in ngel Geschäft Telephon Sh Einrichtungen einfache lack belu. Matrate e Polstermi anz Tarifes sucht haden agenten. Die S energische Pers ent verfügt. Disk befordert Rudolf IBT WASSERDIC HOCHGLA lier befte usmittel Belt! arg OHN KONKURRE onat setzt! weg 83 en der ite gegeben, gabe gespart heiten kann setzen. aller, beide in Gieße Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 50 pig. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen oierteljährlich 1,50 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mk.- Erscheint Mittags 3 Uhr. Die„ Illuftr. Weltrundschau" liegt alle 14 Tage einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b.§. Nr. 106. - Telephon: Nr. 362. Zum Blumentag. Unser modernes Volksleben ist trotz des Festeseierns und trotz der Vereinsseligkeit nicht allzureich an Poesie. Viel Flitterstaat und Aufputz und kein Gehalt dahinter; viel Aeußerlichkeit und wenig ernste Fröhlichkeit. Es nützt nichts, den Wegen nachzugehen, auf denen wir so arm geworden sind; wir kommen dabei nicht weiter als zu dem ersten Satze des Attinghausenschen Bekenntnisses: „ Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit." Wer aber will den Weg finden und weisen, auf dem der freudige Nachsatz des alten Helden zur Wahrheit wird: „ Und neues Leben blüht aus Ruinen?" Eines ist ja tröst lich für unsere Zeit. Daß nämlich in ihr so viele Sucher erstehen und daß hin und her in deutschen Landen die besten Köpfe und die wärmsten Herzen an der Arbeit sind, das noch spärlich vorhandene Gold deutschen Volkslebens umzumünzen und von Hand zu Hand weiterzugeben. Immer noch sind wir nicht so arm an Gedanken, daß wir an der Dürftigkeit des Volkslebens verzweifeln und verzagen müßten, und immer noch sind der ideal Gesinnten in unserem Volke so viele, daß wir an das Schillersche Wort„ von dem neuen Leben aus den Ruinen" glauben. Rauschende Festlichkeiten lassen die Poesie im Volksleben nicht aufkommen. Alle Poesie wächst in der Stille, wie jeder wahrhaft gute und große Gedanke in der Stille geboren wird. Ge= danken, die schockweise kommen, sind Gesindel. Gute Gedanken erscheinen in kleiner Gesellschaft. Die besten Gedanken kommen zunächst allein, aber nicht lange währts, und sie ziehen ein fröhliches Gefolge von Worten und Taten nach sich. So tritt heute in Hessen ein guter, grozer und poetischer Gedanke auf den Plan, zum Besten der Mutter- und Säuglingsfürsorge einen Blumentag zu veranstalten. Der Gedanke an und für sich ist nicht neu. Er kam von einer hochgesinnten Schwedin, der Frau Beda Hallberg. Lange trug sie Leid um den furchtbar sten Feind des Volkslebens, die Tuberkulose, und lange sann sie vergebens, Mittel zum Kampfe gegen die Verheerungen der Lungenkrankheit aufzubringen. Von den üblichen Basaren, Jahrmärkten, Strand- und Winter= festen dachte die hochgesinnte Frau nicht allzuhoch; wer denkt davon heute überhaupt noch hoch? Da entwickelte vor etwa drei Jahren die energische und warmherzige Frau eine feine und sinnige Idee zur Tat. Sie ließ aus Zelluloid ein kleines, zierliches Blümchen zum Anstecken Herstellen und am 1. Mai in großen Mengen zugunsten des guten Zweckes auf offener Straße verkaufen. Jede Blume kostete 10 Dere, und im ersten Jahre wurden in Göteborg gegen 140 000 Stück verkauft. Im nächsten Jahre hatte sich die Zahl der Blumen schon auf die stattliche Zahl von 1 435 720 Stück vermehrt, in dem folgenden auf 1 645 627, sodaß die Einnahme 152 384 Kronen betrug. Man nannte die Blume die„, Erste MaiBlume", und es sah wirklich festlich aus, am 1. Mai der Großherzoglichen Bürgermeisterei = des Großherzoglichen Polizei Amtes sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) * Samstag, den 6. Mai 1911. Kauft Blumen! Kauft und habt Erbarmen, Gebt guten Worten goldnen Klang, Daß wir die Kleinsten unsrer Armen Erretten von dem Untergang, Und die Verkümmerten befreien Aus bitterm Elend, tiefem Schmutz, Kauft Blumen! Helft zum Wohlgedeihen Dem Säuglingsheim, dem Mutterschutz!" Reichstagswahlvorbereitungen. Liberale Einigung. Es ist jetzt gelun= gen für die Provinz Sachsen ein Abkommen zwischen den Nationalliberalen und der Fortschrittlichen Volkspartei für die nächsten Wahlen zu vereinbaren. Unter Zustimmung der beiderseitigen Lokalorganisationen hat man sich auf folgender Grundlage geeinigt: Die Fort schrittliche Volkspartei erhält die Wahlkreise: 1) Jericho, 2) Wittenberg- Schweidnitz, 3) Halle, 4) Mansfeld, 5) Merseburg- Querfurt, 6) Naumburg- 3eiß, 7) Nordhausen, 8) Mühlhausen- Langensalza. Die Nationalliberalen erhalten: 1) Salzwedel- Gardelegen, 2) Osterburg= Stendal, 3) Neuhaldensleben- Wolmirstedt, 4) Wanzleben, 5) Kalbe- Aschersleben, 6) Halberstadt, 7) Sangerhausen- Eckartsberga, 8) Torgau- Liebenwerda, 9) Erfurt. In der Stadt Magdeburg unterstützen beide Parteien die Kandidatur. des wildliberalen Abgeordneten Kobelt. Aus Stadt und Land. Gießen, den 6. Mai 1911, Blumentag. ver= Es war wohl kein Fleckchen in unserer guten alten Stadt, wo nicht schon in aller Morgenfrühe die jungen Damen, ihre zierlich ausgestatteten Körbchen mit zarten Maßliebchen am Arm, zu sehen waren und anfangs noch recht schüchtern ihre Blumen und Postkarten zum Verkauf anboten. Aber je höher die Sonne stieg, ie wärmer der Tag wurde, desto dringender und herrlicher wurden auch die Angebote. Und eine Sicherheit kam über die schmucken Verkäuferinnen, die ohne zu legen dem guten Werke nur förderlich war. Kein Mensch fonnte ungefragt passieren: immer wieder war eine bittende kleine Hand mit dem weißen und rosaangehauchten Blümchen, immer wieder fragte ein kleiner rosiger Mund: Noch eine Blume, noch eine Karte gefällig? Nun will ja unser zartes Geschlecht von heute, wo es um jeden Preis die völlige Gleichstellung mit dem Manne erringen will, kaum noch etwas von all den Attributen wissen, die Fragen und Bitten an diesem Blumentage so unwiderstehlich machten. Aber gerade diese Attribute waren es, die der Ausführung des Gedankens den zarten Hauch verliehen, die das Ganze gelingen ließen. Und zu der herzgewinnenden Liebenswürdigkeit gefellte sich bald auch nachdem das Selbstbewußtsein alljedermann mit dem Freundlichen Sternblümchen gemählich erstarkt war eine dem weiblichen Geschlechte und den schmückt zu sehen. In allen Läden, Restaurants Versammlungsorten wurden sie verkauft, Hunderte von jungen Mädchen hielten sie auf den Straßen feil, viele Herren hatten die Rockaufschläge voll der kleinen Blüten und die Damen ordneten sie zu niedlichem Schmuck. Jedes Kind, jede Frau, alle Arbeiter, die an dem Tage ihren alllährlichen Umzug halten, die Kellner in Cafes, kurz, jeder und jede trug das Blümchen. Und über den Straßen und Plätzen lag es wie Sonnenschein: jeder und jede nahm und gab, glücklich über den bescheidenen Schmuck und glücklich über den großen und guten Gedanken, dem der Schmuck galt. Die Glücklichste aber war Frau Beda Hallberg, die jetzt schon in Göteborg eine richtige kleine Fabrik errichtet hat, in der die Blumen hergestellt werden. Schweden ist weit, aber gute Gedanken sind Samenkörner, die auch über den Sund fliegen. Und so ist der tritt Gedanke bis ins Hessenland geflogen, und heute er bei uns ins Leben, nicht für die Lungenkranken, aber für arme Mütter und verkümmerte Menschenblumen, die viel Licht und Wärme bedürfen. Es ist ein lieblicher Gedanke, der heute hier und in den kleinen Orten morsen verwirklicht wird, und es steht zu hoffen, daß die jungen Mädchen nicht Blumen genug haben werden um Röcke, Blusen und Hüte damit zu schmücken. Wer zu danken hat, nicht bloß für das tägliche Brot, son dern vor allem für gesunde Kinder, der wird gern der Aermiten gedenken, und wer unseres Volkes Zukunft auf dem Herzen trägt, der wird am Samstag und am Sonntag die Erfahrung machen, daß das heutige Leben nicht aller Jdeale ermangelt. So geht denn, wenn ihr diese Zeilen gelesen habt, hinaus auf die Straße und kommt nicht heim ohne den Schmuck des Blumentages. ja auch nicht ganz fremde Keckheit, die uns ja ebenso bezaubert, und die der Sache ebenso dienlich war. Ein sehr dankbares Feld der Betätigung boten die Hauptstraßen, der Bahnhof, der Seltersweg, die Anlagen. Allmählich zog sich der Verkauf auf die Stellen lagen. Allmählich zog sich der Berkauf auf die Stellen zusammen, wo die Regiments musit ihre Weisen ertönen ließ: dem Kreuzplatz und am Liebigdenkmal. Die jungen Damen ließen nicht eher nach, bis aus jedem Knopf loch ein Blümchen herausgudte. Und das Publikum hielt sich auch nicht zurück. Man faufte willig und reichlich. Selbst die einfachsten Leute opferten ihre Nidel, lich. Selbst die einfachsten Leute opferten ihre Nickel, und ein Menschenkind ohne Maßliebchen war eine Gel trug Blumen und Boſitarten am Hut, Damen hatten Sträuße von Maßliebchen in den Haaren, und schließ tenheit. Dabei boten sich reizende Einzelheiten. Der eine lich sah man einen Dackel und Dobermann, Halsbänder mit Blumen geschmückt waren. deren Mögen die unermüdlichen Helferinnen heute abend auch müde und abgespannt nach Hause kommen, Dani und Bewunderung werden sie schen in den Augen derer gelesen haben, in deren Hände sie die schlichten Blümchen legen durften. Und wenn wir bereits jetzt schon diesen Dank öffentlich aussprechen, bevor die Tätigkeit der jungen Damen beendet ist, so erfüllen wir damit nur eine alle unsern Lesern verständliche Pflicht. * Wilhelm Raabe Bund. Hans Thoma, Frizz Engel, Johannes Trojan, Professor Sans Fechner, Otto Elster und andere haben einen Aufruf zu Bildung eines Wilhelm Raabe- Bundes mit dem HauptRaabe immer noch nicht kennen, sagen, wer er ist, er ( Gießeuer Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile. Stellen gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Neklameicil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" 6. m. 6. S. Telephon: 9r. 362. 23. Jahrg. Soldaten 2c. Bibliotheken und andere Mittel den weitesten Schichten unseres Volkes zugängig machen, Vorträge und Veröffentlichungen über Raabe veranstalten und die Bestrebungen der Vereine und Gesellschaften, die ähnliche Ziele verfolgen, unterstützen. Als Organ des Bundes ist der im Laufe dieses Sommers in der G. Grote'schen Verlagsbuchhandlung in Berlin erscheinende Raabe- Kalender in Aussicht genommen. Anmeldungen zu dem Wilhelm Raabe- Bund Hauptsitz Berlin a us dem Großherzogtum Hessen nimmt Herr Rechtsanwalt Dr. Max Strauß in Worms entgegen, der auch zu jeder weiteren Auskunft bereit ist. Marburg, 5. Mai. Der Gastwirt Rhein, der seine Frau tötete, seine Kinder. durch Leuchtgas zu vergiften suchte und sich dann vier Schüsse beibrachte, ist seinen Verlegungen erlegen. * Niedernhausen, 6. Mai. Das Interesse an den Eisenbahnprojekten im Taunus ist bedeutend erhöht worden dadurch, daß die Behörden die Vorarbeiten für die Linie Niederreifenberg- Niedernhausen aufge= nommen haben. Morgen Sonntag, den 7. Mai, nachmittags 3½ Uhr, findet im Saale des„ Deutschen Hauses" in Niedernhausen eine größere Eisenbahnversammlung statt, wozu die Interessenten des ganzen Gebietes Einladungen erhalten haben. Es soll über die Weiterführung der Linie Niedernhausen- Reifenberg nach Usingen- Nauheim einer- und Wehen- Langenschwalbach- Lorch andererseits beraten werden. Für die Stadt Wiesbaden dürfte die Verwirklichung des Projekts Nauheim- Usingen- Niedernhausen erhöhte Bedeutung haben. Friedberg, 4. Mai. Wegen der Maul- und Klauenseuche, die in einigen Orten der Umgebung herrscht, konnte der gestrige Viehmarkt nicht abgehalten werden. Bis auf einen und auch nur mit Beschränfungen abgehaltenen Markt, konnten dieses Jahr noch keine Märkte hier stattfinden. Der Krämermarkt hatte einige Stände aufzuweisen, aber feine Käufer von aus= wärts. Hätten nicht die Verkaufsstellen der Blumen- u. Gemüsehändler dagestanden, wäre der große Marktplatz öde gewesen. * Hungen. Das Programm für das am 28. Mai hier stattfindende 32. hessische Kirchengesangfest ist nunmehr festgestellt. Es wirken mit die Kirchengesangvereine von Gambach, Holzheim, Hungen, Langd, Lich, Rodheim und Södel; die Leitung übernimmt Kirchenmusikmeister Professor Mendelssohn, die Liturgie Dekan Hainer, die Festpredigt Dekan Wagner- Grünberg, das und Orgelspiel Reallehrer Müller- Friedberg Lehrer Metz. Der Festgottesdienst beginnt um 2½ Uhr. Um 4 Uhr wird noch eine gesellige Vereinigung sich anschließen. Kopfschmerzen kommen häufig durch Blutarmut, Bleichsucht sowie Nervenreiz Wenn das Blut nicht die richtigen Bestandteile besitzt, werden die Nerven nicht ge= nügend gespeist u. durch d. mangelhaften Blutzustand wird immer die Verdauung und Assimilation gestört werden; es muß die Grundursache beseitigt werden, es muß auf das Blut und die Nerven eingemuß wirkt werden und wird hierfür von be= deutenden Aerzten mit hervorragendem