ent bom 1. Erd fchlag achite f den B Sr. of dem cbm mente, nauer: 10 qm ber290 kg und II hydr. I hire 68495E210 68295710 995E210 H sod елд грч πολης[ oljoμod p gep pun uap od se զոօպօտո Z s M [ цэр и pue as op' ap әдипридләләрәм ' sapunsa ' sapunsa sapna esen hof in Nähe n.[ 22/2 ing, Zucht 3 Mon. 1, Gänse u- Sieg. [ 310 Illustr. b, Döbeln. Buchhal waltre, 2-3 mo ber 1100 umfonft. iro,( 2/12 tftr. 18, erren elegenheit Frant ofte. 711, Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 50 Pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen - oiertelfährlich 1,50 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den ZweigErscheint ausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mr. Mittags 3 Uhr. Die„ Illustr. Weltrundschau" Redaktion: liegt alle 14 Tage einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung ,, G. m. b. H. Nr. 155. - - Telephon: Nr. 362. Hessischer Landtag. Die 3 weite Kammer der Stände trat gestern unter dem Vorsitz des zweiten Präsidenten Korell zu ihrer Schlußsizung zusammen. Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte der Präsident des 30jährigen Abgeordneten- Jubiläums des 1. Präsidenten Haas und der goldenen Hochzeitsfeier des Abg. Schönberger. Hierauf erfolgte die Vereidigung des neu eingetretenen Mitglieds, Justizrats Grüne wa I d- Gießen. Die Regierungsvorlage Summarische Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben der Staatsschuldenverwaltung für das Rechnungsjahr 1907" wurde ohne Debatte genehmigt. Der seinerzeit zurückgestellte Antrag der Abgg. Ulrich u. Genossen, die nationale Einheitsschule betreffend, wurde abgelehnt und der Antrag des Aus= schusses, den Antrag für erledigt zu erklären, angenommen. Die Verständigungsverhandlungen zwischen den Finanzausschüssen der beiden Ständekammern über die Differenzpunkte bezüglich des Gemeindeumlagen- Gesezentwurfes sind nunmehr zum Abschluß gelangt. Montag nachmittag traten die beiden Finanzausschüsse zu einer gemeinschaftlichen Beratung zusammen. In dieser Sitzung ist nun über die hauptsächlichsten Differenzpunkte eine Verst än digung erzielt worden, und zwar auf der Grundlage der Vermittelungsvorschläge der Regierung. Die weitere Behandlung der Sache wird in der Weise folgen, daß sich heute zunächst die erste Kammer mit den Kompromißvorschlägen beschäftigt, die die Beratung und er= der Großherzoglichen des Großherzoglichen Bürgermeisterei Polizei Amtes sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Mittwoch, den 5. Juli 1911. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Stellen gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg. Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Plazzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. S. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. Kümmel vom Hoftheater- Darmstadt mitwirken wird, und der andere einen Beinbruch davontrug. ist frei. um == Azzbach, 4. Juli. Samstag nachmittag 3½ Uhr fand hier die Einweihung der neuen Schule statt, welche in der einen Hälfte des historischen früheren Justizgebäudes eingerichtet ist. Bisher hat dieser Teil zu Fabrikzwecken gedient, während in dem anderen Teil schon länger eine zweiklassige Schule mit Lehrerwohnungen besteht. Neben der Schul- und Kirchenvertretung hatte sich die Gemeinde vollzählig, wie auch zahlreiche Gäste aus den Nachbargemeinden eingefunden. Weiter waren erschienen Landrat Dr. Sartorius, Bürgermeister Braun- Krofdorf, der Kreisbaumeister, Architekt Müller, Kreisausschußsekr. Wieser, Kreissparkassendirekt. Schlabach u. a. Die Feier wurde eingeleitet mit den beiden ersten Strophen des Liedes:„ Lobe den Herrn, den mächtigen König der Ehren". Dann hielt Herr Pfarrer Sohnius die Festrede. Redner ging auf den früheren und jetzigen Zweck des Hauses und die Bedeutung der Schule für Zeit und Ewigkeit ein und sprach den Wunsch aus, daß in dieser Schule zu allen Zeiten, gegenüber dem jetzigen Zeitgeiste, der an Stelle des Alten immer Neues setzen wolle, ein Geist herrschen möge, der festhält dem alten, ewigwährenden Gotteswort, wie es die Bibel lehrt und der nicht allein bestrebt ist, die Jugend zu brauchbaren Gliedern der Gesellschaft heranzubilden, sondern der auch auf die ewige Bestimmung des Menschen bedacht nimmt. Es wurden nun von der Ober- und Mittelklasse noch je ein Lied gesungen. Dann überreichte der Kreisbaumeister dem Bürgermeister Braun die Schlüssel, der sie an Herrn Pfarrer Sohnius mit einer kurzen Ansprache weitergab, die in dem Wunsche an * Darmstadt, 5. Juli. Hier wurde am Sonntag der Hessische Schneider- und Genos= lenschaftstag, mit dem das 25jährige Jubiläumsfest der Schneider- Innung- Darmstadt verbunden war, abgehalten. Es wurden folgende Vorträge gehalten: „ Tuchversandgeschäfte an Private und deren Bekämpfung“,„ Belebung des Genossenschaftswesens“ und„ Lehrlingswesen". *) Frankfurt, 4. Juli. Das schreckliche Vorkommnis in der Schwarzwaldstraße zu Niederrad hat die dortige Einwohnerschaft in gewaltige Aufregung versetzt. Während des ganzen Tages war gestern die Straße belebt, und am Abend wurde der Zudrang so stark, daß die Polizei sich genötigt sah, die Schwarz= waldstraße oben und unten a b z usperren, nur deren Bewohner durften passieren. Als Frau Schreiber am Nachmittag sich auf der Straße zeigte, wurde sie von der Schuljugend verfolgt und mit Steinen geworfen, sodaß sie aufs Polizeirevier flüchten mußte. *) Frankfurt a. M. 28. Bundesfest des Deutschen Radfahrerbundes 4.- 13. August in Frankfurt a. M. Der Festausschuß, der unermüdlich bestrebt ist, das vom 4.- 13. August stattfindende Bundesfest in jeder Beziehung zu einem glanzvollen Feste zu gestalten, hat eine weitere bedeutende Attraktion hierfür gewonnen. Fräulein Stätchen Paulus, die bekannte Frankfur ter Luftschifferin, wird während des Bundesfestes mit ihrem Fessel ball on täglich Passagierfahrten unternehmen, außerdem werden noch an 2 zu bestimmenden Tagen, Freifahrten mit Ballonverfolgung stattfinden. Auch der Festzug, der eine ganz gewaltige AusAbstimmung darüber als ersten Punkt der Tagesord= gipfelte, es möge aus diesem Hause ein Geschlecht herdehnung erfahren dürfte, ist nunmehr von dem Feſtzugnung zur Erledigung bringen wird. Gleich darauf wird dann auch die Zweite Kammer in die Beratung über diese Abänderungen eintreten, womit dann wohl die Verhandlungen über die Gemeindeumlagenreform gültig zum Abschluß kommen werden. Aus Stadt und Land. = endGießen, den 5. Juli. * Das 4. Abonnements Konzert findet morgen abend in Steins Garten unter Mitwirkung des Posaunenvirtuosen Paul Weschke, Königl. Kammer- Virtuos und Lehrer an der Kgl. akad. Hochschule für Musik in Berlin, statt. Flugtag in Herborn. Mit