C, Wi RVI vin 27. April B agere Zeit pr ar Nervenpri elang an Ang hisschwäche ne Besserung endung der 4 gesund und v eit, die ich v nslust. Ich d Präparat m urückkehre oll! R. Eble. t. 28. April 19 ausprobiert g Zeit helmges unruhigen S espannt, und) ch wie von Dr nachgehen 5 besten Dank, bestens emple 8, Bahnwärte r. den 6. Mai 1 das Viscer ch leide schon zen Körper. 3, daß ich es aucht habe, b Indel sind we ze Nacht sch nebst Gott m nervin" aufs h stav Monjas en 26. April en Tag schlim legte, wurde schlimmer. I Hann. Landm ztes auch das ommen habe, sei gedankt, Dankes versich Frau Bösch egen konnten nzahl von D en aber, dal schreiber en, die von d eine unla men ausdrück eien Gefühlen sen, daß wir rden, wenn e druckten D n Original en es jedem lie Original en. endwie en, spred mpfinden atsprunge sgezeich " m.so. ders auf chwäche 2. 35 Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen - Erscheint Redaktion: oierteljährlich 1,20 Mr., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig ausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Dienstags, Donnerstags, Samstags. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 180. - Telephon: Nr. 362. Hitze. der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer | des Großherzoglichen Polizei- Amtes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Samstag, den 5. August 1911. Die wirtschaftlichen Schäden der grossen der Arbeiten erfolgen soll. Inzwischen werden die zum preise zu ermitteln, auf deren Grundlage die Vergebung| Anschluß bereiten 100 Gemeinden sich der Provinz gegenüber auch noch vertraglich zu verpflichten haben. Der hierfür vorgesehene, vom Provinzialausschuß gebilligte und auch vom Ministerium bereits genehmigte Normalvertrag wird in Kürze den interessierten Gemeinden zu gehen. Je schneller der Abschluß der Verträge erfolgt, die im großen und ganzen die Bedingungen enthalten, zu denen die Gemeindeverwaltungen in den hierüber gepflogenen Verhandlungen sich verpflichtet haben, um so eher wird mit Ausführung der Arbeiten begonnen werden können, da erst nach der Unterzeichnung der Verträge das Projekt über die Fernleitungen aufgestellt werden kann. * Prüfung. Am 1. und 2. August fand an der Abt. 2 des Alice Schulvereins( Seminar für Hauswirtschaftslehrerinnen) die staatliche Prüfung der Seminaristinnen in Gegenwart des Regierungsvertre ters Herrn Professor Dr. Alles, Kreisschulinspektor, und der aus Mitgliedern des Vorstandes bestehenden Prüfungskommission statt. Sämtliche junge Mädchen, 9 an der Zahl, bestanden mit gutem Erfolge in Theorie und Praxis. * Die Trichinen schau in unserem Schlacht= hof wird seit etwa 14 Tagen mit dem vom Schlacht= hofdirektor Garth- Darmstadt, einem geborenen Gießener, erfundenen Trichinoskop ausgeübt. Während früher ein Beamter zur Untersuchung von 4 Schweinen eine Stunde Zeit brauchte, wird durch den neuen Apparat in der Stunde an 20 Schweinen die Beschau vorgenommen. Dabei werden die Augen des Beamten weniger angestrengt als früher, da der Apperat das Objekt bedeutend vergrößert. Die andauernde große Hizze hat für das wirtschaft liche Leben schon sehr große Nachteile gebracht. Natürlich hat die Landwirtschaft in erster Linie unter dem trodenen Wetter zu leiden, denn die Wiesen und Kleefel der sind verdorrt, den Rüben und Kartoffelfeldern fehlt es an der nötigen Entwickelung, der Gemüsebau ist auch schwer geschädigt und von den Obstbäumen fallen wegen der großen Trockenheit die Früchte halb reif ab. In einigen Gegenden Deutschlands, zumal auf dem sandigen Boden in Brandenburg, ist sogar die Getreideernte von der sengenden Hitze geschädigt worden, sodaß man schon jetzt sagen kann, daß der Gesamtscha= den, den die deutsche Landwirtschaft von der Hitze dieses Sommers haben wird, sich mehr als 1 Milliarde Mark belaufen wird. Dazu kommen aber noch andere schwere Schädigungen für die Landwirtschaft, denn wenn nicht bis spätestens zum 15. August reichlicher Regen eintritt, so wird auch die Landwirtschaft und Viehzucht in Deutschland unter einem großen Futtermangel zu leiden haben. Da kann es schon kommen, daß die Landwirte ihren Viehbestand durch Notschlachtungen und Massenverkauf verringern müssen, aber dadurch wird der Landwirt nur Schaden und das ganze Volf keinen Nutzen haben, denn die Fleischpreise werden trotz billiger Viehpreise hoch bleiben, aber nach der Verringerung der Viehbestände wird erst recht eine große Fleischteuerung eintreten und dem wirtschaftlichen Leben Nachteil bereiten. Die große Hitze erzeugt aber noch andere Notstände. Der Wasserstand der schiffbaren großen Ströme ist so gesunken, daß die Flußschiffahrt wahrscheinlich in der nächsten Woche auf den meisten Flüssen eingestellt werden muß. Ganz besonders nachteilig wird dies für die an den Flüssen liegenden Städte und deren Geschäftsverkehr. Selbstverständlich werden auch viele Jndustrien, besonders die Mühlenindustrie, von dem Was fermangel schwer in Mitleidenschaft gezogen. Bei der großen Hize fommen auch fast jede Woche in Deutsch land Waldbrände vor und fügen den Forsten, die befanntlich gegen Feuersgefahr nicht versichert sind, unersetzlichen Schaden bei. Die übermäßige Erwärmung des Flußwassers hat auch in vielen Flüssen dazu geführt, daß unter den Fischen eine Art Beulenseuche ausgebrochen ist, und daß deshalb die Fische massenhaft absterben. Diese Fischkrankheit hat aber auch noch die Gefahr, daß die Menschen unter Umständen auch durch den Genuß des Fleisches kranker Fische krank werden können. Die anhaltende Trockenheit hat auch ferner schon in sehr vielen Städten und Dörfern Wassermangel erzeugt, und selbst in den Städten, die großartige Wasseranlagen besitzen, wie z. B. in Leipzig, muß der Wasserverbrauch eingeschränkt werden, damit nicht ein vollständiger Wassermangel eintritt. So ist die andauernde Hitze zu einer öffentlichen Notlage geworden, und es ist dringend zu wünschen, daß der Himmel in den nächsten Tagen seine Schleusen öffnen und der Wassernot ein Ende bereiten wird. Reichstagswahlvorbereitungen. Friedberg, 4. Aug. Die Fortschrittliche Volkspartei unseres Wahlkreises wird den nationalliberalen Reichstagskandidaten Strack, für den sonst alle bürgerlichen Parteien eintreten, nicht unterstützen, dern einen eigenen Zählkandidaten aufstellen. ſon= * Berleburg, 4. Aug. Die Fortschrittl. Volkspartei für den Wahlkreis Siegen- Wittgenstein- Biedenkopf stellte an Stelle des zuerst aufgestellten Kandidaten Pfr. Spieß aus Bottenhorn, den Frankfurter Stadtverordneten Lehrer Korf als Reichstagskandidaten auf. In dem Kreis wurde bekanntlich bei der Ersatzwahl durch das Zusammenwirken von Nationalliberalen, Freisinnigen, Sozialdemokraten, Zentrumsleuten und Gelben Gewerkschaftlern der nationalliberale Berghauptmann Vo gel gewählt. Dies einträchtige Zusammenarbeiten dürfte eben so leicht nicht wieder vorkommen. Aus Stadt und Cand. Gießen, den 5 August 1911. * Die Ueberlandzentrale für Oberhessen ist sowohl seitens des Staates wie der Provinz soweit gefördert worden, daß schon in der näch sten Zeit öffentliche Ausschreibungen erfolgen werden, um für die einzelnen Arten von Arbeiten die EinheitsStraßenbeleuchtung bewilligten die Für die Herstellung elektrischer Stadt= verordneten 22 000 Mt. Sie soll zunächst für die Haupt' straßenzüge der Altstadt vom Bahnhof aus eingerichtet werden. Ferner wurden 27 000 Mt. bewilligt zur Einrichtung einer automatischen Gassernzündung für die Straßenlaternen. Der Betrag wird in 3½ Jahren an Gehältern für Laternenwärter erspart. Dem neuen Gemeinnützigen Bauverein Gießen wurde von der Stadt an der Licherstraße unmittelbar in der Nähe des Stadtwaldes ein größeres Bauquartier zur Errichtung von Kleinwohnungsbauter überlassen, welches groß genug und so ausdehnungsfähig ist, daß darauf ein ganz neuer Stadtteil erstehen kann. Sommerferien in zweiter AufDer preußische Kultusminister hat allgemein verfügt, daß, solange die außerordentliche Hize andauert, der Unterricht in den Schulen ausgesetzt werden fann. * Sonderzüge. Zur Bewältigung des Personenverkehrs anläßlich der Katholiken- Versammlung am 6. August in Mainz fährt u. a. auch ein Sonderzug von Gießen. Abfahrt 5.45 vorm., mit Aufenthalt in Buzzbach 6.17 bis 7.02, Nieder- Wöllstadt 7.13 bis 7.14, Vilbel Nord 7.30 bis 7.32, Bockenheim 7.51 bis 7.52, Goldstein 8.04 bis 8.10, Mainz Hp, bf. an 8.55. Der Hauptbahnhof Frankfurt wird nicht berührt. Die Rückfahrt erfolgt Mainz Sptbf. 10.09 abends, an Gießen 1.05 nachts. * Wegen der herrschenden Ma u l- und Klauen= seuche ist laut Beschluß der Landwirtschaftskammer die Kreis Ackerbau- und Obstausstellung, die im Oktober hier stattfinden sollte, aufgehoben worden. Sie soll im nächsten Jahre abgehalten werden. Die Voruntersuchung gegen den Chauf= feur Wilhelm Erbe aus Frankfurt a. M. und gegen den Schmied Heinrich Wolf und dessen Schwester Käthe Wolf aus Nieder- Mörlen wegen der Ermordung der Ehefrau Walther in Nieder- Mörlen, ist nunmehr abgeschlossen worden. Die Akten sind bereits der Staatsanwaltschaft in Gießen zur Erhebung der Anklage zugestellt worden. Wie man erfährt, hat die Untersuchung ergeben, daß gegen Erbe und Wolf die Anklage auf Raubmord und gegen die Käthe Wolf auf Beihilfe hierzu erhoben werden muß. Die Schwurgerichtsperiode, die sich auch mit der Nieder= Mörlener Bluttat zu befassen hat, beginnt am 25. September. * Die Promenaden- Konzerte, die durch die sehr starke Inanspruchnahme der Regimentskapelle bei Vereinsfestlichkeiten in letzter Zeit unterblieben sind, werden nach dem Manöver wieder regelmäßig abgehalten. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile. Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reflameteil 50 PigExtrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Plasvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" 6. m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23 Jahrg. • Obst- und Gemüseverwertungsfurse. Der Landwirtschaftskammerausschuß für Oberhessen wird in der nächsten Zeit durch Obstbaulehrer Wiesner in Lang- Göns vom 15.- 17. August und in Treis a. d. Lda. vom 22. bis 24. August Obst- und Gemüseverwertungskurse abhalten. Das Ende der großen Size? Die Wetterdienststelle Weilburg meldet, daß jetzt endlich die Bahn frei sei für die ozeanischen Tiefdruckwirbel. Ein plötzlicher Umschlag zu Regenwetter ist aber kaum zu hoffen, da über dem östlichen Deutschland und über dem westlichen Rußland die Lufttemperaturen noch zu hohe sind. Dagegen ist ein langsamer und allmähliger Uebergang zu fühlem, trübem Wetter mit Regenfällen wahrscheinlich. * Leihgestern, 5. August. In dem Gruben feld Grenza, Gemarkung Lüzellinden, fand man beim Bohren mächtige Eisen- und Manganerzlager. -)(- Nidda, 5. Aug. Dem Lokomotivführer Karl Hilgärtner wurde aus Anlaß seiner am 1. Aug. d. Js. erfolgten Versetzung in den Ruhestand das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift„ Für treue Dienste" verliehen. h Ehringshausen( Sr. Alsfeld), 5. August. Dem Oberbriefträger Ludwig Haberkorn wurde das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift„ Für lang= jährige treue Dienste" verliehen. *) Darmstadt, 4. August. Infolge der groBen Hitze fällt die 1 Uhr- Post hier bis auf weiteres aus. Auch viele größere Bureaus haben nachmittags zeitig geschlossen. Offenbach, 5. Aug. Der Schulvorstand faßte den einstimmigen Beschluß, die Einführung der Pflichtfortbildungsschule für Mädchen zu empfehlen. Nicht nur die gewerblichen Arbeiterinnen, sondern auch die weiblichen Dienstboten sollen in diese Schule einbezogen wer den; ganz besonders soll die hauswirtschaftliche Bildung der Schülerinnen in Betracht kommen. Main 3, 5. August. Nicht weniger als 225 Journalisten aus Europa und überseeischen Ländern haben sich zum Katholikentag angemeldet. -m- Ulm( Kr. Wetzlar), 5. Aug. Pfarrer Stu h I ist aus Anlaß seines Uebertrittes in den Ruhestand von Sr. Majestät dem König der rote Adlerorden 4. Klasse verliehen worden. = 0= Rodheim, 5. Aug. Morgen findet hier ein großes firchliches Fest statt, zu welchem Generalsuper= intendent Professor Maurer- Wiesbaden sein Erscheinen zugesagt hat. Während im Vormittagsgottesdienst Missionszögling Schlaudroff, ein Sohn unserer Gemeinde, ordiniert wird, ist für den Nachmittag am nahen Launscheidsberg ein Missionsfest vorgesehen. -r Marburg, 5. Aug. Ein trauriger Unglüdsfall ereignete sich im nahen Bauernbach. In der allgemeinen Aufregung, die bei einem Landwirt das plötzliche Verenden zweier wertvoller Milchkühe in der gesamten Familie des Mannes hervorrief, vergaß man, auf das 2jährige Söhnchen zu achten. Als man schließlich nach dem Kleinen suchte, fand man dessen Leiche in dem Gartenbrunnen. - Frankfurt, 4. Aug. Die Feuerwehr wurde am Mittwoch bis nachmittags 6 Uhr zu nicht weniger sich als 7 Brand stellen gerufen. Obschon es meist um fleinere Brände, z. B. in Kellern u. dergl. handelte, gab es doch infolge der Hitze und Trockenheit Ein für die Wehrmänner überall schwere Arbeit. Korpsbefehl ordnet an, daß während der großen Hitze von 10 Uhr morgens bis 3 Uhr nachmittags teine militärischen Uebungen außerhalb der Kaserne abgehalten werden.