denen rompt [ 23/3 Tungs gesucht. Frant unter ein& a M. Sun ndem be RinoIch aupte, essere Rinoerung kend. St. Erfolg und ist in 2.25 aber well & Co., rück üste, Körter Nähr zinol" unschäd jer Beit iberrascht empfoh chen Sie Ihnen 1. 2,-, 3 f. Porto Apotheker 136. ge er lätter on Rudolf zkowski, d Gustav Mitwirkung er, wie Ernst V.A. Wellner, H. Zille usw. heinen, sind amüsantesten Sie pflegen ilderung des schen Lebens TC. werfen satiPolitik und nements 50 MH. 25 Pf. lungen. eu Blätter V. 68. 35, Gießener Zeitung Bezugspreis 40 Pfg. monatlich - ( Neueste Nachrichten) olerteljährlich 1,20 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den ZweigErscheint ausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Dienstags, Dounerstags, Samstags. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 206. Telephon: Nr. 362. Parteipolitisches. Reichstagswahlen 1912. - Der diesjährige allgemeine Vertretertag der N a= tionalliberalen Partei wird am 3. Dezem ber in Berlin zusammentreten, um über den Wahl= aufruf für die bevorstehenden Reichstagswahlen Beschluß zu fassen. Limburg. Die Fortschrittliche Volkspartei hat an Stelle des zurückgetretenen Kandidaten Rechtsanwalt Güth- Wiesbaden den Landwirt, Lehrer a. D. Arnold Schuster in Cubach bei Weilburg als Kandidaten für den Reichstagswahlkreis Limburg- Diez aufgestellt. Ein am Sonntag in Kassel abgehaltener, von über dreihundert Delegierten aus beiden Hessen und dem Fürstentum Waldeck besuchten hessischen Hand= werkertag faßte u. a. Beschluß über das Vorgehen des Bundes der Handwerker bei den nächsten Reichs= tagswahlen in Hessen und Waldeck. Es wurde die Parole ausgegeben, in dem Wahlkreis Friedberg= Büdingen, wo der Bund der Landwirte mit den Nationalliberalen zusammengeht, sich der Stimme enthalten, dagegen im Wahlkreis Alsfeld- Lauterbach Schotten den Kandidaten der Wirtsch. Vereinigung zu unterstützen. Hessische Landtagswahlen 1911. zu § Die Nationalliberale Partei Hessens wird sich auf ihrem Parteitage nächsten Sonntag, den 8. Oktober, im städtischen Saalbau zu Darmstadt ausschließlich mit den Landtagswahlen beschäftigen. Am Vormittag des genannten Tages wird der Landesausschuß zusammentreten. Nachmittags 3 Uhr findet die Landesversammlung statt, in der die Landtagsabgeordneten Bach- Mainz, Köhler- Worms und Dr. Os an n- Darmstadt über Fragen der hess. Politik sprechen werden. Zu dieser letztgenannten Versammlung sind alle Parteimitglieder, Freunde und Gesinnungsgenossen willkommen. § Jm Wahlkreise Nidda- Ortenberg wurde vom Bunde der Landwirte Landwirt W. Dorsch 2. aus Wölfersheim als Landtagskandidat nominiert. Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei Amtes sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Donnerstag, den 5. Oftober 1911. - | versicherung zu tragen, derart, daß die Beiträge nicht mehr von den Ortskrankenkassen eingezogen werden sollen, sondern daß fünftig den Arbeitgebern die Entrichtung der Beiträge durch Einkleben der Marken zur Pflicht gemacht werden soll. Nach Anhörung der beteiligten Kreise hat sich die Handelskammer für die Beibehaltung des jetzigen Einzugsverfahrens, das sich zu beiderseitiger Zufriedenheit durchaus bewährt hat, unter Hin weis auf die Nachteile, die mit einer Aenderung dieses Verfahrens verbunden sein würden, ausgesprochen. | ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Bettreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. Der Vorbesitzer weigerte sich jedoch, das Tier zurückzunehmen. In diesem Stadium der Sache bat ein anderer Wirt den Weinhändler, ihm doch sein Eselsgespann auf 8 Tage leihweise zu überlassen. Es wurde ihm mitge= teilt, daß er einen Esel geborgt erhalten könne, wegen des anderen Tieres aber mit seinem Kollegen verhan= deln solle. Dieser war vergnügt, daß er auf diese Art aber, das Grautier nach 8 Tagen zurückzunehmen und den Esel aus seinem Stalle los wurde, weigerte sich so kam es wieder mit seinem Genossen an seinen früheren Besitzer. Der Weinhändler leitete wegen Abnahme, Zahlung des Kaufpreises und eines täglichen Futtergel des von 1.50 Mt. gegen den Wirt die Klage ein, welche zwei Instanzen beschäftigte und nach 420 Tagen durch Urteil zu Ende kam. Der Wirt wurde verurteilt, gegen Uebergabe des von ihm gekauften Esels den Kaufpreis und die entstandenen Futterkosten zu zahlen. Die n Die Gießener Freiw. Feuerwehr hielt letzte Woche ihre Schlußübung ab. An dem als Brandobjekt dienenden Schulgebäude in der Schillerstraße wurde den beiden Löschzügen eine Aufgabe gesteilt, die unter dem Kommando des Brandinspektors Wiegandt sehr befriedigend gelöst wurde. Der Uebung wohnten Branddirektor Braubach, Regierungsrat Langermann, Beigeord- Ordnung der Angelegenheit sollte nun vor einigen Ta= neter Keller und Kommandanten von auswärtigen Feuerwehren bei. n Maßnahmen gegen die Teuerung. Die Handelskammer Gießen hat beschlossen, gemeinsam mit den übrigen hessischen Handelskammern bei der Großh. Regierung dahin vorstellig zu werden, daß sofort Maßnahmen unternommen werden, welche geeignet sind, der Preissteigerung der Lebensmittel entgegenzu wirken; als solche Maßnahmen sind neben Eisenbahn tarifmaßnahmen im Inlande eine vorübergehende Auf hebung der bestehenden Futtermittelzölle und Einschränk ung des Einfuhrscheinsystems anzusehen. gen zwischen den Parteien in Gegenwart ihrer Anwälte durch einen Gerichtsvollzieher vorgenommen werden. händlers vorgeführt. Der Wirt besichtigte das inzwiſchen Das Klageobjekt wurde auf Veranlassung des Weinklärte dann- dies sei nicht der Esel, den er gekauft dick und fett gewordene Tier von allen Seiten und erhabe, es sei der andere Esel, mit dem er nichts zu tun hätte und dessen Annahme er verweigere. Der Gerichtsvollzieher stellte die Einrede, daß angeblich versucht sei, bei der Uebergabe einen falschen Esel unterzuschieben, protokollarisch fest und nun hat sich über die Einrede des falschen Esels ein neuer Rechtsstreit entnommen hat. o Bad Nauheim. Bis zum 28. September 1911 sind 33 798 Kurgäste angekommen, wovon am genannten Tage noch 2635 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 28. September 448 662 abgegeben. o Vom Vogelsberg. Die Kartoffelernte ist hier in vollstem Gange. Die Resultate sind sehr verschieden untereinander. Teilweise erntet man schöne und auch viel Kartoffeln, aber auf einem anderen Acker erntet man so wenig und so schlechte Früchte, daß sich kaum die Erntearbeiten rentieren. Jm allgemeinen ist eine schlechte Ernte zu verzeichnen, deren Ergebnisse selbst in den schlechtesten Jahren bisher überholt worden sind. n Ausschaltung des freien Wettbewerbs bei der Er- wickelt, der erst seinen Anfang in der ersten Instang gerichtung von Ueberlandzentralen. In fast allen deutschen Bundesstaaten schweben gegenwärtig noch Projekte für die Errichtung elektrischer Ueber= landzentralen. Dabei treten in Gestalt von Materialund Installationsmonopolen Erscheinungen zutage, die sowohl die Allgemeinheit als auch die elektrotechnischen Spezialfabriken und die selbständigen Elektroinstallateure auf das schwerste schädigen. In einer Denkschrift der Vereinigung elektrotechnischer Spezialfabriken, welche den einzelnen Bundesregierungen und den amtlichen Handelsvertretungen zugegangen ist, wird nun die Aufmerk samkeit auf diese Monopole mit ihren Nachteilen hingelenkt und daran die Bitte geknüpft, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln dahin zu wirken, daß bei der Errichtung von Ueberlandzentralen der freie Wettbewerb bei der Herstellung der Ortsverteilungsnetze und der Anschlußanlagen nach jeder Richtung hin gewahrt wird. Die Handelskammer Gießen hielt