Gießener Zeitung ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 pfg. monatlich Enthält alle amfl. Bekanntmachungen - oierteljährlich 1,20 Mr., vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgeholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. Erscheint Dienstags, Donnerstags, Samstags. Redaktion: Seltersweg 83.- Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Nr. 231. Telephon: Nr. 362. Reichstagswahlen 1912. der Großherzoglichen des Großherzoglichen Bürgermeisterei Polizei- Amtes sowie vieler anderer Behörden Oberhessens Expedition: Seltersweg 83. Die Vorstände der Synoden Siegen und Wittgenstein erließen angesichts der Reichstags= wahl einen Aufruf an die evangelischen Wähler, in dem sie an ihre evangelischen Gemeindemitglieder aller Parteien die Bitte richten, den Wahlkampf nur mit sittlich einwandfreien Mitteln zu führen und besonders den guten Namen des politisch Andersdenkenden zu schonen. Me zz. Nach Lothringer Blättermeldungen ist zwischen dem Lothringer Block und dem Zentrum ein Abkommen für die Reichstagswahlen in Lothringen getroffen, wonach von den vier lothringischen Wahlkreisen dem Zentrum Saargemünd- Forbach und Diedenhofen, dem Block Saarburg- Chateau Salins und Metz zugesprochen wurden. Reichstagswahlkreis Friedberg- Büdingen. Die Nachricht, daß die Einigungskandidatur Strack von den Nationalliberalen abgelehnt ist, entspricht nach einer Blättermeldung nicht den Tatsachen. Aus Stadt und Land. Gießen, 2. Dezember 1911. § Der Zusammentritt des 35. Landtages ist auf den 19. Dezember d. Js. bestimmt. Die feierliche Eröffnung wird am 20. Dezember stattfinden. Die Neuwahlen zur Hess. Landwirtschaftskammer werden voraussichtlich direkt nach den Reichstagswahlen stattfinden, da die 5jährige Periode um ist. Die Wahl findet indirekt statt und sind für jeden einzelnen der 45 hessischen Wahlbezirke je 15 Vertrauensmänner zu wählen, die dann den eigentlichen Abgeordneten zu wählen haben. n Gießen. Für den Rezitationsabend, den der Gesellschaftsverein diesen Montag für seine Mitglieder veranstaltet, ist der Hofrezitator Hermann Knispel aus Darmstadt gewonnen worden. n Gießen. Der Kreistag des Kreises Gießen wird Anfang Dezember zusammentreten, um den Voranschlag für das kommende Jahr zu beraten. n Gießen. Der Gütervorsteher Groth von hier wurde nach Darmstadt, der Bahnhofsausseher Martin von Allendorf a. d. Ld. als Eisenbahn- Unterassistent zur Güterabfertigung nach Gießen und der Eisenbahngehilfe Pfeifer von Gießen als Bahnhofsaufseher nach Weidenhausen versetzt. n Gießen. Heute Samstag, den 2. Dezember, veranstaltet der Mitteldeutsche Arbeitsnachweisverband ( Haus Brüder Schmidt.) Samstag, den 2. Dezember 1911. furt, Marburg, Wetzlar, Friedberg, veranstaltet der Verein für vereinfachte Stenographie( System Stolze Schren) heute im Restaurant„ Schipkapaß". n Gießen. Jm Oberhessischen Automobilklub wird am 9. Dezember anläßlich eines Vortragsabends mit Lichtbildern, Herr Eduard Engler, 1. Vorsitzender des Frankfurter Automobilklubs, über seine Eindrücke und Erlebnisse der„ Prinz Heinrich- Fahrt 1911" berichten. Gießen. Der Bleichenbesitzer Hüttenberger dahier fand gestern nachmittag in der Lahn, nahe der Brücke, das schon seit einiger Zeit vermißte Fräulein Weiß. Er erhielt den ausgesetzten Preis von 500 Mt. n Gießen. Am Mittwoch wurden durch die hiesige Gendarmerie zwei Zöglinge, die aus der Erzieh ungsanstalt Wabern bei Kassel entsprungen sind, hier im Walde aufgegriffen. n Gießen. Der Alldeutsche Verband, Ortsgruppe Gießen, veranstaltet am kommenden Montag, den 4. December, abends 8 Uhr, in Steins Garten einen öffentlichen Vortrag, in dem Prof. Dr. Rich. Graf du Moulin- Eckart aus München über„ Marokkopolitik" sprechen wird. Der Eintritt ist frei. n Gießen. Eine gemeinsame Monatsversamm lung mit Familien veranstalten nächsten Montag der Artillerieverein und der Verein ehemaliger 116er. Lehrer Jakob aus Gonterskirchen vom Hassia- Kriegerverband wird dabei einen Vortrag mit Lichtbildern über Kamerun halten. veranstaltet morgen Sonntag ein Wohltätigkeitskonzert. r Lollar. Der Männergesangverein" Germania" r Wetzlar. Die Gemeinden Azzbach, Büblings häuserhof, Nauborn, Steindorf und Hofgut Altenberg sind aus dem Beobachtungsgebiete der Maul- u. Klauenseuche ausgeschieden. ):( Dillenburg. Durch die vielen Einbrüche und Diebstähle beunruhigt, haben sich mehrere Einwoh ner unserer Stadt wachsame Hunde angeschafft. Einzelne, denen die Hundesteuer zu hoch ist, haben sich in den BeHädish Auszeichnungen: Kgl.Sächs.Staatspreis der Internat. Hygiene Ausstellung Dresden 1911 im Regierungsgebäude die zweite diesjährige Konferenz Goldene Medaille von Verwaltern und Leitern öffentlicher Arbeitsnach= weise. Es werden wichtige Vorträge gehalten. be= n Gießen. Die Rendeler Bluttat, bei der kanntlich der Landwirt Gunderlach seine eigenen Angehörigen niederschoß, und selbst Hand an sich legte, wird nun ein Nachspiel vor der hiesigen Strafkammer finden. Gegen den im September verhafteten Weißbinder Heinrich Müller aus Niederdorfelden ist nunmehr Anklage erhoben, weil er es unterlassen hatte, Anzeige von der Tat zu erstatten, obschon er von dem geplanten Anschlag zu einer Zeit Kenntnis hatte, wo die Tat noch hätte verhindert werden können. n Gießen. Ein Gnadengeſuch für den Raub= mörder Erbe soll nunmehr auch dessen Verteidiger, Rechtsanwalt Kaufmann, beim Großherzog eingereicht haben. n Gießen. Am kommenden Montag tritt das Schwurgericht für das 4. Quartal If. Js. zusammen. Es wird verhandelt am Montag gegen Otto Müller aus Büdingen wegen Notzucht und am Dienstag gegen Edmund Lischke aus Dresden, ebenfalls wegen Notzucht. n Gießen. Ein Preis- Wettschreiben unter zahlreicher Beteiligung von Stenographen u. a. aus FrankWenn man hustet nimmt man Laboda Dragers, ein vorzügliches Mittel den Husten au lindern und den Schleim zu lösen und freie Athmung zu schaffen. Preis Mt. 1.50, in Apotheken. Haupt- Depot: Engel Tpotheke, Frankfurt a. M. Cafè Herr Ostdeutsche Ausstellung Posen 1911 No 3% No 5 LEMALEIK SALEM GOLD Orient Yenide Dresde format dian.m. Month rientalische Tabak retien fabrik Yenidze berthupoZiesz ORESDEN SALEM ALEIKUM Cigaretten D DERARBEIT No 4 SALEM ALEIKUM= SALEM GOLD ( Goldmundstück) Cigaretten für Feinschmecker! Man hüte sich vor täuschenden, qualitativ minderwertigen Nachahmungen! Brillen und Kneifer Bahnhofstrasse 62 Gemütlicher Emil Schmidt, Optiker, NeuenAufenthalt. Kaffee 15 Pfg. weg 16, Lager optischer Waren. - - Drogen, Chemikal., Hermes Lehr- Institut Parfümerien und Farben Löwen- für Dam, u. Herren, Bahnhofstr. 39. Drogerie W. Kilbinger, Giessen, Einzige u. Spez.- Ausbild. in all. Seltersweg 79a. kaufm. Fächern. Eintritt jed. Zeit Brandmalerei und Schnittkunst ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreis 15 pfg. die 44 mm breite Inseratenzeile.- Stellen: gesuche und Familienanzeigen 10 Pfg. Die 90 mm breite Zeile im Reklameteil 50 Pfg. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlungs. zieles( 30 Tage), bei gerichtlicher Bettreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Verlag der ,, Gießener Zeitung" G. m. b. H. Telephon: Nr. 362. 23. Jahrg sitz von Schußwaffen gesetzt. Wie gefährlich augenblicklich das Passieren der Chausseen und Wege in unserer Nachbarschaft ist, haben die Ueberfälle in letzter Zeit genügend bewiesen. ):( Burg. Einem Präparandenschüler stellten sich auf dem Wege nach der Schule in Herborn zwei verdächtig aussehende Kerle entgegen, welche sich erst aus dem Staube machten, als der Schüler seinen Vater geholt hatte. In einer der letzten Nächte hatten Diebe Herrn F. hierselbst einen Besuch zugedacht. An der Hinfertür des Hauses hörten die Bewohner die Einlaßsuchenden, welche dann schnell verschwanden. ):( Oberursel. Hier wurde dem Taunusklub als Beihilfe zur Unterhaltung der neu angelegten Rodelbahn 50 Mark gewährt. ):( Niederkleen. Vergangenen Montag beabsichtigte die Fortschrittliche Volkspartei eine Versammlung abzuhalten, auf der der Reichstagskandidat Prof. Dr. med. Schloßmann sprechen sollte. Ein Teil der Erschienenen verübte jedoch solch einen Lärm, daß die Abhaltung der Versammlung unmöglich war. Natürlich wurde auch wieder„ Heil dir im Siegerkranz" angestimmt. Traurige„ Patrioten", die immer noch nicht begreifen, daß solch ein Lied nicht in den Hader und Haß der politischen Parteifämpfe hinabgezerrt werden darf! Bei der Heimfahrt fanden die Herren die Straße am Eingang zu Niederkleen in der ganzen Breite durch aufgeschichtete Holzstapel gesperrt, so daß sich leicht ein Automobilunglück von unabsehbaren Folgen hätte ereignen können. Mit Hilfe des Polizeihundes wurde am nächsten Morgen der Verdacht auf einen Burschen gelenkt. Die Untersuchung wird hoffentlich bald Licht in diese traurige Angelegenheit bringen. ! Mainz. Hier wurde beschlossen, die Gehälter der städtischen Beamten, Lehrer und Mitglieder des städtischen Orchesters vorauszubezahlen, obwohl dadurch die Stadt einen Zinsverlust von 8746 Mark erleidet. Ferner wird den gelernten städtischen Arbeitern eine Lohnerhöhung von 20 Pfg. pro Tag bewilligt, was eine jährliche Mehrausgabe von 12 000 Mt. bedeutet, während der Antrag des Fahrpersonals der Straßenbahn auf Herabminderung der Dienstzeit von 10 auf 9½ Stunden Annahme findet, wird die Beschlußfassung über die Freigabe jedes 8. Tages, statt des bisherigen 10., zurückgestellt, da die hierdurch nötige Mehraufwendung von 26 000 mt. bei der gegenwärtigen Finanzlage der Straßenbahn vermieden werden soll. KnorrHafermehl und Reismehl sind wegen ihres hohen Gehaltes an blutbildenden Nährsalzen u. Eiweiß natürliche Kräftigungsmittel für Bleichsüchtige und Blutarme, die dabei rotwangig und blühend werden. Rote Radler Carl Zimmermann, Neue Bäue 15. Ausführung von Bestellungen jeder Art. Tel 616. Neuenweg 28. Rechtskonsulent Stappel Giess. Rester- Lager Hildebrandt, Sonnenstrasse 31 Bügel- und Reparatur- Anstalt. Weissnäh- Unterricht Frau Schott, Kaiser- Allee 7 I. Stadttheater, Zimmer in jeder Zigarren u. Tabake Giessen, Sonnenstr. 31. Tel. 634. Pension ,, Bellevue" Bürstenmacher Korbwaren Neue Bäue 22. Mod. Haus am Heinrich Kuhl, Wolkengasse 21. Preislage. Privat- Mittagstisch. Martin Krug, Schulstr. 5. Deutscher Reichstag. Der Reichstag erledigte am Mittwoch das Heimars bettsgesetz in zweiter Lesung. Der Lohnämterantrag ber Sozialdemokraten wurde abgelehnt, dagegen der Kompromißamirag auf Errichtung von Fachausschüssen Auch die Resolution der Kommission, angenommen. Die nächste Marokkodebatte im Reichstag. Am Donnerstag hat man sich im Reichstag dahin verständigt, daß die Marokkodebatte für nächsten Dienstag auf die Tagesordnung gesetzt werden soll. Es ist jetzt be= stimmt, daß für die Konservativen nicht Herr von Heydebrand, sondern Graf Westarp sprechen wird. Für die Nationalliberalen wird wieder Herr Bassermann, für das Zentrum Freiherr von Hertling sprechen. Ueber die Frage, ob man sich auf furze Erklärungen beschränfen soll oder ob die auswärtige Politik breit und ausführlich zu behandeln set, werden die Fraktionen sich erst in den nächsten Tagen schlüssig werden. Deutsche Geschüße für die Türkei? Der frühere tirtische Kriegsminister Mahmut Mukhtar Pascha ist am Dienstag nach Berlin abgefahren, angeblich, um in Deutschland Waffen und Geschüße zu kaufen. Die Vergleichsverhandlungen in der Berliner Me: tallindustrie sind am Donnerstag gescheitert und die Aussperrung tritt in Kraft. Es ist aber, da die Forrier einen Teil der Vermittelungsvorschläge angenommen haben, Aussicht vorhanden, daß sich auch noch über die strittigen Punkte eine Verständigung erzielen läßt, so daß in diesem Falle die Aussperrung nur von kur= zer Dauer sein würde. bte die bekannte Forderung auf Berücksichtigung von Tarifverträgen bet Vergebung öffentlicher Lieferungen auch auf die Hausarbeit überträgt, wurde angenommen. Am Donnerstag wurde zuerst der Geseßentwurf betr. Aufhebung des Hilfskaffengefeges in zweiter Lesung beraten. Der Paragraph 1 des Entwurfs, der das Ge setz über die eingeschriebenen Hilfskassen aufheben will, wurde unverändert angenommen, ebenso die übrigen Paragraphen. Es folgte die zweite Lesung des Privatbeamtenversicherungsgesetzes. Auf Anfrage des Abg. Linz( Rp.) erklärt Ministerialdirektor Caspar, sämt liche technische Beamte, vor allen Dingen auch die MuSterzeichner, feien ohne Rücksicht auf den künstlerischen Wert ihrer Leistungen in das Gesetz einzubeziehen, und erwidert dem Abg. Raab( W. Vga.) auf die Befürchtung, daß den Werkmeistern die Etgenschaft als Privatbeamte strittig gemacht werden könnte, weil sie mit einer fürzeren Kündigungsfrist angestellt sind: die Kündigungfrist set ohne Einwirkung auf das Gefeß. Auf weitere Anfragen erwiderte Ministerialdirektor Cafpar: Vorübergehend mit gewissen Funktionen be= traute Gesellen sind natürlich feine Angestellte. Dienstboten fallen im allgemeinen nicht unter das Gesez. In den weitaus meisten Fällen werde der Brinzipal zu entscheiden haben, wer Angestellter ist. Der§ 1 bleibt unverändert.