elt. zu haben. 1909 en ige. ett) ter. пес. Be. ona -er agen, nen e einzuSuch zu heim lität 1911 wurden iche, 1 3ug alt, 1 Damen ationsartikeln hchen mit J d 1 Peitsche em Hartgum auer Geldbeu nnaie mit 80 mit 4-5 20 ener Schnalle 6 Mt. und er 3wider mi engürtel mit fil 1 vernickelt Regenschirm it Goldfaffung chwarzledernes alt, 1 fchwar 1 goldene De einer Damen en Gegenständ ns geltend Tände tann an tags und vor Behörde, Zim De in Gießen. Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 50 Pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen oiertelfährlich 1,50 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweig- der Großherzoglichen ausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mr. Erscheint Bürgermeisterei - Mittags 3 Uhr. Die„ Illuftr. Weltrundschau" liegt alle 14 Tage einmal gratis bei. Redaktion: Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 104. Telephon: Nr. 362. Die allgemeine Webrpflicht. Jm englischen Oberhause hat jüngst der angesehenste britische Feldherr, Lord Roberts, erneut die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht beantragt. In scharfer Kritik der bestehenden Heereseinrichtungen hat er dargelegt, daß es England auf dem Wege des Werbewesens niemals zu der Heeresstärke bringen könne, die erforder= lich sei, um einer feindlichen Einfallsarmee Lord Roberts schätzt sie auf mindestens 150 000 Mann- wirksam zu begegnen. Bei dem gegenwärtigen Stande der Kriegstechnik sei es unmöglich, wie das der deutsch= französische Krieg gelehrt habe, gegenüber einer gut geschulten, auf allgemeiner Wehrpflicht beruhenden Armee mit undisziplinierten Volksmilizen aufzukommen. - England ist der einzige europäische Großstaat, der die allgemeine Wehrpflicht nicht eingeführt hat, obwohl Lord Roberts keineswegs der erste ist, der die Forderderung mit Nachdruck vertritt, daß das britische Inselreich dem Beispiele aller Festlandsmächte folgen muß. Diese Forderung würde schon erfüllt sein, wenn nicht in England noch immer das Vertrauen überwöge, daß seine Flotte Dank dem Uebergewicht über die übrigen Seemächte die Herrschaft über die Meere zu behaupten vermag und so die Gefahr des Einfalls einer feindlichen Landarmee ausschließt. Die Ueberlegenheit zur See ist es indes nicht allein, die seither die britische Weltmachtstellung gesichert hat; diese beruht zum Teil auch auf der auswärtigen Politik, die England mit so bewundernswürdigem Geschick zu treiben verstanden hat, daß vor der Notwendigkeit bewahrt worden ist, zur allgemeinen Wehrpflicht überzugehen. Die Einsicht jedoch, daß sich England nur vermöge der allgemeinen Wehrpflicht eine leistungsfähige Landmacht schaffen kann, die die Gewähr der Aufrechterhaltung seiner Weltmachtpolitik verstärkt, wird vermutlich auch jenseits des Aermelfanals früher oder später zum Durchbruch kommen. Eine Zukunft haben nur Staaten, deren Kriegstüchtigkeit auf dem allgemeinen Heeresdienst begründet ist, und große weltgeschichtliche Entscheidungen werden zuletzt nicht auf dem Meere, sondern auf dem Lande ausgekämpft werden, und zwar nicht mit geworbenen Söldnertruppen, sondern mit Volksheeren. Es steht heute unbestreitbar fest, daß Großmachtpolitik die allgemeine Wehrpflicht als ihre natürliche Grundlage voraussetzt. Das hat zuerst Preußen vor hundert Jahren erkannt, und ihm sind, nachdem die un= eingeschränkte Wehrpflicht die Siege von 1813, 1866 und 1870-71 errungen hatte, die übrigen Festlandsstaaten gefolgt. Die Not hat Preußen gezwungen, den allgemeinen Heeresdienst, der schon vorher zum Teil unter König Friedrich Wilhelm 1. und Friedrich dem GroBen verwirklicht worden war, durchzuführen. In der Zeit der tiefsten Demütigung Deutschlands, unter dem Joch der napoleonischen Tyrannei, wurde der Gedanke Tat, daß jeder Wehrfähige zur Befreiung des Vater landes zu den Waffen greifen muß. Den Kampf sein Dasein gegen den korsischen Gewaltherrscher hat Preußen nur zu beſtehen vermocht; indem es die altdeutsche Auffassung von der Wehrpflicht aller förperlich und sittlich zum Waffendienst Geeigneten zu unbedingter Geltung brachte. Als Napoleons ungeheures Heer unter den Schneefeldern Rußlands begraben lag, entschloß sich König Friedrich Wilhelm 3., dem bereits 1809 und 1811 Gesetzentwürfe über die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht vorgelegt worden waren, alle seitherigen, für die gebildeten und gelehrten Stände noch zugelassenen Befreiungen vom Waffendienst aufzuheben und für die Dauer des Freiheitskampfes die Gesamt= heit des waffenfähigen Volkes für fahnenpflichtig zu erflären. um Das preußische Heer, aus der allgemeinen Wehrpflicht hervorgegangen, hat dem Weltkaisertum des vorher noch unüberwindlichen Napoleon den Garaus ge= macht. Daher enthielt das preußische Wehrgesetz vom 3. September 1814, das in seinen grundlegenden ersten Paragraphen bestimmt:„ Jeder Eingeborene, sobald er das 20. Jahr vollendet hat, ist zur Verteidigung des Vaterlandes verpflichtet", als Einleitung die denkwürdigen Worte:„ Die allgemeine Anstrengung unseres treuen Volkes ohne Ausnahme und Unterschied hat in dem soeben glücklich beendeten Kriege die Befreiung des Vaterlandes bewirkt; und nur auf solchem Wege ist die Behauptung dieser Freiheit und der ehrenvolle Standpunkt, den sich Preußen erwarb, fortwährend zu sichern." Auch die in Deutschland heute maßgebende Auffassung, daß unser Heer die Schule der männlichen Tugenden des Volkes sein soll, hat bereits den Schöpfer jenes Grundgesetzes des preußischen Staates, den Kriegsminister von 1814, Hermann von Boyen, erfüllt. Gneisenau schrieb damals an Boyen:„ Ihre Idee, die Armee zu einer Schule für die Nation zu gestalten, ist die erhebendste, die es geben kann. Dadurch wird es des Großherzoglichen Polizei Amtes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) sowie vieler anderer Donnerstag, den 4. Mai 1911. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. Stellen die 44 mm breite Inseratenzeile. gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg.- Extrabetlagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. stehende Heer statt eine Last eine wohltätige Einrichtung." =)(= Nidda, 3. Mai. Die Schafzucht, die in den Zum Staat der Neuzeit gehört die allgemeine Wehr- letzten Jahren im oberen Niddatale sehr zurückgegangen pflicht. Indem der Staat des 19. Jahrhunderts alle war, beginnt sich langsam wieder zu heben. Die Zahl und der Schafherden hat sich seit einiger Zeit wieder verVorrechte und Begünstigungen einzelner Klassen Stände beseitigt und damit den Grundsatz der allgemei- mehrt. Hoffentlich kommt dieser Zweig der Landwirtnen Rechtsgleichheit aufgestellt hat, ergibt sich folgerich- schaft wieder zur alten Bedeutung. tig, daß kein wehrfähiger Bürger von der Pflicht der Verteidigung des Vaterlandes befreit sein darf. In der Dreiheit der neuzeitlichen Staatspflichten: Wehrpflicht, Schulpflicht, Steuerpflicht steht die Wehrpflicht obenan. Denn sie bedeutet die edelste Betätigung des Staatsgedankens und der Vaterlandsliebe, weil sie vom Staatsbürger das höchste und letzte, Blut und Leben, bean sprucht; und sie ist mehr als bloß eine Pflicht: sie ist auch insofern sittlicher Natur, als von ihr der Verbrecher ausgeschlossen bleibt und das Recht, die Waffen zu be= tragen, als ein Ehrenrecht des freien Mannes zu werten ist. Reichstagswahlvorbereitungen. Die Fortschrittliche Volkspartei des Reichstagswahlkreises Alzey- Bingen hält näch sten Sonntag in Alzey eine Vertrauensmännerversammlung ab. Auf der Tagesordnung steht u. a. die Aufstellung der Kandidaten zur nächsten Reichstagswahl. Seitens der Parteileitung werden in Vorschlag gebracht: 1. für den Wahlkreis Wöllstein, der seitherige Abgeordnete Landwirt und Bürgermeister Eibach- Pfaffenschwabenheim, 2. für den Wahlkreis Wörstadt: Pfarrer Korell- Königstädten, 3. für den Wahlkreis Nierstein der Landwirt und Bürgermeister Schuckmann in Bechtolsheim. Auch in allen übrigen rheinhessischen Landtagswahlkreisen stellt die Fortschrittliche Volkspartei Kandidaten auf. Aus Stadt und Land. Gießen, den 4. Mai 1911. Mit dem Schuh der Singvögel beschäftigt sich eine in der heutigen Nummer enthaltene Bekanntmachung des Großh. Polizeiamts, worauf besonders hingewiesen sei. * Der Verband der Vereine Kreditreform e. V. in Leipzig hält vom 22. bis 24. Juli seinen diesjährigen 30. Verbandstag in Braunschweig ab. Dem Verbande, einer internationalen Vereinigung mit mehr als 80 000 Mitgliedern, gehören etwa 350 Vereine und mehr als die gleiche Anzahl Filialen und Vertretungen an. Dienstjubiläum. Gestern feierte Oberpostassistent Kinzenbach sein 25jähriges Dienstjubiläum. Sonderfahrt nach dem Bodensee. Die Ortsgruppe Mainz des Deutschen Luftflottenvereins veranstaltet vom 25. bis 28. Juni cr. einen Ausflug nach dem Bodensee, unter Einschluß des Besuchs Zeppelin- Luftschiffwerft, Friedrichshafen. der Sterblichkeitsstatistik. Der Sterblichkeitsbericht für Hessen im allgemeinen ist in der Zeit vom 16.