- Der neue 3 eppelinfreuzer Schwaben" wird am 11. oder 12. August von Baden- Oos aus eine Fahrt nach dem Taunus unternehmen und hierbei Frankfurt seinen ersten Besuch abſtatten. u Frankfurt, 5. Aug. Frankfurt hat sich zu Ehren des Bundestages und seiner zahlreichen Gäste in ein schmuckes Festkleid geworfen. Von staatlichen und auch vielen städtischen Gebäuden grüßen stolz im Winde flatternde Fahnen. Die Hauptversammlung des D. R. B. nahm Freitag vormittag unter zahlreicher Beteiliallendeutschen Gauen im gung der Delegierten aus Kaufmännischen Vereinshaus ihren Anfang. Neben der Genehmigung des Rechenschaftsberichts, sowie desjenigen des Bundes- Sortausschusses beschäftigte sich die Versammlung mit verschiedenen Anträgen, u. a. betr. die Jugendfürsorge im D. R. B. Jebt Schwebt Richter in Lebensgefahr? Aus Konstantinopel wird der Inf." geschrieben: In der Bresse wird von Belt zu Belt die Mitteilung verbrettet, daß der von den Räubern entführte Ingenieur Nichter in Lebensgefahr schwebe. Abgesehen davon, daß htemand etwas Pofitives von dem Ingenieur Richter erfahren fann, da noch niemand mit den Räubern gefprochen hat, ist die Mitteilung auch sonst nicht richtig. Feder, der die Verhältnisse tennt, weiß, daß es den Räubern felbstverständlich nur auf das Lösegeld antommt, und daß sie darum den Ingenieur Nichter auf das Sorgfältigste bewachen, da er ihre einzige Einnahmequelle bildet. Die Annahme, daß Richter sich in Lebensgefahr befinde, erscheint aus diesem Grunde besonders unangebracht. Der neue amerikanische Botschafter in Berlin. Nach einer Meldung der Frankfurter 8tg." aus Washington wird der bisherige amerikanische Botschafter in Rom John Leishman amerikanischer Botschafter in Berlin. Die Zustimmung des Katsers ist bereits erfolgt. Leishman vertrat vor seiner Tätigkett in Rom die Vereinigten Staaten längere Zeit mit großem Erfolg in der Türkei. Er steht im 55. Lebensjahre und ist außerordentlich vermögend. Das Vorgehen der türkischen Regierung gegen die Räuber ist auch derartig, daß eine Ermordung Richters durch die Räuber ausgefaloffen erscheint. Di: türkische Regierung mußte wohl zuerst den Standpuni einneh men, daß sie nicht mit einigen Räubern wie eine Macht mit der andern verhandeln könne, sondern daß sie die Räuber die ganze Strenge des Gesetzes fühlen lassen müffe. Dieser Standpunkt erscheint ar fid berechtigt. Demgegenüber steht aber dic Forderung Deutschlands, den gefangenen Richter auf den snellster; Bege lebendig aus den Händen der Räuber 31: befreten. Dieser nachdrücklich geäußerten Forderung fann sich die türfische Regierung nicht entziehen, und es tam daher zu Kompromissen, die die türkische Regierung notwendigerwetje eingehen mußte. Es handelt sich also fetzt für die turtische Regierung lediglich darum, den deutschen Ingenteur auf jede Weise zu befreien. Mit der Strenge bes Gesetzes würde die Türtet vielleicht der Räuber habhaft werben fönnen, fie täme aber in große Bedrängnts, da die Räuber bei einer Verfolgung vielleicht nicht davon Abstand nehmen würden, Richter ein Leid zuzufitgen. Dies muß aber die türkische Regierung vermelden. Ueber Art und Umfang der deutschen Forderungen in der Marokkofrage erfährt die Magdeb. 3tg." folgendes: Die Annahme, daß Deutschland zur Abtretung deutschen Gebietes an Frankreich bereit sei, entspricht nicht den Tatsachen. Ein Verzicht Deutschlands auf Togo, wie dies von französischer Seite gemeldet worden war, steht somit nicht in Frage. Deutschland verlangt einen gewissen Teil des französischen Kolonialbesizes ohne Opferung des geringsten Streifens deutschen Landes. Ferner wünscht Deutschland den Abschluß wirtschaftlicher und handelspolitischer Verträge mit Frankreich allgemeiner Natur. Die dritte Bedingung, die von deutscher Seite gestellt wird, ist die Zusicherung wirtschaftlicher Rechte in Marotto. Ihre Maßnahmen sind darum jetzt mehr darauf gerichtet, den Aufenthaltsort der Räuber und Richters herauszubekommen, als an Strafe zu denken. Wenn der Aufenthaltsort ermittelt ist, dann wird die Unterhandlung wegen des Lösegeldes eingeleitet werden. Es verlautet, daß sich Hamid Bey im Besitze der von den Räubern verlangten Summe bereits jest befinde, um fie den Räubern auszuhändigen. Etwas anderes st es, was die türkische Regierung gegen die Räuber unternehmen wird, wenn sich Ingenieur Richter in Freiheit befindet. Dann dürften die zarten Lockföne, mit denen man sich jetzt den Räubern nähert, thr Ende erreicht haben und einer Sprache weichen, welche die Autorität bes Staates gegen Mord- und Diebsgesindel verkündet. Diese Sprache wird aber erst dann gesprochen werden, wenn Ingenieur Richter sich völlig in Sicherheit befindet. Rundscban von: Cage. Politisches. Mit der staatlichen Unterstützung der notleidenden Winzer ist jetzt, wie aus Göln gemeldet wird, der Anfang gemacht worden. Die Winzer erhalten zinsenlose Darlehen, doch müssen diese nach drei Jahren vom Beginn des vierten Jahres ab jährlich mit einem Zwölftel der Darlehnssumme zurückgezahlt werden. Der Kreis muß die Gelder dem Staat und den Bezirksverbänden zum bestimmten Zeltpunkt zurückerstatten, weshalb Darlehen nur dann gewährt werden, wenn der Wiedereingang des Geldes unbedingt gesichert ist. Der Kaiser wird das Kommando über das erste Belbhusaren- Regiment dem Kronprinzen persönlich übergeben, und zwar im Anschluß an die große Thorner Festungskriegsübung, die am 8. September beginnt und der Katser und Kronprinz beiwohnen werden. Diese Uebung wird sich über vier bis fünf Tage hinziehen. Eine tragische Szene ereignete sich in Sinnwald auf dem Erzgebirgskamme nachis während eines schwe ren Gewitters. Die Familie des Bergmanns Rudolf saß um den Tisch herum und Rudolf betete aus einem Gebetbuche laut vor. Plöglich schlug der Blizz in das Haus ein und tötete den betenden Rudolf. Die anderen Familienmitglieder blieben unverlegt. Die Marinetechnikerbewegung ist jetzt zugunsten der Techniker entschieden worden. Das Marineamt zog, wie aus Wilhelmshaven gemeldet wird, die Kündigung der Marinetechniker zurück und stellte Wetterbeschäftigung zu den alten Bedingungen frei. Ein schweres Banunglück hat sich gestern in Chemnig ereignet. Auf einem Neubau in der Reinhardstraße stürzte nachmittags ein Gerist ein, auf dem zehn Arbeiter beschäftigt waren. Dabei sind zwet Arbeiter getötet, zwei schwer und sechs leicht verlegt worden. Drei Männer bei der Rettung eines Kindes ers trunken. In Lauf an der Begnis fam ein etwa 10 Jahre alter Knabe beim Herumwaten in der Pegnit an eine tiefe Stelle und ging unter. Ein Dekonomenjoht und ein verheirateter Fabrikarbeiter sowie der Vater des Kindes eilten zu Hilfe und wurden ebenfalls in die Tiefe gezogen. Alle dret ertranfen. Im ungarischen Abgeordnetenhause entstanden gestern bei den Verhandlungen über die Wehrreform große Tumulte und Skandale. Ein Abgeordneter rtef einem anderen zu:„ Sie freches Schwein!", worauf dieser dem Rufer eine schallende Ohrfeige versetzte. Beide Herren wurden darauf handgemein und balgten sich. Im ganzen Hause entstand riesiger Lärm und Skandal, so daß die Sizung suspendiert wurde. Augenzeugen versichern, daß die Abgeordneten mit erhobener Faust aufeinander losstürzten, daß aber andere Abgeordnete dazwischentraten, so daß sie sich nicht tätlich verletzen fonnten. Wegen verfehlter Spekulationen hat sich der Bankier Oswald Klinger in Bunzlau erschossen. Nicht nur sein eigenes Vermögen, sondern auch Gelder der Kundschaft find verloren. Klinger wurde in der Geschäftswelt we gen seiner Kenntniffe und Gewissenhaftigkeit sehr geschätzt und genoß großes Ansehen. In der Ostsee ertrunken find gestern in der Nähe von Sellin auf Rügen zwei Mädchen und ein Postbote, die eine Bootsfahrt unternommen hatten. Beim Plätzewechseln fenterte das Boot, die Insassen stitraten ins Wasser und ertranfen. Die Lage auf Haiti hat zur Sicherheit der Fremden doch ein Einschreiten der Mächte notwendig gemacht. Wie aus Port- au- Prince gemeldet wird, hat sich dort auf Initiative des diplomatischen Korps ein öffentliches Sicherheitskomitee gebildet. Britische und deutsche Marinesoldaten sind gelandet, um den Behörden Beistand zu leisten. Plünderungsversuche während der letzten Nacht machten es nötig, daß auf verschiedene Plünderer geschossen wurde. Insgesamt sollen etwa vierzig Personen während der Besetzung der Stadt und der folgenden Unruhen getötet worden sein. Ueber den Stant der Marokkoverhandlungen veröffentlicht die Berliner„ Nationalztg." eine InformaHon aus diplomatischen Kreisen, die anscheinend aus der nächsten Umgebung des Staatssekretärs v. KiderlenWächter stammt und folgenden Wortlaut hat:„ Von diplomatischer Seite wird uns bestätigt, daß jetzt tatsächItch eine sehr bedauerliche Stockung in den Verhandlungen über die Marokkokompensationen zu bemerken set. Es wird aber hinzugefilgt, daß der Staatssekretär v. Kiderlen- Wächter, der übrigens sich des vollen Vertrauens und der Unterstützung des Reichskanzlers erfreue, nicht gewillt set, von dem einmal betretenen und fir richtig erkannten Wege in dieser für Deutschland so bedeutsamen Stunde zurückzuweichen. v. Kiderlen= Wächter würde eher die eigene Person als die großen nationalen Interessen opfern, für die er jetzt eintritt. Man hofft, daß es in diesem ernsten Augenblicke zu feiner Meinungsverschiedenheit unter den für die Leitung der Reichspolitik maßgebenden Persönlichkeiten kommen werde. Das in diplomatischen und finanziellen Kreisen verbrettete Gerücht, Kaiser Wilhelm habe über den Kopf Kiderlen- Wächters hinweg Herrr: Cambon gewisse Zu ficherungen gemacht, die dem Staatssekretär des Auswärtigen Amtes jetzt die Weiterführung der VerhandIungen erschweren, wird uns als erfunden, ja als abfurd bezeichnet." 16) Jugendfreundschaft. gran wacht metit einer mart Bade 25 fanit die 3026 den Stund gel mu zelne verhäl 3 Kretid gerer reidhe Darau Meiße tot. S Tat if verib G ton, b mitlei Ander batte. Juftr banjes abgeit Wirti fenne 16 000 D geszeit Berlin dem T der V fezen. por me das B da: D Jbr 5 aut tefl ind w Wagen fie glei Natitrl durch d gefe Ernit Stadt fo verl thren fallen Eine Bluttat hat sich gestern in der Arbeiterkolonie der durch die Grubentatastrophe bekannten Zeche Rad bod bei Hamm abgespielt. Dort erschlug ein Bergmant den Kostgänger seiner Mutter mit dem Beil. Der Mörder flüchtete, sprang in die Lippe und ertranf. Wissenschaft, Kunst und Litteratur. Krebskrankheit und Tabak. Eine interessante neue Theorie über die Krebskrankheit hat der Engländer Henry Budlin gelegentlich eines Vortrages entwickelt, den er vor der Internationalen zahnärztlichen Gesell schaft hielt. Er führte aus, man habe oft behauptet, daß Leute von zu vielem Rauchen Zungen- und Halskrebs bekämen. Aber er habe gefunden, daß gerade Leute, die von morgens bis abends Bigarre und Sigaretten rauch ten, in den meisten Fällen einen außergewöhnlich ge= sunden Mund hätten. Andererseits habe er wieder Leute gesehen, die an der Zungenkrankheit litten, die man bis her unter dem Namen Leukoplácia gekannt habe, und die auch auf zu starkes Rauchen zurückgeführt wurde.. Er habe aber gerade gefunden, daß Leute, die an dieser Krankheit litten, gewöhnlich nicht starte Raucher waren. Es komme da eben ganz auf die Empfindlichkeit des einzelnen Individuums an. Nun sei es richtig, daß Zungenkrebs sehr selten bei einem Menschen gefunden, werde, der nicht vorher an Leukoplacia gelitten habe. Die Aerzte seien sich ganz allgemein darüber einig, daß Leukoplacia gewöhnlich zu Krebs führt. Bahnärzte glaubten metst, daß Rheumatismus und Gicht in ur prünglichem Zusammenhang mit Leukoplacia ständen. daß aber der Tabakgenuß die Krankheit erst wirklich zum Ausbruch bringt. Der Zustand der Zähne, so schloß der Redner feinen Vortrag, fet für den Gesundheitszu stand der Nation von der größten Bedeutung und er hoffe daher, daß der Ta nicht mehr fern sein werde, wo feder Zahnarzt, dem liberhaupt erlaubt werde, zu prak tizieren, auch ein ordentlicher Arzt sein mitsfe. Refrutenanshebung in China nach deutschem Muster. Das chinesische Kriegsministerium benachrichtigte den Generalgouverneur von Mukden, daß im Herbst dieses Jahres in der Mandschuret zum ersten Male probeweise nach deutschem Muster eine neue Ordnung der Rekrutenaushebung zur Anwendung kommen werde. Mit einigen deutschen Offizieren hat das chinefische Kriegsministerium Kontrakte als Lehrer an der im Entstehen begriffene Kriegshochschule in Paotingfu abgeschlossen. Roman von G. v. Schlippenbach. ( Nachdruck verboten.) " Du wirst noch eine ganz tüchtige Wirtin," bemerkte Lina, wenn sie sab, wie die Schwester sich Mühe gab, die ungewohnte Arbeit am richtigen Ende anzugreifen. „ Ob Lina 10vh auch ihren Noman gehabt hat?" dachte Eva neugierig. Das unschöne Gesicht unserer Aeltesten" schten nicht geeignet, große Leidenschaft einauflößen. Und doch klopfte unter der häßlichen Hülle