dem Grade= Flieger Oswald Kahnt, der in Haiger bereits mehrere Flüge mit seinem Grade- Eindecker ausführte, schweben 3. Zt. Verhandlungen, um denselben für Herborn zu gewinnen. Falls die Verhandlungen zu einem Ergebnis führen, dürfte der Luftschiffer hier gelegentlich des Feuerwehrtages und zwar am Montag, den 10. Juli, Aufstiege unternehmen. Die Preußische Klassen Lotterie. Die Ziehung der 1. Klasse findet am 11. und 12. Juli statt. Der= Gießen, 4. Juli. Die General- Versammlung des Oberhessischen Obstbau= vereins wurde durch den Vorsitzenden, Kreisrat Schliephate- Friedberg, eröffnet. Dr. Hoffmann- Friedberg erstattete den Geschäftsbericht, aus dem hervorgeht, daß der Verein mit Zufriedenheit auf die Erfolge des flossenen Vereinsjahres zurückblicken kann. Die Versamm lung beschloß, im Laufe des Sommers einen Ausflug nach Oberzwehren zu unternehmen, um die dortigen als mustergültig bekannten Obstbauanlagen zu besichtigen. Die anwesenden Landtagsabgeordneten gaben das Versprechen ab, dafür Sorge zu tragen, daß auch in Zufunft der Oberhessische Obstbauverein durch die hessische Landwirtschaftskammer Unterstützung erfahren Gartenbauinspektor Denk aus Frankfurt a. M. hielt dann einen interessanten Vortrag über die Krankheiten und Schädlinge der Obstbäume und deren Bekämpfung. ) Gießen. Cafe Amend. Es ist Herrn Amend gelungen, den beliebten und bekannten Opern sänger Herrn Plate, für einige Abende ab Montag, den 3. Juli d. Js., zu verpflichten. Derselbe ist ein ausge= vorzüglicher Liedersänger und wird neben der zeichneten Santori'schen Kapelle eine willkommene Abwechslung bieten. = 0= Lollar, 5. Juli. Der Gesangverein„ Lieder= tafel" veranstaltet am 9. und 10. Juli ein großes Sä n- ger- und Volksfest, verbunden mit Wertungssingen, an dem 14 auswärtige Vereine teilnehmen werden. Der Eintritt zu dem Volksfest, bei dem auch der aus unserem Ort stammende Pistonvirtuos Louis vorgehen, das bestrebt sei, dem Worte nachzukommen: Habt die Brüder lieb! Fürchtet Gott! Ehret den König! Pfarrer Sohnius öffnete nun die Schule im Namen des dreieinigen Gottes, worauf dann eine Besich tigung des Innern durch die Anwesenden stattfand. Das Ergebnis dieser Besichtigung war der ungeteilte Beifall und Anerkennung der inneren Einrichtung. Die Schulfinder wurden durch die Verteilung der üblichen Schulwecken erfreut. -m Azz ba ch, 5. Juli. Am Sonntag feierte der „ Lahn- Dünsberg- Turnerbund" das 6. Bundesfest, mit dem gleichzeitig die Weihe der neubeschafften Fahne verbunden war. Am Vorabend wurde das Fest durch einen Fackelzug eingeleitet, dem ein Kommers folgte. Sonntag vormittag wurden auf dem Festplatz die Einzelwetturnen abgehalten; nachmittags fand ein Umzug statt, nach dessen Beendigung Bürgermeister BraunKrofdorf die Festrede hielt. Frl. Groh überreichte im Namen der Jungfrauen die neue Fahne. Es folgte nun das Turnen der Musterriegen und die Freiübungen, an denen 158 Turner teilnahmen. Bei dem Einzelwetturnen erhielten u. a. Preise: W. Schmidt- Waldgirmes, W. Göttmann- Allendorf, K. Weller- Azbach, H. Krieger- Allendorf, Schlierbach- Rodheim, E. Berger- Allendorf, Hild, Stumpf, Schäfer, Peter, sämtlich aus Reiskirchen, Bechthold- Rodheim, Jung- Waldgirmes, Schmidt und LangRodheim, Schauß- Azbach, Steinmüller- Bieber. -d= Büdingen, 5. Juli. Am Sonntag fand hier das 50jährige Jubiläum unseres Turnvereins, verbunden mit dem 14. Rinziggauturnfest, statt. An der Feier nahmen zirka 50 Vereine teil. Zur Vorführung gelang ten allgemeine Stabübungen, Wettspiele und Turnen der Musterriegen. Montag nachmittag fand eine Nachfeier statt, bei dem zirka 300 Schulkinder sich im fröhlichen Spiel tummelten. Herborn, 4. Juli. Am Sonntag sprach Generalleutnant v. Viebahn vor 3-4000 Personen auf der Soldatenmissionsversammlung in Münchhausen. In bewundernswerter Weise hatten die Münchhausener die Bewirtung der Gäste vorbereitet. == Weilburg, 5. Juli. Das von der hiesigen Ortsgruppe des Vereins für nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung schon seit Jahren angestrebte Heimat- Museum ist nun gesichert. Die Stadt stellte Mittel zur Verfügung, und auch die großherzoglich luxemburgische Verwaltung hat ihre Unterstützung zugesagt. Limburg, 5. Juli. Die 42. Infanterie- Brigade hält ihre Uebungen vom 31. August bis 5. September bei Limburg ab und ihre Manöver 6. bis 9. September bei Grävenwiesba ch. Dom * Marburg, 4. Juli. Hier fand am Sonntag das 12. hessische Athleten- Verbandsfest statt, bei dem es nicht ohne Unfälle abging. So erlitt beim Steinstoßen ein Athlet einen Knöchelbruch, während von zwei Teilnehmern an den Ringkämpfen einer eine Quetschung Komitee, unter Mitwirkung der Frankfurter Künstler= schaft und unter dem Vorsitze des Herrn Prof. Körner und Prof. Bender in großen Zügen festgelegt. Am Radfahrer Blumen- Korso dürften sich zirka 350-400 Vereine aus allen Gauen Deutschlands, sowie eine große Anzahl fremdländischer Vertretungen beteiligen und wird dieser Teil des Festzuges allein schon ein glänzendes, farbenprächtiges Bild abgeben. Nach dem RadfahrerKorso kommen alsdann die Frankfurter anderen sportlichen Korporationen, die sämtlich ihre Beteiligung zugesagt haben, ferner die Schützen mit ihrem eigenen Musikkorps, dann die Innungen, Krieger- und anderen Vereine. Der dritte Teil des Festzuges besteht aus dem Automobil- Blumen- Korso. Hier hat sich der Frankfurter Automobilklub in Verbindung mit dem Hessischen u. Wiesbadener Automobilklub in den Dienst der Sache gestellt und wird hierdurch auch dieser Teil des Festzuges ein glänzendes Bild abgeben. Bekanntlich sind sämtliche Automobilfahrer, die an der Kraftfernfahrt des Deutschen Radfahrer- Bundes nach Frankfurt teilnehmen, und für welche Preise in Höhe von 2500 Mt. ausge= worfen sind, verpflichtet, sich auch an dem Automobil= Blumentorso zu beteiligen. Man rechnet daher auf eine Beteiligung von zirka 100 blumengeschmückten Autos. In dem ganzen Zug sind zirka 10 bis 12 Militärkapellen verteilt. Die Aufstellung erfolgt in Sachsenhausen, mit der Spitze nach der Gutzkowstraße, führt über Brückenstraße, Deutschherrnkai, Obermain= brücke, Anlage, Zeil, Bibergasse, große Bockenheimerstr., um das Opernhaus herum, Goethestraße, Roßmarkt, Kaiserstraße, Bahnhofsplatz, Hohenzollernstraße nach der Festhalle und dürfte eine Ausdehnung von über vier Kilometern haben. Literarisches. Griebens Reiseführer. Band 9:„ London". 13. Aufl.( Mt. 3.50). Der Band„ London" ist einer durchgehenden Umarbeitung unterzogen worden. Eine wichtige Neuerung bildet das Kapitel„ Sport", das über die englischen Sportverhältnisse Aufschluß gibt. Das Kartenmaterial ist ebenfalls genau revidiert und um 2 neue Pläne„ Hauptteil der City und des West- Central“ und„ Plan der Untergrundbahnen" erweitert worden. Band 62:„ Nürnberg". 