- 22. April wenig erfreulich, da er in allen größeren Städten eine Vermehrung der Todesfälle zeigt. Die einzige Ausnahme hiervon macht Offenbach, wo die Sterblichkeit von 20 Personen der vorletzten Statistik auf 11 der letzten, oder auf 1 Jahr und 1000 Einwohner berechnet von 13,5 auf 7,4 gesunken ist. Mainz ist mit 30( 29) Toten und der Sterblichkeitsziffer von 14( 13,6) an zweiter Stelle zu nennen. In Darmstadt erhöhte sich die Zahl der Todesfälle von 20 auf 22 oder die Ziffer von 11,9 auf 13,1, in Worms sind statt 9 Toten in dieser Woche 14, d. h. eine Sterblichkeitsziffer von 15,5 gegen 9,9 der vorigen Woche zu verzeichnen, während die Steigerung in Gießen mit 17( 10) Toten und der Ziffer 28,2( 16,4) am größten war. * Karl Schönherrs Tragödie„ S onnwendtag" hat in der vom Dichter umgearbeiteten Form bei der ersten Aufführung am Hoftheater in Kassel eine tief gehende Wirkung erzielt. Den Hauptdarstellern wurde stürmischer Beifall gezollt. -sch Lützellinden, 3. Mai. Am 6. und 7. Mai findet hier die 6. Bundesausstellung des Mitteldeutschen Kaninchen- und Geflügelzüchterverbandes statt. Wetzlar. Die Vorlage betr. Abänderung der Gemeindeordnung für die Rheinpro= vinz wurde vom Abgeordnetenhause an eine Kommission von 21 Mitgliedern verwiesen. Bei der Beratung wurde betont, daß eine allgemeine organische Abänderung der rheinischen Landgemeindeordnung vor allem in der Stellung des Gemeindevorstehers nötig sei. Seine Stellung, als Vertrauensperson der Gemeinde, müsse selbständiger sein. Auch sprach man sich für die Oeffentlichkeit der Gemeinderatssitzungen das aus. Darmstadt, 4. Mai. Der Großherzog hat am 3. Mai den vortragenden Rat im Ministerium des Innern Geheimen Oberregierungsrat Dr. Eugen Wagner mit Wirkung vom 1. Juni 1911 an zum Kreisrat des Kreises Dieburg ernannt. h Braunfels, 3. Mai. Die Herstellung der Fundamente mit angebautem Güterschuppen und freistehendem Nebengebäude auf Bahnhof Braunfels wurde dem Bauunternehmer W. Möglich aus Tiefenbach, diejenigen auf Bahnhof Bonbaden Bauunternehmer K. Wagner und auf Bahnhof Kraftfolms Bauunternehmer J. Konrad Jung aus Brandoberndorf übertragen. -h- Grävenwiesbach, 3. Mai. Der Durchschlag des 1300 Meter langen Tunnels bei Grävenwiesbach wird voraussichtlich am Freitag erfolgen. Eine Feier, an der Vertreter der Regierung und Eisenbahnveranstaltet werden. direktion teilnehmen, wird anläßlich des Durchschlags -u Dillenburg, 3. Mai. Am 5. und 6. August findet hier ein Gesangwettstreit statt, an dem sich 25 Vereine beteiligen werden. Marburg, 3. Mai. Es ist bis jetzt noch nicht gelungen, den Wegelagerer, der am Samstag bei den Steinbrüchen bei Niederweimar den Raubanfall auf den Bautechniker Mauß verübte, ausfindig zu machen. Verschiedene Verdächtige mußten wieder freigelassen werden. * Koblenz. Zu den Städten mit Theaterjorgen gehört auch die unsrige. Die letzte Spielzeit hat mit einem Fehlbetrage von 37 000 Mark geendet. -i Frankfurt, 4. Mai. Kornblumenta g. In Würdigung der nationalen Bedeutung des am 10. Mai hier stattfindenden Kornblumentages hat das Provinzialschulkollegium angeordnet, daß der Unterricht an sämtlichen Frankfurter Schulen an diesem Tage ausfällt. Auch die hiesige Garnison hat einen dienstfreien Tag und am Nachmittag von 5 Uhr an wird der Helm ( Ordonnanzanzug) getragen. Sämtliche Mannschaften mit Ausnahme der diensttuenden Posten tragen als Schmuck die Kornblume. Am Vor- und Nachmittag werden an 12 verschiedenen Stellen der InnenAußenstadt von 12 Musikkapellen Promenadekonzerte veranstaltet. Außer im Zentrum der Stadt werden diese Konzerte in Sachsenhausen, Bockenheim, Rödelheim, Bornheim und Oberrad stattfinden. und Frankfurt, 3. Mai. Ein hiesiger Wirt, von dem wir meldeten, daß er mit 30 Mark Geldstrafe belegt wurde, weil er seine Kellnerinnen in Hosenröden, d. h.„ auffällig", servieren ließ, hat bis jetzt drei weitere Strafmandate in gleicher Höhe von der Polizei erhalten, weil er, der Verfügung fortgesetzt entgegenhandelnd, auch weiter im Hosenrock bedienen läßt. Gegen Straferlasse hat er Einspruch erhoben und verlangt richterlichen Entscheid, ob die in seinem Lokal getragenen Hosenröcke wirklich als„ auffällig" zu betrachten sind. die Heppenheim, 3. Mai. Bei der gestrigen Gemeinderatssitzung wurde die Wahl eines Ehrenbürgermeisters beschlossen. Von den Freunden eines Berufsbürgermeisters waren drei der Sitzung ferngeblieben und zwei verließen vor der Abstimmung den Saal. Damit dürfte der Streit um den Bürgermeister endlich aus der Welt geschafft sein. Es ist zu hoffen, daß sich die Bevölkerung nun nach dem bereits ein halbes Jahr währenden Streit um den Bürgermeister beruhigt. = () In Zehlendorf Berlin gewannen Techmer- Peter am Sonntag auf Brennabor das Verfolg= ungsrennen, Techmer sicherte sich auch im Hauptfahren vor Carapezzi, Arend u. a. den zweiten Platz, und A. Schulze, der die berühmte Marke gleichfalls benutzt, wurde im 20- Kilometer- Vorgaberennen hinter Motoren, welches am gleichen Tage in Chemnitz abgehalten wurde, Erster. Fahren Sie SUPERIOR musterhaft in Bau u Ausstattung, grösste Stabilität, vorteilhafteste Preisläge! Fordern Sie illustrierte Preisliste auch über Nähmaschinen Haushaltungsgegenstände, Waffen, Uhren, Musikwaren, sowie sonstige c Radfahrer- Bedarfs artikel gratis.franko. HANS HARTMANN A: G.EISENACH 5, GRÖSSTES FAHRRADHAUS MITTELU.SÜDDEUTSCHIA Deutscher Reichstag. Der Reichstag nahm am Dienstag seine Sibungen wieder auf. Präsident Graf v. Schwerin gedachte des Hinscheidens des Fürsten Georg von Schaumburg- Lippe, dessen Andenken in der üblichen Weise geehrt wurde. Zur Beratung stand zunächst der Entwurf eines Einführungsgesetzes zur Reichsversicherungsordnung. Staatssekretär Delbrück hob in seiner einleitenden Rede hervor, daß es sich hier wie bei dem, den zweiten Gegenstand der Tagesordnung bildenden Geseßentwurf betreffend die Aufhebung der Hilfskassen um notwendige Folgen und Ergänzungen der Reichsversicherungsordnung handelt. Der Entwurf enthält der Uebersichtlichkeit halber alle aus der R.-V.-D. ausgeschiedenen Bestimmungen, die nur vorübergehende Bedeutung haben, also nach Ablauf einer gewissen Frist von selbst ihre Geltung verlieren und den Uebergang aus der bestehenden in die neue Rechtsordnung vermitteln sollen: Vorschriften über das Inkrafttreten der einzelnen Teile der R. V. O., die Durchführung der neuen Organisation, laufende Leistungen, erworbene Ansprüche, schwebende Streitigkeiten und andere Fragen mehr. Der Staatssekretär wies besonders darauf hin, daß der Entwurf, der zu einem großen Teile das Ergebnis subtiler juristischer Erörterungen, aber in der Hauptsache weder von hervorragender wirtschaftlicher noch politischer Bedeutung ist, den Interessen der Berechtigten sowohl wie denen der verfügbar werdenden Angestellten in weitgehendem Maße Rechnung trägt. Letztere sollen bei der Bildung der neuen Organisationen so weit als irgend möglich berücksichtigt werden. ben zu werden verdient. Am Montag vormittag erschien ohne vorherige Anmeldung der italienische König in der deutschen Abteilung, um die Elektrizitätshalle, die Maschinenhalle und die Eisenbahnhalle zu besichtigen. In der Elektrizitätshalle besichtigte der König eingehend die große elektrische Lokomotive und den elektrischen Pflug der Siemens- Schuckert- Werke und den Stand der Aktiengesellschaft Julius Pintsch, wo er sich die Leuchtfeuerapparate sowie die Unterwasser- Signalglocken eingehend erklären ließ. Auch die Knorrbremse erregte sein Interesse. In der Maschinenhalle lenkten die schweren Walzen von Gonter= mann( Siegen) und der Lothringischen Walzengießerei seine besondere Aufmerksamkeit auf sich. Eir Rohölmotor von Dingler( 3weibrücken) und ein Kran der Deutschen Maschinenfabrik( Duisburg) wurden im Betriebe vorgeführt. In der elektrischen