mann rine Heßen. rei -0 Big. 0 " 0 1.05 000 2.00 4.75 70 Pfg. 35" 90 Pig. 75" 85" ter. S if Str. Neu! chützt. ackne ! eyl, und 128/130 brik Wilhelmsage. Us 129. ültigen ster bis gen. auen wolle Sockengarne schine! wollen wollen sind nzelge genannt, renfeld. lay, und bei m. Smidt fene Ver , auf drei 4. februar felbft Be Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 50 Pfg. monatlich vierteljährlich 1,50 Mt., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den ZweigErscheint ausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mr. - jeden Werktag früh.- Die„ Humoristischen Blätter“ Redaktion: liegen wöchentlich einmal gratis bei. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Herausgeber: Albin Klein& Otto Fischer. Nr. 30. ( 2. Blatt) So sind die nationalliberalen! ( Spezialbericht der„ Gießener Zeitung".) dritte Am 31. Januar 1911 fand im Reichstag die Lesung des Wertzuwachs steuergesetzes statt. Ein konservativer Antrag hatte die Steuer: Enthält alle amfl. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei sowie vieler anderer des Großherzoglichen Polizei- Amtes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) Samstag den 4. Februar 1911 von der bösen Wertzuwachssteuer definitiv gerettet. Aber der moralische Sieg bleibt diesmal den„ Be fiegten" Was ist nun daran wahr? Wahr ist, daß die nationalliberalen Abgeordneten Dr. Weber und Dr. Jungt gegen die Steuerfreiheit ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Petitzeile oder deren Raum, auswärts 20 Pfg.; die 90 mm breite Petitzeile im Re flameteil 50 Pfg., auswärts 60 Pfg.; Tabellen mit 50% Ausschlag. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungszieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlich! eit. Gesamtleitung: Albin Klein. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg. | die Nationalliberalen! Sind sie nun Sieger oder Besiegte? - Ueber die Schlußabstimmung über das ganze Zuwachssteuergesetz berichten wir morgen. Auch diese Abstimmung ist interessant.- freiheit der Fürsten von der Zuwachssteuer der Fürsten hielten. Die Abstimmung ergab jedoch laut Die Nationalliberalen und das Handwerk. er er= amtlicher Abstimmungsliste folgendes Resultat: Von den 49 Nationalliberalen stimmten mit„ Ja“ 18, mit" nein" 27 und 4 Abgeordnete, unter diesen Basſermann, fehlten. der zum Gegenstand. Für diesen Antrag trat Staatssekretär des Reichsschazamtes Wermuth mit seiner ganzen Autorität und Beredsamkeit ein. Der Antrag und wurde in namentlicher Abstimmung angenommen Unwahr ist, daß auf der„ Rechten" kein roter somit die Steuerfreiheit der Fürsten beschlossen. Das Berliner Hauptorgan der Natio- Farbenfleck das Unschuldsweiß" trübte,( rote Stimmzetnalliberalen, die National3eitung" bringt tel sind„ Nein“, weiße Zettel„ Ja“), denn von den 17 am Abend des 31. Januar über die Reichswertzuwachs- Mitgliedern der Wirtsch. Vereinigung stimmten 14, unter diesen die christlich- sozialen Abgeordneten mit steuer vor der Entscheidung" einen Leitartikel, in dem es inbezug auf Debatte und Abstimmung über die" nein"( also gegen die Steuerfreiheit der Fürsten), Steuerfreiheit der Fürsten wörtlich folgendermaßen heißt: der Abg. Vogt- Hall fehlte, da er als Württembergischer Landtagsabgeordneter im Landtag zu tun hatte und „ Mit Spannung wird dann den ersten Worten des nur 2 Abgeordnete stimmten mit„ Ja“. Ferner stimmAbgeordneten Weber( natl.) gelauscht, und als ten die auf der Rechten sitzenden Abgg. Böhme, Hilflärt, daß er seine Ansicht über die Steuerbefreiung der pert, Gräfe, Bruhn und Werner ebenfalls mit„ Nein“. Fürsten seit der zweiten Lesung nicht geändert habe, erDer Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß von den 49 tönt von den Bänken der Linken ein lebhaftes Bravo. Mit sehr wirkungsvollen Worten entkräftet der natio- Freisinnigen 41 mit„ Nein" stimmten und 8 Abgeordnalliberale Redner die Verlegenheitsargumente des Staats- nete fehlten. Von den 51 Sozialdemokraten stimmten 44 mit„ Nein“ und 7 Abgeordnete fehlten. sekretärs. Herr Wermuth wird sichtlich unruhig. Heute steht der Staatssekretär allein im Treffen, ohne Das Gesamtresultat der Abstimmung war mit die Unterstützung seiner Kollegen, und er macht wäh=" Ja" 166 und mit„ Nein" 139 Stimmen. Die Steuerrend leiner Erwiderung, die sofort von dem national- freiheit der Fürsten ist mit 27 Stimmen Mehrheit liberalen Dr. Jung sarkastisch zurückgewiesen wird, keine beschlossen worden. Von den 49 nationallibe glückliche Figur. Dr. Jungt polemisiert in glänzender ralen Stimmen famen also im Ganzen 5 Stimmen gegen die nur( 184-27) Weise gegen den Minister, unter wachsender begeisterter Zustimmung der Linken, während der schwarz- blaue Steuerfreiheit der Fürsten zur Geltung. Und deshalb die bombastischen Reden Block sich in betroffenes Schweigen hüllt." Dann heißt es über die Abstimmung selbst weiter: Herren Abgg. Dr. Weber und Dr. Jungk! Andererseits --Im Zentrum sieht man hingegen manche sind die Nationalliberalen Schuld daran, rote Nein- Zettel leuchten. Auf der Rechten trübt daß die Steuerfreiheit der Fürsten beschlossen wurde. Hätten die 18 Jasager auch mit„ Nein" gestimmt, natürlich fein Farbenfleck, das Un= schuld weiß, das freudige Bejahung so hätte das Abstimmungsresultat sich wie folgt gestaltet: 166( Ja) weniger 18 bleibt 148 Ja. Und 139 bedeutet. Bis auf sieben stimmen alle Na= ( Nein) plus 18 ergibt 157 Nein, sodaß dann die tionalliberalen mit„ Nein". Unter lautloser Steuerfreiheit der Fürsten mit 9 Stimmen Mehr Stille verkündet Präsident Graf Schwerin das Reheit abgelehnt worden wäre. Und nun lese man sultat: 166 Abgeordnete haben für den Antrag Nornochmal das Zitat aus der Nationalzeitung. So