an, ieses icht für llem im das haus hört, ttags häd-illig. ch andschrift! Jud erhalter det schreibt schöne und t. Zu bedurch[ liesbaden Büste, olle Körper: urch Nähr Grazinol 6 unschäd furzer Zeit überrasch tlich empfoh Machen Sie wird Junea Mt 2-3 Mt. Porto 16 Apotheker #, G 35, ee 136. # 1. rtikel en, Sprizen in 72. Befte Merkar in [ 210/6 reell Frau iesbaden, se 551 SERDICHTEN OCHGLANZI er te tittel ! OHNE NKURRENZI Gießener Zeitung - ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich oferteljährlich 1,20 Mif., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Dienstags, Donnerstags, Samstags. Seltersweg 83. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 179. Erscheint Redaktion: Telephon: Nr. 362. Agadir oder- Olmütz Der Reichs- und Landtagsabgeordnete Dr. Arning, ehemaliger Stabsarzt in der Schutztruppe in Ostafrika und einer unserer besten Kenner des schwarzen Erdteils, ist dieser Tage von einer längeren Studienreise kreuz und quer durch Marokko zurückgekehrt und gibt Tanger aus der Rhein.- Westf. 3tg." eine Schilderung der Verhältnisse in Südwest- Morokko, wie sie besser nicht gedacht werden kann: von „ Ich habe nach den Studien und Erkundigungen, die mir möglich waren, und die ich eifrig betrieben, bereits angenommen, daß Marokko ein sehr wertvolles Land sei. Jetzt sage ich, daß nur der den wirtschaftlichen Wert dieses Stückes Erde ermessen kann, der es selbst gesehen. Die Mineralschätze sind sicher ganz ge= waltig, sind mindestens so, wie es der froheste Optimismus angenommen hat. Trotzdem sind sie nur ein ganz geringer Teil des Wertes. Man muß auf lang dauerndem Ritt durch das Land gesehen haben, welche landwirtschaftlichen Aussichten hier für eine wirklich ar= beitende Bevölkerung gegeben sind, um glauben zu können, daß so etwas überhaupt denkbar ist. Man begreift, wieso Afrika die Kornkammern des kaiserlichen Roms sein konnte. Klimatisch übertrifft dieses Land nicht allein jedweden Teil des afrikanischen Erdteils, sondern es verdient eine Stellung vor den besten Gebieten der südeuropäischen Halbinseln. Es ist für jeden, der halbzivilisierte Länder kennt, ein selbstverständliches Axiom, daß in einem Reiche wie Marokko wirtschaftlicher und politischer Einfluß ein untrennbares Ganzes sind. Hier wird der augenfälligste Beweis erbracht, daß das deutsch- französische Ab Abkommen vom Februar 1909 eine Unmöglichkeit ist, denn man sieht es, wie der wirtschaftliche Gewinn mit dem poli, ischen Einfluß zusammenfällt. Rücksichtslos nutzen die Franzosen diese Lage der Dinge, und sie würden können, selbst wenn sie die bestehenden Verträge achteten: hundert und tausendfältig aber ist der Bruch der Algecirasakte an Ort, und Stelle zu konstatieren. es Verhaßt sind die Franzosen den Eingeborenen, auch denen, die sie mit ihrem, oder besser: mit dem Gelde des Machsen für sich erkauften. Mit offenen Armen wird der Deutsche aufgenommen, nicht allein deswegen, weil man glaubt, er sei ein politischer Gegner des französi schen Einflusses, sondern weil man ihn rein persönlich höher schätzt. Trotzdem wendet man die wirtschaftlichen Vorteile denen zu, die die Macht in den Händen haben, oder wird unter fortgesetzter Verletzung der Algecirasafte gezwungen, es zu tun. - Wie eine Erlösung ging es durch die Reihen der Eingeborenen ich war noch im Innern des Landes, da es geschah als die Nachricht von der Anwesen= heit deutscher Kriegsschiffe durch die Lande flog. Der Augenblick, welcher gewählt wurde für das Eingreifen, war der letzte nur denkbare einen Monat, 6 Wochen später, und auch der ganze Süden mit Marrakesch wäre dem Drucke der Macht gefolgt gewesen. Jetzt ist ein Halt geboten für die Wünsche Frankreichs, das unübersteiglich ist und rückwirken wird weit hinein in das Land. Aber Mißtrauen üaerall- was nach den gemachten Erfahrungen den Eingeborenen nicht zu verdenken ist!„ Werdet ihr auch wirklich bleiben, werdet ihr nicht wieder fortgehen und uns der Rache der Franzosen preisgeben, nachdem wir eurem Schutz gehuldigt?" Das ist die immer wieder gestellte Frage. Der„ Temps", glaube ich, war es, der für das Verlassen von Agadir die zukünftige Präponderanz im ganzen Süden uns in Aussicht stellte. Die Rechnung ist schlau: Verlassen wir Agadir, so glaubt uns kein Araber, Berber oder Maure je wieder ein Wort. Trotz aller Versprechungen einer etwaigen bevorzugten Stellung im Süden würden wir wir nie dort festen Fuß wieder fassen können, wenn jetzt zurückweichen, wie wir im Laufe der letzten sechs Jahre schon öfters getan haben. Gehen wir wieder zurück, so wäre es für uns unendlich viel besser gewesen, niemals die deutsche Flagge in Agadir zu zeigen. Agadir, ein Name, kaum bekannt bisher, birgt eine große Entscheidung, groß nicht allein für die Zukunft, die in Marokko sich entwickelt. Hoffen und wünschen wir, daß Agadir nicht ein Olmüz wird!" Diese Worte eines anerkannten Fachmannes sind zu ernst, als daß sie in Berlin überhört werden könnten. Nachdem der„ Temps" jetzt schon mit scharf umrissenen ,, Rompensationen im Kongoland" hervorgetreten ist, wenn wir Marokko preisgeben, und nachdem Herr Asquith sich mit jeder Regelung außerhalb Marokkos zufrieden erklärt hat, was also heißt:" Innerhalb Enthält alle amil. Bekanntmachungen der Großherzoglichen Bürgermeisterei des Großherzoglichen Polizei- Amfes Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. ( Haus Brüder Schmidt.) sowie vieler anderer Donnerstag, den 3. August 1911. vor ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pig.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg.- Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Playzvorschriften ohne Berbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b.$. Telephon: Nr. 362. - 23. Jahrg. unter Wasser gesetzt werden, vielmehr wird ein großer Teil der hochgelegenen Ländereien über 1000 Morgen an Flächeninhalt von den Fluten des Sperresees verschont bleiben. Unter Berücksichtigung dieser, für viele Leute, die gern an der Scholle haften, erfreu lichen Tatsache, ist nunmehr beschlossen worden, in diesem hochgelegenen Rest der Bringhäuser Gemarkung ein neues Dorf: Neubringhausen erstehen zu lassen. Die Hauptsache bleibt, daß man gutes Trinkwasser erhält, deshalb sind bereits ausgedehnte Nachforschungen angestellt, um geeignetes Quellwasser aufzutreiben, wie es heißt, in den letzten Tagen auch mit Erfolg in den angrenzenden Waldungen zwischen Kleinern und Gellershausen. Marokkos wehe Euch!" ist doppelt zu verlangen,| Herzhausen unter Wasser setzt, wird auch das Dorf daß Herr v. Kiderlen- Wächter diese ernste Auffassung| Bringhausen in den Fluten für die Ewigkeit verschwin Arnings zu der seinigen macht und danach handelt! den. Jedoch wird die große Feldgemarkung nicht ganz Es ist gewiß nicht von ungefähr, wenn Prof. BekkerHeidelberg gerade jetzt( in der Sonnabendnummer des „ Tag") in einem Artikel unter dem Titel„ Eine Erinnerung an Olmüz" an dieselbe preußische Schmach wenig mehr als 50 Jahren anknüpft und daran gemahnt, wie sehr diese Erinnerungen mit der Gegenwart, namentlich im Blick auf England, zu tun haben:„ Da wir zurzeit feinen Bismard mehr besitzen, erscheint die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß die neuen, durch die Besetzung von Agadir veranlaßten Verhandlungen zu einem für uns wenig befriedigenden Ende führen; vielleicht könnte es England unter dem Beistande seiner Schutzbefohlenen und anderer Deutschlandneider wohl gelingen, einen Abschluß zu erzwingen, der dem von Olmüz ähnlich sehe. Vielleicht, aber gewiß, daß dann auch die Folgeerscheinungen, bis zu Königgräz, nicht ausbleiben würden." Das ist möglich. Aber besser iſt schon, wir lassen es nicht dazu kommen, viel kostbare Zeit und Kraft bis zu einem neuen ,, Königgrätz“ zu verlieren! ** Hus Stadt und Land. Gießen, den 3. August 1911. Stadtverordnetensitzung. Heute Nachmittag 4 Uhr findet die letzte Sitzung der Stadt= verordneten vor den Ferien statt. Auf der Tagesord= nung stehen u. a. elektrische Straßenbeleuchtung u. Fernzündung der Straßenlaternen. der Die Landes universität läßt der„ ,, Darmstädter 3tg." nachstehende, von dem Gesamtsenat ein= stimmig beschlossene Erklärung zu Gunsten des humanistischen Gymnasiums zur Veröffentlichung zugehen: Im Hinblick auf neuerdings wieder hervortretende Bestrebungen, den griechischen Unterricht an humanistischen Gymnasien preiszugeben, oder erheblich einzuschränken, erklären wir, daß wir ein solches Vorgehen mit Preisgabe des humanistischen Gymnasiums überhaupt gleichsetzen müßten. So fern es uns auch liegt, die Gleichberechtigung des Realgymnasiums und der Oberrealschule mit dem Gymnasium antasten zu wollen, so müssen wir doch dem humanistischen Gymnasium als Vorbereitung auf die gesamten Universitätsstudien nach wie vor eine besondere Bedeutung beimessen, und er= kennen daher in einer ernstlichen Schädigung dieser Schule zugleich eine schwere Gefahr für unsere eigenen Aufgaben. Dies gilt besonders für alle die weiten und wichtigen Gebiete, für die eine gründliche Einsicht in das Wesen und die Zusammenhänge geschichtlichen Werdens Grundlage und Voraussetzung bildet. Wir erachten es deshalb für unsere Pflicht, gegen jene schädlichen Bestrebungen so frühzeitig und nachdrücklich wie möglich Verwahrung einzulegen. Wir legen außerdem Verwahrung dagegen ein, daß die Schule für Schädigungen unserer Jugend haftbar gemacht werden soll, die wir nur als allgemeine Folgen der modernen Lebensgestaltung ansehen können, und wir erklären, daß uns gerade im Hinblick auf den Kampf gegen diese schädlichen Folgen jedes weitere Zurückweichen in den Anforderungen der Schule