( 250/12 leisch ท tomobilschinen. maschb. Heizung enbeton. Apr. Jull, or Prof. ngenieur r. a.d.Elbe Bucht: 3 Mon. 1, Gänse n: Sieg. -[ 310 ichtetes wesen hof in er Nähe ten.[ 22/2 ring, auf. t. Lager: 8, Halbf18: und Art, neu [ 21/3 bach. eken. Cochter, n, Wil Sohn. n, Wil elm. T. JuRu= hn. , mit Sießen, Sießen, Knoop Dessau, n Konnt in Ben. Mainz, Fron n Gieeld. mit Mae Seiz, 1 Wieshrer in shausen, Susanne it Anna fer, beide lifabethe i. P., n. ethe Kaie Kaiser, lt. ler und alt. It. ießen. Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 50 pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen oierteljährlich 1,50 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mr. Erscheint Mittags 3 Uhr. Die„ Illuftr. Weltrundschau" liegt alle 14 Tage einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung ,, G. m. b. H. Nr. 154. - - Telephon: Nr. 362. Die preussische Regierung über die Wahlrechtsreform. Die„ Nordd. Allgem. 3tg." bemerkt in ihren Rückblicken zu der Verhandlung über den freisinnig- sozialde mokratischen Antrag wegen des Wahlrechts:„ Auch wenn dieser Antrag nach dem Wunsche der Antragsteller be= reits zu Beginn der Session zur Verhandlung gefommen wäre, bezweifeln wir, da er die erhoffte Aktion der Regierung zur Folge gehabt hätte. Denn in den Voraussetzungen für das Gelingen einer solchen Aktion hat sich seit dem Scheitern des früheren Reformversuchs nichts geändert. Ein sachlicher Erfolg war von dem Antrag nicht zu erwarten. Durch die Abstimmungen wurde wieder nach der negativen Seite festgestellt, daß die Abgrenzung der Wahlkreise der nach Bevölkerungszahl, sowie die Uebertragung des Reichstagswahlrechts und dabei insonderheit die Einführung des gleichen Wahl= rechts von der Mehrheit des Abgeordnetenhauses gelehnt werden. Verschiedentlich ist eine Aufklärung darüber vermißt worden, ob und inwiefern sich die Stellung der Regierung zum preußischen Wahlrecht durch ihre Stellung zur elsaß- lothringischen Verfassungsreform veränderte. Die Antwort hierauf ist vom Reichskanzler bereits im Reichstage bei der Einführung der reichsländischen Verfassungsgesetze gegeben worden. Der Reichs tanzler hat damals ausgeführt, daß die Ordnung des Wahlrechts in einem Bundesstaate oder im Reichsland völlig unverbindlich ist für die Gestaltung des preußischen Wahlrechts." Aus Stadt und Land. abGießen, den 4. Juli. * Bau des neuen Amtsgerichts- Ge bäudes. Wie wir bereits berichteten, ist von den beiden Landtagsabgeordneten Justizrat Grünewald und Re h= Alsfeld an die Zweite Kammer ein Antrag gestellt, den für Gießen bereits beschlossenen neuen Amtsgerichts bau nicht auszuführen, weil zur Zeit ein Bedürfnis nicht vorliegt. Am vergangenen Frei tag weilte in dieser Angelegenheit Justizminister Dr. Ewald hier und verhandelte mit Bauinspektor Land= mann, dem die Ausführung des Baues übertragen ist. Der Minister empfing auch Vertreter des nördlichen Stadtteils, in welchem das Amtsgericht seinen Platz er= halten soll, er verhandelte auch mit dem Stadtverordneten Wilhelm Löber, dessen großes Wiesengelände unmittelbar dem Bauplatz für das Amtsgerichtsgebäude gegenüberliegt, und daher durch dessen Bau zu 12-14 wertvollen Bauplätzen umgewandelt werden wird. Ein Antrag des Nordostvereins an die Bürgermeisterei, um der Einberufung einer dringlichen Sizung Stadtverordneten, um mit dieser gegen den in der Zweiten Kammer gestellten Antrag Grünewald- Reh Stellung nehmen zu können, wurde von der Juristischen Kommission abgelehnt, obgleich sich Landtagsabgeordneter Grünewald in seiner Eigenschaft als Stadtverordneter dem Antrage der Nordöstler anschloß. Der ablehnende Bescheid wurde damit begründet, daß die Frage, ob für Gießen ein weiteres Gerichtsgebäude nötig sei oder nicht, nicht von den Stadtverordneten, sondern von der Staatsregierung und von dem Landtag zu beurteilen sei. In der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer *) Der Gau 3 der deutschen Motorfahrer Vereinigung hielt Sonntag im Hotel Schütz einen außerordentlichen Gautag ab. Der 1. Vorsitzende des Gaus, Karl Wessel- Frankenberg, berichtete über den 8. D. M.- V.- Tag in Naumburg, über die neuen D. M.- V.- Sazungen und die erforderlichen Abänderungen der Gausazungen. Auch die Pflasterzollfrage wurde in den Kreis der Erörterungen gezogen. Bayern bestehen heute nicht weniger als 160 Orte, die den verkehrsfeindlichen Pflasterzoll erheben. An Beiſpielen wurde gezeigt, wie schwer die Kraftfahrer durch den Zoll belastet werden. So kostet z. B. die einfache Route von der bayrischen Grenze über Würzburg, Nürnberg, München, Reichenhall dem Kraftfahrer genau ge= rechnet an Pflasterzollgebühren 19 Mark. Um diesen Betrag fährt man die ganze Strecke im Schnellzug 2. Klasse. Noch auffallender werden diese Vergleiche auf furzen Strecken, insbesondere auf solchen, welche in der Nähe Nürnbergs, im Eldorado des Pflasterzolls, dem Ausflugsverkehr dienen. Fährt man zum Beispiel von Nürnberg nach Wendelstein, das sind 18 Kilometer von Nürnberg, so zahlt man 1,08 Mt. Pflasterzoll, während die Eisenbahnfahrt nur 0,40 Mk. kostet! Außerdem wird in fast allen Pflasterzollorten der Zoll erhoben ohne des Großherzoglichen Polizei Amtes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Dienstag, den 4. Juli 1911. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Stellen gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. ten Aufschwung genommen. Für den jetzt beginnenden ist Steinfurther Welt- Rosenversand die Güterhalle zu klein geworden. Die Eisenbahndirek tion beabsichtigt daher, in Kürze die Halle bedeutend zu vergrößern. Welche Bedeutung den Steinfurther Rosenkulturen zuzusprechen ist, geht daraus hervor, daß nicht weniger als 800-900 hessische Morgen zum Versand angepflanzt sind. Das meiste Land ist zum Preise von 60-80 Mark pro Morgen gepachtet. Noch vor drei Jahren brachte dasselbe Land durchschnittlich 30 Mark Rücksicht auf die Dauer des Aufenthaltes in den betr.| der Güterverkehr, auf der neuen Strecke einen ungeahnOrten und ebenso auch noch einmal bei der Rückfahrt durch einen solchen Ort am gleichen Tage. Der Kraft fahrer erfährt also durch den Auto- Pflasterzoll fortgesetzte Belästigungen und Verkehrsbehin= derung, weiterhin materielle Belastungin nicht zu unterschätzender Höhe. Die Versammlung war sich darin einig, daß der Kampf gegen den Zoll mit allen Kräften geführt werden müsse. Sonntag, den 9. Juli, findet eine Picknickfahrt nach der Tiefenbach auf der Strecke Marburg- Gießen unweit Lollar statt. Sollte das Wetter ungünstig sein, so wird die Fahrt auf den 23. Juli verschoben. Am 16. Juli ist eine Ga ufahrt festgesetzt; Ziel ist Hotel Schütz in Lauterbach. Eine der besten Wandermanegen, 3irkus Blumenfeld- Guhrau, wird vom 28.- 30. d. Mts. auf Oswalds Garten einige Vorstellungen geben. * Wissenschaftliche Ballonaufstiege. Am Donnerstag, den 6. Juli d. Js., finden in den Morgenstunden internationale wissenschaftliche Ballon= aufstiege statt. Es steigen Drachen, bemannte oder unbemannte Ballons in den meisten Hauptstädten Europas auf. Der Finder eines jeden unbemannten Ballons erhält eine Belohnung, wenn er der jedem Ballon beigegebenen Instruktion gemäß den Ballon und die Instrumente sorgfältig birgt und an die angegebene Adresse sofort telegraphisch Nachricht sendet. * Paketeinsammlung durch die Post. Es ist noch nicht genügend bekannt, daß die Post ab= zusendende Pakete auf Bestellung aus den Wohnungen abholen läßt. Man braucht nur ein offenes Schreiben, eine Karte oder einen Zettel mit den Worten:„ Paket abzuholen bei( Name und Wohnung) unfrantiert in den nächsten Briefkasten zu werfen oder einem Briefträger mitzugeben, und die Sendung wird bei der näch sten Paketbestellfahrt gegen eine Gebühr von 10 Pfg. vom Hause des Absenders abgeholt. Das Verfahren ist einfach und bequem und besonders solchen Personen zu empfehlen, denen ein Dienstbote nicht zur Verfügung steht. * Preußische Klassenlotterie. Nur noch wenige Tage und die erste Ziehung nimmt wieder ihren Anfang. Walch günstige Aufnahme der neue Plan beim Publikum gefunden hat, beweist der Umstand, daß die Generallotteriedirektion, bei der letzten Lotterie mit ihren Losen vollständig geräumt hat, und auch diesmal erfreuen sich die Lose einer regen Nachfrage. abend == Klein- Linden, 3. Juli. Unter sehr starker Beteiligung fand gestern das 20jährige Jubiläum des Gesangvereins„ Arion", verbunden mit einem Ge= sangwettstreit, statt. Der Ort prangte anläßlich der Feier im schönsten Festschmuck. Samstag wurde ein Fackelzug durch das Dorf veranstaltet, darauf schloß sich ein Festkommers auf dem Festplatz an. Sonntag vormittag fand im Saale„ Zur Deutschen Eiche" der Gesangwettstreit statt. Die gesanglichen Leistungen fanden lebhafte Anerkennung. Um 2 Uhr wurde der Festzug aufgestellt, an dem etwa 30 Vereine teilnahmen. Auf dem Festplatz hielt Lehrer Boßler die Festrede, Frl. Marie Germer überreichte eine von den Jungfrauen gestiftete Fahnenschleife. Um 6 Uhr fand die Preisverteilung statt, die folgendes Ergebnis hatte: 1. Stadtklasse: 1. Preis Brodt'scher Männergesang verein Hanau, 2.