soweit die Herstellung der Fernleitung, der Ortsverteilungsnetze, der Hausanschlüsse bis zum Zähler in Betracht kommt, ein Installations- und Materialmonopol für nicht unberechtigt, weil die städtischen oder staatlichen Elektrizitätswerte ein erhebliches Interesse an der sorgfältigsten Ausführung aller dieser Anlagen haben. Im übrigen aber muß jede monopols als ein Eingriff in die Gewerbefreiheit verweitere Ausdehnung des Installations- und Materialworfen werden. In diesem Sinne wird die Handelsfammer gemeinsam mit den übrigen hessischen Handelskammern bei der Großh. Regierung vorstellig werden. § Entgegen einer Zeitungsnotiz, wonach die Verhandlungen der Landesausschüsse der nationalliberalen und der fortschrittlichen Volkspartei wegen eines ge= meinsamen Vorgehens für die Landtagswahlen in ganz Hessen oder doch in den Städten bis jetzt kein Ergebnis gehabt haben sollen, stellt die„ Sess. Liberale Wochenschrift" fest, daß derartige Verhandlungen zwischen den Landesausschüssen der beiden Parteien überhaupt nicht stattgefunden haben und daß auch feiner Seite bisher ein Versuch zu Verhandlungen zwischen den Landesausschüssen über die Landtagswahlen gemacht worden ist. Hus Stadt und Land. von Gießen, 5. Oktober 1911. *. Ernannt wurden u. a. die Lehramtsreferendare: Christian Stephan und August Rühl in Grünberg, August Schlörb in Friedberg, Siegfried Kann in Gießen, Karl Göbel in Schotten, Dr. Theodor Jilke in Gießen, Wilhelm Meyer und Adam Schier in Fried berg und Dr. J. Keilmann in Gießen zu Lehramts= assessoren. n Kanzlist Geilfus beging am 1. Oktober die Wiederkehr des Tages, an dem er vor 30 Jahren als Schreiber ins Landgericht eintrat. n) Stiftung. Bankier J. Grünewald in Gießen hat für Zwecke der Mutter- und Säuglingsfürsorge in Hessen 10 000 Mark gestiftet. n zwei beliebte Baubeamte, die sich außerordentlicher Beliebtheit im ganzen Kreise Gießen erfreuten, sind am 1. Oktober vom hiesigen Kreisamt ausgeschieden. Baurat Diehm hat Urlaub genommen und Regierungsbaumeister Knöll ist nach Alsfeld ver= setzt. Das hiesige Kreisbauamt übernimmt Regierungsbaumeister He ch I er= Lauterbach. n) Heute Donnerstag früh gegen 26 Uhr wurde der ständige Nachtwächter Karl Maxter im hiesigen Bahnhof überfahren und tot aufgefunden. n Einziehung der Beiträge für die Invaliden versicherung. Nach einer der Handelskam= mer von der Ortskrankenkasse Gießen zugegangenen Eingabe scheint man sich an maßgebender Stelle dem Gedanken einer Aenderung des seitherigen Ver= fahrens bei Einziehung der Beiträge für die Invalidenmit Turnerische s. Der Turngau Hessen hat für 1911-12 folgenden Turnplan aufgestellt: Eine Gauvorturnerstunde findet am 1. Oktober in Gießen und die Vorturnerstunden in den einzelnen Bezirken am 15. Of tober, 3. Dezember 1911 und am 21. Januar 1912 statt. Um die Spielbewegung im Gau zu fördern, findet am 29. Oktober 1911 in Gießen auf dem Trieb eine Spielstunde statt. Eine Uebungsstunde sür Leiter und Leiterinnen der Frauenabteilungen wird am 12. Nov. 1911 in Gießen abgehalten. Ein Turnen der geübteren Turner des Gaues ist für den 26. November in Gießen geplant. In dem Turnplan ist neben den Geräte- und volkstümlichen Uebungen auch dem Turnspiel besondere Würdigung geschenkt. n Die 2000. Gallenblasenoperation wurde gestern vormittag in der hiesigen chirurgischen Klinik ausgeführt, seit Professor Dr. Poppert die Leitung der Klinik hat. Das ist die größte Zahl derartiger Operationen, die jemals in einer Klinik in Europa ausgeführt worden ist. n Ein Eselprozeß, der über ein Jahr schon die Gießener Gerichte beschäftigt und jetzt von neuem entbrannte, ist das Tagesgespräch in Gießen. Ein ehemaliger Weinhändler kutschierte früher seine Ware zur Kundschaft mit einem Eselsgespann. Vor 1½ Jahren verkaufte er eines der Grautiere an einen bekannten Wirt, für 125 Mt. Das Tier wurde auch dem Käufer überliefert und stand einige Tage in dem Stall seines neuen Herrn, bis diesem der Handel leid gemacht wurde, weil angeblich der Esel mit der Räude behaftet sei. o Grünberg. Fabrikant H. Schmidt verkaufte seine Weberei auf dem Marktplatz für 48 000 Mt..an Kaufmann Hellwig aus Rauschenberg. o Grünberg, 1. Okt. Der seitherige Bürger= meister 3 immer, der mit Rücksicht auf sein hohes Alter eine Wiederwahl abgelehnt hatte, legte heute die Bürgermeistergeschäfte nieder. Beigeordneter Fuldat ist mit der Führung der Geschäfte beauftragt worden, da gegen die Wahl des neuen Stadtoberhauptes Ranft Berufung eingelegt ist. o Lich, 2. Okt. Hier wird erzählt, in einem benachbarten Städtchen sei einem Arzt das Malheur passiert, daß er bei der Geburtshilfe dem Kind das linke Aermchen abgerissen habe. Das Kind lebt, durch Operation soll nun noch der Schultergelenkknochen entfernt werden, damit die Stelle glätter verwächst. o Lauterbach. Samstag fand die Abschieds= feier für den von hier nach Gießen versetzten Kreisbauinspektor He ch Ier statt. Zahlreiche Freunde, viele Geschäftsleute, das Personal des Scheidenden, die Beamten des Kreisamtes und selbst Männer aus dem Schlitzerland hatten sich eingefunden, um noch einige vergnügte Stunden mit dem hier so beliebten Streisbauinspektor zu verleben. o Lauterbach. Unsere Kreiskasse erhielt aus den Gemeinden 97 000 Mark, die Gesamteinnahmen betrugen 251 240 Mark. An Kriegsteilnehmer wurden 15 860 Mark gezahlt, die Kreisstraßen erforderten Mt. 117 000 Mart, die Armenunterstützung 20 715 Mt., an die Provinzialkasse gingen 26 560 Mart. s Heppenheim. Das Ministerium des Innern hat dem hiesigen Ortsgewerbeverein zur Gewinnung von Mitteln für Handwerkerschutzwerke die Erlaubnis zur Veranstaltung einer Verlosung von Gegenständen, insbesondere von Erzeugnissen der dem Vereine angehörenden Handwerker für den 17. Dezember 1911 erteilt. ! Budenheim, 3. Okt. Heute nachmittag brannte die Delfabrik Eugen Roeder bis auf die Umfassungsmauern nieder. Der entstandene Schaden dürfte sich auf mehrere 100 000 Mark belaufen, ist aber durch Versicherung gedeckt. Finanzielle Kriegsjorgen. Bon finanzpolitischer Seite wird uns geschrieben: Das Jahr 1911 wird mit tiefschwarzen Lettern in der Wirtschaftsgeschichte der europäischen Staaten verzeichnet werden müssen. Dürre, Mißwachs, Teuerung und Krieg zehren gemeinsam an dem Mart der Völter, und lange wird man die Schäden spüren, die allen ökonomischen Werten entstanden sind. Die Vorboten von Bankstürzen haben sich bereits eingestellt, und wenn man auch sagen mag, daß nur das Morsche fällt, sobald ein reinigender Sturm durch die Lüfte braust, so läßt sich doch andererseits nicht bestreiten, daß manche Ft nanzinstitute zerstört und manche Existenzen vernichtet wurden, die sich bei einer friedlichen Weltlage nicht nur halten, sondern auch gedeihlich entwickeln konnten. An dem Fall der Göttinger Bank mögen verschiedene Fehler, namentlich die Ueberschreitung der Grenzen der Kreditgewährung, die Schuld tragen, doch die politischen Unruhen versetzten dem Unternehmen den gefährlichsten Stoß. Die gesamte geschäftliche Lage der europät schen Reiche ist durch die Unsicherheit der Verhältnisse in Mitleidenschaft gezogen worden, und auch auf die Finanzlage der Staaten kann man das Goethesche Wort anwenden, daß Orient und Occident nicht mehr zu trennen sind. Im Abendlande begannen sich soeben die brandenden Goldwogen etwas zu beruhigen, als schon im Mors genlande neue Unruhen emporstiegen, die die Wellen bes Rentenmeeres aufpeitschten. Selbst wenn es gelingt, den ttalienisch- türkischen Krieg räumlich zu begrenzen, so kann das europäische Kapital ebensowenig von den Ereignissen unberührt bleiben, wie der internationale Handelsverkehr. Sowohl