Erfolge Leciferrin verordnet, das sehr angenehm zu nehmen ist, den Körper kräftigt und frisches gesundes Blut schaft. Leciferrin enthält Dvo- Lecithin 0.5, Eisen als Eisenoxybhybrat an 8uder ge bunden 0.75, aromatische Bestandteile in Cognac und Alkohol 40.0. Rest destilliertes Wasser. Preis der großen Flasche Mt. 3; Zu haben in Apotheken, ganz sicher von: ( 218) ſitz in Berlin erlassen. Der Bund will den vielen, die Universitäts- Apotheke, Gießen will die Raabe'schen Werke und all solche Schriften, die und Engel- Apotheke in Frankim Sinne Raabe's den bedrohten deutschen Humor pfiegen, durch Ueberweisung an öffentliche Bolfs, Schul, furt a. Main. Deutscher Reichstag. Das Haus erledigte in der Sitzung vom Donnerstag elne Reihe von Rechnungssachen, ohu daß es dabei zu bemerkenswerten Erörterungen fam. Es wurde anerkannt, daß die Rechnungslegung über den Haushalt der Schutzgebiete jetzt in ein relativ befriedigendes Tempo getreten ist. Die Anträge der Rechnungskommission wurden durchweg angenommen und für die notwendig gewesenen Etatsüberschreitungen Entlastung er= teilt. Es fand eine Resolution, die ebenfalls von der Kommission vorgeschlagen war, Annahme, die den Reichskanz ' Ier ersucht, dafür Sorge zu tragen, daß den mit der selbstständigen Leitung von Bauten betrauten Beamten erneut ( azur Pflicht gemacht wird, den ihnen zur Ausführung übertragenen Bauplan und Kostenanschlag strengstens inne zu halten und abgesehen von dringenden Notfällen Abweichungen vom Plane und Ueberschreitungen des Anschlags nicht ohne vorherige Genehmigung ihrer vorgesetzten Behörde vorzunehmen." Dann folgten wieder Petitionsberichte, zunächst die Petitionen betreffend die Aufhebung der Bäckereiverordnung, die von Bäckermeistern und Hausbefizern eingereicht sind. Die Petitionskommission empfiehlt sie, soweit sie die möglichst schonende Durchführung der Berordnung bei bestehenden Betrieben wünschen, zur Erwägung zu überweisen, soweit sie Entschädigungen verlangen, durch Tagesordnung zu erledigen. Aus dem Hause wurden außer von dem Abg. Goerce( natl.) und Frhr. von Gamp( Rp.) von Abgeordneten, die selbst Bäcker sind oder waren Schefbeck, Riefeberg, Gieshuts u. a.— teilweise beweglich Klage geführt über die Kosten und Beschwerlichkeiten, die den nur gerade ihr Auskommen findenden Bäckern durch die Forderung baulicher Verände= rungen ihrer Räumlichkeiten bereitet würden. Die Sozialdemokraten ließen durch den Abg. Binder einen Antrag befürworten, über alle Petitionen zur Tagesordnung überzugehen. Der Antrag der Kommission wurde angenommen. Die nächste Petition betraf den Erlaß eines Reichstheatergesetzes. Die Kommission beantragt die Eingabe zur Kenntnisnahme zu überweisen. Dieser Antrag wurde nach längerer Debatte angenommen. Der Allgemeine Verein für Altschrift fordert die Zulassung der lateinischen Schrift im amtlichen Verkehr und im Elementarunterricht der Volksschule. Die Kommission beantragte, die Petition zur Berücksichtigung zu überweisen. Ein Antrag Bindewald forderte Uebergang zur Tagesordnung. Nach längerer Debatte wurde über den letzteren Antrag durch Hammelsprung entschieden. Es erhoben sich für den Antrag Bindewald 85, dagegen 82 Abgeordnete. Das Haus war also nicht be= schlußfähig. Darauf vertagte man sich auf Freitag, wo die Reichsversicherungsordnung zur Beratung steht. Vor den Schlachten. Die Kämpfe um die Reichsversicherungsordnung haben im Reichstag begonnen. Die letzten Stadien der parlamentarischen Vorberatung der Reichsversicherungsordnung gletchen dem in seiner Wirkung bis zur Lösung sich stetig stet= gernden Abschluß eines Dramas, dessen Entwicklung zö= gernd einsetzte und nur allmählich an spannendem Interesse gewann. Nur der genialen Kraft eines Bismard konnte es gelingen, den Riesenbau der Arbeiterversicherung gegen Krankheit, Unfall, Alter, Invalidität in wenigen Jahren aufzuführen: 1884 trat als erstes der Gesetze die Unfallversicherung in Kraft, kurz darauf folgte die Krankenverficherung, 1887 stimmte der Reichstag mit geringer Mehrheit der Invalidenversicherung zu. Schon nach kurzer Zeit aber zeigte sich die Notwendigkeit des Ausbesserns und Erweiterns. Unter beständigem Hinweis auf die große Reform wurden fünf Novellen und Notgesetze in den Jahren 1892-1903 geschaffen. Im Reichsamt des Innern arbettete man fast unausgesetzt an Reformplänen und noch in der letzten Zeit seiner Amtstätigkeit erklärte Graf PoSadowsky, das Werk sei so groß und schwer, daß nur ein Diftator es durchführen könne. Er mußte Ende Juni 1907 weichen, ohne daß die Vorarbeiten zu Ende geführt waren. Sein Nachfolger, Herr v. Bethmann Hollweg, beschleunigte die Vorbereitungen, aber auch ihm war es erst gegen den Schluß seiner Verwaltung des Reichsamts des Innern vergönnt, sie zum Abschluß zu bringen. Im Frühjahr fom der nur an die Oeffentlichkeit und nach langer Beratung im Bundesrat ein Jahr später an den Reichstag, der ihn am 18.- 20. April in erster Lesung beriet und dann an eine Kommission verwies. Diese hat in 120 Situngen ihre Arbeit vollendet und das Ergebnis ihres FleiBes in sieben Berichten mit rund 2200 Folioseiten dem Plenum vorgelegt. Dieses wird nun jetzt darüber zu befinden haben. Bon vornherein war man sich darüber klar, daß das Riesenwerk ein Kompromiß sein müsse, das unter Verzicht auf zahllose Wünsche erreicht wäre. In der Tat sind denn auch nicht nur die tausendfältigen Forderungen der Interessenten, der Unternehmer, Arbeiter, Aerzte, Apothefer, Angestellten, ebenso wie der Wissenschaft und der öffentlichen Korporationen unerfüllt geblieben, sondern die Kommission selbst hat im späteren Verlaufe ihrer Bera32) Des Rätsels Lösung. Roman von Ludwig Blümck e. ( Nachdruck verboten.) Etmas beruhigt ließ sich Woltersdorf, der Schlimme= res erwartet, nieder. So, so, das vermuten Sie?" " Ja, ich weiß auch, daß Sie nicht der erste Forscher find. Der Herr Rentmeister war bereits vor vier Stunden hier und stellte es ähnlich an wie Sie, um zu hören, bei wem ich den Schein gestern erhalten. Ja, ja, jeder will die Prämie verdienen, die auf dem Spitzbuben steht. Also bei Berger drüben bekam ich den Schein und der hat ihn, wie ich eben erfahren, von Kaufmann Kroll. Weiter reichen meine Kenntnisse nicht. Doch Herr Raben dürfte bereits mehr wissen, denn er schien mir, wie er wieder zum Bahnhof ging, recht befriedigt." ,, Verflucht! Das kann mir an den Kragen gehn!" sprach der Inspektor zu sich selber. Da müßte ich zunächst wissen, was Raben ermittelt hat." tungen frühere wichtige Beschlüsse wieder aufgehoben. Die Folge tst, daß eigentlich niemand jetzt mehr zufrieden ist: die Regierungen haben Zugeständnisse gemacht, die sie nicht freuen, die Parteien stehen mit Resignation oder Widerstreben vor ihrer Arbeit, die Unternehmer protestieren und die Arbeitermassen entrüsten sich. Wer unbefangen die Gründe für und wider abwägt, wird schließlich aber doch zu der Ueberzeugung kommen, daß trotz aller Mängel, Lücken und Sünden die Verbesserungen der Reichsversicherungsordnung zugunsten der 20 Millionen versicherter Arbeiter und Angestellten groß ge= nug sind, um die Annahme des Entwurfs zu rechtfertigen. Eine Anzahl Konservative dürfte absplittern. Doch ist andererseits auch in der Fortschrittlichen Volkspartei eine starke Strömung für die Bewilligung. Im Zentrum haben sich die Arbeiterabgeordneten letzten Endes für die Ge= nehmigung entschlossen. Polen und Sozialdemokraten ſte= hen in der Opposition, aber da von ihrem Nein das Schickfal des Entwurfes nicht abhängt, sind sie in einer günstigen Position. Die Gefahr besteht trop der großen Mehrheit für die Vorlage in dem Riesenumfang und den tausendfältigen Schwierigkeiten des Gesetzes. Bis zum letzten Augenblick wird die Spannung dauern, ob es nicht durch fein eigenes Gewicht erdrückt wird. Darüber aber kann fein Zweifel bestehen: Scheitert diesmal die Reform, so tst fie auf ein Jahrzehnt mindestens tot und begraben. In gleichgültigem Tone erwiderte er dem Wirt:„ Nun, das ist ja schön. Da kann ich mir die Mühe also sparen." Er bezahlte sein Bier, ließ anspannen und fuhr recht beunruhigt zurück nach Wedelstein. Vor dem Wirtshaus Schirmers ließ er halten, um, wie er dem Kutscher sagte, dort noch einiges einzukaufen, in Wirklichkeit aber, um zu sondieren, ob Raben etwa bei seinen Forschungen bereits hierher vorgedrungen. Schirmer, ein unsauberer Mann, dem das Laster der Trunksucht deutlich genug seine Zeichen aufgedrückt, kam ihm mit gar geheimnisvoller, Unheil verkündender Miene entgegen und nötigte ihn in sein Kontor", einen schmutzigen Winkel hinter dem Kramladen, den er neben seiner Gastwirtschaft besaß. ,, Sagen Sie mal, Herr Oberinspektor," sprach er, sich die Triefaugen wischend ,,, was ist das nur mit dem Hunbertmarkschein? Ich habe den von Ihnen gekriegt, und Rundschau vom Cage. Politisches. Reichskanzler von Bethmann Hollweg ist Donnerstag abend nach Karlsruhe abgereist und wird am Freitag dem Kaiser in Karlsruhe zum erstenmal seit dem mehrwöchent= lichen Aufenthalt des Monarchen auf Korfu Vortrag halten. In Regierungskreisen rechnet man stark mit der Möglichkeit, daß Herr v. Bethmann den Kaiser auf seiner Reise nach Elsaß- Lothringen begleiten wird. Sollte das der Fall sein, dann dürfte man darin wohl eine besondere taiserliche Vertrauenstundgebung erblicken, die feststellen will, daß der Kaiser in der elsaß- lothringischen Verfas= sungsreform hinter seinem Kanzler steht. Der amerikanische Botschafter Hill tehrt jetzt an Bord des„ George Washington" von Neuyork nach Berlin zurück, um seinen Hausstand dort aufzulösen. Hill wird, so nimmt man in diplomatischen Kreisen an, die Kieler Woche mitmachen, dem Kaiser sein Abberufungsschreiben an einem der letzten Tage des Monats Juni in Kiel überreichen und pünktlich am 1. Juli, seinem Abschiedsgesuch entsprechend, seinen Posten aufgeben. Während des Sommers dürfte die nordamerikanische Botschaft in Berlin durch einen Geschäftsträger geleitet werden. Im Gegensatze zu anderen Mitteilungen ist festzustellen, daß über den Nachfolger Hills noch keine Entscheidung getroffen ist. Ganz ernsthaft nennt man neuerdings in dieser Beziehung den Namen J. D. Armours, des Bekannten Chicagoer Millionärs, der erst kürzlich des Kaisers Gast in Korfu war. Aber in amtlichen amerikanischen Zirkeln gilt John S. A. Leishman, zurzeit Botschafter in Rom, als der aussichtsvollste Kandidat. Eine Reichstonferenz über die Schutzpocenimpfung. Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Am Sonnabend den 29. April fand im Ministerium des Innern in Anwesenheit des Ministers eine Konferenz sämt= licher Regierungs- und Medizinalräte der Monarchie und der Vorsteher der preußischen Impfanstalten statt, zu der auch der Kriegsminister, der Staatssekretär des Innern und der Präsident des Kaiserlichen Gesundheitsamtes Ver treter entsandt hatten. Die Beratung bezog sich auf die Bedeutung und die Durchführung der Schußpodenimpfung und auf die Frage, ob und inwieweit eine Abänderung des Reichsimpfgesetzes zulässig erscheine. Diese Frage wurde nach eingehender Erörterung einstimmig verneint und die Schutzimpfung als das unentbehrliche Mittel zur Verhütung der Pocken anerkannt. ninner are int ww schen Ministerium des Innern eingeholten Erkundigungen erfährt die ,, Kölnische Zeitung", daß der französische Ministerpräsident Monis im Gegensatz zu den bisherigen Meldungen es in Abrede stellt, mit der unter Spionageverdacht in Cöln verhafteten Sprachlehrerin in irgendwelchen verwandtschaftlichen Verhältnissen zu stehen. Ebenso wird in Abrede gestellt, daß Fräulein Thirion irgendwelche Beziehungen zu französischen Nachrichtenburaus habe. Der Fall, so heißt es, liege flar zu Tage. Es handle sich offenbar um eine krankhafte Veranlagung der Dame, welche die Aerzte mehr als die Justizbehörden beschäftigen sollten. Nationalliberal- fortschrittliches Wahlabkommen in der Provinz Sachsen. Nachdem die Nationalliberalen in Nordhausen die Gegenkandidatur gegen den Fortschrittler Dr. Wiemer zurückgezogen haben, ist zwischen den Natio= meine Frau hat die Strichelchen auch gesehen. Woher hatten Sie den nur?" Sehr ruhig erwiderte Woltersdorf, wohl erkennend, was auf dem Spiele stand:„ Ach, Sie wissen schon, Herr Schirmer! Der Rentmeister war hier, nicht wahr?" „ Allerdings! Und wäre ich nicht so ein alter Schlautopf, dann säßen Sie jetzt gehörig in der Patsche!" „ Ich? Wie so denn? Ich verstehe Sie nicht? „ Na, na, Herr Oberinspektor! Ich glaube, wir verstehen uns!" - - Es wurde Woltersdorf doch unheimlich zu Mute. Er wußte nicht gleich, wie er sich verhalten sollte.