auf den Morgen. 2. Widfutter gemenge. a) Roggen und Winterwicken( Winterwicken 50 Pfd., Roggen 70 Pfd. auf den Morgen), die Wicken sind breitwürfig zu säen, 5 Zentimeter tief einzuebben, später Roggen leicht ein eggen. Die Wicken stehen im Frühjahr gewöhnlich sehr schlecht, erholen sich aber beim Eintritt wärmeren Wetters recht bald. b) Roggen und Zottelwicke. = 0= Holzheim, 6. Sept. In Berlin ist nach kurzer Krankheit der Chefredakteur des„ Reichsboten", Pastorben. Pastor Engel wurde am 15. Dezember 1834 in Holzheim geboren. = *) Bad Nauheim, 6. Sept. Der Sultan von Zanzibar ist zum zweiten Male in dieser Saison zum Surgebrach im„ Raiserhof" abgestiegen. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pig. die 44 mm breite Inseratenzelle.- Stellens gesuche und Familienanzeigen 10 Pfa.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg.- Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommit bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Betreibung oder bei Nonburs in Wegfall. Plagvorschriften ohne Berbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. | Der Fiskus hatte bereits von den städtischen Körper- schaften die Zusage erhalten, daß ein geeignetes Lokal für das Amt zur Verfügung gestellt werden solle. Diez hat den Vorzug erhalten. In Limburger Bürgerkreisen ist man mit dieser Verlegung des Amtes nach Diez nicht einverstanden. In Mühlen stürzte das dreijährige Söhnchen des Schlossers Heinrich Linz in den In Dehren ertrank der Mühlgraben und ertrank. Bjährige Karl Seher. - - *) Frankfurt, 7. S! pt. Der Frankfurter Automobilklub hat beschlossen, aus Anlaß eines Reklameaussages der französischen Pneumatiffabrik Michelin, der voll Beleidigungen gegen den deutschen Kaiser strotzte, hinzuwirken, daß die Marke Michelin in Zukunft von allen deutschen Automobilisten boykottiert werde. -n Wiesbaden, 7. Sept. Vom kommenden Sonntag bis Dienstag findet hier der 15. Parteitag der christlich- sozialen Partei statt. Sonntag nachmittag um 3½ Uhr findet eine öffentliche Begrüßungsversammlung statt, in der die bekanntesten Parteiführer zum Wort kommen. Angekündigt als Redner sind bereits Reichstagsabgeordneter Dr. Burkhardt, Direktor Pastor Stuhrmann, Generalmajor Klingender, Großkaufmann Vietor, Arbeitersekretär. Wallbaum u. a. In geschlossener Versammlung spricht Montag Liz. Mumm über die allgemeine politische Lage und Reichstagsabgeordneter Fr. Behrens über die Arbeiten des gegenwärtigen und die Aufgaben des zukünftigen Reichstages. Montag abend findet eine öffentliche Versammlung statt mit dem Gesamtthema: Marokko und die politische Lage, und zwar reden über 1. Allgemeines: Herr Reichstagsabgeordne ter Lattmann. 2. Die Notwendigkeit der deutschen Weltund Kolonialpolitik für den deutschen Arbeiter: Herr Reichstagsabgeordneter Behrens. 3. Die Notwendigkeit schen Handel und die deutsche Industrie und wie treider deutschen Welt- und Kolonialpolitik für den deutben wir erfolgreich Welt- und Kolonialpolitik? Herr Kolonialgroßlaufmann J. K. Vietor- Bremen. 4. Haben wir die Macht, erfolgreich Welt- und Kolonialpolitik zu treiben? Herr Generalmajor Klingender Gr.- Flottbeck. und 5. Haben wir das christlich- sittliche Recht, Weltmann- Barmen. Außer den regelmäßigen geschäftlichen Beratungen wird sich der Parteitag dann noch mit einem neuen Satzungsentwurf zu beschäftigen haben. -g= Vom Manöver. Die in dieser Woche sich abspielenden Manöver der verstärkten Infanterie- Briga stor a. D. Heinrich Engel, im 77. Lebensjahre ge- Stolonialpolitik zu treiben? Herr Direktor Pastor Stuhrden finden in vier vollständig von einander getrennten Gruppen statt. Der 49. Brigade( Inf.- Reg. 115, 116, 168) ist die interessanteste Uebung zugefallen. Sie hat nördlich Nahstätten bei Miehlen eine befestigte Feldstellung erbaut, deren Verteidigung und Angriff das Pensum der beiden nächsten Tage bildet. Das Gefechtsfeld der 50. Jnf.- Brigade wird in den nächsten Tagen die Kemeler Heide westlich von Langenschwalbach bilden. Die 41. Jnf.- Brigade( Inf.- Reg. 87 und 88) ist bei Homburg und bei Cronberg zusammengezogen. Die 42. Infanterie- Brigade hat ihre Regiments- und Brigade Uebungen im Goldenen Grund abgehalten. Das Ergebnis der Straßenbahn im ersten Verwaltungsjahr( 20. November 1909 bis 31. März 1911) liegt jetzt vor. Das Ergebnis stellt sich wie folgt: Voranschlag: Einnahme 128 900 M., Ausgabe 157 600 Mt., Fehlbetrag 28 700 Mt.; Rechnung: Einnahme 169 100 Mt., Ausgabe 177 200 Mk., Fehlbetrag 8100 Mt. Der Fehlbetrag für das erste Verwaltungsjahr( 500 Tage), den die Stadt aus allgemei nen Mitteln bezahlen mußte, beträgt also 8100 Mark, oder für das Kalenderjahr berechnet etwa 6000 Mt., ein Betrag, der den von der Stadt auch für das Omnibusunternehmen in den letzten Jahren geleisteten Zulchuß nicht erreicht. Jedenfalls ist das Ergebnis des Straßenbahnbetriebes trotz der Anschaffung von zwei Wagen, die ursprünglich nicht vorgesehen waren, und trotz der Erhöhung mancher Ausgaben, sehr befriedigend. Deutscher Pfarrertag zu Eisenach. Am Mittwoch konstituierte sich unter dem Präsidium von Dekan Deißmann die Abgeordneten- Versammlung, 71 Abgeordnete mit 132 Stimmen, die zirka 12 000 Mitglieder vertreten. Nach Erledigung einer Reihe von geschäftlichen Fragen wurde unterbrochen durch das Erscheinen vom„ Schwaben"- auf Grund von einem aus reicher Erfahrung geschöpften Vortrag von Dekan Deißmann über Jugendpflege beschlossen, seinen An= trag über das Versammlungsrecht vor Minderjährigen an die Einzelvereine zur Vorberatung zu überweisen. Pfarrer Keller referierte über die sehr verschiedenartigen Prüfungsordnungen der evangel. Landeskirchen für Pfarramtskandidaten. Es ist der Wunsch des Pfarrerstandes, daß die bestandenen Examina auch in anderen Landeskirchen als vollwertig anerkannt werden, was wegen der Verschiedenheit der Anforderungen hisher nicht immer der Fall war. Pfarrer Hevelke referierte über die Schäden des gegenwärtigen Kollektenbetriebes Wege der Besserung. - und *) Offenbach, 6. Sept. Hier wurden zwei Taglöhner wegen Blutschande verhaftet. -e Friedberg, 7. Sept. Dienstag fand vor dem hiesigen Schöffengericht u. a. die Verhandlung gegen den seitherigen Bürgermeister S ch u di wegen Diebstahls von Geheimpräparaten zur Konservierung Marmeladen, Gelees usw. statt. