Ellig! Seglar pfeln mit 5. 1,30 üd 30% Sos Apie Big. 1 Stüd 50 te Cocos extra tappus often 95 harte, tro Men bide dhe garan Berliner tüd 50% ca. 800 ag 1,56 1 Rifte 1 Bimburge Stüd te 1910 unge Sd el 1,20 Зоблем( 2 mitzubring Cund da auf mögl t länger cheid. -Tagung en, Nassa und Fra März 19 11. Walther Mensc hr gege 11. rat Baltze Bernbed torialrat Freihei es Mitta Kirchen religiöse wisshell eins Garte öffentli willkomme Okarben nat eima. Berg frei Auf Wun Mt. 750te Referen in Biebe Gießener Zeitung - ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 50 Pig. monatlich vierteljährlich 1,50 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den ZweigErscheint ausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mr. jeden Werktag früh.- Die„ Humoristischen Blätter" Redaktion: liegen wöchentlich einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Herausgeber: Albin Klein& Otto Fischer. Nr. 56. - Telephon: Nr. 362. Reichstagswahlvorbereitungen. Aus dem Kreis Gießen. Am Samstag sprachen neben dem Kandidaten der Wirtschaftlichen Vereinigung, Oberlehrer Dr. Werner, in Mainzlar und Lollar noch die Reichstagsabgeordneten Raab in Lollar, Bindewald in Beuern, Behrens in Großen- Buseck vor zahlreichen Zuhörern und Stadtverordneter Rippel trat in Klein- Linden recht geschickt dem Sozialdemokraten entgegen. Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer Leider, das muß öffentlich ausgesprochen werden, haben sehr viele Anhänger der Sozialdemokratie den Rat ihres Führers Krumm vom letzten Donnerstag, die Redner ruhig mit anzuhören, nicht gefolgt. Die Versammlungen und die Redner wurden wieder durch unfeine Zwischenrufe gestört. Oft sind es gerade ganz junge Leute, die unserer Beobachtung nach nicht einmal In Lollar ermahnte ein Anwewahlberechtigt sind. sender die Leute zum politischen Anstand, dem aber von Manchem nicht entsprochen wurde. - Aus Stadt und Land. Gießen, den 7. März Gießen. Der Kreistag setzte in letzter Sitzung den Voranschlag für 1911 auf 608 960 Mart fest und die Beiträge auf die Gemeinden auf 340 510 Mt. Geh. Justizrat Schäfer wurde in den Provinzialtag wieder- und Rentner Erich Wasserschleben als 9. Vertreter neugewählt. werden * Gießen. Der Vorstand der Landwirt schaftskammer besprach in einer Sitzung am letzten Samstag die Ausführungsbestimmungen zum Reblausgesetz. Es wurden verschiedene Aenderungsvorschläge angenommen, die dem Ministerium unterbreitet sollen. Die Anordnung der Preisfestsetzung beim Markthandel mit Schlachtvieh auf dem Schlachthof in Mainz soll bei dem Ministerium beantragt werden. Das Lan desmeliorationswesen wurde ebenfalls eingehend besprochen und zu den Bestimmungen der Maschinenprüfungsordnung ein Antrag angenommen. Die für 1911 in Aussicht genommenen Maschinenprüfungen und Sorten bauversuche fanden Genehmigung. Gießen, 7. März. Jm Posts check verkehr kommt demnächst ein neues verbessertes Scheckformular in Kartenform zur Ausgabe, das der Größe des Normalbriefumschlages angepaßt ist und daß sich also, abweichend von dem bisherigen dabei aber weiter giltig bleibenden Formular, ungefaltet in den Briefumschlag legen läßt. Bei dem neuen Formular ist außerdem der im Scheckheft verbleibende Stamm, den Wünschen des Publikums entsprechend, verbreitert, sowie der Raum für die Quittung des Zahlungsempfängers vergrößert worden. Das neue Formular hat den weiteren Vorteil, daß der Druck auf der Vorderseite in der Längsrichtung, also nicht mehr quer verläuft. * Gießen. Wegen Gefahr der Uebertragung der Maul- und Klauenseuche, die in Rheinhessen und Starkenburg herrscht, hat das Ministerium die Beschickung der Gießener Geflügel- Ausstellung mit Federvieh aus diesen Provinzen verboten. Da für die Ausstellung allein nahe an 1000 Stück Großgeflügel aus Oberhessen angemeldet sind, hat der Vorstand des Geflügel- und Vogelzuchtvereins Gießen und Umgegend e. V. 1897 beschlossen, die Ausstellung doch abzuhalten. des Großherzoglichen Polizei Amtes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Dienstag den 7. März 1911 erlitten hat. Er wurde über Nacht in Stockhausen untergebracht und heute dem Krankenhaus in Lauterbach überwiesen. Nach vorhandenen Papieren handelt es sich um den 59 Jahre alten Albert Schiemes aus Rhein breitbach, Bez. Koblenz. Herborn. Der Neubau der dritten Jrrenanstalt ist schon mächtig vorangegangen. Etwa 190 Morgen des dazu nötigen Terrains sind städtisches Eigentum und wurden unentgeltlich abgetreten. Die übrigen etwa 310 Morgen hat die Stadt sich verpflichtet, zum Durchschnittspreis von 12 Mark pro Rute zu beschaffen, so daß für den Grunderwerb zirka 370 000 Mt. auf= zuwenden waren. Die erforderliche Quellwasserversorgung wurde aus dem oberen Rehbachtal, der Gemarkung Driedorf, hergeleitet. Die Anstalt, am Fuße des Rehberges gelegen, soll nach und nach für 1000-1200 Krante ausgebaut werden, während sämtliche Wirtschaftsgebäude schon soweit vollendet sind. & Gießen, 7. März. Die mittleren Temperaturen der vergangenen Woche erreichten Werte, die für Es ist Anfang bis Mitte April normal sein würden. nicht ausgeschlossen, daß bald ruhigeres und heiteres Wetter einsetzt, sofern nur eine der tiefen Depressionen, statt sehr schnell den Erdteil zu durchziehen, eine Weile im Westen Europas zum Stillstand kommt, während hoher Luftdrud im Süden und Südosten verharrt, wo die Sonneneinstrahlung gegenwärtig schon eine erheb= liche Wärmewirkung verursacht, die in jedem Falle mit Südost- und Südwinden auch bei uns zur Geltung kommen würde. Dagegen sind die Aussichten auf eine nochmalige starke Abkühlung des Kontinents mit strengem Frost nur geringe. Gießen. Aus dem hinteren Zimmer einer hiesigen Wirtschaft wurden 2 Tischdecken gestohlen und in einem anderen Lokal zum Verkauf angeboten. Der Täter wurde alsbald ermittelt und in Haft genommen. = f Stockhausen, 6. März. Gestern abend wurde in der Nähe des Ortes auf der Straße nach Lauterbach ein älterer Mann bewußtlos aufgefunden. Sein Körper war auf der einen Seite vollständig blau und gelähmt, sodaß man annehmen kann, daß er einen Schlaganfall Herborn. Der diesjährige Feuerwehr tag für den Regierungsbezirk Wiesbaden wird mit der damit verbundenen Ausstellung am 8., 9. und 10. Juli hier abgehalten. * Darmstadt. Der Gesetzgebungsausschuß der Ersten Kammer hat am Freitag nachmittag seine Beratungen über die Verwaltungsgesetz- Revision aufgenommen und in einer bis zum späten Abend ausgedehnten Sitzung den Gesetzentwurf, betreffend die Städteordnung, erledigt. Im Laufe dieser Woche wird der Ausschuß auch die Vorlagen über die Landgemeindeordnung und die Verwaltungsrechtspflege in Beratung nehmen. Das Plenum der Ersten Kammer wird alsdann in der zweiten Hälfte des laufenden Monats zu mehrtägigen Verhandlungen zusammentreten und neauch die ben den drei vorgenannten Gesetzentwürfen vom Ausschuß bereits fertiggestellte umfangreiche Vorlage über die Gemeindeumlagenreform zur Verabschiedung bringen. Darmstadt. Prof. v. Soxhlet hat gegen Freiherrn v. Thüngen, der in einer Sitzung des