§ 9 gab Veranlassung zu einer lebhaf= ten Auseinandersetzung zwischen den Abgg. Cuno und Mommsen( F. Vp.) und Ministerialdirektor Caspar. Die Abgeordneten wollten wissen, wie es mit der Ver= ficherungspflicht der Angestellten der Gemeinden, Kommunen usw. steht. Ministerialdirektor Caspar erwiderte, daß nur solche Beamte unter das Gesetz fallen, die tetnen Anspruch auf anderweite Bension hätten. Der 89 wurde mit einem Zusaß Schulz( Ry.) angenom= men, wonach in Zweifelsfällen die Entscheidung den Oberverwaltungsbehörden zusteht. Am Freitag geht die Besprechung weiter. Unser Freund Italien. das keine Augen hat. Augenhöhlen und Augenbrauen sind gleichfalls nicht vorhanden. Der obere Teil des Kopfes tit vollständig rund. Ein zu Rate gezogener Spezialist stellte fest daß das bedauernswerte Wesen lebensfähig ist. Die Vereinigung der Buchdruckereibefizer Berlins erklärt, zum Ausgleich der erhöhten Löhne und der fortdauernd gestiegenen Materialkosten die Druckpreise vom 1. Januar ab um zehn Prozent erhöhen zu wollen. Im Bestscheckamt und in der Reichsbank zu Ber= lin konnter am Donnerstag etwa eine Stunde hindurch keine größeren Zahlungen erfolgen, weil wegen unvorhergesehener Abhebungen größerer Summen der Barvorrat erschöpft war. Große Firmen hatten zusam men mehrere Millionen Mark erhoben. Neue Vorräte mußten erst aus den unterirdischen Tresors der Bank geholt werden. Die Reichsbank bestreitet übrigens, soweit sie in Frage kommen soll, die Richtigkeit der MetDung. Keine Einberufungen zu militärischen Nebungen während der Reichstagswahlen. Um zu vermeiden, daß Offiziere oder Mannschaften des Beurlaubtenstandes bet den nächsten Reichstagswahlen durch militärische Gründe an der Beteiligung verhindert werden, hat das preußische Kriegsministerium angeordnet, daß in der Zeit vom 12. Januar bis zur Erledigung etwaiger Stichwahlen, also bis zum 30. Januar, keinerlet Einberufungen zu Uebungen des Beurlaubtenstandes stattfinden dürfen. Die Besserung der Reichsfinanzen. Wie die„ Berliner Politischen Nachrichten" mitteilen, wird die Anleihe des nächsten Reichsetats fich auf etwa 50 Millionen belaufen. Im Statsentwurf für 1911 betrug die Anleihesumme 97% Millionen Mark. Ein ber Kne beamte gäfte zu Test way But befter stellten f felten. Wagenty ner in d In diefe ein Meff Schaffne legten A nur die Bunge Tegen zu auf den Später Πίνα gher Ra in dem vatbank Filiale Don 75 0 bäude v überfalle tuch übe ber dri dere ihn Beim Essentragen tödlich vernnglückt. Die Ehefrau Thieme aus Globigant bei Neumark wurde beim Effentragen nach der Grube Leonhardt beim Gleisüberschreiten von einer Maschine der Baagerbahn erfaßt und sofort getötet. Eine Expedition nach Deutsch- Kongo. Wie aus toIonialen Kreisen mitgeteilt mird, ist nunmehr die Er= pedition in das neue von Frankreich an Deutschland abgetretene Kongogebiet gesichert. Die Expedition hat in erster Linie die Aufgabe, neue Verkehrswege nach Innerafrika zu schaffen. Man denke zunächst an die Einrichtung einer deutschen Motorschiffahrt auf dem Kongo, Ubangi und dem Sanaha. Die Erpedition mird ausgefandt von dem wirtschaftlichen Komitee der dentschen Kolonialgesellschaft. Nachdem der Vorstand des Komitees am Mittwoch seine Zustimmung erteilt hat, dürfte die Ausreise in kürzester Zeit erfolgen. Unter diesem Titel veröffentlicht„ Danzers ArmeeBettung", in Wien folgende aufsehenerregende Mittet lung: Die Einberufungskarten, mit denen Italien wegen der Expedition nach Tripolis den Jahrgang 1888 unter die Fahnen rief, besitzen eine sonderbare Eigentitmlichfett. Sie zeigen nämlich Ueberklebungen. Die schmalen Streifen lösen sich leicht weg und unter ihnen wird das Datum 1909 sichtbar. In den österreichischen militärischen Büros sollen mehrere Originaleremplare von großen, auf grünes Papter aedruckten Plakaten der Mobilisierungskundmachungen" zirkulieren, welche die gleichen Ueberklebungen aufwetsen. Ein Exemplar dieser interessanten Kundmachung soll auch dem Katser Franz Josef vorgelegt worden sein, die klipp und klar beweist, daß Italien während der Annexionskrisis eben daran war, Oesterreich in die Flante zu fal= Ien, als Rußlands Rückzug die Hoffnungen unferes Bundesgenossen zerstörte. Man muß natürlich ber genannten Korrespondenz die Verantwortung für die Richtigkeit der Mitteilung überlassen. Italien des Dreibundes müde? Kleine Dachrichten. Unschädlich gemachte Ränberbande. In Petersburg wurde eine Bande von 26 Personen verhaftet, die einen bewaffneten Ueberfall auf ein Nonnenkloster geplant hatte, um es zit berauben. Unter den Verhafteten befanden sich auch Studenten und Studentinnen. Wissenschaft, Runst und tratur. Ueber Syphilis als Erblindungsurfache bet ingend: lichen Individnen hat in letzter Zeit die UniversitätsAugenklinik Halle a. S. neue wissenschaftliche intersuchungen angestellt. Als Objekt dienten die Zöglinge der Brovinzial- Blindenanstal. An jedem einzelnen nahm Dr. Igersheimer, der Leiter der Klinit, eine Blutuntersuchung vor und kam dabei zu Resultaten, die trob der relativen Kleinheit des Matertal besondere Beachtung beanspruchen, weil bisherige Statistiken die Bedeutung der Syphilis als Erblindungsurfache fast ganz vernachlässigten. Von 187 3öalingen fonnte überhaupt bet 32 ohne Rücksicht auf einen Zusammenhang zitschen dem Allgemeinleiden und der Augenaffektion Syphilis nachgewiesen werden. Nach Abwägen aller Faktoren spielt die schreckliche Seuche insgesamt bei 13, 4 Prozent der untersuchten Fälle, eine ursächliche Rolle. Eine hohe, bisher wohl ungeahnte Rahl Snphilishlinder. Dr. T. ist zurzeit mit weiteren untersuchungen an den Insassen der Blindenanstalt Barby a. E., einer Zweiganstalt der Bl.-A. Halle, beschäftigt. Abdul Hamids Perlenhalsband. Die erste Hälfte der Versteigerung der Schäße Abdul Hamids in Paris erbrachte insgesamt den Betrag von 4 947 476 Frcs. Den höchsten Preis. erzielte ein dreireihiges Berlenhalsband mit kostbarem Diamantverschluß, das für 920 000 Fres. erworben wurde. Die Versteigerung wtro am 4. Dezember fortgesetzt. Todessturz aus dem Fenster. Donnerstag mittag stürzten in einem Hause in der Liebenauer Straße in Halle aus einem Fenster des dritten Stockwerks zwet Kinder auf den Hof. Ein vierjähriges Mädchen war sofort tot; ein zweieinhalbjähriger Knabe wurde schwer verlebt ins Krankenhaus gebracht. Die Wiener Reichspost" will von römischer Seite erfahren haben, daß in den letzten Tagen in Rom Besprechungen stattgefunden haben, die sich auf den Ablauf der Dreibundsverträge bezogen und derzeit noch fort= dauern. Die Grundlagen der Verhandlungen, welche von dem französischen Botschafter Barrère mit der itaItenischen Regierung eingeleitet wurden, bildet der Vorschlag, Italten solle den Dreibund verlassen und fich den Alliancen und Freundschaften Frankreichs anschließen. Auf Seite der italienischen Regierung habe die Aussprache eine sympathische Aufnahme gefunden. Der Gedankenaustausch habe zu einer Verständigung in wichtigen Punkten geführt. Dabei wurde von Italienischer Seite dem Gedanken Ausdruck gegeben, daß Italien unbeschadet einer eventuellen neuen Gruppierung der Mächte ein Ententeverhältnis mit Desterretch inbezug auf die Balkanfrage aufrechtzuerhalten wünsche. In den Verhandlungen wurde seitens der französischen Diplomatie sehr geschickt die Verstimmung ausgenüßt, die gegenwärtig im Schoße der italienischen Regierung gegen Deutschland besteht. Die Meldung ist sicher mit großer Reserve aufzunehmen. Rundschau oom Cage. Politisches. Statt Medizin Chloroform. In Greifswald tran* ein junges Mädchen, das Medizin einnehmen wollte, versehentlich einen Rest Chloroform aus. Ste etlte noch bis in das Wohnzimmer, brach aber hter zusammen. In furzer Zeit verstarb das Mädchen an Vergiftung. Die Einberufung des hessischen Landtags ist durch landesherrliches Edikt auf Dienstag, den 19. Dezember bestimmt worden. Die feierliche Gröffnung des Landtags wird am Mittwoch, den 20. Dezember erfolgen. Aus Eifersucht. Roman von Max Hoffmann. ( Nachdruck verboten.) Uebertritt eines katholischen Pfarrers zum Prote: ftantismus. Der Pfarrer Joham Goehlert aus dem Böhmisch- sächsischen Grenzorte Moldau zeigte bei der Tepliker Bezirkshauptmannschaft seinen Austritt aus der katholischen Kirche an. Er reiste darauf nach Halle ab, um zum Protestantismus überzutreten. Aus den Gerichtscälen. Ein Herenprozeß“ ist vor dem Schöffengericht in Mannheim verhandelt worden. Eine Maurersfrau aus dem Mannheimer Vorort Käfertal hatte eine Bäuerin wegen Beleidigung verklagt, da diese thr nachaesagt hatte, sie besitze das 7. Buch Moses und sei schuld am Verenden des Viehs der Bäuerin. Die alte. Frau hatte gegen die junge, bildsarbere Here" Widerklage erhoben und war nur schwer zu einem Vergleich zu bewegen, da sie durchaus nicht begreifen wollte, daß sie sonst ver= urteilt würde. Die finat to in der Kerch, daß mar's drauffe heert, un die foll fauber sein?" rief die Alte und entfernte sich fopfschüttelnd und feineswegs überzeugt von der Unschuld ihrer Gegnerin. Ein neuer Gewaltstreich der Stimmrechtshamen. Premierminister Asquith, der am Mittwoch in London in einer philantropischen Gesellschaft eine Rede halten wollte, wurde dort von einer Anzahl Suffragetten em= pfanger, die ihn durch Schreien am Sprechen hinderten, so daß er schließlich gezwungen war, das Gebäude zu verlassen, ohne gesprochen zu haben. 81) Bitte, erkennen Sie in ihm nicht tenen Tischler wieder, der bet Ihnen an dem Tage vorsprach, als eine Schwester zum Herrn Regierungsrat von Marleben be= stellt wurde?" Denisches Geld für die Tschechen. Das Budweiser tschechische Afttenbräuhaus, dessen Bier start nach Deutschland exportiert wird, widmete von dem diesjährigen Reinertrag 47 525 Kronen tschechisch nationalen Zwecken. Die Gefragte schaute jetzt aufmerksamer zu Majewskt hin. Ich kann wirklich nicht genau sagen, ob er es war," entschied sie. Ein geständiger Mörder freigesprochen. Der 17iöb= rige Arbeiter Wenzel Brotsch aus Tetschen. der ein junges Mädchen ermordet hatte. wurde vom Schwurge= richt Leitmerit troß seines Geständnisses freigesprochen. Die Kronprinzessin trifft aus Lanofuhr am 2. Dezember in Berlin ein wo sie längere Zett bleiben wird. Der Kronprinz trd sie vermutlich nach Berlin begletten und dann in Schlesien jagen. Für Mitte Dezem ber wird im. Kronprinzlichen Palats ein freudiges Ereignts erwartet. Majewski Holte mehreremale tief Atem und sagte dann leise:„ Ja, Fräulein, ich bin es gewesen. Ich sah nur damals sehr reduziert aus und deshalb können Ste mich heute nicht genau rekognoszteren." Herr von Scharffenstein lächelte.„ Nun, wenn er es selbst sagt, dann wird es wohl stimmen. Ich danke Ihnen, wertes Fräulein." Ueber eine seltsame menschliche Mißgeburt berichtet die Straßburger Post" aus Hayingen: Eine Frau hatte am Samstag einem Kinde das Leben geschenkt, Die junge Dame entfernte sich schnell. Man merkte es thr an, daß ihr die ganze Sache widerlich gewesen war und daß ste froh war, rasch aus diesem Gebäude, wo ein dumpfer Hauch von Schuld und Strafe zu wehen schten, herauszukommen. Vermischtes. fich mit merft m Weges ten, Itef Wette. C zuholen brecher et die Poliz Räuber des Geld Edif Edison h Hon eine längerer findung Eine Verhaftung mit Hindernissen. In Neumün fter sollte ein Agent eine fleine Strafe verbüßen. Da er sich nicht freiwillig meldete, wurden zwei Beamte mit seiner Verhaftung und Einlieferung betrout. In fet= ner Wohnung fanden sie den Delinquenten im Bett Itegen, bis an den Hals zugedeckt. Es stellte sich her= aus, daß der Unglückswurm fein einziges Kleidungsstück meh besaß die letzte Hose hatte er am Tage vorher versezt. Um ihren Auftrag auszuführen, blieb den Beamten nichts übrig, als die Kleidungsstücke beim Bfandleiher auszulösen, dann wurde der Mann ins Gefängnis eingeliefert. rief er wild. Ich sage es wieder und immer wieder und will es hinausschreien in alle Welt: Ich habe ntemand getötet! In dieser Angelegenheit bin ich unschuldig wie ein junges Lamm." Gleich darauf wurde Friß von Marleben vorgelassen. Auch er sollte die Uebereinstimmung dieses Menschen mit tenem, den er am Tage vor dem Verbrechen bet der Diakonissin gesehen hatte, feststellen. ,, Schweigen Ste!" herrschte thn Scharffenstein ener= gtsch an. Was erlauben Ste sich hier für einen Ton? Wenn ich so etwas noch einmal höre, lasse ich Sie dret Tage einstecken, merken Ste sich das!" " Gewiß," sagte er, nachdem er Majewskt scharf ge= mustert hatte ,,, er ist es!" Bei dem Berliner Boftraub ist auch die Reichsbank zu Schaden gekommen. In der Sitzung des Zentralausschusses der Reichsbant am Mittwoch bemerkte der Vorsitzende, Erzellenz Havenstein, daß bei dem Postraub der Reichsbank verschiedene Sachen abhanden gekommen seien. Es handelt sich um Wechselbestellungen. Davon sind solche in sieben Bankanstalten aanz verschwunden und einige teilweise vernichtet worden. Außerdem ist auch einiges Bargeld verloren gegangen. Die Reichsbank hofft aber, daß im ganzen der Verlust nur gering sein wird. Man wird versuchen, aus den Kopten fich klar darüber zu werden, was vernichtet wor= den ist. Der Verbrecher verftel wieder in seinen weiner= lichen Ton.„ Aber Herr Untersuchungsrichter, wenn ich Ihnen doch sage, daß ich unschuldig an dem Morde bin!" Warten Sie gefälligst ab, bts Ste gefragt werden! Sie haben also die Identität festgestellt, Herr von Marleben. Dann danke ich Ihnen." Sein Blut tam in Wallung, als er diesen Menschen vor sich sah, der so viel Schmerz, Aufregung und Trauer über ihn gebracht hatte. Er ballte die Faust und brohte ihm mit den Worten:„ Also das ist der Niederträchtige, der so schändlich war Majewski sprang troßig auf und unterbrach thn blizenden Auges." Bum Teufel noch einmal, nein!" Fritz von Marleben ging langsam hinaus, nicht ohne vorher einen giftigen, höhnischen Blick von setten des Assessors aufgefangen zu haben, was ihn aber sehr falt ließ. Hier hatte man nach seiner Meinung endlich den Mörder, den die wohlverdiente Strafe treffen wirde und er selber wäre dann aller wetterer Scherereien enthoben. Dieser Gedanke gewährte thm bet aller Aufregung, in die ihn der Anblick dieses Menschen versetzt hatte, eine gewisse Befriedigung. fft eine graph. Wahltan graph of bem rep geboten bas Mor propagan Itch erach Honalwa wird. Verh gen Tag gesellscha und Ma Die bet haftet. Geld an und in tämpfen 500 M. 1 Jer wer Myft Gensteller Ostbahn Krause fen. Ein falls feir der die S Die Fam awet Kin funden. feffelt. 