gefährlich erscheint. * - Von der Lahn. Infolge der immer noch anhaltenden Hitze ist der Wasserstand der Lahn gegenwärtig so niedrig, wie nie zuvor. Während in anderen heißen Sommern der niedrigste Wasserstand 35 Zentimeter betrug, werden gegenwärtig am Hafenpegel in Diez nur 25 Zentimeter gemessen. Viele Nebenflüßchen der Lahn bringen seit einigen Tagen überhaupt kein Wasser mehr. Die hellen Nächte haben jetzt ihr Ende erreicht. In unserer Breitenzone tritt der mitternächtige Dämmerungsbogen am nördlichen Horizont zuerst am 15. Mai auf. Am 22. Juni hat er seine größte Intensivität erreicht, und am 29. Juli verschwindet er wieder. Die Erscheinung erklärt sich daraus, daß die Sonne am 15. Mai weniger wie 18 Grad unter den Horizont tritt, am 22. Juni bei ihrem Untergange den höch sten Stand erreicht und am 29. Juli wieder zum ersten Male volle 18 Grad unter den Horizont sinkt, womit auch für den Norden völlige Dunkelheit eintritt, sofern nicht der Mond mit seinem schwachen Licht diese Dun kelheit mildert. Das Ende der hellen Nächte läßt allmählich den Herbst vorahnen. Von der Edertalsperre, 3. Aug. Sobald der große See der Edertalsperre in einigen Jahren das ganze Talbecken zwischen den Dörfern Hemfurth und Klein- Linden, 2. Aug. Beim Getreide- schneiden erlitt gestern vormittag die 29jährige Frau des Landwirts A. Schäfer einen Herzschlag. Nach einer anderen uns zugegangenen Mitteilung soll der Tod durch Hitzschlag hervorgerufen sein. == Lich, 1. Aug. Gestern wurde unter allgemeiner Anteilnahme der Arbeiter Neumann, der Ende voriger Woche der schrecklichen Hitze zum Opfer fiel, zur letzten Ruhe bestattet. Der jäh aus dem Leben Geschiedene war Vater von 11 Kindern. -t- Buzzbach, 3. Aug. Emil Spiro begeht am 6. August sein 25jähriges Jubiläum als Lehrer und Kantor der hiesigen israelitischen Gemeinde. Bad Nauheim, 3. Aug. Trotz aller, vermutlich von Konkurrenzbädern ausgestreuten, gegenteiligen Nachrichten kommt der Zar mit Familie in nächster Zeit zur Kur hierher. Die 3arin soll abermals 30 Bäder nehmen. Die Venen- Entzündung, an der die Zarin leidet, hat in der letzten Zeit eine atute Wendung genommen, sodaß ihr Leibarzt Dr. Botkin sich energisch für weiteren Gebrauch der Nauheimer Bäder ausgesprochen hat. Nach einem Aufenthalt von 6-8 W0chen in Bad- Nauheim, für den jetzt umfangreiche Vorfehrungen getroffen werden, beabsichtigt der 3ar mit seiner Familie nach der Krim zu gehen. -S= Alsfeld, 2. Aug. Auf unserem Pferde- und Prämienmarkt herrschte ein äußerst lebhafter Geschäfts= verkehr. Es waren aufgetrieben 224 Pferde, 68 Rinder, 155 Schweine und 141 Ziegen. An Prämiierungsmitteln wurden für die Pferde 1400 Mark, für Rinder, Schweine und Ziegen 1300 Mt. verausgabt. Mit dem Markt war eine stark beschickte Ausstellung von landwirtschaftlichen Maschinen, Mähmaschinen, Heurechen, Wagen, Geschirren und Geräten verbunden. * Darmstadt, 3. August. Wie die Großher30gliche Kabinettsdirektion mitteilt, ist in einer gestern abgehaltenen Besprechung mit Genehmigung des Großherzogs beschlossen worden, im Sommer 1913 eine große Ausstellung der Künstlerkolonie in Verbindung mit der Kunstindustrie und dem Kunstgewerbe zu veranstalten. Die Ausstellung soll in erster Linie künstlerische Wohnungseinrichtungen für Mietwohnungen von Familien mittleren Einkommens zeigen. Die Regierung wird eine Anzahl Staatsmedaillen zur Prämiierung von Firmen zur Verfügung stellen. Die gesamte Leitung der Ausstellung hat auf Anordnung des Großherzogs die Großherzl. Kabinettsdirektion selbst übernommen. * Mannheim, 2. Aug. Ein Blumenhändler wollte in seinem Laden einer Dame ein Geldstück, das zu Boden gefallen war, aufheben. Die Dame bückte sich ebenfalls und stach dabei dem Mann mit der Hutnadel ins Auge, das sofort auslief. Biedenkopf, 3. Aug. Um festzustellen, ob ein im Mai gestorbener Arbeiter in Berleburg an den Folgen eines Sturzes oder Schlages seinen Tod fand, wurde im Beisein des Gerichts die Leiche wieder ausWegen Beteiligung an einer Schlägerei gegraben. wurden im Talsperrengebiet etwa ein Dugend Kroaten verhaftet. Marburg, 3. Aug. Durch Einwirkung der ungewöhnlichen Hitze von über 40 Grad sieht man in den an Südabhängen gelegenen Gärten vielfach ge= bratene Stachelbeeren. Bis zur Hälfte des Durchmessers sind die Früchte völlig„ g ef och t" und Beeren. zeigen auch sonst Merkmale und Färbung gekochter Wie der Kaiser seinen Soldaten gehorcht. Keine Einrichtung einer Reichslotterie. Wie der Inf." mitgeteilt wird, ist die Meldung, daß die preußtsche Klaffenlotterie allmählich zur Reichslotterie ausgebaut werden soll, nicht richtig. Der Anschluß der süddeutschen Staaten erfolgt zu dem Zweck, den Einzelstaaten Einnahmequellen zu verschaffen, über die sie zum Teil noch nicht verfügen. Auch Preußen bezieht aus seiner Lotterie eine Einnahme, die es nicht abzugeben gebenft. Wenn aber die Schaffung einer Reichslotterie beabsichtigt wäre, dann müßten die Einnahmen der Lotterie zum Nachteil der Einzelstaaten an das Reich abgeführt werden. Die Initiative zur Einrichtung der preußisch- süddeutschen Klassenlotterie ging nicht von Preußen, sondern von den süddeutschen Staaten aus. Die konservative Stichwahlparole wird von der Streuz- 8tg." in einer Bolemit gegen den fortschrittlichen Abgeordneten Wiemer nochmals dahin firiert, daß diejenigen Parteien, die für die Stichwahl eine gegenseitige Unterstützung mit der Sozialdemokratie abschließen, auch ebenso behandelt werden müssen, wie die Sozialdemokratie selbst. Eine Bekämpfung der Sozialdemokratie sei überhaupt unmöglich, wenn man die Helfer und Förderer der Sozialdemokratie unterstütze. Die " Kreuz- 3tg." fügt dieser Auslegung der Heydebrandschen Stichwahlparole die Mitteilung hinzu, daß die Parole seit langem schon festgelegen habe. Aus Swinemünde wird der„ Inf." vom Aufenthalt pes Statsers daselbst folgender verbürgte Vorgang berichtet, der beweist, wie der Kaiser in jeder Lebenslage die strengste Beobachtung militärischer Vorschriften auch dann zu schäßen weiß, wenn sie ihm selbstUnannehmlich= fetten bereiten. Am zweiten Tage seiner Anwesenheit in Swinemünde fand ein Seeschießen statt, das einige größere Einschränkungen des Verkehrs an dem Strande notwendig machte. Der Kaiser ging am Morgen um einhalb neun Uhr mit dem General von Scholl und etnem Gefolge von mehreren Offizieren spazieren und fam dabei auch auf die Westmole. Hier war es des Seeschießens wegen nicht gestattet, weiter zu gehen. Als der Monarch mit seinem Gefolge zu den beiden Posten tam, die dastanden, um dem Durchgangsverbot Gehorsam zu verschaffen, untersagten ihm die Bosten das Wettergehen. Es ist ungewiß, ob sie gewußt haben, wen sie vor sich haben. Der Kaiser gab sich jedenfalls nicht zu erfennen, lachte nur und leistete der Aufforderung der Soldaten Folge. Als er einige hundert Schritte gegangen war, passierte ihm genau dasselbe. Auch hier standen zwei Soldaten als Posten, um jeden Verkehr zu unterbinden. Einer der Posten muß wohl den Monarthen erkannt haben, denn in streng militärischer Haltung meldete er, daß hier der Durchgang wegen der Lebensgefahr feinem Menschen gestattet werden könne. Auch diesmal gehorchte der Kaiser mieder lachend und machte zu seiner Umgebung die Bemerfung, daß seine Soldaten doch verteufelt auf dem Posten seien und ihre Instruktionen vorzüglich im Kopfe hätten. Da ihn die Leute nicht weiter gehen lassen wollten, so müsse er eben, wie er hinzufügte, hierbleiben, bis er Durchgangserlaubnis erhielte. Er lud seine ganze Umgebung zum Hinsetzen auf dem Rasenplatz ein, wo alle eine längere Beit bet dem Genusse einer Zigarre den Schießübun= gen aus der nötigen durch die Posten gebotenen Entfernung zusaben. Man kann daraus ersehen, daß es im militärischen Leben auch Fälle geben fann, wo der Kaiser seinen eigenen Soldaten gehorchen muß. Rundschau vom Cage. Politisches. Der Kaiser ist mit Gefolge Dienstag abend um 10 Uhr im Sonderzuge von Swinemünde nach Altengrabow abgereist. Das Publikum brachte dem Kaiser stürmische Ovationen dar. Aus den Gerichtssälen. teinbe Bageln Fin ger Anal tabl ver id mitte fälischen ein Bult 80 Wiart lich unit frant fand, Gr O 2008 beiden B bie 20 000 den Schw Soreiber ganze Sd verbaften Fin Menichent mahmittag Mrettor R aloberleb Ehwägeri Berli Warn nasiegeln men befe 100 0 en ftitr Haichinist farms ge Der Münchener Ordensschwindel vor dem Kriegss gericht. Wie aus München gemeldet wird, wurde der bayerische Oberstleutnant von Strizl gestern vom Kriegsgericht der ersten Division nach zweitägiger Ver handlung wegen Betrugs in mehreren Fällen zu fünf Monaten Gefängnis und Ausstoßung aus dem Heere verurteilt. Oberstleutnant von Strigl bat, wie seinerzeit berichtet wurde, gemeinsam mit dem Agenten Hahne Inserate in den Zeitungen erscheinen lassen, int welchen gegen Gewährung eines Darlehens Orden und staatliche oder kommunale Aemter in Aussicht gestellt wurden. Er erhielt auch in einer Reihe von Fällen Darlehen, hat aber nicht einmal den Versuch gemacht, sein Versprechen einzulösen. Die Gerichtsverhandlung hat ergeben, daß zumeist fleine Leute, Gewerbetret bende, Diener, Bauern durch den Angeklagten um ihre Ersparnisse oder ihr Vermögen gebracht worden sind. In der Regel waren 5000 Mart Darlehen verlangt fitr die Verschaffung einer Lebensstellung. Ein Bauer in Schwaben, der seinen Sohn beim Münchener Magistrat unterbringen wollte, hat 11 000 Mart verloren. Der angeklagte Oberstleutnant scheute sich nicht, die DarTehnsgeber in Uniform aufzusuchen oder sie in seinem Bureau beim Generalfommando zu diesem Zweck zu empfangen. Mit den Frauen Stellungssuchender trat er zuweilen