te men erinner, filme u 1 bodite ogis und um ale gelucht. waffer 5.[ 19/3 ftalt ad: Naub um .Automobil fsmaschinen zeugmasch echn., Helzung g, Eisenbeton an., Apr. Ju irektor Prot nd Ingenieur hmar. cha.d.Elbe ndes geschält Der zur An ttener Maj Beschäftigung eit. Angebo 6. Zeit.[ 19 en, rafch uni zum Einbla denlack gen Zutate 6 Wichsen dr chbach. ( 245) Wohnhaud .Liegenschaft Offerten unte mburg a. 2801 Gießen Il ein Sohn, ne Tochter, Georg Wil Sohn, Ge Tochter, Ro chter, Emilie Tochter, Eli ohn. Sohn, Fried ine Tochter eine Tod Emil Chri eine Tochter er, Fabrika Niepoth i tifer, mit Weglar. it Charlot inna Dauer Elifabethe Ra Gießen, ibach. It in Salle Gießen. 85 Jahr al Jahre alt. echt, 75 Jahr aufmann, Sahre all geb. Sep 6 37 Jahre al 58 Jahre all algymnafiole be in Gießen H Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 50 Pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen - oierteljährlich 1,50 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mk. Erscheint Mittags 3 Uhr. Die„ Juustr. Weltrundschau" liegt alle 14 Tage einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 131. Telephon: Nr. 362. Gegenentwurf eines deutschen Stratgesetzes. Ueber einen Gegenentwurf zum Vorentwurf eines deutschen Strafgesetzbuches, den vier Lehrer des Strafrechts an deutschen Hochschulen, der Heidelberger v. Lilienthal und die Berliner Kahl, Goldschmidt und von Liszt in gemeinsamer Arbeit aufzustellen haben, macht Prof. v. Liszt im Münchener„ März" folgende interessante Mitteilungen: Einnur Der Gegenentwurf zählt 361 Paragraphen gegen 310 Paragraphen des Vorentwurses. Aber diesem größeren Umfang entspricht ein ungleich reicherer Inhalt. mal haben wir in den Gegenentwurf die grundlegenden Bestimmungen über den Strafvollzug, insbesondere über die Vollstreckung der Freiheitsstrafe, aufgenommen, um damit zu zeigen, daß eine gesetzliche Regelung dieser praktisch so überaus wichtigen Materie möglich, und daß es durchaus nicht notwendig ist, alles, wie es bisher der Fall war, und wie es auch der Vorentwurf ins Pluge gefaßt hatte, den Verordnungen der Einzelstaaten oder des Bundesrates zu überlassen. Wird gleichzeitig mit dem Entwurf eines Strafgesetzbuches auch der eines Strafvollzugsgesetzes ausgearbeitet und mit jenem dem Reichstag vorgelegt, so können unsere Vorschläge mit leichter Mühe aus dem Gegenentwurf herausgenommen werden, so daß dieser um eine Anzahl von Paragraphen gekürzt wird. Dann aber haben wir, im ausgesprochenen Gegensatz zu dem Vorentwurf, eine Reihe von sogenannten Nebengesetzen in den Entwurf hineingearbeitet. Bekanntlich enthält das Strafgesetzbuch selbst den kleineren Teil der von der Reichsgesetzgebung aufgestellten Strafdrohungen; die weitaus größere Zahl der in zwei Fällen sogar bis zur Todesstrafe reichenden Strafdrohungen findet sich in einer kaum übersehbaren Menge von anderen Reichsgesetzen, in der Konkursordnung und dem Sprengstoffgeset, in den Urheberrechtsgesetzen und im Gesetz zur Bekämpfung des Sklavenraubes und Sklavenhandels und wie sie alle heißen mögen. Diese an sich bedauerliche Zersplitterung hat den weiteren Uebelstand mit sich gebracht, daß gerade auf dem so empfindlichen Gebiet des Strafrechts die Gelegenheitsgesetzgebung üppig emporgewachsen ist und mit ihren einander widersprechenden Bestimmungen nicht nur die gleichmäßige Sicherheit der Rechtsprechung gefährdet hat, sondern auch das Rechtsbewußtsein des Volkes zu verwirren droht. Diesem unerträglich gewordenen Zustand muß unbedingt ein Ende bereitet werden; die Strafdrohungen der Nebengesetze sind, soweit das heute möglich erscheint, in das Strafgesetzbuch einzuarbeiten; soweit das heute noch nicht angeht, müssen sie mit den grundlegenden Bestimmungen des Strafgesetzbuches in Einklang gebracht werden. Unser Gegenentwurf hat sich bemüht, hier die Bahn zu weisen, ohne mit seinen Vorschlägen abschließende Ergebnisse liefern zu wollen. Im Gegensatz zu dem Vorentwurf hat der Gegenentwurf ferner die Polizeiübertretungen grundsätzlich von den Verbrechen und Vergehen getrennt. Wir sind mit den weitesten Kreisen der nichtjuristischen Staatsbürger der Ansicht, daß Mord und Brandstiftung, daß auch Sachbeschädigung oder Beleidigung etwas wesentlich anderes sind als die Uebertretung irgendeiner, vielleicht längst aus dem Gedächtnis der Bevölkerung entschwundenen Polizeiverordnung. Wir betrachten es als einen schweren Fehler des Vorentwurfs, daß er gerade in diefer Beziehung an der verfehlten Auffassung des geltenden Rechtes festgehalten hat. Daher haben wir den Gegenentwurf in zwei Bücher geteilt, von denen das erste die Verbrechen und Vergehen in einem allgemeinen und einem besonderen Teil, das zweite die Uebertretungen, ebenfalls in einem allgemeinen und einem besonderen ( freilich nur skizzierten) Teil behandelt. Besonderes Gewicht haben wir auf die Klarheit des Strasensystems und die Uebersichtlichkeit der Strafdrohungen gelegt. Gerade in diesen beiden Beziehungen läßt der Vorentwurf sehr viel zu wünschen übrig. Die Todesstrafe haben wir beibehalten, da unter den heute gegebenen Umständen an ihre Beseitigung nicht gedacht werden kann, sie aber gegenüber dem Vorentwurf wefentlich eingeschränkt. Das Rückgrat des Strafenſyſtems bilden im Gegenentwurf die beiden, scharf von einander geschiedenen Freiheitsstrafen: das Zuchthaus für Verbrechen, das Gefängnis für Vergehen. Während geltende Recht und leider auch dec Vorentwurf Höchstmaß des Gefängnisses auf 5 Jahre, das Mindestmaß des Zuchthauses auf 1 Jahr bestimmt, sodaß ' die beiden Strafen ineinander übergreifen, haben wir das Höchstmaß des Gefängnisses und das Mindestmaß des Zuchthauses auf zwei Jahre festgesetzt, damit die bei das das der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer des Großherzoglichen Polizei Amtes = Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Mittwoch, den 7. Juni 1911. I den Strafen auch durch ihre Dauer sich möglichst scharf voneinander abheben. Die Haft soll, der bisherigen Festungshaft entsprechend, nach unseren Vorschlägen an die Stelle von Zuchthaus wie von Gefängnis treten, wenn die Tat nicht aus ehrloser Gesinnung hervorgegangen ist. Bei Uebertretungen haben wir die Freiheitsstrafe grundsätzlich ausgeschlossen und uns mit der Geldstrafe begnügt. Bei Verbrechen und Vergehen soll die Geldstrafe regelmäßig nur in leichteren Fällen zur Anwendung kommen. Bei allen strafbaren Handlungen sieht der Gegenentwurf neben dem ordentlichen Strafrahmen, bei überwiegenden mildernden Umständen ein in bestimmte Schranken gebundenes, in besonders leichten Fällen ein unbeschränktes richterliches Milderungsrecht vor; in besonders schweren Fällen ist in engen Grenzen Strafschärfung zugelassen. * Reichstagswahlvorbereitungen. Abgelehnte Reichstagskandida= tur. Der Kandidat der nat.- liber. Partei, Kreisrat Schliephate- Friedberg, soll die Annahme der Reichstagskandidatur entgültig abgelehnt haben. Aus Stadt und Land. Gießen, den 7. Juni. Verkaufstag der Großherzogin. ( Gießerer Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Stellen gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg. Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg.- Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. -b- Gießen, 7. Juni. Ein schreckliches Unglück ereignete sich gestern nachmittag in der Zeit gegen 3 Uhr an der Ecke Landmann- und Licherstraße. Ein in voller Fahrt befindlicher Wagen der elektrischen Straßenbahn überfuhr das vierjährige Mädchen des Schlossers Büttner und zerschnitt es buchstäblich in zwei Teile. * Gießen, 7. Juni. Am 20. Juni, vormittags 10% Uhr, tagt hier in Steins Garten die 29. allgem. Konferenz der Geistlichen Oberhessens. Pfarrer KöddingGelnhaar hält einen Vortrag über die Mission. -n Bad Nauheim, 7. Juni. Schon mehrmals ist in letzter Zeit eine am Elisabethenhaus angebrachte Sammelbüchse, deren Ertrag für die Verpflegung der im Haus zur Kur weilenden armen Kinder bestimmt ist, ausgeplündert worden. Dieser Tage ist es nun dem eifrigen Bemühen der Polizei gelungen, die Diebe in Gestalt einiger 10 bis 12jähriger Jungen zu ermitteln. *) Alsfeld, 6. Juni. Für entstandenen Hochwasserschaden fordert ein Bäckermeister von der Stadt 440 Mk., da er die Stadt dafür verantwortlich macht. In der Stadtvorstandssitzung wurde beschlossen, eine bessere Regulierung des Bachbetts des Liederbachs in der Hohl vorzunehmen, um einen besseren Abfluß zu ermöglichen. Herborn, 7. Juni. In arge Verlegenheit wurde ein zur Zeit hier in Urlaub befindlicher Soldat gebracht. Er hatte am Samstag auf der Post eine Besorgung zu machen und das Fahrrad draußen hingestellt. Als er aus dem Postgebäude heraustrat, war das Rad verschwunden und mit demselben auch das SeiObgleich sofort die hiesige Polizei sowie die der Nachbarorte benachrichtigt wurde, gelang es nicht, den Fahrraddieb zu ermitteln. Die Ankunft des Großherzogs und der Großherzogin in Gießen ist endgültig auf Freitag, 9. Juni, festgesetzt. Die Ankunft des Großher 30gspaares erfolgt so frühzeitig, um persönlich bei Einrichtung der Verkaufsstände mitzuwirken. Die Herrschaftengewehr, welches auf dem Rade befestigt war. ten werden im alten Schloß Quartier beziehen und bis zum 15. hier bleiben. Vergangene Woche waren der Obersthofmarschall Frhr. von Ungern- Sternberg und der Kammerherr Frhr. Dr. v. Leonhardi hier und besichtigten mit Provinzialdirektor Dr. Usinger unter Führung von Architekt H. Meyer die bisher getroffenen Anordnungen in Steins Garten. In einer mehrstündigen Besprechung wurden alle nötigen Vorarbeiten noch festge setzt. Das rege Interesse aus allen Ständen von Gießen und Umgebung läßt auf eine lebhafte Beteiligung am Empfangstag schließen. ** Dreijährig Freiwillige für die Marine. Die 2. Abteilung der 2. Werftdivision in Wilhelmshaven stellt am 1. Juli und am 1. Oktober dreijährigfreiwillige Maschinistenanwärter ein. Das Mindestalter beträgt 17 Jahre. Den Gesuchen um Einstellung, die an das Kommando der Abteilung zu richten sind, sind beizufügen: 1. Nachweis über dreijährige Lehroder Arbeitszeit als Schlosser, Maschinenbauer, Kupferschmied, Kesselschmied, Dreher, Mechaniker oder in ähnlichen Berufszweigen, 2. Lebenslauf, 3. der Meldeschein zum freiwilligen Eintritt, der vom Zivilvorsitzenden der Ersatzkommission zu verlangen ist. Die ärztliche Une suchung ordnet der Marineteil an. Ferner werden am 1. Juni bei der ersten Abteilung derselben Division Dreijährig- Freiwillige für den Funkentelegraphiedienst eingestellt, die eine einjährige Lehr- oder Arbeitszeit als einmechaniker, Elektrotechniker, Telegraphisten oder in der Funkentelegraphie- Industrie nachweisen müssen. Die übrigen Bedingungen sind die gleichen. In der Tagespresse wird die Nachricht verbreitet, daß die diesjährige Wanderausstellung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft in Kassel auf das Jahr 1912 verlegt sei und die Ausstellung des Jahres 1912 von Breslau auf das Jahr 1915 verschoben sei. Beide Nachrichten sind, wie von der Deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft mitgeteilt wird, durchaus irrtümlich. Die diesjährige Wander( Jubiläums-) Ausstellung findet vom 22. bis 27. Juni in Kassel statt, während über den Ort der nächstjährigen Ausstellung, für die Breslau in Aussicht genommen ist, endgültige Beschlüsse noch nicht feststehen. Brunnen unter Denkmalschutz. Nachdem sich die Wasserleitungen auch in den ländlichen Drten immer mehr ausbreiten und hierdurch die Brunnen die überflüssig werden, hat das hessische Ministerium Kreisämter angewiesen, auf Grund des Denkmalschutzgesetzes die Beseitigung überflüssig gewordene. Brunnen zu verbieten. Die Anweisungen sind den Bürgermeistereien zugegangen. Soll fünftig ein Brunnen beseitigt werden, so ist in jedem einzelnen Fall die Erlaubnis des Kreisamtes notwendig. Viele öffentlichen Brunnen haben historischen Wert, teils durch ihren eigenartigen Aufbau, teils durch eigenartigen künstlerischen Schmuck. *) Marburg, 7. Juni. Von den Zwillingskindern des Wärters Kühn im nahen Dorse Kappel, die bei der Explosion eines Puppen- Spiritus- Kochapparates schwere Brandwunden erlitten, ist das Mädchen in der hiesigen chirurgischen Klinik seinen Verletzungen erlegen. Den Bruder hofft man am Leben zu erhalten. *) Büdingen, 6. Juni. In Mittelgrünau fand eine Gemeinderatssitzung statt behufs Beratung über eine Hilfsaktion für die durch die Hochwasserkatastrophe geschädigten Besitzer des Kreises Büdingen, an der u. a. auch Provinzialdirektor Usinger und Kulturinspektor Heyl teilnahmen. Der vorgelegte Hilfsplan wurde einstimmig genehmigt. * Biebrich a. Rh., 7. Juni. Ein seltenes Abenteuer hatte eine hiesige Volksschulklasse auf einem Ausflug zu bestehen. Unmittelbar vor Kloster Eberbach liefen mehrere der Knaben, um den Weg etwas abzuschneiden, durch ein Gebüsch. Dabei scheuchten sie einen dort lagernden weidwunden Rehbock auf, der die Schüler sofort angriff. Einen verletzte er am Oberschenkel und stieß ihn den Abhang hinunter, auch zwei anderen Schülern, von denen ihn einer am Gehörn packte, brachte er mit den Stangen blutende Wunden bei, ehe es gelang, das Tier in die Flucht zu schlagen. ie Verwundeten mußten durch die Kameraden in ärztliche Pflege gebracht werden. -- Wöllstein( Rheinhessen), 7. Juni. Ein furchtbares Unwetter entlud sich in der Nacht zum ersten Pfingstfeiertage über der hiesigen Gemarkung und den angrenzenden Ortschaften. Der Blitz schlug in den Turm der ehemaligen hiesigen Simultankirche. Der Glodenstuhl brannte ab, wobei auch die Glocken vernichtet wurden. Auch im benachbarten Volzheim zündete Blitz und vernichtete eine Hofreite, desgleichen in Gimbsheim. Der mit dem Gewitter verbundene Regen und Hagelschlag richtete vielfach große Verheerungen an. * der Luftballonverfolgungen mittels Automobilen haben sich eine angesehene Stellung in der Reihe der sportlichen Veranstaltungen zu erringen gewußt. Zu einem interessanten Ereignis gestaltete sich die Luftballonverfolgung, die der Hannoversche Automobilklub gemeinsam mit dem Hannoverschen Verein für Luftschiffahrt am letzten Sonntag veranstaltet hatte. Die drei aufgestiegenen Ballons, die von acht Automobilen verfolgt wurden, legten in 44 Stunden eine Strecke von zirka 230 Kilometer Luftlinie zurück, und landeten an der holländischen Grenze. Von den acht Automobilen gelang es nur einem, dem 11 PS. Adler- Auto mobil, den von ihm zu verfolgenden Ballon in der vorgeschriebenen Zeit zu erreichen. Verlobung der Prinzessin Viktoria Luise? Leute, die viel Zeit und Muße haben, beschäftigen sich neuerdings wieder intensiv mit der Frage, wer wohl der Hünftige Gemahl der Prinzessin Viktoria Luise sein wird Man sucht, so schreibt die M.