14. Aufl.( 60 Pfg.) Der vorzügliche Griebenführer„ Nürnberg" ist unverändert in 14. Auflage erschienen. Band 156:„ Cassel und Wilhelmshöhe" ( 80 Pfg.). Cassel und Wilhelmshöhe ist ein neuer Grieben, der sich durch seine augenfälligen Vorzüge sehr schnell seinen Freundeskreis schaffen wird. Ein Stadtplan und eine Karte von Wilhelmshöhe sind dem empfehlenswerten Führer beigegeben. Alle drei Bände sind in der Verlagsbuchhandlung Alb. Goldschmidt, Berlin W. 35, erschienen. eßen. Die deutsche Marokko- Aktion. Sowelt man nach den bis jetzt vorliegenden französischen und englischen Blättern urteilen fann, wird sowohl in rantreich, wie in England die Angelegenheit in Agadir verhältnismäßig ruhig beurteilt. Daß man in Frankreich von der Sendung des„ Panther" nicht erfreut sein und das auch zum Ausdruck bringen würde, war vorauszusehen. Um das, was die französischen Blätter schreiben, richtig zu würdigen, muß man das französische Temperament in Betracht ziehen, welches, wenn thm etwas gegen den Strich geht, einem Mißvergnügen gern äußerst lebhaft und ohne fede Burückhaltung Ausbruck gibt. Daß man in diesem Falle, abgesehen von Ausnahmen, die nicht sehr ins Gewicht fallen, eine, wenn auch nicht feindliche, so doch eine Haltung bewahrt, die sich bemüht, sachlich zu er scheinen, ist wohl ein Beweis dafür, daß man nicht gewillt ist, die Lage zu erschweren und eine gereizte Stimmung hervorzurufen. Dem Wunsch, die Angelegenheit von Agadir nicht in gefährliche Bahnen gelentt zu sehen, wird auch die Haltung der englischen Bresse wohl nüßen. Wenn man bedenkt, daß die Zeit gar nicht fern ist, wo ein nicht unerheblicher und nicht unwichtiger Teil der englischen Presse den fleinsten und nichtigsten Vorwand zu den leidenschaftlichsten Ausfällen gegen Deutschland benutzte, so fann man im groBen und ganzen mit der Sprache der englischen Presse zufrieden sein, da sie nicht dazu beiträgt, Del ins Feuer zu gießen. Die Tatsachen, daß es bisher zu keiner Landung deutscher Truppen in Maroffo gefommen ist, ferner, daß satser Wilhelm eine langere Nordlandfahrt angetreten hat und daß der Reichskanzler sowie von Riberlen- Wächter fern von Berlin weilen, rufen in Paris eine Beruhigung der allgemeinen Erregung hervor. Man glaubt an eine friedliche Beilegung des Maroffostreites. Die französische Regierung wiro fein Kriegsschiff entfenden und den Rückzug der Maroffotruppen beschleunigen. Die öffentliche Metnung in Frankreich verurteilt jede Verschärfung der Maroffoangelegenheit und fordert die Herstellung des Bustandes, wie er vor der französischen Okkupation beffanden habe. Das Kanonenboot„ Banther" hat felt seiner Indienststellung im März 1902 eine sehr lebhafte Tätigteit entwidelt. Seine erste Dienstfahrt war eine Rheinfahrt bis Düsseldorf, die es in Begletfung von Sleipner" zur Eröffnung der dortigen Induffries, Gewerbe- und Kunstausstellung machte. Sobann dampfte der Panther" zu einem fast fünffährtgen Aufenthalt nach den ostamerikanischen Gewässern, wo er sich nichrfach hervorragend ausgezeichnet hat. So vernichtete er am 6: September 1902 ein haitisches Kanonenboot, daß den Hamburger Dampfer Markomannia", der Waffen und Munition an Bord hatte, gegen alles Völkerrecht anbfelt, durchsuchte und plünBerte. Der baitische Admiral Stillid fand dabei seinen Tod. Bei der Blockade Venezuelas blockierte der" Panther den Hafen von Maracaibo. Als das Fort San Carlos den Panther beschoß, entwickelte sich ein einstündiges Gefecht, das dem Kanonenboot Ruhm und Anerfennung brachte. Am 5. August 1907 verließ dann Panther" die amerifantsche Station, um nach seiner Anfunft in Kamerun dauernd auf der westafrikanischen Station stationiert zu werden. Der Hafen von Agadir. Agadir ist der Haupthafen der marokkanischen Proving Sus und hat von feber in dem Rufe gestanden, elnen der besten Ankerpläße der westmarottanischen Küste zu befizen. Agadir wurde im 16. Jahrhundert von den Portugiesen erobert, die der Stadt den Namen Santa Cruz gaben. Nachdem sie später wieder in den Besitz der Sultane von Maroffo gelangt war, wurde fie von diesen dem fremden Handel verschlossen und gehört seitdem, d. b. feit etwa 1770, zu den gesperrten Hafenpläßen". Angeblich sab sich die marokkanische Reaterung zu der Maßregel der Sperrung durch den Wunsch gezwungen, die Einfuhr europäischer Waffen im Gebiete zu verhindern, deren Einwohner zu den gefährlichsten Gegnern der berrschenden Dunastie zähltent. Die Stadt hat infolge dieser Maßregel ihre ehemalige Bedeutung an Mogador verloren, den nächst gelegenen nördlichen Hafenplaß, der erst 1770 gegründet wurde und nach dem man den politisch rubigeren Tell der Bevölkerung von Agadir überführte. Agadir ist mit dem Aufblühen des Nachbarplages immer mehr in Verfall gekommen und zählt gegenwärtig nur noch etwa 1000 Einwohner. Wenn nun zwar unter diesen, in der Hauptfache von Fischerei lebenden Bewohnern der Stadt, fich fein einziger Fremder befindet, so ist doch der Wert der Stadt fir den europäischen Handel sehr groß. 6) Jugendfreundschaft. Roman von G. v. Schlippenbach. ( Nachdruck verboten.) „ Gott behüte Euch alle!" sagte der Zurückbleibende. Der Zug setzte sich in Bewegung, die Reise war angetreten. In Berlin blieb nan eine Nacht, da Irma ge schont werden mußte; am folgenden Tage gegen Abend war Rügen glitcklich erreicht. Thekla war froh erregt, Klopfenden Herzens sah sie dem Wiedersehen mit der Jugendfreundin entgegen. Nun stehen sie sich gegenüber nach langen Jahren, awet reife Frauen, die des Levens Leid und Lust kennen lernten. Beide sind be wegt und balten sich stumm umfangen, in warmen Worten heißt Anna Haldeck alle willkommen. " Du hast mir Deine Kinder so genau beschrieben, daß ich sie gleich erkenne, tebe Thekla," sagte die freundliche Wirtin, doch nun kommt, ich will Euch den Weg zeigen." Sie gingen über die breite Steintreppe, die zur Loggia führte, und von da durch den großen herrlichen Garten nach der Villa Petersburg, die für die Grotenbachs mit dem bequemsten Komfort eingerichtet war. Karla und Evchen schlenen schon gut Freundschaft geschlossen zu haben, sie gingen Hand in Hand und plauderten munter. Von der Loggia übersah man den Hafen des Badeortes Saßnis, in vier Stunden konnte man mit den Tourendampfern Reese" und" Imperator" die Küste Schwedens erreichen. Hier ist es hübsch unter dem Sonnenzelt," sagte Karla zu Evchen, hier wollen wir oft sitzen." „ Nochmals herzlich willkommen auf Rügen," sagte Frau Haideck, als sie die Villa Petersburg betraten, möchte es Euch hier gefallen!" Lächelnd hielt sie der Freundin die Hand entgegen. Als die