Zentrale besichtigte der König eine 500 PS. starke stehende Dampfmaschine von Swiderski ( Leipzig) im Betriebe. In der deutschen Eisenbahnausstellung, wo die Mehrzahl der großen deutschen Lokomotivund Waggonfabriken 47 Fahrzeuge ausgestellt hat, verweilte der König beträchtliche Zeit; auch besichtigte er die sieben deutschen Lokomotiven und Wagen, die die italienischen Staatsbahnen in der italienischen Abteilung ausgestellt haben. Die bedeutsame industrielle und techni= sche Schau, die Deutschland in Turin veranstaltet hat, machte auf den König sich tItch großen Eindruck. Rundschau vom Cage. Politisches. Das deutsche Kronprinzenpaar wird, wie der B. L.Anz." hört, im Anschluß an die am 14. Mai stattfindende Eröffnung der Bosener Ausstellung, der es, wie wir bereits meldeten, beiwohnen wird. die Reise zum Besuch des russischen Hofes nach Zarskoje Sselo antreten. Der Reichstanzler wird voraussichtlich, obgleich zur Stunde die Dispositionen noch nicht ganz feststehen, dem Kaiser nach Süddeutschland entgegenreisen, und am 4. d. Mts. von ihm in Karlsruhe empfangen werden. Der erste Redner aus dem Hause, Abg. Trimborn( 3tr.) beschäftigte sich naturgemäß besonders mit den Beziehungen der Vorlage zu dem seinen Namen tragenden Gesetz über die Waisen- und Hinterbliebenenversicherung; er pflichtete dem Staatssekretär eifrig darin bei, daß die nunmehr für den 1. Januar 1912 gesetzlich vorgesehene Inkraftsetzung der Waisen- und Hinterbliebenenversicherung einen weiteren sehr wichtigen Grund für die baldigste Verabschie= dung der R. V. D. darstellt, die erheblich früher zur Durchführung gelangt sein muß. Das beim Zolltarifgesez ursprünglich gegebene Versprechen, diesen neuen Versiche= rungszweig zum 1. Januar 1910 ins Leben treten zu lassen, wünschte er in der Weise eingelöst zu sehen, daß auch den Hinterbliebenen der in den Jahren 1910 und 1911 verstor= benen versicherten Arbeiter die gleichen Rechte vom 1. Januar 1912 ab gewährt werde wie den andern. Er erwähnte auch die bereits in der Kommission ausgiebig zur Erörterung gelangten sozialdemokratischen Krankenkassenverträge, nach denen die damit versorgten Agitatoren überhaupt nicht mehr ihrer Stellung verlustig gehen können. Der konservative Redner Abg. Schickert machte hinsichtlich der Rückwirkung der Hinterbliebenenversicherung finanzielle Bedenken geltend und verteidigte den Entwurf gegen die sozialdemokratischen Vorwürfe über angeblichen Rechtsraub. in der Angestelltenfrage, wie solche, namentlich in der Protestversammlung am Sonntag in Berlin zutage gefördert seien. Dann bemühte sich der Abg. Hoch( Soz.), der im übrigen an dem Entwurf sehr viel auszusehen hatte, um den Nachweis, daß es sich bei den angedeuteten Verträgen um einen Aft der Notwehr der Kassenbeamten gehandelt habe. Staatssekretär Delbrück führte die Befürchtungen, als ob alle sozialdemokratischen Kassenbeamten entlassen werden sollten, auf die Wirklichkeit zurück. Es soll eine zweckmäßige Auswahl und eine zweckmäßige Kontrolle der Kassenbeamten sichergestellt werden. Das sei die Tendenz der Beschlüsse. Zu der Anregung des Abg. Trimborn über die rückwirkende Kraft äußerte sich der Staatssekretär nicht ablehnend, aber sehr zurückhaltend wegen der namentlich finanziellen Schwierigkeiten. Auch die weiteren Redner Abg. Horn- Reuß( ntl.) und Behrens( w. Vgg.) traten dem Sozialdemokraten entgegen. Der Abg. Schulz( Reichspartet) begegnete als Vorsitzender der Reichsversicherungsordnungs- Kommission dem sozialdemokratischen Vorwurf, daß die in den Osterferien vorgenommene Feststellung der Kommissionsberichte eine Komödie gewesen sei. Abg. Schulh stellte im übrigen eine durchaus vorurteilslose Prüfung der Kassenangestelltenfrage in der Kommission in Aussicht. Die Folgen mißbräuchlich abgeschlossener Verträge müßten freilich die Kassen und die Beamten tragen. Die Vorlage wurde schließlich an die Versicherungskommission wiesen. Es folgte die Vorlage über ver= Aufhebung des Hilfskaffengesetzes. Staatssekretär Delbrück leitete die erste Lesung etn. Bei dem bisherigen System hätten sich erhebliche Mißstände ergeben. Deshalb sollten die Hilfskassen unter das Verficherungsgesetz gestellt werden. Abg. Trimborn( Zentrum) stimmte der Vorlage im allgemeinen zu. Ein Vertagungsantrag wurde angenommen. Nächste Sigung Mittwoch. Neun Bewerber am ein Reichstagsmandat. Die Stadt Cöln dürfte mit neun Reichstagskandidaten für die nächste Wahl die„ Spize" aller Wahlkreise halten. Es stellen Kandidaten auf Zentrum, Liberale, Sozialdemokraten, Konservative, Christlich- Soziale, Antisemiten, Demokraten, Bund der Festbesoldeten und Wilde. Der erste allgemeine deutsche Hansatag wird am 12. Juni in Berlin stattfinden. Als Lokal ist der größte Saal Berlins, der Sportpalast, in Aussicht genommen. Veranstaltet wird die Tagung vom deutschen Hansabund. lich auf Gerüchte, die mit dieser Tatsache im Zusammen hang stehen. Sozialpolitisches aus Rußland. Die Reichsouma er örterte am Dienstag die Regierungsvorlage über die Unfallversicherung der Arbeiter. Der Referent erklärte, daß alle Mitglieder der Dumakommission für eine Einmischung des Staates zwischen Kapital und Arbeit seien. Die Re gierung sei entschlossen, die bei den Westmächten, besonders in Deutschland, erprobten Maßnahmen durchzuführen. Die Vorlage sei für Rußland bedeutungsvoll, da sie in ihren Entwicklungen auch für die weitere Entwick lung des russischen Staatslebens einwirke. Als Redner traten meist Sozialdemokraten auf. Sie erklärten, die Sozialdemokraten träten für die Versicherung ein, doch müßte für die Kosten der Vorlage eine Besteuerung der Arbeitgeber erfolgen. Der Minimallohn der Arbeiter dürfe nicht angegriffen werden Ueber die Entwickelung des Tabat-, Kaffee und Teezolles erfährt die„ Neue Pol. Korr.", daß nach den vorläufigen Einnahmeergebnissen für das Rechnungsjahr 1910 die in den Reichshaushaltsetat für dieses Jahr eingesetzten Beträge, zumal was den Tabatzoll, anbelangt, nicht unerheblich überschritten worden sind. Der im Etat mit rund 106 Millionen Mark eingestellte Kaffee- und Tee3oll hat 108,8 Millionen oder über 2,8 Millionen Mark mehr, der mit rund 80 Millionen eingestellte Tabakzoll hat etwas über 106 Millionen, also 18 Millionen Mark mehr erbracht. Ueber die Unruhen in Südchina lauten die Nachrichten nach wie vor sehr bedenklich. Der Korrespondent der Londoner Daily Mail" drahtet aus Hongkong: Ein aus Kanton kommender chinesischer Kaufmann erzählte, daß die Rebellen den Palast des Vizekönigs, das Arsenal und das Südtor angegriffen hätten. Sie marschierten durch die Straßen in Banden von dreißig, bewaffnet mit Revol vern und japanischen Säbeln. Der Aufrühr war offenbar organisiert. Das Blutbad sei schrecklich gewesen. Das Innere sei in vollem Aufruhr, doch lasse sich der Umfang der Bewegung nicht feststellen, da die Telegraphenlinien zerstört seien. Nachrichten aus Kanton zufolge stellte die britische Landesabeilung, die das Fremdenviertel bewacht, Geschütze am Kanal vor Schamien auf. Die unpopuläre französische Arbeiterversicherung. In St. Etienne fand eine Protestfundgebung gegen die Arbeiterpensionen statt. Vor dem Rathause wurde ein Sarg verbrannt, der das Pensionsgesetz enthielt. Mehrmals tam es zu Zusammenstößen mit den Truppen, wobei verschiedene Personen verwundet und mehrere Verhaftungen vorgenommen wurden. Die französische Marokkopolitik geht ersichtlich einem neuen Fiasto entgegen. Die gesamte radikale Regierungspresse bläst bereits zum Rückzug und fordert die Regierung auf, die Truppen überhaupt nicht nach Fez gehen zu lassen. Die entschiedene Haltung Deutschlands machte in Paris starken Eindruck. Uebrigens scheint eine Ministerkrise kaum noch vermeidlich zu sein. Stadt Vom Kriegsschauplah in Merito tommen wieder schlimme Nachrichten. 