„ Gemütlichkeit"-Gießen, 3. Maschinenbauer Gesangverein Gießen. 2. Landklasse, Kl. 1: 1. Preis„ Heiterkeit"-Annerod, 2.„ Jugendgrund"-Wieseck. Kl. 2: 1. Preis„ Konkordia"-Münchholzhausen, 2.„ Teutonia"-Heuchelheim, 3.„ Uhland"-Weilmünster und„ Harmonie" Rubach, 4.„ Hilaria"-Holzhausen, 5.„ Eintracht" Ehringshausen. Kl. 3: 1. Preis„ Harmonie"-Reiskirchen, 2. Männergesangverein- Lüzellinden. Beim Ehrenpreissingen siegten: 1. Brodt'scher Männergesangverein Hanau, 2.„ Heiterkeit"-Annerod, 3.„ Eintracht“-Ehringshausen, 4. Harmonie"-Reiskirchen. * Grünberg, 4. Juli. Am 14. und 15. Juli findet hier die 5. Hauptversammlung des Lehrer= turnvereins für Hessen statt. = *) Bad Nauheim, 3. Juli. In der letzten Stadtverordnetenversammlung wurde ein Antrag des Militärvereins„ Hassia" angenommen, wonach sämtlichen Veteranen aus 64, 66 und 70-71 anläßlich der 40jähr. Friedensfeier eine Ehrenspende von je 25 Mark bewilligt wurde. == Friedberg, 3. Juli. Die Wettertalbahn Bad Nauheim- Griedel- Lich- Grünberg erfreut sich einer stets zunehmenden Personenfrequenz; hauptsächlich hat ein. * Friedberg, 3. Juli. Am Freitag fand hier eine Sigung des Einigungsausschusses der bürgerlichen Parteien statt, die für die Reichstagswahlen als Kandidaten Amtsgerichtsrat Strack- Gießen nominierte. Die Vertreter der nationalliberalen Partei, des Zen= trums und des Bundes der Landwirte erklärten sich bereit, den Vertrauensmännern ihrer Organisationen die Kandidatur Strack zu empfehlen. Strack wird im Falle seiner Wahl der nationalliberalen Fraktion als Hospi= tant beitreten. -h- Schotten, 3. Juli. Unter zahlreicher Beteiligung sämtlicher Zweigvereine des Vogelsberger Höhenflubs und der Bevölkerung der näheren und weiteren Umgebung fand Sonntag das alljährlich wiederkehrende Hoherodskopffest statt. Ganz besonders stark waren die Orte Gießen, Nidda, Lauterbach, Büdingen, Frankfurt, Offenbach und Hanau vertreten. Das auf dem Hoherodskopf neu errichtete Landhaus Jäger- Gießen ist bereits unter Dach und Fach, und auch das zweite Klubhaus ist nunmehr von den Zimmerleuten aufgeschlagen. - *) Braunfels, 4. Juli. Die Startfolge für die Prinz Heinrich- Fahrt 1911, die am 5. Juli in Homburg unter gemeinsamer Leitung des Kaiserlichen Automobilklubs und des Royal Automobile Clubs beginnt, ist jetzt festgestellt. Jm ganzen beteiligen sich 66 Wagen. Die Startnummer 1 führt Prinz Heinrich von Preußen, Es die Startnummer 2 der Herzog von Connaught. folgen dann abwechselnd die deutschen und englischen Wagen. Als Unparteiische für die englischen Wagen haben deutsche Offiziere der Armee und Marine, für die deutschen Wagen englische Offiziere der Armee und Marine gemeldet. Frankfurt, 4. Juli. In der Verzweiflung zum Mörder geworden ist der Wagner Schreiber in Niederrad. Der Mann kehrte Sonntag Nacht unerwartet von einer Montage aus Berlin zurück, traf zu Hause seine 5 Kinder im ungefähren Alter von 2 bis 12 Jahren, jedoch ohne die Mutter an. Als er hörte, daß seine Frau mit ihrem Liebhaber in einem Tanzlokal Niederrads weilen sollte, begab er sich dorthin, ließ sie herausbitten und machte Lärm, als sie seiner Aufforderung nicht Folge leistete. Der Wirt wehrte ihm den Eintritt und als alle Versuche vergebens waren, kehrte er nach Hause zurück. Gegen 4 Uhr morgens hörten die Nachbarn ein Lärmen und Schreien. Als sie hinzueilten, kamen die beiden ältesten Kinder blutüberströmt die Treppe herunter und an der Treppe lag sterbend ein weiteres Kind. Die beiden Kleinsten aber lagen bereits tot, über und über mit Messerstichen bedeckt, im Bett. Der Mann wurde gleich verhaftet, während die Frau der Polizei erst gegen 7 Uhr in die Hände fiel. Sie hatte anderwärts genächtet und kam nichtsahnend gegen 7 Uhr nach Hause. Die zwei schwerverletzten Kinder wurden ins städtische Krankenhaus geschafft. *) Mainz, 1. Juli. Das goldene Wappen von Hessen. Dieses klassische Rennen kommt am 9. Juli auf als dem Mainzer Sportplatz zum Austrag und zwar Dauerkonkurrenz in Läufen hinter schweren Motorschrittmacher- Maschinen. Drei gute Fahrer werden das Rennen bestreiten. Probenummern der„ Gießener Zeitung" stehen unseren Lesern in beliebiger Anzahl jederzeit kostenlos und portofrei zur Verfügung. Wir bitten unsere Leser und alle Freunde unseres Blattes wo nur möglich für dasselbe zu werben, solches in Bekannten- und Freundeskreisen zu empfehlen und uns freundl. Adressen aufzugeben, welche sich für unsere Zeitung interessieren dürften. Deutschlands Eingreifen in Maroffo. Auch für Deutschland ist jetzt die Beit gekommen, aus der bisher beobachteten Zurückhaltung gegenüber ber neueren Entwicklung der Dinge in Maroffo herauszutreten. Die amtliche Note, in der hiervon Mitteilung gemacht wird, lautet wie folgt:„ Die im Süden MarofEos interessierten deutschen Firmen haben die Kaiserliche Regierung unter Hinweis auf die Gefah= ren, die angesichts der Möglichkeit des Uebergreifens ber in anderen Teilen Marottos herrschenden Unruhen ben dortigen gewichtigen deutschen Interessen drohen, um Maßregeln zur Sicherung von Leben und Eigentum der Deutschen und deutschen Schußgenossen in jenen Begenden gebeten. Die Kaiserliche Regierung hat zu diesem Zwecke zunächst die Entsendung von S. M. E. Panther", das sich in der Nähe befand, nach dem Hafen von Agadir beschlossen und dies den Mächten angezeigt. Den in jener Gegend maßgebenden MarofTanern ist gleichzeitig mitgeteilt worden, daß mit dem Erscheinen des deutschen riegsschiffes in dem Hafen teinerlei unfreundliche Absicht gegen Marotto oder Jeine Bewohner verbunden ist." Mit den Mächten ist zugleich die marokkantsche Negierung von dieser Maßnahme verständigt worden. Der Schritt der deutschen Politit, die gegenüber den Vorgängen in Maroffo eine weitgehende, für manche zuweitgehende Geduld bewiefen hat, wird von unserer öffentlichen Meinung willkommen geheißen werden. Die Entsendung des Panther" nach Süd- Moroffo hat im Uebrigen nichts außergewöhnliches. Es ist eine Maßregel, wie sie dem völkerrechtlichen Brauch entspricht, und wie sie zur Sicherung von Leben und Eigentum der Landesangehörigen oder Schutzbefohlenen von allen Mächten angewandt wird. Im vorliegenden Falle ist die Entsendung eines Kriegsschiffes angesichts ber Schutzgesuche unserer Firmen die Erfüllung einer Pflicht, der sich die Leitung unserer auswärtigen Angelegenheiten nicht entziehen kann. Was Deutschland in Agabir will, ist nichts, wofür es um Entschuldigung zu bitten oder Bugeständnisse zu machen hätte. Von der Schabloshaltung Deutschlands für Erwerbungen, die andere Mächte inMarotto beabsichtigen könnten, ist vorläufig nicht die Rede. Es handelt sich einfach um die Ausübung eines Rechts, auf das wir nicht veraichtet haben und nicht verzichten konnten. Deshalb wird die deutsche Flagge vor Agadir verbleiben, solange nach deutschem Urteil die Verhältnisse es erfordern. Die Entfendung des Kanonenbootes" Panther" nach Agadir hängt, wie die" Preß- Bentrale" weiter erfährt, mit der Landesbefizergreifung seitens der Mantesmann im Susgebiet, im Hinterland von Agadir zufammen. Als Alfred Mannesmann vor zwei Jahren In diesem Gebiet bet der geologischen Durchforschung bes Landes von räuberischen Beduinen gefangen genommen worden war, entdeckte er ungeheuere Kupfereralager im Susgebiet an den Südabhängen des Atlas. Das ganze im Süden des Atlas gelegene Marotto steht nominell unter der Oberherrschaft des Sultans. Agadir gehört nicht zu den Vertragshäfen und ist dem europäischen Handel noch nicht geöffnet. S. M. S. Panther" ist ein fleiner geschütter Kreuzer, 1901 von Stapel gelaufen, von 62 Meter Länge, 0,7 Meter Breite und 8,1 Meter Tiefgang. Seine Wasserverbrängung beträgt 1000 To. Seine Bewaffnung fetzt sich aufammen aus zwet 10,5-3tm.- Geschützen 2. 