in galante Beziehungen und führte davon unter der Ueberschrift Manöverstudien" eine Liste, die aus den Aften verschwunden ist. Der Verurteilte steht im Verdacht, diese Liste entfernt zu haben, als es ihm gestattet war, im Bureau des Gerichts in die bei ihm beschlagnahmten Schriftstücke Einsicht zu nehmen. Der als Zeuge vernommene Kriegsgerichtsrat bezeichnete diesen Zettel als ein niederschmetterndes Dokument für die Unmoral des Angeklagten, der im übrigen bestritt, den Bettel entfernt zu haben. Seinen durch Selbstmord aus dem Leben geschiedenen Helfershelfer, den Agenten Hahne, der den Oberstleutnant, gegenüber den Geprellten, als die rechte Hand des fünftigen Königs, des Prinzen Rupprecht, bezeichnete, hat der Angeklagte nach eidlicher Aussage der Witwe Hahne gleich nach der ersten Begegnung auf der Straße um 50 Mark antgeborgt und mit ihm ausschließlich verfehrt und verwe gene Geschäfte mit ihm gemacht, obwohl Hahne bereits sechzehnmal vorbestraft war. Die Kriegsgefahr auf dem Balkan ist wieder gewachsen. Die türkischen Vorbereitungen für den Kriegsfall und die Ausbreitung des albanesischen Aufstandes werden unentwegt fortgesetzt. Seit gestern haben drei Transportdampfer mit Truppen in Saloniti angelegt, um Kriegsmaterial an Bord zu nehmen. In den ver= schiedenen Wilajets müssen im Verlaufe von 4 Wochen je 7000 Pferde von der Bevölkerung gestellt werden. Starke griechische Banden sind auf türkisches Gebiet vorgedrungen. Ueber eine angebliche Grenzverlegung durch deutsche Soldaten sind verschiedene französische Blätter sehr auf= geregt. Sie bringen unter sensationellen Ueberschriften eine Nancyer Meldung, nach der sechs deutsche Soldaten die Grenze überschritten, Telegraphendrähte durchschultten und mehrere Telegraphenstangen umgeworfen hätten, und daß zwei von ihnen von französischen Jägern verhaftet und in das Gefängnis von Longwy abgeführt worden wären. An amtlicher Berliner Stelle ist über einen solchen Vorfall nicht das mindeste bekannt. Die Meldungen der Pariser Blätter flingen auch so unwahrscheinlich, daß sie einem der Size zum Opfer gefallenen journalistischen Gehirn zu entstammen scheinen. Der Kreuzer„ Beslin" ist gestern nach Tenerifa zum Einnehmen von Kohlen gefahren; das Kanonenboot„ Eber" nahm seine Stelle vor Agadir ein. Im Hinterlande von Agadir Herrscht Ruhe. Dieser Tage statteten sechs Scheichs eines gefürchteten Bergstammes dem Kommandanten der„ Berlin" einen Besuch ab. Ste erklärten, daß im Lande Genugtuung über die AnwesenKleine Nachrichten. Die Besserung im Befinden des Papstes dauert an, doch besteht der Zustand allgemeiner Schwäche fort. Audienzen werden immer noch nicht gewährt. Die gestrige Frühmesse hat der Bapst in seiner Privatkapelle zelebriert. Die Cholera verbreitet sich nicht nur in den Vororten von Konstantinopel, sondern auch im Zentrum Beras. Gestern waren dreißig Fälle zu verzeichnen, darunter elf tödliche. Auch in der Armee fordert die Cholera mehr Opfer, weshalb auch die nächsten Militärübungen eingestellt werden sollen. Bu empörenden Szenen fam es gestern in einem Hause in Cöln, wo der Pfarrer Becker, der eben eine Leiche einsegnen wollte, von sechs jungen Burschen angegriffen und an der Ausübung seiner seelsorgerischen Tätigkeit verhindert wurde. Als die Poltzet sich ins Mittel leate, fielen die Burschen auch über sie her, so daß die Polizisten von der Waffe Gebrauch machen mußten. Die Haupttäter wurden verhaftet. Infolge einer Spirituserplosion ist in Wannsee bet Berlin das 12jährige Töchterchen eines Kutschers Ie= bensgefährlich verbrannt. Das Kind hatte in einen brennenden Spirituskocher aus der Flasche Spiritus nachgegossen, wobei die Flasche explodierte und die Kleider des Kindes Feuer fingen. Es besteht wenig Hoffnung, das Kind am Leben zu erhalten. Ueberraschende Erfahrungen haben die deutschen Arbeiter gemacht, die jüngst ihre Rundfahrt durch Eng= I and vollendeten. Es fiel ihnen auf, daß in Leicester eine Massenversammlung mit dem Choral„ Nun danket alle Gott" eröffnet wurde. Die Schlußrede der Ver= sammlung, die der greise Herr Merttens, der dauernde Begleiter der deutschen Arbeiterdelegation hielt, trug durchaus religiösen Charakter und enthielt Gedanken, denen man sich nur anschließen kann, ohne mit den ZieYen der deutschen Suomitatis auth mus das ges ringste zu tun zu haben. Eine so starke und mächtige Bewegung, wie die deutsche Sozialdemokratie, so führte er aus, dürfe die Religion Christi nicht verleugnen, wenn sie auf dauernden Einfluß auf das Beste im Menschen, die Seele, rechnen wolle. Ferner beschwor er sie, von dem Gedanken einer gewaltsamen Umgestaltung der Gesellschaft zit lassen. Das beste Mittel, den Menschen zu bessern, set, wenn die deutsche Sozialdemokratie dafitr Sorge trage, daß jeder einzelne den Anfang mache.„ Wo der Haß ist, kann nichts Gutes gedeihen, wo aber die Liebe ist, wie sie Jesus gepredigt, da müssen die Menschen besser werden." 15) Jugendfreundschaft. ( Nachdruck verboten.) Ein gewaltiger Heide: und Waldbrand wütete geStern im Kreise Gelle. Das Dorf Wendisch- Evern war start bedroht. Von allen Seiten waren die Feuerweh= ren zur Silfe herbeigeeilt. Eine Strafanstalt, die sich nicht rentiert, ist diefenige zu Rhein in Ostpreußen. Sie ist eingegangen, weil feine Strafgefangenen vorhanden sind. Die An= stalt, die nur für Frauen bestimmt war, ist seit langer Zeit sehr schwach besetzt, so daß jetzt ihre Auflösung verfügt werden mußte. Die Räumlichkeiten stehen zum 1. August d. J. zur Verfügung. Vermischtes. Ein eigenartiges Gesuch an den Kaifer unterliegt gegenwärtig der Begutachtung durch das Kaiserliche Bl vilfabinett. Der Bureauvorsteher Harms in Steglig bei Berlin hatte kürzlich auf dem Tepeler Schießplate eine Granate gefunden, die dort etwa 45 Jahre in der Erde gelegen haben muß, da sie einem Modell aus der Mitte der sechziger Jahre entspricht. Das Fundobjekt ist inzwischen im Spandauer Feuerwerkslaboratorium entladen und zerlegt worden. Der Finder hat sich in einer Bittschrift an den Kaiser als Finderlohn die Erlaubnis erbeten, noch jest, obgleich er längst dem LandSturm angehört, durch Ablegen der Prüfung das Einjährig- Freiwilligen- Beugnis zu erwerben. Gleichzeitig bat er, ihn zum Unteroffizier der Reserve zu befördern. Es dürfte dies eine der originellsten Bitten sein, die je an den Kaiser gerichtet wurden. Ein Aft unglaublicher Robeit. der die gesamte Be vifferung der Gegento in gerechte Empörung versetzt hat, ereignete sich gestern in der Swinemünderstraße in Ber lin. Dort hat der Gastwirt Leipnitz im Verein mit seiner Frau und seiner Schwägerin ein Dienstmädchen mit einem Gummischlauch, einem Fleischbrett und durch Fußtritte derart mißhandelt, daß es im Krankenhause auf den Tod darniederliegt. Roman von G. v. Schlippenbach. Im Hochsommer reiste Frau Haideck zu ihrer Tochfer und Eva begleitete sie. Sie kamen recht milde von der langen Eisenbahnfahrt in Petersburg an, wo Alfred sie erwartete. Am folgenden Tage begleitete er die Damen nach Kaporinoff, wo Karla seit Anfang Mat mit ihrem Söhnchen lebte. In sehnsüchtiger Ungeduld wurden die Iteben Reisenden erwartet. Endlich war das Rollen der Räder auf dem weichen Waldboden zu hören. Karla war sehr bewegt, als sie die geliebte Mutfer und die langentbehrte Pflegetochter wiedersah, so vieles war inzwischen geschehen.- Alfred stand bescheiden im Hintergrunde und wartete, bis auch er sie begrüßen konnte. Karla streckte ihm lächelnd die Hand bin. Durch Wespenstiche schwer verletzt. Im Stadtpark zut Schöneberg bei Berlin stöberten am Sonntag in der Nähe der Untergrundbahn mehrere Kinder einen Wespenschwarm auf. Ein 1% jähriges Mädchen stach mit einem langen Stock in der ziemlich großen Deffnung des Nestes herum, als plößlich Hunderte von Wespen hervorquollen und sich wütend auf die Kinder stürzten, die im Nu von den Insekten bedeckt waren. Schreiend und vor Schmerz halb betäubt, warfen sich die Kinder zu Boden, ohne indes den gereizten Tieren entrinnen zu können. Besonders schlimm erging es der 1% fährigen Anna Feuer, die derartig von den Insekten zerstochen wurde, daß sie das Bewußtsein verlor. Man. schaffte die verlegten Kinder zu einem in der Nähe woh nenden Arzt, der die erste Hilfe leistete. Die zur Silfe herbetgerufene Feuerwehr füllte das Nest mit Petroleum aus und es gelana thr, den Wespenschworm nu fair oterunoiger zirveit zu vernichten. Blichtige Defraudanten. Der 20jährige Buchhalter Horstmann von der Norddeutschen Kreditanstalt in Königsberg fälschte in Gemeinschaft mit dem 23jährigen Buchhalter Boderke eine Zahlungsanweisung über 42 000 Mart. Sie erhoben durch eine Mittelsperson bet der Stettiner Filiale 28 000 Mart und wurden damit flitchtig. Die Betritger sind als Lebemänner bekannt, fie konnten noch nicht gefaßt werden. " Rolfa kann geben," sagte sie milt strahlendem Geficht, v, ich bin so glücklich!" In einem weißen, gestickten Kleidchen trippelte der Kleine noch etwas zaghaft auf den jungen Arzt au. " So, mein tapfrer Mann, das geht ja vortrefflich," Lobte Grotenbach erfreut. Der versiegelte Ader. Man schreibt den„ M. N. N.": Einen sonderbaren Anblick bietet ein Acer in der Ge-, meinde Biere bet Groß- Salze. Mitten im Felde erheben sich Stangen, die das farbige Pfändungszeichen des Gerichtsvollziehers aufweisen. Ein Landmann hatte von der Gemeinde den Acker gevachtet, war aber mit der Zahlung der Bachtsumme rückständig. Da sonst nichts But holen war, kam der findige Gerichtsvollzieher auf die Idee, den Acker auf diese Itebliche Weise zu verzieren. Der fühlste Gottesdienst. Als findiger Geschäftsmann hat sich ein amerikanischer