Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen oierteljährlich 1,20 Mr., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Erscheint Dienstags, Donnerstags, Samstags. Redaktion: Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rüdsendung nicht verlangter Manuskripte wird nich garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 232. - Telephon: Nr. 362. Reichstagswahlen 1912. Die Wählerlisten für die bevorstehenden Reichstagswahlen sollen von einschließlich Donnerstag, den 14. Dezember bis einschließlich Donnerstag, den 21. Dezember 1911 ausgelegt werden. der Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei Amtes sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. Offenbach. Hier schweben Verhandlungen zwischen Freisinn und Nationalliberalen, wonach der Freisinn die Kandidatur Carnier zurückziehen will, um das Zentrum von einer Stichwahl auszuschalten. - Mainz. Der bisherige Reichstagskandidat der Zentrumspartei für den Wahlkreis Mainz- Oppenheim, Landtagsabgeordneter Justizrat Dr. Zudmayer, hat die Kandidatur endgültig abgelehnt. Um zu vermeiden, daß Offiziere oder Mannschaften des Beurlaubtenstandes bei den nächsten Reichstagswahlen durch militärische Gründe an der Beteilig= ung verhindert werden, hat das preußische Kriegsministerium angeordnet, daß in der Zeit vom 12. Januar bis zur Erledigung etwaiger Stichwahlen, aiso bis zum 30. Januar feinerlei Einberufungen zu Uebungen des Beurlaubtenstandes stattfinden dürfen. Hus Stadt und Land. Gießen, 5. Dezember 1911. * Der Großherzog hat den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Gießen, Amtsgerichtsrat Adolf Strack, zum Landgerichtsrat bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen, den Amtsrichter bei dem Amtsgericht Vilbel, Amtsgerichtsrat Hermann Müller, zum Amtsrichter bei dem Amtsgericht Gießen mit Wirkung vom 1. Dezember 1911 ernannt. n Gießen. Am 11. Dezember findet in Mainz die Mitgliederversammlung des Vogelschutz- Vereins für das Großherzogtum Hessen statt. Vormittags um 11 Uhr geht eine Besichtigung der arnithologischen Abteilung des Mainzer Naturhistorischen Museums unter Führung des Herrn Prof. Dr. von Reichenau voraus; nachmittags um 23 Uhr wird der geschäftliche Teil im Wartburgsaal des Restaurants Zum Heiligen Geist" behandelt und von 5 Uhr an hält daselbst Herr Prof. Dr. Schwangart aus Neustadt a. d. H. einen Vortrag über„ Den Schutz der Nützlinge im Weinbau". Auch Nichtmitgliedern ist die Teilnahme gestattet. n Gießen. Die für Montag anberaumte Monatsversammlung des Ortsgewerbevereins ist auf Montag, den 11. Dezember, verschoben worden. n Gießen. Die Kochschule des Alicevereins hat sich eines so starken Zuspruches zu erfreuen, daß man deshalb beschlossen hat, einen Anbau auszuführen, um die Schülerinnenzahl steigern zu können. n Gießen. Nach vorläufiger Feststellung sind im laufenden Semester 1276 Studierende an der Landesuniversität immatrikuliert, gegen 1243 im Wintersemeſter 1910-11. - ( Haus Brüder Schmidt.) Dienstag, den 5. Dezember 1911. tümlichen Uebungen( Fünftamps), Wettfechten, allgem. Freiübungen, Musterriegenturnen, Turnen der geübteren Turner des Gaues, Turnen der älteren Turner, der Frauenturnabteilungen, Wett- und Musterspiele 2c. Die Bildung der Arbeitsausschüsse für das groß angelegte Fest wird demnächst erfolgen; bei ihnen soll durch Heranziehung geeigneter Männer aus der gesamten Bürgerschaft dem Feste die erforderliche umfassende Grundlage gegeben werden, um es als ein allgemeines Gießener Volksfest und würdiges volkstümliches Turnfest feiern zu können. und n Gießen. In der Rendeler Bluttat steht Termin gegen den Weißbinder Heinrich Müller von Nieder- Dorfelden vor der hiesigen Straffammer am 19. Dezember an. Zu der Verhandlung sind 20 3eugen geladen. Der Angeklagte wird durch Rechtsanwald und Notar Stahl in Bad- Nauheim vertreten. n Gießen. Für rund 4 Million Mark Kupferdraht hat die Stadt zur Ausführung der Ueber= land zentrale in Auftrag gegeben. n Gießen. In der Landes- Heil- und Pflegeanstalt sind jetzt 130 Geisteskranke untergebracht. Die vorüberkommenden Passanten können nun schon sehen, daß dort viel Arbeit geleistet wird im Dienste der Menschheit. n Gießen. Die ständige Ausstellung der Universitätsbibliothek ist jetzt durch eine gewählte Sammlung von Büchern mit Exlibris bereichert worden; sie ist bei freiem Eintritt jeden Montag und Donnerstag von 12 bis 1 Uhr geöffnet. n Gießen. Der Vorstand des Nationalliberalen Vereins wählte zum 1. Vorsitzenden Herrn Prof. Dr. Körte, zum 2. Vorsitzenden Herrn Kommerzienrat Klingspor. o Wagenborn. Hier beging Frau Weiß ihr 40jähriges Jubiläum als Hebamme. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile. Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg. Extrabetlagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommit bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beltreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Plazzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg | hotel fünftig als Aktiengesellschaft zu führen. Der Besitzer des Parkhotels wird Generaldirektor. o Hausen. Frau Johs. Lang feierte am Sonntag ihr vierzigjähriges Jubiläum als Gemeinde= Hebamme. o Hungen. Die Maul- und Klauenseuche ist in verschiedenen Gehöften neu ausgebrochen, so auch unter der Gemeinde- Schafherde. - Der Vorbereitungsausschuß für das im nächsten Jahre in Gießen stattfindende Jubiläums= Gauturnfest des Turngaues Hessen, mit dem die Jubelfeier des 50jährigen Bestehens des jetzt weit über 100 Vereine zählenden Gaues verbunden werden wird, hatte am 30. November für eine größere Anzahl Gießener Herren Vertreter der Behörden und der Bürgerschaft, Förderer der Turnsache 2c. zu einer Sitzung in den Stadtverordneten- Sitzungssaal eingeladen, in der die Bildung des Festausschusses vorgenommen wurde. Soweit die eingeladenen Herren nicht erschienen waren, hatten sie zumeist schriftlich ihre Bereitwilligkeit zum Eintritt in den Festausschuß und zur Mitarbeit erklärt. Der Vorsitzende, Gauvertreter Stadtv. Helm, gab nach Begrüßung der Erschienenen die nötigen Erläuterungen über den Umfang des Festes und die bis jetzt getroffenen Festvorbereitungen. Alle Vorschläge des Vorbereitungsausschusses fanden die Zustimmung des Festausschusses, der sodann Oberbürgermeister Mecum zu seinem Vorsitzenden und Beigeordneten Keller zu dessen Stellvertreter wählte. Das Fest, das jedenfalls auf dem Trieb stattfinden wird, wird voraussichtlich aus einer Vorfeier am 30. Juni und dem eigentlichen Fest am 6., 7. und 8. Juli bestehen. Bei der Vorfeier ist ein allgemeines Schüler= turnen geplant, während beim Hauptfest außer den üblichen festlichen Veranstaltungen, die durch den Festakt der Gaujubelfeier besonders glanzvoll gestaltet werden sollen, namentlich umfassende turnerische Darbietungen gezeigt werden sollen. Es sind in dieser Beziehung u. a. vorgesehen: Wetturnen an Geräten und