bayr. Landwirtschaftsrats erklärte, Soxhlet sei dem Landwirtschaftsrat in den Rücken gefallen, Beleidigungsklage erhoben. Damit wird nun die bekannte Affäre Soxhlet Wagner vor Gericht die für die Beteiligten mehr oder weniger erwünschte Klärung erfahren. ** Wiesbaden. Gegen das den Bürgermeister von Dotzheim von der Anklage der Unterdrückung einer Strafanzeige freisprechende Urteil der Strafkammer wurde von der Anklagebehörde das Rechtsmittel der Revision angemeldet. Frankfurt. Die in Friedberg gewählte Kommission der Landwirte und Molkereien hat in letzter Tagung eine Preiserhöhung der Milch um 2 Pfennig pro Liter beschlossen. Die Lieferanten wollen die Milchhändler an dem Gewinn beteiligen lassen und hoffen, sie dadurch auf ihre Seite zu bringen. Die Landwirte wollen also die Milch künftig für 17 Pfg. pro Liter an die Händler liefern( früher 16) und schlagen diesen vor, pro Liter 24 Pfg. statt 22 zu verlangen, odaß jeder Teil je einen Pfennig erhält. * Frankfurt, 6. März. Die wegen Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche über unsere Stadt verhängte Sperre wurde vom Regierungspräsidenten in Wiesbaden aufgehoben. - Lauterbach, 6. März. Die Firma Karl Hagenbeck in Hamburg hat von dem Kreisziegenzuchtverein 1085 Mark angekauft und ist bereits ein Waggon dieser Tiere eine Anzahl Saanerziegen im Gesamtwerte von ten gebracht und dort eingeführt werden. abgegangen. Sie sollen nach den südamerikanischen Staa- - Friedberg, 7. März. Das Verbot des Han= dels mit Klauentieren im Umherziehen ist bis zum 15. April ausgedehnt worden. Göttingen, 5. März. Bei der Eilgutabfertigung hierselbst traf eine Sendung von 19. Kälbern ein, die von einem hiesigen Viehhändler gekauft waren. Da die Kälber bei der Untersuchung, der alle von auswärts ankommenden Tiere unterworfen sind, der Maul- und tementstierarzt daraufhin untersucht. Der Verdacht beKlauenseuche verdächtig waren, wurden sie vom Deparstätigte sich, so daß es erforderlich war, sämtliche neunzehn Kälber abzuschlachten. - ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Reklameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Aufschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Gesamtleitung: Albin Klein. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. pulver 2c. blütenweiß, frisch und duftig zu machen. Was dies bedeutet, weiß jede Hausfrau zu schätzen. War der Waschtag früher ein Schrecken für den ganzen Haushalt, so ist jetzt das Waschen eine Lust. Es geschieht gewissermaßen nebenher und die Hausfrau kann dabei bequem ihrer sonstigen Tätigkeit nachgehen. Dabei ist Peril garantiert unschädlich, weil frei von scharfen und äzenden Stoffen und überdies außerordentlich billig im Gebrauch. Die alte Wasch methode bei Aufwendung größter Kraftanstrengung durch Reiben und Bürsten und mehrmaliges Kochen der Wäsche ihre Reinheit wiederdem das selbsttätige Waschmittel Persil auf den Markt zugeben, ist längst ein überwundener Standpunkt, seitlung und vor allem für die Erhaltung der Wäsche von gebracht wurde. Diese Erfindung ist für die Behand unschätzbarem Wert; hört doch das schädliche Reiben und ein einmaliges etwa 4- stündiges Kochen genügt, Bürsten bei Gebrauch von Perfil gänzlich auf, da nur um sie ohne jeden weiteren Zusatz von Seife, Seifen= Aus dem Gerichtssaal. Strafkammer. Gießen, 6. März 1911. Der erste Schwurgerichtsfall betraf eine Körperverletzung mit Todesfolge. Angeklagt ist der 23jährige Taglöhner Christoph Harbach aus Großen- Bused, der am 11. Dezember letzten Jahres den Weißbinder= gesellen Heinrich Walter aus genanntem Orte derart mit seinem Taschenmesser mißhandelt hat, daß der Verletzte an den Folgen gestorben ist. Der Angeklagte hatte an dem fraglichen Tage ziemlich viel getrunken. Nach dem Abendessen spielte er noch Starten in der Brück'schen Wirtschaft und begab sich dann in die Gerlach'sche, wo sich Walter mit Bekannten befand. Die jungen Leute trieben Unfug mit Juckpulver, von dem Walter in das Gesicht bekam, weshalb er mit Karl Wagner in einen Wortwechsel geriet, der sich auf dem Flur der Wirtschaft fortsetzte, aber von dem Wirt geschlichtet wurde. Obwohl den Angeklagten die Sache gar nichts anging, mischte er sich in die Sache und schimpfte sich mit Walter; er wollte ihn verfolgen als er sich nach Hause begeben wollte, wurde aber von Kameraden festgehalten. Er riß sich los und zog das Messer, während er den Verletzten verfolgte und brachte ihm nach einem kleinen Wortwechsel mehrere Stiche bei, sodaß er zusammenbrach und von seinen Kameraden zum Arzt gebracht wurde. Letzterer ordnete die sofortige Ueberführung in die Gießener Klinit an, wo der Verletzte noch in der Nacht operiert eine wurde. Durch die erheblichen Verlegungen trat Bauchfellentzündung ein, die den Tod des Verletzten in ergab, daß die Hauptverlegung ein Stich durch die Leder folgenden Nacht herbeiführte. Die Sektion der Leiche ber in die Magenwand war; ein weiterer Stich befand sich in der Nähe des Herzens, auch fand sich auf der Seite eine unwesentliche Verletzung. Der Angeklagte der Tat kam, wenn er auch nicht in der Lage ist, sie schützt Trunkenheit vor und will nicht wissen, wie er zu in Abrede zu stellen. Staatsanwalt Trümpert beantragte, die Frage, ob die Tat vorsätzlich geschehen sei, unter Zubilligung mildernder Umstände zu bejahen. Der Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Kazz hingegen führte aus, daß die Frage ob vorsätzliche Tat vorliege, nicht erwiesen sei, daher bitte er um Freisprechung seines Klienten. Die Geschworenen stellten sich auf den Standpunkt des Staatsanwalts. Daraufhin beantragte der Staatsanwalt eine Gefängnisstrafe von 2 Jahren 6 Monaten und TragGeung der Kosten. Kurz vor 7 Uhr verkündigte der Gerichtshof das Urteil, es lautet auf 2 Jahre fängnis, Tragung der Kosten des Verfahrens durch den Angeklagten, unter Anrechnung der Untersuchungshaft. Der Angeklagte erkannte das Urteil an. „ Ei, Frauchen, schmeckt der Kaffee aber heute famos!" - - ,, So? Na, da will ich Dir etwas verraten. Well Du so nervös warst, habe ich angefangen, Kathreiners Malzkaffee zuzufezen, erst in kleinen Portionen, dann und was Du fegt trinkst und so immer mehr reiner Kathreiners Malzkaffee, riesig lobst, das ist ohne jeden andren Zusaz. Nun siehst Du selbst, wie fein Rathreiners Malzkaffee schmeckt, von dem Du früher glaubtest, Du könntest ihn nicht trinken. Probieren geht über Studieren!" - Der Gehalt macht's!" Der Kaiser in Wilhelmshaven. Ich danke Euch allen herzlich. Ein Vertreter der Abgeordneten wandte sich mit einer Ansprache an den Kaiser und drückte ihm die untertänigsten Gefühle und die unbeschränkte Liebe und Dankbarkeit dafür aus, daß der Kaiser die Bauern zur gesetzgebenden Tätigkeit berufen habe.