Methodistenprediger in Chicago erwiesen, der vor sein Kirchenportal Zettel an geklebt hat, die folgendes besagen:" Der fühlste Gottes dienst in Chicago. Kurze Predigt und lange Erholung. Es wird ununterbrochen für die Mitglieder meiner Ge Karla Kannte durch Alfred Grotenbach ihres Mannes Leiden; sie hatte viel geweint, als sie es erfuhr, fetzt suchte auch sie in Gottes Fügung stille zu werden und nur noch das tiefste Mitleid gegen den Mann, den fie heiß geliebt, erfüllte ihre Seele. Ste begriff, daß er oft nicht zurechnungsfähig war, wenn er die heftigen Szenen machte, vor denen sie zitterte, daß Konstantin nicht für Dinge verantwortlich gemacht werden konnte, die er unter dem Drucke seiner Krankheit sagte und tat. In diesem Sinne sprach sie sich auch gegen ihre Mutter aus, es ging auch durch Frau Haidecks Herz etwas Bersöhnliches, Verstehendes. Der Sommer war ungewöhnlich lang und schön, so recht dazu geeignet, das Welke und Kranke herzustellen. Mit Heimlicher Freude beobachtete Frau Haideck Tochter und Enkelchen, die sich von Tag zu Tag erholten; Kolja entwickelte sich schnell, er plapperte fröhlich und war von Eva unzertrennlich, und Karlas schönes Geficht gewann einen ruhigen, glücklichen Ausdruck, über den sich alle freuten, und wohl am meisten der Arzt, dessen Kunst sich auch hier glänzend bewährte. Alfred war aber so beschäftigt, daß er nur sehr selten nach Kaporinoff fommen fonnte; seine Praris in der Stadt wuchs, die höchsten Personen Konsultierten ihn, es war Modefache gewor den, sich von dem jungen Deutschen behandeln zu lassen. „ Das ist Ihr Werk," sagte Karla herzlich,„ ich fange ant zu glauben, daß mein Kind mir erhalten bleibt. Steh doch, Mutter, er bat ganz rosige Bäckchen bekommen und er hat prächtigen Schlaf und guten Appetit." So plaudert Karla im neuerwachten Mutterglück. Später saßen die vier unter den hohen Tannen vor bem Hause in Kaporinoff, wirzig zog der Odem des Nadelholzes durch den Wald; es dunkelte bereits, das Bwielicht des Nordens sank hernieder, es waren jene weißen Nächte", in denen es nie recht dunkel werden will. von Ihnen. Werden Sie denn nie die Maske fallen lassen, daß meine leiblichen Augen Sie erblicken? Ich höre Ihr energisches Jch tue es nicht, nein, ich will infognito bleiben." Eva schickte der Redaktion in Hannover, der Hammer vorstand, aus Kaporinoff einige Feuilletons, es Iockte sie, ihn noch weiter zu neden; aus Siden und Norden sollte er E. Nordens Gedichte und Novellen er= halten. Sie bekam schnell die Antwort auf ihr Eingefandtes, dieses Mal war es ein längerer Brief Hammers, er schrieb: „ Verehrte Mitarbeiterin! Schade! Es wäre mir sehr interessant, Ihre pers sönliche Bekanntschaft zu machen. Wissen Sie, welches Bild ich mir von Ihnen ausmale, Verehrteste? Ich nehme an, daß Sie neugierig sind, wie die meisten Ihres Geschlechtes. Wo verbergen Sie sich? Bald aus dem sonnigen Süden, dann wieder aus dem hohen Norden höre ich et Treibe ft. Mie Nosto rlaub in fanten b minde ru Brand renbaus i brannt. G fonte ihr Also: Sie müssen noch fung sein, es liegt etwas wie Blütenstaub auf Ihren Gedichten und Novellen. Wie Sie sehen, kann ich auch poetisch werden. Sie haben nicht nur die Sonnenseiten des Lebens fennen gelernt, das Leid hat Sie beimgesucht, daher die schwermittige Färbung in Ihre Schriftstelleret, aber dieses Leid Itegt jetzt hinter Ihnen, dafür spricht der gesunde Humor und die Schelmeret in Ihren Arbeiten. Sie sind be geisterungsfäbig, prüfen aber oft zu oberflächlich und fleiden Menschen und Dinge in ein zu ideales Licht. Etwas mehr Energie wäre wünschenswert; Aeußerlichfetten verlegen Sie leicht, Sinn für Schönheit und Anpaffungsvermögen sind Ihnen eigen. Wundern Sie sich über diese Deutung? Nicht wahr, sie ist richtig? Nut, ich will Ihnen verraten, daß ich Graphologe bin und Ihre Handschrift mir das Gesagte ausgeplaudert hat. Da haben Sie des Rätsels Lösung, Verehrteste. Nun Jhr Aeußeres. Da gebe ich der Phantasie vollen Spielraum. Hören Sie: Sie müssen groß und schlank sein, von biegsamer Gestalt, Ihre Bewegungen sind weich und anmutig. Ihr Haar ist hellbraun, es lodt sich in weichen Ringeln um Ihr Köpfchen, der Teint ist eher blaß als rofig, aber es ist feine Krankhafte Blässe. Farbe der Augen, hm! das ist am schwierigsten zu beftimmen. Nun die fen, well gesperrt mit großer term, die m wild geber Baufe aut f menden u Benftern Ezenen fpi Raferei un fergebracht Ben umget ben worden mern begr Die B Unfall. Der Jeim veru wurf gema Getränke f child herbe brer hat Berfaffung gungen ein femmlung ten zur 8 , obgleich fam gemad uf blefe mit großen ben Dampf Jug zum hon einge bazu die ait, nicht Grantfurt burdaus a tereffen an Intereffe de mauträg bigfelt ip bel ber Si anderer Bu ge vor 2 Me Rede w Me Maschin Bellt war, mobl thr d trobem et envertraute ung name früber gefa mit Blatter Der Befitr merde. Di Inipettion Ich ho pern und 16, fröhlic men aud) 15 midh tr Titig aut it geformt, ein Teit. Ich Edelm fted So, da gerent M Bitte 11 Geehrt Da Gi Lung meine Bes aug Das Thre ammalt. berlösche un bin, die Aber d Alfo: bell, es ist a raten? De en grait, eint June fehlt, geehrt Barben, wi muß. Die Hidh- graut, Lelder fehlt Wund. Hlemmer f Eva La egBa der vom Ber fünf eere ner: nten , tit und tellt llent acht, ung ret thre ind. fitc cin giftDat nem Der zu trat von dte teht thm ihm Der nete fitr ritt, bit dett den gs, gte tach Altwe eits tegt 3t ltz aße der der fett um int Gr= nd= Sintitig die meinde Etswaffer und Gefrorenes herumgereicht. Das Fächeln ist gestattet, auch das Ablegen der Röcke." Ein Fünfzehnjähriger als Einbrecher. Ein 15jährtger Knabe hat in M.- Gladbach einen Einbruchsdiebtahl verübt und einen Scheckbetrug versucht. Er ließ ich mittags im Geschäftsgebäude der Rheinisch- Westfältschen Disconto- Gesellschaft einschließen, erbrach dann ein Bult, dem er das Geld aus der Portofasse und für 80 Mart Wechselmarken entnahm und öffnete ſchließlich mit einem vorgefundenen Schlüssel den Bücherschrank, in welchem er ein Scheckbuch der Reichsbant fand. Er füllte dann einen Scheck mit einem Betrage von 20 000 Mart aus, fälschte die Unterschriften der beiden Bankdirektoren und wollte an der Reichsbank die 20 000 Mart beheben. Dort erkannte man jedoch den Schwindel, da der sonst so raffinierte Knabe, der Schreiberlehrling eines Rechtsanwalts ist, gleich das ganze Scheckbuch zeigte und ließ den jungen Gauner verhaften. Ein schweres Bootsunglück, dem drei blühende Menschenleben zum Opfer gefallen sind, hat sich gestern nachmittag in Warnemünde ereignet. Der Gymnasialdirektor Ruchhöft aus Kottbus mit Tochter, der Gymnafialoberlehrer Professor Dr. Mie mit Tochter und Schwägerin aus Berlin sowie Oberlehrer Dr. Rensch aus Berlin Iteßen sich von dem Ingenieur Ohlerich aus Warnemünde in einer Halbjolle auf die See htnaussegeln. Das verhältnismäßig fleine, mit 7 Personen besetzte Boot fenterte infolge des böigen Windes 100 Meter von der Westmole entfernt und alle Infassen stürzten ins Wasser. Dem in der Nähe liegenden Maschinistenanwärter Weidlich und dem Offizter Harms gelang es, mit ihren Booten vier der im Wasfer Treibenden zu retten. Dagegen ertranken Ruchhöft, Mie und Rensch. Die Ertrunkenen sind sämtlich aus Nostock gebürtig und verbrachten alljährlich ihren Urlaub in Warnemünde. Die Leichen der Verunglückten In Warnefonnten bisher nicht geborgen werden. münde ruft der Unfall allgemeine Teilnahme hervor. anderen Heizer mitgab, aber sonst nichts tat, den Führer| liche Bosten wurden für verdorben erflärt und der unter eine schärfere Kotrolle zu nehmen. Einen grauenhaften Tod fand vor kurzem der Führer Holstein des dem Gouvernement von DeutschOstafrifa gehörigen, auf dem Rufidschi- Fluffe im Bezirke Mohoro stationierten Heckrad- Dampfers Tomondo". Holstein war zur Abrechnung über seine Dampfereinnahmen und zum Lohn- und Gehaltsempfang nach dem etwa 2% Stunden weit entfernten Orte Mohoro, dem Sitze des Bezirksamts, geritten. Den Rückweg trat er erst am Spätnachmittag furz vor Dunkelwerden an, nachdem er seine beiden farbigen Diener mit dem Gewehr vorausgeschickt hatte. In der Dunkelheit wurde er furz vor den Wegende in der Nähe des RufidschiFlusses von drei Löwen, die sich an einem Bachübergange im dichten Dunkel verborgen gehalten hatten, angefallen und getötet. Die Diener Holsteins wurden auf das Ausbleiben ihres Herrn aufmerksam, als das reiterlose Tier in rasender Angst angestürmt fam, und alarmierten sofort die eingeborenen Einwohner eines nahen Negerdorfes. Bei der nach alsbaldiger Benach= richtigung des Bezirksamts am nächsten Morgen veranstalteten Treibjagd und Streifsuche wurde die schrecklich verstümmelte Leiche des Holstein im Dickicht nahe der Unfallstelle gefunden und ein Löwe zur Strecke gebracht. Brand eines amerikanischen Irrenhauses. Das Jrrenhaus in Hamilton im Staate Ontario ist niedergebrannt. Es beherbergte 600 Insassen. Die Feuerwehr fonnte thre Fahrzeuge nicht bis zur Brandstelle schaf fen, well die Zugangsstraßen durch Straßenarbeiten abgesperrt waren. Das Wärterpersonal handelte jedoch mit großer Entschlossenheit und es gelang den Wärtern, die metsten ihrer Pfleglinge aus dem brennenden Hause zu schaffen. Oft mußten dte Wärter Gewalt antwenden und die sich verzweifelt Wehrenden aus den Fenstern in die Sprungtücher werfen. Grauenhafte Szenen spielten sich unter den Frren ab, die sich wie wild geberdeten. Am fürchterlichsten gestaltete sich die Raferet unter den 85 Unheilbaren, die im 5. Stock untergebracht waren und von denen anscheinend die metsten umgekommen find. Bis jetzt sind 8 Leichen gefunden worden, doch sind sicher noch