40 und 8 Maschinengewehren, die Bemannung ist 125 Röpfe start. Die Stimmung in Frankreich. Die gesamte französische Presse bespricht eingehend die Entsendung des deutschen Kriegsschiffes nach Agadir. Die meisten Blätter erklären, daß dieselbe sowohl ber Algecirasatte wie dem deutsch- französischen AbTommen von 1909 zuwiderlaufe, daß Agadir kein offener Safen fet und daß demgemäß auch die dortigen Interessen deutscher Handelshäuser nicht sehr groß sein Tönnen, und daß aus dieser Gegend feinerlei Unruhen gemeldet worden seien. Im großen und ganzen bewahrt die Presse einen maßvollen Ton. In fran= abfischen Kolonialkretsen ist man der Anficht, daß Deutschland durch sein jetziges Vorgehen in Marotto eine autonome Politik beginne, wobei es sich allem Anschein nach auf die französische Verpflichtung bezüglich der Räumung von Fez stigen werde. Diese Räumung war bekanntlich für den 25. August versprochen worden und dürfte nunmehr vertagt werden, umsomehr als auch spanischerseits ein neues Vorgehen geplant au sein scheint. Die diplomatischen Verhandlungen Ueber den Besuch des deutschen Botschafters in Paris Herrn von Schön beim neuen französischen Minister des Auswärtigen, de Selves, wird mitgefeilt, daß Minister de Selves mit großem Tatt" Kenntnis von den Schritten der deutschen Regierung nahm, obgleich er darauf hinwis, daß die öffentliche Meinung sehr ungünstig die Entsendung eines deut schen Kanonenbootes nach Maroffo aufnehmen würde. de Selves soll aber dem Botschafter dabei sein Be5) Jugendfreundschaft. Roman von G. v. Schlippenbach. ( Nachdruck verboten.) dauern ausgedrüat haben, daß hierdurch die freundschaftlichen Verabredungen, welche zwischen den beiden Mächten vereinbart wurden, zerstört würden. Im Laufe des gestrigen Tages empfing de Selves noch den Besuch des französischen Botschafters in Berlin, Cambon, welcher augenblicklich in Franfreich sich auf Urlaub befindet. Auch Cambon zeigte sich durch den Entschluß der deutschen Regierung sehr erstaunt, umso mehr als sich dieses Vorgehen nicht voraussehen ließ. Nach der Unterredung zwischen dem Minister des AeuBern, dem Kabinettschef und dem Präsidenten allieres empfing der Ministerpräsident den französischen Gesandten in Berlin, Cambon, sowie den spanischen Gesandten in Paris. Die Krisis im Hansabund. Weitere Austrittserklärungen der Schwerindustrie. Die Vorstände der südwestlichen Gruppe des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller, des Vereins zur Wahrung der gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen der Saarindustrie und des Arbeitgeberverbandes der Saarindustrie beschlossen in einer gemeinfamen Sigung in Saarbrücken den Austritt aus dem Hansabund. Ferner haben ihren Austritt aus dem Hansabunde angezeigt: Der Vorsitzende des Stahlwerksverbandes, Kommerzienrat Louis Röchling- Völklinghausen, Mitglied des Direktoriums und des großen Ausschusses des Hansabundes, das Mitglied des Direttoriums des Zentralverbandes deutscher Industrieller Major Richard v. Vopelius, Dr. Tille, Geschäftsführer der Ortsgruppe Saarbrücken, der Generaldirektor der Burbacher Hütte, Kommerztenrat Edmund Weisdorff, Mitglied des Gesamtausschusses und Vorsitzender der Ortsgruppe Saarbrücken, Hüttendirektor Theodor MülIer, Neunkirchen, t. Fa. Gebrüder Stumm, Mitglied des Gesamtausschusses, und die Vorstandsmitglieder Kommerzienrat Karl Roth, Hermann Röchling und Dr. Max v. Vopelius. Ich hoffe, wir bleiben jetzt im Briefwechsel, meine liebe Anna. Mein Mann empfiehlt sich Dir bestens, die Kinder füssen Deine Hand, ich erzählte ihnen von Detnem Brief und wir suchten auf der Landkarte Rügen auf. Dein liebes Töchterchen umarme ich im Geist. Lebe wohl, meine liebe, gute Freundin, in alter Trene Deine Thekla. Memel, im März 1890. 2. Kapitel. Ein Sommer in Rügen. Diese ersten Briefe der Jugendfreundinnen führten zu einem Briefwechsel, der in beiden die alten, Iteben Erinnerungen auffrischte. Frau Hatdecks scharfer Verstand las zwischen den Bellen und sie beschloß, helfend einzugreifen. Ende Mat schrieb sie und lud die ganze Familie zum Sommer nach Rügen ein. Kirdorf gegen Rießer. In der Austrittserklärung des Geheimrats Kirdorf an den Vorsitzenden des Hanjabundes heißt es: " Noch ehe Herr Landrat Rötger mir seinen Entschluß bekannt gab, aus dem Hansabunde auszutreten, hatte ich Ihnen geschrieben, daß Ihre in Ihrer Schlußrede vom 12. v. M. angenommene politische Stellung, die durch den folgenden Aufruf zu der des Hansabundes wurde, ein Verbleiben aller derjenigen, welche auf dem Boden einer die heimische Arbeit schüßenden Wirtschaftspolitik stehen, im Hansabunde unmöglich mache. Ihre jezige politische Stellungnahme muß zu einem Kampfe der linksstehenden Elemente gegen alle rechtsstehenden werden. Sie steht im Widerspruch mit den fabungsmäßigen Aufgaben des Hansabundes und namentlich zu denjenigen Richtlinien, die wir in ernster mündlicher Aussprache als zur Erhaltung und zum erfolgreichen Wirken des Hansabundes übereinstimmend erfannten. Der Hansabund wird statt des erhofften Vorteils auf der fetzt festgelegten politischen Richtung ein Schaden unseres Wirtschaftslebens werden." Zustimmungserklärungen " Du darfst es mir nicht übel nehmen, meine Itebe Thekla, wenn ich Dich bitte, das Reisegeld anzuneh men", hieß es," Du berettest mir eine große Freude dadurch. Ich habe einst in Deinem Elternhause so viel Freundlichkeit entgegengenommen, ich trage nur eine Schuld der Dankbarkeit ab. Karla braucht gleichalterige Gespielen, es wäre doch schön, wenn die Jugendfreundschaft der Mütter sich auf die Kinder vererbte. Deinem Mann wird eine Erholung auch gut tun, Ihr alle sollt Euch hier in der See- und Waldluft recht stärken." Ein reichliches Reisegeld war beigefügt, Anna Haideck schloß mit der Bitte, über diese Kleinigkeit" nicht weiter zu sprechen. gingen weiter ein vom Verein Berliner Kaufleute und Industrieller, Verein deutscher Schriftgießereien in Frankfurt, von den Ortsgruppen Wetzlar, Marburg, Bunzlau, Bajewalt, Barel, ferner Karlsruhe und vom Bezirksverband Mittelschlesien mit seinen zahlreichen Ortsgruppen. Der Vorstand des Hamburger Zweigvereins hat sich dahin ausgesprochen, daß der von Landrat a. D. Rötger angefochtene Werbeaufruf dem Geist, aus dem der Hansabund entstanden ist, entspricht und in vollem Einklang mit seinen Richtlinien steht. Rundschau vom Cage. Politisches. Der Kaiser hielt Sonntag vormittag Gottesdienst an Bord der Hohenzollern ab und begab sich später an Bord der Jacht Hamburg, um auf dieser an der Wettfahrt des Norddeutschen Regattavereins und des Litbecker Jachtklubs in der Lübecker Bucht teilzunehmen. Bahlreiche Dampfer begleiteten die Regatta. Zu dem freifinnigen Wahlrechtsantrag im preußischen Abgeordnetenhause schreibt die„ Nordd. Allg. 3tg." in ihrer Wochenschau, daß die Regierung sich entsprechend der grundsätzlichen Haltung, die sie bei Initiativanträgen einnehme, an der Debatte nicht beteiligt habe. Das offiziöse Blatt fährt dann fort:" Verschiedentlich fft eine Aufklärung darüber vermißt worden, ob und inwiefern sich die Stellung der Regierung zum preußischen Wahlrecht durch ihre Stellung zur elsaẞ- lothringischen Verfassungsreform verändert habe. Die Antwort hierauf hat der Reichskanzler bereits im Reichstage bei Einführung der reichsländischen Verfassungsgesetze gegeben. Der Reichskanzler hat damals ausAls die Gatten abends allein waren, teilte Thekla alles ihrem Mann mit und stellte ihm die Entschetbung anheim. Grotenbach stand auf und ging auf und nieder, er rauchte heftig, ein Zeichen seiner Erregung. Sein treues Weib legte den Arm um ihn und sagte: „ Es fällt Dir schwer, Edgar, natürlich sage ich dann ab." Seine Stimme bebte, liebkosend strich er über thr blasses Gesicht. Mutting," entgegnete er weich, es wäre ein falscher Stolz nicht ta" zu sagen, wo es so freundlich gemeint ist, es brächte Euch um eine große Freude und Ihr braucht eine Erholung, alle unsere Betannten ziehen im Sommer fort, tch war zu arm... - mitr geführt, daß die Ordnung des Wahlrechts in etnem Bundesstaate oder im Reichsland völlig unverbindlich ist für die Gestaltung des preußischen Wahlrechts. So wenig für Elsaß- Lothringen die Einführung des dork historisch unbekannten und mit seiner Steuerverfassung unvereinbaren preußischen Klassenwahlrechts in Frage tommen fonnte, so wenig fann jetzt die Rede davon sein, das preußische Wahlrecht nach dem reichsländischen Muster zu reformieren. Derartige Konsequenzen fann nur ziehen, wer das Wahlrecht für einen Gegen stand hält, der nach theoretischen und schematischen Dogmen zu regeln ist." Er vollendete nicht und strich seufzend über seine Stirn. Wirklich, Alterchen, es fiele mir nicht schwer, ich schreibe Anna, daß wir verhindert sind und schicke thr das Geld zurück." Das gute, geduldige Gesicht Theflas zeigte feine Spur von Enttäuschung, ihr Gatte dachte an die vieTen Entbehrungen ihres arbeitsreichen Lebens; noch eine Minute fämpfte er mit sich, dann sagte er:„ Ihr sollt reisen, ich freue mich, daß Ihr diese Erholung haben werdet." „ Und Du selbst?" fragte Thekla;„ Dir täte die Reise besonders gut." Die Abhaltung eines Schulfongresses zur Beras tung einer preußischen Unterrichtsreform soll nach einer Meldung des B. L.