2 Rotsofen Josen un fofort auf fördert, t Ein tag. Der nem Vor Schriftfü Beginn Bulow 31 Reichstag Lenbach g damit es gettig gab Original macht hab Fürsten 2 Dant dur Kopie foll Bundesra Fürsten' 2 Maj ich wohl zehn Minuten zusammengekauert fißen und lauschte. Wie mir meine Freundin gesagt hatte, schten der Alte in tiefem Morphiumschlaf zu Itegen, denn ich hörte nicht einen Atemzug. Da wurde ich ganz dreist, zündete ein Wachsstöckchen an und nahm den Schlitssel, den ich genau nach Angabe in einer kleinen Bronzeschale fand, und öffnete den Schrank. Im Nu hatte ich das Paket Geldscheine eingesteckt, als aus dem Nebenzimmer ein verdächtiges Geräusch kam. Das Blut in den Adern schien mir vor Schreck zu gerinnen, ich hatte kaum so viel Kraft, um nach dem Fenster zu schleichen, fletterte wieder hinunter, ergriff die Leiter und wollte sie wieder nach dem Holzstall zurückbringen. Aber ich war fast sinnlos vor Angst, eilte mit der Letter in der Hand nach dem Gitter, legte sie dort behutsam nieder, so daß sie nicht gleich zu sehen war, fchwang mich über die Eisenstäbe und stürmte wie von Furten gehetzt nach Hause. Es war sehr wett. Ich kam in Schweiß ge= badet dort an und legte mich gleich zu Bett. weiß ich nichts, so wahr mir Gott helfe!" Herr von Scharffenstein setzte das Verhör des Verhafteten fort. ,, um welche Zeit führten Sie den Einbruch aus?" ,, Es war kurz nach zwölf!" ,, Und Sie stiegen durchs Fenster?" ,, Ja. Ueber den Korridor wollte ich nicht gehen, weil ich da erst über die Treppen gemußt hätte, und da fürchtete ich, von den Dienstmädchen gehört zu werden." Ihre sogenannte Freundin hatte das Fenster angelehnt gelassen?" " Jawohl, und dann holte ich mir aus dem Holz= stall dte Letter, von der sie mir schon vorher erzählt hatte, und stieg hinein. Dicht am Fensterbrett blieb Weiter Herr von Scharffenstein schlittelte den Kopf. ,, Machen Sie mir doch nichts weiß! Warum hat Ihnen denn Ihre sogenannte Freundin nicht geholfen?" ,, Muß ichs immer wieder sagen? Die hätte alles von vornherein verdorben. Sie hat gar keinen Mut zu so etwas und hätte bei der geringsten Störung laut aufgeschrieen. Nein, sie war nicht dazu zu gebrauchen." Wo ist denn nun eigentlich das Mädchen?" Majewski biß sich auf die Lippen und schwieg. ,, Ach so, Ste wollen den Gentleman spielen und ste nicht verraten! Das ist aber doch töricht. Sie allein könnte vielleicht den schweren Verdacht des Mordes von Ihnen nehmen." Majewskt wiegte sein Haupt und atmete schwer. Aber er sagte nichts. Der alte Herr nahm eine milde, fast väterliche Redeweise an. spräche, rildfichtsv Ste von Elferfucht nicht wal Got und wi großen " „ Sc wahr?" Da Und Dient h Abe 50 muß man Ste fönn terschaft das fehle We Nur oder viel nun die Der Hab Mate Oder Die tent fich raf Hch zu gra des Zieri Dabet gen Männern Dem and Echarffen Knopf fe nbrauen Teil des ezogener Weien Berling und der udpreife wollen. att Ber: de hin il wegen men der I zujam Vorräte Der Bant gens, fo Ser Mel Die Ehe rde beim Sletsüber n erfaßt 1 Peters verhaftet, menflofter Verhaf Dentinnen tur. ingend: iverfitäts interfu linge der en nahm Blutun die trop re Beach t die Be faft ganz überhaupt hang zwi feftion gen aller mt bei 13, iche Rolle. hilisblin ungen an E., einer ngericht in sfrau aus e Bäuerin nachgesagt schuld am Frau hatte ge erhoben ewegen, da sonst ver dak mar's e Alte und überzeugt Der 17iöh 1. Der ein Schwurge igesprochen. 1 Neumiin rbüfen. Da Beamte mit it. In fel en im Belt Wie sich her Kleidungs Tage vor n, blieb den Sticke beim Mann ins Reichsbank Des Zentral Semerkte der em Postraub den gekom llungen. Da 3 verschwun Außerdem angen. Die Verlust nur aus den Ko rnichtet wor tfiben und hatte, schien zen, denn ih O ganz dreift den Schliffel, inen Bronze Nu hatte ich dem NebenDas Blut in men, ich batte zu schleichen, er und wollte en. Aber ich Letter in der utfam nieder ang mich fiber en gehebt nad 7 Schweiß ge Bett. Weiter !" den Kop um hat Ihnen neholfen?" Die hätte alles feinen Mut zu rung laut auf brauchen." ädchen?" d schwieg. pielen und t. Sie allein 6 Mordes von atmete fchwer väterliche Nebe Eine Messerstecherei im Straßenbahnwagen ist in der Knesebeckstraße zu Rirdorf auf zwei Straßenbahnbeamte verübt worden. Der Schaffner hatte zwei Jahrgäste zurückgewiesen, weil der Wagen im Innern befetzt war, und forderte die beiden auf, den Vorderperron zu besteigen. Unwillig folgten sie der Anordnung, und stellten sich neben den Fahrer, den sie fortwährend hänfelten. Als der Wagen leer war, begaben sie sich in das Wageninnere. Kurz vor der Endstation trat der Schaffner in den Innenraum und ging an den beiden vorbet. In diesem Augenblick zog der Aeltere, der Schmidt heißt, ein Messer aus der Tasche und stach nach dem Kopfe des Schaffners. Ein daneben sitzender Herr riß jedoch im legten Augenblicke den Beamten zurück, so daß der Stich nur die Wange des Schaffners durchbohrte und die Bunge verlegte. Der Fahrer kam darauf seinem Kollegen zu Hilfe und hieb Schmidt mit einer Eisenstange auf den Kopf, so daß er bewußtlos zusammenbrach. Später stellte sich heraus, daß Schmidt geistestrant ist. Apachen- Attentat auf einen Bankkassierer. Ein frecher Raubanfall wurde nach einer Meldung aus Paris in dem Vorort Saint- Denis auf den Kassierer einer Brtpatbank verübt. Der Kassierer hatte bet der dortigen Filiale der Bank von Frankreich einen Scheck in Höhe yon 75 000 Franken einkassiert und hatte kaum das Gebäude verlassen, als er von zwei Apachen hinterrücks überfallen wurde. Die Täter warfen ihm ein Halstuch über den Kopf und fnebelten ihn. Einer der Räuber drückte den Kassierer zu Boden, während der andere ihm die Taschen ausraubte. Der Vorgang spielte fich mit Blitzesschnelle ab und wäre auch wohl kaum bemerkt worden, wenn nicht zufällig zwei Bolizisten des Weges gekommen wären. Als die Apachen diese erblickten, Iteßen sie von ihrem Opfer los und suchten das Wette. Es gelang jedoch den Beamten, die Räuber einzuholen und festzunehmen. Plötzlich riß einer der Verbrecher einen Revolver aus der Tasche und feuerte auf die Polizisten, ohne jedoch zu treffen. Bet dem einen Räuber fand man 47 000 Franken vor. Der übrige Tell des Geldes befand sich noch im Besitz des Kassterers. Edisons Wahlredemaschine. Der bekannte Erfinder Edison hat, wie man aus Neuyork meldet, die Konstrut tton einer Wahlredemaschine, mit welcher er fic) feit längerer Zeit beschäftigte, tett vollendet, und die Grfindung dem Präsidenten Taft vorgeführt. Die Raschine ist eine Kombination von Phonograph und Kinematograph. Während durch den Phonographen die Rede des Wahlkandidaten reproduziert wird, gibt der Kinematograph die Gesten wieder. Edison hat diese Maschine bem republikantschen Nationalkomitee zum Kauf angeboten und diesem Komitee für den Fall des Ankaufes bas Monopol für die Benutzung der Maschine zu Wahlpropagandazwecken zugesichert. Es wird für wahrscheinItch erachtet, daß Präsident Taft sich bei den nächsten NaHonalwahlen der neuen Erfindung Edisons bedienen wird. Verhaftete Berliner„ Tripolisfreiwillige." Vor eintgen Tagen flitchteten die bei einer Berliner Handelsgesellschaft beschäftigten 17jährigen Hausdiener Witlau und Mar Kanto nach Unterschlagung von 700 Mark. Die beiden jungen Leute wurden in einem Hotel verhaftet. Ste gaben beim Verhör an, daß sie sich das Geld angeeignet hätten, um nach Tripolis zu fahren und in den Reihen der Türfen gegen die Italiener zu tämpfen. In der„ Kriegskasse" fand man bei ihnen noch 500 M. und 149 Kronen. Die beiden Schlachtenbummler" werden nach Berlin ausgeliefert werden. Mysteriöser Vorfall: der Wohnung eines Weichenstellers. Der Bahnhofsvorsteher in Golzow an der Ostbahn fand, als er den erkrankten Weichensteller Krause besuchen wollte, dessen Wohnung fest verschlos= fen. Ein sofort herbetgeholter Wachtmeister fand ebenfalls feinen Einlaß und mußte einen Schloffer holen, ber die Wohnung öffnete. Diese war total verqualmt. Die Familie des franken Bahnwärters, die Frau und awet Kinder, wurden in den Betten bewußtlos aufge= funden. Dem Manne waren die Beine und Hände gefeffelt. Aus einem in der Stube stehenden brennenden Kotsofen entströmten giftige Gafe. Die vter bewußtJosen und nicht vernehmungsfähigen Personen wurden fofort auf ärztliche Anordnung in ein Frankenhaus be= fördert, in dem sie sämtlich bedenklich darniederliegen. Ein Gefchent des Fürsten Billow an den Reichs: tag. Der Vorstand des Reichstages( hie Präsidenten, Schriftführer und Quästoren) trat am Donnerstag vor Beginn der Plenarsizung zusammen, um sich mit etnem Vorschlag des ehemaligen Reichskanzlers Fürsten Bülow zu beschäftigen. Fürst Bülow hat nämlich dem Reichstag mittetlen lassen, daß er eine Kopie feines von Lenbach gemalten Bildes dem Netchstag schenken wolle, damit es an passender Stelle aufgehängt werde. Gleichzeitig gab er bekannt, daß er in seinem Testament das Original des Lenbachschen Bildes dem Reichstag vermacht habe. Der Vorstand beschloß. das Angebot des Fürsten Bülow mit Dank anzunehmen und ihm den Dant durch den Präsidenten aussprechen zu lassen. Die Kopie soll neben dem Bilde des Fürsten Bismarck im Bundesratssaal aufgehängt und nach dem Tode des Fürsten Bülow durch das Original erfetzt werden. „ Majewski," sagte er, als wenn er zu einem Kinde spräche, ich muß Sie in der Tat achten wegen Ihres rücksichtsvollen Verhaltens. Und das um so mehr, da Ste von jenem Mädchen verraten worden sind. Die Etfersucht, die sie dazu veranlaßt hat, ist ganz haltlos, nicht wahr?" ,, Gott, Herr Untersuchungsrichter, man macht ja hin und wieder seine kleinen Seitensprünge. Aber im großen und ganzen bin ich ihr doch stets tren gewesen." „ Schön. Und Sie haben sie auch unterstützt, nicht wahr?" ,, Dazu war ich verpflichtet." ,, Und nun ist sie so undankbar gegen Ste! Ste verdient Ihre zarte Schonung gar nicht." ,, Aber ich ich liebe sie doch immer noch!" „ So? Ste sind ein tadelloser Gemütsmensch, das muß man sagen. Das wird Ihnen jedoch nichts helfen. Ste fönnen sich nicht von dem Verdacht der vollen Täterschaft rein waschen. Hat jenes Mädchen vielleicht das fehlende Geld?" „ Welches fehlende Geld?" " Nun, es sind doch dreißigtausend Mark gestohlen oder vielmehr achtundzwanzigtausend. Wo haben Ste nun die übrigen zwanzigtausend Mark gelassen?" Der Gefragte starrte vor sich hin. ,, Haben Ste das Geld etwa vergraben?" Majewskt stieß einen unartikulierten Laut aus. „ Oder einem Freunde in Verwahrung gegeben?" Die unartikulierten Laute des Verbrechers steigerten sich rasch zu einem unheimlichen Geschret, das plötz= Ich zu gräßlichem Brüllen anwuchs, als wenn ein wildes Tier im Käfig sich gegen seinen Bändiger auflehnt. Dabei gewährte er einen Anblick, der auch starfnervigen Männern Furcht einzuflößen imftande war. Nur nicht dem an derartige Szenen schon gewöhnten Herrn von Scharffenstein. Er hatte rasch auf einen elektrischen Knopf seines Tisches gedrückt, und sofort sprangen vier Das Ende der„ Gakes". Ein Pretsausschreiben mit einer dem besten Verdeutscher des Wortes winkenden Belohnung sollte das undeutsche Wort„ Cafes" frither aus unserm Sprachschatz ausmerzen. Jetzt hat nun der Verband derjenigen Fabriken, die die knusperigen Dinger in die Welt setzen, aus dem englischen" Cafes" einfach Kets" gemacht. Sämtliche Verbandsmitglieder haben sich verpflichtet, hinfort ihr Erzeugnis nur noch " Kets" zu nennen und unter dieser Schreibweise in den Handel zu bringen. Dementsprechend nennt sich der Verband auch bereits„ Verband der Kets- Fabrikanten". Kinderelend in Großstädten. Geradezu erschütternde Daten über unmenschliche Verbrechen an Kindern und über den Handel mit bemitleidenswerten Kindern zu den abscheulichsten und schändlichsten Zwecken hat die bekannte ehemalige Stuttgarter Polizeiassistentin Henriette Arendt in einem Buche gesammelt, dem sie den Titel„ Kleine weiße Stlaven" gegeben hat, und das soeben im Buchhandel( Vita, Deutsches Verlagshaus, Berlin) erschienen ist. Wir entnehmen diesem Buche nur einige Mitteilungen über die Ausbeutung von Kindern als Bettler und über fünstliche Herstellung von Krüppeln im frühesten Kindesalter, deren mitleiderweckendes Aussehen die Pasfanten zu Almofen veranlassen soll, das von den Petnigern dieser Kinder verpraßt wird. Man hat geglaubt, derartige Tatsachen feien Ausgeburten einer Kolportagephantasie und gehörten zu den romantischen Erzählungen von entführien Kindern und dergleichen. Leider aber handelt es sich um Wahrheit. Frau Arendt berichtet beispielsweise nach Angaben eines Berliner Waisenrats nachstehende Tatsachen aus Berlin: Ein Herr berichtet, daß allabendlich ein in Lumpen gehülltes sechsjähriges schwächliches Mädchen auf der Weidendammer Brücke in Berlin von einem Orgeldreher angehalten wird, bet den Vorübergehenden Gaben zu erbetteln. Die Recherchen durch Stadtmissionare ergaben, daß das kleine Mädchen von dem Orgeldreher gemietet war. Aus eigenen Berichten des Mannes ging hervor, daß das Mitleid der Leute für das frierende Kind so groß war, daß er auf den Durchschnittsgewinn von zwanzig Mark täglich rechnen konnte. Seine Häuslichkeit war wohlhabend zu nennen und seinen Sohn Iteß er gut erziehen... Ein Ehepaar aus dem Süden von Berlin hatte zwei Knaben im Alter von fünf und sechs Jahren. Der älteste war von der Mutter in die Ehe mitgebracht worden. Beide Eltern waren gewerbs= mäßige Diebe, die Frau auch Berufsbettlerin. wet Jahre nußte sie die Stadtmission aus. Dort erkannt, wandte fte sich an eine Methodistengemeinde mit dem Wunsche, ihre Kinder getauft zu bekommen. Dies geschah auch wirklich, obwohl die Kinder durch Vermitt lung der Stadtmission schon getauft waren. Ste gab stets an, cheverlaffen zu sein, während sie in Wahrheit mit ihrem Mann zusammen lebte, wenn er nicht im Zuchthaus war. Im November 1898 hatte er eben eine zweijährige Zuchthausstrafe verbüßt, die Frau im Februar 1898 eine achtzehnmonatige. Die Kinder wur= den systematisch zum Stehlen und Betteln erzogen. Auf thren Bettelgängen durch Berlin nahm die Frau meist noch ein kleines, elendes, gemietetes Kind mit, um die Herzen zu erwärmen". Sie hatte sehr viel Glück, fand stets mitleidige Menschen, und Augenzeugen berichten, Erblich belastet. Am Diensing hat vor dem Wiener Schwurgericht der Prozeß gegen den Dalmatiner Nikolaus Niegus, der amt 5. Oftober von der Galerie des österreichischen Abgeordnetenbauses fünf Schiffe gegen die Minister bant abgefeuert hatte, begonnen. Dret von den Schits= sen schlugen zwischen dem Justizminister Ritter voit Hochenburger und dem damaligen Unterrichtsminister, jetzigem Ministerpräsidenten Grafen Stürgth, in die Lebne der Ministerbank ein. Die Schiffe fielen während einer Rede des sozialdemokratischen Abgeordneten Schumeter über die harten Urteile in den Teuerungsexzessen. Njeque rief, während er losdrückte: Soch der Sozialismus!" Anfänglich wurde die Untersuchung nach der Richtung geführt, ob Njegus nicht Mitschuldige habe; aber sowohl der Sekretär des Holzarbeiter- Verbandes, der ihm in Wien als Führer diente, als auch der sozialistische Abgeordnete, durch den er die Galeriefarte erhielt, stehen dem Attentat völlig fern. Aus Wien meldet man über den Verlauf des Prozeffes: Das Hauptinteresse der Verhandlung konzentriert sich außer auf die Verteidigung Njegus der übrigens sehr schlecht Deutsch spricht und wahrscheinlich durch einen Dolmetscher vernommen werden mutk auf die Zeugenaussagen des Ministerpräsidenten Grafen Stürgfh und des Justizministers Dr. Ritter vot Hochenburger, die den Schiffen