65 Kilometer von der Mexiko entfernt wurde ein Eisenbahnzug durch Rebellen überfallen. Es wurden fünf Personen getötet, ein Japaner und vier Europäer. Unter den letzteren befindet sich der Professor für Landwirtschaft Olßen Seffer, ein geborener Russe, welcher an der Universität von San Franzisko Bor lesungen gehalten hat und zulegt portugiesischer Konsul in Mexiko war. Der Vorfall erregt in der Hauptstadt Merifos das größte Aufsehen. Die gegenwärtig schwebenden Friedensverhandlungen haben dadurch eine unliebsame Unterbrechung erfahren, weil es sich herausstellt, daß Madero, der Führer der Aufständischen, ohnmächtig ist, seinen Einfluß auf die Freischärler auszuüben. Kein Aufstand in Südkamerun. Die in den Tageszeitungen gebrachten Meldungen von einem Aufstand in dem Bimbagebiet in Südkamerun sind bisher nicht amtlich bestätigt worden. Im Reichskolonialamt liegt ein furzer Bericht des Gouverneurs vor( aus der Station Dume vom 16. März), der berichtet, daß der Stationsleiter von Dume am 9. Februar auf einen Hilferuf des Kaufmanns Creve von der Firma Pagenstecher nach dem Betuggegebiet gegangen ist, wo die Haltung der Eingeborenen unsicher erschien. Ein Häuptling und zwei HelDeutschlands Industrie auf der Turiner Ausstellung. fershelfer wurden zu 15, 8 und 7 Jahren Kettenhaft verAls erste Abteilung der internationalen Ausstellung in Turin wurde, wie gemeldet, die deutsche am Montag feierlich eröffnet. Während alle übrigen Abteilungen noch mehr oder weniger im Rückstande sind, steht die deutsche bereits fix und fertig da, was ganz besonders hervorgeho30) Des Rätsels Lösung. Roman von Ludwig Blüm ck e. ( Nachdruck verboten.) ,, Die hat diesen flugen Juristen schön betrogen und war ihm wirklich eine„ teure" Braut. Erst pumpte sie thn um zweitausend Mark an. Er gab sie ihr und wurde zum Dank dafür ihr Bräutigam. Dann folgte eine Anleihe von fünftausend Mark und weiß Gott was noch alles. Genug, Herrn von Renther hat die kurze Verlobungszeit sein halbes Vermögen gekostet. Er muß rein blind ge= wesen sein in seiner Verliebtheit. Na, der arme Graf Kossau soll sich ob dieser Schande wie ein Wahnsinniger benehmen. Uebrigens telegraphierte die schöne Komtesse gestern ganz vergnügt aus Triest an ihre Schwester. Wie ich hörte, ist ein Steckbrief hinter ihr erlassen. Der General hatte diesen Worten mit nicht geringerer Spannung als Hans Raben gelauscht. ,, Wissen Sie denn das bestimmt, daß der Assessor der Remtesse zweitausend Mark geliehen hat, ehe sie seine Braut wurde? Wissen Sie wirklich genau, daß es zweitausend Mark waren?" fragte derselbe jetzt sehr aufgeregt. „ Ich habe es aus Herrn v. Renthers eigenem Munde. Uno, wenn Eure Exzellenz es mir gestatten, so will ich gleich noch hinzufügen, was v. Reyther mir noch sagte. Es betrifft Eurer Exzellenz Herrn Sohn. Der Assessor meinte nämlich, die Komtesse hätte erst versucht, bei dem Herrn Leutnant, den sie sichtlich bevorzugte, die zweitausend Mark zu kriegen. Da es diesem nicht möglich gewesen, das Geld aufzutreiben, so hätte sie sich einfach an ihn ge= wandt." urteilt. Der Bezirksleiter kehrte am 20. Februar nach Dume zurück, da er die Lage wieder für ruhig hielt. Auch ein Telegramm des Gouverneurs vom 18. März bezeichnet die Lage im Süden des Schutzgebietes als ruhig. Die Privatmeldungen über Aufstände beruhen daher wahrschein,, Sa, nun verstehe ich!" rief der General aus, mit der Hand auf den Tisch schlagend. Und der hielt es nicht für nötig, einer solchen Person sein Wort zu halten, das er thr doch zweifellos vor dem Pump auf strengste Diskretion hat aeben müssen. Also für die Komtesse war das unKleine Nachrichten. Geburt einer preußischen Prinzessin. Die Prinzessin Friedrich Wilhelm von Preußen, die Gemahlin des ältesten Sohnes des verstorbenen Prinzen Albrecht von Preußen, ist in Berlin von einer Prinzessin verbunden worden. Mutter und Kind befinden sich wohl. glückselige Geld bestimmt, das Hardi nicht bekommen und ein anderer genommen hat!" Unter der lebhaften Unterhaltung, die sich an des Wirtes Mitteilungen anschloß, verging die Zeit sehr schnell. Hans sah unruhig auf seine Uhr und wollte sich empfehlen. Eine Textilarbeiteraussperrung im Münsterlande? Angesichts des sett Wochen anhaltenden Streiks der Textilarbeiter in Coesfeld beschloß am Dienstag der Verband der münsterländischen Textilindustriellen, die gesamte Arbeiterschaft im Münsterland, etwa 12 000 Arbeiter, auszu sperren, wenn die Arbeiter in genannter Stadt nicht bal digst die Arbeit wieder aufnehmen. Die Kündigung erfolgt am Sonnabend. Infolge der Maifeier sind in Groß- Berlin in 320 Bezirken 6728 Holzarbeiter ausgesperrt, davon über 6000 auf die Dauer von drei Tagen, die übrigen sind länger ausges sperrt oder entlassen worden. Warten Sie noch einen Augenblick," sagte der General, ihm die Hand auf die Schulter legend.„ Mein Kutscher kann zum Bahnhof fahren, dann sind wir in fünf Minuten dort. Ich möchte noch manches mit Ihnen be= sprechen. Herr Heine," wandte er sich hastig an den redseligen Hotelier," Sie können mir wohl einen Gefallen tun. Hier ist ein Tausendmarkschein. Den möchte ich gern gewechselt haben." - Aber mit Vergnügen, Exzellenz. Ich hoffe in der Nachbarschaft soviel auftreiben zu können." Das Luftschiff„ Deutschland", das bekanntlich in Düsseldorf stationiert ist, unternahm am Dienstag vormittag 10 Uhr einen Aufstieg. Die Fahrt ging bis Opladen. Nach längerer Kreuzfahrt über der Stadt erfolgte nach 12 Uhr die Rückkehr zum Aufstiegsplaß, wo glatt gelandet wurde. Für nachmittags war eine Passagierfahrt in Aussicht genommen. Konve mer Mag Bellen au aunehmen, pflichtet, w einem And reft gewäh Zehn Millionen für Wohltätigkeitszwecke. Der Kunsthändler Charles Wertheimer in London hinterließ ein Vermögen von etwa 15 mill. M, wovon 10 Millionen, wenn die darauf ruhenden Rentenpflichten erloschen sind, Londoner Wohltätigkeitsanstalten und Hospitälern zugute kommen Als der Wirt mit einem Kratfuß sich entfernt hatte, fragte der General sehr nervös:„ Nun sagen Sie einmal offen, Herr Assessor, können Sie nach dem, was wir eben hörten, noch an Hardis völliger Unschuld zweifeln? Hätte er das Geld genommen, das doch ohne Zweifel für die Romtesse sein sollte, so würde er es ihr doch auch gegeben haben und sich einen Tag später gewiß feinen Korb geholt haben. Werden Sie Ihren Vater nicht zu dieser Ueberzeugung bringen können? Ich weiß ja, daß er Hardis Versicherungen nicht glaubt. Meine Junge hat keine Geheimnisse vor mir. Er erzählte mir alles, was ihm Ihr Bater gesagt." 11 dürften. Ein riesiger Felssturz hat sich auf dem rechten Rheinufer gegenüber Andrnach Montag abend ereignet. Gewaltige Felsmassen lösten sich plötzlich auf dem sogenannten Krahnenberge und stürzten mit gewaltigem Getöse in das Tal bis an den Eisenbahndamm. Da noch weitere Felsstürze befürchtet wurden, sind von der Eisenbahnbehörde Abdämmungsarbeiten angeordnet. lung eine Der a serifchen E eine Leben Einen und Linder Ein Hagenbescher Tierpark in der Jungfernheide. Zwischen dem bekannten Tierhändler Karl Hagenbeck in Hamburg und dem Forstfiskus der Stadt Berlin schweben feit einiger Zeit Verhandlungen, die sich jetzt so weit dem Abschluß genähert haben, daß die Reichshauptstadt darauf rechnen kann, in nicht zu ferner Zeit einen Tierpark nach dem bekannten Hagenbeckschen Muster in Stellingen zu be fizzen. Das Unternehmen soll in der Jungernheide errichtet werden. Hans erwiderte ausweichend:„ Exzellenz, hoffentlich bietet uns der Vorfall neue Handhaben, Hardis Unschuld zu beweisen und den Dieb zu ermitteln. Es bedarf. eben, um dieselbe der Welt darzutun, ganz klarer Beweise. Das Urteil der Leute fann ja meinem Vater in diesem Falle nicht gleichgültig sein." Der General trommelte mit den Fingern auf die Tischplatte, stürzte den Rest in seinem Glase hinunter, strich sich den weißen Bart und wollte eben etwas weiteres zu seines Sohnes Rechtfertigung anführen, als der Hotelier eintrat.co Bitte sehr, Exzellenz, hier ist das Geld! Darf ich es hier aufzählen? Es sind 3 Hundertmarkscheine, ein Teil Fünfziger und der Rest ist Goldgeld." 15 bis 20 r fchiedene G vor fie far bet dem größten Te Das 2 famfeiten lich einmal Verbrechen Molkereibe Schwurger stellten Ge lung der worten ha für schuld höchsten g fängnis m Frau von Der General zählte aufmerksam mit. Es stimmte! Bedachtsam steckte er die Scheine in sein Portefeuille. Plötzlich hält er inne, den einen Hunderter gegen das Licht haltend und ihn mit weitgeöffneten Augen betrachtend. „ Na, das ist mir nun doch etwas seltsam!" ruft er dabei aus, Hans den Schein reichend. Einen in derselben Weise überstrichenen Hunderter gab ich vor einiger Zeit ihrem Vater in Verwahrung und wir vermuteten, daß er Falschmünzern als Muster gedient habe. Sehen Sie nur alle diese ganz feinen Strichelchen. Unmöglich kann die jemand aus bloßer Langeweile gemacht haben." ,, Vielleicht doch," meinte Hans, das Papier genau besehend. Ich entdecke einige Unregelmäßigkeiten, wie sie einem Falschmünzer kaum zuzumuten wären." „ Um so besser! Am Ende ist dies gar derselbe Schein, den ich damals Ihrem Vater übergab. Hatte ihn von Nachbar Wendlandt. Notierte mir, wie mir eben einfällt, die Nummer. Muß einmal nachsehen." Dabei zog er ein umfangreiches, fein in Juchtenleder gebundenes Notizbuch aus der Tasche.