- Im Anschluß an den Empfang fand im Winterpalast Festtafel für die Aeltesten der Dorfgemeinden des Gouvernements Petersburg statt. Der Katser begrüßte die Weltesten und trank auf ihr Wohl. Beim Katser sind zahlreiche Huldigungstelegramme der Gouverneure eingelaufen. Der Kaiser hat in der Nacht zum Sonntag die Neise nach Wilhelmshaven zur Vereidigung der Marinerekruten angetreten. In Oldenburg, wo er Sonntag früh anlangte, hatte der Monarch einen Aufenthalt von zwei Stunden. Er wurde am Bahnhof von dem Großherzog und dem Erbgroßherzog empfangen und begab sich mit ihnen nach dem Balais zum Frühstück. Gegen 10% Uhr fetzte der Kaiser die Reise nach Wilhelmshaven fort, wo die Ankunft um 11 Uhr 35 Minuten erfolgte. Am Bahnhof waren zur Begrüßung anwesend Prinz Heinrich von Preußen, Staatssetretär von Tirpik, die Admirale Graf von Baudiffin und von Solzendorff und Konteradmiral Schmidt. Der Kaiser fuhr mit dem Prinzen Heinrich im Automobil durch dte beflaggten Straßen der Stadt zum Exerzterhaus der Matrofendivision, wo um 11 Uhr die Vereidigung der Metruten stattfand. Nachdem der Katser die Front der aufgestellten Truppen abgeschritten hatte, hielten Konsistorialrat Schorn und der katholische Marinepfarrer Erdmann Ansprachen, worauf die Vereidigung von 1200 Rekruten durch Oberleutnant zur See Büchsel erfolgte. Anschließend Hieran hielt der Kaiser eine kurze Rede, in welcher er auf die Heilighaltung des Eides hinwies. Der Inspekteur der zweiten Marineinspektion Konteradmiral Jakobsen brachte nach Worten des Dantes ein Hoch auf den Kaiser aus. Nach der Feter nahm der Kaiser militärische Meldun= gen entgegen und fuhr mit dem Prinzen Heinrich nach dem Kasino, wo um 12½ Uhr ein Frühstück zu 104 Gedecken stattfand. Es nahmen daran teil die Admirale, die Gefolge und die an der Vereidigung beteiligten Offiziere. Der Kaiser verließ um 2 Uhr das Kasino, besichtigte sodann mehrere Sehenswürdigkeiten der Stadt, fuhr hierauf im Automobil nach dem Hafen und schiffte sich auf dem Linienschiff " Deutschland" ein. Auf diesem wird der Kaiser am Montag eine Fahrt nach Helgoland zur Besichtigung der Befestigungswerke unternehmen. Die Sühne für Ponape. Rundschau vom Cage. Politisches. Reisepläne des Kaisers und des Kronprinzen. Das Kaiserpaar wird mit den Kindern des Kronprinzen in den letzten Tagen dieses Monats im Achilleion zu Korfu eintreffen, wohin sich auch bald darauf das Kronprinzenpaar von Aegypten aus begibt, so daß die kaiserliche Familie das Osterfest dort gemeinsam feiern wird. Von Korfu aus wird sich das Kronprinzenpaar zu den Festlichkeiten nach Rom begeben, einige Tage Gast des italienischen Königshauses im Quirinal sein und hierauf die Rückreise nach Deutschland antreten. Sobald es das Wetter angezeigt erscheinen läßt, spätestens aber im letzten Drittel des April, gedenkt das Kaiserpaar nach Deutschland zurückzukehren, und zwar wird der Kaiser bei dieser Gelegenheit Besuche an den Höfen von Karlsruhe und Weimar abstatten. Wie ein amtliches Telegramm aus Ponape auf den Karolinen meldet, sind die Operationen gegen die Aufrüthrer am 22. Februar beendet worden. Der ganze Stamm der Dschokatsch wurde gefangen genommen, fünfzehn Mörder sind standrechtlich erschossen worden. Die übrigen Aufständischen, zusammen 426, wurden nach Jap verbannt. Fast alle im Besitz von Eingeborenen befindlichen Gewehre find abgeliefert. Die schnelle und gründliche Erledigung hat nach der Meldung des ältesten Offiziers der vor Ponape versammelten deutschen Seestreitkräfte, Fregattenkapitän Vollerthun, nachhaltigen Eindruck gemacht. Die Eingeborenen, bei denen starke Friedensneigung vorherrscht, emt= pfinden die verhängten Strafen als gerecht. Der Bezirksamtmann und die Weißen der Kolonie halten die Anwesenheit von Condor" für ausreichend und die übrigen Schiffe find daher entbehrlich. 130 Mann der Polizeitruppe bleiben zurück. Alle Verwundeten befinden sich auf„ Emden" zur Ueberführung nach Tsingtau. Ihr Befinden ist gut. Sie befinden sich in der Genesung und werden völlig wiederhergestellt werden mit Ausnahme des Obermatrosen Von der Bildung eines angeblich auf Entschuldung des deutschen Offizierkorps gerichteten Zweckvereins wußte dieser Tage eine Berliner Korrespondenz zu berichten, deren Mitteilungen in verschiedene Blätter übergegangen sind. Wie der B. L.-A." demgegenüber an zuständiger Stelle hört, ist diese Nachricht völlig aus der Luft gegriffen. Es kann weder von einer Verschuldung des deutschen Offizierkorps die Rede sein, noch ist ein Verein begründet worden, die die in jener Korrespondenz angegebenen Zwecke fördern soll. mittel mehr in die Stadt bringen. Infolge der fortge. setzten Verhaftungen von Revolutionären, die paarweise aneinandergefesselt werden, sind die Gefängnisse überfüllt. Nur Militärpersonen und Fremde werden auf den Straßen geduldet. Von den einheimischen Bürgern halten sich die meisten aus Furcht vor den Repressalien der Machthaber verborgen. Die Reichsversicherungsordnung sollte nach Blättermeldungen gefährdet sein. Von angeblich gut unterrichte= ter Seite wird dazu gemeldet, daß die Regierung auf deren Verabschiedung den höchsten Wert legt. Da das Gesetz aus über 1000 Paragraphen besteht, so ist die Regierung in Verhandlungen mit dem Reichstag darüber eingetreten, daß ähnlich wie bei der Zolltarifberatung die einzelnen Paragraphen nach allgemeinen Gesichtspunkten zusammengefaßt und summarisch beraten werden. Augenblicklich verhandeln die Fraktionen über diese Anregung. Kleine nachrichten. Eine heiße Quelle entdeckt? Bei Steinbrucharbeiten tm Siebengebirge stieß man auf eine Stelle, der starke Schwefeldämpfe entströmten. Man will daher jetzt weitere Bohrlöcher niederbringen, da man hofft, auf eine heiße Quelle zu stoßen. Handelstag und Hansabund. Das Präsidium des Deutschen Handelstages und das Direktorium des Hansabundes für Gewerbe, Handel und Industrie haben ein Abfommen geschlossen über die Abgrenzung der Arbeitsgebiete des Deutschen Handelstages und des Hansabundes, Mener, Seffen linkes Bein amputiert werden mußte. Bo- sowie über die gemeinsame Bearbeitung großer wirtschaftsMit dieser Strafexpedition ist das Blutbad von nape, das um die Weihnachtszeit des vergangenen Jahres dte Gemüter im deutschen Vaterlande so stark erregte, ge= fühnt. Die Jubelfeier in Rußland. Am Sonnabend wurde in ganz Rußland die fünfzigste Wiederkehr des Tages der Aufhebung der Leib eigenschaft festlich begangen. In Städten und Dörfern fanden in den Kirchen aller Konfeffionen, in den Mofcheen und Synagogen feierliche Gottesdienste statt; über die Truppen wurde eine Parade abgehalten, allenthalben wurden feierliche Stzungen, populäre Vorlesungen und Volksvergnügungen veranstaltet. Jubiläumsschriften und Bilder Alexanders II. wurden verteilt, die Armen wurden gefpeist. In fast allen Dorfgemeinden wurden die von den Bauern errichteten Denkmäler für Alexander II. feierlich enthüllt. Viele Stadtverwaltungen und Bauerngemeinden gründeten zum Andenken an das Jubiläum Lehranstalten oder errichteten Stipendien für arme Bauernfinder. Außer neuen Schulen wurden auch noch Krankenhäuser, Volkshäuser und Mäßigkeitsanstalten gegründet. Besonders feierlich verlief der Festtag in den Residenz städten. Bei ihrer Fahrt zum Gottesdienst in der Kasanschen Kathedrale wurden den Majestäten vom Publikum jubelnde Kundgebungen