- 3tg.", der Angelegenheit badurch etwas Pifanterie beizumischen, daß man erzählt, ber Kaiser, der sehr an dem Prinzeßchen" hänge, habe geäußert: Ich gebe doch die Kleine nicht für die Politik her; fte soll glücklich werden!" Damit betrachtet man die Kombinationen, die sich an die Person des Prinzen Eduard Albert von Wales, wie an die des Erzherzogs Karl Franz Joseph oder eines fumberländischen Prinzen knüpften, als abgetan und meint nun, die seit langem in Potsdamer Softreisen umgehende Version werde recht behalten, daß nämlich die Verlobung der Prinzeß mit ihrem Jugendfreund und Verehrer, dent Erbgroßherzog Adolf Frisd rich von Mecklenburg- Streliz, beschlossene Sache sei und baß möglicherweise bereits am 17. Juni, am 29. Geburtstage des Erbgroßherzogs, die Veröffentlichung dieses an die alte preußisch- mecklenburgische Tradition aus den Tagen der Königin Luise anknüpfenden, sicherlich in PreuBen und in ganz Deutschland sympathisch berührenden Bundes erfolgen werde. Der Erbgroßherzog hat unlängst mit dem Kaiserpaar und mit der Prinzessin Viktoria Luise in England geteilt, gehörte bis vor Jahresfrist, als er noch beim 1. Garde- Ulanen- Regiment in Potsdam Dienst tat, zu den ständigen Intimen des Neuen Palais und war von Kaiser wie Kaiserin gleich gern gesehen, die mit der Prinzeß nach den Pfingsttagen einen Besuch in Neu- Strelip planen. Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst erhielt der Prinz den Oberleutnant von Hahn als Ordonnanzoffizier zugeteilt und hat seither in Neu- Stre lib in den Bureaus der Landesregierung gearbeitet. 3ur Flottenvergrößerung, die der deutsche Flottenverein anregt, indem er fordert, daß von 1912 ab fährlich ein großer Kreuzer mehr auf Stapel gelegt werde, als das Flottengesetz vorsieht, schreibt Die Kreuzzeitung u. a. Die Veröffentlichung des Fischereigesegentwurfs ist in dem Bericht über die Verhandlungen der Kommission des Landesökonomiekollegiums, die zur Beratung des Entwurfs eingesetzt war, soeben erfolgt. Der Entwurf umfaßt 97 Paragraphen und zerfällt in zehn Abschnitte. Gründung einer elsaß- lothringischen Nationalpartei. In der von Vertretern aus allen Kreisen des Landes be= suchten Versammlung wurde am Sonnabend die Bildung einer elsaß- lothringischen Nationalpartei beschlossen. Am Sonntag wurde in deutscher und französischer Sprache ein Aufruf veröffentlicht, der von den Abgg. Blumenthal, Wetterle und zahlreichen Mitgliedern des Landesaus= schusses unterzeichnet ist. Flugstationen an der französischen Grenze. Die nationale Liga für Luftschiffahrt hat an den Senat das Ersuchen gerichtet, für die Errichtung von Flugstationen an der Grenze 10 Millionen Franks zu bewilligen. Von der Senatsgruppe für Flugtechnik wurde beschlossen, das Gesuch zu befürworten. Wer eine neue Flottenvermehrung fordert, wird an der Frage, ob auf dem Gebiete des Heerwesens noch wich tige Aufgaben vorliegen, nicht vorbeigehen können. So sollte mit Ruhe abgewartet werden, ob die verantwort Itchen Stellen eine weitere Vermehrung der Rüstungen für erforderlich halten. Dabei wird aber die Reichslei tung unter feinen Umständen von den Grundsäßen einer gesunden Finanzpolitik abgehen wollen und dürfen, die felt der Reichsfinanzreform als Gemeingut der Regierun gen wie der Parteien angesehen werden dürfen. Soll fen wirklich neue Flottenbauten sich als notwendig er weisen, so darf diese Maßnahme auf keinen Fall dazu führen, daß wiederunt wie in den Jahren 1900 bis 1908 die Deckungsfrage unentschieden bleibt! In den Jahren 1906/09 sind die Reichseinnahmen um einen Betrag vermehrt worden, der bereits jett 600 Millionen nahezu er retcht und kmr Beharrungszustand diese Sumine übersteigen wird; das ist eine Mehrleistung, wie sie in der parlamentarischen Geschichte afler Völker in Friedenszei ten niemals dagewesen ist. Nun wäre zu wünschen, daß bas politische und wirtschaftliche Leben auf längere Zeit hinaus vor den Erschütterungen bewahrt bleiben könnte, die mit großen Erhöhungen der Steuerlast untrennbar verbunden sind." Rundschau vom Cage. Politisches. Ein italienisches Versicherungsgeset. Der italienische Handelsminister hat der Kammer ein Projekt zur Durchführung von Lebensversicherungen durch ein nationales Institut vorgelegt. Das Versicherungsprojekt setzt fest, daß mit dem Inkrafttreten des Gesetzes die Lebensversicherun= gen unter dem Monopol einer nationalen Anstalt durchgeführt werden sollen, die mit dem Sitz in Rom begründet werden soll. Eine englische Absage an Marotto. Mehreren Blättern zufolge hat die englische Regierung dem in Paris weilenden marokkanischen Minister des Aeußeren El Mokri, der als Vertreter des Sultans den Londoner Krönungsfeierlichkeiten beiwohnen sollte, durch ihren Pariser Botschafter mitteilen lassen, daß ihr die Anwesenheit einer marokkanischen Abordnung bei den Londoner Festlichkeiten nicht erwünscht sei. Der Schritt wird damit begründet, daß die Grausamkeiten, welche dieSultanstruppen namentlich bei den letzten Ausfällen gegen Weiber und Kinder begangen haben sollen, als entehrend für die Regierung des Sultans angesehen würden. Es set zu befürchten, daß die öffentliche Meinung Englands den Vertretern Mulay Hafids einen unfreundlichen Empfang bereite, was man aus Courtoisie vermeiden möchte. Ueber den verflossenen Sessionsabschnitt des Reichss tags schreibt die„ Nordd. Allg. 3tg.": Das Gesamtergebnis der Tagung ist ein beredtes Zeugnis für die Arbeitsfähiglett und Arbeitswilligkeit dieses Reichstages, dessen vor= zeitige Auflösung während der letzten zwei Jahre vielfach gefordert wurde. Ein Beweisgrund zugunsten dieser For derung ist aus der positiven Leistung des Reichstags nicht herzuleiten. Selbst in solchen Blättern, die an den von der Regierung eingebrachten Entwürfen oder an der endgültigen Gestalt der Gesetze Kritik übten, wird beim Vergleich der parlamentrischen Lage vom Herbst 1909 mit der heutigen Situation anerkannt, daß der Reichskanzler mit seiner Hoffnung, der 3wang zum Schaffen werde sich über alle Barteiwirren hinweg geltend machen, recht behalten habe. aus Anlaß der Radbober Grubenkatastrophe, bet der 850 Bergleute den Tod fanden, gegen 44 Betriebsführer und Steiger wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet wurde, eingestellt. Der Gefangene der Balkanräuber. Ingenieur Richter aus Jena, der im Olympgebirge von Räubern gefangen wurde, ist noch immer in der Gewalt der Entführer. Alle Bemühungen, thre Spur zu verfolgen, find bisher ergebnislos gewesen. Die Monarchisten in Portugal. Bei der Lloydsagentur in London werden dem B. T. zufolge gegenwärtig viele Versicherungen von reichen portugiesischen Kaufleuten gegen Beschädigung ihrer prächtigen Wohnhäuser in der Hauptstadt durch Aufstand und Revolution abgeschlossen. Die Versicherer sind meistens Royalisten, und diese Tatsache wie der Umfang der Geschäfte führen zu der Annahme, daß demnächst eine royalistische Erhebung in Portugal bevorsteht. Die nächste Plenarsizung des Herrenhauses ist auf Freitag, 16. Juni, anberaumt worden. Auf der Tagesord nung steht eine Reihe kleiner Vorlagen, die teilweise das Herrenhaus bereits beschäftigt hatten. Am 17., 19. und 20. Juni stehen ndie Zweckverbandsgesetze zur Beratung. Es folgen am Schlusse der Woche die Beratungen des Eisens bahnanleihegesetzes, des Feuerbestattungsgesezes, des Ges fetes über die Entlastung des Oberverwaltungsgerichtes, des Gesetzes zur Bekämpfung des Prämienschwindels, der Entwurf zum Erwerbe von Fischereiberechtigungen und andere kleine Gesetze. 3wei Kirschen an einem Stengel. 