„ Wahrhaftig, es ist derselbe Schein! Seltsamer Zufall! Sie sehen auf die Uhr, Herr Assessor? Ja, ich glaube, wir müssen fahren. Der Wagen steht ja bereit." 11. Kapitel. auf eine aus der wollte, der um d dann nicht Unmenschli fträubt. G Tages von Als Hans in seines Freundes Wohnung ankam, da eröffnete ihm zu seinem größten Leidwesen der Hauswirt, daß der Herr Leutnant in einer ihm nicht bekannten dienstlichen Angelegenheit heute früh abgereist wäre und erst in vierzehn Tagen zurückkehren würde. Da blieb dem Enttäuschten nichts anderes übrig, als unverrichteter Sache zurückzukehren und schriftlich mit Hardi zu verhandeln. ( Fortsetzung folgt.) befahl fie t reiben, an her. Das de gefunde grüßt, mit Bestien in stemlich let Ein L res Unglüc Uhr in de 1. Th. Das rende Laste Der Fahrt hinter Tr Schranken Aug 593 G führer, der fahr im lek ten zu brin Bug fuhr d ein Bierfut getötet, das wiefen fur wurde der Der Leib v find der C Ueber vom Roter 270 000 Sammlung Vorsitzende Der Haupt mit der Re nicht über die notwen fen, daß al lung einer ten. Es nach bestem Solche Vork finer Gesch wurf zu m eins aus f berung un führung be eine solche Das Ser Potsd Feierstund fter verstu Mechanism erprobt un des Gloden immer Tre Mädchen of das Stündlic tagen spielt räle. Geit Wert nicht repariert w Ein Gi In Petersb Im Februar Tuftiger, als neral. Nad wohnten Sp Die schnell Herzschlag. Oberstaatsan fichert wird, Befizer meh gestorben, fo trenge Unte dings hat di gegen ihre j destinder ent ein Teftamen bin von fünf ter behaupte pergifteten G Humierung worden. Baron Raftutta erf Aber die wir eine interna Shaft, deren Ehloß und R m 3ufamme eichsouman über die erflärte, da e Einmischun ien. Die Re ächten, belon n durchzufü tungsvoll, itere Entwic Als Redne erflärten, b ung ein, do Steuerung de der Arbeite ie Nachrichte dent der Lon Ein aus Kan hlte, daß die enal und das Een durch di mit Revol war offenbu ewesen. Das der Umfan graphenlinie Ige stellte die ertel bewa men wiede der Stadt urch Rebellen ein Japane indet sich de ein geborener ranzisto Bor fischer Konsul auptstadt Me schwebenden unliebfame ellt, daß Ma tig ist, seinen Die Prinzeffin ndes ältesten Preußen, it den. Mutter Münsterlande! zifs der Tep der Verband = gesamte A Seiter, auszu adt nicht bab Digung erfolgt n in 320 Be iber 6000 auf änger ausge tlich in Dilf Cag vormittag pladen. Nag nach 12 Uhr landet wurde Aussicht ge Der Kunit ließ ein Ver ten, wenn die nd, Londoner ute fommen Cechten Rhein gnet. Gewal fogenannter Betöse in da weitere Fel enbahnbehörde Jungfernheide Hagenbed in rlin schweben so weit dem ptstadt darauf Tierpark nad llingen zu Бе enheide errich der Hotelier ld! Darf id artscheine, ein Es stimmte! efeuille. Plö gen das Light n betrachtend am!" ruft a in derselben einiger Zeit uteten, daß a Sehen Sie nur glich kann die 7." Papier gena feiten, wie fie erfelbe Schein atte ihn von ir eben ein 1." Dabei jog r gebundenes 5 ift derfelbe die Uhr, Sen en. Der Wa ng anfam, da der Hauswirt Cannten dient väre und erf lieb dem Ent eter Gache zu rhandeln. Konventionalstrafen gegen Schmiergelder. Der Berner Magiftrat hat beschlossen, sämtlichen städtischen AmtsRellen zu empfehlen, unter die Lieferungsbedingungen aufzunehmen, daß jeder Unternehmer oder Lieferant sich verpflichtet, wenn er oder sein Vertreter oder sein Angestellter einem Angestellten der Stadt Berlin eine Zuwendung direft gewährt, oder zusagt, für jeden Fall der Zuwiderhandlung eine Konventionalstrafe zu zahlen. Der amerikanische Milliardär Carnegie hat der schwetzerischen Bundesregierung 130 000 Dollars überwiesen für eine Lebensretterstiftung. Einen schweren Landfriedensbruch verübte in Wahren und Lindenthal bei Leipzig in diesen Tagen eine Rotte von 15 bis 20 russisch- polnischen Arbeitern. Sie drangen in verschiedene Gastwirtschaften ein und verwüsteten alles, was vor sie kam. Auch das Messer und der Knüppel wurden bet dem Aufruhr gebraucht. Es gelang nachträglich, den größten Teil der Rowdies festzunehmen. Aus den Gerichtssälen. Das Martyrium eines Kindes. Systematische Graufamkeiten gegen ein wehrloses Kind hat in England endlich einmal eine gerichtliche Ahndung gefunden, die zu dem Verbrechen nicht in dem üblichen Mißverhältnis steht. Die Molkereibesizerin Mary Wileshmith, die sich vor dem Schwurgericht in Worcester zusammen mit ihrem Angestellten George Turner wegen der planmäßigen Mißhandlung der dreizehnjährigen Florence Pastorfield zu verantworten hatte, wurde wie ihr Mitangeklagter von der Jury für schuldig befunden, und beide wurden vom Richter zur höchsten gesetzlich zulässigen Strafe von zwei Jahren Gefängnis mit 3wangsarbeit verurteilt. Die Angeklagte, eine Frau von bald 60 Jahren, hatte das unglückliche Mädchen auf eine Zeitungsannonce hin in ihr Haus aufgenommen, aus der hervorging, daß seine Mutter es gerne los setn wollte. Im Vertrauen darauf, daß die Mutter sich nie wieber um das arme Wurm fümmern würde, machte sie es dann nicht buchstäblich zu ihrer Sklavin, sondern verübte Unmenschlichkeiten an ihr, die zu beschreiben die Feder sich sträubt. Eine Probe nur sei erwähnt. Als das Kind eines Tages von ihr über und über blutig geschlagen worden war, befahl fie ihrem Fattotum Turner, Salz in die Wunden zu reiben, und diese Henkerseele gab sich auch wirklich dazu her. Das Urteil wird zwar von der Presse noch viel zu milde gefunden, gleichwohl als erfreulicher Anfang dazu begrüßt, mit dem bisherigen System zu brechen, das solche Bestien in Menschengestalt gewöhnlich mit einer noch dazu atemlich leichten Geldstrafe davonkommen ließ. Vermischtes. Ein Lastautomobil von einem Zuge erfaßt. Ein schwe res Unglüd ereignete sich Dienstag vormittag gegen 11 Uhr in der Stadt Treffurt im Landkreise Mühlhausen 1. Th. Das der Thuringiabrauerei in Mühlhausen gehö rende Lastautomobil für den Biertransport passierte auf der Fahrt von Mühlhausen nach Schnellmannshausen kurz hinter Treffurt eine Eisenbahnüberführung, die ohne Schranken war. In diesem Augenblick kam der Personenzug 593 Eisenach- Eschwege angefahren. Der Lokomotivführer, der Warnungssignale gegeben hatte, sah die Gefahr im letzten Augenblick und versuchte den Zug zum Halten zu bringen. Dies war jedoch nicht mehr möglich. Der Bug fuhr direkt in das Auto hinein. Die beiden Insassen, ein Biertutscher und ein Chauffeur wurden auf der Stelle getötet, das Auto vollständig zertrümmert. Die Leichen wiesen furchtbare Verlegungen auf. Dem Bierkutscher wurde der Kopf glatt vom Rumpf getrennt, dem Chauffeur Der Leib von oben bis unten aufgerissen. Die Getöteten Find der Chauffeur Böhns sowie der Bierkutscher Emmrich. Ueber die Unterschlagungen im Deutschen Frauenverein vom Roten Kreuz für die Kolonien, die eine Höhe von 270 000 Mark erreicht haben, machte in der Generalversammlung des Landesverbandes Baden in Karlsruhe der Vorsitzende Geheimrat von Dechelshäuser Mitteilungen. Der Hauptgrund der Vorkommnisse sei gewesen, daß die mit der Revision beauftragten, höchst ehrenwerten Herren nicht über die fachmännischen Kenntnisse verfügt hätten, die notwendig gewesen seien. Auch sei ein Fehler gewesen, daß alle Geldsendungen direkt, anstatt durch Vermittlung einer Bank, in die Hände des Schahmeisters gelangten. Es sei nicht zulässig, Personen, die im Ehrenamt nach bestem Wissen ihre Tätigkeit ausgeübt hätten, für solche Vorkommnisse verantwortlich zu machen. Der Berliner Geschäftsführung sei in der Hauptsache nur der Vorwurf zu machen, daß sie nach dem Heranwachsen des Vereins aus fleinen Anfängen nicht längst schon eine Aenderung und eine fachmännische Ueberwachung der Kassenführung beantragt habe. Für die Folge werde allerdings eine solche stattfinden. Das verstummte Glodenspiel. Das schöne Glockenspiel der Potsdamer Garnisonkirche, das seit Jahrzehnten feine Feierstunde kannte, ist wie sein fürzlich verstummter Meister verstummt. Wind und Wetter haben an dem sinnigen Mechanismus des Glockenspiels ihre vernichtende Kraft erprobt und es zum Schweigen gebracht. Zu den Weisen des Glockenspiels gehört