mit Italten als auch mit der Türket verknüpfen sich besonders in Deutschland so viele finanzielle und wirtschaftliche Interessen, daß schädliche Wirkungen des friegerischen Zufammenstoßes nicht fehlen können. Der von Italten ohne zwingenden Grund herbetgeführte Krieg findet deswegen in allen Handels- und Industriestaaten eine heftige Verdammung. Wenn die Italiener erst die Folgen ihres Abenteuers spüren werden, so dürften ste felbst ihre nationale Leidenschaft verwünschen. Man hat an der Tiber aus Konkurrenzneid auf die räumliche Ausdehnung Frankreichs in Afrika ganz aus dem Auge verloren, daß der Außenhandel mit der Türket Italien den größten Gewinn bringt. Gerade die italienische Schiffahrt hatte im Verkehr mit der Levante die größte Betätigung zu verzeichnen, und nun läßt der Herzog der Abruzzen wesentliche Bestandtetle der kleinen türkischen Flotte zerstören und friedliche Hirtische Handelsdampfer aufbringen. Daß sich diese Taten wirtschaftlich an Italten rächen werden, steht schon test außer Zweifel. Die Kriegskosten werden auf alle Fälle von Italten selbst zu bestreiten sein, denn die Türket vermag die ungeheuren Summen nicht zu becken, die der Krieg verschlingt. Die Mächte, die ft= nanziell mit der Türket verbunden sind, namentlich Frankreich und Deutschland, werden nicht zulassen, daß der Verwaltung der türkischen Staatsfinanzen der Strid um den Hals gelegt wird, also wird sich Italien mit einem Protektorate fiber Tripolis und die dahinter Ilegende Sandwüste begnügen müssen, aus der nichts zu holen ist. Jtalten, daß wenig Aussicht hat, eine Kriegsanleihe auf dem europäischen Geldmartte unterzubringen, wird noch mit seinem eigenen Sparkapital feine Siege über den ungleichen Gegner zu bezahlen haben, und dann kommt das böse Ende nach. Daß die Türket durch den Krieg von neuem in schwere finanzielle Sorgen gestürzt wird, ergibt sich aus den fümmerlichen Geldverhältnissen des Staates. Unter deutscher und österreichischer Hilfe wurde die Türfet erst im vorigen Jahre aus einer höchst bedrängten Lage befrett, und bald nahen die Rückzahlungstermine heran. Die deutsche Bantwelt und die deutschen Rentner, die an der großen Türkenanleihe von 11 Millionen Bfund beteiligt sind, machen begreiflicher Weise saure Mienen zu dem Lärm im östlichen Mittelmeer. Ste hatten auf ein offenes Feld wirtschaftlicher Arbeit gerechnet, und statt dessen stellt sich der Kriegsschrecken ein, dessen Ende vorläufig nicht abzusehen ist. Leider werden auch deutsche Börsen durch sinkende Kurse an den Verlusten teilzunehmen haben, die der Krach im europäischen Orient herbeiführt. Neue englische Verdächtigungen. In London hält man den gegenwärtigen Zeitpunkt für passend, um wieder einmal eine neue Auflage alter Verdächtigungen gegen die deutsche Politik vom Stapel zu lassen. Der Marineberichterstatter des„ Daily Tes legraph" will wissen, daß die deutsche Regierung beschlossen habe, im kommenden Winter ein Geschwa der nach dem Mittelländischen Meer zu ent fenden, das die deutsche Flagge in allen dortigen ä fen zeigen soll und wahrscheinlich in irgendwelche Ver bindung mit der österreichischen Marine treten werde. Da Deutschland gegenwärtig feinen eigenen Hafen im Mittelländischen Meer besitze, so würden die Schiffe im 6) Aus Eifersucht. Roman von Max Hoffmann. ( Nachdruck verboten.) Ste fah thn betroffen mit ihren dunklen Augen an. Wahrhaftig, Du hast recht, Friz! Immer triffft Du den Nagel auf den Kopf und verstehst mich zu überreden. Seit dret Jahren höre ich nun in Chicago Vorlesungen über Philosophie, Logit, Psychologie und alles mögliche, und doch wirfst Du mit Deinen Vernunftsgründen in kurzer Bett alle meine Ansichten über den Haufen." Er lächelte.„ Nein, dieser Erfolg hat andere Gründe. Es ist die Stebe, die ihre unsichtbaren Fäden von Seele zu Seele spinnt und eins dem anderen willfährig und gefügtg macht." - - Frühling wohl nach Hause zurückkehren. Es handle sich Babet um eine neue Entwicklung der deutschen Politik, die Aufsehen erregen müsse, da Deutschland keine Befizungen in den dortigen Gewässern habe. Bisher habe Deutschland fast seine ganze Flotte auf die nördlichen Meere konzentriert und nur ein kleines Geschwader im Stillen Ozean und einige kleine Schiffe in südamerikanischen Gewässern gehalten. Deshalb müsse das Erscheinen eines deutschen Geschwaders im Mittelländischen Meer als eine auffällige Aenderung der strate= gischen Idee betrachtet werden, die der deutschen Politik zugrunde liege. Deutschlands Stärke in den heimischen Gewässern würde unter dieser Aenderung leiden, aber das Gleichgewicht im Mittelländischen Meere könnte nicht unberührt bleiben. Natürlich würden dem deutschen Geschwader österretchische, vielleicht auch italienische Häfen zur Verfügung stehen, und am Ende werde dem Besuch wohl eine permanente und bedeutendere Vertretung der deutschen Seemacht im Mittelländischen Meere folgen.- An Berliner amtltcher Stelle ist, wie faum hinzugefügt zu werden braucht, von derartigen Absichten der Reichsregierung nichts bekannt. " D, dann muß ich aber mehr Liebe besitzen als Du!" ,, Wer von uns beiden mehr Liebe besitzt, das wollen wir dahingeftellt sein laffen. Obwohl ich ein untrig Itches Beichen verspitre, daß die meinige nicht gering ift. Denn siehst Du ich ich bin sogar schon eiferflichtig." „ Ah, ich verstehe! Auf tenen Affeffor, der dort eben mit den anderen Herren davonfuhr. Nun, die Sache ift ganz barmlos. Schon auf der Ueberfahrt von London wurde mir die Benfion der Fraut MohrmannMallmis in der Potsdamerstraße empfohlen, und ich glaube auch, daß ich es dort ganz gut getroffen habe. Es ist dort eine etwas buntgemischte, aber sehr intereffante Gesellschaft. Am vorgestrigen Abend nun, als Du wegen geschäftlicher Verhandlungen nicht mit mir zusammen sein tonntest, war ich dort an der Abendtafel, und da war auch diefer Herr Mallmiz, deffen Tante die gute Frau ist. Er hat mich den ganzen Abend förmlich belagert, um fein schreckliches Englisch bei mir au erproben. Noch test tut mtr der Kopf web, wenn ich nur daran benfe." Rundschau vom Cage. Politisches. Der Kaiser unternahm Montag nachmittag nach Eintreffen des Eisenbahnministers v. Breitenbach in Rominten mit diesem und Landrat v. Gehren eine Bereisung der im Kreise Goldap sehr erwünschten direkten Bahnlinie Goldap- Blindgallen. Die Kaiserin und die Prinzessin Vittoria Luise machten die Automobilund späteren Wagenfahrten mit, die bis dicht an die russische Grenze führten. In parlamentarischen Kreisen rechnet man damit, daß der Reichstag bis Anfang Dezember tagen wird. Bet dem Zusammentritt werden ihm vorliegen der deutsch- japanische Handelsvertrag und u. a. auch eine Vorlage zur Kenntnisnahme über die Kontingentierung der Zündwaren, soweit sie durch die kürzlich beschlossene Novelle zur Zündwarensteuer sich ergibt. Die erste Tat des Reichstages wird ein Beschluß sein darüber, ob die Antiquaschrift der deutschen Schrift vorzuziehen ist. Diese Petition steht an der Spize der 26 Petitionen, mit denen der Reichstag seine erste Sigung auszufüllen be= absichtigt. Die Marokkoangelegenheit nimmt ihren ruhigen Verlauf. Es wird noch über die Redaktion einzelner Paragraphen hin und her diskutiert. Eine gewisse Verzögerung ist in den Verhandlungen durch einen schleppenden Geschäftsgang in dem französischen Kabinett eingetreten, bei dem jede kleine redaktionelle Frage erst durch die Bureaus geht und dann noch den Gegenstand längerer Ministerberatungen bildet, während die deutsche Antwort stets prompt erfolgt. Auf die materielle Seite der Sache habe diese Verzögerung aber feinerlei Einfluß. Was der