sind mann gestimmt, 138 dagegen. Die Fürsten sind also " 15 In Wetzlars Mauern. Von Rudolf Wetzlar. - II. */ - - - Industrie Die Ankunft Die ersten Eindrücke Eine kurze Wanderung- Der Städtische Badeanstalt Dom. Es war nur eine kurze Fahrt, welche mich von GieBen nach Wetzlar brachte. Ein trüber Januarmorgen war angebrochen, der Regen begann allmählich einzusetzen, und mit aufgespanntem Schirme hielt ich meinen Einzug in die altehrwürdige Stadt Wetzlar. Die befannte Weisheit, daß der Eindruck, den man bei dem ersten Betreten eines Ortes gewinnt, in vielen Fällen bestimmend für deren Gesamtbild ist, fand ich auch hier wieder bestätigt. Das Dröhnen der Fabriken ist der Gruß, Der dich empfängt. Die Schlote ragen auf wie Stämme, Daraus der Rauch zum grauen Himmel steigt. Jm kurzen Ueberfliegen zählte ich längs der Bahn zirka 20 Schornsteine; ein Aechzen tönte durch die Luft als schrie das Eisen auf in seiner Qual. Hier große zylinderförmige Vakuums und eine aus Eisen konstruierte schiefe Ebene, auf der die Lasten kreischend sich bewegen! Dort hohe, finstere Gebäude, vor denen graue Schlackenberge lagern!- Industrie! Heißes Ringen tausend fleißiger Hände in geschwärzten Räumen um das tägliche Brot! Ich ging die Bahnhofstraße entlang und bog links in die Stadt ein, überschritt den Schleusenkanal und stand nach wenigen Schritten vor einem prächtigen Gebäude, der städtischen Badeanstalt. Ich konstruierte = der schnell einen Zusammenhang zwischen dem Vorhingeschauten und diesem pompösen Bau. Praktische soziale Fürsorge war hier in wohlgefällige Formen gekleidet. Glückliche Hände, die dieses zu schaffen vermochten! Ein poetischer Tintentropfen scheint sich schon wieder in meiner Feder zu verirren; es ist die höchste Zeit, daß ich weiderschreite. Die Sehenswürdigkeiten drängen sich zu Haufen: Still verträumen auf dem schmalen Wasser kleine Frachtkähne ihre winterliche Ruhe, von der Lahn ertönt ein dumpfes Rauschen, und hoch oben thront als Abschluß der Dom mit seinen wuchtigen Formen. Wie bescheiden nimmt sich die Hospitalkirche dagegen aus! Ich überschritt die Lahn und gelangte in den Hauptstadtteil: Alt- Wetzlar. Die Bürgersteige wurden immer schmaler, ich zog meine Ellbogen fest in die Seiten und schob„ halblinks" vorsichtig an den Häusern vorbei, um keine Ladenscheiben einzustoßen. Aber trotz der größten Vorsicht kollidierte ich bald mit einer naseweisen Dachrinne, die durch hohles Geräusch gegen diese Anrempelung feierlichst protestierte. Verschiedene Male sprang ich auf den Fahrdamm, um galant einer mir entgegenkommenden Dame Platz zu machen. Aber schlimm denke ich mir den Fall, wenn zwei starrköpfige Menschen sich in entgegengesetzter Richtung aus diesen schmalen Trottoieren begegnen, von denen keiner Klügeren abgeben und aus dem Wege gehen will. Es könnte dabei zu höchst unliebsamen handgreiflichen Auseinandersetzungen kommen, die aber wohl bei den friedliebenden Bürgern Wetzlars nicht zu befürchten sind. Vorsicht ist aber besser als Nachsicht! Und ich habe es mir zum festen Prinzip gemacht, den breiten Fahrweg zu meinen Wanderungen zu benutzen, da ich wegen der den Es wird uns darüber geschrieben: zu Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, daß die Herren Nationalliberalen nie rechte Freunde des Handwerks gewesen sind, vielmehr verdankt das Handwerk gerade den Nationalliberalen die unberechenbaren Schägellose Gewerbefreiheit" die die liberale Mehrheit zustande digungen, die frühere Jahrzehnte ihm gebracht. Die„ zübrachte, schuf eine„ zügellose frivole Konkurrenz". Unzählige Existenzen" des Handwerksstandes gingen Grunde. Doch was störte das den Liberalismus. Hatte er doch erreicht, was er wollte, nämlich ein„, liberales endlich wertvoller" sein, als die Existenzfähigkeit vieler Prinzip" durchgesetzt. Das mußte ja dem Lande„ unHandwerker. Dem Liberalismus im Reich folgte der Liberalismus in den Einzelstaaten. Rücksichtslos wurde mit allen vorhandenen Schutzbestimmungen aufgeräumt. Die„ völlige ausschließliche Freiheit des Einzelnen" war gleichsam das Evangelium der damaligen liberalen Aera. Liberalismus einfach mit Hohn beantwortet, zahlreiche Zahlreiche Proteste seitens der Handwerker wurden vom Betitionen von ruinierten Handwerkern wurden von der liberalen Reichstags mehrheit sang- und flanglos unter den Tisch fallen gelassen. Dasselbe Schicksal erfuhren Handwerkerstande zugute kommen sollten. Es handelte Ge= sogar zwei Regierungsentwürfe, die einigermaßen dem sich um einen Gesetzentwurf auf Errichtung von werbegerichten und auf Bestrafung des Kontraktbruches. Doch die Handwerker ließen nicht nach, mit ihren Petitionen den Reichstag zu bestürmen. So standen 1874 Die wieder 240 Handwerkerpetitionen zur Beratung. Nationalliberalen wollten ihr Spiel vom vergangenen Jahr wiederholen und durch„ Uebergang zur Tagesordnung" diese Massenpetitionen wiederum beantworten. Eine konserrfative Interpellation an den Reichskanzler verhinderte es, sodaß schließlich„ Erhebungen" seitens des Reichskanzlers zugesagt wurden. Auch hier handelte es sich im wesentlichen um Abänderung der Gewerbe= ordnung. Unbekümmert um alle Proteste seitens der Handwerker setzte die liberale Reichstags mehrheit es auch 1876 wiederum durch, daß alle wieder eingegangenen Handwerkerpetitionen rundweg abgelehnt wurden bezw. durch Uebergang zur Tagesordnung ihre Erledigung fanden. Dasselbe Schauspiel wiederholte sich Jahr für vielen alten prächtigen Häuser, die jeden Altertumsfreund in Ekstase versetzen müssen, öfter stehen bleibe. war so Jch pilgerte über den„ Eisenmarkt" und gelangte durch den„ Brodschirm" nach dem Dom. Der Platz gut wie garnicht belebt. Kein Lärm störte die weihevolle