dargebracht. Nach dem Gottesdienst war im Winterpalast Empfang beim Kaiser für die Nachkommen von Mitarbeitern Alexanders II. bet der Durchführung der Bauernreform. Außerdem wurden empfangen 51 bäuerische Abgeordnete der Reichsduma, die vor dem Gebäude der Duma ein Denkmal für Alexander II. errichtet haben, das die Inschrift trägt: Dem Baren- Befreier die dankbaren Bauernmitglieder der Reichsduma 1861-1911. Der Kaiser sagte zu den Abgeordneten: Es hat mich sehr gefreut zu erfahren, daß Ihr aus eigenem Antriebe meinem Großvater, dem Katser Alexander Nikolajewitsch, ein Denkmal errichtet und auf dieses eine so gute Inschrift gesetzt habt. Dies hat mich tief gerührt und 8) Das Familiengeheimnis. Noman von L. Walter. politischer Fragen. Die ersten Hosenröcke sind am Sonnabend in Berlin gesichtet worden, und zwar gleichzeitig auf verschiedenen Stellen, sowohl in der Friedrichstadt, wie draußen im Westen in der Tauenzienstraße und auf dem Kurfürstendamm. Allenthalben ist es zu ziemlich turbulenten Stra Benszenen gekommen, und die Hosenträgerinnen haben sich meist den dargebrachten Ovationen durch die Flucht entatehen müssen. Einjährige und Hotelier. Der Gastwirteverband hat in einer Petition an den Reichstag eine Entschädigung dafür verlangt, daß den Einjährigen das Etnmieten in den Hotels und Gasthäusern verboten ist. Kaiser Franz Josef empfing Sonntag vormittag im Schönbrunner Schlosse den König von Bulgarien, der seinen Dank für die Gratulation zum 50. Geburtstage ausdrückte. Der Besuch des Königs, welcher Zivilkleidung trug, hatte einen sehr herzlichen Charakter und dauerte fast eine Stunde. Der österreichische Parlamentsausschuß hat das gesamte Heereserfordernis nebst den außerordentlichen Heerestrediten angenommen. Der Reichstriegsminister Freiherr ( Nachdruck verboten.) ,, Wir müssen nachsehen; die Sache kommt mir ver dächtig vor. Ach das ist eine böse Zeit!" seufzte der Gärtner. Die Leute sterben wie die Fliegen. Dort unten in der Vorstadt gibt es keine Hände mehr, die begraben wollen. In allen Häusern liegen Leichen... wohin man tommt, findet man Elend und Jammer. Wir können hier noch von Glück sagen, unsere Häuser sind verschont ge= blieben." Briand auf einem Vortragstournee? Bättermeldun gen aus Paris zufolge hat ein Impresario dem früheren Ministerpräsidenten Briand für eine Vortragstournee durch alle Reichshauptstädte Europas ein Honorar von 300 000 Francs geboten. Briand habe auf das Angebot noch feine Antwort erteilt. von Schönaich betonte, da die Forderungen für Heer und Marine nur 12 Prozent des gesamten Staatsaufwandes betragen, sei die Behauptung unbegründet, daß die Heeresausgaben der Befriedigung kultureller und wirtschaftlicher Bedürfnisse im Wege ständen. Karl, dessen Angst mit jeder Minute wuchs, wollte gewaltsam den Laden aufreißen, als der Gärtner rief: ,, Dort kommen zwei Frauengestalten, vielleicht sind es meine Nachbarinnen." Und wirklich zeichneten sich auf dem hellen Wege zwei Schatten ab, die sich rasch dem Hause näherten. ,, Was geschieht hier?" fragte eine Frauenstimme. Auguste! Auguste!" rief Karl. Zur Vorsicht bei der Handhabung von Schußwaffen mahnt folgender Vorfall: Im Mannheimer Stadtteil Freudenheim übersah der Lehrer Dünkel beim Reinigen seines Revolvers, daß noch eine Patrone im Laufe steckte. Der Schuß ging los, die Mutter des Lehrers, die in der Nähe faß, wurde von der Kugel getroffen und sank bewußtlos zu Boden. Man schaffte fie in hoffnungslosem Zustande ins Krankenhaus. A Heber bi Bod, die am eitung" au tum% 5 Uhr Hagt wurde, Anslagen erf Berungen des mon Saus au Mole Bungen worlichtig fein Belen, daß Bo Bivitäten nich madigefagten Begen G einer Bigaret Welden in W wer Nürnberg merurteilt wo Wegen G Infanteriereg redten Beige werden, mit e Laten zweiter Großes Pech hatten zwei Geldschrankfnader, welche in der Nacht zum Sonnabend in ein Krankenhaus an der Waisenhausgasse in Cöln eindrangen und mittels Sauerstoffapparates die Panzerplatten eines Geldschrankes zu durchschneiden suchten. Sie hatten bereits zwet Platten durchschnitten, als das Pulver explodierte, sodaß sie schwere Brandwunden im Gesicht davontrugen. Sie konnten sich nur mühsam in Sicherheit bringen. Der Geldschrank ent hielt eine große Summe Geldes. Von einem empfindlichen Verlust wurde Graf ArnimBlumberg betroffen, der in einem Berliner Hotel in der Nähe des Potsdamer Bahnhofes wohnte. Aus seinem Zimmer wurde ihm eine Handtasche gestohlen, die für 5000 Mark Schmucksachen enthielt. Es wird vermutet, daß der Raub von einem internationalen Hoteldteb ausgeführt wurde. Das neue französische Kabinett. Die Minister und Unterstaatssekretäre hielten gestern nachmittag im Ministerium des Innern unter dem Vorsitz des Kabinettschefs Monis eine längere Beratung ab, in der verschiedene Punkte der Regierungserklärung und mehrere augenblick= lich auf der Tagesordnung stehende Fragen beraten wur den, u. a. das Statut der Eisenbahnarbeiter und Beamten, die Frage der Wiedereinstellung sowie die Sabotage. Ferner erörterte man die Wahlreform, Einkommensteuer usw. Nachdem eine Verständigung erzielt worden war, wurde der Kabinettschef beauftragt, den Wortlaut der Regierungserklärung abzufassen. Nach dem Ministerrat begab sich der Kabinettschef Monis zu den verschiedenen Botschaftern, denen er bisher noch keinen offiziellen Besuch abgestattet hatte. Die Geliebte stand vor ihm. Sie reichte ihm schweigend die Hand, die er hastig an die Lippen drückte. ,, Warumi zitterst Du denn?" fragte sie besorgt. " Weil ich fürchtete, Dir sei ein Unglück zugestoßen; doch nun ist alles gut, ich sehe Dich, höre Deine liebe Stimme und halte Teine Hand... Guten Abend, Frau Bauer! Ach verzeihen Sie, ich muß meine Sinne erst Sammeln Der Schrecken der Revolution auf Haiti. In Kap Haiti droht eine Hungersnot auszubrechen, da die Landbewohner aus Furcht vor Gewalttätigkeiten feine Lebens„ Der junge Herr," erklärte der Gärtner,„ wollte den Laden aufbrechen, um nach Ihnen zu sehen. Ich selbst hatte Angst, als das Klingeln nicht gehört wurde... Ja, es ist eine böse Zeit!" ,, Dante für die Teilnahme, lieber Nachbar!" sagte die Witwe gerührt. Der liebe Gott ist uns bis jetzt gnädig gewesen.. er wird uns auch wohl ferner seinen Schuz verleihen. Wir hatten Geschäfte in der Stadt, sind seit diesem Mergen fort..." „ In der Stadt sind Sie gewesen?" " Ja!" " Ein Messerstecher hat in der Nacht zum Sonntag in Rixdorf eine 22jährige Frau durch einen Stich in den Rücken schwer verletzt. Der Täter entkam. Durch Explosion einer Lampe entstand, wie aus Rehna in Mecklenburg gemeldet wird, beim Melfen im Viehhause des Gutes Casendorf ein Feuer, das so schnell um sich griff, daß 82 Milchfühe verbrannten. Außerdem erlitten mehrere Stück Vieh so schwere Brandwunden, daß sie geschlachtet werden mußten. Sie hätten hier bleiben sollen; es ist nicht gut, daß man jetzt die Straßen betritt. Gute Nacht, Frau Bauer!" Der Gärtner verschwand. Schweres Bootsunglück auf der Saale. In der Nähe von Saalfeld fenterte beim Uebersetzen über die