des Attentäters unmit telbar ausgesetzt waren. Der Angeklagte bekennt fich schuldig und beantwortet dann die Fragen über sein Vorleben. Der Vater war ein Säufer, der oft mit dem Revolver in der Wirtsstube umberschoß. Die Kinder mußten vor ihm strammstehen. Als der Vater gestorben war und die väterliche Strenge nicht mehr wirfte, war er weder von der Mutter och vom Vormund zu bändigen und ergab sich dem Trunte. Als Lehrling wollte er einmal die Werkstätte ansteden, um nach Hause geschickt zu werden, weil er Heimweh hatte. Seine Konduite beim Militär iff out. Er wird als gehorsam, willig und von sehr gutem Einfluß auf feine Kameraden geschildert. Er brachte es bis zum Unteroffizier, geriet aber dann in die fozialdemokratische Propaganda. Mieaus hat Kopftyphus und eine Kopfoperation überstanden. Im Rausche ist er oft zu Grzeffen geneiat und ist auch mehrmals wegen öffentli cher Gewalttätigkeit durch Körververletzung bestraft. Warum er eigentlich nach Wien gereift ist, weiß er nicht recht anzugeben. Irgend etwas wegen der harten Urteile in den Tenerungsprozessen mollte er unterneh= men. Auch die Bedeutung der Abfchicdphotographien, dte er an seine Freunde auf der Fahrt gefendet hat, wird trotz sehr heftiger controverfen zwischen dem Dola metsch und dem Verteidiger nicht aufgeklärt. Vor dem Untersuchungsrichter hat Negus auch angegeben, daß er auf Ritter von Hochenburger gezielt habe und ihn töten wollte. Das Urteil. Wien, 1. Dezember. Nach zweitägiger Verhandlung verurteilte das Schwuroericht heute nacht den Tischlergesellen Nieaus wegen Mordverfuchs an dem Justizminister Hochenburger zu sieben Jahren schweren Kerkers. wie die Familie, während sie nach des Tages Mühen Große Tenotunterschlagungen in Berlin, sich es gut schmecken ließ, bet einem nichts weniger als frugalen Abendbrot, wo die geistigen Getränke nicht fehlten, sich über das Mitleid der Leute luftig machte und darüber lachte, wie diefe oder jene Dame mit Tränen in den Augen all das Leid und die Not sich erzählen Iteß von der armen Frau. Im Jahre 1904 wurden in Berlin mehrere Kinderhändler verhaftet, die ausländische kleine Knaben an sich gelockt hatten, angeblich um fie mit Mäusefallen usw. haufieren zu laffen. Diese Kinder wurden zum Betteln und Stehlen angehalten und erbarmungslos mißhan= delt, wenn sie nicht genügend heimbrachten. Das Haupt der Gesellschaft war ein Ingar, der das durch seine ,, fleinen Sffaven" erworbene Geld mit Dirnen verpraßte. Er unterhielt auch in Potsdam, Magdeburg und Hannover Quartiere, das heißt elende Löcher, wo die Kinder auf faulem Stroh schlafen mußten, und sobald thm in Berlin Gefahr durch Entdeckung drohte, beförderte er die Kinder dorthin. Die ganze Gesellschaft wurde schließlich verhaftet und die armen Knaben in thre Heimat zurückbefördert. Der italienische Sozialpo= litiker Ferriani veröffentlicht in einer italienischen Zeitschrift einen Brief, den er aus Berlin erhielt, betreffend das ruchlose Treiben eines Banditen, der zwei Kinder ihren Angehörigen abgekauft hatte. Tagsüber wurden die Kinder mit Strohflechten beschäftigt, und abends mußten fie. wenn sie nicht verhungern wollten, sich in den Straßen Berlins ihre Nahrung durch Betteln verfchaffen. Noch schrecklicher ist das Elend der unglückli chen Gefchöpfe im Ausland, in Parts, London und Brüs fel, wo sie nicht nur der Bettelindustrie, sondern auch dem Verbrechen und dem Laster erbarmungslos geopfert werden. Herkulische Polizisten herein, denen die Kommissare Weide und Bardekow auf dem Fuße folgten. Majewski warf sich ihnen mit der Kraft der Verzweiflung entgegen, aber nach kurzem Kampf war er von der Uebermacht überwältigt und wurde auf dem Stuhle festgehalten. Er Intakte jetzt ganz zusammen und winselte einmal über das andere:„ Ich habs doch nicht getan, glaubt mir doch, thr Menschen! Was wollt thr denn von mir? Gott im Himmel ist ja mein Zeuge, daß ich nur die achttausend Mark genommen habe. Weiter habe ich nichts, aber auch gar nichts gemacht." Dann fing er an, seine Miene zu verzerren und Gesichter zu schneiden.„ Hahaha!" lachte er gellend,. ,, wenn mir Gott nicht helfen will, so hilft mir vielleicht der Teufel? Jawohl! Satan, Beelzebub, hilf mir! Ich will einen Vertrag mit dir machen „ Führen Sie thn ab!" gebot Scharffenstein mit strengem Blick, und die vier Beamten schleppten den Verbrecher hinaus. Was sagen Ste dazu, meine Herren," wandte sich der Richter an die beiden Kommissare,„ daß dieser Mensch behauptet, nur das bet thm vorgefundene Geld gestohlen, sonst aber nichts verbrochen zu haben?" Bardekows Augen leuchteten. Also der Festgenommene war noch nicht in vollem Umfange geständig! Nun, dann blieb ja immer noch die Frage offen, ob er bet dem Doktor nicht doch auf der richtigen Fährte war! Er warf dem Assessor einen raschen Blick zu, und dieser nickte ihm verstohlen zu. ,, Solange wir ihn noch nicht endgültig überführt haben, ist eigentlich fein Grund vorhanden, an seinen Angaben zu zweifeln," sagte er. „ Aber dann müßte doch ein anderer das übrige Geld genommen und den Mord begangen haben!" ,, Ganz meine Meinung, Herr Rat," gestand Bardekom befriedigt. Wir tappen im Dunkeln," fiel Welde etn ,,, folange Der Konkurs des mohlbekannten alteingesessenen Berliner Banfgeschäftes Hermann Baasch, dessen Inhaber vor furzem starb, haft eine überraschende Wendung genommen. Wie sich test herausstellt, hat der verstor= bene Bankier riesige Depotunterschlagungen verübt, de= ren Höhe zurzeit noch nicht völlig festgestellt ist. die sich aber nach fachverständiger Schäßung auf 500 bis 600 000 Mark belaufen. Der Bankier Hermann Baasch hatte bereits vor zehn Jahren, als er sich von seinem Kom= pagnon Dieß trennte, mit einer Unterbilanz von 200 000 Mark zu kämpfen. Sett der Zeit datieren bereits die Unterschlagungen die der Banfier, der in der Berliner Finanzwelt sich eines ziemlich guten Rufes erfreute und der Inhaber zahlreicher Orden war, bis zu seinem. Tode fortsette. Wie sich herausgestellt hat, spekulierte Paasch. der seinen Geschäftsfreunden gegenüber sich stets als reeller Geschäftsmann aufspielte und sich scharf gegen jede Spekulation aussprach, an der Londoner Börje in amerikanischen und chinesischen Werten, da es in der Berliner Finanzwelt bald aufgefallen wäre, wenn es seine An- und Verkäufe bet der Berliner Börse vorgenommen hätte. Die Depots feiner Kunden hat der Verstorbene zum Teil bei der Reichsbank, zum Teil beim Mendelssohnschen Bankhause, aber auch in ausländischen Finanzinstituten lombardiert. Ein Fell der Wertpapiere ist nicht aufzufinden. Es ist bisher noch nicht ermittelt, wo die Werte geblieben sind. Baasch hat durch seine Veruntreuungen auch mehrere Mitglie der seiner Familie schwer geschädigt, ja fogar ruiniert. So hat er die Einlagen seiner Schwester und seines Bruders für sich verbraucht und die nicht unbeträchtItchen Kapitalfen beider in Spekulationen verloren. wir nicht jenes Mädchen festgenommen haben." „ Sehr richtig!" bestätigte Scharffenstein.„ Warum aber spielt dieser Mensch so ganz unvermittelt den wilden Mann?" „ Auch das muß erst untersucht werden, Herr Rat, ob es wirklich eine momentane Geistesstörung war. Der Verdacht, mit dem thm entgegengekommen wird, scheint ihn in der Tat sehr zu bedrücken." ,, Nun, ich werde ihn auf jeden Fall einige Zeit von unserem Gerichtsarzt beobachten laffen." Das geschah denn auch. Aber schon nach acht Tagen war der Phyfitus Doktor Guhlfe vollkommen davon überzeugt, daß Majewsft weder den wilden Mann spielte, noch sonst ein Simulant war, und daß sich in setnem sonderbaren Verhalten nur sein Aerger und setne Wut Luft gemacht hatte. Er berichtete dem Untersuchungsrichter dieses Ergebnis, wobei Mallmiz und die beiden Kommissare zugegen waren. ,, Sie meinen also, Herr Doftor," fragte Scharffenstein ,,, daß dieser Mensch für seine Taten vollständig verantwortlich set?" „ Sicher! Ich hatte auch erst Verdacht, daß er den Mord in einer Art Dämmerungszustand, wie er allerdings selten, aber doch zuweilen vorkommt, vollbracht haben könnte. Aber dann müßte er Epileptiker sein oder sonst trgendwelche Störung setner Psyche und seines Nervensystems zeigen. Das ist aber nicht der Fall, er tst ferngesund." letot also welter nichts übrig, als zu glauben, daß er wirklich nicht die ganze Tat vollbracht hat, oder daß er nicht alles eingestehen will." ( B) THRA3 Die Lösung der Korsettfrage Welche Dame will sich noch weiter zum Sklaven eines modernen Korsetts machen, nachdem das neue Untergewand ,, Kalafiris" als vollgültiger Korsettersatz seinen Siegeszug durch alle Kulturstaaten angetreten hat? Arc ,, Kalasiris" hat im Gegensatz zum Korsett seinen Stützpunkt nicht in der Taille, sondern in der Hüfte, deren knockenstarre Unterlage eine feste Umschnürung sehr wohl verträgt. Kalasiristrägerinnen genießen daher völlige Freiheit der Bewegung und Atmung, fühlen sich in der Taille und in der Magengegend nicht eingeengt oder behindert und haben außer dem das angenehme Gefühl, daß,.Kalasiris" nicht rutscht und nicht durch Strumpfbänder nach unten gehalten zu werden braucht. Bei normal gewachsenen Frauen gibt ,, Kalasiris" lediglich die unverbildete Figur mit ihren edlen Linien wieder und ermöglicht es, ein Kleid zu tragen, welche genau dieselben Schönheitslinien zeigt und die Frau in die Lage versetzt, GeBekanntmachung. Betr.: Vergebung der Walzarbeiten für das Jahr 1912. Das Eindecken und Einschlämmen, sowie das Wasserfahren bei den Walzarbeiten im Jahre 1912 soll vergeben werden. Angebote sind bis Dienstag, den 12. Der. d. Js vormittags 10 Uhr, auf dem Unterzeichneten einzureichen, woselbst auch die Angebot sunterlagen während der Dienststunden jederzeit zur Einsichtnahme offen liegen. Gießen, den 29. November 1911. Der Großh. Kreisbauinspektor: Hechler. PhoenixWasser MotorWaschmaschine ARICE I AKSE Anerkannt geringster Wasserverbrauch Weitgehendste Garantie 23 Phoenix ARD 2009 ORAN 406209 Grüsse Preis 80Ltr Mk 110 100-120 120--130 440-440 Zu haben in allen erstklassigen Hausund Küchengeräte- Geschäften. Für Frauen + Wagenverkauf. sundheit und Schönheit in der Kleidung zu vereinigen Empseyle mein reichhalt. Lager: Bei deformierten Körpern wirkt ,, Kalafiris" schönheits- Eleg Landauer. Mylords, Halbverbessernd dadurch, daß es die Unschönheiten, wie starken Leib, verbecke, Breaks, Geschäfts- und Fettpolster auf den Hüften etc. nach Möglichkeit korrigiert und Amerikanerwagen aller Art, neu [ 21/3 und gebraucht. nach kurzer Zeit sogar beseitigt. Fr. Grauer, Butzbach. Leidenden Damen bietet ,, Kalasiris" gleichzeitig die beste unverrückbar festsitzende Leibbinde, ohne Schenkelriemen und Tragbänder. Flechten näss u. trockene Schuppenflechte, skroph. Ekzema, Hautausschläge, offene Füße Beinschäden, Beingeschwüre, Aderbeine, böse Finger, alte Wunden sind oft sehr hartnäckig; la. Schleifsteine wer mit diesen Leiden behaftet, Von ganz hervorragender Bedeutung, ja geradezu unentbehrlich ist ,, Kalafiris" für werdende Mütter. Für diese ist ein Spezial- Modell" C" vorgesehen, welches der Bequemlichkeit, für Industrie und Landwirtschaft der Empfindlichkeit und der Leibesform entsprechend genau ange- zu Mk. 6., 8., 10.50, 12.50 paßt werden kann und Folgeerscheinungen der Niederkunft, wie dicken Leib verhütet. Unsere Kinder- und Backfisch- Kalafiris- genau nach der kindlichen Figur konstruiert sind zugleich die idealsten Geradehalter. Alle Kalasiris- Façons sind eingerichtet, ein Beinkleid und Unterrock anzuknöpfen, was ganz besonders das Entzücken jeder Dame hervorruft. Jaustr. Broschüren und Auskunft kostenlos. Kalasirishaus Frankfurt a. M. Große Bockenheimerstraße 17 Entresol. SparsameFrauen stricket pur Sternwolle Beste Strumpf and Sockengarne für Hand und Maschine! Orangestern und Baustern feinste Sternwollen Rotstern und Violetstern hochfeine Sternwollen Grünstern, Gelbstern und Braunstern sind die besten Konsum- Sternwollen! Bezugsquellen werden auf Wunsch direkt oder unter der Anzeige genannt. Sternwoll- Spinnerei, Altona- Bahrenfeld. Bu haben in Gießen bei Julius Schulze, Kreuzplaz. Alex Salomon& Cie., Schulstraße 29 und Friedrich Teipel, Marktpl. In Lich bei Joh. Herm. Schmidtl. Obacht! Zigarren! Sie finden sofort 100 Stck. Leonore. 3.60 Käufer ber 100 Stk. Chick .4 30 100 Stck.Habann pr.. 5.40 100 Stck. Meriko. 4.30 100 Stk. Andr. Meriko 5,40 100 Stck. Borussia M. 6.90 Nur gute Qualitäten versendet auch in einzeln. Kistchen à 100 Etüd gegen Nachnahme. J. Schrenk, Bigarrenversand, Hendungen. Für Aufführungen empfehle feine Theater- Kostüme, für Maskenbälle elegante Masken- Garderobe, leihweise billigst. Fr. Jacobi, Warburg I. Westf., Verleihinstitut. Prima hausschlachtene Wurst: Ich empfehle bei Störungen fofort meine sich. wirkend. Pulver Mt. 3.- oder Tropfen Mt. 8.50, extra start Mt. 5.50 per Fasche Rotwurst au nehmen. Unschädlich. Garantiefchein. Viele Anerkennung. Disfr. Landleberwurst Vers. überall hin. Zwiebelwurst Drogist Bocatius, Berlin N., Schönhauseralle 134a. Kopfwurst Tüten Pack-, Einwickel- und Schreib- Papiere Schreibutensilien: Geschäftsbücher Reklame- Kalender :: Neujahrs- Gratulations- Karten:: Karl Ampt, Papierwarengrosshandl. Bahnhofstrasse 39 MACHT DAS LEDER GESCHMEIDIG! FARBT NICHT ABI Vorzüglichste Lederputz- Crème Fernspecher 604 Kavalier Das Beste vom Besten GIBT WASSERDICHTER HOCHGLANZ avalier ist das beste Schuhputzmittel der Welt! Union Augsburg OHNE KONKURRENZI Teilhaber liefert unter Garantie. Helnr. Moog, Steinbruchbesitzer, Münchhausen b. Marburg. Ankauf- Verkauf bon Alteisen, Lumpen, Kuochen, Kupfer, Meffing, Blet, Zink, 3inn, 2c. Möbeln, Betten, Weiß zeug, Gold und Silbersachen Münzen und Antiquitäten. Louis Rothenberger, i- ben. Vogelfreun e und Kenner em: berühmten mache einen Versuch mit der bestens bewährten Rino- Salbe frei von schädlichen Bestandteilen. Dose Mark 1,15 u. 2,25. Dankschreiben gehen täglich ein. Zusammens.: Wachs, Öl, Terpentin je 25, Birkent. 