polnische Fanatismus vermag, lehrt fol= gende Mitteilung der Kattowißer„ Umschau im Bolenlager": Von Krakau aus werden gegenwärtig in hunderttausenden Exemplaren zwei Ansichtskarten vertrie= bent, welche folgende Bildnisse zeigen: Auf der Leiche eines erschlagenen preußischen Soldaten sekt ein Sokolist in voller Uniform die polnische Nationalfahne auf und weist auf die darunter stehenden Worte hin: Mit Gewalt werden wir zurücknehmen." Auf der zweiten Karte verfest ein Sokolist einem deutschen Soldaten einen so wuchtigen Fußtritt, daß diefer zu Boden stitrat. Das Bild deutet an, wie die Polen die Deutschen behandeln würden, wenn sie die Macht hierzu hätten. Aenderung des preußischen Fahneneides. Das Armeeverordnungsblatt enthält folgende an den Kriegsminister gerichtete Kabinettsorder: Auf den mir gehaltenen Vortrag bestimme ich, daß die Bekräftigungsformel am Schlusse des durch die Allerhöchste Order vom 5. Junt 1831 festgefeßten Diensteides für die Angehörigen der chriftlichen Bekenntnisse fortan gemeinsam dahin zu lauten hat:„ So wahr mir Gott helfe durch Jefum Christum und sein heiliges Evange Itum". Bisher lautete in der preußischen Armee die Schlußformel des Fahnenetdes für Katholiken und Protestanten verschieden, und zwar für Katholiken:" So wahr mir Gott helfe durch Jesum Christum zur ewigen Seltgfett", während für die Protestanten die Formel: durch Jefum Chriftum und sein heiliges Evangefium" vorgeschrieben war. Kleine Nachrichten. Eine erweiterte Sonntagsruhe für Groß- Berlin wird vom 1. November ab in Kraft treten. Das be= treffende Ortsstatut ist dem Oberpräsidenten eingereicht, es follen vom 1. Oktober bis zum 30. April die Vertaufsstellen des Handelsgewerbes nur von 12 bis 2 Uhr, vom 1. Mat bis 30. September nur von 8 bis 10 Uhr vormittags geöffnet sein. ,, und Tu sagtest mir gestern abend gar nichts davon?" ,, Weil ich Deine Eifersucht kenne und Dir keine unnüze Aufregung verursachen wollte." Felty reichte thr dankbar die Hand.„ Stehst Du, Felicia, jetzt bin ich derjenige, der sich Deiner befferen Einsicht fügt!" Ste nickte graztös. Du erzählteft mir viel von der Diakonissin. Wird sie nun noch hierbleiben?" ,, Nein, selbstverständlich nicht. Aber Du ertnnerst mich da an etwas. Dieses Mädchen hat zwar persönlich nichts für den Dienst zu verlangen, sie soll jedoch von mir eine Erkenntlichkeit für thre treue Pflege erhalten." Er drückte auf den Knopf einer elektrischen Klingel. Nach kurzer Bett erschten das Dienstmädchen, das einen eigentümlich scheuen und verschüchterten Eindruck machte, der Fris unangenehm berührte. Bitten Sie die Krankenpflegerin heraufzukommen, Auguste," sagte er kurz. " Die Schwester Magdalene?" fragte sie verwundert. " Ja freilich! Ich möchte noch ein paar Worte mit thr sprechen." " Aber sie ist ja gar nicht mehr da!" „ Wte?" " Ja, vor ungefähr zehn Minuten erschten fte fertig angekleidet mit ihrem kleinen Röfferchen in der Küche und sagte, Ste bedürfen nun doch nicht mehr threr Dienste, und da müsse sie nur so schnell wie möglich nach dem Beatricenheim zurückkehren, weil sie vielleicht an anderer Stelle notwendig gebraucht werde." ,, So, so! Na, dann sehre ich gelegentlich selbst nach dem Heimt, um mich noch persönlich bet thr zu bedanfen. Dann können Sie wieder aehen. Auguste!" Aber das Mädchen ging nicht, griff unruhig an th= rer Schürze hin und her und hatte etne fast weinerliche Miene. ,, Wünschen Sie noch etwas, Augufte?" Ingeniene Richter ist mit seiner hetagten Mutter in Schwarzburg eingetroffen, um sich von den eritttenen Strapazen seiner Gefangenschaft im Olympgebirge zu erholen. Im Freiballon zum Bolarmeer. Ein Luftballon mit drei Offizieren der Militärfliegerschule in Petersburg landete in Kandalakscha( Gouvernement Archangelsk) an der Küste des Weißen Meeres, nachdem er fiber 800 Werst in 14 Stunden zurückgelegt hatte. Verhaftung eines Notars. Der Notar König in Honnef a. d. Sieg wurde wegen Unterschlagung ihm anvertrauter Gelder in Höhe von etwa 10 000 Mart verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis nach Bonn eingeliefert. Ein breifacher Mord wurde in Kidsgrove( englische Grafschaft Stafford) entdeckt. Die Rentnerin Frau Wair, ihre Tochter und das Dienstmädchen waren im Schlaf ermordet und furchtbar verstümmelt worden. Von dem Täter hat man noch keine Spur. Eine schwere Explosion ereignete sich gestern abend in einer chemischen Fabrik in Lille, in der das B- Pul ver, das wahrscheinlich auch die Explosion des Panzers Liberté" verursachte, hergestellt wurde. Eine Quantität Bulver explodierte plötzlich unter heftiger Detonation. 3 Arbeiter wurden sofort getötet, 5 schwer verletzt. 17 Japanerinnen ertranfen. Aus Tokio meldet der Draht: Ein Boot mit 17 jungen Japanerinnen, die Wasserlilien suchten, ist gekentert. Alle sind ertrunken. Aus den Gerichtssälen. Unterschlagung von Klientengeldern. Das Dresd ner Landgericht verurteilte den früheren Staatsanwalt und nachmaligen Rechtsanwalt Dr. Thieme in Dresden wegen Unterschlagung ihm anvertrauter Klientengelder zu drei Jahren sechs Monaten Gefängnis und 3 Jahren Ehrverlust. Der Millionär als Schmuggler. Der oberste Gerichtshof zu Neuyork verurteilte den vielfachen Millionär und Sekretär verschiedener Trusts, Abraham Lichtenstein, weger Schmuggelet zu zwei Monaten Gefängnts. Vermischtes. Uebereifer einer Steuerbehörde und seine Korrek tur. Als der Kaiser kürzlich der Stadt Berlin für den Stzungssaal des Rathauses sein Bild geschenkt hatte, verftel ein Steuerbeamter auf die Idee, diese Stiftung des Bildes für schenkungssteuerpflichtig zu erklären. Die eigenartige Steuerverfügung, die in Berlin viel besprochen wurde, ist jetzt aufgehoben worden. Wie halbamtlich gemeldet wird, hat sich die Oberzolldtrektion Berlin nach näherer Prüfung der Begleitumstände für die Steuerfreiheit tener, Schenkung ausgesprochen und der zuständige Finanzminister ist dieser Auffassung betgetreten. Ankauf eines neuen Varfeval" für das geet. wie der Inf." mitgeteilt wird, ist für unser Heer der Anfauf eines neuen„ Barseval" beschlossen worden, so daß unsere Luftschifflotte in der nächsten Zeit um dret Neubauten bereichert sein wird, nämlich um den neuen " Zeppelin", der in diesen Tagen seine Probefahrten unternehmen soll, um den Neubau des Luftschiffes vom " M"-Typ, das beim Kaisermanöver verunglückt ist und jest wiederhergestellt wird, sowie um das„ Parseval"- Luftschiff, das sich bereits nach genauen Angaben der Heeresverwaltung im Bau befindet. Es sollen auch in Stefem Jahre noch Ankäufe von Flugzeitgen für die Heeresverwaltung gemacht werden. Das Luftschiff Schwaben" hat sett Indienststellung bis Ende September an 54 Fahrtagen 81 gelungene Flüge, darunter 9 Fernfahrten von fiber 200, zum Teil bis über 400 Kilometer Länge ausgeführt. Es war da bei im ganzen 187 Stunden in der Luft und legte 10 811 Kilometer zurück. Das Luftschiff beförderte 1675 Personen einschließlich des Fahrpersonals. Die„ Schwa ben" besuchte von Friedrichshafen aus Zürich und Luzern und dann von Baden- Oos aus wiederholt Frankfurt, ferner Gotha, Berlin und Düffeldorf. In der zweiten Hälfte dieser Woche wird, günstige Witterung vorausgesetzt, nochmals Frankfurt besucht. Dann wird das Luftschiff noch auf kurze Zeit in Düsseldorf stationtert sein, um den längst gehegten Plan, Cleve und Amsterdam zu besuchen auszuführen, und hierauf für einige Zeit in Berlin in einer neu erbauten Halle auf dem Flugplas Johannisthal Einkehr halten. Im November wird die neue Halle der Delag in Frankfurt bezogen. Wieder einer! Auf Requisation der Staatsanwaltschaft wurde in Oranienburg bei Berlin der Buchhalter