-A." aus pädagogischen Kreisen trotz offiziöser. Dementis bevorstehen. Der Angelegenheit werde auch vom Kaiser großes Interesse entgegengebracht. Das Griechische soll nach den gemachten Vorschlägen in Zukunft nur noch fakultativ gelehrt und durch das Englische ersetzt, das Lateinische in der Stundenzahl beschränkt werden, bei Wegfall des Ertemporale. Dadurch würde Platz geschaffen für Biologie und Bürgerfunde, Kurzschrift, Zeichnen und Handfertigfeitsunterricht, sowie Erweiterung der Leibesübungen. " Ich fann nicht fort," lautete Grotenbachs Antwort. " Dann bleiben wir auch!" rief Thekla, ich kann den Gedanken nicht ertragen, Dich viele Wochen allein au laffen." Ueber den künftigen Marineetat erfährt die„ Germania" von gut unterrichteter Seite aus Kiel, die den Anspruch erheben kann, daß sie zuverlässig informiert ist": Der entscheidende Vortrag des Marinestaatssetretärs beim Kaiser hat in Kiel stattgefunden. Die Grundgedanken des neuen Etats sind genehmigt worden und sie beruhen auf dem bestehenden Flottengesetz. Die weitergehenden Forderungen des Flottenvereins sind unberücksichtigt geblieben. " Vielleicht kann ich Ende Jult für vierzehn Tage tommen, morgen werde ich es Dir wohl sagen können." „ Gut, so warte ich mit der Antwort." Am nächsten Morgen schrieb der Sohn Alfred Grotenbach, er hätte bet etner reichen russischen Familie Einen offenen Brief" an den Deutschen Kaiser hat die Pariser Gruppe der Elsaß- Lothringer gerichtet, worin er gebeten wird, den Tausenden von Elsaß- Lothringern, die sich der deutschen Dienstpflicht entzogen haben, Straferlaß und damit Rückkehr in die Heimat zu gestatten. Das wäre nach ihrer Meinung die „ Morgenröte des segensreichen Friedens". Man kann auch anders darüber denken. Es wäre eine Brämie auf: deutsch- feindliche Gesinnung, eine Ueberschwemmung des Reichslandes mit Französlingen und ein schätzbarer Stimmenzuwachs fitr die Protestler Wetterle, Preiß, Blumenthal usw. In der Schlußsihung des deutschen Gewerkschaftstongresses wurde folgende Resolution des Tabakarbeiterverbandes einstimmig angenommen:„ Mit Rücksicht auf die Steuer und zollpolitischen Maßnahmen der Reichsregierung, die die Tabatindustrie schwer geschädigt haben, und der Tabakindustriellen, die die neuen Lasten durch Lohnabzüge auf die Arbeiter abzuwälzen suchen, fordert der achte Gewerkschaftskongreß die Arbeiter ganz Deutschlands auf, bel Konsumvereinen, Gastwirten, Bigarrenhändlern dahin zu wirken, daß dieselben nur von solchen Fabrikanten ihre Zigarren beziehen, die mit ihren Arbeitern den vom Deutschen Tabafarbeiterverband vorgeschlagenen Tarif abgeschlos= sen haben. Der Gewerkschaftskongreß verpflichtet sich ferner, den Kampf der Tabakarbeiter gegen Regierung und Unternehmertum in jeder Form zu unterstützen." Kaiser Franz Josef bleibt nach neueren Disposis Honen bis nach dem Zusammentritt des Reichsrats, der am 15. d. M. erfolgen wird, in Wien und wird die Thronrede bei der Eröffnung des Reichsrats selbst verIefen. Dieser Entschluß des Kaisers erfolgte nach ei= ner Untersuchung durch Professor Neußer, der erklärte, der Kaiser habe das Herz, eines Vierzigjährigen. Kleine nachrichten. Hen bee J und eft Tege tag Saf fit Rou right In befa und Sett in 2 Sur burg Beb fort awei befti eine foun aum fau. men den der Näh Man wur bet; gera Ang Opfe die Der Бор feine nete tür Arbe blieb in R beber Bäderfrequenz. Baden- Baden 31,818; BadenwetIer 3409; Brückenau 1392; Davos 12'834; Ems 8629; Friedrichroda 5637; Homburg 5046; Karlsbad 29 925; Stiffingen 14 798; Königstein 3698; Kreuznach 5915; Langenschwalbach 2321; Marienbad 11 988; Nauheim 16 300; Neuenahr 9917; Neudorf 1678; Oberstdorf 2655; Orb 2018; Pyrmont 14 588; Salzschlirf 2502; Salzun gen( Thür.) 1878; Sooden- Werra 2460; Soden 1967; St. Blasien 6936; Travemünde 3363; Warnemünde 4668; Westerland- Sylt 6191; Wildungen 5528. Radiumfunde im Boglland. In Brambach bei Plauen ist auf dem Gelände der Gesellschaft m. b. H. Brambacher Sprudel eine Radiumquelle entdeckt wor den, die, wie es heißt, den stärksten Radiumgehalt aufweist, den man bisher festgestellt hat. Sie hat einen Radiumgehalt von 2270 Einheiten. 107 Geistliche von Groß- Berlin, die der positiven Geistlichenvereinigung angehören, erklären zum Fall Jatho, daß sie fest auf dem Boden des biblischen Chridie Stelle eines einstweiligen Arztes angenommen; die Kinder wären fränflich, man hätte ihm ein glänzendes Gehalt angeboten. Der junge Mediziner war froh darüber und nahm an. Als Grotenbach zu Mittag heimfehrte, flüsterte er seiner Frau zu:„ Ich werde Urlaub bekommen, Mutting." An der hellen Freude seiner Frau sah er, wie schwer ihr die Absage gefallen wäre. Den Kindern wurde erst am Schulschluß das wichtige Ereignis mitgeteilt; ein stürmsicher Jubel erhob sich, die Jungen schlugen Purzelbäume und brüllten vor Freude, Eva und Klara hatten sich umfaßt und tanzten, wobet sie fangen:„ Wir reisen, wir reisen!" Lina sprach in ihrer praktischen Art von der Zahl der Reiseförbe, nur die kleine Blinde saß still da. " Freut sich mein Jrmchen auch?" fragte die Mutter. Da nickte das Kind und sagte: Ja, Mutting, Du wirst mir von allem Schönen erzählen." Die Reisevorbereitungen waren in einigen Tagen beendet, die Unruhe der Kinder hatte sich so gesteigert, daß sie kaum zu zitgeln waren. Ueber Berlin sollte die Fahrt gehen, von da mit dem D- Zuge über Stralsund und Bergen nach Saẞniz. " Ich werde alles erst genießen, wenn Du bi uns bist," sagte Thekla, von ihrem Manne Abschied neh= mend, wir haben uns noch nie auf solange getrennt." „ Meine praktische Tochter sorgt für mich," scherate Grotenbach. „ Ich habe dem Mädchen gesagt, daß sie gut für Dich sorgen soll, Papachen!" fiel Lina ein, ich unterwies sie in der Zubereitung Deiner Lieblingsspeisen und lehrte sie ein weiches Beefsteak machen." Rebe wohl, Väterchen, adieu, Papachen!" rief groß und flein durcheinander und zahllose Küsse begleiteten die Worte. ( Fortsetzung folgt.) Ein erwe Tote баи auf Arbe ander neue Allih diref im Schicht förde der e befan außer Darm wie lager man elnem fervie richts am Marg Kinde fich di der m ein währ men. Kinde gen d famp A Im gau n richt trug naten hung neun haft a Fran Ce taler daß währ Safer Tizet ichers der gen wiat glet fteht abend 81 in erico herin chieß Haufe wete tem lich SD dort ung Cage vont notgent ent hen eras ner fen engent= 3orund p0= und tig= jett. Ser= den tert fre= nd= und Die ind hat woLv= gen mat die ann auf: ung 36arle, fts: betsicht der chä= uen Izen Arten, daß ren chen lof= sich ung en." oste der die ver= et= irte, vet529; 25; 915; eim 355; un967; nde bei . 5. vor aufinen tiven Fall Shri; die nzenfroh heimUrchwer vurde teilt; Tugen Klara „ Wir ischen Blinde utter. I er= Cagen tgert, te die Ifund uns neh= nnt." Jerzte Dich wies und groß iteten #tentums stehen, und bitten ihre Gemeinden, mit ihnen entschieden an dem Bekenntnis der evangelischen Lanbestfrche fest zu halten. Die Bahl der Typhuserkrankungen in Schneidemühl ist nach amtlicher Meldung auf 245 gestiegen. In den Krantenanstalten sind 125 erwachsene Personen und 11 Kinder untergebracht. Eine 32jährige Frau und ein 16jähriger Lehrling sind gestern der Krankheit erlegen, so daß bis jetzt 5 Todesfälle zu verzeichnen sind. Drei amerikanische Kadettenschulschiffe sind Sonntag nachmittag zu mehrtägigem Aufenthalt im Kieler Hafen eingetroffen. Der internationale Kongreß für Kindergerichtshöfe in Paris hat in seiner Schlußfißung eine internationale Rommission eingefeßt, in die für Deutschland Amtsgerichtsrat Dr. Köhne- Berlin gewählt wurde. Zwischen seinen Geldmünzen tot aufgefunden wurde In Böhmisch- Brod der Perückenhändler Bergmann, der bescheiden und anspruchslos nur seinem Geschäfte lebte und mit Vorliebe täglich in seinen Geldhaufen wühlte. Sein Vermögen wird auf zwei Millionen geschätzt. Ein Eisenbahnnnglüd hat sich Sonntag vormittag in Wittenberge ereignet. Bet der Ueberführung einiger Kurswagen von Magdeburg auf den Zug nach Hamburg stießen die Wagen mit einer Maschine zusammen. Behn Personen wurden verlegt, fonnten die Reise aber fortsetzen. Der Materialschaden ist unbedeutend. Infolge einer unsinnigen Wette sprangen gestern zwei Männer in den Berliner Landwehrkanal, um eine bestimmte Strecke zu durchschwimmen. Hierbei ging einer der Beteiligten unter und ertrant. Der andere fonnte mit fnapper Not gerettet werden. 40 Bauerngehöfte abgebrannt sind in der Nacht zum Sonntag in Radomst im Gouvernement Betrifau. Zwölf Menschen fanden den Tod in den Flammen; viele erlitten Brandwunden. Eine Menge lebenden Inventars ist umgekommen. Ein russisches Räuberstückchen. Auf der Baustrecke der mittleren Amurbahn überfielen 20 Räuber in der Nähe von Albasin einen Kassterer und feine aus sechs Mann bestehende Begleitwache. Bet dem Ueberfall wurde vor der Wache einer getötet und zwet verwunbet; von den Räubern fiel einer. 