3, Eigelb 20, Salic., Bors. je 1. Nur echt in Originalpackung weiss- grün- rot und mit Firma Schubert& Co., Weinböhla- Dresden, Fälschungen weise man zurück. Zu haben in den Apotheken. elraten vermittelt reell Fran Wehner, Wiesbaden, Friedrichstrasse 55 I. pfehle ich als befte Sänger die Hstbmaleidende! berzweifelt nicht! Sonnenvögelus Dankbarkeit erteilt sern umoder Chinesische Nachti allen ( Doppelüberschläger, singen das ganze Jahr hindurch) 5 Mr., sonst Auskunft über Heilung! Beorg Faulitisch, Veteran 201, Budapest, IX, Ferencz körut 39 II. Sicherste dauernd.Anlage etc. etc. Harzer Kanariea- Edelroller für Privatiers, Rentner ( das Beste, was es gibt), Stamm Seifert, von 5-15 mit, rosa Papageien, zahm, anfangend zu sprechen, 14 bis 20 mark. 6-7% rentierend. Otto Kretschmer M. 8000 nach M. 40000 RentenVogelhandlung, Dortmund. But möbl Bimmer zu verm. Raifer- Allee 31 p. But möbl. Zimmer zu vermSteinstraße 23 I. ut möbl. Zimmer zu berm. Walltorstraße 77 I. Schön möbliertes haus am HauptbahnhofTaxe M, 75000. M. 10000 nach M. 47 000. Herr M. 12000 M. 15000 schäftshaus in freier Lage. Taxe M. 78 800. nach M. 70000. Rentenhaus am Hauptbahnhof. Taxe M. 121000. nach M. 52000. Desgl. Mieten M. 4 886 Taxe M. 88 600. nach M. 73500. Desgl Wohn- und Schlafzimmer, M.22000 Mieten M. 7800. durch mich, da ich It. notarieller Befundung über 8000 folvente Refl. ktauten für allerh. hies. u. ausw. Objekte an der Hand habe u. solche durch Insertion in ca. 800 Tages- und Fachzeitungen zu vermieten immer wieder neu beschaffe. Ab schlüsse nachweisbar schon ianerhalb weniger Tage erzielt. Verlangen Sie kostenfrei Besuch. Ederstraße 1, Ede No tanlage. Schön möbl. Zimmer Emil Kommen Nachf. mit oder ohne Benson zu verm. ( Jnh Conrad Otto) Köln, Kreuzg. 8. Fernspr. B 9896. Dresden, Berlin, Leipzig, Hamburg, Hannover. Geld Weftanlage. Taxe M. 122 500. Sämtlich beste II. Hypotheken auf vorzüglich gebaute Häuser in solidem Besitz. Mit 50% verzinslich, 4-5 Jahre laufend, werden kosten- und provionsfrei abgetreten, dass 6-7% Rente gegen baar mit soviel Nachlass Gr. Mühlgaffe 50 p. nächst d. damit erzielt wird. Näheres durch den Besitzer der Hypotheken: Ferdinand Streng, Einfach gibt ohne Bürg. schnell, möbl. Zimmer reell. kul. Ratenrückzahl. Viele Jahre besteh. Firma zu vermieten. Schottstr. 10. Hypotheken- Geschäft, Frankfurt a. M. Zum 1. Dezember ein Diesner, Berlin 123, 2 möbl. Zimmer Kindermädchen Friedrichstrasse 248 Rückporto. zu vermieten. 5 bis 6 Pro& Pfd. 0,90 Mk. Werbar Geld sent braucht à Pfd 0,90 Mk. à Pfd. 0,90 Mk. auf Schuldschein, schreibe sofort. à Pfd. 0,90 Mk. Bis 5 3 rüd, ahlb. Reell, diskret, zahlr. Dankschreiben. J. Stusche, Berlin 854 Dannewigstraße 32. Bratwurst à Pfd. 1,00 Mk. Schlackwurst à Pfd. 1,10 Mk frisch und geräuchert, gibt ab gegen Nachnahme Rudolf Köbel, Plötzkau i. Anh Prima Speise Zwiebeln per Zentner Mt. 8.-, neue Wall nüsse billigst, versendet per Nach nahme Abraham Loebenstein, Hanan. Häcksel, Stroh, Darlehn bermittele unter Discretion. Off. unt. 779 an die Exp. ds. Blattes. + Frauen+ hüten sich vor n zlosen Nachah mungen, welche immer wieder aufGut. gesucht. Steinstraße 30 I. möbl. Zimmer zu vermieten. Landgrafea Straße 21. Schöne 2-3 Zimmer- Wohnung Frau von Eisenhart Rothe, Moltkestraße 2. Welcher ältere, erfahrene Bankbeamte ert. Unterricht i. Bankbuchführung, Bank u. Börsenwesen, soweit ein Kapitalist dies wissen muß? Schriftl. Angeb. mit Preisangabe unter 744 an der Neuzeit entsprech., zu vermiet die Geschäftsstelle dieses Blattes Billiges Angebot. Kruse, Weserstraße 16 p. 2 schöne große unmöblierte Zimmer tauchen, und nehmen b. Störungen zu vermieten. nur noch die echten Cito Tropfen Nr. 1 Mr. 4.50 Stä fe 2 Mr. 6.50 Unschädl. b. Garantie'cheine. Diskr. Nordanlage 12 I. Schön Eichen- Pflanzenkübel aussergewöhnlich billig. Wih. Streck, Bonn' Umsonst reichhaltiges Musterbuch Nr. 10. Kleeheu ver Nachnahme Chem. Laborat, möbl. Zimmer Westfälische Zechenkoke Itefert billigst in Waggonladungen, auch in combinierten Ladungen. Bruno Toussaint, Posen, Häckselfabrik, Telephon 201. Torfstreu- Torfmull Bahn& Steinert, Cassel Sedanstr. 4. Telefon Nr. 3654. Allen Leid end. wertv. Ratschläge Leidend. bringt Dr. med Luda's neu. Buch: Die Zuckerkrankheit Weseu, Behandlung und Heilung. Gegen Einsendung von Mk 2.franko dureh den Medizin Verlag Dr. G. Schweizer& Co., Berlin N. W. 87 a. Willy Lehmann, Berlin 149 W. 30 Maaßenstraße 10. Landwirtssöhne und zu vermieten. Eberstraße 7p.( Hüttenkoke) Die einzige in Rokbach( Dorf andere junge Leute mit ca 550 Einwohnern) reis Gaskoks Nusskohlen Gastwirtschaft Best- Melierte Anthracite erhalten kostenlos ausführlichen Hünfeld belegene Prospekt der Landw Lehranstalt und Lehrmolkerei, Braunschweig, Madamenweg No 158.-Tausende Direkt. von Stellungen besetzt. Krause. In 18 Jahren über 3600 Schüler Im Alter v. 15-35 Jahren Nebenverdienst, oder selbständig. Existenz durch leichte, bequeme Tätigkeit im eig. Heim Man verlange sofort Gratis- Prospekt von L. Hellriegel, Berchtesgaden( 0.- Bay.) Unt. Salzberg. zum Heiraten mit ungefähr 22 Ader and Unionbriketts und Wiesen, sehr gutem Holzanteil ist unter vorteilhaften Zahfunge- Bebingungen fofort zu ber kaufen. Besichtigung gern gestattet. Näheres durch Schenk& Co., Melverode Braunschweig oder Lignitkohlen Holzkohlen d. d. Besißer Augustin Müner, Brennholz Roßbach. Gänse ff junge, Hafermaft, sauber gerupft, 8-10 Bfb. à Pfd. 45-50 Pfg., Enten Institut Bolt Damen u. Herren stets gute Ge- à Bfb. 60-65 Big, täglich frisch Ilmenau i. Thür. Elnj., Fähnr.-, Prim-Abitur.-( Ex.) Schnell, sicher. Pr. fret. legenheit geboten durch Frau Pfeiffer Nachf., Frankfurt a. M., Mainzerlandstr. 711. Pfg., geschlachtet, versendet gegen Nachn. August Grigull Besizer, Gr. Friedrichsdorf( Ostpr.) Eigentum und Berlag der Gießener Zeitung 6. m. b. H. Berantwortlich: Albin Klein. - liefern in den verschiedenen Körnungen in Ia. Qualität. und billigst prompt [ 23/3 Gebrüder Kahl, Giessen - Telefon No. 87 Waggonlieferungen - Detaillieferungen Die 3iehung findet wie Ju= bis zum 1. 29. und 30. März 1912 statt und darf im Falle ungenügenden Loseabsatzes höchstens Juni 1912 verschoben werden. Vereinsbedürfnisse, Jns Auge geRednervermittlung, Lehrmittel, Beratung bei Aufstellung große Anzahl rein praktischer von Programmen, Handbibliothek und Archiv für faßt wurden weitere vom Verband einzuberufende Tagendbildner, Haftpflichtversicherung usw. gungen Bllustrierter Streng, potheken: eschäft, a. M. ber ein große Anzahl rein praktischer Vereinsbedürfnisse, Rednervermittlung, Lehrmittel, Beratung bei Aufstellung von Programmen, Handbibliothek und Archiv für Jugendbildner, Haftpflichtversicherung usw. Jns Auge gefaßt wurden weitere vom Verband einzuberufende Tagungen, in denen die verschiedenen Richtungen thre pädagogischen Anschauungen und Erfahrungen werden austauschen können. Carl Loos Giessen, Kirchenplatz empfiehlt in grosser Auswahl zu billigsten Preisen Manufactur und Weisswaren Gestrickte Westen Normalwäsehe Betttücher:: Bettcolter Herren- u. Knaben- Anzüge Paletots.. Pelerinen Arbeiter- Kleider. Eich grenze für Biergläser. Das neue Gesetz schreibt vor, daß die Eichstriche bei Biergläsern zwei bis drei Zentimeter vom Rand angebracht sein müssen. Da die Festsetzung über die Höhe des Eichstrichs innerhalb des vom Gesetz freigegebenen Raumes den zuständigen Bezirksbehörden überlassen bleibt, ist dte Frankfurter Gastwirte- Innung beim Polizeipräsidenten vorstellig geworden und hat die Zusicherung erlangt, daß für Frankfurt die Eichgrenze für Biergläser auf zwei Zentimeter festgesetzt wird. * Rote Kreuz Lotterie. Das Ministerium des Innern hat dem Hessischen Landesverein vom Roten Kreuz und dem Alice- Frauenverein für Kranken= pflege die Erlaubnis erteilt, eine Geldlotterie zu veran= stalten. Es dürfen 90 000 Lose zu 3 Mark einschließl. Reichsstempelsteuer ausgegeben und müssen Geldgewinne im Gesamtwert von 90 000 Mark ausgespielt werden. Meine diesjährige Die Ziehung findet am 29. und 30. März 1912 statt und darf im Falle ungenügenden Loseabsatzes höchstens bis zum 1. Juni 1912 verschoben werden. % Perlka Was ist PERLKA? Der neueste Kafe- Ersatz. ,.PEPLKA ist ausgiebig, sehr einfach zu kochen( nur überbrühen!), hat keine Hülsen und ist billig! - ,, Perlka" ist überall zu haben. Weihnachts Ausstellung in Kinderspielwaren - ist eröffnet und lade ich zum Besuche höfl. ein J. H. Fuhr. Grösste Auswahl Viele Neuheiten. 000000 Illuffrierter Wochen- Anzeiger Welt- Rundschau. Bezugspreis fürs Vierteljahr 1 Mark durch die Agenten, 1,20 Mark durch die Poſt und 1,50 Mark direkt unter Kreuzband. Stadt- Anzeiger. 100 Mark Prämien erhalten unsere Abounenten laut unseren Bedingungen. Inserate die 44 mm breite Petitzeile 25 Pfg.; Reklame die 90 mm breite Petitzeile 50 Pfg. Extra Beilagen nach Uebereinkunft. Das Abonnement auf den Illustr. Wochen- Anzeiger" ist erst dann gültig, wenn der Bezie er eine auf seinen Namen ausgestellte und von unserer Expedition abgestempelte Vierteljahrs- Abonnements quittung in Händen hat und diese Quittung vor Beginn des betr Vierteljahres, für das sein Abonnement Gültigkeit haben soll, durch Zahlung eingelöst hat. Das Abonnement fann auch durch Bezahlung von wöchentlich 10 Bfg. fortgesetzt werden, in diesem Falle wird dann am Schlaß des Vierteljahres die Vierteljahrs- AbonnementsQuittung ausgehändigt. Jeder Abonnent hat eine laufende Nummer auf seiner Abonnements- Quittung, der wir uns bei Briefkasten Beantwortungen etc. bedienen. Nur bei schriftlicher Abbestellung oder nicht rechtzeitiger Einlösung der Abonnements- Quittungen gilt der Bezug dieses Wochen- Anzeiger als aufgehoben. Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 27r. 25. Gießzen, 2. Dezember 1911. P. P. 8. Jahrg. Gießen, 25. November 1911. Der schon seit 8 Jahren in verschiedenen Zeitabschnitten erschienene ,, Jllustrierte Stadtanzeiger" erscheint jetzt regelmäßig wöchentlich einmal und zwar gemeinsam mit der seit Monaten in weiten Kreisen beifällig beachteten ,, Jllustrierten Weltrundschau". Als Haupttitel für diese neue Aufmachung ist ,, Illustrierter Wochen- Anzeiger" gewählt mit dem Ziele, daß auch manches interessante Lokal- Ereignis im Bilde wiederzugeben verdient. Hierzu erbitten wir Anregungen und Unterstützung. Hochachtungsvoll Verlag des ,, Illuftr. Wochen- Anzeiger" Albin Klein. Abonnements und Inserate werden gern jeder Zeit in der Geschäftsstelle, Seltersweg 83, entgegen genommen. Unterseebote vor die Front! oder Des Vaterlandes letzte Rettung.") Ein Märzabend. Echt Wilhelmshavener Wetter. Am Mittag hatte die Sonne herniedergebrannt, als ob es Juli wäre. Erstidend heiß war es gewesen. Am Nachmittag stellte sich ein so starkes Gewitter ein, daß man anfangs glaubte, es wolle sich die ganze Nacht hindurch austoben. Kein Stern, kein Mondschein. Nur knatternde Blitze zuckten vom Himmel, mit so intensiv weißer Helle, daß die auf sie folgende Dunkelheit schwarz wie Tinte wirkte. Dann hörte das Gewitter plötzlich auf, und das Wetter brachte, statt Klärung der Atmosphäre, einen solennen Landregen. Von der Mole der alten Hafeneinfahrt lösen sich nacheinander 14 fleine, faum über das Wasser hinausragende Fahrzeuge. -, los „ Los die Leinen, achtern, setzt ab vorn" tönten die Kommandoworte, und dann flingeln die Maschinentelegraphen. Die Schrauben schlagen an, und mit„ langsamer Fahrt" verläßt ein Unterseeboot nach Tacite Qualität, prompt verschiedenen igst [ 23/3 TerungenNo. 87 ferungen- hl, Giessen dcher Re 2. ait Rothe, en, foweit ein tbuchführung, amte erfahrene alift Dieses Blattes nter 744 an Schriftl. Angeb. tiges Muster, Bonn ch billig. zenkibel 10. wie enkoke 27 moderni ..Kalafi durch al * лад ( po vuoa G se up πανταν ( 1997( Бипләп әйәрәләр avg" u v gal 31C -gбuддбл bundup on the ba -kokom danan d dem anderen den schützenden Liegeplatz, steuert hinaus in die schmutzigen Wasser der Jade. Wenige Leute nur schauen den sich bald im Dunkel verlierenden Booten nach. Die Abfahrt der Flottille ist streng geheim gehalten. Der Signalmaat mit seinen Gästen, die den ablegenden Fahrzeugen beim Loswerfen der Trosse behilflich waren, ziehen sich vor dem vom Himmel rieselnden Naß schutzsuchend in die Halle zurück. Dort stehen einige Zivilisten, eingehüllt in Regenmäntel. Einer von ihnen nähert sich dem Unteroffizier. Bigarre gefällig?" " Gine Unterhaltung entspinnt sich. Wohin geht die Reise?" Der Zivilist deutet mit der Hand in der Richtung, in der die Unterseeboote jadeabwärts steuern. „ Weiß nicht," antwortete der Maat. Für den Weihnachtsbedarf empfehle: Fertige Herren- und Knaben- Bekleidung, reichhaltigste Auswahl in allen - Manufaktur Waren, Ausstattungs- und Trachten- Artikeln. Auf Tuch- u. Buxkin gewähre von jetzt bis Weihnachten gegen Bar- Verkauf: 10% Rabatt. Carl Horn, Giessen Telefon 395. Marktstrasse 28. „ Na na, jedenfalls doch hinaus. Warum wurde in der Stadt nichts bekannt. Ist ein, besonderer Schlag geplant?" Der Maat verhält sich ablehnend. „ Wirklich keine blasse Ahnung. Glauben Sie, mir meldet die Station untertänigst, welchen Befehl die Flottille erhält? Der andere lächelt.„ Nein-- das nicht, das wohl weniger. Aber ich dachte, Sie würden wohl Bescheid wissen. Stehen Sie doch hier nicht umsonst, ha= ben doch wohl sicher was von den Besatzungen gehört?" „ Und wenn schon, meinen Sie, ich dürfte es sagen?" „ Na- nichts für ungut, Sie verſchloſſenes Grab. Jch will es Ihnen verraten. Sie sollen hinaus, dem Feind entgegen. Versuchen, ob noch was zu machen ist. Ich bin neugierig, ob's ihnen gefingt. Ich wünschte es. Wer täts nicht! Aber, ob sie das Geschäft so gut verstehen werden, wie der Feind? Herr gott, es wäre zu schön,--- zu schön, um daran zu glauben! Wenn ihnen nun endlich mal heimgezahlt würde, wenn wir nun endlich mal einen Erfolg hätten! „ Ich will Ihnen sagen, ich habe auch mal bei der Marine gedient. Es ist schon lange her,- Vor 40 Jahren.- Da war's so ähnlich, als wir hier nicht aus der Jade herauskonnten, weil die Franzosen mit ihrer überstarken Flotte vor dem Mauseloch lagen. Verzweifelt sind wir damals.-- In wahnwitziger Wut ballten sich unsere Fäuste. Wie oft hieß es,„ Feuer vorholen", und dann jubelten alle, „, hurra, nun geht's hinaus, endlich endlich!" Dann gondelten wir bis zur Schilligreede, suchten den HoriSchöne Briefkassetten mit Namendruck billigst. Albin Klein, Druckerei, Seltersweg 83. zont ab und kehrten wieder um und gingen zurück auf unsere Ankerplätze. Man konnte sich nicht mehr am Lande sehen lassen vor Scham, glauben Sie es mir. Die Armee eilte von Sieg zu Sieg und wir verbrachten unsere Zeit untätig mit Geschützexerzieren und ähnlichem Kram. Das Geschäft verleitete mir damals den Marinedienst. Nun kann ich es den Kameraden nachfühlen. Aber so viel Pech), wie jetzt, gibt es ja gar nicht.