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu 1 Tag Gefängnis. von Staufenberg, 5. September. Gestern nach mittag entstand auf dem in unserer Gemarkung liegenden Judenkirchhof auf unaufgeklärte Weise Feuer, das den dürren Rasen, die Heckeneinfriedigung und Bäume vernichtete. Die Feuerwehr von Staufenberg löschte den Brand. Mit der )( Lauterbach, 6. Sept. Eine zahlreich besuchte Vertrauensmänner- Versammlung des Reichstagswahlkreises Alsfeld- Lauterbach- Schotten faßte folgende Entschließung:„ Die nationalliberale Vertrauensmänner Versammlung des 3. oberhessischen Reichstagswahlkreises stellt einstimmig Landwirtschaftslehrer Heck- Alsfeld als nationalliberalen Reichstagskandidaten auf. mit Rücksicht auf die bisherigen Verhandlungen Fortschrittlichen Volkspartei erfolgt die offizielle Proklamierung der Kandidatur Heck erst am 25. September." t Schotten, 7. Sept. Die 30jährige Gründungsfeier des Vogelsberger Höhenklubs wurde hier zahlreicher Beteiligung aller Zweigvereine festlich began gen. Die Feier, die durch Ansprachen und musikalische Darbietungen abwechselungsreich gestaltet wurde, nahm einen sehr schönen Verlauf. unter -h- Ehringshausen, 6. Sept. Wilh. Hahn von hier, bisher Hilfspfarrer an der Ringkirchen- Gemeinde zu Wiesbaden, wurde zum Pfarrer von Hahnstetten bei Limburg gewählt. =)(- Werdorf, 7. Sep. Unter dem Schweinebestande der Witwe Heinrich Bröhmer ist die Schweinefeuche amtlich festgestellt worden. *) Limburg, 6. Sept. Limburg ist auf eigenartige Weise um das ihm bei der Revision des Eichwesens zugedachte staatliche Eich amt gekommen. * Nassau a. L., 6. Sept. Der Vorstand der Bäckerinnung hat beschlossen, den Brotpreis um 5 Pfg. zu erhöhen. Briefkasten. E. W. Das Militäreinkommen eines Unteroffiziers ist steuerfrei, das Nebeneinkommen aber steuerpflichtig. Ohne Aufforderung ist man nicht verpflichtet, sein Einkommen der Steuerbehörde anzumelden; man läuft aber Gefahr, daß für 3 Jahre Steuer nachverlangt werden, wenn die Behörde von dem Vorhandensein steuerpflichtigen Einkommens oder Vermögens Kenntnis erhält. Reklame veranlaßt das Publikum, Gutes und Schlechtes zu probieren. Für das Gute entsteht in jedem Käufer ein Apostel, für das Schlechte ein tausendzüngiger Feind. Leciferrin. Ja jedem Haushalte unentbehrlich! Wenn blutarm, nervenschwach, energielos, abgespannt, wenn die Verdauung und Ernährung darniederliegt, ist Leciferrin das zuverlässigste Mittel, um die Lebensträfte wieder zu heben, das Nervensystem zu stärken und das Blut zu bereichern. Personen, die durch Ueberanstrengung heruntergekommen sind und schwere und erschöpfende Krankheiten durchgemacht haben, finden in Leciferrin das richtige und zuverlässigste Präpacat, um die Körperkräfte und Lebensenergie wieder herzustellen. Leciferrin ist das Kräftigungsmittel par ercellence und von Medizinern hochgeschäzt. Leciferrin peitscht nicht die Nerben auf, sondern käftigt diese in ganz herborragender Weise durch seine glückliche Combination von Lecithin und Eisen, was auch von bedeutenden Aerzten anerkannt ist. Beim Einkauf verlange man ausdrücklich„ Leciferrin." Preis Mt. 3.-, in Apotheken zu haben, oder von: Ruhig Blut! Die lange Dauer der deutsch- franzöfifchen VerhandJungen und die Unsicherheit die in der Deffentlichkeit über den Gang und die Ergebnisse der Verhandlungen herrscht, haben in weiten Kreisen Deutschlands, aber auch im Auslande eine starke Nervosität hervorgerufen. Neuerdings Itegen Meloungen aus Me B und Stet tin vor, wonach die Besorgnis vor einem Kriege zu Stürmen auf dte dortigen Spartassen geführt hat. All diesen durchaus unbegründeten Gerüchten gegenüber stellt die Erff. 8tg." fest, daß zu einer Be unruhigung nicht der geringste Grund vorliegt. Selbst ein Scheitern der jetzt schwebenden Verhandlungen wäre, wie das Blatt bemerkt, noch feine Kriegsgefahr. Es würde dann eben nur die zwischen Deutschland und Frankreich schwebende Sache allen Algeciras- Mächten unterbreitet werden. Wie aber die Dinge liegen, darf man mit Zuversicht auf ein friedItches Ende der Berliner Verhandlungen hoffen. Die Deffentlichkeit sollte sich nicht durch allerlet Gerüchte, bte bisweilen nicht ganz lauteren Ursprungs fein mö gen, verwirren lassen. Auch eine offiziöse Meldung der Nordb. Allgem. Stg." sprach gestern von einem glatten Berlauf der Verhandlungen; die Beunruhigung, die augenblicklich einen bedenklichen Grad erreicht hat, ist also doch wohl unbegründet. Eine neue Mahnung an Frankreich. Die brennende Frage, ob angesichts des Verlaufs der Maroffoverhandlungen es zu friegerischen Kompltfationen zwischen Deutschland und Frankreich fommen tönnte, behandelt die Köln. 3tg." heute in längeren Ausführungen, wobei fie der Ueberzeugung Ausdruck gibt, daß Frankreich es nicht zum Aeußersten fretben und das französische Volt sich schließlich von der Erkenntnis letten lassen werde, baß der Marsch nach Fez über Berlin zu einer gefährs lichen Reise werden könnte. Daß Frankreich Marotto nach dem tunesisch- ägyptischen Verfahren einstecken möchte, verdenkt ihm in Deutschland niemand. Anders find die Empfindungen England gegenüber. Die englischen Versicherungen, das englische Volt denke nicht an eine Benachteiligung Deutschlands zugunsten Frankreichs, finden hier feinen Glauben, da die Ab ficht der englischen Diplomaten zu offenfundig ist. Die beutschersetts beanspruchten Bürgschaften für die Wahrung der deutschen Interessen in Maroffo bilden test ben Gegenstand der Verhandlungen, deren Berechtigung Frankreich einleuchtet, da es sonst nicht sich auf die Berhandlungen eingelassen haben würde. Italien beansprucht Tripolis. Der römische Abgeordnete Cirment bestätigt in der Stampa" nochmals, daß Italien als Kompensation für Marotto sofort Tripolis besezen will. Frankreich müsse ihm dabei helfen auf Grund des Mittelmeervertrags; Deutschland und Desterreich tönnten nicht widersprechen, weil der Dreibundvertrag Jtalten Kom pensationen zusichere im Falle der Verschiebung des Gleichgewichts im Mittelmeer. ,, Meine Schwiegerfamilie". Das vierte Kapitel der Frau Toselli. Die Lebenserinnerungen der Frau Tosellt gehen mit dem vierten Kapitel, wie es der Pariser Matin" veröffentlicht, zu der Schilderung ihres Lebens am Dresdener Hofe über. Sie enthalten in der Hauptsache Erinnerungen an den Dresdner und Berliner Sof. Das Kapitel ist überschrieben:„ Meine Schwiegerfamilie". Es fennzeichnet sich diesem Titel gemäß als reiner Personalflatsch, der auch vor der Wiedergabe von Intimitäten nicht zurückschreckt, wogegen wirkliche Ereignisse fehlen. Die Bemerkungen sind meist so ungezogen, daß sie sich der Wiedergabe entziehen. Unter anderem wird erzählt: Eine Diskussion über Neligion zwischen Luise und se önig Georg hätte beinahe schon damals zum Bruche und zur Flucht der Prinzessin nach Salzburg geführt. Der König habe gesagt:„ Es ist ein Unglück, daß Du in unsere Familie gekommen bist, denn Du wirst niemals eine der unseren sein." Von Prinz Max erzählt sie, er set einmal frank von Freiburg angekommen. Ich holte ihn an der Bahn mit Mathilde ab. Da der Vater aber ahnte, wie wenig präsentabel Prinz Mar fet, Iteß er ihn mehrere Stationen vor Dresden aussteigen. In der Tat war seine Soutane an allen Kanten abgeschabt und voller Fettflecke. Seine Fingernägel und Haare waren unmäßig lang und aus zerrissenen Stiefeln schauten die blanken Zehen. Luise fragte ihn: Hast Du kein Gepäck?" Prinz Max ant wortete: Nein, nur eine Zahnbürste, die mir auch als Saarbitrste dient." So beschaffen war die Familie, t der ich leben sollte. Von Anfang an bestand ein gegen seitiger Antagonismus zwischen uns. Ich war wie der Kudud im Spaßenneste oder wie die einzige Person mit originellem fünstlerischem Geschmacke in einer bra ven Bifrgersfamilie. Im Januar erfolgte die Reise nach Berlin und die 10) Wefferwolken. Roman von M. v. Bu ch. ( Nachdruck verboten.) „ Rubig, Waldmann, rubig! Was gibt's denn?" fragte Malzahn, der vergeblich trachtete, den Hund zu beruhigen. Ein Fremder mußte das Haus betreten haben. Nach wenigen Minuten öffnete sich die Tür, ein Lakat