Saale ein mit acht Mann besetztes Boot. Vier konten sich retten, die anderen vier wurden von den Fluten fortgeissen und sind ertrunken. Auguste hatte indes die Tür erschlossen. Sie führte den Gast in das Zimmer, wo ste rasch eine Kerze anzündete. „ Karl," rief sie im Tone zärtlichen Vorwurfs,„ Du haft mich lange auf Deine Rückkehr warten lassen!" Er mußte die reizende Jungfrau umarmen und küssen, ehe er antworten konnte: Ein schweres Ballonunglück wird aus Turin gemeldet. Der Ballon Albatros, der am Sonntag zu einer Fernfahrt aufgestiegen war, stürzte in der Umgegend von Turin aus einer Höhe von 1900 Meter ab, fiel aber glücklicherweise auf Bäume. Sechs Insassen wurden schwer, doch nicht lebens gefährlich verlegt, mit Ausnahme von einem, dessen zustand besorgniserregend ist. Zürne nicht, Auguste, ich werde mich rechtfertigen!" Nun sah er ihr in das schöne, blühende Gesicht. Eine unbezwingbare Erregung bemächtigte sich seiner. In einem Anfall religiösen Wahnsinns erschlug in Lugnorre im Kanton Freiburg ein Schuhmacher, Vater von fünf Kindern, mit Arthieben seinen Bruder, um, wie er sagte, eine von Gott gewollte Tat zu vollbringen. Der Mörder lief nach der Tat durch das Dorf und rief, er habe einen Att göttlicher Gerechtigkeit vollzogen. Es gelang, ihn zu verhaften. ,, Gott sei Dant," rief er aus,„ Du lebst, bist gesund! Ach," Auguste, ich habe Todesangst gelitten, als mir niemand die Tür öffnete. Die schrecklichsten Befürchtungen stiegen in mir auf..." Mit 18 Mann Besagung untergegangen ist jedenfalls der schwedische Dampfer Margarete, beheimatet in Aalborg, der seit mehreren Tagen überfällig ist. Sie hatte Hut und Schal abgelegt. Da stand sie nun, die reizende Gestalt in dem leichten Sommerkleide, das die eleganten Körperformen deutlich abzeichnete. Sie mußte sehr rasch gegangen sein, denn ihre Wangen glühten. „ Armer Karl!" flüsterte sie mitleidig.„ Ich habe es mir gedacht, daß Du heute kommen würdest die Mutter fonnte mir nicht so rasch folgen und mich trieb die Sehnsucht..." ,, Auguste!" Aber Du siehst leidend aus, lieber Freund!" Bombenattentat auf einen Geistlichen. Unweit Radom, ( Russisch- Polen) wurde gegen den Geistlichen Kowalski von einem jungen Burschen eine Bombe geschleudert. Der Geistliche wurde getötet, mehrere Passanten schwer ver= wundet. Einen Sturm auf das Neuyofer Kriminalgericht ver-, suchte am Sonnabend eine große Schar Italiener, weil ein Landsmann wegen Mordes zum Tode verurteilt worden war. Ein großes Aufgebot von Polizei war erforderlich, um die Menge gewaltsam zu vertreiben. Richter und Geschworene müßten unter starker Bedeckung heimgehen. Ich fühle mich wohl, vollkommen wohl. Die Ungewißheit über Dein Schicksal ist beseitigt... Ach, in den Augenblicken der Qual fühlte ich erst recht, wie lieb ich Dich habe! Mir ist jetzt, als ob Du vom Tode erstanden, mir auf's Neue geschenkt wärest. Müßte ich Dich verlieren, ich würde wahnsinnig!" Sie warf sich weinend an seine Brust. " tert. ,, Wer fönnte uns denn trennen?" fragte sie erschüt= Vielleicht der Tod, der auf allen Wegen lauert." Dann, Karl, sterben wir zusammen; ich überlebe Dich nicht!" „ D, Du herrliches Mädchen!" Ueber de rn Beuthene ers mit eine auer Beitung en ber naft ler Ruhepau In der Mechanismus ,, Du machtest nur eine Erholungsreise, die der Arzt Dir geraten, ich wußte das; aber die Trennung von Dir war mir doch schrecklich. Ich träumte von tausend Gefahren, denen Du in den Schweizer Alpen ausgesetzt sein tönntest, bald hörte ich einen brausenden Sturzbach, bald sah ich einen gräßlichen Abgrund ach, als nun die Schreckliche Krankheit in unserer Stadt rasch um sich griff, da fürchtete ich wieder für mein eigenes Leben... Deinetwegen fürchtete ich, Karl... nur Deinetwegen möchte ich noch auf der Erde bleiben, daß ich Dich glücklich machen kann." ,, Und Du machst mich durch Deine Liebe unaussprech= lich glücklich!" fgen Santie Suffchrei bra Seuthener D fatte erst ein tent zweiten alegt Brüni Sireftors ber n deffen Kro Jas Geschoß Jarm zerrisse 6hwerverletzt auf sein Br linit gebrac the allerdings auf Erfolg h ring gestorbe Lat geflohen tommen. Me in zurüd. 2 anen zweiter tereitelt wer Bitten wir Gott, daß er die schwere Zeit an uns vorübergehen lasse!" Sie hielten sich noch lange umschlungen, sahen sich zärtlich an und wechselten innige Küsse. Das war eine Feier des Wiedersehens, gemischt mit Schmerz, Angst und Freude. Frau Bauer trat ein. Sie grüßte freundlich den jungen Mann und entschuldigte ihre Abwesenheit mit einem Besuche, den sie bei der kranken Schwester gemacht. Erschrecken Sie nicht, fügte sie rasch hinzu, Schwester Ulrike ist nicht von der Cholera heimgesucht, sie leidet an einem Brustübel, das ihr gerade jezt arg zu schaffen macht. Wir haben sie aus der Stadt auf das Land gebracht. Ich hätte sie gern zu mir genommen, aber die eigensinnige Frau will mir nicht lästig werden, auch meint sie, daß unser Haus viel zu nahe an der Stadt läge, die ste fliehen müsse. Wir kommen direkt von dem Dorfe zurück, in welchem Ulrike ein freundliches Stübchen be zogen hat." ( Fortsetzung folgt.) Ein grau Redlenburg ledt worden. hnsti in F ar Schule adh einigen hwimmen, fleinen aus tamals an ei gestellt, daß d teren Gemein Denn der J ief, wurde e ich auf diese Charlotte Eheleute Ra Lottenburg zu Es beträgt no er Nachlaßg en Bestimm Lajes ein Al männliche un Tachlaffe find onien un bestimmt Ein Opfe Wilson ist d Bereits vor eilvolle Ein andlung sei perieren, im jernen, im Denigent Wo tat dem fort Dr. Wilson urch Sonn Ehmerzen i Bon ein ingen bei ist der La Dordenen G ng furze 3e einer Söhne Landwirt zu em wütende es Stallined weifelt wird Die Lode fine Lodenfr Coden nicht a Dejahren für es Beispiel mitgeteilt mi The Frau eine wurde, erfolg Erantheit auf Die Krante bergeführt. Die gefr Velbit die an Ameritanischer Viam Hayes F En Reuport Don 22 Jahre Derlangt Her 3 ift thm Reftaurant mehmen. 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Aussagen erstreckten sich lediglich auf die Charakterschilderungen des Angeklagten. Es wurde festgestellt, daß Bock von Haus aus erblich belastet ist. Auch soll er eine etwas lofe Zungen haben und in seinen Aeußerungen sehr unvorsichtig sein. Es traten mehrere Zeugen auf, die bekundeten, daß Bod auch im Gespräch mit Lehrerinnen mit Laszivitäten nicht zurückhtelt. Bock bestreitet alle diese ihm nachgesagten Eigenschaften. Wegen Gotteslästerung, begangen durch das Anzünden einer Bigarette nach dem Abendmahl in der Kirche in Velden in Mittelfranken, ist ein junger Wirtssohn von der Nürnberger Straffammer zu einer Woche Gefängnis verurteilt worden. Wegen Selbstverstümmelung wurde ein Soldat des 19. Infanterieregiments in Nürnberg, der sich die Hälfte des rechten Zeigefingers abgehauen hatte. um militärfrei zu werden, mit einem Jahr Gefängnis bestraft und zum Solbaten zweiter Klasse degradiert. Vermischtes. Ueber den tödlichen Unglücksfall, der sich wie gemeldet, im Beuthener Gymnasium durch das Spielen eines Schülers mit einem Revolver ereignet hat, wurden