-- Wer hätte das gedacht, fast unsere ganze Flotte haben diese unterseeischen Teufel uns schon geraubt!"- Der Maat nickte. Er wurde durch die mitteilsame Natur des Zivilisten gesprächiger gestimmt. „ Ja, es ist eine Erzschande. Sie haben recht. Aber warten Sie ab. Mir sagt ein Gefühl, von heut ab tritt eine Aenderung ein. Nicht umsonst wurde auf allen Werften so fieberhaft gearbeitet. Denken Sie doch, daß allein hier auf der Wilhelmshavener Werft acht Unterseeboote in Zeit von wenigen Monaten fertiggestellt und erprobt wurden. Tag und Nacht waren die Besatzungen tätig. Fix sind die Kerle, ich habe es oft Die Spielwaren- Ausstellung fist eröffnet. J. Heilbronner Marktstrasse 17 Rittergasse S mit angesehen. Im stärksten Strom hier an der Mole manövrierten sie mit ihren Fahrzeugen unter Wasser, daß man glauben sollte, es wären Torpedoboote." Interessiert lauschte der andere.„ So tüchtig sind unsere Unterseebootsbesatzungen? Da gäbe es ja einen Hoffnungsstrahl. Sie meinen also, endlich wird sich das Blatt zu unseren Gunsten wenden?" „ Wer kann das wissen? Aber ich denke, gelingt es unseren Booten, den Feind zu fassen, dann bekommt er tüchtig eins ausgewischt." „ Fast zu schön, um daran zu glauben--- aber -- Die da nun wir wollen das Beste Hofsen. hinunter schwimmen, die sind ja unseres Vaterlandes letzte Rettung Fortsetzung folgt. *) Den vorstehenden, hochinteressanten Artikel entnehmen wir mit Genehmigung der durch die Herausgabe patriotischer Bücher bekannten Verlagsfirma Wilhelm Köhler, Minden i. Westf., dem soeben erschienenen Buche Untersee boote an die Front", von Submare, 188 Seiten Text, Preis Mt. 2, durch jede Buchhandlung zu beziehen. Der Herausgeber ist einer der bekanntesten Marine- Offiziere, seine hohe Stellung in der Marine zwingt ihn jedoch, dieses besonders auch in Frankreich und England Aussehen erregende Buch, welches gerade jetzt in dieser politisch bewegten Zeit das größte Aufsehen erregen wird, unter Pseudonym erscheinen zu lassen. Passende Weihnachtsgeschenke sind moderne Visitenkarten aus der Buchdruckerei Albin Klein, Seltersweg 83. H. Trechsler Steinstrasse 48. Telefon 581 Eiskellerei, Bier- und Kartoffelhandlung empfiehlt: Ia. Speise- u. Salatkartoffeln zu den billigsten Tagespreisen zu jeder Tageszeit Quantum trei Haus. Lokales. - Jeder Das Eleonorenheim der Großh. Zentrale für Mutter- und Säuglingsfürsorge( Mütter- u. Säuglingsheim), Darmstadt, Heinheimerstraße 21, begann am 1. Juni 1911 seine Tätigkeit. Von der sonst üblichen Eröffnungsfeier hat man abgesehen. Bis zum 15. Oktober haben 9 Mütter mit 388 Verpflegungstagen mit ihren Säuglingen Aufnahme gefunden, außerdem 25 Säuglinge mit 835 Verpflegungstagen. Der Grund zur Aufnahme dieser Kinder war in 6 Fällen Tod der Mutter, in 7 Fällen schwere Erkrankung der Mutter, in 3 Fällen Tod des Vaters, in 8 Fällen schlechte Pflege242 stellen, in denen die Kinder nicht gelassen werden konnten. Von den 34 Aufnahmen waren 23 eheliche und 11 uneheliche Kinder. * Oberhessisches Damenheim. Der Schriftführer des Vereins, Professor Mittermaier, schrieb uns: Der Gedanke, in Gießen ein Heim für alleinstehende Damen der gebildeten Stände zu gründen, hat zwar selbstverständlich!- auch Gegner gefunden. Aber er ist doch bei erneuter Erwägung für richtig und für wichtig genug angesehen worden, so daß im Sommer dieses Jahres schon ein Verein unter dem Namen„ Oberhessisches Damenheim" gegründet wurde. Dieser erlangte durch den Eintrag ins Gießener Vereinsregister die juristische Persönlichkeit und kann daher Vermögen aller Art erwerben. Er hat auch jetzt schon mehrere recht erfreuliche Stiftungen und Geschenke annehmen können und eine ansehnliche Mitgliederzahl gewonnen. Unter der Leitung seines Vorsitzenden, des Direktors der Bezirkssparkasse, H. Döring, geht er energisch auf sein Ziel los, in Gießen ein Damenheim für Oberhessen zu gründen. Es gibt eben doch auch in Ober= hessen wohl eine nicht kleine Zahl von Damen, denen die bisherigen Möglichkeiten, dauernd oder vorübergehend behaglichen Aufenthalt zu finden, nicht genügen. Aus einer sehr großen Reihe von Städten aller Art liegen schon genügend Erfahrungen über solche Gründungen vor. Ueberall bewähren sie sich, und so darf auch der Oberhessische Verein hoffnungsvoll vorwärts schauen. WEIHNACHTS EHRE SEI GOT FRIEDE AUF ERDE * USSTELLUNG Edgar Borrmann, Giessen Telef. 165 Eisenwarenhdly. ¿ Neustadt 11. empfiehlt wunderschöne und praktische Artikel, sehr passend für WeihnachtsGeschenke. Jugendpflege. Der Rhein- Mainische Verband für Volksbildung veranstaltete Mitte November eine„ Fachversammlung" zur Beratung derjenigen Fragen, die mit der Erziehung und Fortbildung der nicht mehr schulpflichtigen Jugend zusammenhängen. Vertreten waren außer den ständig mit dem Verband in Fühlung stehenden Bildungsorganisationen der Mittelrheinkreis der deutschen Turnerschaft und mehrere ihm zugehörige Gauverbände und Einzelvereine, der Frankfurter Verein„ Jugendwohl", die evangelische Jugendhelfervereinigung für Hessen, der evangelische Wartburgverein in Offenbach a. M., der katholische Lehrerinnenverein, der jüdische Verein„ Monte fiore", der Jugendbildungsausschuß der sozialdemokratischen Partei und andere Vereine. Bei aller Verschiedenheit der politischen und religiösen Stellung der an der Beratung beteiligten Personen, stellte sich doch als gemeinsam heraus einmal das pädagogische Ziel: Heranbildung tüchtiger, charakterfester und ideal gesinnter Persönlichkeiten, und zweitens eine nr. 3 au nehn Vers. Drogi MACH GESC FARBT NICHT 100 qun as we splays a lava นอน เ qvulny te laq ua * “ นอก ( Pil sung one que 14лsunuyo лэгд OF 20 т sv po a sava v top!!! s po po q pul SHU 43! แจ 1qvC или это зв бэл ma p นา ว Qu บ H3q Die neuen Wohlfahrts- Künstler- Postkarten bes Vereins für Wohlfahrtsmarfen( zur Befämpfung der Tuberkulose, ber GäuglingsSterblichkeit usw.), die im Galerie- Berlag, Steglig- Berlin, erschienen find.( Berfl. Abbild.) Woolfabrts Künstler Postkarte des Desens fur Wobifebris Marken in Berger Be bar Snugtingsferblated ri) berusgegeben ourd bek Colmu bering Steglu Bertin Angelo Dank Barte e 1 Ronio Wilhelma Tirt um Bedan am& September 1870 Postkarte Adressenseite. der Wohlfahrts Künstler Boftfarten. Die eigenartig, zweifarbig ausgeführte Adressenseite der Wohlfahrts Künstler Boftfarten hat einen fünstlerischen, symbolischen Schmud erhalten. Die Aufgaben des Pereins sind durch eine Rittergestalt, welche einer die Bollefrankheiten darstellenden Schlange den Todesstoß versetzt, versinnbildlicht. Bildseite der Wohlfahrts Künstler Postkarte Nr. 1, die in farbenprächtiger Reproduktion ein Gemälde des Akademie- Professors Angelo Janf in München König Wilhelms Ritt um Seban nach der Schlacht am 2. September 1870" zeigt. Bildseite der Wohlfahrts Künstler Postkarte Nr. 2, die in originalfarbiger Reproduktion die Begegnung Bismards mit Napoleon auf der Straße nach Doncherb bei Sedan am 2. September 1870" nach einem Originalbild des Kunstmalers Ludwig Buzz in München bringt. Die Karten sind für 10 Pfennig das Stüd zu haben nur bei den befferen Ansichtskarten- Ber fern und direft bei dem Galerie- Berlag in Steglitz- Berlin, der für den größeren Bezug agigte Bartiepreise einräumen fann. V Die zweite Wohlfahrts Künstler Postkarte hat der seine Tätigkeit über ganz Deutschland erstreckende Verein für Wohlfahrtsmarken( zur Bekämpfung der Tuberkulose und anderer Volkskrankheiten) im Galerieverlag, Steglitz- Berlin, erscheinen lassen. Sie stellt die ,, Begegnung Bismards mit Napoleon vor Sedan" dar. Die von Kaiser Napoleon nach der Schlacht bei Sedan erbetene Unterredung mit dem Bundeskanzler Graf Bismard hatte am frühen Morgen des 2. September auf der Chaussee nach Donchery, wo Beide sich begegnet waren, stattgefunden. Den Moment des Zusammentreffens veranschaulicht das Bild, welches Ludwig Putz für die Wohlfahrts- Künstler- Postkarten- Serie des Galerie- Verlages gemalt hat. Bismard hält zu Pferd neben dem kaiserlichen Wagen, in welchem Napoleon im Begriff, sich zu erheben dargestellt ist. Die Gestalt des eisernen Kanzlers straff im Sattel aufgerichtet steht in wirksamem Kontrast zu derjenigen des unter der Wucht seines Geschickes zusammengebrochenen Kaisers. Die Darstellung dieses Augenblickes - - - wohl eines der bedeutungsvollsten der deutschen Geschichte wirkt, indem sie auf alles unwesentliche Beiwerk verzichtet, durch die charakteristische Gegenüberstellung der beiden Hauptfiguren als Sieger und Besiegter flar und überzeugend, der stimmungsvolle Moment der Situation ist durch die an der linken Hälfte des Bildes sichtbaren französischen Offiziere in deren Ausdruck und Haltung unterstützt. Pezolds Gemeinde- u. Ortslexikon des Deutschen Reiches ist soeben in zweiter, vollständig neubearbeiteter und vermehrter Auflage erschienen. Das Werk enthält in übersichtlicher Form, streng alphabetisch geordnet, zirka 120 000 Orte des deutschen Reichsgebietes, darunter sämtliche Gemeinden und Gutsbezirke, sämtliche Post-, Bahn-, Kleinbahn- und Schiffartsstationen, ferner alle in gemeindepolitischer Beziehung nicht selbständigen Ortschaften, Stadtteile, Dörfer, Kolonien, Weiler, Ortsteile, Ansiedelungen, Bauernschaften, Güter, Vorwerke, Häusergruppen, Zinken, Gemarkungen, Gnotschaften u. s. w., letztere bis zu 50 Einwohner abwärts, mit genauen Angaben über 1. Name nach postamtlicher Schreibweise, evtl. mit den gebräuchlichen, die örtliche Lage näher fennzeichnenden postseits vorgeschriebenen Zusatzbezeich= nungen, 2. Topographische Bezeichnung( ob Stadt, Markt, Flecken, Landgemeinde, Dorf, Gutsbezirk, Kolonie oder dergl., bei nicht selbständigen Ortschaften auBerdem die Angabe der Gemeindezugehörigkeit), 3. po= litische Lage( Bundesstaat evtl. Provinz), 4. Verwaltungsbehörde, Kreis( evtl. Landratsamt), Bezirksamt, Amtshauptmannschaft, Oberamt, Kreisamt 2c., 5. zuständiges Amtsgericht, 6. Bestellungspostanſtalt, Bahnstation( evtl. nächstliegende für Güterverkehr, Kleinbahnen sind durch* gekennzeichnet), 8. Einwohnerzah= len nach neuester Zählung vom 1. Dezember 1910, bei Städten und Orten mit dem Sitz eines Amtsgerichts oder einer Verwaltungsbehörde außerdem noch 9. Regierungsbezirk, 10. zuständ. Landgericht, 11. Landwehrbezirk( Bezirkskommando), sowie bei Städten mit Landgerichtssitz noch 12. das zuständ. Oberlandesgericht. 7. Das Lexikon ist gegen die frühere Ausgabe bedeutend vermehrt und verbessert, zirka 10 000 Orte sind vollständig neu aufgenommen worden.- Preis: Gebunden in einem Halblederband oder in zwei soliden Ganzleinenbänden Mt. 20.-. Außerdem ist das Lexikon in 8 Teilausgaben erschienen, deren jede ein in sich abgeschlossenes Ganze bildet. Band 6, die Provinzen Rheinland, Westfalen und Hessen- Nassau, Großherzogtum Hessen, Fürsten= tümer Birkenfeld, Lippe, Schaumburg- Lippe und Waldeck enthaltend, kostet solid in Leinen gebunden Mk. 5. Ausführliche Prospekte versendet der Verlag E. H. Petzold, Bischofswerda( Sa.). Nummer 25. 24. November 1911. Well- Rundschau Verlag der Gießener Verlagsdruckerei Albin Klein, Gießen. Jllustrierter Stadt- Anzeiger Aus dem Reiche der Mitte. ( m ,, Reich der Mitte" wird wieder einmal die revolutionäre Brandsackel geschwungen. Hat es in den letzten Jahren nur ,, en passant" in China hier und dort revoltiert, so sieht der Aufstand diesmal gefährlicher aus. Lassen wir jedoch heute die„ Brandfackel" beiseite und sehen uns John Chinaman von einer freundliche ren Seite an. Wir brauchen uns nicht über die in China üblichen Sitten weiter auszulassen, den Vornamen hinter den Beinamen zu setzen, Bücher da zu beginnen, wo wir das Ende haben, erklärende Noten an die Spitze der Seite zu stellen, wo wir Fußnoten kennen, die Bücher liegend statt stehend aufzubewahren, von links nach rechts, statt von rechts nach links zu nähen, den Leuchter in die Kerze, statt die Kerze in den Leuchter zu stecken, weiß, die Farbe der Hochzeit bei uns, als Trauer anzulegen, das Essen mit dem zu beginnen, was wir für den Nachtisch aufbewah ren, Weine heiß, statt kalt zu trinken, bei Tisch aufstoßen und ähnliche Geräusche machen, was bei uns ein unglaublicher Verstoß gegen die Etikette wäre, als was im Westen als unhöflich gilt, den Hut auf den Kopf zu setzen, wenn man jemandem Achtung erweisen will, wo man den Hut im Westen abnimmt oder ganz fortlegt, Schuhe zu weißen, statt zu schwärzen, Ball mit den Füßen zu spielen, statt mit den Händen usw. Auch das ist bekannt, daß Ehren nachträglich auf die Vorfahren übergehen, während ste bei uns den Nachkommen vermacht werden. Der Chinese sagt, die Kompaßnadel zeigt nach Süden, während wir sie nach Norden weisen lassen. Der Chinese bezeichnet die Himmelsrichtungen, indem er Osten und Westen vor Norden und Süden stellt, und spricht daher von Ost- Norden, Ost- Süden, West- Norden oder West- Süden, wo wir von NordOsten oder Süd- Westen sprechen. Der Chinese lacht, wenn er von dem Tode eines nahen Verwandten redet, wo wir eher weinen würden. In China ist der Beruf des Rechtsanwalts verächtlich, im Westen gilt er als einer der ehrenvollsten. Im Westen hält man den Angeklagten solange für unschuldig, bis er der Schuld überführt ist; in China gilt er als schuldig, bis er seine Unschuld bewiesen hat. Jm Westen wird der Verbrecher allein bestraft; geht es in China um ein Kapitalverbrechen, namentlich um Vater- oder Muttermord, so werden nicht nur die zehn nächsten verwandten Familien mitbestraft, sondern auch der Mandarin, in dessen Distrikt die Tat begangen wurde. Das letztere entspricht auch heute noch der Auffassung der chinesischen Zivilisation. Hätten die Ausländer Der Mandarin beim Five o'clod- Tea. ein Zeichen guter Erziehung anzusehen, womit man den Gastgeber ehrt, beim Gruß die eigenen Hände zu schütteln, statt die dessen zu ergreifen, den man begrüßen will, auf Bildern in der Perspektive größer statt kleiner zu zeichnen, den Sitz des Verstandes in den Magen oder in das Herz zu verlegen, statt in den Kopf, wie wir es tun, es für höflich zu erachten, jedermann über Alter, Verdienst usw. auszufragen, ε 2 ! gnr Aus dem Reiche der Mitte. фол gun god aq n Fun- SVG 9 Deutschlands Interessen in China. tum in dem romanischen Amerika seinen besonderen Charakter und verleiht ihm für das Deutschtum durch Generationen hindurch eine weit über seine numerische Zahl hinausgehende Bedeutung. Der Riesenbrand in Stambul. 