erschten. Gnädiger Herr, man hat dem Bortler einen Brief an Ste übergeben. Der Bote wollte seinen Namen nicht nennen, es stiinde bereits alles in dem Briefe, fagt er." Malzahn blickte ein wenig erstaunt auf. „ Nun benn, her mit dem Schreiben!" Er war sorgfältig zusammengefntfft und versiegelt. Der Gesandte nahm es, erbrach das Siegel und las in schöner flarer Landschrift folgende Worte: Wenn der Herr Baron von Malzahn ein Ges heimnis erfahren will, das ſetrem König und seinem Lande von höchster Wichtigkeit ist, so möge er heute um einhalbacht Uhr, wenn es anfängt dunkel zu werden, über den Neumarkt gehen. Von der Frauenfirche her wird dann jemand auf ihn zukommen, der thm das Geheimnis anvertrauen wird. Uebrigens hat der betreffende Jemand bereits die Ehre gehabt, ben Herrn Baron zu sehen, und ist auch von ihm gesehen worden. Vielleicht erinnert sich der Herr Baron noch des Festes beim Grafen Brithl... Da ist die Begegnung erfolgt. Bestürzt las Malzahn dies Schreiben. Dann, um au verhindern, daß es Unberufenen in die Hände stele, serriß er es in tausend Kleine Fetzen, die er zum iteberfluß noch in den Ofen steckte und verbrannte. Borstellung vor& atier Wilhelm. Der Prinzessin wurden alle Etikettenregeln genauestens eingeschärft, was fie wiederum für äußerst lächerlich hält. Sie vergaß die Ermahnungen denn auch, füßte der Etikette zivider den Kaiser, als dieser fie umarmt hatte, war von dem Kaiser entzückt, beurteilte ihn aber dennoch nachher sehr scharf. Bei Tische habe der Kaifer ihr ge jagt:„ Jezt, da wir Freundschaft geschlossen haben, will ich, daß Sie auch meine politische Freundin werden." Die Kaiferin habe sie wiederholt zum Nachmittagstee geladen. Dabet habe sie meist nur über zwei Dinge gesprochen, nämlich über die verschiedenen Religionen und über Kindererziehung. Sie sei barin vorbildlich, da sie ihr ganzes Wiffen und können für die Erziehung ihrer Kinder aufwandte. Sie trug stets ein steifes Wefen zur Schau und sah streng darauf, daß die Etikette genau befolgt wurde. Mit solch fleinlichen Hofgeschichten sinken diese Lebenserinnerungen auf ein immer tieferes Niveau. Der sächsische Hof hat von der Sperrung der Apanage der Frau Toselli anläßlich des Erscheinens ihrer Memoiren Abstand genommen. Die Apanage wird der früheren Kronprinzessin weiter ausgezahlt werden. Rundschau vom Cage. Politisches. Die Kieler Zusammenkunft des österreichischen Thronfolgers mit dem deutschen Kaiser wird in der Bresse lebhaft fommentiert. Es wird darauf hingewiesen, daß sich beide, jo verschieden sie auch in Charakter, Anlage und Ausbildung sein mögen, ganz ausgezeich net in einem Buntte, im militärischen, verstehen. Der österreichische Thronfolger verfolgt bekanntlich große Organisationspläne in der Armee DesterreichUngarns, Pläne, die militärischerseits im Deutschen Reiche lebhaft begrüßt werden. Franz Ferdinand wird fich von seinen Absichten durch nichts abbringen lassen, sondern energisch das vorgesteckte Ziel verfolgen. Es ist sein Ehrgeiz, der Soldatentatser seiner Länder zu werden. Dem österreichischen Thronfolaer schwebt bet setnem Wirfen und Kämpfen als lestes 3tel vor: Die vielen Schmerzen seines Volfes, d. h. seiner Bölfer, in einem Punkte, dem militärischen, zu furteren. Da sich Thronfolger und Kaiser in militärischen Dingen so gut verstehen, wird auch ihre politische Aussprache in Kiel von Wert und Bedeutung sein. Kaiser Wilhelm und der türkische Sultan. Da der deutsche Katser bereits den höchsten türkischen Orden befitt, beabsichtigt der Sultan, wie nach einer Meldung des„ B. T." aus Konstantinopel verlautet, ihm als Gegenehrung für den Schwarzen Adlerorden ein fostbares Geschenk zu machen. Für das Kaisermanöver find die Oberleutnants bezw. Leutnants Mackenthun. Frhr. von Thüna, Förster, Cantern, Mahnke, Carganico, Engwer, Braunbarends, Vogt und Justi für die Beseßung der Flugapparate bestimmt worden. Auf einer Seite werden vier Doppeldecker des Albatros- Systems und auf der anderen Sette vier Eindecker des Etrich- RumpIer- Systems stationiert werden. Der nene österreichische Kriegsminister. Wie das Neue Wiener Tageblatt" meldet, wurde der kommandierende General von Sarajewo General der Infanterie Ritter v. Auffenberg zum Nachfolger Schönaichs als Kriegsminister ausersehen. Die Ernennung dürfte bereits nächster Tage erfolgen. Die Einigungsverhandlungen in der Metallindus strie sind abgebrochen worden. Die Zugeständnisse der Arbeiter sehen eine Verkürzung der Arbeitszeit vor und eine Lohnerhöhung, die nach Ansicht der Arbeitnehmerfommission den durch die Verkürzung der Arbeitszeit entstehenden Lohnausfall nicht deckt. Da weitere Zugeständnisse von seiten der Arbeitgeber nicht gemacht wurden, sind die in Leipzig geführten Verhandlungen als zwecklos abgebrochen worden. Die thüringischen Metallindustriellen halten ihren Antrag auf Vornahme einer Generalaussperrung aller deutschen Metallarbeiter aufrecht. Ein Rennen gegen offene Türen." In einer Besprechung der Kundgebung der Berliner Sozialdemo traten im Treptower Park führt die„ Nordd. Allg. 3tg." aus:„ Die Sozialdemokraten rannten gestern mit großer Wucht offene Türen ein. Um der Demonstration einen Mantel zu geben, wandte man sich gegen die angebliche Kriegsheße des Panzerplatten- und Kanonenkapitals, die nur in der Einbildung der Sozialdemokraten besteht. Dagegen sprach man nicht davon, wie einmütig sich in diesen Wochen der feste Wille der Nation befundet hat, unsere Stellung in der Welt zu wahren. Das frivole Spiel mit dem landesverräterischen Gedanken etnes Massenstreits zum Zwecke der Lahmlegung unserer Wachtmittel in entscheidenden Augenblicken wurde auch gestern wiederholt. Versuche, folche Gedanken in die Tat umzusetzen, werden von der Nation im Nu hinweggefegt werden; darüber wird nirgends Zweifel bestehen. Daß diese Gedanken aber gerade jetzt ausgesprochen wer " So," sagte er, nicht umsonst hat der Name Menael so oft mein Ohr berührt. Die Vorsehung schickt thn mir: Also heute abend..." Der Tag verging ihm unruhig und aufgeregt, so daß er sich freute, als die Sonne endlich fant. Um die Dienerschaft zu täuschen und über seinen Fortgang im unklaren zu lassen, verließ er, nachdem er seine hohe Gestalt in einen dunklen Mantel gehüllt, durch ein Sinterpförtchen das Haus. Zu der in dem bewußten Schreiben angegebenen Stunde wanderte er über den Neumarkt. Obgleich er unbefangen tat, spähte er scharf nach allen Setten. Zu dieser Tageszeit war der Play nicht sehr belebt. Der Turm der fleinen Frauenkirche hob sich ab von dem blauen Himmel. Jm Küsterhäuschen schimmerte Licht; man sah wte jemand mit einem Rienspan im Hausflur hantierte. Von der Elbe her zog ein Schwarm Möven mit schrilIem Geschret, die weißen Flügel schimmerten filbern in der blauen Luft. Doch nun halt, von der Münzgasse her fam femand. Der wanderte entlang der Mauer, die sich um den Friedhof zog, Malyahn entgegen, der ruhig seinen Weg fortsette und sich sagte: das ist er. Fret Itch in dem unsicheren Lichte konnte man sich auch täuschen. Malzahn ging ein wenig langsamer; thn beschäftigte der Gedanke: was wirst du zu hören bekommen? Wil man dir wirklich etwas anvertrauen, oder läuft die Sache auf einen schlechten