das halbstündlich ertönende„ ,, Ueb' immer Treu und Redlichkeit" nach der Melodie:„ Ein Mädchen oder Weibchen" aus Mozarts Zauberflöte und das stündliche Chorallied:„ Lobe den Herrn". An Hoffesttagen spielt das Glockenspiel patriotische Lieder und Choräle. Seit Meister Baltin tot ist, stimmte es mit dem Werk nicht mehr recht, und jetzt ist es gebrochen und muß repariert werden. Ein Giftmordprozeß in der Petersburger Gesellschaft. In Petersburg spielt ein neuer sensationeller Prozeß. Im Februar dieses Jahres starb ganz plötzlich ein lebenslustiger, als Mitglied des Kriegsrates sehr bekannter General. Nach einem guten Frühstück unternahm er den gewohnten Spazierritt; plötzlich fiel er leblos vom Pferde. Die schnell hinzugerufenen Aerzte konstatierten Tod durch Herzschlag. Nach der Beerdigung des Generals ging dem Oberstaatsanwalt ein anonymes Schreiben zu, in dem verfichert wird, daß der lebensfrische 74jährige General, der Besizer mehrerer Millionen sei, feines natürlichen Todes gestorben, sondern vergiftet worden sei. Es begann eine Strenge Untersuchung, welche resultatlos verlief. Neuerdings hat die Tochter des Generals eine gleiche Anklage gegen ihre junge Stiefmutter erhoben. Der General hat ein Testament hinterlassen, in dem seine Kinder und Kindeskinder enterbt und seine dritte Frau zur alleinigen Erbin von fünf Millionen Rubeln eingesetzt wird. Die Toch ter behauptet nun, daß die Stiefmutter den Vater durch pergifteten Schinken aus der Welt geschafft habe. Die Er Humierung der Leiche des Generals ist bereits angeordnet worden. Baron von König“ und seine Leute. Mit der in Kalfutta erfolgten Festnahme des„ Barons von König“, über die wir schon früher berichteten, ist es jetzt gelungen, etne internationale Hochstapler- und Falschspielergesellschaft, deren Haupt der Verhaftete war, vollständig hinter Schloß und Riegel zu setzen. Die Berliner Kriminalpolizei beschäftigte sich mit der Bande schon seit Jahren. Seit Juli vorigen Jahres häuften sich die Anzeigen, die bei ihr eingingen. Die Opfer der Betrüger waren meistens Leute, die von Berlin aus die Riviera aufgesucht hatten. Manche von ihnen hatten Geld genug, um auch einen größeren Berlust aushalten zu können, viele aber waren nicht so bemittelt und sahen sich gezwungen, nach einem ungünstigen Spielabend ihre Reise abzubrechen und nach Hause zurückzukehren. Da die Anzeigen bei der Ortspolizei meist ohne Erfolg blieben, pflegten sich die Betrogenen an die Berliner Kriminalpolizei zu wenden. Aus einem Sonderalbum, das ihnen diese vorlegte, ersah man dann, mit wem der Gerupfte zu tun hatte. Gemeinsam gingen die Falschspieler nur bei großen überseeischen Unternehmungen vor. Sonst trat immer nur einer der Spieler mit diesem oder jenem Schlepper zusammen auf. Nachdem die Berliner Kriminalpolizei alle Verbindungen der Bande aufgedeckt und festgestellt hatte, traf sie Vorkehrungen zur Festnahme der Falschspieler, die denn auch glückte. Zuerst wurde der ,, Kapitän Noel Newton" in einem Bade an der Südküste Englands ermittelt und festgenommen. Ihm folgte in Wien Graf Gisbert- Wolff- Metternich. In Frankfurt a. M. wurde dann ein dritter Komplize verhaftet. Nach diesem wurde in Brüssel der Rumäne Joseph Bujos hinter Schloß und Riegel gesetzt. Endlich kam auch„ Baron König". Er besaß im vornehmsten Viertel von Paris eine Villa, die er ab und zu bewohnte, wenn gerade kein„ groBer Zug" zu machen war. Nach der Verhaftung seiner Spießgesellen verschwand er nach Afrika und machte dort ebenfalls herrliche Beute. Als die Kappolizei ihn festnehmen wollte, war er gerade am Tage vorher nach Indien abgedampft, wo man seiner schließlich habhaft wurde. Eine Millionärin in Lumpen. Miß Jane Williams, die Besitzerin eines in sicheren Papieren angelegten Vermögens von über vier Millionen Mark, wurde, Depeschen aus Neuyork zufolge, dort in völlig verwahrlostem Zustande in einer Art Schuppen entdeckt, der seit zehn Jahren ihre Behausung gebildet hat. Sie lebte dort vornehm lich von Milch und Brot. Für die Zubereitung warmer Kost, die sie sich nur selten erlaubte, bediente sich die Millionärin eines verrosteten Eisenofens. Als Lagerstätte diente ihr ein altes, zerschlissenes Sofa, unter dessen Ueberzugresten die Frau ihre Wertpapiere verbarg. Ihr großes Vermögen verdankt Miß Jane ausschließlich einer scharfsinnigen Börsenspekulation in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Man hat sie zur Beobachtung ihres Geisteszustandes, in dem sich seither offenbar mehr als eine Schraube gelockert hat, in ein Irrenhaus geschafft. zu. Ein Kleinbahnidyll trug sich auf der Vogelsbergbahn Zwischen Grebenhain und Bermuthshain hielt plötz= lich der Zug auf freiem Felde. Eilig öffneten die Reisenden die Fenster, um zu sehen, was los sei. Da sahen sie auch schon die Müge des Zugführers den Bahndamm entlang rollen; die scharfe Morgenluft hatte sie ihm entführt. Ein Schaffner versuchte den Wettlauf mit der davoneilenden Kopfbedeckung; endlich schwang er siegreich die Entflohene in der Hand. Unter allgemeiner Heiterfeit dampfte nun das Zügle gemächlich weiter. Enttäuschung. I hab' schon g'meint, beim Hofbauer hab'n fan Grammophon, weil i schon a paar mal so schön hab singen hör'n. Derweil fagt er mir, daß's bloß a Rammersänger is, der bei ihm in der Sommerfrisch'n wohnt." Wissenschaft, Kunst und Literatur. Ein 200 Jahre altes Cello, von Stradivarius im Jahre 1709 erbaut, ist für 60 000 M aus dem Besize eines Berliner Geigenbauers an Herrn Hermann Noelle in Kolonie Grunewald übergegangen. Der Lack des Instruments ist orangerot und von wunderbarer Leuchtkraft. Mit welchem Eifer der Kaiser die Ausgrabungen auf Korfu unterstützt, geht, wie die„ Tgl. Rdsch." meldet, daraus hervor, daß er persönlich dem kaiserlichen archäologischen Institut ständig eingehende Berichte über das Fortschreiten der Arbeiten zugehen läßt. Diese Berichte werden gedruckt, sind aber nicht zur allgemeinen Veröffentlichung bestimmt. Doch sind sie zahlreichen Fachleuten, Professoren und Oberlehrern höherer Lehranstalten übersandt worden. Ein neuer Novellenband von Hermann Sudermann wird in einigen Wochen unter dem Titel„ Die indische Lilie" im Cottaschen Verlage erscheinen. „ Monsieur Bonaparte", eine neue komische Oper von Bogumil Zepler, Tert von Hans Brennert, erzielte bei der Premiere im Leipziger Stadttheater einen starken Erfolg. Die auf einer amüsanten Verwechslung aufgebaute Hand lung spielt in Aegypten zur Zeit der französischen Invasion 1798. Die Musik mit arabisch- ägyptischen Motiven und einigen altfranzösischen Militärmärschen ist sehr eigenartig und schneidig instrumentiert. Der erste Aft überragt die beiden anderen. Moderner Aberglaube. Daß in unserem aufgeklärten Zeitalter kein Aberglaube mehr bestehen könne, das glaubt natürlich kein Mensch. Er floriert sogar bis in die höchsten Kreise, und selbst viele wissenschaftlich gebildete, unzweifelhaft kluge und in mancher Beziehung aufgeklärte Leute sind nicht frei davon. Ja es hat sogar den Anschein, als ob der Aberglaube heute wieder mehr zu Ehren kommen wollte. Okkultismus und Spiritismus erheben fröhlich das Haupt und überblicken ein ganzes Heer von Anhängern, ja sogar eine Astrologische Gesellschaft ist neuerdings in Wien unter dem Schutz und der Mitwirkung hoher Ariftrokraten gegründet worden. Mit dem Brustton der Ueberzeugung wird dabei verkündet, daß die Astrologie auf wissenschaftlichen Tatsachen neu begründet" worden sei. Aber die modernen Zauberer und Sybillen bedürfen durchaus nicht des Mäntelchens der Wissenschaft, um überall Staat zu machen. Das hat vor nicht allzulanger Zeit der bekannte William Scott in Schmargendorf mit seinen Planchetten gezeigt. Diese sinnreichen Apparate bestehen in einem ovalen Holzplättchen, das an den beiden Enden auf kleinen Pflöckchen ruht, die auf Rädern laufen. In der Mitte ist ein Bleistift mit der Spizze nach unten befestigt. Dieser Bleistift schreibt nun, wnn man die Hand auf die Planchette legt, den Namen einer bestimmten Person, d. H. er macht einige Krazer, aus denen man herauslesen kann, was man will. Eine hübsche Art, die Zukunft zu erforschen, ist auch der Erbschlüsselzauber. Dazu ist, wie schon der Name sagt, ein ererbter Schlüssel nötig. Dieser wird in eine Bibel zwischen das Buch und dem unteren Deckel gelegt. Dann wird die Bibel an verschiedenen Stellen aufgeschla= gen. Wenn sich