in volkstümlichen Uebungen( Sechskampf), Wetturnen in volkso Wörrstadt. Hier stürzte der 18 Jahre alte Knecht Friz Altaes aus Partenheim beim Tragen von Erde in einen Teich und ertrank. = o Bad Nauheim. Hier besteht die Absicht, das Parkhotel, Hotel Metropole und das neue GrandMohste Auszeichnungen: Kol Sächs. Staatspreis der Internat. Hygiene Ausstellung Dresden 1911 Goldene Medaille Ostdeutsche Ausstellung Posen 1911 No 3% SALEM GOLD Orient. Taths Cig fa Yenidas Dresde N° 5 LEMALEIK Formal Jan Fork jentalis ak perten Tan fenidze 5432 SALEM ALEIKUM Cigaretten. DER ARBEIT No 4 SALEM ALEIKUM= SALEM GOLD ( Goldmundstück) Cigaretten für Feinschmecker! Man hüre sich vor täuschenden, qualitativ minderwertigen Nachahmungen! o Schotten. Bei den Kanalisationsarbeiten fand man hier in einer Tiefe von etwa 2 Metern zahlreiche Skelette und erhaltene Sargteile. o Osthofen. Der Volksschullehrer Günther aus Osthofen, der sich seiner Verhaftung wegen Sittlichkeitsverbrechen an Schülerinnen durch die Flucht entziehen wollte, hat sich der Behörde in Worms freiwillig gestellt. o Vom Vogelsberg. Der milde Herbst und Winter hat für die Landwirtschaft großen Nutzen gebracht. Seit den letzten 10 Jahren kann man sich nicht auf einen solchen milden Winter entsinnen. Da Nachts nur schwache Fröste auftreten, so gehen hier die Schafherden ohne Fütterung zur Weide. Bei einem weiteren Andauern hoffen die Schäfer noch bis Weihnachten im Freien aushalten zu können. o Vom Hoherodskopf. Am Sonntag wurde das zweite Klubhaus des Vogelsberger Höhenklubs auf dem Hoherodskopf eingeweiht und dem Verkehr übergeben. Das neuerrichtete Klubhaus enthält in seinem unteren Geschoß einen größeren Saal, während der obere Stock für Logierzwecke eingerichtet ist. Die Baukosten belaufen sich auf rund 16 000 Mt. ):( Waldgirmes. Während die Maul- und Klauenseuche hierselbst auf ihren Ausbruchsherd beschränkt werden konnte, wütet sie z. B. in Naunheim in 12, in Hermannstein in 3 und in Haina in 2 Gehöf= ten. Da unser Ort nunmehr seuchenfrei ist, wurde auch die über Atzbach verhängte Sperre wieder aufgehoben. * Die Milch versorgung Triers wird die dortige Stadtverwaltung in eigene Regie nehmen. Sie kauft zu diesem Zwecke bereits für 96 000 Mark Grundstücke an. * In 3 wingenburg geben die Metzger das Pfund Schweinefleisch jetzt zu 68 Pfg.( bisher 80 Pfg.) ab. Zu diesem Schritt wurden sie durch die Landwirte gezwungen, die ihre Schweine vielfach selbst schlachten und das Fleisch für 65 Pfg. an die Konsumenten absezen. s Offenbach. Die Handwerkskammer hat die Zulassung von weiblichen Lehrlingen zur Gesellenprüfung beschlossen. § Offenbach. Für den verstorbenen Landtagsabgeordneten Orb hat die sozialdemokratische Partei den Offenbacher Rechtsanwalt Dr. Katz aufgestellt. Geschäftliches. in Schwere Sorgen hat mancher Landwirt diesem Herbst um sein Vieh, nachdem er es von der Weide in den Stall nehmen mußte. Kaum fann er es erwarten, es wieder auszutreiben, denn die Futtervorräte sind knapp. Damit Wiesen und Futterfelder zeitig neues Grünfutter geben, dünge man sie schon jetzt kräftig mit Thomasmehl und nicht erst im kommenden Frühjahr. KnorrHafermehl und Reismehl sind wegen ihres hohen Gehaltes an blutbildenden Nährsalzen u. Eiweiß natürliche Kräftigungsmittel für Bleichsüchtige und Blutarme, die dabei rotwangig und blühend werden. Lu- Han- Sa- T'si. Lu- Han- Sa- T'st. beten. Das Deutschtum in Süd- und Mittel- Amerika. Stimme und die Innerstes straubte sich, selbst Mutter und für grene Liebe traf sein Herz. Der süße Klang ihrer sein Mut schwand; ener Gein 5 nund verfiel er in Zögern, als er profidandon weichmütigtett tafeln mit den folgenden beiden Denksprüchen benriftzehntausend then ist Untreue bie größtette: Wand mon unb Deutscher Reichstag. chen Barteten abzugeben, sollen gescheitert sein. Der Reichstag würde dann schon am Dienstag nachmittag auseinandergehen. Alle Nachrichten über eine kommende Flottenvor: lage sind, wie die Kölnische Volkszeitung" erfährt, verfrüht. Wie an maßgebender Stelle verlautet, ist ein Beschluß über diese Frage noch nicht gefaßt. Erwägungen darliber werden bei den maßgebenden Instanzen feit längerer Zeit gepflogen. Eine Vorlage ist bis in die inneren Details beim Reichsmarineamt ausgearbeitet. Die Meinungen gehen darüber auseinander, ob im tommenden Jahr im laufenden Etat neue Mittel für etne stärkere Indienststellung der Flotte, beschleunigten Bau und Vermehrung einzelner Flottenteile angefordert werden sollen, oder ob eine außerordentliche Flottenvorlage eingebracht wird. Am Freitag wurde zunächst das Gefeß über die Ausgabe einer Attien im chinesischen Schutzgebiet in awetter Lefung erledigt und sodann das Schiffahrtsabgabengefeh in dritter Lesung, also endgültig angenommen. Bet der Fortsetzung der zweiten Lesung des Pris patbeamtenversicherungsgeseßes fam es zu heftigen Auseinanderseßungen zwischen den Abgg. Hoch( Soz.) und Behrens( Wirtsch. Vgg.), die gegeneinander so Heftig wurden, daß ihnen aus den anderen Parteten Rufe um Ruhe entgegentönten. Am Sonnabend erlebigte der Reichstag efn tüchtiges Arbettspensum. Bunächst nahm er in dritter Lesung das Gesetz über die Ausgabe Kleiner Attien endgültig an und beendete dann bte ganze zweite Lesung des Privatbeamtenversiche= rungsgefeßes. Wie am Vortage, fanden nur wenige und erfreulich kurze Debatten statt, so daß die Berahung in raschem Tempo voranschritt. Ein sozialdemotratischer und fortschrittlicher Antrag, in die Rentenausschiffe auch Frauen zu wählen, wurde abgelehnt. Bur Frage der Erfaßkaffen stellte Ministerialbirettor Caspar fest, daß die Voraussetzung der Zulassung aller Ersazkassen ist, daß sie Mitglied der Reichsversiche rungsanstalt find. Mit welchen Beträgen diese Leistun gen sicher gestellt werden, ist gleichgültig. Abg. Behrendt 1. Vgg.) beantragte, daß auch in den Ersazkassen die Beiträge der Arbeitgeber nicht niedriger fein dürfen, als die der Versicherten. Die Abgg. Botthoff( f. Bp.) 19 und Schmidt( Soz.) wollen feine Ersatzfaffen zulaffen, die höhere Beträge von den Versicherten verlangen als die der Reichsversicherungsanstalt. Ministerialdirektor Gaspar erklärte: Die Kommission habe einen bedeuten29 den Eingriff zugunsten der Arbeitnehmer gemacht. Die bosten des Versicherten seten also erleichtert, aber fer dürfe man nicht gehen. Der Antrag Bebrendt wurde angenommen Der Rest des Gesetzes wurde ohne Erörterung erledigt. Persien zum Kriege entschlossen. Nachdem, wie gemeldet, das persische Parlament das riffische Ultimatum abgelehnt hat, ist nunmehr die Antwort der persischen Regierung Rußland übermittelt worden. Persien hat auf das russische Ultimatum in ruhiger Sprache geantwortet und die Gründe dargelegt, die es bewogen haben, die russischen Forderungen zuDrückzuweisen. In der Antwort wird die russische ReDer Termin der Auslegung der Wählerlisten zu den Reichstagswahlen im Bereich des preußischen Staates ist