Scherz, vielleicht gar auf eine Erpressung hinaus? Noch zwet Schritte, der preußische Gesandte stand vor der Gestalt, die ihm entgegentam. Malzahn sah den, den er erwartet hatte, und dem er bereits im Brühlschen Garten begegnet war. „ Guten Abend, Herr Baron," fagte der Alte mit den ronnen, beweist, wte verständnislos die sozialdemo tratischen Führer dem wahren Fühlen der Nation ge genüberstehen." Stolypin in Ungnade. Einige Berliner Blätter Iaf. fen fich aus Petersburg berichten, daß der russische Mt. nisterpräsident bei dem Kaiser in Ungnade gefallen fet und demnächst auridtreten werde. Auch werden bereits als feine Nachfolger der Finanzminiffer Rotozew und der Kriegsminister Suchomlinow genannt. An deutschamtlicher Stelle ist hiervon noch nichts bekannt. Eine Meuterei türkischer Truppen. Drei anato= lische Bataillone, die innerhalb des Sanitätsfordons in der Umgebung von Mitrowiza lagerten, um die Qua rantäne durazumachen, meuterten. Sie bemächtigten sich eines Bahnzuges in der Station Mitrowiza, for derten, daß dieser fie nach Saloniki bringe, und weiger. ten sich, auf ihre früheren Lagerpläge zurückzukehren Für den Fall, daß sie auf der Gehorsamsverweigerung beharren sollten, sind die schärfsten Maßregeln ange ordnet worden. Die Rädelsführer sollen mit dem Tode bestraft werden. Kleine Nachrichten. fnt e nachit verfel Lofon tropd Ohne wart den fi aber ibn gl Sond war, einan gewef ber, ten f Bured Simm Inaw frau 23 lider ridtet mardi anlaff große nach das wurde ment Verbi G fchen die M Wenn berau Tum fich fo fort. dem unbet Die Befferung im Befinden des bayerischen Prinzs regenten hält an. Die rheumatische Anschwellung des Armes ist zurückgegangen. Das Allgemeinbefinden ist andauernd befriedigend. Spende des türkischen Thronfolgers für die Vers liner Armen. Der türkische Thronfolger hat dem Magistrat der Stadt Berlin 5000 Fres. für die Armen der Stadt zur Verfügung gestellt. Eine halbe Million für Arbeiterwohnhäuser. Die Stadtverordneten in Barmen stellten 500 000 Mark fir Arbeiterwohnhäuser bereit. Fener auf dem Berliner Stadtbahnhof. Gestern abend geriet auf Bahnhof Friedrichstraße ein Teil der Schutzpläne und des hölzernen Gerüstes für die Aus besserung des westlichen Teiles der Halle in Brand. Die Feuerwehr löschte den Brand in einer halben Stunde. Der älteste Berliner Journalist ist mit dem am Dienstag verstorbenen Chefredakteur und Besitzer des Reichsboten", Pastor Engel, dahingegangen. Der Ver storbene hat ein Alter von 77 Jahren erreicht und war bis zuletzt noch tätig. Der Dieb in der Bürgermeisterswohnung. Rheydt drangen Dieb in die Wohnung des auf einer Urlaubsreise befindlichen Oberbürgermeisters Lehwald und stable die ganze Garderobe und wertvolles Silber zeug. - Di Hefert und fchütte In bie v wird, Nachb bübfch bleibe einem nicht f nent. da up tanzet Freun da bis ' ne in der die St fchleich Nach dem Genuß von Weintrauben gestorben. In der Nähe von Baris sind fünf Angestellte eines Insti tuts nach dem Genuß von Weintrauben gestorben. Die Untersuchung ergab, daß diese Trauben aus einem Weinberg stammten, dessen Befißer zur Bertilgung gewiffer Weinschädlinge ein Arsenifmittel benutzt hatte. Ueberfallen und in den Rhein geworfen. In Cöln überfielen mehrere Burschen einen Fremden, der reiche Geldmittel bei sich trug, beraubten ihn und warfen ihn in den Rhein. Dem Manne gelang es, sich an einer Schiffstette festzuhalten, bis er gerettet wurde. Abermals ein französischer Flieger tödlich vernus glückt. In Huelva ist gestern der französische Flieger Le Forestier aus 80 Meter Höhe abgestürzt und in den Trümmern seines Flugzeugs, das infolge der Explo sion seines Motors in Flammen aufging, verbrannt. Das ist innerhalb weniger Tage der vierte Todessturz, der französische Aviatiker betroffen hat. Ein effjähriger Mörder. In Walding( Oberbayern) hat ein elfjähriger Sütebube einen achtjährigen Bauernjungen im Streit mit der Heugabel erstochen; er hatte ihn mitten ins Herz getroffen. Einen ehrlichen Dieb gibt es in Belgien. Einem Badegast wurde vorige Woche auf der Reise von Ostende nach Brüssel fein Portefeuille mit 62 000 Francs gestohlen. Am Sonntag hat der Dieb einem Geistlichent das Portefeuille wieder gebracht und dieser hat dasselbe der Polizei übermittelt, weigert sich aber, den Namen des Diebes zu nennen, weil er durch das Beichtgeheintnis gebunden sei. Bei einer militärischen Gletschertour über die Für telescharte im Ortlergebiet stürzten zwei Soldaten int folge Reißens des Seiles in eine Gletscherspalte. Einer war sofort tot, der andere wurde schwer verletzt. Vermischtes. Durch die Geiftesgegenwart einer Babnwärtersfran ist am Donnerstag, wie jetzt erit näher befannt wird, ein unabsehbares Eisenbahnunglück im letzten Augen blick verhüttet worden. Für einen Militärsonderzug, der etwa 900 Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften in das Manövergelände im Mecklenburgischen bringen follte, war auf der Station Schönberg( Meckl.) ein Aufent halt von 18 Minuten vorgesehen. Anstatt in Schönberg zu halten, fuhr der Sonderzug durch die Station bin durch und geriet hinter Schönberg auf das Gleis, das wenige Augenblicke später der D- Bua Kleinen- LübeckHamburg, für den bereits freie Fahrt gegeben war, ein wenig belegter und vor Erregung zitternder Stimme. Augenblicklich ist der Platz leer, das ist gut. Man braucht uns nicht zusammen zu sehen. Ich werde in das nächste Gäßchen einblegen, und ich bitte Sie, mir zu folgen. Wir werden dann an der Elbe entlang gehen, und wenn wir an die Felder gelangen, find wir ungestört und können gemeinsam schreiten. Dann werden Sie hören..." Malzahn nickte. Chem herrn Deube Bet ein ge mat des S eigena Freun die U noch äbrem den A die S nicht s nes 9 Raten au Ha Der S melle Ehem richt จ Times Denef peiche ridled Hirgef die M nigen pany 80 Ge um ei forge wurde Lände зидеб Auge Heß beftin etnen nen a über Maje Sände Gedäc Hillen vertra Borte In der 6 Notize 20 unend Lohner Dien fich n To da fibre geblie 90 tehen Dann, um gana ficher zu gehen, fragte er:„ Nicht wahr, ich trre mich nicht, Er ist der Kanzletfekretär Menzel?" " Bu Befehl, Herr Baron, der bin ich. Achtung, es tommen Leute, und da Ste sowohl wie ich in Dresden bekannt find, fönnte unsere Unterhaltung auffallen. Ich gehe vorauf..." Malzahn folgte. Der Alte ging, wie er gesagt hatte, bie Elbe entlang. Als man ins Freie und an die Felder fam und feinen Späher zu befürchten hatte, schritt man gemächlich nebeneinander her. Der Alte sprach im Flüsterton, Malzahn lauschte mit gespanntester Aufmerksamkeit. Dabei schritt man auf den schmalen Feldwegen auf und ab. In der Ferne hörte man die Kirchturmuhren schlagen. Neun Uhr! Behn Uhr! Die beiden Männer dachten nicht an den Abschied. - Malzahn sagte:„ Ich möchte gern Einblick in die Papiere haben, dent' Er ein wenig nach, ob das nicht zu bewerkstelligen ist. Die Sache wäre für mich von größter Wichtigkeit..." „ Das dürfte allerdings unmöglich sein, Herr Baron," entgegnete Menzel.