Stille, die unbedingt nötig ist, um ein Kunstwerk zu genießen. Aufwärts wurde ich gerissen, fromme, erhebende Gefühle lösten sich beim Anblick des majeſtätischen Baues in meinem Innersten aus. Ich konnte mich nicht satt schauen! Eine halbe geschlagene Stunde stand ich vor dem Turm und dem neuen Hauptportal, das von leichtem Blätterwerk auf beiden Seiten stilvoll um= rankt ist, und deren Eindruck durch eine Galerie frommer Personen noch bedeutend erhöht wird. Doch auch mit dem Widrigen sich zu vermählen, hat sich die Kunst hier nicht gescheut. Wir sehen viele Teufelsfragen, geheim= nisvolle Spufgestalten, die als Rinnen das Wasser speien. Grotesk und gierig tragen sie den Kopf von Höllenhunden, Drachenköpfen und anderen Fabeltieren. Wie ich hörte, halten beide Konfessionen, wenn auch ab. So sollte es überall sein: friedlich nebeneinander in verschiedenen Schiffen, im Dom ihre kirchlichen Feiern unter einem Dache! - Jch ging denselben Weg zurück und bemerkte am Einungsperein in dankenswerter Weise aufgestellten gange der Brückenstraße einen vom Verschöner= Lageplan der Stadt. Ich studierte ihn genau und stellte fest, daß es für mich noch ein überreiches Pro= gramm zu erledigen gab. Für heute aber, lieber Leser, muß ich Abschied von dir nehmen, da mein Körper durch die anstrengende„ Entdeckungsreise" auf dem ungewohnten bergigen Terrain einer notwendigen Restaurierung bedarf. tlid. in Gießen. 11 Jahr, bis endlich 1878 die liberale handwerkerfeindliche Mehrheit des Reichstages gebrochen wurde. Die rüdsichtslose Ahlehnung der Handwerkerwünsche noch im Jahre 1877 als da waren Aenderung im Lehrlings= wesen, Beschränkung der Frauen- und Kinderarbeit, Beschränkung der Wanderlager und des Hausierhandels ließen das längst volle Maß an Geduld überlaufen und bei den Neuwahlen zum Reichstag kam dieser ganze Unwille des Volkes gegen diese liberalen Weltverbesserer zum Ausdruc. = Eine wohltuende Veränderung zeigte sich bereits im Jahre 1878. Abänderung der Gewerbeordnung, Vorschriften für den Hausierhandel, für Wanderlager, Innungen, Meister- und Gesellenprüfungen beschäftigten nun die gesetzgebenden Körperschaften. Ein Fortschritt nach dem andern wurdes nun erreicht und langsam wurde seitens der neuen Mehrheit wieder aufgebaut, was der Liberalismus rücksichtslos niedergerissen hatte. 1881 kam das erste handwerkerfreundliche Gesetz zustande: Aenderung der Gewerbeordnung( Innungswesen) betr. 1884 folgte das Gesetz betr. Lehrlingswesen, 1884-85 der Antrag bezüglich des Befähigungsnach weises, der natürlich wie alle vorangegangenen Anträge gegen den Liberalismus angenommen wurde. Leider versagte der Bundesrat diesmal, sodaß der Befähigungsnachweis wieder fiel. Doch die Bresche war geschlagen. Bereits 1890 teilte die Regierung mit, daß eine Regelung der Verhältnisse der KonsuRvereine, der Gefängnisarbeit und des Submissionswesens im Verwaltungswege seine Reformation finden werde und daß Gesetzentwürfe bezüglich der Abzahlungsgeschäfte, des Hausierhandels sowie der Handwerkerkammern vorbereitet würden. Mochte auch nicht alles sich erfüllen, was man in Handwerkerkreisen sehnlichst erhoffte, es war doch ein völliger Umschwung gegen früher unverkennbar. Diese Entwickelung der Gesetzgebung in handwerkerfreund= lichem Sinne hat angehalten. Nach und nach ist manches, ja vieles erreicht, viel gut gemacht, soweit das überhaupt möglich ist, was Liberale und Nationalliberale verdorben. Nur der Liberalismus, vom rechten bis zum linken Flügel, ist sich treu geblieben. Er hat genau wie früher auch bis in die allerletzte Zeit immer noch dem Handwerk versagt, worauf dasselbe berechtigten Anspruch erhebt. Soweit die Nation alliberalen in Frage kommen, will ich aus neuerer Zeit nur erwähnen, daß sie stimmten( Zur Gesangspflege auf dem Lande. „ Edle Sänger Sie machen uns den dürren Scepter blüh'n; Sie flechten den unsterblich grünen Zweig Des Lebens in die unfruchtbare Krone; Sie stellen herrschend sich den Herrschern gleich Aus leichten Wünschen bauen sie sich Throne, Und nicht im Raume liegt ihr harmlos Reich. Drum soll der Sänger mit dem König gehen, Sie beide wohnen auf der Menschheit Höhen." ( Schiller.) Ja, es ist eine wundersame, fast unbezwingliche Gewalt, die der Gesang auf jedes unverdorbene Menschenherz ausübt, und unser Bestreben muß es sein, in freudig- ernster Vereinigung die hehre Kunst des Gesanges zu pflegen. Kann es da Wunder nehmen, wenn selbst in dem weltverlorensten Dörschen der Gesang hoch und wert gehalten wird? Ueberall sind Gesangvereine ge= gründet und sei die Ortschaft noch so klein. Wird aber auch immer in idealer Weise der Gesang gepflegt? Die Frage ist unschwer zu beantworten. Man denke nur an unsere ländlichen Gesangfeste. Ist es da häufig nicht geradezu ein Hohn, wenn ein 8-10 Mann starker Verein darunter viel= fach noch 5 unmusikalische und stimmschwache Sänger auf der Tribüne erscheint und im Biedermeiertone einige Lieder im Genre des„ dummen August" in die Lüfte schmettert und am Ende noch zum Ueberfluß den Schlußton der Melodie um eine volle Terz zu tief singt? Es liegt uns vollständig fern, verallgemeinern zu wollen. Aber man sehe-selbst einmal zu, wie es bei einem ländlichen Gesangsfeste zugeht. Da strömen sie zusammen auf Wagen, per Rad, zu Fuß, es fommt der programmäßige Umzug mit dem üblichen Hurrageschrei beim Passieren einer Ehrenpforte, und der Gesang ist bei den meisten Nebensache. Die größte Zahl der Besucher ist eben nur darum gekommen, um nach Beendigung der„ musikalischen Genüsse" in gröBerer Gesellschaft das Tanzbein zu schwingen. Es ist nur eine verschwindend kleine Schar, die andächtig in der Nähe der Tribüne steht, um dem Gesange zu lauschen. Donnerstag, den 9. Febr., abends 8 Uhr in Matthäussaal: Bibelstunde.