12 000 Rubel wurden geraubt. Einer böswilligen Zerstörungstat tst gestern ein Angestellter der französischen Ostbahngesellschaft zum Opfer gefallen. Er überschritt die Gleise und untersuchte die Weichen, an deren einer eine Bombe explodierte. Der Beamte wurde schwer verletzt und mußte ins Hospital gebracht werden. Von dem Täter hat man feine Spur. Ein tödlicher Absturz von einem Baugerüft ereig= nete sich am Sonnabend in Königsberg t. Pr. Dort stürzte bei Reparaturarbeiten an der Gasanstalt ein Arbeiter von einent Gerüst 20 Meter in die Tiefe und blieb als formlose Masse tot liegen. Ein folgenschwerer Hanseinsturz wird aus Kiew in Rußland gemeldet. In der Lwowstraße stürzte etn bedeutender Teil eines fünfstöckigen Neubaues ein. Ein große Anzahl Arbetter wurde verschüttet. Die Feuterwehr förderte 25 Verunglückte zutage, darunter sechs Tote und dreizehn Schwerverletzte. Der Besitzer des Hauses wurde verhaftet. Unter einer einstürzenden Bride bearaben wurden auf dem Hochofenwerk in Hüllen bet Gelsenkirchen dret Arbetter. Einer wurde tot hervorgezogen, die beiden anderen haben lebensgefährliche Verlegungen erlitten. Wissenschaft, Kunst und Literatur. Zum Rektor der Universität Bonn rde für das neue Studienfahr Geheimrat Professor Karl Friedrich Kistner, der Direktor der dortigen Sternwarte, gewählt. Felix Mottl, der bekannte Münchener Hofoperndirektor, ist nach langem Krankenlager am Sonntag tm Alter von 55 Jahren gestorben. Eine einzigartige Versteinerung ist aus Kohlenschichten des anterikanischen Staates Illinois zutage gefördert worden. Es handelt sich um einen Ursalamander einer Art, die jetzt im ganzen in dret Exemplaren bekannt geworden ist. Der neue Fund ist aber ganz außerordentlich dadurch, daß von dem Amphibium der Darmkanal erhalten geblieben ist. Wenn man bedenkt, wie viele Hunderttausende von Jahren seit der Ablagerung der Steinkohlenzett vergangen sind, so muß man staunen, daß überhaupt ein inneres Organ von einem verhältnismäßig zarten Geschöpf im Gestein konserviert bleiben konnte. Aus den Gerichtssälen. Ein Beispiel für die große Strenge englischer Ge richtshöfe, wenn es sich um Menschenleben handelt, ist am Sonnabend in London gegeben worden. Eine Frau Marguerite Murpry, die als Witwe mit ihren sechs Kindern lebte, war ins Elend gekommen, aus dem sie sich durch Selbstmord befreten und wobet sie ihre Kinder mit in den Tod rehmen wollte. Etns der Kinder, ein Baby von sieben Monatent starb an der Vergiftung, während die Frau und die übrigen Kinder davontamen. Vom Geschworenengericht wurde sie jetzt als Kindesmörderin zum Tode veritrteilt, obgleich alle Zeugen die traurige Lage und ihren verzweifelten Ertstenzkampf in bewegten Worten schilderten. Das Urteil im großen Glogauer Betruasprozeß. Im Betrugs- und Schieberprozeß Königsmarck in Glogau wurde am Sonnabend das Urteil gefällt. Das Gericht nahm bet allen Angeklagten nur versuchten Betrug an. Graf von Königsmarck wurde zu vier Monaten Gefängnis verurteilt, die durch die Unterfitchungshaft als verbüßt erachtet werden, Leonhardt zu neun Monaten, von denen drei Monate Untersuchunashaft angerechnet werden, Ernst von Arnim zu 150 Mr ,. Franz von Arnim zit 50 Mark Geldstrafe und Doma= rus zu 1 Monat Gefängnis. Vermischtes. Fourageunterschlagungen in einer Küraffier= Faserne. In Halberstadt wurde sett längerem bemerkt, daß die Hafervorräte in der Kürassierkaserne sich fortwährend verringerten, ohne daß man wußte, wohin der Hafer gekommen sei. Langwierige Recherchen der BoItzet führten nun zur Verhaftung eines Krümperfutschers. Dieser gestand, an der Entwendung bedeutender Fouragevorräte beteiligt zu sein. Die Vorräte gingen in den Lagerbestand des Fouragehändlers Frankowiak über. Dieser und seine Frau wurden daraufhin gleichfalls verhaftet. Eine Reihe weiterer Verhaftungen steht bevor. Ein erschütterndes Drama spielte sich Sonnabend abend um die siebente Stunde im Hause Kochhannstraße 31 in Berlin ab. Der Rentenempfänger Reinhardt erschoß dort nach einem Strett seine Geliebte, die Näherin Wolff, und versuchte sich dann selbst durch Erschießen das Leben zu nehmen. Im Quergebäude des Hauses wohnte vier Treppen hoch dte 47jährige verwitwete Frau Pauline Wolff aus Schlaube im Kreise Gurau. Sie verdiente sich ihr Brot durch Nähen und lebte still und einfach für sich, bis sie vor längerer Zeit den früheren Tapezierermeister Reinhardt kennen lernte, der mit ihr ungefähr in einem Alter war. R. war Rentenempfänger und verdiente sich dazıt noch et= was Geld durch redliche Arbeit, wo er sie fand. Die beiden Leute fanden Gefallen aneinander, kamen von nun an öfters zusammen und beschlossen endlich, zu hetraten. Darauf setzten betde thren Hochzeitstag auf den kommenden Dienstag fest. Nun begann es vor einigen Wochen mit dem Arbeitsverdienst des R. zu hapern, er wurde vergrämt und auch seine Braut sorgte sich. Mitunter meinte sie, es set vielleicht doch besser, wenn jeder für sich allein bliebe. Darüber aber wurde Reinhardt jedesmal so erregt, daß es in letzter Zeit zwischen den beiden zu Zank und Streit fam. As R. am Sonnabend nun wieder zu seiner Braut kam und diese von neuem zu klagen begann, und von der Hochzeit durchaus nichts mehr wissen wollte, kam es zwischen thr und dem Bräutigam zu heftigem Wortwechsel. Da= bet wurde R. so aufgebracht, daß seine Geliebte die größteMühe hatte, thn wieder zu beruhigen. Als ihr das scheinbar gelungen war und die beiden sich wieder zutsammen hingesetzt hatten, legte er den Arm um dieFrau, wie um sie zu Itebkosen, zog dann aber plötzlich einen Revolver aus der Rocktasche und schoß seine ahnungslose Braut durch die Schläfe. Tödlich getroffen sank sie zu Boden, und nun richtete der Mörder die Waffe gegen sich selbst und jagte sich die zwette Kugel durch die Brust. Als die Nachbarn, durch die Schüsse aufgeschreckt, ins Bimmer stürzten, fanden sie das Brautpaar in einer Blutlache auf dem Boden Itegen. Der Mörder, der noch Lebenszeichen von sich gab, wurde in das Krankenhaus die Leiche der Braut ins Schauhaus gebracht. Es be= steht jedoch wenig Aussicht, R. am Leben zu erhalten. Ein 16jähriger Beim Rettungswerk ertrunken. Bursche schwamm gestern im Tegeler See bet Berlin außerhalb der Badeanstalt umber. Plößlich bemerkte man, wie ihn die Kräfte verließen. Ein Zuschauer, der Fabrikarbeiter Stapel, sprang, obwohl seine Frau ihn davon abhalten wollte, in den See und schwamm der Stelle zu, wo der junge Mensch versunken war. Ehe er ste erreicht hatte, versant auch er in den Wellen. Seine Frau brach am Ufer ohnmächtig zusammen. Die Leichen der beiden Ertrunkenen konnten noch nicht geborgen werden. Ein Bubenstück beim Rundfluge. Der„ Schaumb.2. Landesztg." wurde geschrieben: Der Flieger Schauenburg mußte auf der Reise Ktel- Lübeck viermal landen. Es stellte sich heraus, daß ein Bubenstück verübt worden war. Die Luftzufuhr zum Benzinbehälter war mit einem Holzklötzchen verkeilt worden, so daß das Benzin nur langsam floß und die Maschine aussetzte. Wie es möglich war, den Flieger auf so infame Weise in Lebensgefahr zu bringen? Die Frage bedarf der Aufklärung. Wir möchten fast versucht sein, die Organisation verantwortlich zu machen. Beim Start in Berlin wurde festgestellt, daß um vier Uhr, also eine Stunde vor Startbeginn, keinerlet Kontrolle auf dem Flugfelde ausgeübt wurde. Die Fahrzeugschuppen standen offen, man konnte aus- und eingehen nach BeIteben, und wir hätten uns nicht gewundert, wenn ein besonders patriotischer Franzose einen Draht zerschnit= ten, eine Maschinenöffnung verstopft hätte. Wenn die Maschinen auf den Etappen so wenig beaufsichtigt und vor Bubenstreichen geschützt gewesen sind, wie auf dem Flugfelde in Johannistal, dann können wir uns nur wundern, daß noch nicht mehr Unfälle zu verzeichnen sind und der Flug bislang so wenig tragische Folgen hatte. Eine märkische Dorftragödie. Im Dorfe Sellin bet Bärwalde in der Neumark hat sich Freitag abend ein Ehedrama abgespielt. Wie gemeldet, wurde dort das Ehepaar Spremberg erschossen aufgefunden. E3 wurde anfangs angenommen, daß ein Raubmord vorItege. Wie sich jedoch nachträglich herausstellte, hat Spremberg zuerst seine Frau und dann sich selbst er= schossen, nachdem zwischen den beiden Eheleuten eine heftige Auseinandersetzung stattgefunden hatte. Sprem berg hatte vor kurzem eine neue Magd gemtetet, und der alte Mann schten, wie seine Frau glaubte, dem Mädchen lebhaftes Interesse zuzuwenden. In der Erregung über die Vorhaltungen seiner Frau gab er auf diese einen Schuß ab, der sie sofort tot zu Boden streckte. Aus Verzweiflung über die unüberlegte Tat tötete er sich dann selbst durch einen Schuß in die Schläfe. Wieviel am Krönungstage telegraphiert worden ift. Das außerordentlich große Interesse, das alle Welt an der Krönung König Georgs