Hermann Hogeniz verhaftet. Der Verhaftete, der bet der Firma Gebrüder Tramba in Oranienburg an gestellt war, hat sich dort Unterschlagungen in sehr bebeutender Höhe zu Schulden kommen lassen. Bis fest find über vierhunderttausend Mart Defraudationsgelber festgestellt. Man glaubt aber, daß bet der näheren Untersuchung die Summe noch bedeutend höher sein wird. Die Schwiegermutter des Verhafteten beging - Nun tamen thr wirklich die Tränen in die Augen. " Ach, Herr von Marleben ich graule mich so sehr!" " Das wird vorübergehen." „ Ach, hier nicht." " Was wollen Sie damit sagen?" " Ich - ich möchte fort, Herr von Marleben." " Ach so, Sie wollen kündigen! Nun, ich stehe Th rer Empfindung nicht verständntslos gegenüber. Wir baben jest Anfang November, ich will Ihnen für das ganze Vierteljahr den Lohn geben, und zu Weihnachten tönnen Sie fich auch noch bet mir melden, wenn ich dann noch hier sein sollte. Wo sind Sie zu Hause?" Hier im Orte wohnt meine Mutter." " So, Dann befinnen Ste sich vielleicht noch und tommen in einigen Tagen wieder. Ich gebe Ihnen solange Urlaub. Uebrigens, soviel ich mich entsinne, wohnt doch unten im Keller immer ein Gärtner. Wo ist er geblieben?" 984 Tem M ge de na ne br at dt di ha dt Ge AL Gr 93f pel int der es Zu ge Be thn fei rid fid no ver Die ere: ner Na hat ge ohr Ka fie die Heff ner gro Hib des che fet deff tit. Stol ner auf Fre ans de in fch fchr 618 ver ber ten pasi Vo wit Ste Do an me ftur ma Ho Di 50 Be be Ma der 9884 ha Ob erf me gefa hen. ter, verfi nicht Sote und ich enti gem fel a Itcher umg Bum Don truge „ Ach, der arme Mensch!" sagte Auguste zutraulich. Er ist vor vierzehn Tagen wegen eines Strettes mit ber Krankenpflegerin, die thn merkwürdigerweise nicht letben konnte, von der gnädigen Frau entlassen worden. Sie wollte erst im Frühjahr wieder einen neuen für thn nehmen. Und Karl war doch fünf Jahre hter, und der Herr war immer zufrieden mit ihm gewesen." st er noch fret?" " Jawohl. Er wohnt jetzt bet meiner Mutter in Schlafstelle." ,, Dann sagen Ste thm, er könne hier wieder eintreten." Ach!" rief das Mädchen erfreut und verlor ganz thre Traurigkeit.„ Also Ste geben mir ein paar Tage Urlaub, Herr von Marleben, bis ich mich von meinem Schreck wteder erholt habe?" Ich denke, Ste wollen überhaupt wegztehen?" " Nein, teh habe mich wieder besonnen." Aba! Liebe fiegt, nicht wabr?" Sier Fret tra gan färg tter nen an lon era an er in ihm ver= onn sche Frau im den. bend Bul zers Lian ona Test. der die fen. esd walt den lder Jah Gellio Lich ängs ref: den Satte, tung ären. I behalbftion fitr und betste Anбав Neu teuen hrten 5 vom Ft und val", 7 der ch in die Mung ngene Tell ir da 10 811 PerSchwa d LuFrant I der terung wird statio e und uf für Me auf m No urt be atban Buch zte, der rg an ehr beSts test onogelnäheren er fein beging Augen. febr!" n." ehe Jh er. Wir für das hnachten Jenn ich aufe?" woch und hnen fo entfinne, Wo ift traulich ettes mit effe nicht worden. euen fir hter, und efen." Mutter in eder ein or ga ar Tage meinem eben?" nach der Verhaftung Selbstmord, wahrscheinlich aus Furcht vor Strafe, well fie um die Verfehlungen ihres Schwiegerfohnes wußte und diese begünstigte. Als Urheberin Sabotageaft einer Bahnbeamtin. eines auf einer französischen Bahnstrecke verübten Sabotageattes, durch den eine Weiche beim Bahnhof Saint Germain blockiert wurde, verhaftete die Polizef die Billettverkäuferin jenes Bahnhofes, Frau Basle, deren Mann Arbeiter auf der Bahnlinie ist. Ein Zeuge hatte gesehen, wie sie das Schloß der Weiche in den Garten des Weichenwärters warf. Die Angeschuldigte gestand nach furzem Leugnen. Sie gilt auch als Urheberin etzu bringen, und wird verschiedener Diebstähle bezichtigt. Milchuot in Paris. In Parts ist eine Milchnot ausgebrochen, die zwar schon lange vorauszusehen war, die aber die Bevölkerung sehr empfindlich trifft, sowie die öffentlichen Gesundheitsverhältnisse gefährdet. Nur ein Fünftel des täglichen Milchbedarfs von 1 100 000 t- ter fonnte durch die Zufuhr gedeckt werden, und die Situation droht, sich weiter zu verschlimmern. Die Dürre, die Futternot und die Maul- und Klauenseuche baben in erster Linte den Notstand verschuldet. landwirtschaftlichen Unterricht im Heere auch schon mehrfach Versuche mit tinematographischen Vorführun gen gemacht worden die sich vorzüglich bewährten. Es hatte sich ergeben, daß diese anschaulichen Darbietungen ben Mannschaften nicht nur verständlicher waren, als reine Vorträge, sondern auch ihre Lust am Unterricht bedeutsam erhöhten. Man darf annehmen, daß die Ver= fuche zur Umgestaltung des Instruktionsunterrichtes durch den Kinematographen eine Fortsetzung und Erweiterung erfahren werden. nes früheren Berjuches, einen Bug zum Entaleisen au Trauerfeier für die Opfer der Liberté. Reitanfall von Frau Roosevelt. Einen Unfall, der die schwersten Folgen hätte haben können, erfitt dte Gattin des früheren Präsidenten Roosevelt bet einem Ausflug zu Pferde. Ste machte in Begleitung thres Gatten und ihres Sohnes einen Spazierritt, als das Pferd plötzlich scheute, sich aufbäumte und Frau Roosevelt zu Boden warf. Sie blieb jedoch mit einem Fuß im Steigbügel hängen und wurde von dem wegrasen= den Pferde eine Strecke gefchleift. Ihrem Sohn gelang es jedoch, das Pferd zu überholen und ihm die Zügel zu fallen. Der Krankheitsbericht meldet, daß kein Glied gebrochen ist, daß aber erhebliche Abschürfungen und Verstauchungen vorliegen. Revolverattentat eines Gymnafiasten. Der sechzehnfährige Realgymnasiast Otto Koch in Magdeburg drang in die Wohnung seines Oberlehrers Jsmer und machte thm Vorhaltungen wegen der schlechten Zensur. Darauf zog der Bursche plötzlich einen Revolver und schoß auf feinen Lehrer, der schwer verletzt wurde. Der Mörder richtete darauf die Waffe gegen sich selbst. Er brachte fich einen Schuß in den Mund bet und zerschnitt fich noch die Pulsadern. Beide wurden lebensgefähri verletzt. Ein Abenteuer nach dem Ball. In der Ortschaft Diemarden bet Göttingen hat sich eine heitere Episode ereignet. Ein Dienstmädchen, das ohne Erlaubnis set ner Herrschaft zum Tanz gegangen war, fam in später Nacht vor die verschlossene Tür. In weiser Vorsicht batte aber das Mädchen eine Parterrefenster beim Weggehen nur lofe angelehnt; es gelang thr dann auch, ohne den Ballstaat zu beschädigen, hindurchzuschlüpfen. Kaum war fie indes vom Fensterbrett gesprungen, als fie in eine zähe, breitge Masse gertet, in der sie bis über die Knie versant. Sie rief laut um Hilfe, und als im Hefften Negligee, mit Kerzen bewaffnet, die Mitbewohner erschienen, fanden sie die Dorfschöne hilflos in einem großen Bottich mit Pflaumenmus stehen, der zur Abfühlung offen an das Fenster gestellt war. Der Anblick des füßen Mädchens" war erschütternd! Eine ironische Anffchrift. In dem schönen Wäldchen zwischen dem Haag und Scheveningen erhebt sich febt nahezu vollendet der monumentale Friedensvalast, deffen großmittiger Stifter der Minionär Carnegie ift. Das graziose Türmchen der Fassade hebt sich schon stolz in die Lüfte und bald wird der Balast auch im Innern vollendet werden und die zahlreichen Kunstwerke aufnehmen können, die zu seiner Ausstattung aus Frankreich, Deutschland, England, Italien, Belgien und anderen Ländern versprochen worden sind. Vorläufig ist der Friedenstempel aber noch gefchloffen und man Iteft in großen Buchstaben über seinem Eingange die Inschrift: Verboten toegang". Die augenblickliche Spans nuna der politischen Lage in Europa gibt diefer Inschrift eine tronische Bedeutung von flassischer Wahrheit: bis auf weiteres ist der Zugang zum Friedenstempel verschlossen. Ein