ein Mädchenherz, das der Liebe Leid, der Liebe Lust gefühlt hatte. Der furze Traum lag eingefargt und ntemand wußte um ihn, der Betreffende selbst nicht ausgenommen, ein junger, schöner Gutsbesitzer in dem Hause, wo Lina ihre erste Stelle angenommen hatte. Kleine Nachrichten. Vollständige Einstellung der Elbschiffahrt. Die vereinigten Elbschiffahrtsgesellschaften geben bekannt, daß fie und die ihnen angegliederten Unternehmungen den Schiffahrtsbetrieb wegen des außerordentlich niedrigen Elbwasserstandes vollständig einstellen müssen. Jetzt lagen viel Jahre dazwischen; eine so gefunde Frauennatur wie Lina Grotenbach frankte nicht an etner unglücklichen Liebe, in der Arbeit und Selbstlosigfett mußte sie bald genesen. Der Tod beim Ringkampf. In einer Ringkampfbude auf dem Schützenfestplatz in Magdeburg wurde dem Arbeiter Roder beim Ringen vom Gegner das Genick abgedreht. Die Polizei schloß die Kampfbude. entdeckt. Eine große unterirdische Totenstadt Als Bahnarbeiter bei Brindist beschäftigt waren, das Erdreich aufzugraben, stießen sie plößlich auf ungeheure unterirdische Gewölbe. Man glaubt, daß es sich um Ueberreste einer alten unterirdischen Totenstadt handelt. Eva gab in ihrer freien Zeit Klavierstunden; sie freute sich itber das verdiente Geld und kaufte für ihre Lieben Weihnachtsgeschenke. Das Honorar fitr thre Schriftstelleret hatte sie bisher an den Orten, von denen sie ihre Manuskripte abschickte, erhalten; nach Berlin wagte sie nicht um Zusendung des Geldes zu bitten; Hammer sollte nicht wissen, daß E. Norden ihm so nahe war. Kurz vor Weihnachten erschien sein neuestes Buch. Es hieß: Grrlicht". Eva faufte es sich gleich. Das wohlgeiroffene Bild des Verfassers war auf der ersten Seite. Vermischtes. Folgenschwere Entgleisung eines D- Zuges. Der D- Bug 47, der von Halle nach Berlin fährt, ist gestern nachmittags auf der Strecke Wittenberg- Jüterbog bet Niedergersdorf entgleift. Getötet wurden dabei: der Lokomotivführer, der Zugführer und der Packmeister; der Heizer wurde schwer und eine Reisende leichter ver Jetzt. Lokomotive und Backwagen sind vollständig zer trümmert. Zwei Wagen sind erheblich, die itbrigen un erheblich beschädigt. Die Unfallstelle befindet sich etwa, 300 Meter vor der Station Niedergersdorf und der Ein fahrtsweiche von Wittenberg. Lokomotive und Pad wagen sind in den Acker hineingeraten und hatten sich in den Sand hineingewühlt, bis sie umstitraten. Dret Personenwagen standen neben dem Gleis bis an die Achsen im Sande. Nur der letzte Wagen stand noch auf dem Gleis. Der Zug kam von Franzensbad- Eger. Infolge unrichtiger Weichenstellung fuhr er auf ein Güternebengleis, welches das schwere Gewicht der 20tomotive nicht aushielt und nachgab. Bald darauf er fchien auch ein Hilfskommando der Artillerteschießschule aus Jüterbog und auch die Jüterboger Sanitätsfolonne und die freiwillige Feuerwehr. Leider war den Berunglüdten feine Rettung mehr zu bringen. Seiten stutzte sie. Das war ja ihre eigene Geschichte: ein junges Mädchen, das mit einem Schriftsteller Briefe wechselt und ihm als Redakteur einer Zeitung Beiträge zum Feuilleton geschickt. Hammers Briefe an Eva und ihre Antworten folgten sich in dem Roman, die Dichtergestalten waren so lebhaft gezeichnet, daß Eva sich selbst und Hammer in ihnen wieder erkannte. Mit heißen Wangen las Eva das sehr schön geschriebene Buch, dessen zartpoetische Färbung fie sehr ansprach. Der Ruf: „ Wer bist Du, wo finde ich Dich, lockendes, verschwindendes Frrlicht?" ging wie ein roter Faden durch den Roman. „ Wie ähnlich es ist," dachte Eva,„ das sind seine Klugen, dunklen Augen, die hohe Stirn und der sarkasttsche Mund mit dem dunklen Bart." Ste fing an 81: lesen, aber schon nach den ersten Das endliche Finden war so leidenschaftlich geschildert, daß Eva unwillkürlich erbebte; war es ihr doch, als spräche der Held des Buches zu ihr. - „ Er Hammer, hat diesen Roman nicht ohne Absicht geschrieben," dachte Eva,„ hofft er durch ihn E. Norden zu entdecken? Denkt er, daß sie sein Werk lesen wird?" Der Gedanke lag nahe und beschäftigte Eva unausgesetzt. „ Lina," sagte Frau Grotenbach,„ hler habe ich eine Anfrage aus Hannover bekommen; ein Herr bittet um Aufnahme in die Pension, er bittet aber um zwet Simmer." Folgen von Müllheim. In Spital zu Müllheim befinden sich immer noch einige durch die Eisenbahnkatastrophe Verletzte. Ihr Befinden ist aber befriedigend. Frau Wartmann, die bei dem Unglüc zwei Kinder durch den Tod verlor, und deren Schwägerin noch schwer ver" Das geht nicht, Mutter!" rief Lina, die jetzt ganz nach der Dorotheenstraße übergefiedelt war, eben ist alles besetzt, wo sollen wir zwet Zimmer herschaffen, schreibe ab!" ,, Gut, ich tue es!" „ Wie heißt der Herr?" fragte Eva. Benno Hammer, er ist Redakteur," sagte Frau Grotenbach. ,, wir müssen es so einrichten, daß er bei uns wohnt." ,, Wie willst Du das?" fragte Lina etwas ungedul dig, willst Du ihm vielleicht Dein Zimmer einräumen?" „ Gerade daran dachte ich ,,, erwiderte Eva Ieuchtenden Auges, ich ziehe mit Dir zusammen und unsern fleinen Salon nebenan geben wir dazu, bitte, Mutting, sage ja." Eva wurde ganz rot, doch niemand bemerkte es. „ O, Mutter, das ist mein Literaturlehrer!" rief fie, Nach einigem Hin- und Herreden wurde der Vorschlag angenommen. " Du kannst ihm zusagend schreiben," sagte Lina zit) ihrer Schwester, ich habe feine Zeit und Mutter geht gleich mit Rurt und Adam ins Theater zum Wilhelm Tell." Eva zögerte, fie fürchtete, daß Hammer ihre Handschrift erkennen könnte. Aber Lina Itebte feinen Wtderspruch, ihre Weigerung wäre aufgefallen. „ Soll ich in Mamas Namen schreiben?" fragte Eva. „ Natürlich, Eva," lautete die Antwort. So gut sie konnte, verstellte sie thre Schrift, doch war dieselbe so eigenartig, daß es ihr nicht recht glückte. „ Wie sonderbar hast Du die Adresse geschrieben," bemerkte Lina, Deine Handschrift ist sonst anders." Einige Tage später meldete sich Hammer fitr Mittwoch an. Als er den Brief bekam, stutzte er und blickte nachdenklich auf die schwungvollen Buchstaben nieder. " Halt!" rief Hammer, jetzt weiß ich es!" Er bolte einige Briefe hervor und entfaltete sie. Am Schluß stand E. Norden; genau prüfte der Redakteur die Schrift, er wurde zweifelhaft. Ich habe mich geirrt," dachte er, es ist doch nicht ein und dieselbe Person, Frau Grotenbach fann doch nicht E. Norden sein, es besteht nur eine auffallende Aehnlichkeit zwischen den Handschriften beider. Das nedische Jrrlicht entschwebt mir wieder. Ich glaube, ich finde es nie." Er verschloß die Briefe wieder. es gefd denen, der vo wurde, einen Gund gende, wifcher Oller, fen, id fo lang Deffer Jebrater u tufo fann!" Eit Börf.- G genwär Bäften auf der forgung einer r puzen nig au von F den Be nal ve die den bie Rei den in bis 50 werden tige B Diefe Prozen fitels. feitigu von de In der den? Tich so Bielleid eine Augen E. 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Bemerkenswert ist, daß in der Regel nur mit zwet Motoren gefahren wurde und daß einzelne Fahrten bei recht ungünstigen Wind- und Wetterverhältnissen stattfanden. Im Wahnsinn. In Neiße hat der Bausekretär Kretschmer von der dortigen Fortifikation, der seit längerer Zeit nervenleidend ist, feine Ehefrau durch zahlreiche Beilhiebe auf den Kopf lebensgefährlich verlegt. Darauf sprang er unweit des Schützenhauses in die Neiße. Als man ihn ans Land zog, war er bereits tot. Kretschmer ist 45, seine Ehefrau 36 Jahre alt. Die Tat ist offenbar in einem Zustande von Geistesstörung verübt worden. Eine wertvolle Geige in der Rumpelfammer. Eine Wirtin in einer kleinen englischen Gemeinde, Frau Catton, hatte sich einem alten Straßenmusikanten gegenüber mitleidig gezeigt. Als dieser starb, vermachte er ihr als Andenken seine Violine, die er stets über alles geschätzt hatte. Nach dem Tode des alten Musikanten lag das Instrument lange in der Rumpelfammer des WirtsHauses zum Admiral Benbow", bis sie ein zufällig dort abgestiegener Musifer aus London entdeckte und der Wirtin 1000 Matr dafür bot. Diese aber zog nun Fach tenner zit Rate, und die Folge war, daß fie schließlich 16 000 Mark für das Instrument erhielt. Die Bichhunde in Berlin. Wie die Deutsche Tageszeitung mitteilt, find di: Tage des Ziehhundes th Berlin gezählt: nach jahrzehntelangem Stampf ist es dem Tierschutzverein gelungen, ein behördliches Verbot der Verwendung von Hunden als Bugttere durchzits fetzen. Bei der Gelegenheit frischt das Blatt auf, was vor mehr als 20 Jahren ein französischer Publizist über das Berliner Hundegespann geplaudert hat. Es heißt da: Die Hunde sehen durchaus nicht unglücklich aus. Ihr Herr wird nte eine Stulle effen, ohne mit ihnen zu teilen. Ste werden unterstützt, verteidigt, geschont, und wenn dte Last zu schwer ist, so hilft femand den Wagen ziehen. Sie sehen weder trübseltg aus, noch sind fie gleichgültig gegen das, was auf der Straße vorgeht. Natitrlich fehlt thnen nicht tene proletarische Nuance, durch die sich die Hunde des Armen kennzeichnen, aber es gefellt sich bei ihnen ein gewisser philosophischer Ernst hinzu, wie es sich für den Bürger einer großen Stadt geztemt. Da ste ihrem Herrn sehr ergeben sind, so verlassen sie, auch wenn man sie abgespannt hat, thren Wagen nicht, und wehe demjenigen, der sich einfallen ließe, thn bestehlen zu wollen. Eines Tages, als es geschneit hatte, beobachtete ich einen mit Leder beladenen, mit zwet schwarzen Hunden bespannten Wagen, der von seinem Besizer an den Bürgersteig gelenkt wurde, um dort Salt zu machen. Während der Führer einen Back alter Sackleinwand ausbrettete, dte fetnent Hund als Lager dienen sollte, vernahm ich das folgende, in reinstem Berliner Dialett geführte Gespräch fwischen dem Biedermann und feinen Kötern:„ Ja, ja, Oller, follft et fchon warm frteten. Warte man en bisfen, td mache dtr det schon. Na, ta, Oller, wat haste denn so lange an dein Lager zu schnuppern, det rtecht nich beffer wie jestern, Set man nicht bange, td habe keene febratene Jans intewickelt. So, tett to't fertich. Na, hu tusch dtr. Wüste dir tuschett, det ick dir inwickeln fann!" Eine Trinkgelderreform efgener Art ist dem„ Berl. Börf.- Cour." zufolge in verschiedenen Sotels in der gegenwärtigent Retfezett eingeführt worden. Es wird den Gästen unter dem Titel Besondere Dtenstleistungen" auf der Rechnung der Betrag für das Stiefelpußen, Beforgung von Gängen, Transport des Gepäcks usw. in einer runden Summe angerechnet. Für das Stiefelpuzen kommt der allgemein übliche Saß vort 25 Pfennig zur Geltung, die anderen Dienstleistungen werden von Fall zu Fall berechnet. Die Hotelbefizer lassen den Betrag bet der Tagesverrechnung auf das Personal verteilen. Dadurch kommt die Trinkgelderparade, die den Schrecken und die Quelle ewigen Mergers für die Reisenden bildete in Fortfall. Die Hausdtener werden in den Hotels, die diese Reform einführen, mit 40 bis 50 Mark Monatslohn angestellt, in ähnlicher Weise werden die Haus- und Stubenmädchen und das sonstige Personal mit Ausnahme der Kellner entlohnt. Diese erhalten ein höheres Gehalt, jedoch gleichfalls Prozente vom Ertrage des obengenannten Rechnungstitels. Bewährt sich das Experiment, dann soll die Befeitigung des Trinkgelderunwesens nach diesem Rezept von den Hotelbesitzern allgemein durchgeführt werden. ,, Ob sie wohl mein Buch gelesen hat? Ob sie sich In der Heldin wieder erkannt hat? Liebe ich E. Norden? Ich habe sie nie gesehen, vielleicht ist sie wirkItch so wie sie sich schildert: Häßlich und mißgestaltet. Vielleicht aber täuscht sie mich absichtlich. Kann man eine Frau Iteben, die man nie mit seinen leiblichen Augen geschaut, dite man nur durch thre Feder kennt? E. Norden paßt zu mir, sie versteht meine Seele und ich die thre." Hammer hatte ein historisches Schauspiel geschrieben, das vom Königl. Schauspielhause erworben war; es sollte nach einigen Wochen über die Bretter gehen und des Dichters Anwesenheit war notwendig. Kurz vor der Abreise nach Berlin erhielt Hammer einen Brief; er trug den Berliner Poststempel. Erst im Koupee las Hammer folgendes: ,, Geehrter Herr! Ihren Roman: Irrlicht" habe ich gelesen, ich danke Ihnen dafür, gerade dieses Werk hat mich ergriffen und im höchsten Grade befriedigt. Wissen Ste auch weshalb? Wie Sie sehen, bin ich jetzt in Berlin. Ob wir uns treffen werden? Ich werde Ste gewiß sehen; der Schriftsteller Benno Hammer ist eine berühmte PersönItchkeit geworden. Wie ich höre, wird hier demnächst Ihr historisches Schauspiel aufgeführt werden. Wenn der geniale Dichter am Abend der Premiere begeistert hervorgerufen wird, dann denken Ste, daß auch ich unter denen bin, die Ihnen begeistert zujubern. Hochachtungsvoll ergebenst E. Norden." Ste tst in Berlin, tch muß sie finden!" Dieser Gedanke begleitete Hammer auf seiner Reise. Es war für Eva etne besondere Freude, ihr Zimmer für den Gast einzurichten. Sorgsam wischte sie den Staub, rückte die Möbel und freute sich, wie wohnlich und sauber alles aussah. Ihr hübscher, zierlicher Die Bettelpost der Millionäre. Die Witwe des amerikanischen Eisenbahnfönigs Harriman, die sich nach dem Tode thres Gatten ausschließlich der Wohltätigkeit widmen will und sich vornahm, alle Unterstützungsgefuche zu prüfen, hat nun vor der Flut ihrer täglichen Korrespondenz die Segel streichen müssen und die Hilfe der Neuyorfer Armenbehörde bei der Erledigung der zahlreichen Bittgesuche in Anspruch genommen. Wenn Frau Harriman alle an sie gestellten Bitten erfüllt hätfe, würde sie allein in den letzten Wochen nicht weniger als 455 Millionen Mark fortgegeben haben. Sie ist übrigens nicht die einzige, die täglich mit einer geradezu riesenhaften Bettelpost bestürmt wird. Miß Helen Gould hat während der letzten zwölf Monate nicht weniger als 50 000 Bettelbriefe empfangen, durch die man sie ins gesamt um 42 Millionen anging; darunter befinden sich auch eine Unzahl von Briefen, deren Absender mit der Bitte um Unterstützung zugleich einen Heiratsantrag verbinden. Carmen Sylvas zehn Gebote für Frauen. Carmen Sylva, die Königin und Dichterin, hat in" Schn Geboten" die wichtigsten Forderungen zusammengestellt, die junge Gattinnen zu erfüllen haben, damit ihre Che glücklich werde; wir feilen sie nach einem italienischen Blatt mit: 1. Fange niemals einen Streit an, aber wenn einmal eine Auseinandersetzung unvermeidlich ist, dann gib nicht nach, bis du Recht behältst. Lächelt dir der Steg, so toste ihn voll aus. 2. Vergiß aber nie, daß du die Gattin eines Menschen und nicht eines Gottes bist. Wundere dich darum nicht über seine Schwächen. 