Grotenbachs allein blieben. sagte der Kleine Rundschau vom Cage. Politisches. Eine Stärkung des Handwerks in den Parlamenten verlangte der rheinische Handwerkertag, der am Sonntag in Steele bet Essen tagte. Jede direkte oder indirette Unterstützung von sozialdemokratischen Kandidaturen auch in den Stichwahlen bei den kommenden Reichstagswahlen wurde unbedingt abgelehnt. Unter dem lebhaften Beifall der Anwesenden gab ein Vorstandsmitglied die Erklärung ab, daß nach dem letzten Hansa- Bundestage ein Anschluß des Handwerks an den Hansabund unmöglich set. Auf dem sächsischen Provinzialverbandstag des Flottenvereins in Magdeburg rechtfertigte Großadmiral Röster die Nürnberger Resolution und fuhr dann fort:„ Man hat in sehr interessierten Kreisen von einer Nebenregierung gesprochen, die der Flottenverein ausübt. Das kann nicht zugegeben werden. Jeder, und auch der Verein hat das Recht, seine Meinung zu äußern. Des weiteren hat man von einer Differenz zwischen dem Staatssekretär und mir gesprochen. Auch das ist nicht richtig. Ich bin nur Wortführer des Präsidiums, und was beschlossen ist, bringe ich in den Hauptversammlungen zur Sprache. Es liegt auch gar kein Grund zu irgendwelchen Differenzen vor, denn wir stehen beide auf dem Boden des Flottengesetzes. Wir halten fest am Flottengesetz. Man kann jedoch einem großen, nationalen Verein nicht verargen, wenn er für dringliche Forderungen eintritt, die er schon seit Jahren als richtig anerkannt hat." Die mecklenburgische Verfassungsfrage. Auf Donnerstag den 13. Juli ist, wie die mecklenburgischen Tagesblätter melden, im Ständehaus zu Rostock ein Konvent der Ritterschaft beider Mecklenburg einberufen worden. Zur Verhandlung steht als einziger Punkt die Frage der Abänderung der Landesverfassung beider Mecklenburg. Man hofft, daß sich die Führer der Ritterschaft jetzt zu einer Aenderung ihrer bisherigen rein ablehnenden Haltung befehren werden. Eine internationale Konferenz von Post- und Telegraphenbeamten hat auf französische Anregung hin am 6. und 7. Junt in Paris stattgefunden. Vertreten waren Frankreich, England, Italien, Holland, Schweiz, Bulgarien. Beschlossen wurde die Gründung einer Internationalen Vereinigung des Personals der Post-, Telegraphen- und Telephonverwaltungen. Durch zahlreiche Tageszeitungen war die Nachricht verbreitet wor den, die deutsche Postverwaltung habe ihren Beamten bezw. deren Organisationen die Teilnahme an der Konferenz untersagt. Demgegenüber stellt die Deutsche Postzeitung", das Organ des Verbandes der mittleren Bostbeamten, der größten Postbeamtenvereinigung, fest, daß ihr von einem derartigen Verbot nichts bekannt ist, es sei vielmehr von dem Verbande aus freier Entschließung auf die Teilnahme verzichtet worden. Iebrigens könne nach dem ganzen Verlauf der Verhandlungen von einer Beteiligung deutscher Beamtenorganisationen an den gekennzeichnetn Bestrebungen der internationalen Vereinigung auch in Zukunft nicht die Rede sein. Eine neue Maroffo- Konferenz? Dte Agadirfrage wird nach der Meinung eines ausländischen Diplomaten in Berlin laut„ Berl. Tagebl." zu einer neuen Marottokonferenz führen. Deutschland könne nicht einfach zusehen, wie sich Frankreich und Spanien über den Besitz Marokkos unter der Hand einigen. Das Erschetnen des Panthers" vor Agadir werde Frankreich zetgen, daß Deutschland sich diese Ausschließung aus dem diplomatischen Komplex nicht gefallen lassen will. Der portugiesische Verfassungsentwurf. Die Sonderkommission, die beauftragt ist, der Nationalversammlung den Verfassungsentwurf vorzulegen, hat folgende Bestimmungen angenommen: Die Republik wird einen Präsidenten haben, dessen Gehalt festgesetzt wird. Vor seiner Wahl wird es zwei Kammern geben, deren eine von den Munisipalräten des ganzen Landes gewählt wird. Der Präsident wird mit den gesetzgebenden Körperschaften durch Botschaften verkehren, die Mintster werden sich dem Parlament nicht vorzustellen haben. Kieine Nachrichten. Von den Teilnehmern am Deutschen Rundflug sind Montag abend in Cassel eingetroffen: Vollmöller um 6.57, Hoffmann 8,37, Wiencaters 9,05 Uhr; letterer landete zwei Kilometer vor Cassel. Kurt: Lina, sind wir hier im Feenschloß der Prindeffin Rosenrot?" Alle lachten, aber das viele Neue und Schöne überwältigte sie fast, die es so einfach gewöhnt waren. Nach dem trefflich zubereiteten Mahl schlug Frau Haldeck einen Rundgang durch den Garten vor, der sich wetthin erstreckte und im englischen Stil gehalten war. Ueberall waren große geschorene Rasenpläße, feltene Bäume und Ztersträucher boten Schatten, und lauschige Bänke luden zum Ausruhen ein; Karla und ihre Mutter weideten sich an der Bewunderung ihrer Gäste. Die Jugend und die Kinder sind mit Tennissptelen oder Schaukeln beschäftigt, die Jugendfreundinnen find allein geblieben, fie fizzen nebeneinander, die vieTen Jahre der Trennung schwinden. „ Weißt Du noch?" Mit diesen Worten Teiten sie ihr Gespräch ein und frischten die alten Erinnerungen auf und das fast gelockerte Band schlingt sich fester. Währenddessen fitzen Karla und Evchen mitde vom Tennisspiel unter dem Sonnenzelt des Hafenplatzes. Die beiden Mädchen bilden einen reizenden Kontrast, sie sehen wie zwei Itebliche Knospen aus, noch unberührt von den Stürmen des Lebens. „ Du gefällst mir," erklärte Karla in ihrer offenen Art, weißt du, wir müssen ebensolche Freundinnen werden wie unsere Mütter, ich habe nie Geschwister gehabt und habe mir immer eine Schwester gewünscht, ketnen Bruder." Aber warum nicht, Brüder sind doch auch lieb." " Nein!" Karla schüttelte den hübschen Kopf,„ ble Jungen von Mamas Vetter, die oft herkommen, find schrecklich wild, find Adam und Kurt es nicht?" „ Ich dachte an Alfred," versetzte Eva. " Wer ist das?" forschte Karla neugierig. " Unser ältester Bruder; er ist dreiundzwanzig Jahre alt und Mediziner und bat in Königsberg ftudiert." Nach der legten Blehzahlung in Brenßen von 1910 war beim Rindvich eine Abnahme von 170 640 Stüd, bei den Kälbern eine Zunahme von 72 155 Stild au verzeichnen. Der Rindviehbestand betrug 11 592 521 Std. Bei den Schweinen war in einem einzigen Jahre eine Vermehrung um 2 329 192 Stück auf 16 491 559 Stück zu fonstatieren. Für die Jathospende sind bisher insgesamt über 90 000 Mart von etwa 700 Personen gezeichnet worden. Unter den Zeichnern sind etwa 300 Rölner. Bemerfenswert ist, daß sich unter den Zeichnern eine Lehrerin aus Elberfeld befindet, welche nicht weniger als 500 Mart von ihren Ersparnissen hergegeben hat. Selbstmord eines Konfiftorialrais. Konsistorialrat Westphal- Dessau, der vergangene Woche von der Anflage der wissentlich falschen Anschuldigung eines Amtsbruders von der Straffammer