„ Erzählen Sie, lieber Schirmer! Ich bin sehr neugierig. Sie hatten also den Schein?" Ich hatte denselben am Tage nach dem Diebstahl von Ihnen bekommen und ihn am Abend noch an Nathan gegeben. Weil ich aber wohl erkannte, in welche Lage Sie kommen würden, daß man Sie sofort verhaften könnte, wenn ich nicht geistesgegenwärtig genug gewesen wäre - ,, Ha, ha, ha, Sie sind ein guter Kerl, lieber Schirmer, habe ich ja immer gesagt. Das war nun freilich unnötige Besorgnis. Aber ich erkenne den guten Willen Also ich konnte, wie man ihnen so auf den Leib rückte, einzig und allein nur noch der Spizbube sein?" „ Ja, Sie oder ich selber!" an. Die Sache fängt wirklich an, interessant zu werden! Aber was sagten Sie dem Rentmeister?" ,, Daß ich mich nicht entsinnen fönnte, von wem ich den Schein, wenn ich ihn besessen haben sollte, erhalten hätte. Es wären in diesen Tagen viele Händler bei mir gewesen, die Scheine hätten wechseln lassen." „ Also, das sagten Sie dem Herrn Rentmeister! Vielleicht war das recht klug!" - nalliberalen und den Freifinnigen der Provinz Sachsen vereinbart worden, daß die drei Wahlkreise Torgau, San gerhausen und Erfurt den Nationalliberalen überlassen bleiben, dagegen die Fortschrittler in Wittenberg und Nordhausen von den Nationalliberalen unterstützt werden. Der Landtag für Reuß f. L. beschloß die Gewährung von Ruhelöhnen an staatliche Arbeiter. Je nach der Dauer der Beschäftigung beim Staat beträgt der Ruhelohn 40 bis 80 Prozent des Diensteinkommens. Auch ein Witwengeld in Höhe von einem Viertel, mindestens aber 200 M, ferner ein Waisengeld in Höhe von einem Fünftel des Witwengeldes, mindestens jedoch 60 M, für Halbwaisen, ein Drittel, zumindest aber 90 M, für Vollwaisen bis zum vollendeten 16. Lebensjahre mit der Maßgabe, daß Witwen- und Waisengeld zusammen 80 Prozent des Dienst einkommens nicht übersteigen dürfen, wurde bewilligt. Die Lage in Merito wird mit jedem Tage bedrohlicher. Wie aus der Hauptstadt Merito gemeldet wird, zücken die Aufständischen mit 4500 Mann auf die Stadt vor. In Meriko herrscht Anarchie. Auch wird die Einnahme von Mazailan durch die Rebellen gemeldet. Nah Washington sind Telegramme des amerikanischen Botschafters gelangt, die bestätigen, daß die Lage höchst bedenklich sei. ,, Aber, Herr Oberinspektor, lassen wir das jetzt! Ihre Pferde sind ungeduldig. Womit kann ich Ihnen dienen? Darf ich Ihnen eine Flasche meines neuen BurKleine nachrichten. Der Kronprinz in der Bornstedter Schule. In der Bornstedter Schule bei Potsdam, die auch Kaiser Friedrich öfters besuchte, erschien am Donnerstag vormittag der Kronprinz. Er fuhr auf der Rückfahrt vom Ererzieren bet der Schule vor, wohnte dem Unterricht bei und Iteß für den besten Schüler und die beste Schülerin je ein Dreimarkstück zurück. Das für die deutsche Südpolarexpedition bestimmte Schiff„ Deutschland" hat Donnerstag morgen von Hamburg seine Ausreise angetreten. Vor dem Vorstoß ins antarktische Gebiet wird die Deutschland" nur noch in Buenos Aires anlegen, wo die Ausrüstung vervollständigt werden und der Expeditionsleiter Oberleutnant Filchner an Bord gehen wird. Die Verhandlung gegen die Margarinefirma J. H Mohr in Altona wegen der vor einigen Monaten vorge kommenen zahlreichen Margarinevergiftungen findet am 8. Juni vor der Strafkammer des Altonaer Landgerichts statt. Die Anklage lautet auf Vergehen gegen das Nahrungsmittelgesetz und auf fahrlässige Körperverletzung. Der Kampf im Hamburger Holzgewerbe nimmt immer schärfere Formen an. In einer von 5000 Personen besuchten Mitgliederversammlung des Deutschen Holzarbei terverbandes wurde eine Resolution des Inhalts angenommen, in allen Betrieben, in denen die Forderungen der Arbeiter nicht anerkannt werden, die Arbeit einzustellen. Die Königin Elisabeth von Belgien unterzog sich am Donnerstag einer neuen ärztlichen Untersuchung, die ergab, daß die wichtigsten Organe, besonders Lunge und Herz, gesund sind, daß jedoch zur Behebung des Schwächezustandes eine monatelange Ruhe notwendig sein wird. Irgendwelche Lebensgefahr für die Pattentin besteht nicht. Eine regelrechte Diebesschule hat die Kriminalpolizet in der Kl. Markusstraße in Berlin aufgehoben. In einem Kellergeschoß wohnte der Händler Serig, der schon oft mit dem Strafgesetzbuch in Konflikt geraten und bestraft war. Wie bei der Aufdeckung eines Einbruchs ans Licht kam, hat er seit Jahren entsprungenen Fürsorgezöglingen gegen Entschädigung Unterschlupf gewährt und sie zu tüchtigen Mitglieder der Langfingerzunft herangebildet. Oberschlesische Banditenstreiche. In Rydultau im Kreise Rybnik in Oberschlesien drangen abends sieben vermummte Banditen, die mit Revolvern bewaffnet waren, in eine Gemischtwarenhandlung, bedrohten die Anwesenden mit Erschießen und plünderten die Ladenkasse aus. Dann verschwanden sie spurlos. Ein Knabe vom elektrischen Strom getötet. Ein 12jähriger Schulknabe kletterte in Wüstenbrand bei Chemnitz auf einen Mast der elektrischen Starkstromleitung. Er er litt einen so schweren elektrischen Schlag, daß er sofort tot zur Erde stürzte. Beim Sturz riß sein Körper einen anderen Jungen, der seinem Kameraden nachgeklettert war, mit herab. Der zweite Knabe blieb indes ynch Tine amientasie hat sich in einem Hause der Schillerstraße in Magdeburg abgesptel. Der dort wohnende Tapezierer Scherer erschoß seine eigene 21jährige Tochter in Anwesenheit der Mutter und eines erwachsenen Sohnes, weil er mit Liebesanträgen von der Tochter zurückgewies sen worden war. Hierauf richtete er den Revolver gegen sich selbst und tötete sich dur chzwei Schüsse. artigen Dr Rable anget nädigfeit fe reits mehrfa barte Straf fich aber du zeit des Ve teilte ihn zu des Gerichts verkündet h Urteils übe ten, der ans war, an der hindert, da d Stellungnah er in folger dagewefener fe. Jd hem fief Johre 3 Den nächster wi widder r ten die Richt nicht unterb war, daß ein Dank für di ehren. Der nahm jedenf thn wegen Widerspensti Ein m legramm au Don Italien rineafademi Galemi ift e 30gs von Ao Nachricht er Gründe, die nichts in die man, daß de ist und sich Kurz vor D ging aber na Salomon der Omarmo Konstantinop ten Jerufaler mittlung und bare Heiligtü neten Gruft g Salomonischen Engländer zu bungen in de Regierung e Falschmi Das Kriegsge interessanten Jahres ware gefängnisses ben, wie sie n fie untergebra Stüde fabrizie waltung nun die Gefanger jener Zelle e zinnerne und billig wie Br daven so viel ten. Aus ein feter, die man dann kunstger den an sie ge Gießlampe ge fenboden fam 3 gefagt, nur no ten sich die L Seher den Lic Die Gefährlichkeit des Benzins. Nach einer von der Chemischen Fabrik Griesheim- Elektron aufgestellten Sta tistik sind im Jahre 1910 in Deutschland insgesamt 215 Unglücksfälle durch Benzin verursacht worden. Dabei wurden 47 Menschen getötet, 210 schwer und 41 leicht verletzt. Aus den Gerichtssälen. „ Den nächsten Inbrud makt mi bi di, Herr Jericht!" Vor der Straffammer zu Altona spielte sich vor einigen Tagen eine humoristische Szene ab, die mit einer eigengunders empfehlen? Haben Sie schon zu Mittag ge speist? Könnte Ihnen heute Rehrücken anbieten." " ,, Nun gut, ein Glas Wein könnte schmecken! Besorgen Sie zwei Gläser und sagen Sie Friedrich, er kann fahren. Ich käme zu Fuß nach." Schirmer rieb sich die Hände, was immer ein sicheres Zeichen für ein zu erwartendes gutes Geschäft bei ihm war. Er wußte jetzt, daß der schlaue Fuchs in seinem Fangeisen saß. Ach, er wollte ihn nicht so leicht freigeben! Nachdem er den Wein gebracht und auf seines Gastes Wohl ein Glas geleert, sagte er, sich dabei wieder un=' willkürlich die Hände reibend:„ Herr Oberinspektor, wir sind gute Freunde und wollen ewig treue Freundschaft halten. Verzeihen Sie, wenn ich Ihre freundschaftliche Gesinnung schon wieder auszunuzen wage. Sie wissen, daß ich sehr in Schulden stede. Ich habe Ihnen Ihre dreihundert Mark ja ehrlich mit Wucherzinsen zeihen Sie den Ausdruck! zurückgegeben. Nun hätte ich gern auf einige Zeit fünfhundert Mart, aber zu menschlichen Zinsen. Würden Sie mir das Geld borgen können, Herr Oberinspektor?" - vers Woltersdorf durchschaute den Mann, der gar zu stürmisch darauf losging, nur zu genau. Er fühlte, daß er sich in dieses Erbärmlichen Klauen befand, er wußte, was das zu bedeuten hatte. Schirmer würde ihn aussaugen bis aufs Mart, wenn er Stillschweigen von demselben verlangen wollte. Ja, seine Sache stand sehr schlecht. Jezt gab es nur noch einen Ausweg, und den galt es so schnell als möglich zu benutzen: Auf und davon! Retten, was noch zu retten war! " Sind Sie schon wieder im Drud?" fragte Woltersdorf auf des Wirtes Ansuchen. Weiß nicht, ob es mir möglich sein wird, Ihnen das Geld zu geben. Werde mir das überlegen. Morgen friege ich einige hundert Mart, von der Bank. Wollen sehen." ( Fortsetzung folgt.) der Tür sehen Geldstüce sah ließen sich ab Klang leicht nur sieben 25 ftüde vorgefu viel mehr he Die vier An Die verk Grafenwohr, des Nachts horte verdäch brecher das schlug Lärm Prügeln und Kirchenfrevler merie war g den Schauplat und Turm a Murrend zoge von hinnen. herausgebracht der Gegend he pätern überno Schäden dadurc und 1 Uhr ein baum der Län durch diesen@ durchgeschoben nun das Mütt worauf natürli fen, denn sie h men, und dann ( im Volksmund unbeschrien, oh fonit gilt die Die Meld Gyerzierens e Spielte sich, der nachstehende hei aum Dienst an als ohne Grun geftrenge Haupt rig- Freiwilligen Batte, daß diefer Arankheitserfche gur annehmen, gumal p. Miller Logie Eben ist der Ko CB mi ben des Saum laffen, da beme willigen Müller fert und fich an Rens den Exer Rommando Banden! Augen Ana Sadhlen orgau, San überlassen nberg und igt werden. Gewährung der Dauer uhelohn 40 Ent Witwen ber 200 M Fünftel des Dalbmailen, en bis zum daß Wit Des Dienst ewilligt. edrohlicher. lüden die t nor. In nahme von Washington rs gelangt, In der r Friedrich mittag der rzieren bet Heß für Dreimark bestimmte Hamburg & antarkti En Buenos igt werden Tan Bord na J. H ten vorge findet am andgerichts das Nahrlegung. nimmt ims ersonen be Holzarbei Sangenom en der Artellen. og sich am g, die er und Herz, ächezustan .Irgendicht. inalpolizet In einem on oft mit straft war. ht kam, hat en gegen tüchtigen im Kreis ben ver et waren, Inwesenden us. Dann Ein 12jäh Chemnit g. Er er sofort tot einen anettert war, Taht AL Hause der wohnende ge Tochter en Sohnes urückgewie Iver gegen er von der ellten Sta gesamt 215 Dabei wur verlegt. r Jericht!" or einigen iner eigenMittag ge ieten." en! Befor h, er fann ein sicheres ft bei ihm Enem Fang: reigeben! nes Gaftes wieder un peftor, wir Freundschaft ndschaftliche Sie wissen, Shnen Ihre en vers Nun hätte zu menich Jen lönnen, gar zu für Ite, daß er wußte, was aussaugen demselben Slecht. Jeht es fo schnell Retten, was te Wolters ob es mir Werde mir bert Mart 1 artigen Drohung endete. Ein Maurer war wegen DiebRahls angeklagt worden. Er leugnete aber mit aller Hart= nädigkeit seine Teilnahme an diesem Einbruch, da er be reits mehrfach rückfällig war und wußte, daß er eine sehr harte Strafe zu gewärtigen hatte. Der Gerichtshof ließ sich aber durch seinen Einwand, daß der Angeklagte zurzeit des Verbrechens lahm war, nicht beirren und verurteilte ihn zu drei Jahren Zuchthaus. Als der Vorsitzende ' des Gerichtshofes, der Landgerichtsrat Böse, das Urteil verkündet hatte, und nun zur längeren Begründung des Urteils übergehen wollte, wurde er von dem Angeklagten, der anscheinend über die Höhe der Strafe sehr erregt war, an der Verlesung der Begründung des Urteils gehindert, da der Angeklagte erst seine persönliche Ansicht und Stellungnahme zu dem Urteil vortragen wollte. Dies tat er in folgender eigenartiger und wohl bisher noch nicht dagewesener Drohung:„ Echwieg Du man still, Herr Böfe. Id hew all gnog von Di. Meintwegen könnt et od fief Johre Zuchthus sin. Goh man los mit Dien Gesetzbook. Den nächsten Inbruck matt wi bi Di, Herr Jericht, wenn wi widder rut sin." Trotz des Ernstes der Situation fonnten die Richter bei dieser eigenartigen Drohung ein Lächeln nicht unterdrücken, da es ihnen noch nicht vorgekommen war, daß ein Verurteilter dem Vorsitzenden versprach, aus Dank für die Strafe ihn mit dem nächsten Einbruch zu beehren. Der den Vorsiz führende Landgerichtsdirektor Böse nahm jedenfalls die Drohung mit gutem Humor auf, ohne ihn wegen Ungebühr vor Gericht zu bestrafen. Er ließ den Widerspenstigen nur durch den Gerichtsdiener abführen. Vermischtes. Ein mißratener Sproß des Hauses Savoyen. Ein Telegramm aus Livorno berichtet, daß auf Befehl des Königs von Italien der Graf von Salemi von der dortigen Marineakademie und aus der Stadt ausgewiesen wurde. Graf Salemi ist ein Vetter des Königs und der Sohn des Herzogs von Aosta und der Prinzessin Lätitia Bonaparte. Die Nachricht erregt überall das größte Aufsehen. Ueber die Gründe, die zu dieser Maßnahme geführt haben, ist noch nichts in die Deffentlichkeit gedrungen, immerhin vermutet man, daß der junge Graf in schlechte Gesellschaft geraten ist und sich auch auf der Akademie schlecht geführt hat. Kurz vor Ostern wurde Graf Salemi nach Rom beordert, ging aber nach Genua. Salomonische Heiligtümer geraubt. Der Großscheich der Omarmoschee von Jerusalem hat einer Meldung aus Konstantinopel zufolge an den Sultan und den Deputierten Jerusalems Depeschen gerichtet, in denen er die Ermittlung und Bestrafung des Täters verlangt, der kostbare Heiligtümer aus der seit Jahrhunderten nicht geöfferreicht der Hauptmann noch rechtzeitig den EinjährigFreiwilligen, der versteinert wie eine Bildfäule und schwe ren Herzens das sonst übliche„ Drei Tage Mittelarrest" erwartet. Statt dessen aber verbeugt sich der Häuptling" artig vor dem„ verlorenen Schäfchen" und begrüßt es faIutierend mit den Worten:„ Melde ganz gehorsamst, Herr Pastor, die Gemeinde ist schon angetreten." Von diesem Tage ab war über Unpünktlichkeit des Einjährig- Freiwilligen Müller nicht mehr zu klagen. Eine eigenartige Entstehungsart von Quecksilberver: giftung wird der Münchener Med. Wochenschr. aus Oberstdorf gemeldet. Es wurden dort drei Tage hintereinander Zinimerstubenfestschießen abgehalten in einem für die Zahl der Schießstände zu kleinen, schlecht ventilierten Saale. Bei einer Anzahl von Teilnehmern, vor allem bei den Zielern und den Schreibern, die sich am längsten in dem Raume aufhalten mußten, traten nun Krankheitserscheinungen auf, Uebelfeit, Erbrechen, Mundfäule, Darmkatarrh, die auf eine Quecksilbervergiftung hinwiesen. Das in den* ündhütchen enthaltene Knallquecksilber hatte bei den vielen Erplosionen die Luft so mit Quecksilberdämpfen geschwängert. 