8. Bitte deinen Gatten nicht zu häufig um Geld. Suche mit dem auszukommen, was er dir am Anfang feder Woche gibt. 4. Wenn du bemerkst, daß dein Gatte ein wettes Herz hat, so denke daran, daß er auch einen wetten Magen hat. Sorge gut für den Magen, dann wirst du alsbald auch sein Herz gewinnen. 5. Von Zeit zu Beit, aber nicht allzuoft, laß deinen Gatten einmal das Jezte Wort behalten, das macht ihm Freude und schadet dir gar nicht. 6. Lies die Zeitung ganz und nicht bloß die Sensationsnachrichten. Dein Gatte wird sich gern mit Dir über die Tagesereignisse und auch über die Politik unterhalten. 7. Auch während einer Schmollpe= riode kränke deinen Mann nicht! 8. Von Zeit zu Zeit mache thm ein Kompliment, indem du ihm sagst, er set doch der netteste und wohlerzogenste aller Ehemänner, und gleichzeitig laß durchblicken, daß auch du nicht tmmer ohne Fehler setest. 9. Ist dein Gatte klug und regfam, so set ihm eine gute Kameradin; tst er schwerfällig, so set thm Freundin und Beraterin. 10. Vor allem aber bezeige Achtung deiner Schwiegermutter. Bedenke, daß dein Gatte sie geltebt hat, ehe er dtch Itebte. In München. Dame: Ist das Pferd auch ruhig? Scheut es nicht vor den Automobilen?"- Droschken futscher: Steigen S' nur ein, Frau Nachbarin; der Gaul fürcht't sich net vor' nem Automobil. Der hat net amal g'scheut, wie die Eisenbahnen aufkemma fan!" Aus der Praxis eines Gründers. Ein Riesenschwindel, durch den eine geschäftsunerfahrene Frau um thr gesamtes Vermögen in Höhe von 160 000 Mart gebracht worden war, lag einem umfangretchen Betrugsprozeß zugrunde, der gestern die 1. Berliner Fertenstraftammer beschäftigte. Wegen Betruges im strafschärfenden Rückfalle, Konkursvergehens und Arrestbruchs hatte sich der aus der Untersuchungshaft vorgeführte Kaufmann und Ingenieur Hugo Loebe zu verantworten. Mitangeklagt war der 22jährige Handlungsgehilfe Pestora wegen Unterschlagung und Arrestbruchs. Der Angeklagte Loebe, der sich auch vielfach Loewe nannte, hatte schon eine ereignisreiche Vergangenheit hinter sich. Er ist mehrfach wegen Betruges vorbestraft, u. a. zulez tmit zwei Jahren Gefängnis, die er im Mai 1908 verbitẞt hatte. Bald nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis erfteß er ein Inserat, durch das er etnen tapttalkräftigen Teilhaber zu einem neuzugründeten Industriellen Unternehmen suchte. Auf dieses Inserat bin meldete sich der Kaufmann Edwin Goulson, deffen Mutter, die Witwe etnes Inspektors der EngItschen Gasgesellschaft, ein Kapital von etwa 200 000 Mark besaß. Frau Goulson und ihr Sohn waren nicht sehr geschäftskundige Leute und glaubten alles, was thnen der Angeklagte erzählte. Loebe gründete nun zwet Gesellschaften mit beschränkter Haftung, das„ 3entraltnstitut für technische Prarts" und die " Berliner Metallplattterungswerke". Beide Unternehmungen, zu denen Loebe lediglich seine Ideen" als Einlage hergab, während Goulson 50 000 Mark bar einzahlte, wurden sogar in das Handelsregister eingetragen. Dem geschäftsunkundigen Goulson sette der Angeklagte dann auseinander, daß so junge Unternehmen nicht sofort einen Gewinn abwerfen, da ste fich erst einleben müßten. Loebe wirtschaftete nun allein darauflos und verpulverte das ihm von G. zuflteßende Geld in allerlei aussichtslosen Unternehmungen. Goulson selbst timerte sich um das ganze Geschäft überhaupt nicht, zumal er wegen eines Zungenleidens nach Aegyp-= Schreibtisch wurde in den Salon gestellt und ein Blumenstrauß als Gruß darauf gefeßt. Hier würde Hammer schreiben, hier die nächsten Wochen wohnen, so nahe dem„ Irrlicht", das er suchte, Eva freute sich auf den Besuch. Als er da war, hielt sie sich zwei Tage in mädchenhafter Scheu fern. Hammer war fast den ganzen Tag fort. Erst Sonntags sahen sie sich. ,, Guten Tag, gnädiges Fräulein," begrüßte er ste, ,, tch freue mich, daß es ihrer Frau Mutter möglich war, mich aufzunehmen." „ Ich hoffe, die Zimmer sind nach Ihrem Sinn, wenigstens gab ich mir Mühe,"- ste schwieg verwirrt. ,, Sie haben selbst," begann er. „ Ein wenig für Ihre Bequemlichkeit gesorgt," ftel Eva lachend etn, nun ja, ich will es eingestehen." - Wie reizend sie mit diesem verlegenen Gesicht ist," dachte Benno Hammer. „ Sehr freundlich," sagte er, sich verneigend,„ tch setzte schon voraus, daß eine zarte Frauenhand gewaltet; die Blumen auf dem Schreibtisch, die Bilder darüber, es Itegt ein Hauch von Poesie über dem Raum, der anhetmelnd berührt. Nochmals meinen verbindItchsten Dank, gnädiges Fräulein!" An diesem Abend machte Hammer noch nähere Betanntschaft mit Lina und Frau Grotenbach; seitdem machte es sich oft, daß man nach des Tages Last und Arbeit ein gemütliches Plauderſtündchen genoß. Nach dem Tode seiner Frau hatte der Briefwechsel mit E. Norden angefangen und jetzt hatte erne verzehrende Unruhe Hammer gepackt, er sehnte sich danach, endlich jenes geheimnisvolle Wesen kennen zu lernen, mit dem er seine Gedanken austauschte. Er war thr nahe, in derselben Stadt und doch so fern! Die Proben zum Drama nahmen mehr Zett in Anspruch, als der Dichter zuerst geglaubt hatte. Oft war er verstimmt ten fahren mußte. Jetzt hatte Loebe völlig freie Hand. Als er Beträge von 20 000 und 30 000 Mark, die ihm Frau Goulson als„ Geschäftsfreund" ihres Sohnes ver trauensvoll gegeben hatte, in noch nicht aufgeklärter Weise verbraucht hatte, fiberredete er die 54jährige Da me, ihm Blankoakzepte zu geben. Frau G. ließ sich auch hierzu verletten, ohne zu ahnen, daß sie hierdurch ihrem Ruin entgegensteuerte. Loebe stellte die Blankoakzepte auf hohe Summen aus, ohne der Frau G. hiervon etwas zu sagen. In dieser unglaublichen Art und Weise ging es längere Zeit fort. Es kam schließlich dazu, daß wegen dieser Wechselschulden Pfändungen bei Frau G. statt fanden. Loebe verstand es jedoch, die Vertrauensselige immer noch rechtzeitig wegzubugsieren, so daß sie von den Pfändungen feinerlei Kenntnis erhielt. Er selbst riß sogar die Stegelmarfen der Gerichtsvoll= zieher wieder ab, ebenso tat dies in seinem Auffrage der Mitangeklagte Pestora. Frau Goulson, der von dem Angeklagten in dieser Weise Sand in die Augen gestreut wurde, glaubte fich immer noch als die reiche Frau, während sie tatsächlich schon durch den Angeklagten dem Bettelstab nahe gebracht worden war. Wie sich später ergab, hat Frau G. thr gesamtes Vermögen in Söbe von 160 000 Mark auf diese Weise verloren. Als endlich der ganze Schwindel aufgedeckt wurde, war es zu spät. Der angebliche Herr Loewe" entpupte sich als der mehrfach vorbestrafte Loebe. Als Loebe am 21. Januar d. I. verhaftet werden sollte, entfernte er sich mit dem Bemerken, nur einmal telephonieren" zu wollen, und verschwand. Er wurde jedoch bald darauf in einem Lokal verhaftet. Nach feiner Verhaftung stellte es sich heraus, daß Loebe noch andere Schwindeleien, wie die Anklage behauptet, in Gemeinschaft mit Goulson veritbt hatte. Der Mitange= flagte Bestora soll die in dem Geschäft herrschende Un ordnung sich in der Weise zunuze gemacht haben, daß er wiederholt kleinere Beträge in seine Tasche steckte. Mit Rücksicht auf die großen Summen und das schamlose Vorgehen des Angeklagten Loebe ging das Gericht über den Antrag des Staatsanwalts hinaus und erkannte gegen ihn auf drei Jahre Zuchthaus, 600 M Geldstrafe und fünf Jahre Ehrverlust. Gegen Pestora wurde auf drei Tage Gefängnis erkannt. Drahtnachrichten und Deuestes. Die Reise des Kaisers nach Wilhelmshöhe verschoben. Cassel, 4. August.( Spezialtelegramm.) Die Ankunft des Katsers, die Sonnabend um 8,45 Uhr morgens auf dem Bahnhof Wilhelmshöhe erfolgen sollte, ist aus nicht genannten Gründen um einige Tage verschoben worden. Ob die Unpäßlichkeit der Kaiserin, die an einem Halsleiden leicht erkrankt ist und das Bett hütet, Grund zu der Verschiebung der Reisedispofitionen gewesen ist, konnte nicht mit Bestimmtheit in Erfahrung gebracht werden. Berlin, 4. Auguft. Der Kaiser ist heute mor gen 3,05 1hr auf Bahnhof Klitschdorf eingetroffent und hat sich mit dem Fürsten Solms- Baruth nach der Wehrauerheide begeben. Die Berliner Verhandlungen nehmen einen günstigen Fortgang. Paris, 4. August. Der„ Temps" gibt über den Stand der Berliner Verhandlungen folgende Note: Obaletch die deutschen Ansprüche noch immer das Maß übersteigen, scheinen die Verhandlungen doch günstigere Aussichten zu bieten. Eine offiziöse Note des Ministerpräsidenten meldet, daß sie einen normalen Verlauf nehmen. Auch in Berlin scheinen beruhigende Symptome aufzutreten, so daß die Eventualität einer Konferenz, die übrigens Deutschland wenig erwünscht wäre, mehr in den Hintergrund tritt. In London erwartet man nach wie vor eine Verständigung zwischen Frankreich und Deutschland. Landung deutscher Matrosen in Port au Prince. Paris, 4. August. Nach einer Meldung des ,, New York Herald" aus Port au Prince ist ein Offtzier des deutschen Kreuzers Bremen" mit 41 bewaffneten Mannschaften an Land gegangen, die auf die deutsche Gesandtschaft und verschiedene Kaufhäuser verteilt wurden. Die Landung ist auf Ersuchen einer Bauunternehmerfirma erfolgt. Selbstmord aus Liebesgram. o Berlin, 4. August. Aus verschmähter Liebe" hat sich gestern der 41 Jahre alte Buchbinder Schwarzer aus der Pappelallee 34 vor der Tür seiner Geliebten erschoffen. Schwarzer unterhielt Beziehungen zu einer Frau in der Lychenerstraße. Diese gab ihm aber fürzlich den Abschted. Aus Gram darüber jagte er sich ge= stern auf dem Treppenflur vor der Wohnung seiner Geliebten eine Kugel in die rechte Schläfe. Als Hausbewohner ihn auffanden, war er bereits tot. und sprach sich darüber gegen die Grotenbachschen Damen aus. Lina hatte kein Verständnis dafür und thre Mutter war so viel beschäftigt, da machte es sich von selbst, daß Eva die Vertraute seiner Enttäuschungen und Hoffnungen wurde. Ste verstand es, thn aufzurichten, wenn er mutlos wurde, sie nahm an seinen Leiden und Freuden tell, so wie es nur ein liebendes Weib tann. Daß fie thren früheren Lehrer Itebte, war thr noch ein Rätsel, ste deutete ihr Gefühl für ihn noch nicht richtig. Das Zusammensein mit Eva versetzte Hammer in einen Konflikt. ,, Liebe ich dieses retzende Mädchen?" dachte er oft, ,, oder liebe ich E. Norden?" Einige Szenen des Schauspieles waren zu ändern. Eines Abends saß der Verfasser am Schreibtisch und zog eine Schublade auf, in der er ein Manuskript aufbewahrte. Es mußte sich etwas dazwischen geklemmt haben, die Schublade ging schwer auf. Doch jetzt, ein fräftiger Ruck und das Fach sprang auf. Ein weißes Blatt fiel zur Erde, Hammer hob es auf.„ Wte, träume oder wache ich?" rief er, als sein Blick darauf ftel,„ das tst ja E. Nordens Handschrift, das ist dasselbe Gedicht, das ste mir einmal schickte, wie tommt dieses Papter hierher?" In größter Aufregung durchmaß Hammer das Bimmer. Ich bin endlich auf der richtigen Spur!" rief er. und neulich, die Aehnlichkeit des Briefes aus BerIin von Frau Grotenbach mit E. Nordens Handschrift. Ein junges Mädchen ist Mitarbeiter unseres Blattes gewesen, ein Mädchen, das ein großes Leid erfahren hatte." ( Fortsetzung folgt.) 27/2 Café Amend Täglich Künstler- Konzert Anfang 8 Uhr Sonntags 4 Uhr Eintritt frei Restaurant Windhof. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit:: Täglich frisch Kaffeegebäck:: Schlitzer Auerhahnbräu, hell 3/10 Ltr. 10 Pfg., dunkel 10 Ltr. 12 Pfg.:: Schattig. Garten: Herrliche Turmaussicht. Korporationen und Vereinen grosse u. kleine:: Säle zur Verfügung. 