freigesprochen worden war, hat sich in einem Magdeburger Hotel erschossen. Der Staatsanwalt hatte gegen den Freispruch Revision angemeldet. Westphal hatte in einer Eingabe an das Konsistorium behauptet, ein Diatonus habe durch mehrfache Verlobungen Anstoß und Aergernis erregt. Die türkische Regierung und die Baltanräuber. Die türkische Regierung hat den Betrag von 800 türkischent Pfund, ungefähr 15 000 M, aur Ausführung der Anordnungen bezüglich der Verfolgung der Räuber Richters angewiesen. Es wird gehofft, durch Geld Leute zu gewinnen, die das Versteck der Räuber verraten. Beraubung eines deutschen Konsuls. Auf der Reise nach Graz wurde der deutsche Konsul Oswald, während er im Schnellzug der Südbahn schlief, seiner Börse mit 4000 Mart und 12000 Kronen Bargeld sowie einer Anzahl Schriftstücke beraubt. Im Wagen machte sich Chloroformgeruch bemerkbar. Anscheinend ist der Konsul, von den Tätern fünstlich eingeschläfert worden. Bergmanus Los. Auf dem Schacht Lohberg bet Duisburg gerteten vier Bergleute unter herabfallendes Gestein. Einer wurde sofort getötet, einer Hoffnungslos verlegt, zwei wurden leichter verwundet. Auf der Zeche Borussia in Dortmund wurden durch Zubruchgehen einer Strede vier Bergleute verschlittet. Drei der Unglücklichen wurden bereits als Leichen geborgen. Die schwarzen Boden sind bei einem Kaufmann in Stendal amtlich festgestellt worden. Es wurden die um fangreichsten Sicherheitsmaßnahmen getroffen. Auch in dem altmärkischen Orte Borstel sind zwei Pockenfälle festgestellt worden, von denen einer tödlich verlaufen ist. Man glaubt, daß die Seuche von den in Borstel beschäftigten Sachfengängern eingeschleppt ist. Ein französischer Ballon in Sachsen gelandet. In Schwarzenberg t. S. landete Sonntag vormittag auf einem Fabrifgrundstück ein französischer Ballon, der mit zwei Main, einem Eisenbahnangestellten und et nem Kaufmann aus Paris, besetzt war. Der Ballon war am Sonnabend nachmittag gegen 5 Uhr gleichzettig mit neun anderen Ballons in Paris zu einer Wettfahrt aufgestiegen. Die Insassen des Ballons gaben an, daß sie den für die zurücklegung der längsten Strede ausgesetzten ersten Preis von 40 000 Francs erhalten würden. Unter die Räder eines Zuges geworfen. Auf die Reisenden eines den Bahnhof Branst in Rußland verlafsenden Zuges wurde ein Raubanfall verübt. Eine Frau, die Widerstand leistete, wurde von den Räubern unter die Räder des Zuges geworfen. 48 Personen durch Blitzschlag getötet. Im Kreise Pawlograd im russischen Gouvernement Jekaterinoslaw wurden 43 Personen, die auf dem Felde arbeiteten, vom Blitz erschlagen. Ein ungarisches Schloß in Flammen. Das in der. Nähe von Breßburg llegende Esterhazniche Schloß Lanschütz ist gestern nachmittag abgebrannt. Nur das Erdgeschoß fonnte gerettet werden. Die sehr wertvollen Antiquitäten- und Kunstsammlungen und eine berühmte Napoleonssammlung sind vernichtet. Die Size in Amerika dauert an. In Neuyork zeigte das Thermometer gestern 99, in Boston 102 Grad Fahrenheit. Die Luftfeuchtigkeit ist hochgradig, so daß die Size empfindlicher ist. In Neuyork gab es gestern zahlreiche Tote und Ertranfte. Aus den Gerichtssälen. Der Bederprozeß vor dem Reichsgericht. Das Urtell in dem Prozeß gegen den Rittergutsbesitzer Becker wurde vom Reichsgericht aufgehoben und die Sache dem Landgericht Stettin überwiesen. In der Urteilsbegründung heißt es, daß die Beschwerde zu Recht bestehe, die die Ablehnung des Abgeordneten Gothein als Zeugen rügt, ferner fet die Rüge anzuerkennen, daß Fragen an verschiedene Zeugen abgelehnt worden seien. Dem Antrag der Verteidigung auf Verweisung an ein anderes Gericht wurde aus zweckmäßigkeitsgründen stattgegeben. Das Gericht erkennt jedoch an, daß das Landgericht Greifswald vollständig einwandfret vorgegangen ist. Verurteilung eines Rechtsanwalts. Der ehemalige Rechtsanwalt Sievers aus Bechelde, jetzt in Schöneberg " Ach, er ist schon so alt!" rief Karla,„ Ich dachte, er ist Kadett und wird Ofifzter, ich schwärme für sie, sie sind so schneidig." " Alfred ist Reserveleutnant," sagte Eva stola. " Warum ist er nicht auch hier?" „ Er begleitet eine russische Familie in die Schweiz als Hausarzt," entgegnete Eva. Lina hate die fleine Irma zur Ruhe gebracht. Alle übrigen versammelten sich auf der großen, Hallenartigen Steintreppe Strandhofs, dort wurde der Tee gereicht. D na R 0 ab fa Ter ist ali hat Be La ון um Ed für Mc hal Ter not nen Tige er Big Ber Id die leb und ichr Fif ren tru fur tau obe der mir in des Mo mo wel wal E fab abe dod Ech Rad Arb abg fahr oder daß del ble beri dur De Stell Anf Ver Der Ausblick auf das Meer und das genüberliegende Binz war sehr schön, der Mond war aufgegangen und umspann mit seinem Silberschein Land, Wasser und die herrlichen Buchenwälder, die sich bis an das Ufer atehen. Das eintönige Lied der Fischer flang von Saßnig herauf und Frau Hatdeck erzählte von den alten Sagen Rügens, vom Herthasee und der Buche, die noch aus der Heldenzeit stammt.-Wie ein Märchen erschienen die Tage und Wochen den Grotenbachs, so reich waren fie an Abwechslung und Freude für diejenigen, die Jahr um Jahr in der staubigen Stadt bleiben mußten. Die Wangen der beiden Knaben bräunten sich und Jrmas zartes Geficht färbte sich ro= fig, während die dret älteren Schwestern frisch und blühend aussahen. Mit stiller Freude bemerkte es Frau Haideck auch, daß der müde Zug in Theklas Antlig weniger hervortrat, daß sie mehr und mehr der einstigen Jugendfreundin glich. Strandhof bot reiche Abwechslung, es gab Bootsfahrten und reizende Waldspaziergänge. Ausflüge nach Stubbenkammer, Binz und dem Rugard, einem Ausfichtsturm, das Granier Jagdschloß wurde besehen und noch mancher schöne Punkt besucht. Die Grotenbachschen Kinder nannten Frau Haided auf ihren Wunsch Tante Anna. ( Fortsetzung folgt.) von 1910 40 Std, Stiid au 11.592 521 en Jahre 16 491 559 mt über worden. Bemer Lehrerin als 500 torialrat der An 8 Amts= worden tschoffen. Revision an das e durch 3 erregt ber. 