„ Die Aften sind verwahrt und wohl verschlossen." „ Und Er hat die Dokumente gesehen? Das ist ficher?" a belmm Berrä Ste m bene boch tu e fostaldemo Nation ge Blätter la ruffifche e gefallen je Auch werden iniffer Stot genannt. chts befann Dret anato tatordons in m die Qua bemächtigten Tomita, jor und wetger ridzukehren Derweigerung egeln ange mit dem ifchen Bring wellung des nbefinden in Hr die Ber at dem Ma Armen der häuser. Die 00 Mart für of. Gestern ein Teil der ür die Aus Brand. Die ben Stunde mit dem am Besitzer des 1. Der Ver icht und war Suung. In es auf einer ers Lehwald olles Silber storben. In eines Initi storben. Die aus einem ertilgung ge mußt hatte. n. In Cöln n, der reiche Swarfen thr ich an einer irde. Sdlich vernus ische Flieger und in den der Explo 3, verbrannt. Todessturz Ding( Ober achtfährigen Sel erstochen; ien. Einem tfe von Oft 2000 France m Geistlichen hat dasselbe den Namen Beichtgehein ber die Für Soldaten in spalte. Giner erlegt. nwärtersfran efannt wird, Bten Augen onderzug, der nnschaften in bringen foll ein Aufent in Schönberg Station hins 3 Gleis, das einen- Lübec gegeben war, ig zitternder , das ist gut n. Ich werde ich bitte Ste Elbe entlang langen, find eiten. Dann te er:„ N anzletfekretär Achtung, es in Dresden ng auffallen te er gefagt le und an die trahten hatte Bahn Laufdite tschritt man In der Ferme Neun Uhr! nicht an den Imblid in die ob das nicht Hir mich von fetn, Serr find verwahrt en? Das H In entgegengefetter Richtung paffteren mußte. Am nächsten Bahnwärterhäuschen, in Richtung Grevesmühlen, hatte die Frau des Bahnwärters den Dienst zu verfehen; fte hörte die fortwährenden Bremssignale der Lokomotive des Militärzuges und sah den Zug dann trotzdem durch die Station Schönberg hindurchlaufen. Ohne sich lange zu befinnen, entfaltete die geistesgegen= wärtige Frau thre rote Fahne und stürmte dem D- Bug, den sie wegen einer Kurve zwar noch nicht sehen konnte, aber bereits von fernher hörte, entgegen und brachte thn glücklicherweise eine ganze Strecke vor dem MilitärSonderzuge, der inzwischen auch zum Halten gebracht war, zum Stehen. Das Unglück, wenn beide gitge ineinander hineingefahren wären, wäre unbeschreiblich gewesen. Als der Stationsvorsteher den Militärzug, ber, wie schon erwähnt, 18 Minuten in Schönberg halten sollte, weiterfahren fah, ftitrate er entfest in fein Bureau und rief das nächste Wärterhaus an, doch um Himmelswillen den D- Zug zum Stehen zu bringen. Inzwischen hatte aber die aufmerksame Bahnwärtersfrau die verzweifelte Lage selbst schon erkannt. Bismards Schwert am Sedantage. Ein eigentümItcher Vorfall wird aus Artern( Provinz Sachsen) berichtet. Dort fiel am Sedantag mittags 12 Uhr vom Bismarckdenkmal am Rathaus ohne jegliche fichtbare Veranlassung, auch nicht durch Erschütterung, plöglich das große Schwert zur Erde nieder, und unmittelbar darnach stürzte von der Figur auch der Arm, der sich auf das Schwert gestützt hatte, herab. Der seltsame Vorgang wurde natürlich aufs lebhafteste fommentiert und namentlich auch mit unserer Maroffopolitik symbolisch in Verbindung gebracht. Eine Fliege in der Milch. Wie verhalten sich Menschen verschiedener Nationen, wenn ihnen eine Fliege in die Milch fällt? Am gelassensten nimmt es der Deutsche. Wenn ihm eine Fliege in die Milch fällt, fischt er sie heraus und trinkt ruhig dte Milch, ohne sich weiter darum zu fümmern. Anders der Franzofe.- Vor Efel sich schüttelnd, gießt er die Milch mitsamt der Fliege fort. Das Gegenstück dazu liefert der Russe. Mit dem allergrößten Wohlbehagen schlürft er seine Milch, unbekümmert, ob mehr oder weniger Fliegen drin sind. Die überraschendste Lösung des schwierigen Problems Itefert aber der Chinese. Er fischt die Fllege heraus undißt fte. Aber die Milch, die unrein geworden, schüttet er fort. Ueber eine eigenartige Komödie der Irrungen", die vor dem Kaufmannsgericht thren Abschluß finden wird, berichtet die Hann. 3tg." folgendes: In einem Nachbarorte von Göttingen muß der Ehemann einer hübschen Frau häufig längere Zeit von zu Hause fort bleiben. Hin und wieder fand er seine Wohnung von einem eigenartigen Parfüm durchduftet, das seine Frau nicht führt, das aber er und ein Freund von ihm tennen. Du," sagte dieser, hier wa da gräune Junge, dä up de Vereinsvergnügens so veel mit diner Fru tanzer und immer um se herumme scharwenzelt." Dem Ehemann fiel es wie Schuppen von den Augen, aber der Freund wußte Rat.„ Eck passe wat up, wenn du nich da bist; wenn het wedder herut fummt, parfümtere ec ' ne in, dat het fine Freude hat." Nach einiger Zeit fah der Freund wirklich den grünen Jungen" am Abend die Stadt verlassen und in den Hof des Freundes einschleichen. Hier wurde er von dem Freunde des Hausherrn mit dem Gruß empfangen: m Namen des Deubels, der Dich holt, taufe ich Dich Dong Schuang!" Bei diesen Worten bekam der ahnungslose Jüngling ein gewisses Etwas über den Kopf. Geh man hen un mat Staat mit das niee Parfing!" rief thm der Freund des Hausherrn nach. Am nächsten Morgen kam der eigenartige Täufling in die Kneipe, wo die beiden Freunde saßen und beratschlagten, was zu tun set, da Ste Untreue der Frau erwiesen schten. Soll eck det noch in Namen von Dütwel finer Großmutter mit ährem Besenstele döppen?" fragte der tauflustige Mann den Anfömmling. Aber der grine" Jüngling flärte die Sache in eigenartiger Weise auf. Er war nämlich nicht der Plebhaber der Frau, sondern der Kommis elnes Abzahlungsgeschäftes und mußte die einzelnen 19 Raten von der Frau abholen, wenn der Mann nicht zu Hause war, da der Mann nichts davon wissen durfte. Der Kommis wurde nun von seinem Chef entlassen, well er das Geheimnis einer guten Kundin an deren Ehemann verraten hatte. Nun hat das Kaufmannsgericht das Wort. Die„ Newyork In 16% Minuten um die Welt. Times" hat dieser Tage eine an sich selbst adressierte Depesche um die Welt gefandt. Dte Laufzeit der Depesche, die auf ihrem Weae 28,613 englische Meilen zutricklegte, betrug nur 16 Min. 30 Set. Es war das die fürzeste Laufzeit irgend einer Depesche, die ganz um die Welt gekabelt wurde. Allerdings aelangte vor etnigen Jahren eine Depesche der Pacific Cable Contpany in der unglaublich furzen Reit von 9 Minuten 30 Sefunden um die Welt, fedoch hatte die Gesellschaft, um eine ganz besonders ante Laufzeit zu erzielen, Vorforge getroffen, daß die Depesche nirgends aufgehalten wurde, d. h. Sie hatte ste überall avtffert und in allen Ländern standen die Telegraphisten berett, sie wetterzugeben. Die Times- Depesche Teate folgenden Weg zu= ,, Ganz sicher. Ich habe sie mit meinen eigenen Augen gesehen," erwiderte der Gefragte.