Erdrutsch an der Mrlbergbahn. Auf der Arlbergbahn ist infolge heftigen Regenwetters in den lets ten Tagen in der Nähe von Dalars eine große Erdlawine niedergegangen, als ein Berfonenzug die Strecke passterte. Die Lokomotive und ein Wagen wurden schwer beschädigt. Personen wurden nicht verfest. Vom Gardasee treffen Meldungen ein über Heftige Gewitter, die bedeutenden Schaden anrichten. An einer Stelle murde von einer hoben Welle eine Saimaner von 50 Meter weggeriffen. Ein Motorboot und mehrere andere Boote sind gesunken. Die Instruktionsstunden und der Kino. Es sind mehrfach Berfiche gemacht worden, die Instruktionsstunden in der Kaserne durch Berwendung des Ninematographen umzugestalten, um auch in der InftrufHonaftunde den Anschauungsunterricht, der sich in der Volksschule bewährt hat, zur Einführung zu bringen. Diesen Zwecken dient eine Erfindung des Hauptmanns Hartmann, nämlich der„ Optliche Kriegsspiel- Apparat". Bekanntlich sind im vorigen Jahre bereits bet dem Das hitbsche Mädchen wurde über und über rot. Herr von Marleben, ich bin hler dret Jahre mit Karl Marr zusammengewesen. Man gewöhnt sich aneinan= der." „ Verstehe!" sagte Frig. Er zog seine Uhr.„ Die Wagen des Beerdigungsinstituts, die ich anstelle der häßlichen amtlichen Wagen zur Weberführung nach dem Obdufttonshause bestellt habe, fönnen jeden Augenblick erscheinen. Es kommen dann auch Leute, die die Zimmer unter Ihrer Aufsicht säubern werden. Wenn das geschehen ist, schließen Sie alles gut ab und können ges hen. Das Haus bleibt unter polizeilicher Aufsicht." Das Dienstmädchen ging sichtlich erleichtert hinumter, und Felicia fagte zu Fritz:„ Wenn ich Dich recht verstanden habe, so willst Du in den nächsten Tagen nicht hier wellen?" „ Heute und diese Nacht nicht. Ich werde mich in ein Hotel begeben. Dann aber werde ich zu Hause wohnen und nur meine Mahlzeiten außerhalb einnehmen." Er warf einen Blick aus dem Fenster.„ Da sehe ich die beiden Wagen. Du mußt mich für kurze Zett entschuldigen, liebe Felicia. Du weißt, was wir abgemacht haben, daß Du nicht hinuntergehen sollst." Sie war damit einverstanden und rückte ihren Sessel an das Fenster. Die Nachricht von der ungeheuerlichen Tat mußte sich auf irgend eine Weise schon herumgesprochen haben; denn eine große Menschenmenge, zum größter Tell aus weiblichen Personen bestehend, von denen manche sogar kleine Kinder auf dem Arm trugen, umstand neugierig den Ausgang am Gittertor. Ster in flüsterndent, dort in lebhaftem Ton wurde das Ereignis besprochen und das kletne Haus, das sonst taum beachtet worden war, wie ein Wunderwerk betrachtet. Zwei Bolizisten hielten mit Mühe den Durchgang fret, durch den nach nach einiger Zeit zwet Eichenfärge getragen und in die Wagen geschoben wurden. Felteta Molesworth fühlte froß ihrer gerühmten Nuß, die Lostrennung dieses Gliedes von ihrem Korper freiwilligst vorzunehmen. Schließlich wird aller dings den Türken faum etwas anderes übrig bleiben, und sie müssen noch froh sein, wenn sie den Namen der Oberhoheit, vielleicht in ähnlicher Weise wie in Aegypten, behalten, obwohl es nicht einmal sicher ist, daß die Italiener sich heute noch auf diese Konzeffton, die ste vor wenigen Wochen anstandslos bewilligt hätten, einlaffen weiden. Jedenfells Itegt die Voraussetzung für alle Friedensverhandlungen in Konstantinopel, wo man sich zunächst darüber klar sein muß, was man den Italienern bieten will. Daß in dieser Beziehung werden, nicht allein von Deutschland, sondern auch von den anderen Staaten. Ob und wieweit sich aber daraus ein praktisches Ergebnis herletten läßt, wird sich erst sagen lassen, wenn die Italiener in Tripolis gelandet find, was fa freilich schon für die nächsten Tage zu erwarten ist. Trauerfeier für die Opfer der Liberté. Fühlung genommen ist, darf als sicher angenommen Am Dienstag fanden in Toulon in Gegenwart des Präsidenten der Republik, der Minister, zahlreicher Vertreter des Heeres und der Flotte, sowie der fremden Marineattachees die Leichenfeierlichkeiten für die bei der Katastrophe der„ Liberté" umgekommenen Seeleute statt. Vierundzwanzig Geschütze, deren Rohre abge= nommen waren, trugen je steben Särge mit den Leichen der bisher erkannten 168 Opfer, unter denen sich dret Offiziere befinden. Die Toten, deren Persönlichkeit noch nicht festgestellt ist, werden später beerdigt werden. Unter den zahlreichen Kranzspenden befand sich auch der aus Chrysanthemen gebundene Kranz Kaiser Wilhelms. Nach der tirchlichen Feier ergriff Präsident& allteres das Wort. Er wtes auf Ben Gegensaß zwischen dem heutigen unvergleichlichen Jammer und der kürzlichen Flottenschau hin, gab dem allgemeinen Schmerze Ausdruck sowie dem unermeßlichen Mitleid für die mitten im Frieden so tragisch zu Tode gekommenen Soldaten und rief den Opfern den letzten Gruß des trauernden Vaterlandes nach. Die zahlreichen Beileidsfundaebungen aus dem Auslande hätten, so führte der Präsident weiterhin aus, thren Weg zum Herzen der französischen Seeleute gefunden. Marineminister elcassé versicherte, er werde alles tun, um die Ursachen der Liberte"-Katastrophe zu ermitteln und sie zu unterdrücken. Die Marine werde bestrebt fein, vorwärts zu schreiten, die Maßnahmen für die Wachsamkeit würden verdoppelt werden, denn der Ba= triotismus fönne nicht zulaffent, daß die Wachsamkett einschlummere. Delcassé schloß: Wenn auch das Wrack der„ Liberté" Mutlosigkeit einzuflößen scheint, so dringt doch aus den Särgen der Ruf hervor: Vertrauen und Arbeit! Dann defilierten Abteilungen der Besazungen fämtlicher Schiffe und des Heeres, ferner offizielle Perfönlichkeiten vor den Särgen. Nach der Trauerfeier fehrte Präsident Fallieres zur Präfektur zurück. Präsident Fallieres besuchte nachmittags die Verwundeten der„ Liberté", von denen sich die Mehrzahl auf dem Wege der Besserung befindet. Fallteres verlieh dem Feuerwerker, der die Bulverkammer der„ Liberté" unter Wasser zu setzen versucht hatte, das Kreuz der Ehren= Iegton, sowie sonstige Auszeichnungen an die Soldaten, die sich bet der Rettung von Kameraden hervorgetan hatten. Anfregender Zwischenfall bet der Trauerfeier. Beim Leichenbegängnis der Opfer der Katastrophe auf der Liberté fam es zu einem aufregenden zwischenfall. Die Spize des Zuges hatte das Theatergebäude am Boulevard Straßbourg erreicht, als scheu gewordene Pferde das Truppenspalter durchbrachen. Die Menge fifirzte von allen Seiten durch die Truppen herbet. Eine improvifterte Bühne war zusammengestürzt und hatte die Pferde scheu gemacht. Blößlich ertönte der Ruf cine Bombe". Ein wüftes Stoßen und Gedränge führte zu einer zeitweiligen Auflösung des ganzen Zuges. Der Präfident der Republik war eine Beit lang ganz allein und wurde schließlich bis zu den Stufen des Theaters gedrängt, wo sich dann Polizeibeamte um thn sammelten. Im Gedränge wurden viele Personen zu Boden geriffen und erheblich verlebt. Soldaten He: ken ihre Gewehre fallen und liefen davon. Es dauerte einige Zelt, bts Ruhe und Ordnung wiederhergestellt war. Der italienisch- türkische Krieg. Friedenshoffnungen. Der geheimnisvolle Schleter, den belde kriegführenden Parteien über ihre Atttonen ausbreiten- die Frage, wo eigentlich die türkische Flotte steckt, ist im= mer noch nicht gelöst läßt die korrespondenten nicht auf ihre Kosten kommen, die deshalb thre ersprießliche Tätigkeit auf andere Gebtete verlegen. Merkwürdig genug, daß bet diesem ganzen Kriege, der bisher etwas start Operettenhaftes an sich hat, eigentlich schon vor bem ersten Kanonenschuß an die Friedensmöglichketten und Friedensbedingungen nach allen Setten erörtert worden find. Daß sich wohl jeder darüber freuen