23) Roman von A. von Biltencron. ( Nachdruck verboten.) Tödlicher Absturz in den Bergen. Am Sonntag stürz te am Totenkirchl im Wilden Katsergebirge in Nordtirol der Leutnant Theodor v. Falt ab und erlag den dabei erlittenen Verlegungen. Der Verunglückte war ein Enkel des früheren Kultusministers v. Falk aud zur Kriegsakademie nach Berlin kommandiert. Ein türkisches Riesendefizit. Wie nunmehr amtlich festgestellt ist, beträgt die Unterbilanz des Jahresbudgets der türkischen Kammer über 14 Mill. Pfund Sterling. Das große Defizit erklärt sich aus den ungeheueren Ausgaben für Militärzwecke im letzten Jahre. Bei einem Grenzkonflikt zwischen griechischen und türkis schen Soldaten wurden vier türkische Soldaten erschossen. Das Dazwischentreten der Offtztere machte dem Kampf ein Ende. Julius wandte sich zur Seite, damit sie ihm nicht in die Augen sehen konnte. Irgend etwas hatte ihn verbrossen, das merkte sie, denn sonst hatte er sich immer sehr rücksichtsvoll über den alten Herrn geäußert, und ste immer wieder zum Hingehen aufgefordert. Ehe Kathi ihn aber nach dem Grunde seiner Verstimmung fragen fonnte, flärte er sie selbst auf. Kleine Nachrichten. Bei dem Entgleisen eines Straßenbahnwagens in Stal bridge in England wurden gestern 40 Personen, meist Arbeiter, zum Teil schwer verletzt. Drei Fabriken niedergebrannt. Großfeuer vernichtete in der Nacht zum Sonnabend in Düsseldorf die Holzindustriefabrik Blasberg, die Papierfabrik Müller und die Kalanderfabrik Henckels u. Co. Der Schaden beträgt mehrere Millionen. Das Befinden des Prinzen Joachim von Preußen ist durchaus befriedigend. Der Prinz erhielt nach Vornahme der Punktion eine bedeutende Erleichterung. Die Schmers zen haben nachgelassen. Es scheint, daß die Heilung nunmehr einen regelrechtn Vrlauf nimmt. Ich meinte, wir sollten heute früh hinkommen, um ein großartiges Hochzeitsgeschenk in Empfang zu nehmen," nurrte er, statt dessen kriegten wir eine ellenlange Prebigt aufgetischt, und mit dem Geschenke wars Essig." Große Fenersbrunst. In Steinheim im Kreise Hörter sind am ersten Feiertag neun Wohnhäuser niedergebrannt und elf Familien obdachlos geworden. Der Schaden wird auf mehrere hunderttausend Mark geschätzt. Ein gewaltiger Waldbrand wüfete in einem Tannenwald in der Nähe von Segeberg bei Lübeck. Ueber 1000 Hek tar, zum Teil Hochwald, find vernichtet. Hohe kaiserliche Auszeichnung für Ballin. Der Kaiser hat dem Generaldirektor Ballin aus Anlaß seines 25jährigen Jubiläums mit einem in den wärmsten Worten gehaltenen Handschreiben die Brillanten zum Kronenorden 1. Klaffe verliehen. Gelynchte Räuber. Im Kirchdorfe Poleshny in Südrußland wurden drei Räuber, die das Haus des Geistlichen überfallen und mehrere Bauern verwundet hatten, von den ergrimmten Dorfbewohnern in einen Sumpf gejagt und erschlagen. Der erste Kongreß für Luftschiffahrt hat in Paris seine Arbeiten beendet und 17 Artikel angenommen, die den Versuch zu einem neuen Gesetz über den Luftverkehr darstellen. Was war denn das? So hatte er sich in ihrer Gegenwart noch nie geäußert! Ste war empört, und ihre Augen blitzten ihn entrüstet an.„ Wie funnst Du es über das Herz bringe, so zu sprechen- so" sie wollte noch mehr fagen, aber sie beherrschte sich. Doch nicht allein der Wille, an diesem Tage feinen 3ant heraufzubeschwören, ließ ste Ichweigen, sondern es war ein leiser Schreck, der sich gleich einem dumpfen Drucke lähmend auf ste senkte. Wissenschaft, Kunst und Literatur. Das erste deutsche Freilichtmuseum. Nach dem Vorbilde des Freilichtmuseums in Skansen bei Stockholm wird demnächst ein Freilichtmuseum in Königsberg t. Pr. als erstes in Deutschland der Oeffentlichkeit übergeben werden. Die Anlage ist dem Tiergarten angegliedert. Sie enthält unter anderem ein litauisches Bauerngehöft, ein oberländisches Haus in der Bauart des alten Ermland, ein masurisches Bauernhaus, eine Grabanlage usw. Später soll eine Stabkirche mit Friedhof als Beispiel nordischer Einflüsse und andere bauliche Anlagen hier erhalten werden, die sonst in der Provinz Ostpreußen mehr und mehr ihrem Untergang entgegengehen. Abschaffung der Geldbriefträger in München. In München werden die Geldbriefträger zum 1. Jult abgeschafft und die Bestellung der Postanweisungen durch das verstärkte Brtefträgerpersonal vorgenommen. Die bekannte Frauenzeitschrift„ Die Modenwelt", welche nach dem Tode ihres Begründers, des Freiherrn Franz v. Lipperheide an die Verla sanstalt F. Bruckmann A. G. verkauft worden war, geht am 1. Jult dieses Jahres in ben Verlag des Hauses unstein u. Co., Berlin, über. Ganz erfüllt von dem Ernst des Tages, hatte sie den Bräutigam, der ihr zum Onkel erst nachgekommen war, hur mit einem flüchtigen Blick beim Hereintreten gestreift und nachher nicht weiter auf ihn acht gehabt. Jetzt fiel the etwas unftätes in seinem Blick auf, und der Gang Ja, wahrhaftig, es war ein schwankender Gang. Das Testament Johann Orths. Am Sonnabend wurde das Testament Johann Orths dem Kaiser überreicht. Die Publikation des Testamentes erfolgt nach Einsichtnahme durch den Kaiser am heutigen Dienstag. Das Mädchen brachte kein Wort mehr über die Lippen, angstvolle Gedanken durchfagten ihr Hirn, ein Schreckgespenst tauchte vor ihr auf, das ste marterte. Ja, ein Shred, ein Sputgespenst, das sie sich selbst geschaffen, weiter war es nichts, suchte ste sich zu beruhigen. In der Haustür stand Frau Röschen. Sie warf dem Sohn einen scharfen Blick zu und sah böse aus. Nachklänge zur Katastrophe von Radbod. Das Landge richt Münster hat nunmehr das Verfahren, das seinerzeit Vermischtes. Bhwere on London were unfam Bus in eine G Bärterinnen Benbahn nach Fabrdamm w verbedt. Der gen in die Ai Gin zehnjähri wurden in fch bracht. Aurz Helle ein Stra fabren, wobe Eine indif ous Calcutta b Erdbeben in Belgien. In der Gegend von Charlerot wurden in der Nacht zum Sonntag einem Telegramm zufol= ge, heftige Erdstöße verspürt, die sich im Laufe des Tages wiederholten. Der erste Stoß, der um 11 Uhr nachts erfolg te, hat besonders in zahlreichen umliegenden Gemeinden Schaden angerichtet. Es wurden Schornsteine zertrümmert und Möbel von der Stelle gerückt, sowie Gegenstände zu Boden geworfen. Der Bevölkerung bemächtigte sich eine lebhafte Panik, die Leute stürzten ins Freie, in Erwartung weiterer Eröstöße. Die Erdbewegungen stehen augenscheinlich in Zusammenhang mit den vor einigen Tagen in der Aachener Gegend wahrgenommenen Beben. chen," redete sie ihn an, und er, gewöhnt, sich unter diesen starten Willen zu beugen, ging gehorsam in sein Zimmer. Julius, ich habe in Deiner Stube mit Dir zu spre= Die Tragödie einer Bauernfamilie. Zu dem Mord bet Ergolding in Niederbayern, wo der Landwirt Hopfensperger seinen 17jährigen Sohn im Schlafe überfallen und niedergeschlagen hat, werden noch nachstehende Einzelheiten gemeldet: Der Streit zwischen der Familie und dem außer ordentlich jähzornigen Sohn entstand vor allemt über den beabsichtigten Verkauf des auf 20 000 Mark gewerteten schuldenfreien Anwesens. Man überlegte oft, wie man den Sohn los werden könnte. Der Vater hat sich nach seinem eigenen Geständnis den ganzen Winter über mit dem Mordplan getragen. Die Mutter schlief aus Furcht vor ihrem Sohne im Schweinestall. Als am Abend vor dem Morde wieder ein Streit gewesen war und der Sohn im Jähzorn darüber das Vieh unmenschlich mißhandelt hatte, war der Vater zum Aeußersten entschlossen. Er trat frühmorgens 3 Uhr an das Bett des noch schlafenden Sohnes und schlug ihn mit dem Betl tot. Dann zog er sein Feiertagsgewand an und stellte sich der Gendarmerie. Der Mörder erzählte ganz gelassen alle Einzelheiten und verhielt sich bei der Konfrontation mit der Leiche seines Sohnes kalt und herzlos. Der Bauer ist 56 Jahre alt. Die öffentliche Meinung in Ergolding ist auf seiner Seite. Frau Röschen aber, die Kathis verstörtes Gesicht sah, mochte ahnen, daß zwischen den beiden etwas vorgefallen set. Freundlich wandte sie sich an Kathi:„ Mußt ihm das nicht übelnehmen, Käthchen, er ist ein bißchen