test festgesezt worden. Der Reichsanzeiger" veröffentlicht folgende Bekanntmachung:„ Auf Grund des§ 8 des Wahlgefezes für den Reichstag vom 31. Mat 1869 und des§ 2 des Wahlreglements vom 28. Mat 1870-28. April 1903 febe ich den Tag, an dem die Auslegung der Wählerlisten für die bevorstehende Reichstagswahl zu beginnen hat, auf Donnerstag, den 14. Dezember d. I. hierdurch fest. Der Minister des Innern von Dallwig." gierung aufgefordert, die Tatsachen eingehender zu prüfen und alsdann ihre Forderungen von neuem zu formulieren. Natürlich ändert die persische Antwort nichts an der Tatsache der Ablehnung der russischen Forderungen und ist nicht geeignet, eine Basis für wetfere Verhandlungen abzugeben. Das russische AuswärHige Amt ist überzeugt, daß die russischen Truppen ungehindert Teheran erreichen werden, wohin sie um jeben Preis marschieren sollen. Inzwischen hat das persische Kabinett wieder de= missioniert. Man hat den bisherigen Ministerpräsidenten gebeten, das Kabinett wieder zu bilden, was er vorläufta abgelehnt hat. Da man vom Regenten auch nichts hört, ist Persien sozusagen ohne Regierung. atere, die in dem abgebrannten Raum zu tun hatten, verhaftet. Abermals ein Flieger tödlich verunglückt. Der Flieger Reeb, der Sonntag nachmittag um 1 Uhr in München zum Ueberlandfluge nach Nürnberg aufgestiegen war, ist bet Breitenfurt in Mittelfranken abgestürzt und war sofort tot. Der Bebi Ablide 8 Bahlte. Gin der mittlerwe fchenfreun Binfen, werde. wandt; fle nen Sum ausgezah Gumme fuße, alfo Arbeiter verschitfie ftellen; m Gericht a und ein endlich da geworden nachgefcht Selbstmord eines amerikanischen Millionärs. Der amerikanische Multimillionär Bishop, der an einer un heilbaren Krankheit litt, hat sich in Paris erschossen. Von glühender Schlade verbrannt. In Dillingen bet Trier stürzte eine große heiße Masse von einer äl teren Schlackenhalde ab und verschüttete zwei Arbeiter. Der eine Arbeiter wurde vollständig verbrannt, andere schwer verlegt. In der neuen preußischen Einkommensteuernovelle follten, wie wir fürzlich berichteten, Bestimmungen enthalten sein, nach denen Steuerhinterziehungen mit Ge= fängnisstrafen geführt werden könnten. Eine offiziell bedlente Berliner Korrespondenz bestätigt das. Ste führt über diesen Punkt aus: Selbstverständlich kann es sich nur um schwere Fälle handeln, bei denen eine absichtliche Steuerhinterziehung im Rückfalle vorliegt, oder wo die verhängte Geldstrafe uneinziehbar iſt. Die Einnahmen der Reichspost- und Telegraphen: verwaltung werden im laufenden Rechnungsjahre den Etatsansaß von 734 161 600 Mart nicht nur erreichen, sondern voraussichtlich erheblich überschreiten; denn die Einnahmen in den ersten sieben Monaten betragen 433 035 965 Mark, wobei zu berücksichtigen bleibt, daß in diesem Zeitraum die Ferienmonate mit ihrem geringen Geschäftsverkehr liegen. Die Monate November, Dezember und Januar bringen aber für den Post- und Telegraphenverkehr immer sehr bedeutenden Geschäftsverkehr, welcher in diesem Jahre noch durch die Reichs= tagswahlen eine merkliche Steigerung erfährt. Die Attentate gegen russenfreundliche Personen häufen sich. Sonnabend nacht wurde der Großkaufudsmann Mehmed Taght, ein Getreidehändler, durch fünf Schüsse schwer verwundet. Das Volk behauptet, er habe pon Rußland Geld erhalten, um eine Teuerung und Unruhen zu veranlassen. In Kaswin foll Prinz Firman Firma ermordet worden sein. Volksmengen burchziehen, von Hungersnot und Russenbaß getrieben, fohlend die Hauptstadt Teheran. Außer der Straßenbahn, in der ein russisches Unternehmen gesehen wird, werden auch der russische Tee und Zucker boyfotttert. In der Stadt herrscht große Erregung. Die Basare und Läden sind geschlossen. Plakate werden an die ausländischer Gesandtschaften angeschlagen und Rufe ausgebracht: Den Tod oder die Freiheit!" In den Moscheen rufeit die Geistlichen alle Verser zur EiniIngung und zum Kampfe gegen die Ausländer auf. Viele Gewehre sind verteilt worden. Rundschau oom Cage. Politisches. Die erste große Raddauerkonkurrenz dieser Winterfatson, das 25 Stunden- Rennen im Berliner Sportpa last, wurde am Sonntag um Mitternacht beendet. Steger des Rennens blieben mit 708,86 Kilometer Miquel und Stellbrink. Gemeinnützige Stiftungen und Schenkungsabgaben. Der Bundesrat hat sich in einem Beschluß vom 19. Ot= tober 1911 damit einverstanden erklärt, daß wenn kirchliche oder juristische Personen ausschließlich kirchlichen mildtätigen oder gemeinnüßigen Zwecken dienende zu wendungen aus Bermögen machen, das thnen nachweislich legtwillig oder schenkungsweise zugewendet worden ist, von den weiteren Ruwendungen eine Schenkungsabgabe nicht erhoben wird. Der Kaiser unternahm am Sonntag mittag mit dem Fürsten und der Fürstin von Bleß eine Automobilfahrt nach Sulza in Desterreich, wo sie vom Gra fen Lartsch empfangen wurden. Nach dem Frühstück erfolgte die Rückfahrt nach Pleß.. Der Kronprinz tst Sonntag abend im Automobil in Dels eingetroffen. In der Konizer Mordaffäre hat die Konizer PoItzel in den letzten Tagen mehrere Angaben erhalten, die zur genauen Prüfung der Staatsanwaltschaft in Beuthen unterbreitet wurden. Die Behörden sind der Ansicht, daß der verhaftete Agent Breulich, wenn auch nicht direkt, so doch auf irgend eine indirette Weise mit dem Mord in Zusammenhang stehen muß. Einbruch in ein renßisches Jagdschloß. In das fürstliche Jagdschloß Jägersruh im reußischen Oberlande wurde nachts eingebrochen. Das Jagdschloß enthält feltene Gewethsammlungen, wovon verschiedene Stücke gestohlen worden sind. Der Dieb ist noch nicht ermittelt. Kaiser Franz Josef letdet abermals an den Folgen einer Erkältung. Halbamtlich wird darüber gemelbet: Katser Franz Josef litt am Sonnabend an einer leichten Indisposition, die durch das schlechte Wetter an dem Tage feiner ersten Ausfahrt nach mehreren Wochen hervorgerufen worden war. Es hatte sich ein leichter Schnupfen und Hustenreiz eingestellt, wodurch auch die Nachtruhe ein menig gestört wurde. Gleichwohl fuhr der Monarch von Schönbrunn in die Hofburg. Die Nacht auf Sonntag war ganz ungestört, Ste Spuren des Ka= tarrhs find gänzlich geschwunden. Die zweite Marokkodebatte im Reichstage wtro voraussichtlich Dienstag nachmittag stattfinden und awar in einer besonderen Sitzung, nachdem, wie die Germanta" mitteilt, das Haus in einer VormittagsBung die noch rückständigen dritten Lesungen aufgearbeitet haben wird. Die Versuche, bet dieser Gelegenheit eine gemeinschaftliche Erklärung der bürgerlt82) Aus Eifersucht. Roman von Mar Hoffmann. ( Nachdruck verboten.) Zwei furchtbare Verbrechen beging am Sonntag in Paris eine Frau namens Pascal. Ste überfiel im Schlafe thren Gatten, etnen Bureauangestellten, und tötete ihn durch mehrere Revolverschüsse. Dann fuhr fte nach Savigny und erschoß dort eine 681ährige Tante ihres Gatten. Ste stellte sich darauf selbst der Polizet und gab an, die Verbrechen verüibt zu haben, weil