viele unter den Trümmern begraben. art der Bef= mit ing pent ten, end der ten ähBer tan. oh= tife ro wy 2." Geer hent atte der chts auf ren. fts= in alt= tes mg. BeMen Ich inperches Ich -C Auf entsegliche Weise verunglückt sind im Berner Jura vier im Dienste einer Portlandzementfabrik ste= hende Steinbrucharbeiter. Die Arbeiter wollten kurz vor der Mittagspause in dem unterhalb der Station Liesberg gelegenen Steinbruch noch eine Sprengung vornehmen. Während der Mineur damit beschäftigt war, das Bohrloch zu laden, erfolgte plötzlich eine furchtbare Explosion. Alle vier Arbeiter wurden einige Meter tief in die Grube hinabgeschleudert und von einem Hagel von Steinen und Blöcken überschüttet. Als kurz nach der Katastrophe die Kinder der Verunglückten ihren Vätern das Mittagessen in den Steinbruch bringen wollten, fanden sie diese in schrecklich verstümmeltem Zustande tot vor. Die Ursache der Explosion wird wohl nie festgestellt werden können. Nach einer nicht unwahrscheinlich klingenden Annahme bat vielleicht der Mineur statt des hölzernen Ladestockes, wie vorgeschrieben, eine im Sonnenbrand heißgewordene Eisenstange zum Feststampfen der Ladung benüßt. Die bet der Katastrophe verunglückten Familienväter hinterlassen zehn noch unerwachsene Kinder. städtischen Vernichtungsanstalt überwiesen. Bränte, die kein Wort reden dürfen.... Im fo reanischen Volfe ist es Brauch, daß eine Braut an th rem Hochzeitstage kein Wort sprechen darf. Ob ihr der verliebte Bräutigam die zärtlichsten Worte ins Ohr flüstert, ob ihr die Eltern noch zuguterletzt alle mögli chen guten Lehren mit auf den dornigen Pfad der Che geben, ob sie Freunde, Verwandte und Freundinnen mit Glückwünschen überschütten, die strenge Sitte verlangt es, daß die Braut auf feine Schmeichelei, auf feinen Glückwunsch antwortet. Vielleicht soll damit nur angedeutet werden, daß dem Bräutigam noch eine kurze Galgenfrist gewährt ist, in der er das Wort führen kann, und daß nach dem Hochzeitstage die junge Frau das Recht hat, desto mehr zu reden. Immerhin muß es fütr eine Fraut eine entseßliche Tortour sein, einen ganzen Tag fein Sterbenswörtchen sagen zu dürfen... Ein kleines Mißverständnis. Aus Schlesien wird der Frts. 3tg." folgendes Geschichtchen erzählt: Eine Frau Rosa H. in Stoberau hatte bisher die Vormundschaft ihres Sohnes in Händen. Anläßlich seiner Großjährigkeit wurde die Frau vom Vormundschaftsgericht aufgefordert, unverzüglich die Bestallung" einzusenden. Die in der Amtssprache nicht sehr bewanderte Frau dachte über das Wörtchen Bestallung" lange nach; schließlich, als sie sich über seine Bedeutung nicht flar zu werden vermochte, ging fie zu einem„ Ortsweisen", dessen Geist jedenfalls auch nicht sehr weit reichte. Denn andern Tags lief beim Vormundschaftsgericht ein großer Bogen ein, der folgenden Bericht enthielt:" Int der Bestallung des H. sind vorhanden: ein Ochse, zwet Kühe, ein Kalb, ein Hahn, sechs Hühner, zehn Hühn chen, zwei Gänse, dret Paar Tauben und fünf Karnickel. Ein sonderbarer Rebensmüder hat am Sonntag vormittag seinem Leben ein Ende zu machen versucht. Der 32jährige Schneider 3. aus Rirdorf bet Berlin hatte mit seiner Gattin in letzter Zeit häufig Streitig= keiten, so daß er lebensüberdrüssig wurde und in den Tod zu gehen beschloß. Er begab sich deshalb nach der Laubenkolonie am Köllnischen Ufer in Nixdorf und wollte sich dort erhängen. Er hatte aber einen zu dün nen Strick gewählt, denn plößlich riß die Schnur und B. stürzte zu Boden. Der Vorfall war von mehreren Bassanten bemerkt worden, und man löste dem Lebensmüden, der inzwischen das Bewußtsein verloren hatte, die Schlinge vom Halse. Zu ihrem Erstaunen fanden die Retter auf der Brust des Mannes einen Bettel, auf dem folgendes stand:" Für den Fall meines Todes trage ich 150 Mark für die Beerdigungskosten bei mir. Sollte ich jedoch nicht sterben, so bitte ich, mich in meine Wohnung zu bringen." Der vorsichtige Selbstmörder wurde jedoch, entgegen seinem Wunsche, in das Rirdorfer Krankenhaus eingeliefert, wo er sich in wenigen Stunden so wett erholte, daß er nach Haus gehen konnte. Die Berliner Lokomotivführer und der Müllheimer Unfall. Dem Lokomotivführer Platten, der den bei Müllheim verunglückten Schnellzug führte, war der Vorwurf gemacht worden, er set durch den Genuß geistiger Getränke schläfrig geworden und hätte dadurch das Unglück herbeigeführt. Der Verein Berliner Lokomotivführer hatte deshalb über Platten und seine geistige Verfassung zur Beit des Unfalls authentische Erkundtgungen eingezogen. Das Resultat wurde in der Versammlung des Vereins mitgeteilt. Hiernach muß Platten zur Zeit des Unfalles irrsinnig gewesen sein, da er, obgleich von seinem Heizer zweimal darauf aufmerksam gemacht, daß der Zug in Müllheim halten müsse, Auf diese Burufe gar nicht reagierte, sondern ihn nur mit großen Augen ansah. Als dann der Hetzer selbst ben Dampf absperrte und Anstalten treffen wollte, den Bug zum Stehen zu bringen, war die Katastrophe schon eingetreten. Diese Erklärung ist, so bemerkt bazu die Frtf. 3tg.", ein Dokument schöner Kameradschaft, nichts weiter, und die ersten Angabent in der Frankfurter Bettung" mitssen demgegenüber sachlich durchaus aufrecht erhalten werden, denn über den Intereffen an einer einzelnen Person steht das Sicherheitsinteresse der Allgemeinheit. Blatten hatte am unglückstage vor Antritt feines Dienstes mehr actrunken, als hm zuträglia war, und wenn man von Unzurechnungsfähigkeit spricht, so war diese zweifellos die Folae eines bet der Size zit reichlichen Alkoholgenusses. Aber ein anderer Bunkt, von dem in der Oeffentlichkeit noch nicht die Rede war, fällt schwer ins Gewicht. Man muß gegen dte Maschineninspektion Offenburg, der Platten unterstellt war, den Vorwurf erhaben, daß sie Platten, obwohl thr dessen Eigenart" längst bekannt sein mußte, trotzdem eine der großen, schnellfahrenden Maschinen anvertraute. Schwer ins Gewicht fällt in dieser Beztehung namentlich, daß der alte Hetzer, mit dem Platten früher gefahren war, sich geweigert hatte, noch weiter mit Platten auf derselben Maschine Dienst zu tun in der Befürchtung, daß einmal ein Unglück passieren werde. Diese Wahrnehmung wurde von der MaschinenInspektion nur insofern beachtet, als sie Platten einen wie Wte ben rnt, Hige tegt mor be= und icht. lichAnfich nen hrift Ste tafie mer utig. Rinals die Ich hoffe, sie sind blau, mit langen, dunklen Wimpern und feinen, schwarzen Brauen; ste können kindlich, fröhlich lachen, diese blauen Augen, aber sie können auch ernst und nachdenklich dreinschauen. Sollte tch mich trrent, so bitte ich Ste gütigst, meinen Irrtum richtig zu stellen. Ihr Mund ist frisch gefärbt und schön geformt, ein Grübchen im Klun deutet auf Schalthaftigfeit. Ich schwärme nämlich für Grübchen, der lose Schelm steckt darin. Ein Brand in Pyrmont. In dem bekannten und viel besuchten Badeorte Pyrmont ist Dienstag morgen ein Brand ausgebrochen, der rasch eine große Ausdehnung nahm und unter den Kurgästen begreiflicherweise Aufregung verursachte. Das Feuer entstand im Dach des Anbaues des Fürstlichen Badehauses. Da der geringe Wasserdruck die Löschung undurchführbar machte, konnte das Uebergreifen des Feuers nach dem Kurhotel nicht vermieden werden, so daß auch von diesem Gebäude die oberen Stockwerke vernichtet wurden. Nach Ansicht des Kurdirektors handelt es sich um Selbst entzündung des Moorlagers. Es wird angenommen, daß das zu Umschlägen trocken gehaltene fein gemahlene faserige Moer in der großen Size sich selbst entzündet hat. Jedenfalls hat der Wächter das Feuer 10 Minuten vor 3 Uhr zuerst im Moorlager bemerkt. Das Feuer hat in wenigen Minuten das gesamte Dachgestühl des Kurbadehauses ergriffen und war von hier aus auf das Kurhotel und Kurhaus übergesprungen, hier ebenfalls die Dachstühle in Brand setzend. Mit großer Schnelligteit verbreitete sich das Feuer über das Dachgebälk des zusammenliegenden großen Häuserkomplexes des Moorbadehauses, des Kurhotels und des Kurhauses, so daß es nicht mehr gelang, das Mobiliar aus dem oberen Stockwert in Sicherheit zu bringen. Die Kurgäste konnten ohne Gefahr das brennende Hotel verlassen. Auch ist ihnen ein Sachschaden kaum entstanden. Damen im Negligé mit großen Hüten auf dem Kopf stürzten in großer Erregung auf die Straße. Allerlet Gegenstände wurden auf die Straße geworfen, die bald einen eigentümlichen Anblick bot. Aus den mittleren Stockwerken fonnte so ziemlich alles Mobiliar gerettet werden. Das Kurhaus ist bis auf die Parterre= räumentedergebrannt. Das Feuer konnte um 3% Uhr nachmittags als gelöscht betrachtet werden. Die Kurdirektion hat sofort alle erforderlichen Maßregeln getroffen, um besonders die Badezellen wieder instand zu setzen, so daß heute früh mit dem Baden wieder begonnen werden konnte. Auch das Kurhotel wird in 14 Tagen wieder soweit instand gesetzt sein, daß es eine beschränkte Anzahl von Gästen aufnehmen kann. Die Gebäude find Brinatbesitz des uren v. saldeck- Bure mont. Der Schaden befrägt etwa eine halbe Million Mark und ist durch Versicherung gedeckt. Eine aufregende Spizbubenjagd, an dem sich eine ganze Kolonne mit Schrubber und Besen bewaffneter Frauen beteiligte, hat in der Togostraße in Berlin Aufsehen erregt. Im Hofe eines Hauses ist ein großes Gerüst aufgeführt, um Malerarbeiten ausführen zu kön nen. Dieses Gerüst benutzten dret junge Burschen, die auf einer Diebesfahrt begriffen waren, um in die Wohnungen eindringen zu können. Ste fletterten von etnem Stockwerk zum anderen und hielten durch die of= fenstehenden Fenster Umschau. Das bamantto eine im Hause wohnende Frau, die sofort Alarm schlug und