überwacht. Gestern, am letzten Junggesellenabend, hat er wohl etwas länger, als not tat, mit den alten Bekannten zusammengesessen, das merkt man ihm heute früh noch an. Jetzt soll er sich ein bißchen hinlegen, dann verschläft er's und ist hernach wieder frisch." Rathi gab keine Antwort, müde, mit schweren Schritten ging ste hinauf in ihr Stübchen. Frau Rosa hatte dafür gesorgt, daß die Hochzeit„ standesgemäß", wie sie sich ausdrückte, ausfiel, und nach ihrer Ansicht war denn auch alles großartig gelungen. Julius hatte der Schlaf gut getan. Er war wieder der Liebenswürdige, so wie Kathi ihn bisher nur gekannt, und hatte sogar mit einer gewissen Verlegenheit gemurmelt:„ Der gute Onkel," als Kathi ihm, ehe sie zum Standesamt fuhren, einen Brief des Paten gezeigt, den er thr geschickt hatte. „ Meine Hochzeitsgabe für mein Patenkind," stand da rin, sie soll es sich aufheben für die Zeit, wenn sie es mal brauchen sollte." Fünf Hundertmarkscheine lagen dabet. Kutscher und Pferd ertrunken. Ein verhängnisvoller Irrtum ereignete sich am Sonnabend im Hönowsee bet Mahlsdorf in der Mark. Dort trieb der Kutscher Schulz die beiden Pferde des Bauerngutsbesitzers Gatow, bet dem er sett fünf Jahren angestellt war, zur Schwemme in die See. Die Tiere gerieten dabei in eine tiefe Stelle. Sch. versuchte, die Pferde wieder herauszubringen, wurde aber dabet mit auf Grund gerissen und ertranf. Eins der Pfera de konnte sich durch Schwimmen retten, während das anz dere ebenfalls seinen Tod in den Fluten fand. Nach mehreren Stunden erst gelang es, die Leiche des Kutschers und später auch das verunglückte Tier zu bergen. ,, Ein wunderlicher Kauz ist er doch," meinte der angehende Ehemann, als er nicht nur das Geld gesehen, sondern auch die Zeilen gelesen hatte, und Kathi beides zurüdgab.„ Na, brauchen wirst Du die blauen Lappen schon bald genug." Aufheben will ich sie mir," gab sie zur Antwort. Vom Standesamte gings in die Kirche und von der Kirche zum Festessen in einem fremden Restaurant. Dann fuhr das junge Paar auf drei Tage nach Dresden. Ja, wer hätte in Hennigbach gedacht, daß Kathi, das Häuslerkind, eine richtige Hochzeitsreise machen würde! Ihr selbst kam das ganz verwunderlich vor, und mit offenen Augen und affäre in Ind Singh, der etr Männer des P mordet. Der S par thres Cie tändig in thre fagte ihm, daß wollte von eine Braut verliebt Sahiba mit ihr Dienerin befal Der Geliebte I Ranee Sahiba hüttet. Von und ging am nichts gefcheher ben Tage verf empfänglichem Gemüte nahm sie all das Schöne und Neue hin, das hier auf sie wirkte.***** Nach diesen Tagen sette das Alltagsleben wieder ein, und nun war es die Arbeit, die rastlose Arbeit, die der jungen Frau über Stunden verzehrenden Heimwehs fort half und ihr die Frische bewahrte, die auf die Gäste noch immer erquickend wie reines Quellwasser wirkte. Acht Wochen waren sie verheiratet, da geschah es, daß Frau Rosa schwer erkrankte. Ihr Zustand wurde immer hoffnungsloser trotz aller aufopfernden Pflege, die Kathi ihr angedeihen ließ. - T tellt und zun Richter erklärt tifcher Kaltbli die Mörderin, deBröcheln ihre im Nebenzimm rang. Die Pri Bendfchab gewo Eine neue Renport wird Ehandtat ber feht. Im vorig Freijährige Söh Buffa gestohlen. gefordert, ein L tigenfalls man einem Faß zusch telephonisch gedr Luft gesprengt m bungen nach de Die Verzweiflun fendung einer S höht worden. Ein Bund S gegenwärtig eine Lage ein Preis gewefenen Pre Nitauft wurde. Algr. Dieses brigens nod ni Epargel auf der lelte aber, da es Breijes zurückstar kete preisgekrön wischen 20 und Eine Luftdrof Die Sterbende fühlte, daß es mit ihr zu Ende ging, und in stiller Nachtstunde, als die Schwiegertochter bei ihr wachte, griff sie nach deren Hand und zog sie dicht zu sich heran.„ Kind, ich muß Dir etwas sagen," raunte sie ihr zu,„ der Julius ist ein guter Junge, aber schwach schwach ich mußte ihn immer fest am 3ügel halten, dann gings!" Sie machte eine Pause, das Sprechen wurde ihr schwer, aber sich wieder zusammenraffend, fuhr sie fort: " Dich hat er ja unbändig lieb, denn er wollte nur partu Dich, obgleich er sonst hinterm Gelde her ist. Darum habe ich mir gesagt, so brav und flink wie die Kathi ist, wird ste auch ohne Geld die Rechte für ihn sein; ihren Kopf weiß sie auch durchzusetzen, und das ist gut, da wird sie dem JuItus einen Riegel vorschieben, daß er sich nicht aufs Trinfen legt mit den guten Freunden." Sie hätte gern noch mehr gesagt, der Schwiegertochter allerhand Ratschläge geben mögen, aber sie vermochte jett nicht weiter zu reden. Angstvoll sah sie ihr in das Gesicht. Die junge Frau war totenblaß geworden, erschrocken stammelte sie:„ Jemersch, jemersch! Steht's so! Letthin wollts mi allweil so scheine, und es gruselte mich; aber ich hab dann gemeint, ich tät dem Julius unrecht. Mutter, Mutter, stirb mir nit weg! Ich schaffs nit allein, wenns is, wie Du ſeggst." Jn jäh aufsteigender Angst barg fie schluchzend ihr Gesicht in die Hände. ( Fortsetzung folgt.) der Luzerner lungene Probef nannten Aero ait ftatt. Die W inderförmigen ganzen Appa 4 bis 5 Paffagi der des neuen artiger Elfäffer Bligichäder in end in Lothrin Saargemünd kd; eine Mauer af Bentnern zer lefajerne wurde vom Blig er en Brivatwald de ein 20jähri fel bei Are fin Café Biar, de endes Bild im e Kaffeehäu ng des Resta dem Cafetier en zu erober au finden Biard dein Boltamund di form wegen geworden. S und guten inettes, Schau itempeln der Nadit geöffne le Fußböden, feurne, Htater Mamfell thre Biards". bend wird die fleines Gefpr aus. Das Cafe te, Ste tit et Monfieur B e und ihre Be Avelle, jenem politismus auft et vor 27 Ja die Idee, Ste lang zum Mil allhatte füralt Geheimnis fe Gefchichte," h geworden, die ben. Außerdem rd hat in fein jen pro Minut Das Goldgem de Blätter mel feiner insti Begleitung Ser ble Gale e gefüllt tit. Got ait des Rönt Sen bat, wird men der Stadt bem Bolte ge nte pie age en andere Sch ment unb fi uträglichtelter aben die indife eldes auf ander Beterliditett, 850 I und , etn Alter angen Alle ergeb Stürz dtirol Det er Entel goata Stal it Arichtete Solzins 1d die mehBörter brannt wird annens 0 Hef Südtlichen On den t und Orbilde 5 demerstes .Die It uns ländi najuri Meine nflüffe n, dic ihrem arlerot zufol Tages erfolga einden mmert de zu h eine artung tschein= in der ord bet enfper1d nieTheiten außer er den schul Sohn eigenen Ian geSohne wieder Sarüber cer zum an das it dem d stellte gelaffen ntation Bauer ding ist isvoller ee bet Schulz Set dem in die 2. Sch. de aber er Pfer das anz ch meh ers und nd Neue der ein, die der hs fort ifte nodi es, daß zimmer e Rathi de ging, bei ihr t zu fid e fie ihr wach en, bann urde ihr Schwere Straßenunfälle in London. In den Straßen yon London ereigneten fich am Freitag nachmittag awet were Unfälle. Am Graysinn Road fuhr ein Motoromnt us in eine Gesellschaft taubstummer Kinder, die von zwet Bärterinnen gelettet wurden und von der Schule per Stra fenbahn nach Hause fahren wollten. Die Aussicht auf den Fahrdamm war durch einen stehenden Straßenbahnwagen verdeckt. Der Führe: des Omnibusses fuhr beim Ausbte gen in die Kinder hinein und riß drei Mädchen zu Boden. Ein zehnjähriges Kind wurde sofort getötet, zwei andere wurden in schwerverletziem Zustande nach dem Hospital gebracht. Kurz vorher war nicht weit von dieser Unglückstelle ein Straßenbahnwagen in einen anderen hineinge fabren, wobet nen Personen verlebt wurden. Eine indische Prinzessin als Giftmörderin. Meldungen aus Calcutta berichten über eine Aufsehen erregende Morb affäre in Indien. Die schöne Witwe