der Breslauer Zeitung noch folgende Einzelheiten gemeldet: Wegen der naßkalten Witterung hielten sich am Freitag in der Ruhepause die Gymnasiasten in ihren Klassenzimmern auf. In der Tertia demostrierte ein Obertertianer den Mechanismus einer Browningpistole. Infolge unvorsichtigen Hantierens entlud sich die Waffe, und mit einem Aufschrei brach der Obertertianer Brüning, der Sohn des Beuthener Oberbürgermeisters, zusammen. Das Geschoß hatte erst einen Mitschüler leicht gestreift, war dann etnem zweiten Jungen durch die Kleider gedrungen und traf zuletzt Brüning in den Unterleib. Jm Amtszimmer des Direktors bemühten sich zwei Aerzte um den Verwundeten, an dessen Krankenlager auch die Eltern herbeigeeilt waren. Das Geschoß hatte dem Unglücklichen mehreremale den Darm zerrissen und die Hauptschlagader verletzt. Der Schwerverletzte wurde von Primanern, unter denen sich auch sein Bruder befand, auf einer Tragbahre nach einer Klinik gebracht, wo eine Operation vorgenommen wurde, die allerdings von Anfang an nur ganz geringe Aussicht auf Erfolg hatte. Sonnabend morgen um 3 Uhr ist Brüning gestorben. Der Urheber des Unheils war nach der Tat geflohen und hatte einen Selbstmordversuch unternommen. Mehrere Mitschüler verfolgten ihn und brachten ihn zurück. Auf dem Schulhofe unternahm er dann noch einen zweiten Selbstmordversuch, doch konnte auch dieser vereitelt werden. Ein grauenhaftes Verbrechen ist, wie aus Friedland in Medlenburg gemeldet wird, am Sonnabend dort aufgedeckt worden. Der siebenjährige Sohn des Arbeiters Wotansti in Friedland war im Juni v. J. auf dem Wege zur Schule spurlos verschwunden. Spaziergänger sahen nach einigen Tagen eine Schülermüze auf dem Stadtteich schwimmen, und bald darauf wurde auch die Leiche des Kleinen aus dem Wasser gezogen. Allgemein glaubte man damals an einen Unglücksfall. Jetzt hat sich aber herausgestellt, daß das Kind von mehreren um einige Jahre älteren Gemeindeschülern ins Wasser geworfen worden ist. Wenn der Junge an die Oberfläche kam und um Hilfe rief, wurde er immer wieder untergetaucht, bis er schließ= lich auf diese Weise ertrank. Charlottenburg als Millionenerbin. Die verstorbenen Eheleute Rauschendorff haben der Stadtgemeinde Charlottenburg zur Erbin ihres großen Vermögens eingesetzt. Es beträgt nach Ablauf der Legate bei günstigem Verkauf der Nachlaßgrundstücke rund 2½ Millionen Mark. Nach den Bestimmungen der Erblasser soll mit% des Nachlasses ein Altersheim begründet werden, das für gebildete männliche und weibliche Personen bestimmt sein soll. Vom Nachlasse sind ferner für die Charlottenburger Ferienkolonien und zugunsten der Armen und Hilfsbedürftigen bestimmt worden. Ein Opfer der X- Strahlen. Der englische Arzt Ernest Wilson ist das tragische Opfer seines Berufes geworden. Bereits vor Jahren machte sich an seinem Körper der unheilvolle Einfluß der X- Strahlen geltend, die er bei Behandlung seiner Kranken häufig verwandte. Er ließ sich operieren, im Jahre 1906 Hautstellen an den Händen entfernen, im Jahre 1908 Fingerglieder amputieren, und vor wenigen Wochen sogar einen Arm abnehmen. Doch nichts tat dem fortschreitenden Leiden Einhalt. Vergebens suchte Dr. Wilson den verderblichen Einfluß der X- Strahlen durch Sonnenbäder zu bekämpfen. Unter furchtbaren Echmerzen ist er gestern seinem Leiden erlegen. Von einem wütenden Stier aufgespießt. In Racheringen bei Arlon an der französisch- luxemburgischen Grenje ist der Landwirt Tripten von einem plötzlich wütend ge= wordenen Stier aufgespießt worden. Der Unglückliche erlag furze Zeit darauf seinen schweren Verletzungen. Zwei seiner Söhne sowie ein deutscher Stallknecht, welche dem Landwirt zu Hilfe eilen wollten, wurden ebenfalls von dem wütenden Tier erheblich verwundet; die Verlegungen des Stallknechts sind derart, daß an seinem Aufkommen ge= zweifelt wird. [ pred n uns en fich r eine ft und en juneinem wefter leidet chaffen nd ge Ser die meint Dorfe ge, die en be Die Lockengefahr. So schön nach Ansicht vieler Damen eine Lodenfrisur sein mag, so birgt sie doch, wenn die Loden nicht aus gut gereinigtem Haar hergestellt sind, große Gefahren für die Gesundheit der Trägerin. Ein warnendes Beispiel dafür ist der folgende Fall, der aus Breslau mitgeteilt wird: Vor einigen Tagen erkrankte in Breslau die Frau eines Rechtsanwaltes an Lepra. Wie festgestellt wurde, erfolgte die Uebertragung dieser furchtbaren Hautfrankheit auf die erwähnte Dame durch künstliche Locken. Die Kranke wurde nach den Leprabaracken in Eydtkuhnen übergeführt. Die gefräßige Frau. Vor dem Ehescheidungsgericht in Neuyork tam gestern ein Fall zur Verhandlung, der selbst die an mancherlei Absonderlichkeiten gewöhnten amerikanischen Richter in Erstaunen sezte. Ein Herr William Hayes hatte mit 70 Jahren ein bildschönes Mädchen Don 22 Jahren geheiratet. Jetzt, schon nach drei Monaten, verlangt Herr Hayes die Trennung der Ehe. Seine Frau ißt ihm zu viel. Nach dem Frühstück müsse sie in ein Restaurant gehen und dort eine zweite Mahlzeit einnehmen. Zur Hauptmahlzeit am Abend esse sie nicht nur für zwei, nein, für vier. Es gebe Tage, an denen er allein hundert Mark für ihre Beköstigung verwende. Bei ihrem gewaltigen Appetit treibe ihn seine Frau dem finanziellen Rain entgegen. Die einzige Rettung hiervon sieht Hayes In der Ehescheidung. Herr Hayes hat die Richter noch nicht von der Notwendigkeit einer Trennung überzeugen können. Der Fall wurde vertagt. Die japanischen„ Rothschilds". Aus Tokio wird der „ Inf." geschrieben: Die reichste Familie in Japan, die sich dem Handel und der Industrie gewidmet hat, ist die Familie der Mitsuis, die weder an Reichtum. noch an geschäftlicher Begabung den europäischen Rothschilds nachsteht. Die Mitsuis gleichen ihnen noch in einer anderen Hinsicht, da auch fie vor noch nicht allzu langer Zeit sich aus kleinen Anfängen zu ihrem heutigen Reichtum emporgearbeitet haben, der 250 Millionen Yen, nach unserem Gelde über eine Milliarde Mark, betragen soll. Die Mitsuis zerfallen in einzelne Familien, die alle untereinander aufs engste verwandt sind und im ganzen Reiche großen geschäftlichen Unternehmungen vorstehen. Die Zentrale dieser Riesenorganisation befindet sich in der Hauptstadt Tokio, wo gleichfam das Muttergeschäft ist. In erster Reihe stellt das Unternehmen dieser Millionärsfamilie ein Riesenbankhaus dar, das völlig von ihnen abhängig ist. Nach echt amerikanischem Muster haben die japanischen Rothschilds sich aber damit nicht begnügt, das Geld in reinen Bankgeschäften anzule= gen, sondern haben bedeutende industrielle Unternehmungen damit geschaffen. Die meisten Straßenbahnen sind von ihnen erbaut worden und ihnen zinspflichtig. Sie haben riesige Kohlenbergwerke angelegt und sind die Besizer oder Teilhaber der meisten großen Dampfschifflinten. Auf Sachalin haben sie nach dem Friedensschluß Fischfang und Seeverfehr mit so großem Erfoge organisiert, daß dieselbe Insel, die früher den Russen eine jährliche Einnahme von ganzen 150 Rubeln brachte, die der Oberst Pawlow als Pacht für die