V. genommen hat, läßt fich wohl durch nichts besser belegen, als durch die Summe der Preßtelegramme, die an dem Krönungstage von London aus verschickt worden ist, 867 000 Worte. Am folgenden Tage, dem des großen Umzuges, wurden weitere 370 000 orte telegraphtert. Wte angestrengt die Londoner Telegraphenämter an diesen Tagen haben arbeiten müssen, zeigt ein Vergleich mit der Durchschnittssumme gewöhnlicher Tage, die 150 000 bis 200 000 Worte beträgt. Jene Zahlen bedeuten übrigens auch eine erstaunliche Zunahme gegenüber der Summe von Worten, die anläßlich der Krönung König Eduards VII. telegraphiert wurden. Am 9. August 1902, dem Krönungstage, umfaßten die Presseberichte rund 500 000 Worte und am Tage des königlichen Umzuges, dem 25. Oktober, rund 170 000. Rache einer verschmähten Heiratslustigen. In dem Brünner Vorort Czernowiz hat die Witwe Anna Trill, eine ältere, übelbeleumundete Frau, an einer jungen Frau, der Schneidersfrau Pollak, einen Att der Rache verübt, well sie auf deren Gatten ein Auge geworfen und sich eingebildet hatte, daß er ste heiraten werde. Mit Hilfe einer zwetten Megäre überfiel ste nachts die junge Frau, deren Mann außer Hause war. Die betden Weiber warfen sie zu Boden, fesselten sie mit Stricken und knebelten sie, so daß sie nicht um Hilfe rufen konnte. Dann schlugen sie mit Stöcken so lange auf die Unglückliche ein, bis sie aus zahlreichen Wunden blutete. Zuletzt schnitt die Trill threm Opfer die langen, blonden 3öpfe knapp am Scheitel ab. Die Bedauernswerte wurde von ihrem heimkehrenden Manne ohnmächtig aufgefunden und konnte nach Lösung ihrer Fesseln nur schwer ins Bewußtsein zurückgebracht werden. Ihr Zustand ist fast hoffnungslos. Frau Trill, dte sich in ihrer Wohnung verbarrikadiert hatte, wäre beinahe der Lynchjustiz der empörten Ortsbewohner zum Opfer gefallen. Sie ist inzwischen mit ihrer Helfershelferin verhaftet worden. Hohe Häuser, lange Leitern. Die Neuyorker Feuer wehr gab einen aufregenden Beweis ihres Könnena, Auf der obersten Etage eines 24 Stock hohen und schmas len Gebäudes war ein Brand ausgebrochen. Das Haus ist ein Sfelett von Stahlbalken und Trägern. Da die Feuerwehrleute den Sitz des Feuers von der Straße aus mit Schläuchen nicht erreichen konnten, kletterten fic auf Leitern empor, indem sie die schweren Schläuche bis ins 23. Stockwerk hinter sich herzogen. Dort wur den sie mit einer Wasserleitung verbunden, während die Maschinen auf der Straße 560 Fuß tiefer die Kraft Iteferten. Diese Leistung ditrfte einen Welthöhenrekord für Feuerwehrleute darstellen. 10 Erdbeben in Amerika.mo In San Franzisko verursachten am Sonnabend zwei heftige Erdstöße eine Panit. Das Erdbeben, das um 2 Uhr erfolgte, wurde in ganz Kalifornien und auch in Nevada gespürt. Durch die Erdstöße, die zehn Sekunden dauerten, wurden verschiedene Wolkenkrazer beschädigt. Die Bevölkerung stürzte überall, von Schrecken erfüllt, auf die Straße. Der Telephondienst ist unterbrochen. Ob im ganzen viel Schaden angerichtet wurde, ist noch unbekannt. Neuere Nachrichten über das Erdbeben melden: Das Erdbeben in San Francisco ist das schlimmste feit 1906. Nach dem ersten Stoß folgte für einige Sefunden Ruhe, worauf ein zweites Beben eine gewal tige Vanik anrichtete, so daß ieder Mensch, der früheren Katastrophe eingedenk, auf die Straße flüchtete. Alls wie üblich Samstags nachmittags gefüllten Kaufhäuser waren im Nut geleert, ebenso die Restaurants. Die Theater mußten die Nachmittagsvorstellungen aufgeben, da die Erdstöße kamen, als sich gerade an den Kassen die Menschen drängten, denen nun alle Lust zum Theaterbesuch genommen war. Einige wurden ohnmächtig vor Schrecken; ein Mann starb. Die Verwirrung wurde noch verstärkt, weil die Telephonistinnen ihre Apparate verließen und nun das Telephonieren lange Zeit unmöglich war, so daß niemand über den Umfang des Unheils im Selaren war und man namentlich nicht ermitteln konnte, ob die Angehörigen in Sicherheit waren. Viele Mauern zeigen Risse, vielfach stiirzte Mauerwerk ein. Das ächzende Geräusch der Eisenkonstruktionen in den Wolfenkrazern hinterließ bet allen, die es hörten, einen nie zu verwischenden Eindruck. Das Erdbeben erstreckte fich von der Kitste bts Sierra, so daß noch Nevada berührt wurde, wo in Carson City die Kandelaber im Gerichtssaal derart schwankten, daß die Richter und alle anderen Anwesenden auf die Straße rannten. Der deutsche Rundflug. Auf dem Rückwege nach Berlin. Mit der 9. Tagesstrecke Cöln- Dortmund( 138 Sellp meter) begann am Sonnabend abermals ein neuer Abschnitt des Deutschen Rundfluges 1911 um den„ B. 3.Prets der Lüfte": der Rückflug nach Berlin. 1146 FlugEtlometer sind bereits bis Cöln zurückgelegt worden, weitere 708 kilometer sind noch zu bewältigen, bevor die Flieger über Dortmund, Cassel, Nordhausen( itberHarzflug) und Halberstadt wieder Berlin erreichen. Troß der beiden Ruhetage in Cöln entschloß sich Sonnabend nur Hoffmann, der für Jahnow eingesprungen ist, zum Fluge nach Dortmund, wo er nach glänzendem Fluge über die schwere Strecke am Sonntag morgen um 4,53 hr glatt landete, nachdem er furz vorher wegen Benzinmangels eine zwischenlandung hatte vornehmen müssen. Vollmöller, der um 5 Uhr in Cöln aufgestiegen war, traf um 6,09 Uhr in Dortmund ein. Von Dortmund nach Cassel. Nach dem gestrigen Ruhetag in Dortmund, an dem örtliche Wettbewerbe stattfanden, folgt am Montag die 10. Etappe. Bald hinter Dortmund wird das Flachland verlassen und die Flieger kommen in die Gebirge. Unna und Soest, die an der uralten Heerstraße, dem Hellweg Itegen, sind die ersten großen Städte, die von Dortmund aus passiert werden. Kurz vor Baderborn geht der Weg nach Süden und kommt bet Büren in das Gebirge, das in der Nähe von Marsberg überflogen wird. Die Ausläufer des Teutoburger Waldes und das Gaaegebirge müssen hier überflogen werden, auch die Ausläufer des Sauerlandes ziehen sich bereits an die Flugbahn heran. Bald winft als neuer Orientierungspunkt die Defenburg bei Warburg, die auf einem Kegel stehend, weithin sichtbar ist und von der aus man den Habichtswald nabe Gaffel schon sehen kann. Der Streckenpreis, gestiftet von der Stadt Cassel, beträgt 10 000 Mart. Drahtnachrichten und neuestes. Straßenfämpfe in Oporto? Madrid, 3. Jult. Das hiesige ministerielle Organ„ Manana" veröffentlicht ein Telegramm aus Opor= to, wonach zwischen Monarchisten und Republikanern in Oporto Straßenkämpfe stattgefunden haben. 27 Republikaner feien angeblich getötet. Die Nachricht, die hter bis zur Stunde weder offiziell noch sonst bestätigt ist, wirfte wie eine Bombe. Spaniens Haltung zum deutschen Eingreifent tichen Gingr in Marokko. Madrid, 3. Juli. Der offiziöse Diario Untversal" schreibt: Hier besteht die einmütige Auffassung, daß das deutsche Einschreitten in Maroffo Spaniens Position sehr begünstige. Tatsächlich herrscht unverhohlene Freude darüber, nunmehr Frankreich nicht mehr allein gegenüberstehen zu müssen. Große Ueberschwemmungen in Bulgarien. Sofia, 3. Jult. In der Umgebung von Phtlippovel ist meilenweit alles überschwemmt. Die Obitund Getreideernte ich total vernichtet. In der Umgebung von Nova Zagora stehen 200 Häuser der ärmsten Bevölkerung unter Wasser. Die in Kähnen geretteten Bewohner fampieren auf Anhöhen im Freten und sind dem größten Elend preisgegeben. Das ganze Flußtal der Mariza ist bis Philippopel verwüstet. Die Fluten reichen bis zum Bahndamm, der an vielen Stellen start Beschädigt ist. Der Ortenterpreß ist mit 25stündiger Verspätung in Philippopel eingetroffen. Handel und Verkebr. Caffel, 1. Juli. Weizen( 100 Kilogramm) 19,50 bis 20,50 Mart. Roggen( 100 kilogr.) 17,50-18,25 Mart. Gerste( 100 kilogr.) bis- Mart. Safer( 100 kilogramm) 19,00-20,50 Marf. Heut( altes, 3entner) 3,00 bis 4,00 Mart,( frisches, Zentner) 2,50-3,00 Mark, Stroh( Zentner) 1,80-3,00 Mart. Stein's Garten.. Giessen Bes. C. Stein Hotel Restaurant und 1. VergnügungsEtablissement mit großem Garten Mittagstisch in und außer Abonnement. Fremdenpension Lab im Hause. Elektr. Licht.- Telephon Nr. 5. Thermal- Bad u. Luftkurort Liebenzell im württ. Schwarzw. Ideale Sommerfrische. Mustergültige Wegbezeichnung. Neuer Führer mit vorzügl. 