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Wer bestimmt über die Oeffentlichkeit einer VerJammlung? Das Reichsgericht hat, wie der Inf." im Anschluß an die Entscheidung des Reichsgerichtes über Auflösung von Versammlungen mitgeteilt wird, in demfelben Urteil eine Entscheidung darüber gefällt, wer zu entscheiden hat, ob eine Versammlung eine öffentItche und daher ein Beauftragter der Polizei in fie zu entfenden set. Ueber diese höchst wichtige Frage, die das gesamte politische Leben berührt, urteilte das Reichsgericht folgendermaßen: Der Polizeibehörde steht nach Paragraph 13 nur die Befugnis zu, in öffentliche Versammlungen Beauftragte zu entsenden. Aber die Entscheidung, ob eine Versammlung öffentlich set, und ob ein Beauftragter in diese Versammlung hineinzuschicken set, fann naturgemäß nur der Polizeibehörde zustehen. Den Versammlungsleitern, Veranstaltern und Teilnehmern kann die Entscheidung darüber nicht überlassen bleiben. Denn wenn man den VersammIungsleitern gestatten wollte, über die Berechtigung der Entscheidung und damit der Zulassung des PoItzeibeamten zu entscheiden, dann würde dadurch den Versammlungsleitern ein Weg geöffnet sein, die Anwesenheit polizeilich Beauftragter in Versammlungen überhaupt auszuschließen. Wenigstens läge es dann in der Hand der Versammlungsletter, auch durchaus be= rechtigte Auflösungserklärungen in jeder Weise zu er= schweren oder gar völlig unwirksam zu machen. Dadurch würde eine Gefährdung der Staatsautorität eintreten, die nicht im Willen des Gesetzgebers gelegen haben fann, da die sich daraus ergebenden Folgen als unhaltbar abgelehnt werden müssen. Vermischtes. Der Kaiser als Ehren- Ziegelmeister. Der Besitz der Gutsherrschaft Cadinen im Elbinger Landkreise hat dem Katser eine ganz besondere Ehrung eingetragen. Zu dem Gute gehört auch eine große Ziegelei, für derent Betrieb der Kaiser Interesse bekundet und die er zur Hebung der Produktion in den nächsten Monaten ganz erheblich erweitern läßt. Der kaiserliche Fabrikherr kennt seinen Betrieb nicht nur aus Vorträgen der Betriebsleiter, sondern bet seinen Besuchen in Cadinen Informiert er sich persönlich über den ganzen Geschäftsgang. Vor einigen Jahren hatte der Monarch sogar mehrere Stunden hindurch praktische Zieglerarbeit ge= Teistet, die netmaschine bedient und eigenhändig eine Anzahl Biegel hergestellt. Die Deutsche Blegelmeister= Vereinigung ist auf diesen Berufskollegen" natürlich ungemein stolz und hat ihn, wie wir in der„ Nationalzeitung" lesen, zum Ehrenmitgliede ernannt. In dem Diplom wird der Kaiser als„ Ehren- Ziegelmeister" benannt. Ein Jugendlicher Bahnhofsränber wurde von der Rixdorfer Kriminalpolizet festgenommen. Ein 16jähriger Zeitungsverkäufer, Franz Bermann, war seit färgerer Zeit auf dem Hauptbahnhof in Kreutz an der Ostbahn beschäftigt. Dort riß er einem Reisenden, der im Wartesaal auf einem Tische sein Geld nachzählte, mit den Worten:„ Einen Blauen können Sie mir schon abgeben," einen Hundertmarkschein herunter und ver= schwand. Die Polizet nahm ihn fett in Nirdorf fest. Festnahme eines gewerbsmäßigen Heiratsschwindlers. Auf Veranlassung der Berliner Kriminalpolizet ist in Fürth der 29 Jahre alte Monteur Artur Thunicke altas Ingenieur Heinicke festgenommen worden. Th. hatte sich eine Offiztersuniform angeschafft und eine Berliner Dame, deren Eltern in der Provinz auf dem Lande wohnen, in seine Neze gelockt. Er besuchte die Eltern in der schmucken Uniform und hielt regelrecht um die Hand der Tochter an. Die beglückten zukünftigen Schwiegereltern kamen nach Berlin, um die Einkäufe für die Wohnung des Brautpaares zu besorgen. Th. wußte die arglosen alten Leute zu überreden, ihm 5000 Mark in Verwahrung zu geben. Als er das Geld erhalten hatte, ließ er sich nicht mehr sehen. Der SchwindIer machte mit der Beute eine Reise nach Stendal, Hannover, Hamburg und Fürth. Ein Brief, den er an etnen Berliner Freund schrieb, brachte die KriminalpoItzet auf die Spur des Verfolgten. Auch in Fürth hatte er bereits ein Opfer gefunden. Walfischgemezzel an der britischen Westküste. An der Küste von Penzance( Cornwall) strandeten gestern sechzig Walfische, meist junge Tiere, von denen feines größer als 25 Fuß war. Es spielte sich nun eine scheutß= Itcje Szene ab. Die Schuljungen des Ortes fielen über die wehrlosen Riesentiere her und säbelten ihnen am lebendigen Leib herum, schnitten ihnen die Flossen ab und veranstalteten ein fürchterliches Blutbad. Endlich schritten die Behörden ein, Iteßen die verstümmelten Fische, 25 an der Zahl, mit Revolvern erschteßen, während die Flut die übrigen später wieder von dannen trug. In vielen der armen Ttere schien durch thre furchtbare Erfahrung jeder Selbsterhaltungstrieb be= täubt worden zu sein, denn sie trieben direktionslos oben auf dem Wasser und wurden noch mehrmals wteder an den Strand zurückgeworfen. Ein eigenartiges Stückchen, das allgemein belacht wird, hat sich nach der„ Frkft. 3tg." die Stadtverwaltung in Lahr t. B. geleistet. Gelegentlich einer Besichtigung des Genesungsheims Tretenhof durchfuhr am vorletzten Montag das Großherzogapaar mit Gefolge im Automobil durch die Stadt. Da nun die Straßen stellenweise sehr reparaturbedürftig sind, ließ die Stadtverwaltung am Vorabend der Ereignisse die Untiefen durch Schotter sorgfältig ausfüllen, so daß man glatt darüber fahren konnte. Das wäre ja soweit ganz in Ordnung, aber nun kommt das, was zwar in Schilda, nicht je= doch in der bekannten Stadt des Schnupftabaks, der Schachteln und des hinkenden Boten passteren durfte: Nach der Durchfahrt wurde der Schotter durch städtische Arbeiter hübsch säuberlich wieder zusammengekehrt und abgefahren, um bet der nächsten großherzoglichen Durchfahrt wieder Verwendung zu finden. Und wer im Auto oder zu Rad Lahrs Straßen freuzt, weiß feßt wieder, daß er in Lahr ist auch ohne Wegweiser! Durchstechereien in Plößensee. Eigenartigen Handelsgeschäften ist man im Gefängnts zu Plößensee auf die Spur gekommen. Ein Gefangener namens Erkner versuchte einen Kasfiber aus der Anstalt zu befördern, durch den er bet einem Kutscher Lebensmittel bestellte. Der Kassiber wurde jedoch aufgefangen, und dabet stellte es sich heraus, daß dieser Kutscher, der aus der Anstalt Sägespäne abzuholen pflegte, schon länger den Vermittler für allerhand Geschäfte gespielt hatte. Er bekam für die Lebensmittel, die er einschmuggelte, aus der Kabelfabrikation, die in dem Gefängnis betrieben wird, Kupferabfälle geliefert. Erkner verriet, daß er diese Geschäfte von dem vielfach vorbestraften Verbre= cher Willy Pomerenke, der zuletzt dret Jahre Gefängnis verbüßte, übernommen hatte. Pomerenke setzte den schwunghaften Handel mit diesen Abfällen" auch nach seiner Entlassung etfrig fort. Nach dem Verhör und dem Geständnis Ertners ging die Kriminalpolizet auf Veranlassung der Direktion der Strafanstalt allen Spuren nach und deckte schließlich das ganze Treiben auf. Der Kutscher verbarg die Abfälle unter den Sägespänen und schaffte sie auf diese Weise ungehindert weg. Pomerenke wurde inzwischen verhaftet. Dem Sohn in den Tod gefolgt. Eine tragische Erklärung hat das Verschwinden des seit dem 20. Junt vermißten Professors Dr. Krüger in Schwerin gefunden. K. wurde am Sonnabend abend als Leiche aus dem Schweriner See bet Rabensteinfeld gelandet. Jm August v. J. Hatte sein Sohn, ein junger Seeoffizier, während eines Besuches seines