181 Wissenschaft, Kunst und Literatur. Gegen die Ehrlichsche Syphilisbehandlung. In der medizinischen Welt regen sich jetzt mehrfach die Stimmen, die über bedenkliche Nebenerscheinungen bei den mit Salvarsan, dem früher Ehrlich- Hata 606 genannten Syphilispräparat Behandelten berichten. So zieht der Ordinarius an der Wiener Universität, Professor Dr. Ernst Finger, die Unschädlichkeit des Mittels start in Zweifel, läßt dabet aber den zweifellos auffallenden symptomatischen Wirkungen des Salvarsan Gerechtigkeit widerfahren. So war, wie er in der„ Berl. Klin. Wochenschr." berichtet, bei einem Patienten neun Monate nach einer einmaligen Einspritzung noch Arsen im Harn nachweisbar. In anderen Fällen wurden die Augennerven geschädigt und bei einem blieb ein wesentlicher Defekt, eine Gesichtsfeldeinschränkung zurück. Finger erklärt die Methode der Einführung des Präparates unter die Haut in die Muskeln für gefährlich und meint, sie sei absolut zu verlassen. Handelt es sich doch bei den angeführten Schädigungen nicht um Rückfälle der Syphilis auf die Nerven, sondern um Arsenvergiftung. Finger kommt zu dem Schlusse, daß dem Salvarsan zweifelIos nervenschädigende Wirkungen zukommen. Aber diese treten im ganzen nicht zu häufig auf, gehen meist nicht bis zu völliger Schädigung der Funktion und haben die Netgung zu spontanem Rückgang. Allerdings bleiben manchmal nicht unerhebliche Schädigungen dauernd zurück. neten Gruft gestohlen hat. Es sollen Heiligtümer cus der Zusammenbruch einer Berliner Sparbank. Salomonischen Zeit geraubt sein. Der Diebstahl wird einem Engländer zugeschrieben, der auf eigene Kosten Ausgra= bungen in der Umgebung von Jerusalem unternahm. Die Regierung entsandte eine Untersuchungskommission. Falschmünzerei in einem algerischen Militärgefängnis. Das Kriegsgericht von Algier hatte am Mittwoch einen interessanten Fall abzuurteilen. Im Dezember vorigen Jahres waren mehrere Häftlinge des dortigen Militärgefängnisses von einem Aufseher dabei überrascht worben, wie sie nächtlicherweise in einer der Zellen, in denen Sie untergebracht waren, falsche Frank- und 25 Centimesstüde fabrizierten. Die näheren von der Gefängnisverwaltung nun angestellten Nachforschungen ergaben, daß die Gefangenen eine ganze Falschmünzerwerkstatt in jener Zelle eingerichtet hatten. Als Material dienten zinnerne und fupferne Uniformknöpfe, die, wie es scheint, billig wie Brombeeren sind. Die Gefangenen konnten sich davon so viele verschaffen, wie sie nur immer haben wollten. Aus einer alten Konservenbüchse und einer Spiralfeder, die man aus einer Bettmatraße gezogen hatte, wurde dann kunstgerecht eine zwar ebenfalls recht primitive, aber den an sie gestellten Ansprüchen doch immerhin genügende Gießlampe gefertigt. In einen anderen Konservenuujfenboden kam das zu schmelzende Metall. Es wurde, wie gesagt, nur nachts gearbeitet. Aus dichten Bettdecken hatten sich die Leute eine Art Zelt gemacht, damit die Aufseher den Lichtschein der Lampe nicht durch das Guckloch der Tür sehen konnten. Die auf diese Weise hergestellten Geldstücke sahen auf den ersten Blick gar nicht so übel aus, ließen sich aber durch ihr falsches Gewicht und durch den Klang leicht als nachgemachte erkennen. Es wurden zwar nur sieben 25 Centimesstücke und dreizehn faische Frankstüde vorgefunden, doch glaubt man, daß die Gefangenen viel mehr hergestellt und bereits in Umlauf gesetzt haben. Die vier Angeklagten erhielten je 5 Jahre Zellenhaft. Die verkannte„ Sympathickur". In der Gegend von Grafenwohr, in einent pfälzischen Bergnest, wurde jüngst des Nachts ein Mütterchen aus dem Schlaf geschreckt. Es horte verdächtiges Knacken und Krachen, wie wenn Einbrecher das Bergkirchlein aufsprengen wollten. Die Alte schlug Lärm und alsbald rückte die Dorfmannschaft mit Prügeln und allerlei bäuerlichen Waffen hinauf, um den Kirchenfrevlern eins„ aufzuzünden". Auch die Gendarmerie war glücklich herausgetrommelt worden und fand den Schauplatz des Verbrechens voller Leute, die Kirche und Turm aufs sorgfältigste, aber vergeblich absuchten. Murrend zogen die enttäuschten Rächer schließlich wieder von hinnen. Die Gendarmerie hat es dann doch noch herausgebracht, was eigentlich los gewesen war. Dort in der Gegend herrscht nämlich der von den heidnischen Vorvätern übernommene Aberglaube, daß Kinder von Bruchschäden dadurch zu heilen seien, wenn nachts zwischen 12 und 1 Uhr ein nah bei der Kirche stehender, junger Eichenbaum der Länge nach gespalten und das bresthafte Kind durch diesen Spalt vom Vater und Taufpaten dreimal durchgeschoben wird. Das Spalten des Eichenbaumes hatte nun das Mütterchen im Dorfe gehört und Lärm gemacht, worauf natürlich auch die Sympathiekurbeflissenen ausrissen, denn sie hätten wahrscheinlich zunächst Prügel bekommen, und dann muß so eine Sympathiekur, wie man sie ( im Volksmunde nennt, überhauzt unb'schraue, das heißt unbeschrien, ohne Störung Unberufener, vor sich gehen, sonst gilt die ganze Geschichte nichts. Die Meldung des Häuptlings". Gelegentlich des Exerzierens einer Grenadier- Kompagnie in Breslau spielte sich, dem„ Breslaner General- Anzeiger" zufolge, nachstehende heitere Begebenheit ab: Die Kompagnie war zum Dienst angetreten, der Einjährig- Freiwillige Müller als ohne Grund fehlend gemeldet worden. Nachdem der gestrenge Hauptmann sich über die Bestellung des Einjährig- Freiwilligen zum Dienst vergewissert und festgestellt hatte, daß dieser tags zuvor seinem Pußer gegenüber von Krankheitserscheinungen nichts geäußert habe, konnte er pur annehmen, daß der Herr Einjährige verschlafen habe, im Zivilverhältnis Kandidat der Theogumal p. Müller Logie es mit der Pünktlichkeit nicht so genau nahm. Eben ist der Kompagniechef im Begriff, über das Ausbleiben des Saumseligen die nötigen Recherchen anstellen zu laffen, da bemerkt sein scharfes Auge den Einjährig- Freiwilligen Müller, wie er das Tor des Kasernenhofes pas= fiert und sich anschickt, die Kaserne zu erreichen, um schnell Rens den Exerzteranzug anzulegen. Schon ertönt das Kommando Alles eintreten!" und bald darauf„ Stillge Banden! Augen rechts!" Dem Pferde die Svoren gebend. 67 000 Mark defraudiert. Nach Unterschlagungen von 67 000 Mart ist, wie gemeldet, aus Lichtenberg der Kirchenälteste, Hausbesitzer und früherer Stadtverordnete Alfred Horstmann flüchtig gewor= den. Horstmann war Direktor des Lichtenberger Sparvereins, der sein Bureau im eigenen Hause hatte. Die gesamten Gelder dieser Bank hat Horstmann im Laufe der letzten Jahre defraudiert und ist, als die Defraudationen nicht mehr zu verschleiern waren, aus Berlin ge= flüchtet. Die Lichtenberger Kriminalpolizei hat die Bücher des Bankvereins beschlagnahmt und das Bureau ge= sperrt. Hinter Horstmann ist ein Steckbrief erlassen worden. Horstmann, der Besitzer des Hauses Gürtelstraße 14 in Lichtenberg ist, besaß eine Essenzfabrik, die er vor ungefähr einem Jahre gründete. Die Fabrik ging nicht besonders gut, und um sich Geld zu verschaffen, kam Horstmann auf die Idee, den Bankverein zu gründen, der etne G. m. 6. H. war. Die Bank hatte ihr Bureau in dem Horstmann ge= hörigen Hause. Horstmann selbst war Direktor der Bank und batte nur noch einen Mitdirektor und einen einzigen Angestellten. Eine regelrechte Kassen- und Buchführung fand eigentlich nicht statt. Horstmann waltete vollkommen nach Gutdünken. Die Einlagen in die Bank kamen auf folgende Weise zustande: Horstmann engagierte für seine Gangubeit, die nebenbei ein sehr tieiner und unrentabler Betrieb war, fortwährend Angestellte unter folgenden Bedingungen: Sie mußten eine Kaution im Betrage von 3- bis 5000 Merlegen in Form eines Genossenschaftsanteils der Bank. Das Geld wurde in die Bank eingezahlt, wobei ausbedungen wurde, daß es erst nach sechsmonatiger Kündigung und nur im beiderseitigen Einver= ständnis der Bank und des Einlegers behoben werden könne. Um eine Entdeckung zu verhindern, richtete es Horstmann so ein, daß die von ihm angestellten Personen nicht voneinander wußten. Er ließ die Leute fast nie in die Fabrik kommen, sodaß tatsächlich von 21 Angestellten, die er nach und nach engagiert hatte, kein einziger eine Ahnung von der Existenz des anderen hatte. Selbst das Gehalt schickte er den Leuten in die Wohnung zu, und Aufträge gab er ihnen ebenfalls schriftlich in ihre Wohnung. Die Gehaltszahlungen bestritt Horstmann wieder daraus, daß er immer wieder neue Angestellte engagierte, die einige Tausend Mark Kaution leisteten. Am 1. Mat aber wurde die Situation vollständig unhaltbar, er konnte neue Kautionen nicht mehr auftreiben und war nicht in der Lage, die Gehaltszahlungen am 1. Mai zu leisten. Die Angestellten tamen infolgedessen in die Fabrik. So erfuhren sie von dem Treiben Horstmanns. Dieser selbst war unsichtbar, er hielt sich in einer ihm gehörigen Villa außerhalb Ber= lins verborgen, und als man ihn dort gestern suchte, stellte es sich heraus, daß er am frühen Morgen die Fluchter= griffen hatte. Ein Kriminalkommissar beschlagnahmte im Bureau des Bankvereins sämtliche Bücher und ließ das Bureau selbst sperren. Die Geschädigten haben sehr wenig Aussicht, zu ihrem Gelde zu kommen, denn es ist nicht anzunehmen, daß Horstmann von den 67 000 M, die er veruntreut hat, noch nennenswerte Beträge besitzt. Drabtnachrichten und neuestes.