( Bilder aus der Apostelg schichte.) Pfarrer D. Schlosser. Nächstkünftigen Sonntag, den 12. Febr., findet in Abendgottesdienst Beichte und hl. Abendmahl für Ma thäus- und Markusgemeinde gemeinsam statt. Anmel ung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. In der Johanneskirche. Vormittags 9% Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde Pfarrer Bechtolsheimer. Abends 5 Uhr: Pfarrer Ausfeld. Beichte und hl. Abendmahl für Lukas- und J hannesgemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfar jeder Gemeinde erbeten. Abends 7 Uhr: Versammlung der konfirmierten weib lichen Jugend der Lukasgemeinde und Versamm lung der konfirmierten männlichen Jugend der Jo honnesgemeinde. Mittwoch, den 8. Febr., abends 8 Uhr: Bibel stunde im Lukassaal. Pfarrer Bechtolsheimer. Freitag, den 10. Febr., nachmittags 4 Uhr: Ver sammlung des Frauenmissionsvereins der Lukas- Ge meinde. Di es für m Diel Geld fur Derf mit gerin Wir hab koftüme f die diefen beginnt erft mit d Roftüm herzuftell Trachten b. h. nat in Materi in goldfir nicht echt Italieneri Kind den Mode aug find char taten, wi haben. I raum, dod tenden 23 Die Baup die klein Laffen fich hellen Tei Einfac in jedem das Baar Abends 5½ Uhr: Versammlung der konfirmierten weiblichen Jugend der Johannesgemeinde. Bath lische Gemeinde Samstag, den 4. Februar. Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Ge legenheit zur hl. Beicht. Sonntag, den 5. Februar. 5. Sonntag nach Epiphanie. Mariae Lichtme ß. Vorm. von 6% Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beicht. Vorm. um 7 Uhr: Die erste hl. Messe. Vorm. um 8 Uhr: Austeilung der hl. Kommunion. Vorm. um 9 Uhr: Hochamt mit Predigt. Vorm. 11 Uhr: hl. Messe mit Predigt. Nachm. um 5½ Uhr: Christenlehre; darauf Festandacht. Aber auch die Sänger ſelbſt können von Schuld nicht Die Ernährung u. das Blut freigesprochen werden. Es hat sich nämlich der Brauch herausgebildet, daß jeder anwesende Verein zwei Lieder zum Vortrag bringt, und so sind in den meisten verzeichnet, und bei Fahnenweihen, wo durchschnittlich in den Jahren 1881, 83 und 84 gegen das Gesetz Fällen zwanzig Gesangsnummern auf dem Programm bezüglich Erweiterung der Innungen, 1883 gegen Beschränkung des Hausierwesens, 1884 und 90 gegen den allgemeinen Befähigungs nachweis, 1897 gegen Beschränkung der Lehrlingshaltung( Lehrlingszüchterei), 1897 wurde auf Antrag der Nationalliberalen der Gewerbeordnung der§ 100qu einverleibt, welcher den Innungen nicht gestattet, einheitliche Preise festzusetzen, 1897 gegen den Befähigungsnachweis im Bau- Gewerbe, 1907 gegen Aufhebung des§ 100qu der GewerbeOrdnung. Doch auch auf Kongressen und Parteitagen haben die Nationalliberalen auf ihre Handwerkerfeindlichkeit nicht = verzichtet. Auf der Tagesordnung des Parteitages in Goslar 1906 stand rein schandehalber auch ein Referat über Mittelstandspolitik, also aus reinen Agitations gründen. Das ließ die„ Kölnische Zeitung" jedoch nicht schlafen, in heftiger Polemik sprach sie vom„ toten Stein", der dieser Tagung nur den Weg versperre. Der betr. Referent, der frühere Nationalliberale Abgeordnete PaBig leistete sich folgenden Erguß:„ Die Gewerbefreiheit haben wir dem deutschen Reiche mit auf den Weg gegeben, das war eine vornehme(? D. Verf.) Leistung der Partei." Einschränkend bemerkte er nachher, ,, daß wir keinen Mißbrauch der Gewerbefreiheit dulden dürfen“ und„ gegen Auswüchse müssen wir uns ener= gisch wenden." Daß auch dieser Ausspruch nur dem Agitationsbedürfnis entsprach und nicht aus eigenem Trieb entstand, beweist die Haltung der nationalliber alen Partei dem Handwerk gegenüber sowohl in früh eren wie auch in späteren Jahren. Nur die Sorge um ,, ihren Besitzstand" war es, daß man öffentlich sich dem Handwerkerstand so gewogen zeigte, denn die zügellose mehr Vereine versammelt sind als an den gewöhnlichen Gesangsfesten, sind 30 Lieder keine Seltenheit. Warum eine solche Belastung des Programmes? Ist nicht schon die Hälfte vollkommen ausreichend? Ist es auch äußerst ungünstigen Sitzverhältnissen so lange auf das Marterholz zu spannen? Das ewige Einerlei ermüdet schließlich auch den, der selbst den besten Willen mitgebracht hat, von Anfang bis zu Ende auf seinem Platz nicht eine geradezu starke Zumutung, die Zuhörer bei auszuharren. Wäre es nicht weit besser, nach vorheriger Vereinbar ung eine bestimmte Anzahl gleicher Lieder auszuwäh 80 bis 100 Sänger, die doch wohl meistens anwesend len und auf dem Gesangsfeste gemeinsam zu singen? somit das Wohlbefinden des gan Der Zustand des Blutes und zen Körpers hängt intim mit dem Ernährungsprozeß zusamm men. Normale Ernährung is unbedingt notwendig, um ge sundes und mit allen nötigen Bestandteil. ausgestattetes Blut zu erhalten und dem Körper Ge fundheit und Kraft zu verlei hen. sind, könnten bei einer derartigen Handhabung eine recht schöne Wirkung erzielen. Damit soll aber keinesWenn das Blut in seiner wegs gesagt sein, daß nicht auch stärkere und zugleich Zusammenseßung mangelt und len. Sie sind ein gutes Vorbild für die anderen San- peziell arm an roten Blutför auch tüchtige Gesangvereine sich einzeln hören lassen solgesbrüder. Und nun die Lieder selbst, die gesungen werden sollen? Auch hier ist die Antwort nicht schwer zu finden. Ganz schlichte Volkslieder. Hier ist das fruchtbare Feld, das einer gedeihlichen Bearbeitung auch durch unsere länd= lichen Gesangvereine harrt. Einfach und gut, das sei die Devise! D. 5. Lokal- Nachrichten. Siegen, 1. Febr. Die fürzlich stattgefundene Vertreterversammlung der Nationalliberalen beschloß, den jetzigen Vertreter des Wahlkreises Berghauptmann