Fischereigerechtsame zahlte, schon nach Ablauf des ersten Jahren den Japanern einen Reingewinn von 17 Mill. Rubeln in den Schoß warf, trotzdem sie nicht über die ganze Insel verfügen dürfen. In letzter Zeit hat dieselbe Familie fich auch mit dem Luftschiffwesen befaßt. Es ist hauptsächlich ihrem Einflusse zuzuschreiben, daß heutzutage Japan schon eine sehr aufblühende Luftschiffindustrie besitzt, zu der jetzt noch mehrere Fabriken für Flugapparate fommen. Fußballspiel im Tanzsaal die neueste„ Kotillontour". Das gesellschaftliche Leben unserer Zeit ist in seinen Formen und Regeln so genau festgelegt, daß es teine geringen Schwierigkeiten bietet, einige Abwechslung hinein zu bringen. Die Festordner, die jetzt alle Hände voll zu tun haben, sind daher nicht zu beneiden. Vielleicht ist es ihmen willkommen, zu hören, daß in England und Nordamerika ge= genwärtig eine Kotillontour Aufsehen macht, weil sie ebenso unterhaltend wie einfach ist. Man braucht für sie feine langen Vorbereitungen, und die Ausgaben. die sie erfordert, sind nicht der Rede wert. Diese Tour verpflanzt das Fußballspiel, das fa auch auf dem alten Festlande viele Freunde und Anhänger zählt, in den Tanzsaal, freilich in scherzhafter und ungefährlicher Form. Sie besteht darin, daß die an die Reihe kommende Dame einen jener roten, mit Gas gefüllten Luftballons, wie sie die Straßenhändler für Kinder feilbieten, an langer Schnur auf den Boden wirft. Der Herr, dem es gelingt, den Ballon durch einen wohlge= zielten und fräftigen Fußtrit zum Plazen zu bringen, erwirbt dadurch das Recht, mit der Dame zu tanzen. Nun ist aber solch Ballon ein launisches, bewegliches Ding und durchaus nicht so leicht zu erfaffen, als man sich vorstellt. Dadurch ergeben sich die lustigsten Bilder, und es dauert meist eine grausame Weile, bis einer der Herren das Kunststück zuwege bringt. Die Tour ist nicht sehr geistreich, aber Iuftig und gibt, wie gesagt, zu Szenen Anlaß, über die man herzlich lachen kann. Drudfehler.( Aus einem Festbericht.) Bet dem nun folgenden Erntezug erregte der Chor der Schnatterinnen besondere Aufmerksamkeit. Aus dem Reiche der Technit. Elektrische Anzeige der Schiffahrtslinie. Eine Erfinduna. die für die Küstenschiffahrt non großer Bedeutung werden kann, wenn ihre Ruverlässigkeit sich erprobt, ist, mie die„ Magdeburgische Rettung" berichtet, dem ehemaligen Magdeburger Gewerbeafftstenten, Dr. Karl Arnold in Doberan patentiert worden. Sie betrifft eine Vorrichtung zur elektrischen Webermittlung von Reichen die namentlich Verwendung finden soll. um in Flukmündungen, Hafenetnfahrten usw. die Schiffahrtslinie fenntlich zu machen, wenn infolge unsichtigen Wetters die optischen Signale verfagen, oder, wie im Kriegsfalle, die Seezeichen eingezogen sind. Ferner soll die Vorrichtung dem paffierenden Schiffe etwa vorhandene Minensperren anzeigen. Die prinzipielle Einrichtung ist folgende: In der Kursrichtung des Fahrwassers wird ein Kabel aelegt und mit Stromstößen, z. B. intermittierendem Gleichstrom. Wechselstrom oder Hochfre= quenzftrom, gefneist. Diefe Stromstöße wirken auf zwei ant Schiffe angebrachte Empfänger, durch deren Beobachtung an Bord festgestellt werden kann, ob das Schiff sich über dem Kabel befindet oder nicht. Der eine der beiden Empfänger ist in der Kiellinie des Schiffes, der andere brettschiffs an= gebracht. Je nach der Stellung des Fahrzeugs zum strom= führenden Kabel wird der eine oder der andere Apparat stärker ansprechen so daß es ohne weiteres möglich sein wird, das Schiff über oder neben dem Kabel. d. h. in der richtigen Fahrrinne zu halten. Diefelbe Einrichtung ge= stattet auch, von der Landstation aus Signale, z. B. Morsezeichen, nach dem Fahrzeuge zu übermitteln und umgekehrt. Eine Republik im russischen Reich. In der Nähe des Pestherdes liegt jenes seltsame, undefinterbare Mittelding zwischen Staat und Anarchie, das unter dem Namen„ Imansche Republik" erst vor kurzem etwas genauer bekannt geworden tst, und noch in keinem Konversationslexikon oder Handbuch der Geographie zu finden ist. Es handelt sich um den sogenannten Primoffschen Kreis südlich des Bogaljadfagebirges und westlich vom Stchota- alin im Tale des Imanflusses, der bei der gleichnamigen Stadt in den Ussuri einmündet. In diefer an Jagdtieren noch überreichen, von unermeßlichen Wäldern bedeckten Gegend, die etwa 400 lm. von Wladiwostok entfernt Iteat, lebt trotz der großen Nähe der Utsuribahn eine nach mehreren tausend Köpfen zählende Bevölkerung weißer und mongolischer Rasse, ohne daß die russischen Polizeiorgane fich bisher um sie gefümmert hätten, nach thren eigenen Gesetzen, von denen die Eingeborenen behaupten, daß sie durch die chinesische Regierung bestätigt worden seien. Als vor einiger Zeit unheimliche Nachrichten über gräßliche, in der Imanfchen Republif verübte Untaten nach Wladiwostok drangen. wollten die rusfischen Behörden die Existenz Bieses Staates im Staate gar nicht für möglich halten, bis eine ausgesandte Kommission die Wahrheit der Tatsache bestätigte. Die Veranstaltung des den Ostasiaten unentbehrlichen Hazardspieles ist dort nur während der Zeit vom 15. November bis 15. Dezember eines jeden Jahres gestattet und wird außerhalb dieser Zeit mit 20 Stockschlägen auf die Fußfohlen und 200 la. Fleisch geahndet, dte in Gestalt lebender Haustiere, meistens Schweine, zu entrichten sind. Sehr fretgebig ist der Stroffoder in der Verhängung der Todesstrafe. Wer ein Zobeifell stiehlt, wird lebendig begraben, auf den Diebstahl der von anderen vergrabenen, feltenen und kostbaren Jen- tschen- Wurzel steht als Strafe der Tod durch Ertränken. Jeder Hausbesitzer ist verpflichtet, einen Hund als Wächter zu halten oder sich von seinem Nachbarn einen auszuleihen, und wird, wenn er dies unterläßt. mit schweren Stockpritgeln bestraft. Dagegen hat jeder im Lande reisende Fremde überall das Recht, in jedem Hause drei Tage umsonst zu wohnen und für ieder weiteren Tag nur 40 Kopeken zu bezahlen. Er ist aber, wenn seine Reife in die Zeit des Jahreswechsels fällt, gehalten, 15 Rubel zur Feter des Neujahrsfestes beizusteuern. Von wirklichen Wohlfahrtseinrichtungen ist selbstverständlich in diesem nur Erwachsene berücksichtigenden, staatsrechtlichen Gebilde nicht zu finden. Alle in ihm vorhandenen Institutionen sind nur der verzweifelte Notbehelf einer über den Urzustand des Kampfes aller gegen alle hinausstrebenden Bevölke rung, um die fich die wirklich zuständigen. staatlichen Dr. gane nicht gekümmert haben, und die sich deshalb zum Schutz aus eigener Machtvollkommenheit ein in Blut getränktes, grausames Recht gegeben hat, wie es in den Lynchjustiz der ersten Einwanderer nach Kalifornien um die Mitte des vorigen Jahrhunderts sein Gegenstück gefunden hat. Drabtnachrichten und neuestes. Der Kronprinz Kommandeur der Leibhnsaren. Berlin, 6. März. Der Kronprinz übernimmt am 1. Oktober das Kommando des 1. Leibhusarenregiments in Langfuhr bei Danzig. Bei seiner Ankunft in Kairo wird der Kronprinz ein Telegramm des Kaisers vorfinden, das ihm