Vaters in Kiel Selbst= mord begangen. Seitdem verstel dieser in tiefste fee= Itsche Depression, die schließlich zum Verfolgungswahn= sinn wurde. Seit seinem Verschwinden ist auch seine Frau infolge dieser Schicksalsschläge schwer erkrankt. Spiegel zur„ Erziehung“ der Damen. Eine große Bahl der Straßenbahnunfälle in Amerika ist darauf zurückzuführen, daß die Damen statt vorwärts rückwärts von den Straßenbahnwagen absteigen. Man hat be= reits die verschiedensten Mittel versucht, um weibliche Passagiere daran zu gewöhnen, immer mit dem Gesicht nach vorn abzusteigen. Große Plakate, welche das richtige Absteigen und das mit Lebensgefahr verknüpfte falsche Absteigen illustrieren, sind in vielen Städten angebracht, haben aber bis jetzt wenig zur Erziehung" des weiblichen Passagiers beigetragen. Auf eine ganz eigenartige Methode, durch welche die Frauen verhindert werden sollen, rückwärts von der„ Car" abzustetgen, ist die Straßenbahngesellschaft in Greeley, im Staate Colorado verfallen. Sie hat nämlich große Spiegelflächen auf jeder Straßenbahnplattform anbringen lassen, und zwar in solcher Lage, daß jede Dame, welche in den Spiegel hineinschaut, notwendigerweise das Gesicht nach der Vorderseite des Wagens richtet. Man glaubt nämlich, daß die der Frau angeborene Eitelkeit, die sich vor allem immer darin äußert, daß ste sich bespiegelt, die gewünschten Resultate erzielen wird. Den Damen, meint man, wird es nicht gleichgültig sein, sich zu vergewissern, wie sie beim Absteigen aussehen, und so werden sie nun auch die gewünschte Haltung annehmen. Falls sich das Mittel bewährt, werden im ganzen Lande derartige Spiegel angebracht werden. Aus dem Reiche der Technik. Ankstapelung von Kohlen unter Wasser. Die Schnellbahngesellschaft in Minneapolis in Nordamerika hat, ähnlich den sett einer Reihe von Jahren in England bestehenden Vorrichtungen, fitrzlich eine große 12 000 Tonnen fassende Anlage zum Stapeln von KohTen unter Wasser erbaut. Im Winter macht ihr die regelmäßige Beschaffung der Kohlen keine Schwierigketten, dagegen fehlt es zumeist im Sommer an den zur Aufrechterhaltung des Betriebes nötigen Lieferungen. Es müssen deshalb Vorkehrungen getroffen werden, um in Betten reichlicher Lieferungen große Kohlenmengen, für die knappe Bett aufzusammeln und aufzubewahren und sie vor Selbstentzündung zu schützen. Die zu diesem Zweck errichtete Anlage besteht, wie die Zeitung des Vereins Deutscher Eisenbahnverwaltungen" mit= tellt, aus vier rechteckigen Behältern, die zusammen eine Grundfläche von 65X33,7 m bedecken. Sie sind von 4,3 m hohen Wänden aus Beton mit Etseneinlagen eingefaßt und haben eine 30 Zentimeter starke Eisenbetonsohle; Boden und Wände sind wasserdicht. In der Sohle liegt der Zulauf der Wasserleitung. Die Kohlen werden durch Greifer, die von Gleisen auf den Mauern aus duray Krane bewegt werden, aus den Lagertaschen entnommen und von diesen über eine Rutsche ausgeschütt= tet, die sie auf ihrer schiefen Ebene der Berkleinerungsanlage zuführt. Von hier werden sie durch Förderbän= der nach dem Kesselhaus befördert. Die Leibgendarmerie des Kaisers. Ueber die Zusammensetzung und die Art der Lethgendarmerie des Kaisers ist im allgemeinen sehr wenig bekannt, so daß eine genaue Darstellung von Interesse sein dürfte. Die Leibgendarmerie des Katsers setzt sich aus zwet Bütgen zusammen, die eine Stärke von tnsgesamt 50 Mann aufweisen. Unter diesen 50 Mann befinden sich 26 Wachtmeister und Vizewachtmeister beziehungsweise Sergeanten und 24 Gefrette und Gemeine. Die einzelnen Leibgendarmen werden vom Generalkommando der Armeekorps fommandiert, so weit es sich um die Leibgendarmen des ersten Zuges handelt. Diese sind nämlich allen preußischen Armeekorps und den acht Garde- Kavallerieregimentern entnommen. Ist ein Ersatz für einen Leibgendarmen notwendig, dann erhalten die betreffenden Armeekorps von dem Kommando der Leibgendarmerte eine Benachrichtigung. Von dem Generalfommando desjenigen Armeekorps, dessen Vertreter in der Leibgendarmerie ausscheidet, wird nun daftir Sorge tragen, daß Ersatz gestellt wird, indem ein Regimentsfommandeur mit der Auswahl des betreffenden Mannes, eines Unteroffizters von mindestens 7 Dienstjahren, betraut wird. Bet der Auswahl der Unteroffiziere und Mannschaften muß naturgemäß eine ganz besondere Sorgfalt obwalten, da nicht jeder zum Dienst in der Leibgendarmerie geeignet ist. In erster Reihe ist als Vorbedingung zu nennen, daß der betreffende Mann völlig unbestraft sein und sich durch gute Führung ausgezeich= net haben muß. Um eine Einheitlichkeit auch im NeuBeren der Leibgendarmerie zu erzielen, ist bestimmt, daß als Mindestmaß jedes Leibgendarmen 1,76 Meter anzusehen ist. Endlich muß sich der betreffende Mann auch als Reiter ausgezeichnet haben. Man fann annehmen, daß im allgemeinen die tüchtigsten Leute für Stesen besonderen Dienst beim Kaiser ausgewählt werden. Das Kommando der Leibgendarmerie ist dem Katferlichen Hauptquartter unterstellt. Die Löhnung der Leibgendarmen erfolgt nicht aus der kaiserlichen Schatulle, wie sehr oft fälschlich angenommen wird, sondern durch die Regimenter, denen die Leibgendarmeit zugehören. Auch die Pferde, die zur Berittenmachung der Leibgendarmen dienen, werden nicht vom Kaiser gestellt, sondern von den einzelnen Kavallerieregimentern. Ueber den Dienst selbst set folgendes mitgeteilt: Wenn der zukünftige Leibgendarm von seinem Regtment ausgewählt ist und das Gefallen feines Regtmentskommandeurs gefunden hat, dann wird er dem Kommando der Leibgendarmerie vorerst auf 4 Wochen zur Prüfungszett zugetellt. Während dieser 4 Wochen bildet sich das Kommando der Betbgendarmerte fetn Urteil, ob der betreffende Mann fitr feine zukünftige Stellung geeignet ist. Die endgültige Einstellung in die Leibgendarmerie erfolgt erst nach dieser vierwöchent lichen Probezeit. Jezt erhält der Mann auch die Ein Kleidung als Leibgendarm, während er bis dahin noch die Uniform seines Regiments getragen hatte. Furchtbare Familientragödie. In Niederrad, einem Vorort von Frankfurt a. M. hat sich Montag morgen eine furchtbare Familien fragödie abgespielt. Der 43 Jahre alte Wagner Schret ber erstach seine drei jüngsten Kinder, Mädchen von zwei, sieben und zehn Jahren. Ein elfjähriger Junge und das älteste sind, ein zwölfjähriges Mädchen, konn ten, nachdem der Vater auch auf sie eingestochen hatte, schwerverletzt aus der Wohnung flüchten und fanden zunächst in einem Nachbarhaus Unterkunft. Die Ret fungswache legte Notverbände an, dann wurden die beiden ins städtische Krankenhaus verbracht; ihre Ver legungen sind zum Glück nicht lebensgefährlich. Schreibers Frau unterhielt schon längere Zeit ein Verhält