Vogel für die bevorstehende Wahl wieder aufzustellen. Weilburg, 1. Febr. Die Kruppsche Bergver waltung beabsichtigt den Bau einer Drahtseilbahn von Eppstein"-Obershausen nach Niedershausen- Waldhausen. „ Eppstein" Obershausen nach Niedershausen- Waldhausen. Gewerbefreiheit hat Jahrzehnte ihre furchbare Schreckens- Die Verhandlungen mit den Grundstücksbesitzern und den Gemeindevertretungen sind bereits im Gange. * Nieder- Ingelheim, 3. Febr. Präparator Hilgert hat mit einer deutschen Forschungsexpedition die Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. herrschaft ausüben dürfen, ohne daß von einem energischen Einschreiten der nationaliiberalen Partei auch nur etwas zu sehen gewesen wäre. Doch auch hier fehlt es bei dieser Art von Politikern nicht an Entschuldigungs- ser Tage seine vierte Afrikareise angetreten. gründen. So erklärt Pazig in Goslar überaus geistvoll ,, man sei immer mit anderen wichtigen Fragen beschäftigt gewesen". Man wird versucht, unwillkürlich zu lachen, doch die Sache ist zu ernst. Glaubt die nationalliberale Partei sich auf die Vaterschaft der liberalen Gewerbeordnung als etwas überaus Guten, wichtig machen zu dürfen, dann war es gerade ihre Pflicht, die Mängel dieses ihres Werkes zu beseitigen. Sich damit zu entschuldigen,„ man sei immer so sehr beschäftigt gewesen", ist eine so dummdreiste Verschleierung von Tatsachen, die festgehalten werden muß. Mögen aus diesen Zeilen unsere Handwerksmeister einmal wiederum ermessen, wessen sie sich bei den Nationalliberalen zu versehen haben. Wilhelm Albertsmeier. Sonntag, den 5. Februar, 5. Sonntag nach Epiphanias. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 9½ Uhr: Professor D. Schian. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäus- GeVormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäus- Gemeinde. Pfarrer D. Schlosser. Abends 5 Uhr: Pfarrer Schwabe. Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeinde. Dienstag, den 7. Febr., nachm. 4 Uhr im Matthäussaal: Frauenmissionsverein. perchen ist, dann sind Blutar mut, Bleichsucht, die natürlicher Folgen. Die Kräfte schwinden, blasses, fahles Aussehen, Ner vosität, große Müdigkeit, Ab macherung und Darniederlie gen der förperlichen und geisti gen Kräfte gen Kräfte sind die Folgen. ( 20 Die medizinischen Zeitschrif ten haben sich in höchst schmei helhafter Weise über Leciferis geäußert, als ein nicht hoch ge aug zu schätzendes Mittel um diese Zustände zu beseitigen. Der Preis von Leciferrin is Mt. 3 die Flasche: enthält Ovo- Lecithin 0.5, Eisen als Eisenoxydhybrat an 8uder gebunden 0.75, ar matische Bestandteile in Cognac und Alkohol 40.0. Rest destilliertes Wasser. Preis der großen Flasche Mt. 3, zu haben in Apotheken ganz sicher von: Universitäts- Apotheke Gießer und Engel- Apotheke in Frant furt a. Main. Rof keine Per ebenfalls werden n wählen; wei Eige Und Wie Wie Dom Berb Jacke etro neben den Pelz prote halblange die langere gedrungen Regentage Dadu als Crganz der des Ro an der Ja fierende bre Uebereinstin Machteil, d werden kan bie Länge nicht in 10 Teil dem G Fra 5 8 Uhr Der Apoi r., findet mahl für statt. Amm nde erbeten Alie abgebildeten Modelle können leicht im Haufe gefchneldert werden mit Hilfe von favoritfchnitten. Zu beziehen durch die hielige Verkaufsitelle: Alex. Salomon& Co., Schulftraße. Das Reich der Frau. Außer der Modell- nummer gebe man bei Bestellung von Schnittmustern der Internationalen Schnittmanufaktur zu Dresden- I. 8-31 als Maf an: für Taillen die Hälfte der Oberweite, für Röcke die ganze Hüftweite, die, wie die nebenftehende Abbildung zeigt, zu nehmen find. he. imer. Butasgemei sheimer. fas- und bei dem firmierten und Verjon Jugend be 3 Uhr: tolsheimer 54 Uhr: der Lukas 2. tonfirmi 8 Uhr: hl. Beid Communion auf Festand B utes m Desga tim Neue Moden. Die lange Wintersaison dieses Jahres, die spät fa..enden Saftnachtstage werden es für manchen nötig machen, fich noch ein neues Maskenkostüm anzufertigen. Diel Geld und Beit stehen gewöhnlich nicht zur Verfügung und so heißt es in kurzer Zeit mit geringen mitteln Apartes hervorzaubern. Wir haben deshalb hier noch drei Masken. kostüme für Erwachsene und Kinder dargestellt, die diesen Sorderungen entsprechen. Außerdem beginnt für die Kinder das Saschingstreiben erst mit den Saftnachtstagen selbst. Ein hübsches Kostüm für Erwachsene, das leicht und schnell herzustellen ist, ist das der Japanerin. Sollent Trachten wirkungsvoll sein, müssen sie echt, d. h. naturgetreu sein, und zwar naturgetreu in material, Sorm und Sarbe. Eine Zigeunerin in goldstrozzendem, peinlich sauberen Anzug ift nicht echt, so wenig wie die kurzen Kleider der Jtalienerin und Japanerin, die bereits als Kind den langen Kimono trägt. Da sich unsere Mode augenblicklich an das Japanische anlehnt, find charakteristische Stoffe in billigen Quali. täten, wie Rattun, Kretonne und ähnliches zu haben. Der Sarbe bleibt ziemlich viel Spiel. raum, doch wird sich ein heller Stoff mit leuch tenden Blumen stets am hübschesten machen. Die Bauptfache ist hier die Sigur der Trägerin, die klein und zierlich sein muß. Blonde Haare laffen sich durch eine schwarze Perücke ersetzen, hellen Teint dunkelt gelbe Schminke. Einfacher ist es mit Kindern, die wohl fast in jedem Kleidchen hübsch aussehen. Hier spielt das Baar eine größere Rolle, da man Kinder 3 zujam: rung um! nötig etes B rper G 1 verl n fein gelt u Blutfi Bluta türlic hwinde en, N Teit, niederl nd gei Solgen. Beitschri Lecifer hoch! ittel# eitigen. Ferrin uder gebunden 0 illiertes Waffer. Flai Rostüm: Jade Nr. 1981. Rod Nr. 3208. Nr. 2501. Mastenkostüm ( ,, Bolländerin') für Binder. Rostüm: Jade fr. 1982. Rod Nr. 3205. keine Perücke