*** Ein Zwischenfall beim Aufenthalt des Kaisers in Genua. Rom, 5. Mat. Als sich am Mittwoch der Kaiser in Genua von der Jacht Hohenzollern nach dem Zuge begab, schleuderte etn Unbekannter dem Monarchen ein Paket Dokumente vor die Füße. Unter dem Publikum entstand eine Bewegung, da niemand begriff, was der Wurf bezwecken sollte. Das Paket wurde von Polizisten aufgehoben und dem kaiserlichen Adjutanten übergeben. Es enthielt nach der Tribuna" eine Darlegung, in der die in Genua wohnenden Verwandten des verstorbenen Rittergutsbesizers Landrat Birkner, des Schenkers des Gutes Kadinen an den Kaiser, ihre Rechte auf das Gut geltend machen. Ihre Wünsche nach außergerichtlicher Beilegung der Angelegenheit seien bisher nie an den Kaiser gelangt und sie hofften, auf diese Weise zu ihrem Rechte zu kommen. Sie versichern in dem Dokument, Landrat Birkner habe sich zur Zeit der Schenkung in derartiger Verfassung befunden, daß er keinen gesetzlich gültigen Akt habe vollziehen können. Der Katfer sei im unflaren darüber gehalten worden, er wisse weder von der Eristenz der Erben noch von der Morphiumsucht des Schenkers. Die„ Tribuna" meldet nicht, ob die Polizei den Schleuderer der Bittschrift verhaftet hat. Vom spanischen Königshofe. Madrid, 5. Mat. Blättermeldungen zufolge wird fich die Königin mit dem aweiten Sohne nach der Schweiz begeben, wo an dem Infanten ein chirurgischer Eingriff wegen eines Sprachfehlers vorgenommen werden soll. Die Friedensbedingungen der merikanischen Insurgenten. Megifo, 5. Mai. Den merikanischen Friedensunter händlern wurde eine von Madero, dem Führer der Aufständischen, unterzeichnete Erklärung unterbreitet, in der verlangt wird, daß Präsident Diaz eine öffentliche Ver ficherung abgebe, daß er auf die Präsidentschaft verzichtet. Die Behörden der Stadt Meriko erklären, die Garnison zähle 3000 Mann, verfüge über Schnellfeuergeschütze und fönne einem Angriff der Insurgenten erfolgreich wider= stehen. Die Cölner Spionageaffäre. Cöln, 5. Mai. Die französische Sprachlehrerin Thirion, die wegen Spionage verhaftet worden ist, machte sich zunächst dadurch verdächtig, daß sie mit mehreren hiefigen Offizieren in Beziehungen treten wollte. Diese Offiaiere machten ihren Vorgesetzten Mitteilung, worauf die Dame beobachtet wurde. Nachdem man sie auf ihren Reisen genau überwacht und das notwendige Beweismaterial gesammelt hatte, schritt man zur Verhaftung. Es ist für die Untersuchung außerordentlich störend, daß die Verhaftung vorzeitig bekannt geworden ist. Die Dame leugnet unausgesetzt, das Beweismaterial dürfte aber derart überzeugend sein, daß ihre Schuld bewiesen werden kann. Ein nenes Manöver Peter Ganters. Berlin, 5. Mai. Peter Ganter, der seinerzeit vielge= nannte Absender der blauen Briefe", tauchte vor kurzem in Berlin auf. Er engagierte 20 junge Krankenschwestern, denen er je hundert Mark Lehrgeld abnahm, wofür sie bei einem Arzt in der Charitee Unterricht in der Massage erhielten. Das Honorar an den Arzt blieb Ganter schuldig. Seine Wohnung bestand aus drei Zimmern. Das eine war Bureau, das zweite Laboratorium, in dem eine„ Edelsalbe" für Massage Hergestellt wurde und das dritte Zimmer war als Massagesalon eingerichtet. Neuerdings ist Ganter unbekannt verzogen. Ein Gymnafiast als Kassenränber. Mannheim, 5. Mai. Vor der hiesigen Straffammer hatte sich gestern der 17jährige Gymnasiast Kurt Leist unter der Anklage zu verantworten, am 26. März d. J. auf dem hiesigen Finanzamte, wo sein Vater die Stelle eines Oberbuchhalters und Kassierers bekleidet, 53 000 Mark gestohlen zu haben, und damit nach Frankfurt gefahren zu sein, wo er drei Tage später verhaftet wurde. Wie der junge Mann angab, hatte er die Absicht, eine Vergnügungsreise zu unternehmen; er hatte schon vorher Beträge von mehreren hundert Mark aus der Kasse entwendet. Das Urteil lautete auf ein Jahr drei Monate Gefängnis. Schwerer Eisenbahnunfall in Desterreich. Wien, 5. Mat. Ein Güterzug ist heute zwischen Wildenschwert und Brandeis an der Adler infolge eines durch Wolkenbruch veranlaßten Erdrutsches entgleist und hat etnen anderen Güterzug gestreift. Vom Bahnpersonal wurden vier Personen getötet und drei verletzt. Ein englisches Militärluftschiff bei dem Abstieg geplatzt. London, 5. Mai. Das Militärluftschiff Rebaudy, das am 26. Oktober nach der Fahrt von Paris nach Aldershot verunglückte, machte heute wieder seine erste Versuchsfahrt. Bei dem Abstieg verlor der Führer die Herrschaft über das Luftschiff, das sich in einen Baum verfing und mit lautem Knall platzte. Es liegt gänzlich zertrümmert da. Die sieben Mann starke Besatzung ist mit genauer Not heil davongekommen. Ein Arbeiterversicherungsgeseh für England. London, 5. Mai. Das Unterhaus hat heute die Arbeiterversicherungsgesetze in erster Lesung angenommen. Es handelt sich zunächst um eine Kranken- und Arbeitslosenversicherung. Der Schatzkanzler Lloyd George gab bel der Einbringung der Vorlage an, daß bereits jetzt zwischen sechs und sieben Millionen Arbeiter in England gegen Krankheit, dagegen noch nicht ein Zehntel der Gesamtzahl gegen Arbeitslosigkeit versichert sei. Die Regierung läßt die Versicherung für den Todesfall ganz außer Betracht, da hierfür die Arbeiter selbst ausreichend versicherten. Lloyd George erkannte auch die ausgiebige Unterstützung an, die ihm von der deutschen Regierung durch Auskünfte zuteil geworden sei. Berliner Getreide- und Schlachtviehmarktbericht. In der am 3. Mai beendeten Berichtswoche hat sich ziemlich überraschend eine außerordentliche Knapppheit an Roggen und besonders an Roggenmehl herausgestellt, die der Ausgangspunkt für eine sehr scharfe Preissteigerung geworden ist. Die letzte Ernte Deutschlands an Roggen ist mit 10 511 000 Tonnen um 837 000 Zonnen gegen das vorhergehende Jahr kleiner gewesen. Der Roggenbedarf steigt aber entsprechend der Zunahme der Bevölkerung jährlich um etwa 100 000 Tonnen. Die Ausfuhr weist für die Zeit vom 1. August v. J. bis zum 20. April d. J. abzüglich der gleichzeitigen Einfuhr eine Erhöhung um 42 000 Tonnen gegen das Vorjahr auf. Ferner haben die Landwirte be= trächtliche Mengen verfüttert, zumal vielfach die Haltbarfeit des Getreides viel zu wünschen übrig ließ. Die Verhältnisse dürften die tieferen Gründe für die seit längerer Zeit bemerkbare Zurückhaltung des Angebots an Ware settens der Landwirtschaft abgegeben haben. So ist es gefommen, daß die Preise für Roggen per Mai um 12 Mart, per Juli um 10 Mark und per September um 6 Mark anzogen. Noch weit erheblichere Steigerungen haben verhältnismäßig die Roggenmehlpreise erfahren. In Weizen gestaltete sich das Geschäft anfangs ruhig, da die Lage dieses Artikels am Weltmarkte sich kaum geändert hat; aber zuletzt wurde bei zurückhaltender gewordenem inländischen Angebot der Preis dieses Brotgetreides ebenfalls mit fräf= tig aufwärts gezogen. Auch Hafer machte sich schließlich fnapper; die Preisforderungen der Landwirtschaft wurden fast täglich höher und mußten vom Bedarf bewilligt wer den. Mais besserte sich im Anschluß an das Ausland, doch blteb die Unternehmungslust darin beschränkt wegen der unbefriedigten Qualitäten. Am letzten Tage der Berichtswoche stellten sich die Preise für Lieferung im Jult wie folgt: Weizen 207,75 M, Roggen 172,00 M, Hafer 167,50 M, Mais 142,25 M. Breise des städtischen Schlachtviehmarktes. 1. Ochsen: a) vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes, ungejocht 76 bis 81 M, 6) junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 71 bis 77 M, c) mäßig genährte junge und gut genährte ältere 68 bis 72 M, d) gering ge=/ nährte jeden Alters M. 2. Bullen: a) vollfleischige, höchsten Schlachtwertes 72 bis 77 M, 6) vollfleischige jüngere 70 bis 75 M, c) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 66 bis 72 M, d) gering genährte M. 3. Färsen und, Kühe: a) vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes 70 bis 72 M, b) vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes, höchstens 7 Jahre alt 63 bis 65 M, c) ältere ausgemästete und weniger gut entwickelte jüngere Kühe 58 bis 64 M, d) mäßig genährte Kühe und Färsen 51 bis 58 M, e) gering genährte Kühe und Färsen bis 57 M, f) gering genährtes Jungvieh( Fresser) 56 bis 72 M. 4. Kälber: a) Doppellender feinster Mast 104 bis 136 M, 6) feinste Mastkälber 108 bis 115 M, c( mittlere Mastund beste Saugkälber 95 bis 107 M, d) geringe Mast- und gute Saugfälber 84 bis 96 M, e) geringe Saugkälber 55 bis 73 M. 5. Schafe: a) Mastlämmer und jüngere MastHammel 76 bis 80 M, 6) ältere Masthammel, geringere Mastlämmer und gut genährte junge Schafe 70 bis 76 M, c), mäßig genährte Hammel und Schafe( Märzschafe) 62 bis 72 M. 6. Schweine: a) Fettschweine über 3 Zentner Lebendgewicht M, b) vollfleischige über 2½ Zentner Lebends gewicht 51 bis 53 M, c) vollfleischige bis 2½ Zentner Lebend gewicht 51 bis 58 M, d) fleischige Schweine 51 618 53 M e) gering entwickelte Schweine 45 bts 46 M, f) Sauen M Rimantiem 11 Café Amend Täglich Künstler Konzert Anfang 8 Uhr ( 238) Eintritt frei. Restaurant Metropol Sonntag den 7. Mai KONZERT Privat- Lehr Institut Gegen 5% Zinsvergütigung für Schnittzeichnen und Kleidermachen Sommerkurse. Eintritt jeden Montag. Gefl. Anmeldungen erbeten. Prospekte zu Verfügung. ( 241) ( 244) liefern wir an solvente Personen unter strengster Diskretion ohne Preisaufschlag innerhalb Deutschlands Elegante Wohnungs- Einrichtungen einzelne Speise-, Herren-, Schlafzimmer: Klubsessel:: Wauduhren, Teppiche, Geldschränke, Pianos, Kontor- Einrichtungen, Junggesellen- Wohnungen vom einfachsten bis zum feinsten Genre auf Marie Sack, afad ausgeb.Lehrerin|| Teilzahlung nach Belieben. Schanzenstraße 22, Ecke West- Anlage. Sie gewinnen Vertrauen, wenn Sie einen Versuch mit meinen konkurrenzlosen Marken gemacht haben, welche unter steter Kontrolle eines beeidigten Chemikers stehen. Anerkannte Fachleute können meine Margarine von feinster Meiereibutter nicht unterscheiden. Ich versende franko gegen Nachnahme: 1 Postpaket ,, Exquisita", allerfeinste Pflanzenbutter( Margarine) 9/1, netto Mk. 6,65 1 Postpaket„ Regina" aus besten Rohmaterialien hergestellte Margarine 9/1, netto Mk. 6,45. Garantie: Bereitwilligste Zurücknahme, selbst wenn schon in Anbruch genommen. Verlangen Sie sofort Gratisprobe! ( Vertreter überall gesucht.) Hanseatische NahrungsmittelIndustrie und Versandhaus Herm. P. Schulz, Hamburg 6. 50 Bahnm. südl. Dresden Da unsre Vertreter ständig auf Reisen sind, werden Kataloge nicht versandt, man verlange deshalb den kostenlosen Besuch des Vertreters zwecks Vorlegung von Zeichnungen, Entwürfe etc. Berliner ludustrie- Gesellschaft m. b. H. Berlin SO. Köpenicker Strasse 126.( Viktoriahof) Technikum B f Maschb. Automobilbau, Schiffsmaschinenbau, Werkzeugmaschb. Elektrotechn., Heizung Oelfarben in allen Nuancen, rasch und hart trocknend Leinölfirnis zum Einölen u. Lüftung, Eisenbeton. Bernsteinfußbodenlack Eintritt Jan., Apr. Juli, Oktb. Direktor Prof. Sikkativ Graf und Ingenieur Terpentinöl Bodenöl Lohmar. odenbach a.d. Elbe Parkettwachs Reishares Rataos Schokoladen zu Fabritpreisen in Giessen bei Frau Emma Sellheim, Bismarkstrasse 38.( 162) Stahlspäne sowie alle fouftigen Zutaten zum Anstreichen und Wichsen der Fußböden empfiehlt ( 245) Emil Fishbach. Radikale Vernichtung des Hederich( 246) durch Hederichpulver Marte Hauptgenossenschaft." Der Erfolg überrascht. 1 3tr. p: o Morgen genügt Preis M. 7,50 in 1 Ctr. äden frachtfrei allen Bahnstationen. LDW. Haupt Genossenschaft, Friedberg i/ H. Persil Waschmittel Millionenfach im Gebrauch! Unerreicht in Wasch- und Bleichkraft. Wäscht von selbst ohne Reiben und Bürsten, ohne Zusatz von Seife und Waschpulver. Nur einmaliges 4-2 stündiges Kochen. Garantiert unschädlich! Erhältlich nur in Original- Paketen. HENKEL& Co., DÜSSELDORF. Alleinige Fabrikanten auch der weltberühmten Henkel's Bleich- Soda Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde in Gießen. Sonntag, den 7. Mai, Jubilate. Gottesdienst In der Stadtkirche. Vorm. 9½ Uhr: Professor D. Eck. Vorm. 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfr. Schwabe. 20 tücht. Maurer u. Handlanger Damen und Herren 2Läd.u.hübsch. 4 Zimmerwohnung Rahm. 2 21hr: Rinderkirche für die Markusgemeinde. sofort gesucht. ( 248) I. Heinz, Baugeschäft, Wehlar. Kuverte mit Aufdruck billigst Giessener Verlagsdruckerei Klein& Fischer. Café Astoria Vornehmstes, grösstes Café am Platze. Anerkannt vorzüglicher Kaffee Eigene Konditorei mit Verwendung nur reiner Süssrahmbutter 2 franz. Billards mit Kegelspielen pro Stunde 60 Pig. Schach, Domino, Kartenspiele und Damenbrett stehen den verehrl. Gästen zur freien Verfügung. NB. Neueinführung: Von nachmittags 2-7 Uhr Kaffee ,, Stamm" bestehend aus einer Kanne Kaffee und einer Kanne Milch mit Schlagsahne dazu, Preis 25 Pfg., sowie Kaffee à la Paris" bestehend aus einer Tasse Kaffee schwarz oder braun mit einem franz. Kognak oder franz. Kirschwasser dazu, Preis 40 Pfg. Original Münchener und Pilsener Biere Stibbe sowie franz. Cuseniér- Liqueure auswärtiger Firmen. Echte Holländ. Bols u. Beste Weine hiesiger u. [ 232 ist zum Heiraten gute Gelegenh it geboten durch Frau Pfeiffer Nachf., Frankfurt a. M. Mainzerlandfte. 71 I mit 2 Mansardenzimmeru im 3. Stock.( Bahnhofstraße 14) ver ( 229) fofort zu vermieten. Fröhlich, Nordanlage 31. ADLER Schreibmaschine Hervorragendes deutsches Fabrikat Zahlreiche Specialmodelle Mehráls 70.000 gellerent Man verlange Katalog Adlerwerke vorm Heinrich Kleyer AG. Frankfurt a.M. PABRIKATION: SCHREIBMASCHINEN. AUTOMOBILE FAHRRADER.LUFTSCHIFFMOTORER Wantel Prouss Staatsmardalio in Gold Weltausstellung in Brüssel D Buy Gewerb Lear Zwel Grande Relay Vertreter: Heinrich Noll, Giessen, Mäusburg 7. Ridolf Richter GIESSEN Marktstr. 24-26. Marktstr. 24-26 B Spezial Geschäft in Hüten und mützen:: Reparatur- Werkstätte. Stets neueste Formen. ( 170) Pfarrer Schwabe. In der Johanneskirche. Vorm. 9½ Uhr: Pfarrer Ausfeld. Vorm. 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrer Ausfeld. Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Nächstkünftigen Sonntag Cantate, den 14. Mai, nehmen in beiden Kirchen die Frühgottesdienste um 8 Uhr und in Verbindung damit die Christenlehren für die Neukonfirmierten wieder ihren Anfang, und zwar zum erstenmal für die Neukonfirmierten aus der Markusund Johannesgemeinde. Die Eltern werden gebeten, ihre Kinder dazu anzuhalten. Ebenso ergeht an die Dienstherrschaften und Lehrherrn die Bitte, dafür die Zeit freigeben zu wollen. Katholische Gemeinde in Gießen Samstag, den 6. Mai. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht. Sonntag, den 7. Mai. 3. Sonntag nach Ostern. Vorm. von 6½ Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vorm. 7 Uhr: Die erste hl. Messe. Vorm. 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vorm. um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: hl. Messe mit Predigt. Nachm. 2 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Dienstag und Freitag, abends um 6½ Uhr ist MaiBilligste Preise. andacht. Möbelhaus Ludwig Lang, Giessen Bahnhofstrasse 22. Telefon 253 Bahnhofstrasse 22. Reichhaltiges Lager in kompletten Speise-, Herren-, Wohn- und Schlafzimmern. Portièren, Gardinen, Teppiche, Linoleum in grosser Auswahl. Uebernahme ganzer Geschäfts- und Hotel- Einrichtungen. Billigste Bezugsquelle für lackierte und polierte Möbel jeder Art. Franko- Lieferung nach auswärts Vocz& glichsle Lederputz Crème Kavalier Das Beste von Besten Reellste Bedienung. allein steht auf der • HÖHE. der Zeit. Verlangen Sie defshalb stels KAVALIER, das beste aller Lederputzmittel Morlag der Chickener Zeitung G. m. b. S. Verantwortlich für die Schriftleitung Otto Heinecke, für Reklame und Anzeigen Robert Roller, beide in Gießen. Empfehlenswerte Geschäfts- Firmen: Nummer 8. Illustrierte 12. April 1911. be in Gießen. Lederputzmit putz Crime e. e. en. hwabe. sgemeinde. Schwabe. eld. nesgemeinde. Desprechung im Bitte, dafür die enso ergeht an Itern werden er Markus d zwar zum ehren für die -dienste um 14. Mai, neh Soda Nummer 8. 12. April 1911. Empfehlenswerte Geschäfts- Firmen: Otto Pickert Giessen, Gravierungen Biermarken Vereinsabzeichen jeglicher Art. Frankfurterstrasse 27 Georg Appel, Gießen Telefon 131 Seltersweg 56 Zentralheizungen und gesundheitstechnische Anlagen Bade-, Klosett-, Lüftungs-, Entstaubungs-, elektrische und Trocken- Anlagen. Fabrik- Lager von Beleuchtungs- Körpern für Elektrisch-, Gas-, Petroleum- u. Spiritus- Licht Reparaturen werden prompt und billigst ausgeführt. Auskünfte, Prospekte und Ingenieurbesuche kostenlos! S tempel aller Art für Behörden, Geschäfte und Private aus Gummi und Metall, sowie Stempelkissen und Stempelfarben fertigt in feinster Ausführung zu billigsten Preisen Email- und Messingschilder Klischee's und Galvanos. Giessener Stempel- u. Farben- Fabrik, Jos. Kreuter, Giessen Telephon Nr. 2087. Frankfurterstrasse 129. Telephon Nr. 2037. L. Lang, Möbelhandlung, Giessen Bahnhofstrasse 22. Friedrich Teipel, Giessen Spezialhaus für Kurz-, Weiss- und Wollwaren - Markt 16. - Geburts- Anzeigen- Verlobungs- Anzeigen Rheinweine Hochzeits- Zeitungen sowie alle anderen Drucksachen für Private, Behörden, Geschäftsleute etc. liefert gut und preiswert Eigene Gewächse, bester und allerbester Weinbergslagen versendet in Fässern von 25 Ltr. und in Kisten von 12 Flaschen an Paul Christian Saalwächter, Giessener Verlagsdruckerei Weingutsbesitzer, Nieder- Ingelheim a. Rh. Giessen, Seltersweg 83( Haus Brüder Schmidt). 553 Spezialität: Ingelheimer Rotweine. Au Illustrierte Welt- Rundschau Verlag der Gießener Verlagsdruckerei Klein& Fischer, Gießen. Der schwarze Tod. E. Baron Binder- Krieglstein. us der Mandschurei, dem Lande der Verdammnis und der Verdammten, reckt das Gespenst der Pest seine Knochenfinger nach Nord und Süd. Krieg, Tod und Hungersnot hatten die unglückselige mandschurische Steppe überzogen. Zwei Jahre lang hatten Millionen von Menschen verschiedener Rassen, verschiedenen Glaubens und entgegengesetzter Kultur, zu einem blutigen Knäuel geballt, dies Land überflutet, hatten die Tempel zerstört, die Ortschaften niedergebrannt, den Ackerboden mit Schützengräben und Erdhütten durchwühlt und den Abfall und Schmutz einer Völferwanderung hinter sich zurückgelassen. Elend, Tod, wesung VerRuinen, Brandstätten und Massengräber bezeich= neten die breite' Straße des Leidens, die der Krieg trassiert hatte. Seit Der Japanisch- Chinesische Krieg brach aus. zweihundert Jahren, seit dem Frieden von Nertschinsk über die natürlichen Grenzen des alten Kithai zurückgetrieben, waren die Russen durch den Vertrag von Aigun 1858 wieder bis an den Amur vorgedrungen und warfen sehnsüchtige Blicke nach dem eisfreien Meere im Süden. Der Friede von Shimonoseki setzte sie in den Besitz von Port Arthur. Der Borerkrieg gab ihnen die ersehnte Ge- legenheit, sich in der Mandschurei festzusetzen. Boran kamen die Rosaten und richteten sich an günstig gelegenen Punkten in primitiven Baraden ein. Ihnen folgten die Ingenieure mit roten Fähnchen, Fluchtſtäben und brachten Tausende weißer Arbeiter ing Land, um die Bahn von Charbin nach Dalni zu bauen. Mit den Arbeitern kamen Noch vor zehn die Kantineure- die Jahren war die Manfliegenden Händler dschurei für uns ein nichtssagender, weißer Fleck auf der Landkarte. Kaum die Abenteurer, die Spieler, die Schnapphähne kannte man den Namen Mukden. Charbin war noch die Juden, Griechen, Armenier die Dirnen An den Ufern des mächtigen, friedlich nicht gegründet. fließenden Sungari trieben sich die nomadisierenden Mongolenhorden der Gorlos und des Dar- chan- wan ziellos umber. Keine Brücke überspannte mit Stahlarmen den breiten Strom, dessen Rücken nur sehr selten ein kleines mongolisches Flach boot leise nach dem Amur trug. Ewige Sonntagsstimmung lag über diesen, seit Weltenerschaffung jungfräulichen Ebenen, deren hallende Stille nur durch den Schrei wilder Gänse oder das Heulen der Sandstürme, die aus der Gobiwüste herüberbrausten, unterbrochen wurde. Die Chinesenstadt Fu- dja- san bei Charbin, wo die Pest am stärksten grassierte. - endlich die Zuhälter und mit einem Worte der Abschaum der Menschheit, der gierig und beutelüstern dem Zuge nach dem Süden folgte. Eine Soldatenstadt des Sungari - Alt- Charbin entstand im Osten fünf Werst von dem Flusse entfernt. Eine zweite Stadt aus Stein schoß neben dem Bahnhofe auf einer kahlen, staubigen Dünenkette empor Neu- Char binder Sitz der Bahnverwaltung-, tief unten, im ab. grundtiefen Moraste schlammiger Lagunen siedelten sich die Händler an und nannten die Niederlassung Pristan, den en 18 Uhr: Ge hl. Beicht. union. dacht. Uhr ist Ma By 6 g313613 113| Jvq – aq( pou get a same as a suv has gnv supe Ε goz slava pozvan da te va a se bo tuga026 8nv gnv Ipuajul ujaqaju up act saq ualoqao26 tun( pil uaroat al vauv ¡ gnoquaǝd uǝplouva uy quaggio - τις savpo me and s a əриобәјә шәш quǝ шләгә pov av at the abby w ? up - que song of a подршә бишә quі нәдирдләә йоди qun quoшая ш 2 2 Hafen. Sie glaubten wohl nicht daran, daß sich Charbin innerhalb von vier Jahren zu einer Stadt von 30000 Einwohnern entwickeln würde, und so gruppierten sie ihre elenden Bretterbuden um die Anlegestelle der Flußdampfer, welche den Verkehr mit Ostsibirien und der Mongolei aufnehmen sollten. Die Millionen und Abermillionen russischen Geldes, welche der Bahnbau ins Land brachte, flossen zum größten Teile in die Taschen dieser Abenteurer, welche- ungewohnt mit großen Summen kaufmännisch zu wirtschaften, und dem leichtlebigen Gott des Zufalls vertrauend in geradezu sinnloser Weise in dem Schlamme der Lagunen Steinbauten aufzuführen begannen. Der Krieg, der neue Millionen von Rubeln Der schwarze So0. und ungezählte Schwärme frischer Abenteurer ins Land brachte, erhob das Pristan Charbins zu einem Höllenpfuhl von Verderbnis und Verbrechen, dem in der GeEine Fansa. Straßenszene in Mukden. voraussichtlich eine brave, behäbige Stadt solider Krämer und Händler geworden, wenn es nicht den Chinesen in die Raffzähne geraten wäre. ( Die Chinesen errichten in der Mandschurei die Häuser aus getrocknetem Schlamm.) schichte schwindelhafter Gründungen nichts Gleichartiges zur Seite gesetzt werden kann. Raub, Mord, Totschlag, Falsch spiel, Dirnentum und Sittenlosigkeit von gigantischem Maßstabe haben den Namen Charbin für kommende Jahrhunderte weit über jene Sodoms und Gomorras gestellt. Wer, nach der Mandschurei verschlagen, hier landen mußte, kam in eine Atmosphäre so vollendeter Erniedrigung und Gemeinheit, daß selbst die besseren Charaktere, vom Trubel dieser rasenden Genußsucht erfaßt, sich endlich in die bacchantische Orgie, welche sie rings umtobte, stürzten und, nach wenigen Monaten an Leib und Seele gebrochen, entweder elendiglich verkamen oder dieses grauenhafte Leben mit einem Knalleffekt beendeten. Heute, sechs Jahre nach dem Kriege, ist Charbin materiell ruiniert. Nicht Genußsucht, Unverstand, Verbrechen und Krankheiten waren die ärgsten Feinde des Lasternestes. Wir haben es ja in Amerika, Australien und Südafrika gesehen, daß selbst die traurigste Abenteurer sippe nur einen Kulturdünger vorstellt und auf dem durch den Auswurf der Menschheit, den Desparados, vorbereiteten Boden der energische Farmer und Kaufmann weiterbaut. Auch Charbin wäre nach Schluß der frenetischen Orgie Denn hinter den Kosaken, den Ingenieuren und den Abenteurern folgten lautlos und verstohlen die Kulis. Sie kamen an und stellten sich vor, wie sie es überall zu tun gewohnt sind. Demütig, bescheiden ,,, nur für ein Pfund Reis im Tag, großer, guter Herr! und dafür arbeiten- feste arbeiten von vier Uhr morgens bis sieben Uhr abends nur fünf Pfeifen dazwischen rauchen- jedesmal nur eine Viertelstunde."- Und die Russen nahmen sie gern in Sold. Sie faulenzten zwar in himmelschreiender Weise- aber—„ Nitschewo!.... Wir Russen sind gutmütig, und schließlich kosten ja die armen Kerle so gut wie nichts." Der weiße Mann selbst wenn er Moskowiter und dem Mongolen sehr freundschaftlich gesinnt ist, meidet gern die nähere Gemeinschaft mit den Knoblauchessern und Opiumrauchern. Man gab den Söhnen des Himmels einen freundschaftlichen Wink, zwischen sich und die Niederlassungen der Europäer eine Russische Grenzsoldaten mit chinesischen Verbrechern. Um den Verbrechern eine Flucht unmöglich zu machen, fesselt" man die Leute mit den Zöpfen aneinander. Juustrierte Weltblige.. 7 Am Halbmond und am Golf. mit Erfolg eifrig bemüht gewesen, sich dieses Weltinteresse zu erhalten und ihm auch gerecht zu werden. Denn in den zehn Jahren, die seit der großen Septemberfatastrophe vergangen sind, ist es wie ein Phönix aus der Asche nicht nur wiedererstanden, sondern hat sich auch in eine moderne amerikanische Stadt metamorphosiert. Auch hat es eine Wiederholung der Katastrophe durch die Errichtung eines 41/2 englische Meilen langen und 17 Fuß hohen Dammes von Granitbeton unmöglich gemacht. Nähert man sich von der Landseite, also von Houston, dem auf einer Insel gelegenen Galveston, so hat man furz vor der Stadt eine mehrere Meilen lange Trestebrücke zu passieren, die einen sofort an die Einfahrt von Venedig erinnert. Schon beim Verlassen des Bahnhofes gewinnt man den Eindruck, daß Galveston, eine sehr unternehmende und prosperirende Stadt ist und sich vor allem auch als Sommerfrische für den Eüden eignet. Tatsächlich bildet der Strand Galvestons im Sommer auch ein Buen Retiro für Leute aus ganz Texas. Und wie mancher New Orleanser läßt Bilori und die anderen Louisanaer Seebäder links liegen und sucht in den Galvestoner. Brisen Erholung. Die Stadt war bereits vor 1909 reich an modernen und imposanten Bauten; heute sieht sie, wie das neue San Franzisko, in ihren Mauern Gebäude, die New York zur Ehre gereichen würden und von dem„ nach oben" strebenden Unternehmungsgeist der Galvestoner Zeugnis ablegen. Um jedoch Galvestons maritime Bedeutung voll und ganz würdigen zu können, braucht man nur an die bevorstehende Eröffnung des Panamakanals zu denken, denn hierin liegt Galvestons Zukunft. Nach 1915 wird die amerikanische Parole heißen: Chikago- Galveston Panama" und" New York GalvestonPanama". Bereits heute vermitteln gegen dreißig verschiedene Dampferlinien( darunter eine Sonderlinie des Norddeutschen Lloyd) den Verkehr zwischen Galveston und Europa, ein Handelsaufschwung, der, wie schon erwähnt, der Rivalin New Orleans arg zu denken gegeben und ihr den Rang abgelaufen hat. Galveston gilt bereits als der größte Baumwollhafen der Welt und rangiert heute, was den Export betrifft, direkt hinter New York. Illustrierte Weltblitze. Die internationale Brücke zwischen Juarez und El Paso del Norte. An der amerikanisch- merikanischen Grenze. ie amerikanische Mobilmachung gegen Mexiko erregte in der ganzen Welt ein begreifliches Aufsehen. Sie konnte aber nicht überraschend kommen, weil man längst wußte, daß die amerikanische Regierung über kurz oder lang doch einmal in der benachbarten Schwesterrepublik intervenieren würde. Da die Amerikaner in Mexiko niemals beliebt gewesen sind, stieg die Entrüstung des merikanischen Volkes über die beabsichtigte Intervention aufs höchste. Wie man sich nach der seinerzeit an der amerikanischmerikanischen Grenze stattgefundenen Begegnung zwischen den Präsidenten Taft und