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Stolze Dampfer ziehen über den breiten Strom zu den sieben Bergen hin, schnelle Motorboote huschen hin und her, kleine, schlanke Ruderboote schießen hart am Ufer vorbei, breite, schwerfällige Rähne schaukeln träge auf den Wellen. Und wo immer zwei Schiffe aneinander vorbeistreichen, zwei kleine Boote sich kreuzen, da ist ein Grüßen und Winken, als seien es alles alte Bekannte, die sich hier bei dem großen Sonntagskorso auf dem Rhein treffen. Das ist das alte Sonntags= leben am Rhein, so froh, so heiter wie die sommerfrohe Blütenpracht zu beiden Ufern des Stroms. Königswinter am Fuß der sieben Berge ist der MitSeiten des steilen Weges die üblichen" Andenken vom Drachenfels" gekauft, schließlich hat sich jeder noch einen der grünen Eichenlaubkränze umgehängt, wie sie auf allen Wegen von kleinen Knaben und Mädchen feilgeboten werden, und nun geht's zur letzten Nummer des Programms über: zur Rheinweinbowle. Die gehört unbedingt zu einem Das Heidelberger Schloß in bengalijcher Beleuchtung. telpunkt für das typisch rheinische Sonntagsleben. In den großen Hotels an den Landungsbrücken, da sitzt die elegante Welt und schaut dem Trubel zu, den jedes neu ankommende Schiff mit sich bringt. Extra- Dampfer bringen ganze Vereine aus Bonn, Köln oder Elberfeld. Ziel ist natürlich der Drachenfels. Von der Rheinpromenade her tönt's voll und kräftig: „ Dort möcht' ich sein! Dort möcht' ich sein! Bei dir, o Vater Rhein, auf deinen Bergen. ein Gesangsverein, der schon von seinem Ausflug zurückkehrt. Die braven Sänger haben ihr ganzes Programm getreulich erledigt, sind bis oben auf die Ruine geklettert und haben in das schöne Rheintal hinabgeschaut und geSonntag am Rhein. Und da gibt's so lauschige Plätzchen unter alten schattigen Bäumen und so gemütlich behäbige Wirte und so guten maiträuterduftenden Trant. Mit knapper Not erreicht man schließ lich noch den„ Lumpensammler", der die letzten Ausflüglernach Bonn und Köln zurückbringt... ,, Rhein, du bist's schuld, daß man bummeln muß!" Das schallt so überzeugungsgetreu aus dem nahen Lokal, wo eine Bonner Studentenschar sich um eine dickbauchige Bowle schart und dabei ein Kommerslied nach dem andern in die lauschige Sommernacht hinaussingt. Und wenn sie, nicht mit dem Lumpensammler, sondern spät nachts im Motorboot zurückfahren, und das blasse Mondlicht auf den Bergen glänzt und in den Wellen glißert, dann schallt es träumerisch versonnen durch das Rauschen der Wellen: .Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, Daß ich so traurig bin. Ein Märchen aus uralten Zeiten.... Und wie ein Märchen wird es ihnen einst in der Erinnerung vorschweben, das sonnig frohe Jugendleben am Rhein. uchslänge mit ber chemisch Stüd 4.beffen [ 265/2 Dar Der heutigen Ausgabe liegt ein Prospekt von Dr. Ehrhard's Nerven- Nahrung, Visnervin" bei. 2 7081 saa pa qun อา! แ 409 น อ Quo] q эрэ 310 дэд цэфф uoa прайс шо збозлашшоф Sommertage am Rhein. pa usia Bojo@ ait ang Auf einem New Yorker Tanzboden. Bis vor ungefähr zehn Jahren waren die sogenannten amerikanischen Tänze" in Deutschland noch unbekannt. Dann aber begannen der„ Cate- Walt" und die anderen transatlantischen erotisch angehauchten Tänze fich auch bei uns einzubürgern. Die eigent lichen amerikanischen Rundtänze sind jedoch auch heute noch bei uns ziemlich unbekannt. Die Amerikaner sind dem Tanze leidenschaft. lich ergeben, aber sie drehen und wenden sich in einem Tanzschritt, der von dem unsrigen gänzlich abweicht und den in das Land der Dollars verschlagenen Fremdling zuweilen in die peinlichste Verlegenheit bringen kann. Unser Bild führt uns auf einen typischen New Yorker Ball der unteren Hunderttausend. Garderobenzwang herrscht auf diesen Bällen" nicht. Die ,, Gentlemen" tanzen mit dem Sut auf dem Kopfe und der Zigarre im Munde. Gerade diese, Boltsbälle" entbehren nicht des politischen Beigeschmacks, denn die professionellen Politiker spekulieren auf die amerikanische Tanzwut und suchen durch solche mit Freibier verbundene Veran ftaltung die Wähler zu fapern. Internationale Weltblige. Internationale Weltblitze. qun qun allafa bb te ang pasvua que gгą збш Die große Rahe Brüde mit den Brüdenhäusern in Kreuznach.( Das Kreuznacher Salinental befißt die größten Gradierwerte Deutschlands.) Da, wo die Verge den Rhein wie einen See rings umschließen, wo den sieben Bergen gegenüber sich der alte Vulkan, der Rodderberg, erhebt und dem Fluß die Insel Nonnenwerth entsteigt, da ist der Mittelpunkt des heitern, frohen, rheinischen Lebens. Da drängt der Rhein all seine Reize auf einen Punkt zusammen, und die Romantik gibt ihre schönsten Sagen dazu, dies gebeimnisvolle .Etwas", was oft die anspruchslosesten Erdenfleckchen mit einem eigenartigen Sauber umglänzt.... Weiter rheinaufwärts, da gibt es Stellen, wo die haben. Und jedes Tal und jedes Tälchen hat seine Besonderheit, das Abrtal seine schroffen, seltsam geformten Berge, das Moseltal die lieblich grünen Höhen Schloß Stolzenfels. Sonne glühend auf table Felsen brennt, wo der Schieferboden die heißen Sonnenstrahlen gierig in sich aufsaugt, nm sie berauschend in die jungen Triebe der Reben aufsteigen zu lassen. Ja, heiß und sonnig sind hier die vielbesungenen rebenumfrängten Böhen; aber mit Burgen wie im Rheintal,... man möchte überhaupt sagen, das Rheintal im kleinen. nur ist alles hier viel näher zusammenge rückt, noch intimere Reize enthüllt die Landschaft hier. Koblenz am 3usammenfluß von Rhein und Mosel, mit seinem wirkungsvollen Denkmal am Deutschen Eck, seinem altberühmten Schloßz und den schattigen Rheinanlagen, ist der Ausgangspunkt für all die mannigfaltigen Touren ins Moseltal und auch für die herrlichen Dampferfahrten rheinaufda öffnen sich die schattig grünen Seitentäler und in ihnen wieder Nebentäler, wo Flüsse und Bäche sich ihr Bett gegraben Tas Deutsche Ed in Koblenz( von der Mosel aus). wärts bis Bingenund Mainz.... Da schauen alte zerfallene Burgen ins Tal und erzablen ihre derbkräftigen Ritter : 80 H Die neue König- einrich- VIII.- Brücke. Auf einer Agaven- Plantage. Unser Bild stellt eine merikanische AgavenPlantage dar, die man auf der Reise in Merito allenthalben antrifft. Aus einigen dieser Pflanzenarten mit ihren dickfleischigen, starren, am Rande meist stachlig gezähnten Blättern, die eine dichte einen sehr furzen Stamm frönende Rosette bilden, bereitet der Merikaner sein Lieblingsgetränk Pulque" eine Art Bier, dem der Europäer gewöhnlich keinen Geschmack ab. gewinnen fann. Es soll jedoch sehr stärkend und nahrhaft sein. Es gibt ungefähr 80 verschiedene Agavenarten. Die Pflanzen müssen, wenn erportiert, in Mittel- und Nordeuropa in frostfreien, trockenen Räumen( Orangerie oder Kalthäusern und fühlen Zimmern) durchwintert werden. Ein New Dorfer Tanzboden. Die König- Heinrich- VIII.- Brücke. In dem bei London gelegenen Hampton Court Palaft wurde kürzlich die renovierte König- Heinrich- VIII.- Brücke eingeweiht. Der Hampton Court Palast wurde von Kardinal Wolfey erbaut und dem König Seinrich VIII. geschenft. Der Palast war zuweilen auch Wohnfig von Cromwell und blieb bis zur Zeit Georgs 11. tönigliche Residenz. Der Palast enthält eine prachtvolle Gemäldegalerie, die reich an italienischen Bildern, besonders der venezianischen Schule ist. Die Perle der Sammlung ist die MantegnaGalerie", die den Triumphzug Cäsars in einer langen Bilt erreihe darstellt. Auf dem Calzfee. Auf einer Agaven Plantage. Auf dem Salzsee. Der Große Salzsee", der größte See im nordamerikanischen Staate Utah, besitzt bekanntlich ein sehr salziges Waffer, das jähr. lich gegen 42000 Tonnen Salz abwirft. In dem Wasser können natürlich keine Fische leben, sondern in den weniger falzigen Teilen werden nur einige Arten Insekten und Krustentiere, sowie niedere Pflanzen gefunden. Die Tragfähigkeit" des Sees infolge seines starten Salzgehaltes wird auf unserem Bilde veranschaulicht. Bewegungslos liegen die Badenden auf dem Wasser und treiben gemächlich dahin. Der See ist durchschnittlich vier, auf weite Strecken nicht ganz ein, höchstens aber zwölf Meter tief. Auch ist er fast überall von flachen Ufern umgeben, die besonders im Frühjahr weit überschwemmt werden. 7 vas üqar aqvjǝбun лoa 81 uǝqoqluvy a macht dus allgemeine Zusammenleben angenehm und gesittet; sie ist ein Zügel gegen wilde 3ornausbrüche und Exzesse und hält den Menschen vor großen Lastern zurück. Daß China, dieses heidnische Bolt, sittlich so hoch steht, verdankt es zum nicht geringen Teile dem Zwange der Anstandsregeln. Es hat aber diese Sorge, den äußeren Anstand zu wahren, auch ihre großen Schattenseifen. Zur Psychologie des chinesischen Voltes. Eine andere Tugend des Chinesen ist seine Geduld und unverwüstliche Ausdauer, seine Genügsamkeit und seine freudige Zufriedenheit. Die Mehrzahl der Chinesen führt einen harten schweren Kampf ums Dasein. Deshalb sind die Leute auch arbeitsam, sparsam, haben wenig Bedürfnisse und bringen es im Ausland durchgängig zu einem gewissen Wohlstand; ihrer Kon. kurrenz kann niemand standhalten. Für geringen Lohn leisten sie lange Tagesarbeit. Der Arbeiter denkt, es ist besser, ich verdiene etwas, als nichts. Ein Muster von Ausdauer und Geduld ist der chinesische Bettler. Allen, welche eine Reise ins Innere gemacht haben, wird das aufgefallen sein. Besonders interessant in dieser Beziehung ist die Umgegend des Cai schan. Sobald sich eine chinesische Reisekarre zeigt, erscheint ein Kind oder ein Mann oder eine Frau; sie stoßen mit dem Kopf auf die steinichte Straße oder schlagen sich mit einem alten Schuh auf die Brust, bitten und betteln in den rührendsten Worten um ein Almosen; die Kinder laufen dem Wagen 1/2 bis 1 km weit nach, singen ihr Liedchen herunter, unbekümmert um die heiße Sonne, die auf ihren splitternackten Leib brennt; und das alles für einen einzigen Käsch! Der Chinese trägt unger und Durst und sagt kein Wörtchen der Klage. Der franke Chinese nimmt die widerlichste Medizin ohne Widerspruch, ohne den Mund zu verziehen; das gehört eben mit zum Kranksein. Oder man beobachte den Chinesen auf der Reise. Mitten in der schwülen Sommerhitze bis 30 und mehr Grad Reaumur liegen sie auf dem Schiffe oder nachts in den Herbergen zu廟 洲 鄭 Chinesische SchauspielerinnenKulis bei der Arbeit. sammengepfercht, geduldig und zufrieden, sie murren nicht, sie flagen nicht, sie suchen alles Ungemach zu überwinden durch den Schlaf des Gerechten oder durch Schlürfen ihres Teewassers und durch ihre Pfeife; oder sie schwäßen miteinander und unterhalten sich in ruhiger, friedlicher Weise. Was Ge. duld und unermüdliche Ausdauer angeht, ist der chinesische Diener das Jdeal eines Dieners auf Reisen. Während der Herr reitet, geht er zu Fuß hinterdrein, 50, 60 km, selbst Tage. In der Herberge bedient er seinen Herrn, als wenn er noch ganz frisch wäre, füttert das Pferd, bereitet das Nachtlager, trägt das Essen auf, läuft hierhin, dorthin. Erst nachdem der Serr zu Bett gegangen ist, findet er Zeit, sich auszuruhen; er raucht dann seine Anzahl von Pfeifchen, läßt sich das Essen gut schmecken, löscht seinen Durst am Tee, den er nicht tassenweise, sondern fannenweise trinkt. Er sieht noch einmal nach dem Pferde und legt sich dann mitten in dem Hofe auf einer Matte für einige Stunden zur Ruhe nieder. So geht es oft 3, 4, 5, 6 Tage lang. Und dabei ist der Junge immer freundlich und dienstfertig. Er ist gewiß müde und fühlt die Beschwerden der Reise und seines Dienstes sehr wohl, aber er klagt nie. Alle diese Beschwerden bringen eben seine Stellung mit sich. Woraus erklärt sich nun diese Geduld, Ausdauer und Zufriedenheit? Sie ist zunächst zum Teil Frucht der Er. ziehung und einer glücklichen zufriedenen Naturanlage. Die Chinesen sind eine Nation von Fatalisten. Sie glauben, der Mensch sei blind waltenden Kräften anheimgegeben; sie sprechen viel vom Schicksal, von Fatum. Geht es einem Chinesen schlecht, so sagt er höchstens: Tschä tsiusche uodi ming, das ist mein Geschick. Der Chinese trägt also das Unglück als etwas, was nicht zu ändern ist, er fügt sich in stumpfer Ergebung ins Unvermeidliche. Ein zweiter Grund liegt im Mangel an Sensibilität der Nerven. Die Kultur macht die Leute nervös. In Europa muß alles schnell gehen, alles schnell erledigt werden. Selbst Dampf und Elektrizität arbeiten zu langsam. Auf den Straßen der Städte rennt der eine am andern vorüber, im Straßenbahnwagen oder auf der Eisenbahn muß rasch die Zeitung gelesen werden. Der Chinese geht langsam über die Straße, bleibt bald hier, bald dort stehen, schaut sich alles mit Muse an. Wir können nicht lange still und ruhig sitzen, der Chinese sitzt stundenlang in hockender Stellung, sein Pfeifchen rauchend, ohne etwas zu tun oder auch zu denken. Selbst in der Unterhaltung müssen wir etwas in der Sand halten oder in den Fingern herumdrehen; das geringste Geräusch stört unsere Nachtruhe und macht uns das Wiedereinschlafen schwer. Der Chinese kann überall schlafen, selbst auf belebter Straße, ohne Bett und ohne Kopftiffen, mit offenem Munde, in welchem sich oft Fliegen niederlassen. Wenn uns jemand auch nur beim Schreiben oder beim Lesen zuschaut, so werden wir aufgeregt und können kaum mehr ordentlich denken. Der Chinese bringt es fertig, die diffizilsten Arbeiten zu machen draußen vor dem Sause, umgeben von einer Menge Neugieriger, die nicht bloß zuschauen, sondern auch laut ihre Bemerkungen zum besten geben. Sommertage am Rhein. geschichten, der Loreleifels weckt die poesievolle Sage von der schönen, blonden Lorelei, von Undine und Kühleborn, und hoch auf felsiger Höhe steht die Germania und hält triumphierend die deutsche Krone mit starker Hand. Wenn dann die Abendsonne ihren rotgoldenen Glanz über Berg und Tal ausgießt, das " Rheingold" in der Tiefe des Flusses funkeln läßt, wenn allmählich die Dämmerung die scharfen Umrisse der Berge zu weichen, verschwimmenden Linien formt und in der traumhaften Abendstimmung alte Märchen und Sagen lebendig werden, „ Wenn in der Aferweiden Dunkel Der Elfenchor den Reigen schlingt Und aus dem Strom ein leis' Gemunkel Der Niren auf zum Tage dringt: Das ist die allerschönste Stunde, Wo Tag und Nacht in gleichem Bunde Dich fränzen mit dem goldnen Schein, Du Fürst der Ströme, deutscher Rhein!" Wir besitzen in dem Rhein den schönsten Strom der Welt. Zwar kann er sich an Breite und Länge mit manchem andern nicht messen und gewiß haben der Mississippi, der Amazonenstrom und der Nil großartige Naturschönheiten, die der Rhein nicht aufweisen kann. Aber dafür hat er die Lieblichkeit vor allen seinen Brüdern voraus und die Poesie der Romantik, die ihn mit unvergleichlichem Zauber umgibt und zum Reiseziel Tausender, nicht nur der Deutschen, macht. ভোকে Ein Wechsel des Herzens. 