sie von den beiden Ermordeten schlecht behandelt worden set. Der König von Siam Nitter des Schwarzen Adlerordens. Wie der Retchsanzeiger meldet, ist dem König von Siam der Schwarze Adlerorden verliehen worden. Kleine Nachrichten. Die Zahl der ausgesperrten Metallarbeiter in Ber lin wird von der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmerorganisation verschieden angegeben. Während die Industriellen mit 60 000 Ausgesperrten rechnen, hat der deutsche Metallarbeiterverband nur rund 32 000 festge= stent. Ich meinerseits glaube das erstere," sagte der Phyfitus. Ich habe mich lange mit ihm unterhalten und habe bet thm eine für einen Verbrecher geradezu bewunderungswürdige Wahrhettsltebe gefunden." Aus den Gerichtssälen. in nächste Eine then war Altötting eine Bau der ander entgegnet g'ftohl'n, Titulierte Ohrfeigen Lafchendi Wallfahre Eine zwölffährige Brandstifterin.. Wegen vorsäßItcher Brandstiftung und Einbruchsdiebstahls in fünf Fällen hatte sich am Sonnabend die Schülerin Erna Batsch aus Ober- Schönewetde bet Berlin zu verant= worten. Das junge Mädchen, das erst vor wenigen Wochen das dreizehnte Lebensjahr vollendete, hat eine Reihe von Straftaten begangen, die einem überaus starten verbrecherischen Triebe entsprungen find. Im Mai d. J. öffnete die damals Zwölffährige mit einem Dietrich die Korridortüre der Wohnung eines in OberSchönewelde wohnenden Arbeiters. Ste erbrach dann den in dem Flur aufgestellten Gasautomaten und eignete sich den Inhalt von 2 Mark an, die sie in Näschereten umsetzte. Des weiteren gestand die Jugendliche Diebin ein, wiederholt in einem Grünframgeschäft von Dellmann Beträge aus der Ladenkasse gestohlen zu haben, nachdem sie sich mit einem Dietrich die Flurtür geöffnet hatte. Am 2. April, etnem Sonntage, schlich sich die Angeklagte wieder unter Anwendung des Dietrichs in das D'sche Geschäft, um Schokolade und Bonbons zu stehlen. Da sie befürchten mußte, als Täterin entlarvt zu werden, füllte sie in eine leere Bierflasche Petroleum ein und tränkte damit verschiedene leicht brennbare Waren und auch die in der Wohnstube stehenden Möbel. Nachdem sie sich in der Küche die Hände gewaschen hatte, um sich nicht durch den anhaftenden Betroleumgeruch zu verraten, steckte sie die mit Betroleum getränkten Gegenstände in Brand. Hierauf begab ste fich in die elterliche Wohnung zurück und legte sich dort in aller Ruhe schlafen. Das Feuer wurde erst bemerkt, als es schon ziemlich weit um sich gegriffen hatte und der Fußboden in hellen Flammen stand. Die sofort alarmierte Feuerwehr fonnte jedoch noch feststellen, daß es sich um eine vorsätzliche Brandstiftung handelte. Der Verdacht lenkte sich erst auf mehrere völlig unbeteiligte Personen, bis man durch einen Zufall auf die JugendItche Angeklagte tam. Das Merkwürdige dabet ist, daß dieser von ihrem Reftor und ihren Lehrerinnen das beste Zeugnts ausgestellt wird und mehrfache Anfragen über eine eventuelle Fürsorgeerziehung als nicht erforderlich abgelehnt wurden, da die B. stets ehrlich, fleißig und anständig fet. Das Gericht gab dem Antrage der Verteidigung, die Angeklagte auf ihren Geisteszustand zu untersuchen, statt, da erhebliche Zweifel an ihre zurechnungsfähtgkett beständen. Ginen Reford für drahtlose Telegraphie stellte der Dampfer Neckar" vom Norddeutschen Llond auf. Er blteb auf der Fahrt von Bremen nach Baltimore ste= ben Tage mit der Funkentelegraphenstation Norddeich in Verbindung. Die größte Entfernung betrug 3234 Kilometer. Es ist dies die höchste bisherige Reichweite einer Bordstation. „ Na, also," ftel Bardekom etfrig ein, da haben wtrs! Die Sache scheint mir jetzt wesentlich klarer zu fein: Jenes Geräusch, das er hörte, kam aus dem Nebenzimmer, in dem Frau von Marleben schlief. Dort war eben jemand verborgen, der dann zum Mörder an thr wurde." Scharlach und Diphtherie treten in Groß- Berlin Jetzt epidemisch auf. Viele Schulklassen und selbst ganze Schulen mußten schon geschloffen werden. Ueberhaupt ist der Gesundheitszustand in Groß- Berlin jest recht schlecht. Die Bahl der Todesfälle stetat unheimlich. Herr von Scharffenstein nahm eine Prise, was immer ein Betchen war, daß er sich sammeln wollte. Dann brummte er unwirsch: Ihre Phantasie in allen Ehren, Herr Kommissar. Es fragt sich nur, wer sich unbemerkt in jenem Schlafzimmer verborgen gehalten haben follte." Wieso unbemerkt?" Nener Weltrekord für Passagierflüge. Der fran zösische Flieger Prevost hat mit einem Fahrgast eine Höhe von dreitausend Meter erreicht und damit einen neuen Weltrekord für Paffagterflüge aufgestellt. „ Ach so, Ste meinen, jener andere war mit Wissen der Frau von Marleben da?" Der Leipziger Kasernenbrand. Da man als Ursache des gemeldeten Großfeuers in der Kaserne des Infanterie- Regiments Nr. 106 in Leipzig Brandstif= tung annimmt, wurden sämtliche KammerunteroffiBardekow machte eine Bewegung mit den Händen, die andeuten sollte:„ Warum nicht?" „ Sonderbar ist es aber doch immerhin," bemerkte Mallmiz lauernd, daß dieser Doktor Waldow so schleunig das Wette gesucht hat." fene Gesundheit hält ihn im Süden fest. und woher ich das alles weiß? Weil er öfter schreibt. Erst heut' empfing tch eine Nachricht von seiner Hand. Sehen Sie hter!" Er zog vergnügt einen Brief aus der Tasche. „ Er weilt in Nizza und quält mich beständig mit Fragen, wie weit jetzt die Untersuchung gestehen set." Er steckte den Brief wieder ein, blätterte in seinen Akten und sagte:„ Das bringt mich übrigens auf fe= nen Agenten, den biederen Herrn Grulich, meine Herren. Er hat wohl gewußt, weshalb er damals in so erhabener Weise auf das Geld Verzicht leistete. Er dachte wohl dadurch den Eindruck eines wahrhaft guten Geldmenschen hervorzubringen, der sein stilles Gewerbe nur betreibt, um seinen in Verlegenhelt hefindlichen teuren Mitmenschen behilflich zu sein. Durch solche Finten lasse ich mich natürlich nicht bestechen. Ich habe auch in der Tat das Verfahren wegen Wuchers gegen ihn einletten müssen." Scharffenstein warf ihm einen schneidenden Blick au.„ Nun, meine Herren, ich kann Ste von Ihren Schmerzen in bezug auf den Doktor befreten. Er will burchaus nicht das Weite suchen, sondern brennt vor Verlangen, recht bald zu uns zurückzukehren. Und zwar bat er einen triftigen Grund dazu, denn ihn zieht ein Starter Magnet hierher. Nur setne tatsächlich angegrif„ Ist der ehrenwerte Herr überführt?" meinte Weide schmunzeind. Vermischtes. wenn nic ten verhi bevoll an Ein m Ortschaft S ein Bran Dokument Befehls d nehmen, nicht meh im Rückt Da muß Lehrerelend in Spanien. Ueber das Glend der spanischen Lehrer und Lehrerinnen, besonders in den fletneren Ortschaften, ist schon so häuftg aeschrieben worden, daß es geradezu sprichwörtlich ist. Die Gemeinde von Requena schuldet ihrer Lehrerin seit vielen Jahren das Gehalt, im ganzen 5775 Pesetas. In threr Not wandte ste sich an den Bürgermeister, der ihr 500 pesetas unter ,, D, es ist da ein netter Schmutz zum Vorschein ge= kommen. Er wird die Untersuchungshaft nur verlas= sen, um mindestens auf ein Jahr ins Gefängnis zu wandern." Waren seine Geschäfte so unsauber?" ,, Krawattengeschäfte oder Halsabschneideret, wie Sie's nennen wollen, und zwar schlimmster Sorte." ort niederlassen. Sumpfpflanzen gedeihen ja immer vorzüglich." ,, Wird ihm das sehr nahe gehen," fragte Mallmiz. ,, Wie ich ihn kenne", lachte Bardekow, wird er diesen unverstand der Behörden mit Würde ertragen." „ Aber ste duften auch danach!" rief Welde. " Hahaha!" lachte Mallmiz.