diese Ernennung mitteilt. Verbandstag der Haus- und Grundbesitzer. Berlin, 6. März. Der Landesverbandstag preußischer Haus- und Grundbesitzer begann gestern seine diesjährigen Beratungen. Großer Holzarbeiterstreik. Breslau, 6. März. Eine stürmisch verlaufene Mitgliederversammlung des deutschen Holzarbeiterverbandes, Zahlstelle Breslau, lehnte die Vorschläge des Berliner Schiedsgerichts ab und beschloß, heute in den Ausstand zu treten. Etwa 20 000 Arbeiter werden die Arbeit einstellen. Ein neuer Krawall in Met. Mezz, 6. März. Gestern abend gegen 7 Uhr kam es hier wiederum zu einem Krawall. Zwei einheimische junge Leute randalierten auf der Römerstraße und gerieten in einen Wortwechsel und dann in Streit mit Unteroffizieren. E sammelte sich eine große Menschenmenge an. Schutzleute mußten einschreiten und nahmen die beiden jungen Leute fest. Aus der Menge wurden Rufe:„ Es lebe Frankreich! Nieder mit Preußen!" laut. Bei dem Zusammenstoß sollen die Unteroffiziere blank gezogen haben und auf der anderen Seite soll von dem Messer Gebrauch gemacht wor den sein. Eine authentische Darstellung war bisher nicht zu erlangen. Verurteilung wegen Landesverrats. Wilhelmshaven, 6. März. Das Oberkriegsgericht verurteilte den bermatrosen Jacob wegen Landesverrats zu 12 Jahren Zuchthaus. Die erste Instanz hatte auf sechs Jahre Zuchthaus erkannt. Unfall eines Ballons. Wilhelmshaven, 6. März. Der Ballon„ Nordsee" des Offizierluftschiffervereins geriet vor seinem Aufstieg nach der Füllung von der Banter Gasanstalt in die Stacheldrahteinfassung der Gasometer und wurde vollständig zerriffen. Ueberfallene Gefangenenwärter. Karlsruhe, 6. März. Der Russe Filipson, der seinerzeit am Glaswaldsee im Schwarzwald den Kaufmann Emsheimer aus Cöln erschoß, hat gestern im Zuchthaus zu Bruchfal, in dem auch der frühere Rechtsanwalt Hau seine lebenslängliche Zuchthausstrafe verbüßt, mit einem Eisenstab vom Fenster. den er sich zugespitzt hatte, einen Gefangenenwärter erheblich verletzt und einen zweiten, zur Hilfe herbeieilenden Wärter erstochen. Ein Geisteskranker in der Berliner Garnisonkirche. Berlin, 6. März. Gestern vormittag gegen 11 Uhr warf der frühere Oberfeuerwerker, jeßige Hilfsarbeiter beim Statistischen Landesamt, Franz Lufat, geboren am 23. Dezember 1870 in Julienfelde im Kreise Darkehmen, in der alten Berliner Garnisonkirche in der Neuen Friedrichstraße von der linken Empore einen Brief nach der kaiser= Itchen Loge hinab, in der sich die Kaiserin befand. Der Brief fiel vor dem großen Altar nieder, und wurde später dem diensthabenden Kammerherrn übergeben. Lukat ist festgenommen und zur Polizeiwache geführt worden. Er hatte während des Gottesdienstes den Anfang des Briefes laut vorgelesen. Der Mann ist anscheinend geisteskrank und macht den Eindruck eines Schwindsüchtigen. Liebes- und Eheaffären. Regensburg, 6. März. Gestern mittag erschoß hier der Gärtnereibesizerssohn Georg Straubinger auf offener Straße aus Eifersucht seine Braut, eine Mühlenbesizerstochter, beide aus der Umgebung von Regensburg. Der Täter eilte dann an die Donau und erschoß sich dort ebenfalls. Das Mädchen starb kurz darauf, der Mörder war sofort tot. Berlin, 6. März. Gestern morgen erschien der 50 Jahre alte Tischler Otto Lehmann, den seine Frau vor etniger Zeit verlassen hatte, in deren Wohnung und bat, ihn wieder aufzunehmen. Die Frau weigerte sich aber. Der Mann entfernte sich dann und kam gegen mittag zum zweiten Mal wieder. Als die Frau auch jetzt wieder sich ablehnend verhielt, zog Lehmann einen Revolver und feuerte einen Schuß auf seine Frau ab, der aber feh! ging. Lehmann stürzte sich dann aus dem Fenster und war sofort tot. Vom elektrischen Strom getötet. 0 Berlin, 6. März. Ein Dachdecker hatte von einer hiesigen Elektrizitätsgesellschaft den Auftrag bekommen, mit einem Mechaniker das Dach der Schaltstation bei Eberswalde einer Reparatur zu unterziehen. Bei der Arbeit kam der Dachdecker der Starkstromleitung zu nahe und wurde auf der Stelle getötet. Die Leiche ist teilweise verkohlt. Vertagung des Kwilediprozesses. Leipzig, 6. März. Im Prozeß Kwilecki wegen Herausgabe des kleinen Grafen, der jetzt die Obertertia des Breslauer Magdalenen- Gymnasiums besucht, wird die Verhand lung vor dem Reichsgericht erst im Mai stattfinden. Eine Ballon- Fuchsjagd. Bitterfeld, 6. März. Gestern vormittag 11 Uhr 52 Minuten nahm die vom Kaiserlichen Aeroklub veranstaltete Ballon- Fuchsjagd ihren Anfang. Ballon Delitzsch", der den Fuchs darstellte, stieg als erster auf, der letzte der 17 Ballons 1 Uhr 14 Minuten. Der Landungsplatz soll bet Dresden sein. Dresden, 6. März. Der an der Bitterfelder BallonZielfahrt beteiligt gewesene Ballon„ Schwaben" ist gestern nachmittag bei Helfenberg in der Nähe Dresdens niedergegangen. Der Ballon blieb in den Bäumen hängen und mußte entleert werden. Die drei Insassen famen unver= sehrt davon. Ueberseeflug eines französischen Militäraviatifers. Livorno, 6. März. Der Leutnant Bague von den algerischen Schüßen, der gestern früh in Nizza im Aeroplan aufgestiegen war und die Route nach Ajaccio eingeschlagen hatte, ist auf der Insel Gorgona bei Livorno gelandet. Wie ein von dort kommender Dampfer meldet, hielt Bague dte Insel für die Küste von Livorno. Der Aviatiker erlitt bei der Landung leichte Verlegungen, auch sein Apparat wurde beschädigt. Bague erzählte, er set um 7 1hr früh in Nizza aufgestiegen und habe so manches Mal befürchtet, ins Meer zit fallen. Die zurückgelegte Strecke beträgt 209 Kilometer. Handel und Verkehr. Cassel, 4. März. Weizen( 100 Kilogramm) 19.00 bis 19.50 M. Roggen( 100 Kilogramm) 15.60 bis 16.00 M. Gerste ( 100 Kilogramm) 15.50 bis 16.50 M. Hafer( 100 Kilogram) 15.50 bis 17.00 M. Heu( Bentner) 2.60 bis 3.30 M. St ( Bentner 1.60 bis 2.40 M. Flugblätter Stimmzettel Zirkulare zur bevorstehenden Wahl liefert schnell und preiswert Giessener Verlagsdruckerei Klein& Fischer Seltersweg$ 3( Haus Brüder Schmidt) Stempel aller Art für Behörden, Vereine, Geschäftsleute und Private besorgt rasch und preiswert die Gießener Verlagsdruderei Bekanntmachung. In der Zeit vom 25. Februar bis 4. März 1911 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Zwicker, 1 Herrenuhr, 1 Brille, 1 Schirm, 1 Hut und 1 Automobilkapsel. 1 mit 7 verloren: 1 braune Brieftasche, 1 Herrenuhr mit Goldrand, 1 seidener Regenschirm, 1 goldener Kneifer, 1 lederner Kreuzzügel, 1 Portemonnaie aus Krokodilleder mit 30 Mark und 1 kleinen Schlüssel Jr halt, Zehnmarkstück, 1 braunledernes Portemonnaie Mark und 1 Rückfahrkarte Gießen- Burgsolms Inhalt, und 1 Portemonnaie mit 2,70 Mt. und 1 Schlüssel Inhalt. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Die Abholung der gefundenen Gegenstände kann an jedem Wochentag von 11-12 Uhr vormittags und von 4-5 Uhr nachmittags bei unterzeichneter Behörde, Zimmer Nr. 1, erfolgen. Gießen, den 4. März 1911. I Großh. Polizeiamt. Für Gebhardt. 50 Pg. verjendet jede Buch- und Munfhandlung. forte der unterzeichnete Derlag einen ! 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