tragen läst. Ein niedliches, kleidfames Kostüm, das ebenfalls leicht herzust... ist, ist das der Holländerin. Knaben werden neben dem Indianeranzug das Clownkostüm am liebsten wählen; allerdings dürfen sie nicht zu zaghaft und schüchtern sein, zwei Eigenschaften, die heute nur noch selten zu finden sind. Und nun zur Srühjahrsmode. Wie soll das neue Kostüm aussehen? Mr. 907. Mastenkostüm( Japanerin") für Erwachsene. Nr. 943. Baja330. Um diesen Anzug immer wieder verwenden zu können, arbeitet man ihn aus dem billigen Nesselstoff. Die langen, weiten Beinkleider, unter denen der rote Strumpf und die weißen Schuhe fichtbar werden, bleiben unten lose. Die bis knapp zu den Knieen reichende Jacke ist oben eingereiht und bleibt unten ebenfalls lose, ebenso die langen, unten weiten Aermel, die glatt ins Armloch treten. Die vorderen Ränder, sowie die Beinlänge besetzen Ponpons aus schwarzer oder roter Wolle. Die Rüsche arbeitet man aus weißem Batist mit einer Tarletaneinlage und ordnet fte in Tollfalten; ein schmales Band faßt den inneren Rand ein. Eine hohe Mütze aus weißem Silz mit Ponpons vervollständigt den Anzug. Der Schnitt ist in 32, 36, 40 cm halber Ober. weite für 1,25 m. erhältlich. Nr. 943. Mastenkostüm( ,, Baja330") für Knaben. hohen Besatzteil aus Sammet, dann muß die Länge der Jacke so eingerichtet werden, daß sie entweder bis zum Ansatz des Besatz teiles reicht oder daß ein 3wischenraum von etwa 10 cm bleibt. Ein kleinerer Zwischenraum würde keinen guten Eindruck machen. Erhält der Rock geschweifte oder gewellte Querlinien als Garnitur, dann muß der 3wischenraum zwischen hier und dem glatten Jacken. rand ein noch größerer sein. Neben allen diesen garnierten Jacken behauptet sich die schlichte, einfache Jacke, deren Revers oder Schalkragen der Mode ent sprechend tief herunterreicht. Rostüm Nr. 1981 und 3208. Das vornehm schlichte Kostüm war aus lilafarbigem Cheviot gearbeitet und mit etwas dunkler getöntem Sammet garniert. Letzterer formte Umlege. kragen und Revers der Jacke, sowie die breite Blende, die den Rock zwischen der in Tollfalten. geordneten Vorder- und Binterbahn besetzte. Die Jacke ist halblang und zeigt zu den englischen nähten einreihigen Knopfschluß. Sür die Jacke ist der Schnitt in 44, 46, 48, 50, 52, 54, 56 cm halber Oberweite, zum Rock in 96, 100, 104, 108, 112, 116, 120, 125, 135 cm Büftweite für je 80 Pf. zu beziehen. Kostüm Ar. 1982 und 3205. Hier ergab marineblaues Tuch und etwas schwarzer Sammet das Material des für schlanke Er scheinungen besonders kleidsamen Kostümes. An der Jacke lader Vorder- und Rücken. teil auf den Büften pattenartig aus, außerdem find beide Teile dem leicht ein. gereihten, dreiviertellangen Aermel nur aufgesteppt. Die ermel. manschetten, sowie der Umlege. kragen sind mit Sammet belegt, während die Revers aus Oberstoff gearbeitet sind. Der Rock zeigt übereinstimmende Linien, treten hier Vorder. und Rücken. Das Material für derartige Srühjahrskostüme besteht je dem teil auf die in Salten gelegten 3weck entsprechend aus Tuch, Kammgarn oder Cheviot; auch Seitenteile. 3u dieser Jacke ist Sammet wird sich im Srühjahr noch mancher Vorliebe erfreuen. der Schnitt in 44, 46, 48, 50, Kragen und Revers werden vorherrschend aus abstechendem Stoff 52 cm halber Oberweite, zum gearbeitet. Neben Atlas und Bengalineseide wird Sammet, der Rock in 96, 100, 108, 116, 125 cm ja so überaus kleidsam ist, gern verarbeitet. Die weitere Garnitur Büftweite für je 80 Pf. erhältlich. besteht mit dem Rock übereinstimmend in Tressen und Soutache, Nr. 5148. Norfolkjadett. während die Knöpfe mit dem Garniturstoff bezogen werden oder übsch und praktisch für junge aus Metall bestehen. Da wohl der kleinere Teil der Srauen sich für jeden Zweck ein besonderes Kostüm anschaffen kann, ist es ratsam, den Stoff nur in allerbester Qualität zu kaufen. Nur rein wollene Stoffe lassen sich bügeln, die erste Hauptbedingung bei Anfertigung eines Kostümes, und nur allerbeste Stoffe können einen Regenguß vertragen, ohne gleich an Aussehen zu verlieren. Die Mehrausgabe macht sich durch größere Baltbarkeit reichlich bezahlt. Die neue Sarbe des Srühjahrs find Tone, die ins Graue über. gehen; daneben herrschen blau und lila in allen Nuancen, während die Jugend ein fattes Kirschrot bevorzugen wird. In diesen grauen Tönen sehen wir allerhand ruhige Streifen und Karomuster, die nur aus feinen, fast unsichtbaren schwarzen Streifen bestehen. Nicht unerwähnt lassen dürfen wir die stets vornehme 3usammenstellung von Schwarz und Weiß, die im Srühjahr immer wieder gern ge. tragen wird. P. G. Beschreibung der Bilder. Nr. 2501. Holländerin. Sür das niedliche Kostüm der Bol. änderin können die verschie. densten Stoffreste verwendet werden. Sehr hübsch macht sich ein Roch aus blau- weiß. gestreiftem Stoff, dazu das ein. gereihte Batisthemd mit seinen kurzen Puffen, das schwarze oder dunkelblaue Sammet. mieder und die mit bunten Blumen bedruckte Kattun schürze. Den Balsausschnitt umgibt ein gestärkter Umlege. kragen, während das Ganze die leicht gesteifte Bolländer. mütze, mit bunten Borten be. fetzt, krönt. Der Schnitt hier. zu ist in 32, 34, 36, 40 cm halber Oberweite für 80 Pf. erhältlich. Ar. 907. Japanerin. Als Material hierfür diente gelber, mit bunten Blumen bedruckter Wie immer hat auch dieses Mal der Winter den Uebergang Satin, während glatter, grüner vom Herbst zum Srühjahr gebracht. Bereits im Herbst wurde die Satin die Ränder begrenzte. Jacke etwas kürzer als in Sommer, dazu kommt, daß der Winter Gleicher Stoff füttert auch die neben den langen Mänteln aus Wollstoff die kürzeren Jacken aus weiten Aermel ab. Haupt. Pelz protegiert und so sehen wir zum Srühjahr