„ Eines Tages Iteß sich der Herr Minister aus dem Archivschrank etn bestimmtes Dokument hervorsuchen. Da ich es in dem etnen Fache nicht finden konnte, suchte ich in verschiede nen anderen. Bei dieser Gelegenheit sind mir die Akten über das österreichisch- französische Bündnis, dem Seine Majestät unser gnädigster Herr betgetreten ist, in die Hände gefallen. Der Wortlaut ist mir ungefähr im Gedächtnis geblieben, und sehen Sie, den habe ich in stillen Nachtstunden niedergeschrieben, dem Papter anvertraut. Ich meinte, die Sache Lönnte mir einst von Vorteil sein." Damit griff Menzel in die Brusttasche, In der eine Bapterrolle verborgen war. Er zog sie hervor und sagte:„ Diese birgt metne Notizen und steht zu Ihrer Verfügung, Herr Baron." Malzahn blickte dem Alten prüfend in die Augen. ,, Menzel," sagte er, Sein Geheimnis ist mir viel, unendlich viel wert. Ueberretch will ich ihn dafür belohnen. Selbstverständlich kann Er nicht länger im Dienste bletben und in Dresden wohnen. Sorg Er sich nicht. Ich werde Ihn mit Geldmitteln versehen, so daß Er in der Lage ist, ein behagliches Leben zu führen. Aber- aber er- Der G Der Gesandte suchte vergeblich nach Worten. Menzel schten auch das Unausgesprochene zu verstehen. Er blickte dem Baron fest in die Augen. Ste sind erstaunt, weshalb ich Ihnen dies Geheimnis verrate, oder gerade heraus, weshalb ich zum Verräter werde? Das ist eine lange Geschichte. Wenn Ste wollen, will ich sie Ihnen erzählen, und dann werden Sie mich vielleicht verstehen..." Er schten etne Antwort von Malzahn zu erwarten, boch als er schwieg, fuhr er fort: Man hat mein Kind unglücklich gemacht, hat es In die Schande getrteben und mich des einzigen rüd: Neuvort, San Francisco, Honolulu, Midway J8 land, Manila, Hongkong, Saigon, Singapore, Madraz, Bombay, Aden, Suez, Port Said, Alexandria, Malta, Gibraltar, Lissabon, Azoren, Neuport. Ein anständiger Gauner. Straßenräuber( der elnen Touristen ausgeplündert hat):" Damit Ihre Frau nicht glaubt, Sie hätten das Geld unterwegs vergeu det, will ich Ihnen eine Quittung darüber ausstellen!" Tourist: Das ist mir angenehm!... Bescheinigen Sie mir auch gleichzeitig, daß Sie mir ein goldenes Armband abgenommen, das ich ihr mitzubringen_ver= sprach, aber leider zu faufen vergessen habe!" Stra Benräuber: Nein für so eine Schlechtigkeit geb' ich mich nicht her!" Eine betagte Schildkröte. Ein Farmer in Amerita fing diefer Tage eine große Schildkröte, auf deren Rüden er die Inschriften„ Paul Marion, 1793", Adam Stil= mann, 1808", und Joseph Stillmann, 1865", vorfand. Die beiden letzteren Namen sind die feines Großvaters und Vaters. Er fügte seinen eigenen Namen und die Jahreszahl 1911 zu und setzte die Schildkröte, die nach den Inschriften über 118 Jahre alt fein muß, wieder in Freiheit. Ingenieur Richters Erzählung Ingenieur Richter hat dem Vertreter der„ Franks. 3tg." in Salonifi in anschaulicher Weise seine Gefangennahme durch die Räuberbande, seine Leiden und schließliche Freilassung geschildert. Wir geben aus setner Erzählung einige der interessantesten Stellen wieder: Während ich mich in Begleitung von zwei Gendarmen, so erzählt Richter, in der Nähe des Dorfes Kotinople im Olympgebirge aufhielt, erfolgte der übermich zu strzen, mich an ermorden, selbst wenn ich schlummerte. Jedoch hielt fie stets tim letzten Momente eine geheimnisvolle Macht zurück. Ich stand dabet ent setzliche Seelenqualen aus. Die Räuber hatten unterdessen große Summen erhalten. In der Frithe des 22. August tamen die Anführer, brachten die rest lichen 1500 Pfund und verteilen das Geld untereinan der. Dann sollte die Höhle verlassen werden. Man fam überein, mich zu töten, sobald die Flucht angetreten set. Einer schlug vor, mich zu betäuben und liegen zu lassen. Er wurde aber überstimmt. 8wei Räuber, darunt= ter ein Junge, wurden ausersehen, mich uma= bringen. Nach erfolgtem Abstieg festen wir uns nachts am Wege hin. Es war ein wunderschöner Abend. Wir war ganz feierlich zu Mute. Auch die Räuber wa ren in ähnlicher Stimmung. Man sprach wenig, nie mand wagte mich anzurithren. Plötzlich fauchte in der Ferne eine Patrouille mit Laternen auf. Wir mußten wieder flieben, verließen den griechischen Bo den und überschritten die titrfische Grenze. Einen Kilo meter jenseits derselben rasteten wir in der Nacht vom 22. zum 23. August. Infolge der großen Anstrengung und des Mangel an Waffer sowie der großen Size, Auf regung und dreimonatlicher Bewegungslosigkeit war ich zu Tode erschöpft. Ein junger Räuber, der mich umbringen sollte, war inzwischen entflohen. Der Abschied der Räuber.- Frei! Endlich zeigte man mir in großer Entfernung die Lichter einer großen Ortschaft; bort würde ich Wasser bekommen. Man gab mir acht Goldstücke und ein Sil berſtück, die Räuber drückten mir die Hand und sagten Adio. Ich war fret, und meine letzten Kräfte ein segend, gelangte ich in beklagenswertem Zustande nach Elafsona. fall durch die Räuberbande, wobei die beiden Gendar Die Schwaben auf der Fahrt nach Berlin. men getötet wurden. Die Räuber nahmen den Leichen und mir selbst die Waffen und das Geld ab. Die Räuber glaubten, ich fet ein Desterreicher. Als sie hörten, daß ich ein Reichsdeutscher fet, meinten sie, es set um so besser, sie könnten deshalb ein höheres Lösegeld verlangen. Sodann rastete man fünf Minuten an einer nahen Quelle. Die Räuber reinigten die blutigen Waffen, stärkten sich und boten mir Essen und Trinken an. Dann wurde die Flucht angetreten. Die Räuber, fechs aut der Bahl, erreichten mit mir nachts die Umgebung des Dorfes Selos, wo einer derselben den Brief hinabtrug, damit er an seinen Bestimmungsort gelange. Die Flucht wurde stets zur Nachtzeit unternommen. Als wir in der Nähe des Klosters Hagtas Trias vorbeifamen, waren dort schon Militär und Gendarmen anmesend. Am zweiten Tage metner Gefangenschaft war schon die Ebene von Elas sona durchschritten. Bei Tage wurde gerastet. Ich mußte die ganze Bett st tII Ilegen, was mir schreckItch wurde. In der dritten Nacht überschritten wir die griechische Grenze und rasteten dann auf einer Höhe anderthalb Tage. Am nächsten Abend kamen fünf griechische Gendarmen talauf und riefen beständig„ Germanos". Ich durfte aber nicht antworten. Dann wurde die Flucht nach dem Flachlande fortgesetzt, wobei mir, unten angekommen, die Augen verbunden wurden. Wir durchstreiften das Dorf Biler, wo wir zwölf Tage blieben und zweimal das als Aufenthaltsort dienende Haus wechselten. Dann wurde nachts weiter marschiert gegen die Berge, mo auf felfiger Höhe eine Söhle bezogen wurde, die ich bis zu meiner Fretlassung nicht mehr verließ. Ich verdante es meinen geographischen Erfahrungen, daß ich in der Lage bin, den eingeschlagenen Bea festzustellen. Während der Flucht empfand ich keine Furcht; nur das untätiae Liegen zur Tageszeit fand ich schrecklich. Dabet stellte fich das furchtbare Gefühl des Gefangenseins ein. Bret Selbstmordverfnche. Mein Aufenthalt in der wilden Höhle gestaltete sich entre Bitch. ch mußte den ranzen Tag liegen. Ms die Gefangenschaft immer länger währte, wurde ich im= mer zaghafter; schließlich zur Verzweiflung getrieben, unternahm ich zwet Selbstmordversuche, die mißlangen. Darauf folgte dumpfe Resignation. Das Ungezie= fer schten mich zu verzehren und die schreckliche Langeweile erdrückte mich schter. Ein Bote brachte nachts die Nahrung. Als er erschossen worden war, mußten die Räuber felbst Speise und Trank besorgen. Vier Kilometer entfernt von der Höhle td etne uralte einfame Platane, wo wegen meiner Befreiung mit den Räubern unterhandelt wurde. Daß die Räuber inzwischen verfolgt wurden, konnte ich nur vermuten, da tch viele Schiisse hörte. Ruerst war griechisches, dann Hirtisches Militär in die Gegend gekommen. Die Räuber reklamierten bei den Unterhändlern wegen ihrer Verfolgung durch die Türken, worauf diese größtenttells zurückgezogen wurden. Die Räuber vertrieben sich Inzwischen die Zeit mit Kartenspiel