7 Dieser Umstand macht auch ihre geleistete Pionierarbeit auf allen Gebieten in jenen Ländern so außerordentlich wertvoll für das Deutschtum und ganz speziell für die Ausbreitung des deutschen Handels. im Frühling und im Herbst, offen. Im Westen kennt man keine Opfer von Tieren beim Gottesdienst, bei der Anbetung des Konfuzius werden Opfer von ganzen gebratenen Ochsen oder Schweinen dargebracht. Jm Westen kommt die Gemeinde zum gemeinsamen Gottesdienste zu bestimmten Stunden zusammen, in China geht der einzelne für gewöhnlich in den Tem pel, wann immer es ihm genehm ist. Die Regel ist, daß die Chinesen die Denkmäler für ihre Helden in Tempeln errichten, während sie im Westen unter freiem Himmel aufgestellt werden. Jeder gebildete Chinese erzählt uns, daß es drei Grade der Ehrerbietung gibt, nämlich die die man dem Freunde, den Vorfahren und dem höchsten Gott, dem Herrscher über Himmel und Erde, erweist. Auf einem Teemarkt in der Mongolei. von Anfang an auf die Bestrafung des Mandarins gedrungen, in dessen Distrikt Unruhen gegen Fremde vorgekommen waren, so würde es wahrscheinlich längst keine Unruhen gegen Fremde mehr geben und würde voraussichtlich auch der Boreraufstand niemals statt gefunden haben. Im Westen ist ein Mann volljährig, wenn er einundzwanzig Jahre zählt, in China nicht, bis sein Vater und seine älteren Brüder tot sind, möge er selbst auch siebzig Jahre oder noch älter sein. Im Westen lernen sich junge Leute vor der Ehe erst gründlich kennen; in China dürfen sie sich nicht früher sehen, bis sie verheiratet sind. Der Heiratsvermittler ist in China ein geachteter Mann, während man im Westen von seiner Zwischenträgerei nicht viel wissen will. Land wird in China durch Gräben und kleine Wasserläufe abgegrenzt, im Westen durch Hecken, Raine und Knicke. Kommen in China viele Leute zum Besuch, so gilt der Platz neben dem Wirt für den schlechtesten, während er im Westen der beste ist. Während im Westen der Buchstabe des Gesetzes in allen Fragen den Ausschlag gibt, herrscht in China der Wille des Mandarins oder der Geist des Gesetzes. In den Schulen des Westens ist der Lehrer die Hauptsache und das Buch ein Hilfsmittel; in China kommt es in erster Reihe auf das Auswendiglernen der Bücher an, und der Lehrer spielt erst eine zweite Rolle. Die Hochschulen des Westens sind Unterrichtsanstalten, die in China Prüfungsanstalten. Im Westen nimmt das ganze Volk teil an der Anbetung Gottes, in China ist der Gottesdienst ein Prärogativ des Kaisers allein. Im Westen findet der Gottesdienst in einem Gebäude statt, der Gott Chinas wird unter freiem Himmel angebetet.( Der Platz, wo der Kaiser betet, ist nicht der gewöhnlich als der Tempel des Himmels gezeigte Ort, sondern ein Altar unter freiem Himmel im Tempelgebiet.) Es entspricht dieses auch der Auffassung Salomos, daß der, den die Himmel der Himmel nicht enthalten können, un möglich auf einen mit Händen gebauten Tempel beschränkt werden kann. Jm Westen versammeln sich die Christen allsonntäglich zum Gottesdienst, der Tempel des Konfuzius steht in China nur zweimal im Jahr, Der erste Brauch, den wir in Verbindung mit der Ehrerbietung vor den Vorfahren erwähnen, ist die frühzeitige Verlobung und Verheiratung, denn die Wurzel dieses Brauches ist in dem Wunsche zu suchen, daß die Eltern, die Großeltern und vielleicht auch die Urgroßeltern noch ihr Glück darin finden, daß sie wissen, daß ihre Nachkommen auf Genera tionen hinaus die feierlichen Bräuche beobachten werden. Es läßt sich nicht in Abrede stellen, daß die Eltern, die durch einen Vermittler frühzeitig ihre Kinder verloben, statt abzuwarten, daß diese erst heranwachsen und für sich selbst wählen, den Vorteil haben, für ihre Töchter ein Heim zu sichern und diese nicht, wie wir es tun, der Gefahr aussetzen, daß sie einst für ihren eigenen Lebensunterhalt sorgen müssen und alt werden, ohne der Freuden des Familienlebens teilhaftig geworden zu sein. Selbstverständlich gibt es auch alte Jungfern in China, weil mancher Bräutigam vor der Ehe stirbt; sie leben dann aber unvermählt in der Familie der Eltern des toten Bräutigams und werden als Witwen angesehen. Natürlicherweise wird man manche Abweichungen von dieser Regel im Osten wie im Westen finden, infolge derer es auf der einen Seite nicht so viele Unvermählte im Westen gibt wie es auf den ersten Blick scheinen könnte, und auf der anderen Seite im Osten die Frau nicht für ihr Lebelang an einen Mann gekettet ist, der durchaus nicht Deutschlands Interessen in China. Die Kämpfe am Jangtsefluß bei Hankau, bei welchen die Regierungstruppen eine empfindliche Niederlage erlitten, haben nicht nur in den südlichen Provinzen Chinas, sondern auch in Pefing tiefen Eindruck gemacht. Die allgemeine Ansicht ist, daß die Revolution sich ausbreiten wird, wenn es der Regierung nicht gelingt, der Rebellen Herr zu werden. Schreitet die revolutionäre Bewegung, die bekanntlich unter der Leitung des fortschrittlich gesinnten Dr. Sunjatsen steht, weiter fort, so ist für den auswärtigenHandel, an dem Deutschland in zunehmendem Maße beteiligt ist, eine schwere Schädigung zu befürchten, zumal da in China andauernd mit der Schürung des starkeingewurzelten Fremdenhasses gearbeitet wird. Bis jetzt sind allerdings die ausländischen Siedelungen bei Hankau Bahnbauten ohne Hilfe der Fremden bei Chinas jetziger Lage unausführbar sein würden. Deutschland hat in den letzten Jahren in China immer festeren Fuß gefaßt und hat in verschie dener Hinsicht Ursache und auch das Recht, seine Handelsinteressen im Lande zu schützen; einmal Kiantschous wegen, und zweitens als Absatzland für deutsche Waren und Anlageplatz für deutsches Kapital. Mit den steigenden Kultureinflüssen wird sich auch die im Innern des Landes äußerst primitive Lebensführung des chinesischen Bolkes steigern, und das ist eine Aussicht, die für Deutschlands Han del die größten Mög lichkeiten ergibt. Die Chinesen bezeigen überdies eine auffallende Sympathie für die Deutschen, eine Sympathie, die gelegentlich des Besuches der chinesischen Studienkommissionin Deutschland mehrfach zum Ausdruck gebracht wurde. Bekanntlich sind auch zur Überwachung der großen chinesischen Eisenbahnbauten vornehmlich deutsche Ingenieure bestellt worden. Deutschland hat also allen Grund, der Entwicklung des modernen China mit großer Aufmerksamkeit zu folgen. Aus dem Revolutionsgebiet in China. Dschunke und Fischerboote auf dem Jangtseflusse. und am Jangtseflusse, auf welchem bekanntlich auch eine deutsche Schiffahrtsgesellschaft, der Norddeutsche Lloyd in Bremen, einen regelmäßigen Dampferdienst unterhält, noch nicht gefährdet, und es steht zu hoffen, daß die Revolutionspartei der Tatsache eingedenk bleibt, daß 3. B. die großen neuen Der Riesenbrand in Stambul. Schon wieder ist die türkische Hauptstadt von einer eine Ausdehnung auf die umliegenden Stadtteile fast verheerenden Feuersbrunst heimgesucht worden. Der mit Bestimmtheit Brand, der am 21. Okto= ber in Stambul, dem ältesten Teile Konstantinopels, ausgebrochen war, hat, wie wird, gemeldet über rierhundert Häuser eingeäschert und einen Materialschaden verursacht, der schätzungsweise zwischen 200 000 und 400 000 türk. Pfund schwankt. Glücklicherweise hat er Brand keine Opfer an Menschenleben gefordert. Der Brand rief nicht nur in Stambul, sondern in ganz Konstantinopel große Aufregung hervor, denn bei dem Was= fermangel und der Bauart der dichtgedrängten Häuserviertel Stambuls konnte Zum Brande in Konstantinopel. Straße in Stambul. angenommen werden. Die abgebrannten Bezirke werden ausschließlich von Türken, meist wohlhabenden Leuten bewohnt. Mehrere Konaks, die persische Schule und eine Moschee brannten nieder. Wie uns berichtet wird, bot das Feuermeer, das vie Kuppeln und Minarette der alten Türkenstadt hell Sestrahlte, einen wunderbaren Anblick. Unser Bild zeigt eine in der Nähe der Brandstätte gelegene Straße des alten Stambul, das für die Fremden stets infolge setnes charakteristischen BolksLebens großes Interesse bietet. L pour une gran Phasuna sual aaqn naa suna pangul] แอ น onpa อน อ ดี Pang uns an ug Be a นอน!! น աս 330 28138 aq g 6 Das Deutschtum in Süd- und Mittel- Amerika. Rastende Karawane beim Übergang über die Kordilleren( zwischen Argentinien und Chile). allen südamerikanischen Staaten von jeher Deutsche als Lehrer, Universitätsprofessoren und als Leiter wissenschaftlicher Institute gespielt. Man findet sie heute dort noch genau so stark vertreten als zur Zeit der Begründung dieser Lehranstalten. Ganz besonders stark vertreten sind in jenen Gegenden deutsche Ärzte und Apotheker, während deutsche Offi ziere in den unterschiedlichsten Staaten unseres südlichen Kontinentes mit der Rorganisation des Militärwesens betraut wurden. Doch auch in der modernen Technik sind Deutsche meist an leitender Stellung zu finden. Hier treibt ein deutscher Mineningenieur verzwickte Stollen in die Korbillere, während an anderer Stelle der Eisenbahningenieur deutschen Blutes mit kühnen Bogen- und Brückenkonstruktionen das Gebirge bezwingt, bamit das moderne Dampfroß darüber wegeilen kann. Der Kaufmann hingegen nimmt durchweg eine hoch geachtete Stellung in jenen Ländern ein und der Großhandel liegt zum guten Teile in der Hand des deutschen Kaufmannes. Wie geachtet und geschätzt dieser in jenen Ländern durchweg bei Freund wie Feind ist, läßt sich daraus ersehen, daß der nationalstolze Engländer wie Amerikaner mit VorHebe deutsche Kaufleute als ihre Agenten beschäf tigen. er auch immer seine Schritte lenkt, sei es in die Mrwälder Brasiliens oder in die ausgedehnten Pampas Argentiniens, ist stets bestrebt, in möglichst kurzer Zeit sich eine solide Grundlage zu schaffen mit dem bestimmten Biele vor Augen, daß alles möglichst so werde ,, wie drüben". Kolonien, wie Blumenau in Brasilien, Esperanza in Argentinien, Valdivia in Chile, ganz willkürlich aus der großen Masse gleichwertiger Unternehmungen herausgegriffen, beweisen, was der deutsche Pionier geschaffen hat. Dabei war diese Kulturarbeit durchweg schwieriger als in vielen anderen Ländern, welche nur von einer inferioren schwarzen oder roten Rasse bevölkert waren und einfach von den neuen Ansiedlern unterjocht oder beiseite geschoben wurden. In Süd- und Mittelamerika gibt es außer den Indianern vor allen Dingen die verschiedenen Mischrassen, welche auf einer verhältnismäßig hohen Kulturstufe stehen. Die deutschen Ansiedler sahen sich daher wohl oder übel von vorn herein gezwungen, in diesen Elementen die Herren des Landes anzuerkennen und ihr Verhalten darnach ein zurichten. Dies konnten sie nur in friedlicher Arbeit mit- und nebeneinander bewerkstelligen, was auch tatsächlich zum Vorteile beider nicht nur geschehen ist, sondern noch täglich geschieht. Eine tatsächlich hohe Kulturmission aber hat der beutsche Ansiedler und Pflan3er in diesen Ländern zu erfüllen. Sie sind es, welche unter hartem Ringen dem Urwalde und der Pampa Haus der deutschen Firma Zerenner, Bülow& Co. und Agentur des Norddeutschen Lloyd. leistete der deutsche Pionier Kolonie auf Kolonie abgeIm Geschäftsviertel des Kaffeehafens Santos( Brasilien). rungen und in blühende Gefilde verwandelt haben. Zu vielen Tausenden sitzen sie einzeln oder in Gruppen als selbständige Bauern auf eigener Scholle. Während Bichzüchter, Großgrundbesitzer als Plantagenpflanzer von Patagonien bis Meriko durch die Einführung und Mobernisierung derselben ein achtungsvolles Stud Kulturarbeit geleistet haben und noch täglich leisten. Der deutsche Auswanderer in jenen Ländern, wohin Durch das engere Zusammenleben und Wirken dort die Kulturarbeit, auf welche alle, die deutscher Abstammuug sind, mit Recht stolz sein dürfen. Da eine Rassenverwandtschaft zwischen den deutschen Ansiedlern und den Bewohnern jener Länder nicht besteht, sowie ihr Fühlen und Denken, Erscheinung und Gestalt, Sitten und Gewohnheiten grundverschieden sind, so fand eine Assimilierung und Rassenvermischung nur in sehr geringem Umfange statt. Dies gibt dem DeutschAus dem Reiche der Mitte. zu ihr paßt und daher für sie ein Leben des Elendes heraufbeschwört. Ein anderes übel, das eng mit dem Wunsche der Chinesen, Söhne zu haben, zusammenhängt, die den Ahnen Ehrerbietung erweisen können, ist die Vielweiberei. Angeblich haben zwei Fünftel aller wohlhabenden Chinesen Nebenfrauen. Bekommt die erste Frau keinen Sohn, so nimmt der Chinese in der Hoffnung, daß ihm solche von anderen Frauen be schert werden mögen, mehr Frauen. Ja, eine gute Frau wird, sobald sie merkt, daß sie wahrscheinlich keine Kinder bekommen wird, es für ihre Pflicht erachten, in ihren Gatten zu dringen, eine andere Frau zu nehmen. Aus der Polygamie aber entstehen wieder im Hause Eifersüchteleien, Streit und häufig Selbstmord. Ein chinesisches Sprichwort sagt: Neun Zehntel aller Frauen sind eifersüchtig. Ein anderer, indessen nicht schlimmer Brauch, der dem Wunsche entspringt, Söhne zur Fortsetzung des Ahnendienstes zu haben, ist es, arme Knaben anzunehmen. Reiche kinderlose Eltern wählen dazu beim Fehlen von Neffen Agnaten oder Rognaten, also Verwandten entweder des Bruders oder der Schwester, meist Kinder desselben Namens aus. Der angenommene Rnabe kann auch nachträglich noch der Adoptivsohn und Erbe eines schon Toten werden. Namentlich wo es sich um Agnaten und Rognaten handelt, bedarf es dabei keiner Mitwirkung der Behörden; Verabredungen innerhalb der Familie allein genügen völlig. Es heißt, daß fünf Prozent aller Chinesen Kinder annehmen, und daß von den Angenommenen siebzig Prozent Knaben sind. In Amoy ist es Sitte, daß Kaufleute Söhne adoptieren, um sie als Agenten in andern Ländern zu verwenden. 