des Girdar Dyal Gingh, der einer der einflußreichsten und wohlhabendsten Männer des Pendschabgebiets war, hat ihren Geliebten ermordet. Der Name der Mörberin ist Ranee Sahiba. Sie par thres Liebhabers, der seit dem Tode ihres Mannes tändig in ihrem Hause weilte, überdrüssig geworden und fagte ihm, daß sie wieder frei sein wolle. Allein der Geliebte wollte von einer Trennung nichts wissen, da er rasend in die Frau verliebt war. Am 20. Februar befand sich Ranee Sahiba mit ihrem Geliebten im Schlafzimmer, als fte der Dienerin befahl, Milch in goldenen Schalen zu bringen. Der Geliebte leerte die Schale und starb in derselben Nacht. Ranee Sahiba hatte heimlich Arsenik in die falte Milch ge Schüttet. Von Dienern ließ sie den Leichnam hinwegschaffen und ging am Morgen lächelnd in den Hof hinab, als ob nich to geschehen wäre. Doch wurde die Prinzessin am selben Tage verhaftet. Nanee Sahiba wurde vor Gericht getellt und zum Tode durch den Strang verurteilt. Der Richter erklärte, daß er niemals eine Frau von so verbreche tischer Kaltblütigkeit gesehen habe. Das Verhör ergab, daß die Mörderin, bevor sie das Haus verlassen hatte, das Todesröcheln thres Geliebten ruhig mit angehört hatte, da sie Im Nebenzimmer Toilette machte, als jener mit dem Tode tang. Die Prinzessin hat sich jetzt an das Appellgericht des Ben dschab gewandt, um Begnadigung zu erlangen. Eine neue Schredenstat der„ Schwarzen Hand"? Aus Neu york wird dem Berl. L.-A. gemeldet, daß dort eine Schandtat der Schwarzen Hand große Aufregung verur facht. Im vorigen Monat wurde, wie bereits berichtet, das dreijährige Söhnchen Salvatore des retchen Kaufmanns Buffa gestohlen. Die Eltern wurden dann telephonisch auf gefordert, ein Lösegelb von 40 000 Mark einzuschicken, wide rigenfalls man ihnen das Kind als zerstückelte Leiche in einem Faß zuschicken würde. Später wurde ihnen weiter telephonisch gedroht, daß ihr Haus mit einer Bombe in die Suft gesprengt werden würde. Die Polizei leitete Nachforchungen nach den Tätern ein, doch bisher ohne Erfolg. Die Verzweiflung der Eltern ist nunmehr durch die Zufendung einer Haarlocke und eines Schuhes ihres Kindes erhöht worden. Ein Bund Spargel für 200 Mark. In London findet gegenwärtig eine Spargelausstellung statt, auf der dieser Tage ein Preisbund" Spargel für den hisher noch nicht bagewesenen Preis von 200 Mark an den Meistbietenden verkauft wurde. Das Spargelbund hatte das Gewicht von 0% Klar. Dieses mit dem Preise ausgezeichnete Bund war übrigens noch nicht das schwerste. Das schwerste Bund Spargel auf der Ausstellung wog nämlich fast 11 Kg., erielte aber, da es an Güte hinter dem Träger des ersten Breises zurückstand, nur einen Prets vor 54 Mark. Andere preisgekrönte Spargelbunde wurden mit Preisen wischen 20 und 50 Mark bezahlt. reicht, fingen die indischen Priester uralte heilige Lieder, bie Soldaten blasen auf filbernen Trompeten und das Volk, bas an der Wage des Königs vorbeidefiltert, wirft sich huldigend vor ihm nieder. Nach den bereits vorgenomme nen Berechnungen wird die Menge Gold, die bei der indischen Krönung George V. zur Verwendung gelangt, nicht so bedeutend sein, wie man ursprünglich annahm. Georg V. ist ein ziemlich schmächtiger Mann von nur mäßigem Gewicht, und so wird der Betrag die Summe von 200 000 Mart kaum übersteigen. Die indischen Fürsten, bei deren Krönung der alte Brauch gleichfalls noch besteht, erfreuen sich zumeist eines weit größeren Gewichts, und es ist noch unvergessen, daß gegen Ende des vorigen Jahrhunderts ein Maharadjah nicht weniger als 260 Pfund wog, so daß bei seiner Krönung im Interesse der indischen Staatskasse das zur Verwendung kommende Gold mit einer überwiegenden Menge Silber gemischt werden mußte. Millionärinnen als Testamentsfälscher. Mit großer Spannung sieht man in Kreisen der amerikanischen Geldaristokratie schon jetzt einem Prozesse entgegen, der sich dereinst um die 100 Millionen Dollars, auf die das Vermögen der bekannten Millionärin Frau Hetty Green geschätzt wird, entspinnen wird. Frau Hetty Green hat thr ungeheures Vermögen von Frau Anne Sylvia Howland geerbt, die im Jahre 1856 starb. Vor threm Tode fanden sich angeblich zwei Testamente vor, von denen das eine Frau Hetty Green, die Jugendgesptelin der Verstorbenen, zur Universalerbin einsetzte, während sie nach dem zweiten Testament lediglich die Nutznießung der Hälfte des Vermögens der Erblasserin für Lebenszeit haben sollte, wogegen nach ihrem Tode das Geld an Gideon Howland fallen sollte. Nun ist letzterer seit vielen Jahren tot; mehrere seiner in Kalifornien lebenden Verwandten fechten aber jetzt das Testament, das Frau Hetty Green zur unbedingten Erbin einsetzte, an, indem sie behaupten, daß lediglich eine Testamentsfäl schung die rechtmäßigen Erben um den Nachlaß gebracht haHe. Das Howlandsche Ecbe betrug seinerzeit 2% Milliarden Dollars. Davon sollte nach der Behauptung der Familie Howland die Hälfte für wohltätige Zwecke verwendet werden, während von der anderen Hälfte Frau Hetty Green nur die Hälfte genießen sollte. Da seit dem Tode der Frau Howland bereits 44 Jahre verflossen sind, so ist natürlich dte Summe von 125 Millionen durch Verzinsung inzwischen zu einer ungeheuren Höhe angewachsen. Selbst wenn Frau Hetty Green gezwungen würde, die angeblich hinterzogene Summe herauszugeben, so würde sie, die als reichste Frau von Amerika gilt, trotzdem nicht dem Hungertode preisgegeben sein. Die poetischen Entendiebe. Einem Landwirt bei Halle a. S. waren fürzlich neun Enten gestohlen worden. Alle Nachforschungen der Polizei blieben ohne Erfolg. Unter den neun Enten befand sich eine, die sehr zurückgeblieben und frank war. Diese fand nun der Bestohlene später in seinem Keller liegen und an ihrem Halse war ein Zettel mit folgendem Gedicht befestigt: Diese, Freund und Kupferstecher, Iß mit Deiner Frau allein, Dafür hol gelegentlich Jch mir noch ein Schwein. Lauter Knochen, Haut und Federn, Das ist mir denn doch zu ledern. Sind die Schweine fett und schön, Teurer Freund auf Wiedersehn! Eine Luftdroschke. Die Eröffnung der avtatifchen Sat- bte von den Behörden gegenüber der Cholera getroffenen Jon der Luzerner Luftschiffstation fand am Sonnabend durch gelungene Probeflüge mit einem neuen Flugzeugtyp, dem fogenannten Aeroplan- Tarameter, der Pariser Astragesellbaft statt. Die Maschine ist ein großer Zweidecker mit sechs linderförmigen Schwimmkörpern, wodurch die Landung des ganzen Apparates, samt dem 60pferdigen Motor und den 4 bis 5 Passagieren auf dem Wasser möglich ist. Der Erfinder des neuen Apparats ist der Ingenieur Herbster, ein gebürtiger Elsässer. Blitzschäder in Lothringen. Gewitter haben am Sonnabend in Lothringen wieder viel Schaden angerichtet, In Saargemünd schlug der Blitz in die Seidenfabrik Hubert; eine Mauer brannte nieder; auf der dortigen Infanterlefaserne wurde durch einen kalten Schlag ein Aufsatz von fünf Bentnern zerschmettert. In Hoellingen wurde ein Aceter vom Blizz erschlagen, in Merten schlug der Blizz in dinen Brivatwald und äscherte neun Heftar ein, in Luppy burde ein 20jähriges Mädchen vom Blizz getötet. An der Rosel bei Ars sind die Weinberge schwer beschädigt. Café Biar, der„ Aschinger" von Paris. Ein hervor lechendes Bild im Getriebe des Pariser Straßenlebens sind kine Kaffeehäuser. Wie Duval eine Monopolt. ferung des Restaurantbetriebs erreicht hat, so gelang es uch dem Cafetier Biard, die Seinestadt mit seinen Kaffeeusern zu erobern. Kaum eine wichtigere Straße wird in rjs zu finden sein, wo ni ote bekannte Aufschrift Cafe Biard dein Straßenpassanten