Diaz erzählte, sollen bereits damals die beiden Landesoberhäupter Verabredungen wegen einer eventuellen Intervention der Vereinigten Staaten getroffen haben. Die Begegnung der beiden Präsidenten fand auf der Rio Grande Brücke statt, die das merikanische Städtchen Juarez mit dem amerikanischen Grenzort El Paso del Norte verbindet. Die Brücke ist ein einfacher Holzbau, aber täglich findet ein reger Verkehr von der merikanischen Seite in Onkel James' Land statt. Auch eine elektrische Bahn, die die beiden Städte verbindet, fährt über die Brücke. Ein modernes japanisches Theater. Seit einigen Jahren iſt in Japan ein heftiger Kampf zwischen dem modernen und alten Theaterwesen entbrannt. Die Anhänger der alten Schule wollen das traditionelle japanische Drama und die alte dort übliche Spielweise beibehalten, während die Jüngeren" das ganze japanische Theater zu europäiſieren gedenken. Zu den letzteren gehören die auch in Deutschland bekannte Tragödin Sada Vakko und ihr Gatte Kawakami, die sich in Osaka ein großes modernes Theater erbaut haben. In Tokio ist es Graf Yaganisawa, der für das europäische Theaterwesen Propaganda macht. Er steht an der Spitze der Gesellschaft, die das„ Vuraku- za" erbauen ließ. Das Yuraku- za ist, wie unser Bild zeigt, ein moderner Bau, bei dem nur das Veſtibül etwas ans Japanische erinnert. Das Theater ist in erster Linie für das Vaudeville bestimmt und mit einem europäischen erstklassigen Restaurant verbunden. Außer Varietévorstellungen finden auch Konzerte, kinematographische Vorführungen usw. statt. Das Yurakuza- Thecter in Tofio. aдogлon bubnagar g( p бипшǝилә әәдәл, изда( фои шадид дара эфираш илаш әтә фи і за sag and as a - up a nv august as' quy ´asiluvaÇ uv anau gvg aa a ป 3 อยู่ 31n3q uanbE6 แอ uv| acul избиблизно prea 6061 aga gay sau a un aзa ne pa po шg qun en as a b qun изилдаш пр Bunjon изди фи полоц 11 лма -dnaб of qun qanai pas 000 0Ɛ иoа дqve no usav ида mugav pog uvлve дp at 6 Am Halbmond und am Golf. betrieb. Tausende von Negerhänden sind emsig bemüht, die aufgestapelten Warenmassen auf die so kurios aussehenden Mississippi Dampier mit den riesigen Schaufelrädern zu verladen. Am Tage immer noch der ante bellum- Arbeitsstlave, metamorphosiert sich der New Orleanser Neger am Abend in ein elegantes schwarzes Gigerl, das die mehr als sauer verdienten Dollars in den Spelunken und Tanzhallen in der Franklin- und Libertystreet an die schwarze Frau bringt. Dann das Leben und Treiben auf dem sogenannten Französischen Markt". Während man bei uns in einem„ Café" oder in einer Bar" seinen„ night- cap" nimmt, wird in New Orleans der Schlußtrunk auf dem„ French market", inmitten von Fisch. MUKORNY Lo Shoes for benteme SHUL perial Steam ED BUT BEST " Opernſterne" und andere französische Künstler, die am Opernhimmel aeglänzt, gesungen haben! Gesellschaftsabend im französischen Opernhaus! Wagen auf Wagen nimmt seinen Weg nach der Bourbonstreet, um die Bewohnerinnen der feudalen St. Charles Avenue und ihrer nicht minder vornehmen Umgebung in den elegantesten Toiletten und diamantenübersät vor dem Säulenportal des imposanten Kunsttempels abzusetzen. Und die anderen New Orleanser Attraktionen: das historische Hotel Royal, der alte Jackson Square mit dem aus spanischer Zeit stammenden Cabildo und der im spanisch- kreolischem Stil erbauten Kathedrale des heiligen Ludwig, die Friedhöfe, die nur im Campo Santo bei 車 Die St. Charles Street in New Orleans. ( Im Hintergrunde das St. Charles Hotel. Typisch für New Orleans sind die sogenannten„ Gallerien", die in den Straßen eine Art Passage" schaffen. Typisch sind auch die schwarzen Stiefelpußer mit ihren Stühlen.) bassins, Apfelsinen, enormen Fleischmassen und anderen zur Leibesnahrung und Notdurft gehörigen Naturerzeugnissen usw., genehmigt. Am Tage aber bietet sich besonders dem Touristen auf diesem Markt ein ergiebiges Studienbild. Denn hier kann man die New Orleanser Bevölkerung, wie sie leibt und lebt", beobachten. Der Markt heißt allerdings Französischer Markt", aber unter den Händlern und Kunden sind alle Nationalitäten vertreten, die sich auf das als„, Creole French" bekannte ,, Französisch" geeinigt haben. In unmittelbarer Nachbarschaft des„ Französischen Marktes" befindet sich das„, Vieux Carré", das sogar für den New Orleanser nicht französischer Abstammung niemals den Reiz der Neuheit verlieren wird. Sier domiziliert noch die waschechte Kreolengesellschaft in ihren erotisch angehauchten Säusern mit den an Spanien und Meriko erinnernden Innenhöfen. In der Bourbonstreet das alte französische Opernhaus, in dem die besten Pariser Genua ihresgleichen finden dürften, der Lake Ponchatrin mit seinem„ Westend" sowie das alte spanische Fort mit den berühmten Louisiana- Alligatoren, ferner die alte historische Duellstätte„ The Oaks" mit ihren uralten Riesenbäumen, die Zeugen so manchen Zweikampfs zwischen den Kavalieren des alten New Orleans gewesen sind, und am Eingang zu dem Park das kleine Café„ Renaissance des Chênes Verts", in dem der Cleberlebende seinen Siegestrunk zu nehmen pflegte; dann die zahlreichen Dent. mäler und modernen neuen Bauten aller Arten, nicht zu vergessen das kosmopolitische New Orleanser Leben und Treiben, das besonders während des Karnevals seinen Höhepunkt erreicht. Galveston. Als der verheerende Tornado von 1900 das ,, New York des Südwestens", wie Galveston heute in den Vereinigten Staaten schon genannt wird, in Trümmer legte, waren mit einem Schlage die Augen der ganzen Welt auf die damals bereits emporblühende Stadt gerichtet. Seitdem ist Galveston - Der schwarze Tod. - die - neutrale Zone zu legen am ratsamsten sei es immerhin, sie wollten sich im Nordosten des Pristan ansiedeln, sintemal der Wind aus der Steppe meist aus Nordwest kommt. Das sahen die gelben Herrschaften in ihrer unanfechtbaren Logik auch ein grinsten bejahend und waren hocherfreut. Nun entstand Fu- dja- san das Chinesendorf Müllgrube Charbins. Holz ist keines in der Nähe Bretter kosten ein Vermögen-, aber Schilf wächst rigsumher Riedgras gibt ein weiches Lager- Schlamm, mit Pferdemist vermengt und an der Sonne getrocknet, eignet sich famos für Wände Bastmatten sperren das Haus ist fertig. Arbeitsdauer für zwei Bauunternehmer etwa zehn Tage. Der Verdienstentgang muß Türen und Fenster. Die Fansa Vier Meter im Geviert. - hereingebracht werden. Man vermietet: Auf sechzehn Quadratme= ter fann man bequem acht Menschen unterbringen beiderseits des Einganges sind die Bettstellendie Kangs -aufgebaut, 50 cm Höhe vom Erdboden aus getrocknetem Lehm gestampfte Bänke, zwischen beiden em Durchgang von 30 cm Breite. Acht Gäste werden für sechs Käsch ( d.h.2% Pf.) 3 Dienste. In einem Jahre ist man Besitzer eines Kramladens Haus - - in zwei Jahren ein Krösus hat sein eigenes - wer weiß, wie weit man es noch bringen wird. Das war der Werdegang der chinesischen Kulis, bis zu Beginn des Krieges. Die Mär vom Lande der blanken Silberrubel drang über ganz Nordchina. Zu Hunderttausenden zogen sie an dem fernen, armen Schantung herauf nach drei Jahren zählte Fu- dja- san 60000 Einwohner. Dreißigtausend Europäer lebten von den Millionen des Bahnbaues von den Abermillionen, die der Krieg verschleuderte und von diesen dreißigtausend Europäern zehrten wiederum hunderttausend Chinesen und diese zehrten die Europäer in wenigen Jahren auf. Die Konkurrenz mit den Söhnen des Himmels ist eben nicht zu halten. Die Gelben arbeiteten um ein Fünftel des - Chinesische Kulis beim Ausschachten.( ,, nur für ein Pfund Reis im Tag, großer, guter Herr! und dafür arbeiten"- 1. Text.) - - - aufgenommen wahllos Weiber und Kinder dazu. Feuerstelle aus Steinen vor dem Hause ein eiserner, flacher Kessel, in dem abwechselnd Hirse gekocht und Lumpen gewaschen werden. Fleisch gibt es in Mengen. Fette Hunde, die man nachts bei den Russen fängt. Und dann Pferde- und Maultierfleisch. Einfach köstlich. Die dummen Borsten( Russen) und die andern Langnasen( Europäer) verstehen den haut gout gefallener Rarrentiere nicht zu schätzen und schleppen die Kadaver auf die breiten Sandbänke des Flusses heraus. Die Götter find freundlich und gnädig. Zu Hunderten stirbt das Zugvieh. Und man spart. Man spart, wie nur der Chinese zu sparen versteht, und hat in wenigen Monaten ein kleines Rapital beisammen. Drei vier vielleicht ja vielleicht sogar ganze zehn Rubel. Man stopft 3igaretten für die Kosaken man verdünnt chinesischen Branntwein, flebt alte Etiketten auf Wodkaflaschen handelt mit Sonnenblumenkernen man trägt Wasser putzt Stiefel leistet galanten Damen verschwiegene 866 - - - - - man Tagelohnes, den ein russischer Arbeiter haben muß, um sich satt zu essen. Zu halben Preisen erhandelten sie Sammel= herden und Rinder von den Mongolen. Durch Gründung sehr liberaler Banfen zogen sie sogar die kapitalkräftigsten Russen und Juden in ihre Netze und machten sie in wenigen Jahren tot. Sie verramschten zu Spottpreisen die ungeheuerlichen Diebstähle der russischen Intendanten und unterboten in lächerlicher Weise die geriebensten griechischen Spitzbuben. Fu- dja- san schwoll immer mehr an und wurde ein wimmelnder Ameisenhaufen, dessen Bevölkerung, aus der tiefstehenden Klasse eingewanderter Kulis bestehend und nur auf fieberhaften Gelderwerb ausgebend, nie daran dachte, den Unrat, der sich sowohl zwischen den feuchten Lehmhäusern als um die ganze Stadt herum aufhäufte, wegzuräumen. Der schwarze Tod kam, und heulend flohen die wenig Überlebenden. Fu- dja- san ist ausgestorben. Es war Gottes Gericht. Niemand wird seine Vernichtung beklagen - so schrecklich auch der Gedanke sonst sein mag, eine reichbevölkerte Stadt vom Erdboden verschwinden zu sehen. Sie wird nicht wieder aufgebaut werden, denn mit ihr verschwand glücklicherweise eine Kloake von Elend, Verbrechen und Unflätigkeit, wie sie widerwärtiger und verpestender nicht gedacht werden kann. B olerteljah Abgehol ausgabeft Mittage liegt alle Seltersm nicht ve Verla Nr. Der Bl lingsfürfor Er war et diese Neub lange erinn fer liebens lichkeit Gele ungemein pfunden, u Vorbereitun mal nicht rechnen zu über das tigen Vorbe das alle B ausbleiben. Der Dp legentlich di Man faufte in den Häu nicht um Maßliebchen zu erklimme Verkauf auf los nach B verließen, o auch gar n entgehen, di wie ein W Gammelbüd überliefen. vor sich ge trieb auf's Gedränge Großen Ab auch die K mehr erhalt zeitung. Es war und Säugli aufopfernd wir fönnen wie wir es Ausdruck z Wir la vinz Oberb herzogtums Kürze folge =)(= W Treiben en unferen G 4 Honni soit qui mal y pense. Honni soit qui mal y pense. Von Wilhelm Wolters. Das Gespräch verstummte, der Hausherr las: Auf dem schönen Dampfer Kronprinz Wilhelm" waren sie von Bremen aus hinübergefahren nach Southampton und von dort mit der Bahn nach dem herrlichen„, sea side resort", dem Seebad Bournemouth am Ärmelmeer, der Stadt der drei Millionen Kiefern und der heidekrautbewachsenen Kliffs und der waldigen„ chines" mit den blühenden Rhododendronhängen in dem immergrünen Tal des Südens. Vierzehn Tage saßen sie nun schon dort im„ First Class Boardinghouse" auf dem St. Michaels Road, er und sein ger Freund, der Assessor,„ the fair German", wie ihn die Pensionsgenossen wegen seines blondlockigen Haupthaars nannten, während er nur" the Doctor" hieß. Und der Assessor drängte, man solle doch nun endlich weiterwandern und sich auch ein paar andere meerbespülte Plätze anschauen: Seaton und Exmouth und Torquay und Swanage und Dartmouth und Plymouth, und wie sie alle heißen, die am English Channel liegen. " Aber er war nicht fortzubringen. Nach Plymouth kommen wir noch zeitig genug," hatte er erwidert, wenn unser Dampfer uns abholt, die Heimreise anzutreten" Denn die Dampfer des Lloyds legen auf der Ausreise nach Amerita Southampton an und auf der Seimreise Plymouth. Und in keinem von all den Plätzen kann es schöner sein als hier." " Du bist verliebt", fluchte der Assessor. Die hübsche Miß Violet hat dir's angetan mit ihren Veilchenaugen. Sage ihr doch, daß sie mitkommt!" Aber da war der Doktor zornig geworden und hatte sich solche Reden verbeten. " Na schön, dann fahre ich allein", hatte der Assessor gesagt. " Schön, dann fahr allein", hatte der Doktor entgegnet. Und dabei war's geblieben. Morgen wollte der Assessor abreisen. Und am Tage vor der Trennung gingen die Freunde noch einmal, wie sie es so oft getan hatten, nach dem Lunch auf ein paar Stunden along the sands, am Strande entlang auf dem weichen Sande hin, der sich stundenweit unter den Kliffs hinzieht. Wie aus der Spielzeugschachtel genommen standen die Badetarren, die„ machines", in Reih' und Glied, an denen man vor. über mußte. Mitten durch das Damenbad und das Familienbad schlenderten sie, obgleich gebadet wurde; keine warnende Fahne deutete an, daß der Weg für die Herren gesperrt sei. Da spricht man immer vom prüden England", sagte der Doktor. Sieh!" Vor ihnen her, wenn auch weit weg, wanderte eine Gesellschaft junger Herren und Damen. Alle miteinander hatten sie Schuhe und Strümpfe ausgezogen, die Herren die Beinkleider hochgekrempelt, die Damen die lichten Sommerröcke gerafft, und plätscherten vergnügt durch das Wasser.