„ Er hat von seinem Standpunkt ganz recht, wenn er mit jenem römischen Katser denkt:„ Non olet!" tände na gelsteine 20 000 den Lttfaf Belohnun ner Diebe Morgannehmsten deutsche Herr von Scharffenstein nahm wieder eine Prise und sagte nichts mehr. Die Herren entnahmen daraus, daß er allein zu sein witnsche und sie entlassen seten. Scharffenstein stimmte thm bet. Er hat sich im Laufe der Jahre ein beträchtliches Vermögen zusammengegaunert und wird sich wahrscheinlich später als ehrsamer Billenbesizer in irgend einem hübschen VorBardekow und Mallmitz schritten nebeneinander über den Korridor, und der erstere fragte:„ Haben Ste gesehen, wie der Alte aussah, als er von dem Doktor Waldow und dem Briefe sprach? Ordentlich verklärt, als wenn er ein füßes Herzensgeheimnis zu wahren hätte. Verstehen Ste das?" len und tete. Bisl Diebesban funden w jet und e nach allen ben. Die bewachte " Möglich ist's," versetzte Mallmiz,„ daß der alte Fuchs diese Korrespondenz in schlauer Weise nur dazu benutzt, um den Doktor an einem feinen Faden festzuhalten. Lieb wär's mir übrigens, wenn wir endlich etwas Positives gegen den Doktor oder den jungen Marleben vorbringen könnten." 12. Kapitel. Borderth Flärte 28 Ichweren etner der wurde, na fich und ve einmal et 200 00 leben er mittag in ichtigung ber ist de ben. Den gab der manns A tona betr tetten be wieder in bung des werde, die ten. Da gen einzu fofort in fehlungen -es han gelder Aie e gent die G Sajadicht Botentater ben, ist tommen n Ruplen g Stlaven Gegen Ende des Januars hatte der Winter noch einmal setne ganze Kraft zusammengenommen, nachdem er vorher die Welt in sein welches, weißes Gewand gehüllt hatte. Und dabei leistete er sich eines Morgens den reizenden Scherz, sich den geschicktesten Zuckerbäckern zum Troß als ein Zauberkünstler an Bäumen und Sträuchern zu offenbaren, die er mit einer dicken Kruste Nauhreif überzogen hatte. Obwohl die Luft den ganzen Tag über sehr frisch war, wandelten doch viele Menschen im Freten umher, besonders im Tiergarten ,, wo fte wie in einem Zauberhain des Schneekönigs gingen. yon Gold lichsten& Baumzeug 15 Gantz bas Mens um die R von Herre defters fr Bärchen mit schne Flotter G btn. Ant Ieute gef Bublifun gem wen 8met Hefnerer, und her. Prizelmt Net E8 fagten, fi Ste nicht die Abe fchlechtes fchon mit Nur lernte ich f Har bente hetnen au Und bedr 20 Ste 80nen m leterha batten, 1. Det Uhr aufgeftie en abge Firs. Der einer un choffen. Dillingen einer äl Arbetter nnt, der Winter Sportpa det. Sie er Miquel niger Bo erhalten, tschaft in find der Denn aud Weise mit .In das en Ober chloß ent erschiedene noch nicht am Sonn ie überfiel llten, und Dann fubr ige Zante er Polizei t, weil fie delt wor en vorfäß in fünf erin Erna u verant wenigen e, hat eine überaus find. Im mit einem s in Oberbrach dann und eige in Näsche Jugendliche eschäft von len zu ha Flurtir ge schlich fich 6 Dietrichs Bonbons zu in entlarvt sche Vetros icht brenits stehenden Sände geftenden Be Petroleum f begab fle gte sich dort rst bemerkt, nhatte und Die sofort tstellen, daß indelte. Der unbeteiligte die Jugendabet ist, daß crinnen da he Anfragen nicht erfor rlich, fleißig Antrage der elfteszustand an ihre Zu end der spain den fleteben worden, Semeinde von Jahren das Nof wandte Befetas unter immer vor Belde. von seinem em römischen er eine Prife hmen daraus, affen feten. nebeneinander :„ Haben Ste dem Doktor tlich verklärt, s zu wahren „ daß der alte Beife nur dazu Faden festzus n wir endli den jungen Winter noch ommen, nach eißes Gewand ines Morgens Buderbädern Bäumen und er biden Krufte uft den ganzen och viele Men Tiergarten ,, wo efonige gingen der Bedingung lieb, daß fie ihm monatlich 5 v. S.( dertigt. Bet festlichen Gelegenhetten trägt der Maharadübliche Binsfuß der Wucherer in Spanien) an Binfen Bahlte. Diese sind aber niemals entrichtet worden und mittlerweile auf 1043 Befetas angewachsen. Der men schenfreundliche Geldgeber verlangt jest Kapital und Binsen, widrigenfalls er die Lehrerin pfänden lassen werde. Diese hat sich an den Unterrichtsminister gewandt; fie verweigert die Zurückzahlung der thr geliehenen Summe, wenn ihr das rückständige Gehalt nicht ausgezahlt, und die Entrichtung der Zinsen, wenn die Summe, die man ihr schuldet, nicht zum gleichen Binsfuße, also 5 v. H. monatlich, verzinst wird. Ein gemütliches Gericht scheint Lille zu befizen. Der Arbeiter Wallecamp, der einen Arzt durch zwei Revolverschüsse schwer verletzt hatte, wollte sich fürzlich selber stellen; man bedeutete ihm jedoch, es sei niemand vom Gericht anwesend. Er solle fich freundlichst fortscheren und ein andermal wiederkommen. Nachmittags fam endlich das Gericht, und da die Tat inzwischen bekannt geworden war, wurden Wallecamp sofort Gendarmen nachgeschickt. Man fand thn, gemütlich Karten spielend, in nächster Nähe des Gerichts. Eine refolute Bäuerin. Am Ostbahnhofe in Mün chen waren 2000 Wallfahrerinnen im Begriffe, nach Altötting einzusteigen, als plöblich im dichtesten Knäuel eine Bäuerin einer Städterin Ohrfeigen gab, eine nach der anderen. Was ist los?" rief alles. Was los ist!" entgegnete die Bäuerin, mein Geldbeutel hätt's mir g'stohl'n, die Stadtnock'n, die mistige," und als die also itulierte noch die Entrüstete spielen wollte, gab's neue Ohrfeigen von der Bäuerin, und alles begann auf die Taschendiebin loszuschlagen. Die wild gewordenen Wallfahrerinnen hätten sie noch in Stücke zerrissen, wenn nicht die Bahnhofspolizei weitere Grausamketten verhüttet hätte, indem sie sich der Langfingerin Ite= bevoll annahm. Ein willkommener Brand. Im Gemeindehause der Ortschaft Alvaca bei Arad in Ungarn brach dieser Tage ein Brand aue. Mit dem Gebäude verbrannten viele Dokumente. Die Bevölkerung weigerte sich, trotz des Befehls der Gendarmerie, an den Löscharbeiten teilzunehmen, well sie sich sagte, daß die Gemeindevorstehung nicht mehr wiffen könne, mit welch hohen Steuern feder im Rückstande set, wenn die Aften verbrannt seten. Da muß in Zukunft die Gemeindeverwaltung die Rücktände nach babylonischem Vorbild in feuersichere 3tegelsteine eingraben laffen. 