thre Nachbarinnen verständigie. Die weibliche Gesellschaft organisierte sich sofort zu einem bewaffneten Korps, und nun ging es an die Verfolgung der Spitz= buben. Diese hatten aber den Anschlag gemerkt, und nun versuchten sie in wilder Hast thr Heil in der Flucht. Die Amazonen hinter ihnen her. Aber die drei Gautner waren firer als die Verfolgerinnen und entkamen. So, da haben Sie Ihr Bild, den inneren und den äußeren Menschen. Bitte um Gnade, wenn ich nicht das richtige traf. Mit besonderer Hochachtung Benno Hammer, Redakteur." " Geehrter Herr," lautete Evas Antwort: " Da Ste Graphologe sind, haben Sie die Beurtetlung meines Charakters ziemlich richtig getroffen; ich muß es zugeben. Desto lückenhafter aber ist das Bild, das Ihre Phantasie sich über meine äußeren Vorzüge ausmalt. Gestatten Ste, daß ich einige Pinselstriche verlösche und andere hinzufüge, selbst auf die Gefahr hin, die Idealgestalt, die Ste schildern, zit zerstören. Aber der Wahrheit die Ehre! t= Lebensmittel und Hize. Wie sehr die Hize den Le= bensmittelmarkt beeinflußt, zeigt eine Mittellung des gestrigen Berliner Polizeiberichts. Danach lieferte ein Großhändler der Zentralmarkthalle 183 Kisten Räucherwaren, zusammen 736 Kilogramm, ein anderer 19 sten Bücklinge, ein dritter Großhändler 79 Desen Bratheringe im Gewicht von 280 Kilogramm, ferner die Gitterabfertigung der Zentralmarkthalle 10 Körbe ge= schlachtetes Geflügel im Gewicht von 619 Kilogramm dem Gewerbefommissariat zur Untersuchung ein. Sämt= Also: mein Haar ist nicht braun, dazu ist es zu helt, es ist auch nicht blond. Können Sie die Farbe erraten? Denfent Ste an die des Bindfadens, so zwischent grau, braun, blond. Schön, nicht wahr? Es scheint Ihnen interessant, daß ich blaß bin. Wieder gefehlt, geehrter Herr, denn ich habe ungemein frische Farben, wie ich zu Ihrer Enttäuschung eingestehen muß. Die Augen sind auch nicht blau, sondern grünlich- grau, Wimpern und Brauen hell und gewöhnlich. Leider fehlt das Grübchen vollständig. Nun noch der Mund. Man findet ihn zu groß, ich finde selbst, daß er fleiner sein könnte." Eva lachte laut. „ Ich muß ihn etwas necken," dachte sie,„ dieser Briefwechsel ist zu amüsant!" „ Sie sehen, welche Streiche die gefällige Phantasie uns spielt; es bleibt mir noch hinzuzufügen, daß Ste sich auch inbezug auf meine Gestalt im Irrtum befinden; ich bin klein und-ja, ich muß es niederschreiben, recht stark; die eine Schulter tst etwas, wirklich nur etwas höher. Ach ja, ich vergaß eines Umstandes zu erwähnen, ich habe die Pocken gehabt." Wieder kicherte Eva vergnügt, dann schloß sie ihren Brief, Ich sende Ihnen hiermit eine russische Stizze, es ist übrigens mein letzter Beitrag von hier aus; tch verreise demnächst. Wohin? Nun, das verrate ich nicht, geehrter Herr, vielleicht bekommen Sie das nächste Mal einen Beitrag aus dem Botokudenlande oder vom Chimborasso. Im übrigen habe ich die Ehre zu verbleiben mit vorzüglicher Hochachtung E. Nordet." Eva seufzte etwas, als sie den Brief abschickte. Von Deutschland aus wollte sie nicht mehr an Hammer schretben, aus Furcht vor Entdeckung.„ Seltsam," dachte sie, ,, er hat mein Aeußeres geschildert; also so steht setn Ideal aus. Ob er dabet an Eva Grotenbach gedacht hat? Bah! Ein Zufall, nichts weiter." 2 Drahtnachrichten und Deuestes. Internationale Bankräuber. Belgrad, 2. August. Bei einem Einbruch fi Bankhause Kabilio wurden drei Griechen festgenommen. Die Untersuchung hat ergeben, daß man es mit gefährlichen internationalen Bankräubern zu tun hat. Die Verhafteten haben viele Einbrüche in verschiedenen europäischen Hauptstädten eingestanden, u. a. bet einer russischen Bank, wo fie 300 000 Francs erbeute= ten. Ferner haben sie einer Tochter des Sultans auf einer Bahnfahrt eine Schmucksachentassette gestohlen, die Juwelen im Werte von mehr als einer Million Francs enthielt. Anfang September reisten Frau Haideck, Karla mit threm Kinde und Eva aus Rußland ab, direkt nach Rügen. Es war für Karla wieder ein Lebensabschnitt; ste wußte, daß sie nicht wieder nach Petersburg zurückfehren würde, Koljas Leben mußte gerettet werden und so wurde das große, prächtige Haus an der Newa verschlossen, sein Herr war fern der Heimat und die junge Frau, die nur einige Jahre im falten Norden gelebt, fehrte in ihre deutsche Heimat zurück. „ Ich danke Ihnen für alles, was Sie mir in der schwersten Zeit meines Lebens gewesen sind, lieber Herr Doktor," sagte Karla herzlich und es zuckte um ihren Mund ,,, bitte schreiben Ste, ich werde Sie über Koljas Gesundheitszustand auf dem laufenden erhalten und hoffe, Ihren Rat einzuholen." Alfred war ebenfalls bewegt beim Abschied von seinen beiden Lieblingspatienten. ,, Sie und Ihr Haus werden mir fehlen," sagte er, und in diesen schlichten Worten lag seine tiefe Ergebenheit für die arme Frau, deren trauriges Geschickt sich vor seinen Augen abgespielt hatte. Behntes Kapitel. E. Norden. Der Herbst auf Rügen war wunderschön und der Wechsel des Klimas bekam Karla und ihrem Knaben vorzüglich; das schwächliche Kind erblühte und die schmalen Wangen seiner Mutter röteten sich leise, thre Augen gewannen den alten Ausdruck, nur wenn sie an die Krankheit ihres Mannes dachte, trübten sie sich. Im November finden wir Frau Haideck mit ihrer Tochter und ihrem Enkel in Riva, wohin Grotenbach sie an einen befreundeten Arzt empfohlen hatte. Einige Briefe waren unterdessen gewechselt worden. Uchatscheff war im Winter von seinem Diener nach Petersburg gebracht worden; er verlangte in seiner findischen Art nach Hause, obgleich er weder Frau noch Kind vermißte und verfiel immer mehr in Stumpfheit und Apathie. Alle paar Wochen tam der Bericht Alfred Grotenbachs über den Kranfen, der noch viele Jahre so weiter vegetteren konnte. So war Karla schon jetzt so gut wie verwitwet mit faum dreiundzwanzig Jahren. Nun war Eva bet ihrer geliebten Mutter in der Dorotheenstraße. ( Fortsetzung folgt.) be Noch ist es Zeit! Schluss meines Sommer- Räumungs- Verkaufs Samstag, den 5. August, abends 9 Ubr. Warten Sie nicht bis Samstag, fommen Sie heute! Giessen Schuhhaus Wolff Bekanntmachung. Montag, 7. August 1. Js. vormittags 10 11hr sollen ca. 4 Morgen Hafer an Ort und Stelle meist bietend versteigert werden. Zusammenkunft am Verwal tungsgebäude, woselbst auch die Versteigerungsbedin gungen befanntgegeben werden. Gießen, 1. August 1911. Großh. Direktion der Landesirrenanstalt Gießen. Bezirkssparkasse Gießen. Die am 1. Juli 1. J. fällig gewesenen halbjähr lichen Zinsen von Darlehen aus unserer Stasse können nur noch bis zum 10. August cr. ohne Kosten be zahlt werden. ( 26/8 Eine nochmalige spezielle Aufforderung erfolgt nicht. Gießen, am 29. Juli 1911. Bezirkssparkasse Gießen. ADLER Schreibmaschine Hervorragendes deutsches Fabrikat Zahlreiche Specialmodelle Mehrals 70.000 geliefert Man verlange Katalog Adlerwerke vorm Heinrich Kleyer AG. Frankfurt a.M. FABRIKATION SONEN AUTOOLE FADER LUFTSCHIPPHOTOREA Wellauseteilung in Brussel 1910 Zmai Grand Prix Vertreter: Heinrich Noll, Giessen, Mäusburg 7. IVO PUHONNY Seltersweg 19. Ein interessantes Wachstum! 1903-4 5-6-7-8-1909 Dieſes Bild zeigt- in genauen Maßen- die enorme Umfatzfteigerung von PALMIN( Pflanzenfett) und PALMONA( Pflanzen- ButterMargarine) in Deutschland innerhalb der letzten 7 Jahre. Ein ftärkerer Beweis für das Be. dürfnis nach Palmin und Palmona und für die Beliebtheit unferer Produkte ift kaum denkbar. 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Bekanntmachungen NERVENSCHWÄCHE e Ursache vieler und hartnäckiger Krankheiten. ' s gibt zahllose große und kleine Störungen im menschlichen Körper, bei denen man wie vor einem Rätsel steht, weil sie mit einer merkwürdigen Zähigkeit jeder rstlich empfoh ehandlung trotzen. lt reeli Frau Wiesbaden, asse 551, Machen Sie Verschwinden sie dann nach längerer Zeit scheinbar von wird en elbst, so werden sie häufig von irgend einem anderen ebenso rt. f. 2-3 roblematischem Übel abgelöst, ohne daß sich auf den ersten 5 Mt. Borto lick ein Zusammenhang zwischen beiden nachweisen läßt. fand Apotheker Und doch besteht er! Man findet ihn, wenn man den lia, 35, eidenden auf den allgemeinen Zustand seines Nervensystems Allee 136. ntersucht. Man wird dann fast immer erkennen, daß Leute, ehaftet und belastet mit Übeln und Leiden, die scheinbar mit en Nerven garnichts zu tun haben, eines oder mehrere on folgenden Symptomen aufweisen: Anhaltendes, täglich iederkehrendes Kopfweh, Händezittern, Ziehen in den liedern, Taubwerden einzelner Hautstellen, Zucken der Augender, seelische Verstimmungen oder Angstzustände, innere nruhe ohne besonderen Grund, Verdauungsstörungen bei der leinsten Aufregung, Reizbarkeit und ärgerliche Stimmung, esonders morgens nach dem Aufstehen, Hautjucken, Imponz, leichte Erregbarkeit, Zuckungen im Gesicht oder in en Gliedern, Alpdrücken, schwere Träume usw. usw. Besonders das immer wiederkehrende Kopfweh, Verstimmngen, körperliche und geistige Schlaffheit, resp. Müdigkeit und edankenlosigkeit sind ganz ausgeprägte Merkmale ervenschwäche und Kennzeichen eines außerordentlich msten Zustandes. Denn sche wäsche, ründlich gt durch -Paketen. brikanten Derühmlen da Nervenleiden zehren am Leben, untergraben seine Wurzel! von Selbst Epilepsie, Geisteskrankheiten, nervöse Lähmungen nd auch nichts anderes, als besonders schwere resp. durch ernachlässigung verschlimmerte Nervenstörungen. Starke Beeinträchtigungen der Sehkraft, des ehörs usw. durch Nervenstörungen sind ichts seltenes. Aber selbst wenn es bei ganz leichten scheinungen bleibt, so verursacht doch amerhin das Versagen der Nerven soviel abehaglichkeiten in der