die kurze und bedingung ist, die Salten des halblange Jacke. Aeltere Damen und vollere Siguren werden stets weiten Kimono vorn und die längere Jacke vorziehen. Neben der kurzen Jacke mußte not hinten grazios zu arrangieren gedrungen auch der lange Mantel aus leichterem material für und die um die Taille gelegte Regentage wieder eingesetzt werden. Schärpe aus weichem, ein. Dadurch, daß sich die für sich bestehende Jacke immer mehr farbigem material, hier grün als Ergänzung des Kostümes entwickelt hat, wurde auch ihre Sorm oder gelb, in der Rückenmitte der des Rockes angepaßt. Die Längs. und Quergarnituren sind zu einer großzen, hochstehenden an der Jacke harmonierend wiederholt und der den Rock öfter Schleife zu ordnen. Die hohe, zierende breite Saumstreifen erscheint hier als Querstreifen. Diese lockenlose Srisur mit ab. Uebereinstimmung von Garniturlinien an Rock und Jacke hat den stehendem Baarschopf verzieren Nachteil, daß die Jacke nur schwer zu einem anderen Rock getragen Chrysanthemen und kleine, werden kann. Ueberhaupt muß besonders bei quergarnierten Röcken japanische Sächer. Der Schnitt die Länge der Jacke gut ausprobiert werden, damit die Linien zum Kimono ift in 48 cm nicht in Widerspruch geraten. Die Jacke muß sich hier als ein halber Oberweite für 1,25 m. Teil dem Ganzen einfügen. Erhält z. B. der Rock einen modernen, zu beziehen. 5148 Nr. 6431. Bluse mit Kimonopaffe. fr. 1994. Langer mantel. Mädchen erscheinen stets die Norfolkjacketts. Als material dient Cheviot oder Loden. Vorder- und Rückenteile erhalten zwei auf. gesteppte Tollfalten, unter denen der schwarze Lackledergürtel hin. durchtritt. Die Länge ergänzt oben eine geschweifte Passe mit kleinen Oberstoffrevers, während der Umlegekragen mit Sammet bekleidet ist. An dem Aermel imitieren zwei Stepplinien eine Manschette. Der Schnitt ist in 36, 38, 40 cm halber Oberweite für 60 Pf. erhältlich. Nr. 6431. Bluse. Die hübsche Vorlage zeigt die Kimonopaffe mit einer Пaht auf der Schulter, die sich an dem dreiviertellangen Aermel fortsetzt. Unter diesem kommt eine Spitzenmanschette hervor, mit der der kleine Lak nebst Stehkragen harmonieren. Die Taillen. teile finò vorn in zwei Gruppen von ausspringenden Säumchen geordnet, im Rücken bleiben fie glatt. Die Ränder der Passe be gleitet eine leichte Stickerei, für die die Mustervorzeichnung unter Nr. 31 252 für 60 Pf. zu beziehen ist. Der Schnitt zur Bluse ist tin 44, 46, 48, 50, 52, 54 cm halber Oberweite für 60 Pf. erhältlich. Mr. 1994. Langer Mantel. Diese dem praktischen Zweck dienenden mäntel werden am besten aus grobfädigen, jedoch reinwollenen Cheviot oder aus karierten englischen Stoffen gearbeitet. Die erften Dorderteile treten mit einem angeschnittenen, ausladenden Teil auf die zweiten über. Hiermit harmonieren die nur dem rechten Tett angeschnittene Patte, sowie die den Ausschnitt begrenzende Sorm. blende, die mittelst zwei Knöpfen geschlossen wird. Den Aermel ziert vorn ebenfalls ein mit der Sormblende übereinstimmender Manschettenbesatz. Der Schnitt hierzu ist in 44, 48, 48, 50, 52, fv. 5148. Norfoltjadett är mädchen. 154 cm halber Oberweite für 1 m. zu beziehen. pothet Gieß Fra Frauen! Beachtet, leset und abonniert die Empfehlt bei den Geschäftsleuten die ,, Giessener Zeitung. 66 Für jeden Geschäftsmann gibt es Kein Er muss darauf sehen, dass kein wichtigeres Moment als das, sich sein Geschäft immer mehr auszudehnen. Stillstand ist gleichbedeutend mit Rückgang. Tag Das kann aber nur erreicht werden durch unausgesetzte Aufmerksamkeit und Tätigkeit. Kann doch vergeht, in der nicht wenigsteus einige neue Kunden gewonnen werden. ohne Es ist deshalb notwendig, unausgesetzt sachgemässe Mitteilung das Publikum garnicht wissen, dass man etwas gutes und neues zu liefern hat. Reklame zu machen, wofür die Giessener Zeitung eine gute Gelegenheit bietet, vier Abs ausg jede liege Selt nich N Die gen üb Der begründ ge des ungen der Ho einer V führte in dan wodurd Eingesandt. ,, Vaterländischen Blätter" den Fall veröffentlichen, dazu gezwungen, weil gerade der Stand des Herrn beweiskräftig dafür ist, daß er das Unrechte seiner Handlungsweise im Voraus erkennen mußte. Der Hinausgewie sene ist Herr Rechtsanwalt und Notar Dormann Wetzlar, der Tatbestand aber der folgende: in | wohner des Kreises Wetzlar. Hätte Herr Rechtsanwalt Dormann den geraden Weg eingeschlagen und am Tage vorher angefragt, ob er am Donnerstag in Hörnsheim zur Diskussion das Wort erhalten werde, so wäre ihm die Erlaubnis gern gewährt worden; die konservative Sache hat eine solche Diskussion nach keiner Richtung hin zu fürchten. Wir bedauern es auf das lebhafteste, gegenüber dem Führer der Nationalliberalen im hiesigen Kreise so haben handeln zu müssen, und ebenso lebhaft, daß wir un ser Hausrecht anwenden mußten gegenüber einem Manne in der Stellung des Herrn Rechtsanwalts. ge Wir verurteilen entschieden alle derartigen Störun gen, Saalabtreibereien u. dergl., und zwar gegenüber jeder Partei. Wir sind entschlossen, den Wahlkampf sachlich zu führen, unter Ausschluß jedes persönlichen Angriffs und jeglicher Privatverhältnisse. Wir achten jede ehrliche politische Ueberzeugung, und wir werden unsererseits peinlich darauf bedacht sein, keiner Partei in der Ausübung ihrer Agitation auch nur die ringste Störung zu bereiten. Wir werden aber auch in Zukunft unser Hausrecht rücksichtslos gegen jeden zur Anwendung bringen, welcher unsere Versammlungen stören will. Wir gestatten, wie wir wiederholen, jedem Wähler des Versammlungsortes gern Redefreiheit, in Wetzlar also auch unseren Herren Gegnern aus al len anderen Parteien. Am Dienstag, den 24. d. Mts., rief der national liberale Parteisekretär Henrich das konservative Parteisekretariat durch den Fernsprecher an, bemerkte: er möchte den konservativen Kandidaten gern sprechen hören, und stellte die Frage, ob dies für ihn gestattet sei. Seinem Wunsche wurde bereitwilligst stattgegeben. Als Herr Wunsche wurde bereitwilligst stattgegeben. Als Herr Henrich aber darauf drängte, es müsse vor Donners= tag sein, war uns klar, daß für Donnerstag von nat.lib. Seite ein kleines Schauspiel zu erwarten sei, zu dem Herr Henrich sich vorbereiten, bezw. die Rede des konservativen Kandidaten seinem Herrn und Meister Herrn Dormann vorher unterbreiten wollte. Man rechnete auf nationalliberaler Seite mit unserer Dummheit.