3 Das Kammerzellsche aus in Straßburg, ( Das Erdgeschoß wurde im Jahre 1465, der obere Teil 1589 erbaut.) Ein Wechsel des Herzens. Von Louise Elisabeth Dutton. Jedermann weiß, daß Träume das Gegenteil bedeuten. Wenn man aufwacht, gejagt von etwas, ohne fäbig zu sein, einen Schritt zu tun, kann man sicher sein, daß etwas Angenehmes in Aussicht steht. Träumt man, bei den Klängen des Hochzeitsmarsches durch die Kirche zu gehen, mit gelben Schuhen unter dem Seidenkleid und einer Musselingardine statt des Braut. schleiers, so steht sicher keine Hochzeit zu erwarten. Man hat ein schlechtes Ei zum Frühstück, Unglück mit der Untergrundbahn oder noch Schlimmeres, wenn es Schlimmeres gibt. Deshalb war Martin sehr erstaunt, als sein Traum wahr wurde. Die Überraschung wurde ihm durch das Telephon seiner Frau, deffen Sörrohr er- da er sie aus wußte und sicher in dem Vertrauen, daß sie keine Geheimnisse vor ihm hatte in die Hand genommen, um den Anruf zu beantworten. " Dorothee, Liebchen" begann die Stimme seiner Schwester zu schnell für ihn, um dieser ungewöhnlichen Anrede zuvor. zukommen, ich kam nicht dazu, dir halb zu danken. Zwei Gäste hatten im letzten Augenblick abgesagt, und die Leute sind ja so verrückt auf, Bridge', daß mein Leben nicht sicher gewesen wäre, hätte ich vorgeschlagen, das Spiel aufzugeben. Es tut mir leid, daß sie so hoch spielten, ich hatte keine Ahnung, du seist ein Anfänger, deine Partnerin sagte,--" Was diese diese unbekannte Dame gesagt hatte, konnte Martin nicht hören, denn er hatte das Hörrohr, wie von einer Tarantel gestochen, fallen lassen. " Bridge", der Fluch des Alters, Bridge", dessen schlechter Einfluß sein Lieblingsthema nach einem guten Essen mit Betannten war," Bridge", das ihn mit seinem besten Freunde entzweit hatte. Bridge, hatte er nicht geträumt, daß es einmal in seinem Leben eine Rolle spielen würde, und nun durch seine Frau, die trotz seiner Mahnungen und ihrer Versprechungen endlich der Versuchung erlegen war und ihre Unerfahrenheit der Geschicklichkeit von Gewohnheitsspielern, um hohe Einsätze, entgegengestellt hatte. Seine Frau, die lautlos die Treppe hinaufgekommen war und nun in der Tür stand, erhitzt und jung, in dem grauen Kleide, das er ihr vor kaum drei Stunden selbst zugehakt hatte. " Ich habe mich wundervoll amüsiert," sagte sie, aber mein Kleid ist an zwei Stellen zerrissen, ich muß gehen und es vor dem Essen wechseln." Sie warf ihm ihre verwellten Veilchen zu und verschwand. Martin hatte bemerkt, daß sie ihre silberne Börse vor ihm zu verstecken suchte, und vermutete, daß sie leer war. Er fragte sich, wieviel sie verloren haben mochte, und wie bald sie bekennen würde. Nach dem Essen fand er sie an ihrem Schreibtisch, über eine Reihe von Zahlen gebeugt, die sie mit ihrem Taschentuch bedeckte, als er sich über ihre Schulter beugte. " Dick, willst du mir eine Frage beantworten?" sagte sie. Martin nahm ihre Hände in die seinen. " Jede Frage, die du an mich zu stellen wünschest, Lieb," sagte er, oder alles anhören, was du mir zu sagen hast, du brauchst dich nicht zu fürchten." " So schlimm ist's nicht," sagte sie.„ Ich wöchte nur wissen, ob du etwas gegen nachgemachte Juwelen hast." Martin ließ ihre Hände fallen und starrte sie an. Außer ihrem Verlobungsring trug seine Frau einen braunen Diamanten und den Smaragd, welchen er ihr an ihrem letzten Geburtstag geschenkt hatte. Die Ringe waren wahllos oben dem Kasten entnommen. Plötzlich sah er, was sie meinte. " Dorothee," sagte er, hab' feine Furcht. Ich möchte nur die Wahrheit wissen. Wieviel Geld brauchst du?" Dorothee ließ ihren Kopf auf den Schreibtisch sinten. Martin legte seine Sand auf ihre schlanken, zuckenden Schultern. " Sab' doch keine Furcht, Kind," sagte er wieder." Freimut ist das beste. Ich werde die Summe schon aufbringen, ganz gleich, wie hoch sie ist. Du willst doch Gelb, nicht wahr?" " Nein," rief Dorothee, nach Atem ringend, nein, nein." Martin wandte sich ab. Nicht ihre Schulden waren es, die ihn verletzten, trotzdem diese, wenn sie das ihr Ausgesetzte überschritten, hoch sein mußten. Es war ihre Bereitwilligkeit, ihren Schmuck zu verkaufen, und ihn lieber durch falsche Steine zu ersetzen, als ihm zu sagen, wieviel sie schulde, und ihn um Hilfe zu bitten. Auf der Schwelle drehte er sich noch einmal nach feiner Frau um. Sie hob ihren Kopf und begegnete seinem Blick. Sie lachte.-- In Japan. Helle Sommersonne leuchtet Auf die gelben Wege nieder, Auf die blütenschweren Bäume, Kirsch- und Mandelbäume. Leicht gebaute Häuschen stehen In den Gärten bunt verstreut Inmitten dieser Blütenbäume, Die das Land der Sonne beut. Schöne, bunte Schmetterlinge Spielen in der Sonne Gold Tändelnd durch die Sommerlüfte Leicht und froh und hold. Und geschnittene Bäume weisen Vielfach seltene Gestalten, Tempel,-Hunde,- Fische,-Götter, Die den Gärten Frieden halten. Und durch diese bunten Gärten Wandelt leicht die Geisha hin, Golden wie die Sommersonne Ist ihr kindlich- heiterer Sinn Bunt wie ihre Blumengärten Bunt ist auch ihr leicht Gewand Chrysanthemen in dem Haare Und den Fächer in der Hand. Und die blütenschweren Bäume Schütteln leise sich im Wind, Streuen ihre rosa Blüten Über ihrer Heimat Kind. - Land der Sonne, Land des Lichtes, Deine Wunder fangen an, Wenn die Sommersonne leuchtet O du herrliches Japan! Urs NE Cs gibt zahllos Clichen Körpe -stant, weil s Mandung trotz lerschwinden st, so werden an Zusamm rilematischem nd doch best enden auf der 4 Ein Wechsel des Herzens. Martin sah sie nicht am nächsten Morgen. Sie tam nicht zum Frühstück herunter. Es wurde ein qualvoller Tag. Am späten Nachmittag versuchte er seine Nerven durch einen Spaziergang zu erfrischen. Er bog in die Avenue ein, hier und da anhaltend, einen Blick auf die Schaufenster werfend. Vor einem hielt er sich am längsten auf. Es war ein Juweliergeschäft, und innen, sich über einen Raften mit Ringen beugend, stand die Gestalt eines schlanken Mädchens. Er blickte auf und sah, daß es Dorothee war. Martin wußte nicht, wohin er zunächst gegangen. Sie hatte nicht auf seine Erlaubnis gewartet. Sie verkaufte ihre Juwelen bereits. Er hätte gern gewußt, welche sie gewählt eine seiner Gaben oder die Perlen ihrer Mutter. Was es auch sei, er würde es zurückfaufen, ihre Schulden bezahlen und ihr vergeben. Heirat war Seirat. Es mußte weiter gehen, selbst nachdem Vertrauen und Liebe tot waren. Er aß in seinem Klub mit einem Manne, für den er eine besondere Abneigung empfand, und bummelte dann in ein Theater. Als er nach Hause fam, war das Haus dunkel. Niemand tam auf sein Klingeln, und er hatte feinen Schlüssel. Er rüttelte heftig an der Türklinke und erregte so die Aufmerksamkeit eines Polizisten. Das Saus hatte ein französisches Erdgeschoß, so daß die Flurfenster direkt auf die Straße führten. Martin versuchte den Verschluß und fand, dant Dorothees Nachlässigkeit, einen Defekt. Er stieß diesen mit seinem Taschenmesser zurück und flimmte über die Fensterbant in die Salle. Das Haus war sehr still. Dorothee hatte sich in den Schlaf geweint. Vor morgen früh würde er sie nicht aufwecken. Aber die Eßzimmertür stand offen. Martin fühlte plötzlich Sounger. Er zog feine Schuhe aus und begann bei einer Kerze, die er vom ßtisch nahm, nach Eßbarem zu suchen. Ein Geräusch in der Salle unterbrach ibn. Er schlich zu der Tür des Anrichteraums und borchte, ein Käsebrot in der einen, eins mit Schinken in der andern Band. Das Geräusch tam näber. Die Tür des Eßzimmers öffnete sich leise. Eine schlanke weiße Gestalt schlüpfte in den Raum und stand, in das Dunkel starrend. Martin konnte seben, daß ihre Hände auf die Brust gepreßt waren. Er konnte bören, daß sie in furzen Stößen atmete. Er schritt auf sie zu und hielt an, erstaunt durch den Ärger in ihrer Stimme. Legen Sie diese Dinge nieder," befahl sie. Martin stand still im Dunkeln. " Einbrecher," sagte Dorothee,„ Sie sind ein Einbrecher, und ich habe eine Waffe." Martin sab das Aufbligen einer kleinen Pistole in ihrer Sand. „ Steben Sie vollständig still und sprechen Sie nicht," fubr sie fort, ich habe eine Pistole, aber ich werde Sie nicht schießen. Ich werde Ihnen etwas geben. Legen Sie nieder, was Sie da in den Händen haben, und ich gebe Ihnen dieses." Enbegreiflicherweise umflammerte Martin Schinken und Käse fester. Dann behalten Sie alles," sagte Dorothee. Ihre Aber Stimme zitterte, und sie hatte angefangen zu weinen. bitte, bitte, nehmen Sie dies auch." Sie streckte ihre Sand aus, und Martin sah, daß sie voll Banknoten war. " Wollen Sie es nicht?" sagte sie., Vielleicht glauben Sie, daß es nichts wert ist, weil ich es Ihnen gebe. Aber es ist Geld, wirkliches Geld, jeder schreckliche Pfennig. Zuerst freute ich mich darüber, aber ich fann es nicht ausgeben, und es trennt mich von meinem Manne, und ich hasse es. Ich versuchte, es in einem Laden zu lassen, aber ein Dieb nahm es, doch sie fingen ihn und gaben es mir zurück. Ich würde es verbrennen, wenn ich nicht fürchten würde, die Dienstboten würden es entdecken. Bitte, bitte, wollen Sie es nicht nehmen?" Dorothee warf das Geld auf den Fußboden und schluchzte. Jm nächsten Augenblick war sie zu erschrocken, um noch zu schluchzen, denn der Einbrecher hatte seine Beute fallen lassen und sie samt der Pistole in seine Arme genommen. " Dorothee," sagte der Einbrecher. " Dick," stieß Dorothee hervor. " Du armer Liebling," begann er, aber er kam nicht weiter, weil Dorothee das Bewußtsein verloren hatte. „ Aber woher hattest du das Geld," fragte Martin später, und warum bezahltest du deine Schulden nicht damit?" " Schulden?" fragte Dorothee. " Ja, das Geld, das du beim Bridge verloren." " Ich verlor nicht," sagte seine Frau, ich gewann." Martin starrte sie an. " Ich weiß selbst nicht, wie," sagte Dorothee, meistens wußte ich gar nicht, was Trumpf war. Agnes sagte, sie würde bezahlen, was ich verlöre, und ich täte ihr einen Gefallen, zu spielen aber ich verlor nicht, ich gewann, 300 Pfund, und als ich versuchte, es ihr zurückzugeben, sagte sie, das wäre eine Beleidigung. O, Dick, zuerst dachte ich, es würde solcher Spaß sein, das Geld auszugeben; aber ich wagte dir nicht zu erzählen, daß ich Bridge gespielt hatte, und ich konnte nichts finden, das ich kaufen konnte, wo du nicht Fragen gestellt hättest. Da war ein entzückender Ring beim Juwelier, den ich gern gehabt hätte, und vorgab, er sei eine Nachahmung. Deshalb wollte ich wissen, ob du etwas gegen nachgeahmte Juwelen hättest. Aber du schienst sie nicht leiden zu mögen, und- mich auch nicht." Sie glitt nieder zu seinen Füßen.„ Ich war den ganzen Tag so unglücklich," sagte sie." Ich weiß nicht, was ich getan habe, Dick, aber vergib mir." " Was für ein Ring?" fragte Dick.