und Kartenlegen. Richter follte getötet werden. Nach fünf- bis sechswöchiger Gefangenschaft entnahm ich den Reden der Räuber, daß diese beschlossen hatten, mich zu töten, selbst wenn ein Lösegeld bezahlt worden sei. Manchmal waren ste tm Begriff, sich auf Schatzes beraubt, den mein Leben besaß. Darum will ich mich rächen... mich rächen..." Das sprach er haftig, atemlos, überwältigt von feinen eigenen Gefühlen. Wieder machte er eine Pause, ehe er sich so wett gefaßt hatte, um zähneknirschend hinzuzufügen:„ Ich will mich rächen dafür, daß man mir mein Kind genommen hat. Begreifen Ste?" Da entsann sich Malzahn fenes Sommerabends in der Lößniz, wo der Graf Brühl seiner Tochter erzählt, threr Mutter set der Aufenthalt in Karlsbad durch eine unangenehme Episode verleidet worden, deren Kammerjunpfer habe sich plötzlich das Leben genommen. Und dann dachte er an die Begegnung mit dem Kanzleisekretär Menzel im Brühlschen Garten, etne Begegnung, die die Gräfin ägriert und echauffiert hatte. Es war thm, als blickte er hinter die Kulissen eines Familiendramas. Da begann Menzel felbft davon zu erzählen. Es war etne alltägliche Geschichte, allein Malzahn berührte ste doch eigen. Menzel war ein einfacher Mann, der in seinem Aeußeren das Trocken- Bureaumäßige durchaus nicht angenehm zum brachte, allein sowie er von seinem Kinde sprach, war es, als öffneten sich Quellen, die verborgenes Gold aus seinem Inneren zutage brachten. Ausdruck Ergretfend war es, wie er davon erzählte. Er schilderte, welch Itebes, gutes und schönes Kind seine Tochter gewesen set, fetne einzige Freude. Da set ste, unglücklicherwetse, durch einen besonderen Zufall der Gräfin Brühl vorgestellt worden. Diese set ganz entzückt von ihr gewesen und habe thn- den Kanzletsekretär förmlich gezwungen, thr dte Tochter, halb als Gesellschafterin, halb als Dienerin ins Schloß zu schicken. - Das Luftschiff„ Schwaben" hat heute morgen seine angekündigte Fahrt nach Berlin von Baden- Baden aus angetreten. Die Fahrt geht über Karlsruhe, Mannheim, Frankfurt, Fulda, Hersfeld, Bebra usw. zunächst nach Gotha und von dort weiter nach Berlin. Von Gotha aus sind mehrere Tage lang Rundfahrten über dem Thüringer Land geplant. Die Weiterfahrt nach Berlin wird aber noch in dieser Woche, voraussichtlich Freitag oder Sonnabend angetreten. Ueber den Ter min und die Richtung bei der Heimfahrt ist noch nichts näheres bekannt. Ueber die heutige Fahrt berichten folgende Telegramme: Baden- Dos, 6. September. Das Luftschiff Schwaben" ist heute morgen 6,07 1hr mit sieben Passagteren an Bord zur Fahrt nach Gotha aufgestiegen. Karlsruhe wurde um 6,45 Uhr, Mannheim um 8 Uhr, Frankfurt a. M. um 9,05 Uhr passiert. Bebre, 6. September. Das Luftschiff Schwaben hat um 10,35 1hr Fulda überflogen und hielt sich auf seiner Weiterfahrt hart an der Bahnlinie FrankfurtBebra. Um 11,25 Uhr wurde Hersfeld überflogen. Hier wurde das Luftschiff gegen% 12 Uhr gesichtet. Drabtnachrichten und neuestes. Folgenschweres Brandnnglück. Cottbus, 6. September. Bei einem Brande in Sagrizz bei Gollen wurden drei herrschaftliche und fünf Bauernhäuser eingeäschert. Dret Personen erlifien schwere Brandwunden, ein fünfjähriges Kind kam in den Flammen um. Ein Opfer des Waldbrandes in der Neumark. Landsberg a. d. W., 6. September. In dem Schweriner Walde, der diefer Tage von einem großen Brande heimgesucht wurde, ist Hauptmann Schoenwald vom Feldartillerieregiment Nr. 54 aus Güstrin, das zur Hilfeleistung herbeigerufen war, verbrannt aufgefunder worden. Ein Deutscher wegen Spionageverdachts verhaftet. Paris, 6. September. Bet Omergues wurde der Deutsche Richter aus Dresden wegen Verdachts der Spionage verhaftet. Die Tenerunasrevolte in Frankreich. Dünkirchen, 6. September. Der Kampf der Hausfrauen gegen die Landwirte und Händler wegen der teuren Lebensmittel nimmt einen immer gewal= tätigeren Charakter an. Die in der Nähe der Stadt auf der Weide befindlichen Rinder wurden von den wütenden Käuferinnen mit Stöcken mißhandelt. 0 Im Fieber aus dem Fenster gestürzt. Wien, 6. September. Ein 13tähriges Mädchen, die Tochter eines Beamten, lag im Wiener Kinderhospital seit einigen Tagen an Scharlach frank. Während die Wärterin bei einem anderen Kinde beschäftigt war, stieg das Mädchen im Fieberwahn auf das Belt und stürzte sich aus dem Fenster des zweiten Stockes hinab. Sie war auf der Stelle tot. Die Choleragefahr in der Türkei, Konstantinopel, 6. September. Die Herbstmanöver sollen der Cholera wegen abgesagt und die diesjährigen Aushebungen nicht vorgenommen werden. Auch in Südserbten sind einige Cholerafälle festgestellt wor= den. " Ich hatte keine rechte Lust dazu, mein Annchen fortzugeben," gestand der Alte, allein ich konnte und durfte der Gräfin nicht entgegen sein. Der Graf hätte mich ja ohne weiteres meiner Stellung entheben tönnen. Außerdem, und das war die Hauptsache, bestürmte mich die Kleine mit Bitten, sie fret zu geben. Unser Leben floß still dahin. Ste aber wollte sich ihrer Jugend freuen und versprach sich goldene Berge von dem Leben im vornehmen Hause. Ich Iteß sie also ziehen, nachdem mir die Gräfin versprochen, wie eine Mutter über mein Kind zu wachen. Schlecht hat sie ihr Verfprechen gehalten, und darum, darum," das zischte der Alte förmlich zwischen den Zähnen hervor.„ will ich mich an dem Brühlschen Hause rächen, so gut ich kann. Und ich kann nicht anders, als indem ich dieses Geheimnis verrate. Der Beitritt Sachfens zum öfterreichisch- französischen Bündnis ist Brühls Werk. Wenn man in Preußen erfährt, was ich weiß, wird die ganze Brühlsche Herrlichkeit wie ein Kartenhaus zusammenbrechen. Darauf warte ich. Denn dann will ich lachen und mich freuen." Und er lachte schrill und häßlich auf. Den Tod seiner Tochter berührte Menzel nur mit wenigen Worten. „ Der Schuft von Desterreicher hat sie im Stiche ge laffen," erzählte er und fügte hinzu, ich meine den österreichischen Lakaten, der eine Bettlang im Hause des Herrn Grafen weilte, und der jetzt im königlichen Dienste steht. Der hat ihr die Ehe versprochen und und fein Wort nicht gehalten. Da hat sie fich vor mir, threm alten Vater gefürchtet. Darum hat sie nicht nach Dresden zurückkommen und mir unter die Augen treten wollen. Lieber, viel Iteber schied fte fretwillig aus dem Leben. Armes Kind!" ( Fortsetzung folgt.) Verein für Zeppelinfahrten. Kaffee- Rösterei Jahresbeitrag 6 Mk. Unter den Mitgliedern werden fortwährend Freifahrten im Zeppelinluftschiff ausgelost. Anmeldungen für Giessen und Umgegend in der Expedition der Giessener Zeitung, Seltersweg 83, oder im Bankhaus Strauss, Alicestr. 2. Soeben erschienen; Die Kunst der Spekulation. Aus dem Inhalt: Welche Papiere gewählt werden sollten. Wie man Gewinne erzielen kann. [ 23/4 Wie ein Verlust in einen Gewinn verwandelt werden kann. Amerikanische Paple: a. Fingerzeige für Spekulanten. Winke für Kapitalisten etc. etc. Kostenfrei erhältlich durch: Jakob Maternus empfiehlt gebrannte Kaffee cand. . 73 75 melange naturell 33 37 . . Strickmaschinen für haust. Erwerb. Anz. 30-50 M. Brofpefte gratis. Rich. Wünsch, Mühlhausen i Th. Vertreter gefFeinster Harzkäfe 100 Stück 2 Mr. ab bie: unter Nahm. C. W. G. Jsrael, Caffel. Mein in Jimenon in Thüringen . Pfund 1.25 Mk 600 m ü. b. M. am Wald gelegenes 1.30 37 77 1.35 35 37 Feine Mischungen 1.40, 1.50 bis 2.