20 000 Mark Belohnung. Durch roten Anschlag an den Ettfaßfäulen tündlgt die Polizei von London eine Belohnung von 20 000 Mart an für die Ergreifung et ner Diebesbande, die vor einer Woche in das VaughanMorgan- Haus in Carlton Houseterrace, einem der vornehmsten Viertel in London, in dem sich auch die deutsche Botschaft befindet, eingebrochen hat und Juwelen und Goldsachen im Werte von 400 000 Mart erbeutete. Bisher ist auch nicht die geringste Spur von der Diebesbande oder von den geraubten Kostbarkeiten gefunden worden, obwohl ein Inspektor der Geheimpoltset und ein ganzer Stab von Beamten Scotland Yards nach allen Richtungen hin sich auf die Suche gemacht haben. Die Gegend gilt als die von der Polizei am besten bewachte Londons überhaupt. Die Diebe sind durch die Borberthr eingedrungen, die sie auf bis jetzt nicht erlärte Weise ausgehoben haben. Nachdem sie einen fchweren Geldschrank geöffnet hatten, ohne daß trgendetner der Hausbewohner durch das Geräusch geweckt wurde, nahmen ste die Kaffetten mit den Pretiosen an fich und verließen durch die Vordertür das Haus. Nicht einmal einen Fingerabdruc ließen sie zurück. 200 000 Mark Mündelgelder defraudiert. Eine Auffehen erregende Verhaftung wurde Sonnabend nachmittag in Altona vorgenommen. Nach einer Selbstbe= sichtigung wegen Veruntreuung ihm anvertrauter Gel= ber tit der ustizrat Dr. Karl Waetke verhaftet worben. Den Anlaß zu den Veruntreuungen des Justizrats gab der finanzielle Ruin feines Bruders, des Kaufmanns A. Waetke der etn Holz- und Sägewerk in Alfona betreibt und sich wiederholt in Zahlungsschwierigfetten befand. Der Justizrat half dem Bruder immer wieder in der Hoffnung, daß eine finanzielle Gesun= bung des Unternehmens ihm die Möglichkeit bieten perde, die entwendeten Gelder wieder zurück zu erstat= ten. Da sich aber die Firma genötigt fah, ihre Zahlun gen einzustellen, mußte auch der Justizrat seine Verfehlungen bekennen. Er stellte sich der Polizei, die ihn fofort in Saft nahm. Die Höhe der Unterschlagungen es handelt sich zum größten Teile dabei um Mündelgelder wird mit 200 000 Mark angegeben. Wie ein Märchen aus„ Tausendunbeine Nacht" flingen die Geschichten, die von dem Herrscher von Baroda, Sajadschi Rao III., erzählt werden. Unter den indischen Potentaten, die sich in Delhi um Georg V. scharen werben, ist Sajadscht Rav einer der retchsten. Sein Eintommen wurde schon vor 15 Jahren auf 16 Millionen Ruplen geschätzt. Die Valantine für seine von 500 Sklaven und Kornats bedtenten fünfzig Elefanten sind von Gold und Silber und über und über mit den herrfichsten Edelsteinen besetzt: die Schabraken und das Baumzeug find aus einem kostbaren Goldgewebe gefertos Ganz dicht, wie in einem gefüllten Ballsaal, war bas Menschengedränge auf den spiegelglatten Flächen um die Rousseau- Insel, wo sich eine elegante Menge von Herren und Damen nach den Klängen des Dr chesters fröhlich tummelte. Hier glitt ein selig lächelndes Bärchen schwebend weiter, dort holländerte ein Offizter mit schneidiger Sicherheit, und dort wiederum fuhr ein flotter Studio mit rasender Schnelligkeit rückwärts dabtn. An verschiedenen Stellen zeigten gewandte SportsIeute geschickt ihre Kunststücke, oft bewundert von dem Publikum oben auf den Wegen und beneidet von manchem weniger geschulten Läufer. 8wet Herren, ein großer, brettschultriger und ein Hetmerer, Itefen rastlos nebeneinander die Bahn hin und her. Also Ste haben Sie immer noch nicht entdeckt, Prizelwig?" fragte der Kleinere. Nein, Iteber Muller. Nichts von ihr zu sehen." Es tst aber doch beretts 8 Uhr vorbet. Und Ste sagten, sie würde punkt 8 Uhr hier sein." „ Sie wissen doch, Verehrtester, daß Pünktlichkett nicht die starke Sette des schwachen Geschlechts tst." Aber dafür die schwache Sette des stärkeren Gefchlechtes!" lachte Muller. Wte oft find Ste übrigens schon mit ihr zusammengewesen?" " „ Nur zweimal hier auf der Etsbahn. Vorgestern lernte ich sie kennen, gestern sah ich sie wieder, na, und für heute hat sie auf meine dringende Bitte auch ihr Erfchetnen zugesagt." und ste hetẞt?" " Hedwig von Below." " Wohnt bet den Eltern?" Ste sind ja der retne Inquifitor. Lelder kann ich Donen nicht dienen, well mir das alles selber noch fchleierhaft ist. Es ist nichts aus thr herauszukriegen. scha einen Halsschmuck im Werte von fünf Millionen Mart; in diefem Schmuck befindet fich ein Diamant von 125 Karat, der einst Napoleon gehört haben soll. Der Fürst besitzt aber außerdem noch andere Schmucksachen, die insgesamt auf 40 Millionen geschäßt werden, und in seinem Arsenal steht eine große Kanone von massivem Silber, deren Wert zwei Millionen betragen soll. Unter den anderen wunderbaren Dingen, die in den Schatzkammern des Palastes aufgespeichert sind, verdienen besondere Erwähnung noch die mit echten Perlen durchwirkten Teppiche, die ursprünglich als Hülle für das Grabmal Mohammeds bestimmt waren. Troß feines fabelhaften Reichtums ist der Gaekwar ein sparfamer, beinahe geiziger Herr: er gibt jährlich nicht mehr als dret Millionen aus, was als eine wahre Lappalte bezeichnet werden muß. Sein Lieblingsvergnügen find Elefantenkämpfe, wobel die Tiere durch allerlei aufret= zende Mittel wild gemacht werden Das große Los. Am Sonnabend nachmittag, am legten Biehungstage, kam das große Los heraus und fiel auf die Nr. 107774. Das Los der ersten Abteilung ist in Viertel- Abschnitten nach Cassel, das andere in Achtel- Abschnitten nach Görltz gefallen. Die Gewinne der beiden Abteilungen sind mit ie 500 000 Mart doHert. Von den 8 Tellnehmern am großen Los find 4 arme Leute, die übrigen gehören dem Mittelstande an. Kurze Zeit vorher entschied sich auch die Prämie. Nach den Bestimmungen des Lotterieplans wird in der letzten Ziehung für diejenigen Lose betder Abteilungen, auf die der zuerst gezogene Gewinn von 1000 Mr. und darüber fällt, eine Prämte von je 300 000 Mart ge= währt. Die zuerst mit 3000 Mart gezogene Nummer 175467 erhält die Prämie von 300 000 Mart. Die 8 Achtel der einen Abteiluna fiel in ein Berliner Bottertegeschäft, die andere Abteilung des ebenfalls in Achteln gespielten Loses ist nach Breslau gewandert. Ueber den ungeheuren Verkehr Londons gibt ein soeben veröffentlichter Bericht des Handelsministeriums Auskunft. Im Jahre 1910 beförderten die Untergrundund andere Bahnen innerhalb der Stadt nicht weniger als 1566 277 272 Berfonen. Aus den Vorstädten strömt alltäglich eine Menschenflut von 1 070 000 in die Stadt. Am 28. April d. J. nahm die Behörde einen Zensus der Fahrzeuge auf, die von auswärts in die Stadt famen, und zählte 18 915 Krafiwagen, 52 094 mit Pferden -quvcs 189 01 gun anggapai 909 v zg farren. Ein Heiratsvermittler, der übel ankam. Aus Neuyork wird geschrieben: Das Gewerbe der Hetratsvermittler blüht in Neuyork und ganz Amerika of= fen und geheim in feder Weise. Am meisten umschwärmt von ihnen find natürlich die jungen Millionäre, bet denen eine schöne Heiratsprovision herauskommt. Nun war der junge Delver dafür bekannt, daß er nicht nur sämtliche Heiratsvermittler, die sich unter irgend einem Vorwande bet ihm einschlichen und erst später ihr wahres Gesicht enthüllten, zur Tür hinauswarf, sondern dabei auch