„ Das kannst du bei uns in Deutschland auch haben", knurrte der Assessor." Dir gefällt eben alles besser hier, weil du verliebt bist. Der Doktor wollte abermals aufbrausen. „ Gesteh's doch! Man müßte ja ein wahrer Esel sein, wenn man's nicht mertte! Wenn dir's mit der Sache so ernst iſt, warum gehst du nicht zu deinem Schwiegervater in spe und sagst ihm einfach, wie's üblich ist: Ich liebe Ihre Tochter, und Ihre Tochter liebt mich, ich bitte um Ihren Segen!?" „ Weil er mir gutwillig seinen Segen nie und nimmer geben wird!" „ Warum?" Weil er seine Tochter niemals einem Deutschen geben wird!" Warum?" " Weil er Deutschland haßt." " Woher weißt du das?" " Weil er's gesagt hat. Mehr als einmal. Sast du's nicht gehört?" ,, Dann mußt du ihn eben bekehren", lachte der Assessor. " Aber wie? Mir scheint ich habe kein Glück damit. Je mehr ich's versuche, um so schlimmer wird's." ,, Wie wär's mit einer kleinen Entführung?" „ Ich bitte dich, spaße nicht!" Der Assessor und der Doktor spähten den Strand hinunter in die Ferne, aber es war niemand mehr zu sehen. Die Ge. sellschaft war jedenfalls seitwärts in eine der Chines hineingegangen, eine der schönen bewaldeten Schluchten, die quer die Kliffs durchschneiden, und in denen man langsam nach der Hochebene hinauf gelangte, auf der die Villen von Bournemouth erbaut sind. " Gib her", sagte der Assessor.„ Ich will mir Finderlohn verdienen." „ Du wirst doch nicht fremdes Gut nach Plymouth mitnehmen wollen." ,, Dann behalt ihn und berausche dich bei dem Gedanken, er gehörte an Miß Violets Füßchen!" Da der Doktor wieder zornig werden wollte, sprang der Assessor mit seinen langen Beinen in großen Sätzen über den Sand davon. Der Dotior steckte den grauen Seidenstrumpf zer. streut in die Tasche seines Jacketts, er dachte schon wieder an etwas anderes. Als der Assessor und der Dottor nach Haus tamen, hörten sie, daß die Boardinghousegesellschaft bereits voll. zählig im drawing- room beim afternoon tea versammelt sei. Dieser afterncon tea im drawing- room war für den Doktor die wichtigste gesellige Versammlung des ganzen Tages. Beim Breakfast, Lunch und Diner unten im dining- room ging es ver. hältnismäßig steifer zu, auch saß der Doktor gerade am entgegen. gesetzten Ende der Tafel, weit von Miß Violet entfernt. Bei dieser afternoon tea- Versammlung aber konnte man sich einander zwangloser nähern, ja, bei diesem afternoon tea wurde sogar ab und zu Klavier gespielt und gesungen, und man machte sich bei den Damen beliebt, indem man das kleine Bambustischchen mit Teegebäck von einer zur andern trug. Da für diese Teeſtunde kein feierliches Gewand vorgeschrieben war und es im Seebad überhaupt nicht so genau genommen wurde, eilten der Assessor und der Doktor rasch in den drawingroom. Miß Violet warf dem Doktor einen Blick zu, der zu sagen schien: warum läßt du so lange auf dich warten?- Hier wurde der Leser durch ein energisches: Das ist Schwindel! unterbrochen. Alle lachten. Der Hausherr aber ließ sich nicht stören und fuhr fort: Auch Mr. und Mrs. Parker, der holden Miß Violet Eltern, durchbohrten den verliebten Doktor mit ihren Blicken, aber es schien dem Ärmsten, als ob es durchaus keine aufmunternden" Blicke wären. Weiß der Himmel, wie der Assessor das Gespräch auf den Tanz brachte, in bezug auf den er sich einbildete, Autorität zu sein. Selbstverständlich wurde der Unterschied zwischen deutschem und englischem Tanzen erörtert, der Assessor behauptete, daß der deutsche Walzer schöner sei als der englische, wohingegen Mr. Parker finster erklärte, er tenne den deutschen Walzer nicht, aber der englische sei schöner. Das werde ich Ihnen sofort widerlegen!" rief der übermütige Assessor und bat Miß Jones, eine liebenswürdige alte Dame mit silbernen Ringellocken, aus dem„ Walzerbuche" den Blauen- Donau- Walzer zu spielen. Miß Jones spielte, und der Assessor walzte mit Miß Violet im Zimmer herum, daß es nur so wirbelte. Die Eifersucht stieg dem Doktor glühend in die Schläfen, er bat Miß Violet gleichfalls um einen Tanz, den Miß Violet errötend gewährte. Der Walzer mit der Geliebten hatte den Doktor ein wenig erhitzt, und als er seine angebetete Miß Violet wieder an ihren Platz geführt hatte, zog er, während er sich mit einer eleganten Verbeugung von ihr verabschiedete, sein Taschentuch aus der Tasche und wischte sich den Schweiß von der Stirn. In diesem Augenblick stieß Miß Violet einen markerschütternden Schrei aus, schwankte und fiel dem Doktor ohnmächtig in die Arme. Ihr Körfchen ruhte an seiner Brust, mit seinen beiden Armen hielt er sie zärtlich umfaßt und preßte sie an sich damit sie nicht falle. Mr und Mrs. Parker waren entsetzt aus ihren armchairs in die Söhe gesprungen. Mrs. Parker wollte die Tochter " Ich spaße gar nicht." Der Assessor blieb plötzlich stehen. aus den Armen des Doktors in ihre eigenen übernehmen, aber „ Was ist das?" Vor ihnen im feuchten Sande lag etwas. „ Eine Schlange!" Der Doktor bückte sich und hob es auf.„ Ein Strumpf!" Wahrhaftig, ein Frauenstrumpf!" " Und was für ein niedlicher! Dieses Füßchen, dies-" Wenn man sich mit Heiratsgedanken trägt", unterbrach der Assessor den Doktor, darf man nicht für fremde Strümpfe schwärmen!" „ Er wird einer von den Damen gehören, die vor uns hergegangen find!" " Die Ärmste! Sie wird schön erschrecken, wenn sie ihren Verlust bemerkt!" Miß Violet schlug die Augen auf und eilte, von der Mutter gefolgt, zur Tür hinaus. Mr Parker trat auf den Doktor zu und erklärte ihm, daß er ein Wort mit ihm allein zu reden habe. Der Doktor und Mr. Parker begaben sich in des Doktors „ bed- room". „ Sie haben die Ehre von Miß Parker gekränkt", sagte Mr. Parker. Sie haben die Ehre von Miß Parker gekränkt!" wiederholte er lauter, als der Doktor einen Einwand zu machen ver. suchte.„ Sie haben Miß Parker umarmt- wenn in England ein Gentleman eine Dame umarmt, ist er verpflichtet, sie zu heiraten- ich verlange von Ihnen als Gentleman, daß Sie Miß Parker heiraten!" Aber mit Honni soit qui mal y pense. - dem allergrößten Vergnügen!" rief der Doktor glückstrahlend. Sie haben Miß Parker umarmt, ich verlange, daß sie sie auf der Stelle heiraten!" donnerte Mr. Parker. „ Ich reise noch heute nach Deutschland und bringe alles in Ordnung!" rief der Doktor. „ Sie haben Miß Parker umarmt, Sie werden England nicht verlassen", sagte Mr. Parker mit einem Blicke, der jeden Widerspruch im Reime erstickte,„ ehe Sie Miß Parker geheiratet haben! Mein Geldschrank wird alles in Ordnung bringen!" Wenn Sie es wünschen", stammelte der Doktor, der sich vor Glück nicht zu fassen vermochte. „ Ich wünsche es", sagte Mr. Parker. Acht Tage darauf wurde der Doktor mit Miß Parker in London getraut. Der Hausherr machte eine kurze Pause. „ Ja, warum ist denn Miß Violet eigentlich in Ohnmacht gefallen?" fragte eine aufgeregte kleine Baronin, die nie den Schluß einer Geschichte abwarten konnte. " Pardon, das sollte eben noch kommen. Weil der Doktor statt mit seinem Taschentuche mit Miß Violets Strumpf über seine Stirn gefahren war." Man könnte deshalb die Geschichte auch:" Der Strumpf als Beiratsvermittler" nennen. Die ganze Gesellschaft lachte. „ Und Mr. Parker- haßt er Deutschland noch immer?" Am Halbmond und am Golf. - „ Im Gegenteil er ist Vorsitzender eines Klubs zur Förderung der deutsch englischen Beziehungen geworden und ist außerordentlich rührig in dieser seiner Eigenschaft. Ja, er fährt jedes Jahr herüber, um seine praktischen Kenntnisse nach dieser Richtung hin zu erweitern." Man sollte den Doktor zum Ehrenpräsidenten eines deutschen Klubs zur Förderung deutsch- englischer Beziehungen ernennen", sagte die kleine Baronin, solcher großen Verdienste wegen." ,,, er hat schon seinen Lohn", erwiderte der Hausherr lächelnd, und die ganze Gesellschaft lachte abermals. Als die Freunde gegangen und die beiden jungen Gatten allein beieinander waren, sagte die goldlockige Violet, indem sie mit ihren Veilchenaugen ihren Mann anlachte:„ Du bist doch ein dummer Kerl, Charley!" " Warum?" " Was?" " Daß du's bis heute noch nicht weißt." " Ich bin damals gar nicht in Ohnmacht gefallen." Wie?" „ Ich habe nur die Gelegenheit geschwind benutzt und die Ohnmacht geheuchelt, weil ich wußte, es war das einzige Mittel, um Papa herumzukriegen!" " D! England ist uns doch über!" rief der Doktor und füßte seine geliebte Violet so viele Male auf den Mund, daß sie beinahe erstickt und wirklich in Ohnmacht gefallen wäre. Am Halbmond und am Golf. Die Würfel sind gefallen. New Orleans iſt San Franzisko in dem Kampfe um die große Panama- Weltausstellung unterlegen, und die Deputation ist blutenden Herzens von Washington nach der alten Kreolenstadt am Mississippi zurückgekehrt. New Orleans hat also eine kleine Niederlage erlitten, was jedoch die Stadt nicht abhalten wird, auch fernerhin zu leben, zu blühen und zu gedeihen. Aber New Orleans wird sich in Zukunft scharf ins Zeug legen müssen, wenn es sein bisheriges Weltrenommee fernerhin aufrechterhalten will, denn in der Golfstadt Galveston ist der„ Halbmondstadt" eine gefährliche Rivalin erstanden, die New Orleans in den letzten Jahren bereits arg zu schaffen gemacht hat. New Orleans! Es war an einem trüben Dezemberabend, als ich zum ersten Male mit New Orleans Bekanntschaft machte. Wir hatten dreiundzwanzig Tage„ Ozean" hinter uns und freuten uns natürlich auf den ersten Schritt an das uns noch gänzlich fremde amerikanische Land. Gegen 4 Uhr morgens waren wir bei Port Eads in den„ Vater der Ströme", in die schlammiggelben Fluten des Mississippi eingelaufen, und hatten bis fünf Uhr abends die über einhundert englische Meilen betragende Entfernung bis zu der alten Kreolenstadt zurückgelegt. Unsere noch nicht amerikaerprobte Phantasie hatte uns den Mississippi heruntertreibende Baumstämme für- Alligatoren ansehen lassen, und die Einbildungstraft hatte sich New Orleans auch als etwas ganz besonders Erotisches ausgemalt. A18 jedoch der Dampfer die berühmte halbmondförmige Wasserkurve des Mississippi nahm, Typisches Straßenbild in Galveston. die New Orleans das Epitheton„ Crescent City" verliehen hat, begann unsere Phantasie abzuflauen. Denn die Stadt erschien in einem trüben, grauen und verräucherten Lichte, so daß man sich unwillkürlich sagte: Sier baue ich mir keine Sütte. Anders am nächsten Morgen. Goldiges Sonnenlicht überflutete die Stadt und Sein ein und Alles! ,, je ne sais quoi", d. h. dasbekannte Konglomerat von internationalen tropischen, durch und durch chevaleresken und sorglosen Eigenschaften, die ibre Wirkungen auf den Menschen mit heiterem Temperament nie verfehlen und aus den Bewohnern des einstigen Dorado der Plantagenbarone einen reizenden Menschenschlag geschaffen haben. Ob man seine Schritte in New Orleans heute hier, morgen dorthin lenkt, immer wird das Auge neue Reize finden. An der„ Levee" der intereffante und bunte Safendie Kanalstreet, die Geschäftsader des amerikanischen Paris", das durch den Abbé Prevost und die Verfasserin von„ Onkel Toms Hütte", Harriet Beecher Stowe, sowie ihre Kollegin von der Feder Trollope und General Butler u. a. ,, unsterblich" geworden ist, wimmelte von New Orleansern Beautés in den duftigsten Sominertoiletten. Man vergaß, daß man im Dezember war, und glaubte an einen ideal schönen Sommertag. Und je befreundeter ich mit der Stadt wurde, desto lieber gewann ich sie so lieb, daß ich sie später zu meiner ameritanischen Heimat erkor und noch heute, nach vielen Jahren, ihr die freundlichste unter meinen zahllosen Weltreiseerinnerungen bewahrt habe. Die Vereinigten Staaten sind reich an interessanten Städten, aber New Orleans„ takes the cake". Seit seiner Gründung ist es allen möglichen Gefahren und Katastrophen ausgesetzt gewesen, seine heutige Größe beweist jedoch sein siegreiches " J'y suis und j'y resterai". Man kann nach New York, Chikago, San Franzisko, Seattle, Butte oder Boston usw. kommen, man wird überall das typisch Amerikanische finden. Aber in New Orleans verändert sich das Nationalbild mit einem Schlage. Der eigentümliche innere und äußere Reiz der Stadt ist schwer zu definieren. Sie besitzt ein gewisses Milchwagen in New Orleans. chen mit Postkarten lersbu Konzert und die W Blümchens gemäß fonze von der Ku Darmstadt Tennis- Cafe mittags auf Terrasse und ichäft zu ichlängelten mit Eifer u me, noch ei Mazliebchen bern bis z frühes Ende