- Schön! Dummheit ist zwar eine Gottesgabe, man darf sie aber doch auch nicht mißbrauchen, und darnach handelten wir. Auf Donnerstag, den 26. Januar, war von uns auf 8 Uhr abends eine Versammlung nach Hörnsheim einberufen. Auf denselben Abend und für dasselbe Lokal meldete nun auch Herr Rechtsanwalt Dormann bei der Bür= germeisterei Groß- Rechtenbach eben= falls eine Versammlung an. Herr Dormann | kann bei diesem Vorgehen nur geleitet gewesen sein von der Absicht, die konservative Versammlung zu stören. Seine Absicht war, nach Schluß unserer Versammlung sofort eine nationalliberale zu eröffnen und uns dadurch bei den Erschienenen lächerlich zu machen. Er als Rechtsanwalt mußte sich aber, wie gesagt, vorher darüber klar sein, welche Folgen seine Handlungsweise nach sich ziehen könne, besonders dann, wenn er uneingeladen und unaufgefordert bei uns sich einfand. Wir meinen, daß er sich der ihm zu teil gewordenen Behandlung garnicht aussetzen durfte. Ob aber jemand, der uneingeladen in eine fremde Gesellschaft mit der Absicht geht, sie lächerlich zu machen, und ihren Zweck zu vereiteln, nicht verdient, hinausgewiesen zu werden, überlassen wir gern der Beurteilung aller BeDie nationalliberalen„ Vaterl. Blätter" in Wetzlar beschäftigen sich in ihrer Nr. 4 vom 27. Jan. 1911 mit einer konservativen Versammlung in Hörnsheim. Die diesbezüglichen Ausführungen stehen mit der Wahrheit aber derart auf dem Kriegsfuße, daß sie einer näheren Erläuterung bedürfen. Die„ Vaterländischen Blätter" behaupten im Anfange jener Ausführungen: die Konservativen hielten gegenwärtig„ in führen größter Heimlichkeit" Versammlungen ab, und führen dann sofort weiter aus, daß bezüglich dieser Versamm lungen im„ Wetzlarer Kreisblatt" von konservativer Seite eine Erklärung veröffentlicht worden sei. Ob die„ Vaterländischen Blätter" ihre Leser so gering einschätzen, daß sie den großen Widerspruch, welcher in diesen bei den Behauptungen liegt, nicht merken, oder ob die Redaktion selbst bei der eiligen Nachtfahrt nach Hörnsheim etwas in Unordnung geraten ist, wollen wir dahingestellt sein lassen; wir stellen nur fest, daß zu unseren Versammlungen in gleicher Form eingeladen wird, wie von unseren Herren Gegnern, daß von irgend welcher „ Heimlichkeit" keine Rede sein kann, daß jeder Wähler des Ortes bei uns Redefreiheit erhält, bei unserer bevorstehenden Versammlung in Wetzlar also auch die nationalliberalen Herren. Das uns angedich tete„ schlechte Gewissen" scheint aber auf nationalliberaler Seite sich zu befinden, man würde doch sonst den ge= raden und nicht einen Schleichweg eingeschlagen haben. Die Behauptung der„ Vaterländischen Blätter": ein Führer der Nationalliberalen sei aus dem Saale gewiesen worden, ohne daß er auch nur ein Wort gesprochen habe, entspricht nämlich der Wahrheit. Der Hinausgewiesene und die Redaktion der„ Vaterländischen Blätter" scheinen indes das Empfinden für das Unrechte in der Handlungsweise des in Frage kommenden Herrn doch noch nicht ganz verloren zu haben; man hätte( fühlte man sich völlig im Recht) den Lesern den Namen des Hinausgewiesenen sonst sicherlich nicht verschwiegen. Wir würden den Namen des Herrn gern ebenfalls nicht öffentlich nennen, aus Rücksicht auf seine Stellung und die nationalliberale Partei. Wir sind aber, nachdem die Persil das - eine Ve werden Nach Vorlage nach de Bei stände, Wiederk furzer auch di men un freisein Die am Schlusse der Ausführungen der„ Vaterländi schen Blätter" gebrauchte schöne neue Redeblüte„ einer Kutsche mit betrübten Herzen" haben wir mit Dank an Herrn Henrich in die Mappe unserer Wahlhumoristika Herrn Rechtsanwalt Dormann sich„ fruchtbringend" ge aufgenommen; in welcher Weise aber die Tätigkeit von Das neue gewonnene Mitglied, den sogenannten„ früh stalten wird, wird der schließliche Wahlausfall zeigen eren konservativen Wahlmann von 1908c gönnen wi der Nationalliberalen Partei von Herzen. Heinrich Grund, Parteisekretär des fonservativen Provinzial vereins für die Rheinpovrinz. Selbsttätige Waschmittel! Wer seine Wäsche schonen und ihr größere Gebrauchsdauer sichern will, nehme zum Waschen nichts anderes als Persil, das bewährte, selbsttätige, unschädliche Erhältlich nur in Original- Paketen. Waschmittel von Millionen Hausfrauen. Der Waschtag bringt Ihnen keinen Ärger mehr! Persil wäscht ganz von selbst! Die Wäsche wird eingesetzt, etwa 1-2 Stunde gekocht und gut ausgespült; sie ist dann fertig, blütenweiß wie auf dem Rasen gebleicht. HENKEL& Co., DÜSSELDORF. Alleinige Fabrikanten auch der weltberühmten Henkel's Bleich- Soda. Die Die folgend Der 10. De politifd festen forderte bevorste ordnun zialdem richtung zeuge Mahnu geringer den, de der Kr den ge von de ternehm hältnis dessen Führun Rranter zu pa lichen fajfen terneh Krant Stimm Tro finanzi zahlen fraten iten w tampfe Möll Bes Ve der So umfang die So gestellt Stoff ständ mane beitgebe Den zw wird in Drud lenjchaft werbun und ge Wartezi tehen. wirtscha fajt aus Dienite Selbit bensba behörd ungeeig Der he