würde, wenn es möglich wäre, unnöttges Blutvergießen au verhindern, braucht kaum besonders betont zu werden; aber gar so leicht ist die Sache denn doch nicht. Die Italiener wollen sich naturgemäß nicht in den Arm fallen laffen, und mit ihnen wird daher nicht zu reden sein, bevor sie nicht wenigstens die Küfte von Tripolts besetzt haben. Aber auch für die Türket ist es eine harte stählernen Nerven einen falten Schauer über ihren Rücken laufen, als sie dieses grausame Memento mort und zugleich diese gefühllose Menschenmasse sah, für die das alles im Grunde nur den Netz einer eigenartigen Schaustellung hatte. Manche folgten sogar den langfam fich entfernenden Wagen, als wenn das Rätsel eine magische Anziehungskraft für sie hätte. Frizz war sehr ernst, als er wieder ins Bimmer trat. " Ich fühle mich todmüde," gestand er, und werde doch wahrscheinlich jetzt keine Ruhe finden. Ich bedarf aber dringend der Sammlung nach dieser ungeheuren Aufregung, die mich mehr ergriffen hat, als es den Anschein hat, Itebe Felicia." O, tch kann das sehr wohl verstehen," verfeste ste weich. Und ich halte es deshalb auch für das Beste, daß Du Dich recht bald nach einem stillgelegenen Hotel begibst, wo Dit ungestört bist. Ich sehe, mein Tarameter hält noch drüben. Ich fahre sofort nach meiner Pension, um ftill auf meinem Simmer zu bleiben. Aber morgen vormittag erwarte tch Dich bestimmt!" Frizz war damit einverstanden und atmete erleichtert auf, als er sich endlich, auf dem Divan ausge streckt, allein seinen Gedanken überlassen konnte. An wirkliche Ruhe war nicht zu denken. Sein Puls ging wie im Fteber, und wilde Bilder rasten in finnlosem Wechsel durch sein Gehtrn. Dazu kam noch das dumpfe Gemurmel der Männer, die erschienen waren, um im unteren Zimmer nach den ziemlich laut erteilten Anordnungen des Dienstmädchens thre Reinigungsarbett zu vollziehen. Er versant in etne Art Dämmerungszustand, in dem er wie in Nebelschleiern sein früheres Leben in diesem Hause vor seinem geistigen Auge vorüberziehen sah. Er war der einzige Sohn und besuchte das Real gymnasium des Ortes. Seine Mutter, die bald nach der Geburt verstorben war, hatte er nie gekannt. Setn Eine Abtretung Tripolis gegen Entschädigung? Nach Informationen, die der„ Berl. Lokalanz." aus Konstantinopel erhält, glaubt man zu wissen, daß dort folgende Vorschläge zur Erwägung gestellt werden. Tripolis wird militärisch und administrativ von Italten übernommen und durch einen Vizet önig verwaltet, der auf Italiens Vorschlag vom Sultan zu ernennen tst. Das Souveränttätsrecht des Sultans bleibt gewahrt. Jtalten wird eine durch Verhandlungen festzusetzende Geldentschädigung zahlen. Italien stimmt der Aufhebung der Kapitulationen zu und garantiert die Integrität des osmanischen Reiches. Der fürtische Ministerrat hat diese Vorschläge lange diskuttert und wird die Beratung heute fortsetzen. Aufruf des Zentralfomitees für Einheit und Fortschritt. Das Zentralfomitee für Einheit und Fortschritt in Saloniki richtet einen Appell an die öffentliche Metnung, in dem es gegen die Beraubung durch Italien, von der die Türkei bedroht werde, Verwahrung einlegt. Nicht die Türket, sondern Italten verlebe Men= schenrechte und Gestttung. Die Geschichte kenne fein ähnliches Beispiel. Die Waffen werde die Türket nicht niederlegen, bevor der Statusquo wieder hergestellt ſet. Die türkische Nation fordere die öffentliche Meinung Europas auf, sie moralisch zu unterstützen. Das Bombardement von Tripolis hat begonnen. Rom, 4. Oktober. Vizeadmiral Faravellt hat von Bord des Panzers Benedetto" gestern abend 7,45 Uhr telegraphiert, er habe um 3% Uhr nachmittags mit der Beschießung der Hauptforts von Tripolis begonnen und bis Sonnenuntergang fortgeseßt. Eine türkische Batterie habe das Feuer erwidert, ohne eine Wirkung zu erzielen. Die Beschießung werde hente fortgesetzt werden, um die türkischen Batterien vollständig zu zerstören. Man habe auf italienischer Seite bei der Be= schießung die größte Vorsicht walten lassen, um eine Zerstörung der Stadt zu verhindern. Was der Draht weiter meldet. Konstantinopel, 4. Oktober. Wie Agence Havas" erfährt, trifft Rußland an der türkischen Grenze militärische Vorsichtsmaßregeln. Saloniki, 4. Oktober. Aus Benghast wird dem jungtürkischen Komitee gemeldet, daß die Mohammedaner beschlossen haben, dte Provinz Tripolis bis zum legten Blutstropfen zu verteidigen. Wie aus Prevesa berichtet wird, haben gestern abermals Italienische Kriegsschiffe vor dem Hafen gekreuzt, gaben Salven ab und verschwanden dann wieder. Ihr Vorgehen wird als eine Demonstration aufgefaßt. Rom, 4. Ottober. Die Vorbereitungen für die Busammenfeßung des Expeditionstorps schreiten in normaler Wetse fort. Die Expedition wird nicht nur von Genua, sondern auch von den kleinen Häfen der Ost- und Westküste erfolgen. Drabtnachrichten und Deuestes. Lohnbewegung der Ruhrberglente. Effen, 4. Oktober. Veranlaßt durch die herrschende Lebensmittelteuerung, planen die Ruhrbergleute in eine Lohnbewegung einzutreten. Die gegenwärtigen Löhne selen bei den gesteigerten Ansprüchen an die Lebenshaltung ungenügend. An der Bewegung dürften alle Organisationen teilnehmen. Drei Personen bei einem Wagennnfall ums Leben gekommen. Leipzig, 4. Oktober. Zwischen den Ortschaften Graßdorf und Tauche stürzten von einem Rollwagen Infolge Radbruches eine auf dem Waaen sigende Frau und dret Knaben herab und wurden überfahren. Die Frau und zwet Knaben wurden auf der Stelle getötet, ein Anabe schwer verletzt. Das Räuberunwesen an der russischen Grenze. Rattomiz, 4. Oktober. In Droboschyn an der schlesisch- russischen Grenze wurde der Fabrikbefizer Karwicz von vermummten Räubern überfallen und ermor det. 120 000 Mark wurden von den Mördern geraubt. Vater hätte es bet seinen glänzenden Gaben gewiß zu einer sehr hohen Staatsstellung gebracht, wenn er nicht ein Sonderling gewesen wäre und sich von allem Ver tehr abgeschloffen hätte. Setne amtliche Tätigkett übte er fast widerwillig aus und widmete seine ganze frete Bett geschichtlichen Lieblingsstudien. Um seinen Sohn bekümmerte er sich nicht viel. So wuchs Friz unbehindert durch irgendwelche väterlichen Erziehungserperimente fret wie ein Vogel auf, kein Musterschüler, eher das Gegenteil, aber gefund an Leib und Seele. Als er jedoch in der Sekunda war und dem Vater eines schönen Nachmittags offen erklärte, er habe die Schule satt und möchte irgend einen praktischen Beruf ergreifen, da war der Lärm groß. Es erschten dem Juristen schrecklich, einen Sohn haben zu sollen, der nicht das Abiturientenexamen gemacht hatte, also nach seiner Meinung zeitlebens zur Klaffe der Halbgebildeten ge hören sollte. Aber der Sohn zeigte einen in der frithen Selbständigkeit erstartten feften willen, und der Vater mußte sich wohl oder übel seinem Wunsche fügen. Der fast Stebzehnjährige tam in ein kleines Bankgeschäft und lernte hier von der Bike auf alle die Arbetten und Fertigkeiten, die einem Finanzmann unerläßItch find. Es war eine gute Schule, er tam rasch vorwärts und hatte beretts eine angesehene Stellung in Bank und Börsenkretsen, als der ehrenvolle Ruf nach Amerika an thn erging. Er begab sich gern dahtu. Aus düsteren Schatten zeigte sich ihm ein schönes Frauenantlig, durch das sein Vater so spät noch in Bande geschlagen worden war. Er empfand einen ge= wissen Widerwillen bet biefem Bilde. Dann kam aber drüben das frete wette Land, und ein anderes weibItches Gesicht lächelte ihm hold entgegen. Fortsetzung folgt.) Die Lieferung von Hüttenkoks Westfälische Zechenkoke für die Stadt- und Johannis- Kirche, sowie von( Hüttenkoke) Anthracitkohlen und Anthracit- Eiformbriketts für Gaskoks tas Gemeindehaus in der Ki chstraße und die Konfirman densäle der Johannes und Lucas Gemeinde soll alsbald Nusskohlen bergeben werden. Angebote sind bis zum 9. Oktober be dem laterzeichneten einzureichen. Best- Melierte Anthracite Unionbriketts Lignitkohlen Holzkohlen Gießen Brennholz Der evangel. Gesamtkirchenvorstand: Gießen i. V.: Schwabe, Pfarrer. Im Saale des ,, Hotel Einhorn" liefern in den verschiedenen Nur Mittwoch, den 4. u. Donnerstag, den Körnungen in Ia. Qualität. prompt 5. Oktober. nachm. 