nis mit einem jungen Mann. Schreiber, der die letzten Monate in Berlin als Monteur gearbeitet hatte, hörte, als er am Sonnabend von seiner Reise zurücktehrte, daß seine Frau untreu set. Als sie nun am Sonntag mit ihrem Liebhaber zur Tanzmusik ging, versuchte der Mann, zunächst durch persönliches Einwirken, dann durch Boten die Frau zu veranlassen, daß sie nach Hause kommen möge. Als sie seinen Bitten tein Gehör schenkte und morgens um 4 Uhr noch nicht zurite war, schritt der Mann zu der schrecklichen Tat. Danach ließ er sich ruhig verhaften. Die Frau kam morgens um 7 Uhr mit ihrem Liebhaber nach Hause. Die Polizei konnte sie nur mit Mühe vor den Angriffen der Menge schützen. Sie ist Mutter von elf Kindern, von denen fünf eines natürlichen Todes starben, eines vor acht Jahren im Main erfrank. Die Ehe war nie. glücklich. Die finanziellen Verhältnisse der Familie was, ren die denkbar schlechtesten, da der Mann wenig verdiente und zudem dem Trunk ergeben war. Ueber das Ergebnis der polizeilichen Untersuchung meldet noch ein Berichterstatter:„ Schreiber sagte zu seiner Frau, die er im Tanzlokal auffuchte:" Ich will mit Dir noch einmal tanzen, dann aehen wir nach Hause! Alles soll vergessen sein." Der Nebenbuhler nahm die Frau an der Hand, dabei fam es zit TätItchkeiten. Schreiber entfernte sich schließlich. Er gibt wetter an, daß er von 8 bis 9 Uhr zu Bett gelegen habe. Er hätte nicht schlafen können. Schließlich habe er den Entschluß gefaßt, eher alle zu töten, als seine Kinder in den Händen eines anderen Mannes zu las= sen. Gegen 4 Uhr sprang er aus dem Bett und stach zuerst auf die älteren Kinder los, welche die Flucht ergriffen. Schreiber äußerte, daß er die feste Absicht gehabt habe, sämtliche Kinder durch Herzstiche zu töten. Schreiber wurde, nachdem er auf dem Niederräder Revter verhört war, in das Frankfurter Untersuchungsgefängnis überführt. Er hat vor der Tat viel Alkohol zu sich genommen. Die Frau zeigte wenig Erregung. Drabtnachrichten und neuestes. Jathoversammlungen in Berlin. Berlin, 4. Jult. In der Hasenheide fanden gestern abend Protestversammlungen gegen die Amtsentsetzung des Pfarrers Jatho statt. Die größte Versammlung wurde von dem fretsinnigen Reichstagsabgeordneten Schrader mit einer längeren Rede eingelettet. Pfarrer Jatho hielt in den Versammlungen Ansprachen, ebenso die Verteidiger Jathos vor de mSpruchfollegium Baumgarten und Traub. Es wurde eine Resolution angenommen, die die Amtsentsetzung Jathos als den schwersten Eingriff in die evangelische Glaubensfreiheit bezeichnet. Die Versammlungen wa= ren erst in später Nachtstunde zu Ende. Verhaftung eines Ehepaares wegen Kindesmords. Blankenburg. 4. Jult. In Allrode am Harz wurde der Schlosser Männecke unter dem Verdacht verhaftet, fetn erst vor kurzem geborenes Kind getötet zit haben. Eine Stunde später wurde auch seine Frau verhaftet. Diese gestand, daß ihr Mann seit dem Jahre 1908 schon das dritte Kind nach der Geburt erstickt habe. Attentat eines Geisteskranken auf Polizeibeamte. Hirschberg, 4. Juli. Beim Transport nach dem Krankenhaus gab der getstestrante Weichenſteller Stegert aus Landeshut vier Revolverschüsse auf zwet PoItzeibeamte ab, von denen einer schmer, der andere leicht verletzt wurde. Bandel und Verkebr. Frankfurt, 3. Juli. Viehmarktpreise. Preise für 1 Rentner: Rinder: A) Ochsen a) vollfleischtge, ausge mästete höchsten Schlachtwertes höchstens 7 Jahre alt ( Lebendgewicht) M. 49-55,( Schlachtgewicht) M. 89-95, die noch nicht gezogen haben( ungefocht)( Lebendgewicht) M. 00-00,( Schlachtgewicht) M. 00-00, 6) funge fletschige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete( Le= bendgewicht) M. 45-48,( Schlachtgewicht) M. 81-87, c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere( Lebendgewicht) M. 39-43,( Schlachtgewicht) M. 72-79. B) BulTen: a) vollfletschtge, ausgemästete höchsten Schlachtwertes( Lebendgewicht) M. 45-48,( Schlachtgewicht) M. 75-88, 6) vollfleischige jüngere( Lebendgew.) Mark 40-44,( Schlachtgewicht) M. 66-73.) Färsen und Kühe: a) vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes( Lebendgewicht) M. 44-47,( Schlachtgewicht) M. 79-85, b) vollfleischige ausgemästete Stühe höchsten Schlachtmertes bis zu 7 Jahren( Lebendgewicht) M. 43-46,( Schlachtgewicht) M. 80-83, c) 1. wenig gut entwickelte Färsen( Lebendgewicht) M. 40-43,( Schlacht gewicht) M. 77-83, do. 2. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe( Lebendgewicht) M. 36-41,( Schlachtgewicht) M. 67-76, d) mäßig genährte ühe und Färsen( Lebendgewicht) M. 30-35, ( Schlachtgewicht) M. 60-70, e) gering genährte Kühe und Färsen( Lebendgewicht) M. 23-25,( Schlachtgem.) M. 52-57. D) Gering genährtes Jungvich( Freffer) ( Lebendgewicht) M. 00-00,( Schlachtgewicht) M. 00-00 Kälber: a) Doppellender feinste Mast( Lebendgewicht) M. 00-00.( Schlachtgewicht) M. 00-00, 6) feinste Mast( Vollmilch- Mast) und beste Saugfälber( Lebendgewicht M. 00-00,( Schlachtgewicht) M. 00-00, c) mittlere Mastund gute Saugfälber( Lebendgewicht) M. 52-57, ( Schlachtgewicht) M. 88-96, d) geringere Saugkälber ( Lebendgewicht) M. 48-51,( Schlachtgewicht) M. 81-86. Schafe: A) Stallmastschafe: a) Mastlämmer und Jingere Masthämmel( Lebendgewicht) M. 42,( Schlachtge wicht) M. 88, 6) ältere Masthämmel und gut genährte Schafe( Lebendgewicht) M. 00-00,( Schlachtgewicht) M. 00-00. Schweine: a) vollfleischige Schweine von 80 bis 100 tlogr. Lebendgewicht( Lebendgewicht) M. 47 bis 49,( Schlachtgewicht) M. 61-63, 6) vollfleischige Schweine unter 80 Kilogr. Lebendgewicht( Lebendgewicht) M. 47-49,( Schlachtgewicht) M. 60-62, c) voll fletfchtge Schweine von 100 bis 120 logr. Lebendge wicht( Lebendgewicht) M. 46-48,( Schlachtgewicht) Mart 60-62, 5) vollfletschige Schweine von 120 bis 150 togramm Lebendgewicht( Lebendgewicht) M. 46-48, ( Schlachtgewicht) M. 58-60. 0000000000000: 000000000000606 Mein Inventur- Ausverkauf beginnt Donnerstag den 6. Juli CARL NOWACK be 11 g be 23/10 ge Stein's Garten.. Giessen Bes. C. Stein Donnerstag, den 6. Juli 4. Abonnements- Konzert Hotel Restaurant und 1. Bergnügungs- Solist: Kgl. Kammer- Virtuos Herr Weschke, Etablissement mit großem Garten Mittagstisch in und außer Abonnement. Fremdenpension Bad im Hause. Elektr. Licht.- Telephou Nr. 5. Schmitten im schönen Taunus. Gast- n. Kurhaus zum Ochsen. Sehr beliebter Sommeraufenthalt im schönen Taunusgebirge Herr Lehrer der akad. Hochschule- Berlin. Anfang 8 Uhr. Zuchtbulle( Original)| direkt imp. aus Mekkirch( Baden), 16 Monate alt, zu verk.[: 3/2 Müller Weber, Ober Sorg bei Alsfeld. lidbe, gefunde Lage inmiten vrachts. Berge und Wälder. Ländl. Ruhe u. Einjacobelt. 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