- Mk. Grosses Lager in Roh- Kaffee. Restaurant Windhof. Pensionsbaus mit 30 Zimmern, Leseballe und Badehaus, beibfichtige ich wegen borgerüdten Alters [ 245 und Krantlichkeit zu verkaufen Deegl. ebendaselbst eine Schneide mühle mit Bollgatter, Kreissägen und Kiftenfabrif. Die Grundstücke find je nach Wunsch zufammen ob. g trennt bertauflich. Rabere Aus funft erteilt der Befizer Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit:: Täglich frisch Kaffeegebäck:: Schlitzer Auerhahnbräu, hell 3,10 Ltr. 10 Pfg., dunkel/ 10 Ltr. 12 Pfg.:: Schattig. Garten Herrliche Turmaussicht. Korporationen und Vereinen grosse u. kleine Säle zur Verfügung. Auto- Garage und Pferdeställe. 297; 1 - Kohlheyer. Stein's Garten.. Giessen Bes. C. Stein Hotel Restaurant und 1. BergnügungsEtablissement mit großem Garten Brown Saville& Bro., 83, New Oxford Street, London. Mittagstisch Frühmorgens, - vor des Tages Arbeit und Mühen, sollte man dem Körper etwas durchaus Gesun des und Kräftiges geben. Darum empfiehlt es sich, als Frühstück Kathreiners Malzkaffee zu wählen, der absolut unschädlich, wohlschmeckend und gesund ist.- Noch ein besonderer Vorzug in unseren teuern Zeiten ist seine große Billigkeit. Der Gehalt machto!' MACHT DAS LEDER GESCHMEIDIG! Vorviglich Lederputz- Crème Kavalier Das Beste vom Besten 70% - GIBT WASSERDICHTEN HOCHGLANZI avalier S FARBT NICHT ABI ist das beste Schuhputzmittel der Welt! Union Augsburg. OHNE KONKURRENZI In und außer Abonnement. Elektr. Licht. Fremdenpension Bad im Hause. Telephon Nr. 5. Schmitten im schönen Taunus. Sehr beliebter Sommeraufenthal Hermann Korb. Zu Hause gemacht! Welche Freude machts und wieviel kann man sparen, wenn man im Haus Nadel und Schere richtig braucht. Man kann alles schneidern von der vornehmen Toilette bis zur Wäsche u. zum einf. Kinderkleid, wenn man die vorzüglichen Favoritschnitte der Intern. Schnittmanufaktur, Dresden- N. 8 verwendet. Hunderttausende gebrauchen sie ebenso wie die Favorithandarbeitsmuster. Prospekt Nr. 20 gratis. Anleitung durch das großartig ausgestattete Favorit- Modenalbum( nur 60Pf.), Jugend- Modenalbum ( nur 50 Pf.), Favorit- Handarbeitsalbum( nur 50 Pf.) Hier erhältlich bei: Gast- u. Kurhaus zum Ochsen. im schönen Taunusgebirge. Serre Alex Salomon& Co., Schulstr. 29. liche, funde Lage inmitten brachtv. Berge und Wälder. Ländl. Ruht u. Einfachheit. Sehr gute billige Pension je nach den Ansprüchen und der Lage der Zimmer von Mt. 3.50, 3.75, 4.- und höher. Für Touristen Bimmer m Frühstück von Mt. 1.50 an. Mittagessen von 1.-, 1.20, 1.30 und höher, bei größerer Gesellschaft vorherige Anmeldung erwünscht. Eigenes Fuhrwerk. Telefon Nr. 2. Nähere Auskunft erteilt der Besizer Anton Ochs. Prospekt grativ. verbunden [ 1/8 Selbstunterrichts- Werke Methode Rustin mit brien. Fernunterricht 1. Der wissenschaftlich gebildete Mann. 2. Der gebildete Kaufmann. 3. Der Bankbeamte. 4. Das Gymnasium. 5. Das Realgymnasium. 6. Die Oberrealschule. 7. Das Abiturienten- Examen. 8. Die höhere Mädchenschule. 9. Die Handelsschule. 10. Die Mittelschullehrerprüfung 11. Einjährig Freiwilligen- Prüfung. 12. Der Präparand. 13. Der Militaran wärter. 14. Die Studienanstalt. 15. Das Lehrerinnen Seminar. 16. Das Lyzeum oder Höhere Lehrerinnen- Seminar Das Konservatorium. Glänz. Erfolge Grosse Sammlung von Dank- und Anerkennungsschreiben kostenlos. Schnelle. Vorzüglicher Ersatz für den Unterrichten wissenschaftlichen Lehranstalten, der bis ins kleinste nachgeamt ist. gründliche und sichere Vorbereitung auf Prüfungen. Ersparnis der hohen Kosten für den Schul- und Fachunterricht. Bestes Mittel zur Erwerbung einer gediegenen Bildung auf allen Gebieten des Wissens. Ansichtssendungen bereitwilligst. Bezug gegen kleine monatliche Teilzahlungen. Bonness& Hachfeld, Verlag, Potsdam. So. Geld Vorsicht bel Kauf oder Beteiligung Wirkl. reelle Angebote verk. hies. u. auswärt. Geschäfte, gewerbl. u. landwirtschaftl. Betriebe, Zins-, Geschäftsund Fabrikgrundst., Villen usw. sowie Teilhaberges. jeder Art sende ich jedermann bef näh. Ang. des Wunsches vollkommen kostenlos zu. E.Kommen Nachf. Köln a. Rh., Kreuzgasse 8. Dresden, Leipzig, Hamburg, Hannover. Be a p Can Зул цэр SEXW pun SI'I W Son o p r AS O 609 W pa se bo s p ben by the way and as a શું ગાવું ઘાણા પ્રૢ uurÄJS -ગટ‘ ૩-૪ ગ્વા ts- ould ગયું en ори Can a Tüchtige Kaufe getragene Herren- Zimmerleute Anzüge, sowie getragene sucht Way& Freitag A. G. Stiefel u. Schuhe. Offerten J. S. an die Bahnüberführung Wehlar. Expedition dieses Blattes. Günstige Gelegenheit zur Gründung eines eigenen Heimes [ 22/13 bei guter Arbeitsgelegenheit bietet sich evang. Arbeitern und Handwerkern jeder Art, besonders auch Gärtnern in der Arbeiter- Rentengutskolonie Zabikowo in der Nähe der Residenz ladt Posen: arsgebaute, umzäunte Gehöfte( Wohnhaus, Stall. Brunnen) mit ca 2-4% Morven Land. Anzahlung von 500 Mark an.- Prospekte und Auskunft erteilt kostenlos Genossenschaftssekretär Bartelt in Zabikowo bei Posen. Gasthof, Zur Krone Wetzlar, Sophienstraße 35. Persil Millionenfach verbreitet im In- und Auslande und überall beliebt ist Persil, das selbsttätige Waschmittel von unerreichter Waschund Bleichkraft. Ein Versuch führt zu dauerndem Gebrauch. Erhältlich nur in OriginalPaketen. HENKEL& Co., DÜSSELDORF. Alleinige Fabrikanten auch dr weltberühmten Henkel's Bleich- Soda beeilt sich, SE Die nid der fü folge 20 Ja dient in Be fuhr Er Heinze höhe b Offizie tereffier tember feit de dertem werte die V gen, denten verein nar re Im nächsten Laden Vellohenselfenpulver ,, Goldperle" zu holen, well solches so schöne Geschenke enthält. Achten Sie bitte beim Einkauf genau auf den Namen, Goldperle und Schutzmarke Kaminfeger. Allein. Fabr.: Carl Gentner, Göppingen. Lustige Blätter Lusti ustigen Blätter die unter der Redaktion von Rudolf Presber, Alex. Moszkowski, Dr. Paul Krämer und Gustav Hochstetter und unter Mitwirkung bervorragender Künstler, wie Ernst Hellemann, F. Jüttner, W. A. Wellner. Br. Gestwickl, de Bayros, H. Zille usw. im 25. Jahrgang erscheinen, sind anerkannt eines der amüsantesten Blätter Deutschlands. Sle pflegen hauptsächlich die Schilderung des eleganten und weltstädtischen Lebens In Wort und Bild und werfen sailrische Streiflichter auf Politik und Zeitgeschichte. Probe- Abonnements pre Quartal 2.50 MK. pro Nummer 25 Pf. durch alle Buchhandlungen. Wärterinnen Küchenmädchen Verlag d., Lustigen Blätter gesucht. Geil u. Pflegeanstalt, Gießen. Berlin SW. 68. Knorr Hafermehl Reismehl ung schafts stellt, jekt fenflei Kalbi Shwe wurst fen. der g cherlei den, Heran werbli verfäu Kinde fen vollito wie a naten trägli über auch Verze Schein Die gleich Regel ben d hen Auch ander des diefe außer natst rät, eintre fort zwar noch fei m jdynit und HaferFlocken GrünkernMehl tönnt ganz die S ein Chili gemi des Wie fter i HahnMaccaroni Kätchenidhaft hebun Nudeln daru Ra auf Berbe H. Schöner Saal mit Veranda. Schattiger Garten: Gute Küche Bei Ausflügen sehr zu empfehlen. - - Eigentum und Verlag der Gießener Zeitung 6. m. b. 5. Verantwortlich: Otto Heinede.