5 Uhr Schüler Beide Tage Abends 8½ Uhr Erwachsene Orginal Aufnahmen der Oberammergau. Passionsspiele und billigst Gebrüder Kahl Telefon No. 87 Waggonlieferungen - · Detaillieferungen - [ 23/3 Vorzügliche Winterleger Ziehung 7., 9. und 10. Oktober 1911 Altenburger Geldlotterie des Agnes- Frauenverein vom Roten Kreuz 3333 Gewinne zus. Mk.: 45000 Haupt- Gewinne A In grossen Dosen a 20 Pf. Globin bester Schuhputz Ueberall zu haben. 20000 Kaffee- Rösterei 5000 Lose à 1Mk Lose 10 Mk. Port. und Liste 25 Pfg. versendet das General- Debit Lotteriebank C.m.b.H. Eisenach. In Giessen: Buchacker& tauft man jest Flimm, Kgl. Preuss. Lott.- Ein. Weidenau Steg. Preisbuch gratis. in ca. 100 farbigen, riesengroßen Projekttons- Gemälden mit bei w. Becker, Geflügelhof, Jakob Dany, Ernst Jung, Martin Vortrag durch Herin Ingenieur Haal- Mainz. Preise der Plätze: Vorverkauf: 2. Blak 0.60 Mf., 3 Blaz 0 40 Mr. Musikalienhandlung Challier, Num. Plaz 1.25 Mr., Abendkasse: Num. Pl. 1.50 Mt., 1. Blaz 1.00 Mmr., 2. Plaz 0.80 Mr, 3. Platz 0.50 Mr. [ 235/9 Krug, Wilhelm Semmler. Pa.Weißtraut Milch Rachm. 5 U6r: 1. Play 30 Pfa., 2. Platz 20 Bfg., 3. Plas Pa. Zwiebeln größer. Quantum von zahlungs. 10 Pfg. Erwachsene doppelte Preise. Alice- Schulverein Giessen. Abt. I Gewerbeschule u. Handarbeitsseminar. Gewerbliche Fachkurse für: 1. Enfache Handarbeiten 2. Maschinennähen und Wäscheanfertigen 3. Schneidern 4. Kunsthandarbeiten und Zeichnen 5. Bügeln und Kunstwaschen. Abendflickkurse. Winterhalbjahr 1911/12. Beginn des Unterrichts: Montag, den 16. Oftober 1911. Anmeldungen, sowie nähere Auskunft im Schul gebäude, Kirchstraße 20, Freitag und Samstag, den 13. und 14. Oktober von 10-12 und 2-4 Uhr. Die Vorsteherin: M. König. ADLER Schreibmaschine Hervorragendes deutsches Fabrikat Zahlreiche Specialmodelle Mehrals 70.000 geliefert Man verlange Katalog Adlerwerke vorm Heinrich Kleyer AG. Frankfurt a.M. FABRIKATION: SCHREIBMASCHINEN, AUTOMOBILE FAHRRADER. LUFTSCHIFFMOTORER Königl. Pravas Jeans medalise in Gale für gewerb Lalarungen Weltausstellung in Brüssel 1910 Zwei Grande Pria Vertreter: Heinrich Noll, Giessen, Mäusburg 7. Ingenieur Akademie Wismar i. M. Maschinen- und Elektro- Ingenieure. Underberg Doengkomp Bau- Ingenleure and Architekten, Ehemalige Fachschüler finden Aufnahme.- Neue Laboratorien. Unentbehrlich für jede Familie! Underberg Boonekamp Semper idem. Fabrikaflon alleiniges Bebeimniss der Firma: H.UNDERBERG- ALBRECHT Hoflieferant Seiner Majestät des Kaisers und Königs Wilhaim II. am Rathhausein RHEINBERG am Niederrhein. Gegr. 1846, Anerkannt bester Bitterlikör! 24 Preis- Medaillen! Man verlange Underberg- Boonekamp. ausdrücklich: offerteren in 100 und 200 Bentner- fähig. Abnehmer sofort gesucht Ladungen z. billigst. Tagespreisen reis frei Hauptbahnhof Frankfurt a. Main. Offerten unter G. Rothschild Söhne, Alsfeld V. 8492 an Haasenstein& Telephon 179. Vogler A. G. Frankfurt a. M. Weißnäh- Schule KaiserFrau E. Schott Aee 7 1. Unterricht im Zuschneiden, Maschinennähen und Anfertigen FeuerVersiche.ung. Jakob Maternus empfiehlt gebrannte Kaffee cand. " 35 melange naturell 93 دو Pfund 1.25 Mk. 1.30 " 1.35 " 27 Feine Mischungen 1.40, 1.50 bis 2.- Mk. Grosses Lager in Roh- Kaffee.[ 245/4 Grossh. Gewerbeschule Giessen Bauschule und kunstgewerbliche Fachschule Abschlussprüfungen vor staatlicher Prüfungskommission Das Wintersemester 1911/12 beginnt am Montag, den 23. Oktober ds. Js., vormittags 812 Uhr. Anmeldungen sind bis 20. Oktober an die Schulfämtl. Wäsche. Einuiti jeberg it. Vertreter für erftalige gesucht Leitung( Kirchstrasse 16) zu richten. Obsthorden, Obstschränke Obstgestelle Wilh. Streck, Bonn. Umsonst reichhaltiges Musterbuch Nr. 10. Damen wenden sich bei Störungen vertrauensvoll an Frau Thiele Berlin, Wrangelstrasse 15. Suche sofort 10-12 Mädchen und Burschen Traubenlese, Rüben zum und Kartoffeln Ausmachen auf einige Wochen. G.fl. Off. unter Nr. 603 an die Exp. d Blattes. Vertreter füc Darlehensanträge gesucht. Mauthe, Wiesbaden Schließfach 15. eiraten vermittelt reell Frau Wehner, Wiesbaden, Friedrichstrasse 551 Lustige Blatter Lustigen Blätter die unter der Redaktion von Rudolf Presber, Alex. Moszkowski, Dr. Paul Krämer und Gustav Hochstetter und unter Mitwirkung hervorragender Künstler, wie Ernst Hellemann, F. Jüttner, W. A. Wellner, Br. Gestwickl, de Bayros, H. Zille usw. im 25. Jahrgang erscheinen, sind anerkannt eines der amüsantesten Blätter Deutschlands. Sle pflegen hauptsächlich die Schilderung des eleganten und weltstädtischen Lebens In Wort und Bild und werfen satirische Streiflichter auf Politik und Zeitgeschichte. Probe- Abonnements pro Quartal 2.50 MK. pre Nummer 25 Pf. durch alle Buchhandlungen. Verlag d., Lustigen Blätter' Berlin SW. 68. Gesellschaft gegen tägliche, wöcher' iche resp. monatliche Vergütung. Off. u. V. 599 an die Exp. dieser Zeitung. Grosse Wäsche waschen Sie spielend rasch und ohne Anstrengung, ohne Zusatz von Seife und Waschpulver, nur mit Persil wenn Sie Zeit, Arbeit und Geld sparen wollen. Kein Reiben u. Bürsten, nur 4- stündiges Kochen, sorgfältiges Nachspülen und die Wäsche ist blütenweiß. Garantiert unschädlich. HENKEL& Co., DÜSSELDORF. Alleinige Fabrikanten auch der weltberühmlen Henkel's Bleich- Soda Feinster Harzkäfe 100 Stück 2 Mr. ab hier unter Nachm. C. W. G. Jsrael, Cassel Ueber vollständige Heilung elnes selt 16 Jahren bestehendem skroph. Ekzema's durch Ihre bekannte Rino- Salbe, Rino- Tee, Rine Seife kann ich Ihnen berichten. Ich sage nicht zuviel, wenn Ich behaupte, daß es gegen Ekzema keine bessere Hellsalbe geben kann, als RinoSalbe. Mit dieser Versicherung empfehle ich milch bestens dankend. M., 6. 4. 09. C. St. Diese Rino- Salbe wird mit Erfolg gegen Beinlelden, Flechten und Hautlelden angewandt und ist in Dosen à Mk. 1.15 und Mk. 2.25 In den Apotheken vorrätig; aber Bur echt in Originalpackung wellgrün- rot und Firma Schubert& Co., Weinböhla- Dresden. Fälschungen welse man zurück. Direkt bezogene, chemisch analysierte Spanische Ungarweine u. find in verschieden Flaschengrößen zu billigsten Preisen zu haben bei Soeben erschien: Lloyd Kursbuch der Schnellzüge im Deutschen u. Internationalen Verkehr. Preis Mk. 1.-. In allen Buchhandlungen vorrätig! Welt- Reise- Verlag G, m. b. H., Berlin W. 35. Knorr HaferFlocken d น น E d m be fe 3L V lic de Kr Fr Wi der de ite fie da an Al Id da 111 e Ter .. tra au Sto D hä Wo об di ei GrünkernMehl J 256 satQ SINESTREDE ef D ge da ni ba 5 Hafermehl Reismehl HahnMaccaroni de sch St Sou KätchenNudeln den nig un Beschwerden Karl Krause, Ruhls Nachfolger, über mangelhafte Zustellung der Zeitung bitten wir uns Apotheker, Krofdorf bet Gießen Rhpr. ' Rheinisches Technikum Bingen Maschinenbau, Elektrotechnik, Automobilbau, Brückenbau. Chauffeurkurse. in jedem einzelnen Falle gefl. regelmäßig sofort zu melden, denn nur dann können wir bei unseren Boten auf prompteste Bestellung hinwirken. Porto- Auslagen werden gern zurückerstattet. Die Expedition. Eigentum und Berlag der Gießener Zeitung G. m. b. H. Verantwortlich: Albin Klein. - id A ta freis Ma fo