die Quelle eines billin und guten Schwarzen" anzeigt. Das„ Hufeisen", wie er Volksmund diese Cafés ihrer den Automaten nachgebillen Form wegen nennt, ist dem Pariser heute unentbehrgeworden. Der Kaufmann, der kleine Handwerker, Ridinettes, Schauspielerinnen und Sängerinnen aus den unsttempeln der Vorstadt, das ist das Publikum dieser Tag nd Nacht geöffneten Kaffeehäuser. Reich bemalte Wände, ante Fußböden, das blinkende Nickelzeug der riesigen affeeurne, Hinter der in majestätischer Ruhe eine blitzsaure Mamsell thres Amtes waltet, das ist die Signatur dteBiards". Tisch und Stühle sind wenig vorhanden. tehend wird die Tasse Kaffee oder Schokolade getrunken, Eleines Gespräch mit dem Nachbar und schon eilt man inaus. Das Café des kleinen Mannes hat keine alte Geichte, Ste ist etwa jünger wie der Besizer und BegrünMonsieur Biard war ein Geschäftsretsender, der die Belt und ihre Bedürfnisse kannte. Am Boulevard Bonne ouvelle, jenem Teil der großen Boulevards, wo der Kospolitismus aufhört und das alte Paris beginnt, begrünte er vor 27 Jahren ein kleines Kaffehaus. Hier kam er die Idee, die„ Hufetsen" zu begründen. Das war der fang zum Millionär. Der Korrespondent der„ Daily ail" hatte kürzlich den bescheidenen 68jährigen Herrn nach Hem Geheimnis feines Erfolges befragt. Das ist eine einhe Geschichte," bemerkte Mr. Biard,„ das Publikum ist es geworden, die alten und teuren Kaffeehäuser zu begen. Außerdem verkaufe ich den besten Kaffee in Paris. ard hat in seinen 65 Geschäften einen Konsum von 150 effen pro Minute, alfo 9000 ftindlich. fie fort: ur partu um habe ift, wird Copf weiß dem Ju fs Trin gertochter ochte jett s Geficht erfchroden Letthin aber ich Mutter, n, wenns barg fie Das Goldgewicht des Königs von England. Wie eng de Blätter melden, wird König Georg V. von England leiner indischen Reise, dte er im kommenden Jahre Begleitung der Königin anzutreten gedenkt, in Kalkutta le Schale etner riesengroßen Wage gefeßt werden, ten andere Schale mit Goldmünzen in seinem Gewichte gefüllt ist. Sobald nach peinlich genauer Prüfung das Newicht des Königs feststeht und er dte Wage wieder vers fem bat, wird das Gold verwahrt und später unter die man der Stadt verteilt. Bis vor nicht langer Bett war bem Volte geftattet, gleich nach Beendigung der Bereonte dte Wage, auf der der König gefeffen hatte, zu ers men und sich des Geldes zu bemächtigen; bte schweren sumträglichkeiten aber, die fich dabet zuzutragen pflegten, bern die indische Regierung veranlaßt, die Verteilung des eldees auf andere Weise vorzunehmen. Während der ganeterlichtett, deren trivrung in ferne Vorzeit zurückDie Cholera in Venedig. Wie dem ,, Lol.- Anz." gemeldet wird, hält ein Triester Blatt troß aller Dementia die Meldung aufrecht, daß in Venedig bereits 115 Cholerakranke gezählt worden sind. In Triester Aerztefret sen soll bekannt sein, daß der Physikus von Venedig seine Stellung niedergelegt hat, weil er die Verantwortung für Maßnahmen nicht übernehmen will. Wie erinnerlich, war vor einigen Tagen ein Postbeamter, der seinen Urlaub in Venedig verbracht hatte, cholerakrant nach seiner Heimat Graz zurückgekehrt und bald darauf gestorben. Auch andere Personen in Graz erkrankten. Am Freitag sind zwei weitere Isolierungen Choleraverdächtiger in Graz vorge nommen worden. Wie Berliner Blätter weiter mel den, trat die Aerztekammer von Venedig zu einer Sigung zusammen, um über die zu ergreifenden Maßnahmen zu beraten. Die italienischen Behörden stellen in Abrede, daß von ernster Gefahr die Rede sein könne. Schwerer Unfall auf einer Berliner Rad rennbahn. Ein schweres Unglück ereignete sich Sonntag abend auf der Radrennbahn in Zehlendorf. Der große Pfingstpreis sollte zum Austrag kommen. Die Fahrer hatten bereits zirka 10 Kilometer zurückgelegt, als Theile, der deutsche Weltmeister, den Franzosen Miquel überrunden wollte. Er entwickelte dabei eine so große Geschwin digkeit, daß er gegen die Schußrolle seines eigenen Schritt machermotors fuhr und dabei zu Fall Cam. In dema felben Augenblick brauste der Motor des Rennfahrers Mi quel heran, der inzwischen überrundet worden war und fuhr Theile über die Brust. Der Brustkorb wurde Theile böllig eingedrückt. Tödlich verletzt wurde der Rennfah rer von der Bahn getragen. Eine halbe Stunde darauf erlag er feines furchtbaren Verlegungen, Der Sturz The les hatte auch den Sturz des Miquetschen Motorfahrers Beckzeh herbeigeführt, der sich aber ohne wesentliche Ver legungen von der Bahn begeben konnte, während Miquel selbst einen doppelten Armbruch davontrug. Der Schritt macher Theiles war auch zu Fall gekommen, aber unver legt geblieben. Der Motor Miquels geriet in Brand, doch fonnte das Feuer bald gelöscht werden. Die Bombe in der Svarbüchse. Aus Neuhork wird ber Inf."( geschrieben: Von einem sonderbaren Unfall wurde vor einigen Tagen eine funge Dame, eine der Vertreterinnen der Oberen Zehn aus der fünften Avenue betroffen. Sie erhielt von einem unbekannten Absender ein kleines, allerliebstes Geschenk, eine Sparbüchse, bie gleichzeitig einen Automaten darstellte, und die auf den Einwurf einer Pfundnote so reagierte, daß sie Karten da für wiedergab, auf denen sich anmutige Gedichte oder schel mische Lieder befanden, die in irgend einer Beziehung zu der jungen Dame selbst und einem jungen Manne standen, der sich schon lange Zeit vergeblich um die Gunst der schönen Miß Ethel bemüht hatte. Die junge Dame unterhielt sich damit, feine ,, Ersparnisse" in den Automaten zu tun, weil Die Karten mit ihren Bildern und ihren Anzüglichkeiten ste amüsierten, und die Reihenfolge sich ihrem Liebesabenteuer entsprechend entwickelte. Da, eines Tages, als ste wiederum eine Pfundnote in den Spalt des Automaten steckte, und eine Karte erschien, deren Bild einen jungen Mann zeigte, der von der Dame seines Herzens Abschied nimmt, wurde ein verdächtiges Snacken hörbar, und in der nächsten Sekunde explodierte der Sparautomat mit folcher Heftigkeit, daß die Fensterscheiben, sowie eine in Bimmer befindliche Glasvase in Scherben gingen. Die funge Dame, der die Explosion der Höllenmaschine den Tod bringen sollte, wurde glücklicherweise nur leicht verTetzt. Die Wucht des Anpralls schleuderte sie in eine Ede des 8immers, und eine leichte Verstauchung des linken Armes war der einzige Unfall, den sie davontrug. Der Verdacht richtete sich auf einen jungen Mann, einen Profuristen im Geschäfte thres Vaters, Mr. Basil Fabel. Er gab zu, der Absender der Höllenmaschine gewesen zu sein, und meinte, das sei nur eine geringe Strafe gegen die Dualen, die die Geliebte ihm angetan habe. Wochenlang chenkte sie ihm ihre Gunst, flirtete und kokettierte mit thm, sodaß er sich berechtigt glaubte, Hoffnungen auf die Hand ber fungen Dame machen zu können. Dann aber, als er ihr bewies und zeigte, wie tief und echt seine Beidenschaft für sie fet, habe sie sich plöblich von ihm ges wendet. Die Explosion der Höllenmaschine follte feine Rache sein. Eingriff. Arzt: So, nun find Sie wieder hergestellt; ab heute dürfen Sie wieder essen und trinken, so viel Sie wollen; auch ausgehen, ganz nach Ihrem Belieben." Frau des Patienten:„ Herr Doktor, ich möchte doch recht sehr bitten!" Verunglückter Glückwunsch.