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Erdarbeiten, Betonarbeiten und Maurerarbeiten fein Zuschlag erteilt werden fonnte, werden die Arbeiten in. nachste hender abgeänderter Form unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 u. den Eclaß Gr. Staatsministeriums v. 24. Febr. 1911 nochmals auf dem Wege öffentlichen Wettbewerbs bergeben. Los I. Erd- u. Betonarbeiten( etwa 2350 cbm Grundaushub, 1765 cbm Betonfundamente, 1020 qm Betonfußboden). Los II. Maurerarbeiten( 1050 cbm Bruchsteinmauerwerf, 3650 cbm Badsteinmauerwerk, 610 qm Sockelverblendung, 590 Ifdm. Treppen zu berlegen, 279 cbm Grausteine zu versetzen, 2290 kg Tiäger zu verlegen u. f. w). Die Bauleitung behält sich vor, die Lose I und II getrennt oder zusammen zu bergeben. Los III. Kalklieferung: Lieferung von 4700 Str. hydr. Sadfall oder Stückkalk. Zur Erteilung eines Zuschlags auf Los III verpflichtet sich die Bauleitung nicht. Zeichnungen, Bedingungen u. Angebotsunterlagen liegen auf unserem Neubaubüro, Stephanstraße Nr. 18, 1. Stock, während der Dienststunden zur Einsicht offen. Angebotsformulare u. Bedingungen werden, soweit Voc rat reicht, gegen Erstattung der Selbstkosten abgegeben. Die Angebote sind verschlossen, porto. und bestellgeldfeet, mit entsprechender Ausschrift versehen, bis Donnerstag den 6. Juli 1911, vormittags 11 Uhr, bei uns einzureichen u. werden in Anwesenheit etwa erschienener Bewerber zur angegebenen Zeit eiöffnet. Zuschlagsfrist 4 Wochen. We Warum Ein Teil der Berufskr ( 21/9 weder verun Gießen, am 20. Juni 1911. Neubaubüreau f. d. Amtsgerichtsneubau zu Gießen. Luftkurort [ 22/13 Landmann. Serben sie v Warum bereits in di das Guatemala- NeugranadaMenado- Matagalpa Preanger- Liberier Perl- Kaffee Ein Versuch führt zu dauernder Kundschaft. „ Na, Fräulein, wenn Sie nicht ' mal Kathreiners Malzkaffee kochen können, dann haben Sie aber recht wenig in der Pension gelernt. Das ist doch so einfach: Sie mahlen ihn, setzen ihn mit kaltem Wasser an, lassen ihn ein paar Minuten kochen und dann gießen Sie ihn durch. Fertig ist der feinste Malzkaffee, aber Sie müssen natürlich Rathreiners nehmen." „ Der Gehalt macht's! Soeben erschienen; Die Kunst der Spekulation. Aus dem Inhalt: Welche Papiere gewählt werden sollten. Wie man Gewinne erzielen kann. [ 23/4 Wie ein Verlust in einen Gewinn verwandelt werden kann. Amerikanische Paplere. Fingerzeige für Spekulanten. Winke für Kapitalisten etc. etc. Kostenfrei erhältlich durch: Brown Saville& Bro., 83, New Oxford Street, London. Zum Jahrmarkt. Bringe einen Posten Damenwäsche und noch andere Gegenstände, sowie Stikerei, Spigen zu billigen Preisen. Hochachtungsvoll Wallach, Frankfurt a. M. ( 23/7 Günstige Gelegenheit zur Gründung eines eigenen Heimes bei guter Arbeitsgelegenhelt bietet sich evang. 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Es ver he skeime, die war sie sich v Wohlgem Dermalen Blute Zusammensetz seme Aufgaben ft erfüllen u Die e Z schlechte Ve hl, leichte igkeit, K Scallosigkeit drang nach schäden, Flech Ohren usw. Aber die malten, die s stiff zuzuführe D en bom Erd fchlag achiteden B Gr. f dem cbm mente, nauer: 10 qm ber290 kg und II hydr. I birrlagen offen. c. 18, Voc geben. Idfcet, Uhr, va er: ( 21/9 ken. eisch ( 250/13 acher p. bald R..83 , A. G. [ 180/3 ner, er Arbeit. Dige Ar [ 22/7 trte en. s, als Ausmeinem en unter ausseren. Man Preisen. rnold, nt, [ 21/5 ichtet: 8 esen hof in er Nähe ten.[ 22/2 ring, Zucht: 3 Mon. en, Gänse an- Sieg. t -[ 310 A... . Illustr. cb, Döbeln. Buchhal erwaltre, 2-3 mo iber 1100 umfonft. üro,( 12/12 ontfir. 18, erren Gelegenheit Frant bftr. 711, Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 50 pfg. monatlich oiertelfährlich 1,50 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den ZweigErscheint ausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mr. Mittags 3 Uhr. Die„ Illuftr. Weltrundschau" Redaktion: liegt alle 14 Tage einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung ,, G. m. b. H. Nr. 155. - Telephon: Nr. 362. Hessischer Landtag. Die 3 weite Kammer der Stände trat gestern unter dem Vorsitz des zweiten Präsidenten Korell zu ihrer Schlußsizung zusammen. Vor Eintritt in die Tagscordnung gedachte dor Präsident δρα 30iährigen Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei Amtes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) sowie vieler anderer Mittwoch, den 5. Juli 1911. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Stellen gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. Kümmel vom Hoftheater- Darmstadt mitwirken wird, und der andere einen Beinbruch davontrug. ist frei. um == A zz bach, 4. Juli. Samstag nachmittag 3½ Uhr fand hier die Einweihung der neuen Schule statt, welche in der einen Hälfte des historischen früheren Justizgebäudes eingerichtet ist. Bisher hat dieser Teil end in dem anderen Teil chule mit LehrerwohnunI- und Kirchenvertretung lig, wie auch zahlreiche Weshalb stirbt man vorzeitig? Warum erreichen nur so wenige Menschen bei normaler Vollkraft das normale Lebensalter? Ein Teil der Menschen stirbt infolge von Unglücksfällen, angeborener Schwäche oder an den Einwirkungen der Berufskrankheiten. Aber die übergroße Anzahl der Anderen? Die Tausende normaler Menschen, welche weder verunglücken noch durch giftige Gase, Staub, Überanstrengung usw. vorzeitig zu Grunde gehen, warum sterben sie verhältnismäßig so früh? Warum nehmen bei ihnen schon mit 40, spätestens mit 50 Jahren die Kräfte ab? Warum stellen sich bereits in diesem Alter, welches das kräftigste sein sollte, schon allerlei Gebrechen ein? Das macht das unreine Blut! Das Blut im menschlichen Organismus hat vier Hauptaufgaben: 1. Es versorgt die einzelnen Organe mit Nährstoffen, die durch die Verdauungsorgane aus den Speisen präpariert wurden. 2. Es führt den zur Verwertung dieser Nährstoffe nötigen Sauerstoff aus den Lungen herbei, die es in leinster Verteilung durchströmt. Infolge seiner besonderen chemischen Beschaffenheit reißt s den Sauerstoff an sich und gibt ihn da, wo er geraucht wird, wieder ab. 3. Bei der Verwandlung der Nährstoffe in Wärme und Kraft mit Hilfe des Sauerstoffes entstehen chemische Verbindungen, die wieder aus lem Organismus entfernt werden müssen, weil ie ihm schädlich sind. Das Blut nimmt sie auf ind schafft sie durch den Schweiß, durch die Nieren usw. hinaus, zum Teil transportiert es sie uch in die Leber, wo sie nochmals chemisch in Galle umgewandelt werden, die dazu dient, die Speisen im Magen und in den Därmen aufzulösen. 4. Es vernichtet Bakterien und andere Krankeits keime, die in den Organismus eindringen, befor sie sich vermehren können. Wohlgemerkt gilt das alles nur vom gesunden, 10rmalen Blute. Sobald es sich in seiner chemischen Zusammensetzung wesentlich verändert, kann es eine Aufgaben entweder garnicht oder nur mangelhaft erfüllen und der Organismus erkrankt. Die ersten Warnungszeichen sind: chlechte Verdauung, Appetitlosigkeit, Angstjefühl, leichte Erregbarkeit, Mattigkeit, Energieosigkeit, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, Nachtschweiße, kalte Füße, BlutDO Z Der Gesundheit Hort ndrang nach dem Kopfe, Leiden der Leber, der Nieren, der Galle oder anderer Organe, Hämorrhoiden, Beinchäden, Flechten, Pickeln, Rheumatismus, Gicht, Zuckerkrankheit, Katarrhe des Halses, der Nase oder der Ohren usw. Aber die richtige chemische Zusammensetzung ermöglicht es dem Blute, sich von Krankheitsstoffen freiuhalten, die sich im Körper selbst bilden resp. sie auszustoßen, den Organen genügend Nährstoffe und Sauertoff zuzuführen und von außen eindringende Ansteckungskeime abzuwehren. Tum metu ny ver= vereins wurde durch den Vorsitzenden, Kreisrat Schliephake- Friedberg, eröffnet. Dr. Hoffmann- Friedberg erstattete den Geschäftsbericht, aus dem hervorgeht, daß der Verein mit Zufriedenheit auf die Erfolge des flossenen Vereinsjahres zurückblicken kann. Die Versammlung beschloß, im Laufe des Sommers einen Ausflug nach Oberzwehren zu unternehmen, um die dortigen als mustergültig bekannten Obstbauanlagen zu besichtigen. Die anwesenden Landtagsabgeordneten gaben das Versprechen ab, dafür Sorge zu tragen, daß auch in Zufunft der Oberhessische Obstbauverein durch die hessische Landwirtschaftskammer Unterstützung erfahren werde. Gartenbauinspektor Denk aus Frankfurt a. M. hielt dann einen interessanten Vortrag über die Krankheiten und Schädlinge der Obstbäume und deren Bekämpfung. *) Gießen. Cafe Amend. Es ist Herrn Amend gelungen, den beliebten und bekannten Opern= sänger Herrn Plate, für einige Abende ab Montag, den 3. Juli d. Js., zu verpflichten. Derselbe ist ein vorzüglicher Liedersänger und wird neben der ausgezeichneten Santori'schen Kapelle eine willkommene Abwechslung bieten. -0 Lollar, 5. Juli. Der Gesangverein„ Lieder= tafel" veranstaltet am 9. und 10. Juli ein großes Sänger- und Volksfest, verbunden mit Wertungssingen, an dem 14 auswärtige Vereine teilnehmen werden. Der Eintritt zu dem Volksfest, bei dem auch der aus unserem Ort stammende Pistonvirtuos Louis en eingefunden. Weiter Sartorius, Bürgermeister neister, Architekt Müller, eissparkassendirekt. Schla ingeleitet mit den beiden lobe den Herrn, den mäch= hielt Herr Pfarrer Sohg auf den früheren und die Bedeutung der Schule sprach den Wunsch aus, Zeiten, gegenüber dem e des Alten immer Neues