recht grob und gewalttätig werden konnte. Es magte also tein Heiratsvermittler mehr, den Fuß in sein Haus zu seben. Nun wurde er eines Tages von einem Bekannten namens Wistler zur Besichtigung eines neuen Flugapparates in den Part seiner Billa eingeladen. Ster lernte er den Nachbarn Wistlers, Johnson und dessen reizende Tochter kennen. Aus der Bekanntschaft entwickelte sich eine Liebe und das junge Baar verlobte sich im Geheimen. Die junge Brauf vertraute nun ihrem Bräutigam an, daß Wistler ein Hetratsvermittler set, der nur als Grandseigneur zum Zwecke der Heiratsvermittlung lebe, weil ihm dadurch die besten Partien durch gesellschaftliche Vermittlung gelängen. Auch sie habe er als ein Opfer auserforen und ihr schon mehrere Freter vorgeführt. Sie glaube, daß er auch zu gleichem 3wecke eingeladen worden set. Der junge Millionär beschloß nun, sich dafür zu rächen, daß der Heiratsvermittler auch jetzt noch seine Braut weiter verfuppeln wolle. Er erfuhr, daß der angebliche Grandseigneur sich in großen Geldschwierigkeiten befände. Er ließ unter der Hand seine Forderungen und Wechsel auffaufen und dann die vielverschuldete Villa zur Deckung feiner Forderungen versteigern. Er selbst erstand die Villa und verbot nun Wistler, sich noch ein mal auf dem Grundsticke fehen zu lassen. Zugleich teilte er mit, daß er sich mit der Tochter feines Nachbarn verlobt habe und daß dies die Provision für einen Gentleman- Ehevermittler set. Moderne Methusalems. Die Zahl der Menschen, die das 100. Lebensjahr überschreiten, ist nach Ausweis der Statistik ungleich größer, als man gemeinhin anzunehmen gewöhnt ist, Ste beträgt in Deutschland 77, in Frankreich 213, in Spanien 401, in England 146, in Jrland 578 und soll in Rumänien gar 1000 übersteigen. In den Vereinigten Staaten lebten im Jahre 1890 3081 Personen, die über 100 Jahre alt waren, und die Stadt London beherbergte in derselben 3eit 21 Greise über 100 Jahre. Im Jahre 1850 lebte in Rußland ein alter Herr von 168 Jahren, der 1700 in der Schlacht von Bultawa mitgekämpft und sieben Souveräne auf dem 3arenthron gesehen hatte. Das gleiche Alter erlebten der ungarische Vielleicht ein verarmtes adliges Mädchen, das irgendwo die Erzieherin spielen muß " Dann hätte sie wohl faum soviel Bett." „ Na, oder meinetwegen Vorleserin oder so etwas Trübfeltges. Jedenfalls besitzt sie höllisch viel Schick." „ Prizelwitz, sehen Sie sich vor! Solche Sirenen find manchmal gefährlich." " Dante ergebenst! Ich weiß, Ste sprechen aus Erfahrung." Der Affeffor hörte schon nicht mehr auf die letzten Worte. Seine Augen waren zwischen den vorüberfltegenden Paaren hindurch nach etner Dame auf der entgegengesezten Sette gerichtet, die dort Kreise um Kretse zog.„ Donnerwetter!" entfuhr es ihm. Was für etne fabelhafte Geschicklichkeit! Einfach pyramidal! Sehen Ste nur, Prizelwit!" Der Angeredete wurde rot wie ein Knabe, der auf etner tecken Tat ertappt wird. Das ist fte ja," flüsterte er überrascht. Muller war Feuer und Flamme. Dann nur hin zu ihr, so schnell uns unser Nickelstahl tragen kann." Ste htelten dicht vor der Dame an, die plötzlich ebenfalls stehen blieb. Prizelwit stellte seinen Freund vor und fügte mit einem dankbaren Blick hinzu:„ Gnädiges Fräulein find sehr pitnktlich. Bin sehr erfreut darüber." Mullers Augen hingen unverwandt mit Bewunderung an der eigenartigen Erscheinung dieser Dame. Durch ihre große, geschmeidige Gestalt und die gelbblonden Haare kam sie ihm wie eine Tochter Albions vor, die fast schwarzen, fühn geschwungenen Augenbrauen über den grünlich schillernden Augen waren dagegen die etner Jtaltenertn. Alle dret überließen sich nun mit voller Jugendlust dem köstlichen Vergnügen des Eislaufes. Die Dame konnte es sich nicht versagen. ab und zu flir sich allein Erzbischof Spodisveda, ein schottischer Geistlicher und froatischer Bauer, und aus dem Jahre 1816 wird gar von einem Kanonikus aus Luzern berichtet, der es auf volle 185 Jahre gebracht haben soll. Sehr wahrscheinlich flingt das allerdings nicht. Das schnellste Telegramm. Um herauszufinden, wte rasch ein Telegramm um die Welt reisen könne, stellte die„ Neunorf Times" fürzlich interessante Expe rimente an. Es wurde eine Botschaft von neun Wor ten an die eigene Redaktion gerichtet und diese Depesche oftwärts aufgegeben. Das Telegramm berührte Honolulu, Manilla, ging nach Hongkong, Singapore und Bombay, dann nach Suez und Gibraltar und erreichte schließlich Neuyork nach Zurücklegung einer Distanz von 28 613 Metlen. Es waren keinerlei Versuche gemacht worden, den übrigen Verkehr irgendwie aufzuhalten, und das Telegramm ging die gewöhnliche Route alltäglicher kommerzieller Botschaften. Es wurden 16 Sta ttonen passiert, und 16% Minuten nach Absendung kam ble Depesche wieder in Neuyork an. Sie hatte 1700 MetIen per Minute zurückgelegt. Die Refordzett wurde aber bet Eröffnung des Pacific- Kabels erreicht. Damals wurden allerdings alle Linien der Erde für diese Bot schaft fret gehalten, und unser Globus konnte in 9% Minuten umzirkelt werden. Wie unser Kaiser operiert wurde. Die nachstehende Schilderung entnehmen wir der fürzlich erschienenen fesselnden Biographie des großen Berliner Chirurgen Ernst von Bergmann" von Dr. Arend Buchholz( Leipzig, F. C. W. Vogel). Es war im Mat 1894, daß der Kaiser Bergmanns Hilfe in An= spruch nahm. Der Gelehrte berichtet darüber in einem Briefe von 3. Juni: Sonntag, also gerade heute vor acht Tagen, als ich zur Segelfahrt des Kaisers eingeladen war, nahm mich Majestät beifelte und zeigte mir feine linke Wange, an der eine etwas weniger als walnußgroße Geschwulst dicht über dem Unterkiefer saß. Sie war ganz beweglich und mit der Haut nicht verwachsen. Scu zwei Jahren wollte er sie bemerkt haben, in legfer Belt fel ste aber größer geworden und langweile ihn, well bei allen Berichten und Inspektionen die Leute ihm auf die dicke Backe schauten. Leuthold hätte gesagt, es sei eine Balggeschwulst, von einem Haarbalge ausgegangen, und set leicht zu entfernen. Nun, eine einfache Balg- und Grüßgeschwulst war es nicht, oder infofern nur eine Balggeschwulst, als sie gut eingekapselt lag. Es war das, was man eine Spetchelzyste nennt, ein kleines abgeschnürtes Säckchen aus dem Gefüge der Oberspeicheldrüse. Ste sind auch meist leicht zu operteren, allein der Bewegungsnerv des Gefichts, Fazialis geheißen, Itegt mitunter in unangenehmer Nähe von diesen mit speichelähnlicher Flüssig eit erfüllten Blasen, und seine Verlegung hat eine unreparable Lähmung, d. h. dauernden Schiefstand des Mundes zur Folge! Unter diesen Umständen fannst Du Dir denken, daß die ersten fünf Tage der Woche mir voll frauser Gedanken steckten. Nun kam die Fahrt am Montag nach Dresden, die Fakultätssitung und die Fülle flinischer Arbeit. Montag und Donnerstag erschien Leuthold bei mir in der Klinik, um alles genauer zu besprechen. Er wollte zuerst nur mit mir allein operieren: es fet ganz einfach". Aber