„ Ich werde ihn dir morgen taufen." Was soll ich dann aber hiermit tun?" sagte Dorothee, ihm die Banknoten, wie einen Fächer gefaltet, vor das Gesicht haltend. " Damit," sagte Dick, damit, laß sehen,- bezahle davon einige Stunden in Bridge." Eine gründliche Kenntnis Die Psychologie des chinesischen Boltes. Zur Psychologie des chinesischen Volkes. des chinesischen Charakters, eine enge Vertrautheit mit dem Denten und Empfinden des chinesischen Boltes ist wünschenswert für alle, welche mit Chinesen verkehren müssen, sie ist dringend geboten für alle jene, welche Einfluß auf China und seine Bewohner erlangen, welche toloniale Arbeit dortzulande leisten wollen. Auch eine bloß flüchtige Beobachtung des chinesischen Voltslebens zeigt uns einen recht sympathischen Zug: das Gefühl für Anstand, Wohlerzogenheit, Tatt und Schicklichkeit. Auch dem Fremden fällt es auf, wie gesittet und anständig das Volk im großen und ganzen ist, und wie sicher und höflich auch der Mann aus dem Volte sich zu benehmen versteht. Auf diese Dinge hält in der Tat jeder Chinese große Stücke. Wenn der Chinese von irgend jemandem sagt: bu dsche li, er kennt nicht die Regeln des Anstandes, so enthält das Wort ein vernichtendes Urteil über den Betreffenden. Höflich will jeder Chinese sein; man soll ihm unter feinen Umständen nachsagen fönnen, daß er nicht wisse, wie man sich benehmen müsse. Selbst der Räuber, der nachts einbricht und alles mit sich nimmt, was mitnehmbar ist, geht nicht fort, ohne sich höflich zu entschuldigen, dem großen älteren Bruder" eine Unannehmlichkeit bereitet zu haben. Der erste Unterricht, den der Schüler in der Schule empfängt, ist ein Unterricht über den Anstand: wie er sich beim Kommen und Gehen zu verhalten bat, wie zu Hause, wie auf der Straße, wie er grüßen und sich bücken muß, wie die Füße beim Gehen zu stellen und zu bewegen sind. Die Kinder, welche durch ihre Armut gehindert sind, in die Schule zu geben, lernen das Notwendigste in dieser Beziehung zu Hause von Vater und Mutter oder auf der Straße bei Spiel und Unterhaltung. Tatsächlich kommt taum ein Chinese, auch nicht der gewöhnliche Mann, in eine Lage, in der er sich nicht zu benehmen wüßte. 5 durch Freundlichkeit und scheinbares Nachgeben durch. zusehen. Er sucht immer und überall höflich zu erscheinen. Der Chinese kann sich wunderbar beherrschen. Der gebildete Chinese entſtellt ſein Gesicht nicht durch Zornausbrüche, durch zorniges Mienenspiel; im Verkehr mit andern umschwebt ein liebenswürdiges Lächeln seinen Mund, er vermeidet heftiges, aufdringendes Wesen. Er vermag es, selbst den Tod von Mutter und Bater oder eines lieben Freundes scheinbar teilnahmslos oder gar mit lachendem Gesicht mitzuteilen, während Der ihm vielleicht das Herz blutet. Schmerz gebt eben nur ibn selbst an, andere Menschen sollen seinetwegen nicht mit leiden. Der Chinese gibt bei Widerspruch scheinbar immer nach, aber auch nur scheinbar, denn in Wahrheit gibt er nie nach; hilft das eine Mittel nicht zum Ziele, so vermeidet er wohl schroffen Widerspruch, sinnt aber auf ein anderes Mittel, oder er verschiebt die Angelegenheit auf eine günstigere Stunde. Große Geduld müssen europäische Ärzte mit chinefischen Kranten haben. Der Arzt gibt einem Patienten eine oder mehrere Dosen Medizin, die für eine ganze Woche reicht; er gibt ihm wiederholt ausführliche Anweisung, wie die Medizin zu nehmen ist; der Chinese hat alles gut verstanden, aber zu Hause nimmt er die ganze Dose entweder auf einmal oder er gibt sie seinem Freunde, der eine ganz andere Krankheit hat, während er selbst einen chinesischen Quacksalber aufsucht. Go handeln die Chinesen nicht bloß uns gegenüber, so handeln fie auch untereinander, soweit sie nicht befländig kontrolliert werden. Der arme Sünder, der von Beamten zum Tragen des Halsbloces am Eingange des Bamens verurteilt ist, trägt denselben nur für die Zeit, wo der Beamte an der Stelle vorübertommt. Der höbere Beamte erläßt an die ihm unterstellten Beamten irgendeine Verfügung. Diese antworten in höflichster Weise, daß sie dem Befehl treuestens nachgekommen seien, und damit ist die Angelegenheit abgetan; im übrigen bleibt alles beim alten. Mandschusrau mit Opiumpfeife. Es ist ungemein interessant, die gebildeten Chinesen zu beobachten, wenn sie miteinander verkehren. und ver handeln. Jedes Wort, jede Bewegung ist abgemessen, geregelt und zeugt von äußerster Höflichkeit. Die 3000 Anstandsregeln, welche das Li ki, die chinesische Anstandslehre enthält, sind dem Volke der Hauptsache nach in Fleisch und Blut übergegangen. Der Chinese vermeidet alles Kräftige und Barsche, alles was stößt und verletzt. Er sucht seine Pläne und Absichten Der Chinese lügt oft aus lauter Söflichkeit, um nicht wehe zu tun, um einem jeden sein Gesicht", seinen guten Namen zu lassen. Diese Sorge, den äußersten Anstand und die äußere Söflichkeit zu wahren, hat zweifellos manches Gute. Gie ( Aga Rogge.) Die 800 Jahre alte Brüde in Tsching- tfchafu. aft und belas rsucht. Man Nerven garr genden Sy dartehrendes dem, Taubwer seelische V sten Aufregu mbe ohne beso nders morgen leichte Err Giedern, Alp senders das körperliche nienlosigkeit den Zustandes enschwäche lervenle unters bat Epilepsi auch nichts rie Beeinträc susw. dur seltenes. nachlässigung er selbst w enungen b rin das Ve schaft und H theglichkeiten erde, wie ka Geschäftsm gegenüber, d sets im Nac niger Sich regt oder stener das kenliche u Statt mit hossenen S wird er ungen behe ranken Ne selbst un Was is nirskommen. inzige, wa Hillt, ist ein 1912 wand Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) NERVENSCHWÄCHE ie Ursache vieler und hartnäckiger Krankheiten. ' s gibt zahllose große und kleine Störungen im menschlichen Körper, bei denen man wie vor einem Rätsel steht, weil sie mit einer merkwürdigen Zähigkeit jeder Behandlung trotzen. Verschwinden sie dann nach längerer Zeit scheinbar von sesbst, so werden sie häufig von irgend einem anderen ebenso problematischem Übel abgelöst, ohne daß sich auf den ersten Blick ein Zusammenhang zwischen beiden nachweisen läßt. Und doch besteht er! Man findet ihn, wenn man den Leidenden auf den allgemeinen Zustand seines Nervensystems urdersucht. Man wird dann fast immer erkennen, daß Leute, besh altet und belastet mit Übeln und Leiden, die scheinbar mit desa Nerven garnichts zu tun haben, eines oder mehrere von folgenden Symptomen aufweisen: Anhaltendes, täglich winderkehrendes Kopfweh, Händezittern, Ziehen in den Glledern, Taubwerden einzelner Hautstellen, Zucken der Augenlider, seelische Verstimmungen oder Angstzustände, innere Unruhe ohne besonderen Grund, Verdauungsstörungen bei der kleinsten Aufregung, Reizbarkeit und ärgerliche Stimmung, besonders morgens nach dem Aufstehen, Hautjucken, Impoterz, leichte Erregbarkeit, Zuckungen im Gesicht oder in den Gliedern, Alpdrücken, schwere Träume usw. usw. Besonders das immer wiederkehrende Kopfweh, Verstimmungen, körperliche und geistige Schlaffheit, resp. Müdigkeit und Geslankenlosigkeit sind ganz ausgeprägte Merkmale von Nesvenschwäche und Kennzeichen eines außerordentlich erristen Zustandes. Denn Nervenleiden zehren am Leben, untergraben seine Wurzel! Selbst Epilepsie, Geisteskrankheiten, nervöse Lähmungen sinn auch nichts anderes, als besonders schwere resp. durch Vernachlässigung verschlimmerte Nervenstörungen. Starke Beeinträchtigungen der Sehkraft, des Gelaörs usw. durch Nervenstörungen sind nicats seltenes. Fiber selbst wenn es bei ganz leichten Erscheinungen bleibt, so verursacht doch mmerhin das Versagen der Nerven soviel Un behaglichkeiten in der Familie und in der Gessellschaft und besonders soviele Störungen im Berufe, wie kaum ein anderes Leiden. Der Geschäftsmann, der nervös ist, wird dern gegenüber, der seine gesunden Nerven nat stets im Nachteile sein. Er wird nicht mitt ruhiger Sicherheit, sondern zerfahren, anilberlegt oder zaghaft handeln, wird also weit seltener das richtige, die geeignete, wockdienliche und zielbewußte Maßregel treffen. Statt mit ruhiger Überlegung und Pent schlossenen Sinnes seinen Vorteil zu suchen, wird er sich von Launen und Stimmungen beherrschen und abirren lassen. Seihe kranken Nerven sind ein gewaltiges, oft ihm selbst unbewußtes Hindernis für sein Vorwärtskommen. Was ist da zu tun? Das einzige, was da hilft, aber auch ganz sickler hilft, ist eine genügende Stärkung der 404. Juyigung. aupt vem Nerven. Ob sie gelingt, das kommt auf verschiedene Umstände an. Stärken kann man die Nerven wie jedes andere durch Überanstrengung ermattete Organ, durch Ruhe und bessere Ernährung. Aber Ruhe für die Nerven läßt sich nicht immer schaffen. Wenn jemand durch Überarbeitung nervös geworden ist, so müßte er für lange Zeit aufhören, zu arbeiten. Sind die Nerven durch Kummer und Sorgen angegriffen, so müssen Kummer und Sorgen beseitigt werden, was beides natürlich nur selten möglich ist. Bleibt also in den meisten Fällen nur die bessere Ernährung der Nerven als der einzige Weg zur Rettung! Jedes Organ, welches arbeitet, verbraucht bestimmte Nährstoffe. Auch das Nervensystem, zu welchem auch Gehirn- und Rückenmark gehören, arbeitet ununterbrochen. Der Nährstoff, den es dabei verbraucht, ist eine organische Phosphorsäureverbindung und heißt Lecithin. Unter normalen Verhältnissen ist es in der täglichen Nahrung in einigermaßen genügender Menge vorhanden, zur Stärkung überanstrengter Nerven, die wieder einen Vorrat an Kraft sammeln sollen, genügt das aber nicht. Ihnen muß das Lecithin in größeren Mengen zugeführt werden. Es ist nun gelungen, das Lecithin in ziemlich konzentrierter Form zu gewinnen und es bildet den hauptsächlich wirkenden Bestandteil von Dr. Arthur Erhards VISNERVIN. Sorgfältige Versuche, welche Arzte anstellten, haben gezeigt, daß Dr. Erhards VISNERVIN ein ganz ausgezeichnetes Mittel zur Kräftigung der Nerven ist und es wurden da mit in Tausenden Fällen so großartige Erfolge erzielt, wie sie in den umseitig abgedruckten Zuschriften attestiert sind. Diese gewaltige Menge von Briefen liegt in unserem Bureau zur Prüfung auf ihre Echtheit bereit, jedermann kann sie einsehen. Was Tausenden geholfen hat, kann doch wohl auch Ihnen helfen! Wir sind davon überzeugt und wollen es Ihnen ermöglichen, daß Sie sich auch selbst kostenlos überzeugen. Füllen Sie die anhängende Postkarte mit Ihrer genauen Adresse aus und wir senden Ihnen ganz gratis und portofrei eine Probedose. Versuchen Sie dieselbe und entschließen Sie sich dann, ob Sie das Mittel weiter gebrauchen wollen. Senden Sie weder Geld noch Briefmarken mit, sondern erproben Sie VISNERVIN erst gratis! Es wird Ihnen vorzüglich bekommen und Sie werden uns dankbar sein, daß wir Ihnen durch die kostenlose Überlassung einer Probe Gelegenheit gegeben haben, unser gutes und reelles Mittel kennen zu lernen, weil dasselbe keine Prüfung zu scheuen hat. Wir garantieren, daß es keinerlei Reizmittel oder schädliche Substanzen enthält, sondern unter allen Umständen gut vertragen wird. Der Geschmack ist angenehm, die Anwendung einfach. Ebenfalls gratis und portofrei fügen wir jeder Sendung noch ein interessantes und lehrreiches Buch bei, welches in klarer, allgemein verständlicher Form Aufschluß über das Nervensystem und über Nervenleiden gibt. Jede Krankheit zehrt an der Lebenskraft und man kann sagen, daß jeder Monat Krankheit eine Verkürzung des Lebens um eine unberechenbare Zeit bedeutet. Bestellen Sie deshalb die Gratisprobe sofort, damit Ihnen sofort geholfen werden kann! Dr. Arthur Erhard, G. m. b. H., Berlin W. 35. Postkarte Ko Herrn [ en jen ies ens ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Stellens gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg.- Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. S. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. 1=| schlag betroffen, an dessen Folgen er bald darauf starb. r h T e 1 ' t = n t 5 r r r 3 I g Π it r n == Darmstadt, 8. Aug. Wegen Unregelmäßig feiten in seiner Kasse und sonstiger Unordnung in seinen Verhältnissen hat sich Freitag nachmittag der in das Kasino des Feld- Art.- Regts. Nr. 25 abfommandierte Vizewachtmeister Bade von der 2. Batterie frag lichen Regiments einen Schuß in den Unterleib beigebracht. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. Bingen, 8. Aug. Bei dem niedrigen Wasserstande des Rheines sind Schiffsunfälle im Gebirge und im Rheingau an der Tagesordnung. Zwischen Bingen und Mainz ragen die Sandbänke aus dem Wasser hervor, oder sie sind dicht unter dem Wasserspiegel bemerkbar. -)(- Rodheim a. d. Bieber, 8. Aug. Am Samstag rannte oberhalb der„ Amtmannsmühle", wo Straße und Biebertal eine scharfe Kurve schneiden, der auf dem Gießener Braunsteinbergwerk beschäftigte Bergmann M. aus Frankenbach mit seinem Fahrrad so unglücklich mit dem Bähnchen zusammen, daß er in die Klinik gebracht werden mußte. == Dornholzhausen, 8. Aug. An Mil 3- branderkrankung starb in der Klinik zu Gießen der 50 Jahre alte Wasenmeister A. Viehmann. Eine Kuh war an Milzbrand verendet. Beim Deffnen der Kuh verletzte sich der kräftige Mann leicht und alsbald zeigten sich Spuren des Milzbrandes. Die ebenfalls infizierte Tochter konnte gerettet werden. == Dillenburg, 8. Aug. Dem von hier geschiedenen Landrat Oberregierungsrat v. Wussow haben die Kreisvertretung und die Bürgermeister des Kreises zur Erinnerung an seine verdienstvolle Tätigkeit im Dillkreise ein Geschenk zugedacht, bestehend in einer silbernen Relief- Tafel. Auf derselben befindet sich eine Ansicht des Kreishauses, ferner sind darauf verzeichnet die Namen der Kreis deputierten, der Mitglieder des Kreis- Ausschusses, des Kreistages und sämtlicher Bürgermeister des Kreises. * Marburg, 8. Aug. Das hiesige Jägerbatatllon wird sich vom 7. bis 21. September an den Manövern des 11. Armeekorps beteiligen, die auch D e Π g r [= )= S it mal wieder in Thüringen stattfinden. 