Familie und in der sellschaft und besonders soviele Störungen Berufe, wie kaum ein anderes Leiden. Der Geschäftsmann, der nervös ist, wird em gegenüber, der seine gesunden Nerven at, stets im Nachteile sein. Er wird nicht it ruhiger Sicherheit, sondern zerfahren, nüberlegt oder zaghaft handeln, wird also eit seltener das richtige, die geeignete, weckdienliche und zielbewußte Maßregel effen. Statt mit ruhiger Überlegung und ere, einträg ntschlossenen Sinnes seinen Vorteil weltbekannten chen, wird er sich von Launen und ebildete Kauf- eine kranken Nerven sind ein gewaltiges, nde de Rustin 5. Das Realten- Examen. ule. 10. Die gen- Prüfung. zu timmungen beherrschen und abirren lassen. ihm selbst unbewußtes Hindernis für sein orwärtskommen. Was ist da zu tun? Das einzige, was da hilft, aber auch ganz tudienanstalt. her hilft, ist eine genügende Stärkung der oder Höhere Glänzende erkennungsn bereit. tsdam. So. esonders auf venfchwäche" rlin W. 35 Nerven. Ob sie gelingt, das kommt auf verschiedene Umstände an. Stärken kann man die Nerven wie jedes andere durch Überanstrengung ermattete Organ, durch Ruhe und bessere Ernährung. Aber Ruhe für die Nerven läßt sich nicht immer schaffen. Wenn jemand durch Überarbeitung nervös geworden ist, so müßte er für lange Zeit aufhören, zu arbeiten. Sind die Nerven durch Kummer und Sorgen angegriffen, so müssen Kummer und Sorgen beseitigt werden, was beides natürlich nur selten möglich ist. Bleibt also in den meisten Fällen nur die bessere Ernährung der Nerven als der einzige Weg zur Rettung! Jedes Organ, welches arbeitet, verbraucht bestimmte Nährstoffe. Auch das Nervensystem, zu welchem auch Gehirn- und Rückenmark gehören, arbeitet ununterbrochen. Der Nährstoff, den es dabei verbraucht, ist eine organische Phosphorsäureverbindung und heißt Lecithin. Unter normalen Verhältnissen ist es in der täglichen Nahrung in einigermaßen genügender Menge vorhanden, zur Stärkung überanstrengter Nerven, die wieder einen Vorrat an Kraft sammeln sollen, genügt das aber nicht. Ihnen muß das Lecithin in größeren Mengen zugeführt werden. Es ist nun gelungen, das Lecithin in ziemlich konzentrierter Form zu gewinnen und es bildet den hauptsächlich wirkenden Bestandteil von Dr. Arthur Erhards VISNERVIN. Sorgfältige Versuche, welche Arzte anstellten, haben gezeigt, daß Dr. Erhards VISNERVIN ein ganz ausgezeichnetes Mittel zur Kräftigung der Nerven ist und es wurden da mit in Tausenden Fällen so großartige Erfolge erzielt, wie sie in den umseitig abgedruckten Zuschriften attestiert sind. Diese gewaltige Menge von Briefen liegt in unserem Bureau zur Prüfung auf ihre Echtheit bereit, jedermann kann sie einsehen. Was Tausenden geholfen hat, kann doch wohl auch Ihnen helfen! Wir sind davon überzeugt und wollen es Ihnen ermöglichen, daß Sie sich auch selbst kostenlos überzeugen. Füllen Sie die anhängende Postkarte mit Ihrer genauen Adresse aus und wir senden Ihnen ganz gratis und portofrei eine Probedose. Versuchen Sie dieselbe und entschließen Sie sich dann, ob Sie das Mittel weiter gebrauchen wollen. Senden Sie weder Geld noch Briefmarken mit, sondern erproben Sie VISNERVIN erst gratis! Es wird Ihnen vorzüglich bekommen und Sie werden uns dankbar sein, daß wir Ihnen durch die kostenlose Überlassung einer Probe Gelegenheit gegeben haben, unser gutes und reelles Mittel kennen zu lernen, weil dasselbe keine Prüfung zu scheuen hat. Wir garantieren, daß es keinerlei Reizmittel oder schädliche Substanzen enthält, sondern unter allen Umständen gut vertragen wird. Der Geschmack ist angenehm, die Anwendung einfach. Ebenfalls gratis und portofrei fügen wir jeder Sendung noch ein interessantes und lehrreiches Buch bei, welches in klarer, allgemein verständlicher Form Aufschluß über das Nervensystem und über Nervenleiden gibt. Jede Krankheit zehrt an der Lebenskraft und man kann sagen, daß jeder Monat Krankheit eine Verkürzung des Lebens um eine unberechenbare Zeit bedeutet. Bestellen Sie deshalb die Gratisprobe sofort, damit Ihnen sofort geholfen werden kann! Dr. Arthur Erhard, G. m. b. H., Berlin W. 35. Postkarte Herrn 5- PlennigMarke Dr. Arthur Erhard K 012345678 SI HRW LONG. Gießen, den 5 August 1911. * Die Ueberlandzentrale für Oberhessen ist sowohl seitens des Staates wie der Provinz soweit gefördert worden, daß schon in der näch sten Zeit öffentliche Ausschreibungen erfolgen werden, um für die einzelnen Arten von Arbeiten die EinheitsG. m. b. H. Berlin W. 35 Mörlener Bluttat zu befassen hat, beginnt am 25. September. * Die Promenaden- Konzerte, die durch die sehr starke Inanspruchnahme der Regimentskapelle bei Vereinsfestlichkeiten in letzter Zeit unterblieben sind, werden nach dem Manöver wieder regelmäßig abgehalten. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 Pfg. die 44 mm breite Inseraten zeile.- Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg.- Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23 Jahrg. Obst und Gemüseverwertungsfurse. Der Landwirtschaftskammerausschuß für Oberhessen wird in der nächsten Zeit durch Obstbaulehrer Wiesner in Lang- Göns vom 15.- 17. August und in Treis a. d. Lda. vom 22. bis 24. August Obst- und Gemüseverwertungsfurse abhalten. Das Ende der großen Size? Die Wetterdienststelle Weilburg meldet, daß jetzt endlich die Bahn frei sei für die ozeanischen Tiefdruckwirbel. Ein plötzlicher Umschlag zu Regenwef= ter ist aber faum zu hoffen, da über dem östlichen Deutschland und über dem westlichen Rußland die Lufttemperaturen noch zu hohe sind. Dagegen ist ein langsamer und allmähliger Uebergang zu fühlem, trübem Wetter mit Regenfällen wahrschein= lich. Leihgestern, 5. August. In dem Gruben- feld Grenza, Gemarkung Lützellinden, fand man beim Bohren mächtige Eisen- und Manganerzlager. =)(= Nidda, 5. Aug. Dem Lokomotivführer Karl Hilgärtner wurde aus Anlaß seiner am. 1. Aug. d. Js. erfolgten Versetzung in den Ruhestand das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift„ Für treue Dienste" verliehen. h- Ehringshausen( Kr. Alsfeld), 5. August. Dem Oberbriefträger Ludwig Haberkorn wurde das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift Für lang. jährige treue Dienste" verliehen. *) Darmstadt, 4. August. Infolge der groBen Hitze fällt die 1 Uhr- Post hier bis auf weiteres aus. Auch viele größere Bureaus haben nachmittags zeitig geschlossen. Offenbach, 5. Aug. Der Schulvorstand faßte den einstimmigen Beschluß, die Einführung der Pflichtfortbildungsschule für Mädchen zu empfehlen. Nicht nur die gewerblichen Arbeiterinnen, sondern auch die weiblichen Dienstboten sollen in diese Schule einbezogen wer den; ganz besonders soll die hauswirtschaftliche Bildung der Schülerinnen in Betracht kommen. Mainz, 5. August. Nicht weniger als 225 Journalisten aus Europa und überseeischen Ländern haben sich zum Ratholitentag angemeldet. -m- Ulm( Kr. Wetzlar), 5. Aug. Pfarrer S tu h I ist aus Anlaß seines Uebertrittes in den Ruhestand von Sr. Majestät dem König der rote Adlerorden 4. Klasse verliehen worden. -0- Rodheim, 5. Aug. Morgen findet hier ein großes kirchliches Fest statt, zu welchem Generalsuper= intendent Professor Maurer- Wiesbaden sein Erscheinen zugesagt hat. Während im Vormittagsgottesdienst Missionszögling Schlaudroff, ein Sohn unserer Gemeinde, ordiniert wird, ist für den Nachmittag am nahen Launscheidsberg ein Missionsfest vorgesehen. -r- Marburg, 5. Aug. Ein trauriger Unglüdsfall ereignete sich im nahen Bauernbach. In der allgemeinen Aufregung, die bei einem Landwirt das plötzliche Verenden zweier wertvoller Milchkühe in der gesamten Familie des Mannes hervorrief, vergaß man, auf das 2jährige Söhnchen zu achten. Als man schließ= lich nach dem kleinen suchte, fand man dessen Leiche in dem Gartenbrunnen. - * Frankfurt, 4. Aug. Die Feuerwehr wurde am Mittwoch bis nachmittags 6 Uhr zu nicht weniger sich als 7 Brand stellen gerufen. Obschon es meist um fleinere Brände, z. B. in Kellern u. dergl. handelte, gab es doch infolge der Hitze und Trockenheit für die Wehrmänner überall schwere Arbeit. Ein Korpsbefehl ordnet an, daß während der großen Hihe von 10 Uhr morgens bis 3 Uhr nachmittags feine militärischen Uebungen außerhalb der Kaserne abgehalten werden.- Der neue 3 eppelinfreuzer„ Schwaben" wird am 11. oder 12. August von Baden- Oos aus eine Fahrt nach dem Taunus unternehmen und hierbei Frankfurt seinen ersten Besuch abſtatten. -u Frankfurt, 5. Aug. Frankfurt hat sich zu Ehren des Bundestages und seiner zahlreichen Gäste in ein schmuckes Festkleid geworfen. Von staatlichen und auch vielen städtischen Gebäuden grüßen stolz im Winde flatternde Fahnen. Die Hauptversammlung des D. R. B. nahm Freitag vormittag unter zahlreicher Beteiligung der Delegierten aus allendeutschen Gauen im Kaufmännischen Vereinshaus ihren Anfang. Neben der Genehmigung des Rechenschaftsberichts, sowie desjenigen des Bundes- Sortausschusses beschäftigte sich die Versammlung mit verschiedenen Anträgen, u. a. betr. die Jugendfürsorge im D. R. B. Noch ist es Zeit! Schluss meines Sommer- Räumungs- Verkaufs Samstag, den 5. Aust shandel. Warten Sie nicht bis Sa Giessen Schuhha Bekanntmachung. Montag, 7. August 1. Js. vormittags 10 III sollen ca. 4 Morgen Hafer on Ort und Stelle meil bietend versteigert werden. Zusammenkunft am Verwa tungsgebäude, woselbst auch die Versteigerungsbedi gungen befanntgegeben werden. Gießen, 1. August 1911. Großh. Direktion der Landesirrenanstalt Gießet Bezirkssparkasse Gießen. Die am 1. Juli 1. 