In möge, der festhält an otteswort, wie es die Bibestrebt ist, die Jugend zu llschaft heranzubilden, sonestimmung des Menschen un von der Ober- und gesungen. Dann überm Bürgermeister Braun en Pfarrer Sohnius mit ab, die in dem Wunsche Hause ein Geschlecht her= m Worte nachzukommen: tet Gott! Ehret den Köe nun die Schule im Naworauf dann eine Besich Anwesenden stattfand. Das var der ungeteilte Beifall Einrichtung. Die Schuleilung der üblichen SchulAm Sonntag feierte der das 6. Bundesfest, e der neubeschafften Fahne id wurde das Fest durch m ein Kommers folgte. uf dem Festplatz die Einmittags fand ein Umzug Bürgermeister BraunFrl. Groh überreichte im eue Fahne. Es folgte nun und die Freiübungen, an 1. Bei dem EinzelwetturSchmidt- Waldgirmes, W. ler- Atzbach, H. Krieger- AlE. Berger- Allendorf, Hild, lich aus Reiskirchen, Bechtmes, Schmidt und Langteinmüller- Bieber. -Duoingen, o. Juli. Am Sonntag fand hier das 50jährige Jubiläum unseres Turnvereins, verbunden mit dem 14. Rinziggauturnfest, statt. An der Feier nahmen zirka 50 Vereine teil. Zur Vorführung gelangten allgemeine Stabübungen, Wettspiele und Turnen der Musterriegen. Montag nachmittag fand eine Nachfeier statt, bei dem zirka 300 Schulkinder sich im fröhlichen Spiel tummelten. Herborn, 4. Juli. Am Sonntag sprach Generalleutnant v. Viebahn vor 3-4000 Personen auf der Soldatenmissionsversammlung in Münchhausen. In bewundernswerter Weise hatten die Münchhausener die Bewirtung der Gäste vorbereitet. -e= Weilburg, 5. Juli. Das von der hiesigen Ortsgruppe des Vereins für nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung schon seit Jahren angestrebte Heimat- Museum ist nun gesichert. Die Stadt stellte Mittel zur Verfügung, und auch die großherzoglich luxemburgische Verwaltung hat ihre Unterstützung zugesagt. Limburg, 5. Juli. Die 42. Infanterie- Brigade hält ihre Uebungen vom 31. August bis 5. September bei Limburg ab und ihre Manöver 6. bis 9. September bei Grävenwiesbach. Dom * Marburg, 4. Juli. Hier fand am Sonntag das 12. hessische Athleten- Verbandsfest statt, bei dem es nicht ohne Unfälle abging. So erlitt beim Steinstoßen ein Athlet einen Knöchelbruch, während von zwei Teilnehmern an den Ringkämpfen einer eine Quetschung war, * Darmstadt, 5. Juli. Hier wurde am Sonntag der Hessische Schneider- und Genos= fest der Schneider- Innung- Darmstadt verbunden senschaftstag, mit dem das 25jährige Jubiläumsabgehalten. Es wurden folgende Vorträge gehalten: „ Tuchversandgeschäfte an Private und deren Bekämpfung“,„ Belebung des Genossenschaftswesens“ und„ Lehrlingswesen". *) Frankfurt, 4. Juli. Das schreckliche Vortommnis in der Schwarzwaldstraße zu Niederrad hat die dortige Einwohnerschaft in gewaltige Aufregung versetzt. Während des ganzen Tages war gestern die Straße belebt, und am Abend wurde der Zudrang so start, daß die Polizei sich genötigt sah, die Schwarzwaldstraße oben und unten abzusperren, nur deren Bewohner durften passieren. Als Frau Schreiber am Nachmittag sich auf der Straße zeigte, wurde sie von der Schuljugend verfolgt und mit Steinen geworfen, sodaß sie aufs Polizeirevier flüchten mußte. *) Frankfurt a. M. 28. Bundesfest des Deutschen Radfahrerbundes 4.- 13. August in Frankfurt a. M. Der Festausschuß, der unermüdlich bestrebt ist, das vom 4.- 13. August stattfindende Bundesfest.in jeder Beziehung zu einem glanzvollen Feste zu gestalten, hat eine weitere bedeutende Attraktion hierfür gewonnen. Fräulein Kätchen Paulus, die bekannte Frankfurter Luftschifferin, wird während des Bundesfestes mit ihrem Fessel ball on täglich Passagierfahrten unternehmen, außerdem werden noch an 2 zu bestimmenden Tagen, Freifahrten mit Ballonverfolgung stattfinden. Auch der Festzug, der eine ganz gewaltige Ausdehnung erfahren dürfte, ist nunmehr von dem FestzugKomitee, unter Mitwirkung der Frankfurter Künstler= schaft und unter dem Vorsitze des Herrn Prof. Körner und Prof. Bender in großen Zügen festgelegt. Am Radfahrer Blumen- Korso dürften sich zirka 350-400 Vereine aus allen Gauen Deutschlands, sowie eine große Anzahl fremdländischer Vertretungen beteiligen und wird dieser Teil des Festzuges allein schon ein glänzendes, farbenprächtiges Bild abgeben. Nach dem Radfahrer= Korso kommen alsdann die Frankfurter anderen sportlichen Korporationen, die sämtlich ihre Beteiligung zugesagt haben, ferner die Schützen mit ihrem eigenen Musikkorps, dann die Innungen, Krieger- und anderen Vereine. Der dritte Teil des Festzuges besteht aus dem Automobil- Blumen- Korso. Hier hat sich der Frankfurter Automobilklub in Verbindung mit dem Hessischen u. Wiesbadener Automobilklub in den Dienst der Sache gestellt und wird hierdurch auch dieser Teil des Festzuges ein glänzendes Bild abgeben. Bekanntlich sind sämtliche Automobilfahrer, die an der Kraftfernfahrt des Deutschen Radfahrer- Bundes nach Frankfurt teilnehmen, und für welche Preise in Höhe von 2500 Mt. ausgeworfen sind, verpflichtet, sich auch an dem Automobil= Blumentorso zu beteiligen. Man rechnet daher auf eine Beteiligung von zirka 100 blumengeschmückten Autos. In dem ganzen Zug sind zirka 10 bis 12 Militärkapellen verteilt. Die Aufstellung erfolgt in Sachsenhausen, mit der Spitze nach der Gutkowstraße, führt über Brückenstraße, Deutschherrnkai, Obermain= brücke, Anlage, Zeil, Bibergasse, große Bockenheimerstr., um das Opernhaus herum, Goethestraße, Roßmarkt, Kaiserstraße, Bahnhofsplatz, Hohenzollernstraße nach der Festhalle und dürfte eine Ausdehnung von über vier Kilometern haben. Literarisches. Griebens Reiseführer. Band 9: London". 13. Aufl.( Mt. 3.50). Der Band„ London" ist einer durchgehenden Umarbeitung unterzogen worden. Eine wichtige Neuerung bildet das Kapitel„ Sport", das über die englischen Sportverhältnisse Aufschluß gibt. Das Kartenmaterial ist ebenfalls genau revidiert und um 2 neue Pläne„ Hauptteil der City und des West- Central" und„ Plan der Untergrundbahnen" erweitert worden. Band 62:„ Nürnberg". 14. Aufl.( 60 Pfg.) Der vorzügliche Griebenführer„ Nürnberg" ist unverändert in 14. Auflage erschienen. Band 156: Cassel und Wilhelmshöhe" ( 80 Pfg.). Cassel und Wilhelmshöhe ist ein neuer Grieben, der sich durch seine augenfälligen Vorzüge sehr schnell seinen Freundeskreis schaffen wird. Ein Stadtplan und eine Karte von Wilhelmshöhe sind dem emin der Verlagsbuchhandlung Alb. Goldschmidt, pfehlenswerten Führer beigegeben. Alle drei Bände sind Berlin W. 35, erschienen. Teßen. Stein's Garten.. Giessen Bes. C. Stein Hotel Restaurant und 1. VergnügungsEtablissement mit großem Garten Mittagstisch in und außer Abonnement. Elektr. Licht. Fremdenpension Bab im Hause. Telephon Nr. 5. Thermal- Bad u. 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Treppen zu berlegen, 279 cbm Grausteine zu versetzen, 2290 kg Tiäger zu verlegen u. f. w). Die Bauleitung behält sich vor, die Lose I und II getrennt oder zusammen zu bergeben. Los III. Kalklieferung: Lieferung von 4700 Ctr. hydr. Sadfall oder Stückfalf. Rur Erteilunga eines Ruihlans auf Los III hér. Kaffee- Rösterei Jakob Maternus empfiehlt seine anerkannt vorzüglichen[ 245/3 Kaffee- Mischungen. Süsse Pf sollte Kleine köstlic Puddings zu echten Har werden könn vollen Hansa- Kuch echten Hansa- Back Nährmittelfe де ад Hq Јеролцов Н раш 10 punun by - ча £ u լ o զ ' H' qu D 68495210 68295+ LTIO Santos Mischung Neugranada- Santos- Mischung Campinas cand . .. Pfd. 1.20 Mk. 1.30 " 37 1.40 35 29 1.50 1.60 11 33 دو 1.50 . 33 37 1.40 33 Guatemala- Neugranada- ,, Menado- Matagalpa Preanger- Liberier Perl- Kaffee Ein Versuch führt zu dauernder Kundschaft. „ Na, Fräulein, wenn Sie nicht ' mal Kathreiners Malzkaffee kochen können, bann haben Sie aber recht wenig in der Pension gelernt. Das ist doch so einfach: Sie mahlen ihn, setzen ihn mit kaltem Wasser an, lassen ihn ein paar Minuten kochen und dann gießen Sie ihn durch. Fertig ist der feinste Malskaffee, aber Sie müffen natürlich Rathreiners nehmen." „ Der Gehalt macht's!" - be a Günstige Gelege ses nz e eigener bei guter Arbeitsgelegenhelt und Handwerkern jeder Art, Arbeiter- Rentengu in der Nähe der Residenz zäunte Gehöfte( Wohnhaus, Morgen Land. Anzahlung v und Auskunft erteilt kost sekretär Bartelt in Per นอน มอ งา ด มอน อม!! by a bad per un ap mo we can get' purs za spus e sun pun up as an as te de hey can en es pot a to be a bad te иллан ле g fo pa en gep pun uap de ty Hojos app ap way and a za za so zu n po aq pe pat pas by a pa ba a un te be a part top u supaya de a se pun-sauny w tym рим ишар se na po ba yon pe un de con un pie as a p But to a punto e a Buy a be a new an нач da gu эрдэм 11 ца ge Soeben erschienen; Die Kunst der Spekulation. Aus dem Inhalt: Welche Paplere gewählt werden sollten. 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