„ Warum ist denn Deine Erbtante auf Dich so böse?" Ich habe ihr zu jedem Fest, zu Ostern, Pfingsten und Weihnachten, Karten geschickt, neulich auch zu Himmelfahrt mit dem Wunsche:„ Glückliche Himmelfahrt! Und das hat sie mir übel genommen." Ein Flug mit Lindpaintner. Der Passagier, der mit Lindpaintner den Rundflug durch Sachsen machte, sendet dem Auto" einen Bericht über den Flug von Leipzig nach Plauen, dem wir folgendes entnehmen: ,, Um 5 Uhr früh sind wir wieder am Apparat, an dend unsere Monteure seit 4 Uhr gearbeitet haben. Trotz der frühen Morgenstunde ist halb Ronneburg versammelt. Kurz vor unserer Abfahrt erscheint sogar eine Kochschule, gegen 30 niedliche, junge Damen. Der neue Motor aber arbeitet noch schlechter. Also abermaliger Wechsel. Endlich furz vor 6 Uhr fahren wir ab, hinein in den tau frischen Morgen. Herrlich ist der Blick auf die Wälder, auf die dunklen Berge, durchrissen von tiefen Tätern. Hell leuchtet die Elster zu uns hinauf. Aber schon ziehen sich die Wolken und Nebel unter uns zusammen. Als wir über Greiz sind, hat sich die Wolfendecke fast völlig geschlossen. Eine Orientierung ist nicht mehr möglich, auf gut Glück fahren wir los und finden uns schließlich über Netschkau wieder, wo wir abermals herunter müssen, da der Motor nicht ordentlich arbeitet und wir kein Benzin mehr haben. Dicht bei der Gölzschtalbrücke landen wir. Nach 25 Minuten geht es weiter. Am Bismarckturm vor bei, über die Elster fliegen wir in 400 Meter Höhe auf Plauen zu. Doch der Motor streift jeßt energisch. Nur 900, jetzt nur noch 850 Touren macht die Schraube und nun be ginnt eine schreckliche Fahrt. Das Flugzeug taumelt förmlich nur noch über die Wälder und Schluchten dahin Es ist phantastisch", wie Lindpaintner sagt, daß der Apa parat überhaupt noch trägt. Eine heftige Bö und wir stürzten hinab, da der Motor feine Kraft mehr hat, Wi derstand zu leisten. Aber die große Kunst Lindpaintners bringt uns über die gefährlichen Stellen hinweg. Schon sehen wir unser Biel, aber wir müssen vorher Yandent Zwei Kilometer davon entfernt, es ist unmöglich, weiter zu fliegen. Wir sind aufs höchste ermattet. Lindpaintner meint zu seinen Monteuren, die inzwischen eingetroffen sind: Also jest laßt's mi aus, zerhaut's den Apparat, verbrennt ihn und bratet Brathendel darin." Schnell geht es in einem Auto nach Plauen ins Hotel, wo wir durch Essen und Schlaf wieder Kräfte sammeln. Jeßt stellt sich auch heraus, warum der Motor nicht gehen wollte, das Benzin war zu leicht. Troß des heftigen Windes, der uns verhinderte, nach Chemnih zu fliegen, entschloß sich Lindpaintner, noch bis zum Biel zu fahren. Wir wurden zwar tüchtig hin und her geworfen, landeten aber nach wenigen Minuten vor unſerent Schuppen. Troß unseres Sträubens werden wir in ein Auto gesezt und an der tausendköpfigen Menge entlang gefahren, die uns laut zujubelt. Unser Flugzeug in mer hinter uns her. Wir kamen uns vor wie römische Imperatoren, die im Triumphzug, ihre Trophäen mit sich führend, einherzogen." Drabtnachrichten und neuestes. Die nationale Flugwoche in Johannisthal. Johannisthal bei Berlin, 6. Juni. Am gestrigen zweiten Tag der nationaler Flugwoche erreichte bet Flügen mit einem Passagier König eine Stunde 21 Minuten, bet den Flügen ohne Passagier Leutnant Jehnow eine Stunde 12 Minuten. Bet der Landung des letteren brach das Untergestell des Apparates. Der Flieger blieb unverletzt. Die größte Höhe erreichte Vollmöller auf einem Rumpler- Etricht- Apparat mit 1870 Metern Höhe und schlug den bisheri gen deutschen Höhenrekord von 1561 Metern. Gattenmord. Erfurt, 6. Junt. In dem Hause Rumpelgasse Nr. 3 hat gestern abend der Handarbeiter Jakob Seiler nach einem Strett seine Frau mit einem Bell erschlagen. Er schloß dann die Wohnung ab und flüchtete. Bisher konnte seine Festnahme noch nicht erfolgen. Massensturz bei einem Radrennen. Planen, 6. Junt. Bei dem gestrigen Radrennen ereigneten sich ernste Unfälle. Im achten Lauf über 30 Kilo meter fam es zu einem schweren Massensturz. Scheuermann lag in der 15. Runde an der Spize, dicht dahinter Stellbrink, als der Laufmantel von Stellbrinks Schrittmachmaschine, platte. Die Maschine brachte den Schrittmacher Starke und Stellbrink zu Fall. In beide fuhr Scheuermann, gefolgt vom Schrittmacher Gebhardt, direkt hinein, und beide stürzten ebenfalls. Ein dritter Schrittmacher konnte glücklicherweise noch rechtzeitig oben vorbeigehen, doch stürzte der Fahrer Przyrempel über ein auf dem Bement liegendes Rad gleichfalls in das Durcheinander von Maschinen und Menschen hinein. Scheuermann wurde bewußtlos mit einer schweren Kopfwunde von der Bahn gebracht, konnte aber am Abend das Krankenhaus wieder ver laffen. Der Schatz im Ameisenhausen. Hannover, 6. Junt. Im Hastenholz wurden ant ersten Pfingsttage von zwei Arbeitern in einem Ameisenhaufen für 150 000 Mart Wertpapiere gefunden. Daneben lag ein schwerer Sack voll Silberzeug und Stahlwaren. Der Fund rührt wahrscheinlich von Diebstählen her, mit denen ein vor kurzem in der Umgegend festgenommenen Höhlens bewohner im Zusammenhang gebracht wird. Todesstura in den bayerischen Alpen. München, 6. Juni. Am Sonntag ist bei einer Berga tour vom Nebelhorn. zum Luitpoldhaus der Student Albert Paul aus Stuttgart von Himmeled abgestürzt. Er war so, fort tot. Er hate das Genick und beide Beine gebrochen. Eine Reise des türkischen Sultans. Konstantinopel, 6. Juni. Der Sultan ist gestern nach Saleniti abgereist. Im Gefolge befinden sich u. a. zwet seiner Söhne, der Großwesir und der frühere Finanz minister Dichawid Ben. Die Blätter heben die politische Be-, deutung der Reise hervor. Saloniki, 6. Junt. In der Nähe von Köprülü wurden auf dem Wege, den der Sultan auf seiner Reise nach Mazedonien benutzen muß, 12 Kilogramm Dynamit gefunden, sowie alles, was zur Herstellung von Bomben nötig ist. Bandel und Verkebr. Berlin, 5. Juni.( W. B.) Anfang Juni war, wenn zwei gut, dret mittel( durchschnittlich), vier gering bedeutet ,, für Winterweizen der Stand 2,6, Sommerweizen 2,7, Win terspelz 2,6, interroggen 2,7, Sommerroggen 2,9, Sommergerste 2,6, Hafer 2,7, Erbsen 2,8, Ackerbohnen 2,6, Wicken, 2,7, Kartoffeln 2,7, Zuckerrüben 2,8, Winterraps und Rübsen 2,6, Flachs 2,8, Alee 3, Luzerne 2,9, Stefelwiesen 2,5 und andere Wiesen 2,9. Cassel, 3. Juni. Weizen( 100 Kilogramm) 19,75-20,25 M, Roggen( 100 Kilogramm) 17,25-17,75 M, Gerste( 100 Kilogramm) 17,00-18,00 M, Safer( 100 Kilogramm) 19,00-20,50 Mart, Hen( Zentner) 2,70-3,50 M, Stroh( 3entner) 1,80 bts 2.80 M. Geschäfts- Eröffnung. Einem verehrl. Publikum mache ich hierdurch die erg. Anzeige, dass ich das Restaurant Windhof käuflich erworben habe. Es wird mein eifrigstes Bestreben sein, die verehrl. Besucher des ,, Windhofes" in Zukunft in jeder Weise zufrieden zu stellen durch Verabreichung von nur erstklassigen Getränken und Speisen. Zum Ausschank kommt das rühmlichst bekannte Bier aus der Gräfl. Görtz'schen Brauerei zu Schlitz in Oberhessen: 3/10 hell zu 10 Pfg. 3/10 dunkel 12 Pig. 99 Indem ich die verehrl. Einwohner Giessens und Umgegend zu recht zahlreichem Besuche einlade zeichne Hochachtend Otto Kohlheyer langjähriger Bahnhofsrestaurateur Sie gewinnen in Hungen. Vertrauen, wenn Sie einen Versuch mit meinen konkurrenzlosen Marken gemacht haben, welche unter steter Kontrolle eines beeidigten Chemikers stehen. Anerkannte Fachleute können meine Margarine von feinster Meiereibutter nicht unterscheiden. Ich versende franko gegen Nachnahme: 1 Postpaket ,, Exquisita", allerfeinste Pflanzenbutter( Margarine) 9/1, netto Mk. 6,65. 1 Postpaket„ Regina" aus besten Rohhergestellte materialien Margarine 9/1, netto Mk. 6,45. Garantie: Bereitwilligste Zurücknahme, selbst wenn schon in Anbruch genommen. Verlangen Sie sofort Gratisprobe! ( Vertreter überall gesucht.) Hanseatische NahrungsmittelIndustrie und Versandhaus Herm. P. 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