1, П : I r |= S e [. It b SUS 11 A n П 5- Pfennign Marke n : e : I te 1= r t= [= Dr. Arthur Erhard 012345678 1912 und dem amtlichen Verzeichnis aller im Jahre 1912 stattfindenden Messen und Märkte bringt der „ Land- Kalender" noch zahlreiche jedermann nützliche Mitteilungen, Ratschläge und Tabellen, sowie erstklassige Originalaufsätze unterhaltenden und belehrenden Inhalts. Als Kunstbeilagen erscheinen diesmal ein bisher noch ganz unbekanntes, reizendes Gruppenbild„ Die Großherzoglichen Herrschaften und ihre hohen AnverG. m. b. H. Berlin W. 35 e= [= : S le n if e= t= -d= Nidda, 8. Aug. Während der Fahrt nach Gießen erlitt der Zugführer Schneider einen Hißschlag, sodaß er vollständig gelähmt wurde und die Sprache verlor. *) Nidda, 8. Aug. Der Lokomotivfüörer Karl Silgärtner wurde auf sein Nachsuchen wegen geschwächter Gesundheit in den Ruhestand versetzt. Stodheim, 8. Aug. In Rohrbach wurde dies= * Marburg, 8. Aug. In dem Konkursverfahren über das Vermögen des Konsumvereins für Marburg und Umgegend, e. G. m. b. H., zu Marburg hat der Verwalter zur Deckung des in seiner Bilanz berechneten Fehlbetrags von 19 827,92 Mark eine Vorschußberechnung aufgestellt, nach der die von ihm namhaft gemachten 612 Genossen je 30 Mt. vorschießen sollen. Jetzt ist an sie die Aufforderung ergangen, diese Summe bis zum 15. August an den Konkursverwalter einzusenden. Von den Mitgliedern sind auch viele zugleich Gläubiger, weshalb sie doppelten Schaden haben. Ob die namhaft gemachten 612 Genossen alle bezahlen, ist kaum anzunehmen, da viele von ihnen unpfändbar sind oder gar nicht mehr hier wohnen. Geschäftliches. * Die Automobile der Adlerwerke vormals Heinrich Kleyer A.-G., Frankfurt a. Main, konnten bei den jüngsten automobilistischen Veranstaltungen wieder glänzende Erfolge verzeichnen. Auf der Wertungsfahrt des Anhaltischen Automobilklubs errang ein Adlerwagen den ersten Preis und Ehrenpreis der Stadt Schmiedeberg. Auf der Sternfahrt des Märkischen Automobilklubs fiel in der Klasse bis 5 PS. der erste Preis und die Pla= lette des Deutschen Rad- und Kraftfahrerbundes ebenfalls einem Adler zu; dieser kleine mit 4 Personen besetzte 5-11 PS.- Wagen fuhr mit einem Durchschnittstempo von 46 Kilometer. Auf der Sternfahrt des Anhaltischen Automobilklubs erhielt ein Adlerwagen den Ehrenpreis des Märkischen Automobil- klubs, und auf der großen zweitägigen Gesellschaftsfahrt des Kartells Bayerischer Automobil- Klubs Nürnberg- Koburg- Regensburg wurden von 15 beteiligten Adlerwagen 13 Preisträger. Außer diesen die Schnelligkeit und Zuverlässigkeit der Adlerautomobile beweisenden Erfolgen fand die Anerkennung ihrer außerordentlich ge= fälligen Form mehrfachen Ausdruck. Auf der von dem Märkischen Automobilklub veranstalteten Schönheitskonkurrenz wurden zwei Adlerwagen ausgezeichnet, und auf der„ Sächs. Kraftsternfahrt" trug ein Adlerwagen den Schönheitspreis des„ R.-Kl. Annawandten auf Schloß Wolfsgarten im Sommer 1910", der Landwirt Sauer auf dem Felde von einem Hizburg von 1900" davon. Ein Wechsel des Berzens. Martin fab sie nicht am nächsten Morgen. Sie tam nicht Es wurde ein qualvoller Tag. zum Frühſtüd herunter. Cofeine Vernen durch einen gir Am Aber aus, und Martin fah, daß sie voll Banknoten war. Stimme zitterte, und sie hatte angefangen zu weinen. bitte, bitte, nehmen Sie dies auch." Sie streckte ihre" Sand Zur Psychologie des chinesischen Volkes. hen Sharafters durch Freundlich keit und scheinbares Nachgeben durch Hören Sie auf den Rat eines erfahrenen Mannes! Beachten Sie, Wil dankbare Kunde über die Wirku Von ,, VISNERVIN 99 die 216 au Di Se N Au der e Sagen! Bresse fakl läßt, haupt tomm für di Abkom Gebiet reid b land So urteilt man über Visnervin Tausende solcher Zuschriften liegen vor! Wollte von der Welt nichts mehr wissen. Gnarrenburg, den 16. April 1911. Geehrter Herr Doktor! Heute kann ich Ihnen mit Freuden ein Zeugnis Ihres unschätzbaren Visnervin" zusenden. Ich war seit mehr als 6 Jahren in beiden Armen zeitweise sehr gelähmt, dachte Immer es wäre Rheumatismus, konnte wenig, fast garnicht nähen und stricken, und wenn ich das mußte, dann hatte ich starke Zuckungen, hauptsächlich in den Muskeln, sodaß ich jeden Augenblick die Arme sinken lassen mußte. Hausarbeit machte ich nur unter großen Schmerzen, aber das nicht allein, stets war ich gequält mit Kopfschmerzen, hauptsächlich morgens, da war ich einige Stunden schwindlig, hatte Flimmern vor den Augen und so mit Müdigkeit geschlagen, als wenn ich die ganze Nacht gearbeitet hätte. Hatte dabei stets Magen- und Herzbeklemmungen, und war die meiste Zeit so mißmutig, daß ich von der Welt nichts mehr wissen wollte. Da fand ich eines Tages in der„ Berliner Morgenzeitung" eine Nervositätsbeschreibung und setzte sofort meine ganze Hoffnung auf dieses Mittel, also Ihr wertes„ Visnervin". Ich ließ mir eine Probe schicken, und siehe da, die zweite und dritte Woche waren die Kopfschmerzen und Müdigkeit geschwunden, ich bekam Lust zum Leben und zur Arbeit, und habe, seitdem ich die Pastillen, und zwar 5 Stück täglich einnehme, ungefähr 3 Monate hindurch alle meine Leiden verloren. Ich habe Ihr wertes Toníkum schon vielen Bekannten empfohlen und werden in Kürze mehrere Bestellungen einlaufen. Mit dankbarem Herzen empfiehlt sich Ihnen Frau Bertha Klein. Gänzlich von Kopfschmerzen geheilt. Schönberg, den 30. April 1911. Da ich noch eine Gratisschachtel von Ihnen erhalten habe, wofür ich meinen herzlichsten Dank ausspreche, so kann ich Ihnen auch mitteilen, daß ich jetzt gänzlich von meinem Übel erlöst bin. Ich habe von Kindhelt an mit Kopfschmerzen zu tun gehabt, und schon so lange, da ich jetzt schon das 50. Lebensjahr erreicht habe. Ich habe alles angewandt, aber nichts wollte helfen, bis ich nun von Ihrem Visnervin" zu hören bekam. Ich habe nun mehrere Schachteln desselben verbraucht und bin jetzt gänzlich von dem Übel befreit, wofür ich Ihnen meinen verbindlichsten Dank erstatte. Da ich mich für Ihr Präparat sehr interessiere, so werde ich immer bereit sein, Ihr Präparat weiterzuempfehlen. Hochachtend Frau M. Wilms, Schönberg L. Mecklbg. Fühlt sich wie neugeboren. Berlin, den 2. Mal 1911. Nachdem ich 5 Schachteln Ihres vorzüglichen ,, Visnervin" gebraucht habe, kann ich Ihnen mitteilen, daß es mir wirklich gehollen hat. Ich litt an furchtbaren Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Zucken der Augenlider, Druck in der Magen- uud Herzgegend, auch hatte ich keinen Appetit und fühlte mich furchtbar matt, was wohl von meiner Blutarmut kommen mußte. Alle diese Uebel hat Ihr ,, Visnervin" beseitigt, ich fühle mich wie neugeboren. Jetzt kann ich auch wieder gut schlafen, wogegen ich früher nach schrecklichen Träumen, immer wie in Schweiß gebadet erwachte. Das Essen schmeckt mir vorzüglich, und bin ich auch schon sehr stark geworden. Alles dieses habe ich Ihnen Herr Doktor und Ihrem Visnervin" zu danken und werde es auch allen Bekannten, wo sich nur Gelegenheit bietet, empfehlen. Anna Bönsch, Augsburger Str. 29. 99 Visnervin" besitzt wunderbare Wirkungskraft. Wasseralfingen, den 27. April Nachdem ich Ihr Nervenkräftigungsmittel ,, Visnervin" 1ängere Zelt pri habe, kann ich Ihnen die freudige Mitteilung machen, daß Ihr Nervenpr eine wunderbare Wirkungskraft besitzt. Ich litt schon jahrelang an gefühl, schreckliche Träume, Händezittern und Gedächtnisschwäche. ich die drei ersten Schachteln verbraucht hatte und noch keine Besserung getreten, war meine Hoffnung dahin, doch siehe nach Verwendung der 5. Schachtel trat Besserung ein, daß ich mich vollständig gesund und fühle. Ich fühle mich von Tag zu Tag lebenslustiger, die Arbeit, die ich v nur schwermütig und halb verrichtete, geht jetzt nach Herzenslust. Ich d Ihnen herzlich dafür, verehrter Herr Doktor, werde Ihr Präparat m Bekannten bestens empfehlen, sobald ich in meine Heimat zurückkehre Hochachtungsvoll! R. Eble War stets müde und abgespannt. Graudenz, den 28. April 1 Ich habe Ihr Nervenkräftigungsmittel nun längere Zeit ausproblert g alle die nervösen Beschwerden, von denen ich seit längerer Zelt helmge worden bin, denn ich hatte immer Kopfschmerzen und einen unruhigen S und noch andere Lelden. Ich war immer müde und abgespannt, und nach dem Gebrauch von mehreren Dosen Visnervin" bin ich wie von a geboren, und kann meinem Dienst wieder mit frischen Kräften nachgehen mit sage ich Ihnen für Ihre werten Bemühungen meinen besten Dank, werde Ihr ,, Visnervin" bei meinen Freunden und Bekannten bestens empl Hochachtungsvoll! J. Arlans, Bahnwärter War gelähmt am ganzen Körper. Elberfeld, den 6. Mal is Ich kann Ihnen zu meiner Freude mittellen, daß mir das Visner welches Sie mir geschickt haben, ganz gut gehollen hat. Ich leide schus 14 Jahren an Rückenmarklelden und war gelähmt am ganzen Körper. schmerzen, Schwindel und Gedächtnisschwäche waren so groß, daß ich es k noch ertragen konnte. Seitdem ich nun Ihr Visnervin" gebraucht habe, bis i wie von neuem geboren. Die Kopfschmerzen und der Schwindel sind wi Mein Gedächtnis wird immer klarer, kann jetzt die ganze Nacht schi Jahrelang hatte ich schlaflose Nächte. Sage Ihnen hiermit nebst Gott m besten Dank. Werde jeden leidenden Mitmenschen Ihr Visnervin" auls b empfehlen. Mit aller Hochachtung Elberfeld, Winkelstraße 7 II. Ww. Gustav Monjas " Litt seit 1½ Jahren am Kopfe. Altkloster, den 26. April 14. Selt 1 Jahren litt ich sehr am Kople, es wurde mit jeden Tag schli keinen Schlaf bekam ich mehr, sobald ich mich ins Bett legte, wurde i Kloplen und die Schmerzen im Kopfe immer stärker und schlimmer. Mittel, die ich gebrauchte, halfen nicht. In der Zeitung„ Hann. Land wurde ich auf Ihr Präparat aufmerksam und beschloß als letztes auch das zu versuchen. Ich bin glücklich, daß ich Ihr ,, Visnervin" genommen habe, nach Gebrauch der vierten Schachtel kann ich sagen: Gott sel gedankt nervin" hat geholfen. Indem ich Sie meines aufrichtigen Dankes versic zeichne Hochachtungsvoll Frau Bösch Ich bitte Herrn Dr. Arthur Erhard, G. m. b. H., in Berlin um eine Probeschachtel alles was stößt und verlegt. Er sucht seine Pläne und Absichten gegangen. Der Chinese vermeidet alles Kräftige und Barsche, ", seinen guten chfeit, um nicht rigen bleibt alles amen feien, und ise, daß sie dem erfügung. Diese In die ihm unterSöflichkeit zu wahren, hat zweifellos manches Gute. Gie Diese Sorge, den äußersten Anstand und die äußere Dr. Erhard's Nerven- Nahrung„, VISNERVIN" Die Zusendung muß portofrei und vollständig kostenlos erfolgen. Genaue Adresse: Hochachtend Des beschränkten Raumes wegen konnten hier nur eine sehr beschränkte Anzahl von De schreiben abdrucken. Wir bemerken aber, daß weit über 3000 Dankschreibet von dankbaren Kunden vorliegen, die von weder verlangt, noch auf irgend eine unla Weise beschafft wurden, wir betonen ausdrück daß diese Dankschreiben den freien Gefühlen Aussteller entsprangen. Wir wissen, daß wir des Betruges schuldig machen würden, wenn e nur eins der vorstehend abgedruckten Da schreiben nicht wörtlich mit dem Original einstimmen würde und wir stellen es jedem sich in unserem Bureau selbst die Originale Einsichtnahme vorlegen zu lassen. Besser als wir es irgendwie z Ausdruck bringen könnten, sprech diese, dem spontanen Empfinden dankbaren Kunden entsprungen Dankschreiben für die ausgezeichn Wirkung des ,, Visnervin". ohne behält in Ma follen Freihe He Trope ein D Rum voll u Gleichb nehmu Garan Schwier Macht deutsch gel vo die be dauern Scharf Bis d ein w in M G gen m gedul fich ni mager die 6 auslär anzuft berecht les, b Ilu uns d heit m penjat gange Bezir wurd richt dem größer Dazu 135 9 Bereir lichit beiträg dem hielt 2 herz im 6 die in tums Bienni der äl Deuti 202. 1912 1912 Land 5 teilung Origin balts. noch Großt wandt Die den Gärten Frieden halten. Tempel,-Hunde,- Fische,-Götter, Vielfach seltene Gestalten, Und geschnittene Bäume weisen Leicht und froh und hold. Tändelnd durch die Sommerlüfte Spielen in der Sonne Gold Schöne, bunte Schmetterlinge Die das Land der Sonne beut. Inmitten dieser Blütenbäume, In den Gärten bunt verstreut Leicht gebaute Häuschen stehen Kirsch- und Mandelbäume. Auf die blütenschweren Bäume, Auf die gelben Wege nieder,- Helle Sommersonne leuchtet O du herrliches Japan! Wenn die Sommersonne leuchtet- Deine Wunder fangen an, Land der Sonne, Land des Lichtes, Über ihrer Heimat Kind. Streuen ihre rosa Blüten Schütteln leise sich im Wind,- Und die blütenschweren Bäume Und den Fächer in der Hand. Chrysanthemen in dem Haare Bunt ist auch ihr leicht Gewand Bunt wie ihre Blumengärten Ist ihr kindlich- heiterer Sinn Golden wie die Sommersonne Wandelt leicht die Geisha hin,- Und durch diese punten Garten ( Aga Rogge.) Die 800 Jahre alte Brüde in Tsching- tfchafu.