ich machte ihn doch durch die Erwähnung stußig, daß die Geschwulst zwar eine Balggeschwulft, aber feine oberflächliche, und daß thr der mimische Gesichtsnerv hart vorbellaufe. Wetter setzte ich auseinander, daß ich schmerzlos operieren müsse, und feiner die Rofaininjeftionen so gut zu handhaben verstünde als Schlange. So wurde auch von Majestät Schlange afzepttert, allen strengstes Stillschweigen anbefohlen, da nicht einmal die Saiferin von der Sache eher erfahren sollte, als bis sie vorüber war. Freitag 7 Uhr 5 Minuten fuhren wir mit Leuthold hinaus, ausgerüstet mit durchaus neuen Instrumenten und frisch sterilisiertem Verbandmaterial. Der Kaiser schlief noch als wir ankamen, war aber nach wenigen Minuten zur Stelle und wurde rasiert, desinfiziert und fofaiuifiert. E aina alles ganz glatt und programmmäßta. Die Kokainisierung gelang so schön, daß er, wie er selbst versicherte, feine Spur" von Schmerz empfunden hätte. Die Scherenschläge ich präparierte zum Teil mit der Schere hatte er gehört, aber geführt nichts. Der Bala war eine Speichelanste. Naht und Verband wurden angelegt: die ganze Sache hatte faum eine Viertelstunde gedauert. Nun galt es Geduld zu haben und Ruhe durchzusetzen, was bet der überaus lebhaften Natur des Kaisers nicht leicht d " Nach der Operation begab sich der Kaiser zur Katserin, die nicht wenig überrascht war; ebenso waren es die Prinzen, der kleine Joachim hat gemeint und seine Aermchen um den Hals der Kaisers geschlungen mit den Worten: Mein armer Papa, das hat wohl furchtbar meh getan?" Als der Kaiser das verneinte, schrie aber der ganze Prinzenchor: Ja, du bist so tapfer, deswegen sagst du das nur fo!" thre Künste zu zeigen, worin ihr die Herren nicht im mindesten gleichfamen. Gnädigstes Fräulein find eine Meisterin," stellte Müller hingerissen fest. Wo haben Sie das gelernt, wenn ich fragen darf?" Ste lachte.„ D, das ist angeboren. Und ich kann noch manches andere," fügte sie mit einem seltsamen Blick hinzu. ,, Und das wäre?" Ste antwortete nicht darauf und begnügte sich, schelmisch zu lächeln, wobei fie fich in vielfachen Wendungen schwebend entfernte und wieder zurückglitt. Brißelwit nahm das Gespräch wieder auf. Er bemühte sich, ein geistreiches Geficht zu machen, und fragte: ,, Ste können noch Herzen brechen, nicht wahr, gnädiges Fräulein?" Vielleicht!" sagte ste rätselhaft. Bei dieser Bewegung und der Unterhaltung verfloß ihnen die Zeit wie im Fluge.. Als es zu dämmern begann und das elektrische Licht aufflammte, bemerkte Prizelwig:„ Es ist auch am Abend sehr hübsch hier, aber ich weiß doch von Gegenden, wo es noch bedeutend schöner ist." 11 Bum Beispiel?" fragte die Dame. " Nunäh- trgend ein angenehmes, molliges Weinrestaurant." " Bravo! Ganz mein Fall!" rief Müller begeistert. Prizelwig zog seine Uhr. Um sechs Uhr ist meine Dtnerzett. Darf ich die Herrschaften einladen, mit mir zusammen zu speisen?" Ja, nach der fräftigen Bewegung wird uns eine Stärkung sehr bekömmlich sein," stellte Müller fest. Die Herren blickten die Dame fragend an, und diese ntate. ( Fortfegung folgt.) Ami Underberg Boonekamp Maag Bitter antine Devia Semper idem Bad Vibran bal Varai Bering, vertaken. E V du dala 115 H.Undone Arent dam Ang an Nhdentie Gegründet 1846. Underberg-Boonekamp Firma SEMPER IDEM WARNUNG! W Ich habe in letzter Zeit wiederholt festgestellt, daß in meinen Originalflaschen mit gesetzl. geschütztem Bodenbrand andere Boonekampbzw. Bitterfabrikate vertrieben werden. Auch haben wiederholt Gastwirte und Restaurateure solche Fabrikate aus Flaschen verschänkt, die mit meinem, sowohl in seinen einzelnen Teilen, als auch in seinem Gesamtbilde geschützten Etikett versehen waren. Dies veranlaft mich zu der Erklärung, daß ich im Interesse meiner verehrlichen rechtdenkenden Kundschaft und des konsumierenden Publikums von jetzt ab jede miẞbräuchliche Benutzung meiner Original- Flaschen und Original- Etiketts strafrechtlich verfolgen werde. Zugleich mache ich darauf aufmerksam, daß außer anderen Warenzeichen- Eintragungen auch die Warenzeichen 99 Underberg" sowie , Underberg- Boonekamp" für mich in die Zeichenrolle des Kaiserlichen Patentamtes eingetragen sind, so daß also unter diesen Warenbezeichnungen nur mein Fabrikat verabreicht bzw. in den Verkehr gebracht werden darf. Rheinberg( Rheinland) ple Ab aus Di Se nt 9 als R Ienz wahrsc partei Kandid stellt. Hofl. Sr. Maj. d. Kaisers und Königs Wilhelm II. stellte Lauter H. Underberg- Albrecht hausen -- ding der in Bekanntmachung. Betr.: Vergebung der Walzarbeiten für das Jahr 1912. Ner 1. Januar fusen eine f. Wolwaren tücht. Verkäuferin bürzen Häcksel, Stroh, Kleehen haus Das Eindecken und Einschlämmen, sowie das Wasferfahren bet den Walzarbeiten im Jahre 1912 soll berliefert billigst in Waggonladungen, auch in combinierten Ladungen. geben werden. Bruno Toussaint, Posen, Telephon 201. Angebote sind bis Dienstag, den 12. Dez. d. Is vormittags 10 Uhr, auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten einzureichen, woselbst auch die Angebotsunterlagen während der Dienststunden jederzeit zur Einsichtnahme offen liegen. Gießen, den 29. November 1911. Der Großh. Kreisbaninspektor: Hechler. Vergebung von Bauarbeiten. Säckfelfabrik, eiraten vermittelt reell Frau Wehner, Wiesbaden, Friedrichstrasse 55 I. Prima Speise Zwiebeln per Zentner Mt. 8.-, neue W.. nüsse billigst, versendet per Nach nahme med. Luda: Abraham Loebenstein, Hsuan. Vielen Leidenden wertvollen Rat Die für den Neubau eines Schulhauses mit Neben bringt das neue Buch von Dr. gebäuden der Einfriedigung und der Hofanlage, sowie den Neubau eines Backhauses zu Bersrod e forderlichen Die Lungenschwindsucht. Arbeiten und Lieferungen, nämlich die Erd- u. Man- Entstehung, Verhütung u. Heilung. Geg. Einsdg. v. Mk. 2.- frko. d. rer-, Steinmetz-( Lungstein), Zimmer-, Dachdecker-, den Medizin. Verlag Dr. G. SchweiSchindler-, Spengler-, Schloffer-, Glaser-, Schret- zer u Co., Berlin NW. 87a. ner-, Weißbinder-, Tapezier-, Pflaster- u. Chauskerungsarbeiten-, Blikableiteranlage, Träger Torfstreu:: Torfmull Eisen-, Röhren- und Zementlieferung sollen im Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden. Die Angebotsunterlagen, Pläne, Voranschlag und Bedingungen liegen auf dem Amtszimmer des Unter zeichneten, Landgraf- Philipp- Play 3, Zimmer Nr. 18, während der Dienststunden zur Einsicht offen. Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen, find verschlossen und postfret, spätestens bis zum 15. Dezember 1911 vormittags 10 Uhr, bet Großh. Bürgermeisterei Bersrod einzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. Frete Wahl unter den Bewerbern bleibt vorbehalten. Steßen, den 30. November 1911. Der Großh. Kreisbauinspektor. Hechler. Soeben erschienen: Die Kunst der Spekulation. Aus dem Inhalt: Welche Papiere gewählt werden sollten. Wie man Gewinne erzielen kann. 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