dabei der Schlüssel dreht, so ist auf dieser Seite das fünftige Schicksal des Fragers angedeutet. Daß dieser haarsträubende Unsinn mit der Geschichte der Kriminalistik und des Verbrechertums eng verknüpft sein muß, liegt nahe. Denn es ist ja sehr leicht, Leute, die an solche Dinge glauben, zu betrügen. Dennoch sind Betrüger dieser Art nur schwer zu fassen. Gerichtsassessor Dr. Hellwig hat in der letzten Sigung der Berliner Gesellschaft für Volkskunde ein interessantes Bild von den Schwierigkeiten gegeben, die der Entlarvung solcher Schwindler entgegenstehen. Sunächst offenbaren fich dte Geprellten selbst nur selten, weil sie zu dem Schaden noch den Hohn und Spott fürchten. Dann aber ist den Betrügern die Absicht des Betrugs schwer nachzuweisen. Viele von ih= nen sind ja auch gutgläubig und selbst von der Wahrheit dessen, was jeder Vernünftige als Humbug erkennt, überzeugt. In Berlin ist es vorgekommen, daß sich ein aus Mangel an Beweisen für die rechtswidrige Absicht Freige= sprochener von da an als gerichtlich bestätigter Wahrsager" bezeichnete. Endlich finden sich unter den Opfern immer solche, die dem Schwindler bestätigen, daß seine Prophezeiung eingetroffen sei und sie sich durchaus nicht geschädigt fühlen. Dabei sind 99 Proz. der Opfer zweifellos geistig gesund. Aber es ist nicht zu glauben, was Denkfaulheit, Mangel an Bildung und mangelnde Schulung des Verstandes im Verein mit dem in der menschlichen Natur begründeten Hang zum Ueberfinnlichen zustande bringen können. Es ist vielleicht eine wenig galante, aber nichtsdestoweniger wahre Feststellung, daß neun Zehntel der von solchen Schwindlern Gerupften Frauen sind. Das liegt aber weniger an Minderwertigkeit der geistigen Fähigkeiten, als an der Tiefe des Gemütslebens der Frauen, deren Phantasie leicht ge= packt und auch leicht gelenkt werden kann. Sie besitzen vielfach eine außerordentlich feine Suggestibilität, das heißt das Bestreben, Erzähltes zu assimilieren, mit eigenen Erlebnissen in Verbindung zu bringen. Die Wahrsagerinnen haben es deshalb ihren Kundinnen gegenüber besonders leicht, weil sie meist schon in heftiger Gemütsbewegung zu ihnen kommen und in diesem Zustand manches verraten, was sie sich dann mit ungeheurem Erstaunen von der„, weisen Frau" wieder erzählen lassen. Drabtnachrichten und neuestes. Französischer Truppentransport für Marokko. Marseille, 3. Mai. 30 Offiziere und 1300 Mann auer Waffengattungen sind mit großem Kriegsmaterial nach Casablanca eingeschifft worden. Neuer Sieg der merikanischen Insurgenten. Neuyork, 3. Mai. Aus Nogalles in Arizona wird ge= meldet, daß die Rebellen die Bundestruppen bet Magdalena aufgerieben haben. Neuyork, 3. Mai. Zurückkehrende Amerikaner berichten, die merikanischen Insurgenten forderten alle Amerikaner auf, sich mit ihren Familien über die Grenze in Sicherheit zu bringen, da die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten bevorstehen, falls bis Donnerstag abend kein Friede zustande komme. Viele Amerikaner folgten der Mahnung zur Flucht. 0 Wechsel im Frankfurter Polizeipräsidium. Berlin, 3. Mai. Der Polizeipräsident von Frankfurt am Main Scherenberg ist zum Regierungspräsidenten in Coblenz ernannt worden. Die Beisehung der Leiche von Schlichtings. 0 Berlin, 3. Mai. In der Kaserne des Königin Elisabeth- Regiments hat gestern nachmittag unter außer= ordentlich großer Teilnahme die Trauerfeier für den am 28. März in Konstantinopel erschossenen deutschen Militärinstrukteur, Oberstleutnant v. Schlichting, stattgefunden. Generalfeldmarschall von der Gott, der kommandierende General des Gardekorps sowie eine Anzahl höhere Militärs, ferner der türkische Botschafter, türkische Offiziere und die Spitzen der osmanischen Kolonie und schließlich deutsche Offiziere aller Waffen hatten sich eingefunden, um dem Toten das letzte Geleite zu geben. Die Beisetzung erfolgte auf dem nahen Friedhof in Westend. Folgen der Maifeier. Hamburg, 3. Mai. Die Direktion der Vulkanwerft Iteß gestern an den Landungsbrücken, wo die Arbeiter zur Werft hinüberfahren, eine Bekanntmachung anschlagen, nach der alle diejenigen Arbeiter ihres Betriebes, die am 1. Mai zur Arbeit nicht erschienen, entlassen seien und am 3. Mai ihren Lohn abheben könnten. Es handelt sich angeblich um 2000 Mann. Gattenmord eines Alkoholikers. Kronach( Oberfranken), 3. Mai. In einer Gastwirtschaft wurde gestern der 60 Jahre alte Tagelöhner Graf aus Ziegenerden verhaftet, der seine gleichaltrige Ehefrau erschlagen hatte, weil sie sich geweigert hatte, ihm Geld zu Schnaps zu geben. Nach der Tat begab sich Graf nach Kronach, wo er in einer Wirtschaft verhaftet wurde. Schweres Unglück bei einem Tunnelbau. Bern, 3. Mai. Bei dem Vortrieb des Tunnels durch den Mont d'or ereignete sich gestern abend ein Unglück durch zu spätes Losgehen einer Mine, wobei zehn Arbeiter verletzt wurden. Einem Arbeiter wurden die Augen ausgeschossen; sein Zustand ist hoffnungslos. Vier Arbeiter sind schwer verletzt. Glücklich verlaufener Unfall eines deutschen Fliegers. Paris, 3. Mai. Einem gefährlichen Unfall ist gestern in Poujy der deutsche Flieger Lindtpaintner wie durch ein Wunder entgangen. Auf einem für den Wettflug Paris- Rom- Turin bestimmten sehr schnellen Sommer- Eindecker verließ er um 6 Uhr den Aerodrom in Douzy und erreichte bereits um 8% Uhr das Lagerfeld von Chalons. Ueber dem Flugplatz von Poujy angelangt, begann er als= bald einen verwegenen Gleitabstieg aus 1500 Metern Höhe, der prächtig zu gelingen schien. Noch etwa 30 Meter über dem Boden schlug der Eindecker plötzlich um, überstürzte sich mehrmals und schlug dann auf den Boden auf. Zum Erstaunen aller Zuschauer kletterte der kühne Flieger unversehrt aus den Trümmern des Apparates hervor. Schwere Bootsunfälle in Frankreich. o Paris, 3. Mai. In Carors fenterte ein Boot, in welchem sich vier Militärmusiker befanden, auf dem LotFluß. Drei der Insassen ertranfen. Bei Havre ereignete sich auf dem Kanal von Tancarville ein ähnliches Unglück, dem drei Arbeiter zum Opfer fielen. Bandel und Verkehr. Cassel, 2. Mai. Schlachtvichpreise: 1. Rinder. A. Ochsen: a) vollfleischige angemästete höchsten Schlachtwertes, die noch nicht gezogen haben( ungejocht) Schlachtgewicht 85 bis 88 M, b) vollfleischige ausgemästete im Alter von 4 bis 7 Jahren 82 bis 84 M, c) junge fleischige nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 78 bis 80 M. B. Bullen: a) vollfleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwertes 78-82 M, b) vollfleischige junge 75 bis 77 M. C. Färsen und Kühe:, a) vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes 82 bis 84 Mb) vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten, Schlachtwertes bis zu 7 Jahren 78 bis 80 M, c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen 73 bis 76 M, d) mäßig genährte Kühe und Färsen 69 bis 72 M, e) gering genährte Kühe und Färsen 60 bis 65 M. 2. Kälber: a) Doppellender feinster Mast Lebendge=] wicht, b) feinste Mastfälber- 3, c) mittlere Mast- und beste Saugfälber 53 bis 55 d) geringere Mast und gute Saugkälber 48 bis 51 e) geringere Saugfälber 44 bis 46 3. 3. Schafe: A. Stallmastschafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthammel Schlachtgewicht- M, b) ältere Masthammel, geringere Mastlämmer und gut genährte junge, Schafe 85 M, c) mäßig gnährte Hammel und Schafe( März= schafe) 80 M. 4. Schweine: a) Fettschweine über 150 kilogramm Schlachtgewicht M, b) vollfleischige von 120 b13, 150 Kilogramm 57 bis 58 M, c) vollfleischige von 100 bis 120 Kilogramm 56 bis 57 M, b) vollfleischige von 80 bis 100 Kilogramm 55 bis 56 M, e) vollfleischige unter 80 Kilogramm M, f) unreine Sauen und geschnittene Eber 53 M. Be diertelfähr Abgeholt ausgabefte Mittags liegt alle 1 Selterswe nicht ver Verlag Vergebung von Straßenbauarbeiten. Die zur Verbreiterung der Zufuhrstraße auf dem 20 tücht. Maurer u. Handlanger Achtung! Bahnhof Obbernhofen- Bellersheim erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen durch schriftliche Angebote bergeben werden. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen während der Dienststunden auf dem Amtszimmer des Unterzeichneten( Regierungsgebäude 3'mmer Nr. 23) zur Einsicht offen. Die Angebote, deren Unterlagen ge gen Erstattung der Herstellungskosten abgegeben werden, find mit entsprechender Aufschrift versehen, postfrei bis Dienstag, den 16. d. Mts., vormittags 10 Uhr ebendaselbst einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Freie Wahl unter den Bewerber bleibt vorbehalten. Gießen, den 3. Mai 1911. ( 247) Der Großh. Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. J. V: Knöll. Bekanntmachung. Betr.: Den Schutz der Vögel. Wir bringen in Erinnerung, daß nach§ 1 des Reichsgesetzes vom 30. Mai 1908( R.-G.-BI. S. 317) das Zerstören und Ausheben von Nestern oder Brutstätten der Vögel, das Zerstören und Ausnahmen von Eiern, das Ausnehmen und Töten von Jungen ver= boten ist. In gleicher Weise ist das Feilbieten und der Verkauf der gegen dieses Verbot erlangten Eier und Jungen untersagt. Zuwiderhandelnde werden mit Geldstrafe bis zu 150 Mark oder mit Haft bestraft. Diese Strafe trifft insbesondere auch denjenigen, der es unterläßt, Kinder oder andere unter seiner Gewalt stehende Personen, welche seiner Aufsicht untergeben sind und zu seiner Hausgenossenschaft gehören, von solchen Zuwiderhandlungen abzuhalten. Das Aufsichtspersonal ist angewiesen, auf die Befolgung der vorstehenden Bestimmungen ein scharfes Augenmerk zu haben und jede Zuwiderhandlung behufs Herbeiführung der gerichtlichen Bestrafung zur Anzeige zu bringen. Gießen, den 2. Mai 1911. Großh. Polizeiamt. Gebhardt. sofort gesucht. ( 248) I. Heinz, Baugeschäft, Wehlar. Beim Bezuge von Chomasmebl im mai wei den durchschnittlich Mk. 23,50 per Doppelwagen 10.000 kg gegenüber dem Herbstbezuge erspart. = Bedingung hierfür ist, dass die Abrufe bis zum 25. Mai bei uns eingehen. Wir garantieren für reines und vollwertiges Thomasmehl und liefern ausschliesslich in plombierten Säcken, mit Schutzmarke und mit Gehaltsangabe versehen. Thomasphosphatfabriken Stern Mark G. m. b. H. Berlin W. 35. Stern Marks Wegen Offerte wende man sich an die durch Sternmarkenplakate kenntlichen Verkaufsstellen oder direkt an unsere Firma. ( 174) Achtung! Morgen Freitag, den 5. d. Mts., von morgens 9 Uhr an findet großer Verkauf im Garten des„, Hotel zum Felsenkeller" in Gießen, Bahnhofstraße statt: wie Kopffalat, Gurken, Spinat, Spargel, Blumenkohl. Große Auswahl in neuen Gemüsen und Blumen- Pflanzen, sowie extra faftige Blutapfelkinen, Bitronen usw. Alles ausnahmsweise billig durch( 250 Klein aus Köln. Pilo Nr. 1 Soeben erschienen; Die Kunst der Spekulation. Aus dem Inhalt: Welche Papiere gewählt werden sollten. Wie man Gewinne erzielen kann. ( 251) Wle ein Verlust in einen Gewinn verwandelt werden kann. Amerikanische Papiere. Fingerzelge für Spekulanten. Winke für Kapitalisten etc. etc. Kostenfrei erhältlich durch: Brown Saville& Bro., 83, New Oxford Street, London. MACHT DAS LEDER GESCHMEIDIGI Vorzoglichst Lederputz Creme Kavalier Das Beste vom Besten 70 GIBT WASSERDICHTEN HOCHGLANZI avalier S FARBT NICHT ABI ist das beste Schuhputzmittel der Welt! Union Augsburg OHNE KONKURRENZI Collisy& Bingel Möbel- und Dekorations- Geschäft Kaplansgasse 18 Telephon 828 Spezialität: komplette Wohnungs- Einrichtungen. Reichhaltiges Lager in Einzelmöbeln einfache lack. Möbel, Personalbetten, Polstermöbelu.Matratzen Uebernehmen, Aufarbeiten und Modernisieren alter Polstermöbel und Dekorationen unter Zusicherung streng reeller fachmännischer Bedienung. Spezial- Werkstätte für feinere Polstermöbel und Dekoration. h Underberg Boengkemp Muag Bil H.Undep Unentbehrlich für jede Familie! Underberg Boonekamp Semper idem, Fabrikaflon alleiniges Geheimniss der Firma: H.UNDERBERG- ALBRECHT Hoflieferant Seiner Majestät des Kaisers und Königs Wilheim II. am Rathhause in RHEINBERG am Niederrhein. Gegr. 1846. Anerkannt bester Bitterlikör! 24 Preis- Medaillen! Man verlange Underberg- Boonekamp. ausdrücklich: Sie gewinnen Vertrauen, wenn Sie einen Versuch mit meinen konkurrenzlosen Marken gemacht haben, welche unter steter Kontrolle eines beeidigten Chemikers stehen. Anerkannte Fachleute können meine Margarine von feinster Meiereibutter nicht unterscheiden. Ich versende franko gegen Nachnahme: 1 Postpaket Exquisita", allerfeinste Pflanzenbutter( Margarine) 9/1, netto ME. 6,65. 99 1 Postpaket„ Regina" aus besten Rohmaterialien hergestellte Margarine 9/1, netto Mk. 6,45. Garantie: Bereitwilligste Zurücknahme, selbst wenn schon in Anbruch genommen. Verlangen Sie sofort Gratisprobe! ( Vertreter überall gesucht.) Hanseatische NahrungsmittelIndustrie und und Versandhaus Herm. P. Schulz, Hamburg 6. Kuverte mit Aufdruck bigt Giessener Verlagsdruckerei Klein& Fischer. Persil KinderWäsche die meist scharfen Geruch hat und Krankenwäsche, auch wenn mit Blut und Eiter behaltet, wird gründlich davon befreit, desinfiziert und rasch gereinigt durch Waschen mit Persil. Vollkommen unschädlich! Erhältlich nur in Original- Paketen. HENKEL& Co., DÜSSELDORF. auch der weltberühmten Alleinige Fabrikanten Henkel's Bleich- Soda. Vortglichste Lederputz Crème Kavalier Das Beste vom Besten 70 allein steht auf der HÖHE. ist das beste Schuhputzmittel. Nicht die Reklame, nicht das schöne Aus sehen, nicht die Ausstat tung der Dosen, sondern lediglich die leichte, bequeme Verwendbarkeit, der rasche Glanz und die günstige Einwirkung auf das Leder sind der Grund, dass Pilo als die beste existierende Schubcrême beute in den meisten der Zeit. t Verlangen Sie defshalb stels KAVALIER, das beste aller Lederputzmiffel. Nur 5.3 für den Kuchen brauchen Sie noch, denn REESE'S 53 BACKPULVER für 1-1/ 2 Pfund Mehl mit Prämienscheinen istunübertroffen und kostet nur die Hälfte. Überall zu haben. Reese.G.m.b.H., Hameln. Haushaltungen verwendet wird. Versteigerung. Freitag, den 5. Mai 1fd. J8, nach mitt. 3 Uhr sollen im städt. Bfandlokale, Seltersweg 11 bahter, die wegen iückstand. Schulgeld gepfändeten Gegenstände: 1 Klavier, 2 Schränke, 1 Büfett, 2 Schreibt., Sofas, 1 Rollwagen u. v. a. ber fteigert werden. Gemmeder, Pfandmeister. Morgen eines neuen wünsche au des begrüß der Kaiserfr schen Leben Herrscherhäu werden. Au deutsche Vol und besonde prinzen nim deren Famil deres Volk Treue verbu genden Meh lich hohes B nen Fürsteng pfindet es F persönliches Mehr als fenen Lebens die Art, wie auf die herzl tes noch feste mahlin, die Herzen aller bisher betäti ( 244) sunde Tüchti schaften einer Recht war e ( 252) den, daß der Abschluß sein 2 Gartenarbeiterinnen fofort gesucht. Psychiatrische Klinik, Gießer. Radikale Vernichtung des Hederich( 246) durch Hederichpulver Marte Hauptgenossenschaft." Der Erfolg überrascht. 1 3tr. pro Morgen genügt. Preis M. 7,50 in 1% Ctr. Cäcken frachtfrei allen Bahnstationen. LDW. Haupt: Genossenschaft, Friedberg i/ H. Rheinisches Technikum Bingen Maschinenbau, Elektrotechnik, Automobilbau. Brückenbau. Chauffeurkurse. Ueber vollständige Heilung elnes selt 16 Jahren bestehendem skroph. Ekzema's durch Ihre bekannte Rino- Salbe, Rino- Tee, RineSelfe kann ich Ihnen berichten. Ich sage nicht zuviel, wenn ich behaupte, daß es gegen Ekzema keine bessere Hellsalbe geben kann, als RineSalbe. Mit dieser Versicherung empfehle ich mich bestens dankend. M., 6. 4. 09. C. St. Diese Rino- Salbe wird mit Erfolg gegen Beinleiden, Flechten und Hautlelden angewandt und ist in Dosen à Mk. 1.15 und Mk. 2.25 In den Apotheken vorrätig; aber nur echt in Originalpackung wellgrün- rot und Firma Schubert& Co., Weinböhla- Dresden. Fälschungen welse man zurück. Allright die Marke des Sieges! Die weltbekannten Fahrräder und Motorräder sind unerreicht in Schnelligkeit, Stabilität u. Eleganz Köln- Lindenthaler Metallwerke Akt.- Gesellschaft Köln- Lindenthal. Man verlange reich illustr. Katalog gratis von unseren Vertretern: Friedrich Häuser, Garbenteich( Oberhessen); August Weber, Lich( Oberhessen.)( 196) Eigentum u. Verlag der Gießener Zeitung 6. m. b. S. Verantwortlich für die Schriftleitung Otto Heinecke, für Reklame und Anzeigen Robert Roller, beide in Gießen. hatte, zöger schien, wie ruhiger, ma teste Staisers auf seinem feit heranreif heit und Of an die Lehr Sprache richtet finnung mit deutsche Jug deutschnation ternationalisi funde völkisd also zum de er die Vora ihm dereinst stellt fein w Die gro beigetragen fünftigen S Grunde de flären, zu fremden L dient der V ren Beruf a Insbesonder zenpaares in darin überein feiner Gemal beiden uns tommende A Reiche Freun zu sichern. Sonnenha Leben unsere hell ist kaum Hohenzollerni zen Laufbahn Reich Die ton Regierungsbe Wiesbaden fü gierungspräsid daß durch die partei, wie di menschluß all zuführen und v. Meister ha ** Die ten- Beri Stände zu be