3. fällig gewesenen halbjäh lichen Zinsen von Darlehen aus unserer Stasse könne nur noch bis zum 10. August cr. ohne Kosten b zahlt werden. ( 26/ Eine nochmalige spezielle Aufforderung erfolgt nicht Sießen, am 29. Juli 1911. Bezirkssparkasse Gießen. ADLER Schreibmaschine Hervorragendes deutsches Fabrikat Zahlreiche Specialmodalie Mehrals 70.000 geliefert Man verlange Katalog Adlerwerke vorm Heinrich Kleyer AG. Frankfurt a. M. FABRIKATION SALE SCOTORER Well allung in Brüssel 1910 Imal Granda Prin Laterunge Vertreter: Heinrich Noll, Giessen, Mäusburg 7. Kaffee- Rösterei Jakob Maternus empfiehlt seine anerkannt vorzüglichen[ 245/ Kaffee- Mischungen. Campinas cand. Santos Mischung Neugranada- Santos- Mischung Guatemala- NeugranadaMenado- Matagalpa Preanger- Liberier Perl- Kaffee • Pfd. 1.20 Mk. 1.30 1.40 1.50 33 35 33 33 33 1.60 13 35 33 1.50 3 33 1.40 13 Ein Versuch führt zu dauernder Kundschaff MACHT DAS LEDER GESCHMEIDIGI Vonigiday FARBT NICHT ABI Lederputz- Crème Kavalier Das Beste vom Besten 70% GIBT WASSERDICHTEN HOCHGLANZI avalier ist das beste Schubputzmittel der Welt! Union Augsburg OHNE KONKURRENZI Hören Sie auf den Rat eines erfahrenen Mannes! Unentbehrlich für jede Familie! Underberg Boonekamp Semper, idem, ole aud Di Se Beachten Sie, was dankbare Kunden T N über die Wirkung Dieu Von..VISNERVIN 99 sagen! So urteilt man über Visnervin! Tausende solcher Zuschriften liegen vor! Wollte von der Welt nichts mehr wissen. Gnarrenburg, den 16. April 1911. Geehrter Herr Doktor! Heute kann ich Ihnen mit Freuden ein Zeugnis Ihres unschätzbaren Visnervin" zusenden. Ich war seit mehr als 6 Jahren in beiden Armen zeitweise sehr gelähmt, dachte immer es wäre Rheumatismus, konnte wenig, fast garnicht nähen und stricken, und wenn ich das mußte, dann hatte ich starke Zuckungen, hauptsächlich in den Muskeln, sodaß ich jeden Augenblick die Arme sinken lassen mußte. Hausarbelt machte ich nur unter großen Schmerzen, aber das nicht allein, stets war ich gequält mit Kopfschmerzen, hauptsächlich morgens, da war ich einige Stunden schwindlig, hatte Flimmern vor den Augen und so mit Müdigkeit geschlagen, als wenn ich die ganze Nacht gearbeitet hätte. Hatte dabei stets Magen- und Herzbeklemmungen, und war die meiste Zeit so mißmutig, daß ich von der Welt nichts mehr wissen wollte. Da fand ich eines Tages in der„ Berliner Morgenzeitung" eine Nervositätsbeschreibung und setzte sofort meine ganze Hoffnung auf dieses Mittel, also Ihr wertes ,, Visnervin". Ich ließ mir eine Probe schicken, und siehe da, die zweite und dritte Woche waren die Kopfschmerzen und Müdigkeit geschwunden, ich bekam Lust zum Leben und zur Arbeit, und habe, seitdem ich die Pastillen, und zwar 5 Stück täglich einnehme, ungefähr 3 Monate hindurch alle meine Leiden verloren. Ich habe Ihr wertes lonikum schon vielen Bekannten empfohlen und werden in Kürze mehrere Bestellungen einlaufen. Mit dankbarem Herzen empfiehit sich Ihnen Frau Bertha Klein. Gänzlich von Kopfschmerzen geheilt. Schönberg, den 30. April 1911. Da ich noch eine Gratisschachtel von Ihnen erhalten habe, wofür ich meinen herzlichsten Dank ausspreche, so kann ich Ihnen auch mitteilen, daß ich jetzt gänzlich von meinem Übel erlöst bin. Ich habe von Kindheit an mit Kopfschmerzen zu tun gehabt, und schon so lange, da ich jetzt schon das 50. Lebensjahr erreicht habe. Ich habe alles angewandt, aber nichts wollte helfen, bis ich nun von Ihrem Visnervin" zu hören bekam. Ich habe nun mehrere Schachteln desselben verbraucht und bin jetzt gänzlich von dem Übel befreit, wofür ich Ihnen meinen verbindlichsten Dank erstatte. Da ich mich für Ihr Präparat sehr interessiere, so werde ich immer bereit sein, Ihr Präparat weiterzuempfehlen. Hochachtend Frau M. Wilms, Schönberg 1. Mecklbg. Fühlt sich wie neugeboren. Berlin, den 2. Mal 1911. Nachdem Ich 5 Schachteln Ihres vorzüglichen ,, Visnervin" gebraucht habe, kann ich Ihnen mitteilen, daß es mir wirklich geholfen hat. Ich litt an furchtbaren Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Zucken der Augenlider, Druck in der Magen- und Herzgegend, auch hatte ich keinen Appetit und fühlte mich furchtbar matt, was wohl von meiner Blutarmut kommen mußte. Alle diese Uebel hat Ihr Visnervin" beseitigt, ich fühle mich wie neugeboren. Jetzt kann ich auch wieder gut schlafen, wogegen ich früher nach schrecklichen Träumen, immer wie in Schweiß gebadet erwachte. Das Essen schmeckt mir vorzüglich, und bin ich auch schon sehr stark geworden. Alles dieses habe ich Ihnen Herr Doktor und Ihrem Visnervin" zu danken und werde es auch allen Bekannten, wo sich nur Gelegenheit bietet, empfehlen. Anna Bönsch, Augsburger Str. 29. 99 Visnervin" besitzt wunderbare Wirkungskraft. Wasseralfingen, den 27. April 1911. Nachdem ich Ihr Nervenkräftigungsmittel, Visnervin" 1ängere Zeit problet habe, kann ich Ihnen die freudige Mitteilung machen, daß Ihr Nervenpräpar eine wunderbare Wirkungskraft besitzt. Ich litt schon jahrelang an Ange gefühl, schreckliche Träume, Händezittern und Gedächtnisschwäche. Als ich die drei ersten Schachteln verbraucht hatte und noch keine Besserung ein getreten, war meine Hoffnung dahin, doch siehe nach Verwendung der 4. und 5. Schachtel trat Besserung ein, daß ich mich vollständig gesund und wohl fühle. Ich fühle mich von Tag zu Tag lebenslustiger, die Arbeit, die ich vorber nur schwermütig und halb verrichtete, geht jetzt nach Herzenslust. Ich danks Ihnen herzlich dafür, verehrter Herr Doktor, werde Ihr Präparat meines Bekannten bestens empfehlen, sobald ich in meine Heimat zurückkehre. Hochachtungsvoll! R. Eble. War stets müde und abgespannt. Graudenz, den 28. April 1911. Ich habe Ihr Nervenkräftigungsmittel nun längere Zeit ausproblert geg alle die nervösen Beschwerden, von denen Ich selt längerer Zelt helmgesuch worden bin, denn Ich hatte immer Kopfschmerzen und einen unruhigen Schlaf und noch andere Lelden. Ich war immer müde und abgespannt, und je nach dem Gebrauch von mehreren Dosen Visnervin" bin ich wie von neuem geboren, und kann meinem Dienst wieder mit frischen Kräften nachgehen He mit sage ich Ihnen für Ihre werten Bemühungen meinen besten Dank, und werde Ihr ,, Visnervin" bei meinen Freunden und Bekannten bestens empfehlen Hochachtungsvoll! J. Arlans, Bahnwärter. War gelähmt am ganzen Körper. Elberfeld, den 6. Mal 1911. Ich kann Ihnen zu meiner Freude mitteilen, daß mir das Visnervin', welches Sie mir geschickt haben, ganz gut geholfen hat. Ich leide schon sell 14 Jahren an Rückenmarkleiden und war gelähmt am ganzen Körper. Kopl schmerzen, Schwindel und Gedächtnisschwäche waren so groß, daß ich es kaun noch ertragen konnte. Seitdem ich nun Ihr Visnervin" gebraucht habe, bin ich wie von neuem geboren. Die Kopfschmerzen und der Schwindel sind weg. Mein Gedächtnis wird immer klarer, kann jetzt die ganze Nacht schlafen. Jahrelang hatte ich schlaflose Nächte. Sage Ihnen hiermit nebst Gott melnam besten Dank. Werde Jeden leidenden Mitmenschen Ihr, Visnervin" aufs besta empfehlen. Mit aller Hochachtung Elberfeld, Winkelstraße 7 II. Ww. Gustav Monjan. Litt seit 1 Jahren am Kopfe. Altkloster, den 26. April 1911. Selt 1 Jahren litt ich sehr am Kople, es wurde mit jeden Tag schlimmer keinen Schlaf bekam ich mehr, sobald ich mich ins Bett legte, wurde das Klopfen und die Schmerzen im Kopfe immer stärker und schlimmer. Alle Mittel, die ich gebrauchte, hallen nicht. In der Zeitung Hann. Landmana wurde ich auf Ihr Präparat aufmerksam und beschloß als letztes auch das noch zu versuchen. Ich bin glücklich, daß ich Ihr ,, Visnervin" genommen habe, denn nach Gebrauch der vierten Schachtel kann ich sagen: Gott sel gedankt,„ Vis nervin" hat geholfen. Indem Ich Sie meines aufrichtigen Dankes versichers, Hochachtungsvoll Frau Bösch. zeichne Ich bitte Herrn Dr. Arthur Erhard, G. m. b. H., in Berlin um eine Probeschachtel Dr. Erhard's Nerven- Nahrung ,, VISNERVIN" Die Zusendung muß portofrei und vollständig kostenlos erfolgen. Genaue Adresse: Hochachtend zur nerstenang schmacкnaiter Bratspeisen onne Fleisch. [ 24/11 1 Paket 35 Pfg. reichend für 6 Personen) Giessen Reformhaus Kreuzplatz 5. Des beschränkten Raumes wegen konnten wir hier nur eine sehr beschränkte Anzahl von Dankschreiben abdrucken. Wir bemerken aber, daß uns weit über 3000 Dankschreiben von dankbaren Kunden vorliegen, die von uns weder verlangt, noch auf irgend eine unlautere Weise beschafft wurden, wir betonen ausdrücklich, daß diese Dankschreiben den freien Gefühlen der Aussteller entsprangen. Wir wissen, daß wir uns des Betruges schuldig machen würden, wenn auch nur eins der vorstehend abgedruckten Dank schreiben nicht wörtlich mit dem Original über einstimmen würde und wir stellen es jedem fre sich in unserem Bureau selbst die Originale r Einsichtnahme vorlegen zu lassen. Besser als wir es irgendwie zum Ausdruck bringen könnten, sprechen diese, dem spontanen Empfinden der dankbaren Kunden entsprungenen Dankschreiben für die ausgezeichnete Wirkung des ,, Visnervin". Willigst. Kleine Tellzahlungen. Bonness& Hachfeld, Verlagsbuchhandl., Potsdam. So Unsere werten Leser machen wir ganz besonders auf die Beilage unserer heutigen Ausgabe Nervenschwäche" von Dr. Arthur Erhard 6. m. b. H. Berlin W. 35 aufmerksam. Eigentum und Verlag der Gießener Zeitung 6. m. b. H. Verantwortlich: Otto Heinede. Di liche lich ha denen der fi es an auch wegen In ei fandig treidee jodaß den, Jes G Mart Schwer nicht eintritt in De den h wirte Maffe der L Nuzer ger V der V erung bereite Stände ist so der r werde die a fchafts duftrie Jerma große land fanntl feblich Fluk daß dhen i ben. fahr, Genu Die a pielen jelbit fiken, eingef ferma offentl wüns Gable wird. partei Reichs gerlid dern . partei ftellte Epie neten dem das gen, werti gel g eben hell vinz sten um fi