3 Im Zusammenhang mit dem Ahnendienst steht schließlich noch ein schreiendes übel: nämlich der in den ärmeren Klassen verbreitete Mädchenmord. Wozu, sagen die Leute, sollen wir Mädchen erziehen, die nichts zum Aufbau einer eigenen Familie tun können, die vielmehr, nachdem sie unnütze Kosten verursacht haben, nur dazu beitragen müssen, die Familie ihres Gatten aufzubauen? Die Erziehung von Knaben und Mädchen im Sinne der Kultur des Westens wird zweifellos mit der Zeit mit dem Mädchenmord, der Polygamie und den vorzeitigen Verlobungen und Heiraten aufräumen und der Jugend ein größeres Bestimmungsrecht in der Wahl des Gatten, als bisher, geben. Durch die Erziehung werden auch die Mädchen bessere Frauen einsichtiger Männer werden, welch letztere, sobald die westliche Erziehung allgemein gewor den ist, in der Mehrzahl sein werden. Dr. Allen be richtet, daß, als Prinz Ch'un auf dem Rückweg nach China eine Mutter und eine Erzieherin zwei Kindern an Bord des Dampfers Unterricht erteilen sah, er in die Worte ausbrach:„ Jetzt verstehe ich es, jetzt verstehe ich es", womit er offenbar ausdrücken wollte, daß er jetzt das Geheimnis der Blüte der westlichen Völker erfaßt habe, nämlich, daß auch Frauen unterrichtet würden und imstande seien, ihrerseits wieder zu unterrichten. Die sozialen Bräuche in allen Ländern, auch in denen der Christenheit, sind bei weitem nicht vollkommen. So kann man auch nicht erwarten, daß sie es in China sind, das in dieser Hinsicht weit weniger erleuchtet ist, als die Völker der Christenheit. Zweifellos ist es, das daß Christentum auf die sozialen Bräuche Chinas einen großen, verändernden Einfluß übt. Wer die Chinesen aber wirklich kennt, findet manches, daß er in seiner Art bewundern muß. Versand von Teeballen in einer chinesischen Hafenstadt. 4 Lu- Han- Sa- T'si. Lu- Han- Sa- T'si. Eine Episode aus den letzten Jahren der älteren Dynastie Han. Wang- mang, ein Neffe der Witwe des Kaisers Qüanti, zeichnete sich in seiner Jugend durch umfassendes geistiges Wissen aus und gewann damit großen Einfluß auf seine Tante, die Kaiserin. Geadelt zu einem SiuTuhuo, einem kaiserlichen Grafen, gelangte er sehr schnell von einem Amt zum andern und erreichte allmählich eine Stellung im Obersten Gerichtshofe. Im Jahre 6 vor Christ Geburt wurde er zum Oberbefehlshaber mit dem Titel Ta- Sze- Ma ernannt. Nach dem Tode des Kaisers Ngai- Ti im Jahre 1 v. Chr. übertrug ihm die Kaiserin= witwe das höchste Amt des Reiches; sie machte ihn zum Vormund des neunjährigen Kaisers P'ing- ti. Ein Jahr darauf erhielt Mang den Rang eines An- Han- Kung, eines herzoglichen Schirmherrn des Hauses Han. Durch seinen Einfluß brachte er es nun fertig, daß seine älteste Tochter zur Gemahlin des Kaisers P'ing- ti erwählt wurde. Aber auch damit war der Ehrgeiz Mangs, der sich übrigens durch Einführung zahlreicher Neuerungen im Gesetzund Verwaltungswesen verdient gemacht hat, nicht Genüge geschehen. Seine weitfliegenden Pläne zu fördern, ließ er im Jahre 5 nach Christi Geburt den Kaiser, seinen eigenen Schwiegersohn, mit Gift aus dem Wege räumen. Nunmehr veranlaßte Mang seine Tochter, die junge Raiserinwitwe, einen zweijährigen Knaben, der ein unmittelbarer Nachkomme des früheren Herrschers Suanti war, zum Kaiser zu ernennen. Er erhielt den Namen Ju- Tse- Ning( Ning das Kind). Zunächst führte nun Wang- Mang auch im Namen dieses jugendlichen Kaisers, des letzten der ältern, sogenannten westlichen Dynastie Han, die Regierungsgeschäfte, aber schon nach drei Jahren entthronte er ihn, machte ihn zum Herzog von Ting- an in Shensi und erklärte sich selbst im Jahre 8 zum Kaiser. Er gedachte der Gründer einer neuen Dynastie zu sein, die er Hsin, d. i. die Neue, nannte. In der Geschichte wird er daher vielfach als der Usurpator Hsin bezeichnet. Die jüngste Tochter Wang- Mangs war als eines der hübschesten Mädchen in China berühmt. Ihr rabenschwarzes Haar, ihre zarte Gesichtsfarbe, ihre ungemein stattliche Figur und ihr anmutiges Wesen trugen zur Vervollkommnung ihrer Schönheit bei. Daneben besaß sie viele hervorragende Tugenden, Aufrichtigkeit in ihrer Meinung, eine liebenswürdige Natur, Ehrerbietung zu ihren Eltern und Mitleid für ihre Mitmenschen. Eine solche Vereinigung von natürlichem Reiz und sittlicher Vollkommenheit machte sie zum Abgott im ganzen Lande, zum Liebling ihrer Eltern und zur begehrenswertesten Gattin. Nachdem ihr Vater sich widerrechtlich des Thrones bemächtigt hatte, war er besorgt, einen geeigneten Ehe gatten für seine Tochter zu wählen; er sah sich nach einem solchen weit und breit im ganzen Lande um, bis er schließlich einen Offizier namens Lu- Han, der Gouverneur der Feste Tung- Kuan war, fand und diesen sofort mit ihr verheiratete. Lu- Hans Vater, der ein hochgeachteter Minister unter der Dynastie Han gewesen war, war von Wang- Mang wegen seines erbitterten Widerstandes gegen seine Anordnungen hingerichtet, als Lu- Han noch in der ersten Jugend stand. Lu- Han bewährte sich später als ein sehr tüchtiger und tapferer Mann. Den Befehlen seiner Mutter gehorchte er in allen Fäll n und folgt: stets ihrer Meinung. Tung- Ruan( Ruan= Paß) war einer der wichtigsten Plätze des Reiches, besonders in früheren Zeiten, als China von der See her nur selten besucht wurde, aller Verkehr sich vielmehr über die großen Heerstraßen bewegte. An der Straße, die von Süden nach Norden hier vorbeiführte, gelegen, verschloß er das Reich gegen die wilden Volksstämme der Barbaren, welche im Norden lebten und China in den Vorzeiten häufig belästigten. Auch hatte der neue Gouverneur Lu- Han genaue Befehle von dem Kaiser Wang- Mang erhalten, daß keine der Barbaren innerhalb sechzig Li von Tung- Kuan wohnen und keine Chinesen die Feste passieren durften, weil der Tyrann fürchtete, daß Abkömmlinge der Dynastie Han zu den Tataren im Norden fliehen würden, mit diesen ein Bündnis schließen und dann ihn mit einem Barbarenheere angreifen könnten. Nach der Verheiratung Lu- Hans mit der Tochter Mangs war das junge Paar sehr glücklich und zufrieden und lebte in bester Eintracht. Bald jedoch ereignete sich ein Vorfall, der dem Glück und Frieden für immer ein schnelles Ende machen sollte. Eines Nachmittags kam zu Lu- Han einer seiner besten Freunde mit einem Fremdlinge und ersuchte ihn, den Reisenden durch das TungRuan passieren zu lassen. Diese Bitte war für den Gou verneur schwer zu erfüllen; so fragte er den Freund nach dem Namen und Stand des Fremden. Dieser erwiderte, daß er Siu- Lin heiße, ein naher Verwandter des Hauses Han sei und in wichtigen Angelegenheiten zu den nördlichen Tataren reisen müsse. Als Lu- Han das vernahm, änderten sich sofort seine Gesichtszüge. Mit sprühenden Augen und dröhnender Stimme rief er zwei Soldaten herbei und befahl ihnen, den Fremdling ins Verließ zu werfen. Dann wandte er sich an seinen Bes fannten und sagte:„ Mein Freund! Du hast ein Verbrechen begangen, das mit dem Tode gesühnt werden müßte. Aber ich kann nicht ertragen, meinen besten Freund sterben zu sehen, wenn ich selbst die Mittel zur Rettung in der Hand habe. Schnell mußt du fliehen und dich in Sicherheit bringen, und ich werde dich nicht verfolgen, ehe der morgige Tag vergangen ist; aber wenn ich dich dann noch ergreifen sollte, kann dich nichts vom Tode retten." Hierauf, in der Überzeugung, eine große Versuchung überwunden zu haben, begab er sich in das Zimmer seiner Mutter und berichtete ihr den ganzen Sachverhalt. Doch, entgegen seinen Erwartungen, brach seine Mutter bei der Erzählung dieser stolzen Tat in Tränen aus, was ihn so überraschte, daß er gar keine Worte fand. „ Mein lieber Sohn," sagte die alte Dame, langsam ihren Kopf erhebend und ihn starr in das Gesicht sehend, seit dem Tode deines Vaters lasteten mir zwei große Dinge auf dem Herzen, mit denen mich dein Vater kurz vor seiner Hinrichtung betraut hat. Das erste ist, wann immer Siu- Lin darum bitten sollte, ihn frei durch das TungKuan passieren zu lassen; das zweite aber, die Familie Wang- Mangs zu vernichten und die Dynastie Han wieder auf den Thron zu erheben." Lu- Hans Verwunderung war durch diese wenigen Worte auf das höchste gestiegen, und er bestürmte seine Mutter um weitere Auskunst.„ Ich wundere mich nicht, daß dir dies alles neu ist, denn du warst noch ein Säugling, als dein Vater auf dem Richtblocke sein Blut vergoß," setzte die alte Dame ihre Rede fort.„ Mang war früher ein Minister des Kaisers P'ing- ti, aber er nutzte die Ohnmacht des jungen Kaisers aus und bemächtigte sich des Thrones. Viele getreue Anhänger des Hauses Han erhoben sich und widersetzten sich diesem unerhörten Verbrechen. Aber Mang brachte sie alle zum Schweigen, indem er sie zum Richtblock sandte; und unter ihnen befand sich auch dein Vater. Es war sein Wunsch, daß du, wenn du erwachsen wärest, die Dynastie Han bei der Vernichtung der Familie der Wang- Mangs und der Wiedereinsetzung des rechtlichen Nachfolgers auf den Thron unterstützen sollst. Der Grund, warum ich dir dieses Geheimnis nicht schon längst eröffnet habe, ist, daß ich deinen übereifer fürchtete. Jetzt bietet sich eine goldene Gelegenheit und du sollst sie ergreifen, um meine lang gehegten Pläne auszuführen. Zuerst mußt du Siu- Lin das Tung- Kuan zu passieren gestatten, und dann mußt du versuchen, des widerrechtlichen Kaisers Familie auszurotten, und zwar indem du mit deiner eigenen Gemahlin, seiner Tochter, beginnst." Den ersten Auftrag führte Lu- Han sofort aus. Doch bei dem Gedanken, seine Gemahlin zu töten, vergingen ihm fast die Sinne, und seine Entschlossenheit verließ ihn. Sie war so schön, unschuldig, treu und sittsam. Wäre es menschlich, solch liebliches Geschöpf zu er schlagen? Wäre es gerecht, sie für ihres Vaters Schuld dulden zu lassen? So warf er sich zu Füßen seiner Mutter und bat, ob es nicht möglich sei. ihr Leben zu schonen. Die alte Dame erwiderte nichts, aber sie nahm ein Schwert und warf es vor ihm auf den Boden; dann verließ sie das Zimmer. Da Schweigen mehr beeinflußt, als Beredsamkeit, und Lu- Han nicht der Mann war, den Befehlen seiner Mutter ungehorsam zu sein, erhob er sich, nahm das Schwert und wankte nach seiner Gemahlin Zimmer. Es war Mitternacht. Tiefe Stille herrschte überall. Als er vor ihrem Raume ankam, hörte er sie für seine Das Deutschtum in Süd- und Mittel- Amerika. Mutter und für ihn selbst beten. Der süße Klang ihrer Stimme und die Treue ihrer Liebe traf sein Herz. Sein Innerstes straubte sich, und sein Mut schwand; er erstarrte bei dem Gedanken, ein solch liebliches und schönes Geschöpf töten zu müssen. Er wagte nicht, das Schlafzimmer seiner Gattin zu betreten, beschloß vielmehr, zu feiner Mutter zurückzugehen und um jeden Preis um ihr Leben zu bitten. Aber der Entschluß der alten Dame war unerschütterlich; sie sagte zu ihm:„ Mein Sohn, geh und töte deine Frau. Du sollst mich nicht wieder sehen, ohne daß du mir ihren Kopf bringst!" Lu- Han war natürlich findlich gehorsam. Er erhob sich wieder, nahm das Schwert in die Hand und ging hinaus, entschlossen, den Kopf seiner Frau zu holen. Als er ihr Zimmer erreichte, war sie bereits eingeschlafen. Er näherte sich ihr schnell und erhob das Schwert, um es auf ihren Hals niederfallen zu lassen. Aber ein Blick auf ihr Gesicht erweichte sein Herz nochmals. Er mußte sie wieder anschauen und ionnte sich nicht enthalten, auszurufen:„ O schönes Geschöpf! Ich wünschte, ich hätte dich nie gekannt. Du liebst mich und bist treu zu mir; aber nun werde ich dir deine Liebe und Treue vergelten, indem ich dich umbringe. Ich könnte ertragen, daß mir meine Arme abgebrannt, meine Augen ausgeschnitten werden; aber mir fehlt der Mut, dir den Kopf abzuschlagen!" Seine Tränen flossen in Strömen und sein Körper bebte, wie ein Baum im Sturme. Wiederum 5 verfiel er in einen Zustand von Weichmütigkeit und Zögern, als er plötzlich an der Wand zwei Inschrifttafeln mit den folgenden beiden Denksprüchen bemerkte: ,, Bon zehntausend übeln ist Untreue die größte" und Bon hundert Tugenden ist Gehorsam zu den Eltern Die erste." " " Der letztere Sinnspruch erweckte seine Lebensgeister wieder, kaum hatte er ihn gelesen, so fiel der unbarm herzige Stahl auf den zarten, schlanken, schneeweißen Hais. Nach der Tat nahm Lu- Han den Kopf der Gattin und brachte ihn nach dem Zimmer seiner Mutter. Hier aber sah er, daß die alte Dame inzwischen Selbstmord be gangen hatte; sie hatte sich am Dachbalken erhängt. Lu- Han war sehr betrübt und trauerte lange Zeit. Er befahl seinen Soldaten, seine Mutter und seine Ge mahlin in einem Berge nahe der Festung zu begraben. Dann unterstützte er Siu- Lin, der ins Gefängnis gesteckt war, gegen den unrechtmäßigen Kaiser Wang- Mang. Nachdem er in mehreren Schlachten gegen den Usurpator siegreich gewesen war, errang er im Jahre 23 nach Christi Geburt einen großen Sieg, bei dem er den Wang- Mang völlig vernichtete und dem rechtmäßigen Erben der Dynastie Han zum Throne verhalf. Siu- Lin bestieg im Jahre 25 nach Christi Geburt als erster Kaiser der späteren sogenannten östlichen Dynastie Han den Thron. Das Deutschtum in Süd- und Mittel- Amerika. Das ganze lateinische Amerika zählt etwa rund 500.000 deutschsprechende Bewohner. Eine große Zahl und dennoch klein im Verhältnis zu den deutschsprechenden Bewohnern der Vereinigten Staaten. Mehrere der amerikanischen Großstädte beherbergen in ihren Mauern mehr deutschsprechende Menschen als in dem ganzen spanischen Amerika selbst leben. Aber die Zahl der in Süd- und Mittelamerika lebenden Deutschen gewinnt an Gewichtigkeit, wenn man deren Bestandteile näher betrachtet. Während die deutschsprechenden Bürger in Amerika, wie auch im Kaplande und Australien in dem Völker gewimmel wenig markant hervortreten und nur in ihrer Gesamtheit als Masse wirken, leisten die Deutschen in den südlichen Teilen des Kontinents als Gruppen und Einzelindividuum meist durchweg hervorragende Kulturarbeit. Während in den englischen Kolonien wie auch in den Vereinigten Staaten die Bürger deutscher Abstammung selten erkennbar aus der Schar der verwandten angelsächsischen Umgebung heraustreten, trägt das Deutschtum im Süden in bedeutend stärkerem Maße einen individuellen Charakter Wo immer im spanischen Amerika, in den sehr dünn besiedelten Ländern, Deutsche ansässig sind, läßt sich be haupten, daß sie eine eigene Kulturarbeit verrichten. Es spielt dabei feine Rolle, ob der Deutsche als Führer, Ackerbauer, Industrieller, Handwerker, Lehrer oder als Kaufmann tätig ist, stets hat er eine führende Rolle auf seinem Plaze auszufüllen. Eine ganz besonders hervorragende Rolle haben in Der Popocatepetl, aus der Nähe gesehen.( Dieser erlosd ene Vulkan erhebt sich nicht weit von der Stadt Mexiko mit seiner schneebedeckten Spize 4200 m hoch frei aus dem Tiefland bis zu einer Höhe von 5452 m). die und Vori Stim meis ordn Fest wird und Steher turner übliche aft de ben fo gen 1. a. tümli